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Die neue grüne Zielgruppe: Vergewaltiger

Da steht die Welt wohl nimmer lang: Ausgerechnet die Grünen exponieren sich intensivst für einen Mann, der unter dem Verdacht einer Vergewaltigung steht. Dabei erwecken sie ja sonst eher den Eindruck, jeden Mann einmal prinzipiell als Verbrecher wegsperren zu wollen, sofern er nicht schwul ist.

Woher dieses plötzliche Umdenken? Warum verlangt ein Peter Pilz sogar politisches Asyl für Julian Assange, den Chef der umstrittenen Geheimnis-Verrats-Homepage Wikileaks?

Der Grund ist klar: Assange hat den USA einen schwereren Schaden zugefügt, als dies irgendeinem anderen der Gegner Amerikas in den letzten Jahren gelungen ist. Und der Hass der Grünen der diversesten Geschlechter auf alles, was mit Amerika zu tun hat, ist offensichtlich noch größer als jener auf das Männergeschlecht.

Erstaunlich aber wahr.

Oder geht es Pilz nur noch darum, irgendwie in die Zeitungen zu kommen? Und sei es mit seiner skurrilen Asyl-Forderung – die allerdings irgendwie zur zweiten grünen Grundlinie neben dem Männerhass passt, die sich auf „Asyl für alle!“ verkürzen lässt.

Wie böse ist nun Wikileaks? Kein Zweifel besteht jedenfalls, dass wir alle mit großer Neugier jede halbwegs interessante Depesche lesen. Und die sind ja schon deshalb doppelt interessant, weil sie eben geheim sind.

Dennoch sollten wir so ehrlich sein zuzugeben, dass durch die Veröffentlichung schwerer Schaden entsteht. Für uns alle. Und dass sie daher besser unterblieben wäre.

Denn es ist eine Beihilfe zum Terrorismus, wenn man eine Liste mit besonders sensiblen Zielen (beispielsweise chemische Anlagen) wie ein Menü zur Zielauswahl ins Internet stellt. Wikileaks schadet jeder Bemühung um Frieden, wenn sich künftig niemand mehr bei Kontakten mit Vertretern eines anderen Landes offen und ehrlich zu reden traut. Wikileaks blamiert jene Weltmacht bis auf die Knochen, die im letzten halben Jahrhundert am ehesten die Rolle eines Weltpolizisten erfüllt hat, während die Europäer meist nur vom Zuschauerraum aus gute Ezzes gegeben haben. Was natürlich nicht heißt, dass die Amerikaner dabei nicht fürchterliche Fehler begangen haben. Aber nur wer nichts tut, begeht keine Fehler. Ohne die Amerikaner würde die Welt zweifellos viel übler aussehen. Ohne sie würde beispielsweise mit hoher Wahrscheinlichkeit auch heute noch am Balkan ein Bürgerkrieg köcheln.

Es kann aber ganz gewiss nicht jede Veröffentlichung strafbar sein, die einen Staat, einen Politiker stört. Es müssen schon ganz konkrete Gesetze verletzt werden. Darüber sollten in aller Ruhe Gerichte – keinesfalls US-amerikanische – entscheiden können.

Freilich wird Assange (vorerst) nicht wegen Wikileaks-Veröffentlichungen, sondern wegen Vergewaltigung gesucht. Diese ist zweifellos an sich ein schweres Verbrechen – auch wenn einen die ständige Vorverurteilung jedes beschuldigten Mannes durch Grün und meist auch Rot zutiefst empören muss.

Die Begleitumstände der von Schweden erhobenen Vorwürfe sind freilich äußerst bedenklich. Dort haben die Feministinnen nämlich durchgesetzt, dass ungeschützter Sex eine Vergewaltigung darstellt. Selbst wenn das Zusammensein einverständlich erfolgt. Und auch wenn das „Opfer“ nachher noch eine Party für den „Vergewaltiger“ organisiert und sich in Tweets seiner Eroberung berühmt. Wie in diesem Fall.

Da kommt es einem schon sehr merkwürdig vor, wenn dann plötzlich Wochen nachher ein Vergewaltigungsvorwurf entsteht. Wobei es sowohl Hinweise auf Männerhass des Opfers, einer bekennenden Feministin, als Motiv gibt wie auch auf Rache, weil Assange bald wieder ein Bäumchen weiter war. Und klarerweise gibt es jede Menge Spekulationen, dass das Ganze eine Falle der CIA war. In einer Hinsicht ist Assange aber jedenfalls schuld: Wer sich mit Feministinnen einlässt, sollte sich über gar nichts wundern . . .

Man kann jedenfalls sehr froh sein, dass es nun die britische Justiz ist, die diese Vorwürfe aus Schweden zu prüfen hat. Immerhin verkörpert sie die älteste kontinuierliche Grundrechtstradition auf diesem Erdball.

Und man darf jedenfalls herzlich lachen, wenn ausgerechnet die Grünen einen potentiellen Vergewaltiger gegen feministische Vorwürfe in Schutz nehmen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2010 13:05

    Halt, halt! Es ist doch so, dass die meisten Staaten dieser Erde Demokratien sind, od. vorgeben zu sein, und dass das Recht vom Volk ausgeht (ausgehen soll). Nun maßen sich sämtliche Regierungen an vor dem Volk Geheimnisse zu haben, für die das Volk zwar finanziell aufzukommen hat, jedoch ansonst in keine Entscheidungsprozesse integriert ist.
    Je mehr Geheimnisse ein Staat vor seinem Volk aufbaut, desto diktatorischer wird das Agieren seiner Vertreter und das ist nicht ganz zu akzeptieren.
    Ist es nicht eine Frechheit, wie z.B. Darabos in der Causa Eurofighter gehandelt hat, ja aber auch vor ihm die ÖVP. Sogar dem Parlament wurde Akteneinsicht verwehrt.
    Od. die USA u. der Irakkrieg - alles auf einer Lüge aufgebaut - das Volk blutet dafür.
    Vom Bürger verlangen die Regierenden Transparenz auf allen Ebenen, glasklar wollen sie uns sehen, um wiederum ihren Perfidien nachgehen zu können.

    Warten wir ab, welche Ungereimtheiten noch ans Tageslicht gelangen, die sog. "Wistelblower" ausgeplaudert haben und die J.A. nun den Bürgern zukommen läßt.

    Ich finde es nur legitim, dass das Volk über die Handlungen der Politiker informiert wird, alles andere reiht sich in die Kategorie einer diktatorisch anmutenden Führung ein.

    Wir sind die Chefs, zumindest auf dem Papier, und wir sollten danach trachten diese Funktion auch zu erfüllen.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2010 08:09

    Vergewaltigungvorwürfe sind eine moderne Waffe. In vielen Spionagefilmen wird das Thema abgehandelt. 2 meiner Bekannten, Professoren, verheiratet, konservativ und moralisch einwandfrei, wurden von ihlen AHS-Direktoren und den zuständigen Landesschulinspektoren wegen sexuellen Angriffen über die Stadtschulrarjuristen angeklagt.
    Der eine, Naturgeschichtler, der erste Hilfekurse gab, soll dabei eine schlechte Schülerin unsittlich berührt haben. Auf mein dringendes Anraten hin nahm er sich meinen Anwalt, der den Sradtschulrat trotz mehrerer Versuche zerlegte. Allerdings zahlte der Kollege dafür ein kleines Vermögen.
    Der andere, Musiker, studierte mit den Schülern Atemtechnik beim Chorsingen ein. Er hatte jahrelang zu kämpfen, was sein Leben drastisch verkürzte.
    Beiden Fällen gemein war daß man Superlehrer für politisch Günstlinge beseitigen wollte. Der Versuch, die Schule durch den Abgang des Dienstältesten die Schule umzufärben, reichte bis zur Spitze des ............. .
    Im Frühjahr soll es in Wien ein Kabarett über eine Stadtschulratjuristin geben, geschrieben von den von ihr geschädigten.
    Da im Fall Assange ein Sexattentat angekündigt war und er es selbst veröffentlicht hat, fällt es dem langgedienten socrates schwer, an seine Schuld zu glauben.
    Ob WikiLeaks den USA geschadet hat, hängt ganz von den Medien ab. Bis jetzt wurden alle QM der Lüge und Kriegstreiberei überführt. Die Berichte über den Kapitalraub der Banken und Finanzjongleure lassen die Verbrecher erzittern. Den Medien geht es um ihre Macht, den Politikern ebenfalls.
    Medien, die die Veröffentlichung der Wahrheit als Verbrechen bezeichnen, betreiben gezielte Fehlinformation. Das kann Einigen nützen: Rothschild machte sein Geld mit der Falschmeldung, daß Napoleon bei Waterloo gesiegt hätte. Das hielt zwar nur einige Stunden, reichte aber, dank guter Vorbereitung, um ihn zum reichsten Menschen der Welt zu machen.
    Vielleicht hat WikiLeaks der USA egschadet, der Menschheit hat es genützt.

  3. Ausgezeichneter KommentatorAlexander Renneberg
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2010 12:54

    sorry, aber jetzt wird es langsam seltsam hier.

    genau recherchiert liest sich diese angebliche "vergewaltigung" ein wenig anders.

    eine der beiden tussis hatte ungeschützen gv mit dem herrn assange, und hat nachher angsti bekommmen, sie hätte sich womöglich mit hiv und so angsteckt.

    das ganze ist nichts weiter als ein schlechter witz.

    dass nun hier im forum sowas aufgegriffen wird ist mehr als fraglich.

    ich bin selten der gleichen ansicht wie pilz. hier jedoch schon.

    jederzeit sollte assange in österreich unbehelligt leben können. er hat mehr anrecht auf asyl als die meisten anderen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2010 06:53

    Nun, man kann diesen Mann verteidigen, bejubeln oder auch ablehnen: da geht die Einschätzung wohl auch quer durch unser Forum.
    Meine Meinung: Herr Assange ist weder ein Held, noch ein Verbrecher, er dürfte eben einfach einer sein, der mit ziemlich verfänglichen Mitteln ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und Wirbel erzeugen wollte und will: ein schillernder Charakter eben!

    Unser giftgrünes Schwammerl braucht uns ja niemand mehr erklären: der erklärt sich laufend selbst, sei es als Aufdecker und Vernaderer vom Dienst, als Verfechter grünroter Lebenweisheiten, usw. usw.
    Den nehme ich schon lange nicht mehr ernst!

    Was Feminismus, Genderismus in unseren Tagen so alles anstellt, beschreiben Dr. Unterberger und Mitblogger immer wieder in klugen Kommentaren.

    Ja, es gibt viel Böses in der Welt: Vergewaltigung, Kinderschändung, alles verwerflich und abstoßend schrecklich!
    Manchmal wird jedoch auch über's Ziel geschossen:
    wie komme ich eigentlich dazu, dass ich mich fürchten muss, ein harmloses Busserl oder Kopfstreichen meiner jüngsten Enkel könnte in einem Sinn missverstanden werden, den ich nicht einmal denken will ?

    Da ist - bei aller notwendigen Sensibilisierung zum Selbstschutz der Kleinen - auch ein tiefes Misstrauen daran beteiligt, auch zutiefst menschliche Regungen in ein schiefes Licht zu bringen. Traurig, sehr traurig!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2010 08:51

    Es ist doch wahrlich interessant, es schwarz auf weiß zu haben, dass die britische Regierung wg befürchteter Repressalien von Lybien den Lockerbie-Terroristen freigelassen hat. Es starben durch den Anschlag eh nur so 300 Passagiere.

    Was wir eh schon intuitiv spürten, wurde uns durch Wikileaks bestätigt. Wir haben Politiker, die auf Druck von Wahnsinnigen meist zugunsten der Wirtschaft, vielleicht ihres eigenen Hosensäckels einknicken. Danke Assange, danke Wickileaks für den Beweis.

    Das Argument, das der Friede gefährdet sei, ist mehr als nicht gerechtfertigt. Ich für mich bin der Meinung, dass derartige Entblössungen vielleicht manchen Menschen die Augen öffnet, nicht jeder Propaganda zu glauben und zu folgen. Natürlich beherbergt die Art und Weise ein Risiko und ein Ungleichgewicht.

    Geschlossene Archive sollten der Vergangenheit angehören. Wenn Medwedev für Assange den Friedensnobelpreis fordert, ist Russland im Gegenzug aufgefordert, auch zu öffnen und aufzuarbeiten.

    Auch wenn die ganze Geschichte eine Gratwanderung ist, besteht meine Hoffnung darin, dass wir den Grat gehen ohne abzustürzen in eine ehrlichere und gerechtere Welt. Die Amerikaner werden mit vorne dabei sein, auch wenn Pilz anderes erwartet, weil er einfach nicht begreifen kann, warum Amerika stark ist.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2010 02:01

    Noch ist nicht der volle Durchblick gegeben, ob Wikileaks einen Segen für die Welt, eine große Blase oder ganz einfach einen einfachen PR-Gag darstellt. Ich persönlich glaube am ehesten an ersteres, jedoch hat der Umgang mit dem Gründer einmal mehr bewiesen, daß wer sich mit den Mächtigen anlegt, mit allem zu rechnen hat. Der Vergewaltigungsvorwurf erscheint mir jedenfalls wesentlich durchsichtiger als die gesamten Wikileaks-Aktivitäten.
    Hier will man sich mit hinterlistigen Methoden eines unbequemen Zeitgenossen entledigen und der Mann scheint doch glatt in die - von wem auch immer - gestellte Falle getappt zu sein.
    Offengestanden hätte ich ihm mehr Cleverness zugetraut - er hätte wissen müssen, daß er in seiner Situaton sehr rasch vom Jäger zum Gejagten werden kann! Tja, dumm gelaufen!

  7. Ausgezeichneter KommentatorProConsul
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    09. Dezember 2010 21:20

    um ein moralisches Urteil über Assange fällen zu können, müssten wir wissen, ob es ihm vordergründig um Selbstdarstellung und Gewinn geht, oder ob es ihm tatsächlich um Transparenz und die Enttarnung von Lügen, Schmiergeldzahlungen etc. geht. Da ich seine Intention nicht kenne, bleibe ich dabei, dass die Supermacht USA selbst schuld ist, wenn sie es nicht schafft ihre Geheimdokumente ordentlich zu sichern.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorxRatio Partner Homepage
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Dezember 2010 02:37

    Weit über hundert Kommentare hier, aber niemand hat mal bei Ulfkotte/Kopp-Verlag nachgesehen:

    WikiLeaks:
    Wie unter politischem Druck aus einer romantischen Sommernacht mit Julian Assange für eine Schwedin eine »Vergewaltigung« wurde
    Dr. Udo Ulfkotte


    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/udo-ulfkotte/wikileaks-wie-unter-politischem-druck-aus-einer-romantischen-sommernacht-mit-julian-assange-fuer-ei.html

    Beantwortet mit gewohnter Gewissenhaftigkeit wohl alles, was man dazu wissen kann und muß.


alle Kommentare

  1. Carolus (kein Partner)
    14. Dezember 2010 09:37

    Ich schätze die üblicherweise profunden Kommentare A. Unterbergers schon lange und auch die jüngsten Artikel stimmen mich wieder ganz versöhnlich. Hier muss ihm wohl eine ganz fiese Laus über die Leber gelaufen sein. Teile grünrote Ansichten überhaupt nicht, aber z. B. hier - http://tvthek.orf.at/programs/1279-Im-Zentrum/episodes/1776353-im-ZENTRUM (Der Krieg im Netz - Gefahr für die Demokratie? Mit Peter Pelinka, Helene von Damm - ehem. US-Botschafterin in Österreich, Wolfgang Wolte - ehem. Botschafter, Peter Pilz - Sicherheitssprecher, Die Grünen, Matthias Horx – Zukunftsforscher, Peter Kleissner – Hacker) – kann ich Pilz voll beipflichten. Siehe auch Ron Paul: http://lepenseur-lepenseur.blogspot.com/2010/12/what-we-need-is-more-wikileaks-on.html und http://netzfeuilleton.de/2010/12/ron-paul-zu-wikileaks/ .
    Was ich anregen möchte: Dass A. U. manchmal auch zwischendurch in die Tiefen seines Blogs herabsteigt und seine Meinung kundtut. Würde mich freuen.

    • Carolus (kein Partner)
      15. Dezember 2010 11:17

      Nachtrag: Auch A. Mölzer begrüßt die WikiLeaks-Aktivität: http://www.zurzeit.at/index.php?id=1158 „…Wenn man jedenfalls – WikiLeaks sei Dank – von den großosmanischen Träumereien des gegenwärtigen türkischen Außenministers hört, wonach der Balkan und der Kaukasus unter türkischer Herrschaft weit friedvoller geordnet waren als heute, wenn man von den Debatten führender AKP-Funktionäre liest, wonach man Rache für „Wien 1683“ fordert und die Rückeroberung Andalusiens, wenn eben dieselben türkischen Spitzenpolitiker davon sprechen, daß es die Aufgabe der Türkei sei, den Islam in Europa durchzusetzen, dann weiß man, daß es nur zu berechtigt ist, hier Widerstand zu leisten…“

  2. Anton Aushecker (kein Partner)
    12. Dezember 2010 10:21

    Lieber Herr Tagebuchautor,

    um nicht zu einseitig zu werden (Was der Qualität schadet), sollten Sie sich auch um eine differenzierte Meinung bemühen. Sie schreiben zwar weiter unten im Text sehr wohl über die - meiner Meinung nach - durchaus problematische Zuschreibung des Begriffs "Vergewaltigung" und deren Kontext in einem Rechts- und Wertesystem (die eben unterschiedlich verortet sein kann). Dennoch "gönnen" Sie sich die Sensationshascherei in der Überschrift, nur um wieder eine kleine Breitseite gegen die Grünen abzufeuern, die hier - meiner Meinung nach - unberechtigt ist.

    Nur ein Bruchteil von dem, was Grün verzapft, ist mit meinem Weltbild kompatibel. In diesem konkreten Fall stimme ich Peter Pilz aber uneingeschränkt zu: Wer, wenn nicht Julian Assange qualifiziert sich für politisches Asyl. Wikileaks hat mir als Durchschnittsinformationsbezieher schon lange vor den "Cables" durch Veröffentlichung wichtiger Dinge eine durchaus differenzierte Interpretation der Medienwirklichkeit ermöglicht.

    Der hier und andernorts (zB MF in der Presse) oft kritisierte "linke" Antiamerikanismus ist nicht ausschlaggebend für die Sympathie mit dem Projekt. Ganz im Gegenteil. Als Kritiker der P.C. und sehr einseitigen Medienöffentlichkeit ist genau Wikileaks eine Möglichkeit, das System etwas aufzubrechen. Die Deutungshoheit liegt ja weiterhin beim Leser und nicht beim Überbringer der Nachrichten.

    Ich möchte auch noch einen weiteren Aspekt erwähnen. Diese Informationen werden unter dem Deckmantel der Anonymität veröffentlicht, was im diametralen Widerspruch zur von Wikileaks geforderten Transparenz steht. Dennoch sehe ich die Legitimation in einem derartigen Vorgehen dadurch bedingt, dass es so etwas wie ein Redaktionsgeheimnis geben muss. Wer Informationen an eine Redaktion heran trägt, darf für gewöhnlich darauf vertrauen, im Zweifel als Quelle geschützt zu sein. Qualitätssicherung betreibt hier der Redakteur bzw. die Redaktion. Wäre Wikileaks aber genau in diesem Punkt nicht auf totalen Quellenschutz (=Intransparenz gegenüber der Öffentlichkeit) aufgebaut, würde das Projekt ad absurdum geführt, könnte man ja stattdessen die zu "leakenden" Informationen gleich auf eine eigene Webseite mit Impressum stellen.

    Im Sinne einer Güterabwegung ist es mir da allemal lieber, in diesem konkreten Zusammenhang auf die (öffentliche) Transparenz der Quellen zu verzichten und dafür die dadurch gewonnenen Informationen mit der nötigen Prise Salz zu genießen (=mit dem Risiko von Fehlinformationen zu leben). Ein Frontman dieses System genießt meiner Meinung nach gewisse Schutzrechte, unabhängig davon, ob die Persönlichkeit dahinter charakterliche Schwächen hat oder nicht.

    In diesem Sinne - man kann auch einmal gut ohne Bashing richtung Grün leben, wenn es der Sache dient.

  3. numerus clausel (kein Partner)
    11. Dezember 2010 20:12

    Jetzt werden sich doch einige ihre Meinung zu Wikileaks nochmals überdenken, wenn mittlerweile auch schon Meldungen betreffs des Vatikans auftauchen, die diesen nicht gut aussehen lassen.

  4. sophokles (kein Partner)
    11. Dezember 2010 17:44

    Man sollte sie eigentlich tatsächlich veröffentlichen, diese tatsächlichen "Machwerke" von Andreas Unterberger!

    Zum Beispiel so eines wie dieses hier:
    "Die Grünen suchen ihre Wähler unter Vergewaltigern"!

    Eine derartige Aktion wäre bestens geeignet, dem Unterberger endgültig sein ungustiöses, primitives Handwerk zu legen.
    Es ist im Normalen meist gewagt, von "primitiv" zu schreiben.
    Hier allerdings, bei Unterberger ist dies schon bald ein zu gelindes Wort für dessen abseitigen Umtriebe, welche mit Journalismus aber so gar nichts mehr zu tun haben.
    Man muss kein Grüner sein, (bin ich auch nicht) um sich über eine derartig unverantwortliche und geradezu volksverhetzende Agitation zu empören!

    Die einzige "Entschuldigung" für diesen sogenannten "Herren" und selbsternannten "Oberbürger" läge noch in einem tatsächlich überfälligen ärztlichen Befund seiner gallopierenden Alterssenilität.

    Ohne dieses geht schon eher Richtung Staatsanwalt!

    Es muss einmal geschrieben sein.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      11. Dezember 2010 22:35

      Kritik an grün ist Verhetzung, klar. So hättet ihr es gern. Bei den bürgerlichen Weicheiern wird euch das vermutlich kampflos gelingen, das ist das Schlimme daran. Bei allem Verhetzungs-Schwachsinn haben die Bürgerlichen ja auch mitgestimmt.

    • sophokles (kein Partner)
      12. Dezember 2010 00:28

      Wer in diesem Zusammenhang unterstellt dass die Grünen oder sonstige Parteien Vergewaltiger umwerben ist ein Verhetzer, und noch dazu in voller Absicht und mit vollem Wissen!

      Derartig die Tatsachen verdrehen konnte in Österreich vor Andreas Unterberger nur Haider... bzw. dessen Idealfigur!

      Und entsprechend ist Unterberger auch eunzustufen!

    • fosca
      12. Dezember 2010 01:47

      @sophokles

      Ich bin sicher, Sie könnten sich vermutlich sogar für die Majestätsbeleidigung wieder erwärmen.
      Kritik, Diffamierung und Verhetzung darf immer nur in eine Richtung gehen andersrum ist es sofort strafbar, gel?
      Soweit werden es die politisch korrekten Gutmenschen schon noch bringen!
      Armes Österreich!

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      12. Dezember 2010 02:00

      Da musst früher aufstehen, sopherl. Für linxgrüne ist alles als Verhetzung, was ihren Ansichten widerspricht, das habe ich gesagt. So ist es auch. Sensible grüne, aber nur bei ihrer Befindlichkeit.

    • sophokles (kein Partner)
      12. Dezember 2010 10:57

      schwammerl...:
      bleib bei den (unglaublichen) Fakten:
      Unterberger unterstellt oben, dass sich die Grünen ihr Stimmvieh bewusst und gezielt aus der Wähleschaft der "Vergewaltiger" suchen will!
      Ich selber bin kein "Grüner".
      Ich hätte das Selbe geschrieben, wäre der olle Andreas in gleicher Weise mit seiner berüchtigt verbogenen verbalen Mistgabel auf irgendeine andere Partei
      losgegangen.
      Es geht nicht um Grün, Rot, Schwarz oder Veilchenlila.
      Es geht um des Unterbergers geistigen Zustand!
      Der zeigt nämlich in diesem seinem obigen Aufsatz zum wiederholten Male Zustände latenter bis offener Gemeingefährlichkeit.

      Kurz zu "frühe aufstehen:
      Bei Dir scheint es von Segen zu sein, wenn Du Dich einmal ordentlich ausschläfst. Du leidest an Wahrnehmungsschwierigkeiten.
      Nur eine gute Mütze schützt die Grütze! :-)

    • Karl (kein Partner)
      12. Dezember 2010 15:44

      Ja sicher ist die Überschrift polemisch. Aber das ist beispielsweise der linkskommunistische misik auch. Und im übrigen ist die grüne Partei tatsächlich so unnötig wie die Pest oder andere Seuchen.

    • logiker2
      12. Dezember 2010 16:17

      warum ist die Behauptung, grün sucht sich ihre Wähler unter Vergewaltiger Verhetzung? Sie suchen ihre Wähler ja auch unter Schwulen, Lesben, Kriminelle, Ausländer und sonstigen Minderheiten, warum also in diesem Fall Verhetzung?

    • sophokles (kein Partner)
      12. Dezember 2010 22:50

      Mir ist schon klar, dass Du es nur zum "Logiker 2" geschafft hast!
      Hättest du nämlich den "Logiker 1 ", würdest Du nicht so dämliche Fragen stellen.

      Übrigens :
      Ich erkläre es Dir nicht!
      Du bist in diesem Falle für Deine Dummheit schon selber verantwortlich.
      Pflege sie weiter so fürsorglich! :-)

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      13. Dezember 2010 08:50

      sopherl ausgerastet. O je.

  5. Neppomuck (kein Partner)
    11. Dezember 2010 14:14

    Die Welt ist aufgebracht, ja aus dem Häuschen, eine weitere Inszenierung stellt alles andere bisher Dagewesene in seinen (virtuellen) Schatten.
    Nach „9/11“ (und damit dem Öl im Irak) und der globalen Erwärmung (Geld aus der "ersten Welt") ist jetzt das Internet dran.

    Kontrolle ist gut, totale Macht ist besser.

    Und wenn von einem (oder 0,4 ppm) eine Sache öffentlich zugänglich gemacht wird, die von 2,5 Millionen tagaus tagein frequentiert werden kann, dann muss dem Einhalt geboten werden, schließlich geht es um die Sicherheit der Welt.
    Also noch mehr Kontrolle über das Internet. Natürlich mit der Zustimmung der verschreckten Bürger.
    Dann sind auch die Peinlichkeiten rund um die mutwillig in Gang gesetzte künstliche Erregung über 380 ppm CO2 vorübergehend aus dem Rennen um die kollektive Aufmerksamkeit, die beiden Sachverhalten nicht gebührt, und Belanglosigkeiten wie etwa etliche 100 Milliarden Euro werden überhaupt vergessen.

    Ein Olympia der Täuschung und Tarnung. "Altior, citior, fortior" zieht nicht mehr.
    Immer weniger bewegt immer mehr.
    Und die Medien testen in regelmäßigen Abständen, ob der von ihnen getragene Verblödungsprozess der Massen Erfolg gezeitigt hat oder nicht.

    Herrlich Zeiten stehen uns bevor.

  6. Linxgrüner Naivling (kein Partner)
    11. Dezember 2010 12:27

    "Wer sich mit Feministinnen einlässt, sollte sich über gar nichts wundern . . ."

    Bitte, Herr Tagebuchautor! Erzählen sie uns aus ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz auf diesem Gebiet.^^

    Spricht für Ortner, dass er die ärgsten verhaltensoriginellen Beiträge von Unterberger nicht übernimmt.

  7. xRatio (kein Partner)
    11. Dezember 2010 12:00

    @cmh 11. Dezember 2010 09:55

    Ich glaube, wir sind uns einig.

    @M.U. Shrooms 11. Dezember 2010 10:09

    Sie machen es sich zu einfach. Besser Sie denken nochmal nach.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      11. Dezember 2010 12:15

      Die Langsamen der Erkenntnis glauben, dass die Langsamkeit zur Erkenntnis gehört.

      Nietzsche.

  8. max (kein Partner)
    11. Dezember 2010 01:02

    Liebe Mitblogger, vielleicht wäre es eine Möglichkeit, einmal nachzusehen, was eigentlich wirklich passiert ist. Nehmen wir zuerst die Veröffentlichungen von Wikileaks. Ich habe mir die Mühe gemacht, direkt Dokumente auf dieser Seite anzusehen. Einen Informationsgewinn daraus zu ziehen ist hoffnungslos. Die Menge an Daten ist für keine Einzelperson verarbeitbar. Ich habe mich deshalb den Verlautbarungsmedien zugewandt, d.h. Spiegel, Guardian und NY Times. Französische Medien habe ich nicht berücksichtigt. Und da stellt sich schon die Frage: Welchen Informationswert hat Wikileaks eigentlich geschaffen? Haben die Vertragsmedien von Herrn Assange einfach vergessen, den wirklichen Scoop zu bringen? Wo ist denn der eigentliche Zuwachs an Information, den Wikileaks angeblich bringt? Was an den Informationen, die dieser Datendiebstahl bringt, ist für irgendein Erkenntnis relevant?
    Ich habe noch keinen Ueberblick über die Gesamtheit der Daten, die dieses Portal mittlerweile veröffentlicht hat. ich beurteile dies nur anhand der Veröffentlichungen professioneller Medien.Und da ist ziemlich klar: entweder geben die Daten von Wikileaks wirklich nichts her, oder die Erfüllungsgehilfen (Medien) haben relevante Informationen übersehen. Logischerweise kann es keine andere Antwort geben.
    Vielleicht wäre es sinnvoll, auch in diesem Fall keine Revolutionsromantik aufkommen zu lassen. Wikileaks wird mit absoluter Sicherheit rein gar nichts zur Transparenz gou vernaler Entscheidungen beitragen können. Die Reaktion auf diesen simplen Datendiebstahl wird schlichtweg eine Zunahme der Intransparenz sein. Jede Verwaltung wird nun den Kreis der Informierten erstens einschränken,zweitens besser kennbar machen. Es werden ziemlich sicher Gesetze erlassen werden, die Veröffentlichungen à la Wikileaks strafbar machen. Auswirkungen auf die Freiheit im Internet sind schlicht nicht abzusehen.
    Ich muss zugeben, dass ich von der Reaktion vieler Blogteilnehmer etwas überrascht, oder ehrlicherweise etwas entäuscht bin. Auf der einen Seite gibt es die freundlich gesagt "antiamerikanisch" eingestellten, auf der anderen wildromantisch freiheitsliebende Utopisten. Und dazu zähle ich auch Herrn Starl, der in diesem Fall mit wirklich hanebüchernen Argumenten hantiert.
    Ich bin ei wirklich freiheitsliebender Mensch. Ich mache mir allerdings nicht die Illusion, alles zu jeder Zeit selber entscheiden zu können. Ich gestehe deshalb den Vertretern meines Landes einen gewissen Entscheidungsrahmen zu. Ich respektiere auch, dass es nicht sinnvoll sein kann, alle Entscheidungen öffentlich zu machen. Nie würde ich allerdings Entscheidungen akzeptieren, die mir als Staatsbürger schaden könnten, ohne dass sich die Exekutive dazu äussern müsste. Dies allerdings hat mit dem Staatsverständnis zu tun, das wir haben.
    Abschliessend muss ich feststellen, dass auch in diesem Forum Wikileaks so ziemlich idealisiert für den Heimgebrauch dargestellt wird. Wer Transparenz auf eine zumindest im Graubereich befindliche Art einfordert, sollte selbst transparent sein. Und dass dies Wikileaks ist, werden nicht einmal die grössten Befürworter dieser Plattform behaupten.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      11. Dezember 2010 01:16

      Max, Sie sind nur ein einfaches Gemüt, nichts weiter. Zu Ihnen fällt mir nur ein alter Reinhard Mey in:

      Hab Erdöl im Garten
      obs stürmt oder schneit
      und von dem Ersparten
      üb Treu und Redlichkeit.

      Brav ans System glauben, zur Messe gehen, und bei Unterberger Partner werden.

    • max (kein Partner)
      11. Dezember 2010 01:58

      Lieber Mushrooms, danke für die Qualifizierung, leider verfüge ich nicht über Ihren Intellekt. An diesem Mangel mag es auch liegen, dass ich die wirklich relevanten Daten, die die Vertragspartner von Wikileaks veröffentlicht haben, nicht verstanden habe. Ich bin auch nicht so begabt wie Sie, Antworten in Gedichtsform zu verfassen.
      Aber, nachdem wir uns ja einig sind, dass ich ein kleines Dummerle bin, werden Sie mich Depp, mein lieber Herr Mushrooms sicher aufklären, was denn genau so neu, so bahnbrechend und vor allem so freiheitsfördernd an den Veröffentlichungen von Wikileaks ist. Das ist ja für jemanden, der im Gegensatz zu mir Dummerle, den wirklichen Durchblick hat, sicher kein Problem.
      Nur mal kurz ernsthaft: wenn man ernst genommen werden will, sollte man vielleicht nicht Reinhard Mey zitieren. Abefr vielleicht bin ich auch dazu zu einfach gestrickt.

    • max (kein Partner)
      11. Dezember 2010 02:45

      Was ich fast noch vergessen habe, lieber Herr Pilz, auf welche Dokumente genau beziehen Sie sich? Nur damit ich weiss, wieso ich ein einfaches Gemüt bin. So ein kleines Schaf, das überall mitläuft. Welche Information durch Wikileaks haben Sie mir genau voraus? Ist für Sie, der Sie mich als einfaches Gemüt so zielsicher erfasst haben sicher null problemo, nicht wahr?

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      11. Dezember 2010 10:01

      Lieber Max, das Revolutionäre an Wikileaks zu erklären, das würde hier zu weit führen, und ich habe auch keine Lust zu Abhandlungen, wie sie hier im Forum gefallen, wortreich und ohne Ende. In durchaus realistischer Selbsteinschätzung kann ich sagen, dass ich es jeweils mit einem Drittel der Worte präziser schaffen würde.

      Ich schaue sowieso nicht mehr oft herein. Hier entsteht keine Bewegung, es ist eine Wärmestube geworden.

      Wikieaks ist nun einmal da, und die notorischen Systemerhalter (=Ängstliche) werden es schwer haben, die Paste zurück in die Tube zu bekommen.

    • max (kein Partner)
      16. Dezember 2010 23:56

      Na ja, ich glaube, Ihre Nichtantwort spricht für sich, mein lieber.

  9. Systemfehler (kein Partner)
    11. Dezember 2010 00:46

    Wenn in Schweden ungeschützter Sex als Vergewaltigung gilt, wie oft war dann wohl schon Unterberger ein Vergewaltiger?

    Was Unterberger hier betreibt ist schlicht Rufmord. Einen dümmeren, polemischeren, heuchlerischen und verlogeneren Text habe ich in der Sache Wikileaks noch nicht gelesen.

    Gibt es tatsächlich Menschen, die für so einen Dreck freiwillig zahlen?

    • max (kein Partner)
      11. Dezember 2010 01:16

      Lieber Systemfehler, ich gestehe, dass ich einige Mühe habe, jemandem, der bewusst diesen Nick trägt, überhaupt zu antworten. Die Ueberschrift von Herrn Unterberger mag polemisch sein. Der Artikel ist es aber nur begrenzt. Gerade Sie wollen sich anscheinend über den zumindest in Ansätzen faschistoiden schwedischen Staat ja nicht unterhalten. Dies würde jede Wortmeldung von Ihnen, die ich bis jetzt verfolgt habe ad absurdum stellen. Sie vreteidigen grüne Wortmeldungen, in dem Sie gegenteilige Meinungen jeweils ins lächerliche ziehen. Linke Bewegungen, sei es die sozialistische oder die grüne, verstehen sich als internationalistisch. An dem müssen auch Sie sich messen lassen.

    • Systemfehler (kein Partner)
      11. Dezember 2010 01:22

      Die Überschrift ist schlicht Rufmord.
      Sie ist polemisch, verlogen und eine Sauerei.
      Wäre ich ein Grüner, würde ich Unterberger klagen.

      Dass du daran nichts sonderlich Verwerfliches siehst, spricht nicht für dich. Im Gegenteil. Es macht dich zum Mitläufer einer Gruppe von hasszerfressenen Wadlbeissern, die vor Lüge, Denunziation und Intrige nicht zurückschrecken.

      Eine derartige Gesinnung ist so ziemlich das letzte was es gibt. Pfui.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      11. Dezember 2010 01:25

      Ich muss zu meinem Entsetzen dem systemfehler zustimmen. Die Überschrift ist Rufmord, und dumm obendrein.

    • max (kein Partner)
      11. Dezember 2010 02:14

      Irgendwie ist pfui kein Argument, oder täusche ich mich? Und wieso nennt sich im vollen Bewusstsein ein Oberlinker Systemfehler?
      Aber gemach, lieber Systemfehler, Sie könen rein rechtlich Herrn Unterberger auch klagen, wenn Sie kein Grüner sind. Juristisch schlicht kein Problem. Wenn denn Ihr inkriminierter Tatbestand verhält.
      Verwerflich finde ich vor allem, wenn man einzig der Provokation wegen den Nick eines ausgewiesenen Antisemiten übernimmt. Auch wenn politisch der Unterschied zwischen der Politik der extremen Linken und der extremen Rechten marginal ist. Die finden sich, wie gerade Sie dies auf's Beste demonstrieren.
      Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich denke, wir kennen uns nicht persönlich. Das dümmliche Duzen können Sie gerne lassen. Uebrigens bezahl ich Herrn Unterberger genau gar nichts, allerdings nicht aus Geiz, sondern weil auf keine Art und Weise auf die Innenpolitik eines fremden Landes Einfluss nehmen will.

    • Der Fürst (kein Partner)
      11. Dezember 2010 10:08

      Geh bitte, den Unterberger klagen - einfach lächerlich. Er ist ein armer verbitterter Mann eine Klage würde ihn nur in seinem Wahn bestätigen und ihn zum Märtyrer machen.
      Ich bin für Meinungsfreiheit und er soll ruhig weiter seinen Unsinn verbreiten, argumentierbar sind die meisten seiner Ergüsse ohnehin nicht.

  10. M.U. Shrooms (kein Partner)
    10. Dezember 2010 23:17

    Das ist der Kommentar eines Systemerhalters, und noch dazu kein sehr intelligenter. Längst weiss jeder, was es mit der sogenannten Vergewaltigung auf sich hat. Zwei enttäuschte Frauen rächen sich am Liebhaber, mehr ist es nicht.

    Assange und sein Wilileaks haben der Menschheit jedenfalls mehr genutzt als Obamas Reden oder Benedikts Enzykliken. Der Staat, der seine Untertanen ja gnadenlos ausschnüffelt, hat umgekehrt auch keine Geheimnisse zu haben.

  11. Gfr. Urban (kein Partner)
    10. Dezember 2010 23:00

    Assange dürfte ja auch kein Heiliger sein, aber offensichtlich ist er hier auf zwei Hobbynutten herein gefallen. Nun, das dürfte ihm wohl eine Lehre sein, wo er doch so auf Schweden gesetzt hat und die ihn jetzt einbuchten wollen.
    Auf jeden Fall ist die Veröffentlichung der Yankee-Depeschen ein zweischneidiges Schwert. Einerseits kommen hier durchaus interessante Sachen zutage, freilich aber auch viel unnötiges Botschaftergeschwätz, wo ich nicht glaube, dass dies die ganze Welt wissen muss. Andererseits stellt sich doch die Frage, ob hier nicht viel zerstört wurde. Geheimdiplomatie lebt davon, dass sie eben geheim ist. Wenn das nun nicht mehr gewährleistet ist, wer wird sich mit den Amis überhaupt noch ernsthaft austauschen wollen? Aber potentiell betrifft das ja auch die Europäer, wo es theoretisch ja auch Wikileaksfälle in der Zukunft geben könnte.

    • Philipp Starl
      11. Dezember 2010 00:07

      Und wozu sollte es Geheimdiplomatie geben? Geheimdiplomatie ist gleichbedeutend mit dem Vorsatz, den Willen des Volkes zu ignorieren.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      11. Dezember 2010 01:19

      Wenn es um gelebten Liberalismus geht, muss ich dem Starl Recht geben. Ich akzeptiere keine Geheimnis des Staates, den ich mit meinem Steuergeld erhalte.

  12. kpax (kein Partner)
    10. Dezember 2010 21:29

    Der Hass der Grünen auf alles Österreichische und an jeden, der sich an Österreichs Gesetze hält und Österreich als lebenswerte Heimat ansieht geht so weit, dass sie sich mit jedem solidarisieren, der eben das Gegenteil von eben genannten ist oder macht - ungeachtet ob die Grünen dabei ihre Grundtugenden pervertieren. Solidarität der Grünen liegt demnach vor mit: Ausländern, Gesetzesbrechern und Neo-Österreichern, welche Österreich nicht als lebenswerte Heimat empfinden, ergo sich nicht integrieren. Dieser Hass geht - wie man aus diesem Beispiel sieht - so weit, dass sogar grüne Eckpfeiler wie Feminismus sekundär sind.

    Gedankenexperiment I: Ein 25-jähriger Österreicher vergewaltigt eine 18-Jährige Österreicherin. Wo werden die Sympathien der Grünen wohl liegen?

    Gedankenexperiment II: Ein 25-jähriger Neo-Österreicher ost-anatolischer Abstammung vergewaltigt eine 18-Jährige Österreicherin. Wo werden die Sympathien der Grünen wohl liegen?

    Gedankenexperiment III: Ein 25-jähriger Neo-Österreicher ost-anatolischer Abstammung vergewaltigt eine 18-Jährige Neo-Österreicherin ost-anatolischer Abstammung. Wo werden die Sympathien der Grünen wohl liegen?*

    *Vorsicht Fangfrage: Diese Frage kann nicht beantwortet werden, weil die Grünen derartige Fälle kollektiv aus ihrem gemeinsamen Bewusstsein ausblenden. Jeder, der etwas anderes behauptet, ist außerdem ein Nazi.

    • Der Fürst (kein Partner)
      10. Dezember 2010 22:47

      Ich darf ganz herzlich gratulieren, du hast den Schwachsinn den Unterberger fabriziert hat nocheinmal übertroffen.

      Sehr brav dem Unterberger nachgeplappert und noch ein bisschen gesteigert. Also auch für dich zum mitschreiben:
      Assange wird NICHT wegen Vergewaltigung verfolgt, es geht um ungeschützten Verkehr, Intrigen und eine recht seltsame Gesetzeslage. Die Grünen unterstützen den Mann vollkommen zurecht, selbst wenn der Vorwurf auf Vergewaltigung lauten würde - Unschuldig bis die Schuld bewiesen ist. Das dürften auch die miesten Grünen so sehen, der Hass liegt da wohl auf deiner Seite wenn hier irgendwelche Unsinnigkeiten unterstellt werden, die Dummheit sowieso.

      Zu diesen angeblichen Gedankenexperimenten die man nur als komplett verblödet bezeichnen kann:
      Bei allen Grünen die ich kenne wird die Sympathie wohl beim Opfer liegen, genau wie bei den meisten anderen halbwegs klar denkenden Menschen. Ich wüsste auch nicht was die Abstammung am moralischen oder rechtlichen Status einer Vergewaltigung ändern sollte.

      Und ja, die Grünen setzen sich auch für Migranten ein, um daraus abzuleiten, dass sie ein Verbrechen wie Vergewaltigung bei Migranten anders bewerten würden braucht es allerdings schon einen Geistesriesen wie dich.

      Aber du kannst hier an gute Traditionen anschließen, der Gegner ist zu beflegeln, gleich wie absurd konstruiert oder zusammengesponnen die Vorwürfe sind. Falls du neu hier bist - willkommen hier findest du sicher viele Gleichgesinnte die selbst die absurdesten Unterstellungen und Übertreibungen bejubeln werden. Vielleicht ist ja sogar mal ein Gastkommentar drin, dazu musst du allerdings schon ein bisschen einzahlen.

    • Trollfresser (kein Partner)
      11. Dezember 2010 09:45

      Gehe nie zu deinem Fürscht, wenn du nicht gerufen würscht.

      Nur leider gibt sich dieses Fürschtchen von alleine und ungefragt die Ehre.

  13. xRatio (kein Partner)
    10. Dezember 2010 20:47

    @ Alle

    Herr Dr. Unterberger hätte sein zugegeben reichlich pauschales Verdikt gegen Assange auf den Verrat sogenannter Staatsgeheimnisse beschränken sollen.

    Was Politiker und Diplomaten sonst so quatschen und hinter den Kulissen auszubrüten versuchen, ist sicher nicht schutzwürdig, sondern durchaus publikationsbedürftig und -würdig.

    Das gehört ähnlich wie bei Gerichtsverhandlungen unbedingt an die Öffentlichkeit um Verlogenheit und Volksverblödung zumindest etwas einzudämmen.

    Bei Staatsgeheimnissen und in allem übrigen stimme ich Dr. Unterberger aber voll und ganz zu!

    Staatsgeheimnisse sind Tatsachen, Gegenstände oder Erkenntnisse, die nur einem begrenzten Personenkreis zugänglich sind und vor einer fremden Macht geheimgehalten werden müssen,
    um die Gefahr eines schweren Nachteils für die äußere Sicherheit eines Volkes abzuwenden.

    Geht wohl nicht an, bspw. einem (potentiellen) militärischen Feind durch heiße Tips die Kriegsführung gegen das eigene Volk zu erleichtern. Wer das für richtig hält, hält es sicher auch für richtig, Einbrechern das Versteck von Haustür- und Tresorschlüsseln zu verraten.

    Leider wird in keinem einzigen der bisherigen Kommentare entsprechend differenziert.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      11. Dezember 2010 01:23

      Es ist ein entbehrlicher Kommentar. Da ich ihn nicht finanziere solls mir gleichgültig sein. Ein mutmassliches Staatsgeheimnis akzeptiere ich nicht. Wer von meinem Geld lebt hat sich nicht selbstherrlich zu verhalten.

    • cmh (kein Partner)
      11. Dezember 2010 09:55

      XRatio und alle

      Bitte unterscheiden Sie zwischen einem Staatsgeheimnis und

      dem fahrlässigen, diletantischen, präpotenten, machterhaltenden, fehlervertuschenden und (weitere pejorative Adjektive nach Belieben anreihen) Verhalten der machtgeilen, überforderten, fehlbesetzten und (weitere pejorative Adjektive nach Belieben anreihen) Heinis, die sich als "Elite von Welt und Umgebung" ausgeben.

      Wenn jemand ein Staatsgeheimnis ausplaudert und damit den Tod von Mitbürgern zu verantworten hat, gehört er nachhaltig aus dem Verkehr gezogen.

      Wenn jemand diese Heinis auf transparente Weise vorführt ist er ein Held. Zumindest so ein Held wie die Helden des Aufklärugnsjournalismus gerne einer sein würden. Aber von denen kann man ja nichts verlangen, was sie um ihren Job (gutdotiert aber ohne Berufung und Talent ausgeübt) brächte.

    • cmh (kein Partner)
      11. Dezember 2010 09:57

      Zum Helden: hier gilt natürlich die Gendervermutung.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      11. Dezember 2010 10:09

      cmh, wir leben in der Zeit der Superlative. Alles darunter ist inferior.

      So beginnt ein Geheimnis heute damit, indem man es auf zehn Formularen ausfüllt, hundertmal kommentiert, das Ganze auf zahllose Verteilerlisten setzt und dann zig-fach abspeichert. Wikileaks führt lediglich derart dumme Systeme ad absurdum.

      Das Botschaftergeschwätz deckt sich ansonsten nur mit der Einschätzung des Publikums. Die Presse freut das nicht, weil offensichtlich wird, dass sie ihre Nachrichten zum Teil frei erfinden oder politisch korrekt umformulieren.

  14. LePenseur (kein Partner)
    10. Dezember 2010 20:33

    Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger!

    Vielleicht hören Sie einmal in dieses Interview hinein.

    http://lepenseur-lepenseur.blogspot.com/2010/12/what-we-need-is-more-wikileaks-on.html

    Das sagt mehr über wirklichen Einsatz für die Verteidigung der Meinungsfreiheit, als alle Wadlbeißereien gegenüber den Grünen ...

  15. Erwin Tripes (kein Partner)
    10. Dezember 2010 20:07

    Wenn ungeschützter Sex in Schweden ein Vergewaltigungsdelikt darstellt, dann ist das Opfer vielleicht doch Assange?
    Vielleicht kann hier Pilzin mit Glawischnigin aufklärend wirken.
    Ich kenn mich nicht mehr aus.

    • cmh (kein Partner)
      11. Dezember 2010 09:40

      Das heißt nicht Glawischnigin sondern Glawischniggerin.

      Aber Scherz beiseite:

      Wenn mir jemand Fusel zu trinken gibt, kann ich ihn auch bei uns vor den Kadi zerren. Warum sollte dann schlechter Sex, auch im Falle einer Degustation zweier AnbieterInnen, straffrei sein.

      Was Assange geschiet ist zumindest logisch konsequent, solange es nur um das Pimperl geht. Und mehr ist der Austausch von Körperflüssigkeiten ja nicht. Oder?

  16. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    10. Dezember 2010 18:46

    Es ist Andreas Unterbeger dafür zu danken, dass er nach der Kriminalität der Grünen nun auch aufdeckt, dass die Grünen Vergewaltigermöger sind. Danke, danke, danke.

    • sophokles (kein Partner)
      10. Dezember 2010 18:55

      Hätte die Welt nicht den schlauen Unterberger,
      wer weiß, sie würde, unbedarft wie sie ist,
      auch das nächste mal wieder mehr oder weniger Grün wählen!

      Aber so???!!!

    • Trollala (kein Partner)
      10. Dezember 2010 19:51

      Es ist dem Entenfresser und seinen Mittrollen zu verdanken, dass wir endlich wissen, wie ein Trollorgasmus ausgelöst wird. Danke, danke, danke!

    • schreyvogel
      10. Dezember 2010 22:06

      Sie haben völlig recht. In Hinsicht auf sexuelle Perversität haben die Grünen leider einen schwarzen Fleck auf der roten Weste - denken wir nur an die pädophilen Bekenntnisse des Kohn-Bendit und die Forcierung der Homosexualität und der Aborte.
      Ich schließe mich daher fremdschämend Ihrer Danksagung an.

    • Der Fürst (kein Partner)
      10. Dezember 2010 22:53

      Ah super schreyvogel, "die Grünen".
      Wenn das aber umgekehrt einer macht und die braunen Flecken z.B. bei der FPÖ aufzählt dann sind das aber natürlich Einzelfälle und überhaupt übertrieben, linkslinke Vernaderung usw. gell?

      Auch schön, wie du Homosexualität mit Pädophilie in eine Ecke stellst, da weiss man wenigstens gleich aus welcher Ecke der Blödsinn kommt.

    • schreyvogel
      11. Dezember 2010 00:55

      @den Fürsten
      M.W. gibt es homo-, hetero-, metro-, bi-, trans- und asexuelle Pädophilie.
      Zu welcher Gruppe darf ich Dich zählen?

    • Systemfehler (kein Partner)
      11. Dezember 2010 00:59

      schreyvogel: DICH darf man jedenfalls - ebenso wie Unterberger - zu den skrupellosen Verleumdern zählen. Bist du eigentlich stolz auf dich und deinen völlig verluderten Charakter?

    • schreyvogel
      11. Dezember 2010 11:53

      @ permanent system error ...
      ... und Schmäh hast du auch keinen ....

  17. Reinhard (kein Partner)
    10. Dezember 2010 18:14

    Assange ist ein Chaot und Anarchist, und als solcher wirbelt er (wie alle Chaoten) ordentlich Staub auf. Na und? Die Amis können es nur nicht ertragen, dass WikiLeaks ihre heroischen Freiheitskämpfer als das entlarvt hat, was sie sind: überhebliche Söldner einer selbsternannten Weltmacht, die ihre Kraft aus dem Ignorieren aller internationalen Abkommen schöpft, die ihr nicht explizit nutzen, und die mit kaltschnäuzigen Witzen, die vor gefühltem Übermenschentum nur so triefen, Zivilisten wegmetzeln. Ich habe nichts gegen die USA, auch wenn ihre Politik vor Überheblichkeit nur so trieft und die zur Schau gestellte Präpotenz Feindschaften geradezu züchtet, aber ich sehe nicht ein, sie als gloriose Helden zu verherrlichen und ihre Schandtaten von Abu Ghraib bis Guantanamo zu ignorieren.
    WikiLeaks bzw. Assange ist ein großer Floh, der dem großen Wolf USA gehörig in den Pelz gebissen hat und ihm zeigt, dass er sich nicht immer und überall ungestraft wie Gottes Hammer aufführen darf. Ich wünsche den europäischen Politkaspern auch ein paar solcher Flöhe, damit sie ihr elitäres und selbstherrliches Gehabe verlieren und den Menschen mal wieder klar gemacht wird, dass Macht korrumpiert und die unantastbaren Großen Visionäre und Führer auch nur Menschen sind, die aus den selben Beweggründen handeln wie der kleine Maxi, nur auf einer anderen Ebene.
    Das, was momentan mit Assange aufgeführt wird, gleicht aufs Haar dem, was gerade einem deutsch-türkischen Schriftsteller in der Türkei widerfahren ist: unter fadenscheinigen und an den Haaren herbeigezogenen Anschuldigungen erstmal einkasteln, einschüchtern und klarmachen, dass er und seine Lieben nicht mehr sicher sind, wenn sie weiter unliebsame Dinge zu schreiben wagen.
    Bei den Türken haben wir uns aufgeregt, bei Assange ist alles in Ordnung?
    Nein, Herr Unterberger, in diesem Fall kann ich Ihnen nicht zustimmen.
    Und die Absonderungen eines Herrn Pilz muss man nicht jedesmal kommentieren, vor allem nicht, wenn es in solchen Verrenkungen endet.
    Und was die momentanen "Enthüllungen" von WikiLeaks betrifft: Was ist so schlimm daran, wenn die Menschen erfahren, was sie längst schon geahnt haben, nämlich dass hinter verschlossenen Türen die Diplomaten wie ganz normale Leute reden. Oh, da sagt ein Diplomat, Österreich würde nur eigene Interessen verfolgen, wie kann der es nur wagen! Mon dieu!!
    Ich kann darüber nur lachen, denn es ist genau das, was ich von Österreich erwarte; und aus dem Mund eines Amerikaners klingt das sowieso wie ein Witz. Der Rest ist aufgebauschtes Brimborium, und wenn irgendwo in Bagdad eine Gürtelbombe austickt muss man sich vergegenwärtigen, dass sowieso jeder Pups, der im Westen fahren gelassen wird, die Näher amerikanischer Falggen und die Streichholzfabriken im Orient zu neuen Rekordgeschäften treiben. Auch das kratzt uns doch sonst nicht, also warum jetzt?

    Ich halte es da mit Shakespeare und orte nur "Viel Lärm um Nichts"!

  18. ViennaCodePoet (kein Partner)
    10. Dezember 2010 17:37

    Julian Assange wäre ein enormer Gewinn für das Land und die sehr starke österreichische Software-Industrie.

    Allein in Wien gibt es sechs Weltmarktführer im Bereich IT-Hochsicherheit, Frequentis z.B.

    In Linz ist Fabasoft zu Hause, Weltmarktführer im Bereich e-Gov

    Die Gartenzwerge im Land gehören "ausgeschafft", Pilz hat es aber auch blöd argumentiert.

    Spindelegger soll zeigen, dass er Eier hat. Wäre ein boost für die SW-Industrie.

  19. LePenseur (kein Partner)
    10. Dezember 2010 17:36

    Wikileaks blamiert jene Weltmacht bis auf die Knochen, die im letzten halben Jahrhundert am ehesten die Rolle eines Weltpolizisten erfüllt hat
    Sie belieben zu scherzen, Herr Dr. Unterberger. Unter den Mafia-Banditen, die sich die Weltherrschaft der letzten 65 Jahre seit 1945 teilten, waren die Amis schlicht die erfolgreichsten: die Briten stürzten über ihre blasierte Indolenz, technische Entwicklungen mitzumachen, die Franzosen über ihre innere Zerrissenheit und Streiklust, die Russen über die überragende Blödheit ihrer Staatsideologie. Und so blieb von vier Großmachts-Negerlein zum Schluß halt nur eines über.

    Weltpolizist? So nach dem Motto »Die Polizrei dein freund und Helfer«? Das meinen Sie doch wohl nicht ernst! Die USA haben rechtmäßig gewählte Regierungen gestürzt und ermorden lassen (z.B. in Grenada — einem harmlosen Zwergstaat in der Karibik), wenn es ihnen ins Konzept paßte, und sie stützen bis heute letztklassige Terrorregimes (z.B. die Saudis), wenn sie ihnen wichtig sind. Sie erpressen ihre »Verbündeten«, an den von den USA angezettelten Kriegen teilzunehmen. Sie verbreiten schamlos Lügen über angebliche Kriegsgründe und unterwandern die Medien weltweit mit ihren Spitzeln (erinnern Sie sich eigentlich nicht mehr an Ihren früheren Chef, Otto Schulmeister, der für den CIA Nachrichten in der »Presse« lancierte und unterderückte ...)

    Nun: all das gab's immer schon, und nicht nur von amerikanischer Seite — ganz recht! Nur hat bisher niemand (auch Sie nicht) z.B. die Sowjetunion oder Rotchina als »Weltpolizist« gepriesen. Die anderen werden als das gesehen, was sie sind: als gefährliche Imperien, die versuchen, mit allen Mitteln ihren Machtbereich zu erweitern bzw. zu festigen. Wie jeder Mafia-Clan es in kleinerem Maßstab ebenso tut. Die USA agieren ebenso — nun gut. Dann erlaube ich mir, sie auch als das zu bezeichnen, was sie sind: als bis dato erfolgreichste Verbrecherbande. Nichts anderes sind sie nämlich.

    Kurzes P.S. zu Mr. Assange: da ich Dr. Unterberger keine Naivität unterstellen möchte (dazu sind mir seine anderen Artikel einfach zu gewitzt), glaube ich bei ihm eher an einen »blinden Fleck« — wodurch auch immer hervorgerufen.

    http://lepenseur-lepenseur.blogspot.com/2010/12/nachschlag-zu-unterbergers-staunen.html

  20. hoffmann (kein Partner)
    10. Dezember 2010 16:19

    Herrn Unterberger ging es bei diesem Artikel wohl nur um die Überschrift. Im Artikel selbst windet er sich wie ein Aal und produziert dabei einen Knoten, den er so fest schnürt, dass er ihn nicht mehr öffnen kann. Aber zu einem ist dieser Eintrag von ihm zu gebrauchen: als (abschreckendes) Beispiel dafür, wie man sich wirklich und absolut verzetteln kann.

  21. trip trap (kein Partner)
    10. Dezember 2010 16:15

    die Art und der Zugang des Herrn Unterberger zu diesem Thema und zu "seinen" Grünen zeicgen vor allem eines bestens: seine "bis aufs Messer" verbiesterte Seele!
    Was muss dieser Mann doch (selbstverschuldet?) mitgemacht haben, wenn er nun derartige Themen in dieser (seiner) Weise "aufzuarbeiten" sucht!
    ...einfach nur noch zu bedauern!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      10. Dezember 2010 19:00

      Meinen Sie nicht verbittert?!?

    • trip trap (kein Partner)
      10. Dezember 2010 19:44

      meinte ich nicht..
      ... allerdings? wäre es dies ... ? gibt es Anlass dies anzunehmen?

    • Trollala (kein Partner)
      10. Dezember 2010 19:52

      Der Entenfresser schließt nur von sich auf andere.

    • trip trap (kein Partner)
      10. Dezember 2010 19:59

      Trollala ...
      bei Dir alledings ist der Schluß auf "Verbittert" fern,
      viel näher allerdings da schon "Verblödet"!

  22. A.E.I.O.U (kein Partner)
    10. Dezember 2010 15:01

    Also, manchmal verstehe ich A.U. überhaupt nicht.

    Da umschreibt und kritisiert er selbst den schwedischen Rechtsbegriff "Vergewaltigung", der mit jenem in Österreich so überhaupt nichts zu tun hat.

    Und trotzdem kritisiert er die Grünen, weil sie dem "Vergewaltiger nach schwedischem Recht" Assange helfen wollen, der eben nach österreichischem Recht keiner ist.

    Zudem betont A.U. noch , dass selbst der schwedische Vergewaltigungsvorwurf äußerst dubios ist.

    Merkt A.U. seinen Widerspruch nicht ???

    • Systemfehler (kein Partner)
      11. Dezember 2010 00:51

      Unterberger ist halt von Hass zerfressen. Der Typ rennt einfach nur noch Amok.
      Wer für diesen polemischen Dreck freiwillig zahlt, ist mir unverständlich.

    • cmh (kein Partner)
      11. Dezember 2010 09:44

      Bitte genau hinschauen. Es gibt zwischen der Ansicht unserer FeministInnen (von den die meisten Frauen sind und die allermeisten GrünInnnen sind) und dem schwedischen Straftatbestand doch nicht den geringsten Unterschied. Die Kleinigkeit, dass hier der Staatsanwalt (noch) nicht einschreitet läßt sich doch leicht beheben.

      Also: doch kein Widerspruch.

  23. Eric Cartman (kein Partner)
    10. Dezember 2010 14:20

    Den Beitrag von Segestes kann man nur unterstreichen. 9 von 10 Unterberger Einträgen zeichnen sich durch den Versuch aus krampfhaft möglichst unkorrekt und gegen den vermeintlichen Mainstream zu sein. Dabei werden dann nur zu oft Argumente an den Haaren herbeigezogen oder Fakten großzügig zusammengedichtet. Hauptsache das Publikum wird bedient - suder, raunz, die Welt ist schlecht und die Linksgrünen sind schuld. Das ist ok weil es funktioniert, er hat einen Markt, mit gutem Journalismus hat das allerdings schon lange nicht mehr das geringste zu tun.

    Auch hier ist es völlig lächerlich eine Verbindung von Assange zum angeblichen Männerhass der Grünen zu ziehen. Noch absurder wird das ganze wenn man weiss, dass es hier gar nicht um eine Vergewaltigung geht und selbst die Nicht-Vergewaltigung äusserst fragwürdig ist.

    Also warum sollten die Grünen nicht einen Mann unterstützen der ja gar nicht wegen Vergewaltigung gesucht wird? Achso ja weil es ja die Grünen sind und die hassen Männer hoho super!
    Wirklich ein lausiger Aufhänger Herr Unterberger, schade, dass keine Schwulen vorkommen, was man da für lustige und inkorrekte Sachen drehen könnte.

    Die lächerliche Argumentation mit den Terrorzielen wurde ja sogar schon von den Fans hier zerpflückt...

    Aber Argumente sind ohnehin wertlos, Hauptsache inkorrekt und Anti Mainstream.

    • Neppomuck (kein Partner)
      10. Dezember 2010 14:47

      Zu Ende gelesen (oder Pisa-Syndrom?) habend sollte einem auffallen, dass A. U. das Delikt an sich sehr in Frage stellt.

      Über den "Hinweis" auf diverse "Achillesfersen" der US-amerikanischen Infrastruktur kann man durchaus geteilter Meinung sein, vor allem dann, wenn diese "neuralgischen Punkte" nicht im amtlichen Telefonbuch zu finden wären.
      Dazu kann ich nichts sagen, da ich diese Liste nicht kenne.

      Und letztlich auf die Hypersensibiltät der Grünen, die aus jedem braunen Furz sofort ein Staatsverbrechen zu machen bereit sind, auch wenn der u. U. den eigenen Provokateuren zuzuschreiben ist, aufmerksam zu machen, muss wohl auch akzeptiert werden.
      Zumal das zu einer Desensibilisierung hinsichtlich auch ernst zu nehmender Phänomene führt, die unsere Demokratie peu a peu in Frage stellen.
      Und überdies, als für politisch naive Bürger wie Bobos etc. nützliche Nebererscheinung, wieder einmal deutlich macht, um welch scheinheilige Bande es sich bei den Grünen handelt.

    • Eric Cartman (kein Partner)
      10. Dezember 2010 16:11

      Ich habe den Artikel zu Ende gelesen, auch wenn man bei jedem Wort das Gefühl hat zehn Hirnzellen würden absterben, selbst für A.U. ist dieses Machwerk unterirdisch.

      Er stellt also das Delikt in Frage - JA und TROTZDEM reitet er eine völlig lächerliche Attacke gegen die bösen Grünen, einfach weil er es kann und dafür noch Zustimmung bekommt. Es ist dem guten A.U. also wie immer nichts zu billig um seine "Gegner" anzugreifen.
      Insofern hast du meine Aussage bestätigt, freut mich, dass wir einer Meinung sind.

      Tip fürs nächste Mal: A.U. könnte den Grünen auch vorwerfen, dass sie Assange unterstützen obwohl er oft mit dem Flugzeug fliegt. Weil wir wissen ja, dass Grüne gegen Flugzeuge sind hoho. Dabei lässt sich auch hervorragend der Klimaschwindel einbauen - das wird super, Beifall garantiert.

    • Photon (kein Partner)
      10. Dezember 2010 16:50

      Eric:

      "Ich habe den Artikel zu Ende gelesen, auch wenn man bei jedem Wort das Gefühl hat zehn Hirnzellen würden absterben...."

      Dieser Satz könnte noch zum Klassiker werden, wenns um die Qualität Unterbergscher "Dichtung" geht und vor allem zum Synonym für die tatsächliche Anstrengung und "Gefahr" die es bedeutet, sich auf einen "klassischen Unterberger" näher einzulassen...

    • Systemfehler (kein Partner)
      11. Dezember 2010 00:56

      Neppomuck "Zu Ende gelesen (oder Pisa-Syndrom?) habend sollte einem auffallen, dass A. U. das Delikt an sich sehr in Frage stellt."
      - - -

      Dann stellt sich umso mehr die Frage, wozu diese blunzendepperte Anschuldigung gut sein soll, die Grünen würden Vergewaltiger unterstützen. Wie weit soll das noch gehen? Sind wir wieder soweit, dass man den politischen Gegner mit Lügen und Denunziation fertigmacht?

      Herr Unterberger, sie sollten sich schämen und schämen sollten sich alle, die diesen Lügner und Verleumder auch noch finanziell unterstützen.

      Was für ein Kotzblog ...

  24. Segestes (kein Partner)
    10. Dezember 2010 12:45

    Obacht, Herr Unterberger, Sie bewegen sich haarscharf am Niveau der Kronenzeitung entlang.
    Wobei selbst die in der heutigen Ausgabe, mit ihren jüngst etwas rustikalen Einschätzung zu Assange, spürbar zurückgerudert ist und nun plötzlich wieder differenziert.

    Offenbar sind Sie selbst hin und her gerissen. Einerseits finden Sie das was Wikileaks macht nicht ganz so schlecht, andererseits rührt sich bei Ihnen der automatisch anspringende Oppositionsreflex, wenn es sich abzeichnet, dass Sie mit den Grünen, inklusive deren medialen Sturmgeschützen wie Standard und ORF, einer Meinung sein könnten ^^

    Und sehen Sie, das ist der Schwachpunkt von euch Schwachmaten, egal ob ihr nun stramm links, rechts oder konservativ seid.
    Euch fehlt einfach jegliche Flexibilität.

    Wenn Sie von "Beihilfe zum Terrorismus" fabulieren, dann muss ich Sie fragen, ob Sie ernsthaft glauben, dass Terroristen ohne diese Liste kein passendes Ziel finden würden?
    Letztendlich ist die hier konkret von Ihnen vorgebrachte Empörung, doch reichlich fadenscheinig.
    Sie saugen sich da bloß etwas aus den Fingern, um Ihre, siehe oben, notorische Gegenrederei wenigstens ein bisschen mit "Argumenten" unterfüttern zu können.
    Ich will Ihnen aber zugestehen, dass Ihr Winden, dass sich durch den ganzen Artikel zieht, von gut meinenden Menschen durchaus noch als das leicht verkrampfte Bemühen um Differenziertheit ausgelegt werden kann.

  25. TCM (kein Partner)
    10. Dezember 2010 11:35

    Those who would give up essential Liberty to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.

  26. Bösmensch (kein Partner)
    10. Dezember 2010 10:36

    Lieber Herr Unterberger, diesmal bin ich absolut nicht Ihrer Meinung. Wieso erwähnen Sie nicht, dass in Schweden ungeschützter Verkehr angeblich bereits als Vergewaltigung gilt? Darüberhinaus haben die beiden Damen angeblich auch noch damit geprahlt, mit Assange im Bett gewesen zu sein. Außerdem muss eine Demokratie derartige Enthüllungen nun mal aushalten. Und bezüglich Terrorziele: Soll Europa etwa vor potentiell gefährlichen Islamisten kuschen? Wenn wir unsere Berichterstattung von der Aggresivität irgendwelcher Islamisten abhängig machen müssen, haben diese bereits ihr Ziel erreicht.

    • Neppomuck (kein Partner)
      10. Dezember 2010 10:55

      Vielleicht hat der Junge mit Dollars bezahlt.

      siehe alter Witz: Eine "Gunstgewerblerin" stellt bei der Bank fest, dass sie Falschgeld genommen hatte.
      Darauf: "Dann bin ich ja vergewaltigt worden!"

  27. cmh (kein Partner)
    10. Dezember 2010 10:22

    Erstaunlich ist es doch, dass eine Vergewaltigung bei uns etwas anderes ist, als in Schweden.

    Auch das Wort "ungeschützt" bekommt eine ganz neue Zusatzbedeutung: ungeschützt nicht nur gummimäßig sondern auch ungeschützt im juristischen Sinne.

    Die Perspektive, die sich da auftut: Für Männer im öffentlichen Leben und mit etwas Geld wird GV nur noch mit professionellen Prostituierten und auch das nur nach der Unterzeichnung eines schriftlichen Vertrages dazu als "geschütuzt" gelten können.

    Ich schwanke zwischen "oh tempora, oh mores" und "difficile est satiram non scribere" - wahrscheinlich nehme ich beides.

    • Brigitte Imb
      10. Dezember 2010 19:06

      Und der Nachwuchs wird künftig serienmäßig in der Retorte produziert und in uterusähnlichen Säcken lebensfähig gemacht. Dem grauslichen Sexln und Vergewaltigen braucht 'Feministin' sich nicht mehr aussetzen.

    • Trollala (kein Partner)
      10. Dezember 2010 19:54

      Welchen Nachwuchs? Wir haben doch Zuzug, und Türken vergewaltigen sowieso nie.

  28. Augustin (kein Partner)
    10. Dezember 2010 09:03

    Assange in einem Atemzug mit Pilz, dem "grünen" Intelligenzbolzen zu nennen bzw. zu schreiben, ist denn doch "etwas" jenseits von gut und böse. Ich vermute stark, dass Aversionen gegen den Erstgenannten doch aus der/dem/den Sichtweise/Verhalten/Interessen Mancher betrachtet werden muss. Andere, edlere Gründe fallen mir eigentlich nicht ein!

    • APM (kein Partner)
      10. Dezember 2010 09:34

      Kurz, prägnant und den Punkt treffend. Vielleicht sollte man manche Komments gegen den "Vergewaltiger" auch aus der morgendlichen Sicht einer Power-Faschingsveranstaltung geschrieben - betrachten.
      Dank auch an Brigitte Imb. Es tut gut zu lesen, dass es doch noch Frauen gibt, die nicht im Taumel der Neubetrachtung des "Weibes" denken

    • Brigitte Imb
      10. Dezember 2010 19:32

      @ APM

      Mir sind die Schriften des Freiherrn v. Knigge sympathischer, als die linke Gleichmacherei der feministisch verkommenen Minderheit.

      "„... Wenn die Regeln des Umgangs nicht bloß Vorschriften einer konventionellen Höflichkeit oder gar einer gefährlichen Politik sein sollen, so müssen sie auf die Lehren von den Pflichten gegründet sein, die wir allen Arten von Menschen schuldig sind, und wiederum von ihnen fordern können. – Das heißt: Ein System, dessen Grundpfeiler Moral und Weltklugheit sind, muss dabei zum Grunde liegen. ...[6]“
      ( "Über den Umgang mit Menschen" - Adolph Freiherr v. Knigge )

  29. Wertkonservativer
    10. Dezember 2010 06:50

    Liebe Mitblogger,

    ich will mich ja nicht unnötig wichtigmachen, doch die Replik des Herrn Starl auf meine, von ihm wiederholt angeforderten Pro-EU-Argumente (heute, zum T.L.-Beitrag 13:34), veranlassen mich - hoffentlich zum letzten Mal - zu einem neuerlichen Wortbruch (nämlich dem, ihn nicht mehr zu kommentieren):

    Ich will's kurz machen: ich habe meine feste Meinung zu diesem Thema vorgelegt, wegen Zeitmangels (ja, es gibt auch noch andere Dinge im Leben außerhalb des Blogs) sicher auch nicht komplett durchdacht und ausgefeilt; meine Grundeinstellung zu diesem Existenzthema unseres Kontinents ist aber doch wohl durchgekommen!
    Nun zu Herrn Starl: ich kapituliere nun endgültig vor der Altklugheit und extremen Wissenszusammenballung dieses Jung-Genies! Seit Monaten erklärt er uns Älteren nun die Welt, geht feinfühlig mit uns um (Zitat: "In dreißig Jahren werden Sie ja nicht mehr leben, ich schon!!), und ist eben insgesamt ein Geistesgefäß vorher ungeahnten Ausmaßes.
    Da mir nun bei weitem nicht die Intellektualität dieses Ausnahmemenschen zueigen ist, gebe ich es auf, mich auch weiterhin mit dem seinem messen zu wollen (endgültig, großes Ehrenwort drauf!).
    Was die Zukunft Europas betrifft, bleibe ich bei meiner Meinung und bei meinen Hoffnungen. Sollten Sie als EU-Skeptiker im Endeffekt recht behalten, wird es mich als altem Mann wohl nicht mehr sehr kratzen.
    (Im übrigen würde mich demnächst die Meinung unseres verehrten Herrn Dr. Unterberger zu dieser Thematik interessieren; das wäre dann doch wohl ein Leuchtturm in der Finsternis unserer Zweifel!).

    Für unsere Nachkommen wünsche ich mir jedoch ein friedliches Europa der Vaterländer, in den wichtigsten Existenzfragen eng zusammenarbeitend, als einziger Rettungsanker unseres Kontinents angesichts der Flut gieriger und besitzergreifender außereuropäischer Mächte und Ideologien!
    Eine kurze Schlussbemerkung:

    Obwohl gerne und ambitiös in diesem Forum "mitwirkend", habe ich ernstlich vor, meine diesbezüglichen Aktivitäten mit Jahresende zu beenden (nicht allerdings die finanzielle Seite!): zu große Suchtgefahr, zuviel Einströmen superkluger Gedanken auf meinen armen Kopf, zuviel Minderwertigkeitsgefühle angesichts fundamentalistisch dekretierter "briallianter" Welteinsichten: das halte ich nervlich einfach nicht aus. Verzeihen Sie mir bitte meine Schwäche!

    Ein schönes und ruhiges Wochenende wünsche ich Ihnen Allen!

    • Wertkonservativer
      10. Dezember 2010 08:14

      Im 2. Absatz bitte ...mit der seinen messen zu wollen ..
      Danke!

    • mike1
      10. Dezember 2010 10:24

      lieber wertkonservativer !

      ich ersuche sie inständig, ihre interventionen nicht einzustellen ! aus ihren kommentaren spricht eine beruhigende lebensweisheit, die ich nicht missen möchte !

      liebe grüße !!

    • Neppomuck (kein Partner)
      10. Dezember 2010 11:03

      Essen sie thermisch behandelten Dinkel, lieber Herr @Wertkonservativer.
      Lt. Hildegard von Bingen macht der "rechtes Fleisch und rechtes Blut und - siehe "psychosomatische Krankheiten" - freundlich menschliches Denken."

      Das lässt einen jeden, absolut jeden Diskurs im Netz (aber auch sonstwo) ertragen.
      Ich weiß, wovon ich spreche.
      100 g DIR (daily intake rate) genügen.

    • Segestes (kein Partner)
      10. Dezember 2010 12:51

      Ach ja, Hildegard und ihre "magic mushrooms" :)

    • Trollala (kein Partner)
      10. Dezember 2010 19:54

      Oh, da kennt sich einer aus!

  30. Wertkonservativer
    10. Dezember 2010 06:50

    Liebe Mitblogger,

    ich will mich ja nicht unnötig wichtigmachen, doch die Replik des Herrn Starl auf meine, von ihm wiederholt angeforderten Pro-EU-Argumente (heute, zum T.L.-Beitrag 13:34), veranlassen mich - hoffentlich zum letzten Mal - zu einem neuerlichen Wortbruch (nämlich dem, ihn nicht mehr zu kommentieren):

    Ich will's kurz machen: ich habe meine feste Meinung zu diesem Thema vorgelegt, wegen Zeitmangels (ja, es gibt auch noch andere Dinge im Leben außerhalb des Blogs) sicher auch nicht komplett durchdacht und ausgefeilt; meine Grundeinstellung zu diesem Existenzthema unseres Kontinents ist aber doch wohl durchgekommen!
    Nun zu Herrn Starl: ich kapituliere nun endgültig vor der Altklugheit und extremen Wissenszusammenballung dieses Jung-Genies! Seit Monaten erklärt er uns Älteren nun die Welt, geht feinfühlig mit uns um (Zitat: "In dreißig Jahren werden Sie ja nicht mehr leben, ich schon!!), und ist eben insgesamt ein Geistesgefäß vorher ungeahnten Ausmaßes.
    Da mir nun bei weitem nicht die Intellektualität dieses Ausnahmemenschen zueigen ist, gebe ich es auf, mich auch weiterhin mit dem seinem messen zu wollen (endgültig, großes Ehrenwort drauf!).
    Was die Zukunft Europas betrifft, bleibe ich bei meiner Meinung und bei meinen Hoffnungen. Sollten Sie als EU-Skeptiker im Endeffekt recht behalten, wird es mich als altem Mann wohl nicht mehr sehr kratzen.
    (Im übrigen würde mich demnächst die Meinung unseres verehrten Herrn Dr. Unterberger zu dieser Thematik interessieren; das wäre dann doch wohl ein Leuchtturm in der Finsternis unserer Zweifel!).

    Für unsere Nachkommen wünsche ich mir jedoch ein friedliches Europa der Vaterländer, in den wichtigsten Existenzfragen eng zusammenarbeitend, als einziger Rettungsanker unseres Kontinents angesichts der Flut gieriger und besitzergreifender außereuropäischer Mächte und Ideologien!
    Eine kurze Schlussbemerkung:

    Obwohl gerne und ambitiös in diesem Forum "mitwirkend", habe ich ernstlich vor, meine diesbezüglichen Aktivitäten mit Jahresende zu beenden (nicht allerdings die finanzielle Seite!): zu große Suchtgefahr, zuviel Einströmen superkluger Gedanken auf meinen armen Kopf, zuviel Minderwertigkeitsgefühle angesichts fundamentalistisch dekretierter "briallianter" Welteinsichten: das halte ich nervlich einfach nicht aus. Verzeihen Sie mir bitte meine Schwäche!

    Ein schönes und ruhiges Wochenende wünsche ich Ihnen Allen!

    • thomas lahnsteiner
      10. Dezember 2010 10:06

      so leicht sollte man nicht aufgeben...das wäre sehr, sehr schade...
      und bitte nicht alles oder gar jeden zu ernst nehmen...das beruhigt die nerven...
      in diesem sinne alles gute !!!!
      tl

    • Wertkonservativer
      10. Dezember 2010 13:32

      Allen mir zu meiner Ausstiegsüberlegung zugekommenen positiven und aufmunternden Antworten: herzlichen Dank!
      Ihnen, werter Thomas Landsteiner, ganz speziellen Dank und viele gute Wünsche!
      Ihr Wertkonservativer!

    • Undine
      10. Dezember 2010 15:22

      @Wertkonservativer

      Ihre Kommentare würde ich sehr vermissen, besonders wegen des Optimismus, den Sie sich trotz Ihres Alters bewahrt haben.Selbst ein ganzer STARLSCHWARM sollte Sie nicht dran hindern, weiterzumachen!

    • Wertkonservativer
      10. Dezember 2010 18:18

      Danke, liebe Undine!

    • Norbert Mühlhauser
      10. Dezember 2010 22:37

      @ Wertkonservativer:

      Bitte sich nicht beirren lassen durch einige kratzbürstige Poster oder besonders ambitionierte Propheten !

      An der Suchtgefahr ist allerdings was Wahres dran ... ;-)

    • byrig
      11. Dezember 2010 21:11

      obwohl ich durchaus öfter anderer meinung bin als sie,habe ich ihre beiträge nicht zuletzt aufgrund ihrer moderaten form immer sehr geschätzt.
      auch ich würde sehr bedauern,keine kommentare ihrerseits mehr lesen zu dürfen.
      zur aufmunterung 3 sterne!

  31. Kamran P. (kein Partner)
    10. Dezember 2010 06:26

    "... eine neue
    Staatsanwältin: Marianne
    Ny aus Göteborg. Sie hob hervor,
    dass nach schwedischem Recht
    Nötigung oder Vergewaltigung in
    einem minder schweren Fall
    vorliegen kann, wenn sich eine Frau
    nach dem Sex unwohl fühlt oder sich
    ausgenutzt vorkommt.
    "
    www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E87EEE82032EB4D1785FF2CA29EE4814D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  32. Franz K. (kein Partner)
    10. Dezember 2010 04:02

    Das GrünInnenzeug ist seit jeher bekannt für ihren Hang zur Perversion, wie ein viel gehätschelter Kinderschänder im Regime der EU-ReGIERung, beweist.

    http://www.schweizerzeit.ch/0501/kinder.htm

  33. xRatio (kein Partner)
    10. Dezember 2010 02:37

    Weit über hundert Kommentare hier, aber niemand hat mal bei Ulfkotte/Kopp-Verlag nachgesehen:

    WikiLeaks:
    Wie unter politischem Druck aus einer romantischen Sommernacht mit Julian Assange für eine Schwedin eine »Vergewaltigung« wurde
    Dr. Udo Ulfkotte


    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/udo-ulfkotte/wikileaks-wie-unter-politischem-druck-aus-einer-romantischen-sommernacht-mit-julian-assange-fuer-ei.html

    Beantwortet mit gewohnter Gewissenhaftigkeit wohl alles, was man dazu wissen kann und muß.

  34. ProConsul
    09. Dezember 2010 21:20

    um ein moralisches Urteil über Assange fällen zu können, müssten wir wissen, ob es ihm vordergründig um Selbstdarstellung und Gewinn geht, oder ob es ihm tatsächlich um Transparenz und die Enttarnung von Lügen, Schmiergeldzahlungen etc. geht. Da ich seine Intention nicht kenne, bleibe ich dabei, dass die Supermacht USA selbst schuld ist, wenn sie es nicht schafft ihre Geheimdokumente ordentlich zu sichern.

    • Alexander Renneberg
      09. Dezember 2010 22:14

      und wenn es ihm um gewinn ginge, was wäre daran wohl schlecht?

    • ProConsul
      09. Dezember 2010 22:19

      dann wäre er ein gewöhnlicher Dieb und kein Robin Hood.

    • Brigitte Imb
      09. Dezember 2010 22:23

      Sehe ich genauso, völlig "wuascht", va. bei d e r Moral, welche die Politiker zu Tage legen. Da kann man sich als "Moralapostel" zurückziehen, denn diese "Klasse" schafft Assange nicht.

    • brechstange
      10. Dezember 2010 08:48

      Worum geht es eigentlich den "korrupten" Politikern und anderen Personen, die auf ihre eigenen Vorteile zu Lasten anderer bedacht sind?

      Mit diesen "dem gehts nur um Geld" oder "dem geht es nur um die Macht"-Floskeln spielt man korrupten Machthabern und Netzwerkern in die Hände.

  35. Celian
    09. Dezember 2010 17:54

    An Brigitte Imb 16:57

    Die Phrase des Monats?

    Heute wurde im Düdeldü-Radio gesagt, daß wie jedes Jahr das Wort und das Unwort des Jahres gewählt wurden.

    Was glauben Sie, ist das Wort des Jahres 2010?

    Fremdschämen!

    Ja genau, dieses Wort das von links erfunden wurde, damit Linke ihre Dauerempörungen z.B. über Abschiebungen legitimieren können.

    Und das Unwort? Richtig: Abschiebung. Weil angeblich dieses Wort die zwangsweise Hinauswerfung von armen Mäderln mit Kulleraugen, die bestens integriert sind – nur leider illegal hier sind – verharmlost.

    Wenn man schon so einen unsäglichen Wettbewerb veranstaltet, dann wäre es genau umgekehrt richtig:

    Fremdschämen, das Unwort 2010, um bloßzustellen, daß es die lächerliche Erregtheit über angebliche Diskriminierungen beschönigt.

    Und als Wort des Jahres wäre Abschiebung, besser Ausschaffung – aufgrund der Schweizer Volksabstimmung zur automatischen Ausschaffung krimineller Ausländer - mehr als angebracht.

    Aber das kann man vom einem Germanistikprofessor Muhr von der Uni Graz, dessen Gehirn offenbar von der P.C. weichgespült wurde, nicht erwarten.

    • inside
      09. Dezember 2010 18:00

      Zum Thema Fremdschämen:

      Gestern Nacht in der U-Bahn in Wien. Sex zweiter Jugendlicher vor versammelten Fahrgästen. Bei voller Mitfilmung durch die Wr.Verkehrsbetriebe und unzähliger Fotohandys und prompt heute um 18.00 in FS 1.

      Bei der Jugend hilft nur mehr Kastration. Fürchte ich.

    • inside
      09. Dezember 2010 18:01

      .. und in den ORF eine Bombe. Das finde ich nicht, da bin ich mir sicher!

    • inside
      09. Dezember 2010 18:03

      .. sollte natürlich
      "bei d e r Jugend" ...
      heissen.

    • Brigitte Imb
      09. Dezember 2010 18:16

      Man kann nur konsequent diesen Unsinn verweigern und die sprachl. Reglementierungen boykottieren.

      In Österreich ist "allgemeines Staatsschämen", od. zumindest Grünschämen" angebracht.
      "Illegal" würde sich auch als Wort des Jahres eignen, wird doch die Tatsache des Illegalen vielerorts hochgehalten u. verteidigt.

      Ad Abschiebungen:
      GL, das seit langem in der Europ. Gemeinschaft angehört, müßte doch eigentlich besser ausgestattet sein als Neuzugänge und ausgerechnet diese erhalten nun vom EGMR eine Sonderstellung.
      Was gelten eigentlich Gesetze die die EU allen verordnet, z.B. d. "Dublin Abkommen" um es bei Bedarf auszusetzen. Haben die Eurokraten nicht nur beim Geld weggeschaut, sondern auch bei den Institutionen des mediterranen Staates? Es wird immer augenscheinlicher welch Entwicklungshilfeland GL ist.

      http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/617124/Neue-Aufregung-um-Abschiebung-nach-Griechenland?_vl_backlink=/home/politik/index.do

    • Brigitte Imb
      09. Dezember 2010 18:18

      @ inside

      War zu erkennen ob politisch korrekt gesexelt wurde?

    • inside
      09. Dezember 2010 20:08

      Das Stöhnen klang eher türkisch ... daher ja.

    • ProConsul
      09. Dezember 2010 21:04

      Das Unwort des Jahres 'Fremdschämen' ist recht gut, aber mein persönlicher Favorit ist 'Lockjude':

      "Amsterdam war uns im multikulturellen Menschenversuch stets Vorbild – und ein paar Jahre voraus. Folgerichtig zeigt uns auch heute, zu Zeiten des Niedergangs und Zerfalls realitätsferner Illusionen, die größte Stadt der Niederlande, wohin die Reise geht. Wieder einmal sind es zuerst die Juden, auf die sich der Hass der Bewohner des gescheiterten Paradieses richtet.

      Von der Hauptstadt der Toleranz, der Homosexuellen, des Haschisch und des friedlichen und freundlichen Miteinanders der Kulturen, die uns früher so magisch anzog, ist nicht mehr viel übrig. Wie immer kamen die Probleme mit den Mohammedanern, die Freiheit und Liberalität als Einladung verstehen, der wehrlos gewordenen Gesellschaft die autoritär-faschistischen Spielregeln des Islam aufzuzwingen. Besonders Juden und Homosexuelle werden im endzeitlichen Amsterdam immer häufiger Opfer des gewalttätigen Mohammedanermobs. Um der Gewalt Herr zu werden, soll die Polizei jetzt “Lockjuden” einsetzen: Polizeibeamte, die als Juden verkleidet den Lockvogel für die reflexhaften Gewaltausbrüche des judenhassenden Mobs marokkanischer Einwanderer geben."

      http://www.pi-news.net/2010/06/multikulti-extrem-lockjuden-in-amsterdam/

    • Xymmachos
      09. Dezember 2010 22:25

      @Proconsul: "Lockjude"
      Sagen's das doch bitte dem Ariel Muzikant, damit er weiss, was er an seiner SPÖ, die die islamistische Zuwanderung so fördert, hat! Aber wie sagt schon Karl Kraus (mehrfach in der Fackel): "Wenn ein Jud' blöd ist, gibt's aus!"

    • Eva
      09. Dezember 2010 22:25

      @ProConsul

      Danke für den Link! Köstlich!

    • schlechter Geschmack (kein Partner)
      10. Dezember 2010 10:58

      Das ist also ein gegenderter Porno. Man kann nicht erkennen, wer das Mandl und werd das Weibl ist, aber alle amüsieren sich prächtig.

      Zu bestaunen ist aber nur, dass bei der vielen Werbung, die glauben macht bereits die Fünfjährigen gingen miteinander ins Bett (Milka) ein öffentliches Geschnacksl in der U nicht bereits früher vorgekommen ist.

      Und vor allem: Was die beiden machen ist in jedem Fall kein öffentliches Ärgenis!

      Man möchte ausrufen: Und sowas pflanzt sich auch noch fort. Mit einem Ochsenziemer sollte man dreinfahren.

    • Neppomuck (kein Partner)
      10. Dezember 2010 12:58

      Da reden alle vom "öffentlichen Verkehr" und wenn sich dann endlich einer traut, ist es auch keinem recht.

    • Systemfehler (kein Partner)
      11. Dezember 2010 01:41

      Ist eigentlich Unterberger stolz auf den rassistischen Dreck, der hier produziert wird? Ist er stolz darauf, sich ausgerechnet von Charakterschweinen wie "inside" aushalten zu lassen? Bravo, Herr Unterberger, Sie haben es ja weit gebracht ...

  36. thomas lahnsteiner
    09. Dezember 2010 17:21

    die ich rief die geister ...jetzt wird selbst dem SPIEGEL angst und bang vor dem kriminellen wikileaks und seinen terroristischen helfern
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,733703,00.html

  37. Celian
    09. Dezember 2010 17:16

    An Wertkonservativer 09. Dezember 2010 13:56

    Ungeheuerlichkeiten?

    Na dann halten Sie sich fest, was die SchwedInnen noch in Petto haben:

    Die aktuelle Staatsanwältin, Marianne Ny, die den Fall gegen Assange wieder eröffnet hat, war bei der Ausarbeitung der Reformen des Schwedischen Vergewaltigungsgesetzes tätig, das, falls es durchkommt, eine Untersuchung vorsieht, ob nicht unausgewogene Machtverhältnisse zwischen zwei Personen vorliegt, die die Behauptung einer Person, daß der Sex im Konsens stattgefunden hat, null und nichtig machen würde.

    (Das ist meine Übersetzung des folgenden:

    In fact, the current prosecutor, Marianne Ny, who re-opened the case against Assange, has been active in the proposed reforms of Swedish rape laws that would, if passed, involve an investigation of whether an imbalance in power between two people could void one person's insistence that the sex was consensual.)

    http://www.aolnews.com/world/article/sex-by-surprise-at-heart-of-julian-assange-criminal-probe/19741444

    Da Frauen üblicherweise zurückhaltend sind, die Männer aber die forscheren, was in der Natur so angelegt ist, zwengs Vermehrung, wird damit per Gesetz festgelegt, daß Sex mit Frauen niemals im Konsens mit ihnen erfolgt. Weil sie sind arme Hascherln. Und die Männer lauter Verbrecher.

    Prost! Und da wundern sich die Leut, daß die Schweden so viel saufen. Bei den TrampelInnen, die die dort haben, kein Wunder.

    • Wertkonservativer
      09. Dezember 2010 17:58

      Verzeihen Sie, werter Celian: da fühle ich mich nicht angesprochen.
      Heute um 13:56 war ich beim Onkel Doktor!
      Schöne Grüße!

    • Wertkonservativer
      09. Dezember 2010 19:03

      Habe meinen Beitrag 13:56 an Terbuan inzwischen geortet; ist ja nicht ganz leicht bei der Fülle dieser Hin- und Her-Kommentare
      (übrigens bin ich erst knapp nach 14 Uhr zum Onkel Doktor aufgebrochen!)

      Zur aktuellen Assange-Diskussion: etwas weniger wäre manchmal wohl mehr!

    • Norbert Mühlhauser
      09. Dezember 2010 22:12

      @ Celian:

      Also Sexualität nur theoretisch, de facto aber unmöglich.

      Erinnert fatal an 1984.

  38. Brigitte Imb
    09. Dezember 2010 16:57

    @ Lisa

    "Politisch korrekter Sex" - Das ist die Phrase des Monats!!

    So weit kommts noch, ich habe bereits einmal beklagt, dass bis in unsere Schlafzimmer hinein regiert wird, aber das schwedische "Modell" sprengt alle Grenzen.
    Theoretisch könnte jede Frau, die ihres Angetrauten überdrüssig ist, mit ihm nach Schweden reisen, sich dort "vergewaltigen" lassen und dann nach deren Recht eine Scheidung durchziehen.

    Politiker die einen derartigen "Dreck" zum Gesetz machen sollten nicht mehr frei herumlaufen dürfen, sondern sich zu den Affen in den div. Zoos gesellen.

  39. thomas lahnsteiner
    09. Dezember 2010 16:40

    wenn man dieses forum mit den foren anderer medien vergleicht, schneidet es, was das niveau betrifft, sehr gut ab.
    umso schmerzvoller ist aber das von vielen kommentatoren betriebene usa-bashing. wenn es gegen die usa geht, dann geht den meisten das herz über, die sternderln spritzen und man ist sich einig wie böse und wie verlogen die usa sind. und passiert den usa das wl-missgeschick, dann trieft die schadenfreude aus allen zeilen und umfassender triumph macht sich breit....eigentlich schade !!!!

    • Richard Mer
      09. Dezember 2010 18:18

      Wenn Sie mich meinen: Schadenfreude ist ein gutes Wort. Nicht weil ich generell denke, dass die USA "böse" sind, sondern weil ich es begrüßenswert finde, wenn zB. Zapatero zu Gunsten von GM und gegen Rolls Roys interveniert, und damit eine staatliche Ausschreibung umwirft, dieses unverblümt an die Öffentlichkeit (der solche Interventionen ja schaden) gelangt. Oder auch wenn Darabos und Feymann gezwungen sind, öffentlich einmal in einen Spiegel zu schauen, der kein getrübtes Bild zurückwirft.

    • brechstange
      09. Dezember 2010 20:27

      Herr Lahnsteiner, ich denke, die USA wird das aushalten, doch der Stein wird auch Richtung Diktaturen laufen. Es könnte ja sein, dass sich was ändert.

  40. Richard Mer
    09. Dezember 2010 15:08

    Hier geht es um ein sehr wichtiges Thema: Wie bedeutend sind die USA noch in dieser Welt? Die Rücksichtslose Art in der die USA ihre Anliegen durchgesetzt haben wurde von Wiki Leaks so deutlich wie selten dokumentiert, und die Rücksichtslosigkeit mit der sie gegen Firmen vorgehen, die Wiki Leaks geholfen haben stößt zu Recht auf wenig Verständnis. Gegeben diese Präpotenz ist es schön, dass Australien sich hinter Assenge stellt (der Außenminister sagte gestern: "Die Schuld liegt hier doch eindeutig bei den Beamten welche die Informationen weitergegeben haben, nicht bei Assenge"), schön dass Pay Pal sich gegen den US Druck entschieden hat, schön, dass die Zeitungen der Welt die WL Inhalte frei abdrucken.

  41. Anton Volpini
    09. Dezember 2010 14:38

    Gregor von Rezzori schrieb in seinen "Maghrebinischen Geschichten": "Kritisierst Du die Mächtigen, dann hab zumindest einen Füß im Steigbügel"
    Der Julian Assange scheint dieses Buch nicht gelesen zu haben....

    • brechstange
      09. Dezember 2010 20:29

      Herr Volpini, ich denke, er hat doch einen Fuß im Steigbügel, wenn man die Hackerangriffe betrachtet. Ob es zielführend ist, steht auf einem anderen Blatt.

    • Anton Volpini
      10. Dezember 2010 08:44

      @brechstange

      Vielleicht doch? Ob das koordiniert ist? In anderen Foren wird über verschiedenste Möglichkeiten sinniert, bis hin zur Mutmaßung, daß Assange ein Doppelagent der USA ist, und austesten soll, wie die übrige Welt reagiert.
      Ich halte das für übertrieben, im Einfachen liegt oft die Antwort.
      Auf jeden Fall, wir leben in einer sehr spannenden Zeit.

  42. thomas lahnsteiner
    09. Dezember 2010 13:59

    Assange, der "kämpfer für die völker der erde" hat neben dem "Spiegel" und der "Times" auch den "Guardian", "Le Monde" und "EL Pais" für die mitarbeit gewonnen. ich möchte nicht wissen wieviel der datendieb allein mit diesem coup abgesahnt hat ....
    dann haben aber VISA und EUROCARD doch die zusammenarbeit mit dem "kämpfer"
    beendet, sonst hätten noch hunderttausende schwachköpfe für ihn gespendet.
    die kreditkartenfirmen dürften jedoch einen nerv des "kämpfers" getroffen haben,
    denn "unbekannte" rächer, also hacker-terroristen haben daraufhin die webseiten
    der kreditkartenfirmen sofort lahmgelegt........
    ich bleibe dabei: wikileaks ist durch und durch kriminell !!!!

    • Xymmachos
      09. Dezember 2010 22:40

      @lahnsteiner
      So ist es recht! Die CIA dankt, best wishes from Hillary, und einer gesponserten USA-Reise steht nichts mehr im Wege...

      PS: Die unmittelbar tieferstehende Diskussion zu den vorherigen Auslassungen unseres thomas l. (ein Juwel in unserer Runde!) hab' ich erst jetzt, nach Abfassung der obigen Zeilen, gelesen: ich hau' mich ab mit euch! Da weiss man doch wieder einmal, wofür man hier einzahlt!

    • thomas lahnsteiner
      10. Dezember 2010 10:12

      @xym

      habe soeben ein dankschreiben von obama erhalten, nur die sponsoren für die reise zieren sich leider noch und so muß ich weiter im tiefverschneiten österreich hocken und die hoffnung nicht aufgeben, dass intelligente menschen nicht scharlatanen und rattenfängern nachlaufen....

  43. thomas lahnsteiner
    09. Dezember 2010 13:34

    endlich gibt es einmal wirklich kontroversielle meinungen in diesem forum......
    aber dass soviele leute auf so einen scharlatan und datendieb, der ordentlich kassa machen will, hereinfallen, hätte ich mir nicht gedacht...
    an der spitze natürlich unser in ausbildung stehender jurist und parteiobmann, der in dem gauner einen demokratie- und transparenzmessias sieht, der "für die völker der erde kämpft" . Pathetischer geht es nicht mehr.
    Vielleicht sollten wir alle für und zu unserem heilsbringer assange beten !!!!!!!

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 13:38

      Sie wissen mehr über mich, als ich anscheinend. Danke für den sachlichen Kommentar. Scharlatan und Datendieb. Daten, die die Regierungen dieser Erde ihren Völkern verpflichtet sind, zu geben, soll man stehlen können? Interessant. Und was meinen Sie mit Scharlatan bitte? Einfach mal in die Diffamierungskiste gegriffen? Da erkennt man schnell die Diktatoren im Forum, die es gerne sehen würden, dass man das Volk belügt und im Geheimen lässt, denn es ist ja so dumm.

      Erhellende Einsichten in Ihre Gedankenwelt.

    • Celian
      09. Dezember 2010 13:43

      Stopp bitte.

      Ich bitte alle Anwesenden zur Mäßigung des Tons. Es darf nicht zur Gewohnheit werden, wenn sich alle gegenseitig anschütten. Die Klimawandel-Debatte hat gereicht.

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 13:48

      Ich ziehe es vor, klar Stellung zu beziehen. Ich stehe voll und ganz öffentlich hinter Julian Assange! Wer Staaten vor seinen Bürgern schützen will, wie manche hier, der hat nichts an meiner Seite verloren, der hat mich als Gegner und das bin ich gewillt voll und ganz zum Ausdruck zu bringen!

    • Brigitte Imb
      09. Dezember 2010 13:55

      @ thomas lahnsteiner

      Finden Sie die Geheimniskrämereien und damit verbunden Schweinereien, wie z.B. Schmiergeldzahlungen, Kriegserklärungen auf Lügen aufgebaut, etc. in Ordnung?

      Es sind hier wohl die Politiker die "Kassa machen", sicherlich nicht zu unserem Vorteil und nun stehen diese Vertreter eben auf der "Anklagebank" des Volkes.

      Ob Assange als Heilsbringer zu betrachten ist sei dahin gestellt, den Politikern geht jedenfalls der A. auf Grundeis und das kann nur gut sein.
      Das sind doch allesamt keine Privatiers, sondern öffentliche Repräsentanten und die haben vor ihren Chefs Rechenschaft abzulegen. Alles andere ist pure Heuchelei.

    • Alexander Renneberg
      09. Dezember 2010 13:56

      ziehe es ebenfalls vor klar stellung zu nehmen.

      was soll das heulsusengetue von unterberger & einiger kommentatoren in diesem fall?

      ich stehe auf der seite von assange, wenn er kassse machen will, dann macht er es gut.

      wenn sich bürgerliche darüber aufregen, kommt das meist aus einem neidkomplex.

      sorry, das mußte mal gesagt werden, denn es geht hier um meinungsfreiheit. und die verteidigen wir doch alle hier. oder?

    • Celian
      09. Dezember 2010 13:59

      Philipp Starl:
      So wie Ihren letzten, sehe ich Ihre Kommentare gerne: Scharf, direkt und ohne Kompromisse! Eine klare Gegnerschaft, aber ohne persönliche Untergriffe.
      Paßt!

      Auch in Ihrem obigen ist keine Beleidung zu entdecken, höchstens eine Empörung über den "Scharlatan" und "Datendieb", mit einiger Berechtigung wie mir scheint.

      Trotzdem würde ich Sie bitten, wenn Sie eh schon sehen, daß die Zunge des anderen heute etwas locker sitzt, da nicht auch noch Öl ins Feuer zu gießen. Also, nicht gleich voll draufeinsteigen. Das ist alles, um das ich sie bitte. Sonst eskalierts.

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 14:09

      @ Celian

      Die Eskalation ist mir bewusst. Aber was wäre die Alternative? Kompromissfähigkeit heucheln, bei einem Thema, bei dem es keinen Kompromiss gibt? Man ist für oder gegen das Volk, ich bin der letzte, der Blut sehen möchte, das können Sie mir glauben, aber wenn ich meine Freiheit und die der Bürger (die es wollen) erkämpfen muss, dann werde ich das mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln tun. Hoffen wir, dass es nicht dazu kommen muss und die Politik den Schritt über den Abgrund nicht mehr macht und sich wieder seines Volkes besinnt.

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 14:13

      @ Renneberg

      Danke für Ihre Worte!

    • Celian
      09. Dezember 2010 14:21

      an Philipp Starl 14:09:

      Aus meiner Sicht gab es zwei – eine bei thomas lahnsteiner und eine bei Ihnen – Stellen, die unnötigerweise persönlich wurden:

      1. Die Passage bei lahnsteiner: „…dass soviele leute auf so einen scharlatan und datendieb, der ordentlich kassa machen will, hereinfallen, hätte ich mir nicht gedacht“

      Da haben Sie sich angegriffen gefühlt, mMn, da wird behauptet, daß man auf jemanden hereingefallen ist. Man meint zu spüren, was sich der Autor dabei gedacht hat, als der das schrieb: das müssen Trotteln sein.

      2. Und bei Ihnen das Schlußwort: „Erhellende Einsichten in Ihre Gedankenwelt“

      Da schwingt mit, daß Sie lahnsteiner für wenig klug halten. Das ist Ihre Retourkutsche.

      Alles sehr verständlich. Die Aktion, die Reaktion. Aber auch unnötig, und wenig sachdienlich, wie ich meine. Natürlich dürfen Sie in der Sache selbst absolut keine Kompromisse eingehen.

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 14:25

      @ Celian

      Finden Sie? War ehrlich gesagt gar nicht als Retourkutsche gedacht. Ich wollte damit nur verdeutlichen, dass ich der Meinung bin, Lahnsteiner will lieber Staaten vor den Bürgern schützen, als die Bürger vor dem Staat. Ich dachte, das kam klar im vorherigen Satz (Diktatoren im Forum) zum Ausdruck. Nun, bedauere gerne, wenn es als Retourkutsche verstanden wurde, aber ich bin dieser Meinung, tut mir leid.

    • Celian
      09. Dezember 2010 14:58

      an Philipp Starl:

      Ich dachte mir schon, daß Sie es nicht so meinen, wie es rüber kommt. Ich vermute, ähnlich verhält es sich auch mit der Diskussion zwischen Ihnen und dem Wertkonservativen.

      Sie haben niemanden wissentlich beleidigt. Und Sie müssen sich auch nicht entschuldigen, für Dinge die Sie nicht getan haben. Aber Sie müssen zur Kenntnis nehmen, daß niemand weiß, wie Sie es meinen. Und jeder nur weiß, wie er es selber versteht. Und das ist genau der Punkt. Niemand will, daß einen der andere falsch versteht. Schon gar nicht, daß er sich beleidigt fühlt. Das gilt es zu vermeiden. Daraus ergibt sich ganz automatisch eine gewisse Vorsicht im Ton.

      Aber jetzt gebe ich wieder eine Ruh. Sonst versteht man meine Zeile noch als Belehrungen, die keiner will und stehe ich am Ende noch als der große Oberlehrer da. Und das will ich nicht.

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 15:17

      Man sollte seine Meinung äußern können, wie man will. Wenn sich jemand dadurch beleidigt fühlt, kann er ja die Konsequenzen daraus ziehen. Ich will hier keine Freundschaften schließen, ich will diskutieren und den Menschen Fakten vermitteln, ich will sie informieren. Und wenn ich die Menschen informieren will, dass Wertkonservativer keine Argumente hat und Herr Lahnsteiner diktatorisch anmutende Gedankengänge hat, dann werde ich das tun. Das sind alles keine persönlichen Dinge. Das Herz eines Menschen macht ihn zum Menschen und nicht seine Ansichten, seine politische Einstellung, oder seine Ideologie.

      Vielleicht sind zahlreiche Kommentatoren, die ich angriff, ja die nettesten Menschen der Welt, mit denen ich gerne Zeit verbringe (mit terbuan verstehe ich mich persönlich recht gut z.b.), aber das sollte man eben nicht mit derartigen Diskussionen verbinden.

    • Celian
      09. Dezember 2010 15:52

      Philipp Starl:

      „Vielleicht sind zahlreiche Kommentatoren, die ich angriff…“

      Sie sollen aber nicht die Kommentatoren angreifen. Sondern die Sache. Das ist genau der Punkt.

    • thomas lahnsteiner
      09. Dezember 2010 16:27

      @ph.starl
      ich fühle mich in keiner weise beleidigt. wer austeilt, muss auch einstecken können...so einfach ist das

    • Wertkonservativer
      09. Dezember 2010 16:43

      Weil hier wieder einmal wild herumgestritten wird, möchte ich dem Herrn Starl, der mir laufend vorhält, keine Pro-EU-Argumente auf Lager zu haben, meine diesbezügliche Meinung hiemit in kurzen Zügen kundtun (ich weiss, dass ich mir damit auch anderwärts nicht viele Freunde machen werde):

      Die EU ist Garantie dafür, dass in Europa wohl keine Kriege mehr ausbrechen werden. Die enge Zusammenarbeit der einzelnen Staaten führt - bei allen Verschiedenheiten in politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht - zu besserem Verständnis für die nun befreundeten Völker. Nationale Egoismen werden zurückgedrängt, Auseinandersetzungen werden in den Gremien auf friedlichem Wege ausgeglichen.

      Die Verflechtung der früheren Einzelstaatswährungen zur mehrheitlichen Einheitswährung des "Euro" ist inzwischen immerhin ein gewichtiger Faktor im Weltwirtschafts- und Finanzgetriebe. Ein Rückfall in die früheren Landeswährungen würde diese zum willkommenen Spielball für die geheimnisvollen Großspekulanten machen.

      Die einheitliche EU-Gesetzgebung in vielen Bereichen zwingt die Mitgliedsländer zur Anpassung ihrer Volkswirtschaften und Rechtsnormen an einheitliche Standards.

      Der Wegfall der Binnengrenzeni n Europa brachte und bringt Reisefreiheit und freie Warenflüsse praktisch im gesamten Kontinent.

      Wie alles im Leben, bringt viel Licht auch manchen Schatten. Nicht alles, was in Brüssel und Straßburg entschieden wird, ist sinnvoll und dem EU-Volk einsichtig.

      Jedoch wage ich zu behaupten, dass die Vorteile weitaus höher anzusetzen sind, als die teilweise offensichtlichen Nachteile der EU-Mitgliedschaft.
      Ich meine außerdem, dass die überwiegende Mehrheit der wichtigen österreichischen Themenführer der gleichen Meinung sind wie ich.

      Das ist nur ein kurzer Abriss meiner Pro-EU-Argumente. Mehr Zeit habe ich nicht;
      hoffentlich genügt das Herrn Starl für's Erste!

    • mike1
      09. Dezember 2010 21:42

      @ wertkonservativer:
      09. Dezember 2010 16:43

      lieber wertkonservativer !

      danke für diese ausgezeichnete zusammenstellung und argumentation, das erspart mir einen kommentar. bin völlig ihrer meinung !!!

      liebe grüße

    • Norbert Mühlhauser
      09. Dezember 2010 22:44

      @ Wertkonservativer 16:43:

      EU als Friedensbewahrer:
      In einer immer stärker vernetzten Welt, in der außerdem der klassische Frontkrieg wegen des enormen Übergewichts der Luftwaffe ausgedient hat, braucht es keine EU, um die europäischen Staaten zum Frieden zu verhalten. Deutschland ist keine Aufrüstung möglich, Frankreich und England haben keine imperiale Interessen mehr, weil deren Kolonialreiche zerbröselten. Auch ist eine besondere wirtschaftliche Verflechtung das Eine, eine Union mit einem zentralisierten, nicht demokratisch legitgimierten Machtapparat aber das Andere.
      Im Gegenteil: Die EU hat hat imperiale Aspirationen, sogar Sozialisten wie die ehemalige Justizministerin Berger fabulieren von einer EU-Weltmacht. Eine Weltmacht-Rolle bedeutet militärische Kampfbereitschaft gegen links und rechts, gegen USA und Russland und China, sonst bleibt man als ständig einknickender Ja-Sager nur ein Vasall. Wissen andere Machtblöcke, dass keine Kampfbereitschaft besteht, dann gehen sie bis zum Äußersten - zB durch Handelskriege. Daher führt A unweigerlich zum B.

      Zwangsehe wegen geheimnisvoller Spekulanten?
      Der Schweizer Franken ist eine Erfolgswährung, obwohl der Staat dahinter klein ist. Warum? Ganz einfach: Wenn eine Währung nicht künstlich auf- oder abgewertet wird, kann sie kein Opfer von Spekulation werden. Im Übrigen verhindert eine Einheitswährung bis zu einem gewissen Grad, dass jedes Land für seine Misswirtschaft geradezustehen hat. - Eine weitere Form erzwungener Solidarhaftung.

      Einheitliche Gesetzgebung entmachtet den Souverän:
      Die zentralistische Gesetzesnormierung verhindert, dass die europäischen Separatkulturen, wie sie in den Nationalstaaten ihren Ausdruck finden, auf demokratischem Wege eigene Wertungen und Prioritäten entsprechend ihren kulturellen Gewichtungen vornehmen können. Das Elektorat wird mit seinen kulturell determinierten Werteprioritäten ausgeschaltet.

      Reisefreiheit und Freihandel:
      Dazu braucht es keinen europäischen Bundesstaat. Für 95 % jener Bürger, die im Jahr nur 2-3 mal reisen, ist der Vorteil der Reisefreiheit durch einen Bundesstaat lächerlich gering, dauerte die Passkontrolle doch schon davor nur 10 Minuten, mit höchst vereinzelten Zollinspektionen. - Freihandel ist überdies nur mit annähernd gleich entwickelten Wirtschaftsräumen erstrebenswert.

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 22:56

      Was hier als Argumentation durchgeht, ist schon sagenhaft. Da wundert einen nichts mehr.

      "Die EU ist Garantie dafür, dass in Europa wohl keine Kriege mehr ausbrechen werden. Die enge Zusammenarbeit der einzelnen Staaten führt - bei allen Verschiedenheiten in politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht - zu besserem Verständnis für die nun befreundeten Völker."

      Wir steuern gerade auf die größte Katastrophe der letzten Jahrhunderte zu, Folgen unabsehbar; ob es da zum Krieg kommt, bleibt abzuwarten. Die EU hat weiters überhaupt nichts mit Frieden zu tun. Die Union ist ein Zusammenschluss aus Staaten die gewillt sind, friedlich miteinander umzugehen. Dieser Wille ist der Garant für den Frieden und nicht die Union. Wenn z.b. Großbritannien Krieg führen will, wird eine EU die Briten nicht davon abhalten.

      "Die Verflechtung der früheren Einzelstaatswährungen zur mehrheitlichen Einheitswährung des "Euro" ist inzwischen immerhin ein gewichtiger Faktor im Weltwirtschafts- und Finanzgetriebe. Ein Rückfall in die früheren Landeswährungen würde diese zum willkommenen Spielball für die geheimnisvollen Großspekulanten machen."

      Was der Euro gebracht hat, sah man in den letzten Monaten wunderschön. Eine Transferunion wurde es. Die Österreicher und Deutschen dürfen für die Griechen, Iren, die Portugiesen und wahrscheinlich noch die Spanier zahlen.
      Dass der Euro ein gewichtiger Faktor geworden ist, bringt dem Bürger keinen Vorteil.
      "Spielball" der Spekulanten ist im Moment gerade die Eurozone, oder schlagen Sie die Zeitungen der letzten Monate nicht auf? Harte Währungen in Europa sind zur Zeit andere, wie der Franken.
      Zudem zeugt die Aussage "Spielball von Spekulanten" nicht gerade von wirtschaftlicher Kompetenz. Spekulanten zeigen die Defizite auf, nicht mehr. Sie sind weder Ursache der Krise, noch sind sie gefährlich. So genannte Spekulanten machen nichts weiter, als dass sie Geld verdienen. Wenn sie auf etwas setzen, das nicht eintreten wird, verlieren sie ihr Geld. Ein Land kann niemals insolvent werden, weil Spekulanten auf seine Insolvenz spekulieren. Man stelle sich vor, Spekulanten würden auf die Insolvenz China spekulieren. Sie würden allesamt ihr Geld verlieren.
      Natürlich verstärken Spekulationen einen Effekt, aber das ist nichts weiter, als dass ein Prozess, der sowieso einsetzen würde, schneller einsetzt.

      Am besten sieht man sich an, wie "Spekulanten" agieren. Sie kaufen sich so genannte Credit Default Swaps, das sind Kreditausfallsversicherungen. Würde der werte Leser extra Geld für so eine Versicherung ausgeben, wenn er keine Gefahr sieht? Nein, es wäre schlicht dumm. Was passiert also im Falle Griechenlands z.b.? Ganz einfach, immer mehr Menschen glauben, Griechenland werde seine Kredite nicht mehr bedienen können. Folge: es kaufen immer mehr Menschen diese CDS, der Preis steigt, Anleihen werden für die Staaten gleichzeitig teurer, weil natürlich jeder merkt, dass mehr Menschen glauben, Griechenland werde seine Kredite nicht mehr bedienen können.

      Man sieht, mit gierigen Spekulanten hat dies rein gar nichts zu tun. Im Gegenteil, Menschen leihen den Staaten Geld und wollen einfach nur keine Verluste hinnehmen, eine natürliche Reaktion.

      "Die einheitliche EU-Gesetzgebung in vielen Bereichen zwingt die Mitgliedsländer zur Anpassung ihrer Volkswirtschaften und Rechtsnormen an einheitliche Standards."

      Das ist eine reine Feststellung, kein Argument pro EU. Die Folgen dieses Sachverhalts haben Sie uns verschwiegen.

      So, das war's auch schon mit der "Argumentation". Jetzt darf ich mal:

      Vieles wird im Zusammenhang mit der EU an Vorteilen genannt. Dazu zählt der Frieden. Doch hätten wir in den letzten Jahrzehnten überhaupt Krieg geführt ohne die EU? Dies zu beantworten wäre reine Spekulation. Betrachtet man aber den Grund für die EU, nämlich dass die Gründerstaaten den Frieden wollten, so sei zumindest festgehalten, dass die Nationen offensichtlich gewillt waren, Frieden zu halten. Die EU ist also keine Ursache für den Frieden, sie ist die Folge des Friedens. Den Frieden schlossen die Nationen nämlich schon nach dem Zweiten Weltkrieg. Die EU und der Europarat waren lediglich die Mittel, um diesen Frieden durchzusetzen. Was zwangsläufig zu dem Schluss führt, dass es keine EU braucht, um den Frieden zu institutionalisieren, es reichen die Verträge von Rom.
      Wie wir aber gerade feststellen müssen, zwingt die EU den Völkern den Frieden auf. Sie umgeht nationale Interessen, um den Frieden zu wahren und umgeht damit gleichzeitig die Völker der EU. Die logische Konsequenz sind die besonders in den letzten Jahren immer stärker werdenden Ressentiments der EU gegenüber, die momentan durch die Transferunion schon in Hass umschlagen. Die EU ist der Institut gewordene Befehl an die Völker:"Verhaltet euch gefälligst friedlich und mögt einander". Das kann man den Völkern aber nicht befehlen, nur den Politikern. So ist es kein Wunder, dass die Politiker sich immer mehr von den Völkern entfernen, wenn ihnen aus Brüssel etwas befohlen wird, was ganz einfach nicht mehr den Willen der Völker widerspiegelt. Perfekt exemplifiziert wird diese Konsequenz durch den Lissabonvertrag, der von den europäischen Völkern einfach nicht gewollt (drei Abstimmungen mit Nein. Beim zweiten Mal Irland dann ein Ja) war und trotzdem mussten die Völker ihn hinnehmen. Direkte Folge daraus ist eine Entfremdung mit der EU und die einzig logische Konsequenz ist der Zerfall der EU, allein schon deswegen, weil die Völker sie nicht mehr wollen.
      Was zeigt diese Diskrepanz nun? Ganz einfach: wenn die Völker Europas Krieg wollen, werden sie ihn bekommen, egal ob EU oder nicht. Die EU verstärkt den Hass nur noch, wenn sie ihn zu unterdrücken versucht.
      Einen Frieden kann man eben nicht herbei- institutionalisieren, das ist eine schlichte Illusion.

      Der nächste Vorteil im Zusammenhang mit der EU, der oft genannt wird, ist der wirtschaftliche. Ein Binnenmarkt schaffe mehr Wirtschaftswachstum. Das Mittel hierfür ist eine Rechtsvereinheitlichung. Die Herren Granden, oder Alchemisten, haben hier jedoch eines gewaltig übersehen: wenn das Recht der Staaten gleich wird, fällt der Wettbewerb untereinander weg. Direkte Folge: es ist egal, ob man hierzulande ein Unternehmen aufbaut, oder in Großbritannien und es ist egal, ob man hier einkauft, oder in Spanien. Die Menschen werden daher großteils im eigenen Land einkaufen und Unternehmen aufbauen. Warum? Ganz einfach, das eigene Land ist schließlich das Geburtsland, dem man immer näher ist. Weiterer Grund: grosso modo wird die Landessprache nur im eigenen Land gesprochen. Bevor ich mir also die Mühe antue, in Spanien einzukaufen oder ein Unternehmen aufzubauen, wo ich mühsam umziehen müsste und mit einer anderen Sprache konfrontiert bin, tue ich es lieber hier, wenn das Recht eh überall gleich ist, wenn es im Ausland also keine Vorteile mehr gibt. Die EU hat also den Wettbewerb unter den Staaten ausgeschaltet. Der wirtschaftliche Vorteil durch Rechtsvereinheitlichung ist also ein Schuss ins Knie.

      Doch betrachten wir die nackten Fakten:

      Der Binnenmarkt, das ist nichts anderes, als die Summe der Handelsbilanzen der einzelnen Staaten. Betrachten wir Österreich:

      http://www.statistik.at/web_de/services/wirtschaftsatlas_oesterreich/aussenhandel/021535.html

      Wichtigster Handelspartner ist Deutschland, daran hat sich nie etwas geändert. Der Handel mit Deutschland besteht mit oder ohne EU. Betrachtet man die Statistik vor dem EU- Beitritt, so war Deutschland nur geringfügig wichtiger, als jetzt.
      An zweiter Stelle haben wir Italien, ebenso ein traditioneller Handelspartner. Die zwei wichtigsten Exportnationen sind also trotz EU noch immer diejenigen, die es schon vorher waren. Die EU bringt für den Außenhandel Österreichs also genau null.
      An dritter Stelle steht nämlich schon die Schweiz, ebenfalls ein traditioneller Handelspartner, der noch nichtmal in der EU ist, auch wenn sie viele Verträge mitübernommen hat.
      An vierter Stelle wartet schon die USA, die nun wirklich gar nichts mit der EU zu tun hat. Hätte Österreich also derart viele Vorteile durch die EU, so müssten doch gerade Länder wie Spanien, Griechenland, Estland, Ungarn, usw. ganz vorn dabei sein, sind sie aber nicht.
      Fazit: für den österreichischen Außenhandel macht es überhaupt keinen Unterschied, ob wir in der EU sind, oder nicht.

      Betrachten wir das Wirtschaftswachstum:

      http://www.wachstumsstudien.de/Inhalt/Zeitschrift/Heft5/IWS-Laenderprofil_Oesterreich.pdf

      Sieht man sich die Grafik 1 an, so merkt man überhaupt keinen Unterschied vor der EU- Mitgliedschaft und währenddessen. Österreichs Wirtschaft profitierte also nicht im Geringsten vom Beitritt.

      Damit wären die zwei wichtigsten Argumente für eine Mitgliedschaft in der EU widerlegt.

      Kommen wir nun zu den Nachteilen einer Unionsmitgliedschaft:

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 23:12

      Größter Nachteil ist selbstverständlich die fehlende Demokratie, die durch scheindemokratische Institutionen wie das EP nicht generiert wird. Immer mehr obskure Gesetze finden den Weg in die Staaten, ohne dass je eine demokratische Diskussion darüber stattgefunden hätte.

      Nächster Nachteil ist, wie man gerade sieht, der Euro selbst, der die Staaten dazu brachte, die Verträge zu brechen und aus der EU eine Tranferunion zu machen.

      Dritter großer Nachteil ist, das Österreich seit jeher Geld in diese Union pumpt, ohne je etwas dafür bekommen zu haben, außer natürlich eine Flut an neuen Gesetzen.

      Das sind drei große Nachteile, die derart schwer wiegen, dass sie sogar große Vorteile überwiegen würden, gäbe es diese.

      Noch ein Nachteil ist, dass wir die Souveränität verloren haben. Wir können nicht mehr allein agieren und schon gar nicht unabhängig. Wir sind nicht mehr Herr im eigenen Haus, das zeigt sich schon deutlich an dem Grundsatz, dass EU- Recht nationales Recht bricht.

      Wie oben aber festgestellt wurde, gibt es gar keine Vorteile durch die EU, sieht man davon ab, im Urlaub nicht mehr wechseln zu müssen.

      Mir fällt noch ein angeblicher Vorteil ein, die Stimme in der Welt. Aber was verleiht einer Nation eine Stimme in der Welt? Selbstverständlich eine starke Wirtschaft und ein starkes Heer. Es gibt aber zahlreiche kleine Staaten auf dieser Erde, die sowohl eine starke Wirtschaft, wie auch ein starkes Heer aufweisen und damit eine Stimme in der Welt haben. Japan ist im Vergleich zu Indien oder China viel kleiner, hat aber genauso eine starke Stimme. Südkorea dito.

      Außerdem: wann hat Europa mehr Gewicht in der Welt? Wenn viele starke Nationen viele Stimmen in die Waagschale werfen, oder wenn es nur eine Stimme gibt? Die Antwort ist leicht.

  44. Brigitte Imb
    09. Dezember 2010 13:05

    Halt, halt! Es ist doch so, dass die meisten Staaten dieser Erde Demokratien sind, od. vorgeben zu sein, und dass das Recht vom Volk ausgeht (ausgehen soll). Nun maßen sich sämtliche Regierungen an vor dem Volk Geheimnisse zu haben, für die das Volk zwar finanziell aufzukommen hat, jedoch ansonst in keine Entscheidungsprozesse integriert ist.
    Je mehr Geheimnisse ein Staat vor seinem Volk aufbaut, desto diktatorischer wird das Agieren seiner Vertreter und das ist nicht ganz zu akzeptieren.
    Ist es nicht eine Frechheit, wie z.B. Darabos in der Causa Eurofighter gehandelt hat, ja aber auch vor ihm die ÖVP. Sogar dem Parlament wurde Akteneinsicht verwehrt.
    Od. die USA u. der Irakkrieg - alles auf einer Lüge aufgebaut - das Volk blutet dafür.
    Vom Bürger verlangen die Regierenden Transparenz auf allen Ebenen, glasklar wollen sie uns sehen, um wiederum ihren Perfidien nachgehen zu können.

    Warten wir ab, welche Ungereimtheiten noch ans Tageslicht gelangen, die sog. "Wistelblower" ausgeplaudert haben und die J.A. nun den Bürgern zukommen läßt.

    Ich finde es nur legitim, dass das Volk über die Handlungen der Politiker informiert wird, alles andere reiht sich in die Kategorie einer diktatorisch anmutenden Führung ein.

    Wir sind die Chefs, zumindest auf dem Papier, und wir sollten danach trachten diese Funktion auch zu erfüllen.

    • A.K.
      09. Dezember 2010 13:13

      @Brigitte Imb
      Bravo!

    • Norbert Mühlhauser
      10. Dezember 2010 11:09

      Liebe Brigitte!

      Volle Transparenz wird iZm Waffengeschäften deshalb nicht gewährt, weil die Vertragspartner sich hins. der Gegengeschäfte Verschwiegenheit ausbedingen. Kann keine Verschweigenheit gewährleistet werden, wird es auch keine Gegengeschäfte geben können. Denn andernfalls müssten Großhandelspreise bzw B2B-Konditionen aufgedeckt werden, was jedes Unternehmen zu vermeiden trachtet.

      Und zu Wikileaks sollte man sich fragen, ob es nicht bloß den Voyeurismus mit nachteiligen Folgen für die Diplomatie, wie Unterberger schrieb, befriedigt. Wirklich Brisantes, dessen Veröffentlichung unverantwortlich wäre, wird nämlich von Wikileaks in Eigenzensur und in Zusammenarbeit mit großen Verlagshäusern herausgefiltert. Es muss auch nicht jeder Vorbestrafte Lage und Bestand der Munitionsdepots der Armeen wissen, andere legitime Gründe für Geheimhaltungen wird es auch geben.

      Freilich halte ich es in Anbetracht all dessen für übertrieben, Assange als "Terroristen" abzustempeln.

  45. Alexander Renneberg
    09. Dezember 2010 12:54

    sorry, aber jetzt wird es langsam seltsam hier.

    genau recherchiert liest sich diese angebliche "vergewaltigung" ein wenig anders.

    eine der beiden tussis hatte ungeschützen gv mit dem herrn assange, und hat nachher angsti bekommmen, sie hätte sich womöglich mit hiv und so angsteckt.

    das ganze ist nichts weiter als ein schlechter witz.

    dass nun hier im forum sowas aufgegriffen wird ist mehr als fraglich.

    ich bin selten der gleichen ansicht wie pilz. hier jedoch schon.

    jederzeit sollte assange in österreich unbehelligt leben können. er hat mehr anrecht auf asyl als die meisten anderen.

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 13:12

      Konsequent auf den Punkt gebracht.

    • max (kein Partner)
      10. Dezember 2010 05:33

      Lieber Herr Renneberg, allerdings ist es ein relativ seltsamer Schluss, einem Australier dann in Oesterreich Asyl gewähren zu wollen, weil er in Schweden durch einen seltsamen Gesetzesartikel bedroht ist. Ich kenne die australische Gesetzgebung nicht, bezweifle aber, dass Australien seine eigenen Bürger an Schweden ausliefern würde. Asyl gewährt man allgemein ja demjenigen, der in seinem Heimatland politisch verfolgt wird, und das ist bei Herrn Assange wohl nicht der Fall.

    • Systemfehler (kein Partner)
      11. Dezember 2010 00:47

      Schön, dass die Unterberger-Fans langsam aufwachen. Wer für so einen polemischen Dreck freiwillig zahlt, der kann wohl als nicht ganz dicht bezeichnet werden.

    • Undine
      11. Dezember 2010 18:48

      @Systemfehler

      Das kann Ihnen eigentlich ziemlich wurscht sein, meinen Sie nicht auch???

  46. Celian
    09. Dezember 2010 12:40

    Als Mann stehst in Schweden mit einem Fuß im Kriminal, wenn Du ganz normalen Sex hattest.

    Dieses Fazit ergibt sich, wenn man die Hintergründe der Anklage kennengelernt hat. Siehe Link des Zeitungsartikels "Vergewaltigung auf Schwedisch" von "Die Welt", aus dem ich ein paar Zeilen zitiere:

    Assange wird in Schweden Vergewaltigung und sexuelle Belästigung vorgeworfen.

    Ihm, so wird kolportiert, wird vorgeworfen, die Forderung der Frauen beim Sex ein Kondom zu benutzen, ignoriert zu haben.

    Um in Schweden eine Anklage wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung in Gang zu bringen, würde es schon genügen, wenn sich die beiden Damen, mit denen Assange im August Sex hatte, im Laufe des Geschlechtsaktes oder erst danach unwohl oder gar benutzt fühlten und sich darüber bei der Polizei beschwerten.

    Aus den Aussagen der Frauen jedenfalls geht weder hervor, dass Geschlechtspartnerin Nummer 1 – eine in Schweden bekannte und radikale Feministin –, zum Sex gezwungen worden sei, noch, dass das Kondom seinen Geist aufgegeben habe.

    Letzteres gab Dame Nummer 2 zu Protokoll. Und obwohl sie am nächsten Morgen noch mit Assange frühstücken gewesen sein soll, stieg im weiteren Verlauf des Tages Unwohlsein in ihr hoch. Vielleicht wuchs die Angst, sich mit einer Geschlechtskrankheit infiziert zu haben oder von Assange geschwängert worden zu sein.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article11454349/Vergewaltigung-auf-Schwedisch-Der-Fall-Assange.html

    • brechstange
      09. Dezember 2010 13:31

      Es ist halt doch gut und sicherer, treu zu sein. Das was die katholische Kirche seit Jahrzehnten predigt, was immer mehr angegriffen wird, kommt nun durch die Hintertür der Vergewaltigung. Also ich muss sagen, die Ehrlichkeit der Kath. Kirche ist mir hier bei weitem lieber.

    • Celian
      09. Dezember 2010 13:40

      brechstange:

      1. Es macht gar keinen Unterschied ob sich die "Vergewaltigung" in oder außerhalb der Ehe stattgefunden hat.

      2. Gibt es keinen Paragraphen, wodurch Männer Frauen ins Unrecht setzen können, nur welche die Frauen so verwenden können.

      3. Gäbe es einen solchen, wäre das das Ende des Sex und damit der Zivilisation.

      Denn Frauen würden sich unter solch prekären Umständen Sex von vornherein verweigern. Sich einem anderen so vollkommen ausliefern? Der die Macht hat, einen jederzeit bei der Polizei zu denunzieren? Und das auch noch gesetzlich gedeckt wäre? Wohl kaum.

  47. A.K.
    09. Dezember 2010 11:50

    Stimmt das (Zitat) aus der Tagebuchnotiz (Dr. Unterberger)
    „...Die Begleitumstände der von Schweden erhobenen Vorwürfe sind freilich äußerst bedenklich. Dort haben die Feministinnen nämlich durchgesetzt, dass ungeschützter Sex eine Vergewaltigung darstellt. Selbst wenn das Zusammensein einverständlich erfolgt.“
    wirklich?
    Sollte das stimmen, so ist dies eine extreme Pervertierung des intimen Zusammenseins von Mann und Frau. Denn nach Lehre der katholischen Kirche ist liebende Vereinigung und Fortpflanzung miteinander verknüpft. Diese beiden Sinngebungen zu trennen, entspricht nicht der Natur des Menschen und der Bedeutung der ehelichen Liebe; der eheliche Akt kann auch dann noch seine Hinordnung auf die Fortpflanzung behalten, wenn er in der unfruchtbaren Phase der Frau vollzogen wird, so aber doch grundsätzlich für Elternschaft offen bleibt. Stimmt das Zitat oben - betreffend potentielle Bestrafung ungeschützten Verkehrs in Schweden -, dann maßt sich dort der Staat an, ursprünglich unanfechtbar richtiges Verhalten des Mannes eventuell nachträglich als strafbare Handlung zu interpretieren. So wird Feminismus Perversion!

  48. thomas lahnsteiner
    09. Dezember 2010 11:15

    ich halte wikileaks für extrem gefährlich, denn der widerwärtigen figur assange geht es vor allem darum, mit gestohlenen daten kohle zu machen.
    Und das unter dem mäntelchen des weltretters vor den bösen USA...
    Die folgen der kriminellen taten von wl interessieren den pseudovorkämpfer für mehr gerechtigkeit überhaupt nicht.
    wie pilze aus dem boden schießen dann sofort die trittbrettfahrer auf, allen voran das gossenblatt spiegel und andere schmierblätter, die es ja in reicher zahl gibt, und die alle am wikilleaks kuchen mitnaschen wollen....
    dass amerikahasser und terroristenversteher wie unsere grünen ökofaschisten da begeistert mitziehen ist ja wohl klar.....
    den tollsten gag lieferte russland, dass für den wikileaks-gauner den friedensnobelpreis urgiert......

    • brechstange
      09. Dezember 2010 11:35

      Die Einseitigkeit von Wikileaks basiert mE darauf, weil es lebensgefährlich ist aus diktatorischen bzw. gelenkten Staaten Material zu beschaffen. Doch vielleicht wird aus einem Stein eine Lawine wie 1989. Die Russen sollten sich nicht zu früh freuen.

      Andererseits ist es eine gefährliche Gratwanderung? Das war es 1989 auch. In China gab es Todesopfer.

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 11:45

      Bitte, nennen Sie mir eine Folge mit negativen Konsequenzen (außer für die Staatsorganwalter), für die Wikileaks kausal ist, ich bitte höflichst darum!

      Und Sie bezeichnen jemanden als kriminell, der dem Volk Informationen zukommen lässt, die von von dem Volk gewählten Stellvertretern des Volks (Bitte denken Sie über das Wort Stellvertreter nach) stammen und versucht worden vor diesem Volk, dem diese Stellvertreter Rechenschaft schuldig sind, zu verstecken?

      Mein lieber Herr Lahnsteiner, Sie haben gerade die Demokratie als kriminell bezeichnet.

    • terbuan
      09. Dezember 2010 11:58

      tl
      Spätestens seit der Verleihung des Friedensnobelpreises 1973 an Henry Kissinger ist doch diese Auszeichnung zu einer Farce geworden, da kann man den Vorschlag der Russen getrost als sarkastisch einstufen, vielleicht sind sie einfach nur neidisch auf Obama? ;-)

    • terbuan
      09. Dezember 2010 12:59

      Starl,
      also so einfach kann man die Sache nicht sehen.
      Wenn jemand vertrauliche Daten entwendet und veröffentlicht, so ist erfüllt das zunächst einmal den Tatbestand der Untreue bzw. Verletzung des Amtsgeheimnisses und ist damit strafrechtlich ein Delikt.
      Und wenn dieser dann die Daten einem Dritten zuspielt und dieser sie in der Folge veröffentlicht und dabei noch Geld kassiert (aus Spenden oder wie immer) dann ist das meiner Meinung nach Hehlerei.
      Dass man der ganzen Angelegenheit auch positive Seiten abgewinnen kann ist jedoch etwas ganz anderes, wenn z.B. ein Staat im Kampf um eine gute Sache Kriegsverbrechen begeht, dann ist das zwar ein Milderungsgrund, aber es bleiben Verbrechen!

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 13:15

      @ terbuan

      Eine Verletzung des Amtsgeheimnisses kann doch wohl nur dann vorliegen (moralisch, nicht rechtlich), wenn es um Daten von Bürgern geht. Wenn es um Daten von Politikern geht, die im Zusammenhang mit dem Staat stehen, wär es doch geradezu eine Chuzpe, wenn man von Amtsgeheimnis spricht. Solcherart könnte man auch Gesetze als Amtsgeheimnis ansehen.

    • schreyvogel
      09. Dezember 2010 13:24

      Warum empören Sie sich nicht darüber, dass viele europäische Regierungen gestohlene Bankdaten zu Höhstpreisen ankaufen (und dadurch zu weiteren Daten-Diebstählen verleiten)?
      So gut wie alle Geheimdienste zahlen hohe Bestechungssummen, um an Geheimnisse anderer Staaten heranzukommen. Das ist (zumindest in Deutschland) ausdrücklich legal! Dabei hat Wikileaks nicht einmal bezahlt dafür!

      Da erscheint es reichlich scheinheilig, sich über Wikileaks aufzuregn!

    • Celian
      09. Dezember 2010 13:25

      Philipp Starl:

      Ich denke, es geht hier nicht um das Amtsgeheimnis, also um die Vorenthaltung von Informationen, die dem Volk als Souverän des Staates zustehen.

      Sondern um vertrauliche Informationen, die eine Nation gegenüber einer anderen Nation hat, bzw. Terroristen vorenthält. Da man bei der Veröffentlichung solcher Informationen gegenüber dem Volk auch gleichzeitig die Feinde der Nation mitinformiert, kann man solche Dinge eben nicht veröffentlichen. Zweitens ist es auch gar nicht notwendig. Was bringt es dem Volk zu wissen, welche mutmaßlichen Terrorziele wie etwa die Firma Baxter in Wien ins Auge gefaßt werden und besonders schützenswert sind? Wenn die Mordkommission ihre Ermittlungen anstellt, wird auch nicht die Bevölkerung über ihre momentanen Verdachtsmomente informiert. Mit gutem Grund. Und genauso ist es hier.

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 13:42

      Also entschuldigen Sie bitte, aber wenn man argumentiert, man würde den Feind mitinformieren, dann lässt sich vor dem Volk so ziemlich alles geheimhalten, dann ist der heimlichen Diktatur Tür und Tor geöffnet!

      Wollen Sie insinuieren, dass man derart schwach ausgerüstet ist, dass man Terroristen nicht einmal informieren darf? Glauben Sie wirklich, wenn Terroristen etwas wollen, setzen sie es auch durch? Gute Nacht Österreich, gute Nacht Europa!

    • Celian
      09. Dezember 2010 14:07

      an Philipp Starl 13:42

      Nein ich will nicht unterstellen, daß wir schlecht gerüstet sind, um Terrorismus zu bekämpfen. Aber es wäre taktisch unklug, den Feind über seine Vorbereitungen und Manövergedanken zu informieren. Welcher Kriegsherr würde wohl so etwas machen? Und sei er noch so gut gerüstet, um den Kampf zu gewinnen.

      Und das ist wohl auch die Grenze zu den Informationen, die man an sein eigenes Volk die Pflicht zu geben hat.

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 14:22

      @ Celian

      Die USA und die NATO machen das ganz ungeniert in Afghanistan, da werden Flugblätter verteilt, bevor man anzugreifen gedenkt. Ich stimme mit Ihnen überein, es ist taktisch unklug, aber halten Sie es nicht auch für unverantwortlich, die Bürger über Anschlagsziele im Dunkeln zu lassen? Eine Frage an Sie: hätten Sie als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika den Bürgern gesagt, dass das WTC bedroht ist? Ich auf jeden Fall!

      Um den Terror zu begegnen, muss man andere Mittel anwenden. Ausweisung von Moslems, gnadenlos und shock and awe, wenn man schon in Afghanistan einfallen will. Sollen sie uns doch hassen, solange sie uns nicht besiegen und im Moment geben wir dauernd nach, das darf nicht passieren!

    • Celian
      09. Dezember 2010 14:43

      an Philipp Starl:

      Daß USA und NATO in Afghanistan Flugblätter verteilen, bevor sie angreifen, wußte ich nicht. Das ist mehr als seltsam. Ich kann mir vorstellen, daß versucht wird, die betroffene Zivilbevölkerung zu informieren, damit sich diese in Sicherheit bringen kann.

      Wie immer ist alles ein Kompromiss, also die Abwägung verschiedener Interessen. Es ist nur mehr die Frage, welches Interesse überwiegt. Jenes, die Zivilbevölkerung zu schützen? Oder jenes, den Feind über die eigenen Absichten möglichst im Unklaren zu lassen. Möglicherweise hat man versucht mit den Flugblättern beides zu erschlagen, indem die Angriffsziele nicht genau beschrieben hat. Und die eine oder andere Falschmeldung ausgestreut hat. Und damit den Gegner auch noch verwirrt hat.

      Zu Ihrer Frage, ob ich als Präsident die Bürger der USA vor der Bedrohung eines Anschlags auf das WTC informiert hätte. Das kann ich Ihnen nicht aus dem Stand heraus beantworten. Das kommt auf die äußeren Umstände an. Jedenfalls hat der deutsche Bundespräsident in einer ähnlichen Situation entschieden, die deutsche Bevölkerung von einem möglichen Anschlag auf den Reichstag zu informieren und nicht nur das, diesen auch zu evakuieren.

      Um diese Entscheidung zu fällen, ist mMn abzuwägen, ob die Information eine Massenhysterie auslöst, dadurch längerfristig Angst in der Gesellschaft heraufbeschwört wird und damit das gesellschaftliche Leben gelähmt wird. Was nachteilige Auswirkungen auch auf die Wirtschaft haben kann. Wenn z.B. aus Terrorangst Geschäftsflüge nicht mehr stattfinden. Oder ob dieses Risiko in Kauf genommen werden kann. Oder sogar muß, da der Anschlag mit hoher Wahrscheinlichkeit stattfinden wird! Und es daher unerläßlich ist, den Reichstag zu evakuieren und damit die Bevölkerung zu informieren.
      Jedenfalls sind das Dinge, die sich Assange nicht für den Einzelfall seiner Veröffentlichungen überlegt hat. Nicht überlegt haben kann, bei den Massenaussendungen. Er hat die Auswirkungen seines Tuns auf die Politik, auf das Handeln der Personen, und das sind nicht gerade wenige, einfach nicht bedacht. Seine Ziele, warum er diese Veröffentlichungen überhaupt macht, sind deshalb nicht klar.

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 14:52

      Dass Assange und Wikileaks das nicht bedachte, ist vorwerfbar, aber die Regierungen lassen ja das Volk über alles im Dunkeln! Das ist der Vorwurf und der Grund, warum es sowas wie Wikileaks überhaupt gibt! Wieviele Menschenleben in London, Madrid und New York hätten gerettet werden können, hätten die Regierungen die Bürger informiert?

      Außerdem geht die Wirtschaft den Staat nichts an, wollen Sie die Bürger nicht selbst entscheiden lassen, ob sie sich einem Anschlagsziel aussetzen oder nicht? Wollen Sie die Bürger aus Angst, es könnte die Wirtschaft beeinträchtigen (die den Staat wie gesagt nichts angeht) in den möglichen Tod schicken?

    • Celian
      09. Dezember 2010 15:12

      An Philipp Starl:

      Mag sein, daß viele Menschenleben in London, Madrid und New York hätten gerettet werden können, wenn man die Bürger informiert hätte. Aber Politik ist nicht unfehlbar. Und, wie ich meine, zeigt Wulff, daß etwas gelernt wurde. Zumindest in Deutschland.

      Natürlich soll man die Bürger selbst frei entscheiden lassen, wie sie ihre Wirtschaft gestalten wollen und benötigen dazu, alle Informationen, eben auch die Terrorwarnung. Dann müßte man ständig warnen, oder zumindest sehr oft. Was die Menschen verunsichern würde. Damit hätten die Terroristen ihr langfristiges Ziel, das Lahmlegen des ganzen Landes aber erreicht.

      Deshalb: so einfach erscheint mir das nicht, alle Informationen an die Gesellschaft auszusenden. Und gerade in letzter Zeit haben sich die Terrorwarnungen gehäuft, siehe Briefbomben nach USA, Reichstag in Deutschland, die nötige Transparenz ist wie mir scheint nun da. Es stimmt also nicht, daß die Regierungen das Volk über alles im Dunkeln lassen.

      Daß die Regierungen in der Vergangenheit die Bedrohung zu wenig ernst genommen haben und man die Bevölkerung nicht gewarnt hat, dem kann ich allerdings auch zustimmen. Aber nachher ist man halt immer klüger.

    • Philipp Starl
      09. Dezember 2010 15:20

      Dann müßte man ständig warnen, oder zumindest sehr oft. Was die Menschen verunsichern würde. Damit hätten die Terroristen ihr langfristiges Ziel, das Lahmlegen des ganzen Landes aber erreicht.


      Vielleicht, aber dann haben sich die Bürger frei dafür entschieden und das ist der essentielle Unterschied. So klein er manchen Menschen erscheinen mag, dieser Unterschied bedeutet alles!

    • Celian
      09. Dezember 2010 15:43

      Ist das nicht wie in „1984“ von George Orwell. Soweit ich mich erinnere, wird in diesem Buch beschrieben, daß der Staat beständig Terrormeldungen ausgibt, und es kommt auch zu erfolgreichen Terroranschlägen. Niemand weiß, ob diese vom Staat nicht selber beauftragt sind. Die Bürger leben in Angst und Schrecken.

      Aber Bürger, die in Angst und Schrecken leben, sind die wirklich frei? Eines der obersten Pflichten des Staates auch in einer freien Gesellschaft, oder besser gesagt, genau in der, ist es dafür zu sorgen, daß seine Bürger in Sicherheit leben, ihnen die Sicherheit und Unversehrtheit in physischer und psychischer Hinsicht zu gewährleisten.

      Ist es dann nicht so, daß der Staat eben keine Terrorwarnungen ausgeben darf, wenn er für die Sicherheit zuständig ist, und stattdessen im Auftrag der Sicherheit den Terroranschlag vereiteln muß? Sodaß seine Bürger eben keine Angst zu haben brauchen? Und ihrem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben unbeschwert nachgehen können.

      Nur ein totalitärer Staat möchte seine Bürger in Angst und Schrecken halten, um seine Bürger unterdrücken zu können. Terrorwarnungen sind daher mit Vorsicht zu genießen. Nur wenn der Staat die Sicherheit nicht mehr gewährleisten kann, muß er seine Bürger davon informieren. Sodaß die Bürger die Chance haben, sich selbst zu schützen.

    • brechstange
      09. Dezember 2010 16:19

      @celian
      Aus gut informierten Kreisen weiß ich, dass an den Terrorwarnungen nichts dran ist. Es wir präventiv bei der Polizei auch gar nichts gemacht.

      Also doch Kontrolle der Bürger durch den Innenminister DeMaiziere?

    • Celian
      09. Dezember 2010 17:20

      An brechstange:

      Davon habe ich noch nichts gehört. Über diese Meldung fehlen mir die Hintergründe, um dazu etwas sagen zu können. Man kann nur mutmaßen. Das wäre aber wenig sinnvoll.

  49. Norman Bates
    09. Dezember 2010 10:32

    Ich traue mir bezüglich Assange noch kein Urteil zu.

    Einerseits ist der Einblick in die Vorgehensweise und in die Aktivitäten des Staates aus demokratischer Sicht für die Bürger von Vorteil.

    Andererseits ist die Ankündigung von Wikileaks auch interne Dokumente von teils privaten Banken zu veröffentlichen ein unglaublicher Eingriff in die Privatsphäre.

    Aber wer ist dieser Pilz?

  50. Géza Molnár
  51. Alfred E. Neumann
    09. Dezember 2010 09:54

    ein wenug OT, aber durchaus spannend:
    bitte beachten Sie besonders den folgenden Absatz, der ein ungeheurliches Verständnis von Rechtsstaatlichkeit erkennen läßt:

    "Während die Polizei Meischberger wegen Verabredungsgefahr in U-Haft nehmen habe wollen, habe die Justiz davon abgesehen, weil die Beschuldigten dann volle Akteneinsicht bekommen hätten."

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/616712/Abgehoert_Grasser-gab-Meischberger-harmlosen-Rat?_vl_backlink=/home/wirtschaft/economist/594168/index.do&direct=594168

  52. Josef Maierhofer
    09. Dezember 2010 09:25

    Herr Dr. Pilz, wie wär's denn mit einem Ausschuß ?

    Ein Ausschuß, der untersucht, ob überhaupt eine Vergewaltigung in österreichischem Sinn vorliegt. In Österreich werden nämlich oft auch Gesetze vergewaltigt und Kinder, die in die Pflichtschule müssen mit allem möglichen Mentalen, Ideologischen und Perversen.

    Es soll da in Österreich welche geben, die stehen gern auf der Straße bei Lichterlprozessionen. Wie wäre es denn mit einer Lichterkette bis London ?

    Als 'Ausweisungsspezialist' könnten Sie, Herr Dr. Peter Pilz, auf die hervorragenden Kontakte eines Herrn Dr. Gorbach zur Queen zurückgreifen und eine Amnestie für den Herrn Assange erwirken, samt Asylangebot in Österreich, Dr. Gorbachs Heimat. You know ?

  53. mike1
    09. Dezember 2010 09:03

    für mich schaut's so aus:

    diese veröffentlichungen sind unnötig und dumm, weil sie einerseits nur bestätigung dessen, was wir eh schon wissen, und andererseits - und das ist schwerwiegend - gefährlich sind. das ist vermutlich schon als hochverrat (von denen, die diese akten herausgeben) anzusehen und hilft niemandem ausser den terroristen.

    diesen vergewaltigervorwurf halte ich für nichts anderes als eine falle - in die er fast freiwillig ging. man kann sich der verfolgung halt nicht ewig entziehen.

    es hilft natürlich auch unserem geifernden grünen oberaufdeckerschwammerl, wieder mal in die öffentlichkeit zu kommen, es hat sich ja sonst nix einschlägiges österreichisches ergeben (ausser öbb, etc., etc.), aber das ist eher als lächerlichkeit einzustufen.

    und in ein paar wochen ist die sache wieder verebbt.....

  54. brechstange
    09. Dezember 2010 08:51

    Es ist doch wahrlich interessant, es schwarz auf weiß zu haben, dass die britische Regierung wg befürchteter Repressalien von Lybien den Lockerbie-Terroristen freigelassen hat. Es starben durch den Anschlag eh nur so 300 Passagiere.

    Was wir eh schon intuitiv spürten, wurde uns durch Wikileaks bestätigt. Wir haben Politiker, die auf Druck von Wahnsinnigen meist zugunsten der Wirtschaft, vielleicht ihres eigenen Hosensäckels einknicken. Danke Assange, danke Wickileaks für den Beweis.

    Das Argument, das der Friede gefährdet sei, ist mehr als nicht gerechtfertigt. Ich für mich bin der Meinung, dass derartige Entblössungen vielleicht manchen Menschen die Augen öffnet, nicht jeder Propaganda zu glauben und zu folgen. Natürlich beherbergt die Art und Weise ein Risiko und ein Ungleichgewicht.

    Geschlossene Archive sollten der Vergangenheit angehören. Wenn Medwedev für Assange den Friedensnobelpreis fordert, ist Russland im Gegenzug aufgefordert, auch zu öffnen und aufzuarbeiten.

    Auch wenn die ganze Geschichte eine Gratwanderung ist, besteht meine Hoffnung darin, dass wir den Grat gehen ohne abzustürzen in eine ehrlichere und gerechtere Welt. Die Amerikaner werden mit vorne dabei sein, auch wenn Pilz anderes erwartet, weil er einfach nicht begreifen kann, warum Amerika stark ist.

    • brechstange
      09. Dezember 2010 09:30

      Bitte meine Beistrich- und dass-Fehler und sonstige zu entschuldigen. Ich nehme an, in dieser Hinsicht hätte ich das Niveau des Pisa-Test nach unten gedrückt.

    • terbuan
      09. Dezember 2010 10:19

      Es kommt auf den Inhalt an und weniger auf die Form, dies hier ist zum Glück kein PISA-Test! ;-)
      Liebe Grüße nach LE!

    • Undine
      09. Dezember 2010 10:58

      @brechstange

      "Geschlossene Archive sollten der Vergangenheit angehören. Wenn Medwedjev für Assange den Friedensnobelpreis fordert, ist Rußland im Gegenzug aufgefordert, auch zu öffnen und aufzuarbeiten".

      Soviel ich weiß, hat weder Amerika noch Rußland (bis auf einige Archive, die Karner durchstöbern durfte) die ARCHIVE über den 2. Weltkrieg geöffnet.

      1.) Warum werden diese Archive 65 Jahre nach Kriegsende noch immer unter Verschluß gehalten?
      2.) Was für brisante Dinge gilt es da zu verbergen? Hat man Angst, die Geschichte des 2. WK müßte ein wenig UMGESCHRIEBEN werden? Fürchtet man sich vor einem 2. KATYN ?

    • brechstange
      09. Dezember 2010 11:11

      @undine
      Mit einem Feind außen das Volk zusammenzuhalten, ist halt einfacher. Nachhaltig ist es nicht, solange es Opfer gibt, werden die nicht aufhören, zu rühren. Ich meine, zu Recht.

  55. Celian
    09. Dezember 2010 08:20

    In Schweden kann ungeschützter Verkehr einen Mann jederzeit als Vergewaltiger hinter Gitter bringen. Man möchte man sich gar nicht ausmalen, was das für die Geburtenquote bedeutet. Da Schweden eine Vorreiterrolle des Feminismus – siehe Quote von Frauen in Vorständen – zukommt, kann man davon ausgehen, daß das auch bei uns kommt.

    Aber als Mann ist man hierzulande jetzt schon schwer benachteiligt, was Familie, Kind und Scheidungsrecht („Anspannung“, Besuchsrechte, Alimente) betrifft. Sogar Frauen raten einem davon ab, Kinder zu kriegen.

    • A.K.
      09. Dezember 2010 11:44

      @Cellian und Alle
      Stimmt das (Zitat)
      "In Schweden kann ungeschützter Verkehr einen Mann jederzeit als Vergewaltiger hinter Gitter bringen."
      wirklich?
      Sollte das stimmen, so ist dies eine extreme Pervertierung des intimen Zusammenseins von Mann und Frau. Denn nach Lehre der katholischen Kirche ist liebende Vereinigung und Fortpflanzung miteinander verknüpft. Diese beiden Sinngebungen zu trennen, entspricht nicht der Natur des Menschen und der Bedeutung der ehelichen Liebe; der eheliche Akt kann auch dann noch seine Hinordnung auf die Fortpflanzung behalten, wenn er in der unfruchtbaren Phase der Frau vollzogen wird, so aber doch grundsätzlich für Elternschaft offen bleibt. Stimmt das Zitat oben - betreffend potentielle Bestrafung ungeschützten Verkehrs in Schweden -, dann maßt sich dort der Staat an, ursprünglich unanfechtbar richtiges Verhalten des Mannes eventuell nachträglich als strafbare Handlung zu interpretieren. So wird Feminismus Perversion!

    • Philipp Starl
    • Lisa
      09. Dezember 2010 13:28

      Sollte ich etwas verschlafen haben: Gibt's auch schon politisch korrekten Sex???

    • Wertkonservativer
      09. Dezember 2010 13:56

      Lieber Terbuan,

      bevor diese Ungeheuerlichkeit nicht wirklich klipp und klar verifiziert ist, kann ich sie nicht glauben! Dazu hat @A.K. inzwischen alles Notwendige gesagt!

      Eines noch zum Kinderkriegen: auch wenn die Frauen uns abraten, Kinder zu kriegen, wär's für uns doch ein wenig schwierig, das zuwege zu bringen
      (ein kleiner Spaß am Nachmittag)!

      Herzliche Grüße vom Wertkonservativen!

    • Brigitte Imb
    • cmh (kein Partner)
      10. Dezember 2010 11:03

      Was wird denn weiter geschehen:

      Wenn einem diese Tussen nachsteigen und einen dann vors Gericht zerren, dann ist die REaktion, dass guter Sex auch durch ausreichenden Druck danach diese Weiber wieder zur Raison zwingt.

      Das hätten sie in der Komune von Mühl schon vor dreißig Jahren so haben können.

      'Es ist hier nicht der tiefe Fall des Assange zu beobachten, sondern das Aus des Feminismus.

  56. socrates
    09. Dezember 2010 08:09

    Vergewaltigungvorwürfe sind eine moderne Waffe. In vielen Spionagefilmen wird das Thema abgehandelt. 2 meiner Bekannten, Professoren, verheiratet, konservativ und moralisch einwandfrei, wurden von ihlen AHS-Direktoren und den zuständigen Landesschulinspektoren wegen sexuellen Angriffen über die Stadtschulrarjuristen angeklagt.
    Der eine, Naturgeschichtler, der erste Hilfekurse gab, soll dabei eine schlechte Schülerin unsittlich berührt haben. Auf mein dringendes Anraten hin nahm er sich meinen Anwalt, der den Sradtschulrat trotz mehrerer Versuche zerlegte. Allerdings zahlte der Kollege dafür ein kleines Vermögen.
    Der andere, Musiker, studierte mit den Schülern Atemtechnik beim Chorsingen ein. Er hatte jahrelang zu kämpfen, was sein Leben drastisch verkürzte.
    Beiden Fällen gemein war daß man Superlehrer für politisch Günstlinge beseitigen wollte. Der Versuch, die Schule durch den Abgang des Dienstältesten die Schule umzufärben, reichte bis zur Spitze des ............. .
    Im Frühjahr soll es in Wien ein Kabarett über eine Stadtschulratjuristin geben, geschrieben von den von ihr geschädigten.
    Da im Fall Assange ein Sexattentat angekündigt war und er es selbst veröffentlicht hat, fällt es dem langgedienten socrates schwer, an seine Schuld zu glauben.
    Ob WikiLeaks den USA geschadet hat, hängt ganz von den Medien ab. Bis jetzt wurden alle QM der Lüge und Kriegstreiberei überführt. Die Berichte über den Kapitalraub der Banken und Finanzjongleure lassen die Verbrecher erzittern. Den Medien geht es um ihre Macht, den Politikern ebenfalls.
    Medien, die die Veröffentlichung der Wahrheit als Verbrechen bezeichnen, betreiben gezielte Fehlinformation. Das kann Einigen nützen: Rothschild machte sein Geld mit der Falschmeldung, daß Napoleon bei Waterloo gesiegt hätte. Das hielt zwar nur einige Stunden, reichte aber, dank guter Vorbereitung, um ihn zum reichsten Menschen der Welt zu machen.
    Vielleicht hat WikiLeaks der USA egschadet, der Menschheit hat es genützt.

    • brechstange
      09. Dezember 2010 08:32

      So sehe ich es auch.

    • pc-think
      09. Dezember 2010 12:41

      Danke Sokrates.
      Die heutigen Sexualgesetze geben Frauen eine gute Waffe in die Hand, mit der sie, mit einem kleinen bisschen Verleumdung, einen Mann zerstören können.

    • Zooropa (kein Partner)
      13. Dezember 2010 00:00

      Männchen sollen klein gemacht werden. Nur in gebückter Demutshaltung sollen sie noch ihre Löcher verlassen dürfen.

  57. terbuan
    09. Dezember 2010 07:57

    Cyberwar pur zwischen David und Goliath!
    Es ist doch völlig klar, dass sich die USA eine derartige Demütigung nicht so ohne weiteres gefallen lassen. Und da gibt es natürlich auch begleitende Maßnahmen in der realen Welt, von psychischen bis zu physischen Vernichtung des Gegners!
    Die weitere Entwicklung dieses SuperGAUs der USA wird noch sehr spannend werden.
    (Das Thema wühlt auf, im "Standard"-Forum gibt es bereits 1248 Postings, da liefern sich die Hackerexperten muntere Gefechte!)
    http://derstandard.at/1291454644128/Cablegate-Cyberangriff-auf-Wikileaks-Gegner

  58. Christoph
    09. Dezember 2010 07:44

    Nicht Wikileaks, bzw. Julian Assange hat ein Verbrechen, sondern der Informant hat Verrat begangen. Über die Art und Weise, wie Informationen dann veröffentlicht werden, dass ist diskutabel. Aber im Zeitalter der Quotengeilheit ist formale und inhaltliche Quellenkritik ein Fremdwort geworden. Deswegen sollten sich die kommerziellen Medien zuerst selbst einen Spiegel vorhalten, bevor sie sich zu diesem Fall äußern. Ob es Glück oder Kalkül ist, aber diese Verhaftung hilft Assenge mehr als sie ihn hindert.

  59. Markus Theiner
    09. Dezember 2010 07:21

    Die Sache ist in meinen Augen recht simpel:

    Dort wo es um Handlungen geht, die an sich illegal sind, oder deren Geheimhaltung zumindest illegal ist, da ist die Aufdeckung im Sinne von Demokratie und Rechtsstaat notwendig.
    Dort wo alles ganz legal unter Verschluss gehalten wird untergräbt ein Geheimnisverrat Demokratie und Rechtsstaat. Denn die Gesetze, die Geheimhaltung erlauben sind demokratisch legitimiert - der Aufdecker nicht.

    So weit es demokratische Staaten betrifft ist natürlich besonders viel Transparenz notwendig. Der Wähler braucht ja eine möglichst gute Entscheidungsgrundlage. Dementsprechend hat etwa laut unserer Verfassung alles staatliche Handeln öffentlich zu sein, so weit es nicht aus besonderen Gründen und aufgrund von Gesetzen ausdrücklich für vertraulich erklärt wird. Bei Privaten ist es so ziemlich umgekehrt.

    Es hat etwa ein Herr Peter "Transparenz" Pilz den damaligen Innenminister Günther Platter kritisiert, weil dieser in der Zogaj-Debatte vertrauliche Daten aus dem Strafregister an die Öffentlichkeit gespielt haben soll.
    Und da war ich sogar ausnahmsweise mal einer Meinung mit Pilz. Die Abwägung zwischen Transparenz und anderen Interessen steht dem demokratisch legitimierten Gesetzgeber zu, nicht einem Minister Platter. Aber eben auch keinem Pilz und auch keinem Assange.

    Die Geschichte mit der Vergewaltigung ist ein Thema für sich und hat eine recht krude Optik. Leicht möglich, dass Assange hier wegen seiner Prominenz zur Zielscheibe wird. Da ist ja nichtmal eine internationale Verschwörung nötig, es kann auch eine rein private Anklage gegen wen Prominenten aus recht rechtswidrigen Gründen geschehen. Für eine Verschwörung wäre mir die Sache auch zu dilettantisch eingefädelt. Der CIA plant sowas besser.

    Andererseits kann man aber eben auch nicht ausschließen, dass Assange tatsächlich schuldig ist - vor allem wenn die Darstellung des schwedischen Rechtssystems stimmt.
    So oder so: Völlig frei erfunden ist die Sache sicher nicht, denn dass es Kontakte mit den Opfern gab hat Assange ja selbst bestätigt. Und dass die Vorwürfe dann ganz transparent vor einem Gericht geklärt werden ist da völlig normal - und jedenfalls kein Asylgrund.

  60. Wertkonservativer
    09. Dezember 2010 06:53

    Nun, man kann diesen Mann verteidigen, bejubeln oder auch ablehnen: da geht die Einschätzung wohl auch quer durch unser Forum.
    Meine Meinung: Herr Assange ist weder ein Held, noch ein Verbrecher, er dürfte eben einfach einer sein, der mit ziemlich verfänglichen Mitteln ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und Wirbel erzeugen wollte und will: ein schillernder Charakter eben!

    Unser giftgrünes Schwammerl braucht uns ja niemand mehr erklären: der erklärt sich laufend selbst, sei es als Aufdecker und Vernaderer vom Dienst, als Verfechter grünroter Lebenweisheiten, usw. usw.
    Den nehme ich schon lange nicht mehr ernst!

    Was Feminismus, Genderismus in unseren Tagen so alles anstellt, beschreiben Dr. Unterberger und Mitblogger immer wieder in klugen Kommentaren.

    Ja, es gibt viel Böses in der Welt: Vergewaltigung, Kinderschändung, alles verwerflich und abstoßend schrecklich!
    Manchmal wird jedoch auch über's Ziel geschossen:
    wie komme ich eigentlich dazu, dass ich mich fürchten muss, ein harmloses Busserl oder Kopfstreichen meiner jüngsten Enkel könnte in einem Sinn missverstanden werden, den ich nicht einmal denken will ?

    Da ist - bei aller notwendigen Sensibilisierung zum Selbstschutz der Kleinen - auch ein tiefes Misstrauen daran beteiligt, auch zutiefst menschliche Regungen in ein schiefes Licht zu bringen. Traurig, sehr traurig!

  61. fosca
    09. Dezember 2010 02:01

    Noch ist nicht der volle Durchblick gegeben, ob Wikileaks einen Segen für die Welt, eine große Blase oder ganz einfach einen einfachen PR-Gag darstellt. Ich persönlich glaube am ehesten an ersteres, jedoch hat der Umgang mit dem Gründer einmal mehr bewiesen, daß wer sich mit den Mächtigen anlegt, mit allem zu rechnen hat. Der Vergewaltigungsvorwurf erscheint mir jedenfalls wesentlich durchsichtiger als die gesamten Wikileaks-Aktivitäten.
    Hier will man sich mit hinterlistigen Methoden eines unbequemen Zeitgenossen entledigen und der Mann scheint doch glatt in die - von wem auch immer - gestellte Falle getappt zu sein.
    Offengestanden hätte ich ihm mehr Cleverness zugetraut - er hätte wissen müssen, daß er in seiner Situaton sehr rasch vom Jäger zum Gejagten werden kann! Tja, dumm gelaufen!

  62. Philipp Starl
    09. Dezember 2010 01:19

    Und Beihilfe zum Terrorismus. Also wirklich, um Gottes willen. Nein, die Terroristen, die können ja nicht soviel dafür. Wir sind ja selber schuld, wenn wir sie wissen lassen, wo wir verwundbar sind (als ob die das nicht schon längst wissen, so ein Pimperlnetzwerk ist Al- Kaida auch wieder nicht).

    Ich wurde in diesem Forum schon mehrfach gerügt, weil ich Sie so hart angreife, aber diesesmal ist es mehr als gerechtfertigt. Sie unterstützen die Hetzjagd auf einen bis dato unschuldigen Mann, der für Demokratie und Transparenz kämpft und vergleichen ihn mit Terroristen. Denken Sie nochmal nach, vielleicht wollen Sie den Artikel revidieren.

    • Systemfehler (kein Partner)
      11. Dezember 2010 01:30

      Guten Morgen, aufgewacht!
      Leute wie du finanzieren diesen verlogenen Dreck und Rufmord an den Grünen auch noch. Bravo kann ich da nur sagen ...

    • Philipp Starl
      11. Dezember 2010 16:14

      Ich finanziere den Blog, der die wohl letzte Bastion des Konservatismus und (zum Teil) Liberalismus ist.

      Wenn Sie ein Abo des Standard haben, willigen Sie ja auch nicht in jeden Artikel ein, oder? Insgesamt ein ziemlich dummer Kommentar.

  63. Philipp Starl
    09. Dezember 2010 01:16

    Wie können Sie nur derart auf einen Mann losgehen, der sich wie selten ein anderer für Demokratie und Transparenz einsetzt? Haben Sie es gern, wenn die von Ihnen per Nationalrat ins Amt gehievte Regierung geheim über ihren Kopf hinweg Entscheidungen trifft, die Sie selbst in höchstem Maße betreffen könnten?

    Potentieller Vergewaltiger. Ist ja unglaublich. Sind Sie derart naiv, zu glauben, dass dieser Vorwurf gerechtfertigt ist? Glauben Sie wirklich, dieser Vorwurf diente nicht als Vorwand, um einen internationalen Haftbefehl auszustellen (noch dazu, wenn die Staatsanwaltschaft das Verfahren zuerst einstellte, weil sie die Vorwürfe als unbegründet erachtete)? Die Unschuldsvermutung, die ein wesentliches Element unseres und vieler anderer Rechtssysteme ist, ist bei Ihnen wohl nur eine leere Phrase.

    Dieser Mann kämpft für die Völker der Erde, auf das sie nicht mehr von Regierungen belogen und betrogen werden und was machen Sie?

    Hier für alle Assanges persönliche Stellungnahme:

    http://ef-magazin.de/2010/12/08/2732-aktuelle-nachricht--wikileaks-assange-antwortet-auf-vorwuerfe

    • byrig
      11. Dezember 2010 21:22

      diesmal bin ich voll der meinung starls,der mir zusätzlich die mühe langen argumentierens abnimmt.
      das mit der vergewaltigung dürfte völliger humbug sein,ein feministischer racheakt eben.
      und vielleicht schützen die botschaften ihre geheimdaten halt besser.
      im übrigen:wie es aussieht,werden die veröffentlichungen eines bewirken:gutes!
      verbesserungen!
      und dem tumben volk werden etwas die augen geöffnet über die ach so demokratischen führer.





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