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Der geliehene und der gekettete Beamte

Michael Spindelegger verlangte zum Jahresbeginn einen totalen Aufnahmestopp im öffentlichen Dienst. Das ist total super. Wenn es ernst zu nehmen wäre. Denn längst hat man in diesem „Dienst“ (Dienst?) riesige – bekannte und geheime – Hintertüren aufgetan, sodass viele Beamte über einen (neuerlichen) Aufnahmestopp nur lachen.

Dass ein solcher an sich eine sinnvolle Maßnahme wäre, braucht man wohl nicht lange zu beweisen. Der Aufnahmestopp müsste freilich jedenfalls nicht nur den Bund, sondern auch die Länder erfassen, wo es vor allem in den östlichen Bundesländern viel zu viele Landesdiener gibt. Und wo viel zu viele völlig überflüssige Regelungen zu vollziehen sind.

Und selbst wenn einmal eine bestimmte Tätigkeit dieses öffentlichen Dienstes wirklich wichtig und daher die Besetzung eines leerstehenden Postens dringend notwendig wäre, gäbe es eine Lösung. Dabei wäre auch in diesen Fällen auf Jahre hinaus niemand neu aufzunehmen: Denn beim Bundesheer, bei der Post oder der Telekom sitzen noch ganze Heerscharen unkündbarer Staatsdiener. Was spricht eigentlich dagegen, raschest ein neues Verfassungsgesetz zu erlassen, damit diese Damen und Herren wieder etwas Sinnvolles tun können beziehungsweise müssen? Und falls sie dazu unfähig oder unwillig sein sollten, sollte es dieses Verfassungsgesetz gleich auch ermöglichen, sie unter Mitnahme einer Abfertigung ans Arbeitsmarkt-Service weiterzuleiten. Das wäre eine der allersinnvollsten Sparmaßnahmen – wenn auch alle Hintertüren geschlossen würden.

Der öffentliche Dienst hat nämlich schon längst andere Strategien gefunden, einen solchen – ja in den letzten Jahren schon mehrfach verkündeten – Aufnahmestopp zu umgehen. Bekannt ist der Trick mit den Ausgliederungen: Indem bisher beamtete Tätigkeiten von einer formal privatwirtschaftlichen Gesellschaft erledigt werden (die aber ganz zufällig dem Staat gehört), hat der öffentliche Dienst zwar in der Tat viele Mitarbeiter verloren. Diese waren dann aber allesamt wieder über die Budgets staatseigener GmbH zu bezahlen. Von den insgesamt „abgebauten“ 33.000 Beamtenstellen sind mehr als 23.000 in den letzten elf Jahren einfach in solche Gesellschaften transferiert worden.

Immerhin scheint Spindelegger diese Taktik durchschaut zu haben. Deshalb will er den Aufnahmestopp nun auch auf alle ausgegliederten Gesellschaften angewendet wissen.

Ausgliederungen und heimliche Eingliederungen

Diese Taschenspielerillusion der Ausgliederungen ist aber noch harmlos im Vergleich zu einer zweiten Gegenstrategie gegen einen Dienstpostenabbau. Diese Strategie ist aber von der Öffentlichkeit bisher noch überhaupt nicht durchschaut worden. Nicht einmal der Rechnungshof tut dies. Ihr Kern: In etlichen Ministerien werden eingesparte Dienstposten seit einiger Zeit einfach durch externe Leiharbeitskräfte ersetzt. Diese mietet man von Zeitarbeitsfirmen an und stellt sie bei Nichtbedarf dorthin wieder zurück. Das Entgelt geht dann nicht über das Konto öffentlicher Dienst, sondern über den Sachaufwand.

Ein ziemlich übler Trick. Denn solcherart wird nicht nur die Öffentlichkeit getäuscht. Es wird auch nichts eingespart. Zugleich wird auch der komplette rechtliche Rahmen des öffentlichen Dienstes gesprengt.

Dieser Rahmen ist zwar zweifellos viel zu umfangreich, aber in einigen Kernbereichen durchaus sinnvoll. So haben die Zeitarbeiter mancherorts Zugang zu allen Akten – sie sind aber in keiner Weise an das Amtsgeheimnis gebunden. Zugleich könnte sich bei ihnen etliches Frustpotenzial ansammeln. Werden sie doch vielfach diskriminiert. Das Fehlen eines Dienstausweises etwa klingt harmlos, macht aber oft Probleme. Langfristig besonders demotivierend ist der Umstand, dass diese Zeitarbeiter keine Aufstiegschance haben.

Der öffentliche Dienst verschafft sich damit aber durch die Hintertür einen Pool an Mitarbeitern, der zum Unterschied von Beamten und Vertragsbediensteten ohne Probleme gekündigt werden kann. Statt dass man den Kündigungsschutz im öffentlichen Dienst reduziert (oder zumindest den Versetzungsschutz), wechselt man gleich in die allerhärtesten Arbeitsverhältnisse der Privatwirtschaft.

Der öffentliche Arbeitgeber hat in den letzten Jahren in einem anderen Bereich sogar Praktiken entwickelt, die alle „kapitalistischen Ausbeutungen“ weit übertreffen. Jeder privatwirtschaftliche Arbeitgeber würde vor dem Arbeitsgericht untergehen, wenn er diese Praktiken anwendet. Ihr Kern: Immer öfter werden Lehrer mehrmals hintereinander mit befristeten einjährigen Verträgen engagiert. Das ist normalerweise als ein sogenannter Kettenvertrag streng verboten, dieses Verbot gilt aber offenbar nur bei normal sterblichen Arbeitgebern. Quod licet Iovi, non licet bovi.

Das schafft eine wilde Zweiklassengesellschaft: Die einen sind auch bei großer Unfähigkeit de facto lebenslang zu bezahlen, die anderen verlieren alljährlich ihren Job und müssen um eine Verlängerung bangen. Dabei sind sie alle „Kollegen“. Sie arbeiten Seite an Seite, unterrichten die gleichen Klassen und sitzen in den Lehrerzimmern Seite an Seite.

Die alte Regel hat sich wieder bestätigt: Wenn sich deine Gruppe zu viele – angeblich soziale – Rechte erkämpft, wirkt sich das für eine andere Gruppe sehr unsozial aus.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Januar 2012 03:40

    Da hat Herr Dr. Unterberger wohl einen jener Blickwinkel unter denen man den öffentlichen Dienst sehen kann, sehr treffend beschrieben!
    Bisher dachte ich manchmal, der öffentliche Dienst wäre auch im Tagebuch ein geschützter Bereich.

    Wenn ich mich richtig erinnere wurden unter Kreisky die Politikerbezüge erheblich erhöht, und in ihrer Entwicklung gewissermaßen gesetzlich an die Beamtenbezüge gekoppelt. Hinzu kam daß damals Beamte bei vollem Dienstbezug für politische Ämter freigestellt wurden, wobei sie die Hälfte des Politikerbezuges als sogenannte "Parteisteuer an die entsendende Partei abzuführen hatten.
    Ich kannte persönlich mehrere Fälle in denen eine Person drei Gehälter aus öffentlichen Mitteln bezogen. Die Folge war, daß die Parteien um sich zu finanzieren, bevorzugt Beamte und Mitarbeiter von Kammern, Gewerkschaft und Sozialversicherungen, welche ebenfalls bei vollem Bezug für politische Ämter freistellten, in die Parlamente entsandten.
    In Niederösterreich waren in den 70er Jahren weit über 80% aller politischen Mandatare aus diesem geschützten Bereich! Die Folge ist, daß wir - teilweise im Verfassungsrang - viele Gesetze haben, welche diesem Bereich und seinen Pensionisten ungebührliche Vorteile einräumen.
    Daß es nur höchstqualifizierte Beamte möglich machen, etwa eine völlig unqualifizierte Frau Bures mit dem Infrastrukturministerium zu betrauen, ist die andere Seite der Medaille!

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Januar 2012 09:32

    Wann und weshalb wurde eigentlich die für den Arbeitnehmer sehr erfreuliche, für den Arbeitgeber aber häufig ruinöse ABFERTIGUNG erfunden und eingeführt?
    Der Arbeitnehmer hatte eine bezahlte Arbeit, wofür eigentlich dann das zusätzliche Geldgeschenk?

    Ich kenne diesen Begriff seit der Mitte der 50er-Jahre; es ging damals um den großen Lehrerüberschuß, durch den es nahezu unmöglich gemacht wurde, Junglehrern eine Anstellung zu sichern. Manche mußten sich z.T. jahrelang gedulden, bis sie dann irgendwo in Hintertupfing unterkamen. Viele gaben auf.

    Damals wandte man sich an verheiratete Lehrerinnen, weil man von der Tatsache ausging, diese hätten einen Ehemann, der die Familie erhalten könne.
    Man versüßte ihnen die Entscheidung, zugunsten von Junglehrern ihren Beruf aufzugeben mit dem Versprechen einer sehr großzügigen ABFERTIGUNG. Der Plan ging auf: 1959 konnten erstmals alle frischgebackenen Lehrer (meist -innen!) fix mit einer Anstellung rechnen.

    Böse Zungen behaupteten, daß in den 70er-Jahren im Großraum Linz ganz besonders viele neue BMW und Mercedes unterwegs waren. Die stolzen Besitzer dieser teuren Karossen waren VOESTler und CHEMIE-LINZ- Arbeiter, deren Abfertigung gerade mit dem Kaufpreis einer dieser Automarken ident war.

  3. Ausgezeichneter KommentatorNestor 1937
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Januar 2012 10:10

    Was mich am Beamtenrecht stört ist etwas anderes:

    Jeder private Dienstvertrag enthält auch die Bestimmung, daß der Dienstnehmer seine Arbeitskraft a u s s c h l i e ß l i c h dem Dienstegeber zu widmen hat und seltene Ausnahmen genehmigungspflichtig sind.

    Beamte in Bund, Ländern und Gemeinden haben aber das Privileg, legal neben ihrer Tätigkeit im geschützten Bereich noch eine zweite Beschäftigung auszuüben. Das gilt nicht nur für die gutbezahlten Primar- und sonstigen Ärzte, die eigene Privatpraxen haben, für Ministerialbeamte, die eigene Firmen betreiben oder für beamtete Lehrer, die z.B. als Freiberufler tätig sind. Auch viele Polizisten drehen (oft mißmutig) ihr Dienstradl, weil sie anschließend ihren Zweitberuf ausüben. Oder nehmen sie die Briefträger, die vormittags ihre Zustellungen schnell herunterhudeln, weil sie nachmittags noch fit für andere Aufgabenstellungen sein wollen.

    Preisfrage eines Steuerzahlers:
    Für welchen der beiden Berufe wird sich ein Beamter wohl mehr engagieren?

  4. Ausgezeichneter Kommentatoronkel hans
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Januar 2012 09:42

    Das mit den Leiharbeitern und Werkverträgen und so hat auch mit den staatlichen Budgetpraktiken zu tun: Zwar sind die Dienstposten im Dienstpostenplan gesetzlich festgeschrieben (und daher aus der Sicht der untergeordneten Verwaltungsstellen nicht vermehrbar), aber man hat ja noch ein Budget für Sachausgaben. Unter diesem Budgetansatz bringt man dann den Zukauf von externer Arbeitskraft unter - bei formaler Wahrung des Dienstpostenplans.

    Auch die Praxis mit den ausgegliederten Gesellschaften hat Herr Unterberger trefflich beschrieben.

    Wir haben seit Jahrzehnten eine Fehlentwicklung, wonach tüchtige Leute, die vielfach nachgefragte Handwerke (Tischler, Installateure, Mechaniker) erlernt haben, in den öffentlichen Dienst aufgenommen worden sind (bzw dort hinstreben), weil einerseits die Politik den guten Onkel spielen will und man sich anderseits sein Geld halt bequemer verdienen kann an einem Schreibtisch, als in der Werkstatt oder gar in der Künette. Beides ist ja für sich nachvollziehbar, nur leider fürs Gesamte schädlich. Wobei - was letzteren Punkt betrifft - leider die Anreizverhältnisse verfehlt sind: jeder geht lieber einer Schreibtischhacken im beheizten Büro nach, wenn er dort gleichviel oder auch nur geringfügig weniger verdient als in der schweißtreibenden Mechanikerwerkstätte, zumal wenn viele auch noch auf die Mechaniker mit verschmutzten Händen herabblicken.

    Und auf diese Weise hat der öffentliche Dienst in den letzten Jahrzehnten dem Arbeitsmarkt viele tüchtige Handwerker und Arbeiter entzogen, die jetzt nichts Produktives mehr machen, sondern irgendwelche Statistikformulare ausfüllen oder in ähnlicher Weise die Zeit totschlagen, ohne den echten Volkswohlstand zu mehren.

    Und um das dadurch fahrlässig verursachte Arbeitskräftedefizit aufzufüllen, hat man mit dieser geistesgestörten Zuwanderungspolitik begonnen. Ich behaupte, wir könnten uns (bei gegebenem Stand der Technik) die gesamte Zuwanderung sparen, wenn man das autochthone Arbeitskräftepotential gehoben hätte, das man unproduktiv im öffentlichen Bereich untergebracht hat.

    Wer ist schuld? Die Politclowns oder diejenigen, die sie wählen? Sicher auch die Wähler, aber für mich liegt die Hauptverantwortung bei den Clowns von SPÖVP! Schließlich erzählen uns die Komiker auch regelmäßig, dass mehr direkte Demokratie deswegen nicht geht, weil das Volk zu blöd ist, wichtige Entscheidungen zu treffen. Nur sie, die vermeintliche "Elite", könne zB über so wichtige Dinge wie den Euro entscheiden. Na dann sollen sie aber auch für das Ergebnis ihrer Politik der letzten Jahrzehnte geradestehen!

    Mag sein, dass die FPÖ nicht besser als die SPÖVP ist. VIELLEICHT HÄTTE die FPÖ das Land schlecht regiert, darüber kann man spekulieren. Fakt ist, dass SPÖVP das Land TATSÄCHLICH verludert HAT. Jetzt kann ein so wohlhabendes Land wie Österreich mit solchen Reserven (in Jahrhunderten aufgebaute Infrastruktur, Kulturlandschaft, historisches architektonisches Erbe, Ausbildungs-, Motivationsstand der Bewohner etc) natürlich lange von den Reserven leben und die Früchte der Misswirtschaft fallen lange nicht auf (was die Urheber der Misswirtschaft dann als Argument für ihr vermeintliches Wirtschaftenkönnen ausgeben). Aber irgendwann ist Schluss. Ich fürchte, dass uns die zahllosen Fehlentwicklungen der letzten vier Jahrzehnte in den nächsten vier Jahrzehnten ziemlich auf den Kopf fallen werden.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Januar 2012 01:49

    Und wenn man diese bewährten Praktiken konsequent zu Ende denkt, landet man womöglich noch beim WANDERBEAMTEN in Anlehnung an den chinesischen Wanderarbeiter.
    Realsozialismus schlägt allemal noch den immer wieder angeprangerten "Neoliberalismus"!

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Januar 2012 11:02

    Wieder ein Stück österreichische Wahrheit.

    Was soll das alles, Pragmatisierung, Versetzungsschutz, etc, etc, ? Sind doch alles nur Arbeitsverhinderungsmechanismen und Ungleichheitsmechanismen und gegen das österreichische Staatsgrundgesetz, dass vor dem Gesetz jeder gleich behandelt zu sein hätte.

    Dieser Artikel zeigt wohl sehr deutlich, was sich österreichische Privilegienritter aus Politik und Beamtenschaft um Gesetz und sinnvoller Gleichbehandlung scheren und bei vielen Beamten noch getoppt durch mangelnden Fleiß ('mir kann ja ohnehin nichts passieren ...' oder nur wer arbeitet, kann Fehler machen ...', in etwa die zugehörigen Stehsätze).

    Möge Herr Spindelegger da noch tiefergehend nachhaken und vielleicht rafft sich auch die Opposition auf, diese 'wohl ersessenen' Rechte endlich per Verfassungsgesetz zu kippen, denn so was wie die Pragmatisierung in Österreich gibt es wohl nirgends in der Welt. Bei der Bezahlung der Beamten, da liegen wir auch im europäischen Spitzenfeld, auch das wären noch Reserven.

  7. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Januar 2012 07:54

    Wie passen die alle hier geschilderten unterschiedlichen Arbeitsverträge zum aktuellen SPÖ-Plakat: "Zeit für Gerechtigkeit! Faire Verteilung. Soziale Ausgewogenheit. Gleiche Chancen"?

    Das Grundübel ist, dass es für die einzelnen Ministerien enorme (fast unbegrenzte) Möglichkeiten gibt, neben dem laufenden Personal- und Sachaufwand scheinbar nach Belieben Aufträge für Berater, Eigenwerbung und auch "externes" Personal zu vergeben. Hier müsste man den Sparstift ansetzen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatoronkel hans
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Januar 2012 09:42

    Das mit den Leiharbeitern und Werkverträgen und so hat auch mit den staatlichen Budgetpraktiken zu tun: Zwar sind die Dienstposten im Dienstpostenplan gesetzlich festgeschrieben (und daher aus der Sicht der untergeordneten Verwaltungsstellen nicht vermehrbar), aber man hat ja noch ein Budget für Sachausgaben. Unter diesem Budgetansatz bringt man dann den Zukauf von externer Arbeitskraft unter - bei formaler Wahrung des Dienstpostenplans.

    Auch die Praxis mit den ausgegliederten Gesellschaften hat Herr Unterberger trefflich beschrieben.

    Wir haben seit Jahrzehnten eine Fehlentwicklung, wonach tüchtige Leute, die vielfach nachgefragte Handwerke (Tischler, Installateure, Mechaniker) erlernt haben, in den öffentlichen Dienst aufgenommen worden sind (bzw dort hinstreben), weil einerseits die Politik den guten Onkel spielen will und man sich anderseits sein Geld halt bequemer verdienen kann an einem Schreibtisch, als in der Werkstatt oder gar in der Künette. Beides ist ja für sich nachvollziehbar, nur leider fürs Gesamte schädlich. Wobei - was letzteren Punkt betrifft - leider die Anreizverhältnisse verfehlt sind: jeder geht lieber einer Schreibtischhacken im beheizten Büro nach, wenn er dort gleichviel oder auch nur geringfügig weniger verdient als in der schweißtreibenden Mechanikerwerkstätte, zumal wenn viele auch noch auf die Mechaniker mit verschmutzten Händen herabblicken.

    Und auf diese Weise hat der öffentliche Dienst in den letzten Jahrzehnten dem Arbeitsmarkt viele tüchtige Handwerker und Arbeiter entzogen, die jetzt nichts Produktives mehr machen, sondern irgendwelche Statistikformulare ausfüllen oder in ähnlicher Weise die Zeit totschlagen, ohne den echten Volkswohlstand zu mehren.

    Und um das dadurch fahrlässig verursachte Arbeitskräftedefizit aufzufüllen, hat man mit dieser geistesgestörten Zuwanderungspolitik begonnen. Ich behaupte, wir könnten uns (bei gegebenem Stand der Technik) die gesamte Zuwanderung sparen, wenn man das autochthone Arbeitskräftepotential gehoben hätte, das man unproduktiv im öffentlichen Bereich untergebracht hat.

    Wer ist schuld? Die Politclowns oder diejenigen, die sie wählen? Sicher auch die Wähler, aber für mich liegt die Hauptverantwortung bei den Clowns von SPÖVP! Schließlich erzählen uns die Komiker auch regelmäßig, dass mehr direkte Demokratie deswegen nicht geht, weil das Volk zu blöd ist, wichtige Entscheidungen zu treffen. Nur sie, die vermeintliche "Elite", könne zB über so wichtige Dinge wie den Euro entscheiden. Na dann sollen sie aber auch für das Ergebnis ihrer Politik der letzten Jahrzehnte geradestehen!

    Mag sein, dass die FPÖ nicht besser als die SPÖVP ist. VIELLEICHT HÄTTE die FPÖ das Land schlecht regiert, darüber kann man spekulieren. Fakt ist, dass SPÖVP das Land TATSÄCHLICH verludert HAT. Jetzt kann ein so wohlhabendes Land wie Österreich mit solchen Reserven (in Jahrhunderten aufgebaute Infrastruktur, Kulturlandschaft, historisches architektonisches Erbe, Ausbildungs-, Motivationsstand der Bewohner etc) natürlich lange von den Reserven leben und die Früchte der Misswirtschaft fallen lange nicht auf (was die Urheber der Misswirtschaft dann als Argument für ihr vermeintliches Wirtschaftenkönnen ausgeben). Aber irgendwann ist Schluss. Ich fürchte, dass uns die zahllosen Fehlentwicklungen der letzten vier Jahrzehnte in den nächsten vier Jahrzehnten ziemlich auf den Kopf fallen werden.


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  1. Arely (kein Partner)
  2. Manish (kein Partner)
    21. Januar 2015 04:55

    This is what we need - an insight to make evroneye think

  3. Changmin (kein Partner)
    20. Januar 2015 11:39

    I don't know who you wrote this for but you helped a breothr out.

  4. UFisch (kein Partner)
    08. Januar 2012 14:54

    Anstatt bspweise den Biennalsprung für einige Zeit auszusetzen, womit keiner zu seinem bisherigen Einkommen eine Abzug erfahren würde, wird lieber bei Stellen gespart und die hohen Einkommen für die Habenden noch weiter erhöht. Auf der Strecke bleiben, die nichts haben, keinen Job, kein Einkommen. Der ständig gleiche Modus der "Reform": Auf keinen Fall Einsparungen oder zumindest Aussetzen von Erhöhungen, sondern immer zulasten der Anderen, die auf Suche sind und vor dem Nichts stehen.

  5. Bookworm (kein Partner)
    05. Januar 2012 00:01

    A.U. ist da bei den befristeten LehrerInnen einem, Irrtum erlegen: Diese auf ein Schuljahr befristeten Verträge haben für die LehrerInnnen doch den Vorteil, dass sie für die 10 Monate des Schulbetriebes - 14 Monatsgehälter eines Jahresgehalts beziehen. Bis vor einiger Zeit meldeten sich diese "Befristeten" nach den 10 Schulzeit-Monaten auch noch als "arbeitslos" beim AMS an und waren wegen der Wiedereinstellungszusage der Schule damit so gut wie nicht vermitttlungsfähig - und bezogen für die "Arbeitslosigkeit" auch noch bis zum nächse Schulbginn- Arbeitslosenunterstützung...Das erklärt auch warum sdiese Kettenverträge von den NutznießerInnen bereitwilligst akzeptiert wurden und werden.

    Problemlos könnten natürlich diese Befristeten zumindest ein volles Monat während der Sommerferien zur Nachhilfestunden-Leistung ("Förderung der Schwachen") in den leeren Schulen heran gezogenerden. Sie hätten dann samt Weihnachts-, Energie- und Osterferien noch immer mehr Jahresurlaub wie jeder andere Beamte der gar erst Dienstnehmer in der Wirtschaft...NUr wollen müssten die Schulbürokraten halt....

  6. Whistle blower (kein Partner)
    04. Januar 2012 17:43

    Meister Unterberger sollte etwas tiefer graben bez. der Besitzverhältnisse besagter Zeitarbeitsfirmen.
    Ihm könnte ein Aha-Erlebnis beschieden sein.

  7. Udo (kein Partner)
    03. Januar 2012 14:13

    Man kann versuchen einen Leiharbeiter mit einem Beamten zu vergleichen, in der Praxis schaut das Ganze aber doch ganz anders aus:

    Als Leiharbeiter bekommt man, wie normalerweise "der Neue", die Arbeiten um die sich keiner reist.Was o.k. ist, weil man neu ist.Was aber auch später so bleibt, weil man als Leiharbeiter immer "neu" ist. Das merkt der Leiharbeiter sehr bald.

    Auch die Tatsache, daß er, für die "gleichen" erledigten Aufgaben kein "Beamter" ist, sondern "Sachaufwand" wird ihn nicht sonderlich freuen.

    Auch nicht freuen dürfte ihn, daß er wesentlich weniger verdient und auch, über die Jahre, der Verdienst gleichbleibend ist.

    Demotivierend dürfte auch die Tatsache sein, daß er, auch mit der Zeit, mit keinerlei Verbesserung bzw. irgendeiner Veränderung, seiner Situation hin zum Guten zu rechnen braucht.

    Dafür ist sich jeder Leiharbeiter im Klaren, daß bei seiner Arbeit nicht nur er selbst und der Staat mitverdient, nein, er füttert auch seine Sklavenhändler(die Zeitarbeitsfirma) durch, die der Grund ist weshalb er so verhältnismäßig wenig Lohn bekommt.Als Gegenleistung steht der Name der Leihfirma als Überschrift auf seinem Lohnzettel.

    Der Punkt ist, daß Leiharbeiter mehr und länger arbeiten müssen als Beamte, dafür auf keinerlei Sicherheit bezüglich Kündigungsschutz Anspruch haben und viele Nachteile mehr.Und sich dafür von "Kollegen" Sätze sagen lassen müssen wie:"Für das Butterbrot(den Lohn des Leiharbeiters) würde ich diese Arbeit nie machen" macht das Ganze auch nicht erträglicher.Schöner Kollege!

    Auch das Argument der beamteten "Kollegen":"Wir mußten am Anfang auch soviel arbeiten" zählt nicht, da diese wenigstens die Aussicht auf Verbesserung ihrer Situation hatten, der Leiharbeiter hatte diese Perspektive nie.

  8. Abfertigung (kein Partner)
    03. Januar 2012 10:32

    @ Undine: Die Abfertigung Neu wird sowieso vom Bruttolohn abgeführt, bei der Abfertigung Alt war eben ein wenig Kalkulation vom Unternehmer gefragt, also eigentlich kein Grund zur Aufregung. Ist zwar eine unnötige Reglementierung aber ein Unternehmer sollte schon fähig sein entsprechende Rücklagen zu bilden.

    Die Luxusabfertigungen von denen sie berichten sind teilw. in ehemaligen Staatsbetrieben üblich, oft um sich im Zuge von Umstrukturierungen und Rationalisierungsmaßnahmen endlich von überschüssigen Beamten zu trennen.

  9. NC (kein Partner)
    03. Januar 2012 10:01

    Da wird einem ja ganz schwindlig bei ihrer inkonsistenten Argumentationsweise:

    Mal fordern sie Kompetenz und Qualifikation von den Staatsdienern, dann wollen sie ausrangierte unqualifizierte Postbeamte an diese Positionen setzen. Mal wollen sie mehr "privat in den Staat" bringen und kaum passiert das, werden sie zum Gewerkschaftskämpfer gegen die böse Privatwirtschaft.

    Jetzt entscheiden sie sich endlich mal. Was wollen sie eigentlich?

  10. onkel hans (kein Partner)
    03. Januar 2012 09:42

    Das mit den Leiharbeitern und Werkverträgen und so hat auch mit den staatlichen Budgetpraktiken zu tun: Zwar sind die Dienstposten im Dienstpostenplan gesetzlich festgeschrieben (und daher aus der Sicht der untergeordneten Verwaltungsstellen nicht vermehrbar), aber man hat ja noch ein Budget für Sachausgaben. Unter diesem Budgetansatz bringt man dann den Zukauf von externer Arbeitskraft unter - bei formaler Wahrung des Dienstpostenplans.

    Auch die Praxis mit den ausgegliederten Gesellschaften hat Herr Unterberger trefflich beschrieben.

    Wir haben seit Jahrzehnten eine Fehlentwicklung, wonach tüchtige Leute, die vielfach nachgefragte Handwerke (Tischler, Installateure, Mechaniker) erlernt haben, in den öffentlichen Dienst aufgenommen worden sind (bzw dort hinstreben), weil einerseits die Politik den guten Onkel spielen will und man sich anderseits sein Geld halt bequemer verdienen kann an einem Schreibtisch, als in der Werkstatt oder gar in der Künette. Beides ist ja für sich nachvollziehbar, nur leider fürs Gesamte schädlich. Wobei - was letzteren Punkt betrifft - leider die Anreizverhältnisse verfehlt sind: jeder geht lieber einer Schreibtischhacken im beheizten Büro nach, wenn er dort gleichviel oder auch nur geringfügig weniger verdient als in der schweißtreibenden Mechanikerwerkstätte, zumal wenn viele auch noch auf die Mechaniker mit verschmutzten Händen herabblicken.

    Und auf diese Weise hat der öffentliche Dienst in den letzten Jahrzehnten dem Arbeitsmarkt viele tüchtige Handwerker und Arbeiter entzogen, die jetzt nichts Produktives mehr machen, sondern irgendwelche Statistikformulare ausfüllen oder in ähnlicher Weise die Zeit totschlagen, ohne den echten Volkswohlstand zu mehren.

    Und um das dadurch fahrlässig verursachte Arbeitskräftedefizit aufzufüllen, hat man mit dieser geistesgestörten Zuwanderungspolitik begonnen. Ich behaupte, wir könnten uns (bei gegebenem Stand der Technik) die gesamte Zuwanderung sparen, wenn man das autochthone Arbeitskräftepotential gehoben hätte, das man unproduktiv im öffentlichen Bereich untergebracht hat.

    Wer ist schuld? Die Politclowns oder diejenigen, die sie wählen? Sicher auch die Wähler, aber für mich liegt die Hauptverantwortung bei den Clowns von SPÖVP! Schließlich erzählen uns die Komiker auch regelmäßig, dass mehr direkte Demokratie deswegen nicht geht, weil das Volk zu blöd ist, wichtige Entscheidungen zu treffen. Nur sie, die vermeintliche "Elite", könne zB über so wichtige Dinge wie den Euro entscheiden. Na dann sollen sie aber auch für das Ergebnis ihrer Politik der letzten Jahrzehnte geradestehen!

    Mag sein, dass die FPÖ nicht besser als die SPÖVP ist. VIELLEICHT HÄTTE die FPÖ das Land schlecht regiert, darüber kann man spekulieren. Fakt ist, dass SPÖVP das Land TATSÄCHLICH verludert HAT. Jetzt kann ein so wohlhabendes Land wie Österreich mit solchen Reserven (in Jahrhunderten aufgebaute Infrastruktur, Kulturlandschaft, historisches architektonisches Erbe, Ausbildungs-, Motivationsstand der Bewohner etc) natürlich lange von den Reserven leben und die Früchte der Misswirtschaft fallen lange nicht auf (was die Urheber der Misswirtschaft dann als Argument für ihr vermeintliches Wirtschaftenkönnen ausgeben). Aber irgendwann ist Schluss. Ich fürchte, dass uns die zahllosen Fehlentwicklungen der letzten vier Jahrzehnte in den nächsten vier Jahrzehnten ziemlich auf den Kopf fallen werden.

  11. Mel Haring (kein Partner)
    03. Januar 2012 08:53

    Ich unterrichte a einer HTL und habe jetzt schon knappe 2 Lehrverpflichtungen. Das ist sogar billiger für den Staat, da der "zweite Lehrer in mir" nur 9 Monatsgehälter und nicht 14 bekommt: Überstunden werden ja nur bezahlt, wenn sie tatsächlich gemacht werden und damit nicht während der Ferien, und der Überstundenzuschlag wurde ja praktisch abgeschafft.

    Und wie soll es weitergehen, wenn Pensionierungen nicht mehr nachbesetzt werden? Es gibt zwar jetzt schon zu wenige geeignete Bewerber für Fachunterricht in HTLs, da Erfahrungen in der Privatwirtschaft Voraussetzungen für so einen Vertrag sind und aber gleichzeitig pädagogische Eignung notwendig ist. Pädagogische Eignung bringen aber viele fachlich geeigneten Bewerber gar nicht mit, und ein Lehramtsstudium zur Kompensation dieser fehlenden Eignung ist für Fachunterricht auch nicht vorgesehen, abgesehen davon, dass die zu uns stoßenden Bewerber sich sicher nicht vorerst wieder mal in eine Uni setzen, nur um dann unterrichten zu dürfen.

    Da sollten dann doch zumindest die wenigen geeigneten Bewerber eine Chance auf einen Job haben und nicht durch einen Einstellungsstopp abgewehrt werden.

    Es gibt viel einzusparen im öffentlichen Dienst, auch im Schulbereich. Was ein Landesschulinspektor macht, ist mir zwar bis zu einem gewissen Grad bekannt, eine Notwendigkeit für diesen Posten mit seinen verbundenen Anhängseln sehe ich aber irgendwie nicht so ganz.

    Aber alle über einen Kamm scheren - mit einem prinzipiellen Aufnahmestopp - halte ich für nicht sinnvoll.

    • Kaffeehäferl
      03. Januar 2012 09:03

      Vielleicht sollte man sich doch mit der Idee von Herrn Starl anfreunden und die Schulen privatisieren. Das hätte sicher einige Vorteile, wenn auch die Vorstellung, daß es nur noch Privatschulen gibt, etwas gewöhnungsbedürftig ist. Sicher kann man aber bei längerem Nachdenken darüber einen gangbaren Weg finden.

      Probleme wie die von Ihnen aufgezeigten wären dann vielleicht individuell lösbar.

    • Pumuckl
      03. Januar 2012 13:43

      @ Mel Haring 03. 01. 08:53

      " Aber alle über einen Kamm scheren - . . .- halte ich nicht für sinnvoll. "

      Wie recht sie haben! Doch wie schwer ist die Lösung!

      Doch wenn @ Kaffeehäferl 03. 01. 09:03 andenkt " . . .der Idee von Herrn Starl anfreunden und die Schulen privatisieren. Das hätte sicher einige Vorteile, . . . "
      halte ich dem entgegen:
      Es stimmt zwar, daß Konzerne wie Philip Moris, Unilever, Shell und Esso weltweit tätig sind, größere Haushalte haben als viele Staaten und trotzdem satte Gewinne ausweisen.
      Doch sind sie deshalb wirklich Vorbild? Googeln wir unter " afrikanische Ölpalme-
      Zerstörung der Regenwälder ", dann müssen wir leider feststellen, daß ihr Wirken das Klima der Erde bedroht. In diesem Zusammenhang weit hergeholt, wird man mir entgegenhalten, doch Privat bedeut Kapital, und Kapital unterliegt dem einzigen Zwang, sich zu vermehren!
      Öffentliche, vor allem aber nationale Interessen, bleiben auf lange Sicht auf der Strecke!

      Doch kann der Staat und die Politik von diesen Konzernen eine Menge lernen! Der Straftatbestand der UNTREUE wird innerhalb dieser Konzerne konsequent geahndet!

      Die Veruntreuung von Bürgerinteressen durch Stimmenkauf, Postenschacher und gießkannenartige Verschwendung von Steuergeld ist in Politik und Staat systemimmanent. Legen wir doch da die Maßstäbe des Strafrechts an!

      Ganz wird sich da Mißbrauch nie vermeiden lassen, doch sicher gibt es da ein
      Süd - Nordgefälle. Orientieren wir uns doch etwas mehr an den Skandinaviern!

      Anstatt das früher vorbildliche k u. k Schulsystem maßvoll der neuen Zeit anzupassen überzieht es Rot - Grün mit Reformunfug, an dem es letztlich zugrunde geht.

      Staat und Politik begehen jedoch fortgesetzt Untreue an ihren Bürgern, indem

    • Pumuckl
      03. Januar 2012 14:05

      Der letzte Satz war beim Abschicken nicht sichtbar und gehört nicht her! Pardon!

  12. socrates
    03. Januar 2012 00:05

    Ein Vorteil für die Freunde der Mächtigen: Sie werden mit Sondervertrag angestellt, die Bedingungen sind Vereinbarungssache. Da ist alles möglich, Schiebung pur!

  13. Haider
    02. Januar 2012 22:13

    Der Umgehungsmöglichkeiten gibt es viele.
    Statt einer Putzkraft wird ein Akademiker eingestellt. Die Anzahl der Planstellen bleibt gleich. Die Putzleistung wird über den Sachaufwand zugekauft.
    Von einer nachgeordneten Dienststelle wird ein Beamter abgezogen (der neuen Verwendung dienstzugeteilt). Dafür werden dort Überstunden lukriert.
    Fragen sie Personalisten; diese sind meist sehr kreative Beamte.

  14. Celian
    02. Januar 2012 12:51

    Die Methoden der Privatwirtschaft scheinen doch nicht so kalt und herzlos zu sein, als dass sich die Nesthäkchen der sozialen Wärme nicht ihrer bedienen würden, wenn es nicht sie selber betrifft.

  15. Kaffeehäferl
    02. Januar 2012 12:21

    "...Diese mietet man von Zeitarbeitsfirmen an und stellt sie bei Nichtbedarf dorthin wieder zurück. Das Entgelt geht dann nicht über das Konto öffentlicher Dienst, sondern über den Sachaufwand. Ein ziemlich übler Trick...."

    Ein Trick übrigens, der in privatwirtschaftlichen Firmen schon seit Jahren zur Gepflogenheit geworden ist.

    Dem allseits beliebten Manager-Spruch "das Personal ist so teuer, das bringt uns noch um" begegnet man damit, Leiharbeiter anzustellen. Diese werden über "Materialkosten" (!) abgerechnet. Damit sind sie vor den Anteilseignern (Aktionären) offenbar ausreichend gut in der Bilanz versteckt. Mit allen von A.U. beschriebenen Seiteneffekten: Aufbau von Kern-Know-How bei Externen, Firmengeheimnisse bei Externen, starke Fluktuation bei den Know-How-Trägern.

    Die Gesetzeslage in Frankreich (offenbar durchgesetzt von der dortigen Gewerkschaft) hindert Firmen gar daran, eigene Mitarbeiter aufzubauen, weil sie diese dann nicht mehr abbauen kann, sollte sie sie nicht mehr brauchen.
    Daher werden Leiharbeiter genommen, die sich Know-How aneignen und schließlich Spezialisten werden.
    Nach 3 Jahren beginnt dann, das Kettenvertragsverbot zu wirken. Die Leiharbeiter müssen dann entweder unbefristet übernommen werden oder gehen.
    Aus oben genanntem Grund werden sie nicht übernommen. Spezialisten sind daher nach 3 Jahren weg. Ein Riesen-Problem, denn bis neue Leiharbeiter eingearbeitet sind, vergeht viel Zeit. Manchmal zu viel für die Firma...

  16. Frusti
    02. Januar 2012 12:19

    Auch die Österreichische Nationalbank beschäftigt Leiharbeitskräfte, obwohl die meisten Tätigkeiten an die EZB ausgelagert wurden.

  17. Josef Maierhofer
    02. Januar 2012 11:02

    Wieder ein Stück österreichische Wahrheit.

    Was soll das alles, Pragmatisierung, Versetzungsschutz, etc, etc, ? Sind doch alles nur Arbeitsverhinderungsmechanismen und Ungleichheitsmechanismen und gegen das österreichische Staatsgrundgesetz, dass vor dem Gesetz jeder gleich behandelt zu sein hätte.

    Dieser Artikel zeigt wohl sehr deutlich, was sich österreichische Privilegienritter aus Politik und Beamtenschaft um Gesetz und sinnvoller Gleichbehandlung scheren und bei vielen Beamten noch getoppt durch mangelnden Fleiß ('mir kann ja ohnehin nichts passieren ...' oder nur wer arbeitet, kann Fehler machen ...', in etwa die zugehörigen Stehsätze).

    Möge Herr Spindelegger da noch tiefergehend nachhaken und vielleicht rafft sich auch die Opposition auf, diese 'wohl ersessenen' Rechte endlich per Verfassungsgesetz zu kippen, denn so was wie die Pragmatisierung in Österreich gibt es wohl nirgends in der Welt. Bei der Bezahlung der Beamten, da liegen wir auch im europäischen Spitzenfeld, auch das wären noch Reserven.

  18. Nestor 1937
    02. Januar 2012 10:10

    Was mich am Beamtenrecht stört ist etwas anderes:

    Jeder private Dienstvertrag enthält auch die Bestimmung, daß der Dienstnehmer seine Arbeitskraft a u s s c h l i e ß l i c h dem Dienstegeber zu widmen hat und seltene Ausnahmen genehmigungspflichtig sind.

    Beamte in Bund, Ländern und Gemeinden haben aber das Privileg, legal neben ihrer Tätigkeit im geschützten Bereich noch eine zweite Beschäftigung auszuüben. Das gilt nicht nur für die gutbezahlten Primar- und sonstigen Ärzte, die eigene Privatpraxen haben, für Ministerialbeamte, die eigene Firmen betreiben oder für beamtete Lehrer, die z.B. als Freiberufler tätig sind. Auch viele Polizisten drehen (oft mißmutig) ihr Dienstradl, weil sie anschließend ihren Zweitberuf ausüben. Oder nehmen sie die Briefträger, die vormittags ihre Zustellungen schnell herunterhudeln, weil sie nachmittags noch fit für andere Aufgabenstellungen sein wollen.

    Preisfrage eines Steuerzahlers:
    Für welchen der beiden Berufe wird sich ein Beamter wohl mehr engagieren?

    • GOP
      02. Januar 2012 10:57

      Vielleicht arbeiten diese Leute 2 x 8 Stunden - bis zur Erschöpfung?

    • Nestor 1937
      02. Januar 2012 11:27

      @ GOP
      Vielleicht kommt das auch einmal vor, die Regel ist es aber sicher nicht.

      Ein hoher Beamter sagte mir einmal: Mein Erstberuf (im geschützten Bereich) bietet mir soziale Sicherheit bei recht mäßiger Belastung und gesellschaftliches Prestige. Das Salär ist nicht so wichtig, denn das Geld verdiene ich mir in meiner eigenen Firma (Pharma im weitesten Sinn). Dort können Sie ihn teils vormittag, teils nachmittag, sicher aber ab 15 oder 16 Uhr erreichen.

    • GOP
      02. Januar 2012 13:49

      In den früheren (kommunistischen) Oststaaaten wollte jeder Direktor - trotz fehlender Beschäftigungsmöglichkeit - möglichst viele Mitarbeiter haben. Da gabe es in manchen Betrieben riesige Verwaltungsgebäude mit vielen leeren Schreibtischen der teils schlecht bezahlten "Abwesenden". Diese Leute hatten diese Anstellungen oft mit Hilfe der Partei/Gewerkschaft/Ministerien usw. erhalten, welche in erster Linie nur der eigenen Kranken- und Altersversicherung diente. Daneben führte man einen Zweit- und ev. auch noch Drittberuf aus, wo man "brutto-für-netto" das Haushaltseinkommen verbessern konnte. So war das im "real existierenden Sozialismus".
      Meist gab es zwei Direktoren: einer, der die Verbindung zur Partei und sonstiger Obrigkeit hielt (meist eine "Flasche") und einer, welcher die fachlichen Fähigkeiten hatte. Viele Erzeugungsbetriebe hatten riesige Serviceabteilungen für die Produktion, um von aussen möglichst unabhängig zu sein. Da wurde oft "über Nacht" selbst ein dringend benötigter Ersatzteil für eine aus dem Westen importierte Maschine hergestellt, was sonst den Produktionsstillstand von vielen Wochen verursacht hätte.

    • Nestor 1937
      02. Januar 2012 15:59

      @ GOP
      Wo sehen Sie den Unterschied zu Österreich ?

    • GOP
      02. Januar 2012 17:05

      Nestor 1937:
      Sie haben leider recht, leider wenig Unterschied erkennbar.

    • Nestor 1937
      02. Januar 2012 17:20

      @ GOP

      Allein Ihr Satz über die "riesigen Servicewerkstätten" im Osten erinnert mich an die unausgelasteten Werkstätten der ÖBB, z. B. in der Steiermark oder an die ebensolchen der Wiener Linien, z. B. in Simmering. Wer's kennt wird mir Recht geben.

      Wir hätten riesige Einsparungspotenziale, wenn es objektiv und ehrlich zuginge.

    • Brigitte Imb
      02. Januar 2012 21:14

      Objektivität und Ehrlichkeit sind den Politikern fremd geworden, daher kann als einzige Konsequenz nur eine direkte Demokratie diesen Eigenschaften annähernd gleichkommen. Tätigt das Volk Fehlentscheidungen, wird es diese nicht leugnen, sondern ändern.

  19. Undine
    02. Januar 2012 09:32

    Wann und weshalb wurde eigentlich die für den Arbeitnehmer sehr erfreuliche, für den Arbeitgeber aber häufig ruinöse ABFERTIGUNG erfunden und eingeführt?
    Der Arbeitnehmer hatte eine bezahlte Arbeit, wofür eigentlich dann das zusätzliche Geldgeschenk?

    Ich kenne diesen Begriff seit der Mitte der 50er-Jahre; es ging damals um den großen Lehrerüberschuß, durch den es nahezu unmöglich gemacht wurde, Junglehrern eine Anstellung zu sichern. Manche mußten sich z.T. jahrelang gedulden, bis sie dann irgendwo in Hintertupfing unterkamen. Viele gaben auf.

    Damals wandte man sich an verheiratete Lehrerinnen, weil man von der Tatsache ausging, diese hätten einen Ehemann, der die Familie erhalten könne.
    Man versüßte ihnen die Entscheidung, zugunsten von Junglehrern ihren Beruf aufzugeben mit dem Versprechen einer sehr großzügigen ABFERTIGUNG. Der Plan ging auf: 1959 konnten erstmals alle frischgebackenen Lehrer (meist -innen!) fix mit einer Anstellung rechnen.

    Böse Zungen behaupteten, daß in den 70er-Jahren im Großraum Linz ganz besonders viele neue BMW und Mercedes unterwegs waren. Die stolzen Besitzer dieser teuren Karossen waren VOESTler und CHEMIE-LINZ- Arbeiter, deren Abfertigung gerade mit dem Kaufpreis einer dieser Automarken ident war.

    • Pumuckl
      03. Januar 2012 04:40

      @ Undine 2. 1. 2012 09:32

      "Wann und weshalb wurde eigentlich die für den Arbeitnehmer sehr erfreuliche, für den Arbeitgeber aber häufig ruinöse ABFERTIGUNG erfunden und eingeführt?"

      Sie stellen da ein, besonders für mittelständische Unternehmer,wegen seiner rückwirkenden Geltung, wirklich einschneidendes Gesetz an.
      Habe, um Ihnen fundiert zu antworten, soeben ohne erschöpfenden Erfolg unter "Arbeiterabfertigungsgesetz" gegoogelt.

      Zum Thema jedoch folgende Erinnerung: Ende der 70er Jahre sprach mich der ÖVP - Nationalrat Baier ( er bezog auch Einkommen aus Steuermitteln als Schuldirektor und als Bürgermeister ) aus dem niederösterreichischen Krummnußbaum wahlwerbend auf der Straße an. Wir waren einander persönlich bekannt.
      Ich fragte ihn, in Kenntnis der vielen, von diesem Gesetz ausgelösten Probleme verärgert: " Wie konnte die ÖVP ihre Wirtschaftskompetenz infrage stellen, eine ihrer Säulen, den Wirtschaftsbund verraten und dem rückwirkend geltenden
      Arbeiterabfertigungsgesetz zustimmen? Viele kleine Unternehmer haben ihre Mitarbeiter oft unter Einsatz ihrer angesparten Substanz während Wirtschaftsflauten aus sozialen Gründen durchgefüttert. Nun bringt sie dieses Gesetz in ernste Schwierigkeiten. Die Sorgfalt ordentlicher Kaufleute hätte erfordert für diese Abfertigungen Rücklagen anzulegen. Der Gesetzgeber hat in diesem Fall die Verletzung der Sorgfaltspflicht durch seine Bürger zu verantworten! "
      Baier schaute mich überrascht und verlegen ( um nicht zu sagen blöd ) an, und stotterte: Die ÖVP ist eben inzwischen eine bedeutende Arbeitnehmerpartei geworden.

      Wenn ich mir die Entwicklung der ÖVP seit dieser Zeit ansehe, benahm sie sich wie ein "HANSDAMPF IN ALLEN GASSEN", der meint mit seinen Bünden allen gerecht zu werden, und in Wahrheit meist gescheitert ist.
      Ausnahme ist die Gewerkschaft öffentlicher Dienst. Die Mehrheit der Tagebuchpartner wird sicher auch die Ära Schüssel als solche Ausnahme sehen.

      Hatte Baier damals recht? Hat sich die ÖVP zu einer Vertretung des öffdenlichen Dienstes reduziert?

    • Pumuckl
      03. Januar 2012 04:50

      ". . . öffentlichen Dienstes. . " - Verzeihung!

    • Undine
      03. Januar 2012 10:30

      @Pumuckl

      Danke für die Antwort!

    • Nestor 1937
      03. Januar 2012 10:59

      @ Pumukl 9.32

      Wenn nicht die ganze ÖVP, so hat sich zumindest der ÖAAB fast zur Gänze zu einer reinen Beamtenorganisation entwickelt. Man sehe sich die Symbiose mit der GÖD, die Funktionäre und deren Politik an. Als Privatangestellter wird man von denen gar nicht mehr vertreten.

  20. socrates
    02. Januar 2012 09:22

    Wie wahr! Bei den Lehrern werden gerne, wie in angelsächsischen Ländern üblich, Verträge für je 10 Monate ausgestellt. Damit können Direktoren ALLER Couleurs sie auf die Knie zwingen.

  21. Observer
    02. Januar 2012 07:54

    Wie passen die alle hier geschilderten unterschiedlichen Arbeitsverträge zum aktuellen SPÖ-Plakat: "Zeit für Gerechtigkeit! Faire Verteilung. Soziale Ausgewogenheit. Gleiche Chancen"?

    Das Grundübel ist, dass es für die einzelnen Ministerien enorme (fast unbegrenzte) Möglichkeiten gibt, neben dem laufenden Personal- und Sachaufwand scheinbar nach Belieben Aufträge für Berater, Eigenwerbung und auch "externes" Personal zu vergeben. Hier müsste man den Sparstift ansetzen.

  22. Anton Volpini
    02. Januar 2012 07:15

    ".....Denn die von den "Reaktionären" erstrebte Utopie, so behaupten sie, bedarf keineswegs bürokratischer Methoden. Bürokratie sei vielmehr der unerfreuliche Versuch des kapitalistischen Systems der unerbittlichen Tendenz zu seinem Verschwinden einen Kompromiß abzuringen. Der letzlich unvermeidliche Triumpf des Sozialismus werde nicht nur den Kapitalismus, sondern auch den Bürokratismus abschaffen. In der glücklichen Welt von Morgen, im gesegneten Paradies der allumfassenden Planung, werde es keine Bürokraten mehr geben......"

    Schreibt Ludwig von Mises 1922 in seinem Buch: "Die Bürokratie". Genauso wie Eugen Richter erkennt er vor dem unsäglichen Wirken des Realsozialismus bereits dessen "Segnungen". Heute 90 Jahre später, wissen wir, daß ein Zurückdrängen der Bürokratie ebenso ein sozialistischer Trugschluß war wie die planwirtschaftliche Vorgehensweise zu einem Idealzustand führen sollte!

  23. Wertkonservativer
    02. Januar 2012 06:41

    Stimmt ja alles aufs Wort, was A.U. uns da über unser Beamtensystem am frühen Morgen schildert.
    Ich kenne sehr, sehr gute Beamte, ich kenne sehr schwache bis schlechte Beamte;
    eine echte und umfassende Bewertung ist schon deshalb so schwierig, weil sich das Beamtentum vom höchsten Staatsamts-Träger bis zum (salopp gesagt) winterlichen Salzstreuer erstreckt.

    Die Initiatve des Dr. Spindelegger geht sicher in die richtige Richtung, wirkt

    • Wertkonservativer
      02. Januar 2012 06:44

      ....allerdings in Kenntnis der österreichischen Realverfassung ein wenig naiv!
      Aber besser so, als umgekehrt, oder?

      (Ein kleiner Fehlgriff, und .. schwuppdiwupp .. ist die Message im Netz!
      Bitte um Entschuldigung!)

      (mail to: gerhard@michlr.at)

  24. Pumuckl
    02. Januar 2012 03:40

    Da hat Herr Dr. Unterberger wohl einen jener Blickwinkel unter denen man den öffentlichen Dienst sehen kann, sehr treffend beschrieben!
    Bisher dachte ich manchmal, der öffentliche Dienst wäre auch im Tagebuch ein geschützter Bereich.

    Wenn ich mich richtig erinnere wurden unter Kreisky die Politikerbezüge erheblich erhöht, und in ihrer Entwicklung gewissermaßen gesetzlich an die Beamtenbezüge gekoppelt. Hinzu kam daß damals Beamte bei vollem Dienstbezug für politische Ämter freigestellt wurden, wobei sie die Hälfte des Politikerbezuges als sogenannte "Parteisteuer an die entsendende Partei abzuführen hatten.
    Ich kannte persönlich mehrere Fälle in denen eine Person drei Gehälter aus öffentlichen Mitteln bezogen. Die Folge war, daß die Parteien um sich zu finanzieren, bevorzugt Beamte und Mitarbeiter von Kammern, Gewerkschaft und Sozialversicherungen, welche ebenfalls bei vollem Bezug für politische Ämter freistellten, in die Parlamente entsandten.
    In Niederösterreich waren in den 70er Jahren weit über 80% aller politischen Mandatare aus diesem geschützten Bereich! Die Folge ist, daß wir - teilweise im Verfassungsrang - viele Gesetze haben, welche diesem Bereich und seinen Pensionisten ungebührliche Vorteile einräumen.
    Daß es nur höchstqualifizierte Beamte möglich machen, etwa eine völlig unqualifizierte Frau Bures mit dem Infrastrukturministerium zu betrauen, ist die andere Seite der Medaille!

  25. libertus
    02. Januar 2012 01:49

    Und wenn man diese bewährten Praktiken konsequent zu Ende denkt, landet man womöglich noch beim WANDERBEAMTEN in Anlehnung an den chinesischen Wanderarbeiter.
    Realsozialismus schlägt allemal noch den immer wieder angeprangerten "Neoliberalismus"!





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