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Die hektischen Retter hecheln weiter

Der befürchtete schwarze Montag an den Aktienmärkten fiel also nur grau aus. Jetzt will man darin ein Verdienst der seltsamen Sonntagsaktivität der EU sehen, die sich offensichtlich hat einreden lassen, dass die Anleger Entschlossenheit und rasche Entscheidungen von der Politik erwarten. Hauptsache, irgend eine Entscheidung? Würden diese ominösen Märkte nicht eher durch die richtigen Entscheidungen beruhigt? Diese Frage darf man offensichtlich gar nicht mehr stellen.

Also gab es entschlossen mahnende Worte von Merkel und Sarkozy an Spanien und Italien, die eine folgenschwere Verlautbarung der EZB flankierten: Man werde umgehend italienische und spanische Staatsanleihen zu kaufen beginnen. Und das tut sie nun. Als ob das nicht erst recht in die Katastrophe führte.
Wenigstens einer scherte aus dem Jubel über so viel Pseudo-Entschlossenheit aus: Der Bayer Horst Seehofer sagte lapidar, was da passiert. Das ist eine Vergemeinschaftung der Schulden an den Parlamenten vorbei, wetterte er, denn das sei eben nichts anderes als die Unterstützung der Schuldenmacherei der PIIGS, so lange bis auch die Netto-Zahler, allen voran die Deutschen, zusammenbrechen. Es erheben sich auch Forderungen nach einer parlamentarischen Behandlung dieser zweifelhaften Rettungsaktionen – in Deutschland, nicht bei uns.
Und im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen durften – anders als bei uns - renommierte Wirtschaftswissenschafter sogar sagen, dass es falsch sei, den Märkten hinterherzulaufen. Ruhe walten lassen und richtig handeln, heiße vielmehr die Devise.
Es gibt nur eine richtige Entscheidung und die müsste wirklich rasch getroffen werden: Nicht die Schulden sind zu vergemeinschaften, sondern die Anstrengungen, dass jeder EU-Staat den eigenen Haushalt in Ordnung bringt. Aber davon sind wir weit entfernt. Uns legt man zu den eigenen Schuldenmilliarden lieber auch noch die Schulden anderer auf die Schultern. Und regiert selbst weiter auf Pump. Aus Feigheit vor dem Wähler, bei dem man sicher zu sein glaubt, dass er weder die Gefahr einschätzen kann, die ihm aus der „Rettung“ der PIIGS zuwächst, noch dass ihm die Verschuldung des eigenen Staates überhaupt bewusst ist – solange man ihm nichts von dem wegnimmt, was er ohnehin selbst bezahlt. Und so retten und retten wir, bis uns keiner mehr retten kann.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorMartin Bauer
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    08. August 2011 12:52

    Dass hier in vielen EU-Staaten verfassungswidrig gehandelt wird, scheint niemandem zu stören.
    Irgendwie sind mir in letzter Zeit die Ungarn sehr sympathisch geworden....

  2. Ausgezeichneter KommentatorRosi
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    08. August 2011 12:54

    Wenn ich nur das Thema 'EU und PIIGS' schon lese, bekomme ich bereits Kopfweh und Magenbeschwerden, und einen großen Zorn.
    Ich nehme an, ich bin nicht der einzige Steuern zahlende Staatsbürger, dem es so geht.
    In meinen Augen ist die EU gescheitert, und es wäre das beste, raschest alles wieder rückgängig zu machen. Das Argument, daß Österreich (und Deutschland ?) alleine nicht lebensfähig ist, ist lächerlich. - In der EU ist es das auf längere Sicht erst recht nicht.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorPhilipp Starl
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    08. August 2011 14:09

    Stunde Null. Der Anfang vom Ende. Man nenne es, wie man möchte. Man kann es auch nüchtern sehen. Die letzten und nächsten Tage werden in die Geschichte eingehen; als große Schritte in Richtung Katastrophe.

    Der Goldpreis liegt aktuell bei 1.705 Dollar. Er stieg innert kürzester Zeit von 1.600 auf 1.700. Das Währungssystem ist am Ende. Zeit, um noch einmal die Gründe für diese Entwicklungen zu begutachten, um aus den Fehlentscheidungen zu lernen.

    1) Ein fiat- money System ist immer zum Scheitern verurteilt. Eine Währung, die auf nichts basiert, als auf Vertrauen, wird irgendwann durch Hyperinflation untergehen. Eine Währung muss durch Sachwerte gedeckt sein. Eine Währung darf Sachwerte immer nur repräsentieren, niemals ein eigener Sachwert werden!

    2) Künstliche Geldschöpfung durch das Teilreservesystem und Notenbanken führt immer zu Blasen und lässt man diese Blasen nicht die Korrektur durchführen, werden sie immer größer. Die New Economy Blase 2001 war schon groß, die Immobilienblase 2008 hätte uns damals schon fast in den Abgrund gerissen; dies zu verhindern war die Grundlage für die Monsterblase, die bald platzen wird und deren Auswirkungen kein Staat der Welt mehr Einhalt gebieten wird können. Notenbanken und Teilreservesystem müssen daher der Vergangenheit angehören!

    3) Ein Staat wird sich immer verschulden. Er kann nicht anders. Der Mensch ist ein Machtmensch. Homo homini lupus est. Regierungsmitglieder werden sich immer an ihre Macht klammern und alles dafür tun. Also auch die Wähler belügen, betrügen und sie bestechen. Und das Geld für diese Bestechungen wird durch immer mehr Schulden finanziert. Wohin das führt, sehen wir heute. Staaten dürfen daher nicht mehr die Möglichkeit haben, ihre Wähler zu betrügen, zu hintergehen und die Schulden auszubauen. Faktisch möglich ist dies nur mit direktdemokratischen Mitteln und mit der Beschränkung des Staates auf Kernaufgaben wie Polizei, Justiz und Militär.

    4) Herrschaft über Menschen muss stets so nahe wie möglich am Menschen ausgeübt werden. Die Extremform einer fern liegenden Herrschaft wäre eine Weltregierung. Die EU ist der letzte Schritt vor diesem Extrem und wir sehen heute, dass sich die Bürger nicht von Bürokraten regieren lassen wollen, die nichts mit ihnen zu tun haben und Tausende Kilometer entfernt sitzen. Die Lehre daraus muss eine Stärkung der Länder sein, der Gemeinden erst recht. Bundeskompetenzen sollten nur dort festgelegt werden, wo einzelne Länderregelungen schlussendlich doch wieder zur einheitlichen Regelung führen. Man muss sich also ansehen, was bundesweit schlicht sinnvoller ist. Dazu gehören vor allem die Kernkompetenzen wie Justiz, Militär und Polizei; aber auch die Straßenverkehrsordnung sowie andere Regelungen, die die physische Grenzüberschreitung betreffen. Andere Regelungen bundesweit zu setzen, muss man diskutieren, dürften aber ihre Grenze in der Sinnhaftigkeit finden.

    5) Europas Stärke ist seine Vielfalt. Aber diese Vielfalt fördert man nicht durch Vereinheitlichung oder durch Massenzuwanderung. Europas Vielfalt entstand durch nationale Völker, die sich kulturell, traditionell, sprachlich und wirtschaftlich voneinander unterschieden und auf ihre Eigenheit bestanden. Dies sind leere Sätze, würden sie nicht durch den immer stärker aufkommenden Wunsch der nationalen Völker Europas gefüllt, wieder selbständig sein zu können. Ohne EU. Daraus folgt aber auch, dass eine Kultur, ein Volk, unter sich bleiben können muss. Regelungen die Zuwanderung betreffend dürfen nationalen Staaten niemals vorgeschrieben werden.

    6) Generell den Bürgern fremde Menschen aufzuzwingen wirkt, wie einen Hund und eine Katze in einen Sack zu stecken und zu hoffen, sie werden sich vertragen. Man mag den Hund oder die Katze für dumm halten, ja sie sogar hassen für ihre dumme Reaktion, aber Faktum ist, dass sie sich zerfleischen werden. Nun ist das unter Menschen selbstverständlich nicht in diesem Ausmaße so. Aber ein Volk, dem Fremde aufgezwungen werden, wird sich irgendwann zu wehren beginnen und je länger man diese Reaktion zu unterdrücken versucht, desto heftiger wird diese Reaktion ausfallen.

    7) Die Menschen sind sozial, sie sind solidarisch, aber man sie dazu qua Wohlfahrtsstaat zu zwingen führt nicht nur zu staatlicher exorbitanter Verschuldung, sondern auch zu moralischem Verfall. Wiederum kann man die Menschen dafür hassen oder es dumm finden, wie das die Linke immer wieder vorzeigt. Aber ein Mensch lässt sich nicht gern dazu zwingen, zu helfen und wird er gezwungen, so sinkt seine Moral automatisch. Das Ergebnis sind gierige Menschen, die nur noch auf das Geld konzentriert sind und wahre Werte wie Familie und Freundschaft aus den Augen verlieren.
    Die unmittelbare Konsequenz sind steigende Gewaltbereitschaft und persönliche Isolation. Die "erzwungene Solidargemeinschaft" (ein Oxymoron!) muss somit ein Ende haben.

    Was erwartet uns nun? Das niemand so genau und um zu analysieren und darüber zu reden, was in naher Zukunft passieren wird, werde ich hier weiter regelmäßig Beiträge schreiben, Antworten verfassen und hoffen, dass man sich einer Diskussion öffnet. Wichtig ist mir festzuhalten, dass oben genannte Lehren gezogen werden müssen. Tun wir das nicht, wird Kants Befreiung aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit noch sehr lange dauern.

  4. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    08. August 2011 13:21

    Die „entschlossen mahnenden Worte von Merkel und Sarkozy an Spanien und Italien“ bei gleichzeitigem Aufkauf von Staatsanleihen entsprechen der ebenfalls „entschlossenen Aussage“ Trichets, man werden „die Inflationsentwicklung genau beobachten“ (die wird sich sehr davor fürchten!) - um gleichzeitig den Leitzinssatz unverändert (niedrig) zu belassen; Barroso schwadronierte schon zuvor von einer Ausweitung des ominösen Rettungsschirmes, als ob Aussagen dieser Art bei der üblichen Sensibilität für solche Meldungen nicht enorme Nachfolgewirkungen hätten. – Ja dann!

    So also sieht Verantwortungspolitik aus? Man „beobachtet“, „mahnt“, erstellt (beliebig zu fälschende oder zu interpretierende) Statistiken, analysiert, diskutiert, betreibt telegen - leerlaufenden Aktionismus – und macht weiter Schulden. Alles kein Problem, es muss bekanntlich nur „der gesamte Kulturzyklus ausgeglichen sein“. Beruhigend, wenn man 40 Jahre permanent Schulden macht.

    Wozu soll man Maastricht einzuhalten? Sind angeblich nur „willkürlich gesetzte Schulden.- und Defizit-Grenzen“ ohne Realauswirkung. 0-Defizite: Welch spießbürgerlich-obsolete Forderung! Und was wird aus den verantwortungsvoll Sparenden? - Deren Geld verfällt halt. Auch kein Problem, eigentlich nur gerecht: Sie hatten ohnedies zu viel davon.

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    08. August 2011 23:02

    Diejenigen, die uns seinerzeit in die EU hineingelogen haben, die alle Register gezogen haben, damit die vorerst gar nicht EU-begeisterte österreichische Bevölkerung auf jeden Fall mit einem freudigen JA für den Anschluß an die damals 11-Staaten-EU stimmt, sind heute ziemlich schmähstad.

    Als zuletzt dann noch die umtriebige Gitti EDERER mit dem TAUSENDER, den verläßlich JEDER Österreicher Monat für Monat mehr in seiner Brieftasche vorfinden würde, herumwedelte, den sie flugs aus dem Ärmel gezaubert hatte, da waren doch glatt 66% der Österreicher überzeugt von all den (hohlen) Versprechungen.

    Die Grenzen sind zur großen Freude und Erleichterung sämtlicher krimineller Elemente aus nah und fern offen wie ein Scheunentor und laden alle ein, sich herzhaft an unserem Wohlstand zu "beteiligen". Wie viele Menschen, die sich bei uns seither auf Dauer ungebeten eingenistet haben, ohne auch nur ein Wort in unserer Sprache sprechen zu können, kann man bestenfalls schätzen.

    Gemeinsam mit den Deutschen und den Niederländern heißt es jetzt für uns, all diese Hungerleiderländer, die aus unerfindlichen Gründen in dieses seltsame Gebilde namens Europäische Gemeinschaft hineingeschwindelt wurden, zu finanzieren. Das kann aber nicht Sinn und Zweck dieser Staatengemeinschaft sein. Auf jeden Fall sind wir jetzt die ganz, ganz Blöden! Ich sehe neidvoll auf die Schweizer, die dem penetranten Drängen, der EU beizutreten, bisher standgehalten haben!

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    08. August 2011 15:44

    OT - Das "ECHO" im Kurier

    Gratiszeitungen
    und Steuergeld
    Sehr geehrter Herr Dr.
    Brandstätter!
    Wir bedanken uns bei Ihnen
    und demKURIERfür die
    völlig berechtigte Kritik an
    der enormen Steuergeldverschwendung
    mit Inseraten
    in Gratiszeitungen durch öffentliche
    Institutionen,
    staatsnahe Firmen und Parteien.
    Durch die unfassbaren bis
    zu 28 Prozent Anteil an Inseraten,
    die täglich mit unserem
    Steuergeld finanziert
    werden, sind die bestehenden
    Gratiszeitungen keine
    eigentlichen Gratiszeitungenmehr,
    sondernmit Steuergeld
    finanzierte Propagandamaschinen,
    die sich teilweise
    mit gefälligen Berichten
    bei denAuftraggebern zu
    bedanken haben.
    EineGruppe besorgterÖsterreicher
    hat deshalb eine
    absolut steuergeldfreie Gratiszeitung,
    das „ECHO der
    himmelschreienden Diskriminierung
    österreichischer
    Steuerzahler“ finanziert und
    erstellt. Wir verteilen in diesen
    Tagen in Wien, Niederösterreich,
    Oberösterreich,
    Steiermark und Kärnten
    6000 Exemplare. Auch online
    kann unsere Zeitung
    gratis unter www.conwutatio.
    at abgerufenwerden.
    Wir wollen damit ein
    sichtbaresZeichengegendie
    Verschwendung öffentlicher
    Gelder setzen. Es ist wichtig,
    dass die Steuerzahler gegen
    diesen Missbrauch eintreten.
    Viele Bürger sind immer
    weniger bereit, sich das alles
    weiter gefallen zu lassen.
    Helmut Graser
    per eMail

  7. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Graser
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    08. August 2011 12:38

    Die Chinesen retten uns dann und kaufen die europäische Konkursmasse günstig auf, aber nur, wenn die Amerikaner ihnen vorher nicht die Dollarberge weg inflationieren.

    Dann wird es ganz lustig und spannend ...


alle Kommentare

  1. xRatio (kein Partner)
    09. August 2011 17:34

    RE: Philipp Starl

    Wer den aus hohlen Phrasen, Widersprüchen und Halbwahrheiten zusammengekleisterten Unsinn eines auch geldtheoretisch absolut unbelehrbaren Möchtegern-Politruks wie Starl bejubelt, ist auch selbst nicht ganz dicht.

    Armes Österreich, armes Europa mit solchen "Denkern" und

    -das ist politisch das eigentliche Problem-

    solchen Wählern und Wählerinnen.

    • werauchimmer
      09. August 2011 21:37

      Vielleicht sollten Sie einmal in sich gehen und sich fragen, ob die hier Beitragenden einschließlich dem Blogger tatsächlich so dumm sein können zu glauben, die Gestaltung, Bezeichnung oder Farbe von Geldscheinen mache bereits die Substanz einer Währung aus - wie Sie es unterstellen?

      Jedem hier ist klar, dass es beim Wert oder Unwert einer Währung natürlich nicht auf Äußerlichkeiten ankommt, sondern auf die Geldpolitik dahinter, bzw wer dafür verantwortlich zeichnet.

      Was Starl zutreffend anspricht: Eine unangepasst vermehrte Geldmenge schafft zumindest im normalen Verlauf kein Wachstum von Wirtschaftskapazitäten; allenfalls wird dadurch eine schädliche Umorientierung bewirkt. Eine solche Geldmengenausweitung geht auf die Aufnahme von Schulden für Ausgaben zurück, die sich nicht rentieren, oder überhaupt unmittelbar auf eine Umverteilungspolitik durch Inflation zwecks Zwangsfinanzierungen, die eine Enteignung der Bürger bedeuten.

      Trotzdem kann es gesamthaft nicht mehr Kapitalgewinne als (Güter-)Wertschöpfung geben, nachdem einmal der Inflationseffekt herausgerechnet worden ist. Der Mythos von der Abkoppelung der Finanzwirtschaft ist als solcher zu entlarven.

    • xRatio (kein Partner)
      09. August 2011 22:28

      @werauchimmer 09. August 2011 21:37

      Wo behaupte oder "unterstelle" ich, was Sie mir da phantasievoll an Blödsinn unterstellen? Lesen ist wohl nicht Ihre Stärke, Ihr Beifall für Starl spricht Bände. :-(

      Extra nochmal für Sie:

      Ein schlichtes, aber striktes Verbot der "amtlichen" Geldfälscherei würde genügen,
      um dem ganzen Spuk staatlich generierter "Wirtschaftskrisen" eine Ende zu machen.


      Noch Fragen?

    • werauchimmer
      09. August 2011 23:05

      Ich bezog mich auf Ihre Aussagen in anderen Subforen, selbstredend.

      Und nein: Ohne Zentralbankpolitik, unter Inkaufnahme einer von Ihnen als erstrebenswert angesehenen Deflation, wird es nicht funktionieren. (- Wiederum zum Teil bezugnehmend auf Aussagen von Ihnen in früheren Blogs, aber auch aus dieser Ihrer heutigen Antwort hervorleuchtend)

    • xRatio (kein Partner)
      10. August 2011 00:28

      @werauchimmer 09. August 2011 23:05
      Ich bezog mich auf Ihre Aussagen in anderen Subforen, selbstredend.

      Soso, mein Freund - "selbstredend"...??

      Daß Sie die meist kurzen Beiträge xRatios aufmerksam auch in anderen "Subforen" verfolgen, ehrt mich ja durchaus.
      Dazu kann ich Ihnen ja eigentlich nur gratulieren. Dabei können Sie ja auch -völlig kostenfrei- sehr viel lernen. - :-)

      Wenn Sie denn auch richtig lesen könnten.... :-(

      Möglich ist natürlich, daß eine linke Wühlmaus irgendwo meinen Nick mißbraucht, wie auch hier schon mehrfach geschehen und wohl nur teilweise gelöscht.

      Also fragen Sie mich gern frank und frei unter Zitat der Quelle, ob etwas vom echten xRatio ist oder nicht. Ich bitte sogar darum.

      Es gibt von xRatio mit Sicherheit auch in anderen Foren rein gar nichts, was Ihre komischen Unterstellungen rechtfertigt.

      ...Doch auch jetzt schon wieder eine Richtigstellung erforderlich:
      ich befürworte keine "Deflation", habe aber nichts gegen Verbilligungen. -- Also Lesen üben... :-) :-)

      Ich widerspreche mir in (für mich) wahrlich trivialen Zusammenhängen wie der ökonomischen Theorie nie und nimmer. :-)

      Ökonomie kapiert, wie ich schon OFT gesagt habe, zwar nicht unbedingt jedes Pferd, aber jedes Kind,

      das Verstand hat,
      diesen gebraucht UND
      sich nicht von der sozialistischen Hurenzunft der "Volkswirte" an der Nase herumführen läßt.

    • werauchimmer
      10. August 2011 01:24

      Sie wissen aber schon, dass auf der von mir angesprochenen Ebene Deflation und (generelle) Verbilligung das Gleiche bezeichnet, gelt?

      Diskutieren kann man mit Ihnen eigentlich schlecht, weil Sie sich hoch zu Rosse wähnen und gewisse Hindernisse als des Pferdes Aufgabe ignorieren.

      Wenigstens trifft Ihre Bemerkung über Volkswirte bei mir auf eine gewisse Sympathie - es handelt sich dabei freilich neuerdings um eine Klasse, die sich über Bank- und Zentralbankaspekte nach klassisch-ökonomischen Verständnis erhaben dünkt, gilt es doch nach dem Dafürhalten dieser Leute nur, Zentralbankern die Geldmengenausweitung vorzuschreiben.

    • werauchimmer
      10. August 2011 01:25

      ... klassisch-ökonomischem Verständnis ...

    • xRatio (kein Partner)
      10. August 2011 11:38

      @werauchimmer 10. August 2011 01:24
      "Sie wissen aber schon, dass auf der von mir angesprochenen Ebene Deflation und (generelle) Verbilligung das Gleiche bezeichnet?"

      Sicher. Nur ist das ein Sprachgebrauch der Ursache und Wirkung verschleiert und daher zu beanstanden ist.

  2. Carlo (kein Partner)
    09. August 2011 14:14

    Lest mal was Vernünftiges: http://
    www.tagesanzeiger.ch/ausland/
    amerika/Der-rechte-Abschied-von-der-
    Politik/story/22710602

  3. Haider
    09. August 2011 00:18

    Da Geld nicht in irgendeinem Nirwana entschwindet, sondern ganz einfach nur bei irgend jemand anderem landet, meine Frage: "Wohin gingen all die Milliarden, die nun einige wenige Leistungsträger aufzubringen haben? Wo sind die Abermilliarden in der Vergangenheit gelandet, die jetzt als Schulden die Staaten erdrücken?"
    Die staatlichen Goldreserven sind verschwunden. An ihrer Stelle liegt ein Zettel mit unendlich vielen Nullen. Eine Woo-doo-Finanzpolitik gaukelt uns Phantombilanzen vor. Offensichtlich verzocken Derwische und sonstige Scharlatane das von Generationen erarbeitete Vermögen und die selbsternannten Gurus schauen völlig paralysiert dem schändlichen Treiben zu.
    Welches Glück habe ich doch, daß ich kein junger Mann in der Familiengründungsphase bin!

    • libertus
      09. August 2011 01:19

      @Haider

      Unzulässige Frage, weil Sie nie eine ehrliche Antwort darauf bekommen würden, schon wegen der unüberwindbaren P/C.

    • Haider
      09. August 2011 01:29

      @ libertus
      Jetzt habe ich verstanden.

    • schreyvogel
      09. August 2011 08:53

      Meinen Sie das J***-Wort?

    • Undine
      09. August 2011 09:09

      @Haider

      In diesem Zusammenhang fällt mir FLÖTTL jun. ein; dem ist doch seinerzeit fatalerweise gerade im richtigen Augenblick der COMPUTER ABGESTÜRZT---und die Frage, WO die Milliarden geblieben sind, wissen nur er und der liebe Gott zu beantworten.

      Eines steht für mich fest: Die damals viel strapazierte Metapher vom vielen Geld, das in der KARIBIK VERSENKT worden ist, kann man weiterspinnen; es wurde sicherlich durch günstige Winde an der OSTKÜSTE ANGESCHWEMMT, und einige glückliche Fischer waren gerade zum richtigen Zeitpunkt mit ihrer Angel am richtigen Ort unterwegs und haben das viele, viele Geld an Land gezogen.

      Ähnlich glückliche Fischer werden sich damit , da sich Geld ja nicht in Luft auflöst, einen schönen Lebensabend gesichert haben!

    • Philipp Starl
      09. August 2011 11:01

      Um Ihre Frage zu beantworten:

      Die Milliarden gingen für die Zahlung des Schuldendienstes drauf, also um künstlich aus dem nichts geschöpftes Geld mit Sachwerten zu unterlegen. Vielleicht macht es diese Metapher anschaulicher:

      A produziert viele Ballons, indem er heiße Luft in Ballons pumpt, die C (der Bürger, i.e. Unternehmer) produziert. B (der Staat) hingegen produziert zehnmal mehr heiße Luft als Ballons zur Verfügung stellen und behauptet auch noch, es würden so viele Ballons existieren. C hechelt B nur noch hinterher und egal wieviel C produziert, er wird aus der vielen heißen Luft B's niemals so viele Ballons machen können--> die Blase entsteht.

    • Philipp Starl
      09. August 2011 11:02

      "zur Verfügung stehen"

    • Patriot
      09. August 2011 11:19

      "Wohin gingen all die Milliarden, die nun einige wenige Leistungsträger aufzubringen haben? Wo sind die Abermilliarden in der Vergangenheit gelandet, die jetzt als Schulden die Staaten erdrücken?"

      In unser aller Kassa. Vor allem in die Kassa des Mittelstandes, und natürlich auch in die Kasse der "Reichen". Jeder halbwegs Vernünftige hat privat vorgesort. Über eine Lebensversicherung, über Fonds, über Aktien oder Sparbücher.

      Dort landet das Geld. Der Mechanismus funktioniert so:

      Pro Jahr gibt der österreichische Staat ca 10 Milliarden Euro mehr aus, als er einnimmt. Im gleichen Ausmaß nimmt natürlich der Privatsektor 10 Milliarden mehr ein als er ausgibt. Mit diesen 10 Milliarden kauft der Privatsektor dem Staat neue Staatsanleihen idHv 10 Milliarden Euro ab.

      In der Realität kaufen natürlich vor allem die Banken die Staatsanleihen mit dem Geld, das der Privatsektor in Sparbücher, Fonds und anderen Finanzprodukten anlegt. Die Banken sind nur die "Durchreiche". Das ganze Gerede von den "reichen Banken" ist ein kompletter Unsinn.

      Das Problem ist nur, daß der Staat für die neuen 10 Milliarden meist keinen neuen Kapitalstock schafft. Weder materiell (Infrastruktur) noch immateriell (Bildung der Bürger, Demographie), sondern für allem sozial schwache Wähler und Migranten mit Sozialleistungen kauft. Im Endeffekt sind daher diese 10 Milliarden Euro wertlos, und inflationieren die bisherigen Finanzanlagen. Der einzig reale Wert in einer Volkswirtschaft ist der Kapitalstock. Dieser Kapitalstock wird durch die Finanzanlagen abgebildet. Mehr Finanzanlagen bei gleichem Kapitalstock bedeutet Inflation.

      Der ganze Mechanismus ist zudem international zu sehen. Dh, die (netto) anlegenden Privatsektoren befinden sich vor allem in Deutschland, Holland, skandinavischen Ländern und auch in Österreich. Daher inflationieren jetzt auch griechische, italienische, spanische, portugiesische und auch türkische Ausgaben das Ersparte der Deutschen, Österreicher und Holländer.

      Und, die 10 Milliarden die der österreichische Staat pro Jahr verheizt sind ungefähr eine Wochenration für den Moloch EU.

    • Philipp Starl
      09. August 2011 11:23

      @ Patriot

      Vollinhaltliche Zustimmung.

    • xRatio (kein Partner)
      09. August 2011 17:36

      @Haider 09. August 2011 00:18

      Um zu sehen, wo das Geld bleibt, sollte man bloß mal die Ausgabenseite der jeweiligen "Haushalte" studieren.

      Das mit Abstand meiste Geld geht seit langem zwecks Stimmenkaufs (steil ansteigend)
      in die unter zahlreichen "Titeln" versteckte sozialistische Helferindustrie und deren folglich rasant explodierende Kundschaft.

      Daß sich die Sozialistische Internationale emsigst auch um ihre Führungsfiguren wie Papandreou (ihren Vorsitzenden!) sorgt, versteht sich von selbst.

      Die Sozialisten fahren mal wieder ganze Völker, ganz Europa an die Wand.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistische_Internationale#Vollmitglieder_.28Gegenwart.29

    • werauchimmer
      09. August 2011 21:56

      Wohin gingen all die Milliarden, die nun einige wenige Leistungsträger aufzubringen haben? Wo sind die Abermilliarden in der Vergangenheit gelandet, die jetzt als Schulden die Staaten erdrücken?

      Die Milliarden, die nun einige wenige Leistungsbringer aufzubringen haben (aber auf lange Sicht nicht aufbringen werden können), flossen einst breiten Kreisen einheimischer Bürger aus der Wertschöpfung inländischer Industriebetriebe zu, teils direkt über die Löhne der Industriebeschäftigten samt deren Zulieferer und Dienstleister, teils mittelbar über Lohn- und Körperschaftsteuern sowie SV-Beiträge daraus an das österr. Staatsgebilde. Nachdem die Industrieproduktion in den letzten 15 Jahren nur im Ausland ausgeweitet und im Land abgebaut wurde, verlieren breite Kreise und vor allem Fiskus und Sozialversicherungsträger - inflationsbereinigt - Einnahmen. Die Wertschöpfung aus ausländischen Produktionsbetriebsstätten oder Tochtergesellschaften kommt "dank" Doppelbesteuerungsabkommen oder unmittelbar-gesetzliche Steuerentlastungen der einheimischem Gemeinschaft nicht oder nur geringfügig zugute.

      Hinzu kommt, dass die Inflation schöngerechnet wird. Maßgeblich soll demnach nicht sein, wass der Bürger zur Bestreitung seines Lebensstandards aufbringen muss, sondern wieviel Qualitätssteigerung durch technischen Fortschritt in den Gütern eingearbeitet ist. - Eine nicht objektivierbare Größe, wenn nicht jede Aufwandsrechnung eines jeden Industriebetriebes weltweit genauestens analysiert wird!

  4. Undine
    08. August 2011 23:02

    Diejenigen, die uns seinerzeit in die EU hineingelogen haben, die alle Register gezogen haben, damit die vorerst gar nicht EU-begeisterte österreichische Bevölkerung auf jeden Fall mit einem freudigen JA für den Anschluß an die damals 11-Staaten-EU stimmt, sind heute ziemlich schmähstad.

    Als zuletzt dann noch die umtriebige Gitti EDERER mit dem TAUSENDER, den verläßlich JEDER Österreicher Monat für Monat mehr in seiner Brieftasche vorfinden würde, herumwedelte, den sie flugs aus dem Ärmel gezaubert hatte, da waren doch glatt 66% der Österreicher überzeugt von all den (hohlen) Versprechungen.

    Die Grenzen sind zur großen Freude und Erleichterung sämtlicher krimineller Elemente aus nah und fern offen wie ein Scheunentor und laden alle ein, sich herzhaft an unserem Wohlstand zu "beteiligen". Wie viele Menschen, die sich bei uns seither auf Dauer ungebeten eingenistet haben, ohne auch nur ein Wort in unserer Sprache sprechen zu können, kann man bestenfalls schätzen.

    Gemeinsam mit den Deutschen und den Niederländern heißt es jetzt für uns, all diese Hungerleiderländer, die aus unerfindlichen Gründen in dieses seltsame Gebilde namens Europäische Gemeinschaft hineingeschwindelt wurden, zu finanzieren. Das kann aber nicht Sinn und Zweck dieser Staatengemeinschaft sein. Auf jeden Fall sind wir jetzt die ganz, ganz Blöden! Ich sehe neidvoll auf die Schweizer, die dem penetranten Drängen, der EU beizutreten, bisher standgehalten haben!

    • Patriot
      09. August 2011 11:25

      Das Gute daran ist, dass das Lügengebäude gleich an mehreren Stellen einstürzt. Mit dieser Bankrott-Finanz-Politik lässt sich auch keine Massenmigration mehr finanzieren.

  5. HJR
    08. August 2011 22:35

    @Philipp Starl

    Duktus und Tenor Ihres Beitrages verlangen - denke ich - einen Kommentar:

    [... Stunde Null. Der Anfang vom Ende. Man nenne es, wie man möchte. ...]

    Anfang vom Ende? Möglicherweise. Wenn es dies aber sein sollte, dann dauerts bis zur Stunde Null noch etwas - alles in unserem Universum ist ja zeitgebunden.

    [... (ad 1) Eine Währung, die auf nichts basiert, als auf Vertrauen, wird irgendwann durch Hyperinflation untergehen. Eine Währung muss durch Sachwerte gedeckt sein. Eine Währung darf Sachwerte immer nur repräsentieren, niemals ein eigener Sachwert werden ...]

    Eine Währung muss auf Sachwerten UND auf Vertrauen gründen, sonst taugt sie nicht für eine entwickelte Wirtschaft, in der das Geld der Katalysator ist, welcher die notwendige Vorfinanzierung der Produktion gewährleistet und den Tausch über Zeit und Raum hinweg erst möglich macht. Eine Rückkehr zu rein sachwert-gedecktem Geld führte unsere Wirtschaft ins Mittelalter oder noch weiter zurück. Allerdings wäre der heutige Zustand, in dem ein erheblicher Teil der Wirtschaftskörper sein Geld ausschließlich durch Geld und nicht durch (Sach-)Wertschöpfung verdient dringend zu überprüfen.

    [... (ad 3) (a) Ein Staat wird sich immer verschulden. Er kann nicht anders. ... (b) Staaten dürfen daher nicht mehr die Möglichkeit haben, ihre Wähler zu betrügen ... (c) Faktisch möglich ist dies nur mit direktdemokratischen Mitteln und mit der Beschränkung des Staates auf Kernaufgaben wie Polizei, Justiz und Militär.

    (a) Bis zu einem gewissen (sehr defintions- und kontrollbedürftigen!) Grad, ist es sinnvoll, wenn sich ein Staat verschuldet, weil er nur so seine (hoffentlich sinnvollen und zielführenden) Investitionen in seine Infrastruktur vorfinanzieren kann. Die Frage ist also im Prinzip genauso zu stellen wie in der Betriebswirtschaft, in der die Kreditaufnahme (also die Verschuldung) über eine Betrachtung des Return on Investment zu beurteilen ist. (Die Begrenzung der Verschuldung ist - wie man Beispiel der USA sieht, technisch sehr einfach; sie müsste nur - vernünftig ausformuliert - in die Verfassung)
    (b) Der "Staat" betrügt nicht, denn der Staat sind wir. Wenn der Staat uns also betrügt, dann heißt das, wenn man ein wenig auf seine Begrifflichkeit und deren Semantik achtet, dass WIR UNS (selbst) betrügen.
    "WIR", das sind im demokratisch verfassten Staat die Bürger, gleichzeitig der "Souverän". Es ist Sache des Souveräns, dem Einhalt zu gebieten. (Man kann nicht im Obersatz vom Staat als der "herrschenden Klasse" sprechen und im Untersatz die Wähler-Bürger als die Betrogenen instellen. Das ist ein logischer Taschenspielertrick!)
    (c) Ob es mit direktdemokratischen Mitteln (im strengen Sinne dieses Begriffes) selbst unter Einsatz modernster Kommunikationsmittel überhaupt möglich wäre, ein solches System technisch funktionsfähig aufzubauen muss ich stark anzweifeln. Die Beschränkung des Staates auf Kernaufgaben würde hinter die nach heutigem (europäischen) Verständnis erreichten Standards weit zurückführen und z.B. die (an sich sinnvollen) Sozialversicherungssysteme Knall auf Fall abschaffen. Dann möchte ich aber auch die Kernaufgabe "Militär" hinterfragen, denn wenn eine gewisse Menge an Menschen eine Notwendigkeit erblickt andere Menschen (im Staat oder eines Nachbarstaates) zu bekriegen, dann sollen sie dies wenigstens auf eigene Kosten tun und nicht mit Hilfe der öffentlichen Steuertöpfe und dem Segen des Staates!

    [... (ad 4) Herrschaft über Menschen muss stets so nahe wie möglich am Menschen ausgeübt werden. Die Extremform einer fern liegenden Herrschaft wäre eine Weltregierung ...]

    Ich dachte bisher immer, Demokratie wäre jene Staatsform, welche eben KEINE HERRSCHAFT über Menschen ausübt, sondern sich vielmehr dadurch auszeichnet, dass freie (und vor dem selbst gegebenen Gesetz) gleiche Staats-Bürger darüber entscheiden, was ihr Staat tun und lassen soll und wie er dies tun soll. Seltsamerweise schleicht sich in diese im Grunde hochphilosophischen Überlegungen dann so etwas wie die Straßenverkehrsordnung ein (noch dazu vor dem hier sicher wichtigen Hintergrund, ob diese in Bundes- oder Landeskompetenz erlassen(?) werden soll.

    [... (ad 5) Europas Stärke ist seine Vielfalt ...]

    Die sich von einander unterscheidenden Völker Europas haben sich in ihrer Vielfalt (welche übrigens auch ich als unerkannte Stärke betrachte) beinahe schon 2000 Jahre lang gegenseitig überrannt, beraubt, erschlagen, vergewaltigt (in gigantischem Ausmaß 1939 bis 1945 ) was schließlich zu dem löblichen (und durchaus als Lernerfolg der Species Homo zu bezeichnenden) Versuch geführt hat, mit der EU und ihren Vorläufern ein dauerhaftes Friedenswerk zu schaffen, dessen Erfolge wir alle seit ca. 50 Jahren beobachten und vielfach sogar teilen dürfen. (In diesem Zusammenhang spielt es keine Rolle, dass die europäischen Finanzen aus dem Ruder gelaufen sind und möglicherweise sogar die Existenz der EU bedrohen. Und welche Gründe bzw. welches Gewicht die manchmal hörbaren "Raus-aus-der-EU-Stimmen" haben, bliebe noch zu untersuchen.
    Allerdings könnte ich Ihnen zustimmen, forderten Sie eine "Generalrevision" oder Neugründung der EU unter einer wirklichen demokratischen Verfassung.

    [... (ad 6] Aber ein Volk, dem Fremde aufgezwungen werden, wird sich irgendwann zu wehren beginnen

    Ich konstatiere genauso wie Sie und Andere hier im Blog, dass die derzeitige Migration insbesonders die europäischen Staaten vor riesenhafte Probleme stellt, die von der Poltik z.T. nicht erkannt und z.T. nicht aufgegriffen werden. Erschwerend kommt hinzu, dass bestimmte Gruppierungen in unserem Lande die Imigration bildungsferner und alimentierungsbedürftiger Menschen in der Hoffnung fördern, damit ihre Wählerpotentiale aufzufetten. Ganz zu schweigen davon, dass die Unverträglichkeit unseres Staatsverständnisses mit dem der insbesonders islamischen Imigranten nicht in Einklang zu bringen ist.

    [... (ad 7) Die Menschen sind sozial, sie sind solidarisch ...]
    Menschen sind AUCH sozial, können AUCH solidarisch handeln und Menschen sind u.a. AUCH "gierig". Aber solche unvollständigen (und meist selbst einer sorgfältigen Herleitung bedürftigen) Prämissen können bzw. müssen zu falschen (sozio-logischen) Schlüssen führen. (Historisches Beispiel gefällig? "Die Juden sind an allem schuld!").

    Wenn Sie allerdings hoffen, dass solche Beiträge im Stile apodiktischer und keinen Widerspruch duldender Rundumschläge, deren Einzelthemen allein schon z.T. ganze Bibliotheken füllen, in einem Forum wie diesem - welches eine gewisse Themenbeschränkung und textliche Komprimiertheit erfordert - führen zu können, dann setze ich darein keine große Hoffnung.

    Abschließend noch dieses: Ich trete gerne und vehement dafür ein, dass sich Meinungsfreiheit auch in diesem Forum entfaltet und auch auf Ihre Beiträge erstreckt. Aber ich spreche von Meinungen! Wieso aber glauben Sie, in einer Position zu sein, die es Ihnen gestattet, der Allgemeinheit (zumindest dieses Forums) "Lehren" zu erteilen und mit "kategorischem Imperativ" festhalten, dass diese auch gezogen werden müssen? Um Daniela Katzenbergers kürzlichen Sager zu missbrauchen: "Ich muss auf's Klo und ich muss sterben - sonst muss ich nix!"

    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • HJR
      08. August 2011 22:36

      Sorry, es handelt sich um einen Kommentar zu Philipp Starls Beitrag

    • werauchimmer
      09. August 2011 01:20

      @ HJR:

      Sie haben offensichtlich mehr Zeit als ich. Aber ganz kurz zu einigen Ihrer ins Auge springenden Aussagen (auch ohne direkt angesprochen worden zu sein - ich bin nicht Starl!):

      Allerdings wäre der heutige Zustand, in dem ein erheblicher Teil der Wirtschaftskörper sein Geld ausschließlich durch Geld und nicht durch (Sach-)Wertschöpfung verdient dringend zu überprüfen.

      Wie man das in einer Zeit der Banken- und Verischerungsflops noch unbekümmert vor sich hinträllern kann, ist mir ein Rätsel. Sogar öffentlich-rechtliche Gebilde, wie die Gemeinde Wien oder Clearing-Agenturen des Bundes, ganz zu schweigen von sonstigen Kommunen, haben enorm verzockt. Und diese Gebilde mussten sich das Geld nicht einmal erst verdienen, im Gegensatz zu privatrechtl Anlegern, deren Leistung in der risikobewussten Allokation von Eigenvermögen mit Augenmaß liegt und als solche anzuerkennen wäre.

      Tatsache ist, dass es keine Kapitalgewinne ohne (Sach-)Wertschöpfung geben kann. Es handelt sich bei dieser Vorstellung um einen Mythos der Linken, die sog. Abkoppelung, wobei nicht zu Kenntnis genommen wird, dass echte Wertschöpfung sehr wohl statt findet, aber eben nicht mehr in der ersten Welt. Weshalb wohl entwickelt sich China zur Großmacht ...?

      Der "Staat" betrügt nicht, denn der Staat sind wir. Wenn der Staat uns also betrügt, dann heißt das, wenn man ein wenig auf seine Begrifflichkeit und deren Semantik achtet, dass WIR UNS (selbst) betrügen.
      "WIR", das sind im demokratisch verfassten Staat die Bürger, gleichzeitig der "Souverän".


      "WIR" sind nicht der Staat, weil "WIR" die Souveränität an unsere Volksvertreter delegiert haben. Weil aber alles so schwierig ist, haben "SIE" es erreicht, "UNS" selektiv zu informieren, so dass der Lenkungsanspruch unserer "Volksernährer" immer größere Bahnen zieht. - Ohne ungekaufte Information funktioniert das demokratische Konzept der Lenkung der Repräsentanten nicht!

    • Wertkonservativer
      09. August 2011 08:26

      Großartig, lieber HJR, wie Sie unserem jungen Feuergeist zu den wichtigsten Positionen seines Beitrages Paroli bieten!
      Ich hab's mit (gut gemeinter) Ironie versucht; Sie haben es mit hohem Sinn und sachlichen Realitätsverweisen verstanden, die weit überschiessenden Gedankenflüge dieses jungen Mannes auf das zu reduzieren, was sie sind:
      auf eine der vielen Meinungen hier im Forum, und nicht apodiktisch vorgebrachte (Un-)Heilslehren!

      Dank und liebe Grüße!

      gerhard@michler.at

    • HJR
      09. August 2011 10:12

      @werauchimmer

      Falls ich mehr Zeit haben sollte als Sie (was ich von meiner Seite aus nicht beurteilen kann, da sie nicht mit "offenem Visier" auftreten) wäre das weder ein abwertendes, noch ein aufwertendes Argument für meine Replik auf Starls Beitrag. Und diese Einleitung zeigt mir, dass Sie - auch wenn Sie im Folgenden den Anschein zu erwecken versuchen - nicht bereit sind, mit der Waffe des sachlichen Arguments zu "kämpfen".

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • werauchimmer
      09. August 2011 10:35

      @ HJR:

      Begriffsstutzig sind Sie auch noch dazu!

      Ich habe mit meiner Einleitung lediglich darauf hingewiesen, dass ich mir nur die wichtigsten Punkte herausgreife und sicher nicht für Diskussionen zur Verfügung stehe, deren Umfang das Volumen von Reclam-Formaten sprengt.

      Dass eine solche Einleitung die Sachlichkeit nachfolgender Argumente berührt, werden Sie wohl nur Einfältigen weismachen können.

      Verweigern Sie immer den sachlichen Dialog mit Anonymen? Oder nur, wenn das argumentieren zu schwierig wird?

    • Philipp Starl
      09. August 2011 10:49

      Ich erlaube mir, Ihre Aussagen den Fakten gegenüberzustellen und sie somit zu relativieren:

      "Eine Rückkehr zu rein sachwert-gedecktem Geld führte unsere Wirtschaft ins Mittelalter oder noch weiter zurück."

      Wieso denn das? Sie nehmen hier große Worte gelassen in den Mund! Faktum ist, dass wir niemals wieder solche Zeiten wie im Mittelalter haben werden. Fakt ist auch, dass das Mittelalter für eine Bevölkerungsschicht, nämlich die Kaufleute, zu einer Zeit großen Wohlstandes gehört. Dass nicht die gesamte Bevölkerung an diesem Wohlstand teilhaben durfte, lag daran, dass der Rest des Volkes nicht frei war, keine Eigentumsrechte besaß, usw.
      Ihre Aussage, wir würden daher ein Wirtschaftswachstum wie im Mittelalter haben, bedarf einer ausführlichen Begründung Ihrerseits.

      Und wieso muss eine Währung auf Vertrauen basieren? Wollen Sie, wie werauchimmer richtig kommentierte, wieder die Finanzwirtschaft von der Wirtschaft abkoppeln und heutige Ergebnisse erzielen?

      " Bis zu einem gewissen (sehr defintions- und kontrollbedürftigen!) Grad, ist es sinnvoll, wenn sich ein Staat verschuldet, weil er nur so seine (hoffentlich sinnvollen und zielführenden) Investitionen in seine Infrastruktur vorfinanzieren kann."

      Erstens sagte ich nicht, dass sich ein Staat nicht verschulden darf, sondern dass dem eine (sehr niedrige und durch direktdemokratische Mittel kontrollierte) Grenze gesetzt werden muss. Zweitens würde ich gerne wissen, warum der Staat die Infrastruktur bereitstellen muss. Aber vielleicht zahlen Sie ja gerne doppelt und dreifach für die Benützung unserer Straßen (NoVA, MöSt, Vignette, Maut, usw.)

      Dass wir der Staat sind ist mit Verlaub in einer verfassungsrechtlichen Situation wie der heutigen, nämlich dass real zwei Personen den Staat lenken (Spindelmann) und es keine relevanten direktdemokratischen Mittel gibt, eine sehr gewagte Aussage. Eine sehr kühne würde ich sagen.

      Warum Sie angesichts Tausender privater Versicherer glauben, dass es ohne Staat keine Sozialversicherung mehr gibt, bleibt mir wohl für immer verborgen.

      "Ich dachte bisher immer, Demokratie wäre jene Staatsform, welche eben KEINE HERRSCHAFT über Menschen ausübt, sondern sich vielmehr dadurch auszeichnet, dass freie (und vor dem selbst gegebenen Gesetz) gleiche Staats-Bürger darüber entscheiden, was ihr Staat tun und lassen soll und wie er dies tun soll. "

      Natürlich übt in jeder Staatsform jemand Herrschaft aus, außer Sie wollen libertären Anachronismus. Den müssten Sie aber argumentieren können.

      "ad 5"

      Kriege wird es immer geben. Wir erleben gerade den Anfang einer neuen Kriegsphase. Ausgelöst durch, und jetzt werden Sie staunen, die EU! Ich würde gerne näher darauf eingehen, warum nicht die Konstruktion der EU sondern eine Herrschaftsform wie die EU per se der Fehler ist, aber das würde zu weit führen und vor allem gehört es nicht hierher.

      "Menschen sind AUCH sozial, können AUCH solidarisch handeln und Menschen sind u.a. AUCH "gierig". Aber solche unvollständigen (und meist selbst einer sorgfältigen Herleitung bedürftigen) Prämissen können bzw. müssen zu falschen (sozio-logischen) Schlüssen führen."

      Ich frage mich, warum sich der Mensch dann für den Wohlfahrtsstaat entschieden hat und Sozialleistungen grundsätzlich für gut hält. Wohl nicht, weil er ein asoziales Monster ist.
      Und bevor Sie diese Aussage in Zweifel ziehen: ohne eine breite Mehrheit hätte der Wohlfahrtsstaat niemals bestanden.

      " Um Daniela Katzenbergers kürzlichen Sager zu missbrauchen:"

      Auf dem entsprechenden Niveau ist der Schluss Ihres Beitrags.

    • xRatio (kein Partner)
      09. August 2011 17:45

      @HJR 08. August 2011 22:35

      Verstehe zwar nicht, was Sie so alles meinen.
      Daß Ihnen das Starlemännchen mißfällt, kann ich Ihnen seehr gut nachfühlen. :-)

      Wenn Sie konkret sagen wollen, daß es nicht um irgendwelche "Schulden", sondern um die AUSGABEN geht, stimme ich Ihnen zu.

      Kommt schließlich immer und überall allein und ausschließlich darauf an, wozu Kredite aufgenommen werden.

      Der Volkssport speziell "konservativer" Politruks (auch in USA), nicht über Ausgaben, sondern nur über "Schulden" zu lamentieren
      und dafür wie auch im Falle Maastricht irgendwelche abstrakt und willkürlich festgesetzte "Grenzen" zu fordern
      ist
      ein Nebenkriegsschauplatz zum Zwecke der Volksverblödung,
      ein eklatant verlogenes Ablenkungsmanöver,

      kurz:
      Feigheit vor dem Feind, den linken auf immer mehr Wohltaten versessenen Wählern,
      die die Regierung als Goldesel betrachten und diejenigen Politruks wählen,
      die ihnen vom geraubten und "geliehenen" Geld am meisten in den Hintern zu blasen versprechen.


      "Wer eine Partei wählt, deren Programm für mehr steht als den Schutz von Person und Eigentum, macht sich des Auftragsdiebstahls und der Auftragsgewalt schuldig."

      Roland Baader

  6. Martin Bauer
    08. August 2011 18:15

    ATX - 6,11%
    DAX - 5,2
    Zahlen sagen mehr als 1000 Worte.

  7. socrates
    08. August 2011 18:01

    A.U. meint, daß hinter Aktien wahre Werte stehen. In der Riemergasse (1010) bei der Wollzeile gibt es ein Geschäft, das alte, wertlose Aktien als Wandzierde verkauft.
    Jede "Rettungsaktion" war ein Gaunerstück der Politiker auf Kosten des Steuerzahlers.
    So haben sie noch hunderte Milliarden aus uns herausgeholt.
    Ein Ewiggestriger, Unverbesserlicher meinte: "Früher hätte es das alles nicht gegeben". Anzeigen?
    "Inflation und Deflation sind Fremdworte für Geldentwertung !" las ich heute.

    • socrates
      08. August 2011 18:06

      Ist Frieden wirklich so schlimm für die USA ? Dann bliebe sofort Geld über!

    • Alexander Renneberg
      08. August 2011 18:10

      und zigtausende arbeitslose aus der waffenindustrie. die übliche drohung der hersteller.
      bis jetzt hat´s gewirkt.

    • socrates
      08. August 2011 18:41

      Alexander Renneberg
      Wir werden sie mit arbeitslosen Bankbeamten und ebensolchen Pseudoakademikern bekämpfen !

    • Alexander Renneberg
      08. August 2011 19:44

      Na sie haben mut socrates! Gegen die würden sogar die amerikaner mal einen krieg gewinnen.

  8. Patriot
    08. August 2011 17:40

    Das Endgame?

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,778883,00.html
    Märkte wetten jetzt auch gegen Frankreich

    Um die Aktienmärkte braucht man sich keine Sorgen machen. Das sind internationale Unternehmen, die jetzt ungefähr richtig bewertet sein dürften, ganz im Gegensatz zur Jahrtausendwende:

    http://bigcharts.marketwatch.com/charts/big.chart?nosettings=1&symb=djia&uf=0&type=2&size=2&sid=1643&style=320&freq=2&time=20&rand=1414747962&compidx=&ma=0&maval=9&lf=1&lf2=0&lf3=0&height=335&width=579&mocktick=1

  9. Celian
    08. August 2011 17:16

    Ein schwarzer Montag für viele, die Kurse stürzen, nicht ins Bodenlose, aber wenn nicht heute, dann vielleicht morgen, wenn das Kopfweh ob der "Rettungspolitiker" erst so richtig losgeht.
    Die EU-Chaostruppe, allen voran der Sprücheklopfer Barroso mit dem „Anlaß für tiefe Sorge“ und der Suche nach „Lösung“ und der Dummschwätzer Trichet mit seiner „gestörten Wirkung der Geldpolitik“, hat sich bis auf die Knochen blamiert. Nun weiß endgültig jeder, daß mit diesen „kein Staat zu machen ist“, im wahrsten Sinne des Wortes.
    Diese Politiker, wären sie in der Privatwirtschaft tätig, hätten schon längst den Abflug gemacht. Nicht jedoch in der EU. Da werden Versager erst recht weiter mit der Rettung des Euros betraut.

    Der „Markt“ zieht deshalb die Konsequenzen und sich aus dem durch staatliche Eingriffe völlig zerstörten Markt zurück. Die Anleger fliehen ins Gold . On der Hoffnung dort vor den mit Rettungsschirmen und -paketen um sich werfenden Politikern sicher zu sein.

    • socrates
      08. August 2011 18:39

      Celian
      Frühenstens Freitag ! Die Medien schwärmen schon vom Börsencrash. Daß dann keiner mehr eine Zeitung kaufen kann, scheint ihnen egal zu sein.

  10. Geheimrat
    08. August 2011 16:30

    Ist schon ein paar Monate alt - aber noch immer hochaktuell:

    "Der Währungscrash kommt - Retten Sie Ihr Geld"

    http://www.youtube.com/watch?v=2nKpbFu8bgg

    • xRatio (kein Partner)
      09. August 2011 17:41

      @Geheimrat 08. August 2011 16:30

      Michael Mross hat zwar nicht ganz unrecht

      Er leidet allerdings unter dem was ich als Goldfimmel bezeichne.

      Mross erkennt nicht, daß jede beliebige Papierwährung gut ist, solange sie nicht von Politik und Notenbanken manipuliert wird.

      Was auf den (nicht vermehrbaren) Scheinchen draufsteht ist völlig wurscht.

      Ein schlichtes, aber striktes Verbot der "amtlichen" Geldfälscherei würde genügen, um dem ganzen Spuk staatlich generierter "Wirtschafstkrisen" eine Ende zu machen.

  11. Brigitte Imb
    08. August 2011 15:44

    OT - Das "ECHO" im Kurier

    Gratiszeitungen
    und Steuergeld
    Sehr geehrter Herr Dr.
    Brandstätter!
    Wir bedanken uns bei Ihnen
    und demKURIERfür die
    völlig berechtigte Kritik an
    der enormen Steuergeldverschwendung
    mit Inseraten
    in Gratiszeitungen durch öffentliche
    Institutionen,
    staatsnahe Firmen und Parteien.
    Durch die unfassbaren bis
    zu 28 Prozent Anteil an Inseraten,
    die täglich mit unserem
    Steuergeld finanziert
    werden, sind die bestehenden
    Gratiszeitungen keine
    eigentlichen Gratiszeitungenmehr,
    sondernmit Steuergeld
    finanzierte Propagandamaschinen,
    die sich teilweise
    mit gefälligen Berichten
    bei denAuftraggebern zu
    bedanken haben.
    EineGruppe besorgterÖsterreicher
    hat deshalb eine
    absolut steuergeldfreie Gratiszeitung,
    das „ECHO der
    himmelschreienden Diskriminierung
    österreichischer
    Steuerzahler“ finanziert und
    erstellt. Wir verteilen in diesen
    Tagen in Wien, Niederösterreich,
    Oberösterreich,
    Steiermark und Kärnten
    6000 Exemplare. Auch online
    kann unsere Zeitung
    gratis unter www.conwutatio.
    at abgerufenwerden.
    Wir wollen damit ein
    sichtbaresZeichengegendie
    Verschwendung öffentlicher
    Gelder setzen. Es ist wichtig,
    dass die Steuerzahler gegen
    diesen Missbrauch eintreten.
    Viele Bürger sind immer
    weniger bereit, sich das alles
    weiter gefallen zu lassen.
    Helmut Graser
    per eMail

    • Alexander Renneberg
      08. August 2011 16:09

      Und immer um die 20 - 30 personen auf der hp. Guter schnitt.

    • Brigitte Imb
      08. August 2011 16:16

      Ja, heute bereits 1x 55, das ist gut, und bitte @ fleißig den Link in den div. online Zeitungen einstellen.
      Wird´s nicht bald Zeit für die 2. Auflage?

      Das wird ein Spaß!

    • Alexander Renneberg
      08. August 2011 17:06

      hab´s heut wieder ins facebook gestellt. langsam steigt auch die zahl der freund/bzw. gefällt mir.

  12. Martin Bauer
    • Philipp Starl
      08. August 2011 14:45

      Die nächsten Minuten sind entscheidend für die nächste Zeit. Stürzt der DOW ab, ist es schon jetzt vorbei oder zumindest sehr sehr kritisch. Ansonsten bleiben uns vielleicht noch ein paar Monate.

    • Martin Bauer
      08. August 2011 15:00

      Für den Devisenmarkt sind das enorme Ausschläge!

      EUR/US$
      1,42 14:57 -1,60%
      EUR/JPY
      110,45 14:57 -1,76%
      EUR/CHF
      1,08 14:57 -1,15%

    • DerTurm
      08. August 2011 15:13

      Interessant ist auch http://pigbonds.info/
      Spanische und italienische Anleihen wurden massiv gedrückt, dafür steigen die französischen und die deutschen.

    • Martin Bauer
      08. August 2011 15:54

      Das alles sieht gar nicht gut aus, liebe(r) TURM!
      Ich hoffe, wir müssen den 8.8.2011 nicht "rot" für die Zukunft in unserem Kalender anstreichen......

    • Celian
      08. August 2011 16:14

      Hallo Martin

      kennst Du diese Seite: www.finanzen.net

      Die wichtigsten Indizes sind in realtime und die wichtigsten Nachrichten gibts auch.

    • contra
      08. August 2011 16:15

      @Celian

      Sieht sehr gut aus, vielen Dank!

    • Martin Bauer
      08. August 2011 16:16

      Danke Celian.

    • Paige
      08. August 2011 20:31

      Na servus, das hätte ich nicht tun sollen. Ich habe die Seite von Celian finanzen.net geöffnet und schau mir das Geschehen in realtime an. Das ist ein Graus..

  13. Philipp Starl
    08. August 2011 14:09

    Stunde Null. Der Anfang vom Ende. Man nenne es, wie man möchte. Man kann es auch nüchtern sehen. Die letzten und nächsten Tage werden in die Geschichte eingehen; als große Schritte in Richtung Katastrophe.

    Der Goldpreis liegt aktuell bei 1.705 Dollar. Er stieg innert kürzester Zeit von 1.600 auf 1.700. Das Währungssystem ist am Ende. Zeit, um noch einmal die Gründe für diese Entwicklungen zu begutachten, um aus den Fehlentscheidungen zu lernen.

    1) Ein fiat- money System ist immer zum Scheitern verurteilt. Eine Währung, die auf nichts basiert, als auf Vertrauen, wird irgendwann durch Hyperinflation untergehen. Eine Währung muss durch Sachwerte gedeckt sein. Eine Währung darf Sachwerte immer nur repräsentieren, niemals ein eigener Sachwert werden!

    2) Künstliche Geldschöpfung durch das Teilreservesystem und Notenbanken führt immer zu Blasen und lässt man diese Blasen nicht die Korrektur durchführen, werden sie immer größer. Die New Economy Blase 2001 war schon groß, die Immobilienblase 2008 hätte uns damals schon fast in den Abgrund gerissen; dies zu verhindern war die Grundlage für die Monsterblase, die bald platzen wird und deren Auswirkungen kein Staat der Welt mehr Einhalt gebieten wird können. Notenbanken und Teilreservesystem müssen daher der Vergangenheit angehören!

    3) Ein Staat wird sich immer verschulden. Er kann nicht anders. Der Mensch ist ein Machtmensch. Homo homini lupus est. Regierungsmitglieder werden sich immer an ihre Macht klammern und alles dafür tun. Also auch die Wähler belügen, betrügen und sie bestechen. Und das Geld für diese Bestechungen wird durch immer mehr Schulden finanziert. Wohin das führt, sehen wir heute. Staaten dürfen daher nicht mehr die Möglichkeit haben, ihre Wähler zu betrügen, zu hintergehen und die Schulden auszubauen. Faktisch möglich ist dies nur mit direktdemokratischen Mitteln und mit der Beschränkung des Staates auf Kernaufgaben wie Polizei, Justiz und Militär.

    4) Herrschaft über Menschen muss stets so nahe wie möglich am Menschen ausgeübt werden. Die Extremform einer fern liegenden Herrschaft wäre eine Weltregierung. Die EU ist der letzte Schritt vor diesem Extrem und wir sehen heute, dass sich die Bürger nicht von Bürokraten regieren lassen wollen, die nichts mit ihnen zu tun haben und Tausende Kilometer entfernt sitzen. Die Lehre daraus muss eine Stärkung der Länder sein, der Gemeinden erst recht. Bundeskompetenzen sollten nur dort festgelegt werden, wo einzelne Länderregelungen schlussendlich doch wieder zur einheitlichen Regelung führen. Man muss sich also ansehen, was bundesweit schlicht sinnvoller ist. Dazu gehören vor allem die Kernkompetenzen wie Justiz, Militär und Polizei; aber auch die Straßenverkehrsordnung sowie andere Regelungen, die die physische Grenzüberschreitung betreffen. Andere Regelungen bundesweit zu setzen, muss man diskutieren, dürften aber ihre Grenze in der Sinnhaftigkeit finden.

    5) Europas Stärke ist seine Vielfalt. Aber diese Vielfalt fördert man nicht durch Vereinheitlichung oder durch Massenzuwanderung. Europas Vielfalt entstand durch nationale Völker, die sich kulturell, traditionell, sprachlich und wirtschaftlich voneinander unterschieden und auf ihre Eigenheit bestanden. Dies sind leere Sätze, würden sie nicht durch den immer stärker aufkommenden Wunsch der nationalen Völker Europas gefüllt, wieder selbständig sein zu können. Ohne EU. Daraus folgt aber auch, dass eine Kultur, ein Volk, unter sich bleiben können muss. Regelungen die Zuwanderung betreffend dürfen nationalen Staaten niemals vorgeschrieben werden.

    6) Generell den Bürgern fremde Menschen aufzuzwingen wirkt, wie einen Hund und eine Katze in einen Sack zu stecken und zu hoffen, sie werden sich vertragen. Man mag den Hund oder die Katze für dumm halten, ja sie sogar hassen für ihre dumme Reaktion, aber Faktum ist, dass sie sich zerfleischen werden. Nun ist das unter Menschen selbstverständlich nicht in diesem Ausmaße so. Aber ein Volk, dem Fremde aufgezwungen werden, wird sich irgendwann zu wehren beginnen und je länger man diese Reaktion zu unterdrücken versucht, desto heftiger wird diese Reaktion ausfallen.

    7) Die Menschen sind sozial, sie sind solidarisch, aber man sie dazu qua Wohlfahrtsstaat zu zwingen führt nicht nur zu staatlicher exorbitanter Verschuldung, sondern auch zu moralischem Verfall. Wiederum kann man die Menschen dafür hassen oder es dumm finden, wie das die Linke immer wieder vorzeigt. Aber ein Mensch lässt sich nicht gern dazu zwingen, zu helfen und wird er gezwungen, so sinkt seine Moral automatisch. Das Ergebnis sind gierige Menschen, die nur noch auf das Geld konzentriert sind und wahre Werte wie Familie und Freundschaft aus den Augen verlieren.
    Die unmittelbare Konsequenz sind steigende Gewaltbereitschaft und persönliche Isolation. Die "erzwungene Solidargemeinschaft" (ein Oxymoron!) muss somit ein Ende haben.

    Was erwartet uns nun? Das niemand so genau und um zu analysieren und darüber zu reden, was in naher Zukunft passieren wird, werde ich hier weiter regelmäßig Beiträge schreiben, Antworten verfassen und hoffen, dass man sich einer Diskussion öffnet. Wichtig ist mir festzuhalten, dass oben genannte Lehren gezogen werden müssen. Tun wir das nicht, wird Kants Befreiung aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit noch sehr lange dauern.

    • contra
      08. August 2011 14:44

      Großartige Analyse, aber es drängt sich die Frage auf, wann der Mensch in seiner Geschichte jemals den Idealzustand geschafft hat?
      Warum soll es dann in Zukunft funktionieren?
      Ich fürchte, daß es nach dem prophezeiten und eingetretenen "crash" nur wieder von vorne losgeht...................ad infinitum und nur allzu MENSCHLICH!

    • Philipp Starl
      08. August 2011 14:47

      "Geschichte jemals den Idealzustand geschafft hat?
      Warum soll es dann in Zukunft funktionieren?"

      Bis dato nicht.
      Aber der Mensch ist lernfähig. Hätten Sie sich als Bürger anno 1450 die heutige Freiheit, den Wohlstand und die Rechte erträumen lassen? Es wird besser. Es stellt sich nur die Frage, wie lange es dauern wird. Wir selbst, Sie und ich, bestimmen heute und jetzt, ob es bald sein wird, oder die Menschheit noch ein paar Lektionen braucht.

    • Philipp Starl
      08. August 2011 14:48

      Danke für das Kompliment übrigens!

    • Karl Rinnhofer
      08. August 2011 15:59

      @Philipp Starl
      Es ist zu hoffen, dass Philipp Starl mit seinem so schnell einsetzenden Horrorszenario nicht recht behält; doch insgesamt ist die Analyse wohl richtig. Doch bloßes "Kommentare, Beiträge, Antworten zu schreiben", wei er verheißt, wid wenig nptzen. Es mögen Strategie-Vorschläge folgen, wie das Ruder herumgerissen werden kann. Migt diesen selbstimmunisierten Machtträgern geht das nicht. Deer Staat st (u.a.) zum unfinanzierbaren Bürokratie- ,Umverteiliungs, Zwangsbeglückungsmoloch verkommen; seine Kernaufgaben muten unter diesen Verpflichtungen geadezu verschüttet an.

      Wie auch immer: Hohes Kompliment für die engagierte Analyse.

    • Philipp Starl
      08. August 2011 16:11

      Ich werde meinen Worten auch Taten folgen lassen, werter Herr Rinnhofer. Manches braucht leider seine Zeit. Wie auch immer danke vielmals für das Kompliment!

    • Johann Scheiber
      08. August 2011 16:32

      "Europas Vielfalt entstand durch nationale Völker, die sich kulturell, traditionell, sprachlich und wirtschaftlich voneinander unterschieden und auf ihre Eigenheit bestanden. "

      Gratuliere zu diesem Beitrag wahrer Aufklärung!. Die Gutmenschen, die Avantgardisten von Vorgestern, glauben ja, dass die Vielfalt in Europa durch Kebab-Läden, Burkas und Schwulenparaden entstanden ist

    • Wertkonservativer
      08. August 2011 20:36

      Nun, nach längerem Schweigen, steigt Philipp Starl wie Phönix aus der Asche wieder ins Licht der Öffentlichkeit, und wird uns - wie angekündigt - mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung hinkünftig die Welt erklären und Rezepte für die Heilung der wichtigsten Weltprobleme darlegen.
      Sympathisch wirkt dabei, dass er derzeit auch nicht genau weiß, wie es weitergehen soll. Aber dazu sind ja Diskussionen da, um aus vielen Meinungen etwas allgemein Gültiges herauszuholen.
      Die ersten Reaktionen sind großteils hymnisch; ich gestatte mir, die Sache etwas reservierter zu betrachten: die Analysen-Ansätze zwar durchaus richtig, doch mit der möglichen Realisierung guter An- und Vorsätze hapert es dann meist!

      Grau, lieber junger Freund, ist alle Theorie ...

      Aber, nur zu, Philipp: wir hören!

      gerhard@michler.at

    • Johann Scheiber
      08. August 2011 21:56

      Spritus Sanctus non est scepticus, werter Wertkonservativer!

    • terbuan
      08. August 2011 22:33

      Gratuliere Philipp, zu diesem ausgezeichneten Beitrag,
      er steht ab sofort auch auf unserer Homepage "Conwutatio", Helmut sei Dank:
      http://www.conwutatio.at/index.php?option=com_content&view=article&id=23:stunde-null&catid=5:europaeische-politik
      lG/terbuan

  14. Josef Maierhofer
    08. August 2011 14:00

    Die EU wird sich selbst in die Luft jagen.

    Was wollen die denn von den Nettozahlern noch alles.

    Die Nettozahler, die allesamt selbst fast zahlungsunfähig sind, werden sicher nicht mehr lange mittun, die 'Ösis' vielleicht noch länger, die brauchen immer etwas länger ...

    Wenn wir vor 1 1/2 Jahren hier diskutiert haben, was da kommen wird, so trifft das nun alles in schauriger Wirklichkeit zu und die Abschlußhektik wird das in die Luft jagen der EU noch beschleunigen.

    Europa ist im Begriffe, sich abzuschaffen.

  15. Jedi
    08. August 2011 13:46

    Ein Video, das die gegenwärtige Situation auf den Punkt bringt: Richard Quest von CNN erklärt anschaulich, wie die Europäer ihre Probleme vor sich herschieben, statt sie zu lösen.

    http://edition.cnn.com/video/?/video/business/2011/07/21/qmb.europe.kick.the.can.cnn

  16. contra
    08. August 2011 13:32

    Die Experten nennen das "den Versuch einer sanften Landung".
    Das Aufschlagen wird umso härter für uns alle. Wer da noch an Wunder glaubt, gehört in Behandlung!

  17. libertus
    08. August 2011 13:21

    Der Handlungsspielraum bezüglich PIIGS wird immer kleiner, immer hektischer und daher immer weniger kreativ.
    Um in den einzelnen Ländern keine Verfassungsklagen zu riskieren, wird die Krisenbekämpfung nunmehr der EZB angelastet, die zwecks immer kurzfristigerer Stabilisierung der Schuldner Staatsanleihen bis zum Abwinken aufkaufen muß.
    Seehofer hat recht, das ist eine Umgehung der Parlamente, um Protesten aus dem Weg zu gehen und trotzdem ist es eine indirekte Vergemeinschaftung der Verschwendersünden.

    Das Spiel kann solange weitergehen, bis es auch der dümmste Bürger durchschaut - spätestens dann, wenn es seine eigene Geldtasche betrifft bzw. an seinen eigenen Wohlstand geht.

    Da könnte es allerdings zu spät sein, um diese Misere noch klug, wirtschaftlich und für alle tragbar zu lösen, denn wenn es ans Eingemachte geht, wird kein Stein auf dem anderen bleiben.

    Dann wird sich möglichicherweise wieder der Ruf nach dem "starken Mann" regen, die Geschichte sich wiederholen und alle sich fragen, wie es passieren konnte.

    Ausnahmsweise wünsche ich mir, daß ich in diesem Fall mit meiner "Zukunftsmalerei" ganz falsch liegen möge und mir der Glaube an ein Wunder erhalten bleibt!

  18. Karl Rinnhofer
    08. August 2011 13:21

    Die „entschlossen mahnenden Worte von Merkel und Sarkozy an Spanien und Italien“ bei gleichzeitigem Aufkauf von Staatsanleihen entsprechen der ebenfalls „entschlossenen Aussage“ Trichets, man werden „die Inflationsentwicklung genau beobachten“ (die wird sich sehr davor fürchten!) - um gleichzeitig den Leitzinssatz unverändert (niedrig) zu belassen; Barroso schwadronierte schon zuvor von einer Ausweitung des ominösen Rettungsschirmes, als ob Aussagen dieser Art bei der üblichen Sensibilität für solche Meldungen nicht enorme Nachfolgewirkungen hätten. – Ja dann!

    So also sieht Verantwortungspolitik aus? Man „beobachtet“, „mahnt“, erstellt (beliebig zu fälschende oder zu interpretierende) Statistiken, analysiert, diskutiert, betreibt telegen - leerlaufenden Aktionismus – und macht weiter Schulden. Alles kein Problem, es muss bekanntlich nur „der gesamte Kulturzyklus ausgeglichen sein“. Beruhigend, wenn man 40 Jahre permanent Schulden macht.

    Wozu soll man Maastricht einzuhalten? Sind angeblich nur „willkürlich gesetzte Schulden.- und Defizit-Grenzen“ ohne Realauswirkung. 0-Defizite: Welch spießbürgerlich-obsolete Forderung! Und was wird aus den verantwortungsvoll Sparenden? - Deren Geld verfällt halt. Auch kein Problem, eigentlich nur gerecht: Sie hatten ohnedies zu viel davon.

  19. Rosi
    08. August 2011 12:54

    Wenn ich nur das Thema 'EU und PIIGS' schon lese, bekomme ich bereits Kopfweh und Magenbeschwerden, und einen großen Zorn.
    Ich nehme an, ich bin nicht der einzige Steuern zahlende Staatsbürger, dem es so geht.
    In meinen Augen ist die EU gescheitert, und es wäre das beste, raschest alles wieder rückgängig zu machen. Das Argument, daß Österreich (und Deutschland ?) alleine nicht lebensfähig ist, ist lächerlich. - In der EU ist es das auf längere Sicht erst recht nicht.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

    • Undine
      09. August 2011 09:35

      @Rosi

      *****!
      Der in letzter Minute versprochene TAUSENDER der Gitti Ederer war mMn letztendlich ausschlaggebend dafür, daß 66% aus reiner HABGIER dem EU-Beitritt zustimmten; in Gedanken rechneten sie sich flugs aus, was alles sie damit kaufen können. Daß dann alles ganz anders kam, und statt des Plus im Portemonnaie eher ein Minus die Realität war, gehört zu jenen Dingen, die man gerne unter den Teppich kehrt. Die Österreicher sind also auf eine plumpe Lüge, wie sie zu Wahlzeiten eben gang und gäbe sind, hereingefallen und damit schmerzhaft auf der Nase gelandet.

      Die Lösung einer sehr engen Zusammenarbeit mit Deutschland und der Schweiz wäre auf jeden Fall von mehr Erfolg gekrönt worden.

    • Patriot
      09. August 2011 10:52

      Das Argument, daß Österreich (und Deutschland ?) alleine nicht lebensfähig ist, ist lächerlich. In der EU ist es das auf längere Sicht erst recht nicht.

      So ist es!
      Kanada hat 34 Millionen Einwohner, eine eigene Währung, und ist lebensfähig.
      Australien hat 22 Millionen Einwohner, eine eigene Währung, und ist lebensfähig.

      Die Schweiz hat 8 Millionen Einwohner, eine eigene Währung, und kann sich vor lauter Flüchtenden in den Schweizer Franken überhaupt nicht mehr retten! Bei der Aufwertung des Franken sollte man auch nicht vergessen, dass die Schweizer natürlich für importiertes Öl und alle anderen importierten Rohstoffe natürlich viel weniger bezahlen. Sämtliche Importgüter werden billiger, und natürlich auch der Urlaub im Ausland! Wenn man klug agiert, dann profitiert man von der Aufwertung der Währung. Das war bei uns früher auch nicht anders.

      Ein Hartwährungsraum in Europa mit Deutschland, Frankreich, den Beneluxländern, mit ein paar Oststaaten, Dänemark, Finnland, Slowenien evtl Kroatien und natürlich Österreich hätte immer noch an die 300 Millionen Einwohner, und wäre sogar stärker als der Dollar-Raum.

      Ihr Schlusssatz ist zeitlos richtig, und würde politisch umgesetzt dem Euroraum gut tun, wie kaum etwas anderes.

    • Rosi
      09. August 2011 11:54

      Liebe Undine und lieber Patriot

      Ein Zusammenschluß von einigen wenigen Staaten, die wirtschaftlich besser zusammenpassen, - wie von Ihnen angesprochen - ist sicher ein guter Ansatz.

      Zu Ihrer Anmerkung zum Schlußsatz, da haben Sie Recht: Gestern in den Nachrichten auf einem Deutschen Sender wurden die Krawalle in London explizit auf die mißlungene Integrationspolitik zurückgeführt.
      (Warum hört man Fakten wie diese im ORF nie ???)

    • Undine
      09. August 2011 18:38

      @Rosi

      "....auf einem Deutschen Sender wurden die Krawalle in London explizit auf die mißlungene Integrationspolitik zurückgeführt.
      (Warum hört man Fakten wie diese im ORF nie ???)"

      Liebe Rosi, jahraus, jahrein reden sich unsere ORF- Moderatoren in missionarischem Eifer den Mund fusslig, um uns einzubläuen, wie glücklich wir uns preisen können, durch den nicht abreißenden Massenimport von Kültürbereicherern zu profitieren. Da können die doch nicht plötzlich das Kind beim Namen nennen und sagen, daß das vielleicht doch keine so gute Idee war mit der vielgepriesenen Kültürbereicherung. Diese braven ORF-Leute können jetzt wirklich nicht hergehen und uns plötzlich erklären, die Integrationspolitik sei gescheitert! Mit den grauslichen Bildern aus dem brennenden Londonwollen sie uns erst gar nicht beunruhigen! Es wäre von unseren ORF-Leuten wirklich zu viel verlangt, mit der bisher so gut verleugneten Wahrheit herauszurücken! :-)

  20. Martin Bauer
    08. August 2011 12:52

    Dass hier in vielen EU-Staaten verfassungswidrig gehandelt wird, scheint niemandem zu stören.
    Irgendwie sind mir in letzter Zeit die Ungarn sehr sympathisch geworden....

    • Brigitte Imb
      08. August 2011 14:25

      Doch, doch, das stört massiv, aber diejenigen, die sich "aufregen"(zumeist die Steuerzahler), werden leider nicht gehört, bzw. ganz einfach ignoriert.

      Mir gefällt es auch ganz gut wie es in Ungarn läuft, der Neid könnt´einem fast fressen, dass die so eine erstarkte und gut funktionierende, konservative Partei vorweisen können. Vielleicht "luagen" Spindelegger &. Co. gelegentlich über die Grenze, wäre auf jeden Fall empfehlenswert, denn die ung. Konservativen verfügen, dank gutem Programm u. seriöser Umsetzung, über eine Zweidrittelmehrheit - ein Zustand von dem die ÖVP wohl nur träumen kann.

  21. Wertkonservativer
    08. August 2011 12:48

    Also, eines ist ja nun langsam wirklich klar:

    wir europäischen Völker und Staaten sind in der Geiselhaft "der Märkte"!

    Natürlich sind wir alle an der Sch....e selber schuld!

    Unverhältnismäßiges Schuldenmachen ist für jeden Einzelnen, und natürlich schon gar für die Länder und Staaten, nicht nur extrem problematisch, sondern auf Sicht gesehen einfach ruinös!

    So viel kann gar nicht zurückgezahlt werden, dass zumindest die laufend anfallenden Zinsen ausgeglichen werden können.
    Jeder, der in dieser Wahnsinnsmaschine drinsteckt, kennt die katastrophalen Folgen
    dieser Geschichte!
    Die Politiker unserer westlichen Welt kennen den unausweichlichen Ausgang der
    Malaise, doch sind sie derzeit noch zu feig, es den angstschlotternden Bürgern einigermaßen schonend beizubringen.

    No, warten wir halt einmal ab: die Spannung steigt auf Siedehitze!
    (Ändern können wir sowieso nichts, liebe Leute!)

    gerhard@michler.at

    • brechstange
      08. August 2011 13:57

      Wir können am Lauf der Dinge wenig ändern, doch wir sollten schleunigst erkennen, dass anderen das Hemd näher ist als der Rock und selbst danach handeln. Das können wir sehr wohl, sg Hr. Wertkonservativer.

    • Geheimrat
      08. August 2011 17:08

      >Wir europäischen Völker und Staaten sind in der Geiselhaft "der Märkte"!<

      Tut mir leid, daß ich das geringfügig anders sehe.

      Wir sind in der Geiselhaft von völlig unfähigen, vertrottelten, sich selbst maßlos überschätzenden, selbstgefälligen Politikern!

    • Alexander Renneberg
      08. August 2011 17:50

      ändern kann man vielleicht nichts.
      aber man kann vorsorgen.
      sich wappnen.
      einen plan haben sollte es zu einem zusammenbruch kommen.
      zeitgerecht.
      wenn man das dann alles nicht nützen muss, umso besser.

    • Patriot
      09. August 2011 11:33

      Ändern können wir sowieso nichts, liebe Leute!

      Sehr geehrter Herr Wertkonservativer! Sie irren sich! Wir haben schon viel geändert, und wir werden noch viel mehr ändern.

      Aufgegeben wird nie. Und selbst wenn wir die Früchte unserer Arbeit nicht sehen, und vielleicht nie sehen werden, so vertrauen wir dennoch darauf, dass wir zu einer guten Entwicklung vielleicht ein "Alzerl" beitragen.

  22. Helmut Graser
    08. August 2011 12:38

    Die Chinesen retten uns dann und kaufen die europäische Konkursmasse günstig auf, aber nur, wenn die Amerikaner ihnen vorher nicht die Dollarberge weg inflationieren.

    Dann wird es ganz lustig und spannend ...

    • brechstange
      08. August 2011 13:59

      Wetten, dass das Weginflationieren nicht gelingt, zumindest erst nach dem Ausverkauf. Der Pleitegeier kreist und wird sich die Schnäppchen holen.

    • Helmut Graser
      08. August 2011 14:08

      Das könnte durchaus sein, da für die gewaltigen Summen, die da im Spiel sind nicht mehr ausreichend Zeit vorhanden sein könnte.

      Eine andere Variante, die ich erst unlängst gehört habe, wäre eine massive Abwertung des US-$ und Umtausch xxxx alte USD gegen 1 neuen USD.

      Wie auch immer, Fakt ist sicherlich, dass die Politiker zwar noch einige Zeit haben, aber Fakt ist auch, dass die gegenwärtige Konstruktion an irgendeiner Sollbruchstelle irgendwann bersten wird.

    • Brigitte Imb
      08. August 2011 14:29

      Tut deshalb der HBK immer so schön lächeln, und ist niemals betrübt...., od. bekommt er nicht mit wie´s um uns steht? Wohl Zweiteres.

    • Helmut Graser
      08. August 2011 14:34

      Aus ideologischer sozialistischer Sicht ist das Lächeln zum Scheitern des "bösen Systems", gegen das diese Bewegung seit jeher auftritt, durchaus nachvollziehbar und fast auch schon wieder legitim.

      Sorgen darf sich aufgrund des Fehlens oder der Schwäche jeder vernünftigen Gegenposition machen.

    • Brigitte Imb
      08. August 2011 14:39

      Echo.... 52 Besucher z. Z. ! Suuuper!

    • Helmut Graser
      08. August 2011 14:52

      Für die heute doch recht hohen Zugriffe auf unsere Seite http://www.conwutatio.at haben wir uns auch bei Herrn Dr. Helmut Brandstätter, dem Chefredakteur des KURIER für die Veröffentlichung unseres Leserbriefes zu bedanken.

      In einem seiner letzten Videokommentare [1] hat er - wie auch oftmals an dieser Stelle Herr Dr. Unterberger - die Unsitte anderer Gratiszeitungen anprangert, dass Inserate von regierungsnahen Institutionen und Unternehmen im Ausmaß von bis zu 28% Anteil am gesamten Inseratenvolumen angenommen werden.

      [1] http://kurier.at/interaktiv/kommentare/4063172.php

    • brechstange
      08. August 2011 14:58

      @Helmut Graser

      Es gibt keine Sollbruchstellen, nur Bruchstellen leider. Sollbruchstellen wären geplant, was größere Schäden bzw. ein Ausbreiten verhindern würde. ie
      Was schlimm ist, dass alle Bruchstellen notdürftig auf Kosten der Steuerzahler repariert werden. Erinnert einen irgendwie an Fukushima. Was meinst Du?

    • Helmut Graser
      08. August 2011 15:20

      Ja durchaus, im Sinne eines Risikomanagements, welches aufgrund der Konstruktion des Gesamtsystems ab einer gewissen Grenze aufhört zu funktionieren, respektive diese Gefahr wegen zu hoher Komplexität nicht mehr bewerten kann, da es zuviele unbekannte Faktoren, vage Vermutungen oder auch Befürchtungen und Hoffnungen gibt.

    • schreyvogel
      09. August 2011 10:47

      Nun, die Chinesen könnten um ihre Dollar-Guthaben ja auch amerikanische Waren kaufen und damit sowohl die Guthaben reduzieren als auch die amerikanische Wirtschaft aufpäppeln. Aber die wollen ja die stärkere Großmacht werden ....

    • xRatio (kein Partner)
      09. August 2011 22:30

      @Helmut Graser 08. August 2011 14:08

      "Eine andere Variante, die ich erst unlängst gehört habe, wäre eine massive Abwertung des US-$ und Umtausch xxxx alte USD gegen 1 neuen USD."

      Sorry, jetzt reicht's aber wirklich mit dem monetären Dilettantismus hier.

      Der Umtausch, den Sie als "massive Abwertung" bezeichnen, nennt man in erlauchteren Kreisen "Währungsreform".

      Solange der Umtauschkurs alt gegen neu für alle derselbe ist, ist eine Währungsreform eine
      rein nominelle, materiell also absolut belanglose Maßnahme!!!

      In der Wirkung nicht anders als etwa der Umtausch abgenutzter Geldscheine und Münzen gegen gleichartige neue,
      bloß daß bei einer Währungsreform weniger Nullen dranhängen.
      Der Nominalbetrag einer Währung, wieviel Nullen die hat, ist höchtens praktisch relevant, im übrigen jedoch völlig wurscht!!

      Selbst ökonomische Laubenpieper sollten außerdem wenigstens wissen,
      was eine "Abwertung" bzw. "Aufwertung" ist und wie diese ausschließlich bewerkstelligt und - verbrochen wird:

      Nämlich allein durch Geldvermehrung/Geldverminderung, in erlauchten Zirkeln auch bekannt als Inflation/Deflation.

      Willkürliche Teuerungen/Verbilligungen sind die (verzögerte) Folge
      dieser willkürlich und absolut verantwortunglos herbeigeführten Marktverzerrungen.

      Allein durch Inflation und Deflation,
      genau so und nicht anders wurden und WERDEN alle sogenannten "Wirtschaftskrisen" durch kriminelle Politruks und Notenbanken verursacht.

      Privatbanken, Spekulanten, Kapitalisten, Freimaurer, Bilderberger, Ratingagenturen etc.pp. haben damit nichts,
      Sozialisten und andere Politverbrecher aber sehr viel zu tun.

    • Helmut Graser
      10. August 2011 10:08

      @xRatio

      Das Roß, auf dem Sie glauben zu sitzen, ist sehr hoch.

      Sitzen Sie dort, weil Sie von sich selbst so überzeugt sind oder weil Ihr Frust und Ihr Zorn gegen andere Menschen Sie diesen Sattel zwingt?

      Es ist mir schon klar, dass ein reiner "Umtausch" alleine keine wesentliche Bedeutung hat. Ich habe das sicher unvollständig und flapsig ausgedrückt. Danke für Ihre unnötige und unfreundliche Belehrung.

    • xRatio (kein Partner)
      10. August 2011 11:26

      @Helmut Graser 10. August 2011 10:08

      Naja, sonderlich "hoch" ist das eigentlich nicht.
      Hauptsache es ist der richtige Gaul. Da scheinen wir uns ja wenigstens einig. :-)

      Wenngleich "reiner" Umtausch...? Gibt's auch einen unreinen?
      Nur 'ne rhetorische Frage.

    • Helmut Graser
      10. August 2011 11:45

      @xRatio

      Nein, von einem unreinen Umtausch hörte ich noch nicht. Schön, dass die Gäule aber wenigsten in Richtung Sonnenaufgang (und hoffentlich nicht -untergang) reiten ...





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