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Ohne uns: Europas Zukunft ohne Europäer

Aus den jüngsten Worten des amerikanischen Verteidigungsministers Robert Gates spricht massive und keineswegs unbegründete Verachtung für Amerikas Verbündete in Europa. Er machte auch klar, was das für die Zukunft bedeuten dürfte.

Erstens: In der Nato ist Gates zufolge in den letzten Jahren der Anteil der USA an den Verteidigungsaufwendungen von 50 auf 75 Prozent gestiegen.

Zweitens: Die europäischen Verbündeten der USA haben zwar zwei Millionen Mann in Uniform, aber schaffen es nicht, den Einsatz von 45.000 Mann aufrechtzuerhalten.

Drittens: Den europäischen Ländern, die vor elf Wochen (unter dem Druck vieler Medien) den Kampf gegen Gaddafis Libyen aufgenommen hatten, geht peinlicherweise jetzt schon die Munition aus. Und manche Länder wie Norwegen ziehen offenbar aus diesem Grund schon wieder ab,  ohne dass Gaddafi besiegt wäre.

Das alles wird freilich angesichts des von den vielen linken „Intellektuellen“ und altrechten Recken geschürten Antiamerikanismus hierzulande ja kaum ernst genommen. Was ein grober Fehler ist. Denn Gates machte auch klar: Die Unterstützung Amerikas für europäische Anliegen wird angesichts des europäischen Desinteresses an der eigenen Verteidigung rasch abnehmen.

Dabei sind es die Europäer, die immer sofort nach den US-Streitkräften rufen, wenn sie sich bedrängt fühlen. Das war nicht nur gegen einen Hitler und dann gegen Stalin samt dessen Erben der Fall, sondern auch in Bosnien, im Kosovo, in Libyen. Und erst am Pfingstwochenenende hat einer der linken ORF-ZiB-Moderatoren den „Westen“ kritisiert, weil er nichts gegen Syriens blutbefleckten Diktator Assad tue. Obwohl gerade die SPÖ – ein Heinz Fischer an der Spitze! – mit Assad immer sehr gut war (schließlich ist dieser ein Feind Israels). Obwohl gerade die österreichische Linke zwischen ihren in manischen Schüben kommenden Kriegsforderungen immer ganz auf pazifistisch tut.

Angesichts des europäischen Verteidigungs-Askese wird das, was Washington schon im Falle Libyens halblaut gebrummt hat, künftig laut und deutlich kommen: Macht mal schön selber, liebe Europäer. Wir haben uns schon zu oft über euch und eure Unzuverlässigkeit geärgert.

Dann wird Europa eben völlig hilflos gegen Wahnsinnige vom Typ eines Milosevic oder Gaddafi sein. Oder glaubt noch jemand, dass Europas stärkstes Land jemals aus seiner Ohne-uns-Haltung erwachen wird? Dessen südöstlicher Nachbar praktiziert das „Ohne uns“ ja schon seit Jahrzehnten und ist sogar stolz darauf, die niedrigsten Verteidigungsausgaben Europas zu haben.

Aber Europa gibt sich ja sowieso schon auf allen Ebenen auf, von der Migration bis zur Demographie. Was auch die Zukunft Europas zu einer des „Ohne uns“ (Europäer) macht.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2011 07:48

    Selbstsicherheit, Kraft, Mut, Visionen:
    Fremdwörter im "vereinten" und doch so uneinigen Europa (in unserem Österreich sowieso!)!
    Dr. Unterberger hat alles Relevante dazu gesagt!

    Nun, o.t. (bitte um Verzeihung), einiges Persönliche zu drei Pfingstmontagen meines Lebens:

    Pfingstmontag 1946 verlor ich in einem tschechischen Aussiedlungslager als Dreizehnjähriger durch Unfall die Sehkraft eines Auges: fatal, doch in der Folge auch wieder glückbringend, da statt Aussiedlung nach Thüringen Repatriierung nach Österreich erwirkt).

    Pfingstmontag 1988:
    beim Besuch des wunderbaren Naturparkes des Grafen Sigurta (am Mincio, südlich des Gardasees), am "Stein der Jugend", tiefe Gedanken Albert Schweizers aus seinem lyrischen Gedankengebilde "Was ist Jugend", seit damals eine der Leitlinien meines Lebens.
    Wer es lesen will, lese bitte:

    "Was ist Jugend?

    Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt - sie ist ein Geisteszustand,
    sie ist Schwung des Willens, Regsamkeit der Phantasie,
    Stärke der Gefühle, Sieg des Mutes über Feigheit,
    Triumph der Abenteuerlust über die Trägheit.

    Niemand wird alt, weil er eine Anzahl Jahre hinter sich gebracht hat;
    Man wird nur alt, wenn man seinen Idealen Lebewohl gesagt hat.
    Mit den Jahren runzelt die Haut, mit dem Verzicht auf Begeisterung
    aber runzelt die Seele.
    Sorgen, Zweifel, Mangel an Selbstvertrauen, Angst und Hoffnungslosigkeit,
    das sind die langen Jahre, die das Haupt zur Erde ziehen
    und den aufrechten Geist in den Staub beugen.

    Ob Siebzig oder Siebzehn, im Herzen eines jeden Menschen
    wohnt die Sehnsucht nach dem Wunderbaren,
    das erhebende Staunen beim Anblick der ewigen Sterne
    und der ewigen Gedanken und Dinge, das furchtlose Wagnis,
    die unersättliche kindliche Spannung, was der nächste Tag bringen werde,
    die ausgelassene Freude und Lebenslust.

    Du bist so jung wie deine Zuversicht, so alt wie deine Zweifel.
    So jung wie dein Selbstvertrauen, so alt wie deine Furcht.
    So jung wie deine Hoffnungen, so alt wie deine Verzagtheit.

    So lange die Botschaften der Schönheit, Freude, Kühnheit,
    Größe, Macht, von der Erde, den Menschen und dem Unendlichen
    dein Herz erreichen, solange bist du jung.

    Erst wenn die Flügel nach unten hängen und das Innere deines Herzens
    vom Schnee des Pessimismus und vom Eis des Zynismus bedeckt sind,
    dann erst bist du wahrhaft alt geworden!"

    Pfingsmontag 2011:
    heute ist Familientag! Weitere zwei unserer Enkel werden uns stolz ihr Maturazeugnis präsentieren! Viel Glück auf den Weg, liebe Kinder!

    Drei Pfingstmontage eines langen Lebens: ich bin zufrieden!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2011 06:28

    europa muss sich auf sich selbst besinnen und aus eigener stärke schöpfen, ohne am kittel der usa zu hängen. das war immer meine meinung, daher war ich auch vom europäischen gedanken überzeugt.
    dazu ist die heutige mainstreampolitik jedoch keineswegs in der lage. weder gelingt es, ein europäisches regierungssystem auf die beine zu stellen, das auf mehrheitsbasis unberührt von minderheiten-vetos klare entscheidungen treffen kann, noch ist die linke dekadenzpolitik geeignet, auch nur irgendetwas an selbsterhaltungsfähigkeit zu fördern. egal, ob es um verteidigung, bevölkerungs- oder wirtschaftspolitik geht.
    libertus hat mit seinem zynischen albtraum schon recht: wenn man erdogan heute in euronews seine befriedigung über den wahlsieg ins mikrofon brüllen hört, wird einem bewusst, was politik der stärke bedeutet.
    wir haben dafür keine zeit und wollen das nicht, müssen wir uns doch um quoten, schwulen, transgender, wirtschaftsflüchtlinge und denunzierung jeder abweichenden meinung als "faschistisch" kümmern.
    sich vom gebrochenen und rückgratlos gewordenen deutschland etwas zu erwarten, grenzt jedoch an den glauben ans christkind, hätte ja schon der gedanke an eine "führerrolle" (im englischen als "leadership" nur positiv besetzt) offen ausgesprochen eine - verständlicherweise - vollkommen destruktive bedeutung.
    ich empfehle europaweite psychotherapien mit intensivbehandlungen in deutschland und österreich.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2011 14:41

    Die Botschaft hör´ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!
    Ö hat in den letzten 200 Jahren Krieg nach dem olympischen Motto geführt: Dabei sein ist alles! Die USA haben die Welt erobert. Nach dem WK2 beschlossen wir klüger zu werden und neutral zu sein. Spielzeugwaffen wurden verboten und die Erziehung auf gewaltfrei umgestellt (das Gegenteil kam heraus). Waffen wurden geächtet und sind nur einigen Minderheiten erlaubt. Die Waffenindustrie wurde ruiniert, die Munitionserzeugung fast EU-weit eingestellt (Hirtenberger, Sellier&Bellot, etc.). Als die Amis im Iraqkrieg hohen Bedarf an Munition hatten, lieferten sie nicht mehr an uns. Allerdings gab es sofort billigere Munition mit cyrillischer Aufschrift.
    Das BH wurde zu einer Verwaltungsruine umgebaut (Brigardier, wo ist ihre Brigarde?).
    Jetzt sollen wir Munition in den USA oder Israel kaufen und Krieg führen in Lybien. Wen interessiert einKrieg in Afrika oder Asien, bei dem die Macht Bodenschätze bekommt, der Treibstoff teurer wird und unsere Soldaten nicht immun sind wie die amerikanischen? Wir sollen zahlen und BP bekommt das Erdöl (Iraq)? Wer bekommt es in Lybien?
    1980 nahmen die USA und andere "westliche" Staaten nicht an der Olympiade in Moskau Teil, wegen des russisch - afghanischen Krieges. Die Taliban bekamen Stingerraketen und modernste Waffen, sogar Sylvester Stallone half ihnen. Dann kamen die Taliban an die Macht und stellten die Rauschgifterzeugung ein. Heute sollen wir alle gegen die Taliban kämpfen und zahlen, 85% des Rauschgiftes kommen von dort, Opiumkrieg II.
    Fazit: Wir sollen Waffen und Munition in den USA (Nato) kaufen, zahlen und mitmorden, dann können wir nicht dagegen sein und sind mitschuldig.
    Die USA hat an jedem Krieg verdient, jetzt lagern sie die Arbeit und die Kosten zu den Nettozahlern aus, so bringt es noch mehr.

  4. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2011 07:05

    Wenn man die Geschichte nach dem WK II verfolgt, dann waren es vorwiegend die USA, welche Europa vor den Eroberungeplänen der Sowjets beschützt haben. Natürlich hatten sie vorwiegend dort Flotten- und Luftstützpunkte gehabt, wo sie durch herrschende Diktatoren schnell handelseins wurden (Portugal, Spanien, Griechenland, Türkei). Als z.B. Deutschland wieder selbstständig wurde und einen Friedensvertrag hatte, wurden die US-Truppen ersucht, weiterhin dort zu bleiben. Lediglich Frankreich und England hatten und haben nennenswerte Heere, welche im Bedarfsfall neben den USA auch effizient eingesetzt wurden.
    Die Abkehr der USA von deren bisherigen Europapolitik ist durchaus verständlich.
    So
    1. wollen sie nicht mehr die Hauptlast aller militärischen Drecksarbeiten machen,
    2. wurden von einigen europäischen Regierungsspitzen (besonders Frankreich, Deutschland, Italien) mehrfach desavouriert,
    3. haben sie nun genug Probleme in anderen Teilen der Welt,
    4. kämpfen vermehrt mit finanziellen Problemen bei der Aufrechterhaltung der Verteidigung und
    5. - last, but not least - sehen ihre aussenpolitischen und wirtschaftlichen Zukunftsinteressen nun in anderen Teilen der Welt, nicht aber mehr im "widerspenstigen" Europa.
    In den Syrienkonflikt wird sich die USA als "Israel-Schutzmacht" nur dann engagieren, wenn Israel dabei direkt einbezogen wird. So schaut man derzeit bloss zu, wie sich die Syrier gegenseitig die Schädel einschlagen.

  5. Ausgezeichneter KommentatorDr.Otto Ludwig Ortner Partner Homepage
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2011 18:30

    Beim Nürnberger Kriegsverbrechertribunal wurden die Verantwortlichen des Dritten Reiches wegen ihrer "Angriffskriege" mit dem Tod durch den Strang bestraft. Vielleicht ist das ein Motiv der europäischen Verantwortlichen, sich nicht Hals über Kopf in die Angriffskriege der Führungsmacht der NATO zu stürzen?

  6. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2011 02:05

    Keine Bange, da wird in Europa schon das nächste Argument für einen Türkei-Beitritt ausgebrütet:

    Die Türkei muß in die EU und wird mit ihrer Bevölkerungsdichte sowie ihrer topausgestatten Landesverteidigung alle diese Aufgaben übernehmen, Europas Interessen schlagkräftig verteidigen und uns vor allen Eindringlingen bzw. Störefrieden bewahren.

    Dann hat Amerika ausgedient und kann viel ruhiger schlafen - ein Traum oder gar ein Alptraum?

  7. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Juni 2011 22:53

    In den letzten Tagen habe ich hier gelernt, dass es nicht gut ist sich gesund zu ernähren, dass die Bilderberger eine Art Bienenzuchtverein sind und, dass die Amis unsere wahren aber verschmähten Freunde sind.

    Ach ja, und das es hier "Partner" gibt die tatsächlich Vorratsdatenspeicherung betreiben. Dürfen solche Vorräte auch weitergegeben werden? Da könnte man ja echt Kohle machen, wenn dieser Blog einmal vielleicht als subveriv abgestempelt wird. Mir ist es eigentlich egal, aber ich könnte mir vorstellen, dass da dem einen oder dem anderen die Grausbirnen aufsteigen.
    Und solche Leute nennen sich dann auch noch Liberale.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Juni 2011 19:18

    Was haben unsere Kommentatoren und Experten nur den Krieg mit libyen herbeigeschrieben. G3enauso wie schon vorher den Krieg mit dem IRak.

    Heute schreibt RAU im Kurir, dass Europa nicht in der Lage ist, derartige Kriege zu führen.

    Na bravo.

    Ich wünschte mir daher, diesen ganzen dummen Kommentatoren, die ihre Weisheit auf den Rücken anderer Leute, die zur Belohnung für ebendeiese Tätigkeit dann von den gleichen Schreiberlingen taxfrei den Pariatitel zugesprochen erhalten - jedem dieser Kommentatoren die so neuenmalklug daherschreibern sollte man umgehend einen Einberufungsbefehl zustellen.

    Wie man auch das sich früher so großer Beliebtheit erfreuende Institut der Einquartierung im Asylwesen mit gro0em Nutzen wieder einführen könnte. Jedem lichterlbewegten Gutmenschen einen Asylanten in die Wohnung setzen. Natürlich gegen Bezahlung.


alle Kommentare

  1. Jennabel (kein Partner)
    19. Februar 2015 07:58

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    19. Januar 2015 09:01

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  9. xRatio (kein Partner)
    15. Juni 2011 02:11

    Das linke Gesindel kann und wird es den Amis nie verzeihen, daß sie uns und ganz Europa unter unsäglichen Opfern aus den Krallen der Sozialisten befreit haben (Hitler).

    Und daß die Amis uns und ganz Europa anschließend jahrzehntelang vor der geplanten sozialistischen Vereinnahmung beschützt haben (Stalin & Co).

    Guter Artikel des Dr. Unterberger.

    Bisher 124 nur grauenhafte Kommentare fast aller Leser hier!! :-( :-(

    Reihenweise sogar von Leuten, denen ich weitaus mehr Grips im Kopp zugetraut hatte.

    So kann man sich irren. Oweiowei.... Mir wird speiübel...

  10. cmh (kein Partner)
    14. Juni 2011 19:18

    Was haben unsere Kommentatoren und Experten nur den Krieg mit libyen herbeigeschrieben. G3enauso wie schon vorher den Krieg mit dem IRak.

    Heute schreibt RAU im Kurir, dass Europa nicht in der Lage ist, derartige Kriege zu führen.

    Na bravo.

    Ich wünschte mir daher, diesen ganzen dummen Kommentatoren, die ihre Weisheit auf den Rücken anderer Leute, die zur Belohnung für ebendeiese Tätigkeit dann von den gleichen Schreiberlingen taxfrei den Pariatitel zugesprochen erhalten - jedem dieser Kommentatoren die so neuenmalklug daherschreibern sollte man umgehend einen Einberufungsbefehl zustellen.

    Wie man auch das sich früher so großer Beliebtheit erfreuende Institut der Einquartierung im Asylwesen mit gro0em Nutzen wieder einführen könnte. Jedem lichterlbewegten Gutmenschen einen Asylanten in die Wohnung setzen. Natürlich gegen Bezahlung.

  11. wahrheit (kein Partner)
    14. Juni 2011 16:30

    OT aber Stichwort Europäer:

    Vorfall A:

    Schwere Körperverletzung bei "Kicken gegen Rechts"
    Bei der Fußballveranstaltung, bei der Teams verschiedener Länder gegeneinander antreten, kam es zu einer Schlägerei auf dem Spielfeld. Das Opfer wurde von fünf Spielern der gegnerischen Mannschaft getreten.

    Im Grazer Augartenpark kam es bei der Fußballveranstaltung "Kicken gegen Rechts", bei der Fußballteams verschiedener Nationalitäten gegeneinander antreten, am Samstag gegen 18:00 Uhr zu einer Auseinandersetzung. Nachdem auf dem Spielfeld Streit entstand, gingen fünf Spieler der gegnerischen Mannschaft auf einen Gegenspieler los.
    Das Opfer wurde umgestoßen und am Boden liegend getreten und dabei im Kopf- und Oberkörperbereich verletzt. Die zwischen 16 und 18 Jahre alten Täter, die vermutlich aus Tschetschenien stammen, flüchteten anschließend in Richtung Steyrergasse.

    Konsequenz B:

    Lichterkette und Demo gegen FPÖ-Parteitag angekündigt
    Der FPÖ-Programmparteitag in Graz am kommenden Samstag wird nicht ohne kritische Begleitmusik abgehen. Das Personenkomitee "Lichter gegen Rechts" mit Altbürgermeister Alfred Stingl will "das andere Gesicht von Graz repräsentieren".

    Am Dienstag hat sich ein Personenkomitee "Lichter gegen Rechts" u.a. mit dem Grazer Altbürgermeister Alfred Stingl vorgestellt, das am Vorabend des Parteitags eine Lichterkette auf den Schloßberg plant, direkt zur Veranstaltung will ein Antifaschistisches Bündnis vor der Grazer Stadthalle demonstrieren.

    "Wir wollen das andere Gesicht von Graz repräsentieren", meinte SPÖ-Landtagsabgeordneter und SJ-Landesvorsitzender Max Lercher, von dem die Initiative ausgegangen ist: "Wir lassen uns nicht eine rassistische Politik aufzwingen." Ziel ist ein "möglichst breiter Brückenschlag", um "ein Zeichen für Menschlichkeit, Toleranz und ein friedliches Miteinander" zu setzen.
    Man wolle den Grundsatzparteitag der FPÖ "nicht kommentarlos zur Kenntnis nehmen", so die Grüne Menschenrechtsaktivistin Edith Zitz. "Für Vielfalt und gegen farblose Einheit" sprach sich der Autor und Filmemacher Stefan Rothbart aus, Altbürgermeister Alfred Stingl kritisierte den "menschenverachtenden und diskriminierenden Versuch" der FPÖ, die Menschen in Fleißige und Schmarotzer zu teilen und eine Islamophobie zu schüren: "Religionsfreiheit ist ein hohes Gut. Es gibt keine Alternative zum interreligiösen Dialog."
    Mit Fackeln auf den Schloßberg
    Weiters im Komitee, das von 30 Organisationen unterstützt wird, sind SPÖ-Landesrätin Bettina Vollath, der Zeithistoriker Helmut Konrad und Armenpfarrer Wolfgang Pucher. Laut Lercher erwartet man sich rund 200 Personen, die ab 20.00 Uhr vom Schloßbergplatz mit Fackeln über den Kriegssteig zum Uhrturm auf den Schloßberg ziehen werden.
    Direkt am Ort des Parteitag-Geschehens, vor der Stadthalle, will ein Anftifaschistisches Bündnis "Aufstehen gegen FPÖ - good night fascism and racism" demonstrieren, das vor allem von Grünen, sozialdemokratischen und kommunistischen Jugend- und Studierendenorganisationen getragen wird. Die Veranstalter rechnen mit rund 100 Teilnehmenden. Mit der Polizei gab es Debatten über den räumlichen Umfang der Kundgebung, eine "Umzingelung", wie laut Behördensprecher Gerhard Lecker geplant, sei abgelehnt worden. Nun sollen die Demonstranten "außer Wurfweite" in 50 bis 100 Metern Entfernung zum Haupteingang Position beziehen dürfen.
    "Unsere Kundgebung soll ein bunter Protest gegen die rassistische Hetze der FPÖ werden", hieß es seitens der Veranstalter, die auch das aktuellen Fremden- und Asylgesetz im Visier haben. Ab 9.00 Uhr wird demonstriert, ab 11.00 Uhr - u.a. mit Abg. Karl Öllinger (G) - debattiert und ab 13.00 Uhr marschiert, und zwar Richtung Innenstadt.

    Realsatire vom Feinsten!

    • Neppomuck (kein Partner)
      14. Juni 2011 17:38

      ad A:
      "Weil die Fußballer des Amateurvereins SF Düsseldorf 75 ihre Gesundheit und die der Zuschauer schützen wollten, traten sie nicht zum Spiel gegen den als gewaltbereit geltenden FC Kosova an. Und das hat Folgen. Der niederrheinische Fußballverband hat nun entschieden, dass dem Verein noch in der laufenden Saison zwölf Punkte abgezogen werden, wodurch der Verein absteigt. Die Spielverweigerung könne „unter strengen Maßstäben als rassistisch gewertet werden“, heißt es in der Urteilsbegründung. „Es kann nicht sein, dass die Vereine selbst entscheiden, wann sie antreten“, teilte ein Sprecher des Fußballverbandes darüber hinaus der Jungen Freiheit mit."
      unzensuriert

      ad B.
      Die ca. 100 bis 200 Hanseln (sichtlich das letzte Aufgebot von "30 Organisationen") werden lange Arme brauchen, wenn sie eine "umzingelnde" Menschenkette bilden wollen.
      Na vielleicht, wenn sie einmal "früh genug" aufstehen, wer weiß.

    • Steuerzahler (kein Partner)
      15. Juni 2011 00:49

      "Für Vielfalt und gegen farblose Einheit"

      Davon überzeuge ich mich mittlerweile seit ca.20 Jahren, drei bis viermal jährlich persönlich in Graz. Tatsächlich wird diese Stadt in ihrer einst so farblosen Einheit jährlich „Bunter.“ Vorzugsweise die immer außen buntmelaten Kopftücher, welche von den bunten zugewanderten Frauen stolz durch die Gegend getragen werden. Der Phantasie sind mittlerweile keine Grenzen mehr gesetzt. Nicht mehr nur das vom Teufel höchspersönlich verdammte Frauenhaar wird bunt verhüllt, nein so mancher Kopf ohne Gesicht verschwindet nicht mehr gar so selten gänzlich in buntester Vielfalt.

      Was täten die einfältigen GutenMenschen in Graz bloß ohne diese nicht mehr rückkehrwilligen bosnischen Kriegsflüchtlinge, dort müss es ja noch immer schlimm zugehen, und den zur 3. Belagerung bereitstehenden Türken. Zumindest wird jeder Gruppe eine eigene Mosche gebaut, ganz bunt eben.
      Immerhin dürfen sich die bunten Grazer dann in eine Reihe mit Städten wie Duisburg/Marxloh, Berlin/Neukölln, Wien/überall, Paris/verloren, Brüssel/Gott sei Dank, usw… stellen. Das ist doch schon mal was für eine gestern noch farblose Provinzstadt!

  12. Bim Käsinger (kein Partner)
    14. Juni 2011 12:58

    Mein Vater war Franzose, und meinte sein Leben lang "Sohn, ich hoffe Du erlebst es niemals, daß die Deutschen wieder marschieren."

    Ich stimme ihm zu.
    Schlafende Hunde soll man nicht wecken, schon gar keine deutschen.

    Ich finde die Selbstkastration Deutschlands zwar bisweilen logisch inkonsistent, aber insgesamt für alle Beteiligten positiv.

    Der dumme Antiamerikanismus/Antisemitismus, der mittlerweile monopolartig von den Linkslinken betrieben wird, ist keinen Kommentar wert.

    Diesen geistig Minderbemittelten kann man nur Mitleid entgegenbringen.

    • Neppomuck (kein Partner)
      14. Juni 2011 13:20

      Paris blieb intakt, aber wie war das mit Hamburg, Dresden etc.?

      Der Schiss vor dem „furor teutonicus“, der auf Varus („... redde legiones“) zurückgeht, ist längst nicht mehr angebracht, dafür haben nicht nur die Aliierten, sondern letztlich die Deutschen selbst gesorgt.

      Aber sie haben recht, schlafende Hunde soll man nicht wecken. Aber man soll sich auch nicht dazulegen, wenn man keine Flöhe im Pelz haben will.

      Zum Glück lassen sich gewisse nationale Eigenheiten nicht aus dem Gen herausoperieren, und Gehirnwäsche hat auch nur Wirkung auf die eben behandelte Generation.
      Gute Tradition heißt 'die Glut bewahren' und nicht, 'den roten Hahn auf die Dächer zu setzen'.

    • Bim Käsinger (kein Partner)
      14. Juni 2011 13:36

      Darüber kann man streiten.

      Die Gebäude blieben stehen, allein die Bewohner nicht.

      Gerade vom "furor" der Deutschen habe ich keine Angst, aber die Charaktereigenschaften die ich an einigen meiner besten Freunde - welche Deutsche sind - am meisten schätze, sind auch die, die mich nicht auf "der anderen Seite" stehen lassen wollen:
      Kompromisslosigkeit, Treue, Genauigkeit, Konsequenz.

      Vor allem "Dresden" zeigt eher, wie weit man gehen muß um ein marschierendes Deutschland stoppen zu können.

      Aber ich bin da familiär vorbelastet, vor allem die französische Seite zeigt gerne mit einem oder mehr Fingern nach Osten :)

    • werauchimmer
      14. Juni 2011 13:46

      Was soll der Unsinn über die Deutschen?

      Wie stellen Sie sich eine geheime Wiederaufrüstung der Deustchen vor, die derzeit nur eine Territorialarmee haben, und auch diese nur fraktioniert durch Kompetenzverteilungen innerhalb der NATO?

      Glauben Sie, es könnten in Biofarmen, innerhalb von Windrädern und unter Solarpanelen vor Spionagesatelitten versteckt Drohnen en masse produziert werden, die ja die zukünftig entscheidende Waffengattung sind?

      Marschieren war gestern, merk's!

      Und überdies: 1870/71 haben die Franzosen den Krieg erklärt (und gewollt), auch 1914 wurde die Entente nicht zum Krieg mit den Mittelmächten gewzungen, wäre ihr nicht der Stolz Serbiens ein - vorgeblich - größeres Anliegen gewesen als Millionen Tote des WK I. Aber auf den Stolz unserer Vorfahren darf und durfte gesch... werden, merk's!

    • Bim Käsinger (kein Partner)
      14. Juni 2011 15:40

      Ich unterstelle Deutschland gar nichts, ich bin es auch nicht der hofft, daß "Europas stärkstes Land jemals aus seiner Ohne-uns-Haltung erwachen wird", ich finde das zT sogar sehr positiv.

      Abgesehen davon sollten Sie sich noch einmal ernsthaft (und vor allem neutral) mit den beiden Daten 1870 und 1914 befassen.

      1870 wurde die Kriegserklärung Frankreichs bewußt provoziert, und den 1. WK am "Stolz Serbiens" aufzuhängen halte ich für unseriös.

    • Ich bins, dei Schubladl! (kein Partner)
      14. Juni 2011 15:57

      Supi, dass ich wieder zum Einsatz komme! Danke danke danke!

      Aber die Nichtlinken und die Nichtlinkslinken, die zu mir gesteckt werden, wollen da wieder raus! Was soll ich denn machen?

    • terbuan
      14. Juni 2011 16:04

      Bim Käsinger
      Interessant, ein halber Franzose denkt noch immer in den Schablonen seiner Vorväter, nur merkwürdig, mit den Amis haben die meisten Franzosen aber schon gar nichts am Hut, im Gegenteil, vive la France!

    • werauchimmer
      14. Juni 2011 19:24

      @ Käsinger:

      1870 wurde die Kriegserklärung Frankreichs bewußt provoziert ....

      Natürlich, die Franzosen sind ein Kulturvolk und ziehen des decorums wegen gerne eine "Provokation" heran, um nicht als kriegsgeiler Affe rüberzukommen. Diese Provokation betraf aber nicht den Hoheitsbereich Frankreichs, und zudem eine dynastische Angelegenheit!

      Sie sollten übrigens nicht im Internet diskutieren. Die ständigen Widerreden hier sind eine einzige Provokation!

  13. Neppomuck (kein Partner)
    14. Juni 2011 10:45

    „Obwohl gerade die SPÖ – ein Heinz Fischer an der Spitze! – mit Assad immer sehr gut war (schließlich ist dieser ein Feind Israels).“

    Huch, wie soll man denn das jetzt verstehen?
    Heinzi als camouflierter Neo-Nazi?

    Oder ist er doch bloß eine „(sowjet)russische Puppe“, die noch dazu ständig das „Wechsle das Bäumchen-Spiel“ (ähnlich der „Reise nach Jerusalem“) zelebriert?

    Welches Klo ist gerade frei, LHBP?

    • Kritischer Beobachter (kein Partner)
      14. Juni 2011 21:34

      Es ist einfach die übliche Masche des arbeitslosen Chefredakteurs: Anpatzen, anpatzen, anpatzen.

    • Neppomuck (kein Partner)
      14. Juni 2011 22:32

      Fischer eine Gegnerschaft zu Israel unterschwellig "ans Bein zu binden" ist kein Anpatzen, sondern das Legen einer falschen Spur.

  14. SCHADE! (kein Partner)
    14. Juni 2011 09:22

    Ach iwie st es schön, dass es Schubladen gibt!

    Natürlich ist man antiamerikanisch, wenn man die ANGRIFFSKRIEGE der SCHEINHEILIGEN Amis unter dem Deckmäntelchen der NATO verurteilt! Natürlich!
    Und natürlich ist man antiisraelisch, wenn man KEINE WEITERE Einmischung in einen souveränen Staat - hier Syrien - will! Ab in die Schublade!

    Btw: Die NATO ist unter der Federführung der Amis nichts weiter als eine legitimierte Mörderbande und um nichts besser als Ghadaffi oder Assad. Im Gegenteil!

    Ja, natürlich ist man dann entweder ein Linker oder ein altrechter Recke! Ja, natürlich! (A propos Ja,natürlich! Genauso ist man ja natürlich in linker Ökofaschist, wenn man für Umwelt- und Tierschutz ist. Aber klar doch - immer schön die stupiden Schubladen bedienen!). Ab in die Schublade!

    Meine Sympathie für diesen Blog, vor allem für den in letzter Zeit immer starrsinniger werdenden AU nimmt ständig ab. Das mag die Blogger hier nicht kratzen, doch wird es der Verbreitung dieses Blogs und seinen Anliegen sicher nicht weiterhelfen, wenn man derartig engstirnig ist. Möglicherweise möchte man aber unter sich bleiben und sich gegenseitig die Sternderle zuschupfen.

    • Neppomuck (kein Partner)
    • Trollfresser (kein Partner)
      14. Juni 2011 10:53

      Die Linxen fordern in letzer Zeit immer für alles Belege.

      So muss ich auch SCHADE! um Belege für seine abnehmende Sympathie für diesen Blog bitten. Sein Name ist mir nämlich in dieser Form nicht geläufig.

      Es könnte aber auch um jemanden handeln, an den man sich nach seinem Abgang nur als GOTTSEIDANK! wird erinnern.

    • AppolloniO (kein Partner)
      14. Juni 2011 11:21

      Angriffskriege der Scheinheiligen?
      Wie blind muss man sein um einige dieser Angriffe zu verurteilen? Kriege im Kosovo und in Bosnien H. vor gar nicht langer Zeit.

      Ein Abschlachten war`s und die Amis habens mit den Bombenabwürfen, jawohl unter dem NATO_Mantel, beendet. Die Europäer würden heute noch "verhandeln". D.h. heute nicht mehr, denn einige Völker wären dem Genozid zum Opfer gefallen.

    • Bim Käsinger (kein Partner)
      14. Juni 2011 13:05

      Die wahre Scheinheiligkeit ist, sich hinter dem amerikanischen Rock zu verstecken sobald es dunkel wird, und sie im Nachhinein anzupatzen - eine sehr rotgrüne Herangehensweise eben.

      Und dieser Kommentar bestätigt auch in bester Weise diverse Studien, daß Bio- und Fairtrade-Konsumenten statistisch gesehen signifikante charakterliche Defizite aufweisen.

      Integrität kann man sich eben nicht beim Bio-Ablaßhandel kaufen.

    • SCHADE! (kein Partner)
      15. Juni 2011 14:53

      Schade, dass die Lottozahlen nicht so vorhersehbar sind ...

      Eh kloar: Linxe, Bio- und Fairtradekonsumenten

      Schubladl, wo bist denn?

      Ach wie schön muss euer einfach gestricktes Leben sein! Böse Zungen würden natürlich eher schreiben: einseitig, verbohrt, im Grunde um nichts besser als die Linxlinken. Und wäre ich so weinerlich wie so mancher hier (gut, eh nur einer)... wäre ich echt beleidigt, mich in das linxlinke Ladl zu stecken. Aber ich weiß ja, von wem (Mz) es kommt. Verbohrte, einseitige, zT alte Blogger. Jo mei.

      @Trolli: leicht verwirrt, gell. Wie soll man Beweise für seine abnehmende Sympathie liefern? OMG!!!! Aber ich versuchs extra für dich, Trollilein, damit du nicht verhungerst: Früher habe ich des Öfteren Beiträge und Kommentare ausgedruckt und sie verteilt - eh schon wissen, um diesen Inzüchtlerblog, der ja ab und zu ganz brauchbare und sinnvolle Inhalte hat(te), etwas unter die Leute zu bringen. Und ein bisserle weiter bekannt zu machen und Argumente gegen die Gleichschaltung zu liefern. In letzter Zeit ist dem nicht mehr so.

      @Appolinaris oder so:
      Amischrein heute schon gepflegt? AM Morgen brav die Straps äh Stripes gehisst und salutiert?

  15. cmh (kein Partner)
    14. Juni 2011 09:07

    Mourir pour Danzig? oder Revanche pour Sadowa!

    Das ist doch immer die Frage.

    Leider haben wir überhaupt kein Kriegsbild (=Vorstellung wie es darin zugeht). Weder für moderne, noch für frühere Kriege. Da wir also nicht wissen (wollen), wie man in einem Kriege vermeidet schuldig zu werden, werden wir schuldig durch wegschauen.

    Zum leichteren Einstieg in das Problem der folgende (bunte und nicht ganz korrkte dafür aber keimfreie) link:

    http://www.youtube.com/watch?v=BN-PRKJKMnQ

    und

    http://www.youtube.com/watch?v=982tT4qQZJE

    Die Amiländer gehen halt auch diese Unannehmlichkeit etwas pragmatischer heran.

    • Bim Käsinger (kein Partner)
      14. Juni 2011 13:15

      Genau das ist der Unterschied:

      Pragmatismus gegenüber Anspruch.

      Die Amerikaner haben den sehr treffenden Ausspruch:
      "You can't make an omelette without breaking eggs."

      Die Europäer möchten die gleiche Omelette, lassen aber lieber andere die Eier brechen.

      Darum ist ja auch Henry Kissinger so ein Feindbild der linken "Intellektuellen", als Paradebeispiel der "Realpolitik".

    • cmh (kein Partner)
      14. Juni 2011 19:11

      So ist es.

      Das Fatale daran ist, dass sich diese WillNixZahlenMentalität (euphemistisch auch Geiz ist geil genannt) bereits tief in uns alle eingebrannt hat.

      Ich behaupte, dass ein Teil unserer Probleme deshalb immer größer werden, weil wir hervoragede Gedankenmechanismen entwickelt haben, ebendiese Probleme nicht mehr als Probleme wahrnehmen zu können.

  16. Kritischer Beobachter (kein Partner)
    14. Juni 2011 07:43

    Gestern schrieb ich folgendes:

    "Der arbeitslose Chefredakteur macht nichts anderes, als täglich die Nachrichten danach zu screenen, wie der den verhassten Roten wiedermal eins auswischen könnte. Und dazu ist ihm keine noch so unterirdische dumme Verquickung von irgendwelchen Themen zu blöd. Und dabei schreckt er auch vor dreisten Lügen und ehrabschneiderischen Verleumunden nicht zurück."

    Und wie um meine Einschätzung zu bestätigen schreckt der polemische Schreiberling auch heute nicht davor zurück, irgendein Thema herzunehmen, um damit die verhassten Roten anzupatzen. Heute ist es eben Fischer, über den der arbeitslose Chefredakteur Halbwahrheiten und Verdrehungen verbreitet.

    Herr Unterberger, die Show, die sie hier abziehen, ist peinlich, sie ist verlogen, sie ist dumm, sie ist zutiefst unanständig. Sie sind ein von Hass zerfressenes Individuum geworden, der Schatten ihrer selbst. Und Sie sind eine Schande für die Bürgerlichen dieses Landes, zu denen Sie sich fälschlicherweise zählen.

    • Frank (kein Partner)
      14. Juni 2011 08:46

      Die Wahrheit schmerzt nun mal, und deshalb willst du anderen den Mund verbieten?

    • cmh (kein Partner)
      14. Juni 2011 09:10

      Richtig kB!

      Genau darauf kommt es an. Den linken die Lufthoheit über ihre intellektuell-moralischen Biertischen zu nehmen.

      Das ist auch völlig gut so. Dass es richtig ist, kann man an Ihren peinlich aufgeregten Postings voll des bornierten Gutmenschentums eindeutig erkennen.

    • Reinhard (kein Partner)
      14. Juni 2011 09:37

      Ach Kritischer Beobachter, was erregen Sie sich so? Ist Ihnen der Blick in den Spiegel nicht bekommen? Sie sind doch das beste Beispiel für hasszerfressene Polemik, inhaltslose Anpatzerei und den persönlichen Irrtum, sich zu einem Menschenkreis zu zählen, zu dem Sie nicht gehören - denn nichts an Ihrem Gegeifere, und das wüssten Sie wenn Sie den Sinn dieses Wortes begriffen hätten, ist Kritik.

    • phaidros
      14. Juni 2011 09:48

      Herr Unterberger, die Show, die sie hier abziehen, ist peinlich, sie ist verlogen, sie ist dumm, sie ist zutiefst unanständig.

      Aber Sie schauen sie an, weil ... ?

  17. Johann Scheiber
    13. Juni 2011 22:53

    In den letzten Tagen habe ich hier gelernt, dass es nicht gut ist sich gesund zu ernähren, dass die Bilderberger eine Art Bienenzuchtverein sind und, dass die Amis unsere wahren aber verschmähten Freunde sind.

    Ach ja, und das es hier "Partner" gibt die tatsächlich Vorratsdatenspeicherung betreiben. Dürfen solche Vorräte auch weitergegeben werden? Da könnte man ja echt Kohle machen, wenn dieser Blog einmal vielleicht als subveriv abgestempelt wird. Mir ist es eigentlich egal, aber ich könnte mir vorstellen, dass da dem einen oder dem anderen die Grausbirnen aufsteigen.
    Und solche Leute nennen sich dann auch noch Liberale.

    • Kritischer Beobachter (kein Partner)
      14. Juni 2011 08:01

      Eben. Und für den Blödsinn, der hier verzapft wird, zahlst du auch noch freiwillig.
      Herzlichen Glückwunsch!

  18. Dr.Otto Ludwig Ortner
    13. Juni 2011 18:30

    Beim Nürnberger Kriegsverbrechertribunal wurden die Verantwortlichen des Dritten Reiches wegen ihrer "Angriffskriege" mit dem Tod durch den Strang bestraft. Vielleicht ist das ein Motiv der europäischen Verantwortlichen, sich nicht Hals über Kopf in die Angriffskriege der Führungsmacht der NATO zu stürzen?

    • Neppomuck (kein Partner)
      14. Juni 2011 02:13

      Die Nüremberger unserer Zeit hängen heute keinen mehr, nicht einmal, wenn sie ihn denn hätten.

  19. zweiblum
    13. Juni 2011 15:35

    Stellt euch vor,uns geht die Munition aus und wir können nicht mehr auf die Lybier schießen! Schlimm?

  20. socrates
    13. Juni 2011 14:41

    Die Botschaft hör´ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!
    Ö hat in den letzten 200 Jahren Krieg nach dem olympischen Motto geführt: Dabei sein ist alles! Die USA haben die Welt erobert. Nach dem WK2 beschlossen wir klüger zu werden und neutral zu sein. Spielzeugwaffen wurden verboten und die Erziehung auf gewaltfrei umgestellt (das Gegenteil kam heraus). Waffen wurden geächtet und sind nur einigen Minderheiten erlaubt. Die Waffenindustrie wurde ruiniert, die Munitionserzeugung fast EU-weit eingestellt (Hirtenberger, Sellier&Bellot, etc.). Als die Amis im Iraqkrieg hohen Bedarf an Munition hatten, lieferten sie nicht mehr an uns. Allerdings gab es sofort billigere Munition mit cyrillischer Aufschrift.
    Das BH wurde zu einer Verwaltungsruine umgebaut (Brigardier, wo ist ihre Brigarde?).
    Jetzt sollen wir Munition in den USA oder Israel kaufen und Krieg führen in Lybien. Wen interessiert einKrieg in Afrika oder Asien, bei dem die Macht Bodenschätze bekommt, der Treibstoff teurer wird und unsere Soldaten nicht immun sind wie die amerikanischen? Wir sollen zahlen und BP bekommt das Erdöl (Iraq)? Wer bekommt es in Lybien?
    1980 nahmen die USA und andere "westliche" Staaten nicht an der Olympiade in Moskau Teil, wegen des russisch - afghanischen Krieges. Die Taliban bekamen Stingerraketen und modernste Waffen, sogar Sylvester Stallone half ihnen. Dann kamen die Taliban an die Macht und stellten die Rauschgifterzeugung ein. Heute sollen wir alle gegen die Taliban kämpfen und zahlen, 85% des Rauschgiftes kommen von dort, Opiumkrieg II.
    Fazit: Wir sollen Waffen und Munition in den USA (Nato) kaufen, zahlen und mitmorden, dann können wir nicht dagegen sein und sind mitschuldig.
    Die USA hat an jedem Krieg verdient, jetzt lagern sie die Arbeit und die Kosten zu den Nettozahlern aus, so bringt es noch mehr.

    • HJR
      13. Juni 2011 15:30

      Eins ehr nachdenklich stimmender Beitrag! *****!

    • terbuan
      13. Juni 2011 18:19

      Da gibt es nichts hinzuzufügen, Gratulation!

    • schreyvogel
      13. Juni 2011 20:44

      Mich wundert immer wieder, wie leichten Herzens USA und NATO ohne Not Menschen töten. Jetzt wieder in Libyen.

      Ja, angeblich wird nur auf Militärpersonen gezielt. Und Soldaten sind ja bekanntlich keine Menschen. Und überhaupt in Libyen, dort gibt es viele schwarzafrikanische Söldner, das sind ja besonders keine Menschen.

      Außerdem ist das ja eigentlich kein Krieg, sondern nur eine "kinetische militärische Operation" (R. Gates).

      Weiß eigentlich jemand, wieviele Menschen die NATO dort bereits getötet, wieviele Witwen und Waisen sie produziert hat?

      Wie froh dürfen wir sein, dass uns unsere Neutralität ein "Ohne uns!" erlaubt!

    • Celian
      13. Juni 2011 20:45

      socrates,

      Wir sollen also Waffen und Munition in den USA (Nato) (?!) kaufen, zahlen und mitmorden....

      Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

    • socrates
      13. Juni 2011 22:22

      Celian
      Wenn wir zuwenig Munition haben, müssen wir sie kaufen, Hirtenberg existiert nicht mehr und die Nato gestattet nicht russische Munition zu kaufen. Woher nehmen?
      In Herstal besuchte ich das Museum. Browning produzierte auch Munition. Die Stadt ist eine schaurige Ruine.
      Die Erlaubnis der UNO erstreckt sich nicht auf Hubschrauber, die in Lybien landen, eine Basis bauen und Städte beschießen. Das ist für mich Mord, ebenso wie in Syrien.

    • socrates
      13. Juni 2011 23:34

      Celian
      Sorry, ich dachte das ist bekannt:
      Mit offenen und harten Worten verabschiedet sich US-Verteidigungsminister Robert Gates aus Brüssel. Er sieht die Nato in Gefahr, weil Europa zu wenig Geld für Verteidigung ausgibt. Und den Europäern gehe in Libyen sogar schon die Munition aus.
      Daher mein Seitenhieb auf die Amis.

    • socrates
      13. Juni 2011 23:39

      Celian
      Siehe oben:Mit offenen und harten Worten verabschiedet sich US-Verteidigungsminister Robert Gates aus Brüssel. Er sieht die Nato in Gefahr, weil Europa zu wenig Geld für Verteidigung ausgibt. Und den Europäern gehe in Libyen sogar schon die Munition aus.
      Spiegel online:
      Es gibt eine "Zweiklassengesellschaft" innerhalb der Nato, analysiert Gates nüchtern - die USA tragen mittlerweile 75 Prozent der Kosten, während selbst große europäische Mitgliedstaaten ihre Verteidigungsbudgets so gekürzt haben, dass ihnen buchstäblich die Munition ausgeht, wie das Beispiel Libyen zeigt. Nur fünf von 28 Nato-Mitgliedstaaten geben derzeit die eigentlich vereinbarten zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung aus.
      Gates klagt: "Das mächtigste Bündnis aller Zeiten ist gerade mal seit elf Wochen gegen ein schlecht bewaffnetes Regime in einer wenig bevölkerten Region im Einsatz - und schon beginnt vielen Verbündeten die Munition auszugehen."
      Und wer müsse wieder einspringen? "Die USA."

    • Johann Scheiber
      14. Juni 2011 06:34

      Aber die USA haben doch die FED, die seit WWI bewährte Basis für unbeschränkte Materialschlachten und grenzenlose Flächenbombardements!

  21. Celian
    13. Juni 2011 13:55

    Immer schon hat in der NATO eine Debatte darüber die Verteilungslast auf die Verbündeten stattgefunden. Geändert hat sich nichts, die US-Amerikaner haben akzeptiert, daß sie, die sich als Welten-Sheriff aufspielten, auch den Löwenanteil an den Verteidigungsausgaben zu tragen haben. Aus diesem Verständnis heraus tragen die USA heute 75 % des Gesamtbudgets der NATO.

    Wenn man die Brandrede des amerikanischen Verteidigungsministers recht versteht, soll damit nun Schluß sein. Angesichts der gefährlich angeschwollenen Schuldenlast des US-Haushalts, des Auslaufens von QE2, des neuerlichen Konjunktureinbruchs in den USA, der wieder gestiegenen Arbeitslosigkeit und den gewaltigen Import-Überschüssen ist das nicht sonderlich überraschend. Sondern eine ganz natürliche Konsequenz die da heißt Sparen. Das ist ein durchaus positiv zu wertendes Zeichen, zumindest für die Finanzmärkte. Wenn die US-Amerikaner endlich zum Sparstift greifen und wieder in seine Stärken investiert, vielleicht wird’s ja dann etwas mit dem Wirtschaftsaufschwung.

    Und auch für Europa bedeutet das nur Gutes. Es wird nach einem Jahrhundert der US-Dominanz, unter der es sich gemütlich gemacht hat, in die Selbstständigkeit entlassen und hat nun die Chance, seine selbst verschuldete Unmündigkeit loszuwerden. Und das bedeutet eben auch die Kernaufgaben eines Staates, den der Verteidigung der äußeren Sicherheit, wieder ernst zu nehmen.

    • Norbert Mühlhauser
      14. Juni 2011 00:54

      Europa ist aber kein Staat, sondern ein Staatenverbund, und bringt ein solcher Verbund/Block ein erhöhtes Eskalationspotential mit sich. Es sei an die Bündnismechanik des ersten Weltkrieges erinnert.

    • byrig
      19. Juni 2011 00:39

      a.u.zeigt deutlich auf:europa ist nicht bereit,sich wirklich selbst zu verteidigen.wenns brenzlig wird,gibt`s ja die nato,und die amis sowieso.
      die briten waren die letzten europäer,die ihre verteidigung noch ernst nahmen.
      europa hat das geld,das nötig wäre,um es zu einem wirklich in jeder hinsicht gewichten player zu machen,statt in die verteidigung in den sozialstaat gesteckt.
      und entblödet sich nicht,die amis vorzuführen,wie schlecht ihr sozialsystem nicht ausgestattet wäre.
      aber wenn der hut brennt,dürfen die amerikanischen GI`s ihren kopf für die sozial wohlversorgten europäer hinhalten.
      ein wunder,dass ein amerikanischer verteidigungsminister erst so spät diesen berechtigten rüffel austeilt.

  22. HJR
    13. Juni 2011 13:45

    A.U. beklagt hier den Mangel eines Zustands, den die europäischen Demokratien, auch die der EU-Mitglieder, nie wollten und den die europäischen Bürger wenn überhaupt, dann nur in Ausnahmenächten geträumt haben.

    Welche Bürger der Union haben jemals die Gründung besonderer Europaparteien ins Auge gefasst? Vielmehr haben sie lieber den überkommenen und gewohnten Mustern und Ausprägungen der vorhandenen "Partitokratien" vertraut und ihre alten, nationalen Parteien so lange Leute ohne "europäische" Visionen auch dann noch mit europäischen Ämtern "versorgt" als die "politische Union" längst deklariertes Ziel war (an dem stets konsequent vorbeigebastelt wurde).
    Folgerichtig ist so ziemlich alles schiefgegangen, was schiefgehen konnte, weil niemand sich klargemacht hatte, dass ein Aufpropfen von etwas Brüsseler Bürokratie auf die nationalen Staatsorgane eben nicht reichen würde, um ein "Europa" - das etwas von einem Reich an sich haben musste - zu formen.

    Ein solches Ziel war für die mediokren Figuren, die auch in ihrem nationalen Ambiente längst im Faulbett intellektueller Verhaustierung (auf hohem Alimentationsniveau) dahinvegetierten, weder denk- noch sonstwie vorstellbar. Ganz abgesehen davon, dass auch die rein handwerklichen Fertigkeiten, die zur Schaffung einer europäischen politischen Architektur erforderlich waren, erst hätten geschaffen werden müssen. (Auf die Idee, die Architekturen, Mechanismen und Funktionisweisen der "alten Reichen" (Ägypten, Rom, Persien) oder des englischen "Dominions" aus dem vorigen Jahrhundert zu studieren, kam ja keiner von denen. Schließlich ist ja "Geschichte" nur noch etwas für Leute, die Lehrer werden wollen und Poltikwissenschaft die billigste Möglichkeit für pseudointellektuelle Linksdreher zu einem akademischen Grad zu gelangen.

    Statt dessen hat man demokratisch kaum legitimierten, eigenartigen Gremien (wie den EU-Ministerräten) zugetraut, in ihren spärlichen Sitzungen - anfangs noch dazu behindert durch mangelhafte Kenntnis anderer europäischer Sprachen - jene Hohlräume auszukleiden, welche das Hauptgebäude in den Köpfen der meist schon mit ihrer nationalen Verantwortung überforderten Minister(Innen) darstellte. Das passende Bild zu all diesem Unsinn wäre, dass hier ein Haufen von praktisch völlig unerfahrenen und ungeschickten Leuten beauftragt wurde, mit einer großen Zahl von Eimern ein Schwimmbecken für supranationale Meisterschaften herzustellen.

    Und zu allem Übel hatten auch die USA (und die Briten) ihre nicht deckungsgleichen Vorstellungen davon, wie "Europa" zu sein hätte. Die wachsende Amerikaverdrossenheit der europäischen Bevölkerung musste man - mangels Adressat in der EU nicht einmal ignorieren. Statt dessen hat man zuguterletzt eine gewisse Lady Ashton (die - ausgerechnet - aus England kommt, auch so aussieht und vor lauter Kompetenz und Machtbefugnis bald aus allen Nähten platzt) als "EU-Außenministerin" installiert, die sich erstmal ihren eigenen Apparat aufbauen muss - weiß der Teufel, wie lang das dauern wird.

    Über das europäische Hauptziel, Geld zu "machen" und - dank der von einer zunehmend gutmenschlich bewegten europäischen Bevölkerung propagandistisch überlaut formulierten Sekundärziele der Gesellschaft (als da sind Political Corectness, Gender-(Un-)Wesen, Behinderten-Gleichstellung, Kinderarbeit in der dritten Welt, Fair Trade, etc.) ist nach einem schüchternen Versuch zu Anfang der EU eine "Europäische Wehrunion" gleich in ihrer Babyausstattung steckengeblieben. Und nun müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass ein Herr Sarkozy mit seinem Flugzeugträger in Nordafrika "europäische Politik" gegen Deutschland und ein Herr Erdogan dortselbst türkische Stärke ohne die EU zelebriert.

    Gibts hier noch irgendjemanden, der glaubt, das aus diesem Kasperletheater ein Shakespeare-Drama werden kann?

  23. Norbert Mühlhauser
    13. Juni 2011 13:31

    Vorsicht!

    Hier kommt die Europäische Menschenrechtskonvention zum Entsatz der durch Gadaffis Lybien bedrängten Europäischen Werte (siehe
    http://tinyurl.com/5w2qov6 ) :

    Artikel 2 - Recht auf Leben
    (1) Das Recht jedes Menschen auf das Leben wird gesetzlich geschützt. Abgesehen von der Vollstreckung eines Todesurteils, das von einem Gericht im Falle eines durch Gesetz mit der Todesstrafe bedrohten Verbrechens ausgesprochen worden ist, darf eine absichtliche Tötung nicht vorgenommen werden.
    (2) Die Tötung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie sich aus einer unbedingt erforderlichen Gewaltanwendung ergibt:
    a) um die Verteidigung eines Menschen gegenüber rechtswidriger Gewaltanwendung sicherzustellen;
    b) um eine ordnungsgemäße Festnahme durchzuführen oder das Entkommen einer ordnungsgemäß festgehaltenen Person zu verhindern;
    c) um im Rahmen der Gesetze einen Aufruhr oder einen Aufstand zu unterdrücken.


    In diesem Zusammenhang wäre es, um europäische Werte, wie insb den Pluralismus, Informations- und Bildungsfreiheiten, hochzuhalten, unerlässlich, in Erfahrung bringen zu können, ob

    - die lybischen Rebellen zur Zeit der ersten Waffeneinsätze lybischer Ordnungskräfte tatsächlich nur demonstrierten, obwohl Berichten zufolge schon in der Anfangsphase der Unruhen Armeeteile übergelaufen sind ?

    - die lybischen Rebellen, selbst wenn unbewaffnet, die Ordnungskräfte oder Dritte in einer Weise bedrohten, dass für die letztgenannten Gruppen Lebensgefahr durch Gewaltausübung mit bloßen Händen bestand ?

    Weshalb wird durch Bürger kein Anspruch auf genauere Information erhoben?

    Artikel 19 der UNO-Menschenrechtserklärung ( http://tinyurl.com/y86jx3x ) verspricht:

    Everyone has the right to freedom of opinion and expression; this right includes freedom to hold opinions without interference and to seek, receive and impart information and ideas through any media and regardless of frontiers.

    Welche europäischen Werte werden weiters verteidigt, und welche Zivilisten werden geschützt, wenn Tötungshandlung an Familienmitgliedern Gadaffis vor- oder zumindest in Kauf genommen werden? Wird Gadaffi womöglich vorgeworfen, Familienmitglieder als menschliche Schutzschilde zu gebrauchen? - Gemahnt all dies nicht eher an archaische Zeiten und Rituale?

    • Norbert Mühlhauser
      13. Juni 2011 13:43

      Nachtrag:

      Hier noch ein schönes Zitat Mahatma Gandhis unseres Wertkonservativen (gekürzt):

      "... Wohl müssen wir in den Grenzen, die unserer Erkenntnis von Natur aus gezogen sind, furchtlos handeln gemäß der Einsicht, die uns geschenkt wurde; zugleich aber müssen wir unseren Geist offenhalten und stets zu dem Eingeständnis bereit sein, dass, was wir für Wahrheit hielten, sich als Unwahrheit herausgestellt hat.
      Diese Offenheit des Geistes stärkt in uns die Wahrheit und löst die Schlacken von ihr ab, in denen sie allenfalls steckt."


      Siehe:

      http://www.andreas-unterberger.at/2011/06/die-bilderberger-bilden-unsern-werner/#comment-134062

    • Celian
      13. Juni 2011 20:17

      Gemahnt all dies nicht eher an archaische Zeiten ...

      Da haben Sie sicher recht. Europäische Werte in Afrika zu verteidigen ist ja auch schon absurd.

    • Norbert Mühlhauser
      13. Juni 2011 23:51

      @ Celian:

      Natürlich gäbe es die Argumentationslinie, das Gadaffi-Regime hat (ohnehin) keinerlei Legitimität , weshalb es nicht darauf ankäme, was tatsächlich bei (opportunen) Unruhen vorgefallen sei. Dies heranzuziehen, ist aber sehhhr spät und ziemlich plötzlich!

      Die westlichen "Freunde" in Afrika und Arabien haben desgleichen keine weiße Weste, was westliche Menschrechtsstandards anlangt.

      Hier von "Europäischen Werten" zu sprechen, spottet jeder Beschreibung Hohn. Wenn dass das "Gesicht" westlicher Ordnungspolitik sein soll, fühlt man sich eher an ägyptische Tiergottheiten erinnert.

    • Reinhard (kein Partner)
      14. Juni 2011 08:45

      Herr Mühlhauser, Sie haben da einen sehr wichtigen Punkt erwähnt: die Legitimität.
      Wir maßen uns das Recht an, aus der Position des Fernsehsessels über die Legitimität der Vorgehensweise ausländischer und oft genug auch in weitester Ferne und fremdesten Kulturkreisen beheimateten Regierungen zu entscheiden - früher nannte man das Größenwahn, und es bietet auch einen handfesten Hinweis darauf, warum wir immer wieder in von uns zwangs"befreiten" Völkern auf so viel Hass und Verachtung treffen.
      Nach unseren Gesetzen und unseren Wertvorstellungen mag etwas verabscheuungswürdig klingen, was in anderen Wertekanons ganz normal ist. Was gibt uns das Recht, als Missionare mit dem Feuerschwert um die Welt zu ziehen und unseren Wertekanon als den einzig Wahren zu verbreiten? Um was sind wir da besser als islamistische Fanatiker?

    • Norbert Mühlhauser
      14. Juni 2011 13:07

      @ Reinhard:

      Jenen, die immer großspurig verbreiten, der Spaß höre sich auf, wo Willkür geübt oder natürliche Freiheiten beschnitten werden, oder grausame Strafen verhängt oder gar gefoltert, sollte erwidert werden: Selbstverständlich - aber bitte Freiwillige vor!

      Ein plebiszitärer Staat oder eine humane Staatsführung kann es nämlich nicht verantworten, die eigenen Leute für fremdes Wohl in den möglichen Tod zu schicken.

      Wenn Staaten für Interventionen aber doch humanitäre Gründe vorgeben, ist es in der Regel Heuchelei. Gelegentlich mag auch der Schutz eigener Kreise, wie Expatriaten oder kulturell Nahestehender, ein (zusätzlich) humanitäres Motiv sein. In der Hauptsache werden aber Handelskonstellationen, geostrategische Interssen oder die kulturelle Hegemonie verteidigt.

      Ich hätte keine Probleme mit einer Außenpolitik, die den Aufbau von Handelsbeziehungen, den kulturellen Austausch und die politisch-administrative Zusammenarbeit von einem moderaten Gleichklang kultureller Werte abhängig macht. Auch Verwendungen für (quasi-)politische Gefangene bei Wahrung der nationalstaatlichen Würde und Eigenständigkeit sind für mich i.O. - Dieser Instrumente hat man sich aber durch eine aggressive Freihandelsphilosophie, durch vereinheitlichte EU-Außenpolitik und sonstige multilaterale (Block-)Verträge, sowie durch das Konzept einer von der UNO zu administrierenden Schurkenstaaten-Politik, die lieber gleich eine ganze Nationalkultur durch Embargos aushungert, begeben.

      Mit dem gerade aktuellen Feldzug gegen die Kinderarbeit soll ja auch nur sichergestellt werden, dass Entwicklungsländer trotz des - von der "ersten" Welt zu verantwortenden (!) - Abbaus der Zölle nicht allzu stark Lohnkosten unterbieten und damit erdrückende Konkurrenzvorteile ausspielen. - Nutzt aber nichts, nutzt gaaar nichts. Die Letzten werden die Ersten sein, in vielleicht schon 30 Jahren ....

  24. Helmut Oswald
    13. Juni 2011 12:46

    Wer die Ordnung von Jalta errichtet hat, wer, als Stalin und seine Vorläufer schon 8 Mio Leben auf dem Altar des Marxismus geopfert hatten, während Hitler noch im Vorgarten der Macht herumgepöbelt hatte dennoch den Feinden Deutschlands und Österreichs die Erhaltung ihres Landraubes garantiert hat und wer am Ende, als das unselige dritte Reich militärisch längst besiegt war Stalin und seinen Nachfolgern halb Europa bis zur Elbe für die nächsten 60 Jahre geschenkt hat, der soll sich seinen Dreck alleine richten.

    Wer sich weltweit 13 Trägerflotten leistet, in 146 Ländern der Erde militärisch präsent ist und sich noch immer keine Sozialversicherung leistet, wer regelmäßig mit grünem bedruckten Papier von uns abkassiert, Angriffskriegeaus erlogenen Gründen inszeniert und nicht in der Lage ist, sein alter ego im Nahen Osten zu einer dauerhaft freidlichen Nachbarschaftspolituik zu erhalten, der soll sich seinen Dreck alleine richten.

    Und wer gewohnt ist, bei jedem Konflikt in Europa abzuwarten, wer das Wettrennen ums seine Sympathie als Schiedsrichter gewinnt, um die jeweilige andere Hälfte der Europäer an die Russen oder weiß Gott an wen sonst noch zu verschenken, der ist stark genug, das alles alleine zu regeln.
    Nun regelt mal schön - ich schau euch zu, erste Reihe fussfrei.
    Good Luck.

    • simplicissimus
      13. Juni 2011 12:57

      ich sehe auch keinen grund, sich ewig und endlos den amis anzubiedern. ein starkes europa ist auch notwendig, um in dem zu erwartenden usa-china konflikt eine mässigende oder, wenn notwendig, entscheidende rolle zu spielen.
      leider lebt europa derzeit der welt eine epochale politik der schwäche vor, die es mit recht zum gespött aller aufstrebenden länder macht.

    • Helmut Oswald
      13. Juni 2011 13:05

      @ simplicissimus

      das ganze Gewinsel um das angebliche im Stich lassen der Amerikaner stösst bei mir auf völliges Unverstännis. Stellen wir uns einmal einen Augenblick vor, eine europäische Allianz hat, nach erfolgreicher triphibischer Landeoperation in Maine, oder Neufandland Amerika neu geordnet: Alles Land von der Westküste bis zum Mississippi wird den chinesischen Verbündeten überlassen, alaska kriegen die Russen. An Mexiko fällt Texas, New Orleans geht unter Völkerbundkontrolle, das mexikanische Postamt wird mit einer Kompanie bewaffneter Postschutzbeamter ... Quer durch NewYork läuft die nächsten 45 Jahre eine Mauer, die Südstaaten werden wiedererrichtet, der Norden kriegt eine kommunistische Gesellscahftsordnung. An die ausgerotteten und genocidal ihres Boden beraubten Indianer werden Entschädigung errichtet - um das von Ihnen erlittene Unrecht willen zog die Allianz ja schließlich in den Krieg ...
      Und der Rest, der überblieb, wird von der Europaallianz tapfer geschützt gegen die Chinesen und darf, aus dankbarkeit, dann regelmäßig Hilfstruppen nach Indien, afriak und so entsenden. Was würde ein amerikanischer Patriot seinen Landsleuten erzählen, die sich Sorgen um die Europäer machen ...

    • Helmut Oswald
      13. Juni 2011 13:12

      Ach ja, ich vergass, die Bevölkerung von Alaska und zwischen dem Missisippi darf ihre bisherige Heimat unter denselben Rechtsgarantien an 'geordneten Bedingungen' verlassen gemacht werden, welche in großzügiger Weise der deutschen Bevölkerung 1945 in Potsdam gewährt wurden. Den Rest an Vergleichen spare ich ein, den können sich alle selbst an den Fingern auszählen.
      Wi sind aber gerne bereit, den Amerikanern Care Pakete zu liefern und ihnn bei der Wiederbewaffnung gegen die Chinesen behilflich zu sein. Mein Gott, werden die uns dankbar dafür sein ....

    • Helmut Oswald
      13. Juni 2011 13:27

      Ach ja, Simplicissimus, einen USA China Konflikt wird es nicht geben - sowenig wie die Amerikaner 'für Demokratie und Menschenrechte' gegen Stalin in den Krieg zogen. DIE US Diplomatie ist nämlich, im Gegensaz zu unserer, wirklich intelligent. Sie werden dei Europäer als Feind entdecken - ungetreue Vasallen, aufständische Salzknechte ?, wieder zuwenig für, was weiß ich wen, geleistet - maßen sich an, eigene Interessen zu verfolgen ... ? Dann doch lieber geminsam mit Chian aufteilen, eine ganze Welt für einen ist sowieso zu viel, soweit können nicht einmal die das Maul aufreissen .. auch wenn es wieder einmal weit offen steht. Unterschätzen sie diese Leute nicht, die haben mehr als einmal bewiesen, daß sie nicht dumm sind ...

    • simplicissimus
      13. Juni 2011 13:43

      herr oswald: :-)
      sie erinnern sich an unsere wkI diskussionen in denen ich meinen unmut über die einseitige einmischung der amis ausdrückte, die europa dann indirekt einen ah bescherte?
      ob es einen west-ost konflikt oder eher einen nord-süd konflikt geben wird, werden wir ja sehen. nur allzuleicht könnten sich west und ost wegen süd in die wolle kriegen. nicht jetzt, aber nach 15, 30 jahren?

    • Helmut Oswald
      13. Juni 2011 14:06

      Exakt - und wenn hier die Mehrzahl der Blogteilnehmer glaubt, den Amerikanern mehr zu schulden als ihrem eigenen Volk - na dann Leute, lasst euch nicht aufhalten. Aber was Gates daherbrummt, geht mir, solange es so um uns steht, wie es umuns steht, ziemlich sonstwo vorbei. Es entsprach nicht der Natur meiner Vorväter, und meiner eigenen entspricht es auch nicht, sich gleich ins Hemd zu machen, wenn ein Mächtiger mit uns unzufrieden ist.

    • terbuan
      13. Juni 2011 17:55

      Helmut Oswald
      Ihre Parabel gefällt mir und Dankbarkeitsadressen an die USA halte ich auch für völlig entbehrlich.
      Das Getöse des Herrn Gates läuft doch eigentlich nur nach dem alten Sprichwort
      "Er haut den Sack und meint den Esel!"
      Der Esel ist in diesem Fall natürlich Deutschland!

    • Celian
      13. Juni 2011 20:09

      Das Gerücht, daß es in Amerika keine Sozialversicherung gibt, hält sich immer noch hartnäckig.

      Amerika ist eines der sozialistischsten Länder der Welt. Es handelt sich zum Unterschied von der UdSSR um eine sozialistische Demokratie und nicht um eine sozialistische Diktatur. Das ist der Unterschied.

    • Helmut Oswald
      13. Juni 2011 23:08

      @ terbuan

      Selbstverständlich ist Deutschland der Esel. Nennen sie mir eine einzige Leistung aus den Vereinigten Staaten, die Deutschland erhalten hatte, die nicht dem Zweck gewidmet war letztlich US Interessen dienstbar zu sein. Spätestens mit dem Überschreiten der ehemals polnisch-sowjetischen Grenze, mit dem Überschreiten der Grenze zu den baltischen Staaten und Finnland war Stalin zu stoppen gewesen - allerspätestens. Niemand schuldet hier den Vereingten Staaten auch nur das Geringste - Österreich schon gar nicht, dessen gerechte Sache mit der Lustania Lüge (die Original Ladelisten mit Munition und Konterbande hat übrigens das Time Magazin schon Ende der 60er jahre veröffentlicht) hintertrieben wurde ebenso wie es zerstückelt wurde in einer weise, die jeder Beschreibung spottet. Die Vereingten Staaten haben die verstümmelten Reste Deutschlands wieder hochgepäppelt, weil wenigstens Roosevelts Nachfolger Truman anstelle blinden Hasses seines Vorgängers genug Verstand besaß um seinem Minister Stimson mitzutteilen, daß die Zukunft des europäischen Kontinents sich am Schicksal Deutschlands orientieren werde. So war es. Und wie ein Ost west Konflikt mit Gesamtdeutschland an der Seite der Sowjets ausgegangen wäre, das konnten sich Eisenhaower und Konsorten sonstwo abfingern, nachdem sie mit der Wehrmacht ebenso Bekanntschaft gemacht hatten, wie sie die Konstruktionsbüros deutscher Spitzentechnologie besuchen durften.

      @ Celian

      nun, da erzählen uns meine amerikanischen Bekannten aber etwas sehr anderes, wenn sich die im AKH in Wien behandeln lassen. Ein Sozialsystem mag es in den Staaten schon geben - aber wofür der Vergleich steht, kann jeder Leser wohl selbst ergründen. Doppelt brustamputierte Frauen werden jedenfalls bei uns nicht am selben Tag zurück aus dem OP in den Haushalt entlassen ...

    • cmh (kein Partner)
      14. Juni 2011 11:02

      Danke alles mit großer Belehrung und Interese gelesen.

      Aber warum wollen wir eigentlich immer den Amerikanern am Zeug flicken. Was gehet es uns an, wieviele Trägerflotten die haben und ob es eine SV dort gibt oder nicht? Und wenn das 10x miteinander zusammenhängt.

      Denn wo die Amis ihre Flotten haben da kommen wir eh nicht hin.

      Aber im eigenen Haus, da könnten wir Ordnung schaffen. Da könnten wir zumindest versuchen, etwas weniger dekadent zu sein.

    • Helmut Oswald
      14. Juni 2011 13:06

      @cmh

      Bitte die consecutio temporum beachten. Niemand hier will den Amis am Zeug flicken. Zuerst brachte Herr Gates zum Ausdruck, er sei mit 'den Europäern', damit meint er aber in Wahrheit die Deutschen, wie terbuan richtig ausführte unzufrieden. Also wollte zunächst offenbar Gates den EUDEUwasauch immer am Zeug flicken. Nach dem Motto - Merkel kriegt ihre Medaille, aber wir können auch anders. Und ich anlaysierte, was ich analysierte. Herr Gates kann sich auch 80 Trägerflotten leisten und kleine Kinder in Kohlebergwerke schicken - aber er soll sich, wie bereits deutlich erwähnt, seinen Dreck alleine richten und nicht so tun als könne er uns hier irgendetwas anschaffen. DAs kann sich rasch ändern, wenn er auf die Idee käme, die Deutschlandpolitik der Vereinigten Staaten zu ändern - und er kann sofort einmal damit beginnen, sich über einen Friedensvertrag mit Deutschland Gedanken zu machen, die Feindstaatenklausel aus den Satzungen der VN zu entfernen und dergleichen mehr.

    • cmh (kein Partner)
      14. Juni 2011 21:33

      Helmut Oswald

      Wenn ich sage, dass wir einer Meinung sind, muss ich dann noch auf die Zeitenfolge achten?

      Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass es ganz natürlich ist, wie Herr Gates über die Europäer denkt. Die raubkopierten Botschaftsakten aus wikileaks hätte man sich sparen können, etws Realitätssinn und die ehrliche Beantwortung der Frage, wie denkt eigentlich mein Gegenüber über mich und wie erwartet er von mir in gewissen Situationen zu handeln. Wenn ich mich daher laufend wie ein desinterssierter Feigling aufführe, muss ich mir im Klaren sein, dass mein Gegenüber mich auch als desinteressierten Feigling sehen und erwarten, dass ich auch weiterhin als desinteressierter Feigling handeln werde. Das kann man alles mit ein weinig ehrlicher Selbstkritik leicht erkennen. Mehr hat Gates auch nicht gesagt - ob dipomatisch höflich oder nicht ist ein anderer Kaffe. Ich finde es nur peinlich, wie das jetzt weinerlich kommentiert wird (nicht von Ihnen).

      Der Ausweg wird sicher nicht darin liegen, dass man jetzt weiter auf die Amiländer schimpft, sondern es würde genügen aufzuhören, sich wie ein desinteressierter Feigling aufzuführen.

      Ich möchte mir ein Wort von Heinrich Böll stibitzen, wobei ich mir im Klaren bin, dass er etwas dagegen haben könnte.

      Böll sagte einmal, ein PAzifist versteckt sich am besten hinter einem MG. Derzeit rennen wir immer nur darum herum.

    • Helmut Oswald
      15. Juni 2011 00:52

      @ cmh

      Ich ertrage auch nur schwer, da bin ich ganz bei Ihnen, die Larmoyanz und den resignativen Pessimismus, der die meisten Blogteilnehmer beherrscht. Die könnten von den linken Trollen lernen und etwas mehr Angriffsgeist vorführen. Aber sei's drum. Ich habe sie schon richtig verstanden - dennoch war es mir wichtig ausdrücklich darauf zu verweisen, daß die Mißstimmung doch von Gates ausging - wenn es so etwas wie latenten Anti-Amerikanismus gibt (woran ich nicht zweifle) dann gibt es aber mit Sicherheit ein ebenso stereotypes antigermanistisches, antieuropäisches Vorurteil. Deshalb halte ich mich gerne an die Aneinanderreihung von Fakten, die Aneinanderzureihen häufig aus Charaktermangel (für gewöhnlich ist es - nicht nur intellektuelle - Feigheit) unterlassen wird und fordere den Austausch von Argumenten auf gleicher Augenhöhe ein. Mit oftmals überraschendem Ergebnis für jene, die sie nicht gewohnt sind. Das ist für mich jedenfalls einmal der bescheidene Beginn von dem, was später einmal so etwas wie nationales, aber auch europäisches Selbstbewusstsein heranzubilden vermag. Mit Verzagtheit lässt sich der Daseinskampf jedenfalls nicht bewältigen.

  25. GOP
    13. Juni 2011 12:18

    Eigentlich müssen wir den USA dankbar sein, dass sie in den vergangenen 65 Jahren einen Schutzschirm über Westeuropa aufgespannt hatten. Es war zu erwarten, dass wir einmal auch auf eigenen Füssen stehen werden. In der NATO sind die USA ja weiterhin fest verankert, aber es wird eben mehr eigene Anstrengungen geben müssen.
    Österreich sollte daraus erkennen, dass es ein kleines aber effizientes Heer benötigt. Natürlich in Abstimmung mit der EU und besonders den Nachbarländern. Völlig allein agieren - wie in den vergangenen 55 Jahren - ist sinnlos und nur Geldverschwendung. Als Beispiel dienen die schlussendlich gekauften 15 Eurofighter, wo das Geld nicht optimal eingesetzt wurde. Da würde eine Kooperation mit einem Nachbarn (ähnlich wie es Luxemburg handhabt) besser sein. Andererseits könnten wir wieder mit unserer Alpinerfahrung anderen wertvolle Dienste leisten. Obwohl auch in anderen Ländern von einem verpflichteten Wehrdienst auf ein viel besseres Berufsheer übergegangen wird, ist Österreich immer noch am überlegen. Aber der Zug geht ohnehin Richtung Berufsheer, da wird auch Österreich an so einer Umstellung nicht vorbeigehen können.

    • HJR
      13. Juni 2011 15:34

      [... Eigentlich müssen wir den USA dankbar sein, dass sie in den vergangenen 65 Jahren einen Schutzschirm über Westeuropa aufgespannt hatten ...]
      Dankbarkeit ist keine politische Kategorie!

    • phaidros
      13. Juni 2011 17:31

      Sollte es aber vielleicht sein. Auch von Regelverstößen des Gegners sich selbst nicht verleiten lassen. Auf Dauer entfaltet das ungeheure Wirkung - siehe Gandhi!

      Theodore Rossevelt: »Sprecht sanft und tragt immer einen großen Knüppel bei euch, und ihr werdet es weit bringen«

    • schreyvogel
      13. Juni 2011 22:20

      Den Schutzschirm über Westeuropa haben die Amerikaner nicht aus edlem Altruismus aufgespannt. Genau so wenig haben sie aus diesem Grund den Korea- und den VietNam-Krieg geführt.
      Die Amerikaner wollten sich damit selber gegen das Vordringen der Sowjetunion und des Kommunismus schützen.
      Ein bißchen Dankbarkeit ist ok, aber nicht ewiges blindes Vasallentum in juristisch und ethisch überaus fragwürdigen Kriegen.

    • phaidros
      14. Juni 2011 08:52

      Den Einschränkungen (kein blindes Vasallentum!) stimme ich natürlich zu!

  26. Das Pingerle
    13. Juni 2011 11:35

    Die Gedankenwelt der Linken ist für normal denkende Menschen einfach nicht nachzuvollziehen. Egal ob Verteidigung, Zuwanderung, Bildung, Sozialausgaben oder vieles mehr: Das Problem scheint bei jedem Thema deutlich und klar am Tisch zu liegen, auch die Lösung sollte keine Schwierigkeiten machen, denn fast immer reicht es zu akzeptieren, dass 1 + 1 gleich 2 ist.

    Doch dann kommen die Linken und sagen 1+1 ist nicht immer 2, sondern manchmal auch 3 oder 4. Denn für Linke KANN nicht sein, was nicht sein DARF. Und das ist der Moment, an dem jeder normal denkende Mensch wieder aussteigt, weil die Diskussion absurd wird.

    • Cincinnatus
      13. Juni 2011 12:24

      Es gibt schon ein nachvollziehbares Erklärungsmuster für die verworrene Gedankenwelt der Linken.

      Nachdem der reale Sozialismus so kläglich gescheitert ist, soll eben versucht werden, das linke Utopia mit anderen Mitteln anzustreben. Dabei werden die großzügigen Handlungsspielräume der westlichen Demokratien gnadenlos ausgenützt. Alle Möglichkeiten werden eingesetzt, die moralische und geistige Widerstandskraft der Bevölkerung und des Staates zu schwächen. Dabei heiligt der Zweck alle Mittel, auch wenn sie noch so absurd (z.B. die linke Begeisterung für den Islam) erscheinen mögen. Es dürfte darum gehen, auf den Trümmern einer moralisch und geistig zermürbten Gesellschaft das "wahre Paradies" zu errichten.

      Eine Schreckensvision!

  27. Martin Bauer
    13. Juni 2011 10:33

    Dr.Unterberger

    ****!

  28. terbuan
    13. Juni 2011 09:16

    Ja zu einem starken europäischen Heer!
    Nein zu einer Unterstützung US-amerikanischer Hegemoniebestrebungen, welche im Namen und im Rahmen der NATO bertrieben werden!
    Dafür sollen die Amerikaner selbst aufkommen und der Herr Gates soll sich über die hohen Rüstungsausgaben nicht beklagen!

    • simplicissimus
      13. Juni 2011 09:33

      das kann ich nur unterstützen.

    • HJR
      13. Juni 2011 15:41

      Bevor wir keine funktionierende "europäische Architektur" (und sei es die nicht in Europa halt gewachsene eines Bundesstaates) und nicht ein allen Ecken und Enden an Demokratiedefiziten, Ohnmächtigkeit mangels Durchsetzungs- und Durchgriffsmöglichkeit krankes "Gebilde sui generis" haben, so lange wir keine von einer Mehrheit europäischer Bürger bejahte Ziele definieren können, so lange sind auch tragfähige Entscheidungen auf einzelnen Gebieten (wie einem eigenen Heer, was ohnehin schon erfolglos versucht wurde) nicht zielführend bis falsch.

    • simplicissimus
      13. Juni 2011 16:06

      hjr: natürlich, daran besteht kein zweifel. es muss ein halbwegs funktionierendes ganzes sein als grundvoraussetzung.

    • phaidros
      13. Juni 2011 17:27

      HJR, simplicissimus: absolut. Und ein wenig hat das etwas von Henne und Ei. Das Eine führt zum Anderen führt zum Einen führt zum...

    • terbuan
      13. Juni 2011 18:10

      HJR, Simplicissimus
      Selbstverständlich müssen vorher die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden, nur, wir bzw. unsere derzeitigen Armeen sollten sich nicht als eine Art "Fremdenlegion" für die Unterstützung amerikanischer geopolitischer Interessen einspannen lassen.
      Das hätten die Amis nur allzugerne, da sie finanziell an ihre Grenzen gekommen sind und jetzt scheinheilig Dankbarkeit einfordern!

    • simplicissimus
      13. Juni 2011 21:24

      einverstanden, terbuan!

  29. Wertkonservativer
    13. Juni 2011 07:48

    Selbstsicherheit, Kraft, Mut, Visionen:
    Fremdwörter im "vereinten" und doch so uneinigen Europa (in unserem Österreich sowieso!)!
    Dr. Unterberger hat alles Relevante dazu gesagt!

    Nun, o.t. (bitte um Verzeihung), einiges Persönliche zu drei Pfingstmontagen meines Lebens:

    Pfingstmontag 1946 verlor ich in einem tschechischen Aussiedlungslager als Dreizehnjähriger durch Unfall die Sehkraft eines Auges: fatal, doch in der Folge auch wieder glückbringend, da statt Aussiedlung nach Thüringen Repatriierung nach Österreich erwirkt).

    Pfingstmontag 1988:
    beim Besuch des wunderbaren Naturparkes des Grafen Sigurta (am Mincio, südlich des Gardasees), am "Stein der Jugend", tiefe Gedanken Albert Schweizers aus seinem lyrischen Gedankengebilde "Was ist Jugend", seit damals eine der Leitlinien meines Lebens.
    Wer es lesen will, lese bitte:

    "Was ist Jugend?

    Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt - sie ist ein Geisteszustand,
    sie ist Schwung des Willens, Regsamkeit der Phantasie,
    Stärke der Gefühle, Sieg des Mutes über Feigheit,
    Triumph der Abenteuerlust über die Trägheit.

    Niemand wird alt, weil er eine Anzahl Jahre hinter sich gebracht hat;
    Man wird nur alt, wenn man seinen Idealen Lebewohl gesagt hat.
    Mit den Jahren runzelt die Haut, mit dem Verzicht auf Begeisterung
    aber runzelt die Seele.
    Sorgen, Zweifel, Mangel an Selbstvertrauen, Angst und Hoffnungslosigkeit,
    das sind die langen Jahre, die das Haupt zur Erde ziehen
    und den aufrechten Geist in den Staub beugen.

    Ob Siebzig oder Siebzehn, im Herzen eines jeden Menschen
    wohnt die Sehnsucht nach dem Wunderbaren,
    das erhebende Staunen beim Anblick der ewigen Sterne
    und der ewigen Gedanken und Dinge, das furchtlose Wagnis,
    die unersättliche kindliche Spannung, was der nächste Tag bringen werde,
    die ausgelassene Freude und Lebenslust.

    Du bist so jung wie deine Zuversicht, so alt wie deine Zweifel.
    So jung wie dein Selbstvertrauen, so alt wie deine Furcht.
    So jung wie deine Hoffnungen, so alt wie deine Verzagtheit.

    So lange die Botschaften der Schönheit, Freude, Kühnheit,
    Größe, Macht, von der Erde, den Menschen und dem Unendlichen
    dein Herz erreichen, solange bist du jung.

    Erst wenn die Flügel nach unten hängen und das Innere deines Herzens
    vom Schnee des Pessimismus und vom Eis des Zynismus bedeckt sind,
    dann erst bist du wahrhaft alt geworden!"

    Pfingsmontag 2011:
    heute ist Familientag! Weitere zwei unserer Enkel werden uns stolz ihr Maturazeugnis präsentieren! Viel Glück auf den Weg, liebe Kinder!

    Drei Pfingstmontage eines langen Lebens: ich bin zufrieden!

    • Paige
      13. Juni 2011 07:55

      Das ist schön und freut mich für Sie. Danke.

    • terbuan
      13. Juni 2011 09:57

      Ein herzliches Dankeschön! Es ist Balsam für die Seele!
      Ein schönes Pfingstfest noch,
      terbuan

    • Cotopaxi
    • contra
      13. Juni 2011 12:48

      Vielen Dank für die wunderbaren Zeilen passend zum Thema und zum Fest.

      Kleine Anmerkung: Albert SchweiTzer heißt der Verfasser dieser großartigen Gedanken!

    • Richard Mer
      13. Juni 2011 12:59

      "vom Schnee des Pessimismus und vom Eis des Zynismus bedeckt sind,"

      Leider ist das eine Zeile die eine Art Motto dieses Blogs sein könnte.

    • Wertkonservativer
      13. Juni 2011 13:19

      Weiss ich, weiss ich, werte(r) contra (Schweitzer ist einer meiner "heroes");
      war wirklich nur ein Versehen!
      Danke für den Hinweis und - insgesamt - für Ihre freundlichen Zeilen!

      Dank auch den anderen Freunden für ihre so positiven Bewertungen!

    • simplicissimus
      13. Juni 2011 14:33

      richard mer und wertkonservativer: wenn wir den tiefen pessimismus, der sich bei betrachtung der dinge uns aufdrängt, dazu benutzen, um endlich etwas zu unternehmen, dann wäre pessimismus die triebfeder des handelns.
      in optimismus, locker gelebt, wächst die gefahr des laissez-faire.

      mit anderen worten: ich bevorzuge pessimismus in der lagebeurteilung um mit optimismus lösungen anzugehen - soweit sie in meiner macht stehen.

      können sie sich dem anschliessen?

    • Richard Mer
      13. Juni 2011 15:14

      simplicissimus: Ich gebe Ihnen völlig Recht.

    • Laura R.
      13. Juni 2011 15:36

      Der Werner hat g'sagt, jetzt ist er sprachlos ob dieser Zeilen (und das heisst was beim Werner!). Danke, lieber Wertkonservativer!

    • Wertkonservativer
      13. Juni 2011 15:39

      Da ist sicher manches Richtige in Ihren Ausführungen, werter simplicissimus!

      Mein Optimismus ist allerdings "nicht locker gelebt", jedoch trotz des Wissens um Handlungsnotwendigkeiten nach vorwärts schauend!
      Normalerweise ist Pessimismus eher handlungsfeindlich und aktionsverhindernd.
      Wenn Sie Ihren Pessimismus als Turobo für kräftige Taten einzusetzen imstande sind, dann nur zu, werter simplicissimus!
      Ich bin und bleibe lieber Optimist bis zum (seligen?) Ende!!

    • Wertkonservativer
      13. Juni 2011 16:06

      Von Ihnen, liebe Laura R.,
      hätte ich eigentlich keine so nette Antwort erwartet (und von unserem potscherten Wernerle schon gar nicht!).
      Jedenfalls Dank für die "Blumen"!

    • Reinhard (kein Partner)
      14. Juni 2011 05:34

      Werter Wertkonservativer, danke für die wundervollen Zeilen. Ich kannte das Gedicht Schweitzers nicht, erkenne in ihm aber meine eigene Gedankenwelt wieder, habe ich doch durch meine Arbeit immer wieder (und immer mehr) mit uralten, geistig schwer gebrechlichen und sich auf den reinen Stoffwechsel reduzierten 20-jährigen zu tun.

      Pfingsten stand für mich im Zeichen des Vatertags; erfrischend unkorrekte und sich auf die Realität konzentrierende Kommentare dazu fand ich reichlich erstaunt in der "Kleinen Zeitung"; scheinbar gibt es in den Redaktionsstuben schön langsam ein Erwachen gorbatschowschen Ausmaßes, dass die Leserschaft keine Lust mehr auf das verkorkste Rollenbild abgewrackter Alt-68er und verbitterter Kampfemanzen hat.
      Das zarte Pflänzchen Optimismus, dass die Vernunft wieder zur Triebkraft unserer Gesellschaft werden könnte, wurde einmal wieder gegossen und leicht gedüngt.

      Werter Simplicissimus, Sie verwechseln, scheint mir, die Bedeutung von Pessimismus und Optimismus mit der Bedeutung von Unzufriedenheit und Zufriedenheit.
      Zur Veränderung gehört Unzufriedenheit gepaart mit dem Optimismus, etwas verändern zu können und aus dieser Veränderung einen persönlichen Vorteil, einen menschlichen Gewinn ziehen zu können. Die Affen, die mit dem Leben auf den Bäumen unzufrieden wurden, stiegen nur deshalb in die Steppe hinab, weil sie optimistisch waren, dort die Lösung ihrer Probleme und ein besseres Leben zu finden. Jene, die meinten, da unten wäre alles nur nutz- und sinnlos und das Leben noch schwerer, blieben lieber in den Kronen hocken.
      Unzufriedenheit gepaart mit Pessimismus führt nur zu Depressionen und Verdauungsstörungen. Hoffnungslosigkeit ist das Ende aller Veränderungen und die Ursache des Mitläufertums.

    • Wertkonservativer
      14. Juni 2011 06:38

      Werter Reinhard,

      ich freue mich, auch von Ihnen verstanden und (unter Mithilfe des großen Menschen Schweitzer)" erkannt" zu werden.
      Danke!

    • Schleimspur (kein Partner)
      14. Juni 2011 16:03

      Achtung Rutschgefahr!

      Nehmen Sie die 12x3-Sternderl als Spikes!

    • Wertkonservativer
      15. Juni 2011 08:30

      Sie wiederholen sich, Schleimspur!
      Die Rutschgefahr haben Sie schon einmal angebracht!
      Können Sie sonstnochwas?

  30. phaidros
    13. Juni 2011 07:06

    Man muss sich schämen, Europäer zu sein. Leider.

    Eine starke, europäische Truppe müsste endlich her. Die auch eingesetzt wird, wo es nötig ist, und zuverlässiger Partner, dem nicht die Mun ausgeht. Oder das Geld. Oder die Lust. Letztendlich statt, nicht parallel zu nationalen Armeen. Unter internationalem Kommando, bei dem nicht bei der Postenbesetzung auf den Reisepass geschielt wird. In der jedes Land Spezialisten beiträgt, finanziell freilich alle gleich nach Schlüssel - funktioniert in anderen Bereichen ja auch.

    Das würde auch Identität stiften (ebenso wie bspw. Sportmannschaften - auch die USA treten international als USA an, und nicht Arkansas gegen Wyoming. Oder Fernsehserien - die Leute wollen etwas, auf das sie stolz sein könnten, das wird von allen Europäischen Motivations- und Werbekampagnen übersehen).

    In Europa mag die Wiege der westlichen Zivilisation stehen, aber die verstaubt vergessen in irgendeinem Keller. Europa (nicht die Organisation EU) ist ein Greis geworden, der nur noch über die eigenen Befindlichkeiten jammert statt sich in der Welt umzusehen und anzupacken, was nötig ist.

    BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Anton Volpini
      13. Juni 2011 18:10

      Sagen Sie phaidros, wie war das mit dem fertig gepackten Motorrrad in der Garage? Wartet das noch immer?

    • terbuan
      13. Juni 2011 18:58

      phaidros
      Ich schäme mich nicht Europäer zu sein, ich schäme mich für die herrschende Klasse!
      Ansätze für eine europäische Truppe gibt es ja bereits, es geht nur diesbezüglich sehr zaghaft vorwärts:
      1. Deutsch-französische Brigade, 5.000 Mann, wird bei verschiedenen internationalen Friedensmissionen eingesetzt. Abwechselnd deutsches oder französisches Oberkommando.
      2. Deutsch-niederländisches Korps, 1.200 Mann aus 12 Nationen, deutsches und niederländisches Kommando, bildet den Kern einer schnellen europäischen Eingreiftruppe.

    • phaidros
      13. Juni 2011 20:08

      @terbuan, das sind durchaus die richtigen Ansätze! Aus diesen Kristallisationskernen könnte Brauchbares entstehen.

      Für eine Europäische Identität genügt das aber noch bei weitem nicht. Und es werden letztendlich auch mehr als etwas schwerer bewaffnete Polizeitruppen nötig sein.

      Und nicht zu vergessen: bis diese Dinge ins Bewusstsein der Leute auf der Straße wandern - wo sie hingehören würden! - wird es allerdings wahrscheinlich noch weitere 50 Jahre dauern.

    • Johann Scheiber
      13. Juni 2011 23:06

      Ah, es erschallt die Posaune der Fünften Kolonne!

    • Wertkonservativer
      14. Juni 2011 06:44

      Werter Herr Scheiber,

      Sie verfügen aber schon über ein erhebliches Ätz-Repertoire; macht Ihnen das wirklich so großen Spaß?
      Für einen Mann Ihrer Klasse (in mehrfacher Hinsicht) eine wohl verzichtbare Schwäche!

    • cmh (kein Partner)
      14. Juni 2011 11:07

      Scheiber

      Posaune .... Apokalypse?

      Fünfte Kolonne ... Ist MAdrid schon infiltriert, oder
      Warum fällt es immer noch nicht?

      Bitte um Erklärung.

    • Johann Scheiber
      15. Juni 2011 12:23

      Falls es noch jemand liest: In der derzeitigen Verfassung der EU als Kolonie und Hinterhof der USA wären zentrale (Berufs-) Streitkräfte nichts anderes als ein Instrument von US-NATO. Es gibt Leute die wollen das und die nenne ich Fünfte Kolonne, weil sie Interessen fremder Mächte vertreten.

    • phaidros
      16. Juni 2011 19:28

      Herr Scheiber, genau deswegen steht dort auch »starke, europäische Truppe«. Europäisch habe ich sogar fett hervorgehoben.

      Das hindert Sie freilich nicht, von Ihrer 5. Kolonne loszufaseln (beiweitem nicht das erste mal)

      Dazu die Wiki: »Als Fünfte Kolonne werden heimliche, subversiv tätige oder der Subversion verdächtige Gruppierungen bezeichnet, deren Ziel der Umsturz einer bestehenden Ordnung im Interesse einer fremden aggressiven Macht ist.«

      Vielleicht lassen Sie sich das einmal auf der Zunge zergehen, schalten beizeiten mal Ihr Hirn ein und lassen sich etwas durch den Kopf gehen, was sie anderen eigentlich so vorwerfen.

  31. Observer
    13. Juni 2011 07:05

    Wenn man die Geschichte nach dem WK II verfolgt, dann waren es vorwiegend die USA, welche Europa vor den Eroberungeplänen der Sowjets beschützt haben. Natürlich hatten sie vorwiegend dort Flotten- und Luftstützpunkte gehabt, wo sie durch herrschende Diktatoren schnell handelseins wurden (Portugal, Spanien, Griechenland, Türkei). Als z.B. Deutschland wieder selbstständig wurde und einen Friedensvertrag hatte, wurden die US-Truppen ersucht, weiterhin dort zu bleiben. Lediglich Frankreich und England hatten und haben nennenswerte Heere, welche im Bedarfsfall neben den USA auch effizient eingesetzt wurden.
    Die Abkehr der USA von deren bisherigen Europapolitik ist durchaus verständlich.
    So
    1. wollen sie nicht mehr die Hauptlast aller militärischen Drecksarbeiten machen,
    2. wurden von einigen europäischen Regierungsspitzen (besonders Frankreich, Deutschland, Italien) mehrfach desavouriert,
    3. haben sie nun genug Probleme in anderen Teilen der Welt,
    4. kämpfen vermehrt mit finanziellen Problemen bei der Aufrechterhaltung der Verteidigung und
    5. - last, but not least - sehen ihre aussenpolitischen und wirtschaftlichen Zukunftsinteressen nun in anderen Teilen der Welt, nicht aber mehr im "widerspenstigen" Europa.
    In den Syrienkonflikt wird sich die USA als "Israel-Schutzmacht" nur dann engagieren, wenn Israel dabei direkt einbezogen wird. So schaut man derzeit bloss zu, wie sich die Syrier gegenseitig die Schädel einschlagen.

    • socrates
      13. Juni 2011 20:10

      Deutschland hat noch immer keinen Friedensvertrag und ist ein besetztes Land. Die GIs unterliegen dem amerikanischen Recht. Bei Vergewaltigungen halten die Betroffenen besser den Mund, bevor sie von der US - Justiz vernichtet werden. Die von DSK vergewaltigte Französin erstattet deshalb keine Anzeige.
      D wurde nicht, wie von Morgenthau vorgesehen, vernichtet, weil die Sowjetunion dann nicht zu stoppen gewesen werden.
      Die USA hat an jedem Krieg gut verdient und uns entwaffnet. Die Munitionsfabriken wurden im kontinentalen Westeuropa weitgehend geschlossen, Waffenembargos für europäische Waffen (Glock, Beretta, Heckler&Koch) lassen eine Erzeugung nur in den USA zu. Herstal in Belgien (Browning), eine der grössten Waffenfabriken, ist eine Industrieruine, gefüllt mit Migranten. Also müssen wir alles zukaufen.
      Was haben wir in Lybien verloren? Im "befreiten" Iraq starben mehr Menschen, wurden mehr Menschen gefoltert und entehrt als unter Saddam Hussein. In Afghanistan herrscht seit mehr als 30 Jahren Krieg.
      Panama gehörte zu Columbien, die Franzosen wollten den Kanal bauen, scheiterten am Klima und den Krankheiten. Columbien verbot den Kanalbau. Da fuhr 1903 die amerikanische Flotte auf und erklärte Panama zur selbstständigen Republik. Danach veranstalteten sie Wahlen und hatten den Präsidenten gleich mitgebracht. Der bewilligte den Kanalbau und verpachtete ihn auf 99 Jahre. Die Hochmut der Besatzer brachte Stdentenaufstände, 28 unbewaffnete wurden erschossen.
      Die USA hat ein Eroberungsheer, wir hatten eine Landesverteidigung. Beides hat nichts miteinander zu tun.

    • Observer
      13. Juni 2011 20:39

      socrates:
      Sie dürften sehr schlechte Erfahrungen mit den USA gemacht haben, anders ist Ihre negative Einstellung gegenüber diesem Land nicht zu erklären.

    • Celian
      13. Juni 2011 20:39

      socrates,

      ist das nun eine Ansammlung von Verschwörungstheorien? Oder lassen sich diese schweren Beschuldigungen irgendwie behaupten?

      Fangen wir damit an:
      Die von DSK vergewaltigte Französin erstattet deshalb keine Anzeige.
      Welche Französin hat DSK vergewaltigt? Und warum erstattete sie wegen der US-Justiz keine Anzeige?

    • socrates
      13. Juni 2011 20:47

      Mit DSK violeur finden Sie ausreichend Material. Ich habe jetzt keine Zeit zum suchen, hole es nach. Die Frau würde als Zeugin nach NY geladen und ihr gesamtes Vorleben öffentlich in den Dreck gezogen.
      Unte Deutschland Friedensvertrag findet man den Rest. D hat nue einen Waffenstillstand.

    • socrates
      13. Juni 2011 20:49

      Tristane Banon

    • Celian
      13. Juni 2011 21:03

      Nicht einmal sie selbst behauptet, daß DSK sie vergewaltigt hat. Sondern, daß er sie versucht hat, zu vergewaltigen. Klar macht sie keine Anzeige. Es steht Behauptung gegen Behauptung.

    • Norman Bates
      13. Juni 2011 21:42

      In der aktuellen Ausgabe der Schweizer Weltwoche hat Roger Köppel in seinem Editorial folgende Variante veröffentlicht:

      Eine neue Variante zu Strauss-Kahn, die ein früherer Schweizer Staatsanwalt erwog: Stellen wir uns vor, der frühere IWF-Chef kam tatsächlich nackt aus seinem Badezimmer, als er das Zimmermädchen überraschte. Die Tür ist offen, die Frau erschrickt. Strauss-Kahn hat, wie man in den Zeitungen liest, ein Flair für Zimmerdamen. Er bietet der Hotelan­gestellten, die 700 Dollar monatlich verdient, 1000 Dollar für einvernehmlichen schnellen Sex. Die Frau willigt ein und schliesst die Tür, die immer offen ist, wenn Hotelpersonal die Zimmer reinigt. Sie vergisst, das «Do not disturb»-Schild aufzuhängen. Die Affäre beginnt. Draussen auf dem Korridor kommt eine andere Hotelangestellte vorbei. Sie möchte kontrollieren, ob die Strauss-Kahn-Suite schon gereinigt sei. Sie öffnet die Tür und sieht die beiden beim Sex. Für die Hotelangestellte, die sich bezahlen liess, gibt es nur eine Möglichkeit: Sie muss schreien und sich wehren. Sollte das Hotel herausfinden, dass sie sich von Strauss-Kahn bezahlen lässt, verliert sie ihren Job. Das Unheil nimmt seinen Lauf. Die dazugestossene Kollegin rennt aus dem Zimmer, benachrichtigt das Management. Das Zimmer­mädchen, das sich von Strauss-Kahn bezahlen lassen wollte, muss, um ihr Gesicht zu wahren und ihren Job zu behalten, die Story von der Verge­waltigung erfinden. Strauss-Kahn reist überstürzt ab. Der Trick, den er schon so oft mit Erfolg praktizierte, ging diesmal schief. Wie war es wirklich? Wir werden es nie herausfinden. Aussage steht gegen Aussage. Die Wahrheit wird sich kaum ermitteln lassen.

    • terbuan
      13. Juni 2011 22:00

      Norman Bates
      Eine neue Folge von "Sex and the City"? Die Drehbuchschreiber haben eine Steilvorlage :-)

      Observer
      Wir machen doch täglich schlechte Erfahrungen mit den USA, sie bestimmen unser Leben, zerstören unsere Kultur und nicht zuletzt unser Geld, Greenspan und Konsorten sei Dank!

    • Celian
      13. Juni 2011 22:01

      Danke Norman,

      das wollte ich auch schon fast reinstellen.

  32. simplicissimus
    13. Juni 2011 06:28

    europa muss sich auf sich selbst besinnen und aus eigener stärke schöpfen, ohne am kittel der usa zu hängen. das war immer meine meinung, daher war ich auch vom europäischen gedanken überzeugt.
    dazu ist die heutige mainstreampolitik jedoch keineswegs in der lage. weder gelingt es, ein europäisches regierungssystem auf die beine zu stellen, das auf mehrheitsbasis unberührt von minderheiten-vetos klare entscheidungen treffen kann, noch ist die linke dekadenzpolitik geeignet, auch nur irgendetwas an selbsterhaltungsfähigkeit zu fördern. egal, ob es um verteidigung, bevölkerungs- oder wirtschaftspolitik geht.
    libertus hat mit seinem zynischen albtraum schon recht: wenn man erdogan heute in euronews seine befriedigung über den wahlsieg ins mikrofon brüllen hört, wird einem bewusst, was politik der stärke bedeutet.
    wir haben dafür keine zeit und wollen das nicht, müssen wir uns doch um quoten, schwulen, transgender, wirtschaftsflüchtlinge und denunzierung jeder abweichenden meinung als "faschistisch" kümmern.
    sich vom gebrochenen und rückgratlos gewordenen deutschland etwas zu erwarten, grenzt jedoch an den glauben ans christkind, hätte ja schon der gedanke an eine "führerrolle" (im englischen als "leadership" nur positiv besetzt) offen ausgesprochen eine - verständlicherweise - vollkommen destruktive bedeutung.
    ich empfehle europaweite psychotherapien mit intensivbehandlungen in deutschland und österreich.

    • phaidros
      13. Juni 2011 07:24

      "libertus hat mit seinem zynischen albtraum schon recht: wenn man erdogan heute in euronews seine befriedigung über den wahlsieg ins mikrofon brüllen hört, wird einem bewusst, was politik der stärke bedeutet."

      Das ist ein ganz wichtiger aspekt - danke, libertus! danke, simplicissimus!

    • simplicissimus
      13. Juni 2011 07:51

      danke, phaidros.
      ich möchte einen ausdruck korrigieren und im letzten absatz "...rückgratlos..." durch "...haltlos..." ersetzen. ich glaube, das ist treffender und fairer.

  33. libertus
    13. Juni 2011 02:05

    Keine Bange, da wird in Europa schon das nächste Argument für einen Türkei-Beitritt ausgebrütet:

    Die Türkei muß in die EU und wird mit ihrer Bevölkerungsdichte sowie ihrer topausgestatten Landesverteidigung alle diese Aufgaben übernehmen, Europas Interessen schlagkräftig verteidigen und uns vor allen Eindringlingen bzw. Störefrieden bewahren.

    Dann hat Amerika ausgedient und kann viel ruhiger schlafen - ein Traum oder gar ein Alptraum?

    • Konrad Loräntz
      13. Juni 2011 09:59

      Na hoffentlich wird nicht die topausgestattete türkische Landesverteidigung die tüchtigen türkischen Gebärerinnen am Weg in die EU eines Tages unterstützen !

    • M.S.
      13. Juni 2011 10:17

      @libertus

      Ein Alptraum, in dem die SPÖ in Wien dann zur Vorfeldorganisation der stimmenstärksten AKP werden ließe.

    • M.S.
      13. Juni 2011 10:19

      "werden würde" muss es heissen. Pardon!

  34. HDW
    13. Juni 2011 01:42

    "Ohne uns" aber mit den teuersten und ungeeignetsten Abfangjägern weil A.U.s Liebling Schüssel sich das einbildete. Die hundertfach erprobte F16 war ja zu minder für unsere Rolex-Bürgerlichen!

    • diko
      13. Juni 2011 07:08

      ....und welcher Politiker hatte sich zuvor die schwedischen DRAKEN eingebildet ?

    • Cotopaxi
      13. Juni 2011 08:23

      Glücklicherweise hat der kühle Rechner und harte Verhandler Darabos ein paar Millionen zurückgeholt, nicht?

    • Konrad Loräntz
      13. Juni 2011 10:02

      Ganz richtig. Nur keine europäische Rüstungsindustrie aufkommen lassen! Die USA erlauben uns ja eh, ihre Vorvorjahresmodelle aufzutragen. Ihre Selbstlosigkeit zeigen die USA ja auch allenthalben.





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