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Von Kroatien lernen heißt Sauberkeit in den Mediensumpf bringen

Kroatien gilt nicht gerade als europäischer Rekordhalter in Sachen Korruptionsfreiheit und Transparenz. Aber zumindest in einem Punkt könnte und sollte sich Österreich dringend ein Vorbild an Kroatien nehmen, nämlich beim Medienrecht. Jedenfalls dann, wenn es nicht ganz zur Bananen- beziehungsweise Cevapcici-Republik werden will.

Denn in Kroatien wird nun per Gesetz vorgeschrieben, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: nämlich dass die Öffentlichkeit den Eigentümer jedes Mediums kennen muss. Damit sind in Kroatien künftig die physischen Personen zu identifizieren, welche die Eigentümerrolle spielen, nicht nur juristische Personen, hinter denen sich so mancherlei dunkles Geheimnis verbergen kann.

Und schon gar nicht wird es in Kroatien künftig möglich sein, dass sich Eigentümer total hinter einem Treuhänder verbergen können, etwa hinter einem Anwalt oder Wirtschaftstreuhänder, zu dessen Berufspflichten es gehört, seine Auftraggeber geheim zu halten.

Das alles ist in Österreich nicht so geregelt. Hier ist noch Wilder Westen – eigentlich Osten möglich. Würde nämlich auch Österreich auf dieses Niveau eines normalen Rechtsstaates aufsteigen, wäre es zum Beispiel nicht mehr möglich, dass das Gratisblatt „Heute“ bis heute seine wahren Eigentümer geheim halten kann. Dabei ist "Heute" ja – unabhängig von allen Qualitätsargumenten – in der Bundeshauptstadt schon die meist gelesene Zeitung (präziser: das am häufigsten zur Hand genommene bedruckte Stück Papier).

Ein solcher Zustand ist mit der großen Macht der Medien absolut unvereinbar. Immerhin werden diese ja von Staatsrechtlern zu Recht oft als vierte Gewalt im Staat bezeichnet. Immerhin sind diese weit weniger Kontrollen ausgesetzt als jede andere Staatsgewalt. Immerhin können Medien für Einzelpersonen wie auch die Gesellschaft katastrophale Wirkungen auslösen, die oft konsequenzlos bleiben.

Da sollte man doch wenigstens die wahren Machthaber dieser Medien kennen.

Dies wäre bei „Heute“ doppelt wichtig, da von dem Blatt starke Indizien in zwei sehr mächtige Richtungen gehen: Erstens zur erfolgreichsten Verlegerfamilie des Landes, und zweitens zum Bundeskanzler. Beide haben enge Vertraute in der Zeitung sitzen. Und wären sie wirklich die Eigentümer, wäre das sowohl demokratiepolitisch wie auch kartellrechtlich sehr bedenklich.

Eigentlich müssten Dichands wie Faymanns jedes Interesse haben, die wahren Eigentumsverhältnisse offenzulegen, damit sie endlich selbst aus dem Zwielicht geraten, dort unter der Tuchent in  bedenklicher Weise ein gemeinsames Projekt zu betreiben. Dieses Interesse hätten sie freilich nur dann, wären sie nicht die wahren Eigentümer.

Keine andere Partei würde sich übrigens querlegen, würden Herr Faymann oder sein Mann fürs Grobe endlich grünes Licht für diesbezügliche Sauberkeit und Transparenz geben.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juni 2011 01:44

    Da hat sich Österreich noch vor einiger Zeit erdreistet, den Kroaten erklären zu müssen, wie man einen Rechtsstaat nach unserem Vorbild aufbaut, um damit EU-Reife zu erlangen.

    Jetzt überholt der "Lehrling" den "Meister" in Sachen Transparenz, weil dort nach dem Zerfall Jugoslawiens halt keine jahrzehntelang gewachsene, unheilvolle Verflechtung diverser Machtinteressen zwischen Politik und Medienlandschaft existiert.

    Und BK Faymännchen sowie seinen Einflüsterer Ostermayer in Zusammenhang mit Sauberkeit und Transparenz zu nennen, ist ein glatter Widerspruch in sich und daher AUSSICHTSLOS!

  2. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juni 2011 06:26

    Auch wenn ich hier dem werten @byrig ein wenig widerspreche:
    Kroatien zu schätzen, zu loben, und - speziell die Kroaten als Volk - zu lieben, fällt mir nicht schwer.
    Seit 1999 (damals flogen gerade die Nato-Kampfflugzeuge ihre Einsätze im Kosovo und Umgebung) haben wir dort ein uriges Steinhaus, verbringen einige Monate im Jahr dort unter Genuss von Olio vergine, Prsut, Tartuffi und Malvasier und des glasklaren Meeres, und fühlen uns einfach "wie Gott in Istrien"!

    Die kroatische Gegenwartspolitik können wir aus den Schilderungen, Nöten und Ängsten unserer inzwischen vielen kroatischen Freunde ziemlich gut bewerten:
    noch ziemlich große Zweifel an wirklich baldiger Angleichung an mitteleuropäische Verhältnisse (trotz großer und von uns auch miterlebter Fortschritte in den vergangenen Jahren!), Zweifel auch da und dort an der Sinnhaftigkeit des EU-Beitrittes (aber wo gibt es diese Zweifel nicht?), noch immer viel zu hohe Arbeitslosen-Zahlen, Zweifel an der Integrität vieler Schaltstellen-Inhaber usw. usf.
    Das Pressewesen und die sonstige Medienlandschaft scheint mir jedoch - zumindest derzeit - weitgehend frei von staatlicher Einflussnahme bzw. Gängelung.

    Aber insgesamt: ein wunderschönes Land (Istrien, Dalmatien!), mit arbeitsfreudigen Menschen (oft aus Notlagen heraus zwei, drei Berufe ausübend), offen und (oft fast unangnehm) ehrlich

  3. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    7x Ausgezeichneter Kommentar
  4. Ausgezeichneter KommentatorSamtpfote
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juni 2011 09:54

    Liebe Laura!

    Hinter vorgehaltener Hand wird geflüstert, dass der Werner nicht nur die Medien in Österreich in gewohnt grosszügiger Weise auf pro Griechenlandhilfe einschwören will, sondern dass er auch beim Bilderbergertreffen in perfekter Tonlage den dringenden Wunsch geäussert hat, dass man den Haircut erst im November 2013 exekutieren möge, stünden doch im Herbst 2013 Wahlen in Österreich an.

    Dank seines Einflusses soll er zumindest teilweise Zustimmung (PASOK) erhalten haben.

    Ist da was d'ran, liebe Laura?

  5. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juni 2011 23:27

    OT - Niederlande: Ende des multikulturellen Leitbilds

    Wenn selbst die toleranten Niederländer ihre Meinung zu MULTIKULTI ändern, scheint die Lage mehr als Ernst zu sein.

  6. Ausgezeichneter KommentatorReflecting
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juni 2011 15:03

    Im Zusammenhang mit der hierzulande verbreiteten Anonymität der Eigentümer von Presseerzeugnissen ist die Feststellung von Dr. Unterberger, dass ein solcher Zustand mit der großen Macht der Medien absolut unvereinbar sei, als ein Aufschrei, als eine Anklage zu werten. Natürlich kann man auch von einer aktionsgeladenen Aussage sprechen, nur wird die nie realisiert werden, weil im Lande der Wille, die Einsicht und vor allem der nötige Anstand sowie die erforderliche Rechtschaffenheit für eine Änderung der zugrundeliegenden Mentalität fehlen bzw. extrem unterentwickelt sind. Die Abgehobenheit, die Selbstgerechtigkeit und vor allem die zur Supergottheit gesteigerte Hypokrisie sind Garanten für die Erhaltung des status quo.
    Ist schon die angesprochene Anonymität der Eigentümer ein unheimlicher und bedrohlicher Machtfaktor, so zeigt sich auf verwandter Ebene eine weitere, ganz handfeste Bedrohung: die fest etablierte Manipulation auf dem Nachrichtensektor. Die Manipulation zeigt sich nicht so sehr in ungenauen Meldungen, sondern vielmehr in der Selektion, in der Präsentation und in der Häufigkeit der Meldungen. Diese Form der Manipulation hat bereits höchste Professionalität erreicht.
    Beides, die Anonymität der Eigentümer hinter den Medien und die geradezu unverfrorene Manipulation sind beängstigend für eine gedeihliche Entwicklung der Gemeinschaft.
    P.S.: Wie still ist es um die lautstarken Vertreter der europäischen „Wahrheit“ und „Werte“ im Zusammenhang mit dem ungarischen Mediengesetz geworden! Ihre Besorgtheit und Betroffenheit sind verstummt. Oder bin ich nur uninformiert?

  7. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juni 2011 09:30

    In guter Gesellschaft mit Montenegro, Bulgarien und Mazedonien, dennoch ein schönes Land mit sehr netten Menschen:

    5. Schweiz 9,0 Korruptionsindex
    14. Deutschland 8,0 Korruptionsindex
    16. Österreich 7,9 Korruptionsindex
    19. USA 7,5 Korruptionsindex
    27. Slowenien 6,6 Korruptionsindex
    46. Ungarn 5,1 8 Korruptionsindex
    61. Türkei 4,4 Korruptionsindex

    66. Kroatien 4,1 Korruptionsindex

    69. Montenegro 3,9 Korruptionsindex
    71. Bulgarien 3,8 Korruptionsindex
    71. Mazedonien 3,8 Korruptionsindex
    71. Griechenland 3,8 Korruptionsindex
    71. Rumänien 3,8 Korruptionsindex
    83. Serbien 3,5 Korruptionsindex
    95. Albanien 3,2 Korruptionsindex
    99. Bosnien und Herzegowina 3,0 Korruptionsindex
    146. Russland 2,2 Korruptionsindex

    (Transparency International, 2009)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorxRatio Partner Homepage
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Juni 2011 18:45

    Naja, der Dr. Unterberger laboriert mit seiner Forderung nach mehr Transparenz mal wieder nur an den Symptomen.
    Auf die Idee, daß der Hebel tiefer und grundsätzlicher anzusetzen wäre, kommt er erst gar nicht:

    Auf die Befürwortung eines
    strikten Verbots, auch nur einen einzigen Steuercent für Regierungspropaganda auszugeben.

    Offene und verdeckte Regierungspropaganda aus Steuermitteln gehört wegen Korruption und Veruntreuung strafrechtlich verfolgt!!!

    Parteienfinanzierungen, Abgeordnetenbezüge, öffentliche Rundfunkanstalten und einiges mehr gehören ebenfalls gestrichen.
    Ganz abgesehen davon, daß die Zahl der Abgeordneten massiv reduziert werden könnte, um auch nur Relationen wie in USA zu erreichen.

    Wer allerdings meint, es sei Sache vom Volk beauftragter Regierungen, Steuermittel zu veruntreuen,
    um die Auftraggeber im Interesse vorwiegend natürlich nur der Wiederwahl zu belügen, zu erziehen und zu dressieren,
    dem ist halt nicht zu helfen.

    Mit dem Verbot, dazu Steuermittel zu veruntreuen würde der Regierung auch keineswegs das Maul verboten.
    Den Politruks bleibt es unbenommen, sich wie andere zu Wort zu melden und an politischen Diskussionen zu beteiligen.


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  1. Refa (kein Partner)
  2. Tiago (kein Partner)
    20. Januar 2015 09:00

    Mighty useful. Make no mistake, I apiepcrate it.

  3. Alejandro (kein Partner)
    19. Januar 2015 09:26

    Schreibe hier Deinen Kommentar Du kannst diese HTML tags veenrwden:

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  4. xRatio (kein Partner)
    21. Juni 2011 18:45

    Naja, der Dr. Unterberger laboriert mit seiner Forderung nach mehr Transparenz mal wieder nur an den Symptomen.
    Auf die Idee, daß der Hebel tiefer und grundsätzlicher anzusetzen wäre, kommt er erst gar nicht:

    Auf die Befürwortung eines
    strikten Verbots, auch nur einen einzigen Steuercent für Regierungspropaganda auszugeben.

    Offene und verdeckte Regierungspropaganda aus Steuermitteln gehört wegen Korruption und Veruntreuung strafrechtlich verfolgt!!!

    Parteienfinanzierungen, Abgeordnetenbezüge, öffentliche Rundfunkanstalten und einiges mehr gehören ebenfalls gestrichen.
    Ganz abgesehen davon, daß die Zahl der Abgeordneten massiv reduziert werden könnte, um auch nur Relationen wie in USA zu erreichen.

    Wer allerdings meint, es sei Sache vom Volk beauftragter Regierungen, Steuermittel zu veruntreuen,
    um die Auftraggeber im Interesse vorwiegend natürlich nur der Wiederwahl zu belügen, zu erziehen und zu dressieren,
    dem ist halt nicht zu helfen.

    Mit dem Verbot, dazu Steuermittel zu veruntreuen würde der Regierung auch keineswegs das Maul verboten.
    Den Politruks bleibt es unbenommen, sich wie andere zu Wort zu melden und an politischen Diskussionen zu beteiligen.

    • Sternderlfetischist (kein Partner)
      21. Juni 2011 19:07

      Toll! Das ist mindestens 30 Sterne toll!
      ************************
      ************************

    • Trollfresser (kein Partner)
      21. Juni 2011 22:45

      Troll STfetischist

      Wenigstens hast Du die 30 Sternderln für Dein Leben mitgenommen. Beim 31 hätte es sicher einen mentalen Overflow gegeben.

      Na ja - jeder wie er kann.

  5. november (kein Partner)
  6. Undine
    21. Juni 2011 09:10

    @Brigitte Imb

    Danke für den Link!

    Na endlich! Wird auch höchste Zeit, daß sich jemand traut zuzugeben, daß es so nicht weitergehen kann. Nun wird man abwägen müssen, wovor die berechtigte Angst der Europäer größer ist: Vor der schrittweisen ISLAMISIERUNG Europas oder vor der ERPRESSUNG durch islamistische TERRORANSCHLÄGE; eine fatale Zwickmühle, in die Europa durch verantwortungslose Politiker (man kann sie auch als VOLKSVERRÄTER bezeichnen) gebracht wurde.

    • Suderant4 (kein Partner)
      21. Juni 2011 09:13

      *********************************!!
      Warum SCHREIST du denn SO?

    • Trollfresser (kein Partner)
      21. Juni 2011 09:29

      Suderant Wasweissichwieviel

      Du hast da einen Fleck auf der Nase. Schaut nicht gut aus. Machs weg. Den Fleck, nicht die Nase.

    • Alter Suderant (kein Partner)
      21. Juni 2011 09:34

      @ Trollfresser:

      *****!!

    • Undine
      21. Juni 2011 09:38

      Hallo, ihr vereinigten SUDERANTEN! Das mit dem SCHREIEN hatten wir doch schon einmal, gell; da habt Ihr aber einen anderen Nick verwendet? Ja, die Löwelstraße läßt halt wieder einmal grüßen; Ihr seid ja wirklich zum SCHREIEN!

    • *****!! (kein Partner)
    • Sternderlfetischist (kein Partner)
      21. Juni 2011 19:07

      Ich möchte der rechtsextremen Undine ein paar Sterne geben:

      *************************************
      *************************************

    • AGLT (kein Partner)
      21. Juni 2011 20:06

      Ah dem Sternderlfaschisten ist nach langem wieder mal das Wickelbluserl aufgemacht worden! Und wie dankt er es? Mit gewohnt debilen Auskotzungen. Oder gehört das zur Therapie? Dann zahl gefälligst dem AU was!

  7. Suderant (kein Partner)
  8. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    21. Juni 2011 07:31

    Zur Cevapcici-Republik wäre zu sagen, dass Cevapcici eigentlich ein serbisches Gericht sind. Manche Kroaten sind da empfindlich...

    • cmh (kein Partner)
      21. Juni 2011 08:58

      Kroaten sind doch die, die in der Militärgrenze gegen die Türken uns ein angenehmes und friedliches Leben ermöglichten.

      Warum die noch nicht in der EU sind, die Bulgaren z.B. aber schon frage ich mich schon lange.

    • november (kein Partner)
      21. Juni 2011 09:03

      Und die Griechen sind diejenigen, die damals heldenhaft die Perser abgewehrt und das Überleben der europäischen Kultur und Philosphie ermöglicht haben.

      Warum die heute in der EU sind, ist auch manchmal fraglich.

    • cmh (kein Partner)
      21. Juni 2011 09:25

      Bitte nicht übertreiben!

      Unsere Griechen haben mit den antiken Griechen nichts mehr zu tun. Die klassischen Griechen sind eigentlich nur ein preussisches Phantom.

      Kroaten und Türken sind aber noch die Kroaten und Türken von damals.

  9. Brigitte Imb
    20. Juni 2011 23:27

    OT - Niederlande: Ende des multikulturellen Leitbilds

    Wenn selbst die toleranten Niederländer ihre Meinung zu MULTIKULTI ändern, scheint die Lage mehr als Ernst zu sein.

  10. brechstange
    • M.S.
      20. Juni 2011 18:13

      @Brechstange

      Vielleicht kommt es noch so weit, dass das deutsche Aussenministerium noch vor der Ferienzeit eine Reisewarnung für Griechenland erlässt.

    • terbuan
      20. Juni 2011 18:51

      Das war doch zu erwarten!
      Gestern stand ein Artikel in der FTD, ich finde ihn leider nicht mehr online, mit dem Titel: "Warum sollen die Griechen sparen um deutsche (und französische) Banken zu retten?" Bei der Financial Times kann ich mir die Hintergründe schon zusammenpuzzeln.
      Aber auch bei Straßeninterviews in Athen klingt das auch immer öfter durch, die Deutschen sind schuld! Grauenhaft was sich da abspielt und die Deutschen fahren immer noch gerne dorthin auf Urlaub!
      "Mein Vater ist schon schuld, wenn ich mir die Hände abfriere, warum hat er mir keine Handschuhe gekauft!"

    • Undine
      20. Juni 2011 18:59

      @brechstange

      Danke für den Link! Da wird einem ja schlecht!

      "Alle Politiker müssen gehenkt werden, sagt er, alle, die da im Parlament das schwerverdiente Geld des Volkes verschenken, an die Deutschen und ihresgleichen"

      Kann es sein, daß die Griechen da allerlei durcheinanderbringen??? Sind die übergeschnappt? Wie schnell kann da aus einem Funken ein nicht mehr einzudämmender Brand wird!

      @M.S.

      Also, ich halte eine Reisewarnung in diesem Fall für unerläßlich! Dem linken Mob ist alles zuzutrauen.

    • phaidros
      20. Juni 2011 19:38

      FTD? Rogoff? Da kann ich aushelfen: http://www.biö.at/?q=node/136

    • terbuan
      20. Juni 2011 20:36

      Ja, danke, es war Rogoff, habe ihn heute nicht mehr ergoogelt!

    • Karl Rinnhofer
      20. Juni 2011 20:48

      Danke für den Link. Ja, das war zu erwarten ... Genauso wenig, wie die "starken" Länder einen Dank zu erwarten haben von den "zu rettenden", werden auch innerhalb der Sozietäten diejenigen, die andere daueralimentieren, dem Neid, dem Hass und der Verachtung der Hängemattenartisten ausgeliefert werden, die immer unverschämtere Forderungen ohne Bedeckungsbereitschaft stellen.

      Im Falle Deutschland kommt das sattsam bekannte Dauer-Killerargument der Nazi-Keule dazu, das dazu berechtige, allen Nachfolgegenerationen für immerdar ein schlechtes Gewissen aufzuzwingen, was die „selbstverständliche“ Pflicht impliziere, sich abzocken zu lassen, um andere unbedankt durchzufüttern.

    • Celian
      20. Juni 2011 20:59

      Es handelt sich lediglich um eine Handvoll von Idioten, etwa in der Preisklasse der GrünInnen. Davon darf man sich nicht irritieren lassen. Das sind Spinner. Davon haben wir in Österreich ja auch mehr als genug, die die Nazi-Keule schwingen...

    • Karl Rinnhofer
      20. Juni 2011 21:47

      Mögen diese Berichte auch bedrückend sein und bei den Geberländern verständliche Bestürzung auslösen, so müsste doch recherchiert werden, inwieweit diese bedenklichen Artikulationen einigermaßen repräsentativ sind – oder nicht doch eher Randgruppenphänomene sind, die man –aus dem Kontext gerissen – instrumentalisieren kann.

      Es muss auch rational hinterfragt werden, ob es zu Griechenlandhilfe wirklich Alternativen gibt – mit bloßen Emotionen ist dem Problem nicht beizukommen. Immerhin haben bereits bei der Aufnahme Griechenland Kontrollmechanismen der EU versagt, wenn sie sich derartig täuschen ließ. Ist es ganz abwegig, dass jetzt eben dieses EU-Europa die Suppe auslöffeln muss?

      Ähnlich ist es bei den Streiks der Griechen, die – prima vista verständlich – vrständlich - aggressives Kopfschütteln der „Retter“ auslösen: Tatsächlich aber wurden mit den Hau-Ruck-Aktionen der Griechen-Administration einzelne Bevölkerungs- bzw. Berufsgruppen weit überdurchschnittlich getroffen – ohne dass gerade diese zuvor den unverdient-Privilegierten zuzuordnen wären – allein, weil eine buchhalterisch simple Maßnahme den administrativen Aufwand für bestimmte „Einschnitte“ minimierte. Das muss zu einer Artikulation des Ungerechtigkeits-Empfindens führen, welche eine Eigendynamik erfährt.

      Ich bin mir bewußt, dass ich damit meine eigene Erstreatkion auf den dankenswert übermittelnten LInk relativiere.

    • Reinhard (kein Partner)
      21. Juni 2011 06:07

      Eine junge arbeitslose Architektin sagt also, die Deutschen seien Schuld, denn sie hätten Kredite für sinnlose Projekte vergeben.
      Das sagt doch, welch Geistes Kind diese Leute sind, die mit Hammer-und-Sichel-Symbolen auf ihren Fähnchen herumschwenken. Es sind jene Wohlstandskommunisten, die sich erst alles per Kredit finanzieren, den sie wegen beruflicher Unfähigkeit nie zurückzahlen können und dann Steine in die bösen Banken werfen, wenn diese Zahlungsdisziplin einfordern. Schuld sind natürlich alle anderen, und da kann man historisch belegt beliebig einfügen: die Deutschen, die Russen, die Amis, die Juden, oder um es noch etwas verwaschener zu machen die Spekulanten, die Reichen, die Freimaurer, die Illuminaten oder die Außerirdischen.
      Mich wundert nicht, dass diese primitive hohlbirnige Tussi keinen Job hat, mich wundert nur, dass die ein Studium abschließen konnte, obwohl das Logikmodul offensichtlich schwer beschädigt ist.
      Obwohl, bei uns regieren sogar Leute mit dieser Funktionsstörung. Wenn sich hier einer ins Koma säuft wird ja auch der Wirt verantwortlich gemacht, der den Alk verkauft hat, und nicht der, der ihn freiwillig und manchmal mit List organisert und in seine Birne geschüttet hat...

    • Reinhard (kein Partner)
      21. Juni 2011 06:11

      Nachschlag aus dem ARD-Morgenmagazin: ein arbeitsloser Bauingenieur beschwert sich über Deutsche und Franzosen, denn diese hätten Griechenland in die EU "geholt", obwohl sie wussten, dass Griechenland dauerpleite war.
      Putzig, diese Verdrängung. Es war also nicht Griechenland, das den Beitritt beantragte, das den Eintritt in die Euro-Zone forderte und dafür sogar aktiv Bilanzen fälschte. Das als Tourismusland die gemeinsame Währung als Vorteil sah.
      Hirnmasse kann man mit dieser Währung offenbar nicht kaufen...

    • cmh (kein Partner)
      21. Juni 2011 09:08

      Ich habe keine Ahnung was das mit der Nazikeule bedeuten soll. Was waren eigentlich die Nazis. Die waren doch in Griechenland während der Obristenzeit. Wie schaffen die Griechen eigentlich das mit den zwei Landessprachen?

      So muss es laufen. Wenn schon die anderen nicht vergessen können, ich brauche ja nicht zuzugeben, dass ich gelernt habe.

      Sprechen wir doch über etwa den Sezessionskrieg, den Peloponesischen Krieg, die Greueltaten der Franzosen 1812, über die Frustration Byrons über die Feigheit der Hellenen angesichts der Türken.

      Da gibt es auch etwas interessantes:

      Nachdem die Griechen als Byzantiner 500 Jahre lang Abwehrkampf gegen den Islam und die Türken vom Abendland im Stich gelassen geführt haben, wurden sie 500 Jahre lang von den Türken windelweich geprügelt. Was der Unterschied zwischen den heutigen Griechen und den Mazedonen oder Albanern ist, kann auch niemand sagen.

      Also das mit der griechischen Hängematte muss man schon irgendwie verstehen.

      PS Auf die Frage warum er nach Österreich gekommen ist, hat mr unlängst ein Türke gesagt, dass ihm in Istanbul zuviele Griechen wären. Bingo!

  11. Reflecting
    20. Juni 2011 15:03

    Im Zusammenhang mit der hierzulande verbreiteten Anonymität der Eigentümer von Presseerzeugnissen ist die Feststellung von Dr. Unterberger, dass ein solcher Zustand mit der großen Macht der Medien absolut unvereinbar sei, als ein Aufschrei, als eine Anklage zu werten. Natürlich kann man auch von einer aktionsgeladenen Aussage sprechen, nur wird die nie realisiert werden, weil im Lande der Wille, die Einsicht und vor allem der nötige Anstand sowie die erforderliche Rechtschaffenheit für eine Änderung der zugrundeliegenden Mentalität fehlen bzw. extrem unterentwickelt sind. Die Abgehobenheit, die Selbstgerechtigkeit und vor allem die zur Supergottheit gesteigerte Hypokrisie sind Garanten für die Erhaltung des status quo.
    Ist schon die angesprochene Anonymität der Eigentümer ein unheimlicher und bedrohlicher Machtfaktor, so zeigt sich auf verwandter Ebene eine weitere, ganz handfeste Bedrohung: die fest etablierte Manipulation auf dem Nachrichtensektor. Die Manipulation zeigt sich nicht so sehr in ungenauen Meldungen, sondern vielmehr in der Selektion, in der Präsentation und in der Häufigkeit der Meldungen. Diese Form der Manipulation hat bereits höchste Professionalität erreicht.
    Beides, die Anonymität der Eigentümer hinter den Medien und die geradezu unverfrorene Manipulation sind beängstigend für eine gedeihliche Entwicklung der Gemeinschaft.
    P.S.: Wie still ist es um die lautstarken Vertreter der europäischen „Wahrheit“ und „Werte“ im Zusammenhang mit dem ungarischen Mediengesetz geworden! Ihre Besorgtheit und Betroffenheit sind verstummt. Oder bin ich nur uninformiert?

  12. Karl Rinnhofer
    20. Juni 2011 13:17

    Diesmal bin ich überfordert, die Reaktion mancher geschätzter Bloger-Kollegen zu verstehen: Auch ich habe (als Gelegenheits-Urlauber) stets freundliche Menschen in diesem wirklich wunderschönen und wohl lange Zeit unterschätzten Land vorgefunden – doch erschließt es mir nicht, was das mit der offenbar noch immer nicht abgestellten Korruption in der Verwaltung Kroatiens zu tun haben soll? Man sollte nie „das Kind mit dem Bade ausschütten“, aber umgekehrt auch nicht in überzogen-wohlwollender Generalisierung von unbestrittener Freundlichkeit, Tüchtigkeit, Rechtschaffenheit der Bevölkerung auf das Nicht-Vorhandensein korruptionsanfälliger Verwaltung schließen. Die Bevölkerung ist doch selbst Opfer davon, identifiziert sich mehrheitlich kaum damit.

    Dass den Transparency International -„Korruptions-Rankings zu trauen ist und Kroatien eher eine traurige Stelle einnimmt, sollte man kaum relativieren. Allerdings ist Kroatien (noch) nicht EU-Land. Umso bedenklicher erscheinen die einschlägig festgestellte Korruptionsanfälligkeit mancher EU-Mitglieder. Doch vollends ist es eine Schande für Österreich, dass Kroatien im Bereich der Medien offenbar unvergleichlich transparenter und rechtsstaatlich kompatibler agiert. Hierzulande hat man die Macht der Medien erkannt, Politiker setzen diese unbehelligt für ihre Zwecke ein, indem Mindeststandards im Schutze mangelnder Sensibilität der Bevölkerung für diese Missstände ausgeblendet werden.

    Daher ist es unabdingbar, Kräfte zu bestärken, welche die Sensibilität für Unvereinbarkeiten in der Medienlandschaft fördern, und dass ein Nicht-Einhalten von Minimalkriterien im Umfeld der Medien keineswegs ein zu verharmlosendes Kavaliersdelikt ist, sondern subtile, lange unerkannte, verhängnisvolle Wirkungen zeitigt, letztlich Demokratie durch „selbsttragende“, eigendynamisch werdende Manipulation der Meinungen ad absurdum führtö. (Grillparzer: „Das Volk: Das sind die vielen NULLEN, die gern sich beisetzt, wer sich fühlt als Zahl!“).

    Ein großes Feld gibt es zu beackern: Als erstes mögen die Transparenzdefizite über Besitzverhältnisse beseitigt und der semantische Betrug durch Vermischung von „Presseförderung“ mit Inseratenkampagnen entlarvt werden. Es besteht dringender Handlungsbedarf zur Ent-Tabuisierung.

    • Wertkonservativer
      20. Juni 2011 13:57

      Ja, werter Herr Rinnhofer, Sie haben schon recht, wenn Sie mich mit den diesbezüglichen "Verharmlosern" vor allem auch mich meinen; mein heutiger Beitrag spricht ja diesbezüglich Bände!

      Wie ich jedoch in meiner Antwort auf eine - wohlwollende - phaidros-Replik schon tieferstehend bedauernd ausführte: ich urteile halt mehr nach meinen Gefühl, weniger jedoch nach streng sachlichen Kriterien; bin daher zwangsläufig etwas argumentationsarm und im Kreis großer Argumentierer eben ein anachronistischer Geselle!
      Bitte haben Sie Verständnis für meine diesbezügliche Schwäche. Danke!

    • phaidros
      20. Juni 2011 14:21

      Lieber Herr Rinnhofer,

      ich bin ganz bei Ihnen, wenngleich ich das Pferd von der anderen Seite her aufzäume: weil die Bevölkerung (jedenfalls wie ich sie kennengelernt habe) eine tüchtige und ehrliche ist, weil sie selbst betroffen ist, weil andere Staaten, die bereits EU-Mitglied sind, noch miserabler ausschauen, sollten wir nicht das Kind mit dem Bade ausschütten, indem wir den Stab über Kroatien brechen. Das wollte ich damit sagen.

      Nebenbei bemerkt, abgesehen davon, dass wir uns mittlerweile etwas schwer täten zu argumentieren, dass wir Kroatien aus Gründen der Korruption nicht als Mitglied akzeptieren, nachdem wir bei Griechenland, Rumänien und Bulgarien kein Problem hatten!?

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Karl Rinnhofer
      20. Juni 2011 14:31

      Sehr geschätzter Wertkonservativer,
      keineswegs habe ich meinen Einwand auf Sie fokussiert. Ihr Habitus des Argumentierens entspricht Ihrer selten gewordenen, aus reicher Lebenserfahrung gewonnenen Herzensbildung und ihrer beeindruckend positiven Haltung. Dass nicht nur sachlich-diskursive Argumentation, sondern auch gefühlsvoll-gesamtheitliche Interpretation in diesem Forum ihren Platz haben soll, ist wünschenswert und bleibt auf manchen anderen Gebieten Desiderat; Gefühl durch „Weg-Rationalisierung“ auszublenden wäre Verkürzung und wahrlich un-menschlich. Bedenklich wäre nur, wenn subjektive Erkenntnis – aus welcher Quelle auch immer – verabsolutiert und immunisiert würde und sich keiner Diskussion stellte - davon sind Sie in ihrer gelebten Fairness weit entfernt.

      Meine Argumentation war pauschal gemeint als Hinweis auf die relative Unabhängigkeit von Bevölkerungsmentalität zu Korruptionsanfälligkeit von Verwaltungsteilen; vor allem sollte uns die beeindruckende Überlegenheit Kroatiens auf dem Gebiet des so brisanten gelebten Medienrechts beschämen.

      Bitte bewahren Sie also Ihren Stil; Sie bezichtigen sich zu Unrecht, „argumentationsarm“ oder gar „anachronistisch“ zu sein – das Gegenteil ist der Fall: Ihre Beiträge erscheinen sicher nicht nur mir als stets lesenswerte Bereicherung für das Forum.

    • Karl Rinnhofer
      20. Juni 2011 14:41

      Lieber „Phaidros“
      Ihre Argumentation ist sehr wichtig und absolut bedenkenswert. Sie steht keineswegs im Widerspruch zur meinigen – ganz im Gegenteil -, sondern ergänzt und stützt sie in mit einem bedeutsamen Punkt. Ich danke Ihnen für Ihre bereits beim früheren Statement abgegebenen interessanten Beobachtung (Vergleich EU-Länder mit anderen im Korruptionsranking), die so zu interpretieren ist, dass gewisse EU-Mitglieder keineswegs über Kroatien die Nase rümpfen oder sich „moralisch überlegen“ wähnen sollten. Und das wichtige Argument A.Us bezüglich des (für uns beschämenden) Vergleichs im wichtigen, “korruptionsrelevant“ hierzulande viel zu verharmlosend betrachteten Feld des Mediensumpfes passt – ohne netzbeschmutzend sein zu wollen - bestens in dieses Bild.

    • Wertkonservativer
      20. Juni 2011 14:52

      Danke, sehr geehrter Herr Rinnhofer:

      wirklich, zu viel der Ehre!

  13. socrates
    20. Juni 2011 10:46

    "Heute" ist als Fernsehprogramm für Pensionisten ohne Zeitung sehr nützlich, aber schädlich. Da ich keiner Ö und D Zeitung traue, bin ich gegen die restlichen Meldungen immun. Aber es gibt immer wieder etwas Positives in der Zeitungsbranche:
    Presse Samstag: Stephan Schulmeister über den € : ******
    Nicht in unseren Medien: F hat 2 ultramoderne Hubschrauberträger an RU verkauft, zum Ärger der USA.
    Privatisierung: In D wurden die Autobahnraststellen an einen britischen Investor verkauft. Wurde alles besser, wie man hier oft liest? Die Stoffwechselgebühr wurde um 40% erhöht, also auf 0,7€. Man erhält bei einer Konsumation 0,5 zurück. Da viele Menschen, die müssen aber keine 0,7€ haben, bringt das Probleme. Die Pächter sprechen von einer beschissenen Lage in wahrsten Sinn des Wortes. Damit niemand auf die Idee kommt, einen Diskont-Donnerbalken zu montieren, ist eine hohen Rechtssicherheit für Investitoren notwendig, ebenso Garantie für Monopole. Waren das noch Zeiten, wo die Sozis und die EU das bekämpft haben! Heute sieht man daß selbst ehrwürdige und wohlerzogene Menschen auf dieses Prizip scheißen. Alles andere wurde natürlich ebenfalls teurer. Was ist also der Gewinn durch die privatisierung für den Steuerzahler (der Investor zahlt keine)?

    • Celian
      20. Juni 2011 13:37

      Wenn die staatlichen Betriebe ihre Preise erhöhen, wird lamentiert, tja, alles wird teurer. Erhöht aber eine private Firma die Preise, empört sich über die blanke Gier der Privatinvetoren, Raubtierkapitalismus mit einem Wort. Wie schön war alles doch im Kommunismus.

    • socrates
      20. Juni 2011 22:29

      Celian
      Das Thema war die Privatisierung, die alles besser und billiger macht. Ich habe schon einen Beitrag darüber geschrieben. Die WC´s sind nicht bequemer und nicht besser geworden, nur 40% teurer. In GR sollen auch die Autobahnen privatisiert werden. So viel Befreiung werden die Griechen nicht vertragen.
      Die Monopolansprüche haben Sie außer Acht gelassen. Nichts gegen teurer werden, wenn ich daneben einen privaten Donnerbalken betreiben darf.

    • socrates
      20. Juni 2011 22:30

      Stephan Schulmeister : Der Untergang des Euro

    • socrates
    • Celian
      21. Juni 2011 11:56

      socrates

      Privatisierung an sich ist noch kein Garant, daß alles besser wird. Wenn durch Entstaatlichung nur private Monopole entstehen, wurde der Wettbewerb der unerläßlich ist für einen freien Markt, ausgeschaltet.

  14. Samtpfote
    20. Juni 2011 09:54

    Liebe Laura!

    Hinter vorgehaltener Hand wird geflüstert, dass der Werner nicht nur die Medien in Österreich in gewohnt grosszügiger Weise auf pro Griechenlandhilfe einschwören will, sondern dass er auch beim Bilderbergertreffen in perfekter Tonlage den dringenden Wunsch geäussert hat, dass man den Haircut erst im November 2013 exekutieren möge, stünden doch im Herbst 2013 Wahlen in Österreich an.

    Dank seines Einflusses soll er zumindest teilweise Zustimmung (PASOK) erhalten haben.

    Ist da was d'ran, liebe Laura?

  15. terbuan
    20. Juni 2011 09:30

    In guter Gesellschaft mit Montenegro, Bulgarien und Mazedonien, dennoch ein schönes Land mit sehr netten Menschen:

    5. Schweiz 9,0 Korruptionsindex
    14. Deutschland 8,0 Korruptionsindex
    16. Österreich 7,9 Korruptionsindex
    19. USA 7,5 Korruptionsindex
    27. Slowenien 6,6 Korruptionsindex
    46. Ungarn 5,1 8 Korruptionsindex
    61. Türkei 4,4 Korruptionsindex

    66. Kroatien 4,1 Korruptionsindex

    69. Montenegro 3,9 Korruptionsindex
    71. Bulgarien 3,8 Korruptionsindex
    71. Mazedonien 3,8 Korruptionsindex
    71. Griechenland 3,8 Korruptionsindex
    71. Rumänien 3,8 Korruptionsindex
    83. Serbien 3,5 Korruptionsindex
    95. Albanien 3,2 Korruptionsindex
    99. Bosnien und Herzegowina 3,0 Korruptionsindex
    146. Russland 2,2 Korruptionsindex

    (Transparency International, 2009)

    • Cotopaxi
      20. Juni 2011 09:41

      Danke, dass Sie das rosarote Bild, das hier von Kroatien entwickelt wurde, wieder zurecht rücken.

    • phaidros
    • phaidros
      20. Juni 2011 09:45

      Cotopaxi, bitte die Kirche im Dorf lassen: Kroatien liegt da vor Griechenland und Italien, boxt in einer Liga mit Tschechien, Slowenien, Ungarn - alles längst akzeptierte EU-Mitglieder.

    • brechstange
      20. Juni 2011 09:53

      Ein interessanter Link, den ich bereits gestern eingestellt habe und möglicherweise nicht mehr registriert wurde. In dieser Ausarbeitung wird eine Korrelation von Schulden und Korruption hergestellt. Sehr aufschlussreich.

      http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/bwl4/interessantes/Korruption_Artikel.pdf

    • phaidros
      20. Juni 2011 10:06

      Superinteressant! Unglaublich, irgendwie, aber doch plausibel! Danke, brechstange! Werde leider erst am Abend dazu kommen, mehr als die Zusammenfassung gründlich zu studieren.

      LG/phaidros.vie@gmail.com

    • socrates
      20. Juni 2011 10:49

      phaidros
      Was das wohl gekostet hat?

    • phaidros
      20. Juni 2011 10:57

      Was was gekostet hat, socrates?

    • Wertkonservativer
      20. Juni 2011 11:13

      Nach kurzem Hineinschauen in die Expertise der Wirtschaftsuni Chemnitz weiß ich nun einiges über die Korrelation hinsichtlich Korruption / Umschuldung / Rückzahlerwartung der einzelnen Länder: recht interessant, doch - was bringt uns das, außer der Einsicht, dass wir Europäer, zusammen mit einigen Ostasien-Tigern und der USA, eben die Braven sind, und die meisten anderen eben die bösen Korruptions-Verseuchten!?

      Etwas eigenartig berührt mich dabei, dass z.B. die problematischesten europäischen Schuldnerstaaten (neben Griechenland), nämlich Island, Irland, Spanien und Portugal, im obersten (besten) Drittel dieser Liste zu finden sind.
      Aber was solls: die Herren in chemnitz und auch unser Antikorruptions-Fiedler werden es wohl besser wissen!

    • phaidros
      20. Juni 2011 12:00

      Naja, lieber Wertkonservativer, wenn das hält so würde das bedeuten, dass man sich um isländische und irische Anleihen keine Sorgen zu machen bräuchte (Wahrscheinlichkeit für eine Umschuldung, sprich Pleite: 0,0% & 1,6%), um spanische oder portugisische aber beträchliche (23,1% und 24,2% Umschuldungswahrscheinlichkeit) und ein belastbares Argument dafür hätte! Und das wäre doch immerhin eine ganz andere Qualität der Argumentation.

      Es geht dabei mE. nicht um eine Platzierung, das "obere Drittel" ist also hier völlig irrelevant. Es geht um die Absolutzahlen.

      Was mir allerdings (auf die Schnelle fehlte): für welchen Zeitraum gilt die Umschuldungswahrscheinlichkeit? Die nächste Woche? Panik! Die nächsten 5 Jahre? Sorge. Die nächsten 150? Fahradlumfaller in Peking. Aber vielleicht hab ich’s einfach überlesen, ich komme jetzt nicht dazu, das ordentlich durchzuarbeiten.

    • Wertkonservativer
      20. Juni 2011 13:00

      Jetzt hast Du mich wieder einmal so richtig aufgehaut, lieber phaidros.

      Ich gebe schon zu, diese Ausarbeitung nur flüchtig gelesen zu haben, und ich hätte -auch bei näherer Befassung - wahrscheinlich die von schärferen Denkern sicher herauslesbaren Ursachen, Folgewirkungen und Implikationen auf die einzelnen Staatswirtschaften und die internationale Finanzwirtschaft kaum echt überringelt!

      Die mir auch von anderer Seite immer wieder vorgehaltene Argumentationsarmut meiner Beiträge betrübt mich zwar ein wenig, doch was solls: für hin und wieder auch hier belobte Folklorebeiträge, speziell im musischen Bereich, fühle ich mich immer noch recht gut disponiert.
      Verstehe bitte, lieber Freund: sagen wir, ca. 70% meiner Antwort sind Spass, der Rest ehrliche Selbstkritik (auch als Antwort auf XRatio und etliche andere Argumentations-Fehlmelder)!
      Beste Grüße von Haus zu Haus!

    • Karl Rinnhofer
      20. Juni 2011 13:48

      @Terbuan
      Vielen Dank für die verdienstvolle Aufstellung. Transparency International und Fiedler ist durchaus zu trauen: ich erlebte letzteren einmal mehr bei einem aktuellen Zweitages-Wochenendseminar in Schadming-Ramsau: Ob als Rechnungshof-Präsident, ob als nunmehriger Vorsitzender von T.I.: Stets ein seriöser, glaubwürdiger Kämpfer für einen effizient verwalteten Staat ohne Korruption. Doch er scheint - Laokoon gleich - auf frustrierend-verlorenem Posten zu stehen ...

    • socrates
      20. Juni 2011 13:53

      Phaidros
      Der Platz der Nationen in der Korruptionliste. Beispiel:
      Die höchsten tariflichen Mindestlöhne werden mit 1.080 € brutto pro Monat in der Branche Finanzdienstleistungen gezahlt; am wenigsten – rund 683 € – verdient man in den Branchen Maschinenbau sowie Elektro- und Elektronikindustrie (Stand: 2007). Branchenübergreifend und mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung erhält ein Ingenieur im Durchschnitt mindestens 1.034 € brutto pro Monat, ein Programmierer 702 €, ein Sekretär mit Fremdsprachenkenntnissen 717 €, ein Buchhalter 771 € und ein Fahrer 716 €. Eine Einsparung der Löhne um 20% (Erhöhung der Mehrwertsteuer bringt bei diesem Verdienst gar nichts) bringt weniger als 1Mrd im Jahr. Ohne Zinsen dauert die Rückzahlung ~300 Jahre, bei 30% ist es sinnlos darüber zu reden. Wer sind also die Betrüger? Erfolg der Armut kann man im 3. Mann studieren. Da herrscht dann Korruption!
      Trifft der Kohn den Itzig:
      Was hast du für einen Namen bekommen?
      Scheibe.
      So ein schlechter Name! Du warst zu neidig!
      Ha, was glaubst du hat das "b" gekostet!

    • phaidros
      20. Juni 2011 14:33

      Verstehe, socrates. Andererseits hieße das doch etwas gespitzt formuliert, den Korruptionsuntersuchern Korruption zu unterstellen. Was kann man denn da überhaupt noch glauben?

      LG/phaidros.vie@gmail.com

    • brechstange
      20. Juni 2011 15:15

      @phaidros

      Der Zeitfaktor ist wahrlich ein interessanter. Sobald die Gelder nicht mehr fließen, wird eine Umschuldung von den korruptionsreichen Ländern als Lösung in Betracht gezogen, so steht es im Papier.
      Im Falle Griechenland wird es spätestens am 20. September soweit sein, nehme ich mal an. Damit gebe ich mich für eine mögliche Blamage in Ihr Schussfeld.

    • phaidros
      20. Juni 2011 15:28

      Ich hab' die Zahlen ein bisschen im Spreadsheet herummassiert. Von Statistik verstehe ich zu wenig, um behaupten zu können, dass ich da harte Zahlen raus gekriegt habe, aber wenn ich's richtig gelesen habe (insbesondere Tabellen 1 -) )

    • phaidros
      20. Juni 2011 15:30

      ... Rest des Posting verschluckt. Fortsetzung folgt in ein paar Minuten.

    • phaidros
      20. Juni 2011 16:37

      Ich hab' die Zahlen ein bisschen im Spreadsheet herummassiert. Von Statistik verstehe ich zu wenig, um behaupten zu können, dass ich da harte Zahlen raus gekriegt habe, aber wenn ich's richtig gelesen habe (insbesondere Tabellen 1 und 2 ), dann geht es um 30 Jahre. Und von den 100 beobachteten Ländern müssten in diesem Zeitraum 33,77 umschulden, wenn die angegebenen Wahrscheinlichkeiten halten sollen.

      Das ist starker Tobak.

      Natürlich geht es jedesmal "nur" um einige wenige Prozent der Gesamtleistung des beobachteten Wirtschaftsraumes. Aber praktisch jedes Jahr ein paar Prozent abschreiben müssen kommt Fahren mit angezogener Handbremse gleich! Und das auf Jahrzehnte. Na, wohl bekomm's, Prost!

      BG/phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Liebe brechstange: Schussfeld? Blamage? Oje! Wenn ich je auf Sie geschossen haben sollte, so bitte ich knallrotköpfigst um Entschuldigung! Nichts liegt mir ferner, als Andere zu blamieren!

    • brechstange
      20. Juni 2011 17:09

      @phaidros
      Nein, haben Sie nicht. Doch wenn man sich auf was festlegt, kann es natürlich falsch sein, weil die Akteure vielleicht doch andere Wege einschlagen als heute ersichtlich oder man auch einfach falsch liegt.

    • november (kein Partner)
      21. Juni 2011 08:36

      @Brechstange

      Danke für die interessante Studie!

    • socrates
      21. Juni 2011 15:18

      phaidros
      Mir fällt auf,daß Lebensstandard und Korruption verkehrt proportional zueinander sind und das niemand entdeckt. Wenn man die Menschen mit Justizterror beglückt und sie trotzdem gut verdienen oder auch mitnaschen, gibt es wenig Korruption. Den Medien und Agenturen traue ich genauso wenig wie St. Schulmeister, sie gehören zum Geschäft.

  16. GOP
    20. Juni 2011 08:56

    So wie in vielen ehem. "Oststaaten" sind auch in Kroatien viele Zeitungen und Zeitschriften nun in westlichem Besitz. Auch der Styriakonzern (Presse, Wirtschaftsblatt, Kleine Zeitung usw.) ist in Kroatien stark engagiert. Vielleicht will die Regierung mit dieser neuen Vorschrift den Lesern einfach zeigen, von wo der Wind weht?

  17. Observer
    20. Juni 2011 07:34

    Nochmals:

    Hier muss ich den Aussagen von Andreas Unterbeger widersprechen:
    Faymann und Dichand haben kein Interesse, die wahren Eigentümer von HEUTE zu publizieren. Wie auch bei dem aktuellen Lobbyistengesetz will man manche Dinge geheim halten.

    Köstlich ist AU's Aussage zum Schmierblattl HEUTE:
    " ... das am häufigsten zur Hand genommene bedruckte Stück Papier."

  18. Observer
    20. Juni 2011 07:31

    Hier muss ich den Aussagen von Andreas Unterbeger widersprechen:
    Faymann und Dichand haben

  19. mike1
    20. Juni 2011 07:30

    schon allein deswegen, weil faymann und konsorten diese engen beziehungen zu "heute" pflegen, wird es niemals zu einer offenlegung kommen.

    genausowenig, wie es eine verwaltungsreform geben wird.

    schönen tag allen hier wünsch ich !

  20. Wertkonservativer
    20. Juni 2011 06:26

    Auch wenn ich hier dem werten @byrig ein wenig widerspreche:
    Kroatien zu schätzen, zu loben, und - speziell die Kroaten als Volk - zu lieben, fällt mir nicht schwer.
    Seit 1999 (damals flogen gerade die Nato-Kampfflugzeuge ihre Einsätze im Kosovo und Umgebung) haben wir dort ein uriges Steinhaus, verbringen einige Monate im Jahr dort unter Genuss von Olio vergine, Prsut, Tartuffi und Malvasier und des glasklaren Meeres, und fühlen uns einfach "wie Gott in Istrien"!

    Die kroatische Gegenwartspolitik können wir aus den Schilderungen, Nöten und Ängsten unserer inzwischen vielen kroatischen Freunde ziemlich gut bewerten:
    noch ziemlich große Zweifel an wirklich baldiger Angleichung an mitteleuropäische Verhältnisse (trotz großer und von uns auch miterlebter Fortschritte in den vergangenen Jahren!), Zweifel auch da und dort an der Sinnhaftigkeit des EU-Beitrittes (aber wo gibt es diese Zweifel nicht?), noch immer viel zu hohe Arbeitslosen-Zahlen, Zweifel an der Integrität vieler Schaltstellen-Inhaber usw. usf.
    Das Pressewesen und die sonstige Medienlandschaft scheint mir jedoch - zumindest derzeit - weitgehend frei von staatlicher Einflussnahme bzw. Gängelung.

    Aber insgesamt: ein wunderschönes Land (Istrien, Dalmatien!), mit arbeitsfreudigen Menschen (oft aus Notlagen heraus zwei, drei Berufe ausübend), offen und (oft fast unangnehm) ehrlich

    • Wertkonservativer
      20. Juni 2011 06:43

      Jetzt fahre ich sofort zum Saturn und hole mir ein neues Gerät; schon zum zweitem Mal macht sich die Kiste (ohne erkennbare Wertkonservativen-Einflussnahme) selbstständig und vermasselt mir die Schlusssätze:
      .... ,offen und (oft fast unangenehm) ehrlich und direkt, jedenfalls ein sympathisches Völkchen!
      (Eines noch: von der kroatischen Fremdenverkehrs-Organisation erhalte ich keine Zuschüsse!!!).

      Und noch kurz zu Faymann und seinem Ohreneinbläser Ostermayer ("Heute" lese ich nicht und kann daher dazu nichts sagen):

      In dem Maße, in dem mir Kroatien und die Kroaten ans Herz gewachsen sind, ist mir die ganze Rot/Grün-Führungsriege (gestern wieder der AK-Tumpel!!) unangenehm bis zu Schluckbeschwerden und Ärgerem! So viel Engstirnigkeit, Vergangenheits-Ideologie und peinliche Polit-Primitivität: das geht wahrlich auf keine Kuhhaut!!

      So, jetzt hoffe ich meinen Beitrag sinngemäß komplettiert zu haben.
      Danke für Ihr Verständnis!

    • phaidros
      20. Juni 2011 08:35

      Ich kann (allerdings lediglich als Urlauber) nur die Eindrücke des Wertkonservativen bestätigen: seit vielen Jahren besegeln wir begeistert die traumhaft schöne Adria als Teil der Österreichischen Chartermarine, und abgesehen von einer tw. ungerechtfertigten (wenn auch verständlichen) Preissteigerung präsentieren sich die Kroaten freundlich (kennt man erst einmal ihre Mentalität geradezu herzlich), ehrlich, vor allem aber: fleißig und tüchtig. Kein noch so kleines Problem, bei dem Ihnen nicht gerne und bis zur Lösung geholfen wird, und das auch von Wildfremden!

      Besonders deutlich wurde mir das vor Jahren mit einem Chartergast, der mitten im Törn zu mir kam und (natürlich halb im Spaß) zu mir meinte: "Ich bin zum ersten mal hier und muss gestehen: mit einem Rucksack von Vorurteilen in dieses Land gekommen. Jetzt ist es mir ein Bedürfnis, mich bei Land und Leuten zu entschuldigen, und das mache ich jetzt stellvertretend bei Dir als Skipper."

    • brechstange
      20. Juni 2011 08:43

      Sg Herr Wertkonservativer,

      das Problem sind nicht die Kroaten als Personen an sich, sondern die korrupten Machenschaften einiger Personen, Clans, etc., die geschickt ihre Macht ausbauen oft mit unserer Hilfe, siehe Hypo Alpe Adria. Die Menschen sind diesem Geschehen dort wie hier oft machtlos ausgeliefert, abhängig von der jeweiligen REchtssituation. Jedoch unsere opportunistischen Mitbürger - hier und dort - stellen sich immer auf die Sonnenseite und stützen somit - bewusst oder unbewusst - diese korrupten Systeme und Seilschaften.

    • phaidros
      20. Juni 2011 09:19

      Typischerweise, liebe brechstange, werden solche Systeme nur zornig bekämpft, wenn man nicht partizipieren kann. Das haben aber, ganz wie Sie schreiben, auch nicht die Kroaten erfunden.

    • brechstange
      20. Juni 2011 09:50

      @phaidros

      Es geht nicht mehr um Partizipation, sondern um Zurückdrängung dieser Systeme ohne Garantie danach was Besseres zu bekommen. Doch der Weg wird uns nicht erspart bleiben und Angst ist ein schlechter Ratgeber.

    • phaidros
      20. Juni 2011 09:52

      @ brechstange: ja, ja, ja und ja.

  21. byrig
    20. Juni 2011 02:02

    naja.wie ist denn die situation in deutschland beispielsweise?
    ich habe nmlich meine zweifel,wenn sich österreich an ein schwer korruptes land wie kroatien orientieren soll.wobei kroatien sicher noch viel schwerere korruptionsprobleme zu lösen hat.
    dieses angebot kroatiens scheint eher ein billiger köder für die eu-beitrittsverhandlungen zu sein,ala,"seht her,was wir alles machen".
    schlechtes beispiel,a.u.

    • libertus
      20. Juni 2011 02:09

      In diesem Fall ist wohl nicht die Motivation ausschlaggebend, sondern das Ergebnis und daher denn doch beispielhaft für Österreich, oder?

    • brechstange
      20. Juni 2011 08:19

      Einschlägige Kroaten haben die HAA mächtig ins Trudeln gebracht. Hoffen wir, dass die kroatische Justiz schlagkräftig ist.

    • Wertkonservativer
      20. Juni 2011 09:16

      Werte @brechstange,

      Kroatenfreundin sind Sie ja nicht gerade, worauf ja auch Ihre Reaktion auf meinen höherstehenden Beitrag hinweist. Okay, jeder wie er mag!
      Dass es in Kroation (wie in vielen anderen Ländern) mafiöse Organisationen und Umtriebe gibt, stimmt schon.
      Die HHA wurde allerdings vorzugsweise von südösterreichischen (am Rande auch bayrischen) Bankern und Politikern, mehrheitlich blau angefärbelt, ins Trudeln gebracht: das sollten wir - bei allem FPÖ-Hype hier -nicht ganz verdrängen!
      Die kroatischen Mafiosi haben aus der wirtschaftlichen Unvernunft dieser Leute nur allzugerne "Kapital geschlagen"!

    • brechstange
      20. Juni 2011 09:47

      Sg Herr Wertkonservativer,

      ich finde das jetzt schon stark, mir zu pauschal zu unterstellen, ich sei keine Kroatenfreundin.

      Es ist richtig, dass wenn man sich mit Flöhen ins Bett legt, selbst schuld ist, wenn man mit Flöhen aufwacht. Das macht die mafiösen Organisationen und Umtriebe um keinen Deut besser. Es ist so und so ein Armutszeugnis für unsere Banken und Politiker, in welche Situationen sie sich und damit uns, manövriert haben.
      Ich frage mich, warum gerade Trichet sich für eine Rettung dieser ach so "schlechten Bank" einsetzte. Könnte es sein, dass die mafiösen Strukturen weit in die EU- und staatliche Institutionen reichen?

      Das alles hat mit Freundschaft zu den Menschen nichts zu tun, die Menschen leiden nämlich hier und dort unter diesen Machenschaften.

    • Wertkonservativer
      20. Juni 2011 12:33

      Werte @Brechstange:
      über Ihre Reaktion bin ich ein wenig bestürzt; ich wollte Sie wirklich nicht persönlich angehen! Kroatenfreundlichkeit ja oder nein, das ist Einstellungssache und doch wirklich kein Grund, sich da in die Haare zu geraten.

      Liebe Brechstange: ich knie nieder und bitte um Verzeihung!
      Darf ich auf Vergebung hoffen?

    • Undine
      20. Juni 2011 13:45

      @brechstange

      Wenn Trichet im Spiel ist, muß man schon hellhörig werden!

    • brechstange
      20. Juni 2011 16:11

      Sehr geehrter Herr Wertkonservativer!

      Ich kann austeilen und einstecken.

      Doch möchte ich klarstellen, dass mir pauschale Freund- und Feindschaften eigentlich fremd sind, auch wenn es aus Vereinfachungsgründen in manchen Beiträgen anders klingen mag für manchen Leser.

  22. RR Prof. Reinhard Horner
    20. Juni 2011 02:00

    reinhard.horner@chello.at

    Bravo unseren kroatischen Freunden, insbesondere der Familie Milas!

  23. libertus
    20. Juni 2011 01:44

    Da hat sich Österreich noch vor einiger Zeit erdreistet, den Kroaten erklären zu müssen, wie man einen Rechtsstaat nach unserem Vorbild aufbaut, um damit EU-Reife zu erlangen.

    Jetzt überholt der "Lehrling" den "Meister" in Sachen Transparenz, weil dort nach dem Zerfall Jugoslawiens halt keine jahrzehntelang gewachsene, unheilvolle Verflechtung diverser Machtinteressen zwischen Politik und Medienlandschaft existiert.

    Und BK Faymännchen sowie seinen Einflüsterer Ostermayer in Zusammenhang mit Sauberkeit und Transparenz zu nennen, ist ein glatter Widerspruch in sich und daher AUSSICHTSLOS!





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