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Fußnote 191: USA als Datenschutzverbrecher

Graf Claus Stauffenberg hat irgendwie noch Glück gehabt, dass er den 21. Juli 1944 nicht überlebt hat.

Denn sonst wäre ihm wohl ebenfalls der niederträchtige Vorwurf gemacht worden, dass er Hitler einfach töten wollte und nicht vor ein ordentliches Gericht zu bringen versucht hat. Den gleichen Vorwurf erheben derzeit ja etliche Grüne (damit automatisch auch der Großteil der Medienwelt), und einige Juristen in Hinblick auf die Tötung Osama bin Ladens durch die Amerikaner. Das muss man sich nun wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Da hat dieser Mann der freien Welt auf die heimtückischste Weise den Krieg erklärt – wenn auch zugegebenermaßen nicht durch Überreichung einer Kriegserklärung auf diplomatischem Weg –, da hat er mit Dutzenden Anschlägen Tausende Tote auf dem Gewissen. Und dann erwischen ihn die Amerikaner nach jahrelanger oft gescheiterten Suche in einer total geheimen Aktion mitten in einer höchstwahrscheinlich feindlichen Umgebung, wo wirklich jede Minute Verzögerung lebensgefährlich für das Kommando ist (und eine Verhaftung bin Ladens hätte wohl mehr als eine Minute gekostet). Nach dieser Aktion wagen es die linken Dummköpfe ernsthaft, davon zu reden, dass das alles rechtswidrig gewesen sei. Gewiss ist bekannt, dass die Grünen immer für die allerdümmsten Aussagen gut sind. Aber schmerzhaft ist es schon, wenn auch Juristen und Medien solche Vorwürfe erheben. Wollen die wirklich täglich klarmachen, dass Europas Jurisprudenz und Medien völlig außer Rand und Band geraten? Und warum müssen sich vor allem Deutsche und Österreicher ständig vor aller Welt blamieren? Fiat iustitia, pereat mundus. Manche wollen wirklich die Formaljustiz so zuspitzen, dass die Welt untergeht.

PS: Damit den einschlägigen Dummköpfen nicht die Vorwürfe ausgehen, ein kleiner Ratschlag: Als nächstes sollten sie sich bitte darüber beklagen, dass die Amerikaner den Datenschutz in skandalöser Weise verletzen, indem sie Bin Ladens Computer mitgenommen haben. Sie hatten dafür nämlich nicht einmal einen richterlichen Durchsuchungsbefehl.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Mai 2011 07:30

    Den Vogel in Sachen Osama schießt wieder einmal Deutschland ab.
    Hier sind die juristischen Bedenkenträger am dichtesten gesät, die ihren Antiamerikanismus und ihre ewige Besserwisserei in hohle Floskeln über den Rechtsstaat verpacken.

    Am Beispiel Afghanistan zeigt sich die unsägliche Moralisiererei noch ärger. Bei dieser schmutzigen Auseinandersetzung kontrolliert die deutsche Staatsanwaltschaft, im sicheren Hinterland sitzend, jeden Schuss, den deutsche Soldaten dort abgeben und weiß im nachhinein natürlich genau wie die Soldaten das besser machen hätten sollen und warum sie nicht hätten schießen sollen und welcher Luftangriff nicht hätte stattfinden dürfen.
    Die Taliban lachen sich einen Ast. Genau wie die somalischen Seeräuber, die lt deutschen Juristen unbedingt nach Hamburg vor Gericht gebracht werden sollen. Bei Konfrontationen mit Seeräubern darf die deutsche Marine die Piratenboote nur abdrängen, während zB die indische Marine diese Piratenboote sofort zusammenschießt, wenn sie ihr vor das Visier kommen...
    So schaut das aus, wenn politisch Korrekte Krieg führen wollen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Mai 2011 07:13

    Durch die von den Amerikanern in die Wege geleitete Fahrt ins Paradies des Genannten ist uns Christen, Westeuropäern, Amerikanern viel weiteres Leid, unendlicher Terror und Blutvergießen erspart geblieben. Einigen Blutzoll wird es uns wegen Racheaktionen zwar kosten, da bin ich sicher, aber nicht soviel wie bei einer jahrelangen bzw. lebenslangen Inhafttierung des Genannten.

    Ich bin sicher, schon heute wäre in der moslemischen Welt die Hölle los, wäre der Genannte in Haft und das bliebe so, bis er mit terroristischen Mitteln freigepresst worden wäre.

    Man brauche sich nur die Welt im kleinen anzusehen, nämlich Österreich:

    Welche akkordierter Aktionismus (um es gelinde auszudrücken) setzte ein, wegen dem sogenannten Tierschützerprozess, der Rechtsstaat, sprich die Richterin, konnte dem vermutlich nicht standhalten.

  3. Ausgezeichneter Kommentatormike1
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Mai 2011 09:07

    es ist ja wirklich unglaublich, wie manch einer - die grünen, die medien, sonstige dummschwätzer - reagiert. dabei können wir froh sein, dass einmal einer dieser wahnsinnigen islamistenterroristenführer ausgeschaltet wurden. dass die geschichte deswegen nicht ausgestanden ist, ist sowieso klar.

    also: freuen wir uns gemeinsam mit merkel - der "einzige mann" in der dt. regierung und europaweit - über das verschwinden eines irren.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Mai 2011 06:56

    Es war klar, dass die vielen Gutmenschen Haare in dieser Suppe finden würden!
    Die Sensationsgier der Weltmedien tut das ihrige, womit die Melange perfekt ist!

    Zu Frau Merkel:
    wie hier schon zu Frau Fekter gepostet, ist diese mutige Deutsche wirklich der einzige Mann im dortigen Politikerhaufen.
    Die Grünen, da wie dort? Eine Bagage der Sonderklasse!
    Guten Morgen!

  5. Ausgezeichneter KommentatorRosi
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Mai 2011 11:56

    Weshalb ereifern sich die Gutmenschen nicht bei jedem Terroranschlag, und rufen dort nach Recht und Ordnung, und protestieren gegen jeden Terroristen?
    Auf die USA loszugehen, ist leicht, kein Mensch kommt in Gefahr, der die USA kritisiert.
    Bei den Terroristen sieht die Sache schon ein wenig anders aus...
    Es lebe die - nicht vorhandene - Zivilcourage und der - nicht vorhandene - Gerechtigkeitssinn der 'Grünen'!

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorRupert Wenger
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Mai 2011 11:06

    Die ganze Diskussion um die Tötung Bin Ladens ist beim derzeitigen Stand der Information völlig sinnlos. Es handelte sich bei der US-Aktion um eine Geheimdienstoperation, also sind alle Veröffentlichungen der USA zweckorientiert, können also entweder wahr oder bewusste Desinformation sein. Die einzige Tatsache, die feststeht, ist die nicht mehr gegebene Handlungsfähigkeit Bin Ladens, weil er bei intakter Handlungsfähigkeit die US-Meldungen durch eine Botschaft/ein Auftreten sofort widerlegen könnte, womit die USA massiven Imageverlust erleiden würden.
    Lebend ist Bin Laden als Informationsquelle wertvoller als tot. Also wird es wohl keinen gezielten Tötungsauftrag gegeben haben. Solange er aber für die Öffentlichkeit in einem Gefängnis am Leben ist, besteht die eminente Gefahr einer Geiselnahme zu seinen Gunsten, also muss sein Tot gemeldet werden, ganz gleich ob er erfolgt ist oder nicht. Die Meldung von der Versenkung im Ozean verunmöglicht jede weitere Nachforschung und bietet die für Moslems relativ verträglichste Art der "Entsorgung" der Person.
    Alle Möglichkeiten sind offen, sicher ist nur, dass Bin Laden nicht mehr handlungsfähig ist, und das ist wohl das Einzige, was zählt und was den USA als Erfolg bestätigt werden muss.

  7. Ausgezeichneter KommentatorChristoph
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Mai 2011 06:28

    Wen würde es wundern, träfe bezüglich dem „Mord“ an Osama bin Laden eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft ein.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2011 10:10

    Was schon für die Atomdiskussion gilt, dass man immer in ein Schwarzweissschema gepresst wird.

    Natürlich war es rechtswidrig, was die Amerikaner getan haben. Und moralisch, zumal auch christlich ist es immer verwerflich, einen Menschen zu töten.

    Es gibt aber Situationen, wo man diese Schuld auf sich nehmen muss.

    Unerträglich wird es erst durch dieses Herumgelabere und Herumgerechtfige.

    Jetzt haben die Amis den Osama umbracht. So what? Darum ging es ja in dem Spiel. Osama war sich dessen seit Anfang im klaren.

    Nur wir reden jetzt darum herum, ob da die Zeche nicht doch von jemandem anderen - etwa dem Wirten - zu bezahlen ist. So wie wir halt auch die z.B. Türken in unser Land gerufen haben um zu arbeiten und jetzt sind die da, und arbeiten nicht obwohl sie bezahlt werden.


alle Kommentare

  1. denke (kein Partner)
    10. Mai 2011 07:36

    Ich verstehe nicht, Herr Unterberger, warum sie immer so oberflächlich sind.
    Irgendein "Grüner" oder Caritas-Mitarbeiter sagt irgendwas und Sie sehen gleich rot.
    Die Sache ist schon ein bißchen komplizierter.

    Im Krieg tötet man einen Feind. Einfach so, ohne Gerichtsurteil.
    Wobei es auch hier Einschränkungen gibt.
    2 Beispiele:
    a)Wollte man Otto Skorzeny den Prozeß machen, da er im Verdacht stand, im Krieg ein Attenat auf General Eisenhower geplant zu haben.
    Die Anklage wurde mangels Beweisen fallen gelassen.

    b)Konnte Saddam Hussein im Golfkrieg nicht ausgeschaltet werden, da laut amerikanischem Recht ein gezielter Angriff auf einen ausländischen Staatschef verboten ist.

    Im Gegensatz dazu funktioniert die Verbrechensbekämpfung nach einem anderen Recht.
    Natürlich darf man einen Verbrecher töten, aber nur, wenn damit eine akute Gefahr abgewehrt oder die Verhaftung nicht möglich ist.

    Entscheidend ist also die Frage ob es einen "Krieg gegen den Terror" gibt, oder ob dies unter die Rubrik Verbrechensbekämpfung fällt.

    Brisant sind 2 Aspekte:
    1)Offenbar wurde er nicht getötet, weil man ihn nicht verhaften konnte, sondern weil man sich die vielen Rechtsprobleme, die ein Prozeß mit sich gebracht hätte, ersparen wollte.
    Aber das es einfacher ist, sollte keine Rechtfertigung sein.

    2)Die Vorbildwirkung für andere Staaten, insbesondere Indien. Denn wenn die USA ohne Zustimmung Pakistans jemanden gezielt erschießen (und es hätte auch den Falschen oder Unschuldige treffen können), warum sollte Indien das nicht genauso tun?

    PS:
    Stellen wir uns mal vor, der Mossad hätte Aribert Heim in Ö gezielt ermordet.

  2. libertus
    09. Mai 2011 23:01

    Bin Ladens gewaltsames Ende ist unter Tyrannenmord einzuordnen und bekanntlich ist unter diesem Begriff alles erlaubt, solange damit weitere Menschenopfer verhindert werden (siehe auch richtigerweise den Hitler-Vergleich).

    Seine Terrorkommandos haben bei ihren Aktionen niemandem eine Chance eingeräumt und daher gebührt auch dem feinen Herrn keine.

    Möge sein Abgang ein Menetekel für alle nachwachsenden Terroristenführer sein.

  3. cmh (kein Partner)
    09. Mai 2011 09:05

    Nachfolgende Generationen werden sich, soferne sie sich noch für dann alte europäische Geschichte interessieren, über diese Rechtschaffenheiteleien genauso zerbröseln wie wir über die mittelalterlichen Gerichtsurteile über Ziegenböcke.

  4. Joachim Wressnig (kein Partner)
    09. Mai 2011 00:31

    So etwas selten Blödes, lieber Herr Unterberger, habe ich noch kaum je gelesen!
    Stauffenberg mit einem ganzen Kommando von SEALs und Hitler, der Chef eines ganzen Landes war und Bin Laden zu vergleichen, ist reine Demagogik! Hauptsache sie können gegen Grüne schießen... Ich bin beileibe kein Grüner, aber mir geht es gegen den Strich, wenn ein Land wie die USA, das ständig Werte predigt, sich dann nicht daran hält! Wenn Bin Laden im Zuge seiner Festnahme stirbt, kann keiner etwas sagen, aber darauf stolz zu sein, ihn einfach erschossen zu haben, geht halt nicht, wenn man behauptet, ein zivilisiertes Land zu sein.
    und SEALs, wenn sie eine Mission monatelang vorbereiten konnten, können diese bis zum i-Punkt genau ausführen und hätten aber wirklich gar kein Problem, sogenannte "non-lethal force" anzuwenden. und das Argument, dass jede Minute zähle, haben sie ohnehin ganz schlecht durchdacht - wie auch den Rest des Artikels - denn es macht GAR KEINEN Unterschied, ob man einen bewusstlosen Bin Laden oder einen toten Bin Laden mitschleppen muss! Beides braucht Zeit.
    Es gab viele praktische Gründe, Bin Laden einfach zu töten, aber wenn es reiner Pragmatismus war, dann sollte man ihn auch als solchen darstellen und keine rechtliche Absolution verlangen. Aber solange es Leute gibt wie sie, die nur, um gegen Links zu hetzen, solchen Schwachsinn auch weiterverbreiten, wird den USA keiner Einhalt gebieten, wenn sie alle moralischen - es war Mord - und rechtlichen -sie haben ganz klar die Souveränität Pakistans verletzt - Grundlagen missachten!
    LG nach Demagogia, Joachim Wressnig

    • Gennadi (kein Partner)
      09. Mai 2011 08:32

      Ein zivilisiertes Land würde nicht mehr zivilisiert bleiben können, ließe es ein "rechtstaatliches Verfahren" gegen Terroristen zu.

      Wie stellen Sie sich das vor? Sobald bekannt würde, dass bin Laden in Haft ist, würde es Anschläge von allen Seiten hageln, um ihn freizupressen. Wo wollten Sie ihn vor Gericht stellen? Wer sollte über ihn richten? Wer beginge freiwillig Selbstmord?

      Wissen Sie, was passieren würde? Bin Laden würde für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen, wie andere Terroristenchefs auch, dürfte mit umgehängter Kalashnikov vor der UNO sprechen - und alles wäre vergeben und vergessen. Denn die Opfer fragt niemand.

  5. Gennadi (kein Partner)
    08. Mai 2011 09:02

    Mit zuckersüßen Worten wird hier über Recht und Unrecht debattiert. Doch geflissentlich der Unterschied übersehen.

    Recht, Völkerrecht, was auch immer, bezieht sich auf Menschen.
    Terroristen sind keine Menschen, haben keine Rechtsansprüche.

    • Jacky (kein Partner)
      08. Mai 2011 18:08

      Terroristen sind für Sie also keine Menschen? Aha, sehr interessant. Und wer bestimmt dann, bitteschön, wer ein Mensch ist und wer nicht?

    • Prediger (kein Partner)
      08. Mai 2011 18:11

      Gott hat gesprochen.
      Amen.

    • kaffka (kein Partner)
      09. Mai 2011 00:24

      @ gennadi

      Verstehe ich das richtig?
      Für mich sind zB Kinderschänder keine "Menschen". Es ist also jederman berechtigt, wenn er einen solchen sieht, die Pistole zu zücken und ihn samt seiner Familie und eventuellen Kindern totzuschiessen?

      Im Mittelalter nannte man das "Vogelfrei". Wollen wir wieder ins Mittelalter zurück?

    • Gennadi (kein Partner)
      09. Mai 2011 08:25

      Dann laßt euch den Begriff erklären. Wenns geht, aber nicht von der Kronenzeitung.

  6. Undine
    07. Mai 2011 08:53

    Wie viele sinnlose Menschenopfer und sinnlose Zerstörungen hätte man sich erspart, wäre das Attentat auf Hitler geglückt. Auch in diesem Fall wäre der Tod Hitlers einer Gefangennahme vorzuziehen gewesen.
    Bei Saddam Hussein bin ich mir da nicht so sicher, wie überhaupt die Sinnhaftigkeit des Irak-Krieges zweifelhaft ist. Den Irakern geht's jetzt auf jeden Fall schlechter als zu S.Hs Zeiten.
    Bei Osama bin Laden ist es vermutlich auch besser, daß er nicht mehr lebt. Dennoch fand ich den Jubel der amerikanischen Massen abstoßend.

    • Gennadi (kein Partner)
      08. Mai 2011 08:58

      "Den" Irakern? Welchen?
      Hunderttausende Kurden und Schiiten (zusammen bei weitem die Bevölkerungsmehrheit) ließ er mit Giftgas und Pogromen massakrieren.

      Die Eliminierung eines Terroristen abstoßend? Keine menschliche Meinung.

      Finden Sie es dann auch abstoßend, wenn russische Speznaz mit schöner Regelmäßigkeit tschetschenische Stammesführer ermorden? Wenn anschließend deren Dörfer mit Splitterbomben belegt werden, um auch die Familien auszuschalten? Höchst eigenartig, dass man darüber noch nie auch nur ein einziges Wort der Gutmenschen hörte...

  7. xRatio (kein Partner)
    06. Mai 2011 15:48

    Die Kommandoaktion gegen Osama bin Laden als Drahtzieher und Galionsfigur weltweiten islamischen Terrors ist strafrechtlich zwar nicht als Mord, aber nach allem was man so hört, doch wohl als Totschlag, vermutlich in einem minder schweren Fall zu beurteilen.

    Allgemeines Völkerrecht ist wegen vermutlicher Einwilligung/Genehmigung/Mitwirkung Pakistans wohl nicht verletzt. Wäre strafrechtlich auch irrelevant.

    Kriegsrecht, das die Aktion rechtfertigen könnte, ist in seiner jetzigen Form auf derartige Polizeiaktionen nicht anwendbar.

    Wir haben es nach geltendem Recht also mit strafbarem Totschlag zu tun, begangen durch Vertreter und Beauftragte eines Staates.

    Zu bezweifeln ist allerdings, daß die geltende Rechtslage als solche zu billigen ist, ob sie ethischen Anforderungen entspricht.

    Statt immer wieder unschuldige Menschen (Soldaten wie Zivilisten) tausend- und millionenfach in Kriege zu hetzen und umzubringen, gehören doch eher (allein) die eigentlich Verantwortlichen, die Drahtzieher von Terror und Gewalt,

    also primär die verbrecherischen Führungsfiguren und "Politiker" SELBST

    bekämpft und notfalls gewaltsam aus dem Verkehr gezogen.

    Das Völkerrecht ist in seiner herkömmlichen Form jedoch darauf ausgerichtet, Immunität und Privilegien der jeweils herrschenden Klassen -und seien sie auch noch so verbrecherisch- zu sichern.

    Rechtlich war die Aktion im Lichte der derzeitigen Rechtslage kriminell, ethisch-moralisch indessen gut vertretbar.

    Hätte man Hitler, Stalin usw. beizeiten eliminiert, statt gegenüber diesen Oberganoven linkes Appeasement zu betreiben, wäre Europa und der Welt eine Menge erspart geblieben.

    Die eigentlichen Verbrecher sind immer die politischen Führungsfiguren. Und ausgerechnet dies Gesindel genießt völkerrechtliche Privilegien.

    Das Völkerrecht ist in diesem Punkte seit langem reformbedürftig.

    • Neppomuck (kein Partner)
      06. Mai 2011 16:39

      Mord ist ein Vorsatzdelikt.
      „Einwilligung/Genehmigung/Mitwirkung“ dazu nennt man „Beihilfe zum Mord“.
      Die Genehmigung von Kriegen obliegt der UNO.

      Das Budget der UNO wird zu etwa 20 bis 25 % von den USA getragen.
      Seit Jahren befindet sich „Uncle Sam“ in Zahlungsverzug.

      Dazu:
      „Zum Stichtag im Jahre 1998 hatten lediglich 27 von 185 Mitgliedstaaten ihre Beiträge in voller Höhe gezahlt. Ca. 75 Prozent der Rückstände am regulären Budget und ca. 50 Prozent der Beiträge beim Peacekeeping waren zu diesem Zeitpunkt auf die Beitragseinbehaltung der USA zurückzuführen.“
      Wiki

      Noch Fragen?

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      06. Mai 2011 17:45

      @Neppomuk
      Zumal die UNO von Banditenstaaten dominiert wird, ist jeder Cent, der dorthin entrichtet wird, sinnlos verschwendet. Das Job-Geschacher sprengt jeden Pfaffenspiegel, die Bürokratie explodiert, und der moralische Verfall (UNESCO-Mitarbeiter erpressen Kindersex für Lebensmittel) schreit zum Himmel.

      Nicht nur die EU, auch die UNO ist eine im Ursprung gute Idee, die man gesichtslosen Bürokraten überlassen hat — die die Idee postwendend zur Prostituierten gemacht haben.

    • xRatio (kein Partner)
      06. Mai 2011 21:29

      @Neppomuck 06. Mai 2011 16:39

      1. Sie haben die Ausführungen zur Rechtslage nicht mal im Ansatz vestanden. Sie erkennen nicht einmal, daß Strafrecht, allgemeines Völkerrecht und Kriegsrecht unterschiedliche Materien regeln, auf die -wie bei mir geschehen- jeweils separat einzugehen ist. Geht's eigentlich noch dümmer???

      2. Ihre Unterstellung, die UNO habe das Recht Kriege zu "genehmigen" ist schlicht haarsträubend!!

      Bevor Sie weiteren Unsinn in die Welt setzen, führen Sie sich wenigstens die Satzung der UN zu Gemüte. Aber ich fürchte, Sie begreifen sowieso nichts.

      UN-Charta (deutsch)
      http://www.unric.org/de/charta

    • Neppomuck (kein Partner)
      06. Mai 2011 22:14

      Ein UN-Mandat für Mord gibt es also nicht, für Totschlag schon?
      Sie ticken ja nicht richtig.

    • xRatio (kein Partner)
      06. Mai 2011 22:41

      Sorry, ich war schon wieder betrunken.

    • Neppomuck (kein Partner)
      06. Mai 2011 23:23

      Sorry, ich meinte, ich bin schon wieder betrunken.

      Bedaure das Mißverständnis und den falschen Nick.

  8. 1683 (kein Partner)
    06. Mai 2011 13:14

    In der SZ macht sich schon die erste Journalistin Sorgen über die korrekte Bestattung dieses Massenmörders.
    http://www.sueddeutsche.de/kultur/seebestattung-von-osama-bin-laden-sein-grab-ist-das-meer-1.1092951

  9. Neppomuck (kein Partner)
    06. Mai 2011 12:23

    Bürden wegschaffen.

    Zu Osama, dem Tyrannen schlich
    Barack, die Navy-Seals nützend.
    Von Umfragewerten schwer schwitzend,
    blieb ihm keine Wahl, als wie fürchterlich
    den Mythos, der schon vor Jahren verblich,
    erneut in die Hölle zu senden.
    Denn Blöde, die kann man leicht blenden.

    Als „Bin Laden-Diebstahl“ war’s angelegt,
    doch hat man schnell umdisponieret,
    da derlei Prozess keinen zieret,
    zumal der Senat und das Volk sich erregt,
    wenn das Opfer am End’ vor Gericht widerlegt,
    weshalb Bush den Krieg einst begonnen,
    der im Sande Irakens zerronnen.

    Die irdische Hülle nicht leichter trägt
    als ein noch beseelter Charakter,
    warum also dann die Kalfakter
    das Ziel ihrer Wünsche schnell umgelegt,
    lässt vermuten, dass da wer im Sinne gehegt,
    den Mantel des Schweigens zu breiten,
    statt laute Prozesse zu reiten.

    Denn peinlich ist es dem Establishment,
    kommt letztlich verborgen Geglaubtes,
    des wahren Bezuges Beraubtes,
    ans Licht, das man allgemein „öffentlich“ nennt,
    weil sonst gar ein Bürger zum Kadi rennt,
    die ganze Verschwörung zu lichten.
    Solch’ Zores, den braucht man mitnichten.

    frei nach F. Schiller

  10. Torres (kein Partner)
    06. Mai 2011 12:08

    Hätte ich mir ja denken können: Rambo Unterberger plädiert für die sofortige Ermordung von Menschen, die natürlich nicht von einem ordentlichen Gericht (Rechtsstaat - wo kämen wir da hin!) sondern von selbsternannten Richtern schuldig gesprochen werden, auch wenn diese Menschen unbewaffnet im Nachthemd angetroffen werden. Daraus ergibt sich wohl logisch, dass Unterberger ebenso ein Anhänger der in allen zivilisierten Ländern längst abgeschafften Todesstrafe ist, ebenso ist er wohl für die Abschaffung der teuern und langwierigen Gerichtsverhandlungen: wer von irgendwem (am besten von ihm selber) als schuldig erkannt wird, soll möglichst sofort erschossen werden (oder vielleicht ist er eher für Aufhängen?). Zur Erinnerung: sogar die Nazis haben ihre Opfer - zumindest formell - zuerst vor Gericht gestellt.

    • numerus clausel (kein Partner)
      06. Mai 2011 12:53

      Genau diese Vorgehensweise sieht man ansonsten von den Grünen, Roten und sonstigen linxlinken Propagandisten. Wenn so etwas von deren Seite kommt, haben Sie wohl keine Probleme damit.
      Meine Sicht der Dinge zum konkreten Fall steht weiter unten.

  11. mahler (kein Partner)
    06. Mai 2011 10:43

    Herr Unterberger

    Kennen Sie eigentlich den Unterschied zwischen dem, was gemeinhin als "Tyrannenmord" bezeichnet wird und einer von einem Staat organisierten Kommandoaktion? Offenbar nicht. Denken Sie einmal darüber nach.

    • Torres (kein Partner)
      06. Mai 2011 12:12

      Wenn sich Unterberger einmal in einen Blutrausch hinengesteigert hat, kennt er wohl keine Unterschiede mehr, da sind ihm auch staatlich angeordnete und durchgeführte Morde durchaus recht - Hauptsache er selbst hat jemanden (natürlich ohne Gerichtsverfahren) als schuldig erkannt.

  12. cmh (kein Partner)
    06. Mai 2011 10:10

    Was schon für die Atomdiskussion gilt, dass man immer in ein Schwarzweissschema gepresst wird.

    Natürlich war es rechtswidrig, was die Amerikaner getan haben. Und moralisch, zumal auch christlich ist es immer verwerflich, einen Menschen zu töten.

    Es gibt aber Situationen, wo man diese Schuld auf sich nehmen muss.

    Unerträglich wird es erst durch dieses Herumgelabere und Herumgerechtfige.

    Jetzt haben die Amis den Osama umbracht. So what? Darum ging es ja in dem Spiel. Osama war sich dessen seit Anfang im klaren.

    Nur wir reden jetzt darum herum, ob da die Zeche nicht doch von jemandem anderen - etwa dem Wirten - zu bezahlen ist. So wie wir halt auch die z.B. Türken in unser Land gerufen haben um zu arbeiten und jetzt sind die da, und arbeiten nicht obwohl sie bezahlt werden.

  13. Reinhard (kein Partner)
    06. Mai 2011 07:35

    Auch als alles andere als Linker muss ich feststellen: Rechtswidrig war das Vorgehen der Ameriakner wirklich. Und aktuell zerbröselt gar ihr Märchen vom harten Feuergefecht und der Tötung in Notwehr.
    Es war eine geplante Hinrichtung eines nicht Verurteilten auf dem Gebiet eines fremden Staates, ohne dessen Wissen und Berechtigung. Hätte Weißrussland einen von ihm als Topterroristen eingestuften Asylanten in Wien ausgeräuchert und ohne absprache mit Österreich mit Kampfhubschraubern und Eliteeinheit dessen Tötung durchgeführt - die Kommentare würde ich gerne lesen!
    Ich verstehe die Vorgehensweise der Amerikaner; wahrscheinlich war der gewählte Weg sogar der einzig gangbare aus ihrer Sicht, aber rechtmäßig war er nicht und vernünftig war er auch nicht - nochmal mein Hinweis darauf, dass Unterbergers Ruf nach internationaler Straffreiheit für Gaddafi, um Zivilpersonen zu schützen, und der wenige Tage später einsetzende Jubel über die Tötung binLadens, die zu weltweiten Terroranschlägen oder deren Androhung zu massiven Einschränkungen der Freiheit der Bürger führen werden, nicht zusammenpassen.

    Verdächtig ist, dass eine gelungene Show Obama ausgerechnet jetzt, wo sein Stern im Sinkflug war, wieder nach oben hebt. Aber amerikanische Präsidenten stehen natürlich nicht im Verdacht, Kriege oder Morde zum Zweck des Machterhaltes zu initiieren...

    • numerus clausel (kein Partner)
      06. Mai 2011 09:06

      Völlige Zustimmung. Viel besser kann man die Situation nicht beschreiben.
      Auch wenn man ob einer solchen kritischen Betrachtungsweise von den USA-Hörigen sicher runtergemacht wird, denn alles, was die machen ist super, ist ja schon fast so arg wie die treue Anhängerschaft bei den Roten. Nur nicht nachdenken, was die anderen vorgeben wird schon richtig sein, sonst würden sie es nicht machen.
      Die USA hatte auch Angst, dass Osama mögliche Details über seine frühere Zusammenarbeit mit den Super-Amis ausplaudern könnte, zudem muss man von einem Inquisitionsprozess ausgehen, Kläger und Richter die USA, denn die werden schon wissen, wie alles ist und war, nur nicht nachdenken.
      Wie stümperhaft die Kommunikation über diese Mission ist, ist doch schon lachhaft. Wenn schon alles so super geplant ist, dann hätten´s die Pressemeldungen auch schon vorher entsprechend vorbereiten können, die sind ja schlechter als die Propagandamaschinerie der Roten in Wien oder bei der ÖBB, Asfinag, etc.

    • Reinhard (kein Partner)
      06. Mai 2011 09:16

      Numerus clausel, danke, Runtermachen ist kein Problem, das muss man aushalten können. Und auch wenn ich kein USA-Gegner bin und in vielen Punkten dieses Land und seine Bewohner bewundere, muss es mMn erlaubt sein, eine illegale Tötung als solche zu bezeichnen.
      Der Tod binLadens ist nichts, über das man sich freuen könnte, außer man hängt billiger Rache an. Freuen würde mich die Zerschlagung des Netzwerkes, z.B. der Netzwerkkommunikation. Noch mehr der Einzug von Vernunft in ideologisch verblendete Hirne, aber der Letzte, der Wunder vollbringen konnte, starb vor zweitausend Jahren...

    • AGLT (kein Partner)
      06. Mai 2011 09:44

      Wieder (eigentlich wie immer) ein Kommentar, der es angenehm schnörkellos (!!!) auf den Punkt bringt.

      Danke, reinhard!

      Zustimmung auch zum Kommentar von nc.

    • mahler (kein Partner)
      06. Mai 2011 10:51

      Reinhard

      "Verstehen" kann man diese Vorgangsweise der Amerikaner nur dann, wenn man deren Verhältnis zum menschlichen Leben an sich berücksichtigt. Das Land fällt Todesurteile und hat das leichteste alle Tötungsinstrumente, nämlich Schusswaffen, im (fast) freien Verkauf. Dieses Verhältnis zum menschlichen Leben ist also ein etwas anderes als das der meisten Europäer.
      Ansonsten bin ich diesmal Ihrer Meinung. Ich weiß, das kommt nicht oft vor, aber diesmal ist es so.

    • Reinhard (kein Partner)
      06. Mai 2011 11:14

      Mahler, ich meinte mit Verstehen eher das Verhältnis zu einer Terrororganisation, die sich zu einem Anschlag wie jenem auf das WTC bekannt und den Tod tausender Amerikaner frenetisch gefeiert hat. Ich bringe durchaus Verständnis für die Wut eines Volkes auf, das auf diese Weise angegriffen wurde, bis hin zu dem Wunsch, den Drahtzieher tot zu sehen.
      Und wenn jemand Angehörige bei diesen Anschlägen verloren hat, verstehe ich auch die Freude über den Tod des Drahtziehers. Das hat nichts mit amerikanischer Einstellung zum menschlichen Leben zu tun, sondern mit der menschlichen Einstellung zu Zorn und Rache. Nur gestehe ich keinem Staat oder seinen Führern zu, zur Befriedigung dieser Rache sich über Gesetze und humanistische Grundideale hinwegzusetzen.
      Die Todesstrafe, die ich aus eben jenem Grund auch ablehne, ebenso wie die Abtreibung, steht dabei auf einem anderen Blatt.

    • mahler (kein Partner)
      06. Mai 2011 11:37

      Reinhard

      Als Saddam Hussein gehenkt wurde, gab es im ORF eine Diskussion, in der es um den Umgang mit solchen Leuten ging. Dazu war auch ein gut deutsch sprechender älterer Amerikaner eingeladen, entweder er war von der Botschaft oder Korrespondent einer US-Zeitung, ich weiß es nicht mehr. Er sagte wortwörtlich: "Die Hauptsache ist: weg von diesem Planeten". Nach dieser Maxime handeln mir die Amerikaner generell ein wenig zu oft.

    • Torres (kein Partner)
      06. Mai 2011 12:15

      Sehr gute und gescheite Sicht der Dinge.

    • Undine
      07. Mai 2011 08:39

      @

      "....wenn man deren Verhältnis zum menschlichen Leben an sich berücksichtigt. Das Land fällt Todesurteile und hat das leichteste alle Tötungsinstrumente, nämlich Schusswaffen, im (fast) freien Verkauf. Dieses Verhältnis zum menschlichen Leben ist also ein etwas anderes ......"

      Zum MASSENMORD an UNGEBORENEN Kindern (die scheinen heutzutage unter "Unwertes Leben" zu fallen, also nicht wertvoll genug zum Überleben zu sein) braucht man überhaupt keine teuren Waffen, weder SCHUSSWAFFEN noch BOMBEN; da genügt eine K Ü R E T T E, die, wenn sie nach Gebrauch sterilisiert wurde, immer wieder einsetzbar ist.

  14. Helmut Oswald
    06. Mai 2011 01:37

    Der Stauffenberg Vergleich ist wirklich gut - wer die Vorgeschichte zum 20. Juli kennt, wird sich daran erinnern, daß dem Aufstand eine lange innere Diskussion der Verschwörer voranging, ob die Tötung Hitlers rechtmäßig sei und man ihn nicht vor ein ordentliches Gericht hätte stellen sollen. Bisher noch alle Linken haben sich über diese Haltung - vom Kopfschütteln über beissenden Spott bis hin zur Verächtlichmachung der Aufständischen - entrüstet. Gegenwärtig läuft die 'Demontage' der aufgestandenen Offizier über den Vorwurf, sie wären großdeutsche Patrioten gewesen, wobei die moralinsauren Leichenfledderer nach Stauffenberg, Haeften und Olbricht damit gleichzeitig deren nationalkonservative und nationalliberale Haltung dem Nationalsozialismus gleichsetzen. Den postmarxistischen Dreck - Tränen für Gewaltverbrecher, natürlich nur jene, die den Klassenfeind schädigen - den müssen wir uns jetzt hinsichtlich des teuren Verblichenen wohl anhören. Er war erwartbar und er ist unbeachtlich. Es handelt sich um die reflexartige Provokation der ewig gleichen flachhirnigen Langeweiler und niemand sollte sich dazu hergeben, ihnen die Freude zu machen, sich darüber zu erregen.

    Osama bin Laden hat den Vereinigten Staaten deutlich vernehmbar den Krieg erklärt und er hat aus diesem Grund Amerikaner getötet – übrigens zum größten Teil Nichtkombattanten. Damit und vermittels seiner Methoden hat er sich selbst des Kombattantenstatus verlustig erklärt. Dies durch ein eigenes Gericht noch feststellen zu lassen, war völlig entbehrlich. Er hat sich zweifelsfrei zu seinen Taten bekannt, sich dieser Taten gerühmt und angekündigt, den erstbegangenen schweren Verbrechen weitere folgen zu lassen. Er war damit ein hochgradig gefährlicher, bewaffneter und zum Waffeneinsatz entschlossener Gewaltverbrecher gegen den als Person ein Waffengebrauch gerechtfertigt war. Was hätte eine Verteidigung zu seinen Gunsten vorzubringen gehabt, was ihn straffrei gestellt hätte ? Ein Tötungsbefehl ist nicht nachgewiesen, entspräche aber keiner Rationale weil Bin Laden als Wissensträger – allenfalls unter Vortäuschung seines Todes und der damit verbundenen Vorteile – nützlicher sein musste. Wie auch immer – die Entscheidungsträger rund um diese nachrichtendienstliche Aktion werden, aus verständlichen Gründen, Hintergründe und Einzelheiten nicht bekanntgeben. Ein paar unbeantwortete Fragen, ja auch Lügen, die schuldfreie Menschenleben retten, halte ich unter den vorliegenden Umständen für moralisch vertretbar.

  15. Buntspecht
    05. Mai 2011 23:50

    Obama jetzt feiernd auf dem Ground Zero, langsam wird es unappetitlich. So zum Feiern und Ausschlachten ist so eine Erschießung auch wieder nicht. Diese Zelebration führt höchsten dazu, dass die Anschläge noch mehr werden, sie schüren den Zorn auf die westliche Welt.

  16. Sailor Moon
    05. Mai 2011 16:39

    Dieser Beitrag und ein früherer Beitrag zeigen, dass dieser Blog auf nichts weiter aufgebaut ist, als auf Ideologie. Hier wird der christlich- jüdisch- aufklärerische Prozess, den Europa durchlaufen hat genausowenig geatmet, wie in den heute massenhaft vorhandenen linken Medien.

    In Wahrheit hat niemand in diesem Blog das Recht zu leben, ja in Wahrheit hat gar niemand in diesem Blog auch nur irgendein Recht.

    Warum hat jemand diese Rechte? Sie sind, wie die Naturrechtler das richtig spezifizierten, jedem angeborne, unveräußerliche Rechte. Ich möchte hier nicht erklären, warum das so ist. Dazu studiere man bitte Literatur vo Demokrit bis über Kant, Rawls usw.

    Wenn man diese Tatsache erkannt hat, und das hat Europa, das haben vor allem aber auch die USA, dann ist der einzig zwingende Schluss, dass auch niemand über das Leben eines anderen entscheiden darf. In einem Krieg ist der Sachverhalt anders gelagert, in einem Krieg erklärt ein Volk seine Bereitschaft, sein Leben zu geben.

    Außerhalb eines Krieges jedoch gilt oben Erwähntes. Selbstverständlich hätte man Bin Laden nicht töten- Hinrichtung träfe es wohl eher- dürfen. Man hätte ihn einkerkern können, in ein Loch sperren und was weiß ich nicht alles. So ein Massenmörder hat nichts als das Schlimmste der Welt verdient. Aber das Leben nehmen, das darf man weder als Mensch und schon gar nicht als Volk, das auf diesem Naturrecht gebaut ist.

    Passiert es dennoch, begibt sich dieses Volk, begeben sich diese Menschen ihrer Existenzberechtigung. Denn warum soll man einem Massenmörder das Leben nehmen dürfen, aber einem einfachen Mörder nicht? Ab wievielen Toten ist es denn erlaubt und wer bestimmt dies? Ein Massenkinderschänder ist doch auch ein Unmensch, wieso hat der ein Recht zu leben und wiederum, wer bestimmt dies? Eine Mehrheit und deswegen ist es legitim? Und was, wenn diese Mehrheit entscheidet, dass Schwarze unwertes Leben sind, oder Juden ?

    Besonders schlimm tritt in diesem Forum die Ideologieverseuchtheit dann zutage, wenn man fordert, Massenmördern wie Gaddafi die Freiheit und das Leben zu schenken und ein paar Tage später den Mord an einem anderen Massenmörder versucht zu legitimieren.

    Was mich zu meiner Eingangsfeststellung bringt: Sie alle haben keine Existenzberechtigung mehr und wenn in Zukunft eine Mehrheit dies sogar entscheiden und positivieren sollte, wird Ihnen diese Existenz auch genommen werden.

    • Sailor Moon
      05. Mai 2011 16:41

      Noch eine Anmerkung, nicht dass es falsch verstanden wird.

      Im Krieg hat man genausowenig das Recht, jemandem das Leben zu nehmen, aber das macht Krieg eben zu dem, was er ist: das Schrecklichste der Welt.

    • Celian
      05. Mai 2011 18:08

      ...ein kleines Mäderl hat beschieden, daß hier keiner eine Existenzberechtigung hat. Offenbar haben die nur kleine Mädchen mit Zauberkräften, die der japanischen Zeichentrick-Serie "Sailor Moon" entsprungen sind.

    • Sailor Moon
      05. Mai 2011 23:36

      Was für eine sachliche Antwort. Aber kleine Mädis sind ja sowieso zu dumm für sowas, ge?

    • simplicissimus
      06. Mai 2011 00:01

      sailor moon: süss. noch ein bisschen üben bitte, nach 3-5 jahren kann was draus werden. liebe grüsse

    • Sailor Moon
      06. Mai 2011 00:37

      Noch so ein sachlicher Kommentar. Die Flut der Gegenargumente muss ja gewaltig sein, wenn sie niemand preisgeben will.

    • Die Rote Melone
      06. Mai 2011 07:19

      Du hast recht, mit ihren Kommentaren sind sie auf kein einziges Argument von dir, liebe SM, eingegangen. Die haben echt keine Lebensberechtigung. Das war das beste Argument von dir!

    • Reinhard (kein Partner)
      06. Mai 2011 09:06

      Sailor Moon, bitte!
      "In Wahrheit hat niemand in diesem Blog das Recht zu leben, ja in Wahrheit hat gar niemand in diesem Blog auch nur irgendein Recht."
      Das ist schon starker Tobak, das erkennt man auch ohne Argumentationskette.

      Den anderen: bitte! Nicht gleich auf die Person einhacken wenn das Posting inhaltlich verworren ist. Das überlassen wir unseren Linkstrollen und Sternderlfetischisten.
      Der grundlegende Gedankengang von Sailor Moon ist nämlich gar nicht so falsch; er gipfelt nur in recht kruden Ansichten.

      Sich als Humanist verstehen, christliche Werte leben und dann über den Tod eines Mannes jubeln, das passt wirklich nicht zusammen. Außerdem ist bis heute nicht nachgewiesen, dass binLaden wirklich den Befehl zu den Anschlägen gegeben hat, da die alQaida eben keine Befehlshierarchei im militärischen Sinn besitzt sondern eher in dezentralen, autarken Zellen agiert. Dass binLaden ein Hassprediger und ideologischer Kopf der Terrororganisation ist, dürfte inzwischen bewiesen sein und wurde von ihm selbst ja auch zugegeben; dass er indirekt tausende Menschenleben auf dem Gewissen hat, ebenso. Aber die Frage muss in einem dem Humanismus verpflichteten Rechtsstaat schon erlaubt sein: Ab welcher Stärke des Verbrechens darf ein Killerkommando Judge Dredd spielen und auf den Befehl des Staatsoberhauptes unter Umgehung der Justiz faktisch staatliche Selbstjustiz üben? Ab wann darf ein Präsident die Justiz des eigenen Staates umgehen? Ab wann darf ein Präsident seinen Eid brechen, denn niemand kann mir erklären, dass die Verfassung der USA ein solches Vorgehen erlaubt - und ein Krieg gegen Personen ist nirgends vorgesehen, nur ein Krieg gegen Staaten. Selbst Hussein wurde von (wenn auch amerikatreuen) Irakern nach irakischem Recht verurteilt und hingerichtet, nicht mal Bush traute sich, den Einsatz von Killerkommandos zu befehlen. Obama muss nach seiner als Hohlphrasen enttarnten Kairo-Rede und dem Fiasko mit Guantanamo das Wasser recht hoch am Hals stehen, wenn er jetzt zu solchen Mitteln greift.
      Ach ja, übrigens hat der Krieg gegen Irak und Afghanisatn mit der Ausrede begonnen, diese Länder würden binLaden unterstützen. Greifen die USA jetzt auch Pakistan an, denn Pakistan hat ihn jetzt nachweislich unterstützt?
      Relativ nachweislich.
      Denn Beweise für das, was wirklich passiert ist, und ob binLaden wirklich tot ist, gibt es ja auch nicht - nur weil alle Medien unisono nachbeten was die Sprecher des Weißen Hauses behaupten, muss es noch nicht wahr sein.

      Also bitte nicht gleich alle Zweifler enthaupten und alle Kritiker verdammen - denn Kritik halten wir ja wohl aus, oder?

    • Norman Bates
      06. Mai 2011 11:32

      @Reinhard

      Das ist natürlich richtig. Mich stört es ebenfalls und vornehmlich tritt das bei unseren geschätzten linken Trollen auf, dass sie nach einer kurzen Diskussionsphase dann plötzlich keine Argumente mehr haben und in den nächsten Thread flüchten.

      Beim Kommentar oben habe ich nach "keine Berechtigung zu leben" einfach aufgehört zu lesen. Das war mir zu blöd.

    • Sailor Moon
      06. Mai 2011 12:16

      Hier sind wohl viele dem philosophischen Gedankengang nicht zugänglich. Natürlich hat jeder hier seine unveräußerlichen Rechte, jeder hier hat eine Existenzberechtigung.

      Aber betrachten Sie die Situation aus dem Blickwinkel eines, sagen wir, Außerirdischen.

      Der fragt nun alle "Erdlinge" hier, die die Hinrichtung eines Menschen befürworten, warum sie leben sollten und dieser hingerichtete Mann nicht?

      Ich wäre auf sachliche Antworten ehrlich gespannt.

    • Celian
      06. Mai 2011 15:51

      Für einen Katholiken ist der gewaltsame Tod Osama Bin Ladens gerechtfertigt. Zu untersuchen ist , ob das fünfte Gebot „Du sollst nicht töten“ verletzt wurde.

      Augustinus und Thomas von Aquin halten die Ermordung von Tyrannen für angemessen trotz dieses Gebots. Tyrann ist einer, der mit Gewalt gegen das Menschenleben ein Volk beherrscht oder gegen dieses vorgeht. Osama bin Laden ist so ein Tyrann, der mit seinem Terror Völker tyrannisiert hat.

      Ich als Christ kann mit dem Tod von Osama bin Laden sehr gut leben. Und man darf sich auch als Christ darüber freuen, daß einem Tyrannen das Terror-Handwerk gelegt wurde und er den Frieden nicht mehr stören kann. Na wenn das kein Grund zum Feiern ist.

    • Sailor Moon
      06. Mai 2011 17:12

      Ich bitte um sachliche Antworten und Sie kommen mit einer Ideologie daher? Ist das ein Scherz?

    • Celian
      06. Mai 2011 19:59

      Uijegerl, das Sailor Moon will nur das hören, was in ihren Kram paßt. Alles andere wird als "unsachlich" und ideologisch abgetan. Und als "als Scherz" diffamiert.

      Ich habs versucht. Aber leider ist keine offene Diskussion möglich.

    • Sailor Moon
      06. Mai 2011 20:14

      Also ist es sachlich für Sie, zu sagen:"Ein Christ hat gesagt, es ist ok, also ist es ok"?

      Entschuldigung, aber was verstehen Sie unter Sachlichkeit? Glauben?

      Wunderbar, dann morde ich gleich mal drauf los, denn ich ich gehöre einer satanischen Sekte an und da sagen viele, ein Opfer für Satan ist gut.

      Wollen Sie es nicht nochmal versuchen?

    • Sailor Moon
      06. Mai 2011 20:28

      Nur damit wir uns verstehen. Im Gegensatz zu Ihnen kenne ich von Aquins Gründe für die Legitimation eines Tyrannenmords. Um seine Argumente auf den Punkt zu bringen: es ist Notwehr, wenn ein Herrscher, der seine politischen Gegner ständig ermordet und Aufstände niederschlägt einzig und allein mit dem Tod vom Thron gestoßen werden kann. Aber auch nur in diesem Fall. Von Aquin schreibt sogar davon, dass die Tyrannei zuerst geduldet werden müsste.

      Eine Notwehr ist in jedem Rechtssystem möglich und nötig. Doch zeichnet sie sich dadurch aus, dass immer das gelindeste Mittel zu Anwendung kommen darf, um die Gefahr abzuwenden.

      Bin Laden hätte genausogut gefangengenommen werden können. Wohin hätte er denn flüchten sollen, das Haus war umstellt.

      Sehen Sie, ich helfe Ihnen sogar. Dieses sachliche Argument der Notwehr habe ich aber entkräftet. Nochmal?

    • phaidros
      06. Mai 2011 21:45

      Bin Laden hätte genausogut gefangengenommen werden können.

      Wer will den wissen, dass Bin Laden tot ist? Siehe dazu weiter unten http://www.andreas-unterberger.at/2011/05/fusnote-191-usa-als-datenschutzverbrecher/#comment-123288

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Celian
      06. Mai 2011 22:12

      Das ist aber "nett", daß du mir sogar "hilfst", nachdem du meine Argumente als "Scherz" abgetan hast und auf diese eingehst.... Kommst du also langsam runter vom hohen Roß? Deine lächerliche Überheblichkeit im Kampf für einen Tyrannen ist mehr als peinlich.

      Da du so gerne den point of view von außen als Außerirdischer einnimmst, vielleicht "hilft" dir das weiter: „Das Wohl vieler ist wichtiger als das Wohl weniger, oder eines Einzelnen.”

      P.S.:
      Verschwörungstheoretiker, mögen in den Raum stellen, ob Bin Laden tot ist. Ausgerechnet heute hat Al Kaida den Tod Bin Ladens bestätigt. Momentan ist keine gute Zeit für Psychos....

      An solchen einfachen Dingen sieht man erst, woran man mit manchen ist....

    • Sailor Moon
      06. Mai 2011 23:01

      Sie haben keine Argumente gebracht, nur Aquin angeführt, weil er ein Christ war, der Mord in Ausnahmefällen als legitim erachtet. Das Argument mit der Notwehr stammte dann von mir selbst, da ich, wohl im Gegensatz zu Ihnen, Werke von von Aquin gelesen habe.

      Ich befürchte, mein Roß ist viel zu hoch für Sie, deswegen versuchen Sie ja das Roß selbst mit peinlichen Äußerungen ad personam abzustechen.

      Ein sachliches Argument sind Sie noch immer schuldig. Sie werden diese Schuld auch nicht begleichen können, außer mit hohlen Aussagen wie "weniger für mehr". Mit diesem Spruch könnten Sie als Hitler 2.0 in die Annalen eingehen, denn der Islam will ja alle töten (laut Koran), die Ungläubige sind. Zum Wohl der Mehrheit müssen wir also Ihrer Aussage nach jeden Moslem töten.

      Noch ein Versuch oder wollen Sie noch weiter demonstrieren, dass Sie über Ihre Ideologie nicht nachgedacht haben?

    • Celian
      07. Mai 2011 01:04

      Verteidige ruhig einen Massenmörder und Tyrannen, du, der sich damit brüstet, Thomas Aquin gelesen zu haben. Eitelkeit kommt vor dem Fall. Thomas Aquin, den du nun für dich reklamierst, habe ich hier ins Feld gebracht, das kann hier jeder nachzulesen. Du hast überhaupt kein Argument vorgebracht. Für nichts und niemanden. Und ausgerechnet du versuchtest mir dieses Argument als bloße Ideologie streitig zu machen, schwach. Und als du sahst, daß das nicht klappt, behauptetest du, daß du es mir vorgekaut hast. Oje, das Roß wird immer höher. Der Reiter fällt immer steiler.

      Und hier der Gnadenschuß für Reiter und Tier: Im Katechismus heißt es, daß ein Notwehrhandeln „für den, der für das Leben anderer oder für das Wohl seiner Familie oder des Gemeinwesens verantwortlich ist, nicht nur ein Recht, sondern eine schwerwiegende Verpflichtung sein kann“.

      Dein Osama Bin Laden hat den Tod verdient, weil er gegen die Menschlichkeit verstoßen hat, da fährt die Eisenbahn drüber. Klar, daß das ein Außerirdischer nicht verstehen kann. Also, verkrümel dich zurück in deine Manga-Welt.

    • Reinhard (kein Partner)
      07. Mai 2011 08:07

      Ich habe hier von allen Beteiligten kein sachliches Argument gelesen, vor Allem auch nicht von Sailor Moon - der (berechtigte) Vorwurf gegen Celian, aus der Position des Katechismus seines Glaubens zu argumentieren, geht nach hinten los, wenn man selbst aus der Position seiner Ideologie heraus argumentiert.
      Ich sehe nur zwei wirkliche Argumente:
      Das Argument gegen binLadens Ermordung ist das der Menschlichkeit und moralischen Überlegenheit - ein Staat, der behauptet, den Idealen des Humanismus verpflichtet zu sein, entsendet keine Killerkommandos, um die Rachegelüste einzelner Bürger zu befriedigen. Dies ist übrigens ein ebenfalls auf Ideologie aufgebautes Argument.
      Das Argument für seinen Tod ist, dass seine Gefangennahme zu verschiedenen Aktionen, von "friedlichen" Demonstrationen "friedliebender" Muslime und ihrer lionken Geistesgenossen nebst kleineren Kollateralschäden (das könnte man ja ignorieren) bis hin zu Terror, Geiselnahme von Amerikanern und Mord an ihnen geführt hätte, damit seine glühenden Anhänger ihn freizupressen versuchen. Für mich durchaus ein sachliches Argument - der Staat USA ist nicht mehr erpressbar, wenn es niemanden mehr freizupressen gibt. Der Staat USA schützt seine Bürger maximal, indem er das, was sie bedrohen könnte, eliminiert, und kommt damit der Hauptaufgabe des Nationalstaates nach.
      Also, es gibt Argumente dagegen und Argumente dafür.
      Ich persönlich bin der Meinung, dass es aus humanistischer und rechtlicher Sicht nicht richtig war, auf diese Weise vorzugehen, aber ich verstehe die Hintergründe und bin auch der Meinung, dass hier zwar durchaus jeder das Recht hat, zu leben, aber kaum jemand das Recht hat, sich aus einer Position der Ferne heraus (dazu muss man kein Außerirdischer sein, es reicht schon aus dem reichen, bequemen und sicheren Europa heraus zu schauen) zu Wertungen des Geschehenen berufen zu fühlen. Denn meine persönliche Ablehnung gegen die Tötung von Menschen allgemein ist eben genau das - meine ganz persönliche Meinung. Die Jubelfeiern der Amerikaner, die Wutausbrüche der Islamisten, das tägliche Weltgeschehen allgemein beweist, dass meine Meinung nicht die der Allgemeinheit sein muss - schade, aber man kann alles akzeptieren lernen.

    • phaidros
      07. Mai 2011 08:11

      Celian, »Psycho«? Geht's noch? Bitte um etwas Mäßigung, danke.

      Niemand behauptet, dass Bin Laden »mit Sicherheit« lebt. Sondern Oberst Wenger erläuterte, dass man nach einer Geheimdienstaktion nicht erwarten kann eine andere als zweckorientierte (Des-)Information zu erhalten. Wie er schlüssig ausführte: Bin Laden ist lebend viel wertvoller als tot, also wird es vermutlich keinen dezidierten Tötungsauftrag gegeben haben. Auch die bejubelten PCs zum Beipsiel sind wertlos, wenn man nicht an das Kennwort für die Festplattenverschlüsselung kommt. Bin Laden dürfte es kennen/gekannt haben.

      Alles weitere ist pure Logik: das Einzige, was man mit echter Sicherheit sagen kann ist, dass Bin Laden handlungsunfähig ist, denn andernfalls könnte er die USA vorführen. Besser wäre es allemal, wären die USA seiner habhaft geworden.

      Wie will nebenbei die Al Kaida seinen Tod festgestellt haben, den sie bestätigt haben? Wurde ihnen vor Ort der Leichnam für eine rasche Untersuchung zur Verfügung gestellt?

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Sailor Moon
      07. Mai 2011 10:53

      @ Reinhard

      "Das Argument gegen binLadens Ermordung ist das der Menschlichkeit und moralischen Überlegenheit - ein Staat, der behauptet, den Idealen des Humanismus verpflichtet zu sein, entsendet keine Killerkommandos, um die Rachegelüste einzelner Bürger zu befriedigen. Dies ist übrigens ein ebenfalls auf Ideologie aufgebautes Argument."

      Das ist nur bedingt richtig. Natürlich ist das Argument auf Ideologie aufgebaut. Aber eben auf jener Ideologie, auf die unser Staat gebaut ist und der Ideologie, die die Wurzel unserer Gesellschaft darstellt, nämlich das Naturrecht.

      Verstehen Sie nicht, innerhalb einer Ideologie darf es keine Widersprüche geben, da die "Ideologie" (ich würde die Erkenntnis eines Naturrechts nicht als Ideologie bezeichnen) ansonsten in sich zusammenbricht.
      Das wär in etwa so, als hätte Jesus getötet oder geraubt.

      Man kann die Existenz eines Naturrechts bestreiten, dann darf man sich aber bitte nicht mehr über Massenmord echauffieren, denn jener ist nur außerhalb eines naturrechtlichen Systems möglich.

      Eine Gesellschaft, die einen Mord legitimiert, legitmiert jeden Mord. Das ist ein innerhalb einer Ideologie einzig logischer, sachlicher Schluss.

    • Reinhard (kein Partner)
      08. Mai 2011 18:06

      "Eine Gesellschaft, die einen Mord legitimiert, legitmiert jeden Mord. Das ist ein innerhalb einer Ideologie einzig logischer, sachlicher Schluss."

      Da haben Sie sicherlich Recht. Deswegen haben Ideologien auch das System des "Gut und Böse" erfunden - es gibt nach deren Ansicht legitime "gute" Morde und illegitime "böse" Morde. Was bzw. wer gut oder böse ist legen die Führungsköpfe der Gesellschaft fest. In Abstufungen (es muss nicht immer Mord sein) gilt das überall.
      Man betrachte den täglichen Kampf der selbsternannten "Guten" gegen die von ihnen als solche postulierten "Bösen" - egal ob mit Schmierereien, Drohungen, Sachbeschädigung, Datenklau, medialer Verhetzung, Rufmord - egal, jedes Mittel, das bei jenen mit als gegnerisch erfassten Meinungen zum Verbrechen erklärt wird, ist plötzlich Recht.
      Und so lässt es unsere Gesellschaft zu, dass ungeborenes Leben ausgelöscht werden darf, wenn die Eltern gerade keine Lust auf ein Kind haben, weil das Recht auf die individuelle Entfaltung des Einen plötzlich das recht zum Mord am Anderen beinhaltet, solange dieser Andere keine starke Lobby hat. Und so pudelt sich unsere Gesellschaft an zweisprachigen Ortstafeln oder dem Recht auf eine Türkischmatura auf, während täglich unschuldiges menschliches Leben vernichtet wird, weil irgendwelche Leute erklären, die Föten kriegen ihre Vernichtung eh noch nicht mit (wie auch immer die das herausgefunden haben wollen).
      Eine Gesellschaft, die diese Morde legitimiert, sich aber Gedanken darüber macht, ab wie viel Quadratmeter Wohnfläche man eine Katze halten darf, ist lächerlich.

      Und unseren linken Sturmtruppen ins Stammbuch: "Eine Gesellschaft, die einen Mord legitimiert, legitmiert jeden Mord." betrifft auch jene Gutmenschen, die mit Sprüchen wie "alle Rechten haben kein Recht auf Leben" oder "die gehören alle erschossen" auch in diesem Blog ihr Verständnis von Toleranz und Humanität deklarieren.
      Sie legen fest, wer die "Bösen" sind und sprechen ihnen das Recht auf Leben ab.
      Kleine binLadens. Kleine Hitlers. Kleine Stalins.
      Man hofft nur, das solche Westentaschendiktatoren nie groß werden können.

    • Sailor Moon
      08. Mai 2011 19:38

      @ Reinhard

      Stimme in jedem Punkt mit Ihnen überein. Sie konstatieren hier aber nicht weniger, als das Ende unserer Gesellschaft und ihres Wertesystems. Die Erosion jenes wird ja von der Linken seit einem Jahrhundert betrieben. Wenn aber nun Konservative wie Unterberger in dieselbe Kerbe schlagen und absolute Werte negieren, dann ist das Abend endgültig untergegangen, dann stehen wir vor dem Nichts und der Konservatismus dürfte sich nicht einmal beschweren.

      Genau deshalb ist der Beitrag Unterbergers scharf zu kritisieren.

  17. Dr. Dieter Zakel MA
    05. Mai 2011 14:50

    Die Amerikaner haben ihm ja einen Gefallen getan und ihn zu den Jungfrauen geschickt. Er wollte als Mehrtürer :-) sterben und diesen Gefallen hat man ihm gemacht…

    • Cotopaxi
      05. Mai 2011 18:32

      Was soll eigentlich an Jungfrauen so toll sein, dass sie einem gleich zu Dutzenden im (muselmanischen) Paradies verheißen werden?

    • HJR
      05. Mai 2011 19:42

      Ich habe gehört, dass die Geschichte mit den Jungfrauen so nicht stimmt, denn soll sich in der originären Verheißung um etwas um die 70 Sorten Obst handeln.

    • Undine
      05. Mai 2011 22:11

      @HJR

      Ja, das wissen aber die zahllosen islamischen Selbstmordattentäter nicht, daß sie statt mit 70-80 Jungfrauen, die im Paradies ihrer harren bestenfalls mit ein paar Kisten Obst belohnt werden. Da wird die Enttäuschung groß sein, selbst wenn es sich um 70 verschiedene Obstsorten handeln sollte. Also, ich weiß nicht, aber das ist Betrug!!! :-)

    • Celian
      06. Mai 2011 07:23

      Von zu viel Fruchtzucker wird man dick und fett. Da sehe ich ganz schwarz betreffend der Jungfrauen, falls sich doch welche tummeln sollten....

    • numerus clausel (kein Partner)
      06. Mai 2011 12:10

      Um etwas Ironie reinzubringen: Nach dem ersten Gebrauch sind das dann keine Jungfrauen mehr. Was passiert dann mit denen? Darf man die weiterverwenden, oder war das nur ein einmaliges Vergnügen? Ich meine, bei 70 bin ich in einer Woche fertig und dann? Warten aufs Fegefeuer oder wie? Auch keine Alternative. Schwere Entscheidung....

    • Neppomuck (kein Partner)
      06. Mai 2011 12:33

      Das mit den 71 Jungfrauen dürfte auf einem Übersetzungsfehler beruhen.
      Gemeint war sicherliche "eine Siebzigjährige", was das Problem des vorzeitigen Verschleißes auch löst.

    • Undine
      06. Mai 2011 23:11

      @numerus clausel

      Naja, der dänische Karikaturist hat sich ja ganz schöne Probleme eingehandelt, als er dieses wohl nicht recht gut durchdachte "Jungfrauensystem" zur Sprache brachte. Als er meinte, daß wegen der vielen Selbstmordattentäter im (islamischen) Himmel bald die Jungfrauen ausgehen würden, nahmen ihm diesen Verdacht einige Moslems ziemlich übel. In himmlischen Gefilden ist natürlich alles möglich, auch die Reparatur des Hymens.

  18. Celian
    05. Mai 2011 13:20

    Die Moralinsäure der Linken gipfelt in der Argumentation, daß man um nichts besser ist als Bin Laden, wenn man diesen tötet, wodurch man sich auf die selbe Stufe stellen würde wie jener Massenmörder.

    Diese Argumentation wirft ein bezeichnendes Licht auf das verwirrte Innenleben jener Besserwisser. Sie haben sich also tatsächlich einem Gefühl der Überlegenheit über die Muslime hingegeben, ein Gefühl das nun durch den Eingriff der US-Amerikaner empfindlich verletzt wurde, wenn nicht gar zerstört. Ich nenne diese Gefühlslage Überheblichkeit. Und das von jener Gruppe, die andauernd die Gleichheit aller Menschen einfordert, Anti-Diskriminierung auf ihre Fahnen geschrieben haben, genau die hält sich selbst für was Bessres, Ungleiches. Oder sollen wir gleich sagen: für die Gleicheren….

  19. A.K.
    05. Mai 2011 13:10

    Dr. Unterberger schreibt in „USA als Datenschutzverbrecher“: (Zitat) „Graf Claus Stauffenberg hat ...Glück gehabt, dass er ... nicht überlebt hat. Denn sonst wäre ihm wohl ebenfalls der niederträchtige Vorwurf gemacht worden, dass er Hitler einfach töten wollte und nicht vor ein ordentliches Gericht zu bringen versucht hat.“
    Leider ist das Thema „Tyrannenmord“ sehr vielschichtig und kompliziert.
    Thomas Lahnsteiner schrieb kürzlich zu A.U: „Osama bin Laden: Der gute Tod“ (Zitat): „Bin Laden trage schwerste Verantwortung für Spaltungen und Hass zwischen den Völkern, die den Tod zahlloser Menschen verursacht hätten, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Montagmorgen in einer Erklärung. Er habe die Religion für diese Zwecke instrumentalisiert. Dennoch sei der Tod eines Menschen für einen Christen niemals Grund zur Freude. Vielmehr gelte es, über die große Verantwortung eines jeden vor Gott und den Mitmenschen nachzudenken, so der Vatikansprecher.“
    Diese Erklärung wird der Schwierigkeit solcher Fälle sehr gut gerecht. Ich schrieb deshalb auch zu dieser Tagebuchnotiz: “Das Problem ist, wenn man "kurzen Prozeß" (Verhaftung und Liquidierung in einem Vorgang) in Extremfällen bei großen Verbrechern (Massenmördern) befürwortet, dann wird aus Gerechtigkeit sehr schnell Rache. Vor allem besteht die Gefahr der Verwechslung des echten Täters mit ähnlichen Personen und von sogenannten "Kollateralschäden". - Aber man müßte "aus der Welt hinausgehen", wenn man immer ganz korrekt sein will. Daher meine Anmerkung: Die Bitte „Führe uns nicht in Versuchung“ hat viel für sich".
    Man muß für sich wirklich erbitten, nicht in solche extreme Situationen zu kommen.
    Der Hinweis von A. U. (Zitat) „Den gleichen Vorwurf erheben derzeit ja etliche Grüne (damit automatisch auch der Großteil der Medienwelt), und einige Juristen in Hinblick auf die Tötung Osama bin Ladens durch die Amerikaner“, spricht zu Recht die Verlogenheit der „Political Correctness“ der Grünen und eines Teils der Medien an.
    Statt sorgfältig „Richtig“ und „Falsch“ zu unterscheiden zu versuchen, wird dem entgegen, als Folge des „ethische Relativismus“ – meist in Form der „Political Correctness“ - verlangt, daß man nicht einmal denken dürfe, daß es Richtig und Falsch gibt und daß nur zählt, was aktuell als „political correct“ gilt. Die gleichen Kreise, die z.B. den straffreien Schwangerschaftsabbruch (unschuldiges Leben!) verteidigen, erregen sich darüber, daß ein (schuldiger) Terrorist - wie Bin Laden - nicht vor ein ordentliches Gericht gebracht wurde.

    • Patriot
      05. Mai 2011 14:03

      Ein grundlegender Denkfehler: das Recht existiert nicht nur um "Gerechtigkeit" zu schaffen oder auch Rache zu üben, sondern vor allem um das zivilisierte Zusammenleben zu ermöglichen!

      In dem Zusammenhang kann es richtig sein den Tyrannen zu ermorden (Bin Laden), oder zu vertreiben (Gaddafi). Wichtig ist vor allem, daß DANACH die Chancen auf ein zivilisiertes Leben besser sind.

      Bin Laden war vor allem eine Symbolfigur. Bin Laden hat den Islamisten in aller Welt gezeigt, daß sich Terror lohnt, daß man mit Terror etwas erreichen kann. Bin Laden hat wohl zehntausende Terroristen produziert. Nach dem Tod Bin Ladens geht der Trend in die andere Richtung. Aktive Terrorzellen fürchten sich. Potentielle junge Terroristen überlegen sich, ob sie wirklich das große Risiko eines schnellen Todes auf sich nehmen, oder ob sie doch wenigstens friedlich für ihre Ziele kämpfen wollen.

      Die Tötung Bin Ladens war ein großer politischer Erfolg (den die Linken jetzt nach Kräften zerstören) für den Westen, ein großer Sicherheitsgewinn für uns alle.

      Bei Gaddafi & Co besteht im Gegensatz zu Bin Laden die Möglichkeit daß sie aufhören, wenn man ihnen ein warmes Plätzchen in Sicherheit schafft.

      ps: Political Correctness hat überhaupt keine Rechtsgrundlage, und die Verstöße dagegen werden inzwischen fast härter bestraft als Verstöße gegen echte Gesetze. Genau deshalb bedienen sich die Linken der Political Correctness.

  20. HJR
    05. Mai 2011 12:00

    Weit davon entfernt, mich zu diesem Thema auf eine philosophische oder gar juristische Diskussion einlassen zu können, meine ich, dass - falls der Mord (ich verwende buwusst dieses Vokabel) an Bin Laden nicht "gerecht" war, wir über einige Staatsgrundlagen in den westlichen Demokratien nachzudenken genötigt wären.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, niemand ist im Besitz der Wahrheit und Alles ist zweifelhaft - denn das ist die Natur unserer Welt.

    • Patriot
      05. Mai 2011 14:06

      Richtig! Vom Völkerrecht über das Asylrecht bis hin zu den sogenannten Menschenrechten ist alles zu überdenken. Inzwischen wird mit diesen Rechtsinstrumenten oft das genaue Gegenteil des Beabsichtigten erreicht.

    • schreyvogel
      05. Mai 2011 15:18

      Patriot,
      brauchen wir eigentlich das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit noch in dieser Absolutheit?

    • byrig
      05. Mai 2011 23:58

      wobei unterberger in einem nicht recht hat:auch die amerikanische linke beginnt bereits,das nest zu beschmutzen und diesen erfolg herabzuwürdigen.
      was ja nicht wirklich erstaunlich ist,wenn man bedenkt,dass die unselige p.c. vielleicht in europa erdacht wurde,ihren machtvollen ,schädigenden weg aber erst von us wirksam beginnen konnte.

  21. Rosi
    05. Mai 2011 11:56

    Weshalb ereifern sich die Gutmenschen nicht bei jedem Terroranschlag, und rufen dort nach Recht und Ordnung, und protestieren gegen jeden Terroristen?
    Auf die USA loszugehen, ist leicht, kein Mensch kommt in Gefahr, der die USA kritisiert.
    Bei den Terroristen sieht die Sache schon ein wenig anders aus...
    Es lebe die - nicht vorhandene - Zivilcourage und der - nicht vorhandene - Gerechtigkeitssinn der 'Grünen'!

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

    • pc-think
      05. Mai 2011 15:08

      ... und Integrationbeauftragte

    • HJR
      05. Mai 2011 16:27

      Übrigens hoffe ich, dass Sie mein Aufgreifen Ihres "Im Übrigen ..." für meinen derzeitigen Leitspruch, nicht als Plagiiat empfinden.

    • dergo
      05. Mai 2011 19:32

      @HJR

      Das Copy Right liegt nicht bei mir, sondern bei Cato Cicero.
      Ich habe aber das Gefühl, es steht heutzutage jedem frei, Ciceros Methode anzuwenden, denn das Patent darauf ist - sehr wahrscheinlich - schon abgelaufen.

    • Rosi
      05. Mai 2011 19:42

      @HJR

      Tut mir leid, ich war auf einem fremden PC, und habe vergessen, mich mit meiner Userid anzumelden. Der unter 'dergo' geschriebene Kommentar ist von mir als Antwort an Sie.

  22. Cotopaxi
    05. Mai 2011 11:17

    Ich wäre stolz, hätte wir auch einen richtigen Mann an der Spitze unserer Regierung und so eine Armee, wie es die US-Amerikanische ist.

    Der Entschlossenheit der amerikanischen Regierungen und deren Armee und Geheimdiensten ist es zu verdanken, dass wir in Europa seit Jahrzehnten noch halbwegs friedlich leben und vom friedlichen Zusammenleben aller Völker und Religionen träumen können: als sich moralisch hochstehend dünkende blinde Trittbrettfahrer!

    • Patriot
      05. Mai 2011 14:08

      Bei den Amis hält sich die Demokratie trotz aller Schwächen seit 250 Jahren. Warum? Weil sie rechtzeitig harte aber notwendige Maßnahmen ergreifen.

      In Europa fällt man alle paar Jahrzehnte von einem Extrem ins andere. Leute die heute den Tod von Bin Laden beweinen, können morgen schon wieder sehr effizient KZ-Lager leiten.

    • mike1
      05. Mai 2011 16:45

      vollkommen richtig !

    • Cotopaxi
      05. Mai 2011 17:49

      @Patriot: ....und/oder GULAGs.

  23. Rupert Wenger
    05. Mai 2011 11:06

    Die ganze Diskussion um die Tötung Bin Ladens ist beim derzeitigen Stand der Information völlig sinnlos. Es handelte sich bei der US-Aktion um eine Geheimdienstoperation, also sind alle Veröffentlichungen der USA zweckorientiert, können also entweder wahr oder bewusste Desinformation sein. Die einzige Tatsache, die feststeht, ist die nicht mehr gegebene Handlungsfähigkeit Bin Ladens, weil er bei intakter Handlungsfähigkeit die US-Meldungen durch eine Botschaft/ein Auftreten sofort widerlegen könnte, womit die USA massiven Imageverlust erleiden würden.
    Lebend ist Bin Laden als Informationsquelle wertvoller als tot. Also wird es wohl keinen gezielten Tötungsauftrag gegeben haben. Solange er aber für die Öffentlichkeit in einem Gefängnis am Leben ist, besteht die eminente Gefahr einer Geiselnahme zu seinen Gunsten, also muss sein Tot gemeldet werden, ganz gleich ob er erfolgt ist oder nicht. Die Meldung von der Versenkung im Ozean verunmöglicht jede weitere Nachforschung und bietet die für Moslems relativ verträglichste Art der "Entsorgung" der Person.
    Alle Möglichkeiten sind offen, sicher ist nur, dass Bin Laden nicht mehr handlungsfähig ist, und das ist wohl das Einzige, was zählt und was den USA als Erfolg bestätigt werden muss.

  24. schreyvogel
    05. Mai 2011 11:03

    Offenbar müssen wir uns damit abfinden: Die Geheimdienste haben die Lizenz zum Töten, im Auftrag der Regierungen, und sie tun es auch.

    Alles unter dem Motto: Mir wern kan Richter net brauchn!

  25. mike1
    05. Mai 2011 09:07

    es ist ja wirklich unglaublich, wie manch einer - die grünen, die medien, sonstige dummschwätzer - reagiert. dabei können wir froh sein, dass einmal einer dieser wahnsinnigen islamistenterroristenführer ausgeschaltet wurden. dass die geschichte deswegen nicht ausgestanden ist, ist sowieso klar.

    also: freuen wir uns gemeinsam mit merkel - der "einzige mann" in der dt. regierung und europaweit - über das verschwinden eines irren.

    • schreyvogel
      05. Mai 2011 11:20

      Schade nur, dass bin Laden die Urheberschaft an 9/11 nie nachgewiesen werden konnte, nicht einmal im entferntesten!

    • Celian
    • mike1
      05. Mai 2011 14:18

      schreyvogel, celian: er hat aber offenbar genug sonstigen dreck am stecken ...

    • schreyvogel
      05. Mai 2011 16:37

      Celian,
      Bei dieser Übersetzung dürfte es sich um das zweite der sog. "Bin Laden confession tapes" handeln.
      Die Authentizität dieses tapes wird aber von sehr seriösen Fachleuten bezweifelt:
      http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=15892

      Es gibt keinen harten Beweis für die 9/11-Täterschaft Bin Ladens!

    • mike1
      05. Mai 2011 16:46

      schreyvogel und celian: was ist ihr begehr ?

    • Celian
      05. Mai 2011 18:19

      schreyvogel, es gibt halt immer ein paar, die gerne den abstrusesten Lügengeschichten nachhängen. Wenns der Sache dient, sprich man gegen die verhaßten Amerikaner opponieren kann, ist ihnen alles recht.

      Sie selbst haben ja auch noch vor wenigen Tagen von einem "asymmetrischen Krieg" gesprochen, den die armen unterbewaffneten Muslime führen müssen. Sie haben sich halt nicht anders zu helfen gewußt, gegen den bösen übermächtigen Gegner, als durch Terroranschläge.

      Aber was interessiert Sie Ihr Geschwätz von gestern, nicht wahr. Heute streitenS alles ab. Heute gelten die Verschwörungstheorien. Hauptsache man kann gegen den Westen und vor allem gegen die USA lästern. Morgen schaut die Welt wieder ganz anders aus. Glaubwürdigkeit: 0.

    • schreyvogel
      05. Mai 2011 18:43

      Celian,
      welche Verschwörungstheorie?

      Alles was ich gesagt habe, ist dass die Authentizität des "Bekennervideos" sehr zweifelhat ist. Und ich habe Ihnen einen link genannt zu einem sehr glaubwürdig und seriös klingenden Fachmann, der eben dies ausführt (David Ray Griffin, professor emeritus at Claremont School of Theology and Claremont Graduate University).

      Ich habe ihnen aber keine Theorie angeboten, wer das Band gefälscht hat.

      Wenn ich mich aber an alle die Lügen erinnere, die als Begründung für den zweiten Irakkrieg genannt wurden - denken Sie nur an die Rede Colin Powells vor dem Sicherheutsrat (wobei Powell wahrscheinlich selber hineingelegt worden war) - dann habe ich schon einen starken Verdacht. Aber mangels Beweise äußere ich meinen Verdacht nicht. Und denken können Sie ja schließlich selber.

    • Celian
      05. Mai 2011 19:46

      Schreyvogel, ich bin sehr froh zu lesen, daß Sie hier KEINE Verschwörungstheorien anbieten, da fällt mir jetzt ein Stein vom Herzen, ich hab Sie schon sehr stark im Verdacht gehabt, das muß ich zugeben. Wie ich sehe, hegen Sie zwar einen Verdacht, aber behalten ihn für sich. Also bleiben Sie dabei, daß der Osama bin Laden der gefährlichste Terrorist unserer Zeit ist. Das ist sehr gescheit und zeigt, daß Sie selber denken können.

    • schreyvogel
      05. Mai 2011 22:38

      Celian,
      ich bin ja so froh, Sie nicht allzu sehr enttäuscht zu haben.
      Und danke für Ihre väterliche Ermahnung!

    • AGLT (kein Partner)
      06. Mai 2011 09:54

      "er hat aber offenbar genug sonstigen dreck am stecken "

      Nun, das haben zahlreiche US-Präsidenten, allen voran der Oberlügner George Weh Bush, auch. Mehr als genug. Soviel, dass er eigentlich schon lange ...

  26. Markus Theiner
    05. Mai 2011 09:06

    Klar war die US-Aktion illegal. Nachdem die auf pakistanischem Boden gar keine Zuständigkeit haben wäre auch eine Verhaftung oder die Tötung wegen Widerstandes gegen die Verhaftung illegal, nicht nur eine Hinrichtung ohne Verhandlung.

    Aber wie hätten die USA vorgehen sollen? Der offizielle Weg wäre über Pakistan gelaufen. Die pakistanische Regierung hat aber kein Interesse daran Osama zu erwischen. Teils weil sie mit ihm sympathisieren, teils weil sie einen Bürgerkrieg fürchten.
    Die USA hätten dann zwei Möglichkeiten. Entweder akzeptieren, dass Osama in Pakistan ungestört gegen die USA Kriege planen kann. Oder die laufende Deckung durch die Regierung als kriegerischen Akt auslegen und dementsprechend gegen Pakistan vorgehen. Natürlich streng nach Kriegsvölkerrecht, was die Sache aber nicht viel besser macht.
    Beides keine besonders tollen Alternativen. Aber sehr viel mehr gibt das Völkerrecht an Optionen nicht her. Die assymetrische Kriegsführung durch NGO ist eben im Konzept nicht vorgesehen.

    Übrigens: Wer meint es wäre absurd dem Staat Pakistan Osamas Verbrechen anzulasten, nur weil sie ihn laufen lassen, der sollte sich mal anschauen wie manche Linke argumentieren. Die rechnen ja jedes Verbrechen (zumindest jedes "rechte" Verbrechen) dem Staat an, der das ja hätte verhindern müssen. Auch wenn niemand weiß wie der Staat das hätten tun sollen, außer vielleicht jeden der nicht Antifa-Mitglied ist präventiv einsperren.

    • Norbert Mühlhauser
      05. Mai 2011 11:00

      Meines Wissens wird die Kommandoaktion als solche von Niemanden in Frage gestellt.

    • Norbert Mühlhauser
      05. Mai 2011 11:02

      Korrektur:

      ... von Niemandem ...

  27. Dr.Otto Ludwig Ortner
    05. Mai 2011 08:36

    Der Vergleich Claus von Stauffenbergs mit der Regierung der U.S.A. hinkt gewaltig: Stauffenberg und seine Gruppe waren Verschwörer gegen ein unerträgliches Regime, aber keine Staatsführung. Die Regierung der U.S.A. vertritt einen Souverän, der als Antwort auf den in Europa herrschenden Staatsterror ("Inquisition") als erster Rechtsstaat auf der Grundlage der "Menschenrechte" gegründet wurde. Schon die Regierung George Bush II warf mit ihrem "Krieg gegen den Terror" und der Zulassung der Folter und gesetzlosen Inhaftierung (Guantanamo) die Verfassungsordnung der U.S.A. über Bord. Die U.S.-Verfassung ist seit ihm das Papier nicht wert, auf dem sie steht. Damit stehen die U.S.A. als legitimer - das heißt Leib und Leben seiner Bewohner wirksam schützender Staat in Frage und die Anarchie breitet sich aus (Siehe mein Werk "Sonnenaufgang über Österreich", S. 202:
    "Der Souverän, der das Recht bricht, verliert seine Würde und in weiterer Folge seine Macht.")

    • Patriot
      05. Mai 2011 14:13

      Jede Wette, daß sich die Anarchie in Europa wesentlich schneller ausbreiten wird.

  28. Johann Scheiber
    05. Mai 2011 07:46

    Ich halte Osama für eine mythologische Figur, einen Popanz der Amerikaner, nun ein letztes Mal wiederbelebt um die Wiederwahl Obamas zu sichern.

  29. HJR
    05. Mai 2011 07:44

    Und wo bleiben - AU ausgenommen - die (zugegeben wenigen) bürgerlichen Juristen, die den "GrünLiFaschisten" endlich die nahezu 3 Jahrtausenden europäischer Denk- und Rechtsgeschichte erwachsenen Argumente um die Ohren hauen, dass denen für die nächsten 1000 Jahre das Herumlabern über Themen, die man an den sozialistischen Gesamtschulen und den längst von linkem Genderwahn und ähnlichem Gedöns gelähmten Universitäten nicht mehr lernt und die nur der Rekrutierung der leider - nicht zuletzt Dank der von Linken initiierten multikulturellen Invasion kulturfremder Kräfte - in mehrheitsfähigem Maße vorhandenen funktionalen Idioten als Wähler dient und überdies zu deren Alimentierungssicherung notwendig ist.

    Und das bleibt auch dann richtig, wenn die veröffentliche Darstellung von Osamas Tötung falsch sein sollte.

    Das Drama der Freiheit in Gerechtigkeit besteht unter anderem darin, dass man diese nicht gewinnt, wenn man nicht bereit ist dafür zu kämpfen.

  30. thomas lahnsteirer
    05. Mai 2011 07:30

    Den Vogel in Sachen Osama schießt wieder einmal Deutschland ab.
    Hier sind die juristischen Bedenkenträger am dichtesten gesät, die ihren Antiamerikanismus und ihre ewige Besserwisserei in hohle Floskeln über den Rechtsstaat verpacken.

    Am Beispiel Afghanistan zeigt sich die unsägliche Moralisiererei noch ärger. Bei dieser schmutzigen Auseinandersetzung kontrolliert die deutsche Staatsanwaltschaft, im sicheren Hinterland sitzend, jeden Schuss, den deutsche Soldaten dort abgeben und weiß im nachhinein natürlich genau wie die Soldaten das besser machen hätten sollen und warum sie nicht hätten schießen sollen und welcher Luftangriff nicht hätte stattfinden dürfen.
    Die Taliban lachen sich einen Ast. Genau wie die somalischen Seeräuber, die lt deutschen Juristen unbedingt nach Hamburg vor Gericht gebracht werden sollen. Bei Konfrontationen mit Seeräubern darf die deutsche Marine die Piratenboote nur abdrängen, während zB die indische Marine diese Piratenboote sofort zusammenschießt, wenn sie ihr vor das Visier kommen...
    So schaut das aus, wenn politisch Korrekte Krieg führen wollen.

  31. Cotopaxi
    05. Mai 2011 07:13

    Durch die von den Amerikanern in die Wege geleitete Fahrt ins Paradies des Genannten ist uns Christen, Westeuropäern, Amerikanern viel weiteres Leid, unendlicher Terror und Blutvergießen erspart geblieben. Einigen Blutzoll wird es uns wegen Racheaktionen zwar kosten, da bin ich sicher, aber nicht soviel wie bei einer jahrelangen bzw. lebenslangen Inhafttierung des Genannten.

    Ich bin sicher, schon heute wäre in der moslemischen Welt die Hölle los, wäre der Genannte in Haft und das bliebe so, bis er mit terroristischen Mitteln freigepresst worden wäre.

    Man brauche sich nur die Welt im kleinen anzusehen, nämlich Österreich:

    Welche akkordierter Aktionismus (um es gelinde auszudrücken) setzte ein, wegen dem sogenannten Tierschützerprozess, der Rechtsstaat, sprich die Richterin, konnte dem vermutlich nicht standhalten.

    • Patriot
      05. Mai 2011 14:19

      Komischerweise wird in den Medien auch kaum erwähnt, daß der Herr Terrorist mit 23 Kindern unter einem Dach zu leben beliebte. Seien eigenen oder nicht. Aber es ist doch sehr offensichtlich, daß der Herr Terrorist mit den 23 Kindern ein größeres menschliches Schutzschild gegen eine Bombardierung aufbauen wollte. Diese Strategie wurde durch den amerikanischen Kommandoeinsatz durchkreuzt.

  32. Wertkonservativer
    05. Mai 2011 06:56

    Es war klar, dass die vielen Gutmenschen Haare in dieser Suppe finden würden!
    Die Sensationsgier der Weltmedien tut das ihrige, womit die Melange perfekt ist!

    Zu Frau Merkel:
    wie hier schon zu Frau Fekter gepostet, ist diese mutige Deutsche wirklich der einzige Mann im dortigen Politikerhaufen.
    Die Grünen, da wie dort? Eine Bagage der Sonderklasse!
    Guten Morgen!

    • AGLT (kein Partner)
      06. Mai 2011 10:02

      Also von einem Gutmenschen bin ich soweit entfernt, wie der Häupl von Mineralwasser ...

      Ich persönlich finde es tief, wenn sich ein Spitzenpolitiker wie Merkel derart erfreut über die Hinrichtung eines Menschen zeigt (natürlich !!! war OBL ein Terrorist, dennoch kotzt mich persönlich diese Scheinmoral der Amerikaner, die selbst nicht nur in der jüngeren Geschichte unzählige unschuldige Opfer als so genannte Kollateralschäden verursacht haben, an!).

      Was hätte Herr Merkel denn dazu gesagt, wenn diese Aktion auf deutschem Staatsgebiet - ohne Wissen des Herrn Merkel - stattgefunden hätte? Dass diese Aktion auf pakistanischem Staatsgebiet wurde, ist nämlich schon ein interessantes und nicht zu vernachlässigendes Detail!

    • CHP
      06. Mai 2011 13:12

      Im AU blog wurde schon des öfteren in einer weniger lobenden Weise von Merkel berichtet. Ist das plötzlich vergessen?

  33. Christoph
    05. Mai 2011 06:28

    Wen würde es wundern, träfe bezüglich dem „Mord“ an Osama bin Laden eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft ein.

    • Gandalf
      05. Mai 2011 08:34

      Ja, vom Herrn Pilz

    • Norman Bates
      05. Mai 2011 09:13

      This world is too big for Mr Pilz.

      Er würde es nur tun, wenn er unrechtsmäßig ein E-Mail von Strasser an Obama mit der Zeile "agreed, kill him" finden würde ;-)

  34. Observer
    05. Mai 2011 05:47

    Osama bin Laden hat der "nichtgläubigen" Welt und besonders den USA den Krieg erklärt. Und im Krieg gelten eben andere Gesetze, da muss oft schnell gehandelt und entschieden werden. Wir werden nie genau erfahren, was sich da in dunkler Stunde in diesem Versteck abgespielt hat. Vielleicht war auch der Tatbestand der Notwehr gegeben, welche bekanntlich schon im römischen Recht anerkannt wurde (Vim vi repellere licet)?

  35. RR Prof. Reinhard Horner
    05. Mai 2011 02:51

    reinhard.horner@chello.at

    Humanität, Rechtmäßigkeit, völkerrechtlich gedeckt …

    Die Hinrichtung des Terrorhäuptlings muss natürlich in Frage gestellt werden. Etliche Leute beeilen sich, sich dazu „kritisch“ zu äußern. Nicht wenige aus allzu durchsichtigen Gründen ihrer speziellen Interessen. Universitätsprofessoren eher aus Profilierungssucht und abgründiger Torheit.

    Natürlich muss unter allen Umständen Humanität eingefordert werden. Just jeder Verbrecher hat doch das Recht, seine Untaten zu rechtfertigen und sich dabei propagandistisch zu betätigen. Nicht nur Herr Reichsmarschall Göring hat in Nürnberg dafür ein Beispiel vorgelegt.

    Humanität ist unteilbar. Ein gar nicht so dummer Mensch hat dazu gesagt: „Die Herren Meuchelmörder mögen damit beginnen!“ Der war aber so gar nicht fortschrittlich und keinesfalls korrekt.

  36. Norbert Mühlhauser
    05. Mai 2011 02:22

    ... Und dann erwischen ihn die Amerikaner nach jahrelanger oft gescheiterten Suche in einer total geheimen Aktion mitten in einer höchstwahrscheinlich feindlichen Umgebung, wo wirklich jede Minute Verzögerung lebensgefährlich für das Kommando ist (und eine Verhaftung bin Ladens hätte wohl mehr als eine Minute gekostet). (Zitat AU)

    Halten wir die Fakten fest:

    Die Mitnahme eines - wie man hört - unbewaffneten Terroristen, dem lediglich eine Frau zur Seite stand, ist eine Sache von Sekunden. Die Rechte des Angeklagten hätten ihm auch im Helikopter vorgelesen werden können.

    Das Sonderkommando befand sich mindestens 20 Minuten im Haus Bin Ladens.

    Siehe dazu:

    http://news.yahoo.com/video/us-15749625/25112470 (etwa ab der Mitte des Clips)

    Was Osama Bin Laden genau verübt und wofür er tatsächlich verantwortlich war, sollte ein rechtlich anerkannter Informationsanspruch eines jeden Bürgers sein, weshalb ein Prozess unumgänglich gewesen wäre.

    Woher Sie, Herr Unterberger, so genau wissen, in welchem Ausmaß Bin Laden mit den Terrorattacken 2001 und später direkt verwickelt war, oder ob es sich bei den Zuordnungen nicht um eine opportune Mystifikation handelt, haben Sie uns noch nicht dargelegt. Die Verschwörungstheoretiker werden sich jedenfalls auch über diese - mutmaßliche - Hinrichtung freuen.

    Natürlich bedaure ich den Tod von Terroristen nicht. Jeder, der Vernichtungshandlungen an Nonkombattanten verübt - egal ob in einem erklärten oder unerklärten Krieg - hat sein Lebensrecht verwirkt. Dies gälte aber in gleichen Maße für alle kolonialistischen Strafexpeditionen seit 200 Jahren, für Atombombenabwürfe über Hiroshima, Nagasaki, für Flächenbombardements über Städten wie Hamburg, Danzig, und nicht zuletzt die zivilen Opfer des Libanonkrieges 2006 (mit mindestens 1000 toten Zivilisten und vermutlich hunderten Verkrüppelten).

    Zu Letzterem siehe etwa:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Libanonkrieg_2006

    Ich nehme in Kauf, dass das Brandmarken solcher Terrorakte mich in den Augen mancher selber zum Terroristen macht.

    • Norbert Mühlhauser
      05. Mai 2011 03:17

      Korrektur: sollte natürlich Dresden heißen, nicht Danzig!

    • simplicissimus
      05. Mai 2011 08:37

      schliesse mich ihrer meinung an. es war zwar besser bin laden zu töten, als ihn gegebenenfalls laufen zu lassen, aber der vorwurf der lynchjustiz und die frage ob es überhaupt osama war, wird bleiben.
      versuche, ihn freizupressen wären natürlich möglich gewesen, aber sind racheakte nun nicht genauso wahrscheinlich?
      es gibt jede menge für und wider, im zweifelsfall und wenn möglich ist die rechtliche variante daher zu bevorzugen.

  37. Maria Kiel
    05. Mai 2011 01:39

    Auch wenn der gelernte PC-, Gutmenschen-, Islam- und Rotgrünholzkenner nichts anderes hätte erwarten dürfen: es dreht mir trotzdem den Magen um (den anatomischen wie auch den geistigen) bei Lektüre der unzähligen pharisäerhaften bis agressiven Wortmeldungen der diversen üblichen Verdächtigen.
    Ich versuche meine Gelassenheit wieder zu finden und freue mich, daß Frau Merkel sich freut und daß Leon de Winter meint "it feels good". Und zuvörderst freue ich mich natürlich über A.U.
    P.S.: ich halte es trotzdem wieder einmal für ein Beispiel amerikanischer Naivität hinaus zu posaunen, daß Bin Laden nicht bewaffnet war. What for, bitte?

  38. Anton Volpini
    05. Mai 2011 01:22

    Also hat ein unserer geschätzten Mitposter am 2. Mai mit seiner treffenden Bemerkung sehr recht gehabt, als er feststellte, daß die Linken Langschläfer seien und erst spät aus den Betten kriechen......

  39. efrinn2
    05. Mai 2011 00:39

    Die Freipressung Bin Ladens - wie etwa im Stil der RAF - hätte sicherlich auch noch einige Opfer gekostet. Schon vergessen, von wegen Stammheim??





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