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Wenn das Überflüssige statt des Notwendigen kommt

Österreichs Zustand in einem Satz: Eine Ratingagentur droht dem Land (wie vielen anderen) mit einer Herabsetzung seiner Kreditwürdigkeit; und Österreichs Antwort besteht in einer Verhässlichung seine Bundeshymne. Eine etwas zynische Gegenüberstellung? Vielleicht. Aber sie bringt den Zorn der Bürger über die politische Klasse auf den Punkt. Dort, wo es notwendig ist, handelt sie nicht. Überall dort, wo es überflüssig ist, wird hingegen heftig agiert.Wie diese Woche wieder lebhaft zeigt.

Das Nichthandeln besteht natürlich vor allem in der Weigerung der Opposition, einer Schuldenbremse zuzustimmen (falls da nicht doch noch in letzter Stunde ein Umdenken etwa der Freiheitlichen stattfindet). Blau, Grün, Orange schaden mit einem Njet mit absoluter Sicherheit der Kreditwürdigkeit des Landes und nehmen sich selbst eine wichtige argumentative Waffe gegen die Verschwendungspolitik der Regierung. Dennoch muss man der Regierung die Unfähigkeit vorwerfen, einen fruchtbaren Dialog mit zumindest einer Oppositionspartei zu führen, der in mehr als einem politischen Diktat besteht. Keine Partei will sich gerne ein „Friss oder stirb!“ gefallen lassen.

Die Schuldenbremse steht in Wahrheit aber nur deshalb so im Vordergrund, weil sich seit Wochen internationaler Druck – der Gläubiger, der EU, der Ratingagenturen – mit der Forderung nach einer solchen aufgebaut hat. Der diesbezügliche Gesetzesentwurf  der Regierung ist aber dennoch nur ein zahnarmer Papiertiger. Die Pflicht zur Schuldeneinschränkung ist durch so viele Ausnahmen für „Notsituationen“ und „Überziehungsrahmen“ gelockert, dass es eigentlich wundert, dass irgendjemand einen solchen Beschluss ernst nimmt. Wenn diese Pflicht jedoch nur als einfaches Gesetz kommt, wird es sicher von niemandem ernst genommen. Und Österreich muss Hunderte Millionen mehr an Zinsen zahlen.

Diese Verwunderung ist umso größer, als es noch immer keine substanzielle Einigung über auch nur eine einzige spürbare Einsparung gibt. Statt dessen finden sich nur die stereotypen SPÖ-Forderungen nach mehr Steuern und die mehr als überflüssige Aussage des ÖVP-Wirtschaftsministers, dass man die Defizitreduktion zu 30 Prozent mit Steuererhöhungen erzielen werde. Genauso hat einst das Einknicken Josef Prölls beim letzten Sparpaket begonnen, an dessen Ende dann die SPÖ überhaupt keine strukturelle Sparmaßnahme akzeptiert hat. Weshalb aus Prölls Spar- am Ende ein Steuererhöhungspaket geworden ist.

In die Liste des am falschen Ort Handelns gehört auch das Lächerlichmachen der Bundeshymne durch eine feministische Deformierung. Dabei wird so getan, als ob diese Hymne bisher nur für Männer gegolten hätte. Dabei wird überdies sogar das Versmaß einer liebgewordenen Dichtung ruiniert.Völlig unbegreiflich.

Nächster Punkt in der Liste der überflüssigen Dummheiten ist eine weitere Vergünstigung für den ORF. Jetzt wird die Gebührenpflicht auch auf jene Menschen ausgedehnt, die gar keine ORF-Satelliten-Karte haben, die also den linken Sender gar nicht empfangen können. In Sachen ORF bleibt genauso wie bei der Hymne völlig rätselhaft, warum die ÖVP zugestimmt hat. Gegenleistungen, wo die SPÖ Konzessionen gemacht hätte, sind keine erkennbar. Und für die eigenen Interessen der Schwarzen entsteht zweifacher Schaden.

Zu den Dummheiten gehört weiters der neue „Kinderschutz“ durch noch schärfere Strafen. Fast alle Psychologen sind sich einig, dass diese Strafverschärfung dazu führen wird, dass es noch seltener Anzeigen bei Taten im Familienkreis geben wird. Denn die Angehörigen und Opfer werden noch mehr davor zurückscheuen, Behörden einzuschalten, wenn eine solche Anzeige zu einer Mindeststrafe von zwei Monaten Haft führt. Darin erkennen viele Menschen die Zerstörung ihrer Familie, für deren Erhalt sie sogar das Vertuschen von Übergriffen in Kauf nehmen.

Eher überflüssig ist schließlich auch die neue Modulare Oberstufe in AHS. Nach diesem Reformmodell kann man zwar mit zwei Nicht genügend aufsteigen, muss aber dann parallel zum normalen Unterricht ein nicht geschafftes Modul in einem oder mehreren Gegenständen nachholen. Dies klingt zwar auf dem Papier durchaus gut, wird aber mit Sicherheit viele Schüler überfordern: Wie sollen sie zeitlich und intellektuell gleichzeitig Mathematik II und Mathematik III erfolgreich und sinnvoll absolvieren können?

Dies wirft aber auch in der Schul-Organisation gewaltige Probleme und damit auch Kosten auf: Wann sollen denn die Nachhol-Module stattfinden, ohne den normalen Unterricht zu stören? Wobei aber den „Repetenten“ nach dem Willen der Politik die Teilnahme an beidem zu ermöglichen ist. Gleichzeitig soll es aber keine eigenen Kurse für diese Modul-Wiederholer geben. Bisher wurde uns jedenfalls kein kostenneutrales Modell gezeigt, in dem das ohne (weiteren) Verlust an Bildungsqualität funktioniert. Wenn die Ministerin sogar behauptet, dass das zu einer Kosteneinsparung führen wird, dann kann man ihr nur empfehlen, wenigstens Mathematik I nachzulernen.

Noch unverständlicher ist die Zustimmung der ÖVP aus der Warte der Parteitaktik: Warum gesteht die Partei der Unterrichtsministerin diesen lange ersehnten Erfolg zu, wenn gleichzeitig dieselbe Ministerin weiterhin jede Zugangsregelung für Universitäten blockiert? Diese ist ja sogar von etlichen SPÖ-Landeshauptleuten verlangt worden.

Begreift die ÖVP eigentlich nicht, dass die SPÖ nur unter Druck zur Beweglichkeit bereit ist? Dass man mit ihr nur vorankommt, wenn man ein beinhartes Do ut des (Für Claudia Schmied: Das ist Latein III) praktiziert. Will man etwa gar den neuen Minister Töchterle taktisch aushungern, indem man ihm die einzige brauchbare Waffe gegen die rote Blockade entzieht? Vielleicht gar weil er zu populär ist und auch andere gerne Wissenschaftsminister geworden wären?

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Dezember 2011 08:37

    Ja, die Fehler und Unfähigkeit der ÖVP.

    Das ÖVP-Bashing wird sicher von den ehemaligen ÖVP Wählern in guter Absicht betrieben.

    Diesen Parteileuten muss doch endlich einleuchten, dass sie nicht für ihre Selbstbedienung da sind, diese Zeiten gehen zu Ende, sondern für Österreich da zu sein haben. Diesen Parteileuten muss es doch möglich sein, Diktat von Konsens zu unterscheiden. Wenn es unterschiedliche Standpunkte gibt, kann man sich annähern, oder eben die Konsequenzen ziehen und die Koalition absagen. Aber sich wie eine Prostituierte am Faulbett räkeln und sich kampflos ergeben bringt Österreich in den Ruin. Dass die SPÖ das Wort Vernunft nicht kennt und das Land in den Ruin führt, wie die Apparatschiks damals die DDR, das wird doch hoffentlich inzwischen allen klar geworden sein. Oder noch immer nicht ?

    Das Dilemma ist, dass der größte Teil der ÖVP als Partei auch links steht und sogar das Geblödel einer Frau Rauch - Kallat mitmacht, statt endlich einmal den Österreichern zu zeigen, ja es gibt uns noch, ja wir stehen noch für Werte, ja wir sind bereit zu kämpfen dafür.

    Es ist dies ein Problem der Persnlichkeiten. Was wollen wir mit diesem verbildeten 'Bildungsergebnis', das diese Politikergenaration darstellt ? Die können das ja gar nicht mehr, das Denken, das Konsequenzen Ziehen, das Arbeiten, das Lösungen Suchen und Anbieten, die sind doch allesamt inzwischen 'schulversumpert', wie der ganze österreichische 'Dodelstaat' mit seinen 'Staatsdodeln'.

    Unverständlich nennt es Herr Dr. Unterberger, unverständlich nenne ich es auch und dumm. Was soll man mit solchen Figuren, die eine solche 'Partei' darstellen wollen, anfangen ? Geld bekommen sie, wofür, das weiß niemand und ist den meisten auch egal, leider.

    Die ÖVP ist eine Partei ohne Volk geworden, sie hat daher keinen Rückhalt mehr und prostituiert sich als SPÖ - Filiale, um wenigstens die Bonzen bei der Futterschüssel auf Volkskosten zu 'retten'. Rettet lieber Österreich, Euch könnt Ihr nicht mehr retten, Ihr fettgefressenen, zahnlosen, ideenlosen,faulen und selbstbedienerischen Parteibonzen und -granden. Ihr habt 40 Jahre geschlafen und das alles zugelassen, was die SPÖ mit Österreich aufgeführt hat, Ihr habt nicht gekämpft. Jetzt geht Ihr unter und mit Euch Österreich. Bravo !

  2. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Dezember 2011 08:15

    War die Begründung des Schwarzen Geistesriesen Kopf für das Scheitern der Verhandlungen mit dem BZÖ nicht, dass er dieser Kleinpartei kein Forum bieten wolle, das ihrer Größe nicht angemessen sei?

    Also, für die Schwarzen Satelliten der Roten geht Parteitaktik über das Staatswohl, oder sehe ich das falsch?

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Dezember 2011 05:07

    ich möchte an herrn unterbergers ganz ursprünglich geäusserte meinung erinnern, als er von der "schuldenbremse" berichtete und sie als placebo-alibiaktion verwarf, vor allem, da auch viel zu spät wirksam, verschoben auf künftige regierungen und daher auch nicht wirklich ernst zu nehmen.
    wie man sieht handelt die politik in allen aktuellen entscheidungen in homöophatischen dosen, was sparsamkeit betrifft. die "schuldenbremse" ist in wahrheit als ratingverschlechterungsbremse gedacht und verschiebt nur den zeitpunkt der notwendigen operation. die krankheit wird dann aber nur noch heftiger sein.
    offensichtlich steht uns das wasser noch nicht genug zum hals. noch müssen wir nicht wie ertrinkende ums leben kämpfen wie andere länder.
    da diese regierung oft genug bewiesen hat, dass sie VOLLKOMMEN UNFÄHIG FÜR POSITIVE REFORMEN ist und, wenn sie etwas tut, dies mit unheimlichem gspür meist in die falsche richtung gegen den eigentlichen willen des volkes, kann NUR EIN WECHSEL ÄNDERUNGEN BEWIRKEN. wie zb in italien, hoffentlich.
    daher vertritt die fpö den richtigen standpunkt: schuldenbremse ja, aber gleichzeitig stopp der verschwendungsgelder an pleitestaaten, bzw. volksentscheid darüber.
    was machen "einsparungen", die im neusprech ja steuerhöhungen sind, für einen sinn, wenn sie für wirkungslose pleitefonds verwendet werden sollen?

  4. Ausgezeichneter Kommentatorbyrig
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Dezember 2011 01:43

    auch die oberösterreichische spö,der auch die total inkompetente nationalratsmaus prammer angehört,stimmt jetzt für die schuldenbremse.
    ja,nachdem das bzö nicht mitstimmen wird.
    aus oberösterreich kommt seit langem nur präpotente inkompetenz.linkslink.
    dieser coup ist dieser partie aber nicht gelungen.aus einem grund:die österreicher können 2 und 2 zusammenzählen.
    kommunist ackerl,eine der miesesten figuren auf dem politparkett wurde entlarvt.
    dass so ein typ überhaupt einen stellenwert in der spö hat,wirft ein bezeichnendes licht auf diese partei.

  5. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Dezember 2011 06:55

    Operative Hektik ersetzt geistige Windstille!

    Da wird schon einmal ein Handy aus einem Kanalschacht gerettet, das hätte die Feuerwehr nicht besser gemacht als der Kanzler. Nur wäre es dann nicht in den Zeitungen gestanden, denn bei der Feuerwehr würde das zu den weniger spektakulären Einsätzen gehören.
    Da fährt ein Außenminister nach Ägypten um sich selbst ein Bild zu machen und trifft dort wen? Ach ja, er trifft die österreichische Botschafterin, mit der er händchenhaltend durch die Straßen flaniert. Direkt bewundernswert, wie dieser Gentleman die Dame in diesem gefährlichen Land beschützt. Die Botschafterin nach Wien zu consultieren wäre billiger gewesen.
    Da fährt ein Kanzler regelmäßig zu sogenannten "Rettungsgipfeln" (wie das heroisch klingt,) nach Brüssel, um dann hinterher exakt das zu fordern, was gerade beschlossen wurde!(copyright Unterberger oder Ortner)

    Das sind schon besondere Leuchten, von denen wir uns regieren lassen! Hamma was Besseres verdient?

  6. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Dezember 2011 02:58

    Noch einmal fröne ich dem Hang zu Analogien, bezugnehmend auf einige Aspekte in diesem Kommentar, und hoffe, um Verständnis ersuchend potenzielle Leser nicht durch den Umfang abzuschrecken:

    Aktionismus im Marginalen, Errichten potemkinscher Dörfer; Ausgabenmaximierung ohne Outputkontrolle sind - geschichtlich nachweisbar - die „bewährtesten“ Alibiaktionen bei faktischer Hilf- und Ahnungslosigkeit: Man zerschlägt aggressionsgeladen den Spiegel, aus dem ein immer hässlicheres Gesicht starrt, das bald niemand mehr zu mögen droht - und verhöhnt die Ratingagentur, anstelle deren Warnungen als externe Zusatzmotivation für weitgehend offenbar noch immer unverstandene Sparzwänge zu nutzen.

    Sparen: „Neue Steuern, was sonst?“ So tönt es bald unisono aus den Mündern erstaunlicher Provenienz. Was tut man nicht alles für „Gerechtigkeit“, für die gerade „die Reichen und Besserverdiener ... “ (also demnächst die allseits verachteten Mittelständler) „ ... ihren Beitrag leisten müssen“. Neuerdings gibt es einen herzigen Begriff dazu: „Einnahmenseitige Sparmaßnahmen“ (Heinisch-Hosek) Auf so etwas muss man erst kommen!

    Da stopft man – numerisch nachweisbar - immer mehr Mittel in die „Bildung“, die uns ja „etwas wert sein muss“ - den sie Lukrierenden aber nicht, wie man an der Endlosdebatte um Studiengebühren sieht - , blind dafür, dass bereits jetzt unendlich viele steuergeldfinanzierte Ressourcen ungenutzt brach liegen; aber „was nichts kostet, ist nichts wert“: Als Beispiele: Nicht-Besuch von steuerfinanzierten Förderkursen; Nicht - Erbringung von Hausübungen, Fernbleiben vom Unterricht – weil ja ohnedies „nichts passieren kann“ und ohnedies Aufsteigen mit Nicht genügend ermöglicht wird. Widrigenfalls kann man berufen, ungefährdet verleumden, sich an vorgesetzte Stellen klagend wenden, den Berechtigungs-verwehrenden Lehrer nach Belieben in Schwierigkeiten bringen.

    Medienwirksame, unterrichtszeit-verzehrende Projektionitis hat „eine bessere Presse“ als seriös-unspektakulärer Unterricht. Man relativiert die Pisaergebnisse („ist ja nur abfragbares Wissen...“) – anstelle die Insuffizienz des öffentlichen Bildungswesens zuzugeben. Man lässt neuerdings berechenbares Aufsteigen als Anspruch mit zwei bis drei Nicht genügend zu (und das auf dem Hintergrund zahlreicher flankierender Maßnahmen, wie die lähmenden §5-Prüfungen, diverse Vorwarnsysteme etc) – und schwärmt von den „verbesserten Unterrichtserfolgen“ und geringerem Drop-out-Raten“ durch de-facto-Herabsetzen der Leistungskriterien und tendenzieller Entkoppelung der Berechtigungen von transparentem, einigermaßen gleichzeitig erbrachten Wissen/Können unter der Maxime „Durchfallen auch bei verfehlter Schulwahl abgeschafft“.

    So wird das System durch Entzug interner Motivationen und Bruch allen Vertrauens zu einer gigantischen Steuervernichtungsmaschinerie,

    Die Module: In der Praxis bedeutet das, dass mehrere als anspruchsvoll empfundene Fächer (und nicht nur das eine, mit dem man schon jetzt aufsteigen kann) zunächst einfach weggelassen werden. Das Unterrichtsangebot bleibt von vielen ungenutzt: Die Sanierung wird auf den Nimmerleinstag aufgeschoben; man wartet auf ein Wunder. - Welch bedrückende Parallele zu der Verschuldungs- -Ideologie der Staaten. Am Ende kann der Schüler sogar den Prüfer aussuchen: Es wird sich wohl jemand finden, der „verständnisvoll“, „menschlich“, die Kriterien relativierend, “schülerfreundlich“, „innovativ“ „das Image der Dienststelle beachtend“ agiert „Wem tut das Weh?“ wird es heißen, - wenn damit das aufgetragene Rollenverständnis, auch die Erwartungen von Nachfolgeinstanzen sicherzustellen, pervertiert wird, man sich auf ausgestellte Atteste erst recht nicht verlassen kann, diesen endgültig niemand vertraut. Damit ist das ideologische Ziel erreicht: Weiteres Berechtigungsdumping: Die wahre Selektion beim Zuteilen von Sozialchancen seitens bereitliegender Seilschaften, ideologieverpflichteter Instanzen und immanenten vorauseilende Gehorsamszwänge soll durch verlässliche Leistungsausweise nicht gestört werden. Weitere Inflationierung der Atteste – Gib es diesen Begriff als neuerdings vielbeschworene „alternativenlose Maßnahme zur Entschuldung“ nicht auch in der gegenwärtigen Finanzkrise?

    Und auch hier insgesamt die düstere Parallele: Was gut gemeint begann (durchaus nachvollziehbares Aufsteigen mit einem Nicht genügend bei begründeten Härtefällen) wurde zur vorausberechenbaren Mechanik und ließ alle Dämme brechen. Es auf immer mehr Fächer auszudehnen, potenziert das Prinzip. – So wie der Sozialstaat, der zu Recht dem vom Schicksal Getroffenen unter die Arme greift, zum Wohlfahrtsstaat degeneriert, in dem man „Soziale Bedürftigkeit“ planbar herstellen kann und es sich lohnt, sich des Einbringens von Leistung für das Gemeinwesen bewusst zu entziehen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBeamter, 3 Kinder, ÖVP-Milieu
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Dezember 2011 11:32

    Da ist viel Richtiges geschrieben worden. Ich möchte nur nebenbei - sozusagen bei der Gelegenheit - auf ein weiteres Ärgernis (aus meiner Sicht) hinweisen, auch wenn es nicht ganz zum Thema passen mag (aber doch ein bissel dazugehört):

    Für (gegen) die Beamten hat die ÖVP-gestützte Regierung dieser Tage die Gehaltsanpassungen festgelegt. Mit dabei die mittlerweile scheinbar unvermeidbare "soziale Wärme". Die sieht so aus, dass die "Unterprivilegierten", definiert als Beamte mit einem Bruttoeinkommen bis 3000 Euro, vollen Inflationsausgleich bekommen, die "Besserverdiener" (diese Gfraster, die mehr in ihre Ausbildung investiert haben, als Studenten länger auf ein Erwerbseinkommen verzichtet haben, braver gelernt haben, vielleicht auch einfach nur talentierter sind, und daher mehr als 3000 brutto ins Verdienen bringen) hingegen unterhalb der Inflationsrate aufgewertet werden, also einen Reallohnverlust hinnehmen müssen.

    Soweit so schlecht. Und jetzt denken wir mal ein bissel weiter (als bis zur Nasenspitze von ÖVP und SPÖ), was das heißen kann. Dazu zwei Beispiele:

    "Familie" A: zwei Beamte, Einkommen jeweils 2500 Euro brutto, in Summe also 5000, keine Kinder.

    Familie B: ein Beamter, Einkommen 5000 Euro brutto, ernährt Hausfrau, die sich um drei gemeinsame Kinder kümmert (ja, so etwas gibt es noch immer).

    Der geneigte Leser sieht schon, worauf ich hinaus will. Während das "unterprivilegierte" Paar A die gemeinsamen 5000 Euro voll um die Inflationsrate angehoben bekommt, wird der "Besserverdiener" B, der seine 5000 mit Gattin und drei Kindern teilen muss, sozial warm zurechtgestutzt.

    Als gelernter Zyniker möchte ich anfügen, dass das Paar A das Geld auch besser brauchen kann als B, denn die As müssen ja auch mal außer der Saison (sagen wir im Mai), wenn die Hotelpreise niedriger sind, eine Woche Teneriffa finanzieren, was für B ohnehin nicht in Betracht kommt, weil seine Kinder im Mai die Schule besuchen, er soll in der teuren Hauptreisezeit reisen oder - noch besser - es bleiben lassen.

    Jetzt kann man natürlich sagen, selber schuld, Kinder sind ja kein Schicksal. Sicher. Aber wenn die Kinder dann erwachsen sind, greift der Staat deren Arbeitserträge selbstverständlich ab, um dem Beamtenpaar A auch in der Pension eine angenehme Zeit zu finanzieren, während die Gattin B - sie hat ja nichts "beigetragen" (!?) - leer ausgeht (dem Beamten B hingegen wird als Besserverdiener wahrscheinlich die "hohe" Pension zugunsten der Geringverdiener A gekürzt werden). So funktioniert unser System.

    Den Sozialisten kommt das zupass: Die Gattin B soll gefälligst arbeiten gehen und die Kinder in die Krabbelstube, die Krippe, den Kindergarten, den Hort oder die Ganztagsschule stecken, wo sie von Kindesbeinen an das Denken in Kategorien der "sozialen Wärme" lernen. Aber auch der ÖVP passt das ganz gut, denn "die Wirtschaft" giert nach billigen Arbeitskräften.

    Aber bevor ich zu weit vom (selbst gestellten) Thema abweiche: die Benachteiligung der Familie B bei der Gehaltserhöhung mag nur ein Detail sein, aber es ist symptomatisch. Sie ist Teil einer Politik, die seit 1945 von der ÖVP erheblich mitbestimmt wird (die Jahre 1970 - 1986 fallen da nicht mehr ins Gewicht).

    (Die Benachteiligung findet natürlich auch auf der steuerlichen Ebene statt, wie die P.T. Leserschaft ja ohnehin weiß: das Paar A zahlt für ihr Haushaltseinkommen auch weniger Einkommenssteuer als der Besserverdiener B.)

    Gewiss wenden jetzt einige ein, dass die ÖVP noch das geringere Übel sei, die aber trotzdem stärker in der Kritik der Postergemeinschaft steht. Ja, schon. Aber: von der SPÖ hab ich mir ohnehin nie etwas Sinnvolles erwartet, insofern bin ich von ihr auch nicht enttäuscht.

    Noch ein Nachtrag, der vielleicht Herrn Unterberger oder den einen oder anderen Leser interessieren mag: die Begriffe "Kindertagesstätten", "Krippe" "Krabbelstuben", "Kindergärten" und "Horte" waren bereits in der NS-Zeit gebräuchlich (Literaturnachweis könnte ich nennen), ob sie bereits vor 1933 bekannt waren oder eine originäre NS-Schöpfung sind, kann ich nicht sagen, wäre aber vielleicht einmal interessant zu eruieren. Von wegen, weil die Sozialisten immer so auf der Vergangenheit herumreiten.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBeamter, 3 Kinder, ÖVP-Milieu
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Dezember 2011 11:32

    Da ist viel Richtiges geschrieben worden. Ich möchte nur nebenbei - sozusagen bei der Gelegenheit - auf ein weiteres Ärgernis (aus meiner Sicht) hinweisen, auch wenn es nicht ganz zum Thema passen mag (aber doch ein bissel dazugehört):

    Für (gegen) die Beamten hat die ÖVP-gestützte Regierung dieser Tage die Gehaltsanpassungen festgelegt. Mit dabei die mittlerweile scheinbar unvermeidbare "soziale Wärme". Die sieht so aus, dass die "Unterprivilegierten", definiert als Beamte mit einem Bruttoeinkommen bis 3000 Euro, vollen Inflationsausgleich bekommen, die "Besserverdiener" (diese Gfraster, die mehr in ihre Ausbildung investiert haben, als Studenten länger auf ein Erwerbseinkommen verzichtet haben, braver gelernt haben, vielleicht auch einfach nur talentierter sind, und daher mehr als 3000 brutto ins Verdienen bringen) hingegen unterhalb der Inflationsrate aufgewertet werden, also einen Reallohnverlust hinnehmen müssen.

    Soweit so schlecht. Und jetzt denken wir mal ein bissel weiter (als bis zur Nasenspitze von ÖVP und SPÖ), was das heißen kann. Dazu zwei Beispiele:

    "Familie" A: zwei Beamte, Einkommen jeweils 2500 Euro brutto, in Summe also 5000, keine Kinder.

    Familie B: ein Beamter, Einkommen 5000 Euro brutto, ernährt Hausfrau, die sich um drei gemeinsame Kinder kümmert (ja, so etwas gibt es noch immer).

    Der geneigte Leser sieht schon, worauf ich hinaus will. Während das "unterprivilegierte" Paar A die gemeinsamen 5000 Euro voll um die Inflationsrate angehoben bekommt, wird der "Besserverdiener" B, der seine 5000 mit Gattin und drei Kindern teilen muss, sozial warm zurechtgestutzt.

    Als gelernter Zyniker möchte ich anfügen, dass das Paar A das Geld auch besser brauchen kann als B, denn die As müssen ja auch mal außer der Saison (sagen wir im Mai), wenn die Hotelpreise niedriger sind, eine Woche Teneriffa finanzieren, was für B ohnehin nicht in Betracht kommt, weil seine Kinder im Mai die Schule besuchen, er soll in der teuren Hauptreisezeit reisen oder - noch besser - es bleiben lassen.

    Jetzt kann man natürlich sagen, selber schuld, Kinder sind ja kein Schicksal. Sicher. Aber wenn die Kinder dann erwachsen sind, greift der Staat deren Arbeitserträge selbstverständlich ab, um dem Beamtenpaar A auch in der Pension eine angenehme Zeit zu finanzieren, während die Gattin B - sie hat ja nichts "beigetragen" (!?) - leer ausgeht (dem Beamten B hingegen wird als Besserverdiener wahrscheinlich die "hohe" Pension zugunsten der Geringverdiener A gekürzt werden). So funktioniert unser System.

    Den Sozialisten kommt das zupass: Die Gattin B soll gefälligst arbeiten gehen und die Kinder in die Krabbelstube, die Krippe, den Kindergarten, den Hort oder die Ganztagsschule stecken, wo sie von Kindesbeinen an das Denken in Kategorien der "sozialen Wärme" lernen. Aber auch der ÖVP passt das ganz gut, denn "die Wirtschaft" giert nach billigen Arbeitskräften.

    Aber bevor ich zu weit vom (selbst gestellten) Thema abweiche: die Benachteiligung der Familie B bei der Gehaltserhöhung mag nur ein Detail sein, aber es ist symptomatisch. Sie ist Teil einer Politik, die seit 1945 von der ÖVP erheblich mitbestimmt wird (die Jahre 1970 - 1986 fallen da nicht mehr ins Gewicht).

    (Die Benachteiligung findet natürlich auch auf der steuerlichen Ebene statt, wie die P.T. Leserschaft ja ohnehin weiß: das Paar A zahlt für ihr Haushaltseinkommen auch weniger Einkommenssteuer als der Besserverdiener B.)

    Gewiss wenden jetzt einige ein, dass die ÖVP noch das geringere Übel sei, die aber trotzdem stärker in der Kritik der Postergemeinschaft steht. Ja, schon. Aber: von der SPÖ hab ich mir ohnehin nie etwas Sinnvolles erwartet, insofern bin ich von ihr auch nicht enttäuscht.

    Noch ein Nachtrag, der vielleicht Herrn Unterberger oder den einen oder anderen Leser interessieren mag: die Begriffe "Kindertagesstätten", "Krippe" "Krabbelstuben", "Kindergärten" und "Horte" waren bereits in der NS-Zeit gebräuchlich (Literaturnachweis könnte ich nennen), ob sie bereits vor 1933 bekannt waren oder eine originäre NS-Schöpfung sind, kann ich nicht sagen, wäre aber vielleicht einmal interessant zu eruieren. Von wegen, weil die Sozialisten immer so auf der Vergangenheit herumreiten.


alle Kommentare

  1. Onr (kein Partner)
    23. Januar 2015 20:59

    Holy Toelod, so glad I clicked on this site first!

  2. Basma (kein Partner)
    21. Januar 2015 17:10

    Great article but it didn't have evteirhyng-I didn't find the kitchen sink!

  3. MoStafa (kein Partner)
    20. Januar 2015 19:25

    Unibaeevlble how well-written and informative this was.

  4. Bergbauer (kein Partner)
    10. Dezember 2011 14:41

    Ich sehe das anders als AU.

    Eigentlich gibt es in Österreich nur zwei Parteien: Jene, die nibelungentreu für die EU sind und jene, die ihr kritisch gegenüberstehen.

    Unterschiede innerhalb der Globalisten (SPÖVP) zu thematisieren, ist zwar unterhaltsam, führt aber zu wenig. Wenns Spitz auf Kopf steht, sind diese Parteien nicht voneinander zu unterscheiden. Anders ausgerückt, in allen wichtigen Politikbereichen trennt sie kaum etwas. In vielen Nebensächlichkeiten sind sie sehrwohl anderer Meinung.

    Die Kunst der Presse (auch AU muss sich diesen Stiefel anziehen) ist es, die Unterschiede in Nebenkriegsschaupläzen von SPÖ und ÖVP in wiederholten Schreib- und Sprechakten performativ zu erzeugen.

    Beispiel: die Unterschiede, die in den Beschulungswünschen bestehen, großzuschreiben. Ihnen einen Wichtigkeitsakzent zu verleihen.

    Dass beide Parteien dafür sind, aufgrund gezielter Einwanderungsschwemmen eine Wiener Volsschulklasse ausehen zu lassen, als wären die Schüler alle frisch aus Kabul eingeflogen, ist ja ein Tabuthema. (Und mich stört nicht deren Hautfarbe sondern ihre inkorporierte archaische Kultur)

    Bevor ich nun allzusehr vom Thema abkomme:

    Eine Frage an die Leser:
    Was meint AU mit dieser "Schuldenbremse"? Was ist der Inhalt dieses aus dem Nichts gekommenen Wortes, das mich doch sehr an das Konstrukt "Rettungsschirm" erinnert?

    Genau genommen, dürfte die Regierung nach deren Einführung ja KEINE Schulden mehr machen. Aber das widerspricht doch ihren bisherigen Gepflogenheiten - nämlich Milliarden für die Bevölkungsaustausch und EU auszugeben. Viele viele Milliarden.

    Und diese Milliarden Schulden liefern uns dann noch mehr an die internationalen Eliten aus. Jene schlagen drei Fliegen mit einer Klappe: Der Nationalstaat ist balkanisiert, latenter Bürgerkrieg droht (Resultat der Biopolitik). Die Mittelschicht, als Rumpf einer funktionierenden Gesellschaft ist ausgeplündert und kann ihre postiv stabilisiernde Funktion nicht mehr wahrnehmen. Die Schuldenbewirtschaftung beseitigt die Eigenständigkeit des Staates.

    Ergo, sie ginge sich gar nicht aus, diese Schuldenbremse. Sie ist ein Widerspruch in sich, zumindest in der Denkart der Globalisten in allen Parteien Oder seh ich das falsch?

    PS.: Feinspitze können das Wort "Globalist" auch durch "Sozialist" ersetzen.

    PPS.: Früher dachte ich, wenn ein Volk mit seinen Politkern nicht mehr zufrieden ist, kann es diese austauschen. Heute weiß ich, wenn Politker mit ihrem Volk nicht mehr zufrieden sind, werden dieses ausgetauscht.

    • Pumuckl
      10. Dezember 2011 22:47

      @ Bergbauer 10. 12. 2011 14:41

      Ich begrüße Sie in diesem Blog als ( hoffentlich ) glaubhaften Gesinnungsgenossen!
      Hatte schon mehrmals überlegt, unter einem weiteren Nike-Name Bergbauernpositionen zu vertreten.
      Ich hoffe daß Sie das überzeugend tun! Wenn ja, werden Sie in mir einen leidenschaftlichen Unterstützer finden!

  5. kaffka (kein Partner)
    09. Dezember 2011 15:03

    kaffka
    09. Dezember 2011 14:55

    Ergänzung:...in Konkurs gehen und aufgelöst werden

  6. kaffka (kein Partner)
    09. Dezember 2011 14:55

    Eine Ratingagentur droht dem Land (wie vielen anderen) mit einer Herabsetzung seiner Kreditwürdigkeit.

    Die Kreditwürdigkeit eines Landes ist ein (berechenbarer) Zustand.
    ER hängt grundsätzlich niemals davon ab, was ein Klugscheisser befindet!

    Die Kreditwürdigkeit kann durch Klugscheissen nicht verändert werden. (Beispiel: Lehman war an dem bestimmten Tag Bankrott und musste unabhängig davon dass die drei Oberklugscheisser noch am Tag davor AAA geschrieen haben! Was soviel heissen sollte, dass Lehmann unbezweifelbar allerhöchst "KREDITWÜRDIG war!)
    Was sollte innerhalb dieser 24 Stunden geschehen sein, dass Lehman plötzlich bankrott geworden ist?

    ANTWORT: NICHTS denn es war schon vorher bankrott, die drei OBER-Klugscheisser haben es nur nicht gewusst, oder absichtlich verschwiegen!

    Dass einzig unverständliche ist NUR, dass die Anal-isten , (Nix) Perten und die gläubigen Fans der Rattenagenturen diesen aus unerfindlichen Gründen glaubten /ein wahrer Spruch heisst /trotz der bösartigen Verwendung in anderen Fragen: GLAUBEN heisst NIX-WISSEN!

    • Undine
      09. Dezember 2011 18:15

      @kaffka

      "ANTWORT: NICHTS denn es war schon vorher bankrott, die drei OBER-Klugscheisser haben es nur nicht gewusst, oder absichtlich verschwiegen!"

      Ich erinnere mich noch SEHR gut daran, gelesen zu haben, daß die "LEHMAN-Brüder" für Barack OBAMA ---es waren ja die letzten Wahlkampftage in den USA---eine riesige Summe Wahlspende springen hatten lassen. Der Gegenkandidat hat sicherlich auch eine nicht zu knapp bemessene Wahlspende zugeschoben bekommen von den Brüdern; man will sich ja nach allen Seiten ABSICHERN!

      Zu diesem Zeitpunkt wußten die Lehman-Brüder 100%ig um den bevorstehenden Bankrott! Umso wichtiger ist es, sich den künftigen Präsidenten gewogen zu halten.

  7. jump (kein Partner)
    08. Dezember 2011 17:35

    "Für Claudia Schmied: Das ist Latein III" Bitte, Herr Unterberger: Wenn`s geht, noch eine Spur präpotenter!

    • Sternderlfetischist (kein Partner)
      08. Dezember 2011 18:21

      Ach, das ist doch das Blog mit den besten Umgangsformen weltweit.
      und ausserdem ist doch Unterberger so ein toller sachlicher elder Statesman.

  8. LeoXIII (kein Partner)
    08. Dezember 2011 14:18

    Zum Zustand der ÖVP bzw ihres Apparats - bis in die mittlere und untere Funktionärsebene - fällt mir nur ein: Die Saat geht auf !
    Als staatstragende, früher heimat- und volksverbundene Partei hat man jahrzehntelang mediale Gehirnwäsche geduldet. Man hat einäugigen, linkslinken Pseudowissenschaftern a la DÖW eine sakrosankte Deutungshoheit nicht nur über alles Vergangene überlassen, sondern noch viel mehr über das gegenwärtig zu Denkende. Derart abgesegnete politisch correcte Halbwahrheiten, Ausblenden, Verschweigen kennzeichnen und beherrschen flächendeckend alle Lehrbücher, jeglichen universitären Lehrbetrieb bis hin zur gleichgeschalteten Informationsversorgung des ORF. Alles der PC Widerstreitende wird konsequent ausgeblendet, unterdrückt (seien es Wissenschafter oder Literatur) oder, wenn doch an wahrnehmbare Oberfläche gelangt, lächerlich gemacht und diffamiert.
    Was kann man sich von einer jahrzehntelang derart indoktrinierten Partei und ihrer Funtionärsschicht erwarten, die Ihre Information aus Presse, Standard, News und ZiB2 bezieht, all dies für bare Münze nimmt und sich - mangels eigener Linie - nur noch aalglatt im Zeitgeist dahinspülen läßt. Von der elitären Oberjägerschaft ihres Hauptfinanciers und dessen Qualitätsblättern ganz zu schweigen.

    • byrig
      09. Dezember 2011 22:56

      die 3 sternderln muss ich ihnen auch verbal geben!nicht ganz vollständige,aber prägnante zustandsbeschreibung der övp,einer partei,die sich überall im rückzug befindet.leider.

  9. Beamter, 3 Kinder, ÖVP-Milieu (kein Partner)
    08. Dezember 2011 11:32

    Da ist viel Richtiges geschrieben worden. Ich möchte nur nebenbei - sozusagen bei der Gelegenheit - auf ein weiteres Ärgernis (aus meiner Sicht) hinweisen, auch wenn es nicht ganz zum Thema passen mag (aber doch ein bissel dazugehört):

    Für (gegen) die Beamten hat die ÖVP-gestützte Regierung dieser Tage die Gehaltsanpassungen festgelegt. Mit dabei die mittlerweile scheinbar unvermeidbare "soziale Wärme". Die sieht so aus, dass die "Unterprivilegierten", definiert als Beamte mit einem Bruttoeinkommen bis 3000 Euro, vollen Inflationsausgleich bekommen, die "Besserverdiener" (diese Gfraster, die mehr in ihre Ausbildung investiert haben, als Studenten länger auf ein Erwerbseinkommen verzichtet haben, braver gelernt haben, vielleicht auch einfach nur talentierter sind, und daher mehr als 3000 brutto ins Verdienen bringen) hingegen unterhalb der Inflationsrate aufgewertet werden, also einen Reallohnverlust hinnehmen müssen.

    Soweit so schlecht. Und jetzt denken wir mal ein bissel weiter (als bis zur Nasenspitze von ÖVP und SPÖ), was das heißen kann. Dazu zwei Beispiele:

    "Familie" A: zwei Beamte, Einkommen jeweils 2500 Euro brutto, in Summe also 5000, keine Kinder.

    Familie B: ein Beamter, Einkommen 5000 Euro brutto, ernährt Hausfrau, die sich um drei gemeinsame Kinder kümmert (ja, so etwas gibt es noch immer).

    Der geneigte Leser sieht schon, worauf ich hinaus will. Während das "unterprivilegierte" Paar A die gemeinsamen 5000 Euro voll um die Inflationsrate angehoben bekommt, wird der "Besserverdiener" B, der seine 5000 mit Gattin und drei Kindern teilen muss, sozial warm zurechtgestutzt.

    Als gelernter Zyniker möchte ich anfügen, dass das Paar A das Geld auch besser brauchen kann als B, denn die As müssen ja auch mal außer der Saison (sagen wir im Mai), wenn die Hotelpreise niedriger sind, eine Woche Teneriffa finanzieren, was für B ohnehin nicht in Betracht kommt, weil seine Kinder im Mai die Schule besuchen, er soll in der teuren Hauptreisezeit reisen oder - noch besser - es bleiben lassen.

    Jetzt kann man natürlich sagen, selber schuld, Kinder sind ja kein Schicksal. Sicher. Aber wenn die Kinder dann erwachsen sind, greift der Staat deren Arbeitserträge selbstverständlich ab, um dem Beamtenpaar A auch in der Pension eine angenehme Zeit zu finanzieren, während die Gattin B - sie hat ja nichts "beigetragen" (!?) - leer ausgeht (dem Beamten B hingegen wird als Besserverdiener wahrscheinlich die "hohe" Pension zugunsten der Geringverdiener A gekürzt werden). So funktioniert unser System.

    Den Sozialisten kommt das zupass: Die Gattin B soll gefälligst arbeiten gehen und die Kinder in die Krabbelstube, die Krippe, den Kindergarten, den Hort oder die Ganztagsschule stecken, wo sie von Kindesbeinen an das Denken in Kategorien der "sozialen Wärme" lernen. Aber auch der ÖVP passt das ganz gut, denn "die Wirtschaft" giert nach billigen Arbeitskräften.

    Aber bevor ich zu weit vom (selbst gestellten) Thema abweiche: die Benachteiligung der Familie B bei der Gehaltserhöhung mag nur ein Detail sein, aber es ist symptomatisch. Sie ist Teil einer Politik, die seit 1945 von der ÖVP erheblich mitbestimmt wird (die Jahre 1970 - 1986 fallen da nicht mehr ins Gewicht).

    (Die Benachteiligung findet natürlich auch auf der steuerlichen Ebene statt, wie die P.T. Leserschaft ja ohnehin weiß: das Paar A zahlt für ihr Haushaltseinkommen auch weniger Einkommenssteuer als der Besserverdiener B.)

    Gewiss wenden jetzt einige ein, dass die ÖVP noch das geringere Übel sei, die aber trotzdem stärker in der Kritik der Postergemeinschaft steht. Ja, schon. Aber: von der SPÖ hab ich mir ohnehin nie etwas Sinnvolles erwartet, insofern bin ich von ihr auch nicht enttäuscht.

    Noch ein Nachtrag, der vielleicht Herrn Unterberger oder den einen oder anderen Leser interessieren mag: die Begriffe "Kindertagesstätten", "Krippe" "Krabbelstuben", "Kindergärten" und "Horte" waren bereits in der NS-Zeit gebräuchlich (Literaturnachweis könnte ich nennen), ob sie bereits vor 1933 bekannt waren oder eine originäre NS-Schöpfung sind, kann ich nicht sagen, wäre aber vielleicht einmal interessant zu eruieren. Von wegen, weil die Sozialisten immer so auf der Vergangenheit herumreiten.

    • phaidros
      08. Dezember 2011 11:45

      Darf ich gleich in diese Kerbe hinterherschlagen:

      Zum Beispiel:

      Teilzeit, 20h, 1400 bto.
      oder 40h, 2800 bto.
      Selbständig, 60h, sagen wir 4200 bto. bleiben als Gewinn übrig.

      Klipp und klar 3x dasselbe.

      Jetzt bitte bei den Berechnungsprogrammen des BMF (https://www.bmf.gv.at/steuern/berechnungsprogramme/ ) auf Brutto/Netto-Rechner klicken und die Besteuerung ausrechnen lassen.

      Ganz klar: dem asozialen Ausbeuterschwein, das sich womöglich sich noch Sklaven hält und auch noch gut dabei vorkommt, gehören natürlich die Haare am meisten geschnitten!

      BG phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Der durchschnittliche Verdienst Selbständiger liegt übrigens weit unter 4200 brutto - der Arbeitsaufwand aber oftmals nicht weit unter 60 Wochenstunden. Manchmal natürlich auch darüber.

    • simplicissimus
      08. Dezember 2011 12:24

      sehr gutes beispiel. ich trete schon lange dafür ein, dass dinkies (double income no kids) deutlich mehr an einkommenssteuer zahlen als familien. mit jedem kind mehr soll deutlich weniger einkommenssteuern bezahlt werden. ascharf angewendet kann eine solche regelung viel zur verbesserung unseres demographischen problems beitragen.

    • phaidros
      08. Dezember 2011 12:28

      Dinkies zahlen deutlich mehr an Einkommenssteuern, denn sie erhalten keine Familienbeihilfen und haben auch keine Alleinverdiener-/Alleinerhalterabsetzbeträge. Die Rechnung darf man ja erst nach allen Transfers aufmachen.

    • Angestellter, 3 Kinder (kein Partner)
      08. Dezember 2011 12:35

      In einer vernünftigen Welt, hätte der öffentliche Dienst eine Nulllohnrunde spendiert bekommen.
      Dann hätten Sie jetzt dieses Problem gar nicht.

    • Undine
      08. Dezember 2011 14:49

      @Beamter, 3 Kinder......

      *****!

      ".... die Begriffe "Kindertagesstätten", "Krippe" "Krabbelstuben", "Kindergärten" und "Horte" waren bereits in der NS-Zeit gebräuchlich ...."

      Da kann ich noch ein Schäuferl nachlegen: Mein großer Bruder (Jg. 1926) ging von 1939 bis 1944 (ab da bei der Wehrmacht) auf eine "AHS" im Allgäu. Einer seiner Mitschüler war Hardy Krüger. Mein Erstaunen war groß, als vor Jahren in Ö die Bezeichnung AHS plötzlich auftauchte.

    • Beamter (kein Partner)
      08. Dezember 2011 16:02

      @Angestellter, 3 Kinder:

      1. Warum?

      2. In welcher Branche arbeiten Sie?

    • Kapuzerer (kein Partner)
      08. Dezember 2011 21:13

      @ Beamter, 3 Kinder, ÖVP-Milieu
      Sie haben das Problem ganz richtig dargestellt. Ich möchte nun noch etwas hinzufügen. Tag für Tag, jahraus jahrein hört man das Gejammere wie benachteiligt doch die Frauen sind.
      So habe ich also den Pensionskalkulator gestartet, 540 Beitragsmonate, eine Bemessungsgrundlage von 2500,-- und als Geschlecht männlich eingegeben.
      Ergebnis: Brutto Pension 2000,--, netto 1552,--!
      Dasselbe nochmals, jetzt aber Geschlecht weiblich:
      Ergebnis: Brutto Pension 2227,--, netto 1678,--! Differenz netto: 126,--!
      Freilich, wenn die Frauen 5 Jahre früher als die Männer in Pension gehen kann schon sein dass sie etwas geringer ausfällt als bei Männern! Daraus eine Ungleichbehandlung abzuleiten ist zumindest unverfroren!

      An jene die es noch immer nicht wissen:
      Der Alleinverdienerabsetzbetrag wurde weitgehend abgeschafft! Dank Heinisch-Hosek und ÖVP-Finanzminister Pröll! Dass dieser und mit ihm die gesamte ÖVP das durchgewunken hat zeigt dass die ÖVP gesellschaftspolitisch genauso links ist wie die Linken allesamt!

      @ Undine: Auch Sie haben völlig recht! Die Roten sind sehr empfindlich, ja sie reagieren geradezu hysterisch, wenn heutzutage irgendein Begriff verwendet wird der auch in der Nazi-Zeit gebräuchlich war. Die meisten davon gabs schon da gabs noch längst keine Nazis. Aber für manche beginnt die Zeitrechnung offenbar erst mit der Nazizeit.
      Nun ein Beispiel: Unsere strammen Linken sehen es gerne und fordern auch mehr oder weniger lautstark auf doch endlich aus "dieser" Kirche auszutreten. Sie übersehen dabei aber gefließentlich dass auch die Nazis dasselbe taten! Das ist wirklich sehr verwunderlich wo sie doch sonst immer gleich Parallelen zur Nazipolitik sehen! Da sind sie plötzlich blind und taub!

    • phaidros
      08. Dezember 2011 21:37

      Kleine Korrektur zur Korrektur, die zwar richtig ist, aber zur hier aufgestellten Forderung »Dinkies sollen mehr Steuer zahlen« keinen Bezug hat:

      »Dieser Alleinverdienerabsetzbetrag betrug € 364,- pro Jahr, wenn kein Kind vorhanden war, und stieg dann bis zu € 889,- bei drei Kindern plus € 220,- für jedes weitere Kind an.
      Im Zuge der Steuerreform für das Budget 2011 einigte sich die Regierung darauf, denn Alleinverdienerabsetzbetrag für den Fall, dass keine Kinder – also nur der Partner mit geringem Einkommen – vorhanden sind, ersatzlos zu streichen.«
      (http://www.finanz-journal.at/alleinverdienerabsetzbetrag-fuer-kinderlose-streichung-ab-2011/ )

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Undine
      08. Dezember 2011 23:45

      @Kapuzerer

      Wie recht Sie haben! Aber als vor Jahren die Bezeichnung AHS aufkam, hat mich das schon sehr gewundert, denn die Linken wissen eh immer so haargenau Bescheid, in diesem Fall aber wußten sie anscheinend nicht, wofür die drei Buchstaben in der NS-Zeit standen.

    • Reinhard (kein Partner)
      09. Dezember 2011 05:57

      Undine, die Linken müssen es gar nicht wissen. Für sie gilt immer und überall die Unschuldsgewissheit. Da können sie schon mal Naziparolen in das Parlament brüllen oder politische Aktionen setzen, die eine echte Wiederbetätigung im Sinne der Vorbereitung einer demokratiefeindlichen Diktatur darstellen - da es bei ihnen aus der Position selbstgefühlter moralischer Überlegenheit (noch eine Parallele zu den Nazis) erfolgt, ist es immer gut und richtig.
      Geschichtlich betrachtet endeten die Bestrebungen der Linken immer in Diktatur und Massenmord, in Blut und Tränen, aber eines hatten und haben sie bis heute gemeinsam: Sie meinen es immer nur gut!

      Phaidros, danke für das gestrige Beispiel! Ich kann das nur bestätigen; Selbstständigkeit "lohnt" sich nur, wenn man bereit ist, sich weit über das Maß eines Angestellten hinaus zu engagieren. Und selbst dann führen saisonale Auftragsschwankungen dazu, dass man am Jahresende abrechnend feststellen muss, eigentlich keinen Cent mehr verdient zu haben als ein Angestellter, der täglich nach 8 Stunden das Büro verlässt, jedes Wochenende frei hat und sozial abgesichtert durch's Leben geht.
      Noch schlimmer wird es, wenn man Menschen begegnet, die keiner Arbeit nachgehen, sich mit gelegentlicher körperlicher Anwesenheit durch diverse Alibischulungen schnarchen, auf jedem Amt ein bisschen jammern gehen und in Summe ihrer staatlichen Alimente mehr Geld im Börserl haben als der Angestellte mit 40 oder der Selbstständige mit 60 Stunden Wocheneinsatz.
      Da wird einem dann schon leicht übel, wenn Beamte zum jammern anfangen. Nichts für ungut, aber jeder Beamte soll nach seiner Leistung bezahlt werden und nicht nach seiner Ausbildungsstufe und seinem Anspruch nach Dienstjahren! Denn wenn das Beamtentum wirklich so unterbezahlt und grauslich hart wäre, wie es von jenen gern herbeigejammert wird, gäbe es nicht solche Drängelei und Freunderlwirtschaft bei der Vergabe pragmatisierter Posten. Denn hier unten an der Basis sieht man es am praktischen Beispiel: der Gemeindearbeiter, der seit 20 Jahren morgens (nur bei Schönwetter) mit dem Stecken die Papierl am Hauptplatz aufspießt, ist der Einzige, der weit mehr Geld in der Kassa hat als die vorher genannten Daueralimentierten, Angestellten oder kleinen Selbstständigen.
      Und wenn man sich einmal die Statistik der "Armutsgefährdeten" anschaut, dann finden sich dort Arbeitslose, Arbeiter, kleine Angestellte und mit etwa 25% sogar sehr viele Selbstständige. Aber keine Beamten.

      Herr, nimm es den Jammerern und gib es den Prahlern.

    • phaidros
      09. Dezember 2011 07:17

      ..dann führen saisonale Auftragsschwankungen dazu, dass man am Jahresende abrechnend feststellen muss, eigentlich keinen Cent mehr verdient zu haben als ein Angestellter, der täglich nach 8 Stunden das Büro verlässt, jedes Wochenende frei hat und sozial abgesichtert durch's Leben geht.

      Wobei ich mich nicht beklage (und ich weiß, Du auch nicht, lieber Reinhard. Nicht einmal »der warme Rock des Beamten« (der in der vielbemoserten Form so sicher schon seit langem gar nicht mehr existiert) ist mir ein Dorn im Auge. Grund für Beides: das weiß jeder vorher!

      Was mich nervt: wenn jemand einen Lebensplan wählt und dann jammert, dass es ihm just mit dem ach so schlecht ginge. Ja, hätt'st halt was Anderes gemacht aus Deinem Leben!

      Die »Absicherung« ist übrigens in meinen Augen teilweise eine Illusion: als Selbständiger kann ich reagieren, erweitern, zurückfahren, mich verändern. Wenn's sein muss, fahre ich mit meinem PKW Pizzas aus. Als Angestellter kann ich nur warten, ob ich einen blauen Brief im Postkastl habe. Jeweils knapp vor Eintreten neuer Schutzbestimmungen (wg. Alter oder Dienstalter) besonders brisant. Das gilt auch vor höhere Etagen: nach Pleiten (Konsum) oder Mergern wackeln alle Stühle.

      Grundsätzlich stimme ich also ein in Dein Stoßgebet: Herr, nimm es den Jammerern und gib es den Prahlern!

    • Kapuzerer (kein Partner)
      09. Dezember 2011 08:07

      @ Reinhard

      Beamte sollen nach ihrer Leistung bezahlt werden. Gut und schön!
      Durch wen und wie soll diese Leistung beurteilt werden? In Gemeinden durch den Bürgermeister etwa? Durch die Stadträte? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass überall dort wo Funktionäre (Bürgermeister, Abgeordnete, Obmänner etc.) Chef sind, sie verzeihen das unschickliche Wort, Arschkriechen als Leistung bewertet wird! Die Leute, die viel Lärm um das Wenige das sie tun machen, werden befördert, bekommen Zulagen! Die anderen, die grauen Mäuse und emsigen Bienen gehen leer aus. Auch und gerade die Betriebsräte arbeiten in diese Richtung. Auch die fördern jene die ihnen hineinkriechen.
      Und gleich noch was: Wenn man sich so freut dass in der Steiermark für Gemeinde- und Landesbeamte bzw. -bedienstete Nulllohnrunde angesagt ist, so sage ich nur, man lasse sich nicht täuschen. Lohnerhöhung für alle gibts nicht, aber die Gefahr dass die oben genannten Kriecher mit einer außerordentlichen Beförderung schadlos gehalten werden, ist groß!
      Wie soll das abgestellt werden? Ich weiß es nicht! Man kann nicht alles per Gesetz regeln.
      Anständigkeit, Ehrlichkeit, Fleiß, Gewissenhaftigkeit und wie sie alle heißen mögen die positiven Tugenden, sind nicht durch Gesetze und Vorschriften zu ersetzen oder zu erzwingen. Moral ist gefragt und da es daran sehr mangelt ist´s halt so wie es ist!

    • Undine
      09. Dezember 2011 11:05

      @Reinhard

      "selbstgefühlte moralische Überlegenheit"; eine hervorragende Charakterisierung der Linken ist Ihnen da gelungen!!!

      "Sie meinen es immer nur gut"; wirklich erstaunlich, daß die Linken damit immer noch davonkommen, selbst wenn sie das ihnen (leider!) anvertraute Volk in den Abgrund führen.

    • Reinhard (kein Partner)
      09. Dezember 2011 20:34

      Phaidros, Du schreibst:
      "Was mich nervt: wenn jemand einen Lebensplan wählt und dann jammert, dass es ihm just mit dem ach so schlecht ginge."
      Das möchte ich gerne unterschreiben. Meine Erfahrung ist auch, dass jene, die es noch am Besten getroffen haben auch am lautesten jammern. Während jene, die um ihre Existenz kämpfen müssen, auch noch beneidet werden.

      Jede Berufsform hat ihre Berechtigung (Ich hatte die Chance, in einem Beamtensystem zu arbeiten, und habe sie ausgeschlagen, da initiative und leistungsorientierte Menschen in diesem System massiv benachteiligt und in ein unpassendes Handlungskorsett gepresst werden). Ich beneide auch Beamte nicht, aber ich weiß, wie das System im Inneren funktioniert. Undankbarkeit, Präpotenz, Zickenkrieg an allen Fronten, im Gegenzug Sicherheit und garantierte Karriere. Jeder zahlt das, was er zu zahlen bereit ist.
      Ich bedaure auch meine Selbstständigkeit nicht, weise aber gerne jene zurück, die glauben, für Wirtschaftstreibende würde es Manna vom Himmel regnen. Man gestaltet sich sein Leben selbst, ist frei und unabhängig und akzeptiert dafür auch die Freiheit, auf die Schnauze zu fliegen.

      Was ich mit der Absicherung meine: Wird ein Angestellter entlassen, bekommt er erst die Arbeitslose, dann, wenn länger unvermittelbar, dreht es ihn durch die Schulungsmühle und endlich, wenn gar nichts mehr hilft, packt ihn mitten im sechsten Bewerbungstraining das Burn-out und er wird in die Frühpension geschickt. Ich könnte Dir genug Beispiele aus eigener Erfahrung nennen.
      Der Selbstständige bekommt... richtig, gar nichts (weshalb er, zumindest ich, auch einen Plan B und idealerweise einen Plan C im Hinterkopf besitzt...). Er muss tun, kümmern, leisten, anstatt sich zurückzulehnen und zu sagen "Wenn das AMS will, dass ich arbeite, sollen sie mir einen guten Job anbieten!" (Der Spruch ist nicht erfunden.)

      Kapuzerer, damit komme ich zu Ihnen. Auch in der Privatwirtschaft ist Leistung nur ein Punkt der Bewertung. Wenn Sie gut arbeiten, aber offen gegen Ihren Chef opponieren, dann wird Ihre Karriere kurz sein. Im Gegensatz zum Beamten, der dann eben vll. gehaltsmäßig etwas schlechter gestellt wird als seine Kollegen, findet sich der Privatangestellte am AMS wieder und muss damit rechnen, im näheren Umkreis wundersamerweise in keiner Firma einen Job zu bekommen.
      Man kann es Arschkriecherei nennen, wenn man zur Oma, die immer den Hunderter ins Sparschwein stopft im Gegenzug besonders nett sein muss, aber bitte, so ist das Leben.

      Deshalb sollte Leistungsbewertung auch nach der Menge der zu erledigenden Arbeit erfolgen (ein Standesbeamter in einer 20.000-Seelen-Stadt hat mehr zu tun als jener im 1.000-Seelen-Dorf), was ja auch bereits ganz gut funktioniert, und dann auch nach der Qualität dieser Arbeit. Dass diese, wie in jeder anderen Firma auch, vom Chef erfolgt und man zu diesem deswegen vielleicht nett sein sollte, auch wenn man ihn für einen Zipfiklatscher hält oder er eine andere Partei vertritt als der Beamte selbst (dem es übrigens nicht zusteht, anderes als neutral zu sein), halte ich nicht für das Problem.

      Das Problem ist (wie in der Privatwirtschaft auch), dass grundsätzlich jeder, der mehr Erfolg hat als seine Kollegen, als Arschkriecher verschrien wird. Wenn er für seine Firma oder sein Amt bei Bedarf eine Stunde länger bleibt, am Wochenende aktiv ist, sich weiterbildet, dann wird er nicht als fleißig und vorbildlich bewundert, sondern von seinen Kollegen als Streber, Chefkriecher und Speichellecker verschrien. Und das in Beamtenkreisen noch mehr als in der Privatwirtschaft, denn dort, werter Kapuzerer, schmeißt der Chef die ewigen Unruhestifter, die die Motivation der Mitarbeiter beständig drücken und die Firmenleistung sabotieren, einfach raus. Was man mit Beamten (leider) nicht tun kann, deswegen blüht in diesen System auch das Unwesen des Mobbings und des Zickenkrieges ganz besonders.
      Ein Grund, warum ich lieber Selbstständiger bin. Die Privatwirtschaft ist härter und fordernder als das Beamtensystem, aber sie ist auch ehrlicher. Meine Erfahrung im Beamtensystem ist die, dass es nicht die Chefs sind, die einem das Leben zur Hölle machen, sondern die eigenen Kollegen, vor Allem jene, die außer Neid und Missgunst zu keiner Leistung fähig oder willens sind.
      Leider züchtet unsere Gesellschaft überall genau jene Typen hoch. Man muss die Fleißigen nur diffamieren und dann seine Forderungen herausschreien, dann finden sich sofort irgendwelche Gewerkschafter, Vereine oder Wichtigtuer, die einem den Weg pflastern.
      Vom realen Wirtschaftsleben hat diese Parallelgesellschaft aber keinen Dunst.

    • byrig
      09. Dezember 2011 23:07

      beamter,was wollen sie also?sie stellen keine konkreten forderungen!
      im übrigen,ein bischen was dürfen die kinder schon auch kosten,da sie nicht nur ideelle werte darstellen,sondern auch später ganz direkt "vorteile" bringen können.
      viel sozialer und kinderfreundlicher als hierzulande gehts wohl kaum mehr.das beamtenehepaar a geniesst jetzt den superurlaub in der nichtschulzeit.später,alt,sitzt es alleine da und bedauert die kinderlosigkeit.
      ausserdem kenne ich etliche familien(meist ausländischer herkunft),die sehr kinderreich sind,einer arbeitet,alles andere zahlt die gemeinschaft,soviel,das sich arbeiten gar nicht mehr auszahlt.
      nochmals:was wollen sie anderes haben,bzw. was fordern sie?
      übrigens:ich habe 2 kinder.

    • Pumuckl
      10. Dezember 2011 22:53

      Kapuzerer 08. 12. 21:13

      *****

  10. Neppomuck (kein Partner)
    08. Dezember 2011 10:23

    In der Psychoanalyse nennt man dies "Ersatzhandlung", der Volksmund sagt "wixen" dazu.

    Aber was sonst kann man schon von Wixern erwarten?

    • Segestes (kein Partner)
      08. Dezember 2011 10:57

      Es heißt auch, wixen mache dumm.
      Ich behaupte, die waren es vorher schon.

  11. Amtsbekannt
    08. Dezember 2011 08:47

    Gibt es die Sterne-Bewertung nicht mehr, oder habe nur ich seit einer Woche diese eigenartigen 6 Punkte, wobei wahrscheinlich 2 Punkte 1 Stern ergeben soll?

    • Sternderlfetischist (kein Partner)
      08. Dezember 2011 09:03

      Ich will auch ein Sternderl haben!

    • Till
      08. Dezember 2011 09:15

      Gibt es hier auch eine Möglichkeit, den "Sternderln" Namen zu geben?

    • terbuan
      08. Dezember 2011 10:43

      Amtsbekannt
      Das muß an den Einstellungen des Microsoft Internet Explorers liegen.
      Ich hatte dieses Problem auch und verwende jetzt einen anderen Internet Browser!

    • Segestes (kein Partner)
      08. Dezember 2011 10:59

      @Till: Da müsste man Nik P. und DJ Ötzi fragen.

    • Paige
      08. Dezember 2011 14:45

      Und ich surfe über Handynetz - ich habe hier ein Funkloch (was sicher gesund ist) - nur Drei 3G kriege ich rein (phasenweise)... und die bauen aus, wodurch ich immer wieder Unterbrechungen und Verzögerungen hinzunehmen habe. Aber wer so wie ich seit 95 im Internet ist, kann viel ertragen... analoges Modem mit 28000 bps - um von Mosaik (WinCIM) auf Netscape aufzurüsten, habe ich mind. 6 Stunden gebraucht (8 MB). Langen Rede kurzer Sinn, wenn meine Verbindung mal wieder angezacht ist, dann habe ich auch nur die 6 runden Kästchen...

      P.S.: Ich habe auch UPC (chello) gehabt => das Leben kann so schön sein... :-)

    • phaidros
      08. Dezember 2011 15:18

      @Paige: Vorsicht, das »gesunde Funkloch« könnte ein Trugschluss sein: das Handy fährt seine Sendeleistung hinauf, wenn es schlechten Kontakt zur Zelle hat. Deswegen rennt der Akku so schnell leer, wenn man in Gebieten mit schlechtem Empfang ist. Wenn man also weiß, dass man wirklich im Funkloch ist, einfach ausschalten.

    • Paige
      08. Dezember 2011 19:26

      Na sehr schön, Phaidros. Danke, dass Sie mir meine letzten Illusionen rauben ;-) Ich benütze zwar einen Surfstick, der auch als "Handy" bzw. als Modem gilt, aber der strahlt gewiss. Aber wenn nix verhallephoniert wird, dann strahlt mich wenigstens kein Sender an, weil keiner in der Nähe ist. Ich denke immer positiv... ;-)

    • Helmut Graser
      08. Dezember 2011 21:33

      Das erinnert mich an die (angeblich wahre) Geschichte mit einem neu errichteten Handymast in einer kleineren Stadt.

      Wütende Proteste waren die Folge, ärztliche Atteste über das Unwohlsein und zahlreiche andere körperliche Beschwerden wurden gesammelt und dem Vertreter der Mobilfunkfirma samt einer geharnischten Protestnote übergeben.

      Darauf dieser trocken: "Und wie wird es Ihnen erst gehen, wenn wir den Mast wirklich einschalten?"

    • phaidros
      08. Dezember 2011 21:40

      @Helmut: köstlich! Es ist übrigens auch erwiesen, dass als Bäume getarnte Masten nur einen Bruchteil der negativen Symptome auslösen (eine so viel ich weiß kanadische Firma stellt solche auf).

      Gesundheitsschädlich ist also allem Anschein nach (im wahrsten Sinne des Wortes) nicht die Strahlung, sondern das Aussehen der Sendemasten.

    • Paige
      08. Dezember 2011 22:05

      Ich meine ja nur, wenn ich hier schon keinerlei Empfang habe, dann hat das eben auch einen Vorteil... und das lass ich mir bittschön nicht ausreden, weil sonst kann ich ja überhaupt nichts Positives daran finden. :-)

    • phaidros
      08. Dezember 2011 22:16

      Ui - 'tschuldigung, paige! ;-) Ist ja auch völlig in Ordnung! Legen Sie das Handy halt nicht grade eingeschaltet aufs Nachtkastl. Insbesondere nicht, wo schlechter Empfang ist. Sonst bringen Sie sich um. Also nicht ganz, natürlich aber um den positiven Effekt, dass kein Mast in der Nähe ist.

    • Paige
      08. Dezember 2011 22:34

      Am Nachkastl habe ich das Ding sowieso nicht. ;-)

      Aber danke für den wertvollen Tipp, dass Handys gleich noch viel schädlicher sind, wenn der Empfang schlecht ist. Das wusste ich nicht. Ich werde fürderhin noch viel vorsichtiger sein müssen... :-)

  12. Politicus1 (kein Partner)
    08. Dezember 2011 08:41

    Eine politische Partei, die selbst keine klar erkennbaren Wertevorstellungen hat und sich im Winde mal hierhin, mal dorthin treiben lässt, liefert sich selbst den ideologischen Geiselnehmern aus.

    Ohne eigene Stärke und Selbstbewusstsein kann die ÖVP eben die ständigen Überrumpelungen von Linksrot und purpurgrün nicht verhindern.

    AU zeigt das anhand von markanten gesellschaftspolitischen Themen deutlich auf.
    Dazu wäre noch zu erwähnen, das fortschreitende Aushöhlen des Familienbegriffs (alles ist Familie: zwei Mamas und kein Kind, zwei Papas mit Kind...); die Verherrlichung des Nichtnormalen (Lifeball); Deserteure gelten als tapfere Menschen; Polizistenmörder der Februartage 1934 werden Unschuldslämmer und aufrechte Patrioten; Ministerinnen bedienen sich einer Sprache, wie sie vermutlich nicht einmal mehr im kommunistisch-marxistischen Sektionslokal gehört wird.....

    Ein Verein ist von der Vereinsbehörde wegen Vermögenslosigkeit aufzulösen.
    Schade, dass es keine Bestimmung gibt, dass eine politische Partei wegen IDEENlosigkeit amtlich aufzulösen ist!

  13. Wertkonservativer
    08. Dezember 2011 07:29

    Da heute, am Feiertag, noch kein neuer Kommentar unseres A.U. vorliegt (bitte: kein Vorwurf!), gestatte ich mir, eine Klarstellung zu @Cotopaxis Repliken im Rahmen des Beitrages @ Geheimrat zu bringen:

    Abgesehen von der Wortwahl an sich, meint Cotopaxi, ich sei ein Auftragsschreiber der schwarzen Parteizentrale, und der schwarze Schleim rinne mir nur so aus den Mundwinkeln!

    Zum Schleim meine ich nur, dass es Geschmackssache ist, sich so auszudrücken.

    Zum Vorwurf, Auftragsschreiber zu sein, möchte ich jedoch heftigen Protest einlegen:
    Ich bin ÖVP-Anhänger seit meinen Jugendtagen, habe Höhen und Tiefen der Partei lust- und leidvoll miterlebt, und bin auch heute nicht sehr glücklich über den Zustand der Partei.
    Das ändert jedoch nichts daran, dass ich ihr die Treue halte, ob's nun gerade gut oder eher schlecht steht.

    Abschließend: ich bin zwar seit Jahrzehnten WB-Mitglied, habe jedoch nie irgendeine Funktion in der Partei ausgeübt oder gar in deren Auftrag "Jubelmeldungen" verfasst.

    Ich müsste mich hier wahrlich nicht rechtfertigen; Gemeinheiten sollte man in unserem Kreise besser negieren, doch diese hat mich zutiefst verärgert!

    Einen guten Feiertag wünsche ich Ihnen allen!

    (mail to: gerhard@michler.at

    • CHP
      08. Dezember 2011 08:47

      S.g. WK
      Ihre Treue ehrt Sie, aber die Partei sollte man nicht als Ehepartner betrachten.
      Wenn der langjährige Freundeskreis kriminell wird, ist es keine Frage der Treue mehr sich davon abzuwenden.
      L.G.

    • phaidros
      08. Dezember 2011 08:49

      Gerhard, lieber Freund,

      ich weiß nicht, auf welchen Kommentar Deine Klarstellung sich bezieht, aber es ist auch egal: ich weiß, dass Du mehr als guten Grund hast, verärgert zu sein.

      Das Küken wird sich hüten, dem Adler Ratschläge zum Vogelflug zu erteilen, aber aus einer durchaus in mancher Hinsicht vergleichbaren Situation kann ich Dir sagen, wie ich »vorgehe«, bzw. nicht vorgehe, und wie sich das bewährt:

      Ich hebe niemanden mehr auf das Podest, mich über Geschriebenes zu ärgern. Es ist dabei völlig unerheblich, was geschrieben wird. Sachliches interessiert und freut mich immer, weil ja auch die eigenen Argumente, die laufend einer Überprüfung bedürfen, nicht zuletzt genau daran gemessen, geschärft, und ggf. aufgegeben werden.

      Das war durchaus ein Weg, den ich gehen musste: anfänglich habe ich bei mir in Gedanken mir nicht wohlgesonnene Poster mit meiner Verachtung »bestraft«, bis ich drauf gekommen bin, dass das eigene Wohlbefinden davon auch nicht besser wird. Und man muss sich schon sehr etwas selbst einreden, um daraus noch Befriedigung zu ziehen: Ha, dem hab' ich jetzt ordentlich keins reingewürgt!

      Dann habe ich gelernt, wie ich es anstelle, dass mir Gegenwind egal wurde. Einfach egal, es berührt, bewegt, bekümmert mich in keiner Weise mehr, es nimmt keinen Gedanken mehr in Anspruch. Eine zeitlang habe ich noch auf die Anzahl der Sterndelbewertungen geschaut, denn ich hätte nicht gewollt, dass ich über Tage und Wochen hinweg gar nicht gelesen werde.

      Auch das ist mir jetzt egal geworden (da habe ich begonnen zu suchen, wie man diese Kindergartensternderln wegblenden kann): wenn ich etwas zu sagen habe, sage ich es. Wenn nicht, dann nicht. Ich bemühe mich um Sachlichkeit und versuche, meine eigenen Gedanken geordnet und wohldurchdacht zu präsentieren, so gut ich das kann.

      Damit fahre ich persönlich am allerbesten, denn bis zu einem gewissen Grad hat meinem Gefühl nach nur das möglich gemacht, dass ich mit höchstgeschätzten Postern in Kontakt gekommen bin, für mich extrem lehrreiche, interessante Diskussionen führen durfte und mich nicht mehr (weswegen ich mich letztendlich über mich selbst am meisten ärgern musste) auf Bassenaniveau ziehen lassen musste (durch inneren Zwang, natürlich, nicht äußerem).

      Wenn's gefällt, was ich zu sagen habe: freut mich riesig!
      Wenn nicht: empfehle Mausradl.
      Wer meint, Mausradl nein, aber persönlich losstänkern: nur zu, zeig uns deine geistige Flughöhe.

    • Wertkonservativer
      08. Dezember 2011 09:33

      Danke, lieber Freund,
      für Deine wahrlich beherzigenswerten Ratschläge!
      Ich werde mich in Zukunft daran halten, noch wahrscheinlicher jedoch bald zum zweiten Mal "die Leine reissen".

      Die Summe an Borniertheiten, Ewiggestrigkeiten, an Intoleranz, an Böswilligkeit, die einem von einem Teil der "Mit-Diskutanten" hier entgegenschlägt, mindert inzwischen meine Lebensqualität. Und da ich ja in bereits sehr fortgeschrittenem Alter bin, sollte ich meine restlichen Tage mit Dingen und Menschen ausfüllen, die ich mag, die mich mögen: Familie, Freunde, Kunst, Kultur, eben.
      Auf alles andere kann ich gut und gerne verzichten!

      Nochmals Dank und auch Dir einen schönen Tag!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  14. Reinhard (kein Partner)
    08. Dezember 2011 07:29

    "Das Nichthandeln besteht natürlich vor allem in der Weigerung der Opposition, einer Schuldenbremse zuzustimmen..."
    Also bitte, was für ein Schwachsinn! Das Nichthandeln besteht im Nichthandeln der Regierung.Und nicht darin, ein vollkommen zahn- und wertloses Pamphlet nicht zu unterschreiben.
    Die Ratingagenturen würden auch eine verfassungsmäßig verankerte "Schuldenbremse" ab 2017 (!) genauso bewerten. Ein überschuldeter Kreditnehmer, der der Bank verspricht, in ein paar Jahren vielleicht mit dem Prassen aufzuhören, wird auch höchstens ausgelacht. In den Ratingagenturen der US-Großbanken wird man sich wahrscheinlich täglich vor Lachen in die Hose pieseln, weil die Europäer hektisch im Hof herumgackern wie die Hühner, denen man ein Bild vom Fuchs zeigt.

    Dabei geht es eh nicht um die Staatsschulden, die gibt es seit Jahren und Jahrzehnten in verschiedenen Höhen. S ein Land mit einem Schuldenstand von 20% des BIP! Denen geht es nicht um Schuldenstand oder Entwicklungsprognose, sondern um eiskalte politische Einflussnahme.

    Keiner kann noch mit Logik argumentieren, warum ein Land mit eigener Finanzhoheit und wenig Verschuldung herabgestuft werden soll, wenn es sich nicht einer Entwicklung unterwirft, in der unweigerlich die Finanzhoheit verloren geht und die Schulden durch "Solidarverschuldung" massiv steigen. Gegen den einzig erkennbaren Grund, nämlich das Auflösen der europäischen Nationalstaaten an den Völkern vorbei und ihre Unterwerfung unter ein Diktat mächtiger Bankhäuser, hilft auch kein Lippenbekenntnis irgendwelcher unbedeutender österreichischer Provinzpolitiker.

    Die Banken bekommen von den panischen Politikern gerade bergeweise Macht hinterhergeworfen, ihre Berater dürfen ganze Staaten übernehmen und wenn es so weitergeht, wird bald ein EU-Finanzhochkommissar eingesetzt, dem sich alle Parlamente und Regierungen bedingungslos unterwerfen sollen. Welche Wette wollen wir eingehen, dass auch dieser aus den Kreisen von Goldmann-Sachs kommen wird und an demokratischen Regeln vorbei installiert wird?

    Herr Unterberger, dass Sie sich vor den Karren der Schwarzen spannen, die im Einklang mit den Roten nur der Opposition das Bommerl für das eigene Versagen umhängen wollen, ist Ihrer nicht würdig. Ich empfinde dies als schweren Qualitätsverlust des Blogs, dessen Kraft vor Allem darin besteht, keine Propagandatrommel einer bestimmten Partei zu sein.
    So ist es doch noch, oder?

    • Reinhard (kein Partner)
      08. Dezember 2011 07:31

      Im zweiten Absatz hat mein Laptop Luxemburg geklaut. Ich liefere es hiermit nach...

  15. Segestes (kein Partner)
    08. Dezember 2011 07:05

    Andreas "Cicero" Unterberger spricht:

    "... wenn man ein beinhartes Do ut des" [...] praktiziert...."
    Dieses lateinische Sprichwort schreibt man nur bei Verwendung am Anfang eines Satzes groß, mein lieber Herr Doktor ^^

    • Paige
      08. Dezember 2011 13:49

      Och, das mache ich auch ... wenn es hauptwörtlich gebraucht ist und überhaupt bei englischen Wendungen oder Titeln setze ich gar Gänsefüßerln und schreibe alles groß ;-)

    • Segestes (kein Partner)
      08. Dezember 2011 15:20

      Du darfst das gerne machen, denn du sch.... ja auch nicht klug, wie der Blogger schon wieder einmal ;)

    • Eva
      08. Dezember 2011 16:08

      @segestes

      Ich bin noch nicht dahintergekommen, woran es liegt, daß Sie mir vorkommen, als steckten zwei Seelen in Ihrer Brust. An manchen Tagen (an den "geraden"?) schreiben Sie äußerst vernünftig, an anderen wiederum (an den "ungeraden"?), daß "einer Sau graust" (Verzeihung, aber das ist eine veraltete, aber treffende Redensart)
      Da frage ich mich schon, ob's an der Wahl Ihres Pseudonyms liegen könnte, das womöglich abfärbt; der Segestes hat mMn eine eher schäbige, wirklich unrühmliche Rolle gespielt, schäbiger geht's fast nicht mehr. Jedenfalls sind Sie mir ein Rätsel. ;-)

    • Pumuckl
      10. Dezember 2011 23:03

      @ Eva 8. 12. 16:18

      Auch für mich, wie etwa auch xRatio ? ? ?

  16. brechstange
    • phaidros
      08. Dezember 2011 08:28

      Ist ja verblüffend - danke für den Link!

      Meine Gedanken dazu:

      ° Welche Auswirkungen wird das auf die Ratings der Agenturen haben? Bin neugierig, ob und inwieweit das irgendwelche Karten neu mischen wird. Möglicherweise ist es aber auch nur eine Auftragsarbeit, das lässt sich ja nie ganz ausschließen.

      ° Wieso hat das in Italien keiner entdeckt? Die lassen sich eher lieber eine Expertenregierung und härteste Sparmaßnahmen aufdrücken, als dieses Argument zu benützen? Dann war es wohl tatsächlich niemandem bewusst. Möglicherweise ist es aber auch nur eine italienische Auftragsarbeit, so etwas lässt sich ja nie ganz ausschließen. (Und Monti tickt sicher anders als Politiker und zieht mglw. hinter den Kulissen unsichtbare Fäden - im akademischen Bereich hat der sicher Freunde).

      ° Wo steht wohl Österreich? Geht leider nicht hervor, aber gerade unser verdeckten Schulden sind ja kein Pemmerl. Der Handlungsbedarf wird vermutlich noch viel größer sein als selbst unsere Albträume das ausmalen. Zum Glück - einmal mehr EU sei dank - ist der Schuldentrickserei durch Auslagerung und Verstecken ja künftig ein Riegel vorgeschoben. In einer »rein« österreichischen Lösung würde uns das Knacken des Gebälks verheimlicht oder, wenn das nicht geht, als normales Betriebsgeräusch verkauft werden.

      BG phaidros.vie@gmail.com

  17. phaidros
    08. Dezember 2011 00:45

    Noch ein kleines OT als Betthupferl - eine Sache, die mich schon seit langer Zeit nervt, da ich mich immer wieder ertappe, doch hinzuschielen - vermutlich nur für Firefox-Benutzer:

    Mit dem Add-On "Adblock-Plus" kann man unerwünschte Elemente auf der Browser-Seite verstecken lassen. Sehr praktisch. Werbung wird generell unterdrückt / deaktiviert.

    Aber nicht nur das: die Zeile

    www.andreas-unterberger.at##div.votestars

    als Regel hinzugefügt, lässt die Bewertungssterne verschwinden (man kann dann auch selbst nicht mehr klicken). Entspannt ungemein und öffnet den Blick wieder für Wichtigeres: Ihre Postings.

    Auf Anfrage per Mail gerne ausführlichere Anleitung.

    LG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      08. Dezember 2011 00:47

      Oje: die Zeile ist nicht anklickbar, wie sie wegen der URL offenbar dargestellt wird, sondern muss als »Filterregel« ins Adblock eingegeben werden.

  18. xRatio (kein Partner)
    08. Dezember 2011 00:33

    Für alle, die es noch immer nicht begriffen haben.

    Das sozialistische, "egalitäre" WAHLRECHT gehört geändert!
    (Zensuswahlrecht oder wie im alten Griechenland Losverfahren)

    Wer zahlt, schafft an!
    Gilt überall, wieso nicht auch in einem Staat.

    Wenn Ihr das nicht endlich begreift, dann nützt Euer rührseliges Gejammer über die tausendfachen verherenden verheerende Folgen der Ochlokratie, der Pöbelherrschaft rein gar nichts!!
    Dann geschieht Euch ganz recht. :-(

    http://mehr-freiheit.de/

    xRatio

    • Segestes (kein Partner)
      08. Dezember 2011 07:16

      Schimpfen - es gibt einen kleinen Rausch von Macht...

    • Paige
      08. Dezember 2011 13:52

      Ich sage das schon lange, lieber X, aber es nützt ja nix - für die Änderung des Wahlrechts bräuchten wir eine 2/3 Mehrheit bzw. eine Volksabstimmung. Und was soll man sagen? 80% der Österreicher sind Nettoempfänger. Il est trop tard...

    • Salmo (kein Partner)
      09. Dezember 2011 13:11

      Hmm, wieso wurde mein Kommentar gelöscht, während ein gewisser xRatio sich hier alles erlauben darf? Eigenartiger Blog...

  19. phaidros
    08. Dezember 2011 00:24

    Ich bedanke mich bei den hockarätigen Diskutanten für die heutige aus meiner Sicht sehr fordernde Diskussion - das war nicht nur sehr interessant, sondern hat auch viel Spaß gemacht und mir auch wieder neue Blickwinkel und Einsichten eröffnet!

    Gute Nacht und herzliche Grüße
    phaidros

  20. HJR
    07. Dezember 2011 17:29

    Manchmal könnte es politisch klug sein, das Überflüssige anstelle des Falschen zu tun. Allerdings könnte es sich auch um sogenannte "Übersprungshandlungen" handeln. (Sollte diese These in die politische Wissenschaft eingehen, so melde ich hiemit Urheberrechtsschutz an).

    Apropos "über...", postulierte nicht Nietzsche den Übermenschen? Wenn ja, sind dann wir das jetzt?
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

  21. Geheimrat
    07. Dezember 2011 16:59

    Offenbar sieht die ÖVP ihre vornehmste und einzige Aufgabe in dieser Koalition die Hure für die SPÖ zu spielen.........
    Anders kann man ja die Rolle der VP nicht mehr nennen!

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2011 18:24

      Herr Geheimrat,

      halten Sie Ihre so vornehm ausgedrückte Meinung wirklich für verhältnismäßig?

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      07. Dezember 2011 19:20

      @Geheimrat

      Ich bezeichne die Schwarzen zwar meistens als Steigbügelhalter oder Satellitenpartei der Roten.
      Aber das Wort Hure trifft wohl auf die Schwarzen auch zu - und eine billige Hure sind die Schwarzen noch noch dazu.

      Die Wahrheit ist zumutbar!

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2011 19:54

      Ich will jetzt bewusst nicht als Anwalt für die ÖVP auftreten, das sage ich als bürgerlicher Mensch:

      @ Cotopaxi:

      mit dieser Aussage verlassen Sie die Gefilde des Gehörtsich!
      Eine billige Hure, das sagen Sie auf die Partei des Dr. Schüssel, des BK Klaus, vieler anderer anständigen Politiker?

      Shame on You, @ Cotopaxi!

      Anstand lernen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Geheimrat
      07. Dezember 2011 20:15

      @Wertkonservativer

      Geschätzter Mitposter!

      Ja, ich denke die Verhältnismässigkeit ist angesichts politischen Versagens und des Schadens der diesem Land zugefügt wurde und wird, ist absolut gegeben. Als Alternativen zeigt das Österreichische Wörterbuch (Ausgabe 1990), Freudenmädchen und Prostituierte auf. In diesem Fall ist das von mir gewählte Wort sicher das stärkste und auch das absolut richtige. Sollte Ihnen, geschätzter Wertkonservativer, die ÖVP als Freudenmädchen der SPÖ besser gefallen, so soll es mir recht sein.
      Ich glaube jedoch, daß man auch die Wortwahl der entsprechenden Vorgangsweise der Kritisierten anpassen können muß. Ich möchte ein Verbrechen auch Verbrechen nennen können, und nicht hinsichtlich und rücksichtlich irgendwelcher höchst fragwürdiger politischer Korrektheiten anfangen müssen Wahrheiten zu relativieren.

    • Geheimrat
      07. Dezember 2011 20:27

      @Wertkonservativer 19:54

      Mit Verlaub, die ÖVP war die Partei eines Figl, Raab und Klaus. Das waren ehrenwerte Herren. Aber die Partei dieser Herren hat mit der ÖVP, wie sie sich heute darstellt, aber auch nicht das Geringste zu tun. Das ist eine Katastrophe für Österreich und unsagbar traurig, aber es ist Realität, die man auch zur Kenntnis nehmen sollte.

    • Cotopaxi
      08. Dezember 2011 02:21

      @ Wk

      Sie kennen meine aufrichtige Wertschätzung für Dr. Schüssel und sein Team. Diese Wertschätzung ist bestimmt höher, als Sie Dr. Schüssel je von seinen "Parteifreunden" erfahren hat und erfährt.

      Schämen Sie sich selber, Sie Auftragsschreiber aus der Schwarzen Parteizentrale oder sollte ich sagen, Schwarzes Hurenhaus/Freudenhaus?

      Schämen Sie sich selber, für den nervigen wirklichkeitsfremden Schwarzen Schleim, den Sie jeden Tag hier über diese Block triefen lassen.

    • simplicissimus
      08. Dezember 2011 05:47

      te huur heisst "zu mieten" auf holländisch und vielleicht auch auf mittelhochdeutsch.
      welcher mietpreis wird für eine regierungsbeteilgung bezahlt?
      der machterhalt?

    • byrig
      09. Dezember 2011 23:15

      w.k,seien sie bitte nicht überempfindlich.wir sind erstens in keinem mädchenpensionat,zweitens weiss jeder der gebildeten leser h.o. was mit "hure" in diesem zusammenhang gemeint ist.
      oder wollen sie erreichen,dass "lesen im a.u.-blog" erst mit 18 erlaubt ist?aber das nicht aufgrund der zoten,sondern der etwas komplizierteren verständlichkeit der texte!?

  22. Alexander Renneberg
    • HJR
      07. Dezember 2011 17:34

      Vermutlich stand der mörder ein vom deutschen Verfassungsschutz als V-Mann bei der NSU unter Sold, was völlig klar neuerlich einen rechtsextremistischen Hintergrund vermuten lässt.

  23. mike1
    07. Dezember 2011 13:45

    das ist das, was die roten können und herzliche gratulation an alle österreicher, die diese und auch die anderen hiafler wählen:

    aus der heutigen presse:

    "Schuldenbremse: SPÖ-Jugend fordert "Nein"
    07.12.2011 | 13:06 | (DiePresse.com)

    Die sozialdemokratischen Abgeordneten sollten "nicht vor Diktatur der Finanzmärkte kapitulieren", fordern Sozialistische Jugend, Studenten und Schüler.

    Schuldenbremse: SPÖ-Klub legt Faymann Fesseln an
    06.12.2011 | 18:27 | KARL ETTINGER (Die Presse)

    Kein Abbau des Sozialstaates: Die Zustimmung der roten Kritiker zu strengeren Regeln für den Abbau des Defizits erfolgt mit Auflagen."

    danke an die rotgrünblauorangen österreichgegener !

  24. mannbar
    07. Dezember 2011 13:39

    Bei der Handy-Rettungsaktion von BK Faymann habe ich mir auch gedacht: "Endlich geht einmal ein Ruck durch die politische Verlandung und einer TUT was!"

    Aber auch hier, wenn man es genauer besieht: Rührigkeit im Kleinen, wo im Großen sich nur der Stillstand bewegt.

    Mich erinnert der Unterberger-Vergleich mit der Bundeshymne auch an einen Befund, den Robert Pfaller in seinem Buch "Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft: Symptome der Gegenwartskultur" gestellt hat: Dass nämlich modernere Politik sich durch Nicht-Handeln im Wesentlichen und zugleich durch pompöse Gestik im Unerheblichen auszeichnet.

    Beispiel: Rauchverbot. Dieses mag teilweise Sinn ergeben, ist aber nicht das dringlichste Geschäft der Politik und führt im Übrigen auch zu leeren Gesten, wenn nämlich auch im Freien Verbote verordnet werden, die als solche natürlich keine Schutzfunktion entfalten können.

    Beim ORF letztlich gäbe es genug Sparpotential. Warum muss sich der Sender verdoppeln, wo doch eher ein Gesundschrumpfen auf einen einzigen Kanal angezeigt wäre. Dass man diese sinnlosen, aus dem (archaischen) Archiv bedienten Kanäle mit einer satten Gebührenerhöhnung finanzieren muss, ist schon reichlich kurios...

  25. A.K.
    07. Dezember 2011 11:57

    Mit einem Wohnsitz in Wien und einem Zweitwohnsitz in Niederösterreich kann ich das Funktionieren der großen Gemeinde Wien und einer kleinen "Großgemeinde" bestehend aus neun Dörfern zwangsläufig ein wenig verfolgen. Wieviel Schulden die Gemeinde Wien hat weiß ich nicht; vermutlich bin ich damit nicht alleine.
    Neun Dörfer mit insgesamt 2200 Einwohnern in meiner Großgemeinde liefern jährlich eine „ausgeglichene Bilanzsumme“ mit ca. 300 000€. Darin sind auch die Zinszahlungen der -seit längerem - ca. 10 000 000€ betragenen Schulden enthalten. Diese Schulden steigen derzeit nicht (mehr), gewöhnlich werden sie in Informationsaussendungen so behandelt als existierten sie gar nicht.
    In Wien beobachte ich Verwaltungsmaßnahmen ähnlich geartet wie früher in der DDR. Man bietet mir eher weniger „Brot und Spiele“ die mich ansprechen, ein Lesben und Schwulenhaus frequentiere ich nämlich nicht und auch der Lifeball und ähnliche Events finden nicht mein Interesse. Was mir Wien wirklich bietet stammt fast ausschließlich noch aus Kaisers Zeiten: KHM, Belvedere, Gemäldegalerien, diverse Museen, ÖNB, u.v.m.. Hier ist primär eine Anpassung an die Gegenwart durch neue, meist weibliche Leitung - aber bisher zum Glück nicht mit Quotenfrauen (nur eine Ausnahme) – , zu beobachten. Für Wien bietet der ORF ein „Wien heute“ Programm, das mit der historischen „Russischen Stunde“ voll konkurrenzfähig wäre.
    In Niederösterreich ist das kulturelle Angebot so gut, daß ich nur vermuten kann, daß die vergleichsweise zu Wien geringen Kartenpreise nur durch Landesunterstützung ermöglicht sind. Qualitativ bin ich also in NÖ sehr zufrieden. Wenn öffentliche Gelder fließen, dann doch meist in Projekte die mir sinnvoll und förderungswürdig vorkommen – häufig im Gegenteil zu Wien. Ja selbst das Regionalfernsehen ist in NÖ gegenüber Wien erträglich.
    Alles in allem: In NÖ merkt man natürlich auch Verbesserungspotential, aber solchen durchgehenden linken Mist wie in Wien gibt es Gott sei Dank dort doch nicht.

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2011 12:34

      @A.K.:

      Da bin ich als Erstwohnsitz-Niederösterreicher komplett Ihrer Meinung:

      wir leben in einem - vom Volkstribun Pröll geführten - schönen und von nicht allzuviel Rothäuten bevölkerten Land, das aus ebendiesem Grund vom Rotvirus noch nicht infiziert ist.
      Gottseidank! Möge es noch lange so bleiben!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  26. Undine
    07. Dezember 2011 11:56

    Was mich immer besonders an den Zwangs-ORF-Gebühren wurmt, obwohl ich außer der ZIB1 (lohnt sich eigentlich auch nicht!) und "Universum" kein österr. Fernsehen konsumiere, daß ich mit meinen Zwangsbeiträgen vor allem beitragsbefreiten arbeits- und integrationsunwilligen Ausländern ermögliche, sich die Zeit-- dank Satellitenschüssel-- vermutlich ausschließlich mit dem Konsumieren von Sendungen aus ihrer Heimat vertreiben.

  27. A.K.
    07. Dezember 2011 11:09

    Die ÖVP sollte für ihre aktiven Politiker gratis Kurse für Schachspiel einführen. Weil es Gratis-Kurse wären, würden sie vermutlich gerne angenommen. Im Kurs für Schachspielen würden die Teilnehmer lernen, mehr als einen Zug im Voraus zu denken.

  28. Alexander Renneberg
    07. Dezember 2011 10:49

    aber dafür wird die övp wien jetzt ganz voll super durchstarten.

    mit manfred juratzka wird die partei es ganz sicher wieder schaffen die 14% zu erreichen. die fehlenden 0,2% sollten, wenn auch mit großem aufwand, möglich sein.
    ganz sicher. read my lips.

    http://oevp-wien.at/manfred-juraczka

    oder aber, mit etwas glück, findet sich bis montag noch ein profi der eitel genug ist sich den job anzutun.

  29. mike1
    07. Dezember 2011 10:39

    längere dienstliche abwesenheit hinderte mich an der kommentierung der letzten tagebucheinträge, deswegen jetzt nur mehr hier:

    schuldenbremse hin oder her, in verfassungsrang oder nicht, rankings in jedwelcher form, das einzige, was endlich zu tun wäre ist die umsetzung der bekannten und schon von experten überdachten sparmaßnahmen. und das sofort !

    diese verdammten streiterein der parteien gehen mir jetzt schon gehörig auf die nerven, vor allem dieses ewige hängen der rotengrünen an der reichensteuer (die bekanntermaßen wenig bis nichts bringt), dieses gewäsch eines failman, der zwar im kurier sich als faszinierter eu-fanatiker gibt, letztlich aber doch nur seinen - blöden - grinser rüberbringt.

    wann werden durch die regierung endlich die wesentlichen maßnahmen gesetzt ? offensichtlich nirgends, jetzt beschäftigt man sich wieder mit dem irrsinn der modularen schule, sitzenbleiben mit 3 nichtgenügend, etc, schmeißt nicht vorhandenes geld für eine völlig verblödete neue mittelschule hinaus, etc. etc.....

    wo werden jetzt nägel mit köpfen gemacht ?? es gäbe viel zu sagen, allein mir fehlt die zeit.

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2011 11:01

      Ja, Freund mike,

      jetzt kommst Du halt auch in das Visier der Halbsternderl-Mafia!
      Es täte mir wirklich leid, wenn ich da ungewollt daran mitschuldig wäre!

      Liebe Grüße,

      Gerhard

    • mike1
      07. Dezember 2011 13:32

      Lieber Gerhard !

      die sternderlgeschichten stören mich überhaupt nicht - wenn die leut ihre freude haben, sollen sie nur. freut sich wenigstens der/die eine oder andre !

      schönen tag wünsch ich Dir und vielen anderen !

      Liebe grüße

      mike

  30. Brigitte Imb
    07. Dezember 2011 10:21

    DIKTATUR!!!

    Schäuble nennt das Kind beim Namen - 'wir sind nicht mehr souverän', schon bald wird ein EU Schuldenkommissar über Ö wachen.

    http://kurier.at/nachrichten/4472682.php

    • phaidros
      07. Dezember 2011 10:43

      Na Gott sei Dank, kann man da bei der Österreichischen Budgetpolitik nur sagen!

    • brechstange
      07. Dezember 2011 11:19

      phaidros,

      Das ist wohl nicht Ihr Ernst.

    • phaidros
      07. Dezember 2011 12:55

      Dann schmökern Sie mal hier die letzten zwei Jahre zurück in die Vergangenheit und zählen Sie die Megabyte, die hier an empörtem Text verfasst wurden, weil Unsere einfach nicht sparen. Sie tun es einfach nicht.

      Alles, was diesem absolut überlebensnotwendigen Ziel dienlich ist, begrüße ich. Selbst Kuratel.

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2011 15:37

      Vollkommen richtig, phaidros!

      Wer glaubt, Österreich könne sich ganz super allein zurechtfinden und intelligent selbst behaupten, der ist wohl ein Träumer!
      Schon allein unsere Politikermischpoche aller Farbschattierungen verheißt da nichts Gutes. Da können uns sinnvolle Anschieber und Vorgaben von außen nur dienlich sein!
      Unsere vielen klugen Reden helfen da gar nichts; alles in den Wind gesprochen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • HJR
      07. Dezember 2011 18:01

      @phaidros, brechstange & Wertkonservativer

      Apropos Kuratel: Ich habe da einen Bekannten (also eigentlich mehr einen Unbekannten), einen Eisenbahner, der hat sich - um in Frühpension gehen zu können - amtsärztlich Schwachsinnigkeit (oder halt etwas in der Art) bescheinigen lassen. Für bestimmte Mentalitäten ist es offenbar durchaus attraktiv, unter Kuratel zu stehen.

      Dass allerdings unser "Hoffnungsträger" WK nun offenbar allen Mut fahren lässt und uns Österreichern sogar die Geschäftsfähigkeit abspricht und von einer "Politikermischpoche aller Couleur" faselt, riecht nach Hagens Verrat.

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2011 18:30

      Hätte mich ja gewundert, wenn @HJR nicht wieder ein Haar in der Suppe fände!

      Ich habe nicht uns Österreichern die Geschäftsfähigkeit abgesprochen, sondern unseren großteils unqualifiziert agierenden Politikern!
      Diesbezüglich faselt ja auch @HJR recht oft und ganz ungeniert!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • brechstange
      07. Dezember 2011 18:42

      @wk, phaidros
      Und Sie beide glauben wirklich, dass es anderswo besser ist. Wir müssen unser Haus selbst in Ordnung bringen durch Eigenverantwortung, Subsidiarität und Föderalismus.

      Der letzte Staatskommissär für Österreich Rost van Tonningen
      http://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/nl-wissen/geschichte/personen/tonningen.html

    • phaidros
      07. Dezember 2011 19:55

      Liebe brechstange, das hat nichts mit glauben zu tun, sondern mehr mit Augen offenhalten, und mit Wahrnehmungen nicht auf Biegen und Brechen an die eigenen Wunsch- - und bitte um Entschuldigung: Wahnvorstellungen - anzupassen.

      Warum Sie meine Zeit binden mit einem Artikel aus dem ich

      Meinoud Marinus Rost van Tonningen

      *geb. 19. Februar 1894 in Surabaya (Niederländisch-Ostindien) - † 06. Juni 1945 in Scheveningen, NSB-Politiker, Kollaborateur, Himmler-Intimus

      Der Name Rost van Tonningen symbolisiert für viele Niederländer auch heute noch die Schrecken der Besatzungszeit und skrupelloseste Kollaboration mit dem Nationalsozialismus und seiner völkisch-rassistischen Ideologie.


      kopieren muss, verstehe ich nicht einmal in Ansätzen und ich ersuche Sie, es mir nicht zu erklären.

      Zurück zum Thema: Kuratel bzw. dessen bloße Androhung haben dazu geführt, dass Griechenland (wird meistens vergessen, wenn wir auf die faulen, verlogenen, korrupten, frühpensionireten Griechen hindreschen - haben nicht selbst vor kurzem eine »Hacklerregelung« verlängert?) sein Defizit bereits 2012 auf 5,5% BIP senken wird. Kuratel bzw. dessen bloße Androhung haben dazu geführt, dass in Italien von jetzt auf gleich eine parteilose Expertenregierung übernehmen konnte, die 24 Mrd. einspart.

      Etwas in diese Richtung bräuchten wir auch, vielleicht derzeit noch graduell einen Tick weniger drastisch. Aber in zwei Jahren sind wir reif.

      Ich glaube also nicht, dass es anderswo beser ist, ich weiß es.

      Und bitte sehen Sie mir nach, dass ich auf diesem Nazi-Kollaborationsschmus nicht mehr weiter eingehen werde. Wenn das die Linke macht, heulen wir sofort "NAAAZIKEULE!!!!" Schade eigentlich, denn das ist weit unter Ihrem gewohnten Niveau.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • brechstange
      07. Dezember 2011 22:59

      @phaidros

      Das ist kein Nazi-Schmus, das ist ein Faktum, dass Österreich einen Kommissär vom Völkerbund zugeordnet bekam, der sich zum Nazi entwickelte. Ein Opportunist sozusagen.

      Daher lehne ich Kommissäre von draußen ab, es wäre ja die Höhe, sollten wir unsere Probleme nicht selbst lösen können und angehen.

    • phaidros
      08. Dezember 2011 00:19

      Und wieder bin ich völlig bei Ihnen: es ist die Höhe, dass wir unsere Probleme nicht selbst angehen und lösen, aber so sieht's nun mal aus.

  31. Pumuckl
    07. Dezember 2011 09:55

    Zum Titel " Wenn das überflüssige statt des Notwendigen kommt "

    Gilt dieser Titel nicht in noch viel höherem Maße für die EU ? Wer hat Information und oder Meinung zu diesem Leserbrief aus der Wirtschaftswoche?


    Pulverfass

    Vor zwei Jahren galt es als unvorstellbar, dass Griechenland bei der Meldung von
    Wirtschaftsdaten lügt und betrügt. Lügen die Franzosen dreister?
    Die ärmsten Länder Afrikas mit den korruptesten Regierungen sind seit vielen Jahren schon über Frankreich an den Euro gebunden. Die Eurostaaten haben dabei nicht viel mitzureden, den die sogenannte CFA-Zone wird von Frankreich dominiert. Für Euro-Staaten ist dies ein, der Öffenlichkeit völlig unbekanntes , weiteres Pulverfass. Es geht dabei um einige hundert Milliarden Euro. Doch nicht einmal in Fachkreisen ahnt man, was möglicherweise auf uns zukommt.

    Rudi Guckes Ingelheim

    Ich frage mich, stellt das nicht für einige Länder Szenarien nach einem etwaigen EU-Austritt in ein neues Licht?

    • phaidros
      07. Dezember 2011 11:08

      Auch ein interessanter Punkt! (Wenngleich ich nicht glauben mag, adss vor zwei Jahren Griechenlands Lügen als undenkbar galten - es gab sogar schon vor dem €-Beitritt Warner - aber das ist völlig nebensächlich).

      Es wäre interessant, wenn dieses Pulverfass einmal eingepreist werden könnte.

      Aber grunsätzlich ist Angst ein schlechter Ratgeber: ich würde meine Ansicht nicht auf einen Verdacht hin ändern (Verdachte sind nebenbei erwähnt recht leicht aufgebracht). Der muss erhärtet und quantifiziert werden.

      Allerdings bin ich froh, in dieser Sache keine Verantwortung tragen zu müssen: die Problematik scheint derart komplex zu sein, dass m.E. niemand mehr den Durchblick haben kann. Ich jedenfalls nicht.

      Eigentlich kann man sich nur nach langfristigen und strategischen Grundsatzüberlegungen richten, meine ich.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • brechstange
      07. Dezember 2011 11:24

      phaidros
      Schon allein "Sich nicht mehr auszukennen", zeigt, dass der einzige richtige Weg ein paar Schritte zurück wäre. Das würde ein paar Sesselklebern den Job kosten, doch das sollte uns nicht weh tun.

    • phaidros
      07. Dezember 2011 12:55

      Auf einem lecken Schiff gibt es diese Option nicht. Genau das ist ja die Misere.

    • Anton Volpini
      07. Dezember 2011 14:26

      phaidros, kennen sie diese Geschichte mit dem Frosch?

    • Undine
      07. Dezember 2011 14:41

      Bis zur mit viel Trara und Theaterdonner überfallsartigen, in meinen Augen auch unnötigen und überdies unausgegorenen Einführung des EURO war doch unsere Welt halbwegs in Ordnung. Weshalb sollte es so unmöglich sein, diese Fehlentscheidung --und das ist sie in der jetzigen Form--wieder rückgängig zu machen? Die Schweden beispielsweise "ticken" naturgemäß halt nun einmal anders als z.B. die Griechen. Was soll da eine gemeinsame Währung??? Es KONNTE nur schiefgehen. Nur, weil einige machtbesessene, mit übersteigertem Selbstwertgefühl und Profilierungsneurose ausgestattete Politiker in die Geschichte eingehen wollten, müssen wir jetzt dem Absinken unseres Wohlstandes zusehen in dem Wissen, daß wir von unseren leichtgewichtigen Politikern nichts zu erwarten haben, was uns helfen könnte.

    • phaidros
      07. Dezember 2011 15:18

      Welche, Herr Volpini?

      Doch wohl die von dem der strampelt, bis er auf der Butter sitzt. Sehr passend - danke!

      Denn die vom Frosch, den man langsam sotten kann, passt nicht: manchmal muss sich der Frosch entscheiden sitzen zu bleiben, und nicht aus dem Topf zu springen. Mitten in die Storchkolonie. Auch wenn's ungemütlich warm wird.

      ;-)

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      07. Dezember 2011 15:30

      Meinem Verständnis nach, liebe Undine, weil die Schuldenverflechtung bereits vorhanden ist: die Schulden sind im Euro aufgenommen und müssen im Euro zurückgezahlt werden - selbst bei Auflösung der Währungsunion.

      Und da stehen wir vor folgendem Problem: was normalerweise als Ausweg gilt (und natürlich national eine ebensolche Katastrophe ist), das "Weginflationieren" der Schulden ist so oder so oder so ein Haircut für die Schuldner - und das sind wir und unsere Wirtschaften.

      Der Aufschrei war groß als "publik wurde", dass 80% der Hilfszahlungen "nicht dem griechischen Budget zu Gute kommen, sondern direkt an Gläubigerbanken fließen". Wieso, frage ich mich. Es sollte doch klar sein, dass Hilfszahlungen zur Abwendung einer Zahlungsunfähigkeit in erster Linie den Gläubigern zufließen.

      Die wirtschaftliche Verflechtung ist also bereits da, und geht durch Auflösung der Währungsunion auch nicht weg. Das meine ich mit: man kann das leckgeschlagene schiff nicht zum Punkt zurücksteuern, wo es scheiterte. Bzw. kann man, man verliert aber nur weitere Zeit bis zur Feststellung, dass das Leck davon nicht weggeht.

      Meines unmaßgeblichen Erachtens gibt es nur noch: "Rot-weiß-grün voraus in Sicht: die Augen zu, die Schoten dicht!" (Seglerspaß für "Notmaßnahme" bei frontalem Kollisionskurs - Seglergruß an Hrn. Volpini)

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Anton Volpini
      07. Dezember 2011 15:32

      :-)

      Ich hab schon den im heißen Wasser gemeint, phaidros. In der Schocktherapie springt er, der Frosch.
      Ich wollte damit nur andeuten, daß das Ausharren in dem lecken Boot keine gute Idee ist. Außer das Leck sind sogenannte Elvström-Lenzer und wir machen genug Fahrt, daß das Wasser rausgesaugt wird.
      Aber unsere momentane Realität ist eher die einer Flaute, mit dem Wasser bis zum Hals!

    • phaidros
      07. Dezember 2011 15:37

      Ihr Wort in Gottes Ohr! Mir kommt derzeit vor, unsere Realtität sind verkehrt herum eingebaute Elvström-Lenzer und wir segeln im Abwasser der defekten Großkläranlage.

    • brechstange
      07. Dezember 2011 18:46

      @phaidros

      Es gibt vielleicht kein Zurück, das einfach wäre. Doch sollten wir die Ursachen beheben und nicht an den Symptomen schustern. Die Ursache ist die Unterschiedlichkeit der Wirtschaftsräume und ich habe keine Lust die Südländer dauerhaft zu sponsern.

    • phaidros
      07. Dezember 2011 20:06

      Brechstange,

      das Haus brennt lichterloh.

      Es ist in dieser Sekunde egal
      ° wer es angezündet hat
      ° ob es Absicht war
      ° ob das Haus fehlkonstruiert wurde und konstruktionsbedingt die Brandausbreitung verschlimmerte
      ° ob es anders oder gar nicht gebaut hätte werden sollen

      Es zählt in dieser Sekunde einzig
      ° die weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern, also
      ° festzustellen, wo weitere brennbare oder gar explosive Materialien oder Gegenstände sind
      ° dasselbe in den umliegenden Nachbarhäusern zu tun und insbesondere
      ° zu löschen,

      Sonst nichts.

      Danach kann man Überlegungen anstellen über Umbauten, Anbauten, Rückbauten, Abriss oder was immer man als geboten erachten. Aber nicht jetzt, Denn wenn wir das Haus niederbrennen lassen, wird es unser gesamtes Hab und Gut vernichten.

      Danach werden Sie auch meine vollste Unterstützung zu Themen wie Eigenverantwortlichkeit, Subsidiarität und Föderalismus haben Meine Zustimmung haben Sie jetzt schon, jetzt ist aber ganz sicher nicht die Zeit, über solche Umbauten grundsätzlich nachzudenken, Ausschließlich im Sinne des anstehenden Löschangriffs.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Undine
      07. Dezember 2011 22:23

      @phaidros

      Sie schreiben: "Die wirtschaftliche Verflechtung ist also bereits da, und geht durch Auflösung der Währungsunion auch nicht weg"

      Das stimmt. Aber haargenau DAS war ja auch seinerzeit der Grund für mich, bei der Abstimmung--nachdem wir damals auf penetranteste Weise mit den zu erwartenden Vorteilen eines EU-Beitritts von allen Seiten bombardiert worden waren--mit N E I N zu stimmen!!!!! Diese unentwirrbare und undurchschaubare wirtschaftliche Verflechtung war für mich (als Laie) ein einziger Horror. Jetzt haben wir das Schlamassel, das in erster Linie durch Lug und Betrug in großem Stil entstanden ist. Ja, es IST Feuer am Dach.

    • phaidros
      07. Dezember 2011 22:47

      ... und Sie lagen offensichtlich richtig mit Ihrer Einschätzung. Und ich, ich stehe nicht an, es zuzugeben, daneben; denn ich stimmte dafür (damals war »wer nicht wagt, der ncht gewinnt« für mich das ausschlaggebende Argument, von dem ich nach einem ¼ Jahrhundert der Selbständigkeit und einem für mich geschäftlich eher niederschmetternden 2011 immer noch uneingeschränkt überzeugt bin). Aus heutiger Sicht tut es mir leid, damals nicht mehr Voraussicht gehabt zu haben.

      Allerdings wurde es an anderer Stelle bereits erwähnt: jetzt zu beklagen, dass wir eingestiegen sind, hilft nix mehr. Jetzt sind wir im Kahn, mitten auf hoher, stürmischer See, und in Schwierigkeiten. Vielleicht wär's besser gewesen, von Haus aus nicht einzusteigen, aber wir sind es nun mal.

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • brechstange
      07. Dezember 2011 23:19

      @phaidros

      Währungsunionen sind schon viele aufgelöst worden. Ohne Schmerzen geht es so und so nicht mehr, doch mit Besonnenheit sollten wir uns auf die Wurzeln besinnen, die uns Wohlstand brachten. Das war der Aufbau, der ermöglicht wurde durch vieler Hände Kraft, die den Erfolg auch einfahren durften. Zu diesem Punkt müssen wir zurück. Das bedeutet Eigenverantwortung, Subsidiarität und Föderalismus. Haben Sie noch nicht bemerkt, wie an diesen Säulen gehackt wird, in Richtung Kollektivverantwortung und Zentralismus?
      Je größer der Apparat, umso undurchschaubarer und korruptionsanfälliger wird er.

    • phaidros
      07. Dezember 2011 23:55

      Ich seh schon den Punkt - und habe ja auch schon zugestimmt.

      Bleibt aber immer noch - bislang unwiderlegt, ja unwidersprochen! - dass die Marginalisierung Europas nicht ausbleiben kann.

      Nochmal: 1950 waren wir 20% der Weltbevölkerung und erwirtschafteten 30% des weltweiten Sozialprodukts. 2050 (das ist in weniger 40 Jahren!) werden wir lt. Schmidt (er zitiert natürlich selbst nur) nur noch 7% der Weltbevölkerung stellen (persönlich tippe ich mehr auf 4-5%) und 10% des Sozialprodukts erwirtschaften (kein persönlicher Tipp dazu, aber auch das für mein Gefühl eher optimistisch).

      Die Einzelstaaten werden unter die Wahrnehmbarkeitsschwelle absinken, innerhalb oder außerhalb einer Union. Sie werden so oder so die Wichtigkeit von Malaysien oder Venezuela - im Falle Österreichs eher Andorra - entwickeln.

      Diesem Schicksal können wir nur alle gemeinsam als geeintes Europa entgehen.

      Aber keine Sorge: »Bis repetita non placent!« (Wiederholungen gefallen nicht), daher werde ich das nicht wiederholen. Allerdings kann ich beim besten Willen nicht erkennen, dass auch nur ansatzweise auf dieses Argument eingegangen worden wäre.

      Wird ein Argument aber in der Diksussion einfach ignoriert, wie es hier der Fall war/ist, so empfinde ich es als implizit anerkannt.

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • Pumuckl
      08. Dezember 2011 15:45

      @ Pumuckl 07. 12. 09:55

      Siegermacht U.K. : Nach wenigen Stunden verschwand heute aus dem
      ORF-Teletext mit sinngemaß folgendem Inhalt:
      " Cameron wolle keiner Änderung der EU-Verträge zustimmen, wenn darin nicht eine Klausel enthalten ist, welche die Interessen der B R I T I S C H E N F I N A N Z I N D U S T R I E sichert ! ! !

      ° Erst erzwangen sie gegen den Willen von De Gaulle und Adenauer den
      EU-Beitritt

      ° Für die deutsche Wiedervereinigung erzwangen sie die Aufgabe der D-Mark.

      ° Dem die D-Mark ablösenden Euroraum traten die Briten jedoch selbst nicht bei!
      ( Dieses seltsame Verhalten wundert mich aber jetzt nicht mehr! )

      ° Bringt Camerons Ankündigung seiner Position, bei den Verhandlungen zu den
      EU-Verträgen, nicht Licht in vergangenes Verhalten der Briten?

      Besteht nicht ein gewisser Zusammenhang zwischen obigem Leserbrief und Camerons Worten? Auch den Briten wurden, wie den Franzosen bei deren
      EU-Beitritt bedeutende Sonderrechte eingeräumt, welche Geschäftsverbindungen
      mit ehemaligen Kolonien betrafen.

      Britische Gleichgewichtspolitik mit Hilfe der Finanzindustrie mit dem
      " bewährtem " Ziel Deutschland "unten" zu halten " ?
      Daß Österreich dabei auch niedergehalten wird, ist keineswegs ein Kollateralschaden, sondern durchaus erwünscht, denn in deren Augen sind wir natürlich auch böse Deutsche!

    • phaidros
      08. Dezember 2011 16:22

      Lieber Pumuckl, hinter jeden Busch mit bedeutungsschweren, fettgedruckten Buchstaben Meuchelmörder hinzuschreiben ist für meinen Geschmack etwas übertrieben.

      Cameron versucht, für die Briten das Beste rauszuhauen (nur für den Fall, dass es hier ein Missverständnis gibt: das ist sein Job, dafür bezahlen ihn die Briten). Dass diese DM-/€-»Zwangsmaßnahmen« chronologisch gar nicht recht zusammen passen, wurde Ihnen irgendwo auch schon erläutert (ich weiß jetzt nicht mehr, wo oder von wem)

      Also - nicht bös' sein - meine Gänsehaut hält sich in Grenzen.

      LG phaidros.vie@gmail.com

  32. HJR
    07. Dezember 2011 08:43

    Leider ist gegen die Seuche der Parteien in der Demokratie kein Kraut gewachsen.

    • Brigitte Imb
      07. Dezember 2011 10:23

      Egal welche Staatsform existiert, die Politiker machen was sie wollen, das Volk darf nur zahlen und wird entrechtet.

  33. Josef Maierhofer
    07. Dezember 2011 08:37

    Ja, die Fehler und Unfähigkeit der ÖVP.

    Das ÖVP-Bashing wird sicher von den ehemaligen ÖVP Wählern in guter Absicht betrieben.

    Diesen Parteileuten muss doch endlich einleuchten, dass sie nicht für ihre Selbstbedienung da sind, diese Zeiten gehen zu Ende, sondern für Österreich da zu sein haben. Diesen Parteileuten muss es doch möglich sein, Diktat von Konsens zu unterscheiden. Wenn es unterschiedliche Standpunkte gibt, kann man sich annähern, oder eben die Konsequenzen ziehen und die Koalition absagen. Aber sich wie eine Prostituierte am Faulbett räkeln und sich kampflos ergeben bringt Österreich in den Ruin. Dass die SPÖ das Wort Vernunft nicht kennt und das Land in den Ruin führt, wie die Apparatschiks damals die DDR, das wird doch hoffentlich inzwischen allen klar geworden sein. Oder noch immer nicht ?

    Das Dilemma ist, dass der größte Teil der ÖVP als Partei auch links steht und sogar das Geblödel einer Frau Rauch - Kallat mitmacht, statt endlich einmal den Österreichern zu zeigen, ja es gibt uns noch, ja wir stehen noch für Werte, ja wir sind bereit zu kämpfen dafür.

    Es ist dies ein Problem der Persnlichkeiten. Was wollen wir mit diesem verbildeten 'Bildungsergebnis', das diese Politikergenaration darstellt ? Die können das ja gar nicht mehr, das Denken, das Konsequenzen Ziehen, das Arbeiten, das Lösungen Suchen und Anbieten, die sind doch allesamt inzwischen 'schulversumpert', wie der ganze österreichische 'Dodelstaat' mit seinen 'Staatsdodeln'.

    Unverständlich nennt es Herr Dr. Unterberger, unverständlich nenne ich es auch und dumm. Was soll man mit solchen Figuren, die eine solche 'Partei' darstellen wollen, anfangen ? Geld bekommen sie, wofür, das weiß niemand und ist den meisten auch egal, leider.

    Die ÖVP ist eine Partei ohne Volk geworden, sie hat daher keinen Rückhalt mehr und prostituiert sich als SPÖ - Filiale, um wenigstens die Bonzen bei der Futterschüssel auf Volkskosten zu 'retten'. Rettet lieber Österreich, Euch könnt Ihr nicht mehr retten, Ihr fettgefressenen, zahnlosen, ideenlosen,faulen und selbstbedienerischen Parteibonzen und -granden. Ihr habt 40 Jahre geschlafen und das alles zugelassen, was die SPÖ mit Österreich aufgeführt hat, Ihr habt nicht gekämpft. Jetzt geht Ihr unter und mit Euch Österreich. Bravo !

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2011 11:55

      Werter Josef Maierhofer,

      irgendwie komme ich mit Ihren und vieler anderer ÖVP-Lamentationen nicht ganz zurecht:

      Sie schreiben, an die ÖVP gerichtet: "Ihr habt vierzig Jahre geschlafen ...",
      vergessen dabei aber ein wenig auf Dr. Schüssel und seine Leute, die erst vor wenigen Jahren die ÖVP in einem "Hoch" gehalten haben!

      Es war und ist nicht alles schlecht, was heute unisono verteufelt wird.
      Wäre da nicht etwas mehr Augenmaß angebracht?

      Grüße

      Gerhard Michler

    • simplicissimus
      07. Dezember 2011 12:34

      hervorragend ausgedrückt, bis auf den letzten absatz, der aus frustration geboren verständlich ist, aber da bin ich eher beim hinweis des wertkonservativen richtung schüssel. der hat vieles in die richtige richtung bewegt, wurde aber abgesägt.

    • Josef Maierhofer
      07. Dezember 2011 15:56

      @ Wertkonservativer

      Den Dr. Schüssel hat die ÖVP einfach abserviert, kaum hat er begonnen, in die richtige Richtung zu arbeiten.

      Ein Nicht(mehr)politiker kann den 'Pfründehengsten und -stuten' keine Schaden mehr anrichten, er hat es gut gemeint mit Österreich, da war er offenbar bei der ÖVP schlecht aufgehoben.

      Ich habe natürlich in meinem Frust vergessen, diese Formulierung noch anzubringen, 'die Guten werden abserviert'.

    • HJR
      07. Dezember 2011 17:10

      @Wertkonservativer
      Wenn man an die besten Zeiten der ÖVP denkt, dann entfaltet deren heutiger
      Zustand - anders lässt sich das nicht ausdrücken - echtes Verzweiflungspotential. Und diesen Sachverhalt beschönigende Worte findet nur, wer die ÖVP den schlechtesten Leistungen der SPÖ gegenüberstellt (also der Faymann-SPÖ). Aber das ist natürlich kein modus operandi, den ich als "objektiv" gelten lassen würde.

      Aber das ist ohnehin schon alles ziemlich egal, denn die Parteien und unsere österreichische Art Demokratie zu leben sind gerade dabei, unbegleiteten Suizid zu begehen - man weiß nur nicht, wie lange das Drama dauern wird. Wenn das derzeit dargebotene Vorspiel 2013 zu Ende sein wird, werden wir klarer sehen.

  34. erich schäfer
    07. Dezember 2011 08:32

    ... und trotzdem wird Herr Unterberger auch bei der nächsten NR-Wahl sein Kreuzerl bei der richtigen Partei machen.

    • Florin
      07. Dezember 2011 09:41

      ...und haben Sie eine brauchbare Alternative anzubieten?

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      08. Dezember 2011 15:42

      @ dr. erich schäfer:

      Sicher wird er das, nämlich das Kreuzerl wieder bei der richtigen (sic) Partei machen. Um Dr. Unterbergers Urteilskraft mache ich mir keine Sorgen. Ich zweifle allerdings, ob diese "richtige" Partei wirklich wieder die ÖVP sein wird (wie Sie implizieren). Lassen wir uns überraschen.

      Nach dem laienhaften Verhunzen der Bundeshymne ohne Grund (ein Symbol in mehrfacher Hinsicht, die Hymne und auch das, was man ihr angetan hat!), nach dem Unvermögen, die durch sinnlose Geschenke an Schmarotzer ausufernden Staatsschulden zu begrenzen, nach einer Ministerin die "Hea mit da Marie, hea mit dem Zasta, Obzocka!" zu schreien beliebt (und von den eigenen Leuten nicht sofort schweigend zurückgetreten wird) - und nach all den zahllosen anderen ebenso blöden Aktivitäten und Scheinaktivitäten der schwarzen Dilettanten wird die ÖVP zumindest bei mir wohl erstmals nicht die "richtige" sein.

  35. Cotopaxi
    07. Dezember 2011 08:15

    War die Begründung des Schwarzen Geistesriesen Kopf für das Scheitern der Verhandlungen mit dem BZÖ nicht, dass er dieser Kleinpartei kein Forum bieten wolle, das ihrer Größe nicht angemessen sei?

    Also, für die Schwarzen Satelliten der Roten geht Parteitaktik über das Staatswohl, oder sehe ich das falsch?

    • Pumuckl
      07. Dezember 2011 09:08

      Diese Begründung war wohl nur ein verärgerter Wadlbiß wegen des Nein's zur Schuldenbremse.
      Doch bezüglich der Größe sollte sich die ÖVP selbst Gedanken, daß sie im Bund vor den Grünen bleibt!

    • Pumuckl
      07. Dezember 2011 09:12

      @ Pumuckl 09:08

      ". . . selbst Gedanken machen, daß . . ." sollte es natürlich heißen"

    • Cotopaxi
      07. Dezember 2011 09:13

      @Pumuckl

      Ein absolutes Nein des BZÖ war es ja nicht, es wollte bloß sinnvollerweise Sanktionen für den Fall des Bruches der Schuldengrenze.

      Aber die Systemparteien wollen sich offensichtlich durch die Verfassung beim Geldausgeben und beim Stimmenkauf nicht einschränken lassen.

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      08. Dezember 2011 15:51

      Dass das BZÖ (man mag von ihm halten, was man will, ich mag es eher nicht, aber seine Forderungen waren weder unverschämt noch unerfüllbar, sondern im Gegenteil sinnvoll und konsequent) nicht überzeugt werden konnte, fällt allein auf die ÖVP und die SPÖ und deren pampige/unfähige Protagonisten zurück. Diese Riege von Scheinpolitikern hat zu verantworten, dass es nicht wenigstens einen Hauch von angeblicher Entschlossenheit gibt bei der Verminderung der Schulden.

    • Undine
      09. Dezember 2011 00:05

      @Wilhelm Conrad

      Stimme Ihnen vollkommen zu. Aber im SPÖ-eigenen ORF wird die Sache ganz im Sinne der SPÖ für die blöden Hörer und Seher von den schwer linkslastigen Ansagern so aufbereitet, daß auf jeden Fall immer wieder betont wird, die SPÖ hätte alles Menschenmögliche für das österr. Volk getan, aber die böse, böse Opposition hat sich zum Schaden der Republik geweigert, mitzugehen.

    • byrig
      09. Dezember 2011 23:21

      der gelernte einzelhandelskaufmann kopf war sich offenbar zu gut,um mit der dummen opposition wirklich ernsthafte gespräche zu führen.so wichtig war das thema ja doch nicht wie dieser typ dann im parlament behauptet hat.im einzelhandelsverkauf wäre dieser geistesriese vielleicht erfolgreicher geblieben.

  36. Anton Volpini
    07. Dezember 2011 06:55

    Operative Hektik ersetzt geistige Windstille!

    Da wird schon einmal ein Handy aus einem Kanalschacht gerettet, das hätte die Feuerwehr nicht besser gemacht als der Kanzler. Nur wäre es dann nicht in den Zeitungen gestanden, denn bei der Feuerwehr würde das zu den weniger spektakulären Einsätzen gehören.
    Da fährt ein Außenminister nach Ägypten um sich selbst ein Bild zu machen und trifft dort wen? Ach ja, er trifft die österreichische Botschafterin, mit der er händchenhaltend durch die Straßen flaniert. Direkt bewundernswert, wie dieser Gentleman die Dame in diesem gefährlichen Land beschützt. Die Botschafterin nach Wien zu consultieren wäre billiger gewesen.
    Da fährt ein Kanzler regelmäßig zu sogenannten "Rettungsgipfeln" (wie das heroisch klingt,) nach Brüssel, um dann hinterher exakt das zu fordern, was gerade beschlossen wurde!(copyright Unterberger oder Ortner)

    Das sind schon besondere Leuchten, von denen wir uns regieren lassen! Hamma was Besseres verdient?

  37. Wertkonservativer
    07. Dezember 2011 06:27

    Solange nicht sehr bald einschneidende Sparmaßnahmen getroffen werden, ist die Diskussion um die Schuldenbremse eigentlich nur ein Sturm im Wasserglas; diese - auch wenn sie im Verfassungsrang käme - bestenfalls eine gewisse Beruhigungspille für die "Märkte", die Anleger usw.usf.

    Nur wenn die Regierung kraft- und mutvoll handelt, andererseits die Bevölkerung Verständnis für Sparmaßnahmen zeigt, kann es zum Einbremsen der Neuverschuldung und zum nachfolgenden Schuldenabbau führen!

    Hat die Regierung diesen Mut, hat die Bevölkerung die Reife, notwendige Einschränkungen ohne Protestgeheul zu akzeptieren?

    Die nächsten Monate und Jahre werden es weisen, ob wir fähig sind, uns selbst aus dem Sumpf der Schuldenmacherei zu befreien!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • simplicissimus
      07. Dezember 2011 06:57

      diesmal volle zustimmung.

    • Cotopaxi
      07. Dezember 2011 07:46

      Warum nennen Sie nicht beim Namen, wer in der Regierung sitzt?

      Ach ja, Sie wollen ja den Ruf Ihrer Heilsbringer, das Ansehen der Schwarzen, nicht schädigen.

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2011 08:30

      @Cotopaxi:

      Langsam wirkt Ihre ewige Anti-Schwarz-Leier ermüdend!

      Haben Sie nicht noch andere Hobbies?

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      07. Dezember 2011 08:37

      Die Verantwortlichen sind beim Namen zu nennen und nicht hinter ermüdenden sonntagsredenähnlichen Plattheiten zu verschleiern, nur weil einem die Wahrheit unangenehm ist und es die Schwarzen Totengräber an der Hand der Roten sind, die unsere Heimat hirnlos in den Untergang führen.

      Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2011 09:08

      Lieber Gott im Himmel!

      Die dauernden Cotopaxi-Übertreibungen in Richtung der "schwarzen Ungeheuer" gehen ja auf keine Kuhhaut mehr!

      Bist Du mir böse, wenn ich diese(n) Cotopaxi als das bezeichne, was er(sie) in meinen Augen ist: Musterbeispiel eines Menschen, der eine "festgefahrene" Voreingenommenheit an den Tag legt, und nicht willens ist, auch positive Seiten (und die gibts ja wohl auch!) der von ihm Verfluchten anzuerkennen?

      Darf ich auf Erhörung meiner Bitte hoffen? Es ist ja wirklich nur eine lässliche Sünde!
      Danke, lieber Gott!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      07. Dezember 2011 09:18

      @WK

      Ich habe Ihnen in diesem Forum in den letzten Monaten schon zweimal mitgeteilt, dass ich dem Geschlecht angehöre, das meistens stehend pinkelt.

    • phaidros
      07. Dezember 2011 09:38

      Das halte ich aber auch für somanche Emanze für zutreffend... ;-)

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2011 09:53

      Danke, @ Cotopaxi,

      war mir dessen nicht bewusst!
      Jetzt kenne ich mich aus und werde mich danach verhalten!

    • Cotopaxi
      07. Dezember 2011 09:57

      @phaidros

      Ich kann mir vorstellen, dass Ihre Vermutung zutreffend ist.

    • mike1
      07. Dezember 2011 13:39

      verehrter Gerhard !

      du hast natürlich vollkommen recht - die sparmaßnahmen sollten bald - sofort - eingeleitet werden !!

      manche hier im forum begreifen halt nicht, dass die rotblauorangegrünmafia die verhinderer vom dienst sind, nicht die övp !

    • phaidros
      07. Dezember 2011 15:45

      Wir kennen einander nicht persönlich, werter mike, aber ich erlaube mir: Vorsicht! Dünnes Eis! ;-)

    • HJR
      07. Dezember 2011 17:16

      @Cotopaxi (07. Dezember 2011, 08:37)
      [... Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar ...]

      Ja, schon! Aber nicht unseren geschätzten Nibelungen.

    • HJR
      07. Dezember 2011 17:22

      @Cotopaxi & phaidros, 07. Dezember 2011 09:57
      Andererseits soll's ja auch im Geschlecht der Stehpinkler die Aberration des "Sitzpinklers" geben, sowie auch Apfelsafttrinker und Laudatoren.

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2011 18:44

      Schau, schau, @HJR hat für die paar EU-Befürworter hier im Blog einige aufgeschnappte Wortschöpfungen parat:
      Nibelungen, Stehpinkler, Apfelsafttrinker, recht einfallsreich.
      Was er mit "Laudatoren" meint, ist mir nicht ganz einsichtig.
      Aber weils wurscht ist!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  38. Pumuckl
    07. Dezember 2011 06:00

    Zu den " Modulrepetenten "
    Kommt am Ende dabei nur heraus, daß für die Lehrerschaft das Einkommenspotential durch Nachhilfestunden größer wird?

  39. simplicissimus
    07. Dezember 2011 05:07

    ich möchte an herrn unterbergers ganz ursprünglich geäusserte meinung erinnern, als er von der "schuldenbremse" berichtete und sie als placebo-alibiaktion verwarf, vor allem, da auch viel zu spät wirksam, verschoben auf künftige regierungen und daher auch nicht wirklich ernst zu nehmen.
    wie man sieht handelt die politik in allen aktuellen entscheidungen in homöophatischen dosen, was sparsamkeit betrifft. die "schuldenbremse" ist in wahrheit als ratingverschlechterungsbremse gedacht und verschiebt nur den zeitpunkt der notwendigen operation. die krankheit wird dann aber nur noch heftiger sein.
    offensichtlich steht uns das wasser noch nicht genug zum hals. noch müssen wir nicht wie ertrinkende ums leben kämpfen wie andere länder.
    da diese regierung oft genug bewiesen hat, dass sie VOLLKOMMEN UNFÄHIG FÜR POSITIVE REFORMEN ist und, wenn sie etwas tut, dies mit unheimlichem gspür meist in die falsche richtung gegen den eigentlichen willen des volkes, kann NUR EIN WECHSEL ÄNDERUNGEN BEWIRKEN. wie zb in italien, hoffentlich.
    daher vertritt die fpö den richtigen standpunkt: schuldenbremse ja, aber gleichzeitig stopp der verschwendungsgelder an pleitestaaten, bzw. volksentscheid darüber.
    was machen "einsparungen", die im neusprech ja steuerhöhungen sind, für einen sinn, wenn sie für wirkungslose pleitefonds verwendet werden sollen?

  40. Karl Rinnhofer
    07. Dezember 2011 02:58

    Noch einmal fröne ich dem Hang zu Analogien, bezugnehmend auf einige Aspekte in diesem Kommentar, und hoffe, um Verständnis ersuchend potenzielle Leser nicht durch den Umfang abzuschrecken:

    Aktionismus im Marginalen, Errichten potemkinscher Dörfer; Ausgabenmaximierung ohne Outputkontrolle sind - geschichtlich nachweisbar - die „bewährtesten“ Alibiaktionen bei faktischer Hilf- und Ahnungslosigkeit: Man zerschlägt aggressionsgeladen den Spiegel, aus dem ein immer hässlicheres Gesicht starrt, das bald niemand mehr zu mögen droht - und verhöhnt die Ratingagentur, anstelle deren Warnungen als externe Zusatzmotivation für weitgehend offenbar noch immer unverstandene Sparzwänge zu nutzen.

    Sparen: „Neue Steuern, was sonst?“ So tönt es bald unisono aus den Mündern erstaunlicher Provenienz. Was tut man nicht alles für „Gerechtigkeit“, für die gerade „die Reichen und Besserverdiener ... “ (also demnächst die allseits verachteten Mittelständler) „ ... ihren Beitrag leisten müssen“. Neuerdings gibt es einen herzigen Begriff dazu: „Einnahmenseitige Sparmaßnahmen“ (Heinisch-Hosek) Auf so etwas muss man erst kommen!

    Da stopft man – numerisch nachweisbar - immer mehr Mittel in die „Bildung“, die uns ja „etwas wert sein muss“ - den sie Lukrierenden aber nicht, wie man an der Endlosdebatte um Studiengebühren sieht - , blind dafür, dass bereits jetzt unendlich viele steuergeldfinanzierte Ressourcen ungenutzt brach liegen; aber „was nichts kostet, ist nichts wert“: Als Beispiele: Nicht-Besuch von steuerfinanzierten Förderkursen; Nicht - Erbringung von Hausübungen, Fernbleiben vom Unterricht – weil ja ohnedies „nichts passieren kann“ und ohnedies Aufsteigen mit Nicht genügend ermöglicht wird. Widrigenfalls kann man berufen, ungefährdet verleumden, sich an vorgesetzte Stellen klagend wenden, den Berechtigungs-verwehrenden Lehrer nach Belieben in Schwierigkeiten bringen.

    Medienwirksame, unterrichtszeit-verzehrende Projektionitis hat „eine bessere Presse“ als seriös-unspektakulärer Unterricht. Man relativiert die Pisaergebnisse („ist ja nur abfragbares Wissen...“) – anstelle die Insuffizienz des öffentlichen Bildungswesens zuzugeben. Man lässt neuerdings berechenbares Aufsteigen als Anspruch mit zwei bis drei Nicht genügend zu (und das auf dem Hintergrund zahlreicher flankierender Maßnahmen, wie die lähmenden §5-Prüfungen, diverse Vorwarnsysteme etc) – und schwärmt von den „verbesserten Unterrichtserfolgen“ und geringerem Drop-out-Raten“ durch de-facto-Herabsetzen der Leistungskriterien und tendenzieller Entkoppelung der Berechtigungen von transparentem, einigermaßen gleichzeitig erbrachten Wissen/Können unter der Maxime „Durchfallen auch bei verfehlter Schulwahl abgeschafft“.

    So wird das System durch Entzug interner Motivationen und Bruch allen Vertrauens zu einer gigantischen Steuervernichtungsmaschinerie,

    Die Module: In der Praxis bedeutet das, dass mehrere als anspruchsvoll empfundene Fächer (und nicht nur das eine, mit dem man schon jetzt aufsteigen kann) zunächst einfach weggelassen werden. Das Unterrichtsangebot bleibt von vielen ungenutzt: Die Sanierung wird auf den Nimmerleinstag aufgeschoben; man wartet auf ein Wunder. - Welch bedrückende Parallele zu der Verschuldungs- -Ideologie der Staaten. Am Ende kann der Schüler sogar den Prüfer aussuchen: Es wird sich wohl jemand finden, der „verständnisvoll“, „menschlich“, die Kriterien relativierend, “schülerfreundlich“, „innovativ“ „das Image der Dienststelle beachtend“ agiert „Wem tut das Weh?“ wird es heißen, - wenn damit das aufgetragene Rollenverständnis, auch die Erwartungen von Nachfolgeinstanzen sicherzustellen, pervertiert wird, man sich auf ausgestellte Atteste erst recht nicht verlassen kann, diesen endgültig niemand vertraut. Damit ist das ideologische Ziel erreicht: Weiteres Berechtigungsdumping: Die wahre Selektion beim Zuteilen von Sozialchancen seitens bereitliegender Seilschaften, ideologieverpflichteter Instanzen und immanenten vorauseilende Gehorsamszwänge soll durch verlässliche Leistungsausweise nicht gestört werden. Weitere Inflationierung der Atteste – Gib es diesen Begriff als neuerdings vielbeschworene „alternativenlose Maßnahme zur Entschuldung“ nicht auch in der gegenwärtigen Finanzkrise?

    Und auch hier insgesamt die düstere Parallele: Was gut gemeint begann (durchaus nachvollziehbares Aufsteigen mit einem Nicht genügend bei begründeten Härtefällen) wurde zur vorausberechenbaren Mechanik und ließ alle Dämme brechen. Es auf immer mehr Fächer auszudehnen, potenziert das Prinzip. – So wie der Sozialstaat, der zu Recht dem vom Schicksal Getroffenen unter die Arme greift, zum Wohlfahrtsstaat degeneriert, in dem man „Soziale Bedürftigkeit“ planbar herstellen kann und es sich lohnt, sich des Einbringens von Leistung für das Gemeinwesen bewusst zu entziehen.

    • logiker2
      07. Dezember 2011 10:02

      ein aufrichtiges Dankeschön für diesen hervorragenden Beitrag. Erlaube mir nur anzufügen, dass diese Vorgangsweise bereits bei der Wehrpflicht stattgefunden hat. Von der Möglichkeit in Ausnahmefällen aus Gewissensgründen den Dienst mit der Waffe abzulehnen, wurde letztendlich eine Wahlfreiheit, Wehrdienst oder Zivildienst. Dieselben, welche jede Leistung für die Gemeinschaft (Staat) als Einschränkung der Selbstverwirklichung und Zeitverschwendung ansehen, tragen in Parteiprogramm das Wort "Solidarität".

  41. Haider
    07. Dezember 2011 01:47

    Ein Erfahrungsbericht zu den ORF-Zwangsgebühren:
    Vor einigen Jahren bekam ich eine Mahnung, gefälligst meinen Fernseher beim Zweitwohnsitz anzumelden, obwohl dies seit Jahren geschehen war und mittels Einzugsauftrag die Zwangsgebühren beglichen wurden. Da der Mahnbescheid wenigstens einen Sachbearbeiter nannte, war das Mißverständnis rasch geklärt. Ein Jahr später wieder eine Mahnung, diesmal praktischerweise ohne Hinweis auf einen Sachbearbeiter. Diesmal war ich schon etwas ärgerlich und schrieb den GIS-Wegelagerern, daß ich bei der nächsten derartigen Mahnung eine Verleumdungsklage einreichen würde, denn in einem kleinen Ort glaubt nach so einer Aktion jeder Bewohner zu wissen, daß ich Schwarzseher wäre. Seither habe ich zwar endlich Ruhe von diesen Raubrittern, ärgere mich aber trotzdem alle 2 Monate über die doppelten Beiträge für diesen Regierungsfunk.
    Übrigens auf die Entschuldigung für die zweimalige ungerechtfertigte Belästigung warte ich bis heute.
    Jede Partei, jede Bürgerinitiative, jeder Rebell gegen diesen Raub bitte melden: Meine volle Unterstützung ist ihm/ihr sicher.

    • HJR
      07. Dezember 2011 08:41

      Das Einzige, was hier helfen könnte, wäre ein öffentlicher Gebührenstreik einer "kritischen Masse" von - schätzungsweise 30 bis 40% der Gebührenzahler. Aber der wird nicht stattfinden.

    • phaidros
      07. Dezember 2011 09:08

      Nicht nur, dass, wie Sie schreiben, in diesem Ausmaß ein Gebührenstreik nicht stattfinden wird, er würde auch im angepeilten Ausmaß nicht zum Zusammenbruch führen (kein Bedrohungspotenzial für den ÖRF).

      Außerdem ist diese Waffe als solches stumpf geworden: dadurch, dass die Eintreibung automationsunterstützt erfolgt, würde auch die Administration nicht aus dem Sattel gehoben.

      BG phaidros.vie@gmail.com

  42. byrig
    07. Dezember 2011 01:43

    auch die oberösterreichische spö,der auch die total inkompetente nationalratsmaus prammer angehört,stimmt jetzt für die schuldenbremse.
    ja,nachdem das bzö nicht mitstimmen wird.
    aus oberösterreich kommt seit langem nur präpotente inkompetenz.linkslink.
    dieser coup ist dieser partie aber nicht gelungen.aus einem grund:die österreicher können 2 und 2 zusammenzählen.
    kommunist ackerl,eine der miesesten figuren auf dem politparkett wurde entlarvt.
    dass so ein typ überhaupt einen stellenwert in der spö hat,wirft ein bezeichnendes licht auf diese partei.

  43. libertus
    07. Dezember 2011 00:55

    Ich bin auch der Überzeugung, daß sich dringend eine der 3 Oppositionsparteien besinnen und der Schuldenbremse im Verfassungsrang zustimmen sollte.
    Selbst wenn es zu viele Ausnahmen gibt, ist das Signal nach Außen ganz sicher ein deutlicheres als ein einfaches Gesetz.
    Daß allerdings Schuldenbremse gleichzeitig mit Steuererhöhungen übersetzt wird, kann wohl nur einem Sozen-Gehirn entspringen!

    Offensichtlich sollte die "Genderisierung" der Bundeshymne nur als Ablenkungsmanöver für uns Bürger vom Finanzdesaster des Staatshaushaltes dienen. Mit solch durchsichtigen Taktiken kann man jedoch internationale Ratingagenturen nicht abtäuschen und das ist gut so!

    Endziel unseres Öffentlich-Rechtlichen ist sowieso ein Rundfunkbeitrag für ALLE, egal ob jemand ein Fernsehgerät besitzt bzw. den ÖRF empfangen kann oder nicht. Und wenn er sich weiter dermaßen den entsprechenden Politikern anbiedert, wird ihm das auch genehmigt, fürchte ich!

    Sollten all diese nutzlosen Schulreformen umgesetzt werden, dann bedeutet das auch einen erhöhten Kostenaufwand (mehr Lehrer!!), daran führt kein Weg vorbei. Ich höre schon jetzt alle Verantwortlichen im Zuge dessen nach mehr Geld für Bildung schreien. Mit dem Totschlagargument, daß Bildung allen etwas wert sein muß, wird schleichend auch noch die linke Ideologisierung sowie das linke Schulchaos mit unser aller Steuermitteln finanziert.

    Kein Wunder, daß man dann eine Schuldenbremse mit Steuererhöhungen junktimieren muß, obwohl das ein Paradoxon darstellt!

    • Haider
      07. Dezember 2011 01:53

      Das habe ich zum gestrigen A.U.-Beitrag gepostet:
      Der ganze SPVP-Murks rund um die Schuldbremse wäre höchstwahrscheinlich lösbar gewesen, wären die Regierungsparteien z.B. bereit gewesen, ein Gesetz mit S a n k t i o n e n vorzulegen. Placeboaktionen erleben wir aus diesem Failmann/Schwindelegger-Eck dauernd. Gesetze mit Erhöhung des Strafausmaßes werden pausenlos beschlossen, nur kein BSA-Staatsanwalt handelt danach. Gekaufte Printmedien und ein durch Zwangsbeiträge ruhiggestellter Staatsrundfunk gaukelen uns eine für Österreich arbeitende Regierung vor, dabei erschöpft sich deren Tätigkeit weitestgehend im Umtexten einer Bundeshymne.
      599 Einsparungsvorschläge des Rechnungshofes, unzählige Oppositionsanträge zur Sanierung des Staatsbudgets ... alles Makulatur. Die Regierung blockt aus Prinzip alles ab, etwa nach dem Motto: "Da könnte ja jeder daherkommen! Wir san die mehrern, daher ham ma recht!"

    • contra
      07. Dezember 2011 11:34

      @Haider

      Traurig, aber wahr.

      ******!





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