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Stresstests als Opium für das Finanzvolk

Sie werden das große Thema der nächsten Wochen: die europäischen Stresstests für große Banken. Zuerst werden Gerüchte durchsickern, welches Institut den Test bestanden hat und vor allem welches das wahrscheinlich nicht hat. Dann werden sich manche Gerüchte verfestigen, manche wieder in Luft, in bloße Gerüche auflösen. Bei jedem neuen Informationsbrocken werden die Kurse reagieren. Und schließlich wird man nach Vorliegen des Ergebnisses rundum mit Beschwichtigungen, Ankündigungen oder Eigenlob um sich werfen, je nach Ergebnis.

So weit, so schon einmal dagewesen. Wir erleben wieder einmal ein großes Selbsttäuschungsmanöver der Politik beziehungsweise einen Trick zur Besänftigung der nach Sicherheit gierenden Anleger und Einleger. Denn die Stresstests vertiefen den Irrglauben, es gäbe im Wirtschafts- oder gar Geldleben irgendwo eine klare Grenzlinie zwischen hie sicher, da spekulativ. Man erinnere sich nur daran, dass Lehman Brothers, die im September 2008 so laut kollabiert und dadurch zum Auslöser (freilich nicht zur Ursache) der Finanzkrise geworden sind, deutlich bessere Eigenkapitalquoten hatten als viele Banken, die den Stresstest problemlos meistern werden.

Die Stresstests sind also eher Opium fürs Finanzvolk. Sie sind aber noch aus einem zweiten Grund problematisch: Denn sie vermehren die schon vorhandene große Vielzahl von Prüfern und Kontrolloren für Geldinstitute. Um nur die wichtigsten aufzuzählen: da gibt es die nationalen und nun auch die europäischen Finanzmarktaufseher, da gibt es die Nationalbanken, die EZB, die nationalen Finanzministerien, in manchen Fällen auch die Rechnungshöfe, die EU-Kommission, die OECD, die Aufsichtsräte jeder Bank, die Rating-Agenturen, die Bilanz-Wirtschaftsprüfer, die Analysten, die bankinternen Risiko-Management-Abteilungen, die Vorstände. Da gibt es Basel 1,2 und bald 3. Irgendwie fühlen sich auch die Medien als Inspektoren. Und – ach ja, dann gibt es noch die Eigentümer, meist Aktionäre, die in Hauptversammlungen Fragen stellen dürfen.

Manche werden meinen: Ist doch gut, doppelt hält besser, und mehrfach noch besserer. Das stimmt aber nicht, so wie es auch sprachlich kein „besserer“ gibt. Denn es ist immer dasselbe: Je mehr Kontrollen es gibt, umso häufiger entwickelt sich eines der beiden folgenden Szenarien: Entweder die Kontrollore intrigieren gegeneinander, wie etwa bei uns eine Zeitlang Nationalbank und Finanzmarktaufsicht. Oder jeder verlässt sich auf den anderen, schreibt vom anderen ab, macht genau dasselbe, was der andere schon gerechnet hat.

Das Ergebnis sind ständig steigende unproduktive Kosten (für Anleger, Kreditnehmer, Aktionäre) bei gleich guten oder schlechteren Ergebnissen, als wenn es nur einen, aber dafür wirklich voll Verantwortlichen gäbe. Denn kein einziger aus der langen Liste haftet uns künftig persönlich und automatisch mit Haus und Hof, dass es keinen neuen Fall Madoff (oder Hypo Alpe-Adria) gibt.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDerTurm
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juni 2011 07:33

    Das Problem an den Stresstests ist nur, dass sie schlicht ein großer (Selbst-)Betrug sind.

    Ich kenne keinen so genannten "Stresstest", der nicht von normalverteilter Volatilität des Marktes aus geht, und daher sind die angenommenen "Extrembewegungen" alles andere, als "extrem".

    Es ist in den letzten 50 Jahren nicht nur einmal vorgekommen, dass Banken nahezu ihre gesamten Gewinne der letzten X Jahre (seit der vorangegangenen Pleite) an einem einzigen Tag verloren haben: 1987, Russland-Pleite, Mexiko-Pleite, Dot.com, 2008...

    Und trotzdem werden bei den Stresstests in völlig ignoranter Weise vergangene "Extreme" (die nicht zu extrem sein dürfen, denn das sind ja Ausreißer jenseits der Standardabweichung) in die Zukunft extrapoliert werden.

    Die reale Welt mit der realen Möglichkeit, dass jede Bank jeden Tag pleite gehen kann (wenn sie nicht von der Politik "gerettet" wird), ignoriert man einfach.

    Stress Tests (wie auch CAPM oder die Portfoliotheorie) sind schlicht Voodoo-Rituale (Feynman würde Cargo Cult dazu sagen) um wen auch immer zu beschwichtigen und in falscher Sicherheit zu wiegen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juni 2011 04:59

    Stresstests sind keine Erfindung der jüngeren Zeit und schon gar nicht eine von Politikern. Wie ja Politiker überhaupt nichts erfinden, sondern nur Vorhandenes meist abgeändert, weil nicht verstanden, oder mißbräuchlich verwenden!

    Stresstests werden von Banken seit Jahrzehnten in regelmäßigen Abständen, meist mehrmals im Jahr, vorgenommen. Dabei handelt es sich um ein festgesetztes Verfahren, bei dem die momentane Situation der Bank, im Falle von Extrembewegungen von Zinsen oder Währungsparitäten durchleuchtet wird.

    Eine besondere Art von Stresstest, nämlich eine besonders dumme, ist die jüngste "Erfindung" des österreichischen Umweltministers Berlakowich für Atomkraftwerke!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juni 2011 01:42

    Es bewahrheitet sich wieder einmal die alte Volksweisheit: "Viele Köche verderben den Brei" und/oder "außer Spesen nichts gewesen".

    Denn trotz all dieser mehrfach abgesicherten Bankaufsichten mußten die meisten Institute während der Finanzkrise mit vielen Milliarden gestützt werden, die wirklich "faulen Eier" werden erst entdeckt, wenn "der Gestank nicht mehr zu überdecken ist" und außerdem wäre dieser seltsame "Streßtest" erst gar nicht notwendig, wenn diese fast schon unübersichtliche Anzahl an Überprüfern auch nur einen Hauch von Effizienz hätten.

    Richtig, so wird dem letztendlich für das Versagen aufkommenden Steuerzahler mit neuerfundenen "Placebopillen" immer wieder Sand in die Augen gestreut, denn die echten Finanzhaie bringen ihr Schäfchen meist rechtzeitig ins Trockene.

    Bleibt nur abzuwarten, wie lange sich dieses "Geldringelspiel" noch dreht?

  4. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juni 2011 09:17

    Im Augenblick läuft eine Übertragung der Fragestunde aus dem Parlament:

    Spindelegger setzt sich unter dem Applaus der Linken für eine europäische Finanztransaktionssteuer ein und verteidigt die Griechenlandhilfe.

    Bravo, liebe Schwarze, nur weiter so!

  5. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juni 2011 12:23

    Das Sedativ Bankenstresstest hat längst seine beruhigende Wirkung verloren, seitdem beim Stresstest letztes Jahr die irischen Banken mit Vorzug bestanden haben und dann gekracht sind. Das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis, Schularbeit und Berufswelt, Elfenbeinturm und Kohlenmine.

    Solange aber die Zentralbanken mit ihrem liebenswert-naiven Helfersyndrom durch Quantitative-Easing-Maßnahmen und sonstigen Geldmacher-Tricks ihr Zentralbankgeld unter die Banken bringen, wird es nicht aufhören, daß immer wieder Blasen entstehen, die platzen. Und ab und zu ein paar Banken oder Staaten mitreißen. Das billige Zentralbankgeld ist die Wurzel allen Übels. Darüber können auch noch so viele Stresstests nicht hinwegtäuschen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juni 2011 06:49

    Mangels ausreichender eigener Kompetenz, das nationale und internationale Bankwesen sowie die weltweit grassierende Schuldenkrisen-Situation durchschauen zu können, verweise ich wieder einmal auf zwei Beiträge im heutigen Frühkurier (Seite 5):

    Herbert Paierl (für mich noch immer ein potentieller Hoffnungsträger der ÖVP, so er sich wieder in die Politik einklinken wollte bzw. sollte), schreibt recht sachlich über die realistischen Möglichkeiten, wie man Griechenland helfen könnte bzw. sollte, ohne die vielfach befürchteten gravierenden Verlust-Potentiale in Kauf nehmen zu müssen.
    Am Schluss seines Beitrages gibt er sowohl der Politik, als auch der internationalen Finanzwirtschaft die Schuld an der Misere:
    Conclusio: "Wenn das Geld der Steuerzahler nicht reicht, wendet sich die Politik an den Finanzsektor, und dann hält er das Werkel am Laufen.
    Der Finanzsektor verhält sich wie ein Drogendealer: solange es geht, gibt er. Und wenn der Tod reinschaut, kriegt er die Panik"
    Der gute Steirermann abschließend: "Die Lehre aus Griechenland auch für Österreich sei:
    Ein Staat müsse ohne strukturelles Dauerdefizit wirtschaften!"
    Wahre Worte!

    Auf der gleichen Seite im Leserforum ein Beitrag, der - ausgehend vom Griechen-Thema - ein Schlaglicht auf die Weltpolitik (auch im Hinblick auf das weltweit betriebene Schuldenmachen) wirft, und zwar auf die wirtschafts- und finanzpolitischen Machtverschiebungen zwischen den USA und China bereits derzeit und in näherer Zukunft:
    Ausspruch eines sehr guten deutschen Kabarettisten:
    "die USA ist Griechenland für die Chinesen" !!!

    Weit haben wir es gebracht, wir Westler !!??!!

  7. Ausgezeichneter KommentatorRichard Mer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juni 2011 13:25

    Wie so oft am Donnerstag eine Fernsehkritik: Club 2 gestern abend war nicht zum Aushalten. Nach 15 Minuten ausgeschaltet. Da saßen nur irgendwelche Frauen, man war sich sehr schnell einig dass der "Boulevard" (mit Abscheu ausgesprochen) behauptet "die fleißigen Deutschen" würden den "faulen Griechen" Geld nachwerfen (haha, was für eine banale Weltsicht). Man hat weiters schnell Konsens gefunden, dass wenn die vielen Reichen in Österreich endlich auch etwas beitragen würden, dann wäre alles viel besser. Das war dann der Moment wo ich abgedreht habe. Warum tu ich mir das noch jede Woche an?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorxRatio Partner Homepage
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juni 2011 00:14

    Verursacht haben und involviert in
    den finanziellen Schlamassel waren und sind wie in allen vergangenen sog. "Wirtschaftskrisen" wieder mal

    nur Staaten und Staatsbanken.

    Der ganze Schlamassel ist, ausgehend von den linksverseuchten USA und ihrer FED wieder mal rein staatlich generiert.

    Konkret: allein in D. sind ein halbes Dutzend Landesbanken beteiligt, aber keine einzige(!!) Privatbank (siehe u.a. Hans-Olaf Henkel; evident, längst bekannt, unbestreitbar).

    Trotzdem fällt immer noch jeder Dummdödel drauf rein,
    wenn die Sozialistische Internationale korrupter Politruks nur oft genug "Haltet den Dieb!" schreit und dazu von "Spekulanten", "Regulierung" und "Stresstests" faselt.

    Wer auf absichtlich irreführende Vokabeln und Zauberwörter wie "Finanzkrise" oder "Wirtschaftskrise" reinfällt, über den kann man nur bittere Tränen weinen.

    Die Sozialistische Internationale korrupter Politruks,
    die überall mit geraubtem Geld Wählerstimmen (jetzt auch der zu diesem Zweck importierten Islamnazis) kauft,
    hilft sich auf Kosten des ausgeplünderten arbeitsamen Teils der Völker Europas nur gegenseitig,
    um ihr schändliches und kriminelles Drohnen- und Schmarotzerdasein in allen Ländern Europas auf Kosten der Völker bis zum bitteren Ende fortzusetzen.

    Die produktiven und fleißigen Minderheiten der Völker haben leider nicht genügend Wählerstimmen, um das linke Verbrecherinnen-Pack loszuwerden und zum Teufel zu jagen.

    Sind auch viel zu sehr mit produktiven Dingen zugunsten von uns allen beschäftigt, um das gigantisch verlogene Trommelfeuer der Politruks und der ihnen hörigen Medien zu durchschauen.

    Was auch hier einige zu meiner Verwunderung unverhohlen verkennen und unterstützen
    ist eine sozialistische, von Geld- und Machtgier besessene, kriminelle Bande,

    -die Freiheit und Wohlstand der Völker zerstört und zerstören WILL;
    -der jede Lüge recht ist;
    -der alles piepegal ist, wenn sie sich nur an der Macht halten kann;
    -die vor allem auch in der "grünen" Variante nicht nur sprichwörtlich über Leichen geht.


alle Kommentare

  1. Turan (kein Partner)
    21. Januar 2015 19:18

    Hans-Eberhard Dietrich 8. Juli 2011Sehr geehrter Herr Be4chtle,ich habe mir die Mfche gehamct, den von Ihnen angesprochenen Schlichtungstag anzusehen. Da wurde sehr heftig zwischen den Experten gestritten. So leichtfertig kann man keiner Seite vorwerfen, „die anderen absichtlich hinters Licht zu ffchren“. Wenn Sie hier so kundig sind, warum haben sie nicht in Ihrem Beitrag Ihre Detailkenntnisse preis gegeben, damit sich der Leser ein Urteil bilden kann?Es ist mir zu pauschal von „genug Schwindel auf K21“ zu sprechen. So redet nur, wenn man keine Fakten auf den Tisch legen kann. dcber Fakten wfcrde ich gern mit Ihnen streiten. http://tttgbbubqa.com [url=http://umdhogs.com]umdhogs[/url ] [link=http://lpibdf.com]lpibdf[/link ]

  2. Mifta (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:15

    Endlich ein guter Artikel, vielen Dank. Muss man sich auf der Zunge zeeerhgn lassen. Generell finde ich die Seite gut zu lesen.

  3. Indrojit (kein Partner)
    19. Januar 2015 15:30

    Bestimmt kann FlfcgelTV aufnehmen und den Stream anteiben. Viele nehmen auch auf und stellen es recht schnell bei Youtube ein. Nur net verzweifeln

  4. xRatio (kein Partner)
    18. Juni 2011 00:14

    Verursacht haben und involviert in
    den finanziellen Schlamassel waren und sind wie in allen vergangenen sog. "Wirtschaftskrisen" wieder mal

    nur Staaten und Staatsbanken.

    Der ganze Schlamassel ist, ausgehend von den linksverseuchten USA und ihrer FED wieder mal rein staatlich generiert.

    Konkret: allein in D. sind ein halbes Dutzend Landesbanken beteiligt, aber keine einzige(!!) Privatbank (siehe u.a. Hans-Olaf Henkel; evident, längst bekannt, unbestreitbar).

    Trotzdem fällt immer noch jeder Dummdödel drauf rein,
    wenn die Sozialistische Internationale korrupter Politruks nur oft genug "Haltet den Dieb!" schreit und dazu von "Spekulanten", "Regulierung" und "Stresstests" faselt.

    Wer auf absichtlich irreführende Vokabeln und Zauberwörter wie "Finanzkrise" oder "Wirtschaftskrise" reinfällt, über den kann man nur bittere Tränen weinen.

    Die Sozialistische Internationale korrupter Politruks,
    die überall mit geraubtem Geld Wählerstimmen (jetzt auch der zu diesem Zweck importierten Islamnazis) kauft,
    hilft sich auf Kosten des ausgeplünderten arbeitsamen Teils der Völker Europas nur gegenseitig,
    um ihr schändliches und kriminelles Drohnen- und Schmarotzerdasein in allen Ländern Europas auf Kosten der Völker bis zum bitteren Ende fortzusetzen.

    Die produktiven und fleißigen Minderheiten der Völker haben leider nicht genügend Wählerstimmen, um das linke Verbrecherinnen-Pack loszuwerden und zum Teufel zu jagen.

    Sind auch viel zu sehr mit produktiven Dingen zugunsten von uns allen beschäftigt, um das gigantisch verlogene Trommelfeuer der Politruks und der ihnen hörigen Medien zu durchschauen.

    Was auch hier einige zu meiner Verwunderung unverhohlen verkennen und unterstützen
    ist eine sozialistische, von Geld- und Machtgier besessene, kriminelle Bande,

    -die Freiheit und Wohlstand der Völker zerstört und zerstören WILL;
    -der jede Lüge recht ist;
    -der alles piepegal ist, wenn sie sich nur an der Macht halten kann;
    -die vor allem auch in der "grünen" Variante nicht nur sprichwörtlich über Leichen geht.

    • xRatio (kein Partner)
      18. Juni 2011 00:17

      Eine Frechheit, von "Griechenland" oder "den Griechen" zu reden,
      wenn man allein den griechischen Staat und seine Politruks anzuklagen und auch strafrechtlich

      -wegen Korruption, Betrugs, Verfassungsbruchs und Hochverrats-

      zur Rechenschaft zu ziehen und nicht gleich am nächsten Laternenpfahl,
      aber doch umgehend in die nächste Haft- oder Irrenanstalt zu entsorgen hätte.

  5. SOKs (kein Partner)
    17. Juni 2011 09:19

    Herr Dr. Unterberger ich hab eine Bitte an Sie.
    Könnten Sie so freundlich sein, eine kleine Funktion in Ihren Blog einzubauen, die ermöglicht, vom Ende einer geöffneten Seite schnell wieder an den Anfang der Seite zu kommen?
    Je mehr Beiträge um so weiter kommt man nach unten und muss dann raufscrollen. Früher gabs den Befehl Ctrl+Home, heute gibts ein Pfeil-Icon. Noch schlimmer wird es mit dem Scrollen, wenn Sie dann für Schlechtsehende einmal die Wahl der Anzeige-Größe einbauen.
    BG

  6. Neppomuck (kein Partner)
    17. Juni 2011 09:17

    „HACCP-Bestimmungen“
    (Hazard analysis and critical control points) sind für die Politik wie für die Banken kein Thema, während die Einhaltung derartiger Vorschriften in jeder kleinen Lebensmittel-Quetsche peinlichst genau überprüft werden.
    Na ja, nicht in jeder, wie man neulich sehen konnte.

    Dennoch sollte man darüber nachdenken, ob nicht analog derartige Auflagenkataloge für andere "Produktionen" geschaffen werden sollten.
    Allerdings setzt das den Willen zu Transparenz und die Bereitschaft zur Übernahme unternehmerischer Verantwortung voraus.

    Was bei den genannten Probanden auf wenig Verständnis stoßen dürfte.

  7. cmh (kein Partner)
    17. Juni 2011 08:44

    Jeder minderbemittelte Frühpensionist kennt den "Stress", das ist das Wort, nach dessen Nennung allseitiges Stöhnen zu erfolgen hat.

    Die Atomkraftwerke haben den Stresstest auch schon hinter sich. (ERgebnis?)

    Im technischen Sinne kenne ich STress nur von Materialbelastungen. Irgendwie hat das mit "zerstörenden" Prüfungen zu tun, also einer Prüfung, bei dem das Prüfstück so lange belastet wird, bis es bricht. Das kann lange dauern, aber es bricht auf alle Fälle.

    Da die "stressgeprüften" Atomkraftwerke genauso wie die Banken immer noch stehen, kann diese Prüfung nicht das bringen, was erwartet wird.

    Es handelt sich also um eine reine Publikumsverarsche (terminus technicus) und es bleibt abzuwarten, wie lange dieser Krug noch zum Brunnen gehen kann. Brechen wird er einmal.

  8. Norbert Mühlhauser
    17. Juni 2011 00:42

    Hervorragend, Herr Unterberger!

    Es gibt keine Sicherheit gegen die Verelendung eines Wirtschaftsraumes, außer die Hochhaltung der Produktivität, somit die Minimierung des bürokratisch/administrativen Aufwandes.

    Produktivität ist der Output pro Mannstunde, gemessen am originären Bedarf, den eine wirtschaftliche Tätigkeit zu befriedigen hat. Dazu zählt nicht der administrative Aufwand, der bekanntlich kein Endzweck, sondern nur Mittel zum Zweck ist.

    Auch Umsätze aus administrativen Dienstleistungen erhöhen keine vwl Wohlstand, so notwendig sie - zu einem gewissen Teil - auch sein mögen.

    Die Herren Politiker versuchen ja nur Beschäftigungspolitik zu machen, indem sie mittels ausufernder Kontrolle und Vorschriften immer mehr Bürokraten (- also eigentlich ihresgleichen -) an Erträgen "mitschneiden" lassen.

    Auch die Gruppe der Bankbeamten profitiert scheinbar, weil der Produktivitätsgewinn durch Automatisierung auf diese Weise zunichte gemacht wird, was Freisetzungen verhindert.

    Früher zahlte man Personal, aber auf diese Weise zahlt man heute Personal plus EDV plus "Controlling" plus juristische Folgekosten etc. - Bis halt Anlageerträge so gering und Kreditzinsspannen so hoch sind, dass die Kreditwirtschaft zum Erliegen kommt und privater Goldbesitz verboten werden muss, weil er "unter der Matratze" gehortet wird.

  9. Anton Volpini
    16. Juni 2011 21:15

    Seit 3 Stunden tut sich im Unterbergerblog nichts mehr. Das ist nicht üblich (normal)! Kann es daran liegen daß alle eine gewisse Zeitung studieren?
    Weckruf!!
    Also, wie war das mit der Vogelperspektive?

    • Norman Bates
      16. Juni 2011 21:41

      Anton, ich hab' grad keine Zeit ;-)

    • Anton Volpini
      16. Juni 2011 21:49

      Wir sollten uns morgen über die zweite Seite unterhalten! Sonst eine tolle Zeitung!

    • Norman Bates
      16. Juni 2011 22:35

      Ja, sehr gerne!
      Bis morgen und beste Wünsche für eine ruhigere Nacht heute :-)

    • Norman Bates
      16. Juni 2011 22:37

      PS: Du hast recht, ich habe diese 9/11 Vogelperspektive von der Seite bislang auch noch nicht gesehen (obwohl man das schon medial aus allen Blickwinkeln serviert bekommen hat) ...

    • Anton Volpini
      16. Juni 2011 22:48

      Die Vogelspekive ist vieleicht bemerkenswert, aber Vergangeheit, die Zeitung aber ist Zukunft , und damit wichtig!

  10. Anton Volpini
    16. Juni 2011 19:57

    O.T.

    Habe gerade im ZIP I ein für mich neues Bild über die Anschläge des World Trade Centers gesehen. Aus der Vogelperspektive wurde der zweite Anschlag gezeigt.
    Die Vogelperspektive war mir neu, oder täusche ich mich da nur?

    • Neppomuck (kein Partner)
      17. Juni 2011 11:16

      Wurde "nachgedreht".

    • Anton Volpini
      17. Juni 2011 18:19

      Wie das Neppomuck? Mit echten Fugzeugen? Die Türme standen ja nicht mehr zur Verfügung!

    • Neppomuck (kein Partner)
      17. Juni 2011 21:52

      De Auflösung der einkopierten Sequenzen war schon bei den ersten "Dokumentaraufnahmen" unterschiedlich zu denen des Hintergrundes.

      http://tinyurl.com/6alyaqk

      Außerdem müssten die Tragflächen und die Höhenleitwerke der beiden Boeings beim "impact" abgebrochen sein, auch ein Detail, das nirgend wo festzustellen war.

      Wenn das alles hinreichend erklärt worden sein sollte, dann bin ich, wenn man von dem wundersamen Zusammenfall von Objekt # 7 nach dem gleichen Schema des Zusammenfalls von O. # 1 und # 2 absieht und den ungeklärten Fragen beim Pentagon, bereit, über die Authentizität des veröffentlichten Bildmaterials neu nachzudenken.

  11. PostScriptum
    16. Juni 2011 17:29

    Jetzt ist es offiziell, die Finanzminister haben das Volk wieder dreist belogen!

    Trotz Warnungen an Griechenland seitens der EU und des IWF, die 12 MRD für Juli nur mit einem Sparpaket der Griechen zu leisten, wird am Sonntag der Kredit beschlossen werden und zwar ohne eine einzige Leistung Griechenlands!

    Das Fass ohne Boden wird immer größer:

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/670599/Entscheidung-ueber-neue-GriechenHilfen-erst-im-Juli?_vl_backlink=/home/wirtschaft/609810/index.do&direct=609810

    Und offenbar will man das (politische) Sommerloch und das damit verbundene Desinteresse der Bevölkerung nutzen, um ein zweites Hilfspaket durchzudrücken!

  12. Martin Bauer
    16. Juni 2011 14:30

    Obwohl anders vereinbart und hoch und heilig versprochen, verscherbeln alle Banken deren Griechenlandobligi an die "Europäischen Währungshüter".
    Mich würde der Durchschnittskurs (bzw. das Disagio) interessieren, müsste der doch nur geringfügig über jener Quote liegen, die man sich bei einem radikalen Haircut verspricht.

    Hat hier jemand diesbezügliche Durchschnittswerte?

    • Martin Bauer
    • schreyvogel
      16. Juni 2011 16:32

      Was hindert eigentlich kluge Leute (sogenannte "Spekulanten") daran, griechische Staatsanleihen mit geringer Restlaufzeit zu stark diskontierten Kursen zu kaufen und sie am Fälligkeitstag zu 100% einzulösen?
      Das Risiko ist sehr gering, denn innerhalb der nächsten ein oder zwei Jahre wird die EU Griechenland nicht in Konkurs gehen lassen. Da sorgen Schäuble und Merkel dafür.

      Noch nie war reich werden so einfach.

    • Martin Bauer
      16. Juni 2011 18:00

      schreyvogel

      Sie haben natürlich Recht. 2 Jahre Nerven bewahren und einen goldenen Schnitt machen.
      Nur verkaufen derzeit die Banken Griechenlandobligi fast ausschliesslich an die Währungshüter unseres Kontinents.
      Anscheinend gibt niemand mehr Griechenland 2 Jahre .... _)

    • Celian
      16. Juni 2011 21:23

      Obwohl anders vereinbart und hoch und heilig versprochen, verscherbeln alle Banken deren Griechenlandobligi an die "Europäischen Währungshüter".

      Stimmt nicht! Nur die deutschen Banken haben ihre Forderungen gegenüber Griechenland nicht abgebaut. Abe alle anderen schon. So sind nun die deutschen Banken der größte Gläubiger gegenüber Griechenland. Sie sind die einzigen die Wort gehalten haben. Sie sind die damit die Angeschmierten. Der blonde Michl war der einzige mit Handschlagsqualität. Er war so naiv und alle anderen, vor allem die Franzosen lachen sich ins Fäustchen: wieder haben sie die Deutschen reingelegt.

      Ich finds jetzt nicht im Internet. Aber da war ein großer Artikel auf Seite eins der "Wirtschaft" (oder "Finanzen") in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ)

      WO SONST!!!!

    • Martin Bauer
      17. Juni 2011 10:59

      Celian

      Korrekt! Es müsste heissen: "fast alle verscherbeln"
      Habe heute in einer Randnotiz in der Presse gelesen, dass derzeit der Abschlag knapp über 30% beträgt. Nun, das scheint mir fasst zu moderat.

  13. Richard Mer
    16. Juni 2011 13:25

    Wie so oft am Donnerstag eine Fernsehkritik: Club 2 gestern abend war nicht zum Aushalten. Nach 15 Minuten ausgeschaltet. Da saßen nur irgendwelche Frauen, man war sich sehr schnell einig dass der "Boulevard" (mit Abscheu ausgesprochen) behauptet "die fleißigen Deutschen" würden den "faulen Griechen" Geld nachwerfen (haha, was für eine banale Weltsicht). Man hat weiters schnell Konsens gefunden, dass wenn die vielen Reichen in Österreich endlich auch etwas beitragen würden, dann wäre alles viel besser. Das war dann der Moment wo ich abgedreht habe. Warum tu ich mir das noch jede Woche an?

    • contra
      16. Juni 2011 13:38

      @Richard Mer

      Ging mir genauso - nur "schwafelschwafelgeschwafel", war echt grausam und führte bei mir zum Abschaltknopf!!!

    • brechstange
      16. Juni 2011 13:44

      Wir haben den Fernseher schon lange abgemeldet.

  14. Wertkonservativer
    16. Juni 2011 12:49

    Heute - aus aktuellem Grund - zur umstrittenen Griechenlandhilfe - noch einmal:

    ich weiß, dass ich mich mit meiner Meinung im Gegensatz zu vielen meiner Mitposter befinde.
    Ganz klar auch, dass - in üblicher Hackordnung - praktisch nur die Schwarzen (Fekter, Spindelegger) mit ihren heutigen Ausführungen im Parlament ihr Fett abbekommen!

    Das gerade in den Mittagsnachrichten gehörte Interview mit dem vormaligen Notenbank-Chef Klaus Liebscher gibt mir einige Sicherheit, dass die Bemühungen, Griechenland auch weiterhin bestmöglich "unter die Arme zu greifen, sinnvoll, gut und richtig sind.
    Liebscher spricht klar aus, was viele echt kompetente Fachleute und auch verantwortungsvolle Politiker schon festgestellt haben: Ein völliges Fallenfallen Griechenlands hätte - abgesehen von den Folgerungen für das griechische Volk (das sich allerdings ab sofort heftig am Riemen zu reissen haben wird) - für die vielen europäischen Gläubigerländer und deren Banken außerordentlich prekäre Folgewirkungen, die auch uns Österreichern wesentlich mehr kosten würden, als mögliche Abstriche bei den gewährten Krediten und Haftungen!!

    Bitte allseits um Verzeihung, aber ich glaube Klaus Liebscher mehr, als selbsternannten Kritikastern!

    Und die Blauen und Orangen? Die sind für mich weiterhin nichts als halbstarke Oppositions-Schreier ohne jeglichen Wirtschafts-Verstand!

    Keine Sternderln, bitte!

    Nachsatz:
    Es mag sein, dass ich mich irre! Aber bitte, bedenken Sie doch auch die Gegenargumente, die Ihre (natürlich in vieler Hinsicht verständliche) Meinung relativieren könnte!
    Danke!

    • brechstange
      16. Juni 2011 13:09

      Ach ja, der Liebscher hat ja immerhin zugelassen, dass viele unserer Goldreserven just zum Zeitpunkt abgestoßen wurden, wo der Goldpreis am niedrigsten war. An der Vorausschau des Herrn Liebscher muss ich schon ordentlich zweifeln.

      http://www.euractiv.de/finanzplatz-europa/artikel/junge-europaer-wollen-mehr-europaische-anstrengung-004962

      Und mit der jugendlichen Einstellung, die keine Ahnung von Tuten und Blasen haben, wird Europa global bestimmt verlieren. Traurig, dass man 16jährige zum Euro und zur Transferunion befragt. Die haben noch keinen einzigen Cent an Leistung eingebracht. Es ist einfach eine verwöhnte Konsum- und Lust-Generation. Es tut mir echt leid, in der Erziehung versagt zu haben.

      Ich sehe wahrlich schwarz, ganz unabhängig davon, ob Blau oder Orange im Parlament toben. Es ist grob fahrlässig, was Politiker durch ihr Nichthandeln und Verzögern Europa antun.

    • contra
      16. Juni 2011 13:40

      @brechstange

      ************!

    • Cotopaxi
      16. Juni 2011 13:45

      @brechstange:

      *****

    • Wertkonservativer
      16. Juni 2011 14:04

      Hab' ja gewusst, was kommt!

      Hier wird immer (in anderen Zusammenhängen ) vom "Mainstream" geredet.
      Der "Mainstream" hier zu diesem Thema ist "erdrückend"!

      Sie, werte Brechstange, contra und cotopaxi, vertreten hier eindrucksvoll die Mehrheitsmeinung; absolut legitim, doch - bitte - lassen Sie mir auch die meine!

    • Richard Mer
      16. Juni 2011 14:19

      Wertkonservativer: Haben Sie gelesen, dass die öffentlichen Gelder die meisten französischen Banken bereits aus Griechenland rausgekauft haben, und die deutschen Banken auch ihre Investitionen dort deutlich senken konnten?

    • Wertkonservativer
      16. Juni 2011 15:10

      @ Richard Mer:

      in meinem heutigen Frühbeitrag habe ich ganz klar meine Nichtkompetenz in all diesen Fragen deponiert! Im Gegensatz zu vielen hier (die anscheinend mehr Grips und auch mehr Einblick in diese verworrene Finanz-Situation haben), kann ich mir eine Meinung lediglich nach Beobachtung beider Denkrichtungen und dann nach bestmöglicher Einsicht bilden, die natürlich (wie ich ja auch recht klar zugegeben habe), schlussendlich auch falsch sein kann.

      Eines kann ich nicht ganz verstehen: glauben Sie alle wirklich, dass die verantwortlichen Staatsmänner in der EU alle mit Blindheit geschlagen sind, und ihren jeweiligen Völkern nichts als grobe Verluste bescheren wollen?
      Sind die alle nur Getriebene ohne jegliches Verantwortungsgefühl?

      Das kann ich einfach nicht glauben okay, vielleicht bin ich diesbezüglich etwas zu gutgläubig und naiv)!

      Wenn schon Herr Liebscher hier negativ beurteilt wird (ich habe ihn auch persönlich als integren und hochqualifizierten Spitzenbanker erlebt), sind doch auch viele andere qualifizierte Politiker und Finanzfachleute der Meinung, Griechenland - angesichts sonst noch viel gravierender Nachteile für alle Beteiligten - nun auch weiter moderat und möglichst intelligent helfen zu müssen.

      Genug der Worte: die nächste Zukunft wird es weisen, was falsch und gut in der Beurteilung der "Griechenland-Rettung" ist.
      Meine (unmaßgebliche) Meinung liegt auf dem Tisch; ich werde mich zu diesem Thema sicher nicht mehr äußern.

    • Richard Mer
      16. Juni 2011 17:03

      Wertkonservativer: Das Problem ist, dass es ein einziges Szenario gibt, in dem die Finanzhilfen ein gutes Ende nehmen. Dieses ist dass diese Finanzhilfen Griechenland Zeit geben um harte Reformen durchzuziehen die das griechische Budget sanieren, so dass Griechenland wieder Geld am Markt bekommen und seine Zinsen bezahlen kann. Dann wären tatsächlich alle am Ende glücklich.

      Die Realität ist dass Griechenland seine Zusagen nicht einhält, die Menschen die Reformen blockieren, und die Geldbeträge die es verschlingt exponentiell zunehmen. Hinzu kommt eine Neuverschuldung trotz der bereits geleisteten Reformen von neun Prozent im Jahr. So optimisitisch kann ich gar nicht sein, da noch irgendwo ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

    • Wertkonservativer
      16. Juni 2011 17:54

      Richard Mer:

      genau die von Ihnen als einzig möglich und sinnvoll angeführte Alternative wollen ja die EU-Verantwortlichen noch durchziehen; natürlich unter Daumenschrauben-Anziehen bei dem teils uneinsichtigen Griechenvolk.
      Sollte das schiefgehen, würde das natürlich unangenehme Weiterungen geben;
      die gibt es jedoch bei einem von Ihnen allen anscheinend angestrebten Griechenland-Konkurs für alle Beteiligten in wahrscheinlich noch weit größerem Ausmaß!

      Mehr will ich dazu aber wirklich nicht mehr sagen, außer das:
      was auch immer hier geschrieben wird, es wird keinen Deut an den nächsten Entscheidungen in dieser Causa, und auch nicht an den möglicherweise schicksalhaften weiteren Entwicklungen in Weltwirtschaft und Weltpolitik ändern können!

      Dampf ablassen, das ist wirklich alles, was wir hier können; nutzen wirds uns nix!

      So, jetzt gehe ich in unseren schönen Garten und werde körbeweise herrliche Herzkirschen pflücken!

      Guten Abend allerseits!

    • byrig
      16. Juni 2011 23:30

      die lage ist so unübersichtlich und verworren,dass auch der beste experte nicht weiss,welche massnahmen richtig sind und was letzlich aus all dem schlamassel werden wird.auch der herr liebscher nicht.wobei ich den als seriösen banker schätze-als laie.
      keiner weiss eigentlich wirklich etwas.das das so ist,zeigt die gespaltenheit der fachwelt und experten.

    • xRatio (kein Partner)
      18. Juni 2011 00:34

      @Wertkonservativer 16. Juni 2011 15:10

      in meinem heutigen Frühbeitrag habe ich ganz klar meine Nichtkompetenz in all diesen Fragen deponiert!

      Jaja, damit haben Sie ausnahmsweise vollkommen recht.

      Demnach gilt aber auch:

      Worüber man nicht reden kann, darüber muß man schweigen. - Hab' ich jedenfalls mal irgendwo läuten hören... :-)

      Trotzdem plappern Sie redselig wie ein Plapperstorch polit-ergebenen Dünnpfiff vor sich hin.
      Auch werfen Sie schon wieder trotz eingehender und liebevoller Aufklärung meinerseits

      http://www.andreas-unterberger.at/2011/06/sn-kontroverse-obb-privatisierung/#comment-134467

      immer wieder munter und unbedarft Staaten, Politruks und Völker durcheinander.

      vielleicht bin ich diesbezüglich etwas zu gutgläubig und naiv)!

      "Vielleicht"? "Etwas"???

      Naja. Selbsterkenntnis so heißt es, wäre der erste Wege zur Besserung.

      Mit Ihren salvatorischen Klauseln möchten Sie aber doch nur berechtigter Kritik zuvorkommen und diese möglichst hintanhalten.

      Da Sie - ach wie rührend und eklatant widersprüchlich- gleichzeitig darum bitten, Ihnen doch Ihre Meinung zu lassen, so bestätigt das nicht nur den Eindruck, daß Sie Meinungsfreiheit mit Narrenfreiheit verwechseln.

      Ihre Bitte ist schon für sich betrachtet reichlich kurios:

      1. Ihre Meinung können Sie -tja, wer hätte das gedacht- nämlich nur höchstselbst ändern.

      2. Ihre Meinung -sei sie auch noch so abstrus- kann Ihnen nämlich niemand wegnehmen, selbst wenn er wollte.

      Die Gedanken sind frei. Das wissen selbst die übelsten Despoten, weswegen sie sich auch heute wieder alle Mühe geben, wenigstens deren Äußerung gewaltsam zu unterdrücken.

      Widerspruch ist allerdings keine Gewalt. Meinungsfreiheit keine gegen Kritik immunisierende Narrenfreiheit.

  15. Celian
    16. Juni 2011 12:23

    Das Sedativ Bankenstresstest hat längst seine beruhigende Wirkung verloren, seitdem beim Stresstest letztes Jahr die irischen Banken mit Vorzug bestanden haben und dann gekracht sind. Das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis, Schularbeit und Berufswelt, Elfenbeinturm und Kohlenmine.

    Solange aber die Zentralbanken mit ihrem liebenswert-naiven Helfersyndrom durch Quantitative-Easing-Maßnahmen und sonstigen Geldmacher-Tricks ihr Zentralbankgeld unter die Banken bringen, wird es nicht aufhören, daß immer wieder Blasen entstehen, die platzen. Und ab und zu ein paar Banken oder Staaten mitreißen. Das billige Zentralbankgeld ist die Wurzel allen Übels. Darüber können auch noch so viele Stresstests nicht hinwegtäuschen.

  16. perseus
    16. Juni 2011 12:08

    Der „Stresstest“ im normalen Wirtschaftsleben heißt natürliche Auslese. Banken, die zu riskant agieren, weil sie Geschäfte mit Kunden machen, die hohe Ausfallsrisiken beinhalten (private und öffentliche), fallen aus. Leider ist dieser gesunde natürliche Ausleseprozess dadurch ausgeschaltet worden, dass sich Politiker eingemischt haben und festgestellt haben, dass bestimmte Banken systemrelevant sind (das sind die mit denen sie sich ins Bett gelegt haben). Diese Banken sind in der Krise von uns allen zu retten und können seither ohne Risiko alle Geschäfte abschließen, egal, wie riskant sie sind. Sie wissen, dass sie im Ernstfall gerettet werden – mit unserem Geld, das Politiker in unserem Namen ausgeben.
    Die Großbanken und daher die großen Probleme werden so immer größer.

    Der Name „Stresstest“ an sich ist schon ein Placebo. Das kann nur Politikern einfallen.

    Die nächste Krise wird über die durch Stresstests geschwächten Banken drüberrauschen und dann wird der Staat auch nicht mehr eingreifen – die natürliche Auslese kommt immer; in diesem Fall durch die Politik verzögert. Die Folgen werden uns alle härter treffen, als wenn das schon 2008/9 erledigt worden wäre.

    Übrigens: Wissen Sie, warum Politiker eine dicke Haut haben müssen? Nein? Damit sie auch ohne Rückgrat aufrecht gehen können.

  17. HJR
    16. Juni 2011 10:11

    Unausrottbar scheint des Menschen Bemühen, die Welt verstehen und erklären zu wollen. Doch alle diesbezüglichen Versuche, ob Platon mit seinen Ideen, Kant mit seinen "à prioris" der Vernunft, Hegel mit seiner Dialektik oder Marx mit seiner Gesellschaftstheorie samt Therapie-Empfehlung - alle haben sich als unzureichend bis unbrauchbar erwiesen. Am wenigsten haben jene überzeugt, welche die "Vernunft" als Vehikel zur Welterklärung postulierten. Der Wirklichkeit als dem unerklärbaren Chaos am nächsten kamen offenbar Schopenhauer mit seinem zufällig, absichtslos und keiner philosophischen Kategorie achtenden "Willen" und Nietzsche mit seinem Drang nach "Oben" (dem Willen zur Macht, dem "Übermenschen"), wobei dieses "Oben" als Unkonretes Mehr, als "besser, schneller, höher, reicher" oder als beliebiges Anderes, was in diese Metapher passt, verstanden werden darf. Und all diesen Erklärungsversuchen fehlt eine Vermutung über den Sinn dieser Welt, was mich veranlasst, davon auszugehen, dass es einen solchen "Sinn" nicht gibt.

    Und auch die "Königin der Wissenschaften", die Physik (welche durch die Erkenntnisse der Quantentheorie in das größte Desaster der Wissenschaftsgeschichte - der Widerlegung des Satzes vom Grunde und der berechtigten Befürchtung, dass "Gott eben doch nur würfelt" - gestürzt wurde, liefert uns keine wirklichen Erklärungen. Damit sind alle Fragen nach dem Grund, dem Warum und nach Schuld (die ja auf eine Verursachung abzielt) unmöglich und daher sinnlos geworden. Und alle Fragen, die noch gestellt werden können, können sich nur auf die allertrivialsten, der "Vernunft" zugänglichen Dinge beziehen. Und das sind wenige von der Art: "Warum kehrt ein Stein, den ich werfe, zur Erde zurück?"

    Ich vermag nicht abzuschätzen, wieviele Worte oder Sätze oder Elaborate seit Ausbruch der "Krise" (mit der "Lehmann-Pleite" im September 2008) schon geschrieben wurden. Aber ich vermute, dass alle sinnlos waren, wie die Erklärungen, welche versucht und die "Schuldigen", die gefunden wurden. Die "Krise" - egal ob Stresstests, Basel III oder Griechenland-Pleite ist in der Welt, bewegt sich nach ihren eigenen Gesetzen weiter und wird - mit völlig ungewissem Ausgang - weiterwogen.

    Das für mich Beruhigende daran ist, dass weder ich mit meinem Pessimismus noch mein Freund, der werte Wertkonservative mit seiner neuerdings offenbar nicht mehr im Vordergrund stehenden Hoffnung auf das Erstarken und "das Ruder übernehmenden konservativen Kräfte" daran etwas ändern können und ändern werden. Ist das Fatalismus? Wenn man diesen als Einsicht definiert, keine unbeantwortbaren Fragen stelln zu sollen, dann antworte ich mit "ja".

    Und so vermag ich den "Stresstests" - auch wenn A.U. diese zurecht als "Opium fürs Volk" charakterisiert - mangels einschlägiger Drogensucht nur begrenztes Interesse entgegen zu bringen. Und selbstverständlich werden alle Massnahmen, welche der politisch-geldwirtschaftliche Komplex sich einfallen lässt, ihre - unabsehbaren - Folgen zeitigen. Und ich vermute, dass sich sich Welt derzeit nicht auf einen "besseren Zustand" hin entwickelt, weil ...
    ... ich erstens nicht zu definieren vermag, was "besser" wäre (ich bin ja kein Grüner und daher nicht im Besitz der Wahrheit);
    ... und zweitens glaube, dass der Ideen-Reichtum des politisch-geldwirtschaftlichen Komplexes (dessen jüngste Klimmzüge wir ja mit dem griechischen Problem der EU aus erster Reihe miterleben durften )schon erschöpft sein sollte.

    Freuen wir uns also auf weitere Sketches des absurden Kabaretts auf der Titanic! Der Maschinenraum steht schon unter Wasser, die Schraube wird noch ein paar Umdrehungen wagen, aber die Kapelle spielt noch!

    • HJR
      16. Juni 2011 10:20

      Nachsatz
      Um im letzten Bild zu bleiben: Ich vermute, dass die Passagiere erster Klasse auch schon aufgefordert wurden, die (wenigen vorhandenen) Rettungswesten anzuziehen und sich bei den Rettungsbooten zu versammeln.

    • Wertkonservativer
      16. Juni 2011 10:31

      Lieber HJR:

      zur "Hoffnung" eine kleine Zitatensammlung:

      "Was wäre das Leben ohne Hoffnung!" Hölderlin, Hyperion.

      "Schlägt dir die Hoffnung fehl, nie fehle dir das Hoffen!
      Ein Tor ist zugetan, doch tausend sind noch offen."Rückert/Weisheit des Brahmanen

      "Wenn die Hoffnung nicht wär, so lebt ich nicht mehr;
      denn die Hoffnung allein, kann lindern die Pein." (Schwäbisches Volkslied (1737).

      Ich hätte noch mehr Gstanzeln auf Lager, will es jedoch dabei bewenden lassen!

      Liebe Grüße von Haus zu Haus!

    • HJR
      16. Juni 2011 10:49

      Danke, werter Wertkonservativer
      für die versuchte Ermunterung. Aber da ich (als Tiroler) Gstanzln nur in ihrer originären Umgebung und deren entsprechendem Flair (und einigem Bier) so richtig genießen kann, werde ich mir selbige ausdrucken und bei passender Gelegenheit neben den Bierdeckel legen.
      :-)

  18. Cotopaxi
    16. Juni 2011 09:17

    Im Augenblick läuft eine Übertragung der Fragestunde aus dem Parlament:

    Spindelegger setzt sich unter dem Applaus der Linken für eine europäische Finanztransaktionssteuer ein und verteidigt die Griechenlandhilfe.

    Bravo, liebe Schwarze, nur weiter so!

    • brechstange
      16. Juni 2011 09:26

      Welchen Durchblich sollten ÖAABler mitbringen, die sich nur im geschützten Bereich aalglatt bewegen, gelernt zu haben?

  19. Samtpfote
  20. brechstange
    16. Juni 2011 08:24

    "Big is beautiful."

    Wie ein roter Faden zieht sich dieses Argument über den Globus. Doch wird genau an diesem Argument klar, dass damit "Naturgesetze", unveränderliche Rahmenbedingungen außer Kraft gesetzt werden, die freie, faire Marktwirtschaft schädigend. Aus diesem Mythos entstand das Mythos "Too-big-to-fail", das in der Realität der Absicherung der "Wortführer" dient und großzügigst vom "Steuerzahler" subventioniert "werden muss". Daher ist der Stresstest für "Too-big-to-fail-Banken" erst dann ein Problem, wenn die Steuerzahler wegen zu hoher Verschuldung ausfallen. Dieser Schluss sollte uns klar sein, die großen verdrängen die kleinen.

    Diese Fehlentwicklung zieht sich wie ein roter Faden durch viele Gesellschafts- und Wirtschaftsbereiche. Somit verschwinden Qualitätsprodukte, -projekte, -föderalismus einfach von der Bildfläche zugunsten der subventionierten "Too-big-to-fail-Unternehmungen".

    Fällt das eigentlich keinem auf? Auch wenn Herr Unterberger anderer Meinung ist, tragen die Absprachen der Bilderberger zu dieser Entwicklung ordentlich bei und das ist keine Verschwörung sondern ein Faktum.

    • HJR
      16. Juni 2011 14:59

      Na, ja, nachdem "small is beautiful" (in den 70ern) nicht so recht durchgesetzt hat - die beginnende "Konzentration", der Vorläufer der "Globalisierung", hatte bereits erste Blüten entfaltet - eben mal so rum.
      Aber auch die Natur hat schon Erfahrungen mit "Riesenwuchs" gesammelt, aber viel ist auch davon nicht übrig geblieben.

  21. DerTurm
    16. Juni 2011 07:33

    Das Problem an den Stresstests ist nur, dass sie schlicht ein großer (Selbst-)Betrug sind.

    Ich kenne keinen so genannten "Stresstest", der nicht von normalverteilter Volatilität des Marktes aus geht, und daher sind die angenommenen "Extrembewegungen" alles andere, als "extrem".

    Es ist in den letzten 50 Jahren nicht nur einmal vorgekommen, dass Banken nahezu ihre gesamten Gewinne der letzten X Jahre (seit der vorangegangenen Pleite) an einem einzigen Tag verloren haben: 1987, Russland-Pleite, Mexiko-Pleite, Dot.com, 2008...

    Und trotzdem werden bei den Stresstests in völlig ignoranter Weise vergangene "Extreme" (die nicht zu extrem sein dürfen, denn das sind ja Ausreißer jenseits der Standardabweichung) in die Zukunft extrapoliert werden.

    Die reale Welt mit der realen Möglichkeit, dass jede Bank jeden Tag pleite gehen kann (wenn sie nicht von der Politik "gerettet" wird), ignoriert man einfach.

    Stress Tests (wie auch CAPM oder die Portfoliotheorie) sind schlicht Voodoo-Rituale (Feynman würde Cargo Cult dazu sagen) um wen auch immer zu beschwichtigen und in falscher Sicherheit zu wiegen.

    • Anton Volpini
      16. Juni 2011 08:02

      Das eine schließt das andere nicht aus!
      Was die Deutung der Zukunft betrifft halt ichs auch eher mit dem Schwarzen Schwan vom Nassim Taleb.
      Und trotzdem sind die Stresstests eine gute Beurteilungsmethode über die momentane Situation der Bank. Wenn Sie verehrter Turm über Extreme wie ein hundertjähriges Hochwasser reden, dann spreche ich bei diesem Verfahren von 300 Prozentpunkten!

    • DerTurm
      17. Juni 2011 22:05

      ...dann sollten Sie mal Benoît Mandelbrot lesen (er behandelt die Probleme der Gauss'schen Statistk ausführlicher und mit weniger Verachtung).

      Mandelbrot hat übrigens bereits in den 60ern publiziert, dass Gauss'sche Statistik in der Ökonomie nicht anwendbar ist.

      Und bezüglich Stress-Tests halte ich es mit Taleb: Es ist unsinnig, mit einer Karte eines Pariser Flughafens einen Landeanflug in Gran Canaria zu versuchen, "da man nichts Besseres hat".

      Stress-Tests sind Unfug, weil sie immer nur den größten bislang aufgetretenen Unfall in die Zukunft extrapolieren. Im Fall der skalierbaren Ökonomie ist das grober Unfug (bei nicht-skalierbaren Themen machen solche Risikoanalysen durchaus Sinn, ebenso wie Gauss'sche Statistik Sinn machen kann, aber eben nur in Ausnahmefällen)

  22. phaidros
    16. Juni 2011 07:14

    Das kann nicht Sache des Staates sein, wie ich meine. Es wäre Sache der Eigentümer, die eigene Bank einem (verdeckten*)?) Belastungstest auszusetzen, und das Management zu feuern, wenn ein untragbares Gesamtrisiko für das eigene, eingesetzte Kapital zu Tage tritt.

    Also wohl einfach eine weitere Hand-in-Unschulds-Waschung, Selbstberuhigung, Öffentlichkeitsberuhigung oder irgend etwas in der Art der Politik.

    BG/phaidros.vie@gmail.com

    *) »Von außen«, also verdeckt, wird wohl nicht gehen, es wird vermutlich intensive Kooperation der getesteten Bank nötig sein.

    • DerTurm
      16. Juni 2011 07:41

      "Belastungstests" haben eine klitzekleine Schwachstelle: Sie extrapolieren vergangene "extreme Ereignisse" und extrapolieren diese in die Zukunft.

      Das hat man auch in Japan gemacht, daher waren die Mauern gegen Tsunamis im Schnitt 6 Meter hoch.

      Um "echte" Belastungstests durchführen zu können, müsste man die Zukunft kennen (was ein Ding der Unmöglichkeit ist).

      Es gibt immer wieder leute, die glauben, wenn sie sich dem Risiko eines 100-Jährigen Hochwassers nur 5 Jahre aussetzen, wären sie zu 95% "sicher (das ist jedoch völliger Schwachsinn).

      Das Finanzwesen skaliert jedoch wesentlich extremer, als Wasser (dem die Schwerkraft eine gewisse natürliche Grenze in Bezug auf die maximale Höhe einer Welle), daher bezeichne ich jeden, der sich anmaßt, die Zukunft zu kennen (und dies tut jeder, der einen "Belastungstest" im Finanzwesen durchführt), als Betrüger (Hayek hatte das noch euphemistisch als "große Anmaßung" bezeichnet).

  23. Wertkonservativer
    16. Juni 2011 06:49

    Mangels ausreichender eigener Kompetenz, das nationale und internationale Bankwesen sowie die weltweit grassierende Schuldenkrisen-Situation durchschauen zu können, verweise ich wieder einmal auf zwei Beiträge im heutigen Frühkurier (Seite 5):

    Herbert Paierl (für mich noch immer ein potentieller Hoffnungsträger der ÖVP, so er sich wieder in die Politik einklinken wollte bzw. sollte), schreibt recht sachlich über die realistischen Möglichkeiten, wie man Griechenland helfen könnte bzw. sollte, ohne die vielfach befürchteten gravierenden Verlust-Potentiale in Kauf nehmen zu müssen.
    Am Schluss seines Beitrages gibt er sowohl der Politik, als auch der internationalen Finanzwirtschaft die Schuld an der Misere:
    Conclusio: "Wenn das Geld der Steuerzahler nicht reicht, wendet sich die Politik an den Finanzsektor, und dann hält er das Werkel am Laufen.
    Der Finanzsektor verhält sich wie ein Drogendealer: solange es geht, gibt er. Und wenn der Tod reinschaut, kriegt er die Panik"
    Der gute Steirermann abschließend: "Die Lehre aus Griechenland auch für Österreich sei:
    Ein Staat müsse ohne strukturelles Dauerdefizit wirtschaften!"
    Wahre Worte!

    Auf der gleichen Seite im Leserforum ein Beitrag, der - ausgehend vom Griechen-Thema - ein Schlaglicht auf die Weltpolitik (auch im Hinblick auf das weltweit betriebene Schuldenmachen) wirft, und zwar auf die wirtschafts- und finanzpolitischen Machtverschiebungen zwischen den USA und China bereits derzeit und in näherer Zukunft:
    Ausspruch eines sehr guten deutschen Kabarettisten:
    "die USA ist Griechenland für die Chinesen" !!!

    Weit haben wir es gebracht, wir Westler !!??!!

    • HJR
      16. Juni 2011 07:22

      Aber, aber, werter Wertkonservativer!
      Heute so ganz ohne Romantik (na gut, sehr viel diesbezügliches Potential steckt ja wirklich nicht im "schöden Mammon")? Aber auch kein Hoffnungsstreifen am Horizont? Oder sollte ich die Erwähnung des Herrn Paierl als "Hoffnungsträger" der ÖVP so verstehen?
      Wenn ich allerdings dessen von Ihnen zitiertes Statement, "ein Staat muss ohne strukturelles Dauerdefizit wirtschaften" - das auch mir aufgefallen ist - als intellektuelle Quintessenz paierl'schen Finanzpolitk-Verständnisses werte, dann wird mir klar, warum auch Sie, werter Wertkonservativer, allmählich alle Hoffnung fahren lassen.

      Verstädnisvolle Grüße
      HJR

    • Wertkonservativer
      16. Juni 2011 07:31

      Recht haben Sie, werter HJR!
      Verweisen Sie mich ruhig hin und wieder in meine selbstgesteckten Grenzen.
      Aber, Sie wissen es ja selbst: Kein Mensch ist fehlerfrei!
      Mit meinen "Fehlern" (Optimismus, Romantik) kann ich jedoch gut und ohne Anflug schlechten Gewissens recht gut leben!

      Schönen guten Morgen Ihnen und allen anderen frühschichtarbeitenden Mit-Diskutanten!

    • Wertkonservativer
      16. Juni 2011 10:02

      Danke, wem auch immer, für das halbe Sternderl; ich nehm's als Auszeichnung!

  24. Observer
    16. Juni 2011 06:36

    Die Kunden und das Volk werden belogen und betrogen. Grosskonzerne, Banken, Ministerien und Regierungen nehmen nun verstärkt Dienstleister in Anspruch, welche das öffentliche Auftreten immer in ein sehr positives Licht stellen. Für mögliche Krisenfälle gibt es überall "Notfallpläne", welche von von selbst ernannten Krisenberatern und -managern (für viel Geld) erstellt wurden und bei Bedarf aus der Schublade hervorgezogen werden.

    So werden wir im konkreten Fall der Stresstests sicher wieder von den Regierungen und den involvierten Banken beruhigt, beschwichtigt und besänftigt. Auch "willfähige" Medien werden dafür eingespannt.

    Wie lange müssen wir uns dies alles noch gefaallen lassen? Oder anders gefragt: wie lange sind die Leute noch so einfaltslos, glauben dies alles und wählen immer wieder diese Leute?

    • HJR
      16. Juni 2011 07:31

      Die "Kunden" und das "Volk", welches belogen und betrogen wird, sind ident mit jenen, welche belügen und betrügen! Schließlich wird ja unsere Regierung weder von Chinesen, noch von Kongolesen gebildet.

      Und sogar das - hiermit erfolgte - glaskare Aussprechen dieser wahren Trivialität (alle Wahrheit ist trivial) wird daran nichts ändern. Und "diese Leute" werden weiterhin "diese Leute" wählen, weil ganz einfach keine anderen da sind!

  25. Anton Volpini
    16. Juni 2011 04:59

    Stresstests sind keine Erfindung der jüngeren Zeit und schon gar nicht eine von Politikern. Wie ja Politiker überhaupt nichts erfinden, sondern nur Vorhandenes meist abgeändert, weil nicht verstanden, oder mißbräuchlich verwenden!

    Stresstests werden von Banken seit Jahrzehnten in regelmäßigen Abständen, meist mehrmals im Jahr, vorgenommen. Dabei handelt es sich um ein festgesetztes Verfahren, bei dem die momentane Situation der Bank, im Falle von Extrembewegungen von Zinsen oder Währungsparitäten durchleuchtet wird.

    Eine besondere Art von Stresstest, nämlich eine besonders dumme, ist die jüngste "Erfindung" des österreichischen Umweltministers Berlakowich für Atomkraftwerke!

    • Johann Scheiber
      16. Juni 2011 05:38

      Früh wach was? Hat die Hirschbrunft verfrüht eingesetzt, oder hat dir der Vollmond den Schlaf geraubt, Anton?

      Die meisten Politiker sind wie die Kinder, sie hören etwas und lallen es nach, verstehen es aber nicht. Während Kinder aber üblicherweise und entwicklungsbedingt in eine Reflexionsphase kommen, passiert das bei Politikern nicht. Da sind auch die meisten durch eine Sprach- und Kommunikationszerstörungsausbildung, genannt NLP, hindurchgegangen und erfreuen sich dann über den Verlust der Sprache und des Denkens, damit über den Verlust der Wirklichkeit auch noch wie die Schneekönige.
      Das muss man alles erst einmal live erleben!

    • simplicissimus
      16. Juni 2011 05:51

      johann scheiber: loll, sind das die frischen gedanken am morgen? :-)

    • Johann Scheiber
      16. Juni 2011 06:03

      Nein simplicissimus, das ist eher eine Art Morgengrauen!

    • Anton Volpini
      16. Juni 2011 06:50

      Guten Morgen Johann, schon so scharfgeistig heute aufgewacht? :-))

      Nein die Hirschbrunft hat noch nicht eingesetzt und auch die Rehböcke sind noch mehr mit den Revierkämpfen beschäftigt als nach der Jagd nach dem besseren Geschlecht.
      Unser Hund hat einen Radau gemacht, weil in der Nachbarschaft Raketen abgefeuert wurden. Scheinbar wurde jemand mit einem runden Geburtstag aufgeweckt, und uns alle gleich mit dazu.

      Bin noch etwas belämmert......., wie war das mit dem Schneekönig?

    • HJR
      16. Juni 2011 07:46

      @Johann Scheiber
      Was den Politikern ihr NLP (dessen Hochphase übrigens längst zu Ende ist), das ist dem einfachen Volk - zumindest in Wien - die öffentliche Schule, welche schon mehrere Lehrergenerationen am Eintritt in ihre "Reflexionsphase" gehindert hat und nunmehr - im Kleid der NMS - antritt, das Übel "Reflexion" an der Wurzel (sprich schon bei den Fünfjährigen im sozialistischen Zwangskindergarten) im Keim zu ersticken.

      Übrigens genügt es schon, die Sprache zu vernichten, um das Denken zu verhindern. (Meine diesbezüglichen Live-Erlebnisse absolviere ich gerade an meinem Enkel, der immerhin noch das Glück hatte, in einem vormals "schwarzen Bezirk" eingeschult zu werden - was am Ergebnis allerdings kaum etwas ändert).

    • Martin Bauer
      16. Juni 2011 08:28

      Johann Scheiber
      HJR

      A pro pos ( Jugend und Sprachkenntnisse und etwas OT):

      Vor unserer Wohnungsanlage vorgestern von einem ca. 10-Jährigen auf den Gehsteig publiziert:

      "Ich pin Kurde"

      Na ja, 66% sind doch ganz gut oder?

    • Johann Scheiber
      16. Juni 2011 10:01

      Martin Bauer

      Der kleine Kurde hat es aber geschafft den Fehler gleichzeitig zu begründen.
      Ich mache das auch so. Wenn es eng wird sage ich: Ich bin Kärntner! Dann haben alle Leute gleich viel mehr Verständnis.

    • Martin Bauer
      16. Juni 2011 10:04

      Johann Scheiber

      lol

    • Anton Volpini
      16. Juni 2011 10:39

      Übrigens Johann, Du solltest Dein Morgengrauen zu einem Hauptkommentar machen.....mit einem Hinweis zum Stresstest, oder so.
      Ich bin mir sicher, das kommt sehr gut an, von mir kriegst Du dann jedenfalls gleich 3 Sternderln, versprochen! Ehrlich!

    • HJR
      16. Juni 2011 10:41

      @Johann Scheiber & Martin Bauer
      Köstlich!

    • Johann Scheiber
      16. Juni 2011 12:50

      Lieber Anton,

      die Sterne, die begehrt man nicht,
      man freut sich ihrer Pracht,
      und mit Entzücken blickt man auf
      in jeder heitern Nacht.

      Natürlich vom großen Wortmagier Johann Wolfgang!

      Da fällt mir noch eines von ihm ein, an das ich zu beinahe jedem Vollmond, haben wir ja jetzt, denke:

      DEM AUFGEHENDEN VOLLMONDE

      Willst du mich sogleich verlassen?
      Warst im Augenblick so nah!
      Dich umfinstern Wolkenmassen,
      und nun bist du gar nicht da.

      Doch du fühlst, wie ich betrübt bin,
      blickt dein Rand herauf als Stern!
      Zeugest mir, daß ich geliebt bin,
      sei das Liebchen noch so fern.

      So hinan dann! Hell und heller,
      reiner Bahn, in voller Pracht!
      Schlägt mein Herz auch schmerzlich schneller,
      überselig ist die Nacht.

      Wenn man solche Dinge weiß, dann kann einem fast nichts mehr passieren.

    • Anton Volpini
      16. Juni 2011 14:29

      ..........
      und hast mir am Ende verweigert,
      sogar den Abschiedskuss.

      Glaub nicht, daß ich mich erschieße,
      so schlimm die Dinge auch stehn,
      das alles meine Süße,
      ist mir schon ein paar mal geschehen.

      Heinrich Heine

  26. libertus
    16. Juni 2011 01:42

    Es bewahrheitet sich wieder einmal die alte Volksweisheit: "Viele Köche verderben den Brei" und/oder "außer Spesen nichts gewesen".

    Denn trotz all dieser mehrfach abgesicherten Bankaufsichten mußten die meisten Institute während der Finanzkrise mit vielen Milliarden gestützt werden, die wirklich "faulen Eier" werden erst entdeckt, wenn "der Gestank nicht mehr zu überdecken ist" und außerdem wäre dieser seltsame "Streßtest" erst gar nicht notwendig, wenn diese fast schon unübersichtliche Anzahl an Überprüfern auch nur einen Hauch von Effizienz hätten.

    Richtig, so wird dem letztendlich für das Versagen aufkommenden Steuerzahler mit neuerfundenen "Placebopillen" immer wieder Sand in die Augen gestreut, denn die echten Finanzhaie bringen ihr Schäfchen meist rechtzeitig ins Trockene.

    Bleibt nur abzuwarten, wie lange sich dieses "Geldringelspiel" noch dreht?





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