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Ein historischer Paradigmenwechsel

Die medialen Rückblicke auf das abgelaufene Jahr haben uns mit einer Fülle von interessanten wie überflüssigen Daten überhäuft. Das aber, was wahrscheinlich einst als weitaus Wichtigstes an den vergangenen Monaten in die Geschichtsbücher eingehen wird, ist nirgendwo herausgearbeitet worden. Es ist ein absolut historischer Paradigmenwechsel, der zwar nicht mit einem bestimmten Tag zu verknüpfen ist, der aber 2011 seinen Kulminationspunkt erreicht hat.

Er besteht in einer zentralen Erkenntnis, die sich wie ein Lauffeuer verbreitet hat: Der Wohlfahrtsstaat funktioniert nicht mehr. Er hat sich wie die Brot-und-Spiele-Politik der römischen Cäsaren als nicht nachhaltig aufrechterhaltbares Pyramidenspiel entpuppt, das im alten Rom ebenso wie im Nach-Weltkriegs-Europa nur noch zum befristeten Machterhalt einer ausgelaugten politischen Klasse gedient hat. Das aber irgendwann zusammenbrechen musste.

Denn parallel mit dem wirtschaftlichen Kollaps schwirren ja auch noch andere, aus der Geschichte ebenfalls gute bekannte Todesengel über Europa, die letztlich nur andere Ausformungen der Wohlfahrtsillusion sind. Der eine trägt die Botschaft: „Europa ist nicht mehr imstande, sich selbst zu verteidigen“. Es wechselt fast überall von der Wehrpflicht zu einem Söldnersystem.Dabei müssen aber heute schon etliche europäische Länder verzweifelt im Ausland nach potenziellen Soldaten suchen. Aber alle historischen Exempel beweisen: Völker, die nicht mehr die Kraft zur Selbstverteidigung haben, gehen unter; ausländische Söldner kassieren zwar gerne, sterben aber nur sehr ungern für fremde Menschen.

Eine zu Recht entsorgte Kultur

Der andere Todesengel, der am Grab des Wohlfahrtsstaates lauert, verkündet: „Europa stirbt durch einen Geburtenstreik aus.“ Diesen Streik kann man seit 40 Jahren an den viel zu geringen Geburtenzahlen ablesen. Eine Generation, die nur noch zum selbstsüchtigen Genuss ohne die Last der Kinderaufzucht imstande ist, geht ohne Nachfahren rasch zugrunde. Sie wird lieblos entsorgt werden. Die Geschichtsbücher werden dazu nur sagen: Zu Recht.

Natürlich gibt es noch Menschen, die noch eine Zeitlang an der Wohlfahrtsillusion festhalten wollen. Dies tun vor allem jene Politiker und insbesondere Gewerkschaftsfunktionäre, die dieser Illusion die eigene Machtstellung verdanken. Etliche von ihnen suchen noch immer nach Tricks, mit denen die Wohlfahrts-Mühle noch weiter angetrieben werden kann. Sie tun das in jedem europäischen Land mit unterschiedlichem, aber generell zwangsläufig abnehmendem Erfolg.

Der Kern der Illusion hat in dem Glauben an die Überlebensfähigkeit einer Gesellschaft bestanden, die immer mehr Menschen immer mehr Wohltaten ohne Gegenleistung zukommen lässt: immer längere und immer sinnlosere Gratisstudien und Scheinausbildungen; immer kürzeres Arbeiten; immer mehr Förderungen zur Bedeckung aller möglichen, oft künstlich geschaffenen Ansprüche und Bedürfnisse; immer bessere Gesundheitsversorgung; immer längere Rentenbezüge; immer mehr Möglichkeiten, auch schon vor dem Rentenalter auf Kosten anderer zu leben.

Wer aber sind diese anderen? In den ersten Nachkriegsjahren hatte der Antrieb der Wohlstandsmühle durch das hohe Wachstum des Wiederaufbaus funktioniert. Später war es hilfreich, dass als Spätfolge des Krieges und des Babybooms relativ wenige Pensionisten zu versorgen waren. Dann hat das System durch immer höhere Besteuerung funktioniert.

Doch auch diese ist längst an eine Grenze angekommen. Die allermeisten Steuererhöhungen bringen nur noch ein Minus in die öffentlichen Kassen. Jüngstes und besonders anschauliches Musterbeispiel ist die österreichische Kursgewinnsteuer, welche die Umsätze an der Wiener Börse dramatisch einbrechen hat lassen. Das hat Kapital und Kapitalsucher natürlich prompt ins Ausland vertrieben. Das hat natürlich dem gesamten österreichischen Steueraufkommen schwer und dauerhaft geschadet.

Der Gutmenschtrick

Dasselbe lässt sich auch bei fast jeder anderen Steuerform auch für fast jedes andere Land durchdeklinieren.

Das gilt besonders bei jeder Form einer Reichensteuer. Denn die Reichen sind ja meist an ihrem Geld interessiert (wer einem Buffet, einem Soros oder einem Haselsteiner glaubt, dass diese nicht an ihrem Geld interessiert wären, ist einem besonders simplen Schmäh, dem sogenannten Gutmenschtrick, ihrer PR-Berater zum Opfer gefallen). Die Reichen sind aber auch meist durchaus intelligent (sonst wären ja nur die wenigsten von ihnen reich geworden) und finden am schnellsten Wege, ihren Reichtum so zu verlagern – meist in andere Länder –, dass ihn die gierigen Steuereinheber nicht erwischen können.

Daher ließ sich in den letzten Jahren die auf historischem Rekordniveau befindliche Abgabenquote in kaum einem europäischen Land mehr erhöhen. Da blieb der Politik nur noch ein Ausweg: Die sich immer schneller drehende Wohlfahrtsmühle auf Schulden zu finanzieren. Das ging etliche Zeit gut. Es gab sogar einige sogenannte, schwer ideologisierte Wirtschaftsforscher, die ein Loblied auf die Schuldenwirtschaft sangen.

2011 aber sind die Geldverleiher endlich zur späten Erkenntnis gekommen, dass die sich immer verschuldenden Staaten wahrscheinlich ihre Kredite nicht zurückzahlen können. Und sie drehten folgerichtig den Geldhahn für die meisten europäischen Staaten zu. Sie taten dies vor allem ab jenem Zeitpunkt im globalen Gleichschritt, als die EU plötzlich dekretierte, dass eines ihrer Mitgliedsländer seine Anleihen privaten Anlegern nur noch zur Hälfte zurückzahlen müsse.

Die Goldmünzen aus Blech

Damit scheint die Wohlfahrtsillusion endgültig ausgedient zu haben. Oder doch nicht? Die Politik zauberte in diesem Augenblick genau jenen Trick hervor, den schon fast alle historischen Fürsten, Könige und Kaiser knapp vor dem Zusammenbruch praktiziert haben. Historisch wurde der Edelmetallgehalt der Münzen immer mehr ausgedünnt, also das Geld immer weniger wert. Das bedeutet in der Gegenwart den Beschluss, unbegrenzt Geld zu drucken. Was ebenfalls zwangsläufig zur Geldentwertung führt. Die amerikanische Notenbank beschloss dies einige Monate früher, die Europäische Zentralbank ganz am Ende des Jahres.

Die EZB tut dies dadurch, dass sich alle europäischen Banken bei ihr praktisch unbegrenzt und praktisch unentgeltlich ohne ausreichende Pfänder langfristig Geld ausleihen konnten.

Der technische Weg des Gelddruckens ist aber ohnedies fast gleichgültig. Was viel entscheidender ist: Die Notenbanker haben damit jedenfalls die Illusion ihrer Unabhängigkeit, ihrer Orientierung am Geldwert zerstört. Sie sind schwächliche Erfüllungsgehilfen verzweifelter und daher zum letzten entschlossener Politiker.

Das Gelddrucken der EZB – die bezeichnenderweise unter einem italienischen(!) Chef steht – hat natürlich zu Jahresende noch einmal eine belebende Wirkung gehabt. So wie es davor bei der amerikanischen Fed der Fall war. Ähnlich werden ja auch Rauschgiftsüchtige noch einmal glücklich, wenn mitten in die Qualen einer Entziehung doch noch eine Lieferung des Giftes platzt. Sogar Italien konnte in dieser mit Geld überschwemmten Banklandschaft in der letzten Jahreswoche seine abgereiften Anleihen wieder refinanzieren.

Das ändert natürlich nichts mehr an der weiteren Entwicklung. Denn die Menschen, die Wirtschaft und vor allem das Ausland werden sehr rasch merken, dass Euro wie Dollar eine beliebig vermehrbare Masse geworden sind. Ein solches Geld spart man nicht, sondern will es schnellstmöglich wieder loswerden. Von Spielzeugwährungen wie dem ungarischen Forint gar nicht zu reden. Das muss zwangsläufig zu einem weiteren Anstieg der Inflation führen. Dieser Anstieg wird sich nicht mehr in der bisherigen Dimension von dem einen oder anderen Zehntelprozent pro Monat bewegen.

Jeder konsumiert noch rasch und dann eilt der Tod herbei

Eine rapide steigende Inflation führt zwangsläufig zu einem Schwinden aller Ersparnisse, zu weiterer Kapitalflucht und damit zu einem nicht mehr abwendbaren Crash. Jeder konsumiert rasch noch einmal, niemand investiert mehr.

Seit 2011 sagen das nicht mehr nur ein paar neoliberale Skeptiker. Die Erkenntnis ist Allgemeingut der Bürger geworden. Womit wir wieder beim Beginn dieser Überlegungen sind: Die Bürger sind empört über das Zusammenbrechen der ihnen jahrzehntelang von praktisch allen Parteien gegebenen Wohlfahrtsversprechen und Sicherheitsgarantien. Sie sind aber auch zornig auf sich selbst, weil sie diese Lüge einer ewig gefüllten Wundertüte geglaubt haben.

Werden die Bürger nun Fünf nach Zwölf auch die schmerzhaften Konsequenzen eines Scheitern des Wohlfahrtsstaates hinnehmen? Oder werden sie sich in irgendwelche radikalen, aber perspektivenlosen Abenteuer stürzen? Werden sie noch einmal den Politikern mit ihren verlogenen Sündenbockkonstruktionen glauben, dass die Banken, die Reichen, die Spekulanten, die Juden, die Unternehmer und wer sonst immer schuld seien? Wird es auch in anderen Ländern mutige Politiker wie Mario Monti geben, die dort vielleicht sogar schon Fünf vor Zwölf den Wohlfahrtsstaat beerdigen und den Staat retten?

Die Hoffnung ist klein, aber sie stirbt zuletzt.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Januar 2012 23:33

    Beeindruckt und bedrückt zugleich, wie viele Blogpartner in ihren unterstützenden Analysen zum düsteren A.U.-Beitrag zu ähnlichen Ergebnissen kommen – , wird man doch resignierend feststellen, dass es sich um einsame wirkungslose Rufer in der Wüste handelt. Der finale Gang der Lemminge im Verlauf der Lebenswege von Kulturen bis zu ihrer Selbstvernichtung in der dekadenten Zivilisationsphase ist wohl eine irreversibles Naturgesetz, wie das Schicksal vergangener (ehemalige) Hochkulturen zeigt, die –nach ganz analogen Wirkungsgesetzen sich aus dem Inneren selbst zerstörend – trotz Fehlens von (Natur-) Katastrophen und Ausbleibens äußerer Feinde aus sich heraus nicht mehr die Kraft aufbrachten, lebensfähig zu sein.

    Und die internen tragischen Kassandra- und Laokoons überhörte man, um sich nur mehr angesichts kultureller Trümmerreste ihrer zu erinnern .... !

    Viele fragten sich, warum gerade in prosperierenden Zeiten Hochkulturen nicht mehr lebensfähig waren: Mutatis mutandis immer das gleiche Bild: Weil man die nach wie vor immanenten potenziellen Kräfte nicht mehr aktivierte, sie systematisch demotivierte. Weil man eine unheimliche Per-Vertierung der Begriffe und Wertungen vornahm: Der Täter wird zum Opfer, der daueralimentierte Nicht-Einbringungsbereite zum umworbenen Ziel aller Zuwendung, die unverschämt Fordernde willfährig mit Mitteln ungefragter Dritter bedient. Der Leistungsbereit-Sparsame dagegen mutiert zum (mit heutigen Begriffen) verachteten „Besserverdiener“ und „Reichen“, den man aus „sozialer Gerechtigkeit“ unbedankt schröpfen, ja enteignen kann. Man isst nicht, um zu leben, sondern lebt, um selbstzweckhaft zu konsumieren. Und die unbequeme Frage nach der Notwendigkeit der maximierten Inputdimension oder deren Bedeckung stellt man nicht mehr ...

    Schon in der Schule gelten alle Ressourcen dem untauglichen Schüler, der aus Prestigegründen einen inadäquaten Schultyp wählt und inhaltlich leere, inflationäre Berechtigungen und Titeln anstrebt, statt sich echte Kompetenzen zu erwerben, um sie bestmöglich einbringen zu können. Mangelnder Lernerfolg des faulen, ungeeigneten Schülers mutiert verantwortungs-entlastend zu „mangelnden Unterrichtserfolg“ (!) des Lehrers, und geordnet-transparente Zuordnung von Sozialchancen werden durch die selbsternannten Eliten der Seilschaften ersetzt, die zugleich den wahren Elite-Begriff als systemgefährdent stigmatisieren.

  2. Ausgezeichneter KommentatorDr.Markus Deim
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Januar 2012 18:09

    Der Zusammenbruch des momentanen Systems der Ausbeutung der Leistungswilligen zugunsten des transferleistungssüchtigen und leistungsunwillligen Pöbels, dessen Heranzüchtung nach dem Jahre 1968 durch Kreisky et al. systematisch vorangetrieben wurde, ist unabdingbare Voraussetzung für jede "Rettung des Abendlandes". Die Grundsätze besser gesagt die conditio sine qua non jeder prosperierenden Gesellschaft sind Reproduktion, Selbstverteidigung, Leistungswille, Bekämpfung von "Schädlichem" und die Belohnung der Einhaltung dieser ewig gültigen Grundsätze, noch wichtiger die Bestrafung, zumindest aber die Nicht-Belohnung der Mißachtung derselbigen. Meine Lebensrealität zeigt mir täglich das glatte Gegenteil, denn die Linke bekämpft ständig und mit Erfolg alles, was sich in den letzten paar tausend Jahren als überlebensnotwendig für jede menschliche Sozietät herausgestellt hat. Daher wird sich ein Ende dieses Zustandes einstellen, aber nicht weil irgendjemand von uns das will oder nicht will, sondern weil das System kollabieren wird, sobald die deutschen Länder (wen auch immer man dazurechnen will) die Show nicht mehr finanzieren können oder wollen. Diese "Gemeinschaft" "funktioniert" nur deshalb immer noch, weil Deutschland sich einfach noch nicht den Satz "Jetzt nicht mehr" auzusprechen traut, da dewegen durchaus kriegsähnliche Zustände in Europa, um den bösen (REICHEN) Deutschen ihr Geld wegzunehemen, denkbar wären. Da reden wir noch gar nicht von den vielen Millionen Menschen außerhalb Europas, die auch alle gerne das hätten, was wir haben, denn schließlich haben ja alle die gleichen Menschenrechte, oder???
    Es werden sicher spannende Zeiten, in die wir gehen!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Januar 2012 18:01

    Nicht zu vergessen ist in dieser total degenerierten Gutmenschengesellschaft die zunehmende Islamisierung Europas, die den Weg in den Abgrund noch schneller beschleunigt.
    Ein vollkommen außer Rand und Band geratene katholische Kirche wird von den Islamisten und deren grün-roten Adoranten am Nasenring durch das öffentliche Leben gezogen. Gerade dass sich die durchgeknallten Kirchen-Repräsentanten nicht bei den "armen" Moslems für die fast täglichen Morde an Christen in den islamischen Ländern Afrikas und Asiens bedanken.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Januar 2012 19:31

    Jetzt hat er noch gar nichts hingekriegt, der Goldman Sachs - und Bilderberger - Monti und schon wird dieser vorauseilend gelobt. Wer soll das verstehen? Ich nicht.
    Monti war erst Binnenmarkt-Kommissar, dananch Wettbewerbs-Kommissar, in seine Zeit fallen eine paar sehr fragliche Wettbewerbsentscheidungen bzw. Wettbewerbsverzerrungen:
    1. Übernahme von Aventis (deutsch-franz.) durch den wesentlich kleineren Konzern Sanofi (franz.), die Verbindung mit Aventis und Novartis (Schweiz) war wettbewerbsrechtlich nicht möglich, daher gibt es heute Sanofi-Aventis
    2. Übernahme Alstom (franz.) durch Siemens (deutsch) wurde durch eine staatliche Geldspritze unter Wirtschaftsminister Sarkozy abgewehrt, die EU-Wettbewerbsbehörde in Brüssel unter Kommissar Monti schaute zu.

    Gleichzeitig haben die Deutschen nun auch den EZB-Chefvolkswirt an den Schuldenstaat Belgien mit Peter Praet verloren. Die Falken werden in der EZB nahtlos durch Tauben ersetzt.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eilmeldung-peter-praet-wird-neuer-chefvolkswirt-der-ezb-11590144.html

    Der historische Pardigmenwechsel für die Euroländer lautet:

    Umverteilung von Nord nach Süd
    Ausverkauf des Nordens an den Süden, denn dort landet als erstes das frisch gedruckte Geld, das reale Anlagen sucht
    der Verschwender besiegt bzw. übertopelt den Sparsamen
    bei Unruhen gibt es dann die Eugendfor, vielleicht sollte man gleich mal mit Ungarn diesen störrischen Esel üben
    feindliche Übernahmen versus mangelnde Solidarität

    Eigentlich ein Wahnsinn, wie unsere Politiker unser Land ohne mit der Wimper zu zucken verkaufen. Das sind keine Volksvertreter.

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Januar 2012 23:31

    Jahrzehntelang sind wir "Deutschsprechenden" (ist das hoffentlich politisch korrekt?)umerzogen worden, gründlich und wirksam. Nichts von
    unseren "Nationaleigenschaften" sollte an frühere düstere Zeiten erinnern. Bei all diesen Bestrebungen, gänzlich andere Menschen aus uns zu formen hat man übersehen, daß Eigenschaften positiv und negativ zugleich sein können. Ähnlich wie beim Gift, das in kleiner Dosis heilende Wirkung entfaltet, in einer Überdosis tödlich wirkt, kann jede Eigenschaft gute oder verheerende Wirkung zeigen.

    Die 68er tauchten gerade zur "richtigen" Zeit auf, um uns mit ihren krausen Vorstellungen auf den linken Pfad zu leiten. Sie haben "gute" Arbeit geleistet! An den Folgen werden wir noch lange leiden.

    Uns "Deutschsprechenden" hat man im Überschwang einfach so nebenher die guten Eigenschaften--von TUGENDEN wagt man ja kaum mehr zu sprechen--in Bausch und Bogen AUSGETRIEBEN. Das Resultat kann jeder überall sehen, und es ist niederschmetternd: Wir stehen vor einem Scherbenhaufen.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Januar 2012 22:58

    Alles was in den letzten 24 Monaten in diesem Blog an Beiträgen, Kommentaren und Subkommentaren vom Autor und den Postern an Problemen und Szenarien aufgezeigt und diskutiert wurde, beginnt jetzt Gestalt anzunehmen:

    - Das Pyramidenspiel des Schuldenmachens geht dem Ende zu und steuert auf den großen Knall zu.
    - Der geborgte und im vorhinein konsumierte Wohlstand muß demnächst abgearbeitet und zurückgezahlt werden.
    - Den meisten Menschen ging es nie so gut wie jetzt und es wird ihnen lange nicht mehr so gut gehen wie jetzt.
    - Die Gier war noch nie eine guter Begleiter für das kurze irdische Leben der Menschen, sie ist allgegenwärtig.
    - Die Allmacht des Materialismus und die Negierung christlicher Wertvorstellungen beschleunigt den Niedergang unserer Gesellschaft.

    - Erst die Besinnung auf die wahren Werte des Lebens nach einer langen Wanderung durch ein Tal von Tränen wird es wieder aufwärts gehen können!

    Über den vom Autor so gelobten Goldmann Monti habe ich die gleiche negative Meinung wie die Brechstange, ansonsten gehe ich mit seiner Analyse völlig konform.

    Wie es kommen wird, darüber sind wir uns ja alle ziemlich einig, jetzt gilt es Strategien zu entwerfen, wie wir aus diesem Chaos wieder herauskommen könnten und mit welchen Leuten! Weitergegangen ist es ja immer, leider nur immer wieder mit den falschen Propheten!

  7. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Januar 2012 01:05

    Wer in Zukunft wirtschaftlich das Sagen hat, zeichnet sich schon insoferne ab, daß Japan und China beschlossen haben, ihre bilateralen Geschäfte nicht mehr in Dollars und schon gar nicht in Euros abzuwickeln, sondern in Yen und Yuan.

    Das allein genügt, um deutlich zu machen wie sehr das westliche System abgewirtschaftet hat und welche Volkswirtschaften die allzu satten Wohlfahrtsstaaten überleben werden.

    Treffen wird es am härtesten genau die zwecks Machterhalt gehältschelten Bevölkerungsschichten und sicher nicht die Superreichen, die sich rechtzeitig retten.
    Das nennt man dann im Volksmund = ausgleichende Gerechtigkeit, oder?

    Wann es eintritt, wagt noch niemand genau zu prophezeien, jedoch darüber, daß es so kommt, gibt es keinen Zweifel mehr!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatoronkel hans
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Januar 2012 09:32

    Schön zusammengefasst, Herr Unterberger!

    Erstens greifen die Sozen aller Parteien per STEUERN auf die Arbeitsleistung der Bürger, wenn das nicht mehr reicht (bei 50 % in Österreich!), dann wird

    zweitens im Wege der VERSCHULDUNG auf die künftige Arbeitsleistung der Bürger gegriffen, und wenn beides bis zum Anschlag ausgeschöpft ist, dann kann man

    drittens noch auf die Ersparnisse der Bürger im Wege der INFLATION zugreifen.

    Aber die Mehrheit will es so, hat auch keine Kinder mehr und schwört auf Zuwanderung.

    Wen die Götter vernichten wollen, den schlagen sie mit Blindheit.


alle Kommentare

  1. Denisse (kein Partner)
    22. Januar 2015 08:33

    If I were a Teenage Mutant Ninja Turtle, now I'd say "Kabowunga, dude!" http://lyiovd.com [url=http://blbevlvby.com]blbevlvby[/url ] [link=http://eepglbmaus.com]eepglbmaus[/link ]

  2. Vannia (kein Partner)
    20. Januar 2015 18:51

    I don't know who you wrote this for but you helped a brtehor out.

  3. Undine
    05. Januar 2012 13:55

    @Observer

    Zur von Ihnen angesprochenen Landesverteidigung: Da in unserem Bundesheer die türkischen Moslems eine immer größere Gruppe werden, für deren religiöse Betreuung wir Steuerzahler höchstwahrscheinlich auch noch aufkommen müssen, stellt sich mir die Frage, wie die türkischen Machos mit der Tatsache "fertig werden", daß beim Bundesheer seit etlichen Jahren auch Frauen aufgenommen werden. Was geschieht, wenn eine Frau plötzlich eine ranghöhere Position einnimmt als der moslemische Bundesheerangehörige? Gehorcht er dann Befehlen der Frau oder wird für die Muselmanen da auch eine Extrawurst gebraten? Die haben das nämlich gar nicht gerne, wenn sie sich einer Frau unterordnen müssen.....

  4. A.E.I.O.U. (kein Partner)
    05. Januar 2012 10:39

    Wie jedes Schneeballsystem bricht auch das staatliche in sich zusammen, wenn nicht genug nachkommen, die es aufrechterhalten.

    Die Geburtenrate ist aber nur die halbe Wahrheit.

    Das eigentliche Problem ist die gestiegene Lebenserwartung und die damit einhergehenden fehlenden gegensteuernden politischen Maßnahmen im Arbeits- und Pensionsrecht.

    Ein weiterer wesentlicher Aspekt für das Zusammenbrechen unseres den Staat finanzierenden Wirtschaftssystems ist die Verlagerung der Arbeit in Drittstaaten.

    Dieser Großteil der Arbeit und Wertschöpfung/Einkommen fehlt einfach im Inland und ist auch die Folge der Frühpensionierungen, zumindest ein Teil davon.

    Ein Großteil der Steuergelder wird auch einseitig eingesetzt. So gehen z.B. die Wiener Beamten im Durchschnitt mit ca. 52 Jahren in Pension, ähnlich krass wie die ÖBB´ler, die sich für das Jahr 2012 im Durchschnitt nur zu 19 % ihre Pension selbst bezahlen, der Rest ist Steuerzuschuss. Ärger ist es nur noch bei den Angestellten der Nationalbank.

    Das kann auf die Dauer eine schrumpfende Zahl von Vollzeit-Arbeitern nicht finanzieren. Deswegen wird vermehrt nach Vermögenssteuern gesucht, um den staatlichen Wahnsinn zu prolongieren.

    Im Grunde ist das nichts anderes als Staatsversagen, hervorgerufen durch kriminelle und dümmliche Politverbrecher, die nur das Ziel haben, irgendwie an der Macht und am Futtertrog der Steuerzahler zu bleiben.

    Der Nachteil der Politiker ist, dass sie Versprechen nicht - wie die Berufslügner im Priestergewand - in´s Jenseits verlagern können. Das wäre einfach, denn dann bräuchten sie diese nie einhalten und es gäbe auch keine Klagen. Aber vielleicht kommt das auch noch. Unter den ÖVP-Politikern gibt es ja genug katholisch verseuchte Dumpfbacken. Spindelegger ist ja bekanntlich einer davon.

  5. onkel hans (kein Partner)
    05. Januar 2012 09:32

    Schön zusammengefasst, Herr Unterberger!

    Erstens greifen die Sozen aller Parteien per STEUERN auf die Arbeitsleistung der Bürger, wenn das nicht mehr reicht (bei 50 % in Österreich!), dann wird

    zweitens im Wege der VERSCHULDUNG auf die künftige Arbeitsleistung der Bürger gegriffen, und wenn beides bis zum Anschlag ausgeschöpft ist, dann kann man

    drittens noch auf die Ersparnisse der Bürger im Wege der INFLATION zugreifen.

    Aber die Mehrheit will es so, hat auch keine Kinder mehr und schwört auf Zuwanderung.

    Wen die Götter vernichten wollen, den schlagen sie mit Blindheit.

  6. Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
    05. Januar 2012 01:55

    Die Hoffnung stirbt zuletzt, klar. Das heisst, dass alle anderen vorher tot sind. Das ist folgerichtig.

    Ein kluger Franzose hat das besser gesagt: Die Hoffnung ist ein gutes Frühstück, aber ein schlechtes Abendessen.

  7. DerTurm
    04. Januar 2012 22:43

    Apropos Blechmünzen:

    Die Münze Österreich legt die "Normalprägung" der 5 Euro und 10 Euro-Münzen auch nur mehr in Blech (Kupfer) auf.

    Die letzte Ausgabe der "Pummerin" wurde auch wieder eingeschmolzen und nur "handgehoben" zum Apothekenpreis verkauft,..

    • Papa Geno (kein Partner)
      05. Januar 2012 12:51

      Mal sehen wann der Euro wie die DDR-Mark in Aluminium und die Sondermünzen in Neusilber daherkommen...

  8. Segestes (kein Partner)
    04. Januar 2012 18:41

    Leute wie Unterberger erzählen uns seit 30 Jahren, dass der Wohlfahrtsstaat tot ist.
    Eine bemerkenswerte Lust am kaputt reden der gelebten Nächstenliebe - zumindest für ihn, einen angeblichen Christen mit Echtheitszertifikat.

    Aber Unterberger hat es sich eben so eingerichtet, dass er aus der Bibel nur das extrahiert, was der von ihm angestrebten Deutungsweise zupass kommt.
    Das Gleichnis mit dem Reichen, dem Kamel und dem Nadelöhr, ignoriert er hingegen geflissentlich.
    Da fragt man sich dann aber schon, wieso dieser mediale Verfechter einer Demokratie der Oberen Zehntausend, nach wie vor standhaft einen auf Christ macht?

    Dass der Neoliberalismus andererseits heute flexibel genug ist, sich auch sozialistischer Methoden zu bedienen (Bankenrettungspakete, Bankenverstaatlichung, erpresserische Auslagerung von Lohnkosten durch Kurzarbeit in Richtung Staat), registriert er zwar säuerlich, aber als systemimmanentes Problem wird das von ihm nicht thematisiert.
    Stattdessen redet diese journalistische Sockenpuppe, um abzulenken, oder einfach weil er ein dickes Brett vor dem Kopf hat, lieber lustvoll den Sozialstaat tot.

    Wie lautet doch ein alter Spruch: Er war konservativ und auch sonst von mäßigem Verstand.

    • APM (kein Partner)
      04. Januar 2012 18:56

      Ergänzend dazu:

      …mit allen Tugenden waren sie geschmückt; ja ihre Flamme haben sie ihren Freunden vermacht. Und dennoch sind sie der tiefen Nacht nie entronnen. Eine Fabel erzählten sie, und dann sind sie (letztendlich) verstummt…

      Wenn es auch viel am "Sozialstaat" und noch mehr an den "Sozialisten, Verzeihung, "Sozialdemokraten", zu kritisieren gibt - eine Lösung, bzw. Sache - bleibt Unterberger hinten und vorne schuldig...

    • cmh (kein Partner)
      04. Januar 2012 21:05

      Ach Segestes - du soltest doch wieder einmal Deinem Loki ein Opfermahl ausrichten.

      Deine platte Christenschelte aber solltest du besser unterlassen. Denn "Si tacuisses ...".

      Doch der Reihe nach:

      Unter der Hand ist die ursprünglich so gelobte Solidarität zum Wohlfahrsstaats verkommen. Mit christlicher Nächstenliebe haben beide nichts zu tun. Denn beide instrumentalisieren den Mitmenschen lediglich, d.h. der Mitmensch wird nur als Genosse oder Werkstück verstanden. Christliche Nächstenliebe kann sich ein Staat gleich welcher Prägung schlicht nicht leisten, denn die ist nicht zu kaufen sondern nur geschenkt zu bekommen.

      Zu glauben, dass der Wohlfahrtsstaat auch dann funktioniert, wenn er seine Bürger von jeglicher Produktion sei es in Familie (sic) sei es am Markt systematisch-strukturell geradezu abhält ist schon - sorry alter Germane - mehr als hirnverbrannt. Dabei braucht es dies zu erkennen keinen Unterberger, sondern nur schlichtes logisches Denkvermögen. Wenn im Theater einer aufsteht, dann sieht er besser, wenn alle aufstehen, sieht keiner mehr was. Wie in unserem Wohlfahrtsstaat.

      Und Du verwechselst diesen Wohlfahrtsstaat mit der Hilfe für Bedürftige. Letztere ist ein Gebot der universellen Menschlichkeit, lersterer schlicht eine wandelnde Leiche.

      Mit der Bibel hast aber nichts man Hut und solltest daher auch nicht darüber quatschen. Denn auch jemand, der anderen dessen Reichtümer neidet ist ein Reicher und wird als solcher den Weg in das Königtum der Himmel nicht finden. Du aber verwechselst wieder geflissentlich ein Kamel mit der Devise, die Expropriateure zu erpropriieren. Es kommt auf die innere Haltung an und nicht darauf, dass ein Kamel ein Kamel erkennen kann.

      Die "Demokratie der oberen Zehntausend " ist ein Begriff, den ich lieber nicht verwenden würde, sitzen unsere demokratischen Aristos, die derzeit so an ihren Sesseln kleben eher in der Löwelstraße als in Döbling. Und mit Christentum würde ich das ganze auch nicht in Verbindung bringen.

      Was schließlich unter "Neoliberalismus" in Ravenna verstanden wird, bleibt sowieso immer ein Rätsel. Wenn einer ein tolles Wort verwendet, dann plappern es alle Germanen nach und glauben, sie retten das Imperium. Ja was stellst Du Dir denn unter dem Neoliberalismus vor? Sicher nicht viel mehr als die Reichen, die sich durch ein Nadelör gezwängt haben oder eben nicht. Aber dass man das hypostatisieren muss ...

      Wenn unsere Hobbyökonomen zumindest in einer Einführungsvorlesung zur VWL gesessen wären. Dort hätten sie sicher vom homo oeconomicus, der handelt, um seine Profite zu maximieren gehört. Es denken zwar viele dieser Germanen, der homo oeconomicus lebte in Person auf einer Insel in Amerika oder der russischen Föderation. sie hätten damit aber noch immer ein sinnvolleres Gedankenwerkzeug als das Geeiere mit dem Neoliberalismus.

      Und abschließend noch eine Frage an Dich lieber Segestes persönlich:

      Wenn ich vor einem Gebäude stehe, das mir nicht gefällt, dann versuche ich das zu argumentieren, aber ich pinkle nicht darauf. Auch wenn das vorübergehende Erleichterung verschaffen mag. Denn die anderen Passanten halten mich dann sicher für einen Rüpel, auch wenn das Gebäude keinen Ziegelstein nach mir wirft.

      Glaube also nicht, dass Dir Unteberger antworten wird.

      Noch ein PS für den kongenialen APM:

      Antworten und Lösungen gibt es genug. Leider können diese nicht bei vollem Lohnausgleich erfolgen und sind daher kein wirklicher Hit. aber täts Leif

    • Fritz Walter (kein Partner)
      04. Januar 2012 22:27

      Das Internet ist schon super, sonst hätte man keine Möglichkeit den Brechdurchfall eines Unterbergers zu lesen....
      Diese Tagebuch ist einfach nur peinlich und zum speiben!

    • APM (kein Partner)
      05. Januar 2012 08:29

      Ach, lieber cmh...

      Segestes und meine Unscheinbarkeit wollen nicht einsam an Selbstgerechtigkeit verkommen. Dazu sind Typen wie unser Blogger und die erdrückende Mehrzahl der Echos seiner Weisheiten die den Eindruck vermitteln sie hätten die Welt erfunden, weitaus besser geeignet. Zum Ihrem Trost: Sie werden es zwar nicht für möglich halten aber selbst ich (und wahrscheinlich auch Segestes) wissen nur allzu genau das so "Manches" nicht stimmt in unserem schönen Staat!

      Irgendwie tut mir Unterberger fast schon leid. Er ist der typische Fall eines Menschen, den man - und das ist jetzt absolut nicht zynisch gemeint - sehr verletzt hat. Wenn er aber glaubt, dass er sein psychisches Tief mit manchmal bedenklichen Negativ-Orgien kompensieren kann, ist er am Holzweg.

      Ps: Segestes verzeihen Sie meine "Verteidigung" Ihrer Person. Ich weiß, dass Sie selbst dazu imstande sind..

    • Anton Aushecker (kein Partner)
      05. Januar 2012 09:09

      "Dass der Neoliberalismus andererseits heute flexibel genug ist, sich auch sozialistischer Methoden zu bedienen (Bankenrettungspakete, Bankenverstaatlichung, erpresserische Auslagerung von Lohnkosten durch Kurzarbeit in Richtung Staat), registriert er zwar säuerlich, aber als systemimmanentes Problem wird das von ihm nicht thematisiert."

      Sie machen hier den Bock zum Gärtner. Hätten wir wirklich den von Ihnen und Ihresgleichen permanent behaupteten Neoliberalismus, so wären die Banken, die sich offenbar an Staatsfinanzierungen überhoben haben, einfach liquidiert worden. Diese Marktbereinigung genannte Erscheinung hätte auch die Sparguthaben und Anteile der Sparer und Eigentümer liquidiert. Ein Neoliberaler hätte damit kein Problem, da im Neoliberalismus jedem Individuum die Wahl geblieben wäre, diesen Banken vorab kein Geld zu geben bzw. sie besser zu kontrollieren und es damit erst gar nicht so weit kommen zu lassen.

      Alles was wir hier an Krisensymptomen beobachten, hat mit einem ganz sicher nichts zu tun: Neoliberalismus. Das was wir beobachten nennt man Sozialmechanik, Etatismus, Interventionismus.

      Gerade weil unsere Gesellschaft es nicht mehr schafft, echte liberale Strukturen zu etablieren, geschweige denn zu verteidigen, stehen wir vor den Problemen vor denen wir stehen.

      Das wird Ihnen die Laura halt nicht auf Partys erzählen.

    • cmh (kein Partner)
      05. Januar 2012 10:11

      APM

      Wenn Sie schon nicht an einsamer Selbstgerechtigkeit verkommen wollen, warum machen Sie dann ebendieses Bedürfnis Unterberger strittig?

      Auch Ihre (und des Segestes) donquichoteske G'scheidelei die Sie hier zum Besten geben ist eigentlich nicht ganz nachvollziehbar. Aber vielleicht lassen Sie uns wissen, wo Sie sich Ihre Etzes über das "Manche, das nicht in Ordnung ist" denn eigentlich sonst holen. Beim Fjordmann oder bei der ZiB?

    • Udo (kein Partner)
      05. Januar 2012 10:42

      @Fritz Walter
      Wenn man, wie Sie, der Meinung ist "Brechdurchfall" von anderen zu konsumieren und einem dann zum Speiben ist, dann muss man schon äußerst dumm sein diesen Vorgang immer und immer zu wiederholen. Oder magersüchtig.
      Beides braucht Ihnen nicht peinlich zu sein.

      Am Tagebuch kanns nicht liegen, das konsumieren viele Menschen täglich und deren Gesamtzustand ist offensichtlich wesentlich gesünder als Ihrer.
      Gute Besserung zu wünschen hätte wenig Sinn,
      also, bis zum Nächsten Mal!

  9. socrates
    04. Januar 2012 18:40

    O.T. Aus unseren Unqualitätsmedien:
    Heute konnte ich, durch Zahnweh immobilisiert, einen Vergleich zwischen Gratisblättern und anderen machen. Er fiel zu Gunsten der Gratisblätter aus.
    Die Boulevardpresse las ich, wer an Ungarns demokratischen Niedergang unter Orban Schuld ist: Horty. Verwirrt griff ich zum Standard, entdeckte einen Artikel von Rauscher, Typ Ikea (machn´s ihna´s selber), ohne Beweis, Logik und Beleg, so richtig aus dem Bauch heraus, wie er es liebt. Das reizte mich zur Umformulierung:
    Er prangert die Zustände in Ungarn an, ich in Österreich, soweit, so gleich:
    Diktatur oder Demokratie? Das ist manchmal nicht so einfach zu sagen. Es haben sich ein paar Herrschaftsformen auf der Welt herausgebildet, die nicht mehr Demokratie, aber auch noch nicht ganz Diktatur sind.
    Autoritäre Herrschaft, populistisch und charismatisch unterlegt, durchaus mit Zustimmung der Mehrheit (wenn auch im Laufe der Zeit Zweifel aufkommen), mehr und mehr aber mit anti-demokratischen bis diktatorischen Zügen.
    Am Anfang steht die charismatische Führerfigur mit echtem (Fayman) und halbechtem Erfolg (Spindelegger) bei der Wahlbevölkerung. Herrschaftsinstrument sind die populistischen bis demagogischen Fähigkeiten, einfache Slogans, der geschickte Aufbau von Außenfeinden (durchaus auch im Inneren) und Sündenböcken. Dazu der Anschein von Durchsetzungskraft und Fähigkeit zu Patentlösungen.
    Weiters Wählerbestechung mit sozialen Wohltaten, die entweder durch eigenen Rohstoffreichtum oder auf Schulden finanziert werden. Gleichzeitig konsequente Ausschaltung aller checks und balances in der Demokratie und aller kritischen Elemente. Opposition und kritische Medien werden abgewürgt, die Institutionen des Staates (Parlament, Justiz, Polizei, Staatswirtschaft, Kultur, Nationalbank) mit eigenen Leuten besetzt. Staatsmedien sind unablässig im Dienste des Personenkults. Kritische Intellektuelle werden mit Hasskampagnen verfolgt, wenn ein gewalttätiger Wirrkopf das zu ernst nimmt, kann man nichts machen. Politische Gegner und Journalisten werden per Justiz verfolgt Brutalste Verfolgung wie in totalitären Regimen ist selten, aber die Gewalt (durch Parteijugend) lauert am Horizont.
    Die Kombination von EU und sozialer Wohlfahrt funktioniert einige Zeit - vor allem, wenn Öl und Gas vorhanden ist. Wenn nicht, wird zunächst auf Schulden weiterfinanziert. Wenn das nicht mehr möglich ist wird die Pensionsversicherung und Sozialversicherung gekürzt.

    • kaffka (kein Partner)
      10. Januar 2012 15:59

      @ socrates
      04. Januar 2012 18:40

      Ein weiser Mann hat einmal gesagt: Demokratie ist die Diktatur der Mehreren!
      (Ich möchte das richtig stellen : Demokratie ist die Diktatur jener, die die Mehreren aus dem dummen Souverän / klingt hier wie "Saufverein"/ dazu bringen können auf sie zu stimmen.

      Wenn der Saufverein endlich einem die verfassungsändernde Mehrheit gegeben hat - was auch Ziel des "Mehrheitswahlrechtes ist - ist gleich der Teufel los: Der ist ja ein Diktator! - NEIN der ist ein Demokrat weil es der SV so wollte - undemokratisch sind jene, dnen es nicht passt und die jetzt maulen!

  10. Johann Scheiber
    04. Januar 2012 17:52

    OT: Nein so was, die ARD hetzt gegen die Banken. Vor solchen Hetzereien und Verschwörungstheorien sollte man den "Freien Markt" schützen!

    http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2012/01/04/wenn-das-haus-weg-ist-legale-zwangsenteignung-in-der-brd-zur-erinnerung/

    • brechstange
      04. Januar 2012 19:13

      In die Heuschrecke Lonestar ist der Bush-Clan investiert. Skrupellos nützen diese das deutsche Grundbuchsrecht aus um Rendite zu machen. Die Volksvertreter lassen sich die Gesetze von Bankern vorschreiben, dem muss dann nur mehr zugestimmt werden.

      Das sind Missstände über Missstände. Das ist Organisierte Kriminalität, keine Verschwörungstheorie sind die ungesunden Verflechtungen von Politik, Finanzwirtschaft und Unternehmen. Alle ordentlich wirtschaftenden Unternehmen, Banken, Steuerzahler sowie naiven Politiker zahlen nun den Schaden.

      P.S.: Meine Nichte diktierte aufgrund dieser Vorkommnisse beim Hausbau der Bank den Vertrag, der Kredit darf nicht verkauft werden bei sonstiger Haftung der kreditgebenden Bank. Das funktionierte nach langem Zögern der Bank dann doch.

    • Undine
      05. Januar 2012 09:02

      @Johann Scheiber

      Das ist doch LEGALISIERTE "Organisierte Kriminalität"!

  11. simplicissimus
    04. Januar 2012 11:31

    hervorragender artikel, dem wenig hinzuzufügen ist.
    wo bleibt denn endlich einmal eine fundierte begründete linke antwort?
    bis jetzt haben die trolle ja meist nur verächtlichmachung, beschimpfung oder polemik hervorgebracht.

  12. Josef Maierhofer
    04. Januar 2012 11:09

    In Österreich muss offenbar das Wasser auf der Titanic bereits bis zum Hals stehen, bis die Betonköpfe der sozialistischen (aus allen Parteien) Wohlfahrtsbonzenschaft und Gewerkschaftsbonzen aufgeweicht werden. Sie waren die Schuldigen, die ohne das Volk zu fragen und ohne die Wahrheit zu sagen, solch schwerwiegende Entscheidungen getroffen haben, solch sinnlose Versprechungen gemacht haben, die uns jetzt in die unaufhaltbare Misere treiben.

    Wo sind sie denn jetzt die Bauchredner Kohl und Blecha ? Wo sind sie denn jetzt die nicht zu Gericht zitierten und nicht Verurteilten Herren Verzetnitsch und ihresgleichen ? Die laben sich an ihren 'wohlerworbenen' Feudalpensionen. Still sind sie jetzt, diese Lügner.

    Nichts wirds helfen das Parteibuch, endlich fangen die Menschen wieder selbst zu denken an. Hoffentlich lösen sich diese Sinnlosigkeitsparteien jetzt endlich auf und die Wähler geben ihnen den Gnadenschuss, endlich, so hoffe ich.

    Vielleicht dichten sie die Bundeshymne nochmals um, diese Volkskasperln, namens 'FeministInnen', weil wir ja keine anderen Sorgen haben in der Politik.

    Aufwachen und Umdenken ist angesagt, werte 'Bolidiga', Neugebauers, und sonstige 'Verteidiger' der Privilegien.

    Vielleicht sehen wir wieder ein Plakat mit dem Bilderl unseres herzallerliebsten Bundeskanzlers beim Nachdenken, aber auch, wenn er den Kopf schief halten wird, wird nichts zusammenkommen an sinvollen Maßnahmen, solange er von seiner 'Baddei' blockiert wird und dadurch den 'Bundseskasperl' (schönen Gruß an Dr. Häupl) abgibt. Zeit zum Bonzenwaschen und Bonzenrauswurf. Leute mit Hirn und Engagement brauchen wir und nicht fette Gehälter und Privilegien, die sind nebensächlich.

    Östrreich muss zusammenwachsen und all das, was zu tun ist, wurde in diesem Forum bereits tausendfach gepredigt, ohne diese Maßnahmen wird's halt leider nicht gehen.

    Ich wiederhole sie heute nicht, die notwendigen und sinnvollen Maßnahmen, alle kennen sie schon, bloß die Politik will sie nicht erkennen und ausführen.

  13. inside
    04. Januar 2012 09:17

    Was kratzt das alles den kleinen Bürger?

    Solange die Krise nicht ganz unten angekommen ist, wird die Hochfinanz als Parallelwelt wahrgenommen, die dem Stammtischbesucher so was von Wurscht ist.

    Die Gebührenerhöhungen der letzten Tage (z.B.U-Bahnabgabe plus 300% laut ORF!!) zeigen deutlich:
    Da ist noch viel Spielraum.

    Mein Tip:Das Weiterwurschteln wird zum Dauerzustand.....

  14. libertus
    04. Januar 2012 01:05

    Wer in Zukunft wirtschaftlich das Sagen hat, zeichnet sich schon insoferne ab, daß Japan und China beschlossen haben, ihre bilateralen Geschäfte nicht mehr in Dollars und schon gar nicht in Euros abzuwickeln, sondern in Yen und Yuan.

    Das allein genügt, um deutlich zu machen wie sehr das westliche System abgewirtschaftet hat und welche Volkswirtschaften die allzu satten Wohlfahrtsstaaten überleben werden.

    Treffen wird es am härtesten genau die zwecks Machterhalt gehältschelten Bevölkerungsschichten und sicher nicht die Superreichen, die sich rechtzeitig retten.
    Das nennt man dann im Volksmund = ausgleichende Gerechtigkeit, oder?

    Wann es eintritt, wagt noch niemand genau zu prophezeien, jedoch darüber, daß es so kommt, gibt es keinen Zweifel mehr!

    • M.S.
      04. Januar 2012 09:30

      @libertus

      Und der Staatsmann Faymann bezeichnet diese beginnende Zeit des Niederganges als "Zeit für Gerechtigkeit".

    • contra
      04. Januar 2012 19:46

      Wie hier schon an anderer Stelle erwähnt, Sozen-Gerechtigkeit halt!

  15. Karl Rinnhofer
    03. Januar 2012 23:33

    Beeindruckt und bedrückt zugleich, wie viele Blogpartner in ihren unterstützenden Analysen zum düsteren A.U.-Beitrag zu ähnlichen Ergebnissen kommen – , wird man doch resignierend feststellen, dass es sich um einsame wirkungslose Rufer in der Wüste handelt. Der finale Gang der Lemminge im Verlauf der Lebenswege von Kulturen bis zu ihrer Selbstvernichtung in der dekadenten Zivilisationsphase ist wohl eine irreversibles Naturgesetz, wie das Schicksal vergangener (ehemalige) Hochkulturen zeigt, die –nach ganz analogen Wirkungsgesetzen sich aus dem Inneren selbst zerstörend – trotz Fehlens von (Natur-) Katastrophen und Ausbleibens äußerer Feinde aus sich heraus nicht mehr die Kraft aufbrachten, lebensfähig zu sein.

    Und die internen tragischen Kassandra- und Laokoons überhörte man, um sich nur mehr angesichts kultureller Trümmerreste ihrer zu erinnern .... !

    Viele fragten sich, warum gerade in prosperierenden Zeiten Hochkulturen nicht mehr lebensfähig waren: Mutatis mutandis immer das gleiche Bild: Weil man die nach wie vor immanenten potenziellen Kräfte nicht mehr aktivierte, sie systematisch demotivierte. Weil man eine unheimliche Per-Vertierung der Begriffe und Wertungen vornahm: Der Täter wird zum Opfer, der daueralimentierte Nicht-Einbringungsbereite zum umworbenen Ziel aller Zuwendung, die unverschämt Fordernde willfährig mit Mitteln ungefragter Dritter bedient. Der Leistungsbereit-Sparsame dagegen mutiert zum (mit heutigen Begriffen) verachteten „Besserverdiener“ und „Reichen“, den man aus „sozialer Gerechtigkeit“ unbedankt schröpfen, ja enteignen kann. Man isst nicht, um zu leben, sondern lebt, um selbstzweckhaft zu konsumieren. Und die unbequeme Frage nach der Notwendigkeit der maximierten Inputdimension oder deren Bedeckung stellt man nicht mehr ...

    Schon in der Schule gelten alle Ressourcen dem untauglichen Schüler, der aus Prestigegründen einen inadäquaten Schultyp wählt und inhaltlich leere, inflationäre Berechtigungen und Titeln anstrebt, statt sich echte Kompetenzen zu erwerben, um sie bestmöglich einbringen zu können. Mangelnder Lernerfolg des faulen, ungeeigneten Schülers mutiert verantwortungs-entlastend zu „mangelnden Unterrichtserfolg“ (!) des Lehrers, und geordnet-transparente Zuordnung von Sozialchancen werden durch die selbsternannten Eliten der Seilschaften ersetzt, die zugleich den wahren Elite-Begriff als systemgefährdent stigmatisieren.

    • M.S.
      04. Januar 2012 09:39

      @Karl Rinnhofer

      **************

    • Leopold Koller (kein Partner)
      05. Januar 2012 17:31

      From bondage to spiritual faith;
      From spiritual faith to great courage;
      From courage to liberty;
      From liberty to abundance;
      From abundance to selfishness;
      From selfishness to complacency;
      From complacency to apathy;
      From apathy to dependence;
      From dependence back into bondage.

  16. Undine
    03. Januar 2012 23:31

    Jahrzehntelang sind wir "Deutschsprechenden" (ist das hoffentlich politisch korrekt?)umerzogen worden, gründlich und wirksam. Nichts von
    unseren "Nationaleigenschaften" sollte an frühere düstere Zeiten erinnern. Bei all diesen Bestrebungen, gänzlich andere Menschen aus uns zu formen hat man übersehen, daß Eigenschaften positiv und negativ zugleich sein können. Ähnlich wie beim Gift, das in kleiner Dosis heilende Wirkung entfaltet, in einer Überdosis tödlich wirkt, kann jede Eigenschaft gute oder verheerende Wirkung zeigen.

    Die 68er tauchten gerade zur "richtigen" Zeit auf, um uns mit ihren krausen Vorstellungen auf den linken Pfad zu leiten. Sie haben "gute" Arbeit geleistet! An den Folgen werden wir noch lange leiden.

    Uns "Deutschsprechenden" hat man im Überschwang einfach so nebenher die guten Eigenschaften--von TUGENDEN wagt man ja kaum mehr zu sprechen--in Bausch und Bogen AUSGETRIEBEN. Das Resultat kann jeder überall sehen, und es ist niederschmetternd: Wir stehen vor einem Scherbenhaufen.

    • M.S.
      04. Januar 2012 09:34

      @Undine

      *************

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      04. Januar 2012 17:48

      @Undine: In Ihrer pessimistischen Analyse, die von "Deutschsprechenden" redet, aber selbstverständliche "Deutsche" meint, übersehen Sie freilich die Deutschschweizer. Deren Erfolg beruht auf einer Jahrhunderte alten Kombination aus protestantischem Fleiß, Sparsamkeit und dem festen Willen, der Obrigkeit möglichst keine Macht zu überlassen, sondern nach Tunlichkeit alles selbst zu regeln.
      (Freilich hätte das alles allein nicht gereicht: Bis in die 1930er Jahre war die Schweiz trotz dieser Tugenden bitterarm und ein Auswanderungsland, das wird heute gern vergessen.)

      Was hat das mit Ihrer Analyse zu tun? Sie sind der Meinung, man habe den "Deutschen" alle ihre Nationaleigenschaften ausgetrieben. Da gemäß Ihrer Definition zu den "Deutschen" auch die Deutschschweizer gehören, die man aber natürlich nicht umerzogen hat, müssten diese die gesunden Nationaleigenschaften behalten haben. Aber außer allenfalls dem Fleiß hat man den Menschen in Deutschland und Österreich ja andere Tugenden oder eben, wie Sie richtig sagen: übertriebene Eigenschaften, also zu Untugenden pervertierte Tugenden ausgetrieben, wie Disziplin bzw. Gehorsam bzw. Treue bis in den Tod (bzw., ins Negative gewendet, Kadavergehorsam, Obrigkeitshörigkeit). Gerade *diese* Tugenden haben den Schweizern aber stets gefehlt. Aber dass man den Deutschen Bescheidenheit und Sparsamkeit ausgetrieben hätte? Haben Sie hierfür Beispiele? Oder welche Tugenden haben Sie gemeint?

    • Undine
      04. Januar 2012 20:17

      @Ch. Seidl

      In meine Bezeichnung "Deutschsprechende" interpretieren Sie zu viel hinein; tatsächlich wollte ich nicht immer schreiben: Deutsche und Österreicher, die Verlierer der Weltkriege. Denn um die ging es mir.
      Zu den Nationaleigenschaften, die uns verächtlich gemacht wurden und werden, verstehe ich einzig und alleine jene, die uns Menschen befähigen, die Keimzelle des Staates, die Familie, so gut und anständig wie möglich zu leben, zu führen, die intakte Familie, wenn Sie so wollen mit Vater, Mutter und Kindern. Daß es nicht lauter Musterfamilien geben kann, weiß ich auch; so weltfremd bin ich nicht. Aber die gezielte ZERSETZUNG der "normalen" Familie haben wir den 68ern zu "verdanken".

      Wenn aber die Keimzelle des Staates, die Familie, nicht mehr richtig funktioniert, kann auch das Staatsgefüge nicht mehr funktionieren. So einfach ist das!

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      04. Januar 2012 21:06

      @Undine: Danke für die wichtige Präzisierung! Da Sie von "den" guten Eigenschaften schrieben, hatte ich freilich mit einer Mehrzahl gerechnet. Und allerdings ist die Familie von früher ja in Gesamteuropa momentan im Schwinden begriffen, das hat also offensichtlich nichts mit der Frage zu tun, wer den Krieg gewonnen hat.

      Aufgrund von früheren Wortmeldungen Ihrerseits verstehen Sie, wenn ich mich recht erinnere, unter der Zerstörung der Familien die Tatsache, dass Frauen heute auch außerhalb des Hauses beruflich tätig sein dürfen.

      Aber Sie wollen Frauen, die nun mal eine höhere Schulbildung bzw. eine Berufsausbildung erhalten haben (was schon ein gewaltiger Fortschritt ist, wo man dieses Recht den Frauen so lange mit fadenscheinigsten Vorwänden vorenthalten hat!), ja sicher nicht nach der Heirat zu Hause einsperren, nicht wahr? Und Sie wollen Frauen doch auch nicht biologistisch einreden, ihre Natur sei es allein, den Haushalt zu führen und Kinder großzuziehen?

      Da ich annehme, dass Sie Ihr Bild einer heilen Familie nicht von ungefähr haben, sondern selbst in einer solchen aufwachsen durften, kann ich Sie nur herzlich dazu beglückwünschen. Aber was tun wir mit den Familien, wo diese Form eines Zusammenlebens *nicht* auf einer wirklich freien Entscheidung beider Elternteile beruht? Ich selbst möchte keine Frau zwingen wollen, so zu leben, wenn das nicht ihr freier Wille ist. (Selbstverständlich, um Missverständnisse zu vermeiden: Ich würde auch keiner Frau einreden wollen, dass sie minderwertig sei, wenn sie ausschließlich Hausfrau sein wollte.)

    • Undine
      04. Januar 2012 22:55

      @Ch. Seidl

      Es würde zu weit führen, finge ich jetzt an zu präzisieren. Wenn Sie wollen, können Sie mir Ihre Mail- Adresse zukommen lassen, damit ich Ihnen Näheres schreiben kann; es würde mir Freude machen.

      Wenn ich von der gezielten Zersetzung der "Institution" Familie durch die 68er geschrieben habe, hat dies in meinen Augen sehr wohl viel mit dem letzten--für D und Ö verlorenen-- Weltkrieg zu tun. Die Jugendlichen dieser Zeit haben ganz anders reagiert als sämtliche Generationen vor ihnen: Sie haben ihre pubertären Aggressionen konzertiert (weil gelenkt) gegen ihre Vätergeneration gerichtet. Und gerade Jugendliche, deren Väter das Unglück hatten, in einen blutigen Krieg ziehen zu müssen mit allen grauenhaften Umständen und Folgen, verdammten ihre Väter dafür, statt sie zu bemitleiden. Wenn also ein Jugendlicher damals mit dem Vater ein Hühnchen zu rupfen hatte, was in diesem Alter höchst normal ist, warf er ihm vor, Soldat gewesen zu sein. Seit die Menschheit besteht, gab es- leider- Kriege und es gibt sie immer noch. Aber noch nie hat die Jugend den Eltern dafür die Schuld gegeben und die pubertären Aggressionen so auf die Eltern fokussiert, als hätten diese höchstpersönlich den Krieg erklärt! Glauben Sie mir, n i e m a n d vom Volk wollte wirklich einen Krieg; die schrecklichen Erinnerungen an WKII waren noch so frisch!

      Was aus dieser zerstörerischen 68er-Bewegung geworden ist, sehen wir laufend. Daß es genug gab, was reformbedürftig war, ist klar. Es war nur eine neue Dimension erreicht worden und das Kind wurde mit dem Bad ausgeschüttet. Die Familie wurde auf dem Altar des Fortschrittsrausches geopfert, gute Eigenschaften--Tugenden--der Lächerlichkeit preisgegeben. Der Egoismus wurde über alles gestellt, das ist die Crux.

    • Karl Rinnhofer
      05. Januar 2012 02:11

      @Undine @Ch.Seidl
      Ich gebe der Argumentation von Undine ausdrücklich recht. Niemand spricht davon, dass Frauen vom Arbeitsmarkt abgehalten werden sollen – aber war das früher wirklich der Fall? Es geht darum, dass man Frauen erst durch ihren beruflichen Status Wert zu geben scheint, sie durch unsymmetrische und objektiv ungerechte Gender-Regelungen in den Arbeitsmarkt und in Karriereplanungen treibt, damit materielle Maximierung der familiären Geborgenheit vorzieht, das ungerecht abwertende Gegenbild des „Heimchens am Herd“ schafft und auf unvergleichliche, durch nichts zu ersetzende Vorzüge der Frau vergisst und diese Potenziale brach liegen lässt.
      Es geht darum, dass mit dem gewaltsamen Anspruch, beide Geschlechter müssen Gleiches (Alles) können und tun, auch viel an Lebensqualität verloren ging und durch neu gesetzte Standards viel Stress in das Leben kam.
      Es geht darum, dass man mit Verstaatlichung der Kinder in Ganztagsschulen und Egalisieren möglicher Kompetenzvorsprünge durch gute familiäre Betreuung in Gesamtschulen die Familie geradezu als obsolet erscheinen lässt.
      Es geht darum, dass man durchzunehmende Schaffung eines „Einheitsgeschlechtes“ die Spannung und Attraktivität der geschlechtsspezifischen „Unterschiedlichkeit“ in einer „Einheits-Jeankultur“ (@Ivan Illic) beeinträchtigt, durch falsche Fokussierung auf „Selbstverwirklichung“ und Karriere die Familie vergisst, die Erziehungsaufgaben an externe Instanzen (Schule) auslagert und sie damit überfordert und von ihrer eigentlichen Kernaufgabe abzieht.
      Es geht darum, dass Kinder ihren Eltern durch tendenziell zwangsweise Ganztagsschulmodelle (als „Standard“) inklusive aller Freizeitangebote (und inklusive der Gefahr der Indoktrinierung) zunehmend entfremdet.
      Es geht darum, dass durch bedenkliche Rechtspraxis bei Scheidungen sowie unsymmetrische Lehrkörperzusammensetzung in den „erziehungssubstituierenden“ Schulen (80 Prozent Frauenanteil in Lehrkörpern) eine vaterlose Gesellschaft geschaffen wird.
      Es geht darum, dass die Instanz „Ehe“ durch neue Standard-Rollenbilder (Patchwork-Familien, Lebens-Abschnittspartner) als Quasi-Auslaufmodell lächerlich gemacht wird.
      Es geht darum, dass junge Menschen konstante Identifikationsangebote, Vertauens-Personen, Vorbilder brauchen, die nur in intakten Ehen möglich sind.

      Selbstverständlich ist jede Lebensform akzeptabel, so ferne sie nicht auf Kosten anderer geht.
      Selbstverständlich gab es immer schon nicht intakte Ehen zu Lasten von Kindern, zu denen es „externe“ unterstützende Erziehungsinstanzen geben muss. Doch diese werden immer „zweite Wahl“ sein. Und man sollte nicht von der nicht intakten Ehe als „Normalfall“ ausgehen, will man nicht durch vorschnelle Ersatz- Maßnahmen die „selffulfilling prophecy“ aktivieren.
      Auch Grenzfälle (gleichgeschlechtliche Quasi-Lebensgemeinschaften etc.) mag es immer
      gegeben haben; doch sollte man diese doch als wenig „repräsentative“ Einzelerscheinung ohne Stigmatisierung zur Kenntnis nehmen, aber nicht geradezu „empfehlen“ oder spezifisch fördern.
      Keineswegs darf auch in den häufigen Chor eingestimmt werden, der Kinderlose oder Familienferne a priori als Egoisten oder Hedonisten diffamiert – es gibt großartige Beispiele dieser Menschen, die sich gesellschaftlich besonders engagiert einbringen. Auch sind „Kinder-Familien“ nicht durch überzogene pekuniäre Maßnahmen, die als „Umverteilungen“ immer ungerecht sind, erzwungen werden. Es ist immer eine Wertfrage. Wenn man im Beruflichen durch gewerkschaftlich errungene Anspruchsverrechtlichung weniger exponiert ist als in der enorm exponierenden Entscheidung zu lebenslanger Partnerschaft mit Kindern (die immer auf Wertakzeptanz angewiesen ist, die rechtlich nicht zu simulieren sind), ist auf dem Hintergrund weiterer obgenannter Verunsicherungen die Entscheidung zur Ehe brisant, zumal wenn auch ohne “Partner“ die materielle Absicherung gegeben ist und zudem „das Karrierehindernis“ wegfällt.

      Die Nicht-Familie a priori zu bevorzugen und familienferne Formen zu favorisieren ist insgesamt eine verhängnisvolle Entwicklung. Ich denke auch an die überdimensionale gesellschaftliche Zuwendung für die „alleinerziehende Mutter“, an die geradezu gesellschaftlich nahegelegte „Optionenfreiheit“ zu mehrfacher Partnerwahl im Lebensgang, die nach dem Verlust von „Treue“ als gesellschaftlich anerkannter Wert Lebenspartner wie auf einem Vulkan leben lässt und Bindungsbereitschaft infolge der allfälligen existenziellen und wahrscheinlicher gewordenen Nachfolgekonsequenzen erschwert.

    • Undine
      05. Januar 2012 09:45

      @Ch. Seidl

      Auf einen Satz aus Ihrer Replik möchte ich schon noch kurz eingehen:

      " Und allerdings ist die Familie von früher ja in Gesamteuropa momentan im Schwinden begriffen, das hat also offensichtlich nichts mit der Frage zu tun, wer den Krieg gewonnen hat."

      Genau genommen doch. Die systematische Zerstörung der Familie, die "Verstaatlichung" der Erziehung der Kinder ist eines der Grundprinzipien der Lehren von Marx, Lenin und Co. Durch den WKII mußte die Verbreitung des Kommunismus über ganz Europa eine Zwangspause hinnehmen. Obwohl die Sowjetunion zu den Siegermächten des WKII zählten, konnten sie mit der Weiterverbreitung des Kommunismus nicht wirklich weiterkommen. Aufgegeben hatten sie ihr Streben nach der kommunistischen Weltregierung aber nie.

      Ins gleiche Horn stieß Graf Coudenhove-Kalergie mit seinen Träumen von einer Eurasisch-negroiden Rasse in Europa und seine seltsame Paneuropavorstellung.

      Beides zusammen, nämlich die Lehren von Marx, Engels, Lenin, Trotzky usw. auf der einen Seite und Coudenhove- Calergis Paneuropaträume auf der anderen Seite könnten nicht verwirklicht werden ohne die systematische Zerstörung der Familie. Und diesen zweifelhaften Erfolg dürfen sich die 68er auf ihre Fahnen heften. Ihre mehr als zweifelhafte, ausnehmend miese Galionsfigur, die man getrost als Charakterschwein benennen darf, nämlich Daniel Cohn-Bendit, sollte sehr zu denken geben.

    • logiker2
      05. Januar 2012 11:53

      @Undine und Hr. Rinnhofer,
      ein aufrichtiges Dankeschön, der Darstellung der 68er Gesellschaftsverbrechen, es ist dieselbe "Gesellschaftsbereicherung" wie Multikulti. Der Kommunismus ist sicher nicht überwunden, sondern lebt und verbreitet sich im grünen Gewand, im Genderwahn, Vernichtung der konservativen Werte (Familien,Moral usw.), Egalisierung aller Leistungsparameter u.s.f

  17. terbuan
    03. Januar 2012 22:58

    Alles was in den letzten 24 Monaten in diesem Blog an Beiträgen, Kommentaren und Subkommentaren vom Autor und den Postern an Problemen und Szenarien aufgezeigt und diskutiert wurde, beginnt jetzt Gestalt anzunehmen:

    - Das Pyramidenspiel des Schuldenmachens geht dem Ende zu und steuert auf den großen Knall zu.
    - Der geborgte und im vorhinein konsumierte Wohlstand muß demnächst abgearbeitet und zurückgezahlt werden.
    - Den meisten Menschen ging es nie so gut wie jetzt und es wird ihnen lange nicht mehr so gut gehen wie jetzt.
    - Die Gier war noch nie eine guter Begleiter für das kurze irdische Leben der Menschen, sie ist allgegenwärtig.
    - Die Allmacht des Materialismus und die Negierung christlicher Wertvorstellungen beschleunigt den Niedergang unserer Gesellschaft.

    - Erst die Besinnung auf die wahren Werte des Lebens nach einer langen Wanderung durch ein Tal von Tränen wird es wieder aufwärts gehen können!

    Über den vom Autor so gelobten Goldmann Monti habe ich die gleiche negative Meinung wie die Brechstange, ansonsten gehe ich mit seiner Analyse völlig konform.

    Wie es kommen wird, darüber sind wir uns ja alle ziemlich einig, jetzt gilt es Strategien zu entwerfen, wie wir aus diesem Chaos wieder herauskommen könnten und mit welchen Leuten! Weitergegangen ist es ja immer, leider nur immer wieder mit den falschen Propheten!

  18. HDW
    03. Januar 2012 21:07

    A.U. entwirft ein naives Bild von den Bösen oben und dem "entrüsteten Volk" hier unten. Dem könnte man zustimmen, wäre eine Verschweizerung Europas zu erwarten , ist aber nicht! Das keineswegs gütige und vernünftige Volk wird das Fliegerspiel weiter betreiben wollen und zuerst den in den Gehirnen verblieben Bodensatz des Marxismus-Leninismus aktivieren, dann aber wie immer, wenn die Arbeitslosigkeit wirklich nicht mehr zu verschleiern nach rechtsextrem gehen! Deutschland und Wien sind da ein gutes Beispiel: solange das Monopoly - Geld ohne produktive Arbeit verteilt wird gewinnt Rot-Grün, dann wenn die Stagflation spürber wird: Skinhead - Naziterror. Tragischerweise gegen die "Kanaken" die seltsamerweise im selben Land und zur gleichen Zeit sehr wohl produktive Arbeit für sich finden (Beispiel italienische Textilindustrie in chinesischer Hand) und auch arbeiten während die, sagen wir tausenden Studenten der Theaterwissenschaft und der Politologie-Psycho-Soziologie immer noch mit Hammer und Sichel gegen die Studiengebühren protestieren!

    • ProConsul
      03. Januar 2012 21:39

      vollkommen richtig erkannt, die Masse pendelt in einer Demokratie meistens zwischen internationalem und nationalem Sozialismus. In welche Richtung es geht, hat Erik von Kuehnelt-Leddhin in einem Aufsatz mit dem Titel "Die Linke ist noch nicht am Ende" prophezeit:

      "Die Linke kommt mit schönen. paradiesischen Versprechungen, sie appelliert an den „gesunden Menschenverstand“ (d. h. volkstümliche Vereinfachungen), selbstverständlichen auch an rein physische Triebe vom Sexus bis hinauf zur materiellen Sicherheit. Der Kirche und der Familie wird der Sexshop und das „Sozialnetz“ entgegengesetzt. Auch die Gleichheit muß betont werden, denn Ungleichheit wirkt „bedrückend“, Respekt oder Autorität kann eine Fessel bedeuten. Selbst alle Idoneität, alles Wissen muß „hinterfragt“ werden. Jedermann kann über Jegliches ein Urteil fällen. Menschen werden arithmetische Begriffe, die sich addieren oder subtrahieren lassen.

      Dahinter steht freilich doch - völlig uneingestanden - die Idee des Allmächtigen Staates, der mit „flachen“, horizontalen, gut übersichtlichen Massen von gläsernen Menschen diese leicht übersehen, durchschauen. kontrollieren und gängeln kann. Natürlich sollten diese armen Leute g1auben, daß sie „Individualisten“ wären und das sind sie auch gewissermaßen. Aber schon Maritain hat auf den Unterschied zwischen „Individualismus“ und Personalismus hingewiesen. Ein Individuum ist, wie schon der Name besagt, der kleinste, unteilbare Bestandteil eines Haufens, zum Beispiel das Sandkorn in einem Sandhaufen. (Daher wird das Wort „Individuum“ in mehreren Sprachen als Ausdruck der Verachtung gebraucht.)

      Was stört da die Linke? Nicht nur die Kirche, sondern vor allem die Familie, und alles, was mit ihr eng zusammenhängt: die verschiedenen Rollen der Geschlechter und der Generationen, die Liebe in allen ihren Formen des Eros, der Philia und der Agape und schließlich auch der Sexus. In allen utopisch-kritischen Romane - Aage Madelungs Zirkus Mensch, Aldous Huxleys The Brave New World, George Orwells 1984 - ist die Neue Ordnung, der totalitäre Staat, immer familienfeindlich, und auch geschlechtsfeindlich, denn die Familie ist eine Gemeinschaft, die sich von der totalitären Ganzheit als kleines Reich absondern, abkapseln und eine Privatexistenz führen kann. Und das will die Linke nicht. Daher auch ihr Plan, im Geschlechtlichen eine Unordnung zu stiften und somit die Familie in ihren Kern zu treffen.

      Das satanische Element in der Linken ist das „Flachtreten“ der Menschheit, in der jedes „Individuum“ ersetzbar und auswechselbar ist, eben wie die Ameise im Ameisenhaufen. Das kann man leicht mit anonym wählenden NSDAP oder PDS-Wählern vor den Urnen machen, aber nicht mit der Familie, in der Großeltern, Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, Onkel und Tanten völlig unterschiedliche Funktionen haben. Da spielen natürliche Zuneigungen eine Rolle: die Freundschaft-in-der-Verwandtschaft (die C. S. Lewis the affections nannte), vor allem aber die Sehnsucht nach dem Kind, die Eros-Liebe und die mit ihr nicht identische Geschlechtlichkeit.

      Es sei hier nebenbei vermerkt, daß ein guter Teil dieser „familistischen“ Schau in unserem patriarchalen Glauben als auch in der Kirchenstruktur vertreten ist und in der alten politischen Ordnung der Christenheit eine sehr wichtige Rolle spielte. Das mag auch in einer wieder personaler werdenden Kultur erneut der Fall sein. Die Familie, wenn auch nur die Kleinfamilie sah August Zechmeister als die letzte Zuflucht der Persönlichkeit in einem stets barbarischer werdenden Zeitalter. Ganz analog dachte D. H. Lawrence, als er der Kirche dankte, die Ehe nicht nur zum Sakrament erhoben, sondern auch zum Bollwerk gegen den allmächtigen Staat gemacht zu haben.

      Mit instinktiver Sicherheit wird sich die Linke, von nun an ihrer Hypotheken ledig, auf die „Perversion“, wenn nicht Vernichtung von Familie, Ehe, Eros-Liebe und Geschlechtlichkeit stürzen. (Mit der Agape kann sie sowieso nichts anfangen, außer sie vielleicht in eine unpersönliche Menschheitsbegeisterung entstellend aufzublasen.) Sie spürt ja auch genau, wer dahinter steht: Gott-Vater wenn nicht gar die Himmelskönigin mitsamt der Heiligen Familie. Und die Linke erinnert sich wahrscheinlich auch daran, daß einmal Könige als Väter des Vaterlandes betrachtet wurden ... allerdings vor dem Zeitalter des „Nationalismus“ und „Internationalismus“.

      Das Kernstück des linken Programms ist nun nicht mehr die Götterdämmerung marxistisch-leninistischen Charakters mit stämmigen Proletariern als neue Fabriksherren, sondern die Verschweinung der Völker, die zum Schluß womöglich nur mehr aus Hurenböcken, Dirnen, Urningen, verwahrlosten Kindern, Drogensüchtigen und Aids-Krankenbesteht, eine wahrhaft „marcusische“ Vision!
      (Erik von Kuehnelt-Leddhin, Die Linke ist noch nicht am Ende)

    • Karl Rinnhofer
      03. Januar 2012 23:07

      @Proconsul
      Neben den auffallend vielen Blogpartnern, die sich anlässlich dieses düsteren A.U.-Kommentars sehr engagiert und unterstützend in trefflichen Analysen und Einzelbeobachtungen einbrachten, möchte ich vor allem Ihnen, sehr geehrter ProConsul, für diesen tiefsinnigen, kenntnisreichen und niveauvollen Beitrag danken, der eines Gastkommentars würdig wäre. Damit möchte ich niemanden in der verdienten anerkennenden Wertung hintansetzen.

    • ProConsul
      04. Januar 2012 09:15

      Sg. Prof. Rinnhofer,
      vielen Dank, darf ich Sie um eine eMail-Adresse bitten, dann kann ich ihnen etwas zukommen lassen.
      mfg

    • HDW
      04. Januar 2012 10:07

      @ProConsul

      Nur eine literarische Ergänzung: Der früheste Roman dieser Richtung stammt bezeichnenderweise von einem (Ex) Bolschewiken aus dem Jahre 1919 (!) nämlich der Roman "WIR" von Eeugen Samjatin. Auch hier die personale Liebe als einzige Waffe gegen das zerstörerische Kollektiv!

    • ProConsul
      04. Januar 2012 10:10

      HDW

      danke für die Info, falls sie wünschen kann ich ihnen zum Thema noch einen weiterführenden Kommentar per Mail zusenden.

    • Karl Rinnhofer
      10. Januar 2012 01:20

      @ProConsul,
      sehr geehrter ProConsul,
      vielen Dank für die freundliche Reaktion auf meine verdiente Bestärkung Ihrer Analyse
      mfg
      rinka@aon.at

  19. Brigitte Imb
    03. Januar 2012 19:48

    Sparen? Wohlfahrtsstaat abspecken? Nein, da wird die SPÖ gewaltig etwas dagegen haben, wahrscheinlich wird jede noch so absurde Steueridee diskutiert, dass am Ende wirklich eine sog. Reichensteuer, die natürlich den Mittelstand voll treffen wird, übrigbleibt. Anlässlich unserer hohen Steuerquote, empfinde ich es als eine bodenlose Frechheit Besitzsteuern einzuheben, denn Eigentum wird mit versteuertem Geld bezahlt und jedes noch so kl. Schrauberl ist nocheinmal mit Steuern belastet - also es ist allemal mehr als genug, was der Staat allen wertschöpfenden Menschen abnimmt.
    Soll nun noch eine Benützungssteuer eingeführt werden, sobald ein mit versteuertem Geld gekaufter Gegenstand verwendet wird? Beim Kauf eines Pullovers wird, je nach Qualität und Preis, eine Pulloversteuer fällig, denn es ist zuwenig, dass das Waschwasser dafür etwa um 66% teurer wurde.
    Weit und breit sehe ich wenig Willen, v.a. bei den roten Politikern, die "Brot-und-Spiele-Politik" aufgeben zu wollen, vielmehr tüfteln sie daran, das zahlende Volk noch mehr auszusaugen - naja, und solange dieses es mit sich geschehen läßt, wird weiter, und weiter abgecasht, bis auch der Mittelstand bankrott ist.
    Vermutlich werden die Staatslenker nichts retten, erneuern, od. sonstwas machen, sondern im Treibwasser bleiben bis die Zumischung versagt - der Zusammenbruch da ist.
    Diese Politzwerge haben nicht das Zeug nach realen Vorgaben und zum Wohle des Volkes zu handeln, sie erfüllen hauptsächlich ihren Selbstzweck.

  20. brechstange
    03. Januar 2012 19:31

    Jetzt hat er noch gar nichts hingekriegt, der Goldman Sachs - und Bilderberger - Monti und schon wird dieser vorauseilend gelobt. Wer soll das verstehen? Ich nicht.
    Monti war erst Binnenmarkt-Kommissar, dananch Wettbewerbs-Kommissar, in seine Zeit fallen eine paar sehr fragliche Wettbewerbsentscheidungen bzw. Wettbewerbsverzerrungen:
    1. Übernahme von Aventis (deutsch-franz.) durch den wesentlich kleineren Konzern Sanofi (franz.), die Verbindung mit Aventis und Novartis (Schweiz) war wettbewerbsrechtlich nicht möglich, daher gibt es heute Sanofi-Aventis
    2. Übernahme Alstom (franz.) durch Siemens (deutsch) wurde durch eine staatliche Geldspritze unter Wirtschaftsminister Sarkozy abgewehrt, die EU-Wettbewerbsbehörde in Brüssel unter Kommissar Monti schaute zu.

    Gleichzeitig haben die Deutschen nun auch den EZB-Chefvolkswirt an den Schuldenstaat Belgien mit Peter Praet verloren. Die Falken werden in der EZB nahtlos durch Tauben ersetzt.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eilmeldung-peter-praet-wird-neuer-chefvolkswirt-der-ezb-11590144.html

    Der historische Pardigmenwechsel für die Euroländer lautet:

    Umverteilung von Nord nach Süd
    Ausverkauf des Nordens an den Süden, denn dort landet als erstes das frisch gedruckte Geld, das reale Anlagen sucht
    der Verschwender besiegt bzw. übertopelt den Sparsamen
    bei Unruhen gibt es dann die Eugendfor, vielleicht sollte man gleich mal mit Ungarn diesen störrischen Esel üben
    feindliche Übernahmen versus mangelnde Solidarität

    Eigentlich ein Wahnsinn, wie unsere Politiker unser Land ohne mit der Wimper zu zucken verkaufen. Das sind keine Volksvertreter.

    • Undine
      03. Januar 2012 22:55

      @brechstange

      Ihrer Urteilskraft bezüglich Monte stimme ich zu! Wer an Goldman&Sachs angestreift ist, ist mir irgendwie suspekt.

      Sanofis Appetit ist noch immer nicht gestillt: Kürzlich verschluckten sie auch Genzyme! Meine Tochter wurde mitgeschluckt.

    • M.S.
      04. Januar 2012 09:41

      @brechstange

      "Das sind keine Volksvertreter"
      Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

    • brechstange
      04. Januar 2012 10:02

      Monti ist Teil des Systems, das große Schuld trägt am heutigen Zustand. Banker und Politiker gehen immer wieder eine unheilvolle Symbiose ein, weil ihr Egoismus und ihre Gier unbedingt am Futtertrog zu bleiben, groß ist und irgendwann zum Zusammenbruch führt. Die schieben dann gerne die Schuld auf den kleinen gierigen Mann, um den Zusammenbruch rausschieben zu können. Wer das glaubt, dem ist so und so nicht zu helfen.

      An einem fairen Wettbewerbsrecht sind allesamt nicht interessiert. Dieses kann nur durch mehr direkte Demokratie durchgesetzt werden und nicht durch weniger.

      Der Wolf darf weiter ungestört die Schafe fressen. Der Wachhund und Hirte ist durch Korrumpierung und Unfähigkeit ausgeschaltet.

    • Undine
      04. Januar 2012 11:01

      @brechstange

      Um bei Ihrem anschaulichen Bild zu bleiben: Der einstige Wachhund ist durch nicht hundegerechte Naschereien fett, träge und zahnlos geworden; man hat ihn zusätzlich dazu abgerichtet, den Wolf lieb zu finden. Der Hirte schein unter Drogeneinfluß zu stehen!

    • HDW
      04. Januar 2012 14:01

      Kurzer Abriss: Seit 1994 (verhinderte Machtübernahme in Italien durch die ExPCI Occhettos) Kampf gegen DC, Nenni/Craxi dann Berlusconi, Goldman & Sachs im Verein mit dem Marxisten - Leninisten G. Napolitano Nichts neues unter der Sonne: 1920 : Ami - Großkapital (Armand Hammer) saugt die Rus aus (bis zur Breschnjev- Zeit) mit Hilfe der Bolschewiken (Lenins NÖP): Wer nicht mitmacht wird von den eigenen Kollaborateuren zur Strecke gebracht, oder von den Menschenrechtsmonopolisten mit der Bombe belegt! Derzeit "nur" Aufkaufen der im Wert bis auf die Hälfte reduzierten Betriebe und Gesellschaften Europas durch die Sorose und Genossen!

    • Udo (kein Partner)
      05. Januar 2012 09:51

      @brechstange
      In einem muß ich widersprechen.
      Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen,Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger und Volksvertreter ...

      In diesem Sinne sind die das sehrwohl.

  21. Wertkonservativer
    03. Januar 2012 18:15

    Wieder ein rabenschwarzer Befund unseres Dr. Unterberger; ich glaube ihm ja wirklich fast alles, doch heute will ich mir den Abend auch durch noch so berechtigte Problembefunde nicht verdüstern lassen.

    Bahn frei für die vielen, die den heutigen Unterberger- Bericht schon ungeduldig erwartet haben; jetzt haben sie ihn vorliegen und können lustvoll losschiessen.

    Ich gehe mit meiner lieben Frau auf ein gutes Abendessen hier in einem istrischen Fischlokal, und überlasse Ihnen, liebe Freunde, das Eingehen auf die vielen Landes- und Weltprobleme!
    Bitte verzeihen Sie mir; so viel Zeit bleibt mir wohl nicht mehr!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  22. Dr.Markus Deim
    03. Januar 2012 18:09

    Der Zusammenbruch des momentanen Systems der Ausbeutung der Leistungswilligen zugunsten des transferleistungssüchtigen und leistungsunwillligen Pöbels, dessen Heranzüchtung nach dem Jahre 1968 durch Kreisky et al. systematisch vorangetrieben wurde, ist unabdingbare Voraussetzung für jede "Rettung des Abendlandes". Die Grundsätze besser gesagt die conditio sine qua non jeder prosperierenden Gesellschaft sind Reproduktion, Selbstverteidigung, Leistungswille, Bekämpfung von "Schädlichem" und die Belohnung der Einhaltung dieser ewig gültigen Grundsätze, noch wichtiger die Bestrafung, zumindest aber die Nicht-Belohnung der Mißachtung derselbigen. Meine Lebensrealität zeigt mir täglich das glatte Gegenteil, denn die Linke bekämpft ständig und mit Erfolg alles, was sich in den letzten paar tausend Jahren als überlebensnotwendig für jede menschliche Sozietät herausgestellt hat. Daher wird sich ein Ende dieses Zustandes einstellen, aber nicht weil irgendjemand von uns das will oder nicht will, sondern weil das System kollabieren wird, sobald die deutschen Länder (wen auch immer man dazurechnen will) die Show nicht mehr finanzieren können oder wollen. Diese "Gemeinschaft" "funktioniert" nur deshalb immer noch, weil Deutschland sich einfach noch nicht den Satz "Jetzt nicht mehr" auzusprechen traut, da dewegen durchaus kriegsähnliche Zustände in Europa, um den bösen (REICHEN) Deutschen ihr Geld wegzunehemen, denkbar wären. Da reden wir noch gar nicht von den vielen Millionen Menschen außerhalb Europas, die auch alle gerne das hätten, was wir haben, denn schließlich haben ja alle die gleichen Menschenrechte, oder???
    Es werden sicher spannende Zeiten, in die wir gehen!

  23. thomas lahnsteirer
    03. Januar 2012 18:01

    Nicht zu vergessen ist in dieser total degenerierten Gutmenschengesellschaft die zunehmende Islamisierung Europas, die den Weg in den Abgrund noch schneller beschleunigt.
    Ein vollkommen außer Rand und Band geratene katholische Kirche wird von den Islamisten und deren grün-roten Adoranten am Nasenring durch das öffentliche Leben gezogen. Gerade dass sich die durchgeknallten Kirchen-Repräsentanten nicht bei den "armen" Moslems für die fast täglichen Morde an Christen in den islamischen Ländern Afrikas und Asiens bedanken.

    • charlemagne
      04. Januar 2012 15:12

      Wenn das nur unser einziges Problem wäre, leider ist es nur ein zusätzliches Randthema, wenngleich ein gravierendes!

    • cmh (kein Partner)
      04. Januar 2012 20:10

      Das ist kein Problem, sondern nur ein weiteres Symptom der Blindheit mit der wir geschlagen sind. Denn unsere Lage könnte von jedermann leicht erkannt werden, wenn wir uns nicht auf das Blindseinwollen verlegt hätten.

      Nur durch diese Blendung ist es verständlich, dass in der letzen Sendung von "Kreuz und quer" - die Reihe sollte endlich einmal in "Queer und Halbmond" umbenannt werden - unter der Rubrik "Essen" von einem veritablen Christenpogrom in Ägypten berichtet wird und alles was den Dokumtarfilmern dazu einfällt, sind die verendenden Augen der armen Schweinderlviecherln. Aber den Christen gehts eh schon wieder super, weil Geld aus der EU gekommen ist. Dann dürfen noch ein paar Industriebauern absondern, dass sie mit Religion eh nichts am Hut hätten. Und die Moslems die Schweine eben nicht essen versichern schleimig treuherzig, dass auch die Schweine Geschöpfe Allahs, nur eben nicht halal sind.

      Wie sie zu dem stattgehabten Christenpogrom, das sicher als versuchter Genozid zu qualifizieren wäre stünden - nein das werden sie nicht gefragt. Denn es geht doch nur ums Essen.

      Und das wird gesendet, ohne dass es irgendjemandem aufstößt.

      Wir sind blind und nicht mehr willens die Zeichen zu deuten.

    • byrig
      08. Januar 2012 02:31

      die islamisierung europas ist sicherlich eine der grössten gefahren-aber auch diese völkerwanderung ost nach west.
      wir brauchen keine leute von dort mehr-sie behindern uns.diese serben z.b.führen die kriminalitätsstatistik in österreich an.gesindel.

  24. Observer
    03. Januar 2012 18:00

    Der Tagebuchschreiber beklagt zu recht den bisherigen Wohlfahrtsstaat mit der enormen Schuldenpolitik, welche uns durch die Gelddruckmaschine eine hohe Inflation und Strafen für das Sparen brachte. Die geringe Geburtenrate in unserem Land ist aber auch dem staatlich geförderten Zerfall der Familie zuzuschreiben.

    Die aktuelle Diskussion Berufsheer vs. Milizheer wird derzeit in allen zivilisierten Demokratien geführt und der beste Weg ist da noch nicht gefunden. Vermutlich gebe die zeitweise Aussetzung der Wehrpflicht die beste Möglichkeit, das Ganze zu evaluieren. Gleichzeitig sollte die Gelegenheit ergriffen werden, unsere kleine Landesverteidigung völlig neu zu starten.

    Aber was nütz all dieses Aufzeigen der aktuellen Probleme, wenn die von uns gewählten Volksvertreter und die Regierung lieber weiterwursteln, anstatt endlich das Steuer herumreissen.

    Faymann und Spindelegger! "Habt acht!" - "Für das Volk und unsere Zukunft handeln!" - nicht "Weitermachen!", sonst heisst es demnächst: "Abtreten!"

    • cmh (kein Partner)
      04. Januar 2012 20:18

      Mit der Landesverteidigung wird es nichts werden: denn was haben wir denn, was verteidigenswert wäre?

      Unser Sozialsystem, das nur denen nützt, die nichts dazu beitragen?
      Unsere Demokratie, die in die Hände der Sozialisten aller Parteien gefallen ist?
      Unser Bildungssystem mit all diesen unbrauchbaren PPP-Studien?
      Unsere Kultur, die mittlerweile in - ja was denn eigentlich noch besteht?
      Unsere Familien die fast schon komplett in Ganztagsschulen, Allinklusiveurlauben und Altersheimen outgesourced ist?
      Unseren lieben Mitbürgern, besser Konkurrenten um Subsidien?

      Hatte ich unsere Religion schon in der Aufzählung vergessen?

    • Observer
      05. Januar 2012 11:42

      @cmh:
      das klingt ja so, wie der Ausspruch eines Wehrdienstverweigerers:
      "Warum soll ich Grenzen verteidigen, welche ich nicht will und das Kapital schützen, welches nicht mir gehört? Und dafür vielleicht sogar dafür mein eigenes Leben opfern?"

    • cmh (kein Partner)
      05. Januar 2012 21:50

      Das hat mit Defaitismus überhaupt nichts zu tun.

      Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass jeglicher Wert bei uns schon lange entwertet wurde und nur die Frage gestellt, ob es überhaupt noch allgemein anerkannte Werte gibt.

      Denn nur für Werte lohnt es sich zu kämpfen.

      Und auch einem tapferen Krieger würde ich eher zur Flucht raten, wenn er sich für seine auftragsgemäßen Handlungen zur Abwehr des Feindes vor einem Strafgericht der eigenen Jusitz zu verantworten hätte.





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