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SN-Kontroverse: Länger arbeiten?

Unter dem Titel “Kontroverse” gibt es in jeder Freitag-Ausgabe der Salzburger Nachrichten eine Doppelkolumne, in der Katharina Krawagna-Pfeifer und ich jeweils zum gleichen, von der SN-Redaktion vorgegebenen Thema schreiben. Und zwar ohne dass man gegenseitig die Texte vorher kennt.

Diese Woche steht die “Kontroverse” unter dem Titel:

 

Müssen wir länger als bis 65 arbeiten?

 

In der Folge finden Sie die beiden – unverändert wiedergegebenen – Kolumnen. Dadurch soll dieser kreativen und spannenden Idee auch hier ein Forum gegeben werden.

Bitte keine Schlagzeilenreformen!

Katharina Krawagna-Pfeifer war Innenpolitikerin der SN, Innenpolitikchefin sowie Leiterin des EU-Büros des “Standard” und SPÖ-Kommunikationschefin. Sie arbeitet jetzt als Publizistin und Kommunikationsstrategin (kkp.co.at).

Sollen, können und müssen werden im politischen Diskurs oft verwechselt. Müssen und sollen implizieren, dass den Menschen etwas aufgezwungen wird. Dann geht gar nichts mehr. Wenn zum Beispiel der Ex-Bauernbundchef Franz Grillitsch - ein geistiger Verwandter des deutschen Ex-Bundesbankers Thilo Sarrazin - anregt, dass jenen, die aus gesundheitlichen Gründen früher in Pension gehen der Führerschein entzogen werden soll, und ÖVP-Chef Michael Spindelegger diese These willigst apportiert, dann wird's schwierig. Weil in der Folge könnte man Leuten, die in Pension sind - ob zu früh oder spät ist dann schon egal - das Fahren mit den ÖBB, der „Westbahn", der U-Bahn oder den Öffis untersagen, weil die ja schließlich auch von Steuergeldern gebaut wurden bzw. erhalten werden. Schuldenbremsen und Triple A rechtfertigen eben nicht alle Maßnahmen. Dass eine differenzierte Anpassung des Pensionssystems nötig ist, wird kaum bestritten. Doch das Leben der „Ruheständler" kann sehr verschieden sein. Da gibt es Beamte, die mit 35 Dienstjahren (oft gegen ihren Willen) in Pension geschickt werden. Mit Golden Handshakes. Das darf die Finanzministerin ruhig dem Boss der Beamtengewerkschaft von den christlichen Gewerkschaftern weiterflüstern. Dieser könnte ihr dann zurückflüstern, dass es einen Unterschied macht, ob, in welchem körperlichen Zustand und ab wann der Müllmann, die Krankenpflegerin oder die Sektionschefin abgefertigt werden. Ganz zu schweigen von den Unterschieden in den einzelnen KV-Verträgen. So schaut's aus: Das Leben der „Ruheständlerinnen" und sogar der Frühpensionisten kann verdammt hart sein. Fakt ist, dass jene, die im Erwerbsleben wenig hatten, weil sie die „dreckigen" Jobs erledigt haben, oft früher krank werden und in der Pension kaum auf Rosen gebettet sind.


Ahnungslosigkeit oder Zynismus

 

Andreas Unterberger

Länger zu arbeiten ist keine Frage des Sollens oder Wollens mehr, sondern eine des Müssens. Nur für jene kleine Minderheit, die gern länger arbeiten möchte, aber durch steinzeitliche Pensionssysteme und Kollektivverträge (die ältere Mitarbeiter sehr teuer machen) daran gehindert wird, ist es eine Frage des Dürfens.

 Der frühe Pensionsantritt ist die größte Ursache staatlicher Defizite. Deren Finanzierung ist nur zu steigenden Wucherzinsen möglich. Wer glaubt, im Land mit der im Euroraum zweithöchsten Steuerquote noch irgendwo große Steuergeldquellen finden zu können, ist ein Träumer oder zynischer Gewerkschaftsideologe. Die Österreicher gehen im Schnitt(!) um mehr als vier Jahre früher in Pension als die von den Sozialisten einst als Vorbild gelobten Schweden. Dieser Pensionsantritt erfolgt heute auch um mehr als drei Jahre früher als 1970. Die Österreicher fangen gleichzeitig um mehr als vier Jahre später zu arbeiten an. Und sie leben seither um sechs Jahre länger. In diesem Land kann man zwar aus oft nicht beweisbaren psychischen Gründen (die seltsamerweise rapid zugenommen haben) zulasten der Allgemeinheit in eine gut wattierte Frühpension gehen, aber diese Gründe reichen nicht einmal aus, den Führerschein zu verlieren. Was die Lage noch schlimmer macht: Zugleich ist die Geburtenrate weggebrochen. Und der Glaube, diese Lücke mit Zuwanderern füllen zu können, hat sich als Irrglaube erwiesen. Gehen doch die Zuwanderer in viel geringerem Ausmaß als geborene Österreicher arbeiten (zu 65 statt 72 Prozent) und kommen sie doch viel öfter aus bildungsfernen Familien.
 
In Wahrheit ist jede Woche, in der wir das Pensionssystem nicht drastisch ändern, ein Verbrechen an der Zukunft und eine Weichenstellung Richtung Griechenland.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBuntspecht
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2011 09:55

    Ich finde diese kkp einfach lieb in ihrer blinden Naivität. Man muss den SN dankbar sein, dass wir auf diese Weise Einblick in das Denken roter Gehirne bekommen. Traurig nur, dass diese Ideologie für schliche Gemüter noch immer genügend Anhänger findet, um sich am Leben zu erhalten.

  2. Ausgezeichneter KommentatorImmanuel
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2011 09:59

    1. Es ist geradezu zynisch, durchaus berechtigt jahrelang gebetsmühlenartig bis zum Überdruss die Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters zu verlangen (wer kann das noch hören?) – und gleichzeitig den anachronistischen um 5 Jahre früheren abschlagfreien Pensionsantritt der längerlebenden Frauen zu immunisieren. Nur für Beamtinnen gilt 65 als Regelpensionsalter.

    2. Es ist geradezu zynisch, durchaus berechtigt versicherungsmathematisch zu eruierende Zu- bzw. Abschläge bei freiwillig späterem oder früheren Pensionierungsantritt vorzuschlagen – und gleichzeitig Jahr für Jahr die niedrigen Pensionen derjenigen, die nur kurz und wenig einzahlten (z.B. Ausgleichszulagenempfänger) aus „sozialer Gerechtigkeit“ überdimensional anzuheben und allfällig höhere Pensionen derjenigen, die sich freiwillig ihre Pensionsgenusszeit verkürzten, mit hochbesteuerten Fixbeträgen und Deckelungen zu „bestrafen“. Wenn schon Deckelungen und Sockelungen – dann auf der Auszahlungs- UND auf der Beitragsseite. Instrumente leistungsfeindlicher Umverteilung gibt es genug, von der brutalen Steuerprogression über diverse Gebührenreduzierungen bzw. –befreiungen bis zu den einkommensabhängigen Transferleistungen. Die Pensionshöhe darf nicht zusätzlich als ein weiteres Instrument der Umverteilung herhalten, indem sie sich von der Einzahlungshöhe und – dauer entkoppelt.

    3. Es ist geradezu zynisch, durchaus berechtigt endlich versicherungsmathematische Grundsätze bei Auszahlungshöhe von Pensionen unter Einbeziehung von Einzahlungszeitraum, Einzahlungshöhe und Pensionsantrittsalter einzufordern – und zugleich immer wieder neue beitragsfreie Zeiten zu erfinden, die als Beitragsjahre gerechnet werden.

    4. Es ist geradezu zynisch – und keineswegs berechtigt -, dass Frau Krawagna-Pfeiffer just die Beamtenschaft als Biotop der „golden handshakes“ zitiert. Abgesehen, dass es „off topic“ ist (es geht um späteres Pensionsantrittsalter) sind solche keineswegs Bestandteil des Beamtendienstrechts, sondern Folge von Sondervereinbarungen bei Dienstverträgen unterschiedlichster Verwendungen im ASVG. Beamte treten ihren Ruhestand statistisch nachweisbar um 2,5 Jahre später an als die übrigen Arbeitsnehmer, und das ohne Abfertigung oder gar „golden handshake“. Dass offensichtlich in einigen Bereichen ältere Arbeitnehmer – auch gegen ihren Willen - in vorzeitige Pension gelockt (außerhalb des Beamtentums auch mit „golden handshakes“) oder gemobbt werden, weil das dem Arbeitgeber billiger kommt, indem er das Finanzierungsproblem auslagert, ist gewiss bedenklich. Handlungsbedarf besteht, auch für Ältere ein entsprechendes Berufsfeld vorzusehen. Dazu müssen einige flankierende Maßnahmen gesetzt werden: Etwa das Aufbrechen des unzeitgemäßen Senioritätsprinzips, das ältere Arbeitnehmer für Arbeitgeber unverhältnismäßig teuer macht. Doch auch die „Alten“ haben eine Bringschuld: Es ist nicht zu viel verlangt, wenn auch sie sich ständig - den Erfordernissen entsprechend - weiterbilden. Auch neue Technologien (Computer etc.) sind erlernbar!

    5. An Frühpensionierungsformen möge die Schwerarbeiterregelung unter der Voraussetzung treffsicherer Kriterien bestehen bleiben. Die unglückselig als solche bezeichnete und mit dieser in keinem Zusammenhang stehende, aber notorisch mit ihr verwechselte Hacklerregelung hat dagegen schnellstens und ersatzlos abgeschafft zu werden – und zwar bei allen Berufen. Auch eine Invaliditätspension hat Berechtigung, wenn man Missbrauch ausschließt, kann also nur eine seltene Ausnahme sein.

    6. Erst wenn ungerechte Verhältnisse nicht beitragsgedeckter früherer Pensionierungen beseitigt sind, kann man über eine Anhebung des Regelpensionsalters diskutieren. Das Endergebnis soll ein frei zu wählender Pensionierungszeitpunkt mit ausschließlich versicherungsmathematisch zu eruierenden Pensionshöhen sein. Das impliziert auch das Streichen von Volleinrechnung aller Nicht-Beitragszeiten Beitragsjahre. Einzig der Spezialfall des Präsenzdienstes könnte durch Direktzahlung entsprechender Pensionsbeiträge seitens des Bundesheeres gelöst werden.

    7. Krawagna-Pfeiffers Bild von der „steuerfinanzierten“ Westbahn AG. (generalisierende) „der ÖFFIs“ ist eine Unterstellung: Die „Westbahn“ muss alle ihre Züge vollkommen eigenwirtschaftlich ohne jede Subvention führen und für die Benutzung der Infrastruktur (Gleise, Bahnhofsanlagen, Bahnsteige etc. der ÖBB) das „I.B.E (=Infrastrukturentgelt, eine Art „Schienenmaut“) zahlen. Das gilt auch für alle anderen allfälligen privaten Anbieter von Mobilitätsleistungen.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2011 01:11

    "Müssen und sollen implizieren, dass den Menschen etwas aufgezwungen wird. Dann geht gar nichts mehr."

    Dieser Satz aus der Feder einer gestandenen Linken klingt wie Hohn, wenn man bedenkt was diese Ideologie der Allgemeinheit gegen den Willen der Mehrheit aufzwingt (Genderwahn, Political Correctness etc.).

    Abgesehen davon steht unser Pensionssystem nicht zuletzt durch schamlosen Mißbrauch vor dem Abgrund. Wäre in den vergangenen Jahren wenigstens das gesetzliche Pensionsantrittsalter eingehalten worden, hätte die "Hacklerregelung" - wie ihr Name eigentlich andeutet - nur für gesundheitlich strapazierte Schwerarbeiter Anwendung gefunden und nicht in der Mehrheit für Beamte, die es sich einrichten konnten, müßten wir nicht die jetzt zwingend notwendige Diskussion über eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters führen. Man hätte eventuell das System dahingehend flexibilisieren können, daß Menschen verantwortungsvoll, individuell bestimmen dürfen, wann sie in Pension gehen möchten.
    Jene, die noch rüstig genug und mit Spaß bei der Sache sind, bleiben länger im Arbeitsprozeß und jene, die sich in nachweislich anstrengenden Berufen reif für eine frühere Pension fühlen, diese zu ermöglichen - natürlich innerhalb geordneter, gesetzlicher Rahmenbedingungen.

    Nun, die Linken lehnen zwar das Müssen ab, aber kreative Vorschläge für eine flexiblere Handhabung, jedoch ohne Umgehung der gesetzlichen Vorgaben, bleiben sie ebenfalls schuldig, was einmal mehr beweist: "Regieren ist nichts für LULUS"! (O-Ton einer Grünen!).

  4. Ausgezeichneter KommentatorBrockhaus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2011 08:23

    Eine klare Themenverfehlung von Frau Krawagna-Pfeifer. Herr Dr.Unterberger hat mit all seinen Feststellungen vollkommen recht, ich erspare mir, sie hier zu wiederholen. Unser Pensionssystem ist kein Perpetuum mobile. Als man in den Jahren 1961 bis 1963 schrittweise die vorzeitigen Alterspensionen eingeführt hat, waran damals schon einige Kollegen der Meinung, daß man sich das eines Tages nicht mehr wird leisten können. Ich wußte damals nicht genau wovon sie sprachen, doch heute wurden sie mehr als bestätigt. Und wie heißt es so schön? "Wenn man Dir gibt, dann nimm, wenn man Dir nimmt dann schrei"

    Und so kann man nur durch weitere empfindliche Abschläge bei früherem Pensionsbeginn einen späteren Pensionsantritt erreichen, denn eine Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage würde letztlich wieder zu höheren Pensionen führen. Außerdem müßte man die Eigenvorsorge mehr fördern. Aber ich denke, da ist die heutige Jugend bereits auf dem richtigen Weg.

    Außerdem hat man in den letzten Jahrzehnten viele Möglichkeiten geschaffen, teils ex lege, teils auch für billiges Geld, Versicherungszeiten zu erwerben. So wurden Zeiten des Bezuges von Kranken-und Arbeitslosengeld zu Versicherungszeiten, ebenso die Zeiten der Kindererziehung, Zeiten der Selbstversicherung bei geringfügiger Beschäftigung können um einen Spottpreis in der Kranken-und Pensionsversicherung(!) erworben werden, der Einkauf von Schul-und Studienzeiten, bevor sie nunmehr empfindlich verteuert wurden und noch einige mehr. Nur die Rechnung ging trotz vieler Hinweise und Warnungen von Fachleuten, nicht auf.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2011 07:56

    Ein ausgezeichneter Kommentar von A.U. !
    KK-P übt sich in informationslosem Dummschwätzen, ganz rote Parteilinie.

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2011 08:20

    Was heisst da länger arbeiten.

    Es müssten nur das Pensionsalter als Ziel eingehalten werden.

    Tausende Eisenbahner werden von den Gewerkschaften von ihren Lebensarbeitszeitzielen abgehalten und leben 10 jahre lang mehr auf Kosten der Steuerzahler, weil die Bahn die Pensionskasse bei 200 000 Pensionisten und etwa 40 000 Aktiven nicht füllen kann. Also länger arbeiten.

    Nicht die von Frau Krawagna-Pfeifer angesprochenen Sozialfälle, die Sozialisten gerne zu Aufhängern machen, als wären alle Österreicher krank, nicht die sind es, die können nicht länger arbeiten, nein die tausende bei der Eisenbahn und die tausende in der Beamtenschaft, auch die tausende, die sich Gefälligkeitsatteste zu ihrer Gesundheit ausstellen lassen, und die tausende, die die Hacklerregelung ausnützen, die kosten so viel, dass das Pensionssystem kippt, und nicht zu vergessen die tausende, die Privilegienpensionen bis zum 30 fachen einer Mindestpension erhalten, dazu zählen alle Politiker und Politbeamten und sonstigen Edelschmarotzer im Dunstkreis der Parteien. Ich selbst bin schwer krank, selbstständig und arbeite weiter, weil arbeitsfähig, Atteste hätte ich genug und auch eingezahlt hätte ich genug für sofortige Pensionierung.

    Man kann politisch nicht mehr darum herum, endlich die Wahrheit über die soziale Lage zu sagen, Dr. Unterberger tut es, dankeschön dafür, es muss in der Bevölkerung ein Umdenken stattfinden, wir müssen weg von der 'allversorgenden Parteikrake' namens 'Staat', wir sind selbst für alles was wir haben und wollen und tun und vorsorgen verantwortlich.

    Der Schlendrian, die Faulheitsspekulation, die Lethargie, die Rücksichtslosigkeit, etc. der Bevölkerung muss einem Umdenken in Richtung Eigenverantwortlichkeit, Rücksicht auf die Gesellschaft, Anstrengung, Bescheidenheit, Fleiß, Anständigkeit, etc. Platz machen.

    Was kann die Politik dazu tun ? Viel, sehr viel, wenn sie nur wollte:
    Reformen bei Gesetzen, Föderalismus, Strukturen, etc. zum Sparen, mit gutem Beispiel vorangehen und für sich selbst zumindest Nullrunden ansagen für die nächsten 10 Jahre, öffentliche Diskussionen über wahre Tatsachen und nicht stümperhaft und vordergründig parteipolitisch manipuliertes Schönreden und Verschweigen, ausmisten in den Parteien und Suche von wirklichen Kapazitäten, die was können, die haben nämlich in den allermeisten Fällen kein Parteibuch. Also ganz schön viel, was die Politik dazu beitragen könnte, wenn sie nur wollte.

    Schlichtes Mauern wird nichts Positives bringen können.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2011 05:05

    ich gratuliere frau krawagna-pfeiffer dazu, wie sie wieder einmal in bester politikermanier eloquent und völlig nichtssagend um den brei herumredet und die frage zerpflückt anstatt sie zu beantworten.

    das ist die masche der von einer effizienten wirtschaft getragenen, umverteilenden politikern von gestern. nein danke, solche politiker brauchen wir nicht mehr. im gegenteil, wir müssen sie dringend loswerden.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2011 11:33

    Krawagna-Pfeifer hat ja die Argumente von Grillitsch hinsichtlich Führerscheinentzug überhaupt nicht verstanden: er hat gemeint, wer zu krank zum Arbeiten sei, könnte (ja müsste eigentlich) auch durchaus (körperlich/geistig) nicht mehr in der Lage sein, ein Auto sicher zu lenken, ohne sich und die anderen Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Das ist durchaus nachvollziehbar, allerdings ist die Denkungsweise Krawagna-Pfeifers wohl viel zu beschränkt, um das auch nur zu begreifen; denn eine Fahrt mit dem Zug stellt an den Passagier wohl wesentlich weniger Anforderungen als eine Autofahrt. Ist offenbar für die Dame auch zu hoch.


alle Kommentare

  1. ELla (kein Partner)
  2. Ingrid (kein Partner)
    21. Januar 2015 07:52

    It's good to see someone thnnkiig it through.

  3. Jose (kein Partner)
    20. Januar 2015 10:49

    The accident of finding this post has brgethined my day

  4. byrig
    04. Dezember 2011 23:23

    dass kkf in einer überregionalen zeitung als journalistin tätig sein kann,verwundert nach ihrer völlig faktenfreien bzw faktenverdrehenden darstellung,an ahnungslosigkeit grenzenden darstellung sehr,zumal diese darstellung unverblümt ideologisch-sozialistisch punziert ist.eigentlich kein ruhmesblatt für die sn.

  5. Torres (kein Partner)
    03. Dezember 2011 11:33

    Krawagna-Pfeifer hat ja die Argumente von Grillitsch hinsichtlich Führerscheinentzug überhaupt nicht verstanden: er hat gemeint, wer zu krank zum Arbeiten sei, könnte (ja müsste eigentlich) auch durchaus (körperlich/geistig) nicht mehr in der Lage sein, ein Auto sicher zu lenken, ohne sich und die anderen Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Das ist durchaus nachvollziehbar, allerdings ist die Denkungsweise Krawagna-Pfeifers wohl viel zu beschränkt, um das auch nur zu begreifen; denn eine Fahrt mit dem Zug stellt an den Passagier wohl wesentlich weniger Anforderungen als eine Autofahrt. Ist offenbar für die Dame auch zu hoch.

  6. Neppomuck (kein Partner)
    03. Dezember 2011 11:33

    „Beschäftigung“ bedeutet gar nichts.
    Etwas „weiter gehen“ müsste.
    Sowohl in der Wirtschaft wie auch in der Politik.

    Also:
    Von wegen „länger arbeiten“ oder gar (horribile dictu) „länger leisten“.
    Hier sind die wahren Ressourcen.
    Schließlich sollte das Ergebnis zählen und nicht eine substanzlose Bereitschaft.

    Unterstufen-Physik: Arbeit ist „Kraft mal Weg“.
    Leistung ist Arbeit in der Zeiteinheit.
    Kein Weg zurückgelegt – keine Arbeit gemacht. Und damit keine Leistung erbracht.


    Siehe:
    http://tinyurl.com/7fc743x

    Darüber hinaus kann man ja die Ruhensbestimmungen an die wirtschaftlichen Erfordernisse ebenso wie an die Leistungsfähigkeit der in Pensionsnähe (oder darüber hinaus) befindlichen Arbeitnehmer anpassen.
    Teilzeitarbeit für (brauchbare) Alte, die Erfahrung und Wissen einbringen können und wollen.
    Gegen eine entsprechende Gegenleistung, versteht sich.
    Womit natürlich kein Telefonat zum Tarif von 1 Million ats (=70.000 €) gemeint ist.

  7. Segestes (kein Partner)
    03. Dezember 2011 09:50

    Bei Büroarbeit das faktische Antrittsalter leicht anheben, bei körperlicher Arbeit nicht.
    Und endlich das Pensionsalter von Frauen, an das der Männer angleichen!

    In Summe reichen diese beiden Maßnahmen vollkommen aus.
    Einen echten Hackler hingegen noch länger schuften zu lassen, obwohl der sich spätestens mit 50 sowieso kaum noch rühren kann (und am Arbeitsmarkt auch kaum noch zu vermitteln ist), braucht es da bestimmt nicht.
    Das dem Gleichmacher Unterberger ins Stammbuch geschrieben, der von seinem Elfenbeinturm herab immer so tut, als ob Arbeit gleich Arbeit wäre.

    Was Unterberger mit seinem Standpunkt noch bezwecken könnte:
    Statt der verfrühten Pension, soll ein älterer, nicht mehr zu vermittelnder Arbeitnehmer, jahrelang mit der Notstandshilfe abgespeist werden.
    Das kommt den Staat billiger.
    Oder auch nicht.
    Denn ich sehe es schon kommen, wie diese älteren Arbeitslosen, speziellen, von der Allgemeinheit mitfinanzierten, Arbeitsplätzen zugewiesen werden, um die Arbeitslosenstatistik zu schönen.
    Das freut jene unternehmerische ÖVP-Klientel, für die der Auftragsschreiberling Unterberger tätig ist.

  8. RB (kein Partner)
    03. Dezember 2011 09:04

    Ich stimme allenPostern zu, dass bei "den Pensionen" einiges in die Schieflage geraten ist.
    Ich selbst stand 40 Jahre im Erwerbsleben, 10 Jahre davon 7 Tage pro Woche (und das in den schönen Lebensjahren von 20 bis 30).
    Abgesehen von all der Problematik, die das bestehende Pensionssystem hat, verstehe ich NICHT, weshalb die Erwerbsarbeit bei so vielen Postern einen solch hohen Lebens-Stellenwert hat.

  9. Rudolf Scheutz (kein Partner)
    03. Dezember 2011 08:25

    Dazu: SN-lokalteil v 1.12., S.2,3: "Die WEB-AG lebt weiter - unter neuem Namen" ... "Das grosse Atout der Firma ist ihr Gemeinnuetzigkeitsstatus".
    Kommentar:
    Die Kleinen sollen fuer die Unfaehigkeit der Grossen zahlen.
    KPOe: "Wir zahlen nicht fuer Eure Krise"

  10. Reinhard (kein Partner)
    03. Dezember 2011 07:41

    Man muss das Kauderwelsch der roten Kommunikationsfachfrau zweimal lesen, um langsam hinter den (Un)Sinn Ihrer Worte zu kommen.
    Sie hat nicht nur vergessen, dass der Ex-Bundesbanker Sarrazin auch Ex-SPD-Finanzsenator in Berlin (der bekanntlich pleitesten Stadt Deutschlands) war, sondern erkennt nicht einmal den Unterschied zwischen dem Führerscheinentzug für angeblich Invalide Frühpensionisten und einem von ihr haltlos unterstellten U-Bahn-Fahrverbot. Man ist ja einiges an grenzwertigem Populismus von dieser Gestalt gewohnt, aber hier untertrifft sie sich mal wieder selbst.
    Dann kramt sie noch den Müllmann und die Krankenpflegerin aus dem Kastl, in dem auch der arme zahnlos vor sich hin mümmelnde Mindestpensionist und der rassistisch verunglimpfte Migrantenzahnarzt wohnen, und ignoriert die Tatsache, dass die wirklich wegen nachvollziehbarer Gesundheitsschäden in Frühpension gehenden Menschen nur einen winzigen Bruchteil derer ausmachen, die sich früher verabschieden. Und dass der Durchschnittsösterreicher, was jeder weiß der mit Arbeitern, Angestelten und Beamten zusammenarbeitet, spätestens Mitte Vierzig anfängt mit "Für mich lohnt das nicht mehr, ich geh eh bald in Pension, spätestens mit fünfzig beginnen die Kuren und Krankenstände und mit sechzig rühre ich keinen Finger mehr!"
    Naja, mit der Realität hat sie es nicht so. Nur mit kernigen linken Parolen und der in diesen Kreisen üblichen gekünstelten Empörung.

    Was Unterberger ablässt, ist auch nur die halbe Wahrheit. Nein, die Menschen müssen eben nicht länger arbeiten. Sie müssen nur lernen, sich zu entscheiden, mit wieviel oder wie wenig sie zum Leben im Ausgedinge auskommen. Ähnlich den sonst so gern als Beispiel zitierten Schweizern zahlt jeder, ohne Höchstgrenze, einen bestimmten Prozentsatz in Pensionskassa, wer das gesetzliche Antrittsalter erreicht bekommt eine Volkspension oberhalb der Armutsgrenze und fertig. NAtürlich wird das alle Pensionisten und jene, die bald welche zu werden hoffen (also ab Mittvierziger aufwärts) jetzt wieder vom Pensionsbetrug schreien, aber bis jetzt haben ihre Eltern und Großeltern glänzend von diesem Betrug gelebt. Irgendwann muss Schluss sein!
    Länger zu arbeiten ist nur der Preis für das Aufrechterhalten dieses Betrugssystems. Und da insgeheim jeder hofft, noch schnell in den Genuss des wohlerworbenen Rechtes, an den Früchten dieses Betruges mitzunaschen, kommen zu können, wird sich auch nichts daran ändern, denn je früher die Leute die Leistung verweigern und je länger sie leben, umso mehr werden die, die mehr fordern.
    Sofortige Festlegung einer Vollpension ab 65 für Männer und Frauen in Höhe von 60% des Durchschnittsgehaltes der Beitragszahler, sofortige Abschaffung der Beitragshöchstgrenze, im Gegenzug sofortige radikale Anhebung der Höchststeuergrenze, extreme Abschläge für früheren Pensionsantritt (drei Jahre früher = 100% Abschlag!), dafür unbegrenzte Zuverdienstmöglichkeit für Alterspensionisten, egal ob aus Vermögenswerten oder aus eigener Arbeit.
    Keine Anhebung des gesetzlichen, aber sehr wohl des faktischen Pensionsantrittsalters, Rückgang der Krankenkassenkosten (das ganze Kranken- und Kurspiel würde aufhören, wenn es eh keine Frühpensionierung bringt), ehrliche Umwandlung des Umlagesystems in ein Solidarsystem - DAS sind für mich Denkansätze für eine Reform.
    Einfach sagen: Müssen eben die nächsten Generationen länger hakeln - das ist der Lösungsvorschlag der heutigen Nutznießer. Das sollte zu denken geben. Auch einem Nutznießer wie Herrn Unterberger.

  11. Karl Rinnhofer
    03. Dezember 2011 02:58

    @libertus (Replik)
    Vielen herzlichen Dank für die so positive Reaktion – die sehr für Sie spricht und mich erleichtert.

    Ich stimme Ihnen in allen Punkten dieser Replik zu Die Begriff ist denkbar unglücklich gewählt und tatsächlich „eine Irreführung“, legt er doch Verwechslung mit der „Schwerarbeiterregelung“ nahe.

    Diese „Hackler“ - Regelung als solche gehört – wie ich immer beton(t)e – schnellstens ersatzlos abgeschafft, da sie teuer ist, nicht der Beitragswahrheit entspricht, somit – analog zu den auch sonst für alles aufkommenden leistungsbereiten Steuerzahlern – zu Lasten ungefragte Dritter geht. Das ist EIN Mosaikstein der notwendigen Maßnahmen, die gesetzt werden müssen – bevor man an eine Anhebung des Regelpensionsalters denkt. Vielleicht analog dazu, dass man in der notwendigen staatlichen Defizitvermeidung zuerst echte Einsparungen vornehmen muss – bevor man Steuererhöhungen denkt. Doch wie man auch letztere in semantischem Betrug unter „Sparmaßnahmen“ subsumieren kann, , mag eine bemerkenswerte Begriffsbildung von Heinisch-Hosek zeigen: „Einnahmeseitige Einsparungen“ (!)

  12. Immanuel
    03. Dezember 2011 00:43

    @Libertus
    Hier muss ich die (sinngemäße, populistische) Behauptungskette „Hacklerregelung - schamloser Mißbrauch - Beamte – es sich richten – “ im Sinne von Argumentationsredlichkeit dringend korrigieren: Auch sonst sachlich Argumentierende sind offensichtlich vor verhängnisvollen Irrtümern nicht gefeit, die auch dann nicht zur Wahrheit mutieren, wenn sie allgemeinem fehlgeleiteten Meinungsmainstream entsprechen.
    Hinter Ihrer Argumentation steht die schwerwiegende Verwechslung von „HACKLERREGELUNG“ mit der davon absolut unabhängigen „SCHWERARBEITERREGELUNG. Ich stelle hiermit (wohl ein letztes Mal) klar:

    Die (unglücklich als solche bezeichnete) "Hacklerregelung“ ist ein berufs-unabhängiger vorzeitiger Ruhestandsantritt, der nie für bestimmte Berufe konzipiert war und ausschließlich mit der Zahl der Beitragsjahre und dem Erreichen eines bestimmten Lebensalters zu tun hat. Konkret: (bisherige Regelung): Nach Erreichen von 45 (Männer) bzw. 40 (Frauen) Beitragsjahren. und von 60 Lebensjahren (Männer und Beamtinnen ) bzw.55 (ASVG-Frauen) - in Hinkunft bis 2014 gilt: 62 statt 60/57 statt 55, dann Auslaufen.. Diese Regelung steht ALLEN Berufen in gleicher Weise offen; warum sollte es Missbrauch sein, wenn sie ein Sgtaatsdiener . wie alle anderen – beansprucht?
    2. Die Schwerarbeiterregelung: Sie steht nur bestimmten Berufen bzw. Tätigkeiten – unabhängig von bzw. zusätzlich zur “Hacklerregelung“ offen und hat mit der „mindest benötigten Kalorienanzahl in TAXATIV AUFGEZÄHLTEN TÄTIGKEITEN zu tun (Männer: mehr 2000 Kalorien, Frauen: mehr als 1200 Kalorien) und ermöglicht einen deutlich früheren Pensionsantritt. Sie steht NUR Angehörigen diese Berufe/Ausführende dieser Tätigkeiten bei Erreichen diese Kriterien zur Verfügung und ernöglicht deutlcih früheren Pensionsantritt.

    In der Pensionsfrage sind die Beamten keineswegs privilegiert, auch wenn es „in“ ist, sie notorisch mit falschen Behauptungen zu verleumden. Es sei darauf verweisen, dass die Öffentlich Bediensteten statistisch belegbar durchschnittlich um 2,5 Jahre später ihren Ruhestand antreten als die übrigen Arbeitnehmer. Das hat natürlich damit zu tun, dass die Beamtinnen das 5-Jahres-Frauenprivileg als einzige weibliche Berufsgruppe weder bei der Hacklerregelung noch bei der Regelpension genießen können, aber auch, dass – von einigen Sparten abgesehen (Krankenschwestern, Pflegerinnen, einige Sektoren des handwerklicher Dienst, Müllabfuhr -. auch das sind öffentlich Bedienstete!) die „Schwerarbeiterregelung“- durchaus nachvollziehbar - nicht beansprucht werden kann.

    Daher urgiere ich: Das Abschaffen des ASVG-Frauenprivilegs wäre dringend geboten; darin liegt eine nicht zu begründende Privilegierung. Auch die Hacklerregelung“ gehört möglichst bald ganz abgeschafft – natürlich für ALLE Berufe! Das gilt auch für die Einrechnung beitragsloser Jahre als Beitragsjahre. Auch die freiwillige Weiterversicherung von Pensionsjahren zu einem nicht annähern „beitragswahren“ Alibitarif gehört versicherungsmathematisch korrigiert. Ich bin mir bewusst, dass dies als „sozial kalt „ dargestellt wird . Doch man möge die andere, die wahrhaft betroffene Seite sehen: Alle diese begünstigten Pensionierungsformen sind ein Betrug an den lange-Einzahlenden-kurz-Pensionszeit-Genießenden und widersprechen krass der Beitragswahrheit.

    Nur zwei begünstigte Formen im Sinne von „nicht der Beitragswahrheit entsprechend“, mögen für eine Minderheit bestehen bleiben: (a) Die Schwerarbeiterregelung nach klaren Kriterien und (b) die (sachlich begründete) Invaliditätspension (wenn sie jeden Missbraucht ausschließt). Darüber hinaus darf als einziges Kriterium ausschließlich der versicherungsmathematische Grundsatz (Beitragswahrheit) gelten.

    Jeder soll seinen Pensionsantrittszeitpunkt selbst wählen und daraus einen kalkulierbaren, durch nichts zu relativierenden Anspruch auf eine auszurechnende Pensionshöhe bekommen. Selbstverständlich gehören daher auch alle Ruhensbestimmungen abgeschafft – mit Ausnahme bei den wenigen dann verbleibenden begünstigten Frühpensionierungsformen.

    Ich hoffe, für diese dringendnotwendige Korrektur Verständnis zu finden – und dass diese Desinformation – der ich keine böse Absicht unterstelle - nie mehr angewandt wird.

  13. Karl Rinnhofer
    02. Dezember 2011 23:34

    @Libetus
    Sosehr ich zustimme, muss ich eine Behautpung unbedngt korrigieren: Hacklerregelung - Schwerarbeittr -Beamte (die "sichs richten" und "Mißbrauch begehen"! ): Da steht wieder der vielfache Verwechslung von der unglückselig als solcher bezeichneten "Hacklerregelung"
    Also ich möchgte es lein letztes Mal den Unewschied erklären, um die "Wbösen", wausnutzerischen"; "parasitären" "priviligierte2n Beamten zu exkulpieren: (denn in diesem Punkte verdienen sie es sicher:

    1. "Hacklerregelung": Vorzeitigeg Ruhestandsantritt bei Erreichen einer bestimmten Zahl von Pensionsvrsicherungs- Beitragsjahren (Männer: 45, Frauen: 40). Diese FRegelung ist völlig unabhängig von den Berufen und wude daher auch nie für einen Beruf oder eine Tätigkeit söehzifisch geschafen, steht jedem bei langen Versciherungszeiten offen, der das 60. (bei Mönnern) oder 55. (bei Frauen) Lebenswjahr erreichte. In Hinkunft gilt bis 2014 62 bei Männern, 57 bei Frauen im ASVG, 62 bei Beamtinnen.
    2. Schwerarbeiterregelung: Ist völlig unabhängig von der "Hacklerregelugn", und wude für bestimmte belastende Berufe bzw. Tätigketien geschaffen. Zu dieser haben nur Angehöriger einer bestimmten definierten Tätigkeitengruppe Zugang. (Kriterium ist der Kalorienverbrauch der Tätigkeit: Er muss bei Mönnern 2000, bei Frauen 1200 überschreiten).

    Es isgt also nicht angebacht, den Beamten (die im Schnitt 2,5 Jahre später als alle anderen Berufsgruppen den Ruhestand antreten und die - wenn sie weiblich sind, 5 Jahre später als alle anderen aRlänger arbeienmeren ) i

    • libertus
      02. Dezember 2011 23:55

      @Karl Rinnhofer

      Vielen Dank für die Korrektur, ich nehme sie gerne zur Kenntnis und folgere daraus, daß der Begriff "Hacklerregelung" eine bewußte Irreführung ist, der sofort abgeschafft werden müßte. Weiters wäre auch die gesamte Bestimmung bei dieser Kostenexplosion im Pensionsystem zu hinterfragen.

      Alleine die Schwerarbeiterregelung wird ihrer Bezeichnung gerecht und sollte daher als solche verstanden werden.

  14. RR Prof. Reinhard Horner
    02. Dezember 2011 15:02

    reinhard.horner@chello.at

    Längeres Arbeitsalter ist mehrfach positiv.

    Im längeren Leben und mit weniger Kindern müssen wir trotz Zuwanderung natürlich länger arbeiten! Wir werden es aber nicht bloß müssen, sondern wir sollen es wollen, es können und es (nicht nur als Selbstständige und als Künstler) auch dürfen. Wie bewundere ich u. a. meinen nach wie vor höchst aktiven Schulfreund, den Musiker, Lehrer etc. Prof. Gerhard Track! Freilich wird es eine große Rolle spielen, um welche Art von Arbeit es sich handelt. Eine Liebe zu Schmutz und Schinderei wird nicht zu erzielen sein.

    Zunächst geht es allerdings darum, das bestehende gesetzliche Pensionsantrittsalter zu erreichen. Übrigens auch bei den ÖBB. Und insofern nach dem Vorbild der Beamten, als dort 65 gleichermaßen für Männer als auch für Frauen gilt.

    Die Schlampereien und mehr noch die Tricksereien mit dem verfrühten Pensionsantritt gehören vollends ausgeräumt, abgeschafft.

    Umgekehrt wären Familienleistungen und „ehrenamtliche“ Leistungen angemessen zu berücksichtigen.

    Zweifelsohne ist eine breitere Diversifizierung der Wege des Eintritts, des auch schrittweisen Übergangs in die Pension geraten. Auch (vor allem teilweise) Arbeitsphasen in der Pension sollten gut organisierbar werden.

    Die Schaffung geeigneter Arbeitsplätze ist gewiss kein einfaches Unterfangen.

    Es bedarf also einiger Systemänderungen, doch nicht minder nötig sind entsprechend wirksame Änderungen, zukunftstaugliche Entwicklungen in den Köpfen.

    Wenn zum Beispiel die Wiener Zeitung am 5.6.11.2011 groß getitelt hat: „Europäern droht Pensionsalter 70“, dann erweist das einen Bedarf an einer entscheidenden Fortentwicklung der Haltung und des Denkens. Dem bleibt entgegenzuhalten: Wieso soll das eine Drohung sein? Abgesehen von der demographisch begründeten wirtschaftlichen und politischen Notwendigkeit bringt ein längeres Arbeitsalter einen Zuwachs an persönlicher Lebensqualität und an gesellschaftlicher Ausgewogenheit, „Gerechtigkeit“.

    Hinzu kommt, dass der unerlässliche Wandel vom (letztlich zerstörenden) schrankenlosen Mengenwachstum zur Priorität des qualitativen Wachstums, von einer vorwiegend rücksichtslosen Erfolgs- zu einer solidarischen Leistungsgesellschaft durch Arbeitsbeiträge erfahrener Kräfte wichtige Impulse erhalten kann und soll.

    Zur mit großer Energie erforderlichen Sorgewaltung für den Einstieg der Jugend in die Arbeit muss das längere Halten alter Kräfte im Arbeitsleben nicht in Widerstreit geraten; im Gegenteil, es kann und soll in diese Sorgewaltung eingebunden werden. Insbesondere im ausübenden Erfahrungslernen.

    Glück auf!

  15. M.S.
    02. Dezember 2011 14:19

    "Bitte keine Schlagzeilenreform" wird der Beitrag von Frau KKP übergetitelt. Sie führt dann eine ganze Reihe von Allgemeinplätzen an, ohne auch nur einen Vorschlag für eine gerechte und vernünftige Pensionsreform zu unterbreiten. Bitte keine Schlagzeilenreform schreibt sie und meint damit offenbar überhaupt keine Reform.
    Mit Schlagzeilen zu regieren, ohne zu reformieren ist ja eine Spezialität der SPÖ.
    "Zeit der Gerechtigkeit" ist eine davon. Bei den Pensionen sieht die so aus, dass eine privilegierte Klientel nach wie vor fürstliche Pensionen bezieht, die von Steuerzahlern, deren Pensionen immer weniger Wert werden und von nachfolgenden Generationen bezahlt werden müssen.
    Dagegen soll die nächste Schlagzeile helfen: "Die Reichen sollen zahlen".

  16. Vayav Indrasca
    02. Dezember 2011 13:29

    An alle, die hier so über jene herfallen, die ein paar Jahre früher in Pension gehen: die meisten, die ich kenne, kriegen keinen Job bzw. keinen Auftrag mehr. Rücklagen sind schnell einmal aufgebraucht, wenn die ihre Pension nicht ein bisschen früher bekommen. landen sie auf der Straße.

  17. Rosi
    02. Dezember 2011 13:02

    Die Argumentationskette von KKP ist - nicht nur für mich - nicht nachvollziehbar:
    Wenn ein Mensch in Frühpension gehen muß, weil er zu krank ist, um zu arbeiten, dann ist er - logischerweise - auch zu krank und psychisch oder physisch nicht in der Lage, ein Auto zu lenken.
    Was hat das jetzt damit zu tun, ob er mit dem Zug fährt? Oder gar, wie die ÖBB finanziert werden?

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  18. freimann.at
    02. Dezember 2011 10:37

    Nach den jüngsten Zahlen der Statistik Austria liegt die durchschnittliche Lebenserwartung österreichischer Frauen derzeit bei 83,15 Jahren, die der Männer bei 77,7 Jahren. Gerechnet ab dem derzeitigen gesetzlichen Pensionsantrittsalter bedeutet dies einen Pensionsbezug von Frauen 23,15 Jahre, bei Männern 12,7 Jahre lang. Da die obersten fünf Prozent der Gesellschaft etwa sieben bis zehn Prozent länger leben als die untersten fünf Prozent, ergibt sich (Annahme zehn Prozent längeres Leben) eine männliche Lebenserwartung zwischen 74 und 81,5 Jahren.

    Wird die Lebenserwartung auf ein Kalenderjahr projiziert, ist der EQUAL LIFE DAY für Männer am 7. Dezember - den Rest des Jahres werden sie von Frauen überlebt. Die obersten fünf Prozent der Männer schieben ihren Jahrestag bis auf den 24. Dezember hinaus, die untersten fünf Prozent haben ihn aber schon am oder ab dem 21. November. Da die herrschende Klasse aber den obersten fünf Prozent angehört, ist die subjektive Betroffenheit geringer und erklärt sich daraus wohl auch das Ausbleiben der Thematisierung, geschweige von Gegenmaßnahmen der Politik.

  19. Immanuel
    02. Dezember 2011 09:59

    1. Es ist geradezu zynisch, durchaus berechtigt jahrelang gebetsmühlenartig bis zum Überdruss die Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters zu verlangen (wer kann das noch hören?) – und gleichzeitig den anachronistischen um 5 Jahre früheren abschlagfreien Pensionsantritt der längerlebenden Frauen zu immunisieren. Nur für Beamtinnen gilt 65 als Regelpensionsalter.

    2. Es ist geradezu zynisch, durchaus berechtigt versicherungsmathematisch zu eruierende Zu- bzw. Abschläge bei freiwillig späterem oder früheren Pensionierungsantritt vorzuschlagen – und gleichzeitig Jahr für Jahr die niedrigen Pensionen derjenigen, die nur kurz und wenig einzahlten (z.B. Ausgleichszulagenempfänger) aus „sozialer Gerechtigkeit“ überdimensional anzuheben und allfällig höhere Pensionen derjenigen, die sich freiwillig ihre Pensionsgenusszeit verkürzten, mit hochbesteuerten Fixbeträgen und Deckelungen zu „bestrafen“. Wenn schon Deckelungen und Sockelungen – dann auf der Auszahlungs- UND auf der Beitragsseite. Instrumente leistungsfeindlicher Umverteilung gibt es genug, von der brutalen Steuerprogression über diverse Gebührenreduzierungen bzw. –befreiungen bis zu den einkommensabhängigen Transferleistungen. Die Pensionshöhe darf nicht zusätzlich als ein weiteres Instrument der Umverteilung herhalten, indem sie sich von der Einzahlungshöhe und – dauer entkoppelt.

    3. Es ist geradezu zynisch, durchaus berechtigt endlich versicherungsmathematische Grundsätze bei Auszahlungshöhe von Pensionen unter Einbeziehung von Einzahlungszeitraum, Einzahlungshöhe und Pensionsantrittsalter einzufordern – und zugleich immer wieder neue beitragsfreie Zeiten zu erfinden, die als Beitragsjahre gerechnet werden.

    4. Es ist geradezu zynisch – und keineswegs berechtigt -, dass Frau Krawagna-Pfeiffer just die Beamtenschaft als Biotop der „golden handshakes“ zitiert. Abgesehen, dass es „off topic“ ist (es geht um späteres Pensionsantrittsalter) sind solche keineswegs Bestandteil des Beamtendienstrechts, sondern Folge von Sondervereinbarungen bei Dienstverträgen unterschiedlichster Verwendungen im ASVG. Beamte treten ihren Ruhestand statistisch nachweisbar um 2,5 Jahre später an als die übrigen Arbeitsnehmer, und das ohne Abfertigung oder gar „golden handshake“. Dass offensichtlich in einigen Bereichen ältere Arbeitnehmer – auch gegen ihren Willen - in vorzeitige Pension gelockt (außerhalb des Beamtentums auch mit „golden handshakes“) oder gemobbt werden, weil das dem Arbeitgeber billiger kommt, indem er das Finanzierungsproblem auslagert, ist gewiss bedenklich. Handlungsbedarf besteht, auch für Ältere ein entsprechendes Berufsfeld vorzusehen. Dazu müssen einige flankierende Maßnahmen gesetzt werden: Etwa das Aufbrechen des unzeitgemäßen Senioritätsprinzips, das ältere Arbeitnehmer für Arbeitgeber unverhältnismäßig teuer macht. Doch auch die „Alten“ haben eine Bringschuld: Es ist nicht zu viel verlangt, wenn auch sie sich ständig - den Erfordernissen entsprechend - weiterbilden. Auch neue Technologien (Computer etc.) sind erlernbar!

    5. An Frühpensionierungsformen möge die Schwerarbeiterregelung unter der Voraussetzung treffsicherer Kriterien bestehen bleiben. Die unglückselig als solche bezeichnete und mit dieser in keinem Zusammenhang stehende, aber notorisch mit ihr verwechselte Hacklerregelung hat dagegen schnellstens und ersatzlos abgeschafft zu werden – und zwar bei allen Berufen. Auch eine Invaliditätspension hat Berechtigung, wenn man Missbrauch ausschließt, kann also nur eine seltene Ausnahme sein.

    6. Erst wenn ungerechte Verhältnisse nicht beitragsgedeckter früherer Pensionierungen beseitigt sind, kann man über eine Anhebung des Regelpensionsalters diskutieren. Das Endergebnis soll ein frei zu wählender Pensionierungszeitpunkt mit ausschließlich versicherungsmathematisch zu eruierenden Pensionshöhen sein. Das impliziert auch das Streichen von Volleinrechnung aller Nicht-Beitragszeiten Beitragsjahre. Einzig der Spezialfall des Präsenzdienstes könnte durch Direktzahlung entsprechender Pensionsbeiträge seitens des Bundesheeres gelöst werden.

    7. Krawagna-Pfeiffers Bild von der „steuerfinanzierten“ Westbahn AG. (generalisierende) „der ÖFFIs“ ist eine Unterstellung: Die „Westbahn“ muss alle ihre Züge vollkommen eigenwirtschaftlich ohne jede Subvention führen und für die Benutzung der Infrastruktur (Gleise, Bahnhofsanlagen, Bahnsteige etc. der ÖBB) das „I.B.E (=Infrastrukturentgelt, eine Art „Schienenmaut“) zahlen. Das gilt auch für alle anderen allfälligen privaten Anbieter von Mobilitätsleistungen.

    • mike1
      02. Dezember 2011 10:19

      gratuliere ! guter kommentar !

    • realist
      03. Dezember 2011 09:37

      Sehr, sehr gut! Habe selten so einen profunden Kommentar gelesen. Mir ganz aus dem Herzen gesprochen. Gratulation.
      Mit lieben Grüßen,
      Realist

  20. Buntspecht
    02. Dezember 2011 09:55

    Ich finde diese kkp einfach lieb in ihrer blinden Naivität. Man muss den SN dankbar sein, dass wir auf diese Weise Einblick in das Denken roter Gehirne bekommen. Traurig nur, dass diese Ideologie für schliche Gemüter noch immer genügend Anhänger findet, um sich am Leben zu erhalten.

  21. Brockhaus
    02. Dezember 2011 08:23

    Eine klare Themenverfehlung von Frau Krawagna-Pfeifer. Herr Dr.Unterberger hat mit all seinen Feststellungen vollkommen recht, ich erspare mir, sie hier zu wiederholen. Unser Pensionssystem ist kein Perpetuum mobile. Als man in den Jahren 1961 bis 1963 schrittweise die vorzeitigen Alterspensionen eingeführt hat, waran damals schon einige Kollegen der Meinung, daß man sich das eines Tages nicht mehr wird leisten können. Ich wußte damals nicht genau wovon sie sprachen, doch heute wurden sie mehr als bestätigt. Und wie heißt es so schön? "Wenn man Dir gibt, dann nimm, wenn man Dir nimmt dann schrei"

    Und so kann man nur durch weitere empfindliche Abschläge bei früherem Pensionsbeginn einen späteren Pensionsantritt erreichen, denn eine Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage würde letztlich wieder zu höheren Pensionen führen. Außerdem müßte man die Eigenvorsorge mehr fördern. Aber ich denke, da ist die heutige Jugend bereits auf dem richtigen Weg.

    Außerdem hat man in den letzten Jahrzehnten viele Möglichkeiten geschaffen, teils ex lege, teils auch für billiges Geld, Versicherungszeiten zu erwerben. So wurden Zeiten des Bezuges von Kranken-und Arbeitslosengeld zu Versicherungszeiten, ebenso die Zeiten der Kindererziehung, Zeiten der Selbstversicherung bei geringfügiger Beschäftigung können um einen Spottpreis in der Kranken-und Pensionsversicherung(!) erworben werden, der Einkauf von Schul-und Studienzeiten, bevor sie nunmehr empfindlich verteuert wurden und noch einige mehr. Nur die Rechnung ging trotz vieler Hinweise und Warnungen von Fachleuten, nicht auf.

  22. Josef Maierhofer
    02. Dezember 2011 08:20

    Was heisst da länger arbeiten.

    Es müssten nur das Pensionsalter als Ziel eingehalten werden.

    Tausende Eisenbahner werden von den Gewerkschaften von ihren Lebensarbeitszeitzielen abgehalten und leben 10 jahre lang mehr auf Kosten der Steuerzahler, weil die Bahn die Pensionskasse bei 200 000 Pensionisten und etwa 40 000 Aktiven nicht füllen kann. Also länger arbeiten.

    Nicht die von Frau Krawagna-Pfeifer angesprochenen Sozialfälle, die Sozialisten gerne zu Aufhängern machen, als wären alle Österreicher krank, nicht die sind es, die können nicht länger arbeiten, nein die tausende bei der Eisenbahn und die tausende in der Beamtenschaft, auch die tausende, die sich Gefälligkeitsatteste zu ihrer Gesundheit ausstellen lassen, und die tausende, die die Hacklerregelung ausnützen, die kosten so viel, dass das Pensionssystem kippt, und nicht zu vergessen die tausende, die Privilegienpensionen bis zum 30 fachen einer Mindestpension erhalten, dazu zählen alle Politiker und Politbeamten und sonstigen Edelschmarotzer im Dunstkreis der Parteien. Ich selbst bin schwer krank, selbstständig und arbeite weiter, weil arbeitsfähig, Atteste hätte ich genug und auch eingezahlt hätte ich genug für sofortige Pensionierung.

    Man kann politisch nicht mehr darum herum, endlich die Wahrheit über die soziale Lage zu sagen, Dr. Unterberger tut es, dankeschön dafür, es muss in der Bevölkerung ein Umdenken stattfinden, wir müssen weg von der 'allversorgenden Parteikrake' namens 'Staat', wir sind selbst für alles was wir haben und wollen und tun und vorsorgen verantwortlich.

    Der Schlendrian, die Faulheitsspekulation, die Lethargie, die Rücksichtslosigkeit, etc. der Bevölkerung muss einem Umdenken in Richtung Eigenverantwortlichkeit, Rücksicht auf die Gesellschaft, Anstrengung, Bescheidenheit, Fleiß, Anständigkeit, etc. Platz machen.

    Was kann die Politik dazu tun ? Viel, sehr viel, wenn sie nur wollte:
    Reformen bei Gesetzen, Föderalismus, Strukturen, etc. zum Sparen, mit gutem Beispiel vorangehen und für sich selbst zumindest Nullrunden ansagen für die nächsten 10 Jahre, öffentliche Diskussionen über wahre Tatsachen und nicht stümperhaft und vordergründig parteipolitisch manipuliertes Schönreden und Verschweigen, ausmisten in den Parteien und Suche von wirklichen Kapazitäten, die was können, die haben nämlich in den allermeisten Fällen kein Parteibuch. Also ganz schön viel, was die Politik dazu beitragen könnte, wenn sie nur wollte.

    Schlichtes Mauern wird nichts Positives bringen können.

  23. socrates
    02. Dezember 2011 07:56

    Ein ausgezeichneter Kommentar von A.U. !
    KK-P übt sich in informationslosem Dummschwätzen, ganz rote Parteilinie.

  24. Wertkonservativer
    02. Dezember 2011 07:34

    Frau K.K.-P nehme ich schon lange nicht mehr wirklich ernst; sie ist halt vom Rot-Virus unheilbar infiziert!

    Dass der zu frühe Pensionsantritt in Österreich schon jetzt, aber speziell in den kommenden Jahren finanzierbar ist bzw. sein wird, ist klar bewiesen und steht igentlich außer Streit. Wenn unsere Staats-Verantwortlichen sich da nicht sehr bald trauen, dem Volk die Wahrheit zu sagen, wird's halt umso früher krachen!

    Gestatten Sie mir bitte ein kurzes persönliches Wort zum Arbeiten über 65:

    ich bin 78, arbeite weiterhin (als Klein-Selbständiger) meine 35 bis 40 Stunden wöchentlich, und fühle mich wohl und glücklich dabei! Meine liebe Frau meint, ich würde dabei immer jünger, es sei schon fast nicht mehr zum Aushalten (haha!).

    Mein Leben ist sinnvoll ausgefüllt, für Familie und Freizeit bleibt immer noch genug Spielraum, und das zuverdiente Geld erlaubt uns hin und wieder eine toskanische Wildschwein-Salami aufs Butterbrot (Brunello inbegriffen).

    Für die vielen Früh-Pensionisten: Nachahmung empfohlen!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  25. Observer
    02. Dezember 2011 06:07

    Bei mir steht meistens neben der Abkürzung KKW der Code SS für Schwachsinn. Man darf doch nicht vergessen, dass sich die durchschnittliche Lebenserwartung in den vergangenen 70 Jahren drastisch verbessert hat und es nun schon Leute gibt, bei denen die aktive Arbeitszeit nur mehr 40 % der Lebensjahre beträgt. Für den Rest kommt Vater Staat durch Kindergeld, Pension usw. auf.

  26. simplicissimus
    02. Dezember 2011 05:05

    ich gratuliere frau krawagna-pfeiffer dazu, wie sie wieder einmal in bester politikermanier eloquent und völlig nichtssagend um den brei herumredet und die frage zerpflückt anstatt sie zu beantworten.

    das ist die masche der von einer effizienten wirtschaft getragenen, umverteilenden politikern von gestern. nein danke, solche politiker brauchen wir nicht mehr. im gegenteil, wir müssen sie dringend loswerden.

  27. libertus
    02. Dezember 2011 01:11

    "Müssen und sollen implizieren, dass den Menschen etwas aufgezwungen wird. Dann geht gar nichts mehr."

    Dieser Satz aus der Feder einer gestandenen Linken klingt wie Hohn, wenn man bedenkt was diese Ideologie der Allgemeinheit gegen den Willen der Mehrheit aufzwingt (Genderwahn, Political Correctness etc.).

    Abgesehen davon steht unser Pensionssystem nicht zuletzt durch schamlosen Mißbrauch vor dem Abgrund. Wäre in den vergangenen Jahren wenigstens das gesetzliche Pensionsantrittsalter eingehalten worden, hätte die "Hacklerregelung" - wie ihr Name eigentlich andeutet - nur für gesundheitlich strapazierte Schwerarbeiter Anwendung gefunden und nicht in der Mehrheit für Beamte, die es sich einrichten konnten, müßten wir nicht die jetzt zwingend notwendige Diskussion über eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters führen. Man hätte eventuell das System dahingehend flexibilisieren können, daß Menschen verantwortungsvoll, individuell bestimmen dürfen, wann sie in Pension gehen möchten.
    Jene, die noch rüstig genug und mit Spaß bei der Sache sind, bleiben länger im Arbeitsprozeß und jene, die sich in nachweislich anstrengenden Berufen reif für eine frühere Pension fühlen, diese zu ermöglichen - natürlich innerhalb geordneter, gesetzlicher Rahmenbedingungen.

    Nun, die Linken lehnen zwar das Müssen ab, aber kreative Vorschläge für eine flexiblere Handhabung, jedoch ohne Umgehung der gesetzlichen Vorgaben, bleiben sie ebenfalls schuldig, was einmal mehr beweist: "Regieren ist nichts für LULUS"! (O-Ton einer Grünen!).





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