Ist es Wiederbetätigung, wenn sich Corona-Demonstranten mit verfolgten Juden vergleichen?

Autor: Wilfried Grießer

Jene Zuwanderung, die man kritisieren darf

Autor: Wolfgang Maurer

Fundamente „Europäischer Bildung“

Autor: Josef Stargl

„Wer Antisemit ist, bestimmen wir!“

Autor: Elmar Forster

Die USA unter sozialdemokratischem Regime

Autor: Andreas Tögel

Meine Erkrankung oder: Wie das Virus die Behörden überfordert

Autor: Hans Anonym

Die Freiheit der Demokratie und ihre ahnungslosen Feinde

Autor: Leo Dorner

Die massive Korruption in der Slowakei und eine Dissertation

Autor: Elmar Forster

Hass in Favoriten

Autor: Georg Vetter

Corona: Nicht alle leiden ...

Autor: Rachel Gold

Weitere Gastkommentare

Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Götterdämmerung für Berlusconi: Die guten und die schlechten Nachrichten

Alle Welt kommentiert das klare Ergebnis der italienischen Referenden als schwere Niederlage für Silvio Berlusconi. Ringsum wird aber vergessen, was das Referendum für Italien und Europa sonst noch bedeutet.

Die gute Nachricht ist sicher: Auch im Macho-Land Italien sind den Menschen endlich die unerquicklichen und dubiosen Affären ihres Ministerpräsidenten mit jungen Mädchen und sein sonstiger schlechter Umgang mit Recht und Ordnung zu viel. Im Sinne der Rechtsstaatlichkeit und Sauberkeit sind die Ohrfeigen für Berlusconi und sein damit wohl eingeleiteter baldiger Abstieg nur zu begrüßen. Dass es ein Abgang wird, ist ja kaum mehr zu bezweifeln. Denn es haben nun sogar schon Minister der eigenen Regierung an der Wahlurne deklariertermaßen gegen die vorgegebene Linie gestimmt.

Die gleichsam wertneutrale Nachricht: Wer auch immer derzeit in Europa regiert, muss mit einer kräftigen Abwendung der Wähler rechnen. Das zeigt sich nun auch in Italien. Und das ist in Demokratien auch etwas ganz Normales.

Dem stehen freilich auch viele schlechte Nachrichten gegenüber, die interessanterweise von den meisten Medien ignoriert werden:

Erstens hat Berlusconi dem seit Jahrzehnten bis über beide Ohren verschuldeten Italien eine früher unbekannte Periode der Stabilität gebracht, die gemeinsam mit ihm unaufhaltbar zu Ende geht. Italien war immerhin das einzige der PIIGS-Krisenländer, das in den letzten Jahren trotz Krise und Schuldenbergs keine Verschlechterung seines Kredit-Ratings hinnehmen musste. Die Neuverschuldung Italiens wurde durch eine beinharte – und logischerweise unpopuläre – Sparpolitik in relativ überschaubaren Grenzen gehalten (Wirtschaftswachstum hat Italien freilich so wie alle südeuropäischen Länder kein nennenswertes geschafft). Mit Sicherheit werden Geldverleiher nun Italien viel kritischer beurteilen.

Zweitens ist besorgniserregend, dass sich weit und breit keine alternative Regierungsbasis mit einiger Stabilität abzeichnet. Die Linke ist ein wirrer und zerstrittener Haufen, den nur die Gegnerschaft zu Berlusconi geeinigt hat. Und noch viel weniger gibt es eine neue charismatische Führungspersönlichkeit. Italien wird statt dessen wohl zur schlechten alten Zeit ständig wechselnder Koalitionen ohne jede politische Führungskraft zurückkehren.

Und drittens haben sich die Italiener bei den Referenden in zwei Punkten auf eine Politik festgelegt, die dem Land weiteren wirtschaftlichen Schaden zufügt: auf einen Atomausstieg und auf das Verbot der Privatisierung von öffentlichen Unternehmen wie der Wasserversorgung.

Natürlich ist es das Recht der Italiener, sich solche Gesetze zu geben. Aber ebenso natürlich ist klar, dass dadurch die Sanierung Italiens noch weiter ins Reich des Unmöglichen rückt.

Nur zur Erinnerung: Es gibt keine einzige seriöse Berechnung, die behaupten würde, der Verzicht auf Atomkraft nütze einer Volkswirtschaft. Und die Privatisierung von Wasserversorgung und Ähnlichem wird – gerade in diesen Tagen! – intensiv von den Griechen gefordert, damit diese Einrichtungen erstens effizienter werden und damit Griechenland zweitens durch den Verkaufspreis einen Beitrag zu seiner eigenen Sanierung leistet.

Und noch eine zweite Erinnerung: Italien hat mit 119 Prozent BIP-Anteil die zweithöchste Staatsverschuldung in der EU (nach Griechenland), steht also in entscheidender Hinsicht schlechter da als Portugal oder Irland, die schon in die europäische Notaufnahme eingeliefert werden mussten.

Alle jene, die jetzt über den Ausgang des Referendums jubeln, sollten sich fest anschnallen ob all dem, was demnächst auch die Italiener dem Kontinent an teuren Freuden bescheren werden. Die Rechnung müssen freilich auch alle anderen zahlen, die jetzt schon keineswegs jubeln. Hauptsache, man zahlt die Wasserrechnung nicht an eine Privatfirma und Berlusconi ist weg.

 

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAmtsbekannt
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2011 05:37

    Aber, Aber

    Bitte nicht zu übersehen:

    Die Linxlinken Medien Europas werden in den nächsten 15 Jahren berichten:

    Der von Berlusconi und seiner rechtsextremen Allianz hinterlasse Schuldenberg.....................

    Man erinnere sich dabei an die heute noch ständig medial negativ erwähnte Regierung Schüssel-Grasser (in Wahrheit die beste Zeit für Österreich)...
    auch in der Krone wird Schüssel noch ständig durch den linxlinken Gnom negativ erwähnt......

  2. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2011 07:55

    Die ganze AKW-Debatte ist längst zum Glaubenskrieg verkommen. Die Öko-Nazis, an der Spitze wieder einmal die Deutschen, haben in vielen Ländern Europas das Sagen, seriöse Debatten sind out, es wird nur mit Emotionen gearbeitet und wenn das nichts nützt, dann helfen die ÖKO-Gangster zB in der Schweiz schon einmal mit Briefbomben gegen AKW-Angestellte nach. Oder wie das Beispiel Stuttgart 21 zeigt, wird der Chefplaner so lange mit Morddrohungen verfolgt, bis er das Handtuch wirft. Und viele schäbige, konservative "Wutbürger" begrüßen das noch und machen sich zu Handlangern des grünen Nazi-Packs.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2011 06:52

    nur ein paar worte zum thema sex und macht:

    ich wünsche mir keine männer an den schalthebeln der macht, die sexuell frustriert entscheidungen treffen. ob sie clinton, berlusconi oder sonstwie heissen. je mächtiger das land, umso entspannter wünsche ich mir seinen präsidenten.

    wenn man daneben unsere schwulenmania ansieht, kindern einreden möchte, sie könnten ihr geschlecht selber wählen und sonst noch jede perversion zum geschützten denkmal stilisiert, dann relativiert sich jeder moralanspruch, mit dem man zum ausgleich puritanisch streng machistische männer misst, die ihre spannungen mit jungen oder zu jungen damen abbauen.

    wo ist die normalität in unserer verdrehten welt hingeraten?
    wenn schon moral, treue, anstand, dann bitte in alle richtungen und nicht bloss vorzeichenwechsel!

  4. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2011 05:23

    Unbestritten. dass Berlusconi ein zum Teil ungustiöses Schlitzohr ist; seine Zeit wird sicher bald abgelaufen sein, da sein "Charakterbild in der Geschichte" ja bereits gehörig schwankt.

    Interessant ist, dass etliche meiner großteils sehr intelligenten und gebildeten italienischen Geschäftsfreunde (auch bekennende Katholiken darunter) an dem Mann buchstäblich "einen Narren gefressen haben"!
    Irgendwas muss er haben, das die Leute dort für ihn einnimmt. Gut, unsere südlichen männlichen Freunde sind im Grunde Machos mit teilweise intakten Macho-Manieren!
    Aber die Frauen? Die mögen ihn mehrheitlich auch!

    Da passe ich! Wer kennt schon die heimlichen Vorlieben und Sehnsüchte unserer italienischen Nachbarn?
    Freud, schau oba!

  5. Ausgezeichneter KommentatorSimpson
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2011 11:06

    Die wahren Schuldigen an den PIIGS Drama sitzen in den Prüfgremien der EU Beitritts-
    kommision.
    Es wurde und wird aus politischen Gründen zu Lasten der Bevölkerung der Nettozahlenden Länder beide Augen zugedrückt. Auch Italien hätte nicht die Zulassungskriterien erfüllt, erst unter Hinzunahme der "Schattenwirtschaft" wurden die Kriterien wohlwollend zurechtgebogen.
    Es ist erstaunlich, dass diese grobe Fahrläßigkeit der zuständigen EU Instanzen und ihren politischen Auftraggeber von den sonst so " gerechtigkeitsbewußten" und korrekten Medien und Politikern verschwiegen wird oder handelt es sich hier um System ??
    Frank Stronach, welchen man wirtschaftliches Denken sicher nicht absprechen kann, hat die EU mit einer Genossenschaft verglichen in der ein Drittel der Mitglieder hart arbeitet und zwei Drittel mit versorgt werden. So kann eine Genossenschaft nicht funktionieren und letztlich auch nicht die EU.
    Mit denselben Personen und Philosophie, welche für die Aufnahme der PIIGS Staaten zuständig sind, wird die EU nicht über den Status einer Wohlfahrtseinrichtung für Banken und Agrarier hinauskommen. Der Bonus des guten Image der EU aus der Wirtschaftgemeinschaftszeit ist schon längst aufgebraucht.
    Im Zweifelfall könnte man bei Frank St. nachfagen.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2011 00:26

    Dieses Referndum ist noch kein Beinbruch. Richtig unlustig wird es erst, wenn Berlusconi abgewählt wird, denn dann fällt uns womöglich Italien auch noch auf den Kopf.

    Nach ihm könnte dieses Land unregierbar werden, damit rückt eine innerstaatliche, finanzielle Sanierung des Budgets in weite Ferne und der EU droht ein wesentlich größeres Desaster als es Griechenland bisher verursacht hat, was keinesfalls mehr zu schultern wäre.

    Wer hätte gedacht, daß die Abwahl Belusconis vielleicht sogar den Zerfall der Europäischen Union einläuten könnte?
    Tja - daran erkennt man, welche Auswirkungen ein Zuviel an Bunga, Bunga haben kann! *g*

  7. Ausgezeichneter KommentatorMartin Bauer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Juni 2011 09:23

    Ohne den Teil südlich von der Nordgrenze Roms, stünde Italien grandios da.
    Das "Wirtschaftswunder" Italien heisst Norditalien und Südtirol!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSusanna
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juni 2011 10:28

    Warum eigentlich wird das Privatleben eines Ministerpräsidenten so wichtig genommen? Ich meine, man sollte sich darauf konzentieren, wie jemand seine beruflichen Aufgaben erfüllt.
    Im übrigen erscheinen mir mir hier meine Erfahrungen bei der Erstkommunionvorbereitung als exemplarisch: Manche Kinder hätten sich viel lieber mit den Sünden der anderen beschäftigt als mit den eigenen... Diese Vorliebe dürfte auch im Erwachsenenalter ausgeprägt sein.


alle Kommentare

  1. Eang (kein Partner)
    20. Januar 2015 10:01

    I can't believe you're not playing with me--htat was so helpful.

  2. Kämpfer (kein Partner)
    17. Juni 2011 07:09

    @Torres
    Churchill war vor allem ein hinterlistiges Arschloch, der nichts gegen einen Massenmörder wie Stalin hatte, aber den anderen Mörder und seine Zivilbevölkerung bis aufs Blut bekämpfte. Jeden Tag freut es mich mehr, wenn England endlich den Bach hinunter geht. Je früher, desto besser.

  3. Jacky (kein Partner)
    16. Juni 2011 19:42

    Wohin die Privatisierung der Wasserversorgung führt, sieht man überall dort, wo dies schon versucht wurde. In Südafrika, Großbritannien, Bolivien, beispielsweise. Die Erfahrungen sind im Prinzip überall die gleichen:
    - Die durchschnittlichen Wasserverluste im Wasserleitungsnetz liegen in Frankreich bei rund 20 %, in Großbritannien bei 25 %. Der Vergleichswert liegt in Österreich bei 9 %.
    - In London stiegen die Preise für Wasser innerhalb von zwei Jahren um 26 Prozent. Gleichzeitig erhöhten sich die Wasserverluste aufgrund lecker Leitungen um 43 %.
    - In Südafrika wurde Hunderttausenden der Wasserhahn abgedreht. Menschen, deren Wasser abgestellt worden war, tranken daraufhin aus öffentlichen Toilettenspülungen, Cholera und Typhus waren die Folge.
    - In Bolivien wurde die Wasserversorgung von El Alto und La Paz vom französischen Konzern Suez gekauft. Der Konzern verlangte für einen Wasseranschluss umgerechnet vier Monatsgehälter. (Quelle: http://www.werkstatt.or.at/Solidaritaet/WasserRedeOberansmayr.htm )

    Man muss den Italienern dazu gratulieren, dass sie aus diesen Erfahrungen gelernt und einer Privatisierung der Wasserversorgung einen Riegel vorgeschoben haben. (Unterberger hingegen erweist sich einmal mehr als lernresistent: weil, aufgrund seiner ideologischen Scheuklappen, für ihn halt nicht sein kann, was nicht sein darf.)

    • PostScriptum
      16. Juni 2011 19:56

      "In London stiegen die Preise für Wasser innerhalb von zwei Jahren um 26 Prozent. "

      Es ist nicht Aufgabe der Marktwirtschaft, billige Preise zu generieren. Manchmal sogar im Gegenteil. Begehrte Produkte sollen sogar im Preis steigen. Das nennt man Markt, wovon Sie ganz offensichtlich nicht den blassesten Schimmer haben.

      Wasser kann man bei Nichtgefallen bequem importieren. Der Wasserversorger wird dann tunlichst darauf schauen, Qualität anzubieten, ansonsten droht die Pleite (was einem Staat ja nicht so leicht passiert).

      Wenn Sie von Wasserverlusten schreiben, übersehen Sie offensichtlich, dass Wasser nicht verloren geht, wie Sie das suggerieren.

      Dass die private Wasserverorgung allerdings in Staaten, denen Privateigentum weder heilig noch recht ist und die von Rechtsstaatlichkeit (und Rechtsstaatlichkeit ist bekanntermaßen, außer in linken Kreisen, die Voraussetzung für ein privates System) so weit entfernt sind, wie Sie von vernünftigen Gedanken, dürfte einleuchten!

    • november (kein Partner)
      16. Juni 2011 19:58

      Die Geschichte mit El Alto und La Paz ist ein alter Hut der Globalisierungskritiker. Sicher schlimm, aber gibt es in Bolivien und den südafrikanischen Townships überhaupt irgendetwas, das funktioniert? Man kann doch nicht Länder der Dritten Welt mit uns in einen Topf werfen.

    • PostScriptum
      16. Juni 2011 20:01

      Im Übrigen zu Preissteigerungen: dass man in Österreich z.b. die Wasserversorgung zusätzlich zum Wasserpreis mit teurem Steuergeld bezahlt, vergessen Linke wie Sie offensichtlich immer. Aber ja, linke Parasiten wie die Krawagna Pfeifer zahlen eben keine Steuern sondern ernähren sich brav vom Geld des Steuerzahlers und leben sowieso in einer Welt wo man Regenbögen saufen kann.

    • november (kein Partner)
      16. Juni 2011 20:05

      "Wasser kann man bei Nichtgefallen bequem importieren."

      Ich weiß nicht, wie ein Londoner das Leitungswasser, das er für den täglichen Haushalt braucht, importieren kann. Aber vielleicht habe ich sie missverstanden.

      Die Verluste aus den alten viktorianischen Wasserleitungen in London sind allerdings bekannt. Ich weiß, dass das Wasser nur versickert, es geht aber trotzdem aus dem Leitungsnetz verloren, und darum geht es ja.

      London hat übrigens auch sehr teure Öffis, weil vor allem die U-Bahnbediensteten die beste Gewerkschaft haben. Wenn die wollen, steht ganz London still. Habe ich schon erlebt.

    • Jacky (kein Partner)
      16. Juni 2011 20:06

      @PS:
      1. Großbritannien ist für Sie also kein Rechtsstaat?
      2. Es ist nicht Aufgabe der Marktwirtschaft, billige Preise zu generieren. Soweit richtig. Es ist aber Aufgabe eines Wirtschaftssystems, den Menschen das materielle Überleben zu ermöglichen. Und da Wasser nun einmal eine Lebensgrundlage ist, stehen exorbitante Wasserpreise dazu im Widerspruch.
      3. Die Geschichte mit den "linken Parasiten", die angeblich "keine Steuern" zahlen, ist Ihrer würdig. Wenn Sie das nächste Mal zum Supermarkt einkaufen gehen, sagen Sie doch einfach zur Kassiererin, Sie wären ein linker Parasit. Ihrer eigenen Logik zufolge müssten Sie dann ja die Mehrwertsteuer zurückbekommen. Viel Spaß.

    • PostScriptum
      16. Juni 2011 20:14

      Und was haben Gewerkschaften mit ihren zahlreichen Sonderrechten nochmal mit einem freien Markt zu tun?

      Es ist immer das Gleiche. Es wird privatisiert und wenn Kriterium A und B nicht erfüllt sind, dann ist die Privatisierung gescheitert. Londons Öffis streiken! Na und? Dann verlieren sie Geld und müssen bei Wiederholung Insolvenz anmelden. In einem freien Markt sind die Arbeitnehmer auch nicht so geschützt wie dies bei den Bediensteten der Öffentlichen der Fall ist. Also werden Streikende in einem freien Markt gefeuert, ganz einfach.

      Sie können nunmal nicht in einem staatlichen System private Unternehmen führen. Angenommen Unternehmen würden vom Staat gezwungen, Arbeiter anzustellen, zum Mindestlohn natürlich; die Unternehmen wären pleite.

      Außerdem wie erwähnt: private Unternehmen kosten nur auf den ersten Blick mehr. Eh klar, wenn der Steuerzahler nicht mehr einspringt, um Verluste auszugleichen. Dann zahlen aber alle und nicht nur die, die die Öffis auch wirklich benützen. So zahlen diejenigen, die die Leistung auch in Anspruch nehmen, darum geht es in einem Markt.

      Und zum Import: gemeint war Trinkwasser. Für's Abwaschen und Duschen brauchen Sie ja keine Trinkwasserqualität, oder? Und selbst wenn dies gewünscht wird, wird der Markt Lösungen anbieten. Private Wasserfilter z.b.

    • november (kein Partner)
      16. Juni 2011 20:19

      "Und was haben Gewerkschaften mit ihren zahlreichen Sonderrechten nochmal mit einem freien Markt zu tun?"

      Natürlich nichts. Aber wo habe ich das angedeutet? Ich wollte Jacky nur daraufhinweisen, dass (auch) staatliche Unternehmen überhöhte Kosten verursachen.

    • PostScriptum
      16. Juni 2011 20:19

      @ Jacky

      1. Ich wüsste nicht, dass die Briten in großer Zahl verreckt wären oder gesundheitliche Probleme durch die private Wasserversorgung hatten.

      2. Ja das meinen Sie, weil Sie eine Enteignungsphilosophie haben, auf die Stalin und Hitler stolz wären. Es gibt kein Wirtschaftssystem, es gibt nur Menschen. Und so leid mir das tut, aber es ist sicher nicht meine Aufgabe für IHR Überleben zu sorgen

      3. Leistungen der linken Medienschickeria a la Pfeifer werden in einem freien Markt nicht nachgefragt. Ohne Steuergelder wären die SN schon lange insolvent. Das Gleiche gilt für alle übrigen Medien, außer der Krone vielleicht.

    • PostScriptum
      16. Juni 2011 20:23

      Verzeihung. Da Ihre übrigen Worte an mich gerichtet waren, dachte ich, dass auch das mit den Öffentlichen für mich war.

    • november (kein Partner)
      16. Juni 2011 20:25

      Nur eine kleine Frage am Rande, weil bei Hitler hier immer auch sein Sozialismus hervorgehoben wird: Inwieweit hat er eine Kollektivierung aller Produktionsmittel (=Enteignung aller Unternehmer) im Sinne des Marxismus angestrebt? Soweit ich weiß, hat die Enteignungsphilosophie hauptsächlich die Juden betroffen. Ich bin in Geschichte nicht so gut, also verzeihen sie mir die Frage.

    • PostScriptum
      16. Juni 2011 20:30

      @ november

      Lesen Sie folgende Zeilen:

      10. Erste Pflicht jedes Staatsbürgers muß sein, geistig oder körperlich zu schaffen. Die Tätigkeit des einzelnen darf nicht gegen die Interessen der Allgemeinheit verstoßen, sondern muß im Rahmen des Gesamten und zum Nutzen aller erfolgen. Daher fordern wir:

      11. Abschaffung des Arbeits- und mühelosen Einkommens, Brechung der Zinsknechtschaft.

      12. Im Hinblick auf die ungeheuren Opfer an Gut und Blut, die jeder Krieg vom Volke fordert, muß die persönliche Bereicherung durch den Krieg als Verbrechen am Volke bezeichnet werden: Wir fordern daher restlose Einziehung aller Kriegsgewinne.

      13. Wir fordern die Verstaatlichung aller (bisher) bereits vergesellschafteten (Trusts) Betriebe.

      14. Wir fordern Gewinnbeteiligung an Großbetrieben.

      15. Wir fordern einen großzügigen Ausbau der Altersversorgung.

      Nein, das ist nicht von der Homepage von ATTAC, oder den Grünen, sondern sechs Punkte aus dem 25 Punkte Programm der NSDAP.

    • november (kein Partner)
      16. Juni 2011 20:41

      @PS

      Danke, dass sie sich die Mühe gemacht haben! Die typischen sozialdemokratischen Elemente waren mir bekannt, dass die NSDAP tatsächlich eine Verstaatlichung der Industrie angestrebt hat, habe ich irgendwie vergessen, wahrscheinlich weil sie nicht umgesetzt wurde. Hitler wollte offensichtlich die Industriellen nicht vergrämen. Außerdem gab es keine Kolchosen und ähnliches. Worauf ich hinaus will, ist dass Hitler deutlich weniger Sozialist war als Stalin und Kreisky.

    • PostScriptum
      16. Juni 2011 20:48

      " Worauf ich hinaus will, ist dass Hitler deutlich weniger Sozialist war als Stalin und Kreisky."

      Achja? Sogar die Bolschewikipedia kann nicht umhin, die Fakten zu negieren:

      Der Historiker Klaus Hildebrand fasst den Stand der Forschung in Oldenbourg Grundriss der Geschichte zusammen: „Zwar blieben die Betriebe in privaten Händen der Unternehmer, ohne Zweifel stiegen auch die finanziellen Erträge aus der Rüstungskonjunktur. Doch wurde das für eine kapitalistische Wirtschaft verbindliche Prinzip der Zweck-Mittel-Rationalität im Banne der Rüstungsanforderungen und des Autarkieprinzips auf Befehl Hermann Görings mehr und mehr außer Kraft gesetzt.“[53]

      Dietmar Petzina formuliert: „Das NS-System entzieht sich einer eindeutigen Zuordnung zu den ordnungspolitischen Kategorien Zentralverwaltungswirtschaft und Marktwirtschaft.“ Die Wirtschaftsordnung wandelte sich „von einer korporatistischen Wirtschaft hin zu einer staatlichen Kommandowirtschaft, in der das unternehmerische Gewinnprinzip zwar nicht ausgeschaltet, die wesentlichen Verfügungsrechte jedoch nachhaltig eingeschränkt waren“. Und Gerold Ambrosius stellt fest: „Bis zum Kriegsbeginn war der Grundstein für den Übergang zu einer zentralen Planung und Lenkung gelegt.“[54]

      Gestützt wird diese These von aktuellen ordnungstheoretischen Untersuchungen: Michael von Prollius beschreibt das NS-Wirtschaftssystem als „Ergebnis unablässiger Neu- und Umorganisation […] und zahllosen Lenkungs- und Bürokratisierungsmaßnahmen“[55]; für Markus Albert Diehl „entfernte sich die deutsche Wirtschaftsordnung unter der nationalsozialistischen Herrschaft immer weiter vom Idealtyp der Marktwirtschaft und entsprach schließlich weitgehend dem Idealtyp der Zentralplanwirtschaft“

    • november (kein Partner)
      16. Juni 2011 20:51

      Na gut, sie haben gewonnen. Irgendwie erinnert mich das an die heutige Atomindustrie, und somit schließt sich der Kreis.

    • PostScriptum
      16. Juni 2011 21:01

      Ich will hier nicht gewinnen, nur informieren. Hitler hatte (gsd) nicht die Gelegenheit, sein 25 Punkte- Programm umzusetzen. Wer weiß, welche Enteignungen die Deutschen nach einem Wirtschaftsabschwung erwartet hätten? Faktum ist, dass Hitler nicht recht viel vom freien Markt, vom Unternehmertum und schon gar nichts vom Grundrecht auf Eigentum hielt.

      Die Kollektivierung stand bei Hitler zur Gänze im Vordergrund und das tut sie bei heutigen Linken noch immer. Die heutige Linke macht es nur nicht mehr "im Namen des Deutschen Volkes" sondern "im Namen von sozialer Gerechtigkeit" und wie unsere Jacky das so schön nannte "weil das Wirtschaftssystem dazu da ist, dem Einzelnen ein materielles Überleben zu ermöglichen".

    • Plagiatsjägerjäger (kein Partner)
      16. Juni 2011 21:13

      Ah, der PS (der vermutlich in seinem Leben noch so gut wie nichts erwirtschaftet hat) erklärt hier wieder einmal die Welt.

      Die einen sind sowieso Schmarotzer und die anderen bieten natürlich nur Leistungen an die in einer echten (also seiner) Wirtschaft nicht nachgefragt würden - eh klar.

    • werauchimmer
      17. Juni 2011 12:56

      @ PS:

      "Die Kollektivierung stand bei Hitler zur Gänze im Vordergrund und das tut sie bei heutigen Linken noch immer."

      Dazu muss man sagen, dass die Nationalsozialisten ein Notstandsprogramm zur Durchführung der Wiederaufrüstung betrieben.

      Wie sich die NSDAP zur Marktwirtschaft in Zeiten eines langfristigen Friedens verhalten hätte, lässt sich nicht aus Beobachtungen der Zeit von 1933-'45 eindeutig ableiten.

      Auch das vielzitierte 25-Punkte Programm schafft keine eindeutige Sicherheit, weil zur Zeit von dessen Abfassung die Bewegung stärker unter dem Einfluss plebiszitärer Kräfte stand (SA), als später unter der elitären SS.

      Jedes forcierte nationale Aufrüsten geht außerdem mit zentralistischen Momenten einher. Das beginnt schon damit, dass via Notenbank (fiat-Geld) die Leistungsströme umgeleitet werden. Die dadurch bewirkte Allokation ist bereits ein schwerwiegender Eingriff in die Marktwirtschaft. Der daraus resultierende Dirigismus wird durch ein Verbot des privaten Goldbesitzes optimiert, wie auch die Beispiele Deutschland und USA vor WK II zeigen.

      Siehe dazu zB:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Fiat_Money

  4. Torres (kein Partner)
    16. Juni 2011 14:07

    Churchill hatte schon recht: die Demokratie ist eine schlechte Staatsform (allerdings ist natürlich auch der zweite Teil der Aussage richtig: "ich kenne aber keine bessere"); mit Volksabstimmungen oder -befragungen sind harte aber notwendige Maßnahmen, die die Zukunft sichern, nicht durchführbar, da die "breite Masse" leider immer nur die unmittelbaren Auswirkungen sieht. Das einzige Volk, das tatsächlich auch Maßnahmen zustimmt, die auf den ersten Blick Nachteile und Entbehrungen bringen, sind wohl die Schweizer.

    • PostScriptum
      16. Juni 2011 14:24

      Genau. Die Schweizer sind einfach ganz andere Menschen, nicht wahr? Fast schon Außerirdische. Niemals könnten Österreicher so sein.

      Warten Sie, wie viele Volksabstimmungen und damit genuinen Volkswillen hatten Österreicher bisher?

      Ach nur zweimal? Einer davon haben wir sogar zu verdanken, dass wir kein AKW haben. Das müsste doch gerade Leute wie Sie zu Tränen rühren!

      Leute wie Sie sind der Grund dafür, dass wir immer weiter in die Knechtschaft schlittern. Also hören Sie endlich auf, das österreichische Volk als dummen Blutsauger hinzustellen, der zu blöd ist, eins und eins zusammenzuzählen!

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      16. Juni 2011 16:05

      @PostScriptum:
      Sie und ich wissen zweifellos, daß das Zwentendorf-Plebiszit hauchdünn ausging (~50,3% contra, ~49,7 pro AKW). Wäre Bruno Kreisky nicht von der Hybris eines langjährigen Kanzlers verlockt worden, ohne jede Not ein Junktim zwischen Kernenergie und "Wenn ihr mich behalten wollt, meine Österreicher" zu verkünden, hätten wir heute mindestens drei Zwentendorfs. (Was wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll wäre ... aber wir haben in der EU ja schon ewig government by panic, und alle lieben es.)

      Denn nicht physikalische oder gar wirtschaftliche Vernunft führte zum knappen Nein — der grantelnde Kreisky hatte einfach seine Beliebtheit überschätzt, die allmählich etwas angekratzt war. Und so nutzten die Österreicher die unverhoffte Chance der AKW-Abstimmung, um ihren Ersatzkaiser in die Wüste zu schicken. (Aus welcher noch weit verbrauchtere Sozen ins Amt nachrückten, aber das konnten die Ösis ja nicht ahnen.)

      Demoskopen und die üblichen Wahlanalysierer haben anschließend ergründet, daß die Zwentendorf-Tombola ohne dieses Junktim etwa 52% Zustimmung erbracht hätte.

      Zumal unsere Volksbeglücker unentwegt daran arbeiten, die österreichische Exportwirtschaft, die mit und seit Schüssel weltweit bewundert wurde, zu ruinieren, tät' ma uns die Händ' reiben, wenn ma wenigstens a poa Terawattstunden zum Verkaufen hätten — jetzt, wo die Deutschen händeringend nach verschwiegenen Kernstromlieferanten suchen, um ihre AKW-freie Zukunft nicht als unverschämte Lüge entlarven zu müssen.

    • PostScriptum
      16. Juni 2011 16:25

      Das stimmt alles, werter Imperator. Aber das Entscheidende übersehen Sie: es gab seither keinen Zwist mehr innerhalb der Bevölkerung ob nun Atomkraft oder nicht. Die Österreicher wollen einfach keine und aus.

      Ob dies nun sinnvoll ist, oder nicht, sei dahingestellt. Sollte sich eines Tages (dank Atomausstiegs Deutschlands und anderer Länder) herausstellen, dass es doch besser und vor allem nötig wäre, ein AKW in Betrieb zu nehmen, werden die Österreicher auch dafür stimmen.

      Eine nationenspaltende Diskussion wie in Deutschland ob eben nun pro oder contra Atomkraft haben wir uns durch diesen Volksentscheid erspart.

      Es ist nichts schlimmer für ein Volk, als dass es sich selbst spaltet und streitet. Die drastischste Form dieses "Streits" ist der Bürgerkrieg. Solche Bürgerkriege haben bisher immer nur Elend, Hunger und Katastrophen gebracht.

      Volksabstimmungen beenden Diskussionen ein für allemal und nationale Einheit ist die stärkste Waffe, die ein Volk haben kann.

    • kaffka (kein Partner)
      16. Juni 2011 18:40

      @ PostScriptum
      16. Juni 2011 16:25
      Allerwertester Herr PS.
      Es ist nichts schlimmer für ein Volk, als dass es sich selbst spaltet und streitet. Die drastischste Form dieses "Streits" ist der Bürgerkrieg. Solche Bürgerkriege haben bisher immer nur Elend, Hunger und Katastrophen gebracht.

      Mit diesem Satz haben Sie der Welt-Politiker-Kaste ins Gesicht gekackt!
      Bürgerkrieg ist das schönste Mittel um Demokratie von echtem Schrott und Korn herbeizuführen. Besonders dann wenn Welt-mächte in diese eingreifen und das (UN)-heil, das Sie bis jetzt in die Welt gebracht haben, zum glorreichen Erfolg führen:
      Tunesien, Ägypten, Syrien, Afghanistan, Libanon haben es uns vorgezeigt. Wenn man nicht genug zu Fressen hat machen wir halt einen Aufstand (demokratisch Erhebung genannt) schiessen wir auf die machthaber und lassen wir diese auf uns zurückschiessen, bitten wir die Welt alles was noch nicht zerschossen ist mit Bomben dme Erdboden gleichzumachhen, so dass uns das dann gereinigte demokratische Bewusstsein Milch und Honig herüberfliessen lässt, ohne dass wir noch etwas dazutun müssen.

      Glauben Sie wirklich, dass das Ö-Volk gescheiter ist als die obigen? Oder gar die hiesigen Gewerkschaften nicht so blöd wie die dortigen?

      Sie sagen:Volksabstimmungen beenden Diskussionen ein für allemal und nationale Einheit ist die stärkste Waffe, die ein Volk haben kann. (Nützen sie auch gegen Drohnen, Atombomben, Kampfhubschrauber...etc?)
      Naivität ist meist angeboren und wahrscheinlich nicht kurierbar.

    • PostScriptum
      16. Juni 2011 18:57

      @ kaffka

      Ich weiß nicht, was Ihr Beitrag mit meinen Aussagen zu tun hat. Die von Ihnen genannten Beispiele sind wenn (ja wenn überhaupt, denn diese Staaten scheitern eher an ihrer Religion, denn an sonst etwas) dann nur Beispiele dafür, dass Demokratie momentan nicht in jedem Land existieren kann. Über das Quale der direkten Demokratie haben Sie keinen Satz verloren.

      Den einzigen Bezug zu meinen Aussagen, den ich finden konnte, war die Anspielung darauf, dass doch die nationale Einheit nichts gegen Bomben ausrichten kann und eine persönliche Beleidigung, nämlich dass ich naiv sei, ohne dass Sie dies auch nur annähernd begründeten.

      Wenn Sie die weitreichenden Auswirkungen nationaler Einheit nicht begreifen können, ist das nicht mein Problem, ich halte hier keine Grundkurse für Schwerbegriffige.

      Ein geeintes Österreich, das sich einer militärischen Bedrohung gegenüber sieht ist in jedem Fall stärker als ein Österreich, das nicht nur von außen, sondern auch von innen bedroht ist.
      Dafür sind die von Ihnen genannten Staaten ja das beste Beispiel, weshalb ich anfangs dachte, Ihr Beitrag unterstützt meine Aussagen. Die Lybier könnte man jedenfalls militärisch recht leicht aufreiben, weil sie sich gegenseitig schon die Köpfe einschlagen.

      Aber Sie brauchen sich nicht um meine Naivität zu kümmern. Sie machen Ihr fehlendes Wissen eben mit Arroganz wett. Naja, wem's hilft.

  5. Aron Sperber (kein Partner)
    16. Juni 2011 12:26

    Berlusconi ist das absolute Feindbild der europäischen Journalisten, weil er mit seinem angeblichen Mediemonopol angeblich die italienische Demokratie untergrabe:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2010/12/14/warum-wahlen-die-italiener-berlusconi/

    der Politiker, der tatsächlich Journalisten einsperren lässt, die grösste kritische Zeitung vom Finanzamt torpedieren lässt und bald eine neue auf den Kopftuch-Islamismus besser zugeschnittene Verfassung einführen will, wird hingegen stets verharmlost oder gar protegiert.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      16. Juni 2011 16:22

      Stimmt, Aron.
      Berlusconi ist der einzige Regierungschef Italiens, der solide Mehrheiten und eine ungeahnte Kontinuität schaffen konnte, auch eine Art von Stabilität — in einem Land, das normalerweise in drei Jahren fünf Regierungen verschleißt.
      Gut, südlich von Rom herrscht nach wie vor die Mafia, ist aber dort die einzige Ordnungsmacht, auch in sozialer Hinsicht, da der Norden sich für diese Region überhaupt nicht interessiert. (Und das ist seit Mussolini schon so, wertfrei betrachtet.)

      Aus nüchterner Sicht, so sie wieder zu einer solchen finden, werden die Italiener dem ehemaligen Bänkelsänger bald nachweinen. Der hat nämlich neben all seinen Buntheiten und Skurrilitäten (oder vielleicht genau deswegen) einen Charakter, den die Italiener immer schon geliebt haben.
      Ohne ihn, der wenigstens dagegen angekämpft hat, naht der Bankrott Italiens noch viel schneller: der Bankrott, den wir angesichts der EU-Wahnsinnigen und unserer eigenen Polit-Amateure fleißig mitbezahlen werden.

  6. AB_Gast (kein Partner)
    16. Juni 2011 10:47

    Leider ist das wirtschaftliche Bild Italiens auch mit / unter Berlusconi weit weniger freundlich, als hier dargestellt. Die Behauptung, Italien habe sein Rating in den letzten Jahren behalten, ist unrichtig: 206 wurde Italien auf "A" heruntergestuft.

    Zwar hält Tremonti das Budget zusammen, die strukturellen Probleme Italiens sind jedoch gravierend und wurden von Berlusconi in keiner Weise ernsthaft angegangen. Dies ist ihm doppelt schwer anzulasten, als er - als große Ausnahme in der italienischen Nachkriegspolitik - möglicherweise das politische Standing gehabt hätte, echte Strukturreformen durchzubringen. Da er dies nicht getan hat und jetzt wohl nicht mehr in der Lage dazu wäre, ist ihm keine Träne nachzuweinen. Was leider nicht bedeutet, dass etwas Vernünftigeres nachkommt.

  7. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
    16. Juni 2011 10:36

    "Nur zur Erinnerung: Es gibt keine einzige seriöse Berechnung, die behaupten würde, der Verzicht auf Atomkraft nütze einer Volkswirtschaft."

    Warum sollte das auch der Wirtschaft nützen?! Der Grund der Ablehnung war wohl ein anderer. Vielleicht kommen Sie sogar darauf.

  8. Susanna (kein Partner)
    16. Juni 2011 10:28

    Warum eigentlich wird das Privatleben eines Ministerpräsidenten so wichtig genommen? Ich meine, man sollte sich darauf konzentieren, wie jemand seine beruflichen Aufgaben erfüllt.
    Im übrigen erscheinen mir mir hier meine Erfahrungen bei der Erstkommunionvorbereitung als exemplarisch: Manche Kinder hätten sich viel lieber mit den Sünden der anderen beschäftigt als mit den eigenen... Diese Vorliebe dürfte auch im Erwachsenenalter ausgeprägt sein.

    • Reinhard (kein Partner)
      16. Juni 2011 11:00

      Auffallend ist, dass es immer nur rechte Politiker oder Politiker der Mitte sind, die über ihre Person oder ihnen nahestehende Personen angegriffen und diskreditiert werden. Typische Taktik der Linken: man darf das Volk nicht argumentativ aufklären, warum es einen gegnerischen Politiker nicht wählen soll, sondern man muss es emotional aufputschen, zu Neid, Hass, Missgunst treiben - die seit der Herrschaft der Nazis perfektionierte Aufwiegelung der Massen gegen missliebige Personen und Personenstände ist und bleibt weiterhin linkes Hauptkampfmittel.

    • cmh (kein Partner)
      16. Juni 2011 12:47

      Bevor es einer der Trolle tatsächlich macht:

      Reinhard von der Trollwarte aus gesehen, ist Ihr Posting hasszerfressen und von Neid und Missgunst verzerrt.

      Wir merken es doch auch hier, dass die persönlich herabsetzenden Angriffe - obwohl die laufenden Poster hier auch nicht immer pfleglich miteinander umgehen - immer nur von den üblichen linken Trollen ausgehen:

      Vielleicht hier einmal die Liste, damit die Trolle sehen, wie angenehm es ist an die Öffentlichkeit gezerrt zu werden und archiviert und insgeheim mit schwarzen Punkten versehen zu werden:

      kritischer Beobachter, Kaputzerer, .... der Redaktion bekannt, november_rain, Plagioatsjägerjäger, jump, ...

      sind eh nur Nicks.

    • november (kein Partner)
      16. Juni 2011 13:17

      cmh,
      Mich würde interessieren, wie ich auf eine Liste von "üblichen linken Trollen" komme. Bitte um Rechtfertigung.

      Persönlich werde ich nur gegen solche Poster, die mich vorher selbst angeriffen haben. Üblicherweise sind das gekrönte Häupter, aber nicht nur. Ansonsten erlaube ich mir einfach, eine eigene Meinung zu haben. Offenbar haben manche ein Problem damit.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      16. Juni 2011 14:14

      "Auffallend ist, dass es immer nur rechte Politiker oder Politiker der Mitte sind, die über ihre Person oder ihnen nahestehende Personen angegriffen und diskreditiert werden."

      Hm. Bill Clinton, Joschka Fischer, François Mitterrand. Ob das wirklich System hat?

    • cmh (kein Partner)
      16. Juni 2011 14:22

      november

      Eine Liste von Nicks ist einfach der Schatten eines Schattens und hat daher eigentlich nichts zu sagen. Bitte das nicht zu vergessen.

      Schon alleine die Tatsache, dass Sie sich melden schließt eigentlich fast schon aus, dass Sie ein Troll sind. (Gilt für alle anderen jetzt natürlich nicht mehr.)

      Ich habe außerdem november_rain gemeint und nicht nur november und habe schon geglaubt zwischen diesen beiden Nicks einen Unterschied zu erkennen.

      Aber wie gesagt: alles nur Schall und Rauch.

      Trotzdem ist es eine Demonstration eigener Art, Namen auf eine Liste zu stellen und die dann gemeinsam in ein Winkele zu stellen. Aber genau das geschieht ja laufend. Denn was ist es anderes wenn eine DÖWFunzen eine Pressekonferenz macht und über rassistische und neonazistische postings auf "gewissen" Bloggs labert. Dass sie damit sicher auch diesen blogg gemeint hat ist anzunehmen, dass das eine oder andere Postings z.B. von mir dabei war ist wahrscheinlich.

      Also nichts für ungut und weiterhin fröhliches Klingenkreuzen.

    • cmh (kein Partner)
      16. Juni 2011 14:27

      Ach ja STF steht auch auf der Liste!

      Bill clinton und Mitterant hatten Positionen auf denen logischerweise kein Platz für den gleichzeitigen Mittbewerb war. Das ist nciht vergleichbar.

      Dass der Joschka in diesem blogg angegriffen wurde dürfte diesen nicht zum Erzittern gebracht haben. Er zählt also auch nicht.

    • kaffka (kein Partner)
      16. Juni 2011 19:14

      @ cmh
      16. Juni 2011 14:27

      Bill Clinton und Mitterant hatten Positionen auf denen logischerweise kein Platz für den gleichzeitigen Mittbewerb war.

      Wie solches bei Mitterand war, will ich nicht beurteilen aber bei Bill Clinton und (Monika) hatten Positionen auf denen logischerweise kein Platz für den gleichzeitigen Mittbewerb war will ich nicht nein sagen und kann ich mir technisch garnichteinmal vorstellen.
      Only one piece! I´m lovin it, but there is no possibility to share!

    • cmh (kein Partner)
      16. Juni 2011 20:44

      Gemeint war, dass die Postition des Präsidenten von Amerika wie die des von Fr4ankreich doch singulär sind. So wie unsere Pressefritzen gebaut sind, haben die nichts anderes als Schnüffeln im Sinne und Staatsoberhäupter sind da besonders interessant weil die so selten sind.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      17. Juni 2011 10:51

      Und wie ist das mit rechten Politikern, die auf 'singulären' Positionen sitzen? Die dürfen dann persönlich angegriffen werden?

      Und wo liegt ein italienischer Ministerratspräsident eigentlich auf der Singularitätsskala?

  9. socrates
    16. Juni 2011 10:27

    Privatisieren von öffentlichem Eigentum ist fast immer Diebstahl, wohl verpackt und mediengefördert. Wie soll man für frisch gedrucktes Geld etwas Reales und Reelles bekommen? Dann sind die Eingebohrenen Lohnsklaven. Rest findet man bei SOLON.
    Ein wenig googeln bringt´s: ppp wasser

    2011-03-15Position Paper PPP_dt_1_
    Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat - Schnellansicht
    August 2010. PPP - Eine Option für die. Siedlungswasserwirtschaft .... III PPP und Wasser –Erfahrungen der deutschen FZ in Entwicklungsländern ...
    www.kfw-entwicklungsbank.de/.../Wasser/.../2011-03-15Position_Paper_PPP
    Harald Wolf gegen PPP | Gemeingut
    Harald Wolf gegen PPP. 1 Juni 2011 Kein Kommentar ... der unter dem Motto „Wir wollen unser Wasser zurück“ den Protest gegen die Teilprivatisierung der ...
    blog.gemeingut.org/2011/06/harald-wolf-gegen-ppp/
    Harald Wolf gegen PPP1 Juni 2011 Kein Kommentar
    Am 27.05.2011 durfte der Berliner Wirtschaftssenator Harald Wolf im Bundestag sprechen. Diese Gelegenheit hat ihm die Linke über „Bundesrats-Karte“ verschafft. Die „Bundesrats-Karte“ ist eine Praxis der im Bundestag vertretenen Parteien – mittlerweile auch von der Linken -, ihren jeweiligen Spitzenkanditaten im Wahlkampf einmal ein großes Podium zu bieten. Und wozu sprach Herr Wolf, der seit zehn Jahren eines der größten PPP-Projekte in Europa politisch deckt und persönlich die Renditegarantien über die Änderungsvereinbarungen im Sinne der privaten Anteilseigner festgezurrt hat? Herr Wolf sprach zu den großen Erfolgen im Protest gegen dieses PPP-Projekt:
    Harald Wolf, Senator (Berlin):[...]
    In Berlin haben wir vor einiger Zeit den Erfolg eines Volksentscheids erlebt, der unter dem Motto „Wir wollen unser Wasser zurück“ den Protest gegen die Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe im Jahre 1999 durch die damalige Große Koalition artikuliert hat. Über 700 000 Berlinerinnen und Berliner haben diesen Volksentscheid unterstützt.
    Ich habe schon die Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe angesprochen. Damals ist für 1,7 Milliarden Euro die Hälfte der Anteile an Private veräußert worden. Wenn man ausrechnet, welche Zinsersparnis das bedeutet – 1,7 Milliarden Euro, 4 Prozent Zinsen –, kommt man auf circa 70 Millionen Euro. Die Privaten haben eine Rendite von circa 120 Millionen Euro. Das heißt, ich könnte für den Haushalt jährlich diese Zinsersparnis von 70 Millionen Euro sozusagen als öffentliche Einnahme verbuchen, wenn ich die Anteile noch hätte, und gleichzeitig hätte ich ein Tarifsenkungspotenzial zugunsten der Kundinnen und Kunden in Höhe von 50 Millionen Euro. Es hat sich also weder für die Kunden noch für die Kommune gerechnet.

    • socrates
      16. Juni 2011 10:29

      Dann sind die Eingeborenen Lohnsklaven, den Rest findet man bei SOLON.

    • Wertkonservativer
      16. Juni 2011 14:16

      @ Socrates:

      hätten Sie vielleicht die Güte, auf meine Rückfrage 15.6., 13:16, zum A.U.-Kommentar vom 12.6. (Bilderberger/Faymann), betreffend Ihren Sub-Kommentar 15.6. 10:16 (zu @Das Kapital) dortselbst eine kurze erklärende Antwort zu geben?
      Für Ihre Freundlichkeit und für Ihre Mühe im Voraus verbindlichen Dank!

    • socrates
      16. Juni 2011 19:06

      Wertkonservativer
      Sorry, wenn ich etwas falsches gesagt habe, ich schätze Sie sehr und natürlich unseren Meister A.U. Ich habe nur ewieder einmal einen Beitrag, der mir auf die Nerven ging, gespiegelt. Dabei war ich offenbar schlampig.
      Demnächst werde ich auch die Trolle fragen, warum ihnen KKP nicht zu alt ist, immer dieselbe Meinung hat, kurz alles, was sie uns vorwerfen, ebenso macht und von wegen Alter: wachsen tut sie auch nicht mehr.
      Nichts für Ungut, ich bin auf Ihrer Seite und gratuliere A.U. dazu, daß er uns Gelegenheit zu einer freien Meinungsäusserung gibt.
      Nochmals sorry, ich habe geschlampt.
      twoflower@gmx.at

  10. november (kein Partner)
    16. Juni 2011 09:45

    Eine japanische Milieustudie zum Thema Atomenergie. Gerade Wirtschaftsliberale der alten österreichischen Schule sollte dieser Beitrag zu denken geben:

    Japan's nuclear power subsidies to rural areas a case study in sick dynamics: how governments eviscerate local economies and addict them to what destroys them

    http://mises.org/Community/blogs/tokyotom/archive/2011/06/12/japan-39-s-nuclear-power-subsidies-to-rural-areas-a-case-study-in-sick-dynamics-how-governments-eviscerate-local-economies-and-addict-them-to-what-destroys-them.aspx

  11. Plagiatsjägerjäger (kein Partner)
    16. Juni 2011 08:32

    Na bitte, auch hier finden sich Fans des kleinen Diktators.

    [i]simplicissimus: vielleicht sind die italiener einfach nur "ganz normal" geblieben. offenbar wirken hier die traditionellen geschlechterbilder immer noch stärker als die unisexvermischung unserer westlichen gesellschaftsverdreher.[/i]

    [i]Wertkonservativer: Auch ich neige eher dem "ganz Normalen" zu; die neuen p.c.-gesteuerten Normen der "Gesellschaftsverdreher" sind mir mehrheitlich ein Greuel![/i]

    Ganz normal...Nutten vögeln, Politessen auf den Arsch klopfen, ein politisches Medienimperium betreiben gegen das der ORF lächerlich wirkt, Postenbesetzungen nach Schönheit usw.

    Sind das die Auswüchse deines traditionellen Geschlechterbildes simplicissimus? Dann nehme ich doch bitte eine große Portion Unisexvermischung.
    Alles so herrlich normal, das ist also die Welt die sich hier manche wünschen, man hat es ja schon geahnt.

    Aber man merkt irgendwie, dass sich die Oldies hier teilweise überhaupt nicht mehr auskennen und deshalb blind gegen alles und jeden treten. Vielleicht sollten manche einmal darüber nachdenken worin der Unterschied zwischen sinnloser Suderei und differenzierter Kritik besteht. Man kann sich auch im Alter einen kritischen Geist bewahren, manche schaffen das leider nicht und gleiten ab in Welthass und werden zum lebenden Stereotyp - dem sudernden Opa der über alles und jeden schimpft und kaum mehr zugänglich ist - traurig.

    • schlechter Geschmack (kein Partner)
      16. Juni 2011 09:22

      Plagiatsjägerjäger:

      Wer fickt Dich eigentlich in den Arsch?

      Sagst Du nein, bist Du ein Komiker, sagst Du ja bist Du ein Arsch.

      an den Rest:

      Das ist absolut schlechter Geschmack. Soviel steht fest.

      Andererseits ist die Frage einfach die Fortsetzung der Mentalität, die unser verehrter Pjj in seinem Posting an den Tag legt. Sowas dümmlich-blindes wie pjj kann man nur im Jahr 2011 +/- verzapfen. Der Mann denkt nicht weiter als bis zu seiner Schwanzensspitze. Ist er eine Frau ist noch früher Schluss damit.

      Mit dem Umstand, dass es solche Leute gibt muss man sich abfinden. Doch wenn es einem so geballt in pjj entgegentritt bleibt man immer fassungslos zurück. Dabei kommt sich der Mann sicher noch als here Lichtgestalt der Aufklärung und der sexuellen Befreiung vor, der ein weites Herz für die gleiche Berechtigung von Nutten (darf man die jetzt pc vögeln), Politessen (denen auf den Arsch zu klopfen wäre schwere Körperverletzung) und sicher auch Schwule und Transgender hat. Dabei fehlt ihm jegliche Höflichkeit anderen gegenüber, ja er macht die wegen rein vermuteter persönlicher Eigenschaften wie Alter und weltanschaulicher Einstellung auf fiese Art verächtlich.

      Also her mit seinem Arsch. Das kann doch nur gut sein und muss Spass machen - wäre natürlich streng konsensual. Und alles ist verhandelbar.

      Sollter er sich aber jetzt - wenn ich annehme, dass pjj psychisch gesund ist, muss er das - verspottet und heruntergemacht fühlen, dann muss er sich die Frage nach der Ehrlichkeit seines Postings stellen.

      Also her mit seinem Arsch. Jemand der wie er die Moral und den Anstand verächtlich macht und seine Gesprächspartner wie simplicissimus oder Wertkonservativer verächtlich macht, darf sich nicht aufregen, wenn ihm diese ganz spezielle Form des Austausches von Körperflüssigkeiten ganz persönlich angeboten wird.

      Also her mit seinem Arsch. Vielleicht gfallts ihm eh.

    • glaubmanix
      16. Juni 2011 09:41

      Lit: Hurentaten von Jackie E.

    • cmh (kein Partner)
      16. Juni 2011 09:54

      Juvenals 2. Satiere fiele mir auch noch ein.

      Man sollte das aber alles verbieten, damit sich der Oberjäger nicht gestört fühlt.

    • Wertkonservativer
      16. Juni 2011 10:20

      ACHTUNG: da sind anscheinend kranke Menschen am Werk!

      Ansteckungsgefahr gegeben (da und dort bereits infiziert?) !
      Linkslinke, rechtrechte und sonstwie gestörte Rabauken und Spinner vergällen einem langsam die Freude am Schreiben und Lesen im A.U.-Forum!

      Shame on you !!!

    • glaubmanix
      16. Juni 2011 11:33

      Aus dem roten Wiener Bezirksblatt.

    • cmh (kein Partner)
      16. Juni 2011 13:02

      schlechter Geschmack:

      der Nick ist trefflich gewählt. Die Konsequenz in Ihrem Posting zwingend, wenn auch geschmacklos.

      Wertkonservativer:

      nicht zittrig werden vor dem Feinde. Auch wenn es wie uns glaubmanix zeigt möglicherweise bereits zu spät ist und die Moral in unseren Landen schon nachhaltig zwerstört ist - nicht die Moral um der Unterdrückung willen, sonder die Moral um des Überlebens willen - sollte man immer den immer wieder neuen Anfängen wehren und solchen Postings wie dem von Plagiatsjägerjäger ordentlich drüberfahren. Auch wenn man den guten Geschmack dabei verfehlen sollte. Denn es kann eigentlich gar keinen Falschen treffen. Plagiatsjägerjäger, wenn er nicht schweig wäre, hätte gar keine andere Möglichkeit, als dieses Posting zu akzeptieren. Denn, wie glaubmanix gezeigt hat, das wird in den Kreisen des Oberjägers ja gutiert.

      Man muss sich dem stellen, auch wenn die Döblinger Kreise wiedereinmal Angst haben sollten, ihre Maßanzüge dreckig zu machen. Gestern wurde mir das klar, als ich im teureren Gegendenen von Grinzig keinen einzigen Neoösterreicher mit Migrationshintergrund gesehen habe. Dort sind die noblen Österreicher unter sich und können sich über den Pöbel aus dem Gemeindebau (gleiche Sprache) echauffieren und gleichzeitig allen anderen Multikulti (unverständliche Sprachen) oktroyiern.

      Also Danke schlechter Geschmack für Ihre deutlichen Worte.

    • cmh (kein Partner)
      16. Juni 2011 13:06

      Wertkonservativer

      Auch wenn ich hier immer empfehle, sich bei der nächsten Wahl der FPÖ zu bedienen, und auch wenn ich Carl Schmitt für den besseren Philosophen halte als Kelsen lege ich doch WErt auf die Feststellung, dass ich kein "Rechter" bin, soferne man damit gewisse Unterschichtprolokreise meint.

    • HDW
      16. Juni 2011 13:53

      Man merkt, dass sie der italienischen Sprache nicht mächtig sind, aber sich aus irgendwelchen Gründen zu den "Jugendlichen" zählen und daher glauben, dass sie das Internet wenn schon nicht erfunden so doch mitentwickeln. Auch wenns euch euer Friedensnobelpreisträger Obama eiens Tages einfach abdrehen wird, der hat das nämlich als oberster Militär der US in der Hand. Oder der bombardierende Giftzwerg Sarközy dreht Europa den Atomstrom ab und dann sitzt ihr auch vor dem dunklen Schirm ohne "social network" und könnt weiter über linken, multikulturellen Unisex nachdenken, aber eben im Dunkeln und allein!

    • simplicissimus
      16. Juni 2011 17:03

      werter plagiatsjäger, interessant, was sie so im gedanken an "normalität" assozieren.
      wie heisst es so schön: wie der schelm denkt, so ist er.
      aber das ist nur eine ganz "normale" völlig überholte volksweisheit, also fühlen sie sich nicht betroffen, ich glaube nicht, dass ihnen diese dinge (wie die politessen etc) wirklich spass machen. hier erfüllen sie offenbar nur wacker ihre pflicht.
      aber eines glaube ich, nämlich, dass sie durch heterosexuellen geschlechtsverkehr gezeugt und von ihrer mutter geboren wurden. ganz simpel, dass ist das, was ich als "normal" empfinde. als unisexueller tun sie sich schon ein bisschen schwerer mit ihrer herkunft, vor allem wenn sie homosexuell sein sollten.
      und alle praktiken die der reproduktion im biologischen sinn dienen können, empfinde ich eben als "normal" und alle anderen nicht. ohne deswegen die abzuwerten, die diese "unnormalen" praktiken zelebrieren. aber bitte auch ohne sie "positiv" zu diskriminieren was automatisch heterosexuelle "normale" praktiken negativ diskriminiert. was besonders das populäre heruntermachen von hausfrauen und familienvätern betrifft.
      schönen abend auch ihnen.

    • Plagiatsjägerjäger (kein Partner)
      16. Juni 2011 18:52

      SIE haben Berlusconi bzw. seine Anhänger positiv dargestellt und als normal bezeichnet, als Gegenstück die böse Unisexvermischung - was auch immer das sein mag.

      Die von mir genannten Verhaltensweisen von Berlusconi sind für mich aber nicht positiv besetzt, darum habe ich Ihren Normalitätsbegriff angegriffen. Sie haben ihre "Normalität" also selbst in die Nähe von solch fragwürdigen Verhaltensweisen gerückt. War das nicht beabsichtigt so muss es wohl eine unglückliche Formulierung gewesen sein.

      Ich bin übrigens nicht homosexuell (darum muss ich auch dein Angebot ablehnen "schlechter Geschmack"). Ich bin allerdings der Meinung, dass es möglich sein sollte Sexualität - sofern sie niemandem schadet - diskriminierungsfrei zu leben.

    • simplicissimus
      16. Juni 2011 19:21

      plagiatsjäger: das klingt schon besser.
      aber zur richtigstellung: ich habe berlusconi und seine anhänger nicht als positiv dargestellt, das haben sie so interpretiert. ich halte mich im moment völlig raus, ob berlusconi oder clinton (ein rechter und ein linker) irgendetwas irgendwo verbrochen haben oder nicht. was mich stört ist, dass man mächtigen männern keine geschlechtlichkeit zugesteht und jede "kleinigkeit" (ich meine damit einvernehmlichen sex mit einer frau und legen sie das jetzt nicht auf die goldwaage) sofort auf unfaire weise für politisches gross- oder kleingeld auszunützen versucht.
      und das meine ich auch aus sehr egoistischen gründen: wenn ein amerikanischer , chinesischer oder russischer präsident aufs berüchtigte "atomknöpfchen" drücken kann (obwohl das im moment keine akute gefahr ist), dann wäre es mir lieber, sie bauen ihre spannungen auf "normale" weise ab. und das geht die öffentlichkeit nichts an. es gibt wesentlich gewichtigere dinge zu wissen und zu kritisieren.

      was ich weiters unter sexueller "normalität" verstehe steht oben.

      diskrimierungsfreies leben jedweder nichtaggressiver sexualität, da bin ich ganz bei ihnen. niemand ist ein heiliger. aktives bewerben "unnatürlicher" sexualität gemäss meiner definition lehne ich ab, da wir dank unseres massiven geburtenschwunds bereits massive gesellschaftliche probleme bekommen.

      gute nacht.

    • kaffka (kein Partner)
      16. Juni 2011 19:39

      @ Plagiatsjägerjäger
      16. Juni 2011 08:32

      Hier hat sich ein Jungie ausgeschleimt der von der Vergangenheit keine Ahnung hat. Vielleicht war es üblich Nutten zu vögeln oder Politessen auf den Arsch zu klopfen, aber man hat sich dafür geschämt.
      Heute vögelt man bei der Love-Parade seinen Freund öffentlich in den Arsch und ist stolz darauf und umgekehrt.
      Das Gesudere der Jungschwätzer ist nicht weniger blöd als die eines Alten.

  12. einfacheinnick (kein Partner)
    16. Juni 2011 07:58

    "Und drittens haben sich die Italiener bei den Referenden in zwei Punkten auf eine Politik festgelegt, die dem Land weiteren wirtschaftlichen Schaden zufügt:

    auf einen Atomausstieg"

    HEUL(T) DOCH!!!

  13. Kritischer Beobachter (kein Partner)
    16. Juni 2011 06:41

    Herr Unterberger, Sie langweiliger Polemiker:

    "Es gibt keine einzige seriöse Berechnung, die behaupten würde, der Verzicht auf Atomkraft nütze einer Volkswirtschaft."

    Wie nützlich für die Volkswirtschaft so ein Atomkraftwerk sein kann, sieht man ja jetzt an Japan, gell? Werden Sie eigentlich von der Atomlobby fiinanziert, weil sie gar so dumm pro Atom posten?

    • Trollfresser (kein Partner)
      16. Juni 2011 09:27

      Herr KriBi, Sie langweiliger Polemiker:

      Es gibt keine einzige seriöse Berechnung, die behaupten würde, der Verzicht auf das Denken nütze einer Volkswirtschaft.

      Wie nützlich für die Volkswirtschaft so ein Denkprozess sein kann, sieht man ja jetzt an Ihnen, gell? Werden Sie eigentlich von der Löwelstraße fiinanziert, weil sie gar so dumm gegen das Denken und sinnerfassende Lesen posten?

      (Das habe ich plagiiert. 80% der Worte auf dieser Seite sind nicht von mir. So sorry!)

    • jump (kein Partner)
      16. Juni 2011 11:45

      @Trollfresser: Bist du dir eigentlich manchmal selbst peinlich? Hoffe doch!

      Abgesehen davon glaube ich auch nicht, dass Unterberger von der Atomlobby gesponsert wird. In diesem Fall müsste er nämlich etwas weniger plump vorgehen;-)

    • Trollfresser (kein Partner)
      16. Juni 2011 13:17

      Natürlich ist es mir peinlich - wenn nur nicht die Schmerzen wären, solche POstings wie das von krBi oder Ihnen zu lesen.

      Wenn das Niveau Ihrer Postings etwas höher wäre und Sie mehr zustandebrächten als AU ans Bein zu pinkeln, dann könnte man über einen mittelfristigen und endgültigen Atomausstieg reden.

      Was Leute wie Sie immer verlangen ist schlicht und ergreifend, aus einem Flugzeug ohne den Fallschirm zu benutzen auszusteigen, nur weil der Autopilot nicht funktioniert.

  14. xRatio (kein Partner)
    16. Juni 2011 02:01

    ***********OT aber brandaktuell ****************

    Der republikanische Kongreßabgeordnete und vormalige US-Präsidentschaftskandidat Ron Paul schreibt:

    Obama Is a War Criminal - Holding the President Accountable on Libya
    By Ron Paul
    http://www.informationclearinghouse.info/article28274.htm

    Deutsch und Englisch auch hier:

    Obama ist ein Kriegsverbrecher - Der Präsident muss für den Überfall auf Libyen zur Verantwortung gezogen werden
    Von Ron Paul
    http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_11/LP09311_120611.pdf

    Daß es sich beim Angriff auf Libyen (auch) aus völkerrechtlichen Gründen um ein Kriegsverbrechen handelt, entspricht meiner von Anfang an geäußerten Meinung,
    weswegen ich u.a. dem "Kriegstreiber" Ortner und hier den Postern Starl und Neppomuck schon vor Wochen an die Karre gefahren bin.

    Hussein Obama und die anderen Politruks, die diesen Krieg zu verantworten haben, werden, wenn alles mit rechten Dingen zugeht, für den Rest ihres Lebens in den Knast wandern.

    Ron Paul hat übrigens einen vielversprechenden Sprößling namens Rand Paul, der bereits voll in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist.

    • libertus
      16. Juni 2011 02:18

      Nein, nein, nein - ein Friedensnobelpreisträger kann doch nie und nimmer ein "Kriegsverbrecher" sein. Wo kämen wir denn da hin?

    • simplicissimus
      16. Juni 2011 05:46

      also ich bitte sie, linke kriegsver... ich kriegs nicht raus, also das darf man so nicht sehen. die gute absicht ist entscheidend, verharmlosen sie mir ja die rechten schweine nicht.

    • Kritischer Beobachter (kein Partner)
      16. Juni 2011 06:39

      Geh xRatio, magst dich nicht zu deinen rechtsexkrementischen Freunden von der Alpen-Donau-Info schleichen? Danke!

    • cmh (kein Partner)
      16. Juni 2011 09:28

      War STalin nicht auch Held de Sovietunion?

    • Neppomuck (kein Partner)
      16. Juni 2011 09:42

      Was wäre von mir zu Libyen und dem Überfall der Nato-Kombattanten geschrieben worden?

      Das kann ja nicht gemeint sein:

      "xRatio
      07. Mai 2011 08:46
      Sorry, ich bin schon wieder betrunken.
      Antworten
      Neppomuck
      07. Mai 2011 08:51
      "Noch immer" wäre passender.
      Aber keine Panik, sie befinden sich in bester Gesellschaft:

      "Ich halte jeden Menschen für voll berechtigt, auf die [...] derzeitige Beschaffenheit unserer Welt mit schwerstem Alkoholismus zu reagieren."

      Heimito von Doderer"

    • PostScriptum
      16. Juni 2011 11:42

      *lol* Gerade mir, der ich einer der wenigen hier war, der die Intervention in Lybien verurteilte. Peinlich, peinlich.

    • PostScriptum
      16. Juni 2011 11:45

      Übrigens sollten Sie aufhören, in der Ich- Form zu schreiben, so als wären Sie ein Akteur. Sie sind nämlich gar nichts, außer ein penetranter, an massiver Selbstüberschätzung leidender, Wüstling, der andere nur beschimpft und zu feig ist, seinen Namen preiszugeben.

    • PostScriptum
      16. Juni 2011 11:47

      Warten Sie, ich antworte gleich für Sie:

      @ PostScriptum

      Schnauze Döskopp, du Nazi!

    • xRatio (kein Partner)
      16. Juni 2011 14:28

      RE: Starl, aka Ptothes, aka PostScriptum

      Nur zur Erinnerung:
      @Philipp Starl 22. März 2011 14:07

      "Das neue Kriegsrecht ist schlicht für die Katz. Was man in Genf 1949 beschlossen hat, spottet dem Namen Kriegsrecht ja bereits. Da ist vom absoluten Verbot, Zivilisten anzugreifen die Rede.

      Aber dass Zivilisten...massenhaft sterben, das ist dann eben wenn man so will der Sinn des Krieges.

      Man führt ja Krieg gegen ein Volk"


      dazu xRatio 23. März 2011 23:56
      @Starl

      Bevor Sie mal wieder anfangen Ihre kecken, nein eklatant dummen Sprüche über Ökonomie, Recht und jetzt gar Völkerrecht abzulassen, sollten Sie erst mal versuchen Ihr angebliches Studium mit einem Examen abzuschließen. Ob Sie danach klüger sind, wage ich allerdings kaum zu hoffen.

      Zur Sache:

      1. Es gibt kein inhaltlich "neues" Kriegsrecht, schon gar nicht seit "Genf 1949".

      2. Rechtmäßig waren und sind Kriege nur zur Verteidigung gegen rechtswidrige Angriffe (Notwehrfall, Art. 51 UN-Charta).

      3. Kriege im Rechtssinne werden allein und ausschließlich von Staaten bzw. Fürschten geführt.

      Privatleute ("Völker") haben mit Kriegen rechtlich nichts zu tun. Privatleute haben daher kriegsrechtlich außen vor zu bleiben.

      Private dürfen weder angegriffen noch enteignet noch vertrieben werden. Das gilt seit mindestens 200-300 Jahren, wenn nicht 2000 Jahren.

      Starls "Völkerkriege" sind eine kollektivistische, totalitäre, rein sozialistische oder dämokratische Erfindung.

      Goebbels: "Wollt Ihr den totalen Krieg?" - Philipp Starl: jawoll!

      Obendrein ist der Angriff auf Libyen als Einmischung in innere Angelegenheiten eklatant rechtswidrig.

      Libyen hat niemand angegriffen.
      Präsident Reagans Bombardement von Gaddafi & Co. (1986) war hingegen rechtmäßig.

    • PostScriptum
      16. Juni 2011 15:17

      Sie beweisen mit jedem Post mehr, dass Sie des Lesens nicht mächtig sind. Witzig übrigens, dass Sie Ihre "Belehrung" von damals wieder reinstellen, haben Sie sich doch schon damals bis auf die Knochen blamiert, weil Sie offensichtlich keine Ahnung von der Genfer Konvention 1949 haben.

    • xRatio (kein Partner)
      16. Juni 2011 17:03

      @PostScriptum 16. Juni 2011 15:17

      Sie beweisen mit jedem Post mehr, dass Sie des Lesens nicht mächtig sind. Witzig übrigens, dass Sie Ihre "Belehrung" von damals wieder reinstellen, haben Sie sich doch schon damals bis auf die Knochen blamiert, weil Sie offensichtlich keine Ahnung von der Genfer Konvention 1949 haben.

  15. brechstange
    15. Juni 2011 23:05

    Warum fragt keiner, weshalb Italien wegen seiner hohen Staatsverschuldung und dem geringen Wirtschaftswachstum keine Probleme hat? Was steckt dahinter? Wer finanziert Italien? Wer wäscht weißer?

  16. Helmut HGR.
    15. Juni 2011 19:04

    Die privatisierung öfffenllicher Unternehmen ist meist sehr hilfreich für deren Erfolg.
    Z.B. Elektrizitätsversorger; na das ist noch offen, in Österreich.

    Aber, die Privatisierung der Wasserversorgung, da bin ich dagegen.
    Warum: Es würde nicht lange dauern, bis die Versorgung auf wenige große Unternehmen konzentriert wäre.

    Diese Großunternehmen würden bald das Wasser
    aus den verschiedensten Quellen vermischen, zB. weil in einem Gebiet die Grenzwerte überschritten werden, oder, weil sie das beste Wasser möglichst teuer verkaufen wollen.

    Das Wiener Hochquellenwasser hat Spitzenqualität; der Private muß es aber nicht an die Wiener verkaufen. Die fehlende Menge kann aus Grundwasserwerken ergänzt werden, oder aus dem Wienerwaldsee.

    Wer aber weiß, was Wasser anderer Spezifikationen in den Hausleitungen anrichten kann, den schauderts.

    Die Frage des Preises: Wenn ich freie Wahl des Anbieters habe,
    das mittlerweile schlechtere Durchschnittsprodukt, das ich geliefert bekomme, bleibt gleich.
    Welche Anbieter werden günstigere Preise haben? Einer aus Tirol, oder Deutschland,
    wie das beim Strom ohne Mascherl geht.
    Sollen die Preise durch eine amtliche Kommission festgelegt werden?
    Daß sich die Kommunen bei ihren Wasserpreisen ein Körberlgeld behalten, ist klar;
    es fettet aber das Gemeinebudget auf.

  17. terbuan
    15. Juni 2011 17:34

    OT passend zu Postscriptum und den Beschwichtigungsreden von Frau Fekter:
    "Griechenland ist Pleite!"
    Ein Interview im Standard mit Hans-Werner Sinn:
    http://derstandard.at/1271375464178/derStandardat-Interview-Griechenland-ist-pleite
    Soeben wurde gemeldet, dass Papandreou offensichtlich seinen Rücktritt angeboten hat und eine Konzentrationsregierung bilden möchte. Es wäre auch höchster Zeit!
    Zu retten wird ohnehin nichts mehr sein, höchstens die Organisation einer geordneten Abwicklung.
    Der Krug geht solange zum Brunnen...

    • Brigitte Imb
      15. Juni 2011 17:39

      Die Ratten verlassen das sinkende Schiff!

      Er kann es sich ja mit den 23 Mrd. aus den CDS gut gehen lassen.....

    • terbuan
      15. Juni 2011 17:41

      Dazu ein Link zur FAZ, welche Risken die (vor allem französischen) Banken in ihren Büchern haben!
      http://www.faz.net/artikel/C30638/kreditwuerdigkeit-bedroht-risiko-fuer-europaeische-banken-30440571.html
      Es wird sehr ernst und kritisch!

    • brechstange
      15. Juni 2011 22:17

      @terbuan

      Die französischen Banken haben ja als erstes ihren Müll in der EZB abgeladen, Trichet sei Dank.

      Draghi ist kein Lichtblick für Europa. Er verfestigt die Alternativlosigkeit. Sie wollen eben am Sessel picken bleiben.

    • cmh (kein Partner)
      16. Juni 2011 09:33

      Hier zeigt sich eine Anwendung meines (ernst gemeinten?) Vorschlages zur allgemeinen Problemlösung:

      Wegnehmen!

      Wenn es Leute gibt, die so gedankenlos Regeln produzieren und die sich auch noch erdreisten, das in Gesetzesform zu gießen, dann können sich die sicher auch Gesetze vorstellen etwa des Inhaltes:

      Das Vermögen von Papaandreou und seines Clans wird ein- und zur Schuldendeckung in Grichenland herangezogen.

      Ist im übrigen auch bei diesem libyschen Lieblingsdiktaorlein gegangen.

  18. Alfred E. Neumann
    15. Juni 2011 14:41

    OT, aber was werden denn unsere so korrekten Freunde zu solch einem Rechtsverständnis sagen. Vielleicht ein weiterer Grund, sie alle zu uns zu bitten?

    http://www.vienna.at/muslime-in-kenia-wollen-todesstrafe-fuer-schwule/apa-1144275506

    • PostScriptum
      15. Juni 2011 14:49

      Das sind ja ganz andere Muslime, die kennen nur den friedlichen Koran nicht. Also echt.

    • schreyvogel
      15. Juni 2011 19:47

      Damit ist klar, dass homosexuelle Flüchtlinge aus Kenia nicht zurückgeschickt werden dürfen. Sie sind in die österreichische Schwulenszene zu integrieren.

    • contra
      15. Juni 2011 19:56

      @schreyvogel

      Damit ist klar, daß sich alle Asylanten aus moslemischen Ländern in Afrika sofort als Schwule deklarieren werden, super!

    • schlechter Geschmack (kein Partner)
      16. Juni 2011 09:34

      Für alle Tod durch BungaBunga.

  19. PostScriptum
    15. Juni 2011 13:13

    Halb OT

    Die hier von manchen gelobte Fekter sieht "keine Alternative zur Griechenlandsanierung", das Land dürfe "auf keinen Fall fallen gelassen werden". Danke Frau Fekter, dass Sie mit unserem Geld so mutig sind!

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/670171/Fekter_GriechenHilfe-kostet-bisher-keinen-Cent?_vl_backlink=/home/wirtschaft/609810/index.do&direct=609810

    Und Frau Fekter ist sich auch nicht für eine glatte Lüge zu schade:

    "Griechenhilfe kostet bisher keinen Cent". Frau Finanzminister, Sie sind das Letzte! Österreich hat nachweislich schon weit über eine Milliarde Euro nach Griechenland überwiesen und wird Ende Juni noch mehr überweisen. Wie können Sie sich erdreisten, dermaßen zu lügen?

  20. HDW
    15. Juni 2011 13:13

    Bemerkenswert die Koalition zwischen Marxismus-Leninismus, einem bestimmten Teil des Mailänder Großkapitals das gleichzeitig die linkgerichteten Medien (also die Mehrheit) beherrscht und einer arbeitlosen, internetgläubigen (Studenten und Frühpensionisten) Gruppe die sich von der eigenen Exhibitionismussucht leiten lässt, und nur mehr in youtube und facebook denkt. Die buchstäblich weltweite Kampagne gegen einen relativ harmlosen fünfundsiebzigjährigen Sympathler statt gegen den ekligen französischen Zwerg der auf eigene Faust weiterhin den souveränen Wüstenstaat des Kreißky Freundes bombardieren lässt zeigt dann nur mehr die internationale Verbindung des bestimmten Grosskapitals. Richtig ist die Annahme, dass das was in italien auf die Mitte-Rechts Regierung folgt, die europäische Blase zum Platzen bringen wird. (von der Seite, aus der Zeit Berlinguers stammt nämlich noch der Schuldenberg Italiens) was aber durchaus im Sinne des bestimmten, diesmal amerikanischen Großkapitals ist.

  21. Simpson
    15. Juni 2011 11:06

    Die wahren Schuldigen an den PIIGS Drama sitzen in den Prüfgremien der EU Beitritts-
    kommision.
    Es wurde und wird aus politischen Gründen zu Lasten der Bevölkerung der Nettozahlenden Länder beide Augen zugedrückt. Auch Italien hätte nicht die Zulassungskriterien erfüllt, erst unter Hinzunahme der "Schattenwirtschaft" wurden die Kriterien wohlwollend zurechtgebogen.
    Es ist erstaunlich, dass diese grobe Fahrläßigkeit der zuständigen EU Instanzen und ihren politischen Auftraggeber von den sonst so " gerechtigkeitsbewußten" und korrekten Medien und Politikern verschwiegen wird oder handelt es sich hier um System ??
    Frank Stronach, welchen man wirtschaftliches Denken sicher nicht absprechen kann, hat die EU mit einer Genossenschaft verglichen in der ein Drittel der Mitglieder hart arbeitet und zwei Drittel mit versorgt werden. So kann eine Genossenschaft nicht funktionieren und letztlich auch nicht die EU.
    Mit denselben Personen und Philosophie, welche für die Aufnahme der PIIGS Staaten zuständig sind, wird die EU nicht über den Status einer Wohlfahrtseinrichtung für Banken und Agrarier hinauskommen. Der Bonus des guten Image der EU aus der Wirtschaftgemeinschaftszeit ist schon längst aufgebraucht.
    Im Zweifelfall könnte man bei Frank St. nachfagen.

    • Norbert Mühlhauser
      15. Juni 2011 19:08

      Italien ist allerding schon seit Ewigkeiten bei - hier muss man noch sagen: - der EWG!

  22. schreyvogel
    15. Juni 2011 10:15

    Meine schlechte Meinung von den Politikern wird nur noch übertroffen von meiner schlechten Meinung von den Wählern.

    • Wertkonservativer
      15. Juni 2011 10:31

      Schreyvogel, Schreyvogel,

      da haben Sie ein wahres Wort recht unverblümt ausgesprochen; ich denke ziemlich ähnlich, doch nutzt uns das was?
      Die Wähler sind halt die mehreren!

    • phaidros
      15. Juni 2011 11:37

      Politiker und Wähler: beide händen an ihren Fingernägeln und tun so gut sie können.

      Politiker »müssen« unseriös arbeiten und informieren, sonst werden sie nicht wiedergewählt. Die Wähler können nur unseriös wählen, denn es steht ihnen keine seriöse Information zur Verfügung.

      Da muss angesetzt werden. Es dreht sich alles um seriöse Information.

      Dann kann auch die andernposters andernposts durchaus richtig postulierte Mündigkeit des Wählers wieder zum Tragen kommen!

    • simplicissimus
      15. Juni 2011 12:03

      jeder kriegt, was er verdient.
      wir müssen schon ziemlich heruntergekommen sein.

  23. socrates
    15. Juni 2011 09:53

    Zum Nachtrag: Sobald der letze Privilegienritter und die letzte Privilegienritterin 45 Jahre arbeiten und Sozialversicherung zahlen muß, soll die Hacklerregelung fallen!
    Eine Finanztransaktionssteuer ist das Einzige, was Geldflüsse vermindert und aufklärt. Bevor die größten VerdienerInnen gar keine Steuer zahlen, ist das die einzige Lösung. Z.B. Google zahlt 0,5%, eine Finanztransaktionsteuer würde die Renten retten.
    Geld wird ohnehin nur mehr gedruckt, das gehört besteuert!

    • socrates
      15. Juni 2011 10:25

      "Bei PPP werden die öffentlichen Kassen mit hoher Professionalität langfristig ausgeplündert"
      Reinhard Jellen 15.06.2011
      Interview mit Werner Rügemer über Public Private Partnership - Teil 1
      Einen idealtypischen circulus vitiosus bildet die Privatisierungspolitik in Deutschland. Bei Public Private Partnership (PPP) überlassen die verschuldeten Kommunen ihre Infrastruktur privaten Unternehmen und diese vermieten die Infrastruktur wieder an die Kommunen zurück. Dies zeitigt jedoch aufgrund der absurd einseitig formulierten Vertragsbedingungen Zugunsten der Investoren genau den gegenteiligen Effekt, die geplante Entschuldung führt zu einem Anstieg der Verschuldung, weswegen auf die Kommunen noch mehr Druck ausgeübt wird, weitere Teile ihrer Infrastruktur zu veräußern, mit katastrophalen sozialen und politischen Folgen. Ein Interview mit Werner Rügemer über sein Buch Heuschrecken im öffentlichen Raum.

  24. Martin Bauer
    15. Juni 2011 09:23

    Ohne den Teil südlich von der Nordgrenze Roms, stünde Italien grandios da.
    Das "Wirtschaftswunder" Italien heisst Norditalien und Südtirol!

    • Wertkonservativer
      15. Juni 2011 10:18

      Total d'accord, werter Martin Bauer!
      Als alter Italien-Kenner weiß ich um die Industriestärke Norditaliens (vertrete seit dreißig Jahren große italienische Stahlwerke in Österreich)!
      Und Südtirol (gerade bin ich wieder dortgewesen):
      ein einziger Obstgarten, betreut und gepflegt von arbeitsamen, heimatverbundenen, aber doch der heutigen Zeit zugewandten Menschen: ein Paradies auf Erden!

    • Wertkonservativer
      15. Juni 2011 10:23

      Übrigens, M.B. (habe ich vergessen):
      "ohne den Teil südlich von der Nordgrenze Roms",
      das ist ein Wortspiel, nicht frei von Sarkasmus hinsichtlich der Bewertung Roms, das mir ausnehmend gefällt!
      (Oder war's doch anders gemeint? Ich hoffe nicht)!
      Beste Grüße!

    • Martin Bauer
      15. Juni 2011 10:48

      Wertkonservativer

      Nein, nein, Sie haben es schon richtig verstanden ... :-)

    • cmh (kein Partner)
      16. Juni 2011 09:37

      S.P.Q.R.

      Das steht auf allen Kanldeckeln in Rom und bedeutet:

      sono porchi questi Romani

      Isso!

  25. thomas lahnsteirer
    15. Juni 2011 07:55

    Die ganze AKW-Debatte ist längst zum Glaubenskrieg verkommen. Die Öko-Nazis, an der Spitze wieder einmal die Deutschen, haben in vielen Ländern Europas das Sagen, seriöse Debatten sind out, es wird nur mit Emotionen gearbeitet und wenn das nichts nützt, dann helfen die ÖKO-Gangster zB in der Schweiz schon einmal mit Briefbomben gegen AKW-Angestellte nach. Oder wie das Beispiel Stuttgart 21 zeigt, wird der Chefplaner so lange mit Morddrohungen verfolgt, bis er das Handtuch wirft. Und viele schäbige, konservative "Wutbürger" begrüßen das noch und machen sich zu Handlangern des grünen Nazi-Packs.

    • terbuan
      15. Juni 2011 08:17

      Was soll diese künstliche Erregung Herr Lahnsteirer?
      Italien betreibt keine AKWs und dabei wird es bleiben, na und?
      In diesem Land sind die Vorbehalte gegenüber der Atomkraft so alt wie bei uns seit Zwentendorf bzw. Tschernobyl, na und?

    • kurzundbündig (kein Partner)
      16. Juni 2011 20:35

      Thema verfehlt und so ein Schmarren wird derart hoch bewertet. eine Schande für den Blog!

    • Jacky (kein Partner)
      16. Juni 2011 20:57

      Lahnsteirer, dass Sie die Ökos und Grünen nicht lieb haben (oder besser gesagt einen krankhaften Hass auf diese haben), ist mittlerweile hinreichend bekannt. Fällt Ihnen nicht zur Abwechslung mal was Neues ein?

    • kurzundbündig (kein Partner)
      16. Juni 2011 21:49

      Jacky
      Es fällt ihm auch sonst nichts ein, er liebt die Serben, insbesondere Milosevic und seine Freunde, Atomkraftwerke und Stuttgart 21, offenbar hat er mindestens 10 Partnerschaften gekauft um sich ständig hinauf zu bewerten, oder sind die Partner so blöd und immer seiner Meinung?

    • signoraeva
      18. Juni 2011 21:34

      Öko-Nazis, Öko-Gangster, Nazi-Pack und dann "seriöse Debatten sind out", na wumm, da hauts mich um, dieses Niveau ist nicht zu toppen!

    • Bookworm (kein Partner)
      20. Juni 2011 12:21

      Ja, ja die schöööne "atomfreie Energiewelt" in Italien: Italien importiert aus den französischen und schweizerischen Atomkraftwerken pro Jahr mehr Strom als dem gesamten österreichischen Strombedarf entspricht. Nur net darüber reden - oder die Statistiken nachlesen.
      Wird ja lustig werden, wenn die Franzosen nun den Deutschen wie den Italienern keinen bösen "Atomstrom" mehr liefern werden. Und wie schnell es in Italien finster werden wird ohne die Atomstromimporte aus FR und CH wurde schon vor vier (?) Jahren unfreiwillig "bewiesen", als durch einen Schaltungsausfall in der Schweiz der landesweite Blackout am Apenin folgte...

  26. terbuan
    15. Juni 2011 07:43

    Wahres und Absurdes in der heutigen "Presse":

    -Kein Staat der Welt ist so pleite wie Griechenland (S&P verlangt einen Schuldenschnitt, das Treffen der Eurogruppe wurde ergebnislos vertagt, in Griechenland wird einer neuer Generalstreik ausgerufen)

    -China baut eine Kopie des Hallstättersees und des gleichnahmigen Ortes im Maßstab 1:1!

    -Die steirische FPÖ fordert die Rückkehr Südtirols zu Österreich!

    http://diepresse.com/

    • Johann Scheiber
      15. Juni 2011 08:42

      Die Südachse Graz-Klagenfurt-Bozen, das wäre doch was. Schliessung der Autobahnlücke Spittal/Drau nach Brixen und die etwas isolierte Südexposition Österreichs hätte einen wichtigen Impuls!

    • Anton Volpini
      15. Juni 2011 08:59

      Danke Johann für diesen Vorschlag, das Pustertal ist gerade im Sommer in diesem Zustand eine Zumutung!

    • terbuan
      15. Juni 2011 09:16

      Und das schon solange ich mich zurückerinnern kann!

    • Johann Scheiber
      15. Juni 2011 12:50

      Dann sind wir so stark, dass sich auch Norditalien, die Schweiz, Baden Würtenberg, Bayern, Tschechien, die Slowakei, Ungarn Kroatien und Slowenien werden anschließen wollen.
      Dann ist die EU nur noch eine geographisch, politisch und wirtschaftlich abfallende Randerscheinung rund um Österreich, dessen Mitte die HohenAlpen bilden. Dann wird das wiedergewonnene heillige Recht der Völker, in einen wahren Föderalismus geformt, eine neue Blüte des Kontinents hervorbringen und der Brüssler Alpdruck wird wie ein böses Traumbild zerrinnen.

    • contra
      15. Juni 2011 14:42

      @Johann Scheiber

      Vielen Dank für die Beschreibung dieses wunderbaren Traums! ;-)

    • Karl Knaller
      15. Juni 2011 20:14

      Geht's hier um die ALPENFESTUNG bzw. das ALPENREDUIT ? Das hatten wir zwar schon, aber ein neuer Versuch kann nicht schaden...

    • phaidros
      16. Juni 2011 07:25

      Der Zugang, den ich dazu habe, ist äußerst naiv - bitte die Finanz- bzw. Wirtschaftsfachleute um Erleuchtung:

      Da gibt einer dauernd mehr Geld aus als er einnimmt (zum Teil natürlich für Zinszahlungen für in der Vergangenheit ausgeborgtes Geld, das halten wir an dieser Stelle fest). Das geht so lange weiter, bis das Konto so geplündert und der Rahmen so erweitert ist, dass die Bank einfach nicht mehr mitspielt und ihm kein weiteres Geld mehr gibt. Weil sie glaubt, es nicht mehr zurück zu bekommen. Sense, aus, Feierabend.

      Diese Situation haben wir jetzt akut mit Griechenland.

      Ein Schuldenschnitt wird besprochen, die Bank soll gänzlich auf ihre Forderung verzichten (von mir aus von einem Konkursgericht oktroyiert, das ist in dem Zusammenhang nicht wichtig).

      Jetzt gibt's meiner Ansicht nach zwei Möglichkeiten: nimmt unser Schuldner durch die Zinszahlungen auf einmal mehr ein als er ausgibt, so ist potentiell - wenigstens auf die Zukunft gelegt - alles in Ordnung. Der Gläubiger wird gelernt haben, nicht mehr so viel herzuborgen. Die Situation erscheint mir stabil.

      Oder auch das Wegfallen der Zinszahlungen genügt nicht, um die Höhe der Ausgaben unter die der Einnahmen zu drücken. In dem Fall geht's einfach weiter. Bis der Gläubiger lernt, nichts mehr herzuborgen.

      Ist da irgendwo ein Denkfehler?

    • Susanna (kein Partner)
      16. Juni 2011 10:16

      zu Johann Scheiber:
      Träumen darf man immerhin... ja, das hätte schon was!

  27. terbuan
    15. Juni 2011 07:27

    "Wer hätte gedacht, daß die Abwahl Belusconis vielleicht sogar den Zerfall der Europäischen Union einläuten könnte?"
    schreibt Libertus heute Morgen, aber könnte es nicht sogar weitergehen und auch einen Zerfall des italienischen Nationalstaates als denkmöglich erscheinen lassen?
    Es gibt ja bekanntlich in Italien ein sehr starkes Nord/Südgefälle.
    Die den Alpenregionen (Schweiz, Westösterreich, Süddeutschland) in Fleiß, Prosperität und Mentalität sehr nahe stehenden Provinzen Italiens werden es auf Dauer nicht ertragen ständig als Melkkühe für den mafiazerfressenen mezzogiorno herzuhalten.
    Dieser Eindruck hat sich anläßlich meines letzten Italienbesuchs bei Gesprächen mit Italienern verstärkt. Die Menschen dort haben es einfach satt und vermitteln
    ein latentes "Los von Rom"-Gefühl.
    Dies könnte anläßlich einer sicherlich kommenden Finanzkrise zu einem brisanten Thema werden.

    • simplicissimus
      15. Juni 2011 08:30

      dieser spaltpilz kann bald ganz europa erfassen, was zu einem totalen zerfall oder auch bildung einer gesünderen mittel-nordeuropa eu führen kann.

    • Johann Scheiber
      15. Juni 2011 13:08

      Der italienische Rechtsprofessor Angelo Ara hat einmal gesagt, dass der Mezzogiorno dort beginnt, wo Österreich nie war. Die Italiener erinnern sich an Österreich als ein Land mit effizienter Bürokratie und mit einer Armee ohne Grausamkeit. Radetzky hat dreimal Mailand erobert, dennoch wurde ihm dort ein Denkmal errichtet. Die Italiener lieben Österreich auch wegen Mozart, er hat, wie Puccini gesagt hat, die Italiener auf ihrem eigenen Gebiet geschlagen. Bei Dante steht in der Göttlichen Komödie , dass die Italiener immer Deutschland brauchen werden, wahrscheinlich hat er Österreich gemeint. Wir brauchen ja auch Italien, wie die Luft zum Atmen. Einem Leben ohne Verdi, Bellini, Donizetti, fehlt was. Die Deutschen könnten wir nur in unser Friedensreich miteinbeziehen, wenn sie endlich dem Wagner-Popanz abschwören.

      Jedenfalls ist es an der Zeit über neue große Perspektiven nachzudenken

    • simplicissimus
      15. Juni 2011 13:34

      in der westukraine hat man sich in kommunistischen zeiten nach österreich gesehnt.
      also haben die habsburger doch nicht alles ganz so schlecht gemacht ...

    • Wertkonservativer
      15. Juni 2011 13:52

      Werter Johann Scheiber,

      in meinen Augen sind Sie ein Mann mit vielen (positiven) Eigenschaften;
      Respekt und Dank für die hochgesinnte Beschreibung der wechselseitigen Sympathien zwischen Italien und Österreich, besonders in der Musik.

      Die gegenseitigen Sympathien haben allerdings in und nach den beiden Weltkriegen und in teilweise direkter Konfrontation erhebliche Schrammen abbekommen (Kriegsende 1918 am Isonzo, Südtirol).

      Heute ist das gottseidank wieder anders; es gibt kaum mehr Probleme und wir können Italien (speziell auch seine Musik) wieder ungeniert lieben!

      Aber dass Sie mir die Deutschen nur wegen Richard Wagner nicht in Ihr Friedensreich einziehen lassen wollen (da gäbe es doch wirklich triftigere Gründe!), das stört mich sehr! Die Meistersinger, Lohengrin, Parzival, das sind doch auch Meisterwerke der Tonkunst!
      Aber was solls: da nehme ich mir eben meine Wagner-Platten ins purgatorio mit und verkneife mir den Eintritt in Ihr Friedensreich. Schade, sehr schade!

      Zu Ihren großen Perspektiven: die vielgeschmähte EU ist - bei all ihren Kinderkrankheiten und Schwächen - eine bereits bestehende große europäische Perspektive; da sollten wir alle - nach meiner Meinung - positiv weitermachen und nicht dauernd an diesem großen Friedenswerk herummäkeln!

      Ich hoffe Sie nicht ungehalten, hochwerter Johann Scheiber, ich bin halt so!

    • Johann Scheiber
      15. Juni 2011 14:37

      Werter Wertkonservativer,
      aber im purgaturio werden sie sich entscheiden müssen, ob sie ins inferno (Walhalla), oder ins paradiso weiter wollen. Irgendjemand Kluger hat gesagt: Was uns in Walhalla eingehen läßt, schließt uns aus dem Himmelreich aus. C.S. Lewis hat wohl richtig bemerkt, dass die Moralisierung des Christentums und damit seine geistige Verödung im 19.Jahrhundert zu Wagner und seinem Mythos geführt hat. Aber ein Mythos ist eine Lüge und der Wagnersche Mythos schwitzt noch dazu.
      Das mit den Deutschen war im übrigen nicht so erst gemeint. Ich liebe Deutschland!

    • terbuan
      15. Juni 2011 15:46

      Danke Johann Scheiber und Wertkonservativer,
      Ihr habt meine Gedanken ganz wunderbar in höhere Dimensionen von Geschichte und Kultur befördert.
      Ein richtiger Wagnerianer bin ich auch nicht, trotzdem ein großer Freund Deutschlands und seiner Kultur!

    • durga
      15. Juni 2011 17:37

      Lieber Wertkonservativer,

      Sie werden mir immer sympathischer!

      Ihrem Einsatz für Wagner pflichte ich voll und ganz bei. An Wagner bewundere ich seinen Individualismus, sein Streben nach dem Gesamtkunstwerk, sein Schaffen eines ganz neuen Stils, der unüberhörbar bis ins 20. Jahrhundert richtungsweisend war, aber über allem seine Musik, die mich - seit ich vor 56 Jahren zum ersten Mal den Tristan hörte - mein ganzes bisheriges Leben begleitet hat. Persönlich kann ich mir ein Leben ohne Donizetti und Bellini sehr gut vorstellen, aber sicherlich keines ohne den Tristan!

    • Wertkonservativer
      15. Juni 2011 18:51

      Beruht ganz auf Gegenseitigkeit, liebe Durga (obwohl Sie sich im Forum ja neuerdings recht rar machen!).
      Tristan wollte ich ebenfalls anführen (neben den Meistersingern mein Wagner-opus magnum Nr. 2), wurde geschäftlich unterbrochen, und verabsäumte dann, ihn nachzutragen.
      Von den Italienern schätze ich eher Verdi und Puccini (auch wenn Letzterer als leicht kitschig eingestuft wird); Turandot gehört allerdings zu meinen Lieblingsopern!

      Nochmals Dank für Ihre freundlichen Zeilen, und alles Gute!

    • durga
      15. Juni 2011 19:24

      Lieber WK,

      Verdi: Ja zu Don Carlos, Othello, Falstaff; Puccini: muß nicht unbedingt sein - insbesondere was die Tränen-fördernden Schlußszenen betrifft.

      Aber zur Zeit ist Ihr Opus 1 angesagt, vor allem, wenn ich in den Garten hinausgehe: "was duftet dort der Flieder, so rein, so mild , so hold".

      Zum Posten im Forum komme ich zur Zeit nur selten - ich bastle an einer Initiative, die sehr bald publik wird.

    • Wertkonservativer
      15. Juni 2011 20:01

      Mein Gott,ist das ein Vergnügen, mit so vielen hochintelligenten Menschen in diesem Forum kommunizieren zu können. Allein dafür gebührt unserem Dr. Unterberger ehrlicher Dank!
      Liebe Durga, die wunderbare Meistersinger-Strophe des Hans Sachs vor seiner Schusterei ist für mich einer der absoluten Höhepunkte! Ihre Erwähnung bringt mir viele Erinnerungen wieder ins Gedächtnis (Hans Hotter, Paul Schöffler u.a.).
      Nochmals vielen Dank!

  28. Anton Volpini
    15. Juni 2011 07:02

    Die italienische Politik war immer schon eine Opera Buffa!
    Berlusconi ist in diesem Schauspiel nur einer der neueren Hauptdarsteller. Aber für mich beruhigend zu wissen, ist, daß die durch Jahrzehnte in Italien sehr starken Kommunisten daran nichts ändern konnten!

    • HDW
      16. Juni 2011 17:41

      Abwarten! Hammer und Sichel Fahnen sind wieder auf dem Vormarsch! Und mit dem historischen Nichtwissen der heutigen Gneration, bzw. der linken Gehirnwäsche in den internet Medien auch der primitivste Marxismus-Leninismus-Machiavellismus der Maximalisten aus den 20er Jahren. Und Achtung: Jede Form der Machtausübung in Europa wurde geistig in Italien vorbereitet. Vom römischen Kaisertum, der Republik, die katholische Kirche als Kopie der römischen Macht, die Tyrannis der Stadtstaaten als Muster für den Absolutismus, das Banditentum mit der Mafia als Antistaat, die Kulturhegemonie Gramscis für die Frankfurter Schule (68er in unseren Institutionen bis heute) und endlich den Faschismus, dessen Ästhetisierung der Politik von den Hitleristen talis qualis nur kopiert wurde. "Don Camillo und Peppone" dagegen ist nur eine hilflose bürgerliche Verharmlosungsstrategie, die aber die 50.000 politischen Morde der kommunistischen Partisanen nach 1945 im Rahmen der versuchten Machtübernahme der Kommunisten, nicht vergessen lassen. Einer aus dieser Truppe ist heute übrigens Staatspräsident Italiens! Es wäre ganz gut, auch für uns, einmal nicht nur Bunga-Bunga Artikel der Weltpresse nachzuplappern sondern selbst zu denken versuchen. Das meinte Kant mit der Befreiung aus selnstverschuldeter Unmündigkeit.
      Die Auseinandersetzung geht in Italien von Zentralisten gegen Föderalisten. Also: Die gesamte Linke von ganz links bis sonst irgendwohin, den Neofaschisten und Nationalen, ein Teil des Großkapitals und Kapitalverwertern, EU Bürokraten u.s.w. gegen den Föderalismus der Lega, des Liberalismus und derer die ein anderes Europa wollen. Und das liebe Leute geht uns alle an!

  29. simplicissimus
    15. Juni 2011 06:52

    nur ein paar worte zum thema sex und macht:

    ich wünsche mir keine männer an den schalthebeln der macht, die sexuell frustriert entscheidungen treffen. ob sie clinton, berlusconi oder sonstwie heissen. je mächtiger das land, umso entspannter wünsche ich mir seinen präsidenten.

    wenn man daneben unsere schwulenmania ansieht, kindern einreden möchte, sie könnten ihr geschlecht selber wählen und sonst noch jede perversion zum geschützten denkmal stilisiert, dann relativiert sich jeder moralanspruch, mit dem man zum ausgleich puritanisch streng machistische männer misst, die ihre spannungen mit jungen oder zu jungen damen abbauen.

    wo ist die normalität in unserer verdrehten welt hingeraten?
    wenn schon moral, treue, anstand, dann bitte in alle richtungen und nicht bloss vorzeichenwechsel!

    • kaffka (kein Partner)
      16. Juni 2011 14:41

      @ simplicissimus
      15. Juni 2011 06:52

      Also "Hoch Berlusconi" und "Hoch Kahn!" und "Hoch Clinton"Alle drei "for president!!"

      Beide waren sicherlich NICHT sexuell frustriert auch Clinton nicht (mit Frau UND Monika)
      Was muss das für eine tolle Entspannung gewesen sein: zB direkt im OVAL Office wo nur die Creme de la Creme sich (s0?) tummeln darf.

      Aber muss der Fayman oder der Spindelegger sich gleich SO entspannen? Hats den Pröll DABEI so kaputt gemacht?

      Ists vom "Lutscher" zum "Arschf... "so ein weiter Sprung?

      Sie haben im letzten Satz drei Fachausdrücke gebraucht die völlig unverständlich sind. Können Sie erklären, was diese (heute noch) bedeuten?

    • simplicissimus
      16. Juni 2011 15:39

      ich folge ihre hochrufen nicht. SIE interpretieren das so und kahn ist sowieso eine andere, natürlich nicht tolerierbare kategorie, wenn es stimmt, dass er gewalt angewendet hat.
      ob die herren, und welche, sexuell frustriert waren oder sind, können wir alle nicht genau wissen. da müssen sie sie selber fragen.

      die 3 ausdrücke aus dem althochdeutschen kann ich leider nicht erklären, da jeder etwas anderes darunter versteht. schlagen sie doch einfach im duden nach.

      ich meine aber, wenn man tolerant homos etc. gegenüber ist, was für jeden fairen menschen eine selbstverständlichkeit ist, dann soll man es auch heteros gegenüber sein und nicht mit einer langen liste von ausnahmen kommen, wer was darf und wer nicht. alles andere wäre weltanschaulich geprägte verlogenheit.

    • SOKs (kein Partner)
      17. Juni 2011 09:12

      to simplicissimus:
      1. und 2. Beitrag aus Ihrer Feder widersprechen sich. Sex zu haben ist keine Frustration. An sich. Pech, daß die 3 sich haben erwischen lassen. Und es geht ums wie. Dabeiist der Sex unterschiedlich zu bewerten. Es besteht ein Unterschied zwischen Sex mit Abhängigen, und mit jenen die auch Spass daran haben.
      GröPaZ Fischer ist da aus anderem Holz, bestimmt geschnitzt.
      Weil die Moral versinkt, sollte man trotzdem den Sex nicht vernachlässigen.
      Andererseits geht es um das Abwiegen. Das Atom Votum ist ein anderes Problem. Um das geht es eigentlich hier im AU - Beitrag. Berluisconi kann trotz Sex ein guter Präsident sein. Clinton war trotz Sex ein miserabler Präsident.

  30. Baldur Einarin
    15. Juni 2011 06:47

    Hier kann ich Herrn Dr. Unterberger nur sehr bedingt zustimmen. Die Atomenergie ist infolge ihrer Unbeherrschbarkeit keine annehmbare Energiegewinnungsform-Wirtschaftswachstum hin oder her!
    Um Wiederholungen von Katastrophen wie Tschernobyl oder Fukoshima in Zukunft zu verhindern führt kein Weg am Ausstieg aus der Atomkraft vorbei. Zum Erlangen dieser Erkenntnis muß man wahrlich kein Linksgrüner sein.
    Kein einziges Atomkraftwerk wird den Schuldenabbau beschleunigen.
    Nicht nur bei den Staatsausgaben wird man sparen müssen, sonder auch bei der Energie.Es muß nicht jeder Graf Bobby mit steuerbegünstigtem Kerosin in der Privatmaschine Kondensstreifen am Himmel ziehen!Auch den arbeitslosen Autofahrern mit Migrationshintergrund ist es zuzumuten, den Automotor ihrers parkenden Mercedes nicht zwanzig Minuten auf Stand laufen zu lassen.
    Und übrigens der Spruch, geprägt von Leitl u. Co, geht es der Wirtschaft gut, geht es allen gut,ist nur bedingt richtig.
    Privatisierung hat dort ihr Ende, wo öffentliches Gut zum Schaden des Volkes verscherbelt wird!
    Andererseits gibt es aus sogenannten Wirtschafts- und Industriellenkreisen keine Stimmen gegen den herrschenden Sozial- und Asylmißbrauch,gegen Parteienfinanzierung, gegen Presseförderungen etc.Im Gegenteil, sie packeln noch mit Gutmensch, Caritas und Co.!
    Mir ist bewußt, etwas vom Thema abgeschweift zu haben- bedaure dies- doch gewisse Dinge muß man einfach loswerden!

    • diko
      15. Juni 2011 08:05

      ………..„Die Atomenergie ist infolge ihrer Unbeherrschbarkeit keine annehmbare Energiegewinnungsform-Wirtschaftswachstum hin oder her!“...........

      Aber für Kriegsgerätschaft, Flugzeugträger, U- Boote u. Bomben gibt’s keinerlei
      Bedenken.

      Eher das Gegenteil, im ZDF u.a. auch im Kinderfunk KIKA. wurde den lieben Kleinen z. B. kindgerecht mit Zeichenbildchen erklärt, wie wichtig der Einsatz von Miniatombomben für den Weltfrieden seien.

      Warum greift man in der Schiffahrt nicht auf erneuerbare Energie zurück ?
      Ein sofortiger Ausstieg aus den herkömmlichen Antriebssystemen wäre sicher genau so einfach wie der Ersatz unserer Kraftwerke durch Windräder. - Und bei der NAVY setzt man umweltfreundlich. als Zukunftstechnologie wieder die SEGEL!

      Oder , ist der atomare Antrieb bei Kriegsgerät beherrschbar ?

    • phaidros
      15. Juni 2011 10:13

      Nicht beherrschbarer als in anderen Bereichen. Aber man bewegt sich in einem anderen Problemraum.

      Würden alle mit Segeln kommen, wäre es kein Problem. Aber wie man schon bei Clausewitz liest, neigt der Krieg zur Eskalation. Und daher werden in diesem Umfeld andere Risiken als akzeptabel betrachtet. Denn sonst stünde man womöglich vor dem Problem, mit dem besegelten Träger die Rossbreiten durchqueren zu müssen.

    • diko
      15. Juni 2011 16:30

      phaidros,
      erhalten Sie eigentlich ein Honorar für ihre gleichermaßen belehrenden wie zurechtweisenden Anrtworten u. Kommentare ?

    • Florin
      15. Juni 2011 18:16

      Wahrhaft gelassen servierte Breitseite, diko! ;)

      Wir entwicklen hier schön langsam eine neue "Währung" oder "Maßeiheit":

      "1 aE (austriakische Einheit) Treichl" pro blödem Politikerspruch (oder mehr)
      "I diko" für Beckmesserei und Oberlehrertum.
      "pilzig" als Superlativ für unverschämte Dreistigkeit! (Entschuldigung bitte, ich habe leider den Autor vergessen!)

  31. Observer
    15. Juni 2011 06:16

    Ja, Italien geht tatsächlich einer unsicheren politische Zukunft entgegen. Wenn Berlusconi auch aus der ersten Reihe verschwindet, so wird er durch seine politischen und wirtschaftlichen Ambitionen aber weiterhin "mitmischen". Auch die überall aktiven Organisationen von Mafia & Co werden wieder verstärkt in Erscheinung treten. Die eben erteilte Ablehnung von Atomkraft und Privatisierung wird aber sicher NICHT "dem Land weiteren wirtschaftlichen Schaden zufügen" (Zitat von AU), denn das war ja auch bisher nicht der Fall.

  32. Amtsbekannt
    15. Juni 2011 05:37

    Aber, Aber

    Bitte nicht zu übersehen:

    Die Linxlinken Medien Europas werden in den nächsten 15 Jahren berichten:

    Der von Berlusconi und seiner rechtsextremen Allianz hinterlasse Schuldenberg.....................

    Man erinnere sich dabei an die heute noch ständig medial negativ erwähnte Regierung Schüssel-Grasser (in Wahrheit die beste Zeit für Österreich)...
    auch in der Krone wird Schüssel noch ständig durch den linxlinken Gnom negativ erwähnt......

  33. Wertkonservativer
    15. Juni 2011 05:23

    Unbestritten. dass Berlusconi ein zum Teil ungustiöses Schlitzohr ist; seine Zeit wird sicher bald abgelaufen sein, da sein "Charakterbild in der Geschichte" ja bereits gehörig schwankt.

    Interessant ist, dass etliche meiner großteils sehr intelligenten und gebildeten italienischen Geschäftsfreunde (auch bekennende Katholiken darunter) an dem Mann buchstäblich "einen Narren gefressen haben"!
    Irgendwas muss er haben, das die Leute dort für ihn einnimmt. Gut, unsere südlichen männlichen Freunde sind im Grunde Machos mit teilweise intakten Macho-Manieren!
    Aber die Frauen? Die mögen ihn mehrheitlich auch!

    Da passe ich! Wer kennt schon die heimlichen Vorlieben und Sehnsüchte unserer italienischen Nachbarn?
    Freud, schau oba!

    • Observer
      15. Juni 2011 06:41

      Sie schreiben: "... an Berlusconi einen Narren gefressen haben ..".
      Könnte es nicht sein, dass in Italien - wie auch in anderen Staaten - der Grossteil der Bürger demokratiemüde geworden ist und sich daher eine/n starke/n Mann/Frau (also eine wirkliche Führungspersönlichkeit) wünschen? Dabei nehmen sie gerne manche "private Schwächen" gerne in Kauf.

    • simplicissimus
      15. Juni 2011 07:09

      vielleicht sind die italiener einfach nur "ganz normal" geblieben. offenbar wirken hier die traditionellen geschlechterbilder immer noch stärker als die unisexvermischung unserer westlichen gesellschaftsverdreher.

    • Wertkonservativer
      15. Juni 2011 07:29

      @ Observer
      @ simplicissimus:

      Ihr habt beide - nach meiner unbescheidenen Meinung - weitgehend recht!

      Die Sehnsucht nach dem "starken Mann"? Berechtigt, jedoch recht gefährlich!
      Bei uns ist die Gefahr allerdings gering; da regieren nur Flaschen, und die zweite Reihe ist auch nicht besser!

      Auch ich neige eher dem "ganz Normalen" zu; die neuen p.c.-gesteuerten Normen der "Gesellschaftsverdreher" sind mir mehrheitlich ein Greuel!

  34. libertus
    15. Juni 2011 00:26

    Dieses Referndum ist noch kein Beinbruch. Richtig unlustig wird es erst, wenn Berlusconi abgewählt wird, denn dann fällt uns womöglich Italien auch noch auf den Kopf.

    Nach ihm könnte dieses Land unregierbar werden, damit rückt eine innerstaatliche, finanzielle Sanierung des Budgets in weite Ferne und der EU droht ein wesentlich größeres Desaster als es Griechenland bisher verursacht hat, was keinesfalls mehr zu schultern wäre.

    Wer hätte gedacht, daß die Abwahl Belusconis vielleicht sogar den Zerfall der Europäischen Union einläuten könnte?
    Tja - daran erkennt man, welche Auswirkungen ein Zuviel an Bunga, Bunga haben kann! *g*

    • Anton Volpini
      15. Juni 2011 06:40

      ".... vielleicht sogar den Zerfall der Europäischen Union einläuten könnte?"

      Ja, in Rom beginnts, und in Rom wird es zu Ende gehen!

    • contra
      15. Juni 2011 14:14

      @A.V.

      Ein kluges Resümee - könnte man zum Motte des Tages erheben! ;-)





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung