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Der Bürger als Spekulant

Die Politik debattiert neue Vermögens- und Bankensteuern. Gleichzeitig gibt Europa aber in Kürze weitere 120 Milliarden Euro allein für das kleine Griechenland aus – trotz des Wissens, dass viel von diesem Geld nie mehr zurückkommen wird. Dabei hat sich die Regierung schon jetzt kräftig, wenn auch versteckt,  bei den Steuerzahlern zu bedienen begonnen.

Wie das? Erstens spült die Inflation einen wachsenden Anteil der Einkommen in die Budgets. Über die stille Progression nimmt die Steuer ja einen immer größeren Anteil der Einkommen weg – auch wenn diese real eigentlich gleich bleiben.

Zweitens zahlen alle Bankkunden die neue Bankensteuer.

Drittens trifft die auch auf langfristige, also keineswegs spekulative Anlagen ausgedehnte Kursgewinnsteuer fast alle Anleger; dass sie damit einen schweren Umsatzeinbruch an der Wiener Börse ausgelöst hat, lässt die Regierung offensichtlich kalt.

Die schlimmste Abkassiertechnik sind aber, viertens, die niedrigen Zinsen. Die Erträge von Sparbüchern decken nicht einmal dann den Wertverlust, wenn man die Kapitalertragssteuer vergisst. Dasselbe trifft nun auch auf deutsche oder österreichische Anleihen zu. Allein für Käufer deutscher Staatspapiere beträgt der jährliche Wertverlust, also die Umverteilung in staatliche Kassen derzeit schon rund acht Milliarden Euro.

Dennoch kann sich die deutsche Regierung nicht über Mangel an Nachfrage beklagen. Denn viele Anleger sind bereit, einen Preis für die relative Sicherheit zu zahlen; unter dem Kopfpolster sind ja Wertverlust wie Risiko noch viel größer. Überdies sind etwa Versicherungen sogar verpflichtet, großteils in Staatsanleihen zu investieren.

Außerdem stehen die Banken durch die unsinnigen Basel-Regeln (keineswegs nur Basel III allein, wie viele meinen) unter Druck, primär in Anleihen zu investieren. Sie müssen laut Basel selbst für den Besitz griechischer Schrottanleihen viel weniger Eigenkapital als Sicherheit halten denn bei jedem normalen Kredit. Daher bevorzugen die Banken den Kauf von Anleihen und zeigen sich an normalen Krediten weniger interessiert.

Damit zahlt fünftens ein Teil der Bürger noch einmal für diese staatliche Ausgabenfreude, nämlich alle Kredit-Suchenden.

Viele Finanzminister können sich da ins Fäustchen lachen. Denn sie schaffen es, Sparer, Anleger wie Kreditnehmer die horrenden Staatsdefizite jetzt schon mitfinanzieren zu lassen, ohne dass diese es merken.

Flüchtlinge vor dieser finanziellen Repression werden hingegen als „Spekulanten“ beschimpft. Mit solchen Worten sind viele Politiker schnell bei der Hand – und noch mehr die von der Politik mit Informationen und Steuergeld gefütterten Medien.

Der nächste Diebszug des Staates auf unser Geld wird daher ganz gewiss durch eine wilde verbale Attacke auf „Spekulanten“ eingeleitet werden. Denn noch immer begreifen viel zu wenige Bürger, dass mit „Spekulant“ immer sie selbst gemeint sind.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2011 01:36

    Alle diese Steuern und Abgaben sowie die horrende Inflation wurden von Experten angekündigt und könnten in vollem Umfang zum Tragen kommen, wenn................!

    Ja, wenn der Wähler nicht durch entsprechende Stimmabgabe diesen ungezügelten Appetit der Regierenden Einhalt gebietet.
    Schließlich denken die Linken tagtäglich über neue Einnahmequellen (Vermögenssteuer neu, Erbschaftssteuer neu etc.) nach, nur vom Einsparen spricht weder bei Rot noch bei Grün irgendein Vertreter!

    Wobei es in erster Linie den bisher schon leidgeprüften Mittelstand treffen würde, denn die wirklich Reichen und das Großkapital flüchtet schneller, als die Politiker neue Abzockmethoden beschließen können.

    Ich hoffe nur, daß der Großteil der Bürger nun doch das System durchschaut und 2013 in Österreich die entsprechende Antwort erteilt.

    P.S.: Ich kann mir nicht vorstellen, daß "alle Kunden die neue Bankensteuer bezahlen", weil die Laura Rudas hat gesagt, das darf nicht sein, das wäre unmoralisch. Und wenn das die Laura R. sagt, muß es wohl seine Richtigkeit haben, oder? *gg*

  2. Ausgezeichneter KommentatorTill
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2011 09:07

    Der finanztechnische Sündenfall ist mit der ersten "Errettung" einer insolvent gewordenen Bank auf Kosten des Staates - also der Steuerzahler - eingetreten. Und wie die des sinnerfassenden Lesens Mächtigen wissen, ist es der Fluch der bösen Tat, dass sie fortzeugend Böses muss gebären. Nun hilft auch die Erkenntnis nicht mehr weiter, dass die "Zauberlehrlinge" - also wir alle, die wir seit Jahren gebannt auf die Kursentwicklungen und die Börsenachrichten in der täglichen Gehirnwäsche um 20:00 Uhr blicken - allesamt nicht mehr in der Lage sind, die Geister, die sie riefen, nun nicht mehr los zu werden in der Lage sind. Denn der rettende "Meister", der mit dem Ordnungsruf: "In die Ecke, Besen! Besen seid's gewesen!" die Chose wieder in Ordnung bringt, ist nicht in Sicht und so verhallt der Hilferuf im Nirwana des hausgemachten Tohuwabohus.

    Die richtige Zauberformel ist unbekannt. Die hilflosen Beschwörungsversuche fruchten nicht mehr. Der Spuk wird also weitergehen!

  3. Ausgezeichneter KommentatorMarkus Theiner
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2011 10:23

    Die großen Kritikpunkte sind fast alle staatlich verordnet worden.
    Die große Macht der Ratingagenturen ergibt sich genauso aus den Basel-Vorgaben wie die seltsamen Präferenzen beim Eigenkapital.
    Einlagensicherung und Bankenhilfspakete haben gleichzeitig die Marktmechanismen ausgeschaltet. Unternehmerische Vorsicht war damit vom Tisch, stattdessen sollten Moral und Anstand die staatlich eröffneten Mißbrauchsmöglichkeiten im Zaum halten. Sofern man bei legalen Aktionen überhaupt von "Mißbrauch" sprechen kann. Das hat natürlich nicht funktioniert.

    Dass die Bankenkrise dann als Beweis für das Scheitern der freien Marktwirtschaft und die Notwendigkeit staatlicher Regulierung bezeichnet wurde war an Ironie kaum mehr zu überbieten.

    Merkantilismus, wenn man so will.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2011 06:19

    Dass die Linken und Grünen bei uns und woanders die Hauptschuld an unsinnigen wirtschafts- und finanzpolitischen Entscheidungen und Zuständen tragen, hat sich herumgesprochen.
    Wie sehr sich der an sich ja recht kluge NB-Chef geistig verbiegen muss, um manche diesbezüglichen Aussagen bzw. Vorschläge seiner roten Brüder (Tumpel, Foglar & Co.) zu schlucken, kann ich mir nicht recht vorstellen.

    Aber wie ja libertus unterhalb so treffend feststellt:
    Mitte/Rechts bei der nächsten Wahl stärken, das ist die Parole!

  5. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2011 13:18

    Die Tagebuchnotiz „Der Bürger als Spekulant“ hat eine interessante Facette. Kürzlich erfuhr ich, daß bei den Pensionskassen vorgeschrieben(!) ist, daß 30% der Gelder in europäischen Staatsanleihen zu veranlagen sind. Unter den Begriff „europäische“ Staatsanleihen fallen u.a. griechische, irländische, portugiesische, italienische und spanische Staatsanleihen. Ein für Veranlagungen Verantwortlicher erklärte stolz, daß es ihm gelungen sei, keine griechischen, irländischen und portugiesischen Staatsanleihen mehr zu haben.
    Wenn ich mich richtig erinnere, hat ein deutscher Politiker von freiwilliger Beteiligung an der Rettung der Krisenländer gesprochen. Die Mitarbeiter, deren Gelder in Pensionskassen verwaltet werden sind einfach „Freiwillige per Gesetz“, dieses schreibt eben 30% der Gelder in europäischen Staatsanleihen vor.
    Wie sagte jemand sinngemäß über die Pensionskassen: Seit Abschaffung der Sklaverei gab es nicht mehr solche Regelungen wie im Pensionskassengesetz: Die Anspruchsberechtigten haben keinen Einfluß auf die Verwaltung ihrer Gelder, sondern nur die Risken; es spekulieren nämlich andere damit.

  6. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2011 11:59

    Heute gestatte ich mir wieder einmal einen zweiten Hauptbeitrag:

    Im heutigen Kurier (nochmals, ich genieße dort keinerlei Vorteile aus meinen diversen Zitierungen) ein bemerkenswerter Lreitartikel des von mir sonst nicht sehr geschätzten Helmut Brandstätter:

    "Alter schützt vor Weisheit nicht"! (beziehe ich wirklich nicht auf mich!).

    Da wird von einem Artikel Helmut Schmids in der letzten "Zeit" gesprochen, von seinen Vorstellung der Zukunft Europas, vom Thema Griechenland und eingeforderter Solidarität, von Freundschaftsbezeugungen großer französischer und deutscher Staatsmänner, kurz: vom Geist Europas in seiner besten und edelsten Form.

    Wer den heutigen Kurier bei der Hand hat , der lese bitte; er könnte von unserem Dr. Unterberger geschrieben sein!

    Herr Brandstätter möge das - falls er das liest - als großes Lob auffassen;
    Dr. Unterberger wird meinen Vergleich mit einem Berufskollegen wohl nicht als Affront empfinden: DIESER Brandstätter-Kommentar ist ja wirklich sehr gut!

    Wünsche Ihnen allen noch einen schönen Feiertag!

  7. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2011 12:03

    Um aus diesem Teufelskreis (besser: Teufelsspirale) herauszukommen, sollten sich die Staaten künftig ausschliesslich auf die ureigensten Aufgaben reduzieren. Alles andere sollten die Leute (und Firmen, Kirchen, NGOs usw.) in Eigenverantwortung übernehmen.
    Die Erhöhung von existierenden und Erfindung von neuen Steuern und gleichzeitig weiteren Schuldenmachens für einmal zu dem Punkt, wo es heisst: GAME OVER.


alle Kommentare

  1. Aashish (kein Partner)
  2. Celiane (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:13

    You've hit the ball out the park! Inedreiblc!

  3. Miki (kein Partner)
    19. Januar 2015 15:17

    I love these arlsctei. How many words can a wordsmith smith?

  4. Norbert Mühlhauser
    26. Juni 2011 01:14

    Eines fehlt noch in der Aufzählung der Ausplünderung der Privatvermögen durch den Staat:

    Die Besteuerung inflationsbedingter Scheingewinne!

    Ein Beispiel unter der Annahme einer durchschnittlichen dreiprozentigen Geldentwertung pro Jahr (alle Angaben gerundet, und nicht finanzmathematisch, sondern mit einfachen Excel-Formeln errechnet, zB: Basis x 0,97, Ergebnis x 0,97, ... usf):

    Ein Wertpapier-Bestand wird um 10.000,- EUR gekauft. Ist der Kurswert in 10 Jahren 13.560,- , so werden der Bemessungsgrundlage der Vermögenszuwachsbesteuerung 3.560,- EUR (somit rd 36 %) zugrundegelegt. Tatsächlich haben die Nominalwerte der Papiere aber einen inflationären Wertschwund erfahren, der sich nach dem 10. Jahr auf rd 26,3 % beläuft (=Anschaffungspreis nur mehr zu 73,7 % werthaltig).

    13.560 x 0,737 (bzw 73,7 %) ist rd 10.000 EUR.

    Tatsächlich war der Vermögenszuwachs also Null!.

    Nach zwanzig Jahren und einem Kursstand von 18.389,- (Anschaffungspreis nur mehr zu 54,4 % werthaltig) das gleiche "Spiel":

    Der Fiskus legt 8.389,- EUR Gewinn zugrunde, tatsächlich ist der Vermögenszuwachs NULL !!!

    Wer rechnen kann, der rechne!

  5. byrig
    25. Juni 2011 00:43

    weder aus a.u.blog noch aus irgendeinem statement darauf ist eine erklärung oder gar eine lösung des dilemmas erkennbar.und das betrifft nicht nur diesen blog,sondern die gesamte befasste fachwelt europaweit.
    mit anderen worten:keiner weiss irgendetwas wirklich.nicht einmal andreas unterberger.
    es könnte nämlich durchaus sein,dass ein euro-bankkonto übermorgen völlig wertlos ist.wenn ich falsch liegen sollte-bitte sofort aufzeigen,mit triftigen argumenten.
    wie es aussieht,wird das nicht passieren.
    warum?
    weil niemand wirklich etwas sicher weiss.

    • byrig
      25. Juni 2011 00:54

      gerade auch bezüglich der griechenlandhilfe gibt es in der sogenannten fachwelt völlig konträre ansichten und statements.
      was zu folge hat,dass die verantwortliche politik ebenso unsicher ist.
      die sozialisten haben diese unsicherheit bis zur groteske fortgetrieben,dass sparen schädlich und negativ ist!also noch mehr schulden machen!
      sogar faymann stehtr diesem wahnsinnskonzept nahe.

  6. Rado (kein Partner)
    24. Juni 2011 11:44

    Die ehrliche Lösung wäre es, eine eigene Steuer für die Griechenlandstützungen einzuführen. Vielleicht die Erbschafts- und Schenkungssteuer und ein paar Prozent auf die Mineralölsteuer.
    Griechenland könnte ein eigenes Finanzamt in Österreich einrichten und diese Steuern selbst einheben und mit eigenen Exekutoren auch eintreiben.
    Nach den vielen Solidaritätsbeschwörungen aus der ö. Politik wäre das eigentlich eine logische Konsequenz. Den Griechen würde das auch entgegenkommen, weil sie mit eigener Finanzpolizei gleich auch nach Naziraubgold suchen könnten.

  7. Erich Bauer
    24. Juni 2011 11:08

    "Die" wollen eine TRANSFERUNION... koste es was es wolle! ...und wenn alles in Scherben fällt! Im Brüsseler Führerbunker setzt man alles auf diese "Wunderwaffe". Je umfangreicher die Zerstörungen, umso behilflicher ist es diesen "Plänen". Es ist krank, aber das waren die "letzten Tage im Berliner Führerbunker" auch... Und wenn man schon in diesem Führerbunker draufgehen sollte, dann soll diesmal, aber wirklich, gleich ganz Europa flach liegen. "Sie haben es nicht anders verdient...", würden die Kommissare und sämtliche "Karasse" verbittert vor sich hin trotzen...

  8. Heri (kein Partner)
    24. Juni 2011 10:18

    Es ist doch alles ganz einfach:

    "Der Staat" bzw. deren Verwalter (ob Grün, Rot, Schwarz, Blau ist ganz egal), nimmt sich was geht mittels Gesetze.
    Der Bürger der empfängt (egal ob er nun tatsächlich arm ist oder einfach nur ein Günstling dieser Verwalter und sich bereichert) freut sich natürlich darüber.
    Jene die sich nicht darüber freuen, da ja ihr erwirtschaftetes Geld umverteilt wird, sollten entweder sich selbst oder zumindest ihre Habseligkeiten einfach ins Ausland schaffen.
    Es gibt genügend Möglichkeiten auch für den sog. kleinen Sparer ihr Geld in Sicherheit zu bringen. Vor allem asiatische Staaten oder No-Tax Staaten sind dazu sehr geeignet.
    Solange es keine Partei in Ö gibt, die dieses systematische(!) Problem aufgreift (und ich sehe weit und breit keine, vielleicht noch am ehesten das BZÖ) ist das die einzige Möglichkeit, sich, so gut wie möglich, gegen dieses System zu wehren.
    Erst wenn sich ausreichend viele Bürger wehren, wird das System kippen. Da dann zu wenig Geld/Wert zum Umverteilen mehr da sein wird. Wenn sich aber niemand wehrt, wird es halt noch länger so weiter gehen, bis es letztendlich auch kippen wird (Krieg, Diktatur etc). Nur dann möchte ich möglichst weit weg sein ;-)

  9. Celian
    24. Juni 2011 09:17

    Eine alte Weisheit der Hopi-Indianer besagt, wenn dein Pferd tot ist, steig ab. Griechenland ist pleite, der Euro steckt in einer tiefen Krise. Trotzdem wird nun das Kreditpaket II geschnürt, um auf dem toten Pferd Griechenland weiterzureiten. Die EU, der IWF, die EZB behaupten einfach, es gibt keine Griechenland-Krise, sie ändern die Kriterien, wann ein Pferd tot ist. Der EZB ist es aus Sicherheitsgründen nicht gestattet, Staatsanleihen, die am Rande des Ramschstatus grundeln, am Sekundärmarkt zu kaufen. Was tat die EZB? Sie senkte einfach die internen Richtlinien, und schon konnte sie die griechischen Ramschanleihen nach Herzenslust aufkaufen, sehr zur Freude der Banken und Versicherungen.

    Nach der erfolgreichen Umwandlung der EZB in eine „bad bank“ fordert nun Jean-Claude Trichet ein EU-Finanzministerium. Langsam hat auch er gegnissen, auf welchem Schuldenberg er sitzt. Ja, Schuldenmachen ist nicht schwer, Schuldenzurückzahlen dagegen sehr. Vor allem, wenn man die EZB ist und nicht über einen eigenen, direkten Tropf zum Steuerzahler verfügt. Nicht wahr, M. Jean-Claude „Es gibt keine Euro-Krise“ Trichet?

  10. brechstange
    23. Juni 2011 22:55

    Ein interessanter Link über die Machenschaften, zur kurz kommt die Rolle der Politik und Politiker.

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-02/griechenland-goldman-sachs

    Wir dürfen uns auf unseren neuen EZB-Präsidenten Mario Draghi, ehemals Goldman Sachs (genau zu dieser Zeit) wahrlich freuen.

    Quo vadis, Austria! Quo vadis, Europe!

  11. Reflecting
    23. Juni 2011 16:21

    Wir leben eben im Zeitalter der Umdeutungen der Begriffe und der Sprache (siehe George Orwell).
    Dass sich das Abzocken generell primär auf den Mittelstand richtet, bedarf aus bekannten Gründen keiner Erwähnung. Dass aber die Öffentliche Hand in trauter Mehrsamkeit mit anderen Mitstreitern das Abzocken salonfähig macht, ist bedenklich und à la longue auch gefährlich.
    Ein beängstigendes Beispiel für angewandte Ausbeutung der Bürger durch die öffentliche Hand ist das Gerichtsgebührengesetz.
    Da stellt sich die Frage, ob es nicht zu den wohl vornehmsten Aufgaben eines geordneten demokratischen Staatswesens gehörte, den Bürgern den Zugang zum Recht möglichst leicht zu machen und, wie der heutige verbose Ausdruck lautet, bürgernah zu gestalten. Nahezu jedes Jahr werden die Gebühren für dies oder jenes erhöht. Und der Bürger wird bald zwangsläufig auf die eine oder andere Leistung des Staats verzichten müssen, weil eine Inanspruchnahme ganz einfach zu teuer wird. Das kann doch nicht der Sinn eines geordneten Staatswesens sein.
    Die Abzockerei, die heute auch im öffentlichen Bereich stattfindet, ist deshalb so beängstigend, weil ihre Beispielswirkung auf andere Bereiche ja nicht zu verleugnen ist. Bei den Gerichtsgebühren und auch bei den Tarifen für viele andere Leistungen der öffentlichen Hand ist das verträglich erscheinende Limit schon längst erreicht. Wenn einmal der berechtigte Zugang zum Recht zu teuer wird, ergibt sich ein bedenklicher Zustand. Das sollte aber nicht geschehen! Die Folgen können an den Fingern einer Hand abgezählt werden.

    • brechstange
      23. Juni 2011 19:29

      Ich fragte mich schon oft, ob dies gewollt ist, dass die Masse vom Recht ausgeschlossen werden soll oder ist es einfach Dummheit betriebswirtschaftliche Prinzipen auf demokratiepolitisch wichtige Bereiche anzuwenden ohne die Folgen zu bedenken.

      Für den ersten Punkt des Gewolltsein spricht, dass zB in der Finanzwirtschaft "finanzinnovative" Produkte zugelassen wurden, die im Endeffekt darauf rauslaufen, Menschen bestohlen zu haben im wahrsten Sinne des Wortes.

  12. A.K.
    23. Juni 2011 13:18

    Die Tagebuchnotiz „Der Bürger als Spekulant“ hat eine interessante Facette. Kürzlich erfuhr ich, daß bei den Pensionskassen vorgeschrieben(!) ist, daß 30% der Gelder in europäischen Staatsanleihen zu veranlagen sind. Unter den Begriff „europäische“ Staatsanleihen fallen u.a. griechische, irländische, portugiesische, italienische und spanische Staatsanleihen. Ein für Veranlagungen Verantwortlicher erklärte stolz, daß es ihm gelungen sei, keine griechischen, irländischen und portugiesischen Staatsanleihen mehr zu haben.
    Wenn ich mich richtig erinnere, hat ein deutscher Politiker von freiwilliger Beteiligung an der Rettung der Krisenländer gesprochen. Die Mitarbeiter, deren Gelder in Pensionskassen verwaltet werden sind einfach „Freiwillige per Gesetz“, dieses schreibt eben 30% der Gelder in europäischen Staatsanleihen vor.
    Wie sagte jemand sinngemäß über die Pensionskassen: Seit Abschaffung der Sklaverei gab es nicht mehr solche Regelungen wie im Pensionskassengesetz: Die Anspruchsberechtigten haben keinen Einfluß auf die Verwaltung ihrer Gelder, sondern nur die Risken; es spekulieren nämlich andere damit.

    • Markus Theiner
      23. Juni 2011 17:03

      Der Schlusssatz ist es auch, was in meinen Augen Marktwirtschaft und Kapitalismus trennt.
      Grundgedanke der Marktwirtschaft ist ja die Selbstverantwortung des mündigen Marktteilnehmers, der selbst die Früchte seiner Arbeit genießen darf, dafür aber auch die Risiken selbst trägt. Daher muss er vernünftig handeln oder verschwindet vom Markt.
      Wenn aber der Träger von Risken immer weiter von den Entscheidungsgremien getrennt wird, dann funktioniert das nicht mehr. Der Klassiker ist die Aktiengesellschaft, wo von Gesetz wegen ein direkter Durchgriff der Aktionäre auf Entscheidungen des Managements unterbunden werden. Selbst wenn sich die Aktionäre mal einig wären.

      Wenn man Stakeholder statt Shareholder ist stellt sich die Sache natürlich etwas anders dar. Als Kunde trage ich weniger Risken. Schlechte Ergebnisse treffen mich nicht, außer im Extremfall des Konkurses.
      Im Normalfall ist es da ausreichend, wenn man sich als Kunde einfach den Anbieter aussuchen kann. Bei langfristigen Anlagen wird das natürlich schwer und bei der Finanzwirtschaft kippt auch im Ergebnis die Risikoverteilung, weil anders als in anderen Branchen die Kunden mehr Geld in das Unternehmen stecken als der Unternehmer selbst. Und wenn dann noch staatliche Regeln dazu kommen, die es schwer machen den Anbieter vor dem Fall des Falles sitzen zu lassen (vor allem durch dabei verlorene steuerliche Vorzüge und Prämien), dann wird das ganze nochmal verschärft.

  13. Observer
    23. Juni 2011 12:03

    Um aus diesem Teufelskreis (besser: Teufelsspirale) herauszukommen, sollten sich die Staaten künftig ausschliesslich auf die ureigensten Aufgaben reduzieren. Alles andere sollten die Leute (und Firmen, Kirchen, NGOs usw.) in Eigenverantwortung übernehmen.
    Die Erhöhung von existierenden und Erfindung von neuen Steuern und gleichzeitig weiteren Schuldenmachens für einmal zu dem Punkt, wo es heisst: GAME OVER.

    • Observer
      23. Juni 2011 16:43

      letzte Zeile soll richtig lauten: ...führt einmal zu dem Punkt ...

    • Celian
      24. Juni 2011 09:52

      Wobei für den Staat nichts mehr zu tun bleibt. Auch bei den ursprünglichsten Aufgaben hat er versagt.

      Das Geldmonopol gehört ihm abgenommen, Geld das seinen Wert verliert, hat eine seiner wesentlichsten Funktionen, die der Wertaufbewahrung, verloren.

      Rechtssicherheit kann der Staat nicht bieten, da er selbst Richter und Ankläger zu gleich ist. Das haben wir im Fall Kachelmann gesehen, die eigentlich Klagende war nur die Nebenklägerin.

      Physische Sicherheit kann der Staat auch nicht bieten, da er durch die Teilnahme an Schengen jedem Verbrecher bereitwillig Tür und Tor öffnet.

      Und die Sicherheit am Eigentum scheitert am Eigeninteresse des Staates selbst. Enteignung, wo das Auge hinblickt: gut 50 % des BIP verschwinden im Staatssäckl. und das im Durchschnitt über alle Bürger, ohne Abzug der Klientel des Staates.

      Wozu also einen Staat?

  14. Wertkonservativer
    23. Juni 2011 11:59

    Heute gestatte ich mir wieder einmal einen zweiten Hauptbeitrag:

    Im heutigen Kurier (nochmals, ich genieße dort keinerlei Vorteile aus meinen diversen Zitierungen) ein bemerkenswerter Lreitartikel des von mir sonst nicht sehr geschätzten Helmut Brandstätter:

    "Alter schützt vor Weisheit nicht"! (beziehe ich wirklich nicht auf mich!).

    Da wird von einem Artikel Helmut Schmids in der letzten "Zeit" gesprochen, von seinen Vorstellung der Zukunft Europas, vom Thema Griechenland und eingeforderter Solidarität, von Freundschaftsbezeugungen großer französischer und deutscher Staatsmänner, kurz: vom Geist Europas in seiner besten und edelsten Form.

    Wer den heutigen Kurier bei der Hand hat , der lese bitte; er könnte von unserem Dr. Unterberger geschrieben sein!

    Herr Brandstätter möge das - falls er das liest - als großes Lob auffassen;
    Dr. Unterberger wird meinen Vergleich mit einem Berufskollegen wohl nicht als Affront empfinden: DIESER Brandstätter-Kommentar ist ja wirklich sehr gut!

    Wünsche Ihnen allen noch einen schönen Feiertag!

    • terbuan
      23. Juni 2011 12:36

      Lieber Wertkonservativer,
      ich empfehle das Original, den Beitrag des von mir sehr geschätzten Helmut Schmidt (einer der wenigen Sozialdemokraten von denen ich dies behaupten kann):
      http://www.zeit.de/2011/26/Griechenland-Rettung

    • Wertkonservativer
      23. Juni 2011 12:36

      Nachtrag:

      ja, ich weiss, Schmidt ist sein Name, und ein Sozialdemokrat ist er obendrein.

      Jedoch: auch als in der Wolle gefärbter Bürgerlicher schätze ich kluge Gedanken sonst Andersdenkender, und kluge Gedanken alter Roter vor allem:
      entspricht meinem Gusto-Gefühl für guten Rotwein: je älter, dest besser!

    • Wertkonservativer
      23. Juni 2011 12:43

      Ich lege Wert auf die Feststellung, lieber Terbuan, die Namensausbesserung vor Kenntnisnahme Deiner gleichzeitigen Replik vorgenommen zu haben.

      Dank für die Inblog-Stellung des "Zeit"-Artikels; da haben Interessierte und auch ich) gleich Gelegenheit, die Meinungen dieses großen alten Mannes komplett zu verinnerlichen!

    • terbuan
      23. Juni 2011 12:54

      Alles klar, kein Problem!
      lG/terbuan

    • Wertkonservativer
      23. Juni 2011 16:10

      Jetzt, nach komplettem Lesen der Schmidt-Botschaft, bin ich froh, - wenn auch indirekt - so doch die Aufmerksamkeit auf diese wahrhaft europäischen und von humanistischem Geist beseelten Gedanken gelenkt zu haben.
      Unsere vielen Europa-Skeptiker sollten diese Botschaft lesen und ihre Meinung vielleicht doch etwas überdenken. Wenn nicht, macht's auch nichts1

    • brechstange
      23. Juni 2011 16:46

      Sehr geehrter Herr Wertkonservativer!

      Ich bin es schon wieder, der Ihnen widersprechen muss.

      Schmidt ist der Kreisky Deutschlands. Sie schöpften aus dem Vollen und hinterließen uns den Grundstein unserer Schulden.
      Schmidt vergisst in seiner Rechnung, dass unsere Bedeutung in der Welt sinkt durch eine falsche Politik, die unsere Industrien in alle Welt vertrieb und weiter vertreibt, da wird die Solidarität mit den Club Med-Ländern (klingt wie Urlaub) uns weiter schwächen. Denn wo bleibt die Solidarität der Griechen, die ihr Geld nach Großbritannien oder sonst wohin verschieben?

      Die wahre Ursache der Krise liegt im kriminellen Umfeld der Finanzwirtschaft. Wir müssen die Ursache beseitigen, sonst verpufft die gesamte Leistung und verstehen am Ende ärmer da als vorher. Wer das noch nicht begriffen hat, dem ist nicht zu helfen.

      Ich finde den Brandstetter-Artikel unpassend.

    • Wertkonservativer
      23. Juni 2011 17:51

      Werte Brechstange,

      da sind wir eben in manchen Bereichen gegensätzlicher Meinung.
      Sie sind sich anscheinend ziemlich sicher, dass die Ihre die richtige ist, oder?

      Ich bleibe dabei, dass der Brandstätter-Artikel in Ordnung ist, vom Schmidt-Kommentar in der "Zeit" sollen sich andere eine Meinung bilden; ich finde ihn unglaublich gut, wahrhaft und darüberhinaus ein Fanal gegen die vielen Euro-Skeptiker und Unheil-Philosophen!

      Das ist meine Meinung (die auch nicht in allen Facetten stimmen muss), doch ich bin mir eigentlich sicher, dass mir da auch etliche unserer Mit-Diskutanten beistimmen werden!
      Natürlich akzeptiere ich auch Ihre Meinung, werte Brechstange;
      aber hören wir jetzt vielleicht doch auf, uns neuerdings des öfteren in die Haare zu kriegen.
      Schönen Abend, und - bitte - nichts für ungut!

    • brechstange
      23. Juni 2011 19:15

      Sehr geehrter Wertkonservativer!

      Sollte ich Sie beleidigt haben, bitte ich um Verzeihung. Glauben Sie mir, ich wäre sehr froh, würde Ihre positive Sichtweise eintreten. Die Zukunft wird es weisen.

      Trotz alledem denke ich, dass unsere größte Herausforderung es sein wird, die kriminellen Elemente in Gesellschaft und Wirtschaft va Finanz in ihre Schranken zu weisen. Am Ende sollte eine faire und freie Marktwirtschaft mit fairem Wettbewerb stehen. Eine Gesellschaft, in der Leistung und Arbeit wieder was zählt.

    • Wertkonservativer
      23. Juni 2011 20:40

      Danke, liebe Brechstange:
      ein faires und versöhnliches Schlusswort zu unserer kleinen Diskussion!

  15. Markus Theiner
    23. Juni 2011 10:23

    Die großen Kritikpunkte sind fast alle staatlich verordnet worden.
    Die große Macht der Ratingagenturen ergibt sich genauso aus den Basel-Vorgaben wie die seltsamen Präferenzen beim Eigenkapital.
    Einlagensicherung und Bankenhilfspakete haben gleichzeitig die Marktmechanismen ausgeschaltet. Unternehmerische Vorsicht war damit vom Tisch, stattdessen sollten Moral und Anstand die staatlich eröffneten Mißbrauchsmöglichkeiten im Zaum halten. Sofern man bei legalen Aktionen überhaupt von "Mißbrauch" sprechen kann. Das hat natürlich nicht funktioniert.

    Dass die Bankenkrise dann als Beweis für das Scheitern der freien Marktwirtschaft und die Notwendigkeit staatlicher Regulierung bezeichnet wurde war an Ironie kaum mehr zu überbieten.

    Merkantilismus, wenn man so will.

    • brechstange
      23. Juni 2011 19:23

      Der Ball steht an der freien Marktwirtschaft, wir sollten schleunigst schauen, diesen loszuwerden.

  16. Till
    23. Juni 2011 09:07

    Der finanztechnische Sündenfall ist mit der ersten "Errettung" einer insolvent gewordenen Bank auf Kosten des Staates - also der Steuerzahler - eingetreten. Und wie die des sinnerfassenden Lesens Mächtigen wissen, ist es der Fluch der bösen Tat, dass sie fortzeugend Böses muss gebären. Nun hilft auch die Erkenntnis nicht mehr weiter, dass die "Zauberlehrlinge" - also wir alle, die wir seit Jahren gebannt auf die Kursentwicklungen und die Börsenachrichten in der täglichen Gehirnwäsche um 20:00 Uhr blicken - allesamt nicht mehr in der Lage sind, die Geister, die sie riefen, nun nicht mehr los zu werden in der Lage sind. Denn der rettende "Meister", der mit dem Ordnungsruf: "In die Ecke, Besen! Besen seid's gewesen!" die Chose wieder in Ordnung bringt, ist nicht in Sicht und so verhallt der Hilferuf im Nirwana des hausgemachten Tohuwabohus.

    Die richtige Zauberformel ist unbekannt. Die hilflosen Beschwörungsversuche fruchten nicht mehr. Der Spuk wird also weitergehen!

  17. socrates
    23. Juni 2011 09:01

    Ein weiser alter Bürger sagte: "Es ist wie am Ende des WKII: Alle wissen daß es zu Ende geht, aber keiner weiß, was er machen soll."

    • brechstange
      23. Juni 2011 19:19

      Wir sollten auch die suchen, die den WKII angezettelt haben und zur Verantwortung ziehen. Und uns auf die realen Werte besinnen, die wir noch haben und dazu schauen, wieder die realen Werte zu schaffen, die wir verloren haben.

  18. Wertkonservativer
    23. Juni 2011 06:19

    Dass die Linken und Grünen bei uns und woanders die Hauptschuld an unsinnigen wirtschafts- und finanzpolitischen Entscheidungen und Zuständen tragen, hat sich herumgesprochen.
    Wie sehr sich der an sich ja recht kluge NB-Chef geistig verbiegen muss, um manche diesbezüglichen Aussagen bzw. Vorschläge seiner roten Brüder (Tumpel, Foglar & Co.) zu schlucken, kann ich mir nicht recht vorstellen.

    Aber wie ja libertus unterhalb so treffend feststellt:
    Mitte/Rechts bei der nächsten Wahl stärken, das ist die Parole!

  19. libertus
    23. Juni 2011 01:36

    Alle diese Steuern und Abgaben sowie die horrende Inflation wurden von Experten angekündigt und könnten in vollem Umfang zum Tragen kommen, wenn................!

    Ja, wenn der Wähler nicht durch entsprechende Stimmabgabe diesen ungezügelten Appetit der Regierenden Einhalt gebietet.
    Schließlich denken die Linken tagtäglich über neue Einnahmequellen (Vermögenssteuer neu, Erbschaftssteuer neu etc.) nach, nur vom Einsparen spricht weder bei Rot noch bei Grün irgendein Vertreter!

    Wobei es in erster Linie den bisher schon leidgeprüften Mittelstand treffen würde, denn die wirklich Reichen und das Großkapital flüchtet schneller, als die Politiker neue Abzockmethoden beschließen können.

    Ich hoffe nur, daß der Großteil der Bürger nun doch das System durchschaut und 2013 in Österreich die entsprechende Antwort erteilt.

    P.S.: Ich kann mir nicht vorstellen, daß "alle Kunden die neue Bankensteuer bezahlen", weil die Laura Rudas hat gesagt, das darf nicht sein, das wäre unmoralisch. Und wenn das die Laura R. sagt, muß es wohl seine Richtigkeit haben, oder? *gg*





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