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Seltsames von Ortner, Faymann und Niessl

Was sonst noch diese Woche passierte: Seltsames von Claudia Bandion-Ortner, Werner Faymann und Hans Niessl, Weises von einem erfahrenen Lehrer und Enthüllendes über Felix Mitterer.

Der von mir an sich durchaus geschätzte Autor Felix Mitterer ist nach 15 Jahren in Irland wieder nach Österreich übersiedelt. Aber er entblödet sich nicht, als Grund „Regen und Nässe“ in Irland zu nennen, was auch brav von all den blauäugigen Kulturjournalistinnen nachgebetet wird. Dass Mitterer Regen und Nässe nach 15 Jahren ausgerechnet genau zu dem Zeitpunkt entdeckt, seit es Irland rapide schlechter geht und seit dort alle Menschen in vielfältigsten Formen den Gürtel enger schnallen müssen, wurde natürlich nirgendwo erwähnt. Von ihm schon gar nicht. Ebenso die Tatsache, dass man in den letzten Jahren in Irland steuerlich sehr milde behandelt worden ist, während progressive Schriftsteller hierzulande öffentlich immer für noch mehr Staatsausgaben eintreten. Daher bleibt es unseren Gedanken überlassen, was wir von Mitterer und vom hiesigen Kulturjournalismus halten.

„Es steht keineswegs die Kompetenzfrage im Fordergrund“, so der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl mit einem leibhaftigen „F“ in einem Brief an alle Gemeinden. Fielleicht hätte man den Vauxpas als lässlichen Vehler übersehen können, wäre nicht das Thema von Niessls Brief ausgerechnet Pisa und die burgenländischen Schulen. Fielleicht.

Den weisesten Spruch zu Pisa hörte ich dieser Tage von einem erfahrenen Lehrer: „Dürften die Lehrer so unterrichten wie noch vor 20 Jahren, dann wäre Pisa mit Sicherheit viel erfolgreicher abgelaufen.“ Er begründete das mit vielen Beispielen, wie politische und pädagogische Reformen die Schulen immer leichter, immer leistungsfreier, immer kaputter gemacht haben. Der Pisa-Test hingegen erfordert zwei Stunden ununterbrochene Konzentration. Würde das ein Lehrer bei einem Test von 15-Jährigen verlangen, bekäme er sofort disziplinäre Schwierigkeiten.

Sehr verwunderlich agiert wieder einmal die Justizministerin. Kaum ist es der grün-radikalen Lobby der in Wiener Neustadt vor Gericht stehenden Tierfanatiker gelungen, wieder einen extrem einseitigen Bericht im ORF zu platzieren, reagierte Claudia Bandion-Ortner. Sie forderte umgehend einen Bericht der Staatsanwaltschaft zu diesem Verfahren. Was mitten in einem laufenden Prozess gelinde gesagt mehr als ungewöhnlich ist.

Und schließlich hat Werner Faymann für die Gesamtschule geworben. Was sein gutes Recht ist. Dass er das in einer Schule und einer Klasse getan hat, ist aber nicht mehr sein gutes Recht. Und schon gar nicht, dass er sich dazu Journalisten mitnimmt. Denn zu Recht werden Schulen seit jeher von solchen Politikerbesuchen freigehalten. Das gilt aber offenbar unter dieser roten Ministerin und im roten Wien nicht mehr. Freilich schadete das im konkreten Fall den Schülern nicht. Denn Faymann hat ausgerechnet die Kandlgasse besucht, die seit vielen Jahren den Ruf als schlechteste AHS Wiens hatte und die daher als einzige AHS bereit war, sich in eine Gesamtschule zu verwandeln, um die eigene Weiterexistenz zu retten. Und, oh Wunder, alle den Journalisten vorgeführten Lehrer waren begeisterte Gesamtschulanhänger, weil sie nicht mehr „selektieren“ müssen. Was bekanntlich sehr angenehm für die Schüler ist, die dann nur noch „Rudolph, das Rentier“ auszuschneiden hatten. Damit man gleich erfährt, was in Gesamtschulen auf Kindergarten-Niveau alles gelehrt wird, und damit ein Faymann-Besuch niveaumäßig nicht abfällt.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    20x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Dezember 2010 08:29

    Zu Wiener Neustadt:

    die angeklagten randalieren im Verhandlungssaal, der straßenterror gegen das gericht eskaliert, der ORF und die linken blätter, allen voran die PRESSE (!!) hetzen gegen die richterin und was macht die verblendete justizministerin ?...
    sie gibt sofort dem linken terror nach und ordnet mitten im laufenden prozesses unter dem beifall der linken medienstrolche einen bericht der staatsanwaltschaft an.....
    so schaut unabhängige gerichtsbarkeit und justiz im österreich des jahres 2010 aus !!! der ORF und die pc-tintenstrolche treiben mit unterstützung der justizministerin die gerichtsbarkeit vor sich her........

    eigentlich darf einen das nicht wundern, hat doch der ORF doch gerade vom devoten OGH unter dem mäntelchen der meinungsfreiheit und des redaktionsgeheimnisses einen persilschein für weitere ungestrafte manipulation
    und wahlbeeinflussung erhalten...

    Begünstigt auch dadurch dass jetzt jahre keine wahlen stattfinden,
    werden die linken totengräber der demokratie immer dreister und frecher,

    die umwandlung der demokratischen republik österreich in eine pc-diktatur ist in daher vollem gange........

  2. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Dezember 2010 11:06

    faymann in der sozialistischen gesamtschule:

    wie tief das niveau der PRESSE gesunken ist, zeigt sich an dem kriecherischen, rührseligen artikel über den besuch faymanns in einer "neuen" mittelschule

    "Eigentlich hätten die Schüler kleine Rentiere bemalen sollen. An Unterricht war aber nicht mehr zu denken: Als Werner Faymann die 1B-Klasse der Neuen Mittelschule in der Wiener Kandlgasse betritt, wird er fast wie ein Star empfangen. Einige zücken ihr Handy für gemeinsame Fotos, der Kanzler schreibt eifrig Autogramme."

    der messias schart die jünger der gesamtschule um sich :

    "In der Kandlgasse ist man vom neuen Modell begeistert, erklären die Lehrer dem Kanzler gleich mehrfach. „Hier ist mehr Vielfalt möglich“, sagt Brigitte Hofer, die die 1B gemeinsam mit einer Kollegin in Englisch unterrichtet.....
    Hofer ... hatte genug davon, „zu selektieren“. Ihre Kollegen in der Kandlgasse scheinen das ähnlich zu sehen. Über den Schultyp sagt – zumindest beim Gespräch mit dem Kanzler in der schuleigenen Bibliothek – keiner ein schlechtes Wort. Das passt gut ins Konzept: Faymann ist auch gekommen, um die Argumente der ÖVP gegen die gemeinsame Schule zu entkräften."

    Na, wenn da nicht über die PRESSE ein inseratenregen der gemeinde Wien
    kommt........

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Dezember 2010 12:36

    Angesichts der vielen unqualifizierten Ministern und Politikern ist es zwingend notwendig, die Schulebildung herunterzufahren, um weiter gewählt zu werden. Ich finde die Feststellung, die FPÖ hätte keine ministrablen Leute angesichts unserer Minister belustigend. Strache wird doch wohl eine fertig ausgebildete Zahntechnikerin kennen! Wehrdienstverweigerer zur Vernichtung des Bundesheeres ist vielleicht schon schwieriger, aber man könnte diese Angelegenheit auch positiv lösen. Ein Gewerkschafter mit akademischer Bildung, eventuell am 2. Bildungsweg erworben, wird sich doch finden lassen um Hundsdorfer zu ersetzen. Auch Bandion Ortner kann man leicht durch einen Juristen mit Standfestigkeit ersetzen, Schmied durch den OSR mit 30 Jahren Berufserfahrung, Heinisch-Hosek wird am besten durch Nichts ersetzt.
    ORF wird verkauft oder verleast, schlechter kann er nicht werden.

  4. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Dezember 2010 09:38

    Felix Mitterer wieder so einer der uns den Spiegel vor die Augen hält, hochmoralisierend scheltet er die Anständigen, gibt die Deutschen und ihre Eigentümlichkeiten wie Fleiß, Strebsamkeit und dem seltsamen Wunsch nach Urlaub in den Bergen der Lächerlichkeit preis und bedient damit die in der Unterschicht virulenten Klischees vom „Reichen“ und vom „Piefke“. Diese Anbiederung an das Volksempfinden kaschiert er mit einer Portion Heimatkritik an Tirol und haltet den Zeigefinger über uns Österreicher hoch droben, ob unserer Ausländerfeindlichkeit gegenüber den armen Türken und ihrem Recht auf Minarette (Tatort).

    Felix Mitterer ist ein von seiner Deutschenfeindlichkeit Zerfressener mit einer Affenliebe für Türken, ein Geschäftsmann, der in seinen Werken moralinsauer die Geschäftemacherei, die Gier und den Eigennutz der Menschen anprangert, aber selber ganz uneigennützig nach Irland entschwindet und den Staat Österreich um die Einkommenssteuer prellt. Ein Säulenheiliger der ein Scheinheiliger ist, einer der Wasser predigt und Wein trinkt, kommt wieder zurück. Felix Mitterer, eine Ikone des Gutmenschentums, ist selbst das beste Beispiel eines verkommenen, verlotterten „Reichen“, den er mit seinen Stücken vorgibt zu bekämpfen, er ist selbst dieser Abschaum, den er so gern darstellt, er gibt ihn in seiner Person selber.

  5. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Dezember 2010 12:04

    Zunächst ersuche ich die geschätzten Blogpartner um Verständnis, durch den Umfang meines folgenden Beitrages die Aufmerksamkeit möglicherweise überzustrapazieren, zumal dieser nur einem einzigen Aspekt im aktuellen Tagebucheintrag gewidmet ist: Der zitierten Aussage des „erfahrenen Lehrers“ zur österreichischen Schule.
    Aus dem Anlass der aktuell erschienenen und wenig überraschenden P.I.S.A. -Ergebnisse erachte ich das Thema als zu wichtig, um dazu NICHT Stellung zu beziehen. Hiermit fasse ich meine Auffassung zum Thema „öffentliche Schule im Gegenwärtszustand“ nach Art eines „Gastkommentars“ zusammen.

    Aus Sicht der Höheren Schule bestätige ich die Aussage dieses Lehrers als trefflich. Ich ergänze ohne Anspruch auf Generalisierung.

    Seit langem steht die österreichische Schule vielerorts zunehmend unter dem De-facto Diktat des Ruins des klassischen Gymnasiums im Dienste der Durchsetzung der Gesamtschule, in gesellschaftlicher Relevanz des Anforderungsdumpings, der Berechtigungsinflation als Vorbereitung darauf, Sozialchancen durch unkritische Zugehörigkeit zu Kollektiven samt Bereitschaft zu Gesinnungsprostitution statt nachvollziehbar transparenter Leistungs- und Kompetenzkriterien zu vergeben. In dieser Auffassung wurden „Leistung“; „Disziplin“ samt deren Durchsetzung, aber auch Verantwortung für richtige Schulwahl, für persönlichen Bildungsertrag, für spätere Konkurrenzfähigkeit – auch im Umfeld der allesdominierenden „Spaßgesellschaft“ - zunehmend für obsolet erklärt.

    In einem entsprechend ideologischen Umfeld können Lehrer seit geraumer Zeit mit nichts mehr Schwierigkeiten geraten, als wenn sie – an sich gesetzeskonform – Leistungen einfordern und Noten so vergeben, wie es ihrer Definition entspricht. Man kann eher unvorbereitet oder notorisch verspätet in den Unterricht gehen, Unterrichtszeit in Diskussionen verplempern, auf Hausübungen und deren Korrektur verzichten: - so lange keine negativen Zensuren ausgestellt werden, ist vergleichsweise alles „kein Problem“. Dagegen gilt penible und sorgfältige Vorbereitung; Durchführung und Nachbereitung des Unterrichts als „verdächtig“ und „reaktionär“; Angriffe und „Mobbing von Amtswegen“ ist voraussehbar, wenn dem öffentlichen Berechtigungsdenken nicht gefrönt wird, sondern Anforderungen gestellt werden. Fokussierung ist auf äußere Effekte (Projekte, die medienwirksam „präsentiert“ werden) gerichtet, mit denen letztlich potemkinsche Dörfer errichtet werden.

    Ein „Fordernder“ mutiert rasch zur persona non grata seiner Dienststelle – es könnten ja Schüler die Schule verlassen, damit „Werteinheiten“ abziehen und somit Arbeitsplätze (oder Überstunden angepasster V:I.Ps) gefährden, wenn ihnen Verlust von „Studienberechtigung“ droht. Handelt es sich um Vertragslehrer, ist eine Weiterverlängerung des Vertrages infolge „mäßiger Unterrichtserfolge“ (so die Sprachregelung für konsequente fordernde Lehrer).unwahrscheinlich. Selbst „Berufsschutz“, der ohnedies sehr zögerlich vergeben wird, nutzt kaum: Es gibt viele Möglichkeiten, das Lehrerleben an der Dienststelle unerträglich zu machen. Gegenüber ideologisch „unbelehrbaren“, weil leistungskonsequenten Pädagogen werden „im Bedarfsfall“ regionale Medien in Kampagnen eingesetzt, die ungestraft verleumden. Dann trudeln „anonyme Briefe“ (meist mehrere ähnlichlautende aus äußerlich unterschiedlichen Quellen) an vorgesetzte Stellen und/oder Medienvertreter ein – und „diesen muss nachgegangen werden“. Dem Hinweis auf die problematische Anonymität begegnet man, sie sei „ein Zeichen von Ängsten vor dem Lehrer“. Prompt werden disziplinäre Maßnahmen gegenüber dem gesetzestreu fordernden Perfektionisten gestartet, denn „der Ruf der Österreichischen Schule wird gefährdet, wenn sich Medien einschalten“. Niemand kommt auf die Idee, den Wahrheitsgehalt der Aussagen zu überprüfen.

    Bei allfälligen Problemen den Lehrer in Sprechstunden oder Elternsprechtagen aufzusuchen, um konstruktive Maßnahmen zu beraten, ist nicht mehr üblich: Man wendet sich gleich an die vorgesetzte Dienststelle („ich gehe zum Schmid statt zum Schmidl!“) - und dort finden Verleumder überraschend „verständnisvolles“ Gehör ...

    Völlig ungeeignete Schüler ohne jeden Leistungseinsatz legen den Unterricht wochenlang lahm, weil §5-Prüfungen „billiger kommen“ als ständige Mitarbeit. Das anspruchsvollste Fach wird ohnedies abgewählt, das nächst-fordernde leistungsmäßig ignoriert: Man kann ja mit einem Nicht Genügend problemlos aufsteigen, für weitere Negativ-Fächer (wenn sich Lehrer überhaupt noch getrauen, negative Noten zu geben; denn dann haben sie mit Notenberufungen oder Dienstaufsichtsbeschwerden zu rechnen; durchaus auch unter Einbeziehung darauf spezialisierter Rechtsvertreter, aber auch mit „wohlwollender Unterstützung“ bzw. Stimulierung von „kollektiven Beschwerden“ manchen ideologisch präformierten Behördenvertreters gegenüber ideologisch Unerwünschte ist zu rechnen. Letztere werden drangsaliert, Rechtfertigungszwang ausgesetzt; eine Unzahl von hochnotpeinlichen „Gesprächen“ und Mehrarbeit (etwa für kommissionelle Prüfungen in den Ferien) ist noch die harmloseste Folge; in der „Dienstbeschreibung“ wird zu lesen sein, dass Berufungen (selbst wenn sie abgewiesen werden) auf „mangelndes Vertrauen der Eltern“ hinweisen. Und wenn Berechtigungen verweigert wurden, war eben der Unterricht „insuffizient“

    Zunehmend wird es Realität, dass Lehrer erpresst werden: „Selbstmordgefährdung auf Grund unangemessener Anforderungen“ wurde zu einem Klassiker, denn dann besteht „unmittelbarer Handlungsbedarf“, den Lehrer abzuziehen, „um weiteren Schaden für die Schule zu vermeiden“ – „Zufällig“ findet sich rasch „menschlich verständnisvoller“ Ersatz.

    Externe Evaluierung von Unterrichtsergebnissen gibt es nicht einmal ansatzweise (auch wenn das Gegenteil behauptet wird); Vergleichbarkeit ausgestellter Atteste ist längst abgeschafft, „Unterrichtserfolge“ werden arbiträr relativierend selbst deklariert; „Individualisierung“ gilt als Alibi maßloser Relativierung bis zum Anforderungsdumping. In der m.M. unhaltbaren Personalunion von Lehrendem und Berechtigungsverteilenden. ist Notenwahrheit unter dem Druck von Öffentlichkeit und Schulbehörden kaum durchsetzbar und in der Konstellation des freien Marktes von Schulen und / Fächern und sonstiger Optionenfreiheit unter der Bedingung obgenannter Personalunion nicht zu halten. („Nicht genügend wollen wir nicht; ich überlasse es Ihrem pädagogischen Geschick ...“)

    In einigen Regionen strömen Schüler aus Deutschland an unsere Oberstufengymnasien und erzwingen tendenziell gute Notendurchschnitte (die sie in ihrer Heimatschule nicht erreichten) , um für das angestrebte nachfolgende Studium in ihrem Heimatland die Numerus-Clausus-Bedingungen zu erfüllen – offenbar sind (manche) österreichische Schulen eher bereit, dem Ansinnen zu entsprechen ... Schüler sind in jedem Fall „Werteinheiten“; und mancher Dienststellenleiter oder sein parteiabhängiges Umfeld (z.B,. aus Gewerkschaft oder Personalvertretung) übt Druck aus, dass diese „Wunsch-Noten“ zustande kommen.

    Maturaprüfungen bekamen zunehmend den Charakter von Shows; Kommissionen wollen tendenziell „unterhalten“ werden; deren Prüfungsvorsitzende triefen notorisch vor „Wohlwollen“, zeigen sich eher „beeindruckt“ von regieartig inszenierten Darbietungen als von unspektakulärer, aber seriöser Leistung – anstelle die Erwartungen ´von Nachfolgeinstanzen an die ausgestellten Atteste sicherzustellen (keine generalisierende Behauptung). Manche Schule renommiert mit „Weißer Fahne“ („jeder bei der Reifeprüfung durchgekommen“); und Druck in dieser Richtung ist nicht auszuschließen; wer sich dem in vorauseilendem Gehorsam entgegenstellt, findet sich in exponierter Position wieder.

    Auch auf verlässliche Solidarität von Kollegen im Konfliktfall ist nicht zu setzen: Das System ist parteipolitisch durchsetzt; viele verdanken Parteizugehörigkeit ihre berufliche Existenz und erweisen sich im Anlassfall als Ideologie-hörig; exponieren sich nicht zur Verteidigung des ideologieneutralen Kollegen. Vorgesetzte auf allen Ebenen sind sowieso Parteifunktionäre (was Integrität einzelner Vertreter selbstverständlich nicht ausschließt), die von Parteien und deren Vorfeldern in diese Positionen gehievt wurden und sich diesen später erkenntlich zeigen müssen („There is no free lunch!“). Auch Schüler sind vielerorts in parteinahen Vorfeldern organisiert; diesen stehen Lehrer mit entsprechender Parteienprovenienz näher als die eigenen Kollegen ... !

    Das Vokabular des pädagogischen Diskurses ist von semantischem Betrug durchsetzt: Lehrende mit in vorauseilendem Gehorsam bekundeter Bereitschaft, im Dienste des Ruins des herkömmlichen Gymnasiums Kriterien zu unterlaufen, gelten als „menschlich“, “verständnisvoll“, „innovativ“, „auf „Notendruck verzichtend“, „Schüler nicht schubladisierend“, „sich keinem Selektionsdruck beugend.“ Ihre konsequenten Vertreter dagegen, - wenn sich im direkten Wettbewerb die Früchte deren Knochenarbeit in den (de facto viel zu seltenen) „echten“ externen Evaluierungen (z.B. Spracholympiaden) zeigen,
    müssen sich als „elitär“ bzw. „reaktionär“ nachgerade dafür entschuldigen, handeln sich Rechtfertigungszwang ein; ihre Erfolge werden als Zeichen „unangemessener Anforderungsniveaus zu Lasten der Schüler“ interpretiert; sie werden fast in ein faschistoides Eck gestellt.

    Ist es wirklich zu verwundern, wenn unsere Schüler bei seriöser externer Überprüfung ihrer Kompetenzen a la P.I.S.A scheitern? :

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Dezember 2010 15:59

    Der von mir nicht sehr geschätzte Autor Felix Mitterer. weil er in seinen Drehbüchern und den daraus gedrehten Filmen gerne antideutsche Reflexe der Österreicher thematisiert und schürt, kehrt (steuerlich) nach Österreich zurück.
    Das von mir auch nicht sehr geschätzte Wikipedia schreibt über diese an sich Nebensächlichkeit:
    "Felix Mitterer arbeitet und lebt seit 1995 in Castlelyons, in Irland – einem Land, in dem das Einkommen von Schriftstellern von der Steuer befreit ist. In Zeiten der Wirtschaftskrise Irlands im Jahr 2010, die das Ende von Steuerprivilegien mit sich bringen wird, hat Mitterer zwecks Übersiedlung nach Österreich im Weinviertel in der Nähe von Wien einen Bauernhof gekauft. In Österreich gibt es keine Vermögens-, Erbschafts- und Schenkungssteuern."

    Wie nennt man so einen Menschen normalersweise,
    einen geldgierigen Opportunisten, der mit Ressentiments von Menschen Geschäfte macht.
    Dass er obendrein zum Liebling des ORF geworden ist und der Dauerlangweiler Harald Kraßnitzer als Tatortkommissar in seinen Folgen auftritt, verstärkt die Gefühle der absoluten Abneigung!

  7. Ausgezeichneter Kommentatorefrinn
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Dezember 2010 02:25

    ... ich will auch einmal der Erste sein ....
    ... und dann mit 3 Punkten glänzen ....
    ... ganz allein .... sonderbar ???
    ... einfach zum Nachdenken ;-)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorReinhard
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Dezember 2010 06:28

    Da wird einem doch einiges klar: Darabos hat wahrscheinlich bis heute geglaubt, "bmv" heißt "Bundesminister für Vinanzen" und spart deshalb beim Heer jeden Cent ein. Fielleicht könnt ihn mal jemand auvklären?


alle Kommentare

  1. Allayna (kein Partner)
  2. Clarinda (kein Partner)
    14. Februar 2015 05:17

    cause http://viagrasss.com holiday physiological causes http://cilaisabc.com usually within shopping http://insurancehasslefree.com single man

  3. Kazuyuki (kein Partner)
  4. Ramonz (kein Partner)
    22. Januar 2015 00:35

    An unserer Schule hat fast jede Klasse eine Quoten-Nadine. Die Tre4gerinnen deeiss Namens ffcllen den roten Kreisanteil fast jede ffcr sich aus.Kevin dagegen ist einer meiner Musterschfcler. Aber der ist ja auch noch nicht in der Puberte4t http://whqptyuddez.com [url=http://iyviwlksh.com]iyviwlksh[/url ] [link=http://iwjfptmbm.com]iwjfptmbm[/link ]

  5. Yacine (kein Partner)
    21. Januar 2015 18:42

    Eltern, die sich ernsthaft Sorgen wegen des Namens mechan, sollten lieber nicht anfangen, fcber Kleidung, Frisuren, Sprachgebrauch oder ihr eigenes Auftreten bei Elternsprechtagen nachzudenken. Habe das Anno 2010 mal in einem zu einer fragwfcrdigen Studie konkretisiert.Schule im Schaubild ist richtg gut, bitte mehr davon!

  6. Str (kein Partner)
    21. Januar 2015 05:55

    Ja, das ist sehr e4rgerlich, aber leider nicht zu e4ndern das Problem ist, dass die GEMA in Deutschland sich bhseir nicht dazu durchringen konnte, einen Rahmenvertrag ffcr die Musik in den Videos bei Youtube und anderen Video-Plattformen abzuschliedfen (in anderen Le4ndern ist das anders). Ffcr ein einzelnes Video die Nutzungsrechte ffcr die Musik zu erwerben we4re leider viel zu teuer.

  7. Estefany (kein Partner)
    21. Januar 2015 02:39

    Hallo Mein Name ist Ewin Magid.Ich hab im Letadzten Jahr auch bei Schooladmoadtions teilgenomadmen und das mache ich deeiss Jahr auch wieder.Ich wollte nur mal fraadgen, warum sie noch keine Inforadmaadtioadnen oder Bilder wie bei der Anne-Frank-Gesamtschule reingestellt haben.Ich bin sehr gesadpannt was die anderen Schulen so vorhaben.Was sie machen wollen oder was sie schon gemacht haben .Ich wfcrde mich sehr darfcber freuen wenn sie alle mal etwas reinadstellen wfcradden wie bei der Anne-Frank-Gesamtschule.Liebe Grfcdfe Ewin

  8. Djey (kein Partner)
    20. Januar 2015 18:57

    Sie wissen schon wer ich bin die immer vhrocsle4ge macht *zwinker zwinker* ^^Das macht spaaadf &&' wo sind die fotos , warum kamman video nicht sehn ? eure sexy laddy eec. xD

  9. hoffmann (kein Partner)
    21. Dezember 2010 10:10

    A.U. schreibt: "Den weisesten Spruch zu Pisa hörte ich dieser Tage von einem erfahrenen Lehrer: „Dürften die Lehrer so unterrichten wie noch vor 20 Jahren, dann wäre Pisa mit Sicherheit viel erfolgreicher abgelaufen.“ Er begründete das mit vielen Beispielen, wie politische und pädagogische Reformen die Schulen immer leichter, immer leistungsfreier, immer kaputter gemacht haben"

    Komisch: im PISA - Siegerland Finnland gibt es in den ersten 8 Schuljahren keine Noten.....

    • Gennadi (kein Partner)
      21. Dezember 2010 10:59

      Komisch, dass Finnland ein anderes Schulsystem und kaum integrationsunwillige Immigranten hat.

    • hoffmann (kein Partner)
      21. Dezember 2010 11:11

      gennadi

      Ja komisch, dass es mit der Gesamtschule auch funktioniert. Nur bei uns soll das nicht gehen? Merkwürdig.

      Und das mit den Migranten stimmt so nicht. Auch in Finnland gibt es Schulklassen, in denen Kinder mit - in diesem Fall - finn. Muttersprache die Minderheit stellen.

    • Trollala (kein Partner)
      21. Dezember 2010 12:19

      Stimmt. Aber nach Finnland gehen russische Städter, zu uns kommen türkische Hinterwäldler. Russische Städter gehen nach Finnland, um dort Erfolg zu haben und ihren Kindern beste Bildung zu geben, türkische Hinterwäldler scheißen auf Bildung und lieben Sozialhilfe.
      Aber hupps, das war jetzt nicht pc, und was nicht sein darf das kann nicht sein...

    • hoffmann (kein Partner)
      21. Dezember 2010 13:09

      trollala

      Da überschätzen Sie Einwanderer nach Finnland aber gewaltig. Die Finnen haben ähnliche Probleme wie wir, jetzt nicht mit Türken, aber mit Leuten aus Russland und dem Baltikum (sowie anderen Ländern der ehemal. SU), die alle kein finnisch können und schwer integrierbar sind. Die Russen, die nach Finnland kommen, sind bei weitem nicht alle so bildungshungrig wie Sie tun. Oft sind das auch Nachfahren von Finnen, die vor Jahrhunderten ausgewandert sind (damals innerhalb des Zarenreichs), die nach dem Zusammenbruch der SU in das Land ihrer Vorfahren zurückkehren wollten - analog zu den deutschen "Aussiedlern", aber mit dem Unterschied, dass diese Leute die Sprache ihrer Vorfahren keineswegs können. Die Sprach- und Integrationsprobleme mit diesen Leuten haben die finn. Regierung schon vor Jahren dazu veranlasst, einen "Integrationsvertrag" (ähnlich dem, der seit kurzem bei uns gilt) einzuführen. Nähere Infos z.b. unter http://www.migration-info.de/mub_artikel.php?Id=030804

    • Reinhard (kein Partner)
      21. Dezember 2010 13:30

      @Trollala
      Das ist nur die halbe Wahrheit - nach Finnland kommen fast gar keine Russen, auch wenn dort einiges an Geschäftsleuten dabei ist, zu uns Zig-Tausende Türken. Der Anteil macht die Suppe fett.
      @Hoffmann
      Toller Link, sehr bezeichnend der gigantische finnische Ausländeranteil von 1,9%.
      Finnen sind im Gegensatz zu unseren Bildungsgranaten sogar in der Lage, das Komma richtig zu setzen - bei denen vor der 9, bei uns dahinter...

    • Reinhard (kein Partner)
      21. Dezember 2010 14:12

      Sorry die Unterbrechungen, aber ich bin heute wieder Pausenposter...
      Es ist mMn absoluter Schmonzes, zu glauben, man müsse nur die Gesamtschule einführen und alles wäre wieder gut. Dass die komplette Veränderung des bestehenden Systems genau gar nichts bringt, wenn sich die gesellschaftlichen Voraussetzungen nicht ändern, wird verschämt weggeblendet.
      "Mein Nachbar fährt Mercedes und hat Erfolg bei Frauen, also wenn ich auch Erfolg bei Frauen haben will, muss ich nur einen Mercedes kaufen!"
      Toll. Genau so funktioniert es. Dann kann man sein Geld für ein teures Modell rauswerfen und wenn es dann nicht funktioniert noch die Schuld bei den Frauen suchen.
      Ich bin gegen eine Änderung des Schulsystems; nicht weil ich Gesamtschule per se als schlecht empfinde, nicht einmal nach eigenen schlechten Erfahrungen damit, sondern weil es einfach nichts bringt, sich ein teureres Modell zuzulegen, wenn man sich keine Gedanken darüber macht, was man wirklich für den Erfolg braucht: nämlich die richtige mentale Einstellung zum Ganzen!
      Und die fehlt, bei den Schülern, den Lehrern, den Eltern und den Politikern gleichermaßen. Also ist der Mercedes nur rausgeschmissenes Geld, sonst gar nichts.
      Überlegte und erfolgversprechende Lehrmethodik und Didaktik, Leistungsförderung und -forderung, Belohnungs- und Bestrafungssystem, Unabhängigkeit der Schulen von politischen Begehrlichkeiten, Autonomie der Lehrer bei der Wahl ihrer Lehrmethoden, Evaluierung und Benchmarking - wenn man das als Grundlagen für eine Verbesserung nimmt, spielt es überhaupt keine Rolle mehr, ob und wann Selektionsstufen eingebaut werden; ganz im Gegenteil, im Sinne eines leistungsstärkenden Konkurrenzdruckes kann man diese sogar als sinnvolles Hilfsmittel der Leistungssteigerung verwenden.
      Aber wie immer wird nur an den Symptomen herumgedoktert und für ein System polemisiert, das in den politischen Kram passt. Aber keine Seite, weder Schwarz noch Rot, lässt zu dem Thema politische Autonomie des Lehrbetriebs auch nur eine Diksussion zu - nur Polemik über die Tünche, aber kein Beitrag zum Inhalt.

    • mahler (kein Partner)
      21. Dezember 2010 14:35

      @reinhard

      Und ich bin absolut FÜR eine Änderung des Schulsystems und Einführung der Gesamtschule - wohl wissend, dass es damit alleine nicht getan ist. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass die staatlich verordnete Trennung der Kinder mit 10 ein Ende haben muss. Ich halte sie für falsch, weil absolut demotivierend und eine Verschleuderung menschlicher Fähigkeiten, wenn man 10jährigen Kindern sagt, dass sie für eine höhere Bildung zu "dumm" sind (und das Nicht-Bekommen der AHS-Reife heißt für die Kinder nichts anderes). Die Existenz einer gemeinsamen Regelschule für alle 10-14jährigen schließt nicht aus, dass es außerhalb dieses Regelwerks Eliteschulen oder etwas ähnliches geben kann, aber im öffentlichen Schulwesen muss diese Trennung fallen. So viele Länder machen es vor und sind damit erfolgreich, die Weigerung, es bei uns zu tun, kann daher nicht mit Qualität begründet werden - es geht nur um Ideologie. Selektionsmechanismen mit 10 wirken nicht leistungssteigernd, sondern in Summe leistungshemmend, weil man vielen Kindern die Chance nimmt, sich zu entfalten. Mit 14 oder 15 schaut die Sache schon anders aus.
      Und da ich weiß, dass es mit der Gesamtschule alleine nicht getan ist, die weiteren Punkte: die Lehreraus- und -fortbildung gehört reformiert, die Schulautonomie gestärkt, das Angebot an Ganztagsschulen massiv erweitert, die Schulen baulich verändert bzw. neue Schulen gebaut, der Kompetenzdschungel beseitigt und die Lehrpläne überarbeitet. Bei der Ausbildung von Lehrern für die 6 - 14jährigen gehört auf die pädagogische Komponente wesentlich mehr Wert gelegt wie bisher.
      In einem, Herr Reinhard, haben Sie recht: das Herumdoktern bringt nichts. Wie eine Gesamtschule funktioniert, ist hinlänglich bekannt. Wie die anderen Punkte umgesetzt werden können, ebenfalls. Man braucht einfach nur zu handeln.

    • mahler (kein Partner)
      21. Dezember 2010 14:40

      @reinhard

      zu dem von "hoffmann" reingestellten Link: Der % - Anteil von Migranten in Finnland ist in Ballungszentren wesentlich höher. Mitunter so hoch, dass es auch dort tatsächlich Schulklassen gibt, in denen Migrantenkinder in der Mehrheit sind.

    • Reinhard (kein Partner)
      21. Dezember 2010 15:12

      Mahler, ich widerspreche Ihnen in vielen Punkten nicht, möchte nur ein ABER anbringen:
      Von unserer Politik und ihrer zweifelhaften Elite wird bisher um nichts anderes gerungen als das Für und Wider von Gesamtschulen und verpflichtender Ganztagsschule; auch wenn Sie zu Recht schreiben, die anderen Punkte gehörten umgesetzt, genau da liegt der Hase aber im Pfeffer, es wird nichts geändert, ja nicht einmal ernsthaft zur Sprache gebracht.
      Keine Änderung der Lehrerausbildung.
      Keine Verbesserung und Erweiterung der Lehrerkompetenzen.
      Keine Verbesserung der Lehrer- und Schülerarbeitsplätze.
      Keine Verbesserung der Lehrerrechte.
      Keine Evaluierung und leistungsgerechte Entlohnung der Lehrer.
      Keine Diskussion über Eltern- und Schülerpflichten.
      Keine Diskussion über die Wirksamkeit alternativer Lehr- und Lernmethoden bis hin zu einer Vermischung Neuer mit alter Methoden.
      Keine wirkliche Autonomie der Schulen, weder bei der Einstellung von Lehrkräften noch bei der Auswahl der Mittel und Methoden und ebensowenig bei der Bestellung des Direktorats.
      Kein Abkoppeln der Schulen vom parteipolitischen Gängelband.
      Keine Überarbeitung der Lehr- und Prüfungsordnungen.
      Keine lern- und lehrgerechte Überarbeitung der Unterlagen.
      Keine einzige leistungsfördernde und die Kinder auf den Leistungszwang der Erwachsenenwelt vorbereitende Maßnahme; die Jugendlichen kommen heutzutage komplett weltfremd und ohne einen blassen Schimmer von der wirtschaftlichen Realität aus den Schulen, deren Aufgabe es wäre, sie genau darauf vorzubereiten - aber da eine wachsende Zahl der Lehrer dem schlechten Ruf der überbezahlten Teilzeitjammerer und weltfremden Frühpensionjäger gerecht zu werden müssen glaubt, kann das nicht funktionieren.
      Nichts tut die Politik, gar nichts, außer über Modelle zu streiten, und das nach ideologischer Präferenz. Hätten wir jetzt eine Gesamtschule, wäre ich auch dagegen, diese abzuschaffen, weil ich das eben als Makulatur empfinde, als Augenauswischerei und Ablenkung vom eigentlichen Problem: Der Verpolitisierung und Verhaberung eines Pfründesystems, das seine Primäraufgabe von der Vorbereitung unserer Kinder auf das Leben abgewendet hat zu einem Leistende mobbenden und Schmarotzende fördernden Apparat von pfründeschachernden Betonköpfen.
      Warum müssen 10-jährige eine Selektion in die HS als Schande empfinden? Weil die HS zu einem Sauhaufen verkommen sind, in dem wenige leistungsstarke Lehrer komplett ausbrennen, während der Rest kapituliert oder nur noch auf die Frühpension hintachiniert. Die HS als Pool der Meister und Facharbeiter der Zukunft, das wäre ein brauchbares Bild, und nicht die HS als Sammelbecken der Versager - von Schüler- wie von Lehrerseiten. Deshalb meine Meinung: Nicht das Splitten in AHS und HS ist das Problem, sondern dass sogar die Politik an diesem Bild weiterfeilt, es erst richtig über die Medien verbreitet, weil es den Herr- und Damenschaften vollkommen scheißegal ist, ob Kinder an irgend etwas zerbrechen oder auf irgend etwas vorbereitet werden - Hauptsache sie haben ihre ideologischen Ziele durchgeboxt und ihre Pfründe gesichert.
      Und das gilt in vollem Umfang für Rot wie für Schwarz. Ohne Ausnahme.

    • Karl Rinnhofer
      21. Dezember 2010 15:50

      @ Reinhard Zur Replik von "Mahler ... bis ... "ohne Ausnahme"
      EIne ausgezeichnete Analyse, die ich in allen Punkgte bestätige: De Strukturfrage ist nur Makulatur (wenn auch - wie im Falle Gesamtschule - ideologisch begründet). Vor allem die psychologischen Bedingungen müssen saniert werden. Nichtdg einmal größere Ressourcen müssen eigesetzt werden; es reicht schon, darauf zu schauen´,dass die gegenwärtig eingesetzten nicht verpuffen.

    • Reinhard (kein Partner)
      21. Dezember 2010 15:53

      Übrigens noch etwas, da ja das schwammige Wort der "differezierten Gesamtschule" in die politische Diskussion eingestreut wurde, um die "Gleichmacherei"-Nörgler ruhig zu stellen: wenn ich differenziere, wie soll das Aussehen? Hier die Gruppen der Sprachbegabten, die der NaWi-Begabten, der Technikbegabten, der Kunstbegabten, der Sportbegabten und dort die Gruppe der Loser? Es würde wieder das Gerangel um Nivellierung und der Kampf gegen "ungerechte" Selektion losgehen, und die "Gleichmacherei"-Nörgler hätten wieder neues Kanonenfutter und könnten sagen: "Hab ichs doch gesagt!"
      Eine Differenzierung in der Gesamtschule hätte auf Kinderseelen die gleiche Wirkung wie eine Selektion in verschiedene Schultypen - es gibt wieder einmal auf dieser ach so ungerechten Welt Bessere und Schlechtere, und die Schlechteren müssen damit zurechtkommen.
      Anstatt sie davor zu beschützen, die Realität zu erkennen, sollten wir ihnen beibringen, mit dieser Realität zu leben und die ihnen verbliebenen Chancen bestmöglich zu nutzen; ja ihnen Chancen zu geben. Das System HS gibt diese Chancen (wie bereits angesprochen: der Pool künftiger Facharbeiter und Meister - auch viele Kleinunternehmer von heute haben noch vor einigen Jahren die HS besucht), aber der schleißige und verluderte Schulbetrieb sowie die katastrophale Einstellung aller Beteiligten zu Leistung und Bildung sind das eigentliche Übel.
      Doch jetzt soll es gut sein, das Problem lösen wir heute nicht...

    • Reinhard (kein Partner)
      21. Dezember 2010 15:55

      Danke Herr Rinnhofer.

    • Karl Rinnhofer
      21. Dezember 2010 17:06

      @ Mahler, zur Replik auf Reinhard, von "Und ich bin ... " bis ... nur zu handeln
      Bezüglich Ihres Bekenntnisses zur Gesamtschule muss ich Ihnen heftig widersprechen:
      1. Gerade diese Schulform ist ideologisch motiviert; und Ideologie erweist sich stets als Vorurteil, das sich jeweils Mächtigen implementieren.
      2. Wie erklären Sie sich, das in den Ländern, in denen sowohl differenziertes Schulwesen als auch Gesamtschulen angeboten werden (wie in Deutschland je nach Bundesland) die Absolventen der Gymnasien - von allen Seiten anerkannt - deutlich überlegen sind? Derzeit gibt es ähnliche überzeugende Ergebnisse aus den Langformen der Schweiz, wo es unterschiedliche kantonale Angebote gibt.
      3. Das Beispiel Finnland heißt Äpfel mit Birnen zu vergleichen: Dort liegt die (durchaus verdiente) Überlegenheit vor allem an den sehr strikten Auslesemechanismen – wie sie bei uns undenkbar wären - durch echte externe Evaluierungen (das größte Desiderat unseres Schulwesens) am Ende jeden Schuljahres und jeder Übertrittsmöglichkeit; (nur) so wird der sich und seine Schüler fordernde Lehrer zum Partner der Schüler, zum Coach, wenn er fordert und sie so konkurrenzfähig macht - und nicht zum potenziellen Feind, dem man unterstellt, Berechtigungen schülerfeindlich-willkürlich zu verwehren, wenn er Leistungskriterien dafür abverlangt, - und nicht durch Selbstdeklaration von "Unterrichtserfolgen" Kriterien unterläuft (bzw. dazu de facto gezwungen wird). Zudem gibt es in Finnland wesentlich geringeren Ausländeranteil an den Schulen mit fehlenden Sprachkenntnissen.
      4. Das Märchen von der "Vorselektion" der Kinder mit "viel zu frühen 10 Jahren" ist als solches zu entlarven: Die Hauptschule ist keineswegs eine Bildungssackgasse; bereits jetzt stammen mehr als 50 Prozent aller Maturanten aus dieser! Dafür gibt es die Oberstufengymnasien ("BORG"), die HBLAs, die Berufsbildenden Höheren Schulen BHS, HTL. und viele weitere Möglichkeiten, dass auch "Spätzünder" - allfällig etwas zeitversetzt - aus der Hauptschule heraus zur Matura gelangen können. Da braucht man Sonderfälle wie zweiten Bildungsweg, Studienberechtigungsprüfungen für Lehrlinge etc. gar nicht einbeziehen. Auch die Wissenschaftsministerin Dr. Karl ging diesen Weg. Wichtig ist die Durchlässigkeit. Es gibt aber keinen Grund, Frühentwicklern, (früher) Begabtere oder in ihren Familien besser Geförderte (ist das illegitim??) künstlich zu retardieren oder gar irreversibel deren Arbeitshaltung zu zerstören, weil sie von einem unterfordernden Umfeld "verwöhnt" wurden
      5. Auch das häufig strapazierte Argument der "sozialen Selektion" ist mehr als bedenklich: Ich stamme (ich ersuche um Verständnis, dass ich jetzt auf Persönliches rekurriere) selbst aus einer klassisch „bildungsfernen Schicht“ (mein Vater hatte schicksalsbedingt nie eine Hauptschule besucht und blieb zeitlebens - fast - Analphabet); doch ich konnte mich mühelos im Langform-Gymnsium behaupten und später selbstverständlich problemlos - und weitgehend als Werkstudent in voller Studium-Eigenfinanzierung neben dem Beruf – sehr erfolgreich studieren, ohne Qualität zu mindern oder Studienzeit auszudehnen; viele meiner Mitschüler aus ähnlichen Verhältnissen ebenso. Und manche, die damals noch scheiterten, zogen später in den BORGs nach, gingen zunächst in die Hauptschule, kompensierten ihre erst später realisierte Gymnasiumsreife ohne persönlichen Nachteil; manche „überholten mich (zu Recht) manchmal durchaus in ihren Karrieren. Persönlich bin ich/sind wir dankbar, in jeder Ausbildungsstufe durchaus gefordert worden zu sein; wäre ich "überfordert" gewesen, hätte es genügend "Auffangnetze" gegeben. Die Tatsache, dass sich überdurchschnittlich viele Kinder aus Akademikerfamilien (realistischerweise nicht immer Eignungs; leider oft prestige-begründet) in Gymnasien befinden, mag befremden: Das wäre durch entsprechende effiziente Bildungsberatung, aber auch durch - Rückstufungsverpflichtung nicht Geeigneter – ohne Gesichtsverlust - – und hohe Durchlässigkeit der Systeme zu lösen. Anderseits ist es eine Frage der Wertung von“Bildung“ an sich: Es ist legitim, wenn Familien ihre Kinder fördern und nicht alles Erzieherische an „die Gesellschaft“ oder „die Schule“ delegieren. Diese allfällige „positive Diskriminierung“ (die in übrigen nicht notgedrungen an Akademikerstatus innerhalb von Familien hängt, es gibt auch „Wohlgstandsverwahrlosung“) ist legitim; niemand hat das Recht, sie durch strukturbedingte Retardierung negativ zu kompensieren.
      6. Auch P.I.S.A: zeigt seit Jahren, dass die Absolventen der Langform-Gymnasien – im Gegensatz zu denen der Volks-Gesamt-Schule – international durchaus reuissieren können. Selbstverständlich ist die Grundstufe als Gesamtschule durchaus sinnvoll; aber auf eine „Überlegenheit“ von Gesamtschulen“ zu schließen ist nicht nachvollziehbar.
      7. Zu Ihrer behaupteten "Gymynasiumsreife" als Bedingung der "Vorselektion an unseren Gymnasien ": Leider stimmt diese de facto längst nicht mehr: Es gibt keine Aufnahmsprüfungen mehr (und das ist gut so, denn es ist problematisch, wenn punktuelle Prüfungen zu hoher prognostischer Wert zugewiesen wird). Doch dann hätte es "auslesende" Beobachtungsphasen geben müssen; statt dessen kamen nivellierende Elemente: Aufsteigen mit Nicht genügend, Abwählmöglichkeit von Fächern, Zwang der höheren Schulen, aus Arbeitsplatzgründen Schüler (=Werteinheiten) zu halten, Berufungsmöglichkeiten gegen alle negativen Beurteilungen, letztlich Relativierung der Kriterien, Nivellierung nach unten, Anforderungsdumping, Berechtigungsinflation und Massenuniversität (mit den sich derzeit zeigenden katastrophalen Folgen):Infolge des unseligen Systems der "Werteinheiten" werden Gymnasien de facto gezwungen, alles zu nehmen und alles zu halten. Zudem wurden die Unterstufenlehrpläne mit denen der Hauptschulen identisch gesetzt! Das ergab "mangelnde Solidarität" der Unterstufengymnasien mit den Hauptschulen, was letztere in Ballungsräumen zu Restschulen machte.

      Conclusio: Ein klares Nein zur verpflichtenden Gesamtschule: Sie ist neben vielen weiteren Nachteilen auch ein Verrat begabter Kinder aus bildungsfernen Schichen, da sie eine echte sozioökonomische Privilegierung derer bedeutet, welche es sich leisten können, die künftige die öffentliche Schule zu meiden und sich teure Privatschulen leisten. Dass man diese Gefahr erkennt, zeigt sich am Aussage des oberösterreichischen Landesschulpräsidenten, der infolge dieser diskriminierenden Entwicklungsszenarios sogar ein "Verbot von Privatschulen" in den Raum stellt - ein Verbot, da natürlich ins Leere geht - und trotzdem die Tragödie der öffentlichen Schule zeigt! Und auch die Massenuniversitäten mit ihren inflationären Zugangsbedingungen sind ein Verrat an Begabte gerade aus bildungsfernen Schichten, da ihnen Ungeeignete den Weg verstellen und Studienplätze und weitere wertvolle Ressourcen blockieren. Gerade diese werden pekuniär kaum den langen Atem haben“, die Verzögerungen durchzuhalten. – So hat die öffentliche Schule ihr seinerzeit plakativ verkündetes Ziel der „Chancengleichheit“ (besser wäre gewesen: Chancengerechtigkeit) verfehlt, ja durchaus in ins Gegenteil verkehrt.

    • Karl Rinnhofer
      21. Dezember 2010 17:18

      @ Hoffmann
      1. Zu "keine Noten in Finnland": Aber dafür gibt es dort und anderswo verbale Beschreibungen der Schülerkompetenz mit durchaus selektiven Auswirkungen.
      Im übrigen: Schüler wollen durchaus benotet werden - oder ihre Leistung eben durch entsprechende nachgewiesene Wahrnehmung samt allfälliger Konsequenzen zur Kenntnis genommen.
      2. Dem gegenüber gibt es natürlich auch ideologisch motivierte Forderungen, Noten bzw deren (durchaus überlegenswerten) Alternativen überhaupt abzuschaffen; das Gefasel vom "Notendruck" ist nur zu bezeichnend. Abgesehen davon, dass damit Schüler durch Ignoranz ihrer Potenziale im Grunde gedemütigt werden und wichtige Bestärkungs- und Lenkungseffekte willkürlich aus dem Verkehrs gezogen werden - Eine Gesellschaft, die auf Vergleichbarkeit von Leistungen durch deren transparenten Ausweis verzichtet und Noten(alternativen) als „elitär“ oder „diskriminierend“ ablehnt oder sie gar als „Druckmittel“ diffamiert, geht (wie de Kommunismus) an der Natur des Menschen vorbei, setzt auf neue, selbsternannte Eliten fern jeder Nachvollziehbarkeit und Vergleichbarkeit": Die der Gesinnungsprostitution der Anpassungbereitschaft, des musilhaften „Menschen ohne Eigenschaften“ des Vertrauens auf Kollektive, auf Seilschafen und Netzwerke als einziges Kriterium der Zuweisung von Sozialchancen - Ein menschenunwürdiges Gesellschafts- Horrorszenario!

    • mahler (kein Partner)
      21. Dezember 2010 17:56

      @Karl Rinnhofer

      1. die Gesamtschule ist weltweit schon längst ent–ideologisiert, es gibt sie in zahlreichen konservativ regierten Ländern und wurde in der Vergangenheit auch schon oft von konservativen Politikern eingeführt, in Frankreich z.B. von De Gaulle.

      2. offenbar werden in D die Gesamtschulen schlecht geführt. Es gibt mehrere Modelle, wie man eine gemeinsame Schule der 10 – 14jährigen führen kann.

      3. in Finnland gibt es in den ersten 8 Schuljahren keine Noten. Welchen auislesemechanismus meinen Sie? Und was hindert uns daran, das finnische System zu übernehmen? Etwa die Migranten? Die finnischen Schulen funktionieren auch sehr gut in Ballungszentren, wo der Ausländeranteil wesentlich über dem Durchschnitt ist und bisweilen sogar unsere Werte erreicht.

      4. In Wien und in anderen Städten ist die HS sehr wohl eine Bildungssackgasse; der 50%ige Maturantenanteil aus Hauptschulen kommt nur so zustande, dass speziell in ländlichen Gebieten viele Schüler, die auf eine AHS gehen könnten, trotzdem in die HS gehen, weil die nächste AHS zu weit entfernt ist. In solchen Gegenden sind die Hauptschulen daher ohnehin schon de facto Gesamtschulen. Die Durchlässigkeit ist in den Städten eine Augenauswischerei, weil die Gymnasien oft den Platz nicht haben, um Kinder, die von einer Hauptschule übertreten wollen, aufzunehmen.

      5. Sie haben es geschafft, der „bildungsfernen“ Schicht zu entfliehen. Großartig, Gratulation. Sie gehören aber zu einer Minderheit. Viele Kinder schaffen es nicht, obwohl sie intelligent genug wären. Die Schule sollte hier ausgleichen, tut es aber nicht. Das wäre nur in einer Gesamtschule möglich.

      6. Die PISA – Sieger haben alle, samt und sonders, ein Gesamtschulsystem. Von Finnland bis Südkorea. Das Ergebnis ist hier eindeutig.

      7. Die Auslese basiert auf dem Zeugnis der 4. Klasse VS. Das einzige Zugeständnis, das man jenen Kindern macht, deren VS – Zeugnis zu schlecht für die AHS war, ist, dass in der 1. Leistuingsgruppe auf AHS–Niveau unterrichtet wird. Dabei sind diese Kinder aber einem wesentlich größerem Druck ausgesetzt als in der AHS: HS–Kinder können abgestuft werden, AHS-Kinder nicht, auch dann nicht, wenn sie lauter Fünfer schreiben. Das ist ungerecht. Es gibt Kinder, die sind in einer AHS heillos überfordert und gehen trotzdem dorthin.

      Conclusio: ein klares ja zur Gesamtschule im Regelschulbetrieb, daneben kann und soll es privat geführte Gymnasien geben (mit Aufnahmsprüfung, ca. 10 – 15% der Schulstandorte). In der Gesamtschule muss es Begleitlehrer geben, ebenso Kurse für schlechte wie auch sehr gute Schüler. Das ist das System, so wie es sich in Skandinavien schon seit Jahrzehnten bewährt, österr. Kinder sind nicht anders als Kinder aus Schweden oder Finnland.

      @Reinhard

      Sie wollen tatsächlich einem 10jährigen Kind sagen: sorry, für diese Schule bist du zu dumm, manche Chancen hast du daher jetzt schon verwirkt, aber andere Chancen bleiben dir noch für dein ganzes weiteres Leben? Ist das Ihr Ernst?

      Was die Differenzierung betrifft – siehe die Conclusio oben.

      Und ja, die Aufsplitterung der Kinder in HS und AHS ist nicht das einzige Problem unseres Schulsystems, aber unter allen Problemen, die es in diesem System gibt, hat es einen sehr großen Stellenwert. Nicht nur wegen der Trennung selbst, sondern auch als Symbol für das Standesdenken, für die Stigmatisierung, für das Konservative und Hinterwäldlerische in unserer Gesellschaft. Und wissen Sie, wofür die Trennung der Kinder mit 10 das größte Symbol ist: dafür, dass es bei dieser Schuldiskussion überhaupt nicht um die Kinder selbst geht. Es geht nur um die Aufrechterhaltung eines Gesellschaftssystems, es geht um die Aufrechterhaltung von Ansprüchen. Schule sollte aber zuallererst für die Kinder und nur für die Kinder da sein und nicht ein Symbol sein für eine Gesellschaftsstruktur.

    • mahler (kein Partner)
      21. Dezember 2010 18:03

      @Karl Rinnhofer

      Zusatz: Soweit ich weiss, gibt es in den ersten 8 Schuljahren in Finnland überhaupt keine Leistungsbeurteilung, weder mündlich noch schriftlich. Das ist auch für mich nicht wirklich vorstellbar, aber ich sag wenigstens: ok, die haben damit Erfolg, die Kinder lernen was, offenbar mehr als bei uns, wie geht das? Viele andere Leute sagen hingegen: Kenn ich nicht, interessiert mich nicht, ich bin es so gewohnt und dabei bleibt's.

    • Reinhard (kein Partner)
      21. Dezember 2010 19:27

      Mahler, bitte lassen Sie doch mal diese polemischen Ausritte!
      "Sie wollen tatsächlich einem 10jährigen Kind sagen: sorry, für diese Schule bist du zu dumm, manche Chancen hast du daher jetzt schon verwirkt, aber andere Chancen bleiben dir noch für dein ganzes weiteres Leben? Ist das Ihr Ernst?"
      Nein, ist es nicht, und darum geht es auch nicht. Es geht eben darum, den Kindern klarzumachen, dass sie zwar die Aufnahme in die AHS nicht geschafft haben, aber ihnen über die HS trotzdem alle Chancen offen stehen - auch die Chance, den Bildungsweg, der sich als zu schnell oder zu schwer erwiesen hat, langsamer und intensiver zu durchlaufen. Sie müssen aber begreifen, dass das ganze Leben aus leistungsabhängigen Erfolgen oder Misserfolgen besteht, auch und ganz besonders in jungen Jahren (und verdammt nochmal, es gibt auch Aufnahmetests für die VS, die entscheiden sogar darüber, in welchem Alter man erst berufstätig werden kann, ohje, welche Diskriminierung bereits mit 5!!!)
      Es geht eben darum, die HS wieder aufzuwerten, sie von eben jenen dämlichen Sprüchen, die Leute wie Sie fahrlässigerweise oft genug sogar vor den Ohren der Schüler polemisieren, man würde sie als zu dumm und unfähig abstempeln, wenn sie nicht den Bildungsweg der Schnelleren und Lernfähigeren nehmen, zu befreien! Sie und linke Politiker zündeln mit polemischen Sprüchen ständig genau an diesem Strohballen herum, SIE verwenden Worte wie "zu dumm" und "Chancen verwirkt" im Zusammenhang mit der verhassten HS - auch wenn das vollkommen an der Realität vorbeigeht, denn Chancen sind nirgends verwirkt, und entschuldigen Sie bitte, aber langsam verlässt mich die Contenance, aber zu behaupten, AHS-Schüler könnten lauter Fünfer schreiben ohne Konsequenzen ist ja wohl der größte polemische Blödsinn, den ich je gelesen habe! Wo sind Sie denn zur Schule gegangen und welche Probleme hatten Sie mit der Schule, dass Sie das System so sehr hassen, dass Sie selbst vor unhaltbaren Behauptungen nicht zurückschrecken, nur um es zu diskreditieren?!
      Nicht "die Hauptschule" ist schlecht, sondern das, was genau jene Politiker und Bildungszündler daraus gemacht haben, die seit Jahren und Jahrzehnten die HS als Sammelbecken der Versager diffamieren und es im endeffekt genau dazu gemacht haben.
      Hören Sie bitte auf mit dieser Polemik, sonst ist wirklich jede Diskussion uninteressant!

    • Reinhard (kein Partner)
      21. Dezember 2010 19:33

      Und, Mahler, um mich auch mal auf Ihr Niveau zu begeben, sie wollen einem 10-jährigen Kind lieber sagen: "Hör zu, du bist zwar intelligent und fadisierst dich schon die halbe Zeit, aber damit musst du dich für den Rest deines Lebens abfinden; eine Möglichkeit zu einer schnelleren und höherwertigen Ausbildung gibt es nicht, denn deine Mitschüler sind alle langsamer als du. Dein Pech, es richtet sich eben alles am Letzten aus, der durch das Ziel geht."
      Sollten Sie sagen, das wäre auch polemisch, muss ich Sie enttäuschen: Es ist sinngemäß das, was mir meine Klassenlehrerin in der Gesamtschule mehrmals klar gemacht hat.

    • Reinhard (kein Partner)
      21. Dezember 2010 19:53

      Mahler, zum Abschluss noch, denn es wird mir zu viel und der Tag war schon lang heute:
      Auf der einen Seite erklären sie, die ländlichen HS seien bereits Gesamtschulen, weil für die klügeren der Landkinder die nächste AHS zu weit weg wäre und im nächsten Atemzug setzen Sie sich für Privatgymnasien nach einem Ausdünnen auf 10-15% Prozent der heutigen Standorte ein.
      Damit nehmen Sie nach eigener Lesart den Bauernlackeln vom Land die letzte Möglichkeit, aus ihren Kindern mal was besseres zu machen als das, was aus der Einheitsprovinzschule kommt, denn diese Gymnasien werden für sie ewig unerreichbar sein.
      Sie polemisieren von sozialer Differenzierung in einem verknöcherten System und bieten als Alternative eine Mischung aus Einheitsbrei und privater Elite an, wie sie so gern auch von linken Eliten verteidigt wird, die schnell dabei sind, alle Kinder in eine Einheitsschule zu stopfen und die eigenen auf eine Eliteschule zu senden? Wenn das keine soziale Differenzierung in Reinkultur ist, weiß ich auch nicht weiter.
      Und dann, damit der Vorwurf der Einheitsschule entkräftet wird, gibt es plötzlich verschiedene Kurse für schlechte und für gute Schüler? Ja was denn, Sie wollen einem 10-jährigen sagen: Hey, du bist zu dumm für den Kurs der guten Schüler, du kommst in die Deppengruppe? (Und nur Träumer glauben, dass Kinder untereinander nicht genau solche Bezeichnungen wählen.)
      Nein, ich erkenne keinen Sinn mehr hinter Ihren Rechtfertigungen für die Gesamtschule.
      Aber ich erkenne weiterhin einen Sinn in der Aufwertung der HS sowei der Aufwertung der Schulbildung allgemein. Und der Notwendigkeit, Kindern beizubringen, dass ein anderer Weg nicht ein schlechterer sein muss und sie nicht als "dumm" und "chancenlos" bezeichnet werden müssen, bis sie selbst es glauben.
      So, das wars für heute, ich wünsche einen angenehmen Abend!

    • mahler (kein Partner)
      21. Dezember 2010 20:05

      @Reinhard

      Es ist so: Wenn ein Kind keine AHS–Reife bekommt, so ist es ihm gesetzlich verboten, eine bestimmte Schule zu besuchen. Das kann man drehen und wenden, wie man will, es ist so. Einem 10jährigen, normal entwickelten Kind per Gesetz den Besuch einer bestimmten Schule zu verbieten, ist meiner Meinung nach ein Verbrechen an diesem Kind. Es sind natürlich nicht alle Kinder gleich begabt, aber dafür gibt es in skandinavischen Gesamtschulen die Begleitlehrer, es gibt Förderkurse innerhalb der Schule, die von solchen Kindern besucht werden müssen, die aber – und das ist der nächste Punkt – im Gegensatz zur bei uns üblichen privaten Nachhilfe gratis sind. Und ich kenne für normal entwickelte Kinder keine Aufnahmetests in Volksschulen, es sei denn vielleicht, die Schulen sind privat. Aber das ist etwas anderes. Und AHS–Schüler können absolut ohne Konsequenz lauter Fünfer schreiben, solange es nur in einem Fach passiert oder sie eine Nachprüfung schaffen, durch die sie oft von ihrem Lehrer getragen werden. Und das ist manchmal nicht einmal falsch, denn jemand, der in Mathe eine Null ist, kann trotzdem ein Sprachengenie sein und umgekehrt. Ein Hauptschüler hat diese Chance aber nicht - bei gleichem Lehrstoff. Und das ist der nächste Punkt: wieso trennt man Kinder, wenn sie dann ohnehin nach demselben Lehrplan unterrichtet werden? Sind die HS – Kinder vielleicht doch nicht so blöd? Wieso sagt man dann ihnen genau das durch die Blume? Und wenn sich ein Kind wirklich wegen Unterforderung fadisiert, dann soll es entsprechend und individuell gefördert werden. Das kann innerhalb der Gesamtschule geschehen – auch das wird in Skandinavien erfolgreich praktiziert – oder außerhalb – in Spezialschulen, für die es bei Hochbegabten staatliche finanzielle Förderungen geben kann und soll (bis hin zur Begleichung des gesamten Schulgeldes, wenn diese Spezialschule eines einhebt). Aber eines kann ich Ihnen versichern: ein Kind, dass sich in der Gesamtschule wegen Unterforderung langweilt, hätte in einer herkömmlichen, heutigen AHS das gleiche Problem (die jetzigen Elitegymnasien wie z.B. die „Schotten“ vielleicht ausgenommen, aber von diesen Schulen gibt es vielleicht 5 in ganz Österreich – und die kann es ja – privat geführt – weiter geben).

    • mahler (kein Partner)
      21. Dezember 2010 20:10

      @reinhard

      Kein Kind dieser Welt muss in einer Gesamtschule in allen Gegenständen einen Förderkurs besuchen. Wenn man einem Kind den Besuch einer AHS verbietet, wird es aber pauschal in allen Gegenständen abgestuft. Und die Kurse in Gesamtschulen dauern auch nur so lange, bis das Kind leistungsmäßig an den Rest der Klasse wieder herangeführt wurde. Bei uns ist diese Abstufung hingegen einzementiert.

  10. APM (kein Partner)
    20. Dezember 2010 20:35

    Endlich wiedereinmal ein "über Kimme und Korn" Artikel! Beim lauwarmen vergleichenden Kommentar über Elsner versus Assange, dachte ich unwillkürlich: Jetzt wird Unterberger auch schon alt...

  11. Ron (kein Partner)
    20. Dezember 2010 11:11

    Einen extrem einseitigen Bericht über den Prozess?

    Ich habe ihn nicht gesehen aber was wäre denn die andere Seite? Ich finde es ja höchst spannend: Normal dürfen die Bürgerrechte auf keinen Fall eingeschränkt werden sonst schreit der Unterberger und seine Klientel - das ist ja durchaus berechtigt. Wenn allerdings Menschen nach dem "Terrorparagraphen" angeklagt werden, die höchstens Sachbeschädigung u.ä. auf dem Gewissen haben dann passt das offenbar schon.

    Das besonders witzige ist ja, dass ihnen trotz eines unglaublichen Ermittlungsaufwandes, inklusive fragwürdiger (möglicherweise rechtswidriger Taktiken)- Stichwort verdeckte Ermittlerin, bis jetzt nichts nachgewiesen werden konnte.

    Diese Tierrechtler muss ja hier keiner mögen aber sie sind bis jetzt unschuldig, wer sich hier freut sollte besser bei Verhetzungsparagrphen usw. schweigen sonst wird das ganze ziemlich unglaubwürdig.

    Die Leute denen da der Prozess gemacht wird hatten Jobs, ein anständiges Leben und das ist jetzt durch den absurden Prozess (!), nicht durch das mögliche Urteil massiv bedroht. Das ist Gesinnungsjustiz, nur weil sie diesmal aus dem ÖVP Dunstkreis kommt stört das den Unterberger natürlich nicht, er freute sich sogar über den strengen Prozess. Aber wehe etwas riecht nur ein wenig nach linker Färbung, da gehts dann los...
    Pure Bigotterie a la Unterberger.

    • Neppomuck (kein Partner)
      20. Dezember 2010 11:52

      Ob warme Pelze oder Ähnliches olfaktorisch beeinträchtigt wird:

      Ermittel muss werden.

      http://ooe.orf.at/stories/488282/

    • Ron (kein Partner)
      20. Dezember 2010 12:04

      Selbstverständlich muss bei Sachbeschädigung, Drohung usw. ermittelt werden. Wenn man sich den Prozess allerdings ansieht fällt schon auf, dass hier mehr als nur gründlich ermittelt wurde, von der absurden Anklage nach dem Terrorparagraphen mal ganz abgesehen.
      Trotzdem ist bis jetzt offenbar nichts vorhanden womit eine Schuld bewiesen werden könnte. Aber schwarze Gesinnungsjustiz ist für Unterberger natürlich in Ordnung, da muss ein strenger Prozess geführt werden wie er vor kurzem schrieb. Davon abgesehen, dass Prozesse ja fair und nicht streng sein sollten frage ich mich wie man diesen Prozess noch strenger gestalten könnte. Unverhältnismäßig lange Untersuchungshaft, Existenzen alleine durch den Prozess zerstört usw.
      Wenn die schröcklichen linken Medien da nicht wenigstens ein bisschen berichtet hätten, wer weiss was sie mit den Leuten noch so gemacht hätten.

    • Neppomuck (kein Partner)
      20. Dezember 2010 12:43

      Terroristische Vereinigung
      § 278b. (1) Wer eine terroristische Vereinigung anführt, ist mit Freiheitsstrafe von fünf bis zu fünfzehn Jahren zu bestrafen. Wer eine terroristische Vereinigung anführt, die sich auf die Drohung mit terroristischen Straftaten beschränkt, ist mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren zu bestrafen.
      (2) Wer sich als Mitglied an einer terroristischen Vereinigung beteiligt, ist mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren zu bestrafen.
      (3) Eine terroristische Vereinigung ist ein auf längere Zeit angelegter Zusammenschluss von mehr als zwei Personen, der darauf ausgerichtet ist, dass von einem oder mehreren Mitgliedern dieser Vereinigung eine oder mehrere terroristische Straftaten ausgeführt werden.

      Terroristische Straftaten sind …

      6. schwere Sachbeschädigung und Datenbeschädigung, wenn dadurch eine Gefahr für das Leben eines anderen oder für fremdes Eigentum in großem Ausmaß entstehen kann ...

      Dazu aus wikipedia:
      "Justitia wird meist als Jungfrau mit verbundenen Augen oder einem Diadem dargestellt, die in einer Hand eine Waage, in der anderen das Richtschwert hält. Dies soll verdeutlichen, dass das Recht ohne Ansehen der Person (Augenbinde), nach sorgfältiger Abwägung der Sachlage (Waage) gesprochen und schließlich mit der nötigen Härte (Richtschwert) durchgesetzt wird."

      Bei allem gebotenen Vorbehalt, einer Sehbehinderten ein Schwert in die Hand zu drücken sollte doch auch ein gewisses Augenmerk auf die als Symbol zu verstehende Waage gelegt werden.
      Siehe etliche absurde "Neonazi-Prozesse".

      Revolutionen haben es eben so an sich, dass sie auch ihre (linken) Kinder fressen.
      Wenngleich nur selten.

    • Ron (kein Partner)
      20. Dezember 2010 12:52

      Ich kenne den Paragraphen, dass er theoretisch anwendbar ist macht ihn nicht weniger problematisch. Aber dazu müsste ohnehin nachgewiesen werden, dass die Sachbeschädgigungen in dem Ausmaß von den Aktivisten geplant und begangen wurden. Momentan können die Sachbeschädigungen nicht einmal Einzelpersonen nachgewiesen werden. Der Bericht der verdeckten Ermittlerin enthält Nichts.
      Fakt ist, dass Untersuchungshaft und der Prozess hier schon als Strafe fungiert und der Unterberger klatscht Beifall.

      Dass der Terrorparagraph durch eine linke Revolution geschaffen wurde wage ich zudem stark zu bezweifeln...

    • Neppomuck (kein Partner)
      20. Dezember 2010 13:24

      Das sagt ja auch keiner.

    • brechstange
      20. Dezember 2010 15:10

      @ron
      Die Sachbeschädigungen waren ja da, kann ja nicht sein, dass es die Geisterhand war.

    • Ron (kein Partner)
      20. Dezember 2010 15:33

      1.) Einige der Sachbeschädigungen sind keineswegs zweifelsfrei als solche zu identifizieren.
      2.) Nur weil Sachbeschädigungen und Drohungen da sind kann man nicht einfach Menschen dafür bestrafen denen diese nicht nachgewiesen werden können.

      Was Unterberger und Co. offenbar nicht verstehen - mit solchen Tendenzen wird eine Türe aufgemacht. Wir haben unbequeme Menschen und wir haben Straftaten, der Rest ist nur mehr eine Frage des Ermittlungsdrucks, der Untersuchungshaft und des Prozesses. Selbst wenn nichts verwertbares herauskommt haben wir den Früchtchen zumindest gezeigt wozu wir fähig sind. Job weg wegen der Verhandlungstage, Ruf beschädigt, psychischer Druck usw. da braucht man eigentlich gar kein Urteil mehr.

      Wer da nicht schon alleine aus Grundüberlegungen über Recht und Moral äusserst kritisch ist sollte sich zumindest überlegen, dass sowas leicht zum Bumerang werden kann. Heute sitzen ein paar Tierschützer auf der Bank, morgen ist eine andere Gesinnung am Werk und wer weiss wer dann gegängelt wird. Stichwort: Verhetzung, Diskriminierung usw. wurde ja hier schon behandelt.

    • karl murx (kein Partner)
      20. Dezember 2010 20:07

      Ihr Linksfaschisten kommt halt auch einmal dran. Ihr würdet eure Sauereien immer verharmlosen.

    • Anton Aushecker (kein Partner)
      20. Dezember 2010 21:27

      Recht muss aber schon Recht bleiben! Diese Partie ist mit Sicherheit kein Sympathieträger. Dennoch hat in einer zivilisierten Gesellschaft jedes Gericht die Pflicht, objektiv und sachorientiert zu arbeiten. Es ist für Medienkonsumenten nicht sichtbar, wo hier objektiv und sachorientiert gearbeitet wird. Man muss dann schon auch unterscheiden können zwischen ideologischer Brille (Tierschützer = linkes Pack = Pfui) und tatsächlich nachweisbaren Vergehen. Wenn die zu geschickt waren, dann hat man das zu akzeptieren oder besser zu ermitteln. Wenn aber nichts am Tisch liegt, ist man weit ab jeglicher demokratischer Grundsätze, wenn man dennoch einen Prozess anstrebt. Allein die Ausgaben für die Rechtsvertretung (=Pflichtverteidigung) und Rechtsdurchsetzung (Richter, etc.) gehen auf Kosten des Steuerzahlers. Verantwortungsvoller Umgang sieht jedenfalls anders aus als dieses Verfahren.

    • Reinhard (kein Partner)
      21. Dezember 2010 12:55

      Ich habe mit diesen "radikalen" und "autonomen" und wie sich die ganzen gewaltbereiten selbstherrlichen Weltenretter so nennen nichts am Hut, aber:
      1. Bei aller Freude, dass auch linke Gruppen nicht immer ungeschoren davonkommen: Terrorismus ist etwas anderes und die Härte gegen diese Leute absolut unangemessen. Der Unterschied zwischen beschädigten Kleidungsstücken und gesprengten Zügen sollte schon spürbar sein.
      2. Dieser Prozess sollte den Linken zeigen, dass die Kanonen, die sie für den gutmenschlichen Feldzug gegen die bösen reaktionären / neoliberalen / faschistischen / ewiggestrigen(Zutreffendes fallweise bitte ankreuzen) Feindbilder in Stellung bringen, auch gegen sie selbst gerichtet werden können. Vom "So war das nicht gemeint!" zum "So steht das aber da!" ist es nur ein winziger Schritt.
      3. Ich kann mich in keinem Fall für die Anwendung dieses Gesetzes in der alltäglichen strafrechtlichen Praxis begeistern, denn es hat den Charakter eines Probelaufes (ebenso wie der Linzer Prozess gegen die Scheidungsväter-"Mafia"), inwieweit die regierungstreue und regierungsseitig weisungsbelästigte Justiz vom Volk unbestraft zum Zwecke der Gesinnungsjustiz härteste Geschütze auffahren darf. Vom Vorwurf des "Terrorismus" bei Vandalismus bis zum "Hochverrat" bei Äußerung einer ungenehmen Meinung ist es ebenso nur ein winziger Schritt.
      Angemessenheit war bisher einer der wichtigsten Grundsätze im Rechtsstaat; wird das Prinzip der Angemessenheit verletzt, gerät der Rechtsstaat in Gefahr. Dieses Zeichen gibt uns einen kleinen Vorgeschmack dessen, was in einer Diktatur alles möglich wäre. Dass unsere Volksvertreter solche Gesetze beschließen bzw. beim ersten Anzeichen von unangemessener Auslegung nicht sofort zum Schutze ihrer Wähler auf die Barrikaden steigen, ist extrem bedenklich. Dass selbst Leute wie Herr Unterberger, der sein Hirn durchaus immer wieder kritisch und analytisch einsetzt, die Gefahr nicht sieht und nicht erkennt, dass ein erfolgreiches Verfahren gegen eine Gruppe naiv-randalierender Weltverbesserer bei Weitem größere Gefahren in sich birgt als diese Gruppe selbst, ist mir unverständlich.
      Dass selbst seine Redaktion, wenn sie eine als ungesetzlich auslegbare Meinung verbreitet oder direkt zu einer als Straftat auslegbaren Aktion aufruft oder solche Aufrufe aktiv unterstützt, nach diesem Gesetz als Terrorzelle bekämpft und er als Terrorpate an den Pranger gestellt werden könnte, sollte ihm bewusst sein und das Lächeln über den "Erfolg" gegen Linkschaoten gefrieren lassen.

    • Neppomuck (kein Partner)
      21. Dezember 2010 15:23

      >> @reinhard:

      Der Gesetzgeber ist halt nicht immer gleich gut im Formulieren und Definieren strafrechtlich relevanter Tatbestände.
      Während er z.B. zu „Diebstahl und Einbruch“ 10 Paragraphen (127 – 136 StGB), aufs Genaueste ausgetüftelt, zu Papier gebracht hat (1088 Wörter mit insges. 5.909 Buchstaben), so sind die beiden heute noch angewendeten §§ des Verbotsgesetzes (3, litt. g und h) auf 107 Wörter (594 Bstbn.) beschränkt. Von einem Tatbild kann außerdem nicht die Rede sein, denn „auf eine andere Weise“ oder „auf eine Weise, dass es vielen Menschen zugänglich wird“ lässt viel Interpretationsspielraum zu.

      Ob diese Ambivalenz eine omnipotente Urteilskraft des Gerichtes bewirken soll, die darin endet, dass man der Justiz auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist, sollen Juristen beurteilen.
      „Gummiparagraph“ wäre wohl die landläufige Bezeichnung dafür.

      Wenn sich jetzt der Terrorismus-Paragraph § 278, (litt. a – d) „Kriminelle Vereinigung, Kriminelle Organisation, Terroristische Vereinigung, Terroristische Straftaten und Terrorismusfinanzierung“ zwar auch ein wenig weitschweifig darstellt, ist dennoch festzustellen, dass dieser StGB-Paragraph immerhin 938 Wörter (5.845 Zeichen) umfasst, also eine wesentlich detailliertere Beschreibung der Tatbestände liefert.
      Was natürlich auch eine bessere Orientierung für potentielle Gesetzesbrecher zulässt.

      Somit kann ich das Gewinsel der sog. „Tierschützer“ nicht ganz verstehen.
      Zumal gerade jene "Reichshälfte", denen sie zugeordnet werden können, nicht das geringste Mitgefühl für nach dem Verbotsgesetz Verfolgte an den Tag legt.
      Im Gegenteil.

    • Reinhard (kein Partner)
      21. Dezember 2010 16:25

      @Neppomuck

      Danke für die Zusatzinformationen, ich sehe das durchaus wie Sie (siehe Punkt 2).
      Auch das Verbotsgesetz ist eine solche Kanone. Ebenso das Antidiskriminierungsgesetz. Die Angemessenheit eines Strafmaßes, die Verhältnismäßigkeit (oder wie Juristen das nennen, ich bin keiner...) muss gewahrt bleiben, all diese Kanonen wurden aber zum Schießen auf Spatzen konzipiert und dafür auch in Stellung gebracht.
      Beim Verbotsgesetz ließ es sich noch parteipolitisch auslegen, sonst hätten strammlinke Provokateure nicht ungestraft Naziparolen ins Parlament rufen können. Bei Mafia-, Terrorismus- und Diskriminierungsparagraphen sieht es da schon anders aus.
      Nein, Mitleid mit den Chaoten habe ich keines, aber Mitleid mit uns, wenn all diese Gesetze erst mit aller Härte durchgesetzt werden.

  12. Ritter vom Kapall
    20. Dezember 2010 11:10

    Der Besuch des Kanzlers in der Kandlgasse ist wohl der beste Beweis dafür, warum die Gesamtschule Marke SPÖ und Grüne in Österreich nicht Realität werden darf.

    Leider scheint sich aber die Tageszeitung "Die Presse" vor den Karren der gefährlichen Schulmodernisierer gespannt zu haben. So ist in der heutigen Ausgabe (20.12.10) ein Beitrag über einen Lehrer zu lesen, der nach einem von ihm auf Facebook plazierten Wortspiel, zu einer "Aussprache" in den Stadtschulrat gebeten wurde. Damit ist auch klar was in den Gesamtschulen linker Prägung stattfinden soll: Das weitere Vorantreiben linken Gesinnungsterrors, genannt "Politische Korrektheit".

    In der Kandlgasse müssen sie aber jetzt aufpassen, ob das Ausschneiden von Rentieren nicht zu irgendeiner unwollten Diskriminierung führt und auch gender gerecht ist ...

    • Gennadi (kein Partner)
      21. Dezember 2010 11:01

      Nur Rentiere aus dem germanischen Norden wäre höchst unfair. Kamele dagegen kennt jeder.

    • Reinhard (kein Partner)
      21. Dezember 2010 13:45

      Gennadi, tststs, gendern vergessen: KamelInnen natürlich!

  13. M.U. Shrooms (kein Partner)
    20. Dezember 2010 10:44

    Ein im Kulturbereich an den Töpfen Sitzender hat mir einmal im Gespräch gesagt, der Mitterer ist so wie etliche andere vom örf-Stammpersonal bis 2050 pragmatisiert.
    Mit seinem willfährigen Telfs-Tatort hat er sich sowieso beim Publikum keinen Dienst erwiesen, dank Pragmatisierung kann ihm das aber wurscht sein.

  14. mahler (kein Partner)
    20. Dezember 2010 09:50

    Wie kann eine AHS schlecht sein? Gehen in eine AHS nicht ausschließlich vorselektierte Schüler? Merkwürdig - funktioniert diese Selektion nicht? Dann sollte man sie abschaffen.
    Wenn die Kinder in dieser Neuen Mittelschule bessere Erfolge erzielen als in der bisherigen AHS, kommt das einem Offenbarungseid gleich.

    • Die Rote Melone
      20. Dezember 2010 11:56

      Zuerst das Gymnasium jahrzehntelang durch Anforderungsdumping und Berechtigungsinflation herunterkommen lassen und ihm dann den letzten Rest geben.

      Wie der Hausbesitzer, der jahrzehntelang ein Haus zur Ruine verfallen läßt und sich dadurch selbst die Legitimation verschafft, die Abreißbirne zu bestellen.

    • mahler (kein Partner)
      20. Dezember 2010 14:10

      Dzt. sind wohl entweder zuviel oder zuwenig Kinder in einer AHS.
      Wenn es zuviel sind, sollte man die AHS-Standorte reduzieren und eine echte Eliteschule machen für einen kleinen, hochbegabten Kreis, natürlich mit Aufnahmsprüfung. Der große Rest der Kinder geht in eine Gesamtschule mit Option auf eine höhere Schule danach.
      Wenn es zuwenig sind, bleibt nur mehr die gemeinsame Schule für wirklich alle (ebenfalls mit Option auf höhere Schule danach).
      So oder so, die Selektion der Kinder mit 10 so wie sie jetzt passiert, ist Schwachsinn und daher obsolet.

    • socrates
      20. Dezember 2010 18:43

      Mahler
      Die Vorselektion, die Aufnahmsprüfung mit Lese-, Schreib- und Grammatikaufgaben wurde abgeschaft und durch politisch eingesetzte Lehrer ersetzt. Schon bei Hitler gab es die Politoffiziere -einer hat den Untergang der Bismark verursacht- und bei der roten Armee die Kommissare. Diese Leute ersetzen eine faire und objektive Prüfung, auf grund derer viele Kinder aus unteren Schichten große Aufsteigechancen in guten Schulen hatten. Diese Art der Selektion gehört abgeschafft und durch eine Qualitätsprüfung ersetzt. Wenn das Ministerium nicht feststellen kann, wer lesen und schreiben kann, gehört auch dieses ersetzt.

    • socrates
      20. Dezember 2010 18:46

      Die Rote Melone
      Zuerst das Gymnasium jahrzehntelang durch Anforderungsdumping und Berechtigungsinflation herunterkommen lassen und ihm dann den letzten Rest geben, das hat die SPÖ sauber hinbekommen um die Gesamtschule einzuführen.
      Dann wird es auch bald die ersten Minister und einen Bundeskanzler ohne Plichtschulabschluß geben!

    • mahler (kein Partner)
      20. Dezember 2010 19:17

      socrates

      Sag ich ja: eine Qualitätsprüfung für Eliteschulen - für echte Eliteschulen, nicht für die jetzige AHS und auch nicht für die AHS der Vor-Kreisky-Ära, denn unter Kreisky wurden die Aufnahmsprüfungen abgeschafft. Wer die Prüfung nicht schafft oder gar nicht macht, soll trotzdem auf jetzigem AHS - Niveau unterrichtet werden mit der Option einer weiterführenden Schule mit Maturaabschluss. Diese Eliteschulen, die privat geführt werden, sollten rund 10% aller Schulstandorte für die 10 - 14jährigen ausmachen.

    • socrates
      20. Dezember 2010 20:30

      Sag ich ja: eine Qualitätsprüfung für Eliteschulen - für echte Eliteschulen, nicht für die jetzige AHS und auch nicht für die AHS der Vor-Kreisky-Ära, denn unter Kreisky wurden die Aufnahmsprüfungen abgeschafft.
      Ich ging an ein humanistisches Gymnasium der Roten Reichshälfte, Eliteschulen gab es damals nicht und sie waren auch nicht notwendig,da die Regierung von hochqualifizierten Akademikern geführt wurde. In der "Vor Kreisky Ära waren wir Weltspitze, danach schenkte man dem Volk die Matura ohne Bildung um die Steuererhöhungen zu kompensieren. Seither sind wir Schlußlicht und versuchen mit politischen Manövern die Zeit bis zum Zusammenbruch auszunützen um Macht zu gewinnen.
      Wer die Prüfungen im Wifi, Gewerkschaft, BFI und Arbeiterkammer nicht schafft oder gar nicht macht, soll trotzdem die Führerscheine für Bagger, Hubstapler, Kran etc bekommen sowie alle Berufsberechtigungen, Meisterprüfungen, etc., kurz alles was er im Leben brauchen kann, ohne ein Eliteschüler zu sein. Das alles muß natürlih umsonst sein, dei Sozis werden sich doch nicht an den Schülern und Arbeitern bereichern. Oder gelten Ihre Vorschläge nur für die Anderen?
      Die Roten Wiener Hauptschulen bekommen zur Zeit keine Schüler, also schnell die AHS, eine Erfindung der Kreisky-Zeit abschaffen, dann gibt es das Problem nicht mehr.
      Eine der wenigen ausgezeichneten HS mit Sportschwerpunkt in HaWei sucht dringend Schüler für die 1. Klasse.

    • mahler (kein Partner)
      20. Dezember 2010 20:53

      In der Vor - Kreisky - Ära waren wir "Weltspitze?" In welcher Disziplin? Ich weiß davon nichts. Ich weiß nur, dass es damals bei uns eine hoch verzopfte Gesellschaft gab und schön brav die Bildung weitervereerbt wurde - wenn nötig mit Gewalt (in meinem Umfeld selbst erlebt). Mich hätten sie im Jahr 1966 in einer AHS fast nicht genommen, nicht weil ich zu blöd gewesen wäre, sondern weil ich Linkshänder bin und ich das "Verbrechen" beging, auch mit der linken Hand zu schreiben (bei mir waren in der VS alle "Umlernversuche" erfolglos). Mein Großvater, ein Univ - Prof., hat das dann "gerichtet". Wenn Sie dieser Zeit nachtrauern, in der Schiebereien notwendig waren, in der Bildung mit Gewalt erzwungen wurde, nur weil die Eltern Akademiker waren und andere Kinder auf Bildung keine Chance hatten, weil sich das Elternhaus darum nicht scherte, dann bitte sehr. Mir kann diese Zeit gestohlen bleiben. Ich habe sie in Ansätzen selbst erlebt, sie hat auch in die 70er - Jahre hineingewirkt und es ist auch heute noch so.
      Züchten Sie Ihre Eliten - aber nicht auf Kosten anderer Leute.

    • socrates
      20. Dezember 2010 22:07

      mahler
      Weltspitze in dem, was Pisa überprüft und was jetzt in China, Korea und Finnland zu finden ist.
      Weltspitze in Medizin und Gerichtsmedizin, die Prominenz kam aus der ganzen Welt nach Ö um hier behandelt zu werden und zu lernen.
      Weltspitze in den Naturwissenschaften Chemie und Physik, die Absolventen von Prof Novotny haben die Grundlagenforschung der Wekstoffwissenschaften weltweit beherrscht.
      Weltspitze bei echten Nobelpreisen, also nicht Frieden.
      Wenn Sie von der Einzahl, d.h, von sich, auf den Rest der Welt schließen, hat man vielleicht mit Recht an Ihrer Eignung zur höheren Bildung gezweifelt.
      Zu Schiebungen kann ich Ihnen jede Menge berichten, will aber keine Leute bloßstellen. Bei Kreisky war einer der mächtigsten Oberstaatsanwälte Otto F. Müller. Sie werden seinen Namen fast in jedem Skandal finden, auch bei Udo Proksch. Sein Sohn, ein Spitzenturner, hatte trotz großem Druck 6 N.G. in einer AHS. Auf verstärktem Druck hin verschwanden 4. Die Lehrer der 2 restlichen haben die Schule verlassen, der Schüler ist an einer anderen Schule aufgestiegen. Ich kann Dutzende Beispiele liefern, wenn ich denselben Schutz wie der ORF genieße. Aber wenn jeder aufsteigt ungeachtet der Leistung, haben diese Leute gewonnen und die Schiebungen verlagern sich auf die Postenvergabe durch Schmied, z.B. HTL Mödling.

    • Karl Rinnhofer
      20. Dezember 2010 23:50

      @ Mahler: "In eine AHS gehen "ausschließlich vorselektierte Schüler?" - Haben Sie eine Ahnung ...?

      Es ist derzeitger politischer Wiille, die "Neue Mittelschulen" zu favorisieren: In der AHS sind noch immer 50 Prozent aller Klassen größer als die vielgerühmte "neue Klassenschülerhöchstzahl" von 25 Schülern - und es gibt kein Teamteching. Man argumentiert das, dass "gespart werden müsse" und "keine Werteinheiten" vorhanden seien, diese Vorgabe einzuhalten.."
      In der "Neuen Mittelschule" dagegen sind 2 bis 3 Lehrer in viel kleineren Gruppen tätig. Dese Schultyp muss mit Gewalt das neue Erfolgsmodell werden und ist darauf angesetzt, das Langforn-Gymnasium zu ruinieren. Letzteres kann es sich längst nicht mehr leisten, Schüler abzuweisen - also von "Vorselektion" keine Spur.

    • mahler (kein Partner)
      21. Dezember 2010 08:51

      socrates

      Bei mir könnte man zurecht an meiner Fähigkeit zur höheren Bildung gezweifelt haben? Können Sie lesen? Der Grund war meine Linkshändigkeit - und sonst keiner. Mittlerweile darf ich mich selbst Akademiker nennen, habe damals mein Studium in Mindestzzeit abgeschlossen, habe einen Beruf, der damit direkt zu tun hat und von dem ich sehr gut leben kann. Also sparen Sie sich Ihre Hochnäsigkeiten - zu denen übrigens auch Ihr Nick gehört.
      Und mir ist es sch....egal, wie viele Schiebereien es unter Kreisky gegeben hat. Meine Familie, die aus lauter Akademikern bestand und besteht, kann darüber betreffend die 50er und 60er - Jahre wahre Chroniken führen. Das wird 1970 nicht aufgehört haben - vor allem nicht im Schulbereich, weil die 2/3-Mehrheit, um das etwas zu ändern, hatte auch Kreisky nicht. Und wieviel vor Kreisky im Bereich der Justiz geschoben wurde, möchte ich lieber gar nicht wissen.
      Und - gab es in den 60er - Jahren schon PISA- Tests oder ist das "Weltspitze" ein Wunschtraum von Ihnen?

    • mahler (kein Partner)
      21. Dezember 2010 08:53

      Karl Rinnerhofer

      Die Vorselektion heisst "AHS-Reife" und ist gesetzlich geregelt. Nur offenbar funktioniert sie nicht. D.h. man muss sie abschaffen.
      Mit den "Neuen Mittelschulen" hat das nichts zu tun. Die "AHS-Reife" gibt es unabhängig davon.

    • socrates
      21. Dezember 2010 20:25

      mahler
      "Wenn Sie von der Einzahl, d.h, von sich, auf den Rest der Welt schließen, hat man vielleicht mit Recht an Ihrer Eignung zur höheren Bildung gezweifelt".
      Sinnerfassend lesen ist offenbar nicht Ihres. Die Hälfte weglassen heißt: Halbe Wahrheit - Ganze Lüge. Wenn Sie nirgends gelernt haben, daß man von sich nicht auf alle anderen Menschen schließen darf, muß das ein tolles Studium gewesen sein.
      "Also sparen Sie sich Ihre Hochnäsigkeiten - zu denen übrigens auch Ihr Nick gehört": Ihr Nick, mahler, ist ein Dreck? "Die Apologie des Sokrates" ist eines meiner Lieblingsbücher, sie zeigt, wie Politiker die Verantwortung auf die arbeitenden Lehrer abschieben, wie heute. Damit jemand schlecht machen, ist argumentatio ad hominem, weil Sie keine Argumente haben.
      Mit einer Familie argumentieren, die aus lauter Akademikern besteht um einem anderen, der aus der Arbeitswelt stammt etwas auf Grund der Abstammung zu beweisen und diesem Höchnäsigkeit vorwerfen, hieß bei uns Chutzpeh. Die Nazis haben so wie Sie argumentiert.
      Wenn Sie die Schiebungen vor 40 Jahren interessieren, so interessieren mich die Schiebungen von heute. Die muß ich mitzahlen, was einem kleinen Steuerzahler wie mir weh tut. Bonzinnen wie Schmied stört das nicht, Hochnäsige offenbar auch nicht.
      Als Akademiker mit akademischer Familie wissen Sie, daß die EU 1960 nicht existiert hat. Bravo! Aber von den damaligen Vergleichstests und Wertungen der Universitäten wissen Sie nichts, urteilen aber gerne. Die Prüfungsunterlagen und ihre Ergebnisse liegen immer noch auf und lassen sich mühelos mit den heutigen vergleichen. Hat die Akademikerfamilie dazu keine Unterlagen?
      Als ich aus Gesundheitzsgründen nicht mit der rechten Hand schreiben konnte, habe ich halt mit der linken Hand geschrieben. Wenn man sein Leben verdienen muß, geht das. Ebenso machten es Schülerinnen mit Sehnenscheidenentzündung. Jeder Mechaniker weiß, wie ich, daß man beim Schrauben am Motor beide Hände braucht und nicht die Akademikerfamilie zu Hilfe rufen kann. Alle Naturvölker werden beidhändig weil lebensnotwendig, erzogen und ändern das nicht, weil es lebensnotwendig ist.

  15. justitian richter (kein Partner)
    20. Dezember 2010 09:08

    B.O. ist nicht besser als der Großteil der Juristen. Sie kommt ja aus diesem System. Welcher Richter oder Staatsanwalt versucht noch dem Recht, geschweige denn der Gerechtigkeit zu dienen? Die Rechtsanwälte waren aus begreiflichen Gründen immer schon Rechtsverdreher, inzwischen sind es leider auch viele Staatsanwälte und Richter.
    Da kann man von B.O. auch nichts anderes erwarten.

  16. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
    20. Dezember 2010 07:20

    Leistung, Leistung, Leistung, dann wird alles gut!

  17. Reinhard (kein Partner)
    20. Dezember 2010 06:28

    Da wird einem doch einiges klar: Darabos hat wahrscheinlich bis heute geglaubt, "bmv" heißt "Bundesminister für Vinanzen" und spart deshalb beim Heer jeden Cent ein. Fielleicht könnt ihn mal jemand auvklären?

  18. Celian
    19. Dezember 2010 18:29

    Seltsames von Faymann

    Der BK hat uns dummes Volk heute in der Pressestunde einen festen Bären auf die Nase gebunden.

    Er verkauft uns glatt den Gummi-Paragraphen „Die Mitgliedsstaaten, deren Währung der Euro ist, können einen Stabilitätsmechanismus einrichten, wenn dies unerlässlich ist, um die Stabilität der Euro-Zone als Ganzes zu gewährleisten“ als Wunsch Deutschlands, weshalb er nicht zu seinem Versprechen zu einer Volksabstimmung stehen brauche und der in Wahrheit das größte Zugeständnis Deutschlands war, allenfalls abgemildert durch das Wort „unerläßlich“ und allenortens zumindest innerhalb der EU als großer Erfolg der deutschen Bundeskanzlerin verkauft. Soviel Chuzpe muß man erst einmal haben, den Zugriff der Langfinger als Wunsch der Bestohlenen darzustellen.

    Was muß eigentlich noch passieren, daß ein BK sein Wort hält?

    • phaidros
      19. Dezember 2010 19:47

      Dazu muss er davon ausgehen mit einem Wahlvolk zu tun zu haben, dem man keinen Bären aufbinden kann. Der Mann macht bloß seinen Job, und sagt das Sprücherl auf, das man ihm aufgeschrieben hat.

      Schlimm ist dabei nicht, dass er es aufsagt. Sondern dass man es ihm aus gutem Grund so aufschreibt.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Celian
      19. Dezember 2010 22:35

      Die EU tut momentan alles dafür, den "Solidaritäts"-Passus wie einen Sieg Merkels auszusehen, da ist Faymann nur ein kleines Rädchen, das tut wie ihm geheißen und sich über dieses falsche Spiel mit Deutschland hinweggrinst.

      Juncker hat als Befürworter der Euro-Bons alles dafür getan, um eine möglichst große Angriffsfläche für Merkel zu bieten, die sie dann erfolgreich und geräuschvoll durchbrechen kann, eine Art Sollbruchstelle, die auch wie gewollt eingeknickt ist. Und so vom Zugeständnis Deutschlands an die maroden Staaten ablenkt. Man bedenke, daß Merkel ursprünglich automatische Sanktionen verlangt hat, für Defizitsünder. Stattdessen hat sie einen Freibrief fürs Geldausgeben erreicht und sich das für ihre Karlsruher Richter auch noch juristisch absichern müssen. Welch Großtat…

  19. terbuan
    19. Dezember 2010 16:31

    Die Fordergrund steht doch semantisch viel näher beim bgl. LH, genauso wie Ferschwendung, Ferluderung oder Ferhaberung, Feymann schreibt man schließlich auch nicht mit Vogel-V! Ein Mindestmaß an Solidaritiät muß sein!

  20. terbuan
    19. Dezember 2010 15:59

    Der von mir nicht sehr geschätzte Autor Felix Mitterer. weil er in seinen Drehbüchern und den daraus gedrehten Filmen gerne antideutsche Reflexe der Österreicher thematisiert und schürt, kehrt (steuerlich) nach Österreich zurück.
    Das von mir auch nicht sehr geschätzte Wikipedia schreibt über diese an sich Nebensächlichkeit:
    "Felix Mitterer arbeitet und lebt seit 1995 in Castlelyons, in Irland – einem Land, in dem das Einkommen von Schriftstellern von der Steuer befreit ist. In Zeiten der Wirtschaftskrise Irlands im Jahr 2010, die das Ende von Steuerprivilegien mit sich bringen wird, hat Mitterer zwecks Übersiedlung nach Österreich im Weinviertel in der Nähe von Wien einen Bauernhof gekauft. In Österreich gibt es keine Vermögens-, Erbschafts- und Schenkungssteuern."

    Wie nennt man so einen Menschen normalersweise,
    einen geldgierigen Opportunisten, der mit Ressentiments von Menschen Geschäfte macht.
    Dass er obendrein zum Liebling des ORF geworden ist und der Dauerlangweiler Harald Kraßnitzer als Tatortkommissar in seinen Folgen auftritt, verstärkt die Gefühle der absoluten Abneigung!

    • ProConsul
      19. Dezember 2010 18:44

      ah ja, steht wirklich dort; wer immer das auf Wikipedia geschrieben hat: Bravo!

    • S. Oberreit (kein Partner)
      20. Dezember 2010 09:33

      Genau das, ist ja eines der Hauptcharakteristika aller Gutmenschen, dass sie das "Gutsein" immer nur von anderen einfordern und damit sehr an die frühere katholische Kirche erinnern:

      DER deutsche "Vergangenheitsbewältiger" Günter Grass hat Jahrzehnte lang verheimlicht bei der SS gewesen zu sein.

      Al Gore lebt in einer gigantischen Villa, mit ebenso gigant. Energieverbrauch

      Der Durchschnittsöko liebt Flug-Fernreisen (Kerosin ist offenbar nicht so schlimm) und besitzt genauso viele Eletkrogeräte wie Otto Niormalverbraucher (aber Kernenergie findet er furchtbar böse)

      Linke Gutmenschen, die am heftigsten auf Polizei und Militär schimpfen sind am stärksten auf die Staatsgewalt angewiesen (da zumeist hühnerbrüstige untrainierte Weicheier). Gleiches gilt für den Antiamerikanismus der Gutmenschen:

      Nur durch die pax americana konnten sich im geschützten und von den USA aufgepäppelten Europa die verweichlichte 68er Gerneration entwickeln.

      Dazu passen oberlinke wie Joschka Fischer oder Gusi hat es nach ihere rlinken politischen Karriere in dieach so böse USA gezogen (warum eigentlich nach Kuba oder Nordkorea?)

    • Ron (kein Partner)
      20. Dezember 2010 12:31

      Wieso ist Mitterer ein Opportunist?
      Normalerweise lautet der Tenor hier: Standort und Steuerwettbewerb, Österreich böses Hochsteuerland, Selbstverständlich kann jeder vor der Steuer "flüchten", Steuern niedrig damit die Unternehmen nicht weggehen usw.

      Jetzt kommt ein Schriftsteller daher und lebt was hier gepredigt wird und auf einmal ist er ein Opportunist? Die Doppelzüngigkeit ist hier offenbar elementarer Teil des Daseins.

    • phaidros
      20. Dezember 2010 14:23

      Ron, der Punkt geht an Sie! :-D

    • terbuan
      20. Dezember 2010 14:58

      Ron
      Natürlich haben Leute wie Androsch Mitteregger Recht, indem sie gegebene Opportunitäten zu ihren Gunsten ausnützen.
      Die Frage ist nur, ob sie dann auch noch eine glaubhafte moralische Instanz darstellen um uns ein Bildungsvolksbegehren oder einen sogenannten "Heimatfilm" mit einem heuchlerischen Österreich-Patriotismus zu verkaufen und sich dann noch in den Spiegel sehen können!
      mfG
      terbuan@aon.at
      P.S. Ich sammle weder Punkte noch Sterne.

    • inside
      20. Dezember 2010 15:01

      terbuan
      der Punkt geht an Sie :-)

    • phaidros
      20. Dezember 2010 15:15

      Ron, machen Sie sich nichts draus, dass auf keines Ihrer Argumente eingegangen wird: selbstverständlich passt es nicht zusammen, einserseits von den Segnungen der Steuerkonkurrenz zu reden aber andererseits jene zu verdammen, die genau diese legitim und legal ausnützen. Egal, was man sonst von denen halten mag. Der Punkt bleibt Ihnen schon, keine Sorge ;-)

    • terbuan
      20. Dezember 2010 16:21

      Wenn die Moral nicht zählt und auch nicht die Vorbildwirkung, dann ist selbstverständlich alles erlaubt. Der Spruch "Ist der Ruf erst mal ruiniert, .......!" ist schon ziemlich abgegriffen, aber immer noch vielseitig verwendbar!

    • phaidros
      20. Dezember 2010 19:04

      Moral beginnt im Kleinen, terbuan. Vor einem Jahr noch haben Sie uns erklärt, dass Sie die Benützung von Pseudonymen für verwerflich halten. Mittlerweile gehen Sie selbst damit um, auch wenn Sie sich manchmal dabei vertun. Mit Moral hätte das natürlich nicht das Geringste zu tun, wenn Sie andere Nicks nicht dazu benützt hätten, gegen Mitposter aufzuhussen.

      Ich glaube, ich möchte mich nicht über Moral mit Ihnen unterhalten, terbuan.

      phaidros

    • terbuan
      20. Dezember 2010 22:05

      phaidros,
      wenn Sie mir etwas zu sagen haben oder mich belehren wollen, dann bitte sagen Sie es mir privat und belästigen bzw. nerven Sie nicht die anderen zahlenden Poster in diesem Forum. Danke.
      terbuan@aon.at

  21. papi66
    19. Dezember 2010 15:59

    Na da hat uns der Burgenlandhäuptling, der wie ich zu wissen glaube Niessel oder so heißt, ein schönes Ei gelegt.

    Der Burgenlandhäuptling Niessel, ein Parteifreund vom Häupl dem Wienerhäuptling und dem Faymann Werner, hat uns alle reingelegt.

    Ein Roter haut den ganzen Blog samt dem Bloghäuptling in die Pfanne.

    Der Dr. Unterberger und die Freunde des Unterbergerblogs sind dem Burgenländer auf den Leim gegangen, sie haben sich vom Niessel auf das Glatteis führen lassen.

    Der alte Schlaumeier, der knallrote Niessel hat nämlich das Wort Vordergrund hintergründig absichtlich mit F geschrieben.

    Der Burgenländer hat genau gewusst, dass sich Dr. Unterberger und seine Bloggerbande ganz gierig auf diesen Lapsus lingua stürzen werden.

    „Jetzt haben`s ein F zum Meckern diese Querulanten am Unterbergerblog und dafür lassen sie dich, meinen Freund den Bundeskanzler in Ruhe, die du für deine zukunftweisende einmalige Arbeit für Österreich brauchst, denn wie hat schon meine Mutter gesagt: „eine Hand wäscht die andere“, gell Werner, ein lautes Freundschaft!“
    Dein Burgenlandhansi

  22. Brigitte Imb
    19. Dezember 2010 15:19

    Die Nivellierung nach unten ist halt nicht nur bei den Schülern zu beobachten, Österreichs Politiker reihen sich ebenso im unteren Bereich ein und der Hr. BK ist bereits so tief gesunken, nun auch in den Schulen parteipolitische Werbung zu betreiben.

    • Logiker
      20. Dezember 2010 09:36

      vielleicht einfach deshalb, weil ihm sonst niemand mehr zuhört und das Linksgeschwafel ernstnimmt.

  23. M.S.
    19. Dezember 2010 15:15

    Die SPÖ scheint nicht nur die Funktionen im ORF und sonstigen Medien zu besetzen, sondern auch schon die der ÖVP zugehörigen Ministerposten.

  24. socrates
    19. Dezember 2010 12:36

    Angesichts der vielen unqualifizierten Ministern und Politikern ist es zwingend notwendig, die Schulebildung herunterzufahren, um weiter gewählt zu werden. Ich finde die Feststellung, die FPÖ hätte keine ministrablen Leute angesichts unserer Minister belustigend. Strache wird doch wohl eine fertig ausgebildete Zahntechnikerin kennen! Wehrdienstverweigerer zur Vernichtung des Bundesheeres ist vielleicht schon schwieriger, aber man könnte diese Angelegenheit auch positiv lösen. Ein Gewerkschafter mit akademischer Bildung, eventuell am 2. Bildungsweg erworben, wird sich doch finden lassen um Hundsdorfer zu ersetzen. Auch Bandion Ortner kann man leicht durch einen Juristen mit Standfestigkeit ersetzen, Schmied durch den OSR mit 30 Jahren Berufserfahrung, Heinisch-Hosek wird am besten durch Nichts ersetzt.
    ORF wird verkauft oder verleast, schlechter kann er nicht werden.

    • Neppomuck (kein Partner)
      20. Dezember 2010 02:13

      Von wegen "Zahntechnikerin":

      "Bures, geboren am 3. August 1962 in Wien, hat im Anschluss an die integrierte Gesamtschule (sic!) und die Handelsschule die Ausbildung zur zahnärztlichen Assistentin absolviert, 1980 (mit 18, also jede Menge "Berufserfahrung") wechselte sie ins Bundessekretariat der Sozialistischen Jugend Österreichs. Von 1985 bis 1986 betreute Bures ein Projekt mit arbeitslosen Jugendlichen.

      In den Jahren 1987 bis 1990 war Doris Bures im Wiener Landesjugendreferat (1987 bis 1988) tätig und Bezirksrätin in ihrem Heimatbezirk Wien/Liesing, wo sie von 1995 bis 2009 stellvertretende Vorsitzende ihrer Partei war. Seit März 2009 ist sie Parteivorsitzende der SPÖ Liesing."
      (Minister-Vita)

      Wann kann man von "Werner, dem Rentier" lesen?
      Muss ja nicht in einer Gesamtschule sein ...

  25. Wertkonservativer
    19. Dezember 2010 12:15

    Heute zum zweiten Mal:

    soeben ging die Pressestunde mit BK Faymann zu Ende: viele der Mitblogger werden sie mitverfolgt haben.

    Sind Sie nicht auch der Meinung, dass unser BK heute wahrscheinlich gedopt war (Löwentropfen, Pantherpillen?).
    Diese elegante Angriffigkeit, diese unglaubliche Selbstsicherheit in der Argumentation, diese zukunftsweisenden Stehsätze, alles das zeigt mir ganz deutlich, dass er - wenn er schon nicht (mit hoffentlich erlaubten Mitteln) gedopt war - vorher zumindest einige ghostwriter und Persönlichkeitsformer konsultiert haben muss. Sonst wäre diese Show wohl kaum möglich gewesen!

    Ob gemeinsame Schule, ob Besteuerung der so unanständig Reichen, ob Verteidigung der Hacklerpension, usw. usf., überall hatte unser kleines Wernerlein schlüssige und zukunftsweisende Klugheiten anzubringen. Zaghafte Gegenarguments-Versuche wurden dank des überströmenden Intellekts dieses Parade-Roten elegant bis überheblich abgeblockt.

    Mir war diese Vorstellung fast ein wenig peinlich; kein Wunder, ich bin ja erwiesenermaßen kein Roter! Ob ihm viele unter den Zusehern diese wundersame Verwandlung vom blassen Opportunisten zum strahlenden und kämpferischen Staatsführer abgenommen haben? Ich würde mich ja nicht gerade wundern, hoffe es jedoch nicht!
    Mein gutes Mittagessen (zwei Glas Rotwein inbegriffen) lasse ich mir trotzdem schmecken!
    Auch Ihnen noch einen schönen Sonntagnachmittag!

    • Alfred E. Neumann
      19. Dezember 2010 12:54

      Lieber Wertkonservativer, Sie übertreffen sich ja neuerdings selbst und neigen zur klugen Komik. Glückwunsch hierzu, dieses Talent ist heute nich so weit verbreitet!

    • Wertkonservativer
      19. Dezember 2010 13:02

      Danke, "Bruder im Geiste" !

    • durga
      19. Dezember 2010 14:31

      Lieber Wertkonservativer,

      ich habe drei Glas Wein geleert um die Suada unseres verehrten BK verdauen zu können. Vor allem die Passagen, in denen er wiederholt betonte mit dem Rückhalt der Bevölkerung Druck auf den Koalitionspartner ausüben zu wollen, insbesondere in Hinblick auf seine- und aller wahren Sozen - Ziele der allgemeinen Volksverblödung (= "rote Bildung") und des Schröpfens der "Reichen".

      Dabei habe ich mich zufällig an eine vor wenigen Tagen erschienene Annonce von "Österreich" erinnert: Jahres-Abo + Vignette um 17.90 €. Ich hatte mich damals gefragt, ob und wie es dieses in roten Zahlen schwimmende Blatt wird verkraften können, wenn mehrere Hunderttausende Österreicher der Vignette wegen dieses Angebot annehmen (das Blatt ungelesen entsorgen) und damit der Verlag für mehrere zig-tausend € Vignette-Kosten aufkommen wird müssen. Nach des verehrten BK Aussage über den Druck der Bevölkerung Druck auf den Koalitionspartner ausüben zu wollen, erscheint mir die Strategie von Österreich in einem neuen Licht.......

    • Martin Bauer
      19. Dezember 2010 14:34

      Durga

      hat nicht im Frühjahr die ASFINAG Österreich wegen offener Vignettenschulden geklagt? Was ist eigentlich daraus geworden?

    • Karl Rinnhofer
      19. Dezember 2010 15:07

      @ Durga

      Vom Bundeskanzler wird in letzter Zeit seine behauptete Macht, "mit Druck der Bevölkerung" das ideologisch Gewünschte durchzusetzen, besonders betont. Er arrogiert damit seine ideologische Position als repräsentative Widerspiegelung der „wirklichen“ öffentlichen Meinung, die er nur auf den Punkt zu bringen und durchentsprechende Kanalisierung durchzusetzen habe.

      Ist es eigentlich der Mehrheit bewusst, dass das Instrumentalisieren der Öffentlichkeit, deren Meinung man zuvor mit steuergeld-gekauften Medien und sonstigen Multiplikatoren durch Desinformation manipuliert hat, zum Durchsetzen gewünschter ideologischer Positionen eines der gefährlichsten pseudodemokratischen Vorgänge ist? Und zuvor wird der Bildungshintergrund der breiten Masse ausgehöhlt, um das entsprechende Vakuum für "implantierte Meinungen" zu schaffen. Damit werden diese demokratiedekadenten Erscheinungen Wirklichkeit, welche die Klassiker so treffend artikulierten und als Warnungstafeln vor Ochlokratie (antiker Ausdruck für „Pöbelherrschaft“ als Degenerationsform der Demokratie) entgegensetzten:
      "DAS VOLK, DAS SIND DIE VIELEN NULLEN; DIE GERN SICH BEISETZT, WER SICH FÜHLT ALS ZAHL" (Grillparzer)

    • durga
      19. Dezember 2010 16:15

      @ Karl Rinnhofer,

      Um zu verhindern, "daß die lebenswichtige öffentliche Funktion der Medien als "Wachhund" ("public watchdog") beeinträchtigt und ihre Fähigkeit, präzise und verlässliche Informationen zu bieten, nachteilig berührt werden (http://www.bka.gv.at/site/6592/default.aspx )" haben wir ja unseren Reichspropaganda(-äh-)sekretär, die linke Hand Faymanns!

    • M.S.
      19. Dezember 2010 16:31

      Also gespenstisch diese Pressestunde. Ich hatte den Eindruck, den Ausschnitt eines eingelernten, mehrfach geprobten, kitschigen Theaterstückes gesehen zu haben.

    • M.S.
      19. Dezember 2010 16:40

      durga@
      Also jetzt wissen wir es. Der ORF und die Medien sind die Wachhunde in Österreich, die offenbar gegen alle nicht p.c. gerechten Staatsbürger abgerichtet sind.
      Wann sind endlich die nächsten Wahlen!

    • phaidros
      19. Dezember 2010 19:48

      M.S., was wird sich bei den nächsten Wahlen ändern?

    • M.S.
      19. Dezember 2010 20:08

      @Phaidros
      Vermutlich nichts Wesentliches. Es war mehr ein verzweifelter Hilfeschrei!

    • phaidros
      19. Dezember 2010 21:33

      Das ist der Punkt, M.S. Diejenigen, mit denen wir unsere Gewählten in Abgewählte verwandeln können, sind ja um nichts besser!

      Wir, das Wahlvolk, müssen unsere Einstellung ändern, dann werden - müssen - es auch die Politiker tun. Denn die passen sich nur an Gegebenheiten an. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

      BG/phaidros

    • Civil Qurage (kein Partner)
      20. Dezember 2010 09:29

      @ Phaidros - Sie sprechen mir aus der Seele! Wenn sich in uns allen etwas ändert, werden sich die Politiker ändern. Aber wie bewirkt man solch eine Änderung? Meist kommen Anstöße zu einer Revolution (und dies müsste es schon sein) von Künstlern, gerade auch von Schriftstellern. So schließt sich der Kreis zu Mitterer. Wir müssen also ganz aufmerksam jene fördern, die gegen den Zeitgeist schwimmen. Da gibt es schon einige. Aber die muss man mit der Lupe suchen und die haben es sehr schwer, Aufmerksamkeit zu erregen oder überhaupt nur wahrgenommen zu werden, denke ich. Vielleicht wird es durch das Internet etwas leichter für sie. Mit fördern meine ich nicht nur finanzielle Förderung, auch die Ausbildung, das Testen lassen, Geborgenheit im Umfeld und so weiter. Diese Gelegenheit bekommen aber vor allem Techniker und Naturwissenschafter. Sogar hier in diesem Blog werden die Philosophischen generell nicht immer freundlich behandelt.

    • DI Gerhoch Reisegger (kein Partner)
      20. Dezember 2010 11:55

      Ist mir das was entgangen? - Ich höre/sehe mir schon seit Jahren die Meisterschwätzer und sonstigen Schaudiskussionen nicht mehr an.

      Der Zahl der Kommentare nach zu schließen, habe ich wahrscheinlich ein Meisterstück verpaßt. - Unverzeihlich

    • phaidros
      20. Dezember 2010 12:11

      @Civil Qurage: besuchen Sie doch mal unsere Seite oder schreiben Sie mich einfach an: phaidros.vie@gmail.com BG

    • Blasen zersticht man. (kein Partner)
      20. Dezember 2010 15:57

      Herr DI, sind Sie dieser DI Gerhoch Reisegger?
      http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhoch_Reisegger

    • Civil Qurage (kein Partner)
      21. Dezember 2010 10:36

      @phaidros Hoffentlich wurde ich nicht missverstanden. Ich meine natürlich ausschließlich eine Revolution im Geiste, wie es die 68-er war, die ja dann leider aber auch militärisch-radikal wurde. Eigentlich meine ich nichts anderes, als eine Besinnung auf christliche Werte. Aber diese Besinnung müsste eben, wie Sie sagten, allgemein sein und die Menschen im tiefsten Innneren erfassen. Es müsste eine "katholische" Revolution sein, um es griffig zu formulieren. Ich bin papsttreu, obwohl ich eigentlich Protestantin bin. Also vielleicht die einzige papsttreue Protestantin der Welt. :-) Leider finde ich alle Initiativen problematisch, die nirgendwo einen Verantwortlichen oder eine Verantwortliche nennen. Und vielleicht ist gerade der Papst der Grund, warum man den Katholiken vertrauen kann, weil es eben da eine einzige Stimme gibt und diese Stimme sich nicht aus rein politischen und taktischen Gründen erheben darf. Natürlich weiß ich um die Missbrauchsfälle und verzerre sie nicht, kann dies aber hier aus Platzgründen nicht diskutieren. Gerne in Folgeposts, wenn mich jemand fragen sollte.

      Mir ginge es eher darum, die Konservativen (auf gut österreichisch, die Schwarzen) zu überzeugen, dass sie sich mit ihrer tradierten Position neu auseinander setzen und sich mutiger ihrer ursprünglichen Werte, nämlich der christlich-sozialen (!) besinnen. So komisch es klingen mag, aber ich glaube, da liegt die Zukunft. In diesem scheinbar ganz Altmodischen. Man könnte über eine diametral andere Familienpolitik nachdenken, um einmal zu beginnen. Wo Möglichkeiten für familiäre Gesellschaftsstrukturen geschaffen werden, die es den Menschen erlaubt, wieder etwas individueller zu leben und zu erziehen.

      Ich möchte aber nicht, dass die Menschen (Wähler und Wählerinnen) sich zugunsten einer, sagen wir freiheitlichen, Gesinnung vom herrschenden System verabschieden, weil darin keine Zukunft liegt. Hier werden nur alte und zum Teil äusserst brutale Gesellschaftsformen propagiert und leider finden diese in solchen Zeiten und unter den Bedingungen von heute Zulauf. Ich glaube, gerade das müssen Christen mit aller Macht verhindern, aber sie dürfen halt nicht in die Falle tappen, die Roten linksmarxistisch überholen zu wollen. Das ist Schwachsinn. Das Einzige, wo sie Profil gewinnen könnten, wäre der christliche Aspekt. Dadurch bekommt alles eine Logik und eine innere Kraft, die keine andere Partei hat und ihnen letztlich Zulauf bescheren würde, weil man Politiker wählen wird, die ihre Prinzipien nicht verraten haben. So wird das sein, später einmal. Und weil man weiß, mit wem man es zu tun hat, das ist auch sehr wichtig. Jeder Mensch auf der Welt kann einen Christen sofort zurechtweisen, wenn er sich gegen die Gebote des Herrn verhält. Das ist schon ein Kapital, das wir mitbringen, auch wenn es auf den ersten Blick wie eine Schwäche aussieht. In Wahrheit ist das unser größter Rückhalt.

  26. Josef Maierhofer
    19. Dezember 2010 12:06

    Was macht Faymann in einer Schule ?

    Ist er gar Lehrer geworden ? Er hat doch die Schule und die Anstrengung gemieden.

    Ist er vielleicht gar ein Beispiel ? Bei Gott nicht.

    Ich denke er wird den Kindern 3 Zeilen auf die Tafel gemalt haben:
    SPÖ
    Gesamtschule
    Wohlfühlschule und Spaß

    Die Kinder werden das schon verstanden haben ... und es ist ja Verlaß auf den Herrn Bundeskanzler ... der wirds schon richten ... die nachhaltige Zerstörung Österreichs.

    Das vierte Wort heißt 'gratis'.

    Ein roter Apparatschik halt, wie er im Marx Büchel steht. Niveau kommt dort nicht vor als Vokabel, auch Arbeit nicht, Fleiß schon gar nicht, ... und Pisa ist fielleicht schon wieder vergessen, so unter Parteifreunden ...

  27. Karl Rinnhofer
    19. Dezember 2010 12:04

    Zunächst ersuche ich die geschätzten Blogpartner um Verständnis, durch den Umfang meines folgenden Beitrages die Aufmerksamkeit möglicherweise überzustrapazieren, zumal dieser nur einem einzigen Aspekt im aktuellen Tagebucheintrag gewidmet ist: Der zitierten Aussage des „erfahrenen Lehrers“ zur österreichischen Schule.
    Aus dem Anlass der aktuell erschienenen und wenig überraschenden P.I.S.A. -Ergebnisse erachte ich das Thema als zu wichtig, um dazu NICHT Stellung zu beziehen. Hiermit fasse ich meine Auffassung zum Thema „öffentliche Schule im Gegenwärtszustand“ nach Art eines „Gastkommentars“ zusammen.

    Aus Sicht der Höheren Schule bestätige ich die Aussage dieses Lehrers als trefflich. Ich ergänze ohne Anspruch auf Generalisierung.

    Seit langem steht die österreichische Schule vielerorts zunehmend unter dem De-facto Diktat des Ruins des klassischen Gymnasiums im Dienste der Durchsetzung der Gesamtschule, in gesellschaftlicher Relevanz des Anforderungsdumpings, der Berechtigungsinflation als Vorbereitung darauf, Sozialchancen durch unkritische Zugehörigkeit zu Kollektiven samt Bereitschaft zu Gesinnungsprostitution statt nachvollziehbar transparenter Leistungs- und Kompetenzkriterien zu vergeben. In dieser Auffassung wurden „Leistung“; „Disziplin“ samt deren Durchsetzung, aber auch Verantwortung für richtige Schulwahl, für persönlichen Bildungsertrag, für spätere Konkurrenzfähigkeit – auch im Umfeld der allesdominierenden „Spaßgesellschaft“ - zunehmend für obsolet erklärt.

    In einem entsprechend ideologischen Umfeld können Lehrer seit geraumer Zeit mit nichts mehr Schwierigkeiten geraten, als wenn sie – an sich gesetzeskonform – Leistungen einfordern und Noten so vergeben, wie es ihrer Definition entspricht. Man kann eher unvorbereitet oder notorisch verspätet in den Unterricht gehen, Unterrichtszeit in Diskussionen verplempern, auf Hausübungen und deren Korrektur verzichten: - so lange keine negativen Zensuren ausgestellt werden, ist vergleichsweise alles „kein Problem“. Dagegen gilt penible und sorgfältige Vorbereitung; Durchführung und Nachbereitung des Unterrichts als „verdächtig“ und „reaktionär“; Angriffe und „Mobbing von Amtswegen“ ist voraussehbar, wenn dem öffentlichen Berechtigungsdenken nicht gefrönt wird, sondern Anforderungen gestellt werden. Fokussierung ist auf äußere Effekte (Projekte, die medienwirksam „präsentiert“ werden) gerichtet, mit denen letztlich potemkinsche Dörfer errichtet werden.

    Ein „Fordernder“ mutiert rasch zur persona non grata seiner Dienststelle – es könnten ja Schüler die Schule verlassen, damit „Werteinheiten“ abziehen und somit Arbeitsplätze (oder Überstunden angepasster V:I.Ps) gefährden, wenn ihnen Verlust von „Studienberechtigung“ droht. Handelt es sich um Vertragslehrer, ist eine Weiterverlängerung des Vertrages infolge „mäßiger Unterrichtserfolge“ (so die Sprachregelung für konsequente fordernde Lehrer).unwahrscheinlich. Selbst „Berufsschutz“, der ohnedies sehr zögerlich vergeben wird, nutzt kaum: Es gibt viele Möglichkeiten, das Lehrerleben an der Dienststelle unerträglich zu machen. Gegenüber ideologisch „unbelehrbaren“, weil leistungskonsequenten Pädagogen werden „im Bedarfsfall“ regionale Medien in Kampagnen eingesetzt, die ungestraft verleumden. Dann trudeln „anonyme Briefe“ (meist mehrere ähnlichlautende aus äußerlich unterschiedlichen Quellen) an vorgesetzte Stellen und/oder Medienvertreter ein – und „diesen muss nachgegangen werden“. Dem Hinweis auf die problematische Anonymität begegnet man, sie sei „ein Zeichen von Ängsten vor dem Lehrer“. Prompt werden disziplinäre Maßnahmen gegenüber dem gesetzestreu fordernden Perfektionisten gestartet, denn „der Ruf der Österreichischen Schule wird gefährdet, wenn sich Medien einschalten“. Niemand kommt auf die Idee, den Wahrheitsgehalt der Aussagen zu überprüfen.

    Bei allfälligen Problemen den Lehrer in Sprechstunden oder Elternsprechtagen aufzusuchen, um konstruktive Maßnahmen zu beraten, ist nicht mehr üblich: Man wendet sich gleich an die vorgesetzte Dienststelle („ich gehe zum Schmid statt zum Schmidl!“) - und dort finden Verleumder überraschend „verständnisvolles“ Gehör ...

    Völlig ungeeignete Schüler ohne jeden Leistungseinsatz legen den Unterricht wochenlang lahm, weil §5-Prüfungen „billiger kommen“ als ständige Mitarbeit. Das anspruchsvollste Fach wird ohnedies abgewählt, das nächst-fordernde leistungsmäßig ignoriert: Man kann ja mit einem Nicht Genügend problemlos aufsteigen, für weitere Negativ-Fächer (wenn sich Lehrer überhaupt noch getrauen, negative Noten zu geben; denn dann haben sie mit Notenberufungen oder Dienstaufsichtsbeschwerden zu rechnen; durchaus auch unter Einbeziehung darauf spezialisierter Rechtsvertreter, aber auch mit „wohlwollender Unterstützung“ bzw. Stimulierung von „kollektiven Beschwerden“ manchen ideologisch präformierten Behördenvertreters gegenüber ideologisch Unerwünschte ist zu rechnen. Letztere werden drangsaliert, Rechtfertigungszwang ausgesetzt; eine Unzahl von hochnotpeinlichen „Gesprächen“ und Mehrarbeit (etwa für kommissionelle Prüfungen in den Ferien) ist noch die harmloseste Folge; in der „Dienstbeschreibung“ wird zu lesen sein, dass Berufungen (selbst wenn sie abgewiesen werden) auf „mangelndes Vertrauen der Eltern“ hinweisen. Und wenn Berechtigungen verweigert wurden, war eben der Unterricht „insuffizient“

    Zunehmend wird es Realität, dass Lehrer erpresst werden: „Selbstmordgefährdung auf Grund unangemessener Anforderungen“ wurde zu einem Klassiker, denn dann besteht „unmittelbarer Handlungsbedarf“, den Lehrer abzuziehen, „um weiteren Schaden für die Schule zu vermeiden“ – „Zufällig“ findet sich rasch „menschlich verständnisvoller“ Ersatz.

    Externe Evaluierung von Unterrichtsergebnissen gibt es nicht einmal ansatzweise (auch wenn das Gegenteil behauptet wird); Vergleichbarkeit ausgestellter Atteste ist längst abgeschafft, „Unterrichtserfolge“ werden arbiträr relativierend selbst deklariert; „Individualisierung“ gilt als Alibi maßloser Relativierung bis zum Anforderungsdumping. In der m.M. unhaltbaren Personalunion von Lehrendem und Berechtigungsverteilenden. ist Notenwahrheit unter dem Druck von Öffentlichkeit und Schulbehörden kaum durchsetzbar und in der Konstellation des freien Marktes von Schulen und / Fächern und sonstiger Optionenfreiheit unter der Bedingung obgenannter Personalunion nicht zu halten. („Nicht genügend wollen wir nicht; ich überlasse es Ihrem pädagogischen Geschick ...“)

    In einigen Regionen strömen Schüler aus Deutschland an unsere Oberstufengymnasien und erzwingen tendenziell gute Notendurchschnitte (die sie in ihrer Heimatschule nicht erreichten) , um für das angestrebte nachfolgende Studium in ihrem Heimatland die Numerus-Clausus-Bedingungen zu erfüllen – offenbar sind (manche) österreichische Schulen eher bereit, dem Ansinnen zu entsprechen ... Schüler sind in jedem Fall „Werteinheiten“; und mancher Dienststellenleiter oder sein parteiabhängiges Umfeld (z.B,. aus Gewerkschaft oder Personalvertretung) übt Druck aus, dass diese „Wunsch-Noten“ zustande kommen.

    Maturaprüfungen bekamen zunehmend den Charakter von Shows; Kommissionen wollen tendenziell „unterhalten“ werden; deren Prüfungsvorsitzende triefen notorisch vor „Wohlwollen“, zeigen sich eher „beeindruckt“ von regieartig inszenierten Darbietungen als von unspektakulärer, aber seriöser Leistung – anstelle die Erwartungen ´von Nachfolgeinstanzen an die ausgestellten Atteste sicherzustellen (keine generalisierende Behauptung). Manche Schule renommiert mit „Weißer Fahne“ („jeder bei der Reifeprüfung durchgekommen“); und Druck in dieser Richtung ist nicht auszuschließen; wer sich dem in vorauseilendem Gehorsam entgegenstellt, findet sich in exponierter Position wieder.

    Auch auf verlässliche Solidarität von Kollegen im Konfliktfall ist nicht zu setzen: Das System ist parteipolitisch durchsetzt; viele verdanken Parteizugehörigkeit ihre berufliche Existenz und erweisen sich im Anlassfall als Ideologie-hörig; exponieren sich nicht zur Verteidigung des ideologieneutralen Kollegen. Vorgesetzte auf allen Ebenen sind sowieso Parteifunktionäre (was Integrität einzelner Vertreter selbstverständlich nicht ausschließt), die von Parteien und deren Vorfeldern in diese Positionen gehievt wurden und sich diesen später erkenntlich zeigen müssen („There is no free lunch!“). Auch Schüler sind vielerorts in parteinahen Vorfeldern organisiert; diesen stehen Lehrer mit entsprechender Parteienprovenienz näher als die eigenen Kollegen ... !

    Das Vokabular des pädagogischen Diskurses ist von semantischem Betrug durchsetzt: Lehrende mit in vorauseilendem Gehorsam bekundeter Bereitschaft, im Dienste des Ruins des herkömmlichen Gymnasiums Kriterien zu unterlaufen, gelten als „menschlich“, “verständnisvoll“, „innovativ“, „auf „Notendruck verzichtend“, „Schüler nicht schubladisierend“, „sich keinem Selektionsdruck beugend.“ Ihre konsequenten Vertreter dagegen, - wenn sich im direkten Wettbewerb die Früchte deren Knochenarbeit in den (de facto viel zu seltenen) „echten“ externen Evaluierungen (z.B. Spracholympiaden) zeigen,
    müssen sich als „elitär“ bzw. „reaktionär“ nachgerade dafür entschuldigen, handeln sich Rechtfertigungszwang ein; ihre Erfolge werden als Zeichen „unangemessener Anforderungsniveaus zu Lasten der Schüler“ interpretiert; sie werden fast in ein faschistoides Eck gestellt.

    Ist es wirklich zu verwundern, wenn unsere Schüler bei seriöser externer Überprüfung ihrer Kompetenzen a la P.I.S.A scheitern? :

    • ProConsul
      19. Dezember 2010 13:04

      Beispiel aus dem Alltag: ein junger Bekannter von mir mit Migrationshintergrund, der die Matura im roten Wien gemacht hat, hat mich beim Ausfüllen eines Formulars gefragt, "ob das eh passt." Das Gerücht stimmt also tatsächlich, dass man in Wien den Leuten die Matura nachchmeißt.

    • Karl Rinnhofer
      19. Dezember 2010 14:43

      @ ProConsul
      Berechtigungsinflation und Anforderungsdumping ist längst nicht mehr auf die Wiener Schulen und auf Immigranten beschränkt. Wie es mit der "Qualität" der Matura aussieht .- man sehe sich die Zustände an den Massenuniversitäten an: Arbeitgeber und Universitäten vertrauen den "Reifezeugnissen" längst (und zu Recht) nicht mehr; man muss diverse (punktuelle, daher problematische) Zugangsbeschränkungen einführen - immerhin noch das kleinere Übel gegenüber dem Status quo. Doch genau diese Inflation aller Berechtigungen, die das Papier nicht mehr wert sind, auf dem sie ausgedruckt sind, ist die Voraussetzung für neue, unwürdige Machtverhältnisse bei der Vergabe von Sozialchancen- gerade bei Akademikern: Diese werden nach Investition von Finanzen und Lebenszeit (für Studium) und angesichts "akademischen Proletariats" bereit sein (müssen), alle gewünschten Gesinnungen kritiklos zu übernehmen, um angesichts fortgeschrittener Lebenszeit noch irgendwo existenziell Fuß fassen zu können.

      Ich bedaure, dass diese Kassandrarufe seitens verantwortungsvoller Insider, die seit langem das Abtriften unsers Bildungssystems bemerken, von der Öffentlichkeit viel zu wenig zur Kenntnis genommen wurden und das Thema marginalisiert blieb. Lehrer, die Ansprüche stellten, Konkurrenzfähigkeit durch Aufbau von Leistungsbewusstsein ihrer Schülerund Vertrauen in die ausgestellten Atteste für Nachfolgeinstanzen sicherstellen wollten, wurden zu Masochisten, ihr pädagogischer Weg bereit zu einem Spießrutenlauf, behindert durch Schulbehörde, aber auch vielerorts durch eine unverständige, bloß auf Berechtigungsmaximierung bei Leistungsinputminimierung fokussiere Öffentlichkeit. Viele gerade der (potenziell) Engagiertesten sind mittlerweile resigniert in innere Emigration geraten, haben andere Herausforderungen gesucht oder sind anderswie dem öffentlichen Bildungssystem abhanden gekommen.

    • Franz L
      19. Dezember 2010 17:26

      @ Karl Rinnhofer
      Ein profunder Kommentar, dem nichts hinzuzufügen ist.

    • FranzAnton
      19. Dezember 2010 19:22

      Herzlichen Dank, Herr Rinnhofer, für Ihre, sichtlich von Insiderwissen bestimmte, ebenso ausführliche wie plastische Darstellung der aktuellen, buchstäblich unfaßbaren Schulmisere. Leider lesen m.E. noch zu wenige Menschen A.U.'s Kommentare, weshalb ich diesen Ihren speziellen Beitrag an etliche meiner Bekannten Herr Dr. Zakel und Herr Starl zeigten bezügliches Interesse. Sonst noch jemand?

    • FranzAnton
      19. Dezember 2010 19:28

      P.S.: Leider verkürzt die Technik allzu oft meine Postings; es sollte heißen: ........."an etliche meiner Bekannten" weitermaile, und hoffe, daß diese ebenso agieren.
      Danach suchte ich wieder einmal (zum x-ten Mal) Kooperationspartner für direktdemokratische Initiativen zu gewinnen, wobei mir Herr Dr. Zakel und Herr Starl bereits als interessiert bekannt sind.

    • Karl Rinnhofer
      19. Dezember 2010 20:42

      @ Franz L, @ FranzAnton
      Herzlichen Dank für Ihre positiven Reaktionen.
      @Franz Anton
      Ich bin Ihnen sehr verbunden für Ihr Bemühen, auch als "Multiplikator" initiativ zu werden. Ich glaube tatsächlich, dass es noch viel zu wenig öffentliche Sensiblílität für diese nachhaltigen, in ihrer negativen Auswirkungen kaum zu überbietenden Fehlentwicklingen gibt: Die derzeit brutal erzwungene schulische Gleichmacherei mit den katastrophalen gesellschaftlichen Auswirkungen. Für Aussenstehende sind diese Entwicklungen tatsächlich schwer einzusehen; ich bin mir nicht einmal sicher, ob A.U. - verständlich bei seinem breiten Interessensgebiet - wirklich die Tragweite der auf die schiefe Bahn geragtenen Schule in ihren Auswirkungen erkennt.

      Ich schrieb schon vor Jahren einen Gastkommentar (Presse) darüber, der überraschende Reaktionen auslöste - und natürlich viele Leserbriefe, und stehe auch jederzeit zu diese Bewertung, die ich mit mir Nahestehenden, die Zeugen dieser ENtwicklungen sind, teile

      Keineswegs möchte ich mich aufdrängen, doch vielleicht ist es möglich, eine ähnliche Zusammenfassung wieder als Gastkommentar zu platzieren; denn für ein Posting erscheint das Thema zu umfangreich.

      In diesem Zusammenhang auch herzlcihen Dank an alle,dafür, dass Sie sich in die sperrige Materie, die ich hiermit auch hinsichtlich gesellschaftlicher Auswírkungen schilderte, einlasen.

      Nicht erwähnte ich die zusätzliche finanzielle"Auswirkung für den Steuerzahler, der diese Steuervertilgungsmaschinerie mit ihrem untragbaen Input-Output-Verhältnis finanziert: Die Schule wird keineswegs durch Maximierung eingesezter Mittel besser, sondern, indem man die psychologischen Bedingungen wieder saniert und sich der Werte wie (einforderbare) Disziplin, nicht relativierbare Koppelung von Leistung an vergebene Berechtigungen und ausgestellte Astteste, Glauben an persönliche Leistung etc. besinnt. Davon ist die derzeitige Realität weit entfernt.

      Ich stehe auch für jeden, dem dies interessiert, gerne zur Verfügung
      E-Mail: rinka@aon.at

      Zu Ihrer Direktdemokratie - Initiative werde ich extra im Mail antworten.

    • Reinhard (kein Partner)
      20. Dezember 2010 06:31

      Sehr geehrter Herr Rinnhofer, Danke und nochmals Danke für diese Einblicke.
      Ich habe in den Firmen immer mehr mit den Ergebnissen dieses (Un)Bildungs(un)wesens zu kämpfen. Man fragt sich manchmal, wie es hatte so weit kommen können.
      Und ich frage mich, ob und wie wir diese Entwicklung und deren katastrophalen Folgen für die Zukunft, in der die jetzigen Kinder selbst Eltern und Lehrer sein werden, noch einbremsen können.

    • Karl Rinnhofer
      20. Dezember 2010 14:29

      @ Reinhard
      Danke für die bestätigende Reaktion. Es ist offensichtlich und längst vorauszusehen, dass spätere Arbeitgeber, aber auch nachfolgende Ausbildungsinstanzen unter den Folgen dieses "(Un)Bildungs(Un)wesens" zu leiden haben: Gerade diese sollten sich öffentlich viel stärker zu Wort melden und sich solidarisch mit den (letzten) "fordernden" Lehrern erklären, die sich der von "oben" her angeordneten ideologisch begründeten Nichtleistungs- und Gleichmacherei-, Anforderungdumping- und Berechtigungsinflations- Ideologie entgegenstellen und dafür von einer weithin unverständig-naiven, zu reinem Berechtigungsdenken konditionierten Öffentlichkeit oder eher "Masse" (naive Gleichsetzungen: "gute Noten = guter Lehrer = gute Unterrichtserfolge"; "gute Schule": die mit Minimalleistungsanspruch Maximalberechtigung vergibt" ) sowie der eigenen totalverideologisierten Schulbehörde und ihrer parteihörigen Vertreter notorisch gedemütigt werden.

      !!!ES GIBT DERZEIT IM SCHULWESEN KEINE FUNKIONIERENDE INSTANZ; WELCHE DIE LEGITIMEN LEISTUNGS-UND KENNTNISERERWRTUNGEN DER GESELLSCHAFT ALS ARBEITGEBER ODER NACHFOLGE-AUSBILDUNGSINSTANZ AN ABSOLVENTEN WIRKUNGSVOLL VERTRITT!!!

      Die öffentliche Schule hat längst ihr seinerzeit plakativ verkündetes hehres Ziel verraten, alle unabhängig von ihrer Herkunft durch "Chancenglichheit" konkurrenzfähig zu machen. Besser wäre "Chancengerechtigkeit" gewesen; ein ehrliches Bemühen, alle auf Leistungs(bereitschafts-)levels zu bringen, statt Inflation der Berechtigungen voranzutreiben. Alles ist von der leistungs- und kenntnisfeindlichen Gleichmacher-Ideologie überlagert ("jeder ist für alles "zu begaben"). Das öffentliche Schulwesen betreibt aber auch Verrat an den sie mit gewaltigen Steuermitteln finanzierenden Leistungsträgern. Denn schon jetzt sind die eingesetzten materiellen Ressourcen gewaltig und durchaus hinterfragbar. Was soll es, wenn steuergeldfinanzierte "Förderkurse" nicht einmal besucht werden (weil Notenberufung "billiger" kommt) und "frühgewarnte" Eltern es nicht der Mühe Wert finden, je in Sprechstunden oder zu Elternsprechtagen zu kommen? Ein Schweizer Lehrer erzählte mir unlängst bei einer Fortbildungsveranstaltung in Feldkirch: "Ihr in Österreich verschenkt die Schulbücher? Ihr müsst ein sehr reiches Land sein! Wir machen uns unsere Skripten selber. Und bei Schulschikursen fahren wir auf Selbstversorgerhütten. Teuer in unseren Schigebieten zahlen sollen unsere Gäste!".

      Mein Gegenmodell auf die Schnelle (für den Bereich der Höheren Schule): Personalunion Lehrender – (End-)Prüfer radikal aufgeben (organisatorisch und personell); Lehrende Instanzen "auf den freien Markt" (auch private "Anbieter" zulassen), echte "externe Evaluierung" der Unterrichtsergebnisse (statt Selbstdeklaration) ohne Relativiermöglichkeit - auch im Dienste der Vergleichbarkeit von Bildungsabschlüssen; wer Kriterien nicht erfüllt, darf Berechtigungen nicht bekommen (funktioniert doch bei Fahrschulen etc. auch? Ich würde mich nicht mehr auf Straßen trauen, wenn dort die Lehrer von „Guten, weil erfolgreichen Fahrschulen ohne Durchfallmöglichkeit“ selber die Prüfer wären) statt unendliches Gefasel von "mangelnder Menschlichkeit" und "sozialer Diskriminierung", „Sozialchancen verbauen“, wenn man Schüler, die NICHTS leisten, die Berechtigungen verwehrt. Bildungsschecks für freie Wahl der dann objektivierbar "besten" Ausbildungsstätte.

  28. MJM
    19. Dezember 2010 11:35

    Ein weiteres, gutes Statement von LH Niessl von dieser Woche:

    "Keine Studiengebühren für sozial Schwächere", meinte Niessl. "Für jene, die mit dem Mercedes zur Uni oder in die Fachhochschule kommen, kann es natürlich auch entsprechende Beiträge geben"

    Wie viele kommen denn im Mercedes oder Ferrari zur Uni? Da wird das Verwalten der Gebühren wohl teurer sein, als die zur erwartenden Einkünfte. Aber wer wiel schon eine schlanke Verwaltung?

    Im Unterton schwingt mit, dass man sich nach sozialdemokratischer Lebenerfahrung sowieso nicht auf ehrliche Weise, voll versteuert, einen Mercedes leisten kann. Und wenn doch, dann ist zur Belohnung noch Solidarität gefragt.

    So nebenbei bemerkt: Es steht auch der eine oder andere österreichische Betrieb in Geschäftsbeziehungen mit Mercedes. Daher scheint es unangebacht, diese Marke für billige Polemik heranzuziehen.

  29. Laura R.
    19. Dezember 2010 11:33

    Der Werner hat sich abg`haut, wie er das g`les`n hat vom Niessl Hans und g`sagt, daß der der lebendige Beweis dafür ist, daß die ganz`n Burgenländerwitze eigentlich ja gar net erfunden sondern eh wahr sind!

  30. thomas lahnsteiner
    19. Dezember 2010 11:06

    faymann in der sozialistischen gesamtschule:

    wie tief das niveau der PRESSE gesunken ist, zeigt sich an dem kriecherischen, rührseligen artikel über den besuch faymanns in einer "neuen" mittelschule

    "Eigentlich hätten die Schüler kleine Rentiere bemalen sollen. An Unterricht war aber nicht mehr zu denken: Als Werner Faymann die 1B-Klasse der Neuen Mittelschule in der Wiener Kandlgasse betritt, wird er fast wie ein Star empfangen. Einige zücken ihr Handy für gemeinsame Fotos, der Kanzler schreibt eifrig Autogramme."

    der messias schart die jünger der gesamtschule um sich :

    "In der Kandlgasse ist man vom neuen Modell begeistert, erklären die Lehrer dem Kanzler gleich mehrfach. „Hier ist mehr Vielfalt möglich“, sagt Brigitte Hofer, die die 1B gemeinsam mit einer Kollegin in Englisch unterrichtet.....
    Hofer ... hatte genug davon, „zu selektieren“. Ihre Kollegen in der Kandlgasse scheinen das ähnlich zu sehen. Über den Schultyp sagt – zumindest beim Gespräch mit dem Kanzler in der schuleigenen Bibliothek – keiner ein schlechtes Wort. Das passt gut ins Konzept: Faymann ist auch gekommen, um die Argumente der ÖVP gegen die gemeinsame Schule zu entkräften."

    Na, wenn da nicht über die PRESSE ein inseratenregen der gemeinde Wien
    kommt........

  31. brechstange
    19. Dezember 2010 10:25

    Es ist wirklich ungerecht, einen so ehrlichen Landeshäuptling anzugreiven, wo er doch nur die Wahrheit vormuliert hat.
    Der langdienende Landeshäuptling ist es einvach gewohnt zu fordern, zB den Assistenzeinsatz des Bundesheeres zur Belebung der burgenländischen Wirtschavt. Das steht natürlich für ihn im "Fordergrund".

    • M.S.
      19. Dezember 2010 16:04

      @Brechstange
      Erlauben Sie mir bitte auf einen kleinen Rechtschreibvehler hinzuweisen:
      "gewohnt zu "v"ordern müßte es heissen.
      Mit vreundlichen Grüßen
      M.S.

    • fosca
      19. Dezember 2010 21:35

      @M.S.

      Genau! *rofl*

  32. Graf Berge von Grips
    19. Dezember 2010 09:46

    Nr.325
    Nissl, Faymann zählen halt zu den fielen,
    die nie durch die 4.Klasse vielen ...

  33. Celian
    19. Dezember 2010 09:38

    Felix Mitterer wieder so einer der uns den Spiegel vor die Augen hält, hochmoralisierend scheltet er die Anständigen, gibt die Deutschen und ihre Eigentümlichkeiten wie Fleiß, Strebsamkeit und dem seltsamen Wunsch nach Urlaub in den Bergen der Lächerlichkeit preis und bedient damit die in der Unterschicht virulenten Klischees vom „Reichen“ und vom „Piefke“. Diese Anbiederung an das Volksempfinden kaschiert er mit einer Portion Heimatkritik an Tirol und haltet den Zeigefinger über uns Österreicher hoch droben, ob unserer Ausländerfeindlichkeit gegenüber den armen Türken und ihrem Recht auf Minarette (Tatort).

    Felix Mitterer ist ein von seiner Deutschenfeindlichkeit Zerfressener mit einer Affenliebe für Türken, ein Geschäftsmann, der in seinen Werken moralinsauer die Geschäftemacherei, die Gier und den Eigennutz der Menschen anprangert, aber selber ganz uneigennützig nach Irland entschwindet und den Staat Österreich um die Einkommenssteuer prellt. Ein Säulenheiliger der ein Scheinheiliger ist, einer der Wasser predigt und Wein trinkt, kommt wieder zurück. Felix Mitterer, eine Ikone des Gutmenschentums, ist selbst das beste Beispiel eines verkommenen, verlotterten „Reichen“, den er mit seinen Stücken vorgibt zu bekämpfen, er ist selbst dieser Abschaum, den er so gern darstellt, er gibt ihn in seiner Person selber.

    • logiker2
      19. Dezember 2010 10:04

      ...ein typischer von sozialistischer Moral (alle anderen haben gut zu sein) und Neid besessener Gutmensch.

    • M.S.
      19. Dezember 2010 15:54

      @Celian
      Eine exzellente Analyse der Psyche eines Pseudogutmenschen.

    • Franz L
      19. Dezember 2010 16:41

      @ Celian
      Eine ausgezeichnete Beschreibung dieses Menschentyps!

    • fosca
      19. Dezember 2010 21:33

      @Celian

      Bestens analysiert!
      Felix Mitterer ist halt ein typischer Vertreter unserer heuchelnden Salonlinken!
      Cosi fan tutte!

    • Silvester (kein Partner)
      20. Dezember 2010 08:30

      Trefflich formuliert! Danke!
      Ein bißchen stolz bin ich auch auf mich selber. Ich konnte es zwar nicht so richtig auf den Punkt bringen, zumal mich auch die "öffentliche Meinung" daran hinderte, es wurde ja in den Medien stets zu seinen Gunsten getrommelt und man traut seiner eigenen Meinung nicht mehr, aber ein ungutes Gefühl, ein wie ich jetzt sehe, völlig natürliches Unbehagen, hatte ich bei allen Stücken dieses "Meisters".

    • Undine
      20. Dezember 2010 22:03

      @Celian

      Als ich vor vielen Jahren diese bösartige, banale Fernseh-Serie sah, fragte ich mich, ob er ebenso gehässig, wie er die deutschen Urlauber in Ö darstellte, auch Vertreter anderer Nationen (da will ich lieber erst gar keine Namen nennen!!!) so mies zur Schau stellen würde. Sicher nicht, denn Mitterer ist eine feige S..! Er weiß ganz genau, daß sich die Deutschen nicht wehren gegen diese Untergriffigkeiten.

      Wäre ich Deutsche, ich würde mir mein Teil denken und in anderen Ländern Urlaub machen. All diese falsche, geheuchelte österreichische Freundlichkeit könnte mir gestohlen bleiben.

      Wäre ich Deutsche, dann hätte mir dieses Felix MITTERER- MACHWERK zu verstehen gegeben, daß Deutsche in Ö unerwünscht sind; nur ihr Geld sollen sie halt gefälligst nach Ö überweisen.

  34. thomas lahnsteiner
    19. Dezember 2010 08:29

    Zu Wiener Neustadt:

    die angeklagten randalieren im Verhandlungssaal, der straßenterror gegen das gericht eskaliert, der ORF und die linken blätter, allen voran die PRESSE (!!) hetzen gegen die richterin und was macht die verblendete justizministerin ?...
    sie gibt sofort dem linken terror nach und ordnet mitten im laufenden prozesses unter dem beifall der linken medienstrolche einen bericht der staatsanwaltschaft an.....
    so schaut unabhängige gerichtsbarkeit und justiz im österreich des jahres 2010 aus !!! der ORF und die pc-tintenstrolche treiben mit unterstützung der justizministerin die gerichtsbarkeit vor sich her........

    eigentlich darf einen das nicht wundern, hat doch der ORF doch gerade vom devoten OGH unter dem mäntelchen der meinungsfreiheit und des redaktionsgeheimnisses einen persilschein für weitere ungestrafte manipulation
    und wahlbeeinflussung erhalten...

    Begünstigt auch dadurch dass jetzt jahre keine wahlen stattfinden,
    werden die linken totengräber der demokratie immer dreister und frecher,

    die umwandlung der demokratischen republik österreich in eine pc-diktatur ist in daher vollem gange........

    • Wertkonservativer
      19. Dezember 2010 10:23

      Werter @ thomas Lahnsteiner,

      halten Sie die Presse wirklich für ein echt linkes Blatt? Ich lese sie nicht täglich, doch in meiner politischen Einfalt (siehe ÖVP- und EU-Verteidigung!) kann ich neben etlichen Zugeständnissen an den Zeitgeist effektiv linke Tendenzen eigentlich nicht entdecken. No, bin ich halt doof!

      Und was die befürchtete (und teilweise ja schon bestehende) PC-Diktatur betrifft: unsere diesbezüglichen Erregungen und Feststellungen werden diesen Trend kaum aufhalten können, wenn nicht wirkungsvoll eingesetzten Gegentendenzen im Medienwesen unseres Landes Platz und Wirkungsmöglichkeit geschaffen werden.

      Soviel Welteinsicht und Klugheit hier im A.U.-Forum auch täglich zu Wort kommt:
      wir allein werden's nicht "derpacken"!

    • M.S.
      19. Dezember 2010 15:44

      Dieser Trend der Umwandlung Österreichs in eine pc-Diktatur sollte in erster Linie die Oppositionsparteien alarmieren und sie zu Gegenmaßnahmen aufrütteln. Davon ist bis jetzt allerdings wenig bis gar nichts zu bemerken.
      Vom Koalitionspartner ÖVP ist ja erfahrungsgemäß in dieser Hinsicht nichts zu erwarten.

    • thomas lahnsteiner
      19. Dezember 2010 20:59

      @wertkonservativer
      leider gibt es immer wieder ungute pc-tendenzen in der presse....siehe kommentar zur schweizer volksabstimmung oder aktuell den kriecherischen artikel über faymann....
      allein werden wir es sicher nicht derpacken......aber dass es dieses forum mit regem, sich steigernden zuspruch gibt, ist schon ein erfolg.....viel mehr darf man sich nicht erwarten.....
      und dass in der eu auch sehr viel positives zu verzeichnen ist, wird niemand ernsthaft bestreiten

    • Wertkonservativer
      20. Dezember 2010 05:58

      Danke, t.l., für diese faire und verständnisvolle Antwort!

    • Silvester (kein Partner)
      20. Dezember 2010 08:33

      Na also die Presse ist zwar nicht durchgehend links, aber wenn man linke Gesellschaftspolitik kritisiert kanns schon passieren daß man zensiert wird!

  35. Wertkonservativer
    19. Dezember 2010 07:02

    Schön der Reihe nach:

    Herr Mitterer, mit seiner etwas abseitigen Tirol-Heimatliebe, ist mir spätestens seit seinem Exilantritt nach Irland ein wenig suspekt. Oft ist es ja nicht nur die schöne Landschaft, die namhafte und erfolgreiche Künstler in gewisse steuerschonende Gegenden treibt! Nun werden sich die Tiroler wohl sehr freuen, ihren Parade-Literaten wieder im Land zu haben!

    Zum roten Niessl im Rotweinland: den haben Sie, verehrter A.U., wohl missverstanden! Der hat nur ein Wortspiel gebraucht, um seine Intellektualität ein wenig hervorzukehren: sicher meinte er mit seiner Wortschöpfung, die FORDERUNG nach Soforteinführung der "Neuen Mittelschule" in den VorderGRUND stellen zu wollen! Ist doch ganz klar, oder?

    Über die Problematik der derzeitigen Bildungsmankos sind wir uns hier wohl alle ziemlich einig! Der sympathische Herr Lehrer hat eigentlich lediglich eine der wesentlichen Ursachen offen ausgesprochen, die das Lehren und Lernen heute so problematisch beeinflussen!

    Frau Bandion-Ortner ist bekannt für originellen Brillenschmuck, und - am Rande - für oft unorthodoxe Rechtsauffassungen. Ob sie in der Türschützer-Causa richtig oder falsch handelt, wird unser talentierter Oberjurist sicher bekanntgeben.

    Zu guter Letzt: unser überaus kluger Werner! Der braucht eben eine entsprechend stimulierende Umrahmung für seine eingelernten Sprüche, um eine einigermaßen glaubwürdige Wirkung zu erzielen.
    Was das Thema "Gesamtschule betrifft, hat er ja die offizielle Rückendeckung unseres obersten Staatsmannes im Leopoldinischen Trakt, der erst gestern wieder dem staunenden Volk seine Meinung zu diesem Thema "ex cathedra" verkündete!

    Also, staunen wir nicht zuviel über manche Absonderlichkeiten der österreichischen Seele: wir sind eben ein etwas schrulliges Völkchen!

    • simplicissimus
      19. Dezember 2010 09:40

      au hat wohl herrn niessl missferstanden:

      vordergründige fragen stehen ihm wohl eher im hinderkrunt, hier geht es um forderungsgründe, auf burgenländisch halt fordergrund genannt, seien wir nicht so gleinlich.

    • simplicissimus
      19. Dezember 2010 09:43

      wertkonservativer, sie waren schneller!

    • mike1
      19. Dezember 2010 11:22

      verehrter wertkonservativer ! vielen dank, ein wohlformulierter und wie immer ausgezeichneter kommentar ! da erspar ich mir weitere worte.

      im übrigen bin ich - durch dienstliche abwesenheiten - gar nicht mehr in der lage, die vielen beiträge des herrn a.u. zu kommentieren; jedesmal, wenn ich nach hause komme, scheint wieder alles überschwemmt zu sein. ich bin schlicht überfordert.

    • phaidros
      19. Dezember 2010 12:07

      Werter mike, es besteht ja auch keine Pflicht zum Kommentieren! Weniger, dafür gehaltvolle Beiträge, wo der profunde Hintergrund zu erkennen ist, genieße ich am meisten.

      BG/phaidros

    • Wertkonservativer
      19. Dezember 2010 12:26

      Mir geht's ähnlich, lieber Freund mike1 (darf ich wohl sagen?).
      Die Summe der klugen Leit-Kommentare unseres A.U., weiters die meist gehaltvollen Sub-Beiträge unserer vielen Super-Forumsmitglieder, all dies ist praktisch nur zu "derpacken", wenn man sich bereits völlig im verdienten Ruhestand befindet.

      Bei Ihnen, vielen anderen, und auch bei mir als altem Nichtaufhörenkönner, ist das jedoch noch nicht der Fall, daher leiden wir eben ein wenig unter dem Nachteil des Zeitmangels.
      Aber dies zum Trost: auch wir werden hier im Olymp der Geister manchmal gehört (ich oft weniger!), und da und dort regnen ja sogar Sternderln auf uns herab. Also meine ich: einfach weitermachen, so gut es eben geht!
      Einen schönen Sonntag Ihnen und allen Mitbloggern!

    • Wertkonservativer
      19. Dezember 2010 13:09

      "derpacken" habe ich übrigens heute schon einmal zu t.l. verwendet; derartige Wiederholungs-Formulierungen sollten möglichst vermieden werden!
      Nichtgenügend, setzen, Wertkonservativer!

    • mike1
      19. Dezember 2010 17:58

      @ lieber wertkonservativer ! der ausdruck "freund" gefällt mir sehr, habe ich doch den eindruck, dass auch wir brüder im geiste sind !

      zu den wiederholungen im text: tja, in der schule gab's eine auf den deckel, aber hier müssen wir uns selbst am riemen reissen. aber nichtgenügend gibt es keines !!

      @ werter phaidros: ich werde mich in diesem sinne bemühen - seltener, aber gehaltvoller !

      beste grüße !

    • karl murx (kein Partner)
      20. Dezember 2010 17:41

      Lustig finde ich immer dieBeifügung in den ORF-Belangsendungen)früher:Nachrichten), dass Weißrussland die letzte europäische Diktatur sei......

  36. fosca
    19. Dezember 2010 03:35

    Felix Mitterer ist ganz einfach ein Opportunist, wie so viele unserer linken Staatskünstler. Das hat er sich offenbar auch in 15 Jahren Irlandaufenthalt nicht abgewöhnt!

    Niessl ist ein typischer Hauptmann seines Landes - darüber muß man sich ebenfalls nicht wundern.

    Der Lehrer wird leider als Rufer in der Wüste enden und Faymann macht das, was er täglich vollbringt = grottenschlechte Politik unter dem Jubel seiner mit Leserbriefen und Inseraten gekauften Journaille.

    Also nix Neues in Österreich, sondern "business as usual"! :-(

  37. Spiegelfechter
    19. Dezember 2010 02:56

    Der "weiseste Spruch zu Pisa .... von einem erfahrenen Lehrer" ist fürwahr bemerkenswert, denn er trifft den Nagel auf den Kopf!

    Man mag von PISA halten was man will, immerhin ist das Testergebnis ein Anlass, Mängel an der Schulbildung erkennen und einzugestehen, die allerdings auch mit freiem Auge wahrnehmbar wären.

    Nur, die reflexartig angepriesenen Lösungen in Form von unterschiedlichen Gestaltungen des Schulsystems, gehen am Problem vorbei: Bildung, gleich auf welcher Stufe, wird durch Fleiss und Mühe erworben, ohne Anstrengung des Schülers ist im Allgemeinen kein Bildungsziel erreichbar, und nur in seltenen Fällen reicht der Bildungshunger als Motivation aus. Die herrschende Pädagogik geht aber von diesem unrealistischen Idealfall aus. Hier ist anzusetzen, und nicht beim Schulsystem, denn das Wundersystem, das ohne Anstrangung zum Erfolg führt gibt es nicht.

    • logiker2
      19. Dezember 2010 10:34

      Diesen weisesten Spruch eines Lehrers hatten wohl viele mit Hausverstand in diesem Land, allerdings nicht die "Experten" der linken Kuschelideologie wonach alles im Leben nur Spass machen darf.

  38. efrinn
    19. Dezember 2010 02:25

    ... ich will auch einmal der Erste sein ....
    ... und dann mit 3 Punkten glänzen ....
    ... ganz allein .... sonderbar ???
    ... einfach zum Nachdenken ;-)

    • efrinn
      19. Dezember 2010 02:39

      Mein spitzer Kommentar ist eine Sache, die wollte ich loswerden.
      Der Artikel von AU eine andere. Erfrischend und treffsicher wie immer.
      Und es bereitet mir immer wieder Vergnügen, vor dem zu-Bett-gehen
      die neuesten Tagebuch-Eintragungen zu lesen. Ein schönes Ende
      eines (meist) schönen Tages. Danke!

    • M.S.
      19. Dezember 2010 15:20

      @efrinn
      Also ich brauche, wenn ich vor dem zu Bett gehen im Tagebuch gelesen habe, noch schnell einen Beruhigungstee!

    • fosca
      20. Dezember 2010 21:54

      @efrinn

      Nicht neidig sein, Sie sollten lediglich am Ball bleiben und sich gute Freunde anschaffen, die mit Ihnen in vielen Dingen übereinstimmen, dann klappt das schon.
      Wer hat, der hat halt!





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