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Vom Nutzen der Ökonomen

Das IHS erhält mit Christian Keuschnigg einen neuen Chef. Entgegen allen Befürchtungen fiel die Wahl auf einen vernünftigen Mann mit gutem Durchblick. Dennoch ist es schade, dass Österreichs bester Ökonom, Christian Helmenstein, nicht zum Zug kommt, weil er halt das Formalerfordernis einer Fußnotenakkumulierung in Form einer Habilitation nicht erfüllt.

Ein solches Werk ist aber in Wahrheit für den Job völlig irrelevant. Die Plagiatsaffären sollten uns eigentlich lehren, solche formalistischen Fußnotenakkumulierungen nicht mehr allzu ernst zu nehmen. Denn es kann ja nicht sein, dass die Klugheit eines Textes weniger wichtig ist als penible Zitiergenauigkeit.

Zurück zum IHS: Da zumindest unter den vorhandenen Kandidaten der beste für die Leitung des zweitgrößten Wirtschaftsforschungsbetriebs Österreichs genommen worden ist, scheint dort alles in Butter. Das ist es aber ganz und gar nicht. Denn das „Institut für Höhere Studien“ wird genauso wie das noch größere „Wirtschaftsforschungsinstitut“ vom selben Grundübel geplagt: Es hat kein stabiles finanzielles Fundament. Es lebt von jährlich erneut fälligen Subventionen einzelner Ministerien und von Forschungsaufträgen, die wieder überwiegend aus politisch gesteuerten Institutionen kommen.

Da halt überall Menschen agieren, gilt ein kritischer Bericht als nicht sehr förderlich für die Vergabe des nächsten Auftrags. Ganz 'zufällig' ist vom Wifo so gut wie nie eine Kritik an Arbeiterkammer oder Sozialministerium zu hören, und beim IHS keine am Finanzministerium.

Gewiss: Die Hand, die einen füttert, beißt man nicht. Aber eigentlich sind ja wir Steuerzahler die Fütterer. Und wir wären sehr wohl dringend an objektiven Studien von wirklich voll unabhängigen Wirtschaftsforschern interessiert. Die bekommen wir aber nicht, zumindest nicht auf einer umfassenden Basis.

Damit ist zwar nicht unterstellt, dass die Forscher bewusst etwas Unrichtiges sagen. Aber manchen Themen nähern sie sich halt nur sehr zögerlich. Das ist umso schmerzhafter, als gleichzeitig an Österreichs Unis in Sachen Volkswirtschaft überhaupt totale Ebbe herrscht. Die wenigen Professoren, die internationalen Rang haben, stellen ihr Wissen lieber privaten Klienten gegen gutes Geld vertraulich zur Verfügung. Der Großteil der übrigen Uni-Ökonomen bewegt sich trotz des idealen Rahmens einer wirklichen Unabhängigkeit auf sehr bescheidenem Niveau. Das darf uns allen nicht gleichgültig sein.

Denn es täte dem Land sehr gut, würden bei uns ähnlich wie in Deutschland Hunderte Professoren kritische Stellungnahmen zur Sinnhaftigkeit der diversen Euro-Rettungsschirme veröffentlichen. Es gibt in Österreich nicht einmal eine offene Debatte dazu. Statt dessen herrscht die Devise: Wir sind ohne Einwände jeweils für das, was gerade europäische Mode ist. Da könnte man sich die Ökonomen aber auch gleich ganz sparen.

 

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorChristoph
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    18. August 2011 06:56

    Die Auguren beobachteten den Vogelflug, um die Römer beraten zu können. Die Ökonomen beachteten die Fördergelder, um die Österreicher beraten zu können. Beides ist bzw. war gleichermaßen sinnig. Mehr ist mir eine Aussage zu „Ökonomen“ nicht wert.

  2. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    18. August 2011 02:06

    Auftrags-„Forschung“ kann sich durchaus Prostitions-analog gebärden: „Wess’ Brot ich ess’, dess’ Lied ich sing’“ ist eine große Versuchung „wissenschaftlicher“ Tätigkeit. Zumindest gilt das für einige Bereiche; andere mögen sich durchaus diesem Wirkungsfeld entziehen. Wenn sich eine Forschungsinstanz nicht auf längerfristige existenzielle Absicherung stützen kann, sondern deren Forschungsobjekte von parteinahen Auftraggebern finanziert werden, ist im Kampf um Nachfolgeaufträge vorauseilender Gehorsam der Ergebnis-Erbringung nicht auszuschließen.

    Eine potenziell brisante Schlüsselstelle bedarf materieller Abgesichertheit. Nur dann kann sie als objektive Ratgeberin für Entscheidungen von Politikern auftreten und nicht als eine Instanz, die jeweils nachträglich deren Handlungen, aus welchen Motiven auch immer sie gesetzt wurden, durch wissenschaftliche Verbrämung legitimiert.

    So ist auch der Berufsschutz - bei gleichzeitig flankierender scharfer Sanktionsmöglichkeit bei objektivierbarem Fehlverhalten für bestimmte öffentliche Funktionsträger - zu legitimieren: Keineswegs Faulbett, sondern unabdingbare Voraussetzung, um politische Willkür auszuschließen und Rechtsstaatlichkeit zu garantieren.

  3. Ausgezeichneter KommentatorRichard Mer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    18. August 2011 00:47

    Da ich vom Fach VWL komme, und in der Forschung dazu international arbeite, kann ich sagen, wie man fachintern den Lebenslauf eines Ökonomen bewertet. Da schneidet Herr Keuschnigg nicht allzu gut ab. In den besseren Unis (Top 10 der Welt) zählen Publikationen in den so genannten Top 5 Journalen jeweils einen Punkt, unabhängig von Ko-Autoren. Alles andere zählt nichts. Es ist sehr schwierig in Top 5 zu publizieren, deswegen gilt man international einerseits schon mit drei solchen Artikeln wert zum Professor berufen zu werden, andererseits hat Herr Keuschnigg Null Punkte, wenn ich nicht etwas übersehen habe.

    Man soll ihm das nicht unbedingt zum Vorwurf machen, in Österreich hat nur ein Duzend Menschen jemals in Top 5 etwas publiziert, und die Mehrheit an den Fakultäten hat das auch nicht. Aber es hätte dennoch bessere Forscher gegeben, und die Fußstapfen eines Felderer füllt er nicht.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    18. August 2011 05:36

    Da ich von beiden Herren bisher wenig bis gar nichts weiß, kann ich keinerlei Wertung vornehmen: da ist unser A.U. um Häuser kompetenter.

    Das IHS mit seinem Sprecher Felderer war für mich in den letzten Jahren jedenfalls wesentlich aussagekräftiger und in den Prognosen stimmiger, als das wifo mit dem zerquetschten Herrn Aiginger!

    Insgesamt meine ich zur Wertigkeit der beiden Prognose-Institute, dass die dort amtierenden gelehrten Herren auch nur das in den Prognosen und Kritiken verarbeiten können, was unsere Politiker an wirtschaftlicher Freiheit zulassen (bzw. auch verhindern)!
    Grundlage aller Wirtschaftsprognostik ist jedoch die Tüchtigkeit und Innovationskraft der österreichischen Industrie, des Handels und des Dienstleistungssektors, vor allem aber der Menschen, die in diesen Bereichen tüchtige und seriöse Arbeit leisten!
    Prognosen sind gut (und nicht immer richtig); gute und produktive Arbeitsleistung in unseren Chefbüros, Betrieben, von motivierten Menschen ausgeführt, ist der Motor für eine weitere gute Wirtschaftsentwicklung unseres Landes!

    gerhard@michler.at

  5. Ausgezeichneter Kommentatorbyrig
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    18. August 2011 00:32

    das wifo ist spö-nahestendend,das ihs eher bürgerlich.wobei es der övp durchaus zuzutrauen ist,v.a. besonders nach der letzten wiederwahl des gi im orf,dass auch diese neubesetzung rot erfolgte.
    wozu brauchen wir diese beiden institutionen überhaupt?
    zur feststellung rein österreichischer wirtschaftsdaten genügen kleine abteilungen an der uni.oder?alles andere ist wieder politik.die fortgesetzte aufteilung der jetzt gar nicht mehr so grossen parteien spö und övp dieses landes.
    diese beiden parteien durchdringen nach wie vor das gesellschaftliche leben wie ein krake-schon lange ohne demokratische legimitation.und das muss beendet werden.

  6. Ausgezeichneter KommentatorDr. Dieter Zakel MA Partner Homepage
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    18. August 2011 08:09

    Ökonomen sind ohnehin eine unnütze Spezies geworden. Alles was zu dem Thema zu sagen ist ist ohnehin schon gesagt.
    Man benötigt nur mehr Personen die das erkannte auch umsetzen.
    Und das ist die Wahre Pein...

  7. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    18. August 2011 00:58

    Es erhebt sich tatsächlich die Frage, ob die beiden Institute wirklich notwendig sind, oder ob diese Einrichtungen - wie so viele in unserem Land - nur als Spielwiese der Politik dienen, noch dazu einmal mehr bestens im Proporz Rot/Schwarz aufgestellt.

    Von Unabhängigkeit der Ökonomentätigkeit kann da wohl keine Rede mehr sein.

    Und was die Beratung bzw. Beurteilung der österreichischen Wirtschaft betrifft, ist Österreich in erster Linie ein williger Vollstrecker der EU-Gebahrung, weil wir mehr als je zuvor von dieser abhängig sind.

    Wozu dann gleich 2 parteinahe Institute, denn wenn überhaupt würde doch EIN UNABHÄNGIGES genügen.
    Aber vielleicht klärt mich als Unwissende(n) jemand über die Notwendigkeit auf?


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  1. Mildred (kein Partner)
  2. Hardik (kein Partner)
  3. Sercan (kein Partner)
  4. Gift (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:14

    Your answer was just what I nedede. It's made my day!

  5. Lila (kein Partner)
    19. Januar 2015 12:22

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  6. China (kein Partner)
    19. Januar 2015 11:10

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  7. JT (kein Partner)
    19. August 2011 22:22

    Bitte beleidigen Sie nicht die große Zahl an Univ.-Dozenten, die ihre Habilitation EHRLICH erarbeitet haben!

  8. J.Esus (kein Partner)
    19. August 2011 21:33

    Faszinierend, für so einen Schmarrn zahlt man U. Geld.
    Eine Habilitionsschrift sollte weit mehr als eine Fußnotensammlung sein, aber gut davon hat U., der in seiner Dissertation nicht einmal Fußnoten setzen musste, natürlich keine Ahnung.
    Die Klugkeit eines Textes ist wichtiger als die Zitiergenauigkeit?
    Korrekte Zitation ist eine formale Anforderung, die es aus gutem Grund gibt. Klug oder dumm kann der Text dann immer noch sein.
    Die Plagiatsfälle lehren aber sicher nicht, dass Zitate oder Habilschriften unnötig sind. Durch besondere Klugheit des Textes sind die Plagiate übrigens auch nicht aufgefallen - eher das Gegenteil war der Fall. Wenn sie also den einen Ökonomen lieber haben als den anderen, so lassen sie sich doch bitte eine weniger dümmliche Begründung einfallen.

    • J.Esus (kein Partner)
      19. August 2011 21:37

      Habilitationsschrift...pardon.

    • Maybach (kein Partner)
      20. August 2011 10:06

      Unterberger hat als Jurist, wie seinerzeit üblich, nie eine Diss schreiben müssen und pfummerlt sich deswegen so auf.

    • christian Peter (kein Partner)
      21. August 2011 12:02

      Wie überhaupt alle Juristen älteren Semesters den Doktortitel quasi geschenkt bekamen.

    • contra
      21. August 2011 12:25

      Jetzt kriechen die Obergscheiterln aus ihren Löchern, sehr amüsant!

  9. DerTurm
    19. August 2011 15:23

    Ich sehe in der Ökonomie ähnliche Probleme, wie in der Klimatologie:

    Zunächst einmal ist diese Disziplin wie kaum eine andere politisch normativ durchsetzt.

    Und dann gibt es in der Ökonomie meiner bescheidenen Meinung (als diplomierter Ökonom, wissenschaftlich war ich in naturwissenschaftlichen Disziplinen aktiv) zu viele Dogmen, an denen nicht gerüttelt wird, welche aber wesentliche Ursache des völligen Versagens der Ökonomen in Bezug auf die ökonomischen Krisen der letzten Jahre darstellen.

    Da ist zunächst einmal die Vorstellung, dass sich Märkte "normal(verteilt)" verhalten, und mit einfachen statistischen Modellen beschrieben werden können.

    Diese Vorstellung geht auf die Thesen von Louis Bachelier zurück, welche von Fischer Black, Myron Samuel Scholes und Robert C. Merton in den 70ern aufgegriffen und weiter "verfeinert" wurden, bis zu "Nobelpreis"*-gekrönten Veröffentlichungen.

    Heute verwenden die meisten Ökonomen (meist unreflektiert) das Capital Asset Pricing Model und Varianten davon, obwohl diese inzwischen mehrmals durch die Realität widerlegt worden sind. Einer der wenigen Wissenschaftler, welcher sein Wirken dieser Problematik gewidmet hat, war der im letzten Jahr verstorbene Benoît Mandelbrot (der schon in den 60er Jahren die Nichtnormalität der Märkte anhand der Baumwollpreise gezeigt hat) - ein Name, den meiner Erfahrung nach nur wenige Wirtschaftswissenschaftler kennen.

    Dann haben wir noch das Problem der Computergläubigkeit. Es gibt zahlreiche Veröffentlichungen (meine Lieblingspublikation ist immer noch David F. Hendry ... Econometrics Alchemy or Science?), welche belegen, dass man auch mit den leistungsfähigsten Computern des Universums die Märkte nicht vorherberechnen kann (auch ein Blaha ist daran gescheitert und hat einen nicht unbeträchtlichen Teil des Kapitals seiner Kunden versenkt).

    Von den politisch/ideologischen Dogmen möchte ich jetzt mal gar nicht anfangen.

    Ich sehe das Hauptproblem jedoch in der Symbiose aus Politik und Ökonomie, und dass sich zu viele Protagonisten damit beschäftigen, die Welt so zu sehen, wie sie sein sollte°.

    Und damit wären wir wieder bei dem Problem, dass Wissenschaft eigentlich eine deskriptive Disziplin sein sollte.

    * Genau genommen gibt es keinen "Wirtschaftsnobelpreis", sondern lediglich einen "Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank im Gedenken an Alfred Nobel" - die Erben Alfred Nobels sähen diesen "Marketingpreis" am liebsten abgeschafft, aber das ist eine andere Geschichte.

    ° Es gibt viele interessante Untersuchungen hinsichtlich der Korrektheit (wissenschaftlicher) ökonomischer Prognosen: Fakt ist: die meisten davon sind schlicht falsch. Das Schlimme daran ist, dass sie umso falscher sind, je höher der Rang (in der wissenschaftlichen Community ebenso wie in der Wirtschaft) der Prognostiker sind.

    • Gast der Zweite (kein Partner)
      19. August 2011 15:58

      Vielen Dank für diesen ausgezeichneten Kommentar!

      "Ich sehe das Hauptproblem jedoch in der Symbiose aus Politik und Ökonomie, und dass sich zu viele Protagonisten damit beschäftigen, die Welt so zu sehen, wie sie sein sollte"

      Das ist leider das Problem vieler Wissenschaften!

  10. Reinhard (kein Partner)
    19. August 2011 13:03

    "Die Hand, die einen füttert, beißt man nicht. Aber eigentlich sind ja wir Steuerzahler die Fütterer."

    Nein, sind wir leider nicht. Wir sind die Futterproduzenten. Wir sind nicht die Kellner, wir sind nicht mal die Köche, wir sind nicht einmal die Schlachter - nein, wir Steuerzahler sind die Schweine. Geschlachtet und ausgeweidet werden wir vom bmf, der Finanzminister kocht sein Süppchen nach den Begehrlichkeiten der an den Futtertrögen drängelnden Gierschlünde und die Politiker, Sozialpartner, Gewerkschafter, Kämmerer und andere Pfründeverteiler füttern dann damit ihre jeweilige Klientel.

    "Wer zahlt, schafft an!" gilt nämlich nur für die Musik. Und der ist es egal, ob das Geld, mit dem der Kunde zahlt, diesem auch gehört...

  11. Torres (kein Partner)
    19. August 2011 10:40

    Bernhard Felderer, der bisherige Leiter des IHS und zugeich Vorsitzende des Staatsschuldenausschusses, hat sehr wohl und sehr oft Kritik an der Finanzgebarung des Staates, und damit am Finanzminister(ium) geübt, zuletzt sehr eindringlich und offen anlässlich des letzten "Sparpaketes", das er als völlig überflüssig bezeichnet hat, da durch Einsparungen in der Verwaltung und im Gesundheitswesen (für die er konkrete Pläne erstellt hat) sienen Aussagen nach locker bis zu 7 Mrd. (pro Jahr!) eingespart werden könnten. Da war er einer Meinung mit Aiginger (WiFo) und Moser (RH), auch wenn deren Zahlen etwas anders waren.

  12. sosheimat (kein Partner)
    19. August 2011 08:23

    OT:
    Roter Terror aus Österreich!!! Aber niemand stört das!!!

    http://sosheimat.wordpress.com/2011/08/18/roter-terror-aus-osterreich/

    • Undine
      19. August 2011 09:34

      @sosheimat

      „Rote Antifaschistische Aktion“ in Österreich

      Wo bleiben da diejenigen, die immer so gerne vor Rechtsextremisten warnen? LINKSTERRORISMUS scheint für die etwas ganz Normales, ja Wünschenswertes zu sein!
      Und was die Betreiber dieser ROTEN FASCHISTISCHEN AKTION in diesem "Programm" fordern:

      „Es braucht also bewaffnete Organe, wie Milizen der Arbeiter und Arbeiterinnen, die für den Sieg unserer Klasse sorgen.“

      .....kennen wir seit dem Zerfall Yugoslawiens! Von diesem Zeitpunkt an, als die Leute damals in Scharen zu uns kamen, war es unter den jungen Leuten aus dieser Region selbstverständlich, BEWAFFNET zu sein. Die Buben kamen mit Waffen aller Art (Schlagringe, Messer, etc) sogar in die Schule und SETZTEN SIE AUCH EIN! Unsere Buben hatten bis dahin nicht einmal ein Taschenmesser.

      Ein Großteil der MIGRANTEN ist BEWAFFNET, ob das erlaubt ist oder nicht; um solche "Kleinigkeiten" scheren die sich nicht!

      Somit ist EIN Teil dieser "Forderung" der "Roten Antifaschistischen Aktion" bereits erfüllt.

      Wo bleibt da die Staatsanwaltschaft oder wer immer gleich mobilisiert wird, wenn es gilt, gegen RECHTS zu Felde zu ziehen???

    • Reinhard (kein Partner)
      19. August 2011 13:23

      Sie lassen ganz offen ihre Masken fallen, und keine unserer "Qualitätsmedien" findet das auch nur eine Randnotiz wert.
      Man stelle sich den (übrigens berechtigten) Rummel vor, der Bruder eines dritten Mitarbeiters irgendeines FPÖ-Gemeinderates von Hintertuxheim hätte einen solchen Text abgelassen!
      Sind diese Tintenstrolche denn nicht nur auf dem linken Auge stockblind sondern sogar schon freudig erregt, wenn ihnen bewaffnete "Milizen der Arbeiterschaft" die Redaktionsstuben besetzen und die Texte in die Tastatur diktieren?
      Begreift kein ausgebildeter Journalist in unserem Medienzirkus eigentlich, was da vor sich geht? Sind die wirklich durch ideologisch verseuchte Publizistikstudien und großzügige Fördergeldgeschenke bereits so degeneriert, dass sie sich auf die Zeiten freuen, wo sie unter kompletter Aussachaltung des Oberstübchens nur noch die Parolen des Zentralkommitees nachsabbern brauchen?

      Haben wir eigentlich noch eine Verfassung, die den Aufruf zum bewaffneten Sturz des Systems explizit verbot, oder hat man sich mit der Außerkraftsetzung selbiger durch die EU bereits abgefunden? Haben wir einen Staat, dessen Staatsanwälte kritische Blicke in Richtung einer Bewegung riskieren, die zu Lynchjustiz, Gewalt und Terror offen aufruft, auch wenn diese Bewegung sich am linken Rand der Gesellschaft befindet? Gilt das Verbot von Verhetzung, Gewaltaufruf und der Organisation von Terrorzellen nur für ausgesuchte Gruppen oder darf ein Staatsbürger noch immer damit rechnen, das die Gesetze uneingeschränkt für alle gelten?
      Ist Österreich noch ein eigenständiger demokratischer Rechtsstaat?

      Fragen über Fragen...

    • Reinhard (kein Partner)
      19. August 2011 13:41

      Hab noch ein bisserl nachgestöbert; Fazit: Man sollte diesen Schmonzes nur lesen, wenn man vorher noch nicht gegessen hat.

      Kronjuwelen:

      "Wir haben ein gemeinsames Interesse als Arbeiterklasse, die Gesellschaft so umzuformen, dass wir nicht mehr ausgebeutet werden, dass alle genug zu essen haben, dass wir in guten Wohnungen leben können, und genug Chancen auf Bildung haben."

      Da sudeln weltfremde Studenten aus dem Marxismusseminar über die in Österreich massenhaft hungernde und frierende ausgebeutete Arbeiterklasse. Wir kennen alle die Fälle der tausenden jährlich verhungernden und erfrierenden Arbeiter...
      Würden diese gewaltstrotzenden dummen Rotzbengel mal auf den Parkplatz der Firma schauen, in denen ihre Väter als technische Angestellte mit 38,5-Stunden-Woche ausgebeutet werden, wären sie erstaunt, wie viele Chefs mit fetten Autos es dort geben muss - denn dass die ganzen Sterne und Nieren am Parkplatz sogar von Hilfsarbeitern in dieser Firma angekarrt wurden, geht ihnen ja nicht durch das ideologische Nadelöhr zwischen den Ohren.

      "Wir sind auch klar dafür, dass die Hausarbeit und Kinderbetreuung von der Verantwortung der Privatpersonen übergeht zur gesellschaftlichen Verantwortung."

      Besonders bei der Hausarbeit wäre ich auch dafür. Diese dummen Rotzgören könnten gleich damit anfangen und sich für freiwillige Sozialarbeit melden. Wohnungen und Fenster Putzen, Abwaschen und Bügeln. Würde einigen gewiss ganz gut tun!

      Eigentlich könnte man über soviel Naivität nur lachen, wenn sie nicht, wie bei allen rotzdummen Fanatikern auf diesem Globus, in Aggression und Terrorismus münden würde.
      Denn "Rote Anti-Fa" bildet nicht zufällig das Kürzel "R-A-F"!!

  13. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    19. August 2011 07:20

    Ja ärgerlich, dass einer IHS-Chef wird, der nur eine Habil und Unabhängigkeit vorweisen kann statt Tätigkeiten in parteipolitischen Vorfeldorganisationen.

    • socrates
      19. August 2011 15:25

      Schnabeltierfresser
      Er ist keine Sie, kein Migrant, nicht behindert, da ist etwas falsch gelaufen!

  14. socrates
    18. August 2011 20:44

    Am Jahresanfang prophezeite ich einen Goldpreis von 2000$. Heute betrug er bereits 1840$. Ich bin ein Wirtschaftslaie, aber das schien mir klar. Für mich iost die Frage: Sind die Experten dumm oder lügen sie? Da ich sicher nicht gescheiter bin, glaube ich zweites!

    • socrates
      19. August 2011 15:31

      Als ich las, daß es viel mehr Geld gibt als Sachwerte auf dieser Welt existieren, wurde mir als Naturwissenschaftler klar, daß das Geld seinen Wert verlieren muß bzw. verloren hat. Also trennte ich mich von meinen wenigen Aktien und kaufte Philharmoniker. Goldbarren sind mir zu teuer und in schlechten Zeiten sind kleine Einheiten günstiger. Die enormen Zinsen und die Freundlichkeit der Banken machten es mir leicht.

  15. RR Prof. Reinhard Horner
    18. August 2011 14:52

    reinhard.horner@chello.at

    Wirtschaftsforschung und/oder Wirtschaftslenkung

    Wirtschaftsforschungen haben faszinierende Aufgabenstellungen. Leben sie auch entsprechende Verantwortungen?

    Eine große Problematik liegt allerdings darin, dass die wirtschaftlichen Vorgänge überwiegend nur quantitativ erfasst werden. Das passt in ein Wirtschaften (ein Wirtschaftssystem), das – oft unter sträflicher Vernachlässigung qualitativen Wachstums – dogmatisch einem schier uferlosen Mengenwachstum frönt.

    Noch kritischer wird es, wenn Prognosen „erarbeitet“ und ausgestreut werden. Da werden dann nicht selten – auch von Interessen getragene und/oder ideologiebestimmte, no na – Entwicklungen gesteuert, zumindest verstärkt. In der Manier, bisweilen auch im Verein mit den so genannten „Zukunftsforschern“ werden allzu oft Trends behauptet, ohne unverkürzt anzugeben, unter welchen Bedingungen (welchen alternativen Entscheidungsmöglichkeiten) diese Zukünfte eintreten werden/können.

    So werden gesellschaftliche Stimmungen gefördert oder gar erzeugt. Und jene Rasse akuten Meinungsbefragungen und eben solchen Prognosen nachhechelnder Politiker, denen es an ihrer angestammten Aufgaben- und Verantwortungserfüllung gebricht, unterwerfen sich allzu gerne. Das hat dann ähnliche Auswirkungen, wie die Vorgänge, wo die Politik ihre pflichtige Arbeit an Interessenvertretungen abtritt, so dass diese Neben- oder Überregierungen entfalten.

    WIFO und IHS werken ja nicht allein. Bis zu den „Wirtschaftsweisen“ verschiedenster Art, den Rating-Agenturen und und und agieren und agitieren viele Faktoren, die sich weit über den Hausverstand hinausheben möchten. Jüngst haben uns etliche besonders deutlich gezeigt, was sie alles grob fehlerhaft taxiert, was sie alles nicht vorausgesehen haben.

    Die Unabhängigkeit der öffentlich auftretenden Wirtschaftsforschung ist ein Ideal. Ist sie heute de facto eine Illusion? Oder sind diesbezügliche deutliche Unterschiede umsetzbar? Was zweifellos sehr mit den tätigen Persönlichkeiten zu tun hat. Fördern wir ihre Leistungen und beachten (kontrollieren) wir diese kritisch. Wenn nicht aus besonders kenntnisreicher Position, so wenigstens mit Hausverstand.

  16. mike1
    18. August 2011 14:20

    off topic, ohne wirtschaftsexperten:
    so schaut's in wien aus, die sozis agieren !

    Wasser wird um 33 Prozent teurer

    In Wien wird ab 2012 auch das Wasser teurer, und zwar gleich um 33 Prozent. Das hat Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) heute im Gespräch mit Journalisten verkündet. Auch die Abschleppgebühr wird um 50 Euro erhöht.

    Ein Wiener Haushalt mit vier Personen muss also umgerechnet jährlich rund 80 Euro mehr an Wasserkosten bezahlen."

    • brechstange
      18. August 2011 21:39

      Irgendwo müssen sie ja ihre Spekulationspleiten wieder reinbringen. Der Schuldenstand stieg ja bekanntlich innerhalb eines Jahres um etwa 67 %.

      Die öffentliche Hand wird zum Inflationstreiber.

    • cmh (kein Partner)
      19. August 2011 10:07

      Wie lange wird es diesmal dauern bis die AK über die gestiegenen Wohnkosten (nicht Mieten) jammert und die Vermieter (außer natürlich den Grösten) am liebsten füsilieren täte?

  17. Alfred E. Neumann
    18. August 2011 13:43

    Entschuldigung, wieder OT, paßt aber zum gestrigen Tagebuch:

    Demokraten aller Länder vereinigt Euch!

    http://diepresse.com/home/panorama/religion/686350/Madrid_Elf-Verletzte-bei-Demo-gegen-Papstbesuch?_vl_backlink=/home/index.do

  18. Vayav Indrasca
    18. August 2011 13:41

    Also jetzt wird's langsam peinlich. Der Antiakademismus des Herrn U. kennt keine Grenzen mehr. Eine Habil ist eine "Fußnotenakkumulierung".

    Aber klar, ist natürlich auch aus der persönlichen Geschichte zu verstehen. In U.s Studienjahrgang gab's noch keine schriftlichen Arbeiten (Seminararbeiten, Diplomarbeiten, Doktorarbeiten), da wurde immer nur (mündlich) geprüft. Das war Schule und nicht Wissenschaft. Die Absolventen dieses alten juristischen Ausbildungsgangs sind natürlich wissenschaftliche Nullen.

    Dass da Unverständnis oder gar Neid für wissenschaftliche Arbeit, die man selber nie geleistet hat, aufkommen kann, ist schon klar und psychologisch verständlich. Aber ein prominenter Journalist sollte sich halt schon überlegen, was er sagt, bevor er schreibt.

    • HDW
      18. August 2011 14:14

      Also von den "Austrians" könnte schon etwas mehr Individualismus in die makroökonomische Debatte einfließen. Trotz der Dominanz marxistisch-theoretisch orientierter Hochschullehrer samt Geschriebenen Ergüssen. Das hieße eben zurück zur mündlichen Auseinandersetzung die eigentlich am Ursprung des akademischen Lebens steht.

    • socrates
      18. August 2011 17:45

      Ihre Argumentatio ad hominem bringt gar nichts. Ich kenne genügend "wissenschaftliche" Arbeiten, die nicht einmal die von A.U. zitierten Punkte erfüllen, speziell in Zeitgeschichte, Theaterwissenschaft, Pädagogik, Sozialwissenschaft, etc.
      Shanghai hat ein gerade neues Rating für Universitäten herausgegeben. Auch bei uns fragt schon jeder zum Titel: Wo? Was? Wer? Dann wird beinhart aussortiert, außer bei Frauen, Farbigen, Behinderten, Protektionskindern. Die Spitzenuniversitäten haben das nicht, da zählt Leistung und sie kosten Geld.

    • Gandalf
      18. August 2011 17:47

      @ Vayav...
      Hallo, hallo - bitte keine falschen Diskriminierungen. Zu Zeiten, als A.U. (und meine Wenigkeit) Jus studiert haben, gab es
      1.) natürlich verpflichtende schriftliche Arbeiten (die hiessen damals "Klausuren", aber um das zu das wissen sind Sie halt offenbar zu jung...), Seminare und Pflichtübungen, die durchwegs um Klassen über dem Ausbildungs- und Anspruchsniveau der heutigen Juristen- (und schon gar Politologie-)ausbildung lagen.
      2.) Insgesamt eine profunde Bildung - nicht Ausbildung - in den wichtigsten Bereichen ausserhalb der Jurisprudenz, vor allem Geschichte, Volkswirtschaft, politische Zusammenhänge etc.
      Alles in allem konnte ein Jurist, der in den Sechzigerjahren promovierte, um Häuser mehr als ein heutiger Magister mit pseudowissenschaftlicher Diplomarbeit oder gar "Bachelor" (ein baccalaureus ist ja schliesslich nichts als ein "Lehrbube")

    • Undine
      18. August 2011 21:41

      @Gandalf

      *******!!!

    • Karl Rinnhofer
      19. August 2011 10:57

      @Vayav Indrasca
      Diesen unverständlichen "Vorwurf" an Dr. Unterberger und seiner Studiengeneration, wonach es in seiner Studienzeit "nur mündliche Prüfugen" gegegeben hätte, muss heftig widersprochen werden:

      Es gab in früheren Studienzeiten durchaus schriftliche Arbeiten: "Klausuren" (schriftliche Prüfungen über Lehrveranstaltungen); schriftliche Lehramtsprüfungen (für alle gewählten Fächer gleichwertig zu absolvieren), teilweise schriftliche "Seminaraufnahmsprüfungen" darüber hinaus Proseminararbeiten, Seminararbeiten (die ihrerseits wiederum durch allfällige schriftliche Prüfungen begleitet sein konnten), Diplomarbeiten, Dissertationen, "Hausarbeiten", Seminaraufnahmsprfungen in teilweise schritlicher Form.

  19. Erich Bauer
    18. August 2011 11:46

    "...Damit ist zwar nicht unterstellt, dass die Forscher bewusst etwas Unrichtiges sagen..."

    Naja, so ganz "unbewußt" geschieht das auch wieder nicht... Kann man dann allerdings nicht mehr samt und sonders der wisenschaftlichen Arbeit anlasten. Um zu einem "auftragsgenehmen" Ergebnis zu kommen, müht man sich dann halt bei der "statistischen" Arbeit ab. Statistisch-retuschiert, ergibt das alles gleich ein anderes Bild. Und der Auftraggeber ist zufrieden... Und der nächste Auftrag kommt bestimmt.

    Außerdem... zuviel Angst und Schrecken will man auch wieder nicht verbreiten. Die Massen sollen lieber an Eisbären, Gletscher... etc. denken, als an diese politische "Wirtschaft"...

  20. Celian
    18. August 2011 10:25

    Daß viele hoch renommierte Ökonomen die Finanzkrise 2008 nicht vorausgesehen haben, hat der Ökonomenzunft so manche Zacke ihrer Krone gekostet. Trotzdem: vor Pauschalierungen ist zu warnen. Erstens hat es auch Ökonomen gegeben, die die Finanzkrise kommen sehen haben und zweitens gibt es solche wie Christian Helmenstein.
    Der entwirft, wie mir scheint, ein realistisches Bild von dem, was noch auf uns zukommt. Wir brauchen Ökonomen wie Christian Helmenstein, die uns die unangenehmen Aussichten verkünden. Um uns den richtigen Weg in eine gemeinsame Zukunft zu weisen, haben sich schon die beliebten Eurostars und Krisenbekämpfer Merkel, Sarkozy, Trichet und Baroso als zuständig erklärt. Aber von denen erklärt niemand, wie die Schulden, die sie mit Hilfe der EZB, dem EFSF und vermutlich bald auch Eurobonds auftürmen, jemals wieder zurückgezahlt werden sollen.
    IV-Chefökonom Christian Helmenstein sieht eine Entschuldung durch Mini-Zinsen und wesentlich höhere Inflationsraten. Die Phase einer solchen „finanziellen Repression“ wäre ein Programm von mindestens 25 Jahren. […] Im Klartext zahlen die Gläubiger, also die Sparer und Steuerzahler, für die Krise.

    Die Schuldengemeinschaft mit Wohlfahrtsumverteilungsmaschinerie geht auf Kosten der hart Arbeitenden und Sparsamen. Und damit diese auch wissen, was auf sie zukommt, nämlich 25 Jahre finanzielle Knechtschaft, braucht es Ökonomen wie den Christian Helmenstein. Aber da Ökonomen heutzutage gerne als Scharlatane betrachtet werden, schenkt man ihnen kaum mehr Gehör. Und außerdem: wer hört schon gerne schlechte Nachrichten. Lieber läßt man sich von den Wohlfühlpolitikern einreden, alles werde gut. Na denn...

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/677697/Inflationssteuer_25-Jahre-negative-Realzinsen

    • brechstange
      18. August 2011 10:46

      Nach Durchlesen des Artikels habe ich festgestellt, dass es kein Schaden ist, dass Helmenstein nicht IHS-Chef wird. Dass man versucht, Staatsschulden über eine gemäßigte Inflation abgebaut werden und damit gerade die leistende und die wirtschaftenkönnende Bevölkerung betrügt, ist der einfachste Weg für die fahrlässigen Politiker EU-weit. Kein Wort verliert Helmenstein über eine wahre Ursache, nämlich die kriminellen Machenschaften und Verquickungen von Finanzwirtschaft, Politik und auch Organisierter Kriminalität. Auch hier anzusetzen, wäre notwendiger denn je.
      Ich finde, solche Ökonomen einfach zum K..... .

    • Celian
      18. August 2011 11:26

      an brechstange:

      Helmenstein zeigt ja nur auf, wohin die von den Eurorettern angerichtete Malaise hinführt. Helmenstein kritisiert diese "Inflationssteuer" ja.

    • Celian
      18. August 2011 12:58

      Binnen eines Jahres sei es der Athener Regierung gelungen, das Budgetdefizit um 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu verringern. "Das ist eine Konsolidierungsleistung, die keine andere Regierung der Eurozone seit dem Zweiten Weltkrieg jemals zustandegebracht hat", so Helmenstein.

      Auch diese Information sollte man zur Kenntnis nehmen, bevor man wiedermal auf Griechenland unreflektiert hinhaut.

      http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/672423/IVChefoekonom_GriechenSparprogramm-erfolgreich?from=simarchiv

    • brechstange
      18. August 2011 13:48

      @celian
      Wir sollten nicht unreflektiert auf die Griechen schimpfen, dass wäre mehr als ungerecht.
      Doch gibt es viele offene Fragen:
      Warum sind die Reeder-Milliardäre von der Krisenzusatzsteuer ausgenommen?
      Warum kann man von einem Reeder einen zweckwidrig eingesetzten EU-Förderbeitrag nicht rückfordern?
      Warum lässt man diesen Papandreou-Clan weiter werken? Der Fisch stinkt vom Kopf her.
      Warum ist die IV für die Aufhebung der Kofinanzierung und Freigabe der Mittel? Was wird mit dem Geld gemacht? Wer verdient sich wieder goldene Socken?
      Warum eigentlich darf sich dieser Papandreou frech hinstellen und klarmachen, dass er 40 Mrd. Steuerschulden nicht eintreiben kann?
      etc. etc.

      Ich weiß, dass klingt alles neidig und missgünstig. Aber warum sollen auf einmal die korrupten Selbstverdiener der Vergangenheit ehrlicher werden? Welche Maßnahmen dazu wurden gesetzt?

      Und vor allem warum müssen wir uns zusätzlich auf Kosten unserer Kinder und Pensionen zusätzlich verschulden, während reiche Griechen planen in Österreich und Deutschland groß einzukaufen? Sind wir wirklich so blöd?

    • Celian
      18. August 2011 16:22

      Es gibt in Griechenland noch viel zu tun. Aber es geht voran. Zum Beispiel hat Griechenland den Sozialbetrug mit tausenden Verstorbenen, für die Angehörige Pensionen abkassiert haben, abgestellt. Oder jenes Dorf, in der jeder zweite angeblich blind war und dafür Sozialleistungen kassiert hat.

      Griechenland wird nicht Deutschland werden. Aber es tut sich wenigstens etwas. Nachdem die Euroretter die disziplinierende Kraft des Marktes ausgeschaltet haben, war ja zu befürchten, daß der südländische Schlendrian weiterhin fröhliche Urständ feiern wird. Na Gottseidank ist das wenigstens nicht der Fall.

  21. Alfred E. Neumann
    • Alexander Renneberg
      18. August 2011 09:37

      hatte ich schon gestern gepostet, aus dem standard.

      unfassbar, so vertreiben sie die letzten wähler. und spindi, der vor dem russischen botschafter in die knie gehender apfelsaftrinker wird schön still sein.
      kuscheln ist wichtig.

      als der öaab generalsekretär lukas "luki" mandel letzte woche sagte, sonntgasarbeit käme unmöglich in frage und keiner vom wb stellte sich dem entgegen, dachte ich, jetzt ist auch noch der letzte funke kompetenz verflogen.

    • Cotopaxi
      18. August 2011 11:23

      Jetzt, nachdem der größte Erbschaftsfall der letzten Jahre steuerfrei abgehandelt worden ist, der von Dichand, kann man wieder daran gehen, die Mittelschicht zu schröpfen.

      Sehr klug, liebe Schwarze Satellitenpartei der Roten!

  22. Wolfgang Bauer
    18. August 2011 09:07

    Europa- und weltweit hat die Krise inkl. Schuldenkrise ein jämmerliches Bild der Volkswirte gezeigt. Sämtliche Meinungen, die denkbar sind, werden von irgendeinem/ irgendeiner in wissendem Ton vertreten. Jeden Tag kann man sich aussuchen, wem man lieber glaubt. Es ist nicht anders als bei den Hellsehern: Falsche Prognosen werden schnell vergessen.

    Das Dunkel, in dem die europäischen Spitzenpolitiker herumtapsen, wird jedenfalls von uneinheitlichen wissenschaftlichen Stromsparlampen erhellt, von denen jede aus irgendwelchen Interessenslagen gespeist wird.

    Ob die Verwirrung aber nicht auch daher kommt, dass die volkswirtschaftliche Analyse in "ceteris-paribus-Modelle" kleinster Phänomene computergerecht zerlegt worden ist? Ich habe als WU-Absolvent den Übergang vom volkswirtschaftlichen Gesamtblick eines Prof. Tagwerker zu den "Ceterisparibusjüngern" erlebt - ist zugegebenermaßen schon lange her. Aber der erstere war halt noch eine Glühbirne, die das Dunkel erhellt hat.

  23. Anton Volpini
    18. August 2011 08:50

    Also, manchmal kenne ich mich in diesem Blog nicht aus.

    Der heutige Tagebucheintrag ist doch zu den vielen anderen mit wirtschaftlichem Hintergrund im eindeutigen Widerspruch! Oder sehe das nur ich so?
    Eines unserer Grundthemen ist doch die Bevorzugung von freier Marktwirtschaft versus Planwirtschaft. Wenn jetzt beklagt wird, daß das IHS nicht mit stabilem Grundeinkommen ausgestattet ist, und daher in seinen Äßerungen nicht frei ist, so verwenden wir genau dazu die Antithese, um die Parteilichkeit des ORFs zu begründen.
    Wer freie Marktwirtschaft lebt, weiß, daß es auch hier (allzu menschliche)Grenzen der Freiheit gibt. Diese wird man aber nicht mit den Lösungen der Planwirtschaft beseitigen können.

    • Celian
      18. August 2011 09:08

      Da geht es mir wie Ihnen, Herr Volpini. Subventionierte Institutionen werden sich nie mit den Mächtigen anlegen, da sie von deren Wohlwollen abhängig sind. Deshalb ist es auch kein allzu großer Verlust, wenn Herr Helmenstein nicht im IHS untergekommen ist. Bleibt er halt Chefökonom der IV.

    • Anton Volpini
      18. August 2011 10:21

      Genau @Celian, deswegen wird ein Wifo, auch unter einem ÖVP Mann Aiginger eher linke Positionen vertreten, wo es doch hauptsächlich von der Arbeiterkammer subventioniert wird.

    • HDW
      18. August 2011 10:37

      Wenn sie das logisch weiter denken müssten sie jede Institution und letztendlich den Staat an sich abschaffen. Nachdem ich nicht annehme, dass sie dieser ultimativen Biertischweisheit das Wort reden wollen, könnte man ja die Verfassung des Rechnungshofes zu dem von A.U. befürworteten Modell heranziehen. Dass dessen Erkenntnisse meistens nur zum Krenreiben in Alpbach verwendet werden verdanken wir gerade auch der Parteilichkeit (eben nicht Staatlichkeit!) des ORF, der sich im Privatbesitz der sozialistischen Partei und ihrer kommunistischen Mitläufer getarnt als Grüne, befindet.

    • Anton Volpini
      18. August 2011 11:59

      @HDW

      Davor sollte aber geklärt werden, ob es eine staatlich geführte Institution, wie ein Ökonomisches Institut, überhaupt braucht.
      Der Rechnungshof wird als "Innenrevision" in Erfüllung von Kontrollaufgaben sehr wohl gebraucht! Beim IHS bin ich mir da aber nicht so sicher.

    • Erich Bauer
      18. August 2011 12:21

      Anton Volpini,
      "...ein Ökonomisches Institut, überhaupt braucht..."

      Nun, meinem Neffen hat das IHS jedenfalls schon sehr genützt. Er wurde von dort vor drei Jahren in der "University of Illinois" als Vollstipendiant aufgenommen. Seit kurzem wurde er in "Bloomington", ebenfalls als Vollstipendiant aufgenommen. Mit einem WU-Wien Abschluß hat man in den USA keine Chance... So gesehen scheint das IHS fast das letzte Periskop in die Welt zu sein. Jedenfalls für Universitäten, die sich in anerkannten Ranking befinden...

    • Anton Volpini
      18. August 2011 13:42

      @Erich Bauer

      Ihren tüchtigen Neffen in Ehren, aber die volkswirtschaftliche Notwendigkeit für eine etwaige staatliche Stabstelle sollten wir schon anders begründen. :-)

    • Erich Bauer
      18. August 2011 14:04

      Anton Volpini,

      Es ist mir schon klar, daß man die volkswirtschaftliche Notwendigkeit anders begründen sollte. :-) Eigentlich wollte ich aber mit diesem Beispiel nur darauf hinweisen, daß die Universitäten hierzulande (bis auf ganz wenige Ausnahmen) eigentlich schon auf "Tauchstation" sind. Und es steht zu befürchten, daß man es auch beim IHS "schafft"... Dann kann man sich das Periskop ersparen und... mit dem "Ersparten" halt... Bieniensprünge...? :-)

    • Anton Volpini
      18. August 2011 14:24

      Erich Bauer

      Wenn die Universitäten schon auf "Tauchstation" sind, dann wohl eher deshalb, weil sie staatlich geführt sind. Sorgen wir für Wettbewerb, auch am Bildungssektor und alles wird gut!
      Gestern hat @ProConsul im Placebo Threat unter @Johann Scheiber (gaaanz unten) eine unglaublich schwergewichtige Friedrich Romig- Aussage gebracht.

      Hier nur ein kurzer Auszug:"....aus Koalitionen werden dadurch 'Kartelle zur Ausbeutung der Volkssubstanz', die den Vergleich mit der 'organisiserten Kriminalität' nicht zu scheuen brauchen.(vgl. Erwin K. Scheuch, Cliquen, Klüngel und Karrieren)"

      Es empfielt sich, den ganzen Beitrag zu lesen!

    • HDW
      18. August 2011 14:25

      Eine Begründung für ein solches Institut wäre zumindest im Lande Mengers, Böhm-Bawerks, Schumpeters, von Hayeks und von Mises also der Schule der Nationalökonomie die das genaue Gegenteil von statistischem Menschen, Planwirtschaft und Geldvermehrungsblase also von Fed-Bernanke seit 150 Jahren predigt, wenigsten einen gewissen Einfluss auf unser Leben zu ermöglichen! Kritik am Bestehenden muss möglich sein! Immer und überall!

    • Anton Volpini
      18. August 2011 14:45

      @HDW

      Aus Ihrer Formulierung lese ich heraus, daß wir in Österreich ein Institut wie das IHS unbedingt brauchen, da bin ich ganz bei Ihnen, aber genau nach den Gedanken von Hayek und Mises keine Staatseinrichtung sein soll!

    • Erich Bauer
      18. August 2011 14:45

      Anton Volpini,
      "...Sorgen wir für Wettbewerb..."

      Natürlich. Die im Wettbewerb stehenden Institute vergeben dann schon aus Eigeninteresse Vollstipendien an talentierte und aussichtsreiche Leute...

      Könnte natürlich sein, daß, zumindest anfänglich, die "Akademikerquote" sinkt...:-)

    • xRatio (kein Partner)
      19. August 2011 21:46


      "Eine Begründung für ein solches Institut wäre zumindest im Lande Mengers, Böhm-Bawerks, Schumpeters, von Hayeks und von Mises also der Schule der Nationalökonomie die das genaue Gegenteil von statistischem Menschen, Planwirtschaft und Geldvermehrungsblase also von Fed-Bernanke seit 150 Jahren predigt, wenigsten einen gewissen Einfluss auf unser Leben zu ermöglichen! Kritik am Bestehenden muss möglich sein! Immer und überall!"


      Sehr richtig! Vorbildlich in diesem Sinne das private

      Mises Institute
      Advancing the Scholarship of Liberty in the Tradition of the Austrian School

      http://mises.org/

      Dort schreiben täglich herausragende Wissenschaftler aus aller Welt
      (Keine Scharlatane, sondern Ökonomen, die diesen Namen verdienen).

      Das Mises Institute unterhält eine private Mises Academy,
      an der man Kure belegen, Prüfungen ablegen, also regelrecht studieren kann.
      http://academy.mises.org/

      Websites, Bibliotheken und Shops auf MISES.ORG sind eine Fundgrube gescheiter ökonomischer Ideen und Literatur.

      Könnte sich neben dem Blogger auch mancher Leser eine Scheibe von abschneiden. :-)

  24. Josef Maierhofer
    18. August 2011 08:34

    @

    'Wir sind ohne Einwände jeweils für das, was gerade europäische Mode ist.'

    Leider, es gehört zum österreichischen P.C., das immer 'musterknabenhaft' (ich sage immer österreichische 'Dodelhaftigkeit'.) sich dem 'Mainstream' anpasst und sich sehr oft peinlichst entblösst.

    Dass solche Instuitute abhängig gemacht werden, das, Herr Unterberger, unterstelle ich, ist wohl Teil der österreichischen 'Parteipolitik'. Die Parteien wollen Einfluß auf alles und zwar eigentlich nur eine Partei, die vereinigte österreichische sozialistische Einheitspartei.

    Wann kapiert der Österreicher, dass er in jeder Phase des Lebens und mit allem und jedem parteipolitisch manipuliert wird ? Wann kapieren die österreichischen Parteien, dass sie mit den Manipulationen und Einflussnahmen einen immensen Schaden am österreichischen Volk ausüben ? Wann kapieren Rgierungsmitglieder, dass mit dem Amt die Partei zurückzutreten hat ? Wann fangen die österreichischen Politiker endlich an, sich den österreichischne Aufgaben zu widmen ?

    Wann kapieren wir, dass wir Aufgaben zu erfüllen habe und nicht Ideologien ?

  25. Observer
    18. August 2011 08:15

    AU-Zitat:
    "Die Hand, die einen füttert, beißt man nicht".

    Bei Abhängigkeit kann man keine objektive Informationen erwarten. Das gilt für den ORF genauso wie bei den Zeitungen Krone, Österreich, Heute usw. Dabei geht es nicht nur um den Einfluss von Regierenden und Parteien, auch die Industrie kann mittels Werbemacht die Konsumenten in die "Irre führen". Und davon wird auch eifrig Gebrauch gemacht.

    • Norbert Mühlhauser
      18. August 2011 21:42

      Die Werbemacht der Industrie ist gering im Vergleich zur anderweitigen, über den Staatsrundfunk vermittelten Propaganda, ihre Bedeutung ist am Verhältnis der ORF-Werbesendungszeit zum sonstigen "Content" zu messen.

  26. Dr. Dieter Zakel MA
    18. August 2011 08:09

    Ökonomen sind ohnehin eine unnütze Spezies geworden. Alles was zu dem Thema zu sagen ist ist ohnehin schon gesagt.
    Man benötigt nur mehr Personen die das erkannte auch umsetzen.
    Und das ist die Wahre Pein...

  27. HJR
    18. August 2011 08:03

    Nach dem Nutzen der Ökonomen zu fragen, ist ungefähr so sinnvoll wie die Frage nach dem Nutzen des jüngst aus der Liste der Planeten entfernten Pluto.

    Weltweit betrachtet bewegen sich die Wirtschaftswissenschaften immer noch auf dem Niveau der Alchemie und zeigen keinerlei Ansätze einer halbwegs "geschlossennen Theorie" und verfallen bei jeder kleinsten Unregelmäßigkeit der ökonomischen Realität in heillose Verwirrung. Was sie zur Rettung ihrer Reputation veranlasst, zunächst einmal auf angebliche "Schuldige" zu zeigen.

    In Österreich liegt auch auf diesem Gebiet eine Sondersituation vor, da wir - wie so oft - hier nur auf vergangene Größe (und Größen) verweisen können und außerdem vor der Schwierigkeit stehen, dass unsere allmächtigen Parteien sorgfältig darauf achten, dass keinerlei Meinung, welche ihrer Ideologie oder Dogmatik (soferne der Bedeutungsgehalt dieser Begriffe in den Pateizentralen überhaupt bekannt sein sollte) widersprechen, in die Öffentlichkeit dringt.

    Bleibt das "Staatsvolk", von welchem nach einigen Jahrzehnten des bildungsmäßigen downsizings nach sowjetischen Muster (und 40% funktionalen Analphabeten) auch nichts mehr zu erwarten ist, was über die Vorhersage der Fußballergebnisse des nächsten Sonntags hinausreicht.

    Aber nachdem ich überzeugt bin, dass die Welt "schopenhauer'schen" Zuschnitt hat (Zufall und Irrtum, sowie Dummheit und Bosheit) und sich nach meiner Überzeugung (schon sei Äonen) in diesem "stabilen" Zustand befindet, wird sie es auch schaffen, diesen noch ein paar Jährchen beizubehalten.

    P.S.: @Wertkonservativer: Ich hoffe, damit meinem Bestreben, auf dem Gebiet der "Kassandristik" Spitzenleistungen zu vollbringen, einen Schritt näher gekommen zu sein.

    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • Wertkonservativer
      18. August 2011 09:53

      Sie sind mir ja extrem sympathisch, lieber Herr Rathbauer!

      Ich hoffe jedoch inständig, dass Sie von mir nicht erwarten, es Ihnen in der "Kassandristik" gleichzutun (Sie darin zu übertreffen wäre ja unmöglich)!

      Also bleibe ich lieber Optimist und lasse mich deshalb auch gerne belächeln bis beschimpfen (bin ja im Nebengleis auch Masochist!).

      Liebe Grüße!

      gerhard@michler.at

  28. Christoph
    18. August 2011 06:56

    Die Auguren beobachteten den Vogelflug, um die Römer beraten zu können. Die Ökonomen beachteten die Fördergelder, um die Österreicher beraten zu können. Beides ist bzw. war gleichermaßen sinnig. Mehr ist mir eine Aussage zu „Ökonomen“ nicht wert.

    • brechstange
      18. August 2011 10:26

      Zu Fördergeldern kommt man eben nur mit einem "kompetenten" ökonomischen Berater. Man beachte nur die Mengen an Lobbying- und Beratungsunternehmen, die seit dem EU-Beitritt - mE nutzlos - aus dem Boden geschossen sind - wie giftige Pilze.

      Daher sukzessive Abschaffung sämtlicher Förderungen und Subventionen EU-weit.

  29. phaidros
    18. August 2011 06:11

    Eine interessante Problematik, bei der die Standpunkte aller beteiligten Seiten nachvollziehbar sind. Das kann man jetzt als Vorwurf sehen oder auch nicht - sei's drum.

    Und wenn man die Finanzierung dieser Institute in die Hände des Rechnungshofs legte?

    • brechstange
      18. August 2011 10:28

      ... der ja auch nicht ganz unpolitisch besetzt ist. Obwohl Herr Moser eine recht gute Figur abgibt, finde ich, vielleicht ein bißchen zu handzahm angesichts der massiven Manipulationen landauf landab.

    • Maybach (kein Partner)
      19. August 2011 09:08

      Welche Institution in Ö ist denn "unpolitisch" besetzt? Höchstens ab und zu das Häusel.

  30. Wertkonservativer
    18. August 2011 05:36

    Da ich von beiden Herren bisher wenig bis gar nichts weiß, kann ich keinerlei Wertung vornehmen: da ist unser A.U. um Häuser kompetenter.

    Das IHS mit seinem Sprecher Felderer war für mich in den letzten Jahren jedenfalls wesentlich aussagekräftiger und in den Prognosen stimmiger, als das wifo mit dem zerquetschten Herrn Aiginger!

    Insgesamt meine ich zur Wertigkeit der beiden Prognose-Institute, dass die dort amtierenden gelehrten Herren auch nur das in den Prognosen und Kritiken verarbeiten können, was unsere Politiker an wirtschaftlicher Freiheit zulassen (bzw. auch verhindern)!
    Grundlage aller Wirtschaftsprognostik ist jedoch die Tüchtigkeit und Innovationskraft der österreichischen Industrie, des Handels und des Dienstleistungssektors, vor allem aber der Menschen, die in diesen Bereichen tüchtige und seriöse Arbeit leisten!
    Prognosen sind gut (und nicht immer richtig); gute und produktive Arbeitsleistung in unseren Chefbüros, Betrieben, von motivierten Menschen ausgeführt, ist der Motor für eine weitere gute Wirtschaftsentwicklung unseres Landes!

    gerhard@michler.at

    • Undine
      18. August 2011 10:40

      @Wertkonservativer

      "... als das wifo mit dem zerquetschten Herrn Aiginger!"

      Gab's nicht vor dem "zerquetschten" [ :-)))] Hern Aiginger noch den lispelnden, dauergrinsenden Vranitzki-Hörigen Helmut Kramer mit seiner "Märchenstunde"?

    • Wertkonservativer
      18. August 2011 11:18

      Si, si, Signora,

      ich erinnere mich gut an diesen SPÖ-hörigen Mann mit dem Grinsegesicht und der Lispelstimme!

      Liebe Grüße!

      gerhard@michler.at

  31. Karl Rinnhofer
    18. August 2011 02:06

    Auftrags-„Forschung“ kann sich durchaus Prostitions-analog gebärden: „Wess’ Brot ich ess’, dess’ Lied ich sing’“ ist eine große Versuchung „wissenschaftlicher“ Tätigkeit. Zumindest gilt das für einige Bereiche; andere mögen sich durchaus diesem Wirkungsfeld entziehen. Wenn sich eine Forschungsinstanz nicht auf längerfristige existenzielle Absicherung stützen kann, sondern deren Forschungsobjekte von parteinahen Auftraggebern finanziert werden, ist im Kampf um Nachfolgeaufträge vorauseilender Gehorsam der Ergebnis-Erbringung nicht auszuschließen.

    Eine potenziell brisante Schlüsselstelle bedarf materieller Abgesichertheit. Nur dann kann sie als objektive Ratgeberin für Entscheidungen von Politikern auftreten und nicht als eine Instanz, die jeweils nachträglich deren Handlungen, aus welchen Motiven auch immer sie gesetzt wurden, durch wissenschaftliche Verbrämung legitimiert.

    So ist auch der Berufsschutz - bei gleichzeitig flankierender scharfer Sanktionsmöglichkeit bei objektivierbarem Fehlverhalten für bestimmte öffentliche Funktionsträger - zu legitimieren: Keineswegs Faulbett, sondern unabdingbare Voraussetzung, um politische Willkür auszuschließen und Rechtsstaatlichkeit zu garantieren.

    • brechstange
      18. August 2011 10:33

      Berufsschutz wäre eigentlich notwendiger denn je, aber diese Personen müssten dann eben wirklich eigenständig und unabhängig arbeiten und nicht im vorauseilenden Gehorsam um einer schlechten Presse zu entgehen.
      Dazu bedarf es einer Bevölkerung, die sich einmischt und die nicht jedem medialen Trommelfeuer auf den Leim gehen.
      Dazu bedarf es auch einer unabhängigen Justiz, die Denunziationen entsprechend abstraft und nicht als künstlerische Freiheit abtut.

    • Undine
      18. August 2011 10:44

      @brechstange

      "Dazu bedarf es auch einer unabhängigen Justiz, die Denunziationen entsprechend abstraft und nicht als künstlerische Freiheit abtut."

      Dieser Satz steht wohl vergeblich auf der Wunschliste!

    • Karl Rinnhofer
      18. August 2011 19:53

      Genau dieser Meinung bin ich; bezog dabei „unverzichtbaren Berufsschutz“ auch auf über diesen Bereich hinausgehende Felder, die möglicherweise in der Öffentlichkeit nicht immer in ihrer Brisanz wahrgenommen werden. Dieser Schutz ist weder Faulbett noch Privileg, impliziert hohe nicht relativierbare Verpflichtung dem Rechtsstaat gegenüber in Unabhängigkeit von „vorauseilendem Gehorsam“ selbst gegenüber Vorgesetzten-Erwartung und „Mainstream“.

      Dass vermeintlich „Geschützte“ sich mit charaktervoll-pflichtgemäßer Haltung großer Exponiertheit aussetzen, sich Karrierchancen und manche „Lebensqualität verbauen, und sie vor Mobbing letztlich nichts „schützt“, ist arg genug.

      Öffentliche Meinung ist offensichtlich manipulierbar; wozu gäbe es sonst die sattsam bekannten Strategien, Medien durch Kauf (unter verschiedenen Titeln) in den Griff zu bekommen? Selbst die „unabhängige Justiz“ erscheint keineswegs gefeit vor dem Diktat manipulierter Meinungen, und „Anpassung“ scheint manchmal karriereförderlicher zu sein als die obgenannten Tugenden.

      Dass Verleumdung geahndet gehört – sie ist durchaus unterscheidbar von der durch rigiden Zugriff der „P.C. unangemessen eingeschränkten freien Meinungsäußerung - ist ein wichtiges Desiderat, zumal gezieltes Verleumden zu den „Schulungsprogrammen“ parteinaher Institutionen gehört.

    • cmh (kein Partner)
      19. August 2011 10:10

      Vielleicht könnte sich einmal eine dieser Prostituierten so verhalten wie diejanige, der DSK auf den Leim ging.

    • Undine
      19. August 2011 10:34

      @Karl Rinnhofer

      Für beide Beiträge *********!

  32. libertus
    18. August 2011 00:58

    Es erhebt sich tatsächlich die Frage, ob die beiden Institute wirklich notwendig sind, oder ob diese Einrichtungen - wie so viele in unserem Land - nur als Spielwiese der Politik dienen, noch dazu einmal mehr bestens im Proporz Rot/Schwarz aufgestellt.

    Von Unabhängigkeit der Ökonomentätigkeit kann da wohl keine Rede mehr sein.

    Und was die Beratung bzw. Beurteilung der österreichischen Wirtschaft betrifft, ist Österreich in erster Linie ein williger Vollstrecker der EU-Gebahrung, weil wir mehr als je zuvor von dieser abhängig sind.

    Wozu dann gleich 2 parteinahe Institute, denn wenn überhaupt würde doch EIN UNABHÄNGIGES genügen.
    Aber vielleicht klärt mich als Unwissende(n) jemand über die Notwendigkeit auf?

    • phaidros
      18. August 2011 06:15

      Prinzipiell natürlich wahr, aber wie wollen Sie das darstellen, in einem Land, das sogar je einen parteinahen Autofahrerclub (?!?!???!!!!)*) hat?

      BG phaidros.vie@gmail.com

      *) Da reicht ein Dichandsches Empörungsrufzeichen bei weitem nicht

    • Undine
      18. August 2011 10:51

      @phaidros

      Als Freiheitlicher muß man schweren Herzens eine Entscheidung treffen, um nicht "schutzlos" zu sein oder es überhaupt sein lassen; die GRÜNEN fahren hoffentlich eh alle mit dem FAHRRAD, oder??? :-)

    • phaidros
      18. August 2011 11:38

      Liebe Undine, Du bist genial! Soeben hast Du die Zugehörigkeit der Grünen zur linken Reichshälfte historisch bewiesen: »Auto- und RADFAHRER Bund Österreichs«!

    • Undine
      18. August 2011 21:56

      @phaidros

      Nach einem Tag am See bei herrlichstem Kaiserwetter---wie sollte es auch anders sein am 18. 8.!---auch noch schwarz auf weiß zu lesen, man sei genial, das hat schon was für sich! :-)

    • Haider
      18. August 2011 23:22

      Wenn sogar nach Parteifarbe begraben wird: Christlich = schwarz, Wr. Verein = rot, darf man sich über nichts mehr wundern. Früher konnte man die politische Zuordnung leicht erkennen: Arbeiter waren immer links (Arbeiter-Fischer, Arbeiter-Turner, Arbeiter-Zeitung ...) Dann plötzlich genierten sich die Sozis als Arbeiter und sie wurden "Allgemein" (aus Arbeiter-Radfahrern wurde Allgemeine Radfahrer usw.). Heute ist manchmal ein politisches Lexikon nötig, um die Konotation zu erkennen. Viele stramm-linke Einrichtungen nennen sich einfach "österreichisch", siehe z.B. ORF, ÖH etc.

    • cmh (kein Partner)
      19. August 2011 10:14

      Wir sollten uns natürlich nur eines halten, dieses sollte aber zumindest in Danzig angesiedelt sein. (Vielleicht schaffts dann der rote Heinzi auch einmal ins postkommunistische Polen. Doch das nur nebenbei.)

      Die Idee - der Potestà der Städte im Italien der Renaissance - ist ausbaubar. Lagern wir doch die Regierung auch aus - etwa nach Indien oder noch besser China. Letztere sind rücksichtsloser.

  33. Richard Mer
    18. August 2011 00:47

    Da ich vom Fach VWL komme, und in der Forschung dazu international arbeite, kann ich sagen, wie man fachintern den Lebenslauf eines Ökonomen bewertet. Da schneidet Herr Keuschnigg nicht allzu gut ab. In den besseren Unis (Top 10 der Welt) zählen Publikationen in den so genannten Top 5 Journalen jeweils einen Punkt, unabhängig von Ko-Autoren. Alles andere zählt nichts. Es ist sehr schwierig in Top 5 zu publizieren, deswegen gilt man international einerseits schon mit drei solchen Artikeln wert zum Professor berufen zu werden, andererseits hat Herr Keuschnigg Null Punkte, wenn ich nicht etwas übersehen habe.

    Man soll ihm das nicht unbedingt zum Vorwurf machen, in Österreich hat nur ein Duzend Menschen jemals in Top 5 etwas publiziert, und die Mehrheit an den Fakultäten hat das auch nicht. Aber es hätte dennoch bessere Forscher gegeben, und die Fußstapfen eines Felderer füllt er nicht.

    • cmh (kein Partner)
      19. August 2011 10:16

      Ich erinnere an die Abschiedsworte Buseks:

      Sei nicht zu gscheid Woferl, des hams net gern.

      Daher sollten eigentlich -3 angestrebt werden.

  34. byrig
    18. August 2011 00:32

    das wifo ist spö-nahestendend,das ihs eher bürgerlich.wobei es der övp durchaus zuzutrauen ist,v.a. besonders nach der letzten wiederwahl des gi im orf,dass auch diese neubesetzung rot erfolgte.
    wozu brauchen wir diese beiden institutionen überhaupt?
    zur feststellung rein österreichischer wirtschaftsdaten genügen kleine abteilungen an der uni.oder?alles andere ist wieder politik.die fortgesetzte aufteilung der jetzt gar nicht mehr so grossen parteien spö und övp dieses landes.
    diese beiden parteien durchdringen nach wie vor das gesellschaftliche leben wie ein krake-schon lange ohne demokratische legimitation.und das muss beendet werden.

    • Undine
      18. August 2011 11:01

      @byrig

      In Ämtern, Schulen, Krankenhäusern etc ist es selbst für die Putzfrauen notwendig, das richtige, zumeist ROTE Parteibuch bei der Hand zu haben! Die "Qualität" ist da zweitrangig.





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