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Die Bahn hat Konkurrenz: Wir dürfen uns freuen

Wettbewerb kann sogar die fettesten und müdesten Privilegienritter wachrütteln. Zumindest ein wenig. Das merkt man seit Beginn dieser Woche am Beispiel der Bahn. Diese Erkenntnis lässt jubeln – und bangen, ob die neue Westbahn so lange durchhält, bis europäische Wettbewerbshüter die schmutzigen Tricks von ÖBB und Verkehrsministerin endgültig stoppen und bestrafen.

Der Hintergrund des ÖBB-Tricks: Der Gesetzgeber hat bei Telephon und Strom (mit großem Erfolg) sowie bei Post und Gas (mit geringerem Erfolg) den Übergang vom bürokratisch-teuren Staatsmonopol zum kundenorientierten Wettbewerb durch absolut unabhängige Regulatoren begleitet. Nur so haben die neuentstehenden Privaten eine Überlebens-Chance gegen die jeden neuen Mitbewerber von der ersten Sekunde an lustvoll niederbeißenden Revierverteidiger.

Was aber hat die österreichische Regierung hingegen bei der Bahn gemacht? Da wird der Wettbewerbsvorteil des Monopols gleich dreifach verteidigt!

Erstens fließen zum Unterschied von Post und Telekom weiter Steuergelder in die Bahn, sowohl versteckt wie auch offen. Zweitens hat man bei der Bahn keine echte Trennung zwischen dem natürlichen Monopol, nämlich dem Eigentum am gesamten Schienennetz, und den sich für einen gesunden Wettbewerb ganz natürlich anbietenden Zügen gemacht: Beide gehören weiterhin zum gleichen Konzern und sind ganz offensichtlich nur formal getrennt. Beide werden ja auch vom gleichen Gewerkschaftsboss kontrolliert beziehungsweise regiert.

Und drittens ist die Funktion des „unabhängigen“ Regulators total lächerlich geworden, seit eine Frau ausgerechnet aus dem Kabinett der Verkehrsministerin mit dieser Aufgabe betraut worden ist. Diese Ministerin aber ist ganz zufällig oberste und einzige Eigentümervertreterin bei den ÖBB (und hat als fast einzigen Hauptauftrag ganz offensichtlich dafür zu sorgen, dass SPÖ-nahe Blätter weiterhin nach Faymann-Art mit ÖBB-Inseraten versorgt werden).

Da muss die neue „Westbahn“ schon ein erkleckliches Maß an Tollkühnheit haben, wenn sie gegen diese ÖBB den Wettbewerb aufnimmt. Es ist alles andere als ein ebenes Spielfeld für einen chancengleichen Wettbewerb, wenn man monatelang alleine darum kämpfen muss, dass die privaten Züge nicht „verkehrsbedingt“ neun tödlich lange Minuten in einer Station warten müssen, bis der ÖBB-Fahrplan die Signale auf Grün stellt. Oder wenn sogar die Aufnahme ins Kursbuch – in dem auch alle sonstigen Verkehrsanbieter wie Busunternehmen zu finden sind – erst mit Gerichtshilfe durchgesetzt werden kann (die erwähnte Regulatorin selbst blieb natürlich untätig).

Die privaten Anbieter haben jedenfalls klug daran getan, einen gewichtigen ausländischen Partner, nämlich die französische Bahn, als Minderheitsbeteiligten zusteigen zu lassen. Denn durch die Teilnahme eines Partners aus einem anderen EU-Land kann nun jede Diskriminierung vor EU-Behörden und -Gerichten bekämpft werden. Das dauert oft Jahre, aber es wirkt. Ein rein österreichischer Anbieter könnte hingegen nicht zur EU und zum EU-Gerichtshof gehen. Es ist schade, dass es immer erst den Umweg über die EU braucht, bis in Österreich wieder ein wenig Marktwirtschaft eingeführt werden kann.

Eine wichtige Kampflinie sind nun die plötzlich von der ÖBB auf den Markt geworfenen Billigtickets. Aber ist es nicht positiv, wenn die ÖBB endlich billiger werden? So werden da zumindest manche einwenden. Und ist es nicht unerfreulich, wenn die Privaten gegen billigere Preise kämpfen?

Nein, ganz und gar nicht. Denn die ÖBB hat in alter Monopolistenmanier die Preise nur zu dem einzigen Zweck gesenkt, um die Privaten kaputt zu machen. Sie wird sofort wieder teurer werden, wenn die Konkurrenz entnervt aufgibt. Weil ständig eine solche Strategie eines marktbeherrschenden Anbieters droht, wurden beispielsweise auch der Telekom zu Recht vom Regulator Mindesttarife vorgeschrieben. 

Zweitens sind die ÖBB-Billigtickets auch solange unakzeptabel, solange die Staatsbahn alljährlich Milliarden vom Steuerzahler erhält. Wer Steuergeld erhält, muss sich auch vom Staat Vorschriften gefallen lassen. So will die Obrigkeit jetzt sogar bei jenen Banken, die nie eine Staatshilfe erhalten haben, die Gehälter nach unten regulieren. Nichts anderes bedeutet ja die massive Einschränkung von Provisionen für Bankmitarbeiter.

Grotesk ist auch die Behauptung der ÖBB, die erhaltenen Subventionen seien für alle anderen Bahnstrecken notwendig, aber ausgerechnet nicht für jene zwischen Wien und Salzburg. Daher sei auf dieser Strecke das Verhalten der ÖBB durchaus als fair und keinesfalls wettbewerbswidrig zu sehen.

Blöder geht’s nimmer. Denn die privaten Züge fahren ja nur zwischen Wien und Salzburg. Und nur dort fließt kein wettbewerbsverzerrendes Steuergeld hinein. Laut ÖBB . . .

Angesichts solcher Argumentationen des Hauses Bures/ÖBB werden die EU-Richter noch viel Arbeit haben. Sie werden aber auch – freilich: irgendwann – eine echte gesellschaftsrechtliche Trennung zwischen Infrastruktur und rollendem Bahnbetrieb durchsetzen.

Davon unabhängig ist es doch erstaunlich, was plötzlich bei der Gewerkschaftsbahn alles so möglich ist. Nämlich genau das, was bisher trotz vieler Kundenwünsche absolut unmöglich schien: So gibt’s im Rail-Jet ausgerechnet auf der Strecke Wien-Salzburg plötzlich Speisewägen und W-LAN für Internet-Nutzer.

All diese Aspekte machen eine zumindest teilweise Privatisierung der Bahn dringend und sinnvoll. Denn mehr privat bedeutet nicht nur mehr Komfort, sondern auch einen massiven Wechsel von Passagieren vom Auto auf die Bahn. Was einerseits einen klaren Kundenwunsch bedient; und was andererseits ökologisch vorteilhaft ist. In England hat durch die Privatisierung und den daraus folgenden Wettbewerb die Zahl der Bahnfahrer um 60 Prozent zugenommen.

Wird aber nicht gerade die englische Bahn immer als Argument gegen eine Privatisierung angeführt? Ja, das wird sie – aber völlig zu Unrecht, wie die Zunahme der britischen Bahn-Passagiere und die gleichzeitige Abnahme von Verspätungen und Unfällen zeigt.

Richtig ist nur ein einziger Kritikpunkt, nämlich dass auf der Insel das Bahnfahren teurer geworden ist. Wenn aber dennoch so viel mehr Briten Bahn fahren, sind die höheren, also kostendeckenden Tarife durchaus legitim. Denn durch die Privatisierung sind vor allem gleichzeitig die staatlichen Budgets total entlastet worden.

Für den Bürger bringt das in der Summe also einerseits eine deutliche Einsparung und andererseits einen ökologischen Gewinn.

Allerdings muss auch klar sein: Bei der Infrastruktur, also beim Bau beziehungsweise bei der Erhaltung der Geleise, kann es nicht zu einem funktionierenden Wettbewerb kommen. Das ist ein natürliches Monopol. Hier musste ja auch die britische Zentralregierung entgegen dem ursprünglichen Konzept wieder einsteigen. Aber auch bei der Infrastruktur bringt die Privatisierung Vorteile: Die privaten Bahnbetreiber üben als Kunden heftigen Druck aus, dass die staatlichen Geleise gut in Schuss gehalten werden. Während bei staatlichen Einheitsbetrieben kein Mensch diesen Druck ausübt oder wahrnimmt. Dort regieren nur Lokalpolitiker hinein, die für jeden menschenleeren Geisterzug kämpfen.

In Frankreich, dass im Gegensatz zu den Briten noch keine Bahnprivatisierung erlaubt hat, ist die Passagierzahl im gleichen Zeitraum, in dem sie bei den Briten so steil gestiegen ist, um 28 Prozent zurückgegangen. Das sagt mehr als tausend Professoren.

Von der Propaganda der ÖBB in diesen Monaten ist in Wahrheit nur ein einziger Punkt ernst zu nehmen. Der freilich sehr: Die österreichische Politik – Bund UND Länder – hat den Bau dreier sehr teurer Bahntunnels beschlossen: Semmering, Brenner, Koralm. Jedoch: Wird die nun so dringende Schuldenbremse zumindest irgendwie ernst genommen, so werden diese Tunnels sicher nicht gebaut werden können, oder zumindest nicht alle. Und jedenfalls nicht in den nächsten Jahren.

Die Verkehrsministerin will dennoch – parallel zu den Schuldenbrems-Versuchen! – die gesetzliche Garantie festschreiben, in den nächsten sechs Jahrzehnten alleine für Baumaßnahmen weitere 65 Milliarden Euro Schulden machen zu dürfen. Das ist eine Chuzpe sondergleichen. Zu diesem Betrag kommen nämlich außerdem noch Finanzierungs-, Betriebs- und Erhaltungskosten für die neuen Strecken und Tunnels. Das wird die 65 Miolliarden noch vervielfachen.

Das Absurde ist jedoch: Das am weitesten vorangeschrittene Projekt ist ausgerechnet der weitaus sinnloseste Tunnel, nämlich der Koralm-Tunnel, der lediglich Graz und Klagenfurt verbinden wird. Durch den also niemals viel Verkehr gehen wird. Denn an dieser Strecke liegen weitgehend menschenleere Wälder und Berge.

Für den Bau dieser Tunnels sind aber nicht nur die sozialdemokratischen, sondern auch die blau-orangen und schwarzen Landespolitiker heftig unterwegs. Wird die Koralm nicht gebaut, schreien die Kärntner laut auf; wird der Brenner nicht gebaut, schicken die Tiroler die Schützen zum Marsch auf Wien; und wird der Semmering nicht gebaut, der in Wahrheit der einzig wirklich sinnvolle dieser drei Tunnels ist, dann stirbt für die Steirer ein Herzensanliegen. Am heftigsten agiert aber die SPÖ für diese Bauten: Denn dadurch würde den ÖBB eine so gewaltige Schuldenlast aufgelastet, dass in diesem Jahrhundert eine Privatisierung fast unmöglich wird.

Die Last für diese und andere Bauprojekte (wie etwa den Umbau der derzeit zu Dutzenden total neu konzipierten Nachkriegs-Bahnhöfe) bleibt auf Dauer in den Büchern der Bahn (und der künftigen gesamtstaatlichen Schuldenquote). Daran würde es auch nichts ändern, wenn es die ÖBB schaffen sollte, die Subventionen für den Fahrbetrieb auf Null zu bringen. Diese betragen aber immerhin weitere 600 Millionen jährlich. Dazu kommen noch die Pensionslasten und eben die Baukosten für die genannten Großprojekte. Wie auch viel kleine Lasten.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2011 13:30

    O.T. Die Berichte über das Blutbad in Lüttich im ORF und vielen Medien
    Die Berichte über das Blutbad in Lüttich sowohl im ORF als auch in vielen Medien zeigen deutlich, wieweit die „Political Correctness“ der Medien in Österreich schon vorangetrieben wurde. Beim ORF, wurde jeder Hinweis auf Namen und Herkunft des Täters deutlich vermieden. Dies ist typisch für das Vordringen des ethischen Relativismus der objektive Wahrheit leugnet, also zwischen „Richtig“ und „Falsch“ zu entscheiden verbietet und durch „Political Correctness“ ersetzt. Der Name und die Herkunft eines Menschen ist, wie Alter, etc., ein Merkmal für die Bildung der Meinung des mit der Nachricht Versorgten und daher grundsätzlich ein neutrales Merkmal. Erfolgt beim Nachrichtenempfänger eventuell eine tendenziöse Interpretation, dann ist dies trotzdem kein Grund diese Information anderen Nachrichtenempfängern vorzuenthalten. „Political Correctness“ aber beraubt den Medienkonsumenten seiner Wahlfreiheit. Eine typische Tendenz der Linken!

  2. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2011 07:49

    Die Westbahnstrecke ist heute deswegen so modern ausgebaut, weil die ÖBB Jahrelang ihr ganzes Investitionsgeld dort hinein stecken konnte, und auf dieser Achse auch der größte Verkehr zu erwarten war. Die andere wichtige Achse, nämlich die Südachse, ist derweil auf der Strecke geblieben, weil der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll unter Biegung und Bruch von Gesetzen den Semmeringbasistunnel so lange verhindert hat, bis die Westbahnstrecke fertig war. Jetzt hat er seinen Widerstand aufgegeben.
    Der Ausbau der Südstrecke inklusive Koralmtunnel und Semmeringbasistunnel ist kein sinnloser Luxus sondern Teil der Baltisch - Oberitalienischen Achse, wie weiland Erzherzog Johann schon erkannt hatte, und damit im 19 Jahrhundert zur wirtschaftlichen Prosperität der Steiermark einen wesentlichen Beitrag geleistet hat.

  3. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2011 06:55

    OT: Wie ORF-Science berichtet sind die Sciencler im physikalischen Teilchenzoo des CERN dem die Materie erzeugenden Gottesteilchen von Higgs auf der Spur.
    Viel Glück beim Bauchfleck. Seit dem Altrn Testament ist bekannt, dass Gott reine Aktuositaet, reiner Geist ist. Gott ist reine Wirk-lichkeit -nicht Realitaet- und das einzige, was eigentlich Wirklichkeit genannt werden kann und alle sonstige Wirklichkeit ist nur von Gott abgeleitet.
    Das verzweifelte Scheitern der materialistischen Gottesvergegenstaendlicher wird aber den Weg frei machen fuer die wahre Wissenschaft der Wirklichkeit, nämlich fuer die Wissenschaft und Phänomenologie des Geistes und damit auch Platz schaffen fuer die Religion der Wahrheit, die Religion des Geistes!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2011 08:48

    Selten habe ich soviel Unsinn wie in diesem Beitrag gelesen.

    1.
    Zum Xten Mal: Die Westbahn AG ist keine PRIVATE Konkurrenz der ÖBB. Schon jetzt besitzen die SNCF 25 Prozent an der AG, in Kürze wird deren Anteil 50 % betragen.
    Die SNCF sind eine der reaktionärsten, sozialistisch ausgerichteten Bahnen Europas.
    Gegen die brutal vorgehende französische Eisenbahnergewerkschaft ist die sicher auch nicht zimperliche ÖBB-Gewerkschaft ein Lercherl.

    2.
    Hans Peter Haselsteiner ist mit seiner STRABAG Hauptlobbyist und Hauptprofiteur des dümmsten und teuersten (nach den Schweizer Tunnels) Bahnprojekts Europas.
    Die STRABAG hat gerade einen Bauauftrag Koralmtunnel von fast 600 Mio Euro an Land gezogen. Das freut auch den Mibesitzer der STRABAG, den übelst beleumundeten russischen „Oligarchen“ Oleg Deripaska besonders.
    Und auch der überragende Beriebswirt Alfred Gusenbauer in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender der STRABAG und Chef der Haselsteiner Familienstiftung wird amused sein.

    3.
    Und so hält sich dank der umnachteten Zahnarzthelferin, die die Westbahnkonzession vergeben hat, der Haselsteiner als größter Auftragnehmer der ÖBB noch eine eigene Bahngesellschaft und treibt das hilflose Mangement der ÖBB vor sich her und erhebt frech Forderungen nach Subventionen für sich und nach Tariferhöhungen für die Konkurrenz, nachdem er vorher den freien Markt gepriesen hat.
    Dabei weiß bei der Westbahn AG die Rechte nicht was die Linke tut und so wird dort zumindest jetzt geschleudert, was das Zeug hält. (Wien-Salzburg 7 Euro)
    Als regelmäßigen Bahnfahrer freut mich das.Als Steuerzahler eher weniger.

    4.
    Den infantilen Jubel über die Geldbeschaffungsaktionen für Herrn Haselsteiner, der für mich immer schon, um es vorsichtig auszudrücken, rätselhaft war, kann ich nicht nachvollziehen.
    Denn die ÖBB sind halt einmal unser Eigentum, ob uns das passt oder nicht und meiner Meinung nach wird der Steuerzahler durch das Auftreten der „Privaten“ massivst geschädigt.

    Und noch einen Tip, Herr Unterberger: fahren Sie einmal in der „Westbahn“ und im railjet.
    Im railjet haben Sie als privilegierrter Journalist sogar den Vorteil die erste Klasse zum Preis der zweiten benützen zu können. Wie angeblich in der "Westbahn"

  5. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2011 10:18

    Wenn bei der Bahn die private Konkurrenz genauso den Markt belebt wie zum Beispiel am Telefonsektor, dann kann man dem neuen Anbieter nur viel Glück wünschen und hoffen, es finden sich noch mehr Mutige.

    Es ist unvorstellbar, wie sich der Mobiltelefonmarkt gestalten würde, wäre er noch immer ein Monopol der Post!

    Und was das Budget der ÖBB betrifft, ist der Rechnungshof besonders gefordert, ob die Angaben über Investitionen von Steuermitteln der Wahrheit entsprechen, oder der Steuerzahler grob getäuscht wird wie bei den Inseratenkampagenen.

    Vielleicht zwingt Haselsteiner die ÖBB zu sinnvolleren Einsparungen und sorgfältigeren Umgang mit ihren Einnahmen, dann erfüllt er ganz sicher eine wichtige Aufgabe!

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2011 15:17

    OT - Presseförderung in Ö, wie wir im Ausland gesehen werden.

    http://www.youtube.com/watch?v=ub9K5WUQ9HI

  7. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2011 12:44

    Mir liegt nichts ferner als für die hohen Kosten der ÖBB Unterstützung zu geben. Trotzdem möchte ich zur Notiz „Die Bahn hat Konkurrenz: Wir dürfen uns freuen“ einige nachdenkliche Anmerkungen machen:
    Natürlich soll Konkurrenz dazu führen, daß die Konkurrenten sich zum Nutzen der Kunden höchst anstrengen. In den USA, wo sowohl Telephon, als auch Energieversorger und natürlich auch die Bahnen, bereits bei der Gründung also „von Null an“, mit privaten Mitteln entstanden und dann eben auch privat geführt wurden und werden ist die Lage nämlich anders als in Europa. In Europe zahlten vor den Privatisierungen nämlich hauptsächlich die Steuerzahler oder Kunden, die die Preise nicht durch Gang zur Konkurrenz beeinflussen konnten, Jahrzehnte lang für die schrittweise Errichtung dieser Unternehmen. Erst dann, als das Leitungsnetz, die Schienen und die nötigen Einrichtungen (Bahnhöfe und Fuhrpark) errichtet waren, wurde privatisiert. Die Berücksichtigung dieser langjährigen Ausgaben bis zum Privatisierungszeitpunkt um sie in einer späteren anteiligen „Nutzungsgebühr“ für private Betreiber zusammenzufassen, ist eine fast unmögliche Aufgabe. Es muß ein politisch tragbarer Preis dafür gebildet werden und ab dann erst startet die Konkurrenz. Es fallen daher viele Risiken für die neuen Betreiber weg, die schon Jahrzehnte vorher die Steuerzahler zwangsweise beglichen haben.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSegestes
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Dezember 2011 06:37

    Unterberger spricht:
    "In England hat durch die Privatisierung und den daraus folgenden Wettbewerb die Zahl der Bahnfahrer um 60 Prozent zugenommen."

    Was für eine Chuzpe ausgerechnet das in der Frage berüchtigte England als Positivbeispiel für eine Bahnprivatisierung zu nennen. Denn die Trennung von Gleis-Infrastruktur und Zügen, war gerade in dort ein tödlicher Schuss in den Ofen. Unterberger lässt ihm unbequeme Fakten wieder einmal absichtlich weg. Zum Glück gibt es noch andere Quellen.

    Zitat Wikipedia:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schienenverkehr_in_Gro%C3%9Fbritannien#Historischer_.C3.9Cberblick
    „Nach einer Serie von schweren Unfällen erlitten die britischen Eisenbahnen einen erheblichen Imageverlust. […]. Railtrack (Anm.: Betreiber der Gleis-Infrastruktur), das aus Kostensenkungsgründen das Netz nur spärlich sanierte, sah sich gezwungen, ein kostspieliges Gleiserneuerungsprogramm durchzuführen, das letztlich zum Bankrott des Unternehmens führte. An die Stelle von Railtrack trat im Oktober 2002 das nicht-gewinnorientierte Unternehmen Network Rail.“

    Ich bin sicher nicht gegen private Konkurrenz für die ÖBB, im Gegenteil, den Brüdern muss ordentlich Dampf gemacht werden, damit sie ihren Allerwertesten endlich hoch bekommen und sich an den Wünschen der Bahnkunden orientieren. Aber Unterbergers halbwahre Diskussionsbeiträge sind einfach für den Lokus.

    Siehe auch hier:
    „Das am weitesten vorangeschrittene Projekt ist ausgerechnet der weitaus sinnloseste Tunnel, nämlich der Koralm-Tunnel, der lediglich Graz und Klagenfurt verbinden wird. Durch den also niemals viel Verkehr gehen wird. Denn an dieser Strecke liegen weitgehend menschenleere Wälder und Berge.“

    Der Alte weiß genau, dass es sich hier um das Teilstück einer Transitstrecke, vor allem für den Güterverkehr von Nord nach Süd, handelt und es daher irrelevant ist, ob an dieser nun Menschenmassen wohnen, oder nicht. Aber trotzdem klopft er auf seine misstönende Polemik-Trommel und plärrt „Geldverschwendung!“.
    Was in Wien gerade für einen Monsterbahnhof an Geld vernichtet wird, interessiert ihn hingegen nicht – hier geht es ja um „seine Stadt". Da ist eben nichts zu teuer.
    Da passt es dann auch ins Bild, dass er sich genauso beharrlich über Skylink ausschweigt, eine der größten Sauereien seit dem AKH-Skandal.

    Es wäre nun aber ungerecht, speziell Unterberger für seine journalistische Unredlichkeit zu tadeln. In Wirklichkeit agieren die meisten Journalisten so. Sie verkaufen extrem subjektive Meinungen als Wahrheiten und wollen dann dafür auch noch regelmäßig erzählt bekommen, wie unverzichtbar ihre Arbeit doch für die Demokratie sei.
    In Wirklichkeit verzerren Sie aber den demokratischen Meinungsbildungsprozess durch Ihr unseriöses Treiben permanent!


alle Kommentare

  1. jmshfqdkydk (kein Partner)
    22. Dezember 2011 11:22

    nkImZl nwqxfqlvkklz

  2. Gertie (kein Partner)
    21. Dezember 2011 06:57

    THX that's a great awnser!

  3. phaidros
    16. Dezember 2011 21:38

    Von der Westbahn kann ich berichten:

    Fahrt WIen West - St.Pölten dauert knapp eine dreiviertel Stunde. Jeder Zug hat sechs Doppelstockwaggons, jeder Waggon dürfte einen eigenen Zugbegleiter haben. Es gibt einice »Cafés«, in denen man Abgepacktes erhält, Rollstuhl-, Fahrrad-, Gepäckabteile sowie Wickeltische und getrennte Toiletten.

    Das Personal auf zwei Fahrten war sehr freundlich, aber nicht diese auswensig gelernte »WIllkommen bei Westbahn mein Name ist Soundso, was kan ich für Sie duuuun?«-ScheiNfreundlichkeit, sondern angenehm.

    Die verstellbaren Sitze bewegen sich in einer Schale, sodass der Hintermann nicht durch das Umklappen der Lehne beeinträchtigt wird, man aber selbst etwas der knapp bemessenenen Beinfreiheit (ich bin 1,90) verliert. Die Ablagen über den Sitzen sind für kaum 3 Bleistifte nebeneinander, aber unter dem Sitz ist Platz für eine Tasche (größeres Gepäck kann wie gesagt an einem eigenen Stellplatz untergebracht werden)

    Von der Anmutung her liegen die Züge über den neuen Regionalzügen der ÖBB, machen aber keinen so exquisiten Eindruck wie die Railjets oder deutsche ICEs. Das »überall Leder« stimmt, erinnert aber eher an Strapazleder wie bei einer Motorradkluft und weniger an edle Fauteuils eines Bentleys (bin aber nicht in der ersten Klasse gesessen).

    Beide Fahrten waren übrigens pünktlich und angenehm rüttelfrei.

    BG phaidros.vie@gmail.com

  4. APM (kein Partner)
    15. Dezember 2011 22:03

    @unterberger

    Suchen Sie in Ihrem eigenen Interesse so bald wie möglich einen Seelenarzt auf!
    Das ist absolut nicht zynisch oder herabwürdigend gemeint!

  5. Peter (kein Partner)
    15. Dezember 2011 12:39

    Konkurrenz bleibt auch da nur eine Chimäre. Kartelle bilden sich üblicherweise in Überlichtgeschwindigkeit. Und die diversen Kartellwächter, ganz besonders in Ö, sind auf beiden Augen blind, bgesehen von ein paar Alibiaktionen.
    Trotzdem freut mich die Westbahn (trotz HPH) und ich werde sie mit Freuden nutzen, nur um den fetten, faulen und arroganten Staatsbahnen zu entkommen.

  6. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    15. Dezember 2011 11:06

    Ich weiß auch nicht, welchen Zeitraum Prof. Unterberger für die Statistiken gewählt hat, aber 2004-2009 sind die Zahlen leicht verfügbar, da sieht es so aus:

    Bahnpassagiere
    Deutschland +11%
    Frankreich +17%
    Österreich +10%
    Vereinigtes Königreich +19%

    Personenkilometer
    Deutschland +7%
    Frankreich +19%
    Österreich +23%
    Vereinigtes Königreich +21%

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      15. Dezember 2011 11:21

      Quelle: Eurostat Verkehrsstatistik
      Prof. Schnabeltierfresser

  7. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    15. Dezember 2011 10:59

    Ein rein österreichischer Anbieter könnte hingegen nicht zur EU und zum EU-Gerichtshof gehen.? Was ist denn das schon wieder für ein Unsinn?

  8. cmh (kein Partner)
    15. Dezember 2011 10:37

    Die Aufspaltung der ÖBB in eine Gesellschaft der Schienen und eine der Lokomotiven wäre eine weitere Heldentat der schwarz-blauen Regierung gewesen, hätte nicht der Wähler in seiner abgrundtiefen Weisheit statt der Eurofighter (nicht diese Vögel, sondern die Teilnahme an dem Knowhowtransfer wäre für den Industriestandort Österreich wichtig gewesen) den Sozialfighter in Form von Subventionen an die rote ÖBB-Struktur gewählt.

    Hat sich der Souverän halt wieder einmal geirrt.

  9. cmh (kein Partner)
    15. Dezember 2011 10:31

    Die Trioler immer nur mit den auf Wien marschierenden Schützen gleichzusetzten wird langsam aber sicher langweilig. Da sind doch die falsch singenden Kärntner viel gefährlicher. Auch wenn beide nur ein öder Wiener Gemeinplatz sind.

    Diese Wiener Überheblichkeit ist zudem auch eine der Ursachen für das zähe Verteidigen der überholten Landesstrukturen und ganz allgemein des Unmutes in den Bundesländern über die Wiener.

    Dabei sind die Bundesländer in ihrer Verkorkstheit ja ein mehr als dankbares Thema für interessanten Journalismus. Aber wenn es dann von Wien aus so aussieht, als wären in den Ländern nur die Dödel daheim, dann nervt es.

  10. Herby (kein Partner)
    15. Dezember 2011 09:34

    Die zehn besten Wirtschaftslügen (Die Presse):

    Lüge 5: Bahn umweltfreundlich?

  11. Segestes (kein Partner)
    15. Dezember 2011 06:37

    Unterberger spricht:
    "In England hat durch die Privatisierung und den daraus folgenden Wettbewerb die Zahl der Bahnfahrer um 60 Prozent zugenommen."

    Was für eine Chuzpe ausgerechnet das in der Frage berüchtigte England als Positivbeispiel für eine Bahnprivatisierung zu nennen. Denn die Trennung von Gleis-Infrastruktur und Zügen, war gerade in dort ein tödlicher Schuss in den Ofen. Unterberger lässt ihm unbequeme Fakten wieder einmal absichtlich weg. Zum Glück gibt es noch andere Quellen.

    Zitat Wikipedia:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schienenverkehr_in_Gro%C3%9Fbritannien#Historischer_.C3.9Cberblick
    „Nach einer Serie von schweren Unfällen erlitten die britischen Eisenbahnen einen erheblichen Imageverlust. […]. Railtrack (Anm.: Betreiber der Gleis-Infrastruktur), das aus Kostensenkungsgründen das Netz nur spärlich sanierte, sah sich gezwungen, ein kostspieliges Gleiserneuerungsprogramm durchzuführen, das letztlich zum Bankrott des Unternehmens führte. An die Stelle von Railtrack trat im Oktober 2002 das nicht-gewinnorientierte Unternehmen Network Rail.“

    Ich bin sicher nicht gegen private Konkurrenz für die ÖBB, im Gegenteil, den Brüdern muss ordentlich Dampf gemacht werden, damit sie ihren Allerwertesten endlich hoch bekommen und sich an den Wünschen der Bahnkunden orientieren. Aber Unterbergers halbwahre Diskussionsbeiträge sind einfach für den Lokus.

    Siehe auch hier:
    „Das am weitesten vorangeschrittene Projekt ist ausgerechnet der weitaus sinnloseste Tunnel, nämlich der Koralm-Tunnel, der lediglich Graz und Klagenfurt verbinden wird. Durch den also niemals viel Verkehr gehen wird. Denn an dieser Strecke liegen weitgehend menschenleere Wälder und Berge.“

    Der Alte weiß genau, dass es sich hier um das Teilstück einer Transitstrecke, vor allem für den Güterverkehr von Nord nach Süd, handelt und es daher irrelevant ist, ob an dieser nun Menschenmassen wohnen, oder nicht. Aber trotzdem klopft er auf seine misstönende Polemik-Trommel und plärrt „Geldverschwendung!“.
    Was in Wien gerade für einen Monsterbahnhof an Geld vernichtet wird, interessiert ihn hingegen nicht – hier geht es ja um „seine Stadt". Da ist eben nichts zu teuer.
    Da passt es dann auch ins Bild, dass er sich genauso beharrlich über Skylink ausschweigt, eine der größten Sauereien seit dem AKH-Skandal.

    Es wäre nun aber ungerecht, speziell Unterberger für seine journalistische Unredlichkeit zu tadeln. In Wirklichkeit agieren die meisten Journalisten so. Sie verkaufen extrem subjektive Meinungen als Wahrheiten und wollen dann dafür auch noch regelmäßig erzählt bekommen, wie unverzichtbar ihre Arbeit doch für die Demokratie sei.
    In Wirklichkeit verzerren Sie aber den demokratischen Meinungsbildungsprozess durch Ihr unseriöses Treiben permanent!

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Dezember 2011 07:44

      Die Trennung von Infrastruktur und Transport ist nicht das Problem.
      Das Problem ist der Versuch, eine Infrastruktur von ihrer Bedeutung abzukoppeln und rein gewinnbringend anzubieten. Was Kostensenkungen in einem nicht gewinnbringend führbaren, aber strategisch wichtigen Bereich anrichten können, kann man sich in unseren Bundesheer-Kasernen oder in Schulen wie der ausgehungerten Bildungsruine "Pestalozzi-Gymnasium" mitten in Graz anschauen. Vom LKH will ich gar nicht reden.
      Infrastruktur ist strategisch bedeutsam und sicherheitstechnisch wichtig, deshalb muss auch klar sein, dass es in diesem Bereich immer Steuerzuschüsse geben wird. Dass es Überwachungen durch Gutachter im Auftrag des Rechnungshofes und regelmäßigen Rapport geben muss, ist da wohl logisch.

      Der Transportbereich hingegen ist sehr wohl in der Lage, gewinnbringend zu arbeiten. Gesetzliche Regelungen über Sicherheitsstandards genügen, eine einheitliche Benutzungsgebühr für die Infrastruktur dazu, Sonderleistungen können zugekauft werden - fertig. Wer unter diesen Umständen privat anbieten und gut überleben kann, soll dies tun. In Deutschland funktioniert dies sehr gut; die von AU angesprochenen Gemeinden mit ihren Begehrlichkeiten betreiben dort ihre Verbindungen (und auch ganze Bahnstrecken - Infrastruktur ist also auch leistbar) sehr erfolgreich. Und viele bekannte Bahnen im Osten konnten nur duch Privatisierung gerettet werden und zählen jetzt zu den Erfolgsgeschichten - egal ob Bäderbahn, Rasender Roland oder Brockenbahn. Kleine private Transportanbieter haben ein paar alte DR-Dieselloks gekauft und bieten jetzt Nachttransporte von Nahgüterzügen an, die bei der Bahn ob der Zulagenwüsten bei Nachtarbeit nie kostendeckend erbracht werden könnten.

      Was die Tunnelprojekte angeht, die zähle ich zur Infrastruktur. Die sind nur so teuer geworden, weil der Große Onkel in Sankt Pölten jahrelang erfolgreich verhindert hat, dass Österreich einmal wieder in infrastrukturelle Zukunft jenseits der Straße investiert. Jeder Tunnel, und da geben ich Ihnen vollkommen Recht, ist vom Nutzen her ein Mehrfaches des Wiener Hauptbahnhofes wert. Und mehr als das Stuttgarter Protzprojekt, das von AU aber als fulminanter Sieg über die bösen Grünen bejubelt wird.

      Spätestens nach seinem Jubel über Stuttgart21 und seiner strikten Ablehnung einer europäischen Magistrale durch die Ostalpen nehem ich Herrn Unterberger, dessen Arbeit ich durchaus sehr schätze und mit dem ich an anderer Stelle oft übereinstimme, wenn es um die Eisenbahn geht, nicht mehr ernst.

    • Anton Aushecker (kein Partner)
      15. Dezember 2011 11:09

      Ich weiß nicht, aber ich habe den Artikel offenbar anders verstanden als Sie beide, Segestes und Reuinhard.
      Ich lese heraus, dass gerade die Privatisierung der Infrastruktur in England nicht funktioniert hat. Iich spreche, so wie Unterberger, hier nicht von einem Fehler, sondern von einem Lernprozess. Weshalb diese Konstruktion nun ja auch korrigiert wurde. Dass ansonsten die privatisierten Anbieter von Transportleistung (vulgo Bahn) erfolgreich sind, beweist ja gerade dieser englische Ansatz. Und mit Verlaub: Im Flugmarkt funktioniert dies ja auch: die staatlichen Luftraumüberwachungsbetriebe (a la Austrocontrol) stellen die Infrastruktur zur Verfügung, die Transportleistung wird von privaten Airlines abgewickelt. Über den Erfolg der staatlichen Airlines müssen wir ja nicht weiter diskutieren.

      Ich kann mich des Weiteren noch gut erinnern, dass Unterberger bereits mehrfach und massiv kritisiert hat, was im Rahmen der Bahnhofsbautitis in Wien und Umgebung so passiert ist. Ihr Vorwurf bezüglich "typisch Wiener Unterberger" geht hier meiner Meinung nach an den Fakten völlig vorbei. Es ist absurd mit welchen Aufwänden der Westbahnhof erneuert wurde, um ihn dann in wenigen Jahren zum unbedeutenden Lokalbahnhof umzufunktionieren. Umgekehrt, falls ein paar Androhungen der ÖBB wahr werden, dass künftig doch auch wieder "wichtige" Züge vom Westbahnhof abfahren sollen, so wäre dies ja noch der größere Schwachsinn, da ein zentraler Durchgangsbahnhof ja genau wegen der optimierten Umsteige-Knoten sinnvoll ist. Ohne dass man mit überfüllten U-Bahnen wieder halb Wien queren muss.

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Dezember 2011 21:17

      Ich bezog meine ersten Absätze auf Segestes‘ Aussage: „Denn die Trennung von Gleis-Infrastruktur und Zügen, war gerade in dort ein tödlicher Schuss in den Ofen.“
      Es war aber nicht diese Trennung sondern der Versuch, Infrastruktur allein gewinnbringend zu erhalten, der ein Schuss in den Ofen war und später revidiert wurde.
      Ich kann nicht erkennen, werter Herr Aushecker, wo wir da kollidieren.

      Was die Einschätzung des Ausbaus der Infrastruktur angeht, sehe ich A.U. allerdings ideologisch verblendet – er bejubelt einen Protzbau in Stuttgart, der keine Kosten-Nutzen-Analyse übersteht, weil dessen Umsetzung gegen grüne Proteste stattfindet, kritisiert am Wiener Hauptbahnhof (auch nur ein Protzbau, da die verkehrstechnische Nutzung, wie Sie selbst erkannte haben, von den ÖBB selbst bereits wieder angezweifelt wird) nur die schlampige Anbindung an das U-Bahn-Netz, verteufelt aber die Großprojekte wie Semmering- und Koralmtunnel als Protzbauten, weil der roten Steiermark und der roten Bahn eine reingewürgt gehört. Wegen dieses politisch gefärbten Hickhacks geht verkehrstechnisch in Österreich nix weiter. Die Infrastruktur ist ein Witz, die Bahnverbindung von Graz nach Salzburg entspricht dem Standard von Ostpolen 1963. Die europäische Nord-Süd-Achse östlich der Alpen (und um die geht es, nicht um irgendwelche südsteirischen Milchkannen) existiert nur fragmentarisch und gipfelt in der Ghega-Bahn – sicher seinerzeit eine ingenieurtechnische Meisterleistung, aber keiner kommt auf die Idee, den transeuropäischen LKW-Schwerverkehr heute noch über die Hohen Tauern, eine ebenso meisterliche Verkehrsstrecke, zu jagen. Graz, immerhin die zweitgrößte Stadt Österreichs, das sollte auch Herr Unterberger wissen, und ein wichtiger Industriestandort, wird nicht einmal gestreift, stattdessen geht es einspurig durch die Idylle Richtung Italien.
      Diese beiden Tunnelprojekte wären im Interesse einer transeuropäischen Transversale wichtiger als der milliardenschwere Ausbau der Tunnelröhren auf der Pyhrn-Autobahn, die ich nirgends kritisiert finde, obwohl die ASFINAG tief in roten Zahlen watend eine reine Staatsschuldenversteckorganisation ist, also genau so wenig gewinnbringend wie die Bahn. Nur eben nicht so rot. Nicht ganz. Und das Auto so schön bequem. Da halten wir lieber den Mund, geht es zweispurig mit hundert doch besser durch die Röhre als einspurig mit achtzig – da spart man sich bald zwei Minuten Fahrzeit zwischen Istanbul und Hamburg.
      Der Bahn wird keine Zukunft prognostiziert, aber ich bin erstens der Meinung, dass verkehrstechnisch noch nicht aller Tage Abend ist, zweitens die Prognosen auf Daten beruhen, die eben durch die miese Infrastruktur, die Massenstillegungen und das schlampige Service verzerrt werden und drittens nur der Stratege ein absoluter Vollidiot ist, der für die Versorgung seiner Bevölkerung und die Bewegung seiner Truppen in einer energietechnisch gesehen ungewissen Zukunft nur auf ein einziges Verkehrsmittel setzt.

    • Anton Aushecker (kein Partner)
      16. Dezember 2011 13:20

      Reinhard, da gehen wir im Großen und Ganzen tatsächlich d'accord! Ich hätte dies nur alles nicht aus Unterbergers Zeilen herausgelesen, den Seitenhieb auf die Steiermark einmal abgesehen.
      Bezüglich Hauptbahnhof in Wien bin ich aber der Meinung, dass das sehr wohl ein sehr sinnvolles Projekt ist. Das bedeutet leider nicht, dass es sinnvoll umgesetzt wird, wie Sie mit der Kritik an der U-Bahn-Anbindung korrekt feststellen. Aber der Bahnhof an sich ist vom Konzept mit seinen hochrangigen Eisenbahn-Anbindungen schon überfällig, um der Bahn eine gewisse Konkurrenzfähigkeit zu erhalten.
      Man müsste dem dicken Michi halt mal sein Achterl wegnehmen, bis er einer vollständigen und direkten U2-Anbindung zugestimmt hat. Das würde mutmaßlich dann auch nicht lange dauern :-)

  12. Baldur Einarin
    14. Dezember 2011 20:34

    Diesmal ist Dr Unterberger nun leider nicht zuzustimmenn. Gewisse Infrastrukturen gehören in die öffentliche Hand und können nicht privatisiert betrieben werden. Natütlich heißt das nicht, daß in diesen Bereichen für Korruption und Verschwendung Platz sein darf. Haselsteiner beherrscht die Disziplin, sich aus Steuergeldern füttern zu lassen, perfekt. Man denke nur an den Erwerb der Goldegg- Schianlagen in den 90.-iger Jahren. Das Projekt "Westbahn " wird uns Steuerzahler noch ärmer machen !

    • Anton Volpini
      14. Dezember 2011 21:05

      Einspruch Baldur Einarin!

      Das Goldeck in Spittal war für Haselsteiner bisher nur ein Verlustbringer. Und was er sich jetzt mit dem Ausbau des Goldecks traut ist mit großem Risiko verbunden. Es gibt wenige Unternehmer, die so einen langen wirtschaftlichen Atem haben wie HPH. Und obwohl der Ausbau der Nordabfahrt des Goldecks vom Alpenverein, Naturschutzbund und sonstigen selbsternannten, sogenannten Naturschützern jahrzehntelang verhindert wurden, investiert er jetzt Unsummen in den Ausbau einer modernen Umlaufseilbahn, Sesselliften und sonstiger Infrastruktur in diesen wahnsinnig schönen Schi-Berg.
      Wir in Spittal verfolgen jeden Tag die Fertigstellung der neuen Aufstiegshilfe. Von meinem Haus aus beobachte ich seit zwei Tagen das Leuchten der neuen Bergstation. Wir freuen uns auf die Eröffnung am 17. Dezember und hoffen, daß es bis dahin genug schneit.
      Hans Peter Hanselsteiner ist gewiss eine schillernde Figur, aber er ist eine unglaubliche Unternehmerpersönlichkeit, der es versteht die unwahrscheinlichsten Netzwerke zu schmieden. Neider, auch hier im Forum, mögen da viele Haare in der Suppe finden, doch es bleiben einfach nur Neider, die keine näheren Detailkenntnisse haben!

    • Johann Scheiber
      14. Dezember 2011 23:09

      Anton, du freust dich zu früh! Ich glaube die Nordabfahrt ist für dich schon etwas zu lang.

    • Anton Volpini
      15. Dezember 2011 06:11

      Die 8 Km Länge der Nordabfahrt schaff ich grad noch in einem Zug, aber in den steilen Passagen hab ich schon ordentlich Schiss, Johann, also eigentlich fast die ganze Länge durch! :-)

  13. Peter Flor
    14. Dezember 2011 19:24

    Ich wundere mich über den hier - natürlich auch bei Dr. Unterberger - herrschenden absoluten Glauben an die Nützlichkeit jeglicher Konkurrenz und die Verderblichkleit jedes Monopols, besonders wenn es bei öffentlichen Einrichtungen liegt. Wie steht es damit beim Trinkwasser? Bei der öffentlichen Sicherheit: jedem seine Privatpolizei? Bei den Straßen: jede Straße eine Mautstraße, aber bitte mit Maut in kostendeckender Höhe!? Vor einigen Jahrzehnten war das Wort Infrastruktur sehr beliebt, und die Entwicklungshöhe eines Staates wurde auch an der Qualität seiner Infrastruktur gemessen. Was zählen wir heute dazu - Straße ja, Bahn nicht? Und warum? Mich können jedenfalls die hier fraglos anerkannten Dogmen nicht überzeugen.

    • Anton Aushecker (kein Partner)
      15. Dezember 2011 11:24

      Prinzipiell hat ein Staat sich auf die gesetzgebenden Funktionen zu beschränken und somit für faire Rahmenbedingungen zu sorgen, mit einer effizienten Durchsetzungsmöglichkeit dieser (Stichwort rasche, effiziente und kompetente Justiz). Ein Staat hat kein Unternehmer zu sein, in keinem Bereich. Alle Beispiele, wo staatliche Unternehmen trotzdem funktionieren sind geschenkt - denn diese würden es dann auch als private Unternehmen. In privaten Unternehmen wäre aber die Firewall gegen politische Intervention eine viel wirksamere, was dem Unternehmen Flexibilität und Krisenresistenz bringen würde. Alles Andere sind doch nur Wahnvorstellungen in der Preisklasse eines Felber.

  14. terbuan
    14. Dezember 2011 17:29

    O.T.
    Der Obersympathler in lachs-rosa glossiert den Auftritt von Roland Düringer im ORF "Das System ist am Ende" und das Buch von Schulak und Taghizadegan "Vom Systemtrottel zum Wutbürger".

    Wie zu erwarten war, es fällt ihm dazu rein gar nichts ein!

    http://www.youtube.com/watch?v=akQqj1Yi_uc
    http://derstandard.at/1323222966511/Systemtrottel-Wutbuerger-und-der-eigene-Garten

    • Anton Volpini
      14. Dezember 2011 19:08

      Das Buch von Eugen Maria Schulak und Rahim Taghizagedan "Vom Systemtrottel zum Wutbürger" hab ich gelesen, und kann es jedem nur wärmsten empfehlen.
      Im ersten Teil des Buches wird von den Autoren etwas sarkastisch eine Bestandsaufnahme beschrieben, während im zweiten Teil sehr schöne Lösungsansätze angeboten werden. Was vom Rauscher im Unstandart (registert Rennziege) in völliger Unkenntnis des tieferen Sinns als Frage gestellt wird, ob der Rückzug in den Garten was bringt, wird in dem Buch als innere Einstellung des Gärtners zu den Dingen im Leben sehr schön herausgearbeitet.
      Sehr lesenswert!

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Dezember 2011 06:57

      Putzig, dieser Standard. Um ein Buch in den rosaroten Kreisen überhaupt diskussionsfähig zu machen, muss erwähnt werden:

      "Die Autoren haben mit Strache und "rechten Primitiv- Lösungen" nichts am Hut, das ist einmal wichtig."

      Wieso ist das wichtig?
      Nunn, das enthüllen dann die Kommentare, in denen der heldenhafte Kampf der Straße gegen Schüssels "Staatsstreich" (interessante Vokabel für die Regierungsbildung einer Koalition mit absoluter Wählerstimmen-Mehrheit) posthum bejubelt wird und die linken Kampfposter gar nicht merken, dass sie selbst Teil des im Buch kritisierten Problems sind, nämlich:

      "Die größte politische Lüge ist wohl das Märchen, wir würden in Demokratie und Rechtsstaat leben."

  15. Brigitte Imb
    14. Dezember 2011 15:17

    OT - Presseförderung in Ö, wie wir im Ausland gesehen werden.

    http://www.youtube.com/watch?v=ub9K5WUQ9HI

    • Undine
      14. Dezember 2011 17:22

      @Brigitte Imb

      Hat gerade noch gefehlt, daß sich der Falter- Mann Armin Thurnher auf die Nähe zum Balkan hinausgeredet hätte. Peinlich, peinlich.....

    • brechstange
      14. Dezember 2011 18:12

      Danke für den Link.

    • byrig
      14. Dezember 2011 23:03

      danke,brigitte imb.jedenfalls wird man in diesen ausländischen medien viel klarer und direkter über uns selbst informiert.und übrigens:was ist jetzt mit den erhebungen gegen faymann und ostermayer?ist das eingeschlafen?nicht einmal die fpö macht derzeit druck.eigenartig.

    • brechstange
      15. Dezember 2011 06:47

      @byrig
      Werden alle anrüchigen Themen im selben Untersuchungsausschuss abgehandelt, ist man bestens geschützt. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

  16. A.K.
    14. Dezember 2011 13:30

    O.T. Die Berichte über das Blutbad in Lüttich im ORF und vielen Medien
    Die Berichte über das Blutbad in Lüttich sowohl im ORF als auch in vielen Medien zeigen deutlich, wieweit die „Political Correctness“ der Medien in Österreich schon vorangetrieben wurde. Beim ORF, wurde jeder Hinweis auf Namen und Herkunft des Täters deutlich vermieden. Dies ist typisch für das Vordringen des ethischen Relativismus der objektive Wahrheit leugnet, also zwischen „Richtig“ und „Falsch“ zu entscheiden verbietet und durch „Political Correctness“ ersetzt. Der Name und die Herkunft eines Menschen ist, wie Alter, etc., ein Merkmal für die Bildung der Meinung des mit der Nachricht Versorgten und daher grundsätzlich ein neutrales Merkmal. Erfolgt beim Nachrichtenempfänger eventuell eine tendenziöse Interpretation, dann ist dies trotzdem kein Grund diese Information anderen Nachrichtenempfängern vorzuenthalten. „Political Correctness“ aber beraubt den Medienkonsumenten seiner Wahlfreiheit. Eine typische Tendenz der Linken!

    • Undine
      14. Dezember 2011 17:37

      @A.K.

      Ja, so ist es eben mit den Medien, speziell dem ORF: SIE haben das alleinige Recht, den Hörern und Sehern einzutrichtern, daß IHRE Sichtweise zu einem Thema die einzig richtige ist. Das Monopol auf Wahrheit hat der ORF. Und diese ist nun einmal LINKS-POLITISCH-KORREKT. Besonders gut auf diesem Klavier spielte jahrelang die Danielle Spera. Selbst wenn man den Ton ausgeschaltet hätte, wäre anhand ihrer Mimik und Gestik klar gewesen, welche Meinung sie hat.

  17. A.K.
    14. Dezember 2011 12:44

    Mir liegt nichts ferner als für die hohen Kosten der ÖBB Unterstützung zu geben. Trotzdem möchte ich zur Notiz „Die Bahn hat Konkurrenz: Wir dürfen uns freuen“ einige nachdenkliche Anmerkungen machen:
    Natürlich soll Konkurrenz dazu führen, daß die Konkurrenten sich zum Nutzen der Kunden höchst anstrengen. In den USA, wo sowohl Telephon, als auch Energieversorger und natürlich auch die Bahnen, bereits bei der Gründung also „von Null an“, mit privaten Mitteln entstanden und dann eben auch privat geführt wurden und werden ist die Lage nämlich anders als in Europa. In Europe zahlten vor den Privatisierungen nämlich hauptsächlich die Steuerzahler oder Kunden, die die Preise nicht durch Gang zur Konkurrenz beeinflussen konnten, Jahrzehnte lang für die schrittweise Errichtung dieser Unternehmen. Erst dann, als das Leitungsnetz, die Schienen und die nötigen Einrichtungen (Bahnhöfe und Fuhrpark) errichtet waren, wurde privatisiert. Die Berücksichtigung dieser langjährigen Ausgaben bis zum Privatisierungszeitpunkt um sie in einer späteren anteiligen „Nutzungsgebühr“ für private Betreiber zusammenzufassen, ist eine fast unmögliche Aufgabe. Es muß ein politisch tragbarer Preis dafür gebildet werden und ab dann erst startet die Konkurrenz. Es fallen daher viele Risiken für die neuen Betreiber weg, die schon Jahrzehnte vorher die Steuerzahler zwangsweise beglichen haben.

    • Brigitte Kashofer
      14. Dezember 2011 13:40

      Auch Straßen und Autobahnen wurden und werden vom Geld aller Steuerzahler finanziert. Trotzdem würde es niemandem einfallen, öffentliche Straße nur staatlichen Fahrzeugen vorzubehalten.

    • A.K.
      14. Dezember 2011 14:00

      @Brigitte Kashofer
      Auf mautpflichtigen Autobahnen wird ja schon (theoretisch) versucht, die Nutzer primär auch als Zahler heranzuziehen. Leider wird bei Straßen - aus Gründen der Machbarkeit - hauptsächlich der Steuerzahler und erst sekundär der aktuelle Nutzer als Zahler herangezogen.

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Dezember 2011 07:23

      Einspruch: die Vielzahl der Steuern, egal ob Normverbrauchsabgabe, motorbezogene Versicherungssteuer oder MÖSt, die bei Kauf und Betrieb der Kraftfahrzeuge zu entrichten sind, fokussieren die Zahllast für die Straßen durchaus auf den Nutzer.

      Absolut Recht geben möchte ich Ihnen mit dem Einwand, dass der Aufbau der Infrastruktur durch die Steuerzahler erfolgte, daher sehe ich auch die Infrastruktur als jenen Teil, der schon aus strategischen Gründen (das wird gerne vergessen) in Staatshand verbleiben muss und schon wegen der strategischen Wichtigkeit nicht nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten erhalten werden muss.

      Eine Trennung von Infrastruktur und rollendem Material ist allerdings durchaus sinnvoll; dass der Stärkere (bestehende) Anbieter alle erlaubten Tricks anwendet, um neue abtuwürgen, sollte dabei verständlich sein. Dass er dies aber über Steuersubventionen tut, ist eine Dreistigkeit. Würde der Transportbereich als eigenes Unternehmen wirtschaftlich fahren und keine Steuersubventionen erhalten, auch nicht versteckt durch billigere Nutzung der Infrastruktur, dann seien ihr alle Bemühungen, sich Konkurrenz vom Halse zu halten oder dieser nur die ungeliebten Arbeiten zu überlassen (es gibt private Bahnanbieter, die ungeliebte Transporte wie Gefahrgutzüge oder Castor-Transporte quer durch Europa karren), zugestanden. So lange aber ein Unternehmen, dass jährlich mit Milliarden gestützt werden muss, eine Konkurrenz, die wirtschaftlich und qualitätsvoll arbeiten kann, abzuwürgen versucht, dann gehörten diesem Unternehmen sofort alle Subventionen bis zum letzten Cent ersatzlos gestrichen.

  18. Martin Bauer
    14. Dezember 2011 11:43

    Absolut OT
    Wie die Linken t(r)icken.......
    Ein grossartiger Jan Fleischhauer
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,800301,00.html

  19. schreyvogel
    14. Dezember 2011 10:50

    Dass der sinnlose Koralm- und nicht der einzig sinnvolle Semmering-Tunnel am weitesten fortgeschritten ist, ist eindeutig die Schuld eines sehr mächtigen ÖVP-Politikers ("der Semmering rinnt aus").

  20. libertus
    14. Dezember 2011 10:18

    Wenn bei der Bahn die private Konkurrenz genauso den Markt belebt wie zum Beispiel am Telefonsektor, dann kann man dem neuen Anbieter nur viel Glück wünschen und hoffen, es finden sich noch mehr Mutige.

    Es ist unvorstellbar, wie sich der Mobiltelefonmarkt gestalten würde, wäre er noch immer ein Monopol der Post!

    Und was das Budget der ÖBB betrifft, ist der Rechnungshof besonders gefordert, ob die Angaben über Investitionen von Steuermitteln der Wahrheit entsprechen, oder der Steuerzahler grob getäuscht wird wie bei den Inseratenkampagenen.

    Vielleicht zwingt Haselsteiner die ÖBB zu sinnvolleren Einsparungen und sorgfältigeren Umgang mit ihren Einnahmen, dann erfüllt er ganz sicher eine wichtige Aufgabe!

  21. Josef Maierhofer
    14. Dezember 2011 10:10

    Privatisierung.

    Privatisierung bringt Leben in die Westbahn, OK.

    Dass die ÖBB eine einzige Propagandahülse darstellen, die sehr viel Aufschluss über die Vorgänge in Gewerkschaftshirnen und Rotministerien gibt, das wissen wir von diesem Faulheits- Privilegienstadl ja bereits und Steuergeld wird verschwendet für sinnlose Propaganda.

    Kein Mensch fährt wegen dieser Propaganda mit der Bahn, sondern, weil man sich vielerorts das Auto schlicht nicht mehr leisten kann und will. Das erhöht die Passagierzahlen. Ginge es nach der ÖBB, würde der Gewerkschaftstrott ohne Leistung beibehalten, wenig Leistung für viel Geld, die Gewerkschaftsmaxime.

    Erfreut lese ich, dass sich die Railjetbedingungen nun verbessern, weil es Konkurrenz gibt, unerfreut lese ich, dass man Steuergeld dafür ausgibt, damit diese Konkurrenz ausgelöscht wird.

    Blöder geht es nicht mehr in Österreich. Statt fairem Wettkampf und eigenen Verbesserungen geht es nur darum Konkurrenz auszulöschen.

    Es ging diesen Gewerkschaftshirnen in Österreich immer darum, gegen Österreich und gegen die Steuerzahler zu handeln, und so steht Österreich nun am Schuldenpranger.

    Warum arbeiten die Eisenbahner nicht bis 65 sondern bis 52 ? Warum sind sie unkündbar ? Warum wird die Organisation nicht sinnvol aufgebaut ? Warum darf man dort nicht normal arbeiten, sondern nur die Hälfte auf Gewerkschaftsbefehl ?

    Die Konkurrenz hätte belebt, die Konkurrenz wird mit den ÖBB alle Probleme der Welt bekommen und es wird wirklich so sein, dass die EU-Richter mit diesem Gewerkschaftsverhalten, als normal kann ich das nicht bezeichnen, zu tun bekommen werden.

    Sie richten halt schon wieder Schaden an, diese 'Kleindenker' und 'Kleinhirne'. Wer sein Lebtag Faulheit gelebt hat, wird nicht plötzlich fleißig werden, sondern eben faule Tricks anwenden um nicht arbeiten zu müssen.

  22. Samtpfote
    14. Dezember 2011 10:00

    Carlo Sociale hat sich um einen Puff(et)-Wagen beworben.
    War leider nix.
    Jetzt fährt er weiter Maseratti.

  23. thomas lahnsteirer
    14. Dezember 2011 08:48

    Selten habe ich soviel Unsinn wie in diesem Beitrag gelesen.

    1.
    Zum Xten Mal: Die Westbahn AG ist keine PRIVATE Konkurrenz der ÖBB. Schon jetzt besitzen die SNCF 25 Prozent an der AG, in Kürze wird deren Anteil 50 % betragen.
    Die SNCF sind eine der reaktionärsten, sozialistisch ausgerichteten Bahnen Europas.
    Gegen die brutal vorgehende französische Eisenbahnergewerkschaft ist die sicher auch nicht zimperliche ÖBB-Gewerkschaft ein Lercherl.

    2.
    Hans Peter Haselsteiner ist mit seiner STRABAG Hauptlobbyist und Hauptprofiteur des dümmsten und teuersten (nach den Schweizer Tunnels) Bahnprojekts Europas.
    Die STRABAG hat gerade einen Bauauftrag Koralmtunnel von fast 600 Mio Euro an Land gezogen. Das freut auch den Mibesitzer der STRABAG, den übelst beleumundeten russischen „Oligarchen“ Oleg Deripaska besonders.
    Und auch der überragende Beriebswirt Alfred Gusenbauer in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender der STRABAG und Chef der Haselsteiner Familienstiftung wird amused sein.

    3.
    Und so hält sich dank der umnachteten Zahnarzthelferin, die die Westbahnkonzession vergeben hat, der Haselsteiner als größter Auftragnehmer der ÖBB noch eine eigene Bahngesellschaft und treibt das hilflose Mangement der ÖBB vor sich her und erhebt frech Forderungen nach Subventionen für sich und nach Tariferhöhungen für die Konkurrenz, nachdem er vorher den freien Markt gepriesen hat.
    Dabei weiß bei der Westbahn AG die Rechte nicht was die Linke tut und so wird dort zumindest jetzt geschleudert, was das Zeug hält. (Wien-Salzburg 7 Euro)
    Als regelmäßigen Bahnfahrer freut mich das.Als Steuerzahler eher weniger.

    4.
    Den infantilen Jubel über die Geldbeschaffungsaktionen für Herrn Haselsteiner, der für mich immer schon, um es vorsichtig auszudrücken, rätselhaft war, kann ich nicht nachvollziehen.
    Denn die ÖBB sind halt einmal unser Eigentum, ob uns das passt oder nicht und meiner Meinung nach wird der Steuerzahler durch das Auftreten der „Privaten“ massivst geschädigt.

    Und noch einen Tip, Herr Unterberger: fahren Sie einmal in der „Westbahn“ und im railjet.
    Im railjet haben Sie als privilegierrter Journalist sogar den Vorteil die erste Klasse zum Preis der zweiten benützen zu können. Wie angeblich in der "Westbahn"

    • Johann Scheiber
      14. Dezember 2011 12:44

      Danke für die Klarstellungen!

    • thomas lahnsteirer
      14. Dezember 2011 13:07

      @Johann Scheiber
      danke für die Aufmunterung. Ich freue mich, dass neben dem ganzen Geifer, der hier verbreitet wird, doch Stimmen der Vernunft zu vernehmen sind. Natürlich sind die ÖBB ein marodes Unternehmen, aber die Lösung dieser Probleme kann sicher nicht Haselsteiner mit seinen Baufirmen, seinem russischen Oligarchen und dem Bures-Freund Gusenbauer bringen. Der führt sowieso schon die ÖBB und die Bures am Nasenring.
      Man denke nur wie unterwürfig sich der rote Politruk Kern zum ÖBB-Großauftragnehmer Haselsteiner geäußert hat. Man sei "Profi" genug um den dicken, fetten Koralmauftrag von den Attacken Haselsteiners auf die ÖBB im Zusammenhang mit seiner "Privatbahn" zu trennen.
      Was soll denn das wieder heißen ?????
      Man stelle sich nur vor, Haselsteiner hätte von der Firma BMW einen 600 Mio Auftrag und würde sich so gegenüber seinem Auftraggeber so wie jetzt gegenüber den ÖBB verhalten !!!!!!

      Aber bei staatliche Unternehmungen, da kann man sich austoben.
      Eine solche Konstellation (Koralmtunnel-Westbahn AG) inklusive Gusenbauer gibt es auch nur in Österreich

    • Johann Scheiber
      14. Dezember 2011 15:12

      @Lahnsteirer
      Beim schrägen Korridor bin ich nicht ihrer Meinung. So großräumige Infrastrukturerschließungen sind das was unsere Zeit mit ihren Möglichkeiten leisten sollte, anstatt all den Fehlallokationen in Bürokratie, Sozialsumpf, Konzernsponsoring, Multikulti, Tschender und dergleichen mehr.
      Aber bei ÖBB und Westbahn hundert Prozent d'accord!
      Nicht nur Russland hat Oligarchen.

    • thomas lahnsteirer
      14. Dezember 2011 15:55

      Da glaube ich, dass man mit einem Ausbau der Bahnstrecke Bruck/Mur-Judenburg-Unzmarkt-St Veit /Glan um einen Bruchteil der Kosten bei Aufwertung des oberen Murtals den gleichen Effekt hätte.
      Semmeringbasistunnel, Ausbau Bruck-Graz findet sowieso statt.
      Der einzige, der sich etwas in der causa Haselsteiner traut, ist der Armin Wolf.
      Sonst nicht mein Freund, ist er hier direkt sympathisch. Sogar der Pilz hat einmal vernünftige Ansichten.
      http://www.youtube.com/watch?v=hLTqngdZrSY

    • Johann Scheiber
      14. Dezember 2011 16:12

      Da dürften sie recht haben, zumal die Strecke von Bruck bis Klagenfurt mit meist strukturarmen, aber relativ bevölkerungsreichen Umland zu einem Nebenschauplatz degradiert wird, ohne gleichzeitiger nennenswerter Neuaufschließung durch die Koralmstrecke.
      Mir ging es zunächst um den Korridor insgesamt. Für die Lobby und ihr Umfeld ist die Koralmstrecke sicher lukrativer.

  24. Anton Volpini
    14. Dezember 2011 07:49

    Die Westbahnstrecke ist heute deswegen so modern ausgebaut, weil die ÖBB Jahrelang ihr ganzes Investitionsgeld dort hinein stecken konnte, und auf dieser Achse auch der größte Verkehr zu erwarten war. Die andere wichtige Achse, nämlich die Südachse, ist derweil auf der Strecke geblieben, weil der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll unter Biegung und Bruch von Gesetzen den Semmeringbasistunnel so lange verhindert hat, bis die Westbahnstrecke fertig war. Jetzt hat er seinen Widerstand aufgegeben.
    Der Ausbau der Südstrecke inklusive Koralmtunnel und Semmeringbasistunnel ist kein sinnloser Luxus sondern Teil der Baltisch - Oberitalienischen Achse, wie weiland Erzherzog Johann schon erkannt hatte, und damit im 19 Jahrhundert zur wirtschaftlichen Prosperität der Steiermark einen wesentlichen Beitrag geleistet hat.

  25. Wertkonservativer
    14. Dezember 2011 07:45

    Heute bin ich ausnahmsweise einmal pessimistisch, nämlich hinsichtlich der - nehmt alles nur in allem - aberwitzigen Herausforderung des Molochs ÖBB durch die private "Westbahn"!

    Erstens ist die eine von der "Westbahn" befahrene Strecke Wien - Salzburg zwar eine wichtige, doch im Gesamt-Bahnverkehr doch nur ein Teilsegment.

    Zweitens ist der Moloch "ÖBB" - trotz und wegen seiner Verankerung im Rot-Spektrum der Politik - jedoch auch wegen der doch seit vielen Jahrzehnten bestehenden Verkehrs-Dominanz in den Bahnfahrer-Hirnen als nostalgische Nr. 1 im Bahnverkehr fest eingebrannt.
    Da ändern auch die vielzitierten Milliarden-Finanzlöcher und Abgänge nicht viel daran!

    Ich habe mir die Mühe gemacht, fünf Bahnfahrer aus meinem Umkreis zu befragen (die meisten meiner Geschäfts- und anderen Freunde benützen fast flächendeckend ihren Wagen): vier von fünf meinen, dass ihnen die neue "Westbahn" kaum Vorteile bringe, sei es in finanzieller oder auch routenmäßiger Hinsicht; das Angebot sei viel zu unkomplett, die ÖBB würden alle vermeintlichen Vorteile des Konkurrenten leicht toppen können, usw. usf..

    Nun, soweit meine kleine Provitrecherche; ich würde die neue Westbahn - abgesehen davon, dass ich die Strecke Wien - Salzburg grundsätzlich mit dem Wagen fahre - bei allfälligem Bedarf schon aus einem Grunde nicht frequentieren: wegen der schrecklichen blauen Kapperln des Zugspersonals!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      14. Dezember 2011 14:40

      soll im letzten Absatz heissen
      "Privatrecherche"

    • terbuan
      14. Dezember 2011 17:40

      Vielleicht hast Du instinktiv auch "Profitrecherche" gemeint, welchen Nutzen die Benützer der neuen "Westbahn" gezogen haben!
      Im Prinzip finde ich Konkurrenz ist immer gut, sie belebt das Geschäft, aber mit den blauen Schifferln hast Du Recht, sie erinnern an die Uniformen der Aeroflot Stewardessen aus den 70er Jahren ("nur Fliegen ist schöner!") :-))

  26. brechstange
    14. Dezember 2011 07:43

    In Bezug auf Ausbau der Bahn-Infrastruktur in der Steiermark und Kärnten wird von Wienern sehr gerne vergessen, dass wir den Eisernen Vorhang als Grenze hatten und daher eine starke wirtschaftliche Einengung gegeben war.
    Warum ein Ausbau derart madig gemacht wird, ist schon naturgegeben. Schon die südlichen (im heutigen Slowenien) Landesteile gelegen, wurden großzügig aus Eigeninteresse der Großstädter aufgegeben. Die Menschen in der Südsteiermark waren den Wienern und Grazern vollkommen egal. Hauptsache zentral und bequem, das ist die Botschaft. Der Moloch Wien kostest Österreich eine ganze Menge.

    Auch wird gerne vergessen, dass Frankreich ein zentralisierter Staat mit stark subventionierter Staatsbahn ist, der nun eben vorerst auf französischen Steuerzahlerskosten und aufgrund der mieslichen französischen Finanzlage bald auf europäischer Steuerzahlerskosten den Fuß in die Tür stellt.

    Also ich muss schon sagen, so kann Wirtschaft nicht nachhaltig funktionieren.

    • phaidros
      14. Dezember 2011 07:48

      Liebe brechstange, ich verstehe die Stoßrichtung Ihres Posts nicht ganz: funktioniert Wirtschaft Ihrer Ansicht nach nachhaltiger mit einem staatlichen Monopolisten und ohne Konkurrenz?

      LG phaidros

    • brechstange
      14. Dezember 2011 08:44

      phaidros

      1. Es geht um Einbindung eines durch den Eisernen Vorhang benachteiligten Grenzraumes in ein gesamteuropäisches Konzept, die Baltisch-Adriatische Achse, die von Ihrer geliebten EU gefördert und gestützt wird. Eine vorausschauende Entwicklung, die bereits 20 Jahre gebaut hätte werden müssen.

      2. Geht es um eine Privatbahn, an der wesentlich eine stark subventionierte Staatsbahn beteiligt ist und damit keine Privatbahn mehr ist. Wettbewerb auf Steuerzahlerskosten.

      Das ist nicht nachhaltiges Wirtschaften. Ich stehe für möglichst wenig Staat und möglichst viel Privat, für Eigenverantwortung, Subsidiarität, Föderalismus und für Freien Wettwerb. Das unter der Prämisse, dass dies auch für das übrige Europa gilt. Dem ja sehr oft nicht so ist, lieber Phaidros, auch wenn Sie das nicht wahrhaben wollen.

    • phaidros
      14. Dezember 2011 09:12

      Keine Privatfirma mehr, wenn ein Minderheitsbeteiligter ein Staatsunternehmen ist?

      Sehe ich nicht so. Privat ist die Firma, wenn die Entscheidungen von der Politik unbeeinflussbar getroffen werden können. Das ist bei einer 25%-Beteiligung sicher der Fall.

      die Baltisch-Adriatische Achse, die von Ihrer geliebten EU gefördert und gestützt wird. Eine vorausschauende Entwicklung, die bereits 20 Jahre gebaut hätte werden müssen.

      Äh - was genau erwarten Sie jetzt nach diesem Argument?

      Ich stehe für möglichst wenig Staat und möglichst viel Privat, für Eigenverantwortung, Subsidiarität, Föderalismus und für Freien Wettwerb.

      Und leiten daraus ab: ÖBB hui, Haselsteiner pfui? Bedaure, kann nicht nachhupfen, schaff' ich einfach nicht.

      Dem ja sehr oft nicht so ist, lieber Phaidros, auch wenn Sie das nicht wahrhaben wollen.

      Bitte nichts in den Mund legen, das Sie nicht beweisen können. Ich sehe schon die Probleme mit und in der EU. Die Gegenseite übersieht nur sehr, sehr gern geflissentlich die Probleme, die es ohne EU gäbe! Das nennt man aber Wunschdenken.

      LG

    • brechstange
      14. Dezember 2011 11:15

      @Phaidros
      Was veranlässt Sie zu der Annahme, dass sich der französische Staat sich nicht in seine Staatsbetriebe und dessen Anteile einmischt? Das kann nur mangelnde Kenntnis sein, der französische Staat mischt überall mit, bei Firmenübernahmen und das meist einseitig zum eigenen Vorteil, bei Industriespionagen, ua. Da gibt es Beweise. Da kann man nur hoffen, dass Hochmut vor dem Fall kommt.

      Sie unterstellen mir, Ihnen Dinge in den Mund zu legen und tun dasselbe mit "ÖBB hui, Westbahn pfui". Das habe ich nicht gesagt, ich stellte nur fest, dass an der Westbahn möglicher Voraussicht nach die franz. Staatsbahn bald mit 50 % beteiligt sein wird. Unsere Politiker wollen uns in eine Fiskalunion führen, klingelt es?

    • phaidros
      14. Dezember 2011 12:08

      @Liebe Brechstange, nichts bringt mich auf die Idee. Das kann er ruhig, aber indem er Minderheitsbeteiligter ist, kann er keinen alleinigen, maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidungen nehmen. Q.e.d.

      Zur baldigen 50%-Beteiligung (die würde mich auch stören) habe ich auf die Schnelle nichts finden können, aber selbst zwei Staatliche, die einander gegenseitig aufs Maul hauen sind immer noch besser als einer, der nur den Kunden drischt.

      Zu »hui-pfui und in-den-Mund-legen«. Nichts läge mir ferner, aber Sie schrieben: »Geht es um eine Privatbahn, an der wesentlich eine stark subventionierte Staatsbahn beteiligt ist und damit keine Privatbahn mehr ist. Wettbewerb auf Steuerzahlerskosten.

      Das ist nicht nachhaltiges Wirtschaften. «


      Wie lässt sich das anders interpretieren, als dass Sie die Westbahn ablehnen und damit implizit der ÖBB das Wort reden?

      Bitte also submissest um Pardonierung, ich wollte Ihnen da mitnichten etwas in den Mund legen! ;-)

      LG

    • Wertkonservativer
      14. Dezember 2011 12:14

      Zum letzten Satz Ihrer letzten Replik:

      stimmt, Brechstange;

      Sie werden es erleben, dass - more or less - eine Fiskalunion kommt; und die EU wird weiterbestehen, ob Sie es wollen oder nicht!
      Die Realitäten der Welt werden an uns nicht vorbeigehen.
      Orange und Blau können sich aufquargeln bis zum Exzess; sie werden - ob ihrer eigenen Unfähig- und Substanzlosigkeit - erfolglos bleiben!

      Grüße!

      (mail to:gerhard@michler.at)

    • brechstange
      14. Dezember 2011 12:23

      Sg Hr. Michler,
      Realitäten von Menschen geschaffen, müssen nicht von Dauer sein. Naturgesetze kann man nicht aushebeln. Aber es stimmt, unser Faymann ist ja dafür, Geld zu drucken, Ramschanleihen zu kaufen, wie er es eben auch mit Inseraten macht. Fehlentscheidungen bleiben Fehlentscheidungen. Aber ich gebe Ihnen recht, die Welt wird sich weiterdrehen. Das Wie, da sollten wir sehr auf der Hut sein und uns engagieren.

    • Cotopaxi
      14. Dezember 2011 12:25

      @WK

      "Orange und Blau können sich aufquargeln bis zum Exzess; sie werden - ob ihrer eigenen Unfähig- und Substanzlosigkeit - erfolglos bleiben!"

      Es ist erheiternd, solche Qualifizierungen gerade von einem Schwarzen Urgestein zu hören.

      Haben Sie noch nicht bemerkt, dass Sie einen Spindelegger als geduldeten Bundesparteiobmann haben und dazu noch einen Kopf als Fraktionsvorsitzenden?

    • Wertkonservativer
      14. Dezember 2011 12:40

      Fühlen Sie sich klüger, wissender und durchschlagskräftiger als die beiden Genannten, @ Cotopaxi?
      Oder reden Sie nur so g!scheit daher, weil ja wirklich kaum Gefahr für Sie besteht, Ihre Meinungen und Vorschläge auch in der Realität durchsetzen zu müssen.

      Ausstallieren ist ein beliebter Sport hier; man sollte etwas fairer und selbstkritischer sein!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      14. Dezember 2011 12:59

      @ WK

      Ihre Antwort ist zwar auf mich gemünzt, trifft aber auf Sie (genauso) zu.

    • Wertkonservativer
      14. Dezember 2011 13:03

      @ Cotopaxi:

      Ich habe mich jedoch nie so entblödet, zu sagen, dass ich es besser wisse bzw. könne als die kritisierten Politiker, egal welcher Couleur!

    • Cotopaxi
      14. Dezember 2011 15:01

      @WK

      Ist es nicht Sinn und Zweck dieses Forums zu zeigen, dass man vifer ist als die amtierenden Politiker oder soll das nur für die Blauen gelten und Ihre lieben Schwarzen sind a priori wahre Geistesriesen und kluge Staatenlenker?

    • Wertkonservativer
      14. Dezember 2011 15:34

      Habe ich nie behauptet, @Cotopaxi, dass die derzeit amtierenden Schwarzen Geistesriesen wären! Aber ein Vergleich zwischen der Vifheit dieser Politiker mit einigen ausgewählten Geistesriesen aus unserem Forum wäre nur dann aussagekräftig, wenn unsere Vifen die vielen Aufgaben und Probleme, die unsere vielgescholtenen Politiker Tag für Tag bestmöglich zu lösen haben, ebenfalls realiter zu bestehen hätten.

      Also, zwischen gutem oder zumindest gutgemeintem Rat, und der realen Tat besteht ein immenser Wassergraben, der von den vielen Übergescheiten erst durchschwommen werden müsste.

      Nur soviel zum "Vifersein"!

      (mail at: gerhard@michler.at)

  27. Cotopaxi
    14. Dezember 2011 07:32

    Das absolute Rauchverbot in den ÖBB-Zügen ziehe ich dem Rauchen-Dürfen in Haselsteiners Zügen vor. Die Mehrkosten einer Fahrkarten der ÖBB sind es mir wert.

    Es ist in meinem Augen abscheulich, mit dem sozialschädlichen, die Allgemeinheit und das Sozialsystem belastenden Suchtverhalten von asozialen Menschen sich Konkurrenzvorteile sichern zu wollen, sei der Konkurrent auch die ÖBB. Offensichtlich zielt die Raucherlaubnis auf die vielen Studenten und StudentInnen ab, die fast täglich von Wien nach Salzburg pendeln, da ihnen die Ansprüche in Wien zu hoch sind.

    Den Herrn H. habe bereits als Finanzierer der Heidi Schmidt als widerlich empfunden.

    • phaidros
      14. Dezember 2011 07:45

      Das ist Ihnen ja völlig unbenommen!

      Aber Haselsteiner tritt hier als Bahnbetreiber auf. Nicht als Arzt und nicht Gesundheitsminister. Warum verbieten Sie nicht Alkohol (tötet etwa gleich viele Menschen) oder Speisewagen (Überernährung tötet wesentlich mehr)?

      Ich finde es wiederum abscheulich, jemandem Vorschriften machen zu wollen, was er in seinen Zügen erlauben will und was nicht. Rauchen ist schließlich nicht illegal, also warum sollte jemand gezwungen werden, es zu verbieten? (Die armen Wirte!)

      Bedenklich stimmt mich die Selbstverständlichkeit, mit der wir solche staatlichen Eingriffe in persönliche Eigentumsrechte zulassen.

      BG phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Ich mache mich übrigens, nebenbei bemerkt, auch im Nichtraucherabteil breit. Gäbe es die nicht, würde ich weiter ÖBB fahren. Aber zum Glück gibt es sie ja, denn Haselsteiner denkt darüber nach (bzw. lässt er es tun), wie er seine Kunden zu optimaler Zufriedenheit bedient. Unternehmer halt.

    • Cotopaxi
      14. Dezember 2011 08:01

      Demnächst lässt der Herr H. vielleicht auch noch rollende Bordell-Wagen anhängen, ist schließlich auch nicht verboten und brächte noch mehr Profit.

    • phaidros
      14. Dezember 2011 08:13

      Und wenn er es täte, so wäre es seine Sache.

      Allerdings vermute ich, dass er damit viele Kunden (mich etwa) abschrecken würde, dass er dadurch Umsatz und Profit nicht steigern sondern im Gegenteil senken würde, dass er das auch so sieht, und daher keine Bordellwagen anhängen wird.

    • Cotopaxi
      14. Dezember 2011 08:41

      Und wenn die Menschheit unbedingt zur Erderwärmung und zum Klimawandel beitragen will, so sei es ihr vollkommen unbenommen. Es mache jeder was er wolle, solange er darin für sich einen Vorteil sieht.

    • phaidros
      14. Dezember 2011 08:53

      Das ist aber ein bisserl eine Brecheisenargumentation, das eine hat mit dem anderen doch nicht das Geringste zu tun.

      Wo nämlich ist der Nachteil für die Menschheit, oder etwas bescheidener: wo ist auch nur mein Nachteil, wenn im Nachbarwaggon gepofelt (oder auch gedienstleistet) wird?

      Schließlich muss man ja auch anerkennen: mit seinen unternehmerischen Aktivitäten - wobei er Fähigkeiten (also Wissen und Können) gleichermaßen einsetzt wie Beharrlichkeit, Fleiß und nicht zu vergessen hohes eigenes Risiko! Gerade dieses Experiment ist extrem kapitalintensiv! - sichert er ja auch etliche Existenzen.

      Nichtrauchen Sie wohl! Viel Spaß weiterhin bei Ihren ÖBB-Fahrten und Ihrem Beitrag zum Versenken von 6000 Millionen Steuergeld jährlich!

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Cotopaxi
      14. Dezember 2011 09:34

      Und mir ist es gleich, ob die Malediven demnächst unter dem Meeresspiegel liegen, er wird schon wieder sinken, wie auch schon früher.

    • phaidros
      14. Dezember 2011 09:50

      Und mein Nachteil lag da jetzt genau wo?

    • Cotopaxi
      14. Dezember 2011 10:03

      @phaidros

      Was interessiert mich Ihr persönlicher Nachteil von irgendetwas?

    • phaidros
  28. Johann Scheiber
    14. Dezember 2011 06:55

    OT: Wie ORF-Science berichtet sind die Sciencler im physikalischen Teilchenzoo des CERN dem die Materie erzeugenden Gottesteilchen von Higgs auf der Spur.
    Viel Glück beim Bauchfleck. Seit dem Altrn Testament ist bekannt, dass Gott reine Aktuositaet, reiner Geist ist. Gott ist reine Wirk-lichkeit -nicht Realitaet- und das einzige, was eigentlich Wirklichkeit genannt werden kann und alle sonstige Wirklichkeit ist nur von Gott abgeleitet.
    Das verzweifelte Scheitern der materialistischen Gottesvergegenstaendlicher wird aber den Weg frei machen fuer die wahre Wissenschaft der Wirklichkeit, nämlich fuer die Wissenschaft und Phänomenologie des Geistes und damit auch Platz schaffen fuer die Religion der Wahrheit, die Religion des Geistes!

    • socrates
      14. Dezember 2011 10:37

      HIGGS - Teilchen werden seit 1964 gesucht. Irgendwer aus der Medienbranche, der Unwahrheit und bestimmten Themen, zu denen auch der Kampf gegen die Religion gehört, verpflichtet, nannte sie Gottesteilchen. Ein guter Name, wenn man Geld braucht, hat aber nichts mit Gott zu tun.
      CERN: Kernforschungszentrum nährt Hinweise auf Existenz von Higgs-Boson
      Die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) hat interessante Neuigkeiten für Technikfans. Mithilfe des Teilchenbeschleunigers LHC versucht man aktuell, die Existenz des letzten Teilchen des Standardmodells der Elementarteilchenphysik nachzuweisen - auch bekannt als Higgs-Boson oder "Gottesteilchen". (Thilo Bayer, 13.12.2011)
      CERN: Kernforschungszentrum nährt Hinweise auf Existenz von Gottesteilchen [Quelle: siehe Bildergalerie] Update: PCGHX-User Malkolm hat zu Recht auf eine Ungenauigkeit hingewiesen. Deshalb wollen wir den Beitrag an dieser Stelle hervorheben, da er auch für das Verständnis anderer User von Interesse sein dürfte.
      Malkolm: "Es wurde nicht nachgewiesen, dass die Masse des Higgs im Bereich um 120 GeV liegt. Die Datenauswertung hat ergeben, dass die Masse eines Higgs-Teilchens nach dem Standardmodell zu 95% nicht im Bereich über 130 GeV (Atlas) bzw. 127 GeV (CMS) liegen kann. Der einzige Bereich, in dem dieser Ausschluss nicht mit einer solchen Wahrscheinlichkeit erwiesen wurde, ist der, der im Artikel angeben wurde. Korrekterweise hat man also nicht den richtigen Bereich gefunden, sondern viel eher alle anderen Bereiche ausschließen können (selbst das nicht vollständig...5% Restwahrscheinlichkeit sind eher viel). Das ist ein sehr großer Unterschied, zumal es auch nicht verwundern würde, falls zukünftig auch der verbliebene Bereich ausgeschlossen werden sollte. Zur Info: Die beiden Bereiche, die angegeben wurden, resultieren aus Messungen von zwei unterschiedlichen Detektoren (ATLAS und CMS), welche beide jeweils getrennt voneinander den LHC (Large Hadron Collider - der Teilchen-Beschleuniger) nutzen und somit zu eigenen Datensätzen kommen."
      Es gibt Neuigkeiten aus dem CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung, in Luzern. Mithilfe des Teilchenbeschleunigers LHC, der auch durch hohe Kosten und lange Ausfallraten eine gewisse Berühmtheit erlangt hat, will man immerhin neue Erkenntnisse für den Nachweis eines Elementarteilchen gewonnen haben, für das das LHC im Wesentlichen konstruiert und gebaut wurde. Das sogenannte Higgs-Boson, benannt nach dem britischen Physiker Peter Higgs, wurde in der Theorie bereits seit den 60er-Jahren vorhergesagt, aber bis heute nicht nachgewiesen (allerdings auch nicht widerlegt). Es soll dafür sorgen, dass alle Objekte im Universum eine Masse haben. Das auch als Gottesteilchen bekannte Elementarteil ist eine Art Hintergrundfeld, damit die kleinen Teil eine Masse haben. Sobald sich die Masse im Feld bewegen, wird das Feld entsprechend verzerrt. Das Higgs-Boson soll dabei ohne elektrische Ladung auskommen.
      Wie das CERN heute in einer Pressemitteilung bekannt gab, haben die beiden Großexperimente ATLAS und CMS neue Erkenntnisse über die Masse des Teilchens. So würde die Masse zwischen 116-130 bzw. zwischen 115-127 GeV (Giga-Elektronenvolt) liegen. Eine gibt bei bestimmten Massen eine gehäufte Messung, aber das würde noch nicht ausreichen, um eine definitive Aussage zu treffen. Dazu seien mehr Daten nötig, die auch im Laufe des kommenden Jahres noch erhoben werden müssen.

    • cicero
      14. Dezember 2011 12:01

      Die Gottesanbeterin ist eine Fangschrecke, sie betet nicht, ist aber interessant.

    • A.K.
      14. Dezember 2011 12:20

      Das sogenannte Higgs-Teilchen wird in der Standardtheorie vorhergesagt. Es soll die Erklärung für die Massen der experimentell nachgewiesenen Eichbosonen, der Z- und W-Bosonen, liefern. Sein Nachweis wäre ein wichtiger Beweis, daß das Standardmodell korrekt ist. Diesem Nachweis dienen daher viele Versuche unter dem Namen der Experimente ATLAS und CMS am Large Hadron Collider (LHC) bei CERN in Genf.
      Der Begriff „Gottesteilchen von Higgs“ ist typischer Unsinn in Form von Schlagworten, generiert von Journalisten und Managern – letzere müssen ja die hohen Kosten der Experimente rechtfertigen – , um Aufsehen zu erregen. Weder für Physik noch Theologie hat diese Benennung Sinn.

    • Johann Scheiber
      14. Dezember 2011 16:42

      A.K., sie sprechen den Punkt auf den es mir ankommt an. Der Materialismus des Ostens und des Westens also jener der ehemaligen UDSSR und der heute herrschende der USA haben die Wissenschaft in Anspruch genommen und nehmen sie in Anspruch um ihre materialistischen und atheistischen Ideologien gegen die geistig-metaphysische Weltsicht der abendländischen Kultur durchzusetzen. Die Anmaßung eines sich Science nennenden Szientismus auch jener Dinge Herr zu werden, also der "Dinge an Sich", die ihr prinzipiell verschlossen sind, ist natürlich kein Einwand gegen oder keinerlei Kritik an einer gewiß nach wie vor seriös arbeitenden Wissenschaft.
      Allerdings zeigt das Bemühen vieler Wissenschaftler "hip" zu sein, indem man sich nun community nennt, indem man auch in deutschen Landen von science spricht und indem man die englische Herrschaftssprache forciert, dass da auch viel Anpassungsfreude, Macht- und Geltungsbedürfnis im Spiele ist. Von der Prostitution vieler Auftragssciencler ist dabei ganz zu schweigen.

      Das Hauptproblem dabei ist, dass eine falsche Wissenschaft auch eine falsche Religion bedingt. Denn wer an die Evolution, an Gottesteilchen und dergleichen mehr glaubt, der kann mit einer lebendigen Vollreligion, in der es um die ganze Wirklichkeit geht, nichts mehr anfangen. Daher auch unser verkrüppelter Glaube, indem es nur noch um Werte,Moral, Sinnstiftung, Kompensation und Ästhetik geht.

    • kpax (kein Partner)
  29. Pumuckl
    14. Dezember 2011 04:33

    Das Beamtentum der Habsburgermonarchie zählte neben dem preußischen zu den korrektesten der Welt.
    Die k.u.k. Staatsbahnen wurden von einem Teil dieses Beamtentums verwaltet.

    Shell, Esso, Nestle, Unilever und Philip-Moris u.s.w. sind weltweit tätig und deren Bugdets sind größer als jene mancher Staaten. Sie alle arbeiten hoch profitabel.

    Ich behaupte, es handelt sich bei den ÖBB um ein Symptom für eine faule Republik, wenn es letzterer nicht gelingt dieses vergleichsweise kleine Unternehmen kostendeckend zu betreiben!

    Vor wenigen Monaten hat das Tagebuch & Partner mehrheitlich den Tod Otto v. Habsburgs betrauert.
    Die Repräsentanten der Bürger haben 1/2 Jahrtausend der Habsburgerherrschaft abgelöst. Bei der Verwaltung der ÖBB beweisen sie nicht, daß sie dieser Rolle gewachsen sind!

    • Johann Scheiber
      14. Dezember 2011 12:54

      "Shell, Esso, Nestle, Unilever und Philip-Moris u.s.w. sind weltweit tätig und deren Bugdets sind größer als jene mancher Staaten. Sie alle arbeiten hoch profitabel."

      Weil sie nirgendwo Steuern zahlen, überall Subventionen abgrasen und sich in den den Staaten, insbesondes in der EU, sich gefällige Gesetze erlobben!

  30. Cotopaxi
    14. Dezember 2011 03:31

    Ich werde jedenfalls die neue Westbahn nicht boykottieren, denn aus gesundheitspolitischer Sicht ist es ein vollkommener Anachronismus, Raucherabteile einzurichten unterhalten.

    Das ist ein gewaltiger Rückschritt und eine scharf zu kritisierende fadenscheinige fiese Reklamemasche.

    • Cotopaxi
      14. Dezember 2011 03:32

      Das "nicht" im ersten Satz bitte streichen.

    • phaidros
      14. Dezember 2011 05:19

      Cotopaxi, nur für den Fall eines Missversändnis: man darf bei Haselsteiner im Zug rauchen, man muss nicht.

      Ich werde mich wöchentlich genüsslich im Lederfauteuil der 2. Klasse breit machen, zum Kartenpreis, den ich bei den ÖBB nur mit »Vorteilscard« bekam, die ab sofort »nicht mehr ganz so Nachteilscard« heißen kann.

      BG phaidros.vie@gmail.com

  31. Igo
    14. Dezember 2011 03:29

    Ich drücke der Westbahn die Daumen. Und unsere Monopolisten haben es jetzt doch mit einer Macht zu tun die nicht so einfach entgleist werden kann.
    Den Herren Wehinger, Haselsteiner und der französischen Staatsbahn SNCF wünsche ich viel Erfolg! Alles Gute!





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