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SN-Kontroverse: Pleite gehen lassen?

Unter dem Titel “Kontroverse” gibt es in jeder Freitag-Ausgabe der Salzburger Nachrichten eine Doppelkolumne, in der Katharina Krawagna-Pfeifer und ich jeweils zum gleichen, von der SN-Redaktion vorgegebenen Thema schreiben. Und zwar ohne dass man gegenseitig die Texte vorher kennt.

Diese Woche steht die “Kontroverse” unter dem Titel:

 

Soll die EU Griechenland pleite gehen lassen?

 

In der Folge finden Sie die beiden – unverändert wiedergegebenen – Kolumnen. Dadurch soll dieser kreativen und spannenden Idee auch hier ein Forum gegeben werden.

Pleite zieht alle mit

Katharina Krawagna-Pfeifer war Innenpolitikerin der SN, Innenpolitikchefin sowie Leiterin des EU-Büros des “Standard” und SPÖ-Kommunikationschefin. Sie arbeitet jetzt als Publizistin und Kommunikationsstrategin (kkp.co.at).

Lass Griechenland doch pleite gehen." Immer lauter tönt der martialische Ruf angesichts der Schuldenkrise im Süden. Etliche sehen darin gar die „gerechte" Strafe für die jahrzehntelange Misswirtschaft der Hellenen. Das Denken der Rachsüchtigen ist allerdings ziemlich kurzsichtig und bedeutet eine massive Verdrängung der Realität.

Denn die Folgen einer Staatspleite sind schrecklich: Banken werden von Kunden gestürmt, die ihre Konten plündern. In den Geschäften kommt es zu Hamsterkäufen. Die Geschäftsregale bleiben leer, der Einzelhandel hat kein Geld mehr. Auf den Straßen versammelt sich das Volk und demonstriert gegen die Regierung. Die Proteste schlagen in Gewalt um, die Regierung wird gestürzt, es herrscht Anarchie. Der Schwarzmarkt verdrängt die Marktwirtschaft.

Die internationalen Konsequenzen einer Staatspleite sind nicht abschätzbar. Ein bankrotter Staat kann seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Seine Anleihen werden abgewertet und Umschichtungen an den Finanzmärkten sind nötig. International kommt es zum Dominoeffekt. Andere Kernländer der EU, allen voran Spanien, Portugal, Irland und Italien könnten ebenfalls in die Staatspleite schlittern. Der Euro verlöre stark an Wert, auch in den stabilen Ländern der Europäischen Union würden die Zinsen steigen; eine tiefgreifenden Währungskrise unvermeidbar. Die Staaten müssten wieder Rettungspakete für die Banken und extreme Sparpakete mit harten sozialen Einschnitten verabschieden.

Im Vergleich zur globalen Wirtschaftskrise nach der Pleite der US-Bank Lehman wären die Folgen einer Staatspleite Griechenlands ein wirtschaftspolitischer Tsunami. Weitere finanzielle Hilfen für das krisengeschüttelte Griechenland sind daher unausweichlich, falls Europa sich selbst nicht destabilisieren will.


Konkursverschleppung

Andreas Unterberger

Die EU kann Griechenland gar nicht pleite gehen lassen. Denn das ist es schon längst. Jetzt geht's nur noch darum, endlich auch offen zuzugeben, dass Griechenland niemals all seine Schulden zahlen kann. Werden die Staaten Europas wie im Mai 2010 noch einmal Beihilfe zur Konkursverschleppung leisten? Im normalen Leben landet man damit vor dem Strafrichter.
Klar ist freilich auch: Das offene Eingeständnis der griechischen Pleite kommt heuer schon viel teurer als im vergangenen Jahr. Aber jedes weitere Jahr wird's noch teurer.

Inzwischen sind neben diversen Staatshaushalten schon etliche Nationalbanken, vor allem die Europäische Zentralbank bedroht, die nun den Großteil der griechischen Anleihen halten. Da ist es hochgradige Realitätsverweigerung, wenn sich die Finanzministerin brüstet, dass die Griechenland-Hilfe „keinen Cent" gekostet habe. In Wahrheit sind europaweit als Folge der Schuldenkrise schon unvorstellbare 1500 Milliarden Euro an Haftungen angelaufen. Und Europa ist gerade dabei, diesem teilweise schon verlorenen Geld weitere 120 Milliarden nachzuwerfen.

Nur Scharlatane können behaupten, es gäbe heute noch einen Ausweg aus der europaweiten Schuldenkrise, der nicht entweder die Sparer über eine Inflation oder die Steuerzahler über Steuererhöhungen heftig trifft. Die SPÖ macht dazu ja schon eifrig Vorschläge.

Für die Sozialisten in allen Parteien und vor allem die Gewerkschaften ist Griechenland die große ideologische Katastrophe. Denn dort zeigt sich, wohin gewerkschaftlich erkämpfte Lohnzuwächse und soziale Zuckerln führen, die mehr als den echten Produktivitätszuwachs ausmachen. Alle anderen aber, an der Spitze Angela Merkel, müssen sich fragen, warum sie den insolventen Griechen (und all ihren Gläubigern) die Mauer gemacht haben. Und jetzt offenbar weiter machen.

 

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juni 2011 09:30

    Die Fakten liegen auf dem Tisch, Griechenland ist pleite und kann seine Schulden nie mehr zurückzahlen.
    Auch wenn Sarkozy heute bei Merkel ist um noch etwas für seine Banken herauszureissen, an einem Konkurs (haircut) wird kein Weg mehr vorbeiführen!
    Andreas Unterberger 100 pro!
    Die Schönredner wie KKP, Nowotny oder Fekter stecken weiter ihren Kpf in den Sand.

  2. Ausgezeichneter KommentatorRR Prof. Reinhard Horner
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juni 2011 15:06

    reinhard.horner@chello.at

    Mit der akuten Griechenland-Pleite zukunftstauglich umgehen?

    Griechenland ist ein Staat, kein Unternehmen und kein (Privat-)Haushalt. Eine Staatsinsolvenz ist etwas wesentlich anderes (mit anderen „natürlichen“ Gesetzlichkeiten) als eine Unternehmenspleite oder ein (privater) Haushaltskonkurs. Für letztere gibt es Regelungen, für die erstere existieren (noch) keine.

    Nicht nur die EU hat zu entscheiden, nicht nur sie ist betroffen. Es besteht nicht bloß eine Alternative zwischen Hilfe und allein lassen. Vielmehr ist zu erwägen und zu entscheiden, wie – übrigens nicht nur Griechenland, sondern allen Beteiligten – wirksam geholfen werden kann. Keinesfalls ohne Risken! Aber diese zu minimieren und bestmögliche Effektivität zu bewerkstelligen, das steht zur Möglichkeit, zur Aufgabe und zur Verantwortung!

    Mit Griechenland haben wir es zu tun:
    * mit einem Land, das im Globalisierungsprozess mehrfach vernetzt ist,
    * mit einem EU-Land,
    * mit einem EURO-Land,
    * mit einem NATO-Land,
    * mit einer westlich orientierten Demokratischen Republik,
    * mit einem bedeutenden Kultur- und herrlichen Urlaubsland,
    * bewohnt von liebenswerten, aber aktuell arg verunsicherten Menschen,
    * mit gravierenden wirtschaftlichen Rückständigkeiten,
    * politisch, wirtschaftlich und sozial bedenklich heruntergemacht,
    * als Opfer wüster Spekulationen und interner und externe Abzocke sowie gesellschaftlichen Schlendrians,
    * nicht in seiner ersten Pleite,
    * als Wiege europäisch-westlicher Kultur und europäisch-westlicher Demokratie! („Das Land der Griechen mit der Seele suchend“ © Goethe.)

    Hilfen und Pleite sind umfassend zu bedenken. Was soll Platz greifen: kurzsichtig, mittel- und langsichtig?
    * Solidarität oder Ausgrenzung?
    * Hilfe zur Selbsthilfe oder bloß die Verfolgung extrinsischer Interessen?
    * In der Haltung und mit den Folgen einer Rücknationalisierung bis zur politischen Verschrebergartelung?
    * „Hilfe“ ohne Risiko mit Kassieren von Zinsen und garantierter völliger Kapitalrückzahlung oder (auch) mit gezielt eingesetztem verlorenem Aufwand?
    * Nicht zuletzt riskierte Investitionen mit Bedacht auf die griechische Eigenentwicklung?
    * Gemeinsam getroffene Maßnahmen, etwa auch mit entsprechender Kontrolle (insbesondere der Verwendung von Hilfsgeldern) oder Diktate?

    Wie würde das aussehen, Griechenland „pleite gehen“ zu lassen?
    * Es den Griechen überlassen, sich selbst am eigenen Schopf aus der Misere zu ziehen?
    * Griechenland ausliefern: eigenen Ausbeutern und weltweit tätigen Zockern sowie einem Ausverkauf?
    * Die Rückführung in ein Entwicklungsland in Kauf nehmen?
    * Chaotische Verhältnisse, Unregierbarkeit und schließlich einen Ausweg in die Diktatur fördern?
    * Starke Migrationsbewegungen herbeiführen?
    * Die Verluste – auch für alle externen Kapitaleigner – sofort und fortlaufend schlagend werden lassen?
    * Außereuropäischen Mächten und Interessenten das Feld überlassen?

    (Wer würde die Macht übernehmen? Wen würde die finanzielle, wirtschaftliche und zwangsläufig auch politische Pleite tatsächlich „mitziehen“?)

    Machen wir uns nichts vor, es kann nicht einfach bloß um eine isolierte Griechenland-Lösung gehen. Was unausweichlich ansteht, ist eine Systementwicklung mit a) der Rückbindung der Finanzwirtschaft an die Realwirtschaft und b) der Heimholung der Wirtschaft und der Technik in die Gesamtzusammenhänge humaner Kultur und Lebensführung. Übrigens beginnend mit der Entmachtung der drei völlig verantwortungslosen US-Ratingagenturen!

  3. Ausgezeichneter KommentatorPostScriptum
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juni 2011 12:35

    Typisch linke Propaganda. Da wird nicht gefragt, warum man einem insolventen Land Geld nachschmeißen sollte, nein, man fragt, ob es insolvent werden soll. Sehr interessant ist das, wie die Linke und die Volksverräter das machen (ja Frau Fekter ich meine auch Sie!).

    Denn wäre Griechenland noch nicht insolvent, könnte man tatsächlich Maßnahmen überlegen, wenn einem das Steuergeld egal ist und wenn man auf Casinobesuche steht.

    So aber ist es schlicht und ergreifend das Verheizen von Steuergeld, nur damit die Katastrophe andere Regierungen trifft. Das ist nicht nur fahrlässig, es ist grobe Absicht mit einer kriminellen Energie, die ihresgleichen sucht.

    Würde Frau Fekter vor einem Richter landen, würde er ihr die Hölle heiß machen.

    Da kämen dann Fragen wie:

    Warum haben'S bitte fremdes Geld einfach so verjuxt? Is Ihnen des so egal? Da geht's ja um Dutzende Milliarden! Haben'S überhaupt kan Genierer? Und wieso ham'S die Insolvenz verschleppt? Wollten'S davonkommen? Sie san ja der übelste Gauner.

    Aber Frau Fekter wird niemals vor einem Richter landen, sie wird in Zukunft in der "Presse" interviewt werden und man wird nach ihrer Experten(sic!)meinung fragen.

    Liebe Politiker, wundert'S euch nicht, wenn die Galgenjustiz wiedereingeführt wird. Sehr viele Österreicher wünschen Sie nur noch baumeln zu sehen, das garantiere ich Ihnen!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juni 2011 09:46

    pleite gehen lassen, ja, aber gleichzeitig griechenland aus dem euroraum rauswerfen. der griechischen wirtschaft wird das gut tun.
    parallel muss damit ein dramatischer und übertriebener absturz des euro verhindert werden, damit nicht schuldlose unternehmen, die von halbwegs stabilen wechselkursen abhängen, für griechenland mitbestraft werden.

  5. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juni 2011 10:16

    Nun wird alles "gut", GR hat einen neuen Finanzminister und die EU, besser gesagt die Steuerzahler der Union, werden weiter blechen, um z.B. die 768 000 Beamten der GR finanzieren zu können.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juni 2011 13:05

    Griechenland hätte man schon viel früher sich selbst überlassen müssen, dann hätte sich die EU viele, viele Milliarden Euros erspart.

    Der Grund warum der "komatöse Patient" noch am Leben erhalten wird, ist doch einzig und alleine, daß hier noch viele Involvierte bzw. Interessierte tagtäglich ihr Schäfchen ins Trockene bringen, das wir dann in Zukunft alle bezahlen dürfen.

    Ob direkt oder indirekt, wir werden die Auswirkungen spüren.
    Hätten uns verantwortungsvolle Politiker tatsächlich davor schützen wollen, hätten sie schon viel früher richtig handeln müssen = nämlich Griechenland in Konkurs schicken und das Land aus der Eurozone werfen.

    Jetzt scheint es schon fast zu spät, fürchte ich und für die vielen Milliarden, mit denen Griechenland bereits unter die Arme gegriffen wurde, dürfen sich diese Länder auch noch verunglimpfen lassen.

    Da fällt mir nur mehr dazu ein: jamas/kali oreksi!

  7. Ausgezeichneter KommentatorLaura R.
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juni 2011 10:50

    Der Werner hat g`sagt, jetzt wird`s sogar ihm bald peinlich, was die rote Kathi da an wirtschaftlichem Schmarr`n verzapft. Wenn mir derer glauberten, wär`n mir ja fast scho wieder in den Dreiß`gerjahren g`landet mit die Genossen Griechen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNeppomuck
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juni 2011 19:43

    Selektion als Überlebensprinzip.

    Griechenlands, des Kaufmanns Los …
    alles mag als Beispiel gelten:
    Geh’n Geschäfte in die Hos’,
    muss man dies beizeiten melden.
    Kreist der Pleitegeier tief,
    weil die Kosten ausgeartet,
    man die Insolvenz verschlief,
    nicht das Geld kam, das erwartet,
    dann hilft nur der schmählich’ Gang
    nach Canossa, sprich: zum Richter
    des Konkurses, Abgesang
    dem „Loch auf-Loch zu-Gelichter".
    Enron, LehmanBros, Kohnsorten,
    Greenspan und wen sonst man kennt,
    sind beschreibbar nur mit Worten,
    die „pejorativ“ man nennt.
    Lernst du nicht aus der Geschichte,
    Staatsmann oder Firmenboss,
    und machst Werte, Geld zunichte,
    sei des Bürgers Rechte los.
    Konsequenzen, dazu führend,
    dass an andrer Stelle weiter
    Mist gebaut wird statt gebührend
    handeln, heißt bloß „Räuberleiter“.
    Blasen platzen, sticht man nicht
    sie beizeiten auf, und sachte,
    drum nehmt jeden in die Pflicht,
    der dies nicht von sich aus machte,
    weil er ohne Hirn und Herz
    auf die Hilfe and’rer zielend
    und den Augen bodenwärts
    auf die Hilfsprogramme schielend
    hofft, dass er schon irgendwie
    dem Desaster wird entrinnen,
    und auf einen Paraplü,
    der ihm dient, neu zu beginnen.
    Doch die Zeit ist nicht danach,
    weltweit gilt’s, den Hals zu retten,
    wer zum Atmen selbst zu schwach,
    räum’ des Krankenhauses Betten.
    Klingt abscheulich, mag ja sein,
    doch wenn es um Höh’res geht,
    zählt das Hemd, sonst kann es sein,
    dass es auch für ’n Rest zu spät.

    Moral:
    Liegt im Korb ein Apfel, faul,
    nimm ihn aus der Früchte Menge,
    denn sonst wird, was sonnenklar,
    es auch für die andern enge.


alle Kommentare

  1. Kassi (kein Partner)
    15. Februar 2015 02:39

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  4. Mardita (kein Partner)
    19. Januar 2015 07:24

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  5. Rosi
    24. Juni 2011 22:21

    Jeder Cent, den man in das marode Griechenland steckt, ist verloren, und es ist verantwortungslos, brave Steuerzahler ihrer Steuern derart zu berauben - noch dazu für ein fremdes Land!

    Jeder, der anderer Meinung ist, soll von seinem eigenen Lohn oder Gehalt - nach Abzug der regulären Steuen für das eigene Land, selbstredend - spenden, soviel er will, das steht jedem offen.
    Und jeder, der keine Steuern im eignenen Land zahlt, soll zusehen, daß er diesen Zustand schleunigst ändert, bevor er sich bei anderen Dingen 'wichtig macht'.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  6. Zorbas the Greek (kein Partner)
    22. Juni 2011 16:31

    Sehr geehrter Herr Unterberger, können Sie bzw ihre Kollegen mir eine klitzekleine Frage beantworten? Warum sollte die starke kommunistische Linke in Griechenland einem Sanierungspaket zustimmen? Wäre es politisch viel klüger, den Karren gegen die Wand fahren zu lassen? Und damit die drittstärkste Partei - nach dem bewährten Muster von Adolf H. - zur stärksten Kraft im dann entstehenden Chaos hoch zu hieven?

  7. werauchimmer
    21. Juni 2011 10:01

    Der Euro ist ist ein Prestigeobjekt, und kein finanzpolitisches Instrument.

    Wäre es anders, würde man dafür wirtschaftlich ungeeigneten Ländern endlich den Gnadenstoß versetzen, indem man sie an die frische Luft setzt.

    Das wäre für solche Länder auch vorteilhafter.

    (Und bitte nicht so viele Sternderl vergeben, andere wollen auch einmal ganz oben stehen.)

  8. Tigerspan (kein Partner)
    20. Juni 2011 23:05

    Griechenland ist ein Entwicklungsland, das in einer eigenen Zwischenhölle irgendwo zwischen Dritter und Erster Welt gefangen ist. Wichtiger als ein Sparpaket nach dem anderen aufzudrücken wäre, das gesamte Rechts- und Wirtschaftssystem umzubauen, damit Hellas endlich ein vernünftiges europäisches Land werden kann.

  9. november (kein Partner)
    20. Juni 2011 15:59

    Es läuft letztendlich auf die Frage hinaus, ob wir eine Kooperation unabhängiger Staaten sein wollen oder eine Union mit einer föderalen Regierung. Eine gemeinsame Währung ist langfristig nur in einem der Szenarien vorstellbar. Wir werden uns nicht ewig von dieser Frage drücken können.

  10. brechstange
    19. Juni 2011 21:52

    http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/bwl4/interessantes/Korruption_Artikel.pdf

    Ein äußerst aufschlussreicher Link zum Thema passend. Was haben wir für naive vielleicht auch korrupte Politiker.

  11. brechstange
    19. Juni 2011 12:33

    Bis zum 20. September, wetten!

  12. sosheimat (kein Partner)
    18. Juni 2011 23:44

    Strache hat heute in Graz die richtige Antwort an all diese EUdssr-Bürokraten erteilt:

    http://sosheimat.wordpress.com/2011/06/18/strache-kuendigt-zeitenwende-an/

  13. terbuan
    18. Juni 2011 21:25

    Ein Muß zur zweifelhaften Rolle der Rating-Agenturen:
    "Die Diktatur der Notengeber"
    http://www.faz.net/artikel/C30638/ratingagenturen-die-diktatur-der-notengeber-30442790.html
    Man sollte sie "nat amoi ignoriern", doch sie sind mächtiger als man meint!

    • brechstange
      19. Juni 2011 12:35

      Macht haben sie dort, wo die Verschuldung zu hoch ist. Das verdanken wir der grob fahrlässigen Staats- und EU-Riege.

  14. Neppomuck (kein Partner)
    18. Juni 2011 19:43

    Selektion als Überlebensprinzip.

    Griechenlands, des Kaufmanns Los …
    alles mag als Beispiel gelten:
    Geh’n Geschäfte in die Hos’,
    muss man dies beizeiten melden.
    Kreist der Pleitegeier tief,
    weil die Kosten ausgeartet,
    man die Insolvenz verschlief,
    nicht das Geld kam, das erwartet,
    dann hilft nur der schmählich’ Gang
    nach Canossa, sprich: zum Richter
    des Konkurses, Abgesang
    dem „Loch auf-Loch zu-Gelichter".
    Enron, LehmanBros, Kohnsorten,
    Greenspan und wen sonst man kennt,
    sind beschreibbar nur mit Worten,
    die „pejorativ“ man nennt.
    Lernst du nicht aus der Geschichte,
    Staatsmann oder Firmenboss,
    und machst Werte, Geld zunichte,
    sei des Bürgers Rechte los.
    Konsequenzen, dazu führend,
    dass an andrer Stelle weiter
    Mist gebaut wird statt gebührend
    handeln, heißt bloß „Räuberleiter“.
    Blasen platzen, sticht man nicht
    sie beizeiten auf, und sachte,
    drum nehmt jeden in die Pflicht,
    der dies nicht von sich aus machte,
    weil er ohne Hirn und Herz
    auf die Hilfe and’rer zielend
    und den Augen bodenwärts
    auf die Hilfsprogramme schielend
    hofft, dass er schon irgendwie
    dem Desaster wird entrinnen,
    und auf einen Paraplü,
    der ihm dient, neu zu beginnen.
    Doch die Zeit ist nicht danach,
    weltweit gilt’s, den Hals zu retten,
    wer zum Atmen selbst zu schwach,
    räum’ des Krankenhauses Betten.
    Klingt abscheulich, mag ja sein,
    doch wenn es um Höh’res geht,
    zählt das Hemd, sonst kann es sein,
    dass es auch für ’n Rest zu spät.

    Moral:
    Liegt im Korb ein Apfel, faul,
    nimm ihn aus der Früchte Menge,
    denn sonst wird, was sonnenklar,
    es auch für die andern enge.

    • terbuan
      18. Juni 2011 20:55

      Neppomuck
      Wunderbar, Gratulation!
      für dieses Echo zu spät, fürs nächste zu früh,
      macht nichts, ich freu mich für Sie!

    • libertus
      18. Juni 2011 22:57

      @Neppomuck

      *applausapplaus* ;-))

  15. kpax (kein Partner)
    18. Juni 2011 17:00

    "Andere Kernländer der EU, allen voran Spanien, Portugal, Irland und Italien könnten ebenfalls in die Staatspleite schlittern. "

    Interessant wie diese Frau genau die Staaten, die eigentlich nur die Hand aufhalten, als Kernländer bezeichnet. Kernnettoempfänderländer wäre die richtigere Bezeichnung.

  16. Specht (kein Partner)
  17. Jacky (kein Partner)
    18. Juni 2011 15:10

    Der eine Beitrag: Wirtschaftskompetenz, konstruktive Vorschläge, Berücksichtigung der möglichen Folgen.

    Der andere Beitrag: von Unterberger.

    • PostScriptum
      18. Juni 2011 15:28

      Der Witz des Tages!

    • Reinhard (kein Partner)
      18. Juni 2011 20:05

      Griechenland kann man nicht pleite gehen lassen, denn es ist bereits pleite. Wir zahlen nur noch seine laufenden Ausgaben. Wer das behauptet, ist nicht etwa "rachsüchtig", wie aus der hasszerfressenen Feder einer erzlinken Propagandistin fließt, sondern realistisch. Wirtschaftskompetenz bedeutet, wirtschaftliche Realitäten zu erkennen, das lernt man aber an keiner roten Parteiakademie.
      Konstruktiv wären Vorschläge, die die Situation lösen. Das Nachschaufeln von Kohle in einen explodierten Kessel löst aber gar nichts; ganz im Gegenteil, es vergrößert das Problem, wenn man einem Überschuldeten einfach immer mehr Geld nachwirft und ihm die Gewissheit verpasst, immer gerettet zu werden, egal wie groß der Mist noch wird, den er baut.
      Die möglichen Folgen sind nur eine Aufzählung der bereits jetzt stattfindenden Randale in Griechenlands Straßen, wo jene Köter, die am fettesten Fressnapf saßen, jetzt jaulend und bellend den Abschied von eben jenem Fressnapf vor Augen sehend jene Hände beißen, die ihnen weiterhin das Frolic vor die Schnauze schaufeln. Allen voran jene bösen deutschen Nazis, die bis 67 hakelnd den größten Teil der Futtermenge aufbringen müssen, die weiterhin den griechischen Beamten in den kuckucksgleich aufgesperrten Rachen gewürgt wird.
      Der Rest ist reine propagandistische Fantasie, denn keine der -zig Staatspleiten der jüngsten Geschichte, nicht mal jene, die Volkswirtschaften von weit größerem Umfang als den der hellenischen ereilten, wie Argentinien oder Russland, haben auch nur andeutungsweise mehr als eine weltwirtschaftliche Randnotiz ausgelöst. Aber darum schert sich die linke Horrorpropaganda nicht - ebensowenig darum, wie es denn nach ihrer werten Meinung erst aussieht, wenn der Bankrott erst die gesamte EU erfasst; eben nicht weil sie Griechenlands Zahlungsunfähigkeit zur Kenntnis nimmt sondern eben genau wegen des Verweigerns dieser Erkenntnis.

      Aber ein rotes Jäckychen werden solche Kleinigkeiten nicht interessieren. Denn wenn das brave Äffchen schön applaudiert, sobald der linke Propagandaleierkasten seine altbekannten Kampflieder herausdudelt, bekommt es eine Banane extra als Belohnung. Vielleicht aus Kuba.

    • Jacky (kein Partner)
      19. Juni 2011 14:06

      @Reinhard: Ich erspare mir jetzt einen Kommentar zu dem ganzen Schleim, den Sie da rausgewürgt haben. Nur eines muss ich doch loswerden:
      Das tatsächliche Pensionsantrittsalter liegt in Deutschland nicht bei 67 Jahren, sondern bei 61,7 Jahren. In Österreich bei 60,9, in Griechenland bei 61,4 (!) Jahren.

      Keine Rede von "kuckucksgleich aufgesperrten Rachen" sowie fleißigen Deutschen, die viel viel länger arbeiten müssen als die ach so faulen Griechen. Sparen Sie sich also gefälligst Ihre selbstgefällig-konservative Propaganda!

      (Übrigens, auch das ist Wirtschaftskompetenz: sich bei seinem Urteil auf - richtig verstandene - Zahlen zu verlassen, und nicht auf Ideologien. Aber davon haben Sie natürlich keine Ahnung.)

    • xRatio (kein Partner)
      19. Juni 2011 23:32

      @Jacky 19. Juni 2011 14:06

      LOL!!
      Das "tatsächliche Pensionsantrittsalter" liegt in Deutschland bei 25 Jahren, in Österreich bei 25,9, in Griechenland bei 61,4 (!) Jahren.

      Kurz: tischen Sie Ihre mit gefälschten Statistiken gespickten linken Lügenmärchen woanders auf, wenn ich bitten darf.

      Der griechische Staat gehört zu den korruptesten und verlogensten auf der ganzen Welt.

    • Reinhard (kein Partner)
      20. Juni 2011 05:11

      Aber aber, xRatio, gefälschte Statistiken aus Griechenland? Die kann es doch gar nicht geben! Die sind absolut unmöglich!!
      So unmöglich wie gefälschte Bilanzen, getäuschte Partner oder gebrochene Versprechen...

      Rotjäckchen, Vorsicht, verschluckens sich nur nicht an Ihrem Geifer, sonst geht die Banane nicht mehr runter. Ich schrieb von den griechischen Beamten, und deren reguläres Pensionsantrittsalter liegt bei 53 Jahren, das faktische weit darunter.
      Wie Sie so richtig im letzten Absatz vermerkten, ich habe keine Ahnung davon, wie man Zahlen "richtig versteht", dafür fehlt mir die parteipolitische Ausbildung zur richtigen Auslegung der Fakten. Ich nehme nur die Fakten. Und spare mir ansonsten gar nichts, denn von einem kleinen anonym geifernden Propagandisten lasse ich mir den Mund sicher nicht verbieten. Auch wenn die Linken an immer mehr Gesetzen basteln, die es nur jenen erlauben sollen, ihre Meinung kund zu tun, die die Fakten erst "richtig verstanden" haben und ausschließlich so unter das Volk streuen, dass dieses die Fakten auch "richtig versteht".
      Oder arbeiten Sie gar selbst beim ORF oder beim Standard?

    • Reinhard (kein Partner)
      20. Juni 2011 05:34

      Ach ja, ein paar Quellen, aus welchen Gründen höchstbezahlte Beamte randalierend durch die Straßen ziehen:

      http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/562042/Griechische-Beamte-sollen-14-Jahre-laenger-arbeiten

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,692518,00.html

      Beamte verdienen zwischen 50 und 200% mehr als Angestellte, bekommen saftige Sonderzahlungen wie eine Leibrente für über 18-jährige Töchter, so lange diese unverheiratet sind und ähnliche Kuriositäten.
      Aber mit der Realität haben es die Rotjäckchen ebensowenig wie viele unserer eigenen Beamten, die immer mit stolz geschwellter Brust in der Welt herumgockeln, in der Privatwirtschaft wären sie höchst gefragt und viel besser bezahlt. Was einfach nur Quatsch ist, denn dann würde sich die Wirtschaft um jene Beamten reißen, die angeblich höchstqualifiziert und deshalb fett entlohnt Jobs erledigen, die im Sommer jeder Ferialpraktikant nach zwei Tagen Einschulung zu hundert Prozent übernehmen kann. Und wenn diese Beamten auf einen anderen Versorgungsposten verschoben werden sollen, scheitern sie bereits an primitivsten Aufnahmeprüfungen. Auch das ist keine böse böse "selbstgefällig-konservative Propaganda" sondern das reale Geschehen um die Postbeamten, ein seit Jahren aufgeführter lächerlicher Tanz um fette Pfründe, bezüge und Sonderzulagen fürs Nichtstun, gespickt mit Jammern und gewerkschaftlichen Kampfparolen.
      Selbstgefällig, Rotjäckchen, sind jene Linken, die dem Volk vorschreiben wollen, wie es zu denken und zu funktionieren hat, in guter alter stalinistischer Manier, vom hohen elitären Ross herab die Massen zu dem zwingen, was die Elite für ihr Glück entschieden hat. Aber keine Angst, ich gehe nicht so weit, von Ihnen zu erwarten, dass Sie verstehen wovon ich überhaupt schreibe, denn Ihnen fehlen offensichtlich die praktischen Erfahrungen, die aus den theoretischen Informationen erst Wissen formen, denn wer die ungefilterte Praxis miterlebt hat, der erkennt all die Filter, die vor die Verbreitung der Theorie geschraubt werden. Glauben Sie mir. Oder nicht. Ist auch egal.

    • Jacky (kein Partner)
      20. Juni 2011 12:27

      @Reinhard: "Selbstgefällig ... sind jene, die dem Volk vorschreiben wollen, wie es zu denken und zu funktionieren hat, in guter alter stalinistischer Manier, vom hohen elitären Ross herab die Massen zu dem zwingen, was die Elite für ihr Glück entschieden hat."

      Ich finde, damit beschreiben Sie die Konservativen und Neoliberalen ziemlich treffend. (Aber keine Angst, ich gehe nicht so weit, von Ihnen zu erwarten, dass Sie verstehen wovon ich überhaupt schreibe.)

  18. schreyvogel
    18. Juni 2011 11:01

    Ein wichtiger Streitpunkt ist aus dem Weg geräumt!

    Im Streit, ob auch die privaten Gläubiger einen "fairen Anteil" tragen müssen oder ob alles allein zu Lasten der Steuerzahler geht, ist die Entscheidung gefallen: Die Steuerzahler haben verloren.
    Private Gläubiger können sich natürlich freiwillig beteiligen, für sie werden entsprechende Anreize gesetzt.

    http://www.handelsblatt.com/juncker-warnt-vor-uebergreifen-andere-euro-laender/4298794.html

    Es ist ein gutes Zeichen, dass sich die maßgeblichen Politiker der EU so rasch einigen konnten. :-(

    • Markus Theiner
      18. Juni 2011 13:31

      Ich kapier sowieso nicht wie das hätte funktionieren sollen.

      Private Gläuber per Gesetz dazu verpflichten mehr Geld her zu borgen oder zu verschenken wäre nichts anderes als eine Enteignung und sehr schwer zu argumentieren.

      Eine Beteiligung an der Hilfe durch verpflichtenden Verzicht auf alte (fällige) Forderungen nach fairen Maßstäben für alle Gläubiger wäre zwar sehr leicht zu argumentieren, wäre aber nichts anderes als ein Zwangsausgleich, also ein Instrument zum Umgang mit dem Konkurs - den die Politik ja gerade um jeden Preis verhindern will. Und hätte für die Kreditwürdigkeit Griechenland im besonderen und der europäischen Länder im Allgemeinen dementsprechend auch den selben Effekt wie ein offen zugegebener Konkurs.

    • schreyvogel
      18. Juni 2011 15:30

      Völlig richtig. Ein Staat kann zwar durchaus einen Ausgleich machen, aber niemals in Konkurs gehen. Es gibt kein Konkursgericht über dem Staat, das die Konkursmasse verscherbeln kann. Fazit: Die Gläubiger werden nolens volens auch eine noch so geringe Quote akzeptieren - und so wird es auch im Fall Griechenland ausgehen.

    • PostScriptum
      18. Juni 2011 15:32

      @ beide

      Völlig richtig. Wie ich schon anmerkte, kommt die Einladung an die (privaten) Gläubiger einem Default gleich.

    • Markus Theiner
      18. Juni 2011 18:23

      Nachdem es weder entsprechende Vorschriften noch zuständige Behörden gibt kann man ohnehin kein Verfahren 1:1 übernehmen.

      Dass bei einem Staat anders als bei einer Kapitalgesellschaft keine Liquidation mit vollständiger Verwertung des Vermögens in Frage kommt ist schon klar (besser vergleichbar eher mit einem Privatkonkurs). Wenn es darum geht Griechenland in "Konkurs" zu schicken denke ich immer an eine Art Zwangsausgleich. Wobei mir relativ egal ist wie man das ganze im Endeffekt nennt. Meinetwegen soll man es auch "Rettung unter Gläubigerbeteiligung" oder "vorübergehende Rückzahlungskorrektur" nennen, wenn einem Euphemismus Spaß macht.

    • PostScriptum
      18. Juni 2011 18:26

      Trotzdem kennen die Ratingagenturen nur ein Wort dafür und das wird die Stufe D sein ;-) .

  19. Markus Theiner
    18. Juni 2011 09:36

    Der KKP Artikel erinnert mich wieder mal an den Klimawandel. Der geistige Kurzschluss widerholt sich dort.
    Man argumentiert mit den katastrophalen Folgen die ein Ereignis haben würden, lässt aber die Folgen der propagierten Gegenmaßnahmen aus der Gleichung einfach raus. Denn selbst nach der optimistischsten Rechnung der Klimajünger würde selbst die vollständige Umsetzung aller unrealistischen Forderungen den Klimawandel kaum spürbar bremsen.
    Gleiches auch hier. Man kann zwar aus Angst vor der Pleite Billionen nach Griechenland pumpen (oder könnte, wenn man sie hätte), aber so lange man damit die Pleite nicht verhindern kann sondern die Blase vor dem Platzen nur noch weiter aufbläht hat das ganze überhaupt keinen Sinn.

    Der Versuch unsere Marktwirtschaft durch Staatsinterventionen und Ausschaltung von Marktgesetzen zu retten ist auch ein wenig unlogisch, aber dass KKP die Marktwirtschaft ernst nimmt hätte ich ohnehin nicht erwartet.

    Das Wesen der Marktwirtschaft besteht aus der Selbstkorrektur durch Krisen. Wenn der Staat die Krisen ausschalten will schaltet er die Marktwirtschaft aus. Und ohne Korrektur bilden sich nun einmal immer größere Blasen die früher oder später platzen müssen. Daran führt kein Weg vorbei, egal wie unangenehm die platzenden Blasen auch sein mögen.

  20. Kritischer Beobachter (kein Partner)
    18. Juni 2011 08:47

    Jaja, die bösen Sozis wiedermal.

    Dass es allen voran die konservativ regierten Länder Frankreich und Deutschland sind, die einen Konkurs (oder Ausgleich) Griechenlands verhindern wollen und die in der EU die treibende Kraft für immer neue Hilfspakete sind, das übersieht der Herr arbeitslose Chefredakteur wiedermal geflissentlich.

    Aber was will man sich schon von einem "Journalisten" erwarten, der von Hass auf alles Linke zerfressen seine einzige Daseinsberechtigung darin erkannt hat, die Medien täglich auf Themen zu screenen, mit denen man den bösen Sozis wiedermal so richtig eines auswischen kann, selbst wenn man dafür noch so dreist lügen und polemisieren muss.

    • udo (kein Partner)
      18. Juni 2011 11:09

      Hier ein nettes Beispiel für die Vorgehensweise der netten Sozis.

      Ist ,zugegeben, schon etwas älter, aber funktioniert noch immer.

      http://www.youtube.com/watch?v=t8lWhyomYH8 )

    • udo (kein Partner)
      18. Juni 2011 11:11

      Nachtrag: ab Minute 3:00 wird es "nett".

    • phaidros
      18. Juni 2011 11:12

      Warum haben Sie sich den zweiten Absazt nicht einfach verkniffen? Dann wäre es zur Abwechslung mal eine pointierte Kritik mit Inhalt gewesen. Durch das Hindreschen ad hominem aber haut im Gegenteil wieder nur Ihr Hass durch. Schade.

    • udo (kein Partner)
      18. Juni 2011 11:21

      In dem kurzen Zeitfenster können sie die "pointierte Kritik mit Inhalt" gar nicht konsumiert und schon gar nicht verstanden haben.Sehr schade.

    • PostScriptum
      18. Juni 2011 11:29

      Glatte Themenverfehlung. Es geht hier um Griechenland und nicht um eine "Wer ist böser Rote oder Schwarze?" Rechnung.

      Aber selbst die diese Rechnung ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Liberale wissen, dass jede Partei von Sozialisten regiert wird, das erkannte bereits Hayek.
      Ob Rot oder Schwarz ist da egal, nur das Ausmaß der Verstaatlichung ändert sich mit der Farbe.

    • schreyvogel
      18. Juni 2011 11:47

      udo
      Das Video ist erschütternd. Bei uns ist es genau so gekommen. Die 68er, der Marsch durch die Institutionen, der Verfall von Moral und Anständigkeit, die geistige Infektion der nachwachsenden Generationen, die Irreversiblität dieser Entwicklung.

      Ein Neuanfang erscheint unmöglich. Vielleicht in einem allesvernichtenden Krieg?

    • phaidros
      18. Juni 2011 11:47

      Das bezog sich auf den kritischen Beobachter, udo, nicht auf Sie.

    • udo (kein Partner)
      18. Juni 2011 12:35

      @phaidros
      Bitte höflich um Entschuldigung.

      @PS
      Grössere Zusammenhänge sind halt kompliziert.;)

      @schreyvogel
      "Ein Neuanfang erscheint unmöglich. Vielleicht in einem allesvernichtenden Krieg?"
      Besser wäre ohne!
      Die Bewahrung von Gleichgewichten, ein Mindestmaß an Selbstvertrauen
      und noch wichtiger ein gesunder Zusammenhalt innerhalb der Bevölkerung,
      sehr verallgemeinernd ausgedrückt.

    • phaidros
      18. Juni 2011 12:42

      Im Gegenteil udo, mit tut's leid! Als ich begann zu schreiben dachte ich noch, es wird die erste, direkte Antwort. Hätte wohl »kb« dazuschreiben sollen, dann hätte es keine Unklarheit gegeben. BG

    • Kritischer Beobachter (kein Partner)
      18. Juni 2011 14:33

      Udo: Und was soll das Video mit meinem Kommentar zu tun haben?
      Bist du nicht in der Lage, auf konkrete Inhalte einzugehen?

      Zu deiner Info. ICH bin kein Sozi, ganz im Gegenteil - ich stosse mich aber daran, dass Unterberger es sich zu einfach macht. Statt wirklich fundierte Kritik an diversen Missständen zu üben, polemisiert er hier dumm herum und schiebt den bösen Roten ständig Dinge in die Schuhe, für die er die Schuld - so wie hier - eigentlich ganz woanders suchen sollte.

      Das ist primitiv und noch primitiver ist es, eine Sachkritik mit einem Video zu beantworten, das mit der Sachkritik gar nichts zu tun hat.

    • PostScriptum
      18. Juni 2011 15:29

      Nicht zur Sache gehörige Kritik nennt man also Sachkritik heutzutage. Amüsant.

  21. socrates
    18. Juni 2011 08:45

    STOß spielen statt griechische Anleihen kaufen bringt es! Die Chancen sind besser!
    Das Glücksspiel des Adels mußten auch die arbeitende Bevölkerung bezahlen.
    Heute spielen das die Sozialisten und Staatsmänner und die Steuerzahler brennen.
    Travnicek: „Heeren S' „Stoßspielen“ kann i in jedem Kaffeehaus. Brauch i net an' Baccarat-Tisch gehen ...“ (Griechisch Anleihen kaufen)

    Das Spiel (Wikipedia)
    Ein Spieler, der sog. "Bankerer" hält die Bank; beliebig viele Spieler, die sogenannte "Galerie", setzt gegen ihn.
    Anmerkung: Galerie ist eine Bezeichnung für die Wiener Unterwelt; dieser Name leitet sich möglicherweise vom Photoalbum der Polizei ab, das ebenfalls Galerie genannt wird; die darin abgebildeten Personen heißen Galeristen (vgl. Bukidomino).
    Als Tableau dienen zwei quadratische Bierdeckel, die an den Ecken wie folgt bezeichnet sind:

    A----K O----U
    | | | |
    7----8 9---10

    Ein Spieler, der "Schneiderer", "schneidet" (d. h. mischt) die Karten und schichtet sie zu einem Stapel.
    Der Spieler, der den höchsten Einsatz tätigt, der "Guckerer", nimmt die unterste Karte des Stoßes, die "Guck", zeigt sie den übrigen Spielern und schneidet sie in den Stapel hinein. An dieser Stelle wird abgehoben: die darüberliegenden Karten kommen nach unten, die Guck wird nicht mehr benutzt.
    Nun zieht der Bankerer nacheinander jeweils zwei Karten ab. Die erste Karte eines Abzugs heißt "Schuss" (auch: "Stuss"), die zweite ist der "Einwender".
    Wird zum Beispiel als erste Karte ein König und als zweite ein Achter gezogen, so verlieren alle Einsätze auf "K" und alle Einsätze auf "8" gewinnen im Verhältnis 1:1; die Einsätze auf den übrigen Werten bleiben unverändert.
    Fallen in einem Abzug zwei gleichrangige Karten, also zum Beispiel zwei Ober, so gewinnt die Bank die Einsätze auf diesem Wert.
    Hat ein Spieler gewonnen, so hat er "einen Schnitt gemacht".
    Nach 14 Abzügen bleiben noch drei Karten, der sog. "Stock" übrig, sie werden nicht mehr verwendet; die Karten werden gemischt und eine neue Partie beginnt.
    Zum Personal einer Stoßpartie gehören weiters
    der "Saugerl", der den Spielern zu Wucherzinsen Geld leiht, und
    der "Schmierer", der Aufpasser vor der Polizei.

    SAUGERL ist gut!

    • schreyvogel
      18. Juni 2011 11:17

      Danke, gefällt mir sehr!
      Wenn Sie das dem Girtler gegeben hätten, hätte der ein sehr interessantes Thema für seine wöchentlichen Krone-bunt-Geschichte gehabt.

      Und der Bezug zur Finanzpolitik ist auch gegeben: Man muss sich wohl immer fragen, wo ist der Saugerl?
      !

  22. DerTurm
    17. Juni 2011 22:35

    Ich kann die Panik vor einer Staatspleite nicht nachvollziehen (noch weniger die Schreckensszenarien, die KKP im Chor der Linken an die Wand malt).

    Wer der p.t. Leser hat die Staatspleite Russlands im Jahr 1998 wirklich realisiert? Was war mit der Pleite Argentiniens 2002?

    Es sind doch die sozialistischen Regierungen, die sich mit aller Gewalt gegen ein Ende der Schuldenpolitik wehren, weil sie dann ihre Wähler nicht mehr kaufen können (und die "Dankbarkeit" dieser Klientel hinsichtlich bisheriger Alimentationen - wie eben in Griechenland ersichtlich - praktisch nichtexistent ist).

  23. DerTurm
    17. Juni 2011 22:22

    Das völlig perverse an der so genannten Hilfe für Griechenland ist ja, dass unsere liebe Regierung (und auch die Regierungen der übrigen Sanierer) SELBST NEUE Schulden macht, um das geborgte Geld einem Staat nachzuwerfen, der seine eigenen Schulden (bzw. die Zinsen) nicht mehr bezahlen kann.

    Das ist vergleichbar mit einem Spielsüchtigen, der neue Kredite aufnimmt, weil er irgendwann mal im Casino zu gewinnen glaubt...

    • terbuan
      17. Juni 2011 22:31

      Die Politiker wissen ganz genau dass es da nichts mehr zu gewinnen gibt, sie verhalten sich wie Bankräuber, die zusammenraffen so viel wie möglich, bevor die Polizei erscheint!

  24. Anton Volpini
    17. Juni 2011 22:16

    O.T.
    Wenn Ihr gerade das Konzert in Grafenegg schaut, dann müßt Ihr Euch die Frage stellen, ob wir diese unsere österreichische Kultur den griechischen oder sonst andersländischen Parasiten, vertreten durch österreichische bolschewistischen Politiker gefallen lassen sollten. Ich meine nicht!

    • Katholik (kein Partner)
      18. Juni 2011 08:37

      Parasiten, soso.
      Ist diese faschistische Kampfrhetorik hier erwünscht? Der Mainstream? Geduldet?

  25. Celian
    17. Juni 2011 21:12

    Auf den ersten Blick mag es vielleicht richtig erscheinen, den sofortigen Konkurs für Griechenland einzuleiten und die Gläubiger auf ihren Forderungen sitzen zu lassen. Diese eigentümerfeindliche Haltung nennt sich Haircut und ich bin doch ein bißchen sehr erstaunt, wie populär diese Form der Enteignung auch in diesem Blog ist.

    Aber es trifft ja vor allem die bösen Banken, deshalb sind wohl so viele dafür, daß diese bluten. Genau wie Lehman Brothers 2008. Damals war der Druck der Öffentlichkeit so groß geworden, keine weitere Bank nach Fannie Mae und Freddie Mac aufzufangen. Danach folgte die größte Wirtschaftskrise seit den Dreißigerjahren. Genau vor der gleichen Situation steht nun die EU. Nur daß es nicht eine große Bank betrifft sondern gleich ein ganzes Land. Wenn man die Banken an den Rettungskosten beteiligen würde, so würden die Banken sofort alle möglichen Wertpapiere am Finanzmarkt verkaufen, um den Verlust auszugleichen. Daraufhin würden die Kurse vieler Wertpapiere fallen, wodurch viele andere Investoren verschreckt würden und ebenfalls verkaufen würden. Dadurch würde der Wertverfall in den Depots sich noch weiter beschleunigen, was für viele Banken existenzgefährdend wäre. Keine Bank würde mehr einer anderen Bank etwas leihen, da sie befürchten müßte, daß der Schuldner von heute auf morgen bankrott ist. Diese Situation hatten wir schon einmal erst vor wenigen Jahren. Es hat den Staaten viele Milliarden an Wirtschaftskonjunkturprogrammen – Stichwort „Abwrackprämie“ - gekostet, um das Vertrauen in das Staatsgeld wieder herzustellen. Diese Kraft haben die Staaten heute nicht mehr , da sie ihr Pulver schon bei der ersten Wirtschaftskrise verschossen haben. Es wäre also unklug, Griechenland fallen zu lassen. An der Rettung Griechenlands führt kein Weg vorbei. So sehr einem das auch widerstreben mag.

    Aber wir sind alle Sklaven der Schuld.

    • PostScriptum
      17. Juni 2011 21:16

      Entschuldigung aber was reden Sie für einen Blödsinn? Was hat das Schlagendwerden eines Risikos mit Enteignung zu tun? Hat jemand die Gläubiger gezwungen, die Anleihen zu kaufen? Also bitte da wird mir ja schlecht.

    • terbuan
      17. Juni 2011 21:19

      Celian
      Es hat doch keiner mehr eine Lösung für dieses Problem. Dazu wurden viel zu viele Jahre vertan.
      Es hilft nur mehr kurzfristig die Methode "Geld drucken" bis zur Hyperinflation, soll das´eine Lösung sein?
      Sie haben doch auch kein Rezept, denn wirklich sparen wollen und können die Griechen doch gar nicht, das geht sich ja niemals mehr aus!

    • Celian
      17. Juni 2011 22:45

      Sehr witzig. Zuerst bedient sich der Staat den Geschäftsbanken, um billig an Zentralgeld zu kommen. Um dann bei Zahlungsausfall den Zwischenhändler im Regen stehen zu lassen. Staat und Zentralbank putzen sich an den Geschäftsbanken ab und sind fein raus. Mit diesem Haircut möchten sie sich selbst aus der Verantwortung ziehen. Auch wenn dabei Millionen von Rentnern mit ihren Pensionsversicherungen vor dem Nichts stehen und die Wirtschaft ein zweites Mal in eine große Depression verfällt. Nein, nein, die sollen nur schön auf ihren Schulden, die sie verursacht haben, sitzen bleiben und für sie gerade stehen. Und zahlen, bis sie schwarz werden. Spielen wir doch das Spiel zu Ende. Aber ohne die Spielregeln während des Spieles zu ändern.

    • socrates
      17. Juni 2011 23:38

      Wenn ich einen Kredit will, muß ich viele Fragen beantworten, einen Bürgen bringen oder sonstige Sicherheiten bringen und eine Ausfallsversicherung abschließen. Trotzdem gibt es viele uneinbringliche Kredite. Wenn eine Bank dies außer acht läßt, kann sie verurteilt werden und der Kredit ist weg. Wenn all das nicht gemacht wird und Geld um 30% geborgt wird, so kann dies der Schuldner nicht zurückzahlen. Man spekuliert auf Solidarität der Steuerzahler. Das ging halt daneben, da braucht man nicht zu jammern. Diese Kreditbedingungen sind bei uns verboten und ich sehe kein Unrecht für mich, aus dem ich zahlen soll. Das erinnert mich ans Stoßspielen, dort waren solche Kredite üblich. Verboten!

    • schreyvogel
      18. Juni 2011 00:36

      Celian,
      das ganze lässt sich mit einem Ausgleich vergleichen, wo die Gläubiger z.B. 40% erhalten.
      Das ist nicht eigentümerfeindlich, sondern es entspricht dem normalen Lauf der Wirtschaft, wo jede Kreditgewährung mit dem Risiko verbunden ist, dass der Schuldner in Konkurs oder in einen Ausgleich geht. Im Zinssatz des Kredites steckt eine Risikoprämie für den Gläubiger, die umso höher ist, je schlechter der Schuldner ist.
      Griechenland musste daher deutlich höhere Zinsen zahlen als etwa Deutschland. Den Gläubigern droht dafür ein "hair cut".

  26. Anton Volpini
    17. Juni 2011 19:41

    Die Merkel erwartet soeben im Zip I, daß sich "Private" freiwillig an dem Schuldennachlaß für Griechenland beteiligen.
    Für wie blöd muß sich Merkel die Banken und andere Gläubiger vorstellen, daß sie erwartet, Menschen wollen freiwillig Verluste in Kauf nehmen!

    • terbuan
      17. Juni 2011 19:51

      Anton Volpini
      Das sind alles nebulose Ansagen um in Wahrheit zu verschleiern, dass die Frau Merkel wieder einmal nachgegeben hat und dem Sarkozy eine Zusage machen mußte.
      Was sind schon private Anleger und freiwilliger Schuldennachlaß?
      Ein Schmarren, entweder wird eine alte Anleihe zwangsumgetauscht in eine neue und die Laufzeit verlängert und die Bedingungen verschlechtert, dann gibt es ein Moratorium wie wir es z.B. bei Argentinien hatten.
      Oder die griechische Regierung macht ein Angebot zum freiwilligen Umtausch, dann kann sie sich das Angebot gleich sparen, kein vernünftiger Mensch wird dies annehmen, solange die EZB und deren Mitglieder für alle Schulden bürgen!

    • Anton Volpini
      17. Juni 2011 19:59

      Ganz genau, die Betonung liegt auf - vernünftiger Mensch!

    • schreyvogel
      18. Juni 2011 11:54

      tertuan,
      die machen ein Umtauschangebot MIT ANREIZEN! Wenn diese lukrativ erscheinen,werden sich private Gläubiger beteiligen. Die Steuerzahler benötigen keine Anreize, an ihrer statt entscheiden ja ihre Politiker, und die haben schon ihre Anreize.

  27. Anton Volpini
    17. Juni 2011 17:46

    Ich finde es beachtenswert, wie analytisch und treffsicher Fr. KKP die Auswirkungen des Zusammenbruchs unseres Geldsystems beschreibt. Chaos überall!
    Sie übersieht dabei nur, daß dieses Chaos auf jeden Fall eintreten wird, sollte die linke Schickeria in Europa weiterhin unkontrolliert am Ruder sein. Wenn man Griechenland jetzt pleitegehen läßt, dann etwas abgeschwächter, aber umso größer das Chaos, je länger es hinausgezögert wird!

  28. PostScriptum
    17. Juni 2011 16:23

    Jetzt ist es wahrscheinlich aus. Merkel und Sarkozy wollen nun offiziell so schnell wie möglich private Gläubiger miteinbeziehen. Dieser Schritt kommt einem "default" gleich.
    Die Herabstufung der Ratingagenturen auf D (Default) wird wahrscheinlich nicht lange auf sich warten lassen. Griechenland wird dann hochoffiziell zahlungsunfähig sein:

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/670968/Griechenland_Berlin-und-Paris-ziehen-an-einem-Strang?_vl_backlink=/home/wirtschaft/609810/index.do&direct=609810

  29. RR Prof. Reinhard Horner
    17. Juni 2011 15:06

    reinhard.horner@chello.at

    Mit der akuten Griechenland-Pleite zukunftstauglich umgehen?

    Griechenland ist ein Staat, kein Unternehmen und kein (Privat-)Haushalt. Eine Staatsinsolvenz ist etwas wesentlich anderes (mit anderen „natürlichen“ Gesetzlichkeiten) als eine Unternehmenspleite oder ein (privater) Haushaltskonkurs. Für letztere gibt es Regelungen, für die erstere existieren (noch) keine.

    Nicht nur die EU hat zu entscheiden, nicht nur sie ist betroffen. Es besteht nicht bloß eine Alternative zwischen Hilfe und allein lassen. Vielmehr ist zu erwägen und zu entscheiden, wie – übrigens nicht nur Griechenland, sondern allen Beteiligten – wirksam geholfen werden kann. Keinesfalls ohne Risken! Aber diese zu minimieren und bestmögliche Effektivität zu bewerkstelligen, das steht zur Möglichkeit, zur Aufgabe und zur Verantwortung!

    Mit Griechenland haben wir es zu tun:
    * mit einem Land, das im Globalisierungsprozess mehrfach vernetzt ist,
    * mit einem EU-Land,
    * mit einem EURO-Land,
    * mit einem NATO-Land,
    * mit einer westlich orientierten Demokratischen Republik,
    * mit einem bedeutenden Kultur- und herrlichen Urlaubsland,
    * bewohnt von liebenswerten, aber aktuell arg verunsicherten Menschen,
    * mit gravierenden wirtschaftlichen Rückständigkeiten,
    * politisch, wirtschaftlich und sozial bedenklich heruntergemacht,
    * als Opfer wüster Spekulationen und interner und externe Abzocke sowie gesellschaftlichen Schlendrians,
    * nicht in seiner ersten Pleite,
    * als Wiege europäisch-westlicher Kultur und europäisch-westlicher Demokratie! („Das Land der Griechen mit der Seele suchend“ © Goethe.)

    Hilfen und Pleite sind umfassend zu bedenken. Was soll Platz greifen: kurzsichtig, mittel- und langsichtig?
    * Solidarität oder Ausgrenzung?
    * Hilfe zur Selbsthilfe oder bloß die Verfolgung extrinsischer Interessen?
    * In der Haltung und mit den Folgen einer Rücknationalisierung bis zur politischen Verschrebergartelung?
    * „Hilfe“ ohne Risiko mit Kassieren von Zinsen und garantierter völliger Kapitalrückzahlung oder (auch) mit gezielt eingesetztem verlorenem Aufwand?
    * Nicht zuletzt riskierte Investitionen mit Bedacht auf die griechische Eigenentwicklung?
    * Gemeinsam getroffene Maßnahmen, etwa auch mit entsprechender Kontrolle (insbesondere der Verwendung von Hilfsgeldern) oder Diktate?

    Wie würde das aussehen, Griechenland „pleite gehen“ zu lassen?
    * Es den Griechen überlassen, sich selbst am eigenen Schopf aus der Misere zu ziehen?
    * Griechenland ausliefern: eigenen Ausbeutern und weltweit tätigen Zockern sowie einem Ausverkauf?
    * Die Rückführung in ein Entwicklungsland in Kauf nehmen?
    * Chaotische Verhältnisse, Unregierbarkeit und schließlich einen Ausweg in die Diktatur fördern?
    * Starke Migrationsbewegungen herbeiführen?
    * Die Verluste – auch für alle externen Kapitaleigner – sofort und fortlaufend schlagend werden lassen?
    * Außereuropäischen Mächten und Interessenten das Feld überlassen?

    (Wer würde die Macht übernehmen? Wen würde die finanzielle, wirtschaftliche und zwangsläufig auch politische Pleite tatsächlich „mitziehen“?)

    Machen wir uns nichts vor, es kann nicht einfach bloß um eine isolierte Griechenland-Lösung gehen. Was unausweichlich ansteht, ist eine Systementwicklung mit a) der Rückbindung der Finanzwirtschaft an die Realwirtschaft und b) der Heimholung der Wirtschaft und der Technik in die Gesamtzusammenhänge humaner Kultur und Lebensführung. Übrigens beginnend mit der Entmachtung der drei völlig verantwortungslosen US-Ratingagenturen!

    • simplicissimus
      17. Juni 2011 16:31

      guter, diskussionswürdiger beitrag.
      leider fehlt mir die zeit, ausführlich darauf zu antworten.

    • Wertkonservativer
      17. Juni 2011 17:53

      Sehr geehrter Herr Professor,

      Respekt und Hochachtung!

      Im Gegensatz zu etlichen - teilweise extrem einseitigen und schnellschussartig urteilenden - Beiträgen ist Ihrer durchdacht, total sachorientiert, alle Szenarien - mit oder ohne weitere Hilfestellungen seitens der EU-Staaten - klar herausarbeitend!

      Ein herausragender Beitrag! Danke!

    • Anton Volpini
      17. Juni 2011 18:48

      @RR Prof. Reinhard Horner

      Wenn vor 200 Jahren ein Schiff untergegangen ist, dann war der Werteverlust ein Totalschaden. Wenn man Griechenland jetzt pleitegehen läßt, dann ist das "nur" ein Geldschaden. Die ganzen Investitionen in diesem Land bleiben erhalten, sie gehören halt nur jemand anderem. Aber das wäre ein gesunder Neubeginn für die griechische Bevölkerung, die wieder Freude an neuen Herausforderungen hätte, weil der derzeitig enge Zukunftshorizont der Griechen sich wieder erweitern würde.

    • HJR
      17. Juni 2011 20:15

      Unter Verzicht auf einen eigenen Hauptbeitrag meine vollständige Hochachtung für diesen fundierten Beitrag - unter besonderer Beachtung des letzten Absatzes.

      Hinzufügen möchte ich noch, dass auch die EU - die gerade im Falle Griechenland (aber sicher auch Italien) immer gewusst hat, welches Spiel da getrieben wird - in Reform- bzw. Neustrat-Überlegungen einbezogen werden müsste, denn es kann nicht nicht an- und nicht weiter-gehen, dass die inzwischen 27 Mitgliedsstaaten von Kommission und europäischen Parlamentariern über lange Zeit verar... wurde, ohne hier Konseuqnzen gefodert werden.
      WEG MIT DER BRÜSSELER MAFIA!!! NEUGRÜNDUNG DER EU!!!

    • terbuan
      17. Juni 2011 20:28

      DAnke, ein hervorragender Beitrag!
      und zum letzten Satz hätte ich auch eine Ergänzung:
      ...der Entmachtung der drei verantwortungslosen US-Ratingagenturen UND DEREN EIGENTÜMER!

    • schreyvogel
      17. Juni 2011 23:06

      Es tut mir leid, aber im Gegensatz zu den meisten meiner Vorposter kann ich mit diesem Beitrag nichts anfangen.

      Nach einer unsystematischen Ansammlungen von Gemeinplätzen und Skurrilitäten(Gr. ist ein Staat, kein Unternehmen; westlich orientiert; liebenswerte Menschen; herrliches Urlaubsland; wüste Spekulationen; Wiege "europäisch-westlicher" Kultur u. Demokratie; "Rücknationalisierung" bis zur politischen "Verschrebergartelung" u.v.a.m.) und einer richtigen Feststellung ("nicht in seiner ersten Pleite") kommt ein schwer verständliches Rezept : "Rückbindung der Finanzwirtschaft an die Realwirtschaft" und "Heimholung der Wirtschaft und der Technik in die Gesamtzusammenhänge humaner Kultur und Lebensführung".
      Wer soll etwas mit diesem Rezept konkret anfangen, und vor allem: Was?

      Die Ratingagenturen haben nicht immer glücklich agiert, besonders bei den sub-primes. Aber ohne sie wären wir völlig orientierungslos. Sie sind auch heute absolut unverzichtbar. Denn schuld an den Katastrophen sind letztlich die, die sich blindlings auf die Ratingagenturen verlassen und partout nicht selber kritisch mitdenken wollen.

    • xRatio (kein Partner)
      19. Juni 2011 23:44

      Ein "Prof." Hornochs meint am 17. Juni 2011 15:06:

      Eine Staatsinsolvenz ist etwas wesentlich anderes...als eine Unternehmenspleite oder ein (privater) Haushaltskonkurs.
      Für letztere gibt es Regelungen, für die erstere existieren (noch) keine.


      Puuuhh! So denkt und schreibt entweder ein strunzdummer, verlogener Rotnazi
      oder
      ein blutiger Laie, der von Rechtsnormen keine Ahnung hat; der nicht einmal die (aus sonstigen Gründen allerdings fragwürdige) Unterscheidung von öffentlichem und privatem Recht kennt.

      Auch Staaten unterliegen den Gesetzen! Zivilrechtlich (dazu gehören auch Darlehen alias "Anleihen") gilt für Staaten nichts anderes als für andere juristische Personen.

      Staaten verfügen im In- und Ausland regelmäßig über riesige Privat-Vermögen. Auch in den Ländern ihrer Gläubiger, in denen mühelos die Zwangsvollstreckung betrieben werden könnte. In den Ländern der Schuldner-Staaten ist die Rechtslage kaum anders, allerdings dank entsprechend "motivierter" Justiz womöglich schwieriger durchzusetzen.

  30. Observer
    17. Juni 2011 14:55

    Das heutige Streitthema zwischen KKP und AU ist sehr delikat und eine dauerhafte Lösung verlangt besonderen Mut und Ausdauer.
    Auch wenn nun es schon als "Achtes Weltwunder - Fass ohne Boden" bezeichnet wird.
    Siehe dazu auch den Cartoon:
    http://www.imagenetz.de/fea9e617f/Das_8.pps.html .

    Natürlich gibt es keine Alternative zur erforderlichen weiteren finanziellen Unterstützung der Griechen, aber
    1. diese neuen Gelder müssen mit strikten Auflagen verbunden werden und
    2. das Schuldenabbauprogramm muss sich auf einen sehr langen Zeitraum erstrecken.

    Bisher wollten alle Gläubiger für das hergegebene Geld sehr hohe Zinsen und alles möglichst bald wieder zurück haben. Dieser Weg ist völlig unrealistisch und führt nur zu noch mehr Chaos und zur wirklichen europäischen Katastrophe.

    Die Griechen - und besonders die Parteien und Gewerkschaften - müssen erkennen, dass es so wie bisher (viele Waren und Dienstleistungen unversteuert - also schwarz, Steuerprivilegien für Grossverdiener, enormer und teils uneffizienter Staatsapparat usw. usw.) nicht mehr weitergehen kann.

    • PostScriptum
      17. Juni 2011 15:04

      "diese neuen Gelder müssen mit strikten Auflagen verbunden werden "

      Und wie wollen Sie diese ominösen strikten Auflagen durchsetzen? Einmarsch?

    • schreyvogel
      17. Juni 2011 16:07

      Observer,
      1. Waren etwa die bisherigen Gelder nicht mit sehr strikten Auflagen verbunden?
      2. Der Zeitraum des Schuldenabbauprogramms erstreckt sich jetzt schon ins unendliche.

      Zinsen für schlechte Schuldner sind deswegen hoch, weil sie eine hohe Risikoprämie enthalten (müssen!).

    • Observer
      17. Juni 2011 18:06

      PostScriptum und schreyvogel:
      Die bisherigen Kredite waren NICHT mit strikten und kontrollierbaren Auflagen verbunden.
      Die Laufzeiten der Kredite sowie Staatsanleihen waren bisher >b>relativ kurz, sonst würde ja nicht ständig von Umschuldungen gesprochen werden.
      Die griechische Regierung, die Gewerkschaften und sonstigen Interessensvertretungen und vor allem die ganze Bevölkerung müssen aktiv durch Fleiß und manchen Entbehrungen dazu beitragen, dass die selbstverschuldeten Probleme gelöst werden. Dann wird auach die Kreditwürdigkeit verbessert, d.h. der Risikozuschlag stark sinken.
      Sonst heisst es bald: GAME OVER!

  31. phaidros
    17. Juni 2011 14:26

    OT, interessiert aber doch vielleicht Einige hier:
    http://diepresse.com/home/blogs/rohrer/670601/WutbuergerStammtisch-V

    BG/phaidros.vie@gmail.com

  32. PostScriptum
    17. Juni 2011 13:56

    Schiebe einen Link nach:

    http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=16489

    Ist die EZB überhaupt noch solvent?

    • schreyvogel
      17. Juni 2011 15:46

      Kann eine Zentralbank, die Geld schöpfen kann, überhaupt insolvent werden?

      Ich denke, das Ärgste wäre, wenn das Vertrauen in die EZB verloren geht und niemand mehr den Euro an Zahlungs statt annehmen will. So etwas geht normalerweise Hand in Hand mit einer galoppierenden Inflation.

      Irgendwann gibt es dann einen Währungsschnitt und einen "Euro-neu".

    • PostScriptum
      17. Juni 2011 15:55

      Ich glaube nicht, dass Europas Völker nach diesem veritablen Debakel einen neuen Euro akzeptieren würden. Die Akzeptanz dieses Zahlungsmittels würde gegen Null tendieren. Wahrscheinlicher ist die Rückkehr zu den alten Währungen.

    • Anton Volpini
      17. Juni 2011 17:54

      P.S.
      Was ist der Unterschied zwischen dem Julius Meinl und der EZB?

      Julius Meinl hat keine Druckerpresse!

    • PostScriptum
      17. Juni 2011 17:58

      Die EZB darf kein Geld "drucken", um ihre Schulden zu begleichen. Sie wird es auch nicht tun, glauben Sie mir. Die nationalen Notenbanken, ergo der Steuerzahler, werden die Bilanz ausgleichen müssen.

    • schreyvogel
      17. Juni 2011 18:14

      An PS
      Die EZB darf Geld schöpfen - was ist der Unterschied zu "Geld drucken"? Das ist doch dasselbe!

    • PostScriptum
      17. Juni 2011 19:43

      Nein die EZB darf Kredite vergeben und schöpft für diese Geld.

  33. Norbert Mühlhauser
    17. Juni 2011 13:16

    Volkes Mund tut Wahrheit kund (- pardon, Nepperl & Berg-Geist):

    Gutes Geld dem Schlechten nachwerfen!

    oder:

    Weg mit Schaden!

    -----------

    Und weshalb "Spanien, Portugal und Irland" zu den Kernländern der EU gehören, das muss uns Frau KKP erst einmal erklären. Das Weichbild der Gemeinschaft setzt sich dann wohl aus Deutschland und Frankreich zusammen !!!!??

    • terbuan
      17. Juni 2011 13:24

      Die Frau KKP hört und sieht halt nur den ORF und dessen Wirtschaftsexperten!

    • Norbert Mühlhauser
      17. Juni 2011 13:53

      Ottokrafische Berichtigung

      Sollte heißen: Gutes Geld dem schlechten nachwerfen!

    • contra
      17. Juni 2011 14:09

      @Norbert Mühlhauser

      Ich buche es unter Freud'scher Verschreiber! :-)

  34. Reflecting
    17. Juni 2011 13:10

    Seit Wochen wird die griechische Tragödie mit laufend schlechter werdenden Schauspielern aufgeführt. Von „spirit“ weit und breit keine Rede. Der fehlt, weil es, wie es den Anschein hat, nicht möglich war, Schritte zu formulieren und umzusetzen, die dem griechischen Problem ein Ende setzen. Ein Ende sollte es sein, da bekanntlich ein Ende mit Schrecken noch allemal besser als ein Schrecken ohne Ende ist. Nichtentscheidungen und ein Vorsichherschieben von Problemen ist nicht nur psychologisch, sondern auch in der realen Welt extrem nachteilig.
    Über das griechische Problem wurde ausgiebigst theoretisiert, geschrieben, polemisiert und natürlich auch, je nach Standort, beschwichtigt oder das Ende von allem verkündet, aber zu notwendigen Lösungen hat es nicht gereicht.
    Was hätte eine mögliche Lösung sein können?
    Die gesamte griechische Auslandsschuld hätte von der EZB von einem Tag auf den anderen übernommen oder ihre Bedienung von der EZB garantiert werden müssen (zur Beruhigung des Bankensektors und noch mehr des gesamteuropäischen Wirtschaftssystems); dem griechischen Staat hätte es untersagt werden müssen, neue Auslandsschulden aufzunehmen; Privatisierungen in Griechenland wären vordringlich durchzuführen gewesen, damit der Staat bis zu einer Konsolidierung spartanisch flüssig gehalten werden kann; griechische Vermögenswerte im Ausland hätten zwangsrepatriiert werden müssen und sind in Griechenland als Kredite zur Ankurbelung der Wirtschaft zu vergeben (als eine Art ERP). Alles unter strengster Kontrolle der EU. Gleichzeitig wäre den Griechen klar und deutlich zu sagen gewesen, dass sie nun zeigen müssen, was sie können. Das wäre angewendeter europäischer Geist gewesen. Die von der EZB zu übernehmenden Milliarden bzw. Garantien wären für Gesamteuropa in Wirklichkeit kein Problem gewesen. Was alle werktätigen Europäer (also nicht nur die Eurozone) für die Bedienung der griechischen Staatsschuld beitragen müssten, ist verhältnismäßig wenig und ohne besondere Schmerzen verkraftbar und dann vertretbar, wenn damit klare Verhältnisse geschaffen und Warnzeichen für andere „Griechenlandnachahmer“ gesetzt werden.

    • PostScriptum
      17. Juni 2011 13:13

      Die Maßnahmen die Sie fordern wären ohne Auflösung der EU nicht möglich gewesen. Allein die EZB wäre bei "Übernahme der griechischen Staatsschuld" hundert Mal bankrott gewesen und die Steuerzahler hätten alles bezahlt. Dabei erwähne ich nicht einmal, dass keine rechtlichen Grundlagen für so eine Schuldenübernahme existieren (was die EZB freilich nicht daran hinderte, genau das in Form von Anleihen zu tun).

    • terbuan
      17. Juni 2011 13:22

      Zum besseren Verständnis des Problems der griechischen Auslandsverschuldung emphfehle ich diesen Beitrag:
      "External versus domestic debt in the euro-crisis"
      http://voxeu.org/index.php?q=node/6550

    • Reflecting
      17. Juni 2011 18:54

      Terbuan
      Danke für den Hinweis. Auch ich bin der Meinung, dass die Auslandsschulden das Problem waren und sind.

  35. libertus
    17. Juni 2011 13:05

    Griechenland hätte man schon viel früher sich selbst überlassen müssen, dann hätte sich die EU viele, viele Milliarden Euros erspart.

    Der Grund warum der "komatöse Patient" noch am Leben erhalten wird, ist doch einzig und alleine, daß hier noch viele Involvierte bzw. Interessierte tagtäglich ihr Schäfchen ins Trockene bringen, das wir dann in Zukunft alle bezahlen dürfen.

    Ob direkt oder indirekt, wir werden die Auswirkungen spüren.
    Hätten uns verantwortungsvolle Politiker tatsächlich davor schützen wollen, hätten sie schon viel früher richtig handeln müssen = nämlich Griechenland in Konkurs schicken und das Land aus der Eurozone werfen.

    Jetzt scheint es schon fast zu spät, fürchte ich und für die vielen Milliarden, mit denen Griechenland bereits unter die Arme gegriffen wurde, dürfen sich diese Länder auch noch verunglimpfen lassen.

    Da fällt mir nur mehr dazu ein: jamas/kali oreksi!

    • terbuan
      17. Juni 2011 13:09

      Wozu hat man Freunde, geschätzer Libertus?
      Den in den USA geborenen Vorsitzenden der Sozialistischen Internationale und griechischen Ministerpräsidenten läßt man nicht so ohne weiteres fallen.
      Da gehen vorher andere oder wir alle vor die Hunde!

    • libertus
      17. Juni 2011 14:26

      @terbuan

      Alles klar, nicht einmal zurück(ge-?)treten ließ man ihn!

  36. PostScriptum
    17. Juni 2011 12:35

    Typisch linke Propaganda. Da wird nicht gefragt, warum man einem insolventen Land Geld nachschmeißen sollte, nein, man fragt, ob es insolvent werden soll. Sehr interessant ist das, wie die Linke und die Volksverräter das machen (ja Frau Fekter ich meine auch Sie!).

    Denn wäre Griechenland noch nicht insolvent, könnte man tatsächlich Maßnahmen überlegen, wenn einem das Steuergeld egal ist und wenn man auf Casinobesuche steht.

    So aber ist es schlicht und ergreifend das Verheizen von Steuergeld, nur damit die Katastrophe andere Regierungen trifft. Das ist nicht nur fahrlässig, es ist grobe Absicht mit einer kriminellen Energie, die ihresgleichen sucht.

    Würde Frau Fekter vor einem Richter landen, würde er ihr die Hölle heiß machen.

    Da kämen dann Fragen wie:

    Warum haben'S bitte fremdes Geld einfach so verjuxt? Is Ihnen des so egal? Da geht's ja um Dutzende Milliarden! Haben'S überhaupt kan Genierer? Und wieso ham'S die Insolvenz verschleppt? Wollten'S davonkommen? Sie san ja der übelste Gauner.

    Aber Frau Fekter wird niemals vor einem Richter landen, sie wird in Zukunft in der "Presse" interviewt werden und man wird nach ihrer Experten(sic!)meinung fragen.

    Liebe Politiker, wundert'S euch nicht, wenn die Galgenjustiz wiedereingeführt wird. Sehr viele Österreicher wünschen Sie nur noch baumeln zu sehen, das garantiere ich Ihnen!

    • PostScriptum
      17. Juni 2011 12:49

      Noch ein O.T. (diesmal als Antwort auf meinen Kommentar, damit es nicht so nervt ;-) ) :

      Terrorverdächtige wieder frei:

      http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/670848/Wien_TerrorVerdaechtige-freigelassen?_vl_backlink=/home/index.do

      "Die am Mittwoch am Flughafen Wien-Schwechat festgenommenen Terrorverdächtigen befinden sich auf freiem Fuß. Sie seien bereits am Mittwochabend freigelassen worden, erklärte Innenministeriums-Sprecher Rudolf Gollia am Freitag. Da sie lediglich am Weg zu einem möglichen Ausbildungslager der al-Qaida gewesen seien, habe es keine Basis gegeben, sie weiter festzuhalten. "

      Der Drahtzieher ist ein Konvertit mit österreichischen Wurzeln. Wahrscheinlich ist seine Frau ein Moslem. Und die Liebe (vorsicht Doppelbedeutung ;-) ) hat ihn in die warmen Terrorarme getrieben.

      So rennen wieder ein paar Terroristen in Österreich frei herum und dürfen ungestört planen. Eines sage ich Ihnen allen ganz offen und ehrlich. Wenn in Österreich ein Anschlag verübt wird, dann reicht's mir, dann werden andere Saiten aufgezogen.

    • Wertkonservativer
      17. Juni 2011 14:03

      Hallo Philipp, jetzt hör' aber bitte auf, wild um Dich zu schlagen: diese Überheblichkeit, alle Dir nicht genehmen Politiker und sonstige Zeitgenossen brutal abzuqualifizieren, wird langsam unerträglich!

      Man mag Frau Fekter, Frau Merkel und anderen das oder jenes (auch Berechtigtes) vorwerfen; derartige Verbalinjurien, wie Du sie hier ins Forum stellst, sind aber weit überzogen und auch in jeder Weise kontraproduktiv; sie entwerten Deine sonst oft sehr guten Gedanken und stellen Dich in ein Eck, aus dem Du - wenn Du so weitermachst - garantiert nicht mehr herauskommen wirst!

      Also - bitte - etwas mehr Gelassenheit, Fingerspitzengefühl für das Sinnvolle und Mögliche, insgesamt weniger Furor und gleichzeitig mehr Ausgeglichenheit.

      Bedenke bitte: je mehr Du hier herumteufelst, desto unglaubwürdiger wirst Du!
      Sternderln von Möchtegern-Schreibtischrevoluzzern sind da kein Maßstab!

      Alles Gute und beste Grüße vom Wertkonservativen!
      (Und nichts für ungut, junges Haus!).

    • PostScriptum
      17. Juni 2011 14:11

      @ Wertkonservativer

      Nun wie würden Sie denn jemanden bezeichnen, der sich von Ihnen eine Million Euro leiht, nicht die Absicht hat, Ihnen dieses Geld zurückzuzahlen und dieses Geld im Casino auf die Zahl 17 setzt und dann auch noch behauptet, das koste Sie ja nichts? Gauner ist hier wohl noch zu milde!

      Und falsch, Sie und manch andere hier stellen mich in dieses Eck. Der Durchschnittsösterreicher würde meine Wortwahl für noch zu milde empfinden. Ich weiß auch nicht, ob Sie das schon verstanden haben, aber der Unterbergerblog ist kein Nationalrat. Wir schreiben hier in einem isolierten Raum; der Bürger bekommt von all diesen Worten rein gar nichts mit. Es stört mich sohin nicht im Mindesten, wenn Menschen wie Sie mich in dieses Eck stellen wollen.

      Aber verteidigen Sie ruhig weiterhin eine Frau, die dafür verantwortlich zeichnet, das von Ihnen hart verdiente und ersparte Geld beim Fenster hinauszuwerfen. Es sei Ihnen gegönnt.

    • Wertkonservativer
      17. Juni 2011 18:46

      @ PS:
      schlage vor, eine Nachhilfestunde bei Prof.R. Horner (Beitrag höherstehend) zu nehmen!
      Das nenne ich geistige Bewältigung eines komplexen Problems, nicht pseudo-revolutionäre und im Übrigen bestenfalls angelesene und internetrecherchierte Klugsch .... von sich zu geben!
      "Sehr viele Österreicher wünschen Sie nur noch baumeln zu sehen, das garantiere ICH Ihnen": das ist einfach unterste Lade, unverhältnismäßig und degoutant!

      Abschließend: ich finde es extrem bedauerlich, fast täglich feststellen zu müssen, wie sehr sich ein hochtalentierter und engagierter junger Mensch selbst beschädigt!

    • xRatio (kein Partner)
      19. Juni 2011 23:38

      @PostScriptum 17. Juni 2011 12:35

      Stimme Ihnen ja selten zu.

      Aber wenn Sie den von den unverbesserlichen Anhängern und Apologeten der korrupten schwarz-roten Politbande angegiftet werden,
      dann können Sie fast blindlings davon ausgehen, daß Sie -wie auch hier- richtig liegen. :-)

    • Celian
      20. Juni 2011 21:29

      P.S.:

      Von was für einem Verheizen von Steuergeld reden Sie da? Das einzige was hier verheizt wird, ist das Schwundgeld der Zentralbank. Und das ist mir herzlich wurscht. Oder glauben Sie im Ernst, daß das noch irgendwer zurückzahlen wird?

      (Deshalb sag ich ja: weitermachen, Schuldenmachen. Nur so kann das Gift Demokratie endgültig besiegt werden)

  37. A.K.
    17. Juni 2011 12:26

    Das Thema „Soll die EU Griechenland pleite gehenlassen?“ wird derzeit zum Überdruß in allen Medien behandelt. Wegen meiner mathematisch-naturwissenschaftlichen Vorbildung, der primär logisches Denken als Fähigkeit zugrunde liegt, erstaunt es mich stets, in Zeitungsmeldungen zu lesen, daß der Staat XY mit derzeit 120 % der pro Jahr möglichen Werte, die dort zu schaffen möglich sind, verschuldet ist, daß aber trotzdem dessen Bürger recht fröhlich dahinleben. Für Österreich glaube ich mich an vergleichbare – rasch wachsende Zahlen – um 70 bis 80 % zu erinnern. Ja - wenn die genannten 120% stimmen, dann ist es für mich (dem wirtschaftlich ungebildeten Naivling) der Versuch eines Wahnsinnigen daran zu glauben, daß solche Schulden je zurück gezahlt werden können. Leider weisen mehrere europäische Staaten solche Zahlen auf. Dieser Zustand war nur dadurch erreichbar, daß – Gott sei Dank! –in Europa seit 66 Jahren ausreichend Friede herrscht; nämlich Friede u.a. dafür, daß nicht in regelmäßigen Abständen – wie früher – die Banken zusammengebrochen sind, worauf die anständigen Wirtschaftenden und Sparer ihr Geld verloren haben und danach die Politiker wieder mit dem Schuldenmachen „von Null“ her anfangen konnten. Für mich ist einzig und allein logisch, daß solche Schulden nie(!) zurückgezahlt werden (können), daß also jemand Geld sicher verlieren wird. Geld verlieren durch: Inflation, wertlos gewordene Schuldscheine von Staaten, Banken und zahlungsunfähigen Bürgern. Demagogische Politiker werden Bevölkerungsgruppen wie Pensionisten und junge Menschen gegeneinander aufhetzen. Familienväter werden gegenüber Singles ohne Kinder weiter stärker leiden und von den Politikeren mit milden („Gesetzes“-) Gaben abgespeist werden.
    Im privaten Umfeld leiht niemand Menschen, die nicht wirtschaften können, längerfristig Geld – niemand ist so naiv zu glauben, daß er es wieder bekommt. Man muß wohl EU-Politiker sein, um das nicht zu wissen. Abhilfe schafft nur, daß jene die wirtschaften können, sich von Leuten, die solches nicht können abschotten und ihnen nur aus ihren Überschüssen helfen. Bei Staaten kann dies langfristig nicht anders zugehen.

  38. Helmut Oswald
    17. Juni 2011 12:23

    50 % der griechischen Wirtschaft sind verstaatlicht, in der Erdölindustrie (natürlich verstaatlicht) werden 18 (!) Gehälter ausbezahlt ... bei uns kommt das noch, dank der linksgrünen Allianzen. Einstweilen - bis die dort klüger werden - würde ich das mediterrane Kommunistengesindel an die Frischluft setzen.
    Dann können sie den Sozialismus essen, den sie sich geschaffen haben ...
    Dann noch ein bisserl roten Partisanenterror auf Basis linker Primärtugenden, damit die Touristen schön ausbleiben , ajah und bitte nicht darauf vergessen Deutschland daran die Schuld geben ... wenn sie dann nordkoreanische Verhältnisse haben, dann wird ihnen leichter sein.

    • terbuan
      17. Juni 2011 12:31

      Die Griechen wollen jetzt durch deutsche Reparationszahlungen ihren Kopf aus der Schlinge ziehen. Genauso stellt man sich das vor, wenn der Hut brennt, dann wird die Nazikeule geschwungen und die Deutschen sollen zahlen! Und zwar für immer und alles!

    • Helmut Oswald
      17. Juni 2011 13:14

      Dabei wurde bereits Entschädigung geleistet, Anfang der 60er Jahre und das nicht zu knapp. Was die meisten gerne übersehen, der weitaus größte Teil Griechenlands war italienisch und ein kleinerer Teil auch noch bulgarisch besetzt.
      Aber nur zu, das kommt hier immer gut an. Am besten in Hollywood einen Film drehen lassen, die Leute dort halten gerne anderen jenes Gesicht vor, von dem sie uns unentwegt glauben machen wollen, sie selber hätten diese Fratze nicht auch schon gezeigt.

    • contra
      17. Juni 2011 14:08

      @Helmut Oswald

      Gute Idee die Verfilmung a la Hollywood - ein Oscarregen ist dem Produkt schon jetzt sicher!

    • Deorsum (kein Partner)
      19. Juni 2011 23:34

      50 % der griechischen Wirtschaft sind verstaatlicht.

      Das ist der Punkt.

      Griechenland braucht Geld, muss also sein Tafelsilber (wenn ich böse wäre, würde ich sagen Tafelblech, aber ich bin nicht böse, nur ab und zu ein wenig boshaft) verscherbeln. Was sich mangels Grundbüchern aber nicht besonders einfach gestalten dürfte und unter anderem die Frage aufwirft, wie um alles in der Welt ein Land ohne Grundbuch und Personenstandsregister überhaupt in die EU kommen konnte... aber das ist eine andere Geschichte.

      Fakt ist, dass sich der Verkauf von Häfen, Flughafen, Energie- und anderen Konzernen ziemlich schwierig gestaltet und deswegen braucht Griechenland noch Zeit, oder besser gesagt: Geld. Oder auf gut deutsch: Wir bezahlen die Zeit, die ein paar Bonzen brauchen, um Griechenland nach "amerikanischem Vorbild" in aller Ruhe auszuplündern. Wie ich auf ausgerechnet auf Amerika komme? Na, ganz einfach: Goldmann Sachs hat Griechenland geholfen, sich in die Eurozone zu schwindeln, wohl wissend, dass mit diesem Staat kein Blumentopf zu gewinnen ist und der Staatsbankrott unausweichlich ist. Jetzt ist die Zeit, das Investment mit 20 % Zinsen zu ernten...

  39. terbuan
    17. Juni 2011 12:15

    Die gesamte Führung der Eurogruppe inklusive EZB, allen voran der Einpeitscher Jean-Claude Juncker, gehören vor Gericht.
    Straftatbestand:Konkursverschleppung.
    "Als Insolvenzverschleppung (früher Konkursverschleppung) wird die Nichtantragstellung auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung bezeichnet."

    Diese Situation ist bei Griechenland eindeutig gegeben.
    Alles schon einmal dagewesen, siehe Griechischer Stastsbankrott 1893:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Griechischer_Staatsbankrott_von_1893

  40. Buntspecht
    17. Juni 2011 11:47

    Bitte AU ich hätte gerne klare Aussagen von Ihnen, was in Europa passiert, den EU-Bürgern passiert, wenn man Griechenland wirklich pleite gehen lässt! Ob da nicht das Scenario von KKP realistischer ist???

  41. schreyvogel
    17. Juni 2011 11:24

    Die Wurzel allen Übels ist das fürchterliche Budgetdefizit Griechenlands. Alle Bemühungen zur finanzielle Gesundung haben dort anzusetzen. Es genügt kein ausgeglichenes Budget, es ist ein deutlicher Budgetüberschuss herzustellen. Nur wenn das gelingt, kann man an eine Stabilisierung der Finanzschulden denken.

    Dann macht es möglicherweise auch Sinn, Griechenland durch "reprofiling", "restructuring incl. haircut", ja sogar "bail out" zu helfen, wieder einen selbst finanzierten Schuldendienst aufzunehmen, der langfristig die Schulden verringert. Ganz abzahlen wird es die Schulden innerhalb einer überschaubaren Frist nicht können. Aber da ist es ja in bester Gesellschaft z.B. mit Österreich. Wenn Österreich damit leben kann, warum nicht auch Griechenland?
    (Ob Österreich wirklich auf Dauer damit leben kann, ist eine andere Frage).

    Zu allererst müsste das griechische Volk begreifen, dass man Griechenland nicht kaputtsparen, sehr wohl aber aber kaputtstreiken kann. Das scheint mir das schwerste zu sein. Sobald es alle nötigen Maßnahmen akzeptiert, sollte sich ein für die ganze EU gangbarer Weg aus dieser Krise finden.

    Und wir Österreicher können uns dann endlich darauf konzentrieren, unsere eigenen Schulden in den Griff zu bekommen.

  42. Martin Bauer
    17. Juni 2011 11:09

    Heute auf Radio Stephansdom im täglichen Börsebericht, der Analytiker der Bank Austria zur Griechenlandcausa:

    Es kann kein Fachmann derzeit sagen, welche Lösung die beste wäre.... Und weiter fast wörtlich:
    "Es ist mir schnurz egal, wie die Lösung aussieht, aber es muss endlich Klarheit geschaffen werden, man soll sich endlich entscheiden!" Auch im Sinne der Märkte.

    Ich finde, das hat etwas für sich.

  43. CHP
    17. Juni 2011 11:07

    KKP beschreibt die Situation einer Staatspleite recht anschaulich. Es scheint, daß für manche Länder in Extremsituationen die Demokratie nicht die optimale Staatsform wäre. (Demokratie = Schönwetterstaatsform) Ironie ein/ Aber evt. hängt es auch nur von der Qualität der demokr. Regierung ab, denn bei uns könnte so etwas nie passieren./Ironie aus

  44. Laura R.
    17. Juni 2011 10:50

    Der Werner hat g`sagt, jetzt wird`s sogar ihm bald peinlich, was die rote Kathi da an wirtschaftlichem Schmarr`n verzapft. Wenn mir derer glauberten, wär`n mir ja fast scho wieder in den Dreiß`gerjahren g`landet mit die Genossen Griechen.

  45. Celian
    17. Juni 2011 10:29

    Die Privaten, d.h. in erster Linie Banken, zahlen zu lassen, geht nicht, weil dann auch alle anderen Länder höhere Zinsen für ihre Staatsanleihen zu zahlen hätten. Das Siegel des Unbesiegbaren wäre der Staatsanleihe genommen. Das kann sich kein Land leisten, denn immer mehr Schulden müssen gemacht werden, an ein Zurückzahlen der Staatsanleihen ist nicht zu denken, nur an Umschuldung. Griechenland ist überall.

    Wir sind alle längst Sklaven der Schuld. Ob nun der griechischen Staatsschulden. Oder der Schuld unseres eigenen Staates.

    “The IBBC is a bank. Their objective isn’t to control the conflict, it’s to control the debt that the conflict produces. You see, the real value of a conflict, the true value, is in the debt that it creates. You control the debt, you control everything. You find this upsetting, yes? But this is the very essence of the banking industry, to make us all, whether we be nations or individuals, slaves to debt. ”
    Umberto (The International)

  46. Brigitte Imb
    17. Juni 2011 10:16

    Nun wird alles "gut", GR hat einen neuen Finanzminister und die EU, besser gesagt die Steuerzahler der Union, werden weiter blechen, um z.B. die 768 000 Beamten der GR finanzieren zu können.

  47. Stadtindianer
    17. Juni 2011 09:50

    Die PolitikerInnen haben uns bei der EURO-Einführung nicht die Wahrheit gesagt.
    Kann sein dass sie es nicht verstanden oder verstehen wollten. Es wurde auch zusehr das beabsichtigte Verbindende hervorgehoben, nicht das nach wie vor Trennende.
    Mahner und Experten, die auf die Gefahren hinwiesen, dass eine einheitliche Währung nur bei einheitlichem Wirtschafts-, Sozial- und Steuerniveau funktionieren kann, wurden nicht gehört.

  48. simplicissimus
    17. Juni 2011 09:46

    pleite gehen lassen, ja, aber gleichzeitig griechenland aus dem euroraum rauswerfen. der griechischen wirtschaft wird das gut tun.
    parallel muss damit ein dramatischer und übertriebener absturz des euro verhindert werden, damit nicht schuldlose unternehmen, die von halbwegs stabilen wechselkursen abhängen, für griechenland mitbestraft werden.

  49. terbuan
    17. Juni 2011 09:30

    Die Fakten liegen auf dem Tisch, Griechenland ist pleite und kann seine Schulden nie mehr zurückzahlen.
    Auch wenn Sarkozy heute bei Merkel ist um noch etwas für seine Banken herauszureissen, an einem Konkurs (haircut) wird kein Weg mehr vorbeiführen!
    Andreas Unterberger 100 pro!
    Die Schönredner wie KKP, Nowotny oder Fekter stecken weiter ihren Kpf in den Sand.

    • brechstange
      19. Juni 2011 12:44

      Es gilt den letzten beißen die Hunde, schön, dass wir Österreicher Europa retten werden.

  50. phaidros
    17. Juni 2011 09:14

    In den Geschäften kommt es zu Hamsterkäufen. Die Geschäftsregale bleiben leer, der Einzelhandel hat kein Geld mehr.

    Wieso hat der Einzelhandel kein Geld, wenn die Regale leergekauft werden?

    • CHP
      17. Juni 2011 10:34

      Weil sich die Kunden nicht mehr geduldig vor den Kassen anstellen werden.

    • phaidros
      17. Juni 2011 10:39

      Verstehe ich nicht. Regale leer heißt alles verkauft.

    • terbuan
      17. Juni 2011 11:01

      ich meine, es hätte heißen sollen:
      .......in den Geschäften kommt es zu Hamsterkäufen. Danach bleiben die Geschäftsregale leer, der Handel hat kein Geld mehr um angesichts der rasant steigenden Preise, entsprechend Waren nachzukaufen......
      (aber in der Rage der Frau KKP?)

    • phaidros
      17. Juni 2011 14:04

      Ah, kapiert, danke. KKP hätte einfach "Hyperinflation" schreiben sollen, aber egal.

    • Anton Volpini
      17. Juni 2011 18:04

      paidros, der mit der Hyperinflation war gut, wirklich gut!

    • phaidros
      17. Juni 2011 18:59

      Herr Volpini, inwiefern? Hab' ich wieder was nicht verstanden? Dann bitte um Erläuterung.

    • Anton Volpini
      17. Juni 2011 20:06

      phaidros, dazu Erläuterungen liefern, würde sowohl den Daten- wie auch den Platzbedarf dieses Forums sprengen. Sie wollen doch nicht, daß ich den Unterbergerblog lahmlege.
      Ich würde daher vorschlagen, Sie buchen Kurs eins bis sechs bei Christoph Badelt!

    • phaidros
      17. Juni 2011 21:08

      Also, wenn man einen ganzen bloglahmlegenden Kurs braucht um durchblicken zu können, dass das was ich gesagt habe »gut war, wirklich gut«, dann bin ich beruhigt, dann kann es ja so schlimm nicht gewesen sein.

      Ihre Reaktion auf eine ganz normal gestellte Frage spricht für sich, aber nicht für Sie. Wieder einmal.

    • Anton Volpini
      17. Juni 2011 22:41

      Morgen ist wieder ein Tag, so Gott will!

    • phaidros
      18. Juni 2011 06:39

      Na, vielleicht fällt Ihnen ja am neuen Tag mal etwas ein, das für Sie spricht. Irgendwann muss das ja passieren, ich bin da ganz optimistisch.

  51. socrates
    17. Juni 2011 09:04

    Ich vertrete weiter die Meinung: Haircut sofort!
    Ein unbekanntes Land, das einen großen Krieg verloren hatte, mußte mehr Tribut zahlen, als es hatte. Die Wirtschaft ging ein, die Menschen verhungerten. Auch die meisten anderen Staaten hatten eine Wirtschaftskriese, die Banken gingen Pleite und die kleinen Menschen verhungerten. Einige wenige hatten Geld wie Heu, zündeten ihre Zigarren mit Geldscheinen an, die höhere Summen zeigten, als ein Arbeiter in seinem Leben verdienen konnte ("High Sierra" mit Humphery Bogard zeigt das spannend aus den USA).
    Eines Tages beschloß das Land, seine Schulden nicht mehr zu bezahlen, wie ich es auch Griechenland empfehlen würde (heute: Haircut). Es kam zu einem weltweitem Aufschwung, die Menschen hatten Arbeit und Essen. Allerdings erklärten die Gläubiger diesem Land den Krieg, der schließlich auch kam. Wir müssen, mit den vielen Hilfsmitteln, wie UNO und anderen Organisationen, dafür sorgen, daß es keinen Krieg gibt. Selbst die Krieger, die einst gegen diesen Staat gesiegt hatten, waren dieser Meinung. Man muß die Menschen gut leben lassen um eine blühende Wirtschaft zu bekommen.

    • socrates
      17. Juni 2011 09:07

      Ich habe diese Meinung auch schon vor 1 Jahr vertreten und wie A.U. sagt, damals wäre es billiger gewesen.

    • socrates
      17. Juni 2011 16:48

      Eben las ich im Kurier: Die 14,5% Papiere sind out, jetzt gibt es 30% Papiere mit 3 Jahren Laufzeit. Das heißt dann muß Griechenland das 2,2-fache zurückzahlen. Kann das ehrlich sein oder ist es Abzocke neu?

  52. Wertkonservativer
    17. Juni 2011 08:48

    Zwischen zwei Geschäfts-Mails zu A.U. geschaut, und was sehen meinen entzündeten Augen:

    schon wieder reden wir über die uns indirekt drangsalierenden Griechen!

    Ich habe gestern meine (unmaßgebliche) Meinung hier ausgedrückt, wurde belächelt und klug beeinsprucht.
    Nun, wie Freund byrig - und weiland unser verewigter Burgenländer Sinowatz - meine auch ich, dass hier ja wirklich alles sehr schwierig ist, und sich überdies kein Mensch mehr auskennt!
    Daher schweige ich ab nun in dieser Causa, werde aber recht entspannt die weitere Diskussion verfolgen.

    So, und nun wieder zurück zur Tagesfron!

  53. Anton Volpini
    17. Juni 2011 08:40

    Na, da bin ich aber froh, es gibt die Fr. KKP doch noch! Hab schon Angst gehabt, sie könnte sich vielleicht mit dem Alpenverein zuviel in den Tiroler Bergen engagieren, so daß sie für uns keine Zeit mehr hat....





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