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SN-Kontroverse: ÖBB-Privatisierung

Unter dem Titel “Kontroverse” gibt es in jeder Freitag-Ausgabe der Salzburger Nachrichten eine Doppelkolumne, in der Katharina Krawagna-Pfeifer und ich jeweils zum gleichen, von der SN-Redaktion vorgegebenen Thema schreiben. Und zwar ohne dass man gegenseitig die Texte vorher kennt.

Diese Woche steht die “Kontroverse” unter dem Titel:

 

Sollen die ÖBB privatisiert werden?

 

In der Folge finden Sie die beiden – unverändert wiedergegebenen – Kolumnen. Dadurch soll dieser kreativen und spannenden Idee auch hier ein Forum gegeben werden.

Schlechte Geschäfte

Katharina Krawagna-Pfeifer war Innenpolitikerin der SN, Innenpolitikchefin sowie Leiterin des EU-Büros des “Standard” und SPÖ-Kommunikationschefin. Sie arbeitet jetzt als Publizistin und Kommunikationsstrategin (kkp.co.at).

Der Staat ist kein Unternehmen und hat Aufgaben zu erledigen, die nicht profitabel sind. Klassische Beispiele sind solche, die mit einem Versorgungsauftrag verbunden sind. Das gilt für die Versorgung mit Wasser und Strom und natürlich auch für den öffentlichen Verkehr. Der soll eben nicht nur in Gegenden funktionieren, die z. B. wegen des hohen Passagieraufkommens - in Österreich die Weststrecke - gewinnbringend sind, sondern auch im ländlichen Raum. Wohin die Privatisierungswut führt, zeigt Großbritannien. In der Regierungszeit Margaret Thatchers wurde großzügig Staatseigentum verscherbelt. Das Ergebnis ist bekannt: Das Schienennetz ist seit der Privatisierung marod. Es kam zu schweren Unfällen. Die privatisierte Netzgesellschaft Railtrack ging 2001 pleite und musste erneut verstaatlicht werden. Die erforderliche Modernisierung des heruntergewirtschafteten Netzes kostet die britischen Steuerzahlenden 50 Milliarden Pfund.

Negativbeispiele für Privatisierungen gibt es hierzulande ebenfalls zur Genüge: Man denke an die Verschleuderung der Austria Tabak, die 3500 Arbeitsplätze und eine hohe Wertschöpfung gekostet hat, oder die dubiosen Vorgänge beim Verkauf der Bundeswohnungen. Nimmt man die letzten Teilprivatisierungen der OMV-Anteile sowie von Post und Telekom zusammen, so verlor der Staat seit 2006 durchschnittlich 336 Millionen Euro pro Jahr an anteiligen Gewinnen in diesen Unternehmen, die entweder ausgeschüttet oder reinvestiert wurden. Diesem Verlust steht eine Zinsersparnis durch Schuldenabbau von nicht einmal 100 Millionen Euro pro Jahr gegenüber. Der Nettoverlust über fünf Jahre: fast 1,2 Milliarden Euro. Die Zauberformel Privatisierung bedeutet häufig nur, dass die Allgemeinheit die Profite einiger weniger zahlen soll. Ein ziemlich schlechtes Geschäft!


Was alles besser würde

Andreas Unterberger

 

Sollen die ÖBB, neben dem Pensionssystem Österreichs weitaus größter Schuldenmacher, privatisiert werden? Diesen Entschluss wird uns angesichts der unverdrossenen Schuldenpolitik der Regierung künftig wohl der Währungsfonds abnehmen. So wie er es nun bei den Griechen tut. Vorher wird sich in Sachen ÖBB nichts tun, sind diese doch neben dem Wiener Rathaus die wichtigste rote Trutzburg. Eine Regierung Faymann agiert erst dann, wenn ihr das Wasser bis zum Hals steht. Wo es in Wahrheit angesichts jährlicher ÖBB-Gesamtkosten für den Steuerzahler von mehr als sechs Milliarden längst steht, die vor allem das wahnwitzige Pensionssystem und die „großzügigen" Baumethoden kosten.

Gewiss wäre eine Privatisierung von Schienen und Bahnhöfen schwierig. Jedenfalls möglich und nötig wäre aber ein Ende aller Personalprivilegien. Und leicht wie sinnvoll wären Privatisierung wie Wettbewerb bei Fracht, Personenverkehr und Busbetrieb.

Dann würde sich die skandalöse Diskriminierung des ersten privaten Zugsbetreibers aufhören (die ÖBB-Bahnhofsgebühren wurden überall dort gewaltig in die Höhe geschnalzt, wo dessen Züge künftig halten sollen). Dann würden sich die Millionen an Bestechungsgeldern aus ÖBB-Kassen für Inserate vor allem in SPÖ-hörigen Boulevardmedien aufhören. Dann hätten Zugreisende wieder deutlich mehr Chancen auf Sauberkeit, Service, Versorgung und erträgliche Temperaturen. Dann müssten auch ÖBBler so lang arbeiten wie wir, bevor sie in Pension gehen können. Dann gäbe es nicht mehr Hunderte arbeitsfrei gestellte Betriebsräte mit Topgehältern. Dann würden Buschauffeure der ÖBB nicht um Eckhäuser mehr verdienen als jene in der Privatwirtschaft. Dann würden die Mitarbeiter erkennen, dass nicht Partei und Gewerkschaft, sondern einzig ihre Arbeit ihre Jobs sichert.

Das wäre alles für Kunden wie Steuerzahler extrem gut. Freilich nicht für Betriebsräte und Parteifunktionäre.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juni 2011 02:46

    "Der Staat ist kein Unternehmen und hat Aufgaben zu erledigen, die nicht profitabel sind. Klassische Beispiele sind solche, die mit einem Versorgungsauftrag verbunden sind. Das gilt für die Versorgung mit Wasser und Strom und natürlich auch für den öffentlichen Verkehr."

    Dann sind aber genau die Austria Tabak (wo ist da der Versorgungsauftrag?) oder die OMV schlechte Beispiele für dieses Argument.

    Indem sie verlorengegangenen Gewinnen nachweint, glaubt sie doch nicht ernsthaft, daß man dumme Investoren findet, die Unternehmen kaufen, bei denen der Staat noch größere Anteile hält, der Investor den Karren aus dem Dreck zieht und dafür auch noch Gewinne abliefert bzw. unverschämte Gewerkschaftsforderungen mitsamt politischer Personalbesetzung zu akzeptieren hat - solche Zustände existierem wohl nur im sozialistischen Traumland.

    Jedenfalls gibt es kein Beispiel in Österreich, wo der Staat als Unternehmer längerfristig erfolgreich war und meist wurden dann erst vollkommen marode, ausgedünnte Betriebe privatisiert, die nur mit viel Glück oder auch gar nicht von privater Seite saniert werden konnten.

    Dann darf man sich nicht aufregen, daß solche Privatisierungen nicht erfolgreich verlaufen.

    Aber wozu noch lang und breit die verqueren Ansichten dieser Frau KKP analysieren, wo sie uns doch jede Woche scheuklappenartig den gleichen linksextremen Sermon aufdrängt und nicht bereit ist, auch nur den leisesten Ansatz eines neuen Blickwinkels zuzulassen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juni 2011 05:38

    Wo ist die Logik der Ausführungen von KKP? Sie schreibt sie von entgangenen Gewinnen des Staates bei Privatisierungen, wo doch die ÖBB jährlich nur Verluste produziert. Weiters beklagt sie den Verkauf der Austria Tabak und stellt gleichzeitig den "Versorgungsauftrag des Staates" gegenüber. Oder habe ich sie total missverstanden und sie meint damit nur die Versorgung verdienter Parteileute mit entsprechende Posten?
    Wie war denn das mit der angedachten Gratisversorgung von Gundbedürfnissen (Transport, Brot, Energie, Wohnung usw.) bei den Urkommunisten? Das hat doch auch nicht funktioniert.

  3. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juni 2011 07:04

    Die größte gesellschaftspolitische Herausforderung zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die Wiedererlangung der Freiheit durch Enteignung des Staates. Der Staat ist der größte Grundbesitzer, er verfügt über die größten Ressourcen und Machtmittel, die ihm in der Geschichte jemals verfügbar gemacht wurden und er wird - nicht nur hierorts - nicht von der Idee der Sicherung der Freiheit, sondern vom Gedanken der Gängelung seiner Bürger getrieben. Der Staat der Gegenwart hat Orwellsche Dimensionen angenommen. Er rückt dem Einzelnen durch seine Regulierungswut immer näher und drückt uns mit seinen von linksgerichteten ideologischen Wahnideen geleiteten Moralvorstellungen die Luft der Freiheit aus unseren Lungen. Verteilungsbürokratien, besetzt von trägen, unproduktiven und an Zahl stetig wachsenden Administratoren führen eine volksfeindliche Steuerpolitik zu Ende, deren Ziel es letztlich ist, vorrangig den Bedürfnissen raumfremder Zuwanderer und internationaler Großorganisationen zu entsprechen. Zugleich verschafft er sich über die Instrumente der Medienmanipulation letztgültige Verkündigungsmacht über 'Richtig' und 'Falsch', Gut und Böse. Der Staat, den wir vorfinden, macht uns kaputt. Darauf gibt es eine Antwort.

  4. Ausgezeichneter KommentatorRichard Mer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juni 2011 07:50

    Frau Pfeiffer zeigt sich heute als große Mathematikerin. Das Problem in ihrer Rechnung ist allerdings, dass doch soweit ich mich erinnere viele dieser privatisierten Unternehmen keine Profite gemacht haben, sondern im Gegenteil defizitär waren. Es handelt sich also bei ihrem Rechenbeispiel wohl im besten Fall um einen Vorzeichenfehler.

    Und in dieser Debatte sollte man hin und wieder erwähnen wieviel die ÖBB jeden einzelnen Steuerzahler pro Jahr kosten, auch wenn dieser nie einen Zug betritt. Es handelt sich soweit ich weiß um mehr als 1.000 Euro. Bitte um Korrekturen, wenn jemand die Details kennt. Man muss das den Leuten regelmäßig sagen; viele meiner mittelinteressierten Freunde haben etwa den Eindruck, die würden Gewinn machen, weil der ORF das manchmal so verkündet. Erst gestern oder vorgestern war auf orf.at irgendwas wie "ÖBB Mann Kern will nächstes Jahr schwarze Zahlen schreiben", oder sonst ein Schwachsinn.

  5. Ausgezeichneter KommentatorPatriot
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juni 2011 09:30

    Die Dame ist so blöd. Die Privatisierungen dürften sich alleine durch höhere Steuerleistungen dieser jetzt profitablen Unternehmen ausgezahlt haben. Außerdem sind die verbliebenen Restbeteiligungen (ca: Post 50%, Telekom u OMV 30%) weitaus mehr wert als das ganze Unternehmen vorher.

    Eine Neuigkeit für KP: ein unprofitables Unternehmen ist GAR NIX wert! Manchmal muß man sogar noch was drauflegen, um so ein Unternehmen los zu werden, siehe Austrian Airlines.

    Wasser, Strom und öffentlicher Verkehr als "unprofitable Geschäfte"? Täglich werden den Stromkonzernen aus derselben Ecke die "Milliardengewinne" vorgeworfen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorAlfred E. Neumann
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juni 2011 08:46

    Man entschuldige bitte die Wortwahl, aber die hat einen "echten Hieb!"

  7. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Juni 2011 06:02

    Bei allem Schwachsinn, den sie sonst meist verzapft, wollen wir Frau KKP diesmal auch einen Punkt geben; also - sagen wir: 3:1 für A.U. !

    Natürlich sind nicht alle Privatisierungen hier und anderswo geglückt: es gibt dabei zuviele Impoderabilien, und schwache Charaktere in Politik und Wirtschaft, die diese heiklen Umstellungen im Sinne von "mehr privat, weniger Staat" auszunützen versuchen und teilweise im negativen Sinn karikieren!

    Das ändert jedoch gar nichts daran, dass in den meisten Fällen die positiven Effektive weit überwiegen, und teilweise wirklich unheilvolle Blasen (meist mit roter Übertünchung) aufgestochen werden!

    Dass die Roten gegen eine ÖBB-Privatisierung wettern, liegt klar auf der Hand:
    eine ihrer letzten Bastionen, Bollwerk des Steinzeit-Sozialismus, würde ihnen entgleiten!


alle Kommentare

  1. Darrence (kein Partner)
  2. Roseanna (kein Partner)
  3. Monkey (kein Partner)
  4. Anson (kein Partner)
    22. Januar 2015 00:06

    Nene was boring in Season 4 what did she do biedess open gifts from that fat pizza dude? I was a big Nene fan until Season 4. Then she became a sour puss. If Nene is just going to open gifts from that dude, and sit around and talk with Cynthia she needs to go. That is boring. Nobody wants to watch that sht. She is no longer the fun, witty, Nene everyone fell in love with in Season 1-3. And since when did Phaedra become "toxic" she is a very established entertainment attorney in Atlanta. She is also hilarious. Her southern sayings are hilarious.And with Sheree gone, who else is going to put Nene in their place? Kandi rolls her eyes at Nene and moves along, Kim ignores her, Cynthia follows her, and Phaedra is nice to her. Sheree was the only one that would stand up to her.And notice Nene never tried to get in Sheree's face. She knows Sheree could knock her out.I wish they would kick Cynthia off the show. She is nice to all the women, but when Nene is around she suddenly grows a spine and gets an attitude with everyone pffft http://gpkecrjjw.com [url=http://nclszgimls.com]nclszgimls[/url ] [link=http://cdzugjwn.com]cdzugjwn[/link ]

  5. Amy (kein Partner)
    21. Januar 2015 15:28

    Wow! Tamara thanks for the Tea, as alayws,you give a very concise, accounting of the real tea hunty!As far as the "posters" with the smart azz remarks, if you don't like Tamara's tea, there are other ATl blogs (though not as eloquent) out there why read and complain. Damn, some people have no damned class.Until next time http://ltxgsjmoibu.com [url=http://khuyczp.com]khuyczp[/url ] [link=http://odmbtipuwn.com]odmbtipuwn[/link ]

  6. Vytorzynho (kein Partner)
    21. Januar 2015 05:31

    pak saya mao nanya?google adsense saya kok pas di haalamn home itu gak keluar tapi pas haalamn saya yang lain itu adsense saya keluar itu kenapa ya pak.

  7. Eliceo (kein Partner)
    20. Januar 2015 17:06

    enciknas syukurklah ada ahki acmhat yang punya budi luhur, mau berbagi…a0 nambah ilmu lagi deh… hehe. salam persaudaraan dari aceh.

  8. Nischa (kein Partner)
    19. Januar 2015 12:48

    Nizal Assalamu'alaikum Pak Achmatim,Mohon pencerahannya. Di excel ada menu frezee panes, sehingga bila tabel itu memiliki baris dan kolom yang sangat banyak kita bisa kunci header tabelnya dan kolom paling kiri (atau beberapa kolom paling kiri) untuk memudahkan membaca data di tabel tersebut ketika kita geser kursor ke kanan atau/dan ke bawah. Kalau pakai Dreamweaver, PHP Mysql, bisa tidak hal itu dilakukan, bagaimana caranya, dan mohon sekalian diberikan contohnya.Terima kasih atas bantuannya. Wassalam.

  9. Gennadi (kein Partner)
    12. Juni 2011 08:57

    Die Rechnereien von KKP sind nicht nachvollziehbar. Ein wichtiges Argument übersah sie aber völlig: Die jährlich ein bis mehreren Milliarden Euro, die in die maroden und konkursreifen ÖBB hineingebuttert werden. Verlorene Subventionen, ohne volkswirtschaftlichen Effekt.

    Die Frage ist daher weniger, ob die ÖBB privatisiert werden sollten. Wer sollte sie kaufen, das ginge bestenfalls scheibchenweise. Die Frage ist vielmehr, weshalb unproduktive Betriebe wie ÖBB und Post, die nur mehr von staatlichen Subventionen leben, nicht schon längst zugesperrt worden sind.

    Was immer im linken Möchtegern-Blog Wikipedia stehen mag: Aufgabe des Staates ist es nicht, Betriebe zu führen. "Verstaatlichte" Betriebe sind daher ein Anachronismus, aus der tiefsten Urzeit des Marxismus. Gönnen wir doch den letzten Dinosauriern die wohlverdiente Ruhestätte. Im Keller unter dem Technischen Museum.

  10. Haider
    11. Juni 2011 23:42

    Letztes Wochenende mußten die ÖBB einen Schienenersatzverkehr zwischen Krems/Donau und Fels/Wagram einrichten, da Gleisarbeiten durchgeführt wurden. Nur leider hatten die Superlogistiker der ÖBB offensichtlich vergessen, daß für einen Schienenersatzverkehr Busse nötig sind. Ich stand mit vielen anderen verhinderten Fahrgästen mittags über 50 Minuten in der prallen Sonne, ohne Auskunft, ohne einen Eisenbahner auch nur von der Ferne zu sehen. Ein Privatunternehmer mit solchem "Kundendienst" wäre längst in Konkurs (und das zu Recht!).

  11. Kritischer Beobachter (kein Partner)
    11. Juni 2011 17:05

    Klassische Themenverfehlung des arbeitslosen Chefredakteurs. Die Frage lautete, ob man die ÖBB privatisieren soll, nicht ob der Blogger die Roten nicht mag (was wir ohnehin schon wissen).

    In der Schule hätte der stümprhafte Aufsatz glatt ein Nicht Genügend bekommen.

  12. APM (kein Partner)
    11. Juni 2011 15:36

    Das Schönst und Beste WAS den ÖBB passieren könnte wäre, wenn sich ALLE(!!!) politischen und sonstigen Klugscheißer zum Teufel scheren würden!
    ALLE dieser Genannten WISSEN, KÖNNEN ALLES, sogar jene, die nur wissen, dass die Bahn auf Schiene fährt. WAS haben die Eisenbahner eigentlich verbrochen, dass sie sich diese kranken Tiraden, egal aus welchem Lager anhören müssen.
    Ich bin überzeugt, dass weder die KKP, noch Unterberger die Eisenbahn lediglich kritisieren aber so gut wie nicht - benützen.
    Und als Schlusswort zur "Privatisierung": Jene tolle Neuerfinder der "guten" Eisenbahn, Haselsteiner, wie "der Vollmundige aus St.Pölten" suchen sich die Rosinen aus dem Kuchen. DAS kann JEDER noch so Unbedarfte! Bespiele dazu schenke ich mir!
    Sollte diese wirre Idee der "Privatisierung" wirklich kommen, dann GNADE UNS(!!!!) STEUERZAHLERN...

  13. Jacky (kein Partner)
    11. Juni 2011 15:15

    Man merkt wieder einmal den Niveauunterschied zwischen A.U. und KKP: während Frau Krawagna-Pfeifer Argumente bringt, Beispiele anführt und, einfach ausgedrückt, im Gegensatz zu Unterberger wenigstens die Frage verstanden hat, labert A.U. wieder einmal über mehrere Zeilen hinweg irgendetwas daher, was mit der Fragestellung nicht das Geringste zu tun hat, um wieder einmal seinem Lieblingshobby - dem Hindreschen auf die ach so bösen Roten - frönen zu können.

    Auf diese Weise kommt A.U. dann zum Schluss: "Das wäre alles für Kunden wie Steuerzahler extrem gut" - obwohl bei zahlreichen Bahnprivatisierungen in aller Welt das genaue Gegenteil eingetreten ist. Aus Erfahrungen zu lernen - das ist eben schwierig, wenn, wie in Unterbergers Fall, die ideologischen Scheuklappen dagegen sind.

  14. Neppomuck (kein Partner)
    11. Juni 2011 11:15

    Die Wahrheit liegt wieder einmal in der traditionell von ihr eingenommenen Position, sollte aber doch endlich auch wieder hochkommen.
    Das gilt für beide Vertreter der gleichermaßen polarisierten wie polarisierenden Weltanschauungen, die hier zum besten gegeben werden.

    Der Österreicher hat das „wohlerworbene Recht“, für alle politischen Fehlentscheidungen und Fehlleistungen der von ihnen Gewählten gerade stehen zu dürfen.
    Unabhängig davon, welche Seite für den gemachten Mist verantwortlich ist.
    Entscheidend sind die „a fonds perdu“ gestifteten Geldvermögen, seien sie auch nur gepumpt, sprich "den zunkünftigen Generationen angelastet.

    „Wohlerworbene Rechte“ müssen lt. Ansicht der Gewerkschafter - allerdings ohne hier eine Erbschaftssteuer in Betracht zu ziehen - von Generation zu Generation durchgereicht werden.
    Da wurden einst bei Hitze und Kälte (von einem nahezu bedeutungslosen Anteil der Eisenbahner) Kohle geschaufelt, ein Knochenjob, der zugegebenermaßen abnützt, also muss - die sozialistische Logik ist unverkennbar - gleich allen Bundesbahnern und auf alle Zeiten die komfortable Frührente zugesprochen werden. Elektrifizierung hin oder her, Außendienst oder Innendienst.

    Ähnliche Irrungen weist die „Denke“ von Frau KKP auf.
    „Der Staat hat alle Unternehmen zu übernehmen, die nicht profitabel sind.“
    Damit das so bleibt, wurde der „Proporz“ eingerichtet.
    Also eine „politische Quote“, vor allem bei der Besetzung von profitablen Führungspositionen, aber, da systemimmanent, oft auch bis hinunter zu den niedrigen Diensten. Wählerstimmen wollen schließlich ein weiteres wohlerworbenes Gut sein.
    Das war auch schon anders, siehe "Verstaatlichungen", da wurden Unternehmen oft aus einsehbaren Gründen „zwangsvergesellschaftet“, jedoch scheuten scheinbar die „neuen Herren“ die Erreichung des „break even“, um ihre Positionen nicht zu gefährden. (siehe zweiter Satz des Absatzes)

    Warum „entstaatlichte“ Betriebe plötzlich dem übergeordneten Ziel eines Unternehmens, nämlich Gewinne zu machen, entsprechen können, und dies in den gleichen Märkten wie zuvor, während unter Parteienkontrolle nichts wie Verluste gebaut wurden, das kümmert einen in der Wolle gefärbten Sozi oder Schwarzen nicht die Bohne.

    Natürlich sind essentielle Güter und Dienstleistungen, die Monopolcharakter haben, nicht den irrationalen Kräften der freien Gewinnsucht auszusetzen, sie aber den noch weit weniger verständlichen Machtansprüchen wildgewordener Parteiapparatschiki zu überantworten ist ebenso wenig angezeigt.
    Da unterscheiden sich die rücksichtslosen Sozialisten nämlich in „keinster“ Weise von den übergeschnappten CEOs des Kapitals, die ihre Einkommen, oder seien es Aufwandsentschädigungen, nach dem Traumbuch einer stets profitabel zu sein habenden Geschäftswelt (offenbar selbst) festlegen.
    Allerdings bleiben hie wie da die Kundeninteressen auf der (nicht profitablen) Strecke.
    Die Banken und andere Monopolisten zocken ihre Kunden ab, die vergesellschafteten Unternehmen die Gesellschaft.

    Fazit: Man wird umdenken müssen.
    Leitende Positionen als Privileg zu verstehen und nicht als verantwortungsvoll zu handhabende Herausforderung war an sich zwar immer als Selbstverständlichkeit zu werten, ist in miesen Zeiten wie diesen aber zwingend notwendig.
    Wachstum deckt Fehler zu, die aber schnell auftauchen und sogar lebensgefährlich werden können, wenn die Mühen der Ebene oder gar die des Abstiegs nicht gemeistert werden können oder wollen.

    Traurig, wenn man das fordern muss, denn jeder einigermaßen bei Verstand seiender Verantwortliche oder Funktionär, der auch funktioniert, sollte das von Anbeginn seiner Karriere verinnerlicht haben.
    Und über allem wacht das Auge des wissenden Wählers, der jede „Entgleisung“ völlig emotionslos, aber nachhaltig abstraft. (Fällt unter „Utopie“, ich weiß)
    Aber wie sollte man sonst die Probleme dieser Welt in den Griff kriegen. Also sind Eliten unverzichtbar, ebenso wie „Führung“ immer nötig war, auch wenn das ein paar fortschrittliche Traumtänzer nicht wahr haben wollen.

    Denn wie der Volksmund längst erkannt hat:
    „Nicht jeder gute Knecht ist auch ein guter Bauer.“

    • Neppomuck (kein Partner)
      11. Juni 2011 11:23

      Nota bene:

      Die Randbemerkung „Und zwar ohne dass man gegenseitig die Texte vorher kennt“ fällt für mich in die Kategorie „No na-Postulat“.

  15. AppolloniO (kein Partner)
    11. Juni 2011 11:15

    Sehr geehrter Herr Unterberger,
    Ihre Streitgespräche mit KKP verfolge ich schon seit geraumer Zeit. Auch auf der Onlineausgabe der SN. Anschließend klicke ich auf die Zustimmungsergebnisse. Da führen Sie bei faktisch allen Themen(!) mit gefühlten 80% zu 20%. Dieses vernichtene Urteil der Leser kümmert KKP aber schon überhaupt nicht. Auch den SN ist es egal dass ihre Kommentatorin nur Gegner in der eigenen Leserschaft findet.

    Eigentlich hätten Ihre Kommentare einen ebenbürtigen Gegner verdient, der uns wenigstens ab und zu mit einem vernüftigen Gegenargument zum Nachdenken zwingt.

    • Kritischer Beobachter (kein Partner)
      11. Juni 2011 16:25

      Fresst Scheisse. Millionen Fliegen können nicht irren!

      Wen soll das Ergebnis dieser "Abstimmung" wundern? Unterberger bewirbt das Streitgespräch in seinem Blog, worauf alle seine zahlenden Lakaien ihm ihre Zustimmung erklicken. Deswegen werden seine Texte aber leider auch nicht besser. Im Gegenteil - Unterberger wägt sich in der Sicherheit, dass er recht hat, dabei gilt er ausserhalb des sektiererischen Zirkels hier längst als Lachnummer.

    • Kritischer Beobachter (kein Partner)
      11. Juni 2011 16:33

      P.S. Derzeitiger Stand:
      Andreas Unterberger (192)
      Katharina Krawagna-Pfeifer (220)

    • AppolloniO (kein Partner)
      12. Juni 2011 12:05

      Man, was hat doch ein Kritischer Beobachter für starke Argumente pro KKPfeife gefunden! Hat mich fast überzeugt.

    • Norman Bates
      14. Juni 2011 14:31

      @Kritischer Beobachter

      Jetzt steht es 583:249 für Unterberger und ich habe gar noch nicht geklickt.

  16. Torres (kein Partner)
    11. Juni 2011 10:42

    ÖBB-Privatisierung kling gut und schön, doch wer würde einen derartigen Defizibetrieb mit massenweise unkündbaren Mitarbeitern (siehe z.B. Telekom, Post) überhaupt übernehmen (gratis) oder gar kaufen?

  17. HJR
    10. Juni 2011 20:31

    Also eigentlich wollte ich mich ja aus grundsätzlichen Erwägungen nicht dazu herablassen, die KKP zu kommentieren. Aber heute treibt sie's mit der Verar...ung doch zu bunt, und daher entschlage ich mich auch der für mich sonst üblichen Adressierung als "Dame" und bleibe schlicht bei "KKP".

    Der klassische Fehler (neben allem fehlenden Fach- und nicht oder falsch verstandenem Allgemeinwissen) dieser intellektuell etwas minderbelichteten Linksdreherin ist, immer dass sie die aristotelische Logik nicht verstanden hat. Und weil ich befürchte, dass KKP sich unter "aristotelischer Logik" auch nichts vorstellen kann, versuch ich's halt ein Stockwerk tiefer.

    Da schreibt sie also frohgemut vor sich hin: "Der Staat ist kein Unternehmen und hat Aufgaben zu erledigen, die nicht profitabel sind." Diesem Satz nach hat sie zuletzt 1960 in ein Werk über Nationalökonomie hineingeblättert (und wenn sie noch nicht so alt sein sollte, dann hat hat sie eben so ein altes Buch erwischt - vielleicht hält sie's ja für eine wertvolle Antiquität). Also wo fange ich jetzt an? Nun ja, am besten beim Staat: Nach Wikipedia ist ein Staat das Konstrukt einer politischen Ordnung, die ein gemeinsames, durch territoriale Souveränität (und i.d.R. auch ausgeübte Gebietshoheit) abgegrenztes Staatsgebiet, ein dazugehöriges Staatsvolk und eine Machtausübung über dieses umfasst. So der erste Schritt wäre gemacht und lässt sich zusammenfassend auch so formulieren: Der Statt sind wir (die Österreicher) in unserem schönen, kleinen Österreich.

    Und was wir im alltäglichen Sprachgebrauch mit "Staat" meinen, das sind die Leute, die - nach marxistischer Diktion - vom Mehrwert der (produktiv) arbeitenden Klasse (in neokapitalistischem Sprachgebrauch: der im freien Markt Tätigen) entlohnt werden. In Österreich gehören die "Eisenbahner" (die "Postler" gehören ja inzwischen schon fast zum freien Markt) ganz und gar zum Staat und zwar bis sie gestorben sind.

    So weit so gut. Da entsteht nur ein kleines Problem dann, wenn die Leute, die vom Mehrwert der anderen leben mehr "verzehren" als der Mehrwert der Produktiven hergibt, denn dann muss der "Staat" sparen oder sich das fehlende Geld leihen. In diesem Fall wird (und wurde!) der "Staat" dann flugs wieder zu den Österreichern, womit der der schwarze Peter - streng nach marxistischer Theorie in aristotelisch einwandfreier Logik durchdeduziert - wieder bei uns liegt.

    Und weil das noch nicht mal der Karl Marx so richtig verstanden hat, kann man das von der KKP natürlich auch nicht verlangen!

    :-)

    • Gennadi (kein Partner)
      12. Juni 2011 08:47

      Wikipedia zu zitieren, ist um nichts besser als KKP.

  18. Grantiger Alter
    10. Juni 2011 20:03

    Lieber Thomas Lahnsteirer:
    Daß Sie mit den Bahnverbindungen von Wien nach Westen zufrieden sind, freut mich. Bedenken Sie aber bitte, daß Österreich nicht nur aus Wien besteht. Die zweitgrößte Stadt im Lande, Graz, hat auf der Bahn schon jetzt keine Direktverbindung nach Linz mehr, und die ÖBB lassen verlauten, daß auch die noch bestehende Direktverbindung nach Salzburg (und damit natürlich auch nach Deutschland) in Frage steht. Allerdings sehe ich keinen Grund zur Annahme, daß mit einer Privatisierung die ständige Verschlechterung des Leistungsangebots der Bahn aufhören würde. Daß es mit Nebenbahnen noch schlimmer steht, dürfte allgemein bekannt sein, und auch hier läßt Privatisierung nichts Gutes erhoffen. Und zum Defizit der ÖBB nur eine Frage: für wen rentiert sich eigentlich die Erhaltung des Straßennetzes? Für die öffentliche Hand? Bekommt die ASFINAG kein Geld aus dem Budget?

  19. Gerhild Baron
    10. Juni 2011 19:14

    Ich wundere mich, wieviele von Ihnen sich noch die Zeit nehmen, auf die Artikel von KKP einzugehen und sie zu kommentieren. Mir ist inzwischen leid um meine Zeit, diesen Schwachsinn Woche für Woche zu lesen und ich wundere mich nur, daß die Salzburger Nachrichten keinen anderen Journalisten finden, den sie AU gegenüberstellen. Das Niveaugefälle ist einfach zu groß - und das hat nichts mit divergierenden Meinungen zu tun, die soll und darf es natürlich geben.

    Sollte es doch irgendwann einen besseren und interessanteren Gegenschreiber zu AU geben, werde ich mich freuen und die Konfrontationen gerne wieder lesen.

    • GOP
      10. Juni 2011 19:26

      Die Salzburger Nachrichten wählen absichtlich Themen, wo grosse Meinungsunterschiede zwischen KKP und AU zu erwarten sind.
      Eigentlich muss man sich wundern, warum sich KKP immer wieder für solche Blamagen hergibt. Aber vermutlich hat KKP einen "missionarischen Auftrag" aus der Löwelstresse, wofür sie sich gerne "opfert".

    • xRatio (kein Partner)
      11. Juni 2011 03:11

      @Gerhild Baron 10. Juni 2011 19:14

      Danke, auch ich sehe das seit langem so.

      Dr. U. verkauft sich weit unter seiner Würde, wenn er mit einem derart bekloppten Weib diskutiert und dessen Schwachsinn auch noch in seinem Blog promulgiert.

      Naja, vielleicht will AU die linken Dummweiber damit auch bloß mal live vorführen. ;-)

  20. Celian
    10. Juni 2011 16:22

    Das Desaster um die Bahn-Privatisierung in GB in den Neunzigerjahren wird immer wieder gerne als Exempel angeführt, um aus diesem Fall zu schließen, daß Privatisierungen generell schlecht sind. Dabei zeigt dieses Beispiel nur besonders gut, daß ein Staat sogar zum Privatisieren unfähig sein kann. Erstens, war es keine Privatisierung, denn Privatisierung bedeutet, daß ein Gut den Eigentümer wechselt. Nicht so hier. Es wurde nur eine Konzession auf Zeit vergeben. Da die neuen Privaten nur Pächter auf kurze Zeit waren und keine Eigentümer, hatten sie logischerweise kein Interesse daran, teure und langfristige Investitionen zu tätigen, um die Infrastruktur zu erneuern, die sich erst nach Jahren rechnen würden, wenn dann der Nachfolger die Konzession einsackt und den Gewinn lukriert.

    Da stellt sich schon die Frage, für wie blöd hält man in den Tintenburgen eigentlich einen Unternehmer/Investor? Glaubt man wirklich einen Trottel zu finden, der ihnen den abgewirtschafteten Betrieb blitzeschnelle wieder neu aufbaut, nur daß sie ihn dann, wenn er wieder floriert, neuerlich verstaatlichen können und ihn um seine Arbeit prellen zu können?

    Und diese Geschichte wird von der Vereinigten Linken immer wieder unter Weglassung einiger nicht ganz unwesentlicher Details wiedergekäut. Und wird auch gerne geglaubt. Um die Wahrheit zu verstehen, muß man nämlich ein bißl mitdenken. Das schafft aber die von der Linken zur Unmündigkeit erzogene Mehrheit nicht. Aber anschaffen tut sie, weil wir in einer Demokratie leben.

    • werauchimmer
      10. Juni 2011 18:44

      Da gibt es aber gegenteilige Informationen, wonach die Bahn-Infrastruktur - unter gewissen Auflagen - komplett an Railtrack veräußert wurde.

      Konzessionen dürfte es nur bei der eigentlichen Beförderung zwischen den Verkehrknoten gegeben haben ...

    • Celian
      10. Juni 2011 22:40

      In einer Studie der Uni Wien zu Eisenbahn-Privatisierung heißt es unter anderem :

      Auch die Zeiträume für die Vergabe der Strecken-Lizenzen waren nach den Berechnungen der Finanzwirtin zu kurz: "Wenn ein Unternehmen eine Strecke nur für eine relativ eingeschränkte Zeit nutzen kann, warum sollte es in die Anlagen dort investieren?"

      http://tinyurl.com/unvieeisenbahnstudie

    • werauchimmer
      10. Juni 2011 23:08

      Seltsam. Mit "Anlagen" können aber laut meiner Quelle nur Waggons und Loks gemeint sein.

      Siehe dazu die englische und die deutsche Wiki-Seite über "Railtrack", den daselbst ausgewiesenen Besitzer der Gleise, Signale, Tunnels, Brücken, Bahnübergänge von 1994 bis 2002:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Railtrack

      http://en.wikipedia.org/wiki/Railtrack

    • Celian
      10. Juni 2011 23:11

      Hier vielleicht der wichtigste Aspekt mit der Bahn-Liberalisierung in GB:

      Letztendlich sei das britische Experiment auch an Ideologie gespeister Kritik gescheitert, meint Knaus: "Einige spektakuläre Zugsunglücke wie das im Paddington-Bahnhof 1999 wurden aufgebauscht, um Politik zu machen. Viele Medien haben behauptet, die britischen Bahnstrecken wären infolge der Privatisierung gefährlicher geworden." Die Untersuchungen von Karina Knaus zeichnen hier ein anderes Bild: "Es gab nicht mehr Unfälle oder Personenschäden als vorher oder bei anderen Eisenbahnen üblich."

      Wieder einmal haben die linken Medienstrolche kampagnerisiert, damit nicht sein kann was nicht sein darf. Genau das selbe nur anderes Thema passiert ja auch heutzutage. Auch heute wird ein Unglück unnötig aufgebauscht, um den Atomstrom zu verunglimpfen. Die selbe Masche.

      http://www.dieuniversitaet-online.at/beitraege/news/eisenbahn-mehr-privat-weniger-staat/10/neste/167.html

    • xRatio (kein Partner)
      11. Juni 2011 03:14

      @Celian

      Danke, werter Celian.
      Immer wieder erfreulich Ihre vortrefflichen Beiträge zu lesen.

    • werauchimmer
      11. Juni 2011 04:11

      @ Celian, 23:11

      Ja, danke für die Info! Das mit dem Aufbauschen kann ich mir gut vorstellen.

  21. RR Prof. Reinhard Horner
    10. Juni 2011 14:30

    reinhard.horner@chello.at

    Die ÖBB sanieren!

    Wer sollte „die ÖBB“ (insgesamt) „privat“ haben wollen?

    Der Denkanstoß hat dennoch seinen anregenden Charme, denn wie Herr Dr. Unterberger an einigen Beispielen aufzeigt, gibt es in diesem Betrieb (nicht Unternehmen!) viel zu bereinigen. Schon lange und längst überdringlich.

    Ob mit Privatisierungen Schweizer Verhältnissen näher zu kommen ist, bleibt in Österreich fraglich. Unterbergers Hoffnung auf den „Währungsfonds“ ebenfalls.

    Die ÖBB nicht als Erwerbsunternehmen, sondern als Sozialbetrieb zu führen, ist nicht von der Hand zu weisen. Dazu müsste allerdings ein kostendeckendes Wirtschaften als Richtschnur zur Geltung gebracht werden.

    Ein Anstopfen mit österreichischen Steuergeldern, wie das der Fall ist, nicht nur für den Gebrauch durch Österreicher, hat eine verquere Logik. Dies umso mehr, wenn damit eine mehrfach verlotterte Betriebsführung fortlaufend unterstützt wird.

    Wenn Frau KKP die Privatisierung „häufig nur“ darin sehen möchte, „dass die Allgemeinheit die Profite einiger weniger zahlen soll“, so lügt sie über den bestehenden Zustand hinweg, demzufolge die ihre Steuern zahlende „Allgemeinheit“ für die Defizite der ÖBB aus einem grob mangelhaften Wirtschaften und für die dortigen Privilegien „einiger weniger“ kräftig zu berappen hat. Einschränkungen „im ländlichen Raum“ bzw. regionale Zufinanzierungen kommen nicht erst mit der Privatisierung.

    Es führt kein Weg daran vorbei, die ÖBB in nicht zu langsamen Schritten einem vernünftigen und redlichen Wirtschaften zuzuführen. Dies auch ohne und jedenfalls vor einer ermöglichten Teilprivatisierung. Es führt kein Weg daran vorbei, die ÖBB dem parteipolitischen Zugriff zu entziehen und jener Behinderung bis Entmachtung der Betriebsführung durch ein Übermanagement der internen Interessenlobbyisten.

    (Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Frau Krawagna-Pfeifer neben Herrn Wrabetz und ähnlichen Figuren kongenial für die Leitung des ORF kandidieren und hierfür unsere Unterstützung finden sollte.)

  22. Reflecting
    10. Juni 2011 14:12

    Sobald auch nur versucht wird, über Möglichkeiten nachzudenken, wie die große Last der ÖBB, die dem Budget Jahr für Jahr aus verschiedenen Titeln aufgebürdet wird, verkleinert bzw. ganz beseitigt werden könnte, wird, bevor auch nur ein Denkansatz gestartet wurde, in nicht besonders kluger Weise einmal njet gesagt.
    Die Behauptung, dass man im Falle der ÖBB völlig neue Wege beschreiten müsste, ist schon oft gemacht worden. Trotzdem muss es immer wieder versucht werden. Im Hinblick auf felsenfeste Realitäten könnte ein step by step Procedere einen Ausweg darstellen – das heißt: keine Privatisierung im engeren Sinn, aber doch Formung überschaubarer Größen in neuer rechtlicher Konstruktion und durch Abgabe an andere Körperschaften. Wie ein solches Procedere aussehen könnte, wage ich im Folgenden zu schildern:
    An erster Stelle bietet sich die Übertragung der S-Bahn-Linien im Bereich der Ballungszentren an die jeweils dort tätigen städtischen Verkehrsbetriebe an. Diese haben das know-how und verfügen auch über die notwendige Expertise, um die S-Bahnen erfolgreich führen zu können. Die Wiener Linien z.B. würden das für ihren Bereich erfahrungsgemäß gut machen; die Linzer oder die Grazer Verkehrsbetriebe und andere ebenfalls. Damit wäre schon ein nicht unwesentlicher Teil der ÖBB sinnvoll und hoffentlich zukunftsträchtig versorgt. Über Personal, finanzielle Implikationen, über Eigentum an Strecken und Bahnhöfen sowie sonstige Details müsste beraten und gesetzlich vorgesorgt werden.
    Die Nebenbahnen sind ein eigenes Kapitel. Auch wenn man über ihre Bedeutung (regional und gesamtstaatlich) unterschiedliche Wertungen vornehmen kann und muss, sollten sie ihren lokalen Charakter behalten. Daher sollen auch die betroffenen Gemeinden, Bezirke oder Länder in erster Linie diese Bahnen betreiben und für Betrieb voll verantwortlich sein. Bei gutem Management und auf Grund von small is beautiful könnten sich erfreuliche Perspektiven für die jeweilige Gegend und für das Personal ergeben. Nur wagen muss man es! Das rollende Material sollte kostenlos überlassen werden und für die Infrastruktur (wie Geleise, Bahnhöfe etc., die im Prinzip im Besitz des Bundes bleiben sollten, wenn der Betreiber nicht das Land oder Gemeinden sind) so viel Pacht verlangt werden, als die laufende Instandhaltung für den zu vereinbarenden Standard ausmacht. Es könnte die Instandhaltung natürlich auch an den Nachfolgebetreiber unter Vorbehalt spezifischer Kontrolle überlassen werden.
    Der Eisenbahngüterverkehr: Mit Gesetz wird in Anlehnung an das ORF-Gesetz eine Stiftung des Öffentlichen Rechtes mit der Bezeichnung Rail Cargo Austria (samt Anhang) errichtet. Der Zweck der Stiftung wäre auch klar: Betrieb des Eisenbahngüterverkehrs und des damit integrierten Lastwagenverkehrs. Der Stiftungsrat in der Funktion eines Aufsichtsrates wird mehrheitlich von der derzeitigen Eisenbahnergewerkschaft und dem Finanzministerium beschickt; zum Vorsitzenden wird am zweckmäßigsten Herr Haberzettel bestellt. Die derzeitigen Führungskräfte und das übrige Personal der Rail Cargo Austria erfüllen die gleichen Aufgaben wie bisher, aber unter dem Dach der Stiftung. Alle Einzelheiten müssten mit dem erforderlichen Bundesgesetz geregelt werden. Das ORF-Gesetz ist wegen der Systematik eine gute Vorlage. Aber die Praxis der Vollziehung des ORF-Gesetzes dürfte nicht Vorbild für die Rail Cargo Austria sein. Die Gewerkschaft als mehrheitlich verantwortliches Organ könnte dann zeigen, wie gut und profitabel sie das Unternehmen führen kann.
    Nun zum Personenverkehr außerhalb der S-Bahn und der Nebenbahnen: Hier ist für den zwischenstädtischen Verkehr und den internationalen Fernverkehr ebenfalls eine Stiftungskonstruktion anzustreben, und zwar zwei Stiftungen – eine für die Infrastruktur und eine für den Betrieb. Beim Bund (zuständige Sektionen im Verkehrsministerium) bleiben die Kompetenzen als Aufsichts- und Regulierungsbehörde. Ob Frau Buresch dem einen oder anderen Stiftungsrat als Chairwoman angehören soll oder nicht, lasse ich offen.
    Der Busverkehr und der Schiffsverkehr der ÖBB gehören ohne weitere Überlegungen privatisiert.
    Da es dabei um Bundesvermögen geht, müsste in den Stiftungsgesetzen die Kontrolle durch den Rechungshof festgeschrieben werden.
    Das sind Denkanstöße und keine Verkündigung neuer 10 Gebote für die ÖBB. Es mag unorthodox klingen, aber ohne neue Gedanken und vor allem ohne „think big“ wird und kann es keine zukunftsfähige Lösung für das Sorgenkind ÖBB geben. Mit der Aufsplitterung der ÖBB in Stiftungen oder Abtretungen von Teilbereichen an andere öffentl. Verkehrsbetriebe, also keine Filetierung oder Verscherbelung an Spekulanten, wie jeder ideologische Gegeneinwand genannt wird, wäre ein überschaubarer und bürgernaher Schritt getan, über den sich am Ende alle freuen könnten. Würden sich alle freuen? Ich glaube nicht, denn zuviele vested interests spielen eine wahrscheinlich unüberwindbare Rolle.

  23. P. Weiser
    10. Juni 2011 13:37

    Bevor KKP auch noch Gewinne der VOEST einteilig einstreifen will, darf ich Sie an die Worte erinnern, die der damalige ÖIAG-Chef Hugo Michael Sekyra im Jänner 1986 an die Belegschaft gerichtet hat:

    „Wir sind pleite. Verstehen Sie das bitte, wir sind pleite!“

  24. Norbert Mühlhauser
    10. Juni 2011 13:29

    Werte Frau KKP! Abgesehen davon, dass Sie spürbar das VÖSt-Desaster vor 30 Jahren überspielen, das dem österr. Steuerzahler Milliarden ATS pro Jahr kostete, nur weil die Politiker des gefürchteten Liebesentzuges wegen nicht "Nein" sagen können, werden Sie hiermit aufgefordert, sich zu überwinden und endlich einmal mehr Recherchearbeit zu leisten, bevor Sie die Allgemeinheit publizistisch malträtieren!

    British Rail war vor Thatcher zur Gänze verstaatlicht und wirtschaftete defizitär (- heute ist nur Infrastruktur, Management, Kontrolle wieder staatlich, nicht aber die Beförderung). Die totalstaatliche Bahn hatte sich etliche Planungspannen zuschulden kommen lassen: unterschiedliche Streckenelektrifizierungen, Investitionen in neue Dampfloks noch in den 50er-Jahren, was zur Ausmusterung solcher Loks 10 Jahre später führte, nicht weiterverfolgte Projekt-Investitionen in Neigezüge, ein 10 Mrd Pfund Modernisierungsplan, der sich nicht rentierte/bewährte und damit dem Steuerpflichtigen Unsummen kostete.

    Auch das Streckennetz der jetzigen "Network Rail", der Infrastruktur-Gesellschaft, ist mit rd 13.000 km elektrifizierter Strecke noch immer deutlich kürzer als vor der Privatisierung.

    Siehe zu Letzterem: http://tinyurl.com/44mh528 , ansonsten auch unter Wikipedia !

    Und was die angebliche Verscherbelung von Tabak Austria anbelangt:
    Nennen Sie uns ein einziges Unternehmen, das ausschließlich Tabakwaren produziert und dessen Kurs seit der Kriegserklärung der WHO gegen die "Tobacco Epidemic" Anfang der 90er-Jahre gestiegen ist! - Legen Sie oder Ihre Bank (Sparbuch!) vielleicht in Galagher (oder so ähnlich) oder nicht doch lieber in Windräder an, welche letztere ja eine Rendite der "frommen Denkungsart" mit Zwangsbeiträgen vom Stromkonsumenten garantieren ?

  25. Norman Bates
    10. Juni 2011 11:47

    Die alte Kamelle mit der Privatisierung der brititschen Bahn wird von den Linken auch in 100 Jahren noch als abschreckendes Beispiel gebracht werden.

    Nach der selben Logik dürfte man, wenn in China ein Fahrrad umfällt, auch nicht mehr Radfahren.

    Bei den Negativbeispielen der Privatisierung führst sie erfreulicherweise auch linke Privatisierungen wie die erste Tranche der Austria Tabak an, die unter Vranitzky "verschleudert" wurde. Dies wurde auch vom RH massiv kritisiert.

    Schon der erste Satz von KKP ist eigentlich eine Frechheit, denn er impliziert einen Freibrief zur unprofitablen Steuergeldverschwendung. "Ist halt nicht profitabel", lieber Steuerzahler, "kann man nichts machen".

  26. schreyvogel
    10. Juni 2011 10:50

    Die SN-Frage hätte besser lauten sollen: Soll die Wirtschaft verstaatlicht werden? Da wäre die Krawagna-Pfeifer zu ihrer Höchstform aufgelaufen!

  27. Patriot
    10. Juni 2011 09:30

    Die Dame ist so blöd. Die Privatisierungen dürften sich alleine durch höhere Steuerleistungen dieser jetzt profitablen Unternehmen ausgezahlt haben. Außerdem sind die verbliebenen Restbeteiligungen (ca: Post 50%, Telekom u OMV 30%) weitaus mehr wert als das ganze Unternehmen vorher.

    Eine Neuigkeit für KP: ein unprofitables Unternehmen ist GAR NIX wert! Manchmal muß man sogar noch was drauflegen, um so ein Unternehmen los zu werden, siehe Austrian Airlines.

    Wasser, Strom und öffentlicher Verkehr als "unprofitable Geschäfte"? Täglich werden den Stromkonzernen aus derselben Ecke die "Milliardengewinne" vorgeworfen.

  28. Alfred E. Neumann
    10. Juni 2011 08:46

    Man entschuldige bitte die Wortwahl, aber die hat einen "echten Hieb!"

    • Gandalf
      10. Juni 2011 21:04

      Völlig richtig. Und das wirft auch ein Licht auf den Stall, in dem sie sich offenbar wohlgefühlt hat, nämlich das rosarote Klopapier - Blattl. Naja, so dumm sieht eben derzeit der "Standard" von "Österreich" aus.

  29. brechstange
    10. Juni 2011 08:42

    Es wäre fast schon skurril, sollte bei einer etwaigen Privatisierung der ÖBB die französische Staatsbahn SNCF zuschlagen wie bei der Haselsteiner Westbahn oder vielleicht die russische.

  30. thomas lahnsteirer
    10. Juni 2011 08:40

    Das ist das erste Mal, dass ich bei der Abstimmung in den SN nicht für Hern Unterberger gestimmt habe. Als Railjet-Kunde, der ständig auf der Westbahn unterwegs ist und in Deutschland vor allem den ICE benützt, möchte ich einige sachliche Feststellungen einbringen:

    1. Die Raijets der ÖBB sind bis auf ganz wenige Ausnahmen sauber, bequem, pünktlich und schnell, das Personal freundlich und die Klimaanlagen super. Ab und zu leiste ich mir den Luxus der ersten Klasse und erhalte dann im Railjet einen tollen Service (Gratiszeitung, Gratisgetränk, süße Snacks)

    2. Ein völlig anderes Bild bietet mir der ICE der deutschen Bahn. Sehr hohe Fahrpreise, eher unfreundliches, schnoddriges Personal ( besonders auf den Strecken Leipzig-Berlin, Hamburg-Berlin)
    Die Klimaanlage ist an heißen Tage furchtbar (Sommer 2010), aber auch heuer hat es bereits Zugausfälle wegen schadhafter Klimanalagen gegeben.
    Einen großen Vorteil hat der ICE gegenüber dem Railjet. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 300 km/h, während der Railjet „nur“ 200 km/h fährt (geplant: 230 km/h)

    3. Die „Konkurrenz“ für die ÖBB, die sogenannte „private“Westbahn AG ist eigentlich ein Witz. Denn die schwachsinnige Zahnarzthelferin hat dieser Haselsteiner–Gesellschaft eine Konzession für die ÖBB-Paradestrecke Salzburg-Wien überlassen. Die Westbahn AG, die mit unerprobten Schweizer Doppelstock-Zügen wegen vieler Halte auch noch langsam unterwegs ist, will nun den ÖBB Paroli bieten...
    Diese famose Gesellschaft kann aber meiner Meinung nur bestehen, wenn Sie ordentlich bei den Fahrpreisen schleudert, was wiederum in letzter Konsequenz Verluste bei den ÖBB auslöst , die den Eigentümer, sprich Steuerzahler belasten…

    4. Aber die Leute in der Haselsteiner-Firma sind ja nicht blöd. Die wissen genau, dass sie allein als „Kleinstunternehmer“ nicht reüssieren können. Und schon haben sie einen finanziell potenten Partner mit tollem Eisenbahnknow-how an Land gezogen, der den ÖBB eine gefährliche Konkurrenz sein wird .
    Nämlich die SNCF, die französischen Staatsbahnen, die in Europa voll auf Expansionskurs segeln und mit diversen Tochtergesellschaften zum Halali auf die Filetstücke der Bahnen in der EU geblasen haben.
    Dann muss sich der Herr Kern sehr warm anziehen, denn die Franzosen werden über die ÖBB wie Sarkozys Luftwaffe über Gadaffi kommen. Da bleibt dann kein Stein auf dem anderen, wenn den Franzosen dank der einfältigen Zahnarzthelferin ein fetter Happen wie eine Westbahnkonzession zum Fraß vorgeworfen wird.
    Den Schaden hat wieder einmal der österreichische Steuerzahler, der dann dank übermächtiger, vom französischen Staat geförderter Konkurrenz die steigenden Verluste der ÖBB finanzieren darf . Haselsteiner und Co machen wahrscheinlich das beste Geschäft, wenn sie ihre Anteile gewinnbringend an die SNCF verkaufen.

    5.Vielleich steigt ja dann irgendwann nach demselben Rezept die Deutsche Bahn auch noch in den Güterverkehr der ÖBB ein

    Und das soll eine "Privatisierung" sein, die den österreichischen Steuerzahler entlastet ?????

    • schreyvogel
      10. Juni 2011 11:04

      Hier muss ich leider sagen: Thema verfehlt!
      Die Erlaubnis, gegen entsprechende Gebühr die Schienen-Infrastruktur der ÖBB mit zu benutzen, stellt noch keine Privatisierung dar.

      (Und das unfreundliche Benehmen im norddeutschen Raum ist im dortigen Volkscharakter begründet. Die sind nun einmal gerne schnoddrig und barsch und wenig hilfreich).

    • thomas lahnsteirer
      10. Juni 2011 12:50

      @ schreyvogel

      Ich hoffe, dass Sie gemerkt haben, dass ich die "Privatisierung" unter Anführungszeichen gesetzt haben
      Und wenn immer mehr "Private" mit zB Geldern des französischen Staates die Infrastruktur der ÖBB benützen und die ÖBB in die unrentablen Bereiche abdrängen wollen, ist das natürlich de facto eine schleichende "Privatisierung" des Bahnbetriebs, was denn sonst ?
      Natürlich gibt es noch andere lustige, wenn Sie so wollen, echte "Privatisierungen"wie die der Pinzgaubahn, die inkl Infrastruktur von der Salzburg AG übernommen wurde.
      Jetzt zahlen halt die Eigentümer der Salzburg AG, allen voran Land und Stadt Salzburg ( und Land Oberösterreich) in irgendeiner Weise das Defizit.
      Denn über die Energiepreise geht ja angeblich wegen der Konkurrenz nichts.

      Und dann schaue man sich einmal die (früheren) Pensionsregelungen der Stadt-
      Verwaltung Salzburg und der ÖBB an. Da haben eher noch die früheren Magistratsbediensteten die Nase vorn

    • schreyvogel
      11. Juni 2011 00:43

      Eine echte Privatisierung der ÖBB erscheint ohnehin völlig unrealistisch.
      Aber etwas private Konkurrenz auf ihrem eigenen Schienennetz kann den ÖBB nur gut tun.

  31. Richard Mer
    10. Juni 2011 07:56

    Und noch etwas zu orf.at. Da ist nach wie vor eine Geschichte zu lesen, die heißt:

    "Wieviel der deutsche Atomausstieg kostet: 600 Mio. Euro Kosten für Österreich"

    Darüber ein wenig schmeichelhaftes Bild von der Merkel, darunter nahezu so etwas wie vernünftige kühle Gedanken. Jemand hat bemerkt, dass das was kostet, jetzt wo die Schwarzen sich in diese Richtung bewegen.

    Aber sogar wenn die Sorgen hier ernst gemeint sind: Wo waren denn die orf Journalisten in dieser Sache wo wir sie wirklich gebraucht hätten, wo die Sache noch umzudrehen gewesen wäre? Genau: Mit besorgten Gesichtern gegen Atomkraft unterwegs.

  32. Richard Mer
    10. Juni 2011 07:50

    Frau Pfeiffer zeigt sich heute als große Mathematikerin. Das Problem in ihrer Rechnung ist allerdings, dass doch soweit ich mich erinnere viele dieser privatisierten Unternehmen keine Profite gemacht haben, sondern im Gegenteil defizitär waren. Es handelt sich also bei ihrem Rechenbeispiel wohl im besten Fall um einen Vorzeichenfehler.

    Und in dieser Debatte sollte man hin und wieder erwähnen wieviel die ÖBB jeden einzelnen Steuerzahler pro Jahr kosten, auch wenn dieser nie einen Zug betritt. Es handelt sich soweit ich weiß um mehr als 1.000 Euro. Bitte um Korrekturen, wenn jemand die Details kennt. Man muss das den Leuten regelmäßig sagen; viele meiner mittelinteressierten Freunde haben etwa den Eindruck, die würden Gewinn machen, weil der ORF das manchmal so verkündet. Erst gestern oder vorgestern war auf orf.at irgendwas wie "ÖBB Mann Kern will nächstes Jahr schwarze Zahlen schreiben", oder sonst ein Schwachsinn.

    • Celian
      10. Juni 2011 07:57

      *****!

      schon für den "Vorzeichenfehler". Auch der ÖBB wird die Linke wegen der Millionen von entgangenen Gewinnen nachweinen - falls der Staat überhaupt einen Dummen finden sollte, der sie kauft und dann auch noch das Werkl profitabel macht. Und die Milliarden aus dem Topf der Steuerzahler unter den Tisch kehren.

    • Martin Bauer
    • Markus Theiner
      10. Juni 2011 11:41

      Ich nehme schon an, dass sie richtig gerechnet hat, nur mit den falschen Zahlen.

      Nachdem sie ja prüft was dem Staat seit der Privatisierung entgangen ist rechnet sie einfach mit den Unternehmensergebnissen seit diesem Zeitpunkt. Unter staatlicher Herrschaft hätte es das Ergebnis sicher auch gegeben, und außerdem noch ein paar tausend Arbeitsplätze mehr. Denn dass die Privatisierung am Erfolg des Unternehmens was ändern könnte und das gar zum positiven ist ja völlig absurd. Es wäre also unsinnig sich die Ergebnisse aus der Ära des Staatsbetriebes anzuschauen...

    • cmh (kein Partner)
      11. Juni 2011 13:43

      Wenn man für seinen Anteil an den an die ÖBB überwiesenen Gelder Freikilometer auf der Bahn erhalten würde - meine Herren, niemand würde mehr Auto fahren.

  33. Cotopaxi
    10. Juni 2011 07:44

    Im direkten Vergleich mit Andreas Unterberger kommt unweigerlich die Flachwurzler-Gedankenwelt der Linken besonders deutlich zum Ausdruck. Die Komik der Argumentation der Linken lässt leider kurzfristig vergessen, dass deren Elaborate regelmässig zum Weinen sind.

  34. Helmut Oswald
    10. Juni 2011 07:04

    Die größte gesellschaftspolitische Herausforderung zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die Wiedererlangung der Freiheit durch Enteignung des Staates. Der Staat ist der größte Grundbesitzer, er verfügt über die größten Ressourcen und Machtmittel, die ihm in der Geschichte jemals verfügbar gemacht wurden und er wird - nicht nur hierorts - nicht von der Idee der Sicherung der Freiheit, sondern vom Gedanken der Gängelung seiner Bürger getrieben. Der Staat der Gegenwart hat Orwellsche Dimensionen angenommen. Er rückt dem Einzelnen durch seine Regulierungswut immer näher und drückt uns mit seinen von linksgerichteten ideologischen Wahnideen geleiteten Moralvorstellungen die Luft der Freiheit aus unseren Lungen. Verteilungsbürokratien, besetzt von trägen, unproduktiven und an Zahl stetig wachsenden Administratoren führen eine volksfeindliche Steuerpolitik zu Ende, deren Ziel es letztlich ist, vorrangig den Bedürfnissen raumfremder Zuwanderer und internationaler Großorganisationen zu entsprechen. Zugleich verschafft er sich über die Instrumente der Medienmanipulation letztgültige Verkündigungsmacht über 'Richtig' und 'Falsch', Gut und Böse. Der Staat, den wir vorfinden, macht uns kaputt. Darauf gibt es eine Antwort.

    • M.S.
      10. Juni 2011 11:46

      Jeder Satz ein Volltreffer! Großartig

    • xRatio (kein Partner)
      11. Juni 2011 03:16

      @Helmut Oswald 10. Juni 2011 07:04

      Sehr schöner Beitrag!

      Dank und volle Zustimmung auch meinerseits, lieber Herr Oswald!

    • Wertkonservativer
      11. Juni 2011 22:02

      Ich kann nicht beipflichten!
      Der Staat ist zu stutzen, aber andererseits brauchen wir den Staat!
      Die Infrastrukturen, die Ordnung im Gemeinleben, die Rechtssicherheit, alles das können wir ohne eine gewisse Zentralgewalt nicht erreichen. Wir alle sind der Staat; wollen Sie uns abschaffen?

      Volltreffer hin und her (M.S.), sagen Sie uns die Antwort, Herr Oswald!

      Mit vollmundigen und quasi pseudorevolutioniären Ankündigungen allein werden wir die Situation kaum wirksam verändern können.
      Mein Vorschlag: gehen Sie an die Front und tun Sie was!

    • terbuan
      12. Juni 2011 07:33

      Helmut Oswald,
      ja, so ist es, da kann man nur voll und ganz zustimmen! *****!

    • M.S.
      12. Juni 2011 16:20

      @Wertkonservativer

      Natürlich brauchen wird den Staat, der wir alle selber sind. Das wissen wir, aber dessen Repräsentanten, also u.a. unsere derzeitige Regierung offenbar nicht. Das " l´etat c`est moi" wird heute eben von den vom Volk gewählten Politikern auf Staats- und EU-Ebene zu ihrer Maxime erhoben, mit all den von Helmut Oswald angeführten katastrophalen Folgen.

    • xRatio (kein Partner)
      12. Juni 2011 16:26

      @Wertkonservativer 11. Juni 2011 22:02
      Wir alle sind der Staat; wollen Sie uns abschaffen?

      Puuuh! Da dreht sich mir der Magen um!

      Staat und Volk sind verschiedene Dinge. Wer anderes behauptet verstößt eklatant bereits gegen die Logik.

    • M.S.
      12. Juni 2011 17:19

      @Ratio

      Natürlich, "der Staat, dem wir alle angehören," müsste es richtig heissen.

    • xRatio (kein Partner)
      12. Juni 2011 19:53

      @M.S. 12. Juni 2011 17:19
      "Natürlich, "der Staat, dem wir alle angehören," müsste es richtig heissen."

      Das habe ich durchaus so verstanden. Aber deswegen ist doch der Staat kein Volk, das Volk kein Staat.

      "Wir sind das VOLK!" ("wir" sind aber nicht der Staat).

      Wer die dank Demokratur gern verwischten (schon rein begrifflichen) Unterschiede zwischen Volk und Staat nicht auseinanderhält (Politruks tun das absichtlich, Linke aus Doofheit nicht)
      landet unversehens im Kielwasser der Kollektivisten und Nationalisten, beim Spinner Rousseau und seinen bekloppten Epigonen - bei den I-Sozialisten, N-Sozialisten, Dämokratten und auch den sog. "Konservativen", die sich in ihrer Einfalt und Prinzipienlosigkeit ("Mitte") vor den linken Karren spannen lassen.

    • M.S.
      12. Juni 2011 20:27

      @Ratio

      Ja, ein Volk kann somit auch in mehreren Staaten leben, z.B. die Kurden.
      Danke für die ausführliche Klarstelllung.

    • Wertkonservativer
      14. Juni 2011 07:05

      Stimmt schon, superkluger und genauer xRatio,

      da habe ich mich missverständlich und verkürzt ausgedrückt!
      Aber wer schreibt schon immer nur Kluges und Richtiges?
      Sie, Wertester, auch nicht!

    • xRatio (kein Partner)
      14. Juni 2011 15:25

      @Wertkonservativer 14. Juni 2011 07:05

      In Randfragenn mag man sich irren, in Grundsatzfragen wie der begrifflich-logischen Disparität von Volk und Staat darf man nicht irren.

      Konservative verstoßen in dieser (nie reflektierten) Grundsatzfrage bereits gegen die Logik, Sozialisten sowieso.

      Traut vereint im Kampf gegen Liberalismus/Individualismus landen die Kollektivisten (Sozialisten und Konservative) mit ihrer "mißverständlichen" Gleichsetzung von Volk und Staat immer wieder im Totalitarismus - damals wie heute, in D. wie in Ö.

      Ein Reich, ein Volk, ein Führer
      liegt logisch exakt auf dieser bereits seit Rousseau bekannten Schiene der Kollektivisten.

      Insinuiert unterschwellig, "mißverständlich und verkürzt", logisch in sich aber leider folgerichtig, bloß noch etwas mehr:
      daß das Volk nicht nur mit dem Staat, sondern eigentlich sogar mit "dem Führer" eins und identisch ist.

      Daß Kollektivismus massen-psychologische Komponenten hat, steht auf einem anderen Blatt.
      Damit ist er kausal zu erklären, nicht zu rechtfertigen.

      Das war der Sinn meines Einwands, nicht eine bloß "mißverständliche und verkürzte" Formulierung, mit der man sich, wenn man erwischt wird, natürlich gut herausreden kann. ;-)
      Wenn der Groschen an Pfingsten aber tatsächlich gefallen ist, wäre das schon mal was. :-)

      "So ist die Sach'!" - Oh, wie so leise,
      Wenn überhaupt, sagt das der Weise. :-)

  35. Anton Volpini
    10. Juni 2011 06:56

    "Die Zauberformel Privatisierung bedeutet häufig nur, dass die Allgemeinheit die Profite einiger weniger zahlen soll. Ein ziemlich schlechtes Geschäft!"

    Das ist noch allemal billiger, als alle die Verluste von vielen zahlen müssen!

    • Markus Theiner
      10. Juni 2011 11:42

      Sie hat "Privatisierung" mit "Ökostromförderung" verwechselt.

  36. Wertkonservativer
    10. Juni 2011 06:02

    Bei allem Schwachsinn, den sie sonst meist verzapft, wollen wir Frau KKP diesmal auch einen Punkt geben; also - sagen wir: 3:1 für A.U. !

    Natürlich sind nicht alle Privatisierungen hier und anderswo geglückt: es gibt dabei zuviele Impoderabilien, und schwache Charaktere in Politik und Wirtschaft, die diese heiklen Umstellungen im Sinne von "mehr privat, weniger Staat" auszunützen versuchen und teilweise im negativen Sinn karikieren!

    Das ändert jedoch gar nichts daran, dass in den meisten Fällen die positiven Effektive weit überwiegen, und teilweise wirklich unheilvolle Blasen (meist mit roter Übertünchung) aufgestochen werden!

    Dass die Roten gegen eine ÖBB-Privatisierung wettern, liegt klar auf der Hand:
    eine ihrer letzten Bastionen, Bollwerk des Steinzeit-Sozialismus, würde ihnen entgleiten!

  37. Observer
    10. Juni 2011 05:38

    Wo ist die Logik der Ausführungen von KKP? Sie schreibt sie von entgangenen Gewinnen des Staates bei Privatisierungen, wo doch die ÖBB jährlich nur Verluste produziert. Weiters beklagt sie den Verkauf der Austria Tabak und stellt gleichzeitig den "Versorgungsauftrag des Staates" gegenüber. Oder habe ich sie total missverstanden und sie meint damit nur die Versorgung verdienter Parteileute mit entsprechende Posten?
    Wie war denn das mit der angedachten Gratisversorgung von Gundbedürfnissen (Transport, Brot, Energie, Wohnung usw.) bei den Urkommunisten? Das hat doch auch nicht funktioniert.

    • schreyvogel
      10. Juni 2011 10:44

      Ich glaube sie meint die Versorgung der Jugend mit Zigaretten. Die ist deutlich schlechter geworden.

    • Observer
      10. Juni 2011 19:21

      schreyvogel:
      Kürzlich hat mir ein Trafikinhaber erzählt, dass aufgrund des nunmehrigen Alterslimits Minderjährige immer öfters Bankomatkarten stehlen, um dadurch zu Zigaretten bei den Automaten zu gelangen. Dazu wird nämlich kein PIN-Code verlangt und auch eine Bankomatsperre ist wirkungslos.
      Wie eben gemeldet wird, möchten die GRÜNEN die Zigarettenautomaten - wie in einigen anderen EU-Läadern - überhaupt verbieten. Damit kann man aber nicht die Jugendlichen vom rauchen abhalten. Schuld sind vielmehr Eltern und Lehrer.
      Es wäre schön, wenn wir dazu in KA TSCHIK IST AN wären.

  38. libertus
    10. Juni 2011 02:46

    "Der Staat ist kein Unternehmen und hat Aufgaben zu erledigen, die nicht profitabel sind. Klassische Beispiele sind solche, die mit einem Versorgungsauftrag verbunden sind. Das gilt für die Versorgung mit Wasser und Strom und natürlich auch für den öffentlichen Verkehr."

    Dann sind aber genau die Austria Tabak (wo ist da der Versorgungsauftrag?) oder die OMV schlechte Beispiele für dieses Argument.

    Indem sie verlorengegangenen Gewinnen nachweint, glaubt sie doch nicht ernsthaft, daß man dumme Investoren findet, die Unternehmen kaufen, bei denen der Staat noch größere Anteile hält, der Investor den Karren aus dem Dreck zieht und dafür auch noch Gewinne abliefert bzw. unverschämte Gewerkschaftsforderungen mitsamt politischer Personalbesetzung zu akzeptieren hat - solche Zustände existierem wohl nur im sozialistischen Traumland.

    Jedenfalls gibt es kein Beispiel in Österreich, wo der Staat als Unternehmer längerfristig erfolgreich war und meist wurden dann erst vollkommen marode, ausgedünnte Betriebe privatisiert, die nur mit viel Glück oder auch gar nicht von privater Seite saniert werden konnten.

    Dann darf man sich nicht aufregen, daß solche Privatisierungen nicht erfolgreich verlaufen.

    Aber wozu noch lang und breit die verqueren Ansichten dieser Frau KKP analysieren, wo sie uns doch jede Woche scheuklappenartig den gleichen linksextremen Sermon aufdrängt und nicht bereit ist, auch nur den leisesten Ansatz eines neuen Blickwinkels zuzulassen.





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