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Fußnote 257: Mit 75 statt 57 in Pension?

Kein Zahlensturz, sondern ein ernsthafter Regierungsplan – in Schweden.

Wer länger lebt, muss länger arbeiten: Mit diesem Argument hat der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt einen Pensionsantritt erst mit 75 Jahren zur Diskussion gestellt. In Österreich gehen Frauen derzeit hingegen im Schnitt mit 57 und Männer mit 59 in die zu diesem Zeitpunkt noch keineswegs wohlverdiente Rente. Und von der österreichischen Gewerkschaft wird jeder ernsthafte Versuch, dies zu ändern, weiterhin mit Kriegserklärung bedroht. Dabei ist Schweden jetzt schon anders. Dort geht man derzeit erst mit mehr als 64 Jahren in die Pension. Auch Reinfeldt kennt das hierzulande häufig gehörte Argument, dass 55-Jährige viel schwerer eine neue Arbeit finden. Aber er weiß auch: Wenn Arbeitgeber noch mit einem langen Verbleib eines 55-Jährigen im Unternehmen rechnen können, dann wird sich viel eher die Investition in dessen Aus- und Umbildung rentieren. Und gesundheitlich sind heute 70-Jährige im Schnitt besser drauf als früher die 60-Jährigen. In Schweden wie in Österreich. Offenbar aber leben die Schweden auf einem anderen Planeten. Wo zum Unterschied von Österreich noch logische Argumente zählen – auch wenn sie aufs erste unpopulär sind.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorLaura R.
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Februar 2012 09:02

    Der Werner hat g`sagt, daß wir das denen jetzt zeigen werd`n, was wir Roten unter "einnahmenseitigem Sparen" verstehen.

    Außerdem hat er g`sagt, daß ihm jetzt wer erklärt hat, wieviel ein Prozent ist. Nur versteht er no immer nicht, wieviel das ungerechnet in Euro ist.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Februar 2012 02:21

    Warum emeritiert man auf der Uni mit 70, bei den ÖBB mit 47? Der eine sitzt im wohltemperierten Büro und denkt nach, der andere sitzt im wohltemperierten Führerstand und paßt auf. Keiner ist einem unzumutbaren (!) körperlichen oder gesundheitlichen Streß ausgesetzt (die Gewerkschaft bzw. das Arbeitsinspektorat seien vor). Ich weiß schon, im Bund gibt es keine Arbeitsinspektoren, aber eine mächtige Gewerkschaften durchaus. Natürlich tragen sowohl der Uni-Professor wie der Zugführer Verantwortung. Meine Frau übrigens auch, wenn sie unseren Enkel wickelt; nämlich für die Zukunft. Wenn Arbeit ausschließlich als Erwerbstätigkeit gesehen bzw. als Ausbeutung definiert wird, dann ist schon ein Tag Berufstätigkeit Versklavung. Früher sangen Linke das Hohelied der Arbeit, heute schmarotzen linke Anarchos auf Kosten der Allgemeinheit. Wohlgeduldet! Weit haben wir's gebracht.

  3. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Februar 2012 07:47

    Wie schon seit Kreisky in Österreich die volkswirtschaftliche Mathematik außer Kraft gesetzt wurde, so wurde das am Besten an Hand der Pensionsmathematik deutlich gemacht. Pensionsansparen ist wie Lebensversicherung Versicherungsmathematik. Wer länger und mehr einzahlt, kriegt auch mehr Pension raus, so einfach ist das!
    Aber österreichs Sozialisten haben (es waren auch ÖVP Sozialisten mit dabei) diese Mathematik auf den Kopf gestellt, in dem sie das Umlageverfahren eingeführt haben. Die arbeitenden Menschen zahlen die Pensionen, und es wird nichts angespart. Von da weg waren die Pensionen permament Mittelpunkt politischer Manipulationen und Schwindeleien zum Zweck der Wählerstimmenmaximierung. Daß sich mittlerweile die Bevölkerungsstruktur von durchschnittlich jung auf alt umgekehrt hat, ist an unseren Politikern, trotz massiver 30ig jähriger lauter Wahrnungen, spurlos vorbeigegangen.
    Der Betrug am Volk war schon so zum Selbstläufer geworten, daß es gar nicht mehr angepasst war, der Realität ins Auge zu blicken.

    Heute halte ich die ganze Diskussion um das Pensionsantrittsalter für reines Schattenboxen, das dann nicht notwendig wäre, würde man zur Versicherungsmathematik zurückkehren.

  4. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Februar 2012 07:27

    " TRAU KEINEM ÜBER 30 ! " So lautete eine der vertrottelten Parolen mit denen die 68er damals gesellschaftsverändernd über die Kriegsgeneration herfielen.

    Der seit damals bis heute nachwirkende Verlust der gebührenden Achtung, welche früher älteren Menschen auf Grund ihrer Reife und Erfahrung entgegengebracht wurde, wirkt bis heute nach. Im ehemaligen Ostblock, wo die 68er kaum in Erscheinung traten, ist auch dieser Statusverlust der reiferen Generation in viel geringerem Maß oder garnicht zu beobachten.

    Die selbst schon umerzogenen Alten haben allerdings durch ihren eigenen konsumidiotischen Lebensvollzug viel dazu beigetragen, daß ihnen die Achtung,
    welche man früher älteren Menschen entgegenbrachte, nichtmehr zuteil wird.

    Dazu kommt, daß Ältere lange Zeit patscherter im Umgang in der EDV-Anwendung
    waren als ihre jüngeren Arbeitskollegen, welche schon spielend damit aufgewachsen sind. Dieser Mangel, welcher Älteren lange am Arbeitsplatz anhaftete, dürfte ja langsam an Bedeutung verlieren.

    Man könnte weitere Erklärungen anführen, welche Ältere in der Arbeitswelt deplatziert erscheinen lassen.

    Aber wie sollen da Politiker aller Parteien korrigierend eingreifen, wenn sie selbst vom gesellschaftsveränderndem Gift der 68er - Bewegung verdorben sind!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorzweiblum
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Februar 2012 17:38

    Haben uns nicht die Politiker uns versprochen, daß die Migranten die Pensionen retten?

  6. Ausgezeichneter KommentatorKR Ing. W. Maurer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Februar 2012 09:42

    Ich fuhr unlängst ( 4 - Tagesurlaub) in der Gondelbahn 3S in Kitzbühel und traf auf eine größere Gruppe von sportlich gestählten Männern - Schifahrern, die stolz von ihren abenteuerlichen Tiefschneeabfahrten über viele Steilhänge erzählten, von stundenlangen, kräfteraubenden Aufstiegen mit Tourenskiern und Fellen. Und im Sommer werden diese Hochgebirgshänge klarerweise mit den Mountainbikes bergauf und bergab bezwungen. Wenn das dann langweilig wird, fliegt man nach Kanada und Australien, weil da noch größere sportliche Herauforderungen warten. Eigentlich ist man das ganze Jahr höchst sportlich unterwegs.

    Die Herren, waren allesamt Pensionisten /Frühpensionisten plus minus sechzig und sie wirkten durchaus arbeitsfähig.

    Soviel zu den ausgebeuteten und ausgepowerten Hacklern, die in der Wirtschaft nicht mehr zu gebrauchen wären.

  7. Ausgezeichneter KommentatorProConsul
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Februar 2012 16:35

    OT - interessanter Artikel zum Thema Reich und Monarchie

    "Es ist immer wieder behauptet worden, die D-Mark sei das Nationalsymbol und die Kernidentität der Deutschen nach dem Kriege gewesen. Was ist das Nationalsymbol denn nun? Würde ein „Nord-Euro“ die „Identität“ wieder herstellen, wie es sich Hans-Olaf Henkel vorstellt? Wer würde da seiner Meinung nach hineinpassen: Deutschland, Österreich, Holland, Flandern, Schweiz – vielleicht noch die Kronländer Österreichs: da wäre das Heilige Römische Reich Deutscher Nation (HRR) beisammen. Plus Skandinavien? Das wäre eine germanische Union. Auf der anderen Seite macht er den „Süd-Euro“ im mediterranen Olivengürtel aus: Das Römische Reich. Hier offenbart sich eine 2.500 Jahre andauernde historische Kontinuität....

    http://ef-magazin.de/2012/02/07/3402-nach-dem-crash-sezession-und-reichsgruendung

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatortraurig-aber-wahr
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Februar 2012 02:07

    Bei uns wird eher die Pension ganz abgeschafft bevor es je gelingt das Alter auf 75 zu erhöhen.....

    Traurig aber wahr, Österreich ist eben leider sozialistisch verdorben!

    Fleiß ist null wert.
    Wenn man jetzt das Alter erhöht gehen leider alle in Frühpension(Hacklerregelung).
    Man müsste eigentlich nur die Frühpensionen abschaffen, dies wäre Fortschritt genug (siehe ÖBB Pensionisten die sichs mit 50 richten während meine Mama (52) die schon Arthrose hat nicht einmal mehr mit 60 in Pension gehen wird dürfen....
    Mir ist schon klar, dass es in 40 Jahren für mich eh keine Pension geben wird mehr, aber bei Frauen die nur mehr 9 Jahre brauchen und NICHT in Frühpension gehen das Alter jetzt auf 65 erhöhen ist Wahnsinn!
    Soviel zur "sozialen Fairness" ala Faymann SPÖ. Unwählbar sind diese. Da bleiben nur mehr BZÖ und FPÖ als Wahl.


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  1. Udo (kein Partner)
  2. 4zbd5b (kein Partner)
    10. Februar 2012 00:14

    Herr Unterberger, Sie schreiben: "Offenbar aber leben die Schweden auf einem anderen Planeten. Wo zum Unterschied von Österreich noch logische Argumente zählen – auch wenn sie aufs erste unpopulär sind".

    Gilt der Satz auch für die Bildungspolitik? Zur Erklärung: in Schweden gibt es seit Jahrzehnten die Gesamtschule. An eine Abschaffung ist nicht gedacht.

    • Udo (kein Partner)
      10. Februar 2012 12:48

      Die schwedische Gesamtschule heisst nur gleich, funktioniert aber wesentlich besser, als unsere, weil sie gänzlich anders aufgebaut ist. A.U. hat schon vor Monaten detailiert diese Unterschiede aufgezeigt, die eine Beibehaltung (nur) des schwedischen Modells (nicht des österreichischen) absolut rechtfertigen. Also, was wollen Sie?

    • 4zbd5b (kein Partner)
      10. Februar 2012 23:42

      Unterberger, der Bildungsexperte - interessant. Das hab ich ja gar nicht gewusst. Ach, dieser Tausendsassa!
      Im Ernst: mir kam noch kein Artikel unter, in dem Unterberger die Gesamtschule auch nur in irgendeinem Land gutgeheißen hätte. Er ist aus Prinzip dagegen, denn das ist ja in seinen Augen "Gleichmacherei". Auch in Schweden werden alle 10-14jährigen in einer Schule gemeinsam unterrichtet, das kann einem Unterberger nicht gefallen.

    • Udo (kein Partner)
      11. Februar 2012 14:27

      Da ich keinen Zugriff auf das Archiv habe, muss ich Ihre Behauptung wohl so stehen lassen.

  3. sosheimat (kein Partner)
    09. Februar 2012 20:57

    In Österreich ist in der Relation einer der bestbezahltesten Jobs - DER ASYLANT!!! :-)

    http://sosheimat.wordpress.com/2012/02/09/von-beruf-asylant/

  4. Karl (kein Partner)
    09. Februar 2012 14:14

    Ein Ausblick aufs Finale.

    Wenn ich 1987 im völlig heruntergekommenen Potsdam aus der Mietshaustür trat, war das wie der Eintritt auf eine kafkaeske Bühne. Hinter der Wohnungstür war Normalität, vor der Haustür herrschte eine unwirkliche Zeitverschiebung. Der Hausflur war der „Timetunnel“ in eine Zeit, die nicht das 20.Jahrhundert sein wollte. Das 20.Jahrhundert fand im „Westfernsehen“ statt, hier draußen herrschte die beklemmende Atmosphäre des 19.Jahrhunderts im Verfall.
    Ich sehe mich noch auf dem Bürgersteig stehen und gen Himmel rufen:
    “Herr, es ist doch das Ende des 20. Jahrhunderts!“

    20 Jahre später, im Herbst 2007, nachdem die sozialdemokratischen Parteien SPDCDUCSUFDP die Wirklichkeit als politisch inkorrekt aus den Programmen gestrichen hatten, stellte sich langsam das Gefühl wieder ein, welches mich schon am Ende der vorletzten Sozialismusphase irritierte:
    Wirklichkeit und Selbstbild der Gesellschaft befinden sich auf größtmöglicher Distanz, die Geschichte scheint still zu stehen.
    Doch es scheint nur so. Der Stillstand ist die Bedingung der Umkehr.

    Ein Blick in die Verlautbarungsorgane des überlebten Zeitgeistes fördert keinerlei Erkenntnisse mehr zutage. Die Massenmedien kommentieren nur noch das eigene Echo.

    Die Suche nach Wahrheit in den letzten zwei Jahren hat jedoch zu klaren Erkenntnissen geführt:
    Das Stillstandsphänomen ist die Folge der staatlichen Schuldenintervention in den beginnenden gesellschaftlichen Umbruch.
    Wir haben es mit einer Überschuldungskrise der westlichen Sozialdemokratien zu tun.
    Die regelmäßig platzenden Spekulationsblasen sind das Ergebnis des durch die Umverteilungsgesellschaften in den Markt geschwemmten Falschgeldes ohne Deckung. Profiteure des Systems sind die mächtigen Kostgänger des Sozialstaates:
    Das Kartell aus den Vorständen der Falschgelddistributoren (Banken),
    den Falschgeldlegimitatoren und Umverteilern (Politiker) sowie deren willfährigen Rechtsgestaltern,
    den Falschgeldadaptoren (Aktiengesellschaften, „Kombinate“) auf der einen
    und der gewaltbereite, das Kartell gefährdende und deshalb durch „Sozialleistungen“ ruhiggestellte Mob auf der anderen Seite.

    Der noch durch zivilisatorische Hemmnisse gefesselte Mittelstand, der keine 25% der Bevölkerung mehr stellt, aber das gesamte Umverteilungsvolumen erwirtschaftet, ist in einer Massendemokratie wegen des Mehrheitswahlrechts machtlos und zur Ausplünderung freigegeben.
    Die Situation scheint hoffnungslos, doch ein beherzter Klimmzug an der morschen Mauer des Zeitgeistgefängnisses lässt einen Blick in die Zukunft zu: Das Umverteilungskartell erstickt im eigenen System, es ist so festgefahren, wie die aggressiv wiederholte Propaganda seiner Massenmedien.
    Es kann nicht mehr vor noch zurück.
    Druckt es mehr Falschgeld, fliegen die Staatsanleihen wegen der Inflationsangst auf den Markt.
    Druckt es weniger Falschgeld, wird es zahlungsunfähig und hat den Pöbel am Hals.
    Lässt es die Zinsen niedrig, gehen die Anleger in Edelmetalle und Sachwerte, anstatt in Staatsanleihen.
    Hebt es die Zinsen, streiken die Schuldner für den Kreditkreislauf und die kreditabhängige Wirtschaft kollabiert.

    Das Angloimperium sitzt am tiefsten in der Falle: Es hat sich über fast zwei Generationen mit Falschgeld finanziert – die Welt hat geliefert - zuerst Europa, dann China.
    Die Chinesen, die ihren Staat innerhalb von 20Jahren von einer maroden, sozialistischen in eine leistungsstarke, nationalsozialistische Diktatur transformiert haben, ohne die Eliten auszutauschen, haben sich die Amis eingekauft ( … die Sozen sind begeistert!). Sie haben sich für den Greenback bewusst solange ausbeuten lassen, bis die gewerbliche, amerikanische Wirtschaft (wie auch die in Großbritannien) praktisch ausgelöscht war.
    Heute lebt das Angloimperium von Warentransfers, finanziert aus dem „Quantitative Easing“. Staatsanleihen werden mittlerweile dadurch finanziert, dass sich die Kartellbanken Falschgeld von der FED für 0.25% leihen und dann Staats-Bonds mit dem 10-fachen Zins kaufen, die dann durch Steuermittel bedient werden.
    Das System geht jetzt also an die reine Substanz, indem es die Staatsbevölkerung auszehrt.

    In Deutschland funktioniert das nicht anders. Hier kommt erschwerend hinzu, dass die gesamte Sozialordnung auf demselben Prinzip der Beleihung der Zukunft ohne Pfand fußt. Man kann Kredit nämlich auf zweierlei Weise erzeugen:

    Kredit gegen Verpfändung eines bestehenden Wertes (Wertewirtschaft) oder Kredit auf der Basis einer ungesicherten Zukunftserwartung (Schuldenwirtschaft), die als Pfand nur bedrucktes Papier kennt. Ist die Wertewirtschaft auf bestehende Substanz angewiesen, so ist die Schuldenwirtschaft auf Schuldner angewiesen.
    Fehlen die Schuldner, weil sie die Kreditaufnahme verweigern, oder dem „demographischen Wandel“ zum Opfer fielen, ist Schluss, dann kollabiert das System. Der Staat kann seine Zahlungszusagen nicht mehr erfüllen und wenn er sie nominal erfüllt, dann nur ohne Gegenwert (Inflation).
    Da die Sozialsysteme und die Staatsfinanzierung auf demselben Prinzip der deckungslosen Versprechen auf Papier (Schein-Geld, Renten-, und Versorgungsbescheide) beruhen, addieren sich deren Negativbilanzen auf ca. 9 Billionen Euro (explizite Schulden 1,6 Bill Euro, implizite Schulden über 7 Bill Euro) und sie gehen auch gemeinsam unter.

    Oft hören wir, jeder Bürger hätte 20.000 Euro Schulden. Das ist Augenwischerei. Teilt man die gesamten Leistungsversprechen des Staates durch jene, welche es erwirtschaften müssen, kommen gegenwärtig ca. eine halbe Millionen Euro pro Produktivkraft heraus. Dieser Wert steigt in den nächsten Jahren der massenhaften Verrentung von Babyboomern rasch auf eine Millionen Euro (s.a. dynamischer Gesamtlastquotient)

    Das ist das sichere Ende der sozialdemokratischen Ordnung in Deutschland (2012).

    Dieser Artikel erschien im November 2009 in der online Ausgabe des ef-magazins

  5. BIÖ
    09. Februar 2012 12:03

    Wirklich liberal kann nur ein einziger Ansatz sein: der mündige Bürger darf in seiner persönlichen Lebensplanung und in seinen Entscheidungen nur so wenig wie irgend möglich eingeschränkt werden.

    Was spricht daher gegen einen versicherungsmathematischen Ansatz: in Pension kann gehen, wer aufgrund seiner Vorgeschichte genug eingezahlt hat, um das Existenzminimum herauszubekommen.

    Diese Einschränkung scheint notwendig, um zu verhindern, dass man der Allgemeinheit zur Last fallen kann. Wer damit nicht das Auslangen findet, darf keine öffentlichen Unterstützungen erhalten. Entweder weiter arbeiten gehen, oder eben den Lebenswandel einschränken.

    Wenn es aber mit Ende 30 der Fall sein sollte und gewünscht wird, dann bitte sehr, sei es eben so! Wer länger arbeitet, kann sich dadurch seine Pension natürlich aufbessern.

    Pensionen wegen Invalidität/Krankheit/Berufsunfähigkeit o.Ä. wären selbstverständlich getrennt zu konzipieren.

  6. Otto (kein Partner)
    09. Februar 2012 11:19

    Körperlich sind die heutigen 70 jährigen sicher besser in Schuss im Durchschnitt als vor 30 Jahren. Aber die gestige Belastung in der Arbeit ist seitdem auch ziemlich gestiegen...

  7. APM (kein Partner)
    09. Februar 2012 10:06

    Wie tröstlich ist es zu wissen, dass es nicht nur in Österreich politische, wie sonstige - Idioten gibt!
    Diese "Vision" ist so deppert, dass es um jede Minute schade ist darüber ernsthaft zu diskutieren.
    Ich fasse sie daher als Büttenrede auf, die bestens zum Villacher Fasching gepasst hätte!
    Ps: Sollte Unterberger Wert darauf legen noch halbwegs ernst genommen zu werden, würde ich an seiner Stelle - bei aller wirklichen Dramatik - darüber nachdenken.

  8. Segestes (kein Partner)
    09. Februar 2012 09:06

    "Und gesundheitlich sind heute 70-Jährige im Schnitt besser drauf als früher die 60-Jährigen"

    Genau, 75jährige Maurer.
    Welch ein Bild.

    • Reinhard (kein Partner)
      09. Februar 2012 10:14

      Deswegen wurde für solche Leute eine Schwerstarbeiterregelung eingeführt.

      Aber in unserem Operettenstaat wurde die pervertiert, indem Beamte und Sesselfurzer zu Schwerstarbeitern erklärt wurden und Maurer mit kaputten Bandscheiben ab 50 nur als Tachinierer gelten, die gefälligst Abschläge hinzunehmen haben.

      Übrigens: Auch Maurer können mit 60 oder 65 noch im Baustofflager Stapler fahren , im Verkauf Aufträge bearbeiten oder mit seiner Erfahrung Vermessungen am Bau vornehmen. Aber in Österreich gilt ja jede berufliche Weiterentwicklung als Gaga und frühzeitiger Ruhegenuss als wohlerworbenes Recht.

      Nicht die Politik ist faul, sondern die gesamte Gesellschaft.

    • Segestes (kein Partner)
      09. Februar 2012 11:54

      Es waren, und das ist der Witz bei der Sache,
      ja in erster Linie die schwarzen Beamtenvertreter
      rund um Neugebauer, die die Hacklerregelung
      ad absurdum geführt haben.
      Und jetzt verlangen ausgerechnet die Schwarzen Regierer,
      die Hacklerregelung müsse aufgrund ihrer überbordenden
      Kosten wieder abgeschafft werden.
      Chuzpe!

      Auch im Baustofflager muss man körperlich fit sein
      (z.B. auf Hochregalen herumklettern),
      Und mit einer kaputten Bandscheibe reißt man auch
      dort keine Bäume aus, fürchte ich.

    • Reinhard (kein Partner)
      09. Februar 2012 15:59

      Laut Arbeitsschutzregeln dürfen auch Gesunde nicht auf Hochregalen herumklettern. Dafür hat der Mensch den Gabelstapler erfunden.
      Und wenn Sie mal in ein Baustofflager reinschauen, treffen Sie genug Leute, denen man beim Gehen ruhig die Schuhe neu besohlen kann, ohne dass diese das bemerken.
      Junge Leute trifft man dort nicht wegen ihres Fleißes und ihrer Agilität, sondern weil sie einfach billiger zu haben sind, denn beim Wechsel in einen leichteren Job auch noch weniger Lohn zu bekommen ist ja etwas, was laut unserem in allen Gesellschaftsschichten tief inhalierten Wachstumsgeist wie der persönliche Gottseibeiuns erscheint.
      Bevor man zulääst, dass ein älterer Arbeitnehmer eine leichtere Tätigkeit für weniger Lohn ausführt, schickt man ihn für noch weniger Geld spazieren. Das ist Gewerkschaftslogik.

      Was das Kapitel Neugebauer angeht - naja, er passt in eine Reihe mit den schwarzen Salonsozialisten und Her-mit-dem-Zaster-Blökern der heutigen Zeit. Kämmererseelen und Betonschädel bleiben dies unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit.
      Die ÖVP ist weder eine Volks-, noch eine Mittelstandspartei. Banker, Bauern und Beamte. Und auch wenn ihnen jetzt vor der nächsten Wahl die Düse geht, werden sich die Wähler das merken.
      Die verarschten Bauarbeiter wählen eh schon eher blau...

    • Segestes (kein Partner)
      09. Februar 2012 16:29

      "Dafür hat der Mensch den Gabelstapler erfunden."

      Natürlich müssen Lagerarbeiter auf Hochregalen (und auch auf nicht so hohen Regalen) herumklettern, wenn sich etwas verklemmt - und das tut es oft. Wer dazu nicht bereits ist, darf gleich wieder nachhause gehen. Der Arbeitsschutz hat mit der Realität eben oft leider nichts zu tun.

      Und wenn der ältere Arbeitnehmer im Baustofflager recycelt wird, was macht dann der jenige, der bisher dort seinen Job hatte?
      Oder anders formuliert: Woher kommen die zusätzlichen Arbeitsplätze, wenn wir
      die Leute deutlich länger arbeiten lassen?
      In Wirklichkeit sollen doch hier verhältnismäßig teure Pensionsempfänger, durch für den Staat billigere Bezieher von Notstandshilfe ersetzt werden.

  9. RB (kein Partner)
    09. Februar 2012 08:37

    UMbildung, wow, das ist aber ein schönes, neues Wort. Schade, dass ich nicht mehr umgebildet werden kann, hätte sehr gerne an einer Umbildung teilgenommen......

    • Reinhard (kein Partner)
      09. Februar 2012 10:19

      Finden täglich im bfi statt.
      Die mangelnde Qualität derer resultiert aber weniger aus der dortigen Schulungsqualität als vielmehr aus der Tatsache, dass der Durchschnittsösterreicher vom Staat dazu gezwungen werden muss anstatt sich freiwillig neuen Tätigkeiten zuzuwenden, wenn die alten nicht gebraucht werden. Bildung und Entwicklung gelten nämlich als Teufelszeug. Staatliche Alimentierung der Kaffeehausbesuche, bei denen man sich über die Reichen, die Kapitalisten, die Spekulanten und die Ausländer, also das ganze faule Pack, aufregen kann, gilt dagegen als Selbstverständlichkeit.

    • RB (kein Partner)
      09. Februar 2012 21:08

      ad Reinhard
      Sie scheinen sich über die Skurrilität des Wortes UMBILDUNG nicht im Klaren zu sein. Umschulung, ok, das passt schon, aber der Begriff UMBILDUNG ist Schwachsinn.
      Und meine Ironie haben Sie anscheinend auch nicht verstanden, naja, macht auch nix, ist eben so.

  10. Leopold Koller (kein Partner)
    09. Februar 2012 06:03

    Warum bemuehen wir immer das geltende Pensionsrecht, wenn's um die Pensionen geht? Das Ganze liesse sich doch mit einer Aenderung der Strassenverkehrsordnung viel leichter regeln. Ab 55 duerfen die Leute die Strassen bei Rot ueberqueren. Ab 65 muessen sie das.

    • Reinhard (kein Partner)
      09. Februar 2012 06:43

      Oder noch besser: Wer in Pension geht, weil er zu körperlicher Anstrengung nicht mehr in der Lage ist, muss Führerschein und Autoschlüssel in der BH abliefern.
      Es gäbe Massendemonstrationen für das Recht auf lebenslange Arbeit...

  11. Normalsterblicher
    09. Februar 2012 02:16

    Ich würde überhaupt vorschlagen, das Pensionsantrittsalter auf 120 Jahre anzuheben.

    Die ab dem 121 Lebensjahr erwartbare, wohlverdiente Superpension müsste doch allein diesen Schritt rechtfertigen können!

  12. traurig-aber-wahr (kein Partner)
    09. Februar 2012 02:07

    Bei uns wird eher die Pension ganz abgeschafft bevor es je gelingt das Alter auf 75 zu erhöhen.....

    Traurig aber wahr, Österreich ist eben leider sozialistisch verdorben!

    Fleiß ist null wert.
    Wenn man jetzt das Alter erhöht gehen leider alle in Frühpension(Hacklerregelung).
    Man müsste eigentlich nur die Frühpensionen abschaffen, dies wäre Fortschritt genug (siehe ÖBB Pensionisten die sichs mit 50 richten während meine Mama (52) die schon Arthrose hat nicht einmal mehr mit 60 in Pension gehen wird dürfen....
    Mir ist schon klar, dass es in 40 Jahren für mich eh keine Pension geben wird mehr, aber bei Frauen die nur mehr 9 Jahre brauchen und NICHT in Frühpension gehen das Alter jetzt auf 65 erhöhen ist Wahnsinn!
    Soviel zur "sozialen Fairness" ala Faymann SPÖ. Unwählbar sind diese. Da bleiben nur mehr BZÖ und FPÖ als Wahl.

    • traurig-aber-wahr (kein Partner)
      09. Februar 2012 02:11

      8 Jahre meinte ich.
      Es soll ja nun auch für Frauen der 60er Jahre das gesetzliche Alter sofort auf 65 anspringen, statt erst mit 1. Jänner 2024....

    • Ich widerspreche (kein Partner)
      09. Februar 2012 11:52

      1. "Wer länger lebt, muss länger arbeiten"
      Wo erfahre ich dass ich länger leben werde um länger zu arbeiten?
      2. Fleiß is nix wert - da haben sie leider recht! Arschkriechen bringt mehr!
      3. Dass es in 40 Jahren für Sie keine Pension mehr geben wird geht dann in Erfüllung wenn BZÖ und FPÖ was zu sagen haben. Hatten wir ja schon - ÖVP-FPÖ Regierung - eine Katastrophe!

  13. socrates
    08. Februar 2012 17:44

    Rente mit 75? Der schwedische Ministerpräsident Reinfeldt erregt mit einem radikalen Vorstoß Aufsehen
    Mit 75 kann man noch eine ganze Zeit als Papst berufstätig sein, auch als Kritikerpapst, oder vielleicht als Gärtner im Bundeskanzleramtsgarten, erwiesenermaßen als Staatsoberhaupt in Großbritannien oder als Kongressabgeordenter und Präsidentschaftskandidat in den USA aktiv sein. Die Frage ist, ob die Wirtschaft in ausreichender Zahl Posten zur Verfügung stellen kann, um das Rentenalter generell auf 75 Jahre anzuheben.
    Der Vorschlag - „Jobba till 75“ - stammt vom schwedischen Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeldt. Er kam nicht sonderlich gut an: In einer Umfrage sprachen sich 73 Prozent der Schweden dagegen aus.
    Laut der schwedischen Tageszeitung Aftonbladet äußerte Reinfeldt, dass die "geistige Landkarte" in der Rentenfrage neu gezeichnet werden müsse, wenn es darum geht, Wohlstand zu erhalten (siehe dazu auch den Wirtschafts-Blogger egghat Das Sozialsystem in Schweden ist sicherlich vorbildlich). Reinfeldt sagte:
    "The pensions scheme isn’t based on magic. It is a welfare ambition based on large-scale re-distribution and citizens’ own work. If people think that we can live longer and shorten our work life, then pensions will get lower."
    Der Frage, was etwa eine Krankenschwester machen sollte, die mit 60 nicht mehr arbeiten kann, entgegnet er damit, dass man die Berufslaufbahn, für die man sich meist in jungen Jahren entschieden habe, später neu überdenken sollte: Ob es möglich sei, sie zu ändern. Man könnte vielleicht den Job wechseln, wenn er nach 20 oder 30 Jahren zu stressig wird - statt aus dem Berufsleben auszusteigen.
    Ältere Arbeitnehmer sollten nicht mit 30-Jährigen um den gleichen Job wetteifern, sondern Arbeiten suchen, die ihrer Erfahrung entsprechen, "beispielsweise administrative Aufgaben übernehmen und andere unterstützen", wird Reinfeldt wiedergegeben. Er glaubt demnach, dass Arbeitgeber 55-Jährigen aufgeschlossener gegenüberstehen würden, "wenn diese noch 20 Jahre arbeiten wollten".
    Belege dafür, dass dem tatsächlich so wäre, konnte Reinfeldt dafür allerdings nicht vorlegen. Stehen jedoch für Ältere keine solchen Verwaltungsjobs in genügender Anzahl zur Verfügung, dann ist eine derartige Erhöhung des Renteneintrittsalters – wie Kritiker immer wieder anmerken – lediglich ein Euphemismus für eine faktische Renetenkürzung. Auch die wäre ein mögliches Mittel, um auf eine höhere Lebenserwartung zu reagieren. Würde man offen über sie sprechen, dann müsste freilich darüber nachgedacht werden, ob man sie in einer Weise durchführt, dass nur bei "Luxusrenten" gekürzt und bei niedrigen eher aufgestockt wird.
    Thomas Pany (heise.de)

  14. zweiblum
    08. Februar 2012 17:38

    Haben uns nicht die Politiker uns versprochen, daß die Migranten die Pensionen retten?

  15. ProConsul
    08. Februar 2012 16:35

    OT - interessanter Artikel zum Thema Reich und Monarchie

    "Es ist immer wieder behauptet worden, die D-Mark sei das Nationalsymbol und die Kernidentität der Deutschen nach dem Kriege gewesen. Was ist das Nationalsymbol denn nun? Würde ein „Nord-Euro“ die „Identität“ wieder herstellen, wie es sich Hans-Olaf Henkel vorstellt? Wer würde da seiner Meinung nach hineinpassen: Deutschland, Österreich, Holland, Flandern, Schweiz – vielleicht noch die Kronländer Österreichs: da wäre das Heilige Römische Reich Deutscher Nation (HRR) beisammen. Plus Skandinavien? Das wäre eine germanische Union. Auf der anderen Seite macht er den „Süd-Euro“ im mediterranen Olivengürtel aus: Das Römische Reich. Hier offenbart sich eine 2.500 Jahre andauernde historische Kontinuität....

    http://ef-magazin.de/2012/02/07/3402-nach-dem-crash-sezession-und-reichsgruendung

  16. Schani
    08. Februar 2012 16:09

    Warum nicht das Pensionssystem umstellen? Jeder zahlt für sich ein und bekommt das heraus, was er geleistet hat. Die Frühpension wäre damit ein für alle Mal abgestellt!

  17. RR Prof. Reinhard Horner
    08. Februar 2012 14:19

    reinhard.horner@chello.at

    Diese Schweden …

    Es ist wohl hoch an der Zeit, dass wir Österreicher uns an den Schweden nicht mehr ein Beispiel und schon gar kein Vorbild nehmen! Wo kämen wir denn da hin? Wie könnten wir denn bei unseren üblichen halben oder noch geringeren Lösungen bleiben?

    Griechenland wäre doch ein wesentlich geeigneteres Leitbild!

    • RR Prof. Reinhard Horner
      08. Februar 2012 14:31

      reinhard.horner@chello.at

      ... und länger arbeitende Selbstständige, insbesondere die vielen Künstler, gehören zwangsweise in Pension geschickt. Zum Beispiel die Dirigenten und die Schauspieler über 65 gehören in Österreich mit Auftrittsverbot belegt und somit etwa nach Schweden verjagt.

    • durga
      08. Februar 2012 17:32

      vor allem aber UHBP!

    • RR Prof. Reinhard Horner
      08. Februar 2012 22:58

      reinhard.horner@chello.at

      Und noch ein "Reform"-Vorschlag mit unschwedischem, jedoch spezifisch österreichischem Charakter:

      Den Beamtinnen und Beamten, die gemäß gleichen gesetzlichen Bestimmungen mit Ende des Kalenderjahres, in dem sie 65 werden, in den Ruhestand treten, wäre zur Abschreckung die Lebensverdienstsumme folgendermaßen zu kürzen:

      a) durch Streichung der letzten Biennien und der Dienstalterszulage vom Aktivbezug sowie

      b) durch starke Erhöhung des so genannten Pensionssicherungsbeitrages vom Pensionsbezug.

  18. Peter Flor
    08. Februar 2012 14:00

    @Haider:
    Nur eine kleine Korrektur: ich war als ordentlicher Professor so lange im aktiven Dienst, wie das zulässig war; d.h. ich wurde mit 68 Jahren emeritiert. Nun werden schon seit Jahren ordentliche Professoren nicht mehr ernannt, und für die seither ernannten Professoren gibt es keine Emeritierung mehr, sie müssen also mit spätestens 65 Jahren in Pension gehen.

  19. bagaude
    08. Februar 2012 11:17

    Wann wird man als Zeitgeschichtler die Jahre ab 1945 bis 2012 als das goldene Zeitalter der Arbeiter und Bauern bezeichnen dürfen,weil nähmlich niemand sich ernsthaft getraut die massenhaften Privilegien,ja die Installierung derselben als Identitätsmerkmal der Republik ins gerechte Licht zu stellen!
    Unter der Devise Umverteilung hatten schon Arbeiter in den staatsnahen Betrieben von Vöst ,über Bergbau,Energie,Metaller,Staastbanken,ÖBB,AK ,BK uvam.die vielen A und B Beamten im Regen stehen lassen-damals hieß es "am 1.Nix am 2.Nix das dafür aber fix".Während Bauern schon mit Mercedes ange-
    rauscht kamen durften in den 50zigern Primarii und OberÄrzte noch Gemeidebedienstetenbesoldungen einfahren,aber dafür 72 Std durcharbeiten-
    mit direkter!Verantwortung und durchaus körperlicher Schwerstarbeit(zb.Chirurgen)-Arbeitinspektorat hat sich für die Mehrleistungen nicht interressiert(auch noch nicht in den 80ziger bis heute!).Beamtet nein-Betriebspension nein,Kuren nein,Krankenstände selten,Urlaube verhalten!Betriebswohnungen,Deputate,bezahlte AMS Weiter-Ausbildung usw ;die extramuralenKollegen kannten auch keine solchen vom Steuerzahler über die Politik verteilten
    "Zuckerln" - Aber arbeiten tun sie alle meist weit über 65 -sonst könnten sie ihren sog.Wohlstand nie erreichen.Davon redet heute keiner ,weil noch immer Gesetze wie das SUG ect-.die Arbeiter und Angestellten unverschämt fürs Wählen einkaufen!!
    Die Politiker selbst - meist nicht nach Qualitätskriterien ausgesucht-zahlen
    Parteisteuern,Lohnsteuern vom zu großen Gehalt-holen sich aber diese Plebejersteuern wieder aus der Staastkasse zurück zB.über nicht zu versteuernde
    Nebenverdienste !!Sie haben sich auch vom seinerzeitigen Beamtenschema getrennt und dafür gesorgt,dass sie sich mit minimalen Aufwand das Maximum an Geld ,Macht und Einfluss jederzeit -mit Höchstpensionen -weiter ins Gesellschaftsleben herumtreiben können.
    Nunja Potitiker muß es geben,aber nicht soviele mit einen Rattenschwanz von
    bestbezahlten Gehilfen auf allen Ebenen,dann sollten sie über eine erkennbare und vorzeigbare Bildung besitzen,noch keine allzugroßen Flops gemacht haben,
    ein vorzeigbares Interesse an unsere Heimat haben und last but not least
    auch einen anständigen Beruf gelernt haben-nur Berufung ist glaube ich zu wenig!

    • Undine
      08. Februar 2012 21:31

      @bagaude

      "Während Bauern schon mit Mercedes ange-
      rauscht kamen durften in den 50zigern Primarii und OberÄrzte noch Gemeidebedienstetenbesoldungen einfahren,aber dafür 72 Std durcharbeiten-
      mit direkter!Verantwortung und durchaus körperlicher Schwerstarbeit(zb.Chirurgen)-"

      Und so sah der Dienstplan eines Oberarztes auf der Gynäkologie des Krankenhauses einer Bezirkshauptstadt in OÖ im Jahr 1965 aus:

      MO 7h - DI 16h
      MI 7h - DO 16h
      FR 7h - MO 16h
      DI 7h - MI 16h
      DO 7h - FR 16h

      Jedes 2. Wochenende war somit dienstfrei.

      Im Monat Juli mußte zusätzlich die 2. Fachärztin vertreten werden, was soviel hieß wie Dauerdienst vom 1. 7. - 31. 7.

      Im Monat August ging der Primarius auf Urlaub, was bedeutete, daß der Oberarzt ihn nicht nur im KKH, sondern auch in dessen Ordination vertreten mußte. Summa summarum: DAUERDIENST vom 1.7. bis 31.8.!

      In diesen Jahren wurden durchschnittlich etwa 1600 Kinder geboren. Das Gehalt des Oberarztes betrug damals knapp 10.000 Schilling.

  20. freimann.at
    08. Februar 2012 10:30

    Das gesetzliche Pensionsantrittsalter von Frauen und Männern gehört endlich gleichgestellt. Um dabei den Gegnerinnen den Wind aus den Segeln zu nehmen, wäre es zweckmäßig, in einem Korridor zwischen 57 und 70 Jahren das eigene Pensionsantrittsalter - ohne Umwege zB. über Berufsunfähigkeitspension - selbst bestimmen zu lassen, wobei es über dem Richtwert 65 Jahre einheitliche ZUschläge und darunter einheitliche Abschläge gibt.

  21. Josef Maierhofer
    08. Februar 2012 10:28

    Pensionsantrittsalter.

    Gespräch mit einer Kassiererin im Papiergeschäft. Mein Mann geht heuer in Pension, er ist jetzt 60, meine Frage, arbeitet er nicht gerne, Antwort, ja aber er hat schon 45 Dienstjahre, Frage, aber Sie arbeiten ja noch, Antwort, ich habe noch 15 Jahre zu arbeiten, Frage, wäre es da nicht gescheiter, wenn Ihr beide gesund seid weiter zu arbeiten, bis auch Sie in Pension sind, Antwort, er ist zwar gesund, aber es war genug, Frage, was wird er jetzt tun, er wird ja weniger Geld haben, Antwort, aber ich verdiene ja noch, Frage, ist das Recht auf Pension wichtiger als das Wohlbefinden, Antwort, wir haben so entschieden.

    Ich selbst werde natürlich so lange arbeiten, so lange mich jemand braucht und beschäftigt und solange die Gesundheit mitspielt. Das Limit setzt die Gesundheit.

    Dass Österreich eine schwere Krankheit befallen hat, das weiß ich, die 'Tachinitis' als Naturerscheinung beim 'Ösi' und politisch gefördert, etwa ÖBB, etc. und natürlich das ungesunde 'Alkoholleben', die ungesunde Faulheit und Bewegungsarmut, das ungesunde Rauchen, die Pillensucht, u.v.a.m. erinnert mich irgendwie an die Selbstmörder, Selbstmörder an sich selbst und der Gesellschaft, eigentlich verantwortungslos.

    Wir brauchen nicht zu glauben, dass Pensionsantritt gleichzeitig der Eintritt in die Gesundheit bedeutet, denn gesünder ist sicher noch das 'Joch' der Arbeit.

    Für viele bedeutet Pensionsantritt der Eintritt in die Armut, der Job ist weg, die Pension beträgt gerade einmal 600,- Euro und wird sozialhilfemäßig ergänzt auf 750,-, und, wenn keine Wendigkeit, keine Gesundheit mehr da ist, dann geht auch geringfügig nichts mehr dazu, eventuell noch Kinder zu versorgen, etc., die andere Welt des Pensionsantritts.

    Aber mein Augenmerk richtet sich auf die 'Tachinitis' und zwar die politisch geförderte.

    Ein schwerer Brocken sind da die Ausnahmeregelungen auf Kosten der Öffentlichkeit bei den Privilegierten, sowohl im Antrittsalter als auch in der Pensionshöhe. Soll mir einer einmal erklären, dass ein Politiker z.B. 12000,- Euro Pension aus öffentlichen Mitteln, da gibt es genug davon, zu bekommen hat, oder ein ÖBB-ler 10-15 Jahre 'Gratispension' respektabler Höhe, ich kenne es aus der Verwandtschaft, auch aus öffentlichen Mitteln, etc. erhält, oder die 'Beamtenhackler', Beispiele gäbe es noch viele. Da wäre doch wohl eine einheitliche staatliche Pflichtversicherung mit einem Existenzminimum, sagen wir 1000,- Euro pro Monat das einzig Richtige. Wer mehr Pension bekommen will, muss dann halt bei privaten Unternehmungen einzahlen. Auch Firmen können an treue und langdienende Mitarbeiter eine dritte Pensionssäule einrichten, nur sind diese langen Zugehörigkeitszeiten zu Firmen schon selten geworden.

    Ein weiterer Fakt für das Pensionsantrittsalter sind die ärztlichen Gefälligkeitsgutachten, also auch hier ist die Nation schwer krank.

    Die Politik kann propagieren, was sie will, nichts wird da helfen, es müssen die 'Ösi'-Hirne und 'Hirnis' behandelt werden, bei denen muss es eindringen, dass man als Gesunder zu arbeiten hat, wenn man leben will und nicht zu leben, auch wenn man nicht arbeiten will. Da spreche ich die Gewerkschaften an, die solches in die Hirne der 'Ösis' gepflanzt haben und damit die 'Ösis' zu Bettlern und Kranken gemacht haben.

    • HDW
      08. Februar 2012 12:56

      Ja, man könnte zum Rassisten werden denn das Wort "Tachenieren" gibt es nur im österreichischen Sprachraum! Also ist es umgekehrt: Die Sozis haben ihre Theorie verloren und sie in den Gehirnen der Tachenierer wiedergefunden!

  22. Wolfgang Bauer
    08. Februar 2012 10:21

    Warum eigentlich kämpfen Gewerkschafter und Arbeiterkämmerer so verbissen um frühere Pensionseinstiege? Ist das nicht eine totale Themenverfehlung??

    Ich versteh's nicht, es sei denn, es geht um Vorfeldarbeit für die (jeweilige) Partei und deren Wahlchancen bei Pensionisten. Das aber ist nicht auftragsgemäß.

    • mike1
      08. Februar 2012 13:21

      natürlich geht's hier hauptsächlich um stimmenmaximierung für die nächsten wahlen - der österr. staat ist ja wurscht.....

  23. KR Ing. W. Maurer
    08. Februar 2012 09:42

    Ich fuhr unlängst ( 4 - Tagesurlaub) in der Gondelbahn 3S in Kitzbühel und traf auf eine größere Gruppe von sportlich gestählten Männern - Schifahrern, die stolz von ihren abenteuerlichen Tiefschneeabfahrten über viele Steilhänge erzählten, von stundenlangen, kräfteraubenden Aufstiegen mit Tourenskiern und Fellen. Und im Sommer werden diese Hochgebirgshänge klarerweise mit den Mountainbikes bergauf und bergab bezwungen. Wenn das dann langweilig wird, fliegt man nach Kanada und Australien, weil da noch größere sportliche Herauforderungen warten. Eigentlich ist man das ganze Jahr höchst sportlich unterwegs.

    Die Herren, waren allesamt Pensionisten /Frühpensionisten plus minus sechzig und sie wirkten durchaus arbeitsfähig.

    Soviel zu den ausgebeuteten und ausgepowerten Hacklern, die in der Wirtschaft nicht mehr zu gebrauchen wären.

    • brechstange
      08. Februar 2012 09:50

      Der Missbrauch in diesem Bereich ist gewaltig. Missbraucht von Politik, Wirtschaft und teilweise von den Menschen selbst. Da kann man sich dann doch einer niedrigen Arbeitslosenrate eu-weit rühmen.

    • Pumuckl
      08. Februar 2012 11:49

      Irgendwie gehöre ich auch zu jenen Leuten die Sie beschreiben. Aber wenn ich in einem großen bedeutenden Schiort bei der Meisterschaft des Schiklubs mitfahre habe ich in meiner Altersklasse einen einzigen Konkurrenten.

      Der Prozentsatz der Leute, welche Sie beschreiben ist allgemein im niedrig einstelligen Bereich. Bei Eisenbahnern und anderen Beamten dürfte er weiter verbreitet sein.

      Neben wirklich niedergerackerten Hacklern gibt es aber eine große Gruppe von meist unnsportlichen Menschen, deren Arbeitskraft durch ungesunden Lebensvollzug zerstört wurde. Prozentuell erreichendiese ein Vielfaches der von Ihnen beschriebenen Gruppe!

    • mike1
      08. Februar 2012 13:24

      pumuckl:

      die asvg-ler gehn im schnitt mit 58, die beamten (im bundesdienst, nicht der sozialistische wien-angestellte) mit 61,2.

      dies zur richtigstellung, dass hauptsächlich beamte in die frühpension gingen...

    • Pumuckl
      08. Februar 2012 16:37

      @ mike 1

      Mein Co - Kommentar bezog sich mehr auf die sportliche Leistungsfähigkeit der
      gegenständlichen + - 60jährigen. Keinesweg motiviert mich Pensionsalterneid.
      Unter den fitten Alten sind eben neben den Eisenbahnern auch andere Beamte stark vertreten. Ich selbst hab den 70er deutlich überschritten.

  24. Graf Berge von Grips
    08. Februar 2012 09:38

    Nr.423

    Eine Ausnahme hat, wie wir wissen, jede Regel:
    Bei den heutigen Ministern senkt den Alterspegel!

    • simplicissimus
      08. Februar 2012 15:29

      vor allem sollte man den promillepegel senken!

    • Cotopaxi
      08. Februar 2012 15:56

      Man sollte auch die Anzahl der MinisterInnen senken und die Staatssekretäre sind sowieso entbehrlich. Wozu gibt es Sektionschefs in Ministerien?

  25. socrates
    08. Februar 2012 09:37

    Wieder einmal wird ein mathematisches Problem politisch berechnet. Die Rentenrechnung sagt eindeutig: Pensionen als Endwert berechnen, der Barwert sagt, wie lange eine Rente bezahlt wird.
    GOTTFRIED WILHELM LEIBNIZ hat ~ 1688 die Rentenrechnung dazu gefunden und bewiesen. Nutzt das beim heutigen Bildungssystem etwas?
    I. POLITIK KAISER LEOPOLDS I. (1688/89)
    1. Cogitationes rerum ad Caesarem referendarum.
    Mai bis Mitte September 1688
    2. Gedancken von einer freywilligen Christlichen Turckensteuer.
    Mai bis Mitte September 1688
    3. Aufrichtung einer Versicherungs Caßa. Mai bis Mitte September 1688 .
    Die Kirche ist, verglichen mit der Politik, pfeilschnell im Begreifen.
    Wenn die Pensionen rückwirkend geändert werden (= Pensionsalter hinaufsetzen), entspricht das einer rückwirkenden Änderung der angelegten Gelder. EGALITE und ich bin einverstanden: Die "privaten Anleger" (= Hedgefonds) sollen genau so zur Kassa gebeten werden. Alles andere ist nicht liberal, sondern Monopolkapitalismaus.
    Aus für die staatliche Pension, jeder kann sich um sein Geld selbst versichern lassen, z.B. in der Schweiz oder in Rußland. Die Dümmsten wählen die Möglichkeit, wo de eigenen Leit Zugriff haben.

  26. Laura R.
    08. Februar 2012 09:02

    Der Werner hat g`sagt, daß wir das denen jetzt zeigen werd`n, was wir Roten unter "einnahmenseitigem Sparen" verstehen.

    Außerdem hat er g`sagt, daß ihm jetzt wer erklärt hat, wieviel ein Prozent ist. Nur versteht er no immer nicht, wieviel das ungerechnet in Euro ist.

    • Wertkonservativer
      08. Februar 2012 12:49

      Der zweite Absatz ist geradezu sensationell auf den Intelligenz-Level unseres BK abgestimmt.
      Gratulation, liebe Laura R.!

      Ihr Fan
      Wertkonservativer!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Norman Bates
      08. Februar 2012 22:48

      Hat der Werner auch g'sagt, dass das "ausgabenseitige Sparen" auch das Volk treffen wird, damit wir uns das "regierungsseitige Sparen" sparen können? Schlaues Kerlchen, der Werner.

  27. Wertkonservativer
    08. Februar 2012 07:51

    Uns Österreicher mit den Schweden zu vergleichen, ist recht problematisch.
    Das sind Nordländer, von Natur aus pragmatisch, von Klima und Umwelt nicht gerade verwöhnt.

    Der Versuch der dortigen Sozialisten, den Wohlfahrtsstaat par excellence zu errichten, ist eines Tages gescheitert, der kühle Realitssinn hat Einzug gehalten und wurde vom Volk angenommen und verstanden.

    Wir Österreicher sind noch lange nicht so weit! Da wird wegen bescheidener Begradigungen und Mini-Beschneidung großzügig erteilter sozialer Wohltaten sofort ein Geschrei erhoben, als ob wir demnächst in griechische Verhältnisse schlittern würden!
    Wohlstandsbewahrertum, wie es im Büchel steht!

    Österreichs Verhängnis:

    unsere diversen Interessensvertretungen, die Landeshäuptlinge, die Gewerkschaften, die Kammern, sind zu stark und verhindern jede wirklich zielführende Lösung der anstehenden Probleme!
    Dagegen ist unsere Bundesregierung, sind unsere am Gängelband ihrer Parteien hängenden Parlamentarier einfach zu schwach und mutlos, um den Gordischen Knoten des Herumlavierens kraftvoll zu durchschneiden!

    Ganz klar, dass das auf uns zukommende Sparpaket zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber infolge der doch wieder "notwendigen" Hin- und Rücksichtl-Entscheidungen keinesfalls ein wirklicher Befreiungsschlag werden kann!

    Die Schweden haben es uns vor Jahren mit ihren drastischen Wohlstandsbeschneidungen vorgezeigt; sie gehen den eingeschlagenen Weg (siehe Lebensarbeitszeit-Verlängerung) mutig und zielgerichtet weiter.
    Wir Österreicher können uns da wahrlich "eine Scheibe abschneiden".

    Ohne echte Einschnitte in unser "Schlaraffia" wird es jedoch nicht gehen!
    Wird die Bevölkerung dafür Verständnis aufbringen, und Ruhe bewahren?
    Ich habe da meine Zweifel!

    Ja, nicht nur die Regierungen, auch unser Volk ist an unserer Misere mitschuld!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • M.S.
      08. Februar 2012 17:32

      @Wertkonservativer

      Volle Zustimmung! Wetten, dass wir bis zum Frühjahr das zweite A verlieren!

  28. Anton Volpini
    08. Februar 2012 07:47

    Wie schon seit Kreisky in Österreich die volkswirtschaftliche Mathematik außer Kraft gesetzt wurde, so wurde das am Besten an Hand der Pensionsmathematik deutlich gemacht. Pensionsansparen ist wie Lebensversicherung Versicherungsmathematik. Wer länger und mehr einzahlt, kriegt auch mehr Pension raus, so einfach ist das!
    Aber österreichs Sozialisten haben (es waren auch ÖVP Sozialisten mit dabei) diese Mathematik auf den Kopf gestellt, in dem sie das Umlageverfahren eingeführt haben. Die arbeitenden Menschen zahlen die Pensionen, und es wird nichts angespart. Von da weg waren die Pensionen permament Mittelpunkt politischer Manipulationen und Schwindeleien zum Zweck der Wählerstimmenmaximierung. Daß sich mittlerweile die Bevölkerungsstruktur von durchschnittlich jung auf alt umgekehrt hat, ist an unseren Politikern, trotz massiver 30ig jähriger lauter Wahrnungen, spurlos vorbeigegangen.
    Der Betrug am Volk war schon so zum Selbstläufer geworten, daß es gar nicht mehr angepasst war, der Realität ins Auge zu blicken.

    Heute halte ich die ganze Diskussion um das Pensionsantrittsalter für reines Schattenboxen, das dann nicht notwendig wäre, würde man zur Versicherungsmathematik zurückkehren.

    • ambrosius
      08. Februar 2012 08:51

      Das Umlageverfahren war, wenn mich mein Wissen nicht trügt, von allem Anfang an der Grundsatz unseres Pensionssystems. Somit ist die Bezeichnung " Pensionsversicherung" eigentlich ein Ettikettenschwindel.
      Wenn man dieses Umlageverfahren als e i n e Säule unserer Altersversorgung ansieht und eine kapitalgedeckte z w e i t e Säule führen würde, dann könnte man das Ganze ja auch als äußerst sinnvoll und- da auf zwei Beinen stehend- als sicherer bezeichnen.

      Man hat aber geflissentlich vergessen, daß zu dem Umlageverfahren, wie schon im Motivenbericht des Parlaments zhur Einführung des Systems nachuzulesen, ein bestimmtes Wirtschaftswachstum braucht, das wir dem Beginn der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts nicht mehr gehabt haben.

      Wenn man dann noch bedenkt, in welch verbrecherischer Weise Bruno der Rote begonnen hat, das Pensionssystem als Versteck für Arbeitslosigkeit zu mißbrauchen- was heute offenbar ja allgemeiner Standard zu sein scheint-sowie die nach 40 Jahren Sozialismus umsichgreifende allgemeine Leistungsunlust, darf man sich nicht wundern, daß das System nur mittels eines Staatsbankrotts á la Grèce zu reformieren ist, wenn überhaupt.

      Die kapitalgedeckte Vorsorge wird durch den Pöbel von AK und ÖGB sowie die Steuer-und Geldpolitik auch noch unmöglich gemacht.

      So wird das Ziel der Linken erreicht: eine klassenlose-amorphe Masse von sozialhilfeabhängigen und für alles manipulierbaren Menschen zum Dienste der Nomenklatura und der mit ihnen in Symbiose lebenden Großkapitalisten.

    • M.S.
      08. Februar 2012 17:53

      @Ambrosius

      Nicht zu vergessen, dass Bruno der Rote, die für die Erreichung der Pension notwendigen Jahre schon anfangs der 70-iger Jahre um 5 Jahre !!!! vermindert hat. Der Jubel aus allen Ecken und Enden der Republik war ihm sicher. Allerdings wurde er auch damals von Wirtschafts- und Finanzfachleuten, sowie von Qualtitätsmedien, die es damals noch in größerer Zahl als heute gab, dafür heftig kritisiert. Das kümmerte niemanden und die nächste absolute Mehrheit war damit sichergestellt. Die Folgen, vor denen damals gewarnt wurde, sind jetzt allerdings auch eingetreten. Wenn man bedenkt, wie jetzt gegen jeden Monat länger arbeiten gekämpft wird, wird einem bewußt wie verantwortungslos die damalige Kürzung der anspruchsbegründenen Zeiten um 5 Jahre war.

    • Torres (kein Partner)
      09. Februar 2012 11:17

      Wenn die Pensionen auf Grundlage der Versicherungsmathematik errechnet würden, müssten Frauen wesentlich mehr einzahlen; schließlich arbeiten sie 5 Jahre weniger, leben aber etwa 6 Jahre länger als Männer. Da aber, wie man weiß, die Versicherungsmathematik von der Politik außer Kraft gesetzt wurde, haben wir nun natürlich die Riesendefizite sowie die baldige Unfinanzierbarkeit der Pensionen. Die angeblichen ständigen "Pensionsreformen" sind angesichts der schon jetzt fehlenden Beträge reine Augenauswischerei.

    • Susanna (kein Partner)
      09. Februar 2012 12:08

      Mathematik hilft da gar nicht, weil die nicht sozial warm ist... Unsere Umverteiler haben ohnehin nie behauptet, durch BERECHNUNGEN zu ihren wahnwitzigen "Sozialleistungs"-Ideen gekommen zu sein. Es ging immer nur darum, sich mit dem Geld anderer Leute das wohlige Gefühl der Barmherzigkeit und Mildtätigkeit zu verschaffen.

  29. mike1
    08. Februar 2012 07:32

    aber auch hier stellen sich die berühmten arbeitsplatzvernichter ak und ögb gegen alles reformbedürftige. die kommende pleite österreichs ist zweifellos den sozn zu verdanken. die wollen nicht reformieren, sondern selbst mit 58 (oder früher) in pension gehen. auf unsere kosten.

    aber: die pension mit 75 wird schon irgendwann kommen - müssen !

    • Wertkonservativer
      08. Februar 2012 16:07

      Ja, mike, so ist es und so wird's wohl auch kommen!
      (Mich kann's ja nicht mehr treffen: ich bin schon 78 und arbeite immer noch einkommensteuer- und sozialversicherungspflichtig!).

      Servus, Freund!

    • APM (kein Partner)
      09. Februar 2012 13:04

      @wertkonservativer

      Es fragt sich nur WAS Sie arbeiten! Ohne Sie in Misskredit zu bringen oder Sie beleidigen zu wollen - aber so aufregend kann's nicht sein....
      Bleiben wir doch BITTE(!!) am Boden der Realität.....

    • Wertkonservativer
      09. Februar 2012 13:22

      APM:
      Ich arbeite weiterhin als Selbständiger im internationalen Stahlgeschäft so meine guten 40 Stunden pro Woche, reise geschäftlich in Österreich, Italien und Deutschland herum, und schaue bei all diesen Tätigkeiten wahrlich nicht auf die Uhr.

      Genügt's Ihnen? Da wäre ich recht zufrieden!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  30. Pumuckl
    08. Februar 2012 07:27

    " TRAU KEINEM ÜBER 30 ! " So lautete eine der vertrottelten Parolen mit denen die 68er damals gesellschaftsverändernd über die Kriegsgeneration herfielen.

    Der seit damals bis heute nachwirkende Verlust der gebührenden Achtung, welche früher älteren Menschen auf Grund ihrer Reife und Erfahrung entgegengebracht wurde, wirkt bis heute nach. Im ehemaligen Ostblock, wo die 68er kaum in Erscheinung traten, ist auch dieser Statusverlust der reiferen Generation in viel geringerem Maß oder garnicht zu beobachten.

    Die selbst schon umerzogenen Alten haben allerdings durch ihren eigenen konsumidiotischen Lebensvollzug viel dazu beigetragen, daß ihnen die Achtung,
    welche man früher älteren Menschen entgegenbrachte, nichtmehr zuteil wird.

    Dazu kommt, daß Ältere lange Zeit patscherter im Umgang in der EDV-Anwendung
    waren als ihre jüngeren Arbeitskollegen, welche schon spielend damit aufgewachsen sind. Dieser Mangel, welcher Älteren lange am Arbeitsplatz anhaftete, dürfte ja langsam an Bedeutung verlieren.

    Man könnte weitere Erklärungen anführen, welche Ältere in der Arbeitswelt deplatziert erscheinen lassen.

    Aber wie sollen da Politiker aller Parteien korrigierend eingreifen, wenn sie selbst vom gesellschaftsveränderndem Gift der 68er - Bewegung verdorben sind!

  31. Observer
    08. Februar 2012 06:19

    In der Schweiz wurde vor einiger Zeit per per Volksentscheid das offizielle Pensionsalter mit 65 (Frauen: 64) beschlossen. Es gibt aber Pensionskassen (SBB, Post, einige Städte, Kantone und Gemeinden usw.), bei denen für beide Geschlechter 65 Jahre gilt. Dies ist legal, da diese Leute über den gesetzlich vorgeschriebenen Minimalleistungen bezahlt werden. Natürlich können Frauen (z.B. in der Uni Basel) dort auch schon mit 64 gehen, wenn sie einen Abschlag von 8,4 % akzeptieren.
    Siehe bzw. höre unter http://www.kassensturz.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/02/07/Themen/Versicherungen/Pensionskassen-heben-Frauen-Rentenalter-auf-65 .

  32. libertus
    08. Februar 2012 02:21

    Dem österreichischen Staatshaushalt wäre schon längst gedient, wenn man endlich das FAKTISCHE Pensionsantrittsalter einhielte.
    Hört man jedoch aus Regierungskreisen, daß man als Reformhammer ankündigt, dies bis 2020 verwirklichen zu wollen, läßt man alle Hoffnung fahren, es könnte sich hier jemals etwas in die richtige Richtung bewegen.

    Aber noch kreißt der Reformregierungsberg................, wie hier schon einmal treffend erwähnt.

  33. Haider
    08. Februar 2012 02:21

    Warum emeritiert man auf der Uni mit 70, bei den ÖBB mit 47? Der eine sitzt im wohltemperierten Büro und denkt nach, der andere sitzt im wohltemperierten Führerstand und paßt auf. Keiner ist einem unzumutbaren (!) körperlichen oder gesundheitlichen Streß ausgesetzt (die Gewerkschaft bzw. das Arbeitsinspektorat seien vor). Ich weiß schon, im Bund gibt es keine Arbeitsinspektoren, aber eine mächtige Gewerkschaften durchaus. Natürlich tragen sowohl der Uni-Professor wie der Zugführer Verantwortung. Meine Frau übrigens auch, wenn sie unseren Enkel wickelt; nämlich für die Zukunft. Wenn Arbeit ausschließlich als Erwerbstätigkeit gesehen bzw. als Ausbeutung definiert wird, dann ist schon ein Tag Berufstätigkeit Versklavung. Früher sangen Linke das Hohelied der Arbeit, heute schmarotzen linke Anarchos auf Kosten der Allgemeinheit. Wohlgeduldet! Weit haben wir's gebracht.

    • thomas lahnsteirer
      08. Februar 2012 14:13

      das ist lustig, die Verantwortung eines Lok-Führers zB mit der Verantwortung eines Politologen zu vergleichen. Ich bin auch dafür, dass die Lokführer nicht mit 53 in Pension gehen, aber ihren angestammten Job sollen bitte jüngere machen. Die Lokführer sollte man umschulen und ihnen ab 53 andere Aufgaben übertragen.
      Denn die Verantwortung für bis zu 500 Passagiere bei einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h (hoffentlich bald 230 km/h) wiegt schwer....
      Und zum Wickelvergleich...: ich habe auch schon meinen Enkel gewickelt und konnte als Eisenbahn-Freak einmal auf einer Taurus- Lok allerdings nur mitfahren...... aber ich finde, dass der Stress für den Lokführer schon gewaltig ist, während sich mein Stress dank der genialen Pampers in engen Grenzen hielt.
      Ansonsten fällt mir zu diesem Beitrag nur ein: Kölle alaaf !!!!!!!

    • Reinhard (kein Partner)
      09. Februar 2012 06:40

      @Thomas Lahnsteiner

      Als ehemaliger Eisenbahner gebe ich Ihnen zu 100% Recht!
      Lokführer ist eine geistig sehr anstrengende Arbeit, die man im Gegensatz zum Professor nicht gelegentlich unterbrechen darf, wenn man überleben will, und ich habe in einem einzigen Bahnbetriebswerk innerhalb 10 Jahren bei drei bei Unfällen um's Leben gekommenen Kollegen am Grab gestanden.
      Wer aus Altersgründen (im Osten Deutschlands, dem Arbeiter- und Bauern-Paradies, war es unmöglich, vor 65 in Pension zu gehen, wenn man noch gehen konnte - arbeitet man für die bösen Kapitalisten, wollen die Sozen nämlich Rente mit 18, arbeitet man für die Partei, wäre auch Rente mit 80 kein Problem für sie...) nicht mehr als Lokführer tätig sein konnte, kam in die Wartung (in den Lokschuppen, Betanken, Abschmieren, Sand füllen etc.) oder in den Rangierdienst auf kleine Verschubloks, bediente Werksanschlüsse oder half in der Verwaltung.
      Allerdings waren wir keine Beamten...





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