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Griechenland: Auch vor Tische konnte man es schon wissen

Es ist gewiss nicht allzu populär, besserwisserisch zu klingen. Dennoch konnte ich diesmal der Versuchung nicht widerstehen, in alten Tagebuchnotizen zu kramen. Der Anlass: Rundum wird nun plötzlich von einer Pleite Griechenlands gesprochen.

In Österreich natürlich nicht. Hier haben ja Rot und Grün den Ball einiger Burschenschaften für die zentrale Bedrohung der Nation erklärt. Hier beschäftigt sich ja der Wrabetz-Wolf-ORF längst nur noch mit sich selber. Hier ist ja die Regierung bemüht, den Verlust der eigenen Kreditfähigkeit kleinzureden (obwohl Experten längst davon reden, dass das Land noch immer um zwei Stufen zu gut bewertet ist!) und sich ansonsten stolz darauf zu zeigen, das enorme Problem der Diplomatenpässe für Ex-Minister und Bischöfe gelöst zu haben, damit wenigstens ein Problem gelöst ist.

Einige der ignorierten Meldungen. Sie stammen alle aus den bisherigen Jännertagen.

  • Ratingagentur Fitch: Vor zeitweiliger Staatspleite Griechenlands.
  • Standard&Poor’s: Griechenland ist „sehr bald“ pleite.
  • Agentur Reuters: Was vor ein paar Monaten noch undenkbar gewesen ist, wird nun immer lauter diskutiert: ein Staatsbankrott Griechenlands.
  • Erste-Bank-Chef Treichl: „Griechenland ist in einer desparaten Situation. Das Land kann sich leichter erholen, wenn es aus dem Euro draußen sein wird.“
  • Der tschechische Zentralbank-Gouverneur Miroslav Singer: „Wenn es nicht den Willen gibt, Griechenland eine sehr große Geldmenge aus europäischen Strukturfonds bereitzustellen, sehe ich keine andere Lösung als den Austritt aus der Eurozone und eine massive Abwertung der neuen griechischen Währung.“
  • Der deutsche Wirtschaftsweise Peter Bofinger: „Griechenland ist im freien Fall.“
  • Der Geldmarkt: Die Verzinsung für einjährige griechische Anleihen erreichte auf dem Sekundärmarkt 400 Prozent.
  • Michael Fuchs, stellvertretender CDU-Vorsitzender im deutschen Bundestag: „Ich glaube kaum, dass Griechenland im jetzigen Zustand noch zu retten ist.“
  • Handelsblatt: Nach Berechnungen des IWF fehle den Griechen trotz aller Hilfen wieder „ein signifikanter zweistelliger Milliardenbetrag“.
  • Andreas Schmitz, Präsident des deutschen Bankenverbandes: Die Lage Griechenland sei „hochexplosiv“.
  • Ein Mitarbeiter des griechischen Finanzministeriums: „Für uns hat der Coutdown begonnen.“
  • Die griechische Sanierungsrealität: Bis 31. Dezember sollten 30.000 Staatsbedienstete gehen – es wurden aber nur 2000 entlassen. Das griechische Verfassungsgericht hat beispielsweise bei der - maßlos überbesetzten - Athener Müllabfuhr bis 2015 jede Kündigung verboten. Grund: Vertrauensschutz (der offenbar nur für scheinbeschäftigte Beamte, nicht aber für Griechenlands Gläubiger gilt).
  • Griechische Zeitungsschlagzeile: „Das Ende naht“.

So weit so klar. Was ist davor geschehen? Die anderen Euro-Staaten haben durch Cash oder Haftungen direkt oder über Zentralbank, Währungsfonds, EU oder Rettungsschirme seit Mai 2010 dreistellige Milliardenbeträge in Griechenland versenkt. Offensichtlich ohne jeden erkennbaren Sanierungsnutzen. Die dadurch gewonnene Zeit hat nur eine einzige Gruppe nutzen können: Reiche Griechen haben ihr Geld ins Ausland transferiert und so vor einer Abwertung oder einem sonstigen Staatszugriff in Sicherheit gebracht.

Noch schlimmer: 2010 hat Griechenland noch wirklich spürbar gespart. 2011 sind die Sanierungsbemühungen völlig erschlafft - ganz offensichtlich hat nach Aufspannen des europäischen Rettungsschirms niemand mehr die Lust zu schmerzhaften und unpopulären Maßnahmen gehabt.

Hat man das nicht alles von Anfang an wissen können? Man hat schon, aber man wollte nicht. Weil ja nicht sein kann, was nicht sein darf. Weil nicht nur Sozialisten, sondern auch viele Christdemokraten noch immer an Problemlösungen durch keynesianische Schuldenmacherei, durch Verdrängung und Schönreden glauben. Lediglich in Prag und London gibt es noch Regierungen mit ein wenig ökonomischem Sachverstand. Allzu viel hätte es aber auch anderswo nicht gebraucht, um die Entwicklung vorherzusehen.

Unkommentiert dazu einige Eigenzitate aus dem Tagebuch:

17. Juni 2011

Die EU kann Griechenland gar nicht pleite gehen lassen. Denn das ist es schon längst. Jetzt geht's nur noch darum, endlich auch offen zuzugeben, dass Griechenland niemals all seine Schulden zahlen kann. Werden die Staaten Europas wie im Mai 2010 noch einmal Beihilfe zur Konkursverschleppung leisten? Im normalen Leben landet man damit vor dem Strafrichter.

11. Mai 2010

Seit Deutschland & Co nun praktisch solidarisch für Griechenland & Co haften, muss man ihre Stabilität noch mehr bezweifeln als schon bisher. Hat man zwischen Berlin und Wien doch schon vor diesem schwarzen Wochenende die Staatsschulden in absurde Höhen gejagt.

7. Mai 2010

Was würde der inzwischen verstorbene Friedman den Europäern wohl heute raten? Vermutlich Folgendes:

  1. Vorerst keinen Kredit mehr für Griechenland.
  2. Notfalls die Gläubiger-Banken mit rund 60 Prozent für die dadurch eintretende Zahlungsunfähigkeit Griechenlands schadlos halten (keinesfalls zu 100 Prozent), damit die Folgewirkungen abgebremst werden.
  3. Griechenland ein Aussteigen aus dem Euro-Raum nahelegen.

29. April 2010

Da wird in einer angeblichen Qualitätszeitung der Bankrott Griechenlands als „Liquiditätskrise“ beschönigt. Da werden die Rating-Agenturen beschimpft, weil sie griechische oder portugiesische Staatsanleihen abwerten.

13. April 2010

Tatsache ist, dass die Milliarden für Griechenland eine glatte Verletzung der EU-Verträge bedeuten, die eine solche Hilfe zwischen Euro-Ländern verbieten. Tatsache ist, dass alle jene Politiker lügen, die die Kreditvergabe als gutes Geschäft darstellen; denn das wäre es nur, wenn eine seriöse Chance auf volle und pünktliche Rückzahlung bestünde.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2012 03:20

    Seit etwa 2 Jahren "retten" "wir" - ohne Erfolg - Griechenland und den Euro, bei gleichzeitiger Opferung Deutschlands ( damit auch Ö ) an die Eurokraten und die internationalen Linken. Unterstützung dazu erhalten diese noch von den bürgerlichen Parteien - kurios!
    Das gibt´s doch nicht, dass die allesamt "dümmer" sind als "wir", und das nahende Ende nicht sehen, nein, ich glaube vielmehr, dass ihnen der Schlamassel den sie angerichtet haben völlig egal ist, solange sie die eigene Haut retten und auffetten können. Diese "Hinter mir die Sintflut Mentalität" scheinen unsere nepotistischen Berufspolitiker (weltweit - in Ö zur Potenz ausgebildet) bereits mit der Muttermilch aufgesogen zu haben, denn trotz angestrengten Denkens gelingt es mir nicht das Versagen des bekannten Jetztzustandes, den die Repräsentanten herbeigeführt haben, zu verstehen.
    Intuitiver Hausverstand verrät, dass langfristiges Mehrausgeben als -einnehmen nicht gut gehen kann, nur Politikerhirne vermeinen ständig in Schulden "hineininvestieren" zu müssen, um "gestärkt heraus zu kommen". Womit aus politischer Selbstzwecksicht natürlich richtig gehandelt wurde, potentielle Wählerstimmen sind um Volkes Geld gern gesehen.
    Was wollen wir von einer ungebildeten "Elite" ala Faymann, Bures, Rudas, et al., einschließlich der 3. Garnitur in Brüssel, erwarten, die sich sämtlichen Fachspezialisten verschließen und weiter "Koche koche Süppchen" machen?
    Aber es scheint ohnehin ein Automatismus in Gang zu sein, den die berufspolitische "Elite" nicht fähig wäre aufzuhalten, selbst wenn sie wollten.

    Sicher wird auch diesmal die Troika - falls nicht, wie im Netz kursierend am Mo GR Pleite anmeldet - eine weiteren Mrd. Spritze befürworten. Mindestens 1x geht´s noch, vorm nächsten Downgrading.......

  2. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2012 03:17

    @Haider

    G&S hat die griechische Wirtschaftsleiche in den EURO hineingeschminkt, S&P und Co haben dem Untoten kooperativ eine hohe Kreditwürdigkeit attestiert und die fuer Deutschland konzipierte Euro-Falle hat zugeschnappt. Läuft doch alles wie geschmiert!
    Das ist natürlich kein gewöhnlicher Raub, denn es läuft alles mit Stempel und Siegel.

  3. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2012 01:13

    Ich will nicht als Weltverschwörer mißverstanden werden, aber je länger ich mir die Reaktionen masgeblicher (also nicht österreichischer) Politiker ansehe, desto unglaubwürdiger scheint es mir, daß uns diese Clique seit Monaten n i c h t (!) anlügen. Irgendein Konzept muß doch dahinter stehen, Europa (pardon: die EU) gezielt pleitegehen zu lassen. Der Schweiz kann man nicht an, Norwegen kann man nicht an, Schweden ist außen vor - also volles Rohr auf die EURO-Staaten. Selbstbewußte Regierungen (z.B. Ungarn) werden niedergeknüppelt, Heloten werden umgarnt und das Kostgeld für ganz Europa muß Deutschland allein aufbringen (wohl als nachträgliche Reparationszahlungen legitimiert). Dies scheint jenen der einzige Weg zu sein, endlich auch Deutschland in die Knie zu zwingen. In ihrem umerzogenen Masochismus wirken diese noch freudig mit! Und wenn Deutschland fällt, bleiben nur mehr der Flächenstaat Luxemburg und der Freibeuterstützpunkt Monaco übrig. Ich fürchte, daß diese beiden Regionen als letzte Bollwerke gegen China, Indien, Südamerika, Südostasien etc. leicht überfordert sein könnten.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2012 13:26

    Jetzt - auf der Heimfahrt vom Einkauf - in den Mittagsnachrichten den AK-Tumpel gehört.

    Gerade noch mühselig in die Garage gekommen: jetzt ist mir schlecht!
    Ein Stamperl Südtiroler Himbeergeist wird mir hoffentlich helfen!

    Wenn solche Leute unsere Politik wesentlich mitbestimmen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn alles den Bach runtergeht!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  5. Ausgezeichneter KommentatorHDW
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2012 11:37

    Wer Einblick in die italienische Realität hat und nicht auf die von den Schwachinskis der österreichischen Medien von den inken Zeitungen Italiens abgeschriebenen Artikel angewiesen ist, hat das farbige Abbild obiger Thesen: Der Goldmann&Sachs Mann Monti und der kommunistische Staatspräsident Napolitano agieren gemeinsam eifrig auf die Stagflation hin, den Spielverderber Berlusconi halten sie ja mit internationalistischer Hilfe aussen vor. Der eine aus ostküstlichem Auftrag der andere weil Lenin gesagt hat: um den Kapitalismus zu zerstören müsse vorher der Wert des Geldes zerstört werden. Schön wird Rezession plus Inflation jedenfalls für uns alle nicht und Arbeitslosigkeit hat bisher immer nach rechts geführt (auch über den Umweg einer Köpfe-ab Revolution)

  6. Ausgezeichneter KommentatorCensorius
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2012 10:45

    Um die Mentalität der Griechen zu verstehen, muss man einen Ausflug in die Vergangenheit machen.
    Dieser geographische Raum war durch Jahrhunderte Teil des Osmanischen Reiches. Die Griechen haben es zur Perfektion gebracht, " es sich zu richten ".
    Für die Türken war Griechenland nicht so wichtig, unwichtiger jedenfalls als Alexandrien, Ägypten und Mesopotamien. So wurde meistens vom Sultan ein griechischer Statthalter eingesetzt. Die Griechen verstandes es, den Sultan zu betrügen, wenig oder keine Steuern abzuliefern, mit einem Wort, das Beste unter
    der Herrschaft der Osmanen herauszuholen.
    Diese Grundhaltung ist ihnen in Fleisch und Blut übergegangen und konnte auch
    in den nächsten 100 Jahren nicht ausgemerzt werden. Es liegt ihnen in den Genen. Man sollte es ihnen überlassen, nach ihrer Facon zu leben, diese jedoch finanziell nicht unterstützen.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Januar 2012 17:11

    Die profitablsten Geschäfte der letzten 2 Jahrzehnte waren in der Realwirtschaft va in der Nische zu finden. Die Spanne für den Rest wurde von Jahr zu Jahr geringer, angefangen in der Landwirtschaft ging es über zu den Gewerbebetrieben aufsteigen weiter. Es zählten va Größe und Kopieren von anderen. Produktentwicklungen an Universitäten und kleinen Firmen wurden beobachtet, wenn sie erfolgversprechend wurden, wurden sie eingesackt, oft durch Kopieren und Aufkauf von kleineren Unternehmen durch große Konzerne. Den steigenden Preisdruck versuchte man durch Auslagerungen in Billiglohnländer zu umschiffen, dazu bedurfte es Einstiegsmöglichkeiten in Ländern mit diktatorischen Regierungen und Strohmännern, um Fuß fassen zu können. Die Globalisierung und Technologisierung ermöglichte es, die Finanzwirtschaft hatte global gesehen freie Fahrt.
    Diese offene Entwicklung, die ungezügelten Zahlungströme weltweit nutzten jedoch nicht nur seriöse Herrschaften, sondern auch die Organisierte Kriminalität und Korrupte. Und genau hier tat sich für diese Ehrenwerten eine tolles Geschäftsfeld auf und diese Geschäfte waren Milliardengeschäfte, nämlich die Geschäfte mit Drogen, mit Waffen, mit Technologie, mit Menschen. etc. Das Geld aus diesen illegalen Geschäften war leicht zu waschen, die schon lange klammen Banken nutzten dies, die Bankbilanzen wurden "frisiert" bzw. sind an kreativer Buchhaltung kaum zu überbieten.

    Der Fisch stinkt vom Kopf. Um dieses Schlamassel nicht auffliegen zu lassen, wird jetzt mit Lug und Trug gerettet, weil diese Ehrenwerten ihre Fäden in viele Institutionen der EU eingesponnen haben, wie man es halt macht: man kauft, man kompromittiert und nutzt die Dummheit, hier reicht eben mal ein Yachturlaub oder auch eine Staatsbürgerschaft.

    Da sitzen nun in Antibes in Frankreich (hatte Elner dort nicht auch sein Domizil) Oligarchen mit Blut an den Händen und geben den tollen Mäzen und Investor. Da beschwert sich einer offen, dass obwohl er einen Fußballklub sponsern würde, er kein Aufenthaltsrecht bekäme und weil er kein Konto hat, muss er die Millionen im Geldkoffer transportieren und investieren. Und wenn er wieder mal verhört wird, muss er wieder die besten Anwälte engagieren, die ihn rausboxen.
    Da investiert die Ndrangheta an der Costa del la Sol, weil es zu gefährlich geworden ist durch die spinnerten italienischen Staatsanwälte, dort stehen dann die Hotelruinen. billigst gebaut und unfertig, mit Baufirmen, wo 80 % der Gelder dann weißgewaschen sind. Die 3 größten Baufirmen Europas liegen in Spanien.
    Dann gibt es im Süden von Madrid (180 km) einen nigelnagelneuen mit EU-Förder-Gelder finanzierten 1 Milliarde teuren Flughafen, der nun stillliegt.
    Dann tauchen Tonnen von Biolebensmitteln auf in Italien, die nur als Bio verkauft wurden, aus Rumänien exportiert in europäische Länder, eine Ausschussbehandlung in einer EU-Institution dieses Kriminalfalles muss erzwungen werden, offenbar hat in der EU niemand Interesse diesen Betrug genauer zu prüfen, war er doch bis in hohe staatliche Lebensmittelbehörden legitimiert.
    Wo sind eigentlich die 1400 polnischen Erntearbeiter, die 2004 spurlos in Süditalien verschwunden sind? Die Polizei geht von Mord aus.
    Was kümmert es die EU-Behörde, dass schwarze Erntearbeiter in Südspanien für 7 Euro am Tag ausgebeutet werden?
    Warum darf eigentlich ein ausgewiesener bulgarischer Pate im EU-Parlament unbescholten werken?
    Warum dürfen missbräuchlich verwendete dreistellige Millionenbeträge an Fördergelder an eine griechische Reederei nicht zurückgefordert werden?
    Warum eigentlich darf Barosso Urlaub machen auf der Yacht eines griech. Reeders, der anschließend einen dreistelligen Millionenbetrag an Förderungen lukrierte?
    Warum durfte ein griech. Milliardär seine Bank Ende 2009 von der Schweiz nach Luxemburg übersiedeln? Lag es vielleicht daran, dass diese Bank etwa 50 Mrd. griech Anleihen hielt, die es galt an die EZB zu verscherbeln und das mit Hilfe Junckers?

    Was ist los mit den Institutionen? Da dürfte es schon nur mehr die Spitze des Eisbergs sein, dass ein Behördenleiter der Wirtschaftskriminalität in Saloniki, der Bandenchef einer 58köpfigen Betrügerbande ist, die jetzt überführt wurde.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNeppomuck
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Januar 2012 09:49

    Griechenland und vielleicht der eine oder andere „Stabsoffizier“ (siehe „Schulden wie ein …“) unter den Staaten, die auf das „Ausgleichsgesetz der (EU-Finanz-)Planung“ setzen, gehören an die frische Luft der Währungshoheit gesetzt und „mutatis mutandis“ ein neuer EU-Vertrag entworfen, der Klarheit über die Konzeption (Staatenbund oder Bundesstaat) und Inhalte (z.B. - was ist unter Subsidiarität wirklich zu verstehen?) schafft.
    Dann ist darüber in den verbleibenden Mitgliedsstaaten abzustimmen.

    Die Salamitaktik der wallstreetgesteuerten Demokratieverweigerer in Brüssel etc. muss ein Ende haben.
    Und man komme nicht mit blöden Unterstellungen wie „der Wunsch nach nationaler Souveränität heißt Krieg“.

    Wer die Kriege veranstaltet sollte allein anhand einer Statistik über militärische Interventionen deutlich zu machen sein.
    Es sind immer die Kriegsgewinnler, die unsere Welt in derartige Auseinandersetzungen hetzen.
    Was mehrheitlich längst klar ist. Auch wenn die Medien hier dogmatische Nebelgranaten werfen, die ihnen letztlich sogar die eigene Sicht rauben.

    Auch ist die zwar generalstabsplanmäßig ausgeübte, aber primitive und phantasielose Methode des „Haltet den Dieb“ längst zu schwach geworden, um die Zusammenhänge nicht erkennen zu lassen.

    Wer Krieg will, muss zuvor die Demokratie außer Kraft setzen.
    Ein Prozess, der schneidig von den Erfindern des „Friedensprojektes Europa“ in Gang gesetzt wurde.

    Chuzpekistan lässt grüßen.


alle Kommentare

  1. Ranessa (kein Partner)
    23. Januar 2015 10:48

    What a plerusae to meet someone who thinks so clearly

  2. Kenneth (kein Partner)
    20. Januar 2015 11:58

    Great post with lots of imtnpraot stuff.

  3. Sarinya (kein Partner)
    20. Januar 2015 09:37

    That's really thinking at an imeispsrve level

  4. kaffka (kein Partner)
    23. Januar 2012 11:15

    Der Tatbestand des Betruges:

    Wer einen Kredit aufnimmt obwohl er nicht die Absicht hat ihn jemals zurückzuzahlen.

    Da das (österreichische) Staatsbudget sein Jahren immer ein Defizit aufweist, wird die Gesamtverschuldung jährlich steigen und niemals sinken.

    Die Anleihen des Staates (in der Wirtschaft soetws wie ein Wechsel) werden mit neue Anleihen samt Zinsen zurückgezahlt. (in der Wirtschaft nennt man das Wechselreiterei.

    Die Anleitung zu diesem Betrug gibt der Maastrich-Vertrag, in dem man festgeschrieben hat, dass das jährlich Staatsdefizit 3% des BIP betragen darf.

    Also nicht nur in Österreich, sondern in der ganzen EU sitzen die GAUNER an den Schalthebeln.

  5. Ökonomie-Vergelter
    23. Januar 2012 01:00

    @ Socrates, 21. Januar 2012 19:44 :

    "Kapitalschweine" - was ist denn dass für ein Unsinn?

    Die "Kapitalschweine" haben gemacht, was politische Verantwortungträger von Ihnen wollten, nämlich Geld verliehen, und sie sind keine Babysitter. Dass die Bankenwelt politisch verfilzt ist, dürfte Ihnen ja bekannt sein? Wenn ein solches "Schwein", dass diesbezüglich auch mit dem Risiko einverstandene (echte) Privatinvestoren vertritt, einem Gebilde Geld leiht, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit die nächsten 5 Jahre nicht überlebt, dann muss es 20 % an Zinsen verlangen, um im Eintrittsfall wenigstens halbwegs pari auszusteigen.

    Die politische Klasse ist dafür verantwortlich, dass sich Griechenland verschuldet hat, sei es nun innerhalb oder außerhalb Griechenlands.

    Dazu gehört die EZB, die übrigens einen Großteil der kriselnden Anleihen bereits aufgekauft hat, wenn auch nicht direkt vom Begeber. - Dort finden Sie einen "Schweindl-Stall"!

    Der politischen Sphäre ist auch anzulasten, dass die letzten Jahrzehnte gezielt stl Begünstigungen für Altersvorsorgen auf Veranlagungen innerhalb der EU beschränkt wurden, was zu einem überhitzten Kapitalmarkt-Segment mit entspr. Preis- bzw Kosten-/Nutzen-Verzerrungen führte.

    Die Politik hat Bilanzansätze zu verantworten, die Augenblicks-Kurswerte statt Anschaffungskosten ausweisen und dadurch eine - nun entschwundene - Euphorie besonders bei Unbeleckten auslösten (Stwt: IAS/IFRS). Nicht vergessen: Eine Blase entsteht, wenn das tatsächliche Wachstum hinter dem erwarteten zurückbleibt, oder wenn ein Wirtschaftsabschwung infolge falscher politischer Weichenstellungen, wie in die Welt gesetzte Mythen von der überholten Industriegesellschaft, Postmoderne etc, aus politischen bzw sozio-ökonomischen Gründen beschönigt wird.

    Die gleichen "Schweinderln", um bei Ihrer Diktion zu bleiben, haben auch dafür gesorgt, dass nach den Gesetzen über die Bankgebarung, wie in Ö das BWG, Staatsanleihen keiner Rückstellungen bedürfen, weshalb im Wettbewerb stehende Banken gleichsam gezwungen waren, ihr Geld Staaten zuzuteilen, andernfalls sie schlechtere Konditionen anzubieten hätten.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      23. Januar 2012 01:23

      Da werden Sie sich aber mit Typen wie dem Socrates die Zaehne ausbeissen. Die schmuecken sich mit schoenen, philosophischen Namen, die jedoch leider die haessliche Sozialisten"schweinderl"fratze nicht verbergen koennen.

  6. Udo (kein Partner)
    • brechstange
      22. Januar 2012 22:59

      Ich denke, dass die Menschen im Osten gegen Bevormundungen sehr sensibel sind. Da könnten wir uns eine Scheibe abschneiden.

  7. Leopold Koller (kein Partner)
    22. Januar 2012 20:59

    Und wieder bewahrheitet es sich, kann sich seiner natuerlichen Entwicklung nicht entziehen:

    A democracy is always temporary in nature; it simply cannot exist as a permanent form of government. A democracy will continue to exist up until the time that voters discover that they can vote themselves generous gifts from the public treasury. From that moment on, the majority always votes for the candidates who promise the most benefits from the public treasury, with the result that every democracy will finally collapse due to loose fiscal policy, which is always followed by a dictatorship.

    From bondage to spiritual faith;
    From spiritual faith to great courage;
    From courage to liberty;
    From liberty to abundance;
    From abundance to selfishness;
    From selfishness to complacency;
    From complacency to apathy;
    From apathy to dependence;
    From dependence back into bondage.

    Der Poebel und die damit einhergehenden Schoenreder regieren die Welt, die ehrlichen Investoren werden denunziiert, die Finanzhaie haben leichtes Spiel. Der Poebel nennt sie alle Spekulanten und wird sie bald verfolgen. Wie die Juden vor dem ersten Krieg. Und vor dem zweiten. Ueberbleiben wird nichts. Ausser das Geschrei der Linken nach Demokratie, der Religion der Nichtstuer.

  8. cmh (kein Partner)
    22. Januar 2012 15:42

    Sicher sind schon alle über diese Berichte in fast allen Zeitungen gestoßen:

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/hirn-parasiten-der-fremde-wille-1.837348

    Schön schaurig halt!

    Aber eigentlich ist das ein klasses Modell sowohl für das Verhalten der Konservativen (Parteien) als auch der (noch) finanziell gefestigeten Staaten.

    Es ist zwar nicht klar, wie ein deratiger Mechanismus bei Staaten funktionierten könnte, der Name dieses Parasiten ist aber klar: Sozialismuns.

  9. Tertullian (kein Partner)
    22. Januar 2012 12:59

    zuerst muß unser gutes Geld noch den bankrotten Griechen nachgeworfen werden, dann läßt man sie endlich pleite gehen?
    warum auf diesem kostspieligem Umweg - das müßte Merkozy bzw. Sarkel beantworten!!!

  10. Udo (kein Partner)
    22. Januar 2012 12:16

    o.t.
    95% der Europäer verhalten sich wie Schafe besagt das Ergebnis einer Studie der Universtät Leeds:

    http://thewatchers.adorraeli.com/2012/01/19/study-proves-95-of-people-really-are-sheeple/

    • Tertullian (kein Partner)
      22. Januar 2012 13:01

      der Anteil ist noch viel schlimmer:
      es sind 99,2 % der Weltbevölkerung, die sich von ... dominieren lassen!!!
      warum und wie lange noch???

    • Udo (kein Partner)
      22. Januar 2012 17:32

      Tut mir leid, ich bin mir nur über einige "wie"s im Klaren.
      Warum und wie lange noch, darüber läßt sich derzeit nur spekulieren.

  11. Neppomuck (kein Partner)
    22. Januar 2012 09:49

    Griechenland und vielleicht der eine oder andere „Stabsoffizier“ (siehe „Schulden wie ein …“) unter den Staaten, die auf das „Ausgleichsgesetz der (EU-Finanz-)Planung“ setzen, gehören an die frische Luft der Währungshoheit gesetzt und „mutatis mutandis“ ein neuer EU-Vertrag entworfen, der Klarheit über die Konzeption (Staatenbund oder Bundesstaat) und Inhalte (z.B. - was ist unter Subsidiarität wirklich zu verstehen?) schafft.
    Dann ist darüber in den verbleibenden Mitgliedsstaaten abzustimmen.

    Die Salamitaktik der wallstreetgesteuerten Demokratieverweigerer in Brüssel etc. muss ein Ende haben.
    Und man komme nicht mit blöden Unterstellungen wie „der Wunsch nach nationaler Souveränität heißt Krieg“.

    Wer die Kriege veranstaltet sollte allein anhand einer Statistik über militärische Interventionen deutlich zu machen sein.
    Es sind immer die Kriegsgewinnler, die unsere Welt in derartige Auseinandersetzungen hetzen.
    Was mehrheitlich längst klar ist. Auch wenn die Medien hier dogmatische Nebelgranaten werfen, die ihnen letztlich sogar die eigene Sicht rauben.

    Auch ist die zwar generalstabsplanmäßig ausgeübte, aber primitive und phantasielose Methode des „Haltet den Dieb“ längst zu schwach geworden, um die Zusammenhänge nicht erkennen zu lassen.

    Wer Krieg will, muss zuvor die Demokratie außer Kraft setzen.
    Ein Prozess, der schneidig von den Erfindern des „Friedensprojektes Europa“ in Gang gesetzt wurde.

    Chuzpekistan lässt grüßen.

  12. socrates
    21. Januar 2012 21:55

    O.T. Heute las ich, daß die AUA Biennien mit 5,1% hat! Also gehn ma Lehrer haun!

    • socrates
      21. Januar 2012 22:21

      Die 1,9% Biennien der Beamten sind immer in der Kritik der Medien, die wahren Verdiener werden geschont. Welche Zeitung in Ö ist einQualitätsmedium?

    • Reinhard (kein Partner)
      23. Januar 2012 17:34

      1. Wer bezahlt die AUA-Gehälter und wer die Beamtenbezüge?
      2. Wie viele AU-Mitarbeiter bekommen 5,1% Vorrückung, und wie viele Beamte bekommen "nur" 1,9% Vorrückung?
      3. Was macht das bitteschön in absoluten Zahlen aus?
      Nur interessehalber.

  13. terbuan
    21. Januar 2012 21:01

    Wie sich die Geschichte wiederholt!
    Auszüge aus einem Bericht aus den Jahren 1879 - 1893:

    .....Die Schuldenlast stieg damit auf ein Drittel des Staatshaushaltes. Die Staatsanleihen waren mit den Einnahmen der Staatsmonopole und den Einnahme der der Häfen Piräus und Patras abgesichert. Die Mittel aus den Anleihen wurden jedoch weitgehend für Rüstung und den Staatsapparat verwendet. Die Modernisierung der Wirtschaft blieb aus und der Versuch, sich in der Landwirtschaft zu diversifizieren und nicht nur auf Korinthen als einziges Ausfuhrprodukt zu beschränken, schlugen fehl.......

    .....Aufgrund der wegbrechenden Einnahmen konnten die bestehenden Kredite ohne eine Aufnahme neuer Kredite nicht mehr bedient werden. Im Dezember 1893 erklärte der griechische Ministerpräsident Charilaos Trikoupis im griechischen Parlament mit den historischen Worten "Leider sind wir pleite." (griechisch "???????? ????????????") den Staatsbankrott. Auch die eigentlich als Pfand vereinbarten Einnahmen aus Monopolen und Zöllen wurden nicht mehr gezahlt......

    Niemand lernt aus der Geschichte, nicht nur Griechenland!

  14. Brigitte Imb
    21. Januar 2012 19:52

    Wir sollten den Tagebuchautor bitten eine Seite einzurichten, auf der diverses 'Urassen' der 'Peudalisten' (Politiker-Parteien-Parlamente) aufgelistet werden kann. Die Jahressumme der vielen sog. Peanuts würde sich bestimmt interessant ausmachen.

    Ein Beispiel:

    http://orf.at/#/stories/2100788/

    • Undine
      21. Januar 2012 22:07

      @Brigitte Imb

      Aha, das ist ja sehr interessant!

      "Der Löwenanteil der Förderungen ging - unter dem Titel „allgemeine Seniorenförderung“ - jeweils an die SPÖ- bzw. ÖVP-Seniorenorganisationen. So hatte der SPÖ-Pensionistenverband im Jahr 2010 einen Betrag von 903.361,73 Euro erhalten, an den ÖVP-Seniorenbund gingen 783.628,34 Euro"

      Weiter unten steht dann, daß auch der Seniorenring (und die Grüninnen) etwas bekommen haben soll; sicherlich keinen 6-stelligen Betrag!

  15. socrates
    21. Januar 2012 19:44

    Ich habe schon oft geschrieben: nicht Griechenland wird "gerettet", sondern die Banken und Hedgefonds (= Privatgläubiger) bereichern sich sich unverschämt an den Steuerzahlern der EU. Deshalb soll jede Überwachung der Banken (Orban) ausgeschaltet werden. Die EU und die Kapitalschweine schreiben Demokratie neu auf ihre Fahnen, die bestochenen Medien helfen dabei.

    Rettungspakete aus Athen Jan Pehrke 29.12.2011 heise.de/tp
    Banken-Bailout statt Griechenland-Hilfe: Wohin die Gelder wirklich fließen
    Viele der nach Griechenland geschickten Kreditpakete erhalten in Athen lediglich einen anderen Adress-Aufkleber und gehen zur Schuldentilgung unverzüglich weiter an Banken, Versicherungen und Fondsgesellschaften. Nach unterschiedlichen Berechnungen kann das Land von den gewährten Krediten lediglich 20 bis 40 Prozent für seinen Haushalt nutzen.
    Im November erhielt Griechenland die sechste Tranche des Rettungspaketes. 5,8 Milliarden Euro brachten die Staaten der Euro-Zone auf; 2,2 Milliarden steuerte der Internationale Währungsfonds bei. Allerdings machte sich ein Großteil des Geldes schon bald wieder auf die Reise. "Vier Fünftel der Tranche werden für Zins und Tilgungszahlungen verwendet, mehr als die Hälfte fließt zurück ins Ausland. Die von den Steuerzahlern der Geberländer finanzierte Tranche geht also wesentlich an die Finanzhäuser der Geberländer zurück", konstatierte der Ökonom Jens Bastian laut FAZ auf einer Tagung der Südosteuropa-Gesellschaft.
    19% für die Griechen 81% für die Kapitalschweine und die Griechen wagen zu streiken, nur weil sie haften sollen.

  16. Undine
    21. Januar 2012 19:06

    Ich habe das unangenehme Gefühl, daß keiner der aktuellen EU-Politiker und -innen, von denen manche auf sehr merkwürdigen Wegen in diese Ämter gelangt sind, tatsächlich ihrer Aufgabe gewachsen sind.

    Nicht nur, daß sie kein Format aufzuweisen haben: Mir erscheinen sie durch die Bank bestenfalls medioker, hilflos und vollkommen überfordert. Ich traue keinem einzigen zu, auch nur annähernd den Überblick zu haben. Jeder agiert halt irgendwie, heute so, morgen so, geradeso, als wären sie sich ihrer hohen Verantwortung nicht bewußt. Sie machen sich nur wichtig--aber sie überschätzen sich und ihre tatsächlichen Fähigkeiten enorm.
    Aber das kann's doch nicht sein! Was mit einem Schiff passieren kann, dessen Kapitän ein Hollodri ist und dessen Mannschaft auch zu wünschen übrig läßt, haben wir ja in den letzten Tagen aus nächster Nähe erleben müssen.

    Sämtliche EU-Akteure haben bestenfalls das Zeug für einen Landeshauptmann oder Bürgermeister, aber mehr schon nicht; und das ist für 27 zusammengeschlossene Staaten unter einem gemeinsamen Dach eindeutig zu wenig!

  17. HJR
    21. Januar 2012 17:40

    Bisher sind alle in der Geschichte verzeichneten "Pläne" irgendwann schief gelaufen. Daher schließe ich mich hier argumentativ an Markus Theiner an.

    Aber ich glaube auch, dass es die absolute Stärke der Marktwirtschaft und der Demokratie ist, KEINEN "Plan" zu haben, der schief gehen kann/muss.

    Allerdings glaube ich auch - d.h. ich vermute nach allem, was sehe und höre - dass die EU-Politiker dabei sind, das "Werkl" (die EU) früher oder später in den Graben zu fahren. Und ich glaube, dass unsere Politiker es für Österreich nicht besser machen werden - wie denn auch? Wer denn schon?

    Aber beide Gruppen sind bestimmt keine "Verschwörer" - nur hoffnungslose Selbstüberschätzer!

  18. brechstange
    21. Januar 2012 17:11

    Die profitablsten Geschäfte der letzten 2 Jahrzehnte waren in der Realwirtschaft va in der Nische zu finden. Die Spanne für den Rest wurde von Jahr zu Jahr geringer, angefangen in der Landwirtschaft ging es über zu den Gewerbebetrieben aufsteigen weiter. Es zählten va Größe und Kopieren von anderen. Produktentwicklungen an Universitäten und kleinen Firmen wurden beobachtet, wenn sie erfolgversprechend wurden, wurden sie eingesackt, oft durch Kopieren und Aufkauf von kleineren Unternehmen durch große Konzerne. Den steigenden Preisdruck versuchte man durch Auslagerungen in Billiglohnländer zu umschiffen, dazu bedurfte es Einstiegsmöglichkeiten in Ländern mit diktatorischen Regierungen und Strohmännern, um Fuß fassen zu können. Die Globalisierung und Technologisierung ermöglichte es, die Finanzwirtschaft hatte global gesehen freie Fahrt.
    Diese offene Entwicklung, die ungezügelten Zahlungströme weltweit nutzten jedoch nicht nur seriöse Herrschaften, sondern auch die Organisierte Kriminalität und Korrupte. Und genau hier tat sich für diese Ehrenwerten eine tolles Geschäftsfeld auf und diese Geschäfte waren Milliardengeschäfte, nämlich die Geschäfte mit Drogen, mit Waffen, mit Technologie, mit Menschen. etc. Das Geld aus diesen illegalen Geschäften war leicht zu waschen, die schon lange klammen Banken nutzten dies, die Bankbilanzen wurden "frisiert" bzw. sind an kreativer Buchhaltung kaum zu überbieten.

    Der Fisch stinkt vom Kopf. Um dieses Schlamassel nicht auffliegen zu lassen, wird jetzt mit Lug und Trug gerettet, weil diese Ehrenwerten ihre Fäden in viele Institutionen der EU eingesponnen haben, wie man es halt macht: man kauft, man kompromittiert und nutzt die Dummheit, hier reicht eben mal ein Yachturlaub oder auch eine Staatsbürgerschaft.

    Da sitzen nun in Antibes in Frankreich (hatte Elner dort nicht auch sein Domizil) Oligarchen mit Blut an den Händen und geben den tollen Mäzen und Investor. Da beschwert sich einer offen, dass obwohl er einen Fußballklub sponsern würde, er kein Aufenthaltsrecht bekäme und weil er kein Konto hat, muss er die Millionen im Geldkoffer transportieren und investieren. Und wenn er wieder mal verhört wird, muss er wieder die besten Anwälte engagieren, die ihn rausboxen.
    Da investiert die Ndrangheta an der Costa del la Sol, weil es zu gefährlich geworden ist durch die spinnerten italienischen Staatsanwälte, dort stehen dann die Hotelruinen. billigst gebaut und unfertig, mit Baufirmen, wo 80 % der Gelder dann weißgewaschen sind. Die 3 größten Baufirmen Europas liegen in Spanien.
    Dann gibt es im Süden von Madrid (180 km) einen nigelnagelneuen mit EU-Förder-Gelder finanzierten 1 Milliarde teuren Flughafen, der nun stillliegt.
    Dann tauchen Tonnen von Biolebensmitteln auf in Italien, die nur als Bio verkauft wurden, aus Rumänien exportiert in europäische Länder, eine Ausschussbehandlung in einer EU-Institution dieses Kriminalfalles muss erzwungen werden, offenbar hat in der EU niemand Interesse diesen Betrug genauer zu prüfen, war er doch bis in hohe staatliche Lebensmittelbehörden legitimiert.
    Wo sind eigentlich die 1400 polnischen Erntearbeiter, die 2004 spurlos in Süditalien verschwunden sind? Die Polizei geht von Mord aus.
    Was kümmert es die EU-Behörde, dass schwarze Erntearbeiter in Südspanien für 7 Euro am Tag ausgebeutet werden?
    Warum darf eigentlich ein ausgewiesener bulgarischer Pate im EU-Parlament unbescholten werken?
    Warum dürfen missbräuchlich verwendete dreistellige Millionenbeträge an Fördergelder an eine griechische Reederei nicht zurückgefordert werden?
    Warum eigentlich darf Barosso Urlaub machen auf der Yacht eines griech. Reeders, der anschließend einen dreistelligen Millionenbetrag an Förderungen lukrierte?
    Warum durfte ein griech. Milliardär seine Bank Ende 2009 von der Schweiz nach Luxemburg übersiedeln? Lag es vielleicht daran, dass diese Bank etwa 50 Mrd. griech Anleihen hielt, die es galt an die EZB zu verscherbeln und das mit Hilfe Junckers?

    Was ist los mit den Institutionen? Da dürfte es schon nur mehr die Spitze des Eisbergs sein, dass ein Behördenleiter der Wirtschaftskriminalität in Saloniki, der Bandenchef einer 58köpfigen Betrügerbande ist, die jetzt überführt wurde.

    • Undine
      21. Januar 2012 19:45

      @brechstange

      ********!
      Wenn man Ihren Kommentar gelesen hat, kann man sich überhaupt nicht mehr vorstellen, daß dieser Saustall namens EU jemals ausgemistet werden kann!

  19. Anton Volpini
    21. Januar 2012 16:05

    Joachim Fernau hat in seinem Buch "Rosen für Apoll" schon Odysseus als einen begnadeten Lügner beschrieben!
    Er hat sein Schicksal im neunten Jahr seiner Fahrt im Haus des Phaiakenkönigs erzählt. Darin flunkert er über alle möglichen Abenteuer, um zu erklären, wieso er ohne Kameraden angekommen ist, und warum er neun Jahre für den kurzen Weg von Troja bis hierher gebraucht hat. Das alles nur, um zu verschleiern, daß er die ganze Zeit mit Kirke und der Nympfe Kalypso zugebracht hat.
    Ich gebs zu, Homer hat es schöner beschrieben.
    Was aber zählt? Die Realität oder die Ausschmückung?
    Heute gehen wir Europäer der griechischen Ausschmückung jeden Tag aufs neue auf den Leim!

  20. Undine
    21. Januar 2012 15:02

    Die EU oder zumindest die EURO-Staaten hätten, als das Schuldendebakel Griechenlands ruchbar wurde, sagen müssen wie weiland Nestroy (oder war's Girardi?), wenn ihn ein Freund um Geld angepumpt hat: "Samma lieber gleich bös".

  21. schreyvogel
    21. Januar 2012 14:07

    Ob wir recht behalten haben oder nicht, ist egal. Denn ZAHLEN müssen WIR für die griechische Pleite auf alle Fälle: 1.) alle bisherigen Zahlungen an GR sind verloren, 2.) alle Haftungen für GR werden schlagend, 3.) die Unmengen an griechischen Staatsobligationen, die die EZB regelwidrig aufgekauft hat, werden wertlos 3.) die Unmengen griechischer Staatsobligationen europäischer Banken werden wertlos; da sie too big to fail sind, müssen wir sie retten.

    Das werden wir wirklich nur mehr mit einnahmenseitigem Sparen bewältigen können.

    • Undine
      21. Januar 2012 14:34

      @Schreyvogel

      Es soll schon vorgekommen sein, daß Helfer bei einem Unglück wohl einen Verunglückten retten konnten, aber dann leider selber ums Leben gekommen sind!

  22. Wertkonservativer
    21. Januar 2012 13:26

    Jetzt - auf der Heimfahrt vom Einkauf - in den Mittagsnachrichten den AK-Tumpel gehört.

    Gerade noch mühselig in die Garage gekommen: jetzt ist mir schlecht!
    Ein Stamperl Südtiroler Himbeergeist wird mir hoffentlich helfen!

    Wenn solche Leute unsere Politik wesentlich mitbestimmen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn alles den Bach runtergeht!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • M.S.
      21. Januar 2012 13:29

      @Wertkonservativer

      *********! -:)

    • simplicissimus
      21. Januar 2012 14:02

      lieber wertkonservativer, wussten sie nicht, dass vom orf-hören beim autofahren aus nämlichen gründen dringend abgeraten wird? :-)

    • contra
      21. Januar 2012 17:06

      @simplicissimus

      "Über Wirkung und unerwünschte Nebenwirkungen sprechen Sie mit Ihrem Arzt"

      Soviel zum ÖRF-Hören!

  23. Josef Maierhofer
    21. Januar 2012 13:12

    Ignoranz, europäische Ignoranz

    Die allermeisten Bürger haben das gewusst, trotzdem hat die Politik so was getan.

    Die gehören alle fristlos entlassen und nach Griechenland verschickt, dort können sie ihre Traumurlaube (Träumerurlaube) verbringen.

    Wenn Griechenland aus dem Euro entlassen wird, dann wird es Griechenland besser gehen und den Gläubigern auch nicht schlechter als es jetzt ist.

    Alle 'Schutzschirmler' und alle Linksdenker, alle Gründenker und sonstige Sympathisanten von Geldvernichtung, hauptsächlich Sozialisten und dazu verkommene 'Konservative', sollten schleunigst entsorgt werden.

    So kann es doch nicht gehen, die Realität zu verweigern zum Schaden der Menschen hier und in Grioechenland.

  24. HDW
    21. Januar 2012 11:37

    Wer Einblick in die italienische Realität hat und nicht auf die von den Schwachinskis der österreichischen Medien von den inken Zeitungen Italiens abgeschriebenen Artikel angewiesen ist, hat das farbige Abbild obiger Thesen: Der Goldmann&Sachs Mann Monti und der kommunistische Staatspräsident Napolitano agieren gemeinsam eifrig auf die Stagflation hin, den Spielverderber Berlusconi halten sie ja mit internationalistischer Hilfe aussen vor. Der eine aus ostküstlichem Auftrag der andere weil Lenin gesagt hat: um den Kapitalismus zu zerstören müsse vorher der Wert des Geldes zerstört werden. Schön wird Rezession plus Inflation jedenfalls für uns alle nicht und Arbeitslosigkeit hat bisher immer nach rechts geführt (auch über den Umweg einer Köpfe-ab Revolution)

    • Johann Scheiber
    • Konrad Loräntz
      21. Januar 2012 18:31

      Ob Berechnung oder Verschwörung oder alles auch nicht: Sicher ist m.E., dass sich die extreme Linke ob der zu erwartenden Unruhen und Unzufriedenheit schon die Hände reibt. Der Kommunismus wurde zwar 1989 feierlich zu Grabe getragen, war aber leider nicht im Sarg. Er geistert noch fröhlich herum und tarnt sich - für die meisten unmerklich - hinter gutmenschlichen Fassaden.
      Was ist die ganze Genderei (Warum fordert denn niemand 50 % Quoten in Kebab-Ständen ?) und der Multikulti-Reigen denn sonst, als eine gezielte Zerstörung des europäischen Bürgertums ? Eine kräftige Verarmung hilft auch, diese kritisch denkende Schicht an die kürzere Leine nehmen zu können. Je grösser die Angst vor Jobverlust, desto willfähriger ordnet man sich allen Neusprech- und Neudenk-Regeln unter.
      Und die Eliten profitieren ja von den - im übrigen nie nach Griechenland selbst - geflossenen Milliarden, ob nun geplant oder nicht.

  25. Undine
    21. Januar 2012 11:35

    @Johann Scheiber und @Anton Volpini

    Kürzlich hatten Sie beide sich an einem lateinischen Satz abgemüht, der aber unvollständig zitiert war. Wenn ich mit "meinem Latein" am Ende bin, läßt mir das keine Ruhe und ich wende mich dann an meinen Cousin, einen pens. Latein- und Griechischprofessor, der beide Sprachen wirklich im kleinen Finger hat. Und er konnte mir selbstverständlich aushelfen. Heute gab er mir den Ausdruck. Die Metapher vom sinkenden Schiff für den Staat gab's ja schon lange vor der Titanik. Horaz spricht das Schiff an:

    O navis, referent in mare te novi fluctus. o quid agis?......

    Und weiter:

    Quam vis Pontica pinus, silvae filia nobilis, jactes et genus et nomen nobilis inutile: ....

    Das nur der Vollständigkeit halber!

    • Johann Scheiber
      21. Januar 2012 12:12

      Danke Undine, die Stelle ist es wert, korrekt zitiert zu werden!

    • Undine
      21. Januar 2012 13:30

      @Johann Scheiber

      ...und ein Beispiel dafür, daß es alles schon einmal im Verlauf der Geschichte gegeben hat und niemand daraus gelernt hat.
      Es scheint leider so zu sein, daß jede Generation ihre eigenen Fehler und die daraus resultierenden, meist bitteren Erfahrungen selber von neuem machen muß.

    • Anton Volpini
      21. Januar 2012 13:56

      Danke Undine, es ist aber ein trauriges Gedicht. Ovid hat ein wirklich hoffnungsfrohes Gedicht geschrieben:

      Aurea prima sata est aetas, quae vindice nullo,
      sponte sua, sine lege fidem rectumque colebat.
      poena metusque aberant, nec verba minantia fixo
      aere legebantur, nec supplex turba timebat
      iudicis ora sui, sed erant sine vindice tuti.
      nondum caesa suis, peregrinum ut viseret orbem,
      montibus in liquidas pinus descenderat undas,
      nullaque mortales praeter sua litora norant;
      nondum praecipites cingebant oppida fossae;
      non tuba derecti, non aeris cornua flexi,
      non galeae, non ensis erat: sine militis usu
      mollia securae peragebant otia gentes.
      ipsa quoque inmunis rastroque intacta nec ullis
      saucia vomeribus per se dabat omnia tellus,
      contentique cibis nullo cogente creatis
      arbuteos fetus montanaque fraga legebant
      cornaque et in duris haerentia mora rubetis
      et quae deciderant patula Iovis arbore glandes.
      ver erat aeternum, placidique tepentibus auris
      mulcebant zephyri natos sine semine flores;
      mox etiam fruges tellus inarata ferebat,
      nec renovatus ager gravidis canebat aristis;
      flumina iam lactis, iam flumina nectaris ibant,
      flavaque de viridi stillabant ilice mella.

      Johann, findest Du das nicht auch schön?

    • simplicissimus
      21. Januar 2012 13:58

      bitte meine herren, mein lateinprofessor hat mich gequält, dieses gedicht auswendig zu lernen. mir haben die nüchternen reports von caesar besser gefallen, waren auch leichter zu übersetzen. :-)

    • Undine
      21. Januar 2012 14:43

      Wir mußten nur acht Zeilen auswendig lernen! Es geht doch nichts über Hexameter, vom schönen Inhalt einmal abgesehen!

    • brechstange
      21. Januar 2012 15:26

      Leider versteh ich nur Bahnhof. Jetzt tut es mir doch leid, nicht Latein gelernt zu haben.

    • Undine
      21. Januar 2012 15:36

      @simplicissimus

      Unvergeßlich die fesselnde improvisierte "Lateinstunde" mit Karl Rinnhofer am Fuße des Schlosses Trautenfels--ein Erlebnis der Sonderklasse! Wie es ihm gelungen ist, uns Caesars "nüchterne reports"-- obwohl sie mir früher eher etwas trocken erschienen waren-- lebendig und spannend werden zu lassen! Mit solch engagiertem, begnadetem Lateinprofessor MÜSSTE doch Latein auch der heutigen Jugend schmackhaft gemacht werden können.

  26. Censorius
    21. Januar 2012 10:45

    Um die Mentalität der Griechen zu verstehen, muss man einen Ausflug in die Vergangenheit machen.
    Dieser geographische Raum war durch Jahrhunderte Teil des Osmanischen Reiches. Die Griechen haben es zur Perfektion gebracht, " es sich zu richten ".
    Für die Türken war Griechenland nicht so wichtig, unwichtiger jedenfalls als Alexandrien, Ägypten und Mesopotamien. So wurde meistens vom Sultan ein griechischer Statthalter eingesetzt. Die Griechen verstandes es, den Sultan zu betrügen, wenig oder keine Steuern abzuliefern, mit einem Wort, das Beste unter
    der Herrschaft der Osmanen herauszuholen.
    Diese Grundhaltung ist ihnen in Fleisch und Blut übergegangen und konnte auch
    in den nächsten 100 Jahren nicht ausgemerzt werden. Es liegt ihnen in den Genen. Man sollte es ihnen überlassen, nach ihrer Facon zu leben, diese jedoch finanziell nicht unterstützen.

  27. Celian
    21. Januar 2012 10:33

    Griechische Zeitungsschlagzeile: „Das Ende naht“.

    Griechenland spielt mal wieder die Opferlamm-Karte, um die Troika bei ihrer schwächsten Stelle kitzeln zu können, dem Samariter-Gen. Die Troika soll sich als Retter in der Not geschmeichelt fühlen und schon rollt der Rubel. Balsam für die Seele der ansonsten völlig leistungslosen Politiker. Welch großartiges Gefühl wenn Hilflose selbst einmal und nocheinmal einen Hilflosenzuschuß gewähren können, wenn auch mit dem Geld der anderen. Aber die Zahlmeisterfunktion Deutschlands hat ja Tradition in der EU.

  28. Johann Scheiber
    21. Januar 2012 10:26

    In der online-presse steht ein guter Artikel über die Schattenbanken. Aber höchste Vorsicht fuer all die, die sich vor Verschwoerungstheorien fürchten!
    Ich habe übrigens schon lange keine gute Verschwoerungstheorie mehr gehört. Das, was jetzt so drunter läuft, ist in Wahrheit alles Verschwoerungspraxis, denn die Verschwörer sind ja bekannt.

  29. M.S.
    21. Januar 2012 09:43

    "Dies Österreich ist eine kleine Welt, in der die große ihre Probe hält.“
    Ich bin überzeugt, dass die Ursachen dieser vielen Krisen, die uns heute beunruhigen, hauptsächlich im überforderten Personal liegen, das an den wesentlichen Schaltstellen der Politik völlig hilflos schaltet und waltet. Eine Folge der katastrophalen Ausdünnung der Intelligenzia in den politischen Parteien, aus denen nur mehr durchschnittlich bis minderbegabte bzw. -gebildete Karrieristen in die verantwortungs- und anspruchsvollsten Funktionen aufsteigen.
    Da dieser verhängnisvolle Zustand ja nicht nur in Österreich sondern zumindest in weiten Teilen des westlichen Lebens- und Kulturraumes festzustellen und nicht in kurzer Zeit umkehrbar ist, ist zu fürchten, dass erst ein völliger Zusammenbruch unser Wirtschaft und Kultur einen Neuanfang ermöglicht.
    Eine zugegebener Maßen sehr pessimistische Aussicht. Der geschätzte Wertkonservative wird böse auf mich sein, aber ich glaube doch, daß die Möglichkeit dieses Szenariums sehr realistisch ist.

    • Konrad Loräntz
      21. Januar 2012 18:50

      Ich wünschte, Ihre einfache Antwort könnte stimmen. Ich neige aber sehr zu Terbuans Ansicht, dass Vieles durch schwer erkenn- und benennbare Kräfte im Hintergrund verursacht wird. Wir Normalbürger sitzen quasi wie die Kinder vorm Kasperltheater, sehen nur den Kasperl und das Krokodil und glauben, wenn dieses in Form von Grasser, WKR-Ball etc. geprügelt wird, dann passt es eh.
      Und das feierlich-vorwurfsvolle Begehen diverser Gedenktage sorgt dafür, dass jene die hinter dem Kasperl noch wen gesehen habe, schön brav bleiben (wenn auch - siehe Artikel über Dollfuß - ein wenig "Wahrheitsarbeit" mitspielen muss).
      Und bei der nächsten Wahl dürfen wir einen neuen Kasperl wählen - ja kein Krokorban oder so !

    • FranzAnton
      21. Januar 2012 19:48

      Hoffentlich passiert das nicht, allerdings:

      Mit unserem pseudodemokratischen System allein ist einfach kein Staat mehr zu machen, es braucht die geistige Mitarbeit von viel mehr interessierten Menschen, die bereit sind, öffentliche Angelegenheiten jeglicher Thematik selber zu durchdenken, und ihre Schlüsse daraus direktdemokratisch, zwar elektronisch, bekanntzugeben.

      Daß hiefür eine geänderte Verfassung vonnöten ist, versteht sich von selbst; passiert dies aber nicht, so erscheint unser wirtschaftlicher (und damit allgemeiner) Untergang gesichert; unsere Machthaber sind ja offenbar tatsächlich völlig reformresistent, wie das AK -Präsidenten - Interview von heute wieder erweist.

    • Undine
      21. Januar 2012 20:13

      @Konrad Loräntz

      *****!
      Ein sehr treffender Vergleich!

  30. HJR
    21. Januar 2012 09:31

    OT: Das Muster der Krisen
    Angeregt durch Brigitte Imbs heutigen Hauptkommentar ...
    Der dort treffend geschilderte bisherige Krisenverlauf lässt sich, wenn man sich die Verläufe politischer Krisen - gleichgültig, ob es z.B. die derzeitige Euro- bzw. Staatsschuldenkrise oder die des deutschen Bundespräsidenten ist - vergegenwärtigt - so verdichten, dass ein sehr typisches und konstantes Muster sichtbar wird: Die Akteure versuchen zunächst die Existenz einer krisenhaften Entwicklung zu leugnen und gehen nach dem Scheitern dieser ersten Aktionsstufe dazu über, das Problem "klein zu reden" und/oder publizistisch bzw. propagandistisch in so viele Teil- und Nebenprobleme zu zersplittern, das der "harte Kern" in diesem Nebel nicht mehr erkennbar ist. Ist das geschafft, dann ist Aktionismus angesagt, will heißen: es werden unter größter Publizität Lösungen (für alles Mögliche, nur nicht für das eigentliche, sorgfältig mit Stillschweigen übergangene Problem) angeboten, welche Handlungsfähigkeit demonstrieren und Vertrauen (der Wähler bzw. des Publikums) generieren sollen. Wollen sich dann die Signale einer Besserung noch immer nicht einstellen - sprich: das "Ende des Lateins" wird für ein breites Publikum sichtbar - tritt die vorletzte Stufe der Entwicklung in Kraft, die mit "rette sich, wer kann" überschrieben werden kann.

    Ja, und dann folgt das Ende bzw. der Systemcrash.

    Bemerkenswert scheint mir dabei, dass - mit einiger Nachsicht - das Muster auch auf (astro-)physikalische Systeme übertragbar ist.
    ===========================
    Im übrigen bin ich der Meinung, dass der ORF ersatzlos liquidiert werden sollte!
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • Brigitte Imb
      21. Januar 2012 10:29

      Ja, wie z.B. das Theater um die Schuldenbremse - anstatt die Bremse einfach zu ziehen wird sie weiter locker gehalten. Dummes Gequatsche statt Taten - dafür stehen unsere heutigen Staaslenker.

    • M.S.
      21. Januar 2012 11:44

      @Brigitte Imb

      Ja die Gewerkschafter und Kämmerer haben das Kommando schon übernommen!

    • schreyvogel
      22. Januar 2012 11:22

      Dillettantismus und Aktionismus wohin man schaut!

      Die Merkel ist eine aus einer sehr linxorientierter Familie stammende Physikerin, die nie auch nur die geringste wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung genossen hat. Sie hat die CDU weit nach links geführt und schaltet Marktkräfte (z.B. Selbstreinigung durch Konkurse) so gut sie kann aus und setzt statt dessen auf staatliche Eingriffe und Maßnahmen, ohne von dem Metier viel zu verstehen. Lieber holt sie sich Rat bei einer Ethikkommission.

      Sarkozy ist ein purer Aktionist. Er steht unter dem psychologischem Zw3ang, ständig neue Aktionen zu setzen, egal welche, Hauptsache sie sind spektakulär.

      Gemeinsam wird es den beiden gelingen, den Euro vollends zu ruinieren.

  31. terbuan
    21. Januar 2012 09:05

    Abseits jeder Verschwörungstheorie ist festzuhalten, dass ohne der Aktivitäten der Geldhäuser Goldman Sachs und Morgan Stanley im Verein mit getürkten Zahlen der griechischen Regierung es niemals zu einem Beitritt Griechenlands in die Eurozone gekommen wäre!

    Auszug aus "Global Business" (NYT)
    "Wall St. Helped to Mask Debt Fueling Europe’s Crisis"

    ----"The bankers, led by Goldman’s president, Gary D. Cohn, held out a financing instrument that would have pushed debt from Greece’s health care system far into the future, much as when strapped homeowners take out second mortgages to pay off their credit cards.

    It had worked before. In 2001, just after Greece was admitted to Europe’s monetary union, Goldman helped the government quietly borrow billions, people familiar with the transaction said. That deal, hidden from public view because it was treated as a currency trade rather than a loan, helped Athens to meet Europe’s deficit rules while continuing to spend beyond its means."------

    Die Folgen müssen wir alle heute tragen im Euroraum, insbesondere Deutschland!

    Ein Schelm ist, wer Böses dabei denkt!

  32. ProConsul
    21. Januar 2012 08:27

    OT - so arbeiten Hedgefonds

    http://derstandard.at/1326503342711/Hedgefonds-Elliott-ist-Griechenlands-Staatsfeind-Nummer-eins

    auf Wikipedia steht über den Gründer Paul Singer unter anderem: President George W. Bush appointed Singer to serve on the Honorary Delegation to accompany him to Jerusalem for the celebration of the 60th anniversary of the State of Israel in May 2008.

    in Österreich gehört die BAWAG einem ähnlichen Hedgefonds (Cerberus), der ebenso von einem amerikanischen Juden Stephen Feinberg gegründet wurde.

  33. Wertkonservativer
    21. Januar 2012 07:36

    Zu Griechenland ist wohl alles gesagt; wir werden Zeugen des Dramas sein!

    Zum Burschenschaftler-Ball kann ich nur sagen: Antifaschisten vor, noch ein (Eigen)-Tor!
    Und da mir der weise und edle Xymmachos erst gestern wieder einmal zu verstehen gab, bei partiellem bzw. komplettem Unwissen besser die Papp'n zu halten, tue ich dies hiemit und verbreitere mich nicht weiter!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Anton Volpini
      21. Januar 2012 08:50

      Das war aber nicht sehr nett vom edlen Xymmachos, verehrter Wertkonservativer.

    • Wertkonservativer
      21. Januar 2012 09:03

      Ja, lieber A.V.,

      aber ich hoffe doch, auch in meinem bereits sagenhaften Altern noch lernfähig zu sein, wer' ma schauen!

      Liebe Grüße ins schöne Kärntnerland!

      Herzlich

      Gerhard Michler

    • Anton Volpini
      21. Januar 2012 09:27

      Stellen Sie sich vor, lieber Wertkonservativer, bei uns in Kärnten schneits.
      Endlich kriegen auch wir genug Schnee, und ich freue mich schon, heuer das erste Mal die sagenhafte Nordabfahrt am Goldeck zu fahren. Morgen ist schönes Wetter angesagt, da wirds in dem Neuschnee so richtig huiiii gehen.
      Was meinen Sie, verehrter Wertkonservativer, soll ich meinen Freund Johann zum Schifahren einladen? Er hat gestern Ludwig von Mises nicht sehr nett behandelt.

    • Wertkonservativer
      21. Januar 2012 13:21

      Lieber A.V.,

      bei alll Ihren Rachegelüsten gegenüber Freund Scheiber möchte ich aber doch zu bedenken geben, dass dieser überaus seriöse und hochgelahrte Mann für unser Forum weiterhin von essentieller Bedeutung ist!

      Ich schlage daher vor, ihn morgen - wenn überhaupt - nicht bis an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit zu malträtieren, sei es auf der Skipiste oder bei einem ausgiebigen Umtrunk; beides soll, im Übermaß genossen, der Gesundheit schaden!

      Ich hoffe, Sie haben mich verstanden, oder? Mises hin oder her, die Freundschaft hat Vorrang!

      Einen schönen Skisonntag wünscht Ihnen

      Ihr Wertkonservativer!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Anton Volpini
      21. Januar 2012 14:15

      Danke für Ihren Rat, lieber Wertkonservativer, Sie haben mich durchschaut. Trage ich mein Herz heute so offen auf der Zunge?

      Leider hat es nicht genug geschneit, und wie ich gerade erfahren habe, ist die sagenhafte Nordabfahrt noch immer gesperrt. Ich werde daher meinen Freund Johann erst gar nicht anrufen. Bitte sagen Sie ihm nichts davon, daß ich es vorgehabt hätte.

    • Undine
      22. Januar 2012 19:03

      @Wertkonservativer

      @Anton Volpini

      Welch vergnüglicher Dialog! :-)

    • Leopold Koller (kein Partner)
      23. Januar 2012 01:14

      Vergnueglicher Dialog????? Bin ich im falschen Film? Dieser Schmus ist so unnoetig, wie ein Kropf, wie ein Euter an einem Stier, wie die OeBB-Inserate in den Gratisblaettern, wie der Faymann am Ballhausplatz! Naja, wenn's von der "richtigen" Seite kommt, ist das ja in Ordnung, oder? Die selbsternannten Leistungstraeger in Oesterreich bringen mich mittlerweile ebenso zum Speiben, wie die langbekannten Schmarotzer. Bei Zweiteren weiss man es zumindest im Vornhinein. Der gegenseitigen Beweihraeucherung scheint hier kein Ende gesetzt! Das hat man sich wahrscheinlich von der OeVP abgeschaut.

    • Wertkonservativer
      23. Januar 2012 16:34

      Liebe Undine (wenn Sie das noch lesen):

      der Herr Leopold Koller ist vielleicht ein kluger Mann, versteht jedoch anscheinend überhaupt keinen Spaß, und ist - wenn man seine Suaden liest - ziemlich sicher ein Frusti der Sonderklasse.
      Lassen wir ihn ruhig jaulen und maulen (jeder wie er kann!), und tun wir einfach weiter, wie wir es für sinnvoll und richtig finden!

      Liebe Grüße,

      Ihr Wertkonservativer!

    • Leopold Koller (kein Partner)
      23. Januar 2012 17:44

      Na, da verspricht uns einer, "bei partiellem bzw. komplettem Unwissen besser die Papp'n zu halten", aber aufreissen tut er sie trotzdem. Wenn Sie jedoch der Meinung sind, das so ein Schmus, wie dieser hier mit dem Hrn. Volpini, das Gelbe vom Ei in diesem Forum ist, dann machen Sie ruhig weiter. Bei einem haben Sie allerdings den Nagel auf den Kopf getroffen, ich bin wirklich ein "Frusti der Sonderklasse", naemlich wenn es sich um unsere wert- oder sonstigkonservativen, wirtschafts- oder sonstigliberalen, buergerlichen Schulterklopfer und Selbstbeweihraeucherer samt ihrer Allerweltspartei OeVP dreht. Von Ecken und Kanten keine Spur mehr. Schoen rund und stumpf vom vielen Streicheln.

  34. simplicissimus
    21. Januar 2012 04:53

    bin kein freund von weltverschwörungstheorien, vor allem, wenn man die übeltäter nicht beim namen nennen kann. viel eher ist es so, dass der euroraum sich dank seiner unfähigen politikerInnen selbst geschwächt hat und geier und hyänen nun über die beute herfallen. dem starken, dem sieger gehört die welt, auf dem verlierer wird herumgetrampelt. so einfach ist es.

    • simplicissimus
      21. Januar 2012 04:54

      pardon, war gedacht als kommentar zu haider.

    • Lisa
      21. Januar 2012 09:38

      Und was ist, wenn es gar keine "Weltverschwörungs -Theorie" ist, sondern eine ausgewachsene "Weltverschwörungs-Praxis"?

      Und können wir die "Übeltäter" wirklich nicht beim Namen nennen? MMn: "Können" schon, aber halt unter Strafandrohung nicht "dürfen".

    • HDW
      21. Januar 2012 11:19

      Sie meinten wohl ".... nicht nennen darf"?

    • schreyvogel
      21. Januar 2012 13:36

      Weil man sonst sogar *hier* zensuriert wird !!

    • simplicissimus
      21. Januar 2012 13:54

      lisa, wenn die theorie stimmt, ist es praxis. nur weiss ich nicht, warum sich die welt gegen das zahme, brave, zahlende und sich willg selbst zerfleischende deutschland so intensiv über solange zeit verschwören sollte und nicht etwa gegen china, die usa, russland, den neokapitalismus oder neokommunismus etc.??

    • schreyvogel
      21. Januar 2012 14:15

      Simplicissimus,
      weil Deutschland halt eine besonders (zahlungs-)williges Opfer ist. Von den anderen Opfern ist nix zu holen, ausgenommen von den USA, aber das ist eine andere story.

    • Undine
      21. Januar 2012 14:52

      @simplicissimus

      Weil das deutsche Volk nun schon so lange windelweich geprügelt und somit mürbe geworden ist. Die Chinesen ließen sich solcherart Demütigungen nie im Leben gefallen; die haben ihren Stolz und würden gleich ihre Muskeln spielen lassen.

  35. Brigitte Imb
    21. Januar 2012 03:20

    Seit etwa 2 Jahren "retten" "wir" - ohne Erfolg - Griechenland und den Euro, bei gleichzeitiger Opferung Deutschlands ( damit auch Ö ) an die Eurokraten und die internationalen Linken. Unterstützung dazu erhalten diese noch von den bürgerlichen Parteien - kurios!
    Das gibt´s doch nicht, dass die allesamt "dümmer" sind als "wir", und das nahende Ende nicht sehen, nein, ich glaube vielmehr, dass ihnen der Schlamassel den sie angerichtet haben völlig egal ist, solange sie die eigene Haut retten und auffetten können. Diese "Hinter mir die Sintflut Mentalität" scheinen unsere nepotistischen Berufspolitiker (weltweit - in Ö zur Potenz ausgebildet) bereits mit der Muttermilch aufgesogen zu haben, denn trotz angestrengten Denkens gelingt es mir nicht das Versagen des bekannten Jetztzustandes, den die Repräsentanten herbeigeführt haben, zu verstehen.
    Intuitiver Hausverstand verrät, dass langfristiges Mehrausgeben als -einnehmen nicht gut gehen kann, nur Politikerhirne vermeinen ständig in Schulden "hineininvestieren" zu müssen, um "gestärkt heraus zu kommen". Womit aus politischer Selbstzwecksicht natürlich richtig gehandelt wurde, potentielle Wählerstimmen sind um Volkes Geld gern gesehen.
    Was wollen wir von einer ungebildeten "Elite" ala Faymann, Bures, Rudas, et al., einschließlich der 3. Garnitur in Brüssel, erwarten, die sich sämtlichen Fachspezialisten verschließen und weiter "Koche koche Süppchen" machen?
    Aber es scheint ohnehin ein Automatismus in Gang zu sein, den die berufspolitische "Elite" nicht fähig wäre aufzuhalten, selbst wenn sie wollten.

    Sicher wird auch diesmal die Troika - falls nicht, wie im Netz kursierend am Mo GR Pleite anmeldet - eine weiteren Mrd. Spritze befürworten. Mindestens 1x geht´s noch, vorm nächsten Downgrading.......

    • simplicissimus
      21. Januar 2012 05:06

      ******! voll ins schwarze!

    • Anton Volpini
      21. Januar 2012 08:26

      Wir alle sind zu einer Rettergesellschaft geworden, Brigitte Imb. :-)
      Das ist schön so, das gibt uns ein Gefühl des Heroischen. Es erhebt uns aus den Mühen des Alltags und läßt uns im Glanz der Helden erstrahlen.
      Blöd nur, daß es Helden nur in schlechten Zeiten braucht!

    • HJR
      21. Januar 2012 08:34

      Ebenfalls **********!

    • Undine
      21. Januar 2012 10:40

      @Brigitte Imb

      *********!

    • Laura R.
      21. Januar 2012 11:24

      **********!!!
      vom Werner.

    • M.S.
      21. Januar 2012 11:40

      @Brigitte Imb

      ***********!Treffend analysiert!

    • Brigitte Imb
      21. Januar 2012 17:24

      @ Laura, Herzerl,

      vielen Dank, der Werner wird doch nicht einsichtig werden?? RichtenS ihm aus er kann mich als BeraterIn gern einstellen - um an 10er, an großen!/m ( schließlich hab´ich eine abgeschlossene Ausbildung), geb´ ich ihm gern politisch unkorrekte Tipps, ja und die Undine und wer sonst noch will, die kriegen Büroleiterjobs.
      Das wird ein mega Spaß!

    • Undine
      21. Januar 2012 22:25

      @Brigitte Imb

      Hurra! Da gibt's natürlich eine "kleine" Provision für Sie, versteht sich. Wie viele "Monate" hat dort ein Jahr; 14 oder 16? Und eine weitere, nicht unerhebliche Frage: besteht Anwesenheitspflicht? :-)

    • Brigitte Imb
      22. Januar 2012 18:05

      @Undine,

      eine "sauguate"Idee...das mit der Provision-besten Dank.
      16 M werd´ ma nehmen, Anwesenheitspflicht...kaum ( wo kämen wir denn da hin, da streik ma ja gleich), aber bei der Abholung des Dienstwagens - was ich mich erinnern kann soll´s ein Maserati sein - könn´ma ja falls nötig entsprechende Anwesenheitslisten ausfüllen, im Nachhinein und gleich im Voraus.....

    • Undine
      22. Januar 2012 22:41

      @Brigitte Imb

      Wir beide packen das schon; wenn wir die Durga, die Fosca, die Paige (wo bleibt denn die eigentlich so lange?) und noch ein paar unterbringen könnten, wären wir sehr entlastet und hätten's sicher lustig. Auf einen Maserati als Dienstauto bin ich nicht scharf; aus dem kommt man sicher nicht mehr so leicht heraus, weil er sooo niedrig ist. Für einen Diplomatenpaß wird's wahrscheinlich nicht reichen, wo ausgerechnet jetzt alle so drauf herumhacken.

  36. Johann Scheiber
    21. Januar 2012 03:17

    @Haider

    G&S hat die griechische Wirtschaftsleiche in den EURO hineingeschminkt, S&P und Co haben dem Untoten kooperativ eine hohe Kreditwürdigkeit attestiert und die fuer Deutschland konzipierte Euro-Falle hat zugeschnappt. Läuft doch alles wie geschmiert!
    Das ist natürlich kein gewöhnlicher Raub, denn es läuft alles mit Stempel und Siegel.

    • Brigitte Imb
      21. Januar 2012 03:21

      Sie machen mir Angst mit Ihrer pointierten Darstellung. ***

    • simplicissimus
      21. Januar 2012 05:02

      sollte das wirklich stimmen, habe ich kein mitleid mehr mit deutschland, dem weltmeister im sich-selbst-verleugnen. deutschland sollte schon lange die konsequenzen gezogen haben und aus dem euro ausgetreten sein, oder einen nördlichen euroraum vorgeschlagen haben. da die dortigen politikerInnen jedoch das wort rückgrat nur mehr aus dem duden kennen, lassen sie sich hemmungslos ausplündern. deutschland sollte endlich lernen, seriöse verbündete und mitstreiter zu gewinnen. dazu empfiehlt es sich, die britische geschichte zu lesen.

    • Anton Volpini
      21. Januar 2012 08:15

      Johann, Du kennst mich lange genug um zu wissen, daß ich sehr nervig werden kann.
      Verschwörungstheorie ist eine schnelle Erklärung für Fehlentwicklung, die richtigen Bücher lesen um dort Erklärungen zu finden ein etwas langatmiger Weg.
      Hast Du schon meine Antwort auf Deine gestrige Kommentierung gelesen? Ich hab mir wirklich Mühe gegeben!

    • Bodo
      21. Januar 2012 09:54

      @Johann Scheiber

      Sie haben völlig Recht mit Ihrer knappen aber treffenden Analyse. Es ist eine gut ausgeklügelte langgehegte RACHE biblischen Ausmaßes an Deutschland. Dass mit D nicht nur Ö, sondern der ganze Euro-Raum in den Abgrund gerissen wird, scheint als Kollateralschaden hingenommen zu werden, wenn nicht Kalkül zu sein. Hauptsache, das angestrebte Ziel, D endlich am Boden liegend zu sehen, wird erreicht.

    • Johann Scheiber
      21. Januar 2012 10:18

      @Bodo

      Und der geheime Grund ist dass Deutschland der Brückenkopf der Religion der Freiheit ist und von daher auch ueber die substantielle Alternative zu den Sklavenhalterideologien von Marx und Mises verfügt.
      Der Preussische Staat war auch einer aus dem Gedanken (Kant,Hegel), aber aus Gedanken die ihre Verwurzelung in der konkreten kulturellen und historischen Wirklichkeit hatten. Der preussische Sozialismus, wenn man das so nennen will, war eine Verschmelzung von Aristokratie und Demokratie und hat damit die Herausforderungen der modernen Welt in höchstem Masse erfüllt
      Aber fuer die angelsaechschischen Elitaristen und Weltausbeuter war Deutschland eine tödliche Bedrohung' denn die Freiheit der Völker könnte ja Schule machen. So haben wir seit 1871 einen permanenten Weltkrieg zwischen sozialistischer und kapitalistischer Ausbeutung einerseits und der Konzeption eines Staates der Freiheit andererseits.

      @Anton
      Ich weiss nicht genau, wie ich dir antworten soll, weil du auf mein Argument überhaupt nicht eingegangen bist.

    • Markus Theiner
      21. Januar 2012 11:11

      Ja, die Falle hat voll zugeschnappt.
      Am Ende des grandiosen Plans war Griechenland pleite und Deutschland hatte keinerlei Verpflichtung irgendwas dagegen zu tun. Deutschland hat sogar profitiert, weil die deutsche Stabilität endlich mal - auch von Investoren - endlich als die zuverlässigere Basis für Wachstum erkannt wurde, als die Sandburgen am Mittelmeer.

      Dann hat Deutschland beschlossen freiwillig Geld hinunter zu pumpen.
      Das ist nicht Raub, nicht einmal Betrug. Das ist schlicht und ergreifend Bettelei auf Seiten der Griechen und Dummheit auf Seite Deutschlands.
      Die einzigen die sich laufend an Deutschland rächen sind die deutschen Politiker. Je besser Deutschland da steht, um so mehr fürchtet es sich vor sich selbst.

    • Undine
      21. Januar 2012 14:07

      @Markus Theiner

      "Die einzigen die sich laufend an Deutschland rächen sind die deutschen Politiker. Je besser Deutschland da steht, um so mehr fürchtet es sich vor sich selbst"

      Ja, welcher Teufel reitet denn Ihrer Meinung nach die deutschen Politiker, hauptsächlich die Linken und da wiederum die vermaledeiten Grünen, die den Vernichtungsgedanken ihres eigenen Volkes zur höchsten Vervollkommnung gebracht haben, die Totengräber Deutschlands zu spielen? Doch der INTERNATIONAL-SOZIALISMUS!
      Und die VÄTER dieses International-Sozialismus kennen wir nur zu gut; deren Nachkommenschaft ist über den ganzen Globus verstreut und zieht die Fäden.
      Die haben es sich zum Ziel gemacht, die Deutschen dazu zu bringen, daß sie nicht mehr sein dürfen, was sie einst waren: Das Volk der Dichter und Denker. Stattdessen wird ihnen seit Jahrzehnten eingehämmert, daß sie --wie die Pfeife Daniel Goldhagen verbreiten darf-- "genuin kriminell" sind. Und deshalb müssen sie sich vor sich selbst schützen, indem sie bis zum Umfallen arbeiten und den Erlös dieser Arbeit über halb Europa ausschütten. Wie gut für die Handaufhalter, daß D sich vor sich selber fürchtet; die Mühe der Feinde Deutschlands hat sich gelohnt.

  37. libertus
    21. Januar 2012 01:34

    Griechische Zeitungsschlagzeile: „Das Ende naht“.

    Naht erst das Ende oder ist es jetzt schon da? Das Nervigste an all diesen Meldungen ist die Kakophonie der Verantwortlichen. Täglich, ja fast stündlich wird Griechenland totgesagt, reanimiert, totgesagt, reanimiert.

    Und wenn die EU mit den Problemen in diesem relativ kleinen Mitgliedsland bereits derart stümperhaft umgeht, wie wäre oder besser wird das erst bei einem größeren?

    Davor graut nicht nur den Bürgern, sondern berechtigterweise auch den internationalen Ratingagenturen und veranlaßt sie zu entsprechenden Bestandsaufnahmen, welche das Finanzchaos-Perpetuum Mobile in Gang halten.

    • Haider
      21. Januar 2012 01:46

      Sg Herr Libertus!
      Ich weiß nicht, wie viele * ich Ihnen schon mit großer Begeisterung gab. Jedes, das ich vielleicht versäumte, tut mir weh. Und dennoch. Ein kleiner Widerspruch. Glauben Sie wirklich, daß sich eine der Ratingagenturen wirklich um uns schert. Die machen hoffentlich ihren Job. Dafür werden sie bezahlt. Darauf verlassen sich milliardenschwere Anleger (Pensionsfonds z.B.) und jetzt erwartet vielleicht unser Kanzlerdarsteller oder die Schottermizzi, daß diese vorher rückfragen.

    • libertus
      21. Januar 2012 02:05

      Vorerst vielen Dank!

      D'accord - natürlich darf man das kleine Österreich und schon gar nicht seine unbedeutende und leider auch unfähige Regierung überbewerten!

      Meine Kritik bezieht sich aus diesem Grund auch auf den gesamten Wirtschaftsraum in der EU und da schauen die Ratingagenturen vermutlich sehr wohl genau hin, meinen Sie nicht?

    • simplicissimus
      21. Januar 2012 04:55

      da kann ich voll zustimmen.

  38. Haider
    21. Januar 2012 01:13

    Ich will nicht als Weltverschwörer mißverstanden werden, aber je länger ich mir die Reaktionen masgeblicher (also nicht österreichischer) Politiker ansehe, desto unglaubwürdiger scheint es mir, daß uns diese Clique seit Monaten n i c h t (!) anlügen. Irgendein Konzept muß doch dahinter stehen, Europa (pardon: die EU) gezielt pleitegehen zu lassen. Der Schweiz kann man nicht an, Norwegen kann man nicht an, Schweden ist außen vor - also volles Rohr auf die EURO-Staaten. Selbstbewußte Regierungen (z.B. Ungarn) werden niedergeknüppelt, Heloten werden umgarnt und das Kostgeld für ganz Europa muß Deutschland allein aufbringen (wohl als nachträgliche Reparationszahlungen legitimiert). Dies scheint jenen der einzige Weg zu sein, endlich auch Deutschland in die Knie zu zwingen. In ihrem umerzogenen Masochismus wirken diese noch freudig mit! Und wenn Deutschland fällt, bleiben nur mehr der Flächenstaat Luxemburg und der Freibeuterstützpunkt Monaco übrig. Ich fürchte, daß diese beiden Regionen als letzte Bollwerke gegen China, Indien, Südamerika, Südostasien etc. leicht überfordert sein könnten.

    • simplicissimus
      21. Januar 2012 04:57

      bin kein freund von weltverschwörungstheorien, vor allem, wenn man die übeltäter nicht beim namen nennen kann. viel eher ist es so, dass der euroraum sich dank seiner unfähigen politikerInnen selbst geschwächt hat und geier und hyänen nun über die beute herfallen. dem starken, dem sieger gehört die welt, auf dem verlierer wird herumgetrampelt. so simpel ist es.

    • Anton Volpini
      21. Januar 2012 08:37

      Ich bin auch kein Verschwörungstheoretiker, Haider, aber eines hat mich schon nachdenklich gestimmt. Guttenberg setzt in Deutschland die Wehrpflicht aus und kurze Zeit später hebt Darabos, die kurz davor in Stein gemeiselte, Wehrpflicht in Österreich überhaupt ganz auf. Selbst da hätte ich mir noch nicht viel gedacht, wenn nicht der Darabos in der berühmten ZIP II (für Johann: Zentraler Informations Populismus) über den Rausschmiß Gen. Entachers in Bedrängnis gebracht, etwas von internationaler Koordinierung gestammelt hätte.
      Das war kein Zufall!

    • Undine
      21. Januar 2012 10:41

      @Haider

      *******+ x!

    • Undine
      21. Januar 2012 10:45

      @Alle

      Und was, wenn es nun gar keine Verschwörungstheorie, sondern angewandte Theorie, nämlich längst Verschwörungspraxis ist? Was spricht dagegen???

    • Markus Theiner
      21. Januar 2012 11:25

      Das Konzept ist recht simpel. Wählerstimmen gewinnen, gut verdienen, in Rente gehen und sich um den Rest nicht kümmern.
      Es braucht keinen größeren Plan, den irgend ein ebenso böses wie geheimes Gremium im Hintergrund gezielt durchbringt. Die kollektive Dummheit und Gier von Millionen Individuen kann genau das selbe Ergebnis bringen.

      Sicher gibts genug Leute die sich verschworen haben um für sich das Beste aus der Situation rauszuholen. Aber die profitieren von der Situation und haben die nicht über Jahrzehnte geschaffen.

      Es ist eine Illusion zu glauben irgendjemand könnte die Geschicke der ganzen Welt über Jahrzehnte hinweg geplant steuern.
      Wenn sie Deutschland so perfekt manipulieren können, dass es sich freudig selbst zerstört, warum sollten sie es tun? Was hat man davon ein völlig höriges Land zu ruinieren? Und wenn man sich auf diese Unterwürfigkeit nicht verlassen kann, warum sollte man seinen ganzen Plan darauf aufbauen, dass dieses Land freiwillig seine Schlüsselrolle spielt und sich selbst abschafft?

    • simplicissimus
      21. Januar 2012 13:49

      genauso sehe ich es auch, herr theiner!

    • Undine
      21. Januar 2012 14:27

      @Markus Theiner

      "Es ist eine Illusion zu glauben irgendjemand könnte die Geschicke der ganzen Welt über Jahrzehnte hinweg geplant steuern."

      Und was war die "Idee" von Marx und Engels? Hatten die nicht das Ziel, die Geschicke der ganzen Welt geplant zu steuern? Die einst mächtige Sowjetunion, Korea, China, etc.!

      Daß es nicht geklappt hat, ganz Europa dem Kommunismus zu unterwerfen, obwohl die Vorübungen bereits recht gut gelaufen sind, ist mit dem WKII zu erklären, der die vollständige Verbreitung gewaltig gebremst hat. Nach dem WKII war man nicht so leicht mehr für den Kommunismus zu gewinnen, denn da hatte man ein bißchen zu viel davon mitbekommen, daß das wahre Gesicht dieses versprochenen Paradieses auf Erden eher die Fratze der Hölle ist.

      Aber ein Plan stand hinter dem Ganzen, das kann man nicht leugnen.

    • Torres (kein Partner)
      22. Januar 2012 11:02

      Das "selbstbewusste" Ungarn ist wirtschaftlich nicht weit von Griechenland entfernt.





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