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Die Zukunft des Euro

Als ich Mitte der 90er Jahre einen Halbtag an einem spannenden Seminar mit Milton Friedman teilnehmen durfte, schrumpfte der Mann in meinen Augen vom großen Mythos auf seine physische Größe zusammen. Die bekanntlich sehr gering war. Mir war klar: Der Nobelpreisträger wollte originell sein. Was immer am leichtesten geht, wenn man der großen Mehrheit der Ökonomen widerspricht.

Denn Friedman warnte die Europäer heftig vor der Einführung des Euro. Das klang nicht nur originell, sondern auch nach typischer Interessenpolitik einer Großmacht: Die USA bangten um die Rolle des Dollar als Weltreservewährung, die ihnen viele Dividenden bringt.

Seit dem Vorjahr baut sich mein Milton-Friedman-Mythos aber langsam wieder auf. Friedman hatte wohl nicht mit seiner gänzlichen Ablehnung des Euro recht, aber dennoch war seine Kritik richtig: So wie der Euro eingeführt wurde, war es ein schwerer Fehler!

Kurz darauf konnte ich in einem Hintergrund-Gespräch mit einem Euro-freundlichen Finanzminister eines großen (nicht deutschsprachigen) EU-Landes die Friedman-Thesen durchdiskutieren: Was ist, wenn Euro-Länder trotz der Maastricht-Kriterien undiszipliniert sind, wenn sie den Forderungen der Gewerkschaften ständig nachgeben, wenn sie große Defizite produzieren, wenn sie Gehälter und Preise schneller steigen lassen als andere Länder beziehungsweise schneller, als der Produktivitätszuwachs erlaubt? Ein solches Land kann ja im Euro-Raum die eigene Währung nicht abwerten. Damit fehlt die wichtigste Gegenmaßnahme, durch die früher die „Erfolge“ der Gewerkschaften regelmäßig wieder wertlos geworden sind.

Die Antwort jenes Finanzministers war richtig und logisch: „Den bestrafen die Märkte.“

Wenn Griechenland für Anleihen 23 Prozent Zinsen zahlen muss und Deutschland nur 1,6 Prozent, dann ist der Unterschied die Strafe der Märkte (auch wenn sich deren Höhe tagtäglich ändert).

Die Frage ist nur: Ist es richtig, dass auch die Europäische Zentralbank, die EU und die sich solidarisch erklärenden Euro-Staaten jetzt gemeinsam mit den Griechen diese Strafen zahlen? Sind wir da nicht genau in der Situation des in der Literatur oft beschriebenen Verschwenders, der immer Besserung schwört, wenn er den reichen Onkel anpumpt? Und der alle Schwüre vergisst, sobald er das Geld hat . . .

Erfolge und Misserfolge der Griechen 

Was haben die Strafen nun konkret in Griechenland bewirkt? Da stehen etliche Erfolge auch vielen Misserfolgen gegenüber.

Die Erfolge:

  • Die griechische Regierung hat in einem Jahr 5 Prozent des BIP eingespart. Das klingt harmlos, das hat aber fast noch nie ein Land außerhalb von Kriegszeiten geschafft.
  • Der Konsum der Griechen ist in einem Jahr um rund 15 Prozent zurückgegangen.
  • Die Importe sind sogar um mehr als 30 Prozent gesunken.

Unabhängig von der disziplinierenden Wirkung von Strafen kommt auch aus einer anderen Ecke ein Hoffnungsstrahl: Den Griechen dürfte im Sommer 2011 ein Tourismus-Boom bevorstehen: Die Buchungen sind trotz der Abschreckung durch Fähren- und Fluglotsenstreiks stark gestiegen. Dieser Boom ist Folge der noch viel größeren Skepsis der Touristen gegenüber Ägypten und Tunesien.

Positiv ist prinzipiell auch, dass die Miteuropäer diesmal schon Monate vor der drohenden Zahlungsunfähigkeit Griechenlands Maßnahmen zu diskutieren begonnen haben. Sie tun sich freilich dennoch mit der Antwort schwer. Denn die übereilte und falsche Husch-Pfusch-Aktion des Mai 2010, als Griechenland 110 Milliarden Hilfe zugebilligt worden sind, erweist sich immer mehr als katastrophaler Fehler mit langfristigen Folgen. Und diese können nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Den Erfolgen stehen viele Negativa gegenüber:

  • Griechenland hat erst ein volles Jahr nach dem ersten Hilfspaket die Investmentbank fixiert, die das Land bei der versprochenen Privatisierung beraten soll. Das ist keinesfalls ein Zeichen von Ernsthaftigkeit.
  • Eine griechische Ministerin hat zugegeben, dass auch heute noch für tausende Leichen Gehälter oder Pensionen kassiert werden.
  • Die vielen Hinweise auf Korruption und Nachlässigkeiten bei der Steuereintreibung sind nicht geringer geworden.
  • Trotz der harten Maßnahmen sind die exorbitanten Gehaltssteigerungen im öffentlichen Dienst Griechenlands seit der Einführung des Euro noch immer nicht ganz kompensiert worden (Im Vergleich zu deutschen Beamten haben die griechischen seit Einführung des Euro 30 Prozent mehr Gehaltserhöhungen bekommen).
  • Die aggressiven Streiks und Demonstrationen gegen die Sparmaßnahmen zeigen, dass ein guter Teil der Bevölkerung noch keineswegs den Ernst der Lage erkennt.

Neben diesen Enttäuschungen sollte man auch die gefährlichen und noch viel wichtigeren psychologischen Wirkungen einer neuen Griechenland-Hilfe auf andere Euro-Staaten nicht ignorieren. Diesen wird ein ganz falsches Signal gesendet: „Es gibt immer einen, der Euch herauspaukt.“ Das ist in einem Europa, welches das Prinzip Eigenverantwortung ohnedies weitgehend verlernt hat, sehr gefährlich.

Noch schlimmer aber ist, dass die EZB als Hüterin der Stabilität umgefallen ist. Sie hat mit Taschenspielertricks die eigenen Regeln und den eigenen Auftrag umgangen und steht nun mit einem Tresor voller wertloser griechischer Staatspapiere da. Auch wenn die genaue Summe geheimgehalten wird, ist klar, dass die EZB bald Bedarf an Kapitalerhöhungen haben wird. Die Zentralbank wurde als Mülldeponie missbraucht. Und sie ließ es sich gefallen.

Keine Euro-Krise, sondern eine Schuldenkrise

Rund um den Mai 2010 gab es fast keinen Politiker, der die Hilfsaktion für Griechenland nicht damit begründet hätte, dass man damit den Euro rette. Das war aber die Unwahrheit. Es gab und gibt keine Euro-Krise, sondern eine schwere Schuldenkrise vieler Staaten (in und außerhalb der EU). Diese Krise wäre auch ohne Euro schlagend geworden. Das Wort Euro-Krise haben nur die Spin-Doctoren der Politik zur Ablenkung von der politisch verursachten Schuldenkrise erfunden. Die Euro-Gegner hingegen wollen durch dieselbe Wortwahl etwas ganz anderes bewirken, nämlich gleich den Euro zu killen.

Viele Industrieländer bekommen heute aber in Wahrheit die Rechnung dafür serviert, weil sie verleitet von populistischen Politikern massiv über ihre Verhältnisse gelebt haben. Das trifft – mit nationalen Unterschieden – in den meisten Ländern sowohl die staatliche wie auch die private Verschuldung.

Diese Schuldenkrise muss zu dramatischen Folgen führen, deren Details freilich noch offen sind. Am wahrscheinlichsten ist eine signifikante Intensivierung der Inflation. Durch eine Inflation können viele europäische Staaten ihre Schulden am leichtesten in den Griff bekommen. Das gilt tendenziell auch für die derzeitigen Vorzugsschüler Deutschland, Niederlande und Österreich.

Die Einführung des Euro ist hingegen trotz der Schuldenkrise vieler Länder ein großer Erfolg: Sie hat vor allem den Industrie-orientierten Ländern eine starke Verbesserung der Handelsbilanz ermöglicht. Die Importländer können ihnen nicht mehr durch ständige Abwertungen den Markt rauben. Exporteure sparen ferner teure Transaktionskosten, etwa die Absicherung gegen Währungsschwankungen.

Aber dennoch ist klar: Rund um die Einführung des Euro sind katastrophale Fehler begangen worden, die heute seine Erfolge überschatten. Der zentrale politische Fehler war, dass die eigenen Regeln nicht ernst genommen worden sind. Man hat dadurch auch viele solcher Länder in den Euro-Raum aufgenommen, welche die Bedingungen nicht erfüllen.

Es hat zwangsläufig negative Beispielsfolgen, wenn Politiker die selbst gesetzten Regeln ignorieren. Wer einmal lax bei den Regeln ist, wird meistens nie mehr ernst genommen.

Die wichtigsten Regelbrüche:

-         Die laut propagierten Stabilitätskriterien wurden in Wahrheit ignoriert. Es wurden von Anfang an Staaten aufgenommen, welche die Maastricht-Kriterien nicht einmal annähernd erfüllten. Dennoch hat damals die EU-Kommission dem Rat Land für Land „empfohlen“, die Kriterien „für eingehalten zu erklären“. Obwohl sie eindeutig nicht erfüllt waren.

-         Man hat ebenfalls auf Konsequenzen verzichtet, als später die beiden Schwergewichte Deutschland und Frankreich gegen diese Kriterien verstießen. Was vielen anderen erst recht Mut zur Sünde machte.

-         Im Mai 2010 wurde die No-Bailout-Klausel brutal verletzt. Der Artikel 125 des EU-Vertrages verbietet es ja ausdrücklich, dass die EU oder Mitgliedsländer für die Schulden eines anderen Mitgliedslandes einstehen.

-         Man hat auch seither die eigene Glaubwürdigkeit weiter demoliert: Die Zeitungsarchive sind voll der Ankündigungen, dass Griechenland, Irland, Portugal keine Hilfe benötigen – bis es wenige Tage später immer ganz anders war.

-         Man hat Griechenland nach dem Mai 2010 viel zu lang scharfen Druck in Richtung auf echte Reformen erspart.

Dafür wurde an einer anderen EU-Regel festgehalten: nämlich an der Notwendigkeit einer nationalen Kofinanzierung, wenn ein Land EU-Förderungen in Anspruch nehmen will. Die Griechen haben aber kein eigenes Geld mehr für diese Kofinanzierung und dadurch für sie reservierte Milliarden aus dem EU-Budget verloren. Das ist zwar eine an sich sinnvolle Regel – sofern man akzeptiert, dass die EU eine Transferunion ist, in der Länder und Regionen vor allem im Süden des Kontinents seit Jahrzehnten von Zuschüssen anderer leben und dadurch der Selbstverantwortung total entwöhnt worden sind. Aber im Falle Griechenlands zeigt die Kofinanzierungsregel, dass sie jedenfalls nicht immer sinnvoll ist.

Wie auch immer die Causa Griechenland weitergeht: Es gibt große Gefahren für die Stabilität auch vieler anderer europäischer Staaten. Es gibt aber keine unmittelbare Gefahr eines Zerfalls des Euro. Die nach einem Zahlungsausfall Griechenlands erwarteten wilden Kursausschläge der Währung werden sich binnen kurzem wieder stabilisieren. Der Euro wird erst dann zerfallen, wenn die EU als Ganzes zerfällt. Was freilich – aus ganz anderen Gründen – nicht mehr so unwahrscheinlich ist wie vor zehn Jahren.

Viel größer ist aber jetzt schon die Gefahr, dass Staaten ihre riesigen Schuldenlasten nur noch durch Inflationierung loswerden können. Sie wollen das auch insgeheim. Denn es ist praktisch, wenn man edle Ziele wie Euro-Rettung und Solidarität vorschieben sowie den Handel und „Spekulanten“ als Schuldige geißeln kann, statt sich selbst zur Verantwortung für die eigene Schuldenwirtschaft bekennen zu müssen.

(Dieser Text erscheint in einer ausführlichen Version in „Der Hauptstadtbrief“ einem in Berlin erscheinenden Dienst für Top-Entscheidungsträger.)

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juli 2011 01:00

    Die EU ist zur "Sonderschule" für viel zu viele unfähige Politiker verkommen, die ihr Unvermögen bzw. ihren Wählerkauf nicht nur der Union anlasten, sondern sich auch auf die letzten Endes bereits real existierende Transferunion verlassen.

    Damit ist der "Staatsprasserei" Tür und Tor geöffnet und es ist zu befürchten, daß das Griechenland-Virus auch noch andere EU-Länder infiziert.

    Alleine mit dem Kauf großer Mengen griechischer Ramschpapiere müßte die EZB seriöserweise schon Konkurs anmelden, aber nachdem das alles die europäische Bevölkerung entweder über direkte Zahlungen und/oder über eine horrende Inflation bezahlen wird müssen, machen sich die Mächtigen wenig Kopfzerbrechen. Es geht hurtig so weiter!

    Fragt sich nur wie lange die fleißigen Steuerzahler mitspielen und ob bzw. wann der griechische Funke der Aufständischen auf das übrige Europa überspringt.

    Dann ist endgültig Schluß mit Lustig - Widerstand regt sich bereits allenthalben und es wird Zeit, daß machtgierige sowie unfähige Politiker rasch aus den diversen Regierungen gejagt werden.

    Österreich könnte seine Geschichte 2013 mit einer Vorreiterrolle "krönen. *hoff*

  2. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juli 2011 07:11

    Zum Aussetzen der Kofinanzierung:

    Ein Aussetzen der Kofinanzierung ohne Einsetzen eines Kommissärs von außen ist zum Scheitern verurteilt. Ich hab nämlich noch nicht davon gehört, dass die Fässer ohne Böden in Griechenland beseitigt wären.
    Ein Beispiel: Die griech. Reeder konnten sich erfolgreich drücken vor der eingeführten Krisenzusatzsteuer, etc., eine Reederei, die eine 3stellige Subvention zweckwidrig verbrauchte, die kann ja nicht belangt werden, ist doch die Reederei inzwischen an Abu Dhabi Mar verkauft. Und so holen sich gewisse Menschen, mehr als ihnen zusteht ohne Konsequenzen. Konsequenzen gibt es für die Volkswirtschaften Europas. Die derzeitige Lösungsstrategie lässt eben die ihren nicht im Stich und wälzt auf die Masse ab.

    Daher werden die 17 Mrd-EU-Gelder genauso verpuffen wie die 110 Mrd. im letzten Jahr. Übrigens warum müssen dann die anderen Länder dann noch kofinanzieren?

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juli 2011 07:43

    Wenn sich Länder zu einer Union zusammentun, dann soll eine solche einen Vorteil für alle bringen.

    Wenn sich Länder aber mit List und Betrug in eine Union einschleichen und eine gemeinsame Währung durch hemmungsloses Schuldenmachen für sich ausnützen, so sind diese Länder keine Bereicherung der Gemeinschaft.

    Eigenverantwortliche, Staaten mit Unabhängigkeit und Selbständigkeit in allen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Dingen, die wären eine Bereicherung einer Union.

    Eine Union, die die eigenen Verkehrsregeln verletzt und letztlich grob fahrlässig gegen die Bürger die Union und die Mitgliedsstaaten in die Schuldenkrise führt, die grob fahrlässig lügt, täuscht, verschweigt und manipuliert, statt der Wahrheit ins Auge zu blicken, ist nicht die Union der Bürger, so was will keiner.

    Darum werden alle Politiker in Zukunft Erfolg haben, die dem Volk glaubhaft versichern können, in Brüssel standhaft ein Veto gegen alle diese Machaloikes einzulegen, die notfalls auch einen Austritt aus einer solchen Union erwägen, die unendlich teurer kommt als die Mitgliedsbeiträge und ein paar 'Begleitmitgliedscahften' erahnen lassen.

    Ich behaupte gefühlsmäßig und ohne Beweis, daß diese Union lediglich Banken und multinationalen Konzernen was gebracht hat und dem Bürger nichts.

    Vom sozialen Europa, wie es die Linksparteien stets propagieren, ist ein Infaltionsdesaster, ein Arbeitslosendesaster, eine neue Armut, eine Schmarotzergeneration und ein enormer Schuldenberg für viele Generationen entstanden und es wird vermutlich entgegen aller Beteuerungen auch bald ein EURO Problem werden wegen der Inflation, der Armut und der Schulden.

    Es unterscheidet uns hier in Europa kaum mehr was vom Amerika der Konzerne und der Volksarmut.

  4. Ausgezeichneter KommentatorW.F.Köhler
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juli 2011 06:19

    Jetzt kommen die Fehler zutage:
    1. Ein französischer EZB-Chef, einem Land, das traditionell eine inflationistische Wirtschaftspolitik betreibt und als Nachfolger ein Italiener!!! Damit kann man einen harten € vergessen.
    2. Die Leichtgläubigkeit der EU-Beamten, die nach Strich und Faden belogen und betrogen werden.
    3. Betrug und Korruption in der EU-Verwaltung. Mangelhafte Kontrolle derselben.
    4. Mangelnde Kontrolle der EU-Förderungen. Dadurch Fehlleitung von Milliarden €.
    5. Zu hohe Gehälter der EU-Beschäftigten.
    6. Zunehmender Einfluß der Kommunisten in der Verwaltung. Seilschaften!
    Wer soll das alles bezahlen? Doch wieder wir Hartwährungsländer, die Deppen der EU.

  5. Ausgezeichneter KommentatorGeheimrat
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juli 2011 16:08

    "Europa fährt mit Vollgas gegen die Wand und geht gegen jene vor, die sagen, daß es auch eine Bremse gibt."

  6. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juli 2011 16:50

    Ich bin kein Ökonom aber zumindest gewohnt, Probleme mathematisch zu formulieren und zu durchdenken. Wenn man wissen will, wie hoch die Inflation wird, wenn man ab sofort keine Schulden mehr zusätzlich machen, und zugesagte Rückzahlungen ordnungsgemäß durchführen würde - beides sehr theoretische Annahmen, siehe die handelnden Personen - dann kann dies leicht errechnet werden: Man muß nur die ursprüngliche Gesamtzahl an Euros vor der Krise (ca. 2008) und die inzwischen zusätzlich "gedruckten" (nicht wörtlich nehmen, sondern die neu zugesagten) Euros addieren. Aus dem Verhältnis von "ursprünglichen" zur "nunmehrigen" Eurozahl ist sofort die Inflation abzulesen. Man entschuldige die unwissenschaftliche Ausdrucksweise, aber das Ergebnis ist plausibel. Wer hat/nennt die "ursprüngliche" und die "aktuelle" Eurozahl? - Die einflußreichen Politiker scheinen sie nicht zu kennen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorReflecting
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juli 2011 10:35

    Gestern haben wir alle in Ehrfurcht und Respekt des Todes eines großen Menschen, eines Gentleman, eines Christen und (des letzten?) Abendländers gedacht. Otto von Habsburg war auch ein großer Österreicher. R.i.P.
    Heute gedenken wir primär der Schuldenkrise, die uns schneller und schneller an den Rand des Abgrundes bringen wird. In diesem Zusammenhang scheint es angebracht, an einige Fakten zu erinnern.
    Die Leistung, welche die Generation nach der Stunde Null erbracht hatte, war das Ergebnis einer unter den gegebenen Bedingungen nahezu unmenschlichen Anstrengung, die den Grundstein für den heutigen Wohlstand (zuerst nahezu ohne und dann mit Schulden) gelegt hat. Die Hilfe, die dankenswerter Weise gewährt wurde (ERP und andere), ist sinnvoll genützt worden. Die Menschen der echten Jammerjahre damals (ich bin noch ein bewusster Zeitzeuge) brauchten keine Fremd- oder (politisch bereits korrekter) Gastarbeiter, sie schufteten selbst. Zu Beginn waren es vor allem die Frauen, die mehr als ihren „Mann“ gestellt hatten; sie brauchten kein gender main streaming, keine Feministinnen oder sonstige Aktivisten, sie wussten selbst am besten, was zu tun war. Es war auch der Beruf noch kein job! Der Asylbegriff hatte noch seine altehrwürdige Bedeutung und war nicht der politischen Beliebigkeit ausgesetzt. An legale und illegale Zuwanderung im heutigen Sinn hat niemand gedacht!
    Kaum war man aus dem Ärgsten heraus, hat die Umverteilungs- und Betreuungsbürokratie ihre Arbeit intensiviert. Seither wurden Abermilliarden umverteilt und der Aufschrei der Küberlianer & Co., dass die Armut zunehme, wird lauter und lauter. Was ist passiert? Mit dem Umverteilen und dem Betreuen ging kein Schaffen Hand in Hand, und so versickerten die Milliarden.
    Vergleichbares spielte sich verbreitet bei der Entwicklungshilfe ab.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNeppomuck
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Juli 2011 13:39

    „Gott vergibt – Django nie.“

    „Der Politiker vergibt, der Markt nie.“

    „Merkel (e. a.) gibt (das Geld der Steuerzahler), die Geldmärkte nehmen.“

    Die Ratingagenturen verleihen (Bonität), die Spekulanten nehmen (Zinsen).“

    „Spekulationen“ ist an sich nichts Verwerfliches, da sie Risiken beinhalten, die Verluste möglich, wenn nicht gar „wahrscheinlich“ machen. Der Gewinner nimmt, der Verlierer gibt, bzw. verliert. Alles bleibt irgendwie innerhalb der „Familie Spekulanti“.
    So weit, so gerecht.

    Eine Währung „lebt“ vom (grundsätzlich ungesicherten) Vertrauen in ihre Stabilität. Die „Währungsexperten*“ (Ratingagenturen) genießen Vertrauen (warum eigentlich?), um davon (gut) zu leben.

    Ein *Experte ist jemand, der einige der schlimmsten Fehler kennt, die in seinem Metier gemacht werden können, und weiß, wie er sie vermeidet.
    Heisenberg, dt. Physiker


    Wieso werden also derart viele Fehler gemacht, die das kaum mehr zu überschauende, weil auf vielen undurchsichtigen Ebenen vernetzte System der weltweit relevanten Währungen ins Trudeln bringen? Und das bei diesen Gagen.
    So weit, so ungerecht.

    Wenn aber nun (Gott möge abhüten) auch noch leistungsfeindliche Interessen dahinter stehen und die gut bezahlten (von wem eigentlich?) „Ratingagenturexperten“ mitspielen, weil sie wissen, wie der Hase laufen wird, da sie seinen Weg vorgeben (können), ist der Verdacht der Insidergeschäfte (verboten!) nicht weit.
    Das generelle Problem, einen Verdacht durch unwiderlegbare Beweise zu erhärten, zeigt sich allerdings auch hier.
    Man müsste also die Berechnungsmodalitäten des Einkommens dieser Experten kennen und ebenso die Aussteller der Gehaltschecks.
    Was ein großes „Y-Geschrieen“ auslösen wird.

    Oder jedem relevanten (USA, Europa, China, Indien, Japan) Wirtschaftsraum jeweils nur eine „Ratingagentur“ zugestehen, die ihre gewonnenen Erkenntnisse, protokollarisch festgehalten natürlich, harmonisieren können und dann zu veröffentlichen haben.
    Wer Qualität will, muss Wettbewerb zulassen.

    Das wird der Übersicht unserer von Fachkenntnis kaum belasteten Finanzminister und -innen zumindest ein wenig auf die Sprünge helfen. Sitzen sie doch nun in Reichweite dieser Kaffeesudleser und können ihnen über die gepolsterten Schultern schauen.
    Oder letztlich das Bekenntnis zutage fördern, dass ihr Herumgeeiere nur die Vorgangweise verschleiern soll, dass sie die längst ausgemachte und sonst wo als in den zuständigen Gremien beschlossene „vollendete Tatsache“ mitbestimmen konnten.
    Man ist ja „autonom“, bzw. hat so zu tun.

    Schließlich wählt kein Mensch einen Hampelmann, den er dann auch noch fürstlich bezahlt.


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    „Die Euro-Rettung ist Demagogie!“

    Der Wissenschaftler und Finanzprofi Max Otte bringt Licht ins Verwirrspiel der Politiker um den Euro und fordert zum Widerstand auf. Anlegern rät er im Interview zu Aktien und Gold.

    http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-22852/staroekonom-max-otte-die-alten-strukturen-sind-nach-wie-vor-vorhanden_aid_643113.html

  10. Norbert Mühlhauser
    06. Juli 2011 22:34

    Sorry, aber wegen der großen Bedeutung der Geldmengenpolitik gleich hier zuoberst:

    @ xRatio, zu "weiter unten", 1944 Uhr :-)

    Ihr Standpunkt hat seinen Charme, was heißen soll, das er zum Denken anregt und mithin originell ist. Natürlich scheint theoretisch ein Wirtschaftsgeschehen vorstellbar zu sein, das spiegelbildlich zur jetzigen, die Inflation eher begünstigenden Geldmengenpolitik eine Geldaufwertung aufgrund wachsender Produktivität trotz gleicher Geldmenge in Kauf nimmt, indem auf Notenbankeingriffe verzichtet wird.

    Auf den zweiten Blick verflüchtigt sich jedoch die Attraktivität Ihres Modells nicht allein deshalb, weil ja ohne Notenbank kaum kontrolliert werden könnte, ob nicht jemand systemwidrig Geld schöpft, oder andernfalls auf Papiergeld verzichtet werden müsste.

    Abgesehen von den auch in der Wikipedia nachzulesenden Nachteilen, die teils psychologisch begründet sind, da bei sich verschlechternder Wirtschaftslage und Wohlstand die Bürger zurückhaltend kaufen, weil sie auf sinkende Preise warten, und den ebendort insinuierten konjunkturpolitischen Möglichkeiten, einer Abwärtsspirale entgegenzusteuern, beeinträchtigt Ihr Modell die vwl so wichtige Funktion des Kreditwesens.

    Erstens wäre der Anreiz der Bürger geringer, ihr Geld den Banken zu überantworten, obwohl diese Institute zweifellos besser qualifiziert sind, eine für alle vorteilhafte Allokation der Investitionsmittel herbeizuführen.

    Zweitens macht die Deflation den Geldverleih an sich komplizierter, da der Gläubiger in der Regel auf eine Leihgebühr angewiesen sein wird, um trotz Geldübertragung seine finanzielle Dispositionsfähigkeit zu sichern, und andererseits die Summe aus Leihgebühren und zurückgezahltem Stammbetrag ein übergebührliches Kreditentgelt ergäbe, das im Nachhinein noch adjustiert werden müsste.

    • xRatio (kein Partner)
      07. Juli 2011 01:44

      @Norbert Mühlhauser 06. Juli 2011 22:34

      Gut, wir sind uns einig, daß die Geldmenge der fast ausnahmslos (auch von Dr. U.) verkannte oder sorgfältig vertuschte Dreh- und Angelpunkt ökonomisch fundierter Überlegungen ist. Geld ist heute fast überall im Spiel, die Geldmenge überall von entscheidender Bedeutung.

      Frei gebildete von Geldmengenänderungen unbeeinflußte Preise haben in einer Marktwirtschaft eine essentielle Signalfunktion.

      Ihre Ansicht, die Geldmenge solle oder dürfe unter gewissen Bedingungen nach Ihrem oder anderer Leute Geschmack verändert werden, halte ich (unter welchen Bedingungen auch immer) für einen niemals zu rechtfertigenden Eingriff in das freie Spiel von Angebot und Nachfrage. Das läuft im Endeffekt auf die Abschaffung der Marktwirtschaft hinaus.

      "Auf den zweiten Blick verflüchtigt sich jedoch die Attraktivität Ihres Modells nicht allein deshalb, weil ja ohne Notenbank kaum kontrolliert werden könnte, ob nicht jemand systemwidrig Geld schöpft, oder andernfalls auf Papiergeld verzichtet werden müsste."

      Euros oder andere Währungen vermehren ("schöpfen" - LOL) kann und darf nur die zuständige Notenbank. Andere wandern in den Knast, wenn sie das versuchen. Die Politruks und ihre Handlanger gehen für dieselben Machenchaften straffrei aus. Hier wäre der Hebel anzusetzen.

      Der einzige deutschsprachige Politiker, der in Geldfragen trotz gängiger und damit schiefer Bemerkungen am ehesten durchblickt und dies auch klar zum Ausdruck bringt, ist

      Frank Schäffler, FDP-MdB (Baujahr 1968)

      DIE EUROPÄISCHE ZENTRALBANK ALS BRANDSTIFTER 21.06.2011
      http://www.frank-schaeffler.de/search/node/Geldmenge

      Die Rolle der EZB ist eine andere. Trotz ihrer stärkeren rechtlichen Verankerung hat sie ihren Auftrag nicht erfüllt.
      Sie hat sogar die Finanzkrise verursacht und verschärft. Für die Überschuldung von Banken und Staaten in Europa hat sie den Boden bereitet.
      Basis dafür ist die Entwicklung der GELDMENGE, die von der EZB über ihre Zinspolitik beeinflusst wird.
      Von 1998 bis zum Ausbruch der aktuellen Finanzkrise im Jahr 2008 stieg die breite Geldmenge M3 um fast 120 Prozent

      UND TÄGLICH GRÜSST DAS STAATSVERSAGEN, Gastbeitrag für hbpa 15.10.2008
      http://www.frank-schaeffler.de/presse/medienspiegel/442

      Wer heute nach mehr Regulierung oder nach der ordnenden Hand des Staates ruft, verkennt Ursache und Wirkung der Krise an den Finanzmärkten.
      Versagt hat nicht der Markt, sondern der Staat.
      Die Verursacher der jüngsten Entwicklungen sitzen nicht in den Konzernzentralen der Banken, sondern in den Regierungen und Notenbanken dieser Welt.
      Der eigentliche Grund für die gegenwärtige Finanzkrise ist die ungezügelte Geldvermehrung.

      ----
      Das entspricht zwar nicht in allen Details der Begründung, aber im Ergebnis voll und ganz auch meiner Meinung.

    • Norbert Mühlhauser
      07. Juli 2011 11:26

      Werter xRatio,

      nichts von dem, was Sie oben vorgebracht haben, betrifft die von mir dargelegten Ablehnungsgründe gegen Deflationspolitik oder eine notenbanklose (Geld-)Wirtschaft.

      Sie sollten meine Aussagen nicht dahin verstehen, dass ich einer schrankenlosen Geldschöpfung das Wort rede!

      Was Ihre nachfolgend wiedergegebenen Bemerkungen anbelangt, so teile ich sie sogar:

      Euros oder andere Währungen vermehren ("schöpfen" - LOL) kann und darf nur die zuständige Notenbank. Andere wandern in den Knast, wenn sie das versuchen. Die Politruks und ihre Handlanger gehen für dieselben Machenchaften straffrei aus. Hier wäre der Hebel anzusetzen.

      ....

      Versagt hat nicht der Markt, sondern der Staat.


      Das ändert aber nichts an den von mir gesehenen Nachteilen einer Deflation.

      Ohne Notenbank könnte in Konjunkturabschwüngen der Geldumlauf nicht durch billigere Kreditzinsen gefördert werden, um gegensteuern zu können - zum Beispiel!

      Und vor allem: Wenn Sie von einem freien Spiel von Angebot und Nachfrage beim Geld reden, so widerspricht das direkt einer von Ihnen durch notenbanklose Wirtschaft angestrebten Deflation. Da dann jeder Wertbescheinigungen bzw Zahlungsbürgschaften ausstellen(=schöpfen) könnte, würde die Deflation nie erreicht.

      Es ist ähnlich wie bei einer Wirtschaft ohne gesetzliche Rahmenbedingungen/Rechtsgarantien:
      In einer insofern "befreiten" Wirtschaft würden nur Mafiaclans herrschen, aber kein freies Spiel von Angebot und Nachfrage. Ich nehme doch an, dass Sie sich insoweit gleich mir zu einem Mindestmaß an Reglementierungen bekennen.

      Vielen Dank noch für die interessanten links. Auch ich finde: Ein "Aufschwung" auf Pump, der die Kapazitäten zu Rückzahlungen nicht erhöht, ist ein potemkinsches Dorf und muss sich rächen. Er ist ein ungedeckter Wechsel auf die Zukunft.

    • xRatio (kein Partner)
      07. Juli 2011 15:52

      @Norbert Mühlhauser 07. Juli 2011 11:26

      Sie täten sich vor allem auch selbst einen Gefallen, wenn Sie Inflation und Teuerung, Deflation und Verbilligung begrifflich unterscheiden würden.

      Da Sie mir einerseits zustimmen und dann doch wieder mit (für mich wenig plausiblen) Begründungen für die Manipulation der Geldmengen durch die Politruks eintreten, bewegen Sie sich logisch in einem inneren Widerspruch. Sollte Ihnen wenigstens mal zu denken geben. ;-)

      Die Lehre oder besser Leere :-) von den "Konjunkturzyklen", auf die Sie wiederholt anspielen und abstellen, teile ich ebensowenig wie den ganzen anderen Quark, den uns die VWL an unsinnigem Gelaber auftischen will. Ich halte von alledem rein gar nichts.

      Schlagendes Gegenbeispiel, falls es Sie beeindruckt, ist z.B. der seit Jahrzehnten zu beobachtende permanente Preisverfall (Sie nennen es "Deflation") auf dem EDV-Sektor.

      Anfangs waren für eine Festplattenkapazität von gerade mal einem MB sage und schreibe 7.000.- öSH zu berappen.
      Läppische 20 MB gab es "günstigst" für 140.000.- öSH oder 10.000.- EURO.

      Heute bekommt man 2 TERA(!!)-Byte in zudem weitaus besserer und robusterer Qualität für nicht einmal 100.- Euro.
      Rechnen Sie doch selbst mal nach, um wieviel billiger allein die Festplattten geworden sind.
      Ist aber nur ein besonders dramatisches Beispiel unter unendlich vielen.

      Wo sind die von Ihnen unter Bezug ausgerechnet auf Wiki :-) an die Wand gemalten negativen Konsequenzen einer (allein) vom Markt induzierten Verbilligung?
      Sie spekulieren zwar ein wenig rum, nennen aber kein einziges konkretes Beispiel. Vermutlich gibt es keins. Ich kenne auch keins.

      Schon aus ganz grundsätzlichen Erwägungen sehe ich in Teuerungen und Verbilligungen als dem A und O der Marktwirtschaft nie und niemals etwas Negatives, sofern diese nicht künstlich durch Manipulation der Geldmengen herbeigeführt werden. Dann -und nur dann- sind sie allerdings immer und ausnahmslos fatal. Der Markt erhält die falschen Signale, was prompt zu Fehlallokationen, Ressourcenverschwendung etc. führt und immer und ausnhamslos bös enden muß.

      Empirie interessiert mich in ökonomischen Zusammenhängen eigentlich ebensowenig wie Ludwig von Mises, der uns auch nirgendwo mit albernen und regelmäßig verfälschten und gefälschten Statistiken behelligt und ausführlich begründet hat, weswegen Ökonomie nur als apriorische Geisteswissenschaft sinnvoll betrieben werden kann.

      Aber wenn es Sie wirklich interessiert:

      Milton Friedman hat in einem dicken Wälzer skrupelhafter empirisch-historischer Untersuchungen alles Erforderliche herausgefunden, dargestellt und gesagt.
      A Monetary History of the United States, 1867–1960

      Sein Ergebnis:
      Alle, ausnahmslos alle sog. "Wirtschaftskrisen" wurden von Staaten und ihren Notenbanken durch deren wilde Geldmengenmanipulationen verursacht.

      Heute ist es wieder einmal genau dasselbe.

      Friedmans Vorschlag, die Geldmenge quasi "stur" und rein computergesteuert um jährlich 2% zu erhöhen, könnte ich kompromißweise und zähneknirschend gerade noch zustimmen - nur aus rein "psychologischen" Gründen, da den meisten nicht mal der himmelweite Unterschied zwischen Nominal- und Realeinkommen geläufig oder bewußt ist.

    • Norbert Mühlhauser
      07. Juli 2011 23:58

      @xRatio, 1126 Uhr:

      Sie täten sich vor allem auch selbst einen Gefallen, wenn Sie Inflation und Teuerung, Deflation und Verbilligung begrifflich unterscheiden würden.

      Was unterstellen Sie mir da? Nirgends habe ich behauptet, dass Verbilligung synonym mit Deflation ist. Wohl geht Deflation immer mit Verbilligung einher, nicht aber umgekehrt!

      Ihr "schlagendes"(?) Gegenbeispiel mit der Verbilligung der Festplatten widerlegt nicht, dass es vorteilhaft ist, in Konjunkturabschwüngen die Kreditkonditionen zu erleichtern. Und umgekehrt sollte in der Hochkonjunktur nicht im Vertrauen darauf, dass es ohnedies nur aufwärts gehen kann, allzu leichtfertig in Projekte ohne ausreichenden marktwirtschaftl Nutzen investiert werden - da müssen Kreditzinsen verteuert werden.

      Gerade Ihre Verbilligung der Festplatten zeigt zweierlei auf:

      Erstens, und zwar vermutlich auch in Ihrem Sinne, die Segnungen der Erhöhung der Produktivität durch technische Innovationen. In diesem Fall weniger durch optimierte Produktionsprozesse und -verfahren, sondern durch technisch-wissenschaftliche Erkenntnisse über die Steigerbarkeit der Speicherdichte. Dadurch werden mit vergleichbarem Produktionsaufwand statt Megabyte Gigabyte Speichereinheiten ausgestoßen. Oder gar Terabyte.

      Zweitens aber wurden die Festplatten seit Ende der achtziger Jahre deshalb billiger, weil zu jener Zeit IBM begonnen hat, die Produktion in Niedriglohnländer auszulagern, und heute Festplatten - meines Wissens - ausnahmslos nur mehr in Niedriglohnländern produziert wird.

      Diese Fertigung in Niedriglohnländern kann natürlich auch durch Firmen mit Sitz (und daher Steuerpflicht) in Hochlohnländern in Auftrag gegeben und zugunsten dieser Firmen vermarktet werden, was einen Gutteil noch bestehender Handelsüberschüsse einiger westlicher Länder erklärt. Der Sitzstaat profitiert aber weniger an solchen Handelsüberschüssen und muss immer mehr Sozialleistungen und Beschäftigungspolitik nach planwirtschaftlichem Muster erbringen.

      IBM jedenfalls hat Produktion&Handel von Hardware vollkommen eingestellt.

      Und keinesfalls ist die Verbilligung der Festplatten durch Deflation induziert.

      Alle, ausnahmslos alle sog. "Wirtschaftskrisen" wurden von Staaten und ihren Notenbanken durch deren wilde Geldmengenmanipulationen verursacht.

      Gut möglich. Es zeigt sich auch, dass die EZB nicht sachlicher operiert als die halbprivate FED.

    • Norbert Mühlhauser
      08. Juli 2011 00:09

      Nachtrag/Korrektur:

      ... und heute Festplatten - meines Wissens - ausnahmslos nur mehr in Niedriglohnländern produziert werden.

  11. Brigitte Imb
  12. xRatio (kein Partner)
    06. Juli 2011 20:16

    Ludwig von MISES, Human action, 1949, p. 420:

    The semantic revolution which is one of the characteristic features of our day has also changed the traditional connotation of the terms inflation and deflation.

    What many people today call inflation or deflation is no longer the great increase or decrease in the supply of money, but its inexorable consequences, the general tendency toward a rise or a fall in commodity prices and wage rates.

    This innovation is by no means harmless. It plays an important role in fomenting the popular tehdencies toward inflationism.

    It is obvious that this new-fangled connotation of the terms inflation and deflation is utterly confusing and misleading and must be unconditionally rejected.

    http://mises.org/resources/3250/Human-Action

    Soweit, so gut. Aber auch der gute Ludwig liegt geldtheoretisch letztlich nicht richtig.
    Glaubte er doch wie alle andern tatsächlich, durch privaten Geldverleih ("Zirkulationskredit") werde Geld vermehrt.
    Tja, auf solche Schnapsidee muß man erst mal kommen, um sich mit den Folgen dann auf hunderten von Seiten ergebnislos herumzuschlagen.

    In Geldsachen sahen und sehen selbst herausragende Wissenschaftler wie Mises, Rothbard, Hoppe, Hülsmann oder Hospers vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.

    Für meine wahrlich banalen Erkenntnisse und Richtigstellungen bin ich daher nun schon seit Jahren für den Wirtschaftsnobel vorgemerkt. :-)

  13. Harry Plotter (kein Partner)
    06. Juli 2011 18:20

    Uiui, ein Dienst für Top-Entscheidungsträger - nicht schlecht.

    • Kelso (kein Partner)
      06. Juli 2011 19:01

      Die warten schon mit zitternden Händen auf die Unterbergschen Ergüsse genauso wie seine Fan-Gemeinde.

    • Brigitte Imb
      06. Juli 2011 19:11

      Trollala!

      Liebe Grüße an das Team in der Löwelstrasse.

    • Harry Plotter (kein Partner)
      06. Juli 2011 19:19

      Hihi der Löwelstraßenschmäh äusserst einfallsreich.

    • Brigitte Imb
      06. Juli 2011 20:06

      Ja gell, danke, passend eben zu den Postings der Linken.

  14. terbuan
    06. Juli 2011 17:10

    Die Zukunft des Euro! Welche Zukunft?

  15. werauchimmer
    06. Juli 2011 16:28

    Was auch immer der Euro sonst noch sein mag: er ist für wirtschaftlich schwächere Länder, die ihm nicht gewachsen sind, ein allzu enges Korsett und eine Schikane, wenn im Land einmal keine Einigkeit über Budgetkurs und Budgetdisziplin herrschen sollte.

    Die schwächeren Länder können nicht mehr abwerten, und werden dafür vom Markt umso härter bestraft.

    Das mag zwar für starke Exportländer erfreulich sein, jedoch erstickt es eine eigenständige Entwicklung (Diversität) in jenen Ländern, die eigentlich dem Euro-Verbund nie beitreten hätten sollen.

    Aber nicht nur der Markt straft: der Euro ist unter diesem Umständen auch ein passendes Instrument, um die Nationen an den Zentralismus der Union zu schmieden: Statt Griechenland hinauszuwerfen, nimmt man andere EU-Mitglieder in die Solidarpflicht und zugleich auf Griechenlands Innenpolitik Einfluss.

  16. kaffka (kein Partner)
    06. Juli 2011 15:26

    @ Erich Bauer
    05. Juli 2011 10:46

    Natürlich werden sie zahlen, wie das Politiker IMMER machen, nur n icht mit dem eigenen Geld, sondern mit dem Geld der Steuerzahler.

  17. Segestes (kein Partner)
    06. Juli 2011 13:49

    Es waren übrigens auch konservative Politiker, die Griechenland in den Abgrund geführt haben, lieber Blogger. Schon vergessen?
    Kostas Karamanlis, Premierminister und Ober-Schmähtandler in Personalunion, stand einer liberal-konservativen Partei vor.
    Na, kommt Ihnen das nicht bekannt vor?
    Ist "liberal-konservativ" nicht auch Teil Ihres abgenudelten Mantras?

    Während Sozis europaweit das Geld nach dem Gießkannenprinzip über dem Volk ausschütten, verhindern vor allem Konservative das Besteuern der Wohlhabenden und Reichen - weils ja angeblich eh nix bringt - jedoch auch "Kleinvieh" macht bekanntlich Mist.
    Und jeder kann bzw. will nicht vor dem Fiskus davonlaufen - wer es doch macht, der erbringt den Beweis dafür, dass die Heimatliebe und der Patriotismus der Konservativen bei der eigenen Geldbörse endet.

    • Heri (kein Partner)
      06. Juli 2011 14:58

      ohje, Segestes, da haben Sie nicht aufgepaßt!

      Sie sind ja ein richtig, aufrichtiger, edler Genosse und sagen: "Nehmt den Reichen das Geld weg!" Warum sagen Sie nicht: Nehmt den Blonden das Geld weg? Oder: Nehmt den Juden das Geld weg! Das haben ja Ihre nationalen Genossen in den 30er und 40er Jahren schon gemacht...

      Ganz nach dem Motto: Hauptsache "ich" bekomme es und muß nix arbeiten.
      Das ist wohl Ihre Idealvorstellung eine Staates.
      Nur, lieber Genosse, das funktioniert halt nur bis das System kippt. Und jetzt kippt es halt... in Griechenland und auch bei uns... Leider, es wäre ja wirklich schön so wie Sie es sich erträumen, nur sind dann halt bald alle die geben sollen einfach weg... (heul)...

      Freundschaft, Genosse!

    • Segestes (kein Partner)
      06. Juli 2011 15:36

      Wer mich als Genosse bezeichnet, kann nicht sinnerfassend lesen.
      Oder man will es nicht. Das wäre dann eine ziemliche Unverschämtheit.

      Im Übrigen, nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.
      Und auf die Keule geh ich erst gar nicht ein, da ich auf diesem Niveau bestimmt nicht diskutiere.

      Ich bezahle übrigens über 40 Prozent Lohnsteuer, wahrscheinlich mehr als viele Leutchen hier, und ich habe kein Problem damit, wenns ein paar Prozent mehr sind.

      In Griechenland kippt das System, weil kaum Steuern bezahlt wurden.
      Mach dich lieber kundig, bevor du hier so ahnungslos herumschwadronierst.

    • Heri (kein Partner)
      06. Juli 2011 18:32

      Ui, Segestes, schon wieder nix:

      Sie haben zwar Recht, dass die Griechen ein Steuereintreibungsproblem haben, nur mit Ihrem Vorschlag, mehr Steuern einzuheben, wird dieses Problem nicht gelöst, sondern verschlimmert. Daher die einzige Lösung: Steuern runter und die verbleibenden "vernünftigen" Steuern aber rigoros eintreiben.
      Nur wie soll man eintreiben, wenn Steuerhinterziehung so lukrativ ist? Und sie wollen Steuerhinterziehung noch lukrativer machen?
      Genosse, das bringt nichts.

    • Kelso (kein Partner)
      06. Juli 2011 19:04

      Verbleibende "vernünftige" Steuern sind in Heris Augen wohl nutr Konsumsteuern, weil die kann man zuverlässiger eintreiben und die treffen arm und reich "gleich". Darum gehts doch, nicht wahr??

    • Heri (kein Partner)
      06. Juli 2011 21:05

      @Kelso,

      es ist mir zwar schleierhaft, wie Sie auf die Idee kommen, dass das für mich die "einzige" vernünfte Steuer wäre, aber wenn Sie meinen, bitte sehr... ;-)

    • Segestes (kein Partner)
      06. Juli 2011 22:15

      Ah ja, wenn man die Steuern senkt steigen die Einnahmen des Staates.
      Aber höchstens in einem alternativen Paralleluniversum - in dem, nebenbei bemerkt, offenbar auch dein Oberstübchen geerdet zu sein scheint ^^

  18. Neppomuck (kein Partner)
    06. Juli 2011 13:39

    „Gott vergibt – Django nie.“

    „Der Politiker vergibt, der Markt nie.“

    „Merkel (e. a.) gibt (das Geld der Steuerzahler), die Geldmärkte nehmen.“

    Die Ratingagenturen verleihen (Bonität), die Spekulanten nehmen (Zinsen).“

    „Spekulationen“ ist an sich nichts Verwerfliches, da sie Risiken beinhalten, die Verluste möglich, wenn nicht gar „wahrscheinlich“ machen. Der Gewinner nimmt, der Verlierer gibt, bzw. verliert. Alles bleibt irgendwie innerhalb der „Familie Spekulanti“.
    So weit, so gerecht.

    Eine Währung „lebt“ vom (grundsätzlich ungesicherten) Vertrauen in ihre Stabilität. Die „Währungsexperten*“ (Ratingagenturen) genießen Vertrauen (warum eigentlich?), um davon (gut) zu leben.

    Ein *Experte ist jemand, der einige der schlimmsten Fehler kennt, die in seinem Metier gemacht werden können, und weiß, wie er sie vermeidet.
    Heisenberg, dt. Physiker


    Wieso werden also derart viele Fehler gemacht, die das kaum mehr zu überschauende, weil auf vielen undurchsichtigen Ebenen vernetzte System der weltweit relevanten Währungen ins Trudeln bringen? Und das bei diesen Gagen.
    So weit, so ungerecht.

    Wenn aber nun (Gott möge abhüten) auch noch leistungsfeindliche Interessen dahinter stehen und die gut bezahlten (von wem eigentlich?) „Ratingagenturexperten“ mitspielen, weil sie wissen, wie der Hase laufen wird, da sie seinen Weg vorgeben (können), ist der Verdacht der Insidergeschäfte (verboten!) nicht weit.
    Das generelle Problem, einen Verdacht durch unwiderlegbare Beweise zu erhärten, zeigt sich allerdings auch hier.
    Man müsste also die Berechnungsmodalitäten des Einkommens dieser Experten kennen und ebenso die Aussteller der Gehaltschecks.
    Was ein großes „Y-Geschrieen“ auslösen wird.

    Oder jedem relevanten (USA, Europa, China, Indien, Japan) Wirtschaftsraum jeweils nur eine „Ratingagentur“ zugestehen, die ihre gewonnenen Erkenntnisse, protokollarisch festgehalten natürlich, harmonisieren können und dann zu veröffentlichen haben.
    Wer Qualität will, muss Wettbewerb zulassen.

    Das wird der Übersicht unserer von Fachkenntnis kaum belasteten Finanzminister und -innen zumindest ein wenig auf die Sprünge helfen. Sitzen sie doch nun in Reichweite dieser Kaffeesudleser und können ihnen über die gepolsterten Schultern schauen.
    Oder letztlich das Bekenntnis zutage fördern, dass ihr Herumgeeiere nur die Vorgangweise verschleiern soll, dass sie die längst ausgemachte und sonst wo als in den zuständigen Gremien beschlossene „vollendete Tatsache“ mitbestimmen konnten.
    Man ist ja „autonom“, bzw. hat so zu tun.

    Schließlich wählt kein Mensch einen Hampelmann, den er dann auch noch fürstlich bezahlt.

  19. Torres (kein Partner)
    06. Juli 2011 10:27

    "Wer einmal lax bei den Regeln ist, wird meistens nie mehr ernst genommen". "Meistens nie mehr" - eine kabarettreife (sich selbst widersprechende) Formulierung, die den "Top-Entscheidungsträgern" die Arbeit sicher sehr erleichtern wird.

    • Heri (kein Partner)
      06. Juli 2011 10:57

      @Torres,

      ist es wirklich "selbst widersprechend"?
      "Meistens nie mehr" bedeutet, dass manche Leute doch wieder ernst genommen werden, aber die meisten eben nie mehr wieder.

  20. xRatio (kein Partner)
    06. Juli 2011 02:21

    @A.K. 05. Juli 2011 16:50

    Sie haben hier als einziger die Zusammenhänge sehr gut erkannt, werter A.K.!!

    Ihre sehr berechtigte Frage:
    Wer hat/nennt die "ursprüngliche" und die "aktuelle" Eurozahl? - Die einflußreichen Politiker scheinen sie nicht zu kennen.

    beantworte ich wie folgt:

    Zur Euro-Geldmenge:

    Eines der bestgehüteten Geheimnisse der Politruks, ihrer Notenbanken und ihrer verhurten "wissenschaftlichen" und journalistischen Sprachrohre besteht in der Tatsache,

    1. dass nur die Notenbanken Geld vermehren und
    2. damit ganz allein für alle Inflationen verantwortlich sind.

    Habe doch tatsächlich Stunden gebraucht, um auf der Website der EZB (ECB) unter Bergen irreführenden und belanglosen Unsinns, Schwachsinns und Schrotts die authentische Wahrheit über die wirkliche und eigentliche Tätigkeit dieser unfaßbar deplacierten und kriminellen Einrichtung EZB herauszufinden:

    Hier sieht man schließlich doch, wie es um die Geldvermehrung (Inflation) durch die EZB in Wahrheit steht.

    http://sdw.ecb.europa.eu/quickview.do?SERIES_KEY=117.BSI.M.U2.N.C.L10.X.1.Z5.0000.Z01.E

    Die Geldmenge ist der geldtheoretisch und damit allgemein-ökonomisch wichtigste Begriff überhaupt.

    Daß die Geldmenge nicht einmal in diesem Artikel des Dr. U. und in keinem sonstigen Kommentar außer bei Ihnen A.K. eine Rolle spielt, ist schlicht erschütternd.

    Die Dummheit ist offenbar wirklich unendlich. :-)

    • Erich Bauer
      06. Juli 2011 09:45

      Wobei allerdings auch der Faktor "Umlaufgeschwindigkeit" eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Trotz steigender Geldmenge wirkt ein Verlangsamung der Umlaufgeschwindigkeit auf das allgemeine Preisniveau "deflationär". Ein Phänomen, welches in der heutigen Wirtschaftsperiode auftritt. Die Individuen nehmen es naturgemäß unterschiedlich wahr. Wirtschaft ist und war immer "gespalten". Die einen tanzen, die anderen darben. Die Mieten steigen, der Billigurlaub geht sich aber noch aus...

      Die "Politik" interessiert am Wirtschaftsgeschehen lediglich die "Drittellösung". D.h., solange nicht mehr als ein Drittel der Bevölkerung so richtig darbt, ist alles auf Schiene... Ansonsten, ab nach Südamerika...

      Daß die Dummheit unendlich ist, dessen war sich Einstein sicher. Beim Universum nicht... Es hat sich erst später herausgestellt, daß das Weltall gekrümmt und somit "begrenzt" ist... (*g*)

    • Patriot
      06. Juli 2011 10:45

      @xRatio

      So einfach ist es nicht. Auch die unten aufgemachte Gleichung (zusätzlich gedruckte Euros = Inflation) funktioniert so nicht.

      In ihrem Link wird nur das Bargeld angegeben, welches aber relativ unwichtig ist. Bargeld braucht man nur zum täglichen Bezahlen von Kleinigkeiten. Größere Transaktionen werden selbverständlich bargeldlos abgewickelt. Ein großer Bestand an Euro und Dollar in Noten befindet sich übrigens in Entwicklungsländern, da die Leute dort mangels zuverlässiger Banken oder stabiler eigener Währungen ihr (kleines) Vermögen lieber in Euro oder Dollar anlegen.

      Die Geldmenge:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Geldmenge

      M3: M2 plus Anteile an Geldmarktfonds, Repoverbindlichkeiten, Geldmarktpapieren und Bankschuldverschreibungen mit einer Laufzeit bis zu zwei Jahren.

      Die Geldmenge M3 betrug im März 2011 9580 Milliarden Euro, und betrifft wie oben angeführt nur liquide Finanzanlagen mit einer Laufzeit von bis zu 2 Jahren. Der Großteil der Finanzanlagen (=Schulden auf der anderen Seite) hat aber längere Laufzeiten.

      Man sollte eher den Kapitalstock einer Volkswirtschaft (http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalstock ) und das Bruttosozialprodukt mit den ausstehenden Schulden des Staates und des Privatsektors vergleichen. Dann weiß man auch ungefähr, wie groß man mit seinen eigenen Ersparnissen danebensteht. Mehr Vermögen als den Kapitalstock gibt es nicht, und mehr als das Bruttosozialprodukt wird nicht produziert. Davon müssen letztendlich alle Schulden bezahlt werden.

    • A.K.
      06. Juli 2011 17:02

      @xRatio
      Danke für Ihre lobenden Worte. Ich bin allerdings bezüglich Wirtschaftswissenschaften - Terminologie und Zitatenschatz - grob unwissender Außenseiter. Als Mensch mit naturwissenschaftlich/mathematischer Schlagseite bin ich gewohnt in Blackbox-Systemen mit Ein-und Ausgangsgrößen zu denken und Zusammenhänge mathematisch zu formulieren.
      Ein Primitivüberlegung: Wenn zu einem gewissen Zeitpunkt für Werte eine gewisse Geldmenge als Maß geglaubt(!), also akzeptiert wird und zu einem späteren Zeitpunkt - ohne neue Werte zu schaffen - dafür eine größere Geldmenge als Abbild akzeptiert wird, dann hat die Geldeinheit einfach an Wert verloren (Inflation). Derzeit ist auch das Gold praktisch nicht wertvoller geworden sondern die Geldeinheit, die seinen Wert abbildet tut dies nun mit "mehr Scheinen". Wer von früher "alte Scheine" gelagert, hat bekommt dann weniger Gold dafür. Beides gilt für Dollar und Euro. Gold und Wertgegenstände kann man eben nicht so leicht durch Drucken wie Papiergeld vermehren. Die schreiende Ungerechtigkeit der Inflation besteht darin, daß einst zu einem Geldbetreg zugesagte Gegenleistungen - z.B. Altersversorgung - wegen der Inflation nur mehr teilweise erbracht werden. Inflation stellt einen Verstoß gegen das Vertrauensverhältnis unter den Menschen dar. Pacta sunt servanda!

    • xRatio (kein Partner)
      06. Juli 2011 19:30

      Danke an alle für die Antworten, aber der Reihe nach, entschuldige mich im voraus, wenn zu kurz oder zu abstrakt:

      @Erich Bauer 06. Juli 2011 09:45

      1. Ihre sog. "Umlaufgeschwindigkeit" ist ohne massiven Bruch des Bankgeheimnisses, Blick in die Geldbörsen etc. überhaupt nicht feststellbar.

      2. Die sog. "Umlaufgeschwindigkeit" ist für die allgemeine Preisentwicklung ebenso bedeutungslos wie die Höhe einer (unveränderbaren) Gesamtgeldmenge.
      (Es steigen ja nur die Preise jener Güter, die "geschwind" nachgefragt werden, während die Preise der anderen Güter genau deswegen fallen, weil man Geld nur einmal ausgeben kann)

      3. Was geht Regierung/Notenbank die wirkliche oder vermeintliche "Umlaufgeschwindigkeit" überhaupt an? - Gar nichts!

      Fazit:
      Die sog. "Umlaufgeschwindigkeit" ist nur eine der vielen Narreteien, die allein dazu dienen, die Leute kirre und irre zu machen, wenn es ums Geld geht.

    • xRatio (kein Partner)
      06. Juli 2011 19:37

      @Patriot 06. Juli 2011 10:45

      Die Annahme, daß es mehrere "verschiedene Geldmengen" desselben Geldes, also bspw. von Euros gibt,
      ist, das werden Sie doch sicher zugeben, bereits logisch(!!) völlig absurd
      und wird nicht dadurch richtiger, daß das mit höchst albernen Begründungen und "Differenzierungen" allüberall (Mxx) behauptet wird.

      Natürlich wird Geld für millionen und millarden unterschiedlicher Zwecke verwendet.

      Es ist und bleibt aber immer dasselbe Geld!!

      Die Unterscheidung zwischen "Bargeld", "Buchgeld", "Kreditgeld" usw. führt, wenn man nicht höllisch aufpaßt, geradewegs in die Irre!!

      Es geht beim "Buchgeld" und "Kreditgeld" -wenngleich in tausend Varianten- immer nur um Ansprüche auf Geld (spiegelbildlich Schulden von Geld).

      Ansprüche auf (spiegelbildlich: Schulden von)
      Geld, Gold, Kartoffeln oder was auch immer sind doch ganz offensichtlich
      kein Geld, kein Gold, keine Kartoffeln oder was auch immer.

      Auch "Buchgeld" ist (folglich) kein Geld. Es ersetzt, weil man es zedieren kann, nur den oft umständlichen (physischen) Bargeldtransfer.
      Juristen kennen das als "abgekürzte Lieferung". Dadurch entsteht kein Geld, ebensowenig wie übrigens durch Geldverleih.

      Geld ist ökonomisch eine Ware wie jede andere. Daß es meist nur einen Tauschwert (keinen sog. Eigenwert) hat, ist theoretisch vollkommen belanglos.

      Wie jedes, JEDES materielle und immaterielle Gut sind auch Euros oder Dollars immer nur jeweils einmal da.
      Euros vermehren sich auch nicht von selbst und unterliegen insgesamt und ausnahmslos

      denselben ökonomischen Gesetzen von Angebot und Nachfrage wie alles andere.

      Was ich hier bemühe ist nichts als allgemeingültige Logik, gilt also unabhängig davon, was auch immer man unter "Geld" versteht.

      Meint man mit "Geld" Muscheln, Äpfel, Birnen, Gold oder Silber gilt also dasselbe.
      Das gilt sogar, wenn es gar kein "Bargeld" mehr gibt (ECU).

      Naja, nachwachsendes "Geld" wie Äpfel und Birnen, würde sich in der Tat quasi selbst vemehren. :-)

    • xRatio (kein Partner)
      06. Juli 2011 19:44

      Zu weiter unten
      @Norbert Mühlhauser 06. Juli 2011 11:50

      Die Notenbank "verursacht" keine "Deflation" in Ihrem Sinne. Verbilligungen bei erhöhter Güterproduktion sind ganz normale und überaus wünschenswerte Folge eines jeden Marktgeschehens.

      Sie billigen es indessen, daß die Notenbank (ganz unstreitig) den Preismechanismus und damit die Marktwirtchaft außer Kraft setzt?

      Die "Geldpolitik" ist, wie Sie eigentlich ganz richtig schreiben, nichts weiter als mittelbare Preiskontrolle.

      "Stabile" Preise sind nun aber das genaue Gegenteil dessen, wozu die Marktwirtschaft da und gut ist!!

      Wissen Sie übrigens,
      daß die USA über hundert Jahre ohne jede Notenbank ausgekommen sind?
      Daß die FED zur betrügerischen "Finanzierung" von WK I gegründet wurde?
      Daß die FED als "privat" getarnt ist, weil sie als Staatsunternehmen eindeutig gegen die Verfassung der USA verstößt?

      Auch erlaubte Geldfälschung bleibt indessen Geldfälschung. Verkauft wird uns die amtliche Geldfälscherei mit dem netten Mantra "Preisstabilität".

      Und alle fallen drauf rein. Weil sie nicht einmal an die in einer freien Marktwirtschaft (regelmäßig vorherrschende) Möglichkeit der Verbilligung denken, davor (wie Sie- "Deflation!!") sogar richtig Angst haben...

      Begrifflich sind Inflation/Deflation übrigens Erhöhungen/Verringerungen der Geldmenge.
      Deren Folgen nennt man richtigerweise Teuerung/Verbilligung.

      Wer Teuerungen als "Inflation" bezeichnt, beraubt sich der Möglichkeit Ursache und Wirkung zu unterscheiden.

      Daß diese Begriffsverwirrung zu schweren Mißverständnissen führen muß, hat bereits Ludwig von Mises beklagt.

    • xRatio (kein Partner)
      06. Juli 2011 19:50

      @A.K. 06. Juli 2011 17:02

      Kann Ihnen wieder nur voll und ganz zustimmen.

      Es ist kein Fehler, sondern ein Segen, daß Sie sich bezüglich Wirtschaftswissenschaften - Terminologie und Zitatenschatz - als grob unwissenden Außenseiter ansehen.

      Für einen klar, logisch und selbständig denkenden Menschen, für jeden Menschen mit gesundem Menschenverstand wäre es geradezu gesundheitsschädlich,
      sich von der pseudo-"wissenschaftlichen" Astrologen- und Hurenzunft aufgeblasener Dummköpfe der "VWL" den Kopf verdrehen zu lassen.

      Ich kenne mich in der Szene -leider- ziemlich gut aus und kann nur sagen:
      horrender, unglaublicher Schwachsinn auf Schritt und Tritt, der da immer wieder überall rausposaunt wird!

      Was Sie aufgrund eigenen Nachdenkens schreiben, ist ebenso einfach wie unwiderleglich und trifft den Nagel auf den Kopf!
      Lassen Sie sich darin bloß nicht irre machen! :-)

      Ökonomie ist im Grunde die einfachste Sache der Welt, versteht wohl schon jedes aufgeweckte Kind, das sich einen Lolli kauft :-)

      Allerdings ohne die Pseudowissenschaftler von der volkswirtschaftlichen Fakultät, deren Hauptgeschäft für mich ganz eindeutig die vorsätzliche, systematische Volksverblödung auf politischer Ebene ist.

      Ludwig von Mises, einer der ganz wenigen Ökonomen von Rang, hat seine meiste Zeit und Schreibarbeit damit zugebracht, die hauseigenen Irrlehren ad absurdum zu führen. Trotzdem halten die sog Ökonomen unverdrossen an ihrem Blödsinn fest, kennen selbst als "Wissenschaftler" nicht mal seinen Namen oder ignorieren und unterschlagen ihn ganz bewußt.

  21. Haider
    06. Juli 2011 00:36

    Da die EZB praktisch pleite ist (Reserven von 82 Milliarden € stehen Schulden von bald 2 Billionen € gegenüber) und inzwischen satzungswidrig (!) als "Bad Bank" griechischen Schrott kauft, kann man sich ausrechnen, wie lange diese Konkursverschleppung noch funktioniert. Daß der Euro mit der Kriegswährung US-Dollar verglichen wird dient einzig der Täuschung der EU-Bürger. Ein Vergleich mit dem schweizer Franken öffnet rasch die Augen.
    Nur eine Flucht in Sachwerte kann den Verlust noch etwas minimieren.

  22. byrig
    06. Juli 2011 00:15

    es weiss also niemand wirklich etwas-das ist die realität.
    die fachwelt ist durchaus gespalten,es gibt empfehlungen für die entlassung griechenlands aus dem euro,andere meister der wirtschaftlichen deutungszunft raten,griechenland ja nicht fallen zu lassen,schlitzohrigen politikern gehts nur um die sicherheit ihrer nationalen banken.
    also was jetzt?

    niemand weiss es.the us sind grausam verschuldet.können aber natürlich nicht mit dem kleinen griechenland verglichen werden,als allergrösster player in jeder hinsicht.zumindest ist eines klar:wenn us kracht,dann gute nacht.

    in europa,was griechenland,aber auch die anderen piigs betrifft,ist das gezerre anders.französische,deutsche,österreichische banken sind bedroht,im gefolge bankkunden.schlimm genug.
    der euro insgesamt scheint nicht akut gefährdet zu sein.hoffentlich.
    jedenfalls sind europas führer dabei,ihre fehler ausmerzen zu wollen,die sie mit rein politischen intentionen,wider wirtschaftliche vernunft begangen haben.
    instinktiv glaube ich an einen erfolg.mit der hoffnung,dass auch andere wahnsinnsprojekte wie der türkei-beitritt sehr,sehr kritisch hinterfragt werden.
    v.a. von den linken politikern,die hauptsächlich diese misere zu verantworten haben.

  23. A.K.
    05. Juli 2011 16:50

    Ich bin kein Ökonom aber zumindest gewohnt, Probleme mathematisch zu formulieren und zu durchdenken. Wenn man wissen will, wie hoch die Inflation wird, wenn man ab sofort keine Schulden mehr zusätzlich machen, und zugesagte Rückzahlungen ordnungsgemäß durchführen würde - beides sehr theoretische Annahmen, siehe die handelnden Personen - dann kann dies leicht errechnet werden: Man muß nur die ursprüngliche Gesamtzahl an Euros vor der Krise (ca. 2008) und die inzwischen zusätzlich "gedruckten" (nicht wörtlich nehmen, sondern die neu zugesagten) Euros addieren. Aus dem Verhältnis von "ursprünglichen" zur "nunmehrigen" Eurozahl ist sofort die Inflation abzulesen. Man entschuldige die unwissenschaftliche Ausdrucksweise, aber das Ergebnis ist plausibel. Wer hat/nennt die "ursprüngliche" und die "aktuelle" Eurozahl? - Die einflußreichen Politiker scheinen sie nicht zu kennen.

    • Norbert Mühlhauser
      06. Juli 2011 02:39

      Das Wirtschaftswachstum, also die Zunahme an Gütern, ist von Ihrem aus dem Geldmengenzuwachs abgeleiteten Inflationsquotienten aber wieder herauszurechnen!

    • xRatio (kein Partner)
      06. Juli 2011 03:52

      @Norbert Mühlhauser 06. Juli 2011 02:39
      Das Wirtschaftswachstum, also die Zunahme an Gütern, ist von Ihrem aus dem Geldmengenzuwachs abgeleiteten Inflationsquotienten aber wieder herauszurechnen!

      Sie irren gelegentlich heftig. :-(

      Eine Erhöhung der Geldmenge hat, wie A.K. ganz richtig erkennt und ich mit Nachdruck unterstreiche, STETS und ausnahmslos eine Teuerung/unterbleibende Preissenkung zur Folge.

      Preiserhöhungen und unterbleibende Preissenkungen laufen doch auf dasselbe hinaus!!!!!

      Für mich seit langem absolut unbegreiflich wie fast alle Welt in Geldfragen derart katastrophal versagt und sich an der Nase herumführen läßt, ihren gesunden Menschenverstand an der Garderobe abgibt.

    • Norbert Mühlhauser
      06. Juli 2011 11:50

      @xRatio:

      Überlegen Sie besser, bevor Sie sich überheben:

      Umfasst ein beliebiges Volksvermögen im Jahr 0 das Äquivalent von einer Million Grundversorgungseinheiten (Paket aus Wohnung, Auto, Kühlschrank, Computer etc), und im Jahr 10 aber bereits das Äquivalent von 1,5 Mio Grundversorgungseinheiten, dann muss die Geldmenge von der Notenbank entsprechend dem Güterzuwachs angehoben werden, um keine Deflation zu verursachen!

  24. Geheimrat
    05. Juli 2011 16:08

    "Europa fährt mit Vollgas gegen die Wand und geht gegen jene vor, die sagen, daß es auch eine Bremse gibt."

  25. HJR
    05. Juli 2011 14:50

    ad Die Zukunft des Euro

    Aus Wikipedia "Finanzkrise 2007" [Zitat]:
    Die Finanzkrise ab 2007 ist eine Banken-, Finanz- und Wirtschaftskrise, die im Frühjahr 2007 mit der US-Immobilienkrise (auch Subprimekrise) begann. Die Krise war unter anderem Folge eines spekulativ aufgeblähten Wirtschaftswachstums in den USA und einer weltweiten kreditfinanzierten Massenspekulation. Die Krise äußerte sich weltweit zunächst in Verlusten und Insolvenzen bei Unternehmen der Finanzbranche. Ihren vorläufigen Höhepunkt hatte die Krise im Zusammenbruch der US-amerikanischen Großbank Lehman Brothers im September 2008. Die Finanzkrise veranlasste mehrere Staaten, große Finanzdienstleister (darunter unter anderem AIG, Fannie Mae, Freddie Mac, UBS und die Commerzbank) durch staatliche Fremd- und Eigenkapitalspritzen am Leben zu erhalten.

    Die Krise übertrug sich in der Folge in Produktionssenkungen und Unternehmenszusammenbrüchen auf die Realwirtschaft. Viele Unternehmen, wie der Autohersteller General Motors, meldeten Konkurs an und entließen Mitarbeiter. Die ohnehin hohe Staatsverschuldung vieler Staaten stieg krisenbedingt stark an. Mehrere Länder der Eurozone konnten ihre Zahlungsfähigkeit nur durch internationale Hilfskredite aufrechterhalten (Euro-Krise).

    Im April 2009 schätzte der Internationale Währungsfonds (IWF) die weltweiten Wertpapierverluste infolge der Krise auf vier Billionen US-Dollar.

    Also: Von der Subprime-Krise in den USA zu einer
    zunächst als amerikanisch wahrgenommenen Finanzkrise, dann eine
    Krise der (amerikanischen)Realwirtschaft, dann eine
    EURO-Krise?

    Ja, was denn nun? Wie wird die nächste Krise heißen (allmählich gehen uns ja die eingängig kurzen Bezeichnungen aus, aus denen sich so schön die schlauen Ergüsse der Wirtschaftsbosse, der Banker und schließlich der Politiker - entworfen von deren jeweilig lohnabhängigen Ghostwritern - herausdestillieren lassen. Nicht ohne zu versäumen, die jeweils eigene Unschuld und/oder die Alternativlosigkeit der eigenen Vorschläge zu betonen. Und keiner stellt sich hin und sagt: "Mea culpa". Hört das irgendwann wieder auf? Oder steuern wir geradewegs auf die von Marx als geschichtsnotwendig angesehene "letzte Krise des Kapitalismus" zu?

    Apropos Kapitalismus! Nur sehr leise wird von wenigen Leuten manchmal das Wort "Politik" in die Debatte geworfen. Ist die Poltik an all dem so unbeteiligt? So Unschuldig? Ist die Politik in der Lage - und diese Frage ist gerade angesichts der "Griechenland-Krise" zu stellen - den EURO und auch die EU (denn mit dem EURO würde wohl auch die EU fallen) aus der Sch..ße zu holen? Trauen wir das der überall in Europa deutlich vorherrschenden Mediokrität zu? Oder - lassen Sie es mich überdeutlich auf den Punkt bringen - werden die (amerikanischen und europäischen) Demokratien die Kraft aufbringen und die Einsicht wagen, die notwendig ist um diese Schlacht zu gewinnen? Denn es ist eine Schlacht und die, die geschlachtet werden sollen, sind die Europäer! (Denen gerade nicht nur das unerschöpflich vorhanden scheinende Geld ausgegangen ist, sondern auch die Munition (!) in Lybien.

    Was die nordafrikanische Freiheitsbewegung in diesem Kontext noch für Probleme aufwerfen wird, möchte ich mir gar nicht erst ausmalen. Besonders wenn ich an die Chancen denke, welche sich da den vereinigten Gutmenschen (sozialistischer, grüner und christlich-karitativer Provenienz) darbieten werden.

    Doch zurück zur Frage, ob das ganze nicht eine Demokratiekrise ist. Muss man nicht die Hypothese aufstellen, dass die Demokratie (auch in der - einzig möglichen - repräsentativen Form) die im Laufe der Geschichte exponentiell wachsende Komplexität auf allen Feldern der Politik nicht in den Griff bekommen kann, weil die Lösung eines Problems die Existenz mehrer andere Probleme aufdeckt (so wie eine wissenschaftliche Erkenntnis auch immer mehrere neue Fragen aufwirft, die das Gebiet der Unbekanntheit quantitativ vergrößert)? Geht der Versuch, die Demokratie zu wagen, zu Ende (worauf gewisse Anzeichen nicht nur hierzulande, sondern sogar im Lande des Hegemons hindeuten könnten)?

    Wer hat die Antwort? Wer ist im Besitz der Lösung?

    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • Wertkonservativer
      07. Juli 2011 17:58

      Niemand hier ist im Besitz der Lösung, (wage ich zumindest zu behaupten), werter HJR!" Manche wissen mehr, viele wissen weniger, etliche Obergescheite vermeinen mehr zu wissen, tun's aber nicht.
      Und so reden wir halt im Kreis herum, ohne wirklich etwas ändern zu können.

      Schicksal, lieber Freund!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  26. Wolfgang Bauer
    05. Juli 2011 14:38

    Nur ein Detail zum Thema Entschuldung durch Inflation: Das Problem "strukturelle Defizite" kann dadurch m.E. nicht gelöst werden, denn die Zinsen für die Staatsschuld werden auf Dauer nicht tief gehalten werden können.
    Somit steigen die jährlichen Zinsen und belasten das Ergebnis. Und die übrigen Staatsaufwendungen steigen ja ebenfalls durch die Teuerung (Gehälter...).

    Somit werden die Schulden zwar entwertet, steigen aber gleichzeitig weiter wegen der dauernden Defizite. Was da überwiegt, werden wir erst sehen...

    Ist das falsch gedacht?

    • Erich Bauer
      05. Juli 2011 15:20

      Das Steigen der Gehälter wird ganz gewiss langsamer sein, als das Steigen der Preise. Von der Inflation geht's dann direkt in die Deflation. Dann geht's ans Eingemachte...

  27. Patriot
    05. Juli 2011 12:44

    Der Grundfehler war, daß man den Finanzmärkten von Anfang an zwischen den Zeilen vermittelt hat, daß letzten Endes die EU für die griechischen Schulden aufkommen würde. Man hat zwar das Gegenteil behauptet, aber die Finanzmärkte gingen wie sich inzwischen herausstellte zu Recht davon aus, daß sie die griechischen Ramschanleihen im Notfall leicht loswerden würden.

    Der griechische Staat hätte schon vor Jahren kein Geld mehr bekommen, das Desaster wäre ein kleineres gewesen.

    Keine Euro-Krise, sondern eine Schuldenkrise

    Ein wichtiger Satz, den sich die immer häufiger anzutreffenden "Gold-(Währungs)-Fans" hinter die Ohren schreiben sollten. Das Problem ist nicht eine Währung, oder ein "Geldsystem". Das Problem ist, daß sich Akteure (vor allem Staaten) unbegrenzt verschulden, und andere dafür haftbar gemacht werden.

    Wir könnten auch zum "Gold-System" zurückkehren. Auch beim "Gold-System" würden sich Staaten, Unternehmen und Privatleute Goldstücke ausleihen. Wer wollte oder könnte das verbieten?

    Zahlungsverkehr nur noch über physische Lieferungen von Gold? Wie soll das gehen? Weder die Menge des weltweit vorhandenen Goldes reicht aus...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gold
    In der gesamten Geschichte der Menschheit wurden bisher schätzungsweise 155.000 Tonnen Gold geschürft. Der weltweite Bestand (Dezember 2005) von 153.000 Tonnen entspricht einem Würfel mit fast 20 Metern Kantenlänge oder fast 8000 Kubikmetern reinem Gold (rund 25,5 g pro Kopf der Weltbevölkerung).

    ...noch wäre ein solcher Zahlungsverkehr in einer globalisierten Welt irgendwie praktikabel.

    Man muß einfach aufhören Negeranten Geld zu leihen. Wer es trotzdem tut, soll das auf eigene Rechnung machen.

    http://www.youtube.com/watch?v=7ohq0BIBtMY

    • PostScriptum
      05. Juli 2011 12:58

      Wie sollen sich Staaten in einem freien Markt derart verschulden können? Ohne fiat money gäbe es keine Druckerpressen und keine Teilreserve. Der Staat müsste sich wie jeder andere Private Geld leihen, das bereits erwirtschaftet und mit dementsprechend hohen Zinsen verbunden wäre. Eine derartige Ausuferung des Staatsdefizits wäre mit sound money nicht möglich.

      Ihre Feststellung, dass das Ganze nichts mit dem Euro oder Währungen zu tun hat, findet daher keine Entsprechung in der Realität.

    • PostScriptum
      05. Juli 2011 13:02

      Dass nicht genug physiches Gold vorhanden ist, ist ebenfalls irrelevant. Man könnte schlicht festlegen, dass 10.000 Schilling einer Feinunze Gold entsprechen, oder auch 100.000 Schilling.

      In einem freien Markt aber würden einfach Zahlungsmittel angewandt, die von den Bürgern akzeptiert werden. Also Zahlscheine, die eine Bank gegen Hinterlegung eines Vermögens herausgibt oder eben physische Werte wie Gold oder Silber.

    • Patriot
      05. Juli 2011 13:58

      @PostScriptum

      Wie sollen sich Staaten in einem freien Markt derart verschulden können?

      Die einzige Bremse für weitere Verschuldung wären die höheren Transaktionskosten im Goldsystem. Natürlich wäre gleichzeitig das Bruttosozialprodukt durch die hohen Transaktionskosten viel niedriger.

      Ohne fiat money gäbe es keine Druckerpressen und keine Teilreserve. Der Staat müsste sich wie jeder andere Private Geld leihen, das bereits erwirtschaftet und mit dementsprechend hohen Zinsen verbunden wäre.

      Die "Druckerpresse" können sie gleich vergessen. Das ganze ausgegebene Papiergeld hat einen Wert von ca 650 Milliarden Euro, und das ist im Vergleich zu den Bruttosozialprodukten und zum Kapitalstock gar nix:

      http://www.3sat.de/page/?source=/nano/cstuecke/130678/index.html

      Das Geld wird beim Zahlen nämlich nicht weniger, es wechselt nur den Besitzer. Deshalb ist die Vorstellung vom "erwirtschafteten Geld" eine sehr naive. Geld ist nur ein sehr liquides und leicht handhabbares Tauschobjekt. Man könnte als gemeinhin akzeptiertes Tauschmittel auch Zigaretten nehmen, oder Bootsyachten. Wäre halt etwas mühsam.

      Das eigentliche Produkt der "Druckerpresse" sind neue Staatsanleihen von (noch) solventen Staaten. Der Wertverlust den die EZB durch die Übernahme von faulen Staatsanleihen erleidet, muß letztendlich durch deutsche, holländische und österreichische Staatsanleihen ausgeglichen werden.

      Die Grundfrage ist eben die Frage der Verschuldung. Wie wollen sie verhindern, daß sich Wirtschaftssubjekte (insbesondere der Staat) verschulden? Wenn ein Autohändler ein Auto ausliefert das noch nicht bezahlt wurde, dann hat er eine Forderung über 1 Auto, oder vielleicht über 20.000 Euro, oder vielleicht über 5000 Schachteln Tschick. Man müßte schon die Kreditaufnahme verbieten, man müßte die Bilanzposition der Forderung verbieten, Zahlungsfristen, usw.

      Es kann ihnen persönlich niemand verbieten, ihrem Nachbarn 1000 Euro, ein Goldstück oder ihr Auto zu leihen. Nur, wenn der Nachbar das Geliehene nicht vollständig zurückgibt, dann muß das ihr Problem sein, und nicht das Problem der Allgemeinheit.

  28. brechstange
    05. Juli 2011 12:22

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/hobbyoekonom/673716/Als-die-Tulpen-beinahe-eine-ganze-Nation-ruinierten?parentid=0&act=2&isanonym=1

    Ein interessanter Artikel und anscheinend hat niemand daraus gelernt oder doch?

    Jetzt machen wir das weltweit, gemischt mit korrupten, nichtkorrupten Staaten und Menschen ohne Skrupel. Der Schaden wird massiv sein.

  29. Reflecting
    05. Juli 2011 10:35

    Gestern haben wir alle in Ehrfurcht und Respekt des Todes eines großen Menschen, eines Gentleman, eines Christen und (des letzten?) Abendländers gedacht. Otto von Habsburg war auch ein großer Österreicher. R.i.P.
    Heute gedenken wir primär der Schuldenkrise, die uns schneller und schneller an den Rand des Abgrundes bringen wird. In diesem Zusammenhang scheint es angebracht, an einige Fakten zu erinnern.
    Die Leistung, welche die Generation nach der Stunde Null erbracht hatte, war das Ergebnis einer unter den gegebenen Bedingungen nahezu unmenschlichen Anstrengung, die den Grundstein für den heutigen Wohlstand (zuerst nahezu ohne und dann mit Schulden) gelegt hat. Die Hilfe, die dankenswerter Weise gewährt wurde (ERP und andere), ist sinnvoll genützt worden. Die Menschen der echten Jammerjahre damals (ich bin noch ein bewusster Zeitzeuge) brauchten keine Fremd- oder (politisch bereits korrekter) Gastarbeiter, sie schufteten selbst. Zu Beginn waren es vor allem die Frauen, die mehr als ihren „Mann“ gestellt hatten; sie brauchten kein gender main streaming, keine Feministinnen oder sonstige Aktivisten, sie wussten selbst am besten, was zu tun war. Es war auch der Beruf noch kein job! Der Asylbegriff hatte noch seine altehrwürdige Bedeutung und war nicht der politischen Beliebigkeit ausgesetzt. An legale und illegale Zuwanderung im heutigen Sinn hat niemand gedacht!
    Kaum war man aus dem Ärgsten heraus, hat die Umverteilungs- und Betreuungsbürokratie ihre Arbeit intensiviert. Seither wurden Abermilliarden umverteilt und der Aufschrei der Küberlianer & Co., dass die Armut zunehme, wird lauter und lauter. Was ist passiert? Mit dem Umverteilen und dem Betreuen ging kein Schaffen Hand in Hand, und so versickerten die Milliarden.
    Vergleichbares spielte sich verbreitet bei der Entwicklungshilfe ab.

    • brechstange
      05. Juli 2011 11:08

      Seit Kreisky gibt es Substanzabbau, viel hat sie gearbeitet die Nachkriegsgeneration, dass wir bis jetzt unentdeckt nutznießen konnten. Bereits 1995 und früher ächzte das Gebälk, durch den EU-Beitritt konnten wir dieses Ächzen übertönen. Nun krachen die Balken und die Politiker glauben noch immer, dass wir durch Erweiterungen und Verwässerungen wieder ein paar Jahre durchtauchen können. Das alles wird das Unheil nur vergrößern, die Menschen haben es noch nicht begriffen und die Politiker?

    • ProConsul
      05. Juli 2011 19:53

      @Reflecting

      zu der von ihnen angesprochenen 'Umverteilungs- und Betreuungsbürokratie' zitiere ich folgendes:

      "Als Ergebnis der Subventionierung von Simulanten, Neurotikern, Gedankenlosen, Alkoholikern, Drogenabhängigen, Aids-Infizierten und physisch und geistig 'Herausgeforderten' durch die Versicherungsregulierung und Zwangsversicherung wird es mehr Krankheit, Simulantentum, neurotisches Verhalten, Gedankenlosigkeit, Alkoholismus, Drogenabhängigkeit, Aids-Infektion sowie physische und geistige Zurückgebliebene geben. Indem Nichtkriminelle, inklusive Kriminalitätsopfer gezwungen werden, für den Gefägnisaufenthalt von Kriminellen zu bezahlen (statt Kriminelle zu zwingen, ihre Opfer zu kompensieren unf für die vollen Kosten ihrer Festnahme und ihres Wegschlusses aufzukommen), wird Kriminalität zunehmen. Indem Unternehmen durch Programme zur bevorzugten Behandlung (Antidiskriminierungsprogramme) gezwungen werden, mehr Frauen, Homosexuelle, Schwarze oder andere Minderheiten zu beschäftigen, als sie möchten, wird es mehr beschäftigte Mitglieder dieser Gruppen geben und weniger Arbeitgeber sowie männliche, heterosexuelle und weiße Beschäftigte." (Hans-Hermann Hoppe, Demokratie der Gott der keiner ist, S. 207)

  30. socrates
    05. Juli 2011 10:33

    Aus meinem frühern Zitat: Alexander Dill, 30.6.11, verschwunden aus heise.de :

    "Wer aber bezahlt am Ende wirklich? Da in Deutschland wie Griechenland Vermögen und Vermögenszuwächse überhaupt nicht besteuert werden (Vermögenszuwachs Griechenland 2000-2010: 72,25%, Deutschland 2000-2010: 83,31%), weil die Regierungsparteien das für "wachstumsschädlich" halten, sondern nur Einkommen und Verbrauch, haben in Deutschland angestellte Kleinverdiener eine international einmalige Steuer- und Abgabenquote von 52% (Die deutsche Steuerlüge) .

    In Griechenland werden sie künftig auch die Hälfte ihres Einkommens abgeben dürfen. Aber für welche Leistungen? Die jüngst veröffentlichten Sparmaßnahmen bestehen ausschließlich im Abbau der öffentlichen Leistungen, also der Leistungen wie kostenlose Gesundheitsversorgung, Bildung und sozialer Wohnungsbau, die gerade Niedrigverdiener als Leistung für ihre Steuern benötigen.

    Wenn deutsche Professoren griechische Staatsanleihen empfehlen
    Griechenland wird über die Hälfte seiner Steuereinnahmen für Zins und Tilgung der Staatsschulden an die Hauptgläubiger, insbesondere die EU selbst, abführen. Der Hannoveraner Finanzprofessor Stefan Homburg überraschte in einem spektakulären Interview mit Armin Mahler vom Spiegel mit dem Geständnis, er selbst habe sich griechische Staatsanleihen mit einer Renditeerwartung von 25 Prozent pro Jahr gekauft. Woher hat er dieses Vertrauen? Nun, so bekennt der von deutschen Steuergeldern finanzierte Finanzforschungsbeamte:

    In den letzten Tagen habe ich selbst einen namhaften Betrag in griechische Anleihen gesteckt. Sie laufen noch ein Jahr und bringen im Erfolgsfall 25 Prozent Rendite. Damit schlafe ich wunderbar, weil ich an die grenzenlose Dummheit der Bundesregierung glaube. Sie wird zahlen."

    Auch A.U. gibt den prozentuellen Zuwachs am Staatseinkommen an, aber keine Zahlen! Sinnlos, da alle Neustaaten in der EU tolle Lohnsteigerungen haben, die aber nicht mit den Preissteigerungen mithalten. Alle Ex-ostler kaufen jetzt in Ö oder D ein, weil es billiger isr wie Polen, Ungarn, Tschechei, etc. Wenn man die Hälfte von einem Durchschnittseinkommen in Gr von 1000€, also 6000€/m einspart und 4Mio Steuerzahler annimmt, so kann man 24Mrd im Jahr einsparen. Die kolportierten Schulden von 300Mrd machen 72Mrd Zinsen aus, also 3mal so viel wie man einsparen möchte. Was soll dieser Unsinn? Auch wenn ich mich bei meinen Schätzungen um 50% verrechnet habe, zurückzahlen geht sich nie aus. Die erhöhte Mehrwertsteuer wird nichts einbringen, da die Leute kein Geld haben. Haircut sofort !!!!!
    Eine Rendite von 25% kann das Volk nirgends bezahlen. Die 11 Mrd € wurden, nach fr Medien, direkt an den IWF überwiesen und die internationalen und deutschen SPEKULANTEN kassieren. Die Risikozinsen sind nur dann berechtigt, wenn ein Risiko jemals auftritt, was noch nie der Fall war. HAIRCUT sofort !!!!!

    Eine weitere Lösung wäre ein kleiner Bürgerkrieg. Dann können alle GR zu uns flüchten und um Asyl ansuchen.

    • Erich Bauer
      05. Juli 2011 10:46

      "...die grenzenlose Dummheit der Bundesregierung glaube. Sie wird zahlen..."

      Sie wird gar nichts zahlen. Das machen die Steuerzahler und die SPEKULIERENDEN Kleinanleger... Die bekommen dann zwar die 25 Prozent... aber das war's dann schon... So läuft das Casino. Der Einsatz ist weg.

    • socrates
      05. Juli 2011 13:33

      heise.de/tp
      Kritik an Bankenrettung als getarnte Griechenland-Nothilfe
      Ralf Streck 05.07.2011
      Die neue Scheinlösung durch das Nothilfepaket wird nur für eine monatelange gefährliche Nervosität sorgen

      Statt die Initiative zu ergreifen, hechelt die EU weiter hinter dem her, was ihr von außen vorgegeben wird. So haben sich die Finanzminister am Wochenende doch nicht getroffen, um das zweite Nothilfepaket für Griechenland auf den Weg zu bringen. Die Handlungsunfähigkeit in der Union nutzt die Ratingagentur Standard & Poors (S&P) sofort, um weiter an Boden zu gewinnen. Sie droht nun auch, die freiwillige Verlängerung der Laufzeit eines Teils der griechischen Staatsanleihen als Zahlungsausfall zu werten. Er wird zudem den Druck auf Italien erhöhen. Die Kritik an der erneuten Bankenrettung, die als Griechenland-Rettung getarnt ist, wird derweil immer lauter.

      Angaben ohne Ziffern traue ich nicht: 30% Zuwachs heißt, daß meine Bedienerin statt 3€ vor 30J jetzt 4€ bekommt. Davon soll sie 2€ einsparen! (Stark vereinfacht, mit Zahlen jederzeit zu wiederlegen, wo bleiben sie?). Tausende Tote, die kassieren, können wir mit Migranten in Frühpension locker konkurrieren. Der Eu-gerichtshof, der GR wegen zu wenig Geld für Migranten verurteilte, hat für Eingeborene kein Herz !

    • Erich Bauer
      05. Juli 2011 13:47

      "...Der Eu-gerichtshof, der GR wegen zu wenig Geld für Migranten verurteilte..."

      Vielleicht bringt man die GR doch noch dazu dieses grausame Spiel zu beenden und aus EURO und EU auszusteigen. Schlimmer kann's kaum werden. Einzig der Drachme könnte einen so hohen Wert bekommen, daß die EURO-Massentouristen ausbleiben.

  31. PostScriptum
    05. Juli 2011 10:11

    Jetzt fragt sich nur noch, warum Herr Unterberger um die EU und den Euro trauert, wenn die von ihm besagten Probleme der EU und ihrer Währung inhärent sind.

    Herr Unterberger bedauert ja auch nicht, dass die Sowjetunion untergegangen ist, nur weil die Grundidee gut war; halt in der Ausführung sind ein paar schröckliche Fehler begangen worden.

    Dass der Fehler allein in der Existenz solcher Unionen besteht, müssen Menschen wie Herr Unterberger offensichtlich auf die harte Tour lernen...

    • socrates
      05. Juli 2011 13:17

      PS
      Das Problem ist nur indirekt die EU. Nach meiner Schätzung müßte jeder Gr, vom Baby bis zum Großpapa und zur Urgroßmamma 10000€/a zahlen um die Schulden + Zinsen zu Tilgen. Damit man das glaubt, kommt die Medienkeule. So ein Unsinn ! Jede Bank, die solche Kredite gibt, kann im Nichteinbringungsfall wegen grober Fahrlässigkeit geklagt werden.
      Das Problem der EU ist, daß sich einige Oligarchen ihrer bemächtigt haben und Gesetze, Verordnungen, etc, zu ihrem Nutzen schaffen, undemokratisch und ohne Kontrolle durch das Volk. Die Schieber von früher nennen sich Anleger und Lobbyisten.

  32. HJR
    05. Juli 2011 10:02

    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    OT. Das neue Blog-Gesicht

    Nachdem ich - großväterlicher Gründe wegen - informationstechnisch einige Tage "offline" war, möchte ich gerne ein paar Worte zum neuen Gesicht des Blogs verlieren:

    Insgesamt finde ich den Relaunche formal und inhaltlich gelungen und - da ich meine, den Aufwand zu seiner Umsetzung in etwa abschätzen zu zu können - möchte ich mich für die unternommene Anstrengung bedanken!

    Besonders hervorzuheben sind aus meiner Sicht die neuen Rubriken (linke Seite). Dort hoffe ich auf viele Updates insbesonders der "Zahlen und Daten" und des "Science Blogs". Über die Möglichkeit, die eigenen Beiträge in kompakter Form nachschlagen zu können, habe ich mich besonders gefreut (auch wenn die - meist der Eile der "Äußerungsbemühung" geschuldeten - Flüchtigkeits- und sonstigen Fehler dort in gesammelter Wucht auf mich selbst zurückprallen.

    Die "stellare Frage" ist wegen der stillschweigenden oder sogar expliziten Zustimmung vieler "Kommbattanten" weiterhin dem Gebrauch durch Letztere anheim gestellt - was ich in Ordnung finde. Sollte dies wieder einmal Rückfälle in die Kindergartenzeit provozieren, so werde ich da halt daran herummäkeln.

    Insgesamt nochmals Danke!

  33. Undine
    05. Juli 2011 09:44

    Mit dem anschaulichen Bild des EU-RETTUNGSSCHIRMS für die Griechen habe ich ein Problem:
    Ein Regenschirm schützt alle, die darunter stehen, vor Regen, ein Sonnenschirm vor zu viel Sonne.

    Man stelle sich nun vor, wie sich alle Griechen unter den aufgespannten EU-Schirm drängen. Daß von OBEN ---WENN WIR SCHON BEI DEM bILD BLEIBEN-- in diesem speziellen Fall ein GELDREGEN erfolgt, bekommen ---so scheint es mir--- aber nur diejenigen mit, die sich AUSSERHALB des Schirms aufgestellt haben, jene Millionäre und Milliardäre, die ihren Reichtum seit eh und je der schlechten griechischen sozialistischen Politik zu verdanken haben und ihre Reichtümer längst auf ausländischen Banken liegen haben. Die scheffeln nun schnell ihre BEUTE in bereitstehende Taschen---und weg sind sie, bevor die verdutzten Griechen unter dem Schirm begreifen, daß sie wieder betrogen worden sind!

    • Undine
      05. Juli 2011 09:51

      Sollte so heißen: "...---wenn wir schon bei dem Bild bleiben---..."!

    • brechstange
      05. Juli 2011 10:01

      Ein schöner bildlicher Vergleich, wäre passend für eine Karikatur. Vielleicht im nächsten Echo.

    • schreyvogel
      05. Juli 2011 11:27

      Ich glaube, man dachte eher an einen Fallschirm, der verhindern soll, dass der Euro bei seinem Absturz allzu hart aufprallt.

  34. mike1
    05. Juli 2011 08:24

    ich glaube, dr. unterberger hat den fall griechenland(s) gut analysiert. es fällt einem im moment eigentlich nichts weiter dazu ein.

    für mich wesentlich ist die aussage, dass es sich um eine schuldenkrise eines landes handelt, und nicht um eine währungskrise, wie uns die uninformierten bzw. manipulierenden medien weismachen wollen. auch der dummdreiste hc reitet ja auf dieser welle. die abschaffung des euro wäre schlicht und einfach als wahnsinn zu klassifizieren.

    die grundsätzliche problematik begann leider mit der aufnahme griechenlands in den euro-raum, obwohl man sicher sein konnte, dass die wirtschaftsdaten nicht stimmen. dieser vorwurf kann wohl nie entkräftet werden.

    weiters: die in gr regierenden familienclans sicherten sich mit der verleihung des beamtenstatus für fast 25% der bevölkerung die notwendigen wählerstimmen. hier spielte rechts und links das schicksalhafte spiel gleichermaßen. mit offensichtlich untrgabar hohen kosten.

    die linken gewerkschaften lieferten und liefern einen bedeutenden - wenn nicht sogar den wichtigsten - beitrag zum niedergang des landes. wie man sieht, sind selbige nicht lernfähig und motivieren die armen griechen, die sowieso schon nichts mehr haben, den karren nunmehr unaufhaltsam in den abgrund zu fahren.

    wie die sache wohl ausgeht, wissen wir alle nicht wirklich. es scheint nur sicher zu sein, dass unser hilfsgeld wohl auch in dunklen kanälen verschwinden wird. vor allem dann, wenn man die griechen nicht wirklich wirksam an die kandare nimmt.

  35. Samtpfote
    05. Juli 2011 08:17

    ...Die vielen Hinweise auf Korruption und Nachlässigkeiten bei der Steuereintreibung sind nicht geringer geworden....

    Das stimmt so nicht. Einen der grössten Brocken hat die Athener Regierung in Angriff genommen. Die Steuern auf Grund/Hausbesitz. War es bis vor kurzem noch möglich, dieser Steuerpflicht durch das Nichtfertigstellen des gebauten Hauses (deswegen ragen oftmals rostige Stahlstangen auf den Hausdächern in den ägäisblauen Himmel) zu entgehen, wurde das Gesetz entsprechend geändert und derzeit rigoros kontrolliert (und kassiert).

    Was noch bemerkenswert ist, dass sich die Preise an die gegebene Situation anzupassen scheinen.
    Banales, aber typisches Beispiel: Kostete ein Kaffee vor einem Jahr noch 2,00-3,00 Euro, so liegt derzeit der Preis bei ca. 1,50.

    Der Tourismus blüht nicht zuletzt wegen des günstigen Preisniveaus, welche sich in den letzten Monaten gebildet hat.

    Der Beamte verdient zwar 30% weniger, aber viele (nicht alle) Preise sind im Sinkflug.

    So gesehen reagiert der Markt. Ob die Regierung in Sachen Korruption und Schwarzgelder im Ausland genau so rigoros durchgreifen wird, wird die (nahe) Zukunft weisen. Ich vermute, dass hier nicht viel geschehen wird, was Demonstrationen etc. weiterhin zur Folge haben wird.

    • schreyvogel
      05. Juli 2011 11:42

      Wenn das Sparprogramm rigoros durchgezogen wird, wird Griechenland letztlich gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Statt staatlicher Füllhörner wird wieder der Markt regieren, Geld wird es nur mehr für Leistung geben (Zumindest wird es in diese Richtung gehen).

  36. Josef Maierhofer
    05. Juli 2011 07:43

    Wenn sich Länder zu einer Union zusammentun, dann soll eine solche einen Vorteil für alle bringen.

    Wenn sich Länder aber mit List und Betrug in eine Union einschleichen und eine gemeinsame Währung durch hemmungsloses Schuldenmachen für sich ausnützen, so sind diese Länder keine Bereicherung der Gemeinschaft.

    Eigenverantwortliche, Staaten mit Unabhängigkeit und Selbständigkeit in allen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Dingen, die wären eine Bereicherung einer Union.

    Eine Union, die die eigenen Verkehrsregeln verletzt und letztlich grob fahrlässig gegen die Bürger die Union und die Mitgliedsstaaten in die Schuldenkrise führt, die grob fahrlässig lügt, täuscht, verschweigt und manipuliert, statt der Wahrheit ins Auge zu blicken, ist nicht die Union der Bürger, so was will keiner.

    Darum werden alle Politiker in Zukunft Erfolg haben, die dem Volk glaubhaft versichern können, in Brüssel standhaft ein Veto gegen alle diese Machaloikes einzulegen, die notfalls auch einen Austritt aus einer solchen Union erwägen, die unendlich teurer kommt als die Mitgliedsbeiträge und ein paar 'Begleitmitgliedscahften' erahnen lassen.

    Ich behaupte gefühlsmäßig und ohne Beweis, daß diese Union lediglich Banken und multinationalen Konzernen was gebracht hat und dem Bürger nichts.

    Vom sozialen Europa, wie es die Linksparteien stets propagieren, ist ein Infaltionsdesaster, ein Arbeitslosendesaster, eine neue Armut, eine Schmarotzergeneration und ein enormer Schuldenberg für viele Generationen entstanden und es wird vermutlich entgegen aller Beteuerungen auch bald ein EURO Problem werden wegen der Inflation, der Armut und der Schulden.

    Es unterscheidet uns hier in Europa kaum mehr was vom Amerika der Konzerne und der Volksarmut.

  37. Wertkonservativer
    05. Juli 2011 07:14

    "Geld regiert die Welt" !

    Nie war der Spruch wahrer als in unserer Zeit!

    Geheimnissvolle, unsichtbare Mächte pumpen laufend Geld in die Schuldnerstaaten der Welt, machen sie dadurch gefügig, treiben sie noch tiefer in den Schuldensumpf, um sie - eine riesige Krake - dann mit ihren Fangarmen endgültig einzufangen und zu verschlingen.

    Ich habe längst das Quentchen Übersicht verloren, das einem Finanz-Laien üblicherweise zur Verfügung steht.

    Ihre Kampfparolen hinsichtlich der näheren Zukunft unseres Landes, liebe liberta, mögen auf fruchtbaren Boden fallen; um eine "Vorreiter-Rolle" zu spielen, halte ich
    unser Land und unsere Leute für zu gutmütig, phäakisch eingestellt, und - nehmt alles nur in allem - zu schlecht geführt!
    Hoffnungsträger mit Mut, charismatischem Auftreten sind nicht in Sicht: da hoffen Sie, verehrte Freundin, für die nächste Zukunft wohl vergeblich!

  38. brechstange
    05. Juli 2011 07:11

    Zum Aussetzen der Kofinanzierung:

    Ein Aussetzen der Kofinanzierung ohne Einsetzen eines Kommissärs von außen ist zum Scheitern verurteilt. Ich hab nämlich noch nicht davon gehört, dass die Fässer ohne Böden in Griechenland beseitigt wären.
    Ein Beispiel: Die griech. Reeder konnten sich erfolgreich drücken vor der eingeführten Krisenzusatzsteuer, etc., eine Reederei, die eine 3stellige Subvention zweckwidrig verbrauchte, die kann ja nicht belangt werden, ist doch die Reederei inzwischen an Abu Dhabi Mar verkauft. Und so holen sich gewisse Menschen, mehr als ihnen zusteht ohne Konsequenzen. Konsequenzen gibt es für die Volkswirtschaften Europas. Die derzeitige Lösungsstrategie lässt eben die ihren nicht im Stich und wälzt auf die Masse ab.

    Daher werden die 17 Mrd-EU-Gelder genauso verpuffen wie die 110 Mrd. im letzten Jahr. Übrigens warum müssen dann die anderen Länder dann noch kofinanzieren?

  39. brechstange
    05. Juli 2011 06:55

    "Sie hat vor allem den Industrie-orientierten Ländern eine starke Verbesserung der Handelsbilanz ermöglicht. Die Importländer können ihnen nicht mehr durch ständige Abwertungen den Markt rauben. Exporteure sparen ferner teure Transaktionskosten, etwa die Absicherung gegen Währungsschwankungen."

    Eine starke Verbesserung der Handelsbilanz wurde ermöglicht, die auf der Zeitachse Schritt geht mit einer starken Verschlechterung der Schuldenbilanzen in ALLEN Ländern. Somit leben die einen durch Importe, die man sich nicht leisten kann, und die anderen durch Exporte, die volkswirtschaftlich gesehen fehlalloziert sind.
    Die volkswirtschaftliche Betrachtung wurde aus lobbyistischen Gründen außer Acht gelassen, somit wurde das Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren auf die gesamte Realwirtschaft ausgeweitet. Das führte zu Übermut und zu Kapazitätserweiterungen, die sehr häufig fremdfinanziert sind, man musste ja vorausschauend agieren und schnell am Markt sein. Profitiert davon hat eben die Exportwirtschaft auf Kosten der nicht exportorientierten Wirtschaft.

    Außer Kraft gesetzt wurde ein wichtiges Steuerungsinstrument eines volkswirtschaftlich funktionierenden Wirtschaftsraums nämlich die Anpassungsfähigkeit der Währungen an die wirtschaftlichen Gegebenheiten, an die Finanz- und Wirtschaftskraft der Nationen mit all ihren Nachteilen für die Exporteure. Eine SOLLBRUCHSTELLE wurde POLITISCH und LOBBYGESTEUERT verschweißt. Damit die nicht bricht, müssen die Nettozahler nun ihren Wohlstand einbüßen, teilen mit den "Extremschuldnerländern".
    Treffen wird es uns alle, zumindest die, die nicht flugs irgendwohin können mit ihrem Geld, mit ihrer Arbeit, weil sie an den Standort gebunden sind.

    Durch Binnenmarkt und gemeinsame Währung wurde der freie, faire Wettbewerb ausgeschaltet und ersetzt durch Scheinwettbewerb mit Lobbyarbeit, Seilschaften und Bestechung, Subventions- und Transferwirtschaft. Ein wichtiges Element einer Marktwirtschaft wurde nachhaltig beschädigt und droht das Friedensprojekt zu sprengen.

    Wir sollten die Unternehmer und Personen, die ohne Subventionen auskommen, vor den Vorhang holen.

    Warum Europa eigentlich zerbrechen sollte, wenn der Euro zerbrechen würde, ist mir auch nicht klar? Warum Europa mit kleinen Einheiten in der globalisierten Weltwirtschaft nicht bestehen sollte, kann keiner seriös voraussagen?

    Wir sollten schleunigst anfangen, Sollbruchstellen in dieses Europa zu bauen, das dient uns allen - auch den Griechen.

  40. Anton Volpini
    05. Juli 2011 06:39

    Das mit dem Friedman Seminar durften wir schon vor einem Jahr lesen. Neu sind die scheinbar richtigen Worte dieses Politikers über die Strafe durch die Märkte. Deswegen nur scheinbar, weil die Handlungen der Politiker alles daran setzen, um die Märkte zu unterlaufen. Ludwig von Mises nannte das Interventionismus.
    Die Folge daraus ist ein nicht mehr zu kontrollierender Crash. Also hatte Milton Friedman doch Recht!

  41. phaidros
    05. Juli 2011 06:28

    Bitte einen Unkundigen aufzuklären: wieso sind

    * Der Konsum der Griechen ist in einem Jahr um rund 15 Prozent zurückgegangen.
    * Die Importe sind sogar um mehr als 30 Prozent gesunken.

    unter »Erfolge« einzureihen?

    • brechstange
      05. Juli 2011 07:00

      Das ist der Weg, der einem blüht, wenn man zum Insolvenzfall wird, die Geier kreisen über Griechenland. Einen anderen Weg gibt es nicht, auch wenn die Sozialisten aller Partei so tun als ob.

      Griechenland würde nur eine Entschuldung und eine Entlassung aus dem Euro-Raum helfen, was natürlich auch schwer wäre für die Griechen, doch das spielt es sich nicht mit den "oligarchischen Profiteuren des Systems".

    • phaidros
      05. Juli 2011 08:06

      Ich verstehe immer noch nicht: wieso ist es ein Erfolg, wenn die Griechen weniger konsumieren?

      Dass es gut ist, wenn weniger importiert wird, kann ich mir aufgrund der Geldflüsse ja noch vorstellen; obwohl ich da auch eher einen erhöhten Export auf der positiv-Seite sehen würde, um die Handelsbilanz auszugleichen.

    • Erich Bauer
      05. Juli 2011 09:19

      DER KONSUM. Die Märchenerzähler aus Gewerkschaft und Sozialisten krachen auf den Beton der Realität. Diese Führer vermitteln seit Jahr und Tag, daß man nur KONSUMANKURBELUNG (durch Verschuldung) betreiben muß, und alles wird gut - ganz besonders die Wirtschaft. Erstaunlicherweise ist das fast schon allgemeiner Konsens! Ist aber nicht so. "Konsumiert" wird vor allem "Schnick-Schnack aus China, Indien, etc... Das Geld (Schulden) fließt lediglich ab. Und dann ruft man schon wieder nach dem "Pizzamann"... Das Ende der Illusion wirkt sich naturgemäß in dieser "griechischen" Weise aus. Das Zusammenbrechen der Illusionen ist aber ein positiver Prozeß.

      DER IMPORT. Naturgemäß wirkt sich der Aufprall auf den Beton der Realität auch beim "Schnick-Schnack"-Import aus... Ist weder gut noch schlecht... Ist aber eine direkte Folge...

      Produktivität und Wertschöpfung sollte halt jetzt stattfinden. Wird ganz sicher schwierig. Ein Volk, welches auf BeamtenBESCHÄFTIGUNG konditioniert ist... und diese „Beschäftigung“ bereits als produktive Arbeit betrachtet… Naja, Griechenland ist gar nicht so weit weg von uns.

      Wie uns „mike1“ glaubwürdig versichert, geht man jetzt rigoros mit der Steuereintreibung bei Haus/Grund vor. Das ist eine typische SOZEN Idee. Man könnte das als „Lenkungssteuer“ gegen das Dach über den Kopf bezeichnen. Genauso wie einstmals die Bolschewiken den Kulaken die „Strohsandalen“ wegnahmen. Derartige Substanzbesteuerungen sind ein Indikator, daß Wertschöpfung weit und breit nicht sichtbar ist…

    • phaidros
      05. Juli 2011 09:32

      Das Geld (Schulden) fließt lediglich ab.

      Danke, das war der Satz, der mir fehlte! Eigentlich ja eh klar!

  42. W.F.Köhler
    05. Juli 2011 06:19

    Jetzt kommen die Fehler zutage:
    1. Ein französischer EZB-Chef, einem Land, das traditionell eine inflationistische Wirtschaftspolitik betreibt und als Nachfolger ein Italiener!!! Damit kann man einen harten € vergessen.
    2. Die Leichtgläubigkeit der EU-Beamten, die nach Strich und Faden belogen und betrogen werden.
    3. Betrug und Korruption in der EU-Verwaltung. Mangelhafte Kontrolle derselben.
    4. Mangelnde Kontrolle der EU-Förderungen. Dadurch Fehlleitung von Milliarden €.
    5. Zu hohe Gehälter der EU-Beschäftigten.
    6. Zunehmender Einfluß der Kommunisten in der Verwaltung. Seilschaften!
    Wer soll das alles bezahlen? Doch wieder wir Hartwährungsländer, die Deppen der EU.

  43. libertus
    05. Juli 2011 01:00

    Die EU ist zur "Sonderschule" für viel zu viele unfähige Politiker verkommen, die ihr Unvermögen bzw. ihren Wählerkauf nicht nur der Union anlasten, sondern sich auch auf die letzten Endes bereits real existierende Transferunion verlassen.

    Damit ist der "Staatsprasserei" Tür und Tor geöffnet und es ist zu befürchten, daß das Griechenland-Virus auch noch andere EU-Länder infiziert.

    Alleine mit dem Kauf großer Mengen griechischer Ramschpapiere müßte die EZB seriöserweise schon Konkurs anmelden, aber nachdem das alles die europäische Bevölkerung entweder über direkte Zahlungen und/oder über eine horrende Inflation bezahlen wird müssen, machen sich die Mächtigen wenig Kopfzerbrechen. Es geht hurtig so weiter!

    Fragt sich nur wie lange die fleißigen Steuerzahler mitspielen und ob bzw. wann der griechische Funke der Aufständischen auf das übrige Europa überspringt.

    Dann ist endgültig Schluß mit Lustig - Widerstand regt sich bereits allenthalben und es wird Zeit, daß machtgierige sowie unfähige Politiker rasch aus den diversen Regierungen gejagt werden.

    Österreich könnte seine Geschichte 2013 mit einer Vorreiterrolle "krönen. *hoff*





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