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Fußnote 192: Die vor dem Volk zu schützenden Volksvertreter

 Es ist gewiss nicht das größte Problem in dieser Republik, aber es ist mehr als bezeichnend für den Geist unserer Gesetzgebung.

Es besteht darin, dass die Computeranlage des Parlaments ständig e-Mails ganz gewöhnlicher Bürger als „Spams“ zurückweist. Das passiert nirgends so häufig wie im Parlament. Das ist natürlich eine herrliche Methode der Parlamentsbürokraten, um die Volksvertreter vor dem Volk zu schützen. Zumindest solange man das Volk nicht ganz abschafft, müssen sich viele Abgeordnete nur alle vier, neuerdings fünf Jahre den Wählern stellen. Was ihnen freilich dann angesichts so viel Ärgers über die schutzbedürftigen Abgeordneten umso größere Überraschungen bescheren wird.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2011 07:05

    Alle Machthaber haben kurz vor den Sturz das Volk als lästiges Übel betrachtet. Die Methoden der Abwimmelung unterschieden sich nur in der Art, nicht in der Auswirkung!

  2. Ausgezeichneter KommentatorRichard Mer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2011 10:07

    Hier in London sieht man regelmäßig im Fernsehen, wie ganz einfache MPs (also die hiesigen Parlamentsabgeordneten) heftig von Journalisten ausführlich befragt werden. Sie müssen alles verteidigen wofür und wogegen sie gestimmt haben, und sich selbst für ihre Entscheidungen verantworten.

  3. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2011 18:36

    Die Parlamentarier antworten auch nur, so es ihnen angenehm ist, also der ganze "Mein Parlament"sschmarren ist für die Würscht und das Volk wird ja ohnehin gerade ausgetauscht....

  4. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2011 07:09

    Sehr geehrter Dr. Unterberger!

    Angekündigte Revolutionen (hier: Überraschung) finden nicht statt.

    Auch nach der nächsten Wahl wird sich nichts an der parlamentarischen Zusammensetzung geändert haben; die Systemparteien haben sich auf ein ewiges gemeinsames Regieren eingerichtet und ihr System legistisch still und heimlich verfestigt und gegen kritische Geister gesichert.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Mai 2011 23:27

    Nachdem der Ex-Bundeskanzler Gusenbauer stolz verkündet hat, daß der Arbeitstag unserer Parlamentarier spätestens um 16 Uhr endet, müssen auch die PC dementsprechend programmiert werden, denn sonst könnte man den Arbeitsanfall doch nicht in dieser Zeit bewältigen.

    Die einzig mögliche Erklärung! ;-)

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2011 09:57

    Einen Mailfilter kann man bekanntlich so einstellen, dass praktisch alle Mails lästiger Staatsbürger, die nicht die Abkürzung "gv" im domain-part haben, in den Junkmail-Ordner wandern.
    "Wo komm ma dann da hin, wann jeder glaubat....:-)

  7. Ausgezeichneter Kommentatoralfons adam Partner Homepage
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2011 11:35

    Es kann schon sein, daß sich noch einige Zeit an unserem System nichts ändert. Aber wir sind doch selbst Zeitzeugen unerwarteter Umwälzungen von geschichtsträchtiger Dimension. Wir sollten uns daher nicht in Pessimismus üben sondern Überlegungen anstellen, wie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gestaltet werden sollen, wenn dieses System zusammengebrochen sein wird, womit offensichtlich sehr viele gescheite Leute rechnen.


alle Kommentare

  1. Tayten (kein Partner)
  2. Rreshu (kein Partner)
  3. Liau (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:48

    Stay with this guys, you're henlpig a lot of people.

  4. Suman (kein Partner)
    19. Januar 2015 10:54

    Edina Lapastica supposed to have been born wiihtn 1936, roughly she is frequently told. Having a love of seat shoes, an accumulation of worn-out Dion & the actual Belmonts vinyl, as well as dreams of the come back associated with sock hops, she gets a knack regarding discovering forgotten narratives which now reside in flea markets and also second-hand shops. These types of discoveries often act as starting points in her own work, of which combines fiber-based procedures and meticulous animation in order to focus on the value of labour and sincere objectives. She will finish the Cleveland Company of Art in-may having a BFA in Incorporated Media.

  5. lflzilj (kein Partner)
  6. libertus
    09. Mai 2011 23:27

    Nachdem der Ex-Bundeskanzler Gusenbauer stolz verkündet hat, daß der Arbeitstag unserer Parlamentarier spätestens um 16 Uhr endet, müssen auch die PC dementsprechend programmiert werden, denn sonst könnte man den Arbeitsanfall doch nicht in dieser Zeit bewältigen.

    Die einzig mögliche Erklärung! ;-)

  7. Gennadi (kein Partner)
    08. Mai 2011 08:51

    Lieber Herr Unterberger!
    Bitte Vorsicht, auch in Ihrer Umgebung gibt es Glasscheiben.
    Will man Unterberger erreichen, werden mails als Spams abgefangen.

    • Reinhard (kein Partner)
      08. Mai 2011 18:26

      Den privaten Blogbetreiber Unterberger mit Parlamentsabgeordneten auf eine Stufe zu stellen ist zuviel der Ehr'.
      Jede Privatperson darf die Beantwortung einer Frage ausschlagen.
      Abgeordnete, von uns gewählte und bezahlte Vertreter, haben die Pflicht jenen, von denen sie ihren Auftrag beziehen, Rede und Antwort zu stehen.

      Außer natütlich sie sehen sich als abgehobene adelige Elite, das Sahnehäubchen des kaiserlichen Beamtenkuchens...

    • Maria Kiel
      10. Mai 2011 16:14

      @gennadi
      Bitte erklären Sie mir (als Computerdeppen), woher man weiss, was bei jemand anderem im Spam-Ordner/Papierkorb landet?

  8. Frank Walter (kein Partner)
    07. Mai 2011 15:52

    Na ja, wieso sollte man auch immer auf das Volk hören? Es gibt doch eh genügend Wahlen. Und wenn gewählt wird, fallen sie immer auf die größten Dummköpfe herein. Das Volk kriegt, was es verdient.

  9. Segestes (kein Partner)
    07. Mai 2011 15:35

    Soll das Volk halt nicht Free-Mail-Anbieter benutzen, sondern von der Adresse die der eigene ISP zur Verfügung stellt, schreiben - da klappt es eher.
    Außerdem wird dann allzu heftige Kritik auch gleich weitestgehend de-anonymisiert und die parlamentarische Bagage weiß so in den meisten Fällen, ohne gleich auf die willigen Erfüllungsgehilfen bei der Polizei zurückgreifen zu müssen, wer da aufgrund seines Gemeckers auf die schwarze Liste zu kommen wünscht ^^

    PS: Kein Witz, unser Bürgermeister (3500 Einwohner-Ort) rührt sich auf Kritik per E-Mail meist nur dann, wenn man der Unterschrift einen akademischen Grad voranstellt....

  10. cmh (kein Partner)
    07. Mai 2011 12:15

    Andererseits: Wie verschafft man sich als Parlamentarier ein LAgebild?

  11. cmh (kein Partner)
    07. Mai 2011 12:07

    (1) Wenn Parlamentarier so wie Grasser oder auch etwa wie zuletzt Kurz von Journalisten "vernommen" werden (so etwa: alles was Sie jetzt sagen wird gegen Sie verwendet werden) - solange werden die Politiker nie frei von der Leber sprechen und solange werden wir nur den medieninduzierten Quaksprech zu hören bekommen.

    Man vergisst immer wieder, dass zu einem Gespräch zwei gehören, zu einer Vernehmung hingegen nur einer.

    (2) Ist dann einmal tatsächlich ein Bürger Teilnehmer eines Gespräches mit einem Politker, können sowohl der Politiker, als auch der Bürger fachlich kompetent sein oder nicht. Der kompetente Politker wird dann dem inkompetenten Bürger aus dem Weg gehen ebenso wie der inkompetente Politiker dem kompetenten Bürger. Aus beidseitiger Inkompetenez lassen sich lange lange INterviews machen und beidseitige Kompetenz hält ihre Gespräche entweder hinter verschlossenen Türen oder ist für Außenstehende unverständlich.

    (3) Jedes Schrifterl ein Gifterl sagt der Volksmund. E-mails zwischen Unbekannten sind daher nicht so eine gute Idee zum Informationsaustausch. Wie die Erfahrung in den diversen Blogs lehrt, greift man unbekannterweise immer etwas tiefer in den Schmalztopf des als zumutbar Geglaubten als man bereit ist, selbst zu ertragen.

    Da ist mir schon lieber, dass derartige E-mails als spam a-limine zurückgewiesen werden, als dass sie von irgendeinem Praktikanten nichtssagende beantwortet werden.

    (4) Man könnte sagen, dass das Parlament trotzdem mehr für die Imagepflege tun sollte. Es wären auch durchaus Methoden denkbar, die eine industrielle Beantwortung von E-mails bewerkstelligte. Aber ein sinnvolles Gespräch kommt dabei nicht heraus.

    Ein sinnvolles Gespräch kommt nur im persönlichen Vollzug heraus und sollte daher von den Politikern in ihren Wahlkreisen erfolgen. Aber Vorsicht, Lobbying droht.

    (5) Warum auch immer gleich an oberster Stelle beginnen. Eine ordentliche Gemeindepolitik mit Berücksichtigung der Bürger sollte an erster Stelle angestrebt werden.

  12. Torres (kein Partner)
    07. Mai 2011 09:48

    Leider bestehen diese "Überraschungen" meist darin, dass die nämlichen Volksverteter, egal was sie tun oder nicht tun, immer wieder gewählt werden.

    • Appollonio (kein Partner)
      07. Mai 2011 11:18

      Torres

      wo leben Sie? Kein einziger Abgeordneter wird bei uns gewählt, alle werden von Parteien nach Vorne geschoben. Ein gewähltes Parlament sähe ganz anders aus. Viel besser nämlich, weil man sich gewisse Nieten als Abstimmungsmaschinen nicht mehr leisten könnte.

  13. xRatio (kein Partner)
    07. Mai 2011 08:46

    Sorry, ich bin schon wieder betrunken.

    • Neppomuck (kein Partner)
      07. Mai 2011 08:51

      "Noch immer" wäre passender.
      Aber keine Panik, sie befinden sich in bester Gesellschaft:

      "Ich halte jeden Menschen für voll berechtigt, auf die [...] derzeitige Beschaffenheit unserer Welt mit schwerstem Alkoholismus zu reagieren."

      Heimito von Doderer

  14. Sternderlfetischist (kein Partner)
    07. Mai 2011 07:58

    Also meine Mails kommen immer an und werden auch beantwortet.
    Vielleicht werden nur Unterbergers Mails als Spam betrachtet? Warum wohl? Ich kann's nachvollziehen.

    • Heri (kein Partner)
      07. Mai 2011 08:21

      aha, Sie sind also wirklich politisch engagiert.
      Dachte ich mir doch; so engagiert und intelligent Sie hier kampf-posten...
      Freundschaft! :-)

    • Nestroy (kein Partner)
      07. Mai 2011 08:41

      Sie werden sicher sog. Vorzeigemails schicken! In meiner Firma beantworten wir aus Sicherheitsgründen alle Mails von Psychopathen!

    • Sternderlfetischist (kein Partner)
      07. Mai 2011 08:45

      Das ist in meiner Firma anders, lieber Nestroy. Wir betrachten Menschen anderer Meinung nicht als Psychopathen sondern nehmen sie als Menschen ernst.

    • Trollfresser (kein Partner)
      07. Mai 2011 12:13

      Sternderlfetischit

      Es ist eh bekannt, dass Du ein Pantscherl mit der Alev hast. Die macht eh nix lieber als Deine Zwitschermails zu beantworten.

      Pass nur auf, dass die Gabriela Moser nix davon spitz kriegt.

  15. Interessierter Leser
    06. Mai 2011 20:41

    Ich habe andere Erfahrungen, habe fast bei jeder Zuschrift an ÖVP-Politiker eine Antwort bekommen, manchmal/selten zugegeben automatisiert.

  16. Brigitte Imb
    06. Mai 2011 18:36

    Die Parlamentarier antworten auch nur, so es ihnen angenehm ist, also der ganze "Mein Parlament"sschmarren ist für die Würscht und das Volk wird ja ohnehin gerade ausgetauscht....

  17. alfons adam
    06. Mai 2011 11:35

    Es kann schon sein, daß sich noch einige Zeit an unserem System nichts ändert. Aber wir sind doch selbst Zeitzeugen unerwarteter Umwälzungen von geschichtsträchtiger Dimension. Wir sollten uns daher nicht in Pessimismus üben sondern Überlegungen anstellen, wie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gestaltet werden sollen, wenn dieses System zusammengebrochen sein wird, womit offensichtlich sehr viele gescheite Leute rechnen.

  18. Richard Mer
    06. Mai 2011 10:07

    Hier in London sieht man regelmäßig im Fernsehen, wie ganz einfache MPs (also die hiesigen Parlamentsabgeordneten) heftig von Journalisten ausführlich befragt werden. Sie müssen alles verteidigen wofür und wogegen sie gestimmt haben, und sich selbst für ihre Entscheidungen verantworten.

    • Neppomuck (kein Partner)
      07. Mai 2011 08:43

      Ohne die Partei sind wir nix, also soll die erklären, warum sie solche ...... (wahlweise Einfügungen sind erbeten) aufgestellt hat.

  19. terbuan
    06. Mai 2011 09:57

    Einen Mailfilter kann man bekanntlich so einstellen, dass praktisch alle Mails lästiger Staatsbürger, die nicht die Abkürzung "gv" im domain-part haben, in den Junkmail-Ordner wandern.
    "Wo komm ma dann da hin, wann jeder glaubat....:-)

  20. Celian
    06. Mai 2011 09:09

    Der Untergebene darf reden, aber nur wenn er dazu aufgefordert wird, andernfalls hat er gefälligst zu schweigen.

    Der Spam-Filter weist unaufgeforderte E-Mails automatisch zurück.

    Er funktioniert wunschgemäß. It's a feature not a bug.

  21. mike1
    06. Mai 2011 09:07

    mir ist bekannt, dass auch dienstliche mails von ministerium zu ministerium manchmal in den junk-mail ordner wandern.

    ...manchmal vielleicht zu recht ?

    • Neppomuck (kein Partner)
      07. Mai 2011 08:45

      Früher sagte man "in Verstoß geraten", heute "im Spam-Filter hängen geblieben".

  22. HJR
    06. Mai 2011 08:32

    Nachtrag:
    I, wann I was z'reden hätt', I schaffat alles o!

    • Wertkonservativer
      07. Mai 2011 07:43

      Darf ich, werter HJR, als Weinheber-Adorant diese treffende erste Strophe aus "Waaßt? Net? Verstehst?" (Wien-wörtlich) komplett zitieren?
      "
      Wann i, verstehst, was z'reden hätt,
      I schaffert alles a'.
      Was brauch ma denn des alles, net?
      Is eh gnua da.
      "
      Und so geht's weiter! Weinheber, as it's best!

    • Wertkonservativer
      07. Mai 2011 08:05

      heisst wohl:
      "as his best", oder?
      Man soll halt nicht klugsch. ..., wenn man nicht sicher ist!

    • Neppomuck (kein Partner)
      07. Mai 2011 08:46

      "At its best" könnte man gerade noch durchgehen lassen.

    • Wertkonservativer
      07. Mai 2011 11:54

      Danke, Neppomuck:
      "Weinheber in Bestform" wäre wohl am besten gewesen!

    • Neppomuck (kein Partner)
      07. Mai 2011 12:56

      A pro pos "Weinheber":

      "Weinheber hat sich umgebracht.
      Mehr kann man von einem Menschen nicht verlangen."

      "Literaturpapst" Marcel Reich-Ranitzki

    • Wertkonservativer
      07. Mai 2011 18:05

      Der Literaturpapst ist ein verbohrter alter Mann, den praktisch niemand mehr ernst nimmt.
      Hätte Weinheber nichts anderes geschrieben, als "Wien wörtlich", müsste er in den Herzen zumindest der Wiener doch einen Ehrenplatz haben!

    • Undine
      07. Mai 2011 21:09

      @Wertkonservativer

      Josef Weinheber, den ich auch sehr bewundere als einen der Großen des vorigen Jahrhunderts, wird leider dem Vergessen preisgegeben. Im heutigen Deutschunterricht hat er kaum eine Chance. Schade! Man bringt nicht die Größe auf, ihn nur als den herausragenden Dichter zu betrachten, der er war.

    • Wertkonservativer
      08. Mai 2011 09:06

      Danke, liebe Undine,

      für diese positive Einschätzung meines Lebens-Lyriker (neben Leifhelm).
      Es tut gut, Gleichgesinnte im Forum zu wissen!

  23. Observer
    06. Mai 2011 07:24

    Ich habe kürzlich der begrüssenswerten Initiative für eine Verwaltungsreform geschrieben, dass der Mailverkehr (besonders gleichlautender Massenmails) nicht der geeignete Weg sind, unsere Volksvertreter, Minister und Landeshauptleute von manchen Fehlentwicklungen zu informieren und somit zum nachdenken zu bewegen. Durch Eingabe bestimmter "Reizwörter" kann man sein Spamfilter (wird meist schon von den Sekretariaten oder dem IT-Beauftragten erledigt)so konfigurieren, dass solche Mails immer abgefangen und dann sehr einfach elimeniert werden. Da sind Unterschriftslisten oder angemeldete Demonstrationen (möglichst mit Medienbeteiligung) und noch besser die Unterstüttzung manchen Zeitungen doch die wesentlich erfolgreichere Form, seine Meinung kundzutun.

    • HJR
      06. Mai 2011 07:53

      Welche Zeitungen greift denn einen Leserbrief aus "unseren Kreisen" auf, wenn es nicht gerade um "Hundstrümmerln" geht?

    • Observer
      06. Mai 2011 08:42

      HJR:
      vor ca. 2 Wochen gab es in der Presse ein einseitiges Interview mit Verwaltzngsreforminitiator Wolfgang Bauer und am 3.5. anageblich etwas ähnliches im STANDARD. Von Krone, Heute und Österreich kann mana solche Themen nicht erwarten. Ich hatate künzlich ein längeres Gespräch mit einem Österreich-MA, welcher mir genau erklärte, dass es sich um keine unabhäbgige Zeitung handelt, diese ist vielmehr total von einer politischen Seite abhängig. Besonders interessant war dabei zu erfahren, dass Werbe- und PR-Einschaltungen von Parteien etc. absichtlich nicht besodners gekennzeichnet werden.

  24. Cotopaxi
    06. Mai 2011 07:09

    Sehr geehrter Dr. Unterberger!

    Angekündigte Revolutionen (hier: Überraschung) finden nicht statt.

    Auch nach der nächsten Wahl wird sich nichts an der parlamentarischen Zusammensetzung geändert haben; die Systemparteien haben sich auf ein ewiges gemeinsames Regieren eingerichtet und ihr System legistisch still und heimlich verfestigt und gegen kritische Geister gesichert.

    • brechstange
      06. Mai 2011 07:25

      So scheint es. Doch Schein ist auch nicht alles. Schauen Sie nach Nordafrika.

  25. Anton Volpini
    06. Mai 2011 07:05

    Alle Machthaber haben kurz vor den Sturz das Volk als lästiges Übel betrachtet. Die Methoden der Abwimmelung unterschieden sich nur in der Art, nicht in der Auswirkung!

    • HJR
      06. Mai 2011 18:18

      Das tun unsere Politiker doch auch schon lange, drum haben sie ja die Wahlperiode zunächst mal vorsichtig auf 5 Jahre verlängert.

  26. Wertkonservativer
    06. Mai 2011 06:39

    Mein Kommentar, ebenso kurz wie die Fußnote selbst:

    Ärgerlich! Symptomatisch für Obrigkeitsdenken, auf den Computer reduziert.
    Nachhilfestunden in Demokratiekunde dringend erforderlich!

    • brechstange
      06. Mai 2011 07:29

      Verstehen Sie doch, die haben doch Gesetz um Gesetz zu produzieren und müssen das Ganze auch noch verstehen, dazu kommen die EU-Verordnungen, die umgesetzt werden müssen, da bleibt natürlich für diese kleinlichen Kleingeister mit ihren trivialen Problemen keine Zeit übrig. Oder liegt es dran, dass unsere Parlamentarier mit dem Verstehen überfordert sind und Anst haben, uns das erklären zu müssen. Dann doch lieber biedermeierlicher Rückzug.

    • HJR
      06. Mai 2011 08:13

      Einspruch, brechstange :-),

      dass unsere "Volksvertreter" die von ihnen produzierten Gesetze auch verstehen müssen, steht nicht (!) in der Verfassung!
      Abgesehen davon möchte ich ausnahmsweise ein wenig auf der Semantik von "produzieren" herumreiten:
      Salopp gesagt, geht es bei dem Begriff darum, dass Etwas (meist Stoffliches) mit Hilfe menschlicher Arbeit (und unter eventuellem Einsatz von Vorprodukten, Betriebsmitteln und/oder Energie) hergestellt wird, das in seiner fertigen Form ein Wirtschaftsgut ist.

      Daraus ergibt sich schon mal, dass unsere Volksvertreter NICHTS produzieren, nicht nur kein Wirtschaftsgut sondern überhaupt nichts Brauchbares. Das zweite wesentliche Element von Produktion ist die Arbeit. Wer hat schon einen "arbeitenden" Parlamentarier gesehen? (In Deutschland und bei der EU haben die wenigstens Hilfskräfte, die ihre "Arbeit" erledigen, bei uns besteht dazu keine Notwendigkeit, da jeder weiß, dass ohnehin nicht gearbeitet wird.
      Die dritte, nicht notwendig erfoderliche Komponente der Produktion - "Vorprodukte" - entfallen ebenfalls, da unsere Gesetze in fertiger Form entweder von der EU oder von unserer Regierung ins Parlament gelangen, wo nur mehr einfaches Handheben einer Mehrheit über die Gesetzwerdung entscheidet. Aber selbst der Mühe des Handhebens werden die Abgeordneten
      z.T. enthoben, weil ihnen ohnehin der Klubchef diese Handbewegung vormacht oder eben nicht.

    • brechstange
      06. Mai 2011 09:11

      Der Klubchef sollte halt immer gut konzentriert sein.

      Köstlich ihr Vergleich mit der realen Produktion und Arbeit. Doch ich denke, dass sich dasselbe Dilemma im EU-Bereich abspielt, daher ist meine Meinung dazu nicht so hoch wie Ihre.

  27. Dr. Dieter Zakel MA
    06. Mai 2011 06:10

    Und der noch schlimmere Aspekt dabei: Die Parlaments-EDV-Abteilung weiss nicht einmal wie das Filterergebnis zu Stande kommt, denn sie wissen um das Funktionieren und die Algorithmen der Fremd-EDV nicht Bescheid.
    Entweder das ist eine Lüge um die Schuld für das Filtern auf die Software abzuschieben oder es ist ein Sicherheitsrisiko. Choose…
    Ich habe die Parlamentarier bereits vor Längerem darauf hingewiesen. Reaktion: Null :-)

    • brechstange
      06. Mai 2011 07:31

      Für was sollen die noch alles Zeit haben. Wir müssen für die Partei laufen, um überhaupt ins Parlament zu dringen und dann sollen wir uns auch noch mit EDV herumschlagen.

    • HJR
      06. Mai 2011 08:26

      Als in Fragen der EDV sachverständig möchte hier einen Verbesserungsvorschlag unterbreiten und bitte die p.t. Mitdiskutanten um heftige Unterstützung:
      Es ist (leicht möglich) jede eingehende Mail auf einem Computer, deren Absender nicht auf einer Positivliste steht, automatisch löschen zu lassen. Nötigenfalls könnte diese Aufgabe bereits vom Mailserver übernommen werden, sodass die Computer der Abgeordneten gar nicht erst mit solchen Mails konfrontiert sind.
      Solche Filter sind als "Freeware" aus dem Internet downloadbar.
      Ich schlage daher vor, sich die Honorare für das Outsourcing solcher Aufgaben zu ersparen und sämtliche Mails an Abgeordnete (mit Ausnahme von deren bevorzugten Lobbyisten) bei Eingang zu löschen.
      Dies wäre 1) ein Beitrag zur Verwaltungsvereinfachung, 2) eine Ersparnis an Outsourcing-Kosten und 3) hätten die Abgeordneten durch Entlastung vom mühsamen Lesen ohnehin meist unverständlicher Post transparente Verhältnisse über die zu erwartenden Zahlungseingänge (in Abhängigkeit von ihrem Abstimmungsverhalten) was wiederum die Mühen des Handhebens erleichtert.

    • dergo
      06. Mai 2011 10:25

      Als positiv denkender Mensch denke ich, daß hier einer der Ansatzpunkte für die vom Verteidigungsminister angedachte 'Cyber Defence'-Gruppe ist. Unter den geplanten 1600 (!!) MA wird doch einer sein, der die Algorithmen versteht .......

  28. byrig
    06. Mai 2011 00:55

    naja-wenns zuviele spams gibt,könnte man sich vielleicht überlegen,nur alle 6 jahre zu wählen.

    • brechstange
      06. Mai 2011 07:32

      Und da sind wir uns sicher wieder einig, bis das Volk das kapiert, steht es in der Verfassung. Wieder ein Jahr vor Strache gerettet.

    • HJR
      06. Mai 2011 08:30

      @byrig
      Und wenn ein Abgeordneter sein 10-jähriges Dienstjubiläum erreicht, erwirbt er damit einen Anspruch, sein Mandat weiter zu vererben. :-)





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