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Euro oder Nicht-Euro ist nicht die Frage

Beim EU-Gipfel haben zumindest anfangs vier Länder die Zustimmung zu einer Fiskalunion verweigert, teils nur vorübergehend, teils dauerhaft. Unabhängig von der Dauer des Neins ist die Frage interessant: Sind die Nein-Sager eigentlich klüger oder dümmer als die anderen?

Alle vier haben zwar durchwegs konservative Regierungen, sie sind auch allesamt sehr froh, nicht beim Euro zu sein. Sie sind aber dennoch in Wahrheit sehr unterschiedlich zu beurteilen.

Weitaus am besten steht Schweden da. Es ist nach dem schweren Kollaps des sozialdemokratischen Wohlfahrts- und Schulden-Modells in den 90er Jahren und nach darauffolgenden neoliberalen Reformen (die das Land aber keineswegs unsozial gemacht haben) heute neben der Schweiz Europas Vorzeigeland Nummer eins. Die Finanzen sind in Ordnung, die Wirtschaft blüht, der durchschnittliche Pensionsantritt erfolgt vier Jahre später als in Österreich, was auch die etwas höhere Arbeitslosigkeit deutlich relativiert. Schweden ließ sich nicht einmal erpressen, als der marode Saab-Konzern nach Staatshilfe rief. Denn seine Regierung weiß, dass man auch den Mut haben muss, ein Unternehmen sterben zu lassen. Die Folge dieser Politik: Schwedische Aktien und die schwedische Währung zählen heute zu den häufigsten Tipps, wo man sein Geld anlegen kann.

Auch Tschechien, das nächste abseitsstehende Land, steht an sich gut da. Freilich ist es sehr stark von Exporten in den Euroraum abhängig, und die Prager Regierung beschädigt sich selbst regelmäßig mit heftigen Korruptionsskandalen.

Die Briten hingegen haben derzeit wirklich schlechte wirtschaftliche Daten. David Cameron hat jedoch mutige Reformen gestartet, um eine kräftigende Rosskur auszulösen, die wieder wie einst unter Margaret Thatcher eine Epoche der Blüte einleiten könnten. Jedenfalls wurde von den meisten Briten das Nein zum Gipfelbeschluss begeistert aufgenommen. Die Inselbewohner wissen zwar, dass sie den Binnenmarkt brauchen, und sie sind auch militärisch gute Bündnispartner, aber sie haben verständlicherweise keinerlei Lust, sich bei Steuern oder Budgets von der EU dreinreden zu lassen.

Ungarn hingegen ist ein sehr trauriger Fall. Seine Währung steht heftig unter Druck, seine Anleihen sind Ramsch. Die Regierung spart zwar nach schweren Fehlern ihrer sozialdemokratischen Vorgänger nun spürbar, sie hat sich aber gleichzeitig durch antisemitische Akzente, durch eine betont nationalistische Politik und durch Frontalangriffe auf Banken und Medien in eine weitgehende Isolation manövriert. Selbst österreichische Politiker zögern derzeit, nach Ungarn zu reisen.

Die Unterschiede zwischen den Vier zeigen jedenfalls: Euro oder Nicht-Euro ist keineswegs die entscheidende Frage. Das ist vielmehr die Höhe der Schulden, die Wirtschaftskraft und vor allem die Glaubwürdigkeit der Sanierungsversuche. Das heißt heute aber auch: Ohne Jahre der bitteren Mühen kommt kein Land aus der Krise heraus. Egal, welche Währung es hat.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHJR
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Dezember 2011 08:42

    Das europäische Problem heißt nicht "Euro oder Nicht-Euro" sondern Europa oder Nicht-Europa! die EU krankt in erster Linie nicht daran, dass sie eine gemeinsame Währung auf Dauer nicht unbeschädigt managen können wird, sondern dass sie nie in Lage war, ein ein "europäisches Bewusstsein" zu erzeugen und zu pflegen. Zu vielgestaltig sind die Nationalstaaten mit "eigener Geschichte", mit eigener Sprache und Literatur, mit eigenen nationalen Sympathien und Animositäten, welche eben in dieser "eigenen Geschichte" wurzeln. Als zu schwach hat sich die alleinige Gründungshoffnung auf einen immerwährenden "europäischen Frieden" erwiesen und auch die von visionslosen EU-Politikern erhoffte Einigkeit durch die gemeinsame Währung droht mittlerweile als Desaster zu enden. Noch ist weitgehend unklar, welche Auswirkungen die britische Verweigerung der Zustimmung zur neuesten Merkozy-Politik haben wird. Auch wenn ich kein Marx-Fan bin, muss ich gestehen, dass der Satz vom "Bewusstsein, welches das Sein prägt", nicht unbeachtet bleiben sollte.

    Einen weiteren Teil des Problems stellt die "mechanistische" Politikauffassung der EU dar, welche noch dazu all das vernachlässigt, was in der Wirtschaft (und in der Sozialwissenschaft) inzwischen unter dem Titel "Soft-Skills" zusammengefasst werden kann und was an den Wurzeln der Demokratie vielleicht mit dem Wort "Brüderlichkeit" gemeint war. An dieser Stelle kann ich nicht umhin, erneut zu betonen, dass die "Freiheit" in diesem dreiteiligen Ensemble an erster Stelle stand und dass die Gleichheit keineswegs die geschlechtslose Egalität aller Menschen meinte, sondern in erster Linie die wohlerwogene und als Grundlage eines Rechtsstaates unverzichtbare "Gleichheit vor dem Gesetz". Und was insbesonders die "sozial" bewegten Generationen nach dem Zweiten Weltkrieg vergessen oder verlernt haben, war die Tatsache, dass "Freiheit" ohne "Verantwortung" eben nicht funktioniert - das wissen zur Zeit leider sogar einige unserer Bundeskanzler und anderer "Verantwortungsträger" nicht mehr.

    Und so komme ich zur dritten Säule des Versagens: Ein generelles, europäisches Missverstehen der Wirtschaftsfaktoren Geld und Arbeit - beides in krassem Missverhältnis zwischen "nördlichen" und "südlichen" Mitgliedsländern der EU stehend. Man könnte auch hier schärfer formulieren und die Grenze zwischen "produktiven" und "parasitären" Ländern ziehen. Allerdings ist hier zu bedenken, dass eine solche Sicht auf die Bevölkerung zurückwirkt, welche seit Jahrzehnten regelmäßig jenen Parteien den Vorzug gibt, welche die teuersten (und haltlosesten) Wahlversprechen abgeben, die später meist mit noch mehr (gutem) Geld repariert werden müssen, als ursprünglichen an "schlechtem" Geld hineingesteckt wurde. Unsere ganze sogenannte Schuldenkrise ist lediglich das Ende eines Pyramidenspiels, an dessen Anfang die Verantwortungslosigkeit von wahlwerbenden Parteien gepaart mit der Unerschöpflichkeit der Ansprüche der Bürger stand. Wer immer die einfachsten Regeln der Arithmetik beherscht, sollte zu der Einsicht fähig sein, dass weder ein Einzelner noch ein Staat noch irgendein Wirtschaftskörper auf Dauer mehr ausgeben kann als er einnimmt. (Aber das scheint zunehmend in die Kategorie "höhere Mathematik" zu fallen).

    Als letztes in dieser Liste der europäischen Todsünden scheint mir erwähnenswert, dass die Parteien (leider auch die "bürgerlichen") ein zunehmend macchiavellistisches Bild des Bürgers entwickeln, der (in den Demokratien) nur mehr als wohlfeiles Stimmvieh benötigt wird, den man jedoch als den in vielen Lippenbekenntnissen beschworenen "selbstbestimmten, mündigen Bürgern" fürchtet, wie der Teufel das Weihwasser. Daher auch das zunehmende "Downgrading" der in den Schulen vermittelten Basisbildung, welche immer mehr zur Glaubenslehre der neoreligiösen Dogmen (Political Correctness, Gender Mainstreaming, Klimawandel, Armut, etc.) wird und nicht mehr in der Lage ist, sich zu fragen, welche der traditionellen Annahmen oder Verhaltensregelen sich als "wahr" oder "richtig" (und daher als erhaltenswert) erwiesen haben, sondern nur mehr atemlos dem Zeitgeist und den neuesten - meist nur kurzzeitig gültigen - Weisheiten und Moden hinterherhetzen.

    Und das alles macht leider nur einen Sinn: Der europäische Mensch soll nicht zur Besinnung kommen, denn sonst könnte ihm auffallen, in was für einem Irrenhaus er lebt.
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

  2. Ausgezeichneter KommentatorXICY
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Dezember 2011 09:18

    Ich habe jetzt soviele Kommentare von mutmaßlichen Fachleuten gelesen, in denen die Einführung des Euro tatsächlich für die Krise verantwortlich gemacht wird, dass ich diese Theorie inzwischen zu glauben beginne.

    Merkwürdig war sicherlich, wie schnell und Konsequenzenlos man die Stabilitätskriterien über Bord geworfen hat, nachdem Frankreich die Verpflichtungen nicht einhalten konnte. Ohne Euro wäre die Budgetpolitik Frankreichs ein rein französiches Problem geblieben. Die Idee, dass Staaten ohne unmittelbar sichtbare Konsequenzen Misswirtschaft betreiben konnten, hat auf den Euro nicht gerade stabilisierend gewirkt.

    Wenn österreichische Politiker Ungarn meiden, dann heißt das bitteschön genau gar nichts. Österreichische Politiker haben auch Staatsbesuche bei KimJongIl gemacht. Österreichische Politiker haben auch Arafat, Gaddafi, Assad, usw. empfangen oder besucht. Unlängst hat ein österreichischer Politiker (ausgerechnet der ÖVP Chef) ein Kommunikationszentrum für Saudi-Arabien in Wien eröffnet. Man würde da eher vermuten, dass die Ungarn die Österreicher nicht sehen wollen.

    Ja, dieser Angriff der ungarischen Politik gegen die Banken war patschert. Das Erbe, das die Ungarische Regierung von der vorhergehenden Regierung übernommen hat, ist aber tatsächlich eine böse Last.

  3. Ausgezeichneter KommentatorM.S.
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Dezember 2011 09:51

    "Ohne Jahre der bitteren Mühen kommt kein Land aus der Krise heraus. Egal, welche Währung es hat."

    Das ist eben das Problem, dass die Mehrzahl der wohlstandsverwöhnten und teiweise mit satten Sozialleistungen verhätschelten, von Politikern, Gewerkschaftern, Kämmerern, NGO`s, Boulvardmedien u.s.w. eingelullten Menschen, die im Grunde genommen einfachen "Naturgesetze" der Ökonomie nicht verstehen wollen oder können. Bevor überhaupt noch eine einzige Sparmaßnahme beschlossen ist, schreit es aus allen Bereichen: "Mit mir nicht!"
    Dazu eine letztklassige Regierung, die diesen Namen nicht verdient. Die derzeitigen Kabarettübertragungen aus dem Parlament zum Feigenblatt "Schuldenbremse" sprechen für sich. Es würde nicht überraschen, wenn demnächst das Triple-A Geschichte wäre.

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Dezember 2011 08:18

    Euro oder nicht.

    Für mich stellt sich die Frage des Anlegens nicht, aber die Frage an sich ist sehr aktuell.

    Schweiz und Schweden zeigen vor, wie man es für das Volk besser machen kann durch Politik.

    Ungarn hat unter den Schulden und den großen Brocken der Zerstörungen durch Krieg, Revolution, etc. zu leiden, sie hatten ja keinen Marshall Plan wie wir das hatten, und das wird viele Jahrzehnzte nachwirken, wie bei uns die selbstverschuldete Schuldenkrise nachwirken wird, die nicht notwendig gewesen wäre bei uns, aber durch die sozialistische Denkweise in allen Parteien Österreichs und Verantwortungslosigkeit, vom Volk immer wieder zugelassen per Wahl. Bei uns kommt noch die totale und überbordende Verbeamtung des gesamten Gesellschaftsbereiches und der Privilegienstadel bei ebendiesen, bei ÖBB, bei Politik, etc. bezüglich Lohn und Pension dazu und damit ist bei uns der soziale Unfrieden durch Ungleichheit perfekt.

    Tschechien habe ich immer schon bewundert wegen der oft erfrischenden 'Frechheiten' und Kaltschnäuzigkeit und vor allem Zielstrebigkeit und Durchsetzungsvermögen, wie etwa die perversen Benes Dekrete, oder die Schrott Atommeiler, etc. Manchmal kommt das eben positiv heraus, zumindest bezüglich der Wirtschaft.

    Für mich ist der Euro wegen der ungesetzlichen Schutzschirme ein rotes Tuch, für mich ist der Gesetzesbruch oder Hintergehung der Gesetze der EU an ihren eigenen Gesetzen (Stabilitäts- und Konvergenzkriterien) ein Horror und für mich ist die Frage, Euro oder nicht, eigentlich eine solche, wie lange noch ?

    Das gilt eigentlich auch für die Staatengemeinschaft, wie lange noch. Ich denke, man hat ungeduldig und ohne nachzudenken zu schnell zu viel gewollt und das vor allem, ohne die Völker zu fragen, das kann nicht gut gehen und wird auch nicht, so meine Prognose und Befürchtung.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Dezember 2011 01:20

    Die Sozis in Österreich haben uns seinerzeit jahrelang Schweden als leuchtendes, sozialdemokratisches Beispiel hingestellt, jedoch nur solange als der ausufernde Sozialstaat das Land in den erwähnten Kollaps trieb.

    Jetzt, wo Schweden dank vernünftiger, konservativer Regierungspolitiker wieder zum echten Vorzeigeland wurde, macht kaum mehr ein heimischer Linker viel Aufhebens darüber.

    Und warum nicht? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf! Wo kommen wir denn da hin, wenn sie zugeben müßten, daß es neoliberale Vorbilder gibt?

    Könnten unsere Politiker endlich einmal über ihren ideologischen Schatten springen, wäre das schwedische Sanierungswunder auch in Österreich möglich, aber so wird weitergewurschtelt bis Wien Athen wird!

  6. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Dezember 2011 07:03

    Faymann hat gestern in einer theatralischen Rede vor einem Auseinanderbrechen der Eurostaaten gewarnt. Er sagte, daß Massenarbeitslosigkeit, Not und Elend die Folge sein werden. Das ist eine typisch linke, weil schizophrene Einstellung. Der Vertrauensverlust in eine Währung, der Verlust von Kreditwürdigkeit von Staaten, falsche Ausgabenpolitik von Regierungen und überbordernde Steuerlasten lassen einen Wirtschaftsraum zusammenbrechen und verursachen damit hohe Arbeitslosigkeit mit all den grauslichen Folgen. Da kann ein größerer Staatenverbund auch nicht helfen, wenn alle dieselbe fatale Schuldenpolitik fahren.
    Von den oben vier genannten Ländern setze ich die größte Hoffnung auf England, denn die haben mit ihrer lauten und jahrzehntelangen, konsequenten Kritik an Europa am ehesten gezeigt, daß ihnen die grandiose Idee eines Europas der Vielfalt und der regionalen Selbstverantwortung am meisten am Herzen liegt.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Dezember 2011 06:18

    http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=9010734

    Man beachte:
    Eine hysterische Frau Reding als die Alternative Nordeuro dargestellt wurde, dazu machte sie am Rande die unterstellenden Bemerkung, dass der ja amerikanische Banken berät, damit meinte sie wohl Prof. Henkel.
    Außerdem ist Luxemburg ja so gut, kein Wort davon, dass die Bilanzsumme der luxemburgischen Banken das 18fache BIP ausmacht und Luxemburg bei den verdeckten Schulden europaweit an zweiter Stelle steht.
    Außerdem ist sie ja so froh, dass Europa von Politikern regiert wird und nicht von diesen deutschen Professoren.
    Zu Lafontaine bemerkte sie am Rande: Was, der war mal ein deutscher Finanzminister.

    Frau Reding als EU-Kommissarin hat sich für mich durch ihre niedrigen Instinkte disqualifiziert. Wenn das der Ton in der Kommission ist, dann können wir uns auf vieles gefasst machen. Was Demokratie ist, bestimmen wir ganz alleine.
    Der Stoiber ist überhaupt dabei, die Mentalitäten in diesen Ländern ändern zu wollen, da kann man ihm viel Glück wünschen, ist schon einmal schief gegangen.


alle Kommentare

  1. Laicee (kein Partner)
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  13. Bergbauer (kein Partner)
    18. Dezember 2011 22:09

    Mein Vorschlag: Man sag AU, dass man nicht weiter gewillt ist, für seinen Blog etwas zu bezahlen, solange er weiterhin verlogene EU- und Euro-Propaganda betreibt.

    Denn dies ist thematisch des Pudels Kern.

  14. KH (kein Partner)
    18. Dezember 2011 18:00

    Die europäische Union ist eine ideologische Missgeburt.
    Eine einzige Kriegserklärung der Politik GEGEN die Bevölkerung.

  15. Tertullian (kein Partner)
  16. Eso-Rächer (kein Partner)
    16. Dezember 2011 12:42

    Die Zerstörungen nehmen explosionsartig zu. Z. B. können Krampfadern mit der Linser-Methode ohne Operation zerstört werden. Und es sind u. a. die Winter 20 % kürzer, als früher.
    Die Geburtenrate (bzw. Fertilitätsrate) auf der Erde ist in nur 2 Jahren von 2,56 auf 2,45 gesunken. Siehe dazu
    http://www.indexmundi.com/g/g.aspx?c=xx&v=31
    Alle charakterlosen Menschen werden zeugungsunfähig. Nicht-grüne Ökos, Esos und Vergelter setzen sich durch. Die widernatürliche Völkervermischung wird endlich gestoppt. Der €uro wird durch regionale Gelder mit Umlaufgebühr ersetzt. Und die orthodoxe Wissenschaft wird durch Bionik ersetzt.

  17. carlo sozial (kein Partner)
    16. Dezember 2011 11:43

    Nachdem ich in meiner vorzeitig beendeten Hauptschule nie ordentlich rechnen gelernt habe, strich ich bei der Euro-Einführung einfach die letzten Nullen von den ATS-Preisen meiner Reitstallangebote. Die Bezahlung meiner Pferdchen rechnete ich aber, um den Umgang mit dem Taschenrechner zu üben, mit dem Faktor 1/13,76 in Euro um.
    Dieser ursprünglich 37,6%ige Vorteil hat sich im Laufe der vergangenen Jahre durch die Inflation zu einem knapp 50%igen erhöht.
    Natürlich habe ich das Zahlen von staatlichen Abgaben vermieden und statt das Leben genossen und den einen und anderen Euro im sicheren Ausland versteckt.

    • carlo soziale (kein Partner)
      16. Dezember 2011 11:47

      ein fehlendes "e" im Namen und
      ... statt dessen ...

      laut Kopfschmerz droht Schneefall

  18. grüßi (kein Partner)
    16. Dezember 2011 09:43

    der ja-sager hat wahrscheinlich noch nicht die erfahrung wie der nein-sager... wie man es auch sehen will.
    viele sagen nein und meinen, für dich/euch sterbe ich/wir nicht nocheinmal-wozu auch.
    was der ja sager wohl denkt...
    die psychokriege in der geschichte haben einen eigenen geschmack sowie ein eigenes muster!

    • Komisch (kein Partner)
      16. Dezember 2011 09:46

      Der Watschenmann war eine satirische Hörfunksendung des ORF, die sowohl die Politik als auch die Gesellschaft aufs Korn nahm. Sie wurde wöchentlich jeweils Sonntag vormittag ausgestrahlt. Der Name wurde nach dem Watschenmann im Wiener Prater gewählt.

  19. zweiblum
    16. Dezember 2011 00:12

    Wer hat mehr Angst vor Wahlen? Die Demokratie oder die Diktatur?

  20. Haider
    15. Dezember 2011 23:23

    Könnte es nicht durchaus als positives Zeichen verstanden werden, wenn österreichische Politiker (vor allem von einer der Regierungsparteien) nicht nach Ungarn reisen?
    Wenn ich mich recht erinnere war es der SPÖ-Vranitzky, der als letzter westlicher Jupelperser der damals noch kommunistische Tschechoslowakei einen offiziellen Staatsbesuch abstattete und so die letzten Kummerln huldigte (aber vielleicht war's auch die DDR). Je weniger österreichische Regierungsmitglieder uns im Ausland blamieren umso besser!

  21. Collector
    15. Dezember 2011 18:39

    Natürlich ist "Euro oder Nicht-Euro die Frage!

    Ich kann nur jedem raten, der in dieser Frage mitreden will, die "Bogenberger Erklärung“ über dieEuropäische Währungsunion von Hans-Werner Sinn & Co. zu lesen(http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoContent/N/pr/pr-PDFs/text-bogenberger-erklaerung-sd23.pdf ). Jornalitische, nicht durch Sachkunde entermauerte Aussagn sind irrelevant!

    Hier ein paar Aussagen, die auf Österreich angepaßt wurden :

    1. Die auch von AU immer wieder geäußerte Ansicht, es gäbe „keine Krise des Euro“,
    ist durch die BE (Bogenberger Erklärung) nicht gedeckt,wird doch von ihr behauptet: „Der Euro hat seine Krise selbst verursacht“, indem er in den PIIG-Staaten die immense und heute nicht mehr rückführbare oder höchstens durch „haircuts“ zu vermindernde Verschuldung der staatlichen und privaten Haushalte ermöglichte (siehe These 1 der BE).
    2.So wenig wie Deutschland ist auch Österreich ein Euro-Gewinner
    (These 2 BE). Österreich hat schätzungsweise 600 Milliarden Euro an
    Krediten den Schwellenländern gewährt, und damit seine Exporte sowie
    seine Investitionen im Ausland selbst bezahlt (These 5). Ein nicht
    geringer Teil davon ist jetzt abzuschreiben, d. h. wir haben unsere Produkte und Leistungen verschenkt! Die versenkten Milliarden in Island, Irland, Zypern, Cayman-Inseln, Rumänien, Ungarn, Ukraine,aber auch die Cross-Border-Leasing-Geschäfte der öffentlichen Hand haben zur Verringerung und Verschleuderung des Volksvermögens in einem Ausmaß geführt, das kaum zu beziffern ist (These 7). Der Versuch einer Zusammenstellung dieser Verluste wurde vor
    Jahren unter dem Titel vorgenommen: „Österreich ist Pleite“ Zeit-Fragen Nr. 50/2008,Schweiz:http://www.unterguggenberger.org/page.php?id=296 ). Im Spegel Nr. 50/2011 kann man jetzt lesen, das Österreich schon längst um 8 Grade herabgestuft werden müsste!
    3. Auch in Österreich haben sich seit ,Einführung des Euro die
    Reallöhne nur geringfügig erhöht, das GDP-Wachstum war wesentlich
    geringer als in vielen, nicht zur EWU gehörenden Staaten, die
    Arbeitslosigkeit ist (unter Einbeziehung der Frühpensionisten,
    Schulungen, Scheinstudien, Teilzeitarbeit, Kurzarbeit und präkeren
    Jobs) außerordentlich hoch (These 2).
    4.Keine Rede kann davon sein, dass der Euro „stabil“ wäre. Gerade in
    den Jahren ab 2007 hat er gegenüber härteren Währung (sfr, norwegische
    und schwedische Krone, Australdollar, Yen etc.) zwischen 30 und 40%
    an Wert verloren. Gemessen am Gold- oder Rohölpreis verlor der Euro
    jedes Jahr ca. 10% p.a.. Auch in den kräftig gestiegenen
    Immobilienpreisen drückt sich die „Asset Inflation“ aus. Die
    sogenannte „gefühlte Inflation“ (ein Warenkorb, der die üblichen
    Wochenausgaben einer Familie wiederspiegelt, einschließlich Sprit,
    Mieten etc.) betrug heuer 7.8%.
    5.Der Ausbau der EU zu einer Haftungs- und Transferunion belastet
    Österreich mit etwa 5 Milliarden Euro jährlich (Direktzahlungen,
    Kapitalerhöhungen bei EZB und IMF, erhöhte Zinsspeads, Zinsen für
    unterbliebenen Schuldenabbau etc.). In dieser Höhe ist der
    Wohlstandsverlust der österreichen Bürger einzuschätzen.
    6.Kapital ist nicht aus Österreich herauszutreiben , sondern im Inland
    anzulegen und so die eigene Wirtschaft und nicht die des Auslands zu
    stärken.(These 16). Mit der Verlegung von Produktionen und
    Arbeitsplätzen ins Ausland sollte endlich Schluß sein.Was nützt es,
    Teile der Iindustrie ins Ausland zu verlagern, die Produkte dann in China zu
    kaufen und hier die Arbeiter in die Frühpension oder
    Arbeitslosigkeit zu schicken.
    7.Zum Teil finanzieren wir durch die Transfers und Targetsalden den
    Ausverkauf unserer eigenen Wirtschaft ans Ausland (siehe dazu den
    Kommentar http://www.bullionaer.de/showZiemann.php/action/latest ).

    Leider hat auch Strache noch nicht begriffen, dass nur ein Ausscheren aus der EWU durch Verweigerung der Zustimmung zum ESM Österreich noch retten kann. Muß unbedingt der Herr Felber von Attac uns beibringen, dass wir eine eigene Währund und eigene Notenbank brauchen, um uns aus der AAbhängigkeit von den Finanzmärkten zu befreien??

    • terbuan
      15. Dezember 2011 19:14

      Danke,
      der Kommentar sagt ja alles, Österreich ist pleite und keiner will es wahrhaben!

  22. socrates
    15. Dezember 2011 17:19

    Mögen die Politiker Ungarn meiden, wir waren gerade in der Hauptstadt der Zahnärzte, Brillen, Körperpflege, Medikamente und des Essens, Mosonmagyarova.
    Zunächst fällt auf, daß sie mit der Zweisprachigkeit keine Probleme haben und Euro annehmen. Die alte Regierungsmannschaft bevorzugte eindeutig jüdische Geschäftsleute und das contra legem. Der IWF unter DSK, dazu gehörend, stürzte sich wie ein Krake auf das Land , um es auszusaugen. Natürlich leidet das Ungarn jetzt unter der Gegenerschaft der Betroffenen.
    Wenn ich lese, wie die Kultusgemeinde und Konsorten einen Studentenball in der Wiener Hofburg verhindern, kann ich mir entsprechende antijüdische Äußerungen vorstellen. Rußland zeigt, wohin der Weg der jüdischen Freimaurer geführt hat. Ungarn hat sich diesen Weg erspart und muß NICHT mehr gerettet werden. Unsere Politiker müssen sich, seit Vranitzky, eben mit der Kultusgemeinde arrangieren.

    • socrates
      15. Dezember 2011 19:06

      Ich habe als Kunde in Ungarn nichts von "Antisemitismus" gemerkt.

    • socrates
      15. Dezember 2011 19:22

      Ungarn verhandelt wieder mit dem IWF., Texte darüber sind fremdsprachig und schlecht übersetzt. Schön sind die unterschiedlichen Angaben über die Restschuld an den IWF: sie schwanken zwischen 2 Mrd und 3,4 Mrd. Hei, ist das lustuig!

  23. M.S.
    15. Dezember 2011 09:51

    "Ohne Jahre der bitteren Mühen kommt kein Land aus der Krise heraus. Egal, welche Währung es hat."

    Das ist eben das Problem, dass die Mehrzahl der wohlstandsverwöhnten und teiweise mit satten Sozialleistungen verhätschelten, von Politikern, Gewerkschaftern, Kämmerern, NGO`s, Boulvardmedien u.s.w. eingelullten Menschen, die im Grunde genommen einfachen "Naturgesetze" der Ökonomie nicht verstehen wollen oder können. Bevor überhaupt noch eine einzige Sparmaßnahme beschlossen ist, schreit es aus allen Bereichen: "Mit mir nicht!"
    Dazu eine letztklassige Regierung, die diesen Namen nicht verdient. Die derzeitigen Kabarettübertragungen aus dem Parlament zum Feigenblatt "Schuldenbremse" sprechen für sich. Es würde nicht überraschen, wenn demnächst das Triple-A Geschichte wäre.

  24. XICY
    15. Dezember 2011 09:18

    Ich habe jetzt soviele Kommentare von mutmaßlichen Fachleuten gelesen, in denen die Einführung des Euro tatsächlich für die Krise verantwortlich gemacht wird, dass ich diese Theorie inzwischen zu glauben beginne.

    Merkwürdig war sicherlich, wie schnell und Konsequenzenlos man die Stabilitätskriterien über Bord geworfen hat, nachdem Frankreich die Verpflichtungen nicht einhalten konnte. Ohne Euro wäre die Budgetpolitik Frankreichs ein rein französiches Problem geblieben. Die Idee, dass Staaten ohne unmittelbar sichtbare Konsequenzen Misswirtschaft betreiben konnten, hat auf den Euro nicht gerade stabilisierend gewirkt.

    Wenn österreichische Politiker Ungarn meiden, dann heißt das bitteschön genau gar nichts. Österreichische Politiker haben auch Staatsbesuche bei KimJongIl gemacht. Österreichische Politiker haben auch Arafat, Gaddafi, Assad, usw. empfangen oder besucht. Unlängst hat ein österreichischer Politiker (ausgerechnet der ÖVP Chef) ein Kommunikationszentrum für Saudi-Arabien in Wien eröffnet. Man würde da eher vermuten, dass die Ungarn die Österreicher nicht sehen wollen.

    Ja, dieser Angriff der ungarischen Politik gegen die Banken war patschert. Das Erbe, das die Ungarische Regierung von der vorhergehenden Regierung übernommen hat, ist aber tatsächlich eine böse Last.

    • M.S.
      15. Dezember 2011 09:53

      Und was wird die nächste österreichische Regierung von der jetzigen übernehmen?

    • Samtpfote
      15. Dezember 2011 09:58

      .. keine Besuche in Polen...

    • XICY
      15. Dezember 2011 10:19

      @M.S.
      In Österreich ist die ÖVP durchaus mitverantwortlich für die Misswirtschaft der letzten Jahre. Von der FPÖ erwarte ich mir (leider!) auch keine signifikante wirtschaftspolitische Verbesserung, selbst wenn sich nach den nächsten Wahlen eine Absolute ausgeht.

      @ Samtpfote
      Da gab es ja auch noch das Sprachproblem. Vermutlich spricht der polnische Regierungschef neben Polnisch nur noch Russisch, Französisch, Englisch, Ungarisch, Italienisch und Spanisch. Mit solchen Leuten kann man sich ja nicht unterhalten.

    • HJR
      15. Dezember 2011 11:43

      Ich erinnere mich noch an die heftigen Diskussionen anlässlich der EU-Erweiterungen und der damit verbundenen Argumente für eine vorrangige "Vertiefung" bzw. für eine rasche Erweiterung. Hier findet sich schon der nächste Fehler: Die Missachtung der notwendigen Vertiefung vor einer Erweiterung (nicht nur im geographisch-politischen Sinn).

      Obwohl ich einräumen muss, dass z.B. das später hinzugekommene Polen eine erstaunlich positive Entwicklung an den Tag legte, war bei aller Sympathie die Aufnahme Griechenlands und die fast manische Ein- und Anbindung ehemals kommunistischer Ostländer für mich größtenteils unverständlich. In diesem Zusammenhang sollte man auch darüber sprechen, dass mit den frühen Zusagen an die Türkei (ohne mit Griechenland Klartext zu sprechen) eine weitere Sünde begangen wurde.

      Überhaupt meine ich, dass seit Delors die Kommissionspräsidenten der EU mit immer schwächeren Leuten besetzt wurden, was auch die Ursache dafür sein dürfte, dass die einzelnen Kommissare eine immer unkoordinierter erscheinende Politik abliefern (wozu allerdings auch das Manko der "nationalen Verbundenheit" der Kommissare entscheidend beitragen dürfte).

      Eine EU mit ca. 450 Millionen Bürgern ist halt weder wie Lichtenstein, noch wie Deutschland oder Frankreich zu führen (von England ganz zu schweigen). Aber so wie der EU eine geschichtliche Identität fehlt, so fehlt ihr auch eine Zukunftsvision!

  25. HJR
    15. Dezember 2011 08:42

    Das europäische Problem heißt nicht "Euro oder Nicht-Euro" sondern Europa oder Nicht-Europa! die EU krankt in erster Linie nicht daran, dass sie eine gemeinsame Währung auf Dauer nicht unbeschädigt managen können wird, sondern dass sie nie in Lage war, ein ein "europäisches Bewusstsein" zu erzeugen und zu pflegen. Zu vielgestaltig sind die Nationalstaaten mit "eigener Geschichte", mit eigener Sprache und Literatur, mit eigenen nationalen Sympathien und Animositäten, welche eben in dieser "eigenen Geschichte" wurzeln. Als zu schwach hat sich die alleinige Gründungshoffnung auf einen immerwährenden "europäischen Frieden" erwiesen und auch die von visionslosen EU-Politikern erhoffte Einigkeit durch die gemeinsame Währung droht mittlerweile als Desaster zu enden. Noch ist weitgehend unklar, welche Auswirkungen die britische Verweigerung der Zustimmung zur neuesten Merkozy-Politik haben wird. Auch wenn ich kein Marx-Fan bin, muss ich gestehen, dass der Satz vom "Bewusstsein, welches das Sein prägt", nicht unbeachtet bleiben sollte.

    Einen weiteren Teil des Problems stellt die "mechanistische" Politikauffassung der EU dar, welche noch dazu all das vernachlässigt, was in der Wirtschaft (und in der Sozialwissenschaft) inzwischen unter dem Titel "Soft-Skills" zusammengefasst werden kann und was an den Wurzeln der Demokratie vielleicht mit dem Wort "Brüderlichkeit" gemeint war. An dieser Stelle kann ich nicht umhin, erneut zu betonen, dass die "Freiheit" in diesem dreiteiligen Ensemble an erster Stelle stand und dass die Gleichheit keineswegs die geschlechtslose Egalität aller Menschen meinte, sondern in erster Linie die wohlerwogene und als Grundlage eines Rechtsstaates unverzichtbare "Gleichheit vor dem Gesetz". Und was insbesonders die "sozial" bewegten Generationen nach dem Zweiten Weltkrieg vergessen oder verlernt haben, war die Tatsache, dass "Freiheit" ohne "Verantwortung" eben nicht funktioniert - das wissen zur Zeit leider sogar einige unserer Bundeskanzler und anderer "Verantwortungsträger" nicht mehr.

    Und so komme ich zur dritten Säule des Versagens: Ein generelles, europäisches Missverstehen der Wirtschaftsfaktoren Geld und Arbeit - beides in krassem Missverhältnis zwischen "nördlichen" und "südlichen" Mitgliedsländern der EU stehend. Man könnte auch hier schärfer formulieren und die Grenze zwischen "produktiven" und "parasitären" Ländern ziehen. Allerdings ist hier zu bedenken, dass eine solche Sicht auf die Bevölkerung zurückwirkt, welche seit Jahrzehnten regelmäßig jenen Parteien den Vorzug gibt, welche die teuersten (und haltlosesten) Wahlversprechen abgeben, die später meist mit noch mehr (gutem) Geld repariert werden müssen, als ursprünglichen an "schlechtem" Geld hineingesteckt wurde. Unsere ganze sogenannte Schuldenkrise ist lediglich das Ende eines Pyramidenspiels, an dessen Anfang die Verantwortungslosigkeit von wahlwerbenden Parteien gepaart mit der Unerschöpflichkeit der Ansprüche der Bürger stand. Wer immer die einfachsten Regeln der Arithmetik beherscht, sollte zu der Einsicht fähig sein, dass weder ein Einzelner noch ein Staat noch irgendein Wirtschaftskörper auf Dauer mehr ausgeben kann als er einnimmt. (Aber das scheint zunehmend in die Kategorie "höhere Mathematik" zu fallen).

    Als letztes in dieser Liste der europäischen Todsünden scheint mir erwähnenswert, dass die Parteien (leider auch die "bürgerlichen") ein zunehmend macchiavellistisches Bild des Bürgers entwickeln, der (in den Demokratien) nur mehr als wohlfeiles Stimmvieh benötigt wird, den man jedoch als den in vielen Lippenbekenntnissen beschworenen "selbstbestimmten, mündigen Bürgern" fürchtet, wie der Teufel das Weihwasser. Daher auch das zunehmende "Downgrading" der in den Schulen vermittelten Basisbildung, welche immer mehr zur Glaubenslehre der neoreligiösen Dogmen (Political Correctness, Gender Mainstreaming, Klimawandel, Armut, etc.) wird und nicht mehr in der Lage ist, sich zu fragen, welche der traditionellen Annahmen oder Verhaltensregelen sich als "wahr" oder "richtig" (und daher als erhaltenswert) erwiesen haben, sondern nur mehr atemlos dem Zeitgeist und den neuesten - meist nur kurzzeitig gültigen - Weisheiten und Moden hinterherhetzen.

    Und das alles macht leider nur einen Sinn: Der europäische Mensch soll nicht zur Besinnung kommen, denn sonst könnte ihm auffallen, in was für einem Irrenhaus er lebt.
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

  26. Josef Maierhofer
    15. Dezember 2011 08:18

    Euro oder nicht.

    Für mich stellt sich die Frage des Anlegens nicht, aber die Frage an sich ist sehr aktuell.

    Schweiz und Schweden zeigen vor, wie man es für das Volk besser machen kann durch Politik.

    Ungarn hat unter den Schulden und den großen Brocken der Zerstörungen durch Krieg, Revolution, etc. zu leiden, sie hatten ja keinen Marshall Plan wie wir das hatten, und das wird viele Jahrzehnzte nachwirken, wie bei uns die selbstverschuldete Schuldenkrise nachwirken wird, die nicht notwendig gewesen wäre bei uns, aber durch die sozialistische Denkweise in allen Parteien Österreichs und Verantwortungslosigkeit, vom Volk immer wieder zugelassen per Wahl. Bei uns kommt noch die totale und überbordende Verbeamtung des gesamten Gesellschaftsbereiches und der Privilegienstadel bei ebendiesen, bei ÖBB, bei Politik, etc. bezüglich Lohn und Pension dazu und damit ist bei uns der soziale Unfrieden durch Ungleichheit perfekt.

    Tschechien habe ich immer schon bewundert wegen der oft erfrischenden 'Frechheiten' und Kaltschnäuzigkeit und vor allem Zielstrebigkeit und Durchsetzungsvermögen, wie etwa die perversen Benes Dekrete, oder die Schrott Atommeiler, etc. Manchmal kommt das eben positiv heraus, zumindest bezüglich der Wirtschaft.

    Für mich ist der Euro wegen der ungesetzlichen Schutzschirme ein rotes Tuch, für mich ist der Gesetzesbruch oder Hintergehung der Gesetze der EU an ihren eigenen Gesetzen (Stabilitäts- und Konvergenzkriterien) ein Horror und für mich ist die Frage, Euro oder nicht, eigentlich eine solche, wie lange noch ?

    Das gilt eigentlich auch für die Staatengemeinschaft, wie lange noch. Ich denke, man hat ungeduldig und ohne nachzudenken zu schnell zu viel gewollt und das vor allem, ohne die Völker zu fragen, das kann nicht gut gehen und wird auch nicht, so meine Prognose und Befürchtung.

    • Undine
      15. Dezember 2011 10:43

      @Josef Maierhofer

      "... aber durch die sozialistische Denkweise in allen Parteien Österreichs und Verantwortungslosigkeit, vom Volk immer wieder zugelassen per Wahl"

      Das Pech derer, denen es nie im Leben eingefallen wäre, die Verschwenderpartei SPÖ zu wählen, die uns strohdumm schnurstracks in die ausweglose Schuldenfalle gebracht hat, ist, daß sie für diese unverbesserlichen kurzsichtigen gierigen SPÖ-Wähler die Zeche bezahlen müssen. Genaugenommen müßten ausschließlich die SPÖ-Wähler zur Kasse gebeten werden für das, was diese (Proleten)-Partei dank Wählerauftrag(!) "verschuldet" hat!

    • Josef Maierhofer
      15. Dezember 2011 11:24

      @ Undine

      Wollen wir gerecht sein, nicht im Sinne eines Herrn Faymann, dann müssen wir zugeben, dass auch genug Sünder und Selbstbediener bei den anderen Parteien waren und sind und es eben nicht allein die Wähler der SPÖ sind, sondern auch alle anderen, die das 'günstig' fanden. Gelegenheit macht Diebe.

      Ich persönlich habe von dieser Gesellschaft bis heute nichts erhalten und auch nichts zurückbekommen bislang, nicht einmal die erworbene Pension wird man mir geben, aber Anständigkeit habe ich in meinem Leben wenig gefunden bei meinen Gegenübern.

      'Bist blöd, wenn'st arbeitest', 'selber schuld', etc. diese Töne kenne ich seit 40 Jahren. Jeder, den ich zur Rede gestellt habe, entschwand daraufhin wieder aus meinem Gesichtskreis. Jetzt werden sie wieder kommen und betteln. Ich habe das in dem sogenannten 'Post des Jahres' ja geschrieben, die Anklage gegen die Neidgesellschaft.

      Kein Bonze der SPÖ hat in den letzten 40 Jahren noch Töne gefunden, wie 'Ärmel aufstricken', 'selber denken', 'anständig bleiben', etc. Darum lehne ich diese Ideologie ab, sie ist destruktiv und faulheitsfördernd, gesellschaftszersetzend und krank.

    • HJR
      15. Dezember 2011 18:06

      @Josef Maierhofer, 08:18
      [... aber durch die sozialistische Denkweise in allen Parteien Österreichs und Verantwortungslosigkeit, vom Volk immer wieder zugelassen per Wahl. Bei uns kommt noch die totale und überbordende Verbeamtung des gesamten Gesellschaftsbereiches und der Privilegienstadel ...]
      Die "sozialistische Denkweise" - fußend auf den Marx'schen Erkenntnissen bzw. Lehren - ist tiefer in das Bewußtsein der europäischen Völker eingedrungen als uns lieb sein kann. Diese "Denke" muss aber notwendigerweise mit dem Klassenbegriff arbeiten. Daher musste sich der Marx'sche Begriff der Arbeiterklasse auch in den der "Anspruchsberechtigten" wandeln, welche das Recht haben ihre Ansprüche aus dem Vermögen der "Reichen" zu bedienen. Und das natürlich unter dem wohlmeinenden und segenreichen Schirm einer sozialistischen Herrschaft, welche rein technisch eben nur als Herrschaft einer solchen Partei (die "Grünen" sind ja auch nur Öko-Sozialisten) realisiert werden kann.
      Der Gedanke dieser "Partitokratie" wiederum hat auch die Bürgerlichen überzeugt, jedenfalls insoweit, als es sich so viel leichter und besser regiert als mit einem Haufen von in den meisten Dingen unbeleckten Idealisten, welche auch nicht mehr als ein Schlamassel zustande bringen.

  27. Anton Volpini
    15. Dezember 2011 07:03

    Faymann hat gestern in einer theatralischen Rede vor einem Auseinanderbrechen der Eurostaaten gewarnt. Er sagte, daß Massenarbeitslosigkeit, Not und Elend die Folge sein werden. Das ist eine typisch linke, weil schizophrene Einstellung. Der Vertrauensverlust in eine Währung, der Verlust von Kreditwürdigkeit von Staaten, falsche Ausgabenpolitik von Regierungen und überbordernde Steuerlasten lassen einen Wirtschaftsraum zusammenbrechen und verursachen damit hohe Arbeitslosigkeit mit all den grauslichen Folgen. Da kann ein größerer Staatenverbund auch nicht helfen, wenn alle dieselbe fatale Schuldenpolitik fahren.
    Von den oben vier genannten Ländern setze ich die größte Hoffnung auf England, denn die haben mit ihrer lauten und jahrzehntelangen, konsequenten Kritik an Europa am ehesten gezeigt, daß ihnen die grandiose Idee eines Europas der Vielfalt und der regionalen Selbstverantwortung am meisten am Herzen liegt.

    • brechstange
      15. Dezember 2011 07:12

      Die Politiker dürfen Horrorszenarien, Verschwörungen, etc. verbreiten, wenn es ihrer Zielrichtung dient, aber wehe, einer von uns macht das, dann kämen wir in die Klapsmühle.
      Wie sagte doch Faymanns Kollege Vranitzky: Wer eine Vision hat, braucht einen Arzt. Faymanns Vision würde ich so einordnen. Denn wie Sie sagen, Herr Volpini, wäre die Tat der Regierung gefragt und nicht irgendwelche Szenarien im Schlepptau, um Fehlentscheidungen weiter umzusetzen.

    • Anton Volpini
      15. Dezember 2011 07:47

      Dann drehen wirs einfach um, brechstange. Wir schicken die in die Klappsmühle!

    • M.S.
      15. Dezember 2011 09:57

      Und wovor hat Faymann gewarnt, als er Gusenbauer abgelöst hat?

    • HJR
      15. Dezember 2011 18:12

      Faymann - neuerdings sich in der Rolle des "glühenden Europäers" gefallend - dürfte für unser Land so typisch sein, dass es mich wundert, dass die Deutschen nicht schon längst ihre Ösi-Witze (z.B.: Wie sieht die österreichische Kriegsflagge aus? - Weißer Adler auf weißem Grund) an seine Person angepasst haben.

    • M.S.
      15. Dezember 2011 18:54

      Hat jetzt eigentlich auch die Kronenzeitung ihre EU-feindliche Haltung geändert? Vielleicht hat der Bundeskanzler den geänderten Kurs mit der Innenpolitikredaktion abgestimmt.

  28. Wertkonservativer
    15. Dezember 2011 06:46

    Ein Plädoyer A.U.s für eine konservativ-liberale Welt- und Wirtschafts-Sicht!
    Freut mich als Wertkonservativem!
    Da wäre es halt bei uns wichtig, diese Richtung zu stärken, und nicht durch mancherlei (auch berechtigte) Kritik eher zu schwächen!

    Unsere Rot-Grün-Linken können nur durch eine künftige starke Mitte-Rechts-Achse in Zaum gehalten werden! Rechts allein ist zu wenig und sicher nicht staatstragend!
    Nur gemeinsamen können wir den aggressiven Linksvirus (bildlich) unschädlich machen!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • brechstange
      15. Dezember 2011 06:53

      Sg Hr. Michler,
      Kritik und va berechtigte Kritik ist absolut notwendig. Eine Richtung stärkt man nicht, wenn berechtigte Kritik nicht gehört und unberechtigter Kritik nicht begegnet wird. Nachdem die ÖVP diesen scheinbar einfachen Weg einschlug, schaut es zur Zeit nicht so gut aus, dass hier mal was Starkes entstehen könnte.

    • Wertkonservativer
      15. Dezember 2011 07:20

      Accettato, cara Signora Brechstange!

  29. brechstange
    15. Dezember 2011 06:18

    http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=9010734

    Man beachte:
    Eine hysterische Frau Reding als die Alternative Nordeuro dargestellt wurde, dazu machte sie am Rande die unterstellenden Bemerkung, dass der ja amerikanische Banken berät, damit meinte sie wohl Prof. Henkel.
    Außerdem ist Luxemburg ja so gut, kein Wort davon, dass die Bilanzsumme der luxemburgischen Banken das 18fache BIP ausmacht und Luxemburg bei den verdeckten Schulden europaweit an zweiter Stelle steht.
    Außerdem ist sie ja so froh, dass Europa von Politikern regiert wird und nicht von diesen deutschen Professoren.
    Zu Lafontaine bemerkte sie am Rande: Was, der war mal ein deutscher Finanzminister.

    Frau Reding als EU-Kommissarin hat sich für mich durch ihre niedrigen Instinkte disqualifiziert. Wenn das der Ton in der Kommission ist, dann können wir uns auf vieles gefasst machen. Was Demokratie ist, bestimmen wir ganz alleine.
    Der Stoiber ist überhaupt dabei, die Mentalitäten in diesen Ländern ändern zu wollen, da kann man ihm viel Glück wünschen, ist schon einmal schief gegangen.

    • HJR
      15. Dezember 2011 18:14

      @brechstange
      Die Frau Reding ist einer jener Kommissare, die ich in der entsprechenden Passage meines heutigen Hauptbeitrages meinte. Was Sie über sie sagen, unterschreibe ich!

  30. libertus
    15. Dezember 2011 01:20

    Die Sozis in Österreich haben uns seinerzeit jahrelang Schweden als leuchtendes, sozialdemokratisches Beispiel hingestellt, jedoch nur solange als der ausufernde Sozialstaat das Land in den erwähnten Kollaps trieb.

    Jetzt, wo Schweden dank vernünftiger, konservativer Regierungspolitiker wieder zum echten Vorzeigeland wurde, macht kaum mehr ein heimischer Linker viel Aufhebens darüber.

    Und warum nicht? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf! Wo kommen wir denn da hin, wenn sie zugeben müßten, daß es neoliberale Vorbilder gibt?

    Könnten unsere Politiker endlich einmal über ihren ideologischen Schatten springen, wäre das schwedische Sanierungswunder auch in Österreich möglich, aber so wird weitergewurschtelt bis Wien Athen wird!

    • HJR
      15. Dezember 2011 11:49

      Dass die "Sozis" (und andere Linke) in Österreich überhaupt noch ansehnliche Stimmenzahlen ergattern, vermag ich eigentlich nur den sinkenden intellektuellen Fähigkeiten unserer Bevölkerung (vgl. Sarazin) zuzuschreiben.

      Und was unsere Politiker (aller Couleur) betrifft, so springen die über jeden Schatten, wenn's nur dem Erhalt ihrer Wählerstimmen und ihrer Pfründe dient.

    • M.S.
      15. Dezember 2011 13:05

      @libertus

      Nur der Ordnung halber. Wenn einmal ein Linker vernünftige Polik betreibt, sollte man dies auch lobend anmerken. Der Schwenk zu einer verantwortungsvollen Budgetpolitik wurde vom szt. Premier Goran Person eingeleitet, der Kurs wurde dann von den Konservativen fortgesetzt. Ich erinnere mich noch wie bei den Treffen der Sozialistischen Internationale, Person seinen Genossen aus aller Welt dringend riet, nur ja keine Schulden zu machen. Leider war es vergebliche Liebesmüh.

    • terbuan
      15. Dezember 2011 16:27

      M.S.
      Natürlich gibt es auch bei den Sozialisten vernünftige Leute, was man auch fairerweise erwähnen sollte, aber leider sind sie eine ungehörte und unmaßgebliche Minderheit!

    • M.S.
      15. Dezember 2011 18:58

      @Terbuan

      Leider haben Sie völlig recht!





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