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Das Ende eines Präsidenten und seine Hintergründe

Und nun schon zum zweiten Mal kurz hintereinander: Deutschland verliert vorzeitig seinen Bundespräsidenten durch einen plötzlichen Rücktritt. Das ist ein Schock, obwohl dieses Amt ja so wie in Österreich nur sehr begrenzte Macht-Bedeutung hat. Aber gerade dieses machtarme Ersatzkaisertum macht die modernen Staatsoberhäupter so exponiert und zugleich hilflos.

Zweifellos war der Rücktritt von Christian Wulff letztlich unvermeidlich geworden, als zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik der Staatsanwalt gegen ein Staatsoberhaupt Erhebungen für notwendig angesehen hat. Aber schon die letzten zwei Monate breitgefächerter medialer Attacken haben ihn lahm geschossen – und die Staatsanwälte überhaupt erst mobilisiert. Sein Vorgänger Horst Köhler ist überhaupt nur wegen einiger kritischer Leitartikel zu einer politischen Aussage zurückgetreten. Was viel unverständlicher war als der Wulff-Rücktritt.

Waren frühere Politiker sauberer und fehlerloser, haben sie im Gegensatz zu den Wulffs jede private Nähe zu reichen Geschäftemachern gemieden? Die Frage ist mit einem klaren Nein zu beantworten. Was sich geändert hat, ist vielmehr der Verlust jeder Untertanenscheu der Medien vor den Großen und Mächtigen. Im Gegenteil: Je mächtiger jemand – wenn auch oft nur in der protokollarischen Scheinhierarchie wie ein Präsident – erscheint, umso lieber nehmen ihn die Journalisten als Angriffsziel, während sie sich eine Generation früher schon für investigativ gehalten haben, wenn sie das Menü eines Staatsempfangs rapportiert haben.

Eindeutig ist aber auch, dass die Medien bei einem Staatsoberhaupt, das rechts der Mitte gewählt worden ist, umso lieber in den Angriff gehen. Stehen doch in Deutschland die wichtigsten Medien links – wenn auch nicht so geschlossen wie in Österreich. Man denke nur als Beispiel an die sechs Jahre ununterbrochener Verhöhnung  und Beschimpfung Kurt Waldheims mit lauter unhaltbaren Vorwürfen, die nach dem von der SPÖ in einem Wahlkampf gezündeten Start nie mehr auf den extrem mageren Tatsachenkern zurückgeführt wurden. Einem Karl Renner etwa ist hingegen nie sein Verhalten gegenüber Nazis und Stalin zum Vorwurf gemacht worden.

In den USA – wo es ja auch durchaus rechtsstehende Medien gibt – hat der mediale Furor einst auch den von der Linken kommenden Bill Clinton getroffen. Er wurde zwar nicht aus dem Amt gekippt, aber doch am Ende seiner eigentlich erfolgreichen Amtszeit schwer beeinträchtigt. Gerade bei Clinton kann man die enorm gewachsene Aggressivität der Medien sehr klar nachweisen. Steht sein Los doch in deutlichem Kontrast zu dem rund drei Jahrzehnte davor amtierenden John F. Kennedy. Während Clinton eine einzige – durchaus konsensuale – Affäre mit einer Praktikantin und deren anfängliche Leugnung fast das Genick gebrochen haben, hat Kennedy während seiner ganzen Amtszeit zahllose Beziehungen mit mehr und mit weniger prominenten Frauen gehabt. Damals drang jedoch nicht die leiseste Andeutung nach außen, sondern erst viele Jahre nach seinem Tod. Vielmehr standen zu seiner Amtszeit alle Dienste des Staates im geschlossenen und durch kein Leak gestörten Einsatz, um zu tarnen und täuschen, um das gefälschte Image des Präsidenten zu stützen.

Das ist heute in keinem westlichen Land mehr möglich. Das ist ein Schritt zu mehr Sauberkeit und Ehrlichkeit. Das kann jedoch auch zum Todesstoß für die Demokratie werden. Denn es gibt wohl nur sehr wenige Menschen, die wirklich persönlich wie finanziell wie politisch immer untadelig geblieben sind, die jahrzehntelang jede private Einladung und Gefälligkeit immer skrupulös überprüft haben, ob man sie auch annehmen kann. Und wenn, dann sind sie für Führungsaufgaben oft unbrauchbare Ellbogenschoner-Typen, die zu keiner politischen Führung imstande sind.

Was bleibt von Wulff? Das Bild eines ehrgeizigen Strebers, mit einer noch ehrgeizigeren und attraktiven Zweitfrau an der Seite, der zwei bedeutende Reden gehalten hat. Eine positive, als er im letzten Sommer in Lindau vor den Wirtschaftsnobelpreisträgern massive Kritik an der exzessiven Hilfe für Griechenland & Co geübt hat. Und eine negative, als er – mehrfach – den Islam als „Teil Deutschlands“ bezeichnet hat. Was viele Deutsche entsetzt und befremdet hat.

Letztlich wird die Bundesrepublik trotz der nun sofort ausbrechenden Nachfolge-Kämpfe den Abgang Wulffs aushalten. Was bei den Causen Islam und Griechenland ff. keineswegs so sicher ist.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAlexander Renneberg
    19x Ausgezeichneter Kommentar
  2. Ausgezeichneter Kommentatorlogiker2
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2012 13:48

    Die ( meisten) Medien als sogenannte vierte Macht im Staate, haben sich von Informationsmedien zu Justizmedien gewandelt, jedoch nicht um mehr Demokratiesauberkeit zu erreichen sondern um eine bestimmte politische Richtung zu bevorzugen. Ob aus eigenen Antrieb oder Gehirnwäsche beim Studium oder Bestechung sei einerlei.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2012 12:05

    Wulff hat zweifelsfrei Fehler begangen und damit der mächtigen Medienorgel in Deutschland eine Angriffsfläche geboten, auf der diese gnadenlos sein Ende einspielte.

    Die Staatsanwaltschaft ist nun am Zug zu klären, ob es sich auch um strafrechtlich relevante Tatbestände handelt.
    Jedenfalls hat Wulff soviel Anstand, schon bei deren Ermittlungen zurückzutreten - etwas, was unseren Politikern leider abhanden gekommen ist, sonst müßte der Bundeskanzlerdarsteller wegen seiner Medienkampagnen längst den gleichen Weg wählen. Der tanzt jedoch munter und ohne Gewissen in voller "Galamontur" am Opernball.

    Ist Österreich doch anders, oder verhält sich das nur so, weil Faymann der politisch korrekten, linken Ideologie frönt? Dieses zweierlei Maß kommt einer Bankrotterklärung des Rechtsstaates gleich!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorambrosius
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2012 13:57

    Zum Thema Ausgewogenheit von Presse und Staatsanwalt:
    Ist es wirklich Zufall bzw. seinen Verdiensten als Wirtschaftsfachmann zu verdanken, daß wir einen abgehalfterten Bundeskanzler als Oberautoverkäufer bei VW untergebracht haben,eben bei jenem Konzern dessen Unabhängigkeit vom damals rot regierten Bundesland ja notorisch ist.(Hat nicht eben dieses Bundesland bei dem Gaunerstück Porsche/VW immer wieder seinen Einfluß in unsäglicher Weise unter Beweis gestellt und ist nicht auch Wulff in diesem Zusammenhang als Aufsichtsrat angepatzt worden?)
    Ist es wirklich der schier unbezahlbaren Expertiese eines anderen abgehalfterten Bundeskanzlers zu verdanken, der uns die Garantie der Pensionen persönlich versprochen hat, wohl aber nur seine eigene gemeint hat und dabei auch bei der West LB, ebenfalls im Besitz eines damals rot regierten Bundeslandes, zugelangt hat ?

  5. Ausgezeichneter Kommentatorinside
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2012 16:14

    Das richtige Augenmass geht verloren.
    Im Leben, in der Politk...

    ...überall!

    Gestern am Opernball:

    Die Rossini-Babier-Overtuere in einem Tempo, dass man meinen konnte, die Sacherwürstel für die Philharmoniker werden kalt.
    ... und die Masse tobt vor Begeisterung...

    Die Sopranistin Angela Gheorghiu wird als Rumäniens Antwort auf Anna Netrebko bezeichnet (wie alt ist die Anna und wie alt die Angela??)
    .... und die Masse tobt vor Begeisterung...

    Eine Balletteinlage, bei deren Choreographie man nie wusste, ist es jetzt aus und darf man applaudieren oder geht es weiter...
    ... und die Masse tobt vor Begeisterung...

    Eine Jung-Damen-Jung-Herren-Choreografie, das vom Schwierigkeitsgrad und Tempo wahrscheinlich ursprünglich für Burkaträgerinnen konzipiert war...
    ... und die Masse tobt vor Begeisterung...

    Lediglich die ORF-Kommentatoren waren...... wie immer grauenhaft.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorcontra
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2012 16:51

    OT

    Immer öfter - bei Links werden Ermittlung immer wieder rasch eingestellt!
    Ein Schelm, wer Böses........................! :-(

    http://www.orf.at/#/stories/2105585/

  7. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2012 12:25

    Der gute Westen und seine Demokratie!
    Ist Cameron ~ Murdoch auch dabei?
    Ist Obama auch dabei?
    Ist der Nobelpreis auch dabei?
    Die französischen Präsidenten alle zusammen?
    Belgien hatte schlauerweise keine Regierung!
    Spanien taumelt von einer Krise in die andere!
    Griechenland hatte lauter Betrüger unter der Kontrolle von Lehman !
    Berlusconi hat Italien wenigstens groß und zum 2. Nettozahler gemacht.
    Wenn die Maßstäbe, die an Wulff angelegt werden, auch an unsere Regierung angelegt werden, sind wir führerlos!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorClaudius
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Februar 2012 20:09

    *** O.T. ***
    Ein wichtiger Kommentar der F.A.Z. zur Griechenlandkrise:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/griechische-staatsanleihen-glaeubiger-dritter-klasse-11653733.html

    Griechische Staatsanleihen Gläubiger dritter Klasse

    18.02.2012 • Wenn in Griechenland in Kürze der Schuldenschnitt vollzogen wird, ist die EZB fein raus. Ein juristischer Trick schützt die Bilanz der Zentralbank. Mitten im Spiel werden einfach die Regeln geändert. ( Von Holger Steltzner )

    Jetzt wissen die Gläubiger, woran sie sind. Käufer von Anleihen der Euro-Krisenstaaten sind nur Anleger dritter Klasse. Gleiches Recht für alle gilt nicht für den Sparer, der so dumm war, sein Geld in griechische Anleihen zu stecken. Denn der wird nun rasiert, während für den größten Gläubiger des bankrotten Landes, die Europäische Zentralbank, Sonderrechte durchgeboxt werden.

    Wenn Griechenland in Kürze ein Gesetz erlässt, durch den der erzwungene - jedoch „freiwillig“ genannte - Schuldenschnitt vollzogen wird, ist die EZB fein raus. Ein juristischer Trick (Tausch der Wertpapierkennung) macht aus alten Anleihen neue. So schützt die Zentralbank ihre Bilanz vor Verlusten und kann weiter so tun, als ob der umstrittene Kauf von Staatsanleihen aus Krisenländern mit dem Ziel, die Renditen für Italien & Co. zu drücken, frei von jedem Risiko sei.

    Aus einer Fehlentscheidung wird eine Fehlerkette

    Offenbar sitzen Illusionskünstler nicht nur in der EU-Kommission in Brüssel, sondern auch im Eurotower in Frankfurt. Mitten im Spiel ändert die EZB die Regeln zu ihren Gunsten und gibt vor, sich schützend vor den Steuerzahler zu stellen, den andererseits die Politik für das nächste Hilfspaket für Hellas noch stärker in Haftung nimmt. Dann fordert die EZB die nationalen Notenbanken und Regierungen auch noch auf, ihre Gewinne aus moralischen Gründen den notleidenden Griechen zu spenden. Fremdes Geld lässt sich leicht verschenken.

    „Es ist eine Stärke unseres Rechtsstaats, dass er jeden gleich behandelt“, hat Bundeskanzlerin Merkel nach dem Rücktritt von Bundespräsident Wulff gesagt. Das gilt von heute an nicht mehr am Kapitalmarkt. Wann wohl der erste Hedgefonds seine Anleihen fällig stellt und vor den Kadi zieht? Besitzer von Anleihen aus Italien, Spanien oder Portugal wissen nun, was ihnen blüht. Am besten sind die Kredite vom IWF geschützt, für die zur Not die Garantiestaaten einspringen müssen. Bevorrechtigt sind auch öffentlich-rechtliche Gläubiger in Europa. Der Anleger ist der Letzte, den bei der Umverteilung der Risiken die Hunde beißen. Mit jedem neuen Hilfspaket, jeder neuen Geldspritze der EZB und jeder weiteren Absenkung der Sicherheiten für die Refinanzierung von Banken verschiebt sich das Risiko weiter zu seinen Lasten.

    So wird die Rückkehr der Krisenländer an den Markt immer schwieriger. Aus einer Fehlentscheidung, dem Kauf von Staatsanleihen durch die EZB, wird eine Fehlerkette. Wenn nun auch noch für die Anlagebestände der Notenbanken getrickst wird, könnte dieses Manöver die Euro-Krise wieder eskalieren lassen. [Ende]


alle Kommentare

  1. Cindy (kein Partner)
  2. Prashant (kein Partner)
    21. Januar 2015 23:48

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  3. Mark (kein Partner)
  4. Carla (kein Partner)
    21. Januar 2015 05:15

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  5. Ana (kein Partner)
    21. Januar 2015 03:29

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  7. Pasquino (kein Partner)
    20. Februar 2012 15:31

    "Zur Strecke gebracht" Ein Kommentar Von Jürg Dedial zum Thema Wolff und die deutschen Medien, erschienen in der NZZ am 18./19.02.2012. Unbedingt lesenswert!

    http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/zur_strecke_gebracht_1.15125869.html

  8. Pasquino (kein Partner)
    19. Februar 2012 23:00

    "Zur Strecke gebracht" Ein Kommentar Von Jürg Dedial zum Thema Wolff und die deutschen Medien, erschienen in der NZZ am 18./19.02.2012. Unbedingt lesenswert!

    http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/zur_strecke_gebracht_1.15125869.html

  9. Karl (kein Partner)
    19. Februar 2012 18:32

    . „Sowohl beim Euro als auch bei Fragen der Energiewende wird das Parlament nicht als Herz der Demokratie gestärkt und empfunden“, hatte Christian Wulff zu Recht gegenüber der ZEIT beklagt. Noch deutlicher wurde er am 24. August 2011 in seiner Rede vor Nobelpreisträgern in Lindau am Bodensee: „Über viele Jahre wurden in vielen Ländern Probleme immer wieder über höhere staatliche Ausgaben, höhere Schulden und billigeres Geld vor sich hergeschoben. Dabei wurde im großen Stil konsumiert und spekuliert, anstatt in gute Bildung und Ausbildung, in zukunftsweisende Forschung und Innovationen zu investieren, in das, was eine produktive und wettbewerbsfähige Wirtschaft ausmacht. Nun klaffen in den öffentlichen Kassen Löcher, wertvolles Saatgut wurde verzehrt, statt fruchtbaren Boden zu bestellen. Politik mit ungedeckten Wechseln auf die Zukunft ist an ihr Ende gekommen. Was vermeintlich immer gut ging - neue Schulden zu machen -, geht eben nicht ewig gut. Es muss ein Ende haben, sich an der jungen Generation zu versündigen. Wir brauchen stattdessen ein Bündnis mit der jungen Generation. (…) Ich verstehe die Empörung vieler Menschen. Es sind ihre Zukunftschancen, die hier auf dem Spiel stehen.“ Wulff erklärte die Waghalsigkeit der Euro-Rettungsschirme mit folgendem Vergleich: „Mit wem würden Sie persönlich einen gemeinsamen Kredit aufnehmen? Auf wen soll Ihre Bonität zu Ihren Lasten ausgedehnt werden? Für wen würden Sie persönlich bürgen? Und warum? Für die eigenen Kinder - hoffentlich ja! Für die Verwandtschaft - da wird es schon schwieriger. Vielleicht würden wir bürgen, wenn nur so der andere die Chance bekommt, wieder auf die eigenen Füße zu kommen. Sonst doch nur dann, wenn wir wüssten, dass wir uns nicht übernehmen und die Bürgschaft in unserem, dessen und dem gemeinsamen Interesse ist. Auch der Bürge kann sich unmoralisch verhalten, wenn er die Insolvenz nur hinauszögert.“

    Es stand also zu erwarten beziehungsweise zu befürchten, dass Wulff die Unterschrift unter das Gesetz zur Ratifizierung des ESM-Vertrages verweigern würde. Da musste sich die EU-Oligarchie etwas einfallen lassen, um einen potenziellen Störer ihrer Pläne kaltzustellen. Wie man einen Bundespräsidenten los wird, hatte die Illustrierte „Stern“ schon gegen Ende der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts an Heinrich Lübke demonstriert: Man muss ihn durch halbwahre Behauptungen und das Streuen von Gerüchten in eine Situation bringen, in der alles, was er zu seiner Verteidigung unternimmt, seine Lage nur noch verschlimmern kann.

  10. Gerhild Baron
    19. Februar 2012 15:47

    Ich denke noch immer, daß die ganze Angelegenheit etwas anders ausgehen hätte können, wenn Wulff anders agiert hätte. Seine jeweiligen Reaktionen waren für mich nicht nachvollziehbar und er hatte offensichtlich auch schlechte Berater.

    Wie ehrgeizig seine Frau ist, weiß ich nicht, ich weiß aber, daß ich zufällig ein Interview von ihr sah (vor der ganzen Affaire), das einer First Lady sicher nicht würdig war = tatoos, patchwork-Familie etc.

    • AGLT (kein Partner)
      19. Februar 2012 18:19

      "das einer First Lady sicher nicht würdig war = tatoos, patchwork-Familie "

      naja, eigentlich eh stramm links :-)

      Wobei ich persönlich nicht gegen (gemäßigte) Tattoos habe...

  11. Udo (kein Partner)
  12. KH (kein Partner)
    19. Februar 2012 11:29

    Wulff hatte Zweifel am "ESM" geäußert.
    Er wollte den Finanzfaschismus nicht genehmigen.
    Deshalb wurde er eliminiert.

  13. ashanyan (kein Partner)
    19. Februar 2012 10:50

    Präsidenten in Österreich und in Deutschland kann man auf drei Funktionen reduzieren.

    Erstens die Rolle des Beschwichtigungshofrates. Mangels Macht hat er über den Dingen zu stehen und an der Sache vorbeizureden - im Sinne der allgemeinen Unverbindlichkeit. Es ist im Regelfall egal was er sagt, Hauptsache es beruhigt und bleibt an der Oberfläche, allgemein und beschwichtigend.

    Zweitens die Rolle des Repräsentanten. Wenn man etwa unseren HBP am Opernball erlebt hat, mit großer rot-weiss-roter Schleife und XXXL Orden unter dem Doppeladler, sich selbst zelebrierend und den Hauptdarsteller der ORF Serie "Wir sind Kaiser" klar übertreffend, weiß was gemeint ist.

    Und Drittens unser gutes Gewissen. Es muss ja einen Menschen unter uns geben der untadelig ist, der niemals gefehlt hat und unser moralischer Leitstern ist. Unser besseres alter ego und keinesfalls mit Vorteilswitterung ausgestattet.

    Präsident ist keine realpolitische Kategorie. Das hat Fr. Merkel nicht beachtet als sie ihren Kandidaten durchgeboxt hat. Sie hat die Wahl auf das Niveau der Tagespolitik gezogen und damit zur Zielscheibe der Opposition gemacht. Damit war es nur eine Frage der Zeit, bis "etwas gesucht und gefunden wurde". Denn kein Mensch und schon gar kein langjähriger Politiker ist frei von dunklen Flecken in seiner Karriere und in seinem Leben. Und wenn "etwas gefunden wird" kann dieser Präsident seine Aufgaben - siehe oben - nicht mehr erfüllen. Was nicht überraschend ist.

    Beim nächsten Präsidenten wird es daher darauf ankommen, ob ein breiter Konsens bei der Bestellung erreichbar ist, denn der Kandidat, der eine blütenweisse Vergangenheit hat und nicht angreifbar ist, ist eine Utopie. In Deutschland gleich wie in Österreich.

  14. Politicus1 (kein Partner)
    19. Februar 2012 09:17

    Das Volk braucht und sucht Heilige an der Spitze des Staates!
    Wer in den USA in der Schule gelogen oder einmal abgeschrieben hat, der hat jede Chance auf das Präsidentenamt schon in seiner Kindheit verspielt.
    So weit sind wir bei unsnoch nicht - aber der Zug geht in diese Richtung:
    Auch wenn es nicht Unrecht ist, und es etwas ist, was jeder Häuselbauer macht oder was in tausenden Haushalten zu finden ist (ausländische Putzfrau!) - Spitzenpolitiker dürfen so etwas nie und nimmer getan haben.
    Setzen wir da nicht zu enge Massstäbe an "Moralische Autorität"?
    Auch ein Papst sündigt und geht zur Beichte .....

    Interessant nur, dass halt fast immer nur bei Politikern gestierlt (das ist für mich das richtige Wort!) wird, die nicht der linken Seite angehören...
    Dabei hätte gerade in unserem Land diese durchaus druckenswerte Geschichterln aufzuweisen...

  15. Spiegelfechter
    19. Februar 2012 03:19

    "Das kann jedoch auch zum Todesstoß für die Demokratie werden." Und vermutlich wird es das auch über kurz oder lang. Die sterotype Phrase, die Demokratie sei einfach doch die beste Regierungsform, wird auf die Dauer nicht ausreichen.

    Schon offenbaren sich Schwächen unseres politischen Systems, das offenbar nicht imstande ist gravierende und und existenzbedrohende Probleme durch rationales Handeln zu lösen, und deshalb auf demokratisch nicht legitimierte Personen und Gremien zurückgreifen muss, wie in Griechenland und Italien. Das nährt bereits Zweifel, obwohl nicht die Idee der Demokratie sondern deren Handhabung dafür verantwortlich ist.

    Wenn aber korrekt zustande gekommene demokratische Entscheidungen nicht mehr respektiert werden, und Wahlentscheidungen der verfassungsmässigen Gremien durch eine nicht näher definierte öffentliche Meinung oder das Ermittlungsbedürfnis eines Provinzstaatsanwalts zunichte gemacht werden können, erschüttert das das demokratische system in seinen Grundfesten.

    Es geht gar nicht um Herrn Wulff, sondern um die Wahlentscheidung der verfassungsmässig dazu berufenen Bundesversammlung, die zu repektieren ist, jedenfalls so lange sich der Gewählte in seiner Amtsführung keine ernsten Verfehlungen zuschuldenkommen lässt. Bis dahin ist er gegen fragwürdige Verdächtigungen zu schützen und staatsanwaltliche Ermittlungen haben bis zu Ablauf der Amtszeit zu warten, wie das die Franzosen im Falle Chirac richtigerweise vorgeführt haben.

    Die Immunität für Abgeordnete und wichtige Amtsträger ist ja nicht erfunden worden, um diese von der Einhaltung der Gesetze zu entbinden, sondern, um das Funktionieren der verfassungsmässigen Organe zu gewährleisten. Und das hat die Demokrateie gerade jetzt bitter nötig. Die Blamierten im Falle Wulff sind jetzt Deutschland und die Demokratie.

  16. onkel hans (kein Partner)
    18. Februar 2012 22:46

    Zwei Anmerkungen:

    - Nach deutschem Maßstab wäre bei uns das halbe Parlament rücktrittsreif. Am deutschen Wesen könnte unsere Bananenrepublik genesen!

    - Der arme Wulf: da hat er sich so braaaav angebiedert ("Der Islam ist ein Teil von Deutschland") und es hat ihm doch nichts genützt. Man liebt den Verrat aber nicht den Verräter!

  17. Pionier (kein Partner)
    18. Februar 2012 22:43

    Wulff hat nicht die Interessen des Volkes vertreten. Er hat z. B. gesagt: "Der Islam gehört zu Deutschland." Diese Aussage ist verbrecherisch.
    Die Einwanderung muss stark begrenzt werden. Dann kann ein 2. rechter Terroranschlag verhindert werden.
    Im Übrigen war der 1. rechte Terroranschlag (Breiviks) vorhersehbar. Denn in Schweden gibt es eine besonders verbrecherische Multikulti-Politik. Ähnliches gilt für Norwegen.
    Der 2. rechte Terroranschlag ereignet sich wahrscheinlich in London (oder Leeds) oder Paris (oder Straßburg oder Toulouse). Denn in Westeuropa gibt es nicht nur eine außergewöhnlich verbrecherische Multikulti-Politik, sondern auch eine außergewöhnlich starke rechtsextreme Bewegung.

  18. Claudius (kein Partner)
    18. Februar 2012 20:09

    *** O.T. ***
    Ein wichtiger Kommentar der F.A.Z. zur Griechenlandkrise:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/griechische-staatsanleihen-glaeubiger-dritter-klasse-11653733.html

    Griechische Staatsanleihen Gläubiger dritter Klasse

    18.02.2012 • Wenn in Griechenland in Kürze der Schuldenschnitt vollzogen wird, ist die EZB fein raus. Ein juristischer Trick schützt die Bilanz der Zentralbank. Mitten im Spiel werden einfach die Regeln geändert. ( Von Holger Steltzner )

    Jetzt wissen die Gläubiger, woran sie sind. Käufer von Anleihen der Euro-Krisenstaaten sind nur Anleger dritter Klasse. Gleiches Recht für alle gilt nicht für den Sparer, der so dumm war, sein Geld in griechische Anleihen zu stecken. Denn der wird nun rasiert, während für den größten Gläubiger des bankrotten Landes, die Europäische Zentralbank, Sonderrechte durchgeboxt werden.

    Wenn Griechenland in Kürze ein Gesetz erlässt, durch den der erzwungene - jedoch „freiwillig“ genannte - Schuldenschnitt vollzogen wird, ist die EZB fein raus. Ein juristischer Trick (Tausch der Wertpapierkennung) macht aus alten Anleihen neue. So schützt die Zentralbank ihre Bilanz vor Verlusten und kann weiter so tun, als ob der umstrittene Kauf von Staatsanleihen aus Krisenländern mit dem Ziel, die Renditen für Italien & Co. zu drücken, frei von jedem Risiko sei.

    Aus einer Fehlentscheidung wird eine Fehlerkette

    Offenbar sitzen Illusionskünstler nicht nur in der EU-Kommission in Brüssel, sondern auch im Eurotower in Frankfurt. Mitten im Spiel ändert die EZB die Regeln zu ihren Gunsten und gibt vor, sich schützend vor den Steuerzahler zu stellen, den andererseits die Politik für das nächste Hilfspaket für Hellas noch stärker in Haftung nimmt. Dann fordert die EZB die nationalen Notenbanken und Regierungen auch noch auf, ihre Gewinne aus moralischen Gründen den notleidenden Griechen zu spenden. Fremdes Geld lässt sich leicht verschenken.

    „Es ist eine Stärke unseres Rechtsstaats, dass er jeden gleich behandelt“, hat Bundeskanzlerin Merkel nach dem Rücktritt von Bundespräsident Wulff gesagt. Das gilt von heute an nicht mehr am Kapitalmarkt. Wann wohl der erste Hedgefonds seine Anleihen fällig stellt und vor den Kadi zieht? Besitzer von Anleihen aus Italien, Spanien oder Portugal wissen nun, was ihnen blüht. Am besten sind die Kredite vom IWF geschützt, für die zur Not die Garantiestaaten einspringen müssen. Bevorrechtigt sind auch öffentlich-rechtliche Gläubiger in Europa. Der Anleger ist der Letzte, den bei der Umverteilung der Risiken die Hunde beißen. Mit jedem neuen Hilfspaket, jeder neuen Geldspritze der EZB und jeder weiteren Absenkung der Sicherheiten für die Refinanzierung von Banken verschiebt sich das Risiko weiter zu seinen Lasten.

    So wird die Rückkehr der Krisenländer an den Markt immer schwieriger. Aus einer Fehlentscheidung, dem Kauf von Staatsanleihen durch die EZB, wird eine Fehlerkette. Wenn nun auch noch für die Anlagebestände der Notenbanken getrickst wird, könnte dieses Manöver die Euro-Krise wieder eskalieren lassen. [Ende]

  19. Interessierter Leser
    18. Februar 2012 18:41

    Ich bin sicher, die linken Medien in Deutschland haben eigentlich gar nicht Wulff gemeint/treffen wollen sondern Merkl, der sie - politisch - in ihrer derzeitigen Popularität nicht ankönnen und die man weder über Einladungen noch Doktorarbeiten abschießen kann, wie sonst in der linken Reichshälfte sehr beliebt, wenn ein Politiker zu gute Umfragen vorweist.
    Die „gewissen Medien“ können derzeit gar nicht laut genug vermelden, dass Merkl es hätte wissen müssen, dass sie Schuld ist, weil sie einen erfolgreichen Ministerpräsidenten nicht durchschaut hat, weil sie nicht gewusst hat, dass er ein „Schnäppchenjäger“ ist, weil sie den linken Gegenkandidaten nicht an die Macht ließ (dem bestimmt nicht bis ins letzte Hotel nachgeschnüffelt worden wäre) und dass eigentlich sie jetzt auch zurücktreten sollte!

    • Segestes (kein Partner)
      18. Februar 2012 19:18

      Bingo!
      Denn der Physikerin aus der Zone konnten sie
      nicht verzeihen, dass diese Wulff durchgedrückt hat,
      obwohl die Mehrheit - und nicht nur die mediale - Gauck
      wollte.
      Und auch wenn die Methoden, wie man sich nun rächte,
      zu Kotzen sind, so trifft es hier trotzdem die richtigen
      Leute.

      Gauck ist übrigens kein Linker.

    • Herby (kein Partner)
      18. Februar 2012 20:21

      @ Segestes

      Mir beginnt Gauck bereits heute leid zu tun. So wie es heute aussieht kann - so meint zumindest die Frau Merkel - sie den Herrn Gauck nicht als Bundespräsidentschaftskandidaten befürworten weil:

      dies ein Eingeständnis einer Fehlentscheidung von ihr wäre.

      So ist es heute in den ORF-Abendnachrichten berichtet worden.

      Da bin ich jedenfalls froh dass wir in Ö. die Volkswahl des BP haben. Das stellt zumindest sicher dass so ein unwürdiges Schauspiel wie in Berlin bei uns nicht vorkommen kann: Jeder/ Jede die in D. Bundespräsident wird hat doch bewiesen dass er/ sie eine Marionette der Parteien ist.

      Und dies obwohl Gauck durchaus ein respektabler BP-Kandidat wäre, von seinen Vorraussetzungen her.

      Liebe deutsche Nachbarn, führt doch die Volkswahl Eures BP ein!

    • Interessierter Leser
      19. Februar 2012 07:49

      "Da bin ich jedenfalls froh dass wir in Ö. die Volkswahl des BP haben. Das stellt zumindest sicher dass so ein unwürdiges Schauspiel wie in Berlin bei uns nicht vorkommen kann: Jeder/ Jede die in D. Bundespräsident wird hat doch bewiesen dass er/ sie eine Marionette der Parteien ist."
      Ich nehme an, dieser Satz ist sarkastisch gemeint, denn unser Präsident ist eine Marionette zum Quadrat!
      Segestes: Möglich kein echter Linker aber ein von den Linken der bürgerlichen Mehrheit möchtegern aufgezwungener.

    • Undine
      19. Februar 2012 18:22

      @Interessierter Leser

      Gleich 2x *****!

  20. Segestes (kein Partner)
    18. Februar 2012 14:54

    Viel spannender als die Frage, warum der Verehrer
    orientalischer Dummheit von den Medien aus dem
    Amt gejagt wurde, finde ich folgendes:

    1. Warum hat Rot-Grün dieser niedersächsischen Pappnase
    so lange die Mauer gemacht?
    Wegen seines Islam-Sagers, mit dem er sich eindeutig
    auf die Seite ihres verblendeten Gutmenschentums gestellt
    hat? Hat man deshalb befürchtet, dass man mit allzu viel Kritik
    an Wulff, die eigene Position in der Frage schwächen würde?

    2. Wird nun Joachim Gauck, der beim Volk hohe Beliebtheit
    genießt, wieder als Kandidat aufgestellt?
    Oder ist der unbequeme Mann in Wirklichkeit nur solange für
    Rot-Grün als Kandidat denkbar gewesen, solange er keine
    Chance hatte, gewählt zu werden?

    Übrigens, besonders amüsant sind ja jene Zurufe, die nun
    "Frau sein" als besondere Qualifikation für dieses Amt
    in den Vordergrund zu stellen versuchen.
    Offenbar soll, nach Vorbild der österr. GrünInnen,
    in Deutschland eine Art Weiberregiment errichtet werden ^^

    • Undine
      19. Februar 2012 18:31

      @Segestes

      "Offenbar soll, nach Vorbild der österr. GrünInnen,
      in Deutschland eine Art Weiberregiment errichtet werden "

      Frau Ursula von der Leyen wurde schon genannt als mögliche Kandidatin; die würde natürlich so gar nicht recht in linke Frauenschema passen. Eine Mutter von sieben Kindern ist eher der linke Albtraum, weil sie gegen fast alles steht, was man sich als kleiner linker Maxi unter einer Frau vorstellt. :-)

  21. Torres (kein Partner)
    18. Februar 2012 14:30

    "Stehen doch in Deutschland die wichtigsten Medien links" - woher Unterberger diese Weisheit hat, ist nicht nachvollziehbar. Die Bild-Zeitung, weitaus größte Zeitung in Deutschland, stammt aus dem eindeutig rechten Springer-Verlag. Die anderen wichtigen Zeitungen, etwa die "Frankfurter Allgemeine", "Süddeutsche Zeitung", "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" sind allesamt konservativ bis liberal, jedenfalls alles andere als links. Die einzig wirklich linke Zeitung ist die TAZ, allerdings mit einer Auflage von 55.000 eher ein Winzling.

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      18. Februar 2012 17:43

      @Torres: Na ja, die "Süddeutsche" hat schon eine linke Schlagseite und ist deshalb auch nicht gerade das beste Beispiel. Aber bei der "Bild" und vor allem bei der "FAZ" haben Sie vollkommen recht: Die sind alles andere als links; gerade die "FAZ" ist ein Musterblatt solider Bürgerlichkeit. Und es wirft ein bedenkliches Bild auf Herrn Unterbergers Weltsicht, wenn er diese Zeitung, die bitterböse Artikel über den feinen Herrn Wulff publiziert hat, zum linken Medienmainstream rechnet. Da fragt man sich schon, wie rechts eine Zeitung sein muss, dass sie vor Herrn Unterbergers Augen Gnade findet. So wie die National-Zeitung?

      Und wenn wir schon dabei sind: 2010 hat der Blogger noch mit Verve für Wulff Partei ergriffen; mit das wichtigste Argument für Wulff und gegen Gaugg war, dass man den süddeutschen Katholiken nach der Protestantin Merkel an der Staatsspitze nicht noch einen Protestanten zumuten könne. Dieses offensichtlich wichtige Kriterium wird man jetzt auch wieder berücksichtigen müssen. Fragt sich nur, ob man einen Kandidaten findet, der dem Blogger katholisch genug ist.

    • Segestes (kein Partner)
      18. Februar 2012 18:09

      Ausgerechnet der SZ bloß den Euphemismus
      "liberal" zu geben, aber das "links" dabei wegzulassen,
      zeugt wirklich von einer ziemlichen Unkenntnis.
      Und wie sind denn "Spiegel" und "TAZ" politisch
      ausgerichtet? Etwa nicht links?
      Dass man den WDR als "Westdeutschen Rotfunk"
      bezeichnet (schon mal deren Magazin "Monitor" gesehen?)
      ist wohl auch nicht bekannt, oder?
      Gleiches gilt für den SWR, mit dem berüchtigten
      "Report Mainz".
      Und zum NDR erübrigt sich sowieso jeder Kommentar.

      Wie die bundesdeutsche Journaille weltanschaulich
      tickt, hat man an der Sarrazin-Debatte exemplarisch
      analysieren können. Und es wiederholt sich gerade,
      in ähnlicher Form, mit Fritz Vahrenholt.

  22. Hadik (kein Partner)
    18. Februar 2012 13:50

    erfolgreiche Amtszeit von Clinton?

    gehört da auch die Aufhebung des Galls-Steagal Acts und der Kosovo Krieg dazu?

    ehrlich, das is ja wohl lächerlich

  23. sosheimat (kein Partner)
    18. Februar 2012 12:40

    Eine Satire???? :-)

    Nach Wulff-Rücktritt — SPD, Grüne,Linkspartei und Zentralrat der Muslime fordern: “Ein Muslim muss neuer Bundespräsident werden !”

    http://sosheimat.wordpress.com/2012/02/17/nach-wulff-rucktritt-spd/

    • Maybach (kein Partner)
      18. Februar 2012 13:11

      "SOS Heimat" ist wohl noch schlimmer als die BILD-Zeitung in der Seriosität seiner Behauptungen. Keine Quelle, kein Name wird genannt, nichts ... Hauptsache bei der intellektuell eher mediokren Leserschaft bleiben ein paar Schlagworte hängen.

  24. Johann Scheiber
    17. Februar 2012 18:21

    Wulff muss froh sein, dass er nur zurückgetreten wurde, denn wer an so.exponierter Stelle es wagt das "Finanzsystem" zu kritisieren wird normalerweise gemoellemannt oder gehaidert.

    • Florin
    • Anton Volpini
      17. Februar 2012 18:46

      Johann, die Bodensee Rede Wulffs war im August 2011.

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/bundespraesident-wulff-in-lindau-donnerhall-am-bodensee-11126151.html

      Glaubst Du wirklich, daß die Retourkutsche so lange auf sich warten läßt?

    • Johann Scheiber
      17. Februar 2012 19:45

      Anton, ich glaube überhaupt nicht, was ich geschrieben habe, ich bin einfach gefangen in der Matrix der Verschwörung.

    • Pumuckl
      17. Februar 2012 20:08

      Unter Beteuerung der Unschuldsvermutung darf man ja ( vorläufig ? ! ? ) bei uns
      über Auffälligkeiten noch laut nachdenken.

    • Maybach (kein Partner)
      18. Februar 2012 12:24

      Gehn's bitte Scheiber, diese Sonntagsreden von einem deutschen BP nimmt doch niemand von rang ernst, das ist Wortgeklingel für die Masse. Alles andere ist wirklich Verschwörungstheorie, ebenso wie in den Fällen Haider und Möllemann, auch wenn wir gerne glauben würden, dass es aufrechte Superhelden im Kampf gegen das Weltfinanztum ;-) und die Multikultisierung des Vlkes waren, die den Heldentod starben. Aber die Menschen brauche halt tragische Helden, auch wenn es nur schöne Masken waren.

    • estate (kein Partner)
      18. Februar 2012 19:09

      Anton Volpini,

      Sie schreiben: "[..] die Bodensee Rede Wulffs war im August 2011. [..] Glaubst Du wirklich, daß die Retourkutsche so lange auf sich warten läßt?"

      Wirklich überschlagen haben sich die Ereignisse rund ums Bailout doch erst danach. Die EZB intervenierte noch heftiger, der ESM kommt noch früher, mit höherer Dotierung -- ausnahmslos alles, wovor Wulff gewarnt hatte, kam in der zweiten Hälfte von 2011 erst so richtig in Fahrt.

    • brechstange
      18. Februar 2012 20:15

      Herr Volpini,
      ja, Retourkutschen kommen um einiges später, damit ein kausaler Zusammenhang nicht mehr nachweisbar ist.

  25. Josef Maierhofer
    17. Februar 2012 17:54

    Sauber.

    Dass wir alle nur Menschen mit Fehlern sind, ist wohl in der Natur der Sache.

    Ein Medienjournalist ist auch nur ein Mensch und macht natürlich auch Fehler.

    Journalisten die aber mit zweierlei Maß messen, Fehler immer wiederholen, Ideologie betreiben und Hetze, die handeln gegen die Gesellschaft.

    Präsidenten, die sich aufstellen lassen und zu Wahlen antreten, die sollten nicht allzu viele Fehler aufweisen, haben sie doch Vorbildwirkung, theoretisch Verantwortung, etc.

    Die Sache Wulf betrachte ich einerseits so, dass er tatsächlich viele Fehler gemacht hat und vor allem gelogen hat, andererseits wurde er von links richtiggehend aus dem Amt gemobbt.

    Einige der Paradelinken im Journalismus haben aber ganz sicher mindestens so viel gelogen wie der Herr Ex-Präsident.

    Und da bin ich schon beim wesentlichen Punkt und meiner Kernaussage, wir sollten alle der Wahrheit verpflichtet sein, nicht nur Journalisten und Politiker. Viel Leid, Peinlichkeit, Hetze und andere Widerwärtigkeiten blieben uns erspart, würden alle stets die Wahrheit sagen.

    • Pumuckl
      17. Februar 2012 21:37

      " Journalisten, die mit zweierlei Maß messen . . ."

      Nicht nur Journalisten messen mit zweierlei Maß!
      Wenn die österreichischen "Grünen" sich derzeit mit erstaunlich sauberer eigener Weste im Untersuchungsausschuß um Profilierung bemühen, vermisse ich ihre Empörung über sittliche Entgleisungen ihrer höchsten Exponenten!

      Ich denke da an Daniel Chon Bendit, der in Brüssel und in der ganzen europäischen Wertegemeinschaft offenbar salonfähig ist.

      Die Faktenlage scheint so eindeutig, daß Cohn Bendit gegen offene Vorwürfe
      einer pädophilen, kinderschänderischen Vergangenheit im Internet, keine Handhabe findet.


      ° Ich finde es wirklich erschütternd, wenn Personen, welche sich augenzwinkernd der immer käuflicher werdenden Gesellschaft anpassen, wie Wulf, in höchste Ämter gelangen.

      ° Aber es kotzt mich an, wenn die punkto Bestechung bisher sauberen österreichischen " Grünen " Chon Bendit ohne Widerspruch in hoher Funktion in Brüssel akzeptieren.

    • Maybach (kein Partner)
      18. Februar 2012 13:17

      Sie können nicht mal seinen Namen richtig schreiben, eine rechtskräftige Verurteilung liegt nicht vor, im Falle Grassers fordert man doch auch immer die Unaschulsvermutung, Aussagen des Beschuldigten über seine Vergangenheit begründen ebenfalls noch keine Verdammung. Mit den Grundsätzen des Rechtsstaates sollte man schon vertraut sein, Pumuckl. Die ÖVP entschuldigt sich ja auch nicht dafür, dass ein "Parteikollege" Wulff Mist gebaut hat?

    • Lutz Röhricht (kein Partner)
      18. Februar 2012 13:38

      Das war 2001, bis heute haben weder Kinder noch Eltern Anklage erhoben:

      "2001 griff die Journalistin Bettina Röhl Cohn-Bendit scharf an, weil eine Passage aus Cohn-Bendits Buch Der große Basar als Hinweis auf sexuellen Missbrauch von Kindern gedeutet werden könnte. Cohn-Bendit erklärte dazu, dass der Text schlampig formuliert war und bat darum, ihn im Kontext der sexuellen Revolution der 1970er Jahre und der Provokationen dieser Zeit zu verstehen. Weder Eltern noch Kinder des Kinderladens erhoben Beschwerden gegen ihn, und es bildete sich eine Gruppe zu seiner Verteidigung."

    • Josef Maierhofer
      18. Februar 2012 14:22

      @ Pumuckl

      Ja, habe ich vergessen, die haben ja alle genug 'Dreck am Stecken', am meisten die 'Reinheitsapostel'. Lüge ist also wohl sehr weit verbreitet in der Politik.

    • Pumuckl
      18. Februar 2012 21:30

      @ Maybach

      Ich werfe den " GRÜNEN " vor, daß sie in Brüssel einen Frontmann akzeptieren, der sich im Internet mehrfach im Zusammenhang mit den Begriffen Pädophilie
      und Kinderschänder vorführen lassen muß.

      Wenn Sie mir vorwerfen, daß ich den Namen Cohn Bendit's falsch schreibe, dürfte ihr Köcher ja sehr dürftig mit Verteidigungspfeilen für diesen " Ungustl " ausgestattet sein. Werde ob dieser Bildungslücke keine schlaflosen Nächte haben!

      COHN BENDIT HÄTTE HINREICHEND INTELLIGENZ, ELOQUENZ UND VEMÖGEN, UM GEGEN DIESE UNTERSTELLUNGEN VORZUGEHEN!
      TUT ER'S NICHT, SPRICHT OFFENBAR DIE FAKTENLAGE GEGEN IHN!

      Ich habe in meinem Kommentar ausdrücklich meine Erschütterung darüber ausgedrückt, daß unredliche Vorteilsnahme zum verbreiteten Bestandteil unserer Kultur wurde.
      Ich war niemals Mitglied irgendeiner Partei, also auch nicht der Volkspartei oder einer ihrer Schwestern. Trete ja hier auch überhaupt nicht als Verteidiger christlich - sozialer Parteien auf. Sehr wohl aber Sie als Verteidiger dieses Ungustels. Außerdem ist ja Wulff schon weg!
      Bei mir die Unschuldsvemutung einzumahnen, zeigt nur Ihre Argumentationsschwäche.

      @ Lutz Röhricht

      Ja, Ja, Joschka Fischer war mit Cohn Bendit gewalttätiger Straßenkämpfer. Brutale
      Gewalt durch Fisher an einem Polizisten ist belegt.
      Laut @ Torres (weiter oben) sind die Medien gar nicht so links. Doch diesen Medien genügte Fischers Aussage " ja, ich war militant, das tut mir ja auch leid "
      um ihn jahrelang als Deutschlands Außenminister zu akzeptieren.

      Cohn Bendit wird im Internet in die Nähe des Begriffes Sittenstrolch gebracht,
      und er wehrt sich nicht!


      Aber hier wird Cohn Bendit mit Hinweis auf den Rechtsbegriff Unschuldsvermutung und die fehlende Anklage von Kindern und Eltern verteidigt.

      ° Die " Schüzlinge " dieses " Kinderladens " und ihre Eltern stammten sicher aus der " gesellschaftsrevolutionären " Umgebung Cohn Bendits. Da kann man sich schon arrangieren, und sogar eine Verteidigungsgruppe aufbauen.

      ° Hatte Otto Mühl vielleicht nur das Pech daß er mit seiner Sex-Kommune einige Jahre zu früh dran war, und würde er sich bei dem heutigen Zustand der Justiz den Knast ersparen? Die Mühlkommune war ja ein, von dieser Geisteswelt immer wieder besuchtes, Vorzeigeprojekt.

      ° Wenn die Herren Maybach und Röhricht etwa behaupten sie hätten jemals Vorschulkinder beobachet, welche sich den Genitalbereich eines erwachsenen Mannes zum Gegenstand ihres Spieltriebes auswählten, bezichtige ich sie der Lüge! Da muß wohl dieser " grüne Saubermann " in perfider Weise das Interesse geweckt haben.

      ° Im Häfen unter Gaunern haben Häftlinge, welche wegen Vorwürfen einsitzen, welche Cohn Bendit bis heute für sich nicht ausgeräumt hat, haben bekannterweise einen schweren Stand. Für die " Grünen " ist er als Frontmann gut genug ! ! !

    • Maybach (kein Partner)
      19. Februar 2012 13:59

      Er hat seine zweideutigen Andeutungen später dementiert, eine Anklage ist nie zustande gekommen. Das ist doch etwas sehr dürftig für diese endlosen Beschuldigungen, Pumuckl.

    • Maybach (kein Partner)
      19. Februar 2012 14:01

      Das Einzige worauf diese mehrfachen "Nennungen" im Internet beruhen sind Cohn-Bendits eigene Aussagen in seinem Buch. Neue Fakten wurden nie aufgezeigt. Ob diese Spielchen harmlos oder nicht wage ich nicht zu beurteilen da ich nicht dabei war. Aber offensichtlich hat es nicht für eine Strafrelevanz gereciht, die Sie gerne hätten.

    • Bodo
      19. Februar 2012 18:37

      @Maybach

      Cohn-Bendit! Eine der widerlichsten Figuren in der europäischen Politik hat die passenden Wurzeln, ist somit tabu und hat Narrenfreiheit für alle Zeiten.

    • Maybach (kein Partner)
      19. Februar 2012 19:42

      Das ist Ihr gutes Recht so zu glauben. Ich glaube auch, dass Grasser eine miese Korruptionistenfigur ist, aber solange er nicht verurteilt wurde, bleiben diese befunde theoretischer Natur, mein Lieber.

    • Pumuckl
      20. Februar 2012 00:10

      @ Maybach 13:59 u. 14:01

      Es ist ja geradezu rührend, mit welcher Beharrlichkeit Sie Ihre Soziologenbelehrsamkeit zur Verteidigung dieses "Spitzenpolitikers" einsetzen.

      ° ". . . zweideutige Andeutungen dementiert . . ." 1.) legt die Annahme einer Schutzbehauptung nahe. 2.) Google:. . . Daniel Cohn-Bendit Odenwaldschule -
      bild. de. 30. März 2010 lieferte mir soeben nochmal die Berechtigung, mich über
      "sittliche Entgleisungen" dieses Grünpolitikers öffentlich zu empören. Das sind überdies konkrete Verhaltensweisen und vollkommen eindeutig.

      ° ". . .diese endlosen Beschuldigungen. . ." Obiger Link berechtigt mich von sittlichen Entgleisungen zu schreiben. Ansonsten beschuldige in nicht, sondern empöre mich über Sätze welche er in seinem Buch " Der große Basar " selbst schreibt. Darum empöre ich mich auch daß sich die " Grünen ", diese umstrittene Figur als Spitzenpolitiker zu leisten.

      ° " . . . nicht für eine Strafrelevanz gereicht . . ." Wolfgang Flöttl sind hoch dreistellige Millionenbeträge der BAWAG "abhanden gekommen" und die Justitz
      fühlt sich nicht verpflichtet, sich damit ernsthaft zu befassen.
      Was sagt eine fehlende Strafverfolgung schon über die Nichtexistenz einer Straftat aus?

      Ich bin nun über Gebühr auf Ihre keineswegs stichhaltigen Einwände eingegangen. Weitere Antworten können Sie nicht von mir erwarten!

    • Maybach (kein Partner)
      20. Februar 2012 16:26

      Danke für ihre Mühen, Pumuckl, ich finde es trotzdem übertrieben, wenn sich sämtliche Grünen Europas von einem vor 12 Jahren Tatverdächtigen (aber nie Beklagten) für Taten, die wenn überhaupt vor fast 40 Jahren geschehen sein sollen, auf Verdacht und Anwürfe eher rechtskonservativer Websites von einem Fraktionskollegen distanzieren sollen. Würde unter diesen Umständen keine Partei der Welt machen.

    • Pumuckl
      20. Februar 2012 17:51

      @ Maybach

      Danke auch! Es tut immer gut, wenn man trotz gegensätzlicher Standpunkte zu einem versöhnlichen Schlußsatz kommt.

    • Maybach (kein Partner)
      20. Februar 2012 18:39

      So soll es sein, zur Erklärung: Ich finde Herrn C-B auch alles andere als sympathisch, aber ich frage mich ob es etwas bringt, dieselbe Geschichte immer wieder aufzuwärmen, wo doch nichts mehr rauskommen wird, und stattdessen ihn lieber wie andere Politiker an seinen (eh nicht so ruhmvollen ) Gegenwartstaten zu messen. Man sollte sich nicht in ideologischen Gräben verschanzen, sondern man muss politische Inkompetenz und Korruption bei allen Farben bekämpfen, wenn man glaubwürdig dieses System überwinden will. Guten Abend.

  26. contra
    17. Februar 2012 16:51

    OT

    Immer öfter - bei Links werden Ermittlung immer wieder rasch eingestellt!
    Ein Schelm, wer Böses........................! :-(

    http://www.orf.at/#/stories/2105585/

    • Xymmachos
      17. Februar 2012 20:37

      Ist doch eh klar: Novotny und Zöllner sind die roten Direktoriumsmitglieder im OeBS-AR, Duchatczek das schwarze. Gegen wen die Ermittlungen eingestellt werden und gegen wen weiter ermittelt wird liegt wohl auf der Hand.
      Unsere bekannt tüchtige und objektive Justizministerin lässt der Staatsanwaltschaft da dankenswerter Weise völlig freie Hand.

  27. inside
    17. Februar 2012 16:14

    Das richtige Augenmass geht verloren.
    Im Leben, in der Politk...

    ...überall!

    Gestern am Opernball:

    Die Rossini-Babier-Overtuere in einem Tempo, dass man meinen konnte, die Sacherwürstel für die Philharmoniker werden kalt.
    ... und die Masse tobt vor Begeisterung...

    Die Sopranistin Angela Gheorghiu wird als Rumäniens Antwort auf Anna Netrebko bezeichnet (wie alt ist die Anna und wie alt die Angela??)
    .... und die Masse tobt vor Begeisterung...

    Eine Balletteinlage, bei deren Choreographie man nie wusste, ist es jetzt aus und darf man applaudieren oder geht es weiter...
    ... und die Masse tobt vor Begeisterung...

    Eine Jung-Damen-Jung-Herren-Choreografie, das vom Schwierigkeitsgrad und Tempo wahrscheinlich ursprünglich für Burkaträgerinnen konzipiert war...
    ... und die Masse tobt vor Begeisterung...

    Lediglich die ORF-Kommentatoren waren...... wie immer grauenhaft.

    • plusminus
      17. Februar 2012 16:56

      @inside

      Etwas mehr Augenmaß, bitte - Netrebko und Gheorghiu trennen gerade mal 6 Jahre, was in der heutigen Zeit kein Beinbruch ist.
      Nur wird die eine immer molliger, was den Falten zugute kommt und die andere präsentierte sich mit schlankem, aber attraktiem Gesicht.

      Daher sollte der Altersunterschied der beiden kein Kriterium sein!!!!

    • plusminus
    • M.S.
      17. Februar 2012 20:17

      @inside

      Ja wie überall

      Die größten Werke werden im Regietheater bis zur Unkenntlichkeit entstellt, geschändet und das Publikum tobt vor Begeisterung. Die wenigen, die ihrem Unmut freien Lauf lassen, werden als Banausen lächerlich gemacht.

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      18. Februar 2012 17:49

      @Inside: In Ihrem kulturpessimistischen Ausbruch sollten Sie aber wenigstens soweit ein Gegenbild zur tumben "Masse" abgeben, dass Sie sich einer korrekten Rechtschreibung befleißigen: Das war kein "Babier", sondern ein "Barbier". Und das war keine "Overtuere", sondern eine "Ouvertüre". Aber eben: Den Balken vor dem eigenen Auge sieht man schlecht.

    • Segestes (kein Partner)
      18. Februar 2012 19:13

      Zum Glück gehöre ich nicht zu jenen Leuten,
      die dem Opernball einen kulturellen Wert beimessen.
      Deshalb geht mir dieser Jahrmarkt der Eitelkeiten
      grundsätzlich am Verlängerten Rücken vorbei.

      Was aber auffällt - die echten Opernball-Hasser
      haben sich heuer offenbar schon beim WKR-Ball
      ausgetobt, so dass sie für den "Ball der Bälle"
      keine Puste mehr übrig hatten.

    • Gerhild Baron
      19. Februar 2012 15:27

      Inside: Opernball-Übertragungen am besten nicht ansehen !!!! Ich versuchte es nach einigen Jahren Abstinenz wieder - ein einziger Graus. Wo sind die Zeiten als dies ein wirklich eleganter, schöner Ball mit entsprechendem Publikum war ?
      Ich durfte dies noch erleben (in den 60er und frühen 70er Jahren) und als von Jahr zu Jahr aus diesem Ball ein merkwürdiger "G'schnas" wurde und der ORF sein Bestes dazu beitrug, gingen wir einfach nicht mehr hin.

      Die Kommentatoren sind grauenhaft und passen zu einem Teil des Publikums.
      Frau Retts Kommentare sind unerträglich und teilweise auch falsch.
      Sowohl Netrebko als auch Gheorghiu sind sehr gute Sängerinnen, aber wirklich nicht mehr - es ist keine Nostalgie, wenn man sich an wirklich große frühere Sängerinnen erinnert, denn alte Aufnahmen beweisen den Unterschied.
      Es ist auch völlig unnötig, am Opernball solche Auftritte in die Eröffnung einzubauen - allein die akustischen Verhältnisse haben ja nichts mit der Akustik der Wiener Staatsoper zu tun ...
      Usw.usf. - also am besten alles ignorieren, denn verbessern wird es sich sicher nicht !

    • Undine
      19. Februar 2012 18:53

      @Gerhild Baron

      Den absoluten Tiefpunkt--abgesehen jetzt einmal von unserem Paradeschwulen Alfons H. mit seinem gestelzten, läppischen Getue--war für mich der an Peinlichkeit nicht zu übertreffende Auftritt von dem lächerlich eitlen Joan Hollender in der Kutsche mit Anna Netrebko! Dieser geile alte Bock--man möge mir meine Ausdrucksweise verzeihen!-- neben der schönen jungen Frau erinnerte mich fatal an den alten Pan in der Mythologie, der sich für Apoll hält.

  28. Brigitte Imb
    17. Februar 2012 15:24

    OT - Kartnig faßt 5 Jahre aus. Nun müßte sich die Staatsanwaltschaft Rapid und Edlinger vornehmen, wird sie aber bestimmt nicht tun.

    http://diepresse.com/home/sport/fussball/733083/Urteile-gefaellt_Fuenf-Jahre-Haft-fuer-Hannes-Kartnig?_vl_backlink=/home/index.do

  29. Alexander Renneberg
    17. Februar 2012 14:38

    Thilo Sarrazin for president!

    • Wertkonservativer
      17. Februar 2012 15:14

      Ist schon recht, A.R.,

      doch der gute Mann würde dort trotz seiner richtigen und wichtigen Grundsätze im Hinblick auf Links-Minimierung keine Mehrheit im Bundestag bekommen!

      Zuviele Linke, halt!
      (Trotz bürgerlicher Mehrheit)!

      Grüße vom Wertkonservativen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Alexander Renneberg
      17. Februar 2012 15:19

      Hallo wk. Das ist mir schon klar. Ein bißl träumen und schmäh führen ist des freitag nachmittags erlaubt :-)
      Wünsche dir ein angenehmes we!

    • Pumuckl
      17. Februar 2012 15:54

      Österreich genießt ja mit der Volkswahl des Bundespräsidenten einen Hauch von direkter Demokratie.

      Würde auch der deutsche Bundespräsident vom Volk gewählt, hätte Sarazin wohl gute Chancen.

      Ein Präsident Sarazin hätte aber ebenso unter unter einem Boykot europäischer und außereuropäischer Freunde zu leider, wie einst unser Kurt Waldheim!

    • Alexander Renneberg
      17. Februar 2012 15:57

      Pumuckl,

      Da haben sie recht. Die vereinigte linke würde versuchen ihn nieder zu machen.

      Und das macht mich ein wenig unglücklich, dass demokratische strukturen von den linken nicht anerkannt

    • Alexander Renneberg
    • Rainer (kein Partner)
      18. Februar 2012 17:49

      Und angelobt wird er von Bundeskanzlerin Eva Herman und Bundestagspräsident Henryk Broder. :-)
      Nebenher noch eine ironische Spitze feinster Realsatire: Dem scheidenden Präsidenten steht natürlich ein sattes Ruhegeld zu. Die offizielle Bezeichnung hierfür lautet - kein Scherz! - "Ehrensold" ...

  30. Pumuckl
    17. Februar 2012 14:06

    Hatte mich schon oft gefragt, ob es der medialen Unterstützung eines politischen Aufstieges nicht sogar förderlich ist, wenn man einige veritable verborgene Flecken an seiner Weste hat.

    Mit Hilfe solcher nur Insidern bekanten dunklen Stellen kann ein Politiker bei Verlassen des korrekten Weges leicht abgeschossen werden.

    Weibergeschichten reichten schon zu J. F. Kennedy's Zeiten nicht aus, einen so weltweit so beliebten Präsidenten medial verläßlich zu vernichten.
    Das eigentlich hoheitliche Privileg, von der FED wieder in die Verfügungsgewalt des Staates zurückzuführen, hätte Kennedy nicht einmal andenken dürfen!

    Hätte Kennedy eine hinreichend ehrrührige Vergangenheit gehabt, um ihn medial
    verläßlich fertig zu machen, hätte es es nicht der physischen Gewalt bedurft.

    • Pumuckl
      17. Februar 2012 14:09

      Das eigentlich hoheitliche Privileg der Geldschöpfung, . . . sollte es heißen!

    • terbuan
      17. Februar 2012 14:29

      Pumuckl
      Ihre Aussage war schon klar, es hat es auch keiner der nachfolgenden Präsidenten jemals wieder versucht, seit dem letzten und vorletzten Versuch sind immerhin fast 100 Jahre vergangen (A. Lincoln), das konspirative Treffen auf Jekyll Island lag fast genau in der Mitte, jetzt sind bereits wieder fast 50 Jahre vergangen (am 22.11.1963 wurde J.F. Kennedy ermordet).
      Jetzt mache ich Schluß, sonst begebe ich mich in die Finsternis von Verschwörungstheorien!

  31. ambrosius
    17. Februar 2012 13:57

    Zum Thema Ausgewogenheit von Presse und Staatsanwalt:
    Ist es wirklich Zufall bzw. seinen Verdiensten als Wirtschaftsfachmann zu verdanken, daß wir einen abgehalfterten Bundeskanzler als Oberautoverkäufer bei VW untergebracht haben,eben bei jenem Konzern dessen Unabhängigkeit vom damals rot regierten Bundesland ja notorisch ist.(Hat nicht eben dieses Bundesland bei dem Gaunerstück Porsche/VW immer wieder seinen Einfluß in unsäglicher Weise unter Beweis gestellt und ist nicht auch Wulff in diesem Zusammenhang als Aufsichtsrat angepatzt worden?)
    Ist es wirklich der schier unbezahlbaren Expertiese eines anderen abgehalfterten Bundeskanzlers zu verdanken, der uns die Garantie der Pensionen persönlich versprochen hat, wohl aber nur seine eigene gemeint hat und dabei auch bei der West LB, ebenfalls im Besitz eines damals rot regierten Bundeslandes, zugelangt hat ?

  32. Anton Volpini
    17. Februar 2012 13:54

    Während Köhler ohne lange Debatte von sich aus zurücktrat, mit dem Hinweis, so gehe man mit dem Amt des Präsidenten nicht um, hat Wulff wegen seiner ungeschickten langen Debatte das Amt des Präsidenten nun tatsächlich beschädigt. Was Köhler noch zu verhindern suchte, und dafür eigentlich nachträglich Orden verdient, ist Wulff aufs trefflichste gelungen.

    Wenn sich Frau BK Merkl den nächsten Präsidentschaftskanditaten aussuchen kann, dann zeigt das jetzt umso deutlicher, daß dieses Auswahlsystem ja schon im Ansatz falsch ist!

  33. logiker2
    17. Februar 2012 13:48

    Die ( meisten) Medien als sogenannte vierte Macht im Staate, haben sich von Informationsmedien zu Justizmedien gewandelt, jedoch nicht um mehr Demokratiesauberkeit zu erreichen sondern um eine bestimmte politische Richtung zu bevorzugen. Ob aus eigenen Antrieb oder Gehirnwäsche beim Studium oder Bestechung sei einerlei.

    • Undine
      17. Februar 2012 17:21

      @logiker2

      *****!

    • RB (kein Partner)
      18. Februar 2012 14:07

      @logiker2
      Sie treffen des Pudels Kern!
      Für mich hat diese 4. Macht im Staate noch mehr Ansehen verloren als Ch. Wulff.

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      18. Februar 2012 17:57

      @logiker2: Ist für Sie also die FAZ eine linke Zeitung?

      Es ist doch merkwürdig, wie viele Bürgerliche – wozu ich bis zum Beweis des Gegenteils auch Sie rechnen möchte – zwar sonst immer über die angebliche Zerstörung der Werte durch die Linke klagen, aber selbst sehr kulant sind, wenn einer der ihren Werte wie Integrität beiseite lässt und sich von fragwürdigen "Freunden" aushalten lässt, denen ganz durch Zufall dann staatliche Begünstigungen zugute kommen. Dasselbe hat man schon im Fall Guttenberg gesehen.

    • Pumuckl
      18. Februar 2012 21:45

      @ logiker2

      " Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing. "

  34. Wertkonservativer
    17. Februar 2012 13:11

    Ich habe mir hier wiederholt Schelte eingehandelt, weil ich Wulff für einen sympathischen ubnd auch international vorzeigbaren Präsidenten Deutschlands bezeichnet und verteidigt habe.

    Nun, ich bleibe dabei, dass Wulff ein guter Mann ist!

    Die Fehler, die er gemacht hat, sind nmA. absolut grenzwertig, und werden sicher von den meisten Amts- und Würdenträgern in aller Welt laufend begangen!

    Die Aureole des Amtes verführt zur Überschätzung der eigenen Person;
    die vielen Mitläufer und Anbiederer warten nur darauf, bei ihren "Mächtigen" schwache Stellen zu finden, die denen dann (allerdings erst in unserer so wunderbaren Medienzeit) auch prompt zum Stolperstein werden!

    Wo finden wir Volks- und Staatsführer, die diesem Anspruch wirklich und aufs Haar genügen?
    Ich fürchte, dass wir da lange suchen und warten können!

    Wenn sich diesbezüglich irgend wer unter Ihnen findet, sage ich nur: Ochsentour beginnen und dann, nach erfolgreicher Karriere, es besser machen als unsere laufend heruntergemachten Politiker!
    (Falls dies falsch ankommt: ich habe jetzt - auf Befehl meiner lieben Frau - drei Stunden Opernball-Reminiszenzen angeschaut: bin ganz benebelt von so viel Grazie und Schönheit, und meine - im Hinblick auf die vielen Untergangs-Apologeten hier - dass wir in einem guten und immer noch lebenswerten Land leben!!!!)

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • terbuan
      17. Februar 2012 13:28

      Einspruch Euer Ehren,
      der Maschmeyer (AWD, Finanzberater, wenn Dir das etwas sagt) ist ein ganz übler Bursche und hat stets versucht die Politik für seinen Vertrieb teilweise dubioser Finanzprodukte einzuspannen und sich sowohl den Schröder als auch den Wulff gekauft. Das kann sich ein seriöser Politiker einfach nicht leisten!

      Stell Dir vor, Du in Deinem Stahlgeschäft schleimst Dich ein beim Bundespräsidenten und gehst dann hausieren bei Kunden mit den Worten "Ich bin ein Freund vom Bundespräsidenten!"
      So läuft das aber ab in dieser Branche. Weißt Du eigentlich wie viele Prozesse die AWD am Hals hat, z.B. wegen des Hochdruckverkaufes von Imofinanz-Aktien?

    • terbuan
      17. Februar 2012 13:31

      IMMOFINANZ heißt die österreichische Immobilienaktie, die dank des Herrn DDr. Petrikovics und des AWD Millionenverluste gutgläubigen Anlegern gebracht hat!

    • Wertkonservativer
      17. Februar 2012 13:39

      Hast schon recht, Freund terbuan! Ich will die "Untaten" des Herrn Wulff nicht wirklich minimieren: Recht soll Recht bleiben!

      Maschmayers gibts aber dort, hier und überall!

      Eine Frage unter Freunden: wären wir (im Falle der Erlangung "höherer Würden") gegen solche "Freunde" gefeit?

      Was mir hier ein wenig fehlt, ist die Verhältnismässigkeit!
      Es ist leicht, zu kritisieren und zu verurteilen, wenn man in seinem pensionsabgesicherten Schaukelstuhl sitzt!
      (Nicht auf Dich gemünzt, lieber Freund; gilt auch für mich!).

      Liebe Grüße

      Gerhard

    • terbuan
      17. Februar 2012 13:46

      Lieber Gerhard,
      ich war in der Branche tätig und einer meiner sehr bekannten Chefs (werde mich hüten seinen Namen zu nennen) wollte mich einmal dazu veranlassen, die Salzburger Bautreuhand in unser Verkaufsprogramm zu übernehmen, ich sagte klipp und klar NEIN und habe es beruflich überlebt.
      Die Bautreuhand ist später unrühmlich untergegangen!

      liebe Grüße terbuan

    • Patriot
      17. Februar 2012 15:06

      Wulff hat als 16-jähriger alleine seine kranke Mutter gepflegt, und die restliche Familie versorgt. Dafür gebührt ihm Respekt. Das heißt aber noch lange nicht, dass er zum Spitzenpolitiker taugt.

      Ich bin ganz bei Ihnen in der Meinung, dass wir mit den Politikern nicht allzu streng sein dürfen. Nur, beim Wulff fehlt's halt viel zu weit. Solche Politiker muss man rechtzeitig bremsen, sonst fallen sie zu weit nach oben. Irgendwie ist die ganze Chose auch die Schuld der Frau Merkel.

    • Undine
      17. Februar 2012 22:41

      Ausgerechnet das, was mir am meisten bei Wulff gegen den Strich gegangen ist, wurde natürlich in der ZIB1 als einziges Plus hervorgehoben. Es hieß:

      "Was bleibt, sind Wulffs UNUMSTRITTENE Verdienste um den ISLAM, das Eintreten für die Rechte religiöser Minderheiten." Blablabla.

      Hatte ich zuletzt schon fast etwas Mitleid mit Wulff, ist das aber ganz schnell wieder verflogen, als ich an den Satz Wulffs dachte, als er verkündete: "Der Islam gehört zu Deutschland". Alleine für diese an Volksverrat grenzende Aussage gehörte er gefeuert!

    • Susanna (kein Partner)
      20. Februar 2012 14:49

      Liebe Undine,
      glauben Sie etwa nicht, dass der Islam ein Teil Deutschlands (und Europas) ist? Schauen Sie sich ein paar Zahlen an...

  35. Brigitte Imb
    17. Februar 2012 13:04

    Das liest sich fast wie eine Verteidigungsrede.

    Leider schaffen es die Politiker, zunehmend das Vertrauen der Menschen zu verspielen - ja man könnte fast meinen die Politiker spielen mit dem Vertrauen, und das selbstverständlich zu ihrem Vorteil.
    Die Kaste der Repräsentanten ist hüben wie drüben gleich, sie können - nicht immer, aber immer öfter-, der Korruption nicht widerstehen, obwohl sie ohnehin zur privilegierten Klasse gehören, deren Wohlstand den des Durchschnittsbürgers weit übersteigt.
    Man könnte meinen, die gut bezahlten Politiker hätten eine Vorteilnahme nicht nötig, und man fragt sich, wie es denn so weit kommen konnte, dass just die Repräsentanten Gesetze, die sie ihren Bürgern abverlangen , selbst brechen.
    Die steigende Korruption und das Fehlverhalten vieler Politiker ist ein fatales Zeichen und spiegelt die verlorengegangene Moral, der sich in Zukunft bestimmt, weil es abfärbt und ein sehr schlechtes Beispiel abgibt, auch Teile des Volkes ( nach seinen Möglichkeiten) zuwenden werden.

    Für mich ist der Rücktritt Wulffs die logische Konsequenz seines Fehlverhaltens und längst überfällig, ob jedoch etwas Besseres nachfolgt bleibt abzuwarten.

  36. terbuan
    17. Februar 2012 12:29

    Es ist schon ein Jammer mit den ehemaligen Ministerpräsidenten von Niedersachsen. Ob Schröder oder Wulff, immer geraten sie in die Schlagzeilen wegen Geschenkannahme und ähnlicher Charakterschwächen und immer wieder taucht der Name Maschmeyer auf nebst ehrgeizigen Zweit- bzw. Viertfrauen.

    Ach, hätte die Merkel doch den Joachim Gauck zum Präsidenten gemacht!

    • fenstergucker
      17. Februar 2012 13:03

      Deshalb sollte jetzt eine Frau Bundespräsidentin werden.
      Da fallen diese Charakterschwächen für Macht und Geld wegen Zweit- und Drittfrauen meistens weg.
      Siehe Angela Merkel, für sie gibt es solche Verlockungen kaum.

    • terbuan
      17. Februar 2012 13:18

      Ja sicher, die Ursula van der Leyen ist im Gespräch als Kandidatin, aber ich weiß nicht, sie liegt mir auch nicht so wirklich!

    • brechstange
      17. Februar 2012 13:23

      @terbuan
      Da wäre mir der Gauck lieber, wirklich. Ich denke, uns werden sie nicht fragen.

    • terbuan
      17. Februar 2012 13:40

      Nein brechstange,
      uns werden sie nicht fragen, es wird wieder ein Gemauschel zwischen CDU/CSU und der FDP und sie werden sich auf die größtmögliche Schnittmenge eines Apparatschiks einigen!

    • Undine
      17. Februar 2012 17:37

      @terbuan

      "Ach, hätte die Merkel doch den Joachim Gauck zum Präsidenten gemacht"

      Den hätte ich auch wesentlich vernünftiger gehalten als den Wulff; aber daß der Gauck, der neben einer großen Portion Charisma auch über einen weniger schwachen Charakter verfügt, ein Linker ist, stört mich schon sehr. Wie kann er es nur inmitten des linken Gesockses aushalten? Davon hatte er doch in unseligen DDR-Zeiten mehr als genug bekommen.
      Was ich aber--nur so nebenbei--sehr erstaunlich finde: daß va in D Pastorenkinder meist (positiv) auffallend große Karriere machen, nicht nur in der Politik. Ein gediegener Pastorenhaushalt scheint sich auffallend gut auf die Nachkommenschaft auszuwirken; da werden offenbar doch noch Werte von Bestand mitgegeben.

  37. socrates
    17. Februar 2012 12:25

    Der gute Westen und seine Demokratie!
    Ist Cameron ~ Murdoch auch dabei?
    Ist Obama auch dabei?
    Ist der Nobelpreis auch dabei?
    Die französischen Präsidenten alle zusammen?
    Belgien hatte schlauerweise keine Regierung!
    Spanien taumelt von einer Krise in die andere!
    Griechenland hatte lauter Betrüger unter der Kontrolle von Lehman !
    Berlusconi hat Italien wenigstens groß und zum 2. Nettozahler gemacht.
    Wenn die Maßstäbe, die an Wulff angelegt werden, auch an unsere Regierung angelegt werden, sind wir führerlos!

    • Wertkonservativer
      17. Februar 2012 13:25

      Bravo, @ socrates,

      Sie sind ein weiser Mann!

      Den Zusammenhang mit unseren Regierungs-Hansln kann ich jedoch nur ansatzweise nachvollziehen; der eine ist zwar im Hinblick auf seine vielfältigen Medien-Kontakte intensiv zu durchleuchten; der andere jedoch, harmlos und integer wie er ist, wohl kein Angriffspunkt in diesem Zusammenhang.

      Salve, Socrates!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Anton Volpini
      17. Februar 2012 13:44

      "Belgien hatte schlauerweise keine Regierung!"

      :-))

    • Eva
      17. Februar 2012 17:40

      @socrates

      "Griechenland hatte lauter Betrüger unter der Kontrolle von Lehman "

      Da sind Ihnen die Gauner ein wenig durcheinander geraten! In Griechenland haben Goldman & Sachs ihr Unwesen getrieben!

    • socrates
      17. Februar 2012 23:08

      Wertkonservativer
      Schmied und Zypern wäre sofort fällig.

  38. libertus
    17. Februar 2012 12:05

    Wulff hat zweifelsfrei Fehler begangen und damit der mächtigen Medienorgel in Deutschland eine Angriffsfläche geboten, auf der diese gnadenlos sein Ende einspielte.

    Die Staatsanwaltschaft ist nun am Zug zu klären, ob es sich auch um strafrechtlich relevante Tatbestände handelt.
    Jedenfalls hat Wulff soviel Anstand, schon bei deren Ermittlungen zurückzutreten - etwas, was unseren Politikern leider abhanden gekommen ist, sonst müßte der Bundeskanzlerdarsteller wegen seiner Medienkampagnen längst den gleichen Weg wählen. Der tanzt jedoch munter und ohne Gewissen in voller "Galamontur" am Opernball.

    Ist Österreich doch anders, oder verhält sich das nur so, weil Faymann der politisch korrekten, linken Ideologie frönt? Dieses zweierlei Maß kommt einer Bankrotterklärung des Rechtsstaates gleich!

    • brechstange
      17. Februar 2012 12:23

      Österreich ist anders.

    • A.K.
      17. Februar 2012 14:21

      Österreich ist doch anders, es verhält sich so, weil Faymann der politisch korrekten, linken Ideologie frönt! Dieses zweierlei Maß kommt einer Bankrotterklärung des Rechtsstaates gleich!

    • Patriot
      17. Februar 2012 15:01

      Sehr richtig! In Sachen FPÖ hört man von linker Seite immer: "So etwas gäbe es in Deutschland nicht"! Abgesehen davon, dass das Faymandl in Deutschland nicht über das Amt eines Bürgermeisters hinaus gekommen wäre.

      Allerdings leistet sich Deutschland auch jede Menge Unerhörtes: dort gibt es eine Partei im Bundestag, wo 1 Drittel der Abgeordneten vom Verfassungsschutz überwacht werden:
      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,810651,00.html

      Falls nach der nächsten Wahl in Deutschland eine Rot-Grün-Rote Koalition käme, würde die EU wohl Sanktionen verhängen, oder etwa nicht?

    • Undine
      17. Februar 2012 17:46

      @A.K.

      "Österreich ist doch anders, es verhält sich so, weil Faymann der politisch korrekten, linken Ideologie frönt"

      Spannend wär's, sollte Faymann einmal in Ungnade fallen, was ja vom ORF abwärts sämtliche Medien zu verhindern versuchten, was mit seiner s i e b e n j ä h r i g e n Lücke in seinem Lebenslauf passieren würde. Interessieren würde mich schon, was Faymännchen uns vorenthält!





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