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Österreich und seine Sicherheit: Die Geschichte eines Abstiegs

Ein bemerkenswertes Symposion in Graz zu den spannenden Tagen des Jahres 1991. Damals war unmittelbar an Österreichs Südgrenze unvermutet ein blutiger Krieg ausgebrochen. Dieser hat auch zu mehreren Grenzverletzungen durch jugoslawische Truppen geführt. Viele fürchteten damals, dass Österreich in die Kämpfe verwickelt werden könnte. Das Symposion brachte einige für die Gegenwart sehr lehrreiche Ergebnisse.

Das erste war die Erinnerung, wie dankbar die Bevölkerung für das Erscheinen des Bundesheers an der Grenze war. Was Kronenzeitung und SPÖ heute völlig vergessen haben.

Die zweite Erkenntnis erinnert an eines der peinlichsten Kapitel in der Geschichte der Steiermark: an den jahrelangen Kampf gegen die Abfangjäger des Bundesheers. In diesem Kampf hatte die steirische Landesregierung unter anderem jahrelang den Ausbau der Piste des Militärflughafens Zeltweg verhindert. Jedoch, kaum dass es in Slowenien losgegangen war, machten die Steirer „Kehrt Euch“ und erlaubten sofort den Pistenbau. Und sie bemühten sich, ihren lächerlichen Kampf gegen die Abfangjäger in Vergessenheit geraten zu lassen.

Der dritte, bisher nie diskutierte Aspekt war das Verhalten der rot-schwarzen Bundesregierung Vranitzky: Denn diese ließ Tage nach Ausbruch der Kämpfe einen vollausgebildeten Jahrgang an Präsenzdienern einfach abrüsten und sie füllte die steirischen und Kärntner Kasernen statt dessen mit lauter Frischlingen. Die Regierung hatte offenbar panische Angst, ein wirkliches Zeichen der Stärke und Verteidigungsbereitschaft zu setzen, das vom damaligen Jugoslawien als Aggression dargestellt hätte werden können.

Was für ein Kontrast zu früheren Krisen in der Nachbarschaft, als die Bedrohung nicht nur von der jugoslawischen Armee, sondern vom ganzen Warschauer Pakt mit der Roten Armee an der Spitze kam: 1956 wurde von der Regierung Raab das eigentlich noch kaum vorhandene Bundesheer in einem demonstrativen Akt direkt an die ungarische Grenze geschickt, um dort eine Potemkinsche Verteidigungsbereitschaft vorzutäuschen.

Und 1968 – wobei die Regierung Klaus damals den Sowjets gegenüber verbal schon viel zurückhaltender war – ließ man nächtens eindrucksvoll lange Panzerkolonnen in Richtung tschechoslowakischer Grenze dröhnen. Und zwang Präsenzdiener, vier Wochen über ihren Abrüstungstermin hinaus beim Heer zu bleiben. Was übrigens auch den Tagebuchautor damals getroffen und in ihm die starke Erinnerung zurückgelassen hat, dass sich Österreich damals noch ernst genommen hat. 1991 tat es das offensichtlich kaum mehr.

Und heute?

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2011 07:05

    der zerbröckelnde zustand des bundesheeres ist nur ein abbild des zustands der gesellschaft.
    begriffe wie heimat, vaterland, muttersprache, nation, volk sind von altmodisch-lächerlich bis reaktionär-verbrecherisch besetzt.
    atemberaubend, wie trotz des demonstrativen beweises der verfehlten unmenschlichen linken doktrinen im osten, der westen naiv den neuen weltverbessernden linxgrünen schmähs auf den leim geht.
    einseitige rücksichtnahme auf religiöse und weltanschauliche befindlichkeiten sind im bundesheer bereits an der tagesordnung. was fehlt sind frauenquoten bei offizierInnen, lesben-, schwulen-, transgenderquoten bei den soldatInnen. aggressoren werden in zukunft antidiskriminierend integriert oder höchstens per gebärstreik bekämpft, wobei der hässliche österreicher ins hinterzimmer gesperrt wird.
    aber den potentiellen invasoren ist unsere selbstauslöschung nur recht. es ist ein schönes land mit halbwegs funktionierender infrastruktur, das zu besetzen sich lohnt.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2011 01:22

    Ganz so unvermutet brach der Krieg in Jugoslawien nicht aus - wurde doch von vielen Seiten prophezeit, daß nach Titos Tod selbiger nicht aufzuhalten sein wird und danach der Zusammenbruch des Staatengebildes erfolgt.
    Genauso kam es dann auch.

    In Zukunft ist unserem Land zu wünschen, es möge nie mehr an der Grenze ein ähnlicher Konflikt ausbrechen, denn bei diesen Sicherheitsplänen, die derzeit kolportiert werden, könnte sich die Bevölkerung nur durch Massenflucht retten.

    Aber vermutlich wird uns die Finanz- und Eurokrise früher den Garaus machen, als die Wahrscheinlichkeit eines nächsten Nachbarschaftskrieges.

  3. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2011 09:22

    Als Offizier der Reserve in Kärnten war ich 1991 in so einer Art stiller Bereitschaft. Mein Kader wurde telefonisch auf ein bestimmtes Verhalten hingewiesen.

    Ich war damals empört, über die Reaktion von SPÖ Vranitzky, eine fertig ausgebildete Truppe abzurüsten! Genauso empört war ich über das Verhalten des steirischen ÖVP Landeshauptmannes Josef Krainers, zuerst ein großes Ausbauprogramm in Zeltweg zuzulassen, um Geld ins Land zu bekommen, und dann eine riesige Kampagne gegen die Draken zu starten.
    Peter Pilz stand damals schon 10 Jahre lang als zu beobachtende Person auf der Liste des Heerensnachrichtendienstes. Das alles war 1991 öffentlich bekannt.
    Und, für den Fall des Zerfalls Jugoslawiens haben wir als "Feindlage" 15 Jahre lang vorher geübt, es war also anzunehmen, daß dieser Fall eintreten wird!

    @simplicissimus hat völlig Recht, wenn er schreibt, der Zustand des Heeres ist das Abbild der Gesellschaft, und insoferne habe ich unter dem "Zerbröckeln" des BH sehr gelitten.

    Der, der uns allen 1991 durch sein forsches und entschlossenes Auftreten Mut gemacht hat, war der Verteidigungsminister Josef Lichal!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorperseus
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2011 16:34

    Darabos ist Wehrdienstverweigerer, er hat das Ziel, die in Resten noch immer vorhandene militärische Tradition Österreichs endgültig auszulöschen.

    Darabos-Argumente: wir sind von NATO-Staaten umgeben; die Menschen sind lieb und gut, wir brauchen daher kein Heer.

    Die finanzielle Seite:
    Geld wird für

    • Zu viele Beamte (Verwaltungsreform – Bundesstaatsreform wird nicht angegangen)
    • ÖBB, Frühpensionisten und Projekte, ohne langfristige Strategie (das Politikerleben spielt sich von Wahl zu Wahl ab und das in Bund und Ländern)
    • die Verstaatlichte Industrie weitere sinnlos vergeudete Milliarden
    • das Pensionssystem (soweit man das überhaupt als System bezeichnen kann – jedenfalls ist es systematisch nicht mehr finanzierbar)

    benötigt. Indem sie dafür Geld ausgeben glauben unsere Politiker, sie können damit Wahlen gewinnen.

    Aber: Kündigt man seine Brandschutzversicherung, nur weil es 66 Jahre nicht gebrannt hat?
    Nein!

    Österreich wird in Zukunft sicher in die Situation kommen, gut ausgebildete Soldaten zu brauchen, wir werden Menschen brauchen, die diesen Job verstehen; die wird es dann nicht geben.
    Österreich hätte die Möglichkeit, sich wie die Schweiz ein Heer zu leisten, das Sinn macht, weil es die wenigen Soldaten, die es hat mit High-Tech-Waffen ausrüsten könnte und damit eine Abschreckungswirkung erzielt würde. Es war die erste Sabotage von Darabos, die Abfangjäger nachträglich „abzurüsten“.

    Woran liegt es, dass in Österreich niemand staatsmännische Verantwortung wahrnimmt?
    Es wird von Kirchturm zu Kirchturm, von Wahl zu Wahl, von Sektion zu Sektion von Schrebergarten zu Schrebergarten entschieden. Die eigentliche Politik macht die Kronenzeitung – wahrlich staatstragend!

  5. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2011 07:38

    Ein klassischer Widerspruch:

    unsere "Heereszerstörer" sind mehrheitlich für ein "Zerbröseln" der EU und für die Wiederaufwertung der einzelnen Staatshoheiten in unserem schönen Europa.
    Eine gemeinsame europäische Verteidigungsstrategie (und gar die NATO, pfui gack!) wird von denselben "Kräften" ebenfalls strikt abgelehnt.

    Dass aber gerade kleine Staaten ein Mindestmaß an Schutz vor möglichen "Überrumplungen" durch fremde Kräfte benötigen, will diesen Leuten nicht in ihren Kopf gehen!

    Wir brauchen ein kleines, effektives Bundesheer (in welcher Form auch immer), das unsere Bevölkerung und unser Land dann wirksam zu schützen in der Lage ist, wenn Gefahren drohen (sei es an den Grenzen (im Überrumplungsfall - siehe Weinheber), oder bei Naturkatastrophen.

    Auch in (unsicheren) Friedenszeiten gilt der alte Spruch:
    Vorsicht ist besser als Nachsicht!

  6. Ausgezeichneter KommentatorViktor
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2011 15:18

    Werpflicht :
    Dazu könnte ich vieles sagen und schreiben,aber jetzt nur ein kurzer Beitrag von mir:
    Ich absolvierte meine Präsenzpflicht 1957/1958 in Tirol bei der Hochgebirgs-
    -kompanie Nr.6 in Absam.1958 begann ich mit meinem Jusstudium in Wien.In der lustigen Studentenzeit,lernte ich einmal eine sehr schöne schwarzhaarige 28 jährige Ungarin kennen.Wir sprachen über die Soldaten.Da sagte sie in ihrem
    lieben ungarischen Akzent : "Ein Mann der nicht beim Militär und nicht Soldat war,
    ist für mich kein Mann !". Ich antwortete: "Ich war beim Militär und bin Soldat".
    Da begannen ihre wunderschönen dunklen Augen zu leuchten und .................

  7. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juni 2011 11:37

    Als das Heer an der Grenze stand, hatte ich die Ehre dem damaligen Aussenminister Mock, der mich trotz anderer Coleur in eine verantwortungvolle Stellung berufen hatte, zur Hand zu gehen. Unsere österr.-slowenische Gesellschaft besuchte Laibach und Agram, stellte Regierungskontakte und Verbindungen auf parlamentarischer Ebene her und über den Ausbruch dieses Krieges sind ich und meine Mitstreiter von damals Zeitzeugen. Über vieles von damals hat sich mittlerweile ein Schleier an Legenden, Halbwahrheiten und politisch-propagandistischen Lügen gebreitet. Selbst Blogteilnehmer verbreiten die vollkommen verfehlte Wahrnehmung, am Ausbruch diese Krieges träfe etwa die slowenische Seite hauptsächlich die Verantwortung. Prof. France Bucar - erster Staatspräsident des freien Sloweniens - mussten wir über die grüne Grenze in Kärnten bringen, damit er - vonder Grenze eg mit Blaulichtbegleitung -seine Rede vor den etwa 300 Teilnehmern im Oktogon der CA halten konnte, wo ihm die Gesellschaft zusammen mit österreichischen Politikern aller Coleurs Gelegenheit gab, für sein Land öffentlich ein- und aufzutreten. Originaldokumente aus dieser Zeit sind umfangreicher Teil meins politischen Archivs. Wer damals daran teilnahm wusste um die Bedeutung der Vorgänge, denn es veränderte sich die gesamte europäische Ordnung. Österreich machte, Mock machte mit Genscher und anderen damals Politik - kühn, aber mit Augenmaß. Was dagegen uns heute vom Bildschirm herunter uns anödet, verdient nicht einmal einen Kommentar.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorxRatio Partner Homepage
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Juni 2011 16:35

    Wehrzwang alias "Wehrpflicht" ist als Form der Sklaverei bereits aus ethischen Gründen abzulehnen.

    Wer verteidigt werden will, soll gefälligst dafür ZAHLEN!!!! und nicht auf dem Rücken einer Minderheit rumschmarotzen.

    Eigentlich überflüssigerweise, aber oft genug sogar näher begründet, z.B. hier:

    Wehrpflicht: Die glücklichen Sklaven - Wo sich des Staates kalte Pranke zeigt, aber nicht gesehen werden will
    von Ralph Janik - 21. Dezember 2009
    http://www.ef-magazin.de/2009/12/21/1752-wehrpflicht--die-gluecklichen-sklaven

    Wehrpflicht: Das Prinzip Zwang - Österreich hält an anachronistischer Zeitsklavenarbeit fest
    von Ralph Janik - 13. Juli 2010
    http://www.ef-magazin.de/2010/07/13/2332-wehrpflicht-das-prinzip-zwang


alle Kommentare

  1. Julie (kein Partner)
    22. Januar 2015 14:26

    I liaertlly jumped out of my chair and danced after reading this!

  2. Javier (kein Partner)
    20. Januar 2015 10:10

    Action requires kngoeedwl, and now I can act!

  3. Muhammad (kein Partner)
    19. Januar 2015 09:56

    Die Artikel betreffend alneemeilgr Wehrpflicht in der Military Power Revue sind zu Einhundert Prozent im Sinne der Sache. Sie sollten aber beispielsweise auch in der NZZ und im Tagesanzeiger stehen.

  4. xRatio (kein Partner)
    12. Juni 2011 16:35

    Wehrzwang alias "Wehrpflicht" ist als Form der Sklaverei bereits aus ethischen Gründen abzulehnen.

    Wer verteidigt werden will, soll gefälligst dafür ZAHLEN!!!! und nicht auf dem Rücken einer Minderheit rumschmarotzen.

    Eigentlich überflüssigerweise, aber oft genug sogar näher begründet, z.B. hier:

    Wehrpflicht: Die glücklichen Sklaven - Wo sich des Staates kalte Pranke zeigt, aber nicht gesehen werden will
    von Ralph Janik - 21. Dezember 2009
    http://www.ef-magazin.de/2009/12/21/1752-wehrpflicht--die-gluecklichen-sklaven

    Wehrpflicht: Das Prinzip Zwang - Österreich hält an anachronistischer Zeitsklavenarbeit fest
    von Ralph Janik - 13. Juli 2010
    http://www.ef-magazin.de/2010/07/13/2332-wehrpflicht-das-prinzip-zwang

    • schreyvogel
      12. Juni 2011 18:01

      Gilt das auch für Israel?

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. Juni 2011 18:53

      "Si vis pacem, para bellum."

      Wehrpflicht, Steuerpflicht etc. sind Selbstverständlichkeiten, die man nicht der Beliebigkeit kurzsichtiger Dogmatiker überlassen kann.

      Die Freiheit, die nichts mit "Liberalität" zu tun hat, muss jeden Tag neu erkämpft werden (können).

      Außerdem schadet es den diversen Kakaobürschchen nicht, Disziplin und Unterordnung kennen zu lernen.

    • xRatio (kein Partner)
      12. Juni 2011 20:53

      @Neppomuck 12. Juni 2011 18:53: "Si vis pacem, para bellum."

      Sicher, aber wie bei Polizei, sonstiger Exekutive und Justiz auf eigene Kosten.
      Bereits die maßlos überzogenen Gehälter der nicht nur zahlenmäßig völlig überflüssigen Abgeordneten, "Frauenbeauftragtinnen" und "Genderforscherinnen" würden reichen, um eine stattlich schimmernde Wehr (und einiges mehr) zu finanzieren. ;-)

      Gegen Freiwillige wie teilweise bei der Feuerwehr wäre ebenfalls nichts einzuwenden.

      @schreyvogel 12. Juni 2011 18:01: Gilt das auch für Israel?

      Sicher, warum nicht?

    • Neppomuck (kein Partner)
      12. Juni 2011 23:42

      "... auf eigene Kosten"?

      Schraubentest.
      Das muss einiges locker sein.

    • xRatio (kein Partner)
      13. Juni 2011 00:37

      @Neppomuck 12. Juni 2011 23:42
      "... auf eigene Kosten"?

      Ja, auch auf Ihre Kosten, nicht auf Kosten einer versklavten Minderheit.

      Ihre Begriffsstutzigkeit ist ja atemberaubend.

    • Gennadi (kein Partner)
      13. Juni 2011 09:32

      Wehrpflicht als Sklaverei?

      Das Verständnis für diesen Vergleich bleibt jedem verschlossen, der nicht in der sowjetischen oder chinesischen Armee dienen mußte. Aber manche hier scheinen spezielle Erfahrungen zu haben. Oder diese von linken Demagogen wie Janik gratis zu beziehen. Nun ja, jedem das eigene Lernerlebnis.

      Dass in Österreich schon lange nur mehr Freiwillige zum Heer gehen, scheint allerdings nicht Bestandteil dieses besonderen Bildungsgrades zu sein.

    • xRatio (kein Partner)
      13. Juni 2011 14:49

      @Gennadi 13. Juni 2011 09:32
      Wehrpflicht als Sklaverei?

      Sie haben's erfaßt... :-) :-)
      Der Rest entspricht wohl Ihrem "Bildungsgrad".

  5. gandhi8 (kein Partner)
    12. Juni 2011 16:02

    Betrifft: Frischlinge an die streirische und Kärntner Grenze:
    Vranitzki wollte nicht Schwäche demonstrieren, aber die Steirer und Kärntner Fremdenverkehrsbetriebe wollten ihre Köche nicht hergeben!!!

  6. Gennadi (kein Partner)
    12. Juni 2011 01:00

    "Denn diese ließ Tage nach Ausbruch der Kämpfe einen vollausgebildeten Jahrgang an Präsenzdienern einfach abrüsten und sie füllte die steirischen und Kärntner Kasernen statt dessen mit lauter Frischlingen"

    Schwachsinn, diese Behauptung.
    Die vollaufgestellte 1. Jägerbrigade, ein Milizverband, wurde nach einer Übung wieder heimgeschickt. Statt dessen wurden Grundwehrdiener an die Grenze verlegt, die nach 3 Monaten gerade das Bettenbauen beherrschten. Und deren Eltern ihnen (verständlicherweise!!) trockene Unterhosen nachliefern mussten.
    Es wäre A.U. anzuraten, sich doch auch einmal ein wenig zu erkundigen.

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      12. Juni 2011 11:10

      Die Logik dieser Korrektur des Unterberger'schen Textes erschließt sich wohl erst ab einem gewissen Promillepegel, oder?

    • Gennadi (kein Partner)
      13. Juni 2011 09:25

      Wenn manche den brauchen, um sachliche Beiträge zu verstehen, dann solls so sein.

  7. Schani
    11. Juni 2011 19:15

    In der gestrigen und der heutigen Kronenzeitung, welche zu lesen ich im Kaffeehaus das Vergnügen hatte, schreiben die üblichen Verdächtigen wütend gegen das Heer an und machen das Offizierzkorps herunter wie die letzten Trottel. Und der gütigste und weiseste Verteidigungsminister, der vor Sachverstand sprüht und strotzt wie keiner vor ihm, wird von den p.t. Leserbriefprofis in Schutz genommen, als ob ein Staatsstreich gegen ihn geplant wäre! Es sind die selben Intelligenzbestien, die vor nicht allzulanger Zeit gar nicht genug Militär an der nicht mehr existenten Ostgrenze sehen konnten. Besonders die roten Landeshauptleute, aber auch Onkel Erwin, bemühten sich bis zur (finanziellen) Erschöpfung (des Steuerzahlers) um das "subjektive Sicherheitsgefühl"der kriegsbedrohten Grenzlandbevölkerung.
    Quisquid agis prudenter agas et respice finem, sollte man all diesen Eseln ins Stammbuch schreiben und noch vielerlei mehr!

    • panzerechse (kein Partner)
      12. Juni 2011 08:41

      "..."subjektive Sicherheitsgefühl"..."

      Ergänzung: "virtuelles Sicherheitsgefühl"

      Die dumpfen und Kryptokonservativen resp. die von der KZ erinnern mich an die Gnus, die ich mir mit Vorliebe am Fluss Mara reinziehe...

  8. perseus
    11. Juni 2011 16:34

    Darabos ist Wehrdienstverweigerer, er hat das Ziel, die in Resten noch immer vorhandene militärische Tradition Österreichs endgültig auszulöschen.

    Darabos-Argumente: wir sind von NATO-Staaten umgeben; die Menschen sind lieb und gut, wir brauchen daher kein Heer.

    Die finanzielle Seite:
    Geld wird für

    • Zu viele Beamte (Verwaltungsreform – Bundesstaatsreform wird nicht angegangen)
    • ÖBB, Frühpensionisten und Projekte, ohne langfristige Strategie (das Politikerleben spielt sich von Wahl zu Wahl ab und das in Bund und Ländern)
    • die Verstaatlichte Industrie weitere sinnlos vergeudete Milliarden
    • das Pensionssystem (soweit man das überhaupt als System bezeichnen kann – jedenfalls ist es systematisch nicht mehr finanzierbar)

    benötigt. Indem sie dafür Geld ausgeben glauben unsere Politiker, sie können damit Wahlen gewinnen.

    Aber: Kündigt man seine Brandschutzversicherung, nur weil es 66 Jahre nicht gebrannt hat?
    Nein!

    Österreich wird in Zukunft sicher in die Situation kommen, gut ausgebildete Soldaten zu brauchen, wir werden Menschen brauchen, die diesen Job verstehen; die wird es dann nicht geben.
    Österreich hätte die Möglichkeit, sich wie die Schweiz ein Heer zu leisten, das Sinn macht, weil es die wenigen Soldaten, die es hat mit High-Tech-Waffen ausrüsten könnte und damit eine Abschreckungswirkung erzielt würde. Es war die erste Sabotage von Darabos, die Abfangjäger nachträglich „abzurüsten“.

    Woran liegt es, dass in Österreich niemand staatsmännische Verantwortung wahrnimmt?
    Es wird von Kirchturm zu Kirchturm, von Wahl zu Wahl, von Sektion zu Sektion von Schrebergarten zu Schrebergarten entschieden. Die eigentliche Politik macht die Kronenzeitung – wahrlich staatstragend!

    • schreyvogel
      11. Juni 2011 16:53

      Behält man eine Brandschutzversicherung, wenn man weiß, das sie im Ereignisfall nicht zahlen kann?

      Natürlich haben Sie recht: Es war und ist verantwortlungslos von den Politikern, das BH dermaßen verkommen zu lassen.

  9. Viktor
    11. Juni 2011 15:18

    Werpflicht :
    Dazu könnte ich vieles sagen und schreiben,aber jetzt nur ein kurzer Beitrag von mir:
    Ich absolvierte meine Präsenzpflicht 1957/1958 in Tirol bei der Hochgebirgs-
    -kompanie Nr.6 in Absam.1958 begann ich mit meinem Jusstudium in Wien.In der lustigen Studentenzeit,lernte ich einmal eine sehr schöne schwarzhaarige 28 jährige Ungarin kennen.Wir sprachen über die Soldaten.Da sagte sie in ihrem
    lieben ungarischen Akzent : "Ein Mann der nicht beim Militär und nicht Soldat war,
    ist für mich kein Mann !". Ich antwortete: "Ich war beim Militär und bin Soldat".
    Da begannen ihre wunderschönen dunklen Augen zu leuchten und .................

    • schreyvogel
    • Amtsbekannt
      11. Juni 2011 18:24

      ..und?? wurde sie ihre frau?

    • Maybach (kein Partner)
      12. Juni 2011 14:33

      In 50 Jahren hat sich doch einiges geändert und Frauen, denen beim Anhören männlicher Heldentaten als Bundesheer-Rekrut die Augen und anderes feucht werden sind gottseidank rarer geworden.
      Um nicht missverstanden zu werden: Ich habe meine Zeit als Soldat absolviert und etliche Übungen dazu, irgendwelches Weibsvolk damit zu langweilen, fiele mir nicht im Traume ein.

  10. schreyvogel
    11. Juni 2011 13:43

    Mein persönlicher Eindruck von unserem Heer ist: Es ist weder von der Ausrüstung noch von der Ausbildung her in der Lage, auch nur das geringste Scharmützel mit echten feindlichen Kampftruppen siegreich zu beenden.

    Das österreichische Bundesheer ist seit langem von der Regierung gröblichst vernachlässigt und finanziell völlig ausgehungert. Es wieder in einen brauchbaren Zustand zu versetzen, ist angesichts der prekären Budgetsituation gänzlich unmöglich.

    Es ist verantwortungslos, jungen Männern sechs Monate ihres Lebens für einen sinnlosen Präsenzdienst zu stehlen.

    Ich würde das Bundesheer abschaffen und statt dessen wieder eine Art B-Gendarmerie aufstellen, die zugleich Militär und Polizei ist und dadurch in der Lage ist, Ruhe und Ordnung zu sichern und auch mit völkerwandernden Eindringlingen fertzig zu werden. Gegen echten militärischen Einmarsch kann uns ohnehin nichts schützen, am allerwenigsten das Bundesheer in seinem jetztigen Zustand!

  11. Helmut Oswald
    11. Juni 2011 11:37

    Als das Heer an der Grenze stand, hatte ich die Ehre dem damaligen Aussenminister Mock, der mich trotz anderer Coleur in eine verantwortungvolle Stellung berufen hatte, zur Hand zu gehen. Unsere österr.-slowenische Gesellschaft besuchte Laibach und Agram, stellte Regierungskontakte und Verbindungen auf parlamentarischer Ebene her und über den Ausbruch dieses Krieges sind ich und meine Mitstreiter von damals Zeitzeugen. Über vieles von damals hat sich mittlerweile ein Schleier an Legenden, Halbwahrheiten und politisch-propagandistischen Lügen gebreitet. Selbst Blogteilnehmer verbreiten die vollkommen verfehlte Wahrnehmung, am Ausbruch diese Krieges träfe etwa die slowenische Seite hauptsächlich die Verantwortung. Prof. France Bucar - erster Staatspräsident des freien Sloweniens - mussten wir über die grüne Grenze in Kärnten bringen, damit er - vonder Grenze eg mit Blaulichtbegleitung -seine Rede vor den etwa 300 Teilnehmern im Oktogon der CA halten konnte, wo ihm die Gesellschaft zusammen mit österreichischen Politikern aller Coleurs Gelegenheit gab, für sein Land öffentlich ein- und aufzutreten. Originaldokumente aus dieser Zeit sind umfangreicher Teil meins politischen Archivs. Wer damals daran teilnahm wusste um die Bedeutung der Vorgänge, denn es veränderte sich die gesamte europäische Ordnung. Österreich machte, Mock machte mit Genscher und anderen damals Politik - kühn, aber mit Augenmaß. Was dagegen uns heute vom Bildschirm herunter uns anödet, verdient nicht einmal einen Kommentar.

  12. Anton Volpini
    11. Juni 2011 09:22

    Als Offizier der Reserve in Kärnten war ich 1991 in so einer Art stiller Bereitschaft. Mein Kader wurde telefonisch auf ein bestimmtes Verhalten hingewiesen.

    Ich war damals empört, über die Reaktion von SPÖ Vranitzky, eine fertig ausgebildete Truppe abzurüsten! Genauso empört war ich über das Verhalten des steirischen ÖVP Landeshauptmannes Josef Krainers, zuerst ein großes Ausbauprogramm in Zeltweg zuzulassen, um Geld ins Land zu bekommen, und dann eine riesige Kampagne gegen die Draken zu starten.
    Peter Pilz stand damals schon 10 Jahre lang als zu beobachtende Person auf der Liste des Heerensnachrichtendienstes. Das alles war 1991 öffentlich bekannt.
    Und, für den Fall des Zerfalls Jugoslawiens haben wir als "Feindlage" 15 Jahre lang vorher geübt, es war also anzunehmen, daß dieser Fall eintreten wird!

    @simplicissimus hat völlig Recht, wenn er schreibt, der Zustand des Heeres ist das Abbild der Gesellschaft, und insoferne habe ich unter dem "Zerbröckeln" des BH sehr gelitten.

    Der, der uns allen 1991 durch sein forsches und entschlossenes Auftreten Mut gemacht hat, war der Verteidigungsminister Josef Lichal!

    • simplicissimus
      11. Juni 2011 16:10

      herr volpini, vielen dank. ich durfte/musste über viele jahre hinweg zuerst den auf- und dann den abbau des heeres relativ nahe miterleben.

  13. Observer
    11. Juni 2011 08:54

    Da muss man schon einiges ergänzen:
    1956 und 1968 waren es wirklich nur demonstrative und symbolische Akte, welche das österreichische Bundesheer an den Ostgrenzen vollbrachte. Wenn die sowjetische Militärstrategie schnell bis zu Rhein vorstossen wollte, dann hätte sie auch den Weg durch Österreich genommen. Genauso wie sich die Amerikaner beim Suezkonflikt und im Libanonkrieg nicht um unsere Neutralität kümmerten und den kurzen Luftweg von Deutschland über Tirol nach Italien wählten. Da gab es halt nachträglich ein paar diplomatische Proteste, aber man hatte sich einiges an Zeit und Geld erspart. Die schon beim Ankauf veralteten Draken ("fliegende Tonnen") und die dezentralen Standorte (Zeltweg, Hörsching) waren für eine Tirolmission ohnehin völlig ungeeignet. Dies gilt aber auch heute zu den Eurofightern. 1991 wurden in der Steiermark aus Versehen einige Luftraumverletzungen gemacht und auch Querschläger sind bei uns eingetroffen. Und schliesslich stellt die seit vielen Jahren erfolgte Überwachung der Ostgrenze ohnedies nur einen Schutz in einigen Politikerhirnen dar.
    Anders sieht es beim Katastropheneinsatz aus. Da hat unser Heer bisher gute Dienste erwiesen. Natürlich hätten die Feuerwehren bei entsprechender technischer Ausrüstung auch hervorragendes geleistet. Die Hubschrauber waren aber oft sehr vorteilhaft.
    Noch 2 mal Postscriptum:
    1. beim Hubschraubereinkauf ging auch alles wie "geschmiert". Dies hat mir ein schon verstorbener Hauptakteur bestätigt. Also nicht nur bei den Eurofightern.
    2. entgegen den (auch hier geäusserten) Befürchtungen wurde gestern mitgeteilt, dass die gewünschte Zahl von Freiwilligen bei der neuen deutschen Bundeswehr erreicht wurde.

    Damit mich niemand falsch versteht:
    Wir brauchen ein Herr, aber dieses sollte aus qualifizierten Berufssoldaten bestehen und eine Kooperation mit den Nachbarländern ist absolut notwendig und sinnvoll. So wie es derzeit geschieht, ist es nur Geldverbrennung und kompletter Unsinn.

    • Gennadi (kein Partner)
      12. Juni 2011 08:41

      Sätze wie "1991 wurden in der Steiermark aus Versehen einige Luftraumverletzungen gemacht und auch Querschläger sind bei uns eingetroffen" und die Verwechslung der Draken mit den "Fliegenden Tonnen" zeigen, daß Sie keine Ahnung von diesem Gebiet haben. Aus derselben Ecke kommt daher auch regelmäßig die Forderung nach "qualifizierten Berufssoldaten".

      Ich erlaube mir, das als persönliche Beleidigung aufzufassen. Denn es stellt meine erworbene Qualifikation in Frage.

    • xRatio (kein Partner)
      13. Juni 2011 15:00

      @Observer 11. Juni 2011 08:54
      Wir brauchen ein Heer, aber dieses sollte aus qualifizierten Berufssoldaten bestehen und eine Kooperation mit den Nachbarländern ist absolut notwendig und sinnvoll. So wie es derzeit geschieht, ist es nur Geldverbrennung und kompletter Unsinn.

      Sehe ich genauso.

  14. ambrosius
    11. Juni 2011 08:33

    Es hat den Regierenden in dieser 2. Republik am Willen gefehlt, eine sinnvolle Ladesverteidigung zu haben. Dieser Vorwurf geht gegen die damaligen ÖVP Granden ebenso wie gegen die Sozis. Das Heer sollte lediglich soweit fähig sein, im Falle eines neuen Hitler ein paar Schuß an der Grenze abzugeben. ( war das der Figl oder der Raab ?)
    Ich selbst hatte- durch einen un/glücklichen Zufall als Reserveoffiziersanwärter, der seinen Idealismus im Heer schäbig mißbraucht sah, dem Verteidigungsminister und zwei seiner Stabsoffiziere meine Meinung über Ausbildungsqualität und Motivationsprobleme am Biertisch vorzutragen. Die Reaktion : "Was vastehst denn Du junger Dutter schon davon?

    Auch der potentielle Zerfall Jugoslawiens mit seinen Konsequenzen für Österreich war schon in den 60er Jahren in der "Le Monde Dipülomatique" nachzulesen, einer Zeitung die damals noch sehr lesenswert gewesen ist. Aber in der Beamtenschaft des Verteidigungsministeriums war wohl nur Hochdeutsch als Fremdsprache üblich.

    • Schani
      11. Juni 2011 19:31

      Kleine Notiz am Rande:Auch im März 38 leistete das ÖBH bewaffneten Widerstand! Das wollen nur die Österreichistanallemschuld-Geschichtverfälscher nicht wahr haben!

    • Gennadi (kein Partner)
      12. Juni 2011 08:43

      Irrtum. 1938 war das Heer nicht einsatzfähig, da die politische Führung bereits vor dem Einmarsch festgesetzt worden war. Nicht immer nur Kronen- und sonstigen Blättern glauben.

    • Konrad Loräntz
      12. Juni 2011 17:12

      Warum hätte 1938 das Heer gegen die Wehrmacht kämpfen sollen ? Es war ja sogar der Renner Karl für den Anschluss. Das scheint man ja heute hoch zu schätzen, denn nach ihm ist die Strasse vor der Parlament benannt.

  15. Wertkonservativer
    11. Juni 2011 07:38

    Ein klassischer Widerspruch:

    unsere "Heereszerstörer" sind mehrheitlich für ein "Zerbröseln" der EU und für die Wiederaufwertung der einzelnen Staatshoheiten in unserem schönen Europa.
    Eine gemeinsame europäische Verteidigungsstrategie (und gar die NATO, pfui gack!) wird von denselben "Kräften" ebenfalls strikt abgelehnt.

    Dass aber gerade kleine Staaten ein Mindestmaß an Schutz vor möglichen "Überrumplungen" durch fremde Kräfte benötigen, will diesen Leuten nicht in ihren Kopf gehen!

    Wir brauchen ein kleines, effektives Bundesheer (in welcher Form auch immer), das unsere Bevölkerung und unser Land dann wirksam zu schützen in der Lage ist, wenn Gefahren drohen (sei es an den Grenzen (im Überrumplungsfall - siehe Weinheber), oder bei Naturkatastrophen.

    Auch in (unsicheren) Friedenszeiten gilt der alte Spruch:
    Vorsicht ist besser als Nachsicht!

  16. simplicissimus
    11. Juni 2011 07:05

    der zerbröckelnde zustand des bundesheeres ist nur ein abbild des zustands der gesellschaft.
    begriffe wie heimat, vaterland, muttersprache, nation, volk sind von altmodisch-lächerlich bis reaktionär-verbrecherisch besetzt.
    atemberaubend, wie trotz des demonstrativen beweises der verfehlten unmenschlichen linken doktrinen im osten, der westen naiv den neuen weltverbessernden linxgrünen schmähs auf den leim geht.
    einseitige rücksichtnahme auf religiöse und weltanschauliche befindlichkeiten sind im bundesheer bereits an der tagesordnung. was fehlt sind frauenquoten bei offizierInnen, lesben-, schwulen-, transgenderquoten bei den soldatInnen. aggressoren werden in zukunft antidiskriminierend integriert oder höchstens per gebärstreik bekämpft, wobei der hässliche österreicher ins hinterzimmer gesperrt wird.
    aber den potentiellen invasoren ist unsere selbstauslöschung nur recht. es ist ein schönes land mit halbwegs funktionierender infrastruktur, das zu besetzen sich lohnt.

    • Konrad Loräntz
      12. Juni 2011 17:21

      Soweit mir bekannt, ist das heutige Bundesheer fast schon ein reiner Migrantenverein, da die urbane, autochtone Jugend geschlossen Zivildienst leistet. Somit stellt sich die Frage, gegen wen dieses Heer überhaupt kämpfen würde in einem möglichen, zukünftigen Konflikt. Eine vom Genderwahn (= Unfruchtbarkeit) und vom Selbsthass (= ungeregelte Immigration) befallene Gesellschaft braucht auch kein Heer mehr, da sie ja ohnehin zu bestehen aufhören WILL. Wie anders kann ich es mir sonst erklären, dass es keinerlei öffentliche Aufregung über den Umstand gibt, dass in den Metropolen Europas, z.B. Wien bereits die Mehrheit der Gschrappen "international" ist. Nun, ich kann es mir schon erklären: Jeder, der dieses Thema anschneidet wird kaltgestellt und zum Nazi gestempelt.

    • Wertkonservativer
      13. Juni 2011 13:49

      Na gehn's, Konrad Loräntz,

      ein paar kernige Bauernburschen aus den Ländern sind schon auch noch dabei;
      die verzärtelten "Stadtkinder" gehen halt lieber zum Zivildienst.
      Was mich betrifft: zwei meiner Söhne absolvierten den regulären Wehrpflicht-Dienst; einer, der Jüngste, war inzwischen vom Zivildienst-Bazillus befallen (ich wollte mich nicht einmischen). Die männlichen Enkel waren bzw. sind derzeit komplett Zivildiener; stört mich zwar, but, what shall I do?

  17. libertus
    11. Juni 2011 01:22

    Ganz so unvermutet brach der Krieg in Jugoslawien nicht aus - wurde doch von vielen Seiten prophezeit, daß nach Titos Tod selbiger nicht aufzuhalten sein wird und danach der Zusammenbruch des Staatengebildes erfolgt.
    Genauso kam es dann auch.

    In Zukunft ist unserem Land zu wünschen, es möge nie mehr an der Grenze ein ähnlicher Konflikt ausbrechen, denn bei diesen Sicherheitsplänen, die derzeit kolportiert werden, könnte sich die Bevölkerung nur durch Massenflucht retten.

    Aber vermutlich wird uns die Finanz- und Eurokrise früher den Garaus machen, als die Wahrscheinlichkeit eines nächsten Nachbarschaftskrieges.

    • FranzAnton
      11. Juni 2011 06:46

      Lieber Libertus!

      Wie recht Sie haben.

      Aber nur dann, wenn niemand sich für unser Land engagiert. Dazu folgendes, auf anderer Ebene liegendes, aber charakteristisches Szenario:

      Unser Nachbar, eine bedeutende Baugesellschaft, beabsichtigt einen großen Eigentumswohnungbau aufzuführen. Mein Check der Einreichpläne ergab krasse Überschreitung der zulässigen Bauhöhe, was ich während der Bauverhandlung beeinspruchte. Keiner der anderen Nachbarn, darunter eine Architektin (!), die es verstehen müßte, und die Eigentümerin eines großen, auf der gegenüberlie-genden Straßenseite situierten Wohnhauses, rafften sich dazu auf, im ureigensten Interesse über diesen Klotz, der vor ihren Augen entstehen, und ihnen die bis dato schöne Aussicht nehmen würde, auch nur nachzudenken; auch die dutzenden Bewohner, welche ich zu motivieren suchte, nicht.

      Anderes Beispiel: Es war mir nicht möglich, unter meinen zahlreichen Bekannten - und Familienmitgliedern - mehr zu finden, welche die Verwaltungsreform-initiative des Mag. Wolfgang Bauer zu unterstützen bereit waren, als die Finger einer Hand aufweist.

      Jene, welche dieses Dilemma erkennen, das dazu führt, daß haufenweise unverantwortlich agierende Polit -akteure -hasardeure und -irrlichter, unterstützt von volksverführenden Massenmedien, unsere Staatsfinanzen, die Geburtenrate, die Kindererziehung, die Familien, die Schulen, die deutsche Sprache, und die Moral der Menschen, ruinieren und korrumpieren, sollten sich mit dem Ziel engagieren, Ideen zum Gegensteuern zu erarbeiten; noch ist es Zeit dafür; wir verfügen über das Internet, können uns so simpel, wie es noch niemals im Lauf der Geschichte möglich war, organisieren; Intelligenz wäre vorhanden, wie an den oft hochqualitativen Forumsbeiträgen erkennbar, bloß Engagement fehlt bis dato noch; jammern untereinander, quasi auf hohem Stammtischniveau, reicht nicht, um das Blatt zu wenden.

    • h.schmidt
      11. Juni 2011 11:07

      volle zustimmung zu letztem absatz!

    • HJR
      11. Juni 2011 15:00

      @FranzAnton
      [... wir verfügen über das Internet, können uns so simpel, wie es noch niemals im Lauf der Geschichte möglich war, organisieren ...]

      Was sie hier sagen, war - ich erinnere mich noch genau - die Hoffnung der ersten Stunde, als die Visonäre des Internets noch meinten, mit diesem Werkzeug der Welt endlich den Schlüssel zur Demokratisierung in die Hand gedrückt zu haben.

      Ich weiß ja nicht, ob Sie die ganze Entwicklung von damals bis heute miterlebt haben; ich schon (noch dazu als Insider). Aber zunächst mal war kaum eine vernünftige Navigation möglich, weil alle Informationen ziemlich "unverschlagwortet" im Dunkel der privaten Provider ruhten. Dann kamen die ersten "Suchmaschinen" (und die waren - weil von DV-Profis konstruiert - noch ziemlich intelligent) und mit den Suchmaschinen kamen die ersten Foren. Auf dem Sektor blieben aber die politischen Sites immer im Hintertreffen, weil natürlich damals schon die Spiele, die Chat- und Kontaktseiten und auch die "erotische" Produktschiene auf mehr Nachfrage stieß.

      Und wenn Sie heute ins Internet schauen, dann haben Sie entweder schon ihre paar Adressen von ständigem Interesse oder Sie "googeln" etwas, bekommen 1.234.567 Treffer, von denen die führenden die mit den meisten Klicks sind (und zwar deshalb, weil Google bezahlte Seiten nach vorne reiht und das dann einen "intelligenten Suchalgorithmus" nennt). Und das , was der intelligente Suchalgorithmus liefert, wenn Sie nicht gerade nach "EHEC" fragen, sind 95% Erotik- und Pornoseiten, 3% Spieleportale und der Rest ist - nein, nicht Schweigen, sondern Abzocke.

      Auch das also ein Thema "Zauberlehrling" ( Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los), wie so vieles, was der vielgepriesene Fortschritt bringt, das am Ende nach Verfehlung aller erhofften Ziele zur unerträglichen Last wird.

    • FranzAnton
      11. Juni 2011 16:51

      Lieber HJR!

      Unsere Politikerkaste dominiert die Massenmedien, mittels welcher sie allzu viele, allzu bequeme Menschen gleichsam "am Nasenring vorführt".

      Ich hätte gehofft, etliche hier Postende dazu motivieren zu können, per mail, oder wasweißichwie, selber ein Netzwerk Gleichgesinnter mit dem Ziel aufzubauen, die hier im Blog tagtäglich beklagte Abwärtsspirale zu stoppen. Die österrreichischen Menschen scheinen doch hellhöriger zu werden; Politiker stehen, wen wundert's, generell unter Schlitzohrenverdacht; die Parteienattraktivität sinkt ständig ("Ein Bund Hadern"). Die Menschen sehnen sich, vielleicht noch unbewußt, nach einem Neuanfang. Die Linke versucht genau das; ständig erhalte ich mails direktdemokratischer Initiativen, die zum Mitmachen auffordern, aber eben durch die Bank stark linksorientiert sind, also, wie ich meine, uneinsichtig in die historisch allüberall und ausnahmslos erwiesene Realität buchstäblich zwangsläufigen Versagens linker Ideologie; zwangsläufig deshalb, weil gegen die Evolution gerichtet, welche die Menschen geformt hat, wie sie eben aktuell sind, nämlich wettbewerbsorientiert, und nur unter lebensbedrohendem Terror - für einige Zeit - bereit sind, insektenstaathaft einem Anführer zu folgen.

      Warum soll solche Organisation der vernünftigen, realitätsbezogenen, ehrlichen, anständigen, auf keinem Auge blinden, Seite nicht gelingen? Woran mangelt es? Ist es Saturiertheit? Ihre Argumentation erinnert mich sehr an Diskussionen im Freundeskreis, welche auf ganz ähnliche Weise z.B. ein Engagement pro Verwaltungsreform abgelehnt haben. Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt, weiß das Sprichwort! und wird überdies griesgrämig!

    • terbuan
      12. Juni 2011 06:15

      Sehr geehrter Franz Anton,
      wenn Sie diesen Blog genau verfolgen werden Sie bemerken, dass es dieses von Ihnen befürwortete "Netzwerk" in Ansätzen bereits gibt!
      Herzliche Grüße
      teruan@aon.at

    • HJR
      13. Juni 2011 14:23

      @FranzAnton, 11.6./16:51
      [... Unsere Politikerkaste dominiert die Massenmedien, mittels welcher sie allzu viele, allzu bequeme Menschen gleichsam "am Nasenring vorführt" ...]
      und
      [... selber ein Netzwerk Gleichgesinnter mit dem Ziel aufzubauen ...]
      Werter Franz Anton, Ihre zuerst zitierte Aussage halte nicht für richtig! Die "Politikerkaste" versucht sicher, in solchen Foren, wie dem unseren, "mitzumischen". Aber der zu gewinnende Vorteil (bei den paar Beiträgern!) wäre nicht einmal marginal. Nein, das Internet wird von "uns" beherrscht; von unserer "Bildersucht" (Youtube), unserer "Schnäppchenjägerei" (eBay und Konsorten), unseren niederen Trieben (Pornoportale), unseren kleinkriminellen Neigungen (Diebstahl durch unerlaubten Download), etc.

      Und noch ein Merksatz aus der Psychologie für Sie: "Niemand tut etwas, was er nicht will" - jedenfalls nicht freiwillig! das noch zum Stichwort "Nasenring". Daher passt auch ein Satz meines Urgroßvaters: "Gäbe es keine Sklaven, so gäbe es auch keine Herren."

    • Kapuzerer (kein Partner)
      14. Juni 2011 08:47

      Wahrlich, unvermutet war da gar nichts, nicht was Jugoslawien betrifft und nicht was den arabischen Raum betrifft.
      Das alles hat vor Jahrzehnten als ich zur Schule ging der Geschichtslehrer vorausgesagt!
      Die Ereignisse bestätigen diesen Geschichtslehrer!
      Dieser Lehrer war auch sonst eine Choriphäe, ein Tausendsassa. Er konnte einfach alles!
      Ich gedenke seiner bewundernd und bedaure dass es heutzutage solche Lehrer nicht mehr gibt!





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