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Wie lange kann sich Österreich die Leistungsfeindlichkeit noch leisten?

Manches Mal sind es nur kleine Notizen, die nachdenklich machen, wie etwa diese in einer Schweizer Zeitung: Die fünf Prozent ärmsten Schweizer sind noch immer besser gestellt als die fünf Prozent reichsten Inder – trotz des indischen Wirtschaftsbooms. Das wird für die ärmsten Österreicher angesichts des hier noch viel stärkeren Wohlfahrtssystems nicht viel anders sein.

Solche Meldungen veranlassen Ideologen dazu, nach einer globalen Umverteilung zu rufen. Dagegen würden sich aber 90 Prozent der Schweizer (wie der Österreicher) heftig wehren. Das macht überdies in Summe nur alle ärmer, wie die Geschichte zeigt. Viel wichtiger ist es nachzudenken: Was sind eigentlich die Wurzeln des mitteleuropäischen Wohlstands? Und wird er sich – mit oder ohne Vorsprung gegenüber anderen – halten lassen?

Mit Bodenschätzen, Kolonialismus oder ererbtem Reichtum lässt sich da gar nichts erklären. Die Schweiz ist eines der bodenschatzärmsten Länder der Welt; sie hatte noch weniger Kolonien als Österreich; und dieses war 1945 das ärmste Land Europas – ärmer als manche Länder, die sich heute in der Schublade „Dritte Welt“ finden.

Auch genetische Erklärungen helfen nicht weiter. Denn breite Studien aus den USA zeigen, dass die Asiaten (dort vor allem Vietnamesen und Chinesen) sowohl bei Intelligenztests wie auch an den Unis weit besser abschneiden als die Weißen.

Die einzige valide Erklärung für den sich nicht nur im Konsum, sondern auch bei Lebenserwartung und Kultur auswirkenden Wohlstand ist das europäische Wertesystem. Dessen Basis lautet: Freiheit und Leistung im Rahmen einer liberalen Rechtsordnung.

Freiheit und Leistungsbereitschaft wurzeln in Europas kollektiven Erfahrungen wie auch im Christentum, auch wenn sich manche Theologen schwer damit tun. Das Rechtssystem wiederum ist ein Erbe der alten Römer. Insofern ist die Basis der heute stabilsten, friedlichsten, gesündesten und wohlhabendsten Gesellschaften der Menschheitsgeschichte also schon auf eine Erbschaft zurückzuführen, jedoch auf eine immaterielle.

Die große Frage ist heute freilich: Sind wir uns noch immer dieses Fundaments bewusst? Ist den Europäern klar, dass Freiheit, Leistung und Rechtsstaat ständig verteidigt und neu erkämpft werden müssen? Ich fürchte: Nein.

Der Wert der Freiheit – von der Meinungs- bis zur Erwerbsfreiheit – war für die Europäer nach den beiden mörderischen Totalitarismen des 20. Jahrhunderts offenkundig. Jedoch sind heute die allermeisten dahingestorben, die noch eine eigene Erfahrung mit diesen Systemen hatten. Eine der Folgen: Die Freiheit wird immer mehr durch Regeln und Gesetze, aber auch die einengende Herrschaft einer Politischen Korrektheit reduziert.

Noch rascher schwindet das Bewusstsein der Notwendigkeit von Leistung. Jahrzehntelange Gehirnwäsche hat uns suggeriert: Wir müssten nur die Partei X wählen, dann verdienen wir mehr, dann gehen wir immer früher in Pension, dann gibt es immer mehr gratis. Jahrzehntelang hat der öffentlich-rechtliche(!) Rundfunk nach derselben Masche Witzchen gemacht: „Furchtbar, heute ist Montag! Wann kommt endlich das Wochenende?“

Der Traum von der Leistungslosigkeit schlägt sich auch in harten Daten nieder: 1970 dauerte ein durchschnittliches Arbeitsleben 42 Jahre, heute nur noch 35 Jahre – trotz der um rund ein Jahrzehnt gestiegenen Lebenserwartung. 1970 betrug die Staatsverschuldung 12 Prozent des (damals noch dazu viel niedrigeren) Bruttoinlandsprodukts, heute liegt sie über 70 Prozent. Wobei die steil gestiegenen Pensionszusagen, für die nichts zurückgelegt worden ist, noch gar nicht einberechnet sind.

Nur ein immer kleiner werdender Teil der Bürger trägt noch die Leistungsanstrengungen. Der Rest ruht sich im morschen Wohlfahrtsstaat auf welken Lorbeeren einer verblichenen Vergangenheit aus. Das erinnert lebhaft an die Griechen, die seit mehr als 2000 Jahre nur von der Erinnerung an ihre große Vergangenheit leben. Mehr schlecht als recht.

Inder, Chinesen, Vietnamesen, Koreaner, Thais wollen hingegen das Match der Zukunft gewinnen, und zwar durch eine unglaubliche Leistungsorientierung. In ihren Schulen wird gebüffelt und gestrebert, dass sich die Balken biegen. Wettbewerb und beinharte Auslese regieren vom Kindergarten bis zum Berufsende. Arbeitszeitregelungen, Umweltschutz, Pensionssystem, Urlaubsansprüche, Gesundheitsversorgung: Überall stößt man in Asien auf eine total andere Welt.

Manche Leser werden jetzt denken: Will der Autor bei uns asiatische Verhältnisse haben? Natürlich will er das nicht. Es gibt aber keine angenehme Alternative zu einer starken Wiederbelebung des dahinsterbenden Leistungsprinzips. Wer glaubt, aus lauter Mitleid mit den wenig gewordenen Kindern (auch deren Zeugung gilt ja schon vielen als unzumutbare Mühe) und aus Angst vor den Wählern den Österreichern Anstrengungen und Wettbewerb ersparen zu können, der begeht in Wahrheit ein historisches Verbrechen. Nur über das Leistungsprinzip auf allen Feldern vom Beruf bis zum Sozialsystem können wir – zusammen mit Freiheit und Recht – unsere Zukunft sichern.

Die Geschichte ist erbarmungslos: Sie ist nämlich voll von untergegangenen, verarmten oder marginalisierten Kulturen.

(Dieser Text erscheint in ähnlicher Form auch in den ÖPU-Nachrichten der Österreichischen Professoren-Union.)

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Juni 2011 01:25

    Einer der besten "Tagebuch"-Eintragungen, dem nicht mehr viel hinzuzufügen ist, außer:
    Immer dort wo der Staat und dessen Führung satt und korrupt wurde, das Volk faul und bequem, war diese Kultur dem Untergang geweiht!

    Wir hatten unsere Hochblüte bis zu den obenerwähnten Zuständen und nach uns sind eben andere Kulturen dran, welche noch ihrer Blüte zustreben.

    Diese Entwicklung werden auch noch so allumfassende, überlange Pamphlets nicht aufhalten - sie können im besten Fall verzögern, was allerdings das derzeitige Chaos nur verlängert.

    Ist das der Zweck der Übung?

  2. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Juni 2011 06:35

    Unlängst hat ein bekennender Türke im ORF 1 in tatellosem Deutsch erklärt, die hier lebenden Türken wollen am Wohlstand der Österreicher teilhaben.
    Keiner der interviewenden Journalisten hat die Frage gestell, ob sie auch durch Arbeit dazu etwas beitragen wollen!

  3. Ausgezeichneter KommentatorKR Ing. W. Maurer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Juni 2011 09:22

    traurig aber wahr
    Unser Land hat sich gemeinsam mit den politischen Parteien von der Leistungsgesellschaft zur Wohlfahrtsgesellschaft degeneriert. So auch die einstige Wirtschaftspartei, die Volkspartei. Der Durchschnittsösterreicher ist im Laufe der Jahre zum Sozial- und Transferjunkie geworden, den es mit immer höheren Dosen ruhigzustellen gilt. Konventionell denkende Menchen wissen, dass dieser Weg für den Abhängigen wie für seine Umwelt in die Katastrophe führt. Es hilft hier nur ein konsequenter Entzug. Doch dies dem Wähler in seinem Dusel klarzumachen fehlt jedem Politiker der Mut. Auch in der Volkspartei. Und will sie wieder die Partei der Leistungsträger werden, müssen den Worten Taten folgen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Juni 2011 21:32

    "Wie lange kann sich Ö die Leistungsfeindlichkeit noch leisten?" Und wie lange kann sich Ö das damit zusammenhängende Ausbeuten des Sozialnetzes noch leisten? Damit meine ich sowohl unsere Landsleute, vor allem aber diejenigen, die wegen dieses eng geknüpften Sozialnetzes in hellen Scharen zu uns kommen, um in den Genuß dieser Wohltaten zu kommen, d. h. fürs Nichtstun alles geschenkt zu bekommen; drauf läuft's ja hinaus.

    Das Wort ANSTAND scheint aus unserem Vokabular völlig verschwunden zu sein.

    Ich erinnere mich noch gut an den 90. Geburtstag meiner Mutter vor jetzt ziemlich genau 20 Jahren. Natürlich kam der Bürgermeister, um zu gratulieren. Plötzlich kam das Gespräch auf eine finanzielle Beihilfe, die ihr zustünde. Davon wollte meine Mutter aber nichts wissen mit der Begründung, sie beziehe eine Witwenpension und habe damit ihr Auskommen. Sparen hatte sie von Kindheit an gekonnt! Wenn sie Hilfe brauche, könne sie diese bezahlen. Sie würde sich SCHÄMEN, Geld vom Staat anzunehmen, so lange sie noch einigermaßen gehen könne.

    Der Bürgermeister aber ließ nicht locker und leitete gegen ihren Willen die Sache in die Wege. Bis zu ihrem Tod knapp ein Jahr danach hatte sie immer ein schlechtes Gewissen, zusätzliches Geld anzunehmen, obwohl sie ja ohnedies eine Pension bezog.
    Manche werden diese Einstellung dumm finden; für mich ist es "Anstand". Meine Eltern hätten sich nie im Leben bereichert---"so etwas tut man nicht".

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Juni 2011 02:16

    zu diesem thema ausnahmsweise ein zitat:

    "wohlstand kann man nicht durch entmutigung zu sparen erzielen. man kann die schwachen nicht durch schwächung der starken stärken. man kann dem lohnempfänger nicht durch untergrabung des lohnzahlers helfen. man kann brüderlichkeit nicht durch unterstützung von klassenhass fördern. man kann armen nicht durch zerstörung der reichen helfen. man kann probleme nicht dadurch vermeiden, daß man mehr ausgibt, als einnimmt. man kann nicht charakter und mut entwickeln indem man menschen ihre initiative und unabhängigkeit nimmt. man kann menschen nicht dauerhaft helfen, indem man für sie tut was sie selbst für sich tun könnten und sollten."

    abraham lincoln 1865.

    soviel zum thema leistung. für das thema freiheit des indivuduums hat sich dieser mann bekanntlicherweise ja noch mehr eingesetzt.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorperseus
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Juni 2011 21:20

    Einige Gründe warum wir in Österreich dem Untergang nahe sind

    • Bewusste und gezielte Zerstörung der Wertebasis durch sozialistische Politik steht am Beginn des Abstiegs
    • Der Staat ist für alles verantwortlich; der Bürger ist unmündig und wird von der Partei versorgt; er beginnt sein Leben bei den Roten Falken und endet im Arbeiter-bestattungsverein „Die Fackel“.
    • Menschen, die für sich und das eigene Fortkommen die Verantwortung übernehmen, werden durch das leistungsfeindliche Steuersystem geschröpft
    • Nach Meinung unserer Politiker entstehen hochwertige Arbeitsplätze nicht durch erfolgreiche Unternehmen sondern durch den Staat. Dieser sorgt für Arbeit, aber nicht zu viel, siehe die sozialistische Theorie vom Arbeitsleid (vermehrter Zeiteinsatz für Arbeit verursacht Arbeitsleid und Freizeitverluste); dieses Gedankengut wird gerade in der ÖBB umgesetzt und kostet das Geld, das für Bildung auszugeben wäre
    • Die Familie als Keimzelle der Gesellschaft wird gezielt demontiert
    • Schwule und lesbische Lebensformen werden mit den normalen gleichgestellt; es wird so getan als wäre das fesch, in und wichtig für die Gesellschaft;
    • Anstatt sich um Eliten zu kümmern, wird nivelliert, so verlassen diese das Land, mit dem Ziel, dort zu arbeiten, wo es sich lohnt und wo Leistung zählt. Statt ihnen wandern Türken aus Ostanatolien und Serben ein.
    • Die Korruption und Bestechung nehmen überhand, sie werden als Kavaliersdelikte gesehen
    • Die Meinung wird von einer Zeitung gemacht, deren Ziel es ist möglichst keine Sätze mit mehr als fünf Worten zu bringen.
    • Der Akademikeranteil unter den Politikern liegt bei 38%.

    Wir sind ungefähr dort, wo die Römer am Ende ihres Imperiums waren; es kommen jetzt aber nicht die Germanen sondern die Chinesen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorDerTurm
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Juni 2011 20:45

    Nun, gerade die Schweiz ist ein ausgezeichnetes Beispiel.

    Ich hatte im März ein Aha-Erlebnis, als ich mit einem Bekannten zu einem gemeinsamen Geschäftstermin mit der Bahn durch die Schweiz fuhr.

    Nachdem wir zwei Stunden durch viele Ortschaften gefahren waren, in denen sich uns am Vormittag immer das gleiche Bild bot - eher leere Straßen, vergleichsweise wenige Fußgänger (im Gegensatz zur Zeit zwischen 08:30 und 09:00 in Zürich) - fragte er, wo denn all die Leute in der Schweiz wären, und ob die am Aussterben sei.

    Ich antwortete eigentlich im Scherz: No, de wearn hackln sein, damit's a Göd hom, ned so wie bei uns, wo ma fürs Nixtun über 800 Euronen nachgworfn kriagt.

    Nach zwei Tagen weiterer "Beobachtung" und mehreren Gesprächen über dieses Thema mit Schweizer Geschäftspartnern flogen wir mit der Gewissheit heim, dass meine erste Einschätzung alles andere als ein Scherz war...

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSOKs
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juni 2011 10:34

    Hr. Dr. Unterberger wirft ein Hölzerl.
    Ich habe beobachtet, daß, wenn ich ein Hölzerl werf, dann schwimmen zwar alle meine 5 Hunde hin, aber nur 2 wollen das Hölzerl wirklich. Die andern vergnügen sich, mir zu gefallen, und schwimmen mit. Seit 20 Jahren immer das Selbe, mit den Hunden. Ich machs nicht aus Jux, sondern will, daß sie Freude haben. Und kräftig werden oder bleiben. Ich will es eigentlich nur, damit sie fit sind, für die Hunderennen. Wo sie auch immer die ersten 2 Plätze gewinnen. Und es ihnen mit der Zeit fad geworden. Natürlich waren in der Ausbildung andere Tricks zur besten Leistung im Rennsport von mir vorgegeben. Da gab es die Teilnahme an den Schönheitswettbewerben und Kombination. Auch da waren sie mit Abstand vorne. Nun war es mir aber wirklich peinlich, wenn der Hase gezogen wird, und meine führenden Rüden laufen gelangweilt von der Rennbahn und schnuppern in der Wiese. Die Anderen laufen derweilen hinter dem Fell her.
    Ich achtete, daß sie nicht zu eitel werden. Nie und keiner, ausser eine Hündin. Die wurde auch veranlagungsmäßig etwas dicker. Trotzdem war sie bei der Hasenjagd dann die schnellste. Aber nicht die schlaueste. Der Hase duckte sich im Feld weg und sie lief an ihm vorbei. Einer der Rüden schnappte sich den Hasen. Diese Hündin, mit Namen E'Deidra, die viele gscheite und gesunde Kinder hinterliess wurde dick, immer öfter krank und starb schon mit 8, die anderen erreichten das 13. /14. Jahr. (Lt. Aufzeichnungen ist das Höchstalter der Rasse 8-9 Jahre.) Die anderen waren, wurden fit gehalten durch dauerndes Arbeiten mit ihnen, ohne weiter zu Rennen zu gehen. Einfach um schön und schlank und gesund zu sein. Jedenfalls betrugen die Arztrechnungen in 20 Jahren: 640 Euro.
    Ich möchte nicht vom Thema abschweifen, deshalb: hacken hier nicht alle auf die Top-Leistungsträger i. d. Partei od. i.d. Politik? Ich schlage vor, jeder gehe zu seinem zuständigen Abgeordneten und mache ihm die Hölle heiß und unterstütze ihn. Von unten hinauf ändern. Den persönlichen Abgeordneten in die Wadeln beissen. Und Projekte entwickeln, die dann auch selbst forcieren und realisieren. Ich hab gerade seite einem Jahr eines entwickelt und es nun durchgebracht, ein Kultur- und Wertethema f. Jugendliche. Und es kommt in den ... na ja so toll ist es auch nicht. Aber es funktioniert in Österreich, wenn man selbst es anpackt, und Zustände ändern will. Dann habe ich auch alle 5 Monate Zeit, in Diskussionsforen andere zu langweilen.


alle Kommentare

  1. Robocop (kein Partner)
    05. Juni 2011 21:03

    Sieh an, der letzte Leistungsträger (er ist in der höchsten Steuerklasse und alle Anderen sind sowieso Sozialhilfeempfänger!) dürfte in der Realität so eloquent sein wie im Kommentarsystem. Das ist hier wirklich ein faszinierendes Schauspiel mit lauter echten Originalen. Für einen Liveauftritt würde ich glatt was bezahlen. Obwohl das auch seine Gefahren hätte. So kann man sich noch einreden, dass da viele Sockenpuppen dabei sind, es wäre schockierend zu sehen, dass hier alle echt sind.

  2. cmh (kein Partner)
    05. Juni 2011 18:37

    Eine kleine Beobachtung glaube ich hier noch ergänzen zu müssen:

    Das Wort Beruf, das irgendetwas mit Berufung (für AL und pahidros: vocatio) zu tun hat, ist in den letzten Jahren sanft entschlafen.

    Jetzt benötigt man einen Job. Das ist kürzer und hört auch füher auf. (nur für phaidros: gibt es noch sowas wie den post-mortem-dump beim Programmieren?)

    • phaidros
      05. Juni 2011 19:58

      Da immer weniger auf dem Großrechner im Stapelbetrieb gemacht wird, immer weniger. Ein "Stack Trace" ist das, was heutzutage im Fehlerfall (pardon, Ausnahmefall) rausgehauen wird. Aber das Andere ist so unlesbar wie das Eine. ;-)

      BG

  3. Neppomuck (kein Partner)
    05. Juni 2011 13:18

    Wenn es ein probates Mittel gegen Logorrhoe und senile Bettflucht gäbe, wäre hier der ideale Werbeträger.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      05. Juni 2011 14:15

      @Neppomuck:
      Ein unschlagbares Medikament gegen Logorrhoe und (nicht nur) senile Bettflucht wird hier doch intensiv beworben: Zwei Scherbergartenvereine, Mitgliederzahl leider schwachbrüstig, versuchen sich hier in großer Politik inkl. großer Visionen und bezichtigen einander der Brunnenvergiftung.
      Großes Theater, biölogische Mistgabel als dramaturgische Innovation. Demnäxxxt bei den Salzburger Festspielen, Bühnenmusik von DJ Ötzi!

    • Neppomuck (kein Partner)
      05. Juni 2011 14:39

      Wohl dem, der es versteht, sein Wollen mit seinem Können zu "synchronisieren".

    • Alexander Renneberg
      05. Juni 2011 15:42

      irrtum, es gibt nur einen verein, phaidros biö, dem nachweislich fast alle mitglieder davon gelaufen sind.
      "wir handeln" war eine idee und diese idee wurde nicht umgesetzt bzw. weiter verfolgt. die interne kommunikation geschlossen.
      nicht mehr, nicht weniger.

    • musculus (kein Partner)
      05. Juni 2011 16:09

      Und warum stänkerst Du ein ums andere mal los auf die BIÖ, Alex, wo Du uns doch weis machen willst, dass Du gar keinen Grund dazu hast?

      Das retardierte Schauermärchen kannst der Frau Kaswaberl erzählen, das glaubt Dir hier kein Mensch. Und ich war dabei. Es war schon genau so, wie der Phaidros erzählt hat.

    • Neppomuck (kein Partner)
      05. Juni 2011 16:28

      Wen interessiert schon, wenn zwei politische Kleingunstgewerbler hier ihren Bassenastreit austragen?

      Gehtz facebuckeln.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      05. Juni 2011 17:18

      @Neppomuck:
      Die Facebook-Empfehlung ist stichhaltig.
      Erstens gibt's dort eh zu wenig Schrebergärtner, und zweitens darf man dort auch im basisdemokratisch entkleideten Zustand verschrumpelte Möhren als "Vision" aus der kargen Erde ziehen.

  4. SOKs (kein Partner)
    05. Juni 2011 10:34

    Hr. Dr. Unterberger wirft ein Hölzerl.
    Ich habe beobachtet, daß, wenn ich ein Hölzerl werf, dann schwimmen zwar alle meine 5 Hunde hin, aber nur 2 wollen das Hölzerl wirklich. Die andern vergnügen sich, mir zu gefallen, und schwimmen mit. Seit 20 Jahren immer das Selbe, mit den Hunden. Ich machs nicht aus Jux, sondern will, daß sie Freude haben. Und kräftig werden oder bleiben. Ich will es eigentlich nur, damit sie fit sind, für die Hunderennen. Wo sie auch immer die ersten 2 Plätze gewinnen. Und es ihnen mit der Zeit fad geworden. Natürlich waren in der Ausbildung andere Tricks zur besten Leistung im Rennsport von mir vorgegeben. Da gab es die Teilnahme an den Schönheitswettbewerben und Kombination. Auch da waren sie mit Abstand vorne. Nun war es mir aber wirklich peinlich, wenn der Hase gezogen wird, und meine führenden Rüden laufen gelangweilt von der Rennbahn und schnuppern in der Wiese. Die Anderen laufen derweilen hinter dem Fell her.
    Ich achtete, daß sie nicht zu eitel werden. Nie und keiner, ausser eine Hündin. Die wurde auch veranlagungsmäßig etwas dicker. Trotzdem war sie bei der Hasenjagd dann die schnellste. Aber nicht die schlaueste. Der Hase duckte sich im Feld weg und sie lief an ihm vorbei. Einer der Rüden schnappte sich den Hasen. Diese Hündin, mit Namen E'Deidra, die viele gscheite und gesunde Kinder hinterliess wurde dick, immer öfter krank und starb schon mit 8, die anderen erreichten das 13. /14. Jahr. (Lt. Aufzeichnungen ist das Höchstalter der Rasse 8-9 Jahre.) Die anderen waren, wurden fit gehalten durch dauerndes Arbeiten mit ihnen, ohne weiter zu Rennen zu gehen. Einfach um schön und schlank und gesund zu sein. Jedenfalls betrugen die Arztrechnungen in 20 Jahren: 640 Euro.
    Ich möchte nicht vom Thema abschweifen, deshalb: hacken hier nicht alle auf die Top-Leistungsträger i. d. Partei od. i.d. Politik? Ich schlage vor, jeder gehe zu seinem zuständigen Abgeordneten und mache ihm die Hölle heiß und unterstütze ihn. Von unten hinauf ändern. Den persönlichen Abgeordneten in die Wadeln beissen. Und Projekte entwickeln, die dann auch selbst forcieren und realisieren. Ich hab gerade seite einem Jahr eines entwickelt und es nun durchgebracht, ein Kultur- und Wertethema f. Jugendliche. Und es kommt in den ... na ja so toll ist es auch nicht. Aber es funktioniert in Österreich, wenn man selbst es anpackt, und Zustände ändern will. Dann habe ich auch alle 5 Monate Zeit, in Diskussionsforen andere zu langweilen.

    • phaidros
      05. Juni 2011 10:40

      Gratulation, das ist der richtige Ansatz!

      Nur: bitte, wer ist »mein zuständiger Abgeordneter«?

      Auch Ihr(e) Projekt(e) würde(n) mich interessieren. Ev. direkt, nicht hier? Danke!

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • SOKs (kein Partner)
      05. Juni 2011 13:36

      Phaidros zur Antwort: ich meinte doch den Ihrer Partei, in Ihrem Wahlkreis.

    • PostScriptum
      05. Juni 2011 17:28

      SOK's keine Ahnung von unserem Wahlrecht? Offensichtlich.

  5. xRatio (kein Partner)
    05. Juni 2011 03:14

    Hoppla.

    Mutiert der gute Dr. Unterberger endlich, endlich vom religionslastigen Semi-Sozialisten zum LIBERALEN???

    Hat er endlich, endlich verstanden, daß "Konservative" nichts weiter als Steigbügelhalter des SOZIALISMUS sind?????

    Zu hoffen wäre es, bevor in Österreich und Europa endgültig die Lichter ausgehen.

    Wäre wirklich an der Zeit!!!!!!!!!!!!!!!!

    Zu hoffen wage ich es trotzdem nicht.

    • SOKs (kein Partner)
      05. Juni 2011 09:54

      Wissen Sie was ich glaube? Dr. Unterberger hats vor Ihnen verstanden.

  6. Undine
    04. Juni 2011 21:32

    "Wie lange kann sich Ö die Leistungsfeindlichkeit noch leisten?" Und wie lange kann sich Ö das damit zusammenhängende Ausbeuten des Sozialnetzes noch leisten? Damit meine ich sowohl unsere Landsleute, vor allem aber diejenigen, die wegen dieses eng geknüpften Sozialnetzes in hellen Scharen zu uns kommen, um in den Genuß dieser Wohltaten zu kommen, d. h. fürs Nichtstun alles geschenkt zu bekommen; drauf läuft's ja hinaus.

    Das Wort ANSTAND scheint aus unserem Vokabular völlig verschwunden zu sein.

    Ich erinnere mich noch gut an den 90. Geburtstag meiner Mutter vor jetzt ziemlich genau 20 Jahren. Natürlich kam der Bürgermeister, um zu gratulieren. Plötzlich kam das Gespräch auf eine finanzielle Beihilfe, die ihr zustünde. Davon wollte meine Mutter aber nichts wissen mit der Begründung, sie beziehe eine Witwenpension und habe damit ihr Auskommen. Sparen hatte sie von Kindheit an gekonnt! Wenn sie Hilfe brauche, könne sie diese bezahlen. Sie würde sich SCHÄMEN, Geld vom Staat anzunehmen, so lange sie noch einigermaßen gehen könne.

    Der Bürgermeister aber ließ nicht locker und leitete gegen ihren Willen die Sache in die Wege. Bis zu ihrem Tod knapp ein Jahr danach hatte sie immer ein schlechtes Gewissen, zusätzliches Geld anzunehmen, obwohl sie ja ohnedies eine Pension bezog.
    Manche werden diese Einstellung dumm finden; für mich ist es "Anstand". Meine Eltern hätten sich nie im Leben bereichert---"so etwas tut man nicht".

    • Celian
      04. Juni 2011 21:53

      Undine: *****!

      Den Anstand hatte man früher noch, aus eigener Kraft sein Leben zu meistern und nicht auf andere angewiesen zu sein.

      Dagegen wird heutzutage als zivilisatorische Leistung verkauft, wenn man mit Kreativität und Einsatz das meiste aus dem Sozialstaat für sich rausholt. Und dafür wird auch noch die Schuld einem anonymen "System" untergeschoben, das die eigene Verkommenheit zuläßt.

      Es ist wirklich ungeheuerlich.

    • libertus
      05. Juni 2011 04:49

      Heute spricht man sogar von "wohlerworbenen Rechten" im Wohlfahrtsstaat das "größte Stück vom Kuchen" für sich zu beanspruchen!

    • Kapuzerer (kein Partner)
      06. Juni 2011 08:14

      Ja, da muss ich Ihnen zustimmen. Heutzutage ist es schon so dass sogar Leute mit Netto-Pension von über € 3.000,00 monatlich sich nicht scheuen Pflegegeld zu beantragen und andere mit weit geringerer Pension und gleichem Gesundheitszustand nicht im Traum daran denken Pflegegeld zu beanspruchen!
      Diese sind allerdings eine verschwindende Minderheit!

  7. perseus
    04. Juni 2011 21:20

    Einige Gründe warum wir in Österreich dem Untergang nahe sind

    • Bewusste und gezielte Zerstörung der Wertebasis durch sozialistische Politik steht am Beginn des Abstiegs
    • Der Staat ist für alles verantwortlich; der Bürger ist unmündig und wird von der Partei versorgt; er beginnt sein Leben bei den Roten Falken und endet im Arbeiter-bestattungsverein „Die Fackel“.
    • Menschen, die für sich und das eigene Fortkommen die Verantwortung übernehmen, werden durch das leistungsfeindliche Steuersystem geschröpft
    • Nach Meinung unserer Politiker entstehen hochwertige Arbeitsplätze nicht durch erfolgreiche Unternehmen sondern durch den Staat. Dieser sorgt für Arbeit, aber nicht zu viel, siehe die sozialistische Theorie vom Arbeitsleid (vermehrter Zeiteinsatz für Arbeit verursacht Arbeitsleid und Freizeitverluste); dieses Gedankengut wird gerade in der ÖBB umgesetzt und kostet das Geld, das für Bildung auszugeben wäre
    • Die Familie als Keimzelle der Gesellschaft wird gezielt demontiert
    • Schwule und lesbische Lebensformen werden mit den normalen gleichgestellt; es wird so getan als wäre das fesch, in und wichtig für die Gesellschaft;
    • Anstatt sich um Eliten zu kümmern, wird nivelliert, so verlassen diese das Land, mit dem Ziel, dort zu arbeiten, wo es sich lohnt und wo Leistung zählt. Statt ihnen wandern Türken aus Ostanatolien und Serben ein.
    • Die Korruption und Bestechung nehmen überhand, sie werden als Kavaliersdelikte gesehen
    • Die Meinung wird von einer Zeitung gemacht, deren Ziel es ist möglichst keine Sätze mit mehr als fünf Worten zu bringen.
    • Der Akademikeranteil unter den Politikern liegt bei 38%.

    Wir sind ungefähr dort, wo die Römer am Ende ihres Imperiums waren; es kommen jetzt aber nicht die Germanen sondern die Chinesen.

    • Undine
      04. Juni 2011 21:56

      @perseus

      Ausgezeichnete Zusammenfassung jener Punkte, an denen unser System krankt!***!

    • M.S.
      04. Juni 2011 22:40

      @ Perseus

      Ja, Österreich schafft sich ab!
      Übrigens haben Sie den Beginn des Lebens des Bürgers etwas zu spät angesetzt. Es beginnt bei den Kinderfreunden.

    • Damian Zoys (kein Partner)
      05. Juni 2011 11:34

      Einige Punkt möchte ich noch hinzufügen:

      * Reformresistenz
      * ewiges Sudern die Anderen seien Schuld
      * Vitamin B

      Seit Jahren wird zB davon gesprochen den Turnus nach dem Medizinstdium abzuschaffen oder zumindest zu verkürzen. Passiert ist natürlich nichts, es gibt schließlich einträgliche Pfründe zu verteidigen! Die Konsequenz ist das fertige Absolventen der Humanmedizin ewig (in Wien bis zu 3 Jahre!) auf Ausbildungsplätze warten anstatt produktiv tätig zu sein und ihre Ausbildungskosten zu amortisieren. Viele Stellen im Klinikbereich werden dann auch durch Vitamin B vergeben, mit zT katastrophalen Ergebnissen! Auch das ist im Grunde nichts als Korruption, denn man wählt die Bewerber nicht nach Befähigung, sondern nach persönlicher Vorteilsnahme aus. Anstatt all diese Probleme zu lösen, führt man dann das jus migrandi ein, d.h. das Studienabsolventen rechtlich in anderen EU-Ländern (hier logischerweise vor allem Deutschland) deren Absolventen gleichgestellt sind. Natürlich packt dann jeder seine Koffer und geht ins Ausland anstatt hier zu warten! Auf diese Art, begründet durch Reformunwillen, Freunderlwirtschaft und Kurzsichtigkeit verliert der österreichische Steuerzahler Unmengen an Geld welches in die (teure!) Medizinerausbildung investiert wurde und qualifizierte Fachkräfte.

      Und dies ist nur ein Beispiel, es ließe sich beliebig fortsetzen!

  8. DerTurm
    04. Juni 2011 20:45

    Nun, gerade die Schweiz ist ein ausgezeichnetes Beispiel.

    Ich hatte im März ein Aha-Erlebnis, als ich mit einem Bekannten zu einem gemeinsamen Geschäftstermin mit der Bahn durch die Schweiz fuhr.

    Nachdem wir zwei Stunden durch viele Ortschaften gefahren waren, in denen sich uns am Vormittag immer das gleiche Bild bot - eher leere Straßen, vergleichsweise wenige Fußgänger (im Gegensatz zur Zeit zwischen 08:30 und 09:00 in Zürich) - fragte er, wo denn all die Leute in der Schweiz wären, und ob die am Aussterben sei.

    Ich antwortete eigentlich im Scherz: No, de wearn hackln sein, damit's a Göd hom, ned so wie bei uns, wo ma fürs Nixtun über 800 Euronen nachgworfn kriagt.

    Nach zwei Tagen weiterer "Beobachtung" und mehreren Gesprächen über dieses Thema mit Schweizer Geschäftspartnern flogen wir mit der Gewissheit heim, dass meine erste Einschätzung alles andere als ein Scherz war...

    • Celian
      04. Juni 2011 21:56

      In ganz Österreich fällt die Arbeitslosigkeit, nur in Wien, wo es tagsüber ab 10:00 nur so wurlt von Langgewandeten steigt und steigt sie. Woran das wohl liegen mag?

  9. Observer
    04. Juni 2011 18:19

    Wo kann ich den Kommentar von AU mit den verdienten 5 Sternen versehen?

  10. Cotopaxi
    04. Juni 2011 18:03

    Der Verfall und Niedergang unseres Staatswesens setzt sich unter den Schwarzen munter fort:

    http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/667691/Mindestgroesse-faellt_FPOe-warnt-vor-Zwergelpolizei?_vl_backlink=/home/index.do

    Es hat doch einen nachvollziehbaren Sinn, wenn man eine Mindestkörpergröße für den Exekutivdienst verlangte.

    • PostScriptum
      04. Juni 2011 18:44

      Genauso wie es Sinn macht, dass nur Männer diesen Job machen. Gegen die natürliche Gewalt eines Mannes kommt eine Frau eben nicht an, so ist das Leben, Männer beklagen sich ja auch nicht dauernd, dass sie nicht schwanger werden können.

      Und dass ein kleiner Pimpf keine Verbrecher in Schach halten kann, ist wohl logisch. Hauptsache die Linke kann wieder ihrer Ideologie frönen.

      Hey Vorschlag: lassen wir einfach jeden alles machen. Lassen wir Fahrräder zur Formel 1 zu, lassen wir Frauen beim Fußball mitspielen, lassen wir Kinder Autos fahren und hey, wieso dürfen eigentlich nicht alle in jedes Haus hineinspazieren? Hat da etwa jemand schreckliche Geheimnisse?

    • PostScriptum
      04. Juni 2011 19:15

      Übrigens interessantes Faktum dazu vom ORF: die größte Hürde sei demnach im Moment der Deutschtest, nur jeder Sechste bestehe ihn. Danke, linke Schulpolitik!

    • Cotopaxi
      04. Juni 2011 20:00

      Übrigens, aufgeworfen hat diese Frage ein Schwarzer, nämlich der Abgeordneten zum NR Dr. Franz-Joseph Huainigg in einer parlamentarischen Anfrage an die Beamtenministerin Heinisch-Hosek betreffend Diskriminierung von Frauen im Aufnahmeverfahren des Polizeidienstes (8035/ABXXIV.GP).

    • PostScriptum
      04. Juni 2011 20:05

      Huainigg gehört zu der inzwischen vorhandenen Übermacht an in schwarzer Wolle gefärbten Sozialisten.

  11. Alexander Renneberg
    04. Juni 2011 17:27

    ein zitat aus den ortnerforum zeigt das dilemma der konservativen:

    "Revolution gibt es bei uns nicht. Erstens ist sie streng verboten, und zweitens müsste man dazu den Rasen betreten. Das ist auch verboten."

  12. Cotopaxi
    • Alexander Renneberg
      04. Juni 2011 16:32

      wo spindi doch gegen den türkenrabauken, diesen botschafter, nichts unternommen hat...
      g`nützt hat das buckeln nichts spindi.....

    • Alexander Renneberg
      04. Juni 2011 17:09

      und werte mitposter, lest mal die kommentare im standard zu diesem thema.

      es ist zum kotzen, sorry.

    • PostScriptum
      04. Juni 2011 17:17

      Zitat:

      "Österreichische WählerInnen können in dem Fall leider kein Veto einlegen, daher Dankeschön an die Türkei!

      JEDE(R) (sic!) aus der Schüssel-Truppe ist unfähig. Sie haben in Ihrem Gastspiel ein kleines Land bei ihren Bemühungen den Ständestaat zu errichten massiv und nachhaltig geschädigt! Die WählerInnen haben dies bemerkt und reagier(t)en mit entsprechendem Wahlverhalten. (Ob das soviel klüger ist, steht auf einem anderen Blatt...)

      Nun, alle der damaligen Protagonisten sind durch Ihre wohlerworbenen Ansprüche und tw. kreativen Zusatzeinkünfte finanziell schön abgesichert, da müssen wir uns keine Sorgen machen: Es ist nicht notwendig, dass die Truppe weiter Schaden, diesmal in Europa anrichtet; P. ist ein Teil dieser Truppe und ich wünsche Ihr daher eine schöne, lange Pension."

      Zitat Ende

      Noja, man kann offensichtlich auch mit einem IQ von 50 in die Tasten hauen.

    • Alexander Renneberg
      04. Juni 2011 17:26

      ab 17.00 nimmer, denn in der anstalt habens kein internet. ;-)

    • Cotopaxi
      04. Juni 2011 17:33

      Es ist erschreckend, wie erbarmungslos und voller Häme im Standard-, aber auch im Presse-Forum, auf P. hingetreten wird.
      Ich kann verstehen, wenn sich Schüssel und seinen Mannen bzw. Frauen kein Regierungsamt mehr antun.

    • Alexander Renneberg
      04. Juni 2011 17:39

      was ich nicht verstehe cotopaxi ist, aus welchem grund die übertoleranten in diesem fall dermaßen hasserfüllt sind.

      diese leut würden einem konservativen, läge er verwundet am boden noch ein paar reintreten, anstelle zu helfen.

      und sie würden sich zusätzlich auch noch moralisch einwandfrei fühlen....

      was rauchen die? wer oder was hat die so werden lassen. woher kommt dieser hass?

    • Cotopaxi
      04. Juni 2011 18:09

      Ich glaube, diese selbsternannten Weltverbesserer sehen sich alle als kleine heilsbringende Revolutionäre, denen alles erlaubt ist, da sie ja die "Guten" sind.

      Mich erinnern sie etwas an die Schlächter der Französischen Revolution und die Säuberungsaktionen nach dem Sieg der Bolschewiken.

    • Alexander Renneberg
      04. Juni 2011 18:29

      die neuen jacobiner also.....

    • PostScriptum
      04. Juni 2011 18:40

      Es ist immer das Gleiche mit diesen linken Hetzideologien. Immer gibt es "die gute Sache", "das größere Wohl", "den besseren Menschen", "die besseren Gesetze".

      Es ist zum Kotzen. Das einzige, was absolute Priorität hat, ist das Glück des Einzelnen und zwar jedes Einzelnen!

      Dass für dieses Glück nur der Einzelne selbst sorgen kann, ist wohl logisch.

    • Gandalf
      04. Juni 2011 19:07

      @Alexander Renneberg:

      - Ad "Standard": Jetzt wird hoffentlich auch bisher naiv - gutgläubigen klar, dass man dieses Mistblatt nur mit Sanitärhandschuhen angreifen kann.

      - Ad Spindelegger: Wenn dem Herrn Aussenminister jetzt nichts besseres einfällt, als von der "Gefahr eines Schattens auf den zwischenstaatlichen Beziehungen..." usw. zu faseln, ist er wahrlich fehl am Platz. Und der Tag rückt näher, an dem die Österreicher die Sache selbst in die Hand nehmen und ungebetene Gäste im hohen Bogen hinausschmeissen. Schade nur, dass darunter auch solche sein werden, die es nicht verdienen.

    • AGLT (kein Partner)
      05. Juni 2011 09:23

      @Renneberg: "was ich nicht verstehe cotopaxi ist, aus welchem grund die übertoleranten in diesem fall dermaßen hasserfüllt sind."

      Der Grund ist nur ein einziger: ÖVP und FPÖ bzw. die Proponenten der damaligen schwarz-blauen Regierung werden derartig hasserfüllt verfolgt, weil sie es waren, die die Sozen vom Futtertrog vertrieben. Dass die Blogger in den Foren ebenfalls hasserfüllt schreiben, zeigt, dass die linke Indoktrinierung erfolgreich war/ist. Inzwischen werden ja für alles, was schief läuft, Schüssel&Co verantwortlich gemacht.

      Wie pervers und verabscheuungswürdig die linken "Österreicher" sind, zeigt das Beispiel Plassnik wieder einmal sehr deutlich: Bevor man sich auf die Seite der Österreicherin schlägt schüttet man über diese Häme und freut sich über das türkische Veto. Widerliches Pack.

      Und die Reaktion des Speichelleckers .... einfach nur mehr zum aus der Haut fahren.

    • cmh (kein Partner)
      05. Juni 2011 18:23

      Widerliches Pack!

  13. Alexander Renneberg
    04. Juni 2011 15:42

    O.T.

    ein posting aus dem ortnerforum.

    sensationell.

    WFI
    4. Juni 2011, 12:20 | #4 Antwort | Zitat
    Die Sicherheit war größer, als unsere Eliten noch von Wachstum und einem eigenen Haus für jeden Arbeiter redeten.
    Und Freiheit? Wir leben seit rund 15 Jahren in der intolerantesten Zeit an die ich mich erinnern kann. Als ich ein kleiner Junge war hat man sich vielleicht über uneheliche Beziehungen oder lange Haare aufgeregt, aber das war eben persönliche Ablehnung. Die Hausbesorgerin hat sich aufgeregt, aber die Gesellschaft hat das toleriert und sogar verteidigt. Die einen sahen es so, die anderen so. Es gab Grüne und es gab Leute, die sie ausgelacht haben. Helmut Schmidt und Günter Grass haben NICHT bestimmt, was jeder tut und denkt. Und wir waren auch nicht “schicksalhaft mit ihnen verbunden”. Das ist einfach nicht wahr.
    Es gab Grundrechte. Meins war meins.
    Heute werden alle Bürger hundert mal am Tag pauschal verdächtigt und beschuldigt – als Männer, als Autofahrer, als “Reiche” (mal bundesweit, mal global gesehen), als Konsumenten, als Raucher. Wir kriegen zu viele Kinder für den Planeten aber zu wenige für die Rente! Nichts kann der blöde Büger mehr richtig machen. Beim Essen, beim Arbeiten, beim Sch…… und wenn man das Licht anmacht – nichts geht mehr ohne seinen Kotau vor der richtigen Gesinnung zu machen. Und wer den unbegrenzten Zugriff auf sein Eigentum ablehnt, der ist schon auf dem halben Weg zum Nazi.
    Wenn es um freie Meinungsäusserung, freies Denken und den Schutz des Eigentumes geht, waren wir schon mal weiter.
    Und das Niederreissen der gesellschaftlichen Normen, von der Familie über christliche Wertvorstellungen bis zur Nation, hat sicherlich mit dem gefühlten Verlust von Sicherheit und Orietierung zu tun. Aber das war das Projekt der Linken. Deren Ziel war die Bildung einer Klientel. Es ist absurd zu sagen, wir hätten das alles für mehr Freiheit eingetauscht.

    • Helmut Oswald
      04. Juni 2011 16:13

      @ Renneberg

      exakt dies deckt sich auch mit meinen Wahrnehmungen. Die Tyrannei der Gegenwart hat kein einzelnes Gesicht - sie trägt die Fratze hunderter und tausender kleiner Denuntianten, deren Gestank den öffentlichen Wahrnehmungsraum wie ein Pesthauch erfüllt ...

    • PostScriptum
      04. Juni 2011 16:22

      Die Denunzianten haben einen Namen: Sozialisten. Sozialisten in allen Medien, die alle ein Publizistikstudium hinter sich haben, das eher an eine rote Akademie in der UdssR erinnert.

      Bitte setzen Sie sich alle einmal in eine Vorlesung dieses Studiums, dann wissen Sie, was es bei den Medien geschlagen hat.

      Aber auch die EU- Sozialisten mit ihrem Regulierungswahn in Namen der Antidiskriminierung, des Antirassismus, der Arbeiterrechte, der Konsumentenrechte und des Bürgerschutzes, in völliger Ahnungslosigkeit der Gründe betreffend, die Europas Wohlstand aufgebaut haben.

    • Alexander Renneberg
      04. Juni 2011 16:26

      mir fällt beim denunzieren als erstes das döw und ein gewisser neugebauer ein....
      aber die liste ist lang....

    • Helmut Oswald
      04. Juni 2011 20:50

      @ phaidros

      Ausschaffung nennt man in der Schweiz die Abschiebung rechtswidrig aufhältiger Personen in ihr Herkunfts- oder das nächstzuständige Schengen-Vertragsland - ich verwende diesen Begriff, weil er nach meinen Erfahrungen innert nützlicher Frist (= für dieSchweizer Staatsbürger) ausreichende Verfahrensgarantien enthält, die österreichische Verfahren offenbar nur nach mehrjährigen Fristen zu gewähren scheinen. Es bleibt Ihnen überlassen, dies Deportationen zu nennen.

    • phaidros
      04. Juni 2011 20:55

      rechtswidrig aufhältiger Personen

      Was gibt's da noch dazu zu sagen?

    • phaidros
      04. Juni 2011 20:59

      (Hier auch, so hätte es aussehen sollen:)

      Abschiebung rechtswidrig aufhältiger Personen

      Was gibt's da noch dazu zu sagen?

  14. PostScriptum
    04. Juni 2011 13:33

    OT Heute ist in der Krone Interessantes zu Grasser zu lesen und wie die linke Medienmafia eine beispiellose Hetzjagd fotsetzt:

    Was dem einen seine EU- Speichlleckerei ist (Gnam meinte damit den Versuch des Kurier, die erhöhte Kriminalität schönzureden: http://kurier.at/nachrichten/3909585.php ), ist den anderen ihr Wettlauf, K.-H. Grasser in U- Haft, vor Gericht bzw. hinter Gitter zu schreiben.

    Pech für die Grasser Jagdgesellschaft, dass sie wieder einen peinlichen Bauchfleck gelandet haben.
    "Format" berichtete nämlich in Vorausmeldungen, dass Grasser im sogenannten BUWOG- Endbericht "schwer belastet" werde und dass sich der Verdacht, Grasser habe gegen Vergaberichtlinien verstoßen, "erhärtet" habe. Das wiederum bezeichnete die Leiterin der Staatsanwaltschaft Wien, Nittel, als nicht nachvollziehbar, es gebe keine großen Verdachtsmomente, und sie wisse nicht, woher das Magazin diesen Vorwurf habe.
    Diese Entlastung Grassers passte den Grasser- Jägern offensichtlich nicht in den Kram- sie schrieben "Format" samt "Grasser unter schwerem Verdacht" und sahen großzügig über das Dementi der Staatsanwältin hinweg bzw. brachten das Dementi "kleingedruckt" unter ferner liefen.

    • PostScriptum
      04. Juni 2011 14:03

      Noch ein OT: In diesem Forum gibt es ja einige, die ständig Gemeindezusammenlegungen das Wort reden, weil wir ja "so viele Instanzen haben".

      Heute habe ich erstmals Zahlen dazu gelesen und sie bestätigen meinen Verdacht. Gemeindezusammenlegungen (übrigens genauso wie die Auflösung der Landesebene) bringen höchstens eine minimale Einsparung. Zwar ist in dem Bericht nur von Kooperationen die Rede, im Endergebnis ist es aber dasselbe.

      800 Millionen Euro würde es bringen, bei voller Ausschöpfung wohlgemerkt:

      http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/667594/Verwaltung_Reformgespraeche-auf-Herbst-vertagt?from=simarchiv

      Also bitte. Bevor wir unseren Staat demontieren, konzentrieren wir uns doch bitte auf Reformen, die politisch richtig und wirtschaftlich sinnvoll sind!

    • simplicissimus
      04. Juni 2011 14:09

      .. und 800 millionen pro jahr is nix?

    • PostScriptum
      04. Juni 2011 14:20

      Hallooo, wir zahlen allein an Schuldenzinsen 8 Milliarden (!!!) pro Jahr. Und Sie wollen die Eigenständigkeit und die Vertrautheit der Bürger mit ihrer Gemeinde für billige 10% des Zinsendienstes opfern? Würden Sie auch all ihre Möbel verkaufen, nur um einen Miniteil an Schulden zurückzahlen zu können?

    • simplicissimus
      04. Juni 2011 22:15

      sg postscriptum, 10% st eine menge geld! darauf kann man in sanierungszeiten nicht verzichten! wer das nicht versteht, versteht wirtschaften nicht. sorry, aber ich habe eine menge saniert ...

    • Alexander Renneberg
      05. Juni 2011 01:12

      phaidros, offenbar haben sie nichtmal soviel verstanden, dass "wir handeln" nicht meine initiative war, und ich mich daher auch nicht zum vorsitzenenden gemacht habe.
      macht ja nichts.
      was sie verstanden haben ist, dass es besser ist die ausführungen von di major g. eins zu eins abzuschreiben, um nicht zu sagen zu klauen. das sind fakten, diese finden sich auf ihrer eher einfach gestrickten homepage die sie offenbar zusammen mit dem "steuerberater" betreiben.

      eh nett, phaidros, jetzt sind sie offenbar alleine zu haus und schlagen wild um sich, betätigen sich hier als forumswächter. vielleicht bringt ihnen ja das den gewünschten erfolg und die aufmerksamkeit nach der sie sich so sehr sehnen.

    • phaidros
      05. Juni 2011 05:58

      Das sind keine Fakten, das sind unverschämte, einmal mehr (was war auch anderes zu erwarten) ehrenrührige Behauptungen eines nicht zum Zuge Gekommenen, dessen Lieblingswörter »retardiert« und »sich gegenseitig ... schaukeln« sind.

      Das Meiste, das es bei "wir handeln" (ganz richtig übrigens, es war nicht Ihre Initiative, Sie haben sich dort nur aufgespielt wie der große Capo) schriftlich gab, kam übrigens ebenfalls von mir. Major G., der auch nach meinem Abgang zu jedem Zeitpunkt detailliert informiert war, hat jedenfalls diesbezüglich niemals irgendwelche Bedenken angemeldet. Von einem schriftlichen Dokument aus seiner Feder ist mir nicht bekannt. Und falls Sie Details interessieren: ich habe die gesamte Webseite von "wir handeln" zum Zeitpunkt meines Weggangs kopiert, wir können das alles chronologisch nachlesen, wenn Sie das möchten.

      Unsere Webseite http://www.biö.at mag einfach gestrickt sein, aber wir versuchen etwas zu tun und begnügen uns nicht damit, anderen aufgeblasen die Ehre anzuschneiden.

      Aber die Frage war nicht, ob ich abgeschrieben habe (was bei Vereinsstatuten obendrein noch irrelevant wäre), die Frage war: wie geht's der von Ihnen geleiteten Initiative "wir handeln" jetzt? Man hört nichts mehr.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Alexander Renneberg
      05. Juni 2011 07:58

      phaidros, wie muss man es ihnen erklären, dass ich diese initiative weder gegründet habe, noch, dass ich sie geleitet habe, damit sie diese fakten auch verstehen?

      langsam lesen wär vielleicht einmal ein anfang.

      über den rest breiten wir lieber den mantel des schweigens, sonst wird`s unendlich peinlich für sie.

    • phaidros
      05. Juni 2011 08:53

      Renneberg, dass Sie nicht gegründet haben weiß ich, ich war selbst bei den Gründern dabei. Deswegen habe ich es auch nicht behauptet.

      Dass Sie nicht geleitet haben wollen (geleitet haben Sie natürlich tatsächlich nichts, nur gelabert) ist allerdings tatsächlich neu (wenn auch nicht überraschend)! Denn es verträgt sich bspw. nicht mit diesem Zitat Renneberg: "Demokratie gibt's nicht, »wir handeln« wird von einer 3er-Gruppe geleitet, und das sind A, B und ich").

      Danach kam nur noch Blabla. Wegen des Blablas bin ich weg gegangen, und nun möchte ich wissen: was ist daraus geworden? Sie wissen ja alles so genau, also müssen Sie zwingend einen fulminanten Erfolg herbei-geführt haben. Wo kann ich den bewundern?

      Aber, schon klar, jetzt wollen Sie natürlich nichts mehr damit zu tun haben... nur, dass jeder der damals Anwesenden weiß, wer hier die Wahrheit spricht und wer sie verdreht. Das genügt mir schon.

      Bei jedem einzelnen, weiteren unprovozierten Seitenhieb Ihrerseits auf die BIÖ werde ich dem Leser neuerlich in kurzen Worten die Vorgeschichte erklären. Ihre Entscheidung.

    • Alexander Renneberg
      05. Juni 2011 10:35

      na bumm phaidros droht.....
      ich weiß garnicht was ich zuerst machen soll. davonlaufen, nackenhaare aufstellen, angst haben, oder doch zuerst angst...

      dass sie damals in ihrer paranoia alles kopiert haben, sie wollten ja sogar alles verschlüsseln was ihnen a) aus mangelnden computerkenntnissen nicht gelungen ist und b) zu großem lacherfolg bei den anderen teilnehmern geführt hat,
      war zu erwarten.

      na und phaidros, das sagt wohl mehr über sie aus als über die damaligen proponenten.

      das wirklich schlimme allerdings ist, dass sie nicht satisfaktionsfähig sind und mich ihre ausführungen nicht besonders belustigen, also können`s nicht einmal als kasperle herhalten.

      wenn´s unbedingt das letzte wort haben wollen phaidros, dann machen`s einfach ein rufzeichen, sinnbefreiter ist das im vergleich zu ihren postings auch nicht.

      p.s. weiteren "enthüllungen" sehe ich mehr als gelassen entgegen.

    • phaidros
      05. Juni 2011 10:52

      Das war weniger Paranoia als mehr meine mangelnden Computerkenntnisse: da ich für die EDV zuständig war meinte ich in meiner tölpelhaftigen Dummheit, ich sollte auch Datensicherungen durchführen.

      Übrigens: aus dem von Ihnen geleiteten "wir handeln" wurde jetzt genau was?

    • musculus (kein Partner)
      05. Juni 2011 11:15

      Ich war damals dabei, phaidros, und bin nicht sehr lang nach dir gegangen. Es war genau, wie du sagst: Renneberg hat große Reden geschwungen und sich in der Rolle des großen Lenkers gefallen, aber passiert ist nichts.

      "Wir handeln" wurde wenige Wochen (oder waren es zwei Monate), nachdem du weg warst, zugemacht. "wir handeln - leider nicht" stand lange Zeit auf der homepage wirhandeln.siteboard.eu. Mittlerweile gibt es sie nicht mehr, ich habe gerade geschaut.

    • phaidros
      05. Juni 2011 18:29

      Na, freut mich, dass wenigstens einer von damals den Anstand hat, auch auszusprechen, was er weiß. Danke, Mauserl. Es halten offenbar eh genug den Mund, weil ein Freunderl keine gute Figur abgibt. Aber immer fest auf die Linke schimpfen! (Keine Sorge, ich werd' keiner - die sind nämlich um nichts besser)

      BG/phaidros.vie@gmail.com

  15. Helmut Oswald
    04. Juni 2011 11:19

    Ach ja, was ich vergaß, ich möchte da ein paar sympathische nützliche Leute einladen, sie zahlen für die doch sicher gerne mit, Phaidros ?

    • phaidros
      04. Juni 2011 11:26

      Gerne nicht, wie kommen Sie darauf. Aber wenn die österreichische Gesetzeslage*) so ist, werde ich wohl aber übel müssen.

      Nochmal: sie sind das Symptom, nicht die Ursache (ist nicht von mir, aber kürzer kann man es nicht sagen). Und Symptome bekämpfen bringt bekanntlich was?

      Richtig: nix.

      Fazit: primitive Impulse unterdrücken, Hirn einschalten (ist gar nicht so selten ein und dasselbe), die echten Ursachen anpacken.

      BG

      *) Gemacht von Österreichern, nicht von Türken.

    • Helmut Oswald
      04. Juni 2011 12:49

      Phaidros, bei Ihnen klingt es, als wären es gottwollte oder naturgesetzliche Grundlagen für diese Entwicklungen. Es handelt sich jedoch um beinharte sozialistische und kommunistische Ideologie, die mit der Zuwanderungspolitik verbunden ist. Die Banalität, das die Gesetzeslage im sogenannten öserreichischen Nationalrat geschaffen wurde ist ohne Neuigkeitswert - es gilt, die Problemlage in aller Schärfe anzusprechen, die Schuldigen (und ich betone Schuldigen) zu benennen sowie diese zur Verantwortung zu ziehen. Ein leichtfüssiges darüber hinweg moderieren ist das, was man in anderen Zusammenhängen Verharmlosung nennt.
      Österreich degeneriert zu einer Sozialbürokratie, die sich gegen die eigene Bevölkerung durch Zuwanderung mit Söldnertruppen verbündet, um ihr Verharren in Faulheit und Verantwortungslosigkeit perpetuieren zu können. Wer ist denn 'der Gesetzgeber' ? Es sind die Parteien, die dabei mitspielen. Also heraus damit - wen werden wir 2013 wählen ? Das ist doch in Wahrheit die Frage, auf die es ankommt. Und werden wir unseren Mitbürgern Beruhigungstabletten verabreichen oder werden wir Ihnen den Ernst ihrer / unserer Lage vor augen führen. Diejenigen, die in Nachbarschaft zu den Neubürgern leben, sind nämlich nur noch in der Lage Ihrer Wut Ausdruck zu verleihen - ein schlechter Ratgeber.
      Es muß doch glaklar gestellt werden, daß auch viele Österreicher keine Integration mehr wollen, sie wollen einfach keinerlei Zuzug mehr und im Gegenteil - sie erwarten Rückschiebung der hereindrängenden raumfremden und kulturell inkompatiblen deprivierten Menschenmassen. DAs ist der Stoff, aus dem Gewalt erwächst, wenn das Problem nicht an der Wurzel gefasst wird.
      Nun, daran mag sich unser Verstand schon erproben.

    • PostScriptum
      04. Juni 2011 12:52

      phaidros Realitätsverweigerung ist auch eine Einstellung, aber keine sehr kluge. Fakt ist, dass die Türken selbst kausal für den status quo sind.

      Ihre peinliche, weil oft von linkslinks gehört, Ausrede, dass es sich um "unsere Gesetze" handele, ändert an dieser Kausalität nichts.

      Die Österreicher wählen seit zwei Jahrzehnten verstärkt die FPÖ, obwohl das Fremdenrecht immer schärfer wurde. Es gibt nur einen Grund dafür: die Österreicher wollen eine 3. Türkenbefreiung.

    • M.S.
      04. Juni 2011 13:14

      @Helmut Oswald

      ***********+!!

    • phaidros
      04. Juni 2011 13:44

      Es handelt sich jedoch um beinharte sozialistische und kommunistische Ideologie, die mit der Zuwanderungspolitik verbunden ist.

      Na bitte, Herr Oswald, geht doch - damit sind wir bei den Ursachen! Und was hat das mit Türken zu tun? »Die Türken« verantwortlich zu machen ist Mumpitz und hat ca. soviel Sinn wie den Briefträger anzubellen, der den Exekutionsbescheid bringt: das Grundproblem ist eine überbordende Sozialgesetzgebung, und nicht Türken, und auch nicht, dass sie da sind.

      Dabei ziehen wir jetzt keine Vergleiche, wann das letzte Mal Volksgruppen für Missstände verantwortlich gemacht wurden, mit denen sie nichts zu tun hatten. Der einfach gestrickte Mensch neigt zu einfach gestrickten Lösungen - die sich leider zu leicht als keine herausstellen!

      Umgekehrt, das geht an PostScriptum, halte ich es nämlich für glatte Realitätsverweigerung zu glauben, man könne österreichische Staatsbürger irgendwie wieder loswerden! Sie verwechseln Ihre eigene Wunschvorstellung mit einer umsetzbaren Realität, das nenne ich Realtitätsverweigerung. Wir schaffen es ja noch nicht einmal, kriminell gewordene Asylbetrüger (was für sich ja schon kriminell ist) abzuschieben. Was wollen Sie da gegen Unbescholtene tun, die sich hier aufhalten, und ganz legal, so wie andere auch, Beihilfen kassieren? Und das zu einem großen Teil mit österreichischem Pass. Lächerlich.

      Wen wir wählen sollen? ICH WEIß ES NICHT! Das ist ja das Dilemma. Aber eins weiß ich: das Wahlvolk muss informierter werden. Denn nur ein informierteres, reiferes Wahlvolk wird bessere Entscheidungen treffen und das Potenzial haben, sich für eine Partei zu entscheiden, die jenseits des Populismus agiert.

      Auch, dass FPÖ gewählt wird ist nämlich richtig (und in einer Demokratie nichts Verwerfliches). Aber ich bin überzeugt davon: wenn die FPÖ ans Ruder kommt, werden sie - außer die Finanzmisere nochmals dramatisch zu vergrößern - rein gar nichts bewirken. Weil sie weder Leute haben noch Konzepte noch irgendetwas, womit sich ein Staat machen ließe. Alles was sie haben, sind primitive Gefühle ansprechende Parolen (und wieder ziehen wir keine Vergleiche). Unter Haider war es ja noch etwas besser, und erinnern Sie sich bitte an die Performance der damaligen FPÖ-Regierungstruppe - wenn man das überhaupt so nennen kann.

      Aus diesen Gründen bemühen wir uns, solide Information zu verbreiten, die wir recherchiert und auf belastbare Grundlagen gestellt haben. Information weit jenseits von »Schuld haben die (bitte einsetzen)«.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Helmut Oswald
      04. Juni 2011 14:08

      Nun zunächst wäre ich einmal recht froh, wenn Sie sich nicht erkühnen würden, die typisch linke Phrase 'wir haben sie gerufen' zu verbreiten - glauben Sie mir, ich kenne keinen, den ich persönlich dazu befragt habe - der mir jemals bestätigt hat, er habe diese Leute gerufen. Sie informieren damit nicht, sie verbreiten Falschbehauptungen - also Desinformation. Und sie arrogieren die Kompetenz, für eine große Gruppe zu sprechen, für die zu sprechen sie niemand legitimiert hat. Schuld im strafgesetzlichen Sinn ist das vorwerfbare Unrecht einer Tat. Im übertragenen Sinn ist Schuld im politischen Sinn nach meinem Verständnis die zurechenbare Verantwortlichkeit für ein Übel. Schuld sind aber auch, nein bitte nicht einsetzen, 'die Südtiroler' wie Phaidros uns jeden x beliebigen glauben machen möchte, daß es so gedacht sei - nein Schuld sind auch jene Türken, die offenbar nicht verstehen wollen oder können, daß Sie hier unerwünscht sind. Wenn Sie Deutsch verstünden, wüssten es übrigens längst alle. Aber ich bin auch überzeugt, sie wissen es ohnehin längst - zumindest wenn ich mich an das Interview des türkischen Botschafters erinnere. Und unerwünscht in meinem Haus aufhältige, werfe ich entweder höchstpersönlich zur Türe hinaus - oder bediene mich erforderlichenfalls dazu amtlicher Hilfe. Für beides wird es mittlerweile hoch an der Zeit.

    • PostScriptum
      04. Juni 2011 14:15

      phaidros nur weil wir etwas "im Moment" nicht schaffen, können Sie nicht auf die Möglichkeiten schließen. Würden Sie stringent so argumentieren, könnten wir auch das Budget niemals sanieren, denn wir schaffen im Moment ja nicht einmal ein Nulldefizit.

      Es geht um rechtliche Möglichkeiten und diese sind für mein Programm sehr wohl vorhanden. So ist nicht nur jeder Staat berechtigt, die Kriterien für eine Staatsbürgerschaft festzulegen, sondern kann auch festlegen, wem die Staatsbürgerschaft wieder zu entziehen ist. Nichtstaatsbürger darf wiederum jedes Land, das sich Souveränität bewahrt (und nicht etwa in einer Sklavenunion aufgegangen ist) jederzeit des Landes verweisen.

      Schade, dass Helmut Oswald die Sozialpolitik ins Spiel brachte. Sie sind ja dankbar auf diesen Zug aufgesprungen. Selbstverständlich würden wahrscheinlich viele Türken das Land sowieso verlassen, wenn es für sie keine Sozialleistungen mehr gibt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Türken selbst schuld daran sind dass sie:

      1) Kein Deutsch können.

      2) Sich nicht integrieren.

      3) Keine Schule und kein Studium abschließen und deshalb

      4) Nicht arbeiten.

      Niemand hindert in diesem Land die Türken an all diesen Maßnahmen und trotzdem tun es die Türken nicht! Und dann kommen Leute wie Sie daher und greifen die dümmliche Argumentation der rotzfrechen Türkendiplomaten auf und faseln von "selbst schuld". Sie sind Österreicher Herrgott nochmal, machen Sie die Augen auf und blicken Sie den Tatsachen ins Auge:

      Die Türken werden sich nie integrieren und sie werden es nie wollen! Entweder weisen wir sie aus, oder die österreichische Wut entlädt sich in Gewalt.

    • phaidros
      04. Juni 2011 14:15

      Auch hier nochmal:

      »Ich sah das Inserat in meiner türkischen Heimatstadt auf dem Gemeindeamt: "Österreich sucht dringend Arbeitskräfte! Wenn Sie sich für einen Arbeitsplatz in Europa interessieren, melden Sie sich bitte innerhalb einer Woche. Das war 1973.«

      (aus: http://www.graf-gutfreund.at/daf/07textwerkstatt/lesen_sabit.pdf )

      Bereits an anderer Stelle zuvor gebachte Antworten zu ignorieren und weiterzuposten wie wenn es sie einfach nicht geben würde, ist etwas mühsam. Im Gespräch in die dritte Person zu wechseln etwas unhöflich. Beides egal. Aber der Gegenseite unbelegt und unbewiesen Verbreitung von Falschinformation zu unterstellen ist einfach nur der Offenbarungseid.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      04. Juni 2011 14:19

      sondern kann auch festlegen, wem die Staatsbürgerschaft wieder zu entziehen ist.

      Ich werde mich gern davon überzeugen lassen.

      Mein Geld werde ich aber jedes Jahr wieder dagegen setzen. Denn wenn solche Regelungen auch die nächsten Jahrzehnte nicht kommen werden, dann gewinne ich wenigstens meine Sicherheitswetten. ;-)

    • Markus Theiner
      04. Juni 2011 14:34

      100% bei Phaidros. Man kann es niemandem vorwerfen die gesetzlichen Möglichkeiten auszuschöpfen. Das ist gerade der Sinn der Zivilisation: Wer mit genug Kreativität und Einsatz unter vorgegebenen Rahmenbedingungen das meiste für sich rausholt, der hat es auch verdient.
      Wenn man am meisten für sich raus holen kann indem man auf Kosten anderer lebt und nichts Substantielles schafft, was letzten Endes alle weiter bringt, dann ist das ein Problem des Systems und dementsprechend muss man auch mit der Lösung am System ansetzen.

      Dass die FPÖ das kann wage ich in der aktuellen Aufstellung zu bezweifeln. Klar, als Ventil für Ärger machen sie sich ganz gut, aber als Reformatoren? Dass die Partei der Kleinen Leute den Sozialstaat drastisch beschneidet halte ich für unwahrscheinlich. Ein paar Änderungen im Fremdenrecht und mehr Sozialleistungen nur für Staatsbürger sind aber jedenfalls viel zu wenig.

    • PostScriptum
      04. Juni 2011 14:53

      Toll, Herr Theiner. So nach dem Motto: ist doch eure Schuld, wenn ihr nicht zum Ballhausplatz geht und die Regierung putscht!

      Wirklich toll, Applaus, Bravo, Zugabe!

    • Helmut Oswald
      04. Juni 2011 16:23

      Nun wenn Sie das Inserat einer Gemeinde gefunden haben, die Türken eingeladen hat hier bei uns Arbeit zu finden, dann frage ich mich, wieso wir nicht dieser Gemeinde die 255.000 Türken schicken, die jetzt alle in Wien niedergelassen sind. Sie meinen also ernsthaft, dieser einzelne Ruf rechtfertige den Zuzug einer Viertelmillion Menschen in unser Land, die sich a) zum allergeringsten Teil in die Leistungsgesellschaft b) zur Gänze in das Sozialsystem c) überhaupt nicht in die authochtone Kultur einbringen ?
      Wenn Verhältnismäßigkeit in ihrem Denken jemals irgendein Rolle gespielt hat, dann haben Sie diese jetzt doch völlig außer acht gelassen ?

    • Markus Theiner
      04. Juni 2011 16:28

      Von Putsch hat keiner geredet. Es gibt verschiedene Wege das System zu ändern. Soweit ich das mitbekommen habe wollen Sie ja auch politische Macht und dann Gesetze ändern - etwa der utopische Plan die nationalen (und internationalen) Bestimmungen zur Staatsbürgerschaft so zu ändern, dass man diverse Neo-Österreicher wieder ausbürgern kann und die Staatsbürgerschaft in Folge weniger frei vergibt.

      Wenn Sie aber selber das System ändern wollen, wieso haben Sie so ein großes Problem damit wenn andere auch Systemänderungen für notwendig halten?
      Oder habe ich Sie doch falsch verstanden und Sie halten unser System und unsere Regierung für perfekt und deswegen jeden Versuch einer Änderung für einen Putsch? Weil ja nur die Türken schuld sind, dass das perfekte System nicht so perfekt funktioniert wie es sollte?
      Würde mich überraschen, nach allem was ich bisher so von Ihnen gelesen habe.

    • phaidros
      04. Juni 2011 16:55

      Herr Oswald, nicht bös sein, bitte, Sie haben die Diskussion vorhin selbst beendet: wenn einmal »argumentiert« wird: »Falschinformation!«, dann stecken wir bereits in der Phase »nein!« - »doch!« - »nein!« - »doch!« - »nein!« - »doch!«. Und die bringt rein gar nichts. Nebenbei glaube nicht, dass da in der ganzen Türkei nur ein einziger Zettel und das nur 1973 aufgehängt wurde.

      Postskriptum, ich würde meine Sicherheitswetten gewinnen und Sie die Erkenntnis, dass juristische und politische Realitäten zwei völlig verschiedene Kategorien sind. Und nicht alles, was juristisch machbar sein könnte, ist auch politisch machbar. Insofern entdecke ich eher an Ihnen Realitätsverweigerung als an mir.

      Herr Theiner, ich freue mich über die Übereinstimmung! Und möchte mich bedanken - nicht für die Meinung, natürlich, die hat man oder auch nicht, sondern dafür, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, sie auch zu artikulieren! Bin auch umgekehrt in dieser Sache im weiteren Verlauf 100%ig bei Ihnen!

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • PostScriptum
      04. Juni 2011 16:59

      Das System lässt aber fast keine Änderungen zu. Sehen Sie sich doch die Realität an. Wenn die FPÖ 2013 stärkste Partei wird, was passiert dann? Die haben doch keine Ahnung von der Welt, sie schreien nur hinaus, was die Bürger denken. Dass dieses Faktum alleine die FPÖ wählbar macht, sagt doch alles.

      Und dann? Dann kommen wieder SPÖVP an die Macht, weil sie sich als staatstragende Parteien gerieren. Wir leben de facto in einer Drei- Parteien- Diktatur.

      Und jetzt kommen die Türken daher und nutzen dieses System aus, gegen das wir uns nicht wehren können. Gehts noch schändlicher?

      Das Ausnutzen des Sozialsystems ist aber nicht das große Problem. phaidros und Sie verlagern damit das Problem nur.

      Das große Problem ist, dass die Türken dieses Land für sich haben wollen. Es ist naiv, zu glauben, dass alle Türken (einige würden das sicher tun) das Land verlassen werden, wenn man doch bloß nur Sozialleistungen streicht. Sie würden rebellieren und das würde wiederum zu einer Eskalation führen.

      Sehen Sie, mein Problem ist nicht, dass das Problem existiert. Denn ich weiß, dass sich dieses Problem der Türken so oder so lösen wird. Es ist nur die Frage, wie es gelöst wird und da ist es mir zehnmal lieber, wir machen einen klaren Schnitt, weisen diese Leute aus und dann ist es vorüber. Die Alternative wären viele blutige Kämpfe, zahlreiche Tote und der Beginn eines Bürgerkriegs. Zwar bin ich der Überzeugung, dass es sowieso zu einem Bürgerkrieg kommen wird; aber was man will und was man meint, das kommen wird, das sind doch zwei verschiedene Dinge.

    • Wertkonservativer
      04. Juni 2011 17:30

      Auch ich bin bei phaidros (gerade in Südtirol angekommen)!
      Die "Rückschiebungs"-Phantasien der Herren Oswald und PS sind meiner Meinung nach weitgehend unrealistisch und nicht exekutierbar (abgesehen von der menschlichen Seite)!
      Viel blaugefärbter Theaterdonner, recht durchsichtig obendrein!

    • Helmut Oswald
      04. Juni 2011 17:45

      @ phaidros

      nun, sie beenden offenbar nach belieben Diskussionen und sprechen von wir, als wären sie mandatiert für die Mehrzahl der Österreicher zu sprechen. Selbstverständlich ist die Behauptung 'wir haben sie gerufen' genau derselbe Unsinn, wie ihn die Sowjets 1968 aufstellten, als Altpräsident Nowotny den Warschauer Pakt gegen den Prager Frühling um brüderliche Hilfe gebeten hat. Einen gibts immer, der ruft, das wissen wir schon. Kühn ist aber das 'wir haben sie gerufen' mit einem aus 1973 stammenden Inserat zu belegen. Geschenkt Phaidros, daß es wahrscheinlich ein paar davon gab. 1973. 2011 ruft niemand mehr nach Türken. Und schon 1973 war es bestimmt nur eine recht kleine Minderheit. 'Wir' haben also nicht gerufen - daß will ich einmal ausdrücklich festhalten und wenn sie es mir nicht glauben, dann fragen 'wir' doch einmal in der Bevölkerung nach. Und wenn es welche gibt, die gerufen haben, dann sollen dieselben jetzt auch gefälligst die Mehrheitsmeinung respektieren und jedenfalls zwischenzeitig für jene, die 'sie' gerufen haben auch aufkommen. Bis zur geordenten Ausschaffung - oder glaubt irgendjemand im ernst, daß die authochtone Bevölkerung hierorts ebreits so degeneriert ist, daß sie eine Landnahme durch rückständige, islamische Asiaten kampflos hinnehmen wird ?

    • Alexander Renneberg
      04. Juni 2011 18:36

      herr oswald,

      die beiden verbliebenen biö mitglieder phaidros und wertekonservativer wollen sich nur gegenseitig die .... schaukeln.
      das ist eh voll super, die realität erkennen beide jedoch nur rudimentär. auch wenn sie darauf gestoßen werden.
      sorry.

    • phaidros
      04. Juni 2011 18:39

      »...sprechen von wir, als wären sie mandatiert für die Mehrzahl der Österreicher zu sprechen.«

      Wahrnehmungsstörungen? Wo, bitte? (Im Gegensatz zu Ihnen übrigens, Herr Oswald, Sie meinen sehr wohl erklären zu dürfen, dass »die Türken hier unerwünscht sind« [14:08]. Aber sei's drum.)

      Damit das nicht so als Schlusswort stehenbleibt, zur Behauptung, die Einladung wäre »Unsinn« (das ist übrigens der Grund, warum jede weitere Diskussion sinnlos ist: Argumente wegwischen, da kann man's nur lassen - oder glauben Sie ernsthaft, ich warte gespannt, damit Sie dann gnädig erklären, ob mein Argument Ihnen auch passt?). Hier also ein drittes Mal.:

      »Ich sah das Inserat in meiner türkischen Heimatstadt auf dem Gemeindeamt: "Österreich sucht dringend Arbeitskräfte! Wenn Sie sich für einen Arbeitsplatz in Europa interessieren, melden Sie sich bitte innerhalb einer Woche. Das war 1973.«

      (aus: http://www.graf-gutfreund.at/daf/07textwerkstatt/lesen_sabit.pdf )

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      04. Juni 2011 18:41

      Oh, der Herr Renneberg! Das ist aber eine nette Überraschung!

      Wie geht's denn der Initiative "wir handeln", Herr Renneberg, bei der Sie sich selnbst zum Vorsitzenden ernannt haben? Sie wissen schon, die ich irgendwann letzten Februar oder März oder so verlassen habe, weil es dort nur Blabla gab?

      Alles klar, Herrschaften?

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Helmut Oswald
      04. Juni 2011 18:44

      @ renneberg

      sie haben Recht. Selbst AU 'Die Geschichte ist erbarmungslos: Sie ist nämlich voll von untergegangenen, verarmten oder marginalisierten Kulturen' - etatistisch bis in die letzte Faser, vermag das Menetekl an der Wand zu lesen. Der Wertkonservative konserviert offenbar lieber die türkischen Werte in Österreich und kennt nur das Leid der Auszuschaffenden - das Leid, das die Armut in österreischen Familien anrichtet, weil wir mittlerweile für Fremde mehr leisten, als für unser eigenes Volk, das vermag das Herzen eines wahren Christenmenschen nicht zu rühren.

    • phaidros
      04. Juni 2011 18:52

      Ehrabschneiderei ist das Allerletzte - und macht im übrigen auch keine falschen Argumente wahr. Jeder halt, wie er kann.

    • Undine
      04. Juni 2011 19:02

      »Ich sah das Inserat in meiner türkischen Heimatstadt auf dem Gemeindeamt: "Österreich sucht dringend Arbeitskräfte! Wenn Sie sich für einen Arbeitsplatz in Europa interessieren, melden Sie sich bitte innerhalb einer Woche. Das war 1973.«

      Jetzt frage ich mich aber schon, was man davon halten soll, wenn vor fast 40 Jahren irgendwo in einem türkischen Nest auf dem Gemeindeamt dieser Aufruf gestanden sein soll. Das kann doch nicht bedeuten, daß dieser Aufruf eine DAUEREINLADUNG für Hunderttausende Türken sein soll, nach Ö zu kommen. Das ist doch bescheuert!

      Es müßte sich doch längst bis ins fernste anatolische Bauernnest herumgesprochen haben, daß die österreichische Bevölkerung GENUG hat von dieser Flut an zum Teil arbeitsunwilligen Analphabeten und ihrer riesigen, teilweise dummdreisten Sippschaft, vom der fremden Kultur und Religion gar nicht erst zu reden. Die verantwortungslosen Politiker, die uns die Misere eingebrockt haben, nämlich den Familienachzug, gehört je 3x lebenslänglich!

      Natürlich sind die türkischen Politiker heilfroh, daß wir und die Deutschen ihnen diese Massen "abnehmen" und z.T. "durchfüttern". Wenn man die Türken in D und in Ö zusammenzählt, sind das MEHR LEUTE als manches kleinere EU-Land als Gesamtbevölkerung vorzuweisen hat!

      Nein, auf diesen fast 40 Jahre alten Aufruf kann sich heute keiner ausreden, kein Türke, aber auch kein Österreicher. Auch in diesem Fall gilt: Die Zeiten ändern sich; der Aufruf ist seit 20 Jahren überholt und ungültig.

      Der FPÖ zu unterstellen, sie würden nur "primitive Gefühle ansprechende Parolen" anwenden, stimmt einfach nicht. Ist es wirklich primitiv, wenn ich das Gefühl äußere, in meiner und meiner Vorfahren angestammten Heimat nicht mehr "daheim" zu sein und völlig wehrlos diesem HEIMATRAUB ausgeliefert bin?

      Und zum Sozialmißbrauch: Es stimmt schon, daß es diese Möglichkeiten zum Ausnutzen des Systems gibt. Aber---Hand aufs Herz!--- auf diese schäbigen Charaktere, die jedes Schlupfloch ausnützen, die mit Nichtstun oft mehr Geld zur Verfügung haben als so manche Österreicher, die ein Leben lang fleißig gearbeitet haben, auf dieses Gesindel (!) können wir gerne verzichten!

    • phaidros
      04. Juni 2011 19:18

      Liebe Undine, bei allem Respekt, um 11:04 schrieb ich die Türken KAMEN auf Einladung, nicht KOMMEN. Es ging um den Ursprung der heutigen Situation. Das wurde aber als Falschinformation und Unsinn bezeichnet. Damit geht aber Ihr Post etwas an meiner Aussage vorbei.

      Und auch die heute kommen, kommen legal ins Land. Wenn wir das nicht wollen, müssen wir die Gesetze ändern. Ganz sicher müssen wir keine primitiven Emotionen schüren, indem wir Stimmung gegen Ausländer machen. Sehen Sie denn nicht, dass dadurch ex post die Aussagen dieses türkischen Botschafters auf Punkt und Komma bestätigt werden!

      Natürlich ist das von Ihnen angesprochene Gefühl nicht primitiv, sondern muss gewürdigt werden.

      Primitiv allerdings ist es, weil wir uns nicht wohl fühlen (und letztendlich geht's bei Gefühlen ums Wohlbefinden), die Deportation von über 200000 Menschen, davon 100000 österreichische Staatsbürger zu verlangen. Über 200000 Menschen, die sich hier - ob uns das passt oder nicht - legal aufhalten. Und darauf würde es ja hinauslaufen.

      Und jetzt, bitte sehen Sie mir das nach, verabschiede ich mich aus dieser Diskussion, aber ich wollte speziell Ihnen gegenüber nicht unhöflich erscheinen, daher noch diese Antwort!

      LG/phaidros.vie@gmail.com

    • Helmut Oswald
      04. Juni 2011 20:52

      @ phaidros

      Ausschaffung nennt man in der Schweiz die Abschiebung rechtswidrig aufhältiger Personen in ihr Herkunfts- oder das nächstzuständige Schengen-Vertragsland - ich verwende diesen Begriff, weil er nach meinen Erfahrungen innert nützlicher Frist (= für die Schweizer Staatsbürger) zugleich ausreichende Verfahrensgarantien (für den Auszuschaffenden) enthält, die österreichische Verfahren offenbar nur nach mehrjährigen Fristen zu gewähren scheinen. Es bleibt Ihnen überlassen, dies Deportationen zu nennen

    • phaidros
      04. Juni 2011 20:56

      Abschiebung rechtswidrig aufhältiger Personen

      Was gibt's da noch dazu zu sagen?

    • phaidros
      04. Juni 2011 20:58

      (So hätte es aussehen sollen:)

      Abschiebung rechtswidrig aufhältiger Personen

      Was gibt's da noch dazu zu sagen?

    • Alexander Renneberg
      05. Juni 2011 01:15

      phaidros, offenbar haben sie nichtmal soviel verstanden, dass "wir handeln" nicht meine initiative war, und ich mich daher auch nicht zum vorsitzenenden gemacht habe.
      macht ja nichts.
      was sie verstanden haben ist, dass es besser ist die ausführungen von di major g. eins zu eins abzuschreiben, um nicht zu sagen zu klauen. das sind fakten, diese finden sich auf ihrer eher einfach gestrickten homepage die sie offenbar zusammen mit dem "steuerberater" betreiben.

      eh nett, phaidros, jetzt sind sie offenbar alleine zu haus und schlagen wild um sich, betätigen sich hier als forumswächter. vielleicht bringt ihnen ja das den gewünschten erfolg und die aufmerksamkeit nach der sie sich so sehr sehnen.

    • xRatio (kein Partner)
      05. Juni 2011 03:38

      @Phaidros,

      Sie wurden hier trotz all Ihrer Raffinessen längst als

      Rot-Nazi

      identifiziert. Danach waren Sie kurzzeitig ein wenig "zahmer".
      Jetzt geht es schon wieder los.

      Also wiederhole ich meinen Appell, Sie endlich zu sperren:

      Schnauze, Nazi!!

    • xRatio (kein Partner)
      05. Juni 2011 04:48

      Werter Postscriptum,

      ich kann Ihnen hier wieder mal nur uneingeschränkt zustimmen.

      Danke für Ihren Einsatz!

      @Markus Theiner, Ihnen hätte ich mehr Grips zugetraut.
      So kann man ich irren. :-( :-(

    • phaidros
      05. Juni 2011 06:08

      xRatio, ich suche noch: sollte ich ein Argument in Ihrem was-immer-es-sein-soll entdecke, werde ich vielleicht antworten.

      @Renneberg (auch hier nochmal):

      Das sind keine Fakten, das sind unverschämte, einmal mehr (was war auch anderes zu erwarten) ehrenrührige Behauptungen eines nicht zum Zuge Gekommenen, dessen Lieblingswörter »retardiert« und »sich gegenseitig ... schaukeln« sind.

      Das Meiste, das es bei "wir handeln" (ganz richtig übrigens, es war nicht Ihre Initiative, Sie haben sich dort nur aufgespielt wie der große Capo) schriftlich gab, kam übrigens ebenfalls von mir. Major G., der auch nach meinem Abgang zu jedem Zeitpunkt detailliert informiert war, hat jedenfalls diesbezüglich niemals irgendwelche Bedenken angemeldet. Von einem schriftlichen Dokument aus seiner Feder ist mir nicht bekannt. Und falls Sie Details interessieren: ich habe die gesamte Webseite von "wir handeln" zum Zeitpunkt meines Weggangs kopiert, wir können das alles chronologisch nachlesen, wenn Sie das möchten.

      Unsere Webseite http://www.biö.at mag einfach gestrickt sein, aber wir versuchen etwas zu tun und begnügen uns nicht damit, anderen aufgeblasen die Ehre abzuschneiden.

      Aber die Frage war nicht, ob ich abgeschrieben habe (was bei Vereinsstatuten obendrein noch irrelevant wäre), die Frage war: wie geht's der von Ihnen geleiteten Initiative "wir handeln" jetzt? Man hört nichts mehr.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Wertkonservativer
      05. Juni 2011 07:03

      @ H.Oswald:

      Da haben Sie mich wohl falscdh verstanden!
      Ich will weder türkische Werte hier in Österreich konservieren, noch menschenrechtlich einwandfreie Bestrebungen schlechtmachen, in unserem Lande nicht zuviel Überfremdung zuzulassen.

      Was mir auf die Nerven geht, ist diese pseudo-revolutionäre Attitüde, derer Sie , PS und andere sich hier befleissigen. Da wird losschwadroniert, so getan, als ob über Nacht gültige Gesetze (von wem?) außer Kraft gesetzt werden könnten, lauter unrealistische Schreibtisch-Blasen, die platzen, wenn man nur leicht daran anstösst!

      Also lassen Sie bitte auch andere Meinungen gelten, ohne diese gleich als lächerlich abzuurteilen.
      Wir können die Türken österreichischer Staatsbürgerschaft nicht mehr "ausschaffen", das werden doch wohl so kluge Leute, wie Ihr alle seid, doch irgendwie verstehen, oder?

    • Helmut Oswald
      05. Juni 2011 09:44

      @ wertkonservativer

      was bringt sie dazu, zu behaupten, ich wollte österreichische Staatsbürger ausschaffen ?

    • Maybach (kein Partner)
      05. Juni 2011 15:19

      @phaidros 6:08
      Es ist erfreulich, in diesem merkwürdigen Club von Hasspredigern aller Couleurs rationale und unemotionale Argumente zu finden. Dazu gratuliere ich Ihnen und Ihren wenigen Gleichgesinnten. Allerdings fürchte ich, dass es sich hier um eine Arbeit am Verdorbenen handelt, wie Lao-Tse sagt. Liberale und demokratische Gesinnungen werden Sie hier nicht oft finden, sondern nur blinde Abneigung gegen alles was anders ist und "uns" was wegnimmt. Leider wird hier bei aller berechtigten Kritik am "linken" Gesellschaftstrend übersehen, dass auch derlei verbitterte konservativ/katholische Positionen nichts Positives zur Lösung unserer Zukunftsfragen beitragen werden.
      In diesem Sinne alles Gute und lassen Sie mich hinzufügen, dass Sie einer der wenigen gründe sind, hier noch ab und zu reinzuschaun.

    • phaidros
      05. Juni 2011 18:25

      Danke, Maybach, das liest man doch gerne! BG

  16. simplicissimus
    04. Juni 2011 10:45

    was sind linke eigentlich?
    sadomasochisten.
    sadisten andersdenkenden gegenüber und masochisten, da sie ständig sich selbst schädigende neue ideologievarianten erfinden.
    die intelligenten und egoistischen unter ihnen haben das erkannt und sich dem schmarotzertum zugewendet, indem sie rechte verurteilen, aber für sich arbeiten lassen, um dann genüsslich umzuverteilen.
    warum bin ich so blöd und kein linker?

    • Alexander Renneberg
      04. Juni 2011 11:18

      das denk ich mir auch oft. was machen die wenn alles umverteilt ist? wenn alles geregelt und verboten ist?

    • simplicissimus
      04. Juni 2011 11:27

      sie werden wendehälse, privatisieren und kaufen staatsindustrien billig auf und bleiben als retter an der macht.

    • Alexander Renneberg
      04. Juni 2011 14:17

      Das dauert minestens zwei generationen. Bissl lngfristigbgedacht. Das traue ich denen nicht zu.

  17. Celian
    04. Juni 2011 09:39

    Stimmt schon, der Leistungsgedanke ist Ursache unseres Wohlstandes. Aber woher rührt er?

    Er ist die letzte Konsequenz aus der Überlegung der österreichischen Bevölkerung, sich heute anzustrengen, um es in der Zukunft besser zu haben. Wir denken nicht von einem Tag auf den anderen, also etwa woher wir heute die Butter aufs Brot nehmen, sondern wir denken weit darüber hinaus. Diese Langfristigkeit in der Lebensplanung, ein Ziel vor Augen zu haben, ist eine zivilisatorische Leistung, die nicht jedem Volk zu eigen ist. Sie macht den Unterschied zwischen den Völkern, der so groß ist, daß aus dem Armenhaus Europas nach 1945 wieder eines wohlhabendsten Länder der Welt werden konnte.

    Jene Politiker aber, die sich mit allerlei wundersamen Verheißungen von einem anstrengungslosen Einkommen hervortun, machen sich der bewußten Zerstörung der Zivilisation schuldig. Sie sind schuldig, die Menschen mit ihren falschen Versprechungen vom Pfad der Tugend gelockt zu haben. Kurfristigkeit statt Langfristigkeit ist wichtig, jetzt das Vergnügen, später die Schulden, Sofortgewinn beim Spiel statt Leistungsprämie bei der Arbeit. Die seit Jahrzehnten betriebene Gehirnwäsche fruchtet langsam. Ein Plan, den alle jene freudig aufnehmen, die gar nie die zivilisatorischen Leiter erklommen haben. Und so dürfen wir uns nicht wundern, daß Schmarotzer aus allen Herren Ländern, aus manchen mehr aus machen weniger, angelockt werden und sich auf dem Marsch in unsere Sozialsysteme befinden. Wenn sie sich nicht schon längst dort eingenistet haben.

    • simplicissimus
      04. Juni 2011 10:40

      celian: aus dem herzen gesprochen. ich erlebe diesen zivilisatorischen unterschied tagtäglich. nur leider tun wir alles, unsere stärken zu untergraben.

    • M.S.
      04. Juni 2011 13:10

      @Celian

      Hat es da nicht so einen flotten Werbespruch gegeben, so ähnlich wie: "Jetzt kaufen, zahlen später ?". Der wäre ja symptomatisch für Hedonismus und Leichtsinn, die sich seit einigen Jahrzehnten in unserer Wohlstandsgesellschaft -gefördert von nach Stimmen gierenden, verantwortungslosen Politikern - progressiv entwickelt haben.

    • Celian
      04. Juni 2011 17:23

      simplicissimus, M.S.,

      noch nie waren wir den Versuchungen eines so üppigen Warenangebots ausgesetzt wie heute. Der heutigen Generation den Wandel zur Schnelllebigkeit durch Soforterfüllung im Kauf- oder Sexrausch in die Schuhe zu schieben, wäre zu kurz gegriffen. Was hätten wohl unsere Altvorderen getan, hätten sie die Möglichkeit von der Pille danach oder gar Abtreibung auf Krankenschein gehabt? Oder von Pump ohne Rückzahlverpflichtung. Jedenfalls nicht in diesem Leben, wie es dieser Staat seit Jahrzehnten praktiziert. Der Sozialismus ist eine um sich greifende Krankheit, die die Gehirne verseucht. Ihn wie EHEC zu isolieren und ein Gegenmittel zu injizieren, hat bisher noch keiner geschafft. Der Sozialismus hat die zivilisatorische Weiterentwicklung gestoppt und den Umkehrschub eingelegt.

  18. KR Ing. W. Maurer
    04. Juni 2011 09:22

    traurig aber wahr
    Unser Land hat sich gemeinsam mit den politischen Parteien von der Leistungsgesellschaft zur Wohlfahrtsgesellschaft degeneriert. So auch die einstige Wirtschaftspartei, die Volkspartei. Der Durchschnittsösterreicher ist im Laufe der Jahre zum Sozial- und Transferjunkie geworden, den es mit immer höheren Dosen ruhigzustellen gilt. Konventionell denkende Menchen wissen, dass dieser Weg für den Abhängigen wie für seine Umwelt in die Katastrophe führt. Es hilft hier nur ein konsequenter Entzug. Doch dies dem Wähler in seinem Dusel klarzumachen fehlt jedem Politiker der Mut. Auch in der Volkspartei. Und will sie wieder die Partei der Leistungsträger werden, müssen den Worten Taten folgen.

  19. Anton Volpini
    04. Juni 2011 06:35

    Unlängst hat ein bekennender Türke im ORF 1 in tatellosem Deutsch erklärt, die hier lebenden Türken wollen am Wohlstand der Österreicher teilhaben.
    Keiner der interviewenden Journalisten hat die Frage gestell, ob sie auch durch Arbeit dazu etwas beitragen wollen!

    • phaidros
      04. Juni 2011 08:32

      Haben nicht sogar Sie das einmal festgestellt, oder verwechsle ich Sie da: die Türken sind nicht das Problem, sie sind das Symptom. Warum also dieser Schwenk?

      Die Türken kommen größtenteils legal her (bzw. sind gekommen), bringen legal Kinder zur Welt, beziehen legal Beihilfen. Was also könnte man ihnen vorwerfen? Unsere Gesetzte? Die haben sie nicht gemacht, sie nutzen sie nur aus. Das ist »legitim«, im wahrsten Sinne des Wortes.

      Beihilfemissbrauch, wenn etwa Unterstützungen für Kinder bezogen werden, die hier gar nicht leben, sind freilich eine ganz andere, kriminelle, Kategorie und gehören vehement abgestellt.

    • Undine
      04. Juni 2011 09:16

      @Anton Volpini

      Der gute Mann hat wohl stellvertretend für das Gros seiner Landsleute gesprochen, wie man unschwer am Verhalten vieler erkennen kann.

      Daß keiner der Journalisten die Frage gestellt hat, kann man einerseits als Zustimmung deuten, andrerseits als "Selbstschutz", denn welcher österreichische= feige Journalist begibt sich schon gerne durch heikle Fragen in Teufels Küche!

    • phaidros
      04. Juni 2011 10:33

      Also, offen gesagt würde ich die Frage auch nicht bringen: es liegt auf der Hand, das die Antwort kommt: »Na, selbstverständlich. Wie kommen Sie denn darauf, dass wir das nicht täten?«

      Und schon ist der Fragesteller in der Defensive, denn offizielle Statistiken, auf die er sich berufen könnte, gibt es so gut wie keine. Und als nächstes wird er gefragt, wo er denn meint, dass man in der Nahversorgung 7 Tage die Woche 16h am Tag oder länger einkaufen kann, wenn nicht beim Türken ums Eck? Der als Familienbetrieb geführt wird, und und und. Da kommt man nicht mehr heraus.

      Nebenbei, jetzt mal abgesehen von Entwicklungshelfern: will nicht jeder Migrant an irgendetwas Erstrebenswertem des gewählten Ziellandes teilhaben? Das ist doch legitim, was ist denn dagegen einzuwenden?

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • brechstange
      04. Juni 2011 10:46

      @phaidros

      Na ja, wir Österreicher können wenigstens mit gutem Gewissen sagen, wir leben von der Substanz, die unsere Vorfahren aufgebaut haben, ein Türke, der zugewandert ist und von Beihilfen lebt, sollte das nicht dürfen. Ein kleiner Wermutstropfen in Ihrer Argumentation.

      Trotzalledem ist es sehr schade, dass wir unseren Nachfahren nicht vermitteln konnten, worauf es im Leben ankommt. Die Einstellung "Sie sollten es besser haben als wir." war im nachhinein betrachtet, falsch.

    • phaidros
      04. Juni 2011 11:04

      Die Türken kamen auf unsere Einladung (und werden übrigens gegen Ihr Argument ins Treffen führen, dass sie am Aufbau ihren Anteil mitgetragen haben), sie beziehen Beihilfen nach unseren Gesetzen (oder auch nicht, schließlich dürfen wir auch nicht im Raum stehen lassen, dass alle Türken nur von Beihilfen leben). Sie kriegen mehr Kinder als wir, was auch nicht illegal ist, was genau werfen wir ihnen also vor? (Auch hier: illegaler Beihilfenbezug ist natürlich kriminell und gehört vehement verfolgt und abgestraft!)

      Anders gesagt: der Türke der herzog und nicht von Beihilfen lebt, der hat durchaus etwas vorzubringen. Aber die Frage, um die es eingangs ging, richtet sich auch gegen den. Ich schmecke den Wermutstopfen in meiner Argumentation also offen gesagt nicht: der Fragesteller wäre in null komma nichts bloßgestellt.

      Ob es mir nebenbei ein gutes Gewissen machen kann, »nur« von einer Substanz zu leben, die meine Vorfahren aufgebaut haben, wäre auch eine andere Diskussion. Einzig, was man selbst vorzuweisen hat, sollte zählen, finde ich.

      LG

    • Helmut Oswald
      04. Juni 2011 11:17

      Bitte alle aufzeigen, die einen Türken eingeladen haben, zu kommen.
      Ich war 's nicht.

    • Helmut Oswald
      04. Juni 2011 11:21

      Ach ja, was ich vergaß, ich möchte da ein paar sympathische nützliche Leute einladen, sie zahlen für die doch sicher gerne mit, Phaidros ? Vorsichtshalber sag ich hnen jetzt, sind die schon da, ihre Antwort brauchen Sie gar nicht erst zu geben. Und jetzt her mit der Kohle ...

    • phaidros
      04. Juni 2011 11:28

      Herr Oswald: Antwort oben.

    • phaidros
      04. Juni 2011 11:37

      Und zum Thema »Einladung«:

      »Ich sah das Inserat in meiner türkischen Heimatstadt auf dem Gemeindeamt: "Österreich sucht dringend Arbeitskräfte! Wenn Sie sich für einen Arbeitsplatz in Europa interessieren, melden Sie sich bitte innerhalb einer Woche. Das war 1973.«

      (aus: http://www.graf-gutfreund.at/daf/07textwerkstatt/lesen_sabit.pdf )

    • phaidros
      04. Juni 2011 11:38

      sorry, kursiv vergessen.

    • brechstange
      04. Juni 2011 12:48

      @phaidros

      Bereits 1973 begannen wir auf Kosten der Substanz zu leben, bitte nicht vergessen. Das war der Beginn, nun wird das Fass halt übervoll.

      Natürlich befürworte ich das von Substanz leben nicht. Jeder hat seine Aufgabe, die er bestmöglich mit seinen Talenten erfüllen sollte. Am Wohlstand teilzuhaben ohne etwas einzubringen, ist verwerflich egal ob Türke oder Österreicher. Doch das Argument die Türken hätten Österreich aufgebaut, ist doch etwas zu weit hergeholt.

    • phaidros
      04. Juni 2011 13:54

      Liebe brechstange, bitte genau lesen: »..., dass sie am Aufbau ihren Anteil mitgetragen haben«, nicht: »Österreich aufgebaut«, das ist schon ein Unterschied.

      Nebenbei: ich habe es nicht als mein Argument gebracht, sondern gesagt, das würde Ihnen entgegen gehalten.

      LG/phaidros.vie@gmail.com

    • Anton Volpini
      04. Juni 2011 16:03

      Verzeihen Sie meine Unhöflichkeit phaidros, daß ich Ihnen bis jetzt nicht geantwortet habe, aber ich war dazwischen in Maishofen/Pinzgau bei einem Kunden.
      Was den Schwenk betrifft, da müssen Sie mich mit jemand anderem verwechseln! Ich hab hier noch nie zu einer Ausländerdiskussion Stellung genommen.
      Daß es sich jetzt in meinem Beitrag um einen Türken handelt, ist eher nebensächlich, es hätte genausogut ein Araber sein können. Der Kernpunkt ist die Feststellung, man wolle an unserem Wohlstand teilhaben. So als ob wir irgend ein System erfunden hätten, einen sich selbst fütternden Wohlstandsgenerator. Schlaraffia, wo Milch und Honig fließt. Daß dafür gearbeitet werden muß, wurde in dem Beitrag völlig ausgeklammert.

      Und phaidros, ich bin jetzt schon wieder unhöflich! Ich gehe jetzt auf die Alm Brennholzschneiden und bin out of internet!

    • Anton Volpini
      04. Juni 2011 16:08

      @Undine

      Arbeit wurde gänzlich ausgeklammert in diesem Beitrag. Das hat mich erinnert an die noble Blässe vor mehr als 100 Jahren, als braunsein im Sommer als unfein galt. Der Unterschied ist nur, unsere Vorfahren haben diesen Unsinn selbst ausgebadet, heute zahlen wir für die, die gar nichts zu unserem Gemeinwesen beitragen.

    • phaidros
      04. Juni 2011 17:49

      Dann war's vielleicht der Herr Maierhofer. Ist ja auch nebensächlich. Viel Spaß auf der Alm - BG

  20. simplicissimus
    04. Juni 2011 02:16

    zu diesem thema ausnahmsweise ein zitat:

    "wohlstand kann man nicht durch entmutigung zu sparen erzielen. man kann die schwachen nicht durch schwächung der starken stärken. man kann dem lohnempfänger nicht durch untergrabung des lohnzahlers helfen. man kann brüderlichkeit nicht durch unterstützung von klassenhass fördern. man kann armen nicht durch zerstörung der reichen helfen. man kann probleme nicht dadurch vermeiden, daß man mehr ausgibt, als einnimmt. man kann nicht charakter und mut entwickeln indem man menschen ihre initiative und unabhängigkeit nimmt. man kann menschen nicht dauerhaft helfen, indem man für sie tut was sie selbst für sich tun könnten und sollten."

    abraham lincoln 1865.

    soviel zum thema leistung. für das thema freiheit des indivuduums hat sich dieser mann bekanntlicherweise ja noch mehr eingesetzt.

    • durga
      04. Juni 2011 18:39

      Danke für das Zitat.

      Ein anderer, bemerkenswerter und auch auf unser Land passender Satz von Lincoln:

      "If this country is ever demoralized, it will come from trying to live without work."

  21. libertus
    04. Juni 2011 01:25

    Einer der besten "Tagebuch"-Eintragungen, dem nicht mehr viel hinzuzufügen ist, außer:
    Immer dort wo der Staat und dessen Führung satt und korrupt wurde, das Volk faul und bequem, war diese Kultur dem Untergang geweiht!

    Wir hatten unsere Hochblüte bis zu den obenerwähnten Zuständen und nach uns sind eben andere Kulturen dran, welche noch ihrer Blüte zustreben.

    Diese Entwicklung werden auch noch so allumfassende, überlange Pamphlets nicht aufhalten - sie können im besten Fall verzögern, was allerdings das derzeitige Chaos nur verlängert.

    Ist das der Zweck der Übung?

    • contra
      04. Juni 2011 01:40

      Zustimmung - die Frage ist nur: wird es nach ein paar tausend Jahren eine "Renaissance" unserer Kultur geben, so wie es eventuell die Chinesen und erleben oder werden wir endgültig von der Landkarte verschwinden wie Inkas, Mayas bzw. Azteken und zwar nicht durch Ausrottung, sondern durch Einwanderung und Umvolkung. Oje, habe ich mich da jetzt politisch unkorrekt ausgedrückt?
      Angesichts des Unterganges wohl auch schon egal!

    • contra
      04. Juni 2011 01:42

      Ein "und" streiche ich im ersten Satz! ;-)

    • PostScriptum
      04. Juni 2011 02:00

      Manche können ihre Behauptungen argumentieren und begründen. Manche vermuten einfach ins Blaue hinein und haben nicht den blassesten Schimmer, wovon sie reden.

    • Undine
      04. Juni 2011 08:45

      @libertus

      @contra

      Aber eines wird uns von allen untergegangenen Völkern und Kulturen vor uns unterscheiden: Wir werden wenigstens POLITISCH KORREKT UNTERGEHEN! :-)

      Nun aber Spaß beiseite: Mich erinnert die POLITICAL CORRECTNESS irgendwie an ein KORSETT, das immer fester und noch fester geschnürt wird, bis man keine Luft mehr zum Atmen hat.

    • simplicissimus
      04. Juni 2011 10:36

      liebe undine: wenn es schon unvermeidbar ist, dann nehme ich mir vor wenigstens politisch uncorrect unterzugehen.

    • Undine
      04. Juni 2011 13:55

      @simplicissimus

      Ich werde es auch halten wie Sie! Werde ich wohl auch müssen, denn ich werd's nie lernen, das politisch Korrektsein! :-)

    • lässing
      04. Juni 2011 15:37

      ich glaube, der Jungpolitiker verarscht wirklich sein Publikum mit bla bla postings und diskutiert dann dieses bla, bla mit sich selbst. Irgendwie genial !
      Was soll bitte der Satz:
      "Diese Entwicklung werden auch noch so allumfassende, überlange Pamphlets nicht aufhalten - sie können im besten Fall verzögern, was allerdings das derzeitige Chaos nur verlängert"

    • Eva
      04. Juni 2011 19:25

      @lässing

      Außer STÄNKERN können Sie gar nichts? Sie sollten doch einmal zeigen, was Sie drauf haben!

    • kaffka (kein Partner)
      06. Juni 2011 20:09

      @ PS

      Und ist jetzt PS einer der nur ins Blaue argumentiert, oder einer der seine Behauptungen auch begründet?

    • kaffka (kein Partner)
      06. Juni 2011 20:41

      @PS

      Was zum Teufel hat das lange Herumreden um Atomkraft mit der fehlenden Leistungsbereitschaft zu tun?
      Nur Schwatzhaftigkeit?

      Muss eigentlich jeder A.U -Artikel in Nebensächlichkeiten zerredet werden?

  22. PostScriptum
    04. Juni 2011 00:51

    Hervorragender Artikel, Herr Dr.! Auf Grund der Tatsache, dass dieser Kommentar von mir perfekt hierher passt, erlaube ich mir, ihn hier zu wiederholen:

    Die Größe Europas

    In diesem Thread geht es um Atomkraft. Es scheint aber geboten, darauf einzugehen, was Europa groß gemacht hat, was Europa ausmacht und auf darauf aufbauend, welche Schritte für eine erfolgreiche Zukunft gesetzt werden müssen. Es soll hier auch nicht darauf eingegangen werden, wie sehr das aktuelle fiat- money et fractional reserve banking- System unsere Gesellschaft unterminiert, schädigt und uns bittere Zeiten bringen wird, wieder einmal nach den zwei Weltkriegen.
    Vielmehr ist im Konnex mit dem Thema Atomkraft eine Analyse der strukturellen Gegebenheiten und deren Defizite im Bereich Wirtschaft, Gesellschaft und Recht in Europa angebracht, da die Frage der Energieversorgung unmittelbar Einfluss auf diese drei Elemente ausübt. Begründet werden kann diese Ansicht vor allem mit dem Bedarf der Industrie an einer energietechnisch nachhaltigen und sicheren Umgebung, um langfristige Investitionen planen und setzen zu können.
    Doch bietet diese Analyse auch Gelegenheit, andere wesentliche Faktoren, die essentiell für diese drei Bereiche sind, näher zu beleuchten und dabei vor allem darauf einzugehen, wie diese Faktoren entstanden, sich entwickelten und als Maßstab für aktuelle und zukünftige politische Entscheidungen dienen sollten.

    Die aufstrebenden BRIC- Staaten und Japan
    Wer erinnert sich nicht? In den 80er Jahren galt Japan in allen wirtschaftlichen und technischen Belangen als das überlegene Land. Die Japaner kauften im Eiltempo Prunkstücke in den USA auf, gerierten sich als neue Wirtschaftsweltmacht, japanische Produkte galten als zuverlässig, als billig und doch technisch ausgereift. Wie kam es dazu? Dieser Frage nachzugehen ist insofern sinnvoll, als dass die BRIC- Staaten in ihrer Entwicklung und neuen Stellung als Wirtschaftskraft sehr viele Parallelen zur Entwicklung Japans aufweisen.
    Begonnen hat es mit der Meiji- Restauration 1868 und der Öffnung Japans gegenüber den USA. Die Japaner waren nicht mehr isoliert, sie importierten und exportierten weitaus mehr, bauten vor allem ihre militärische Macht sehr stark aus, in dem sie Kenntnisse aus Europa umsetzten und nutzten dies, um ihre geographische Situation zu verbessern. Die russisch- japanische, bzw. die japanisch- chinesischen Kriege waren die Folge.
    Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte die Wirtschaft, die nun begann, westliche Produkte zu kopieren und zu verbessern. Durch die sehr niedrigen Löhne war Japan äußerst konkurrenzfähig, sodass die technisch westlichen Standards entsprechenden Produkte weitaus billiger verkauft werden konnten.
    Kommt uns das alles nicht sehr bekannt vor? Richtig. Auch China verdankt den gleichen Umständen seinen Aufstieg. Die niedrigen chinesischen Löhne sorgen für Wettbewerbsfähigkeit, gleichzeitig stehlen und kopieren die Chinesen westliche Technologie und beginnen damit eigenständige Produkte zu produzieren.

    Man könnte Japan und China getrost als Mimikry- Nationen bezeichnen. Beide Länder kopierten westliche Standards nicht nur beim Militärwesen, sondern vor allem auch in der Wirtschaft, zum Teil auch im Recht.

    Weltweit gelten diverse Statistiken als Maßstab für eine erfolgreiche Nation. Die Akademikerquote tut sich hier besonders hervor. Aber auch BIP oder demographische Zahlen wie Neugeborene gelten schlechthin als Alpha und Omega, nicht zu reden von Inflation und tausende von Quoten, die zu erfüllen als das Höchste der Gefühle gelten. Es ist daher absolut kein Wunder, dass die BRIC- Staaten nicht nur als wirtschaftliche sondern auch politische Großmächte der Zukunft gelten. Demnach werden also zukünftig Nationen auf der Erde das Sagen haben, die:

    a) Sehr viele Einwohner haben die
    b) Ein sehr großes Territorium bewohnen
    c) Ein großes BIP aufweisen, das steigt und
    d) Hohe Akademikerquoten erzielen

    Die Argumentation der Befürworter einer Europäischen Union zeigt, dass dies zutrifft. Demnach „gibt es gar keine Alternative zu einer großen, starken Union“, da Europa „sonst an politischem und wirtschaftlichem Gewicht in der Welt verliert“, das „mit lauter kleinen, eigenwilligen Nationen nicht mehr haltbar ist“.
    Offenkundig sind sehr viele Damen und Herren der Überzeugung, dass man ein großes Reich wie China, die USA, Indien oder Russland haben muss, um politisch und wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
    Wenn dies nun der Wahrheit entspricht, dann sieht Europas Zukunft wahrhaft düster aus. Europa bekommt nicht mehr genug Kinder, Europas Bildungssysteme produzieren nur noch mittelmäßig bis schlecht ausgebildete Bürger, die Akademikerquoten sind nicht berauschend und jetzt scheint auch noch der Nationalismus wieder die Oberhand zu gewinnen, sodass wieder nur kleine Länder das Sagen haben, deren Gewicht weltpolitisch ins Nichts versinken wird. Außerdem stehen die meisten europäischen Nationen budgetpolitisch mit dem Rücken zur Wand, sodass keine effektiven Maßnahmen mehr gesetzt werden können, um die Zukunft zu gestalten, womit auch die Wirtschaftskraft und das BIP schrumpfen.

    Europas Vergangenheit

    Was nun hat aber Europa groß gemacht? Waren es die vielen Kriege? Die großen Reiche? Zufall? Fehlende Konkurrenz?
    Was die Römer betrifft, ist es nicht schwer. Sie hatten eine militärische Überlegenheit und eroberten einfach ein Territorium nach dem anderen. Sie hatten ein modernes Rechtssystem und auch ein überlegenes politisches System, weshalb die militärische Macht auch so effizient war. Ein Heer ist immer nur dann gut, wenn es geordnete Strukturen und eine klare Hierarchie gibt. Das fängt eben schon bei der Staatsspitze an. Doch das römische Imperium zerbrach, wie wir wissen. Was ging schief? Das hat viele Gründe, aber nichtsdestotrotz hinterließen uns die Römer kostbare Schätze in Form von Rechtssystem, Schrift und Kultur.

    Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage ist wirklich nicht einfach. Es lohnt sich aber, den Aufstieg Europas zu analysieren und zu extrahieren.

    In Europa geschah Einzigartiges. Die antike Philosophie entstand. Diese begann mit den Vorsokratikern und wirkt noch bis in unsere heutige Zeit hinein. Durch die antike Philosophie wurden nicht nur naturwissenschaftliche Meisterleistungen erzielt, sie entwickelte auch ein Verständnis für den Menschen selbst. Seinen Zweck, sein Denken, seine Existenz. Dabei stand der Mensch im Mittelpunkt. So erkannte schon Demokrit:“ Antropos Mikros Kosmos“- „Der Mensch ist eine kleine Welt.“
    Epikur stellte überhaupt das Glück des Einzelnen in den Mittelpunkt, was noch heute völlig missverstanden wird. Epikur meinte auf Horaz aufbauend, dass der Moment, das Leben, unsere Lust uns leiten sollten und nicht, wie viele fälschlich annehmen, dass wir nur materiellem Genuss frönen sollten.
    Die antike Philosophie hatte nicht nur großen Einfluss auf unser Verständnis der Welt, ihre Ausflüsse begegnen uns vor allem in der christlichen Lehre. So haben zentrale Denkweisen der Philosophen ihren Niederschlag in der christlichen Glaubenslehre gefunden, auch durch den Apostel Paulus, der sehr bewandert in Philosophie war.
    Die westlichen Grundsätze wurden geboren. Dass diese Grundsätze aber keine Werte sind, wie oft suggeriert wird, sondern schlicht und einfach dem Wesen des Menschen entsprechen, ist ein Axiom. Alleine deswegen, weil es keinen einzigen Menschen auf dieser Welt gibt, der nicht glücklich sein will. Lediglich der Weg zum Glück gebiert derart viele Unterschiede in den Kulturen und den Denkweisen. Mit anderen Worten: der Weg zum Glück manifestiert sich in den einzelnen Kulturen als Wert.
    Es ist der große Verdienst der antiken Philosophie, die Erkenntnis gewonnen zu haben, dass dieses Glück nur dann erreicht werden kann, wenn diverse Grundsätze, eben erwähnte westliche Grundsätze, konstituiert und bedingungslos eingehalten werden.
    Ich möchte das noch einmal festhalten: die christliche Glaubenslehre basiert auf diesen Grundsätzen. Diese Grundsätze erlaubten den Menschen in Europa, sich individuell zu entwickeln. Zwar gab es Grundherren und damit eine strenge Hierarchie, gab es diverse christliche Rituale, an die man sich halten musste, aber innerhalb dieses Netzes fand das individuelle Leben seinen Raum. Das Ergebnis war das Mittelalter, in dem zahlreiche Gilden auch außerhalb des Adels zu Wohlstand und Reichtum gelangten und letztlich auch selbst zu bedeutenden Persönlichkeiten mit Adelstitel, da der Adel auf die Idee kam, gegen reichlich Geld Titel zu vergeben.
    Weitere Folge war aber auch das Entstehen von Gedankenströmungen, die zu Reformation, Aufklärung und weiteren elementaren gesellschaftlichen Wandlungen führten.

    Dass das individuelle Selbst, nach Demokrit die kleine menschliche Welt eines jeden Einzelnen, der Schlüssel und die Basis europäischer Vormachtstellung war und ist, ist evident. Warum?

    Das individuelle Selbst

    Der Mensch ist ein einzigartiges Wesen, dem von Geburt an unveräußerliche Rechte innewohnen. Nur wenn der Mensch authentisch ist, ist er ein schöpferisches Wesen, dem die unendliche Kraft des ganzen Universums eigen ist. So möchte ich an dieser Stelle einige Worte von Erich Fromm (*Erich Fromm, Psychotherapeut und Sozialwissenschaftler (1900-1980), ist einer der wegweisenden Gestalten der letzten 100 Jahre. Vor allem seine Bücher „Die Kunst des Liebens“ und „Haben oder Sein“ wurden weltberühmt.) aus dem Buch „Authentisch leben“ zitieren:

    Will der Mensch frei sein, so darf er weder sich selbst, noch andere als Mittel benützen, vielmehr müssen beide- wie Kant sagt- Selbstzweck sein. Mittel sind immer Werkzeuge, und wer als Mittel benutzt wird bzw. sich selbst als Mittel benutzt, ist kein frei handelnder Mensch, sondern wird zum Objekt, zum Ding.

    Fromm findet dabei sehr viele kritische Aspekte unseres modernen Lebens (wenn ich anmerken darf, ist hierbei nicht die Marktwirtschaft schuld, sondern die Monetarisierung unseres Lebens durch Zentralbanken und einer Politik, die Geld zum Lebensmittelpunkt oktroyiert):

    Der Utilitarismus unseres politischen oder sonstigen Alltags zielt darauf ab, den Menschen gleichzuschalten, ihn zu einem entfremdeten Wesen, zu einem Ding unter anderen Dingen zu machen und ihn auf ein Werkzeug zu reduzieren. Die utilitaristischen Philosophien gewinnen uns für sich, indem sie unsere Wirklichkeit entstellen. Anstatt zu versuchen zu sein, versuchen wir zu haben, und bei vielen Gelegenheiten besitzt für uns das Haben eine stärkere Realität als unser Sein.

    Fromm führt weiter in seinem Werk aus, wie der Mensch heutzutage unfähig ist, er selbst zu sein. Er sei „von einem tiefen Gefühl der Ohnmacht erfüllt“. Er würde immer nur agieren und reagieren, wie andere es von ihm erwarten, eine „Fassade errichten“. Doch nur die Fähigkeit zum spontanen Tätigsein verwirkliche das Individuum :

    Spontanes Tätigsein ist die freie Aktivität des Selbst im Sinne der lateinischen Wurzel des Wortes „sponte“, was wörtlich so viel bedeutet wie „aus freien Stücken“. Unter Tätigsein bzw. Aktivität verstehen wir nicht, dass jemand „irgendetwas tut“; es handelt sich vielmehr um das kreative Tätigsein, das sowohl im emotionalen als auch im intellektuellen Bereich, sowohl im sinnlichen Bereich als auch in dem des Willens wirkt.

    Wenn der Mensch durch spontanes Tätigsein sein Selbst verwirklicht und auf diese Weise zur Welt in Beziehung tritt, hört er auf, ein isoliertes Atom zu sein, er und die Welt werden Teil eines strukturierten Ganze, er hat seinen ihm zukommenden Platz in der Welt, womit seine Zweifel an sich selbst und am Sinn seines Lebens verschwinden.

    Hier zeigt Fromm auf, dass nur das Authentische, das spontane Tätigsein zur Verwirklichung unseres Selbst führt.

    Diese Verwirklichung unseres Selbst ist die Voraussetzung und der Grund für Europas Erfolg. So schreibt Fromm weiter:

    Bei der rein begrifflichen Wahrnehmung besitzt der Baum keine Individualität, sondern ist nur ein Beispiel für die Gattung „Baum“. Er ist nur die Repräsentanz einer Abstraktion. Beim vollen Gewahrwerden dagegen gibt es keine Abstraktion. Der Baum behält seine volle Konkretheit und damit seine Einzigartigkeit. Es gibt dann auf der Welt nur diesen einen Baum, mit dem ich in Beziehung trete, den ich sehe und auf den ich antworte. Der Baum wird zu meiner eigenen Schöpfung…
    Die erste Voraussetzung (für ein authentisches Leben) ist die Fähigkeit des Staunens. Kinder besitze diese Fähigkeit noch: Sie richten ihr ganzes Bemühen darauf, sich in einer neuen Welt zu orientieren, immer neue Dinge zu erfassen, um sie kennenzulernen. Sie sind verblüfft, überrascht und können staunen, und eben hierdurch können sie kreativ antworten. Haben sie jedoch einmal den Erziehungsprozeß durchlaufen, verlieren die meisten Menschen die Fähigkeit zum Staunen. Sie meinen, dass sie eigentlich alles wissen müssten, und dass Staunen einen Indiz ihrer Unbildung sein würde. Die Welt hört auf, voller Wunder zu sein- man nimmt sie als selbstverständlich hin. Die Fähigkeit zu staunen ist jedoch die Voraussetzung für alles Schöpferische in Kunst und Wissenschaft.
    Der französische Mathematiker Raymond Poincare formulierte einmal sehr treffend:“Wissenschaftliche Genialität ist die Fähigkeit, sich überraschen zu lassen“.

    Zusammenfassend muss man sagen, dass nur der authentisch lebende Mensch fähig ist, wirklich Neues zu schaffen. Der kreative Mensch, der eine „kleine Welt ist“, ist als Individuum ein Quell für eine andere Weltsicht, für andere Lösungsmöglichkeiten, für neue Ideen.

    Um den Kreis zu schließen. Europas Vormachtstellung beruht einzig und allein auf dem Faktum, dass Menschen sich teilweise frei entfalten konnten, sie selbst sein konnten und so fähig waren, Neues zu schaffen. Diese Entwicklung ist weltweit einzigartig. Nur Europa hat die Wurzeln und die Möglichkeiten, die Welt stets neu zu erfinden, denn nur in Europa haben wir die historisch und kulturell gewachsenen Wurzeln, dem Individuum seinen Raum für seine Welt zu geben. Man könnte auch sagen, dass Europa, vor allem aber Westeuropa, immer Neues entwickeln wird, Neues generiert und das ist auch der Grund, warum keine anderen Staaten der Erde die Europäer jemals einholen werden. Die Chinesen und Japaner z.b. erziehen ihr Volk zu Konformismus, ohne Raum für Individualität. Die Araber und Türken wiederum werden durch den Islam gleichgeschaltet; so hat das einzigartige Selbst keinen Raum zur Entfaltung.
    Aus der Erkenntnis, dass das schöpferisch tätige, einzelne Individuum mit seiner eigenen kleinen Welt der Keim für alle Innovationen, Patente und damit dem Unternehmertum ist, lassen sich Faktoren ableiten, die bedingungslos für einen weiteren Erfolg Europas sind:

    1) Es müssen jene Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass das Individuum sich frei entwickeln kann.
    2) Daher ist es unbedingt erforderlich, dass der Staat sich aus dem Leben der Bürger heraushält. Medien und staatliche Einrichtungen oktroyieren stets Rollenbilder, Moral, Prioritäten und schalten so den Menschen gleich.
    3) Es muss daher auch alles getan werden, dass Unternehmen entstehen und gedeihen können. Unternehmen brauchen Rechtssicherheit, möglichst keine Bürokratie, keine Steuern und vor allem keine Vorschriften, wie sie mit ihrem Unternehmen vorgehen sollen. Das betrifft natürlich auch Arbeitnehmer, denn sie haben nunmal einen Vertrag mit dem Unternehmen und daher keine Rechte, die sie vertraglich nicht vereinbaren.
    4) Überhaupt müssen Unternehmer von allen Verpflichtungen erlöst werden, die sie einfach nur herunterdrücken.
    5) Es muss endlich aufgehört werden, den Bürgern Verhalten vorzuschreiben.
    6) Höhere Ausbildung darf nicht mehr als Lebensmaxime gelten. Ein Mensch, der spontan tätig ist, der kann Unternehmen gründen, oder eine Lehre machen. Wenn ein Mensch seinen Traum erfüllt, stellt er etwas her, er schafft etwas und das aus vollem Herzen und so entstehen oft Spitzenbetriebe
    7) Zur freien Entfaltung gehört vor allem aber auch Sicherheit. Eine absoluter Schutz der Bürger ist daher unerlässlich.
    8) Aber eben auch Sicherheit in Form von Versorgung mit Energie und Sicherheit gegen fremde Nationen ist sehr wichtig für Unternehmen.

    Das einzigartige Selbst, dessen Entfaltung und das Glück des Einzelnen, ist die Quelle einer jeden erfolgreichen Gesellschaft. Wir in Europa sollten uns dessen wieder besinnen. Wir haben die historischen und kulturellen Grundlagen dazu, die weltweit einzigartig sind.
    Also sollten wir die Menschen endlich vom Joch des Staates befreien, damit die Menschen endlich wieder sie selbst sein können und so aus ihrer einzigartigen Quelle heraus die Zukunft Österreichs gestalten.
    So wird Europa immer einen riesen Vorsprung haben, denn alle anderen Länder werden immer nur seelenlos nachäffen, während wir schon die Zukunft konstruieren.

    • ambrosius
      04. Juni 2011 09:00

      Auch wenn da und dort Marginalien anzubringen sind bzw. Widerspruch erhoben werden muß : eine tiefschürfende, wohlüberlegte Abhandlung, für die Dank gebührt

    • lässing
      04. Juni 2011 10:00

      Etwas ermüdendes Geschwafel, das durch die Wiederholung auch nicht besser wird. Da hat einer zu tief geschürft.

    • PostScriptum
      04. Juni 2011 13:14

      ambrosius die Kritikpunkte würden mich interessieren, ansonsten danke schön!

      Ja lässing, für manche Leser sind so viele Worte mit anspruchsvollem Inhalt halt einfach zu mühselig und anstrengend.

  23. socrates
    04. Juni 2011 00:40

    NZZ 3. Juni 2011 : Ein hervorragender Artikel, der den denkwürdigen Satz enthält:
    Eine Alternative zu einem System, das auf Kosten der Gesellschaft Gewinn machen wolle, wäre «Echte Demokratie.» Ein Grund mehr, NZZ, ein echtes QM zu lesen!
    Die Revolution der radikalen Träumer
    Spanien empört sich – die Bewegung der «Indignados» rüttelt an nationalen Tabus
    Manuel Rivas zählt zu den wichtigsten spanischen Gegenwartsautoren. Im Gespräch mit der NZZ äussert er sich über die korrupten Zustände in seinem Heimatland und den Widerstand dagegen. (Brigitte Kramer)
    «Wir sind keine Ware in den Händen von Politikern und Bankern.» Mit diesem Satz hat die Bürgerbewegung Democracia Real Ya (Echte Demokratie Jetzt) am 15. Mai zum friedlichen Protest auf Spaniens Plätzen aufgerufen. Zehntausende «ganz normale Bürger» – als solche bezeichnen sich die Aktivisten – hielten danach rund zwei Wochen lang die Hauptplätze von mehr als 60 Städten und Gemeinden besetzt. Nun räumen sie die Posten und arbeiten ihre Forderungen bei Gruppentreffen und per digitale Vernetzung aus. Das «Movimiento 15-M» will nicht nur Wohnungen und Arbeit. Die Bewegung ruft zur «ethischen Revolution» auf, fordert Grundwerte wie Freiheit, Gleichheit und Solidarität ein und bezieht sich damit auf das Pamphlet «Indignez-vous» des ehemaligen französischen Widerstandskämpfers Stéphane Hessel, das vergangenen Herbst zum Bestseller wurde.
    In einem Interview mit der spanischen Tageszeitung «El País» schlug der 93-jährige Hessel als Alternative zu einem System, das auf Kosten der Gesellschaft Gewinn machen wolle, jüngst vor: «Echte Demokratie.» Hessel ist ein Vordenker der Bewegung der «Indignados», der Empörten. Spaniens Intellektuelle dagegen, «die gerne über alles schreiben und sprechen», so der 53-jährige Schriftsteller und Journalist Manuel Rivas, schweigen.
    «Warum?», fragt er und gibt selbst die Antwort: «Die Proteste rütteln an spanischen Tabus.» Die Forderungen gehen tief. «Der Glanz der politischen Transición nach der Diktatur ist erloschen. Wir brauchen eine zweite Erneuerung», sagt er. Der mehrfach ausgezeichnete Autor und Aktivist für Umwelt- und Menschenrechtsbelange schrieb unlängst in «El País», die Demonstranten hätten den öffentlichen Plätzen ihre ursprüngliche Bedeutung zurückgegeben: «Im antiken Griechenland gab es Wege, die zu den Wiesen der Aletheia führten, den Orten der Wahrheit. Aletheia bedeutet das Un-Verborgene – die Wahrheit wäre also ein Ort der Fragen, wo es keine Verheimlichung gibt. Genau das sind heute die Lager der Empörten.»
    Die Aktivisten sagen Nein zum herrschenden Lebensstil, Nein zum gängigen Umgang mit Gemeingut und Kultur, Nein zu fehlender Solidarität, Zynismus und Gleichgültigkeit. Und sie fordern Antworten, zum Beispiel darauf, «warum es in Spanien keine Mandatsbeschränkung gibt, warum wir Bürgermeister haben, die seit der Franco-Diktatur im Amt sind, warum niemand Kazikentum und Korruption bekämpft», sagt Rivas. Die Demonstranten fordern eine Antwort auf die Frage, warum «die demokratischen Verantwortungsträger in Politik, Justiz und Medien versagt haben».
    Der Protest fiel mit den Kommunal- und Regionalwahlen vom vergangenen 22. Mai zusammen. «Wie kann es sein, dass notorisch Korrupte die meisten Stimmen bekommen haben?», fragt Rivas. Ob das ein Genfehler der Spanier sei? Nein: «Das sind die Folgen des magischen Kapitalismus. Wer will heute noch arbeiten, wenn er wie von Zauberhand auch über Nacht reich werden kann?» Manuel Rivas lebt in der Nähe seiner Geburtsstadt A Coruña, im Nordwesten des Landes, an der atlantischen Küste. Er erzählt, wie Drogenschmuggel und Schwarzgeldwirtschaft, Bestechung und Spekulation die Landschaft zerstört und die Menschen gebrochen haben, «Menschen in Dörfern, die 40 Jahre lang Franco Widerstand leisteten». Er erzählt, wie in seiner Heimat Schulbuben sagen, sie wollten als Erwachsene Drogenschmuggler werden, weil man dann «teure Autos, grosse Häuser und viele Mädchen» haben könne. – Die Situation in Galicien schildert Rivas in seinem jüngsten Roman, «Todo é silencio» (Alles ist Schweigen).
    Gegen diesen Wertezerfall sind die «Indignierten» aufgestanden. «Das beweist, dass Spanien nicht nur eine Altar- und Thron-Tradition, sondern auch eine freiheitliche Tradition hat.» Zwölf Wellen der Emigration ins Exil habe das Land seit den Katholischen Königen im 15. Jahrhundert miterleben müssen, «und immer sind die Besten und Fortschrittlichsten gegangen». Nun reiche es, «die Empörten haben ihr inneres Exil verlassen und beginnen, für ihr Land zu kämpfen». Im Gegensatz zu den Studentenrevolten und zur ausserparlamentarischen Opposition der 1960er Jahre haben sie aber keine Machtansprüche. Rivas glaubt nicht, dass aus der Bewegung neue politische Parteien entstehen werden. Sie nennt sich «unpolitisch und gewerkschaftsfern» und lehnt das etablierte System ab, «weil es den Fortschritt der Menschheit behindert», wie es im fünfsprachigen Manifest heisst (nachzulesen unter www.democraciarealya.es).
    Von den Protesten sollte sich die etablierte Linke angesprochen fühlen, «die nach Zapateros Wahlsieg 2004 und den kurzen Jahren des Glücks nun in Lethargie verfallen ist», sagt Rivas. Sie müsse aufwachen, sich erneuern und um die Macht kämpfen, fordert er. Auch die Demonstranten fordern das, mit Parolen wie: «Wenn ihr uns nicht träumen lasst, lassen wir euch nicht schlafen.»
    Copyright © Neue Zürcher Zeitung AG

    • socrates
      04. Juni 2011 00:45

      Das ist es, was unsere Medien verschweigen, es gilt auch für Griechenland. Wenn dort alles verkauft wird, erhalten die beteiligten Politiker ihre Prozente und die Griechen haben nichts, womit sie Geld zum Zurückzahlen verdienen können. In einem Konkursfall wäre das verboten und das Personal vorrangig geschützt.





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