Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Grüße in den Gefängnishof

Es gibt Länder, die man als Hort der Freiheit rühmen kann: die Niederlande, die USA, Großbritannien. Fast überall anders haben Regierungen, Bürokratie und auch Justiz mit Hilfe einer Gesetzeslawine, aber auch einer sehr offensiven Rechtsprechung wieder viele jener Rechte ausgehöhlt, die sich die Bürger in der Aufklärung und in den bürgerlichen Revolutionen (etwa 1789, 1830, 1848, 1918) erkämpft hatten. Dazu gehört die Meinungsfreiheit als eines der zentralsten Grundrechte.

In Österreich ist sogar schon eine Mehrheit überzeugt, dass man seine Meinung nicht mehr offen aussprechen darf. Hierzulande werden Menschen von einem Strafrichter verurteilt, weil sie den Geschlechtsverkehr des Islam-Gründers Mohammed mit einer Neunjährigen als Kinderschändung bezeichnen. Bei uns planen die Justiz- und die Innenministerin einen neuen ungeheuerlichen Angriff auf die Meinungsfreiheit (mit dem sich das Tagebuch noch intensiv befassen wird).

Während all das in Österreich auf der Tagesordnung steht, ist in den Niederlanden Geert Wilders von der Anklage der Anstiftung zu Rassenhass und Diskriminierung von Muslimen freigesprochen worden. Das ist eine Nachricht aus der Welt der Freiheit in den Gefängnishof der Politischen Korrektheit.

Die holländischen Richter haben zu Recht erkannt: Eine Religion und deren Stifter darf man auch mit einem sehr aggressiven Vokabular kritisieren; damit sind noch keine konkreten lebenden Menschen persönlich beleidigt. Man darf in den Niederlanden überdies die Moslems auffordern, sich der Alternative zu stellen: Integration oder Auswandern, und zwar Integration aus eigenen Stücken und eigener Anstrengung, nicht als jene des Staates. Bei uns wird dieser Gedanke von untergriffigen Linken mit dem Holocaust gleichgesetzt.

Die Notwendigkeit, sich als Einwanderer voll zu integrieren, war bis vor wenigen Jahren weltweit selbstverständlich – bis die Linke in ihrem Gesellschaftshass, manche Christen in ihrer Naivität und etliche Industriebosse in ihrer einseitigen Orientierung auf billige Arbeitskräfte den roten Teppich für die islamische Offensive ausgerollt haben. In den Niederlanden und in Dänemark – also in zwei traditionell sehr weltoffenen Ländern – kehrt man nun von diesem schweren Fehler ab. In den Niederlanden ist inzwischen auch schon die Mehrheit der bürgerlichen Parteien von dem scharfen Anti-Islam-Kurs Wilders überzeugt – und ebenso drei Viertel der Bevölkerung. Österreich hingegen hat vorerst nur einen Integrations-Staatssekretär mit wenig Inhalt, und keine klare, geschweige denn eine erfolgversprechende Migranten-  oder Islam-Politik.

Manche werden nun fragen, ob ich nun auch der Meinung bin, dass man den Koran mit „Mein Kampf“ vergleichen darf, dass man Mohammed als Mörder bezeichnen darf, dass man den Islam eine faschistische Ideologie von Terroristen nennen darf. Auch wenn das nicht ganz mein Vokabular ist, ist meine Antwort ganz sicher: Ja. Dies schon deshalb, weil österreichische Gerichte noch viel ärgere Schmähungen von Jesus Christus für straffrei erklärt haben. Und weil die sogenannte Kulturpolitik solche Schmähungen sogar aus zwangsweise eingetriebenen Steuergeldern gefördert hat.

Außerdem gibt es auch ganz objektive Gründe, Mohammed viel kritischer zu sehen als Christus – gerade wenn man nicht gläubig ist. Denn es ist unbestreitbar, dass sich in der Biographie von Christus nicht die geringste anstößige Seite findet – vielleicht mit Ausnahme der Verführung zum Alkoholkonsum durch ein Weinwunder. Mohammed steht hingegen als blutbefleckter Kriegsführer und reueloser Liebhaber von Mädchen schon im Volksschulalter in den Geschichtsbüchern. Von den vielen Aufrufen des Korans zu Mord an und zu Diskriminierung von Nicht-Moslems gar nicht zu reden.

Da ist es moralisch jedenfalls legitim, auch sehr aggressive Vokabel zu verwenden, unabhängig davon, was ideologische oder ängstliche Politiker und Juristen sagen. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich diese Religion in vielen europäischen Staaten rapide ausbreitet. Der Islam ist ja die einzige relevante Religion, die heute noch den Abfall vom „wahren“ Glauben auch mit staatlichen Mitteln, mancherorts sogar der Todesstrafe bekämpft. Und ausgerechnet diese Religion wollen Linke und Naive unter einen Glassturz stellen! Und sie wollen Menschen, die den Islam kritisieren, auch noch gleich wegen Verhetzung einsperren.

Aber selbst wenn diese Vorwürfe gegen den Islam alle erfunden und ohne Tatsachensubstrat wären, sollte klar sein: Die theoretisch auch bei uns noch immer geltende Meinungsfreiheit muss auch und insbesondere die Freiheit bedeuten, Unsinniges, Provozierendes, Ärgerliches oder Anstößiges zu sagen oder schreiben. Es wäre ja keine Freiheit mehr, wenn man nur noch über den Wetterbericht Dissidentes sagen dürfte. Gerade die Staaten, die das am freizügigsten erlauben, sind die weitaus ältesten und bis heute am stabilsten gefestigten Demokratien der Erde. Sie sind übrigens auch das oberste Wunschziel von Migranten – statt dass sie die Auswüchse diese Meinungsfreiheit fürchten, wie uns einige Ideologen einzureden versuchen.

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juni 2011 10:42

    Die PC unserer Tage ist hinsichtlich ihrer praktischen gesellschaftspolitischen Wirkungen nur noch vergleichbar mit der Bedeutung des Antisemitismus von der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert - noch beherrscht sie nicht den gesamtgesellschaftlichen Raum flächendeckend, aber sie ist weit verbreitet und hinsichtlich ihrer diskriminierenden Wirkungen ein Drohpotential, das existenzvernichtend wirken kann. Vergleiche mit der Affäre Dreyfuss in Frankreich können wohl richtungsweisend sein. Tatsache ist, daß hinter der friedlichen Maske der PC - vgl. die Gutmenschen Diskussion von voreben - durch den Fanatismus der Halb- und Viertelgebildeten eine Atmosphäre geschaffen wird, die regelmäßig Andersdenkende der öffentlichen Anfeindung aussetzt. Trolle zu diesem Blog sind nur die leise Begleitmusik zu diesem mittlerweile unüberhörbaren kakophonischen Orchester, daß sich ungefragt bei nahezu jeder öffentlichen Debatte geräuschvoll in Gang setzt. Vor 90 Jahren hätten dieselben Leute 'Juden raus' gerufen, vor 200 Jahren hätten sie gerufen 'die Hexe muß brennen'. Das niederländische Gericht war mutig - das österreichische hat feige vor dem grünkommunistischen Pöbel und der linksblöden Hetzpresse kapituliert. Feigheit vor den Feinden der Freiheit ist stets die Wegleitung zur Diktatur des Pöbels gewesen. Es bedarf der Gegenwehr der Freien.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juni 2011 01:50

    Wenn wir Glück haben, könnte die Niederlande mit diesem Wilders-Urteil als Retter des Abendlandes in die Geschichte eingehen.

    Wien hat es zweimal geschafft, aber ein drittes Mal bleibt uns mit der Oberheit unserer Linken sowie deren aufgezwungener "Political Correctness", welche mit immer stärkerer Einschränkung der Meinungsfreiheit einhergeht, ganz sicher vorenthalten.

    Mein Appell: Österreich erwache und nimm Dir ein Beispiel an der holländischen Rechtssprechung!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorbyrig
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juni 2011 01:02

    der freispruch geert wilders ist ein gewaltiger sieg für europa-für die bevölkerung europas,die die sogenannte schweigende mehrheit dargestellt hat.
    denn nichts anderes hat wilders getan.er hat aufgezeigt,welche probleme durch die zuwanderung unangepasster moslems entstehen-und v.a. bereits entstanden sind.
    in 100 jahren wird die geschichtsschreibung geert wilders als wichtige person zur erhaltung der europäischen identität hervorheben.es mögen noch viele andere kommen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juni 2011 19:27

    Hin und wieder kommt es vor, daß auch ich eine österreichische Tageszeitung lese, besonders wenn man sie mir nachwirft, und so kam das heutige Exemplar der Salzburger Nachrichten in meine Hände. Wie es der Zufall so will schreibt dort ein Herr Viktor Herman, daß „das gar nicht schwer“ wäre, „beliebige Zitate aus dem Alten Testament mit Bildern und Berichten aus den Kreuzzügen, der Hexenverfolgung, von den europäischen Religionskriegen zusammenzumixen, um zu belegen, die christliche Religion sei mörderisch“. Das genau hat nämlich Gert Wilders getan, indem er Bilder von Terrorakten islamistischer Mörder mit Suren aus dem Koran und Propagandasprüchen der islamistischen Extremisten zusammenmischte. Und,so schließt Viktor Hermann aus seiner Unterstellung, „So dumm können nur Propagandisten sein, die sich die Pseudobeweise für ihre kruden Thesen überall dort zusammensuchen, wo es ihnen in den Kram passt, und alles andere ignorieren.“

    Ausgerechnet gestern war in der FAZ die Seite-3-Reportage Gert Wilders und der Freispruch. Dort bekam man zu lesen, daß ein Rechtsanwalt Gert Wilders, genau diese dumpfe Unterstellung eines Richters (!), die Bibel sei kein Stück besser als der Koran, damit konterte, daß er eine Bibel zückte, sie dem Richter, der eigentlich richten und nicht anklagen sollte, unter die Nase hielt und ihn aufforderte, die entsprechenden inkriminierenden Stellen aufzuzeigen. Er war nicht dazu imstande. Aber Anschuldigen, das konnte er, haltlose Vorwürfe in den Raum stellen, das ja, und das nennt sich ein Richterlein.
    Und für mich hat sich wieder einmal bewahrheitet, daß die österreichischen Zeitungen den ausländischen nicht das Wasser reichen können. Dieses Mal st die SN mit Bomben und Granaten durchgefallen. Warum soll ich eine Zeitung lesen, deren Journalisten gefährlichen Unsinn in der Form einer bösartigen Unterstellung verzapfen, die nicht einmal im Stande sind, die FAZ des Vortages zu lesen, um sich wenigstens ein bißchen zu informieren. Das mir, als NICHT-Profi auf diesem Gebiet ja auch bestens gelingt, und ich habe nebenbei auch andere Sachen zu tun? Warum bei Gott soll ich mir dann diesen Schrott reinziehen?

    Die junge Frau, die mir die Zeitung überließ, tut mir leid. Denn diese bot mir ein Gratis-Abo mit automatischer Beendigung an, welches ich dankend mit dem Verweis, ich muß es mir noch einmal überlegen, ablehnte. Ich habe überlegt. Die Geschäftsbeziehung mit der SN wurde im Keim erstickt. Ich bleibe bei der FAZ.

  5. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juni 2011 07:12

    Ich plädiere dafür, das brisante Problem differenzierter zu betrachten: Zweifellos muss man sich über die Naivität gegenüber dem gefährlichen, insgesamt aggressiven, mit unserer Gesellschaftsordnung in seiner aufgeklärten Tradition kaum vereinbaren Islam wundern, dem offenbar mit weit überdehnter „Toleranz“ begegnet wird, was vorhersehbar ein Vakuum für das Ausbreiten vor-aufklärerischer Ideologien schafft.

    Doch der Zweck heiligt die Mittel nicht (Im Folgenden argumentiere ich ausdrücklich losgelöst vom Islam-Kontext und der „causa Wilders“): Dass Meinungsfreiheit in aufgeklärter Tradition verteidigt werden muss und diese kaum zu relativieren ist, ist unbestritten. Die zunehmende, ja beängstigende Einschränkung eben dieser durch „political correctness“ ist absolut unvereinbar mit einer der wichtigsten Errungenschaften der Aufklärung. Vollends zum gefährlichen Machtmittel wird diese, wenn sie ihr Potential ausspielt, in selektiver Wahrnehmung und Interpretation angewendet zu werden.

    Allerdings muss es auch ein klares, stets peinlich zu beachtendes Kriterium geben, was „Meinung“ und was verleumderische Behauptung mit dem suggerierten oder arrogierten Anspruch auf Tatsachenentsprechung ist. Es geht nicht an, dass – selbst zur Erreichung objektiv oder vermeintlich subjektiv hehrer Ziele und unter dem Schutz der Anonymität, vertrauend auf die multiplikatorisch-eigendynamische Wirkung des „Schneeballprinzips“, Gesinnungsgemeinschaften, Gruppierungen, Einzelmenschen - aus welchen Motiven auch immer – durch objektiv falsche Behauptungen stigmatisiert werden. „Unsinniges, Provozierendes, Ärgerliches oder Anstößiges“ mag man tatsächlich „in Anwendung aggressiven Vokabulars“ schreiben oder sonstwie äußern dürfen, ohne das Damoklesschwert möglicher Exponiertheit durch gerichtliche Verfolgung permanent über sich fühlen zu müssen. Behauptungen müssen sich einem rationalen Diskurs, möglicher Bestätigung oder Widerlegung stellen; es muss – will man intellektueller Redlichkeit genügen – potentiell immer die Überprüfungsmöglichkeit angegeben werden können. Ist dies nicht der Fall, muss die Äußerung unmissverständlich als „persönliche Meinung“ ausgewiesen sein, darf nicht als Wahrheitsbehauptung auftreten. Für letztere müssen klare, auch rechtsstaatlich relevante Kriterien gelten, es muss die Rekursmöglichkeit auf die Deckungsgleichheit mit dem Tatbestand, dem inhaltlichen Substrat gegeben sein; Verantwortlichkeit für Aussagen ist jedenfalls geboten.

    Allzu viel wird im täglichen Leben durch ungestrafte Verleumdung und gezielte Indiskretion angerichtet – gestützt auf keineswegs unrealistische Erwartung mangelnder Überprüfung („es bleibt immer etwas hängen“, „irgendetwas wird daran schon wahr sein“). Anonymität, Wirkung von „Autoritäten“, gruppendynamische Vorgänge, Instrumentalisierung von Medien potenzieren die verhängnisvolle Wirkung, schaffen Tabuisierung und Immunisierung mancher Verleumdung.. Es gibt (besonders im „politischen“ Kontext) professionelle Schulungen, wie man Unerwünschte „fertig machen“ und Erwünschte hochstilisieren kann, ohne dass dies durch deren Verhalten zu rechtfertigen wäre. So werden in periodischen Abständen Listen erhoben mit jeweils positiv bzw. negativ assoziierten Begriffen, an die man Verhaltensdeutung von Menschen durch demagogische Rhetorik und entsprechende „geschickte“ beliebige Motivzuordnung positiv oder negativ besetzen kann. In der Arbeitswelt ist Mobbing ein zunehmend bedrohliches Thema.

    Also: Mögen Ideologien, Gesellschaftsordnungen, Gesinnungsgemeinschaften, Einzelmenschen noch so „unsympathisch“, oder auch objektiv ablehnenswert sein – es ist einer aufgeklärten Gesellschaft nicht würdig, das Kriterium der klaren Trennung von Meinung zu verantwortlicher Tatsachenbehauptung über Bord zu werfen. Schädliches, gesellschaftlich irreversibel Verhängnisvolles in Schach zu halten muss mit anderen Strategien erfolgen – dass es dafür dringlichen Handlungsbedarf gibt – wer wollte es bestreiten?

  6. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juni 2011 19:27

    Werte Freunde im Forum,

    jetzt, nach Anhören des Schluss-Plädoyes Geert Wilders, bin ich ehrlich tief beeindruckt; ich nehme meine heute früh ausgesprochene Punzierung dieses Mannes als "Edel-Populisten" hiemit mit dem Ausdruck ehrlichen Bedauerns zurück!
    Auch byrig und libertus bitte ich, meine Relativierung ihrer hymnischen Zustimmung zu Wilders zu entschuldigen!
    Außerdem sehe ich - anhand der von Wilders an den Gerichtshof und an das niederländische Volk gerichteten Worte - dass es charismatisch wirkender und handelnder Menschen bedarf, um den Mitbürgern wichtige Botschaften wahrhaft und ehrlich vorzulegen.
    Wir haben Politiker dieser Wilders-Qualität hier derzeit kaum; die meisten sind Nudeldrucker, manche sind Feiglinge und lediglich Postenbewahrer; Querulanten und Verneiderer ergänzen das Bild unserer Politikerzunft.

    Ein Geert Wilders müsste her!

    Fazit: so wird der Wertkonservative - durch einen Charismatiker aus den Niederlanden "erleuchtet"- vom Saulus zum Paulus!
    Ab sofort behaupte ich das Gegenteil!
    Bitte auch um Verzeihung für manche dumme Worte zu diesem Thema in der Vergangenheit!

    Ihr reumütiger Wertkonservativer!

    (mailto: gerhard@michler.at)

  7. Ausgezeichneter KommentatorPostScriptum
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juni 2011 14:15

    Ja guten Morgen werte Kommentatoren. Bin vor einer halben Stunde aufgestanden, war eine lange Nacht. Star(l) Wars ohne Starl also. Doch diese Themen ad personam interessieren mich schon lange nicht mehr, daher in medias res:

    Für alle, die es noch nicht gesehen haben, hier noch einmal das Schlussplädoyer Geert Wilders':

    http://www.pi-news.net/2011/06/schlusspladoyer-von-geert-wilders-vor-gericht/

    Meine Meinung: die berührendste, ergreifendste Rede, die ich seit Langem gehört habe. Ein Inhalt, der auf jede Wand Österreichs geklebt gehört. Und eine Sprache, die trotz all der Jahrhunderte noch eng mit unserer verbunden ist.

    Ich habe übrigens ebenfalls eine solche Rede, mit etwas anderen Ansätzen. Vielleicht werde ich sie einmal halten. Aber wenn ich diese Rede hier reinstelle, dann kann ich mir die Reaktionen lebhaft vorstellen und dieses Geplänkel tu ich mir nicht noch einmal an.

    Deswegen sei einfach nur gesagt, dass der Freispruch ein Spruch für die Freiheit ist. Wir treten in ein Zeitalter ein, das vielleicht als dritter Türkischer Krieg, aber vielleicht einfach nur als Abwehrkampf eingehen wird. Eines sollte man sich aber vor Augen halten. Diese Menschen werden nicht weichen. Sie werden bis aufs Blut darum kämpfen, hier bleiben zu können. Die werden nicht wie die Juden davonlaufen und versuchen, ihre Haut zu retten.

    Genug der Pathetik. Danke an Geert Wilders, danke an Theo van Gogh, danke an die Niederlande!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGasthörer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2011 23:03

    Thema Gefängnis - bitte (Perverison auf österreichisch):

    http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/672960/Strafvollzug_Gefaengnisse-werben-im-Internet?_vl_backlink=/home/index.do

    "Strafvollzug: Gefängnisse "werben" im Internet

    Von orientalischem Tanz bis zum Radfahren reichen die Freizeitangebote für Häftlinge. Diese dürfen sich ihr "Zuhause" aber nicht aussuchen. Warum präsentieren sich die Gefängnisse samt ihren Vorzügen im Internet?

    Wien. „Es gibt eine Theater-, eine Gesangs-, eine Musik- und eine Bastelgruppe, Diavorträge können besucht werden, Malkurse werden von renommierten Fachleuten abgehalten.“ Die Justizanstalt Garsten zeigt sich im Internet von ihrer besten Seite, und sie ist nicht alleine. Alle österreichischen Gefängnisse präsentieren im World Wide Web ihre Vorzüge und untermauern diese mit Fotos ihrer „Freizeiteinrichtungen“ wie etwa den jeweiligen Fitnessräumen.

    Auch Gruppenausflüge werden beschrieben: Skaten, Wandern, Radfahren und Museumsbesuche bietet etwa die Justizanstalt Gerasdorf an. Gleichzeitig wird aber festgehalten, dass die Trommel- und Tarockgruppe leider nicht ganzjährig angeboten werden kann. Andere Gefängnisse wiederum unterscheiden bei ihren Unterhaltungsprogrammen zwischen den Geschlechtern: Orientalischer Tanz und Tiffanyarbeiten werden in Graz-Jakomini etwa nur für Frauen angeboten.

    Info bei Wechsel der Justizanstalt
    Doch warum präsentieren sich die Gefängnisse samt ihren Vorzügen im Internet? Kann man sich etwa als Insasse wünschen, wohin man verlegt wird? „Inhaftierte Personen können sich nicht aussuchen, in welcher Vollzugsanstalt sie ihre Freiheitsstrafe verbüßen. Wenn ein Insasse aber verlegt werden soll, erhält er vom Sozialen Dienst der jeweiligen Justizanstalt unter anderem die auf der Homepage dargestellten Informationen“, erklärt Dagmar Albegger, Sprecherin des Justizministeriums. Die im Internet verlautbarten Informationen seien aber ohnedies ganz allgemein für die Öffentlichkeit gedacht, etwa für Journalisten, Studenten oder auch für Angehörige der Inhaftierten. Dass diverse Freizeitangebote für Häftlinge angeboten werden müssen, ergebe sich im Übrigen schon aus § 58 des Strafvollzugsgesetzes: Demnach sind Strafgefangene „zu einer sinnvollen Verwendung ihrer Freizeit anzuhalten“. Zu diesem Zweck solle man ihnen insbesondere Gelegenheit zum Lesen, zur sportlichen Betätigung oder zu Gesellschaftsspielen geben.

    Trotz der Freizeitangebote ist aber nicht daran gedacht, freien Bürgern einen Aufenthalt im Gefängnis schmackhaft zu machen. Zwar gibt es international einen Trend zum „Urlaub im Knast“. Diese Idee sei aber „kein Gedanke, den der österreichische Strafvollzug derzeit verfolgt“, betont Albegger. Schon wegen des hohen Häftlingsstands habe man dafür keine Kapazitäten. "


alle Kommentare

  1. Der sinnvollere Kommentar (kein Partner)
    27. Juni 2011 21:35

    Missbrauch der Begriffe "Mafia" und "Terror"
    26. Juni 2011, 17:17

    Aber da die ÖVP auf bestem Wege ist, eine Art "Tea Party" zu werden, droht Unheil

    Die ÖVP kehrt zurück zum Programm der Koalition mit der FPÖ Anfang der 2000er-Jahre. Jüngstes Indiz: Der erneute Versuch, das unter massiver Kritik bereits einmal zurückgezogene "Terrorpräventionspaket" nun endgültig durchzusetzen.

    Unter dem Eindruck der Terrorschläge des September 2001 waren europaweit die Maßnahmen gegen islamistischen Terror verschärft worden - Stichwort "Großer Lauschangriff".

    Auch Maria Fekter hatte probiert, die Terrorprävention zu verstärken. Da kam ihr aber der missbräuchliche Einsatz des so genannten Mafiaparagrafen gegen Tierschützer in die Quere. Man konnte sich nicht mehr sicher sein, ob nicht die Vorkehrungen gegen mutmaßliche Terroristen womöglich gegen Kritiker der Staatsgewalt eingesetzt würden. Mit dem Geruch von ein bisschen Kreml in Wien.

    Jetzt, da man gesehen hat, dass die Polizei durchaus in der Lage ist, Verdächtige auszumachen, müssten die bestehenden Instrumente als ausreichend gelten.

    Aber da die ÖVP auf bestem Wege ist, eine Art "Tea Party" zu werden, droht Unheil. Wer "Terror gutheißt", soll bereits belangt werden - was immer damit gemeint ist. Und wer (kein Terrorparagraf, aber Lex Spindelegger) die österreichische Nazi-Vergangenheit im Ausland diskutieren möchte, schadet dem Land, ist (Diktion FPÖ seit Jörg Haider) "ein Nestbeschmutzer".

    Der Verband der Auslandsjournalisten hat sich scharf gegen Spindeleggers nur abgeschwächte, aber nicht revidierte Ansicht gewendet. Österreich ist dabei, ohne jeden ersichtlichen Grund sein erholtes Image im Ausland erneut zu verspielen.

    Die Akteure sind nicht Journalisten oder Literaten, sondern die Politiker selbst.

    Und was die Volkspartei betrifft: Sie will Reformen (Stichwort Schule) ganz offensichtlich durch Law-and- Order-Vorstöße ersetzen.

    Der Demokratie und der Festigung der Zivilgesellschaft dient das nicht. Die Rechtsanwaltskammer hat am Donnerstag der vergangenen Woche zum Versuch, angebliche Terror-Sympathie unter Strafe zu stellen, festgehalten: "Das stößt an die Grenze der Meinungsfreiheit."

    Die Anwälte sind sicher keine Freunde des Terrorismus. Aber sie sind Verteidiger des Rechtsstaates.

    Ein gewisser Ernst Strasser hat als Innenminister im Jahre 2002, als in einem Standard-Leitartikel die geplante Einschränkung der Pressefreiheit in Österreich kritisiert wurde, eine Entschuldigung vonseiten der Chefredaktion verlangt. Als dies verweigert wurde, gab er seinen Beamten die Weisung, keine Presseausweise mehr auszustellen. Erst nach Monaten nahm er dies zurück. Der Geist dieser Zeit ist nicht passé.

    Weder Meinungs- noch Pressefreiheit sind selbstverständlich. Siehe Ungarn. Dort soll ab 1. Juli das von der EU beeinspruchte und daher entschärfte Presserecht gelten.

    Auf Umwegen möchte man nun offenbar auch in Österreich die Zügel straffen. Die Verfechter einer offenen Gesellschaft müssen wachsam bleiben.(Gerfried Sperl, STANDARD, Printausgabe, 27.6.2011)

    • PostScriptum
      27. Juni 2011 22:50

      Der sinnvollere Kommentar mit dümmeren Aussagen. Sie haben offensichtlich nicht den blassesten Schimmer, was die "tea-party" ist und welche Ziele sie verfolgt.

    • Reinhard (kein Partner)
      28. Juni 2011 06:00

      PS, lassen's ihm doch die Freude, hier einen sinnfreien Propaganda-Artikel reinzustellen.
      Er verwechselt doch glatt die Diskussion österreichischer Nazi-Vergangenheit (die bis heute nirgends ehrlich aufgearbeitet wird) im Ausland mit dem Pauschalvorwurf gegen eine demokratisch legitimierte Partei, aus lauter Nazis zu bestehen. Und verschweigt natürlich, dass Haider jene als Nestbeschmutzer bezeichnete, die sich eben nicht mit der Nazi-Vergangenheit beschäftigten sondern nach einem als unverdient gefühlten Wahldebakel und dem offenen Verschmähen des koalitionären Brautwerbens ganz einfach zu ihren europäischen Freunden liefen und denen vorheulten, die bösen Österreicher wählten wieder nur lauter Nazis, was zu den bekannten unsäglichen Sanktionen führte, die man als Beginn des Niedergangs jeden Restes europäischen Gefühls im österreichsichen Volk betrachten kann.
      Soviel Blödsinn verzapft und in kurzen Sätzen Dinge zusammenstrickt, die zwar nicht zusammengehören, sich aber parteipropagandistisch gut verkleben lassen - dieser Kommentar in der Qualität üblicher Standard-Propaganda steckt sich selbst in die Krawagna-Pfeifer-Schublade. Soll er dort ruhen.

    • Undine
      28. Juni 2011 21:49

      @Reinhard

      Wie immer aus Ihrer "Feder" ein hervorragender Beitrag! *******!

  2. alfons adam
    27. Juni 2011 17:23

    Das Loblied auf Großbritannien verstehe ich nicht, wenn ich an die Verurteilung eines anglikanischen Bischofs zu einer hohen Geldstrafe und zu einer Umerziehung denke, weil er sich geweigert hat, einen Homosexuellen für die Jugendarbeit anzustellen.

  3. SOKs (kein Partner)
    27. Juni 2011 11:00

    Vielleicht hat mancher mal das Interesse, sich damit zu befassen, daß Ägypten mehr al Tausend Jahre von Türken beherrscht wurde. Der politische Fortschritt in dieser Zeit in dem arabischen Vorzeigeland (betr. der besonderen geschichtlichen Vergangenheit) wurde f.d. fortschrittlich denkeneden arabischen Länder wesentlich beeinflußt bei deren Gedanken an Aufklärung.

    • cmh (kein Partner)
      27. Juni 2011 19:29

      Aber immer gerne. Abgesehen vom Kaffee bestand der türkische Beitrag zur westlichen Kultur im Schellenbaum preussischer Militärmusikkapellen.

  4. Kritischer Beobachter (kein Partner)
    27. Juni 2011 06:43

    Der Herr arbeitslose Chefredakteur als Heuchler.
    Während er für Meinungsfreiheit für Verhetzung und NS-Wiederbetätiger eintritt löscht er auf seinem eigenen Weblog unliebsame Kommentare.

    Dieser Beitrag ist nun wirklich ein extrem peinlicher Schnitzer, Herr Unterberger!

    • Reinhard (kein Partner)
      27. Juni 2011 09:07

      KB, Sie unterbieten sich ja ständig selbst...
      Wenn Unterberger Kommentare löscht, für deren Inhalt er nach eben jenen Gesetzen, die er kritisiert, kriminalisiert werden kann, dann pudeln Sie sich auf?
      Dass man gesetze, die man kritisiert, einfach ignoriert, weil man sich das weltenrettende Lichtschwert in der Hand als über dem gesetz stehender Gutmensch begreift ist in linksverdrehten Hirnen ja recht fest eingraviert; hier sieht das anders aus. Deswegen plädiert Unterberger ja auch nicht dafür, Gesetze die ihm jicht passen offen zu brechen, wie das der linksautonome Freiheitsgeist so gerne tut, sondern er drängt auf eine Änderung der Gesetze.
      Ich hoffe, Sie verstehen den feinen Unterschied.

    • Neppomuck (kein Partner)
      27. Juni 2011 09:26

      Den Unterschied zwischen "beobachten" und "verstehen" möchte ich gerne klavierspielen können.

    • Trollfresser (kein Partner)
      27. Juni 2011 10:44

      Möglicherweise hast Du kritikaster nur deinen Beitrag nicht mehr gefünden.

      Wovon lebst Du eigentlich? Stütze?

  5. neumaier (kein Partner)
    26. Juni 2011 23:49

    **************!!

  6. Gasthörer (kein Partner)
    26. Juni 2011 23:03

    Thema Gefängnis - bitte (Perverison auf österreichisch):

    http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/672960/Strafvollzug_Gefaengnisse-werben-im-Internet?_vl_backlink=/home/index.do

    "Strafvollzug: Gefängnisse "werben" im Internet

    Von orientalischem Tanz bis zum Radfahren reichen die Freizeitangebote für Häftlinge. Diese dürfen sich ihr "Zuhause" aber nicht aussuchen. Warum präsentieren sich die Gefängnisse samt ihren Vorzügen im Internet?

    Wien. „Es gibt eine Theater-, eine Gesangs-, eine Musik- und eine Bastelgruppe, Diavorträge können besucht werden, Malkurse werden von renommierten Fachleuten abgehalten.“ Die Justizanstalt Garsten zeigt sich im Internet von ihrer besten Seite, und sie ist nicht alleine. Alle österreichischen Gefängnisse präsentieren im World Wide Web ihre Vorzüge und untermauern diese mit Fotos ihrer „Freizeiteinrichtungen“ wie etwa den jeweiligen Fitnessräumen.

    Auch Gruppenausflüge werden beschrieben: Skaten, Wandern, Radfahren und Museumsbesuche bietet etwa die Justizanstalt Gerasdorf an. Gleichzeitig wird aber festgehalten, dass die Trommel- und Tarockgruppe leider nicht ganzjährig angeboten werden kann. Andere Gefängnisse wiederum unterscheiden bei ihren Unterhaltungsprogrammen zwischen den Geschlechtern: Orientalischer Tanz und Tiffanyarbeiten werden in Graz-Jakomini etwa nur für Frauen angeboten.

    Info bei Wechsel der Justizanstalt
    Doch warum präsentieren sich die Gefängnisse samt ihren Vorzügen im Internet? Kann man sich etwa als Insasse wünschen, wohin man verlegt wird? „Inhaftierte Personen können sich nicht aussuchen, in welcher Vollzugsanstalt sie ihre Freiheitsstrafe verbüßen. Wenn ein Insasse aber verlegt werden soll, erhält er vom Sozialen Dienst der jeweiligen Justizanstalt unter anderem die auf der Homepage dargestellten Informationen“, erklärt Dagmar Albegger, Sprecherin des Justizministeriums. Die im Internet verlautbarten Informationen seien aber ohnedies ganz allgemein für die Öffentlichkeit gedacht, etwa für Journalisten, Studenten oder auch für Angehörige der Inhaftierten. Dass diverse Freizeitangebote für Häftlinge angeboten werden müssen, ergebe sich im Übrigen schon aus § 58 des Strafvollzugsgesetzes: Demnach sind Strafgefangene „zu einer sinnvollen Verwendung ihrer Freizeit anzuhalten“. Zu diesem Zweck solle man ihnen insbesondere Gelegenheit zum Lesen, zur sportlichen Betätigung oder zu Gesellschaftsspielen geben.

    Trotz der Freizeitangebote ist aber nicht daran gedacht, freien Bürgern einen Aufenthalt im Gefängnis schmackhaft zu machen. Zwar gibt es international einen Trend zum „Urlaub im Knast“. Diese Idee sei aber „kein Gedanke, den der österreichische Strafvollzug derzeit verfolgt“, betont Albegger. Schon wegen des hohen Häftlingsstands habe man dafür keine Kapazitäten. "

  7. Tipsi (kein Partner)
    26. Juni 2011 17:30

    Passend zum hier diskutierten Thema Religion, ein Artikel des mybox-Blogs zum Thema Christentum.

    http://www.my-box.at/blog/2011/06/fronleichnam-symbol-fur-den-niedergang-des-christentum/

    • contra
      26. Juni 2011 19:39

      @Tipsi

      Wen wundert's, wenn man so damit umgeht:

      http://wien.orf.at/stories/523115/

    • cmh (kein Partner)
      27. Juni 2011 13:12

      Das kann doch nicht tangieren. Der einzige der sich darüber aufregen könnte ist schon längst tod. Nein nicht da Jeesas, sondern Leonardo. Der sollte auferstehen und die ganze Brut mit Copyrightprozessen eindecken.

      Aber möglicheweise fehlt den "Filmemachern" und Werbefritzen die Kenntnis, woher ihr Sujet stammt.

      Andererseits sollte man vielleicht einmal einen nationalen Buss und Trauertag über die gesellschaftliche Verkommenheit abhalten, ein Tag, an dem alle Kirchen und kirchlichen Einrichtungen einmal geschlossen bleiben.

    • AGLT (kein Partner)
      27. Juni 2011 13:13

      @contra:

      Fiele das nicht eigentlich unter Verächtlichmachung einer Religion? Naja, wahrscheinlich strapatziert man hier wieder den Begriff der Kunst und ihrer "Freiheit".

      Es ist wirklich zum Ausderhautfahren.

    • cmh (kein Partner)
      27. Juni 2011 15:17

      Rosi

      Sie posten ja immer ein Ceterumcenseo.

      Einmal eine ehrliche Frage: Glauben Sie, dass man von den Migranten eine Integration in diese Kultur, die sich selber laufend und johlend verächtlicht macht verlangen kann?

      Jeder Zuwanderer, der woher auch immer kommt und der auch nur ein bischen Anstand und Selbstwertgefühl hat, kann es ja nur besser machen wenn er sich nicht integriert.

      Ich stelle die Frage ja nur, um die eigene Lage etwas besser darzustellen. IN den Lösungen versuche ich immer ergebnisoffen zu argumentieren. Und damit es ganz klar ist, je wünschenswerter der Zuzug von Auländern ist - und nach dem Festament im Prater noch viel mehr - deste schlimmer für die ursprüngliche Bevölkerung, desto bitterer die Medizin.

  8. Bösmensch (kein Partner)
    26. Juni 2011 17:25

    Großbritannien und Meinungsfreiheit? Wie bitte? Gerade Großbritanien hat doch in den letzten Jahren bewiesen, dass Meinungsfreiheit dort nicht mehr zählt. Das fängt an bei Zeitungen, die bei durch Täter aus dem islamischen Kulturkreis verübten Straftaten von "Asians" sprechen anstatt von Moslems und hört auch nicht beim "Internet Watch Forum", das jeden und alles unter Kinderporno-Verdacht stellt. Da wurde ja auch schon mal "versehentlich" eine "falsche" Website zensiert.

  9. werauchimmer
    26. Juni 2011 16:13

    Ich gratuliere der niederländischen Bürgerschaft, der niederländischen Gerichtsbarkeit, und auch Geert Wilders zu diesem Freispruch. Es muss möglich sein, sachlich eine Religion oder ihr Umfeld zu kritisieren, sofern es sich nicht um mutwillige Herabwürdigungen handelt, die auch die Gläubigen treffen.

    Ich halte aber gleichzeitig fest, dass bürgerliche Freiheiten auch jenseits des Islamisierungsdrucks zurückgedrängt werden. Die Details zu dieser Feststellung kann ich mir aus Zeitgründen ersparen, wird das meiste davon doch ohnehin von Unterberger zur Sprache gebracht.

    Ich verkneife mir aber trotzdem nicht eine demonstrative Aufzählung - bedrängt sind also unter anderem:

    >> Das Recht auf (- auch politisch unkorrekte -) Information (Stwt: Staatsrundfunk, Gebührenzwang, gekaufte Medien, Medienkartelle, juristische Barrieren weit über die "klassische" Verhetzung und Rufschädigung hinaus).

    >> Das Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz (etwa im "Genderismus" Quotenregelungen ohne Rücksicht auf das jeweilige Reservoir oder darauf, ob es nicht Mentalitätsunterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, die Ehrgeiz und Interessen ungleich verteilen; oder besondere Begründungspflicht, Homosexuellen nicht zu willfahren, was es bei mutmaßlichen Diskriminierungen nur wegen einer - zB - weniger attraktiven Physiognomie nicht gibt).

    >> Das Recht auf politischen Ausdruck und Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit (Stwt: Meinungsdelikte, juristische Barrieren, prohibitive Internet-Kontrolle).

    >> Das Recht auf politische Mitbestimmung, u. zw. ganz besonders außerhalb der NGOs (Stwt: Bürger-zu-dumm-Repräsentativdemokratie, die gerade hins des Umgangs mit NGOs sich nicht auf Repräsentativität berufen kann).

    >> Das Recht auf Ausübung von Freiheiten, die missbraucht oder unglücklich gehandhabt werden können, so dass sie sich statistisch nachteilig auswirken (Fürsorge-/Sicherheitsrepression rund um den ungebunden Verkehr=Individualverkehr; oder psychosoziale Beaufsichtigung und Repression, wie etwa Vorverurteilungen durch psychologische/graphologische Atteste oder durch psychosoziale Glaubenssätze, etwa iZm Priestern).

    >> Das Recht auf Inanspruchnahme des rechtsstaatlichen Schutzes (- Rechtsanwaltsleistungen werden so wie alle Dienstleistungen [Restaurant, Hotel, Baugewerbe etc, allesamt deutlich über dem VPI!] immer unerschwinglicher, sofern es sich nicht um 08/15-Verfahren handelt oder sofern der Anwalt nicht auch ohne "einvernehmliches" Abweichen von den Standardtarifen Einsatzwillen aufbringt. Erfolgshonorare sind ohne ersichtlichen Grund verboten, obwohl sie dem Rechtssuchenden mehr nützen würden als die derzeitige Regelung, bei der Anwälte jederzeit Einsatzlosigkeit bei Standardtarifen - dezent - androhen können.)

    >> Das Recht auf Eigentum (Recht auf sparsame Verwaltung - contra "Recht" auf Beschäftigung jedwedes Studienabsolventen [- die eigentliche Triebfeder hinter dem "Recht auf Arbeit"]; Recht auf Fruchtziehung aus nachgefragter Arbeit, ohne dass die Produktivität durch einen Rattenschwanz administrativer Auflagen derart verdünnt wird, dass immer mehr in ein Prekariat abgleiten; Recht auf Nutznießung aus eigener Arbeit contra Zwangs-"Solidarität" durch Umverteilung).

    >> Das Recht auf Gewerbefreiheit (- beschreibende Begriffe der Sprache können unter einem fehlgeleiteten Markenschutz als "Patente" vereinnahmt werden - ein Ergebnis der Durchdringung der Gesellschaft mit Psychologisierungsdogmen und anderen Glaubenssätzen).

  10. Rosi
    26. Juni 2011 14:34

    Dieser Tagebucheintrag ist wieder ganz besonders gelungen, dafür kann man wohl nicht genug danken!

    Wenn man mit Leuten zum Thema Islam spricht, sind alle der gleichen Meinung, nämlich wie bei AU nachzulesen.
    Das bedeutet aber auch, daß die Zeitungen und anderen Medien mit all ihrer Politischen Korrektheit (kurz: WC - klingt ähnlich und ist aussagekräftig, das Kürzel PC ist bereits seit Jahrzehnten besetzt mit einer sehr sinnvollen Sache, nämlich 'Personal Computer') im luftleeren Raum agieren, und von niemandem ernst genommen werden.
    Seltsam ... was ist wohl noch deren Sinn?

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

    • simplicissimus
      26. Juni 2011 17:21

      wc wertlose correctheit

    • Rosi
      26. Juni 2011 19:59

      @simplicissimus

      Das ist eine mögliche Variante, aber wie gefällt Ihnen 'worthless' oder 'wrong correctness' ?

    • simplicissimus
      26. Juni 2011 22:20

      worthless chaos

    • Jeremias (kein Partner)
      29. Juni 2011 22:45

      Ich wundere mich immer, wer solche Zeitschriften kauft und wer diesen Parteien ihre Stimme gibt. Denn schlechter als diese Parteien können es die anderen Parteien gar nicht mehr anstellen.

  11. Neppomuck (kein Partner)
    26. Juni 2011 11:55

    Kleine, aber nicht unwesentliche korrigierende Ergänzung zu diesem oben nachzulesenden Passus:
    " ... weil sie den Geschlechtsverkehr des Islam-Gründers Mohammed mit einer Neunjährigen als Kinderschändung bezeichnen"

    Dr. Susanne Winter war vorsichtig genug (allerdings ohne Wirkung), "nach heutiger Rechtsnorm" dazuzusagen.
    Was ja hinsichtlich der einschlägigen Rechtsnormen wohl keiner bestreiten kann.

    Politische Prozesse sollten der Vergangenheit angehören.

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. Juni 2011 12:32

      N.B.:
      Wem nützen denn diese, am Rücken der Allgemeinheit ausgetragenen Schuldkomplexe, die aus der Zeit von 1938 - 1945 herrühren?

      Oder sind es Minderwertigkeitskomplexe gegenüber der Willfährigkeit anderer (gibt es die überhaupt?) Staaten, die ihre in einer Zehnerpotenz überzeichnete Schuld durch wohlfeile Gesinnung, weit vorauseilendem Gehorsam und viel Geld abtragen wollen?

      Dan hilft nur noch einzusehen, tatsächlich „minderwertig“ zu sein.
      Das ändert zwar auch nichts an der Sachlage, aber der Komplex ist immerhin weg.

    • Reinhard (kein Partner)
      27. Juni 2011 05:33

      Frau Winter halfen keine Zusätze, und sie werden bei einer politischen Rechtsprechung auch niemals helfen. Ein Freispruch hätte sofort eine aus den linken Politbüros und ihren Handlangern in den Redaktionsstuben losgetretene mediale Schmutzkübelkampagne gegen das Gericht und den dann postulierten "braunen Sumpf" in der Justiz nach sich gezogen - das Risiko wird kein Richter eingehen, nicht mal dann, wenn er gegen sein Gewissen entscheiden muss.
      Merke: Verhetzen, Diffamieren und zum Rufmord blasen dürfen nur die dafür geförderten Medien. Bei unbequemen Politikern reicht schon das (wenn auch bewusst provokante) Aussprechen einer unbequemen Wahrheit, um daraus einen Verhetzungsprozess zu konstruieren.
      Die Methoden der sowjetischen Politjustiz wirken auch im "Freien Westen"...

  12. Torres (kein Partner)
    26. Juni 2011 11:29

    Das Entscheidende ist das, was im letzten Absatz steht: es muss möglich und erlaubt sein, auch Unsinniges oder Falsches ungestraft zu sagen (wobei ich jetzt nicht im konkreten Fall meine, die Aussagen Wilders über den Islam seien alle falsch). Und gerade das ist bei uns (und zunehmend auch beim Nachbarn Deutschland) immer häufiger von Strafe bedroht, was einen schweren Eingriff in die verfassungsmäßig garantierte Meinungsfreiheit darstellt.

    • Herr Maier (kein Partner)
    • Reinhard (kein Partner)
      27. Juni 2011 05:39

      Was ist diese Verfassung eigentlich noch wert?
      Die Macht geht nicht vom Volke sondern von einem ungewählten elitären EU-Gremium aus, die nationale Rechtsprechung wird von multinationalen Gerichtshöfen ohne rechtliche Legitimation ausgehebelt, die Meinungs- und Handlungsfreiheit von demokratisch nicht legitimierter Stelle massiv eingeschränkt, die Selbstbestimmung über die Finanzen den Nationen von der EU entrissen - ja selbst unsere Politiker scheren sich einen Dreck um deren Inhalt und brechen sie kommentarlos, offen und ohne jede Entschuldigung.
      Die gesamte Verfassung der Republik Österreich scheint nur noch aus einem Paragrafen zu bestehen, der die Ortstafelfrage in Kärnten betrifft. Der Rest ist nur noch bedrucktes Papier...

    • Reinhard (kein Partner)
      27. Juni 2011 09:12

      Nachtrag:
      So ein Mist, da wird man doch ständig von der Realität überholt - in den Nachrichten auf dem Unredlichkeit, Stänkerei und Profilierungssucht nicht mehr zu überbietender Splitterverein der kärntner Slowenen ihre Unterschrift von der Ortstafellösung zurückziehen und wieder alles umwerfen.
      Auffallend, dass es wieder und wieder und immer wieder die linke Seite ist, die jede ihr hingehaltene Hand ausschlägt und bespuckt. Was das Zurückziehen von Unterzeichnungen unter gültige Verträge angeht hat für mich jener Verband das Recht verwirkt, sich weiter an diesem Dialog zu beteiligen. Delegationsleiter ohne Kompetenz sind sinnlos, Verhandlungen um Verträge ohne Verpflichtung, diese einzuhalten, sind Nonsens und rausgeworfenes Geld.
      Ich hoffe, jetzt werden harte Nägel mit Köpfen gemacht.

    • Reinhard (kein Partner)
      27. Juni 2011 09:14

      Hoppla, da hat der PC den Weg zur Arbeit verschluckt... macht nix, bin trotzdem da :o

  13. cmh (kein Partner)
    26. Juni 2011 11:02

    Werter Blogbetreiber,

    ich möchte ja nicht den Hardcorekatholen geben. Aber die Anspielung auf den Weinkonsum ist doch - bitte submissest um Verzeihung - Zeichen einer Hirnerweichung Hadererscher Prägung.

    Als captatio benevolentiae kann man es vielleicht gerade noch durchgehen lassen, aber inhaltlich ist es doch Agnostikerstumpfsinn.

    Bitte kokettieren Sie nicht mit der Unwissenheit mancher Ihrer Leser.

    • Kelso (kein Partner)
      26. Juni 2011 13:36

      Selbst für das Quentchen Humor, das Unterberger manchmal aufbringt, haben Sie wohl wenig übrig. Das war ja nicht mal am Rande kirchenfeindlich.

    • cmh (kein Partner)
      26. Juni 2011 19:33

      Lieber Dr. Kelso, lieber Bob!

      Ich habe doch nichts von Kirchenfeindlichkeit gesagt. Ich wollte nur auf den Umstand hinweisen, dass in christlichem Zusammenhang Wein nicht immer gleich Wein ist, und jedenfalls nie ein Mittel der Berauschung.

      AU wird damit sicher etwas anzufangen wissen. Das Posting war nur für den internen Gebrach gemeint.

      Wenn Sie genau lesen, habe ich ihm sogar ausdrücklich zugestanden (arg. captatio benevolentiae) ein wenig Humor in die Sache hineinzubringen, ihn aber gebeten, auf meinen Beifall zu diesem Scherzchen aber nicht zu rechnen.

      Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen natürlich auch noch eine nähere Begründung geben. Jedem über den Katholizismus Informierten wird die sicher bekannt sein. Ich glaube hingegen nicht dass der Sache ein guter Dienst erwiesen wird, wenn man in die säuerlichen auf das Weinwort reagierenden Lacher kommentarlos einstimmt.

    • byrig
      27. Juni 2011 23:52

      cmh-sie sind wohl zu lange in der priesterschule und gewesen und haben einen durch hormonstau bedingten leichten dachschaden erlitten.das ist noch eine benigne deutung der qualität ihrer postings.

    • cmh (kein Partner)
      28. Juni 2011 10:06

      Ach bierig.

      Deutlicher kann man nicht zum Ausdruck bringen, dass Sie keine Ahnung haben, wovon Sie reden, dass Sie kapazitätsmäßig nicht in der Lage sind, sich mit einer unbekannten Sache zu beschäftigen und dass man das ganze auch noch unhöflich zum Ausdruck bringen kann.

      Wenn Sie zur MAthematik so erregt gackern, müssten Sie eigentlich sonst auch etwas umgänglicher sein.

      Und wenn ich einen Dachschaden davon getragen haben sollte, dann sicher nur vom Lesen Ihrer Postings.

    • Kelso (kein Partner)
      28. Juni 2011 13:26

      @cmh
      Wenn hier njur schreibt, wer was versteht, dann wären die Unterberger-Foren leer :-)

  14. Celian
    25. Juni 2011 19:27

    Hin und wieder kommt es vor, daß auch ich eine österreichische Tageszeitung lese, besonders wenn man sie mir nachwirft, und so kam das heutige Exemplar der Salzburger Nachrichten in meine Hände. Wie es der Zufall so will schreibt dort ein Herr Viktor Herman, daß „das gar nicht schwer“ wäre, „beliebige Zitate aus dem Alten Testament mit Bildern und Berichten aus den Kreuzzügen, der Hexenverfolgung, von den europäischen Religionskriegen zusammenzumixen, um zu belegen, die christliche Religion sei mörderisch“. Das genau hat nämlich Gert Wilders getan, indem er Bilder von Terrorakten islamistischer Mörder mit Suren aus dem Koran und Propagandasprüchen der islamistischen Extremisten zusammenmischte. Und,so schließt Viktor Hermann aus seiner Unterstellung, „So dumm können nur Propagandisten sein, die sich die Pseudobeweise für ihre kruden Thesen überall dort zusammensuchen, wo es ihnen in den Kram passt, und alles andere ignorieren.“

    Ausgerechnet gestern war in der FAZ die Seite-3-Reportage Gert Wilders und der Freispruch. Dort bekam man zu lesen, daß ein Rechtsanwalt Gert Wilders, genau diese dumpfe Unterstellung eines Richters (!), die Bibel sei kein Stück besser als der Koran, damit konterte, daß er eine Bibel zückte, sie dem Richter, der eigentlich richten und nicht anklagen sollte, unter die Nase hielt und ihn aufforderte, die entsprechenden inkriminierenden Stellen aufzuzeigen. Er war nicht dazu imstande. Aber Anschuldigen, das konnte er, haltlose Vorwürfe in den Raum stellen, das ja, und das nennt sich ein Richterlein.
    Und für mich hat sich wieder einmal bewahrheitet, daß die österreichischen Zeitungen den ausländischen nicht das Wasser reichen können. Dieses Mal st die SN mit Bomben und Granaten durchgefallen. Warum soll ich eine Zeitung lesen, deren Journalisten gefährlichen Unsinn in der Form einer bösartigen Unterstellung verzapfen, die nicht einmal im Stande sind, die FAZ des Vortages zu lesen, um sich wenigstens ein bißchen zu informieren. Das mir, als NICHT-Profi auf diesem Gebiet ja auch bestens gelingt, und ich habe nebenbei auch andere Sachen zu tun? Warum bei Gott soll ich mir dann diesen Schrott reinziehen?

    Die junge Frau, die mir die Zeitung überließ, tut mir leid. Denn diese bot mir ein Gratis-Abo mit automatischer Beendigung an, welches ich dankend mit dem Verweis, ich muß es mir noch einmal überlegen, ablehnte. Ich habe überlegt. Die Geschäftsbeziehung mit der SN wurde im Keim erstickt. Ich bleibe bei der FAZ.

    • Undine
      25. Juni 2011 20:20

      @Celian

      Manchmal kommt man zu dem unerfreulichen Schluß, daß unser so schönes Österreich nicht nur klein, sondern---was wirklich schlimm ist--- KLEINKARIERT ist, am besten zu erkennen sowohl an unserer "bescheidenen" Politikerriege, als auch an sämtlichen Medien.

    • contra
      25. Juni 2011 20:27

      @Undine

      *************!

    • libertus
      26. Juni 2011 01:57

      Eine Zeitung, die Frau KKP wöchentlich ein Forum bietet, würde ich nicht einmal mehr mit der Kneifzange anfassen! ;-)

    • byrig
      27. Juni 2011 22:49

      und aufgrund preisgünstiger 3-lagiger alternativen ist dieses blatt nicht einmal zur ultimativen verwendung geeignet,da unterlegen.

    • Test Nick 1
  15. Wertkonservativer
    25. Juni 2011 19:27

    Werte Freunde im Forum,

    jetzt, nach Anhören des Schluss-Plädoyes Geert Wilders, bin ich ehrlich tief beeindruckt; ich nehme meine heute früh ausgesprochene Punzierung dieses Mannes als "Edel-Populisten" hiemit mit dem Ausdruck ehrlichen Bedauerns zurück!
    Auch byrig und libertus bitte ich, meine Relativierung ihrer hymnischen Zustimmung zu Wilders zu entschuldigen!
    Außerdem sehe ich - anhand der von Wilders an den Gerichtshof und an das niederländische Volk gerichteten Worte - dass es charismatisch wirkender und handelnder Menschen bedarf, um den Mitbürgern wichtige Botschaften wahrhaft und ehrlich vorzulegen.
    Wir haben Politiker dieser Wilders-Qualität hier derzeit kaum; die meisten sind Nudeldrucker, manche sind Feiglinge und lediglich Postenbewahrer; Querulanten und Verneiderer ergänzen das Bild unserer Politikerzunft.

    Ein Geert Wilders müsste her!

    Fazit: so wird der Wertkonservative - durch einen Charismatiker aus den Niederlanden "erleuchtet"- vom Saulus zum Paulus!
    Ab sofort behaupte ich das Gegenteil!
    Bitte auch um Verzeihung für manche dumme Worte zu diesem Thema in der Vergangenheit!

    Ihr reumütiger Wertkonservativer!

    (mailto: gerhard@michler.at)

    • terbuan
      25. Juni 2011 19:52

      Lieber Gerhard,
      Du brauchst Dich überhaupt nicht zu entschuldigen, Du hast schon auch die wahren Probleme angesprochen, heute früh, ich war unterwegs und habe auch erst am Nachmittag die berührende Rede von Geert Wilders gehört.
      Ich verstehe, dass der Mann um sein Leben fürchten muß, die sattsam bekannten Gazetten sind schon heftig unterwegs um ihn zunächst einmal medial hinzurichten!
      lG/terbuan

    • Cotopaxi
      25. Juni 2011 20:15

      Meine Hochachtung!

    • raeter
    • xRatio (kein Partner)
      26. Juni 2011 01:05

      @Wertkonservativer 25. Juni 2011 19:27
      Ihr reumütiger Wertkonservativer!

      Seeeeehr gut!!!

      Aber werden Sie mir bloß nicht wieder rückfällig!!

      Einem Freund synthetischer Floskeln und Worthülsen ist das leider durchaus zuzutrauen.

    • libertus
      26. Juni 2011 01:51

      @Wertkonservativer

      Gratuliere! ;-)

    • Patriot
      26. Juni 2011 13:22

      @Wertkonservativer

      Erstens haben sie in ihrem Posting unten meiner Meinung nach nicht viel Falsches geschrieben. Teilweise sind wir wirklich selbst Schuld, vor allem weil wir uns ohne Gegenwehr linker Politik ausgeliefert haben, und die bedeutet eben Massenzuwanderung, Leistungsfeindlichkeit und Verfall vieler Werte.

      Eventuell widerspreche ich ihnen bei der Klage über die geringe Geburtenrate. Bekanntlich explodiert ja die Einwohnerzahl in Österreich auf aktuell 8.5 Millionen (1990 7.6 Millionen). Hätten wir keine Moslems im Österreich, bzw würden wir uns nur auf integrationsbereite Zuwanderer beschränken, dann hätten wir immer noch mehr Einwohner als jemals zuvor. Und warum sollen wir den "Ansturm" von Zuwanderern nicht aufhalten können? Die Dänen machen es gerade vor wie es geht.

      Zweitens brauchen wir nicht unbedingt einen Wilders. Es genügen viele kleine "Wilders", und das sind wir! Kein einziger Politiker kann so viel ausrichten wie viele aufrechte Mitbürger in den Familien, im Freundeskreis, am Stammtisch und in virtuellen Gemeinschaften wie hier.

      Geert Wilders: "Schweigen ist Verrat"

      ps: Aufrichtigen Dank an Herrn Unterberger und viele Mitkommentatoren hier

  16. Undine
    25. Juni 2011 19:27

    Vorhin habe ich mir zum zweiten Mal Geert Wilders' Schlußplädoyer angesehen, und ich muß sagen, diese in Ruhe vorgetragene Rede hat mich zutiefst ergriffen. Hut ab vor diesem Mann; er hat das Zeug, in die Geschichte einzugehen, im positiven Sinn.

    Kann sich jemand vorstellen, daß solche Worte aus dem Mund eines unserer Politiker kommen könnten? Daß einer UNGESTRAFT das aussprechen dürfte---und FREIGESPROCHEN würde? Wurde nicht erst kürzlich eine mutige Frau von einem ÖSTERREICHISCHEN GERICHT wegen berechtigter Kritik am Islam VERURTEILT?

    "SCHWEIGEN IST VERRAT" sagt Geert Wilders. Vielleicht hören sich unsere für das Wohl unseres Landes zuständigen Politiker diese Rede ein paar Mal an; sie könnten draus nur lernen.

    Geert Wilders hat in der Tat STELLVERTRETEND für die leider viel zu feigen Politiker aller Staaten Europas den Mut aufgebracht, die verheerende Lage nicht nur der vom ISLAM BEDRÄNGTEN Niederländer mutig aufzuzeigen und ist auch durch Bedrohungen nicht in die Knie gegangen. Man kann nur hoffen, daß seine Worte nicht ungehört verhallen, sondern einen Prozeß auslösen, der Europa in letzter Minute aus den grausamen Fängen des Islam erlöst.

    • terbuan
      25. Juni 2011 20:05

      Liebe Undine,
      was wollen wir denn in Österreich erwarten, wenn sogar die einst bürgerliche "Presse" in ihrem Kommentar einen Hoffnungsschimmer für die Ankläger durchblicken läßt, andere Medien verschweigen den Freispruch völlig:

      "Die Klage führenden Parteien, darunter einige Moslem-Organisationen, kündigten an, dass sie auf internationaler Ebene, etwa vor dem Europäischen Gerichtshof, eine neue Klage gegen Wilders einreichen wollen. Möglicherweise rufen sie auch die Menschenrechtskommission der UNO an. In den Niederlanden ist nach geltendem Recht keine Berufung gegen diesen Freispruch möglich, weil auch die Staatsanwaltschaft auf Freispruch plädiert hatte."
      (Kommentar von Helmut Hetzel, 23.6.)
      Nomen est omen!

    • Undine
      25. Juni 2011 20:44

      @terbuan

      Ja, diese Haltung ist auch zutiefst beschämend! Unsere Politiker und die von ihnen gesteuerten Medien trauen sich ihre "Meinung" erst dann zu äußern, wenn rundherum schon alle die ihre ungefährdet abgegeben haben. Dann erst wagen sie es, zuzustimmen. Mein Gott, mit was für Memmen sind wir gestraft!

    • Frau Müller (kein Partner)
    • Reinhard (kein Partner)
      27. Juni 2011 11:33

      Genau, wenn jene Institutionen, die einer volksdemokratischen Entscheidungskraft entspringen nicht in unserem elitären Sinne entscheiden, rufen wir übernationale und demokratisch nicht legitimierte Rechtssprechungskonstruktionen an - warum eigentlich nicht gleich den Religionsrat in Teheran?
      Wer als Zugewanderter die Rechtssprechung seines Gastgeberlandes nicht akzeptieren kann, dem stehen viele offene Grenzübergänge offen, um mit den Füßen dagegen zu protestieren...

  17. PostScriptum
    25. Juni 2011 14:15

    Ja guten Morgen werte Kommentatoren. Bin vor einer halben Stunde aufgestanden, war eine lange Nacht. Star(l) Wars ohne Starl also. Doch diese Themen ad personam interessieren mich schon lange nicht mehr, daher in medias res:

    Für alle, die es noch nicht gesehen haben, hier noch einmal das Schlussplädoyer Geert Wilders':

    http://www.pi-news.net/2011/06/schlusspladoyer-von-geert-wilders-vor-gericht/

    Meine Meinung: die berührendste, ergreifendste Rede, die ich seit Langem gehört habe. Ein Inhalt, der auf jede Wand Österreichs geklebt gehört. Und eine Sprache, die trotz all der Jahrhunderte noch eng mit unserer verbunden ist.

    Ich habe übrigens ebenfalls eine solche Rede, mit etwas anderen Ansätzen. Vielleicht werde ich sie einmal halten. Aber wenn ich diese Rede hier reinstelle, dann kann ich mir die Reaktionen lebhaft vorstellen und dieses Geplänkel tu ich mir nicht noch einmal an.

    Deswegen sei einfach nur gesagt, dass der Freispruch ein Spruch für die Freiheit ist. Wir treten in ein Zeitalter ein, das vielleicht als dritter Türkischer Krieg, aber vielleicht einfach nur als Abwehrkampf eingehen wird. Eines sollte man sich aber vor Augen halten. Diese Menschen werden nicht weichen. Sie werden bis aufs Blut darum kämpfen, hier bleiben zu können. Die werden nicht wie die Juden davonlaufen und versuchen, ihre Haut zu retten.

    Genug der Pathetik. Danke an Geert Wilders, danke an Theo van Gogh, danke an die Niederlande!

    • simplicissimus
      25. Juni 2011 14:49

      bitte, postskriptum, die juden sind nicht davongelaufen, sondern wurden vergewaltigt, deportiert und massakriert. sonst schliesse ich mich in einigen punkten ihrer meinung an. wir steuern aber weniger auf eine 3. türkenbelagerung als vielmehr einer auseinandersetzung mit einem entstehenden totalitären system einer neuen generation zu. dieses system ummäntelt sich, wie die meisten dieser systeme mit dem hehren anspruch, nur das beste und edelste zu wollen - was es auch so gefährlich und erfolgreich macht. weiters ist es schwer zu fassen, da nicht nur von einer partei getragen, sondern bereits als geistiger bazillus in alle richtungen mutierend unterwegs.

    • PostScriptum
      25. Juni 2011 14:58

      Nunja, Sie haben Recht simplicissimus, sie wurden deportiert und in Massen getötet. Eine Massenflucht setzte trotzdem schon zuvor ein:

      http://www.hamburg.de/ballinstadt/280324/flucht-und-vertreibung-1933-1941.html

    • simplicissimus
      25. Juni 2011 15:33

      habe es gelesen. die nsdap ist allerdings mit ziemlich scharfer diktion unterwegs gewesen, so ist es kein wunder, dass einige fluchtartig das land verlassen haben.

      ich selber habe deportierte juden im ausland persönlich kennen gelernt.

    • PostScriptum
      25. Juni 2011 15:42

      Stimmt. Muslime würden bei derart scharfer Diktion aber eher zum heiligen Krieg aufrufen, anstatt zu flüchten. Das ist der entscheidende Unterschied und wenn man ihn vergisst, läuft man Gefahr, die Kontrolle über die Situation im Lande zu verlieren.

    • terbuan
      25. Juni 2011 18:19

      Tränen der Ergriffenheit überkamen mich bei dieser Rede.
      Passend dazu eine deutsche Übersetzung der niederländischen Nationalhymne, eine der ältesten der Welt:

      Wilhelmus von Nassaue
      bin ich, von deutschem Blut.
      Dem Vaterland getreue
      bleib’ ich bis in den Tod.
      Ein Prinz auch von Oranien
      bin ich, furchtlos und frei,
      den König von Hispanien
      ehrt’ ich allzeit dabei.

      Mein Schild und mein Vertrauen
      bist du, o Gott, mein Herr.
      Auf dich nur will ich bauen,
      verlass mich nimmermehr,
      im alten Glauben bleiben,
      dir dienen alle Stund’,
      die Tyrannei vertreiben,
      die mir mein Herz verwund’t.

      Der Text entstand um 1570 zu Ehren von Wilhelm I. von Oranien-Nassau während des 80jährigen Aufstandes gegen die Spanier.

    • PostScriptum
      25. Juni 2011 18:23

      terbuan, Sie Ewiggesttriger ;-) .

    • terbuan
      25. Juni 2011 18:46

      Das hat ein Poster in p.i.-news geschrieben, aber kehren wir zur Gegenwart zurück:
      Wann steht endlich ein deutscher oder österreichischer Geert Wilders auf und hält so eine Rede? Fehlanzeige! Das ist unser Problem!

    • PostScriptum
      25. Juni 2011 19:04

      Wundert Dich das? Wenn schon HC Strache medial hingerichtet wird, nur weil er sich zum Deutschtum bekennt. Aber ich werd mir den Mund nicht verbieten lassen :-P .
      Und wenn es nur in Gmunden ist :-D .

    • diko
      25. Juni 2011 19:06

      terburan, - Sie Europäer, danke für den edlen Text.

    • Martin Bauer
      25. Juni 2011 20:01

      PS

      Eine Rede, die in die Geschichte eingehen wird - allerdings ignoriert von den Unseren, die nur an G'schichterln interessiert sind.

    • Civil Qurage (kein Partner)
      26. Juni 2011 10:10

      Ich bin Altösterreicherin. ÖVP-Clan. Seit einigen Jahrzehnten auf der Welt. Ich habe oft den Begriff "Deutschtümelei" gehört und gelesen und hatte eine bestimmte Vorstellung davon. Keine besonders gute, um ehrlich zu sein.
      Erstmals am 26.6.2011 höre ich Deutschtümelei live "aus Volkes Mund" sozusagen. Hier im Forum. Nun hat sich meine Ansicht darüber geändert. Das ist ja viel mieser und grausliger, als ich je dachte. Und dümmer. Noch dümmer und mieser und grausliger als Linkstümelei. (Aber vielleicht habe ich mich an letztere einfach gewöhnt. ;-) Kurz: es ist in Wahrheit beides nicht auszuhalten.

    • Civil Qurage (kein Partner)
      26. Juni 2011 10:38

      Postscriptum - und seien Sie froh, dass ich nicht Ihre Richterin bin, denn allein für den Satz "Die werden nicht wie die Juden davonlaufen und versuchen, ihre Haut zu retten." bekämen Sie von mir Freiheitsentzug. Unbefristet. So lange, bis ich feststelle, dass Sie entweder verstanden haben, was damals geschehen ist oder Ihre Fähigkeit zu Empathie auf ein menschliches Level gebracht haben.
      Und weil wir gerade bei Religionen sind: es ist das Volk meines Herrn, dass Sie hier herabwürdigen. Der Stamm, dessen Spross der Erlöser ist. Unterlassen Sie also jedwede Abfälligkeiten gegenüber Juden. Das steht Ihnen nicht zu.
      CQ

    • cmh (kein Partner)
      26. Juni 2011 11:53

      cq

      Warum?

      Doch zunächst ist Ihre Entrüstung sicher zu ehren und ernst zu nehmen. Auch mir ist der Satz mit den davonlaufenden Juden sauer aufgestoßen.

      Ihre Entrüstung hat mich aber bewogen, das posting von ps nocheinmal durchzulesen und zu überdenken.

      Hier mein ERgebnis:

      Es ist unklug Reitzworte in den Mund zu nehemen. Sie lösen immer die üblichen automatisierten, die eigentliche Argumentation zudeckenden Reaktionen auf. Die folgenden postings sind da ein gutes Beispiel. (Es ist aber auch an die zu einem der letzten Einträge siche entwickelnden Glaubenskämpfe zwischen MS und Apfel hier zu erinnern.)

      Sie, verehrte cq haben von Richter gesprochen und gleich Ihr Urteil mitverkündet. Lassen Sie mich bitte die strafrechtliche Fallprüfung vornehmen.

      Wegen welchen Verbrechens wollen Sie ps angeklagt sehen? Weil er ein Antisemit sein soll, weil er ein Nazi sein soll oder weil er das Wort "Jude" verwendet hat, oder weil er die Juden mit den Moselms verglichen hat, weil er an eine unglückseelige Zeit erinnert hat und damit was gemeint hat, oder ... ? Bitte ich sehe das nicht klar.

      Der Sachverhalt ist hingegen klar, ps hat Juden und Moslems in einem Satz angesprochen und an eine unglückseelige Zeit erinnert. Aber was hat er damit gemeint?

      Nun ich glaube nicht, dass er gemeint hat, den Juden wäre damals rechtens geschenen, oder die Deutschen (nicht nur die Nazis) hätten damals recht gehandelt. Ich persönlich vermute eher schon, dass er der Ansicht ist, die Judenschikaniererei und die Vertreibung der Juden wäre ein Verbrechen gewesen und ich selber bin in diesen offensichtlichen pogromartigen Vorspielen auch der Meinung, dass dies ein Verbrechen nicht nur der handelnden Nazis, sondern auch der dabeistehenden übrigen Deutschen gewesen. Doch das nur nebenher und in Klammer.

      Was ps gemeint hat war, wenn ich ihn richtig verstehe, die Aufforderung, dass wir uns bildlich vorstellen sollen, was auf uns zukommt.

      Damals war die Vertreibung Unrecht und von den ungerecht behandelten deutschen (sic!) Mitbürgern kam keine Gegenwehr. Ein Teil der friedlich im Land sitzenden Bevolkerung wurde hinausgeworfen und keiner hat sich für sie eingesetzt.

      Heute ist das alles anders. Die Moslems sind formal rechtmäßig in unseren Ländern, und mangels weiterer Werte ist uns das formale positive Recht das Höchste was wir zu bieten haben. Mehr noch, der Zuzug der Moslems nach Europa erfolgt rechtens und wird von einem Teil der ansässigen Bevölkerung ausdrücklich gewünscht. Die Moslems wollen hierher ziehen, weil ... sicher nicht weil sie groß von der Gedankenfreiheit und den christlichen Werten (ich sehe leider keine anderen) so beeindruckt sind. Sie wollen sicher auch nicht wegen früherer Geschicke der Juden hierzulande hekommen. Woraus folgt, dass es keinen Konnex gibt.

      Was also von ps posting übrigbleibt, ist nur, dass die Umkehr des Zuwanderungsprozesses, ja auch schon die Integration von Moslems wesentlich größere Schwierigkeiten bringen wird, denn die Moslems wollen unterstützt von Teilen der eigenen Bevölkerung herein, die Juden damals wollten eigentlich gar nichts und schon gar nicht uns irgendwas aufoktroyieren.

      Womit ich mich selber des einzigen Verbrechens, das ps vorzuwerfen ist - nämlich das J-wort auszusprechen - ebenfalls schuldig gemacht habe und daher ab sofort hiezu schweige. Sparen wir uns die Erregung für das Kommende.

    • SOKs (kein Partner)
      26. Juni 2011 12:01

      Eine Frage an Sie Civil Qurage

      Wem steht es zu?

    • PostScriptum
      26. Juni 2011 12:55

      @ ZQ

      Dass es dumme, gefährliche Menschen gibt, die a) des Lesens nicht mächtig sind und b) andere Menschen ihrer Freiheit berauben wollen, nur weil sie die Wahrheit sagen, brauchten Sie mir nicht zu beweisen, das wusste ich schon selbst.

      Ich habe auch einen Link reingestellt, der die Massenflucht der Juden belegt. Und wenn Sie unbedingt meinen, dass das Aufzählen eines Faktums "Ihr Volk" beleidigt und herabwürdigt, dann dürfen Sie sich nicht wundern, dass so viele Teile der Welt einen Judenhass generieren. Wer sich ständig als Opfer geriert und sofort mit der Nazikeule auf jemanden einschlägt, nur weil man geschichtliche Fakten erklärt, der ist halt nicht sonderlich beliebt.

      Wobei ich dazu sagen muss, dass ich Juden mag und sie für ein Bollwerk gegen den Islam im Nahen Osten halte, wofür man den Israelis dankbar sein muss. Wenn ich aber solche Worte lese, vergeht selbst mir die Freude darüber.

    • Civil Qurage (kein Partner)
      26. Juni 2011 13:25

      cmh:
      Ich wiederhole @"Postscriptum - und seien Sie froh, dass ich nicht Ihre Richterin bin, denn allein für den Satz 'Die werden nicht wie die Juden davonlaufen und versuchen, ihre Haut zu retten.' bekämen Sie von mir Freiheitsentzug. Unbefristet. So lange, bis ich feststelle, dass Sie entweder verstanden haben, was damals geschehen ist oder Ihre Fähigkeit zu Empathie auf ein menschliches Level gebracht haben." Grund: Herabwürdigung und Verspottung von Opfern des Nationalsozialismus.
      Mein Herr hätte noch ein viel besseres Mittel. "Ab in die Schweine mit euch" befahl er Geistern wie jenen, die Ihnen und Postscriptum das Hirn vernebeln. (Und reichte Ihnen beiden die Hand dabei.)

      @SOKs
      Gott.

    • PostScriptum
      26. Juni 2011 13:31

      @ CQ

      Meine Güte, dass es Weichbirnen in dieses Forum schaffen, ist nichts Neues. Dass es aber Volltrottel, die nicht einmal Deutsch können, schaffen, ist wahrhaft ein Novum. Mit diesem Intelligenzquotienten wundern mich Ihre Ansichten wirklich nicht mehr.

      "Verspottung der Opfer des Nationalsozialismus" *lol* Ich krieg mich nicht mehr ein. Also, jetzt für ganz Dumme:

      Diejenigen, die flüchteten, sind nicht Opfer des Nationalsozialismus geworden, denn sie sind bekanntlich geflüchtet und fanden Asyl in anderen Staaten. Opfer wurden jene, die geblieben sind. War das jetzt klar oder muss ich den Besuch einer Baumschule vorschlagen?

    • Maybach (kein Partner)
      26. Juni 2011 13:56

      @PS
      Diejenigen Juden (und andere Menschen), die durch den NS und seine Politik zur Flucht veranlasst (=vertrieben) wurden, meist unter Zurücklassung praktisch aller Besitztümer, sind also keine Opfer? Interessante Ansicht eines so wortklauberischen Jursisten wie Sie. Sie schaffen es tatsächlich immer wieder, alles in den Schmutz zu zeihen und werden dann noch verbal ausfällig. Unsympathisch waren Sie schon von jeher, aber jetzt sind Sie in der Tat nur noch widerlich, was Sie durch großtönende Besserwisserei zu kaschieren versuchen.

    • Civil Qurage (kein Partner)
      26. Juni 2011 13:56

      @postscriptum
      Bitte beantworten Sie mir eine Frage: Warum sind Juden in der Nazizeit geflüchtet?
      Oder in Ihrer Diktion: Wovor sind sie "davongelaufen"?

      Wie gesagt: Ab in die Schweine mit euch.

    • PostScriptum
      26. Juni 2011 15:05

      @ Maybach

      Sie legen den begriff Opfer aber sehr weit aus. Wenn wir Moslems zwingen würden, das Land zu verlassen, wären sie auch Opfer? Das ist ja wohl ein Witz.

      Op|fer 3 jmd., der durch jmdn. oder etwas getötet oder dem großer Schaden zugefügt worden ist; ein O. der Flammen, einer Intrige, eines Mordes; der Unfall forderte drei O.; jmdm. oder einer Sache zum O. fallen durch jmdn. oder etwas getötet oder vernichtet werden; das alte Wohnhaus ist der Sanierung zum O. gefallen.

      Was an dem Verlassenmüssen eines Landes so ein schwerer Schaden ist, wissen wohl auch nur Sie. Es ist sicher recht unangenehm, aber die flüchtenden Juden konnten im Ausland eine ganz normale Existenz aufbauen und leben.

      Es ist eher eine Verhöhnung der wahren Opfer des NS, wenn Sie Flüchtende mit den armen Menschen vergleichen, die so grausam verfolgt, gequält und ermordet wurden. Nicht umsonst finden Sie bei der Suche nach "Opfer des Nationalsozialismus" vor allem Beiträge über den Holocaust und nicht über Juden, die das Land verlassen haben.

      Im Übrigen bin ich lieber unsympathisch, als dass ich jemandem das Wort rede, der andere Menschen ins Gefängnis stecken will, nur weil er seine Meinung kundtut. Wes Geistes Kind Sie sind, ist daher nicht schwer zu erraten. Keine Angst, die Ablehnung beruht auf Beiderseitigkeit.

    • Maybach (kein Partner)
      26. Juni 2011 15:40

      @PS
      Wenn man praktisch wie in vielen Fällen nach Jänner 1933 emigrierter Juden den gesamten Besitz einbüßt (Reichsfluchtsteuer, Minmalablösungen) und oft in Elend in der Fremde leben musste (Sie sehen wohl nur die wenigen Fälle erfolgreicher Emmigranten), dann ist man also kein Opfer? Betreiben Sie Ihre Sophistereien nur weiter. Bei den nach dem Wk 2 aus Osteuropa vertriebenen Menschen, die enteignet wurden, würde man ja wohl (zu recht) ebenfalls von Opfern sprechen, auch wenn Sie nicht umgebracht oder vergewaltigt wurden.
      Was immer Sie machen, bleibt Ihnen überlassen, ich bete nur darum, dass Sie nie irgendeine Position mit politischem Einfluss bekommen, was aufgrund Ihrer Asozialität ohnehin unwahrscheinlich sein dürfte.

    • PostScriptum
      26. Juni 2011 15:46

      Sie vergleichen Juden, die aus psychischem Druck das Land verließen, mit Deutschsprachigen, die mit körperlicher Gewalt vertrieben und ermordet wurden? Und das nennen Sie auch noch Sophisterei. Bitte geben Sie mir niemals Ihre Stimme.

    • einfacheinnick (kein Partner)
      26. Juni 2011 16:02

      Geh bitte, diese CQ ist doch nicht mehr als ein weiterer Agent provocateur (absichtlich nicht gegendert) mit der dämlich abgelutschten Keule.

      Juden sind Menschen wie alle anderen auch (oder nicht ... ahja, mir schwant da was), bei denen es endlich erlaubt sein sollte, sich über sie so zu äußern, wie man will! Der ewige Opferstatus erreicht genau das Gegenteil. .... Ups, das wird doch nicht beabsichtigt sein?

      CQ: HDÜH!

    • Maybach (kein Partner)
      26. Juni 2011 16:02

      C'est la guerre.

    • einfacheinnick (kein Partner)
      26. Juni 2011 16:04

      und dann gabs da noch die Sudetendeutschen ... das sind die ohne Lobby ...

    • xRatio (kein Partner)
      26. Juni 2011 16:19

      @PostScriptum

      In Sachen der Islam-Nazis geht es um die Wahrnehmung des Hausrechts, um Abschiebung, nicht um Mord.

      Zunächst habe ich Ihre Bemerkung zu den (freiwillig) "davonlaufenden Juden" ja bloß für einen (allerdings unverzeihlichen) lapsus linguae gehalten.

      Aber wie Ihren weiteren Gehirnfürzen zu entnehmen ist, meinen Sie das doch tatsächlich ernst.

      Geert Wilders wäre entsetzt, ausgemachte Dummdödel wie Sie auf seiner Seite zu haben.

      Wenn Dummheit strafbar wäre, bekämen Sie lebenslänglich.

    • Civil Qurage (kein Partner)
      26. Juni 2011 16:25

      @einfacheinnick - Also wenn Sie schon mit Lügen arbeiten möchten, dann sollten Sie sich vorher besser überlegen, was Sie wem unterstellen. So machen Sie sich ja nur lächerlich.
      Netter Versuch übrigens, mich zum Schweigen zu bringen. Jedoch: big fail.
      Andere Möglichkeit wäre, Sie sind wirklich so ein Verschwörungsjunkie und glauben den Blödsinn selbst. Dann rate ich Ihnen, gehen Sie viel an die frische Luft, lassen Sie den Wind ordentlich durch die Nase wehen, rauf ins Hirnderl und runter ins Baucherl und wieder raus und das immer und immer wieder bis es Zeit ist für die nächste Session beim Onkel Doktor.

    • Civil Qurage (kein Partner)
      26. Juni 2011 17:10

      @xratio "Geert Wilders wäre entsetzt, ausgemachte Dummdödel wie Sie auf seiner Seite zu haben."
      Erstens bin ich mir da gar nicht so sicher. Und zweitens geht es hier nicht um gescheit oder dumm. Es gibt genug dumme Menschen, die reinen Herzens sind. Das Problem mit Alt- und Neunazis ist ja nicht, wie leider viele Intellektuelle dauernd glauben machen wollten, und immer noch wollen, nur deren Dummheit. Das ist es nicht. Es sind Gefallene. Sie ließen sich gefangen nehmen und lassen sich, jetzt wie damals, von ihren Idolen in den Abgrund treiben, das Land gleich mit. Fatal ist, dass sie zur Zeit noch wirklich glauben, dadurch aus der Misere, in der wir alle uns befinden, herauszukommen. Tragisch irgendwie.
      So aber kommen wir nicht aus unseren Problemen heraus, ganz bestimmt nicht. Der einzige Weg, der einzige, ist es, mutig und mit allen Konsequenzen zu den Werten, die Europa groß machten, zurückzukehren. Das bedeutet unter anderem auch, ach so bequeme Lösungen (für keine Probleme) wie Abtreibung zu hinterfragen. Denn wir leben hier in einer Kultur des Todes, Leute. Wir selektieren, wir töten, was uns unlebenswert erscheint (Präimplatationsdiagnostik, PID). Wir behaupten, Krankheiten auszurotten und rotten Kranke aus (PID und auch Sterbehilfe). Europa hat sich längst vom Tod schwängern lassen. Und wundert sich, wenn es vom Leben überrannt wird. Wir sind alle dumm.

    • Civil Qurage (kein Partner)
      26. Juni 2011 17:25

      Das bedeutet auch - und hier bin ich wohl wieder ganz beim Thema - es nicht zuzulassen, dass Shariarecht angewendet wird. Was aber zumindest in Deutschland schon passieren soll, etwa beim Erbrecht, das Frauen benachteiligt. Es nicht zuzulassen, dass es Zwangsehen gibt, Ehrenmorde zu ahnden, Frauenrechte für alle Frauen gleichermaßen einzufordern und durchzusetzen, ganz egal um wen es sich handelt. Schächten zu verbieten, weil es grausam ist. Und so weiter, von den Hasspredigten in Moscheen ganz zu schweigen. Das alles darf es einfach innerhalb unserer Grenzen nicht geben. Basta.

    • PostScriptum
      26. Juni 2011 17:30

      @ CQ

      Schon blöd, dies alles ist bereits verboten und trotzdem tun es die Moslems tagtäglich. Was wollen Sie denn tun? Jeden Moslem auf Schritt und Tritt verfolgen lassen? Etwas noch härter sanktionieren, das im Moment sowieso nicht sanktioniert wird, weil sich niemand in diese Gegenden traut?

      Aber ja, wir werden es schon schaffen, mit Blumen und beten...

    • simplicissimus
      26. Juni 2011 17:36

      Civil Qurage: und woran liegt das ihrer meinung nach, dass wir morden (abtreiben) und auch sonst keine kinder mehr bekommen?

    • Civil Qurage (kein Partner)
      26. Juni 2011 18:21

      @Postscriptum: es einfordern.
      @simplicissimus: es liegt an unserem Gesellschaftssystem: etwa auch am Verlust der Individualität, am Verlust der Familie, am Verlust der Möglichkeit, ein Leben frei von staatlicher Obhut führen zu können, wenn man das möchte und so weiter. Alles Kernthemen der ÖVP - eigentlich. Und natürlich liegt es am Egoismus, an der Gier und an der bewussten Irreführung durch den Staat, ein Mensch hätte das Recht über Leben und Tod eines anderen zu entscheiden, solange dieser andere Mensch nur ein gewisses Alter noch nicht erreicht habe. An der Lüge, die Frau könne frei entscheiden. An der daraus folgenden Unterstellung, die Frau hätte frei entschieden. Keine Frau entscheidet frei, ihr Kind zu töten. Aber diese Perfidie der Tötungsindustrie natürlich macht es der Frau unmöglich zu trauern, das macht es ihr unmöglich darüber zu klagen. Denn es war ja ihre freie Entscheidung. Wann hören wir je, dass Frauen damit nicht zurecht kommen? Ist es wirklich so leicht, so bedeutungslos für jede Frau, die gezwungen ist, das zu tun? Oder haben wir einfach die Grenzen ganz unmerklich verschoben bekommen? Furchtbar das ganze. Es liegt an dieser unaufhörlichen Verlogenheit unserer Gesellschaft und der Bequemlichkeit.
      In einem Wort gesagt: an unserer Verdummung.

    • cmh (kein Partner)
      26. Juni 2011 20:17

      Am 21. Juli 1861, also dieser Tage vor 150 Jahren, fand die erste richtige Schlacht im Amerikanischen Bürgerkrieg statt. Sie endete mit einem Sieg der Konföderierten und der Krieg dauerte dann noch vier Jahre.

      Hätte die Union gewonnen, wäre der Krieg warscheinlich schon an diesem Tage vorbei gewesen und die Toten dieser ersten Schlacht hätten das Weiterleben der vielen andern ihnen dann noch folgen mussten, gesichert.

      Liebe cq,

      gerade weil Sie diesen Namen gewählt haben, müssten Sie eigentlich ps zustimmen. Hätten die Juden damals sich das nicht gefallen lassen, wäre der Krieg vielleicht viel früher aus gewesen. Auch hätte Schuschnigg handeln sollen und Gefallene in Kauf nehmen müssen.

      Damals war die Zeit zum Handeln. Heute werden darüber nur Krokodilstränen vergossen über eine Sache, die nicht mehr zu ändern ist.

      Die Israelis haben diese Lektion verstanden. Seien Sie daher nicht päpstlicher als der Papst.

      Und abgesehen davon. Der Gott der Christen ist kein Rachegott und auch kein Kriegsgott. Er hat uns auch nicht gesagt, wer bestraft wird und wer nicht. Nichteinmal von Judas kann man ruhigen Gewissens sagen, dass er in der Hölle ist. Und der hat immerhin Christus (mehr geht nicht) selbst verraten.

      Also versuchen Sie nicht das Richterlein zu spielen und andere zu verdammen. Und wenn Sie das schon unbedingt machen müssen, dann schauen Sie sich um und überlegen Sie besser, wer auf Ihrer Seite ist und wen Sie auf Ihrer Seite durch ünüberlegte Handlungen schaden.

    • byrig
      26. Juni 2011 21:06

      civil courage,sie haben es fast geschafft:durch ihre eigentlich voll am thema vorbeigehenden zuschriften den erfolg geert wilders und weiters auch den erfolg für die europäer zu schmaälern bzw.davon abzulenken.mit der üblichen ns-juden-masche.
      damit kann man ja bis heute alles kaputtmachen-oder alle preise gewinnen.
      der hinweis auf ihre angebliche övp-nähe trifft mich besonders.denn auf vermeintliche "bürgerliche" wie sie sollte die övp verzichten.zumal ihre argumente eher gegen unser volk gerichtet sind.

    • Jennerwein (kein Partner)
      26. Juni 2011 22:27

      @byrig
      Ja PS und Wilders sind Helden unserer Zeit, und wer sie kritisiert ist ein linker Falott.
      Mein Gott beneidenswert, ist Ihr Leben herrlich simpel.

    • Undine
      26. Juni 2011 22:36

      @byrig

      *********!!

    • Mut zur Heimat (kein Partner)
      26. Juni 2011 23:02

      @Undine

      ********** !!

    • xRatio (kein Partner)
      27. Juni 2011 00:20

      @byrig 26. Juni 2011 21:06

      Sie haben Roß und Reiter verwechselt.

      "Geschafft" hat, was Sie monieren, nicht Civil Qurage, sondern der darob bereits mehrfach vorgeführte ForenClown PS, der es doch glatt fertig brachte, Moslems und Juden in einen Topf zu schmeißen und sich dabei ganz nebenbei auch noch als Antisemiten zu outen.

    • Maybach (kein Partner)
      27. Juni 2011 09:08

      Sehr richtig, xratio! Das sollte den PS-Fans mal ins Stammbuch geschrieben sein!

    • Civil Qurage (kein Partner)
      27. Juni 2011 09:33

      Ich verstehe weder den Bezug zur ersten Schlacht des amerikanischen Bürgerkriegs, noch zu Judas. Noch, warum Sie glauben, ich hätte irgendetwas von einem Rachegott gesagt.
      Wenn Sie meine Meinung dazu hören möchten, kurz und knapp - meist ist es nicht Gott, der straft. Der Mensch handelt gegen die Gebote und straft sich damit selbst. (Das Thema ist eigentlich ein Romanthema.) Das aber wird den Menschen längst verschwiegen, weil es so viel leichter ist, die Menschen zur Sünde zu verführen und jemand hat ein großes Interesse, dass die Menschen sündigen, aber dieser jemand ist nicht Gott, wie sich leicht beweisen lässt. Wir könnten es so sagen: es ist zum Beispiel jener Teil der Industrie, der davon lebt, dass Menschen sich immer weiter von Gott entfernen, wie die Tötungsindustrie (Abtreibung, Drogenglorifizierung..). Oder die Industrie des Terrors. Jeden Terrors, Linksterrors, Rechtsterrors, egal. Industrie des Krieges. Naja, jetzt ist die versprochene Knappheit in Gefahr, ich denke aber, Sie wissen in etwa, was ich meine.
      Das Judasthema möchte ich hier nicht einmal streifen, weil ich sonst nächste Woche noch an diesem Posting sitze. Nur so viel: der Gute, Heldenhafte, zu dem ihn die Atheistenindustrie machen möchte, war er bestimmt nicht.

    • Civil Qurage (kein Partner)
      27. Juni 2011 09:46

      Obiges Posting von 9:33 war Antwort auf cmh von gestern 20:17

      @ byrig gestern 21:06
      Ihr erster Angriff wurde von Mitpostern bereits erwidert.

      Diesen beantworte ich selbst: "der hinweis auf ihre angebliche övp-nähe trifft mich besonders.denn auf vermeintliche "bürgerliche" wie sie sollte die övp verzichten.zumal ihre argumente eher gegen unser volk gerichtet sind." Ich, byrig, werde aber weiterhin um Sie kämpfen und Sie hoffentlich einmal überzeugen, dass das wahre Bindeglied aller ÖVP-Wähler und Wählerinnen der Gedanke vom Volk Gottes ist. Wir haben das größte Wahlprogramm aller Zeiten zu vertreten und müssen uns dessen würdig erweisen. Die Klügsten unter uns werden das bald checken.

    • ProConsul
    • Civil Qurage (kein Partner)
      27. Juni 2011 10:29

      @ProConsul
      Ich folge prinzipiell keinen Links vor allem nicht zu mir unbekannten Adressen. Ich hatte einmal - wohl auf diese Weise - einen Trojaner an Bord. Abgefangen! :-p

      Wenn Sie mir also etwas zu sagen haben, dann tun Sie es bitte hier auf Ihre eigene Weise.

    • Civil Qurage (kein Partner)
      27. Juni 2011 10:36

      Nachtrag: Ich folge natürlich schon Links, aber eher nicht von Forenpostern, vor allem nicht wenn es um Themen wie diesem hier geht.

    • cmh (kein Partner)
      27. Juni 2011 10:40

      cq

      Ihr Beitrag ist wichtig. Allerdings in einem anderen Sinn als es Ihnen scheinen mag.

      Aber bringen wir die Sache zu einem Ende.

      Das ist kurz: Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. So stehts im Evangelium.

      Churchill meinte in gleicher Weise etwa: Wenn die Gegenwart über die Vergangenheit zu Gericht sitzt, dann verliert sie die Zukunft.

      Und schließlich was die erste Schlacht von Bull Run mit dem Thema zu tun hat? Nichts, außer dass ich erfolgreich versucht habe, ein historisches Thema einzuflechten. Wenn Sei anderer Ansicht sind, dann lassen Sie bitte auch diese Judenvertreibung bei diesem Thema aus dem Spiel.

    • Civil Qurage (kein Partner)
      27. Juni 2011 11:03

      @cmh
      1. Es ist mir egal in welchem Sinne Sie oder Postscriptum meine Beiträge für wichtig halten. Oder ob Sie sie überhaupt für wichtig halten.
      2. Ich habe das Thema der Judenvertreibung nicht ins Spiel gebracht.
      3. Zu meinem Richterspruch gegen Postscriptum stehe ich und ich weiß, dass auch ich gerichtet werde.
      4. Wann "wir" die Sache zu Ende bringen, entscheide ich.

    • Civil Qurage (kein Partner)
      27. Juni 2011 11:16

      @cmh Ah ja, falls Sie andeuten wollten, dass die Effen (FPÖ) von mir klauen könnten - nur zu. Je schneller ihr ins Schlittern kommt und strauchelt, desto lieber ist es mir. Denn nie wird es mir leichter gefallen sein, euch der Lüge und Falschheit zu überführen, als wenn ihr euch auf ein Gebiet begebt, das so ureigen nicht eures und so ureigen unseres ist.

    • Civil Qurage (kein Partner)
      27. Juni 2011 11:20

      Ihr Sympathisanten von Katholikenmördern.

      JETZT bringen wir die Sache zu Ende.

    • Lisa
      27. Juni 2011 15:12

      Ach du meine Güte, wo ist denn @Civil Qurage entlaufen!?!

  18. HJR
    25. Juni 2011 14:05

    Ausnahmsweise möchte ich heute als Kommentar zu Herr Rinnhofers ausgezeichnetem Posting einen weiteren Hauptbeitrag posten:

    So Recht Sie haben, Herr Rinnhofer, fürchte ich, dass die Zeiten des "redlichen intellektuellen Dialogs" Geschichte geworden sind. In Gesellschaftssystemen, welche als System und für jeden einzelnen Citoyen den (meist als ökonomisch definierten) "Erfolg" (im Gegensatz zu einem "gelungenen Leben") als oberstes Ziel angeben, führt der redliche intellektuelle Dialog nur im einfachen Fall zu einer Lösung (die aber auch oft genug mehrer Jahrhunderte des Dialogs bedurfte), während alle komplexen Probleme (und das sind die meisten in unserer "globalisierten Welt") intellektuell nicht gelöst werden können. Daher auch der Rückzug der Philosophie aus der "Moderne".

    Andererseits hat die Wissenschaft inzwischen längst erkannt, wie sehr das Denken und das daraus resultierende Handeln von der Sprache beeinflusst, um nicht zu sagen "bestimmt", wird. Folgerichtig sitzen inzwischen Legionen von Psychologen und Statistikern im Marketing und in der Werbung und versuchen, unterstützt durch ständig verbesserte Software, das Kundenverhalten zu analysieren und prognostizieren. Auch die Politik hat das erkannt und die Methoden der "Propaganda" entsprechend verfeinert, sodass heute jeder kleine NGO und jede Lobbygruppe auf eine Fülle von computergestützten Werkzeugen zur "Kundenbeeinflussung" und "-steuerung" zurückgreifen kann.

    Während sich die Bildungseinrichtungen immer noch damit herumschlagen, den Stoff, der 1950 aktuell war, an eine zunehmend "bildungsfeindlichere" Klientel zu vermitteln, wird der Einzelne am Ende seiner Schulzeit mit einem intellektuellen "Werkzeugkasten", der im Vergleich zu den oben geschilderten Instrumenten wie eine Heimwerkerbox wirkt, ins Leben entlassen und steht den ökonomischen und politischen Steuerungsmaßnahmen unwissend bis hilflos gegenüber.

    Das ist auch der Grund, warum einzelne Stimmen eine "Aufklärung von der Aufklärung" fordern. Denn die Früchte der Aufklärung haben uns intellektuell in ein mindestens so großes Desaster geführt, wie es verkehrstechnisch das Automobil bewirkt hat. Ich bezeichne dies gerne als das "Zauberlehrlingsyndrom" (... die ich rief, die Geister, werd' ich nun nicht los!)

    Und da es unwahrscheinlich ist, dass wir zur "intellektuellen Redlichkeit" - zumal in einem globalen Maßstab - zurückkehren, kann ich es nur dem Lauf der Geschichte (und vielleicht dem "dialektischen Prozess") überlassen, dafür eine Lösung zu finden.

    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • PostScriptum
      25. Juni 2011 14:16

      Stimmt, vielleicht sollten wir einfach wieder zur Feudalherrschaft zurückkehren und den Bürger entmündigen. Danke für diesen Appell!

    • simplicissimus
      25. Juni 2011 14:30

      bei den meisten dingen gibt es ein optimum, natürlich auch beim aussprechen seiner meinung. menschen, die zu 100% ehrlich wären, sind in kürzester zeit gesellschaftlich untragbar geworden, da sie nicht nur jeden beleidigen, sich selbst bloss stellen und hilfsbedürftige vor den kopf stossen, sondern auch je nach stimmungslage häufig schwankende meinungen von sich gäben.
      darüber gibt es einen netten film, in dem der erste mensch in einer totalen wahrheitswelt durch erfindung reiner lügengeschichten (in dem fall einer art religion oder weltanschauung(SIC!)) plötzlich zum guru-artigen star aufsteigt.
      von einem extrem ins andere.
      karl rinnhofer hat sehr treffend analysiert, dass grenzen zwischen meinung und verleumdung zu ziehen sind. auf dieser basis muss es weitestgehende meinungsfreiheit geben, das ist, wie au treffend darstellt, auch die basis der stärksten gesellschaften.
      es würde mich interessieren, was sie unter "aufklärung von der aufklärung" verstehen. prävention gegen verführungen durch verbot bestimmter aussagen?

    • Karl Rinnhofer
      25. Juni 2011 14:42

      @HJR
      Vielen Dank für Ihre beiden sehr anspruchsvollen, interessanten Beiträge, mit denen Sie das aktuelle Thema in den Kontext der europäischen Philosophie stellen, die sich möglicherweise tatsächlich von der Moderne zurückgezogen hat. Es ist mir bewusst, dass ich mit dem Appell nach "intellektueller Redlichkeit" konventionell, vielleicht nicht zeitgemäß und gewissermaßen unter Berufung auf obsolet Gewordenes argumentierte. Werde noch einige Zeit brauchen, mich mit Ihrem anspruchsvollen, jedenfalls dankenswerten Beitrag auseinander zu setzen.

    • Undine
      25. Juni 2011 14:55

      @HJR

      Ich will aus Ihrem sehr interessanten Kommentar nur einen Punkt herauszupfen:

      "Folgerichtig sitzen inzwischen Legionen von Psychologen und Statistikern im Marketing und in der Werbung und versuchen, unterstützt durch ständig verbesserte Software, das Kundenverhalten zu analysieren und prognostizieren. Auch die Politik hat das erkannt und die Methoden der "Propaganda" entsprechend verfeinert, ...."

      Ich bin der Meinung, daß sowohl die Marketing- und Werbeindustrie einerseits, als auch die politische Propaganda andrerseits die ERKENNTNISSE der PSYCHOLOGIE in krassester Form MISSBRAUCHT und auch vor den Kindern nicht Halt macht und sich somit der Prostitution schuldig macht. Im Falle der Politik läßt sich die Psychologie in schamloser Weise ausschließlich vor den LINKEN Karren spannen.

    • HJR
      25. Juni 2011 16:56

      @simplicissimus
      Die "Aufklärung von der Aufklärung" fußt (salopp gesprochen) auf der Erkenntnis, dass die Aufklärung zwar zum Einen einen (vorwiegend technisch-wissenschaftlichen) Fortschritt befördert hat, der an verschiedenen Stellen (welche hauptsächlich die Ökologiebewegung artikuliert) bereits zum Problem geworden ist oder zu werden beginnt, andererseits aber kulturell im Vergleich dazu beinahe keinerlei Anstöße gegeben hat (es sei denn, Sie möchten die moderne, auch schon wieder kritikbedürftige, westliche Demokratie als solche verstehen). (Vgl. z.B. Horkheimer: Dialektik der Aufklärung)
      Horkheimer meint, die Aufklärung sei gescheitert, weil in ihrer instrumentellen Vernunft schon Herrschaft über Menschen und Naturbeherrschung angelegt seien. Damit schlägt die Vernunft, die vom Mythos befreien wollte, selbst in den Mythos des bloß Bestehenden zurück. Das gilt besonders auch für die Kulturindustrie, die als Massenbetrug im Zeichen der Aufklärung entlarvt wird.

      @Karl Rinnhofer
      Danke für die sehr freundliche Aufnahme meiner Beiträge. Ich darf hinzufügen, dass ich Ihren Appell keineswegs als "out of time" verstanden habe - im Gegenteil. Ich wollte nur anmerken, dass "intellektuelle Redlichkeit" nach meiner Einschätzung kein vom Zeitgeist favorisiertes Thema ist.

      @Undine
      Was den Missbrauch der psychologischen Erkenntnisse und Verfahren durch den "Kommerz" anbelangt, bin ich mit Ihnen einer Meinung. Aber offenbar stehen wir beide auf dem Boden einer gewissen "Moralität", vor welcher sich "so etwas nicht gehört". Diese Moralität liegt jedoch dem Kommerz nicht zugrunde (oder doch sehr fern); damit ändert sich für diese Leute der Beurteilungshintergrund.
      Was den Missbrauch durch die Politik anbelangt, so war die Psychologie - so sehe ich das jedenfalls - besonders in den USA und später natürlich auch in Europa ein willkommenes "Add-On" zu den hierorts schon heftig implementierten und beherrschten Methoden und Instrumenten der Propaganda (insbesonders der NSDAP). Anders als beim Kommerz, sollte die Politik jedoch eine (in manchen Verfasssungen wenigstens in homöopathischen Dosen noch verankerte) Moral besitzen. Daher ist es der Poltik - besonders den Poltikern, welche diese Methoden dazu einsetzen, ihr eigenes Wohl oder das ihrer Partei fördern - übel zu nehmen, wenn sie dieserart das Gemeinwohl-Gebot missachten und damit den demokratischen Auftrag an die Politik konterkarieren.

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • Undine
      25. Juni 2011 21:31

      @HJR

      Was mich so empört, sind die tiefen Spuren, die die Werbe-Psychologie bei den Kindern hinterläßt! Die Kinder unterhalten sich untereinander nicht nur mit lauter Phrasen und Floskeln, die sie im Fernsehen aufgeschnappt haben, sie erliegen auch völlig ungeschützt der TV-Werbung, die sie für bare Münze halten. Wenn ihnen tagtäglich eingetrichtert wird, daß eine Kindermilchschnitte genau so wertvoll ist wie ein Glas Milch oder ein Steak oder was weiß ich (ich vermeide tunlichst die Werbung!), ja warum trinken sie dann nicht ein Glas Milch? Oder die Vitaminzuckerl "Nimm 2"!
      Wenn schon gedankenlose Mütter auf diesen Schmarren hereinfallen, wie soll man es dann den Kindern verargen, wenn sie ständig naschen und davon fett und krank werden? Das ist Mißbrauch der Erkenntnisse der Psychologie, und denen, die diese Werbung ausklügeln, ist es ganz gleichgültig, was sie damit anrichten.
      Und genauso "anfällig" und leicht verführbar sind die Kinder, wenn sie von der Polizik entdeckt werden. Das das Unterrichtsfach "Politische Bildung" ausschließlich LINKE (rot-grün-kommunistisch angehauchte) Bildung meint, ist leider selbstverständlich.

    • Undine
      25. Juni 2011 21:35

      Nur der Vollständigkeit halber: Die angeblichen Vitaminzuckerl "Nimm 2" gaukeln auch nur vor, daß sie so gesund seien wie frisches Obst! Die Kinder naschen nur lieber Zuckerl, als daß sie Obst essen, und naive Mütter fallen auf diesen Schmäh herein.

    • ProConsul
      25. Juni 2011 21:36

      zu dem von Philipp (negativ) angesprochenen Feudalismus, möchte ich folgendes einwerfen:
      "Feudalismus ist in den vergangenen zwei Jahrhunderten ein heftig mißbrauchtes und verunglimpftes Schmähwort gewesen. ... [insbesondere] von Intellektuellen im geistigen Dienst des modernen, absoluten Staates, ob monarchisch, republikanisch oder demokratisch. [Tasächlich] ist Feudalismus eine Erweiterung und Anpassung der verwandtschaftlichen Verknüpfung zu einem Schutzbündnis mit der Landsknecht- oder Ritterschaft. ... Im Gegensatz zum modernen Staat mit seinem Prinzip der territorialen Souvernänität waren während der längsten Zeit einer tausendjährigen Periode im Westen Schutz, Rechte, Wohlfahrt, Autorität und Ergebenheit in einer persönlichen, nicht territorialen, Verbindung begründet. Der 'Mann' eines anderen Mannes zu sein, welcher der 'Mann' noch eines weiteren Mannes war, und so weiter bis zur Spitze der feudalen Pyramide, jeder dem anderen entweder Dienst oder Schutz schuldend, bedeutet, in einem Feudalverhältnis zu stehen. Im feudalen Bund ist sehr viel von der Beziehung zwischen Krieger und Kommandant enthalten, aber noch mehr von der Beziehung zwischen Vater und Sohn, Verwandtem und Patriarchen. ...[Das bedeutet, feudale Verbindungen sind im wesentlichen] private, persönliche und vertragsmäßige Beziehungen. ... Die Unterordnung des Königs unter das Recht war eines der wichtigsten Prinzipien im Feudalismus." (Robert Nisbet, Prejudices: A Philosphical Dictionary, S.125-31)

    • HJR
      26. Juni 2011 10:46

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

      @Undine, 21:31+35
      Was Auswirkungen auf die Kinder (und der "Nimm-2-Beispiele" gibt es viele) betrifft, bin zunächst mal Ihrer Meinung. Allerdings gebe ich zu bedenken, das sich die Werbung (ähnlich einer Doppeldrohung im Schach) an zwei Ziele richtet: Einerseits an die Kinder (die es verlangen sollen, weils gut schmeckt und weil 2 besser sind als 1) und andererseits an die Mütter, deren Kaufmotivation mit den "Vitaminen" angeregt und deren "gleichzeitiges schlechtes Gewissen wegen der Süßigkeiten damit beruhigt werden soll. Aber sind es nicht die erwachsenen Mütter, die in die Falle gehen, weil sie die Perfidie nicht durchschauen und keine Argumente finden, der "Erpressung" zu wehren?

      Das meinte ich, als an anderer Stelle schrieb, dass uns die Schule mit allem möglichen Unsinn füttert, aber nicht dafür sorgt, dass wir z.B. über diese "geheimen Verführer" Bescheid wissen, wenn uns die Schule ins Erwachsenenleben entlässt.

      An dieser Stelle muss ich eine heftige Lanze für die angelsächsisch-amerikanischen Einstellung zum Leben brechen, die überwiegend davon ausgeht, dass ein jeder für sein Leben (sowohl materiell als auch intellektuell) selbst verantwortlich sei. In Europa neigen wir - warum auch immer (Ortega y Gasset hat mit dem "Aufstand der Massen" in den 40er-Jahren des vorigen Jahrhunderts eine Begründung und Prognose dazu abgegeben) - alle Fragen, die uns das Leben vorlegt, vom Staat lösen zu lassen und das dürfte auch der für das Übergewicht der auf dieser Welle schwimmenden "Linken" sein.

    • cmh (kein Partner)
      26. Juni 2011 12:04

      Was haben eigentlich alle gegen den Feudalismus? Der ist doch gängige Methode bei der Postenbestellung in allen mölichen öffentlichen Unternehmen. Oder was ist denn der "Freundeskreis" im ORF anderes.

      Der Feudalismus des Mittelalters war ein in hohem Maße juristisch ausformuliertes Instrumentarium zur Besetzung von Vertrauensposten.

      Heute wird das genau gleich gemacht - nur fehlt der juristische Unterbau.

      NB

      Bitte nicht immer auf Reizwörter ohne weiteren Reiz und reizlos reagieren. Sie kommen meistens immer mit mehreren Bedeutungen daher.

      z.B. Aristokratie kann den Zustand beschreiben, dass es eine Gruppe von bürgern gibt, denen es eben nicht gleich ist, wenn die Dinge formlos und formloser ablaufen, sondern die auf ein gewisses Maß an Selbstbenehmen achten um die Funktion des Staates als Gemeinschaft aufrechtzu erhalten.

      Aristokratie, zumal rote, ist eine abgeschlossene Ausbeuterklicke, die sich ein edles Mäntelchen umhängt und von allen anderen alles verlangt ohne dabei im Gesicht rot zu werden.

      Also, bitte nicht nur lesen, sondern auch zuhören.

  19. HJR
    25. Juni 2011 12:37

    Im deutschen (TV-)Kabarett gibt es eine Reihe "Neues aus der Anstalt". Diese Anstalt stellt das Refugium dar, in welchem ein paar "Narren" ihre "irren" Gedanken äußern können, weil diese nicht in die "heile" Außenwelt dringen und das "Zoon Politikon" (das in Wahrheit der "Höhlenbewohner" Platons ist) mit einer unerträglichen Wirklichkeit konfrontieren können.

    Deshalb qittiert das Publikum die Sicht auf diese unverzerrte, unverhüllte Wirklichkeit mit Lachen, das - wie die Verhaltensforschung inzwischen weiß - eine Geste der Hilflosigkeit, der Überraschung und manchmal auch der Verzweiflung sein kann.

    Die Höhle des Platon wird im Unterberger-Blog nicht ganz zu Unrecht zum Gefängnis. Allerdings ist das ein "freiwilliges" Gefängnis, denn jeder seiner Insassen hat den Entlassungsschein in Form seiner zwar schon von den alten Griechen, spätestens aber von der Aufklärung (wieder-) entdeckten Vernunft in der Tasche, deren mutiger Gebrauch sofort alle Gefängnispforten öffnen würde. Allerdings stünde das Zoon Politikon dann ahnungsvoll und angsterfüllt in einer großteils unbekannten (weil nie betretenen, von Sartre als der "Verdammnis zur Freiheit" und von Heidegger das "Nichts, zu dessen Statthalter der Mensch wird" bezeichnet) Welt und fürchtet sich davor, mit diesem Schritt die Klippe zu überschreiten die den Sturz ins "Bodenlose" bedeutet. Und das ist der Grund, warum das Zoon Politikon lieber im Gefängnis bzw. in der Höhle bleibt. Und daher verliefen alle Versuche, die Vernunft und die aus ihr sich ergebenden Schlüsse zur Grundlage der "Höhlengemeinschaft" zu machen, letzten Endes im Sande.

    Und auch die derzeitige Höhlengesellschaft - in welcher solche Gruppen wie die Genderbewegten, die Klimabesorgten, die Ökobewussten und zuguterletzt auch noch Konservative, Linke, Christen und Muslime ein lautes Szepter schwingen - wird noch in vielen weiteren Jahrhunderten vor dem Wegreißen des Vorhanges zurückschrecken. Denn das ist den Narren vorbehalten - wenigstens für einige kurze Momente.

    Wir sollten uns dessen bewusst sein: Die in heutiger Form gerade mal zweihundert Jahre bestehende "Demokratie" ist ihren einfachen und plausiblen Anfangskonstruktionen dank der erwähnten "Schreihälse" längst auf dem Wege in einen Zustand zwischen dem Athener Scherbengericht und Hobbes' Leviathan. Ob und wo wir anhalten werden, ist ungewiss.

    • HJR
      25. Juni 2011 12:40

      Ach, ja
      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • simplicissimus
      25. Juni 2011 13:22

      habe "neues aus der anstalt" zweimal gesehen, einmal war es kampfprogramm gegen sarrazin, in dem leute, die zumindest teile seiner meinung gelten lassen und ernsthaft diskutieren, mit pointen, wie "das wird man ja noch sagen dürfen" verunglimpft und verunsichert wurden.

      daher "neues aus der anstalt" - nein danke, es sei denn, man möchte über politische gehirnwäsche etwas lernen. inhaltlich vertritt die sendung ohnehin nur den zu 95% dominierenden pc-correcten politischen mainstream.

    • contra
      25. Juni 2011 14:24

      @simplicissimus

      Schließe mich dieser Ihrer Analyse zu 100% an.
      Die "Anstalt" nährt sich absolut aus der PC! :-(

    • HJR
      25. Juni 2011 17:08

      @simplicissimus & contra
      Möglicherweise habe ich durch meinen 20-jährigen Aufenthalt in Deutschland (und einen deutschen Vater) einen anderen Zugang zum deutschen Kabarett. Ich habe jedenfalls viele der Folgen gesehen. Dabei gab es auch immer wieder mal solche, die mich nicht vom Hocker rissen. Aber allein die wenigen wirklichen Höhepunkte, z.B. im Duo Priol + Schramm waren (für mich) Leckerbissen, denen wir dzt. in Österreich nichts Gleichwertiges entgegenstellen können.

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • brechstange
      25. Juni 2011 21:56

      @hjr
      Dieses Kabarett ist wirklich Spitzenklasse. Natürlich auf Deutschland bezogen.
      So etwas fehlt in Österreich, bei uns gibt es fast nur mehr Kabaretts unter der Gürtellinie.

    • HJR
      26. Juni 2011 10:50

      @brechstange
      Danke für die Bestätigung meiner Sicht!

    • cmh (kein Partner)
      26. Juni 2011 12:22

      Die Christen in der Höhle sind die "Christen", denen wir das ganze Schlamassel zu verdanken haben. Die sich von der Aufklärung und von den Agnostikern alle ihre Werte nehmen haben lassen und die jetzt mit vermindertem Inhalt und höheren Kosten zurückkaufen müssen.

      Die ihre Heiligen als Reste eines Pantheons ansehen in den man erst dann aufsteigen darf, wenn man ein Wunder rechtsgültig vollbracht hat, die aber dann nur mehr für Ammenmärchen gut sind.

      Die keinen Grund sehen, Vorbilder anzuerkennen, entweder weil die noch kein Wunder vollbracht haben oder die weil ein Wunder vollbracht und Heilige geworden sind - siehe oben - und daher außer zum antichambrieren nicht mehr zu gebrauchen sind.

      Die nicht aufschreien, wenn sie mit Moslems und - ja auch - Juden in einen Topf geworfen werden und ihren Glauben nur noch als eine Möglichkeit unter mehreren und dabei möglicherweise nicht als den besten ansehen.

      Die vergessen haben, dass es ihre Erlösung ist, die die Menschenrechte, die Demokratie und das Gewissen für jeden Glaubigen im Guten und im Schlechten gebracht hat.

      Die vergessen haben, dass eine Theodizee nur sie ihrem Gott zumuten dürfen.

      Die vergessen haben, dass der Glaube nicht vom Himmel gefallen ist, sondern sich im aktuellen Vollzug immer wieder bestätigen muss.

      Die nicht wissen, dass sich diese Reihe immer weiter fortsetzen lassen muss.

      Die "Christen", die es nur dem Wort nach sind, die sind freilich noch in der Höhle angekettet. Die wirklichen Christen tragen keine Ketten, auch wenn sie noch in den Höhlen sitzen.

  20. Helmut Oswald
    25. Juni 2011 10:42

    Die PC unserer Tage ist hinsichtlich ihrer praktischen gesellschaftspolitischen Wirkungen nur noch vergleichbar mit der Bedeutung des Antisemitismus von der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert - noch beherrscht sie nicht den gesamtgesellschaftlichen Raum flächendeckend, aber sie ist weit verbreitet und hinsichtlich ihrer diskriminierenden Wirkungen ein Drohpotential, das existenzvernichtend wirken kann. Vergleiche mit der Affäre Dreyfuss in Frankreich können wohl richtungsweisend sein. Tatsache ist, daß hinter der friedlichen Maske der PC - vgl. die Gutmenschen Diskussion von voreben - durch den Fanatismus der Halb- und Viertelgebildeten eine Atmosphäre geschaffen wird, die regelmäßig Andersdenkende der öffentlichen Anfeindung aussetzt. Trolle zu diesem Blog sind nur die leise Begleitmusik zu diesem mittlerweile unüberhörbaren kakophonischen Orchester, daß sich ungefragt bei nahezu jeder öffentlichen Debatte geräuschvoll in Gang setzt. Vor 90 Jahren hätten dieselben Leute 'Juden raus' gerufen, vor 200 Jahren hätten sie gerufen 'die Hexe muß brennen'. Das niederländische Gericht war mutig - das österreichische hat feige vor dem grünkommunistischen Pöbel und der linksblöden Hetzpresse kapituliert. Feigheit vor den Feinden der Freiheit ist stets die Wegleitung zur Diktatur des Pöbels gewesen. Es bedarf der Gegenwehr der Freien.

    • simplicissimus
      25. Juni 2011 12:58

      aus der seele gesprochen.

    • Undine
      25. Juni 2011 13:39

      @Helmut Oswald

      Ihre Kommentare zu lesen ist immer ein Gewinn! *******!
      Die Rolle der linken Trolle hier im Blog haben Sie gut eingeordnet; die Handlanger von ZARA und DÖW und ähnlichen unsinnigen und teuren Organisationen lassen manchmal ganz schön deutlich grüßen. Die Diktatur der PC hat uns fest im Griff, das Denunziantentum feiert fröhliche Urständ'.

    • diko
      25. Juni 2011 16:11

      aus der Seele geschrieben.

    • terbuan
      25. Juni 2011 16:32

      Ich sehe es auch so! *****!

    • HJR
      25. Juni 2011 17:09

      Danke! ********!

    • Helmut Oswald
      26. Juni 2011 11:53

      Danke Euch für die Zustimmung ! Ich bin froh, mich mit Euch gemeinsam zu wissen.

    • denke (kein Partner)
      28. Juni 2011 11:54

      Gilt diese Freiheit auch für Hermann Nitsch?

  21. HJR
    25. Juni 2011 10:40

    Schon wieder STAR(L)-WARS?

    Bezugnehmend auf den nun schon wieder mehrmals geäußerten Verdacht auf eine "Halbsternderl-Mafia":

    Zur Vermeidung eines weiteren Rückfalls in den Kindergarten (meiner liegt schon mehr als 60 Jahre zurück, meine 3-jährige Enkelin besucht gerade einen) bitte ich Herrn Unterberger inständig, diese unglückselige Sternderlmania samt "best of day" und "best of month" endlich zugunsten eines ersprießlichen Erwachsenen-Dialogs abzuschaffen.

    Auch hätte ich keinerlei Einwand dagegen, dass man hier unter seinem Klarnamen postet - meiner ist Horst Josef Rathbauer.

    Freundschaft!
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • Gerhard Pascher
      25. Juni 2011 12:15

      Ich brauche keine und vergebe keine Sternderl.
      Was mir auch aufgefallen ist: die - durch die Halbsterne - 10teilige Abstufung wird ohnehin kaum angewendet, meistens sind es volle 3. Wenn jemand aber 2 1/2 Sterne vergeben hat, dann wurde der Cursor oft nicht ganz auf das rechte Sternderl gelegt und somit (irrtümlich) nur als Halbstern erkannt. Statistisch konnte auch festgestellt werden, dass frühere Beiträge vermehrt zu Sternen führen. Dies kann damit zusammenhängen, dass der Mensch sich gerne anderen Meinungen anschliesst (Wo Tauben sind, fliegen ...).
      Nach diesem langen Probelauf sollte das ganze System neu bewertet, ggfs. überarbeitet oder auch ersatzlos gestrichen werden.

    • Wertkonservativer
      25. Juni 2011 12:25

      Ein richtiger - und auch mutiger Schritt, werter Herr Rathbauer!

      Soweit kommts noch noch, dass wir uns vor irgendwelchen Staats- und Mafia-Schergen, oder irgendwelchen feigen Anonymlingen fürchten müssten!

      Ich mach' es wie Sie: hier gleich meine offizielle und persönliche Mail-Anschrift:
      "gerhard@michler.at" !

      Was ich schreibe, kann ich auch verantworten; allfälligen Anwürfen oder Störmanövern sehe ich mit der mir eigenen Gelassenheit entgegen.

      Frauen- und Mannesmut vor "Fürstenthronen" und anderen Ungustln, das ist die Devise!

      Meine Hochachtung, Herr Rathbauer!

    • Brigitte Imb
      25. Juni 2011 13:34

      Hochachtung meine Herren, dass Sie nun auch mit dem wahren Namen Ihre Schriftstücke zeichnen!!

      Meiner Meinung nach wird nur ein "wahres" Gegenüber wirklich ernst genommen, bzw. beachtet, und nur mit wahrem Namen kann man den Widersachern entgegentreten.

    • Gerhard Pascher
      25. Juni 2011 13:54

      Sternensegen:
      oft sind die Subkommentare sehr gut, können nach dem derzeitigen System aber nicht bewertet werden

      Anonymität:
      da gibt es Leute, welche in einer (politischen?) Funktion sind und aus Rücksicht auf diese nicht ihren Namen nennen wollen/dürfen/können. Andererseits würde die volle Namensnennung sehr zur Qualitätsbereicherung des Diskussionsforums beitragen. Man sieht ja - auch in anderen Foren - wie primitiv und beleidigend sich da Leute unter einer Anonymität (also mit nickname) ausdrücken. Wer etwas mit seinem Namen aussagt, der hat es sich sicher gut überlegt und steht auch dafür ein. Leserbriefe werden ja auch nur unter dem wirklichen Namen abgedruckt werden. Dies wird auch von den meisten Zeitungen so gehandhabt, wobei es ganz wenige berechtigte Ausnahmen gibt.

    • simplicissimus
      25. Juni 2011 14:13

      mir ist das sternderlthema nicht so wichtig. natürlich freut man sich, wenn man einmal hoch bewertet wird, aber das ist sehr blogspezifisch und auch technisch bedingt (siehe pole position eines frühpostings).

      trotz der zustimmung unserer mit unter echtem namen postenden freunden empfehle ich aber allen nickname-mitpostern hier, ihre identität nicht unbedingt bekanntzugeben, vor allem, wenn sie manchmal harschere kritik loswerden wollen.
      allzuleicht könnte man von politisch andersdenkenden und übelwollenden zumindest belästigt werden.
      ausserdem sind die heutigen meinungsparagraphen (vor allem die geplanten) so schwammig gestaltet, dass man sich bei themen wie dem islam sehr sehr vorsichtig ausdrücken muss, um nicht womöglich gleich 2 jahre auszufassen. daher stellt sich immer mehr die frage, was will man: eher ungeschminkte oder eher diplomatisch ausgedrückte meinung?

    • contra
      25. Juni 2011 14:38

      @simplicissimus

      Einmal mehr volle Zustimmung, ich bevorzuge ebenfalls ungeschminkte Meinungsäußerung und die ist nicht immer problemlos in unserem Land!

    • PostScriptum
      25. Juni 2011 14:43

      Kompliment an Dich Gerhard, dass Du diesen Schritt gewagt hast. Dazu gehört Courage!

      Auch Ihnen mein Kompliment, wenn auch nicht für Ihre Beiträge, dann doch zu diesem mutigen Schritt, Herr Rathbauer.

    • PostScriptum
      25. Juni 2011 14:44

      Auch Ihnen, Herr Pascher, Kompliment. Nur zur Klarstellung, dass mit Gerhard der WK gemeint war.

    • Undine
      25. Juni 2011 15:07

      Daß man sich in Österreich lieber zur Sicherheit eines Pseudonyms bedient, wenn man seine Meinung ungeschminkt in einem Blog ausdrücken will, zeugt wohl davon, daß wir uns von wirklicher, echter MEINUNGSFREIHEIT von Jahr zu Jahr weiter entfernen, also mittlerweile meilenweit davon entfernt sind; es sei denn, man hat keine Probleme, PC-konform LINKEN Meinungen zu frönen. Harmoniert man in Ö mit der Linken PC- Herrschaft, kann man mit Applaus rechnen. Sich DARÜBER zu freuen ist allerdings nicht jedermanns Sache.

    • libertus
      25. Juni 2011 15:23

      @Undine

      Wie recht Sie haben!
      Vielen Teilnehmern ist es aus beruflichen bzw. betrieblichen Gründen nicht möglich unter dem tatsächlichen Namen ihre Meinung kundzutun, da sie mit negativen Konsequenzen rechnen müßten.
      Das ist kein Armutszeugnis für diese Menschen, sondern eindeutig für unser Land, wo die Meinungsfreiheit ständig mit Füßen getreten wird.

      Wer sich nicht dem linken Gedankenfaschismus anschließen will, der hat mit Nachteilen auf allen Gebieten zu rechnen und glücklich darf sich der schätzen, dem man nichts mehr anhaben kann, denn der kann sich den Mut zur Meinung bzw. zur Freiheit erlauben.

      Und dieser Blog hier ist ein wichtiger Schritt dazu, egal ob unter Pseudonym oder wahren Identität - vielen Dank, Herr A. U.!

    • phaidros
      25. Juni 2011 15:27

      Sg. Herr Pascher, »wie primitiv und beleidigend sich da Leute unter einer Anonymität (also mit nickname) ausdrücken.«

      So leid es mir tut, da muss ich widersprechen: gerade in diesem Blog gab es schon Beispiele, dass Poster auch unter echtem Namen gröbst beleidigend wurden. Das hat meines Erachtens lediglich mit dem eigenen Stil zu tun.

      Ich selbst halte es so: viele kennen mich persönlich, jeder hat die Möglichkeit, mich direkt zu kontaktieren. Aber im öffentlich lesbaren Medium WWW wird niemals mein echter Name stehen, und womöglich die harmlose Information, dass ich am Wochenende weg bin. Und ab dem Wochenende sind dann meine Möbel weg, weil irgendein Hobby- oder auch Profiknacker mit gelesen hat... (und: ja, Blogs wie dieser werden von Profis auf derlei Informationen gescannt)

      Im Web kann ich nur jedem zu einem Mindestmaß an Anonymität raten! (Mehr als ein Mindestmaß ist die Verwendung des Nick ohnedies nicht). Insbesondere, wenn man direkt miteinander bekannt ist, ist ein Nick für das Umfeld ja nicht anonym, sondern nur für jene, für die er gedacht ist.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • terbuan
      25. Juni 2011 16:13

      Zur Anonymität halte ich es mit phaidros,
      viele Poster aus dem Forum kenne ich persönlich und sie kennen mich, daher bin ich nur für einen eher geringen Anteil der Partner wirklich anonym.

      Hinzu kommt bei mir, dass ich einen sehr seltenen Familiennamen habe und mit Rücksicht auf meine voll im Beruf stehenden Kinder nur mit Nick auftreten möchte, um einer "Pseudo-Sippenhaftung" soweit wie möglich vorzubeugen!

    • PostScriptum
      25. Juni 2011 16:42

      Ich verstehe Sie alle. Ich werde trotzdem meinen Prinzipien treu bleiben. Lieber sterbe ich in Freiheit, als dass ich mir vom System vorschreiben lasse, was ich wie sagen darf!

    • Dr. Harald Rassl
      25. Juni 2011 19:28

      Mit grosser Genugtuung lese ich die aktuelle Diskussion über die Verwendung von echten Namen im Blog. A.U.- Partner der ersten Stunde werden sich (vielleicht) erinnern, dass ich lange einer der hartnäckigsten Verfechter des offenen Visiers war - leider mit geringem Erfolg, zumindest damals. Vielleicht gibt es jetzt einen neuen Anlauf? Ich würde mich freuen - und auch unser Mitposter Gandalf, da bin ich ganz sicher :-)

    • Undine
      25. Juni 2011 20:51

      @libertus

      Ja, das ist der springende Punkt: Daß man sich in Ö überhaupt hinter einem Pseudonym verschanzen muß, ist ein Armutszeugnis für das Land!

    • Undine
      25. Juni 2011 21:57

      Um noch einmal auf die Verwendung eines Pseudonyms zurückzukommen: Viele der Mitposter sind so um die 70. Man stelle sich vor, einer heißt beispielsweise Adolf Hofer oder Huber oder wie auch immer. Könnte dieser Mann wirklich damit rechnen, objektiv behandelt zu werden? Hätte er nicht immer das Gefühl, sich für seine Meinung "entschuldigen" zu müssen oder aber recht forsch aufzutreten, um nicht in die Defensive zu geraten? Daß der Name Adolf völlig losgelöst von einem bestimmten Namensträger gesehen werden kann, bezweifle ich. Und daß Schärf auch Adolf hieß, ebenso der weltberühmte Vater von Konrad Lorenz hilft da auch nicht viel weiter. Also wird auch ein "Adolf" lieber ein "unverdächtiges" Pseudonym verwenden wollen.

    • xRatio (kein Partner)
      26. Juni 2011 01:43

      @alle

      Der Wert von Argumenten hängt nicht von den Namen der Autoren ab.

      Wer im Internet außer zum Zwecke der Selbstdarstellung (als Journalist, Politiker o.ä.)
      unter Klarnamen posted, der hat -mit Verlaub- nicht mehr alle Tassen im Schrank.

      Die Gründe, das NICHT zu tun, sind EVIDENT!

      Dafür spricht rein gar nichts:

      Ist doch völlig wurscht, ob sich jemand Müller, Maier, Rathbauer oder xRatio nennt.
      Echt überprüfbar sind i.ü. nicht mal die (womöglich nur scheinbaren) Klarnamen.

      Zu beanstanden ist etwas anderes:
      Wenn zum Zwecke der Irreführung über die Identität eines XY wechselnde Nicks verwendet werden, wie wir das hier bei unseren Rotnazis,
      aber auch bei Philipp Starl erleben müssen, der erst als Starl, dann als Ptothes und seither als PostScriptum firmiert.

      Sagte auch schon mal, daß mir das mit "PostScriptum" egal ist (wenn er denn endlich dabei bleibt).

    • cmh (kein Partner)
      26. Juni 2011 12:28

      Anonymität

      Richtig verstanden ist das hier doch nur ein Trainingsfeld. Man kann hier gut Argumente formuliern ohne dass man wegen fehlender Beistriche groß zur Verantwortung gezogen wird.

      Schließlich hat nicht jeder eine verständnisvolle Schwester wie Kleist, an der er seine Gedanken beim Reden finden kann.

      Steigt man als Sparingpartner in den Ring, hat man ja auch einen Kopfschutz, der das Gesicht zum Teil verdeckt, ist also virtuell anonym.

    • byrig
      26. Juni 2011 18:17

      ich halte die möglichkeit zur anonymität für unverzichtbar gerade für die qualität des blogs.nur unter ihrem schutz können mitblogger ihre wahre meinung ohne rücksichtnahme auf klienten,patienten,vorgesetzte etc.frei äussern und somit zu einer wirklichen abbildung der stimmungen und intentionen beitragen.
      ein beispiel wäre auch ein parteimitglied,das hier vehement eine differente ansicht äussert.
      und wie wir wissen,ruft dieser blog aufsehen bis nach norddeutschland hervor.
      auch nicht p.c.-konforme äusserungen sind in der anonymität leicht möglich-und erwünscht.
      es möge jeder halten wie er will-aber der nickname ist genauso wertvoll wie die (meines erachtens) unkluge bekanntgabe der wahren identität.die ja eh zumindest a.u. bekannt ist.

    • cmh (kein Partner)
      28. Juni 2011 10:10

      Byrig

      Tatsächlich - wir sind einer Meinung!

  22. Samtpfote
    25. Juni 2011 10:08

    Aus eigener aktueller Erfahrung:

    Ich war vor 5 Wochen für 3 Tage auf Geschäftsreise in der Süd-Türkei.
    Was eklatant auffiel:

    - Fast die gesamte Südküste - vor allem ab Antaliya - ist fest in moslemisch-russischer Hand. Türkisch-russische Aufschriften an den Geschäftsportalen, in den Hotelaufzügen- und Zimmern sind nicht mehr die Ausnahme. Russisches Top-Management in den Grosshotels ist schon fast die Regel. Neubauten sind durchwegs durch russische Investoren finanziert.

    Um so deutlicher fiel das professionelle, westlich orientierte Management auf. Was Anfangs wie ein Widerspruch aussah, relativierte sich jedoch bald.

    - Wir hatten Gelegenheit, mit den Managern ausführlich zu sprechen, wobei natürlich das "Islam-Problem" nicht zu vermeiden war, obwohl wir alles daransetzten, diesen Problemkreis hintanzuhalten.

    Sobald dieser Problemkreis jedoch trotzdem zum Thema wurde, war zwischen "den Zeilen" deutlich herauszuhören: "Wirtschaften wie der Westen, aber ohne Verletzung der islamischen Werte“.

    Es war erschreckend festzustellen, dass diese erfolgreichen Tourismusmanager (alle mit denen wir sprachen waren keine Anhänger von Erdogan!) durch die Bank die Meinung vertraten, dass die „Anatolier" zum Glück im Westen landen, aber eine Integration in die europäische Wertegemeinschaft zu Lasten des (auch radikalen) Islam strikt ablehnten.

    Die Landläufige Meinung, die Türkei würde sich durch deren wirtschaftlichen Höhenflug rasch auch im gesellschaftlichen und damit auch religiös-toleranten Bereich Europa annähern, kann man meiner Meinung nach vergessen.

    Die Türkei hat sich schon längst Richtung russisch-moslemischen Wirtschaftsbereich orientiert. Europa ist nur als Tourist willkommen, nicht aber als Gesellschaftssystem.

    • Observer
      25. Juni 2011 12:18

      Das erlebt man auch in anderen Ferienregionen (z.B. Ägyptische Küste am Roten Meer, Thailand). Russische Hauptwohnsitze, Hotelanlagen, Touristen ..., aber auch russ. Mafia.

    • Cotopaxi
      25. Juni 2011 13:00

      Das Heilige Land Tirol sollte bei der Aufzählung nicht vergessen werden. Und Wien, wo die Russenmafia zurückgezogen und in Sicherheit sich in die Villengegenden eingekauft hat.

    • Samtpfote
      25. Juni 2011 15:31

      Observer
      Cotopaxi

      Ich wollte mit meinem Beitrag nur klarstellen, dass die häufig geäusserte Meinung, bei den erfolgreich Wirtschaftstreibenden in der Türkei spiele der Islam nur eine sekundäre Rolle, ein Wunschdenken der Europäer darstellt.

      Die Türkei mag aus den verschiedensten Gründen derzeit wirtschaftlich besser funktionieren als die EU (nahezu 9% Wirtschaftswachstum), gesellschaftlich bewegt sie sich jedoch mehr denn je von Europa fort.

    • PostScriptum
      25. Juni 2011 16:07

      Drei Sterne für Ihre Aufmerksamkeit und Ihren Bericht. Zur Wirtschaftspotenz der Türkei: klar, wenn man massenhaft Gelder aus der EU kassiert, schon in der Zollunion aufgenommen worden ist und auf einem Neanderthalerlevel anfängt, wächst es sich leicht um 9%. Es ist wie mit China, ein Produktionsland, das genügend (billige) Arbeitskräfte zur Produktion hat. Nachhaltiges Wachstum und das Aufsteigen zu einer dauerhaften Wohlstandsnation bedürfen aber zahlreicher Faktoren, von denen weder China noch die Türkei hinreichend besitzen. Die Party geht weiter, aber der Kater am Morgen nach der Krise wird für diese beiden Länder noch ärger werden.

    • cmh (kein Partner)
      26. Juni 2011 12:50

      Krämerseelen

    • byrig
      26. Juni 2011 18:25

      man möge bitte das pro-kopf-einkommen eines türken mit dem eines durchschnittlichen eu-bürgers vergleichen,einen österreicher will ich gar nicht heranziehen.
      wenn also die türkei überhaupt den wirtschaftlichen anschluss bezüglich wirtschaftsleistung erreichen will,muss ihr wachstum auch deutlich über dem der eu liegen,oder?
      und es wird trotzdem noch jahrzehnte dauern,bis die türkei,wenn überhaupt,denselben standard erreicht haben wird.
      im übrigen:richtige russen sind orthodoxe christen.

  23. brechstange
    25. Juni 2011 09:48

    O.T. oder nicht?

    Ist es jemandem aufgefallen, dass Androsch immer wieder als Sprachrohr der Roten auftritt, wenn es darum geht rotes Desaster zu vertuschen.
    Die Strategie, auf andere die Aufmerksamkeit lenken. Letztes Beispiel: Hack, hack auf Raiffeisen und Erste, wenn dargestellt ist, dass die Kommunalkredit vom Griechenlanddesaster am stärksten betroffen ist.

    • terbuan
      25. Juni 2011 16:38

      Der notorische, gefragte und ungefragte Senfspender wird von den linxgrünen Medien auch auf unerträgliche Weise permanent gehätschelt! Lediglich seine Konterfeis sind unretouschierbar und selbsterklärend!

    • byrig
      26. Juni 2011 18:30

      so wie sein angeblich aus seiner "sorge um die bildungssituation" alleine aus einem beweggrund entstanden ist:endlich die einführung der sozialistischen gesamtschule durchzusetzten.
      und bürgerliche idioten wie dieser steirer schilcher sind willfährige helfershelfer.

  24. Dr.Otto Ludwig Ortner
    25. Juni 2011 09:21

    StGB 1974, 8. Abschnitt "Strafbare Handlungen gegen den religiösen Frieden und die Ruhe der Toten - Herabwürdigung religiöser Lehren:
    '§ 188. Wer öffentlich eine Person oder eine Sache, die den Gegenstand der Verehrung einer im Inland bestehenden Kirche oder Religionsgesellschaft bildet, oder eine Glaubenslehre,einen gesetzlich zulässigen Brauch oder eine gesetzlich zulässige Einrichtung einer solchen Kirche oder Religionsgesellschaft unter Umständen herabwürdigt oder verspottet, unter denen sein Verhalten geeignet ist, berechtigtes Ärgernis zu erregen, ist mit Freiheitsstrafe bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen'"
    Diese Relikt des seiner Natur nach pantheistischen Kaisertums ist weiterhin geltendes Recht. Doch will ich zunächst gegen den Vorwurf, der Prophet Mohammed sei ein Kinderschänder gewesen, einwenden, daß in der Geschichte Kinderehen - vor allem in Fürstenhäusern -häufig waren, aber mit dem Vollzug die Geschlechstreife selbstverständlich abgewartet wurde. Zu Islam habe ich eine besonderer Beziehung: Zunächst, weil ein Cousin meines Vaters in der englischen Kriegsgefangenschaft die Nichte König Faruks, Prinzessin Zaida kennen und lieben lernte, die er nach der Freilassung heiratete. Natürlich verlangte ddas Königshaus seine Konversion, mit der er nicht zögerte. Das wunderte niemand, aber alle christlichen Verwandten erstaunten über senien muslimischen Glaubenseifer. Als ich in einer Wiener Bank arbeitete, traf ich dort Dr. Ahemed Rahimsai, einen afghanischen Migranten, er ziemlich grausam gembbt wurde.Ich lud ihn daher mit seiner Wiener Frau in mein Elternhaus ein (1968) und vermittelte ihm die Informationen zur tatsächlichen Inkraftsetzung der 1912 erfolgten Anerkennung des Islam, die erdarauf erwirkte. Er war dann auch lange Jahre Vorsitzender der islamischen Glaubensgemeinschaft. Ich wurde darauf zum SPÖ-Direktor der Bank gerufen und - am Tage meiner Verlobung - im Sinne der "Meinungsfreiheit a l'autrichienne" mit den Worten erfreut: "Sie sind präpotent- entweder Sie werden Konsulent oder wir werfen Sie hinaus -und das ist schlecht für Sie". Meine selbständige Existenz blühte auf, ich war an den Finanzplätzen sehr gut bekannt, insbesondere in London und New York, wei aus zahlreichen Anleiheprospekten der Sibziger und achtzigerJahre bekannist. Daher verteidigte ich meine Heimat in der "Waldheimkrise" mit meinem Werk "Sonnenaufggang über Österreich". Die französische Botscahft lud mich in ihre Räume zur Präsentation ein. Den Kollegen in der Bank, für die ich für über 25 Jahre tätig war, wurde von der Geschäftsleitung verboten, diese Präsentation zu besuchen - und ließ sich das gefallen - Meinungsfreiheit a l'autrichienne. Dieses Buch veranlßte die russisch-orthodoxe Kirche, mich als ersten Katholiken in 1000 Jahren zu einem ökumensichen Gottesdienst nach Stalingrad einzuladen. Die ö Bundesregierung versuchte, meine Reise nach Rußland zu verhindern- vergeblich, da mich Kard. Groer unterstützte. Sein Schicksal ist bekannt. So versuchte die Regierung Vranitzky, mein Werk der Öffentlichkeit zu verbergen, mit Hilfe eines "Personenkomittees 50 Jahre Stalingrad - mit Erfolg. Dessen Vorsitzender Helmut Zilk, der mirmein geistiges Eigentum stahl und mir den Dichterruhm und Ertrag meines schriftstellerischen Werkes nahm, ließ mir durch seinen Sprecher Walter Seledec ausrichten, ich sei "ein erfolgloser Schrfitsteller". Das trifft natürlich auf einen Dichter, dem man Idee und Ruhm stiehlt, zu. Nur einen Beistand hatte ich: Allah. Er ließ dem Dieb die Pratze abhacken. Seither bin ich gläubiger Moslem - ohne Jesus die Treue aufzukündigen. Denn es ist klar, das Jahrtausendalte Gesetze neu interpretiert werden müssen - und da ist die Bergpredigt mein Leitbild ("www.ortnerprinceton58.at"). Nur die Rückbesinnung auf den biblischen Glauben kann die autochtone Bevölkerung Europas vor der Überfremdung retten. Denn derzeit verbrennen die bodenständigen Wiener ihre Kinder in der Müllverbrennungsanlage am Flötzersteig. Den Bibelkenner kann das nicht erstaunen. Denn die Gottlosigkeit führt zur Kinderlosigkeit (Psalm 137) - erst eine erneuerte christliche Gemeinde kann vonden Muslimen "Integration" fordern- unter den gegebenen Verhältnissehn wäre sie Selbstmord der Muslime.

  25. Haargenau
    25. Juni 2011 09:12

    Danke, Herr Dr. Unterberger! Schön, dass es noch Menschen gibt, die sich trauen öffentlich ein paar Tatsachen über den Islam auszusprechen!

  26. Observer
    25. Juni 2011 07:17

    Religions-, Rede- und Meinungsfreiheit werden durch den Staat geschützt, vor allem damit keine Rechte Dritter verletzt werden. Dies kann aber zu widersprüchlichen Auslegungen führen. So sehr der kürzliche Prozeßausgang gegen Wilders in den Niederlanden im "christlichen Westen" als Sieg der Meinungsfreiheit begrüßt wird, muss aber auch auf die in den einzelnen Staaten geltenden Blasphemieparagrafen hingewiesen werden (Österreich § 188 u. 189 StGB, Deutschland § 166 StGB). Der Hintergrund ist die mögliche "Störung des öffentlichen Friedens".
    Neben diesen "staatlichen" Bestimmungen bezeichnen auch die einzelnen Religionen Gotteslästerungen als schwere religiöse Vergehen (Bibel, Koran, Tanach usw.). Lebensgefährlich kann es in Ländern werden, wo entweder diese fanatischen religiösen Bestimmungen in die staatliche Rechssprechung einfliessen (Pakistan, Iran, Saudiarabien, Nigerien u.a.) oder relegiöse Fanatiker auf eigene Faust Urteile sprechen und auch vollstrecken.

  27. Karl Rinnhofer
    25. Juni 2011 07:12

    Ich plädiere dafür, das brisante Problem differenzierter zu betrachten: Zweifellos muss man sich über die Naivität gegenüber dem gefährlichen, insgesamt aggressiven, mit unserer Gesellschaftsordnung in seiner aufgeklärten Tradition kaum vereinbaren Islam wundern, dem offenbar mit weit überdehnter „Toleranz“ begegnet wird, was vorhersehbar ein Vakuum für das Ausbreiten vor-aufklärerischer Ideologien schafft.

    Doch der Zweck heiligt die Mittel nicht (Im Folgenden argumentiere ich ausdrücklich losgelöst vom Islam-Kontext und der „causa Wilders“): Dass Meinungsfreiheit in aufgeklärter Tradition verteidigt werden muss und diese kaum zu relativieren ist, ist unbestritten. Die zunehmende, ja beängstigende Einschränkung eben dieser durch „political correctness“ ist absolut unvereinbar mit einer der wichtigsten Errungenschaften der Aufklärung. Vollends zum gefährlichen Machtmittel wird diese, wenn sie ihr Potential ausspielt, in selektiver Wahrnehmung und Interpretation angewendet zu werden.

    Allerdings muss es auch ein klares, stets peinlich zu beachtendes Kriterium geben, was „Meinung“ und was verleumderische Behauptung mit dem suggerierten oder arrogierten Anspruch auf Tatsachenentsprechung ist. Es geht nicht an, dass – selbst zur Erreichung objektiv oder vermeintlich subjektiv hehrer Ziele und unter dem Schutz der Anonymität, vertrauend auf die multiplikatorisch-eigendynamische Wirkung des „Schneeballprinzips“, Gesinnungsgemeinschaften, Gruppierungen, Einzelmenschen - aus welchen Motiven auch immer – durch objektiv falsche Behauptungen stigmatisiert werden. „Unsinniges, Provozierendes, Ärgerliches oder Anstößiges“ mag man tatsächlich „in Anwendung aggressiven Vokabulars“ schreiben oder sonstwie äußern dürfen, ohne das Damoklesschwert möglicher Exponiertheit durch gerichtliche Verfolgung permanent über sich fühlen zu müssen. Behauptungen müssen sich einem rationalen Diskurs, möglicher Bestätigung oder Widerlegung stellen; es muss – will man intellektueller Redlichkeit genügen – potentiell immer die Überprüfungsmöglichkeit angegeben werden können. Ist dies nicht der Fall, muss die Äußerung unmissverständlich als „persönliche Meinung“ ausgewiesen sein, darf nicht als Wahrheitsbehauptung auftreten. Für letztere müssen klare, auch rechtsstaatlich relevante Kriterien gelten, es muss die Rekursmöglichkeit auf die Deckungsgleichheit mit dem Tatbestand, dem inhaltlichen Substrat gegeben sein; Verantwortlichkeit für Aussagen ist jedenfalls geboten.

    Allzu viel wird im täglichen Leben durch ungestrafte Verleumdung und gezielte Indiskretion angerichtet – gestützt auf keineswegs unrealistische Erwartung mangelnder Überprüfung („es bleibt immer etwas hängen“, „irgendetwas wird daran schon wahr sein“). Anonymität, Wirkung von „Autoritäten“, gruppendynamische Vorgänge, Instrumentalisierung von Medien potenzieren die verhängnisvolle Wirkung, schaffen Tabuisierung und Immunisierung mancher Verleumdung.. Es gibt (besonders im „politischen“ Kontext) professionelle Schulungen, wie man Unerwünschte „fertig machen“ und Erwünschte hochstilisieren kann, ohne dass dies durch deren Verhalten zu rechtfertigen wäre. So werden in periodischen Abständen Listen erhoben mit jeweils positiv bzw. negativ assoziierten Begriffen, an die man Verhaltensdeutung von Menschen durch demagogische Rhetorik und entsprechende „geschickte“ beliebige Motivzuordnung positiv oder negativ besetzen kann. In der Arbeitswelt ist Mobbing ein zunehmend bedrohliches Thema.

    Also: Mögen Ideologien, Gesellschaftsordnungen, Gesinnungsgemeinschaften, Einzelmenschen noch so „unsympathisch“, oder auch objektiv ablehnenswert sein – es ist einer aufgeklärten Gesellschaft nicht würdig, das Kriterium der klaren Trennung von Meinung zu verantwortlicher Tatsachenbehauptung über Bord zu werfen. Schädliches, gesellschaftlich irreversibel Verhängnisvolles in Schach zu halten muss mit anderen Strategien erfolgen – dass es dafür dringlichen Handlungsbedarf gibt – wer wollte es bestreiten?

    • Wertkonservativer
      25. Juni 2011 08:36

      Meine Hochachtung, werter Herr Rinnhofer!

    • Konrad Loräntz
      25. Juni 2011 15:36

      Karl Rinnhofer hat diesen sehr klugen Absatz sicherlich nicht mit diesem Hintergedanken geschrieben. Der Gedanke würde aber wohl auch als Präambel so manchen revisionistischen Textes gut passen. Alles sehr kompliziert.
      Die friedliebend-demokratischen Engländer hatten da eine einfache Formel "Right or wrong, my country".
      Früher oder später werden wohl all die hochgeistigen Debatten über Religionseigenheiten dieser Formel weichen müssen.

    • byrig
      26. Juni 2011 18:47

      ihrem langem und nicht leicht zu lesendem beitrag möchte ich der deutlichkeit halber aber schon entgegenhalten,dass sowohl geert wilders aber auch die bei uns verurteilte sabbaditsch wolf sich auf zitate und tatsachen berufen.die bewertung dieser gefundenen tatsachen sollten aber in freien demokratien möglich sein.
      umso mehr im falle des islams,da in seinem fall,anders als im christentum,nie eine neubewertung im sinne zeitlicher anpassung an gesellschaftlicher verhältnisse und wissenschaftlicher erkenntnisse gegeben hat.

  28. Wertkonservativer
    25. Juni 2011 06:51

    Bitte um Verzeihung, werte Freunde @ byrig und @ libertus, doch als Gegner allzu euphorischer Übertreibungen halte ich Geert Wilders zwar für einen guten, aufrechten und kämpferischen Mann; als Heilsbringer Europas scheint mir der "begnadete " Edel-Populist jedoch ein wenig überbewertet!

    Absolut legitim, gegen die Überfremdung Europas jetzt und in den kommenden Jahren energisch und - wie Wilders - intelligent aufzutreten.
    Das Hauptproblem Europas scheint mir jedoch der eklatante Geburtenrückgang, die p..c.-verursachte Hinneigung zu einer leistungsfeindlichen Lebenseinstellung der Europäer, der Skeptizismus eines großen Teiles unserer (eh kleinen) Intelligenzschicht!

    Das sind die wahren Gefahren, die, wenn ihnen nicht Einhalt geboten wird, ganz automatisch Menschen jüngerer, unverbrauchter Völker aus Ost und Süd nach Europa schwemmen werden.

    Da werden auch die großen Sprüche eines Geerd Wilders und unseres H.C. Strache nichts daran ändern können!

    Mit angstvoller Wohlstands-Absicherung, hemmungsloser Sozialgeschenk-Verteilung, mit Bejahen lebensfeindlicher Modernismen werden wir den Ansturm hungriger und arbeitswilliger Menschen nicht aufhalten können

    Ich möchte - ein tiefen Satz Rilkes abwandelnd - schließen:

    "Europa, Du musst Dein Leben ändern!",
    vor allem eine immer noch hochgehaltene Meinung, aufgrund Deiner Geschichte und auch heute noch "der Nabel der Welt" zu sein!

    Das alles stimmt nicht mehr! Die Asiaten (China, Indien, Japan) haben inzwischen die wichtigsten Schaltstellen der Welt in die Hand genommen; die Afrikaner "bedrohen" uns mit ungezügelter Vitalität!

    Da gibt es für uns nur eines: klug überlegen, hart arbeiten (nicht nur fordern, auch etwas geben!), und - so gut es eben geht - unsere Europa-Flagge auch im Gegenwind hochhalten!

    • brechstange
      25. Juni 2011 09:50

      Sehr geehrter Herr Wertkonservativer,

      doch sollte Europa von seinen "kriminellen Elementen", die sich eingeschlichen haben, befreit werden. Das wird unsere größte Herausforderung der nächsten Jahre, sonst sehe ich schwarz.

    • lässing
      25. Juni 2011 10:09

      schon wieder wütet die terbuan-starl clique mit Halbsternderln.
      Mich ärgert das deshalb, weil ich immer mühsam ihre Beiträge, die laut Bewertung an der Spitze stehen müßten, suchen muss.
      Die Bosheit dieser Leute wirft ein bezeichnendes Bild auf die Struktur dieses Blogs

    • inside
      25. Juni 2011 10:17

      lässing

      Eine kleine technische Anmerkung:
      Wenn man zu schnell die Sternderln anklickt, so passiert es oft, dass nur Halbsternderln registriert werden. Anstatt 3 halt 2,5. Wenn man aber 2 Sekunden d'raufbleibt, bis die gewünschte Sternderlanzahl erscheint, funktioniert es klaglos.

      Also hier Vorsatz zu unterstellen ist möglicherweise der falsche Ansatz.

      Zum Rest Ihres Bosheits-Postings.
      Bei Ihnen ist wohl der Wunsch der Vater des Gedankens... :-(

    • Karl Rinnhofer
      25. Juni 2011 10:19

      @Sehr geehrter ""Wertkonservativer"
      Eine in allen Punkten treffliche Analyse, die der hedonistisch verkommenen Wohlstands-, Spaß- und Anspruchsgesellschaft in der Inen eigenen Hölflichkeit - den Spiel vor die Augen hält.

    • A.K.
      25. Juni 2011 10:20

      @Wertkonservativer
      Sehr richtig Ihr (Zitat) "Das Hauptproblem Europas scheint mir jedoch der eklatante Geburtenrückgang, die p..c.-verursachte Hinneigung zu einer leistungsfeindlichen Lebenseinstellung der Europäer, der Skeptizismus eines großen Teiles unserer (eh kleinen) Intelligenzschicht!"
      Für den Geburtenrückganng ist u.a. ein falsch verstandener Feminismus verantwortlich. Faire und gerechte Behandlung beider Geschlechter unter Bewahrung und Berücksichtigung ihrer natürlichen Anlagen wäre die Lösung, doch wird sie leider zu wenig gelebt.

    • terbuan
      25. Juni 2011 13:33

      lässing
      Ich verbitte mir Ihre infamen Unterstellungen!
      3* für den lieben Wertkonservativen und seinen Kommentar!

    • Wertkonservativer
      25. Juni 2011 14:03

      Liebe Leute allesamt:

      fühle mich ja außerordentlich geehrt über die rege Diskussion um meine (ja auch nicht immer so tollen) Beiträge!
      Wenn mich schon @ lässing in Schutz vor lästigen Halbsternderl-Verteilern nehmen möchte, Freund Terbuan insgesamt (danke!), andere verehrte Mitposter ebenfalls positive Kritiken erteilen, da fällt mir ja fast der Himmel auf den Kopf!
      Dabei bin ich doch nur der alte, manchmal recht sture (EU, ÖVP!) Wertkonservative, mit romantischen Anwandlungen (HJR!) und auch noch etlichen anderen kleineren Fehlern und Macken!
      Also - bitte - liebe Freunde, wendet Euch doch wichtigeren Dingen zu!
      Ich bin nur eine kleine, wahrscheinlich bald verglühende Sternschnuppe im wichtigen Unterberger-Kosmos!
      Liebe Grüße!

      (mailto: gerhard@michler.at)

    • simplicissimus
      25. Juni 2011 15:27

      lieber wertkonservativer; stimme ihnen zu, jedoch braucht es leute wie wilders, um etwas zu bewegen, ohne ihn deshalb zu jesus christus zu machen.
      was die halbsternderln betrifft: ich vergebe normalerweise nur 3, aber warum nimmt sie au nicht einfach in die wertung auf? ist nicht das wichtigste thema.

    • byrig
      26. Juni 2011 19:03

      werter werkonservativer,
      ich glaube,dass dieser ansturm wohlstandssuchender hat mit unserer geburtenrate nichts zu tun.die wollen kommen-so oder so.wir haben das fertige nest bereits,in dem sich alle ein schönes leben machen wollen.vielleicht stören unsere eigenen kinder dabei nur?
      im übrigen,als ich zur schule ging,hatte österreich genau 7 millionen einwohner.jetzt sind es bereits 8,5!
      alles wird enger,die probleme sind nicht weniger geworden-die kriminalität z.b. massiv gestiegen.
      wer sagt eigentlich-ok,sagens tuns viele-aber wer kann beweisen,dass wir nicht auch mit 7 millionen auskommen?sogar besser?
      diesen ansturm müssen wir sowieso handeln-rigoros.

  29. diko
    25. Juni 2011 06:08

    "Es wäre ja keine Freiheit mehr, wenn man nur noch über den Wetterbericht Dissidentes sagen dürfte."

    Zur Zeit noch, - zumindest wenn man keine Zweifel an der "vom Mensch verursachten
    "katastrophalen Erderwärmung" kund tut.

    Aber auch hier schon wird emsig observiert, ebenso wie bei der Verharmlosung der Atomkraftweke.

  30. libertus
    25. Juni 2011 01:50

    Wenn wir Glück haben, könnte die Niederlande mit diesem Wilders-Urteil als Retter des Abendlandes in die Geschichte eingehen.

    Wien hat es zweimal geschafft, aber ein drittes Mal bleibt uns mit der Oberheit unserer Linken sowie deren aufgezwungener "Political Correctness", welche mit immer stärkerer Einschränkung der Meinungsfreiheit einhergeht, ganz sicher vorenthalten.

    Mein Appell: Österreich erwache und nimm Dir ein Beispiel an der holländischen Rechtssprechung!

    • Undine
      25. Juni 2011 09:37

      @libertus

      Vor allem darf man nicht vergessen, daß die Niederlande jahrzehntelang SEHR viel "guten Willen" gegenüber Migranten aller Art bewiesen haben und nun merken, daß sie sich mit dieser Freizügigkeit nur UNDANK und ÄRGER eingebrockt haben. Ob diese Erkenntnis--gleichsam in allerletzter Minute---noch ein Umdenken der für dieses Desaster verantwortlichen Politiker bedeuten kann, werden wir ja sehen.
      "Unseren" Geert Wilders haben wir leider nicht mehr. Ö ist kein guter Boden für beherzte Politiker.

    • libertus
      25. Juni 2011 20:35

      @Undine

      Sie sprechen mir - oder besser schreiben mir - wie so oft aus der Seele!

      Die Niederlanden haben den Multikultiversuch 1:1 probiert und werden jetzt nach diesem Experiment vom Paulus zum Saulus (bewußt!!!). An diesem Beispiel könnte Österreich lernen, ohne selbst "den Becher bis zur Neige" austrinken zu müssen.
      Aber bekanntlich muß man gewisse Erfahrungen erst am eigenen Leibe spüren.

      Der einzige Politiker, welcher uns vor dieser bitteren Erfahrung hätte bewahren können und sicher international in Geert Wilders einen starken Gesinnungsgenossen gefunden hätte, ist uns leider viel zu früh abhanden gekommen.

      Eine Tragödie für Österreich!

  31. byrig
    25. Juni 2011 01:02

    der freispruch geert wilders ist ein gewaltiger sieg für europa-für die bevölkerung europas,die die sogenannte schweigende mehrheit dargestellt hat.
    denn nichts anderes hat wilders getan.er hat aufgezeigt,welche probleme durch die zuwanderung unangepasster moslems entstehen-und v.a. bereits entstanden sind.
    in 100 jahren wird die geschichtsschreibung geert wilders als wichtige person zur erhaltung der europäischen identität hervorheben.es mögen noch viele andere kommen.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung