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Gabi Burgstaller und die älteren Arbeitnehmer

Man kommt kaum mehr nach, all die Vorschläge zu analysieren, die da rund um die dringend notwendigen Sparnotwendigkeiten tagtäglich vorgebracht werden. Denn viele zeugen von erschreckender Ahnungslosigkeit. Politiker reden oft von Dingen, deren Zusammenhänge sie nicht durchschauen. Meist tun sie dies deshalb, weil sie nie in der wirklichen Wirtschaft gearbeitet haben.

Dies gilt auch für die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, obwohl sie in letzter Zeit als eine der erfreulichsten und mutigsten SPÖ-Politiker positiv aufgefallen ist. Sie hat sich mit den Konsequenzen der Notwendigkeit befasst, dass die Menschen länger arbeiten müssen. Was ja an sich lobenswert ist. Die ehemalige Arbeiterkämmerin hat dabei aber das Argument der Gewerkschaft aufgegriffen, dass ältere Menschen ja von den bösen Arbeitgebern aus dem Job gedrängt würden.

Dabei weiß jeder, der ein wenig Erfahrung im wirklichen Leben hat: Die allermeisten Frühpensionisten (egal ob als „Hackler“, „Invalide“, Eisenbahner oderoderoder) zeigen höchstes eigenes Interesse, möglichst bald in die in Österreich ja im internationalen Vergleich durchaus ansehnliche Rente zu gehen. Dazu wird auch oft bewusst und im Konsens vor Arbeitgeber und -nehmer ein Zwischenhalt in der Arbeitslosigkeit eingelegt, aus der heraus ja die Frühpension noch viel leichter erreichbar ist. Man kann dann ganz gut von Pension und einigen anderen Geldquellen leben – legalen oder illegalen.

Aber selbst wenn diese gewerkschaftliche Gebetsmühle die volle Wahrheit verkünden sollte, also selbst wenn viele Arbeitgeber wirklich aus purem Alten-Hass fleißige und erfahrene Mitarbeiter hinauswerfen, ist der Vorschlag Burgstallers ein Unsinn: Sie will nämlich verbieten, dass Menschen gekündigt werden, die älter als 55 Jahre sind.

Ach Gabi! Dann würde nämlich mit Sicherheit eines passieren: Es würden sich halt die Kündigungen im Alter von 53 oder 54 Jahren enorm häufen. Jedes Verbot führt ja automatisch dazu, dass dann halt genau an den Grenzen der Verbotszone gehandelt wird. Ist das so schwer zu begreifen?

Mit dem Kündigungsverbot würde also nur das Gegenteil erreicht werden. Die mit 54 Jahren in Massen Gekündigten haben aber auf dem Arbeitsmarkt noch viel weniger Chancen, irgendwo anders unterzukommen.

Statt solcher Unsinnigkeiten sollten sich Burgstaller&Co (also die wenigen über echte Reformen nachdenkenden Sozialdemokraten) dringend jenem Faktor widmen, der wirklich bei manchen Arbeitgebern ein erhöhtes Interesse an der Kündigung Älterer auslöst: Das sind all die Kollektiv- und Tarifverträge, die zu einem automatischen Teurerwerden älterer Mitarbeiter führen, selbst wenn diese immer die gleiche Tätigkeit ausführen.

Das war für mich in früheren Leitungsverantwortungen selbst das größte Problem, als ich ein enges Budget-Korsett mit den unterschiedlichen Gehaltshöhen in Einklang bringen musste. Da gab es Mitarbeiter, die mit 28 Jahren alles in allem für die gemeinsame Aufgabe genauso gut und wertvoll waren wie jene, die doppelt so alt waren. Nur hat jeder Ältere zwei- bis dreimal so viel verdient wie die Jungen (obwohl diese subjektiv das Geld im Alter der Familiengründung viel dringender bräuchten).

Gewiss, ältere Kollegen sind erfahrener und meist verlässlicher. Dafür sind jüngere oft geistig beweglicher, einsatzbereiter sowie dynamischer; und sie leisten viel weniger Widerstand gegen neue Abläufe, Technologien und Organisationsformen. Beides ist wertvoll, aber eben gleich wertvoll.

Daher sollte auch eine intelligente Sozialdemokratin wie Burgstaller den Mut haben, anstelle lebensfremder Vorschläge Druck auf die Gewerkschaften auszuüben: Diese sollten quer durch alle Branchen (einschließlich dem öffentlichen Dienst!) zustimmen, dass es spätestens ab dem 40. oder 50. Lebensjahr keine rein altersbedingten Gehaltserhöhungen mehr gibt. Wenn es solche – abgesehen von drei bis fünf Einstiegsjahren – überhaupt noch geben sollte. Denn Vorrückungen allein auf Grund der absolvierten Arbeitsjahre stellen ja auch einen der Gründe dar, die zum statistischen Effekt niedriger Frauengehälter geführt haben.

Burgstallers Vorschlag ist freilich auch nicht dümmer als ein gleichzeitig in Hinblick auf die gleiche Frage gemachter Vorschlag des Sozialministers. Rudolf Hundstorfer meinte, die Arbeitgeber sollen einfach mehr von einer schon bestehenden Möglichkeit Gebrauch machen: Diese erlaubt es, Mitarbeitern nur noch 80 Prozent zu zahlen, wenn sie nur noch 70 Prozent arbeiten wollen. Womit Hundstorfer nicht nur zugegeben hat, dass es halt doch (leider) ein großes Interesse vieler Älterer gibt, weniger zu arbeiten. Sein Vorschlag bedeutet aber vor allem: Die Arbeitsstunde eines älteren Mitarbeiters wird für den Arbeitgeber nochmals deutlich teurer! Nämlich um mehr als 14 Prozent. So etwas kann wirklich nur einem altgedienten Gewerkschafter einfallen.

PS.: Noch ein persönliches Erlebnis: Ich wollte einmal einen über 50-jährigen Mitarbeiter anstellen, der auch unbedingt bei mir arbeiten wollte. Er war aber ein hochrangiger Gewerkschaftsfunktionär (erstaunlicherweise trotzdem ein guter Journalist) und kannte daher alle seine Rechte. Insbesondere jene auf Grund von Vordienstzeiten bei anderen Arbeitgebern. Das hätte ihn so teuer gemacht, dass es mit den vorgegebenen Budgetgrenzen und vom Eigentümer gesetzten Gehaltsrichtlinien nicht in Einklang zu bringen war. Als er daraufhin anbot, es deutlich billiger zu machen, winkte dann der Personalverantwortliche ab: Denn der potentielle Mitarbeiter hätte nach Ablauf der Probezeit doch noch all seine Rechte problemlos durchsetzen können, notfalls via Arbeitsgericht. Wann werden die Gewerkschafter endlich erkennen, dass ihre Erfolge immer mehr zu Lasten der Arbeitnehmer ausgehen?

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    19x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Januar 2012 09:32

    Sowohl die Sozialisten als auch deren ÖGB gebärden sich, als lebten wir nicht im Jahr 2012, sondern 100 Jahre früher. Sie haben übersehen, daß sie ihre Wirksamkeit längst ausgeschöpft haben. Ja, beide, der Sozialismus und der Gewerkschaftsbund haben in der Tat viel, ja sehr viel für die Arbeitnehmer getan, aber irgendwann haben sie begonnen, den Bogen gewaltig zu überspannen und wesentlich mehr Schaden als Nutzen anzurichten. Und dieses "Schaden Anrichten" dauert nun schon gut 40 Jahre an. Das hält kein Staat aus!

  2. Ausgezeichneter Kommentatormike1
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Januar 2012 07:32

    seit jahren gebe ich zum besten, dass ich die gewerkschaften für die effektivsten arbeitsplatzvernichter halte - ich brauche mich also nicht zu wiederholen.

    diese ewige reglementiererei auf allen ebenen geht mir schon ziemlich auf die nerven: dort darf nicht gearbeitet werden, da auch nicht, und nicht zu lange, da darf nicht entlassen werden, der muss in frühpension gehen, dort muss man dies und das in quoten umsetzen, etc ., etc.

    ich hoffe, dass manch einer dies erkennt und endlich die konsequenzen zieht - seien es politiker oder auch gar gewerkschafter !

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Januar 2012 08:36

    Kurzsichtigkeit.

    Die Gewerkschafter sind in der überwiegenden Mehrzahl Klientel- und Parteidenker. Was schert sie eine Gesellschaft, was schert sie Österreich, 'gemeinsam' sind wir stark und 'gemeinsam' setzen wir alles durch, was wir wollen, notfalls mit Streik und Firmenzerstörung. Eine brutale Sippe mit einem brutalen 'Hauptquartier', abgesichert mit Stacheldrahtzäunen, Kameras und scharfen Hunden.

    Wie von Dr. Unterberger beschrieben werden damit die Arbeitnehmer, die sie zu vertreten vorgeben, dadurch geschädigt, noch mehr natürlich der Staat und die Gesellschaft, erstens durch den wirtschaftlichen Schaden, der angerichtet wird und zweitens durch die entstehende soziale Ungleichheit und damit durch den sozialen Unfrieden.

    Aber was schert die Gewerkschafter in der überwiegenden Mehrheit die Klientel, die Arbeit, keinen Deut, solange die Mitglieder zahlen.

    So gesehen sind unsere Gewerrkschaften kein Segen für Arbeiter und Arbeit, sondern der Feind der Arbeiter und Arbeit, der Feind der Republik Österreich, aber der Freund der Partei, das genügt, bis jetzt.

    Ich meine, die Kammern wären eigentlich die zuständigen Kollektivvertragsverhandler, nicht die privaten Gewerkschaftsvereine.

    Wir müssen schön langsam diesen Schaden in Österrreich beheben, wenn wir überleben wollen. Es ist richtig in meinen Augen, dass Gewerkschaften ein waches Auge auf Einhaltung von Arbeitsbedingungen haben sollten, aber es ist ein Schaden, dass sich Gewerkschaften in Firmenpolitik einmischen und damit die Arbeiter und Arbeit schädigen, unnötig verteuern, aus dem Land treiben.

    Kleine Firmen können Kollektverträge, wie sie heutzutage gelten, kaum mehr erfüllen, die Mitarbeiter wollen aber die Arbeit tun, sie wollen die Arbeit, sie wollen davon leben, die Gewerkschaft verbietet ihnen das, oder ruiniert diese Firmen, die von ihren Mitarbeiteern getragen werden.

    Reduzieren wir die Gewerkschaftzen endlich wieder auf das, was sie sein sollten, Selbsthilfevereine für die arbeitende Bevölkerung im Falle von problematischen Arbeitsbedingungen und bewerten wir die Gewerkschaften doch bitte nicht als Staat im Staat.

    Es sind natürlich die Gewerkschaftsmitglieder, die Privilegienklientel, die ihren Mitgliedsbetrag zahlt, um Privilegien und Vorteile zu haben und nicht mehr, wie es früher und ursprünglich war, im Notfall Hilfe und Unterstützung zu bekommen. So wurde aus einem Selbsthilfeverein ein Selbstbedienerverein.

    Denken wir alle einmal nach darüber und vor allem die Gewerkschafter.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Januar 2012 01:15

    Spätestens wenn den Gewerkschaften durch internationale wirtschaftliche Konkurrenzsituationen bzw. Zwänge noch mehr Mitglieder abhanden kommen als der katholischen Kirche, die ja zu einem ihrer vielen Feindbildern zählt, werden sie merken MÜSSEN, daß sie in Zeiten wie diesen zu den größten Arbeitsplatzvernichtern zählen anstatt zu deren Schützer.

    Genauso wie unseren Verschwendungspolitikern derzeit ein scharfer Wind um die Ohren weht, wird in kurzer Zeit auch die Gewerkschaftsgenossen diese harte Realität einholen - dann ist Schluß mit überzogenen Forderungen sowie den vielzitierten "wohlerworbenen Rechten" und das ist gut so!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Januar 2012 05:17

    es ist eine natürliche sache, dass politische organisationsformen und ihre ideenwelt vom lauf der geschichte und der gesellschaftlichen entwicklung überholt werden. in alternde, versteinerte hirne geht das natürlich nicht mehr hinein. man hat schliesslich im dienst der guten sache immer alles richtig gemacht, den klassenfeind gebührlich gemolken und jetzt glaubt man vor allem seine eigenen pfründe sichern zu müssen.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Januar 2012 08:53

    Ab einem gewissen Alter wird man auch als BeamterIn aus dem Job gedrängt. Das fängt mit Benachteiligungen an, führt zum Mobbing und endet mit Krankenstand und Pension, bevor man die letzten und größten Gehaltserhöhungen bekommt. Lieber verzichtet der "AlteIn".
    Wie das? Eine von der Partei bestellte Partisanin, geübt im Hacklschwingen und Intrigieren, kommt von oben gesandt (Fallschirmspringerin) an die Macht. Sofort übt sie diese aus und schafft sich eine Klientel. Die AltenIn, die SystemerhalterIn, stehen Änderungen aus Erfahrung kritisch gegenüber. Also stellt sie möglichst viele Junge an, auf halbe Posten, im Sondervertrag (total abhängig durch Verlängerung). Die AltenIn bekommen die schlechtesten Dienste, die unangenehmsten Arbeiten und werden dauernd zu Unrecht abgemahnt. Die Gewerkschaft hilft nicht, da die Chefin auuch MitgliedIn ist und bei Streitigkeiten unter MitgliederInnen ist sie nicht zuständig. Daher tritt man am besten aus!
    Männer sind nicht besser, da kommen die feschen jungen Damen in Superminis vorbei, bücken sich und bekommen Recht.
    Auch Pelinka und Rudasch sind junge, fesche, mehrfach unbegabte Partisanen.
    Welch Vergnügen ist es einen Chorher sen. oder Schulmeister sen. zu lesen statt eines Peter Strasser!

  7. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Januar 2012 04:02

    "........ weil sie nie in der wirklichen Wirtschaft gearbeitet haben."

    Was heißt wirkliche Wirtschaft?, Ist das die sogenannte Realwirtschaft? Ist das was anderes als die Finanzwirtschaft, oder die Arbeit für die Arbeitnehmer in der Gewerkschaft, Arbeiterkammer oder einer anderen parasitären Vereinigung wie auch der Wirtschaftskammer?

    Kann man zur "wirklichen Wirtschaft" vielleich sagen, daß hier im privatrechtlichem Sinne freiwillig Leistungen ausgetauscht werde, während im anderen Bereich immer Zwang vorherrscht? Wenn dem so sei, dann möge man Frau Burgstallers Vorschlag nachsehen, denn sie hat nie die Erfahrung sammeln können, was es heißt, einem Kunden zu dienen. So gefährlich für die Wirtschaft ihr Vorschlag auch sei!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Januar 2012 14:57

    Gehört zwar nicht ganz hierher, betrifft aber doch irgendwie das Thema: wer gestern abend vielleicht auf "Pus 4" die Sendung "Pro und Contra" gesehen hat, ist sicher aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Sagte doch dort der "Wirtschaftwissenschafter" Stefan Schulmeister tatsächlich, dass erstens das Sparen völlig kontraproduktiv für die Budgetsanierung sei und zweitens (tatsächlich und wörtlich), auf die Aussage von Claus Raidl, dass der österreichische Staat Schulden von 29.000 Euro pro Kopf der Bevölkerung habe, "na, dann ist ja jeder Österreicher um 29.000 Euro reicher", mit dem Argument, dass der Staat ja hauptsächlich Schulden im Inland habe und somit dieses Geld ja in Besitz der inländischen Gläubiger (also der österreichischen Bürger) sei. Schulmeister ist ja Wifo-Angestellter - bei solchen "Experten" ist der Staatsbankrott wohl vorprogrammiert.


alle Kommentare

  1. ubtwykxlnmi (kein Partner)
    24. Januar 2012 09:36

    SWBL13 pwrxgybmxulp

  2. Hollie (kein Partner)
    22. Januar 2012 21:55

    I have eacxtly what info I want. Check, please. Wait, it's free? Awesome!

  3. Fritz Walter (kein Partner)
    17. Januar 2012 20:08

    Unterberger, Sie sind peinlich!!!!

    • Papa Geno (kein Partner)
      17. Januar 2012 20:19

      Behaupten dumme Kinder immer, wenn ihre Eltern etwas Vernünftiges tun.

    • Fritz Walter (kein Partner)
      17. Januar 2012 21:42

      Unterbeger ist imgrunde nichts als ein lächerlicher 3-Bier-Besteller...

    • Papa Geno (kein Partner)
      17. Januar 2012 21:43

      Und du bist das arme Würstchen, das keines davon abbekommt.
      Mach dir nichts draus...

    • Neppomuck (kein Partner)
      17. Januar 2012 23:12

      Peinlich ist es, wenn gewisse Politikerinnen immer wieder den Verdacht nähren, dass es mit der Intelligenz ist wie mit der Bluterkrankheit.

      Frauen übertragen, ohne daran zu leiden.

  4. Torres (kein Partner)
    17. Januar 2012 14:57

    Gehört zwar nicht ganz hierher, betrifft aber doch irgendwie das Thema: wer gestern abend vielleicht auf "Pus 4" die Sendung "Pro und Contra" gesehen hat, ist sicher aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Sagte doch dort der "Wirtschaftwissenschafter" Stefan Schulmeister tatsächlich, dass erstens das Sparen völlig kontraproduktiv für die Budgetsanierung sei und zweitens (tatsächlich und wörtlich), auf die Aussage von Claus Raidl, dass der österreichische Staat Schulden von 29.000 Euro pro Kopf der Bevölkerung habe, "na, dann ist ja jeder Österreicher um 29.000 Euro reicher", mit dem Argument, dass der Staat ja hauptsächlich Schulden im Inland habe und somit dieses Geld ja in Besitz der inländischen Gläubiger (also der österreichischen Bürger) sei. Schulmeister ist ja Wifo-Angestellter - bei solchen "Experten" ist der Staatsbankrott wohl vorprogrammiert.

  5. Herby (kein Partner)
    17. Januar 2012 13:57

    Off Topic:

    Wandert hier schon wieder ein Schlüsselposten von der ÖVP zur SPÖ? Wird denn die ÖVP nicht gescheiter? Lässt sich dieses Schlamassel noch stoppen?
    ORF-Meldung heute, 17.1.2012: http://www.orf.at/#/stories/2099985/

    Verfassungsrichter Oberndorfer tritt zurück

    Elf Monate früher als geplant steht im Verfassungsgerichtshof (VfGH) die nächste Neubesetzung an. Verfassungsrichter Peter Oberndorfer lege mit Ende Jänner aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zurück, gab VfGH-Sprecher Christian Neuwirth bekannt. Ende des Jahres wäre Oberndorfer aus Altersgründen in den Ruhestand getreten. Das Nominierungsrecht für die Nachfolge hat die Regierung.

    Oberndorfer wurde, als er 1987 zum Verfassungsrichter wurde, auf Vorschlag der ÖVP von der Regierung nominiert. Es könnte aber sein, dass die SPÖ seinen Nachfolger vorschlägt. Dem Vernehmen nach haben die Regierungsparteien vereinbart, dass die ÖVP eine der beiden heuer anstehenden Neubesetzungen an die SPÖ abgibt. Nicht nur Oberndorfer, auch Hans Georg Ruppe erreicht heuer die Altersgrenze von 70 Jahren und wird mit Jahresende in Pension gehen.

    Aktuell wurden neun der 14 VfGH-Mitglieder von der ÖVP nominiert, darunter auch Präsident Gerhart Holzinger und Vizepräsidentin Brigitte Bierlein. Mit vier von 14 relativ gering ist der Frauenanteil unter den Verfassungshütern. Die letzten drei Besetzungen waren allesamt Männer, nämlich Michael Holoubek, Georg Lienbacher und Christoph Herbst. Die SPÖ-Frauen hätten statt des von ihrer Partei nominierten Holoubek gerne Lilian Hofmeister - Ersatzmitglied des VfGH - als Verfassungsrichterin gesehen.

  6. cmh (kein Partner)
    17. Januar 2012 10:08

    intelligenter Sozialdemokrat? - ein hölzernes Eisen!

    Entpuppt sich doch die von ihnen gesuchte irdische Wahrheit immer als der GDS (größter denkbarer Schwachsinn) wenn sie einmal in Händen zu halten glaubt. Die alte ökonomische Regel, dass man einen Kuchen nicht zur gleichen Zeit essen und haben kann wird von den Sozialisten aller Parteien auseinander gerissen und sofort stimmen alle an einem Abend zu, den Kuchen sofort zu essen und am nächsten Abend hätten sie diesen noch am liebsten unversehrt. Die roten Burgstallers und Hundstorfers, Lauras und Werners etc.pp. rücken dann alle aus und erklären an den weiteren Abenden einmal, dass es eine Frechheit vom Kuchen ist, dass er nicht gegessen werden soll und das nächste Mal, dass er nicht genügend Qualität gehabt hat, weil er sich essen ließ. Und keinem dieser Weltserklärer fällt auf, dass da ein gewisser Zusammenhang besteht. Dem Publikum sowieso nicht, denn das glaubt alles was es hören will.

    Und dann ist da noch die ebenfalls zumeist rote Denkschule, die glauben machen will, dass es gelebte Demokratie wäre, allen Flausen sofort zuzustimmen, sobald dafür eine Mehrheit, und sei es auch nur der Stimmenstärke (gemessen in phon) und nicht der Stimmenanzahl auch nur denkbar ist.

    Schließlich liegt es auf der Hand, dass ein Verantwortlicher, der seine Aussagen nicht nach der von ihm geglaubten Sinnhaftigkeit, sondern nur nach der Sinnlosigkeit der zu erwartenden Gegenargumente ausrichtet nur ein Verantwortungsloser. So unsere Regierung durchgängig!

    • Undine
      17. Januar 2012 10:27

      @cmh

      *******!

    • Sternderlfetischist (kein Partner)
      17. Januar 2012 19:19

      ******************************************* !!!!
      ******************************************* !!!!
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      ******************************************* !!!!
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      ******************************************* !!!!

    • **************!! (kein Partner)
  7. Segestes (kein Partner)
    17. Januar 2012 05:33

    Guten Morgen.

    Je mehr man das gesetzliche Mindest-Pensionsantrittsalter
    nach oben schraubt, dünkt mich, umso mehr Leute werden etliche
    Jahre bis zum tatsächlichen Antritt der Pension arbeitslos spazieren gehen.

    Es sind eben nicht alles so grandiose Arbeitgeber wie der Blogger,
    der sich in seiner, *hüstel*, christlicher Nächstenliebe dazu herabließ,
    einen über 50jährigen einstellen zu wollen.
    Da er diesen einen Fall extra betont, dürfte es jedoch auch nur eine
    Ausnahme gewesen sein.

    PS: Das was Burgstaller da in ihrer intellektuellen Trägheit vor sich hin
    labert, ist natürlich geistiger Dünnpfiff. Da liegt Unterberger mit seiner
    Analyse durchaus richtig (ausnahmsweise ^^).

    • cmh (kein Partner)
      17. Januar 2012 10:24

      Sehen wir die ganze Angelegenheit doch einmal von der anderen Seite:

      Jedesmal wenn ein 50-jähriger in Pension geschickt wird, stellt sich doch die Frage, einerseits ob er seine Lebensaufgabe bereits beendet hat und andererseits, ob es nicht genug Arbeit auch für ihn gäbe.

      Es ist auch die Frage zu stellen,

      von ihm selbst, ob ihm seine Arbeit noch das Geld wert ist;
      von seinem Arbeitgeber, ob er für das gegebene Geld auch noch eine entsprechende Arbeit erhält und
      von der Gesellschaft, ob sie es sich leisten will, eine große Pensionistenarmee zu halten.

      Es als Argument anzunehmen, dass eine gesellschaftlich Wahlmöglichkeit zwischen Arbeiotslosigkeit und Pension bestünde bedeut nichts anderes als der letzten Frage in der einen Form auszuweichen um sie in der anderen Form nicht zu beantworten.

      Es ist doch klar, dass wenn man viele Kindergärtnerinnen ausbildet und anstellt, die Mütter vermehrt arbeitslos werden. Wenn man dann auch noch das Kinderkriegen und -aufziehen outsourced indem man jegendliche Migranten verwendet, dann sind über kurz oder lang beide Berufsgruppen arbeitslos.

      Langer Rede kurzer Sinn: es genügt nicht wie das Kaninchen auf die Schlange Arbeitslosigkeit/Pension zu starren, man sollte sich auch hin und wieder sowas wie eine Sinnfrage stellen und bei derern Beantwortung nicht unbedingt ein Einkommensplus erwarten.

      NB für die Neuheiden wie Segestes, die eigentlich nur im Katechismus geistig abwesend waren:

      Die Verwechslung von christlicher Nächstenliebe mit sozialem Masochismus wird langsam langweilig.

    • Undine
    • Segestes (kein Partner)
      17. Januar 2012 10:39

      In Wirklichkeit geht es bei der Sache nur darum,
      ältere Arbeitnehmer, statt mit der verhältnismäßig teuren Pension,
      einige Jahre mit billigerer Arbeitslosenunterstützung oder
      Notstandshilfe abzufinden.
      So erspart sich der Staat Geld.

      PS: Eine kleine Auswahl aus meinem NT:

      Matthäus 5.3
      Seelig die Arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich.

      Matthäus 5.40
      Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel.

      Matthäus 5.42
      Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

      Jebus war ein linker Sozialrevoluzzer, akzeptier es :)

    • APM (kein Partner)
      17. Januar 2012 11:52

      @segestes

      Sie haben noch die Geschichte vom Zöllner und Pharisäer vergessen!
      Aber ob die die Edelchristen mit Echtheitszertifikat - ich weiß, der Ausdruck stammt von Ihnen, ich schmücke mich nicht mit fremden Federn - kennen?
      Leider sind es leere Meter, wenn man sich in einer sachlichen Diskussion verliert...

      Ein wenig enttäuscht bin ich von Undine. Sie hat sich in der Regel aus diesem Haufen von selbstgerechten Welterklärern bzw. Verbesserern positiv unterschieden..

    • Udo (kein Partner)
      17. Januar 2012 12:23

      @APM
      Mit sachlichen Diskussionen haben Sie aber aktiv gar nichts zu tun, also hören Sie auf, ebensolche ständig von anderen einzuforden. Das nenn ich selbstgerecht.
      Sie arbeiten bei der Bahn und wollen nur nicht , daß sich während Ihrer paar Arbeitsjahre noch etwas zu Ihren Ungunsten ändert.

    • Segestes (kein Partner)
      17. Januar 2012 12:59

      @APM: Ja ich weiß, das ist sinnlos.
      So viel Bigotterie geht mir aber halt ungemein auf den Keks.
      Gerade weil dem Christentum, so wie es ursprünglich
      war, eine wirklich schöne und menschenfreundliche Philosophie
      innewohnte.
      Aber leider: Jesus verkündete das Paradies - und gekommen ist
      die Kirche.

    • WoAx (kein Partner)
      17. Januar 2012 20:18

      Ohne entsprechende Qualifikation wird kein Unternehmer Arbeitnehmer beschäftigen, egal wie alt oder jung

    • M.S.
      17. Januar 2012 20:46

      @Segestes
      "Aber leider: Jesus verkündete das Paradies - und gekommen ist
      die Kirche."
      Sie sind aber ungeduldig!

  8. Reinhard (kein Partner)
    17. Januar 2012 05:05

    Die Gewerkschaften und Linkspolitiker wollen ihre Klientel in der Abhängigkeit.
    Würden sie Gerechtigkeit, also gleiches Geld für gleiche Arbeit unabhängig vom Lebensalter, fordern, hätte das fatale Folgen für dieses Abhängigkeitssystem. Noch schlimmer wäre es, würden sie sich auf die alte sozialistische Formel "jedem nach seinen Bedürfnissen" besinnen, denn dann müssten junge Menschen, die sich ihr Leben aufbauen, Familie gründen, Kinder aufziehen, mehr Geld bekommen als alte, die bereits alles aufgebaut haben.
    Wozu würde das führen?
    1. Würden sich junge, schlecht verdienende Menschen nicht verschulden müssen, um sich einen Lebensraum zu schaffen.
    2. Würden sie nicht mit dem Argument "das kannst du später, wenn du mehr verdienst, locker zurückzahlen" den Banken in die Arme getrieben.
    3. Gäbe es weniger Kreditabhängigkeit, dadurch weniger unzufriedene Arbeiter ("Ich hackle seit zwanzig Jahren nur für die Bank...")
    4. Wären die Arbeiter weniger abhängig ("Ich brauch den Job, um jeden Preis, sonst verliere ich mein Haus!")
    5. Sind zufriedene, freie Arbeiter eine schlechte Klientel für Gewerkschaften.
    Also machen sie es wie ein Arzt, der seinen Patienten immer wieder Medikamente mit schweren Nebenwirkungen verschreibt, damit sie sich niemals so gesund fühlen, dass sie Wegbleiben.
    Eine Gewerkschaft, die wirklich die Interessen ihrer zahlenden Mitglieder vertreten würde, wäre irgendwann überflüssig. Deshalb werden künstlich Abhängige, Empörte und Hirngewaschene produziert, die ein solches vermeiden.

    • simplicissimus
      17. Januar 2012 05:28

      --- und väter kinderreicher familien sollten steuerlich erheblich entlastet werden.

      dafür braucht es eine neue regierung mit absoluter mehrheit!

    • Undine
      17. Januar 2012 10:36

      @simplicissimus

      "--- und väter kinderreicher familien sollten steuerlich erheblich entlastet werden."

      Eine ganz, ganz wichtige Forderung, die aber nur von Politikern mit Weitblick verwirklicht werden kann! Sehen Sie, lieber simplicissimus, irgendwo einen/eine solchen/solche??? War das nicht einmal eine Forderung der FPÖ und aus eben diesem Grund verteufelt worden?

    • Udo (kein Partner)
      17. Januar 2012 12:40

      Super Reinhard, wenn ich bloß Sterne vergeben könnte ...

    • gcxdg2 (kein Partner)
      17. Januar 2012 14:34

      Werter Herr Reinhard,

      Sie wissen aber schon, dass genau durch jene Dinge, die Sie kritisieren, die Wirtschaft am Laufen gehalten wird. Wollen Sie die Wirtschaft ruinieren, Sie "Linkssozialist"???

    • Reinhard (kein Partner)
      17. Januar 2012 16:27

      Sie irren, werter gcxdg2.
      Nicht die Wirtschaft wird dadurch am Laufen gehalten, sondern der unreflektiert von allen angebetete Fetisch "Wachstum". Wirtschaft funktioniert auch ohne Wachstum ganz gut; eigentlich sogar besser. Da Wachstum und Fortschritt bei uns aber in einen Topf geworfen und gleich betrachtet werden, obwohl der Schluss "Fortschritt führt zu Wachstum" richtig, der Umkehrschluss "Wachstum ist Fortschritt" aber grundlegend falsch ist, begreifen das unsere Maturanten in regierungsverantwortung nicht einmal mehr.
      Wenn Konsumsteigerung nur noch dadurch erreicht werden kann, dass alle auf Pump kaufen und sich verpfänden, dann ist aus dem Wachstum eine unhaltbare Blase geworden - momentan stehen wir wieder vor dem Platzen einer solchen. Früher hat man das mit Kriegen geregelt, dann war wenigstens ein anderer Schuld dass alles zerbombt war. Heute tun sich die Politiker schwerer mit den Ausreden.
      Bezeichnend für mich ist, dass durch diese Abhängigkeit - das haben Sie sehr gut erkannt - die Gewerkschaften und Linkspolitiker ihren angeblichen Gegnern aus Hochfinanz und Industrie in die Hände spielen. Die sitzen nicht nur im selben Boot, sondern saufen auch noch gemeinsam Schampus an der Bar, während die Kapelle aufspielt und die Maschinisten schuften.
      Auf der Strecke bleiben Arbeiter, Angestellte und Gewerbetreibende. Warum glauben Sie wohl rennen immer mehr von dieser Gruppe zu rechten Parteien über, wenn sie merken, dass sie von den Sozialisten an die Kapitalisten verraten wurden? Wenn sie merken, dass der Keil, der zwischen sie getrieben wurde, künstlich erzeugtes Werkzeug zum "divide et impera" ist? "Ich gebe ihnen einen Job, und du sorgst dafür dass sie ihn brauchen - den Gewinn teilen wir uns!" sprach der Industriemanager zum Gewerkschaftsboss.
      An der Idee, jungen Menschen, die eine höhere Motivation und oft auch eine höhere Arbeitskraft haben, mehr zu zahlen als an ältere, deren Motivation und Arbeitskraft im Sinkflug, Krankenstände und Kuren im Zunehmen sind ist absolut nichts sozialistisches; die Linkspopulisten kreischen bei solchen Äußerungen normal ihre "menschenverachtend"-Leier herunter. Älteren Menschen nur dann mehr zu zahlen, wenn sie die höhere Berufserfahrung zu besserer Leistung und ihre bisherige Zeit zu ständiger Fortbildung und Leistungsverbesserung genutzt haben ist eher wirtschaftsliberal und führt bei Betriebsräten höchstens zu Kreislaufkollaps. Es würde die Schlachtung der heiligen sozialistischen Kuh des "wohlerworbenen Rechtes" bedeuten und Leistung statt Dienstjahren belohnen.

    • Udo (kein Partner)
      17. Januar 2012 18:36

      @Reinhard
      Ich hoffe Sie nehmen es mir nicht übel, aber ich habe mir erlaubt, mich, weiter unten, auf Sie berufen, da Sie mir sehr oft mit Ihren Beiträgen, sozusagen, aus der Seele sprechen, nur dieser hat mich dazu gebracht, zu einem Aspekt einen Bezug, zu einem meiner Beiträge, herzustellen.
      Bitte weiter so!

    • Reinhard (kein Partner)
      17. Januar 2012 19:17

      Werter Udo, ich nehme gar nichts übel; wenn ich meine Meinung hier der Öffentlichkeit vorstelle kann sich jeder darauf beziehen oder darauf eingehen wie er möchte, das ist doch selbstverständlich.
      Danke für das (wiederholte) Lob.

  9. Sternderlfetischist (kein Partner)
    17. Januar 2012 00:49

    Gestern der Kampf gegen Windräder, heute gegen die Sozis, also sind morgen wieder die Asylanten dran. Dieses entbehrliche Suder- und Keifblog rennt im Kreis und die Bezahlclowns posten auch jeden Tag denselben entbehrlichen Schwachsinn.

    • simplicissimus
      17. Januar 2012 05:58

      warum probiern sie's nicht mit ein paar inseratenschaltungen, vielleicht kriegen sie den lästigen au dann auch rum und das meinungsmonopol ist wieder fest in sozihand?

    • Udo (kein Partner)
      17. Januar 2012 10:16

      UNNÖTIG wie jeden Tag, der Sternderlfaschist!

    • Trollfresser (kein Partner)
      17. Januar 2012 10:28

      STF

      Solltest Du Dich wundern, warum Du bereits mit 45 in die Pensen geschickt wurdest, dann lese einmal Dein Gelaber und Dir wird alles klar.

    • Bodo
      17. Januar 2012 10:39

      Der @Sternderlfetischist hat halt das Zeug zum Märtyrer.

    • Papa Geno (kein Partner)
      17. Januar 2012 20:24

      Bevor vom Sternderlfetischisten mehr als hasstriefendes inhaltsleeres Gegeifere kommt gibt es eine rot-blaue Koalition und die Laura heiratet den HC.

    • M.S.
      17. Januar 2012 20:51

      @Sternderlfetischist
      Wenn`s etwas niveauvolleres lesen wollen halten sie sich an die subventionierten Gratisblatteln.

  10. Haider
    16. Januar 2012 22:41

    Allein die Aufhebung der ständestaatlichen Zwangsmitgliedschaften wäre ein wahres Wundermittel. Aber nicht nur bei Kammern, Berufsvertretungen, Krankenversicherungen etc. sondern z.B. auch beim ORF. Wenn man am Markt reüsieren will, dann darf man eben nicht mit Gewalt an diesem vorbeiproduzieren, wie es das gewerkschaftliche Scheuklappenverständnis impliziert. Wagner, Hufschmied, Bogner, Pferdekutscher ... die in den letzten 100 Jahren praktisch verschwundenen Berufe sind Legion; aber ebenso zahlreich die neu entstandenen. Ging's nach der Gewerkschaft, so hätten wir noch immer tausende pragmatisierte Pferdestraßenbahnkutscher oder Öllampenputzer aber dafür keinen Röntgenologen oder Starkstrommonteur. Alles politische Machtstrukturen aus dem vor-vorigen Jahrhundert!

    • Undine
      16. Januar 2012 22:49

      @Haider

      Erstaunlicherweise wähnen sich gerade die Sozis immer als die Progressiven! Welch falsche Selbsteinschätzung!

    • Trollfresse (kein Partner)
      17. Januar 2012 00:51

      Erstaunlicherweise wähnen sich gerade die rechtsextremen Schmuddelhassparanoiker als die Anständigen! Welch falsche Selbsteinschätzung!

    • Trollfressenfresser (kein Partner)
      17. Januar 2012 04:43

      Erstaunlicherwiese wähnen sich die trollfressigen Sternderlfetischisten als intelligent und witzig! Welch falsche Selbsteinschätzung!

    • cmh (kein Partner)
      17. Januar 2012 10:33

      Als Sattler könnte man heute eine Menge Geld verdienen; auch die Hufschmiede zählen zu den gesuchten Berufen. Die werden durch die hohen Steueren auf Arbeit umgebracht.

      Anders ist es jedoch bei den Greislern. Die wurden durch die billigen Autos und toll ausgebauten Straßen sowie die Einkaufszentren im Speckgürtel umgebracht. Auch war das umfangreiche Sortiment nicht zu finanzieren.

      Umso verblüffender ist es aber jetzt, wenn doch tatsächlich Süpermarkets an allen Ecken entstehen, die sich auf ein ganz bestimmtes Kundensegment spezialisiert haben.

    • Papa Geno (kein Partner)
      17. Januar 2012 20:28

      Weil Kunden über das Leben des Geschäftes entscheiden.
      Dem Österreicher ist das Schicksal des Greißlers wurscht, deswegen geht dieser tschari.
      Dem Türken ist das Schicksal des anderen Türken nix wurscht, deswegen kann Süpermarket leben.
      Wir sind eben so blöd, nichts daraus zu lernen. Wer beim kleinen Händler Waren aus der Region kauft wird als Spinner belächelt. Von denen, die ihre Kohle bei Aldi, Rewe oder Metro abliefern.

  11. Gerhild Baron
    16. Januar 2012 17:44

    In meinen Augen gibt es zwei Hauptprobleme für die von Dr.Unterberger so treffend angesprochene Situation :

    1) in der Politik und den diversen Kammern, Gewerkschaften etc befinden sich fast ohne Ausnahme Menschen, die nie in der Privatwirtschaft tätig waren, die nie ihr eigenes Geld und ihre eigene Existenz zu Markte trugen, die nie lernten, was Risiko ist. Die eben auch nie lernten, daß man als Unternehmer nicht mehr ausgeben als einnehmen kann. Daher die blauäugigen Vorstellungen selbst von intelligenten Leuten unter ihnen.

    2) wer von uns hat nicht in seiner Umgebung reihenweise Menschen, die möglichst rasch und früh in Pension gehen - auf eigenen Wunsch ! - und danach ihre Fitness und Gesundheit dazu benützen, die Welt zu bereisen und übertrieben ausgedrückt "den Kilimandscharo zu besteigen" ??

    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß man als älterer Mensch, der noch aktiv ist, in diesem Land auf große Verwunderung stößt und vielleicht manchmal auch für leicht verrückt gehalten wird. Ich bin Jahrgang 1940 und dankbar, daß ich noch die Möglichkeit habe, aktiv zu sein - aber ich bin sozusagen ein
    Außenseiter..

    Ich frage mich, ob es überhaupt eine Chance gibt, hier in der Grundeinstellung sowohl der Politik als auch der betroffenen Menschen etwas zu ändern.

    • Wertkonservativer
      16. Januar 2012 18:08

      Was soll ich sagen, werte Frau Baron:

      ich bin Jahrgang 1938 und beruflich auch immer noch schwer aktiv!
      Allerdings fühle ich mich nicht als Außenseiter, sondern eher als teilweise mit Verwunderung und gewisser Scheu betrachtetes "Urgestein", von manchen belächelt, von anderen sogar still bewundert!

      Bei Menschen mit grundsätzlich positiver Arbeitsmoral können wir vielleicht da und dort eine gewisse Vorbildwirkung erzielen; die Leute, deren höchstes Ziel es ist, bei intakter Gesundheit den frühestmöglichen Pensionsantritt anzupeilen, tun mir echt leid: sie werden nach erreichtem Ziel an Selbstwertgefühl verlieren und halt mit doch meist mageren Pensionen auskommen müssen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Undine
      16. Januar 2012 18:17

      @Gerhild Baron

      *******!
      Daß Sie als Jg. 1940 immer noch beruflich tätig sind, und, wie man erkennen kann, mit viel Freude und Engagement, zeigt, daß Ihr Beruf und die damit verbundene Arbeit wunderbar "zusammenpaßt". Da kann ich Ihnen wirklich von Herzen gratulieren, wenn Beruf zugleich Berufung ist. Da ist keine Gewerkschaft, keine der zahllosen Kammern nötig! Und zum "Geldzusammenhalten" genügt der Hausverstand.

    • Undine
      16. Januar 2012 18:30

      @Wertkonservativer

      Jetzt hab' ich Sie aber beim Schummeln ertappt! Sie sind ja noch schlimmer als die Dagmar Koller, die sogar in ihrem Paß drei Jährchen verschwinden hat lassen! Nein, sowas! :-)))

    • Wertkonservativer
      16. Januar 2012 18:45

      Hoppla, ein Druckfehler!

      Danke, liebe Undine!
      An sich ist mir schon bewusst, dass ich Jahrgang 1933 bin (habe mich ja bereits des öfteren diesbezüglich geoutet!); jünger wollte ich mich nicht machen, wäre ja nicht im Sinne meines Sermons gewesen.
      Eine liebe, aufmerksame Freundin sind Sie, Dame Undine!

      Herzlich

      Gerhard Michler

    • Andi (kein Partner)
      17. Januar 2012 08:53

      Es ist halt immer recht leicht von oben herab zu predigen. Sonst stellt man gerne fest, dass alle Menschen verschieden sind - schon einmal daran gedacht, dass nicht allen Menschen im Alter eine gute Gesundheit vergönnt ist? Schon einmal bemerkt, dass nicht jeder Beruf für ältere Menschen geeignet ist? Würden sie beispielsweise mit 70+ noch als Bauarbeiter werken?
      Wenn man selbst etwas geschafft hat, blendet man nur zu gerne aus, welche Hindernisse es so geben kann.

    • Reinhard (kein Partner)
      17. Januar 2012 16:38

      Andi, niemand will bestreiten, dass es Aufgabe eines Sozialsystems ist, jene, die unverschuldet oder gar durch Arbeitsleistung zu gesundheitlichen Schäden gekommen sind, unter die Arme zu greifen.
      Aber eine sehr hohe Frühpensionisten ist pumperlg'sund.
      Bedanken Sie sich bei denen.
      Das System ist nicht unfinanzierbar weil wir so viele "Heruntergewirtschaftete" haben, sondern weil wir so viele Markierer, Tachinierer und Jammerer haben, deren einziges Ziel ist, so früh wir möglich nichts mehr zu tun.
      Ein faules Vorbild für die Jugend, der von der gleichen Jammerergeneration vorgehalten wird, sie solle eben irgendwann einmal bis 70 arbeiten müssen.

      Eine Gesellschaft erkennt man an ihrem Umgang mit den Kindern.
      Kindsmord im Mutterleib wird staatlich gefördert, Gebärstationen und Kinderambulanzen wegen Einsparungen geschlossen, das Bildungssystem vernichtet, pensionierten Lehrern Geld nachgeworfen und die Schulen selbst ausgehungert, der Jugend die Hypothek zu lebenslänglichem Schulddienst für den Staat aufgebrummt und die Aufgabe "Arbeite gefälligst bis zum Tod!" übertragen.
      Von Heerscharen frühpensionierter Beamter, Eisenbahner und Tachinierer aus der Privatwirtschaft.
      Wir haben es wahrlich verdient, einst von unseren Nachkommen verachtet zu werden!

    • Reinhard (kein Partner)
      17. Januar 2012 16:39

      Soll natürlich heißen:
      "Aber eine sehr hohe Anzahl der Frühpensionisten ist pumperlg'sund."
      Sorry!

    • Papa Geno (kein Partner)
      17. Januar 2012 20:29

      Fragt's mal den carlo soziale...

    • M.S.
      17. Januar 2012 20:55

      @Reinhard

      ***************+

  12. Observer
    16. Januar 2012 17:43

    terbuan, heute 12:36:
    Zu der Österreichherabstufung von S&P wird aus meiner Sicht zuviel Theater gemacht. Denn AA+ ist die zweitbeste von insgesamt 19 S&P-Stufen. Ausserdem gibt es noch zwei weitere führende und viele kleine Ratingagenturen, welche andere Meinungen haben. Nicht vergessen werden darf auch, dass diese Firmen von den Banken, Fonds, Staaten usw. finanziert werden, welche dann die Noten bekommen. Schon die Vergangenheit hat gezeigt, dass die sog. "Märkte" nicht immer alles nachvollziehen, was diese "Gurus" verzapfen.
    Trotzdem: wenn unsere verantwortlichen Politiker nun endlich aufwachen und gegensteuern, dann hat sich dieser Warnschuss wirklich gelohnt.

    • Haarspalter
      16. Januar 2012 21:37

      "...und viele kleine Ratingagenturen, welche andere Meinungen haben..."

      Damit würde ich mich nicht trösten! Die sind keineswegs anderer Meinung, wie in den letzten Wochen schon zu erkennen war, die haben nur den Leitbullen vorangehen lassen; das ist keine Frage von Meinung, sondern von Mut oder Macht. Warten wir auf deren nächste Bewertungen. Es liegt doch auf der Hand, dass ein Schuldner, der doppelt so viel Zinsen blechen muss wie Deutschland nicht die gleiche Bonität haben kann, egal was die Agenturen sagen.

      Im übrigen ist AA+ noch immer ein Top-Rating und leider noch immer geschmeichelt, vielleicht aus Rücksicht auf die französischen Wahlen. Bei weitem schlimmer (und signifikanter) ist die negative Prognose. Die erregt weniger Aufsehen, sollte aber bei den Verantwortlichen die Alarmglocken schrillen lassen!

    • Gerhild Baron
      16. Januar 2012 22:00

      Wertkonservativer:
      Sie haben völlig recht ! Ich meinte aber den Außenseiter nicht negativ, sondern im Sinne einer Seltenheit. Hab' mich schlecht ausgedrückt.
      Ich empfinde es auch so wie Sie und Undine, nämlich daß es wunderbar ist, wenn einem die Tätigkeit soviel Freude und Befriedigung bereitet. Natürlich ist es traurig, daß offensichtlich vielen Menschen ihre Tätigkeit Last und nicht Freude ist.

    • cmh (kein Partner)
      17. Januar 2012 10:37

      Für die Entscheidung, wem ich mein Geld geben kann, wenn ich es wiedersehen möchte sind die Ratingagenturen nur eine Hilfe. Abnehmen tun sie die Entscheidung nicht.

      Haben wir vor nicht allzulanger Zeit mitansehen müssen, wie Schuldner mit AAA Bonität von einem Tag auf den anderen untergingen,so bricht jetzt die Welt zusammen, wenn etwas anderes als AAA vergeben wird.

      Das ist nicht rational!

    • Gerhild Baron
      18. Januar 2012 15:17

      Andi:

      ich denke, es ging aus meinem Kommentar doch klar hervor, daß ich von gesunden und arbeitsfähigen Menschen spreche, die den "Kilimandscharo" besteigen. Und daß es Berufe gibt, die man im Alter nicht ausüben kann, ist auch klar. Aber warum müssen alle über einen Kamm geschoren werden ????
      Warum können nicht die Gesunden länger arbeiten und nur die WIRKLICH Kranken oder extremen körperlichen Belastungen Ausgesetzten früher in Pension gehen ????

  13. Ulrich
    16. Januar 2012 13:20

    Was die Gewerkschaften (und wohl auch nicht unwesentliche Teile der Arbeitnehmerschaft selbst) für richtig und wichtig finden, in diesem Fall die Forderung nach ansteigendem Gehalt bei steigender Zahl von Berufsjahren, wird wohl nicht so schnell zu ändern sein.
    Verhältnismäßig schnell könnte man aber doch einen anderen arbeitgeberischen Motivationspunkt ändern: Wie sähe es zB aus, wenn man beim Arbeitgeberanteil ab dem 55. Lebensjahr schrittweise die Pensions- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge kürzt? Beide Versicherungen profitieren bei der gegenwärtigen Altersarbeitslosigkeitspyramide von weiterbestehenden Beschäftigungsverhältnissen. Außerdem profitieren sie vom - altersmäßig tatsächlich ansteigenden - Lohnniveau. Das müsste sich doch in derartige Kürzungen umrechnen lassen, die für die betroffenen Sozialversicherungsträger unterm Strich ein Nullsummenspiel, in weiterer Folge vielleicht sogar einen Gewinn bedeuten. Und Arbeitgeber schielen dann (gegenläufig zur Darstellung von AU) vielleicht schon ab dem 53. oder 54. Lebensjahr auf die bevorstehende Verbilligung der Arbeitskraft. Und kündigen nicht.

  14. terbuan
    16. Januar 2012 12:46

    Noch ein Schnäppchen zum Pleitier Italien:

    "Parlaments-Stenograph verdient mehr als der spanische König!"

    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/01/36138/

    Tja, das Beherrschen der Kurzschrift hat Seltenheitswert und muß entsprechend honoriert werden!

    • brechstange
      16. Januar 2012 17:05

      Na ja, vielleicht ist das Schweigegeld oder Umschreibegeld, anders kann ich mir das nicht vorstellen.

    • terbuan
      16. Januar 2012 17:15

      Es gibt noch weitere Gustostückerln in dieser Ausgabe der Deutschen Mittelstandszeitung:
      "Finanzbeamte arbeiten schwarz als Steuerberater!"
      Das ergibt dann ein "Rundumwohlfühl-Service" für geplagte Steuerzahler! ;-)

  15. terbuan
    16. Januar 2012 12:36

    Das System steht vor dem Kollaps und es häufen sich die hilflosen und unüberlegten Wortspenden wie die von der Salzburger Gabi!

    Heute auch gelesen bei den "Kämpfern um die besten Ausreden":

    "Erste" Chefanalyst Moosböck: "Österreich hat "besseres" AA+ als Frankreich!"

    "Heute" Gratisschmierblatt weinerlich: "Warum hat der insolvente US-Staat Minnesota immer noch AA+?"

    Und unsere Schwachmatiker sind noch immer "überrascht" von der Herabstufung und verharren in der Schockstarre:

    http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/724063/Es-werden-noch-mehrere-Ueberraschungen-folgen?direct=724075&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=101

    • M.S.
      16. Januar 2012 13:16

      @terbuan

      Genau dieses Thema hat der Presseredakteur Schellhorn als Gast bei der Sendung "Im Zentrum" gestern angesprochen. Die Antwort von Staatssekr. Schieder lautete sinngemäß: "Da bin ich aus ideologischen Gründen anderer Ansicht. Das machen wir nicht so, und -mit sarkastischen Lächeln- dann kann sich der Herr Schellhorn darüber wieder aufregen."

    • terbuan
      16. Januar 2012 15:06

      Die EU setzt noch eines drauf, soeben berichtet der ÖRF, ein Sprecher der Kommission hat die Herabstufungen von S&P kritisiert, da die "eingeleiteten" Sparmaßnahmen nicht berücksichtigt wurden!
      Habe ich da etwas in Österreich verschlafen?

    • simplicissimus
      16. Januar 2012 16:48

      wie recht du hast, terbuan!
      und welche sparmassnahmen bitte?
      die geplanten steuererhöhungen?

    • brechstange
      16. Januar 2012 17:08

      Irgendein Banker hat auch behauptet, es läge an der Kleinheit Österreichs. Mich wundert, warum dann die Schweiz nicht inzwischen Ramschstatus hat, als gallisches Dorf mit in Europa.

    • terbuan
      16. Januar 2012 17:17

      brechstange
      Das war der "Chefökonom" der Bank Austria!

    • Undine
      16. Januar 2012 18:25

      @brechstange

      Die Bezeichnung "gallisches Dorf mitten in Europa" für die Schweiz ist köstlich und treffend! :-)

      Ja, die Ausreden unserer "Verantwortlichen" sind oft sehr "kreativ"! Als ob Ö das kleinste Land in Europa wäre. Da müssen sie sich schon etwas G'scheiteres einfallen lassen.

    • Udo (kein Partner)
      17. Januar 2012 11:44

      @brechstange
      Mit diesem eindeutig falschen Argument der Kleinheit, hat man uns ja auch die EU eingeredet, "wir wären ja sonst ganz isoliert", hieß es damals. Wenn man als Gegenargument die Schweiz anführte hieß es , "warte nur wie die in 10 Jahren dasteht". Die direkte Demokratie der Schweiz hat allen dummen, aber zu damaliger Zeit nur nicht widerlegbaren, weil fiktiven, Argumenten der EU-Befürworter, gerade auf Grund ihrer Kleinheit getrotz. Und ganz nebenbei auch allen negativen Entwicklungen, welche die EU mit sich brachte.

      Eben weil Kleinsein z.B. auch Übersichtlichkeit mit sich bringt statt Unübersichtlichkeit.
      In der Wirtschaft gibt , oder gab, es den Begriff des "Grenznutzenwertes" der besagt, daß ab einer gewissen Größe, die Größe selbst Probleme hervorruft.
      z.B.: Ich habe in einem Raum zwei Arbeiter die so gut arbeiten, daß ich einen dritten einstellen kann, die zusammen mehr produzieren. Dann stelle ich einen Vierten ein und es wird noch mehr produziert, wodurch ich noch einen fünften Mitarbeiter einstelle und nach einiger Zeit komme ich drauf, daß die Stückzahl der Produktion rückläufig ist. Wie ist das passiert?
      Der Grenznutzenwert wurde überschritten, die Arbeiter stehen sich gegenseitig im Weg, die Arbeitsschritte für die Mitarbeiter werden immer unübersichtlicher, kurz mit der übermässigen Größe nehmen auch die Probleme und auch die der Art der Probleme zu.

      Es hat schon seinen Grund warum in der Natur alles ab einem gewissen Punkt zu wachsen aufhört.
      Und auf Gesellschaften, Völker, Staaten und alle Systeme trifft das genauso zu.
      Alles andere ist letztlich Größenwahn, wie auch die EU und alle daran Beteiligten in ihrer derzeitigen Form.

      Buchtips zu dem Thema:
      Alles von Leopold Kohr: Weniger Staat, Die überentwickelten Nationen, Das Ende der Grossen. Übrigens ein Österreicher.

      Eine genauere Auseinandersetzung mit diesem Thema wäre allen Menschen zu wünschen, weil es sehr elementar ist jeden betrifft und wurde bisher noch von Keinem bereut dem ich es empfolen habe, obwohl deren Charaktere unterschiedlicher nicht hätten sein können.

    • Udo (kein Partner)
      17. Januar 2012 11:54

      Übrigens begann die EG 1961 unter Präsident Margolin mit ihrem Versuch, ihre Mitgliedsstaaten in kleine Regionen zu 3 bis 5 Millionen Einwohner aufzuteilen, da es leichter wäre mit ihnen zu arbeiten, statt mit den schwerfälligen Gro0staaten.
      Damals wollte man wohl wirklich noch das Beste für alle Beteiligten.

    • Undine
      17. Januar 2012 14:58

      @Udo 11:44

      ***!

    • Udo (kein Partner)
      17. Januar 2012 18:17

      Nachdem ich Reinhards Beitrag von heute 16.27 gelesen habe, komm ich nicht drumherum das Problem des Faktors Grösse, in Bezug auf Wachstum, hier auch noch beizufügen und auch a bisserl wegen der Undine ;-)

      Natürlich stößt auch Wirtschaftswachstum wie man heute deutlich sieht, an seine Grenzen bzw. erreicht es einmal seinen Grenznutzenwert.

      Es wäre daher besser den Reichtum und Lebensstandard den wir heute, vor allem in Europa, haben, versuchen zu erhalten, anstatt, völlig gestört, dem "immerwährenden Wachstum" um jeden Preis nachzurennen, soetwas gibt es nämlich nicht.

  16. perseus
    16. Januar 2012 11:00

    Da gibt es noch andere Beispiele für „Begünstigungen“ des „Sozialgesetzgebers“, die kontraproduktiv wirken.

    Behinderte: Mitarbeiter, die einen Bescheid des Bundessozialamtes vorlegen der ihnen eine Behinderung von mindestens 50% zuspricht, sind nicht mehr kündbar. Viele Unternehmen, die Behinderte einstellen würden „verzichten“ deswegen darauf. Das Bundessozialamt ist naturgemäß bei der Ausstellung so großzügig, wie die Behörde, die für Frühpensionierungen zuständig ist.

    • Observer
      16. Januar 2012 12:16

      Die Betriebe kaufen sich da lieber durch eine "Straf"gebühr frei.

    • Haider
      16. Januar 2012 22:01

      Und wie handelt ein Privatunternehmen? Als Firmen nicht mehr bereit waren, ihren Mitarbeitern auf Dienstreisen 5*-Hotels zu genehmigen, stuften sich diese Hotels selbst auf 4*-Niveau herunter - bei völlig gleichem Standard. Öffentliche Institutionen machen genau das Gegenteil, wie sie ganz richtig schreiben. Diese staatlichen Einrichtungen brauchen auch für die (finanziellen) Folgen nicht einzustehen.

  17. M.S.
    16. Januar 2012 10:58

    "Dies gilt auch für die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, obwohl sie in letzter Zeit als eine der erfreulichsten und mutigsten SPÖ-Politiker positiv aufgefallen ist." Ja man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.
    Und was den Sozialminister betrifft. Ein Mensch, der langjähriger Gewerkschaftschef der Wiener Gemeindebediensteten war, ist als Ideenbringer für Einsparungen im Sozialbereich sicher nicht die Idealbesetzung.

  18. XICY
    16. Januar 2012 09:49

    Frau Burgstaller ist eine würdige Kandidatin für den IG Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Mit Ihrer genialen Idee, die Vollbeschäftigung dadurch zu sichern, dass Entlassungen einfach verboten werden, wird sie die Welt revolutionieren.

  19. Undine
    16. Januar 2012 09:32

    Sowohl die Sozialisten als auch deren ÖGB gebärden sich, als lebten wir nicht im Jahr 2012, sondern 100 Jahre früher. Sie haben übersehen, daß sie ihre Wirksamkeit längst ausgeschöpft haben. Ja, beide, der Sozialismus und der Gewerkschaftsbund haben in der Tat viel, ja sehr viel für die Arbeitnehmer getan, aber irgendwann haben sie begonnen, den Bogen gewaltig zu überspannen und wesentlich mehr Schaden als Nutzen anzurichten. Und dieses "Schaden Anrichten" dauert nun schon gut 40 Jahre an. Das hält kein Staat aus!

    • M.S.
      16. Januar 2012 11:13

      @Undine
      **********
      Sie sind wie Roboter. Nur programmiert auf Fordern. Für eine Gesamtsicht sind sie nicht fähig. Das gehört nicht zu ihrem Programm!

    • simplicissimus
      16. Januar 2012 16:50

      genauso ist es!

    • dickbrettbohrer (kein Partner)
      18. Januar 2012 08:46

      Undine, von den Gewerkschaften stehen längst nur noch die Fassaden, hinter denen nichts anderes als ein lukratives Geschäft betrieben wird – von der Eigendymnamik des Verzweckungsprozesses wird keine menschliche Institution verschont, und seien ihre Anfänge noch so wohltätig und nützlich gewesen. Gewerkschaften und ihnen verwandte Einrichtungen werden nicht eher zusammenbrechen, als der Wohlstand selbst zusammenbricht, also zu einem Zeitpunkt, da endlich Kapital und Ressourcen aufgezehrt sind. Der kritische Moment ist erreicht, wenn zu viele Menschen in parasitären "Unternehmen" ihr tägliches Schmarotzerbrot verdienen und die wenigen, die noch wohlstandsmehrend arbeiten, buchstäblich zerrieben werden. Maßgeblich zu dieser unerfreulichen Entwicklung trägt die Verschulung unserer Gesellschaft in bei, die Indoktrinierung junger Menschen nimmt beinahe ein Drittel der Lebenszeit ein. Wir haben es zu tun mit einer Eigendynamik, die durch nichts und niemanden zu bremsen ist, nicht durch kluge Landeshauptfrauen oder gesetzliche Vorgaben bzw. Verwaltungsreformen.

      Sozialisten und Gewerkschaftler handeln nicht böswillig, sondern (unbewußt) gemäß der inneren Logik, die abgehalfterte Systeme nun einmal zwingend annehmen: wirtschaftlich rein parasitär. Der Mensch tut das, was ihm nützt. Wenn Erpressung und Diebstahl legalisiert sind und Nutzen bringen, dann wird sich nun einmal eine Schar von Personen darum prügeln, genau in diesem Gesellschaftssektor tätig zu sein. Das ist ein Naturgesetz.

      Parasiten hingegen betrachten sich selbst als nützliche Gesellschaftsmitglieder. Der Gedanke, daß sie sich von arbeitenden Menschen aushalten lassen und dem Gesellschaftskörper Schaden zufügen, käme ihnen nicht nur abstrus vor, sondern nachgerade unanständig. Ein Bürokrat (und die meisten Parasiten sind Bürokraten) denkt und handelt in ausgesprochen kleinräumigen Schemata, und in diesem Rahmen ist er ein anständiger Mitmensch und korrekter Mitbürger. Er lebt in einer Mikrowelt, in der sein Handeln als notwendig und wohlstandsfördernd gilt. Der typische Sozialschmarotzer (ich meine nicht den Klein-Klein-Schmarotzer im Unteren Sozialniveau) hält die Schmutzkrusten am Boden seiner Suppentasse irrtümlich für das Universum. Der echte Horizont erscheint über seinem Kopf als münzgroße Öffnung, aber nur selten hebt er sein Gesicht nach oben. Das kreisrunde Loch ist dann für ihn eine Art Belüftungsluke, durch die hinauszusteigen nun doch etwas zuviel verlangt wäre. Wozu auch. Man hat sich doch am Boden der Tasse häuslich eingerichtet.

      Ach, all die Aufregung, sie ist so nutz- wie wirkungslos! Wer sagte das doch: Denn sie wissen nicht, was sie tun … ? Lügner sind nicht gefährlich. Viel gefährlicher sind die Naiven, die an die Lügen glauben und nach ihnen handeln. Guten Gewissens und mit allem Impetus. Das ist der überwiegende Teil. Echte Lügner sind dünn gesät.

      Schönen Gruß aus Salzburg,
      dickbrettbohrer

    • Undine
      18. Januar 2012 22:41

      @dickbrettbohrer

      Danke für Ihre ausführliche, sehr informative und interessante Antwort!
      Mir dreht sich immer der Magen um, wenn ich die ÖGB-Bosse der letzten Jahrzehnte Revue passieren lasse, diese an Präpotenz nicht zu übertreffenden Proleten!

    • dickbrettbohrer (kein Partner)
      19. Januar 2012 07:51

      Da bin ich gefühlsmäßig ganz mit Ihnen einig, Undine!

      dickbrettbohrer

  20. socrates
    16. Januar 2012 08:53

    Ab einem gewissen Alter wird man auch als BeamterIn aus dem Job gedrängt. Das fängt mit Benachteiligungen an, führt zum Mobbing und endet mit Krankenstand und Pension, bevor man die letzten und größten Gehaltserhöhungen bekommt. Lieber verzichtet der "AlteIn".
    Wie das? Eine von der Partei bestellte Partisanin, geübt im Hacklschwingen und Intrigieren, kommt von oben gesandt (Fallschirmspringerin) an die Macht. Sofort übt sie diese aus und schafft sich eine Klientel. Die AltenIn, die SystemerhalterIn, stehen Änderungen aus Erfahrung kritisch gegenüber. Also stellt sie möglichst viele Junge an, auf halbe Posten, im Sondervertrag (total abhängig durch Verlängerung). Die AltenIn bekommen die schlechtesten Dienste, die unangenehmsten Arbeiten und werden dauernd zu Unrecht abgemahnt. Die Gewerkschaft hilft nicht, da die Chefin auuch MitgliedIn ist und bei Streitigkeiten unter MitgliederInnen ist sie nicht zuständig. Daher tritt man am besten aus!
    Männer sind nicht besser, da kommen die feschen jungen Damen in Superminis vorbei, bücken sich und bekommen Recht.
    Auch Pelinka und Rudasch sind junge, fesche, mehrfach unbegabte Partisanen.
    Welch Vergnügen ist es einen Chorher sen. oder Schulmeister sen. zu lesen statt eines Peter Strasser!

    • socrates
      16. Januar 2012 14:30

      Heute in der Presse: Chorherr! Welcher Unterschied zu Pandi, Göweil Rauscher, Strasser,......, Torberg ("den Unterschied will ich Klavierspielen können") wäre der beste Pianist aller Zeiten!

  21. Observer
    16. Januar 2012 08:37

    Vermutlich wurde Gabi Burgstaller nach ihren kürzlichen vernünftigen Vorschlägen von ihrer Partei und AK/ÖGB wieder auf Vorderfrau gebracht. Daher diese dumme Wortspende, welche jeden tüchtigen Unternehmer zwingt, sich rechtzeitig von seinen nicht mehr arbeitswilligen Arbeitnehmern zu verabschieden. Der Unternehmer hat immer noch die Freiheit, sich seine Leute auszusuchen und ggfs. seine Aktivitäten ins Ausland zu verlegen.

    • byrig
      16. Januar 2012 23:33

      die gewerkschaft schiesst sich ins eigene bzw ins knie ihrer vertretenen mit diesen unsinnigen einschränkungen.aufgrund vorhandener bestimmungen nehme ich keinen arbeitnehmer nahe 50 auf.obwohl es gerade in dieser altersgruppe sehr wertvolle mitarbeiter gäbe.
      der grund?nach 50 kann der(bei mir eher die)mitarbeiter mit grossen erfolgsaussichten gegen eine entlassung klagen.er ist also fast unkündbar.fein.
      aber für wen?für den deshalb nicht eingestellten oder den kurz vor dieser linie entlassenen?
      eher nur für die im parlament sitzenden gewerkschafter und den gewrkschafter sozialminister hundstorfer.
      irre politik!zumal der öminöse öaab mit von der partie sein dürfte.

    • cmh (kein Partner)
      17. Januar 2012 10:45

      Ganz klar - mit den Sozen ist außer Klassenkampf nichts anzufangen.

  22. Josef Maierhofer
    16. Januar 2012 08:36

    Kurzsichtigkeit.

    Die Gewerkschafter sind in der überwiegenden Mehrzahl Klientel- und Parteidenker. Was schert sie eine Gesellschaft, was schert sie Österreich, 'gemeinsam' sind wir stark und 'gemeinsam' setzen wir alles durch, was wir wollen, notfalls mit Streik und Firmenzerstörung. Eine brutale Sippe mit einem brutalen 'Hauptquartier', abgesichert mit Stacheldrahtzäunen, Kameras und scharfen Hunden.

    Wie von Dr. Unterberger beschrieben werden damit die Arbeitnehmer, die sie zu vertreten vorgeben, dadurch geschädigt, noch mehr natürlich der Staat und die Gesellschaft, erstens durch den wirtschaftlichen Schaden, der angerichtet wird und zweitens durch die entstehende soziale Ungleichheit und damit durch den sozialen Unfrieden.

    Aber was schert die Gewerkschafter in der überwiegenden Mehrheit die Klientel, die Arbeit, keinen Deut, solange die Mitglieder zahlen.

    So gesehen sind unsere Gewerrkschaften kein Segen für Arbeiter und Arbeit, sondern der Feind der Arbeiter und Arbeit, der Feind der Republik Österreich, aber der Freund der Partei, das genügt, bis jetzt.

    Ich meine, die Kammern wären eigentlich die zuständigen Kollektivvertragsverhandler, nicht die privaten Gewerkschaftsvereine.

    Wir müssen schön langsam diesen Schaden in Österrreich beheben, wenn wir überleben wollen. Es ist richtig in meinen Augen, dass Gewerkschaften ein waches Auge auf Einhaltung von Arbeitsbedingungen haben sollten, aber es ist ein Schaden, dass sich Gewerkschaften in Firmenpolitik einmischen und damit die Arbeiter und Arbeit schädigen, unnötig verteuern, aus dem Land treiben.

    Kleine Firmen können Kollektverträge, wie sie heutzutage gelten, kaum mehr erfüllen, die Mitarbeiter wollen aber die Arbeit tun, sie wollen die Arbeit, sie wollen davon leben, die Gewerkschaft verbietet ihnen das, oder ruiniert diese Firmen, die von ihren Mitarbeiteern getragen werden.

    Reduzieren wir die Gewerkschaftzen endlich wieder auf das, was sie sein sollten, Selbsthilfevereine für die arbeitende Bevölkerung im Falle von problematischen Arbeitsbedingungen und bewerten wir die Gewerkschaften doch bitte nicht als Staat im Staat.

    Es sind natürlich die Gewerkschaftsmitglieder, die Privilegienklientel, die ihren Mitgliedsbetrag zahlt, um Privilegien und Vorteile zu haben und nicht mehr, wie es früher und ursprünglich war, im Notfall Hilfe und Unterstützung zu bekommen. So wurde aus einem Selbsthilfeverein ein Selbstbedienerverein.

    Denken wir alle einmal nach darüber und vor allem die Gewerkschafter.

  23. mike1
    16. Januar 2012 07:32

    seit jahren gebe ich zum besten, dass ich die gewerkschaften für die effektivsten arbeitsplatzvernichter halte - ich brauche mich also nicht zu wiederholen.

    diese ewige reglementiererei auf allen ebenen geht mir schon ziemlich auf die nerven: dort darf nicht gearbeitet werden, da auch nicht, und nicht zu lange, da darf nicht entlassen werden, der muss in frühpension gehen, dort muss man dies und das in quoten umsetzen, etc ., etc.

    ich hoffe, dass manch einer dies erkennt und endlich die konsequenzen zieht - seien es politiker oder auch gar gewerkschafter !

    • simplicissimus
    • Wertkonservativer
      16. Januar 2012 08:25

      Da bin ich ganz bei Dir, lieber Mike!

      Grüße!

      Gerhard

    • cmh (kein Partner)
      17. Januar 2012 10:47

      Gusenbauer (schluck) hat versucht, die Gewerkschaften zu stanzen. Wo ist er geblieben?

      Schlussfolgerung: Die Roten sind nicht paktfähig.

  24. Wertkonservativer
    16. Januar 2012 06:25

    Also, wollt Ihr meine Meinung hören?

    Von den Rothäuten ist mir die Salzburger Gabi wirklich eine der Sympathischesten!

    Die hat ihr Mundwerk am rechten Fleck, ist - zumindest für Fans gerundeter Weiblichkeit - recht ansehnlich, und hat, im Gegensatz zu ihrem Chef, auch eine sehr angenehme Stimme!

    Nun, das ändert nichts daran, dass sie daneben auch eine Rote ist, jedoch eine Rote, die aus ihrem Herzen keine Mördergrrube macht, und sich was traut.

    Nicht alles, was sie sagt, entspricht unseren hier mehrheitlichen Meinungen und Wünschen!!
    Doch, liebe Freunde, lasst auch im Politgarten viele Blumen blühen!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      16. Januar 2012 07:13

      Ein Nachtrag, aus gegebenem Anlass!

      Ehre, wem Ehre gebührt!

      Heute, im Morgen-Kurier, Seite 10/Forum:

      ein brillianter Gastkommentar Wolfgang Bauers:
      "Eine gute Chance für uns alle, Weichen zu stellen!"

      Das ist wahrlich eine Initiative, die es wert ist, weiterhin gefördert und gestärkt zu werden!

      Gratulation, und viel Kraft für weiterführende Aktivitäten!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • simplicissimus
      16. Januar 2012 07:27

      ähm, ihre toleranz in ehren, werter wertkonservativer, aber erfahren gegner der linken reichshälfte ähnlich faire behandlung? oder ist heutzutage der rufmord nicht wieder in mode gekommen?
      sie allerdings machen dem christenmenschen alle ehr und halten nun auch die rechte backe hin.
      edler standpunkt. ich hatte früher auch eine sehr tolerante haltung aber die ausnützung derselben durch unsere weltanschaulichen gegner haben mich ein bisschen kritischer gemacht.

    • Wertkonservativer
      16. Januar 2012 07:33

      @ simplicissimus:

      Ich bin selbst ein "Rechter", no sagen wir vielleicht besser, ein Halbrechter!
      Da brauche ich mir von Ihnen, Verehrtester, nichts vorhalten zu lassen!

      Grüße!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • brechstange
      16. Januar 2012 07:46

      @wk
      Zumindest steht die Burgstaller für die Abtreibung ohne Wenn-und-Aber. Das macht sie für mich unsympathisch.
      Ist es nicht so, dass jeder Politiker / Mensch auch ein paar gute Ideen hat, aber muss nicht doch in erster Linie das Wertegerüst insgesamt passen?

    • Wertkonservativer
      16. Januar 2012 08:39

      Mit dem "Wertegerüst" haben Sie schon weitgehend recht, liebe Brechstange!
      Als Wertkonservativer brauche ich mich da wohl nicht zu verstecken

      Doch fällt mir immer wieder auf, dass auch auf unserer (an sich richtigen) Seite das Wertegerüst bei manchen nicht immer ganz stabil und standfest aufgestellt ist.

      Manchen unserer "Mitstreiter" fehlt es ein wenig an Verständnis für Andersdenkende, an Mitmenschlichkeit im allgemeinen; es herrscht vielfach die Meinung, dass ausschließlich wir recht haben und alle anderen die Bösen und Dummen sind.

      Dagegen kämpfe ich an, auch wenn mir das manchmal auf den Kopf fällt!

      Liebe Grüße!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • mike1
      16. Januar 2012 09:57

      lieber Gerhard !

      "verständnis für andersdenkende!": auch das ist wichtig für uns alle, hier hast Du vollkommen recht, wir sind ja auch nicht perfekt !

      liebe grüße

      mike

    • simplicissimus
      16. Januar 2012 10:03

      sie haben prinzipiell schon recht wertkonservativer und die eigene meinung muss periodisch hinterfragt und korrigiert werden, wenn nötig. jeder mensch tendiert zu ungerechtigkeit in eigener sache.
      aber nocheinmal, sie kommen mit einer solchen allzu verständnisvollen rücksichtnahme in harten auseinandersetzungen und insbesondere bei unfairen oder verblendeten gegnern unter die räder. das ist leider die kehrseite der medaille.

    • Wertkonservativer
      16. Januar 2012 12:10

      Da kennen Sie mich schlecht, werter @simplicissimus:

      wenn's darauf ankommt, kann ich schon aufrecht kämpfen, und habe das mein ganzes Leben lang auch getan; unter die Räder bin ich noch nie gekommen!

      Ein gewisses Maß an Toleranz ist jedoch notwendig für das Zusammenleben der Menschen; denken Sie bitte an die Ringparabel im "Nathan!".

      Weltanschauliche Gegner sind per se noch keine Feinde, sind jedenfalls zu achten und lediglich mit erlaubten Mitteln in fairem Wettstreit der Meinungen zu bekämpfen!
      That's my opinion, dear Sir!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Undine
      16. Januar 2012 13:39

      @brechstange

      "Zumindest steht die Burgstaller für die Abtreibung ohne Wenn-und-Aber. Das macht sie für mich unsympathisch"

      Mit diesem Satz haben Sie 100%ig Recht: Nicht nur, daß es absolut inhuman ist, gedankenlos Leben zu zeugen, um es dann einfach wegzuwerfen, weil man nichts damit anfangen kann/will, sondern daß es mittlerweile schon ein beängstigender, nicht mehr rückgängig zu machender Aderlaß an der einheimischen Bevölkerung und somit a la longue ein Riesenschaden für das Staatsgefüge ist. Das müßte auch dem kurzsichtigsten Politiker mittlerweile klar geworden sein. Und Gabi Burgstaller gehört, scheint's, leider auch in diese Kategorie.

    • Undine
      16. Januar 2012 14:33

      Das deutsche Wort "unmenschlich" ist viel aussagekräftiger, als das Fremdwort "inhuman".

      Also sollte ich besser schreiben: "...daß es absolut unmenschlich ist, gedankenlos Leben zu zeugen, um es dann achtlos wegzuwerfen,..."

      Die Linken würden es auch "menschenverachtend" nennen, wenn es nicht zu ihren eigenen Forderungen gehörte.

    • Wertkonservativer
      16. Januar 2012 14:52

      Liebe Damen brechstange und Undine:

      glauben Sie mir bitte, auch ich bin strikt gegen das Töten ungeborenen Lebens!
      Doch bleiben wir bitte mit der Kirche im Dorf: wir sind mit dieser Grundhaltung und Einstellungeine kleine Minderheit im Volksganzen!
      Ich binziemlich überzeugt, dass heute auch ein Großteil des bürgerlichen Volkes sich mit dieser inhumanen Praxis mehr oder weniger gedanklich abgefunden hat und im Aktualitätsfall - wenns hart auf hart geht - vielfach auch davon Gebrauch macht.

      Leider!!!!

      Ja, viele von uns sind anders, das ehrt uns! Doch die rote Gabi ist mit ihrer Meinung wahrlich nicht allein!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Undine
      16. Januar 2012 18:00

      @Wertkonservativer

      Nein, nein, lieber Wertkonservativer, ich will da jetzt auch auf keinen Fall eine Abtreibungsdebatte vom Zaun brechen. Ich weiß auch, wie Ihre Einstellung ist und schätze sie!
      Aber was mir so zu denken gibt, ist, wie der Mensch durch Gewöhnung schön langsam, schleichend, seine Wertevorstellung verändert, wenn von außen nur beharrlich genug nachgeholfen wird. Die Nachkriegsgenerationen sind empört, daß man sich unwerten Lebens "entledigt" hat. Damals war das vermutlich genau so selbstverständlich wie heute die Tatsache, daß man ein nicht bestelltes Kind "zurückgibt". Vielleicht wird die nächste Generation dieses jetzige Verhalten einmal ebenso beinhart verurteilen wie die Nachkriegsgeneration ihre Eltern in der NS-Zeit. Und sie hätte allen Grund dazu, denn diese stark dezimierte Generation hat einmal die doppelte finanzielle Last zu tragen.

    • cmh (kein Partner)
      17. Januar 2012 10:52

      Wer schweigt stimmt zu!

  25. simplicissimus
    16. Januar 2012 05:17

    es ist eine natürliche sache, dass politische organisationsformen und ihre ideenwelt vom lauf der geschichte und der gesellschaftlichen entwicklung überholt werden. in alternde, versteinerte hirne geht das natürlich nicht mehr hinein. man hat schliesslich im dienst der guten sache immer alles richtig gemacht, den klassenfeind gebührlich gemolken und jetzt glaubt man vor allem seine eigenen pfründe sichern zu müssen.

  26. Anton Volpini
    16. Januar 2012 04:02

    "........ weil sie nie in der wirklichen Wirtschaft gearbeitet haben."

    Was heißt wirkliche Wirtschaft?, Ist das die sogenannte Realwirtschaft? Ist das was anderes als die Finanzwirtschaft, oder die Arbeit für die Arbeitnehmer in der Gewerkschaft, Arbeiterkammer oder einer anderen parasitären Vereinigung wie auch der Wirtschaftskammer?

    Kann man zur "wirklichen Wirtschaft" vielleich sagen, daß hier im privatrechtlichem Sinne freiwillig Leistungen ausgetauscht werde, während im anderen Bereich immer Zwang vorherrscht? Wenn dem so sei, dann möge man Frau Burgstallers Vorschlag nachsehen, denn sie hat nie die Erfahrung sammeln können, was es heißt, einem Kunden zu dienen. So gefährlich für die Wirtschaft ihr Vorschlag auch sei!

    • brechstange
      16. Januar 2012 08:06

      Die Kunden der Gewerkschaften, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, etc. wären ja gründsätzlich die Mitglieder, die im Falle Arbeitkammer, Wirtschaftskammer zwangsrekrutiert werden und im Falle der Gewerkschaften, obwohl freiwillig, mehr oder wenig auch zwangsrekrutiert werden, zumindest war die Mitgliedschaft in der "unabhängigen, freiwilligen" Gewerkschaft doch auch für viele ein Zwang. Im Konsum und anderen gewerkschaftsverseuchten Betrieben bzw. in Unternehmen, die von öffentlichen Aufträgen abhängig waren, hat man vor Abschluss des Arbeitsvertrages den Gewerkschaftsbeitritt unterschreiben müssen. Institutionalisierter Machtmissbrauch per se für mich.

      Trotzdem dienen diese Institutionen, vereint in der Sozialpartnerschaft (für mich der größte Hemmschuh jeglicher Reform), in erster Linie der Partei und sich selbst. Den Kunden reden sie wortreich ein, wie sehr sie sich doch für diese einsetzen. Ich nehme an, manche in diesen Institutionen bilden sich das wirklich ein bzw. haben keine Lust ihre Stellung zu hinterfragen. Andere nutzen dies um ihre ureigensten Interessen durchzusetzen, gleich wenn man noch vertritt oder nicht.

      Kürzlich wollte eine Supermarktkassiererin das kollektivvertragliche Gehalt, das amtlich von der AK festgestellt über Jahre zu niedrig war, für ein Jahr rückwirkend einfordern. Daraufhin hat ihr die Betriebsrätin (die die Arbeitnehmer vertreten sollte) klar gemacht, entweder Rückzug der Forderung oder Kündigung. Wozu braucht man eigentlich die Arbeitkammer, wozu einen Betriebsrat?

      Diese gesamte Kammersystem sollte auf freiwillige Mitgliedschaft umgestellt werden, dann würde der Kundendienst funktionieren müssen.

    • Anton Volpini
      16. Januar 2012 19:07

      Solange diese Betonköpfe von Kämmerern in Österreich sich gegenseitig die politische Macht zuschanzen, solange geht eher ein Kamel durchs Öhr, als die auf freiwillige Kammer- Leistungen umstellen.

      Ich hab soeben das Buch "Das Ende des Geldes" fertiggelesen, brechstange. Erschütternd!!
      Ein Sarkasmus über Fiat Money, und alles was damit zusammenhängt, wird mir nicht mehr über die Lippen kommen. Die gute Botschaft ist: Nach dieser Erfahrung 1919 bis 1924 hatten die Verantwortlichen die Hyperinflation 1947/1948 relativ schnell wieder im Griff. Wir können davon ausgehen, daß auch seitdem dazugelernt wurde, auch wenn wir in unserer Tagesbeobachtung nicht gerade in diesem Gefühl bestärkt werden.

  27. libertus
    16. Januar 2012 01:15

    Spätestens wenn den Gewerkschaften durch internationale wirtschaftliche Konkurrenzsituationen bzw. Zwänge noch mehr Mitglieder abhanden kommen als der katholischen Kirche, die ja zu einem ihrer vielen Feindbildern zählt, werden sie merken MÜSSEN, daß sie in Zeiten wie diesen zu den größten Arbeitsplatzvernichtern zählen anstatt zu deren Schützer.

    Genauso wie unseren Verschwendungspolitikern derzeit ein scharfer Wind um die Ohren weht, wird in kurzer Zeit auch die Gewerkschaftsgenossen diese harte Realität einholen - dann ist Schluß mit überzogenen Forderungen sowie den vielzitierten "wohlerworbenen Rechten" und das ist gut so!

    • Brockhaus
      16. Januar 2012 08:18

      Ich weiß nicht, aus welchem Verein in den letzten Jahren mehr Mitglieder ausgetreten sind. Aus Gewerkschaft oder Kirche.

      Ich würde daher eine Fusion von Gewerkschaft und Kirche vorschlagen ;-)

    • terbuan
      16. Januar 2012 14:55

      Mit ein paar Mausklicks kann man diesen Vergleich ziemlich konkretisieren:

      Die r.k. Kirche hat in den letzten 20 Jahren absolut 600.000 Schäfchen verloren d.s. 10% der Katholiken (von 6,1 auf 5,5 Mio.)
      Der ÖGB hat 300.000 Mitglieder verloren d.s. 20% (von 1,5 auf 1 Mio.)
      (teilweise gerundet und hochgerechnet)

    • terbuan
      16. Januar 2012 14:56

      korrigiere: ÖGB von 1,5 auf 1,2 Mio. (2010)





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