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Vor den Vorhang: Universität Klagenfurt

Alle anderen Universitäten, Rektoren, Dekane, Uni-Räte bekommen schon beim bloßen Gedanken daran das Zähneklappern. In Klagenfurt hingegen tut man es sogar. Und ignoriert (bisher) den auf Knopfdruck bestellten internationalen Proteststurm.

Klagenfurt will nämlich das Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft schließen. Und das war „noch nie“ da, wie die Protestierenden schäumend verkünden. Die – zumindest vorerst – mutige Uni-Leitung hatte hingegen mit zehn gegen eine Stimme ein Strategiepapier beschlossen, das die Schließung von Medien- und auch Musikwissenschaft empfiehlt. Da das vom Staat zur Verfügung gestellte Budget nicht wachse, müsse sich die Universität Schwerpunkte suchen und schlanker werden.

Gewiss ist es noch keineswegs sicher, ob nicht der Universitätsrat oder sonst jemand umfällt oder ob sich gar die Wissenschaftsministerin unter Druck setzen lässt. Sollte es aber bei dem Beschluss bleiben, dann ist den Klagenfurtern nur zu ihrem Mut zu gratulieren.

Erstens einmal müssen Universitäten künftig Schwerpunkte zeigen und können nicht alles und jedes anbieten. Zweitens werden ähnliche Dinge wie an der Klagenfurter Publizistik nicht nur in Klagenfurt, sondern auch in Wien, Salzburg und Graz sowie an zahllosen Fachhochschulen angeboten. In Wien gleich mehrmals, aber auch in St. Pölten, Krems oder Eisenstadt, um nur die mir ohne Nachzuschlagen bekannten Publizistik-Baumschulen anzuführen. Und die Gemeinde Wien gründet gerade eine weitere (seit dort Rot und Grün gemeinsam regieren, spielt ja in Wien Geld überhaupt keine Rolle mehr).  Die nun mit Sicherheit einlangenden Hinweise, dass all diese Publizistenschulen ganz einmalige Schwerpunkte haben, dürfen als reine Semantik und Rosstäuscherei ignoriert werden.

Die Publizistik-Ausbildungen nennen sich zwar fast überall anders, auch ist das akademische Profil unterschiedlich. Auch sind manche nur schlecht (wie etwa seit Jahrzehnten jene an der Wiener Uni), manche weniger. Gut und von internationalem Rang ist jedoch keine einzige.

Eine bezeichnende Anekdote am Rande: Am Wiener Gürtel wurde vor einigen Jahren eine Wirtschaftskammer-nahe Publizistik-FH geschaffen, vor deren Gründung ich zu einer ausführlichen Stellungnahme eingeladen worden war. Monate später bekam ich dann noch einen Dankesbrief, dass nicht zuletzt auf Grund meiner Empfehlungen nun die Fachhochschule endgültig gegründet werde. Muss ich extra betonen, dass ich in Wahrheit vehement vor einer weiteren solchen Journalisten-Ausbildung als Geldverschwendung gewarnt hatte?

Aber das Spiel ist immer dasselbe (und läuft in anderen Studienrichtungen, von der Politologie über die Geschichte und Germanistik bis zur Pädagogik genauso): Da viel zu viele Publizisten ausgebildet werden, gibt es viele Absolventen, die sich zumindest in neuen akademischen Arbeitsplätzen einen Job als Professor erhoffen. Worauf sie so lange lobbyieren, bis ein ahnungsloser Politiker eine solche Ausbildungsstätte genehmigt. Dort werden dann wieder noch mehr Publizisten ausgebildet. Und um ja mit großen Zahlen protzen zu können, wird das Studium extrem leicht gestaltet. So leicht, dass dort nicht einmal ein Herr von und zu Guttenberg seine Dissertation fremdarbeiten lassen müsste. Eine prominente Absolventin der Wiener Publizistik hat mir einmal gestanden, dass sie nie länger als zwei Tage für irgendeine Prüfung gelernt hat.

Die Publizistik-Ausbildung ist inhaltlich so schlecht, dass vor einigen Jahren bei einer Zusammenkunft mehrerer Chefredakteure alle einig waren, dass ihnen für den Redaktionsnachwuchs alles lieber ist als Publizistik-Absolventen. Aber öffentlich äußern die meisten ihre Kritik eher nicht, weil so manche durch Lehraufträge an irgendwelchen Publizistik-Instituten ihr kärgliches Salär aufbessern.

Woran auch die Tatsache nichts ändert, dass sich die Klagenfurter Publizisten nun bei ihren Kollegen im ganzen deutschen Sprachraum Atteste bestellt haben, wie toll, einzigartig und unersetzlich sie wären.

Aber zugegeben: Wem es nur darum geht, leicht und schnell zum Magister zu werden, der ist bei den Publizisten noch immer am richtigen Platz. Etwa wenn er über einige Parteizwischenstationen ÖBB-Generaldirektor werden will.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorLoxodrome
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2011 09:24

    Auf der Währinger Straße in Wien, zwischen Sensengasse und Josephinum, ist derzeit ein Neubau im Enstehen, der demnächst die Publizistik der Universität Wien beherbergen wird. Wenn ich mich richtig erinnerere, werden bei dieser Gelegenheit auch vier Professoren neu berufen. Munter werden hier - auf Steuerkosten - weiter akademisch "gebildete" Taxifahrer, "Volx-Köche", etc. herangezüchtet.

    Gleichzeitig herrscht bei anderen (z.B. naturwissenschaftlichen) Studienrichtungen ein ständiges Raumproblem. Allerdings können Fakultäten, deren Absolventen sehr gute Berufschancen haben, eben nicht mit den "Studenten"-Zahlen pseudowissenschaftlicher Richtungen auftrumpfen, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass man bei einem echten Studium für Prüfungen erheblich länger als zwei Tage lernen muss, ja sogar - horribile dictu - durchfallen kann!

    Wenn die Universität Wien wieder einmal über Geldmangel klagt, sollte man sie daran erinnern wofür sie sehr wohl genug Geld hat (und wofür nicht).

  2. Ausgezeichneter KommentatorDer kleine Nick
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2011 09:01

    Um das Klagenfurter Publizistik-Institut wär's aber echt schade: Dort bekommen PlagiatorInnen, wenn sie auffliegen, wenigstens noch eine Ausgleichszahlung (siehe http://derstandard.at/2807390 ). - Ja, liebe Poster, sollen denn PlagiatorInnen in Zukunft mittellos auf der Straße stehen? Und jahrelang an neoliberaler Ausgrenzung und Ächtung leiden? Oder gleich in der sozialen Kälte verrecken? Erschreckend, was für eine Hetze sich in diesem Forum ausbreitet!

  3. Ausgezeichneter KommentatorNorbert Mühlhauser Partner Homepage
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2011 01:28

    Da bleibt wohl keine andere Wahl:
    Das ORF-Personal muss aufgestockt werden. Der Landeskulturbeitrag als Bestandteil der ORF-Zwangsgebühren muss um eine Solidarkomponente für notleidende Lebenskünstler-Journalisten und Journaillistik-Institute erweitert werden.

    Erste Bürgerpflicht sei fortan nicht nur mindestens ein ORF-"Abo", sondern auch ein Zeitungsabo von der tiefschürfenden Art, sei es die "WZ", die reichhaltige Auswahl der Wiener Bezirksblätter oder überhaupt lachsrosa. Eine Journaillistik-Evaluierungskommission möge überdies die Chancen für hier nicht genannte Mitbewerber wahren ...

  4. Ausgezeichneter Kommentatordurga
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2011 14:32

    Nach wie vor schmökere ich gerne im Karriere-Index:Wirtschaft , der Berufsaussichten für Akademiker in der Wirtschaft in Österreich angibt (http://www.wegweiser.ac.at/studium/karriere/ ), konkret: „mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Stelle innerhalb der Studienqualifikation und des Qualifikationsniveaus innerhalb eines Quartals auf Grund der spezifischen Gegebenheiten des studienfachbezogenen Arbeitsmarktes gefunden werden kann“.
    Dieser Index wird erstellt auf der Basis des TopJob-Monitoring von unikat.at, das - zusätzlich zu Daten von Statistik Austria - ca 95% aller aktuellen Stellenausschreibungen für Akademiker in Jobbörsen, Tageszeitungen und Home-Pages in Österreich auswertet.

    Die letzten Daten (Quartal 3/10; 100 % = gleich viele Angebote wie Studienabgänger):

    Für den Großteil der naturwissenschaftlich/technischen Fächern gibt es nicht ausreichend Abgänger um die Nachfrage zu befriedigen – Spitzenreiter sind hier:

    Elektronik/ Automation (FH): 313,5 %
    Maschinenbau: 241,5 %
    Chemie: 172 %
    Informatik /Software (FH): 172 %

    Dagegen liegt die Wahrscheinlichkeit, daß ein fertiger Publizist innerhalb eines Quartals einen adäquaten Posten in der Wirtschaft findet, bei 6,3 %, für einen Soziologen bei 5 %, für einen Abgänger von „Audiovisuelle Techniken und Medienproduktion (FH)” bei 1,5 % und für einen Politikwissenschafter bei 1,2 %. (Für Politikwissenschaft wird daraus eine durchschnittliche Bewerbungsdauer von ca. 249,9 Monaten berechnet um eine Vollzeitstelle in der Wirtschaft innerhalb der Studienqualifikation für das Studienfach zu erhalten.)

    Wie kann man unsere Jugend zu Studienrichtungen mit so geringen Erwerbsaussichten nur ermuntern und ihr Institutionen für eine immer größer werdende Zahl an Studierenden bauen! So viele Abgänger können auch nicht in den ausufernden Sümpfen von NGO’s und politischen Parteien aufgefangen werden.

    So much is rotten in the state of Austria!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2011 10:15

    Auch aus absolvierten publizisten kann etwas werden, wenn schon nicht journalist, dann wenigstens ÖBB-Generaldirektor. Heutzutage kann man top-manager werden ohne auch nur einen hauch von betriebswirtschaft zu verstehen, hauptsache man schlägt schaum und gibt sich dynamisch. Von jedem gastwirt verlangt man einen befähigungsnachweis, nur an der spitze von unternehmen treiben sich viele leute herum, die nicht einmal ein kassabuch lesen können....die ergebnisse sieht man ja dann (zb flughafen wien).
    Niemand käme auf die idee einen chirurgen zu engagieren, der keine anatomiekenntnisse hat......in der wirtschaft und in der politik geht das natürlich...und so treibt sich ein publizistikabsolvent und politgünstling an der spitze der ÖBB herum oder ein studierter musikpädagoge als finanzlandesrat von niederösterreich......und eine handelsschülerin und zahnarzthelferin als infrastrukturministerin (stolz wird auch berichtet, dass die doris eine gesamtschule absolviert hat...was immer das heißen mag)

  6. Ausgezeichneter KommentatorHJR
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2011 07:51

    Man sollte auch nicht die vielen, schönen "Management-"Studien vergessen; z.B. "Entrepreneurship", "Unternehmensführung", "Tourismus", "Event-" und -auch ein "PhD-Management" wird angeboten. Ganz zu schweigen von den unzähligen "Lehrgängen universitären Charakters" wie z.B. Event, Health Care, European Logistics and Transport, etc. M.a.W., es gäbe viel zu tun.

    Jeder sein eigener Manager, ein Häuptling auf 2 Indianer oder: beim Kauf eines Hinkelsteins 2 Sklaven gratis.

  7. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2011 10:35

    Die Karrierepfade sind oft verschlungen, manch einer plagt sich mit einem Hungerleiderstudium und bringt nichts weiter.

    Nicht so Christian Kern, der seinen Magister für Publizistik in der Tasche hat und heute ÖBB-Generaldirektor ist. Der Standard bescheinigt ihm darüber hinaus einen exzellenten Musikgeschmack - Mozart, Green Day, Radiohead und sogar Deutschrock haben einen Platz in seinem Leben gefunden. Diese Stilsicherheit qualifizierte ihn fürs Marketing, beim Verbund warteten sie schon lange auf so jemanden. Und so kam er zum Verbund, wo er alsbald bis an die Spitze vorstieß. Der Wechsel zur ÖBB als Generaldirektor war von da her nur mehr ein Klacks. Über Nachweise, die eine Befähigung für diesen Wechsel bezeugen könnten, äußert sich der Standard nicht. Wahrscheinlich ist es einfach das Gesamtpaket.

    http://derstandard.at/1267743631579/Kopf-des-Tages-Christian-Kern

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWolfram Schrems
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    01. März 2011 13:45

    "Publizistik-Baumschulen" ist gut gesagt.

    Das Problem mit der Inflation an "Publizistik"studenten, -professoren und - natürlich - den unvermeidlichen und omnipräsenten -"experten" liegt aber viel tiefer:

    Was soll die Publizistik eigentlich sein?
    Vom Wortsinn her doch wohl eine Technik, wie man verschiedene Informationen, Inhalte, Ideologien, aber auch Phrasen unters Volk bringt. Die Frage ist jetzt: WAS soll hier eigentlich verkündigt werden? "Verkündigung"? Kirche und Kanzel?

    Hier liegt der Hase im Pfeffer: Publizistik ist die Lehre und häufig auch der (mittlerweile gleichgeschaltete, feministisch und EU-konform inspirierte) Inhalt einer penetranten Form von gehirnwäscheähnlicher Predigt.

    Es werden von den wundervollen Publizisten in aller Regel Dinge verkündigt und gepredigt mit einer selbstbewußten Dreistigkeit, die auch die mittelalterliche Kirche gar nicht besitzen konnte, weil sie wußte, daß ihr die Wahrheit nur anvertraut worden war, aber nicht von ihr gleichsam erfunden wurde. Die heutigen säkularen Prediger, Kommentatoren und Kolumnisten sind aber in der Regel mit einem an Unfehlbarkeit grenzenden Selbst-Bewußtsein und einer Mission ausgestattet, daß einem Predigerbruder (Dominikanerorden) vermutlich der Mund offen bliebe.

    Eine grundsätzliche, philosophische Kritik am Publizistikwahn wäre höchst fällig. Dann würde man sehen, daß die Lüge, der Lobbyismus, die Verdrehung der Tatsachen und die Kampagnisierung dieser Technik immanent sind.

    Insofern tatsächlich ein gutes Zeichen, daß ausgerechnet die Klagenfurter ein Schwätz- und Propagandafach nicht mehr anbieten.


alle Kommentare

  1. Kangmas (kein Partner)
    23. Januar 2015 20:14

    Hallo Funkelfaden,sehr schf6ne Seite! Danke, dass Du Dich auch auf meiner verewigt hast und ich hoffe, dass war nicht Dein letzter Besuch.

  2. Joxo (kein Partner)
    21. Januar 2015 05:30

    Hallo Julia, ich werde Deinen Vorschlag in die Tat umsetzen und das Wochenende noch einen Post fcber Postcrossing sbihercen. Danke daffcr! Bist Du nun auch dabei??? Es macht wirklich so einen Spadf. Liebe Grfcdfe von Peggy

  3. Osama (kein Partner)
    20. Januar 2015 16:51

    Ich habe mich auch an einem Text versucht, der nur aus Wf6rtern mit einer Silbe bhesett. Ich suche weitere solche Texte. Meiner ist nicht besonders spannend. Aber er kann von den meisten Schfclern mit Legasthenie oder LRS problemlos gelesen werden. Und das gibt Sicherheit und macht Mut. Hier der Text:Das RehEs ist Nacht im Wald. Im Wald ist es kalt. Der Mond scheint nicht. Das Reh steht still. Es hat Angst. Der Wind pfeift. Das Reh hat Durst. Was soll es tun? Es le4uft zum See. Der See ist weit weg. Das Reh le4uft und le4uft. Der Weg ist sehr lang. Bald ist es am See. Aber da ist nur Eis. Der See ist zu. Das Eis ist dick. Der Durst des Rehs ist grodf. Das Reh schaut sich um. Das Reh sieht Baum an Baum. Der Wald ist tief. Das Reh fasst Mut. Es rennt und rennt. Da ist noch ein See. Die Welt ist hart. Der See ist auch zu. Da sieht das Reh ein Zelt. Im Zelt ist ein Mann. Der Mann sieht das Reh. Das Reh horcht auf und steht. Der Mann kommt aus dem Zelt und ruft das Reh zu sich. Der Mann hilft dem Reh. Er hackt das Eis auf. Das Reh stillt den Durst. Der Durst des Rehs ist weg. Das Reh freut sich. Es dankt dem Mann und geht fort. Der Mann schle4ft schnell ein. Was ffcr ein Glfcck im Wald.

  4. APM (kein Partner)
    01. März 2011 20:17

    Publizist Unterberger dürfte an einer unterdrückten (oder auch offenen - es is eh wurscht) Eisenbahnphobie leiden. Aber bekannterweise bekämpft man Phobien am besten damit, dem "Ungeheuer" in's Auge zu blicken. Überhaupt dann - wie er selber vorschlägt - so wie er, in der Publizistik "in" ist. Zwar ist die Eisenbahn nicht mit mehr oder weniger schönen Aufsatzerln zu bändigen, bzw. bedarf es von etwas Ähnlichen wie Sachverstand - ein Begriff, der bei einigen, z.T. vergangenen "Mähnetschern" arge Lücken aufwies, was aber in Zonen der dünnen Luft keinerlei Rolle spielt, denn man gleicht es mit saftigen Prämien aus, aber immerhin: ER könnte ja versuchen. Vielleicht würde sich dann alles zum Besseren wenden....

  5. leitner (kein Partner)
    01. März 2011 14:06

    Durch welche konkreten Vorhaben der rot/grünen Wiener Stadtregierung kommt Unterberger zur Ansicht, dass Geld in Wien keine Rolle mehr spielt? Etwa durch das erwähnte neue Publizistik-Gebäude in der Währinger Strasse? Sorry, aber das hätte schon im August 2010, also lange vor dem Regierungseintritt der Grünen FERTIG sein sollen, den Beschluß dazu gab es also schon Jahre vorher (Anrainerproteste haben den geplanten Fertigstellungstermin vereitelt). Außerdem sollen in diesem Gebäude, das jetzt Anfang 2012 fertig werden soll, auch ein Informatikinstitut sowie mehrere Bibliotheken untergebracht werden. Hat Unterberger etwa etwas gegen Informatik? Dzt. müssen Publizistik- und Informatikstudenten in Wien von einem Gebäude zum anderen pendeln. Das soll mit dem neuen Gebäude anders werden.
    Wenn es um das Anschütten von rot und vor allem grün geht, nimmt es Unterberger mit der Wahrheit nicht sehr genau. Und das ist noch höflich formuliert.

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 15:19

      Aber aber, was soll die Wehleidigkeit.

      Wenn die Weltmeister im Anschütten (natürlich gilt hier die Unschuldsvermutung) einmal ein Spritzerle abbekommen, schreien sie gleich Zeter und Mordio.

      Jedenfalls danke ich für das Posting. Sollten mir demnächst Zweifel an der Sachlichkeit meiner Sicht der Dinge kommen - ein Blich auf das leitnersche Posting und alles ist wieder gut.

    • Celian
      01. März 2011 15:35

      Leitner,

      bevor Sie hier so dick auftragen, und A.U. vorwerfen, er nehme es nicht so genau mit der Wahrheit, sollten Sie sich seinen Text noch einmal ganz genau durchlesen. Dort steht nämlich nichts von einem Gebäude in der Währinger Straße. Das haben Sie ihm nur unterstellt.

      Wer nimmts also mit der Wahrheit nicht so genau? Eben.

  6. Kumpelblase (kein Partner)
    01. März 2011 14:05

    Immer das selbe unqualifizierte Gequatsche. Es fängt dabei an, dass Publizistik mit einer journalistischen Ausbildung verwechselt wird.

    Aber ja, wiss ma eh, alles Unsinn das werden nur linkslinke oder arbeitslose Journalisten und überhaupt brauch ma mehr Techniker weil die fehln uns.

    Publizisten arbeiten keineswegs nur als linkslinke Journalisten. Ich bin kein Experte für das Berufsbild aber mir fällt auf die Schnelle beispielsweise die Pressearbeit in Unternehmen ein, Mitarbeitermagazine, Kundenzeitschriften usw. Unternehmen gibt es ja doch einige und ab einer gewissen Größe wird es ohne Pressearbeit wohl nicht gehen. Zudem haben Publizisten (hoffentlich) entsprechende mediale Kompetenzen die sie eventuell in Richtung Marketing einsetzbar machen.

    Aber wo sind denn überhaupt die bösen Publizisten die alle keinen Job finden? Bauen die wirklich für jeden ein eigenes Institut oder haben da vielleicht doch einige Arbeit gefunden? Hat jemand die Statistik mit der sich belegen lässt, dass sie alle auf der Straße sitzen?

    Kurzfristige "Überschüsse" wird es immer geben, übrigens auch im völlig freien Markt. Das ist nur logisch und lässt sich beispielsweise an der Blasenbildung von Kapitalmärkten schon gut erahnen. Bei einer (Aus)bildung kommt noch die Zeitkomponente hinzu. Bis die Ausbildung abgeschlossen ist kann selbst der aktuell höchst nachgefragte Bereich völlig gesättigt sein.

    Aber Techniker brauchen wir natürlich, die werden händeringend gesucht. Genau wie Facharbeiter, die IV ringt und ringt, jedes Jahr kommen diverse Meldungen. Natürlich hätten die gerne mehr Techniker, denn je mehr Techniker, desto billiger ist der Techniker zu haben. Warum sind wohl die technischen Berufe aktuell relativ gut bezahlt? Ein bisschen nachdenken und kritisch zu hinterfragen was "wir" angeblich dringend brauchen lohnt sich durchaus. Es würde übrigens auch niemand die Unternehmen, die angeblich so händeringend suchen, daran hindern sich entsprechend zu egagieren. (Lehrausbildung, betriebliche Fortbildung, Zusammenarbeit mit den Universitäten, Stipendien usw.) Aber natürlich machen die auch nur was für sie günstig ist, nämlich entsprechende Mitteilungen raushauen (vielleicht machen das sogar Publizisten) in denen ein schrecklicher Mangel im Jahr XY erwartet wird.

    Selbstverständlich kann man auch ein Institut zusperren, nur sollte die Rechtfertigung dafür etwas besser sein als die billige Polemik von A.U.

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      01. März 2011 17:30

      guter, kluger Post

      btw - weniges lässt sich so leicht outsourcen wie techn. Dienstleistung. Zukunft hat was nahe am regionalen Kunden ist - dazu zähle ich Technik nicht (mehr).

  7. Wolfram Schrems (kein Partner)
    01. März 2011 13:45

    "Publizistik-Baumschulen" ist gut gesagt.

    Das Problem mit der Inflation an "Publizistik"studenten, -professoren und - natürlich - den unvermeidlichen und omnipräsenten -"experten" liegt aber viel tiefer:

    Was soll die Publizistik eigentlich sein?
    Vom Wortsinn her doch wohl eine Technik, wie man verschiedene Informationen, Inhalte, Ideologien, aber auch Phrasen unters Volk bringt. Die Frage ist jetzt: WAS soll hier eigentlich verkündigt werden? "Verkündigung"? Kirche und Kanzel?

    Hier liegt der Hase im Pfeffer: Publizistik ist die Lehre und häufig auch der (mittlerweile gleichgeschaltete, feministisch und EU-konform inspirierte) Inhalt einer penetranten Form von gehirnwäscheähnlicher Predigt.

    Es werden von den wundervollen Publizisten in aller Regel Dinge verkündigt und gepredigt mit einer selbstbewußten Dreistigkeit, die auch die mittelalterliche Kirche gar nicht besitzen konnte, weil sie wußte, daß ihr die Wahrheit nur anvertraut worden war, aber nicht von ihr gleichsam erfunden wurde. Die heutigen säkularen Prediger, Kommentatoren und Kolumnisten sind aber in der Regel mit einem an Unfehlbarkeit grenzenden Selbst-Bewußtsein und einer Mission ausgestattet, daß einem Predigerbruder (Dominikanerorden) vermutlich der Mund offen bliebe.

    Eine grundsätzliche, philosophische Kritik am Publizistikwahn wäre höchst fällig. Dann würde man sehen, daß die Lüge, der Lobbyismus, die Verdrehung der Tatsachen und die Kampagnisierung dieser Technik immanent sind.

    Insofern tatsächlich ein gutes Zeichen, daß ausgerechnet die Klagenfurter ein Schwätz- und Propagandafach nicht mehr anbieten.

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 15:22

      Publizistik könnte m.M.n. doch auch als Lehre angeboten werden. Denn Schreiben ist Handwerk.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      01. März 2011 15:37

      @chm
      "Denn Schreiben ist Handwerk."

      Das ist eben die gefährliche Schiefe Ebene, vor der ich oben warnen wollte.

      Sicher können manche gut schreiben, andere weniger. Aber die Frage ist: Sagen sie die Wahrheit? Oder lügen sie, manipulieren sie, wollen sie von Wichtigerem ablenken?

      Von den Sophisten der Antike, die die Beredsamkeit als Technik verkauften, führt eine innerliche Linie zu den Ekel-Literaten des Nihilismus und vor allem zu den Propagandisten totalitärer Wahnideen.

      Daher wäre es wichtig, sich zunächst Überlegungen zu machen:
      Worüber lohnt sich überhaupt zu schreiben? Das führt zu Erkenntnis: Nur über das Wahre.
      Das würde schon einmal einen überwältigenden Großteil von Zeitungsartikel und Fernsehberichten unmöglich machen.

      Man muß mit dem Wort, gesprochen und geschrieben, sehr sorgfältig umgehen.
      Denn das Wort ist Grundprinzip des Seienden.

      Daher kann Publizistik nicht nur eine Lehre oder Kunstfertigkeit sein, weil sie sich ja von allen möglichen, auch moralisch verwerflichen Unternehmungen wie "Propagandaministerien" u. dgl. in Dienst nehmen lassen kann. Gegen die Instrumentalisierung durch illegitime Interessen muß sich die Publizistik und der einzelne Publizist wappnen.

    • Kumpelblase (kein Partner)
      01. März 2011 16:24

      Aha und die Wahrheit ist natürlich eine katholische nehme ich an, alles andere ist Häresie. Was ist denn das Wichtige? Worüber lohnt es sich denn zu schreiben? Haben Sie das zu bestimmen?

      Auch interessant, dass sie publizistische Wahrheit offenbar bei A.U. zu finden glauben. Aber gut, bei jemandem der so naiv mit einem Wahrheitsbegriff umsetzt (es dürfte bei ihnen wohl ein absoluter sein) wundert das eigentlich nicht.

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 16:59

      Kumpel

      Wir sind hier etwas variantenreicher aufgestellt. Nebenbei auch katholisch zu sein ist da natürlich kein Hindernis aber nicht unbedingt erforderlich.

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 17:17

      ws

      Mein Anliegen ist, von dieser Pseudowissenschaftlichkeit wegzukommen. Daher muss ich beim Handwerk bleiben, wenn ich auch mit Ihrem Inhalt völlig einverstanden bin.

      Auf schöne Art nichts zu sagen ist natürlich auch nicht richtig und recherchieren ist auch noch zu lernen.

      Aber im grunde genommen geht es doch, wenn ich Sie richtig verstehe um eine höherwertige Ethik des Schreibens. Und die glaube ich eher zu erreichen, wenn das Handwerk ordentlich gelernt wird. Die Pseudowissenschaftlichkeit erzeugt nur geistige Überflieger, die im übrigen ihr Mäntelchen nach dem Wind richten.

      Weiters gehe ich grundsätzlich davon aus, dass mich jeder Text auch überzeugen können sollte. Wenn ich aber schon meine Meinung ändern soll, dann hätte ich auch gerne, dass ich dabei nicht von blöden und fehlerhaften Äußerlichkeiten vom inhaltlichen abgelenkt werde.

      Und schließlich: mit der Ausstattung als Handwerk ist eher die richtige und angemessene Demut verbunden als mit dem wissenschaftlichen Großgeprotze.
      In diesem Sinne würde ich eher schauen, dass die Akademikerquote gesenkt wird und die Leute (ich meine die Schreiberlinge) nicht durch eine leicht verflüchtigte Titel-reputation punkten können, sondern sich durch die laufende Qualität ihrer Texte diese Reputation immer aufs neue erwerben müssen.

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      01. März 2011 17:33

      @Denn Schreiben ist Handwerk

      Chirurgie auch... oder doch nicht

      hier verwechselt ein Dolm Routine mit Handwerk - ja, ich bin sehr für präzise Begriffe.

    • november_rain (kein Partner)
      01. März 2011 17:47

      VCP

      Nur so am Rande. Chirurgie war in Großbritannien lange Zeit (bis 19.Jhd.) Lehrberuf, außerhalb der medizinischen Fakultäten. Heute werden Chirurgen natürlich auch an Universitäten ausgebildet, werden aber nach wie vor nicht mit Doctor sondern Mr., Mrs. oder Miss angeredet. Das gilt als besondere Ehre.

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 19:27

      VCP

      Leider bin ich höflich und auch vom Instrumentarium gut in der Lage, auch einmal - so wie bei Ihnen angezeigt - auch das eine oder andere Mal einen schwammigeren Begriff zu verwenden.

      Hier weiss ein Dolm offensichtlich nicht, wovon er spricht. Entweder war ein Chirurg bei Ihnen bereits lobotomisch und handwerklich tätig, oder ihre Chirurgen sind der Telekinese fähig und benötigen daher ihre Hände nicht mehr. Was weiss ich. (Im letztern Fall empfehle ich Ihnen, sich nicht so viel Mutant X reinzuziehen.)

      Aber für bedenklich halte ich Ihre Geringschätzung, sehr geehrter Herr VCP, Ihre Geringschätzung der manuellen Tätigkeit. Offensichtlich haben Sie Ihre Exemplar von Marxismus für Dummies noch nicht gelesen, denn zum Umblättern hätten Sie ja Ihre Pfötchen betätigen müssen. Und das tut ein humanistischer, aufgeklärter, vielleicht auch wissenschaftlich (halb)gebildeter Volxskünstler wie Sie ja nicht. Machen Sie wenigstens daheim Halbe/Halbe mit Ihrer/em Partner/in, oder scheuen Sie auch da das Manipulative und überlassen es der (vermutlich) Frau?

      Ich flehe Sie inständig an, sich Ihr Posting nochmals durch den schönen aber lobotomierten Kopf gehen zu lassen. Oder sind Sie imstande, dem Starchirurgen mit den beachtlichen Heilerfolgen, dessen Doktorarbeit aber getürkt war, deswegen wieder vom OP-Tisch zu springen? Blutig und dumm wäre das doch sicher. Denken Sie nicht auch?

      Bis dahin verlasse ich Sie nunmehr mit einem sehr präziesen: Sie Dolm Sie.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      02. März 2011 09:56

      @chm, 17.17

      Ich stimme Ihren interessanten Ausführungen en grosso modo zu. Ich sehe jetzt die konvergierenden Anliegen.

      Vor allem Ihr letzter Absatz enthält eine sehr wichtige Sache:
      "Angemessene Demut" ist tatsächlich unerläßlich und hilft gegen "wissenschaftliches Großgeprotze".
      Sie haben auch darin recht, daß die Mühe, ordentlich schreiben zu lernen, diese "Demut" ("dien muot", Mut zum Dienst an einer guten Sache) fördern kann. Denn ein guter Lehrer wird leeres Geschreibsel bei seinem Studenten ordentlich verreißen und diesen so entsprechend purgieren.

      Mein Anliegen ist aber, darauf hinzuweisen - ich hatte mich da vielleicht zu undeutlich ausgedrückt - daß nicht alles, was sich als "Wissenschaft" ausgibt, auch tatsächlich Wissenschaft ist.
      Das "Großgeprotze", das Sie richtigerweise kritisch erwähnen und das mir natürlich gut bekannt ist, verstellt gerade den Blick auf die Wahrheit, auf das Gute und Schöne.

      Ich meine also, man sollte nur publizieren, meinethalben auch ein Publizistikstudium betreiben, wenn man durch die purgative Phase strengen, sokratischen Nachdenkens bzw. einer entsprechenden Kritik durch einen guten Lehrer gegangen ist. Bei Platon steht: "Ein guter Redner ist einer, der die Wahrheit sagt."

      Daran hapert es ja heute.

  8. Amadeus (kein Partner)
    01. März 2011 11:35

    Off Topic

    Die E.U. geht wider ein Stück mehr in Richtung "Gleichbehandlung" und ein Stück weg von der Marktwirtschaft:

    EuGH: Versicherungen müssen Unisex-Tarife anbieten

    01.03.2011 | 11:28 | (DiePresse.com)

    Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass unterschiedliche Tarife für Frauen und Männer die Frauen diskriminieren.

    Versicherungen müssen künftig einheitliche Tarife für Frauen und Männer anbieten. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Dienstag in Luxemburg entschieden (Rechtssache C-236/09). Die bisher übliche Berücksichtigung des Geschlechts als "Risikofaktor" für Versicherungsbeiträge diskriminiere Frauen und sei deswegen ungültig. Die Versicherungsbranche müsse bis spätestens 21. Dezember 2012 Unisex-Tarife unabhängig vom Geschlecht anbieten. Große Anbieter warnen bereits, dass nun die Tarife für alle teurer würden.

    Zwar ist die Gleichbehandlung von Männern und Frauen ein Grundsatz des EU-Rechts, doch bisher gibt es bei Versicherungen Ausnahmeklauseln. So werden Versicherungstarife nach dem statistischen Risiko kalkuliert. Dabei spielt das Geschlecht häufig eine zentrale Rolle. Weil Frauen statistisch gesehen einige Jahre älter als Männer werden, zahlen sie zum Beispiel höhere Beiträge für eine private Rentenversicherung. Umgekehrt bezahlen Frauen weniger für die Kfz-Versicherung, weil sie weniger Unfälle verursachen.

    Eine solche Ausnahmeregel "läuft der Verwirklichung des Ziels der Gleichbehandlung von Frauen und Männern zuwider und ist daher nach Ablauf einer angemessenen Übergangszeit als ungültig anzusehen", urteilten die Richter. Die EU habe sich das Ziel gesetzt, die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern.

    Werden Versicherungen nun teurer?

    Das Gericht verwies auf die EU-Gleichstellungsrichtlinie von 2004, die geschlechtsneutrale Prämien schon von 2007 an verlange und eine Überprüfung nach fünf Jahren - also Ende 2012 - vorsehe. Ausnahmen seien nur erlaubt, wenn das Geschlecht ein "bestimmender Risikofaktor" ist und dies durch versicherungsmathematische und statistische Daten untermauert werden kann. Im konkreten Fall hatte ein belgisches Gericht die höchsten EU-Richter um Prüfung der Ausnahmebestimmung gebeten.

    Die Versicherungswirtschaft hat bereits vor Tariferhöhungen gewarnt. Im Schnitt würden die Beiträge steigen, weil der Geschlechtermix als neues Risiko in die Kalkulation eingehe. Verbraucherschützer begrüßen dagegen Unisex-Tarife und sehen keinen Anlass für steigende Prämien.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/638209/EuGH_Versicherungen-muessen-UnisexTarife-anbieten?_vl_backlink=/home/index.do

    http://www.spiegel.de/media/0,4906,25406,00.pdf

    • tqm (kein Partner)
      01. März 2011 11:39

      Vielen Dank liebe E.U., liebe Richter dass nun die Lebensversicherungen teurer werden!

    • Amadeus (kein Partner)
      01. März 2011 11:42

      Den Vorteil werden die Frauen haben.

      Und die Männer werden bei Lebensversicherungen tiefer in die Tasche langen müssen.

    • Reinhard (kein Partner)
      01. März 2011 12:03

      Was wird passieren?

      Die Beiträge für Männer werden angehoben, die Versicherungen verdienen sich dumm und blöd daran, die Männer sind die draufzahlenden Deppen und die Haushalte der Familien, dem Feindbild der Emanzen, werden Geld verlieren - willkommen in der Welt realitätsfremder GutmenschInnen!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. März 2011 13:17

      Wie wäre es eigentlich einmal mit einem Extra-Forum hier, in dem man die OT-Beiträge sammeln könnte? Vermüllen nur die Themendiskussionen.

  9. numerus clausel (kein Partner)
    01. März 2011 11:02

    OT: Was ist schon der 1. Mai gegen den 1. März. Die Jagdgesellschaft hat´s geschafft, zu Guttenberg ist zurückgetreten...

    • Robert Bond (kein Partner)
      01. März 2011 13:24

      Jagdgesellschaft? Können Sie mir bitte erklären, warum der Verteidigungsminister mit einem Vergehen davonkommen soll, für das ein junger Offizier degradiert und unehrenhaft entlassen wird?

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 15:25

      Der junge Offizier hat es im Dienst getan.

      Die Arbeit von Guttenberg war als Teaser für Leute gedacht, die nicht so auf alten Adel stehen aber auch beschissen sein wollen.

      Adel im Reich und akademischer Grad bei den doofen Ösis. So war es gedacht.

  10. dieba (kein Partner)
    01. März 2011 10:40

    Wenn man anhand dieses Blogs sieht, was aus Juristen so wird, sollte man überlegen, einige der juridischen Fakultäten einzusparen.

    • Robert Bond (kein Partner)
      01. März 2011 13:30

      Besonders lustig wird's wenn Unterberger den Publizisten vorwirft, einen schnellen Magister machen zu wollen. Die Jüngeren hier werden das vielleicht nicht mehr wissen, aber in Unterbergers (=meiner) Generation bekam man den Jus Doktor in acht Semestern ohne Dissertation. Die ganz ehrgeizigen haben dann noch eine Diss in Staatswissenschaften nachgeschoben. Da gabs dann den zweiten Doktor ohne Studium. Wenn man den Doktorvater vom CV kannte, war das nicht von Nachteil. Wenn solche Leute heute heute bei jeder Gelegenheit nach Selektion, Studienverschärfungen und Numerus clausus schreien, weiß ich nicht, ob ich lachen oder kotzen soll.

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 15:28

      Wenn man so die blonden Postings liest, kann man nur froh sein, dass damals keine schriftliche arbeit erforderlich war. Was hätte Blondie da wohl reingeschrieben.

    • Robert Bond (kein Partner)
      01. März 2011 16:19

      Falls Sie mit Blondie mich meinen: Ich bin kein Jurist. An den meisten anderen Fakultäten musste man sehr wohl eine schriftliche Arbeit machen. Der Doktor war sicher leichter zu bekommen als heute, aber bei den Juristen wars besonders krass. Deshalb ist man dort auch hingegangen, wenn man schnell einen Titel wollte. Also genau das, was der alte Jurist Unterberger heute den jungen Publizisten vorwirft.

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 17:29

      Als (fertiger) Jurist musste man damals genauso wie heute laufend Texte verfassen. Es war daher nicht nötig, das schon zur Erlangung des akademischen Grades zu tun.

      Im übrigen gab es damals noch Juristen, denen auch die Sprache am Herzen lag. Ich denke dabei an Franz Gschnitzer. Lesen Sie einmal einen Artikel von ihm und dann einen unserer heutigen Juristen, die alle bereits auf der Uni Arbeiten verfassen durften.

      Außerdem wird die Schwierigkeit eine wirklich gute juristische Arbeit, die auch wissenschaftlichen Kriterien genügt zu verfassen krass unterschätzt. Das gilt natürlich mutatis mutandis auf allen anderen geisteswissenschaftlichen Gebieten genauso. Meines Erachtens sollte man durchaus noch etwas zuwarten, bis sich zu den Kenntnissen auch noch etwas an Lebenserfahrung beigesellt hat, bevor man sich an das Schreiben macht.

      Nicht alles was geschrieben wird, ist es auch wert gelesen zu werden, was ich demütig auch bei meine Postings zu bedenken bitte.

  11. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    01. März 2011 08:31

    Lustig, dass ein Publizist nicht für eine BESSERE Publizistikausbildung ist sondern für eine Komplettabschaffung.

    • Reinhard (kein Partner)
      01. März 2011 09:02

      Typisch, dass einige BESSER und MEHR nicht auseinanderhalten können. Weniger Quantität kann sehr wohl zu einer Verbesserung der Qualität führen, andersherum funktioniert es so gut wie nie.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. März 2011 11:08

      'Kann', Sie sagen es. Aber von alleine wird durch abschaffen nichts besser.

    • Reinhard (kein Partner)
      01. März 2011 12:06

      Abspecken ist nicht abschaffen. Man kann es noch so oft wiederholen, es wird dadurch nicht wahrer. Und Abspecken ist die einzige Möglichkeit, die Qualität zu verbessern - dass das nicht automatisch passiert dürfte auf der Hand liegen. Aber solange nur Quantität produziert werden muss und Qualität Nebensache ist, geht gar nichts.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. März 2011 13:15

      Eine Erklärung, warum durch Abschaffung gerade in Klagenfurt die Publizistikausbildung generell im Niveau gehoben würde, ist das freilich immer noch nicht. Es gibt einfach keine Zusammenhänge.

    • Reinhard (kein Partner)
      01. März 2011 13:50

      Weil eine Universität, in der sich die besten Professoren und die fähigsten Studenten treffen, einfach besser ist als ein Studiengang an jeder popeligen Provinzuni, in dem sich jeder tummeln kann, der gerade nichts anderes vorhat. Wer ein gutes Studium haben will, fährt irgendwohin (Klagenfurt, Graz, Wien, Salzburg oder Hintertupfingen - vollkommen egal), wenn es dort die beste Qualität der Ausbildung gibt; wer nur nahe dem Hotel Mama ein paar Jahre Studentenleben abhängen möchte, wird sich das natürlich nicht antun.
      Komisch, bei den technischen Studien ist von keiner Seite Einwand erklungen, als man so argumentierte. Bei den Geisteswissenschaften sieht es natürlich ganz anders aus - offensichtlich weil breit gestreute Masse wichtiger ist als konzentrierte Qualität und weil dort gut ausgebildete Leute weit weniger wichtig sind als in der Technik.
      Was zu beweisen war.

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 15:30

      Publizistik sollte wie ich schon sagte als Lehre konzipiert werden. Das Fach könnte dann in einer Oberstufenform zugleich mit der Matura abgeschlossen werden.

      Wenn man so das liest was in den Zeitungen steht, verzichtet man ja gerne auf die weiter LEktüre etwaiger noch an der Uni geliefterter "wissenschaftlicher" Arbeiten.

  12. anon (kein Partner)
    01. März 2011 07:14

    Lustig wie hier alle den angeblichen Technikermangel nachbeten. Solange Techniker etwas kosten wird sich immer ein Branchenverband finden der über den furchtbaren Mangel jammert. Statistiken zu den Heerschaaren von arbeitslosen Publizisten würde ich auch gerne sehen.

  13. Trollfresser (kein Partner)
    01. März 2011 06:15

    Wenn ich raten hätte dürfen, in welchem Bundesland zuallererst ein Institut für Publizistik geschlossen wird, wäre mir auch Kärnten eingefallen. Kein Wunder: Der dortigen durchkorrumpierten blau/orange/schwarzen Politschickeria sind kritische Menschen eiin Dorn im Auge.

    • Reinhard (kein Partner)
      01. März 2011 06:58

      Ui, nicht nur vergessen dass die rote Multikultisozenschickeria doppelt so viele Landesräte wie die Schwarzen und sogar den LHStv stellt, jetzt werden auch noch alle Publizistikstudenten pauschal als "kritische Menschen" bejubelt.
      Dieser Trollfresserplapiatorklon ist sicher bekennender Konstruktivist - so wie der sich das Weltbild zusammenkonstruiert...

    • Trollala (kein Partner)
      01. März 2011 07:04

      Pudel di ned so auf, du Korruptionsbeschützerwürschterl.

    • Reinhard (kein Partner)
      01. März 2011 07:50

      Danke für diese Bestätigung.

    • Trollbuster (kein Partner)
      01. März 2011 09:46

      Trollfresser: Wer hat Deinen Namen erfunden? Ricolaahhh .....

  14. Robert Bond (kein Partner)
    01. März 2011 00:44

    Was Unterberger und die meisten hier postenden (und leider auch viele Studenten) offenbar nicht verstanden haben, ist, dass Publizistik-Institute nicht dazu da sind, Journalisten auszubilden. Sinn der Publizistik ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Phänomen Medien. Und die ist ja wahrlich nicht so uninteressant (wie auch immer man zu dem stehen mag, was konkret an den jeweiligen Instituten geschieht). Wenn sich das herumspräche, wären die Institute übrigens auch nicht so überfüllt. Im übrigen halte ich Unterbergers Attacken auf die Geisteswissenschaften für ziemlich bildungsfeindlich - also das Gegenteil von bürgerlich.

    • Reinhard (kein Partner)
      01. März 2011 04:53

      Was Unterbergers Kritiker und die meisten hier postenden Gegner nicht verstanden haben, ist, dass Geisteswissenschaften nicht per se schlecht sind, sondern es unverständlich ist, dass auf Steuerzahlers Kosten Überschüsse an studierten Taxifahrern produziert werden, während am anderen Ende der recht mühseligen naturwissenschaftlichen und technsichen Studien extremer Mangel herrscht. Daran ist nichts bildungsfeindlich, denn Bildung soll auch einen Zweck erfüllen, ansonsten - und das ist sehr bürgerlich - soll jeder studieren, was er will, wenn er es aus seiner eigenen Tasche zahlt. Der Tsuertopf als bodenloses Selbstbedienungsreservoir für persönliche Wünsche und Befindlichkeiten funktioniert nämlich nur in den Hirnen jener, die zwar hochgeisteswissenschaftlich die Metaebene der Existenz erklären können, von simplen Rechenaufgaben aber keinen Dunst haben.

    • Reinhard (kein Partner)
      01. März 2011 04:53

      Sollte natürlich Steuertopf heißen um diese Uhrzeit...

    • november_rain (kein Partner)
      01. März 2011 09:18

      "Wissenschaftliche Beschäftigung mit Phänomen Medien", na von mir aus. Aber wieviele Medienwissenschaftler brauchen wir in Österreich, und wieviele Universitäten dafür?

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 09:54

      gegen gute Geisteswissenschaft hat niemand was.

      Bei den Geisteswissenschaften besteht die Prüfung ja nicht im Experiment sondern im Diskurs mit anderen Geisteswissenschaftern.

      Das Einschreiten gegen den immer dreister werdenden eleganten Schwachsinn hat daher auch in verbaler Form zu erfolgen. Wenn man das (i.e. Kritik) nicht aushält, ist man auf diesem Parkett ohnehin fehl am Platz.

      Nach dem Posting von R.B. stellt sich mir aber langsam doch die Frage, wann und wo die Leute denn heute gutes und stilvolles Schreiben lernen, wenn nicht an diesen Publizistikinstituten.

      Ein Blick in eine beliebige Zeitung (ja auch Presse!) zeigt schnell, dass heute wesentlich mehr Wert auf "Wissenschaft" als auf Handwerk gelegt wird.

    • Robert Bond (kein Partner)
      01. März 2011 11:01

      @cmh
      das ist eine ganz andere Frage. Eine gute Journalistenausbildung täte schon Not, nur dafür sind die Publizistikinstitute der Universitäten einfach nicht da. Deshalb ist es auch unredlich, wenn Unterberger sie mit diversen Fachhochschullehrgängen gleichsetzt. Man muss den jungen Leuten halt laut und deutlich sagen, dass ihnen ein Publizistikstudium nicht helfen wird, wenn sie bei einer Zeitung arbeiten wollen.

    • Reinhard (kein Partner)
      01. März 2011 12:12

      Robert Bond, Sie haben schon Recht, aber eines möchte ich einwenden: Vielleicht sollten die jungen Leute ihr Studium nicht nach Tagträumen, romantischen Vorstellungen oder Ahnungen aussuchen, sondern weil sie am Beginn schon wissen, was sie eigentlich später machen wollen.
      Da würde es helfen, wenn mein Berufswunsch z.B. Journalist wäre, sich bei Medien direkt zu erkundigen, was diese erwarten und was man können muss, um so zu arbeiten. Viele Medien bieten schon Praktika für Schulklassen an, man rennt dort mit Anfragen offene Türen ein.
      Und deshalb bleibt bei den Publizistikern der Ruf hängen, diejenigen zu sein, die vollkommen weltfremd vor sich hin träumen "Ich will mal irgendwas mit Medien machen, vielleicht Film oder so, oder Journalist, also studier ich erstmal was in die Richtung und dann wird es schon gehen..."
      Wo wirklich die Schwierigkeit liegt, sich vorher über Studieninhalte und Berufschancen zu informieren, bleibt einem rationell veranlagten Menschen wie mir verborgen, die antwort findet sich wohl nur in den weiten Hallen zwischen den Ohren jener, die solche Wege gehen.

    • Robert Bond (kein Partner)
      01. März 2011 13:01

      @Reinhard

      Da bin ich ausnahmsweise Ihrer Meinung. Aber deshalb Institute schließen? (die Musikwissenschaft in Klagenfurt solls ja auch erwischen). Ich halte das Problem auch für überschätzt. Das sind alles relativ kleine Institute, die eben schon bei einem eher bescheidenen Studentenansturm überlaufen sind. In Wien ist das halt dank der Deutschen akut geworden. Kann man aber alles nicht mit Jus und WU vergleichen.

    • Reinhard (kein Partner)
      01. März 2011 14:00

      Robert Bond, wenn es nur ein winziges Institut mit besten Professoren ist, dann sind die Fähigkeiten dieser Koryphäen dort verschwendet und diese Leute wären besser an einer großen Ausbildungseinrichtung zu gebrauchen; wenn es ein winziges Institut mit provinzieller Qualität ist, ist es einfach unwirtschaftlich und für mich als Steuerzahler nicht tragbar. Es sprechen viele Gründe für Konzentration der Besten (Professoren wie Studenten) im Bildungsbereich. Ein gefördertes Wohnheim für Klagenfurter Studenten in Wien wäre wahrscheinlich billiger als ein eigenes Bonsai-Institut.
      Dass dem Unwesen des Überlaufens der Unis auch durch EU-Studenten kein Riegel durch Zugangsbeschränkungen vorgeschoben wird, hat ironischerweise Rot/Grün in solidarischem Schulterschluss mit der FPÖ beschlossen. Was für mich ein Zeichen des kompletten Fehlens jeglicher auch nur mikroskopisch wahrnehmbarer Wirtschaftskompetenz ist (obwohl ich bei den anderen inzwischen auch keine mehr orte...).
      Offen bleibt immer die Frage: wer soll das bezahlen?

      http://www.staatsschulden.at/

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 15:34

      Robert Blond

      Wenn ich Ihren Argumenten folge stellte sich die FRage nach der Sinnhaftigekeit mehrfacher Ausbildungsstätten für Publizistik umso mehr. Wir mürden dann doch mit einem halben Institut an der Gemanistik auch auskommen.

      Bissigerweise könnte man dann sagen, die sechs Monate Wehr-bzw.Zivildienst die dann eingespart werden hier vervielfacht wieder vergeudet.

  15. plusminus
    01. März 2011 00:20

    Einen positiven Dominoeffekt wäre das Wünschenwerteste, was diese Maßnahmen der Klagenfurter Uni auslösen sollten!

  16. Undine
    28. Februar 2011 15:13

    Man soll zwar den Tag nicht vor dem Abend loben, aber schon alleine der "Vorstoß" der Uni-Leitung, das Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften aus wirtschaftlichen Gründen zu schließen, ist in höchstem Maße löblich. Mögen sich die Damen und Herren mit ihrem verantwortungsvollen und sinnvollen Vorschlag durchsetzen. Das Geschrei von links wird nicht zu überhören sein.

    Es muß doch auch Angebot und Nachfrage---wie bei allem--- in einem richtigen Verhältnis zueinander stehen. Da kann es doch nicht angehen, daß man sehenden Auges haufenweise junge Leute ausbildet, deren Berufschancen nicht viel über NULL liegen (siehe @durga!). So einen Luxus können wir uns einfach nicht leisten.

    Keinem Bauern würde es einfallen, 100 Rinder den ganzen Sommer über auf einer Weide in der Größenordnung von ---sagen wir---einem Virtelhektar grasen zu lassen. Er muß sich etwas einfallen lassen. Entweder schaut er sich um eine wesentlich größere Weidefläche um, oder er reduziert gründlich seinen Viehbestand.

    • Undine
      28. Februar 2011 15:17

      Muß natürlich VIERTELHEKTAR heißen!

    • durga
      28. Februar 2011 16:41

      Zum Unterschied von unseren mit Bildung und Forschung betrauten Politikern ist der Bauer ja fachspezifisch ausgebildet und liebt (zumindest in den meisten Fällen) seine Arbeit! Daher weiß er, was und wieviel davon man wann sät und erntet und ob und welcher Tierbestand auf seinen Hof paßt und vermarktet werden kann. (Daß er sich dabei an gewerkschaftlich geregelte Arbeitszeiten hält oder Krankenstand während der Erntezeit feiert ist einfach undenkbar.)

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 17:35

      Bei allen Bildungsdiskussionen vermisse ich immer schmerzlich eine zugrundeliegende Theorie der Wissensaufnahmen.

      Das Modell scheint meistens zu sein, Personen Geld zur Verfügung zu stellen, um sich einige Zeit in der Nähe von Wissen aufhalten zu können. Unklar ist, in welcher Form dieses Wissen vorhanden ist (Lehrer, Bücher, Stueienkollegen usw.) bzw. sein muss und wie es aufgenommen werden kann (Nürnberger Trichter, gegen den Willen des Studenten, auf Wunsch des Studenten u.dgl.).

  17. durga
    28. Februar 2011 14:32

    Nach wie vor schmökere ich gerne im Karriere-Index:Wirtschaft , der Berufsaussichten für Akademiker in der Wirtschaft in Österreich angibt (http://www.wegweiser.ac.at/studium/karriere/ ), konkret: „mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Stelle innerhalb der Studienqualifikation und des Qualifikationsniveaus innerhalb eines Quartals auf Grund der spezifischen Gegebenheiten des studienfachbezogenen Arbeitsmarktes gefunden werden kann“.
    Dieser Index wird erstellt auf der Basis des TopJob-Monitoring von unikat.at, das - zusätzlich zu Daten von Statistik Austria - ca 95% aller aktuellen Stellenausschreibungen für Akademiker in Jobbörsen, Tageszeitungen und Home-Pages in Österreich auswertet.

    Die letzten Daten (Quartal 3/10; 100 % = gleich viele Angebote wie Studienabgänger):

    Für den Großteil der naturwissenschaftlich/technischen Fächern gibt es nicht ausreichend Abgänger um die Nachfrage zu befriedigen – Spitzenreiter sind hier:

    Elektronik/ Automation (FH): 313,5 %
    Maschinenbau: 241,5 %
    Chemie: 172 %
    Informatik /Software (FH): 172 %

    Dagegen liegt die Wahrscheinlichkeit, daß ein fertiger Publizist innerhalb eines Quartals einen adäquaten Posten in der Wirtschaft findet, bei 6,3 %, für einen Soziologen bei 5 %, für einen Abgänger von „Audiovisuelle Techniken und Medienproduktion (FH)” bei 1,5 % und für einen Politikwissenschafter bei 1,2 %. (Für Politikwissenschaft wird daraus eine durchschnittliche Bewerbungsdauer von ca. 249,9 Monaten berechnet um eine Vollzeitstelle in der Wirtschaft innerhalb der Studienqualifikation für das Studienfach zu erhalten.)

    Wie kann man unsere Jugend zu Studienrichtungen mit so geringen Erwerbsaussichten nur ermuntern und ihr Institutionen für eine immer größer werdende Zahl an Studierenden bauen! So viele Abgänger können auch nicht in den ausufernden Sümpfen von NGO’s und politischen Parteien aufgefangen werden.

    So much is rotten in the state of Austria!

    • Undine
      28. Februar 2011 14:42

      @durga

      "...eine durchschnittliche Bewerbungsdauer von ca. 249,9 Monaten berechnet um eine Vollzeitstelle in der Wirtschaft innerhalb der Studienqualifikation für das Studienfach zu erhalten"

      Aha, also DURCHSCHNITTLICHE Bewerbungsdauer, das sind über den Daumen gepeilt etwa 20 Jahre; ja, da ist es dann wohl angeraten, sich rechtzeitig um die Frühpension zu kümmern! :-)

    • terbuan
      28. Februar 2011 14:42

      Danke durga,
      erschreckend und ernüchternd!

    • Der kleine Nick
      28. Februar 2011 14:48

      @durga:

      Danke für diesen Hinweis - eindrucksvoll!

    • durga
      28. Februar 2011 15:01

      im übrigen habe ich zu den im vorigen Mai groß angetönten FH-Studiengängen in Neu-Marx: "Film, Medien- und TV-Produktion (Bac)", "International Media Innovation Management (Master)" und die "Publizistik-Akademie" keine weiteren Unterlagen gefunden - offensichtlich ist der Unfug noch nicht akkreditiert.

    • Francois Villon (kein Partner)
      01. März 2011 09:24

      druga, mit dieser Bloßstellung der geistigen Nackerpatzln haben Sie sich auch einen Platz ganz oben auf den Proskriptionslisten erobert.

      Diesen Hinweis müßte man in Abständen wiederholen, um sicherzustellen, daß ihn möglichst viele lesen bzw. dies nicht wieder in Vergessenheit gerät.

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 09:56

      durga

      Er kommt ja schon, er kommt ja schon ------ der Fontainbras

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. März 2011 13:23

      Ist Ihnen auch aufgefallen, dass sich unzähliche technische Studienrichtungen auf http://www.wegweiser.ac.at/studium/karriere/ im gelben und roten Bereich befinden? Alles wirklich so eingfach?

    • november_rain (kein Partner)
      01. März 2011 14:02

      STF

      Ist mir auch aufgefallen. Vor allem die Studien, die offenbar in Leoben angeboten werden. Die guten Berufsausichten der Montanisten winken wahrscheinlich nur im Ausland.

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 17:44

      Ja ist mir natürlcih auch aufgefallen.

      Eure Häme ist aber höchst überflüssig. Ihr tuts ja grad so, als würden sich die Leute die Studienrichtung nach der Farb aussuchen.

      Dabei ist die Liste eigentlich unvollständig. Denn es müssten eigentlich bei jeder dieser Studienrichtungen auch die Anzahl der Studierenden danebenstehen. Erst daraus kann man sehen, ob diese durch die Farbe angezeigte Knappheit angebots- oder nachfragebedingt ist.

    • Wolfgang Bauer
      01. März 2011 22:15

      Danke, Durga, für die Information!

    • Wolfgang Bauer
      01. März 2011 22:22

      Jetzt sollte man noch wissen, wieviele Studenten je Studium, um es zu gewichten! Gibt's da auch etwas??

    • durga
      01. März 2011 23:27

      @Wolfgang Bauer 22:22

      auch diese Zahlen können vom obigen Portal durch Anklicken des gewünschten Fachs erhalten werden, z.B. fürs Fach Chemie (http://www.wegweiser.ac.at/studium/karriere/419/6/chemie ; Studienanfänger, Absolventen, Studiendauer - 1996 bis 2010). Im Jahr 2008/9 waren es 316 Anfänger, 65 Absolventen und die mittlere Studiendauer betrug 12,2 Jahre. Akademiker-Arbeitsmarkt (allerdings 2001): insgesamt 2941 Chemiker, davon 1177 in der Privatindustrie, 1450 im öffentlichen Sektor (davon 1169 Lehrer), 215 Selbstständige, 99 arbeitslos (= 3,3 %).

  18. Undine
    28. Februar 2011 13:59

    @Wolfgang Bauer

    Zusätzlich wäre auch interessant zu erfahren, speziell beim Publizistikstudium, wie viele Semester die Damen und Herren Publizistikstudenten bis zum Abschluß brauchen, bzw. wie hoch die Studienabbrecherquote ist. Beides, lange "Verweildauer" und Studienabbrecher liegen uns Steuerzahlern ja heftig auf der Tasche. Ebenso ist es hinausgeschmissenes Steuergeld, wenn zu viele Publizisten letztendlich als Taxifahrer, in Volxküchen, etc. jobben und nie im Leben ihrerseits dem Staat in Form von Steuern aus eigener erfolgreicher Tätigkeit das vom Steuerzahler finanzierte Studium "zurückzahlen".

  19. terbuan
    28. Februar 2011 11:36

    "Du musst deinen Feind kennen, um ihn besiegen zu können!" (Sunzi)
    Ein Publizistikstudium ist sehr empfehlenswert, ich habe es 2 Semester über mich ergehen lassen, das hat gereicht, es war eine wertvolle Erfahrung fürs Leben!

  20. Wertkonservativer
    28. Februar 2011 10:40

    Zur Bewertung der einzelnen "Publizistik-Schmieden" fehlt mir der Durchblick;
    Klagenfut habe ich bisher als Kaderschmiede für diese Art von Medien-Verdrehern gehalten.

    Eines steht für mich jedenfalls fest: die weitverbreitete Hinneigung zum Publizistik-Studium ist für Leute, die sonst nichts Gescheites mit ihrem Leben auf akademischen Niveau vorhaben, ein gutes Vehikel, rasch und ohne viel Hirnverbrauch zu einem Titel zu kömmen!

    • Wertkonservativer
      28. Februar 2011 11:17

      Bitte: Klagenfurt ist richtig!

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 09:59

      Lieber Wertkonservativer,

      eigentlich halte ich es - wegen meiner zahlreichen eigenen Fehler - nicht für unbedingt erforderlich, dass Tippfehler ausgebessert werden. Und zumeist liest man darüber hinweg, denn auf den Inhalt kommt es an.

      So hätte ich auch diesen glatt übersehen, gebe aber zu, dass er lustig entstellend war.

  21. Celian
    28. Februar 2011 10:35

    Die Karrierepfade sind oft verschlungen, manch einer plagt sich mit einem Hungerleiderstudium und bringt nichts weiter.

    Nicht so Christian Kern, der seinen Magister für Publizistik in der Tasche hat und heute ÖBB-Generaldirektor ist. Der Standard bescheinigt ihm darüber hinaus einen exzellenten Musikgeschmack - Mozart, Green Day, Radiohead und sogar Deutschrock haben einen Platz in seinem Leben gefunden. Diese Stilsicherheit qualifizierte ihn fürs Marketing, beim Verbund warteten sie schon lange auf so jemanden. Und so kam er zum Verbund, wo er alsbald bis an die Spitze vorstieß. Der Wechsel zur ÖBB als Generaldirektor war von da her nur mehr ein Klacks. Über Nachweise, die eine Befähigung für diesen Wechsel bezeugen könnten, äußert sich der Standard nicht. Wahrscheinlich ist es einfach das Gesamtpaket.

    http://derstandard.at/1267743631579/Kopf-des-Tages-Christian-Kern

    • Der kleine Nick
      28. Februar 2011 10:47

      "Gesamtpaket" klingt ein bisschen despektierlich, aber wenn wir uns auf "Talentbündel" einigen können, dann find ich Ihren Kommentar große Klasse!

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 10:01

      ÖSterreich ist halt in weiten Bereichen schon eine rote Adelsrepublik, deren Recht von der Löwelstraße ausgeht.

  22. thomas lahnsteiner
    28. Februar 2011 10:15

    Auch aus absolvierten publizisten kann etwas werden, wenn schon nicht journalist, dann wenigstens ÖBB-Generaldirektor. Heutzutage kann man top-manager werden ohne auch nur einen hauch von betriebswirtschaft zu verstehen, hauptsache man schlägt schaum und gibt sich dynamisch. Von jedem gastwirt verlangt man einen befähigungsnachweis, nur an der spitze von unternehmen treiben sich viele leute herum, die nicht einmal ein kassabuch lesen können....die ergebnisse sieht man ja dann (zb flughafen wien).
    Niemand käme auf die idee einen chirurgen zu engagieren, der keine anatomiekenntnisse hat......in der wirtschaft und in der politik geht das natürlich...und so treibt sich ein publizistikabsolvent und politgünstling an der spitze der ÖBB herum oder ein studierter musikpädagoge als finanzlandesrat von niederösterreich......und eine handelsschülerin und zahnarzthelferin als infrastrukturministerin (stolz wird auch berichtet, dass die doris eine gesamtschule absolviert hat...was immer das heißen mag)

    • brechstange
      28. Februar 2011 12:10

      Der Rettberg gab bei Gericht an, keine Bilanz lesen zu können.

    • Undine
      28. Februar 2011 18:25

      @brechstange

      Aha, ich kann auch keine Bilanz lesen, aber offensichtlich kann man trotz dieses Mankos--- wie man an vielen Beispielen ja sehen kann---dennoch auf der Karriereleiter ganz schön hoch hinaufklettern. Wenn ich das nur früher gewußt hätte!!! Allerdings sollte man auf jeden Fall ein Parteibuch haben; am hilfreichsten ist ein ROTES oder mitunter auch ein SCHWARZES. In KEINEM Fall vorzeigen darf man ein BLAUES, so man eines hat.....

  23. Loxodrome
    28. Februar 2011 09:24

    Auf der Währinger Straße in Wien, zwischen Sensengasse und Josephinum, ist derzeit ein Neubau im Enstehen, der demnächst die Publizistik der Universität Wien beherbergen wird. Wenn ich mich richtig erinnerere, werden bei dieser Gelegenheit auch vier Professoren neu berufen. Munter werden hier - auf Steuerkosten - weiter akademisch "gebildete" Taxifahrer, "Volx-Köche", etc. herangezüchtet.

    Gleichzeitig herrscht bei anderen (z.B. naturwissenschaftlichen) Studienrichtungen ein ständiges Raumproblem. Allerdings können Fakultäten, deren Absolventen sehr gute Berufschancen haben, eben nicht mit den "Studenten"-Zahlen pseudowissenschaftlicher Richtungen auftrumpfen, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass man bei einem echten Studium für Prüfungen erheblich länger als zwei Tage lernen muss, ja sogar - horribile dictu - durchfallen kann!

    Wenn die Universität Wien wieder einmal über Geldmangel klagt, sollte man sie daran erinnern wofür sie sehr wohl genug Geld hat (und wofür nicht).

  24. Der kleine Nick
    28. Februar 2011 09:01

    Um das Klagenfurter Publizistik-Institut wär's aber echt schade: Dort bekommen PlagiatorInnen, wenn sie auffliegen, wenigstens noch eine Ausgleichszahlung (siehe http://derstandard.at/2807390 ). - Ja, liebe Poster, sollen denn PlagiatorInnen in Zukunft mittellos auf der Straße stehen? Und jahrelang an neoliberaler Ausgrenzung und Ächtung leiden? Oder gleich in der sozialen Kälte verrecken? Erschreckend, was für eine Hetze sich in diesem Forum ausbreitet!

    • inside
      28. Februar 2011 09:28

      Blödsinn!
      Die Ausgleichzahlung ist mit Sicherheit die Abfertigung, das es sich ja nunmehr um eine Kündigung handelt. Wenn wir hier schon linke Missstände aufzeigen, dann bitte vorher denken und dann schreiben.

      Unverständlich ist die Causa an und für sich. Aber die Zahlung ist erklärbar.

    • Der kleine Nick
      28. Februar 2011 09:38

      @inside:

      Im "Standard"-Artikel steht unmissverständlich, dass die Entlassung der Plagiatorin in eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses umgewandelt worden ist. Wie Sie da schreiben können, dass "es sich ja nunmehr um eine Kündigung handelt", ist Ihr Geheimnis. Und falls Sie es lüften wollen, schreiben Sie doch gleich dazu, warum Sie meinen, dass man einer doofen Plagiatorin eine Ausgleichszahlung verschaffen muss.

  25. Graf Berge von Grips
    28. Februar 2011 08:47

    Nr. 362
    Hast Du maturiert mit Ach und Krach -
    wähle das Publizistikfach ...

    • Der kleine Nick
      28. Februar 2011 09:01

      Des Grafen Verse werden schlimmer,
      das mit dem Rhythmus lernt er nimmer.

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 10:05

      Hast maturieret Du mit Ach und Krach -
      schnell setz auf's Publizistikfach.

      Das sollte auch ein petit Nicolas in der Nachhand hinkriegen.

    • Undine
      02. März 2011 20:44

      Wie wär's damit?

      Hast maturiert mit Ach und Krach,
      dann setz' aufs Publizistikfach! oder: dann wähl' das Publizistikfach!

  26. Josef Maierhofer
    28. Februar 2011 08:22

    Vernunft möge einkehren.

    Vor den Vorhang sind alle jene zu bitten, die die Doppelgeleisigkeiten in dem kleinen Land Österreich sehen und entsprechnde Maßnahmen setzen, alle jene, die konsequent handeln.

    Wenn man ohnehin in Graz Publizistik studieren kann und an anderen Orten in Österreich, so halte ich den Schritt der Uni Klagenfurt für vernünftig.

    Ich weiß nicht, wieviele Posten von einer Schließung der Publizistik in Klagenfurt betroffen wären, aber weltbewegend wird es nicht sein können und es handelt sich um Qualifizierte Personen, die ganz sicher auch flexibel sind und anderweitig tätig werden können.

    Ich selbst mußte in meinem Leben 3x bei Null beginnen, ich kenne aber welche, die noch öfter neu beginnen mußten.

    Das Leben geht weiter, auch ohne Publizistik in Klagenfurt.

  27. HJR
    28. Februar 2011 07:51

    Man sollte auch nicht die vielen, schönen "Management-"Studien vergessen; z.B. "Entrepreneurship", "Unternehmensführung", "Tourismus", "Event-" und -auch ein "PhD-Management" wird angeboten. Ganz zu schweigen von den unzähligen "Lehrgängen universitären Charakters" wie z.B. Event, Health Care, European Logistics and Transport, etc. M.a.W., es gäbe viel zu tun.

    Jeder sein eigener Manager, ein Häuptling auf 2 Indianer oder: beim Kauf eines Hinkelsteins 2 Sklaven gratis.

    • Francois Villon (kein Partner)
      01. März 2011 09:54

      HJR, diese Studien sind leider ganz und gar unentbehrlich. Wie sollte man mit dem jahreszeitlichen Mode-Wechsel der jeweils aktuellen Phraseologie sonst Schritt halten können?

      In Rußland z. B., an der staatlichen(!) Universität St. Pertesburg, ist eine (US-gesponserte) "Buisness-School" angegliedert, an der man "International Relations" - oder so Ähnliches - "stuideren" kann. Es ist dies ein bestens bewährtes Mittel, den zurückgeblibenen Hinterwäldlern endlich das wahre Verständnis für amerikanische Ideologie beizubiegen.

  28. Observer
    28. Februar 2011 07:12

    Ein Publizistikabsolvent muss nur eines können: die rot-grünen Ideen vertreten und mit Nachdruck unters Volk bringen.

    • Trollfresser (kein Partner)
      01. März 2011 06:18

      Was speziell in Kärnten stört, denn dort will die durchkorrumpierte blau/orange/schwarze Politschickeria unter sich bleiben und bei ihrer Selbstbereicherung nicht gestört werden.

    • Trollbuster (kein Partner)
      01. März 2011 10:09

      Trollfresse (habe ich doch glatt ein e vergessen)

      Hat man doch glatt ein paar Rote vom Futtertrog vertrieben - und schon ist man durchkorrumpiert durchklorummiert oder sonst was.

      Ich glaube das habe ich schon einmal gehört.

  29. Norbert Mühlhauser
    28. Februar 2011 01:28

    Da bleibt wohl keine andere Wahl:
    Das ORF-Personal muss aufgestockt werden. Der Landeskulturbeitrag als Bestandteil der ORF-Zwangsgebühren muss um eine Solidarkomponente für notleidende Lebenskünstler-Journalisten und Journaillistik-Institute erweitert werden.

    Erste Bürgerpflicht sei fortan nicht nur mindestens ein ORF-"Abo", sondern auch ein Zeitungsabo von der tiefschürfenden Art, sei es die "WZ", die reichhaltige Auswahl der Wiener Bezirksblätter oder überhaupt lachsrosa. Eine Journaillistik-Evaluierungskommission möge überdies die Chancen für hier nicht genannte Mitbewerber wahren ...

    • Der kleine Nick
      28. Februar 2011 08:39

      Moment mal - ham Sie was gegen die Segnung des Auswärtsdenkenlassens und der bunten InformationIn? Mir scheint, Sie sind ein Selbstdenker, ein g'fährlicher!

    • Norbert Mühlhauser
      28. Februar 2011 10:22

      Bin eh' für alle Experten!

      Nur den richtigen auszuwählen is' halt schon manchmal schwer, und dafür brauch' ma eben die UNI, wo ma' all die g'scheiten Sachen lernen kann, nicht zuletzt um hernach mit genug "BinnInnen" und "Antis" bewaffnet das Bruttoinlandsprodukt steigern zu helfen.

  30. Wolfgang Bauer
    28. Februar 2011 00:54

    Gibt es eigentlich eine zugängliche verlässliche Statistik über die Absolventen der einzelnen Studienrichtungen, gegliedert wohl nach Universitäten und Fachhochschulen, aber fachmäßig komprimiert? Über einige Jahre, z.B. zehn? Das wäre interessant.

    • HJR
      28. Februar 2011 07:37

      Ja, in manchen Städten Deutschlands. Aber doch nicht bei uns Bagdad.

      Das wär ja ganz ja wae Neues - verlässliche Zahlen für die Öffentlichkeit; tz, tz, tz!

    • brechstange
      28. Februar 2011 09:12

      Sg Herr Bauer,

      würden Sie mir eine Mailadresse von Ihnen zukommen lassen?

    • Rosi
      28. Februar 2011 12:14

      Noch interessanter wäre, was aus diesen Absolventen geworden ist.
      Aber dazu gibt es nur sehr eingeschränkte Studien.

    • Wolfgang Bauer
      28. Februar 2011 22:40

      @Brechstange: kontakt@verwaltungsreform-jetzt.at
      können Sie mir Infos schicken dazu? Danke!

    • Robert Bond (kein Partner)
      01. März 2011 00:55

      @Rosi

      die Akademikerarbeitslosigkeit ist in Österreich insgesamt sehr niedrig. Meiner Ansicht nach stehen hinter der Hatz gegen die Geisteswissenschaften ganz andere Motive. Man schlägt halt einfach ein bisserl auf Leute ein, von denen man meint, sie stünden politisch wo anders (weiß eigentlich jemand was Konkretes über die Publizistik in Klagenfurt?).
      Jedenfalls ist Hysterie fehl am Platz. Die geisteswissenschaftlichen Institute sind alle recht klein, die wenigsten überlaufen. Bei der Publizistik in Wien staut es sich, aber sonst?

    • Robert Bond (kein Partner)
      01. März 2011 00:56

      sorry, Beitrag hat sich irgendwie verdoppelt...

    • cmh (kein Partner)
      01. März 2011 10:10

      Ist immer so am Ende.





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