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Stell dir vor, es geht das Licht aus

Europas Staaten sind heute von vier Herausforderungen existenziell bedroht, die alle bei der Gründung der europäischen Gemeinschaften unbekannt oder zumindest völlig irrelevant gewesen sind. Erstens die Finanzkrise; zweitens die demographische Krise samt ihren Migrations-Konsequenzen; drittens die Überdehnung der meisten Wohlfahrts-Systeme; und viertens die Energiekrise.

Fast alle diese Krisen (mit Ausnahme des seit rund 1968 stattfindenden Gebärstreiks der Europäer) lassen sich auf populistisches Verhalten der Regierungen und auf ihre Unfähigkeit zurückführen, langfristig notwendige Entscheidungen durchzuziehen. Das gilt ganz besonders auch bei der aktuellsten Krise, jener der Energieversorgung – obwohl diese Krise den Europäern viel weniger bewusst ist als die anderen. Woran die Tatsache nichts ändert, dass die erste europäische Gemeinschaft eine für Kohle und Stahl gewesen ist.

Alle Statistiken zeigen: Das Wirtschaftswachstum ist ganz eng mit der Zunahme des Energieverbrauchs verbunden. Daran können nur völlig realitätsfremde universitäre Theoretiker vorbeigehen. Noch weltfremder sind die Aussagen, dass wir ja gar kein Wirtschaftswachstum bräuchten. Was wirklich los ist, wenn die Wirtschaft nicht wächst, hat man ja in den 18 Monaten nach dem September 2008 sehen können. Da haben besonders die Kritiker des „Wachstumsfetischismus“ am heftigsten aufgeschrien.

Keine Demokratie steht einen Wachstums-Stopp dauerhaft durch. Aber auch Diktaturen nicht: Denn jede seriöse Analyse zeigt, dass die jüngsten Serienrevolutionen in der arabischen Welt vor allem wirtschaftliche Gründe hatten, also Nachfolgen der großen Krise waren.

Europa mit leistbarer Energie zu versorgen ist daher eine der größten und unverzichtbaren Herausforderungen der nächsten Jahre. Die Vorzeichen eines Gelingens stehen jedoch rundum auf Sturm.  Die derzeit zu beobachtenden und schon heftig kritisierten Preiserhöhungen von Treibstoffen und Strom sind da nur ein sanftes Vorlüfterl.

  1. Seit Fukushima ist die in den letzten Jahren weltweit wiederbelebte Atomenergie in der Öffentlichkeit – vor allem, aber nicht nur der deutschsprachigen Länder – massiv diskreditiert. Auch wenn in Fukushima bisher offenbar kein Todesopfer zu verzeichnen ist, auch wenn das japanische Atomkraftwerk „nur“ durch den Tsunami und nicht durch das Rekord-Erdbeben zu Schaden gekommen ist, so sind doch die deutlich erhöhte Radioaktivität rund um das AKW und vor allem die intensiven weltweiten Berichte darüber nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Diese Berichte haben in einer sehr chaotischen Informationslage immer die allerschlimmsten Möglichkeiten und Hypothesen herausgearbeitet. Lediglich sehr harte Regierungen wie die chinesische können in dieser Situation noch neue Atomkraftwerke bauen.
    Schon das Herunterfahren einiger alter deutscher Atomkraftwerke hat zu schlimmen Auswirkungen geführt: Die Service-Revisionen aller anderen Kraftwerke werden seither verschoben, die französischen Exporteure von Atomstrom verdienen sich goldene Nasen, und sämtliche Reservekraftwerke mit Gas und Strom sind hochgefahren worden.
  2. Die Versorgung mit Öl ist zumindest kurzfristig schwer bedroht. Die Konflikte im Nahen Osten haben manche Lieferwege jetzt schon gesperrt. Der Reichtum, den Öl für die Förderländer bedeutet, hat aber auch darüber hinaus erstaunliche destabilisierende Folgen. Es ist kein Zufall, dass es in keinem Ölland bis auf Norwegen stabile demokratische Strukturen gibt. Von Russland über Nigeria bis Venezuela wird wohl in allen künftigen Geschichtsbüchern vom Unheil zu berichten sein, den der Ölsegen den dortigen Gesellschaften zugefügt hat. Jeder Goldrausch der bisherigen Geschichte hat ja in der Tat das soziale Netzwerk einer Gesellschaft und die kollektive Leistungsbereitschaft, aber auch die innere Disziplin schwer beschädigt.
  3. Wie sieht es mit der Kohle aus? Hier reichen die Vorräte zwar jedenfalls noch einige hundert Jahre. Kohle ist aber mit Sicherheit – ganz unabhängig von allen Global-Warming-Theorien – eine umweltbelastende Quelle der Energiegewinnung. Der österreichische Bundeskanzler hat sich bei seinem jüngsten Chinabesuch sowohl für einen Verzicht auf Nuklearstrom wie auch Kohlestrom ausgesprochen. Was dort zwar auf kein Verständnis stößt, aber bezeichnend für die in Europa dominierende Einstellung ist.
  4. Die noch größere Bedrohung unserer wirtschaftlichen Zukunft ist aber die seit einigen Jahren kursierende Angst vor einer globalen Erwärmung. Wohl wächst die Zahl der Zweifler an jener These, wohl sind schon heute viele der in den 80er und 90er Jahren gemachten Global-Warming-Prophezeiungen als unrichtig entlarvt. Der Kampf gegen eine vermeintlich menschengemachte globale Erwärmung ist aber ein Eckstein jeder europäischen Politik geworden. Europa nimmt als einziger Kontinent viel Geld in die Hand, um technisch völlig unzureichende Energiequellen wie Windmühlen und Solarpaneele zu fördern und um den globalen Emissionshandel zu finanieren. Es hat dabei zwar nur recht magere Ergebnisse erzielt, den Arbeitsplatz-Standort Europa jedoch durch die hohen Kosten schon deutlich beeinträchtigt.
    Würde Europa übrigens in seinem teuren Kampf gegen die befürchtete Erwärmung wirklich die beabsichtigte starke Reduktion von Öl und Gas gelingen, dann hätte das vor allem ein automatisches Ergebnis: Benzin, Kerosin und Diesel würden auf den Weltmärkten wieder billiger. Das aber würde wiederum jeden Druck auf andere Kontinente, sparsamer mit diesen Produkten umzugehen, automatisch ins Gegenteil verkehren. Damit ist jedenfalls der europäische Kampf zwar keineswegs gratis, aber sicher umsonst und vergeblich.
  5. Sonnen- und Windenergie wiederum sind nach wie vor so teuer und unverlässlich, dass sie höchstens im Märchenbuch und in Politikerreden imstande sind, die Energielücke zu schließen. Ganz abgesehen davon, dass mit Sicherheit die durch die Windmühlen und die neuen langen Stromleitungen entstehende Landschaftsverschandelung bald am Widerspruch der Menschen enden wird.
  6. Wasserkraft ist kaum noch ausbaubar. Sobald ein Projekt spruchreif wird, entsteht sofort heftiger regionaler wie internationaler Protest. Motto: „Überall, doch nicht hier bei uns.“
  7. Und schließlich haben wir auch noch ein kleines Problem mit derv von der Agrarwirtschaft forcierten Bioenergie. Wenn riesige Agrarflächen nicht mehr mit Essbarem, sondern mit Fahrbarem (also Biosprit-Gewächsen) bepflanzt werden, dann wird die durch Überbevölkerung, steigenden Lebensstandard und Energiepreise ohnedies schon überbeanspruchte Lebensmittelproduktion noch viel mehr leiden.

Da ist für Europa guter Rat teuer. Nur wenige Empfehlungen lassen sich mit Sicherheit geben. Die eine ist, dass jeder europäische Alleingang sinnlos und absurd ist; dazu ist Europa längst schon zu unbedeutend und wirtschaftlich schwach. Der zweite ist, dass man der Wissenschaft alle Freiheiten geben muss, an Antworten auf das Energieproblem zu forschen. Der dritte ist: Mehr Ehrlichkeit in der Kommunikation mit dem Bürger; denn solange diesem nicht klar ist, dass der Strom eben nicht nur aus der Steckdose kommt, sondern auch aus einem dieser unerwünschten Kratfwerke, kann es keine vernünftige Energiepolitik geben; am Schluss wird sowieso nur jener Politiker respektiert, der sich auch mutig zeigt und nicht nur ein Fähnchen im Wind der gerade aktuellen Medienaufregung ist. Der vierte ist: Je mehr sich staatliche Eingriffe gegen die Marktmechanismen richten, umso stärker werden diese an unerwarteter Stelle wieder wirksam.

All das gilt natürlich in gleicher Weise für die EU-Institutionen wie auch die Staaten.

PS.: Und wovor fürchte ich mich persönlich? Am meisten vor der drohenden großen sozialen Explosion als Folge von Schuldenwirtschaft und Energiemangel; weniger vor der Verhässlichung Europas durch Windkraftwerke; noch weniger vor einer verantwortungsbewussten Nutzung der Atomenergie; und überhaupt nicht vor einer Globalen Erwärmung.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das neue unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2011 06:10

    Eines meiner Lieblingsthemen habe ich schlecht zitiert, daher im Klartext:
    Die Pleite der USA
    Alexander Dill 19.04.2011
    Warum die Vereinigten Staaten seit dem 15. September 2009 pleite sind und was das mit unserer Altersversorgung zu tun hat
    Wann ist ein Staat bankrott? Die Antwort ist unspektakulär: Wenn er seine Anleihen nicht mehr auf den Finanzmärkten verkaufen kann. Wann aber ist dies der Fall und wie lässt sich das nachweisen? Leider gar nicht. Jene Banken, die sich als Konsortialbanken zur Abnahme von Staatsanleihen verpflichten und diese auf dem Weg einer Auktion auf den Markt bringen, sind nicht dazu verpflichtet, nicht verkaufte Staatsanleihen zu melden. Da diese verzinst sind, können sie sie mühe- und risikolos selbst halten oder in eigenen und in von ihnen verwalteten Kundenfonds parken.
    Das Geld dafür können sie zum Zinssatz von 0,1 Prozent etwa von der amerikanischen Zentralbank bekommen. Dies erklärt, warum Banken für Staaten als derart systemrelevant angesehen werden, dass ein Staat lieber seine Industrie, seinen Mittelstand und seine Innovationsfähigkeit opfert als seine einzige Geldquelle, die Too-big-to-fail-Geldinstitute.
    Wenn diesen zudem zufällig noch die Zentralbank gehört, dann können Geldschöpfungsketten für eine besondere Geldart entstehen, die unter Fachleuten als Giralgeld bezeichnet wird, das vom Zentralbankgeld insbesondere dadurch unterschieden wird, dass es nie in Scheine und Barguthaben gewechselt werden kann, soll und darf. Es bleibt ein Auszug über ein Depot, das man lieber nicht verkaufen sollte, um seinen echten Wert nicht unnötig einem Belastungstest zuzuführen.

    Das Spiel mit der Altersversorgung
    Es gibt für diese Depotauszüge für mehr oder weniger fiktive Forderungen an künftige Generationen auch einen für jeden Laien verständlichen Begriff: Altersversorgung. Diese besteht in Zahlungsversprechen, deren Höhe der Ulmer Finanzwissenschaftler Dirk Solte bereits 2007 in seinem Buch "Weltfinanzsystem am Limit: Einblicke in den 'Heiligen Gral' der Globalisierung" auf 150 Billionen Euro schätzte - und damit 37mal so hoch wie das Zentralbankgeld aller Staaten der Welt.

    Zum Glück haben einige Staaten die Altersversorgung ihrer Bürger nicht der weisen Verwaltung durch Bernard Madoff und den Herren Lehman anvertraut, sondern finanzieren diese durch ein umlagefinanziertes System, etwa Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich. Dies führt zu extrem hohen Steuern und Abgaben, die bei strenger Betrachtung etwa in Deutschland nicht 30 oder 50, sondern inklusive der 19prozentigen Mehrwertsteuer, von Benzin-, Versicherungs- und Tabaksteuer bei einem Alleinstehenden mit einem Bruttoeinkommen von 35.000 Euro 67% des Einkommens ausmachen. Die gepfändeten Arbeitnehmer sind die Drohnen in einer gigantischen Wabe namens Volkswirtschaft.

    Für jene Staaten, die - wie die USA - möglicherweise nach Abzug der Schulden überhaupt kein Volksvermögen mehr angesammelt haben, sind die reichen Steuerquellen der umlagefinanzierten Staaten und die noch nicht verpfändeten und verspekulierten Privatvermögen von deren fleißigen und sparsamen Bewohnern Objekte größter Sehnsucht. Um an diese Vermögen heranzukommen, bedarf es unregulierter, internationaler Finanzmärkte, auf denen der Klügere dem Dümmeren - diese Unterscheidung leistet die asymmetrische Information - möglichst wertlose Schrottpapiere verkauft.

    Den Gewinn möchte der Sieger dieses Handels dann möglichst werthaltig anlegen, etwa in Immobilien in einem föderalen Staat. Dieser sorgt etwa durch strenge Baugesetze dafür, dass nur der bauen darf, der sein Einkommen lebenslang zur Bezahlung des überhöhten Preises oder der Miete an die alteingesessenen Grundbesitzer, die Bank und den vermittelnden Staat abführt. Ein Geschäft, das in Deutschland von sogenannten Gemeinderäten betrieben wird und dafür sorgt, dass die Grundpreise trotz stagnierender und abnehmender Bevölkerung in den meisten Gegenden "stabil" bleiben. In vielen Ballungsräumen aber sind sie derart gestiegen, dass zumindest die Besitzer unbelasteter Immobilien einen beglückenden und noch dazu unversteuerten Reichtum genießen können.

    Nach dem World Wealth Report der Credit Suisse betrug dieser in Deutschland die international führende Zahl von 100.000 Euro pro Kopf. Spaßvögel schreiben an die Veröffentlicher dieser Zahlen gerne, sie möchten diesen Betrag doch bitte ausgezahlt haben. Aber auch bei diesem Vermögen handelt es sich um einen Depotauszug. Die Auszahlung würde die Finanzmärkte überfordern.

    Was passiert, wenn Depotauszüge ganzer Staaten derart schlecht aussehen, dass sie vernichtet werden müssen?

    Noch am 15.Oktober 2008, kurz nach dem Lehman-Crash, konnte die 1668 gegründete, älteste Zentralbank der Welt, die Schwedische Reichsbank bei einer Aktion für US-Staatsanleihen für einen US-Kredit in Höhe von 10 Milliarden Dollar noch Gebote in Höhe für 15 Milliarden Dollar verzeichnen. Bis zu diesem Zeitpunkt veröffentlichte die Reichsbank die Auktionsergebnisse.

    Das Ergebnis der Auktion von US-Staatsanleihen in Höhe von 5 Milliarden Dollar am 14.09.2009 allerdings war aber von solcher Art, dass die tapferen Schweden die Verlinkung der Pressemitteilung veränderten. Es gab schlichtweg "no bids", keine Gebote. Der ursprüngliche Link, dessen Inhalt ich gespeichert hatte (siehe PDF) , führte nun zu einem Mailformular. Ein technisch versierter Heise-Leser fand jedoch heraus, dass die ursprüngliche Meldung noch im System steht. Bei Google konnte sie auch mit Volltextsuche nicht mehr gefunden werden.

    Today's auction of credit in US dollars with a maturity of 84 days has now been completed

    DATE 15/09/2009

    Today, the Riksbank offered US dollars through a tender auction. The amount offered today to the primary monetary policy counterparties was USD 5 billion.

    No bids were received in the auction.

    Additional information was published today at 2:00 pm CET/CEST in SAXESS/OMFIE on page RIKV.

    CONTENT EXPERT

    General Secretariat

    LAST REVIEWED 15/09/2009

    Nach dem Desaster vom 15.09. versuchten die Amerikaner vergeblich, die Schweden dafür zu gewinnen, weiter US-Staatsanleihen zu handeln. Die Schweden haben selbst große Pensionsfonds. Schweden ist aber auch der Hauptfinanzplatz für die reichen skandinavischen Staaten, die traditionell stark im angelsächsischen Sprachraum investieren.

    Am 7. Oktober 2009 gab das Statistische Amt Schwedens bekannt, dass die USA noch 2008 der zweitgrößte Empfänger schwedischer Portfolio-Investments waren.

    Nur fünf Tage später, am 12. Oktober 2009, teilte die Sverige Riksbank mit, den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften an die völlig unbekannte US-Politologin Elinor Ostrom zu vergeben. In der Pressemitteilung zur Vergabe wurde als Grund genannt, Ostrom hätte gezeigt, dass Gemeinschaftseigentum nicht schlechter gemanagt wird als staatliches und Privateigentum. Ein Affront gegen die Harvard-Ökonomie in den Vereinigten Staaten.

    Chronologie einer Pleite

    15.10.2008 Die Schwedische Reichsbank versteigert US-Kredite für 10 Milliarden Dollar. 15 Milliarden wurden geboten.

    19.12.2008 Die Schwedische Reichsbank gibt bekannt, auch 2009 US-Kredite zu versteigern.

    14.09.2009 Keine Gebote für eine Auktion von US-Krediten für 5 Milliarden Dollar. Die Meldung blieb zwar im System, wurde aber neu verlinkt.

    07.10.2009 Das Statistische Amt Schwedens gibt die Höhe der schwedischen Investments in den USA bekannt.

    12.10.2009 Die Schwedische Reichsbank gibt die Verleihung des Wirtschaftsnobelpreises an die Politologin Elinor Ostrom bekannt.

    19.11.2009 Die Schwedische Reichsbank gibt bekannt, die Auktion von US-Krediten einzustellen.

    Am 19. November 2009 schließlich folgt die fast unvorstellbare Pressemitteilung der Schwedischen Reichsbank, sie werde den Handel mit US-Krediten ganz einstellen, weil die Nachfrage nach diesen "nicht vorhanden" sei.

    Seit dem 15. September 2009 sind die Vereinigten Staaten zahlungsunfähig.

    Wir werden uns im nächsten Teil den Taktiken widmen, mit denen die USA ihre Zahlungsunfähigkeit verschleiern und durch den Zugriff auf fremde Vermögen verzweifelt versuchen, neue Mittel in ihr bankrottes Finanzsystem zu lenken.

    Der Artikel wurde am 25. April korrigiert und überarbeitet.

    Dr. Alexander Dill ist nach 20 Jahren in der Wirtschaft wieder in seinen gelernten Beruf als Sozialforscher zurückgekehrt. Seit Februar 2010 ist er Vorstand des nach der Finanzkrise gegründeten Basel Institute of Commons and Economics.

  2. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2011 09:23

    "...Das Wirtschaftswachstum ist ganz eng mit der Zunahme des Energieverbrauchs verbunden..."

    Wenn die nicht-subventionierten KMUs das "Hangerl" schmeißen bzw. "verquotet", in Grund und Boden "gegendert", ob ihres mangelnden "karitativen" Selbstverständnisses von den Bischöfen gemaßregelt, einfach nur zusammenbrechen, dadurch die Subventionen an die Großindustrie nicht mehr fließen, sodaß diese bestenfalls abwandert, ist das Energieproblem gelöst...

    Nicht gelöst ist dann die generöse Rotwählerversorgung. Die gewaltbereite LINKE, mitsamt den "gerecht" privilegierten Beamten, wird dann, den bis dahin, als wohlverdientes Naturgesetz betrachteten "indirekten" Raubzug (Ausbeutung der Nettozahler) als nicht mehr zeitgemäß ansehen. Der Übergang zum "direkten" Raubzug wird dann versucht. In ihrer Dummheit werden sie sogar ihre eigenen Institutionen und Ministerien zerstören... "So ein Tag...."

  3. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2011 07:58

    Besonders lächerlich verhalten sich große Teile der europäischen Sozialdemokratie:
    Stand früher gerade die Sozialdemokratie für industriellen Fortschritt und moderne Technologien so haben sich vor allem in Österreich und in Deutschland die Sozialdemokraten von ihren ursprünglichen Zielen total verabschiedet, biedern sich bis zum Erbrechen bei den Grünen an und gebärden sich als fortschrittsfeindliche Fundamentalistenpartei. Und was natürlich vor allem bei den deutschen Freunden nicht fehlen darf, ist das Belehren anderer (China, Indien) was sie zu tun und zu lassen haben.
    Suspekte Figuren wie Gabriel und Faymann sind gelungene Symbole für eine opportunistischen Sozialdemokratie am Gängelband der Medienstrolche von Kronenzeitung, SPIEGEL, ORF und ARD.
    Ich fürchte mich am meisten vor diesen Schwachköpfen in den linken Zeitungen und Fernsehanstalten, die den hysterischen Ton vorgeben und feigen, opportunistischen Politikern, die diesen Mediengaunern blindlings ins Verderben folgen (siehe die völlig unnötige Abschaltung einiger deutscher Kernkraftwerke).

  4. Ausgezeichneter Kommentatorwerauchimmer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2011 03:15

    Aber, aber, Herr Unterberger! Wie heißt es so schön: don't worry, be happy :-)

    Das ist nämlich alles no problemo!

    Werden doch in Bälde um teures Geld, das die Zirkulation so richtig ankurbeln wird, tageszeitsensitive Stromzähler in jedem Haushalt installiert, womöglich noch mit Erkennungsfähigkeit für wirklich notwendigen Konsum, wie desjenigen des OR....F!

    Das heißt, wenn es um 2 Uhr früh an Nordeuropas Küsten so richtig stürmt, ist Waschtag angesagt! Das ist der Rhythmus, wo jeder mit muss! Andernfalls kostet der Strom eben das Doppelte oder auch das Zehnfache, bis halt das Auslangen mit den Ressourcen gefunden werden kann.

    Was man mit Preiskonditionierungen nicht so alles bewerkstelligen kann - erstaunlich!

    Im Gegenzug werden dann alle Bürger mit den Segnungen realsozialistischer Existensubsidien bedacht. Das Paradies der Werktätigen naht! (- außer natürlich für diejenigen Uneinsichtigen, die nicht in Jubelchöre an Aufmärschen zu Ehren des großen, gütigen Vorsitzenden, dem wir unser tägliches Brot zu verdanken haben, einstimmen wollen)

    Wer könnte etwas gegen die Rettung der Erde vor den Klauen der Ökokiller oder krötenvernichtenden Wasserkraftwerksbetreiber haben? Eben.

    Und jeder Bürger bekommt ein Elektromobil, womit das Verkehrsproblem auch der Vergangenheit überantwortet werden kann - was die Straßenbaukosten ungeheuer reduzieren wird!

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2011 08:07

    Das geschilderte Desaster ist real.

    Die Politik und der Wohlstandsfimmel der Privilegienwirtschaft und -gesellschaft, die unfinanzierbar ist, die unumkehrbare Erwartung des Zusammenbruchs des überstrapazierten Energiesystems und des Sozialsystems, etc. läßt mich erahnen, daß wir den Rückschlag bald erleben werden.

    Vielleicht werden dann Pferdefuhrwerke die Autobahnen entlangtrotten und bei Aggstein wieder die Zollkette über die Donau gespannt, vielleicht wird die Wassermühle (umweltfreundlich), die in den 1980-er Jahren radikal entfernt wurde, wieder fröhliche Urständ feiern, der Rückfall Europas in die Steinzeit ähnelt dem Afrika von heute und keine Aktivität wird geeignet sein, die in 40 Jahren angehäuften Schulden zu zahlen.

    Für Europa ist das eigentlich schlimmer als ein verlorener Krieg, es ist kollektiver Selbstmord, Schulden zu machen, das Volk zu überfremden und an alle Ecken der Energieversorgung anzustoßen und zwar in dieser selbstmörderischen Weise.

  6. Ausgezeichneter KommentatorMartin Bauer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2011 09:17

    Es ist schon paradox.
    Da fürchtet sich die Menschheit vor etwas, was den Ursprung von Allem darstellt.
    Ohne die Aktivitäten, die in Sternen vor sich geht, gäbe es kein Leben, also auch nicht uns.
    Gestern schrieb die "veröffentlichte Meinung", dass in den nächsten 25 Jahren 8,5 Billionen Euro für die Alternativenergie ausgegeben werden müssen, um von fossilen Brennstoffen zu ca. 85% unabhängig zu werden.

    Würde man diese gewaltige Summe in die Atomforschung investieren, wären wir wahrscheinlich schon früher unsere Energiesorgen los.

  7. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Mai 2011 07:16

    In "Atlas shrugged" geht tatsächlich das Licht aus!
    Das Buch beschreibt eine Welt, die so lange von parasitären Institutionen beherrscht wird, bis der letzte Unternehmer das Handtuch wirft, und sich mit anderen Unternehmern in ein abgeschlossenes Tal zurückzieht.
    Die Welt wird den "Looters" überlassen und es geht das Licht aus!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorS. Oberreit
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Mai 2011 13:53

    Einen Punkt hat der Herr Unterberger vergessen: russisches Erdgas.

    Noch wird es nach Europa gepumpt (trotz der widerspenstigen Ukrainer und Weissrussen) . Es wird aber bereits eine große Pipeline nach China errichtet. Und China wird von Jahr zu Jahr mehr Gas brauchen (zweistelliges Wirtschaftswachstum) und es wird es sich - im Gegenstaz zu Europa - auch leisten können!!!

    Wohin Gaszprom künftig liefern wird, ist damit wohl klar. Für Eurpa jeisst es - im wahrsten Sinne des Wortes - warm anziehen


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  1. Sternderlfetischist (kein Partner)
    11. Mai 2011 19:29

    Die vielen Tausenden künftigen Krebspatienten und missgebildeten Neugeboren in Japan freuen sich ausserordentlich darüber, dass es bisher zu keinen Toten gekommen ist. Jeder, der die Gefahren von Atomstrahlung kennt, weiss, dass nur eine sehr extreme Strahlung zu unmittelbarem Tod führt, und dass es aber um die Langzeitfolgen der Strahlung auf den Organismus (durch Schädigung der Erbsubstanz) geht. Warum glaubt Unterberger in seiner unfassbaren Weisheit denn, gibt es strikte Grenzwerte zB für Röntgenpersonal?

    Der hier verrbeitete diesbezügliche Zynismus ist fast schon krankhafter und perverser Natur. Und er ist menschenverachtend. Und DAS soll den Konservativismus ausmachen? Zum kotzen.

    • Norbert Mühlhauser
      11. Mai 2011 21:22

      Wer wird denn einer Strahlung oberhalb der Grenzwerte ausgesetzt, abgesehen von Vielfliegern - hmmm ?

      Nicht einmal die AKW-Belegschaft, die sollte nämlich Auszeit nach einer überproportionalen Exposition bekommen. Ansonsten wurden ja Evakuierungen durchgeführt, in großteils ohnehin Tsunami-verwüsteten Landstrichen.

      Dass es eine natürliche Strahlenexposition gibt, die der gleichen Art ist, dürfte Ihnen wohl auch nicht bekannt sein?

      Es gibt auch eine natürliche Bodenkontamination. Nämlich das Uran-Isotop 238, welches in großer Masse im Erdreich vorhanden ist.

    • Sternderlfetischist (kein Partner)
      11. Mai 2011 22:14

      Selten so einen Schwachsinn gelesen, sorry, aber so viel Realitätsverweigerung auf einmal hab ich persönlich noch nie erlebt. ;-)

    • socrates
      12. Mai 2011 00:59

      Sternderlfetischist
      Ob es mehr Opfer werden als bei Hiroshima und Nangasaki? Mehr als bei Windscale oder Three miles island? Oder in Nevada, wo die Soldaten und andere Beobachter fast ungeschützt zusahen? Können Sie das in Ihrer unfassbaren Weisheit belegen? Warum wurde in meiner Arbeitszeit das "Milchgeld", eine Zulage für strahlengefährdete Mitarbeiter von den Sozis gestrichen? Aus Menschenliebe?

    • Sternderlfetischist (kein Partner)
      12. Mai 2011 07:25

      Ob mehr oder weniger ist nicht die Frage. Unterberger behauptet, dass es keine Opfer geben wird, weshalb Atomkraft völlig in Ordung ist, und das stimmt schlicht nicht. Aber wenn du Unterbergers Meinung bist, bist natürlich auch du eingeladen, die in der Nähe von Fukushima anzusiedeln. Kann ja nix passieren, oder?

    • socrates
      12. Mai 2011 07:48

      Sternderlfetischist
      Wenn sie es zahlen und die Strahlenbelastungszulage von den Sozialisten und Grünen wieder eingeführt wird - auch in der Pension, da drohen die Spätfolgen - dann reden wir darüber.
      Ob mehr oder weniger ist nicht die Frage. Sollte es aber sein! Eine sehr bescheidene Sichtweise, welches Kraftwerk wurde ohne menschliche Opfer gebaut? Die finanziellen Opfer finden sie unter "Strandet costs" in der Stromrechnung neben den Kosten für Windenergie.

    • Norbert Mühlhauser
      12. Mai 2011 10:44

      @ sternderlf...schist:

      Selten so einen Schwachsinn gelesen, sorry, aber so viel Realitätsverweigerung auf einmal hab ich persönlich noch nie erlebt. ;-)

      Die bösartige Forumssaoftware muss den sachlichen Teil Ihrer Replik verschluckt haben ....

      Denn dass Sie das Spielchen "Ene, Mene Mu, und raus bist Du!" spielen, wollen wir ja doch nicht annehmen, nämlich:

      Du Realitätsverweigerer!

      Nein, du Realitätsverweiger!

      Du Realitätsverweiger!

      ....

      ------------

      Sie haben gewonnen!

  2. Markus K. (kein Partner)
    11. Mai 2011 17:50

    Deutsche und Österreicher sind Atomkraft- und Gentechnikhysteriker. In BW wird jetzt jede staatlich geförderte Forschung an der Gentechnik eingestellt. Lächerlich und peinlich für ein angeblich modernes Land. Das Volk leidet unter Hysterie. Wegen eines Bahnhofs sind sie in Stuttgart völlig ausgeflippt. Verrückt.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      11. Mai 2011 19:25

      @Markus K.:
      Stimmt. "Verrückt" ist angesichts der wirtschaftlichen Konsequenzen, die schon jetzt deutsche Leitindustrien (und damit Hunderttausende von Arbeitsplätzen) zur Emigration zwingen, noch ein Kompliment.
      Die Lemminge verhalten sich intelligenter.

    • Erich Bauer
      12. Mai 2011 08:11

      Markus K.,
      "...Wegen eines Bahnhofs sind sie in Stuttgart völlig ausgeflippt..."

      Die alle sind nicht mehr auf einen Arbeitsplatz angewiesen... Pensionisten oder Beamte "in sicherer Anstellung"...

  3. Gerald Fauland (kein Partner)
    11. Mai 2011 13:59

    Ritter gegen globale Erwärmung

    A.U. ist mein Lieblingsauthor, seine Beiträge lese ich immer gerne und sie haben Hand und Fuß. Was ich aber nicht verstehe ist diese Ablehnung, Ignoranz, ja sogar das versteifte Pharisäertum gegen die Theorie der globalen Erwärmung.

    Ich bin wissenschaftlich sehr interessiert und habe mich in diese Richtung immer wieder informiert: Es GIBT die globale Erwärmung, man braucht nur die Messdaten zu sehen. Und wenn man neutralen Meßwerten mißtraut, so gehe man vor die Haustüre und beobachte selbst die eindeutigen Indikatoren. Nicht das kurzfristige Wetter, sondern langfristige Dinge, wie zum Beispiel unsere Gletscher in den Bergen!

    Ich verdiene nichts mit globaler Erwärmung, mir wäre es sogar recht, wenn es sie nicht gäbe. Aber leider ist dem nicht so...

    • Neppomuck (kein Partner)
      11. Mai 2011 14:32

      Das Phänomen der "globalen Erwärmung" streitet ja kein Mensch ab.
      Die soll sich in den letzten hundert Jahren sogar in der bedrohlichen Größenordnung von insgesamt 0,7 ° C. gezeigt haben.

      Aber über die Ursachen und vor allem über die Einflussnahme seitens der Menschen ist man sich weitestgehend im Unklaren.
      Wenn jährlich etwa 550 Gigatonnen CO2 aus natürlichen Quellen freigesetzt werden, aber nur 36 Gt. (6,6 %) vom Menschen stammen, dann bewirkt eine "anthropogene" Emissionsverringerung so gut wie gar nichts.

      Außer dass unser Wohlstand gefährdet wird und dafür die in Umweltschutzeinrichtungen und Technologie wesentlich schlechter ausgestatteten "Schwellenländer" (die USA hat übrigens auch nicht das Kyotoer Protokol ratifiziert) auf unsere Kosten (Emissionshandel) den "Schadstoffausstoß" - wenn es denn einer ist, CO2 wird auch als "Luftdünger" bezeichnet, ist ungiftig und damit bis zu einem Atemluftanteil von > 5 % völlig harmlos - nach Herzenslust verbrauchen können.
      Was den weltweiten Ausstoß nur beschleunigt.

      N.B.:
      Es ist völlig richtig, den Verbrauch endlicher Ressourcen an Energieträgern wie Erdöl so verantwortungsbewusst wie nur irgend möglich zu gestalten, aber dazu braucht es keine Lügen bzw. abenteuerliche Erklärungen, die keine sind.
      Derartiges bewirkt meist nur das Gegenteil.

    • diko
      11. Mai 2011 19:59

      .............Es GIBT die globale Erwärmung, Es GAB auch schon im 13. Jahrhundert eine Erwärmung, zumindest auf der nördlichen Hemisphäre unseres Planeten

      Aber in den letzten Jahren verlängerten sich meine Heizperioden kontinuierlich!

      Was es aber vor allem seit Erfindung der globalen Planetenerwärmung gibt, sind deren Propagandaschreiber, welche den bescheidenen Zeitraum ihres eigenen Erdendaseins und ihrer subjektiven Wahrnehmungen auf die gesamte Menschheit auszudehnen trachten.

  4. einfacheinnick (kein Partner)
    11. Mai 2011 13:56

    Zum PS:

    Wer seine Zukunft schon hinter sich hat (wie auch viele Blogger hier), der braucht sich vor dieser nicht mehr zu fürchten.

    • socrates
      11. Mai 2011 15:35

      einfacheinnick
      Der Tagesbefehl lautet offenbar: Argumente ad Hominem gegen alte Menschen, denn zum diskutieren sind wir zu dumm! Menschenrechte gelten nur für RotGrün!

      Bei Diskriminierungen aufgrund des Alters einer Person finden drei Prozesse gleichzeitig statt:

      * eine Etikettierung, d.h. die Zuordnung einer Person zu einer Altersgruppe
      * eine Stereotypisierung, d.h. die negative Bewertung von Eigenschaften einer Personengruppe (hier: der Altersgruppe)
      * eine Diskriminierung, d.h. ein negatives Verhalten gegenüber der Person aufgrund der zugeordneten stereotypen Eigenschaften[2]

      In der Charta der Grundrechte der Europäischen Union ist ein Verbot von Altersdiskriminierung enthalten.[3]

      Das Grundgesetz Deutschlands kennt kein ausdrückliches Diskriminierungsverbot wegen des Alters. Jedoch wird im allgemeinen Gleichheitssatz des Artikels 3, Absatz 1, generell die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz als Grundrecht festgeschrieben.

      Darüber hinaus verlangt, im Sinne einer Umsetzung der Europäischen Menschenrechtskonvention, eine EG-Rahmenrichtlinie[4] von den Mitgliedsstaaten unter anderem die Umsetzung des Verbots der Altersdiskriminierung durch Anpassung der nationalen Gesetze bis spätestens zum 2. Dezember 2006. In Deutschland wurde zu diesem Zweck auf den 18. August 2006 das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz in Kraft gesetzt.[5] Benachteiligungen aufgrund des Alters sind somit im Anwendungsbereich dieses Erlasses ausdrücklich nicht mehr zulässig.

    • einfacheinnick (kein Partner)
      11. Mai 2011 16:25

      socrates

      schwerer Irrtum, mich ins rotzgrüne Eck zu stellen. Aber eure unglaublich menschenverachtende Art und Weise, die Auswirkungen eines atomaren Unfalls wie Fukushima und Tschernobyl zu verharmlosen bzw zu negieren, kann man einfach nur mehr mit der Alterskeule (weil ihr eben die sichtbaren Auswirkungen nicht mehr erleben werdet) entgegnen. Und das ist ja noch harmlos.

    • socrates
      11. Mai 2011 16:53

      einfacheinnick
      Wenn die Kernschmelzen und ihre Folgen in Sellasfield und Harrisburg fehlen, geht es offenbar nicht um das Prinzip, sondern einzelne Gruppen werden bevorzugt. Dann hören also die Menschenrechte auf, wie einst bei den Juden. Toller Fortschritt!
      Wir haben die Schäden erlebt in Hiroshima und Nangasaki, in Sellasfield und Three miles island, die Folgen der Atombombenversuche in Nevada, aber euere Bildung ist der Umerziehung zum Opfer gefallen. Früher waren die Juden an allem schuld, jetzt sind es die Alten.

    • einfacheinnick (kein Partner)
      11. Mai 2011 22:13

      Mir kommen die Tränen. Zuerst die armen Juden und jetzt die armen Alten.

      Und dann werden auch noch die Menschenrechte ins Spiel gebracht!

      Zu Ihrer Info: Ich kann keiner Umerziehung zum Opfer gefallen sein, da ich zu einer Zeit in die Schule ging, in der es noch keine Indoktrinierung gab.

      Weiters bin ich wie schon erwähnt und von Ihnen negiert alles andere als ein Linker. Aber so ist halt euer Schubladendenken.

      Dass Hiroshima und Nangasaki, Sellasfield und Three miles island, die Folgen der Atombombenversuche in Nevada anscheinend bei euch keine Spuren hinterlassen haben, bewerte ich jetzt nicht. Sonst müsste ich wieder schreiben: menschenverachtend.

    • Norbert Mühlhauser
      12. Mai 2011 01:01

      @ einfachnick:

      Haben Sie auch etwas zur Sache vorzutragen?

      Falls nicht, dann: Können Sie sich überhaupt schon aus Eigenem über Wasser halten, oder leben Sie von Beihilfen, den Eltern, dem subventionierten Studium, der gestützten Kinderaufbringung, oder Ähnlichem?

    • socrates
      12. Mai 2011 01:13

      einfacheinnick
      Willkommen bei den Alten (nach 40 Jahren sozialistischer Schulreform geht es nicht anders), da brauchen sie sich auch nicht vor der Zukunft zu fürchten. Ja, die einen verachten die Alten, die anderen die Juden, andere die Deutschen, usw., sie alle sind aber Fachleute/innen für Menschenverachtung.
      Durch ihr Alter vergaßen sie immer die Erwähnung der wirklichen mörderischen Ereignisse, wie bei Roten oder Bestochenen üblich. Strahlenschaden?
      Daß ihnen die Tränen kommen ist schön und ein positives Zeichen.

  5. S. Oberreit (kein Partner)
    11. Mai 2011 13:53

    Einen Punkt hat der Herr Unterberger vergessen: russisches Erdgas.

    Noch wird es nach Europa gepumpt (trotz der widerspenstigen Ukrainer und Weissrussen) . Es wird aber bereits eine große Pipeline nach China errichtet. Und China wird von Jahr zu Jahr mehr Gas brauchen (zweistelliges Wirtschaftswachstum) und es wird es sich - im Gegenstaz zu Europa - auch leisten können!!!

    Wohin Gaszprom künftig liefern wird, ist damit wohl klar. Für Eurpa jeisst es - im wahrsten Sinne des Wortes - warm anziehen

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      11. Mai 2011 16:08

      @S. Oberreit:
      "Für Europa heisst es - im wahrsten Sinne des Wortes - warm anziehen", sagen Sie. Stimmt aber nicht.
      Amerika und Europa sitzen auf reichen Quellen von "shale"- oder "shelf"-Gas, deren Vorräte für die nächsten drei Jahrhunderte locker reichen — und spätestens bis dahin werden "alternative" Energien endlich so weit entwickelt sein, daß sie ohne diese abwegig hohen Subventionen auskommen, die uns ohne Not tief ins Börsel greifen.
      Diese Funde sind übrigens der Grund dafür, daß die Nabucco-Pipeline, Putins und Schröders joint venture, nun schleichend auf Eis gelegt wird. (Verfolgen Sie das Kleingedruckte auf den Wirtschaftsseiten der besseren Gazetten.)

  6. Segestes (kein Partner)
    11. Mai 2011 13:27

    *****************************

    Heute treffen im Umfeld des 9. TU Forums Fachleute zusammen, um über Fukushima, die genauen technischen Ursachen und Abläufe des Unglücks und vieles mehr zu diskutieren.

    Das ganze wird ab 18:00 auch als Live Stream im Internet übertragen.

    http://futurezone.at/future/3060-tu-forum-was-lernen-wir-aus-fukushima.php

    ****************************

    Also Unterberger, hingehen oder sich vor den Computer klemmen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      11. Mai 2011 17:18

      Sind da auch wertkonservative, wirtschaftsliberale Fachleute dabei? Oder nur völlig realitätsfremde universitäre Theoretiker? ;)

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      11. Mai 2011 19:41

      War nichts besonderes, finde ich!

    • miguel (kein Partner)
      11. Mai 2011 22:39

      Für Leute mit einem Mindestmaß an Manieren ist es immer noch der Herr Unterberger ..

    • Segestes (kein Partner)
      12. Mai 2011 10:10

      Demnach hat Unterberger die schlechtesten Manieren, wenn er Bundeskanzler Faymann als "Maturanten" tituliert.
      Also steck dir deine erhabenes Getue bitte gepflegt an den Hut.
      Oder mach etwas gegen deine partielle Sehstörung.

  7. Neppomuck (kein Partner)
    11. Mai 2011 12:24

    Theoretisch bleibt nichts anderes übrig, als das „Kohlenstoff-Recycling“, das ja jetzt schon innerhalb wesentlich kürzerer° Zeit abgewickelt werden kann, als die Natur brauchte, um für uns fossile* Brennstoffe bereitzustellen, weiter zu perfektionieren.

    Das Hauptproblem ist ja nicht die Herstellung von Energie, sondern ihre Speicherung, sowie die Allokation der Energieträger.

    Von „kleinen“, aber entscheidenden technischen Details einmal abgesehen, liegt die Lösung anhand der Summenformeln von Wasser, Methan und Kohlendioxid längst auf der Hand.

    2 H2O + CO2 = CH4 + 2 O2.

    Also fest CO2 produzieren, damit für Laborversuche auch genug zur Verfügung steht.

    Die nötige Energie dafür spendet, wie auch bisher für alle Varianten von Energieträgern und
    -Aggregaten (*Erdöl, oder °Rapsöl etc., Wasser- und Windkraft) die liebe Sonne.
    Schließlich liefert sie uns Tag für Tag das (da gehen die Schätzungen etwas auseinander) 7.000-fache bis 60.000-fache des gesamten Energiebedarfs dieser Welt in Form von Primärenergie.

    Da müsste doch ein bisserl was auch für die Treibstoffproduktion abzuzwacken sein.

  8. Segestes (kein Partner)
    11. Mai 2011 11:45

    Den Deutschen hat man vor Fukushima erzählt, wenn man gewisse Schrottreaktoren abschaltet, gehen die Lichter aus.
    Nach Fukushima hat man sie abgeschalten, und alles blieb hell erleuchtet.
    Auch die Stromimporte sind nicht angestiegen.
    Im Gegenteil, Deutschland ist nach wie vor Stromexporteur.

    Deshalb:
    Stell euch vor, unserem bloggenden Opa geht irgendwann ein Licht auf.
    Ich weiß, schwer vorzustellen, im Angesicht des von ihm hier feilgebotenen, jedweder Grundlage entbehrenden Pro-AKW-Geschwafels.
    Aber man soll die Hoffnung bekanntlich nie aufgeben.

    Eines verbitte ich mir aber ausdrücklich: Nämlich die Darstellung, gegen Atomkraft zu sein, wäre eine linkes Steckenpferd.
    Eine überwältigende Mehrheit der Menschen in Österreich ist gegen diese Form der Energieerzeugung - und wenn man bedenkt, dass Unterberger selbst vor nicht allzu langer Zeit hier gesagt hat, in Österreich steht die Mehrheit der Bürger rechts der Mitte, dann sieht man sofort, wie wenig sich das mit seinen Punzierungen verträgt.

    Übrigens: Jeder Autofahrer muss eine KFZ-Haftpflichtversicherung abschließen, um für Schäden die er bei seinen Mitmenschen und deren Eigentum eventuell verursacht, aufkommen zu können.
    AKW-Betreiber haften de facto so gut wie überhaupt nicht für die Milliarden-Schäden, die ihre Anlagen verursachen können.
    Das alles blendet Unterberger aber wieder einmal gekonnt aus.
    Er ist eben genauso ein typischer Journalist, wie all jene, über die er sich hier öffentlichkeitswirksam regelmäßig aufpudelt.
    Der Unterschied ist bloß: Er ist ein stockkonservativer Volkspädagoge, und kein linker.
    Aber das macht es keinen Deut besser.

    • Bösmensch (kein Partner)
      11. Mai 2011 12:11

      Tja das ist eben der große Unterschied. Es gibt diskursfähige "Rechte" die versuchen ihre Positionen vernünftig zu untermauern, in Sachfragen (wie eben der Atomgegnerschaft) sogar mit nicht-rechten Kräften kooperieren und es gibt die Leute die aus Prinzip "liberal/wertkonservativ/rechts" sind, für so manche Position kaum valide Argumente haben aber trotzdem sudern als gäbe es kein morgen mehr. Was an Argumenten fehlt wird dann durch das eintreten auf irgendwelche Feindbilder, die man selbst aufbläst, wettgemacht.

      Als nicht-Rechter verbitte ich mir ja so manchen -ismus, so auch den Ageismus, trotzdem muss man feststellen, dass das oft im Zusammenhang mit dem durchaus hohen Altersschnitt (hier) stehen dürfte. Es gibt zwar durchaus auch ältere Menschen die sich einen Zugang zu Argumentationen und neuen Erkenntnissen bewahren und nicht nur das Wissen von vorgestern als Wahrheit hinstellen - aber mit höherem Alter dürfte die Anzahl dieser Personen leider schrumpfen. Ich hoffe inständig, dass es mir nicht auch eines Tages so geht und ich ausschließlich an Positionen festhalte weil ich sie eben so gewohnt bin.

    • socrates
      11. Mai 2011 15:29

      Bösmensch
      Tja das ist eben der große Unterschied. Es gibt diskursfähige "Linke" die versuchen ihre Positionen vernünftig zu untermauern, in Sachfragen (wie eben der Atomgegnerschaft) sogar mit nicht-linken Kräften kooperieren und es gibt die Leute die aus Prinzip "liberal/frauenbevorzugend/umstürzlerisch" sind, für so manche Position kaum valide Argumente haben aber trotzdem sudern als gäbe es kein morgen mehr. Was an Argumenten fehlt wird dann durch das eintreten auf irgendwelche Feindbilder, die man selbst aufbläst, wettgemacht.

      Als nicht-Linker verbitte ich mir ja so manchen -ismus, so auch den Ageismus, trotzdem muss man feststellen, dass das oft im Zusammenhang mit dem durchaus hohen Altersschnitt (im BSA) stehen dürfte. Es gibt zwar durchaus auch ältere Menschen die sich einen Zugang zu Argumentationen und neuen Erkenntnissen bewahren und nicht nur das Wissen von vorgestern als Wahrheit hinstellen - aber mit höherem Alter dürfte die Anzahl dieser Personen leider schrumpfen. Ich hoffe inständig, dass es mir nicht auch eines Tages so geht und ich ausschließlich an Positionen festhalte weil ich sie eben so gewohnt bin.

      Bei Diskriminierungen aufgrund des Alters (Ageismus) einer Person finden drei Prozesse gleichzeitig statt:
      * eine Etikettierung, d.h. die Zuordnung einer Person zu einer Altersgruppe
      * eine Stereotypisierung, d.h. die negative Bewertung von Eigenschaften einer Personengruppe (hier: der Altersgruppe)
      * eine Diskriminierung, d.h. ein negatives Verhalten gegenüber der Person aufgrund der zugeordneten stereotypen Eigenschaften[2]
      In der Charta der Grundrechte der Europäischen Union ist ein Verbot von Altersdiskriminierung enthalten.[3]
      Das Grundgesetz Deutschlands kennt kein ausdrückliches Diskriminierungsverbot wegen des Alters. Jedoch wird im allgemeinen Gleichheitssatz des Artikels 3, Absatz 1, generell die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz als Grundrecht festgeschrieben.
      Darüber hinaus verlangt, im Sinne einer Umsetzung der Europäischen Menschenrechtskonvention, eine EG-Rahmenrichtlinie[4] von den Mitgliedsstaaten unter anderem die Umsetzung des Verbots der Altersdiskriminierung durch Anpassung der nationalen Gesetze bis spätestens zum 2. Dezember 2006. In Deutschland wurde zu diesem Zweck auf den 18. August 2006 das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz in Kraft gesetzt.[5] Benachteiligungen aufgrund des Alters sind somit im Anwendungsbereich dieses Erlasses ausdrücklich nicht mehr zulässig.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      11. Mai 2011 16:27

      Zu Ihrer Versicherungstheorie im Vergleich mit Kfz, Segestes-Liebling:

      Selten lagen Sie noch weiter daneben.
      Wer seit ~1950 so unfallfrei Auto fährt, wie die europäische Kernkraft produziert, bezahlt nur noch 5% Prämie — und sogar daran verdient die Versicherung noch.
      Außerdem haben die KKW-Betreiber, was bei euch Fukushima-Hysterikern stets unter den Tisch fällt, gewaltige Rücklagen für Schadensfälle und Entsorgung bilden müssen. (Das gilt zumindest für Deutschland.)

      Was soll überhaupt diese Fukushima-Hysterie? Beim Bau der Kapruner Staumauer haben 300 Arbeiter ins Gras (besser: in den Beton) gebissen; ihnen ist eine schöne Gedenktafel gewidmet.
      In Fukushima ist (außer den zwei durch eine Gasexplosion ums Leben gekommenen Mitarbeitern) kein einziges Opfer zu beklagen — und es war kein atomar bedingter Unfall, sondern durch ein Naturereignis nie gesehener oder erwarteter Intensität (Tsnami, 15 m Wellenhöhe) hervorgerufen.

      Die ganze Welt lacht über Deutschland, das sich auf diese idiotische Weise die verspätete Durchführung des Morgenthau-Plans verordnet.
      Sie sollten mitlachen, sofern noch genügend graue Zellen zwischen Ihren Wascheln überlebt haben.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      11. Mai 2011 16:56

      Beim Bau der Kapruner Staumauer haben 300 Arbeiter ins Gras (besser: in den Beton) gebissen; ihnen ist eine schöne Gedenktafel gewidmet.


      Dass der allergrößte Teil von diesen Toten jüdische und kriegsgefangene Zwangsarbeiter unter dem Naziregime waren, verschweigen Sie uns leider.

      Ein noch zynischerer Vergleich als der Ihre ist eigentlich nicht vorstellbar.

    • Segestes (kein Partner)
      11. Mai 2011 17:16

      Genau, seit den 50ern ist die Kernkraft unfallfrei in Europa unterwegs.
      Und Tschernobyl liegt in Afrika...
      Wieder einmal ein Beispiel dafür, dass der Philosophenkaiser doch nicht so g'scheit ist, wie er selbst meint.

      Und nicht alles was hinkt ist ein Vergleich:
      Deinen 300 toten Kraftwerksarbeitern von Kaprun (mein Großvater hat dort übrigens mitgearbeitet), stehen an die 100 000 abgesiedelte Menschen in Fukushima gegenüber, die ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben und Jahrzehnte lang nicht in ihre Heimat zurückkehren können.
      Gerade hier im Forum der Geld-Fixierten, sollte eigentlich klar sein, was für einen volkswirtschaftlicher Schaden das darstellt. Von der menschlichen Tragik einmal ganz abgesehen.

      Und dass radioaktive Partikel, die in die Umwelt gelangt sind, sich sehr oft erst nach Jahrzehnten tödlich bemerkbar macht (Stichwort Anreicherung in der Nahrungskette), sieht man am bereits erwähnten Beispiel Tschernobyl, wo die Krebsrate heute noch weit über dem Durchschnitt liegt.
      Selbst im weit entfernten Tschechien, das besonders vom Fallout betroffen war, stiegen in bestimmten Gegenden (dort wo der meiste Dreck heruntergekommen ist), die Fälle von Schilddrüsenkrebs signifikant an.
      Also erzähl mir hier nichts von "ist eh nix passiert".
      Diese Argumentation ist einfach nur hanebüchen.

      Die ganze Welt lacht über Deutschland?
      In deinen Zirkeln mag das so rüberkommen. Man hört und sieht eben nur das,
      was das eigene Weltbild unterfüttert.
      Wie auch immer, vielleicht kann ein deutscher Kanzler irgendwann einmal, in Anlehnung an einen bestimmten Vorgänger, sagen: "Ich glaube nicht, dass die die damals noch gelacht haben, heute immer noch lachen."
      ^^

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      11. Mai 2011 18:13

      @Schnabeltierfresser:
      Ihre Unterstellung ist unfair, eigentlich sogar infam.
      Lesen Sie die Aufzeichnungen von damals. Die Verunglückten, die keineswegs mehrheitlich aus Zwangsarbeitern bestanden, wurden nicht geopfert; sie kamen durch Felsabbrüche, Erdrutsche, Wassereinbrüche und andere Unwägbarkeiten der damals noch unerprobten Bautätigkeit in dieser Gebirgslandschaft ums Leben.
      Ihre Art zu argumentieren ist unanständig.

      Ich habe die Anzahl der Menschen, genannt, die durch die dortige Erschließung von Wasserkraft ums Leben kamen. Die Bauarbeiten wurden 1942 eingestellt — noch ehe Zwangsarbeiter in hoher Zahl zum Einsatz kamen; die Nazis hatten andere, "kriegswichtige" Prioritäten:

      "Die Arbeit der Nationalsozialisten am Kapruner Stausee kann mit allerhöchstens fünf Prozent des Gesamtaufwandes der ersten Ausbaustufe bis 1955 beziffert werden. Die Organisation Todt kam dort nie zum Einsatz. Oft genannte, höhere Schätzungen entbehren jeder Grundlage." (Aus "Die Entwicklung der Wasserkraft", Berlin 1965)

      Also: 95% der Bauarbeiten in Kaprun geschahen nach 1945. Ich wage zu bezweifeln, daß zu diesem Zeitpunkt noch Zwangsarbeiter eingesetzt wurden.

      In aller Fairness, so Sie eine haben, schulden Sie mir eine Entschuldigung.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      11. Mai 2011 20:04

      Sollte keine Unterstellung sein, möglicherweise haben Sie das mit den Zwangsarbeitern nicht gewusst.

      Natürlich kamen auch die Zwangsarbeiter durch Felsabbrüche, Erdrutsche, Wassereinbrüche und andere Unwägbarkeiten der damals noch unerprobten Bautätigkeit in dieser Gebirgslandschaft ums Leben. Aber was schätzen Sie, dass mehr oder weniger ums Leben gekommen wären, wären es freiwillige Arbeiter gewesen und keine Untermenschen?

      Es wäre übrigens nicht ganz unlogisch, wäre die Bautätigkeit im Rahmen der ersten fünf Prozent des Gesamtaufwandes der ersten Ausbaustufe noch besonders unerprobt und damit riskant gewesen. Aber das ist nur eine persönliche Vermutung.

      Wegen der Zahlen, zeigen Sie mir mal die Quelle für die 300, dann besorge ich Ihnen eine für den Anteil der Zwangsarbeiter daran.

    • Norbert Mühlhauser
      11. Mai 2011 22:28

      @ Segestes:

      Und dass radioaktive Partikel, die in die Umwelt gelangt sind, sich sehr oft erst nach Jahrzehnten tödlich bemerkbar macht (Stichwort Anreicherung in der Nahrungskette), sieht man am bereits erwähnten Beispiel Tschernobyl, wo die Krebsrate heute noch weit über dem Durchschnitt liegt.

      Und dass es Geigerzähler gibt, und dank deren Einsatzes der Verkauf verstrahlter Lebensmittel vermieden werden kann, und dass niemand gezwungen wird, in Ö "dank" Trüffelkonsum verstrahlte Wildschweine zu goutieren, wobei auch dieser Verkauf kontrolliert wird ...

      Und dass die herbeigeführte Verknappung von Energie mehr kostet als nicht verkaufbare, verstrahlte Lebensmittel ...

      Und dass Japan auch tatsächlich verstrahlte Lebensmittel aus dem Verkehr gezogen hat ...

      Und dass die Wiederbesiedlung der evakuierten Gebiete Japans von den dort täglich zu messenden Strahlendosen (auch des Grundwassers) abhängt, was genausogut in einigen Monaten zu akzeptablen Rücksiedlungen führen könnte ...

    • Undine
      11. Mai 2011 22:38

      @Schnabeltierfresser

      "Aber was schätzen Sie, dass mehr oder weniger ums Leben gekommen wären, wären es freiwillige Arbeiter gewesen und keine Untermenschen"

      Sie wissen aber schon, daß es auch heute noch Arbeiten gibt, bei denen bedauerlicherweise Menschen ums Leben kommen.

      Und vielleicht haben Sie auch schon einmal davon gehört, daß in den russischen Straflagern, in die beispielsweise vor Kriegsende massenhaft Siebenbürger, Männer und Frauen ab 16J., völlig schuldlos VERSCHLEPPT worden waren, zu Hunderttausenden an der harten Arbeit und durch Hunger und Schikanen starben, ebenso die gefangenen Wehrmachtsangehörigen.
      Bei den bedauernswerten Menschen, die in den KZs ums Leben kamen, heißt es immer, daß sie von den NAZIS ERMORDET wurden, auch wenn sie an Seuchen starben. Warum man diesen Terminus nicht auch für die ebenso bedauernswerten Opfer der Sowjets verwendet, weiß ich nicht.

    • Norbert Mühlhauser
      12. Mai 2011 00:23

      @ Undine:

      Das mit den Seuchen würde ich an Ihrer Stelle nicht so direkt sagen.

      Am besten Sie verweisen dazu auf das Gedenkprogramm "A Letter to the Stars", in dessen Rahmen Gymnasialschüler Nachforschungen in Archiven anstellen durften.

      In einem dieser "Letters", verfasst von Walter Leidenfrost u. Adrian Simon, GRG Wenzgasse (A-1130), ist von einem Ruhr-Todesfall und diesbezügl. KZ-Seuchen die Rede.

    • Norbert Mühlhauser
      12. Mai 2011 00:56

      @ Undine, Nachtrag:

      Ich präzisiere:

      Es ist daselbst von Ruhr als im KZ Buchenwald häufigster Todesursache die Rede.

      "KZ-Seuchen" bitte streichen/vergessen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      12. Mai 2011 07:06

      Wa soll der Unsinn mit dem Thema zu tun haben, das Energiegewinnung war?

  9. november_rain (kein Partner)
    11. Mai 2011 09:06

    1. Vielleicht wird von der Allgemeinheit tatsächlich übersehen, dass unser ganzer Lebensstandard eine Folge der industriellen Revolution war, die nur wegen der Verfügbarkeit an billiger Energie (Kohle) stattfinden konnte. Ich habe aber noch nie von Theoretikern an der Uni gehört, die den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch leugnen. Eventuell gibt es wirklich ein paar Naivlinge, aber die haben nichts zu melden.

    2. Die Versorgung mit billigem Öl ist langfristig bedroht. Die ganz wenigen Ölfelder, die sich noch mit 5$/bbl Produktionskosten ausbeuten lassen, gehen demnächst zur Neige. Bei den neu entdeckten muss man schon mit 70$/bbl kalkulieren. Peak Oil läßt grüßen. Öl kann nur teurer werden.

    3. Können Sie eine einzige seriöse "Global-Warming-Prophezeiung" (nicht eine, die Journalisten falsch verstanden haben) nennen, die nicht eingetreten ist?

    4. Es stimmt, wenn wir auf Öl und Gas verzichten, dass es für andere billiger wird, deswegen auch die Versuche, die Emissionen weltweit zu reduzieren, unter Aufsicht der UNO.

    5. Photovoltaik wird wahrscheinlich in 10 Jahren den break-even point erreichen, und genauso viel kosten wie andere Stromquellen. Bei Windenergie wird es früher passieren. Problem ist noch die Stromspeicherung. Es ist zu hoffen, dass dann die Förderungen zurückgefahren werden können.

    6. Vielleicht kann man endlich einmal die Subventionen der Atomindustrie offenlegen. Sie zu streichen, wäre wohl zu viel verlangt, auch wenn ich mir als Wirtschaftsliberaler das wünschen würde.

    • Segestes (kein Partner)
      11. Mai 2011 12:00

      Die Stromspeicherung bei Insellösungen, ist vor allem eine Frage der Akku-Technik.
      Gerade dort gibt es aber, abseits der öffentlichen Wahrnehmung, immense Fortschritte, z.B. bei Silizium-Nano-Akkus
      Auch der Wirkungsgrad heutiger Photovoltaik-Anlagen, ist mehr als doppelt so hoch, wie noch vor 10 Jahren.
      Jene Besserwisser, die behaupten, Photovoltaik rentiere sich für den Privatmann nicht, operieren, oft ohne es zu wissen, mit technischen Daten die schon einen Bart haben.
      Ich kann mich noch gut an einen Professor an der FH erinnern, der mit Unterlagen hausieren ging, die größtenteils noch aus den späten Neunzigern stammten und in Sachen Rentabilität auf den Strompreisen von damals aufbauten...

    • november_rain (kein Partner)
      11. Mai 2011 12:46

      Mit garantierten Einspeisetarifen würde sich Photovoltaik für den Einzelnen auch ohne Förderung von öffentlicher Hand bereits rentieren. Es sind nur höhere Investionskosten notwendig und es dauert länger.

      Ich bin zwar auch ein Fan von Forschung und freier Wissenschaft, aber damit allein wird sich die Energiefrage nicht lösen lassen, wie A.U. das zu glauben scheint. Außerdem gibt es schon viele Teillösungen, man muss sie nur anwenden. Dadurch wird es auch zu Effizienzsteigerung in der Produktion und inkrementellen Verbesserungen der Technik kommen, was letztendlich zu Kostensenkungen führt. Aber das sollte ohnehin bekannt sein.

    • Segestes (kein Partner)
      11. Mai 2011 13:10

      So ist es.
      Ein Perpetuum Mobile, wird die Wissenschaft sicher nicht aus den Ärmeln zaubern können.
      Stattdessen muss man die bisherigen Teillösungen geschickt kombinieren.
      Hierfür Denkaufwand zu betreiben, ist manchen Zeitgenossen aber wohl zu viel.

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      11. Mai 2011 17:35

      Zu Punkt 5:
      Unser örtlicher Grünenabgeordneter hat den Breakeven bereits für 2013 angekündigt. Jeder klar denkende Mensch weiß, daß das Schwachsinn ist. Man bedenke außerdem, daß Wind und Solar die Energie immer teurer macht, so daß spätestens bei 100% Ökoenergie diese nicht mehr teurer sein wird als der Preis, den die Verbraucher auf der Rechnung haben. Der Breakeven ist also eine Lüge, bei hinreichendem Anteil von Ökostrom werden die Erzeugungskosten die Kosten für die Verbraucher unterschreiten.

      Segestes:
      Sie sprechen den Wirkungsgrad an. Unser schon erwähnter Grüner schwärmt von Wirkungsgraden, bei denen deutsche Forscher den Weltrekord halten (ca. 40%). Verschwiegen wird, daß die Herstellung solcher Zellen zehnmal so teuer ist. Sie dürfen aber bei doppeltem Wirkungsgrad max. doppelt so hoch sein, sonst ist es wirtschaftlicher Unsinn.
      Was ich sagen will: Lüge, Lüge, Lüge und immer dieses unverdrossene Bauen von Wolkenkuckucksheimen. Bäh.

    • Norbert Mühlhauser
      11. Mai 2011 21:15

      Photovoltaik wird wahrscheinlich in 10 Jahren den break-even point erreichen, und genauso viel kosten wie andere Stromquellen. Bei Windenergie wird es früher passieren.

      Diese Prophezeiungen klingen mir schon seit Jahrzehnten in den Ohren. Und selbst wenn, machen derzeitige Stützungen diese Energieschöpfung nicht zu einer derzeit günstigen.

      Aber natürlich hilft es ungemein, zu allen anderen Energie-Generierungen "Nein" zu sagen, weil dann der break-even point näher rückt.

      Vielleicht kann man endlich einmal die Subventionen der Atomindustrie offenlegen. Sie zu streichen, wäre wohl zu viel verlangt, auch wenn ich mir als Wirtschaftsliberaler das wünschen würde.

      Glauben Sie wirklich, Frankreich exportiert aus reiner Nächstenliebe preisgünstigen Atomstrom, und schultert ohne diesbezügl Überwälzung behauptete Subventionen?

    • november_rain (kein Partner)
      11. Mai 2011 22:32

      Glauben Sie wirklich, Frankreich exportiert aus reiner Nächstenliebe preisgünstigen Atomstrom, und schultert ohne diesbezügl Überwälzung behauptete Subventionen?

      Gute Frage, die ich jetzt nicht beantworten kann. Hätte zwar einige Ideen, die aber reine Spekulation wären. Interessant auch, dass EDF (und andere staatsnahe Konzerne) sich in ganz Europa einkauft, während der französische Markt ziemlich abgeschottet bleibt. Das eine muss aber mit dem anderen nichts zu tun haben.

    • november_rain (kein Partner)
      11. Mai 2011 22:35

      Habe "französischer Atomstrom" gegoogelt und das als erstes Ergebnis bekommen:

      http://www.faz.net/s/Rub469C43057F8C437CACC2DE9ED41B7950/Doc~E0282C063DFE64B57A73AB2103E609E5A~ATpl~Ecommon~Scontent.html

      Frankreich - Atomstrom gar nicht so günstig

    • november_rain (kein Partner)
      11. Mai 2011 22:42

      Zitate aus dem obigen Link:

      "Einen Großteil der Kosten hat immer der Staat übernommen, vor allem für die Forschungsarbeiten des staatlichen Atomenergiekommissariats CEA"

      "Nach Angaben des Autors Bruno Barrillot, einem Atomkraftgegner, hat das CEA zwischen 1946 und 1992 Subventionen von 308 Milliarden Franc (rund 51 Milliarden Euro) für die zivile Nuklearforschung erhalten."

      Und einiges mehr. Es hätte mich gewundert, wenn französischer Atomstrom wirklich so billig wäre. Außerdem darf man nicht vergessen, dass auch die friedliche Atomenergie immer eng mit der militärischen Nutzungverbunden war, um spaltbares Material für Bomben und atombetriebene Schiffe zu bekommen. Auf dem freien Markt hätte sich diese Technik nur schwer durchsetzen können.

    • Norbert Mühlhauser
      12. Mai 2011 01:06

      @ n_r:

      Forschungsförderung bitte nicht mit betriebsanlagenbezogener Stützung verwechseln! Letzteres ist allein für Vergleiche heranzuziehen.

      Viele, die erhöhte Abnahmetarife für Alternativ-Energien und darauf basierende Öko-Investments als Frechheit empfinden, haben nämlich gegen dahingehende Stützungen der Grundlagenforschung nichts einzuwenden.

  10. Bösmensch (kein Partner)
    11. Mai 2011 08:39

    Hach was müssen das für glorreiche konservative Zeiten gewesen sein wo man noch die richtigen Energieformen massiv subventionieren konnte. Wenn jetzt die böse Solarenergie, oder Gott bewahre - die furchtbaren Windräder am Zug sind, die unser brillianter Techniker Unterberger natürlich längst entlarvt hat, dann sind auf einmal die Subventionen an sich böse - eh klar.

    Der vierte ist: Je mehr sich staatliche Eingriffe gegen die Marktmechanismen richten, umso stärker werden diese an unerwarteter Stelle wieder wirksam.
    Ja wer weiss, hätte man die Atomkraft nicht massiv subventioniert, (Bau, Endlagerung, Steuernachlässe usw.) vielleicht gäbe es schon längst eine flächendeckende Versorgung mit "Alternativenergie".

    In Unterbergers supereinfachem Weltbild läuft es natürlich auch so, dass wir brav sparen und die bösen Chinesen trinken unseren billigen Sprit weg. In Wahrheit leben auch dort denkende Menschen die an Alternativen forschen bzw. diese längst einsetzen. Selbst bei gutem Willen wird das vor allem in China nicht von heute auf morgen stattfinden.

    Auch recht lustig - zuerst wird über den Gebärstreik gesudert(der natürlich nur an den bösen 68er Hedonisten liegt...) und dann ist von der Überbevölkerung die Rede.

    Das Schauspiel das A.U. hier abliefert wird langsam nur noch traurig. Manchmal war es ja ganz lustig aber in der Zwischenzeit liegt immer die selbe Platte auf und der Schmäh wird zunehmend lascher. Alter und Starrköpfigkeit von A.U. lassen hier auch wenig Neues erwarten, davon abgesehen muss er ja seine zahlende Kerngruppe füttern und die wollen eben genau das: Gegen den bösen linkslinken Mainstream schwimmen, was hier soviel heisst wie aus Prinzip gegen praktisch alles zu sein und sich die Seele aus dem Leib zu sudern.

    • S. Oberreit (kein Partner)
      11. Mai 2011 14:13

      Lustig, dass ausgerechnet jene, die über ein ausgeprochen simples holzschnittartiges Weltbild verfügen, alle, die nicht ihrer Meinung sind vorwerfen, sie hätten ein "supereinfaches" Weltbild.

      Generell fällt auf, dass die inhaltliche Qualität der Postings der Anit-Unterbergerfraktion extrem niedrig ist. Das kommt wahscheinlich vom vielen ZIB2 schauen und Standard lesen.

      Aber argumentativ sind die Gutmenschen ja schon lange am Sand.

  11. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    11. Mai 2011 07:43

    1. Welcher universitäre Theoretiker geht bitte an der Tatsache vorbei, dass das Wirtschaftswachstum ganz eng mit der Zunahme des Energieverbrauchs verbunden ist? Nicht mal die Kromp-Kolb würde das machen, das glauben höchstens realitätsfremde Journalisten.

    2. Jede seriöse Analyse zeigt, dass die wirtschaftlichen Probleme in der arabischen Welt, die zu den Revolutionen führten, mangels Exportwirtschaft und Finanzmarktverflechtungen mit der Krise so gut wie nichts zu tun hatten. Empfehle dazu http://ec.europa.eu/economy_finance/publications/publication15398_en.pdf .

    3. Sonnen- und Windenergie sind nach wie vor teuer, aber jetzt raten Sie einmal, wieviel Atomkraftwerke in den letzten 10, 20 Jahren ohne massive staatliche Förderungen ans Netz gingen. Genau, keine. Warum wohl?

  12. Sternderlfetischist (kein Partner)
    11. Mai 2011 06:39

    Die vielen Tausenden künftigen Krebspatienten und missgebildeten Neugeboren in Japan freuen sich ausserordentlich darüber, dass es bisher zu keinen Toten gekommen ist. Jeder, der die Gefahren von Atomstrahlung kennt, weiss, dass nur eine sehr extreme Strahlung zu unmittelbarem Tod führt, und dass es aber um die Langzeitfolgen der Strahlung auf den Organismus (durch Schädigung der Erbsubstanz) geht. Warum glaubt Unterberger in seiner unfassbaren Weisheit denn, gibt es strikte Grenzwerte zB für Röntgenpersonal?

    Der hier verrbeitete diesbezügliche Zynismus ist fast schon krankhafter und perverser Natur. Und er ist menschenverachtend. Und DAS soll den Konservativismus ausmachen? Zum kotzen.

    • Franz Kafka (kein Partner)
      11. Mai 2011 07:43

      nun denn, es wird Zeit für deine Medizin ...!

    • einfacheinnick (kein Partner)
      11. Mai 2011 14:01

      Da schau her, ich kann mal einem Kommentar vom Sternderlfaschisten uneingeschränkt zustimmen. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben.
      Nun, wie ich schon schrieb, die Blogger hier einschließlich AU haben ihre Zukunft schon hinter sich und werden die Auswirkungen nicht mehr erleben. :((

    • socrates
      11. Mai 2011 15:58

      Sternderlfetischist
      Linksgrüne Dummschreiber zeichnen sich durch stereotypische Meinungen, die von der Macht gewünscht und gesponsert sind, aus.
      Ein antideutsches Statement gegen Atonenergie: +++++
      Ein Tschernobyl Negativstatement: ++++
      Ein Sellasfield (GB) Negativstatement: 10-
      Ein tree miles island = Harrisburg Statement mit Hinweis auf die 14 Jahre dauernde Aufarbeitung und Hinweis aur die Opfer + genetische Schäden: Entlassung.
      Information schafft Unruhe, Umerziehung ist die Devise der Profiteure.

    • socrates
      12. Mai 2011 01:19

      Sternderlfetischist
      Als strahlengefährdete Mitarbeiter bekamen wir ein Pauschale. Das wurde in den 70ern abgeschafft. Und DAS soll den Sozialismus ausmachen? Zum kotzen.

  13. Undine
    10. Mai 2011 22:09

    Heute ging's in den Radio- und Fernsehnachrichten um die Griechen und ihren Unwillen, in Zukunft "kleiner abzubeißen". Sie scheinen trotz der unzähligen Milliarden Euro, die ihnen die EU (gegen den Willen der betroffenen Bevölkerung!!!) in den Rachen wirft, nicht sparen zu wollen. Sie betrachten, wie ich das sehe, diese Unsummen offensichtlich als längst fälliges Geschenk der lieben EU-Mitbürger an sie, die lieben Griechen. Und der Geldsegen reicht noch immer nicht, wie man heute hört.

    Meine naive Frage: Die amerikanische Großbank "GOLDMAN das alles bleibt ja wieder---wie üblich--- an den paar Nettozahlern hängen!

    • Undine
      10. Mai 2011 22:13

      Oh, da fehlt ja ein beträchtlicher Teil des Textes! Na, vielleicht kommt er noch!

    • Undine
      10. Mai 2011 22:26

      Der langen Rede kurzer Sinn: Ich hab' mich aufgepudelt, daß die 26 Mitgliedstaaten der EU für das unbekümmerte, sorglose Leben der Griechen zuständig sein sollen, obwohl eigentlich die amerikan. Bank GOLDMAN & SACHS in betrügerischer Absicht Schuld für das finanzielle Desaster der Griechen hat und somit auch zur Kasse gebeten werden muß, selbst wenn sie dran zugrunde gehen sollte.
      Von den 26 EU-Staaten sind es ja nur wieder eine knappe Handvoll, die alles berappen müssen, die paar Nettozahler eben.
      Bin neugierig, ob auch diesmal wieder ein Textteil fehlt.....

    • Norbert Mühlhauser
      10. Mai 2011 22:28

      Nach meinen Erfahrungen kann die Verwendung des kaufmännischen "und" (Ampersand) zu solchen ungewollten Textausblendungen führen.

      Bitte nochmals posten, ohne Ampersand!

    • Norbert Mühlhauser
      10. Mai 2011 22:31

      Ah, diesmal hat's geklappt - die Forumssoftware muss launisch sein!

      Es empfiehlt sich generell, den Beitrag vor dem Posten bei sich abzuspeichern. Die Gefahr von Übertragungsfehlern ist niemals auszuschließen!

    • Undine
      10. Mai 2011 22:40

      @Norbert Mühlhauser

      Herzlichen Dank für den Tipp mit dem Speichern! Ich dachte ja schon kurz, meine Erwähnung der Bank G+S wäre dem Computer "in die falsche Kehle" geraten!

  14. Reflecting
    10. Mai 2011 19:40

    Der heutige Beitrag von A.U. und so mancher der Kommentare verdienen, ganz besonders sorgfältige gelesen zu werden.

    Die erwähnten Herausforderungen für Europa sind so offenkundig, dass sie bereits von Blinden gesehen und von Tauben gehört werden können. Daher die Frage, warum konnte es soweit kommen? Was ist geschehen, dass ein riesiger Pool an gebildeten, gescheiten, auch weitsichtigen und einsichtigen Menschen in Europa sich damit zu begnügen scheint, Symptome zu behandeln und über die Ursachen hinwegzusehen. Die Bürokratie der EU glaubt offenbar nach wie vor daran, mit einigen hundert Millionen Euro alle Probleme lösen zu können.

    Fangen wir bei einem aktuellen Thema an: Das mediale und nicht als Ausdruck von Professionalität getätigte Aufblasen der Exekution von Osama bin Laden hat, wie zu erwarten war, alle möglichen Experten, Moralapostel, Vertreter der Vereinigung der Besserwisser aller Länder, berufsmäßige Antiamerikaner, selbsternannte Menschenrechtler, um nur einige zu nennen, auf den Plan gerufen. Mit besorgter Miene wurde über die Verletzung des Völkerrechtes und der Menschenrechte schwadroniert; auch sonstiges Verdammenswertes wurde im Vorgehen der USA gefunden.
    Was aber nicht geschehen ist, ist das Eingeständnis, dass der Rechtsstaat rebus sic stantibus gegen den Terrorismus nicht gewinnen kann, dass gegen den Terrorismus andere als rechtsstaatliche Mittel angewendet werden müssen, wenn diesem wohl jeglicher Menschlichkeit entbehrenden Übel ein Ende gesetzt werden soll. Gleiches gilt für die bis jetzt in Gang gesetzten „soft“ Gegenmaßnahmen gegen das zunehmende Piratenunwesen; die Piraten lachen sich wahrscheinlich krumm über die teuren, aber unwirksamen Maßnahmen des Westens gegen sie.
    Der „phoney war“ gegen Gaddafi ist ein weiterer Punkt; ebenso die offensichtliche Hilflosigkeit gegen die illegale Einwanderung nach Europa. Man kann auch mit rechtsstaatlichen Prinzipien, so hoch ich sie schätze und verteidige, gegen das Schlepperunwesen und den Menschenhandel nicht zielstrebig vorankommen, weil der Rechtsstaat anderen Gegebenheiten entsprungen ist und für ein erfolgreiches Vorgehen gegen Terror oder den menschenverachtenden trade in human beings nicht ausgelegt ist. Die einschlägigen Paragraphen des StG (z.B. das Terrorismuspräventionsgesetz) beeindrucken die Terrorpaten oder die Schlepper oder die Menschenhändler überhaupt nicht.
    Symptome zu erkennen, ist eine Sache; das Behandeln der Ursachen scheint man nicht zu wagen.

  15. DerTurm
    10. Mai 2011 17:02

    Nun, wenn sie nicht im Rampenlicht steht, äußert sogar Frau Merkel leise Bedenken: http://www.swp.de/ulm/nachrichten/wirtschaft/Merkel-warnt-vor-Abwanderung-von-Industrie;art4325,949486

    • DerTurm
      10. Mai 2011 17:04

      ...wenn auch die Idee der "Subventionierung von Industriestromtarifen" eine ausgesprochen blöde ist...

      Aber es passt ins Bild: Zuerst Energie teuer machen, und dann wieder subventionieren.

  16. libertus
    10. Mai 2011 14:25

    Es läßt sich beim besten Willen nicht leugnen, daß in der heutigen Zeit eine erschwingliche Energieversorgung eng mit wirtschaftlichem Wohlstand verbunden ist.

    Aber dafür Atomenergie als der Weisheit letzten Schluß zu betrachten, oder gar nicht als linx-grüner Birkenstockträumer zu gelten, kann ich persönlich nicht ganz nachvollziehen.

    Ich fühle mich ideologisch weit enfernt von den Grünen und trotzdem möchte auch ich einen raschen Ausstieg aus dieser für die Menschen nicht beherschbaren "Brückenenergie" - je früher, umso besser.

    Denn immer wenn der Mensch einfach gezwungen war, Alternativen zu finden, zeigte er sich am erfinderischsten. Daher sollte nicht immer dem scheinbar (!) billigen Atomstrom das Wort geredet, sondern endlich mit genügend finanziellen Mittel der Ausweg erforscht werden.

    • brechstange
      10. Mai 2011 15:29

      Das Problem daran ist, die Verteilung der Mittel. Es ist zur Zeit so, dass nur Parteigänger leicht zu Mittel kommen. Alle anderen werden "diskriminiert".

    • libertus
      10. Mai 2011 15:33

      @brechstange

      Danke für den Einwand, dem ich voll zustimme!
      Eben, das Dilemma beruht wieder einmal auf Macht und Eigeninteressen, wie so oft!

    • Norbert Mühlhauser
      10. Mai 2011 16:15

      @ Libertus:

      Wer hat Ihnen jemals schon linx-grüne "Birkenstockträumerei" vorgeworfen in diesem Forum?

    • libertus
      10. Mai 2011 21:29

      @Norbert Mühlhauser

      Sie haben schon recht, denn bisher gab keine meiner Positionen dazu Anlaß.
      Ich fürchtete nur, daß dieser Einwand käme, wenn ich mich dezidiert gegen Atomenergienutzung ausspreche und habe es einfach vorweggenommen.
      Alle Unklarheiten beseitigt? ;-)

    • Norbert Mühlhauser
      10. Mai 2011 22:35

      In Unterbergers Forum hat es schon sehr oft eindeutige Stellungnahmen gegen Atomenergie gegeben. Die Anwendung der "Bolschi"-Keule ist mir dabei aber nocht nicht untergekommen :-)

      (Ich kann freilich nicht jeden Eintrag bzw jeden blog verfolgen).

    • libertus
      11. Mai 2011 23:10

      @Norbert Mühlhauser

      "Bolschi"-Keule finde ich herrlich, wird sofort meinem Sprachschatz einverleibt.
      Vielen Dank! ;-)

  17. Norbert Mühlhauser
    10. Mai 2011 14:05

    Pardon, doch angesichts der Mythenbildung rund um das Geldmarktsystem und angesichts des Zuspruchs von Socrates Megazitierung (06:10 Uhr) muss ich hier zentral einiges davon hinterfragen:

    Jene Banken, die sich als Konsortialbanken zur Abnahme von Staatsanleihen verpflichten und diese auf dem Weg einer Auktion auf den Markt bringen, sind nicht dazu verpflichtet, nicht verkaufte Staatsanleihen zu melden. Da diese verzinst sind, können sie sie mühe- und risikolos selbst halten oder in eigenen und in von ihnen verwalteten Kundenfonds parken.
    Das Geld dafür können sie zum Zinssatz von 0,1 Prozent etwa von der amerikanischen Zentralbank bekommen. Dies erklärt, warum Banken für Staaten als derart systemrelevant angesehen werden, dass ein Staat lieber seine Industrie, seinen Mittelstand und seine Innovationsfähigkeit opfert als seine einzige Geldquelle, die Too-big-to-fail-Geldinstitute.


    Klingt schaurig desaströs, ist aber zumindest übertrieben.

    Notenbankverbindlichkeit werden immer zum aktuellen Leitzins verzinst, Staatsanleihen jedoch zu einer fixen Rate begeben. Der genannte Zinssatz von 0,1 % liegt in einer Größenordnung, die sich zumindest im europäischen Bereich nur auf Überbrückungshilfen wie den Zwölfmonatstender beziehen kann, der tatsächlich kurzzeitig unter dem derzeitigem 1 % Leitzins ausgegeben wurde aber jetzt generell ausläuft. Es ist also keineswegs so, dass Geschäftsbanken quasi leistungs- und funktionslos ertragreichere Anleihen mit billigeren Krediten finanzieren bzw lukrieren können! Außerdem müssen die Banken für den Bezug von Zentralbankgeld Sicherheiten hinterlegen, also zur Finanzierung des Aufkaufes von Staatsanleihen Wertpapiere aus eigenem Besitzstand belehnen lassen!

    Zum Glück haben einige Staaten die Altersversorgung ihrer Bürger nicht der weisen Verwaltung durch Bernard Madoff und den Herren Lehman anvertraut, sondern finanzieren diese durch ein umlagefinanziertes System, etwa Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich. Dies führt zu extrem hohen Steuern und Abgaben, die bei strenger Betrachtung etwa in Deutschland nicht 30 oder 50, sondern inklusive der 19prozentigen Mehrwertsteuer, von Benzin-, Versicherungs- und Tabaksteuer bei einem Alleinstehenden mit einem Bruttoeinkommen von 35.000 Euro 67% des Einkommens ausmachen. Die gepfändeten Arbeitnehmer sind die Drohnen in einer gigantischen Wabe namens Volkswirtschaft.

    Das Umlagesystem ist eben nicht sicher, weil es ursprünglich auf eine Pensionszeit von vielleicht 10 Jahren ausgelegt wurde, nur mangelhaft und unter großen Krämpfen adaptiert wird, und bei einem Beitragssatz von 22,8 % für die Pensionen (in Ö, also knapp ein Viertel des individuell Erwirtschafteten) Wirtschaftswachstum erzwingt, um nicht einzugehen. Oder anders: ohne Wirtschaftswachstumskomponente müsste der Beitragssatz vielleicht 50 % des individuell Erwirtschafteten betragen (bei 80 % Pensionsstandard).

    Abgesehen davon, dass schleierhaft bleibt, worin das Glück hoher Steuern und (Sozial-)Abgaben liegen soll (vielleicht um einen Konzern an Pensionskassenmitarbeitern samt Superpensionen zu beteiligen?), wäre so manchem, der eben nicht in Madoff "investiert" hat, die Pensionsversicherungspflicht lieber, selbst wenn sie - wie gehabt - steuerpolitisch gezielt gegenüber der SV-Pension benachteiligt würde - und dies trotz Finanzkrise!

    • Celian
      10. Mai 2011 16:44

      Es ist also keineswegs so, dass Geschäftsbanken quasi leistungs- und funktionslos ertragreichere Anleihen mit billigeren Krediten finanzieren bzw lukrieren können!

      Dieses Eindrucks kann man sich allerdings nicht erwehren, wenn man bedenkt, daß die Fed zum Zinssatz von 0,25 % Geld an ausgewählte Banken verleiht, das diese der USA zu 3,16 % weiterborgen. Die Banken können sich schon fragen: "Wos woa mei Leistung?"

    • Erich Bauer
      10. Mai 2011 17:00

      Celian,
      "..."Wos woa mei Leistung?"..."

      Geld ist die begehrteste Ware der Welt... Ein Großhändler, bei dem die Einzelhändler die Ware selber abholen und trotzdem den "Aufschlag" zahlen müssen... vielleicht sogar über den Einstandspreis... Sozialisten aller Länder sehen darin keine "Leistung", sondern "Betrug"... Leider, ohne "Betrug" keine Waren!

    • Celian
      10. Mai 2011 17:10

      Erich Bauer,

      ich bin kein Sozialist. Ich frag mich nur, warum die Staaten sich überhaupt den Zwischenhändler Geschäftsbank leisten. Die EZB hat schon um 77 Mrd. Staatsanleihen gekauft. Wie man sieht geht es ja auch ohne. Was ist also die Leistung, wenn man auch auf diese verzichten kann? Tschuldigung, daß ich so dumm frage. Aber wenn ich es wüßte, würde ich mir die Frage nicht erlauben. Jedenfalls bin ich deswegen noch lange kein Sozialist!

    • Erich Bauer
      10. Mai 2011 17:24

      Celian,

      Ich habe Sie auch nie für einen Sozialisten gehalten. Tschuldigung. Sein's net so angrührt, wenn man versucht einen neuen Aspekt in die Diskussion zu bringen. Mit keinem Wort wollte ich Ihre Person auch nur berühren. Das was Sie sich fragen kann ich auch nicht wirklich beantworten. Ich denke, es hat irgendwie mit der "Verteilung" der Ware zu tun... Wie von der Fabrik, zum Werksvertreter, zum Generalvertreter, zum Großhändler, zum Einzelhänder, zum Käufer... Ich hätte kein Problem damit wenn Sie mich jetzt zum Naivling erheben...

    • Erich Bauer
      10. Mai 2011 18:38

      Zusatz: Im antiken Griecheland gab's den Gott der "Kaufleute und der Diebe". Das war ein GOTT!!! Ich glaube damals wußte man über den Menschen ganz gut bescheid...

    • Norbert Mühlhauser
      10. Mai 2011 20:54

      @ Celian:

      ... wenn man bedenkt, daß die Fed zum Zinssatz von 0,25 % Geld an ausgewählte Banken verleiht, das diese der USA zu 3,16 % weiterborgen.

      Ich verfüge nicht über diese Informationen.

      Soweit ich gelesen habe, stellten die USA vielmehr kriselnden Banken Gelder durch Beteiligungskäufe zur Verfügung. Dies geschah ab Ende 2008 iRd des sog "Troubled Asset Relief Program" (TARP).

      Von den dafür verausgabten 245 Mrd $ an Mitteln des Steuerzahlers waren jedoch Ende 2010 rd 170 Mrd wieder zurückbezahlt. Mit anderen Worten: Die Banken wendeten 170 Mrd auf, um ihre eigenen Aktien zurückzukaufen.

      Dass der Staat bei Banken Kredit nimmt, wäre auch unerhört. Derartige Kreditnahmen der öffentlichen Hand kann es allenfalls auf Kommunalebene geben, denke ich. Vom Staat nimmt man doch an, dass er sich über Abgaben/Gebühren und Staatsanleihen, also Wertpapieren, finanziert!

    • Celian
      10. Mai 2011 22:38

      Norbert Mühlhauser,

      eine Staatsanleihe ist wie ein Kredit mit eingebauter Besicherung. Denn nur mit der Konstruktion "Staatsanleihe=kein Kredit, dafür ein Wertpapier" kann die Bank dieses "Wertpapier" bei der Zentralbank als Sicherheit hinterlegen. Dabei ist die Staatsanleihe nichts anderes als eine Urkunde dafür, daß jemand Geld schuldet, also ein Pfandbrief, der allerdings keinen Grund und Boden als Besicherung hat, sondern... ja was eigentlich?

      Letztlich ist eine Staatsanleihe ein fix verzinster Kredit. Das Risiko dafür liegt bei der Bank, d.h. wenn die Inflation zuschlägt verliert die Bank, das ist die Leistung der Bank.

      Die Konstruktion "Staatsanleihe=Wertpapier" gibt es nur, weil der Staat keine Sicherheiten hat. Was ist denn, wenn der Staat nicht mehr zahlt? Dann schauen alle durch die Finger. Das ist die "Sicherheit" von Staatsanleihen.

      Ich bin ja kein Fachmann. Aber mir erscheint diese Konstruktion "Staatsanleihe" wie ein groß angelegter Betrug am Steuerzahler und Bürger, der die Zinsen bezahlen muß und der dieses gemeine Spiel nicht durchschauen soll. Und selber am besten diese Staatsanleihen kaufen soll. Sich also die Zinsen durch die Steuern, die ihm abgenommen werden, selber bezahlen soll. Für Staatsanleihen von denen nur die Klientel der Regierenden profitieren. Das ist irrwitzig. Seriös schaut anders aus.

      Die Zahlen hab ich von hier:

      http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~EB761515E9D4D48A9AA38E56AC935A371~ATpl~Ecommon~Scontent.html

      Wenn das "Wertpapier" Staatsanleihe eine Sicherheit darstellt, warum gibt es dann CDS? Warum muß man sich gegen den Default, sprich Staat zahlt nicht, mit einer Kreditausfallsversicherung (Credit Default Swap) absichern, wenn die Staatsanleihe ein Wertpapier sein soll, die Sicherheit bieten soll? Daran zeigt es sich, daß Staatsanleihen nichts anderes als ein Kredit sind. Und zwar ohne Besicherung.
      Die "Staatsanleihe" ist das windigste Finanzprodukt am Markt und noch immer nicht verboten.

      Erich Bauer,

      hab wohl überreagiert. Nix für ungut!

    • Norbert Mühlhauser
      11. Mai 2011 22:01

      @ Celian:

      Ihre Gleichstellung Anleihen = Kredit kann ich nicht nachvollziehen.

      Ein Kredit wird idR besichert (außer bei Kleinkrediten), der Schuldner ist auf die Wohlgesonnenheit genau eines Gläubigers angewiesen, der Gläubiger hat Rechtstitel, um uU den Kredit sofort fällig zu stellen.

      Die Anleihe macht den Schuldner unabhängig vom "placet" eines Gläubigers. Der Gläubiger schultert dafür auch nur einen Teil des Risikos.

      Dass Staatsanleihen einen festen Zinssatz haben, wurde schon geschrieben. Hinzu kommt, dass diese Anleihen relativ niedrig verzinst sind, weil der Schuldner nicht durch Insolvenz "entfleuchen" kann.

      -----------------------

      Abgesehen davon:

      Es dürfte Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit entgangen sein, dass eine Flut von Halbwahrheiten über das Bankensystem in Umlauf gesetzt wird, um mit dem Geldmarktsystem das kapitalistische Prinzip, dass Vorleistungen nicht verfallen und durch Einfließen in die aktuelle Wirtschaftsgebarung Erträge zeitigen, zu Grabe zu tragen. Geplant scheint die Einführung des Schwundgeldes nach Silvio Gesell et al zu sein.

      Dieses macht jeden Bürger zum Leihnehmer des von ihm selbst Erwirtschafteten, es handelt sich tendenziell also um ein Prekariat, ein durch Besitzlosigkeit geprägtes Abhängigkeitsverhältnis. Nur wohlbestallte Staatsbedienstete könnten sich mit dergleichem anfreunden, da ihnen aufgrund eines sicheren Gehaltes die volle Ausschöpfung, statt des Zurücklegens, und die Kreditgewährung - nach diesem System durch den örtlichen Politruk - problemlos wäre.

      Hat nach dem derzeitigen System derjenige, der etwas erwirtschaftet, Anspruch darauf, dass die Überlassung der Mittel entsprechend den tatsächlichen Vorgängen auch zur Beteiligung an dadurch generierten Werten führt, bedeutet das Schwundgeld, dass Nichtkonsum ein Verbrechen ist, das mit Verfall früherer Leistungsansprüche geahndet wird, und dass natürlich die Konvertibilität von Vermögen, die das Kapitalsystem sicherstellt wird, zurückgeschraubt wird. Dem Staate verfällt alles, ihm muss Tribut erstattet werden, sofern nicht sofort konsumiert wird, und sofern nicht die Belastungen aus also erworbenem Vermögen auch aus laufendem Entgelten bezahlt werden können ....

      Wird Vermögen angestrebt, dass zuvor angespart werden müsste (zB Haus), ist wiederum die Förderungen durch den örtlichen Politruk als Ersatz des Bankbearbeiters vonnöten, da ja ein Schwundgeld kein Ansparen ermöglicht; auch hier wird also der Bürger zum Bittsteller ggü dem Staat gemacht, dessen Funktionären er wohl noch die Hand küssen sollte, dass sie ihn überhaupt am Leben lassen ... ?

    • Norbert Mühlhauser
      11. Mai 2011 22:05

      ... und die Kreditgewährung - nach diesem System durch den örtlichen Politruk - problemlos möglich wäre. ...

    • Norbert Mühlhauser
      11. Mai 2011 22:11

      ..., und dass natürlich die Konvertibilität von Vermögen, die das Kapitalsystem sicherstellt, zurückgeschraubt wird. Dem Staate verfällt alles, ihm muss Tribut erstattet werden, sofern nicht sofort konsumiert wird, und sofern nicht die Belastungen aus also erworbenem Vermögen auch aus laufenden Entgelten bezahlt werden können ....

    • Celian
      12. Mai 2011 10:56

      Danke, daß Sie mir so bereitwillig Nachhilfe geben!

      Darin, daß der Schuldner nicht durch Insolvenz „entfleuchen“ kann, liegt wohl der Grund, warum Politiker so heftig gegen einen Schuldenerlass für Griechenland kämpfen. Denn wenn diese Garantie nicht mehr für ein Euro-Land gewährleistet wäre, müßten die Staaten einen Zinsaufschlag befürchten…
      Und es stimmt schon, wie Sie sagen, daß eine Flut von Halbwahrheiten über das Bankensystem in Umlauf gesetzt wurde, die es dem normalen Bürger unmöglich machen die Lage richtig zu beurteilen. Leider ist auch mir noch immer nicht die Funktion der Zentralbank klar, der es aufgrund ihrer Statuten verboten ist, Staatsanleihen zu kaufen, die das im Notfall aber dennoch tut. Deshalb bleibt dem Staatsbürger nicht viel anderes übrig, als den Parolen der Politiker, die auf die bösen Spekulanten hinhauen, zu glauben. Die Unwissenheit liefert uns den Politikern aus. Aber vielleicht wissen Sie ja ein Buch oder einen Link, wo man nachlesen kann, wie nun Staatsanleihen genau funktionieren?

      Auch ich habe das Phänomen Schwundgeld wahrgenommen. M.E. haben wir schon Schwundgeld. Es ist schwierig geworden, Kapital anzuhäufen. Es wird immer unrentabler zu sparen, da das angehäufte Kapital von Quellensteuer und Inflation aufgefressen werden. Und vor wenigen Wochen hat Sarkozy angekündigt, daß Ausschüttungen an Aktionäre, nur mehr dann erfolgen dürfen, wenn ein entsprechender Anteil auch an die Belegschaft erfolgt. Dieses Beispiel wird auch bei uns Schule machen. Vermögensaufbau ist nicht mehr möglich. Wenn man aber nichts mehr schaffen kann, wird der Leistungsgedanke zerstört. Wenn man sich mit seiner eigenen Hände Arbeit nichts mehr schaffen kann, weil die Aufbewahrungsfunktion des Geldes immer mehr abhanden kommt, gleichzeitig aber durch staatlichen Förderungen Blasen am Immobilienmarkt entstehen, die ein eigenes Haus immer unerreichbarer machen, hat es auch keinen Sinn mehr, sich anzustrengen.

    • Norbert Mühlhauser
      12. Mai 2011 22:44

      @ Celian:

      Und es stimmt schon, wie Sie sagen, daß eine Flut von Halbwahrheiten über das Bankensystem in Umlauf gesetzt wurde, die es dem normalen Bürger unmöglich machen die Lage richtig zu beurteilen. Leider ist auch mir noch immer nicht die Funktion der Zentralbank klar, der es aufgrund ihrer Statuten verboten ist, Staatsanleihen zu kaufen, die das im Notfall aber dennoch tut. Deshalb bleibt dem Staatsbürger nicht viel anderes übrig, als den Parolen der Politiker, die auf die bösen Spekulanten hinhauen, zu glauben. Die Unwissenheit liefert uns den Politikern aus.

      Dann muss eben in der argumentativen Auseinandersetzung Aufklärungsarbeit geleistet werden, indem man zwingt, zu differenzieren.

      So gilt es zwischen Ankäufen von Staatsanleihen durch EU-Notenbanken und solchen der EZB zu unterscheiden. Bei Ersterem wiederum ist unbeachtlich, was davon in öffentl. Fonds eingespeist wird, weil solche Fonds eigene, finanztechnisch unabhängige Körperschaften ("Organismen") sind. Natürlich sind die Bedenken nicht von der Hand zu weisen, dass der EZB verbotene Direktkäufe von Staatsanleihen (Verbot der direkten Staatsfinanzierung) durch Käufe der nationalen Zweigstellen samt Weiterverkauf umgangen werden könnten.

      Eine weitere Differenzierung wäre, dass die EZB-Statuten eben nicht den Anleihenkauf als solchen (über den Sekundärmarkt) verbieten. Siehe dazu:

      www.euractiv.de/druck-version/artikel/trichet-vs-weber---streit-um-ezb-geldpolitik-eskaliert-003793

      Zum Verbot des direkten Staatsanleihenkaufes siehe auf Seite 10 (ein PDF):

      http://tinyurl.com/65bccwo

  18. Erich Bauer
    10. Mai 2011 09:23

    "...Das Wirtschaftswachstum ist ganz eng mit der Zunahme des Energieverbrauchs verbunden..."

    Wenn die nicht-subventionierten KMUs das "Hangerl" schmeißen bzw. "verquotet", in Grund und Boden "gegendert", ob ihres mangelnden "karitativen" Selbstverständnisses von den Bischöfen gemaßregelt, einfach nur zusammenbrechen, dadurch die Subventionen an die Großindustrie nicht mehr fließen, sodaß diese bestenfalls abwandert, ist das Energieproblem gelöst...

    Nicht gelöst ist dann die generöse Rotwählerversorgung. Die gewaltbereite LINKE, mitsamt den "gerecht" privilegierten Beamten, wird dann, den bis dahin, als wohlverdientes Naturgesetz betrachteten "indirekten" Raubzug (Ausbeutung der Nettozahler) als nicht mehr zeitgemäß ansehen. Der Übergang zum "direkten" Raubzug wird dann versucht. In ihrer Dummheit werden sie sogar ihre eigenen Institutionen und Ministerien zerstören... "So ein Tag...."

    • Anton Volpini
      10. Mai 2011 09:31

      @Erich Bauer

      Der Verdienst Eugen Richters, gestorben 1906, besteht darin, daß er diese Szenarien in seinem Buch "Sozialistische Zukunftsbilder" schon vor dem ersten "Realversuch" einer sozialistischen Gesellschaft beschreibt!

    • Erich Bauer
      10. Mai 2011 16:14

      Anton Volpini,
      "...schon vor dem ersten "Realversuch" einer sozialistischen Gesellschaft beschreibt!..."

      Dieses Szenario fällt in die "Kassandrakategorie". Auch der berühmten "Schwarzseherin" wurde nicht geglaubt. Warum? Hier wird ein großes Schadenspotential mit hoher Eintrittsaussicht beschrieben... Weil aber zwischen Ursache und Wirkung ein "gefühlt" langer Zeitraum liegt, sind die Menschen "persönlich" nicht beunruhigt und kaum zu mobilisieren...

      Mobilisieren kann man ihn viel eher mit einer "modifizierten" Tomate. Die Angst nach dem Genuß dieser tot umzufallen...

    • wallace (kein Partner)
      11. Mai 2011 11:57

      Ich fürchte, die "gerecht" privilegierten Beamten werden in diesem Szenario die bevorzugten Opfer einer Neuauflage der Französischen Revolution. Ich fürchte es deshalb, weil mehr als die Hälfte meiner Familie diesem privilegierten Stand angehört. Ich hoffe daher, dass der angesprochenen Mittelstand erhalten bleibt und endlich seine Zukunft selbst in die Hand nimmt. Der erste Schritt, die Austreibung der beamteten "Wirtschaftsvertreter", allen voran Grinsekatze Leitl und der dumme Reinhold.

    • wallace (kein Partner)
      11. Mai 2011 11:57

      Ich fürchte, die "gerecht" privilegierten Beamten werden in diesem Szenario die bevorzugten Opfer einer Neuauflage der Französischen Revolution. Ich fürchte es deshalb, weil mehr als die Hälfte meiner Familie diesem privilegierten Stand angehört. Ich hoffe daher, dass der angesprochenen Mittelstand erhalten bleibt und endlich seine Zukunft selbst in die Hand nimmt. Der erste Schritt, die Austreibung der beamteten "Wirtschaftsvertreter", allen voran Grinsekatze Leitl und der dumme Reinhold.

  19. Martin Bauer
    10. Mai 2011 09:17

    Es ist schon paradox.
    Da fürchtet sich die Menschheit vor etwas, was den Ursprung von Allem darstellt.
    Ohne die Aktivitäten, die in Sternen vor sich geht, gäbe es kein Leben, also auch nicht uns.
    Gestern schrieb die "veröffentlichte Meinung", dass in den nächsten 25 Jahren 8,5 Billionen Euro für die Alternativenergie ausgegeben werden müssen, um von fossilen Brennstoffen zu ca. 85% unabhängig zu werden.

    Würde man diese gewaltige Summe in die Atomforschung investieren, wären wir wahrscheinlich schon früher unsere Energiesorgen los.

    • Erich Bauer
      10. Mai 2011 09:58

      "...8,5 Billionen Euro für die Alternativenergie ausgegeben werden müssen..."

      Wieviel Brennwert haben diese Papierscheine?

    • Martin Bauer
      10. Mai 2011 10:48

      ca. 6 Mrd.Menschen :-)

  20. Josef Maierhofer
    10. Mai 2011 08:07

    Das geschilderte Desaster ist real.

    Die Politik und der Wohlstandsfimmel der Privilegienwirtschaft und -gesellschaft, die unfinanzierbar ist, die unumkehrbare Erwartung des Zusammenbruchs des überstrapazierten Energiesystems und des Sozialsystems, etc. läßt mich erahnen, daß wir den Rückschlag bald erleben werden.

    Vielleicht werden dann Pferdefuhrwerke die Autobahnen entlangtrotten und bei Aggstein wieder die Zollkette über die Donau gespannt, vielleicht wird die Wassermühle (umweltfreundlich), die in den 1980-er Jahren radikal entfernt wurde, wieder fröhliche Urständ feiern, der Rückfall Europas in die Steinzeit ähnelt dem Afrika von heute und keine Aktivität wird geeignet sein, die in 40 Jahren angehäuften Schulden zu zahlen.

    Für Europa ist das eigentlich schlimmer als ein verlorener Krieg, es ist kollektiver Selbstmord, Schulden zu machen, das Volk zu überfremden und an alle Ecken der Energieversorgung anzustoßen und zwar in dieser selbstmörderischen Weise.

  21. thomas lahnsteirer
    10. Mai 2011 07:58

    Besonders lächerlich verhalten sich große Teile der europäischen Sozialdemokratie:
    Stand früher gerade die Sozialdemokratie für industriellen Fortschritt und moderne Technologien so haben sich vor allem in Österreich und in Deutschland die Sozialdemokraten von ihren ursprünglichen Zielen total verabschiedet, biedern sich bis zum Erbrechen bei den Grünen an und gebärden sich als fortschrittsfeindliche Fundamentalistenpartei. Und was natürlich vor allem bei den deutschen Freunden nicht fehlen darf, ist das Belehren anderer (China, Indien) was sie zu tun und zu lassen haben.
    Suspekte Figuren wie Gabriel und Faymann sind gelungene Symbole für eine opportunistischen Sozialdemokratie am Gängelband der Medienstrolche von Kronenzeitung, SPIEGEL, ORF und ARD.
    Ich fürchte mich am meisten vor diesen Schwachköpfen in den linken Zeitungen und Fernsehanstalten, die den hysterischen Ton vorgeben und feigen, opportunistischen Politikern, die diesen Mediengaunern blindlings ins Verderben folgen (siehe die völlig unnötige Abschaltung einiger deutscher Kernkraftwerke).

    • Anton Volpini
      10. Mai 2011 08:36

      Verehrter Hr. Lahnsteirer, können Sie mir bitte eine Epoche nennen, in der die europäische Sozialdemokratie für industriellen Fortschritt und moderne Technologien waren?

    • thomas lahnsteirer
      10. Mai 2011 10:52

      Die Ära Pittermann, Kreisky, Waldbrunner, auch Androsch.....

    • terbuan
      10. Mai 2011 11:25

      Ja sicher der Androsch, der zuerst fette Subventionen kassiert um dann die Produktion nach China zu verlagern!

    • Cotopaxi
      10. Mai 2011 11:53

      Androsch, der seine Kinder vermutlich in Privatschulen schickt, aber für das gemeine Volk die Gesamtschule fordert.

    • Johann Scheiber
      10. Mai 2011 12:49

      Pittermann und Waldbrunner, natürlich auch Olah lasse ich mir gefallem, aber den verkappten 68er-Hippie Kreisky, oder gar Androsch...

    • terbuan
      10. Mai 2011 20:46

      Johann Scheiber,
      war nicht sein Tage heute...;-)

    • byrig
      10. Mai 2011 23:41

      er kann aber schreiben was er will,die sternderl kriegt er.verwunderlich.anhängerschaft?

    • woglinde
      11. Mai 2011 07:36

      byrig und terbuan würden wunderbar in die Muppetsschow passen. Zwei alte, grantelnde Säcke, die außer gelegentlichen Stänkereien nichts mehr zusammenbringen. Von Euch lasse ich mir sicherlich nicht vorschreiben, wem ich meine Sternderln gebe.

    • terbuan
      11. Mai 2011 14:19

      woglinde (welch schöner "neuer" Nick),
      Nur nicht frech werden Miss Piggy, sonst gibt es morgen (lahnsteirisches) Spanferkel! ;-)

    • signoraeva
      12. Mai 2011 21:44

      byrig
      wahrscheinlich ist er mindestens ein halbes Dutzend mal Partner und beweihräuchert sich damit selbst :-))))

  22. Anton Volpini
    10. Mai 2011 07:16

    In "Atlas shrugged" geht tatsächlich das Licht aus!
    Das Buch beschreibt eine Welt, die so lange von parasitären Institutionen beherrscht wird, bis der letzte Unternehmer das Handtuch wirft, und sich mit anderen Unternehmern in ein abgeschlossenes Tal zurückzieht.
    Die Welt wird den "Looters" überlassen und es geht das Licht aus!

    • Celian
      10. Mai 2011 10:10

      Schade, daß es den Film nicht auf deutsch gibt...

    • Anton Volpini
      10. Mai 2011 11:56

      @Celian
      Ich konnte den Film auch noch nicht sehen, er soll seit 15. April in den USA angelaufen sein.
      Das Buch sollte man aber unbedingt in Englisch lesen.

    • Johann Scheiber
      10. Mai 2011 12:51

      @Anton

      Unbedingt? Auch wenn ich kein Englisch verstehe?

    • Erich Bauer
      10. Mai 2011 12:58

      Johann Scheiber,

      Aus irgendeinem Grund will man dieses Buch nicht Deutsch übersetzt sehen... Das "Weltbild" könnte bei sehr vielen "shruggen"... (*süffisantes grins*)

    • Erich Bauer
      10. Mai 2011 13:01

      Johann Scheiber,

      Zusatz: das "grins" ist nicht für Sie gedacht...

    • Anton Volpini
      10. Mai 2011 13:34

      Johann, in der Schule warst Du doch in Englisch viel besser als ich......wie in den meisten Fächern. :-)
      In Deutsch gibt es das Buch schon. Der Titel lautet: "Wer ist John Galt"

    • Erich Bauer
      10. Mai 2011 13:46

      Anton Volpini,

      Danke. Das war mir tatsächlich nicht so beaknnt. Ich werde mir diese deutsche Ausgabe sofort, bei der nächsten Gelegenheit, besorgen. Könnte mir vorstellen, daß es ein geeignetes Weihnachtsgeschenk ist. Bräuchte mir dann nicht mehr mühsam den Kopf zerbrechen. Habe das mit Oriana Fallaci auch so gehalten..

    • Anton Volpini
      10. Mai 2011 16:13

      @Erich Bauer
      Ebenfalls Danke für Oriana Fallaci, war mir komplett neu..

  23. socrates
    10. Mai 2011 06:59

    In den Tropen fiel mir auf, dass die Solarenergie, die dort einen guten Wirkungsgrad hat, nicht genutzt wird. Bei uns , im Norden, mit schlechtem Wirkungsgrad, schon. Energiesparen total muß globalisiert sein.
    Atommeiler sind eine strategische Investition und sind so zu beurteilen. Was Fayman dazu sagt, ist für den Ösi bestimmt und interessiert China einen Dreck. Unsere „demokratischen“ Medien verlangen, dass sich ein deutschsprachiger Politiker für „Menschenrechte“ à la P.C. einsetzt, die in modernen Staaten und bei 75% der Menschheit niemand interessieren, im Namen der Demokratie. Die neuen Aufsteiger ignorieren das, wie es auch im täglichen Leben bei uns gemacht wird. Nur unsere Dummschreiber und Umerzieher bestehen darauf.
    Madoff investiert, wie andere Schlaue, in Anbauland in Brasilien, Nabucco überlässt er den Alpentrotteln. Überhaupt sind die neuen Aufsteigerländer, wie Südamerika, das Gebiet für Aufsteiger. Nicht gesetzlich überreguliert hat dort der besser Ausgebildete mehr Chancen als bei uns, wo der bessere Parteiakkrobat und der korruptere Politiker gewinnt. Wir dürfen in Lybien marschieren und dafür zahlen, andere machen Gewinne. Mann kann sogar heiraten, eine Familie gründen und Kinder aufziehen, ohne gleich schuldig zu sein.
    Die Förderung der Wissenschaft bedeutet, dass man die Grundlagenforschung intensiviert und nicht Umerziehung (Zeitungswissenschaft und Zeitgeschichte) und nicht die „weichen Wissenschaften“, die das persönliche Leben verschönern, aber keine Leistung für den zahlenden Staat erbringen.

    • brechstange
      10. Mai 2011 15:36

      Ein paar Gedanken zu Solarenergie:
      Die Tropen sind für Solarenergie nicht gut geeignet, zu hohe Luftfeuchtigkeit. Wir waren 14 Tage dort und die Sonne kam an keinem Tag durch den Nebel.

      Trockene Wüste ist geeignet, nur die Hitze und die Sandstürme müssen in den Griff kommen, um entsprechenden Output zu generieren.

  24. Observer
    10. Mai 2011 06:53

    Wenn man Probleme aufzeigt, dann sollte man auch Lösungsvorschläge haben. Davon ist in diesem Zeitungsartikel leider kaum etwas zu lesen. Vielmehr werden Behauptungen aufgestellt, welche sehr einseitig sind und nicht bewiesen werden. Die im Post skriptum angeführten persönlichen Befürchtungen könnten durch seriöse wissenschaftliche Arbeiten bestätigt bzw. auch widerlegt werden. Ich habe aber Verständnis, dass viele Menschen ihre Gefühle "aus dem Bauch" heraus und nicht rational begründen.

    • phaidros
      10. Mai 2011 07:15

      »Lösungsvorschläge«: Wie wahr!

      »Bauchargumentationen«: Verstehen kann ich sie auch, hilfreicher werden sie dadurch nicht. Eher vergrößert es Probleme, Missstände dauernd nur aufzuzeigen (ist ja auch nicht so schwierig), aber kein Angebot zur Behebung machen zu können (ist nämlich schwierig).

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      10. Mai 2011 08:02

      Eigenkorrektur: Blödsinn, Missstände aufzuzeigen ist Teil der Lösung, nicht Teil des Problems! Immer nur darauf herumzureiten, ohne selbst Vorschläge zu haben, ist das Entbehrliche!

    • Observer
      10. Mai 2011 20:33

      phaidros:
      mich würde interessieren, an wem Sie Ihre Bemerkungen gerichtet haben? An AU, an mich, an Sie oder an alle?

    • phaidros
      10. Mai 2011 21:22

      An jeden, der sich betroffen fühlt, sg. Observer. Das kann im Prinzip jeder nur für sich entscheiden. Aber Ihre positive Botschaft kann gar nicht oft genug wiederholt werden! BG

    • Observer
      11. Mai 2011 12:28

      phaidros:
      ich nehme das zu Herzen.

  25. Wertkonservativer
    10. Mai 2011 06:52

    "Die Vermessung der Welt (mit Schwerpunkt Europa)" könnte man Dr. Unterbergers heutigen Beitrag in Anlehnung an den bekannten Buchtitel bezeichnen.

    Speziell in den letzten Absätzen subsummiert er die wesentlichsten Problemkategorien, an denen vorrangig unser Kontinent in Gefahr ist, über kurz oder lang "aus dem Ruder zu laufen"!
    Die Befunde sind hellsichtig und klar definiert; die Furcht-Wertigkeit am Schluss ist auch die meine (einerseits gemildert durch mein Alter, andererseits verstärkt durch Sorge um die Nachkommen).
    Befund-Erhebungen auch der intelligentesten Art können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch die Tatkräftigsten unter uns kaum viel zu wirksamen und nachhaltigen Situationsverbesserungen beitragen können.

    Zorn und Frust: ja! Jedoch leben wir alle in einem derartig verzahnten Geflecht von Wirkungen und Gegenwirkungen, dass große Veränderungen wohl nur durch große Erschütterungen revolutionärer Art herbeigeführt werden könnten.
    Das kann (bzw. wird?) so oder so kommen!
    Als leidensfähige Menschen werden wir bzw. unsere Nachkommen im Eintrittsfall unser Schicksal bestmöglich zu meistern haben.

    Aber Kopf hoch, liebe Freunde: noch ist es nicht soweit!

    • Wertkonservativer
      10. Mai 2011 18:00

      Nun, meine heutige Epistel ist ja toll angekommen! Null Punkte, Themenverfehlung: setzen!
      Im zweiten Absatz übrigens .. "subsumiert".

    • Erich Bauer
      10. Mai 2011 18:33

      Werter Wertkonservativer,

      Nur im "Mißerfolg" kann der Mensch wachsen... (freundliches *grins*)

  26. Markus Theiner
    10. Mai 2011 06:38

    Jede Demokratie und Diktatur würde Phasen ohne Wachstum überstehen. Probleme bekommen wir ja in Wahrheit nicht dadurch, dass alles bleibt wie es ist - damit kommen die Leute sehr gut zurecht - sondern dass sich die Situation verschlechtert.
    Wir haben halt ein System in dem "kein Wachstum" gleich eine Verschlechterung ist. Weil dann die Schulden den Einnahmen davonlaufen, andere Staaten (die ja sehr wohl wachsen) uns schneller einholen, überholen oder abhängen und das Umlagensystem sich schwerer finanzieren lässt - was ja auch der Hauptgrund ist, wieso wir uns trotz Überbevölkerung nicht einmal vorübergehend eine Bevölkerungsabnahme leisten können.

  27. socrates
    10. Mai 2011 06:10

    Eines meiner Lieblingsthemen habe ich schlecht zitiert, daher im Klartext:
    Die Pleite der USA
    Alexander Dill 19.04.2011
    Warum die Vereinigten Staaten seit dem 15. September 2009 pleite sind und was das mit unserer Altersversorgung zu tun hat
    Wann ist ein Staat bankrott? Die Antwort ist unspektakulär: Wenn er seine Anleihen nicht mehr auf den Finanzmärkten verkaufen kann. Wann aber ist dies der Fall und wie lässt sich das nachweisen? Leider gar nicht. Jene Banken, die sich als Konsortialbanken zur Abnahme von Staatsanleihen verpflichten und diese auf dem Weg einer Auktion auf den Markt bringen, sind nicht dazu verpflichtet, nicht verkaufte Staatsanleihen zu melden. Da diese verzinst sind, können sie sie mühe- und risikolos selbst halten oder in eigenen und in von ihnen verwalteten Kundenfonds parken.
    Das Geld dafür können sie zum Zinssatz von 0,1 Prozent etwa von der amerikanischen Zentralbank bekommen. Dies erklärt, warum Banken für Staaten als derart systemrelevant angesehen werden, dass ein Staat lieber seine Industrie, seinen Mittelstand und seine Innovationsfähigkeit opfert als seine einzige Geldquelle, die Too-big-to-fail-Geldinstitute.
    Wenn diesen zudem zufällig noch die Zentralbank gehört, dann können Geldschöpfungsketten für eine besondere Geldart entstehen, die unter Fachleuten als Giralgeld bezeichnet wird, das vom Zentralbankgeld insbesondere dadurch unterschieden wird, dass es nie in Scheine und Barguthaben gewechselt werden kann, soll und darf. Es bleibt ein Auszug über ein Depot, das man lieber nicht verkaufen sollte, um seinen echten Wert nicht unnötig einem Belastungstest zuzuführen.

    Das Spiel mit der Altersversorgung
    Es gibt für diese Depotauszüge für mehr oder weniger fiktive Forderungen an künftige Generationen auch einen für jeden Laien verständlichen Begriff: Altersversorgung. Diese besteht in Zahlungsversprechen, deren Höhe der Ulmer Finanzwissenschaftler Dirk Solte bereits 2007 in seinem Buch "Weltfinanzsystem am Limit: Einblicke in den 'Heiligen Gral' der Globalisierung" auf 150 Billionen Euro schätzte - und damit 37mal so hoch wie das Zentralbankgeld aller Staaten der Welt.

    Zum Glück haben einige Staaten die Altersversorgung ihrer Bürger nicht der weisen Verwaltung durch Bernard Madoff und den Herren Lehman anvertraut, sondern finanzieren diese durch ein umlagefinanziertes System, etwa Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich. Dies führt zu extrem hohen Steuern und Abgaben, die bei strenger Betrachtung etwa in Deutschland nicht 30 oder 50, sondern inklusive der 19prozentigen Mehrwertsteuer, von Benzin-, Versicherungs- und Tabaksteuer bei einem Alleinstehenden mit einem Bruttoeinkommen von 35.000 Euro 67% des Einkommens ausmachen. Die gepfändeten Arbeitnehmer sind die Drohnen in einer gigantischen Wabe namens Volkswirtschaft.

    Für jene Staaten, die - wie die USA - möglicherweise nach Abzug der Schulden überhaupt kein Volksvermögen mehr angesammelt haben, sind die reichen Steuerquellen der umlagefinanzierten Staaten und die noch nicht verpfändeten und verspekulierten Privatvermögen von deren fleißigen und sparsamen Bewohnern Objekte größter Sehnsucht. Um an diese Vermögen heranzukommen, bedarf es unregulierter, internationaler Finanzmärkte, auf denen der Klügere dem Dümmeren - diese Unterscheidung leistet die asymmetrische Information - möglichst wertlose Schrottpapiere verkauft.

    Den Gewinn möchte der Sieger dieses Handels dann möglichst werthaltig anlegen, etwa in Immobilien in einem föderalen Staat. Dieser sorgt etwa durch strenge Baugesetze dafür, dass nur der bauen darf, der sein Einkommen lebenslang zur Bezahlung des überhöhten Preises oder der Miete an die alteingesessenen Grundbesitzer, die Bank und den vermittelnden Staat abführt. Ein Geschäft, das in Deutschland von sogenannten Gemeinderäten betrieben wird und dafür sorgt, dass die Grundpreise trotz stagnierender und abnehmender Bevölkerung in den meisten Gegenden "stabil" bleiben. In vielen Ballungsräumen aber sind sie derart gestiegen, dass zumindest die Besitzer unbelasteter Immobilien einen beglückenden und noch dazu unversteuerten Reichtum genießen können.

    Nach dem World Wealth Report der Credit Suisse betrug dieser in Deutschland die international führende Zahl von 100.000 Euro pro Kopf. Spaßvögel schreiben an die Veröffentlicher dieser Zahlen gerne, sie möchten diesen Betrag doch bitte ausgezahlt haben. Aber auch bei diesem Vermögen handelt es sich um einen Depotauszug. Die Auszahlung würde die Finanzmärkte überfordern.

    Was passiert, wenn Depotauszüge ganzer Staaten derart schlecht aussehen, dass sie vernichtet werden müssen?

    Noch am 15.Oktober 2008, kurz nach dem Lehman-Crash, konnte die 1668 gegründete, älteste Zentralbank der Welt, die Schwedische Reichsbank bei einer Aktion für US-Staatsanleihen für einen US-Kredit in Höhe von 10 Milliarden Dollar noch Gebote in Höhe für 15 Milliarden Dollar verzeichnen. Bis zu diesem Zeitpunkt veröffentlichte die Reichsbank die Auktionsergebnisse.

    Das Ergebnis der Auktion von US-Staatsanleihen in Höhe von 5 Milliarden Dollar am 14.09.2009 allerdings war aber von solcher Art, dass die tapferen Schweden die Verlinkung der Pressemitteilung veränderten. Es gab schlichtweg "no bids", keine Gebote. Der ursprüngliche Link, dessen Inhalt ich gespeichert hatte (siehe PDF) , führte nun zu einem Mailformular. Ein technisch versierter Heise-Leser fand jedoch heraus, dass die ursprüngliche Meldung noch im System steht. Bei Google konnte sie auch mit Volltextsuche nicht mehr gefunden werden.

    Today's auction of credit in US dollars with a maturity of 84 days has now been completed

    DATE 15/09/2009

    Today, the Riksbank offered US dollars through a tender auction. The amount offered today to the primary monetary policy counterparties was USD 5 billion.

    No bids were received in the auction.

    Additional information was published today at 2:00 pm CET/CEST in SAXESS/OMFIE on page RIKV.

    CONTENT EXPERT

    General Secretariat

    LAST REVIEWED 15/09/2009

    Nach dem Desaster vom 15.09. versuchten die Amerikaner vergeblich, die Schweden dafür zu gewinnen, weiter US-Staatsanleihen zu handeln. Die Schweden haben selbst große Pensionsfonds. Schweden ist aber auch der Hauptfinanzplatz für die reichen skandinavischen Staaten, die traditionell stark im angelsächsischen Sprachraum investieren.

    Am 7. Oktober 2009 gab das Statistische Amt Schwedens bekannt, dass die USA noch 2008 der zweitgrößte Empfänger schwedischer Portfolio-Investments waren.

    Nur fünf Tage später, am 12. Oktober 2009, teilte die Sverige Riksbank mit, den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften an die völlig unbekannte US-Politologin Elinor Ostrom zu vergeben. In der Pressemitteilung zur Vergabe wurde als Grund genannt, Ostrom hätte gezeigt, dass Gemeinschaftseigentum nicht schlechter gemanagt wird als staatliches und Privateigentum. Ein Affront gegen die Harvard-Ökonomie in den Vereinigten Staaten.

    Chronologie einer Pleite

    15.10.2008 Die Schwedische Reichsbank versteigert US-Kredite für 10 Milliarden Dollar. 15 Milliarden wurden geboten.

    19.12.2008 Die Schwedische Reichsbank gibt bekannt, auch 2009 US-Kredite zu versteigern.

    14.09.2009 Keine Gebote für eine Auktion von US-Krediten für 5 Milliarden Dollar. Die Meldung blieb zwar im System, wurde aber neu verlinkt.

    07.10.2009 Das Statistische Amt Schwedens gibt die Höhe der schwedischen Investments in den USA bekannt.

    12.10.2009 Die Schwedische Reichsbank gibt die Verleihung des Wirtschaftsnobelpreises an die Politologin Elinor Ostrom bekannt.

    19.11.2009 Die Schwedische Reichsbank gibt bekannt, die Auktion von US-Krediten einzustellen.

    Am 19. November 2009 schließlich folgt die fast unvorstellbare Pressemitteilung der Schwedischen Reichsbank, sie werde den Handel mit US-Krediten ganz einstellen, weil die Nachfrage nach diesen "nicht vorhanden" sei.

    Seit dem 15. September 2009 sind die Vereinigten Staaten zahlungsunfähig.

    Wir werden uns im nächsten Teil den Taktiken widmen, mit denen die USA ihre Zahlungsunfähigkeit verschleiern und durch den Zugriff auf fremde Vermögen verzweifelt versuchen, neue Mittel in ihr bankrottes Finanzsystem zu lenken.

    Der Artikel wurde am 25. April korrigiert und überarbeitet.

    Dr. Alexander Dill ist nach 20 Jahren in der Wirtschaft wieder in seinen gelernten Beruf als Sozialforscher zurückgekehrt. Seit Februar 2010 ist er Vorstand des nach der Finanzkrise gegründeten Basel Institute of Commons and Economics.

  28. werauchimmer
    10. Mai 2011 03:15

    Aber, aber, Herr Unterberger! Wie heißt es so schön: don't worry, be happy :-)

    Das ist nämlich alles no problemo!

    Werden doch in Bälde um teures Geld, das die Zirkulation so richtig ankurbeln wird, tageszeitsensitive Stromzähler in jedem Haushalt installiert, womöglich noch mit Erkennungsfähigkeit für wirklich notwendigen Konsum, wie desjenigen des OR....F!

    Das heißt, wenn es um 2 Uhr früh an Nordeuropas Küsten so richtig stürmt, ist Waschtag angesagt! Das ist der Rhythmus, wo jeder mit muss! Andernfalls kostet der Strom eben das Doppelte oder auch das Zehnfache, bis halt das Auslangen mit den Ressourcen gefunden werden kann.

    Was man mit Preiskonditionierungen nicht so alles bewerkstelligen kann - erstaunlich!

    Im Gegenzug werden dann alle Bürger mit den Segnungen realsozialistischer Existensubsidien bedacht. Das Paradies der Werktätigen naht! (- außer natürlich für diejenigen Uneinsichtigen, die nicht in Jubelchöre an Aufmärschen zu Ehren des großen, gütigen Vorsitzenden, dem wir unser tägliches Brot zu verdanken haben, einstimmen wollen)

    Wer könnte etwas gegen die Rettung der Erde vor den Klauen der Ökokiller oder krötenvernichtenden Wasserkraftwerksbetreiber haben? Eben.

    Und jeder Bürger bekommt ein Elektromobil, womit das Verkehrsproblem auch der Vergangenheit überantwortet werden kann - was die Straßenbaukosten ungeheuer reduzieren wird!





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