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Tod den Spammern! Es lebe die Netzfreiheit!

Nichts wird im Internet lieber diskutiert als das Internet. So wie halt professionelle Kulturmenschen die Kultur für den Nabel der Welt halten, und Sportmenschen den Sport (trotz all seiner Ausgeburten von Wettbetrügereien bis zu gewalttätigen Rowdys). Daher ist natürlich auch der große Internet-Gipfel in Paris sofort ins Rampenlicht der Netz-Gemeinde geraten.

Dort trafen sich von Frankreichs Sarkozy bis zu Facebooks Zuckerberg viele illustre Namen. Und sie diskutierten etwas, was extrem notwendig und ebenso extrem gefährlich ist: eine bessere Regulierung des Internets.

Einig war man sich beim Pariser Treffen, dass jede Regulierung nur auf internationaler Ebene funktionieren könnte, weil das Netz das technisch am stärksten globalisierte Produkt der Welt ist. Total uneinig ist man sich hingegen weiterhin, ob und was man regulieren und kontrollieren darf. Denn einerseits ist das Internet so etwas wie ein letztes Refugium der Freiheit in einer von Sozialtechnokraten ständig immer noch mehr regulierten Welt. Auf der anderen Seite wird man als Internet-User häufiger Opfer krimineller Attacken als bei jeder anderen Tätigkeit. Denn wenn Hacker und Spammer ungestraft riesige Infrastrukturen oder das Ergebnis wochenlanger Arbeit lahmlegen – oder zumindest mit diesbezüglichen Versuchen gewaltige Kosten verursachen, dann ist das eindeutige Kriminalität. Diese kann man aber nur dann bekämpfen, wenn man ihre Spuren bis zum Computer der Untat nachverfolgen kann – der oft sehr weit weg in anderen Kontinenten steht.

Noch eine zweite weitverbreitete Form des Rechtsbruchs im Netz ist bedenklich: Der hemmungslose Diebstahl von geistigem Eigentum. Außerhalb des Internets ist es selbstverständlich, dass man zahlen muss und auch zahlt, wenn man ein Buch, eine DVD oder eine CD haben will, wenn man sich ein Gemälde an die Wand hängen oder eine Zeitung lesen will. Nur im Internet wird von der dortigen Community mit großem Selbstbewusstsein der Diebstahl als legitim angesehen.

Dort heißt es einfach: „Content is free“. So als ob der Wert der Zeitung im Papier und nicht in deren Inhalten läge. So als ob eine DVD nur einen Metallwert hätte. Jedoch: Wenn niemand mehr für die Aufnahme einer CD (oder eines späteren Downloads) bezahlt, dann wird halt auch nichts mehr aufgenommen werden. Genauso wie es keine Internet-Zeitungen mit Qualitätsanspruch mehr geben können, wenn niemand mehr dafür zahlt. Von den Werbeeinschaltungen – um eine verbreiteten Irrtum zu korrigieren – kann in Österreich niemand leben.

Auf der anderen Seite wissen wir um die Gefährlichkeit des Staates. Denn der ist in seinem seit Hegel ständig ausgebauten Machtanspruch krankhaft gierig geworden, alle unter seinen Bürgern kursierende Inhalte zu kontrollieren. Natürlich hat er seinen Machtanspruch zuerst geschickt mit dem Kampf gegen ein Übel zu legitimieren versucht,  das jeder abscheulich findet – außer ein paar deutschen Grünen und schwulen Aktivisten, nämlich mit der Kinderpornographie.

Dann hat man die Neonazis entdeckt, die irgendwo von Amerika aus eine Homepage mit wirrem Inhalt betreiben – der freilich ohne das aufgeregte Gegacker von Grünen und Polizisten in völliger Unbedeutendheit verdunstet wäre. Aber Kenner des modernen Staates mit seinen Allmacht-Allüren wissen natürlich, dass das nur die ersten beiden Schritte waren. Schon überziehen deutsche Anwälte österreichische Internet-Inhalte mit Klagen – selbst wenn diese Inhalte in Österreich gar nicht strafbar sind. Dennoch dringen jene Anwälte mit ihren Klagen durch, weil man ja den Inhalt auch in Deutschland lesen könne.

So wird es Schritt für Schritt enger. Man denke nur an die grüne Gier, mit roter Hilfe immer strengere Verhetzungsparagraphen und Gleichbehandlungszwänge durchzubringen, die bisher am Widerstand von Blau und Schwarz gescheitert sind.

Ich sehe hier vom linken Meinungsterror ausgehend eine Katastrophe auf uns zukommen, die mit jeder Faser zu bekämpfen ist. Und doch wäre ich heilfroh, wenn Hacker und Spammer von Pest und Cholera gleichzeitig dahingerafft würden. Ich hätte im Prinzip auch nichts dagegen, wenn da die Staaten ein wenig nachhelfen würden.

Nur: die Staaten werden das nicht schaffen, weil es nur global funktionieren kann. Und daher werden wir weiter mit Hackern und Spammern leben müssen. Und sogar auch mit den ebenso grauslichen Kinderpornographen.

Daher komme ich bei allem Zorn über Internet-Gesindel letztlich doch zu einem klaren Schluss: Hände weg vom Netz – vor allem von seinen Inhalten.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDerTurm
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2011 00:55

    Wie war das noch schnell?

    Ein Grüner ist erst dann richtig glücklich, wenn er anderen etwas verbieten kann, und ein Roter ist erst dann richtig glücklich, wenn er anderen etwas wegnehmen kann.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2011 01:25

    Die Freiheit des Internets ist vielen Machthabern dieser Welt ganz sicher ein Dorn im Auge und sie werden ständig darüber nachsinnen, wie man diese immer wieder einschränken kann.

    Einer der bestfunktionierenden Vorwände wird bei nächster Gelegenheit einmal mehr die Terrorismusbekämpfung sein, denn dagegen lassen sich schwer Einwände vorbringen.

    Und so wird auch diese letzte Bastion einer weitgehend demokratischen Freiheitszone irgendwann zu Grabe getragen, außer findige IT-Spezialisten und ebensolche User gewinnen dieses Kräftemessen mit immer neuen Innovationen.

    Zu wünschen ist es in unser aller Interesse - die Freiheit des Netzes soll und muß erhalten bleiben!

  3. Ausgezeichneter Kommentatormike1
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2011 07:24

    für mich gilt: vorsicht ist die mutter der porzellankiste - wer zu viele daten ins netz stellt (siehe die hysterische facebookgeneration) darf sich über mißbrauch nicht wundern. da werden alle möglichen regeln nie was nutzen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorRosi
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2011 09:20

    'Ich sehe hier vom linken Meinungsterror ausgehend eine Katastrophe auf uns zukommen, die mit jeder Faser zu bekämpfen ist.'
    Die Entwicklung erinnert an jene, die man aus dem Geschichtsunterricht aus einer sehr düsteren Periode kennt. Die Beschränkung der Meinungsfreiheit ist der erste Schritt zur Entwicklung eines totalitären Staates. Gut dargestellt auch in 'Die Welle'.
    Wir wissen das alles, wir haben es im Geschichtsunterricht eingetrichtert bekommen - so etwas darf nie wieder passieren! Die Couleur des totalitären Systems ist dabei Nebensache.
    Wir haben jetzt die Möglichkeit, diese Entwicklung selbst zu beobachten: Sie beginnt sich vor unseren Augen abzuspielen.
    Werden wir diesmal die Chance haben, diese schreckliche Entwicklung rechtzeitig zu stoppen?

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2011 09:27

    Wenn sich heute sogar der phaidros mit dem postscriptum einig ist und so viele kluge postings zu diesem thema bereits erschienen sind, dann schließe ich mich nur mehr der Meinung von mike1 an:
    "Die Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!":
    Keine persönlichen Daten ins Netz stellen, keine Geschäfte übers Internet abwickeln und.....immer vorsichtiger werden bei der Abfassung von Kommentaren!

  6. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2011 07:28

    Die Schattenseiten des Internets gibt es natürlich auch....so tummeln sich in Deutschland neben seriösen Anwälten auch Heerscharen von Winkeladvokaten, die sich mit fragwürdigen Methoden bereichern und Massenabmahnungen zB für kriminelle Firmen verschicken, die gängige Gratis-Software gegen hohes Entgelt anbieten.
    Gegen eine besonders dreiste, deutsche Anwältin wußte man sich nur so zu helfen, dass ihre Partnerbanken ihre Giro-Konten kündigten und die Abzockerin ohne Konto dastand, was sie natürlich sofort bei Gericht bekämpfte

  7. Ausgezeichneter Kommentatorschreyvogel
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Mai 2011 12:07

    Vor die Wahl gestellt, entweder einer totale Internetkontrolle durch den Staat (und damit durch die Politiker) zu unterliegen oder schutzlos Spamming- und Fishing-Angriffen ausgesetzt zu sein, ist mr das Zweite sehr viel lieber.

    Politiker können beim Kampf um die Erringung und die Erhaltung der Macht noch viel bedenkenloser und grausamer sein als Kriminelle beim Kampf um unser Geld. Politiker setzen dabei das Gewaltmonopol des Staates ein, Kriminelle nur eigene beschränkte Gewalt.


alle Kommentare

  1. Gloria (kein Partner)
  2. Camila (kein Partner)
    21. Januar 2015 02:31

    Well I guess I don't have to spend the weekend firuigng this one out!

  3. Dinesh (kein Partner)
    19. Januar 2015 17:48

    Time to face the music armed with this great intmroafion.

  4. jump (kein Partner)
    27. Mai 2011 20:08

    Werter Herr Unterberger! Welche deutschen Grün-Politiker und welche Schwulen-Aktivisten stehen Kinderpornographie nicht ablehnend gegenüber? Falls sie Beweise haben: Bitte legen sie die Karten auf den Tisch, nennen sie Namen, machen sie Strafanzeigen!
    Ich hege allerdings eher die Vermutung, es geht nur darum, ihre Jünger gegen ihre ideologischen Feinde aufzuhetzen! Ausgesprochen mies!

    • contra
      28. Mai 2011 00:34

      Dann schlagen Sie doch bei Daniel Cohn-Bendit und seinen Kindergartenerinnerungen nach und noch vor ein paar Jahren versuchten deutsche Grüne Pädophilie STRAFFREI zu stellen, ernteten jedoch einen Sturm der Entrüstung damit.
      Alles im Netz nachzulesen >>>> ich empfehle Ihnen entsprechende Recherchen.

  5. november_rain (kein Partner)
    27. Mai 2011 12:27

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/665647/Google-und-Facebook-fallen-tuerkischer-Zensur-zum-Opfer

    "In der Türkei sind ab sofort eine Million Internetseiten gesperrt: Alle Internetcafés im Land müssen verpflichtend einen speziellen Filter verwenden, der eine Fülle an Websites blockiert. Dazu zählen: Google, BBC, Facebook, eBay, Amazon und die Seite des türkischen Menschenrechtsvereins."

    Ich frage mich, wie lange die EU dabei zuschauen wird? Vielleicht wird aber die eine oder andere europäische Regierung dieser Entwicklung duchaus wohlwollend gegenüberstehen.

  6. Golfkrieg (kein Partner)
    26. Mai 2011 23:47

    Ja da war doch noch etwas in den Anfängen des Internet, nämlich der erste Golfkrieg. Zur Erinnerung: Da sind die Iraker in Kuwait einmarschiert und die USA mußten doch die armen Ölquellen beschützen gleich mit 600.000 Mann hoch. Abgesehen, dass die durch Österreich kutschierten - angeblich nicht militärischen - Bergepanzer dann zum lebendigen Begraben von irakischen Soldaten in ihren Stellungen (unter einem Sandwall der von den Bergepanzern vor sich hergeschoben wurde) verwendet wurden, hat man auch die ganzen Kommunikationseinrichtungen der Iraker zerstört nicht zuletzt deshalb, damit die Soldaten in Kuwait vom "Befehlsstand" in Bagdad abgeschnitten würden.

    Nur haben die USA die Rechnung ohne den Wirt Internet gemacht. Das Internet ist nämlich so schlau, dass es sich immer die beste Verbindung zum Datentransport sucht. Geht es wo anders schneller, werden die Datenpakete über diesen Weg geschickt. Das ist sogar mitten in einer Übertragung möglich. Das Internet ist auch so schlau, dass es sich automatisch eine neue Strecke sucht, wenn eine einmal "unpassierbar" wird. Sowas dauert natürlich - im ersten Golfkrieg war die Dauer ca. eine halbe Stunde bis ein neuer Weg gefunden war. Zwar nicht unbedingt der kürzeste, aber er hat funktioniert und zwar über New York - irgendwie peinlich.

    Aber dann kam 9/11 ganz gelegen, um im Land der unbegrenzten Freiheiten Einschränkungen durchzudrücken die früher nie möglich gewesen wären und jetzt haben wir Echelon, Flugpassagierdatenweitergabe, und sogar bei der Einzahlung der innerstaatlichen Stromrechnung wird das Geburtsdatum und die Identität des Einzahlers abverlangt - es könnten dabei ja Drogengelder gewaschen werden.

    Um es mit den Buchtitel eines Aldous Huxley zu beschreiben: "Eine schöne neue Welt" in der wir leben. Apropos neue Welt: War da nicht vor alllzu langer Zeit etwas von einer schönen "neuen Welt"-ordnung zu vernehmen ?

    Die haben wir ja jetzt auch schon in Österreich:
    Da werden von der Kripo Linz unter Zuhilfenahme des Mafiaparagraphen Computer von UNVERDÄCHTIGEN Personen beschlagnahmt (und mehr als ein Jahr nicht retourniert) nur weil sich die dritte Macht im Staate von ein paar Väterrechtsaktivisten (oder Tierschützern) auf den Schlips getreten fühlt - nachzulesen in Profil 7/2011. Gefunden hat man auf den beschlagnahmten Computern und 14 Harddisks ohnehin nichts belastendes, obwohl man es zur Rechtfertigung der Verschwendung von Steuergeldern dringend benötigt hätte. Aber wo nichts ist, wird man auch nichts finden. Und die Systemkritiker werden mehr und organisieren sich über das Internet, wie z.B. die "Wutbürger".

    Verständlich, dass das Internet der organisierten Kriminalität des Establishments ein großes Dorn im Auge ist, schließlich geht es um den Machterhalt einer Oligarchie von Dilettanten.

    Daher AU Wort in Gottes Ohr: "Hände weg vom Netz – vor allem von seinen Inhalten."

  7. Segestes (kein Partner)
    26. Mai 2011 13:07

    Herr Unterberger,
    so einen differenzierten Artikel (auch wenn ich Ihnen nicht in jedem Detail zustimme), hätte ich Ihnen wahrlich nicht zugetraut.
    Vor allem das Fazit ist vollkommen richtig.
    Spam und Co. sind fürwahr das kleinere Übel.

    Die Freiheit im Internet soll gleich von zwei Seiten sturmreif geschossen werden:
    1. von der Inhaltemafia, die sich über illegale Kopien ihrer Produkte aufregt
    2. von bessermenschlichen Gesinnungsterroristen, die ein Problem mit der Duldung anderer Meinungen haben.

    Die erstere Gruppe forciert ihre Regelungswut vor allem über das Zivilrecht,
    die zweite über das Strafrecht.

    Was kann man aber dagegen tun?
    Mehr oder weniger Anonymisierung, wann immer es sinnvoll ist!
    Anonym im Netz zu agieren, hat weniger etwas mit Feigheit zu tun, sondern ist
    heutzutage vielmehr ein Protest gegen das, was der Staat seinen Bürgern in Punkto Beschneidung der Meinungsfreiheit zumutet.

    Und für jene die es noch nicht mitbekommen haben:
    Ein österr. Gericht hat kürzlich den großen Provider UPC (vorläufig) dazu verdonnert, eine Webseite, auf der illegal in Netz gestellte Kinofilme VERLINKT werden (die Seitenbetreiber haben den Content nicht selbst online gestellt!), auf DNS-Ebene zu sperren.
    Das heißt, wer die betreffende Domain in die Adresszeile seines Browsers eingibt, landet im Nirgendwo und kann das Angebot nicht mehr erreichen (diese Sperre ist natürlich technisch leicht zu umgehen, wenn man weiß wie).

    Ein absoluter Tabubruch!
    Man erklärt den Anbieter des Internetzugangs zum Verantwortlichen dafür, was seine Nutzer im Netz machen.
    Das ist so, als wenn man die Post dafür verantwortlich macht, was in den Briefen steht, die sie befördert ^^

    • november_rain (kein Partner)
      26. Mai 2011 13:36

      Ja, alles in allem ein guter Kommentar.

      Ein österr. Gericht hat kürzlich den großen Provider UPC (vorläufig) dazu verdonnert, eine Webseite, auf der illegal in Netz gestellte Kinofilme VERLINKT werden (die Seitenbetreiber haben den Content nicht selbst online gestellt!), auf DNS-Ebene zu sperren.

      Das zu umgehen ist so ziemlich der einfachste Schmäh. Einfach einen anderern DNS-Server als den des Providers verwenden. Geht ganz leicht über Systemsteuerung in Windows. Anleitungen dürfte es im www genügend geben.

      q.e.d.

  8. Torres (kein Partner)
    26. Mai 2011 10:28

    Ein Artikel, dem man nur voll zustimmen kann, vor allem dem letzten Satz: wenn man Freiheit will, muss man auch gewisse Unannehmlichkeiten, die sie zwangsweise mit sich bringt, in Kauf nehmen.

  9. cmh (kein Partner)
    26. Mai 2011 10:28

    Ich bin doch nicht zu blöd zum posten.

    Das Programm hat meinen Zusatz zu terbuan nicht an den richtigen Platz gestellt.

  10. cmh (kein Partner)
    26. Mai 2011 10:26

    Ein Grüner ist erst dann richtig glücklich, wenn er anderen etwas verbieten kann, und ein Roter ist erst dann richtig glücklich, wenn er anderen etwas wegnehmen kann.

  11. cmh (kein Partner)
    26. Mai 2011 10:25

    Und ein Schwarzer ist erst dann glücklich, wenn er sich nicht die Finger schmutzig gemacht hat wenn die Roten und Günen in der Sandkiste seine Burgen bauen.

  12. Neppomuck (kein Partner)
    26. Mai 2011 09:46

    Was macht das Wesen einer Diktatur aus?
    Die Monopolisierung und damit Abschaffung der Freiheiten. Wie da sind:

    Die
    Freiheit des Ausdrucks (Meinungsfreiheit)
    Freiheit des Eindrucks (Pressefreiheit)
    Freiheit der Einnahmen (Gewerbefreiheit)
    Freiheit der Ausgaben (Freiheit der Märkte)

    Die Grenzen der Freiheit werden dann überschritten, wenn die „Anrainer“ in (ungewollte oder abgelehnte) Mitleidenschaft gezogen werden.

  13. TW (kein Partner)
    26. Mai 2011 09:38

    Meist bin ich ja durchaus geneigt, die Standpunkte von AU (und auch Ortner) zu teilen. Just dieses Thema (Freiheit des Inets) und der Datenschutz sind aber jene Punkte, mit denen ich bei den genannten Kommentatoren und auch den Parteien der nicht-linken Reichshälfte die meisten Probleme habe. Die dort versammelten Parteien sind in fast allen Fällen auch Anhänger einer Überwachungs- und Law&Order-Politik, die es mE scharf zu bekämpfen gilt. Überwachung und Präventiv-Generalverdacht ist das Gegenteil von liberal!

  14. Mister Lulz (kein Partner)
    26. Mai 2011 09:35

    Jedoch: Wenn niemand mehr für die Aufnahme einer CD (oder eines späteren Downloads) bezahlt, dann wird halt auch nichts mehr aufgenommen werden.

    Sieht man ja an der bettelarmen Musikindustrie... Die verdient seit der Verbreitung von Downloads teilweise sogar mehr und hat jetzt noch ein zusätzliches Körberlgeld durch Klagen und Abmahnungen. Grundsätzlich ist es natürlich wahr, für etwas das man in Anspruch nimmt sollte man bezahlen, doch so einfach ist das in dieser Sache wohl doch nicht. Viele Künstler haben das inzwischen verstanden und bieten Alben gleich kostenlos zum Download an, dafür verdienen sie mehr mit Merchandise und Konzerten.

    Natürlich hat er seinen Machtanspruch zuerst geschickt mit dem Kampf gegen ein Übel zu legitimieren versucht, das jeder abscheulich findet – außer ein paar deutschen Grünen und schwulen Aktivisten, nämlich mit der Kinderpornographie.

    Welche schwulen Aktivisten sind denn für Kinderpornographie?
    Welche deutschen Grünen finden Kinderpornographie nicht abscheulich? Mir fällt da nur einer ein und das was er in seinem Buch berichtet hat war durchaus ekelhaft und zu verurteilen, hatte aber mit Kinderpornographie recht wenig zu tun.

    Und sogar auch mit den ebenso grauslichen Kinderpornographen.

    Kinderpornographie gab es übrigens auch schon vor dem Internet, sie kann dort auch nach derzeitiger Rechtslage bekämpft werden, Ermittlungserfolge gab es durchaus schon. Das Problem das dahinter steht ist übrigens Missbrauch und der findet in der realen Welt statt, im Internet werden dann nur die ekeligen Resultate getauscht oder verhökert.

    Dann hat man die Neonazis entdeckt, die irgendwo von Amerika aus eine Homepage mit wirrem Inhalt betreiben – der freilich ohne das aufgeregte Gegacker von Grünen und Polizisten in völliger Unbedeutendheit verdunstet wäre.

    Ja war ja eh ganz harmlos. Nur ein paar Besprechungen zu Bombenbau und Bewaffnung, ein paar nette Drohungen (u.a. auch gegen Kinder) und Veröffentlichung von Adressen, Lausbubenstreiche quasi...

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. Mai 2011 09:52

      Na na, das "Tatblatt" war doch kein Neonazi-Produkt, ebenso wenig wie die grünen Aufrufe zur Denunziation.

    • Mister Lulz (kein Partner)
      26. Mai 2011 10:40

      Ich dachte mir schon, dass soetwas kommt...aber die anderen haben ja auch. Ja, haben sie, macht aber nichts besser.

      1.) Linke Gewalt legitimiert keine rechte Gewalt und vice versa.

      2.) Das Tatblatt ist schon länger nicht mehr existent, die Neonazihomepage ist nach wie vor online.

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. Mai 2011 11:30

      Gibt es auch einen Link dazu?
      Nicht dass ich Bomben basteln wollte, bewaffnet bin ich schon und von Drohungen halte ich auch nichts, aber gekuckt hätte ich gerne.
      Falls das nicht schon verboten wurde,.

    • Mister Lulz (kein Partner)
      26. Mai 2011 11:40

      Ich weiss nicht auf welchem Server diese Seite momentan residiert, laut Medienberichten ist sie umgezogen. Die Bombengeschichten spielten sich in einem geschlossenen Forum ab, die Drohungen wurden teilweise auf der Hauptseite veröffentlicht.
      Dokumentiert wurde das u.a. auf der stopptdierechten Seite der Grünen, aber die werden Sie vermutlich ohnehin nicht lesen, weil links und so. Da finden sich auch Screenshots aus dem Forum.

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. Mai 2011 12:03

      Dann dürfte es sich um die „alpen donau usw.“ handeln.
      Aber ich kann da nichts von „Bomben“ finden“.

      Außer etwas über Bombenanschläge slowenischer Terroristen in Unterkärnten.
      Dann noch ein bisserl was von „Nazis erschießen“, und einiges über Dresden, aber das sind ja keine Bomben im Sinne von „Rrrummmms“.

      Auch unter „Verweise“ sehe ich da bloß einen Zugang zu „Staatsschulden der Republik Österreich“.
      Das ist zwar eine gewaltige Bombe, wurde aber von meistenteils sozialistischen Kanzlern und Finanzministern gelegt.

    • Mister Lulz (kein Partner)
      26. Mai 2011 12:14

      Das mit den Bomben war offenbar im Forum der freien Freunde und nicht bei den Alpendonautypen, die haben offenbar "nur" gedroht und gehetzt sowie Kontakte zu ehemaligen Wehrsportlern gepflegt.

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. Mai 2011 12:46

      So "offenbar" ist das also offenbar gar nicht.

      Offenbar ist allerdings, dass von einem von Einem den letzten Endes sich selbst aufblattelnden "tatblattelnden" Bombenbasterln aus dem Umfeld des 'E.Kirchweger-Hauses' (Memento "Ebergassing") erheblich Unterstützung zuteil wurde.

      N.B.: Die Bauanleitung dürfte integrierende Fehler gehabt haben, die Genossen Thaler & Konicek würden das (posthum) bestätigen können.

      R?P

    • contra
      26. Mai 2011 20:29

      @mister lulz

      Immerhin gab es bei den deutschen Grünen seinerzeit einen Vorstoß Pädophilie straffrei zu stellen und da war nicht der "rote Dani" am Werk.

      Bei den Grünen ist jedenfalls äußerste Vorsicht geboten!

  15. Sternderlfetischist (kein Partner)
    26. Mai 2011 06:05

    Jo, der Herr Unterberger und die armen verfolgten Neonazis.
    Eine Runde Mitleid!

    P.S: Vielleicht könnten Sie, Herr Unterberger, in Zukunft auf die Bezeichnung Andersdenkender als "Gesindel" verzichten. Sie wollen doch nicht ihren Anspruch in "Tips und Hinweise" betreffend Gesprächskultur derart offenkundig konterkarieren, oder?

  16. reconquista
    25. Mai 2011 15:11

    der ist mal richtig gut der spruch
    die grünen sind wirklich die verbotspartei nummer 1

  17. Celian
    25. Mai 2011 14:58

    Das Internet ist der letzte Ort, den der Staat trotz laufender Eingriffsversuche (noch) nicht kontrollieren kann. Dieser Hort der Freiheit möge uns noch lange erhalten bleiben.

    • terbuan
      25. Mai 2011 15:27

      Ich hoffe, es möge nicht nur ein frommer Wunsch bleiben!

    • Celian
      25. Mai 2011 16:35

      terbuan, genießen wir die Zeit.

      Die ägyptische Regierung, jetzt nicht mehr im Amt, hat das Internet in Ägypten vom Ausland abgeschnitten. Nur der Provider, der mit der Börse verbunden war, war ausgenommen. Man muß eben Prioritäten setzen. Jedenfalls, niemand hat bis da hin geglaubt, daß das möglich ist. Aber wie man sieht, alles ist möglich...

  18. schreyvogel
    25. Mai 2011 12:07

    Vor die Wahl gestellt, entweder einer totale Internetkontrolle durch den Staat (und damit durch die Politiker) zu unterliegen oder schutzlos Spamming- und Fishing-Angriffen ausgesetzt zu sein, ist mr das Zweite sehr viel lieber.

    Politiker können beim Kampf um die Erringung und die Erhaltung der Macht noch viel bedenkenloser und grausamer sein als Kriminelle beim Kampf um unser Geld. Politiker setzen dabei das Gewaltmonopol des Staates ein, Kriminelle nur eigene beschränkte Gewalt.

  19. terbuan
    25. Mai 2011 09:27

    Wenn sich heute sogar der phaidros mit dem postscriptum einig ist und so viele kluge postings zu diesem thema bereits erschienen sind, dann schließe ich mich nur mehr der Meinung von mike1 an:
    "Die Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!":
    Keine persönlichen Daten ins Netz stellen, keine Geschäfte übers Internet abwickeln und.....immer vorsichtiger werden bei der Abfassung von Kommentaren!

    • Wertkonservativer
      25. Mai 2011 13:22

      Ihr letzter Vorschlag, lieber Terbuan, würde dann aber wohl den Anfang vom Ende eines freimütigen, offenen und mutigen A.U.-Forums einläuten.

      So weit kommt's noch, dass ich mich meine dezidierte und ehrliche Meinung aus Angst vor Repressalien nicht freimütig auszusprechen traue!. Sind wir in Weißrussland, Tataristan oder China (Ergänzungen jederzeit möglich!) ?

      Auch hier plädiere ich für Gelassenheit !

    • libertus
      25. Mai 2011 21:23

      Lieber @Wertkonservativer

      Einmal mehr schließe ich mich Ihrem Kommentar 100%ig an.
      Im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten darf es keinen "Maulkorb" geben!

    • Rudolf Müller (kein Partner)
      26. Mai 2011 17:11

      Sehr geehrter Herr Wertkonservativer,
      Wenn Sie soviel Wert legen auf ein System, wo Sie Ihre ehrliche Meinung weiterhin frei äußern können, warum tun Sie das unter einem Pseudonym?

    • phaidros
      27. Mai 2011 00:13

      Sg Herr Müller,

      Pseudonymdiskussionen hatten wir hier schon zuhauf.

      Weil nicht jeder Reifenstecher wissen muss, wer ich bin (und somit wo ich wohne). Weil ich nicht auf jeden Halbsatz achten will, um nur ja nichts Verfängliches preiszugeben. Nicht, was Sie jetzt vielleicht denken, sondern oberflächlich ganz, ganz Harmloses, zB: »ich bin nächste Woche nicht da«. Und meine Wohnungseinrichtung ist dann ab nächster Woche nicht da, weil ein Knacki mitliest.

      Im Internet kann man nur zu einer gewissen - mehr ist es ja ohnehin nicht - Anonymität raten.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

  20. Rosi
    25. Mai 2011 09:20

    'Ich sehe hier vom linken Meinungsterror ausgehend eine Katastrophe auf uns zukommen, die mit jeder Faser zu bekämpfen ist.'
    Die Entwicklung erinnert an jene, die man aus dem Geschichtsunterricht aus einer sehr düsteren Periode kennt. Die Beschränkung der Meinungsfreiheit ist der erste Schritt zur Entwicklung eines totalitären Staates. Gut dargestellt auch in 'Die Welle'.
    Wir wissen das alles, wir haben es im Geschichtsunterricht eingetrichtert bekommen - so etwas darf nie wieder passieren! Die Couleur des totalitären Systems ist dabei Nebensache.
    Wir haben jetzt die Möglichkeit, diese Entwicklung selbst zu beobachten: Sie beginnt sich vor unseren Augen abzuspielen.
    Werden wir diesmal die Chance haben, diese schreckliche Entwicklung rechtzeitig zu stoppen?

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  21. Martin Bauer
    25. Mai 2011 09:00

    Ohne Worte ...

    ________________________________________
    Guten Tag Frau ****,

    Aufgrund eines nicht autorisierten Zugriffs ihres Kreditkartenkonto,
    wurde Sie aus Sicherheitsgründen temporär eingeschränkt,
    da ihr gesetzter Securecode fünf mal hintereinander falsch eingegeben wurde.
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    bitten wir sie die Anweisung auf http://visa.de/de/verification/index.aspx
    nachzukommen.

    Wir bedanken uns für ihre Kooperation.
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    -------------------------------------------------------

    Von: ****
    Gesendet: Montag, 23. Mai 2011 17:25:54 (UTC+01:00) Amsterdam, Berlin, Bern,
    Rom, Stockholm, Wien
    An: Edel Christian 30 335
    Betreff: Fw: Ihre Kreditkarte wurde eingeschränkt [html-removed]

    Ihre Kreditkarte wurde eingeschränkt
    Sehr geehrter Herr Eder,

    Diese Abfrage scheint mir verdächtig, bitte ich Sie um eine kurze Rückantwort.

    Besten Dank im Voraus und

    mit freundlichen Grüßen

    ***

    ----- Original Message -----
    From: Visa Sicherheit
    To***
    Sent: Sunday, May 22, 2011 1:50 AM
    Subject: Ihre Kreditkarte wurde eingeschränkt

    ----- Original Message -----
    From: "Ayvere Ebru 30 335"
    To:
    Cc: "Strommer Harald 30 335"
    Sent: Tuesday, May 24, 2011 9:19 AM
    Subject: AW: Ihre Kreditkarte wurde eingeschränkt

    Sehr geehrte Frau ***,

    ich habe soeben mit Visa telefoniert.

    Die Mail, die Sie erhalten haben, ist eine Spam-Mail.
    Daher würde ich Ihnen empfehlen, diese gleich zu löschen.

    Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter 050100 74581 gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    >Dornbirner Sparkasse Bank AG
    Ebru Ayvere
    NL Wien - Privatkunden
    >
    Rauhensteingasse 1
    1010 Wien

    >Telefon: 05 0100 - 74581
    >(ohne Ortsvorwahl)
    >Telefax: 05 0100 - 974581
    >mailto:ebru.ayvere@dornbirn.sparkasse.at
    >http://www.dornbirner-sparkasse.at
    >Firmensitz A-6850 Dornbirn FN 223707 g Handelsgericht Feldkirch
    >Rund um die Uhr für Sie da. 24 h Service: +43 (0)50100 - 20602
    >______________________________________
    >In jeder Beziehung zählen die Menschen.
    >
    >Diese Nachricht und allfällige angehängte Dokumente sind vertraulich und
    >nur für den/die Adressaten bestimmt. Sollten Sie nicht der beabsichtigte
    >Adressat sein, ist jede Offenlegung, Weiterleitung oder sonstige Verwendung
    >dieser Information nicht gestattet. In diesem Fall bitten wir, den Absender
    >zu verständigen und die Information zu vernichten. Für Übermittlungsfehler
    >oder sonstige Irrtümer bei Übermittlung besteht keine Haftung.
    >
    >This message and any attached files are confidential and intended solely
    >for the addressee(s). Any publication, transmission or other use of the
    >information by a person or entity other than the intended addressee is
    >prohibited. If you receive this in error please contact the sender and
    >delete the material. The sender does not accept liability for any errors or
    >omissions as a result of the transmission.
    >

    • terbuan
      25. Mai 2011 10:13

      Manche Pishingmails sind einfach nur lächerlich und so blöd kann man gar nicht sein, diese nicht zu durchschauen, aber offensichtlich fallen im wieder Menschen darauf rein:
      Ich erhielt kürzlich in Abständen 2 Pishingmails von FedEx und UPS, beide schlecht gefälscht mir Rechtschreibfehlern und man wollte von mir persönliche Daten um ein Paket zustellen zu können.
      In solchen Fällen sende ich die Mail an die Originalfirmen zur Kenntnisnahme.

  22. phaidros
    25. Mai 2011 07:45

    Alle Diksussionen über ein »kontrolliertes Internet« leiden an einem tiefen, geradezu fundamentalen Unverständnis des Mediums. Das beginnt schon bei der Namenswahl: »sicheres Internet«. Gemeint ist nämlich zumeist »WWW«, ein einziger von 1000en im Internet angebotenen Diensten.

    Das Internet wurde seinerzeit als »ARPA-Net« konzipiert, um im kalten Krieg die amerikanische EDV-Infrastruktur ausfallsicher gegen Direkttreffer zu machen. Das WWW wurde am CERN entwickelt und sollte ursprünglich den Austausch akademischer Texte verbessern.

    Fakt aber ist in beiden Fällen: es gibt keine Möglichkeit der Kontrolle, das ist alles einfach nur lächerlich. Egal, mit welchem finanziellen und personellen Aufwand Kontrolle ausgeübt, und welchen (jämmerlichen, nebenbei) Tricks der Adressumleitungen bei Namensservern Zugriffe auf bestimmte Seiten verhindert werden sollen: wenn man nicht innerhalb von 5 Minuten ein Tool installieren kann, das die aufgezwungenen Effekte undetektierbar unterläuft, dann würde es mich wundern. Und zwar extrem. Und wenn das nicht gehen sollte, wird in wenigen Tagen eines entwickelt werden.

    Da lehne ich mich ein bisschen aus dem Fenster: ignorieren Sie getrost alle mit wichtiger Miene geführten Diskussionen über eine Kontrolle des Internet. Das wäre, wie ein Programm zur Verbesserung der Sicherheit des Inhalts von Schreibtischschubladen.

    Wird Transport als solcher verboten, wird eben verschlüsselt. Wird Verschlüsselung verboten (kann und wird die Wirtschaft niemals zulassen) oder ein Nachschlüssel für Behörden gefordert (Wahnsinn!), wird eben »deniable encryption« eingesetzt, also auf eine Weise verschlüsselt, die den verschlüsselten Inhalt völlig unsichtbar in einem anderen, z.B. einem Bild, verschwinden lässt.

    Übrigens: (dahingesagte) 99% aller Angriffe sind einfach völlig stümperhafte Vandalismus-Aktionen von »Skript-Kiddies«, die einfach vorgefertigte Angriffs-Tools herunterladen und einsetzen. Leider muss man retrospektiv meistens feststellen, dass einfache und grundlegende Administrationsmaßnahmen ihn verhindert hätten. Ein gut gemachter und geführter Angriff führt zum Beispiel dazu, dass der Angreifer nachher ein paar 1000 Kontodaten hat, ohne dass der Angegriffene das überhaupt weiß.

    Wer sich ins Thema einlesen will: Markt & Technik »Hacker's Guide« (wenn's den noch gibt, seinerzeit war's ein kleiner Klassiker), oder online: http://www.heise.de/security/ (dort gibt es auch gute Dienste wie RSS-Feeds oder Foren)

    BG/phaidros.vie@gmail.com

    • terbuan
      25. Mai 2011 13:41

      phaidros
      Sie sind der IT-Experte, ich kann da nicht wirklich gegenhalten, der Kommentar von libertus 1:25 gibt mir dennoch zu denken, ich halte eine Blockade des Internets wenn es für die Mächtigen allzu kritisch werden sollte nicht für unmöglich, aber das ist die bescheidene Meinung eines Nur-Internet-Users!

    • phaidros
      25. Mai 2011 14:55

      Eine erzwungene Abschaltung über die Provider wäre möglich. Im Zeitalter der elektronischen Kommunikation (inklusive Rechnungslegung!) käme das aber einer quasi-Abschaltung der Wirtschaft gleich - könnte ich mir nur in Ausnahmesituationen wie Bürgerkrieg o.ä. vorstellen. Eine ähnliche (aber in den Auswirkungen drastischere) Maßnahme wie Ausgangsverbot - in Friedenszeiten ebenfalls undenkbar - meinem Gefühl nach jedenfalls. Und da wär dann eh alles wurscht.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

  23. thomas lahnsteirer
    25. Mai 2011 07:28

    Die Schattenseiten des Internets gibt es natürlich auch....so tummeln sich in Deutschland neben seriösen Anwälten auch Heerscharen von Winkeladvokaten, die sich mit fragwürdigen Methoden bereichern und Massenabmahnungen zB für kriminelle Firmen verschicken, die gängige Gratis-Software gegen hohes Entgelt anbieten.
    Gegen eine besonders dreiste, deutsche Anwältin wußte man sich nur so zu helfen, dass ihre Partnerbanken ihre Giro-Konten kündigten und die Abzockerin ohne Konto dastand, was sie natürlich sofort bei Gericht bekämpfte

  24. mike1
    25. Mai 2011 07:24

    für mich gilt: vorsicht ist die mutter der porzellankiste - wer zu viele daten ins netz stellt (siehe die hysterische facebookgeneration) darf sich über mißbrauch nicht wundern. da werden alle möglichen regeln nie was nutzen.

  25. Observer
    25. Mai 2011 06:49

    Natürlich soll und muss der Staat seine Bürger vor Angriffen auf seine Freiheitsrechte, sein Eigentum sowie seine Privatspähre schützen. Da das Internet ein weltweit vernetztes Kommunikations- und Infromationsnetz ist, können alle Massnahmen auch nur global vereinbart funktionieren. Da geht es ohne Spielregeln nicht und diese müssen auch überwacht und Verstösse bestraft werden. So wie jeder Strassenverkehrsteilnehmer ein Kennzeichen hat, muss auch jeder Teilnehmer im Internet über eine rückverfolgbare Identität verfügen, um bei Verletzung der Regeln gefunden und bestraft zu werden. Diese Strafen müssen entsprechend hoch sein, denn nur so kann man Wiederholungen und Nachahmer abschrecken. Natürlich wird es immer wieder Leute geben, welche auch da Schlupflöcher finden und weiter ihren kriminellen Machenschaften nachgehen werden.
    Das alles hat nichts mit Überwachungsstaat zu tun, aber solchen Gesetzen unterwirft man sich doch gerne, wenn damit das Ziel eines friedlichen Zusammenlebens gefördert wird.

  26. Anton Volpini
    25. Mai 2011 06:45

    Ich glaub es war Theodor W. Adorno (oder Günther Stern) der gesagt hat: "Immer wenn Kinderpornographie ins Rampenlicht gerückt wird, dann kommt die Diktatur!"

  27. Wertkonservativer
    25. Mai 2011 06:36

    Was das Internet und seine vielen Möglichkeiten, Fallen und sonstigen Probleme betrifft, bin ich ein blutiger Amateur!
    Ich kann gerade Mails abfassen, Google über dies und jenes befragen, natürlich auch am unverzichtbaren A.U.-Forum teilnehmen; einscannen ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln, und Internet-Shopping ein no go!

    Nun, da ich mich entsprechend geoutet habe, ist mir ein wenig leichter; ich streichle meine edle Mont Blanc und freue mich schon jetzt, sie demnächst wieder für einen handgeschriebenen Brief an liebe Freunde aufschrauben zu können.

    Ja, so ist das eben mit den Fortschrittsverweigerern; Retro-Typen, eben!

  28. libertus
    25. Mai 2011 01:25

    Die Freiheit des Internets ist vielen Machthabern dieser Welt ganz sicher ein Dorn im Auge und sie werden ständig darüber nachsinnen, wie man diese immer wieder einschränken kann.

    Einer der bestfunktionierenden Vorwände wird bei nächster Gelegenheit einmal mehr die Terrorismusbekämpfung sein, denn dagegen lassen sich schwer Einwände vorbringen.

    Und so wird auch diese letzte Bastion einer weitgehend demokratischen Freiheitszone irgendwann zu Grabe getragen, außer findige IT-Spezialisten und ebensolche User gewinnen dieses Kräftemessen mit immer neuen Innovationen.

    Zu wünschen ist es in unser aller Interesse - die Freiheit des Netzes soll und muß erhalten bleiben!

    • werauchimmer
      25. Mai 2011 15:09

      Genau! Wer könnte denn etwas gegen Terrorbekämpfung haben?

      Oder gegen mehr Sicherheit?

      Oder gegen Zurückdrängung der Kinderpornographie?

      Oder gegen Hass-Postings? (ausgenommen natürlich die Hass-Poster gegen Hass-Postings!)

      Oder gegen Intoleranz? (ausgenommen die deklariert Intoleranten im Kampf gegen Intoleranz!)

      Oder gegen den Kampf gegen die Gierigen, sofern es sich nicht um (eigene) Ansprüche gegen den Staat handelt?

  29. socrates
    25. Mai 2011 01:05

    Ganz so einfach ist das geistige Eigentum nicht. Das Copyright - Gesetz wurde im Nachhinein ausgedehnt. Welches Gesetz kann in einer echten Demokratie rückwirkend geändert werden? Von wem? Für wen gilt das? Wo ist die demokratische Legizimation? Hier gilt wohl das Recht des Stärkeren!
    Der Copyright Term Extension Act (Gesetz zur Verlängerung des Urheberrechtsschutzes) von 1998, auch bekannt als der Sonny Bono Copyright Term Extension Act oder das Micky-Maus-Schutzgesetz, verlängerte die Schutzdauer des Urheberrechts in den USA um 20 Jahre.

    Vor dem Gesetz war das Urheberrecht an einem Werk bis zu 50 Jahre nach dem Tod des Autors geschützt, bevor es in die Gemeinfreiheit (Public Domain) überging. Nach Inkrafttreten des Gesetzes wird das Urheberrecht bis 70 Jahre nach dem Tod des Autors geschützt, während die Urheberrechte für Werke im Eigentum eines Unternehmens zwischen 75 und 95 Jahre geschützt werden. Das Gesetz hat Wirkung auch für Werke, die vor dem 1. Januar 1978 veröffentlicht wurden. Auch deren Schutzdauer verlängert sich um 20 Jahre.

    Mit diesem Gesetz wurde das Übergehen dieser älteren Werke, für die nach den alten Regeln ein kürzerer Urheberrechtsschutz bestand, in das Public Domain effektiv „eingefroren“. Somit werden unter diesen neuen Regeln keine Werke, die nach 1923 veröffentlicht wurden, und deren Schutz 1998 noch nicht abgelaufen war, vor 2019 in das Public Domain übergehen. Im Gegensatz zur europäischen Gesetzgebung zur Urheberrechtsverlängerung ließ der Copyright Term Extension Act keine Urheberrechte wiederaufleben, die bereits abgelaufen waren.

    Das Gesetz verlängerte die Schutzdauer für Werke, die bereits urheberrechtlich geschützt waren, und gilt in diesem Sinne auch rückwirkend. Es verlängert die Schutzdauer nicht nur für Werke, die nach seinem Inkrafttreten veröffentlicht wurden, sondern auch für solche, die bereits veröffentlicht waren. Für Werke, die vor dem 1. Januar 1978 geschaffen wurden, die aber bis vor kurzem weder veröffentlicht noch als urheberrechtlich geschützt registriert wurden, gilt ein besonderer Abschnitt. Unter dessen Voraussetzungen können sie bis 2047 geschützt sein. Das Gesetz trat am 27. Oktober 1998 in Kraft.
    Wenn man den Chinesen vorwirft, daß sie sich nicht daran halten - warum sollten sie?
    Wie ist das mit technischem geistigen Eigentum? Für ein Patent muß man viel Geld zahlen und hat einen sehr begrenzten zeitlichen Schutz, der ein Vermögen kostet. Fast niemand hält sich daran, Patentumgehungen sind die Regel, so daß die klugen Erfinder meist einen Fehler einbauen. Warum soll ein Brückenkonstrukteur nicht von jedem Benützer Tantiemen bekommen? Der, der über die Brücke schreibt, bekommt sie ohne Patentgebühren. Da stimmt etwas nicht! Gleiches Recht für alle!!!

    • schreyvogel
      26. Mai 2011 09:37

      Das zeigt vor allem die große Macht der weltweiten Musik- und Filmindustrie.

  30. PostScriptum
    25. Mai 2011 01:05

    Es ist ganz einfach. Das Internet ist ein dermaßen schnellebiges und intensives System, dass keine Macht der Welt in der Lage ist, es zu kontrollieren, oder gar die Kriminalität einzudämmen.

    Kaum ist eine Kinderpornoseite gesperrt, wird einfach eine neue aufgemacht.

    Kaum wird auf Youtube oder einem anderen Videoportal ein Video gelöscht, weil es Urheberrechte verletzt, ist ein paar Tage später der Inhalt woanders wieder verfügbar.

    Eine Kontrolle oder gar eine Einschränkung des Netzes träfe immer und wirklich immer die Unschuldigen , keinesfalls jedoch die Kriminalität.

    Es erübrigt sich somit eine Diskussion über Sinn, Verhältnismäßigkeit oder Funktion, da jedweder Eingriff sinnlos ist.

    Gottseidank ist das Internet dermaßen stark, dass sogar eine konzertierte Aktion nicht viele Einschränkungen nach sich zöge.

    Eines muss aber mit allen Mitteln verhindert werden, nämlich im Namen von Kriminalität Bürgerrechte weiter einzuschränken!

    • PostScriptum
      25. Mai 2011 01:06

      ...im Namen von Kriminalitätsbekämpfung...

    • phaidros
      25. Mai 2011 07:46

      Na, was sagt man dazu: bin vollinhaltlich einverstanden.

    • Erich Bauer
      25. Mai 2011 16:27

      PostScriptum,
      "...keine Macht der Welt in der Lage ist, es zu kontrollieren..."

      Und hier stock' ich schon... Denn es geht gar nicht so darum ALLES zu "kontrollieren". Es genügt den heranreifenden Meinungs- und Gedankenunterdrückern die "punktuelle" Kontrolle. Und das geht. Den GRÜNEN gelingt es jedefalls, bekanntermaßen...

      Wenn man z.B. nach "islamophoben" Störenfrieden sucht, wird man zumindest uns beide ganz gewiß auffinden... und an unserer Tür klopfen. Wenn man z.B. aus "Staatsräson" 1000 "Islamophobe" aus dem Verkehr ziehen will, wird man das können! Ich fürchte, auch wenn der A.U. Blog in den "Untergrund" geht, wird es nicht allzu viel nützen...

      Denn das sind die Intentionen aller naiven "Idealisten" mit extremen "moralischen" Zugang zur Wirklichkeit. Naturgemäß will uns diese "Pest" den Mund verbieten. Und mehr wollen die nicht vom Netz.

    • PostScriptum
      25. Mai 2011 16:33

      @ Erich Bauer

      Das meinte ich mit dem letzten Satz. Aber das Internet selbst bleibt ungefährdet.

    • Erich Bauer
      25. Mai 2011 16:55

      PostScriptum,
      "...das Internet selbst bleibt ungefährdet...

      ... unbestritten". Wenn's jedoch drauf ankäme würden diese "naiven Idealisten" gerne in "heiliger moralischer Unschuld" ihr Glaubensbekenntnis auch entgegen den Bürgerrechten durchsetzen wollen. Nicht, daß wir davor Angst haben sollten. Nein, man muß es nur wissen... Auch immer mehr "unverdächtige" Personen schätzen die "Religionsfreiheit" schon höher ein, als die Meinungsfreiheit...

      Ein probates Mittel dagegen ist, wenn auch oft mühsam, diese Leute in Grund und Boden zu argumentieren. Ob es nachhaltig wirkt...?

  31. DerTurm
    25. Mai 2011 00:55

    Wie war das noch schnell?

    Ein Grüner ist erst dann richtig glücklich, wenn er anderen etwas verbieten kann, und ein Roter ist erst dann richtig glücklich, wenn er anderen etwas wegnehmen kann.

  32. byrig
    25. Mai 2011 00:54

    das ist insgesamt eine äusserst komplizierte materie,aber wie ich sehe,hat a.u. gewissen einblick.und der hinweis auf grün-rote regulierungsversuche machen mich sicher,mich unterbergers meinung anschliessen zu können.





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