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10 Erklärungen zur europäischen Finanzkrise

Heute einmal der Versuch, die Analyse der europäischen Schuldenkrise in zehn markanten Punkten zusammenzufassen.

1.    Die europäische Finanzkrise war seit vielen Jahren vorhersehbar gewesen. Nur der genaue Zeitpunkt des Ausbrechens einer solchen Krise ist letztlich immer überraschend.

2.    Der zentrale politische Fehler des Euro und der EU: Die eigenen Regeln und Ankündigungen wurden nicht ernst genommen. Das passierte zum ersten Mal schon bei der Aufnahme von Staaten in den Euro, welche die laut verkündeten Kriterien nicht erfüllt haben. Der dadurch eingetretene Glaubwürdigkeitsverlust ist weder in der Politik und ganz besonders nicht in der Finanzwelt wiedergutzumachen.

3.    Wir haben keine Euro-Krise, sondern primär eine schwere Schuldenkrise zahlreicher Staaten, die auch ohne Euro schlagend geworden wäre. Sie wird nur von den Regierungen und Notenbanken gerne als Euro-Krise ausgegeben, um von der eigenen Schuld daran abzulenken.

4.    Es war ein historischer Fehler der EU-Staaten wie Österreich, im Mai 2010 den Märkten in den Arm zu fallen, als sie endgültig das Vertrauen in Griechenland verloren haben, auch wenn sich Griechenland seither durchaus angestrengt hat. Die griechischen Maßnahmen sind für viele Griechen einschneidend, aber dennoch unzureichend, um die Verschuldungskrise zu lösen.

5.    Diese schweren Fehler sind nicht mehr rückgängig zu machen. Jede heute mögliche Lösung kann nur noch unter schmerzhaften Folgen für ganz Europa erzielt werden.

6.    Die EU ist in einer tiefen inneren Struktur- und Sinnkrise, die durch die Schuldenkrise nur völlig überdeckt wird. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich Konstruktionsfehler und faule Kompromisse in der EU zusammen mit den Folgen des unstillbaren Machtdrangs der Brüsseler Bürokratie so angehäuft, dass man auch erstmals einen Zerfall der Union für möglich halten muss.

7.    Die beste Überlebensstrategie für Europa wäre, die EU auf die Verteidigung eines guten und funktionierenden Binnenmarktes zu reduzieren und alle Versuche zurückzunehmen, ein supranationaler Einheitsstaat zu werden.

8.    Eine EU-Wirtschaftsregierung hätte die gleiche Wirkung wie ein Kartell zur Beendigung des Wettbewerbs: Die Steuern würden gewaltig nach oben gehen. Die Kosten müssten Konsumenten und Steuerzahler zahlen.

9.    Die versprochene positive Wirkung einer solchen Wirtschaftsregierung, nämlich strengere Budgetdisziplin, wird hingegen ausbleiben. Sind doch die meisten Staaten nicht einmal imstande, Gemeinden und Regionen am exzessiven Schuldenmachen zu hindern.

10.   Durch den Abbau des inneren Wettbewerbs und die Außerkraftsetzung der No-Bailout-Klausel wie auch durch die schwere Schuldenlast  ist Europa noch weniger für den Wettbewerb mit asiatischen und anderen Schwellenländern gerüstet als in den letzten Jahren.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordiko
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2011 08:57

    Ist doch unverkennbar die Zielsetzung jener Europäischen Union, - weit über seine geographischen Flächen hinweg, -, die ZENTRALISTISCHE Regelung von allem und jedem.

    Wobei allein die Besetzung in Regierungsposten, mit mehr oder weniger von der Sache selbst, - nicht die geringste Ahnung habende, -, für die Umsetzung jener zentralistisch getroffene Weisungen, äußerst dienlich ist.

    Wann hat ein Politiker es schon gewagt, die individuellen, persönlichen Lebensinteressen seiner Landsleute, seiner Schaffenden, seiner Steuerzahler, zum allgemeinen Wohle seiner Mitmenschen zu berücksichtigen ?

    Wir werden nicht regiert sondern beherrscht!
    Und das von einer Organisation, welche mit Hilfe ihrer „grünen“ Verhinderungslobby, unser aller Schaffen von Schutzgeld- u. Strafzahlungen abhängig macht, und vorwiegend den wirtschaftlichen Interessen außerhalb, nicht nur Österreichs, - dient.

    Und für das auf uns zukommende EU System, - einer ZENTRALREGIERUNG -, (welche ohnedies schon seit langem aus dem Hintergrund agiert.) ist es ohne Belang, ob die noch vorhandenen Österreicher mit deutscher Muttersprache, in ihrer Energieversorgung massiv eingeschränkt werden, über keine dem Stand der Zeit und Technik verfügbaren Verkehrseinrichtungen verfügen und ob es für sie noch einen der Europäischen Kultur entsprechenden Lebensraum bzw.noch sinngebende Arbeit gibt.

    Wichtig unseren Machthabern allerdings ist die Gesamtschule, im besonderen für ein, im weiteren Lebensverlauf nicht in Frage zu stellendes Wissen über Themen wie:
    „Klimaschutz“, „ATOM“ und. „klare Worte gegen Ausländerfeindlichkeit“ Dafür gibt’s jede Menge Events, - wo wenige im kurzen Zeitraum viel, und die Beteiligten und Ausführenden, - wenig bis nichts kassieren.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2011 15:40

    Danke, Herr Dr. Unterberger für die Zusammenfassung.

    zu 1) Max Otte hat den Krisenausbruch Jahre zuvor bereits vorausberechnet und mit Beginn auf 2008 datiert, doch das war ja nur ein verschwörungstheoretischer FH-Professor
    Prof. Hamer hat bereits 94 fundiert vor der Euro-Einführung gewarnt, was sogar den BK Kohl höchstpersönlich veranlasste bei der Chefredaktion von Welt gegen ihn zu intervenieren

    Das sind nur 2 Beispiele von Menschen, die bewusst negiert, als Narren, etc. ausgeschaltet wurden. Doch was sagen heute alle feigen Fachopportunisten, sie hauen weiter drauf rein, indem man sagt, irgendwann hat jeder Verschwörungstheoretiker auch mal Recht. Sie geben ihren Irrtum nicht zu, nein, sie reiten uns mit dieser Vorgangsweise noch tiefer ins Schlamassel.

    zu 2/3) der Euro ist in der Krise, weil die EZB zur BadBank wurde und die Europäer so blöd waren, die 40fach gestiegene Geldmenge in sich aufzunehmen, ein Beispiel sind die CrossBorder-Leasing-Verträge, die fiat money durch Realitäten ersetzte. Dieses Fiat money wanderte nicht in Realinvestitionen, nein, es wurde in Investmentbanken als ewige CashCow angelegt. Die englischsprachigen mehrere 1000 Seiten umfassenden Verträge liegen in London, Gerichtsstandort durfte nur London, New York etc. sein. Unsere Politiker und politisch eingesetzten hochbezahlten Manager hatten offenbar nur $-Zeichen vor den Augen.

    Daher sollten wir einmal genau schauen, warum der Schuldenstand in Wien von einem Jahr zum nächsten um 67 % angestiegen ist.

    zu 4) Dieser historische Fehler im Mai 2010 konnte nur durch den Lissabon-Vertrag geschehen, der es zuließ, dass Schuldnerstaaten über Geberstaaten bestimmen konnten. Die Franzosen mit Club Med überstimmten Deutschland, dass den erkrankten Schäuble überging. Die Deutschen verpflichteten ihre Banken die Anleihen für 5 Jahre behalten zu müssen, die franz. Banken entsorgten ihre Anleihen in die Trichet-geführte EZB.

    zu 5) Die schmerzhaften Folgen für Europa sind genauso Floskel wie die Alternativlosigkeit des historischen Fehlers, weh wird es uns so und so tun, je länger wir warten, umso größer der Schuldanteil für uns. Wir sind ja so solidarisch.

    zu 7) Am supranationalen Einheitsstaat scheiterte bereits die Habsburgermonarchie.

    zu 8) Wer hat ein Interesse an einer EU-Wirtschaftsregierung? Vorrangig haben das die Staaten, die uns an den Abgrund brachten mit Frankreich an der Spitze. Frankreich ist durch jahrelange zentralistische sozialistische Politik nicht mehr wettbewerbsfähig.

    Zusammenfassend denke ich, dass nur Eigenverantwortung, Subsidiarität und Föderlismus uns diese Krise wird bewältigen lassen. Gesunde Konkurrenz und fairer Wettbewerb im Binnenmarkt ist notwendig, dazu gehört auch, dass man nicht fadenscheinig Größe als verpflichtend aus der Tasche zieht, um den anderen über den Tisch zu ziehen. Darauf läuft diese Größe-Gequatsche raus.
    Kehre jeder vor seinen eigenen Tür und bringe Ordnung in sein Haus. Die notwendige Kooperation ergibt sich automatisch, erzwingen kann man das nicht.

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2011 08:11

    Wir alle wissen um diese Fakten, danke für die Zusammenfassung, Bescheid und haben jeweils zu den Zeitpunkten des Fehlermachens gewarnt. Wir wurden von der Politik dazu korrumpiert und erpresst, da mitzumachen und Generationen werden daran zahlen für die Fehler der Politik.

    Die Geltungssucht der EU Beamten, die Verdrängung der Realität, die fast schon hypnotische Zerstörungswut aller Kultur und die Ideologisierung haben den Blick dieser EU Entscheidungsträger getrübt, auch den Blick der Nationen, die sich gern beim Schuldenmachen 'angelehnt' haben, wie z.B. Österreich und da vor allem die Sozialisten, die 40 Jahre lang das 'Manna vom Himmel fallen' ließen. 'Brot und Spiele', 'reicher als reich', 'Menschenrechte', 'P.C.', 'Quote', 'Gender', 'Trans', .... 'hinüber', die Zeichen dieser Wahnsinnszeit, die nichts mehr mit einer Realität zu tun haben.

    Richtig, mein nun schon 90-jähriger sagt es, 'Ich glaube, ich befinde mich auf dem falschen Planeten.' 'Gott sei Dank gehe ich bald ins Grab und muss diese Desaster nicht mehr miterleben oder nur noch kurz.'

    Schuld sind die Spekulanten, so sagt man bei den Sozialisten. Ich sage, schuld sind wir, der wir solche Politik zugelassen haben. Wahltage haben stets diese Unpolitiker und deren Untaten bestätigt.

    Wenn wir Besserung wollen, so müssen wir handeln und andere Parteien unterstützen, wir können die Täter, die uns so viel Zukunft genommen, so viele Schulden zugefügt und uns derart angelogen und aus dem Leben ausgeschlossen haben, die uns derart gemolken haben, nicht noch einmal an diese Positionen wählen.

    Als erste Tat würde ich einmal im österreichischen Staatsdienst, Verwaltung, aufräumen, entweder Reduktion der staatlichen stattlichen Gehälter auf die Hälfte bei Staatsbeamten oder Halbierung der Staatsposten und dazu zähle ich auch die Gremien, Parlament, etc.

    Die Antwort, 'dann gehen wir in die Privatwirtschaft', würde ich gerne hören, denn das wäre wirklich wünschenswert und es blieben nur noch die Vollblutpolitiker übrig, deren Anliegen es ist, für das österreichische Volk da zu sein, egal für wieviel, leben sollte man davon können, und deren Anliegen es nicht hauptsächlich ist, sein Breiftascherl zu füllen und das der Klientel. Genauso verhält es sich mit den Verwaltungsbeamten.

    Auch über diese Fakten wissen alle Bescheid und trotzdem verlässt die Menschen in der Wahlzelle der Mut vor Neuem, da wählt man lieber die alten 'Betrüger' und 'Korrumpierer'. Na, dann halt gute Nacht Österreich, gute Nacht Europa und gute Nacht Zukunft.

  4. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2011 07:32

    Der Ansatz, die Union mit ihren Brüsseler Instanzen auf eine Verteidigungsbehörde zurückzuschrauben ist ehrenwert - doch gemeinsame Verteidigung - selbst wenn sie durch einen Willensbeschluß zustandekäme, ist auf Grund der Rüstungserfordernisse im Grunde nur vorstellbar im Rahmen wenigstens einer gemeinsamen Forschungs- Entwicklungs- und Industriepolitik. Und da Gemeinsamkeit ohne Interessenausgleich hinsichtlich wirtschaftlicher Fragen kaum stattfinden wird - ansonsten die divergierenden Interessen einzelstaatlicher Politiken den gemeinsamen Ansatz zur Verteidigung untergraben, kommen wir letztlich wieder beim ursprünglichen Ansatz einer EG - erweitert um eine EVG an. Wir sprechen also über eine Preisgabe, einen Rückzug, eine Reduktion der Union weg von der heutigen wild auswuchernden Omnikompetenz - im Sinne einer 'Kompetenzen-kompetenz' - und ihre Beschränkung auf die Kernaufgaben. Wie soll das funktionieren und warum sollte dies, und sei es auch Gegenstand eines Dokumentes, nicht jederzeit durch gemeinsame Politiken ausserhalb der UNION unterlaufen werden können ? Seit Hegel haben die STaaten schriftlich, was ihre absoluten Monarchen schon zuvor verstanden und praktiziert haben - sie sind souverän und 'legibus solutus' ...
    Der Leviathan wurde in die Welt gesetzt und der einzige Weg ihn zum Nutzen und nicht zum Schaden zu wenden funktioniert nur, indem seine Steuerung kraftvoll und klug zugleich in die richtige Richtung erfolgt. Es bedarf einer Führung
    smacht, die ohne Verständigung der mittleren Mächte auf Gemeinsamkeit nicht arbeiten kann. Es braucht europäische Politiker und vermehrter Befassung der Bürger in den einzelnen Staaten mit gesamteuropäischen Fragen - es braucht mehr poltische Kompetenz der Medienschaffenden um einen intelligenteren Dialog im öffentlichen Raum zu gestalten. Sollte die bestehende Krise dies nicht zur Folge haben, scheitert das Projekt zu unser aller Nachteil.

  5. Ausgezeichneter KommentatorReinhard
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juli 2011 06:07

    Ich finde es bedenklich, dass von Seiten unseres politischen Establishments bereits das Vertreten der Ansichten des "gemeinen Volkes" durch Vertreter genau dieses "gemeinen Volkes" pauschal als "Populismus" verunglimpft wirrd. So kann man jeden Aufmüpfigen, der das Ohr am Mund des Volkes hat und auch jeden, der selbst aus den Reihen des Volkes und nicht irgendwelchen inzestuösen Partei-Elfenbeintürmen kommt, verhetzen und mundtot machen.
    Der Tenor der Bürgerrechtler in der DDR nach 1989 war: "Wir hätten niemals geglaubt, das System zu stürzen, wir wollten doch nur eine schrittweise Veränderung im Kleinen..."
    Dass sich ein System von unten durchaus verändern, ja sogar hinwegfegen lässt, wurde schon oft bewiesen.
    Übrigens: In Deutschland mehren sich die medialen Berichte über den "Aufstand des Mittelstands"; dieser verweigert immer mehr und immer geschickter in einer Art zivilen Ungehorsams das Stillhalten beim Abzocken, wird medial immer präsenter und kann immer mehr Menschen erreichen um ihnen die Augen zu öffnen über die wirklich ausgebeutete Klasse in diesem Land. Das wünsche ich mir auch für Österreich, und in meinen täglichen Gesprächen finde ich immer mehr offene Ohren auch bei Angestellten und Arbeitern. Sammeln wir hier Fakten und Argumente und machen wir es wie das (mMn geniale) "Echo", die BIÖ und alle anderen ambitionierten Initiativen: verbreiten wir jene Wahrheiten, die von unseren gekauften Medien unterdrückt, von gekauften Journalisten verdreht oder von korrumpierten Politikern negiert werden. Ich spüre täglich: Wir rennen damit offene Türen bei sehr vielen Menschen ein; es fehlt nur der Anstoß, endlich mal nachzudenken...
    Und die Linksgestrickten liefern uns hier immer bereitwillig ihre kruden Gegenargumente; dann ist man draußen gleich gewappnet und muss nicht offenen Mundes staunend über die Sinnleere der linken Propagandasprüche die Segel streichen.

    Geschätzter Wertkonservativer (bezogen auf weiter unten), man kann beides: Hier diskutieren und dann "draußen" aktiv sein! Genau das ist die Stärke dieses Forums!

  6. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2011 09:51

    Dieser verdienstvollen Zusammenfassung ist hinzuzufügen: Wieder ist es der versierte Umgang mit einer manipulativen Sprache voll von semantischem Betrug, der verantwortungslose Politik verharmlost und nur der Errichtung potemkinscher Dörfer durch Konsumkraftsimulierung (ohne Leistungsäquivalent), Zwangsbeglückung (ohne Bedeckungsbereitschaft) und Zukunftsraub an ungefragten Nachfolgegenerationen (ohne Stimmrecht) Vorschub leistet.

    Da werden Verantwortlichkeiten nach Belieben verschoben, Schuldzuweisungen geradezu unverschämt verlagert, Vorgaben nach Belieben relativiert und sanktionenlos gebrochen, Absichtserklärungen und selbstzweckhafte Analysen ohne Nachfolgeumsetzung permanent abgegeben.

    Am Beispiel der nicht eingehaltenen Maastricht-Kriterien: Als permanente Neuverschuldung zum Dauerübel wurde, weder Defizit- noch Staatsverschuldungs noch Inflationsgrenzen eingehalten wurden, kam man zur immunisierenden Generalformel: „Kein Problem; es muss ja nur über den gesamten Konjunkturzyklus (!) ausgeglichen gewirtschaftet werden!“. Goldene Zeiten, ein Schlaraffenland bricht an, die perfekte Immunisierungsformel für Wählerkauf durch Neuverschuldung war geboren: Es muss aber die bange Frage gestattet sein: Wie lange dauert ein Konjunkturzyklus, wenn im so vorbildhaften – Österreich 40 Jahre lang permanent Schulden gemacht werden?

  7. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2011 10:02

    Eine der schrecklichsten Folgen des 'Bail out' ist, dass jede Anstrengung, im Staatsgefüge zu sparen mit dem Hinweis weggewischt werden kann, dass dann halt das Ersparte ins Ausland fließt.
    Das schreckliche dabei ist, dass das Argument völlig richtig ist!
    Ein Tod-Sündenfall, der den des Schuldenmachens noch übertrifft
    Ich höre dieses Argument häufig bei den Diskussionen über die Verwaltungsreform.
    So rinnt die Haushaltsmoral endgültig durch ein Leck in unbekannte Kanäle.
    Und leider wird das Geld, das wir uns selbst borgen mussten, nicht einmal wirksam als Aufbauhilfe, sondern landet in Abzockertaschen.
    Weil die Politker auch hier wieder zu blöd sind, vernünftige Konzepte zu verfolgen - oder zum Teil auch zu korrupt, um da nicht einfach in dieser oder jener Form mitzuschneiden.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorReinhard
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juli 2011 06:07

    Ich finde es bedenklich, dass von Seiten unseres politischen Establishments bereits das Vertreten der Ansichten des "gemeinen Volkes" durch Vertreter genau dieses "gemeinen Volkes" pauschal als "Populismus" verunglimpft wirrd. So kann man jeden Aufmüpfigen, der das Ohr am Mund des Volkes hat und auch jeden, der selbst aus den Reihen des Volkes und nicht irgendwelchen inzestuösen Partei-Elfenbeintürmen kommt, verhetzen und mundtot machen.
    Der Tenor der Bürgerrechtler in der DDR nach 1989 war: "Wir hätten niemals geglaubt, das System zu stürzen, wir wollten doch nur eine schrittweise Veränderung im Kleinen..."
    Dass sich ein System von unten durchaus verändern, ja sogar hinwegfegen lässt, wurde schon oft bewiesen.
    Übrigens: In Deutschland mehren sich die medialen Berichte über den "Aufstand des Mittelstands"; dieser verweigert immer mehr und immer geschickter in einer Art zivilen Ungehorsams das Stillhalten beim Abzocken, wird medial immer präsenter und kann immer mehr Menschen erreichen um ihnen die Augen zu öffnen über die wirklich ausgebeutete Klasse in diesem Land. Das wünsche ich mir auch für Österreich, und in meinen täglichen Gesprächen finde ich immer mehr offene Ohren auch bei Angestellten und Arbeitern. Sammeln wir hier Fakten und Argumente und machen wir es wie das (mMn geniale) "Echo", die BIÖ und alle anderen ambitionierten Initiativen: verbreiten wir jene Wahrheiten, die von unseren gekauften Medien unterdrückt, von gekauften Journalisten verdreht oder von korrumpierten Politikern negiert werden. Ich spüre täglich: Wir rennen damit offene Türen bei sehr vielen Menschen ein; es fehlt nur der Anstoß, endlich mal nachzudenken...
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alle Kommentare

  1. Constance (kein Partner)
  2. Jaydee (kein Partner)
    07. Februar 2015 13:47

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  10. burkhard (kein Partner)
    20. Juli 2011 16:15

    Dass die Schulden ( auch der öffentlichen Hände) in den vergangenen Jahrzehnten unglaublich und unbeherrschbar gestiegen sind wußten Fachleute schon längere Zeit. Dass die internationalen Verflechtungen der Finanzmärkte, die Machtverhältnisse und die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Volkswirtschaften auch für die meisten Politiker undurchschaubar sind, ist auch offensichtlich Warum aber noch niemand den einfachsten Vergleich auch nur angedacht hat, ist mir unverständlich.
    Beispiel: Wenn ein Privater, der sich stark verschuldet hat, nicht mehr zahlen kann, aber große Schätze zuhause hat,- kommt der Kuckuk und pfändet, oder er muß die Kunstgegenstände verkaufen. Wer dem Schuldner gewogen ist zahlt gute Preise und nimmt ihm nicht die letzte Kuh weg, sondern hilft ihm, damit er weiterleben kann.

  11. xRatio (kein Partner)
    20. Juli 2011 04:15

    3. Wir haben keine Euro-Krise

    Das ist richtig.

    Immerhin ein richtiger Halbsatz. BRAVO!

    Das ist aber auch alles, was richtig ist im von ökonomischer Kenntnis absolut unbeleckten Gelaber (auch in den Kommentaren).

    Die Dummheit ist wohl uneeeeendlich.
    Immer wieder und immer öfter denke ich ernsthaft:

    Wir sind tatsächlich im Irrenhaus. :-( :-(

    Wer glaubt, das Schicksal der Welt und jedes Menschen hänge vom konkreten Aussehen irgendwelcher Scheinchen ab, gehört für meine Begriffe in die Klapsmühle.

    • xRatio (kein Partner)
      20. Juli 2011 04:42

      Was ich schon lange sagte, meint jetzt auch Ex-Bundeskanzler

      Helmut Schmidt:

      "Wenn man ganz genau hinschaut, dann sieht man, dass die politischen Journalisten eigentlich mehr zur politischen Klasse gehören und weniger zum Journalismus."

      http://www.zeit.de/2010/13/Schmidt-Kohl-di-Lorenzo/komplettansicht

      Mein Reden, auch was trotz etwas höheren Niveaus
      die Journaillisten Ortner und Unterberger angeht.

  12. terbuan
    18. Juli 2011 19:43

    Heute in der Presse, ein Gastkommentar von Wilfried Stanka:
    Wie wir Österreich vor der totalen Staatspleite bewahren könnten.
    http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/678786/Wie-wir-Oesterreich-vor-der-totalen-Pleite-bewahren-koennten
    Tenor: Sparen, kürzen, Verwaltung abschlanken, Streichung jeglicher Subventionen etc. etc., ansonsten sind wir demnächst pleite!

  13. Waltraut Kupf (kein Partner)
    18. Juli 2011 15:20

    Man muß sich bereits fragen, ob es nicht Teil eines Kalküls in Richtung des europäischen Zentralstaates als Etappe auf dem Weg zur Verwirklichung des Unus-Mundus-Projektes war, diese Krise herbeizuführen, um sie vorgeblich durch zwangsweises "Reden mit einer Stimme" zu beheben. Schon rufen ja aus allen möglichen Ecken Leute nach "mehr Europa" statt weniger. Es ist ja auch kaum glaublich, daß man an die Vereinheitlichung der Willensbildung unter den gegebenen Umständen glauben konnte. Außer, die Baumeister Europas waren mit heilloser politischer und psychologischer Instinktlosigkeit geschlagen, was natürlich auch möglich ist. Es steht aber zu befürchten, daß das alles Methode hat. Es handelt sich um den Wettlauf der Strategen mit dem zunehmenden Durchblick der Bevölkerung, dem man nach besten Kräften auf die Sprünge helfen muß.

    • Neppomuck (kein Partner)
      18. Juli 2011 15:52

      Wie wahr.
      Man will uns vor vollendete Tatsachen stellen.

      Aber was soll's.
      Napolium hat 12 Jahre regiert, Hitler auch, also wird es nicht mehr lange dauern und Europa wird entweder wieder zerfallen oder statt eines Bundesstaates ein Staatenbund (der Vaterländer) werden.

      Schließlich ist diese Bande der EUDSSR-Sowjets in Brüssel (wo auch die NATO wohnt) viel zu leicht hinsichtlich ihrer wahren Absichten zu durchschauen.

      Man muss denen nur klarmachen, wo der Hammer hängt.

    • Norbert Mühlhauser
      19. Juli 2011 22:03

      ... die Baumeister Europas ...

      Baumeister Europas sind entweder Gott oder vulkanische Kräfte, je nach Weltbild.

      EU-Baumeister haben wir aber sehr wohl ... ;-)

  14. Öko-Vergelter (kein Partner)
    18. Juli 2011 13:36

    Die Probleme Europas können durch diverse ökologische Maßnahmen gelöst werden. Z. B. soll der Fleischkonsum um 50 % reduziert werden. Erneuerbare Energien und Öko-Landbau sollen beschleunigt ausgebaut werden. Naturheilkunde soll gefördert werden. Zudem müssen mehrere Millionen Afrikaner und Asiaten aus Europa weggeschafft werden. Und der €uro muss durch regionale Gelder mit Umlaufgebühr ersetzt werden. Dadurch wird u. a. die ungerechte Vermögensverteilung beseitigt.

    • Rado (kein Partner)
      18. Juli 2011 13:55

      Wenn ein Währungscrash kommt, wird hierzulande generell etwas weniger gegessen, glaube da kann man unbesorgt sein.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      18. Juli 2011 17:04

      @Öko-Vergelter:
      Ich werte Ihren Text als Satire. Denn zweifellos wissen auch Sie, daß "ökologische Maßnahmen" bislang nur Teuerung, Landschaftsverschandelung, Subventionsbereicherung von Konzernen, Emigration von Industrie und Arbeitsplätzen sowie Entmündigung auf dem Weg zu weltweiter Planwirtschaft und Diktatur bewirkt haben.

    • Öko-Vergelter (kein Partner)
      18. Juli 2011 18:37

      @ Marcus Aurelius
      Die Politik der Grünen hat tatsächlich fast nichts Gutes bewirkt. Aber eine echte ökologische Politik kann die Situation verbessern. Z. B. soll der €uro durch regionale Gelder mit Umlaufgebühr ersetzt werden. Dann ist eine Geldhortung der Reichen nicht mehr möglich.

    • Heri (kein Partner)
      18. Juli 2011 20:18

      @Marcus Aurelius,

      habe zuerst Öko's Beitrag zunächst auch als Ironie interpretiert: Naturheilkunde, Alternative Energie, Öko-Landbau zur "Lösung" (nein, nicht als Ursache, was ja noch so halbwegs logisch wäre) des Schuldenproblems Europas... wow.. fehlt nur mehr Voodoo.

      Nur leider scheint der's ernst zu meinen. Die Spinnen, die Ökos. Lauter Wahnsinnige... aber das ist ja eh nix neues ;-)

    • Öko-Vergelter (kein Partner)
      18. Juli 2011 22:54

      @ heri
      Die Grünen sind tatsächlich Spinner. Aber die ÖDP-Leute nicht.
      Zum Thema Voodoo: Voodoo ist schwarze Magie. Aber Geistiges Heilen gemäß Rudolf Steiner soll gefördert werden.

    • Öko-Vergelter (kein Partner)
      18. Juli 2011 23:11

      @ heri
      Nachtrag: Ich bin aus Deutschland. Die ÖDP ist eine deutsche Öko-Partei. Mit den österreichischen Parteien kenne ich mich nicht so gut aus. Möglicherweise macht RETTÖ eine ökologische Politik.

  15. Rado (kein Partner)
    18. Juli 2011 13:30

    Einen markanten Punkt hätte ich da auch noch!
    (War nämlich kurz bei www.hartgeld.com schmökern)

    Die griechische Regierung ist keine Bande von Schnorrern,
    Die griechische Regierung ist eine Bande von Betrügern!
    Und das sind auch alle ihre Mitwisser und Helfer in Brüssel und den Regierungen der übrigen EU!
    So pathetisch es klingt, die Vorbereitungshandlungen zur Pleite im Zusammenwirken mit Goldmann-Sachs, Brüssel und der EZB benötigen mehr als nur mangelnden Sachverstand, da ist kriminelle Energie nicht gekannten Ausmaßes am Werk.

  16. Celian
    18. Juli 2011 12:41

    Ein Schuldenschnitt würde Griechenland mit einem Mal die Last der Verantwortung nehmen und einen Neustart für das Land ermöglichen.

    So weit so gut. Aber würde das etwas ändern? Würde Griechenland mehr Haushaltsdisziplin aufbringen? Oder würde der Klüngel der heute an der Macht ist, der Versuchung widerstehen auch in Zukunft wieder den größten Lakaienstaat durch Kauf heranzuzüchten? Würde dadurch die Korruption eingedämmt? Nein, im Gegenteil. Die griechischen Schuldenmacher würden sich bestätigt fühlen. Ohne Rücksicht auf ein Morgen zu leben, würde sich damit erwiesenermaßen auszahlen. Da ein anderer, in letzter Konsequenz Deutschland, die Haftung übernimmt.

    Ein Schuldenschnitt oder auch die Verlängerung der Staatsanleihen oder das schrittweise Abkaufen durch die EZB, wie auch immer die Griechenland-Lösung aussieht, sie muß an harte Bedingungen geknüpft sein. Die da wären:

    1. Griechenland muß mit sofortiger Wirkung den Euro-Raum verlassen.

    2. Griechenland wird unter Kuratel einer Schulden-Kommission gestellt. Da sie nicht Teil des griechischen Machtapparats wäre, würde sie der Korruption ein gar grausiges Ende bereiten. Vorzugsweise wären in ihr deutsche Beamte vertreten, da Deutschland die größte Haftung übernommen und daher das größte Interesse an einem Griechenland ohne Korruption hat. Mit ihrer deutschen Gründlichkeit würden sie den Griechen schon die korrupten Flausen austreiben.

    Diese doch sehr drastische Maßnahme würde zwar einer Abschaffung der Demokratie gleichkommen. Aber wenn eine korrupte Bande sich diese Demokratie zunutze gemacht hat, und sich darin wohl fühlt wie die Made im Speck, bleibt nichts anderes übrig. Manchmal muß man sich des Parasiten mitsamt des Wirts entledigen.

    • Haider
      18. Juli 2011 22:33

      Die Analyse ist nachvollziehbar, aber die Therapie ist wohl wenig durchdacht. Deutsche als von außen eingesetzte Zwangsvollstrecker wären psychologisches Harakiri. Als unbestechliche Berater ins Land gerufen: JA; als Demokratiekiller und selbsternannte Besatzer tätig: NIEMALS. Letzteres macht beispielsweise die US-Amerikaner zur Welt-Unnation, und ich finde zu Recht.

  17. Komma
    18. Juli 2011 11:20

    Was ist falsch oder unzureichend an AU´s Erklärungen zu europäischen Finanzkrise?

    1. Die "Finanzkrise" ist keine! Wir erleben keine Krise, sondern den Zusammenbruch eines ganzen Systems: Die EWU ist gescheitert und nicht zu retten (Vaclav Klaus).
    2. Nicht die Verletzung der eigenen Regeln ist Grund für das Scheitern von Euro und EU, sondern der unbehebbare "Konstruktionsfehler, eine Währungsunion ohne vorherige politische Union (die es auch in Zukunft nie geben wird) zu installieren.
    3. Wir haben keine "Schuldenkrise", sonden unverantwortbare hohe Staaatsschulden.Sie resultieren aus unserem korrumpierten Parteien-Demokratiesystem, das sich nur mit Wählerbestechung halten kann ("Die Pensionen sind gesichert", "Wir sorgen für Wachstum", Wir schaffen Arbeit", "kostenlose Bildung für alle", "Grundgehalt" usw.).
    4. "Ursünde" oder historischer Fehler war nicht die Griechnénlandrettung am 10. Mai 2010, sondern Maastricht mit der Gründung der EWU.
    5. Natürlich muss man Fehler rückgängig machen. Das heißt: Man muss aus dem Scheitern von EWU und EU die Konsequenz ziehen, und das bedeutet: Raus aus der EU und raus aus dem EURO. Eine andere Lösung gibt es nicht!
    6. Sinn- und Strukturkrise, Konstruktionsfehler und faule Kompromisse machen den "Zerfall der Union" nicht nur "möglich", sondern unausweichlich. Priorität der Politik muss daher Auflösung der EWU und Umgestaltung der EU in ein "Europa der Vaterlönder" haben
    7. Auch der "Binnenmarkt" oder "gemeinsame Markt" ist eine "idée fausse". Sie gründet auf der Fehlannahme, Wettbewerb sei produktiver als Zusammenanrbeit und Schutz der eigenen Wirtschaft vor Konkurrenz. Wettbewerbsfreiheit führt immer und unweigerlich zu einer unerträglich Vermachtung und Entfremdung sowie zu Souveränitätsverlust.
    8. und 9. Eine zentrale Wirtschaftsregierung - AU hat recht - ist von größtem Übel. Dezentralisation, Selbsthilfe, Selbstverwaltung, Subsidiarität müssen Grundprinzipen der Wirtschaftspolitik sein.
    10. Europa kann man nicht für den Wettbewerb mit Asien und Schwellenländern"rüsten", denn Europa gibt es nicht! Jeder Staat muss sich selbst "rüsten" und gegen den "Wettbewerb" aus Billigländern "schützen". Wie man das macht, zeigt Israel! Kein Import von Gütern, die im eigenen Land hergestellt werden können. Liberalismus muss genauso bekämpft werden wie Kommunismus. Bemühen müssen wir uns zum Wohle unseres Landes um eine Synthese von national und sozial.

    • Neppomuck (kein Partner)
      18. Juli 2011 12:02

      Einspruch, mein Herr.

      Im demokratischen Spannungsfeld von den drei, wie ich meine "unverzichtbaren" Komponenten eines Staatswesens "Kapital, National und Sozial" erst gedeiht eine Demokratie richtig, was die "Synthetisierung" von National(ismus) und Sozialismus anzurichten imstande ist, sollte nicht der kollektiven Amnesie anheimfallen.
      Und was jede einzelne dieser "Trinität" für sich allein anrichten kann, sollte auch bekannt sein.

      Wer Qualität haben will, muss (fairen) Wettbewerb zulassen.
      Daran gibt es m.M.n. nichts zu deuteln.

      Hohe Staatsschulden sind nun einmal die Voraussetzungen für eine Finanzkrise, die als Synonym für eine Schuldenkrise gilt.
      Und eine gemeinsame Währung ist an sich nichts Verdammenswertes, wenn sie etwa gleich leistungsstarken Wirtschaftsräumen zur Verfügung steht.
      Schließlich war die Wechselkursbindung zwischen der deutschen, österreichischen und niederländischen (etc.?) Währung durchaus als Erfolgsmodell zu bezeichnen.
      Da konnten die Italiener/Spanier/Briten usw. abwerten, so viel sie wollten.

    • Komma
      18. Juli 2011 12:57

      @Neppomuk

      "Fairer" Wettbewerb in der Textilindustrie zwischen Vorarlbergern und Chinesen? Zwischen Bauern in Österreich und Farmern in Australien beim Getreideanbau? Zwischen Supermarkt und Dorfgreisler?

      Währungs ist immer Ausdruck der Kultur eines Staates (Schumpeter). Ein "Wirtschaftsraum" kann Staat nicht ersetzen.
      Freie Wechselkursbindungen (besser: -orientierungen!) sind keine
      Währungsunion.

      Und Apropos: Auch die "Demokratie" bedarf eines staatstragenden Standes (heute sind es schlecht und recht die "civil servants"), sonst funktioniert sie nicht.

    • Norbert Mühlhauser
      18. Juli 2011 20:31

      @ Komma:

      Wettbewerb zwischen Staaten auf gleicher Entwicklungsstufe sollte aber doch i.O. sein, oder?

      Es gilt hier zwei Aspekte zu beachten:

      - Wenn die Volkswirtschaft in möglichst überhaupt keinen Wettbewerb mehr eintritt, dann herrscht der ökonomische Unverstand, also die politisch-administrative Klasse, die nicht auf die Bedürfnisbefriedigung im Wege eines erwirtschafteten Angebots, sondern auf Bedürfnisbefriedigung im Wege der imperativen Ver- und Zuteilung abstellt. Zentralismus statt Subsidiarität. Staatskapitalismus. Der Leviathan kann dann nämlich schröpfen wie's ihm beliebt, weil es das sofort manifeste Regulativ des Wettbewerbs nicht gibt.

      - Die möglichst totale Abschottung führt auch deshalb zur Verarmung, weil gerade die globale Vernetzung sicherstellt, dass nicht zweimal das Rad erfunden werden muss, und weil an einem Mindestmaß an Importen kein Weg vorbei führt, weshalb Exporte dann reziprok "entgolten" werden.

      Ansonsten stimme ich Ihnen zu, dass es keinen Wettbewerb der Prozesslogik, der Qualität, des Fleißes, der Innovation und Kreativität sowie der Fertigungstechnik zwischen hochentwickelten und Niedriglohnländern geben kann. All das erfordert - vergleichsweise ! - akzeptable Gestehungskosten, weshalb zumindest unsere Standorte leiden, manchmal aber auch der industrielle Fortschritt an sich.

    • Komma
      19. Juli 2011 00:46

      @Norbert Mühlhauser

      Was soll "Wettbewerb zwischen Staaten"? Krieg? Subventionswettbewerb zwecks Anziehung von Betrieen? Steuer(nachlass)wettberb (Irland)? Es kann nicht um Wettbewerb zwischen Staaten gehen, sondern um Zusammenarbeit (meist vereinbart in Handelsverträgen).

      Es geht nicht um "Abschottung", sondern um Hereinholung von "Exzellenz", Spitzenunternehmungen, Spitzengelehrten, Spitzenfachkräften, Meistern ihres Fachs etc. Und natürlich um , wie Sie ganz richtig anmerken, "reziproken" Warenaustausch auf Grund langfristiger Lieferverträge (wie z.B. mit Rußland beim Import von Erdöl und Gas gegen Rohrlieferungen).

    • Norbert Mühlhauser
      19. Juli 2011 13:54

      @ Komma:

      Was soll "Wettbewerb zwischen Staaten"? Krieg?

      Nein, sondern einen Wettbewerb um Ordnungsvorstellungen und Gestaltungen.

      Der Staat, der sich für mehr Produktivität und dafür vielleicht weniger "Lebenskultur" entscheidet, hat mehr Wohlstand und global mehr Wirtschaftsmacht - mit daraus ableitbaren Vorteilen für die Bürger.

      Die Staaten mit mehr "Lebenskultur" haben eben andere Vorzüge bzw eine eigene Atttraktivität.

      Unter Gleichgearteten besteht immer ein Wettbewerb auf welcher Bühne auch immer. Ich meine damit nicht unmittelbar den Wettbewerb um Ressourcen. Der Wettbewerb besteht aus Sicht der Wirtschaftstreibenden genau so wie aus Sicht der Bürger und Konsumenten.

      Der Bürger profitiert vom Wettbewerb, Letzterer verhilft zu Wahlmöglichkeiten.

      Auf anderer Ebene profitieren vom Wettbewerb der Systeme, einschl der Aspekte der Kultur, Lebenskultur oder Industriekultur, im Wege der Optimierung alle, ungeachtet eines ggf eigennützigen Charakters der Beweggründe.

    • Norbert Mühlhauser
      19. Juli 2011 16:33

      Nachtrag @ Komma:

      Der Wettbewerb ist schon allein deshalb unausweichlicher Lebensbestandteil, weil Grundstücke endlich sind und daher in einer Welt abseits derjenigen von Rousseaus Vorstellungen gekauft werden müssen.

      Selbst wenn in einer kollektivistischen Utopia-Welt Grundstücke zugeteilt würden, verlagerte sich dadurch der Wettbewerb nur auf die psychologische Ebene, nämlich jene des Buhlens um die Gunst der Entscheidungsinstanz. Aber auch ohne Buhlen würde ein Funktionär in einem solchen Utopia nach den Verdiensten eines Falles/Antrages und damit zugleich auch einer Person urteilen müssen, weil die Bedürftigkeit alleine keine Zuteilung von "Gustostückeln" rechtfertigen könnte. Dem Wettbewerb kommt man daher nicht aus ...

      Und eine Vergabe per Los würde ein solcher Amtsträger im Interesse seiner Unabkömmlichkeit niemals akzeptieren!

    • xRatio (kein Partner)
      20. Juli 2011 04:27

      @Komma 18. Juli 2011 11:20
      "Liberalismus muss genauso bekämpft werden wie Kommunismus."

      Diagnose:
      Komma hat nicht mehr alle Tassen im Schrank, eine Vollidiotin.

      Aber nix Besonderes heuzutage.

  18. Collector
    18. Juli 2011 09:38

    Das ist einer der besten Kommentare, die AU je zu EU und EURO geschrieben hat!
    Wer darüber hinaus die Gründe für diese verheerende Entwicklung verstehen will, der sollte anklicken: http://www.couleurstudent.at/index.php?id=188 .

  19. Harry (kein Partner)
    18. Juli 2011 07:38

    Der "erfolgreichste Wirtschaftsraum 2010" ist bankrott. Dazu treiben sich im Brüsseler Nutznießer-Milieu auch noch solche Glücksspieler wie Gio Hahn herum. Die EU ist eine schwere Beleidigung und Kränkung für die Wirklichkeit. Sie soll zur Hölle fahren!

    P.S.: Hat der Betreuer der Hahn-Dissertation danach wenigstens Karriere gemacht?

  20. Reinhard (kein Partner)
    18. Juli 2011 06:07

    Ich finde es bedenklich, dass von Seiten unseres politischen Establishments bereits das Vertreten der Ansichten des "gemeinen Volkes" durch Vertreter genau dieses "gemeinen Volkes" pauschal als "Populismus" verunglimpft wirrd. So kann man jeden Aufmüpfigen, der das Ohr am Mund des Volkes hat und auch jeden, der selbst aus den Reihen des Volkes und nicht irgendwelchen inzestuösen Partei-Elfenbeintürmen kommt, verhetzen und mundtot machen.
    Der Tenor der Bürgerrechtler in der DDR nach 1989 war: "Wir hätten niemals geglaubt, das System zu stürzen, wir wollten doch nur eine schrittweise Veränderung im Kleinen..."
    Dass sich ein System von unten durchaus verändern, ja sogar hinwegfegen lässt, wurde schon oft bewiesen.
    Übrigens: In Deutschland mehren sich die medialen Berichte über den "Aufstand des Mittelstands"; dieser verweigert immer mehr und immer geschickter in einer Art zivilen Ungehorsams das Stillhalten beim Abzocken, wird medial immer präsenter und kann immer mehr Menschen erreichen um ihnen die Augen zu öffnen über die wirklich ausgebeutete Klasse in diesem Land. Das wünsche ich mir auch für Österreich, und in meinen täglichen Gesprächen finde ich immer mehr offene Ohren auch bei Angestellten und Arbeitern. Sammeln wir hier Fakten und Argumente und machen wir es wie das (mMn geniale) "Echo", die BIÖ und alle anderen ambitionierten Initiativen: verbreiten wir jene Wahrheiten, die von unseren gekauften Medien unterdrückt, von gekauften Journalisten verdreht oder von korrumpierten Politikern negiert werden. Ich spüre täglich: Wir rennen damit offene Türen bei sehr vielen Menschen ein; es fehlt nur der Anstoß, endlich mal nachzudenken...
    Und die Linksgestrickten liefern uns hier immer bereitwillig ihre kruden Gegenargumente; dann ist man draußen gleich gewappnet und muss nicht offenen Mundes staunend über die Sinnleere der linken Propagandasprüche die Segel streichen.

    Geschätzter Wertkonservativer (bezogen auf weiter unten), man kann beides: Hier diskutieren und dann "draußen" aktiv sein! Genau das ist die Stärke dieses Forums!

    • Helmut Graser
      18. Juli 2011 11:26

      @Reinhard

      Danke für diese meiner Ansicht nach richtige Sichtweise und natürlich auch für die lobenden Worte für die Initiativen.

      Da kann ich nur noch mit einer herzlichen Einladung zur Mitwirkung an Echo 2 antworten.

      redaktion@conwutatio.at

    • Karl Rinnhofer
      18. Juli 2011 13:03

      @Reinhard
      Vollkommen richtige Beobachtungen. Doch es ist notwendig, dass sich die Initiativen in irgendeiner Form vernetzen, sonst bleiben sie l’art pour l’art ohne Wirksamkeit, Instanzen und Foren zur Selbstbestätigung, zum Ablassen der berechtigten Wut, allfällig zum Erkennen, dass es viele ähnlich Denkende gibt, die derzeit keine Lobby in der Politik vorfinden.

      Es gibt viele sich engagiert einbringende Bürger, die – beim Zugestehen persönlicher Nuancen - zu ähnlichen Schlüssen kommen. Es reicht leider nicht, sich in Foren zu artikulieren oder idealistisch erstellte, inhaltlich hochwertige Broschüren mit professionellem Escheinungsbild zu “veröffentlichen“, wenn sie kaum adäquate Außenwirkung erzielen. Es geht nicht über die persönliche Befriedung hinaus, bloß für anspruchsvolle Diskutierclubs unter weitgehend Gleichgesinnten, die offen für ungefilterte Informationen sind, die organisatorische Basis zu schaffen.

      Initiativen müssen sich vernetzen, „organisieren“, ihre Energien müssen sich bündeln, sonst verpuffen sie. Auch wenn es viele Leser geben mag, die zu den Meinungen entgegen dem manipulierten „Mainstream“ zustimmend nicken, werden deren „funktionslose“ Träger nicht ernst genommen, erreichen deren Botschaften „repräsentative“ Entscheidungsträger nie oder provozieren nur deren Immunisierungsreflex, schaffen keine Mobilisierung einer Masse, landen in kommunikativen Sackgassen, Es ist dann nur eine Frage der Zeit, dass die sich Einbringenden selbst resigniert zurückziehen.

      Nur Resonanz auf eingesetzte Energien aktiviert diese nachhaltig.
      Ich gestehe, selbst nicht die konkreten Strategien nennen zu können, wie diese Effektoptimierung zustande kommen sollte. Ich bin nicht so pessimistisch, der „Basis“ Änderungspotenzial abzusprechen, doch ohne „professionelle Strategie“ geht die strukturlos-spontane Artikulation kaum über „Unterhaltungswert“ hinaus.

    • Helmut Graser
      18. Juli 2011 15:27

      @Karl Rinnhofer

      Da haben Sie mit vielen Punkt sicher recht. Deshalb haben wir in ECHO Ausgabe 1 auch versucht, beispielsweise der Initiative http://verwaltungsreform-jetzt.at entsprechend Platz zu geben.

      Seit einigen Tagen verlinken wir auch auf unserer Webseite http://www.conwutatio.at zu dieser Initiative.

      In einer weiteren Ausgabe werden wir vermutlich (dies ist noch mit durga abzuklären) auch den "Science-Blogs" unterstützen und 1-2 Beiträge bringen.

      Eine der reizvollen Geschichten am ECHO beispielsweise ist, dass wir die Schiene PRINT und INTERNET bearbeiten und damit zumindest einen Schritt ausserhalb der "In-Group-Selbstbeweihräucherung" machen. Siehe dazu auch die vielen Einträge bei unserem Gastkommentar.

      Das mit der Vernetzung ist eine hochkomplexe Geschichte. Es gibt viele Arten von Vernetzung und man müsste sich einmal mit der begrifflichen Definition auseinandersetzen. Die Bandbreite reicht von gemeinsamen Branding bis hin zu gemeinsamen Aktionen und Initiativen. Nicht zu unterschätzen die vielen beteiligten Egos.

      Wie auch immer hinsichtlich Vernetzung. Sehr positiv finde ich in jedem Fall jede einzelne Initiative, da engagierte Leute versuchen etwas zu tun. Wenn es ausreichend viele (Leute und Initiativen sind), wird die Politik sie hören (mit oder ohne Vernetzung, vielleicht mit Vernetzung schneller) ...

    • Reinhard (kein Partner)
      18. Juli 2011 15:29

      Herr Graser, danke für die Einladung! In den nächsten Wochen wird es bei mir leider nichts (urlaubssaisonbedingt), aber danach komme ich gerne darauf zurück...

      Herr Rinnhofer, Sie haben sicher Recht mit Ihrem Hinweis auf den mangelnden Nachdruck, aber solange wir keine Vertreter an den Schalthebeln der Macht haben, können wir nur daran arbeiten, uns zu artikulieren. Und Verständnis beim Souverän zu wecken, so lange er es noch ist - das ist ja auch nicht schlecht. Einige der Initiativen sind aus diesem Forum hervorgegangen, und wenn man dieses Forum im eigentlichen Sinne des Wortes auch wieder als Treffpunkt hernimmt, kann es auch eine Basis für weitere Verflechtungen sein.
      Und ich glaube, das eine oder andere hier geschriebene Wort wird von jenen mitgelesen, die etwas zu sagen haben in ihrer Position...

    • Wertkonservativer
      18. Juli 2011 16:23

      Werter Reinhard,

      da bin ich ganz bei Ihnen; nett übrigens, dass Sie die BIÖ auch zu den positiven Initiativen zählen! Das ist sie auch, nicht nur meiner Meinung nach!

      Sinn und Stärke des A.U.-Forums sind evident!
      Wir sollten nur nicht ausschließlich ewig die gleichen Themen totdiskutieren, und damit schon glauben, etwas Tolles für Volk und Land zu leisten; das war der Sinn meines gestrigen, etwas provokativen und recht böse aufgenommenen Zweitbeitrages!

      Danke für Ihr Verständnis!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • sauna-echo
      18. Juli 2011 17:23

      Lieber Herr Rinnhofer,
      vermutlich haben Sie den Kern des Problems richtig erkannt: Intellektuelle sind (fast immer) unfähig ihre Mitbürger für eine bessere Lösung zu mobilisieren und zu organisieren, wie es in einer Demokratie erforderlich ist. Jeder kleine Betriebsrat kann das (fast immer) besser. Via Internet werden wir die notwendige Verbindung der Talente kaum erreichen können.

    • Helmut Graser
      18. Juli 2011 19:43

      @sauna-echo

      Stimmt, nur über das Internet geht es nicht ...

    • Karl Rinnhofer
      19. Juli 2011 13:46

      @Helmut Graser
      Vielen Dank für Ihre Reaktion. Es ist mir bewusst, wie schwierig diese von mir dringend eingeforderte "Vernetzung" ist - und räumte explizit ein, die optimale Strategie nicht zu kennen.

      Ihre Vorschläge sind sehr gut. Die gegenseitige Verlinkung (BIÖ / Bildungsplattform Leistung und Vielfalt / Bauers Verwaltungsreform-Initiative/ - A.U.- BLOG, Echo-Redaktion) ist vonnöten, um Multiplikator- und Synergieeffekte zu ermöglichen, Scheuklappen niederzureissen, allzusehr zu zersplittern. Parteien dürften – trotz mancher Teil-Nähe - eher problematisch sein; manches wird man beobachten müssen (etwa diverse „Mittelstands-Initiativen; allfällig auch die behauptete Neu-Partei-Gründung Stronachs); doch man muss auch mit Enttäuschungen rechnen (wie der Fehlstart der ursprünglich als strikt parteifrei ausgewiesene Mittelstands-Gruppierung um Walter Sonnleitner, der dann als BZÖ-Exponent in Wien auftrat).

      Es muss einige "Einwahlknoten" geben; für die einen ist das elektronische Medium optimal, für andere die gedruckte Broschüre; die einen brauchen eine identitätsstiftende Organisation „dahinter“, andere wiederum „bekannte Namen“; wieder anderen reicht das überzeugende Argument, die seriöse Aufmachung, wieder anderen das selbstbestätigende Diskussionsforum als bereichernder Diskutierkreis.

      Motivationen und Zugänge mögen unterschiedlich sein –soferne sie sich in einer Resultante treffen. Doch offensichtlich sind an verschiedenen Stellen Engagierte mit unbestritten niveauvollen Beiträgen und reinen, verantwortungsvollen Motiven tätig, deren Initiativen es nicht verdienen, wirkungslos zu verpuffen.

      Ich bin gerade dabei, „Echo“ in sehr selektiver, überlegter Art entsprechenden Adressaten zukommen zu lassen. Diese hochwertige Broschüre einfach nach Prinzip Gießkanne zu verteilen – dass sie womöglich im Papierkorb mit den vielen Informations-Inflationären landet - dafür ist sie viel zu schade.

    • Helmut Graser
      19. Juli 2011 14:38

      @Karl Rinnhofer

      Wir stimmen in allen Punkten überein, also die klassische gegenseitige In-Group-Bestätigung ;-)

      Auch ich bemühe mich, das ECHO recht selektiv und zielgerichtet zu verteilen. Die Streuverluste bei zielloser und weit gestreuter Verteilung wären sicherlich zu hoch.

      Zum Punkt der Vernetzung liegen Sie ebenfalls vollkommen richtig. Wenn es - aus strategischer und operativer Sicht - einfach wäre, hätten wir längst diese Vernetzung. Der Weg ist das Ziel und tun wir etwas für unser Land.

  21. brechstange
    17. Juli 2011 23:35

    Die deutsche SPD schlägt Peer Steinbrück als Europäischen Finanzminister vor. Dieser soll auf die nationale Haushaltspolitik durchgreifen dürfen.

    Dazu Persönliches zu Peer Steinbrück, was ich bereits mal postete, zur Erinnerung:

    "Steinbrück möchte SPD-Kanzlerkanditat werden und führte mit Nahles Vorgespräche. Er war einer der 5 Teilnahme an der letzten Bilderberger Konferenz in der Schweiz.

    Steinbrück war zwischen 1998 und Oktober 2002 (dananch Ministerpräs. in NRW)
    Mitglied im Verwaltungsrat, im Präsidialausschuss und im Kreditausschuss der WestLB, diese Mitgliedschaft im Kreditausschuss stritt er ab, bis er zugab nie an den Sitzungen teilgenommen zu haben, die Aufwandsentschädigung von 25.000 DM hat er wohl erhalten. Steinbrück vertraute Friedel Neuber (Intimfreund Vranitzkys und WestLB Chef offenbar blind, im September 2001 setzte Steinbrück Jürgen Sengera als Chef bei der WestLB ein, obwohl Sengera vor seiner Berufung für 80 % der geplatzten und hochriskanten Kredite zuständig war. Nach 21 Monaten musste dieser zurücktreten und erhielt trotz seiner Milliardenpleiten 3,5 Mill Euro Abfindung.

    Was die SPD-Mitglieder alles durchgehen lassen, sollten sie Steinbrück als Kanzlerkanditat einsetzen, ist unverständlich. Aber noch ist nicht aller Tage Abend.

    Ich frage mich ziemlich intensiv, was bürgerliche Politiker reitet, diesen zu loben?"

    Hier soll neben Lagarde und Draghi wohl ein weiterer Bock zum Gärtner gemacht werden?

  22. brechstange
    17. Juli 2011 23:19

    Dieses Interview möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Sehr interessant mit einem privaten Lösungsansatz, sich abzusichern.

    http://goo.gl/YDkNk

  23. Richard Mer
    17. Juli 2011 23:08

    Bravo!! Volle Zustimmung. Das ist einer der besten Texte zum Thema den ich gesehen habe.

  24. socrates
  25. Brigitte Imb
    17. Juli 2011 16:52

    Der Hr. Bundeskasperl Faymann erklärt warum es noch keine Lösung gibt, nämlich, weil die Politik vieler europ. Staaten unorganisiert ist, weil eigene Interessen vertreten würden. Er wird doch nicht etwa Parteiinteressen meinen?

    http://orf.at/stories/2069185/2069225/

    • Observer
      17. Juli 2011 20:19

      Warum gibt unser Finanzexperte Wernerle erst jetzt gute Ratschläge der EU zur Bewältigung der aktuellen Finanzkrise?

  26. terbuan
    17. Juli 2011 16:35

    Als ergänzende Lektüre zu diesem Thema sollte man auch Franz Schellhorn in der "Presse" nicht übersehen:
    "Die Brandstifter als Feuerwehr"
    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/supermarkt/678636/Euro_Die-Brandstifter-als-Feuerwehr
    ......"alles unter Kontrolle, nur, die Brandmelder sind zu laut!" :-)

    • H1Z
      17. Juli 2011 16:50

      Franz Schellhorn, einer der wenigen die man in der ehemals bürgerlichen Presse noch lesen kann.

    • Observer
      17. Juli 2011 19:53

      Urschitz in der Presse-Wirtschaft ist auch super!

  27. brechstange
    17. Juli 2011 15:40

    Danke, Herr Dr. Unterberger für die Zusammenfassung.

    zu 1) Max Otte hat den Krisenausbruch Jahre zuvor bereits vorausberechnet und mit Beginn auf 2008 datiert, doch das war ja nur ein verschwörungstheoretischer FH-Professor
    Prof. Hamer hat bereits 94 fundiert vor der Euro-Einführung gewarnt, was sogar den BK Kohl höchstpersönlich veranlasste bei der Chefredaktion von Welt gegen ihn zu intervenieren

    Das sind nur 2 Beispiele von Menschen, die bewusst negiert, als Narren, etc. ausgeschaltet wurden. Doch was sagen heute alle feigen Fachopportunisten, sie hauen weiter drauf rein, indem man sagt, irgendwann hat jeder Verschwörungstheoretiker auch mal Recht. Sie geben ihren Irrtum nicht zu, nein, sie reiten uns mit dieser Vorgangsweise noch tiefer ins Schlamassel.

    zu 2/3) der Euro ist in der Krise, weil die EZB zur BadBank wurde und die Europäer so blöd waren, die 40fach gestiegene Geldmenge in sich aufzunehmen, ein Beispiel sind die CrossBorder-Leasing-Verträge, die fiat money durch Realitäten ersetzte. Dieses Fiat money wanderte nicht in Realinvestitionen, nein, es wurde in Investmentbanken als ewige CashCow angelegt. Die englischsprachigen mehrere 1000 Seiten umfassenden Verträge liegen in London, Gerichtsstandort durfte nur London, New York etc. sein. Unsere Politiker und politisch eingesetzten hochbezahlten Manager hatten offenbar nur $-Zeichen vor den Augen.

    Daher sollten wir einmal genau schauen, warum der Schuldenstand in Wien von einem Jahr zum nächsten um 67 % angestiegen ist.

    zu 4) Dieser historische Fehler im Mai 2010 konnte nur durch den Lissabon-Vertrag geschehen, der es zuließ, dass Schuldnerstaaten über Geberstaaten bestimmen konnten. Die Franzosen mit Club Med überstimmten Deutschland, dass den erkrankten Schäuble überging. Die Deutschen verpflichteten ihre Banken die Anleihen für 5 Jahre behalten zu müssen, die franz. Banken entsorgten ihre Anleihen in die Trichet-geführte EZB.

    zu 5) Die schmerzhaften Folgen für Europa sind genauso Floskel wie die Alternativlosigkeit des historischen Fehlers, weh wird es uns so und so tun, je länger wir warten, umso größer der Schuldanteil für uns. Wir sind ja so solidarisch.

    zu 7) Am supranationalen Einheitsstaat scheiterte bereits die Habsburgermonarchie.

    zu 8) Wer hat ein Interesse an einer EU-Wirtschaftsregierung? Vorrangig haben das die Staaten, die uns an den Abgrund brachten mit Frankreich an der Spitze. Frankreich ist durch jahrelange zentralistische sozialistische Politik nicht mehr wettbewerbsfähig.

    Zusammenfassend denke ich, dass nur Eigenverantwortung, Subsidiarität und Föderlismus uns diese Krise wird bewältigen lassen. Gesunde Konkurrenz und fairer Wettbewerb im Binnenmarkt ist notwendig, dazu gehört auch, dass man nicht fadenscheinig Größe als verpflichtend aus der Tasche zieht, um den anderen über den Tisch zu ziehen. Darauf läuft diese Größe-Gequatsche raus.
    Kehre jeder vor seinen eigenen Tür und bringe Ordnung in sein Haus. Die notwendige Kooperation ergibt sich automatisch, erzwingen kann man das nicht.

    • terbuan
      17. Juli 2011 15:53

      Brechstange,
      danke für diese treffende Analyse! *****!

    • Wertkonservativer
      17. Juli 2011 17:01

      Ich möchte hier ganz dezidiert entschuldigen!
      meine Äußerung war durch eine presönliche Erschütterung motiviert, und genaz unangebracht.

    • Wertkonservativer
      17. Juli 2011 17:52

      tieferstehend der gesamte Text!

    • Franz K. (kein Partner)
      18. Juli 2011 12:12

      Perfekt. Danke!

  28. Wertkonservativer
    17. Juli 2011 15:04

    Heute - bitte verzeiht - noch einmal:

    Eure Bedenken sind berechtigt, doch alle Kommentare bringen rein gar nichts: vergebliche Liebesmüh' !

    Sie können hier noch so viel Frust abladen, die Realitäten können Sie auf diese Weise nicht wirklich beeinflussen!

    Lediglich persönlicher Einsatz im täglichen Polit-Geschehen könnte wirksame Änderungen in unserem Sinne herbeiführen!

    Das ist meine grundsätzliche Meinung!

    Alles andere ist l'art pour l'art, schade um die vergeudete Lebenszeit!

    (mail to; gerhard@michler.at)

    • Helmut Graser
      17. Juli 2011 15:09

      Gut, dann schliessen wir das Forum hier, hören auf zu posten und wenden uns den wichtigen Dingen zu ...

    • inside
      17. Juli 2011 15:16

      Wertkonservativer

      ...doch alle Kommentare bringen rein gar nichts:...

      Ja dann kehrn'S doch einmal vor der eigenen Tür!

    • terbuan
      17. Juli 2011 15:40

      Entschuldige bitte lieber Gerahrd,
      aber Du stellst hier den ganzen Blog in Frage?

      Einige der heutigen Poster sind auch neben dem Forum tätig um hier in Österreich etwas zu bewegen, wie z.B. Helmut Oswald oder Wolfgang Bauer mit seinem Volksbegehren, der bereits an die 10.000 Unterschriften gesammelt hat um in Österreich etwas zu bewegen, nicht zu vergessen auch die zahlreichen derzeitigen und künftigen Mitarbeiter des "Echos", welche auch heute wieder wertvolle Kommentare und Hintergrundinformationen abgeliefert haben!

      Kopfschüttelnd herzliche Grüße
      terbuan

    • brechstange
      17. Juli 2011 15:54

      Sg Wertkonservativer,

      Ich denke, es möchte niemand von den heute Handelnden, dass wir persönlichen Einsatz im täglichen Polit-Geschehen bringen. Die schmoren lieber im eigenen Saft.

    • Observer
      17. Juli 2011 16:22

      Also ganz umsonst sind Meinungsäusserungen - so wie in diesem Blog - nicht! Denn die Beiträge werden auch von vielen "passiven" Bloglesern gesehen - auch in den Parteizentralen(!) sowie von Journalisten anderer Medien. Man darf auch nicht vergessen, dass diese Diskussionsplattform im erweiterten Sinn eine der elektronischen Informationsmöglichkeiten sind, welche in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen werden.
      Interessant wäre es einmal auf wissenschaftlicher Basis zu erforschen, wie weit solche Meinungsbildungen und Publikationen die an der Macht befindlichen Leute und Parteien in ihren Entscheidungen tatsächlich beeinflussen.
      Bei der riesigen Vielfalt, welche die neuen Medien bieten, wäre es aber wichtig, möglichst viele Leute zu informieren, dass es solche Plattformen gibt. Denn - es ist kaum zu glauben - vielen Österreichern ist nicht "alles wurscht", was in unserem Land geschieht.

    • Wertkonservativer
      17. Juli 2011 17:20

      Liebe Forums-Freunde,

      ich möchte mich ganz dezidiert entschuldigen; mein Beitrag war durch eine plötzliche Verärgerung ausgelöst und ist sicher nicht meine echte Meinung hinsichtlich der Wertigkeit des von mir jederzeit verteidigten Unterberger-Forums.

      Ich möchte und kann allering nicht alles zurücknehmen, da ich einige grundsätzliche Vorbehalte zu manchen Diskussione-Linien hier im Forum habe.

      Aber nochmals, liebe Freunde, so hart war es wieder auch nicht gemeint!

      Verzeiht bitte einem alten Sturschädel!

      Liebe Grüße und - nichts für ungut -

      Euer Wertkonservativer

      (mail to.: gerhard@michler.at)

      sie beweist nur, dass auch ein alter Mann da und dort ein wenig unklug handeln kann.

      Liebe Grüße an alle, die von mir heute enttäuscht sind!

      Ihr Wertkonservativer!

    • phaidros
      17. Juli 2011 17:23

      Du hast nicht unrecht, lieber Wertkonservativer, auch wenn da ein bei Dir ungewohnter Frust durchklingt. Aber bei allem Respekt für die genannten*) Initiativen: selbstverständlich verändern die nichts!

      Initiativen gibt es hunderte, eher tausende, damit kann die Politik bestens umgehen und macht das auch seit Jahrzehnten. Die letzte Bürgerinitiative, die etwas bewirkt hat, waren die Grünen, und was ist aus denen geworden? Die Schlimmsten von allen. Woher kommt diese Überzeugung, es selbst besser zu können?

      Natürlich lesen hier Parteiläufel mit. Aber doch nicht, um sich Weiseheiten abzuholen oder gar den Finger an den Puls des Volks zu legen (dem Volk schauen die anderswo aufs Maul, sonst käme mehr Vernünftiges von der Politik), sondern lediglich um zu kontrollieren und Handlungsbedarf festzustellen, sonst gar nichts.

      Wir haben es bereits vor mehr als einem Jahr gesagt, und wir bleiben dabei: das Einzige, das eine Chance hat, langfristig irgendetwas zu bewirken wäre, das Wahlvolk seriös aufzuklären. Die Voraussetzungen zu verschlechtern, dass Polittäuschungen funktionieren. Alles andere ist Bestandteil des erprobten und bestens bewährten Systems und stellt nicht die geringste Gefahr für das Establishment dar.

      BG phaidros.vie@gmail.com

      *) Nachtigall, ick hör Dir trapsen - falls Du Dir Sorgen machst, ob es zu subtil war: keine Angst, man begreift das gut!

    • terbuan
      17. Juli 2011 17:44

      phaidros
      Da muß man sich allerdings schon die Frage stellen, warum Du den Wolfgang Bauer mit seiner Initiative auf Deiner BIÖ Homepage weiterhin unterstützt, wenn alle diese Initiativen "selbstverständlich nichts verändern"?

    • phaidros
      17. Juli 2011 17:59

      Weil nicht zu schießen auch kein Treffer ist. Und weil jede Anstrengung Respekt verdient.

      Du wirst von der BIÖ keinen halben Satz finden, der irgendeine Aktivität, die jemand setzt, schlecht macht! Aber zu glauben, dass von unten Veränderung bewirkt werden kann ist meiner (persönlichen, wohlgemerkt) Einschätzung nach wie der Glaube an den Osterhasen.

      Andererseits: Niels Bohr, ein bekennender und bekannter Verächter von Aberglaube, wurde einmal wegen eines Hufeisens über seiner Eingangstür befragt. Er soll geanwortet haben: »Ich habe mir sagen lassen, es funktioniert auch, wenn man nicht dran glaubt.«

      Sag mir also einen Grund, warum wir nicht Bemühungen anderer unterstützen sollten, selbst wenn wir nicht unbedingt vom Erfolg überzeugt sind? Was, wenn wir uns irren? Na dann, umso besser!

      Das ist auf ganz grundlegender Ebene eine Randüberlegung, die in diesem Blog grosso modo einfach fehlt! »Was, wenn ich daneben liege«?

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      17. Juli 2011 18:03

      Nachsatz: nicht unterstützen würden wir selbstverständlich Dinge, von denen wir annehmen, dass sie Schaden stiften könnten - no na.

      Aber die »Verwaltungsreform«, und - nach der Titeländerung (sic!) - das »Echo« sind ja ehrenwerte Initiativen, gegen die nicht das Geringste einzuwenden ist.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • terbuan
      17. Juli 2011 18:13

      phaidros
      Jede Veränderung hat einmal ganz klein und von unten begonnen, niemals war der Erfolg garantiert.
      Es mußte immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort geschehen.
      Jeder Fluß beginnt einmal als kleine Quelle und ist zunächst nur ein Rinnsal, viele versickern aber manche werden zu einem breiten Strom, der viel Glück und Segen aber auch viel Unheil bringen kann.
      Wir wissen es nicht, aber einen Versuch ist es allemal wert, das Schlimmste ist, angesichts drohendem Unheils, einfach nichts zu tun und die Hände in den Schoß zu legen und sich nur im Unterbergerforum abzureagieren.
      Das weißt Du genauso wie ich und daher machen wir beide auch etwas, jeder auf seine Art!
      P.S. Die BIÖ habe ich nur deswegen nicht erwähnt, weil Du heute noch nicht akktiv gepostet hast, ich hole es hiermit gerne nach und wünsche Dir weiterhin alles Gute!
      Herzliche Grüße
      terbuan

    • Wertkonservativer
      17. Juli 2011 18:15

      Mein "Verteidigungstext" ist ein wenig durcheinandergeraten.

      Bitte nehmt ihn so, wie er gemeint ist: ehrlich!
      DANKE !

    • terbuan
      17. Juli 2011 18:19

      Lieber Gerhard,
      ich kenne und schätze Dich schon viel zu gut um Dir Deinen Kommentar übel zu nehmen, aber gegenhalten mußte ich schon, wenn Du versuchst, an der Basis dieses Forums zu rütteln! ;-))))

    • HJR
      17. Juli 2011 18:30

      Werter Wertekonservativer,
      lieber Freund!

      Ich denke, dass jene, welche gleich mir frustbeladen durch Zeit wandeln, auf ihre Weise wertvolle Beiträge leisten, in dem sie ...
      ... Fakten einmelden,
      ... Meinungen in oft ermutigend wohlklingender Muttersprache formulieren,
      ... ihre Klagen häufig mit bedenkenswerten Vorschlägen zur Überwindung der Missstände (den Blümel von der Rechtschreibreform soll der Blitz beim Sch... treffen!) einbringen,
      ... den Finger auf die (richtigen) Wunden legen, etc.

      So ist zumindest mir eine Menge Diskussionsmaterial zugewachsen und wem das nicht genug ist - wer weiß, wozu's gut ist.

      Drum sollten wir hier, wo wir unter uns sind, das Stückchen Freiheit, unsere Gedanken weiterhin jeder auf seine Art in die Freiheit dieses Forums entlassen dürfen.

      Und auch art pour l'art halte ich nicht für vergeudete Lebenszeit, als solche kann ich nur dumpfes, sinnentleertes und gedankenloses Vor-Sich-Hinleben empfinden. Und das könnte ich hier bei niemandem diagnostizieren.

      Also, lieber Freund, tun Sie mir den Gefallen, und seien Sie ab morgen nicht mehr so am Boden zerstört, die Welt wird noch stehen, Otto von Habsburg wird in der Folge seines würdigen Begräbnisses eine Welle der Beachtung finden (auch ich werde das eine oder andere seiner Bücher lesen) und selbst wenn die USA ab 1. August pleite sein sollten und die EU deshalb auch, dann machen wir vom Forum eben einen neuen Anfang.

      OK?

    • Wertkonservativer
      17. Juli 2011 18:38

      Genügt es Dir, lieber terbuan, wenn ich Dir ehrenwörtlich erkläre, dass ich ein bekennender Fan dieses Forums bin?
      Nicht böse sein, aber manchmal gehen mir einfach die Nerven durch, wenn ich die vielen guten Ratschläge lese, die wir den Politikern so grosso modo zur Kenntnis bringen. Die pfeifen uns nämlich was!
      Selber Politik machen, das ist die einzige Chance, sich Gehör zu verschaffen!
      (Was - bitte - nicht heißt, dass ich Bürgerinitiativen aus unseren Bereichen für sinnlos halte: ich habe mich mit meinem Beitritt zur BIÖ selber zu einer sinnvollen Initiative bekannt, und bin auch bereit, hiefür aktiv zu arbeiten!).

      Liebe Grüße von Haus zu Haus!

    • terbuan
      17. Juli 2011 18:39

      HJR
      Lieber Horst Rathbauer,
      Sie haben es so schön formuliert, ich schließe mich diesen Gedanken gerne an!
      Herzliche Grüße
      terbuan

    • Wertkonservativer
      17. Juli 2011 19:07

      Ja, danke,
      lieber Herr Rathbauer, und (es ehrt mich, dies sagen zu dürfen), lieber Freund!

      Sie sind einer der ganz wenigen Menschen hier im Blog, dessen Ratschläge und Abmahnungen ich widerspruchslos und dankbar zur Kenntnis nehme!

      Man kann nie gescheit genug sein! Wichtig ist, dass man kluge und wohlmeinende Freunde hat!
      Dafür danke ich herzlich!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • brechstange
      17. Juli 2011 19:42

      @an alle zur Ermutigung

      Wer nichts tut, hat bereits verloren.

      Immer waren es einzelne Narren, die die Welt veränderten.

    • phaidros
      17. Juli 2011 21:09

      Liebe brechstange, eigentlich will ich nicht den Beckmesser geben, und Sie haben schon irgendwo recht. Aber die Einzelnen, die die Welt zum Besseren verändert haben, waren alles andere als Narren. Und die einzelnen Narren, die die Welt zum Besseren verändert haben ... mir fällt keiner ein.

      Einer der Gründe, wieso ich nicht an die Multiplikation und das Entstehen des reißenden Stroms glaube ist, weil ich seit gut 30 jahren beobachte, dass liberales Gedankengut in Österreich kein Potential hat. Mehr als 4-5% in besten Zeiten sind da nicht drin. Und das reicht nicht mal für den Einzug ins Parlament. Das haben schon andere Kaliber von Mautner über Frischenschlager bis Haselsteiner versucht - Ergebnis null.

      Zum zweiten haben die hier gebrachten Ideen keine Mehrheit in der Bevölkerung und auch keinen Markt. Castor-Transporte zu blockieren, um ein Beispiel zu nennen, (was ja im Übrigen auch nichts bringt) bedient eine Grundangst. Die fehlt hier völlig, somit gibt es keine Motivation.

      Das führt zu drittens: der Normalverbraucher ist desinteressiert. Weil er versorgt ist, weil er eingelullt ist. Womit wollen Sie ihn aufrütteln: »es gibt Misstände, die Du sowieso nicht finanzierst, aber von denen Du profitierst«? Na, das wird Ihr eifrigster Mitstreiter! Und wenn Sie hier Nicks zählen, so kommen Sie auf 80. 100 vielleicht, die da regelmäßig posten. Aber es werden auch nicht mehr - wo ist also der Lawineneffekt? Welche Neuzugänge hat der Blog?

      Dass in Wahrheit die Folgegenerationen ungefragt in Geiselhaft stehen müssen wir den Leuten erklären. Das betrifft die eigenen Kinder, also gibt es wenigstens eine Chance, an die Leute heranzukommen. Das ist, wenn es denn überhaupt möglich ist, ein extrem langsamer Vorgang. Deswegen treten wir für Aufklärungsarbeit an, und nichts Anderes.

    • brechstange
      17. Juli 2011 21:43

      @phaidros

      Also ich bin irgendwie froh, keine Lawine auszulösen, zumindest keine plötzliche. Das würde mir Angst machen, denn dann wären wir gnadenlose Populisten mit Versprechungen, die nicht zu halten sind.

      Aufklärungsarbeit zu leisten, sollte unser Ziel sein. Wecken wir die Leute auf, es gibt genug davon, die interessiert sind. Leider sind sie oft resigniert, holen wir sie aus der Resignation nach dem Motto "Steter Tropfen höhlt den Stein." Außerdem müssen wir ein Stachel sein im Fleisch der Mächtigen.

      Es mag schon sein, dass wir Narren sind, die nicht vom Fleck kommen, doch ist das wirklich sicher?

    • phaidros
      17. Juli 2011 21:54

      Sehen Sie, liebe brechstange, da seh ich's wieder: durch's Reden kommen die Leut' zusammen: Sie rennen offene Türen bei mir ein! Ich lade Sie herzlich ein, unsere Homepage www.biö.at einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, denn keinem anderen Ziel widmen wir uns.

      LG phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Mailadresse darf durchaus gerne benutzt werden, dafür stelle ich sie hierher! LG

  29. HJR
    17. Juli 2011 13:04

    Danke, Herr Unterberger, für diesen Tagebucheintrag!

    [... 6. Die EU ist in einer tiefen inneren Struktur- und Sinnkrise, die durch die Schuldenkrise nur völlig überdeckt wird. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich Konstruktionsfehler und faule Kompromisse in der EU zusammen mit den Folgen des unstillbaren Machtdrangs der Brüsseler Bürokratie so angehäuft, dass man auch erstmals einen Zerfall der Union für möglich halten muss ...]
    Im Klartext:
    Die Europäische Union und viele ihrer Mitgliedsstaaten leidet nicht an ihrer Schaffens- und Produktivkraft sondern an den, den politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Veränderungen der letzten 20 (oder 30 oder 40) Jahre NICHT kontinuierlich ANGEPASSTEN POLITISCHEN INFRASTRUKTUR(en). Damit meine ich, dass ...
    a) ... eine zunehmende Hinwendung der praktischen Politik von "Persönlichkeiten" zu "Parteien" - verbunden mit der Abnahme des Interesses der Führungspersönlichkeiten an ihren politisch definierten Aufgaben und der Hinwendung zu Partei-, Machterhalts- und Pfründe-Interessen (die es in der einen oder anderen Ausprägung schon vor den römischen Volkstribunen und Consuln gegeben hat) bei gesellschaftlichen Gebilden von der Größenordnung der EU nur einen Zukunftsaspekt bietet: Den Zusammenbruch des Systems.
    b) ... die totale Verkennung der Mechanismen des Marktes verbunden mit der (meist unerfüllten) Hoffnung, europäische Wirtschaftskörper in die Liga der "global Player" (nach amerikanischen Muster) katapultieren zu können hat die vollkommene Vernachlässigung der in Europa traditionell zahlreichen und insgesamt (sowohl für den Arbeitsmarkt als auch für den der Forschung und Entwicklung äußerst bedeutsamen kleinen und mittleren Unternehmen ("KMU") bewirkt, die im übrigen eine wesentliche bessere "Versicherung" gegen Krisen darstellen als jede Landes- oder sonstige Großbank und nicht den unglaublichen Nachteil aufweisen, "too big to fail" zu sein. Unter Markt verstehe ich hier einen Treffpunkt von Angebot und Nachfrage mit der Maßgabe, dass sich zahlreiche Anbieter und Nachfrager gegenüberstehen, denn nur so entfaltet der Regelungsmechanismus des Marktes (Preis!) seine Wirksamkeit[*].
    c) ... die völlige Unwissenheit über die faktische Rolle des Geldes (denn Theorien darüber gibt es haufenweise und wahrscheinlich sind alle falsch) verbunden mit der naiven Unschuld des kleinen Maximilian, der glaubt, wenn ihm sein großer Bruder einmal das Kinogeld vorgestreckt hat, dann wird er ein Gleiches wohl auch für seinen Mopedwunsch tun.

    [...7. Die beste Überlebensstrategie für Europa wäre, die EU auf die Verteidigung eines guten und funktionierenden Binnenmarktes zu reduzieren und alle Versuche zurückzunehmen, ein supranationaler Einheitsstaat zu werden ...]
    Einspruch Euer Ehren!
    Die beste Überlebensstrategie für Europa wäre, wenn ...
    a) ... der "europäische Souverän" (gibt es den überhaupt oder ist die EU in Wirklichkeit nur ein potemkinsches Dorf bzw. ein virtuelles Schein-Gebilde?) die Machtfülle der europäischen Institutionen auf einem Gebiet radikal beschränken würde und dies Jahr für Jahr fortführte bis es "wirklich quietscht" (denn bloßes Geschrei gäbe es natürlich von Anfang an). Beginnen könnte man z.B. mit den außenpolitischen Ambitionen (Lady Ashton) inclusive Lybien-Einsatz (ohne Munition und wahrscheinlich auch ohne reales Ziel) und den ihrer selbst willen betriebenen Erweiterungsbestrebungen.
    b) ... der Souverän der Mitgliedsstaaten der EU seine nationalen Parteien (die ohnehin nur ihre Interessen[**] und nicht die des gesamten Gemeinwesens verfolgen) in die Wüste schickte und zwar samt deren "Vorfeld-Organisationen und Pseudo-Wirtschaftskörpern und gemeinnnützigen Vereinen und dem sonstigen dranhängenden Klüngel. Dass Österreich hier eine größere Anstrengung bevorstünde als manch größeren Staaten, ist klar.
    c) ... sich der Souverän der Mitgliedstaaten auf wichtigen Poltikfeldern (Bildung, Migration, Soziales) die Entscheidung über Gesetzeswerdung und -änderung selbst vorbehalten würde (statt diese einem inkompetenten Haufen von "clubgesteuerten" und daher Parteiinteressen wahrnehmenden Mandatsträgern zu überantworten).
    d) ... das "nur seinem Gewissen verpflichtete" Mandat wäre dringend dem im anglo-amerikanischen Raum üblichen "direkten" Mandat zu opfern (weil eine insgesamt "direkte Demokratie" technisch nicht realisierbar wäre und darüberhinaus einer Reihe von berechtigten Bedenken widerspräche).

    [... 8. Eine EU-Wirtschaftsregierung hätte die gleiche Wirkung wie ein Kartell zur Beendigung des Wettbewerbs ... Die Kosten müssten Konsumenten und Steuerzahler tragen ...]
    Was die EU-Wirtschaftsregierung betrifft, bin ich der gleichen Meinung, aber ...
    ... ist für die finanzielle, kulturelle und zivilisatorische "Gesundheit" eines Staates immer der Bürger verantwortlich, der diesen Staat mit-konstituiert und deshalb auch dessen Kosten zu tragen hat (soferne er sich nicht - wie in Europa üblich - die Hoheit über die Kostengestaltung aus der Hand nehmen lässt).

    Wenn Sie, geehrter Mitposter, sich bis hierher "durchgefressen" haben, dann erweise ich Ihnen hiemit meinen Respekt und gestehe Ihnen, dass all das Geschriebene lediglich einen Tagtraum eines unter dem Kassandrasyndrom leidenden Posters darstellt.

    [*] Dies scheint mir auch die eigentliche Botschaft der "österreichischen Schule der Nationalökonomie".
    [**] In der falschen, weil mathematisch widerlegten (und leider auch für den "Markt" ins Treffen geführten) Annahme, dass ein "Gesamtoptimum" dadurch realisiert wird, dass jedes einzelne Element eines Systems seinen eigenen "Nutzen" optimiert).

    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

  30. GOP
    17. Juli 2011 12:20

    Leider sitzen wir durch die Gemeinschaftswährung Euro alle in einem Boot.
    Faymann, Fekter und deren Kollegen aus den anderen EU-Ländern können noch hundert Mal nach Brüssel jetten und werden die Finanzprobleme mit Griechenland (u.a. Ländern) so nicht lösen können. So wie es jetzt aussieht, sind bisher einige Banken und Finanzjongleure die grossen Gewinner aus dieser Misere.
    Wie bei der Rettung eines in Schieflage geratenen Unternehmens nur ein gewählter Sanierer das Sagen hat, sollte auch da nur eine sehr kleine - mit Vollmachten ausgestattete - Gruppe von Spezialisten diese Arbeit übernehmen. Faymann und Fekter gehören da sicher nicht dazu. Schon im Volksmund heisst es:
    Viele Köche verderben den Brei!

  31. Graf Berge von Grips
    17. Juli 2011 12:03

    Nr.400
    Die EU wird niemals klüger, weiser;
    eher jagen Kaiserjäger Kaiser...

  32. Anton Volpini
    17. Juli 2011 11:48

    Was haben die USA und Europa gemeinsam, daß in beiden Volkswirtschaften ziemlich zeitgleich eine Finanzkriese ausgebrochen ist?

    Exzessive Schuldenpolitik ist sicherlich der Hauptgrund! Die dadurch notwendig gewordene, aber dann eben diese Schuldenpolitik wieder fördernde massive Aufblähung der Geldmenge ist ein weiterer Grund.
    Und schließlich hat die jahrzehntelange Politik der Verteuerung von menschlicher Arbeitskraft bei gleichzeitiger Erschwernis durch gewerkschaftliche Verunmöglichungen dazu geführt, daß nach der Öffnung des Ostens viele produzierenden Unternehmen dorthin ihre Produktionen ausgelagert haben.
    Während heute in China Wertschöpfung stattfindet, wird in den USA und Europa großteils nur mehr konsumiert!
    Und dann hat das Platzen einer relativ kleinen Blase wie die der Suprimekredite 2007/2008 ausgereicht, um die schleichende, jahrelange wirtschaftliche und politische Fehlentwicklung aufzudecken.
    Seitdem wird nur mehr kosmetisch reagierend versucht, zu reaparieren!

    • Anton Volpini
    • HJR
      17. Juli 2011 13:06

      Dass es in Wirklichkeit eben eine Staats- bzw. Politikkrise ist!

    • Norbert Mühlhauser
      17. Juli 2011 15:10

      Bitte nicht zu vergessen, dass die Subprime-Krise damit ihren Ausgang nahm, dass plötzlich allzuviele US-Bürger gelichzeitig ihre Immobilien auf den Markt werfen mussten (- über den Umweg der hypothekargemäßen Abtretung an die Banken).

  33. cicero
    17. Juli 2011 11:18

    Zur Medienfreiheit und Pressewahrheit:
    http://rt.com/news/newspapers-murdoch-war-tools/

    Interessant ist auch das Herumgezerre mit der Wahrheit vom ORF, weil Putin den Quadrigapreis zurückwies. Die Differenz zwischen Wahrheit und ORF möchte ich klavierspielen können, hätte Torberg gesagt.

  34. socrates
    17. Juli 2011 11:04

    M. Aubry, fr. soz. Präsidentschaftskandidatin, sprach sich heute im Radio für eine Finanztransfersteuer aus. In ihrer Mannschaft ist ein weiterer Kahn, da bei den Sozis die Macht ein Erbrecht ist.
    Gestern zu wenig passend, heute hochaktuell:
    Wortspiele mit Griechenlands Pleite
    Wassilis Aswestopoulos 16.07.2011
    Ist ein "selective default" eine Bankrotterklärung?

    Am Donnerstag, den 21.7. wird ein EU-Gipfel über Griechenlands Zukunft debattieren. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy verkündete den eiligen Termin. Mindestens bis dahin geht die Zitterpartie für den Euro weiter. Mit Italien und Spanien haben sich zwei der größeren EU-Staaten mit dem Eurokrisenvirus infiziert. Im allgemeinen Klima der Unsicherheit beginnen sich Griechenlands Politiker zunehmend zu verplappern. Neu ist, dass auch Wortspiele die Zukunft des Euros bedrohen.
    Während die gesamte Griechenland- und Europosse mittlerweile tragisch wird, ist die Begründung der Terminwahl für den dringend notwendigen Gipfel witzig. Der Montag und Dienstag sei mit anderen Terminen bereits belegt, heißt es. Am Mittwoch, einem belgischen Feiertag, sei die Versorgung der Politiker mit Nahrung nicht gewährleistet.
    Chronik des x-ten Aufwaschs der gleichen Krise
    Erst am 29. Juni hatte Premier Giorgos Papandreou einen mittelfristigen Etatplan durch das Parlament gepeitscht (Griechenland am Scheideweg). "Entweder der Plan wird ratifiziert, oder wir müssen den Bankrott erklären", vor dieses Dilemma stellte Papandreou seine Fraktion. Die EU rief alle Oppositionsparteien auf, ebenfalls für diesen Finanzplan zu stimmen. Trotz massiver Proteste passierte das Gesetz das Parlament. Die Kreditgeber gaben sich zufrieden und genehmigten dem Land die fünfte Kredittranche des im Mai 2010 genehmigten Rettungspakets.
    Seitens des IWF gab es für diese Tranche noch eine kleine Zitterpartie. Zwei verschleierte Kredite von griechischen Gemeinden aus der Hauptstadtregion wurden für den IWF zum Zankapfel. Das Athener Finanzministerium sprang kurzfristig ein, bezahlte die Kredite. Am 8. Juli schien die Welt, trotz der Abwertung Portugals, wieder halbwegs in Ordnung zu sein.
    Noch am Dienstag erhielt Griechenland ein weiteres Geschenk. Die bereits im März avisierte Laufzeitverlängerung für die Hilfskredite wurde gewährt. Der neue griechische Finanzminister Evangelos Venizelos versuchte gar mit einem Tabubruch, die Panik der Märkte zu besänftigen. Ein eingeschränkter Zahlungsausfall, "selective default", sei keine Horrorvorstellung, meinte Venizelos. Es sei halt kein langfristiger Kreditausfall und somit keine tatsächliche staatliche Bankrotterklärung. Es wird von griechischen Experten erwartet, dass solch ein Schritt für eine Unsicherheit von wenigen Tagen sorgen würde, danach würde sich die Situation normalisieren.
    Venizelos reagierte mit seinen Äußerungen auf die Drohungen der Ratingagenturen. Diese bestehen darauf, dass eine vor allem von Bundeskanzlerin Angela Merkel geforderte freiwillige Beteiligung privater Investoren an der Griechenlandrettung einer Bankrotterklärung gleich kommt.
    Der Staatsbankrott eines Eurolands erscheint mit Blick auf die bereits jetzt sichtbare Schwäche des europäischen Krisenmanagements als Supergau. Es ist offensichtlich, dass der griechische Finanzminister die Beteiligung privater Gläubiger als "selective default" bezeichnete und somit dem Wort den Schrecken nehmen wollte. Oppositionsführer Antonis Samaras sah jedoch im Wort "default" ein Tabu. Niemand solle dieses Wort in den Mund nehmen. "Der Ausdruck 'default', egal in welchem Zusammenhang ist aus unserem Vokabular gestrichen", sagte Samaras im Parlament. Zwischenzeitlich manifestierte sich erneut Italiens Staatsschuldenproblem. Die Nachbarn Griechenlands verabschiedeten ebenfalls ein massives Sparpaket. Immer deutlicher zeigte sich, dass "die Märkte" auf die zunehmende Entscheidungsangst der europäischen Regierungen reagieren und diese zum Anlass nehmen, um die Kreditwürdigkeit von Eurostaaten abzuwerten.
    Kaputt gespart

    Irlands Anleihen wurden ebenfalls auf Ramschstatus herabgewertet. Die Iren hatten bisher von allen so genannten PIIGS-Staaten am Besten auf das Sparprogrammdiktat reagiert. Sie hatten sämtliche Forderungen der Kreditgeber ohne Verzögerung umgesetzt. Mehr und mehr hat sich offenbart, dass Kritiker des Spardiktats vielleicht doch Recht haben könnten. Schon vor Jahresfrist warnten viele davor, dass Europa sich kaputt spare. In der Tat hatte Griechenland vor zwölf Monaten zwar einen maroden Staatshaushalt, aber immer noch eine halbwegs funktionierende Binnenwirtschaft.

    Ein Jahr später hat das Land eine noch marodere Verwaltung, eine ziellos erscheinende politische Führung, ein widerspenstiges Volk, trotz umgesetztem Spardiktat aufgrund der Zahlungsunfähigkeit der Steuerzahler erneut steigende Defizite, hohe Inflationsraten, explodierende Arbeitslosenzahlen, zahlreiche Unternehmenspleiten, ein unter Liquiditätsengpässen leidendes Bankensystem und eine Wirtschaft in der Rezessionsspirale.

    Ausländische Investoren konnte Griechenland nicht anziehen. Vielmehr zogen bereits im Land befindliche ausländische Unternehmen ab. Auch der Discounter ALDI verabschiedete sich aus dem Sonnenland. Griechische Unternehmen verlagern sich ins benachbarte EU-Land Bulgarien. Dringend notwendige Strukturreformen, welche die Ursachen der Krise beseitigen könnten (Ein hellenisches Fass ohne Boden), wurden nicht durchgeführt. Es fehlte offenbar auch am notwendigen Geld. Darüber hinaus hat die amtierende Regierung des Landes das Vertrauen der Bürger verloren. Die hypothetische Rendite griechischer Staatsanleihen, mithin der Faktor, mit dem sich das Vertrauen der Märkte in die Wirtschaftskraft eines Landes manifestiert, stieg am Freitag auf sagenhafte 33 Prozent.

    Unter diesem Blickwinkel erscheint die seitens der europäischen Politiker kritisierte Abwertung der Kreditwürdigkeit Griechenlands mehr als nur nachvollziehbar. Zumal die weiteren Aussichten für Griechenlands politische Stabilität nicht gerade rosig sind.

    Immer mehr Umfragen zeigen, dass ausgerechnet die oppositionelle Nea Dimokratia immer mehr Vorsprung vor der regierenden PASOK erhält. Jedoch scheint keine der beiden Parteien, allein regieren zu können. Antonis Samaras gibt sich als Gegner der Sparmaßnahmen, er ist auch innerhalb der europäischen Volkspartei isoliert. Fünf Jahre Nea Dimokratia, 2004-2009, haben das Land entweder in die jetzige Bredouille gebracht oder die Pleite zumindest massiv beschleunigt. Die Vertreter der europäischen Volkspartei, die damals in Europa die meisten Regierungschefs stellte, schauten einfach zu.

    Mit Samaras an der Spitze wäre Griechenland für Europa ein noch unsicherer Wackelkandidat. Würde, was andere Umfragen ergeben, ein zukünftiges Parlament aus neun Parteien bestehen, dann wäre das politische Chaos komplett.

    Klimawechsel: die griechische Regierung fängt an, Forderungen zu stellen

    Papandreou nahm dies zum Anlass für einen offenen Brief an den Eurogruppenchef Jean Claude Juncker. Der griechische Premier betonte in seinem Schreiben, dass Griechenland alles menschenmögliche unternommen habe. Nun sei Europa an der Reihe. Ungewohnt scharf kritisiert Papandreou, dass es egal sei wie viele Opfer die Griechen bringen würden, ohne eine europäische, politische Entscheidung sei eine weltweite Finanzkrise garantiert. Europäische Entscheidungen kämen in der Regel zu spät und sie seinen "zu wenig", meint Papandreou. Er vermutet im ständigen Klima der Unsicherheit einen Hauptgrund für das Ausbleiben dringend erforderlicher Investitionen.

    Finanzminister Wolfgang Schäuble sieht das noch anders. Für ihn liegt die Schuld des Dilemmas und der allgemeinen Verunsicherung bei den Griechen. Der deutsche Finanzminister sieht den Euro ernsthaft gefährdet, meint aber, dass die EU-Länder das Problem im Griff hätten. Eine Meinung, die zunehmend von Wirtschaftsweisen kritisiert wird.

    Papandreou beschränkte seine Kritik an der Haltung der Europäer nicht nur auf den offenen Brief. Auch gegenüber der Financial Times Deutschland wiederholte er seine Thesen. Der griechische Premier ging diesmal so weit, auch den "selective default" zu diskutieren. Noch vor wenigen Monaten hatte Papandreou selbst gesagt: "Jeder, der in Zusammenhang mit Griechenland das Wort Zahlungsausfall ausspricht, ist ein Feind des Landes." Sein FTD-Gespräch sorgte deshalb im emotional reagierenden griechischen Politikleben für lebhafte Reaktionen.

    Zunächst entwickelte sich daraus in der vergangenen Woche eine Politposse. Denn erschreckt vom Mut des Chefs, Dinge beim Namen zu nennen, dementierte der griechische Regierungssprecher die Aussage seines Premiers. Er vermutete einen Übersetzungsfehler. Das "lost in translation" konnte jedoch rasch durch den O-Ton des FTD-Gesprächs aufgeklärt werden.

    Was kann Giorgos Papandreou leisten?

    Dass Papandreou mittlerweile drastische Forderungen an seine Kreditgeber stellt, überraschte nicht nur griechische Wähler und politische Weggefährten. Selbst Papandreous Bruder Nikos scheint dem Premier nicht viel Durchsetzungsvermögen zuzutrauen. Offen plauderte Nikos gegenüber der New York Times aus, dass sein Bruder zunächst gar nicht Premier werden wollte. Sein Bruder sei sich über sein begrenztes Durchsetzungsvermögen bewusst. Im gleichen Artikel wird dem Premier von Theodoros Stathis, einem ehemaligen politischen Weggefährten sowohl des Großvaters, des Vaters und des Premiers selbst, bescheinigt, dass er zu langsam reagiert habe.

    Noch drastischer beurteilt Ivan Savvidis, ein russischer Dumaabgeordneter und Unternehmer mit griechischen Wurzeln den hellenischen Premier. Er habe noch vor dem IWF-Gang Papandreous ein Treffen des griechischen Premiers mit dem russischen Ministerpräsidenten Vladimir Putin arrangiert. Dabei habe Savvidis im Vorfeld mit Putin geklärt, dass den Griechen ein Kredit über 25 Milliarden Euro zu außerordentlich niedrigen Zinsen angeboten werden sollte. Statt die finanziellen Probleme seines Landes zu diskutieren habe Papandreou, so Savvidis, ein vierzigminütiges Referat über den Umweltschutz Griechenlands gehalten. Der verdatterte Putin habe daraufhin entnervt das Gespräch beendet. Für Savvidis hatte das Gespräch ebenso Folgen wie für die russisch-griechischen Beziehungen. Das Verhältnis beider christlich orthodoxer Staaten befindet sich momentan in einer Eiszeit. Savvidis sank in Putins Gunst.

    Auf Savvidis Enthüllungen reagierte der griechische Regierungssprecher ausweichend. Für Giorgos Papandreou stehen weitere Schuldige an der allgemeinen Panik jedenfalls fest. Er meint, dass die Medien das schlagzeilenträchtige Thema zu sehr hochschaukeln würden. In der Tat bemerken selbst Kommentatoren der regierungsfeindlichen Presse, dass es erschreckend sei, dass jeder Normalbürger nun über CCC-Rating, CDS und Finanzfragen denken würde. In der Konsequenz jedoch unterscheidet sich die Sichtweise der Kommentare von der Premierministermeinung. Schuld seien die Hilflosigkeit der griechischen Regierung und die Zögertaktik der EU.

    Darüber, dass ein Schuldenschnitt auch Deutschland einst vor der Verarmung rettete, besteht kein Zweifel. Unklar ist, welche Folgen der "selective default" für den gesamten Euroraum hat. Bis zum Donnerstag wird sich zeigen, ob die EU im Fall Griechenland auf den Reset-Knopf drückt oder ob erneut mit finanziellem Risiko für Steuerzahler Zeit gekauft wird und mit Wortspielen Schlagzeilen geliefert werden. Ausgerechnet Finanzminister Venizelos sorgte am Donnerstag im Parlament mit seinem Ausspruch: "Ich rufe die Opposition dazu auf, die Regierung zu stützen und mit militärischer Disziplin unserem Gesagten zu folgen", für die nächste Runde der Wortgefechte.
    Telepolis > Politik

    Ich gratuliere A.U. zu seinem Bericht. Die EU ist ein Binnenmarkt, der vom amerikanischen Markt mißbraucht wird. Obama hat kein Geld für Arme und Kranke, aber auf -zig Milliarden für Rebellen in Lybien und 4 Wochen krieg kommt es nicht an. Die ganze Kerzerlpartie, stets bereit Ö im Namen der "Menschsnrechte, die sie meinen" , schweigt. Wir dürfen uns an den Kosten der amerikanischen Konolialpolitik beteiligen und sind dann "international" tätig.

    Rußland, das eine aufstrebende Wirtschaft hat und keine Verluste in der EU zahlen muß, wird dafür in der "Presse" angegriffen. Die Aufstände der Kosaken in der Ukraine, deren orthodoxe Kreuze von der Armee vernichtet wurden, werden verschwiegen. Die "Saugerln" arbeiten weiter mit den Medien zusammen.

    • brechstange
      17. Juli 2011 15:46

      Ja, es naht der 20. September oder vielleicht doch der 20. Dezember. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher.

  35. Pannonicus
    17. Juli 2011 10:29

    Zu Punkt 2. wäre zu ergänzen: Die eigenen Regeln wurden auch schon vor Aufnahme von Problemländern nicht ernst genommen. Denn selbst der deutschen Regierung drohte Anfang 2002 der „blaue Brief“ der Währungshüter. Was Schröder nur mithilfe seiner fast überall in der EU regierenden sozialistischen Parteifreunde abwenden konnte – und damals zu folgenden Zeilen inspirierte:

    EURO-Schummelei-Contest

    "Teuro" nennen viele hämisch,
    was sie heute zwangsbeglückt
    und inzwischen epidemisch
    in den Hosentaschen drückt.
    Nun, es war vor siebzig Wochen,
    daß an dieser Stelle stand
    klipp in Klartext ausgesprochen
    "Euro-Neuro-Teuroland"!

    Ach, wie wurde maasgetrichtert:
    Alles werde ehrlich sein!
    Viele fielen eingeschüchtert
    auf den müden Maastrick rein.
    Doch die Mark ist nun Geschichte,
    Schilling, Gulden ebenso -
    freundlich lächeln Kursberichte
    nur bei Dollar, Bush und Co.

    Blauer Brief für rote Recken?
    Na, das wäre wohl gelacht!
    Knapp vor Wahlen Wähler schrecken -
    hat ein Vau-Mann das erdacht?
    Der Toskanzler haut die Pauke,
    Kommissare maulen matt,
    doch ob wirklich der Rabauke
    solch Getöse nötig hat?

    Hans soll schlicht frisieren lernen
    so wie Gianni, Jean, Juan,
    Iannis - und bei guten Sternen
    bald auch Ivan, János, Ján!
    Denn man traue nur den Zahlen
    die man selber fälschen läßt,
    so obsiegt man im globalen
    EURO-Schummelei-Contest.

    Pannonicus

  36. Wolfgang Bauer
    17. Juli 2011 10:02

    Eine der schrecklichsten Folgen des 'Bail out' ist, dass jede Anstrengung, im Staatsgefüge zu sparen mit dem Hinweis weggewischt werden kann, dass dann halt das Ersparte ins Ausland fließt.
    Das schreckliche dabei ist, dass das Argument völlig richtig ist!
    Ein Tod-Sündenfall, der den des Schuldenmachens noch übertrifft
    Ich höre dieses Argument häufig bei den Diskussionen über die Verwaltungsreform.
    So rinnt die Haushaltsmoral endgültig durch ein Leck in unbekannte Kanäle.
    Und leider wird das Geld, das wir uns selbst borgen mussten, nicht einmal wirksam als Aufbauhilfe, sondern landet in Abzockertaschen.
    Weil die Politker auch hier wieder zu blöd sind, vernünftige Konzepte zu verfolgen - oder zum Teil auch zu korrupt, um da nicht einfach in dieser oder jener Form mitzuschneiden.

    • Karl Rinnhofer
      17. Juli 2011 17:47

      @Wolfgang Bauer
      Danke für diesen wichtigen Hinweis auf die bisante und (zumindest in meinem Fall) unbedachte Konsequenz des "Sündenfalls Bail out".

  37. Karl Rinnhofer
    17. Juli 2011 09:51

    Dieser verdienstvollen Zusammenfassung ist hinzuzufügen: Wieder ist es der versierte Umgang mit einer manipulativen Sprache voll von semantischem Betrug, der verantwortungslose Politik verharmlost und nur der Errichtung potemkinscher Dörfer durch Konsumkraftsimulierung (ohne Leistungsäquivalent), Zwangsbeglückung (ohne Bedeckungsbereitschaft) und Zukunftsraub an ungefragten Nachfolgegenerationen (ohne Stimmrecht) Vorschub leistet.

    Da werden Verantwortlichkeiten nach Belieben verschoben, Schuldzuweisungen geradezu unverschämt verlagert, Vorgaben nach Belieben relativiert und sanktionenlos gebrochen, Absichtserklärungen und selbstzweckhafte Analysen ohne Nachfolgeumsetzung permanent abgegeben.

    Am Beispiel der nicht eingehaltenen Maastricht-Kriterien: Als permanente Neuverschuldung zum Dauerübel wurde, weder Defizit- noch Staatsverschuldungs noch Inflationsgrenzen eingehalten wurden, kam man zur immunisierenden Generalformel: „Kein Problem; es muss ja nur über den gesamten Konjunkturzyklus (!) ausgeglichen gewirtschaftet werden!“. Goldene Zeiten, ein Schlaraffenland bricht an, die perfekte Immunisierungsformel für Wählerkauf durch Neuverschuldung war geboren: Es muss aber die bange Frage gestattet sein: Wie lange dauert ein Konjunkturzyklus, wenn im so vorbildhaften – Österreich 40 Jahre lang permanent Schulden gemacht werden?

    • Wolfgang Bauer
      17. Juli 2011 10:05

      danke, großartig! Und leider allzu richtig! Was tun??

    • phaidros
      17. Juli 2011 10:42

      Aufklärungsarbeit leisten, sg. Hr. Bauer, damit es schlechter und schlechter funktioniert. BG

    • HJR
      17. Juli 2011 13:12

      Dazu ein Splitter aus der Systemtheorie: Selbstorganisierende Systeme versuchen sich so lange gegen Außen-Einflüsse zu immunisieren, bis sie allein an ihren inneren Strukturen zugrunde gehen.

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • brechstange
      17. Juli 2011 15:08

      @hjr

      leider, eine reine Resourcenverschwendung

  38. diko
    17. Juli 2011 08:57

    Ist doch unverkennbar die Zielsetzung jener Europäischen Union, - weit über seine geographischen Flächen hinweg, -, die ZENTRALISTISCHE Regelung von allem und jedem.

    Wobei allein die Besetzung in Regierungsposten, mit mehr oder weniger von der Sache selbst, - nicht die geringste Ahnung habende, -, für die Umsetzung jener zentralistisch getroffene Weisungen, äußerst dienlich ist.

    Wann hat ein Politiker es schon gewagt, die individuellen, persönlichen Lebensinteressen seiner Landsleute, seiner Schaffenden, seiner Steuerzahler, zum allgemeinen Wohle seiner Mitmenschen zu berücksichtigen ?

    Wir werden nicht regiert sondern beherrscht!
    Und das von einer Organisation, welche mit Hilfe ihrer „grünen“ Verhinderungslobby, unser aller Schaffen von Schutzgeld- u. Strafzahlungen abhängig macht, und vorwiegend den wirtschaftlichen Interessen außerhalb, nicht nur Österreichs, - dient.

    Und für das auf uns zukommende EU System, - einer ZENTRALREGIERUNG -, (welche ohnedies schon seit langem aus dem Hintergrund agiert.) ist es ohne Belang, ob die noch vorhandenen Österreicher mit deutscher Muttersprache, in ihrer Energieversorgung massiv eingeschränkt werden, über keine dem Stand der Zeit und Technik verfügbaren Verkehrseinrichtungen verfügen und ob es für sie noch einen der Europäischen Kultur entsprechenden Lebensraum bzw.noch sinngebende Arbeit gibt.

    Wichtig unseren Machthabern allerdings ist die Gesamtschule, im besonderen für ein, im weiteren Lebensverlauf nicht in Frage zu stellendes Wissen über Themen wie:
    „Klimaschutz“, „ATOM“ und. „klare Worte gegen Ausländerfeindlichkeit“ Dafür gibt’s jede Menge Events, - wo wenige im kurzen Zeitraum viel, und die Beteiligten und Ausführenden, - wenig bis nichts kassieren.

    • Undine
      17. Juli 2011 09:56

      @diko

      *********!!!

    • Karl Rinnhofer
      17. Juli 2011 10:13

      Das ist gewiss richtig; allerdings entspricht dem eine resignative Haltung der Bevölkerung, die dem nichts entgegensetzt und immer wieder selber nach Regeln ruft. So werden oft nur die äußeren Formen der Demokratie (scheinbar) eingehalten; dahinter abe intransparente Machtstrukturen exekutiert. Möglicherweise wird die Bevölkerung seit langem darauf konditioniert - etwa durch radikales Niederfahren der Bildungsstandards samt Kappen jeden hostrischen Wissens, panem-et-circenses Attüden und trügerische "Sattheit"

      Möglicherweise wird die Bevölkerung seit langem darauf konditioniert - etwa durch radikales Niederfahren der Bildungsstandards samt Kappen jeden historischen Wissens, panem-et-circenses - Attüden und trügerische "Sattheit".

      Weit verbreitet ist einerseits undifferenziertes „Schimpfen auf die Politiker“, gleichzeitig de facto apolitisch-biedermeierliche Haltung und Delegieren aller Verantwortlichkeiten .- etwa auf zentralistisch-anonyme Entscheidungsmechanismen. Eben das gefährdet das Selbstverständnis jeder Demokratie, führt sie geradezu ad absurdum. Und nur zu konsequent folgt daraus der mancherorts unüberhörbare „Ruf nach dem starken Mann“ mit all seiner tragischen Verhängnishaftigkeit.

    • Anton Volpini
      17. Juli 2011 12:05

      @diko
      Ich teile Ihre Meinung sehr. Es war bei allen Völkern schließlich die Dekadenz, die sie in den Niedergang trieb. Und die Dekadenz äußert sich in vielfältiger Weise. Oft nur als panem et circenses aber auch als Beschäftigung mir unnotwendigen oder falschen Dingen. Es gibt da ein sehr schönes Buch von Jared Diamond, der in "Kollaps" die Gesetzesmäßigkeit von solchen Niedergängen darlegt.
      Von Montana, über die Osterinseln, Haiti bis zu dem Völkermord in Ruanda. Als positive Beispiele zeigt er Japan, Deutschland und die Dominikanische Republik auf. Und wenn man dieses spannende Buch gelesen hat, dann sollte man dazu das Gegenstück lesen: "Arm und Reich"!

    • terbuan
      17. Juli 2011 14:24

      Diko
      *****!!!

    • HJR
      17. Juli 2011 18:01

      Ich schließe mich meinen Vor-Kommentatoren vollinhaltlich an **********!

    • Haider
      17. Juli 2011 22:49

      Sie schreiben: "Wir werden nicht regiert sondern beherrscht!"
      Ich sage: "Wir wurden besetzt! Hineingelogen in die EU, ohne Volksabstimmung nachträglich betrogen und heute um die Früchte unserer Arbeit bestohlen! Dies ist das EU-Konzept ohne wenn und aber." Allerdings spielt Österreichs derzeitige Regierung dabei blindlings mit. Hoffentlich kommen bald Neuwahlen, um diesen Verrätern der eigenen Bevölkerung möglichst rasch das Handwerk zu legen.

    • Neppomuck (kein Partner)
      18. Juli 2011 11:24

      Regelungen, zentralistisch oder föderativ, werden nur dann ernst genommen, wenn sich der „Oberkybernetiker“ selbst an seine Regelwerke hält.
      Also „nicht“.

      Aber es geht diesen Leuten gar nicht um eine Festigung und damit die Stärkung Zentraleuropas, sondern um die Schaffung irreversibler Abhängigkeiten, die letztlich sogar 500 Millionen auf Gedeih und Verderb zusammenschweißen sollen.
      Wie sollen auch demokratische Willensbildungsprozesse in unterschiedlich strukturierten Volkswirtschaften und im Babylon von ca. 25 verschiedenen Sprachen und damit Denkweisen organisiert werden?

      Worauf reimt sich nun „schweißen“?
      Das weiß man zur Genüge.
      Und demgemäß sollte man diese Typen auch richtungsweisend dirigieren.
      Geht ........!

  39. Josef Maierhofer
    17. Juli 2011 08:11

    Wir alle wissen um diese Fakten, danke für die Zusammenfassung, Bescheid und haben jeweils zu den Zeitpunkten des Fehlermachens gewarnt. Wir wurden von der Politik dazu korrumpiert und erpresst, da mitzumachen und Generationen werden daran zahlen für die Fehler der Politik.

    Die Geltungssucht der EU Beamten, die Verdrängung der Realität, die fast schon hypnotische Zerstörungswut aller Kultur und die Ideologisierung haben den Blick dieser EU Entscheidungsträger getrübt, auch den Blick der Nationen, die sich gern beim Schuldenmachen 'angelehnt' haben, wie z.B. Österreich und da vor allem die Sozialisten, die 40 Jahre lang das 'Manna vom Himmel fallen' ließen. 'Brot und Spiele', 'reicher als reich', 'Menschenrechte', 'P.C.', 'Quote', 'Gender', 'Trans', .... 'hinüber', die Zeichen dieser Wahnsinnszeit, die nichts mehr mit einer Realität zu tun haben.

    Richtig, mein nun schon 90-jähriger sagt es, 'Ich glaube, ich befinde mich auf dem falschen Planeten.' 'Gott sei Dank gehe ich bald ins Grab und muss diese Desaster nicht mehr miterleben oder nur noch kurz.'

    Schuld sind die Spekulanten, so sagt man bei den Sozialisten. Ich sage, schuld sind wir, der wir solche Politik zugelassen haben. Wahltage haben stets diese Unpolitiker und deren Untaten bestätigt.

    Wenn wir Besserung wollen, so müssen wir handeln und andere Parteien unterstützen, wir können die Täter, die uns so viel Zukunft genommen, so viele Schulden zugefügt und uns derart angelogen und aus dem Leben ausgeschlossen haben, die uns derart gemolken haben, nicht noch einmal an diese Positionen wählen.

    Als erste Tat würde ich einmal im österreichischen Staatsdienst, Verwaltung, aufräumen, entweder Reduktion der staatlichen stattlichen Gehälter auf die Hälfte bei Staatsbeamten oder Halbierung der Staatsposten und dazu zähle ich auch die Gremien, Parlament, etc.

    Die Antwort, 'dann gehen wir in die Privatwirtschaft', würde ich gerne hören, denn das wäre wirklich wünschenswert und es blieben nur noch die Vollblutpolitiker übrig, deren Anliegen es ist, für das österreichische Volk da zu sein, egal für wieviel, leben sollte man davon können, und deren Anliegen es nicht hauptsächlich ist, sein Breiftascherl zu füllen und das der Klientel. Genauso verhält es sich mit den Verwaltungsbeamten.

    Auch über diese Fakten wissen alle Bescheid und trotzdem verlässt die Menschen in der Wahlzelle der Mut vor Neuem, da wählt man lieber die alten 'Betrüger' und 'Korrumpierer'. Na, dann halt gute Nacht Österreich, gute Nacht Europa und gute Nacht Zukunft.

    • Karl Rinnhofer
      17. Juli 2011 09:31

      @Josef Maierhofer
      Ich teile Ihre Meinung größtenteils Doch nun zu Ihrer Forderung: „Reduktion der staatlichen stattlichen Gehälter auf die Hälfte!“.

      Ich kenne beide Bereiche durch Selbst-Erleben: Den Öffentlichen Dienst und die Privatwirtschaft; mein Herz hängt bei letzterer. Ich teile auch Ihre Meinung, dass in der Verwaltung radikal gespart werden muss; niemand versteht, warum nicht endlich Doppelstrukturen und Selbstzweckbürokratie abgestellt werden. Es muss überhaupt zu einer Aufgabenkritik mit Reduzierung vieler öffentlichen Aufgaben kommen. Natürlich sind einige Gehälter in der Unangemessenheit ihrer Höhe zu hinterfragen– darin unterscheidet sich der öffentlichen Bereich von anderen Berufsfeldern nicht. Insgesamt kann von „staatlichen stattlichen“ Gehältern“ keineswegs die Rede sein (ich kenne den selbsterlebten Vergleich). Vorteile des öffentlichen Dienstes werden durch Nachteile erkauft; daher gibt es seit einiger Zeit etwa im Schuldienst eine kaum einzudämmende Welle von Entpragmatisierungs-Ansuchen, Junglehrer wehren sich sogar gegen den „Eintritt ins öffentlich-rechtliche Dienstverhältnis“ bzw. es wurde ihnen mancherorts von den Personalvertretungen abgeraten, in dieses einzutreten.

      Man bedenke, welche Berufe auch durch „Beamte“ besetzt werden: Krankenschwestern, Lehrer, Müllabfuhr, Polizisten etc. Die Dimension und Berechtigung eines „geschützten“ Sektors (allein dieser Ausdruck stimuliert unangemessenen Neid aus Unwissenheit über die Rahmenbedingungen) kann man hinterfragen, allerdings ist es bedenklich, ihn a priori als Privileg zu werten oder ihn als Ganzes zur Disposition zu stellen. Es gibt Bereiche, wo Berufsschutz gegen politische Willkür absolut notwendig ist, um Rechtsstaatlichkeit zu garantieren. weil sich sonst der diese gesetzestreu und unbestechlich Garantierende sehr schnell auf einem Schleudersitz wiederfände.

      Verhängnisvoll wäre, in der Krise Berufsstände gegeneinander, gestützt auf Desinformation und Neid, auszuspielen, Man muss neben der Ineffizienz der aufgeblähten Verwaltung auch die viel zu vielen Zwangsbeglückungen angehen. Das schließt die legitime Forderung nach Eindämmung der weit überhöhten Kosten der öffentlichen Verwaltung keineswegs aus.

      Doch der einzelne Beamte kann dafür nichts; ihm flächendeckend nachgerade Parasitentum oder Überbezahlung vorzuwerfen entspricht kaum der Realität.

    • Josef Maierhofer
      17. Juli 2011 10:29

      @ Karl Rinnhofer

      Alle wissen, dass gespart werden muß, das kann entweder 'solidarisch' geschehen, keinem wird der Job genommen, dafür bringt er nur mehr die Hälfte, oder, wie Sie meinen, die Beseitigung der Doppelstrukturen, also die Halbierung der Beamtenjobs. Beides ist gegeneinander abzuwägen, was ich natürlich nicht wirklich kann, nur einmal im Leben wäre ich beinahe Ministeriumsbeamter geworden und war erstaunt über die dortige Gehaltshöhe von damals (1995) ATS 46 000,-. Nun heute wird es nicht anders sein und ich weiß schon, wovon ich rede.

      Ich rede von Verwaltungsbeamten und lasse eine Vermischung mit Krankenschwestern, Lehrern, etc. nicht zu, obwohl auch da Einsparungspotentiale vorhanden wären, aber ganz sicher nicht so krass, wie bei den 10- bis 26 000,- EURO Jobs in der Verwaltung, die ich persönlich kenne und auch solche, die bis zu 8, und der Spitzenmann in Wien mit 11 (Herr Wurm), Ämter gleichzeitig ausüben und das noch kumulieren.

      Nein, mir fiele es nicht ein, neidvoll, Berufsstände gegeneinander auszuspielen. Aber es gibt Unmengen weiterer Einsparungspotentiale, wie etwa die Verschwendungssucht in allen Bereichen, wie etwa die unnötigen Werbungen (Korrupmpierungen) und Zeitungssannoncen, etc. Sie wissen das genauso, wie alle hier.

      Der einzelne Beamte kann so viel dafür, so viel, wie die Wähler für die Politik können. Einer hat mir gesagt, wenn ich das Maul aufmache, bin ich den Job los und arbeitslos, wenn ich es halte mein Maul, dann verdiene ich gut für diese Farce.

      Ich kann in 2 Ministerien Führungen veranstalten mit Beamten mit Türschild, mit Beamten mit Türschild und Anwesenheit und Beamten ohne Türschild, aber mit Position auf der Lohnliste.

      Der einzelne Beamte kann nichts dafür, das stimmt insofern, dass er in ein Schema gepresst wird, das den Anforderungen nicht entspricht, dass er Arbeiten verrichten muss, die den Anforderungen nicht entspricht (etwa 'Zwangsbeglückungen', etc.), dass er Organisationsmethoden befolgen muss, die aus der Kaiserzeit stammen, dass dort Leistung nicht beurteilt wird, ich kenne Absolventen der Beamtenakademie, die diese 'höheren' Weihen bereits empfangen durften. Es stimmt insofern, daß er abhängig gemacht wurde und erpresst wird vom 'System'. Solche Auswüchse wurden hier unlängst am Justizsektor diskutiert.

      Trotzdem gibt ihn noch, den reinen, unschuldigen Federkielhalter mit Ärmelschoner, und kann gleich stanta pede 3 Magistrate in Wien nennen, wo in einzelen Abteilungen maximal 30 Anträge pro Jahr (!) bearbeitet werden.

      Allerdings erfordert die heutige Zeit andere Strukturen, mehr Effizienz und bessere Organisation samt der entsprechenden Ausbildung dazu, die heute noch, leider vielfach, mit dem einzigen Qualifikationsnachweis, mit dem Parteibuch, belegt wird, leider, muss ich sagen.

    • Karl Rinnhofer
      17. Juli 2011 12:40

      @Josef Maiehofer (zur Antwort "Alle wissen wir, dass ...)
      Aus Ihrer Antwort – Danke – ersehe ich, dass unsere Stellungnahmen keineswegs miteinander im Widerspruch stehen.. Ich dementiere auch entschieden, vermutet zu haben, dass Sie persönlich „neidvoll Berufsstände gegeneinander ausspielen“, sprach nur von der grundsätzlichen Gefahr, dass es eine Gesellschaft zerreißt, wenn Berufsgruppen gegeneinander ausgespielt werden, die von ihren Bedingungen einander oft zu wenig wissen.
      Selbstverständlich gibt es jede Menge an Einsparungspotenzial, auch an Überbezahlungen in der Beamtenschaft – wenn auch eben nicht nur in dieser – und nicht einmal nur in der Verwaltung. Ihre genannten Beispiele glaube ich Ihnen gerne und könnte eine weitere Liste hinzufügen. Zusätzlich kommt der besondere Unfug der Verpolitisierung gerade in diesem Bereich mit seinem Ad-absurdum-Führen transparenter Zuweisung von Funktionen nach Qualifikation zum Tragen. Das ist auch in staatsnahen Betrieben so besonders zum Tragen.

      Aber ich kenne auch selbstausbeuterische, idealistische Staatsdiener, bei denen von Überbezahlung keine Rede ist, und die trotz hervorragender Qualifikation nicht die geringsten Karrierechancen haben, weil sie mit dem erwarteten „vorauseilenden Gehorsam“ und der politischen Gesinnungsprostituierung nicht mittun.

      Selbstverständlich leben wir noch immer weit über unsere Verhältnisse – wenn auch das nicht für jeden in gleicher Weise gilt - und müssen bereit sein, den Gürtel enger zu schnallen. Alles andere ist Realitätsverweigerung und verantwortungsloser Raub an späteren Generationen. Da muss vorsichtig an mehreren Schauben gedreht und vieles vermeintlich „Wohlerworbene“ hinterfragt werden.

    • Haider
      17. Juli 2011 23:11

      @ Karl Rinnhofer
      Wie recht sie doch haben: Blindes und unkritisches Hindreschen auf "Nichtgenossen" ist in bestimmten Kreisen selbstverständlich. Das ist linksrabiate Methode. "Willst Du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein." Dies gilt bei den selbsternannten Gutmenschen uneingeschränkt nach wie vor. Intoleranz und Gewalttätigkeit sind und waren immer linke Argumente. Manchmal kommt/kam noch Vernaderung und Nestbeschmutzung dazu.

  40. Observer
    17. Juli 2011 07:32

    Wenn man den diversen Ausführungen vom WIFO-Mann Stephan Schulmeister folgt, dann ist das Sparen bei Staaten, Firmen und Privaten zur Lösung der europäischen Finanzkrise völlig ungeeignet. Vielmehr wünscht er sich mehr Ausgaben auf allen Seiten, damit mehr produziert und verbraucht wird, was allen nützen soll. Wie die Tilgungen und der Zinsendienst für die dafür (asuch zusätzlich) aufgenommenen Kredite bewerkstelligt werden, ist ihm scheinbar egal. Auch das Spielen mit der Inflation gleicht aber einem Spiel mit dem Feuer, was dann nicht mehr beherrschbar bzw. gelöscht werden kann.
    Ich meine, Griechenland und allen Länder mit ähnlichen Problemen kann nur dadurch geholfen werden, dass es dort
    * eine vernünftige Sparpolitik (aber nicht abwürgen der Wirtschaft!) mit entsprechenden internationalen Kontrollen,
    * langfristige Kredite (also inklusive Umschuldungen) und vor allem
    * niedrigen Zinsen für die Schulden gibt. Denn extrem hohe Zinsen machen alles wieder kaputt.

  41. Helmut Oswald
    17. Juli 2011 07:32

    Der Ansatz, die Union mit ihren Brüsseler Instanzen auf eine Verteidigungsbehörde zurückzuschrauben ist ehrenwert - doch gemeinsame Verteidigung - selbst wenn sie durch einen Willensbeschluß zustandekäme, ist auf Grund der Rüstungserfordernisse im Grunde nur vorstellbar im Rahmen wenigstens einer gemeinsamen Forschungs- Entwicklungs- und Industriepolitik. Und da Gemeinsamkeit ohne Interessenausgleich hinsichtlich wirtschaftlicher Fragen kaum stattfinden wird - ansonsten die divergierenden Interessen einzelstaatlicher Politiken den gemeinsamen Ansatz zur Verteidigung untergraben, kommen wir letztlich wieder beim ursprünglichen Ansatz einer EG - erweitert um eine EVG an. Wir sprechen also über eine Preisgabe, einen Rückzug, eine Reduktion der Union weg von der heutigen wild auswuchernden Omnikompetenz - im Sinne einer 'Kompetenzen-kompetenz' - und ihre Beschränkung auf die Kernaufgaben. Wie soll das funktionieren und warum sollte dies, und sei es auch Gegenstand eines Dokumentes, nicht jederzeit durch gemeinsame Politiken ausserhalb der UNION unterlaufen werden können ? Seit Hegel haben die STaaten schriftlich, was ihre absoluten Monarchen schon zuvor verstanden und praktiziert haben - sie sind souverän und 'legibus solutus' ...
    Der Leviathan wurde in die Welt gesetzt und der einzige Weg ihn zum Nutzen und nicht zum Schaden zu wenden funktioniert nur, indem seine Steuerung kraftvoll und klug zugleich in die richtige Richtung erfolgt. Es bedarf einer Führung
    smacht, die ohne Verständigung der mittleren Mächte auf Gemeinsamkeit nicht arbeiten kann. Es braucht europäische Politiker und vermehrter Befassung der Bürger in den einzelnen Staaten mit gesamteuropäischen Fragen - es braucht mehr poltische Kompetenz der Medienschaffenden um einen intelligenteren Dialog im öffentlichen Raum zu gestalten. Sollte die bestehende Krise dies nicht zur Folge haben, scheitert das Projekt zu unser aller Nachteil.

  42. Wertkonservativer
    17. Juli 2011 06:52

    Der präzisen Expertise und Analyse unseres Dr. Unterberger noch relevante Gegenentwürfe bzw. fundierte Stellungnahmen nachzureichen, würde selbst qualifizierten Fachleuten nicht leichtfallen.
    Doch bitte rede, wer etwas, und schweige, wer nichts mehr dazu zu sagen hat.

    Zur gestrigen Trauerfeier gestatte ich mir noch ein kurzes Resümee:
    würdiger Abschied von einem großen Österreicher: klug, bescheiden trotz seiner stolzen Herkunft; als glühender Europäer ein starker Mahner in Richtung Völkerfreundschaft, Solidarität und Toleranz!

    Die Trauerfeier selbst (bar jeder Peinlichkeit); das größere Österreich war spürbar präsent!
    Mit den vielen Abordnungen und Honorationen aus aller Herren Ländern: eine Reverenz vor unserer Vergangenheit, ein positiver Ausblick auf die Zukunft!

    Die Predigt des Kardinals: beeindruckend in Gehalt und Wiedergabe, die Mitschuld des Herrscherhauses am Ausbruch des 1. Weltkrieges offen ansprechend: ein großer Wurf, der wohl manche Kritik an Kardal Schönborn verstummen lässt!

    Alle Ehre (Verherrlichung hätte er nicht gewollt!), Otto, dem großen Sohn Österreichs und Europas!
    Halten wir uns an sein Vermächtnis: bauen wir unbeirrt weiter am gemeinsamen Haus Europa!

  43. libertus
    17. Juli 2011 01:36

    Allen 10 hier aufgezählten Punkten ist uneingeschränkt zuzustimmen.
    Allerdings frage ich mich: es kann doch nicht sein, daß nur Herr Dr. Unterberger im Besitz dieser wichtigen Erkenntnisse sein soll?

    Wo sind die vielzitierten Experten, die so gerne ihren Senf überall dazugeben, bei denen sich EU-Politiker jederzeit Rat und Hilfe hätten holen und eventuell dieses Desaster, welches sich nun abzeichnet, damit verhindern können?

    Was sind das für Politiker, die uns regieren und die für ihre stümperhafte Arbeit auch noch hoch bezahlt werden?

    Und warum jagt die Bevölkerung sie nicht mit Schimpf und Schande davon? Weil womöglich nichts Besseres nachkommt?
    Dann haben wir es nicht anders verdient, wenn wir außerstande sind, bessere Köpfe an Stelle der Versager aufzutreiben!

    Als Nachlese zum heutigen Tag bleibt eine betrübliche Zusammenfassung = die Habsburger haben uns 600 Jahre regiert und von ihrer Kultur zehren wir noch heute. Die EU wird es nicht 600 Jahre geben und an ein Kulturerbe wage ich gar nicht zu denken.

    Wer da nicht in Nostalgie an die "gute alte Zeit" verfällt, muß den Kopf im Sand stecken haben!

    • werauchimmer
      17. Juli 2011 03:28

      Warum? - Darum: weil die EU zumindest seit Mastricht ihrem Wesen nach ein Bonzen-Zentralismus ist, der seine Expansion nur der List und Tücke, Drohungen, Verheißungen der Ausschaltung komplizierter Meinungsbildungsprozesse, oberflächlichen wirtschaftsliberalen Beschwörungsformeln (wie dem undifferenzierten Glauben an "economies of scale" und Freihandel), ökologischen Agenden der One-World Bewegung, und sozialfürsorgerischem Marktgeschrei verdankt.

      Von allem halt etwas, je nach Bedarf wie bei einem Chamäleon, um die politisch-administrative Klasse europaweit immer besser absahnen lassen zu können.

      Ein Gebilde, das nicht mehr auf Demokratie setzt, sondern auf sowjetartige Gesetzgebungsmechanismen und auf fortschreitende Eliminierung subsidiärer Gestaltung, kann nur immer totalitärer werden.

      Kann sich vielleicht jemand entsinnen, zu einer Abstimmung "EU ohne wenn und aber" aufgerufen worden zu sein?

      Und der Euro ist für schwächere Volkswirtschaften sehr wohl eine Bürde, allein: die Bürger dort wollen ihn nicht aufgeben, um günstiger importieren zu können. Ein verhängnisvoller Trugschluss über vermeintliche Vorteile! Wie man sieht, dürfen wir diese Importe bezahlen, wenn auch vorerst nur im Ausmaß komparativer Zinsnachteile.





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