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Fußnote 255: Österreich rehabilitiert Nationalsozialisten

Unter dem Jubel der gesamten Linken und mit kaum vernehmbarem Zähneknirschen der mitstimmenden ÖVP hat das Wiener Parlament nun Tausende Nationalsozialisten rehabilitiert, die Totengräber der österreichischen Unabhängigkeit.

Da kann man nur sagen: Na Bravo. Die nackten Zahlen zu den in der vergangenen Woche erfolgten pauschalen Rehabilitierungen aller „politischen Gefangenen“ des Ständestaates: Von den 12.000 bis 14.000 Anhaltehäftlingen der Dollfuß-Schuschnigg-Zeit waren mehr als 72 Prozent Nationalsozialisten. Und vom Rest war die Mehrheit Kommunisten. Jetzt bleibt nur noch die Frage: Kann sich ein Staat in seiner geschichtslosen Blödheit noch weiter blamieren? Muss man so einen Unsinn anrichten, nur weil auch Sozialdemokraten unter den Häftlingen waren? Wobei im übrigen auch bei Sozialdemokraten eine Rehabilitierung diskussionswürdig wäre, wenn sie über Organisations- und Meinungsdelikte hinausgehende Gewalttaten begangen haben, die ja auch etliche Todesopfer gefordert haben.

Nachträgliche Ergänzung: Einige Poster meinen, das Gesetz schließe sehr wohl Nationalsozialisten von einer Rehabilitierung aus, weil sie nicht, so der Gesetzeswortlaut, „im Kampf um ein unabhängiges, demokratisches und seiner geschichtlichen Aufgabe bewusstes Österreich" gestanden sind. Was kühn ist: Denn die damaligen illegalen Nazis haben ihren Kampf in hohem Ausmaß genau so verstanden: Sie sahen die geschichtliche Aufgabe Österreichs halt eben in seiner "deutschen Mission" gesehen (wie sich ja auch die Habsburger auch nach 1848 als "deutsche Fürsten" definiert haben), sie waren „demokratisch" für den Anschluss, den in den Jahren davor ja fast alle Parteien und eine Mehrheit der Wähler gewollt haben. Und würde man das dritte Kriterium „im Kampf um ein unabhängiges Österreich" wirklich genau nehmen, dann dürfte auch fast kein Sozialdemokrat als rehabilitiert angesehen werden. Denn seine Partei war eindeutig für den Anschluss und hat die (leider mit untauglichen Mitteln) als einzige dagegen kämpfende Ständestaat-Regierung allein gelassen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    19x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2012 01:00

    Die verlogenen rot-grünen Geschichtsfälscher bejubeln ja auch nachweislich jene "Februar-Kämpfer", die zB aus den Schießscharten der Gemeindebauten auf Polizisten geschossen und sich in späterer Zeit noch persönlich im ORF ihrer Verbrechen gerühmt haben.
    Einer dieser "Kämpfer" prahlte noch, Polizisten, die in den Gemeindebau eindringen wollten, "wie Hasen " abgeknallt zu haben.
    Für mich war das glatter Mord, wobei sich diese edlen Kämpfer de facto hinter Frauen und Kindern verschanzt haben
    Dann haben die bösen Austro-Faschisten- ebenfalls keine Kinder von Traurigkeit- natürlich mit Artilleriebeschuß geantwortet. So eine Frechheit !!!
    Wahrscheinlich hätten sich noch mehr Polizisten von den roten Partisanen abknallen lassen sollen.

    Nach offiziellen Angaben haben die Februar-Kämpfe in ganz Österreich 118
    Tote und 486 Verwundete auf Regierungsseite sowie 196 Tote
    und 319 Verwundete auf der Gegenseite gefordert.
    (Quelle: das rotewien.at) Das sagt ja wohl sehr viel.

    Wann endlich gibt es eine objektive Darstellung der Februarereignisse ?
    Wahrscheinlich nie. Im Gegenteil versuchen die rot-grünen Wahrheitsverdreher immer mehr Dollfuß zum Obernazi und Hitleranhänger umzulügen..........

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2012 10:17

    Eigentlich ist es ja zum Lachen: Jahrzehntelang beschäftigt man sich mit der "Aufarbeitung" der jüngeren Geschichte, was nichts Anderes heißt, als daß die einen wie die anderen herauszustreichen versuchen, wie edel sie in Wirklichkeit gehandelt haben.

    Und bei diesem Unterfangen wird-- auf Teufel komm heraus!-- an den Geschehnissen heruminterpretiert. Wie lächerlich sind doch die diversen Schuldzuweisungen. Man tut ja geradezu, als könne man dadurch die Geschichte im Nachhinein verändern. Damit hat man sich's aber ZU LEICHT GEMACHT.

    Wer sich selbst mit erfolgreich erhöhen will, muß zu diesem Zweck andere hinabdrücken.

    Das Bemühen der letzten Jahrzehnte, einen Teil der Großelterngeneration in Bausch und Bogen zu verdammen, den anderen Teil in den Himmel zu heben, kann nie gerecht sein.
    Kein einziger Mensch, der heute in Ö lebt, kann sich die Nöte dieser bedauernswerten Generation auch nur im Entferntesten vorstellen und hat NICHT das GERINGSTE Recht, den Stab über sie zu brechen.

    Hier nun die sog. Widerstandskämpfer, Saboteure*, Deserteure*, Partisanen posthum mit Ehren zu überhäufen, ihnen den edelsten Charakter zu bescheinigen und ihnen gleichsam, wie beim Jüngsten Gericht, das Plätzchen rechts vom Lieben Gott zu sichern, dort DIE Nazis, deren Charakter pauschal als zutiefst verabscheuungswürdig dargestellt werden MUSS, weil sonst das frisierte Geschichtsbild nicht ganz paßt, DIE Nazis also zur Linken Gottes aufgestellt werden, was soviel heißt wie "ab in die Hölle!", ist ziemlich dürftig und sehr UNEHRLICH.

    Warum nur will man nicht akzeptieren, daß sowohl bei den einen--ja, auch unter den Nazis, ob's nun in den Kram paßt oder nicht!-- wie auch unter all den anderen HOCHANSTÄNDIGE und eben CHARAKTERLOSE Menschen waren und nicht, wie man uns immer weismachen möchte, die Anhänger des eines Lagers pauschal SCHLECHT, die der anderen Lager pauschal GUT sind/waren.

    *Daß diese Menschen die eigenen Leute in tödliche Gefahr gebracht haben, sei nur nebenbei erwähnt.

  3. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2012 01:19

    Diejenigen, die damals den "republikanischen Schutzbund" (was sollte der eigentlich schützen?), in Wahrheit eine gesetz- und verfassungswidrige Privatarmee, geschaffen und betrieben haben, zu Gewalttaten aufriefen, aus Steuermitteln errichtete Wohnbauten zu Gefechtsständen ausgebaut hatten, heute aber verklärt als "Opfer" heroisiert werden, als Sozialdemokrtaten zu bezeichnen, ist zu viel der Ehre: Das waren schlicht und einfach dumme, gewaltbereite sozialistische Desperados, um ihnen - de mortibus nihil....usw. - schlimmere Qualifikationen zu ersparen. Auf der anderen Seite stand mit Engelbert Dollfuss ein Mann von zwar durchaus bescheidenen Gaben, den allerdings seine echten Bemühungen um eine Lösung der politischen Probleme und schliesslich sein Opfergang adeln. Dass sein Bild im ÖVP - Klublolal im Parlament in Ehren gehalten wird, ist wohl das geringste, das die Partei, die sich - immer noch - als legitime Nachfolgerin seiner Christlichsozialen zu bezeichnen wagt, tun kann. Dass sie nun dem völlig unnötigen Rehabilitierungswahn - der ja nur von der Unfähigkeit der herrschenden Sozialisten ablenken soll - willig zustimmt, ist ein Grund mehr, sich zu fragen, wo man bei der - wahrscheinlich früher als geplant - kommenden Wahl sein Kreuzerl machen soll. Wenn überhaupt.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2012 00:37

    Bei dieser Aktion hat der Rot-Grüne-Hund wieder einmal mächtig gekläfft und der ÖVP-Schwanz freudig mitgewackelt.

    Kann diese Partei, die nurmehr nach Belieben der Linken als Mehrheitsbeschaffer dient, noch tiefer sinken?

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2012 06:01

    ein kommunist wiegt halt 10 nazis auf, wir kennen doch die grundeinstellung unserer politikerInnen.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2012 11:59

    Gestern bei der Matinée in der Oper zur Brecht - Weil Premiere von "Mahagonny"
    erfuhr ich, mit welchen Methoden die Nazis schon vor der Machtübernahme die Aufführungen verhinderten. Es sind dieselben Methoden, mit denen die Kultusgemeinde + Medien die Studentenbälle jetzt verhindern. In der Schweiz ist das nicht möglich, so zeigt die NZZ in der Beilage: Bildung und Erziehung auf der Titelseite farbentragende Studenten.
    Vae victis, Rassismus umgekehrt !

  7. Ausgezeichneter KommentatorAlfred E. Neumann
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Januar 2012 11:34

    Ein wenig OT:

    Warum nur, warum wurden bei uns die Sympathiekundgebungen für Orban so vehement verschwiegen. Etwa gar, weil er kein Linker ist?

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/725889/AntiEUDemos-in-Budapest_Werden-keine-Kolonie-sein?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHegelianer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Januar 2012 09:46

    Ein Stück weit denke ich mir: Recht geschieht der ÖVP! Sie hatte es stets verabsäumt, den Ständestaat öffentlich und auf breiterer Front differenziert aufzuarbeiten. Damit allein hat sie sich zum ewigen Lehrbuben in Sachen Demokratie depotenziert und hinter den Roten als ewige Nummer Zwei einzementiert. Indes hat sie die fragwürdige Entwicklung jener Jahre hinter den noch böseren Nazis versteckt und sich in einen DURCH DEN NATIONALSOZIALISMUS VERMITTELTEN (!!!) großkoalitionären Konsens eingefunden (einen Konsens, der darob weiterhin des NS bedarf und diesen am Leben erhalten muß - auf daß es in einer SPÖVP-Koalition in der Tat nur mehr um die Vergangenheit geht). Schon um den Ständestaat zu übertünchen hat der NS auch für die ÖVP absolut böse, nur böse und immer schon böse zu sein und - selbstredend - aus dem fernen "Preußen" zu stammen, als wären Hitler & Co. keine Österreicher gewesen. (Und als verdankte Österreich Deutschland nicht auch fruchtbare Traditionen - namentlich den "Import" von Demokratie und Verfassungsstaat in das Habsburgerreich.) Der absolut böse, nur böse und immer schön böse Nationalsozialismus wird jedoch monströs und kann alles sonstige Böse wie "Böse" aufnehmen - den Ständestaat sowieso, auf daß auch Dollfuß als Hitlerverehrer verkauft werden kann, aber auch Abtreibungskritik, die Einschränkung der Ehe auf Heterosexuelle, die Beibehaltung der Langform des Gymnasiums u.v.m. Und vor diesem geistigen Scherbenhaufen steht das ganze Land heute, doch wer am künstlich aufgeblasenen und in Stein gemeißelten Tabu des Absolutbösen rüttelt, hat schon verloren. Vgl. zu dieser gesamten Problematik jüngst ausführlich: Grießer, Verurteilte Sprache, 26-46, 78, 82ff., 127-137, 183, 214-219, 492f., 588-595, 683-711, 720-722, bes. aber 765-774, 780f., 799f.


alle Kommentare

  1. Ladainian (kein Partner)
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  8. kaffka (kein Partner)
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    Und wie steht es mit den in sogenannten "Anhaltelagern" (KZs) gehaltenen Häftlingen?

    Wurden diese von der Republik entschädigt? (Wie es sich für KZler gehört?)

    • RR Prof. Reinhard Horner
      29. Januar 2012 15:38

      reinhard.horner@chello.at

      Sehr geehrter Herr kafka!

      Die Anhaltelager in Österreich waren gewiss kein Ruhmesblatt der Rechtsstaatlichkeit in Österreich. Die schon oft versuchte Gleichsetzung mit den NS-Konzentrationslagern geht jedoch völlig daneben. Die Anhaltelager waren in keinem Fall wie die NS-Konzentrazionslager Stätten zur Zwangsarbeit, zur Folter, zur Vernichtung.

      MfG

  9. kaffka (kein Partner)
    29. Januar 2012 11:32

    Ich tät gerne wissen, ob von der Rehabilitierung auch OTTO PLANETA umfasst ist?

    • RR Prof. Reinhard Horner
      29. Januar 2012 15:43

      reinhard.horner@chello.at

      Sehr geehrter Herr kafka!

      Otto Planeta fällt doppelt nicht unter die Rehabilitierung. Das ist aus dem Gesetz klar ersichtlich. In diesem Blog ist das von "terbuan" und von mir aufgewiesen und von "Fakten statt Gekeife" dankenswert unterstützt worden.

      MfG

  10. jump (kein Partner)
    25. Januar 2012 10:43

    Wäre es nicht langsam an der Zeit, diese Fußnote zu berichtigen oder mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück zunehmen?!
    Oder freut sich Unterberger insgeheim gar über die gelungene Provokation?

  11. Antidummquatsch (kein Partner)
    24. Januar 2012 20:25

    Tja, Herr Unterberger, da sind Sie leider einer gewaltigen fehlinformation aufgesessen. Wahrscheinlich hat Ihnen der Hass auf alle Sozis Ihren Blick derart vernebelt, dass Sie Wesentliches übersehen haben.

    Oder lügen Sie etwa absichtlich?

    • Trollfresser (kein Partner)
      24. Januar 2012 21:49

      Es ist nicht Hass, es ist einfach diese lähmende Leere, die sich von Hirnen wie dem des Antidummquatsch ausbreitet.

      Aber auch ein leerer Kopf sollte etwas variantenreicher sein und noch zumindest ein anderes Wort kennen als "Hass".

  12. jump (kein Partner)
    24. Januar 2012 13:10

    Herr Dr. Unterberger, ich darf ihren Lieblings-Finanzminister zitieren: "DA WÜRDE ICH HALT A BISSERL EINE RECHERCHE MACHEN!"

  13. Tertullian (kein Partner)
    24. Januar 2012 12:32

    die einen waren antibolschewistische NationalSOZIALISTEN,
    die anderen SOZIALISTEN oder kommunisten - beides Marxisten!!!
    Haben wir keine anderen Sorgen???

  14. 2fts9z (kein Partner)
    24. Januar 2012 11:53

    Wissend, dass Nationalsozialisten von dieser Rehabilitation ausdrücklich ausgenommen sind, habe ich mich schon gefragt, was die Überschrift dieses Artikels soll, ohne ihn lesen zu können (da noch nicht für alle freigeschaltet). Ein größerer Lapsus kann einem Journalisten oder auch Blogger kaum passieren als eine derart große Offenbarung, vor dem Schreiben nicht ausreichend recherchiert zu haben. Was lernen wir daraus? Blinder Haß ist kein guter Ratgeber. Weder auf Parteien noch auf Menschen. Es muss noch immer genug Distanz da sein, Dinge nüchtern zu bertrachten. Aber diese Distanz kennt Unterberger oft nicht.

  15. Wilhelm Conrad (kein Partner)
    24. Januar 2012 11:35

    Die ÖVP ist wirklich nur noch ein hirnloser Haufen (von den Roten und Grünen garnicht zu reden). Da zuzustimmen - völliger Irrsinn. Es wird Zeit für die nächste Wahl. Und die Verkürzung der Legislaturperiode auf wieder vier Jahre.

    • 2fts9z (kein Partner)
      24. Januar 2012 11:44

      Sie sind für baldige Neuwahlen, weil Menschen, die für Demokratie eingetreten sind und dafür verurteilt wurden, rehabilitiert werden? Das ist ein ziemlicher Widerspruch. Sie würden wohl nur so lange wählen lassen, bis die Partei, die Ihnen genehm ist, die absolute Mehrheit erhält. Und dann alle weiteren Wahlen verbieten. Warum nicht gleich es so machen wie seinerzeit Dollfuss? Wieso die Mühe machen, wählen zu lassen?

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      24. Januar 2012 21:16

      @2fts9z

      Ja, es ist schwer, einen deutschen Satz zu verstehen, deshalb für Sie nochmals ganz langsam zum Mitdenken: ich habe meinen Wunsch geäußert, es möge HÄUFIGER gewählt werden (nämlich alle 4 Jahre statt alle 5 Jahre), NICHT SELTENER (alles klar?). Auch einen Wunsch nach Abschaffung der Wahlen kann man nur in eingerauchtem Zustand aus meinem posting herauslesen.

      Dass alle jetzt so sinnfrei rehabilitierten Personen unter "die für Demokratie eingetreten sind und dafür verurteilt wurden" abgehakt werden dürfen möchte ich eher bezweifeln. Aber was sollen Argumente, wenn es Antifa-Arbeit zu verrichten gilt, nicht? Der Zweck des Antifa heiligt die Mittel! Nixda "Argumente"!

      Über Dollfuß, der von den Nationalsozialisten ermordet wurde, sollten Sie besser schweigen, es kommt sicher nix Gescheites heraus. Sondern vermutlich etwas nach der Art des ORF:

      „Dollfuß hat ja im März 1933 die Demokratie beendet und ließ dann jeden Versuch, den Anschluss an Hitlerdeutschland zu verhindern, niederschlagen.“ (Dank an Dr. Unterberger, dass er diese "Sternstunde der ORF-Objektivität" dokumentiert hat . . . oder ist dieser erleuchtete Satz etwa von ihnen, Herr 2fts9z? Klingen tut er so).

      Die Triebfeder hinter der völlig sinnfreien Rehabilitierung der Altgenossen war doch in Wirklichkeit, dass auch der sozialistische Sonnenkönig Kreisky damals eingesessen ist, und der musste doch reingewaschen werden, egal was es kostet. Jener Kreisky, der dann seinen Haß auf alles Bürgerliche im Exil in Schweden konserviert hat, während unsere österreichischen Politiker Seite an Seite in Dachau eingesessen sind und dort erfahren haben, was Angst vor dem eigenen Tod und Angst um das Leben der Familienmitglieder bedeutet, und was der Nationalsozialismus für eine widerliche Verbrecherideologie ist! Die nämlich mit nichts anderem zu vergleichen ist (auch absolut nicht mit der Zeit 1933 bis 1938, obwohl die Roten immer "Faschismus" gleichermaßen für den Ständestaat und die Hitlerzeit verwenden, aus sehr durchsichtigen Gründen)!

      Und weil sie alles gemeinsam erlitten hatten, unsere schwarzen und roten Politiker damals, haben sie sich nach dem Krieg, als die Hitlerei überstanden war, auch gut verstanden, viel besser als vor dem Krieg. Kreisky hingegen konnte seinen geradezu biblischen Hass auf die Christlichsozialen nicht auf diese Art loswerden, nein, er hat ihn gepflegt bis zum Schluss. Und nicht zum Besten Österreichs.

    • Schani
      25. Januar 2012 09:44

      2fts9z!
      Die Roten waren für ein unabhängiges Österreich? Das hat ja ein gewisser Dr.Renner bewiesen, als er 1938 für den Anschluß an Nazi-Deutschland Propaganda gemacht hat!
      Die Roten waren für Demokratie? Das hat ja ein gewisser Otto Bauer in seinen Schriften bewiesen, in denen er die Diktatur des Proletariates herbeisehnte!

    • 2fts9z (kein Partner)
      25. Januar 2012 12:34

      Wilhelm Conrad

      Ich habe Ihr Posting genau verstanden. Sie wollen Neuwahlen, weil Sie eine Partei für einen hirnlosen Haufen halten, die für die Rehabilitierung von Menschen gestimmt hat, die für die Demokratie eingetreten sind. Das ist für mich ein Widerspruch. Wenn Sie diese Rehabilitierung ablehnen, sind Sie kein echter Demokrat und Wahlen sind für Sie nicht mehr als Mittel zum Zweck (um vielleicht Ihnen nicht genehme Leute loswerden zu können).
      Und habe ich richtig gelesen? Sie werfen Kreisky vor, dass er in Schweden im Exil war? Glauben Sie nicht, dass Kreisky einfach Glück hatte, ausreisen zu können? Wäre er nämlich geblieben, hätte er die Nazizeit nicht überlebt. Und zwar nicht, weil er ein "Sozi" war, sondern weil er Jude war. Werfen Sie jetzt allen Juden, die sich damals retten konnten, vor, dass sie sich retten konnten? Oder kann es sein, dass Sie es gerne gesehen hätten, wenn Kreisky nicht am Leben geblieben wäre?
      Und eines bleibt Fakt: nicht die Nazis haben in Österreich die Demokratie beendet, sondern die Christlich-Sozialen. Deswegen gibt es bis heute ein gewisses Mißtrauen zwischen rot und schwarz. Wie hoch dieses Mißtrauen ist, ist auch von den handelnden Personen auf beiden Seiten abhängig, so hat Schüssel 1999/2000 dieses Mißtrauen sicher verstärkt. Und Dollfuss hatte faschistische Züge. Wobei dieser Faschismus weniger a la Hitler war, sondern mehr a la Mussolini, in dessen Abhängigkeit er sich ja begeben hat. In dem Zusammenhang verweise ich auf den faschistischen Korneuburger Eid, den die christlich-sozialen Heimwehren schon 1920 geleistet haben.

      Schani

      Der Anschlusswunsch an Deutschland war bis zur Machtergreifung Hitlers 1933
      in Österreich beinahe "commen sense". Es gab die Großdeutsche Partei, die lange Zeit Koalitionspartner der Christlich-Sozialen Partei gewesen ist.
      Die Sozialdemokraten haben den Anschlußwunsch mit der Machtergreifung Hitlers verworfen. Die Meinung Renners danach war eine Einzelmeinung. Und die SDAP der Zwischenkriegszeit hatte mehrere Flügel. Otto Bauer repräsentierte einen von ihnen. Erklärtes Ziel der Sozialdemokraten nach der Ausschaltung des Parlaments war es auf jeden Fall, die Demokratie wieder herzustellen.

    • november (kein Partner)
      25. Januar 2012 13:12

      Nicht falsch verstehen, ich bin ein Anhänger der Demokratie und der Meinung, dass jede Partei einmal Verantwortung übernehmen sollte. Ich denke aber auch, dass es nicht gut ist, wenn eine Partei zu lange hindurch an der Macht war.

      Aber das gibt mir schon zu denken:

      "Wie hoch dieses Mißtrauen ist, ist auch von den handelnden Personen auf beiden Seiten abhängig, so hat Schüssel 1999/2000 dieses Mißtrauen sicher verstärkt"

      Soll das bedeuten, dass jede Regierung ohne Beteiligung einer linken Partei a priori Misstrauen verdient? Für Sie scheint das "sicher" so zu sein, für mich überhaupt nicht. Was für Alternativen hat Schüssel 2000 gehabt, und wer wollte nicht mit ihm koalieren?

    • 2fts9z (kein Partner)
      25. Januar 2012 13:20

      november

      Dann sind Sie also dafür, dass die ÖVP nach der nächsten Wahl in Opposition geht? Denn dort war sie seit 1986 nicht mehr.

      Und wenn sich der 3. einer Wahl zum Bundeskanzler aufschwingt, steigert das nicht unbedingt das Vertrauen darin, dass derjenige den Wählerwillen respektiert. Denn gewählt werden Parteien, nicht Koalitionen.

    • november (kein Partner)
      25. Januar 2012 13:30

      "Dann sind Sie also dafür, dass die ÖVP nach der nächsten Wahl in Opposition geht? Denn dort war sie seit 1986 nicht mehr."

      Genau das habe ich gemeint, ja. Ich bin spätestens nach der letzten Wahl dieser Meinung gewesen, weil mir klar war, dass bei einer Koalition mit der Faymann-SPÖ nicht viel gscheites herauskommen konnte. Ich hätte eine Erneuerung auf der Oppositionsbank vorgezogen.

      Wenn der Wahlsieger sich nicht zum Bundeskanzler aufschwingt, weil er nicht Verantwortung für wichtige Entscheidungen übernehmen möchte, stärkt das auch nicht unbedingt das Vertrauen. ÖVP-FPÖ hatten eine Mehrheit und das muss man akzeptieren.

    • 2fts9z (kein Partner)
      25. Januar 2012 14:19

      november

      War es nicht Schüssel, der mit der FPÖ parallel verhandelte, weil er darauf setzte, dass die Verhandlungen mit Klima scheitern würden? War es nicht die ÖVP, die die Verhandlungen mit der SPÖ zum Scheitern brachte?

      Mehrheiten muss man akzeptieren, da haben Sie recht. In dem Fall war es aber nur eine rein mathematische Mehrheit ohne Rückschlußmöglichkeit auf den tatsächlichen Wählerwillen. Ich bin mir sicher, dass das österr. Wahlvolk vor der Wahl 1999 diese Regierung nicht präferiert hat und auch viele Wähler von ÖVP und FPÖ nicht in Hinblick auf schwarz/blau eine dieser Parteien gewählt haben. Vielmehr wurden rot und schwarz einfach nur abgestraft für die Politik der Jahre davor. Schwarz sogar noch mehr als rot. Blau hat davon profitiert. Soweit ich mich erinnern kann, hat vor der Wahl 1999 niemand von der Möglichkeit gesprochen, dass es schwaerz/blau geben könnte. Schon gar nicht mit einer ÖVP an 3. Stelle. Denn da wollte Schüssel bekanntlich in Opposition gehen.

  16. Fakten statt Gekeife (kein Partner)
    24. Januar 2012 10:34

    Der Herr Unterberger schreibt ja so manchen Blödsinn zusammen, diese Fußnote ist ein vorläufiger Höhepunkt. Recherche dürfte inzwischen ein völliges Fremdwort in seiner Welt sein, es gilt offenbar was er sich zusammenphantasiert.

    http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/BNR/BNR_00496/fnameorig_241316.html

    http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10008113

    Es werden also keine Nazis rehabilitiert bzw. um das ganz sauber zu formulieren - der Gesetzestext schließt die Rehabilitation von Nazis aus.

    Den einzig sinnvollen Beitrag hier hat Herr Horner geschrieben, der wurde selbstverständlich ignoriert, enthält er doch saubere Argumente - sowas will man hier nicht haben, Sterne gibts eben nur für weitgehend sinnfreies Gekeife, die Vernunft geht unter.

    • november (kein Partner)
      24. Januar 2012 10:41

      "Es werden also keine Nazis rehabilitiert bzw. um das ganz sauber zu formulieren - der Gesetzestext schließt die Rehabilitation von Nazis aus"

      Vielleicht ist ja das der Grund für so manches Gekeife. Ein Schelm, wer Böses denkt...

    • terbuan
      24. Januar 2012 11:15

      Fakten statt Gekeife
      Wenn Sie schon von schlechter Recherche schreiben, dann nehmen Sie sich lieber selbst bei der Nase, ich habe bereits um 8:45 auf diesen Fehler hingewiesen (mit Ergänzungen um 14:16 und 15:45), der Beitrag von Herrn Horner erschien erst am Abend!

    • Fakten statt Gekeife (kein Partner)
      24. Januar 2012 11:39

      Nun da will ich doch gerne ergänzen: Auch der User terbuan hat einen sinnvollen Beitrag abgegeben, der ebenfalls im allgemeinen Gekeife untergegangen ist.

    • terbuan
      24. Januar 2012 14:37

      Danke, ist o.k.

  17. Hegelianer (kein Partner)
    24. Januar 2012 09:46

    Ein Stück weit denke ich mir: Recht geschieht der ÖVP! Sie hatte es stets verabsäumt, den Ständestaat öffentlich und auf breiterer Front differenziert aufzuarbeiten. Damit allein hat sie sich zum ewigen Lehrbuben in Sachen Demokratie depotenziert und hinter den Roten als ewige Nummer Zwei einzementiert. Indes hat sie die fragwürdige Entwicklung jener Jahre hinter den noch böseren Nazis versteckt und sich in einen DURCH DEN NATIONALSOZIALISMUS VERMITTELTEN (!!!) großkoalitionären Konsens eingefunden (einen Konsens, der darob weiterhin des NS bedarf und diesen am Leben erhalten muß - auf daß es in einer SPÖVP-Koalition in der Tat nur mehr um die Vergangenheit geht). Schon um den Ständestaat zu übertünchen hat der NS auch für die ÖVP absolut böse, nur böse und immer schon böse zu sein und - selbstredend - aus dem fernen "Preußen" zu stammen, als wären Hitler & Co. keine Österreicher gewesen. (Und als verdankte Österreich Deutschland nicht auch fruchtbare Traditionen - namentlich den "Import" von Demokratie und Verfassungsstaat in das Habsburgerreich.) Der absolut böse, nur böse und immer schön böse Nationalsozialismus wird jedoch monströs und kann alles sonstige Böse wie "Böse" aufnehmen - den Ständestaat sowieso, auf daß auch Dollfuß als Hitlerverehrer verkauft werden kann, aber auch Abtreibungskritik, die Einschränkung der Ehe auf Heterosexuelle, die Beibehaltung der Langform des Gymnasiums u.v.m. Und vor diesem geistigen Scherbenhaufen steht das ganze Land heute, doch wer am künstlich aufgeblasenen und in Stein gemeißelten Tabu des Absolutbösen rüttelt, hat schon verloren. Vgl. zu dieser gesamten Problematik jüngst ausführlich: Grießer, Verurteilte Sprache, 26-46, 78, 82ff., 127-137, 183, 214-219, 492f., 588-595, 683-711, 720-722, bes. aber 765-774, 780f., 799f.

  18. dieba (kein Partner)
    24. Januar 2012 07:56

    Soviel Unkenntnis in einem kurzen Artikel ist sogar für Unterberger'sche Verhältnisse erstaunlich...

    • Trollfresser (kein Partner)
      24. Januar 2012 09:25

      dieba ist wie ich gerade sehe aus den Anfangsbuchstaben für

      Auch Ich Bin Eigentlich Dumm

      zusammengesetzt.

    • dieba (kein Partner)
      24. Januar 2012 09:40

      Das mag schon zutreffen. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass Unterberger Recherche not täte...

    • Undine
      24. Januar 2012 10:24

      @dieba

      Was ich mich schon die längste Zeit frage: Warum machen Sie eigentlich nicht Ihren eigenen Blog?

    • Udo (kein Partner)
      24. Januar 2012 10:36

      @dieba

      Was, wiederum bei Ihrem Kommentar, überhaupt nicht erstaunt.

  19. Segestes (kein Partner)
    24. Januar 2012 06:51

    Das Geschichtsdesinterejsse meiner Generation hat auch
    seine Vorteile.
    Für die Querelen im Ständestaat interessieren sich nämlich
    nur noch sogenannte „Bildungsbürger“ jenseits der 60,
    ideologisch vorbelastete Parteigiftzwerge (inkl. deren
    journalistischer Anhang) und ein paar Historiker.

    „Niemals vergessen!“, ist eine gefährliche Drohung,
    wenn alles in einem vergangenheitsbesessenen
    Negativkult ausartet.

    Schließlich ist es ein Geschenk, vergessen zu können.

    • Meier Helmbrecht (kein Partner)
      24. Januar 2012 08:36

      Jene die da schreien: "Niemals vergessen" sind auch genau jene die manches sehr wohl vergessen, nämlich: Das Unrecht das an Südtirol verbrochen wurde, jenes das an den Sudentdeutschen verbrochen wurde usw.
      Mir wird regelmäßig schlecht, wenn ich all die Geschichtsdeuter die da heutzutage in den Medien herumtanzen, höre!

    • cmh (kein Partner)
      24. Januar 2012 09:33

      Da aber die Aufarbeitung der Geschichte mit eindeutigem linkem Spin daherkommt sieht man sich auch als "Bildungsbürger" diesseits der 60 herausgefordert und geradezu gezwungen, sich hier geschichtlich gebildet zu halten. Denn: Qui tacet consentire videtur. (Ich hoffe das kriegen noch alle auch ohne deutsche Übersetzung mit.)

      Ich stimme aber zu, dass es wesentlich sinnvoller und ergebnisreicher ist, sich mit geschichtlichen Ereignissen auseinanderzusetzen, in die man nicht selber so hineingezogen werden kann. Zumal man sicher sein kann, dass sich die Geschichte nie in einem knappen Jahrhundert wirklich wiederholt. Parallelen die es wert sind augezeigt zu werden ergeben sich auch immer nur zwischen der unmittelbar bevorstehenden Zukunft und etwas ferner zurückliegenden Perioden.

      Weiters sind diese Parallelen nie so offensichtlich dass es der durchschittliche Kronen/Österreich-Konsument in einem bunten Büdl versteht.

    • Undine
      24. Januar 2012 09:44

      @Meier Helmbrecht

      Die "Geschichtsdeuter" werden bestimmt nie arbeitslos!

      Schade, daß die einzigartige Verserzählung "Meier Helmbrecht" aus dem 13. Jhdt. völlig in Vergessenheit gerät! Nicht nur, daß sie zeitgeschichtlich sehr wertvoll ist, ist sie als Beispiel für schiefgegangene Erziehung auch heute gültig. Statt stolz auf dieses literarische Meisterwerk zu sein, das im heutigen OÖ, nahe der Grenze zu Bayern spielt, wird es den Schülern vorenthalten. Alleine die großartige Schilderung der von einer entsprungenen Nonne bestickten Mütze Meier Helmbrechts sucht ihresgleichen:

      "Nie ward bis zur Stund' auf eines Bauern Schädelrund ein schönrer Farbenschmuck erblickt, als womit Helmbrechts "Dach" bestickt
      LG von Gotelind! :-)

    • Udo (kein Partner)
      24. Januar 2012 09:52

      "Schließlich ist es ein Geschenk, vergessen zu können."

      Ob sich das die Türken auch denken, wenn man sie auf die Armenier anspricht?

      Im Übrigen ist das Vergessen kein Geschenk, sondern eine genauso wichtige Funktion des Gehirns, wie auch das Erinnern.

      Was Sie und Ihre Generation meinen, nennt man verdrängen.

    • Undine
      24. Januar 2012 10:34

      @Udo

      Das Blöde ist nur, daß das "Erinnern" nicht für ALLE und ALLES gilt. Auf der einen Seite "erinnern", auf der anderen Seite "verdrängen" ist unbefriedigend!

    • Udo (kein Partner)
      24. Januar 2012 11:30

      @Undine

      Vollkommen richtig! Auch Ihr Kommentar weiter unten.

      Diese Verdrängung bzw. mittlerweile Verdrängungsmechanik ist nun etabliert und wird reichlich bedient, und zwar von allen Seiten und mit allen Mitteln, um die Fähigkeit sich ein eigenes Urteil, eine eigene Meinung zu bilden, mindestens zu trüben bzw. den Menschen ganz abzuerziehen.
      Auch die, von Ihnen angesprochene, Einseitigkeit, soll zu einer Verunsicherung in Bezug auf die eigene Geschichte, führen, denn, wieviel Selbstvertrauen kann schon in einem Volk vorhanden sein, das sich seiner Geschichte nicht sicher sein soll/kann?

      Immer gespalten und dadurch praktisch zu lenken, so und nicht anders sollen wir sein.

    • 2fts9z (kein Partner)
      24. Januar 2012 12:00

      Keine Sorge, Meier Helmbrecht, es gibt genug Leute, die beim Nationalsozialismus "nicht vergessen" einfordern, die das auch bei Südtirol tun. Aber speziell bei den Sudetendeutschen gibt es bei manchen Leuten - vielleicht auch bei Ihnen - eine Tendenz, das "Nichtvergessen" von deren Schicksal einzufordern, aber sehr wohl darauf vergessen zu wollen, was vorher war. Das Problem ist nur, das steht in ursächlichem Zusammenhang.

    • Segestes (kein Partner)
      24. Januar 2012 12:10

      Von wegen "verdrängen".
      Die welthistorisch wohl einzigartige Übersprungshandlung, sich für die Untaten anderer auf quasi Erbsündniveau verantwortlich zu fühlen und möglichst auch noch die Kinder und Enkel mit in Sippenhaft zu nehmen, wird als kollektiver Dachschaden von einigem Rang in die Annalen eingehen!
      Irgendwann begreift aber vielleicht auch der Dümmste, dass die mediale Dauerpenetration mit der Thematik lediglich der Erzeugung von Schuldgefühlen dient, um ihn so im Sinne des politkorrekten Zeitgeistes besser steuern zu können.
      Ansonsten ist die sogenannte Vergangenheitsbewältigung doch zu erheblichen Teilen nichts weiter als ein seelisches Wellnessprogramm für ihre Betreiber.

    • AGLT (kein Partner)
      24. Januar 2012 13:02

      @2fts9z: So und jetzt ersetzen wir "Sudetendeutsche" durch ein anderes Wort. Das würde aber Verhetzung bedeuten, nicht wahr?

      Das von den so genannten Grünen und anderen Linken bis zum Exzess eingeforderte "Niemals vergessen" betrifft natürlich niemals die vertriebenen und niedergemetzelten Sudentendeutschen. Noch heute habe ich im Ohr, wie der ach so honorige grüne Professor bezüglich der Einwände gegen einen EU-Beitritt Tschechiens süffisant lächelnd meinte: "Jedes Land hat die eine oder andere Leiche im Keller."

      Sudentendeutsche sind ja Täter und nicht Opfer und haben vor allem keine weltweite Lobby.

    • 2fts9z (kein Partner)
      24. Januar 2012 13:46

      AGLT

      Sie können gerne das Wort "Sudetendeutsche" durch das andere von Ihnen gemeinte Wort ersetzen, wenn Sie sich der Gefahr aussetzen wollen, sich entweder lächerlich zu machen und/oder als Antisemit zu gelten. Fest steht, dass die meisten Sudetendeutschen den Herrn Hitler sehr freudig begrüßt haben und damit, wie die Deutschen mit den Tschechen umgegangen sind, auch sehr einverstanden waren. Das rechtfertigt zwar nicht die Vertreibungen, aber generell ist eine Geschichtsaufarbeitung ohne Ursachenforschung wertlos. Sie und "Meier Helmbrecht" wollen aber offenbar genau das.

    • Undine
      24. Januar 2012 17:29

      @Segestes

      "Irgendwann begreift aber vielleicht auch der Dümmste, dass die mediale Dauerpenetration mit der Thematik lediglich der Erzeugung von Schuldgefühlen dient......"

      .....und noch einen besonderen Aspekt betrifft: Die Erzeugung von besagten Schuldgefühlen ist der Garant dafür, daß die Geldquelle eifrig weitersprudelt, mit deren Abschöpfung zahllose aufgehaltene Hände rings um den Erdball mit klingender Münze gefüllt werden.

    • Meier Helmbrecht (kein Partner)
      25. Januar 2012 08:31

      @2fts9z
      Was die Sudetendeutschen betrifft, so hätte es genügt, nach dem Kriege jene die was angestellt hatten herauszufischen und abzuurteilen. Die anderen hingegen hätte man in Ruhe lassen können anstatt sie zu vertreiben bzw. zu ermorden.
      Sie wollen auch darauf hinweisen was vorher war, tun es aber dann nicht. So seien sie daran erinnert, dass die Bewohner Südböhmens und Südmährens als deutschsprachige Volksgruppe nach dem Ersten Weltkrieg bei Österreich bleiben wollten. Diesen Wunsch haben die Siegermächte in ihrer großkotzigen Art ignoriert und sie der Tschechoslowakei zugeschlagen, was die Unterdrückung dieser Bevölkerung zur Folge hatte. Als dann die Nazi-Truppen kamen sahen sie diese als Befreier! Ist verständlich, war aber trotzdem ein Fehler!
      Was die Leiden der tschechischen Bevölkerung während der Nazi-Herrschaft betrifft, möchte ich nichts verniedlichen, es sei aber doch darauf hingewiesen dass sie im Vergleich zu allen andern Ländern und Völkern Europas glimpflich durchgekommen sind, so wurden sie z.B. nicht zum Militär eingezogen!
      Zusammenfassend noch einmal: Nach dem Ersten Weltkrieg gegen ihren Willen und ihr Selbstbestimmungsrecht ignorierend wurden sie der Tschechoslowakei zugeschlagen und nach dem Zweiten Weltkrieg dafür auch noch mit Verteibung und Mord bestraft!

    • Undine
      25. Januar 2012 09:21

      @Meier Helmbrecht

      *******!

      "Zusammenfassend noch einmal: Nach dem Ersten Weltkrieg gegen ihren Willen und ihr Selbstbestimmungsrecht ignorierend wurden sie der Tschechoslowakei zugeschlagen und nach dem Zweiten Weltkrieg dafür auch noch mit Verteibung und Mord bestraft!"

      Nicht besser ging es den "Untersteirern", die durch Betrug bei der sog. Volksabstimmung dem Königreich Jugoslawien zugefallen sind. Ihre angestammte Heimat wurde verschachert.

      Die meisten Menschen gehen in ihrer Unwissenheit über die geschichtlichen Vorgänge nach dem WKI von völlig falschen Tatsachen aus und man beläßt sie auch gerne in dieser Unkenntnis. Sie müßten nur einmal den Geschichtsatlas aufschlagen um zu erkennen, daß es bis nach dem WKI KEINE Tschechoslowakei und KEIN Jugoslawien gegeben hat!

      Für geschichtlich Unwissende mag es ja aussehen, als hätten sich die Deutschen oder Österreicher (widerrechtlich) in der Tschechoslowakei, bzw in Jugoslawien erst angesiedelt. Diese Länder gab es so überhaupt nicht und die Deutschen lebten dort seit Jahrhunderten.

      Daß die Deutschen, die in diesen von Ö gestohlenen Gebieten von den neuen Machthabern bis aufs Blut SCHIKANIERT worden sind, wird auch selten erwähnt, ebenso die grauenhaften Vorgänge nach dem WKII bei der Vertreibung.

      INGOMAR PUST hat vor vielen Jahren in seiner eindrucksvollen Serie in der Kronen-Zeitung schonungslos das erlittene Leid der deutschen Bevölkerung in der Tschechoslowakei und in Jugoslawien in einzigartiger Weise beschrieben; es ist mir nicht bekannt, daß außer dieser Serie sich irgendjemand sonst dieses Themas angenommen hätte. Man schweigt sich aus, weil man hofft, daß der Leidensweg der deutschen Bevölkerung dadurch in Vergessenheit gerät. Und diese RECHNUNG ist leider AUFGEGANGEN!

    • Meier Helmbrecht (kein Partner)
      25. Januar 2012 10:04

      @Undine

      Danke für den trefflichen Beitrag, auch dafür dass Sie die Untersteirer hier erwähnen.

      Was den Meier Helmbrecht betrifft so habe auch ich in der Schule nichts davon gehört, kenne diese Verserzählung jedoch aus den Schulbüchern meines Onkels der in den 1930er Jahren das Gymnasium besuchte! Viel von meinem "Geschichtswissen" stammt aus diesen Büchern! Hatten wohl doch eine andere Qualität damals!

    • Undine
      25. Januar 2012 10:34

      @Meier Helmbrecht

      Nur noch kurz ein Nachtrag: Wir lasen den "Meier Helmbrecht" (Ende der 50er Jahre in einer Klosterschule!) im Originaltext, also mhd!

  20. RR Prof. Reinhard Horner
    23. Januar 2012 20:33

    reinhard.horner@chello.at

    Unverfälschte Zeitgeschichte: Rehabilitierung nicht für NAZI

    Keine Angst: Das „Aufhebungs- und Rehabilitierungsgesetz 2011“ betrifft laut § 1 ausdrücklich und ausschließlich die „rückwirkende Aufhebung von gerichtlichen Entscheidungen und Bescheiden“, „soweit sie wegen Taten, die zwischen 6. März 1933 und 12. März 1938 im Kampf um ein unabhängiges, demokratisches und seiner geschichtlichen Aufgabe bewusstes Österreich (§ 1 Abs. 1 Opferfürsorgegesetz, BGBl. Nr. 183/1947) begangen wurden oder wegen des Ausdrucks einer darauf gerichteten politischen Meinung erfolgten“. Das betrifft ebenso die einschlägigen Anhaltungsbescheide.

    Es besteht also keinerlei Möglichkeit, auch nur einen in dieser Zeit als Totengräber Österreichs tätigen Nazi „zu rehabilitieren“.

    Überdies bestimmt § 2, dass Schuldsprüche „wegen einer anderen Tat, die nicht unter § 1 Abs. 1 fällt“, aufrecht bleiben.

    § 4 bekundet überdies „allen, die sich zwischen dem 12. November 1918 und 12. März 1938 in Wort und Tat für ein unabhängiges, demokratisches und seiner geschichtlichen Aufgabe bewusstes Österreichs eingesetzt haben“, „die Achtung der Republik“ sowie den an den bewaffneten Auseinandersetzungen unbeteiligten Geschädigten „besonderes Mitgefühl“.

    Zur oft geforderten unverkürzten und möglichst um Objektivität bemühten, jedenfalls nicht verfälschten „Aufarbeitung“ unserer Zeitgeschichte ist noch viel zu unternehmen. Nicht wenig ist hierzu allerdings bereits geschehen. Als ein wesentliches Beispiel sei genannt: die 4. Historikertagung des Instituts für Österreichkunde zum Thema „Die Geschichte der Ersten Republik“ vom 30. März bis 3. April 1958. Publikationen dazu sind im zweiten Jahrgang 1958 der Zeitschrift „Österreich in Geschichte und Literatur“ nachzulesen.

    U. a. sollte ein Detail der Ereignisse, die zu dem Geschehen 1933 bis 1938 geführt haben, nicht in Vergessenheit geraten oder absichtlich überschwiegen werden, nämlich die Vorgänge im Nationalrat am 4. März 1933, die Bundeskanzler Dollfuß mit seiner Regierung die Möglichkeit in die Hand gespielt haben, das Parlament auszuschalten. Das betrifft den grob fahrlässigen Rücktritt der drei Nationalratspräsidenten (1. Karl Renner, 2. Rudolf Ramek und 3. Sepp Straffner) aus geradezu läppischen Gründen eines Streits über die Erzielung der Mehrheit in einer Angelegenheit der Bundesbahnen.

    Insbesondere dem einzurichtenden „Rehabilitierungsbeirat“ ist viel Erfolg zu wünschen. Zu panischen Ängsten besteht kein Grund, vielmehr zu einem entsprechenden Vertrauensvorschuss in das mit der Vollziehung ab 1. März 2012 betraute Bundesministerium für Justiz sowie in den unser Staatswesen tragenden und bewegenden „bedeutenderen Teil unseres Volkes“ und entsprechend aufgaben- und verantwortungsbewusst tätige Medien.

    Worte und Taten zur Erhaltung und zur Weiterentwicklung unseres „unabhängigen, demokratischen und seiner geschichtlichen Aufgabe bewussten Österreichs“ sind heute und zukünftig mehr denn je gefragt. Wir sollten nicht versäumen, auch dieses Gesetz mit seinem vorliegenden Inhalt praktisch in den Dienst dieses Unterfangens zu stellen.

    • RR Prof. Reinhard Horner
      24. Januar 2012 01:21

      reinhard.horner@chello.at

      Gerne beantworte ich, was mit "einem entsprechenden Vertrauensvorschuss" gemeint ist: Nicht ein naives, sondern ein kritische, ein wachsames Vertrauen ist erforderlich.

    • november (kein Partner)
      24. Januar 2012 10:39

      Danke für die Aufklärung!

  21. Undine
    23. Januar 2012 17:47

    Unsere Politik beschäftigt sich mehr und mehr mit der Vergangenheit als mit der Gegenwart und Zukunft.

    Es scheint wichtiger zu sein, unbedingt herauszufinden, wer noch rehabilitiert werden soll und ob sich nicht doch jemand findet, dem man Restitutionsgelder zukommen lassen könnte und seien's noch so entfernte Verwandte.

    Wie hingegen unsere junge Generation mit dem ins Uferlose anwachsenden Schuldenberg jemals zurechtkommen soll, ist für die Politik völlig unwichtig.

    • Osiris (kein Partner)
      24. Januar 2012 07:42

      Da haben sie zu 100% recht, politische Scheingefechte und die wirklichen Probleme werden beiseite geschoben, gute Nacht Österreich!

  22. Karl Rinnhofer
    23. Januar 2012 17:45

    Man würde sich nicht mehr wundern, wenn auch noch der Mörder von Dollfuß als Opfer dargestellt und rehabilitiert würde. Wenn man weiß, wie sich gewisse „Rote“ auf ihrem Karriereweg damit profilierten, Dollfuß und sein „kleriko-faschistoides Regime“ (man beachte die Konnotation!“) darzustellen, als ob er autokratischer, arbeiterfeindlicher und mörderischer wäre als Hitler, Mao, Stalin oder Pol Pot, darf sich über diese Geschichtsklitterung nicht mehr wundern.

  23. Censorius
    23. Januar 2012 16:16

    In Wöllersdorf wurden bleibende Freundschaften zwischen Sozialisten und Nationalsozialisten begündet. Der gemeinsame Feind war der christliche Ständestaat. Diese Freundschaft geht offensichtlich über den Tod hinaus.
    Jetzt heisst der Feind : Wertekonservativismus.
    Beschämend, dass die ÖVP dieses Gesetz mitbestimmt. Das beweist abermals, wieweit sich die ÖVP von ihren früheren Idealen und Gründungsvätern entfernt hat. Jetzt werden die Austromarxisten, selbst wenn sie nach damaligen Gesetzen
    strafrechtlich verurteilt wurden, gemeinsam mit National/Sozialisten pardoniert.
    Diese ÖVP ist nicht mehr zu retten.

    • cmh (kein Partner)
      24. Januar 2012 09:35

      Derzeit kann die ÖVP bestenfalls einer gefesselten Maus in den Bauch boxen.

  24. Nieder mit der Dummheit
    23. Januar 2012 15:04

    Wen keiner weiß was der x angestellt hat und dass x nur "rehabilitiert" wird, der x aber nicht von den Toten aufersteht, ist mir das ganze WUARSCHT.
    Dass die Parlamentarier lieber an Scheinproblemen als an den echten Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft arbeiten, ist ja nicht neu.

    Aber als gelernter Österreicher fragt man sich, ob durch die Rehabilitierung nicht finanzielle Forderungen geknüpft sind, wie Gratisversicherungsmonate für Witwen und Waisen, Forschungsaufträge über die Schicksale der rotem Helden, Wiedergutmachung an die Unbeteiligten und jede Menge Rechtsanwaltskosten sowie tendenziöse ORF-Beiträge mit rotem Bildungsauftrag.
    Was kommt da noch auf uns zu?

  25. Undine
    23. Januar 2012 14:04

    Ich fürchte, daß das, was heute in den GeschichtSbüchern unserer Schulen zu lesen ist, eher in GeschichteNbücher = Märchenbücher paßt.

  26. socrates
    23. Januar 2012 11:59

    Gestern bei der Matinée in der Oper zur Brecht - Weil Premiere von "Mahagonny"
    erfuhr ich, mit welchen Methoden die Nazis schon vor der Machtübernahme die Aufführungen verhinderten. Es sind dieselben Methoden, mit denen die Kultusgemeinde + Medien die Studentenbälle jetzt verhindern. In der Schweiz ist das nicht möglich, so zeigt die NZZ in der Beilage: Bildung und Erziehung auf der Titelseite farbentragende Studenten.
    Vae victis, Rassismus umgekehrt !

  27. Alfred E. Neumann
    23. Januar 2012 11:34

    Ein wenig OT:

    Warum nur, warum wurden bei uns die Sympathiekundgebungen für Orban so vehement verschwiegen. Etwa gar, weil er kein Linker ist?

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/725889/AntiEUDemos-in-Budapest_Werden-keine-Kolonie-sein?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do

    • schreyvogel
      23. Januar 2012 15:00

      Aus dem gleichen Grund, aus dem mein pro-Orban Posting hier im Beitrag "Fußnote 253: Das muss man gehört haben" zensuriert wurde. Die Macht dieser Lobby ist unglaublich.

    • Alfred E. Neumann
      23. Januar 2012 15:49

      @schreyvogel

      Gestern früh hat Radio NÖ in den Nachrichten sogar Interviews mit Anhängern Orbans gesendet, in denen sich alle furchtbar über die negative Presse im restlichen Europa beschwert haben. Man fragt sich, warum das ungekürzt gesendet werden durfte.

      Die Demonstrationen wurden übrigens teilweise von ungarischen Zeitungen (!) organisiert.

      Ich habe daraufhin die online Zeitungen durchstöbert und nichts darüber finden können, außer der behaupteten Aufregung über die garstigen EU-Schelten. Daß die Demonstrationen nicht gegen die EU sondern die üble Berichterstattung der europäischen Medien stattfanden, war nirgends zu lesen.

      Und aus den Nachrichten sind die Berichte ebenfalls sofort wieder verschwunden...

    • Udo (kein Partner)
  28. oberösi
    23. Januar 2012 11:08

    ......und auf dem Stundenplan steht wie immer: 08.00 Uhr: Wir suchen den Nazi in uns.
    09.00 Uhr: Kollektives Schämen ob des gefundenen inneren Nazi.
    10.00 Uhr: Wir suchen das Opfer der Nazi in uns.
    11.00 Uhr: Kollektives Zelebrieren des Opferstatus

    Bei Nichtvorliegen entsprechender Nazi-Opfer darf auch schon mal der Nazi selbst dafür herhalten. Entsprechende Fakten weiss in Österreich nach 90 Jahren sozialistischer Geschichtsrezeption eh keiner mehr richtig zu interpretieren......

  29. Observer
    23. Januar 2012 10:47

    Dies erinnert mich immer an eine Geschichte, welche mir von meiner Mutter nach dem WK II erzähkt wurde:
    Da gab es Frühpensionisten bei der Bahn, welche vor dem Krieg aus politischen Gründen frühpensioniert wurden, eine weitere Gruppe wurde im Weltkrieg als Andersdenkende mit der Pension bestraft und nach 1945 wurden die ehemaligen NSDAP-Mitglieder unter den Bahnbediensteten vorzeitig in den Ruhestand geschickt. Meine naive Frage lautete damals: wer arbeitet dann noch bei der Bahn?

    Meiner Meinung nach sollte man alle diese vor 65 oder 75 Jahren stattgefundenen Sachen nun endlich unter "Geschichte" ablegen, die damals handelnden Personen leben nicht mehr und es genügt völlig, dass wir aus diesen schrecklichen Zeiten unsere Lehren gezogen haben. Leider gibt es noch genügend Leute und Organisationen, welche dieses Thema am kochen halten und aus darauf Kapital schlagen.

  30. Undine
    23. Januar 2012 10:17

    Eigentlich ist es ja zum Lachen: Jahrzehntelang beschäftigt man sich mit der "Aufarbeitung" der jüngeren Geschichte, was nichts Anderes heißt, als daß die einen wie die anderen herauszustreichen versuchen, wie edel sie in Wirklichkeit gehandelt haben.

    Und bei diesem Unterfangen wird-- auf Teufel komm heraus!-- an den Geschehnissen heruminterpretiert. Wie lächerlich sind doch die diversen Schuldzuweisungen. Man tut ja geradezu, als könne man dadurch die Geschichte im Nachhinein verändern. Damit hat man sich's aber ZU LEICHT GEMACHT.

    Wer sich selbst mit erfolgreich erhöhen will, muß zu diesem Zweck andere hinabdrücken.

    Das Bemühen der letzten Jahrzehnte, einen Teil der Großelterngeneration in Bausch und Bogen zu verdammen, den anderen Teil in den Himmel zu heben, kann nie gerecht sein.
    Kein einziger Mensch, der heute in Ö lebt, kann sich die Nöte dieser bedauernswerten Generation auch nur im Entferntesten vorstellen und hat NICHT das GERINGSTE Recht, den Stab über sie zu brechen.

    Hier nun die sog. Widerstandskämpfer, Saboteure*, Deserteure*, Partisanen posthum mit Ehren zu überhäufen, ihnen den edelsten Charakter zu bescheinigen und ihnen gleichsam, wie beim Jüngsten Gericht, das Plätzchen rechts vom Lieben Gott zu sichern, dort DIE Nazis, deren Charakter pauschal als zutiefst verabscheuungswürdig dargestellt werden MUSS, weil sonst das frisierte Geschichtsbild nicht ganz paßt, DIE Nazis also zur Linken Gottes aufgestellt werden, was soviel heißt wie "ab in die Hölle!", ist ziemlich dürftig und sehr UNEHRLICH.

    Warum nur will man nicht akzeptieren, daß sowohl bei den einen--ja, auch unter den Nazis, ob's nun in den Kram paßt oder nicht!-- wie auch unter all den anderen HOCHANSTÄNDIGE und eben CHARAKTERLOSE Menschen waren und nicht, wie man uns immer weismachen möchte, die Anhänger des eines Lagers pauschal SCHLECHT, die der anderen Lager pauschal GUT sind/waren.

    *Daß diese Menschen die eigenen Leute in tödliche Gefahr gebracht haben, sei nur nebenbei erwähnt.

    • Undine
      23. Januar 2012 10:19

      PS: Die SELBSTGERECHTEN aller politischen Lager sind in die eigene Falle getappt!

    • simplicissimus
      23. Januar 2012 12:40

      liebe undine, wie einige unsere linken freunde zu kommunistischen verbrechern stehen, weiss man spätestens seid den herzzerreissenden reden unseres herrn bürgermeister und herrn blecha bei der che guevara denkmaleröffnung.

    • Undine
      23. Januar 2012 13:38

      @simplicissimus

      Ja, lieber simplicissimus.

      Und mit welcher Begründung nehmen sich die linken/linxlinken PHARISÄER das Recht heraus, einzig und alleine beurteilen zu können, wer Recht hatte und wer Unrecht, wer gut war und wer böse? Es ist nicht gerade heldenhaft und ehrlich, sich im Nachhinein den Siegern zuzugesellen; das kann jeder feige Tropf, denn dazu braucht's keinen Funken Mut. Es ist auf jeden Fall der bequeme, gefahrlose Weg.Theorie und Praxis sind oft sehr weit voneinander entfernt.

      Wie überzeugt sind doch diese Pharisäer, daß SIE damals auf jeden Fall Österreich gerettet hätten. Ich maße mir diese Selbstgerechtigkeit nicht an.

      Wie schön für diejenigen, daß sie so sicher sein können --OHNE JEMALS auf die PROBE GESTELLT zu werden!!!--damals auf der "richtigen" Seite gestanden zu sein!

    • schreyvogel
      23. Januar 2012 15:09

      Die Lust am rotzigen unablässigen Provozieren scheint mir auch eine große Rolle zu spielen.

    • Der kleine Nick
      23. Januar 2012 21:32

      Da haben Sie viele treffende Beobachtungen gebündelt!

      Der angesprochene Herr Bürgermeister - es scheint sich um den Rundling aus dem Wiener Rathaus zu drehen - hat sich erst kürzlich wieder als Mehr-Primi-denn-Promi in Erinnerung gerufen: als er in ein Mikrophon gerotzt hat, der Verlust des UNESCO-Weltkulturerbe-Status für Wiener Bälle sei ihm "so wurscht wie das Rating einer Ratingagentur". Überhaupt: Wer "Häupl" und "wurscht" googelt, gewinnt schnell den Eindruck, dass der Mann Innungsmeister der Wiener Fleischhauer ist und nicht Bürgermeister einer Kulturstadt.

    • Gast der Zweite (kein Partner)
      24. Januar 2012 03:29

      @ undine

      Sehr treffend formuliert. Alle wesentlichen Aspekte auf den Punkt gebracht.
      Meine unumwundene Zustimmung!

    • Gast der Zweite (kein Partner)
      24. Januar 2012 03:40

      @ undine

      Was beunruhigt, ist die Tatsache, daß sich Ihre Meinung - welche man ohne weiteres für universelle Konflikte geltend machen kann - durch den grün-roten Meinungsterror, schon am Rande der Legalität befindet.

      Relativierung ist zwar eine philosophisch gebräuchliche wissenschaftliche Methode, aber eben nicht gern gesehen, wenn "Opfer" und "Täter" so "eindeutig" und "klar" zu benennen sind.

      Wie dem auch ist, ich teile Ihre Meinung.

    • november (kein Partner)
      24. Januar 2012 09:04

      @ undine
      "Widerstandskämpfer, Saboteure*, Deserteure*, Partisanen ... die eigenen Leute in tödliche Gefahr gebracht haben "

      Sie wissen aber schon, dass diese Leute unter Einsatz ihres eigenen Lebens gegen das Regime gekämpft haben, ganz im Gegensatz zu den "anständigen Nazis"? Es ist richtig, dass sich heute kaum jemand vorstellen kann, wass für einen Mut diese Leute besessen haben müssen. Mir ist schon klar, dass ich wahscheinlich auch kein Widerstandskämpfer gewesen wäre, und mir gehen die heutigen gutmenschlichen Antifaschisten auch auf die Nerven. Aber nach Ihrer Deutung dürfte es überhaupt kein Aufmucken gegen ein totalitäres Regime geben, eine äußerst bedenkliche Einstellung. Außerdem geht es hier um den Ständestaat und nicht das dritte Reich.

    • AGLT (kein Partner)
      24. Januar 2012 09:10

      @Undine:

      Wieder einmal volle Zustimmung: *****

    • cmh (kein Partner)
      24. Januar 2012 09:49

      november

      Jeder Insurgent kämpft unter Einsatz seines Lebens ohne Penisionsanspruch für seine Nachkommenschaft.

      Die Regierung Dollfuss als "Regime" zu bezeichenen kann nur dann angehen, wenn man alle Autoritäten in Notzeiten nach bestandener Gefahr als Regime bezeichnete.

      Ich sehe hier wieder die bereits gestern bei Ihnen monierte Kurzatmigkeit.

      Bitte überlegen Sie sich einmal die Alternativen, die Dollfuss hatte:

      Neuwahlen: die hätten die richtigen Nazi gewonnen.

      Sozialisten an der Regierung zu beteiligen: Dazu hätte Otto Bauer aufstehen müssen und seinen Anhängern sagen müssen, dass die Umsturzrhetorik der letzen Monate erloogen war, weil keine Masse und kein Wille dahinterstand. Auf die Versuche, ein Verständnis mit den Roten zu erzielen, wurde nicht wirklich reagiert. Denn die damalige Basis wollte eine Revolution wie in der UdSSR (Union der sozialistischen Sowjet=Räte Republiken)

      Aber auch hier sind Sie wieder in guter Gesellschaft. Oder kennen Sie alternative strategische ÜBerlegungen, wie es zur Vermeidung des Februar 1934 hätte weitergehen können?

    • november (kein Partner)
      24. Januar 2012 10:20

      cmh,

      Sie sollten an Ihrem Leseverständnis arbeiten. Undine hat eindeutig über die Nazizeit geschrieben, und dazu habe ich Stellung genommen.

      Was Dollfuss und die Sozis angeht, gebe ich Ihnen vollkommen recht, aber darum ging es Undine gar nicht.

      "Ich sehe hier wieder die bereits gestern bei Ihnen monierte Kurzatmigkeit."

      Diese Aussage finde ich amüsant. Sie waren derjenige, der auf keines meiner Argumente eingegangen ist, und selbst keine geliefert hat. Aber das gehört nicht hierher.

    • cmh (kein Partner)
      24. Januar 2012 21:54

      Ich konnte leider beim besten Willen kein Argument erkennen.

      Das kann aber auch an meiner mangelnden Phantasie liegen.

      Vielleicht könnten Sie die beim nächsten Mal unter Anführungszeichen setzen.

      Bitte - Danke!

    • november (kein Partner)
      24. Januar 2012 22:11

      Lesen Sie den gestrigen Thread einfach nochmal durch, vielleicht fällt Ihnen ja doch das eine oder andere Argument auf. Ich kann Sie aber beruhigen, an Phantasie mangelt es Ihnen bestimmt nicht. Sie scheinen auch sonst so einiges zu glauben. Ah ja, meine diesbezüglichen Fragen haben Sie auch nicht beantwortet.

    • Reinhard (kein Partner)
      25. Januar 2012 05:02

      November, ich verstehe Undines Argumentation sehr gut, sehe aber darin nicht den Schluss, dass Widerstandskampf zu unterbleiben habe.
      Widerstandskampf gegen ein Unrechtsregime hat nur einen Haken: Wer entscheidet, was Recht und Unrecht ist? Meist wird erst posthum entschieden, was Recht und Unrecht war. Und zwar von den Siegern.
      Widerstandskampf hat seine Daseinsberechtigung, so lange nicht "Polizisten wie Hasen abgeknallt", Menschen entführt und getötet oder ähnlich Akte begangen werden, denn die kann man locker als Terrorismus einordnen.
      Es gibt viele Stufen des Widerstands; sei es ziviler Ungehorsam, seien es Demonstrationen, ja sogar Blockaden - ein Held gegen ein (von ihm empfundenes) Unrechtsregime ist immer noch der kleine Chinese, der sich vor einen Panzer in Peking gestellt hat und nicht der schießwütige Prolet, der aus dem Gemeindebau Hasenjagd mit lebenden Menschen gespielt hat.
      Gewalttäter im Nachhinein zu verherrlichen und ihnen pauschal den Heldenstatus zu verleihen ist Schwachsinn, aber die sozialistische Heldenverehrung hat sich noch nie um Logik bemüht. Zumindest mit der Rehabilitation zehntausender Nazis haben sich die Linken aber wieder mal ins eigene Knie geschossen.
      Zum Glück haben sie sich die Medien bereits gekauft, so wird daraus kein handfester Skandal. Man stelle sich vor, die FPÖ hätte sowas auch nur angedacht...

    • Undine
      25. Januar 2012 20:13

      @Reinhard

      Danke fürs Sekundieren!!

  31. Cotopaxi
    23. Januar 2012 08:46

    Warten wir nur ab, bis die ausländische Presse Wind von dieser unüberlegten Aktion der Systemparteien bekommt.
    Ich kann mir schon die Schlagzeilen vorstellen "Österreich rehabilitiert Nazis" oder "Naziland Österreich?".
    Das wird uns sicher wieder ein paar Milliarden Schweigegeld kosten.

    • simplicissimus
      23. Januar 2012 12:09

      na dann wird man's rasch dem hc strache in die schuhe schieben, dafür sorgt dann der orf!

  32. terbuan
    23. Januar 2012 08:45

    Stimmt diese Fußnote wirklich?
    Nach einigen anderen Pressemeldungen werden nur jene Personen rehabilitiert, die
    sich für ein demokratisches und unabhängiges Österreich eingesetzt hatten und darunter fallen jene 72% Nationalsozialisten in den Anhaltelagern nicht, sondern nur Kommunisten und Sozialisten!

    • Cotopaxi
      23. Januar 2012 08:47

      Dass auch Kommunisten unter diese Bestimmung fallen, ist ein Skandal allein.

    • Riese35
      23. Januar 2012 12:11

      Das ist in der Tat eine sehr wichtige Frage, sogar die wichtigste überhaupt: Wer fällt genau unter dieses Gesetz? Wie ist heute eine Abgrenzung überhaupt möglich?

      Wir dürfen aber auch nicht vergessen, daß Otto Bauer von der Diktatur des Proletariats sprach und Koalitionsangebote ablehnte. Und unter einem "demokratischen" Österreich verstanden zu Zeiten eines Holodomor/Golodomor unsere Kommunisten auch etwas anderes als heute mit diesem Begriff suggeriert wird. Und dann war ja bekannt, wie sehr eine übermächtige NS-Propaganda zu einem Anstieg der Stimmen für die Nationalsozialisten geführt hat. Überdies ist Österreich ein Jahr lang mit einer nationalsozialistischen Terrorwelle überzogen worden.

      Unter solchen Bedingungen hätte ich damals als einfacher Bürger sicher vorgezogen, im damaligen Ständestaat leben zu dürfen. Vergessen wir auch nicht, daß der Ständestaat zahlreichen aus NS-Deutschland Vertriebenen politisches Asyl gewährt hat.

    • terbuan
      23. Januar 2012 14:16

      Auszug aus der Parlamentskorrespondenz Nr.5/2012:

      http://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2012/PK0005/index.shtml

      "....Im Einzelnen umfasst die Drei-Parteien-Einigung jenen Personenkreis, der zwischen 6. März 1933 und 12. März 1938 strafgerichtlich verurteilt oder verwaltungsbehördlich angehalten oder ausgebürgert worden ist, weil er sich für den Erhalt eines unabhängigen und demokratischen Österreichs eingesetzt hat. Es werden gerichtliche Verurteilungen und Strafaussprüche der Sonder- und Standgerichte und ordentlichen Strafgerichte sowie Bescheide zur Anordnung von Anhaltungen hinsichtlich Personen, die sich zwischen 6. März 1933 und 12. März 1938 im Kampf für ein unabhängiges, demokratisches und seiner geschichtlichen Aufgabe bewusstes Österreich (Formulierung ist dem §1 Abs 1 Opferfürsorgegesetz - OFG entnommen) eingesetzt haben, rückwirkend beseitigt."

      Also für mich ist dies eindeutig und betrifft keine ehemaligen Nationalsozialisten!

    • schreyvogel
      23. Januar 2012 15:21

      Wird da jetzt wirklich jedes enzelne Urteil angeschaut? Und wer macht das und wer entscheidet, und geschieht die Aufhebung bescheidmäßig? Oder wirkt das Gesetz doch in Bausch und Bogen?

    • terbuan
      23. Januar 2012 15:45

      Schreyvogel
      Nach dem Wortlaut des Gesetzesentwurfs können Betroffene bzw. deren Nachkommen bei Gericht feststellen lassen, ob sie unter diese Rehabilitierung fallen, dazu wird eine eigene Kommission gegründet, welche jeden Einzelfall zu prüfen hat, da es keine weiteren Entschädigungen gibt, ist dies jedoch nur eine Formalsache.

      http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/BNR/BNR_00496/fname_241316.pdf

    • cmh (kein Partner)
      24. Januar 2012 09:52

      Wozu dann das Ganze. Lust am geistigen Onanieren?

      Nein, das Ziel ist doch eindeutig, dass die geistigen Wurzeln des politischen Mitbewerbers ÖVP gekappt werden sollten. Egal was in diesem überflüssigen Gesetz drinnensteht.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      24. Januar 2012 15:31

      Na, dann kann's aber die Sozialisten auch nicht betreffen, denn wenn die nicht ausgebuergert, eingesperrt oder tot gewesen waeren, haetten s' ja freudig mit "JA" gestimmt.

  33. Josef Maierhofer
    23. Januar 2012 08:12

    Sehr blamabel und kurzsichtig.

    Neben der angeführten Blamage ist es die Kurzsichtigkeit, die da zu Tage tritt. Ja denkt denn keiner der Ausführenden, dass man sich mit jeder Aktion, die die Wahrheit verschleiern soll, selbst ins Knie schiesst ?

    Ich wäre froh, einer dieser windigen Typen könnte gerade stehen und der Wahrheit ins Auge blicken. Muss man alles durch Lügen verwässern ?

    Sinnloses Kasperltheater unsere Politik.

    Die wirklichen Probleme wollen sie weder sehen noch angehen, wenn sie es sehen.

  34. Wertkonservativer
    23. Januar 2012 08:01

    So war das von den selbstgerechten Antifaschisten und p.c.-Heiligen sicher nicht geplant!

    Das kommt davon, wenn man
    a) zuwenig Grips zum sachlichen Nachdenken hat, und
    b) verblendet von verbissenem ideologischem Altballast und Möchtegern-Gutmenschentum - und im Glauben, die alleinige Wahrheit gepachtet zu haben -
    wieder einmal in ein peinliches und selbstverschuldetes Fettnäpfchen tritt!

    Noch etwas: der Volkspartei kann man ja wirklich manches bis vieles nachsagen; doch dass sie hinsichtlich der Dreißigerjahre ein realistischeres Geschichtsbild pflegt, als die versammelten "Antifaschisten", das sollte man ihr doch zugutehalten.
    Da ich die Vordiskussion nicht wirklich verfolgt, habe, kann ich auch nicht nachvollziehen, ob die ÖVP-Leute willig oder zähneknirschend zugestimmt haben (@Gandalf); ich glaube eher an Letzteres!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Gandalf
      23. Januar 2012 10:28

      @ WK:
      da ich natürlich bei der Entscheidungsfindung nicht dabei war, nehme ich das "willig" zurück. Aber auch zähneknirschend ist schlimm genug...

    • Riese35
      23. Januar 2012 11:31

      Ob die ÖVP willig oder zähneknirschend zugestimmt hat, ist unerheblich. Sie hat zugestimmt. Ein "realistischeres Geschichtsbild" hinsichtlich Dreißigerjahre kann also nur einem Wunschdenken Außenstehender oder einer Glorifizierung vergangener Zeiten entspringen. Entschuldigen Sie bitte, wenn ich das so drastisch formuliere. Ob ich libenter oder stridore dentium in den Abgrund stürze, führt zum selben Resultat. Und dieses ist leider auch drastisch. Unsere heutige "Demokratie" trägt zunehmend totalitäre Züge.

      Egal was auf der Verpackung draufsteht oder in manchen ÖVP-nahen Zirkeln besprochen wird, die heutige ÖVP betreibt jedenfalls sozialistische Gesellschaftspolitik. Und die verheißt nichts Gutes.

    • Wertkonservativer
      23. Januar 2012 12:16

      No, no, werter @ Riese35,

      sind das nicht etwas harsche Töne?
      Die Gefahr, rasch in den "sozialistischen Abgrund" abzustürzen, ist nmA. nicht allzu groß!
      Wahrlich kein Pro-Redner für die linke Weltanschauung (habe hier das Gegenteil hundertfach deponiert), ist es mir jedoch auch wichtig, die Sozialdemokratie als demokratisch legitimiertes Gegenmodell zu unserer bürgerlich-liberalen Weltanschauung zu akzeptieren.
      In diesem Zusammenhang von Totalitarismus zu sprechen, scheint mir etwas kühn und - verzeihen Sie bitte - überzogen.

      Das sage ich, ein Mitte/Rechter aus Überzeugung, aber immer bemüht, in der Diskussion Verhältnismässigkeit und Verständnis anderen gegenüber zu wahren!

      Ich hoffe, dass die oder der eine andere hier im Forum zumindest unausgesprochen meiner Meinung ist; wenn ja, soll's mich freuen; wenn nicht, auch kein Beinbruch!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  35. mike1
    23. Januar 2012 07:30

    die rotgrünen proleten versuchen nach wie vor, dollfuss als nazi zu verunglimpfen, eigentlich unfassbar.

    war es nicht so, dass die nazis hauptsächlich aus dem sozivolk rekrutiert wurden, dass nach dem einmarsch plötzlich alle diese aus ihren löchern gekrochen kamen und stolz vermeldeten, sie seien ja schon immer geheime nazis gewesen ?

    ich habe einen bekannten, der immer noch lauthals über das dollfussbild im övp-klub schimpft - selbst aber wird man in seiner wohnung vom bild des helden che empfangen. sagt alles über die roten aus.....

    ich verstehe nicht ganz, welchen teufel hier die övp geritten hat. vermutlich hat sie angst, wieder als bürgerkriegsbefürworter dazustehen.

  36. simplicissimus
    23. Januar 2012 06:01

    ein kommunist wiegt halt 10 nazis auf, wir kennen doch die grundeinstellung unserer politikerInnen.

  37. brechstange
    23. Januar 2012 04:28

    Nun sind auch die rehabilitiert pauschal, die ihre Genossen zwangen per Androhung auf das Leben beim Bürgerkrieg mitzumachen. Einer soll dafür auch von den eigenen Genossen zu diesem Zwecke erschossen worden sein.

    Darauf können die Grünen und Roten wahrlich stolz sein. Dass die ÖVP dieser pauschalen Rehabilitierung zustimmte, ist mehr als arg ggü den Opferfamilien auf der anderen wie auch der selben Seite.

  38. Gandalf
    23. Januar 2012 01:19

    Diejenigen, die damals den "republikanischen Schutzbund" (was sollte der eigentlich schützen?), in Wahrheit eine gesetz- und verfassungswidrige Privatarmee, geschaffen und betrieben haben, zu Gewalttaten aufriefen, aus Steuermitteln errichtete Wohnbauten zu Gefechtsständen ausgebaut hatten, heute aber verklärt als "Opfer" heroisiert werden, als Sozialdemokrtaten zu bezeichnen, ist zu viel der Ehre: Das waren schlicht und einfach dumme, gewaltbereite sozialistische Desperados, um ihnen - de mortibus nihil....usw. - schlimmere Qualifikationen zu ersparen. Auf der anderen Seite stand mit Engelbert Dollfuss ein Mann von zwar durchaus bescheidenen Gaben, den allerdings seine echten Bemühungen um eine Lösung der politischen Probleme und schliesslich sein Opfergang adeln. Dass sein Bild im ÖVP - Klublolal im Parlament in Ehren gehalten wird, ist wohl das geringste, das die Partei, die sich - immer noch - als legitime Nachfolgerin seiner Christlichsozialen zu bezeichnen wagt, tun kann. Dass sie nun dem völlig unnötigen Rehabilitierungswahn - der ja nur von der Unfähigkeit der herrschenden Sozialisten ablenken soll - willig zustimmt, ist ein Grund mehr, sich zu fragen, wo man bei der - wahrscheinlich früher als geplant - kommenden Wahl sein Kreuzerl machen soll. Wenn überhaupt.

  39. thomas lahnsteirer
    23. Januar 2012 01:00

    Die verlogenen rot-grünen Geschichtsfälscher bejubeln ja auch nachweislich jene "Februar-Kämpfer", die zB aus den Schießscharten der Gemeindebauten auf Polizisten geschossen und sich in späterer Zeit noch persönlich im ORF ihrer Verbrechen gerühmt haben.
    Einer dieser "Kämpfer" prahlte noch, Polizisten, die in den Gemeindebau eindringen wollten, "wie Hasen " abgeknallt zu haben.
    Für mich war das glatter Mord, wobei sich diese edlen Kämpfer de facto hinter Frauen und Kindern verschanzt haben
    Dann haben die bösen Austro-Faschisten- ebenfalls keine Kinder von Traurigkeit- natürlich mit Artilleriebeschuß geantwortet. So eine Frechheit !!!
    Wahrscheinlich hätten sich noch mehr Polizisten von den roten Partisanen abknallen lassen sollen.

    Nach offiziellen Angaben haben die Februar-Kämpfe in ganz Österreich 118
    Tote und 486 Verwundete auf Regierungsseite sowie 196 Tote
    und 319 Verwundete auf der Gegenseite gefordert.
    (Quelle: das rotewien.at) Das sagt ja wohl sehr viel.

    Wann endlich gibt es eine objektive Darstellung der Februarereignisse ?
    Wahrscheinlich nie. Im Gegenteil versuchen die rot-grünen Wahrheitsverdreher immer mehr Dollfuß zum Obernazi und Hitleranhänger umzulügen..........

  40. libertus
    23. Januar 2012 00:37

    Bei dieser Aktion hat der Rot-Grüne-Hund wieder einmal mächtig gekläfft und der ÖVP-Schwanz freudig mitgewackelt.

    Kann diese Partei, die nurmehr nach Belieben der Linken als Mehrheitsbeschaffer dient, noch tiefer sinken?





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