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Leistung, Disziplin und Autonomie gehören auf den Lehrplan

In Sachen Lesen Platz 31 unter 34 Teilnehmern: Die Pisa-Studie bringt für Österreich deprimierende Ergebnisse – zumindest, wenn man diese Studie als eine Art Skirennen ansieht. Bei den Naturwissenschaften Platz 30 und bei Mathematik Platz 24.

Wäre das einem schwarz-blauen Unterrichtsminister passiert, dann hätten wir jedenfalls morgen eine Parlamentssondersitzung mit aggressiven Rücktrittsdrohungen. Alleine die seltsame Claudia Schmied, die im Dienste der Partei schon eine große Bank Richtung Abgrund manövrieren hat dürfen, bleibt ohne Genierer weiter im Amt. Und darf sogar mit Hilfe eines Hannes Androsch – dessen Reputation bei den Linken offenbar auch unter strafgerichtlichen Urteilen nicht gelitten hat – ihre Gesamtschulpropaganda fortsetzen, die dieses Land noch weiter in den schulischen Abgrund führen würde.

Gesamtschule heißt freilich nichts anderes, als dass alle Österreicher acht (oder neun?) Jahre lang  auf das Niveau städtischer Hauptschulen heruntergezwungen würden, die bei allen diesen Tests die schlechtesten Ergebnisse bringen. Denn wäre das Gerede von der „differenzierten“ Gesamtschule ernst gemeint, dann wäre es ja keine Gesamtschule, sondern die Kinder würden nach Eintritt durch das gleiche Schultor täglich auf völlig verschiedene Kurse und Fortbildungsniveaus aufgeteilt.

Das Gerede von der differenzierten Gesamtschule ist daher nur ein Propagandaschmäh, um besorgten Eltern Sand ins Auge zu streuen. Die Grünen in ihren Fanatismus sind wenigstens so ehrlich zuzugeben, dass sie gegen Differenzierung sind und auch gegen die Möglichkeit, dass Menschen vor der Gesamtschule in Privatschulen flüchten dürfen. Bei Stalin hat es so etwas ja auch nicht gegeben.

Nun soll man Pisa nicht überbewerten. Insbesondere die Boykottaktionen von Schülern und Lehrer gegen den Test haben vieles zusätzlich verfälscht. Aber auch viele andere Tests zeigen ähnlich magere Ergebnisse. Und vor allem weiß jeder Arbeitgeber, dass Hauptschüler oft nicht die einfachste Subtraktion beherrschen, dass Maturanten und Akademiker nicht zur Abfassung eines halbwegs fehlerfreien und verständlichen Textes imstande sind.

Wäre die Gesamtschule auch nur ein winziger Teil der notwendigen Antwort, abgesehen vom alten Streben der Linken (die immer ein paar bürgerliche Idioten finden) alles aufs niedrigste Niveau gleichzuschalten, müssten ja bei den Tests für die Zehnjährigen die österreichischen Ergebnisse Spitze sein. Denn die Volksschule ist ja als Gesamtschule organisiert.

An den Missständen sind vor allem die scheinprogressiven Reformen schuld, die von schwarzen wie roten Ministern den Schulen aufgezwungen worden sind. Und die total lebensfremden Pädagogen. Von denen uns der ORF sofort ein ganz besonders dummes Exemplar aufgetischt hat. Die in zwei Minuten die Pisa-Ergebnisse als unbedeutend hinstellen und gleichzeitig daraus die zwingende – wenn auch mit keiner Silbe begründete – Notwendigkeit ableiten konnte,  jetzt endlich die Gesamtschule einzuführen. Dass die Dame auch ständig nur noch von „Schülerinnen“ in unseren Schulen gesprochen hat, passt perfekt ins Bild.

Die richtigen Therapien müssten also aus folgendem Katalog zusammengestellt werden:
 Jeder Direktor und sonstige Schulfunktionär, der Druck auf Lehrer ausübt, bessere Noten zu geben, wird sofort suspendiert;
alle vier Jahre müssen sich alle Schulen bundeseinheitlichen Leistungstests in allen wichtigen Fächern stellen;
die Testergebnisse werden einheitlich veröffentlicht;
jede Schule kann sich frei zusätzliche Schwerpunkt-Profile geben;
jeder Direktor hat volle Arbeitgeber-Rechte (von der Aufnahme bis zur Kündigung) gegenüber Lehrern und anderen Schulmitarbeitern;
neben Staat, Ländern und Gemeinden erhalten alle privaten Schulträger die gleichen finanziellen Mittel pro Schüler und werden auch sonst in keiner Weise benachteiligt (zeigen doch Studien, dass Privatschulen die Pisa-Ergebnisse deutlich verbessern);
die Lehrer erhalten wieder das Recht renitente Schüler zu bestrafen;
Eltern, deren Kinder wiederholt schulschwänzen, werden durch Reduktion der Familienbeihilfe bestraft;
ein neuer Direktor wird von Eltern und Lehrern gewählt und kann von diesen auch mit Zweidrittelmehrheit abgewählt werden;
Kinder, die nicht gut deutsch können, werden solange zurückgereiht, bis sie es können, aber auch mit Speziallehrern intensiv gefördert;
Schulen, die mit einem hohen Ausländeranteil ihr Test-Ranking verbessern können, bekommen Prämien;
Religionslehrer von demokratiefeindlichen Religionen werden intensiv kontrolliert;
in AHS darf man nur mit Aufnahmsprüfungen wechseln (egal in welcher Klasse);
es gibt keine Einsprüche mehr gegen Zeugnisse;
Eltern entscheiden über alle ideologische Fragen, etwa ob in der Schule der Feminismus-Terror ausgeübt werden darf;
Eliteschulen werden besonders gefördert, die sich auch ihre Schüler selber aussuchen dürfen;
jede Schule, die bei den Vergleichstests besonders gut abschneidet, bekommt eine Prämie.

Wetten, von all diesen Dingen wird niemand reden? Wir werden vielmehr in den nächsten Tagen wieder eine schwachsinnige Gesamtschul-Diskussion aus allen linken Kanälen bekommen.

Wenn wirklich nur Pisa das Problem wäre, dann braucht der (hoffentlich bald antretende) nächste Unterrichtsminister für den nächsten Pisa-Test nur eines zu tun: Allen teilnehmenden Schulen zwei freie Tage versprechen, wenn sich Österreichs Ergebnis signifikant verbessert. Wetten, das hilft!

Vorerst kann man sich freuen, dass sich der ÖVP-Obmann zumindest in diesem Punkt bisher vehement dem Wahnsinn entgegenstellt. Jedoch ist Vorsicht am Platz: Er hat nicht nur eine Gesamtschulbefürworterin zur Wissenschaftsministerin gemacht (eine kinderlose Frau aus dem akademischen Mittelbau, die bisher ungefähr so viel mit Schulen zu tun hat wie die logischerweise ebenfalls kinderlose Unterrichtsministerin mit einer peinlichen Bankkarriere); und einen noch radikaleren ebenfalls steirischen Gesamtschul-Fanatiker zum Leiter einer diesbezüglichen Parteikommission. Und er hat statt der – katastrophalen – Zuständigkeit der Unterrichtsministerin die ebenso katastrophale Zuständigkeit der Landeshauptmänner für die Lehrer vorgeschlagen. Statt einer echten Schulautonomie. Und auch er hat noch kein Paket zur echten Leistungssteigerung auf den Tisch gelegt.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormike1
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Dezember 2010 09:41

    wie es in vielen kommentaren zu den richtigen feststellungen a.u. bereits gesagt wurde:

    die problematik, dass kinder nicht mehr lesen, schreiben und rechnen können, liegt vor allem daran, dass in unserer heutigen zeit überhaupt kein wert mehr darauf gelegt wird, dass disziplin und ordnung herrschen dürfen - eigentlich sogar von den linken chaoten (leider mit unterstützung einiger schwarzer dümmlinge, die sich für experten halten) verboten werden - und zwar bei strafe für den lehrer. dass sich kinder eher mit tv.pc, etc. beschäftigen, hilft nicht wirklich der bildung. schon gar nicht dem lesevermögen. hilft aber den rotgrünen bildungsfernen experten.

    immer die lehrer und das gott sei dank noch nicht vorhandene gesamtschulsystem dafür verantwortlich zu machen, ist chuzpe.

    schuld sind:

    die eltern, die nicht fordernd und fördernd wirken. denen es egal ist, was die kinder machen. das müssen eh die lehrer tun, die werden ja dafür bezahlt (glauben sie). schuld sind auch die eltern, die selber gar nicht mehr in der lage sind, selbst zu lesen. man denke an die bildungsfernen v. a. anatolischen schichten (man lese sarrazin...).

    schuld sind die chaoten, die es verbieten, schlechte noten (oder überhaupt welche) zu geben.

    schuld sind die chaoten, die die lehrer ins kriminal bringen wollen, wenn sie hauptschülern den verdienten fleck geben wollen.

    schuld sind die chaoten und idioten, die das sitzenbleiben abschaffen wollen.

    schuld sind die idioten, die den lehrern verbieten, schlechte leistungen und disziplinlosigkeiten zu sanktionieren.

    hier noch einige beispiele aus dem leben eines lehrers:

    beispie 1l: lehrer sagt zu einem ewig plappernden mädchen: "halt doch endlich einmal deine klappe!" - eine stunde später steht die mutter des kindes in der schule und beschwert sich darüber !!!

    beispiel 2 : " du bist doch wirklich ein unerzogenes kind !". lautstarke und freche reaktion des kindes: "sie haben soeben meine mutter beleidigt !". kurz darauf steht mutter oder vater vor der tür: " sie wollen mich beleidigen ? sie meinen, ich kann meine kinder nicht erziehen ?".

    beispiel 3: kinder werden am hauptplatz von einem ausflug entlassen. einige wollen bei rotlicht über die kreuzung und werden von einer lehrerin zurückgehalten. kurz darauf steht eine mutter in der schule und belehrt die direktorin, dass die lehrer kein recht hätten, kinder, die soeben entlassen wurden, zu maßregeln.

    und auf diese art und weise geht es weiter; davon, dass kinder die lehrer als arschlöcher und ähnlich bezeichnen - und zwar in direkter anrede - gar nicht zu reden.

    und wenn man sich jetzt die vollidioten, die sich als bildungsexperten im tv und radio aufspielen, anhört, dann weiß man schon jetzt, dass uns nichts gutes bevorsteht. man kann nur hoffen, dass die övp ihre eigenen leute im zaum halten kann, sonst muss ich noch ein glaserl schilcher trinken....

  2. Ausgezeichneter KommentatorMartin Bauer
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Dezember 2010 09:32

    Ich darf einen Leserbrief aus der heutigen Presse zitieren:

    "Nach beinahe 40 Jahren als Lehrer und VS-Direktor kann ich folgenden Rat geben: Führt man Dinge wieder ein, die in den letzten 40 Jahren gestrichen wurden, z.B. Fleiss-, Äussere-Form-, Betragensnote und den Eintrag der Fehlstunden ins Zeugnis. Das würde keinen Cent kosten und wahre Wunder bewirken. Wer's nicht glaubt, soll nicht die "Experten" fragen, sondern realistische und anerkannte Lehrerinnen und Lehrer. Leider werden die nicht gefragt, bzw. nicht ernst genommen. Dass man mit dieser Meinung als von "vorgestern" bezeichnet wird, ist mir völlig klar.
    Mag.Manfred Palmberger, Eggenburg

    Ich finde diesen Vorschlag insofern ausgezeichnet, als die Aussenwirkung solcher Benotungen über die Zeugnisse an die zukünftigen Personalchefs eine nicht zu unterschätzende wäre. So wie früher, als ein Dreier in Betragen und Fleiss mehr aussagte, als die meisten anderen Noten.

    Eine Koppelung der Transferleistungen an die Anwesenheitspflicht in den Schulen, würde weitere Probleme lösen (helfen). Geografisch wie auch finanziell.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Dezember 2010 08:35

    besonders unverschämt tritt die durch und durch linksextreme claudia schmied auf: wie so oft lügt sie dreist ihr eigenes versagen in einen erfolg um und mißbraucht die PISA-Ergebnisse für ihre gesamtschulphantasien.
    Der selbsternannte bildungsexperte androsch darf da im chor der gesamtschul-phrasendrescher nicht fehlen, der anscheinend den auftrag hat, eine neue front im ideologischen kampf der nivellierer und indoktrinierer gegen die befürworter eines differenzierten schulsystems zu eröffnen.
    Das ziel der linken weltverbesserer ist klar: eine auf niedrigstem niveau gleiche schule für alle, in der vor allem political correctness und einschränkung der meinungsfreiheit im vordergrund steht und seelenlose apparatschiks herangezüchtet werden sollen, die vor allem dem genderwahn, dem islam, der migration und dem sozialismus verpflichtet sind......das sachliches lernen tritt dabei völlig in den hintergrund......

  4. Ausgezeichneter KommentatorReflecting
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Dezember 2010 11:29

    Die folgenden und etwas länger werdenden Ausführungen sehe ich als wei-terführende Ergänzung des heutigen Tagebucheintrages:
    Wie schon im Vorjahr wiehert die PISA-Studie auch heuer wieder in den Medien landauf und landab; aus berufenem und unberufenem Munde kommen weise Kommentare, doch meist geht es um Symptome, aber nicht um die wirklichen Ursachen der Misere. Man will offensichtlich nicht zu sehr in die Tiefe gehen, weil dann ein Anecken an vielen Stellen nicht zu verhindern wäre.
    Wie bei der sogenannten Wirtschaftskrise nur die Auswirkungen, aber nicht die Ursachen offen beim Namen genannt wurden, so geschieht es auch bei der PISA-Studie.
    Die wirtschaftlichen Probleme waren die direkte Folge eines ethisch-moralischen Verfalls, der schon vor längerer Zeit in steigender Weise einge-setzt und in den letzten Jahren seine „Früchte“ zum Reifen gebracht hatte. Es regierten exzessiver Materialismus in allen seinen Ausprägungen, Habsucht, Gier, Wachstumsfetischismus, Rücksichtslosigkeit, Betrügereien, Veruntreu-ung, unverantwortliche Werbemethoden, eine Kultur des Abzockens, des Aussackelns usw.
    Von diesem Umfeld sind auch die Familien massiv betroffen worden; das Heim hat sich gar nicht so selten vom Vorbild zur Belastung entwickelt. Auf Grund einer kurzsichtigen Wirtschafts- und Finanzpolitik ist es für den mit-telständischen Alleinverdiener praktisch unmöglich geworden war, eine Fa-milie zu erhalten, wenn gleichzeitig ein vertretbarer Anteil an den vorder-gründigen Annehmlichkeiten der Moderne genommen werden wollte; wer sich am „rat race“ (eine selbstzerstörerische Verfolgung fragwürdiger Ziele) nicht beteiligte, war eben ein „hillbilly“ (ein Hinterwäldler). Dazu kam noch die implizierte Verdammung der Mutter und Hausfrau in der Agitation so mancher verblendeter Feministinnen und ihrer lautstarken Mitstreiterinnen.
    Und so nahm alles einen schicksalshaften Weg. Denn all dies war ein Fron-talangriff auf die Familie und bei immer größer werdenden Bevölkerungs-schichten verkümmerte das Heim mit allen Folgen.
    Die Spaßgesellschaft hat auch die gute Arbeit als Störenfried entdeckt; die Arbeit wurde nicht mehr als sinnvolle Tätigkeit gesehen, sondern als ein Vehikel zur Einkommenssicherung mit nahezu Ausschließlichkeitsanspruch und allen Folgen. Der Beruf wurde im neuen gesellschaftlichen Verständnis nicht mehr als Berufung gesehen oder verstanden (Berufung kennt auch kein „burn-out“ Syndrom), er degenerierte zum „job“. Das erklärt den hohen Pegel an Unzufriedenheit mit Folgen auf allen Gebieten.
    Der Wohlstand, auf den Politiker so stolz sind, weil sie glauben, sie könnten sich damit glorifizieren, indem sie noch dazu dauernd betonen, dass Österreich das x-reichste Land der Erde sei, ist zu Lasten der Familie und des Wohlergehens vieler Kinder geschaffen worden und nun zeigen sich täglich immer offenkundiger die Folgen dieser Politik. Eine Art demographischer Untergangsstimmung ist da und dort bemerkbar; die Pille und die Fristenlösung, die weder Fristen beachtet noch eine Lösung darstellt, aber bei spassgesellschaftlich bedingtem Bedarf die Entsorgung sogenannter „Schwangerschaftsgewebe“ (eine Terminus der Abtreibungsindustrie) als Sondermüll als Selbstverständlichkeit konditioniert hat, tragen das ihre zu allgemeinen Misere bei. Viele fragen sich, warum sie Kinder haben sollten, wenn sie dabei trotz Kinderbeihilfe an so manchen süßen Früchten nicht mitnaschen können. Die Rechnung für die ohne Nachdenken und Überlegen eingeschlagenen Irrwege wird extrem hoch sein; offen ist die Frage, ob wir überhaupt noch in der Lage sein werden zu zahlen.
    Besonders lehrreich ist es, nach Unterrichtsende in öffentlichen Verkehrsmitteln Augen und Ohren offen zu halten. Das Angebot ist beachtlich, schwankt zwar, aber es reicht in der Regel. Das (Augen und Ohren offen halten) sollten gerade jene tun, die immer alles besser wissen. Nach Schulschluss den „fast food“-Konsum bei den einschlägigen establishments aller Art (vom Kebab-Stand bis zum Supermarkt) zu beobachten, ist ebenso lehrreich! Zeigt es doch klar, wie wenig Kinder daheim ein altersgerechtes Essen erwarten können. Und wenn von den schülerischen Teenagers über das Nachmittagsprogramm gesprochen wird, kann man zusätzlich viel lernen; die meisten haben eine „sturmfreie Bude“, die zu allerlei Zeitvertreib einlädt, denn die Eltern bzw. Elternteile kommen ja erst später nach Hause.
    Zu erwähnen wäre allenfalls auch noch zur Abrundung, dass die Gleichstel-lungshysterie, die scheinbar noch gesteigert werden kann, nicht nur irrsinnige Züge aufweist, sondern auch irrsinnige Kosten verursacht (es gibt Gleich-stellungsbeauftragte, alle Gesetze und sonstigen Schriften amtlicher oder halbamtlicher Natur müssen „gegendert“ sein usw. usw.). Auch damit wird ein Beitrag zur Abseitsdrängung der Familie geleistet.
    Die Eltern finden sich in zahllosen Fallen verstrickt und neigen nicht selten zur Resignation, weil die sie bedrohenden Einflüsse zu groß sind und weil sie weit und breit keine Unterstützung bei der Lösung der nun einmal vorhandenen Probleme finden oder erwarten können. Es ist nicht Geld allein, dass die Familien für ihre Kinder brauchen; was sie brauchen ist ein positiv denkendes und handelndes Umfeld. Wenn das Umfeld wieder stimmen wird, werden auch die Voraussetzungen für ein besseres Abschneiden bei den PISA-Studien geschaffen werden. Wird der nötige Denkprozess einsetzen?

  5. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Dezember 2010 08:48

    Damit Pröll nicht so alleine gegen seine Mitstreiterinnen da steht, soll er sich doch Schützenhilfe aus der Schweiz holen. Die SVP hat dezidiert die antiautoritären Erziehungsmethoden der 68er-Generation als gescheitert erklärt: und selber ein umfangreiches Grundlagen-Papier (139 Seiten!) zusammengestellt, wie sie Schule machen möchte: Leistung, Disziplin, stehen dort im Vordergrund, gemessen wird mit Noten, der integrativen Schule wird der Kampf angesagt, wer nicht mitkommt, wird zurückgestuft.

    Und die Familie wird miteinbezogen, die Familie wird zur Verantwortung gezogen, die darf die Erziehung nicht an die Schule delegieren, dort wird nämlich gelernt und nicht erzogen, wie man sich gegenüber seinem Gastland zu benehmen hat.

    Obendrein wird der schweizerische Dialekt schon in den Kindergärten gefordert, um die nationale Identität zu fördern. Wer nicht mitkommt, ab in die. Das sollte man bei uns einführen. Bei uns können viele MigrantInnenKinder nicht einmal deutsch, sondern nur Turkdeutsch, hey Alder. Wenn man bei uns sowas einführen würde, würde sich ganz schnell die Spreu vom Weizen trennen. Und ein paar müßten ganz schnell wieder nach Hause fahren.

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrockhaus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Dezember 2010 00:48

    Ich bin ein absoluter Gegner der Gesamtschule, nicht erst, seit ich vor geraumer Zeit Gelegenheit hatte, einer Hauptschule einen Besuch abzustatten.

    Unglaubliche Dinge spielen sich dort ab und manche glauben offensichtlich immer noch, das "B" für den seinerzeitigen B-Zug stand für "besser"

    Die österreichischen Schüler würden noch mehr unterdrückt, das Niveau ins Bodenlose sinken und die Lehrer noch mehr an Respekt und Einfluß verlieren. Pädagogen und Professoren wird es dann sicher nicht mehr geben.

  7. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Dezember 2010 09:39

    Die Frau Bundesminister stützt sich auf Experten, so die Radionachrichten, ich behaupte, sie stützt sich auf rot colorierte 'Experten', ist ja Nikolo gewesen, für Österreich Krampus.

    Ich hätte da eine Empfehlung für die 'Experten'.

    Nehmen wir das Jahr 1960 als Maßstab, oder nehmen wir das Jahr 1955 als Maßstab.

    Welche Schulgesetze und Rechte gab es damals ?
    Viel weniger als heute.
    Was durften die Lehrer damals ?
    Unterrichten durften sie, für Disziplin und Ordnung sorgen durften sie und sanktionieren durften sie. Als Volksschüler habe ich einmal eine mit dem Lineal auf die Finger bekommen, es hat nicht weh getan aber getroffen, nur einmal und die Ordnung war hergestellt.
    Welche Unterrichtsmittel gab es damals ?
    Das Schulbuch aus der Schülerlade, das Schulheft, den Bleistift, den Buntstift und den Radiergummi. Heutzutage wird ein sündteuerer Schulranzen vollgestopft mit teuersten Materialien (600,- Euro pro Kind) und so ist es auch, die Kenntnisse sind im Schulranzen, leider.
    Welche Unterrichtsinhalte gab es damals ?
    Die wesentlichen ! Nicht, wie heute, die unnötigen und perversen.

    Stellen Sie sich das heute vor, ein Schüler bekommt heute mit dem Lineal eine auf die Finger ! Der Lehrer wird suspendiert, der Bürgermeister samt der Horde von Mustaphas heult auf, etc., etc. die Elternschaft ist 'aufgebracht', die Dummheit und das Gericht siegt, statt die Ordnung und die Disziplin und damit der Schulerfolg.

    Nur mit Disziplin kann man konzentriert arbeiten und nur mit Konzentration kann man Erfolge erzielen.

    Fakt ist jedenfalls, daß die heutigen Schulergebnisse 37% der Schulergebnisse von 1960 sind.

    Wenn Dr. Unterberger da ein Rezept aufschreibt, so ist das vermutlich konträr zur 'Gesamtschulexpertenmeinung'.

    Auch ich vertrete die Meinung, wir sollten die Schulvielfalt lassen, die Lern- und Lehrfreiheit und die Politik zur Gänze aus den Schulen entfernen. Parteien haben noch immer alles ruiniert, was ihnen unter die Finger gekommen ist. Das ist augenscheinlich und bewiesen.

    Wer nicht Deutsch kann, ist nicht reif für die Schule in Österreich. Wer in eine ausländische Schule gehen will (Beispiele American School, Lycee Francaise, etc.) muß auch dort Deutsch können. Hilfestellungen, 'Abholungen' in Grün-Rot-Jargon, soll es für Migranten geben, etwa Deutschunterricht für Kindergarten-und Schulkinder und Förderunterricht.

    Das aber geht nicht, daß Disziplinlosigkeit herrscht, Lernunwilligkeit, Schulschwänzen, etc. auch da gehe ich konform mit notwendigen Sanktionen.

    Notwendige Sanktionen aber auch gegen politische Kräfte, die das alles haben einreissen lassen und damit die österreichische Schule versaut haben.

    Also, liebe Experten, wenn Sie glauben, helfen zu können, dann tun Sie es. Sagen Sie der Frau Bundeminister, sie soll ihre Parteilakaien, ihre Lehrstoffveruntreuungen, ihren Mißbrauch unserer Kinder, sämtliche Politmanipulation sofort abstellen als ersten Tip.

    Ein zweiter wäre: Lern- und Lehrfreiheit. Die Politik hat nur so viel zu tun, als daß sie ein Schulsystem sicherstellt, ob alles privatisiert wird oder ob auch staatliche Schulen betrieben werden, das sollte offen bleiben. Es gab da einmal aus einen 'Spitzen-Pisaland' die Meldung, daß genau dort nur 26% staatliche Schulen sind.

    Frau Bundesminister, mit dem Einheitsbrei sind Sie auf dem Holzweg. Hören Sie auf den guten Rat und lassen Sie die Schulvielfalt, Lehr- und Lernfreiheit, geben Sie den Lehrern ihre Rechte zurück, behindern Sie die Lehrer nicht in ihrer Arbeit durch ihre Parteilakaien, wehren Sie diziplinlose Eltern und Schüler ab und sorgen Sie für ein unpolitisches Schulklima ! Oder treten Sie sofort zurück !

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcarlo soziale
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Dezember 2010 11:51

    Es verlebte auch eine Zeit vor meiner nicht so erfolgreichen Schulkarriere. Das Kindergartenschwänzen zeigte aber schon damals meinen Freiheitssinn. Dafür war ich aber auf öffentlichen Kinderspielplätzen anzutreffen.
    In einer Sandkiste traf ich auf eine Kindergruppe die "Bundesregierung" spielte. Ein gewisser Freddy gab den Bundeskanzler und die Glauddia die Unterrichtsministerin, ausgestattet mit einem Bildband über Pferde. Ich wollte als Sozialminister mitspielen, durfte aber nicht, weil ich behauptet hatte, Falken seien nicht rot. Für die Vogelkunde habe ich mich immer schon interessiert.
    Egal, heute Morgen gegen 4 Uhr kommt mir eine Frau entgegen, deren Gehfehler mir bekannt vorkam (alte Lateiner wissen, obiger Vorname steht für "die Hinkende"). Tatsächlich war es meine alte Sandkistenbekanntschaft, der die PISA-Studie irgendwie Kummer bereitete. Sie erzählte mir, dass sie die ganze Nacht am Rücken ihres Pferdes zugebracht hat und das wohlige Gefühl im Schritt auch die Durchblutung ihres Gehirns gefördert und sie eine brilliante Idee geboren hätte.
    Ihn Wien könnte man die HS, KMS und NMS in Proletengymnasium umbenennen, um endlich Gymnasien für alle zu schaffen. Im Gegensatz zu den traditionellen Gymnasien wird im Proletengymnasium ein modifizierter PISA-Test durchgeführt, der "Proleten iPhone School Apps"-Test.
    Für NÖ schwebt ihr übrigens das Prölletengymnasium vor.
    Andere Bundesländer kennt sie glaube ich nicht, sie spricht von:
    V - 28. Schweizer Kanton
    T - autonome Region Italiens
    K - Nordslowenien
    B - Westungarn
    S - Bayrisches Kloster

    Glücklicherweise wurde sie nicht Unterrichtsministerin.


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  1. DI Gerhoch Reisegger (kein Partner)
    16. Dezember 2010 12:54

    Erlaube m ir einen Bericht aus Deutschland bekannt zu machen.Der Diplom-Ingenieur kehrt zurück

    Die Vernunfttat von Schwerin

    Bologna ist nicht der Endbahnhof von Europas Bildungsreise: Mecklenburg-Vorpommern macht mit der Autonomie der Hochschulen ernst und führt den Abschluss eines Diplom-Ingenieurs wieder ein. Und nicht nur das.
    Von Jürgen Kaube

    In Mecklenburg-Vorpommern darf es ihn wieder geben: den international hochgeschätzten Dipl.-Ing.

    FAZ 16. Dezember 2010 – Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat gestern mit den Stimmen von SPD und CDU das dortige Hochschulgesetz geändert. Die Universitäten und Fachhochschulen von Greifswald bis Rostock erhalten dadurch Freiheitsgrade, wie man sie sich andernorts in Deutschland nur wünschen kann. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass Mecklenburg-Vorpommern das erste Bundesland ist, in dem die Hochschulpolitik sich gegenüber den Reformphantasien und -bürokratismen von Bologna ausdrücklich – Baden-Württemberg und Sachsen tun es ebenfalls, aber weniger demonstrativ – wieder auf den eigenen Verstand besinnt.
    Das geht über die Wiedereinführung des Diplomgrades etwa in den Ingenieursstudiengängen hinaus. Künftig müssen dort die Studiengänge auch nicht alle fünf Jahre in jenem so teuren wie informationsarmen Verfahren der „Programmakkreditierung“ überprüft werden, das bundesweit kritisiert wird. Eine „Reakkreditierung“ soll nur noch nötig sein, wenn einmal genehmigte Studiengänge gravierend geändert werden. Da gerade der Entwurf eines bundesweiten Staatsvertrages vorliegt, der wider alle Erfahrung an den Hochschulen das Gegenteil, nämlich die regelmäßige Erneutakkreditierung, vorsieht, kann man Schwerin zum Ernstmachen mit der Ländersouveränität nur gratulieren.
    Erleichterter Masterzugang
    Auch für die Studierenden enthält die Gesetzesnovelle gute Nachrichten. Ein freiwilliger Studienaufenthalt im Ausland wird nicht länger auf die Regelstudienzeit angerechnet. Welche Teile des Studiums mit einer Note versehen werden und welche dieser Noten ins Endzeugnis eingehen, wird den Hochschulen überlassen. Besonders begabte Studierende können aus dem Bologna-Prüfungskorsett, das – Stichwort „Verschulung“ – für die orientierungsschwächeren Studenten gedacht war, befreit werden. Beim Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium kommt es in Zukunft zur Beweislastumkehr: Der Zugang zum Master wird verwehrt, wenn im Einzelfall erkennbar ist, dass das Masterprogramm nicht erfolgreich absolviert werden kann. Die Abschlussnote als pauschale Zugangshürde ist abgeschafft. Dem Bedürfnis vieler Studierenden trägt schließlich die Einführung des Teilzeitstudiums mit der Möglichkeit einer längeren Regelstudienzeit Rechnung.
    Und dazu eben das Diplom. Sturm sind Funktionäre der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) dagegen gelaufen, dass dieser Abschluss nun – SPD, CDU und Linke haben dafür, FDP und NPD dagegen gestimmt – auf Antrag von Studierenden nach achtsemestrigem Studium wieder verliehen werden kann. Am Dienstag noch meldete sich die HRK-Präsidentin mit einer in ihrer Naivität – um nicht uncharmant zu sagen: Lachhaftigkeit – unüberbietbaren Mahnung, es entstünde Verwirrung, „wenn künftig in den Bundesländern Diplome mit unterschiedlichen Ansprüchen an die erbrachten Studienleistungen ausgestellt würden“.
    Hat Frau Präsidentin schon einmal davon gehört, dass das auch für die Abiturzeugnisse in diesem Land gilt ? Und für die Doktorgrade an unterschiedlichen Fakultäten ? Und für Bachelorzeugnisse, sagen wir: in Cambridge und Bolton, Paris-Süd und Paris-Mitte, in Chicago, Stanford und an der Eastern Mennonite University ? Oder sagen wir: in Saarbrücken, Heidelberg und Lecce ?
    Ein Verwirrspiel, neu durchdacht
    Dass Gleichheit der Leistungen zu gleichen Abschlüssen führt, ist nicht nur reine Phantasie. Vom Gesichtspunkt des vielbeschworenen Wettbewerbs aus betrachtet, ist es nicht einmal wünschenswert. Doch um Wettbewerb geht es der hochschulpolitischen Reformklasse – die sich ja auch Wettbewerbe vorstellen kann, in denen angeblich niemand verliert (Exzellenzwettbewerbe) und solche, in denen alle dasselbe machen (Bologna-Profilbildung) – gar nicht. Vielmehr scheut sie die bloße Möglichkeit, dass Hochschulen künftig Studiengänge anbieten können, die funktionieren, auch wenn sie nicht oder gar weil sie nicht dem HRK-Schnittmusterbogen entsprechen. Weil man das aber nicht sagen kann, wird von einem „einmaligen Verwirrspiel“ gesprochen, das in Europa jetzt durch Schwerin entstünde. Wer ist hier denn verwirrt?
    Gewiss nicht Mathias Brodkorb, der hochschulpolitische Sprecher der SPD im Landtag, der die Novelle maßgeblich vorangetrieben hat. Ihm und seinen Mitstreitern ist bewusst, dass gerade die Bundesländer im Osten sich gedankenlose Bildungsreformen nicht leisten können. Für ihre Hochschulen ist „Profilbildung“, andernorts oft Phrase, angesichts von Demographie und Studierverhalten eine existentielle Frage. Brodkorb und die Seinen haben bewiesen, dass es sich lohnt, eine Sache zu durchdenken, auch wenn in ihr schon alles entschieden scheint.

  2. Helmut Weissert (kein Partner)
    12. Dezember 2010 00:07

    S. g. Herr Unterberger,

    mich stört es keineswegs, dass die Dame von "Schülerinnen" gesprochen hat. Ich verwehre mich nämlich dagegen, dass mir andere aufzwingen wollen, wie ich zu sprechen und zu schreiben habe. Genauso gestatte ich aber jedem, selber so zu sprechen, wie er/sie es möchte. Deshalb habe ich nichts gegen Leute, die in ihren "politisch korrekten" Formen sprechen, solange sie akzeptieren, dass ich es nur dann tue, wenn es mir gerade in den Kram paßt. (Z.B. wenn ich mich beim Schreiben eines Förderantrags anbiedern muss.)

    Ich glaube, was wirklich hinter den Gesamtschulen-Wünschen steckt, ist das Ausländerproblem. Denn in den Klassen, wo mehr als 80 Prozent keine Deutsche Muttersprache haben, lernen die Zuwanderer nicht richtig Deutsch. Hat eine Klasse zumindest 50 Prozent Schüler mit Deutscher Muttersprache, dann geht es. Viele Eltern wollen nicht, dass ihr Kind in eine Zuwanderer-Klasse geht, und geben es deshalb in die Privatschule. Ergebnis: Privatschule

    Es ist sehr wichtig für die SPÖ, dass ihr Massenzuwanderungsexperiment gut geht, denn ansonsten sieht es schlecht aus in den nächsten Jahrzehnten an der Wahlurne. Und mit einer Gesamtschule hofft man auf eine größere Durchmischung, und damit auf eine Lösung eines Hauptproblems. Fremdsprachliche Klassen (türkisch, serbisch) kann man nicht machen, da dann das Integrationsmärchen zerstört wäre. Eine Ausländerschule wie in Schweden für alle Kinder, die nicht gut genug Deutsch sprechen, ist wiederum nicht politisch korrekt. Somit muss die Gesamtschule her, es geht letztendlich um die eigenen Pfründe!

    Das Hauptproblem bei unserer Lehrerschaft ist meiner Meinung nach, dass der Lehrer nicht nur Lehrer ist, sondern in einer Person ebenfalls Prüfer, der damit seine eigene Arbeit beurteilt. Im angloamerikanischen Raum gibt es hingegen teilweise eine Trennung von Lehrer und Prüfer, mit dem Ergebnis, dass die Effizienz jedes Lehrers transparent wird, während bei uns manche den Schülern gute Noten schenken, ohne ihnen aber etwas beizubringen.

    Aber wer so etwas fordert, würde sofort von den Lehrergewerkschaften niedergeprügelt. Denn worum geht es wirklich: Dass die Lehrerschaft mit hohem Gehalt und viel Nachmittagsfreizeit gut versorgt ist, und auch einen langen Sommerurlaub hat. Und würde man DIESE Krieterien untersuchen, so gehörte Österreich sicherlich zu den Top-Nationen weltweit!

    Mein Tipp daher an die Regierung: Nicht mehr an der Pisa-Studie teilnehmen (Gründe dafür wird man mittels einer bestellten Studie leicht finden können), oder die Ergebnisse manipulieren, und das Problem ist gelöst!

  3. DI Gerhoch Reisegger (kein Partner)
    11. Dezember 2010 13:32

    Verzeihen Sie die Länge, aber bei so viel Getue um kleinliche Details ist veilleicht ein Erfahrungs-Bericht eines Nicht-Experten erlaubt.

    Die Expertokartie wird also auch für das Schul- und Bildungswesen bemüht. Zwar glauben die rational-aufgeklärten und nichts-als-Tatsachen-Gläubigen nicht mehr an Gott und die alten (deutschen) Tugenden, dafür umso mehr an ihre pseudo-rationalen Ideologien.
    Als ich 1947 in die Volksschule kam gab es nur "Frontal"-Unterricht und die Klassen hatten im Schnitt 35 - 40 Schüler. In der 4. Klasse wurden die üblichen kleine Vergehen: Hausübung "vergessen" oder das, was zu lernen war, nicht gekonnt, das "Schwätzen" oder sonstige belanglose Ordnungswidrigkeiten mit dem Rohrstaberl auf die ausgestreckten Finger "belohnt". Ich habe nie von irgendwelchen Beschwerden der Eltern oder "psychologischen" Schäden der Mitschüler gehört. Im Gymnasium war es ähnlich. Für "schwere" Vergehen gabs Karzer, wobei "schwer" aus heutiger Perspektive so marginal erscheint, daß man selbst mit einer Lupe dies nicht wahrnehmen könnte.
    Ansonsten wuchsen wir in weitgehender Freiheit auf. Wenn wir nach einer Blessur Schrammen hatten oder versuchten die Eltern in unsere Händel hineinzuziehen, indem wir "petzten", fingen wir höchstens noch eine Ohrfeige. Nach dem wahren Motto: "Ein Scheit allein brennt nicht."
    Als unsere Kinder 1976 - 78 in Pretoria die Grundschule besuchten, es war dies eine "Deutsche Schule", in der ab der 1. Klasse selbstverständlich auch Afrikaans und ab der 2. Klasse zusätzlich Englisch unterreichtet wurde. Das besondere an dieser (und ähnlichen Schulen dort) war, daß 1. strikte Ordnung herrschte, 2. sehr gute Lehrer unterrichteten, 3. die Eltern stark involviert waren (es war ja eine Privatschule, für die Schulgeld zu bezahlen war), womit 4. die Lehrer einerseits tagtäglich "kontrolliert" wurden aber auch tagtäglich feed-back in beide Richtungen stattfand, 5. die sowohl musischen und künstlerischen Begabungen sehr gefördert wurden und 6. nach dem Motto "mens sana in corpoere sano" sehr viel Sport, Turnen, Schulwettkämpfe, etc. die Lehr- und Lernstunden ausglichen, die 7. den Ehrgeiz der Schüler positiv beeinflußten und 8. wurde Gemeinschaftsgeist und die Integration der Schüler von der 1. Klasse bis zur 8. Klasse Gymnasium dadurch bewirkt, daß die Wettkämpfe in allen Bereichen - Sport, Musik, ... - zwischen "Häusern" ausgetragen wurden. Ein "Haus" war eine Mannschaft, deren Mitglieder vom Kleinsten bis zum Ältersten, vom Besten bis zum Schwächgsten reichten. Jeder fieberte bei solchen Mannschafts-Wettkämpfen mit jedem mit und die Schulgemeinschaft erstreckte sich über die ganze Schule und nicht nur über jeweils einen Jahrgang, wie dies bei uns - wenn überhaupt noch - der Fall war/ist.
    Darüber hinaus wurde ein Schulneubau mit der physischen Hilfsleistung aller Eltern und Schüler(!), vom Generaldirektor bis zum kleinen Angestellten, an unzähligen Wochenenden tatkräftig unterstützt und mit "fund-raising-activities" (z.B. der Organisation eines jährlichen Oktoberfestes) das Schulbudget erheblich auch finanziell aufgestockt. Und natürlich gab es strenge Leistungsprüfungen die bei Matura landesweit einheitlich waren, und Zensuren, was den Leistungsstandard der Schulen 1 : 1 vergleichen ließ. (Englische, Afrikaanse (Buren), Deutsche Schulen)
    Die Dt. Schule in Pretoria und Johannesburg waren regelmäßig im absoluten Spitzenfeld oder überhaupt Gesamt-Landessieger.
    Aus österreichischer Erfahrung kann ich berichten: meine Söhne, die in ziemlicher Freiheit aufwuchsen, konnten nach S.A. akzentfrei Englisch (und Afrikaans), fuhren jedoch im Gymnasium regelmäßig 4-er und 5-er ein. Einer hatte in einem Jahr in Deutsch eine "1", im nächsten - bei einem anderen Lehrer - regelmäßig 4 bzw. 5, etc. was nebestbei der Klassendurchschnitt in allen Hauptgegenständen war. Als ich die Lehrer deswegen zur Rede stellte, wurde mir beschieden: die Klasse wäre so blöd ... Als ich diesem Lehrer beschied, daß er wohl seinen Job verfehlt habe, denn dieser wäre aus den "blöden" Kindern etwas weniger "blöde" zu machen, und ihm weiters mein Urteil über seine Fähigkeiten/Befähigung mitteilte, bekam ich bis zum Ende des Gymnasiums meiner Söhne MEINE "Betragensnote" im Zeugnis meiner Söhne schriftlich. (Beide sind aber etwas - Dipl. Ing. bzw. Optiker - geworden.)
    Da meine Frau Lehrerin war kenne ich auch hier die Situation aus erster Hand und über Jahrzehnte. In unserem Dorf, wo noch viele Bauernkinder (unverbildet und mit Arbeitsethos), fast keine Ausländerkinder (und wenn nur aus europäischen Ländern) waren, und überdurchschnittlich mehr Kinder aus "besser situierten" Familien die Schule besuchten (die offenbar auf ordentliche Schulbildung Wert legten und in der Regel ein geordnetes Familienleben hatten), war das Ergebnis lange Jahre hervorragend. In den diversen höheren Schulen kamen sie nicht nur durch, sondern waren meist im oberen Leistungsdrittel. Nachdem eine - neue - profilneurotische Direktorin das Ruder übernahm und an ein und derselben Schule klassische und "fortschrittliche" Methoden stattfanden, die Leiterein vor allem Montessori förderte, die "alte" Schulmethode aber diskriminierte, fiel in diesem "fortschrittlichen" Zweig das Niveau ins Bodenlose: keine Leistungshaltung, keine Ordnung, keine Disziplin und da es vier Jahre keine Noten gab auch keine verwertbaren Kenntnisse; das Heulen und Zähneknirschen kam mit dem Eintritt ins Gymnasium. Kaum ein Schüler dieser Gruppe schaffte es, und die "Liebe-Griesschmarrn-Haltung" in den Jahren davor zwischen Lehrern und (meist grünen) Eltern, wandlete sich nach dem Erwachen aus diesem Traum in etlichen Fällen in schwere Feindschaft.
    Resümee: es liegt an den Kindern, ob sie einigermaßen "normal" sind, es liegt noch mehr an den Lehrern, ob sie den Beruf als Berufung und nicht Job sehen und vor allem die Kinder gerne haben (dann vertragen sie auch Strenge, wenn notwendig) und es bedarf keiner weiteren Schulversuche, sondern die Umsetzung des längst Bewährten.
    Das setzt natürlich voraus, daß die verlogene Ideologie, daß alle gleich sind auf dem Müllhaufen entsorgt wird. Und mit ihr all jene, die sie vertreten.

  4. numerus clausel (kein Partner)
    09. Dezember 2010 16:39

    Wie hat´s auch immer geheißen? Diejenigen, die zum Studieren zu blöd sind, geh´n eben auf die Pädak, die werden dann wieder auf die Kinder losgelassen. Kein Wunder, dass das Niveau immer weiter nach unten geht. Wobei ich sagen muss, dass die Schuld nicht nur bei den Lehrern liegt, großteils kümmern sich die Eltern auch nicht mehr um die Kinder und verlassen sich darauf, dass die alles im Kindergarten und in der Schule beigebracht bekommen.
    Dass die C.S. dann weiters auf allen Ebenen versagt hat, muss wohl nicht extra erwähnt werden, so planlos kann man nur von Faymann´s Gnaden weiter ungeschoren weiteragieren.

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. Dezember 2010 16:51

      Frei nach Mey (Reinhard):

      "Herr Josef hält flüsternd Frau Claudias Arm:
      Halt du sie dumm, -- ich halt' sie arm!"

    • hoffmann (kein Partner)
      09. Dezember 2010 16:52

      Wieso Claudia Schmied versagt haben soll, entzieht sich meiner Kenntnis. Jene Schüler, die 2009 15 waren und beim Pisa - Test nicht sinnerfassend lesen konnten, hätten diese Fertigkeit zu einer Zeit lernen sollen, in der in Ö schwarz/blau regierte und die zuständige Ministerin Elisabeth Gehrer hieß.

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. Dezember 2010 16:59

      Klar kann sie nix dafür.
      Sie ist ja erst seit 11. Jänner 2007 in "Amt und Würden". Also (bald) seit nur 4 Jahren.

      A pro pos "Amt":
      "Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch den Verstand dazu."
      Heißt es.
      Na, und von wem hat sie ihr Amterl?
      Und der hat davon nichts "abzugeben". Mangels Überfluss.

    • hoffmann (kein Partner)
      09. Dezember 2010 17:09

      neppomuck

      Sie scheinen nicht zu verstehen, was ich sagen will. Ich versuche es anders: Wie hätte C. Schmied diesen Jugendlichen, die beim Pisatest versagt haben, seit ihrem Amtsantritt am 11.1.2007 das sinnerfassende Lesen beibringen sollen? Sagen Sie mir das bitte!

    • numerus clausel (kein Partner)
      09. Dezember 2010 17:16

      Innerhalb von 4 Jahren wird wohl auch der größte Vollpfosten einigermaßen lesen lernen können, oder reicht es, nur die Buchstaben S, P und Ö zu erkennen und dann bei dieser seltsamen geometrischen Figur daneben etwas reinzukritzeln?

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. Dezember 2010 17:18

      Der letzte PISA-Test war 2009.
      Um das Testergebnis aus 2006 zu "studieren" hatte sie genug Zeit.
      Oder fallen nur die Volksschulen in ihren Zuständigkeitsbereich?

    • hoffmann (kein Partner)
      09. Dezember 2010 17:20

      numerus clausel

      Sie meinen also, Fr. Schmied hätte diese Jugendlichen, die bei ihrem Amtsantritt rund 13 Jahre alt waren, persönlich im Fach Lesen unterrichten sollen? So quasi als Schnellkursus für Pisa?

    • hoffmann (kein Partner)
      09. Dezember 2010 17:23

      neppomuck

      Und was hätte Fr. Schmied ab dem 11. 1. 2007 tun sollen, was diesen Schülern, die das Lesen offenbar in der Volksschule nicht gelernt haben, das Lesen beibringen hätte können?

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. Dezember 2010 17:31

      Für sie ein "multiple-choice-Erlebnis":

      o leise weinen
      o Frau Gehrer fragen
      o ihres Amtes zu walten
      o ihr Nachtgebet ausweiten

      Zuftreffendes ankreuzen
      Testergebnis folgt

    • hoffmann (kein Partner)
      09. Dezember 2010 17:41

      neppomuck

      Sie wissen also nicht, was sie hätte tun können, tun aber hier so großspurig. Ich würde vorschlagen, Sie belästigen die Leute nicht mit ihren Postings. Denn konstruktiv sind sie nicht. Wenn Sie nicht mehr weiterwissen (und das ist jetzt offenbar der Fall), versuchen Sie die lächerliche Tour. Damit machen Sie sich aber selbst lächerlich.

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. Dezember 2010 17:44

      Falsche Antwort.

      Möglichkeit #3 wäre die richtige gewesen.

    • hoffmann (kein Partner)
      09. Dezember 2010 17:56

      Das ist zuwenig, werter Herr neppomuck. Wie hätte sie das tun sollen? Was hätte sie tun sollen? Wie hätte sie den Lesenachteil bei 13jährigen in so kurzer Zeit ausgleichen sollen? Sie glauben wohl, das geht im Handumdrehen. Aber ich verstehe schon, wenn man jemanden ans Messer liefern will, verlangt man immer Unmögliches. Darin sind Leute wie Sie Meister. Nur damit kommt man nicht weiter.
      Sie haben keinen blassen Tau von dem Thema, zu dem Sie sich da äußern. Lassen Sie's.
      P.S. Vielleicht wären das die beiden Lehrermehrstunden gewesen, die die ÖVP - Lehrergewerkschaft so gekonnt verhindert hat. Was meinen Sie?

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. Dezember 2010 17:59

      Ich lass' es.

      N.B.:
      Hätten alle Lehrpersonen jetzt den Fratzen Lesen beibringen sollen?

    • hoffmann (kein Partner)
    • numerus clausel (kein Partner)
      09. Dezember 2010 20:16

      Somit ist schon die jetzige Gesamtschule aka Volksschule gescheitert. Geht man davon aus, dass dort jahrein, jahraus von den gleichen Lehrern immer der gleiche Stoff durchgemacht wird, dann liegt das Ergebnis wohl daran, dass entweder die Eltern sich nicht um den Nachwuchs kümmern, oder es den Lehrern zusehends gleichgültiger wird, was sie aus den Kindern machen. Offensichtlich findet schon hier eine Nivellierung zu den schlechten Schülern statt. Was soll dann erst noch weiter geschehen, wenn dann noch weiter alle auf einen Haufen geworfen werden? Hat´s sowas mit einer vereinheitlichten Schule nicht schon mal gegeben? Wurde zu diesem Zeitpunkt nicht auch gegen die "Reichen" gehetzt? Irgendwie wiederholt sich alles wieder und immer von den gleichen Agiteuren...

    • Reinhard (kein Partner)
      09. Dezember 2010 20:48

      Hoffmann hat nicht Unrecht, unter Gehrer wurde der Niedergang des Bildungssystems nicht gebremst, sondern eher beschleunigt.
      Irgendwie wird man den Eindruck nicht los, dass das Ressort "Bildung" in der Regierung den gleichen Stellenwert wie im Gemeindebau hat - irgendwer muss es machen, also schiebt man den Posten demjenigen zu, der woanders größeren Schaden anrichten könnte.
      Schwarz oder blau oder wer auch immer hat bisher noch kein besseres Konzept vorgelegt.

      Dass eine Gesamtschule das Bildungssystem signifikant verbessern könne, ist bisher nur Wunschdenken; Beweise ist es bisher schuldig geblieben. Wenn es um das Versagen der Politik und der gesamten Gesellschaft samt ihrer Grundeinstellung zum Lernen geht, werden Lehrplanvereinheitlichungen keine Wirkung zeigen.
      Einen Stau auf der Autobahn kann ich nicht verhindern, indem ich alle Autos rot lackiere.

    • socrates
      10. Dezember 2010 08:35

      hoffmann
      Zum Schlechterwerden hat die Zeit gereicht. Bayern, unsere Nachbarn haben sich stark verbessert. Wir sollten die Minister tauschen, dort haben sie auch keine Gesamtschule. In meiner Volksschule hat diese Zeit genügt um lesen und schreiben zu lernen. Mit 9 Jahren habe ich dann eine Aufnahmsprüfung gemacht, mit Satzbestimmung. Gott waren wir gut!
      Schmied gehört zur Volksbank, wo man Flügel mit V schreibt, oder nach Brüssel, wie alle anderen Versagerinnen.

    • socrates
      10. Dezember 2010 08:49

      hoffmann
      Wie ich weiter unten geschrieben habe, die Schweiz hat sich auch verbessert, speziell die Migranten, seit auf sie Druck ausgeübt wird. Aber mit sinnerfassendem Lesen haben Sie es als Schmiedanhänger nicht so sehr.
      Wozu brauchen Sozis Langwaffen?

    • Neppomuck (kein Partner)
      10. Dezember 2010 10:08

      Damit sie die "kurzen Beine" ausgleichen können, socrates.

  5. S. Oberreit (kein Partner)
    09. Dezember 2010 11:44

    Was ich nicht vertsehe, wie kann jemand, der nicht sinnerfassend lesen kann, überhaupt an so einem Test teilnehmen und naturwissenschaftliche Fragen oder mathematische Aufgaben lösen?

    Wie kann es sein, dass Österreich in Mathematik und den Naturwissenschaften deutlich besser abschneidet als beim Lesen?
    Werden den Anaplphabeten die Fragen vorgelsen, in Form eines Theaters vorgeführt (Bauer Huber erntet 300 Kilo Kortoffel, am Montag verkauft er...) oder als Bilderrätsel vorgelegt?

    • Undine
      09. Dezember 2010 14:46

      @S. Oberreit

      Es ist mir überhaupt ein Rätsel, wie es möglich ist, daß Schüler die VS verlassen, OHNE (sinnerfassend!) LESEN zu können. Das ist ja eine Ungeheuerlichkeit! Ohne diese Fertigkeit nachweisen zu können, DARF ein Kind die VS nicht verlassen. Da muß es eben eine Klasse wiederholen, BIS ES LESEN KANN!

      Oder ist es so, daß:
      1.) Die Volksschulen einfach froh sind, wenn sie die "lernschwachen" Schüler irgendwie loswerden.
      2.) Daß die Lehrkräfte von den Eltern "lernschwacher" Kinder so "erpreßt" werden, gute Noten zu geben, daß sie nicht anders können als gute Noten zu geben.

      Bei beiden Möglichkeiten lautet dann das Motto "Hinter mir die Sintflut!"

    • robert (kein Partner)
      09. Dezember 2010 15:06

      @undine

      Es liegt daran, dass schon in den Volksschulen etwas fehlt, dass in der darauf folgenden gemeinsamen Schule bis 14 (oder länger) ebenfalls vorhanden sein muss: spezielle schulinterne Förderprogramme für schwächere Kinder. Unser heutiges Schulsystem wälzt viel zu viel Verantwortung auf die Eltern ab. Wenn die mit ihren Kindern nicht lesen bzw. sie nicht dazu animieren, kann das die Schule dzt. nicht wettmachen. Das muss sie aber, daran führt kein Weg vorbei. Die Familiensituation ist viel zu inhomogen, um davon ausgehen, dass alles im Elternhaus immer passt.

    • Undine
      09. Dezember 2010 17:04

      @robert

      In einer 1. Klasse HS sitzen zwei türkische Brüder unterschiedlichen Alters.Sie sind fröhlich, aber der Unterricht geht, obwohl sie ganz gut deutsch können, spurlos an ihnen vorüber. Die Bemühungen der Lehrer sind vergeblich. Hausaufgaben werden nicht gemacht.
      Nach dem Unterricht gehen die zwei Buben zu ihrem Vater, der einen Kebab-Stand hat. Um 23h wird der Kebab-Stand geschlossen, dann geht die Familie schlafen. Die Buben werden einmal den Kebab-Stand übernehmen. Wozu, findet die Familie, sollen die Buben sich mit der Schule herumquälen.

    • robert (kein Partner)
      09. Dezember 2010 18:27

      @undine

      die Brüder sind unterschiedlich alt, sitzen aber in derselben Klasse? Kommt das oft vor? Wohl nicht so oft, um als Fallbeispiel dienen zu können.

      Bildungsferne ist keine Domäne von Migrantenfamilien. Das sich nicht herumquälen Wollen mit der Schule kommt auch in vielen einheimischen Familien vor. Angeblich sind es ja gerade die österr. Jugendlichen, die bei diesem Pisatest besonders schlecht abgeschnitten haben.

      Eine Gesamtschule heißt meiner Ansicht nach nicht, dass man nichts leisten muss (siehe das von mir unten erwähnte Beispiel China). Ich glaube, dass es notwendig ist, innerhalb der Schule abseits vom Regelunterricht zwei Dinge anzubieten: spezielle Förderprogramme für schwächere Schüler, die verpflichtend besucht werden müssen (die aber gratis sind), und spezielle vertiefende, ergänzende Programme für Kinder, die besonders gut sind. Wichtig ist, jedem einzelnen Kind im Rahmen seines Schulbesuchs die Möglichkeit zu geben, besonders gut zu sein (ein Kind kann z.b. in einem Fach einen Förderkurs brauchen und im anderen Fach den vertiefenden Unterricht besuchen können). Das geht aber nur in einer gemeinsamen Schule, die beides anbietet. Wenn man Kinder mit 10 trennt und einen Teil von ihnen zwangsweise in eine schlechtere Schule steckt, bleiben viel zu viele Kinder (=spätere Erwachsene, die irgendwann in die Arbeitswelt integriert werden müssen) auf der Strecke. Das schadet der Gesellschaft und vor allem auch der Wirtschaft. Und ich kenne viele Wirtschaftstreibende, die massiv für eine Gesamtschule eintreten (ganz im Gegensatz zu jenem Bild, das man von Unternehmern gerne hat).

    • TCM (kein Partner)
      09. Dezember 2010 18:40

      Es gibt auch andere Fallbeispiele. Ich kenne einen Kebabbudenbesitzer, dessen Tochter in Österreich maturiert hat und jetzt Medizin studiert.

      Ansonsten gibt es keinen Grund anzunehmen, warum man nur in einer Gesamtschule Kinder fördern kann. Ich bin aber auch der Meinung, dass bei uns sehr viel von den Eltern abhängt. Meine Schlussfolgerung daraus ist eine differenzierte Ganztagesschule, weil dadurch auch Kinder aus "bildungsfernem" Milieu oder mit Eltern, die wenig Zeit haben, länger in der Schule bleiben und so Lernen und Bildung besser zugänglich werden. Die Trennung in Schultypen muss aber bleiben.

    • robert (kein Partner)
      09. Dezember 2010 18:49

      @TCM

      mit der differenzierten Ganztagsschule haben Sie recht. Aber warum muss die Trennung in Schultypen bleiben? Ihre Begründung dafür würde mich interessieren.

    • TCM (kein Partner)
      09. Dezember 2010 19:09

      @robert
      Weil es das einfachste ist und sich im Prinzip bewährt hat. Bei den 14-Jährigen gehen die Begabungen bereits so weit auseinander, dass es äußerst schwierig wäre, alle Kinder eines Jahrganges in einer Klasse adequat zu unterrichten. Wenn man dafür mindestens 2 Lehrer oder mehr in der Klasse braucht, Schüler je nach "Lernprojekt" in variable Gruppen einteilt, entsteht nur eine Unruhe. Auch die Idee, dass schwache Schüler von den besten Schülern lernen könnten, ist nur eine Idealvorstellung. Warum es in Finnland einigermaßen funktioniert, hat sicher mehrere Gründe, vergleicht man aber dieses Land mit seinen skandinavischen Nachbarn, zeigt sich, dass Finnland die Ausnahme ist.

      Was oft übersehen wird, ist, dass die Gesamtschulen allermeistens als Ganztagesschulen geführt werden. Daraus folgt, dass die Schüler dem "elterlichen Milieu" länger entzogen werden. In der Praxis werden zwar die Schwächeren auf ein gewisses Mindestniveau gehoben, aber die sehr guten Schüler aus bildungsnahen Schichten werden am stärksten benachteiligt. Deswegen gehen letztere meist auf teure Privatschulen, und die soziale Selektion ist perfekt. Siehe Frankreich und Großbritannien, wo übrigens ähnliche Schuldiskussionen geführt werden wie bei uns.

    • robert (kein Partner)
      09. Dezember 2010 19:35

      TCM

      Hätte sich die Trennung der Kinder mit 10 bewährt, gäbe es bei uns diese Diskussion nicht. Es würde nicht beinahe jeden Tag ein anderer Experte die Gesamtschule fordern und es würden nicht (so wie zu lesen war) die Länder mit Gesamtschule beim Pisatest am besten abschneiden. Ich kann mich nur wiederholen: wenn man Kinder mit 10 Jahren trennt und ein Teil von ihnen dazu zwingt, in eine schlechtere Schule zu gehen, geht Potential verloren: geistiges und auch wirtschaftliches. Wie ein differenziertes Gesamtschulsystem funktioniert, haben viele Länder über viele Jahrzehnte hindurch vorexerziert. Und ich weiß nicht, woher jene Leute hierzulande, die die Gesamtschule ablehnen, den Glauben hernehmen, dass österr. Kinder um so viel anders sein sollen als Kinder anderer Länder, in denen es die Gesamtschule gibt. Auch finnische Kinder von 10 bis 14 sind in ihrem Grundverhalten sicher nicht anders als österreichische.
      Natürlich kann man nicht über vier Jahre hindurch alle Kinder in allen Fächern gleich unterrichten. Um diese Unterschiede auszugleichen, soll es ja die von mir zuvor erwähnten Zusatzkurse geben. Es muss nur jedes Kind die reelle Chance haben, auf oberstem Level unterrichtet zu werden. Wenn man ein Kind aber mit 10 in eine schlechtere Schule steckt, ist diese Chance ein für alle mal dahin. Das Kind hat keine Entwicklungschancen mehr.
      Und wenn Eltern ihre Kinder in eine Privatschule geben wollen, so sollen sie das tun. Die gemeinsame Schule von 10 - 14 soll für jene breite Masse an Kindern sein, die jetzt entweder in die AHS oder die HS gehen. Der %-Satz an Privatschülern wird sicher steigen, aber sicher nicht so stark, dass es eine neue Selektion von Kindern in jenem Ausmaß gibt wie derzeit, nur vielleicht ein oder zwei Bildungsstufen höher. Eliteschulen, die jede AHS in den Schatten stellen, gibt es schon jetzt. Diese soll es weiterhin geben.
      Und - sind Sie jetzt für die Ganztagsschule oder nicht?

    • Susa
      09. Dezember 2010 22:17

      @robert

      Dafür, daß Kinder aus "bildungsfernem" Milieu sagen können, sie gehen ins Gymnasium, dafür ist der Aufwand aber sehr groß!

      Da sitzen dann weitere vier Jahre Kinder mit den unterschiedlichsten Begabungen in einem Klassenraum beisammen. Wie soll eine Lehrkraft den Spagat schaffen, "lernschwachen" Kindern, durchschnittlich begabten und sehr begabten Kindern denselben Stoff beizubringen? Das ist in der Praxis einfach nicht durchführbar.
      Statt dann drei Lehrkräfte in eine Klasse zu stellen, ist es doch sinnvoller, so unterschiedlich begabte Kinder in getrennte Räume zu setzen und dort, der Gehirnkapazität angepaßt, zu unterrichten.
      Sollte die Gesamtschule wider alle Vernunft eingeführt werden, gehe ich jede Wette ein, daß dieses Modell keine 15 Jahre bestehen wird. Dann wird wieder---wegen Erfolglosigkeit--- umgebaut.
      Wer erinnert sich noch des Wechselunterrichts in Landschulen? Der funktionierte recht gut. Damals aber hatten die Lehrkräfte nicht mit lauter unerzogenen Kindern zu tun. Voraussetzung für dieses Modell ist DISZIPLIN und KONZENTRATIONSFÄHIGKEIT. Wo findet man heute disziplinierte Kinder, die sich konzentrieren können?
      Ohne DISZIPLIN ist die Gesamtschule eine Totgeburt.

    • TCM (kein Partner)
      09. Dezember 2010 23:36

      Ich denke nach wie vor, dass die Ganztagesschule mit verpflichtenden Förderstunden bei Defiziten (v.a. Deutsch) eine gute Idee ist

      Wenn man ein Kind aber mit 10 in eine schlechtere Schule steckt, ist diese Chance ein für alle mal dahin.

      ...wenn man Kinder mit 10 Jahren trennt und ein Teil von ihnen dazu zwingt, in eine schlechtere Schule zu gehen, geht Potential verloren


      Genau das ist der springende Punkt. Wer sagt, dass es so sein muss, und dass jemand gezwungen wird? Am Land sind viele Hauptschulen mindestens genauso gut wie die AHS-Unterstufen in Wien. Deswegen würde ich bei den Hauptschulen, eigentlich schon bei den Volksschulen ansetzen, und diese verbessern. In die AHS kommt nur, wer eine Aufnahmsprüfung oder ähnliches schafft.

      Ich habe auch nichts gegen Privatschulen, aber auch hier gilt, dass viele Landgymnasien besser sind als so manche Privatschule in Wien. Deswegen wünsche ich mir schon seit langem österreichweite Vergleichtests.

    • TCM (kein Partner)
      09. Dezember 2010 23:42

      Hätte sich die Trennung der Kinder mit 10 bewährt, gäbe es bei uns diese Diskussion nicht.

      Ich sagte, im Prinzip bewährt. Unsere Philosophie ist eben eine andere. Starke Differenzierung in der Schule, anschließend Universitäten auf hohem, österreichweit vergleichbarem Niveau. Das Problem ist, dass es vor allem in der Schule schon lange nicht mehr rund läuft, und die Unis alles aufnehmen müssen, was kommt.

      Andere Länder selektieren wenig in der Schule, dafür gibt es eine extreme Streuung bei den weiterführenden Schulen. Bestes Beispiel: die USA, mit Gesamtschule bis 18, danach Colleges und Universities höchst unterschiedlicher Qualität - von besseren Volkshochschulen bis zu den sehr guten, forschungsorientierten bundesstaatlichen Unis, und natürlich den bekannten Elitehochschulen.

    • TCM (kein Partner)
      09. Dezember 2010 23:43

      Und wie schon gesagt, die gleiche Diskussion gibt es auch in anderen Ländern - mit Gesamtschulsystem - so in UK und FR.

    • robert (kein Partner)
      10. Dezember 2010 11:11

      @TCM

      "Philosphien" kann man ändern. Und das sollte in Fragen der Bildung bei uns auch geschehen. Niemand hindert einen Menschen oder auch eine gesamte Gesellschaft daran, gescheiter zu werden. Irgendwann driften die Bildungswege der Menschen ohnehin immer auseinander - die einen machen eine Lehre, die anderen Matura und gehen auf die Uni. Ich halte es nur für schlecht, dieses Auseinanderdriften schon bei 10jährigen quasi staatlich zu verordnen. Mit 14 passiert das Auseinanderklaffen der Bildungswege früh genug.

      Und wenn Sie den Zwang in Frage stellen - ok, dann schaffen Sie die AHS-Reife ab, denn die stellt diesen Zwang dar. Dann werden automatisch die Gymnasien zu den Gesamtschulen, wenn abgesehen von der Abschaffung dieses Zwanges das System so bleibt wie es ist. Da wäre es besser, diese Gesamtschulen so zu führen, wie es andere Länder vormachen - mit innerer Differenzierung, Spezialkursen u. dgl., nicht so wie jetzt die Gymnasien geführt werden (denn das sind dzt. die tatsächlichen Einheintsschulen). Dann kann man einen Teil der jetzigen Gymnasien zu Eliteschulen mit Aufnahmsprüfung machen, der größere Teil der AHS - Standorte wird aber ebenfalls zur Gesamt - Regel - Schule.

      @susa

      Ich kann mich nur wiederholen: österr. Kinder sind nicht anders als andere. Und andere Länder schaffen den gemeinsamen Unterricht bis 14 mühelos und erfolgreich.
      Und wenn es darum geht, Disziplin zu erreichen, muss man bei der Lehrerausbildung ansetzen - da ist der Schultyp zweitrangig.

    • TCM (kein Partner)
      10. Dezember 2010 11:45

      Wenn man am Land lebt, hat man weniger Wahl. Was hat ein sehr guter Schüler davon, wenn man die AHS in seiner Nähe, sagen wir im Waldviertel, in eine Gesamtschule umwandelt, wenn man in Wien oder vielleicht auch in Krems vereinzelt Eliteschulen beibehält. Am Land ist die AHS eben keine Einheitsschule, sondern immer noch eine Art von Eliteschule für alle mit entsprechender Begabung, zumindest war es vor 15 Jahren noch teilweise so.

    • robert (kein Partner)
      10. Dezember 2010 11:59

      @TCM

      Ich wohne am Land (NÖ) und meine Kinder gehen in die nächstgelegene AHS. Glauben Sie mir, auch dort ist die AHS eine Einheitsschule. Es gibt zwar Gymnasien, die einen besseren "Ruf" haben als andere, aber der rührt aus der Vergangenheit und sagt über den Ist-Zustand nichts mehr aus. Im Gegenteil, dieser bessere "Ruf" ist ein Damoklesschwert - denn dort wollen dann alle hin.

  6. robert (kein Partner)
    09. Dezember 2010 11:13

    Herr Unterberger, sind Sie Bildungsexperte? Haben Sie sich irgendwann in Ihren Leben mit Fragen der Schulorganisation wirklich und ernsthaft über einen längeren Zeitraum, vielleicht von Berufs wegen, auseinandergesetzt und nicht nur so oberflächlich, wie die ganze Debatte derzeit läuft? Ich habe den Eindruck, dass Sie auch zu jenen Leuten gehören, die sich dzt. als Bildungsexperten aufspielen (die sind vor allem in der ÖVP) und den tatsächlichen Experten auf diesem Gebiet den Mund verbieten wollen (Stichwort : "Themenverfehlung!!" - so viel Arroganz aus dem Mund eines Politiker habe ich schon lange nicht mehr vernommen)
    Fakt ist, dass sich alle tatsächlichen Bildungsexperten in allen Diskussionen in allen Medien dezitiert für die Gesamtschule ausgesprochen haben. Ich würde daher dringend bitten, die Frage der Schulorganisation aussschließlich den Experten zu überlassen, die sich in dieser Frage alle einig sind (was offenbar auch seine Gründe hat). Was Frau Schmied betrifft - sie tut das einzig Richtige, nämlich jene Dinge umzusetzen (bzw. es zu versuchen), die Experten schon lange fordern.

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. Dezember 2010 13:44

      Die Gesamtschule (auch "Neue Mittelschule") ist eine "ideologische Missgeburt", ähnlich wie der Begriff der "österreichischen Nation".
      Eine "Nivellierung nach unten" bei gut doppeltem Personalaufwand kann nur die Wunschvorstellung besonders krauser Gehirne sein.
      Oder Ausdruck einer Resignation, die besser den Hut nehmen lassen sollte.

      Ausgewählte "Experten" decken meist nur den gewünschten Teil des meinungsbildenden Spektrums ab, somit ist hier eine "Gültigkeit" der "zitierten - oder dezidierten" Meinungen nicht vorauszusetzen.

      Zumal "Experten" lt. einem sonst ziemlich überschätzten Staatsmann der "splendid-isolation-Nation", der zwar nichts mit "Kirche" (Church), sondern mehr mit "krank" (ill) zu tun hatte, "Männer sind, die hinterher genau sagen können, warum ihre Prognose nicht gestimmt hat". (Zitat W. Ch.)

    • robert (kein Partner)
      09. Dezember 2010 13:55

      @neppomuck

      Sie schreiben das Wort Experte unter Anführungszeichen, d.h. Sie sprechen diesen Leuten das Expertendasein ab. Sind Sie ein Experte? Woher nehmen Sie die Kenntnis, besser als diese Leute beurteilen zu können, welche Schulform besser oder schlechter ist als andere? Seit Jahren sagen alle zum Thema Gesamtschule befragten Bildungsexperten das gleiche: sie gehört her, und das sofort. Und immer wieder gibt es andere Leute, die ausgewiesenermaßen KEINE Bildungsexperten sind, die dem widersprechen. Das ist einfach nur grotesk. Das ist so, als wären alle selbsternannten Wunderheiler medizinisch kompetenter als jeder einzelne Arzt.

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. Dezember 2010 14:08

      Gut erkannt, die Anführungszeichen. *

      "Experten", die weder präzise angespochene Ziele zu formulieren in der Lage sind noch wirtschaftliche Wege zu diesen Zielen zeigen, sondern nur apodiktisch ständig von der Richtigkeit ihrer Überzeugung daherschwafeln und dazu noch die Risken einer weiteren "Reform", die genau so gut als "Rückschritt" zu bezeichnen wäre - auf jeden Fall im Hinblick auf die Notwendigkeit von Eliten, die ja das Salt in jeder volkswirtschaftlichen Suppe sind (oder sein sollen) - ignorieren, solche Leute verdienen ein * ".

    • robert (kein Partner)
      09. Dezember 2010 14:22

      @neppomuck

      Ich würde schon sagen, dass die Gesamtschule ein präzise formuliertes Ziel ist. Es gibt natürlich mehrere Wege, diese dann zu organisieren. Und wenn Sie die Notwendigkeit von Eliten betonen - auch genau deswegen sind alle befragten Bildungsexperten für die gemeinsame Schule - denn dadurch steigt die Chance, den % - Satz an gut ausgebildeten Bürgern zu erhöhen. Das beste Beispiel dafür ist China: die haben die gemeinsame Schule bis 18!!! Und lt. Wirtschafts(!)fachleuten liegt dort v.a. aus diesem Grund die Zukunft in Sachen Technologie, Innovation und wirtschaftlicher Kraft - weil der %-Satz an topausgebildeten Leuten viel höher ist als bei uns. In China wird kein Kind mit 10 als zu dumm für eine höhere Schule erklärt.

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. Dezember 2010 14:32

      Die Schulen brauchen Wettbewerb als ein qualitätsförderndes Kriterium.
      Wie das übrigens in allen Bereichen des Lebens gut funktioniert.
      Mit lähmender Beamtenmentalität wird da eine Niveausteigerung (für alle, nicht nur für die Nachzügler) nicht zu erreichen sein.
      Als erste Maßnahme plädiere ich für die (Wieder-)Einführung einer gewissen Grunddisziplin, die in allen Bereichen kollektiver Arbeit unverzichtbar ist.

      China ist mit Mitteleuropa nicht zu vergleichen.
      Dort herrscht Aufbruch und vor allen auch "Aufbruchsstimmung".
      Als wir in dieser Phase waren, deckte das Wachstum die gröberen Fehler zu. Wie das übrigens immer und überall der Fall ist.
      Nur wurden im Überschwang der Gefühle die Qualitätskriterien in den Schulen laufend aufgeweicht, das Ergebnis sollte als bekannt vorausgesetzt werden.

    • robert (kein Partner)
      09. Dezember 2010 14:42

      @neppomuck

      Wenn Sie China als Vergleich nicht akzeptieren (was ich verstehe, das wäre für Sie eine zu große Offenbarung dessen, dass Sie unrecht haben), nehmen Sie geographisch nähere Länder wie z.b. die skandinavischen - Finnland ist z.B. seit Jahren unter den besten Pisa - Ländern. Überhaupt haben die Pisa - Sieger durchwegs die Gesamtschule. Zufall? Wohl kaum.
      In Ö reden in der Schuldiskussion viel zu viel oberg'scheite Leute mit - dieses Forum ist dafür das beste Beispiel. Sie und andere sollten sich überlegen, welche Qualifikationen Sie haben, die Sie dazu berechtigen, da Ihren Senf dazuzugeben.
      Meine Qualifikation ist jene, dass ich Unternehmer bin mit Depandancen auch im Ausland und dass ich mir in Ländern mit Gesamtschule wesentlich leichter tue, Leute mit jenem Potential zu finden, das ich brauche - einfach deswegen, weil es mehr von ihnen gibt. Das ist für mich Beweis genug.

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. Dezember 2010 14:51

      Na, dann freuen sie sich halt, Herr Unternehmer.
      Gebäudereinigung?

      In vergleichbaren Breiten (D) ist, für sie „leider“, die Überlegenheit der „Gesamtschulen“ übrigens nirgends belegt.
      Und in Finnland, wohl auch Ausdruck der Geographie dort, ist die „integrierte Gesamtschule“ üblich, von einem „Fremdbesatz“ in der Größe von kleiner/gleich 2 % will ich da gar nicht erst reden.

    • robert (kein Partner)
      09. Dezember 2010 14:53

      Umwelttechnologie. Danke für das Gespräch.

    • Undine
      09. Dezember 2010 14:59

      @robert

      Die Volksschule IST eine GESAMTSCHULE, da müssen Sie mir einfach rechtgeben.
      Und diese VS schafft es nicht, daß alle Kinder nach VIER Volksschuljahren sinnerfassend LESEN können!?!
      Vielleicht liegt der Grund für diese Misere schlicht und einfach darin, daß heute Kinder, die überhaupt kein Schulniveau oder keine "Schulreife" aufzuweisen haben, von Klasse zu Klasse mitgeschleppt werden und sich dadurch störend und hemmend auf den Fortschritt im Unterricht auswirken?

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. Dezember 2010 15:00

      Aber gerne.

      N.B.:
      Den „Popanz Pisa“ würde ich nicht als Orientierungshilfe hernehmen.
      Das einzige, was seriöser Weise daraus zu entnehmen ist und auch vieles erklärt ist der Umstand, dass die „Migrationshintergründler“ das Ergebnis massiv versauen.
      Was zwar verschämt zugegeben, aber nicht richtig zugeordnet wird.

    • georg tomandl (kein Partner)
      09. Dezember 2010 21:27

      @ robert
      sie haben meine volle unterstützung
      ich melde mich hier auch nur zu wort, damit sie nicht glauben, sie seien mit ihrer meinung alleine auf der welt - sie sind nur alleine in diesem forum, das voll ist von frustrierten und ewiggestrigen pseudointellektuellen....

    • robert (kein Partner)
      10. Dezember 2010 11:14

      @georg tomandl

      Vielen Dank. Der Zug in Richtung Gesamtschule ist meiner Meinung nach schon längst unterwegs. Die ÖVP ficht nur dzt. das letzte Gefecht, wird aber klein beigeben. Es geht nur mehr darum, dabei nicht das Gesicht zu verlieren.

  7. Waltraut Kupf (kein Partner)
    09. Dezember 2010 10:52

    Vordergründig gesehen ist das schlechte Testergebnis der österreichischen Schüler auf fortgeschriebene Defizite aus der Volksschule zurückzuführen, die wieder mit mangelnden Sprachkenntnissen von Migrantenkindern zu tun haben, überdies auf ein ineffizientes Schulsystem. Das greift allerdings zu kurz. Es geht um mangelnde Motivation sowohl bei Lehrern als auch bei Schülern. Die wiederum hat ihren Ursprung in der antiautoritären 68-Bewegung, welche Eltern und Lehrer vom Leitbild zum Kumpel ummodelte. Damit beraubte man die Kinder einer verlässlichen Orientierung, die Eltern und Lehrer aber des Selbstwertgefühls, das auf der Verantwortung für die Kinder beruht und auf der Freude, ihnen das, was für ein gelungenes Leben nötig ist, vermitteln zu können. Durch die Frustration der Lehrer, die permanent durch das Schulgesetz und unsinnige Richtlinien aller Art geknebelt werden, üben viele ihren Beruf nur mit äußerster Unlust aus, was natürlich keine Motivation bei den Kindern erzeugen kann. Der Beruf des Lehrers steht (ähnlich wie der von Frauen, die „nur“ Familienarbeit leisten) in der Gesellschaft nicht hoch im Kurs. Da auch das Anforderungsprofil für Lehrer offenbar nicht adäquat festgelegt ist, Idealismus auf Kosten des Lehrers geht und bald zum Leitfossil verkommen sein wird und auch die Ausbildung offenbar immer stärker in Richtung der politischen Indoktrinierung geht (die dann natürlich weitergegeben zu werden hat), da die Schüler aber ihrerseits quasi osmotisch diesen resignativen Missmut aufnehmen, sind Misserfolge hinsichtlich der Bildungsinhalte und auch der sozialen Kompetenz vorprogrammiert. Die Ganztagsschule wäre dann gar kein so großes Übel, wenn sie von intelligenten, menschlich anständigen und gut ausgebildeten Personen ausgearbeitet und umgesetzt würde, welche die Dinge etwas umfassender und ganzheitlicher sehen. Daran hapert es aber, weil die einbetonierte Phalanx der dümmlichen Politapparatschiks aller Couleurs zu einer Änderung zum Positiven nicht in der Lage zu sein scheint.

    • Undine
      09. Dezember 2010 15:12

      @Waltraud Kupf

      Weil Sie in Ihrem sehr treffenden Kommentar die "antiautoritären 68er" erwähnen, fällt mir eine Begebenheit (es kann aber auch nur ein Witz gewesen sein) ein:

      In der Straßenbahn in Linz sitzt eine Mutter mit einem Kind, das der gegenübersitzenden alten Dame ständig mit dem Fuß gegen das Schienbein stößt.Als die alte Dame das Kind bittet, damit aufzuhören, antwortet die Mutter:"Mein Kind ist antiautoritär erzogen". Ein junger Bursch, der die Szene beobachtet hatte, nimmt seinen Kaugummi aus dem Mund und klebt ihn mit den Worten: "Ich bin auch antiautoritär erzogen worden" der Mutter auf die Stirn.

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. Dezember 2010 15:30

      Der arme Alex S. Neill.

      Wenn der wüsste, wofür seine durchaus vernünftigen Denkansätze der "selbstregulativen Erziehung" heute herhalten müssen.

      Ich plädiere auf "nicht schuldig," euer Ehren.
      Seine Methode war vielleicht "a-autoritär" aber sicher nicht "anti ...".

      War doch "Verantwortung" ein wesentlicher Bestandteil seiner Theorien.
      Wie übrigens auch eine vollkommene Abschottung seiner "Zöglinge" von der Außenwelt in seiner Schule "Summerhill".

      Aber wie das halt so üblich ist, die Linken haben wieder einmal alles versaut.

    • Undine
      09. Dezember 2010 17:13

      Es sind schon viele Theorien, die vom Ansatz her gut waren, in der Praxis gescheitert

      Auch ich habe Neills "Summerhill" vor etwa 40 Jahren gelesen.....

  8. cmh (kein Partner)
    09. Dezember 2010 09:38

    Dr. Schmied, oder wie ich lernte die Schule zu lieben.

  9. Reinhard1 (kein Partner)
    09. Dezember 2010 00:21

    Ein wichtiger Punkt fehlt: *Anonymisierte* Aufnahmeprüfungen (damit wirkliche Leistung zählt und nicht Vati's Scheckbuch)

  10. tenorhorn (kein Partner)
    08. Dezember 2010 22:39

    Vor 60 Jahren habe ich in der Volksschule noch Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt. Seither hat man reformiert und reformiert und die Schulen und Lehrer seitens des Ministeriums mit seltsamen Erlässen beglückt. Das Ergebnis war vor der PISA Studie ja schon jedem bekannt, es wurde aber jetzt dokumentiert.

    In Ländern mit guten Ergenissen:
    Die Elteren wollen, dass die Kinder etwas lernen (es soll ihnen besser gehen)
    Die Kinder wollen lernen (sie wollen einmal was erreichen)
    Der Staat will für den Nachwuchs eine gute Ausbildung (sorgt für schöne Schulen - leider oft mit sehr hohen Schülerzahlen in der Klasse)

    In sehr vielen Staaten tragen die Schüler eine einheitliche Kleidung (je nach Schule) Sie sind ordentlich gekleidet! Ein Teil unserer Schüler treten eher wie Lumpensammler auf.

    Ich bedauere, dass eine so große Anzahl von Kindern die Volksschule verlassen und das Lesen, Schreiben und Rechnen nicht beherrschen. Das ist auch später nicht mehr nachzuholen. Für diese "Analphabeten" wird der berufliche Aufstieg besonders schwer. Sie sind das Opfer weltfremder "Experten" und Beamten, welche ein leistungsfeindliches schulisches Umfeld geschaffen haben.

  11. RB (kein Partner)
    08. Dezember 2010 21:11

    Ich habe mir vorhin den PISA-Test angeschaut, nicht genau studiert, jedoch mehr oder weniger überflogen. Was ich mich frage: Werden in allen Ländern, in denen der Test gemacht wird, die identen Wissensinhalte gelehrt?
    Das bezweifle ich stark. Aber etliche Test-Fragen bzw. Aufgaben scheinen mir
    für 15jährige oder 16jährige Schüler nur dann richtig beantwortbar, wenn diese
    Stoffvermittlung zumindest relativ aktuell ist. Etliche Aufgaben sind ausschließlich mit logischem Denkvermögen zu lösen.
    "Die Herkunft bedingt den Erfolg", natürlich als bitterböse Kritik von linken Politikern gemeint. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass alle Wörter/Termini von Kindern aus "bildungsfernen" Familien verstanden werden, weil sie sie ganz einfach nicht kennen. Und auch bei Durchsicht der richtigen oder erwünschten Antworten, kommen - vor allem - Eigenschaftswörter vor, die, so nehme ich an, nicht gekannt werden und daher auch nicht verwendet werden.
    Abgesehen von Schülern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.
    Mir kommt dieser PISA-Test - im Ländervergleich - suspekt vor.

  12. socrates
    08. Dezember 2010 20:57

    Verbesserung (Ein Teil ist in den ewigen Datenjagdgründen geblieben)
    Alt aber gut: Es war einmal im Burgenland:
    Lehrer: Franzi, du hast schon wieder keine Hausübung!
    Franzi: Geh dich brausen!
    Lehrer beklagt sich beim Direktor, dieser stellt den Schüler zur Rede:
    Direktor: Franzi du hast keine Hausübung und warst frech!
    Franzi: Leck m. a. A.
    In einer Konferenz wird Franzi der Schule verwiesen.
    Am nächsten Tag besucht überraschend Sinowatz die Schule.
    Franzi begrüßt ihn vor allen Leuten: Hallo Onkel Ferdi!
    Direktor zum Lehrer: Was machen wir jetzt?
    Lehrer: Ich gehe mich brausen! Was sie machen ist ihre Sache.

  13. socrates
    08. Dezember 2010 20:50

    Alt aber gut: Es war einmal im Burgenland:
    Lehrer: Franzi, du hast schon wieder keine Hausübung!
    Franzi: Geh dich brausen!
    Lehrer beklagt sich beim Direktor, dieser stellt den Schüler zur Rede:
    Direktor: Franzi du hast keine Hausübung und warst frech!
    Am nächsten Tag besucht überraschend Sinowatz die Schule.
    Franzi begrüß ihn vor allen Leuten: Hallo Onkel Ferdi!
    Direktor zum Lehrer: Was machen wir jetzt?
    Lehrer: Ich gehe mich brausen!

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      08. Dezember 2010 23:06

      Ein grimmiger Witz. Grimmig, weil grimmige Wahrheit. Mit Sinowatz und seinen 68er-Reformen (Zeugnis ist ein Bescheid, gegen den man berufen kann, was die Lehrer-Witzfiguren sagen ist bestenfalls Diskussionsgrundlage für den/die mündige(n) alternative(n) SchülerIn, Appelle an die feschen Burschen und klassen Hasen, bitte vielleicht doch nicht in der Schule zu rauchen, und so weiter) hat die heute herrschende Anarchie in unseren Schulen begonnen. Und die Lehrer sollen aus ahnungslosen, dafür aber frechen Pinkeln normale Menschen formen . . . übrigens, ich selbst bin kein Lehrer, Gott sei Dank. Sie tun mir nur leid, denn sie stehen auf verlorenem Posten.

  14. byrig
    08. Dezember 2010 19:25

    genausowenig wie man auch nur die geringste schulkompetenz den ländern überlassen darf,genausowenig ist schuldirektoren-egal wie sie zu dieser position kommen-ein mitspracherecht auf die einstellung von lehrern einzuräumen!
    sonst wäre der subjektivität und willkür tür und tor geöffnet!
    ich kenne aus der ahs fälle,wo lehrpraktikanten mit tätigkeiten überhäuft werden,diese nicht ablehnen können,da sonst der jetzt schon viel zu mächtige direktor(ein polit-pauker) keine empfehlung zur weiteren anstellung geben würde.und diese käse-empfehlung gilt für ganz österreich!
    so ein hochgekommener polit-lehrerknülch hat somit die zukunft von jungen akademikern in händen!!!
    auch in anderen unternehmen werden die zukünftigen mitarbeiter von den personalabteilungen ausgesucht.nicht von politik-bestellten chefs wie schuldirektoren.
    fazit:schuldirektoren dürfen sich niemals! ihre mitarbeiter aussuchen.das würde nur zu einem massiven niveauverlust mit speichelleckerischen lehren führen.
    ich hoffe,auch a.u. denkt ein wenig darüber nach.
    n.b:ich bin kein lehrer,sondern arzt.

    • Neppomuck (kein Partner)
      08. Dezember 2010 20:15

      Sicher unter einem "nicht politisch bestellten" Primarius oder OA famuliert, oder?

  15. Elmar Leimgruber (kein Partner)
    08. Dezember 2010 15:50

    Vor zwei Ihrer Anregungen finde ich diskussions- und förderungswürdig:
    a: "jeder Direktor hat volle Arbeitgeber-Rechte (von der Aufnahme bis zur Kündigung) gegenüber Lehrern und anderen Schulmitarbeitern;"

    b: "ein neuer Direktor wird von Eltern und Lehrern gewählt und kann von diesen auch mit Zweidrittelmehrheit abgewählt werden;"

    Mein "Senf" zum Thema Schule:
    http://www.redakteur.cc/pisa-und-das-oesterreichische-schulsystem/

    • Philipp Starl
      08. Dezember 2010 19:02

      Wenn Sie Ihre Lösung durchbringen, werden viele Eltern unglücklich sein. Wenn Unterbergers Lösung durchginge, werden ebenso viele unglücklich sein. Lässt man den Menschen die Entscheidung selbst über, sind die Wenigsten unglücklich. Glauben Sie nicht? Komisch und ich dachte die Meisten mögen ihr Auto.

  16. Neppomuck (kein Partner)
    08. Dezember 2010 14:10

    Schule oder Schulung?

    „Dies Irae, Dies Mortis,
    redde Pisa in Abortis”,
    da sonst unsre Zukunft kracht,
    wie schon lange ausgemacht.

    Lass die Kinder lachen, spielen,
    lass sie nicht die Peitsche fühlen,
    wenn sie, da noch nicht erwachsen,
    Flausen haben und auch Flachsen.
    Weckt in ihnen Lebensfreude,
    Lust am Lernen, sodass beide,
    Lehrer wie der „Schule Kind“,
    motiviert und fleißig sind.
    Dazu muss man, statt zu spalten,
    sich vor allem „unterhalten“,
    in des Wortes beider Sinn,
    sonst wächst daraus kein Gewinn.
    Fühlen sich denn hierzulanden
    Lehrer, Schüler nicht verstanden,
    ist es nämlich schnell vorbei
    mit der „Motiviererei“.
    Tja, und dieses impliziert,
    dass nur Deutsch gesprochen wird.
    Dann wird auch das Lesen klappen,
    keiner fällt mehr auf die Pappen,
    wenn die Schlussrechnung gefragt,
    weil ihm jedes Wort was sagt.
    Auch Zusammenhänge sind
    leicht zu finden , wenn das Kind
    weiß, wovon gerad’ die Rede;
    wenig sind von Grund auf blöde.

    Wer sich dennoch aus nicht kennt,
    na, den schickt ins Parlament.
    Dann, voll klandestiner Freude,
    tritt er lächelnd ins Gebäude,
    wo Frau Pallas vorne steht
    und wo gar nix weiter geht.
    Stimmt, weil brav er und auch bieder,
    jeden klugen Vorschlag nieder,
    und so wird das Schulproblem
    größer noch als ehedem.
    Schuldzuweisungen parat,
    da man ihn „gebriefet“ hat,
    wirft er sich auf Ganztagsschulen,
    die Gemeinsamkeit mit Schwulen,
    Gleichheitsfantasien und
    Sackerln für den Dreck vom Hund.
    Schule hat „gesamt“ zu sein,
    „Kosten“ kümmern da kein Schwein.
    Außerdem steht er auf „gendern“,
    Hauptanliegen in den Ländern,
    die der Selbstaufgabe frönen,
    sei’s zu Bundeshymnentönen.
    Wohlgenährt und selbstzufrieden,
    wird er schließlich ausgeschieden,
    kriegt ein Pöstchen ganz weit oben,
    wird empathisch weiter loben
    sich und auch seine Partei,
    die der Klugheit Hort stets sei.

    Nieten mögen Hosen stärken,
    als Despoten und Gewerken
    in des Staates „Weisheitsquelle“
    sind sie an den falschen Stelle.

  17. TCM (kein Partner)
    08. Dezember 2010 13:33

    Ich frage mich, ob in dem PISA-Test nicht ein systematischer Fehler steckt. Ich habe mich beim letzten Mal gewundert, dass selbst die österreichischen AHSen nur unwesentlich über den finnischen Gesamtschulen liegen (in absoluten Zahlen bei ca. 560-570, wie die Gymnasien in den schwächsten deutschen Bundesländern). Rein statistisch, und weil wir in Österreich alle so gescheit sind, müsste ein deutlich größerer Unterschied zu erwarten sein.

    Oder ist das nur eine rhetorische Frage, und die österreichischen Gymnasien sind, bei sehr großer Streuung, im Durchschnitt wirklich so schlecht.

    • Philipp Starl
      08. Dezember 2010 13:38

      Grundsätzlich ist allem zu misstrauen, das nicht nachvollziehbar und transparent ist. Deswegen sind Gesetze ja öffentlich und schriftlich (auch wenn unsere werten Damen und Herren von den Faschistenfraktionen gerne neue Rechtsnormen ind Begleitgesetzen verstecken wollen).

    • TCM (kein Partner)
      08. Dezember 2010 13:46

      Ich zweifele weniger an der Datenauswertung sondern eher an den Aufgabenstellungen. Die PISA-Beispiele, die ich gesehen habe, sind alle ziemlich einfach, bisweilen sind vielleicht die Fragen etwas ungewöhnlich formuliert. Die naturwissenschaftlichen und mathematischen Aufgaben haben teilweise wenig damit zu tun, was ich mir unter NaWi und Mathe vorstelle. Es geht meistens um ein allgemeines Verständnis denn um komplizierte Rechnungen und Faktenwissen. Umso schlimmer, wenn die österreichischen Schüler wirklich daran scheitern sollten.

  18. sophokles (kein Partner)
    08. Dezember 2010 13:20

    Gesamtschule!!!
    Und zwar mit wesentlich besser qualifiziertem und vor allem personell deutlich aufgestocktem Lehrpersonal.

    (Auch wenns der ÖVP, und hier vor Ort dem Andreas mit ihrem / seinem "Bessereschichtedünkeln" noch so zuwider ist.

    • Philipp Starl
      08. Dezember 2010 13:30

      Bistu, dieser Argumenteflut müssen wir uns beugen.

    • sophokles (kein Partner)
      08. Dezember 2010 18:52

      ...was soll man schon mehr argumentieren hier...
      ...wo doch auch hier, ganz der aktuellen Statistik entsprechend, die wenigsten sinnerfassend lesen können... (und wollen) gell?!! "lieber" Starl...!

    • Philipp Starl
      08. Dezember 2010 19:00

      Wahnsinn, Ihre Argumentation wird immer präziser.

    • sophokles (kein Partner)
      08. Dezember 2010 19:48

      naja... als wiederholte Hilfestellung für leicht Begriffstützige:
      Die Pisastudie sagt eigentlich eh alles!
      ..
      Gute Nacht!
      Simplhuber! :-)

    • Philipp Starl
      08. Dezember 2010 20:07

      Die Pisastudie sagt eh alles. Du meine Güte, jetzt hat mich Ihr Argumentationssturm glatt vom Sessel geschmissen. Bei solchen Kommentaren erscheint die Einführung der Gesamtschule gleich noch gefährlicher. Kinder könnten mit Menschen Ihres Schlages in Verbindung treten müssen und das kann kein Österreicher wollen.

    • sophokles (kein Partner)
      08. Dezember 2010 20:12

      Lassen wir es besser ! :-)
      Du darfst auch das letzte Wort haben.
      Ich hoffe es hilft Dir ein Stückerl in deiner geistigen Einsamkeit weiter...
      Es muss ja tatsächlich ganz schön finster sein, so ohne jedes Licht!

      Gute Nacht! nochmals....

    • sophokles (kein Partner)
      08. Dezember 2010 20:16

      und hier nochmals schnell ... zur gefälligen Korrektur (wo ist der Fehler? :-) ):
      "Es muss ja tatsächlich ganz schön finster sein, so ohne jedem Licht!"

    • Philipp Starl
      08. Dezember 2010 20:35

      Was sollen wir lassen? Haben Sie schon etwas gesagt?

    • socrates
      08. Dezember 2010 22:01

      Die Volksschule ist eine Gesamtschule. Unter Maria Theresia konnten die Schüler danach lesen, schreiben und rechnen. Wenn dieser Zustand wieder erreicht ist, sehen wir weiter. Wenn diese Kulturtechniken in der Gesamtschule nicht vermittelbar sind, brauchen wie wieder Sonderschulen. oder wollen sie Chancengleichheit dadurch, daß die 14jährigen auch nicht lesen, schreiben und rechnen können? Dann ist Schmied ihre Führerin.

    • perry (kein Partner)
    • socrates
      10. Dezember 2010 08:36

      perry
      Gel Burli, da schaust!

  19. Franziska Malatesta (kein Partner)
    08. Dezember 2010 12:53

    Unter Stalin
    hat es wohl keine Privatschulen gegeben, aber auf Leistung und Disziplin wurde größter Wert gelegt! Die Sowjetunion war, so ähnlich wie das heutige China, ein extrem konservatives Land mit viel Polizei und Obrigkeit, da war kein Platz für Wohlfühlpädagogik, Team-Teaching, Projektunterricht, Buchstabentage etc.

  20. Paul Aigner (kein Partner)
    08. Dezember 2010 12:48

    Herr Unterberger, Sie basteln sich da eine Welt zusammen, die in ihre Vorstellung passt. Wie lange waren Sie schon nicht mehr in einer Schule? Woher nehmen Sie ihre Kompetenz, sich dermaßen über Bildungspolitik auszulassen? Ihr Artikel ist antiaufklärerisch im wahrsten Sinne des Worts.

    • Philipp Starl
      08. Dezember 2010 13:17

      Antiaufklärerisch? :-D Schlagen Sie doch wenigstens bei Wikipedia nach, bevor Sie hier so einen Müll schreiben. Mit der Aufklärung kann man vieles in Verbindung bringen, aber das Schulsystem sicher nicht.

      Wenn überhaupt, dann würde die Aufklärung konsequent zu Ende gedacht bedeuten, das Schulsystem zu privatisieren. Ob Sie das im Sinn hatten, wage ich zu bezweifeln.

  21. carlo soziale (kein Partner)
    08. Dezember 2010 11:51

    Es verlebte auch eine Zeit vor meiner nicht so erfolgreichen Schulkarriere. Das Kindergartenschwänzen zeigte aber schon damals meinen Freiheitssinn. Dafür war ich aber auf öffentlichen Kinderspielplätzen anzutreffen.
    In einer Sandkiste traf ich auf eine Kindergruppe die "Bundesregierung" spielte. Ein gewisser Freddy gab den Bundeskanzler und die Glauddia die Unterrichtsministerin, ausgestattet mit einem Bildband über Pferde. Ich wollte als Sozialminister mitspielen, durfte aber nicht, weil ich behauptet hatte, Falken seien nicht rot. Für die Vogelkunde habe ich mich immer schon interessiert.
    Egal, heute Morgen gegen 4 Uhr kommt mir eine Frau entgegen, deren Gehfehler mir bekannt vorkam (alte Lateiner wissen, obiger Vorname steht für "die Hinkende"). Tatsächlich war es meine alte Sandkistenbekanntschaft, der die PISA-Studie irgendwie Kummer bereitete. Sie erzählte mir, dass sie die ganze Nacht am Rücken ihres Pferdes zugebracht hat und das wohlige Gefühl im Schritt auch die Durchblutung ihres Gehirns gefördert und sie eine brilliante Idee geboren hätte.
    Ihn Wien könnte man die HS, KMS und NMS in Proletengymnasium umbenennen, um endlich Gymnasien für alle zu schaffen. Im Gegensatz zu den traditionellen Gymnasien wird im Proletengymnasium ein modifizierter PISA-Test durchgeführt, der "Proleten iPhone School Apps"-Test.
    Für NÖ schwebt ihr übrigens das Prölletengymnasium vor.
    Andere Bundesländer kennt sie glaube ich nicht, sie spricht von:
    V - 28. Schweizer Kanton
    T - autonome Region Italiens
    K - Nordslowenien
    B - Westungarn
    S - Bayrisches Kloster

    Glücklicherweise wurde sie nicht Unterrichtsministerin.

    • Xymmachos
      08. Dezember 2010 12:45

      @carlo s.
      Es gibt gar nicht so viel Sterne, wie ich Ihnen für Obiges geben möchte! Vielen Dank! (Auch wenn ich mich im 1. Satz nicht ganz zurechtfinde, aber das liegt wohl an mir?)

    • Undine
      08. Dezember 2010 14:20

      @carlo soziale

      Mindestens noch 7 Zusatzsterne:*******!

    • carlo soziale (kein Partner)
      08. Dezember 2010 16:10

      @Xymmachos
      Es sollte :
      Ich verlebte ...
      oder
      Es gab ...
      heißen.

  22. Neppomuck (kein Partner)
    08. Dezember 2010 11:13

    Was machen eigentlich die sog. Bezirks-, Landes-, Bundes- etc. Schul-Inspektoren den ganzen lieben Tag?

    Ein Inspektor inspiziert im Allgemeinen.
    Ist den Damen und Herren da bisher noch nie was aufgefallen, dass sie jetzt so entgeistert schauen? Wie kommen überdies die in den „Gesamtvolksschulen“ nicht zum Lesen gebrachten Kinderchen überhaupt in die 5 Klasse der Haupt- oder AHS-Schulen?

    Außerdem: „Non Pisae sed vitae discimus.“
    Ob diese Erkenntnis gar zum Boykott der Studie mit beigetragen hat?

    Wenn jetzt alle anfangen, den Unterricht nur mehr auf den PISA-Test auszurichten, sollte man die Schulen gleich schließen und PISA-Kasernen aufmachen.

    • Undine
      08. Dezember 2010 14:40

      @Neppomuck

      "Wie kommen überdies die in den "Gesamtvolksschulen" nicht zum Lesen gebrachten Kinderchen überhaupt in die 5. Klasse der Haupt-oder AHS-Schulen?"

      Da bieten sich zwei Möglichkeiten an:

      1.) Die VS- Lehrer wollen die "lernschwachen" Kinder einfach ein endlich LOSWERDEN

      2.) Die VS-Lehrer werden von den Eltern von "lernschwachen" Kindern so lange mürbe gemacht, bis nur gute Noten im Zeugnis stehen.

    • Undine
      08. Dezember 2010 14:41

      Ein "EIN" zuviel!

    • socrates
      10. Dezember 2010 08:43

      Sie fahren in möglichst entfernte Schulen, angeblich öffentlich, um die Diäten in der ersparten Zeit zu genießen. Oder sie bestellen sich Stripteasetänzerinnen ins Haus, während sie die Lehrer der sexuellen Übergriffe beschuldigen.
      Das alles läßt sich gar nicht erfinden, das ist aus der Natur gegriffen.

  23. Stachel (kein Partner)
    08. Dezember 2010 10:54

    Andreas Unterberger (der "Experte für eh alles" - Copyright Günther Paal) weiß genau, wie so ein Schulsystem organisiert sein müsste, damit die (Pisa- und anderen) Ergebnisse besser werden. Dagegen hat der deutsche Schulexperte und Erfinder des Pisa-Tests, Andreas Schleicher, in der letzten ZiB 24 in einem ausführliche Interview über die schlechten österreichischen Ergebnisse die Gesamtschule dringend empfohlen. Dazu das geplante Volksbegehren von Androsch, dessen Ziele Unterberger wohl nicht so ganz mitbekommen hat: Genau das, was Unterberger kritisiert, nämlich die von der ÖVP (und hier besonders vom Pröll-Onkel) geforderte Zuständigkeit der Länder für die AHS, will auch Androsch (u.a. natürlich) mittels Volksbegehren verhindern.

    • Gennadi (kein Partner)
      08. Dezember 2010 12:20

      Stachel, zwei Fragen an Sie:

      Erstens, nehmen Sie einen deutschen Experten, der in der "ZiB24" (oder 48?) des heimischen Parteifunks referieren darf, ernst?
      Zweitens, betr. Zuständigkeit der Länder für die AHS, ist Ihnen bekannt, dass in Wien genau das bereits vorgesehen ist? Nämlich die Übernahme der AHS und deren Umwandlung in "Neue Mittelschulen".

    • TCM (kein Partner)
      08. Dezember 2010 13:00

      Dass aufgrund schlechter PISA-Ergebnisse eine Gesamtschule her muss ist ein Non sequitur. Ich bin häufig A.U.-kritisch, aber in diesem Fall muss ich ihm in fast allen Punkten recht geben. Ich könnte mir auch vorstellen, dass diese Ideen von verschiedenen Schultypen in einem Gebäude verwirklicht werden könnten. Eine differenzierte Gesamtschule also, aber das ist ja nicht das, was die Linken wollen.

    • Stachel (kein Partner)
      09. Dezember 2010 09:33

      @Gennadi
      Der deutsche Experte ist genau jener, der den Pisa-Test erfunden hat - also jedenfalls (zumindest in Schul- und Ausbildungsfragen) wohl ernster zu nehmen als Unterberger. Weiters ist ja auffällig, dass gerade die Länder mit den besten Ergebnissen (Korea, Finnland) immer schon die Gesamtschule hatten und haben.

  24. Herby (kein Partner)
    08. Dezember 2010 10:40

    Gibt es eine Statistik je nach österr. Bundesland:

    'Wieviele Schulabgänger verlassen die Schule ohne Abschluss?'

    (Vergleichswerte z.B.: Bayern: 6,5%, Bremen 8,2% )

  25. DI Gerhoch Reisegger (kein Partner)
    08. Dezember 2010 10:39

    Pisa-Studie (4. 12. 2010)

    Die Aufregung über das wieder schlechte Abschneiden ist zwar groß, aber welche Schlüsse zieht man daraus?

    Als ich 1959 maturierte lernten wir, daß die Bevölkerung Österreichs 6,9 Mio. Menschen zähle. Heute sind es angeblich mehr als 8,4 Mio., die Illegalen noch nicht einmal eingerechnet. Wo kommen die 1,5 Mio. bei negativer Geburtenrate der einheimischen Bevölkerung her? Offensichtlich zu einem erheblichen Teil aus jenen Ländern, deren Bewohner sich als „bildungs-resistent“ erweisen, wie dies Tilo SARAZZIN zutreffend feststellte. Damit wäre eine Ursache festgestellt, warum „unsere“ Kinder im Durchschnitt dümmer werden.

    Ein anderer Grund könnte sein, daß man bei uns vielleicht immer noch - wie zu meiner Schulzeit – das Erkennen von Zusammenhängen stärker betonte, und nicht ein „heiteres Ratespiel“ trainierte, nämlich aus vier oder fünf vorgegebenen Antworten die richtige anzukreuzen. Bei diesem System sind offensichtlich andere „Lösungsstrategien“ vorteilhaft, die in anglo-amerikanischen oder nordischen Ländern aus unterschiedlichen Gründen besser trainiert werden. (Z.B. das Mitlesen von eingeblendetem Text, weil Literatur, Lernmaterial, Filme nicht in dem Maß – aus Kostengründen - für die Sprachen kleiner Völker verfügbar sind). Ob man damit aber tatsächlich besser oder gescheiter, … ist, wage ich zu bezweifeln.

    Es mag auch sein, daß es uns durch die Anbiederung an „internationale Standards“ (was ist das eigentlich?) in den letzten Jahren/Jahrzehnten tatsächlich gelungen ist, das Schulsystem so stark zu schädigen, daß die Schüler tatsächlich weniger gut ausgebildet sind, als dies noch zur Schulzeit meiner oder meines Vaters Generation der Fall war.

    Es dürfte wohl keinen Zweifel darüber geben, daß nicht nur unser Hochschulen sondern auch die berufsbildenden Schulen mit der dualen Ausbildung Absolventen hervorbrachten, deren Kenntnisse und Leistungen den überragenden Ruf unserer Industrie und ihrer Produkte begründeten. Die heute erfolgte Anpassung nach unten ist eine politische Schnapsidee von unfähigen „PolitikerInnen“, deren prominenteste Vertreterin die Häckelfräul´n aus Vorarlberg war.

    Was ist etwa vom Bachelor und Master (warum englisch, wenn man schon diese unsinnigen Unterteilungen wählt und nicht wenigstens Lateinisch: Bakkalaureus oder Magister, oder überhaupt Deutsch) zu halten? Was die Erfinder von ihrer eigenen Schöpfung halten, zeigte die jüngste Aufregung: für den Staatsdienst wird der „Bachelor“ nicht als Akademiker anerkannt! – Wir wahr.

    Heute haben die Fachhochschulen oft schon einen besseren Ruf als manche Studienbereiche an Universitäten. Und warum gelingt es dort in der Regelstudienzeit abzuschließen? Die vorgebliche „Freiheit der … Lehre“ ist ja ohnedies eine Schimäre, und den Studenten und den Universitäten ist zuzumuten dafür zu sorgen, daß man eine vertretbare Regelstudienzeit definiert und diese auch im Wesentlichen einhält. Die Absicht immer Neues in die Curricula hineinzupacken ist löblich, wenn man auch Verzichtbares entsorgt.

    Man kann aber auch fragen wozu überhaupt solche internationalen Vergleiche gut sind, bzw. wem sie wirklich dienen. Als die österreichischen Universitäten sich derartigem „Ranking“ unterwarfen und damit „ambtlich“ bestätigen ließen, daß sie weit hinter Oxford, Sorbonne, Bologna, … lägen, hätte ihnen doch von vornherein klar sein müssen, daß jene die hier abstimmen sich selbst vor allem bedenken.

    Das ist wie nach dem Krieg: von einem auf den anderen Augenblick gab´s in Deutschland/Österreich keine Nobelpreisträger mehr. Natürlich war man – trotz Krieg und Verlusten – nicht „dümmer“ geworden, aber das Vorschlagsrecht für den prestigeträchtigen Preis wanderte als Kriegsbeute von den deutschen Universitäten in die USA und ins Ausland.

    Ob solche Hintergründe auch beim „Design“ der Pisa-Studie eine Rolle spielen? Uns würde es wundern, wenn nicht.

    • Neppomuck (kein Partner)
      08. Dezember 2010 10:52

      In Zeiten, wo eine Jelinek gut für den Nobelpreis ist, sollte einem die Kür eines Faymanns zum Bundeskanzler nicht weiter wundern.
      Ganz abgesehen vom Kriterium des "ahasverianischen Heimatscheines".

    • Undine
      09. Dezember 2010 10:43

      Daß das Vorschlagsrecht für den Nobelpreis als "Kriegsbeute" von den deutschen Universitäten in die USA und ins Ausland wanderte, wußte ich nicht, erklärt aber Vieles und bestätigt meine Ansichten über die Auswahl der Nobelpreisträger (speziell bei Elfriede Jelinek!)in den letzten Jahrzehnten.

  26. LF
    08. Dezember 2010 10:03

    Die gemeinsame Schule der 10-15jährigen bringt im Hinblick auf die Leseleistung nichts mehr! Zehnjährige müssten ihrem Alter entsprechende Texte mühelos lesen und verstehen können - leider sieht die Realität häufig anders aus. Wer aber in diesem Alter noch nicht gut lesen kann, ist nur sehr schwer dazu zu bewegen, überhaupt etwas Gedrucktes anzuschauen. Eher haben diese Kinder schon viele Tricks entwickelt, wie sie sich ums Lesen herumdrücken können. Der Hebel müsste also in der Volksschule angesetzt werden - mit üben, üben und nochmals üben! Die grundlegenden Kulturtugenden (lesen, schreiben, rechnen) müssen in der Volksschule gelernt und gefestigt werden, danach kann man sich mit weiterführendem Wissen und Können beschäftigen. Und das wird wohl sinnvoller Weise weiterhin differenziert stattfinden müssen, will man möglichst allen Begabungen gerecht werden.

  27. socrates
    08. Dezember 2010 09:38

    Pisa im Netz

    Schmied wechselt von "unschuldig" auf "politische Verantwortung", was, wie der geschulte Ösi weiß, noch nie dem Bürger genützt bzw dem Politiker geschadet hat. Da erinnere ich mich noch an Poldi Gratz und das Rinterzelt.

    In der NZZ liest es sich ganz anders: Die Schweiz belegt weiter die vorderen Ränge und erhält, ebenso wie Bayern, sehr gute Noten. Aber wer darf sich schon mit den Nachbarn vergleichen, wenn die Sozis ihre Pubertätsprobleme los werden wollen.

    NZZ:Die neueste Pisa-Studie zeigt: Die 15-jährigen Schüler haben ihre Lesefähigkeit verbessert, insbesondere die Jugendlichen aus Zuwandererfamilien. Und die Qualität der Bildung hängt ab von den Lehrerlöhnen.

    So eine Gemeinheit! Das darf nicht sein! C.S. will mit neuem Dienstrecht in die andere Richtung marschieren. Verwaltungshalbierung liegt ihr nicht, sie will Macht um jeden Preis. Die einfachsten Managementtechniken sind ihr fremd.

    Sehr gut kann man den Unterschied zwischen deutschen Gesamtschulen (Bremen) und bayrischen Gymnasien feststellen.
    Mathematische Kompetenz Deutschland 589 490
    OECD-Durchschnitt 500 500
    1. (1) Bayern 613 533
    2. (2) Sachsen 604 523
    3. (3) Baden-Württemberg 599 512
    4. (4) Thüringen 592 510
    5. (7) Schleswig-Holstein 591 497
    6. (10) Mecklenburg-Vorpommern 590 492
    7. (9) Niedersachsen 588 494
    8. (5) Sachsen-Anhalt 586 502
    8. (10) Rheinland-Pfalz 586 493
    9. (7) Hessen 584 497
    10. (6) Saarland 581 498
    11. (16) Nordrhein-Westfalen 578 486
    12. (12) Brandenburg 571 492
    13. (15) Hamburg 570 481
    14. (13) Berlin 567 488
    15. (16) Bremen 562 471
    Die Zahl in Klammern gibt die Platzierung im Vorjahr an, die 2. 2004, die 3. 2003
    aus FAZ.net

    C.S. Motto: Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

    • Amadeus (kein Partner)
      08. Dezember 2010 10:17

      Deutschland ist ein geeignetes Vergleichsland zu Österreich:

      Führend bei PISA in D.: Bayern (da gibt es ein differenziertes Schulsystem)

      Eckdaten zu PISA in D. auf einen Blick: http://www.spiegel.de/flash/flash-24870.html

    • Undine
      08. Dezember 2010 10:41

      @socrates

      Man fragt sich da mit Recht, welcher Beweise es NOCH bedarf, den eklatanten Unterschied zwischen den Ergebnissen zweier Schulsysteme zu erkennen!
      Auf der einen Seite die BAYERN auf der absoluten Siegerstraße, am anderen Ende der "Leistungsskala" die BREMER mit ihrer so viel "gepriesenen" GESAMTSCHULE.

    • socrates
      08. Dezember 2010 11:46

      Nachtrag: Dabei fanden die Forscher erhebliche Lernunterschiede zwischen den jeweiligen nationalen Gruppen. Jugendliche türkischer Herkunft erzielten in der Schlüsselkompetenz Lesen/Textverständnis die schlechtesten Werte, während zugewanderte Jugendliche aus Polen und aus der ehemaligen Sowjetunion deutlich besser abschnitten.

    • Undine
      08. Dezember 2010 19:03

      @socrates

      Kann das Zufall sein?
      Die Türken sind nicht nur diejenigen, die von allen Ausländern am häufigsten unangenehm auffallen, sondern auch die, die in der Schule meist am schlechtesten abschneiden.
      Daß es auch viele angenehme, intelligente Türken gibt, geht oft unter.

  28. Systemfehler (kein Partner)
    08. Dezember 2010 06:48

    "Religionslehrer von demokratiefeindlichen Religionen werden intensiv kontrolliert;"

    Nanu? Ein Anrgiff auf katholische Religionslehrer?
    Und was soll eine derartige Kontrolle an den PISA-Ergebnissen ändern?

    • TCM (kein Partner)
      08. Dezember 2010 13:04

      Man könnte den Religionsunterricht gegebenfalls durch einen Ethikunterricht ersetzen, aber fundamentalradikale Katholiken sind nicht wirklich unser Problem. Wir sollten die Kirche im Dorf lassen.

  29. Segestes (kein Partner)
    08. Dezember 2010 05:03

    Genau, die Claudia Schmidt von der SPÖ wars, nicht etwa die 12 Jahre(!) als Unterrichtsministerin agierende Elisabeth Gehrer von der ÖVP, unter deren Regime die nun getesteten 15- und 16jährigen, 80 Prozent ihrer bisherigen Schulzeit abgedient haben ^^
    Mir scheint da hapert es bei Ihnen ein wenig mit der Logik, Herr Unterberger.
    Ich meine, Sie waren doch auch immer vorne mit dabei, wenn es darum ging zu erklären, Schwarz-Blau habe jene Schuldenmisere ausbügeln müssen, die rote Finanzpolitik in der Vergangenheit verbockt hat.
    Bemerken Sie denn nicht die Analogie zur Schulpolitik?

    Interessant wäre auch folgendes: Wie würde diese Studie wohl aussehen, wenn man Ballungszentren mit hohem Zuwandereranteil herausrechnen würde?
    Vor allem Häupls "Klein-Anatolien" ("Klein-Istanbul" passt nicht, denn in Istanbul wohnen hauptsächlich säkulare und gebildetere Türken) dürfte die Studie massiv nach unten ziehen. So wie eben auch der übermäßige Migrantennachwuchs, die Leistung ganzer Schulklassen in den Keller treibt. Sei es durch die ihnen oft eigene Verhaltenskreativität, oder einfach nur durch die schiere Masse.
    Wobei ich nicht alle Kinder mit Migrationshintergrund in einen Topf werfen möchte. Ethnische Asiaten oder Osteuropäer haben es sich gewiss nicht verdient, in einem Atemzug mit Türken, Tschetschenen und sonstigen Orientalen genannt zu werden, die bekanntlich lieber einen auf pathologisch ehrversessen machen, anstatt nach Bildung zu streben.

    • aw70 (kein Partner)
      08. Dezember 2010 08:58

      Natürlich ist nicht *nur* Claudia Schmidt schuld, das sagt A.U. ja auch im Beitrag.

      Die Vorgeschichte ist natürlich sehr wenig schmeichelhaft für die ÖVP, das stimmt. Jemand wie Elisabeth Gehrer zur Bildungsministerin zu machen, war politisch gesehen so etwas ähnliches wie eine Obszönität an die nächste Hauswand zu sprayen. Ein Vandalenakt, mit dem man seine absolute Geringschätzung gegenüber dem Bildungssektor zum Ausdruck bringt. Aber gut, Fehler können passieren. Was das Ganze dann zu einem kompletten Irrsinn gemacht hat, waren die 12 Jahre, die diese Person weiter Dinge kaputt machen durfte - nachdem sich herausgestellt hatte, dass sie bestenfalls ungeeignet für den Posten war. Diese verrückte Personalentscheidung ist und bleibt einer der schwärzesten Punkte in der Geschichte der ÖVP, und eine der unverständlichsten Handlungen des sonst eigentlich nicht so schlecht agierenden Wolfgang Schüssel (wobei - Grasser, Strasser, Platter und einige andere Blindgänger hat er auch noch zu verantworten... über sein Händchen mit der Personalauswahl ist hier schon öfter gelästert worden).

      Die SPÖ hat es dann aber spielend geschafft, da noch eins drauf zu setzen. Es ist nicht leicht, unter 8 Millionen Österreichern eine noch ungeeignetere Person zu finden, als Elisabeth Gehrer - aber diese Hürde hat die SPÖ (ausnahmsweise mal souverän) gemeistert...

      Leider.

    • Amadeus (kein Partner)
      08. Dezember 2010 10:22

      Die Claudia Schmied möchte das "WIENER ERFOLGSMODELL" bei der Schule auf die anderen 8 Bundesländer übertragen.

    • Gennadi (kein Partner)
      08. Dezember 2010 12:24

      Das fällt unter gefährliche Drohung.

  30. DerTurm
    08. Dezember 2010 01:47

    Zum so genannten Boykott eines internationalen Leistungs(vergleichs)wettbewerbes durch Lehrer und Schüler ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

    Es ist hinreichend bezeichnend, dass weder Lehrer noch Schüler motiviert sind, im internationalen Vergleich möglichst gute Leistungen zu erbringen (dass viele Schüler wie Lehrer aufgrund der konsequenten Demontage des Bildungssystems während der letzten 30 Jahre gar nicht mehr dazu in der Lage sind, passt perfekt ins Bild).

  31. M.U. Shrooms (kein Partner)
    08. Dezember 2010 01:06

    Man braucht nur anzusehen, wie die weltfremde Vassilakou genau das durchsetzen will, weswegen sie die Wahl verloren hat. Dann wundert man sich bei Faymann nicht mehr.

    Solange linxgrün auch nur ein Mandat mehr hat fahren sie damit fort. Ob man das einem Nichtwähler erklären kann?

    • Systemfehler (kein Partner)
      08. Dezember 2010 06:46

      Vassilakou ist Stadträtin für Verkehr in Wien.
      Aber selbstverständlich ist sie auch an der gesamtösterreichischen Schulpolitik schuld.

    • Gennadi (kein Partner)
      08. Dezember 2010 12:26

      Nicht nur für Verkehr.
      Aber darüber hinaus hat sie doch bereits angekündigt, ihre Vorstellungen auch in den Bereich Bildung, Wiener Wohnen, etc. umzusetzen.
      Wenn sie Brauners Beispiel folgt (sehr nett zu Michi zu sein), wird sie auch viel erreichen können.

  32. Neppomuck (kein Partner)
    08. Dezember 2010 01:06

    Das vorhersehbare Ergebnis.

    Schief steht „Pisa; sowohl Turm
    wie auch Lern- und Lehr-Ergebnis.
    Irgendwo sitzt da der Wurm,
    sagt dies’ Misserfolgserlebnis.
    Schief steht bald ein Monument,
    Zeuge eines Bürgermeisters,
    den zu Recht man „Meister“ nennt,
    da er nicht Produkt des Kleisters,
    der an Sesseln kleben lässt;
    Sessel, die mit Zähnen, Klauen,
    als des roten Reiches Rest
    man verteidigt vor den Blauen.
    Ergo kommt man zur Gewissheit,
    dass die Linken Schiefes lieben,
    mögen sie auch in Verschiss heut’
    kommen, da sie Kugeln schieben,
    wofür „ruhig“ Euphemismus,
    statt dass man Dynamik zeigt.
    Nur mit „Ächtet den Faschismus“
    hat man Chancen schnell vergeigt.
    Hat die deutsche Sprache heute
    auch „faschistoide“ Züge,
    in der Schule, liebe Leute,
    nützt selbst nicht die größte Lüge.
    Integrationsprobleme
    sind wohl eher Grund des Scheiterns,
    also lasst die Schulsysteme
    wie gehabt. Sinn des Erweiterns
    tausender Reformversuche
    gibt es keinen, schlagen die sich
    doch in Misserfolg zu Buche.
    Greif zur Zeitung und was lies ich:

    Wieder sind wir abgestunken!
    Und da spricht noch wer von „unken“?

    Und dennoch verstehe ich die ganze Aufregung nicht.
    Da bemühen sich alle Verantwortlichen, die Voraussetzungen immer komplizierter und das System immer ineffizienter zu machen, und kaum haben sie das Ziel so einigermaßen erreicht, ist es ihnen auch nicht recht.

  33. Ciscousticaig (kein Partner)
  34. terbuan
    07. Dezember 2010 19:45

    Und was meint unser Feymännchen nach dem katastrophalen PISA-Ergebnis:
    Er fordert umgehend die Einführung der Gesamtschule für 10-14 Jährige, genau darauf haben wir ja alle gewartet:
    Wenn man 15 dumme und lernunwillige Schüler mit 15 strebsamen Kindern in eine Klasse setzt, dann kommen am Ende 30 Vorzugssschüler heraus, so einfach geht das.
    Für wie blöd werden wir von diesen neomarxistischen Gleichheitsutopisten noch verkauft, man darf mit Bangen gespannt sein auf den nächsten Umfaller der ÖVP.

    Was schaut dabei heraus beim nächsten Geschachere für die christlich-soziale Partei, die sich noch getraut, den Namen "Volk" in ihrem Namen zu führen?

    • brechstange
      07. Dezember 2010 21:28

      Faymann sagte doch tatsächlich anlässlich einer Diskussion mit Wolf, Magna, dass alle Kinder gleich intelligent auf die Welt kommen. Man hatte den Eindruck, der glaubt das wirklich.

    • M.S.
      07. Dezember 2010 22:37

      @Brechstange
      Der glaubt das auch tatsächlich. Es gehört zur Ideologie der Linken, entgegen allen wissenschaftlich Erkenntnissen, dass jedes Kind von Geburt an die gleichen geistigen Fähigkeiten mitbringt und daher bei entsprechender Förderung die höchstmöglichen Qualifikationen erreichen kann. Diesem Glauben entspringt auch das hartnäckige Festhalten an einer Einheitsschule (Gesamtschule für alle), die dieses Ziel verwirklichen soll. Typisch daher auch die Ankündigung von Vasillakou im Wiener Wahlkampf, wenn sie an die Macht käme, dafür zu sorgen, dass alle Schüler in Wien die Matura erreichen.

    • Undine
      07. Dezember 2010 22:43

      @brechstange

      Für Jugendliche ist unser Faymännchen ja wirklich kein Anreiz zum zielgerichteten Studieren, denn wenn man als Studienabbrecher zum Bundeskanzler avancieren kann, wozu soll man sich da mit einem Studium herumschlagen.

    • Undine
      07. Dezember 2010 22:52

      @M.S.

      Also wäre es doch am besten, bevor "bildungsnahe" Eltern lange herumpfuschen und ihrem Nachwuchs zu viel (unnötiges) Wissen eintrichtern, die Neugeborenen gleich nach dem Wochenbett in staatliche Aufsicht zu geben, damit die Chancengleichheit auch wirklich gewährleistet ist!

    • M.S.
      07. Dezember 2010 23:54

      @Undine
      Das ist in der Geschichte schon öfter vorgekommen, z.B. wurden schon bei den Spartanern die Kinder frühzeitig den Eltern entzogen um durch die harte staatliche Erziehung tüchtige Soldaten heranzuziehen. Selbstverständlich besteht diese Tendenz, Kinder möglichst früh dem Einfluss der Eltern zu entziehen in allen totalitären Staaten, in diesen um die Kleinen rechtzeitig mit der richtigen Ideologie zu indoktrinieren.
      Auch in unserer Gesellschaft werden die Kinder immer früher in Kindergärten, Horte u.s.w. gesteckt, angeblich um die Bildungschancen zu erhöhen. Merkwürdigerweise erleben wir trotz dieser Bemühungen eine gegenteilige Entwicklung. Aber wahrscheinlich sind ja die Lehrer schuld daran ...........

    • Philipp Starl
      08. Dezember 2010 00:01

      Exakt M.S.

      Wenn man einmal erkannt hat, dass Akteure des Staates nur an einem interessiert sind, nämlich an Machtausbau (was wiederum eine völlig menschliche Eigenschaft ist), dann sieht man alles mit anderen, realistischen Augen.

      Die Menschen heutzutage sind so verklärt, so verträumt, so betäubt von dem ganzen Geld, dass sie überhaupt keine Ahnung mehr haben, was Staatsgewalt überhaupt bedeutet.

      Staatsgewalt, man sollte sich dieses Wort immer wieder vorsagen und darüber nachdenken. Das ist die höchste Gewalt, eine Gewalt, der sich keiner entziehen kann, eine Gewalt, die legitim Gewalt und in manchen Fällen sogar den Tod exekutieren darf, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Das ist eine Gewalt, die ganz schnell Menschen unterdrücken kann.

      Die Leute sollten einmal nach Burma reisen, oder nach Simbabwe und sich von den Einheimischen erzählen lassen, was Staatsgewalt bedeutet!

      Und dieser Gewalt wollen viele hier ihre Kinder anvertrauen? Gott so naiv möchte ich einmal sein. Manche hier leben ja wirklich in einer Traumwelt, wo alles aus Zuckerwatte besteht, Milch und Honig fließen und der brave Staat immer lieb zu seinen Bürgern ist.

      Glauben die Menschen denn ernsthaft, Rechtsstaat, Demokratie, Republik, usw. sind ein paar dämliche Schlagwörter?

      Wie gesagt, ein Urlaub in Simbabwe würde Manchen guttun...

  35. byrig
    07. Dezember 2010 19:26

    vergliche man bei pisa ein österreichisches gymnasium,4.klasse,mit einer 4.klasse finnischer gesamtschule,würde das österreichische gymnasium haushoch gewinnen.und das würde sich bis zur matura fortziehen.
    finnland hat im vergleich zu österreich kaum türkische oder moslemische zuwanderung,auch das wird zu wenig berücksichtigt.
    ich kenne die aktuelle situation einer finnischen austauschschülerin in einem gymnasium in wien,die sich teilweise überfordert fühlt-nein,nicht in deutsch,sondern mathematik und physik.warum:denn in finnland können die schüler recht frei ihre schwerpunkte selbst auswählen.
    unsere müssen alles können.
    und die linken und nützlichen bürgerlichen idioten schwafeln nach wie vor von der ach so tollen gesamtschule!
    letztere ist ein rein ideologisches projekt um elitenbildungen zu verhindern.
    a.u. hat das alles sehr ausführlich dargestellt.

  36. Patriot
    07. Dezember 2010 17:12

    Es wird schon wieder uminterpretiert:

    http://derstandard.at/1291454356171/Migranten-nicht-schuld-an-Pisa-Absturz
    Migranten nicht schuld an Pisa-Absturz

    1) Die Migranten sind höchstens deshalb nicht am Absturz Schuld, weil sie schon beim letzten PISA-Test unter aller Sau abgeschnitten haben.

    2) Wenn Migranten beim Lesen nur 427 bzw 384 (1. Generation) Punkte erreichen, Österreicher aber 482 Punkte, dann ist der Abstand nur als Wahnsinn zu bezeichnen.

    3) Es wird gerade mal mit 15% Migranten gerechnet. Der Anteil der Mihigru Schüler dürfte aber eher zwischen 25 und 30% liegen. Und weiters wird nicht zwischen Migranten aus dem EU-Raum oder aus westlichen Ländern unterschieden, und zwischen Migranten aus der Türkei, aus arabischen und afrikanischen Ländern.

    Viele türkischstämmige Schüler dürften schon die Statistik der Österreicher "bereichern", währenddessen viele Schüler mit westlichem Migrationshintergrund die trotzdem schlechten Statistik der Ausländer etwas begradigen.

  37. cicero
    07. Dezember 2010 16:19

    Schulreform

    Eine Weisheit der Dakota ? Indianer sagt: "Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!"

    Es hört sich so simpel an, aber statt von dem toten Pferd abzusteigen wurden in unserem Schulbereich viele Methoden und Strategien - zum Teil bis zur Perfektion - entwickelt, um dem Unausweichlichen doch ausweichen zu können. Kommt Ihnen die eine oder andere der folgenden Strategien vielleicht bekannt vor?

    1. Wir besorgen uns eine stärkere Peitsche;
    2. wir sagen, so haben wir das Pferd schon immer geritten;
    3. wir gründen einen Arbeitskreis um das Pferd zu analysieren
    4. wir besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet;
    5. wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde;
    6. wir bilden eine Task-Force, um das Pferd wiederzubeleben;
    7. wir kaufen Leute von außerhalb ein, die angeblich tote Pferde reiten können;
    8. wir schieben eine Trainingseinheit ein um besser reiten zu können;
    9. wir stellen Vergleiche unterschiedlicher toter Pferde an;
    10. wir ändern die Kriterien, die besagen, dass ein Pferd tot ist;
    11. wir schirren mehrere tote Pferde gemeinsam an, damit wir schneller werden;
    12. wir erklären, kein Pferd kann so tot sein, das wir es nicht mehr reiten können;
    13. wir machen eine Studie, um zu sehen, ob es bessere oder billigere Pferde gibt;
    14. wir erklären, dass unser Pferd besser, schneller und billiger tot ist als andere Pferde;
    15. wir bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung von toten Pferden zu finden;
    16. wir richten eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein;
    17. wir vergrößern den Verantwortungsbereich für tote Pferde;
    18. wir entwickeln ein Motivationsprogramm für tote Pferde;
    19. wir machen eine Präsentation in der wir aufzeigen, was das Pferd könnte, wenn es noch leben würde;
    20. wir strukturieren um damit ein anderer Bereich das tote Pferd bekommt.

    • Brigitte Imb
      07. Dezember 2010 16:24

      ..und selbstverständlich werden die "Pferdeposten" streng nach Proporz verteilt.

    • Undine
      07. Dezember 2010 17:39

      @cicero

      Es wird doch nicht am Stall gelegen sein, daß das Pferd ........!? :-)

    • Reinhard (kein Partner)
      08. Dezember 2010 08:57

      ...
      21. wir versuchen, auch alle anderen Pferde umzubringen, um Chancengleichheit herzustellen
      22. wir verstaatlichen das tote Pferd, denn keiner kann besser mit toten Pferden umgehen als hirntote Politiker
      23. wir verklagen alle Ewiggestrigen, die behaupten, tote Pferde zu reiten hat noch nie funktioniert
      ...

    • Reinhard (kein Partner)
      08. Dezember 2010 09:05

      ...
      24. wir erklären, kein Pferd ist so tot, dass man es nicht reiten kann
      25. wir bekämpfen alle, die unser Pferd als tot diffamieren
      26. wir verbieten per Gesetz das Absteigen der Reiter von toten Pferden
      27. wir verbieten per Gesetz das Aufsteigen auf lebende Pferde
      ...

    • Reinhard (kein Partner)
      08. Dezember 2010 09:09

      ...
      28. wir bauen mit staatlicher Subvention einen gekühlten Spezialstall für tote Pferde
      29. wir lassen das Pferd von pragmatisierten Beamten betreuen, deren wohlerworbene Rechte auch dann noch gelten, wenn der Gaul längstens verwest ist
      30. die ultimative Lösung: wir kleben dem Pferd Pappeflügel an die Flanken und erklären: "Unser Pferd ist nicht tot, es muss nur nicht mehr laufen, weil es eigentlich fliegen kann, nur ihr Kleingeister könnt das nicht erkennen!"

    • Undine
      08. Dezember 2010 09:39

      @cicero:*******!

      @Reinhard:*******!

    • Undine
      08. Dezember 2010 09:42

      @cicero: mindestens *******!!!

      @Reinhard: ebenso:*******!!!

    • Undine
      08. Dezember 2010 10:22

      Oh, die gute "Benotung" hab' ich versehentlich gleich 2x abgeschickt! Schadet nichts: doppelt ist besser als "keinmal"!

  38. socrates
    07. Dezember 2010 15:50

    Schmied ist gegen Schuldzuweisungen. Das war sie auch schon als Bankerin. Was auch immer sie gegen die Wand fährt, sie ist unschuldig. Wenn sich die Leistung unter ihrer Leitung dramatisch verschlechtert, wissen wir wenigstens, wer nicht schuld ist. Die Medien entschulden alle Politiker.
    Xantippe war in einem Französichkurs, Thema Zeitenfolge bei der Indirekten Rede. Eine ehemalige AHS.Direktorin aus 1150 verbat sich die Zeitenfolge. Sie weiß genau, daß es keine gibt und wird es weitermelden (sic!). Schließlich entwickeln sich auch Sprachen weiter und die Zeitenfolge, die sie auch im Deutschen nicht kennt, ist längst abgeschafft. Wie wird man solche Direktoren los?
    Wenn C.S. neue Standards will, wie wäre es mit Noten wie früher, als unsere Schulen noch gut waren? Busek im Kurier weist den Lehrern die Schuld zu: sie sind schlecht ausgebildet. Also rasch wieder die Lehrerbildungsanstalt, dort kamen hervorragende Lehrer heraus!
    Ein weiterer Punkt, der zur Verschlechterung der Schulen beigetragen hat, ist die freie Schulwahl von Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl: Die Schule mit den geringsten Anforderungen wird von den Eltern gestürmt, leistungsbezogene Schulen sterben an Schülermangel.
    Solange die Leiterinnen nach Gefühl aus dem Unterbauch handeln statt nach der Ratio, wird sich nicht viel ändern: Auf meine Frage, warum diese Dame in eine leitende Stellung gehievt wurde, erklärte man mir, daß im es Management nicht immer auf den Geist ankommt, oft, wie in der Lotterie, genügt das Bauchgefühl.
    Sokrates war an der falschen Erziehung der Jugend Schuld und wurde zum Tod durch den Schierlingstrank verurteilt. Niemand hat es je geglaubt.
    Wir haben in Wien einen Schierlingsgrund (XXII), dort könnte man den Stadtschulrat ansiedeln, als Warnung, daß nicht die Lehrer Schuld haben.

    • Xymmachos
      07. Dezember 2010 18:14

      Lieber Socrates, ich soll Dir von der Xanthippe ausrichten: wenn Du sie noch EIN MAL falsch schreibst, lernst Du sie erst so richtig kennen! Mit oder ohne consecutio temporum bei der indirekten Rede. Und der Unterbauch von Damen in leitender Stellung (Frage von mir: welche Stellung ist denn da gemeint?) geht Dich auch nichts an, meint sie...

    • Undine
      07. Dezember 2010 19:16

      @Socrates
      @Xymmachos

      Unseres socrates Frau Xanthippe dürfte von der eher sanften Art sein! Drum glaube ich nicht, daß er Schlimmes zu befürchten hat!
      Aber in einem von meinen Eltern geerbten Buch "Über die heilige Hoffhaltung" aus dem Jahr 1690 steht genau beschrieben, wie's im Hause Sokrates tatsächlich zugegangen sein soll, denn Socrates sagte:

      "Man müsse der Weiber Ungestümmigkeit gleich wie der Tauben Unrath gedulden/welche die Ungelegenheit so sie verursachen/ mit ihrer Fruchtbarkeit ersetzen.Was er sagte/zeigte er in der That: dan als er auff ein Zeit von seinem Weib Xanthippe nach vielen Schmach- und Lästerworten mit einem Geschirr voll Nachtwasser begossen war/zoge er solches in einen Schertz/ und sprach:
      Ich habs wol gedacht/ es werde auff ein solches langwiriges Donner und Blitzen/ endlich ein Regen erfolgen."
      Jetziger Zeit findet man nit leichtlich solche Socrates; sondern wan sich zwischen Weib und Mann ein Haußkrieg erhebt/ gibt es bald rothe Nasen/ blawe Fenster/ und ein solches Fewr/ an dem die gantze Nachbarschafft zu löschen hat.

    • Xymmachos
      08. Dezember 2010 09:29

      @Undine
      7 Sterne + VSOP für die köstliche Quelle aus 1690! Aber es ist halt nicht jeder Mann ein Sokrates, wenn er das Glück hat, (s)eine Xanthippe gefunden zu haben.

  39. Brigitte Imb
    07. Dezember 2010 14:25

    Eine "beachtliche" Leistung, Ös ( od. Kl.Anatoliens) Kinder liegen immerhin noch vor den türkischen beim Lesen, auf Platz 31 v. 34.

    Beständig gestalten immer dümmer werdende Politiker das Geschehen in diesem Staat und da wundert sich jemand, dass bei den Schülern die gleiche Tendenz besteht. Schmied und Co. versuchen nun noch immer die Schuld Gehrer in die Schuhe zu schieben und bestreiten ihr eigenes Versagen. Der Gipfel jedoch ist, dass sie behauptet 75% der autochthonen Schüler seinen leseunfähig, die Ausländer hätten ohnehin besser abgeschnitten. Wie konnte das festgestellt werden, sind diese Tests nicht anonym?
    Und sie warnt, ja keine Ausländerdiskussion darüber zu entfachen.
    Also, weiterhin totschweigen und verleugnen, dass bis zu 70% Ausländer in einer Klasse sitzen.

    Seit Schmied Unterrichtsministerin ist, sinkt das Leistungsniveau der Schüler und nun will sie uns auch tatsächlich noch einreden, ihre Maßnahmen werden erst 2015 greifen.
    Klar, bis dahin liegt Ö an letzter Stelle, schlechter gehts nicht mehr und damit ist die Chance gegeben sich zu verbessern.
    Schlagzeile "Österreich" 2015: " Gesamtschule ein Erfolg - Österreichs Schülerleistungen verbessert - der vorletzte Platz konnte erreicht werden".

    • Brigitte Imb
      07. Dezember 2010 14:27

      Ach ja, die Leistung des Hrn. Finanzministers wurde gleichfalls nach unten korrigiert - Platz 13 v. 16.

    • Undine
      07. Dezember 2010 14:47

      @Brigitte Imb

      Der Abstand bei den Ergebnissen des PISA-Tests zw. Ö und der Türkei wäre vermutlich ETWAS größer (zu unseren Gunsten!) ausgefallen, wenn die vielen anatolischen Familien dort geblieben wären, wo sie hingehören, nämlich in der Türkei. :-)
      Wenn natürlich noch mehr Analphabeten aus Anatolien zu uns kommen, kann das Ergebnis beim nächsten PISA-Test schon umgekehrt ausgehen! :-)

    • Undine
      08. Dezember 2010 15:35

      Um einer noch größeren Blamage beim nächsten PISA-Test zu entgehen, sollten sich vielleicht unsere Schüler kollektiv "krankschreiben" lassen.

  40. thomas lahnsteiner
    07. Dezember 2010 14:20

    haltet den dieb !!!!

    in der zeitung "österreich" (wo sonst) schiebt schmied die verantwortung weit von sich und mißbraucht die ohnehin manipulierten pisa-ergebnisse für ihren gesamtschul-wahn:

    "Ministerin Schmied in ÖSTERREICH: "Die Ergebnisse sind so niederschmetternd, dass wir uns das übliche Theater der Schuldzuweisung ersparen können. Der neue PISA-Test ist ein vernichtendes Zeugnis für Jahrzehnte an Versäumnissen in der heimischen Bildungspolitik."
    Ministerin Schmied fordert im ÖSTERREICH-Interview: "Wir müssen in der Regierung bei der Schulreform zur Tat schreiten. Schluss mit dem Gerede und Verzögern - es gibt nur noch eine Devise: Umsetzen, umsetzen, umsetzen."
    Schmied kündigt in ÖSTERREICH einen "Regierungs-Pakt" zur Schulreform an: "Ich will rasch eine Regierungs-Vereinbarung zur Schulreform haben, bei der die wichtigsten Reform außer Streit gestellt sind." (ende zitat)

    eine gefährliche drohung nach der anderen, damit ruiniert sie das ohnehin marode schulsystem total.....

    unverschämter und frecher geht es nicht mehr.......

  41. Undine
    07. Dezember 2010 14:15

    Zum Thema SITZENBLEIBEN:

    Es mag ein Ausnahmefall gewesen sein, aber ich möchte ihn dennoch erzählen.

    Anfang der 60er Jahre erzählte mir einmal ein überaus tüchtiger Baumeister, daß er seinen Erfolg ausschließlich meinem Vater zu verdanken habe. Und das kam so:
    Mitte der 30er Jahre war mein Vater sein Mathematiklehrer gewesen. Da der Bub aber genau so faul war wie intelligent, ließ ihn mein Vater die Klasse wiederholen. Das war ein äußerst heilsamer Schock für den faulen Schlingel: von Stunde an war er der Klassenbeste. Damit hatte mein Vater gerechnet; so gut hatte er den Schüler schon eingeschätzt. Und er hat das "Sitzenbleiben" meinem Vater nie nachgetragen, sondern sich nicht nur einmal dafür herzlich bedankt. Er war überzeugt, ohne diese Maßnahme wäre bestimmt nichts aus ihm geworden.

    • Undine
      08. Dezember 2010 09:17

      Bevor ein Troll sich zu obigem Thema erbost äußert:
      Die Devise meines Vaters bei der Benotung war: im Zweifelsfall FÜR den Schüler.

  42. Undine
    07. Dezember 2010 13:57

    Was soll man davon halten, wenn der Direktor einer Wiener Schule beim Interview im Mittagsjournal nicht in der Lage ist, grammatikalisch fehlerfrei zu sprechen?
    Wenn er meint , etwas sei besser WIE.....?

    Das klingt jetzt nach I-Tüpferlreiterei, ist es aber nicht.
    Er ist nicht der einzige Schuldirektor, der im Radio, im Fernsehen diesen und ähnliche Fehler macht. Auch die Wiener Eigenheit, das Wörtchen OHNE mit dem 3. Fall zu verwenden, darf einem Lehrer, selbst wenn er Wiener ist, einfach nicht passieren!Es hapert also bereits bei der Ausbildung der Lehrer. Und selbst wenn Deutsch nicht "sein Fach" ist, MUSS dieser Lehrer einwandfreies Deutsch sprechen.

    Wie soll er von den Kindern verlangen können, grammatikalisch richtig zu sprechen? Der Lehrer/die Lehrerin MUSS den richtigen Sprachgebrauch verinnerlicht haben. Oder wird dieses Ziel überhaupt nicht mehr angestrebt???

    Wenn ich auf unserem Stadtplatz unterwegs bin, treffe ich ständig auf Gruppen Jugendlicher "mit Migrationshintergrund". Da sie sich meist sehr lautstark unterhalten, kann man nicht umhin, deren Gespräche mitzuhören. Daß sie sich in "deutscher" Sprache unterhalten, merkt man nur an einzelnen Wörtern. Es ist ein einziger Kauderwelsch. Das scheint aber die Sprache der Zukunft in unserem Land zu werden.
    Und die Schule KAPITULIERT!

  43. brechstange
    07. Dezember 2010 13:11

    Die Erfahrungen eines Turnlehrers:

    Ein dauernd "verhaltensorigineller" Schüler rauft mit einem Schüler. Im Zuge dieser Raufhandlung sitzt dieser auf dem anderen und würgt diesen. Der Lehrer greift diesen Schüler an, im Zuge der Gefahr im Verzug legte der Lehrer Gewalt an, in dem er diesen ohrfeigte. Dann ließ der Schüler den anderen los.
    Daraufhin setzte der Direktor eine Anzeige. Der Lehrer musste die Schule verlassen, obwohl dieser Lehrer bereits seit 15 Jahren im Dienst war und noch nie irgendeine Gewalt ggü einem Kind angewandt hatte. Es waren nicht einmal die Eltern des verhaltensoriginellen Schülers, die den Lehrer angezeigt hätten. Es war der liebe, nette Direktor, der sich eines Lehrers entledigen musste, um eine Stelle frei zu bekommen für einen Parteigünstling. Dieser Direktor nutzte die Gunst der Stunde.

    Daher bin ich gegenüber Dr. Unterbergers Vorschlag "Alle Macht dem Direktor" sehr, sehr skeptisch, auch wenn er vorschlägt, Eltern und Lehrer dürfen den Direktor abwählen, sollte man doch anschauen, wie dies in der Praxis umsetzbar wäre.
    Und hier sehe ich ein massives Problem,
    weil wir ein politisch indoktriniertes System haben,
    weil die Eltern und Lehrer mutlos und resigniert schweigen, die Eltern wegen der Kinder, die Lehrer wegen ihres Jobs.

    Mit den heute handelnden Personen ist eine derartig unkontrollierte Umstellung für manche Schulen eine Katastrophe. Doch wie stellt man fest, ob ein Direktor überhaupt fähig ist und das noch dazu in einer Landschule, wo es keine Ausweichmöglichkeiten gibt?

    • Undine
      07. Dezember 2010 14:35

      @brechstange

      Ein PARTEIBUCH ist halt DOCH kein Qualitätsbeweis, auch wenn so getan wird, als sei es einer.
      Noch weniger als vom "PARTEIBUCH", das hierzulande ausschlaggebend für die Postenvergabe ist, halte ich aber von der EIGNUNG der ELTERN, die QUALITÄT einer LEHRKRAFT feststellen zu können!
      Wenn in einer Schule der Großteil der Schüler "Migrationshintergrund" hat, deren Eltern häufig auch noch Analphabeten sind, zumeist kein Deutsch sprechen, wie soll in so einem Fall das Mitspracherecht dieser Eltern aussehen?
      Gerade die islamischen Väter von Buben wollen nicht, daß ihre Prinzen von Frauen unterrichtet werden.......

      Außerdem werden Eltern "lernschwacher" Kinder Lehrern den Vorzug geben, die nicht zu viel Leistung verlangen.

    • Josef Maierhofer
      07. Dezember 2010 16:25

      Korrekt @ brechstange @ Undine !

      Auch ich denke, daß es nicht möglich ist, daß Eltern Lehrer und Direktoren wählen.

      Dazu eine kleine eigene Geschichte:

      Als Lehrer zählen für mich einzig und allein die Beurteilungen der Schüler und ihre Ergebnisse bei den Prüfungen. Sind beide gut, so war es eine gute Veranstaltung, sind beide schlecht, so war es eine schlechte Veranstaltung. Oft war aber zwischen beiden nur der Unterschied, daß ein anderer Jahrgang da war.

      Als berufsvorbereitender Studiengang messe ich die Ergebnisse auch an der Anzahl der Aufnahmen 'meiner' (Technik) Studenten in den Firmen und deren Beurteilungen.

      Ein Volksschullehrer kann das daran messen, wie 'seine' Kinder weiterkommen in anderen Schulen, wie 'seine' Kinder mit dem Leben immer mehr zurechtkommen und das, was sie gelernt haben, was sie können, anwenden.

      Ein Mittelschullehrer eben an den angenommenen Weiterbildungen, ein Hauptschullehrer an den ergriffenen Berufen.

      Daß ein Lehrer aber überhaupt mit Kindern arbeiten kann, dazu gehört Ruhe und keine Störung von außen, weder von unreifen Kindern oder der Sprache nicht mächtigen, weder von unverständigen Eltern und schon gar nicht von Parteikollegen, Parteilakaien und Parteidirektoren und sonstigen Nestbeschmutzern.

      Es gibt nur die Parteigenossen unter den Lehrern, die stören, Unruhe stiften und das Lernen der Kinder behindern mit ihrem Parteiquatsch, den kein Mensch braucht, viel besser wäre lesen, rechnen, etc. statt dem 'Gendern' und sonstigen perversen Geblödel. Haben wir keine österreicheischen Dichter ? Haben wir nicht einmal eine österreichische Lern- und Lehrmethode gehabt ? Was ist daraus geworden ?

      Ich meine, die Versagerin, die Frau Bundesminister, ist der größte Störfaktor in unserem Schulwesen und ihre bedingungslosen Vasallen, die mit ihr Österreichs Zukunft parteimäßig buchstäblich zertreten.

      Wir haben so viele gute und motivierte Lehrer, lassen wir sie arbeiten ! Wir haben so viele gute und motivierte Kinder, helfen wir Ihnen ins Leben !

      Was ist das schon für ein Leben, in das die Frau Bundesminister unsere Kinder zwingen will ? Welche Fundamente gibt sie ihnen ? Da schauen wir uns einmal die 'modernen' Schulbücher' (Malbücher oder 'Arbeitsbücher' genannt, um schreiben und lesen hintanzuhalten) näher an, und noch schlimmer oft ihr perverser Inhalt, mit Unwahrheiten, daß einem die Haare zu Berge stehen.

      Wie soll ein 16-jähriger in so einem Klima arbeiten können ? Wie, Frau Bundesminister, wie denn ? Sie werden Österreich zum schulischen Bankrott führen mit Ihren billigen Ausreden und Ihren Gesamtschulgeblödel. Darauf kommt es nicht an, es kommt auf die optimale Unterstützung von Individuen an, an da sind nun einmal Unterschiede, Frau Bundesminister. Man kann nicht gleich machen, was nicht gleich ist, wenn Sie noch nicht dahinter gekommen sind.

      Disziplin ist es, Konzentration, Lernwille, was wir brauchen und nicht das Gegenteil, das Sie fördern, gnädige Frau. Nicht Sie sind notwendig für die Schule, die Lehrer sind es. Sie sind für das Schulklima verantwortlich und das haben Sie gemacht in der Weise, wie wir es vorfinden und wie wir immer schlechter werden. Es wäre besser, es würde diesen Job ein Fachmann machen und nicht eine Bankfrau. Nehmen Sie die Parteipolitik aus der Schule, die hat dort nichts verloren !

    • Franz L
      07. Dezember 2010 16:41

      @Josef Maierhofer
      Danke für ihre sinnvollen Ergänzungen zum Tagebucheintrag.

  44. brechstange
    07. Dezember 2010 12:48

    " "Jeder Direktor und sonstige Schulfunktionär, der Druck auf Lehrer ausübt, bessere Noten zu geben, wird sofort suspendiert","

    als auch
    jeder Direktor, der parteipolitisch agiert,
    jeder Direktor, der engagierte Lehrer "bosst" bzw. nicht vor Mobbing schützt.

  45. Philipp Starl
    07. Dezember 2010 11:31

    OT: Und da heißt es, die Rechten missbrauchen Ängste vor Überfremdung, um ihre Ziele zu erreichen. Die Verlogenheit und Dreistheit der linken Klimafaschisten kennt offenbar kein Ende:

    Cancun, Mexico--Just when you think you've heard everything, we're told that impoverished Mexicans are fleeing north to escape global warming.

    Despite the Mexican Revolution (1910-1920), vast natural resources and bright, hard-working people, the host country for the Cancun climate summit remains impoverished. Wealth and power are still concentrated in relatively few powerful Mexican families. Employment and economic opportunities are few. The government is plagued with corruption. The state-owned oil company Pemex cannot keep even its best fields operating efficiently. Remittances from the US remain a major part of Mexico's economy. Impoverished millions are deprived of access to energy and forced to eke out a bare living through backbreaking subsistence farming.

    Far worse, the drug cartels are kidnapping, torturing and murdering with impunity. Sheriffs, soldiers and entire families are being gunned down. Drug-related violence has claimed more than 30,000 lives over the past four years. Entire downs are being vacated. And the slaughter has become more gruesome and appalling with every passing month - capped off by last week's news that a FOURTEEN-YEAR-OLD BOY has admitted to a series of murders and beheadings for the Beltran Leyva Cartel.

    Is there any wonder why people are still trying to get to the United States, despite the US economic downturn and persistent high unemployment? But no. Now we learn the real reason.

    According to a new study in the "prestigious" Proceedings of the National Academy of Sciences, they are leaving because of climate change! And the problem will only get worse, as more farms and water supplies dry up. By 2080, up to 6.7 million Mexican campesinos could be heading north, to escape droughts worse than anything since the Nature-driven Dust Bowl or Anasazi and Mayan desiccations.

    (Have you ever noticed how all these absurd, alarmist reports come from "prestigious" researchers, institutions and journals - all of which have a huge financial stake in promoting climate chaos claims?)

    And here I thought "frogs with extra heads" and "Italy being robbed of pasta," as a result of man-made global warming, catastrophic climate change and global climate disruption was as insane as all this "prestigious research" could possibly get. (These are real claims from previous years, cranked out by other "prestigious" researchers and chronicled at Numberwatch).

    Yes, we could have a disaster and mass northward migration, if the climate really did warm 5 or 10 degrees, as some computer models, computer games, Hollywood movies and "prestigious" researchers say it might. Or if space aliens landed in Mexico and stole all the water? Give me a break. Enough with the ridiculous what-if computer scenarios. Anyone can manufacture "scenarios." They mean nothing. They are "evidence" or "proof" of nothing, except overly active imaginations.

    Have "Doctor" Michael Oppenheimer and his alarmist buddies been living on another planet the past 15 years, as average planetary temperatures have stabilized and even cooled, in the face of steadily rising atmospheric carbon dioxide levels? Wouldn't it be nice if we could have a little transparency - and they had to reveal how many millions they've received for producing all this "prestigious" research?

    The people cranking out these "prestigious" climate "studies" and "news" articles need to realize the damage they are doing to the credibility of science and journalism. We the People are paying billions annually for this horse manure, with our tax and energy dollars. The least we can expect is some honesty, sanity and accountability.

    Let's just hope this story is only online, where only little electrons will be sacrificed to distribute it. It would be a shame if thousands of trees had to be murdered to publish this garbage in hard copy newspapers and magazines.

    (Quelle: http://www.cfact.org/a/1853/Climate-of-absurdity-Illegal-immigration-caused-by-warming ).

  46. Reflecting
    07. Dezember 2010 11:29

    Die folgenden und etwas länger werdenden Ausführungen sehe ich als wei-terführende Ergänzung des heutigen Tagebucheintrages:
    Wie schon im Vorjahr wiehert die PISA-Studie auch heuer wieder in den Medien landauf und landab; aus berufenem und unberufenem Munde kommen weise Kommentare, doch meist geht es um Symptome, aber nicht um die wirklichen Ursachen der Misere. Man will offensichtlich nicht zu sehr in die Tiefe gehen, weil dann ein Anecken an vielen Stellen nicht zu verhindern wäre.
    Wie bei der sogenannten Wirtschaftskrise nur die Auswirkungen, aber nicht die Ursachen offen beim Namen genannt wurden, so geschieht es auch bei der PISA-Studie.
    Die wirtschaftlichen Probleme waren die direkte Folge eines ethisch-moralischen Verfalls, der schon vor längerer Zeit in steigender Weise einge-setzt und in den letzten Jahren seine „Früchte“ zum Reifen gebracht hatte. Es regierten exzessiver Materialismus in allen seinen Ausprägungen, Habsucht, Gier, Wachstumsfetischismus, Rücksichtslosigkeit, Betrügereien, Veruntreu-ung, unverantwortliche Werbemethoden, eine Kultur des Abzockens, des Aussackelns usw.
    Von diesem Umfeld sind auch die Familien massiv betroffen worden; das Heim hat sich gar nicht so selten vom Vorbild zur Belastung entwickelt. Auf Grund einer kurzsichtigen Wirtschafts- und Finanzpolitik ist es für den mit-telständischen Alleinverdiener praktisch unmöglich geworden war, eine Fa-milie zu erhalten, wenn gleichzeitig ein vertretbarer Anteil an den vorder-gründigen Annehmlichkeiten der Moderne genommen werden wollte; wer sich am „rat race“ (eine selbstzerstörerische Verfolgung fragwürdiger Ziele) nicht beteiligte, war eben ein „hillbilly“ (ein Hinterwäldler). Dazu kam noch die implizierte Verdammung der Mutter und Hausfrau in der Agitation so mancher verblendeter Feministinnen und ihrer lautstarken Mitstreiterinnen.
    Und so nahm alles einen schicksalshaften Weg. Denn all dies war ein Fron-talangriff auf die Familie und bei immer größer werdenden Bevölkerungs-schichten verkümmerte das Heim mit allen Folgen.
    Die Spaßgesellschaft hat auch die gute Arbeit als Störenfried entdeckt; die Arbeit wurde nicht mehr als sinnvolle Tätigkeit gesehen, sondern als ein Vehikel zur Einkommenssicherung mit nahezu Ausschließlichkeitsanspruch und allen Folgen. Der Beruf wurde im neuen gesellschaftlichen Verständnis nicht mehr als Berufung gesehen oder verstanden (Berufung kennt auch kein „burn-out“ Syndrom), er degenerierte zum „job“. Das erklärt den hohen Pegel an Unzufriedenheit mit Folgen auf allen Gebieten.
    Der Wohlstand, auf den Politiker so stolz sind, weil sie glauben, sie könnten sich damit glorifizieren, indem sie noch dazu dauernd betonen, dass Österreich das x-reichste Land der Erde sei, ist zu Lasten der Familie und des Wohlergehens vieler Kinder geschaffen worden und nun zeigen sich täglich immer offenkundiger die Folgen dieser Politik. Eine Art demographischer Untergangsstimmung ist da und dort bemerkbar; die Pille und die Fristenlösung, die weder Fristen beachtet noch eine Lösung darstellt, aber bei spassgesellschaftlich bedingtem Bedarf die Entsorgung sogenannter „Schwangerschaftsgewebe“ (eine Terminus der Abtreibungsindustrie) als Sondermüll als Selbstverständlichkeit konditioniert hat, tragen das ihre zu allgemeinen Misere bei. Viele fragen sich, warum sie Kinder haben sollten, wenn sie dabei trotz Kinderbeihilfe an so manchen süßen Früchten nicht mitnaschen können. Die Rechnung für die ohne Nachdenken und Überlegen eingeschlagenen Irrwege wird extrem hoch sein; offen ist die Frage, ob wir überhaupt noch in der Lage sein werden zu zahlen.
    Besonders lehrreich ist es, nach Unterrichtsende in öffentlichen Verkehrsmitteln Augen und Ohren offen zu halten. Das Angebot ist beachtlich, schwankt zwar, aber es reicht in der Regel. Das (Augen und Ohren offen halten) sollten gerade jene tun, die immer alles besser wissen. Nach Schulschluss den „fast food“-Konsum bei den einschlägigen establishments aller Art (vom Kebab-Stand bis zum Supermarkt) zu beobachten, ist ebenso lehrreich! Zeigt es doch klar, wie wenig Kinder daheim ein altersgerechtes Essen erwarten können. Und wenn von den schülerischen Teenagers über das Nachmittagsprogramm gesprochen wird, kann man zusätzlich viel lernen; die meisten haben eine „sturmfreie Bude“, die zu allerlei Zeitvertreib einlädt, denn die Eltern bzw. Elternteile kommen ja erst später nach Hause.
    Zu erwähnen wäre allenfalls auch noch zur Abrundung, dass die Gleichstel-lungshysterie, die scheinbar noch gesteigert werden kann, nicht nur irrsinnige Züge aufweist, sondern auch irrsinnige Kosten verursacht (es gibt Gleich-stellungsbeauftragte, alle Gesetze und sonstigen Schriften amtlicher oder halbamtlicher Natur müssen „gegendert“ sein usw. usw.). Auch damit wird ein Beitrag zur Abseitsdrängung der Familie geleistet.
    Die Eltern finden sich in zahllosen Fallen verstrickt und neigen nicht selten zur Resignation, weil die sie bedrohenden Einflüsse zu groß sind und weil sie weit und breit keine Unterstützung bei der Lösung der nun einmal vorhandenen Probleme finden oder erwarten können. Es ist nicht Geld allein, dass die Familien für ihre Kinder brauchen; was sie brauchen ist ein positiv denkendes und handelndes Umfeld. Wenn das Umfeld wieder stimmen wird, werden auch die Voraussetzungen für ein besseres Abschneiden bei den PISA-Studien geschaffen werden. Wird der nötige Denkprozess einsetzen?

    • Philipp Starl
      07. Dezember 2010 11:37

      Nun, jeder hat ein Recht auf seine Gedankengänge. Argumente finde ich in Ihrem schriftlichen Wurmfortsatz, der ja geradezu ein Plädoyer für die Einführung der wirtschaftlichen Steinzeit ist, keine.

    • Logiker
      07. Dezember 2010 11:46

      Hut ab Reflecting, die Politik kann noch so viele Bildungssysteme entwickeln, wenn sich die degenerierte Spassgesellschaft nicht ändert, helfen alle Systeme nichts, den Bildung ist letztendlich ein gesamtgesellschaftliches Erfordernis.

    • MJM
      07. Dezember 2010 11:59

      @Reflecting:

      Vielen Dank für Ihre detaillierte Ausführung!

      Deckt sich alles mit unseren Erfahrungen und Beobachtungen.

    • Johann Scheiber
      07. Dezember 2010 12:28

      Danke, gute Analyse!

    • Susa
      07. Dezember 2010 15:05

      Schade, daß sich unser wirklich sehr begabter, sympathischer Jung-Jurist STARL häufig als besserwisserischer, ungezogener Heißsporn erweist. Durch diese seine Art senkt er den Wert seiner oft wirklich hervorragenden Kommentare. Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber er mutet älteren, oft mit sehr viel Lebenserfahrung ausgestatteten Mitpostern auch allerlei an (unreifer) Kritik zu.

    • Susa
      07. Dezember 2010 15:08

      @Reflecting

      Ein hervorragender Kommentar!

    • Franz L
      07. Dezember 2010 16:33

      @Reflecting
      Gratulation zu dieser ausgezeichneten Darstellung.

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2010 18:02

      Danke, werte @ Susa,

      dass sich außer mir auch einmal jemand anderer traut, den vorlauten Herrn Starl ein wenig in seine Schranken zu weisen.
      Ich tue das seit einiger Zeit, ohne bisher irgendeine Unterstützung bei der Zähmung dieses talentierten Burschen erhalten zu haben. Nun, hoffen wir gemeinsam, dass Herr Starl sich ein wenig an seine (wahrscheinlich) gute Kinderstube erinnert, und auch danach handelt.
      Es wäre schade um ihn; irgendwann einmal würde man ihn - trotz seiner oft guten Beiträge - wohl nicht mehr ernst nehmen.
      Nochmals Dank!

    • Reflecting
      07. Dezember 2010 18:47

      Zu Philipp Starl vom 7.12.um 11:37.
      Sehr geehrter Herr Starl!
      Wenn die Aussage, dass die wirtschaftlichen Probleme die direkte Folge eines ethisch/moralischen Verfalls gewesen seien und dass exzessiver Materialismus in allen seinen Ausprägungen, Habsucht, Gier, Wachstumsfetischismus, Rücksichtslosigskeit, Begtrügereien, Veruntreuung, unverantwortliche Werbemethoden, eine Kultur des Abzockens, des Aussackelns usw. ein Plädoyer für die Einführung der wirtschaftlichen Steinzeit - was immer darunter in concreto gemeint sein soll - sei, dann muss ich mich fragen, wie dann die wirtschaftliche Zukunft aussehen könnte oder sollte.
      Ich schätze Ihre Kommentare sehr und lese sie mit Freude, Hochachtung und mit dem Wunsche, dass sie vielen Menschen zugänglich sein mögen.
      Für die gegenwärtige Misere auf allen Gebieten habe ich wohl Argumente genug gebracht - in meinen Augen.
      Nichts für ungut; ich freue mich bereits auf Ihre nächsten Kommentare; keep the good work up. Best wishes.

    • Philipp Starl
      07. Dezember 2010 19:50

      @ SuSa

      Sie müssen mich nicht mögen, damit komme ich zurecht. Womit ich nicht zurechtkomme, sind unsachliche Bemerkungen wie über das Alter. Erfahrung wiegt kein Wissen auf, das merkt man alltäglich bei der Stimmenauszählung der Stimmen von Pensionisten. Ich konzediere auch gerne, dass mein Ton oft verärgert oder verstimmt ist, aber wie ich schon einmal sagte: während wir uns gegenseitig über Umgangsformen streiten, schröpfen und tyrannisieren uns die Linken nach Belieben. Was mich in concreto so verärgert, werde ich jetzt gleich an Reflecting schreiben.

      @ Reflecting

      Die wirtschaftlichen Probleme waren die direkte Folge eines ethisch-moralischen Verfalls, der schon vor längerer Zeit in steigender Weise einge-setzt und in den letzten Jahren seine „Früchte“ zum Reifen gebracht hatte. Es regierten exzessiver Materialismus in allen seinen Ausprägungen, Habsucht, Gier, Wachstumsfetischismus, Rücksichtslosigkeit, Betrügereien, Veruntreu-ung, unverantwortliche Werbemethoden, eine Kultur des Abzockens, des Aussackelns usw.


      Denken Sie einmal nach, welche Politik man mit diesen Worten rechtfertigen kann und fragen mich dann noch einmal, warum mich solche Worte so ärgern. So pauschale Aussagen wie "exzessiver Materialismus", oder "ethisch- moralischer Verfall", oder "Wachstumsfetischismus" könnte man (national-) sozialistische Politik in extremo rechtfertigen.

      Vertragsfreiheit, also die Freie Marktwirtschaft, kann man also als Komponenten eines gierigen, materialistischen, am Wachstum orientierten Systems determinieren. Mit dieser Ansicht könnte man ohne Ende enteignen, umverteilen und regulieren vulgo verbieten, auch unter Androhung von Freiheitsstrafe.

      Mit Phrasen wie "ethisch- moralischer Verfall" kann man Homosexualität unter Strafe stellen, kann man Discos verbieten, ausschweifendes Verhalten pönalisieren, usw. ein Diktaturstaat ohne Grenzen wäre möglich.

      Nun weiß ich selbstverständlich, dass das ganz und gar nicht Ihre Intention ist. Das Problem ist aber, dass sich diese Worte derart leicht instrumentalisieren lassen, da spielt es gar keine Rolle mehr, was Sie dabei dachten. Man könnte Ihnen andichten, dieses System gewollt zu haben und wenn man Ihre Worte objektiv liest, klingt es nichtmal unrealistisch.

      Ich weiß, dass viele Kommentatoren in diesem Forum "Materialismus", die "hedonistische Lebensweise", die "Gier" für alles verantwortlich machen und merken dabei nichtmal, dass sie genauso klingen, wie die Linke.

      Dabei stimmt das alles ganz und gar nicht, von vorn bis hinten nicht. Natürlich waren Bankmanager, oder generell Manager gierig, natürlich ist unsere westliche Welt einzig auf Konsum ausgerichtet, natürlich findet ein moralischer Verfall statt. Das alles sind aber nur allzu menschliche Eigenschaften. Homo homini lupus est zitierte Hobbes schon Plautus.
      Und so könnte man in einer regellosen Welt natürlich den gierigen Menschen die Schuld in die Schuhe schieben, wenn sie aus körperlicher Überlegenheit einfach drauflosmorden, um sich zu bereichern. Aber auch das ist menschlich. Und genau deswegen, weil dies alles menschlich ist, braucht man ja Regeln und zwar die Richtigen. Denn wenn man regelt, dass nur Beamte stehlen dürfen, darf man sich nicht wundern, wenn es bald alle tun.

      Überhaupt korrelliert die Art der Rechtssetzung und der Inhalt von Rechtsnormen am allerstärksten mit Wirtschaftswachstum, mit Wohlstand, mit Sicherheit.
      Das heißt, dass falsche Rechtsnormen und nur falsche Rechtsnormen dafür verantwortlich sind, wenn Menschen genau das machen, was in ihrer Natur liegt: gierig sein, hedonistisch leben, betrügen, stehlen, usw. usf.

      Die falschen Rechtsnormen, die zu Wirtschaftskrisen, zu politischen Krisen, und alles, was Sie und viele hier in diesem Forum anprangern, führten sind folgende:

      1) Die Staaten erlaubten bestimmten Institutionen, Geld aus dem Nichts zu erzeugen (Teilreservesystem, Zentralbanken). Das führte dazu, dass die Menschen sprichwörtlich in Geld schwammen und was tut der Mensch nunmal, wenn er viel Geld hat? Richtig, er versucht, noch mehr davon zu bekommen und er gibt es aus. Folge: Blasen entstehen, eine Scheinwirtschaft wächst und reißt alles mit sich in den Abgrund, wenn sie zerfällt.
      Alles menschlich, aber eben nur durch falsche Rechtsnormen möglich.

      2) Die Staaten kauften sich ihre Bürger mit dem Wohlfahrtsstaat. Er erzeugte Rechtsnormen, die von den Fleißigen, Klugen, Risikofreudigen sehr viel Geld nahmen und es den Nichtfleißigen, Dummen, und/oder Risikoaversen gaben. Was glauben Sie nun, wie die Menschen in so einem System reagieren? Logisch, fleißig, klug und risikofreudig werden dann die Wenigsten sein wollen.
      Weiterer Effekt dieser Rechtsnormen: alle Menschen haben immer viel Geld, das sie dann für Hedonismus und Materialismus ausgeben können. Bestes Beispiel ist die Unterschicht: immer neue Handys und Fernseher, Türkeiurlaub, nur am Feiern, Saufen, Fi****, Fressen, usw interessiert und trotzdem immer mehr Geld wollen.
      Auch alles menschlich, aber eben durch Rechtsnormen sogar künstlich erzeugt, denn wenn wir nicht ständig Geld aus dem Nichts schaffen würden, gäbe es gar nicht so viel Geld und wenn es so viel Geld gäbe, würde es nicht so leichtfertig aus dem Fenster geworfen, der Umverteilungsstaat sorgt noch dazu dafür, dass nicht nur eine Gruppe im künstlichen Geld schwimmt.
      Wiederum eine menschliche Komponente: wenn ich für etwas (Geld) nicht hart arbeiten und es ansparen muss, dann gehe ich leichtfertig damit um.

      3) Rechtsnormen, die alte, richtige Rechtsnormen aufgehoben haben, sorgen für Unbildung, Gewalt, Unglück, usw. Da ist z.b. die sukzessive Revision der Vertragsfreiheit und des wichtigsten Grundsatzes pacta sunt servanda (Verträge sind einzuhalten). So werden leichtfertig Verträge aller Art geschlossen, man kann es ja eh irgendwie wieder rückgängig machen. Fördert ebenso wiederum den Hedonismus und Materialismus.
      Weiters sorgen Rechtsnormen im Schulbereich dafür, dass Schüler nicht mehr gefordert sind, allzu leicht einen Abschluss bekommen und sich nicht überlegen müssen, was sie studieren. Es ist ebenso sehr menschlich, dass ich mich nicht mehr bemühe, zu lernen, wenn ich die Schule sowieso schaffe.

      Ich könnte Ihnen noch hundert weitere Rechtsnormen sagen, die für eine falsche Lebensweise sorgen.

      Das Interessante ist, dass genauso die menschliche Natur die Lösung all dieser Probleme ist. Genau die Gier, genau der Materialismus, usw. sind die Lösung allen Übels. Wissen Sie warum? Weil uns die Natur so geschaffen hat. Die Natur hat uns nunmal so erschaffen, dass wir essen wollen, Sex wollen, Erholung wollen und wir werden alles tun, um dies zu erreichen. Wenn man uns genau diese natürlichen Antriebe nimmt, wie Sie etwa suggerieren, indem man "Materialismus" und "ethischen Verfall" verbietet, löst man gar nichts, außer dass man die Menschen unglücklich macht, weil sie nicht sie selbst sein dürfen.

      Der Mensch ist in seiner "freien Wildbahn", in einer freien Welt am Glücklichsten, und auch am Erfolgreichsten und genau darauf kommt es an. Rechtsnormen sollten nur dazu da sein, zu verhindern, dass Menschen andere Menschen unfrei machen, denn dies würde wiederum nur manche Menschen glücklich machen. Die Unfreien würden wiederum unglücklich sein.

      Sie sehen, die aktuelle Gesetzgebung und die Rechtsnormen der letzten Jahrzehnte stehen diametral zum Konzept des Glücks jedes Einzelnen, da sie nämlich nicht befreien (Rousseau), sondern eine Gruppe auf Kosten anderer unfrei machen.

      Der Mensch hat in freien Systemen auch immer das Beste erschaffen. Noch nie waren wir so frei, wie zu Zeiten der Industrialisierung. Wir waren sogar so frei, dass wir ein Monster wie Hitler an die Macht lassen konnten. Und trotzdem hat die Freiheit Hitler hinweggefegt und in der Nachkriegszeit ein Wirtschaftswunder sondergleichen geschaffen. Bis wir ab den 70ern wieder anfingen, die Freiheit zu beschneiden.

      Um den Kreis zu Ihrer Wachstumsfeindlichkeit zu schließen:

      Der freie Mensch wächst bis ins Unendliche. Er soll auch wachsen, unendlich hoch soll er wachsen. Denn seine menschliche Natur wird ihn auch dazu bringen, Probleme zu lösen, egal welche es sind. Nur muss man ihm die Freiheit zugestehen, um ihm die Probleme lösen zu lassen.

      Z.b. alternative Energien: wollen Sie in 100 Jahren wieder in einer Höhle ohne Strom sitzen? Nein? Dann sind Sie ganz einfach menschlich, so wie hundert Millionen andere Menschen es sind. Und genau deswegen werden all diese Menschen alles dafür tun, neue Energiequellen zu erschließen.

      Wollen Sie in einer verdreckten Umwelt leben? Nein? Milliarden von Menschen auch nicht. Genau deswegen werden sie auch stets danach trachten, die Umwelt zu schonen. Sicher gibt es einige, denen die Umwelt egal ist, aber wenn solche Menschen merken, die Meisten wollen eine saubere Umwelt und sind bereit, sehr viel Geld dafür auszugeben, dann werden sie sich nach diesen Menschen richten (Marktwirtschaft), weil sie eben essen wollen, Sex wollen, und es nunmal nicht anders bekommen (im Gegensatz zu heute).

      Sie sehen, der freie Mensch wird immer alles tun, um die Probleme der Welt zu lösen, weil er in einer (durch Gesetze gewährleisteten) freien Welt einfach viel zu egoistisch, zu gierig, zu hedonistisch ist, um es nicht zu tun.

      Genau deshalb verärgern mich solche Worte immer. Weil die Konsequenz dieser Worte immer genau das Gegenteil von dem erreichen, was sie wollen. Sie erreichen nur Leid, Armut, Tod, Krieg, usw. die Geschichte und die aktuelle Lage sind der beste Beweis (Monarchie, Kommunismus vs. freie Marktwirtschaft).

    • byrig
      08. Dezember 2010 00:39

      reflecting,sie sind für mich ein paradebeispiel dafür,mit vielen worten nichts ausdrücken zu können.und andere leute für das nichts,das sie vermitteln,auch begeistern zu können.
      so einen langatmigen blödsinn habe ich selten vernommen.aber immerhin war er langatmig genug,um auch unsreren klugscheisser starl begeistern zu können.gratulation!
      zum eigentlichen inhalt ihrer vielen zeilen kann ich leider nicht viel äussern,da es den nicht gibt!
      viel spass noch!

    • Philipp Starl
      08. Dezember 2010 00:43

      Bevor man jemanden Klugscheisser nennt, sollte man Lesen können. Ich war der Einzige, der diesen Text kritisierte.

  47. Sküs
    07. Dezember 2010 10:58

    Bemerkenswert finde ich an der ganzen Diskussion schon, dass unser PISA und das schlechte Abschneiden Österreichs am lautestesten von den Bildungspadagogen, -psychologen, -soziologen und etc.-logen kommentiert wird, die eigentlich für unsere Lehrerausbildung verantwortlich sind und damit am unmittelbarsten für diese Ergebnisse mitverantwortlich sind! Dass diese überwiegend den Alt-68ern zuzurechnenden Kommentatoren, die so tun, als hätten sie mit dem Ergebnis gar nichts zu tun auch die "gewichtigsten" Gesamtschulbefürworter sind, spricht für sich.

  48. Karl Knaller
    07. Dezember 2010 10:57

    Was haben Sie nur gegen den Androsch, Herr A.U.? Daß der für die Gesamtschule eintritt, um seinem jüngsten Kind (endlich ein Sohn!) die Chance zu geben, anders als die Halbgeschwister in den Genuß eines Gesamtschulbesuches zu kommen, kann man ihm doch wirklich nicht verargen! Und da er - als weltweit einziger Finanzminister, der wegen einer während seiner Amtszeit begangenen Steuerhinterziehung rechtskräftig verurteilt worden ist - eine ziemlich singuläre Erscheinung darstellt, hat seine Meinung halt Gewicht (in der SPÖ).

    • Undine
      08. Dezember 2010 21:02

      Er hat sich ja gemausert, unser ehemaliger "Leider-nein -Millionär": Die ehemalige Böhler-Insel im Attersee, jetzt LEITL-Insel, könnte er nun vermutlich locker kaufen.

  49. durga
    07. Dezember 2010 10:10

    Allen, die sich im Detail über Bildungsstandards an unseren Schulen und Ergebnisse bei Testungen informieren wollen, kann ich nur die site des BIFIE (www.bifie.at Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens) empfehlen. Beim Lesen der Konzepte, der zum Teil auf Schwachsinnige ausgerichteten Testbeispiele und des resultierenden „Bildungs-Status“ dreht sich mir regelmäßig der Magen um.

    Bildungstatus z.B.:
    5. Schulstufe (d.i. nach der Volkschule (=Gesamtschule)): „Obwohl die Kinder schon in der Volksschule mit der alphabetischen Ordnung vertraut gemacht werden, treten bei einem beträchtlichen Teil der Schüler/innen in der 5. Schulstufe noch immer Schwierigkeiten bei der alphabetischen Ordnung nach dem zweiten, dritten … Buchstaben auf.

    8. Schulstufe „Pilot-Testung der Standard-Orientierungsaufgaben in Mathematik“ (durchgeführt Mai/Juni 2007 an 5 AHS und 4HS), „relative Lösungshäufigkeit: AHS: 43,7 %,
    HS: 27,2 % (2. und 3. LG: 21.9 %)"
    Kann der Effekt einer Gesamtschule 5 - 8. Schulstufe noch präziser gezeigt werden als mit diesen Zahlen?

    Wollen wir die totale Verblödung des österreichischen Volkes?

  50. Undine
    07. Dezember 2010 09:53

    Die Politik macht sich längst Erkenntnisse der Psychologie (schamlos) zunutze.

    Eine dieser wichtigen Erkenntnisse ist z. B. die ständige Wiederholung von Fakten, aber auch von Lügen, speziell von Geschichtslügen. Göbbels nannte dies den EINHÄMMERUNGSEFFEKT. Durch die ständige Wiederholung bleibt Gehörtes, Gelesenes, Erlebtes in Erinnerung.

    Die frühere Schulpraktik des WIEDERHOLENS, ja, des DRILLENS ist ziemlich in Mißkredit geraten. Ohne in der Schule das Gelernte (auf sinnvolle Weise!) zu wiederholen---und nicht nur einmal!---und dadurch zu festigen,kann der Schulstoff nicht hängenbleiben.Das ist eine nicht zu leugnende psychologische Erkenntnis.

    Denken wir nur an die diversen lateinischen Sprücherl (man konnte sie im Schlaf "heruntersagen"!), die einem nach Jahrzehnten noch sehr hilfreich sein können. MNEMOTECHNIK eben! Drill, SINNVOLLER DRILL wäre für unsere Schulkinder sicher von Nutzen.Davon wollen aber unsere LINKEN aus ideologischen Gründen nichts wissen.

    Warum kann man alte sinnvolle Lehrmethoden nicht auch heute anwenden, wenn sie erfolgreich waren? Seit Jahrzehnten jagt ein Schulversuch den anderen; Erfolg, sichtbaren, greifbaren, meßbaren Erfolg hat bisher keiner gezeitigt.

    Man hat das Kind mit dem Bad ausgeschüttet, indem man alle früheren Lehrmethoden VERPÖNT und VERBOTEN hat. Man hätte doch sinnvoll "mischen" können.

    Ist es nicht eigenartig, daß es früher, außer bei geistig Minderbemittelten, bei denen auch heute jeder Versuch scheitern würde, den Lehrern gelungen ist, den Kindern das Lesen beizubringen?

    Man muß zur Kenntnis nehmen, daß es eben Kinder gibt, bei denen Hopfen und Malz verloren ist. Die überaus aufwändige Beschäftigung mit solchen Kindern raubt den Lehrern die Zeit, sich mit den durchschnittlich begabten bis hochbegabten Schülern zu befassen. In einer Gesamtschule werden diese sträflich vernachlässigt, etwas Anderes ist gar nicht möglich, auch wenn es noch so hartnäckig behauptet wird (diese Behauptung fällt auch unter "Einhämmerungseffekt"!)

    • Undine
      07. Dezember 2010 15:16

      Bin schon neugierig, wie morgen die Trolle reagieren werden! Das ist ein Thema, das sie morgen geschlossen aufmarschieren lassen wird! :-)

  51. mike1
    07. Dezember 2010 09:41

    wie es in vielen kommentaren zu den richtigen feststellungen a.u. bereits gesagt wurde:

    die problematik, dass kinder nicht mehr lesen, schreiben und rechnen können, liegt vor allem daran, dass in unserer heutigen zeit überhaupt kein wert mehr darauf gelegt wird, dass disziplin und ordnung herrschen dürfen - eigentlich sogar von den linken chaoten (leider mit unterstützung einiger schwarzer dümmlinge, die sich für experten halten) verboten werden - und zwar bei strafe für den lehrer. dass sich kinder eher mit tv.pc, etc. beschäftigen, hilft nicht wirklich der bildung. schon gar nicht dem lesevermögen. hilft aber den rotgrünen bildungsfernen experten.

    immer die lehrer und das gott sei dank noch nicht vorhandene gesamtschulsystem dafür verantwortlich zu machen, ist chuzpe.

    schuld sind:

    die eltern, die nicht fordernd und fördernd wirken. denen es egal ist, was die kinder machen. das müssen eh die lehrer tun, die werden ja dafür bezahlt (glauben sie). schuld sind auch die eltern, die selber gar nicht mehr in der lage sind, selbst zu lesen. man denke an die bildungsfernen v. a. anatolischen schichten (man lese sarrazin...).

    schuld sind die chaoten, die es verbieten, schlechte noten (oder überhaupt welche) zu geben.

    schuld sind die chaoten, die die lehrer ins kriminal bringen wollen, wenn sie hauptschülern den verdienten fleck geben wollen.

    schuld sind die chaoten und idioten, die das sitzenbleiben abschaffen wollen.

    schuld sind die idioten, die den lehrern verbieten, schlechte leistungen und disziplinlosigkeiten zu sanktionieren.

    hier noch einige beispiele aus dem leben eines lehrers:

    beispie 1l: lehrer sagt zu einem ewig plappernden mädchen: "halt doch endlich einmal deine klappe!" - eine stunde später steht die mutter des kindes in der schule und beschwert sich darüber !!!

    beispiel 2 : " du bist doch wirklich ein unerzogenes kind !". lautstarke und freche reaktion des kindes: "sie haben soeben meine mutter beleidigt !". kurz darauf steht mutter oder vater vor der tür: " sie wollen mich beleidigen ? sie meinen, ich kann meine kinder nicht erziehen ?".

    beispiel 3: kinder werden am hauptplatz von einem ausflug entlassen. einige wollen bei rotlicht über die kreuzung und werden von einer lehrerin zurückgehalten. kurz darauf steht eine mutter in der schule und belehrt die direktorin, dass die lehrer kein recht hätten, kinder, die soeben entlassen wurden, zu maßregeln.

    und auf diese art und weise geht es weiter; davon, dass kinder die lehrer als arschlöcher und ähnlich bezeichnen - und zwar in direkter anrede - gar nicht zu reden.

    und wenn man sich jetzt die vollidioten, die sich als bildungsexperten im tv und radio aufspielen, anhört, dann weiß man schon jetzt, dass uns nichts gutes bevorsteht. man kann nur hoffen, dass die övp ihre eigenen leute im zaum halten kann, sonst muss ich noch ein glaserl schilcher trinken....

    • Johann Scheiber
      07. Dezember 2010 12:35

      Aber ihre Beispiele entsprechen doch vielen "Bildungsexperten". Einem Androsch etwa der vor primitiver Energie immer noch strotzt, der einer der wichtigsten Anfänger der Barbarisierung von Staat und Volk war. Vor dem Abtreten muß man halt noch einmal ein Schäuferl nachlegen.

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2010 13:51

      @ mike1:

      Wie bereits des öfteren, sind wir Beide wieder einmal auf einer Linie.
      Das freut mich sehr! Grüße !

    • karl murx (kein Partner)
      08. Dezember 2010 11:17

      Genau DAS ist es!!!!!!
      Es tut verdammt gut zu wissen, dass es noch irgendwo Leute gibt, deren Schrank die volle Anzahl der Tassen beinhaltet, um es bewusst "g'schraubt" zu formulieren.

    • gandhi (kein Partner)
      08. Dezember 2010 15:40

      Schüler sagt zu Lehrer; "Gusch, Du Hure"
      Vor der Direktion gibt Schüler zu , das gesagt zu haben, aber zu einem danebenstehenden Burschen.
      Vater des Schülers, ein Wirtschaftsanwalt, ruft im LAndesschulrat an und bekommt die Mitteilung: "Da kann nichts passieren, es steht Aussage gegen Aussage!!"

  52. Josef Maierhofer
    07. Dezember 2010 09:39

    Die Frau Bundesminister stützt sich auf Experten, so die Radionachrichten, ich behaupte, sie stützt sich auf rot colorierte 'Experten', ist ja Nikolo gewesen, für Österreich Krampus.

    Ich hätte da eine Empfehlung für die 'Experten'.

    Nehmen wir das Jahr 1960 als Maßstab, oder nehmen wir das Jahr 1955 als Maßstab.

    Welche Schulgesetze und Rechte gab es damals ?
    Viel weniger als heute.
    Was durften die Lehrer damals ?
    Unterrichten durften sie, für Disziplin und Ordnung sorgen durften sie und sanktionieren durften sie. Als Volksschüler habe ich einmal eine mit dem Lineal auf die Finger bekommen, es hat nicht weh getan aber getroffen, nur einmal und die Ordnung war hergestellt.
    Welche Unterrichtsmittel gab es damals ?
    Das Schulbuch aus der Schülerlade, das Schulheft, den Bleistift, den Buntstift und den Radiergummi. Heutzutage wird ein sündteuerer Schulranzen vollgestopft mit teuersten Materialien (600,- Euro pro Kind) und so ist es auch, die Kenntnisse sind im Schulranzen, leider.
    Welche Unterrichtsinhalte gab es damals ?
    Die wesentlichen ! Nicht, wie heute, die unnötigen und perversen.

    Stellen Sie sich das heute vor, ein Schüler bekommt heute mit dem Lineal eine auf die Finger ! Der Lehrer wird suspendiert, der Bürgermeister samt der Horde von Mustaphas heult auf, etc., etc. die Elternschaft ist 'aufgebracht', die Dummheit und das Gericht siegt, statt die Ordnung und die Disziplin und damit der Schulerfolg.

    Nur mit Disziplin kann man konzentriert arbeiten und nur mit Konzentration kann man Erfolge erzielen.

    Fakt ist jedenfalls, daß die heutigen Schulergebnisse 37% der Schulergebnisse von 1960 sind.

    Wenn Dr. Unterberger da ein Rezept aufschreibt, so ist das vermutlich konträr zur 'Gesamtschulexpertenmeinung'.

    Auch ich vertrete die Meinung, wir sollten die Schulvielfalt lassen, die Lern- und Lehrfreiheit und die Politik zur Gänze aus den Schulen entfernen. Parteien haben noch immer alles ruiniert, was ihnen unter die Finger gekommen ist. Das ist augenscheinlich und bewiesen.

    Wer nicht Deutsch kann, ist nicht reif für die Schule in Österreich. Wer in eine ausländische Schule gehen will (Beispiele American School, Lycee Francaise, etc.) muß auch dort Deutsch können. Hilfestellungen, 'Abholungen' in Grün-Rot-Jargon, soll es für Migranten geben, etwa Deutschunterricht für Kindergarten-und Schulkinder und Förderunterricht.

    Das aber geht nicht, daß Disziplinlosigkeit herrscht, Lernunwilligkeit, Schulschwänzen, etc. auch da gehe ich konform mit notwendigen Sanktionen.

    Notwendige Sanktionen aber auch gegen politische Kräfte, die das alles haben einreissen lassen und damit die österreichische Schule versaut haben.

    Also, liebe Experten, wenn Sie glauben, helfen zu können, dann tun Sie es. Sagen Sie der Frau Bundeminister, sie soll ihre Parteilakaien, ihre Lehrstoffveruntreuungen, ihren Mißbrauch unserer Kinder, sämtliche Politmanipulation sofort abstellen als ersten Tip.

    Ein zweiter wäre: Lern- und Lehrfreiheit. Die Politik hat nur so viel zu tun, als daß sie ein Schulsystem sicherstellt, ob alles privatisiert wird oder ob auch staatliche Schulen betrieben werden, das sollte offen bleiben. Es gab da einmal aus einen 'Spitzen-Pisaland' die Meldung, daß genau dort nur 26% staatliche Schulen sind.

    Frau Bundesminister, mit dem Einheitsbrei sind Sie auf dem Holzweg. Hören Sie auf den guten Rat und lassen Sie die Schulvielfalt, Lehr- und Lernfreiheit, geben Sie den Lehrern ihre Rechte zurück, behindern Sie die Lehrer nicht in ihrer Arbeit durch ihre Parteilakaien, wehren Sie diziplinlose Eltern und Schüler ab und sorgen Sie für ein unpolitisches Schulklima ! Oder treten Sie sofort zurück !

  53. Martin Bauer
    07. Dezember 2010 09:32

    Ich darf einen Leserbrief aus der heutigen Presse zitieren:

    "Nach beinahe 40 Jahren als Lehrer und VS-Direktor kann ich folgenden Rat geben: Führt man Dinge wieder ein, die in den letzten 40 Jahren gestrichen wurden, z.B. Fleiss-, Äussere-Form-, Betragensnote und den Eintrag der Fehlstunden ins Zeugnis. Das würde keinen Cent kosten und wahre Wunder bewirken. Wer's nicht glaubt, soll nicht die "Experten" fragen, sondern realistische und anerkannte Lehrerinnen und Lehrer. Leider werden die nicht gefragt, bzw. nicht ernst genommen. Dass man mit dieser Meinung als von "vorgestern" bezeichnet wird, ist mir völlig klar.
    Mag.Manfred Palmberger, Eggenburg

    Ich finde diesen Vorschlag insofern ausgezeichnet, als die Aussenwirkung solcher Benotungen über die Zeugnisse an die zukünftigen Personalchefs eine nicht zu unterschätzende wäre. So wie früher, als ein Dreier in Betragen und Fleiss mehr aussagte, als die meisten anderen Noten.

    Eine Koppelung der Transferleistungen an die Anwesenheitspflicht in den Schulen, würde weitere Probleme lösen (helfen). Geografisch wie auch finanziell.

    • terbuan
      07. Dezember 2010 10:35

      Meine 10 jährige Enkelin, welche jetzt das Humboldt-Gymnasium in Potsdam besucht, hatte in der Grund(Volks)schule folgende Benotungen im Zeugnis:

      Arbeits- und Sozialverhalten:
      -Lern- und Leistungsbereitschaft
      -Zuverlässigkeit und Sorgfalt
      -Ausdauer und Belastbarkeit
      -Selbstständigkeit

      Sozialverhalten:
      -Verantwortungsbereitschaft
      -Kooperations- und Teamfähigkeit
      -Konfliktfähigkeit und Toleranz

      Und das in einer Grundschule im Bundesland Brandenburg, wo eine rot-rote Koalition regiert!

    • Josef Maierhofer
      07. Dezember 2010 10:57

      @ Martin Bauer

      Danke für den Leserbrief !

      @ terbuan

      Unvorstellbar für eine Frau Bundesminister Schmied, die die Disziplinlosigkeit per se verkörpert und für mich ein Parteiapparatschik ist, für mich erscheint sie als nicht gesellschaftskonform, weit weg von der Realität.

      Meine Benotung für Frau Schmied:

      Arbeits- und Sozialverhalten:

      -Lern- und Leistungsbereitschaft Lernbereitschaft FÜNF, Leistungsbereitschaft ZWEI für Fehlleistungen

      -Zuverlässigkeit und Sorgfalt Zuverlässigkeit für die Gesellschaft FÜNF für die PARTEI EINS Sorgfalt (für das Schulwesen) FÜNF
      -Ausdauer und Belastbarkeit ZWEI
      -Selbstständigkeit FÜNF

      Sozialverhalten:
      -Verantwortungsbereitschaft FÜNF (tritt nur als Parteilakaie auf)
      -Kooperations- und Teamfähigkeit FÜNF (kooperiert nur mit der Partei)
      -Konfliktfähigkeit und Toleranz FÜNF (sie ist selbst ein Konflikt) Toleranz für Österreicher FÜNF, für unfähige Ausländer EINS

    • terbuan
      07. Dezember 2010 17:37

      Josef Maierhofer
      Die 2 für Belastbarkeit ist aber geschenkt!
      In einem Arbeitszeugnis würde die verbale Beurteilung ungefähr so lauten:
      "Sie hat sich bemüht, die an sie übertragenen Aufgaben zu erfüllen."
      Was bekanntlich bedeutet, sie war ein totaler Versager! ;-)

  54. MJM
    07. Dezember 2010 09:14

    Achtung Zukunftsruinierer!

    Die österreichische Politik hat den nachkommenden Generationen nachhaltig deren Zukunft ruiniert. Einerseits wurden und werden massiv Schulden gemacht, deren Tilgung Jahrzehnte dauern würde.

    Andererseits ließ man ein gut funktionierendes Bildungssystem derartig verkommen, dass unsere Kinder und Jugend im internationalen Wettbewerb ganz mies dastehen und nicht im Stande sein werden, den geerbten Schuldenberg jemals zu bewältigen.

    Den jetzt handenlden Personen ist jede Qualifikation abzusprechen, das vordringlichste Problem unserer Zeit, die Sanierung der Bildung, in den Griff zu bekommen.

    Besonders in Wien, wo die Lage am bedrohlichsten ist, hätte die absolut regierende SPÖ schon viele Jahre zeigen können, was sie kann. Nur in den eigenen Jubelbroschüren und den zahlreichen, nahestehenden Medien ist noch alles in Ordnung. Die Realität ist natürlich ganz anders, nicht umsonst schicken praktisch alle Politiker ihre Kinder in teure Privatschulen.

    Glaubt denn wirklich jemand, dass muttersprachlicher Unterricht auch die Deutschkenntnisse verbessern wird?

    Glaubt denn wirklich jemand, dass das bestehende Lehrpersonal im Rahmen der Gesamtschule plötzlich Spitzenleistungen erbringen wird können? Vor allem Gymnasium-Lehrer werden sich die Gesamtschule sicher nicht herbeisehnen.

    Glaubt denn wirklich jemand, dass ein System, das einen schon jeden Morgen in der U-Bahn in Form von seichten Gratiszeitungen anlacht, im Stande ist, verantwortungsvolle, ideologiefreie Entscheidungen in der Bildungspolitik zu treffen?

    Die Vorschläge von Herrn Dr. A.U. sind allesamt sehr sinnvoll, jedoch erfordert deren Realisierung zumindest eine Neuwahl.

  55. Celian
    07. Dezember 2010 08:48

    Damit Pröll nicht so alleine gegen seine Mitstreiterinnen da steht, soll er sich doch Schützenhilfe aus der Schweiz holen. Die SVP hat dezidiert die antiautoritären Erziehungsmethoden der 68er-Generation als gescheitert erklärt: und selber ein umfangreiches Grundlagen-Papier (139 Seiten!) zusammengestellt, wie sie Schule machen möchte: Leistung, Disziplin, stehen dort im Vordergrund, gemessen wird mit Noten, der integrativen Schule wird der Kampf angesagt, wer nicht mitkommt, wird zurückgestuft.

    Und die Familie wird miteinbezogen, die Familie wird zur Verantwortung gezogen, die darf die Erziehung nicht an die Schule delegieren, dort wird nämlich gelernt und nicht erzogen, wie man sich gegenüber seinem Gastland zu benehmen hat.

    Obendrein wird der schweizerische Dialekt schon in den Kindergärten gefordert, um die nationale Identität zu fördern. Wer nicht mitkommt, ab in die. Das sollte man bei uns einführen. Bei uns können viele MigrantInnenKinder nicht einmal deutsch, sondern nur Turkdeutsch, hey Alder. Wenn man bei uns sowas einführen würde, würde sich ganz schnell die Spreu vom Weizen trennen. Und ein paar müßten ganz schnell wieder nach Hause fahren.

  56. thomas lahnsteiner
    07. Dezember 2010 08:35

    besonders unverschämt tritt die durch und durch linksextreme claudia schmied auf: wie so oft lügt sie dreist ihr eigenes versagen in einen erfolg um und mißbraucht die PISA-Ergebnisse für ihre gesamtschulphantasien.
    Der selbsternannte bildungsexperte androsch darf da im chor der gesamtschul-phrasendrescher nicht fehlen, der anscheinend den auftrag hat, eine neue front im ideologischen kampf der nivellierer und indoktrinierer gegen die befürworter eines differenzierten schulsystems zu eröffnen.
    Das ziel der linken weltverbesserer ist klar: eine auf niedrigstem niveau gleiche schule für alle, in der vor allem political correctness und einschränkung der meinungsfreiheit im vordergrund steht und seelenlose apparatschiks herangezüchtet werden sollen, die vor allem dem genderwahn, dem islam, der migration und dem sozialismus verpflichtet sind......das sachliches lernen tritt dabei völlig in den hintergrund......

  57. Ritter vom Kapall
    07. Dezember 2010 08:34

    Gratulation Dr. Unterberger zu dieser hervorragenden Analyse und dem excellenten Therapieangebot! Schade, dass Sie es nicht geschafft haben diesen Beitrag 9 Minuten früher zu veröffentlichen, denn dann wäre er noch am Tag des Hl. Nikolaus erschienen.

    Auch die Diskussion über diese wertvolle Institution paßt nämlich sehr gut in das Bild des linken Gesellschaftsterrors, mit dem wir alle konfrontiert sind.

  58. Doppeladler
    07. Dezember 2010 08:26

    Wenn nun die linken Schulideologen, an der Spitze die Frau Unterrichtsministerin, sich jegliche Verantwortung für die katastrophalen Ergebnisse im aktuellen Pisa ablehnen, so ist das eine der größten Chuzpen aller Zeiten.

    Ich denke hier nur an den linken Ansatz Schulnoten in Volksschulen abzuschaffen und dort, wo sie noch existieren nur mehr eine zu vergeben: Nämlich Einser!

    Wer so denkt, denkt absolut leistungsfeindlich und ist verantwortungslos. Das Leben ist hart und spätestens mit der Schule fängt der Ernst des Lebens an.

    Sicher muß es in unserer Schule moderne Ansätze zur Vermittlung des Wissenmanagements geben. Aber um dies zu ermöglichen ist auch ein gewisser Drill in gewissen Grundfächern notwendig. Lesen, Schreiben und Rechnen - diese Grundfertigkeiten gut zu beherrschen sind die solide Basis für ein Leben auch in unserer hochtechnisierten Gesellschaft. Und Noten sind ein probates Mittel, den lernenden Kindern Rückmeldung zu geben, wo sie stehen, und wo sie sich noch verbessern müssen. Denn spätestens beim Pisatest werden brutal Noten vergeben - nicht für das einzelne Kind, dafür aber für das gesamte Schulsystem eines Landes.

    • brechstange
      07. Dezember 2010 11:00

      Verzeihung Doppeladler, aber wenn ich Wissensmanagement höre, dann dreht sich mir der Magen um. Dieser Begriff reiht sich nämlich ein in die Reihe des unsäglichen Gender Mainstreaming, etc.

  59. terbuan
    07. Dezember 2010 07:52

    Bei all diesen Diskussionen über das Schulsystem sollte man aber eines nicht vergessen, die Bedeutung des Elternhauses!
    Wer liest denn heute noch Bücher, wer liest den Kindern vor? Es fehlt ganz einfach die Vorbildwirkung, man läßt die Kinder vor dem Fernseher und dem Computer einfach nur sich seichten Schwachsinn einsaugen. Nicht nur das Schulsystem, die ganze Gesellschaft ist Schuld an diesem Desaster!

    • Logiker
      07. Dezember 2010 09:18

      dieser wesentliche Hinweis fehlt auch mir bei der Beurteilung des Bildungssystems, den Bildung ist nicht nur Schule. Diese Ergebnisse zeigen nähmlich das Versagen einer ganzen Gesellschaft. Nicht die Kinder sind schuld, sondern das Umfeld einer konsumverwahrlosten egalitären Spassgesellschaft, verstärkend noch durch niveaulose, bildungsvernichtende Informationsmedien wie ORF,RTL oder Zeitschriften wie Krone, Heute bzw. natürlich die Links/Grüne Gesellschaftspolitik der Leistungs - und Niveaulosigkeit.

  60. Markus Theiner
    07. Dezember 2010 07:19

    PISA kann man nicht wirklich ernst nehmen. Nicht nur wegen des Boykotts, sondern auch wegen der wissenschaftlichen Mängel in der Methodik.

    Aber wenn man tatsächlich etwas herauslesen kann, dann nicht die Überlegenheit der Gesamtschule oder des differenzierten Schulsystems, sondern eher die relative Bedeutungslosigkeit des Systems.
    Diese Relativierung sieht man ja nicht im Schulsystem sondern fast überall wo man hinschaut. Die Skandinavier schneiden nicht nur in allen Bildungstests mit ihren Gesamtschulen besser ab als wir, sondern schaffen es auch ein Hochsteuer-Sozialsystem am Laufen zu halten ohne damit gegen eine Wand zu fahren. Und die Schweiz hat einen Föderalismus und eine direkte Demokratie, und ist trotzdem nicht bis über beide Ohren verschuldet.
    Was sagt uns das also? Dass Föderalismus, Gesamtschule, hohe Steuern und ein dichtes Sozialnetz die richtigen Rezepte sind? Weit gefehlt. Denn in all den Punkten beweist Österreich, wie katastrophal das enden kann. Denn egal wie gut oder schlecht ein System ist - mit schlechter Umsetzung kann nichts Gutes dabei rauskommen.
    Der Teufel lliegt wie immer im Detail. Die Debatte dreht sich aber immer nur um die Systementscheidung. Folgerichtig treten zwar viele Leute für die Gesamtschule ein, kann aber kaum einer sagen wie die im Detail umgesetzt werden soll. Intern differenziert oder doch nicht? So kommen wir auf keinen grünen Zweig.

  61. Wertkonservativer
    07. Dezember 2010 06:59

    Den Therapie-Katalog unseres A.U. unterschreibe ich "mit meinem Herzblut"!

    Zur Sache: es wäre vermessen, die Gesamtproblematik in kurzen oder längeren Momentaufnahmen auch nur einigermaßen erklären, begründen und "therapieren" zu können.

    Drei Bildungs-Fachleute im heutigen Frühkurier:

    Busek: "Lehrer zu schlecht ausgebildet".
    Stimmt sicher in Teilbereichen. Jedenfalls dürften auch gute Lehrer nicht zu "nachsichtigen" Beurteilungen angehalten werden!

    Salcher: "System ist nicht sozial gerecht".
    Da, finde ich, ist der sonst recht kluge Mann selbst nicht ganz gerecht. Ganz natürlich werden "bildungsferne" Eltern kaum Vorbild für ihre Sprösslinge sein können: geistig schlichte Leute haben da in der Regel kaum weiterführenden Ehrgeiz. Also, was soll's? Die Schulen können und sollen partiell fördern, ganz ummodeln können sie schon vom Elternhaus her Benachteiligte wohl nicht!

    Schilcher (mein besonderer Freund!): "Eltern haben zu wenig Zeit".
    Na, da hat er schon recht! Stimmt, dass heute normalerweise beide Erziehungsverpflichtete (so es zwei davon gibt), einen Beruf auszuüben haben.
    Alleinerziehende sind da natürlich besonders benachteiligt (zum Teil jedoch möglicherweise selbst an ihrem Zustand schuld).
    Dass der Faktor Handy, TV und Internet mit ihren vielfältigen Ablenkungsmöglichkeiten auch Einiges zu den teilweisen Fehlentwicklungen beiträgt, ist evident, jedoch kaum umkehrbar.

    Das alles ist jedoch keine ernstzunehmende Begründung z.B. für eklatante Leseschwäche und sonstige Mankos für Zehn- bzw. Vierzehnjährige!

    Meine Meinung zu diesem vielschichtigen Problem:

    Zehnjährige "Absolventen" vierter Volksschulklassen, die nicht sinnerfassen lesen können, wären in neuzuschaffenden fünften Volksschulklassen von geeigneten Pädagogen auf den Umstieg entweder in die"Neue Mittelschule" (vulgo aufgemotzte Hauptschule) bestmöglich vorzubereiten.
    Volksschulabgänger mit entsprechender Eignung und Neigung sollten die Möglichkeit haben, nach einem kurzen Eignungstest auch in die erste Klasse eines Gymnasiums gehen zu können.

    Vierzehn- oder Fünfzehnjährige, die nach vier Klassen "Neuer Mittelschule" immer noch nicht sinnerfassend lesen können (!!!!), sind wohl kaum willens oder auch nur im geringsten Maße befähigt, weitere vier Jahre an einem (weiterbestehendem) die Reifeprüfung anzustreben!
    Dass es strebsamen und lernwilligen Absolventen der vierten Klasse "Neue Mittelschule" weiterhin möglich sein muss, problemfrei in eine fünfte Gymnasiumklasse umsteigen zu können, ist wohl außer Frage und absolut zu gewährleisten!

    Somit reduziert sich das ganze unsägliche Gequatsche hinsichtlich Ungleichheit der Bildungswege, Benachteiligung sozial Schwacher, deren früher "Deklassierung", auf das, was es ja auch ist: sozialutopische Gleichheits-Phantasien, weltfremdes Gutmenschen-Gehabe ideoligisch meinst linker "Bildungsexperten".

    Abschließend: Pisa-Erster Schanghai/China!
    Die Asiaten, ihre jungen Leute mit Strenge und Drill auf Leistung trimmend, sind schon jetzt auf bestem Wege, unser "old Europe" Zug um Zug "in den Sack zu stecken".
    Wenn wir so weitermachen, das Leistungsdenken total aus dem Bildungsbereich entfernen und somit zwangsläufig Nivellierung nach unten betreiben, dürfen wir uns nicht wundern, wenn die nächsten Jahrzehnte unserer Welt zunehmend von der"gelben Gefahr" dominiert werden!

    Daher wiederhole ich - abschließend zu diesem Thema - mein "Credo":
    "HÄNDE WEG VON UNSEREN GYMNASIEN"!!

    • Markus Theiner
      07. Dezember 2010 07:27

      D’accord.
      Differenziertes Schulsystem mit leistungsbezogener Durchlässigkeit wäre nicht nur das sinnvollere System, sondern vor allem vom Status Quo aus deutlich einfacher umzusetzen als ein kompletter Systemwechsel auf eine Gesamtschule, die mit den Mitteln einer normalen Schule außerdem die Förderung von Begabten und Schwachen gleichzeitig nicht schafft und mit den Mitteln einer Versuchsschule nicht flächendeckend finanzierbar ist (und auch die sinnvolle Förderung nicht wirklich gewährleisten würde).

      Dass das gute Ergebnis der skandinavischen Gesamtschulen als zwingendes Argument für dieses System genommen wird und der "asiatische Drill" trotz hervorragender Ergebnisse regelmäßig ignoriert wird spricht ja auch für sich...

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2010 09:42

      @ Markus Theiner,

      ja, das ist genau - kurz und präzise auf den Punkt gebracht - was ich meine!
      Danke!

    • mike1
      07. Dezember 2010 19:27

      verehrter wertkonservativer !

      ich bin voll bei ihnen: jawoll - hände weg von den gymnasien ! aber bitte auch gleichzeitig wiedereinführung der aufnahmsprüfungen. dann gehen wenigstens diejenigen, bei denen von vornherein hopfen und malz verloren ist, nicht ins gymnnasium und nehmen anderen den platz weg.

  62. RR Prof. Reinhard Horner
    07. Dezember 2010 03:11

    reinhard.horner@chello.at

    Verteufelung des österreichischen Bildungssystems – wozu?

    PISA kann gar nicht so schief geraten, dass diese Untersuchung mit ihrer noch fragwürdigeren Auswertung nicht für die bald ein Jahrhundert alten Wünsche nach einer Verlängerung der Gesamtschule über das Volksschulalter hinaus benützt werden könnte. Es ist interessant, wer sich da aller beteiligt und wie.

    In der der Qualitätszeitung „Die Presse“ findet sich am 2.12.2010 ein Leitartikel unter dem Titel „ÖVP: Mutlos in die neuen bildungspolitischen Zeiten“, der für die Gesamtschule wirbt. Dafür werden u. a. folgende Argumente angeführt: „- ein marodes Bildungssystem wie das österreichische..“ „Unser Bildungssystem ist sauteuer, aber es wirkt einfach nicht.“ „Fakt ist, dass zu viele 14-Jährige, gerade aus Migrantenhaushalten, in einer Lehre landen, obwohl sie genauso gut die UNI-Reife erreichen könnten.“

    Dass mehr Hauptschüler zur Matura gelangen als Frequentanten der AHS-Langform, wird einfach weggeleugnet. Noch ärger ist die Verteufelung der Lehre und ihrer Berufsschule mit der krassen Missachtung der Menschen, die sie absolvieren, um (überhaupt oder zunächst) als Fachkräfte tätig zu werden. Dass schon seit Jahrzehnten 14-Jährige dort noch nicht hinkönnen, sondern erst 15-Jährige weiß die Autorin nicht? Und dass es zur schon lange bestehenden Studienberechtigungsprüfung nun auch die Berufsreifeprüfung gibt, auf welche schon während der Lehrzeit reichlich Vorbereitungen angeboten und durchgeführt werden, will sie nicht wissen? Es täte gut, diesbezüglich speziell beim Kultur- und Sportverein (KUS) der Wiener Berufsschulen nachzufragen.

    Liegt es nur am mangelnden Wissen oder wird hier – wie auch anderswo so oft – absichtlich eine arge Verzerrung betrieben?

  63. Brockhaus
    07. Dezember 2010 00:48

    Ich bin ein absoluter Gegner der Gesamtschule, nicht erst, seit ich vor geraumer Zeit Gelegenheit hatte, einer Hauptschule einen Besuch abzustatten.

    Unglaubliche Dinge spielen sich dort ab und manche glauben offensichtlich immer noch, das "B" für den seinerzeitigen B-Zug stand für "besser"

    Die österreichischen Schüler würden noch mehr unterdrückt, das Niveau ins Bodenlose sinken und die Lehrer noch mehr an Respekt und Einfluß verlieren. Pädagogen und Professoren wird es dann sicher nicht mehr geben.

  64. Philipp Starl
    07. Dezember 2010 00:43

    neben Staat, Ländern und Gemeinden erhalten alle privaten Schulträger die gleichen finanziellen Mittel pro Schüler und werden auch sonst in keiner Weise benachteiligt (zeigen doch Studien, dass Privatschulen die Pisa-Ergebnisse deutlich verbessern);


    Privatschulen sind also besser als öffentliche. Bitte, ich möchte doch nur wissen, warum Sie dann noch immer ein staatliches Schulsystem befürworten.

    Gestern die Auflistung der Erfolge privatisierter Unternehmen, heute die klare Aussage, dass Privatschulen besser als öffentliche Schulen sind.

    Seien Sie doch bitte nicht so stur.

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2010 07:53

      @ Philipp Starl:
      ich negiere schon wieder meine Ankündigung, Sie nicht mehr zu kommentieren!

      Aber Sie sind - bei allen Ihren Fähigkeiten - schon ein recht rüder und rechthaberischer Zeitgenosse! Können Sie sich nicht etwas "smoother" ausdrücken, als Sie es zuweilen tun?
      Unser A.U. wird Ihre Schelte wohl wegstecken können, doch wie kommen auch andere Blogger immer wieder dazu, von Ihnen regelrecht "gemaßregelt" zu werden?

      Also bleiben Sie bitte am Boden, junger Heißsporn!
      (So, das war jetzt wirklich das letzte Mal!).

    • Philipp Starl
      07. Dezember 2010 11:42

      Sie und Herr Unterberger wollen Hunderttausenden Eltern vorschreiben, wie die Schule, in die Hunderttausende Eltern ihre Kinder schicken, aussehen soll und Sie nennen mich rechthaberisch. Sie sind schon ein recht arroganter Zeitgenosse. Argumentlos dazu. Verschonen Sie mich, von Ihrem Schlage hat Österreich genug, Sie sind nicht besser als die Linken, die glauben zu wissen, was besser für Menschen ist.

      Einen schönen Tag wünsche ich Ihnen nicht, dazu fehlt mir die Amöbenmasse.

    • Wertkonservativer
      07. Dezember 2010 12:07

      Mein Gott, Starl !
      "Amöbenmasse" !!
      Wie trefflich ausgedrückt!
      Falls Sie sich durch mich beleidigt fühlen, nehme ich gerne das eine oder andere zurück (suchen Sie sich's aus)!
      Übrigens: von Ihnen mit unserem A.U. "in einen Topf geworfen zu werden", gereicht mir wohl zur Ehre! Oder nicht?

      So, und das ist nun meine wirklich unwiderruflich letzte Äusserung zu Geistesergüssen des Herrn Philipp Starl in diesem Forum! Wer mich beim Wortbruch erwischt und das auch öffentlich kundtut, kann mit einem Sechserkisterl guten österreichischen Rotweines rechnen
      (so wahr ich "Wertkonservativer" heisse)!

    • Kaffeehäferl
      07. Dezember 2010 12:08

      A.U. hat schon (mind.) einmal darauf hingewiesen, daß die Existenz von Privatschulen das Niveau *aller* Schulen hebt, auch der öffentlichen.

      Siehe http://www.andreas-unterberger.at/2010/10/mehr-privat-macht-alle-schulen-besser

      Daraus den Schluß zu ziehen, daß Privatschulen "besser" sind als öffentliche, ist unzulässig. Auch wenn ich dem Gedanken durchaus etwas abgewinnen kann. Der Hintergrund dürfte aber sein, daß...

      ...ein Eingehen auf die Bedürfnisse der Schüler wirksamer ist, wenn das Niveau der Schüler untereinander nicht zu stark divergiert

      ...Konkurrenz nicht schädlich ist sondern einen Anreiz darstellt, sich (i.e., die eigene Schule) zu verbessern

    • Philipp Starl
      07. Dezember 2010 12:22

      Warum ist dieser Schluss unzulässig? Ist für Sie tatsächlich kausal, dass Schüler in Privatschulen durch ihre guten Leistungen öffentliche Schulen anspornen?

      Wie soll das gehen? Glauben Sie im Ernst, auch nur ein Schüler oder Lehrer denkt sich:" Hey, die Theresianumtypen, die haben's drauf, da lern ich gleich mehr/ lehr ich gleich besser"?

      Oder habe ich das missverstanden?

      Wie meinen Sie also, dass PS ÖS besser machen?

    • Kaffeehäferl
      07. Dezember 2010 13:40

      Nun, aus dem von Ihnen zitierten Text von A.U. kann ich nicht Ihre Aussage "Privatschulen sind also besser als öffentliche" ableiten, die nach ihrer Formulierung wie eine logische Schlußfolgerung daherkommt. Das läßt meine naturwissenschaftliche Ausbildung nicht zu.

      Im Gegensatz zu Ihnen habe ich allerdings meine Aussagen als Theorien geäußert, nicht als zwingend notwendig und einzig mögliche logische Schlußfolgerung. Sollten Sie dazu in der Lage sein, dann widerlegen Sie die Theorien doch bitte.

      Zudem halte ich es für nicht notwendig, einer Person mit Ihrer Intelligenz die von A.U. im zitierten Blog-Beitrag vorgebrachten Argumente verständlich machen zu müssen.

      Erlauben Sie mir die Frage, worauf Sie eigentlich hinauswollen? Vertreten Sie (zugegeben etwas rüde) die Theorie, daß das Vermitteln von Schulbildung privaten Organisationen vorbehalten werden sollte, i.e. der Staat sich also aus der Schulbildung zurückziehen sollte?

    • Philipp Starl
      07. Dezember 2010 14:03

      Ich weiß nicht, ob Sie den von Ihnen zitierten Text Herrn Unterbergers auch gelesen haben, aber Aussagen warum Länder mit mehr Privatschulen besser abschneiden, sucht man in seinem Beitrag vergeblich.

      Ich stellte Ihnen auch keine rhetorische Frage, sondern wollte ernsthaft wissen, warum Sie glauben, dass dies so ist. Speziell ob Sie wirklich glauben, dass Lehrer/Schüler durch die Privatschul"konkurrenz"(von Konkurrenz kann hier keine Rede sein, da Eltern beides zahlen müssen ) angespornt werden. Weiters fragte ich, warum Sie dies glauben, falls Sie es denn glauben.

      Und es tut mir leid, dass Sie diesen Schluss nicht zulassen, aber ich deduzierte ja auch nicht, ich induzierte (Privatschulen schneiden besser ab, also ist ein privates Schulsystem besser), wohingegen Sie einfach nur etwas behaupten (Privatschulen spornen öffentliche Schulen an).

      Zu Ihrer Abschlussfrage: selbstverständlich sollte sich der Staat aus Bildung heraushalten oder meinen Sie, Bildung sei eine Staatsaufgabe, weil Maria Theresia, also eine Monarchin des Absolutismus (sic!), das Schulsystem einführte?

      Ich frage Sie im Gegenzug: warum sollte der Staat für Bildung zuständig sein? Meine Frage ist da legitimer, denn meinen Sie nicht, um eine Staatsgewalt (also die höchste Gewalt!) einzusetzen, bedarf es einer ziemlich guten Rechtfertigung?

    • Lisa
      07. Dezember 2010 18:44

      @Philipp Starl

      Alles was recht ist, aber Sie sollten sich auch ein bißchen Ihrer (guten?) Kinderstube erinnern! Man könnte Sie sonst für einen Flegel halten.

      Gestatten Sie eine Frage: sind Sie ein Einzelkind oder der kleine Bruder von vier Schwestern? Bei beiden Konstellationen kann ich mir vorstellen, daß Ihr "Temperament" so häufig mit Ihnen durchgeht.:-)

    • Philipp Starl
      07. Dezember 2010 19:52

      @ Lisa

      Die gute Kinderstube muss mir bei meiner Steuererklärung abhanden gekommen sein, als ich gut 70% meines Marktgehalts anatolischen Kopftuchmädchen, faulen Schmarotzern, Staatsfaschisten und dergleichen ausliefern musste.

    • Lisa
      07. Dezember 2010 22:19

      @Philipp Starl

      Diese Begründung für Ihren Unmut lasse ich selbstverständlich gelten!!!
      Man könnte auch wirklich platzen vor Zorn, wenn man denkt, in welch dunklen Kanälen das mühsam erarbeitete Geld, das einem vom Staat geraubt wird (bei diesem Steuersatz kann man nur von Raub reden!) versickert.
      Ginge Vater Staat mit den Steuergeldern verantwortungsvoll um, hätte man ja noch Verständnis.

      Was aber hat der liebenswerte, sehr kultivierte "Wertkonservative" mit Ihrem (berechtigten) Zorn wegen Ihrer Steuererklärung zu tun???

    • Philipp Starl
      07. Dezember 2010 22:26

      Nun, der liebenswürdige Wertkonservative befürwortet die (diktatorische) EU und kann mir nicht einmal Argumente dafür liefern. Auf höfliches Nachfragen reagierte er mit einem Hinweis auf mein Alter (wie freundlich und kuschlig selbst das "demokratische" Parlament agiert, sieht man hier: http://ef-magazin.de/2010/12/03/2723-aktuelle-nachricht--widerspenstiger-eu-abgeordneter-godfrey-bloom-entschuldigt-sich-nicht-fuer-faschismusvorwurf )

      Der liebenswürdige Wertkonservative sieht es auch gern, dass der Staat seinen schwer arbeitenden Bürgern Geld abpresst, um ein seinen Vorstellungen entsprechendes Schulsystem durchzusetzen, egal, ob manchen Bürgern dieses Schulsystem gefällt.

    • Wertkonservativer
      08. Dezember 2010 05:44

      Danke, @ Lisa,

      aber es ist wirklich sinnlos, hier noch weiterzudiskutieren.
      Es gibt halt immer wieder Leute, die meinen, die Klugheit gepachtet zu haben.
      Lassen wir sie einfach mit dem Kopf an die Wand rennen!

    • Philipp Starl
      08. Dezember 2010 10:18

      Wissen Sie, Wertkonservativer, "Klugscheisser", "Besserwisser" und dergleichen entwaffnet man am Besten, indem man ihre Argumente zerlegt. Das konnte hier noch niemand wirklich tun, Sie schon gar nicht.

      Wenn mich in diesem Forum jemand Klugscheisser oder Besserwisser nennt, dann ist das nichts anderes als ein Hilfswort für:"Ich kann seine Argumentation nicht widerlegen".

      Ich disputiere liebend gern und das sogar über Nächte hinweg, aber hier in diesem Forum ist dies mangels Intellekt anscheinend unmöglich.

      Dieses Forum ist genauso schlimm, wie alle Parteien. Hier ist eine Linie vorgegeben und wenn man diese Linie attackiert, wird man als Besserwisser verunglimpft, man wird ignoriert, diffamiert. Sie alle (gemeint sind jene, die mich eben ignorieren und diffamieren) sollten sich schämen, aus Mangel an Argumenten jemanden derart zu behandeln. Da kann ich gleich zur ÖVP gehen!

    • Philipp Starl
      08. Dezember 2010 10:25

      Im Übrigen: dass man hier mit einer Attacke auf die Forumslinie diffamiert und ignoriert wird, zeigt sich deutlich an dem Faktum, dass Beiträge von mir, die die Forumslinie stützen, stets Beifall erhalten.

      Was mich an diesem Forum noch ärgert: die Meisten sudern dämlich herum. Mag am Alter liegen, mag an mangelndem Mut liegen, man weiß es nicht, aber direct action sieht anders aus. Ein netter Herr kämpft für direkte Demokratie (FranzAnton) und der Rest ignoriert ihn. Ja depad sudern konnten hier alle schon immer, wenn es dann ums Eingemachte geht, sind die Meisten still. Traurig!

      Aber diese Menschen werden ja in dreißig Jahren nicht mehr leben, ich schon!

    • Wertkonservativer
      08. Dezember 2010 11:44

      Meine endgültige Meinung:
      mit seiner letzten Stellungnahme hier, katapultiert sich der Mann (Sie wissen schon, wen ich meine!) ja endgültig ins Abseits! Jenseitig, ganz jenseitig!

      So klug kann man gar nicht sein, um diese Flegelhaftigkeit auch nur einigermaßen entschuldigt bekommen zu können (etwas geschraubt, doch ehrlich gemeint!).

    • Philipp Starl
      08. Dezember 2010 12:44

      Ich bin ein kompetenter Flegel, Sie ein inkompetenter netter Mann. Dass in Österreich gerne Inkompetente gewählt werden, wenn sie nur nett lächeln, setzt sich hier anscheinend fort.

    • Susa
      08. Dezember 2010 14:58

      Schon so mancher Heißsporn hat sich, wenn er mit dem Kopf durch die Wand rennen wollte, diesen nicht nur blutig geschlagen, sondern irreparabel beschädigt.

    • Philipp Starl
      08. Dezember 2010 15:53

      @ Supa

      Sie verkennen Ihre Position. Was bilden Sie sich überhaupt ein. Das Forum und sein "Einfluss" ist Ihnen wohl schon zu Kopf gestiegen. An Ihnen hängt die Zukunft jedenfalls nicht.

    • Philipp Starl
      08. Dezember 2010 15:54

      Corrigendum: @Susa.

    • Kaffeehäferl
      09. Dezember 2010 09:28

      @Philipp Starl

      Es ist sicher eine Überlegung wert, die Schulbildung komplett zu privatisieren. Daran habe ich noch gar nicht gedacht, und, mit Verlaub, ist das ein Ansatz, der mir ziemlich radikal erscheint. Es wird sicher eine Weile dauern, bis ich ihn "verdaut" habe, und ich schätze, damit geht es nicht nur mir so.

      Dadurch bedingt auch meine Pause, die Sie mir jetzt möglicherweise als Ignoranz auslegen. Tut mir leid, wenn das so ist. Von Ihren bisherigen Beiträgen muß ich nämlich den Hut ziehen. Nur ist es leider so, daß ich, solange ich eine Sache nicht wirklich durchdacht habe und mir ihre Konsequenzen noch nicht ausmalen kann, allerhöchstens aus dem Bauchgefühl heraus antworten könnte. Das kann dann stimmen oder eben auch nicht, es würde jedenfalls Angriffsflächen bieten, da ich mein Bauchgefühl nicht mit Argumenten, die einer Diskussion mit Ihnen standhalten, untermauern könnte.

      Ich möchte mir erlauben, Ihnen noch einen Rat zum Stil der Diskussion zu geben, obwohl ich dazu auch nur eine "Bauchgefühl-Kompetenz" habe: Stoßen Sie die Leute nicht so vor den Kopf, wählen Sie Ihre Worte doch so weise wie deren Inhalt ist. Bereiten Sie Formulierungen so auf, daß Sie dem Zielpublikum gerecht sind, verstanden und verdaut werden können. So würden Sie erreichen, daß andere Kommentatoren Ihre Ideen nicht aufgrund der Formulierung ablehnen, sondern sie aufgreifen und zu verstehen beginnen; daß diese Ideen in ihnen arbeiten und schließlich eine fruchtbare Diskussion über die Inhalte der Ideen aufkommt.
      Derzeit muß man sich je eher fürchten, komplett niedergemacht zu werden, wenn man Ihnen antwortet.

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 11:37

      Ich lege niemandem etwas als Ignoranz aus. Schon gar nicht Bedenkzeit. Ich weiß, dass man außerdem nicht dauernd für eine Antwort Zeit aufbringen kann. Wenn Sie mir noch einmal antworten möchten, bitte ich Sie aber, mich in einem aktuellen Thread darauf hinzuweisen, weil ich nicht alle Beiträge prüfen kann, ob sie noch eine Antwort bekommen haben. Da ziehe ich die neueren Beiträge natürlich vor.

      Ad rem: es freut mich außerordentlich, dass Sie sich dieses System durch den Kopf gehen lassen.

      Ansonsten bin ich völlig mit Ihnen d'accord. Ich weiß auch, die Form zu wahren. Aber wenn man sachlichen Argumenten mit einem Hinweis auf das Alter begegnet, sehe ich keinen Anlass mehr, die Form zu wahren. In der Öffentlichkeit ist das natürlich noch etwas anderes, aber diesen Blog und meine Beiträge liest ja nur eine auserlesene Öffentlichkeit, nicht die breite Masse.

      Haben Sie sich schon einmal in privater Gesellschaft mit Politikern befunden? Diese Herren sind "privat" (aber doch in einer auserlesenen Öffentlichkeit) so ganz anders, als im Fernsehen. Zum Teil auch recht proletuid.

      Ich wahre gerne die Form, aber ich betrachte dieses Forum als private Gesellschaft, in der man sich doch auch einmal harte Wortgefechte leisten kann. Mit mir kann man immer ein Bier trinken. Aber ich fürchte manche Poster könnten niemals in den Boxsport eintreten, denn sie würden jeden ihrer Gegner nach dem Kampf hassen.

      Damit hier keine Missverständnisse entstehen:

      THJ alias Neumaier hat mich sowieso schon ganz doll lieb, seit ich ihn bloßstellte (argumentativ); Neppomuck redet immer ganz gscheid daher, mag mich aber deswegen umso mehr, weil er keine Argumente hat und seit ich ihm erklären musste, dass die Justiz nicht zur Exekutive gehört, will er mich gleich fressen. Wertkonservativer wiederum fing an, mich einen jugendlichen Heißsporn zu nennen, als ich ihn mehrmals höflich fragte, welche Argumente er pro EU hat (die ist er mir bis heute schuldig geblieben); viele andere wiederum, wie unser/e werte/r byrig nennen mich einen Klugscheisser, weil ich doch alles besser wüsste; meine Frage immer: wenn ich nicht alles besser weiß, warum widerlegt meine Worte dann niemand? Ich würde zu gern diskutieren und disputieren, auch gerne meine Position überdenken, wenn man gute Argumente hat;

      Aber damit muss ich nunmal leben, ich habe meine Haut selbst zu Markte getragen ;-) .

  65. fosca
    07. Dezember 2010 00:23

    Es scheint, als kämen diese PISA-Ergebnisse unseren Gesamtschul-Fanatiker total entgegen, denn sie werden auf Grund dieser Erkenntnisse den Eltern zwingend einreden, daß eine Verbesserung nur auf Basis dieser Schulreform zu erzielen ist und es die einzig seligmachende Bildungsform darstellt.
    So gesehen ist der Test ein echtes Pech für kommende Schülergenerationen, weil damit jede Gegenstimme zur Gesamtschule sofort im Keim erstickt werden kann.
    Hier wurde unseren zuständigen MinisterInnen ein völlig unverdientes Instrument in die Hände gespielt, welches noch viel Unglück anrichten wird.
    Und wenn man dann in der ZiB2 auch noch die vollkommen widersprüchlichen Aussagen der Frau Christa Koenne gesehen und gehört hat, wird einem um die Zukunft unseres Bildungssystems angst und bange.





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