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Sozialdemokratische Heuchelei

Eine der übelsten Verlogenheiten der europäischen Sozialdemokraten sind ihre Vorwürfe gegen die USA, weil sie die tunesischen und ägyptischen Diktatoren gestützt haben. Was den Amerikanern sofort den linken Vorwurf übler Geschäftemacherei eingebracht hat.

Sozialdemokraten wie der diesbezüglich besonders laute Hannes Swoboda verschweigen dabei aber geflissentlich, dass auch sie diese Regime gestützt haben, dass sie die Staatsparteien sogar in die Sozialistische Internationale aufgenommen haben. Sie verschweigen, dass die nun Gestürzten immerhin in einer sensiblen Region eine ganze Generation lang für Frieden gesorgt haben.Was mehr ist, als dort jemals der Fall war.

Und sie verschweigen vor allem die Peinlichkeit, dass ihr Parteifreund Alfred Gusenbauer auch heute noch den kasachischen Diktator gegen fette Geldsummen berät. Oder dass ihr Parteifreund Gerhard Schröder dem ebenfalls nicht gerade als Rechtsstaat einzustufenden Russland gegen ebenfalls fette Summen in seinen Ölinteressen hilft. All das hindert die Sozialdemokraten aber nicht, sich ohne irgendeinen Hauch von Reue weiterhin als Moralapostel aufzuspielen und beispielsweise aus den (absichtlich oder nicht absichtlich) vergessenen Fußnoten von Herrn Guttenberg eine moralische Staatsaffäre zu machen.

Ich bin durchaus realistisch und nüchtern der Meinung, dass man auch mit Russland und Kasachstan Geschäfte machen kann und vielleicht sogar muss, und dass man die dortigen Regimes von außen nicht stürzen kann. Aber ab einer gewissen Schwelle löst bei mir allzuviel Heuchelei nur noch Brechreiz aus.

Zum Glück gibt es Länder wie Estland, die an den von Russland in mehreren jedem Rechtsstaat spottenden Skandalprozessen verurteilten Ex-Unternehmer Chodorkowski mit einer, wenn auch privaten Sondermarke erinnern. Sonst müsste man bisweilen ganz an diesem Europa verzweifeln.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2011 08:08

    Zur Durchsetzung von Zielen ist jedes Mittel recht.

    So natürlich auch Manipulation, Lüge, Weglassen, Verschweigen, Unterdrücken, Freiheitsraub, und vieles andere mehr.

    Die Wahrheit, die fürchten die Sozialisten wie der Teufel das Weihwasser, weil sie sich sehr oft weit weg von der Wahrheit bewegen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2011 10:50

    Sozialistisch zu sein schließt in Österreich – anders als in der Bundesrepublik - den Marxismus als weltanschauliche Basis ein. Dessen – vor der Geschichte gescheiterte Auffassungen - basieren auf der Idee des Bürgerkrieges, den er Klassenkampf nennt und Diktatur – des Proletariats. Sein Feindbild sind Bürgertum – vornehmlich das Besitz- und Bildungsbürgertum, Adel – soferne dieser noch machtpolitische Relevanz besitzt, Kirche und Armee. Ausgenommen natürlich die Rote Armee. Geschichte – so dozierten Marx und Engels – sei auch nichts anderes als eine Abfolge von Klassenkämpfen. Und begannen mit ihrem Countdown im alten Rom, indem sie den Anführer des größten Sklavenaufstandes der Antike zu ihrem Vorbild machten. Womit sie nur in einem einzigen Punkt Recht hatten – nämlich daß Freiheit das höchste Gut des Menschen ist. Daß beispielsweise die Hunnen die Burgunder, Ostrom die Goten, Seldschuken und Türken die Byzantiner vom Gesicht dieser Erde tilgten und was daran Klassenkampf war, diese Antwort, wie so viele Antworten auf so viele andere Fragen blieben die Apologeten des Marxismus ihren Kritikern schuldig. Aber Religion ist Opium für das Volk – folglich ist auch Gottlosigkeit erste Sozialistenpflicht.

    Sich zum Sozialismus marxistischer Prägung zu bekennen bedeutet folglich sich einem Machtkartell von Funktionären anzuschließen, dessen weltanschauliche Grundlagen die Bejahung von Bürgerkrieg (Klassenkampf), Dikatur (Herrschaft des Proletariats), Vaterlandslosigkeit (Geschichte ist bloß eine Abfolge von Klassenkämpfen, nationale Herkunft ist politisch irrelevant) und Atheismus (Gott ist tot) sind. Ob die zu vertretende unterprivilegierte Klasse nun aus Landeseinwohnern oder Türken besteht ist Sozialisten folglich einerlei, beide alimentieren die Herrschaft des Funktionärsapparates gleich gut. Alleine diese Zusammenballung widerwärtiger Grundhaltungen musste dafür sorgen, daß es immer wieder Menschen gab, die sich dem Sozialismus als Herrschaftsprinzip widersetzten.

    Sozialisten benötigten daher regelmäßig Polizeigewalt, letztlich aber immer den Staat, der die Ungläubigen im Volk unter Druck setzt. Sei es durch Stacheldraht, Minenfelder und Schießbefehle an den Grenzen der realsozialistischen Staaten oder durch Finanzämter und den Gesinnungsterror ihrer mit inquisitorischem Hass auf Andersdenke ins Feld ziehenden Propagandisten, subsidiert über pseudoakademische Wissenschaften (Politologen, Soziologen, oft auch bestimmte Denkrichtungen von Psychologen) und deren Irrlehren ebenso, wie durch mit Staatsmitteln gekaufte Medien. Linke in unseren Breiten leben von jenem Geld, daß sie produktiven, begabten und fleißigen Menschen wegnehmen und von der Verdummung der Massen. Diese werden vorwiegend dadurch zum Stimmvieh degradiert daß ihnen über das sogenannte Bildungssystem und das Nachrichtenwesen all jene Inhalte gezielt vorenthalten werden, welche die Mehrzahl der Menschen ernsthaft in den Stand versetzen könnten, selbständig und durch Nachdenken Entscheidungen zu treffen, die auch von Propagandakampagnen aus linken Machtzentralen unabhängig sind. Dazu zählt insbesondere ein verlogenes und auf den Machterhalt ihrer Funktionärsklüngel abgestelltes Geschichtsbild, das unsere Vergangenheit bis zur Unkenntlichkeit verzerrt und in der mittlerweile unsere Vater- und Vorvätergeneration zu einem einzigen Verbrecheralbum degeneriert ist ebenso, wie die permanente Diffamierung unseres überlieferten Kulturschaffens, der natürlichen Heimatliebe der meisten unserer Menschen sowie die Herabwürdigung des überlieferten Wertekanons zu sogenannten Sekundärtugenden. Lüge, getarnt als Meinungsvielfalt in Begleitung von Diffamierungs- und Verleumdungskampagnen pervertieren Meinungsfreiheit zu einem Instrument der öffentlichen Anfeindung gegenüber andersdenkenden Politikern. Der Mittel- und Unterbau linker Parteien (Sozialisten und Grüne) weicht überzeugenden und stichhaltigen Argumenten seiner politischen Gegner regelmäßig aus - er stellt sich solchem Vorbringen niemals in der Sache selbst sondern beantwortet diese mit Unterstellungen zur Person und - wie wir dies übrigens auch durch die Trolle die sich in diesem Blog betätigen wahrnehmen können - durch permanente Wiederholung der bereits als unwahr oder unzutreffend erkannten Behauptungen. Gestützt werden Sie darin durch ihren akademischen Oberbau, der sich in ein Schweigekartell begibt, wenn die eigenen Genossen einmal wieder mit sturer Beharrlichkeit Antworten verweigern, aber ihre falschen Parolen bis zu Erbrechen repetieren.

    Heuchelei – die im Übrigen nicht alleine das Privileg von Sozialisten ist – kann angesichts dieser Vorgaben nur die allermindeste Ausformung sozialistischer Praktiken sein. Wir erwarten, daß Sozialisten ihre ‚Vergangenheit bewältigen’.

  3. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2011 09:06

    Die Heuchelei ist doch nur ein vergleichsweises harmloses Beispiel für die skrupellose Morallosigkeit der Linken.

    Anzuführen wären weiters: Lüge, Betrug, Verleumdung, Verächtlichmachung, Fälschung, Rufmord, Verhöhnung, Bestechung, Bedrohung, Verdummung, Zerstörung, Erpressung, Mord (Lucona), einstige Verharmlosung der Pädophilie, Förderung des Geschlechterkampfes, Angstmache, künstliche Feindbilder, ......

  4. Ausgezeichneter KommentatorLaura R.
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2011 08:57

    Der Werner hat g`sagt, daß uns keiner reinz`red`n braucht, was Moral und Anstand betrifft, weil die Regeln für was gut ist oder nicht, stellen immer noch mir von der Partei auf.
    Ob`s jetzt KHG oder KTG heißen, wer ein Pülcher ist, bestimmen allerweil noch mir, hat er g`sagt, der Werner! Und Schluß, oder so.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorambrosius
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2011 08:10

    Es gibt nur wenige Medien wie dieses, wo dieses- auch aus strafrechtlichen Gründen: unsägliche- Verhalten überhaupt thematisiert wird.

    Daß die Linken aller westeuropäischen Nationen auf allen politischen Bühnen diesen moralinsauren Schwachsinn folgenlos, ja sogar reaktionslos verzapfen dürfen ist ein Erfolg der Schaffung des sozialdemokratischen Wählers ( Vorbild: die Domestizierung des Hausschweines)

  6. Ausgezeichneter KommentatorDr. Dieter Zakel MA Partner Homepage
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2011 07:11

    Heuchelei und Zwang sind dem Sozialismus ja inhärent. Da kann man dessen Protagonisten ja keinen Vorwurf machen. Die leben ja nur was sie sind.

  7. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2011 04:06

    Was will man von den Sozialisten anderes als Heuchelei erwarten?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorkarli
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2011 08:44

    Die Sozialdemokratie ist halt mit einer recht dummen Wählerschaft gesegnet.

    Kritisches hinterfragen ist nicht deren stärke (und gerade deshalb schmückt sich die Parteispitze immer mit Intellektuellen die für die Basis denken sollen)


alle Kommentare

  1. Torres (kein Partner)
    22. Februar 2011 11:50

    Hinzufügen sollte man noch, dass der EX-SPD-Kanzler Schröder nicht müde wird, sozusagen als Fleißaufgabe bei jeder passenden und unpassenden Gelgenheit zu betonen, welch Musterdemokrat Putin doch sei.

  2. cmh (kein Partner)
    22. Februar 2011 08:55

    Statt meines üblichen Spruches ein schon etwas älteres Interview mit einem schon toten Ex-Kommunisten:

    http://www.rbb-online.de//zurperson/interview_archiv/koestler_arthur.html

    In der Sache selbst ist das nur immer und immer wieder zu wiederholen und zu erinnern bis es auch die letzten Sozialisten der anderen Parteien überringeln, mit wem und wohin sie ein Stück Weges gemeinsam gehen:

    http://rolandstrejcek.blogspot.com/2006/08/der-frosch-und-der-skorpion.html

    Die vorstehende Geschichte habe ich eigentlich bei Burger: Jenseits der Linie gefunden und der link erspart nur das Abtipseln.

  3. karli (kein Partner)
    22. Februar 2011 08:44

    Die Sozialdemokratie ist halt mit einer recht dummen Wählerschaft gesegnet.

    Kritisches hinterfragen ist nicht deren stärke (und gerade deshalb schmückt sich die Parteispitze immer mit Intellektuellen die für die Basis denken sollen)

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 09:00

      Leider haben wir keine andere Wählerschaft.

      Was man sehr wohl austauschen kann ist hingegen die Führungsmannschaft. Wenn ich mich recht erinnere ist die jetzige (wie die davor allerdings auch) ja gerade mit dem Versprechen angetreten, unsere wirklich großen Probleme zu lösen.

      Dass sie das nicht tut, hat wohl etwas damit zu tun, dass der letzten (wirklichen) Reigierung gerade das Ringen um solche Lösungen heute als unverzeihlicher Fehler angerechnet wird. (Anrechnen nur natürlich nur im Sinnes der NMS.)

  4. plusminus
    21. Februar 2011 23:46

    Nicht umsonst steht in der deutschen Sprache "Links" meist für Unanständigkeiten:
    "eine Linke machen", "linkisch sein", "jemanden linken", "linker Vogel" usw.

    Denn anständig klingt eben anders:
    "am rechten Weg bleiben", "das Herz am rechten Fleck haben", "rechtens sein" usw.

    Der Sprachgebrauch ist allzuoft verräterisch, nur die Sozis schaffen es immer wieder, davon abzulenken!

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 09:01

      Rot ist auch letztendlich die Farbe des Blutes und nicht des Bodens oder sonst was.

    • dieba (kein Partner)
      22. Februar 2011 10:05

      Blödheit ist in der rechten Gehirnhälfte angesiedelt.

      Das sollte man auch nicht vergessen.

      ;-))

    • Reinhard (kein Partner)
      22. Februar 2011 12:14

      Irrtum, Blödheit liegt am Fehlen beider Gehirnhälften.

    • plusminus
      23. Februar 2011 03:51

      @Reinhard

      *brüüüüüll* ;-))
      Merci vielmals!

  5. Celian
    21. Februar 2011 16:23

    Ägypten war und ist ein enger Verbündeter der USA und hat als solcher Milliarden an US-Entwicklungshilfe bekommen. Trotzdem hat die USA in einer Rede die Ägypter offen zur Demokratie aufgerufen („Rede von Kairo“, Condoleezza Rice 2005) und einen Teil der US-Entwicklungshilfe für unabhängige Oppositionsgruppen reserviert. Was Mubarak dermaßen erbost hat, daß er daraufhin seine Besuche in Washington eingeschränkt hat.

    Mit welchem Recht wirft Hannes Swoboda nun der USA vor, daß sie Mubarak unterstützt hat? Er sollte sich mal überlegen, daß die Sozialisten Mubaraks Opposition weder finanziell unterstützt haben und schon gar nicht aus der Sozialistischen Internationalen hinausgeworfen haben, nicht einmal dazu waren sie imstande. Und kommt Herr Swoboda nicht aus der gleichen Partei, deren langjähriger Parteichef mit dem Ober-Diktator Ghaddafi auf Du-und-Du war, der jetzt für Hunderte Tote in Libyen verantwortlich zeichnet? Hannes Swoboda sollte daher schleunigst den Besen nehmen und vor der eigenen Türe kehren. Und nicht andere völlig aus der Luft gegriffen anschwärzen. Wie kann ein einzelner Mensch die Realität nur so verweigern und in ihr Gegenteil verkehren…

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 09:02

      Mubarak ist derzeit der aussenpolitische KHG der Sozen.

      Ein Pfuigakka.

  6. brechstange
    21. Februar 2011 11:03

    "Ich bin durchaus realistisch und nüchtern der Meinung, dass man auch mit Russland und Kasachstan Geschäfte machen kann und vielleicht sogar muss, und dass man die dortigen Regimes von außen nicht stürzen kann."

    Realistisch und nüchtern würde bedeuten, dass man eine Kosten-Nutzen-Rechnung anstellt. Doch diese unterbleibt und oft genug bezahlt dann für diese Geschäfte der österreichische Steuerzahler bzw. in der EU die EU-Steuerzahler. Das wird uns gewaltig auf "die Birne" fallen.

    • Undine
      21. Februar 2011 16:08

      @brechstange

      "....der österr. Steuerzahler bzw. in der EU die EU-Steuerzahler"

      Und mit den EU-Steuerzahlern sind leider nicht ALLE EU-STZ betroffen, sonder nur die einiger weniger Länder, die für diese fadenscheinigen "Geschäfte" blechen müssen: in erster Linie die Deutschen, dann wir und wer denn noch? Die Griechen? Die Spanier? Die Portugiesen? Die Polen? Die Tschechen, Slowaken, Ungarn, Slowenen etc???

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 09:03

      Hauptexportgut sind möglicherweise Stricke.

  7. Helmut Oswald
    21. Februar 2011 10:50

    Sozialistisch zu sein schließt in Österreich – anders als in der Bundesrepublik - den Marxismus als weltanschauliche Basis ein. Dessen – vor der Geschichte gescheiterte Auffassungen - basieren auf der Idee des Bürgerkrieges, den er Klassenkampf nennt und Diktatur – des Proletariats. Sein Feindbild sind Bürgertum – vornehmlich das Besitz- und Bildungsbürgertum, Adel – soferne dieser noch machtpolitische Relevanz besitzt, Kirche und Armee. Ausgenommen natürlich die Rote Armee. Geschichte – so dozierten Marx und Engels – sei auch nichts anderes als eine Abfolge von Klassenkämpfen. Und begannen mit ihrem Countdown im alten Rom, indem sie den Anführer des größten Sklavenaufstandes der Antike zu ihrem Vorbild machten. Womit sie nur in einem einzigen Punkt Recht hatten – nämlich daß Freiheit das höchste Gut des Menschen ist. Daß beispielsweise die Hunnen die Burgunder, Ostrom die Goten, Seldschuken und Türken die Byzantiner vom Gesicht dieser Erde tilgten und was daran Klassenkampf war, diese Antwort, wie so viele Antworten auf so viele andere Fragen blieben die Apologeten des Marxismus ihren Kritikern schuldig. Aber Religion ist Opium für das Volk – folglich ist auch Gottlosigkeit erste Sozialistenpflicht.

    Sich zum Sozialismus marxistischer Prägung zu bekennen bedeutet folglich sich einem Machtkartell von Funktionären anzuschließen, dessen weltanschauliche Grundlagen die Bejahung von Bürgerkrieg (Klassenkampf), Dikatur (Herrschaft des Proletariats), Vaterlandslosigkeit (Geschichte ist bloß eine Abfolge von Klassenkämpfen, nationale Herkunft ist politisch irrelevant) und Atheismus (Gott ist tot) sind. Ob die zu vertretende unterprivilegierte Klasse nun aus Landeseinwohnern oder Türken besteht ist Sozialisten folglich einerlei, beide alimentieren die Herrschaft des Funktionärsapparates gleich gut. Alleine diese Zusammenballung widerwärtiger Grundhaltungen musste dafür sorgen, daß es immer wieder Menschen gab, die sich dem Sozialismus als Herrschaftsprinzip widersetzten.

    Sozialisten benötigten daher regelmäßig Polizeigewalt, letztlich aber immer den Staat, der die Ungläubigen im Volk unter Druck setzt. Sei es durch Stacheldraht, Minenfelder und Schießbefehle an den Grenzen der realsozialistischen Staaten oder durch Finanzämter und den Gesinnungsterror ihrer mit inquisitorischem Hass auf Andersdenke ins Feld ziehenden Propagandisten, subsidiert über pseudoakademische Wissenschaften (Politologen, Soziologen, oft auch bestimmte Denkrichtungen von Psychologen) und deren Irrlehren ebenso, wie durch mit Staatsmitteln gekaufte Medien. Linke in unseren Breiten leben von jenem Geld, daß sie produktiven, begabten und fleißigen Menschen wegnehmen und von der Verdummung der Massen. Diese werden vorwiegend dadurch zum Stimmvieh degradiert daß ihnen über das sogenannte Bildungssystem und das Nachrichtenwesen all jene Inhalte gezielt vorenthalten werden, welche die Mehrzahl der Menschen ernsthaft in den Stand versetzen könnten, selbständig und durch Nachdenken Entscheidungen zu treffen, die auch von Propagandakampagnen aus linken Machtzentralen unabhängig sind. Dazu zählt insbesondere ein verlogenes und auf den Machterhalt ihrer Funktionärsklüngel abgestelltes Geschichtsbild, das unsere Vergangenheit bis zur Unkenntlichkeit verzerrt und in der mittlerweile unsere Vater- und Vorvätergeneration zu einem einzigen Verbrecheralbum degeneriert ist ebenso, wie die permanente Diffamierung unseres überlieferten Kulturschaffens, der natürlichen Heimatliebe der meisten unserer Menschen sowie die Herabwürdigung des überlieferten Wertekanons zu sogenannten Sekundärtugenden. Lüge, getarnt als Meinungsvielfalt in Begleitung von Diffamierungs- und Verleumdungskampagnen pervertieren Meinungsfreiheit zu einem Instrument der öffentlichen Anfeindung gegenüber andersdenkenden Politikern. Der Mittel- und Unterbau linker Parteien (Sozialisten und Grüne) weicht überzeugenden und stichhaltigen Argumenten seiner politischen Gegner regelmäßig aus - er stellt sich solchem Vorbringen niemals in der Sache selbst sondern beantwortet diese mit Unterstellungen zur Person und - wie wir dies übrigens auch durch die Trolle die sich in diesem Blog betätigen wahrnehmen können - durch permanente Wiederholung der bereits als unwahr oder unzutreffend erkannten Behauptungen. Gestützt werden Sie darin durch ihren akademischen Oberbau, der sich in ein Schweigekartell begibt, wenn die eigenen Genossen einmal wieder mit sturer Beharrlichkeit Antworten verweigern, aber ihre falschen Parolen bis zu Erbrechen repetieren.

    Heuchelei – die im Übrigen nicht alleine das Privileg von Sozialisten ist – kann angesichts dieser Vorgaben nur die allermindeste Ausformung sozialistischer Praktiken sein. Wir erwarten, daß Sozialisten ihre ‚Vergangenheit bewältigen’.

    • ProConsul
      21. Februar 2011 13:04

      augezeichneter Kommentar!

      "Linke in unseren Breiten leben von jenem Geld, daß sie produktiven, begabten und fleißigen Menschen wegnehmen und von der Verdummung der Massen."

    • Reinhard (kein Partner)
      22. Februar 2011 04:45

      Allein im ersten Satz beschreiben Sie eine tiefe Wahrheit, werter Herr Oswald: das linksextreme ideologische Sumpfland, welches in Deutschland durch die "Linke" repräsentiert wird, jene Mischung aus dem früheren linksextremen und marxistischen Flügel der SPD und den ob ihres auf Sankt Nimmerlein verschobenen historischen Sieges frustrierten kommunistischen Nachkommen der SED, befindet sich in Österreich nircht nur fest verankert in den Reihen der SPÖ sondern repräsentiert dort sogar eine die reale Partei- und Staatspolitik bestimmende Macht. Es scheint, als wären die österreichsichen Sozialisten nach einer kurzen historischen Verirrung in die Gefilde der gemäßigten Sozialdemokratie wieder in den Schoß des marxistischen Extremismus zurückgekehrt, oder, was ich noch eher vermute, haben bei dem Versuch versagt, sich einen demokratischen Anstrich zu verpassen, und zeigen nun immer deutlicher ihr wahres Gesicht.

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 09:06

      Es steht zwar schon in dem Link auf Koestler, ich möchte es aber hier wiederholen:

      Im Kommunismus kommt man zum Individuum indem man eine Masse von 1 Million Menschen durch 1 Million dividiert.

      Ein Indiz dafür, dass unsere Sozen anders denken steht trotz Lichterlkette noch aus.

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 09:11

      Reinhard und SED

      Bei uns hat ja mittlerweile das Akronym SBZ eine weitergehende Bedeutung erhalten mit Sozialistischer Besatzungszone. Und auf dem Weg zu einer SED sind wir ja auch schon ziemlich weit gekommen, wenngleich unser föderalistisches Wesen durchaus mehrere Parteizentralen der einen Lehre durchgehen lässt.

    • Reinhard (kein Partner)
      22. Februar 2011 12:24

      cmh, zum Thema SED muss man ja auch noch sagen:
      Die SED allein stand niemals zur Wahl. Es wurde immer über "die Kandidaten der Nationalen Front" abgestimmt. Die NF war der eigentliche Moloch, nämlich der Bruderbund aller legalen Parteien (wie auch der durchaus in der DDR existenten CDU) unter der ideologischen Anleitung der SED.
      Die ostdeutschen Schwarzen hatten an keiner Stelle auch nur den Hauch eines Skrupels, sich zwecks gemütlicher Plätzchen am großen kommunistischen Fressnapf willfährig den Marxisten zu unterwerfen, ihnen jeden Platz an den Schalthebeln der Macht zu überlassen und zum Preis einer Scheindemokratie den Bund der Ewigen GroKo zu schließen, nur um nicht anzuecken. Die Sozen schlossen sich mit der KPD gleich zusammen zu einer Partei (eben der SED), die anderen existierten nur, um es zu keiner Opposition kommen zu lassen.
      Dieselben "Christdemokraten", aus deren Reihen die stramme FDJ-lerin Angela Merkel stammt, haben sich noch vor wenigen Jahrzehnten im Staube zu Füßen kommunistischer Diktatoren gewunden und ihre eigene Klientel, das Bürgertum und die Kleinunternehmer, auf Zuruf des Staatsratsvorsitzenden an das Schlachtmesser der Kommunisten geliefert.

      Geschichte wiederholt sich....

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 15:51

      Reinhard - genauso habe ich es gemeint.

    • HDW
      22. Februar 2011 16:15

      Auf einen Nenner genracht: Die Spö wurde von Viktor Adler gegründet, heute wird sie leider von Max Adler bestimmt. Aber der letzte Schwarze der soviel Bildung hatte das zu durchschauen war Josef Taus und der wurde durch Erhard Busek und consorten verdrängt! Man ist versucht zu sagen: Opposition in Österreich hat nur als Wehrsportgruppe Hofmann eine Chance wahrgenommen zu werden.

    • Gast der Zweite (kein Partner)
      22. Februar 2011 16:47

      Sehr geehrter Herr Oswald,

      ein wirklich brillianter Artikel. Meine Hochachtung!

      Beste Grüße

      Gast der Zweite

  8. socrates
    21. Februar 2011 09:56

    Standard: kurz gemeldet am 19.2.
    Palästinenser weisen Obamas Forderung zurück:
    M.Abbas hat am Fr das Ersuchen von US-Präsident B.O. abgewiesen, einenResolutionsentwurf aus dem UN-Sicherheitsrat zurückzuziehen, der Israel zum Siedlungsstopp auffpordert. Der beschluss wurde von den Spitzen von PLO und Fatah in Ramallah gefällt. Die USA hatten ein Veto gegen die Resolution angedeutet.
    Soweit, so falsch. Das soll eine Qualitätszeitung sein? Wer sich damit zeigt, disqualifiziert sich.
    Im UN-Sicherheitsrat war Einstimmigkeit zur Verurteilung der Siedlungspolitik Israels, außer den USA, die Veto einlegten.

  9. simplicissimus
    21. Februar 2011 09:50

    jaja, wer lauthals in gerechter empörung "nie wieder" brüllt und dann einen massenmörder mit "er war ein mensch" weichredet und ihm ein denkmal aufstellt, wird kaum für einen glaubwürdigkeitsnobelpreis in frage kommen.

    stimmt es, dass die roten deshalb "rot" heissen, weil sie so oft beim schummeln erwischt werden und die aufkommende röte gschwind als fremdschämen wegen des bösen hc abtun?

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 09:13

      Beim Fremdschämen fällt es nicht so auf, wenn man wegen der eigenen Schandtaten wirklich rot wird.

      Andererseits, wer von den Sozen wird wegen der eigenen Schandtaten überhaupt noch rot?

  10. A.K.
    21. Februar 2011 09:50

    Dr. Unterbergers Tagebucheintrag „Sozialdemokratische Heuchelei“ befaßt sich zu Recht mit dem EU-Abgeordneten Hannes Swoboda. Erst kürzlich war dieser für den Ausbau der militärischen Kooperation mit Nachbarländern. Brigitte Ederer arbeitet schon für und in Deutschland und sparte Arbeitsplätze in Österreich ein. Ja die Sozialisten hören eben die Signale und sind für internationale Solidarität!

    • Cotopaxi
      21. Februar 2011 15:53

      Nebenbei zum Sowboda: der lebte doch jahrzehntelang mit Frl. Ederer in wilder Ehe zusammen.

      Haben die beiden nicht vor kurzem still und heimlich geheiratet?

      Kann es sein, um sich gegenseitig die Pensionsansprüche als Witwer bzw. Witwe zu sichern?

      Von der Eigenpension dürfte sich ihrer Ansicht nach nicht in diesen harten Zeiten überleben können?

    • A.K.
      21. Februar 2011 21:09

      @Cotopaxi
      Wie können Sie es wagen, eine verdiente Sozialistin mit "Fräulein" ansprechen?! Allerdings ist mildernd, daß diese SozialistIn nicht immer eine konsequente GenossIn zu sein scheint, sonst hätte sie nicht kürzlich ein (Zins-)Haus in Wien 2 gekauft; früher zählte man doch die Hausherrn zu den Klassenfeinden. Na ja eine gewisse Flexibilität erfordert eben der heutige Lebensstil.

  11. Cotopaxi
    21. Februar 2011 09:06

    Die Heuchelei ist doch nur ein vergleichsweises harmloses Beispiel für die skrupellose Morallosigkeit der Linken.

    Anzuführen wären weiters: Lüge, Betrug, Verleumdung, Verächtlichmachung, Fälschung, Rufmord, Verhöhnung, Bestechung, Bedrohung, Verdummung, Zerstörung, Erpressung, Mord (Lucona), einstige Verharmlosung der Pädophilie, Förderung des Geschlechterkampfes, Angstmache, künstliche Feindbilder, ......

    • HJR
      21. Februar 2011 10:36

      Eine Liste der bewährten Trainingsmaßnahmen aus der sozialistischen Werkzeugkiste. Zum Vergleich denke man an die Nationalsozialisten (die ja auch Sozialisten waren [Zitat: Franz Josef Strauß]).
      Sozialisten können eben nicht nur nicht rechnen!

  12. Laura R.
    21. Februar 2011 08:57

    Der Werner hat g`sagt, daß uns keiner reinz`red`n braucht, was Moral und Anstand betrifft, weil die Regeln für was gut ist oder nicht, stellen immer noch mir von der Partei auf.
    Ob`s jetzt KHG oder KTG heißen, wer ein Pülcher ist, bestimmen allerweil noch mir, hat er g`sagt, der Werner! Und Schluß, oder so.

    • Nobby D. (kein Partner)
      22. Februar 2011 05:54

      Heast, Puppi, tu nix vagessn dos i unta de kolte Duschn vom Varreta-Heinzi gsungan hob:
      "Die Partei, die Partei, die hat immer Recht!
      Und wenn sie sagt, sie hat Recht, ja dann hat sie Recht!!"

  13. ambrosius
    21. Februar 2011 08:10

    Es gibt nur wenige Medien wie dieses, wo dieses- auch aus strafrechtlichen Gründen: unsägliche- Verhalten überhaupt thematisiert wird.

    Daß die Linken aller westeuropäischen Nationen auf allen politischen Bühnen diesen moralinsauren Schwachsinn folgenlos, ja sogar reaktionslos verzapfen dürfen ist ein Erfolg der Schaffung des sozialdemokratischen Wählers ( Vorbild: die Domestizierung des Hausschweines)

  14. Josef Maierhofer
    21. Februar 2011 08:08

    Zur Durchsetzung von Zielen ist jedes Mittel recht.

    So natürlich auch Manipulation, Lüge, Weglassen, Verschweigen, Unterdrücken, Freiheitsraub, und vieles andere mehr.

    Die Wahrheit, die fürchten die Sozialisten wie der Teufel das Weihwasser, weil sie sich sehr oft weit weg von der Wahrheit bewegen.

  15. Dr. Dieter Zakel MA
    21. Februar 2011 07:11

    Heuchelei und Zwang sind dem Sozialismus ja inhärent. Da kann man dessen Protagonisten ja keinen Vorwurf machen. Die leben ja nur was sie sind.

  16. Observer
    21. Februar 2011 06:07

    Politik ist leider oft ein schmutziges Geschäft. Aber die Heuchelei findet nicht nur auf internationem Parkett statt, denn auch innerhalb Österreichs tut sich da einiges.
    Übrigens Herr Swoboda: Gerhard Schröder hat den Russen Vladimir Putin als "lupenreinen Demokraten" bezeichnet.

  17. Anton Volpini
    21. Februar 2011 04:06

    Was will man von den Sozialisten anderes als Heuchelei erwarten?





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