Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Shit of the World

Die sensationelle Einstellung der britischen Massenzeitung „News of the World“ – trotz einer satten Millionenauflage – an diesem Wochenende lässt uns mit einer Reihe von Erkenntnissen wie auch Fragen zurück. Über die Rolle der Medien wie auch über unser Recht auf Privatheit.

Als Erstes sollte dennoch etwas gesagt werden, was in der Häme vieler medialer Berichte über dieses plötzliche Ende einer Zeitung bewusst vergessen worden ist: Es ist ein Akt der Anständigkeit, wenn der Verleger Rupert Murdoch das vor Unanständigkeit triefende Blatt, das illegal Verbrechensopfer und andere Bürger abhören ließ, nun über Nacht schließt. Es bleibt ein eindrucksvolles Signal – auch wenn er es vermutlich nicht zuletzt deshalb tut, um seinen Ruf als Geschäftsmann zu retten.

Zweitens: Noch nie ist vor den Augen aller Welt so klar geworden, dass Boulevard-Journalismus die Grenze zum Kriminellen längst und fast ständig überschreitet. Er hat mit dem um Wahrheit, um einen Beitrag zur demokratischen Diskussion ringenden Journalismus nichts mehr zu tun. Er bedient primär niedere voyeuristische Gelüste der Menschen. Außer dem Bedrucken von Papier (beziehungsweise seit einigen Jahren dem  elektronischen Beflimmern von Bildschirmen) sind das völlig getrennte Welten. Sie haben ungefähr so viel miteinander zu tun wie eine echte Liebesbeziehung mit einem betrunkenen Besuch im Bordell: In konkreten physischen Aktionen mag es Ähnlichkeiten geben, innerlich sind es totale Gegensätze.

Drittens fällt auf, dass dieses Aus für „News of the World“ am gleichen Tag verkündet worden ist, da wir in einer österreichischen Boulevardzeitung Badephotos von Karl Heinz Grasser und seiner Frau zu sehen bekommen, die ganz offensichtlich ohne die Zustimmung der beiden veröffentlicht und höchstwahrscheinlich auch geschossen worden sind. Wer die Bordellwelt des Boulevards kennt, weiß, dass für solche Photos viel Geld bezahlt wird, auch wenn ihr Nachrichtenwert einzig im voyeuristischen Blick auf die weitgehend unbedeckten Körper der beiden Promis besteht. Dass wir vom Verleger jenes Blattes nicht dieselbe Anständigkeit wie von einem Murdoch erwarten können, scheint klar. Wirklich übel wird dem Bürger nur, wenn er entdeckt, wie sehr die SPÖ dieses Blatt durch Inserate auf Kosten unserer Steuergelder am Leben erhält. Und die Korruptionsstaatsanwaltschaft dagegen noch immer nicht vorgeht.

Viertens: Wir sollten uns aus all diesen Fällen heraus bewusst werden, dass die moderne Technik imstande ist, praktisch jeden Schutz der eigenen Privatheit zu durchbrechen. Telefone werden problemlos abgehört; Teleobjektive durchdringen jede Entfernung; geheim angebrachte Funksender können jedes Auto verfolgen; Trojaner, Viren und Spyware können unsere Computer missbrauchen; jeder Adressverlag hat uns mit all unseren Eigenschaften gespeichert und verkauft die Adressen (notfalls über das Ausland) an zahlungswillige Interessenten. Bei allem Segen, den die moderne Technik gebracht haben, sind das extrem schmerzende Nebenprodukte. Und es können nur sehr naive Menschen glauben, dass es jemals wieder ein Leben ohne diese Spionage-Instrumente geben wird. Ein Wissen und eine Technologie, die in der Welt sind, können nicht mehr aus dieser geschafft werden.

Fünftens: Es zeigt sich erneut, dass es geradezu lächerlich ist zu glauben, dass die komplizierte Datenschutz-Gesetzgebung gegen diese üblen Entwicklungen etwas hilft. Ganz im Gegenteil: Der Datenschutz schützt nur wieder andere Übeltäter: Das gilt vor allem für faule oder korrupte oder ihre Schrebergartenherrschaft verteidigende Beamte und Politiker. Deswegen ist ja auch die Korruption in jenen Ländern am niedrigsten, die volle Transparenz aller Daten und Akten der öffentlichen Verwaltung herstellen. Und überdies schützt der Datenschutz oft Verbrecher vor einer Entdeckung, wenn sich die Polizei im Gegensatz zu Journalisten an Gesetze hält.

Sechstens: Was als einziges die Privatheit ein wenig besser sichern könnte, wären strenge Strafen für all jene, die illegal beschaffte Photos oder Abhörprotokolle veröffentlichen. Denn diese Täter können in aller Regel nicht geheimbleiben. In Österreich braucht sich aber kein halbseidener Verleger zu fürchten, wenn er solche Photos veröffentlicht. In Österreich werden von einer ideologisierten Staatsanwaltschaft nach außen gespielte Akten mit geheimen Abhörprotokollen von grünen Abgeordneten im Parlament verlesen. In Österreich werden solche Texte vom Dekan der juridischen(!) Fakultät zur öffentlichen Aufführung gebracht.

Siebentens: Medien in ihrer Verkommenheit und Geldgier drohen zum Totengräber der Demokratie zu werden. Denn diese kann ohne Medien nicht funktionieren, die einem gemeinsamen demokratischen Werte- und Verhaltenskodex verbunden sind. Sie sind es aber kaum noch.

 

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juli 2011 00:57

    Daß Herr Murdoch sein Blatt einstellen wird, hat handfeste monetäre Interessen und keinesfalls moralische. Denn er wird ganz sicher eine neue Boulvardzeitung auf den Markt bringen, welche abermals an maximalen Auflagenziffern bzw. Verkaufszahlen arbeitet - das ist nun einmal überlebensnotwendig, allerdings zugegeben, nicht um jeden Preis!!!

    Was jetzt das Bassenablatt "Österreich" betrifft, geht es hier nicht mehr um wirtschaftliches Überleben im Sinne von Auflagensteigerung, da ein Gratisblatt gar nicht diesem Wettbewerb unterliegt. Hier geht es um beinharte politische Agitation für den wichtigsten (roten!) Sponsor und genau deshalb erscheinen solche zweifelhaften Privatfotos über KHG >>>> man merkt die Absicht und ist nicht nur verstimmt, sondern höchst empört, weil man diese durchsichtige, politische Manipulation in einer sogenannten Demokratie noch niederträchtiger finden muß als das schielen auf Auflagensteigerung!

    Österreich wird bereits von "Österreich" beherrscht und das bedeutet eine viel bedenklichere Entwicklung, weil hier diesen Umtrieben niemand die Grenze setzt, zu der jetzt in Großbritannien gegriffen wurde.

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juli 2011 07:48

    Wenn im Ausland noch 'Persönlichkeiten' Entscheidungen treffen und Fehler eingestanden werden, so ist das im dodelhaften 'Parteiösterreich' unmöglich.

    Es arbeiten bei uns Parteijustiz, Parteiboulevard und P.C. zusammen nicht nur am finanziellen Zerfall Österreichs sondern auch am gesellschaftlichen und moralischen (von Moral war bei den Sozis und Grünen schon 4 Jahrzehnte lang nicht die Rede).

    Ich schäme mich für diese 'Parteivollkoffer' und ihre niedrigen 'Instinkte', sie sind keine Österreicher und schon gar keine Persönlichkeiten.

    Hoffentlich sagen Euch die Wähler das nächste Mal, wo es lang geht, Ihr Antiösterreicher und Volksverleugner und Volksverhetzer.

  3. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Juli 2011 22:34

    In einem anderen thread habe ich es schon deponiert: Dass Herr Murdoch sein Sudelblatt einstellt, ehrt ihn. Das Pendant von "News of the World" in Österreich, das skandalöserweise auch noch den Namen unseres Landes tragen darf, müsste schon lange diesen Weg geschickt worden sein; nicht vom Verleger selbst - nein, von dem sind weder Ethos noch Anständigkeit zu erwarten. Aber vielleicht vom Financier? Wer den Stephansdom retten wollte, in der Fastenzeit wirklich keinen Alkohol trinkt und auch sonst sehr fromm ist, müsste doch schon lange Leib- und Seelenschmerzen haben, wenn er sieht, welche Gemeinheiten er da ermöglicht. Weidmanns Heil!

  4. Ausgezeichneter KommentatorRosi
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Juli 2011 22:47

    '... dass Boulevard-Journalismus die Grenze zum Kriminellen längst und fast ständig überschreitet ...'

    Auch auf einem ganz anderen Gebiet als dem des Datenschutzes von Privatpersonen.
    Durch die Förderung der Sensationsgier durch den Boulevard-Journalismus sind die Terroraktionen diverser Gruppierungen erst 'ins Bild gerückt' worden,
    und zu einem wesentlichen Faktor geworden.
    Hätte man in den Anfangszeiten dieser Entwicklung in stillschweigender Übereinkunft diese Dinge in den Medien nicht erwähnt, oder bestenfalls als Fußzeile, hätte der Terrorismus meiner Meinung nach nie die Bedeutung erlangt, die er heute hat - ohne 'Publikum' wären die (totgeschwiegenen) Anschläge ins Leere gegangen.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juli 2011 07:02

    Ergänzend zur Verkommenheit der Medien:

    Es ist durch und durch skandalös wie die deutschen Medien, allen voran ARD und ZDF die Frauen-Fußball WM zum tollsten Ereignis des Jahres hochmanipulieren.

    Jeder, der zurecht das äußerst bescheidene Niveau dieser Veranstaltung kritisiert, wird als Ober-Macho niedergemacht. Nicht nur die SportreporterInnen gebärden sich völlig verrückt und lügen dem Publikum die Hucke voll, auch in vermeintlich seriösen Sendungen wie "hart, aber fair" wird diese Stolper WM gendergerecht als Ereignis des Jahres vermarktet.

    Da darf das Schmierblatt SPIEGEL in diesem Kreis nicht fehlen. Es überschlägt sich fast vor Lügen und dreisten Manipulationen über das "tolle" Niveau der FrauenfußballerInnen" und schreibt diese Lesbenveranstaltung zum "Sommermärchen 2011" hoch.

    Den verdienten Dämpfer haben diese Manipulierer gestern abends erhalten.
    Sie haben ja, großmäulig wie immer, dem Konsumenten eingeredet, dass "unsere Mädels" den WM-Titel nur abzuholen brauchten. Nun sind "die Mädels" schon im Viertelfinale an den japanischen Lesben gescheitert.

    Ein erfreuliches Waterloo für die Gender-Lügner und Manipulateure !!

  6. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Juli 2011 23:03

    Mit dem Verbieten von Meinung tue ich mir schwer. Traurig stimmt es mich aber schon, daß es anscheinend Österreicher gibt , die ÖSTERREICH unkritisch lesen (kaufen tut's wohl keiner, solange die SPÖ mit der Subventionsgießkanne unsere mühsam erarbeiteten Steuergelder zuschießt). Wie immer: Der Wähler könnte es natürlich ändern, wäre er nicht zu lax!

  7. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juli 2011 07:52

    In einer freien und demokratischen Gesellschaft wird vieles durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Wie richtig ausführt wurde, würden solche Medien schon lange wieder vom Markt verschwunden sein, wenn es dazu keine Nachfrage (= Leser/Käufer) mehr geben würde. Dann wären auch die Inserate (auch die unserer Regierung und Parteien) wieder weg. Es ist ähnlich wie bei der Prostitution: wo kein "Markt" mit Bedarf vorhanden ist, gibt es auch kein Angebot. Damit kommen wir in dieser Analyse ziemlich schnell zur unseren Pflicht- und Hochschulen, welche leider gar keine mündigen und selbständig denkenden Menschen heranbilden. Überspitzt formuliert werden von den Verantwortlichen unser Nachwuchs nach kommunistisch/solzialistischer Manier zu unkritischen Konsumenten und Trotteln erzogen, welche nur geniessen, immer das Maul halten und bei politischen Wahlen an der richtigen Stelle das Kreuzerl machen sollen. Als Gegenleistung wird den Wählern ein sorgenfreies Leben garantiert, auch wenn sie gar nicht arbeiten wollen. Meist geschieht dies mit geborgtem Geld, welches niemehr zurückgezahlt werden kann. Die Geldgeber machen da bisher eifrig mit, denn auch ein sog. Dauerkredit bringt laufend gute Zinsen.
    Alles nach dem Motto: Über das Morgen machen wir uns keine Sorgen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorpanzerechse
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juli 2011 21:39

    Der Zustand der derzeit sattsam bekannten Journaille-Medien könnte den Zustand unserer derzeitigen Demokratie nicht besser widerspiegeln... Diese Nation scheint im Begriff sich, samt Nationalhymne, mit Journailisten-Geschrei, auf den Misthaufen der Geschichte zu schmeißen. Ob wir schon in der neunten Etappe des Niedergangs sind?

    "...Die achte Etappe bewegt sich von Apathie zum moralischen Verfall. Die neunte Etappe bewegt sich von moralischen Verfall zu Abhängigkeit. Und der zehnte und letzte Etappe bewegt sich von der Abhängigkeit zur Knechtschaft..." (The Decline of Nation)


alle Kommentare

  1. november (kein Partner)
    11. Juli 2011 22:08

    Na bitte, jetzt soll auch die ehemalige Qualitätszeitung "The Sunday Times" in den Skandal verwickelt sein. Warum überrascht das nicht wirklich? Das ganze Murdochimperium ist doch korrupt, inklusive Fox-News in Amerika.

    • Gandalf
      11. Juli 2011 22:44

      Gibt es nicht auch Naivlinge, die ein österreichisches rosa Toilettepapier als Qualitätszeitung loben? Dabei will ich niemandem beim Standard Korruptheit unterstellen - es gilt natürlich die Unschuldsvermutung......

    • november (kein Partner)
      11. Juli 2011 23:02

      Kann schon sein. Vielleicht sind wirklich alle Medienunternehmen korrupt. Aber das Thema dieses Blogs ist nun einmal Murdochs News Corporation, welche eindeutig konservativ und boulevardlastig ausgerichtet ist. Sie brauchen sich ja nur die Beteiligungen ansehen. Ich war alles andere als ein Fan von Bownie, aber wenn die Vorürfe gegen die Times stimmen, ist auch diese Zeitung unten durch. Das war sie eigentlich schon vorher, Sie müssen sich nur die Berichterstattung der Times (und anderer Murdoch Medien) über Österreich in Erinnerung rufen.

    • november (kein Partner)
      11. Juli 2011 23:19

      Ach ja, einem Murdoch Anständigkeit zu unterstellen, grenzt schon an Rufschädigung... Das Einzige was er geschafft hat, war die absurde Macht der Druckergewerkschaft zu brechen, aber dann ging es nur bergab.

    • Gandalf
      11. Juli 2011 23:20

      Ja, da haben Sie - leider - recht. Aber die Berichterstattung in der Times und von anderen ausländischen Zeitungen, vor allem zu Zeiten der Waldheim - Campagne oder der unseligen "Sanktionen" stand und steht halt leider stets unter dem Einfluss von rosaroten Toilettpapier- Sklaven wie etwa Hoffmann - Ostenhoff und anderen unseligen Konsorten. Insofern war mein Beitrag nicht so sehr daneben! (zu Hoffmann- irgendwie: natürlich gilt auch hier die Unschuldsvermutung......)

  2. jump (kein Partner)
    11. Juli 2011 11:05

    Die Grasser/Meischberger-Telefonprotokolle wurden nicht im Parlament verlesen, sondern waren Bestandteil einer schriftlichen Anfrage. Auf dieser Basis konnte man legal daraus zitieren. Wenn ihnen das nicht gefällt, können sie eine Gesetzesänderung anregen, aber hier den Abgeordneten einen Vorwurf zu machen, im Rahmen der bestehenden Gesetzeslage agiert zu haben, erscheint leicht grotesk.

    Abgesehen davon ist es schon bezeichnend: Skandalös sind für Unterberger(zum wiederholten Male) nicht die atemberaubenden Gesprächsinhalte, sondern ist es die Veröffentlichung.

    • cmh (kein Partner)
      11. Juli 2011 13:10

      Nicht jede Sauerei ist auch strafbar oder verboten.

      Aber eine Sauerei bleibt es dennoch.

      Wenn ich Wahl hätte, mich zwischen den INformationen zu Unregelmäßigkeiten in der Amtsführung von Grasser oder der von Verzetnitsch zu entscheiden, würde ich sicher mehr Interesse für den Schönling Grasser aufbringen können. Da mir die Entscheidungsmöglichkeit aber fehlt, fühle ich mich durch dieses laufende Grasserstalking nicht informiert, sondern belästigt.

      Schreiben Sie sich das endlich einmal hinter die Löffel jump.

      Und jetzt dürfen Sie in Ihrem Wolkenkuckucksheim berichten, dass Sie hier von den verkalkten Reaktionärfaschodeppen nicht höflich behandelt wurden.

    • contra
      11. Juli 2011 22:22

      @jump

      Das war doch offensichtlich ein Doppelpaßspiel, damit all diese niederträchtigen Aktionen möglich wurden.

      Man muß die Bürger nicht für dümmer verkaufen als sie tatsächlich sind, denn diese dreisten, durchsichtigen Diffamierungen hängen schon fast allen beim Hals raus!

  3. Torres (kein Partner)
    11. Juli 2011 10:17

    So ganz weiß Unterberger wohl sebst nicht, was er eigentlich will: einerseits völligen Datenschutz, also keine Fotos, kein öffentliches Verlesen von Gerichts- und Abhörprotokollen (hier der übliche Seitenhieb auf Prof. Mayer) usw., andererseits totalen Zugriff des Staates und der Polizei auf persönliche Daten der Bürger, Vernetzung von Datenbanken usw., dies alles unter dem Deckmäntelchen der Verbrechensbekämpfung. So geht das leider nicht: entweder das eine oder das andere.

    • schlechter Geschmack (kein Partner)
      11. Juli 2011 13:02

      Also ich möchte einmal Nacktfotos von der Glawischnigg oder der Brauener sehen.

      Die jeweilige PArtei dieser Beiden würde dann niemand mehr wählen.

      Alledings hätten wir dann auch lauter Homos.

    • Gandalf
      11. Juli 2011 15:24

      So viele Hiebe, wie sie der famose Herr Mayer verdient, gibt's gar nicht!

  4. november (kein Partner)
    11. Juli 2011 10:10

    Murdoch wird wahrscheinlich "News of the World" mit einer Wochenendausgabe einer seiner anderen Medien ersetzten, eventuell mit "Sun on Sunday". Zum Murdochschen Infotainmaintkomplex gehört übrigens auch die konservativ wirtschaftsliberale "Times", vormals die britische Qualitätszeitung schlechthin, in letzter Zeit auch boulevardlastig geworden. Angebot und Nachfrage regieren die Welt, so läuft das eben in einem liberalisierten Markt. Da muss man konsistent bleiben, ein Ausweg ist nicht in Sicht.

  5. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    11. Juli 2011 07:24

    wie sehr die SPÖ dieses Blatt durch Inserate auf Kosten unserer Steuergelder am Leben erhält

    Hihi, klar. Die ÖVP dürfte die SPÖ, was die 'Finanzierung' von "Österreich - die Zeitung" betrifft, längst überholt haben. Irr', wie schnell da nach der Regierungsumbildung gewisse Werbeetats in gewissen Ministerien gewachsen sind.

  6. Carlo (kein Partner)
    11. Juli 2011 03:50

    Leider, Herr Unterberger, sind Sie hier in einer Zwickmühle. Gerade das neoliberale Wirtschaftssystem begünstigt das Vorankommen solch ungünstiger Entwicklungen. Noch nie habe ich so wenig Respekt vor Journalisten gehabt wie heutzutage. Sie sind für mich die Zerstörer schlechthin. Wenn ich mir einen Herrn Fellner + Frau ansehe und sein heuchlerisch antifaschistisches Getue dazu, dann wird mir eigentlich nur mehr schlecht. Ja, von diesem Buntblatt kriege ich tatsächlich nur Brechreiz und sonst nichts.

  7. xRatio (kein Partner)
    11. Juli 2011 00:29

    Dr. Andreas Unterberger:

    Siebentens: Medien in ihrer Verkommenheit und Geldgier drohen zum Totengräber der Demokratie zu werden. Denn diese kann ohne Medien nicht funktionieren, die einem gemeinsamen demokratischen Werte- und Verhaltenskodex verbunden sind. Sie sind es aber kaum noch.

    Das ist aber nur die halbe Wahrheit.

    Die ganze Wahrheit wird sich Ihnen schnell erschließen, wenn Sie nur mal gaaaanz kurz darüber nachdenken, warum Politik und Journaille derart heruntergekommen sind, wie Sie das mit Recht beklagen.

    Also:

    Wer kauft denn die ganze Flut der Schmierenblätter? Wer wählt die total korrupten Politruks?

    Na bitte. :-)

    Demokratie heißt korrekt übersetzt eben nihts weiter als "Pöbelherrschaft"

    Wilhelm Landig schrieb dazu in „Wolfszeit um Thule“ (Wien, 1980):

    „Volksherrschaft ist die übliche Bezeichnung. Man geht von der Übersetzung des altgriechischen ‚demos‘ als Wort für ‚Volk‘ aus. Tatsächlich aber ist das altgriechische Wort für Volk ‚laos‘. So wird auch der Name Menelaos richtig übersetzt als ‚Volksführer‘. Das Wort ‚demos‘ indessen heißt ‚Abschaum‘. Die altgriechischen Bauern von Piräus kochten zu ihrer Zeit in großen Kesseln Schaffett und schöpften dann von der Oberfläche des Suds den (wertlosen) Abschaum herunter. Diesen Abschaum nannten sie ‚demos‘. Die Intelligenz und Führungselite der altgriechischen Städteregierungen bezeichneten danach dann ihrerseits die aufkommende Herrschaft des Pöbels verächtlicherweise mit Demokratie,

    die Herrschaft des Abschaums.“

    http://www.trend-label.de/web-cosmopan/info19.html

    Sie sollten also doch mal die Vorschläge zu einer Reform des Wahlrechts:

    a) zur Kenntnis nehmen

    b) zur Diskussion stellen.

    Dazu werden Sie u.a. im ef-magazin, bei Hoppe, Lichtschlag usw. fündig.

  8. panzerechse (kein Partner)
    10. Juli 2011 21:39

    Der Zustand der derzeit sattsam bekannten Journaille-Medien könnte den Zustand unserer derzeitigen Demokratie nicht besser widerspiegeln... Diese Nation scheint im Begriff sich, samt Nationalhymne, mit Journailisten-Geschrei, auf den Misthaufen der Geschichte zu schmeißen. Ob wir schon in der neunten Etappe des Niedergangs sind?

    "...Die achte Etappe bewegt sich von Apathie zum moralischen Verfall. Die neunte Etappe bewegt sich von moralischen Verfall zu Abhängigkeit. Und der zehnte und letzte Etappe bewegt sich von der Abhängigkeit zur Knechtschaft..." (The Decline of Nation)

  9. Der Herr im Himmel (kein Partner)
    10. Juli 2011 21:31

    Medien in ihrer Verkommenheit und Geldgier drohen zum Totengräber der Demokratie zu werden.

    Das ist wieder die typische Inkonsistenz von A.U.
    Wie jetzt? Einerseits will man hier den totalen Kapitalismus, dann ist aber wieder die Geldgier böse. Im Übrigen machen ein paar Boulevardblätter noch keine Totengräber der Demokratie. Ich bin alles andere als ein Freund dieser Verdummungszeitungen für den Pöbel, aber daran zerbricht keine Demokratie.
    Gerade der aktuelle Fall zeigt, dass die Medien funktionieren. Immerhin wurde der Skandal von anderen Journalisten aufgedeckt.

  10. socrates
    10. Juli 2011 19:29

    Schön, daß es wieder Neues von A.U. gibt! Danke!
    O.T. In F meldete France Inter, daß TOTAL 10Mrd Förderung lukriert, aber keine Steuer zahlt. Gleichzeitig wird Benzin teurer. Was hat das mit Liberalismus zu tun? Wer beschließt solche Gesetze? Das ist schamlose Ausnutzung der indirekten Demokratie. Geldtransfersteuer ist notwendig.
    Risikokapital ist sicher notwendig und gut. Wenn aber im nachhinein Staatshaftungen übernommen werden, wie bei den Anlegerbanken, wie bei der Medicibank von Kohn, dann ist das ein Verbrechen. Die Anleger haben das Kapital und den Gewinn und wir als Steuerzahler das Risiko. Als erstes kommt die Pensionskassa dran, wie schon der britisch-israelische Verleger Robert Maxwell es vorführte. Er wurde noch gerichtlich verfolgt, heute einigen sich die Anleger mit den Politikern und die Alpentrotteln brennen.
    In F werden laufend die Prüfungen und Ergebnisse der Schulen veröffentlicht, das was die Roten und Grünen am meisten fürchten. Die Ministerin C.S. ist und bleibt gegen jede Überprüfung um die Bankaffaire nicht aufzuklären. Da muß das System werden.

  11. alfons adam
    10. Juli 2011 13:54

    "Heimat großer Töchtersöhne" ist an Dummheit wohl nicht mehr zu übertreffen.
    Warum aber die das ebenso empfindenden männlichen ÖVP-Abgeordneten nicht soviel Mut haben, das auch zu sagen, ist schlicht ein Rätsel. Sie hätten die Chance gehabt, die Lächerlichkeit aufzuzeigen und auf ganz einfache Art politisch zu punkten.

    • socrates
      10. Juli 2011 20:03

      Alles hat Grenzen, nur die Dummheit ist grenzenlos! Sie sind zu optimistisch! :-)

  12. alfons adam
    10. Juli 2011 13:49

    Dieser aktuelle Kommentar von Andreas Unterberger ist für mich auch sehr informativ. Schärfe der Kritik und Wortwahl sind mehr als berechtigt. Ich glaube auch, daß es wichtig für die Gesundung einer Gesellschaft ist, daß die richtigen "Diagnosen" gestellt werden. Trotzdem bin ich unzufrieden. Es ist zu wenig, die Fehlentwicklungen aufzuzeigen. Wir alle sollten uns bewußt werden, daß Gegenmodelle erforderlich sind, und gemeinsam darum ringen bzw. die Frage klären, wo wir dabei ansetzen müssen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      11. Juli 2011 07:25

      Das Gegenmodell kann doch wohl nur der Glaube sein!

  13. Observer
    10. Juli 2011 07:52

    In einer freien und demokratischen Gesellschaft wird vieles durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Wie richtig ausführt wurde, würden solche Medien schon lange wieder vom Markt verschwunden sein, wenn es dazu keine Nachfrage (= Leser/Käufer) mehr geben würde. Dann wären auch die Inserate (auch die unserer Regierung und Parteien) wieder weg. Es ist ähnlich wie bei der Prostitution: wo kein "Markt" mit Bedarf vorhanden ist, gibt es auch kein Angebot. Damit kommen wir in dieser Analyse ziemlich schnell zur unseren Pflicht- und Hochschulen, welche leider gar keine mündigen und selbständig denkenden Menschen heranbilden. Überspitzt formuliert werden von den Verantwortlichen unser Nachwuchs nach kommunistisch/solzialistischer Manier zu unkritischen Konsumenten und Trotteln erzogen, welche nur geniessen, immer das Maul halten und bei politischen Wahlen an der richtigen Stelle das Kreuzerl machen sollen. Als Gegenleistung wird den Wählern ein sorgenfreies Leben garantiert, auch wenn sie gar nicht arbeiten wollen. Meist geschieht dies mit geborgtem Geld, welches niemehr zurückgezahlt werden kann. Die Geldgeber machen da bisher eifrig mit, denn auch ein sog. Dauerkredit bringt laufend gute Zinsen.
    Alles nach dem Motto: Über das Morgen machen wir uns keine Sorgen.

  14. Josef Maierhofer
    10. Juli 2011 07:48

    Wenn im Ausland noch 'Persönlichkeiten' Entscheidungen treffen und Fehler eingestanden werden, so ist das im dodelhaften 'Parteiösterreich' unmöglich.

    Es arbeiten bei uns Parteijustiz, Parteiboulevard und P.C. zusammen nicht nur am finanziellen Zerfall Österreichs sondern auch am gesellschaftlichen und moralischen (von Moral war bei den Sozis und Grünen schon 4 Jahrzehnte lang nicht die Rede).

    Ich schäme mich für diese 'Parteivollkoffer' und ihre niedrigen 'Instinkte', sie sind keine Österreicher und schon gar keine Persönlichkeiten.

    Hoffentlich sagen Euch die Wähler das nächste Mal, wo es lang geht, Ihr Antiösterreicher und Volksverleugner und Volksverhetzer.

    • Wertkonservativer
      10. Juli 2011 12:57

      Hochwerter Josef Maierhofer,

      Ihre Hoffnung auf eine nachhaltige Änderung nach dem nächsten Wahlentscheid ist verständlich, doch wahrscheinlich in Ihrem Sinn kaum erfüllbar!
      Dazu zwei Gedanken:
      einerseits sind die beiden "Großparteienen" ja doch nicht gar so verrottet und unbelehrbar, wie sie hier Tag für Tag hergestellt werden;
      andererseits ist jedoch der hier favorisierte Hoffnungsträger trotz aller Aufmunterungsrufe ein politisches Leichtgewicht, das aus den Proteststimmen heraus vielleicht auch einmal Erster werden kann, doch damit dann kaum etwas Sinnvolles anfangen können wird.

      Ich bin auch für eine bessere Politik zum Nutzen unseres schönen Landes und seiner Bevölkerung! Doch die Alternative, die Sie und viele andere hier an die Wand malen, ist mit ziemlicher Sicherheit eine Chimäre:
      gewogen und zu leicht befunden!

      Herzlich und mit persönlichen Grüßen und Wünschen,

      Ihr Wertkonservativer!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Josef Maierhofer
      10. Juli 2011 16:56

      @ Wertkonservativer

      Da sind wir wieder.

      Klar werden die etablierten Parteien alles tun, um an der Schüssel zu bleiben, sie tun es derzeit mittels 'Patt-Koalition' und Totalblockade. Es werden die notwendigen Maßnahmen nicht getroffen, im Gegenteil, es ufert der Schuldenstand aus und die Volksverleugnung.

      An ihren Taten werden sie gemessen und das sind leider Untaten, wie Verweigerung von Problemlösungen (haben wir hier im Forum auch schon diskutiert) zu den anstehenden Problemen, wie Verfassung, Föderalismus, Verwaltung, Bildung, Pension, Beschäftigung, u.v.a.m., excessive Erhöhung des Schuldenstandes, leider nicht ordentliche und österreichische EU-Politik als Mitgliedsland mit Rechten, es gäbe vieles, was in den letzten Jahren dieser Koalition nicht geschehen ist und auch nicht geschehen wird, da bin ich mir ziemlich sicher.

      Ich kann mir nicht vorstellen, daß eine SPÖVP jemals den Bundesrat abschaffen wird, die Landesregierungen verkleinert, das Parlament viertelt, die Verfassung und auch die sonstige Gesetzesflut vereinfacht, die Verwaltung reformiert (halbiert) und für die frei werdenden Beamten wirkliche Arbeit schafft, etc. Alle anstehenden Notwendigkeiten werden auf 'nach der nächsten Wahl' verschoben, die sollen sie auch haben, die nächste Wahl.

      Mit dieser 'durchschlagenden Tätigkeit' dieser Koalition können die von Ihnen genannten 'Leichtgewichte' allemal noch mithalten, nämlich nichts zu tun, was ich aber nicht glaube, daß ein Strache tatsächlich nichts Positives für Österreich tun würde, ich wage sogar zu behaupten, seine Motivation wäre besser als bei den heutigen Blockierern gegeben, während die 'Leichenstarre' dieser Koalition für effiziente Maßnahmen nicht reicht.

      Und jetzt möchte ich Ihnen was Wichtiges sagen. Es ist die österreichische Politik so verkommen, weil einer den anderen so lange lächerlich gemacht hat und blockiert hat, bis es heute nur noch vorwiegend lächerliche Typen gibt in der österreichischen Politik mit ganz wenigen Ausnahmen, zonenweise sogar mit vielen Ausnahmen, der Egoismus, der Pfauenstolz, die Volksferne, die Geldgier, die Freunderlwirtschaft, etc. haben Platz gegriffen. Man hat es verlernt effizient und ehrlich zusammenzuarbeiten, man hat es verlernt auf Ideologien zu verzichten, man hat es verlernt, das Notwendige zu arbeiten, man hat es verlernt Ergebnisse zu erreichen, aber man hat gelernt, sich selbst und die Klientel zu bedienen und Österreich zu vergessen, man hat es gelernt bei der EU zu buckeln zum Schaden von Österreich und verzapft reine Ideologie mangels an Fleiß.

      Die ÖVP hat ein Problem, sie gehört der SPÖ seit der unseligen Koalition.

      So verkommen sind die Parteien gar nicht ? Ich halte das für punktweise richtig, aber leider nur punktweise.

      Die Parteien müssen nicht immer belehrbar sein, aber sie müssen kompromisslos FÜR Österreich und seine Menschen arbeiten und nicht für sich, für eine Klientel, für eine EU, für Fremde, für eine Ideologie und schon gar nicht GEGEN Österreich, wie derzeit etwa auf fast allen Sektoren, angefangen mit der Schuldenpolitik, Immigrationspolitik, etc.

      Die 'Alternative' ist eine Verzweiflungstat, nie würde ich auf solche Ideen kommen, würden die österreicheischen Großparteien österreichisch und für die Österreicher arbeiten. Alles zu blockieren und 5 Jahre die Probleme nicht lösen, die wirklichen Probleme, das wird alle in die Verzweiflung treiben.

      Dr. Schüssel hätte das Format gehabt, den hat die ÖVP verscharrt, er lässt sich nicht mehr 'ausgraben', die anderen sind entweder detailengagiert oder formal, eventuell mit Ausnahme Frau Fekter, aber keine durchschlagenden Persönlichkeiten von ähnlichem Format wie Dr. Schüssel in der ÖVP es einmal war und nie wieder sein kann. Er tut heute das, was auch die anderen 'Koalitionsveteranen' tun, Versorgungsposten belegen, das bringt mehr, aber nicht für Österreich.

    • Wertkonservativer
      10. Juli 2011 19:22

      Vieles, was Sie sagen, verehrter herr Maierhofer, ist sicher richtig und stimmt im Wesentlichen.
      Trotzdem glaube ich eben nicht, dass die beiden Koalitionsparteien in dem Maße schlecht, volksfern und volksschädigend agieren, wie es von Ihnen und von vielen anderen seriösen Postern gebrandmarkt wird.

      Ja, es gibt viel zu kritisieren, doch es nicht alles schlecht, was getan wird.
      Wir leben in einem von den Staatsorganen gut geführten Land, ein Juwel unter den Staaten Europas, in im wesentlichen friedlicher Eintracht und sozialer Abgesichertheit. Da kann nicht alles NUR schlecht sein!

      Nur dauernd auf die unfähigen Politiker zu schimpfen, scheint mir halt ein wenig undifferenziert und auch übertrieben.

      Es tut mir leid, Wertester, wenn ich Ihren Kassandrarufen nicht folgen kann!
      Haben Sie bitte Nachsicht mit mir! Danke!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • machmuss verschiebnix
      10. Juli 2011 19:24

      @Wertkonservativer

      Ich glaube Sie unterschätzen die Gruppen-Dynamik, welche auf vor den Toren der
      Löwelstraße nicht halt macht. Durch gegenseitiges Bestärken in irrigen Ansichten
      kommt es dabei zu den seltsamsten "Blüten" bis hin zur Paranoia.

      Neulich erfuhr ich von einem praktischen Arzt in Wien, daß ich FPÖler bin (?!).
      Ich habe noch nie FPÖ gewählt, woher will ein Arzt wissen daß ich.. "ja wir müssen
      das alles dokumentieren ... die meiste Zeit von uns Ärzten geht für's dokumentieren
      drauf..."

      Nun stellen Sie sich vor, was da vielleicht noch alles an haarstreubender, subjektiver
      ärztlicher "Diagnose" in so einer Patienten-Akte drinnen stehen könnte .
      Das kann auch von Orwell nicht mehr getoppt werden, denn im Vergleich zu Orwell's
      "Schweine-Staat", ist diese Entwicklung hier im roten Wien absolut real !!

    • Josef Maierhofer
      10. Juli 2011 20:06

      @ Wertkonservativer

      Ich übe ja schon ein Leben lang Nachsicht, zahle meine Steuern und Sozialversicherungen und liefere damit alles, was die Politik braucht, doch das ist nicht genug, leider. Ich war wählen und habe immer gehofft auf vernünftige Entscheidungen, das Ergebnis kennen wir, 300 Mrd. Staatsschulden, 9 Mrd. jährliche Kreditkosten, 400 Mrd. Staatshaftungen und keine Anstalten, das zu beheben, nein, es werden die Fleißigen zur Kasse gebeten und die Faulen bekommen. So darf es nicht weitergehen.

      Österreich besteht aus 2 Klassen, die einen zahlen alles (nicht die Reichen, die sind in Stiftungen) und bekommen nichts dafür, die anderen zahlen nichts und bekommen alles dafür, Eigenverantwortlichkeit wäre angesagt und Rückzug des Staates aus dem Privatleben, Schutz der Freiheit, etc.

      Viele Rätsel gibt es für mich und unglaubliche Ziele und Entscheidungen und Maximen, für die Parteien eintreten, wie von einem Poster angeführt, die 'Löwelstrassler' und alle, die da mitmachen bei diesen Zielen, die kaum mehr was mit Österreichs dringendem Bedarf zu tun haben, etwa P.C., Genderismus in all seinen Auswüchsen bis hin zur Sprachverstümmelung, Import von Sozialschmarotzern, Zersetzung der Grundrechte, wie Freiheit, Eigentum, u.s.w.

      Das macht die SPÖVP.

      Ich würde eine ÖVP der konservativen Werte wählen, die Österreich nach vorne stellt, aber das tut sie ja nicht, sie setzt P.C., EU, SPÖ Maximen auf ihre Fahnen, kümmert sich nicht um die Korruption, die einseitige Justiz, ja macht bei allem 'Homo- und Quotenrummel' mit, tut alles, was die SPÖ sagt und tritt sogar für die Gesamtschule mit Leistungsaufhebung ein und ruiniert damit die Zukunft Österreichs nächster Generationen, u.v.a.m., wir diskutieren das regelmässig im Forum. Damit bin ich nicht mehr einverstanden.

      Sieht man denn diese enormen Fehler heute gar nicht mehr oder will man sie nicht sehen ? Die Menschen spüren diese Fehler, die Inflation, die Unwahrheiten in den Medien, die Halbwahrheiten, die Manipulationen, etc. Das alles lassen Österreichs 'Großparteien' zu und dürfen sich nicht wundern, wenn man dann die 'Leichtgewichte' wählt vor lauter Verzweiflung.

  15. Wertkonservativer
    10. Juli 2011 07:44

    Massenmedien - Totengräber der Demokratie !

    Treffender als unser Dr. Unterberger kann man es nicht ausdrücken!

    Die Kommunikationsflut - vom Schmierblatt übers Fernsehen bis zu den modernen Internet-Medien - droht uns flutwellenartig zu verschlingen!
    Unsere Jugend verzettelt sich in vielfache Um- und Abwege der modernen Kommunikationsgesellschaft; die wesentlichen Dinge des Lebens treten in den Hintergrund!
    Ein kleines Beispiel aus meinem Familien-Umfeld:
    einer meiner Enkel, im Maturastress, war von hunderten Seiten ausgedruckter Internet-Seiten derart "erschlagen" und verunsichert, dass ihn mein Papierkorbfüllen mit all diesen Seiten erst wieder zum Eigentlichen brachte: zum Rezipieren, Nachdenken und Wiederhereinholen bereits erlernten Wissens!

    Was lernt man daraus? Information ist gut und wichtig, kann jedoch auch der geistigen Gesundheit Schaden zufügen, so nach dem Motto:
    "Allzuviel ist ungesund"!
    (Überhaupt wenn sie - wie in Boulevard-Presse und unserem ORF - politisch einseitig und oft primitiv verpackt unter die Leute gebracht wird).

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • lässing
      10. Juli 2011 11:11

      Na, da hat man Sie wieder einmal ordentlich in die Pfanne gehaut. Bitte nicht vergessen, sich bei terbuan und beim libertus-starl-inside herzlich zu bedanken und die beiden Intriganten über den grünen Klee zu loben.

    • inside
      10. Juli 2011 12:00

      lässing

      libertus-starl-inside

      yu made mei dee ...

    • Wertkonservativer
      10. Juli 2011 12:19

      @ lässing:

      es ist sonst eher nicht meine Art, doch jetzt - nach mancherlei Vorwarnungen meinerseits - werde ich einmal so richtig gewöhnlich:

      Lässing, halten Sie, was mich betrifft, einfach zukünftig die Klappe!
      (und jetzt erspare ich mir das wiederholt in diesem Zusammenhang entgegenkommenderweise gebrauchte Wort: bitte)!

      Ich spreche für mich selbst, habe keine weiteren versteckten Nick-Identitäten; bin jederzeit per Mail ansprech- und greifbar; weiters ziemlich zufrieden, hier im Blog noch einigermaßen gerade Sätze schreiben zu können: also was will ich mehr; hintersinnnige bzw. hinterfotzige Zuredereien brauche ich wirklich nicht!

      Daher nochmals - ich wiederhole mich-: lässing, lassen Sie mich in Frieden, den ich mir inzwischen selbst erkämpft habe!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • contra
      10. Juli 2011 12:55

      @lässing

      Sagen Sie, sind Sie geistig tatsächlich so minderbemittelt nicht zu bemerken, daß Sie mit Ihren unhaltbaren Rundumschlägen dem integren @Wertkonservativen mehr schaden als nutzen?

    • terbuan
      10. Juli 2011 16:06

      Lieber Gerhard,
      Du hast unsere uneingeschränkte Sympathie und Solidarität!
      Er ist zwar ziemlich ärgerlich, aber wie man sehen kann, lahnsteirer/lässing/woglinde etc. demontiert sich selbst, er ist bereits zur zwangsneurotischen Lachnummer in diesem Forum geworden!
      Ganz herzliche Grüße
      terbuan@aon.at

  16. thomas lahnsteirer
    10. Juli 2011 07:02

    Ergänzend zur Verkommenheit der Medien:

    Es ist durch und durch skandalös wie die deutschen Medien, allen voran ARD und ZDF die Frauen-Fußball WM zum tollsten Ereignis des Jahres hochmanipulieren.

    Jeder, der zurecht das äußerst bescheidene Niveau dieser Veranstaltung kritisiert, wird als Ober-Macho niedergemacht. Nicht nur die SportreporterInnen gebärden sich völlig verrückt und lügen dem Publikum die Hucke voll, auch in vermeintlich seriösen Sendungen wie "hart, aber fair" wird diese Stolper WM gendergerecht als Ereignis des Jahres vermarktet.

    Da darf das Schmierblatt SPIEGEL in diesem Kreis nicht fehlen. Es überschlägt sich fast vor Lügen und dreisten Manipulationen über das "tolle" Niveau der FrauenfußballerInnen" und schreibt diese Lesbenveranstaltung zum "Sommermärchen 2011" hoch.

    Den verdienten Dämpfer haben diese Manipulierer gestern abends erhalten.
    Sie haben ja, großmäulig wie immer, dem Konsumenten eingeredet, dass "unsere Mädels" den WM-Titel nur abzuholen brauchten. Nun sind "die Mädels" schon im Viertelfinale an den japanischen Lesben gescheitert.

    Ein erfreuliches Waterloo für die Gender-Lügner und Manipulateure !!

  17. libertus
    10. Juli 2011 00:57

    Daß Herr Murdoch sein Blatt einstellen wird, hat handfeste monetäre Interessen und keinesfalls moralische. Denn er wird ganz sicher eine neue Boulvardzeitung auf den Markt bringen, welche abermals an maximalen Auflagenziffern bzw. Verkaufszahlen arbeitet - das ist nun einmal überlebensnotwendig, allerdings zugegeben, nicht um jeden Preis!!!

    Was jetzt das Bassenablatt "Österreich" betrifft, geht es hier nicht mehr um wirtschaftliches Überleben im Sinne von Auflagensteigerung, da ein Gratisblatt gar nicht diesem Wettbewerb unterliegt. Hier geht es um beinharte politische Agitation für den wichtigsten (roten!) Sponsor und genau deshalb erscheinen solche zweifelhaften Privatfotos über KHG >>>> man merkt die Absicht und ist nicht nur verstimmt, sondern höchst empört, weil man diese durchsichtige, politische Manipulation in einer sogenannten Demokratie noch niederträchtiger finden muß als das schielen auf Auflagensteigerung!

    Österreich wird bereits von "Österreich" beherrscht und das bedeutet eine viel bedenklichere Entwicklung, weil hier diesen Umtrieben niemand die Grenze setzt, zu der jetzt in Großbritannien gegriffen wurde.

    • Observer
      10. Juli 2011 15:00

      Eine der Hauptaufgaben von Staatssekretär (für Medien und Koordination im BuKaAmt) Josef Ostermayer ist es, die aktuelle Politik seines langjährigen Mentors Werner Faymann an die Öffentlichkeit zu verkaufen. Tatsächlich "kauft" er sich bei den Schmierblättern Heute, Österreich, Krone und in geringerem Ausmass auch bei anderen Zeitungen täglich viel Druckraum. Beim staatlichen ORF wird die positive Berichterstattung auf andere Art gesichert. Obwohl es mir ferne liegt, ihn mit seinem kleinwüchsigen Vorvorgänger und Namensvetter, Joseph G. (Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda) zu vergleichen, so hat auch dieser schon frühzeitig erkannt, dass man über Presse und Rundfunk das Volk mittels ständiger Präsenz gefügig bzw. mundtot machen kann. Genau genommen befinden wir uns im Dauerwahlkampf zwischen zwei NR-Wahlen, allerdings mit dem Unterschied, dass die dafür aufgewendeten Kosten aus den jeweiligen Ministeriumsbudgets finanziert werden. Shit of Austria?

  18. Haider
    09. Juli 2011 23:03

    Mit dem Verbieten von Meinung tue ich mir schwer. Traurig stimmt es mich aber schon, daß es anscheinend Österreicher gibt , die ÖSTERREICH unkritisch lesen (kaufen tut's wohl keiner, solange die SPÖ mit der Subventionsgießkanne unsere mühsam erarbeiteten Steuergelder zuschießt). Wie immer: Der Wähler könnte es natürlich ändern, wäre er nicht zu lax!

  19. byrig
    09. Juli 2011 22:50

    also:nach dem doch sehr kraftvollen titel"shit of the world" habe ich mir schon mehr erwartet an fakten,grauslichkeiten etc.
    die krone,österreich etc sind zwar linke schmierblätter,aber sicher nicht zu vergleichen mit britischen tabloids,denen jegliche moralität fehlt.
    am empörendsten ist die fast-önackte auf seite 3 in der krone.
    unhaltbares übertreiben bringt auch nichts,v.a.dann nicht,wenn man selbst glaubwürdig bleiben will.

    • byrig
      09. Juli 2011 22:54

      wobei mir die krone noch immer lieber ist als der linksextreme standard,vom falter ganz zu schweigen.tabloids mit kriminellen machenschaften sind sie alle nicht.faymann-hörig.das ist schlimm genug.aber noch immer gesetzlich gedeckt.

    • Haider
      09. Juli 2011 23:14

      @ byrig: Der standard lebt noch immer? Was doch die Steuergeld-Subventionitis für Blüten treibt. Zum Glück ermöglicht uns das Internet relativ problemlos die Flucht aus dem österreichischen Boulvard-Journalismus. Ganz besonders freut mich jedoch, daß ich dank Satelitt den ORF-Desinformierern nicht mehr ausgeliefert bin - außer bei den verbrecherischen Zwangsgebühren natürlich!

  20. Rosi
    09. Juli 2011 22:47

    '... dass Boulevard-Journalismus die Grenze zum Kriminellen längst und fast ständig überschreitet ...'

    Auch auf einem ganz anderen Gebiet als dem des Datenschutzes von Privatpersonen.
    Durch die Förderung der Sensationsgier durch den Boulevard-Journalismus sind die Terroraktionen diverser Gruppierungen erst 'ins Bild gerückt' worden,
    und zu einem wesentlichen Faktor geworden.
    Hätte man in den Anfangszeiten dieser Entwicklung in stillschweigender Übereinkunft diese Dinge in den Medien nicht erwähnt, oder bestenfalls als Fußzeile, hätte der Terrorismus meiner Meinung nach nie die Bedeutung erlangt, die er heute hat - ohne 'Publikum' wären die (totgeschwiegenen) Anschläge ins Leere gegangen.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  21. Gandalf
    09. Juli 2011 22:34

    In einem anderen thread habe ich es schon deponiert: Dass Herr Murdoch sein Sudelblatt einstellt, ehrt ihn. Das Pendant von "News of the World" in Österreich, das skandalöserweise auch noch den Namen unseres Landes tragen darf, müsste schon lange diesen Weg geschickt worden sein; nicht vom Verleger selbst - nein, von dem sind weder Ethos noch Anständigkeit zu erwarten. Aber vielleicht vom Financier? Wer den Stephansdom retten wollte, in der Fastenzeit wirklich keinen Alkohol trinkt und auch sonst sehr fromm ist, müsste doch schon lange Leib- und Seelenschmerzen haben, wenn er sieht, welche Gemeinheiten er da ermöglicht. Weidmanns Heil!

  22. terbuan
    09. Juli 2011 21:59

    Lieber Herr Dr. Unterberger!
    Es gibt nichts, was an diesem Beitrag auszusetzen ist, er findet meine volle Zustimmung!
    Die Katastrophe für unser Land ist der verkommene Zustand der Boulevard-Medien in gleicher Weise wie der der korrupten und willfährigen Justiz!

    Anneliese Rohrer hat heute in einem Aufsatz im "Spectrum" der "Presse":
    "Wenn die Blase platzt" über die Uninteressiertheit der Jungen unter 30 an der Politik richtig gemeint:
    "Kriechen vor Autoritäten und ein aufrechter Gang sind einander ausschließende Bewegungsarten!"

    Auf diesem Boden gedeiht die Saat unserer Schmierblätter!
    Nur mehr Voyeurismus ist gefragt anstatt eines kritischen Hinterfragens!





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung