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Die Kultur steckt bis zum Hals im Fördersumpf

Warum fördert der österreichische Steuerzahler die Filmindustrie? Niemand weiß es. Denn bei fast keiner fördernden Stelle gibt es irgendwelche nachvollziehbare Förderrichtlinien. Dennoch sind die Förderungen allein von 2006 auf 2008 um 25 Prozent auf stolze 58 Millionen gestiegen. Der wahre Grund der Förderungen ist jedoch ziemlich klar.

Der liegt darin, dass die Filmindustrie zusammen mit den Kulturjournalisten eine besonders starke Lobby bildet, der niemand entgegenzutreten wagt. Überdies trifft es sich gut, dass die meisten österreichischen Filme auch ideologisch richtig positioniert sind. Ob die geförderten Filme dann am Ende auch ein Publikum finden, oder ob sie in irgendeiner Weise für Österreich – etwa als Tourismusland – Werbung machen, ist ganz offensichtlich völlig uninteressant.

Der neueste Rechnungshofbericht enthält jedenfalls viele Schmankerln zur Illustration des Steuerzahler-Frustes. Da fördern etwa in der Stadt Wien gleich mehrere Stellen die Filmwirtschaft – koordiniert wird da aber nichts. In der Steiermark sind es sogar fünf Institutionen. 65 Prozent der Filme werden mehrfach gefördert. Mancherorts entscheiden Menschen über die Fördervergabe, die dann am Film praktischerweise gleich mitverdienen. Der ORF fördert Filme, ohne aber bei – eventuell – erfolgreichen Produktionen an Einspielergebnissen des Filmes beteiligt zu sein. Die Einhaltung der an sich oft komplizierten Förderungsbedingungen wird oft nicht kontrolliert. Im Burgenland und der Steiermark werden absurderweise sogar bereits fertiggestellte Produkte gefördert.

Das alles erreicht jedenfalls ein Ziel sehr klar: Ich werde meine nächste Steuerüberweisung wieder mit ganz besonderer Freude abfertigen.

PS: Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich bin natürlich auch nicht für eine Förderung von Internetblogs , obwohl etwa dieses Tagebuch weit mehr Besucher hat als die meisten geförderten österreichischen Filme . . .

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2011 12:18

    Das Tagebuch fördern wir schon selber, das lassen wir uns nicht von der Politik verhunzen!

  2. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2011 13:11

    Den offenen Versuch von Indoktrination kann man heutzutage auf Wiens Straßen erleben, wo einem auf Leuchtreklametafeln von Straßenbahn-Hüttln ein Sinnsprüchl von Antonio Gramsci, dem Begründer der kommunistischen Partei Italiens, entgegenprangt: „Eine Krise besteht darin, daß das Alte stirbt und das Neue nicht geboren werden kann“. Gesponsert von gewista, WienKultur und so weiter. Davor waren es Sprücherln von Jean-Jacques Rousseau, einem anderen Wegbereiter der „Eigentum ist Diebstahl“-Fraktion.

    Wie hier unter dem Deckmäntelchen der Kultur Gehirnwäsche im großen Stil betrieben wird, ist eines Menschen mit Kultur nicht würdig. Ins Kino muß man ja nicht gehen, Fernsehen muß man auch nicht konsumieren. Aber sogar auf offener Straße ist man vor den subversiven Subventionierten nicht sicher.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2011 14:24

    Von der "Lilly Schönauer" über den "Bergdoktor" bis zum "Hansi Hinterseer" werden in Österreich am laufenden Band geförderte Kitsch-Serien produziert und damit das österreichische und deutsche TV-Publikum zwangsbeglückt.
    Mit dem Argument der Tourismuswerbung wird hier Steuergeld missbräuchlich bei den aberwitzig primitivsten Filmproduktionen verschwendet.
    Dagegen waren die österreichischen Lustspiele der 50er und 60er Jahre mit Hans Moser und Gunther Philipp geradezu Qualitätsprodukte.
    Diese Art der Filmförderung aus Steuermitteln gehört ersatzlos gestrichen. Es sind schon die GIS-Gebühren zuviel!

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2011 12:34

    Förderungen sollen bestimmte Entwicklungen fördern.

    Auch das ist in die Parteiengewalt abgeglitten und daher einseitig geworden und oft sinnlos und wegen der Kosten zu teuer.

    Ich habe oft das Gefühl, es gibt da Lobbies, die überhaupt ohne Förderungen nicht existieren könnten, die sind natürlich abhängig von den Förderungen und prostituieren sich für die Fördergeber, meist politische Parteien oder parteinahe Organisationen. Ich nenne es die 'Parteiindustrie'.

    Hier war die Rede von der Filmförderung.

    Es gibt ja im Rahmen der Kulturförderung noch viel Schlimmeres und wir alle wissen um diese 'Kunstförderungen' (wahrlich eine Geschmacksache) und deren Höhen Bescheid, wie etwa die 400 000,- Euro der Frau BM Schmied für die 'Sezessionspuff'-Kunst, etc.

    Ich bin für eine Durchforstung des Förderdschungels und für die Abschaffung der meisten Förderungen, insbesondere der Parteienförderung für die politischen Parteien in Österreich. Wer eine Partei haben will soll sie selbst mit Mitgliedsgebühren fördern.

    Es gibt für alles und jedes ein gefinkeltes Fördersystem und eigentlich können oft besonders geschickte Leute damit rechnen, daß sie, selbstverständlich auf Kosten der anderen, oft für das Meiste nur wenige Prozente zahlen im Verhältnis zu dem, was sie bekommen.

    Auch mir selbst als Kleingewerbetreibenden wurden und werden ständig irgend welche Förderungen und Kredite angeboten. Ich bin darauf nicht heineingefallen, ich übernehme lieber die Verantwortung für meine Arbeit und lasse mich nicht in bestimmte Richtungen, die allesamt verderblich sind, weil sie nicht der Rechnung des ordentlichen Kaufmannes entsprechen und auch Gegenleistungen einfordern und Kosten verursachen, bloß um der Förderrichtlinien wegen.

    Wir wissen alle, im Leben ist nichts gratis, auch keine Förderung.

    Das Förderunwesen ist für mich eine Art des österreichischen Schmarotzertums und fällt für mich in die Kategorie der Prostitution.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2011 13:10

    O.T.

    Axel Weber ist scheinbar draußen, er bewirbt sich nicht für die Stelle des EZB-Präsidenten. Da hat ja der einwandfreie, nicht korrupte Ex-Kanzler Schröder noch den letzten Anstoß gegeben, dass Webers Chancen gegen Null sanken.

    Als Kandidat vorgesehen ist ua. - er wird bereits stark in den Medien beworben - der italienische Kollege von Weber - Mario Draghi.

    Mario Draghi ist nicht nur Wissenschaftler, sondern war in der Wirtschaft. Er war bei Goldman Sachs und der Weltbank beschäftigt. Diese beiden Institute zeichnen sich aus, indem Goldman Sachs Griechland half, zu manipulieren, die Weltbank zeichnet sich aus durch einen französischen Sozialisten, Strauß-Kahn. Außerdem stemmt sich Italien gegen eine Schuldenbremse, dafür soll Italien womöglich mit dem Posten des EZB-Präsidenten belohnt werden.

    Wenn das kommt, dann ist Europa schneller eine EUdSSR mit Hilfe der USA, als es uns lieb sein wird.

  6. Ausgezeichneter KommentatorRichard Mer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2011 14:36

    Die Filmindustrie ist ja nur die Spitze des Eisbergs, und gegeben die letzten Erfolge bei Oscar und Cannes etc. kann man das auch vertreten. Nicht zu verteidigen sind diverse Museen mit 6 Besuchern am Tag in guten Zeiten; Theater- oder Tanzveranstaltungen mit 5 Zuschauern und solche Dinge. Und die Quantitäten sind absurd. 6 Prozent des BIP sind sogeannte "Subventionen", das ist wirklich eine große Menge, etwa das 10 fache des Bundesheeres. Man könnte das auch einfach ideologische Bestechungen nennen.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Februar 2011 12:57

    Im rahmen der filmförderungen ist natürlich auch unser ORF gewaltig präsent:
    So wurden 2009 u.a. gefördert:

    Dorfers Donnerstagstalk,
    Echt lustig, der ORF comedymix
    Wir sind Kaiser
    Was gibt es Neues
    die Gipfelzipfler

    Traumhotel-Sri Lanka
    (der mir unbekannte film) Oh Shit

    es scheint sich hier sowohl beim ORF als auch bei den anderen "filmschaffenden" eine subkultur entwickelt zu haben, die tatkräftig mit steuergeldern der österreicher unterstützt wird, so wie die Kronenzeitung, "heute" und "österreich"

    Der gesamte kunst- und medienbereich hängt also bis auf wenige ausnahmen zumindest teilweise am tropf der öffentlichen hand.........

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorhummel
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Februar 2011 12:25

    Ein kleiner Auszug zur Wiener Gemeinderatssitzung vom 14.12.2010, (Quelle: Wiener Amtsblatt) betreffend Förderzusagen:
    Gartenbaukino: EUR 400.00.-
    Filmarchiv: EUR 167.000.-
    Viennale: EUR 1.500.000.-
    Filmfonds Wien: EUR 11.500.000.-
    Filmmuseum: EUR 600.000.-
    Filmförderung 2011: EUR 600.000.-
    Stadtkino: EUR 311.000.-
    Alleine in dieser einen Gemeinderatssitzung wurden Filmförderungen in der Höhe von 15,1 Millionen Euro genehmigt ! Natürlich ist klar, in welche politische Richtung die Filme gehen müssen, ansonsten sind die großzügigen Förderungen schnell wieder weg. So schafft man sich, auf Kosten des Steuerzahlers, politisch genehme Medien die zur weiteren politischen Manipulation, besser gesagt „linke Gehirnwäsche“, der Bevölkerung führen. Und wir zahlen alle eifrig mit.
    Von den Millionenförderungen diverser Multikultivereine in Wien, will ich erst gar nicht sprechen – man braucht nur das Wiener Amtsblatt lesen. Von Wirtschaftskrise und Einsparungen ist in Wien diesbezüglich überhaupt keine Rede – im Gegenteil ! Aber die politische Manipulation der Bevölkerung ist eben der wichtigste Überlebensmechanismus der Linken.
    Übrigens: in dieser Gemeinderatssitzung ist auch für Deutsch- und Alphabetisierungskurse eine Förderung von EUR 1.000.000.- vereinbart worden (neben EUR 20.000 für die Antidiskreminierungsarbeit im Bereich der sexuellen Orientierung). Und ich dachte unsere Migranten sind doch fast alles arme Universitätsprofessoren, sind da gar ein „paar“ Analphabeten dabei die unser Sozialsystem erhalten müssen? Zumindest lernen diese "Bereicherer" bei den Kursen, wo das Kreuzchen bei der nächsten Wahl zu machen ist – das reicht in Österreich für den Bezug der lebenslangen Mindestsicherung (incl. Familienzuzug).

    Freundschaft !


alle Kommentare

  1. Donyell (kein Partner)
  2. Nessa (kein Partner)
  3. Kris (kein Partner)
  4. Guensoo (kein Partner)
    21. Januar 2015 04:45

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  5. Mohaa (kein Partner)
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  8. Torres (kein Partner)
    12. Februar 2011 12:11

    Nicht alles, was gefördert wird, ist auch erfolgreich; aber man darf nicht vergessen, dass der österreichsche Film in den letzten Jahren durchaus - auch international - erfolgreich war, siehe die Filme von Haneke, Ruzowitzky (Oscar!), Dornhelm ... Also sollte die Förderung (vielleicht etwas besser koordiniert) auf jeden Fall weitergeführt werden, sie bringt auf jeden Fall etwas, auch gegen den Willen von Leuten, die, wie anscheinend Unterberger, mit Kultur nichts am Hut haben und jeden dafür ausgegebenen Euro als hinausgeworfenes Geld betrachten.

  9. Amadeus (kein Partner)
    11. Februar 2011 16:56

    Über die Förderungen der Öffentlichkeit freut sich u.a. auch Hubsi Kramar ganz besonders: http://shifz.org/puzzle/Image202.gif

  10. Neppomuck (kein Partner)
    11. Februar 2011 15:57

    „Die Kapitalisten werden uns noch den Strick verkaufen, an dem wir sie aufhängen werden.“

    Wladimir Iljitsch Uljanow, besser bekannt unter seinem „Künstlernamen“ Lenin.

    Das hat, wie wir wissen, so (!) im ersten Anlauf nicht geklappt.
    Auch haben „die Kapitalisten“ bewiesen, dass „ihr“ System das überlegene war. Übrigens sehr zum Behagen etlicher Genossen, die diese ihre Bezeichnung sehr wörtlich genommen haben und die Segnungen der „Welt des natürlichen Feindes“ nach Kräften genossen haben, indem sie die Kreditwürdigkeit der ideologischen Gegner bis zum Exzess (und zu ihrem eigenen Nutzen) ausgereizt haben.

    Mittlerweile sind wir dazu (mit heftiger Unterstützung dieser Genossen) noch so blöde gemacht worden, den „Strick“ nicht mehr verkaufen zu wollen, sondern wir legen ihn uns bereits sehenden Auges selbst um den eigenen Hals.
    Indem wir neben dem Strick auch noch die ideologischen Voraussetzungen, die zu dieser Bereitschaft führen sollen, freudig vorfinanzieren.

    Nun ist das Ende der Fahnenstange nicht mehr weit.
    Was die Obskuranten, die hinter der ganzen Aktion stehen, allerdings nicht besonders beeindruckt, für die Nomenklatura werden sich immer „Datschas“ finden.

    Also weiter im Text.
    Erst wenn der letzte Steuereuro der politisch korrekten „Kloaken-Kultur“ geschenkt wurde, der letzte Klassiker zur Unkenntlichkeit zer-inszeniert wurde, der letzte Einheimische auf seine Reduplikation wegen äußersten Leistungsdrucks, das Hamsterrad (für die anderen) in Bewegung zu halten, verzichtet hat, erst dann werden wir feststellen, dass Lenin doch recht gehabt hat:

    Wir sind in der Tat „nützliche Idioten“, auch wenn wir damit kaum jemanden nützen, sondern nur uns allen selbst empfindlich schaden.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      11. Februar 2011 16:50

      O.K., Neppomuck. "Problem erkannt, Problem gebannt", lautet ein alter Handwerkerspruch. Aber wir alle erkennen nur, und wir bannen nichts. Denn dazu gehört, daß man den Allerwertesten aus dem Fauteuil hochkriegt.
      Doch das tun wir alle nicht, und da gehör' auch ich dazu.

    • Neppomuck (kein Partner)
      11. Februar 2011 17:39

      Das Hauptproblem ist die Anonymität der wahren Drahtzieher.
      Und die oft existenzvernichtende Härte der Gerichte. Die jeden deutlicheren Hinweis gnadenlos ahnden.
      Wenn er aus der für ihren Gesichtswinkel „falschen Ecke“ kommt.

      An der Leine und mit einem Maulkorb zwangsbeglückt, verliert der kampffreudigste Hund seinen Schrecken, vor allem für freilaufende, kläffende Pinscher, die noch dazu alles dürfen.

      Andererseits:
      „Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat wird.“
      (Erich Kästner)

      Und um unsere Freiheit geht es im weiteren Sinn.
      Aber viele wissen nicht, wie spät es wirklich schon ist.

      Dazu, um ein weiteres Zitat zu bemühen:
      „Schon mancher akzeptiert die Kette in dem Glauben, an ihrem Ende befinde sich der Rettungsanker.“
      (Wieslaw Brudzinski)

      Auch entsprechen viele dem „beherrschten“ Typ in folgendem Witz:

      Neulich, in einem Flugzeug …
      Der Pilot entdeckt zu seinem Entsetzen, dass der Flieger wegen Totalausfalls einen Aggregates in den nächsten Minuten abstürzen wird und informiert den Co-Piloten, ohne zu bedenken, das der Bordlautsprecher „on“ ist.
      Schreckliche Aufregung unter den Passagieren, nur einer sitzt ganz ruhig da und liest gelassen weiter in seiner Zeitung.
      Sein Nachbar stößt ihn in seiner Verzweiflung an und schreit: „Das Flugzeug stürzt ab, und sie tun, als ginge sie das nichts an. Sind sie taub?“

      „Nein, taub bin ich nicht. Aber ist es mein Flugzeug?

    • ProConsul
      11. Februar 2011 18:54

      Neppomuck & Marcus Aurelius

      ich glaube, wir haben den Punkt an dem eine "Rettung" möglich ist bereits überschritten. Manche versuchen durch die Gründung einer Partei etwas zu ändern, andere glauben mit einem EU-Austritt wäre alles wieder in Ordnung ... ich besorge mir derweil sicherheitshalber eine zweite Staatsbürgerschaft, ausserhalb Europas!

  11. Obertroll (kein Partner)
    11. Februar 2011 14:14

    Na sehns das nicht so negativ Herr Unterberger, bei Presse und WZ wurden Sie ja auch recht gut gefördert. Da konnten sie ihre Suderantenbasis aufbauen von der Sie bis heute profitieren.

    • dieba (kein Partner)
      11. Februar 2011 15:14

      Sie vergessen, das war Förderung durch den BEKAZ, den besten Kanzler aller Zeiten. Sowas muss erlaubt sein.

      ;-)

  12. hummel (kein Partner)
    11. Februar 2011 12:25

    Ein kleiner Auszug zur Wiener Gemeinderatssitzung vom 14.12.2010, (Quelle: Wiener Amtsblatt) betreffend Förderzusagen:
    Gartenbaukino: EUR 400.00.-
    Filmarchiv: EUR 167.000.-
    Viennale: EUR 1.500.000.-
    Filmfonds Wien: EUR 11.500.000.-
    Filmmuseum: EUR 600.000.-
    Filmförderung 2011: EUR 600.000.-
    Stadtkino: EUR 311.000.-
    Alleine in dieser einen Gemeinderatssitzung wurden Filmförderungen in der Höhe von 15,1 Millionen Euro genehmigt ! Natürlich ist klar, in welche politische Richtung die Filme gehen müssen, ansonsten sind die großzügigen Förderungen schnell wieder weg. So schafft man sich, auf Kosten des Steuerzahlers, politisch genehme Medien die zur weiteren politischen Manipulation, besser gesagt „linke Gehirnwäsche“, der Bevölkerung führen. Und wir zahlen alle eifrig mit.
    Von den Millionenförderungen diverser Multikultivereine in Wien, will ich erst gar nicht sprechen – man braucht nur das Wiener Amtsblatt lesen. Von Wirtschaftskrise und Einsparungen ist in Wien diesbezüglich überhaupt keine Rede – im Gegenteil ! Aber die politische Manipulation der Bevölkerung ist eben der wichtigste Überlebensmechanismus der Linken.
    Übrigens: in dieser Gemeinderatssitzung ist auch für Deutsch- und Alphabetisierungskurse eine Förderung von EUR 1.000.000.- vereinbart worden (neben EUR 20.000 für die Antidiskreminierungsarbeit im Bereich der sexuellen Orientierung). Und ich dachte unsere Migranten sind doch fast alles arme Universitätsprofessoren, sind da gar ein „paar“ Analphabeten dabei die unser Sozialsystem erhalten müssen? Zumindest lernen diese "Bereicherer" bei den Kursen, wo das Kreuzchen bei der nächsten Wahl zu machen ist – das reicht in Österreich für den Bezug der lebenslangen Mindestsicherung (incl. Familienzuzug).

    Freundschaft !

  13. HJR
    11. Februar 2011 10:54

    Revolution jetzt!!!

    • brechstange
      11. Februar 2011 11:10

      Mein Gott, HJR. Dann geht es uns gleich wie den Ägyptern, unser Regime wird von außen gestützt (EU), weil man weiß ja nie, ob wir reif genug wären für eine Revolution. Wer kommt danach, der Großmufti aus Istanbul?

    • brechstange
      11. Februar 2011 11:11

      Verzeihung

      reif genug für eine Demokratie wären ...

  14. Helmut Oswald
    10. Februar 2011 23:38

    Exakt das werden wir tun !

  15. plusminus
    10. Februar 2011 23:02

    Es wird doch keine Kunst gefördert, welche die Bevölkerung eventuell erbaut oder gar eine Werbung für unser Land darstellt.
    In Österreich wird ausschließlich Nestbeschmutzer-Kunst und -Kultur gefördert, das zieht sich wie der rote Sozi-Faden durch.
    Da sollte sich auch niemand mehr wundern, wenn die Steuermoral ins Bodenlose sinkt!

    • Der Versachlicher (kein Partner)
      11. Februar 2011 23:40

      Na wenns nach Knalltüten wie euch geht, dürfte als Kunst nur Blasmusik durchgehen.

    • plusminus
      11. Februar 2011 23:46

      @Der Versachlicher

      Sie sollten Ihren Nick raschest ändern, denn vom "Versachlichen" ist in Ihrem Beitrag nichts zu finden.
      Weder gibt es hier "Knalltüten", noch hat irgendwer etwas mit "Blasmusik" am Hut. Ihre Gedankenwelt scheint ja noch abstruser als die unserer nestbeschmutzenden Staatskünstler und das heißt etwas!

  16. brechstange
    10. Februar 2011 21:35

    Noch ein O.T., dass eine Aktualisierung zum Kommentar 10. Februar 13:10 ist:

    Die SPD und der Werner Langen, CDU-Parlamentarier finden bei Weber Haare in der Suppe finden.
    Dabei sind mir zwei Dinge aufgefallen, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte, weil sie mir sehr wichtig erscheinen:

    1. Die SPD bezeichnet Weber nun als verantwortungslos, doch erst kürzlich sprach sich ihr Ex-Kanzler Schröder öffentlich gegen Weber aus. Da hörte man von der SPD nichts über Verantwortungslosigkeit des Herrn Schröder.

    2. In einem internen Diskussionspapier der christlichsozialen EU-Parlamentsabgeordneten werden gemeinsame Euro-Bonds in Erwägung gezogen. "Es gebe interessante Ansätze, die die Euro-Bonds "wirtschaftlich durchaus möglich und sinnvoll erscheinen lassen", steht in dem Papier. "Eurobonds sind überlegenswert, sofern man sie an strikte Bedingungen knüpft", fügte WERNER LANGEN, der Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament, hinzu." Das wurde vor Kurzem veröffentlicht.

    Nun sagt WERNER LANGEN, der Deutschland in den Rücken fällt und eigentlich wg Hochverrats abgezogen werden müsste, dass Weber an sich selbst gescheitert sei. So ein falscher Hund, der Langen, Verzeihung.

    3. Ich vermute, dass Weber von Wulff und Merkel genötigt wurde, Sarrazin zu entlassen, nur um keine Wellen zu schlagen. Wetten?

    Mit diesen Parteifreunden ist kein Staat zu machen. Das sind Totengräber.

    Draghi, der Italiener, wird es schon richten in der EZB, früherer Mitarbeiter bei Goldman Sachs und Weltbank.
    In der ganzen Geschichte Italiens kenne ich keinen einzigen Fall, wo die Italiener nicht zu ihrem Vorteil umgeschwenkt sind.

    • Francois Villon (kein Partner)
      11. Februar 2011 17:35

      Ich habe im Strang Wirtschaftsregierung ... einen Kommentar zum Weber-Rücktritt hineingestellt.

      U.a. Kommentar:

      Steltzner (FAZ Herausgeber) hat offensichtlich vergessen, dass die Regierung den Präsidenten der Deutschen Bundesbank in Sachen Sarrazin als Tanzbär vorgeführt hat. Er scheint auch zu übersehen, dass Berlin dabei ist, in den für März geplanten Euroland-Gesprächen den Rettungsschirm deutlich zu erhöhen gegen nebulöse Versprechungen der übrigen Partnerländer, in Zukunft mehr auf Haushaltsdisziplin achten zu wollen, die sozialen Netze nach unten zu harmonisieren. Der Chef des Rettungsschirms erklärte unlängst in Davos, dass er demnächst Euro-Anleihen auflegen wolle und als erste Maßnahme der EZB ihren im Vorjahr angekauften Griechen- und sonstigen Schrott – über 70 Mrd. – abnehmen und ansonsten im Rahmen seines Schirmdurchmessers dafür sorgen wolle, dass der Euro nicht mehr ins Gespräch käme. Auf gut: er will auf Kosten Deutschlands – als last resort – Pleiteländern das Leben verlängern. Motto: Statt einem Ende mit Schrecken, das für Griechenland schon im vorigen Mai fällig war – was der Intellektuelle Steltzner als Mitherausgeber der FAZ, zuständig für den Wirtschaftsteil, erst im späten April 2010 publizierend bemerkte – nun ein Schrecken mit zeitlich unbestimmtem Ende, auf jeden Fall aber im Chaos endend !!!

      Was soll bei dieser Gemengelage ein Mann, der zumindest selbst von seinem Format überzeugt ist, dann noch bei der EZB ausrichten, die Rolle als Tanzbär und Marionet-te von politischen Gauklern fortsetzen, die hinter Gitter gehören ??

      Versailles II !!

      Zum anderen Thema: Die so hoch gepriesene Freiheit als oberster Wert ist nur dann "wahre" Freiheit, wenn alles geht. D.h. die Zerstörung des Wahren, Guten und Schönen im Namen der Freiheit. Ersatz durch die Lüge, das Böse/Perverse und Häßliche.

      Die Gläubigen des Auf-klärichts sind zwar davon überzeugt, daß es keine absolute Wahrheit gibt, aber ihr Oberguru Popper verkündet, daß eine Annäherung an die Wahrheit möglich sei. (Wahrscheinlich in anlehnung an Qualtinger´s "Der Wilde": I hab zwor ka Ahnung wo i hinfahr, ober dafir bin i g´schinda durt!" Man kann sich kaum was Dümmeres vorstellen als diese Pseudo-Philosophie.

      Das Perverse wird immer mehr zur Normalität erklärt, der Widerstand dagegen als Diskriminierung mit Gebrüll niedergemacht. Gefördert natürlich durch den Müll, der heute als Kultur verkauft wird. Daß das so leicht durchgeht hat wohl drei Gründe: Handsalbe der Seilschaften untereinander, Auftragserfüllung jener exterenen Staats- und Gesellschaftszerstörer denen man den Platz am futtertrog verdankt und - nicht zuletzt - sind es oft selbst so perverse Typen, die sich ein weniger widriges Umfeld für ihre eignen perversitäten schaffen wollen. (siehe die belgische Regierung im Dutroux-Skandal).

      Und das Häßliche soll wohl beizeiten auf die Gosse vorbereiten, die dem Massenpöbel am Ende bleiben wird.

      Irgendwer hat geschreiben: Revolution jetzt! oder so ähnlich. Dann empfehle ich ihm dringend den Hinweis zu lesen, den ich zu den Ereignissen in Ägypten machte, bzw. zum Untergang der islamischen Welt (eine Illusion).

      Revolutionen werden von oben gemacht, und wie, das muß man als Strategie einmal begreifen.

      Hier ist es ein eine Phantasie ohne Basis.

    • brechstange
      12. Februar 2011 16:31

      Revolutionen sind organisiert, das denke ich auch.

  17. Brigitte Imb
    10. Februar 2011 21:26

    Wir, die Steuerzahler, fördern zwangsweise viel mehr als die Pseudokunst, nämlich auch die politischen "Pseudoisten".

    http://orf.at/#/stories/2041438/

    Sie stecken alle im selben Dreck!!!

  18. Cincinnatus
    10. Februar 2011 20:13

    "Der liegt darin, dass die Filmindustrie zusammen mit den Kulturjournalisten eine besonders starke Lobby bildet, der niemand entgegenzutreten wagt. "

    Allein über die Frage, warum niemand dieser meinungsbildenden Lobby entgegenzutreten wagt oder auch willens ist, wäre ausschweifendes Gesudere angebracht. Lassen wir hiezu den dazu berufeneren österreichischen Meister dieses Metiers, Thomas Bernhard, in seinem 1983 erschienenen Werk "Der Untergeher" zu Wort Kommen:

    "...wie übrigens die ganze Regierung, sagte ich, alle diese Leute sind nichts als nur machtgierig, niederträchtig und skrupellos, der Staat, der sie selbst sind, sei ihnen alles, sagte ich, das Volk, das sie regierten, bedeute ihnen soviel wie nichts. Ich bin und liebe dieses Volk, aber ich will mit diesem Staat nichts zu tun haben, sagte ich. Unser Land habe noch nie in seiner Geschichte einen solchen Tiefstand erreicht, sagte ich, noch nie in seiner Geschichte sei es von niedrigeren und also charakterloseren und stumpfsinnigeren Leuten regiert worden. Aber das Volk ist dumm, sagte ich, und es ist zu schwach, einen solchen Zustand zu ändern, es fällt gerade auf solche gefinkelten, machtgierigen Leute, wie die jetzt an der Regierung seien, herein. Wahrscheinlich wird sich auch bei der nächsten Wahl nichts an diesem bedauernswerten Zustand ändern, sagte ich, denn die Österreicher sind Gewohnheitsmenschen und sie gewöhnen sich auch an den Sumpf, in welchem sie jetzt schon über ein Jahrzehnt lang waten. Das arme Volk, sagte ich. Und auf das Wort Sozialismus, sagte ich, fallen vor allem die Österreicher immer noch herein, obwohl jeder weiß, daß das Wort Sozialismus seinen Wert verloren hat. Die Sozialisten sind keine Sozialisten mehr, sagte ich, die heutigen Sozialisten sind die neuen Ausbeuter, alles verlogen!...

  19. Richard Mer
    10. Februar 2011 14:36

    Die Filmindustrie ist ja nur die Spitze des Eisbergs, und gegeben die letzten Erfolge bei Oscar und Cannes etc. kann man das auch vertreten. Nicht zu verteidigen sind diverse Museen mit 6 Besuchern am Tag in guten Zeiten; Theater- oder Tanzveranstaltungen mit 5 Zuschauern und solche Dinge. Und die Quantitäten sind absurd. 6 Prozent des BIP sind sogeannte "Subventionen", das ist wirklich eine große Menge, etwa das 10 fache des Bundesheeres. Man könnte das auch einfach ideologische Bestechungen nennen.

    • sauna-echo
      11. Februar 2011 11:53

      Dkfm Franz Salzmann, Stiftungsvorstand des Volkstheaters, schreibt am 14.01.2011 aufschlussreich:
      "Die Subvention pro Besucher des Volkstheaters beträgt Euro 55, das Burgtheater erhält im Vergleich Euro 118. Das Volkstheater erreicht 23 Prozent Eigendeckung. Der Durchschnit der deutschen Theater liegt unter 18 Prozent, der Wert liegt im Burgtheater bei 16 Prozent."
      Wir als winzige, eher wohlhabende Minderheit, werden von der Mehrheit der Bevölkerung also mehr als grosszügig subventioniert.
      Obwohl der Staat meinen Burgtheaterbesuch mit 118 Euro fördert, gehe ich dort kaum mehr hin und würde nicht öfter gehen, selbst wenn man mir die Karten schenkt. Fast alle Kultursubventionen sind Geldverschwendung.

  20. terbuan
    10. Februar 2011 14:24

    Von der "Lilly Schönauer" über den "Bergdoktor" bis zum "Hansi Hinterseer" werden in Österreich am laufenden Band geförderte Kitsch-Serien produziert und damit das österreichische und deutsche TV-Publikum zwangsbeglückt.
    Mit dem Argument der Tourismuswerbung wird hier Steuergeld missbräuchlich bei den aberwitzig primitivsten Filmproduktionen verschwendet.
    Dagegen waren die österreichischen Lustspiele der 50er und 60er Jahre mit Hans Moser und Gunther Philipp geradezu Qualitätsprodukte.
    Diese Art der Filmförderung aus Steuermitteln gehört ersatzlos gestrichen. Es sind schon die GIS-Gebühren zuviel!

    • Gerhild Baron
      10. Februar 2011 20:14

      Lieber Terbuan, bin völlig Ihrer Meinung. Das Problem ist aber, daß offensichtlich noch immer zu viele Menschen diese diversen Kitsch-Produktionen ansehen, der ORF nur nach Quoten entscheidet und die Politik die Volksverdummung offensichtlich benötigt, um an der Macht zu bleiben.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      11. Februar 2011 16:10

      Sehr geehrter terbuan,

      selten haben Sie wahrer gesprochen! "Dagegen waren die österreichischen Lustspiele der 50er und 60er Jahre mit Hans Moser und Gunther Philipp geradezu Qualitätsprodukte." Yessir! Ich füge hinzu: Die Marischkas (multifunktional, primär Autoren und Regisseure) und der unvergleichliche Franz Antel (als Produzent) waren den heutigen, fürstlich subventionierten Nachäffern um Welten überlegen — mit eigenem Geld uns aus Spaß an der Freud'.
      Nicht ohne Grund sind viele ihrer Filme zu Kultobjekten geworden, auch bei gaaanz jungen Leuten, denen die GIS- und GEZ-Sender sich mit "innovativen" Produktionen vergeblich anbiedern, aber mit den antiken Antel-Produktionen bessere Quoten einfahren.
      Denn das junge Gemüse schaut sich an Wochenendnachmittagen die alten Schinken mit Moser, Philipp, Paul Hörbiger, Peter Alexander, Caterina Valente, Beppo Brem et al. an — die auch ich erst allmählich kennenlerne, weil ich damals noch zu klein war; und weil diese Filmsprache in ihre Zeit paßte wie die F. aufs A., weshalb sie lehrreich ist ... während die heutigen "Bergdoktoren" nur noch antikisierend-peinlich wirken und den Bezug zur real existierenden Gesellschaft völlig verloren haben. Und erst die hanebüchenen Plots, die grenzdebilen Dialoge, der schon nach den ersten Einstellungen feststehende Ausgang des Groschenromans ...

      Nur Subventionen ermöglichen dieses wohlversorgte Krampfaderngeschwader der Film-"Schaffenden", die sich ohne öffentliche Gelder, großteils via the old boys' network der Volksbeglücker zugeschanzt, keinen Prosecco beim Burenhäutlsieder mehr leisten könnten.

      "Abschaffen!" sagen Sie zu Recht. Aber wer setzt das durch? Die sogenannten Wähler? Wir im hiesigen Blog? Starls zu erwartende Parteigründung? Ein neues Rundfunk-Volksbegehren? Eine der vorhandenen Parteien? (Die schon gar nicht, weil sie im Fall einer Regierungsbeteiligung ja ebenfalls auf ein linientreues, mit öffentlich-rechtlicher Kompetenzanmaßung lackiertes Sprachrohr bauen werden.)

      Es erweist sich halt immer wieder: Was subventioniert wird, ist aus eigener Kraft nicht lebensfähig. (Was sogar für die hehren Wiener Staatsbühnen gilt, aber auch die würden nach den Gesetzen des Marktes (nein — nicht des Massengeschmacks!) ambitionierter und freudiger, aber auch kostendeckend funktionieren.)

      Und unser allmählich unehelicher Vater Staat sollte seine klebrigen Pfoten aus der Wirtschaft (und die Kultur zählt ebenfalls dazu) heraushalten; die Blutspur, die diese Pfoten in allen anderen Bereichen ziehen, ist schon breit genug.

  21. Graf Berge von Grips
    10. Februar 2011 14:03

    Nr.355
    Nach einer schöpferischen Pause mein' ich nur:
    Keine Spur von Kultur bei der Kultur.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      11. Februar 2011 16:28

      Ich setze fort, ehrenwerter Graf:

      Nach schöpferischer Pause seh' ich klar,
      was leider nie im Leben "leiwand" war:
      Mit Subventionen macht man nur
      die Muse namens Thalia zur Praterhur'.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      11. Februar 2011 16:34

      P.S.: Zeile zwei rutschte vorhin durch, geht aber besser so:.

      Nach schöpferischer Pause seh' ich klar,
      was auf der Leinwand niemals "leiwand" war:
      Mit Subventionen macht man nur
      die Muse namens Thalia zur Praterhur'.

  22. Helmut Oswald
    10. Februar 2011 13:51

    Als angesichts des Neubaues - glaublich des österreichischen Staatsarchives - Kunst am Bau - natürlich gefördert mit unserem Geld - eingefordert wurde, erhielt ein nur mäßig bekannter Systemkünstler den freilich unmäßig dotierten Auftrag. Er lieferte, nach mehreren Terminverlusten, schließlich eine leere Glasvitrine aus dem Versandhandel, mit einer Hinweistafel 'Das unsichtbare Kunstwerk'. Der für die Rechnungsabwicklung zuständige Behördenleiter übermittelte dem Künstler einen - ansonsten leeren - Brief, mit dem Anschreiben
    ' ... anbei für Sie der unsichtbare Scheck'.

    Leider haben unsere Beamten nur selten Zivilcourage - dieser Mann gehört freilich vor den Vorhang. Unsere systematisch von der öffentlichen Hand subventionierten Staatskünstler sind sonst freilich zu einem Netzwerk von Denuntianten degeneriert, deren Aufgabe es ist, den Gehorsam der österreichischen Staatsbürger gegenüber den Interessen der ehemaligen Besatzungsmächte zu überwachen. Wird deren weltanschaulichen und realpolitischen Vorgaben - durch wen auch immer - nicht rasch und unterwürfig genug nachgekommen, erfolgt der beflissene Wettlauf zu den jeweiligen Zentralen um sich die Prämie abzuholen, die man als fleissiger Denuntiant dort erwarten kann. Nämlich die Wertschätzung und Anerkennung durch die - neudeutsch - 'internationale Community'. Ehrungen und Preise sind gewiss, den Jelineks und Dornhelms dieser Erde.

  23. MJM
    10. Februar 2011 13:41

    Komplizierte Foerderrichtlinien sollen letzlich nur die einfache Formel verschleiern:

    Je weiter links das Machwerk, desto hoeher die Foerderung.

  24. Celian
    10. Februar 2011 13:11

    Den offenen Versuch von Indoktrination kann man heutzutage auf Wiens Straßen erleben, wo einem auf Leuchtreklametafeln von Straßenbahn-Hüttln ein Sinnsprüchl von Antonio Gramsci, dem Begründer der kommunistischen Partei Italiens, entgegenprangt: „Eine Krise besteht darin, daß das Alte stirbt und das Neue nicht geboren werden kann“. Gesponsert von gewista, WienKultur und so weiter. Davor waren es Sprücherln von Jean-Jacques Rousseau, einem anderen Wegbereiter der „Eigentum ist Diebstahl“-Fraktion.

    Wie hier unter dem Deckmäntelchen der Kultur Gehirnwäsche im großen Stil betrieben wird, ist eines Menschen mit Kultur nicht würdig. Ins Kino muß man ja nicht gehen, Fernsehen muß man auch nicht konsumieren. Aber sogar auf offener Straße ist man vor den subversiven Subventionierten nicht sicher.

    • Celian
      10. Februar 2011 19:08

      Wenn das tiefrote Rathaus schon solcherart Propaganda betreibt, dann sollen sie sich doch auch zu ihrer tiefroten Seele bekennen.

      Schreibts doch gefälligist hin, daß Antonio Gramsci der Begründer der KOMMUNISTISCHEN Partei Italiens ist. Damit sich alle auskennen, wen uns die Löwelstraßler da unterjubeln wollen! Das ist ja kein Schopenhauer, den man kennt! Und seine Sinnsprüchlern sind auch nicht so gut wie Schopenhauers Aphorismen. Wie z.B. "Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt". Denn sonst gäbs ja die Löwelstraßler gar nicht.

    • terbuan
      10. Februar 2011 23:10

      Celian
      Na wenn das so ist, dann machen wir es doch publik, gehen wir in die Foren, schreiben wir Kommentare wo immer es möglich ist, wäre doch gelacht, wenn nicht nur der Che Guevara im Donaupark steht sondern alle wissen, dass wir in Wien gar keine kommunistische Partei (wie in Graz) brauchen, wir haben bereits eine und der Parteiführer heißt Michael Häupl! Es lebe die rote Revolution und der glorreiche Sieg des Sozialismus!

    • cmh (kein Partner)
      11. Februar 2011 21:26

      Wenn sie wenigstens nach diesen Sinnsprüchen handeln würden!

      Dass Eigentum Diebstahl ist - der Spruch verflüchtigt sich spätestens wenn ein anderer kommt und um Hilfe bittet.

  25. brechstange
    10. Februar 2011 13:10

    O.T.

    Axel Weber ist scheinbar draußen, er bewirbt sich nicht für die Stelle des EZB-Präsidenten. Da hat ja der einwandfreie, nicht korrupte Ex-Kanzler Schröder noch den letzten Anstoß gegeben, dass Webers Chancen gegen Null sanken.

    Als Kandidat vorgesehen ist ua. - er wird bereits stark in den Medien beworben - der italienische Kollege von Weber - Mario Draghi.

    Mario Draghi ist nicht nur Wissenschaftler, sondern war in der Wirtschaft. Er war bei Goldman Sachs und der Weltbank beschäftigt. Diese beiden Institute zeichnen sich aus, indem Goldman Sachs Griechland half, zu manipulieren, die Weltbank zeichnet sich aus durch einen französischen Sozialisten, Strauß-Kahn. Außerdem stemmt sich Italien gegen eine Schuldenbremse, dafür soll Italien womöglich mit dem Posten des EZB-Präsidenten belohnt werden.

    Wenn das kommt, dann ist Europa schneller eine EUdSSR mit Hilfe der USA, als es uns lieb sein wird.

    • Celian
      10. Februar 2011 13:26

      Der Axel Weber ist jetzt auch keiner, dem man nachweinen muß. War es nicht, der Sarrazin aus der Deutschen Bundesbank nach dessen Buchveröffentlichung hochkant hinausgeschmissen hat?

    • brechstange
      10. Februar 2011 13:37

      Ja, da haben Sie wohl recht, ich nehme an, dass zum politischen Spielball auch die Weisung kam, Sarrazin nicht zu halten.

      Doch hat sich Weber für die Stabilität der Währung eingesetzt und für die Unabhängigkeit. Dies alles ist nicht mehr gewährleistet, wenn die schuldenreichen ClubMed-Staaten die Klinge schwingen. Aber wie sagte, ein Poster: Es werden gute Leute gebraucht, für den Nord-Euro.

      Daher müssen wir Axel Weber sehr wohl nachweinen.

    • H1Z
      10. Februar 2011 19:27

      Celian
      Übrigens Sarrazin wäre der ideale Mann.

    • Francois Villon (kein Partner)
      11. Februar 2011 17:43

      Celian, weiter oben habe ich einen beriets gestern abgegebenen Kommentar zu Weber nochmals hineingestellt.
      Ich glaube Sie sitzen da der v e r öffentlichten Meiung auf.

  26. thomas lahnsteiner
    10. Februar 2011 12:57

    Im rahmen der filmförderungen ist natürlich auch unser ORF gewaltig präsent:
    So wurden 2009 u.a. gefördert:

    Dorfers Donnerstagstalk,
    Echt lustig, der ORF comedymix
    Wir sind Kaiser
    Was gibt es Neues
    die Gipfelzipfler

    Traumhotel-Sri Lanka
    (der mir unbekannte film) Oh Shit

    es scheint sich hier sowohl beim ORF als auch bei den anderen "filmschaffenden" eine subkultur entwickelt zu haben, die tatkräftig mit steuergeldern der österreicher unterstützt wird, so wie die Kronenzeitung, "heute" und "österreich"

    Der gesamte kunst- und medienbereich hängt also bis auf wenige ausnahmen zumindest teilweise am tropf der öffentlichen hand.........

    • Martin Bauer
      10. Februar 2011 14:04

      Mit einem Wort, diese Beträge sind dem 160 Mio Geschenk an den ORF hinzuzufügen? ...

  27. inside
    10. Februar 2011 12:51

    Carlo sociale würde lakonisch bemerken:

    "Die Kultur, is a' H..."

  28. Josef Maierhofer
    10. Februar 2011 12:34

    Förderungen sollen bestimmte Entwicklungen fördern.

    Auch das ist in die Parteiengewalt abgeglitten und daher einseitig geworden und oft sinnlos und wegen der Kosten zu teuer.

    Ich habe oft das Gefühl, es gibt da Lobbies, die überhaupt ohne Förderungen nicht existieren könnten, die sind natürlich abhängig von den Förderungen und prostituieren sich für die Fördergeber, meist politische Parteien oder parteinahe Organisationen. Ich nenne es die 'Parteiindustrie'.

    Hier war die Rede von der Filmförderung.

    Es gibt ja im Rahmen der Kulturförderung noch viel Schlimmeres und wir alle wissen um diese 'Kunstförderungen' (wahrlich eine Geschmacksache) und deren Höhen Bescheid, wie etwa die 400 000,- Euro der Frau BM Schmied für die 'Sezessionspuff'-Kunst, etc.

    Ich bin für eine Durchforstung des Förderdschungels und für die Abschaffung der meisten Förderungen, insbesondere der Parteienförderung für die politischen Parteien in Österreich. Wer eine Partei haben will soll sie selbst mit Mitgliedsgebühren fördern.

    Es gibt für alles und jedes ein gefinkeltes Fördersystem und eigentlich können oft besonders geschickte Leute damit rechnen, daß sie, selbstverständlich auf Kosten der anderen, oft für das Meiste nur wenige Prozente zahlen im Verhältnis zu dem, was sie bekommen.

    Auch mir selbst als Kleingewerbetreibenden wurden und werden ständig irgend welche Förderungen und Kredite angeboten. Ich bin darauf nicht heineingefallen, ich übernehme lieber die Verantwortung für meine Arbeit und lasse mich nicht in bestimmte Richtungen, die allesamt verderblich sind, weil sie nicht der Rechnung des ordentlichen Kaufmannes entsprechen und auch Gegenleistungen einfordern und Kosten verursachen, bloß um der Förderrichtlinien wegen.

    Wir wissen alle, im Leben ist nichts gratis, auch keine Förderung.

    Das Förderunwesen ist für mich eine Art des österreichischen Schmarotzertums und fällt für mich in die Kategorie der Prostitution.

  29. Wertkonservativer
    10. Februar 2011 12:31

    Wieder einmal der Erste, der die neue A.U.-Meldung liest (ich warte auf einen Auftrag eines wichtigen Kunden)!?

    Kultur- und Kunstförderung ist absolut wichtig; wir alle profitieren von echten Kultur-und Kunst-Hervorbringungnen ungemein! Bereicherung unseres Lebens!

    Vieles, was heute mit großem Finanzaufwand "gefördert" wird, ist jedoch nicht wirklich förderungswürdig. Da wird vielzuviel Schund, Abseitigkeit und förderungsunwürdiger Schrott gefördert und am Leben erhalten; dies vielfach aus den (unlauteren) Gründen, den heutigen "way of life" und auch die vielfachen Hilfszuarbeiter der Parteien zu bedienen!

    Echte, wahrhafte Künstler werden sich auch heute - oft sicher quälend langsam - im Bewusstsein der aufnahmebereiten Menschen durchsetzen.

    Von den subventionsverteilenden Stellen kann man eigentlich nicht erwarten, dass sie die Unterscheidung zwischen echter Kunst, (Polit-)Kitsch und Kultur-Schrott wirklich seriös treffen können: dazu ist unser Politikerpersonal viel zu unqualifiziert und überdies extrem borniert!

    • Wertkonservativer
      10. Februar 2011 12:33

      Vertzeihung: Brigitte war schneller!

    • Brigitte Imb
      10. Februar 2011 12:54

      Lieber WK,

      net traurig sein....*g*

      Für mich koplett verwerflich ist die Förderung des Blutschmierers u. öffent. Lebensmittelvergeuders Nietsch. Mir graust wenn ich diese Gestalt schon sehe, und unser Landeskaiser huldigt dieser Kreatur.

    • Wertkonservativer
      10. Februar 2011 13:17

      Mir graust diesbezüglich genau so, liebe Brigitte! Das soll Kunst sein? Da pfeif' ich drauf!
      (Auf den Landeskaiser auch!)

    • mike1
      10. Februar 2011 13:29

      lieber wertkonservativer : volle zustimmung meinerseits !

      an brigitte imb: es ist wirklich unglaublich, dass die blut-und farbschütter gefördert werden, die bekommen sogar lehrstühle auf sogenannten unis....

  30. Brigitte Imb
    10. Februar 2011 12:18

    Das Tagebuch fördern wir schon selber, das lassen wir uns nicht von der Politik verhunzen!





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