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Die kleine Chuzpe einer langen Geheimdepesche

Es war einmal ein kleiner österreichischer Chefredakteur, in dessen Büro eine ganz hochrangige amerikanische Botschaftsdelegation einmarschierte. Sie war durchaus höflich und freundlich – tat aber genau das, worüber sie später bittere Beschwerde-Depeschen verfasste (die jetzt an die Öffentlichkeit gelangten), wenn Österreich dasselbe macht: Es ging bei diesem Besuch nämlich um diplomatisches Engagement für handfeste Wirtschaftsinteressen.

Der Anlass war der Versuch, Österreich zum Kauf von amerikanischen F-16-Flugzeugen zu veranlassen. Dabei kann man den Amerikanern durchaus zubilligen, dass ihre Flugzeuge weit billiger als die Eurofighter gewesen wären. Allerdings waren sie gebrauchte und generalüberholte Maschinen, hatten daher eine deutlich kürzere Lebenserwartung als die Eurofighter.

Dass die amerikanischen Maschinen auch technisch nicht so viel konnten wie die europäische Konkurrenz, ist inzwischen freilich irrelevant. Hat doch der unheilvolle Norbert Darabos bei der teuren Neuverhandlung des Kaufvertrages sich hinten und vorne über den Tisch ziehen lassen – und daraufhin viel schlechtere Flugzeuge bekommen, die am besten mit dem Adjektiv „kastriert“ zu qualifizieren sind.

Daher ist es aber jedenfalls eine Chuzpe, wenn sich die Amerikaner in der vor wenigen Stunden über Wikileaks veröffentlichten Depesche aus dem August 2009 über diesen Aspekt der Wiener Politik beklagen. Lateiner würden sagen: Quod licet Iovi . . .

Dennoch ist das Dokument überaus aufschlussreich und ein präzises Porträt der gegenwärtigen politischen Akteure in Wien. Es deckt sich weitestgehend mit dem, was die (recht wenigen) unabhängigen Journalisten über Faymann&Co geschrieben haben. Aber als Bericht einer großen Botschaft, die auch mit nicht ganz offiziellen Informationsmethoden arbeitet, bekommt das Urteil doch zusätzliches  Gewicht. Daher nun die wichtigsten Passagen in (eigener) Übersetzung:

„Aus vielen Gründen hat die gegenwärtige österreichische Regierung seit ihrer Bildung im Dezember 2008 die Außenpolitik weitestgehend ignoriert. Einige der Gründe – Wirtschaftskrise, Budgetkürzungen, Desinteresse der Minister – sind für die neue Regierung spezifisch. Andere Gründe haben hingegen viel tiefere Wurzeln – das Fehlen langfristiger Ziele und ein populärer Isolationismus.“

„Weder Kanzler Faymann (SPÖ) noch Außenminister Spindelegger (ÖVP) hatten eine signifikante außenpolitische Erfahrung. Seither ist auch klar geworden, dass Faymann kein persönliches Interesse für internationale Angelegenheiten hat – wir hörten dies von xxxxxx (Anmerkung: Während das Dokument sonst viele Informanten mit Namen nennt, gibt es offenbar eine besonders schützenswerte Quelle in der heimischen Politikszene, deren Name entweder von Wikileaks oder von den Autoren dieser – scheinbar – internen Depesche geheimgehalten wird) und von höheren Mitarbeitern in der Präsidentschaftskanzlei und im Außenministerium. Bei Außenminister Spindelegger, dem weithin gute Absichten zugebilligt werden, gilt als unsicher, in welche Richtung er das Ministerium führen möchte.“

„Der dritte potenzielle außenpolitische Mitspieler auf Ministerebene, Verteidigungsminister Darabos, gilt ebenfalls als uninteressiert in Fragen der Außenpolitik und internationalen Sicherheit; er zeigt sich offen feindlich zur Entsendung österreichischer Truppen in gefährliche Missionen (wie etwa nach Afghanistan). Wenn andere Ministerien, beispielsweise das Innen- und das Justizressort, um Unterstützung für internationale Programme gebeten worden sind (wie polizeiliches und richterliches Training in Afghanistan), haben diese die Idee sofort abgelehnt, und zwar wegen Budgetknappheit, der Zunahme von innerösterreichischen Aufgaben und der damit verbundenen Gefahr.“

„Wenn man das Führungsproblem zusammenfasst, dann hat die politische Führung wegen der Wirtschaftskrise wenig Zeit gehabt, sich der Außenpolitik zu widmen, außer diese hat direkte innenpolitische Bedeutung (wie die Aufrechterhaltung des österreichischen Banns gegen genveränderte Landwirtschaft oder EU-Fragen wie die vorgeschlagene gemeinsame Asylpolitik).“

„Die Österreicher möchten aber auch dann in Sachen Außenpolitik ambivalent bleiben, wenn die genannten Probleme gelöst sind. Seit dem Ende des Kalten Krieges 1990/91 und seit dem EU-Beitritt 1995 habe Österreich laut Politologen wie Erich Froeschl vom SPÖ-Renner-Institut kein zentrales außenpolitisches Ziel mehr. Die Bevölkerung spürt keine Bedrohungen von außen, und der internationale Status ist sicher. In Auseinandersetzung mit politischen Initiativen aus Brüssel, die den Eindruck erwecken, lokale Interessen zu verletzen (wie beim Gen-Verbot) und der verspürten kulturellen Bedrohung und Kriminalitäts-Steigerung durch die Zuwanderung aus anderen EU-Ländern und der Türkei, sei Österreich seit 1995 isolationistischer geworden. Diese Analyse wird durch den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien bestätigt. Österreichs größte und einflussreichste Zeitung, die Kronenzeitung (mit einer täglichen Leserschaft zwischen einem Drittel und der Hälfte der Bevölkerung), vertritt regelmäßig und polemisch isolationistische, Anti-EU- und antiamerikanische Positionen. Sie hat sich jedoch zu Präsident Obama gemäßigt und positiv gezeigt.“

„Die Entwicklung des Neutralitäts-Verständnisses der Österreicher hat die isolationistischen Gefühle verstärkt. Die Neutralität war dem Land 1955 als Bedingung für die Wiedererlangung der Souveränität auferlegt worden; in den 60er Jahren begann man, sie als Tugend zu sehen, die Österreich ermöglichte, Dinge zu tun, die Mitglieder der Nato oder des Warschauer Paktes nicht konnten. Dazu gehört ein netter Vorteil als Gastgeber vieler internationaler Organisationen oder eine Vermittlungsrolle in Nahost. Am Ende des Kalten Krieges versuchten die Konservativen, einen Nato-Beitritt zu betreiben, aber sie konnten nicht die Anhänglichkeit der Öffentlichkeit an die „immerwährende Neutralität“ überwinden. Und seither ist jede Infragestellung der Neutralität beinahe ein Tabu. Dennoch hat sich deren Konzept weiterentwickelt, und sie wird nun von Gegnern jedes auswärtigen Engagements benutzt. Sobald die Neutralität angerufen wird, ist jede weitere Debatte fast unmöglich.“

Vieles andere in der Depesche berührt zum Teil schon überholte Fragen; dort findet sich dann im Gegensatz zur generellen Kritik aber auch manches Lob für Österreichs Kooperation bei kleineren diplomatischen Initiativen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2010 17:45

    wenn man sich mit der organisation der amerikanischen botschaft in wien vertraut macht, fragt man sich was machen 7- abteilungen und noch etliche unterabteilungen (büros)- den ganzen lieben langen tag, wenn österreich, was ich sicher auch glaube, so unbedeutend ist.
    Neben dem botschafter gibt es allein noch 8 "hochrangige" mitarbeiter, was sonst noch kreucht und fleucht ist für mich nicht eruierbar, aber es scheint ein gewaltig aufgeblähter apparat zu sein......im zeitalter des computers, wo man schon jedes einreiseformular elektronisch ausfüllen kann, doch irgendwie ein anachronismus.
    also schmieren die botschaftsleute halt irgendwelche berichte, die außer den denunzianten in wiki-leaks und den nach sensationen gierenden medien eigentlich niemanden interessieren, weder in den USA, noch bei uns.
    denn dass der faymann, der darabos und der spindelegger keine großen leuchten sind weiß ich auch ohne den SPIEGEL und die amerikanische botschaft......

  2. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2010 22:34

    Diese Geheimdepesche enthüllt für uns Österreicher eigentlich so gut wie keine Neuigkeiten, haben wir doch schon längst gemerkt, daß unsere Politiker sich so gut wie gar nicht ums Ausland kümmern und ebenso wenig wie möglich auch ums INLAND, denn am meisten sind sie doch mit sich selbst und ihren eigenen Pfründen beschäftigt.
    Die Bevölkerung ist daher schon längst unzufrieden mit dieser Regierung, denn wer wird schon gerne von politischen AUTISTEN regiert - dafür haben wir jetzt von ausländischer Stelle zwar eine gewisse Bestätigung, aber hilft uns das wirklich weiter?

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2010 15:24

    Dieser Bericht entspricht doch genau der Realität, Österreich und seine Politiker sind völlig bedeutungslos in der Welt!
    Ein Diplomat muß natürlich seinen Aufenthalt hier durch einen entsprechend langen Bericht rechtfertigen, ein Kurzkommentar mit der Aussage "Mäßig begabte Politiker mit beschränktem geistigen Horizont regieren diesen Ministaat" hätte wohl auch genügt.
    Der letzte Politiker Österreich, der sich in der Welt noch Gehör zu schaffen vermochte war Bruno Kreisky, der hat uns zwar einen enormen Schuldenberg hinterlassen, er hatte jedoch den Mut zu teilweise sehr umstrittenen Aussagen und er wurde auch ernst genommen.
    Heute niemand uns keiner mehr ernst, so wie auch die Bevölkerung ihre verlogene Politikerkaste mehrheitlich nicht mehr ernst nimmt!

  4. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2010 14:22

    Es kann doch niemand wirklich überrascht sein, daß Österreich weder aussenpolitisch ernst genommen wird, noch daß es sich in diesem Politikfeld nicht besonders entfaltet. Und daß amerikanische Regierungsbehörden - nun, nennen wir es einmal behutsam - wenig Respekt im Umgang mit dem österreichischen Staat zeigen, muß niemanden in Entsetzen stürzen. Amerikanische Präsidenten sind es seit Epochen gewohnt, auf der ganzen Welt besonders jenes Land zu verteilen, daß ihnen selbst gar nicht gehört. Begonnen haben sie im 18. und 19. Jahrhundert mit den Ureinwohnern ihres Kontinents. Fortgesetzt wurde diese Politik im zwanzigsten Jahhundert - dann schon meist in Europa und den asiatischen Randzonen. Im neuen Jahrtausend übernehmen sie diese im Prinzip für sie selbst meistens erfreulich ertragreiche Aufgabe dann schon einmal, die von Ihnen selbst offensichtlich nur den Anderen gesetzten Fesseln von Nürnberg mit leichter Hand abstreifend, bereits weltweit und dringen unter Anwendung von unrechtmäßiger Gewalt – Kriegsgründe zu erfinden, wie nicht auffindbare, weil nicht vorhandene Massenvernichtungswaffen macht hier nicht wirklich ein schlankes Bein - in asiatische Kernzonen vor.

    Österreich, von ihnen selbst zweimal nach militärischen Siegen miterschaffen, ist ihrem Selbstverständnis nach bloß eine Kreatur ihres eigenen Willensausflusses. Noch dazu eine eher undankbare, weil an ihren Zielen nicht gehorsam mitwirkende.
    Österreichische Regierungen wiederum haben etwas mit Kommunisten und vermeintlich erzkatholisch-konservativen – letztere meist zugleich bedingungslos pro-amerikanischen - Kreisen und den ehemaligen Besatzungsmächten gemeinsam. Sie sind in allererster Linie damit beschäftigt, viel Fleiß darin zu investieren, sich selbst auf gar keinen Fall als deutsch und zumeist unter Gebrauch erbgenetisch rassistischer Argumente (Völkergemenge) als in ganz besonderer Weise nicht-deutsch zu definieren. Von ‚Hurdistanisch’ – die sogenannte ‚Unterrichtssprache’ – bis zu der - ursprünglich aus dem Gebot der Teilung des Landes entgegenzuwirken entstandene – sogenannten immerwährenden Neutralität gleichen diese Versuche in ihrer Lächerlichkeit dem Versuch der SED, die sogenannte DDR als ‚sozialistische Nation’ zu definieren. Was übrigens auf die gegenwärtige österreichische Republik viel besser passen würde, als die von der Komintern geschaffene ‚österreichische Nation’. Wer sich gegenüber den Interessen raumfremder Mächte pausenloser Permissivität bedient - die wiederum mit der Selbstkastration auf allen aussen- und sicherheitspolitisch relevanten Feldern verbunden ist – hat sich vermöge derart hündischer Unterwürfigkeit aus der von der Geschichte regelmäßig eingeforderten Daseinsvorsorge längst verabschiedet. Was bleibt ist das Verteilen von Lizenzen, wer sich - leistungslos geblieben - am Schweinetrog des realsozialistischen österreichischen Steuer- und Verschwendungsstaates mästen darf.
    Aus diesem Grund habe ich volles Verständnis für den mangelnden Respekt der amerikanischen Regierungsbehörden vor dem österreichischen Staat. Diesen Standpunkt kann ich nicht nur nachvollziehen, ich teile ihn auch.

    Übrigens, wollen Sie wissen, wie wir uns Respekt verschaffen ?

    Die Antwort ist einfach. Reden wir deutsch. Denn die Rechnung dafür, und für weit mehr als nur dafür, bezahlen wir ohnehin schon seit 65 Jahren.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2010 12:33

    Dass Darabos in Fragen der Außenpolitik uninteressiert sei, kann zumindest in einem Fall nicht bestätigt werden, immerhin spielte unsere Militärmusik - ich denke, es war 2009 - dem Gaddhafi in Tripolis ein Ständchen zum 50. Revolutionsjahr. Ich denke, der Grund war, dass ein österreichischer Baustoffkonzern einen Investor benötigte. Vielleicht war es auch das, dass die Amerikaner schrieben, dass unser Außenminister nur wirtschaftliche Angelegenheiten im Sinn hat.
    Aber wie heißt es so schön, "sich mit Hunden ins Bett zu legen, bringt meist Flöhe". Und das meist auf Kosten der anderen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2010 12:34

    Es wird in Österreich bald wieder ein Ziel geben müssen, nämlich das wirtschaftliche Überleben.

    Was diesem Bericht fehlt, typisch amerikanisch, sind natürlich die Hintergründe und Entwicklungen.

    Alles, was die Amerikaner stört oder gestört hat und alles, was sie berührt, berichten sie, alles andere gibt es nicht.

    Die Neutralität aus 1955 ist ihnen ein Begriff und auch den anderen Signatarmächten. So manchen von den Österreichern ist es kein Begriff mehr, die eine Sorte möchte Oberösterreich an Ostbayern abgeben und Kärnten an Nordslowenien und am besten sich selbt in der EU auflösen, die andere Sorte, wie von den Amis richtig bemerkt, wollte Österreich zur Nato beitreten lassen.

    Was den Amis egal ist, sind die zugewanderten Türken und die Probleme damit. Die haben sie nicht so sehr in den USA. Dort wird das erst ein bis zwei Jahrzehnte später ein Fakt sein, bzw. werden die halt die Einreisebestimmungen ändern, wie ich annehme, wenn es für sie bemerkbar wird.

    Was die Amis auch nicht wirklich beunruhigt, ist der Schuldenstand Österreichs, profitieren doch hauptsächlich Ami-Banken davon. Ob wir das überhaupt zahlen können, das werden uns die Rating Agenturen bald mitteilen und den Sack zumachen. Ist es doch bei ihrem Inflationsgeld noch viel schlimmer.

    Ich fürchte, neue Ziele, oder überhaupt Ziele wird es erst wieder nach dem Zusammenbruch geben bei uns. Aber erkannt haben das die Amis, daß wir ziellos sind und eine Patt-Regierung haben, die nichts tut.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Dezember 2010 16:37

    So what?

    Der einzige Unterschied zwischen den Depeschenschreibern und uns armen Postern ist dass wir kein Geld dafür bekommen.

    Inhaltlich: nada.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Dezember 2010 16:37

    So what?

    Der einzige Unterschied zwischen den Depeschenschreibern und uns armen Postern ist dass wir kein Geld dafür bekommen.

    Inhaltlich: nada.


alle Kommentare

  1. Mygdian (kein Partner)
    20. Januar 2015 09:22

    What a joy to find soomnee else who thinks this way.

  2. Hummel (kein Partner)
    08. Dezember 2010 09:18

    Was mich wundert, ist die Tatsache dass sich die USA anscheinend kaum über die politische Richtung beschäftigt, in die sich Österreich bedrohlich bewegt. Österreich hat schon immer mit dem Kommunismus geliebäugelt, aber in letzter Zeit ist es meiner Meinung nach zu einer weiteren massiven Bewegung nach links gekommen. Für uns Bürger ist es schon offensichtlich, dass das Ziel unsere Politiker der Kommunismus ist. Die Gesetze werden schon still und heimlich dahingehend "adaptiert", die Medien vereinnahmt und die politisch anders denkenden systematisch aus dem Wege geräumt. Diese Entwicklung kann nicht im Sinne der USA sein. Da war man froh den Kommunismus in den Ostblockländern zu Fall zu bringen, keimt er wieder in ehemals "zivilisierten" Staaten wieder auf. Es müsste auch den Amerikanern zu denken geben, dass in Österreich keine Partei mehr die Mitte oder rechts der Mitte repräsentiert. Die österreichische Bevölkerung schweigt, ich war aber in der Hoffnung, dass zumindest die USA diese bedrohliche Entwicklung aufzeigt.
    eine Hoffnung weniger..
    Freundschaft !

  3. Segestes (kein Partner)
    07. Dezember 2010 18:58

    Den Informantennamen durch xxxx ersetzt, haben bereits die Amis, das war nicht Wikileaks.

  4. NC (kein Partner)
    07. Dezember 2010 16:40

    1) Und? Was an diesen Informationen ist neu? was davon war vor der Veröffentlichung bei Wikileaks nicht sowieso jedem bekannt? Wo ist die Sensation, die alles unter einem neuen Licht erstrahlen lässt? habe mich schon lange nicht so gelangweilt wie bei diesen Sensationsenthüllungen.

    2) Und? was ist so schlecht an der österr. Außenpolitik? Hat hier irgendwer Größenwahn? Österreich ist der Mittelpunkt der Welt? Aha. Ab sofort erklären wir der welt, was sie zu tun hat! Wir werden in Zukunft neben Obama am Verhandlungstisch sitzen. Und den Russen und Chinesen zeigen wir auch noch, was wir in der Monarchie gelernt haben!

    3) Und? Wie üblich die gleichen Suderanten in diesem Forum, die durch die "Sensationsenthüllungen" und "revolutionären Aufdeckungen" ein Sprachrohr für ihre Lebens-Unzufriedenheit sehen. Wenn man sich die Kommentare (auch zu anderen Beiträgen) durchliest, hat man den Eindruck, dass es für diese bemitleidenswerten Wesen ein wahrer Horror sein muss, in Österreich zu leben. Warum sucht ihr euch denn nicht einen schöneren Platz auf dieser großen Erdkugel, wenn es hier so furchtbar ist?

    • Segestes (kein Partner)
      07. Dezember 2010 19:03

      Aha, es war also bekannt, dass z.B ein ein österreichischer Botschafter den Amis artig Rapport über die innenpolitischen Verquickungen im Iran erstattet? Sehr interessant...
      Dazu muss man auch wissen, die Amis wollen immer von allen anderen Informationen haben, selber sind sie in umgekehrter Richtung aber überaus geizig.

      Außerdem darf man folgendes nicht vergessen: Es ist erst ein Bruchteil der Dokumente (insgesamt 250 000) veröffentlicht worden.
      Man muss einfach auch ein wenig Geduld haben.

  5. cmh (kein Partner)
    07. Dezember 2010 16:37

    So what?

    Der einzige Unterschied zwischen den Depeschenschreibern und uns armen Postern ist dass wir kein Geld dafür bekommen.

    Inhaltlich: nada.

  6. APM (kein Partner)
    07. Dezember 2010 15:31

    Es ist wahrlich grotesk wie pikant, wenn gerade Amerika die alleinigen Wirtschaftsinteressen Österreichs in der Politik beklagenswert findet. Eine Vorgangsweise, die im Land der unbegrenzten Gaunereien das täglich Brot ist, selbst wenn man vordergründig die (Doppel) Moral im hoch hält.
    Fazit: Sollte das Festgestellte tatsächlich SO sein ist das für Mich der sympatischste Zug an den Genannten weil es es zeigt, dass dieses Land keine Lust mehr hat, sich für Fremde den Schädel einzuschlagen. Jeder "Hinweis" dass es auch uns eines Tages treffen könnte kostet nur homerisches Gelächter. Aber nicht deswegen weil es nicht passieren könnte, sondern über den mehr als naiven Kinderglauben, dass uns Andere wie z.B. Amerika, helfen werden. Amerika ist nicht das Land, das Wohltätigkeit verbreitet - es hat NOCH NIE etwas OHNE Hintergedanken oder Gegenleistung getan. Beweise gibt es dafür zu Hauf. Spärliche Ausnahmen - falls es solche waren - bestätigen bestenfalls die Regel!

  7. M.U. Shrooms (kein Partner)
    07. Dezember 2010 14:45

    Ich weiss auch nicht, warum man überall dabei sein muss. Eine Benotung durch die US-Administratrion brauche ich eigentlich auch nicht.

  8. Warshington (kein Partner)
    07. Dezember 2010 14:40

    AMI GO HOME
    During the 50th ist was usual.

  9. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    07. Dezember 2010 14:09

    Der österreichische Chefredaktuer damals mag klein gewesen sein, aber Matura mit Auszeichnung hatte er immerhin vorzuweisen. ;)

    • Trollfresser (kein Partner)
      07. Dezember 2010 16:33

      Neidhammel: Deine "Matura" stammt offenbar aus dem Schulversuch Gesamtschule. Na macht nichts.

    • Segestes (kein Partner)
      07. Dezember 2010 18:56

      @Schnabeltierfresser
      :D

    • Trollala (kein Partner)
      08. Dezember 2010 20:18

      Jaja, Entenzerkauer, und damit mehr als unsere gesamte politische Führungselite vorzuweisen hat.

  10. max (kein Partner)
    07. Dezember 2010 13:02

    Bei aller vielleicht berechtigten Kritik an Zuständen in Oesterreich sollte man nicht vergessen, dass US Diplomaten US Interressen vertreten und damit sicher nicht unvoreingenommen ans Werk gehen. Dass sich Oesterreich seit dem EU Beitritt aussenpolitisch anders verhält, ist verständlich. Es ist bei vielen kleineren Staaten eine EU-zentrierte Politsicht festzustellen. Auch dies ist verständlich, droht doch gerade kleineren EU Mitgliedern immer wieder die Gefahr, von den Grossen überrollt zu werden. Dass sich Oesterreich nicht am Afghanistan Einsatz beteiligen will, ist schlichtweg legitim.
    Dass sich ein Verlust von Souveränität auch auf die einheimische Politik auswirkt, ist auch nachvollziehbar. Dass dies ein Erstarken der eher national gesinnten Kräfte zur Folge hat, ist logisch. Dies als Form von Isolationismus abzuqualifizieren, ist m.E. nicht statthaft und wirft ein eher schlechtes Licht auf die Verfasser dieser Depeschen.

  11. sosheimat (kein Partner)
    07. Dezember 2010 12:14

    Passt nicht hier her - SORRY!!!

    Zu Weihnachten (!!) findet in Wien ein AUfmarsch muslimischer Hassprediger statt!!!

    http://sosheimat.wordpress.com/2010/12/06/hasspredigerseminar-zu-weihnachten-in-wien/

    • Blasen zersticht man. (kein Partner)
      07. Dezember 2010 12:46

      Aha, so macht man das: wenn man seinen eigenen Kram aufdrängen will - egal, ob's zum Thema passt (tut's mit dem Antiislam beim Unterberger eh oft genug), schreibt man 'SORRY' dazu.

      Spar Dir Deine Reklame. Macht's halt Eure Homepage besser, wenn keiner sie besucht. Vielleicht interessiert's ja nur niemand.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      07. Dezember 2010 14:09

      Ein paar Deutschnationale gibt's schon noch.

    • karl murx (kein Partner)
      07. Dezember 2010 15:54

      Und ihr seid also Türkischnationale, oder wie?
      Typisch : einfältige PC'ler!

    • Stecher zerbläst man (kein Partner)
      08. Dezember 2010 20:05

      @Blasenstecher, ach so macht man das: wenn man keine sinnvollen Beiträge hat, plustert man sich über Nebenschauplätze auf und macht sich wichtig.
      Spar Die Dein Aufplustern. Geh halt einfach zum gemeinsamen Wasserpfeiferauchen zu den moslemischen Friedenspredigern und lass Dich von ihnen zur wahren Freidensreligion bekehren. An dem Tag, an dem die Moslems von hier verjagt werden sind wir solche Gestalten wie Dich wenigstens gleich mit los.
      @Entenzerkauer, das mag Euch Linken ja gewaltig im Magen liegen, aber ja, es gibt noch Menschen die sich einer Nation zugehörig fühlen. Übrigens sind 100 Millionen, zum Teil fanatische, davon Türken, bei denen habt Ihr aber kein Problem mit fanatischem Nationalismus. Ist ja nur Folklore, gell? Nur halb so schlimm wie normaler Patriotismus von Österreichern oder Deutschen. Kleiner Tipp: Mach es wie der Blasius.

  12. fosca
    06. Dezember 2010 22:34

    Diese Geheimdepesche enthüllt für uns Österreicher eigentlich so gut wie keine Neuigkeiten, haben wir doch schon längst gemerkt, daß unsere Politiker sich so gut wie gar nicht ums Ausland kümmern und ebenso wenig wie möglich auch ums INLAND, denn am meisten sind sie doch mit sich selbst und ihren eigenen Pfründen beschäftigt.
    Die Bevölkerung ist daher schon längst unzufrieden mit dieser Regierung, denn wer wird schon gerne von politischen AUTISTEN regiert - dafür haben wir jetzt von ausländischer Stelle zwar eine gewisse Bestätigung, aber hilft uns das wirklich weiter?

  13. socrates
    06. Dezember 2010 19:50

    No was soll a Diplomat scho schreibn, wenn er an Bundeskanzler und a Ministerin beschreibn soll, die net feststelln kennan, ob de Kinder mit 10 lesen und schreiben kennan.

  14. byrig
    06. Dezember 2010 19:31

    sehr interessant an den depeschen ist,dass der (schlechte) eindruck,den man von oben ewähnten politikern auch instinktiv hat,von aussen voll bestätigt wird.

    • Das kleine Maexchen (kein Partner)
      07. Dezember 2010 19:08

      Exakt. Das ist das eigentlich Bedeutsame an den Cables.

      Weiters finde ich die Strategie- und Ziellosigkeit der österreichischen Politik erschreckend!

      Scheint aber leider die Haltung des österreichischen Durchschnitts zu repräsentieren, wenn ich mir einige (überflüssige) Kommentare hier ansehe: emotional (zB: Washington), isolationistisch (zB: M.U. Shrooms))...

  15. Wertkonservativer
    06. Dezember 2010 18:29

    Wie man es auch immer dreht und wendet; die USA-Botschafts-Leute haben ja wirklich in Vielem recht.

    Erstens vermitteln wir ja der restlichen Welt oft wirklich den Eindruck, auch heute noch einer der Welt-Mittelpunkte zu sein, wenn schon nicht in der Weltpolitik, so doch mindestens in der Kunst (und was wir halt dafür halten -
    Sachertorte, Lipizzaner, Mozartkugeln, Skifahrer usw.).

    Und schon gar unsere Außenpolitik: unsere Geistes-Mittelständler am Politikfeld meinen seit Jahrzehnten, unsere vielgepriesene Neutralität sei die intelligenteste Art, Außenpolitik zu machen. Überall mitreden, sich von Zeit und Zeit auch richtig wichtigmachen, ja, das können wir recht gut, so etwa nach dem Motto:
    "an unserem Wesen wird die Welt genesen"!

    Dass unsere derzeitigen Regierungs-Amateure bei den US-Politprofis nicht gut wegkommen, darf uns nicht wundern. Dazu sind sie mehrheitlich zu einfach gestrickt und auf den ersten Blick in ihrer ganzen Harmlosigkeit durchschaubar!

    Also nehmen wir die harmlosen Kritiken der Amerikaner halt zur Kenntnis, und denken wir uns dabei unseren Teil!

  16. thomas lahnsteiner
    06. Dezember 2010 17:45

    wenn man sich mit der organisation der amerikanischen botschaft in wien vertraut macht, fragt man sich was machen 7- abteilungen und noch etliche unterabteilungen (büros)- den ganzen lieben langen tag, wenn österreich, was ich sicher auch glaube, so unbedeutend ist.
    Neben dem botschafter gibt es allein noch 8 "hochrangige" mitarbeiter, was sonst noch kreucht und fleucht ist für mich nicht eruierbar, aber es scheint ein gewaltig aufgeblähter apparat zu sein......im zeitalter des computers, wo man schon jedes einreiseformular elektronisch ausfüllen kann, doch irgendwie ein anachronismus.
    also schmieren die botschaftsleute halt irgendwelche berichte, die außer den denunzianten in wiki-leaks und den nach sensationen gierenden medien eigentlich niemanden interessieren, weder in den USA, noch bei uns.
    denn dass der faymann, der darabos und der spindelegger keine großen leuchten sind weiß ich auch ohne den SPIEGEL und die amerikanische botschaft......

    • terbuan
      06. Dezember 2010 18:20

      tl
      treffend beschrieben die Boltzmanngasse, aber es zeigt ja nur wie überall in der Welt überbordende Bürokratien für Beschäftigung und gute Bezahlung wuchern!
      Der US-Haushalt mit seinen gewaltigen Überschüssen muß eben sehen wie er das Geld unter die Leute bringt!
      Bei mir in der Gegend (als Döblinger habe ich mich ja schon deklariert) gibt es eine Reihe von Botschaften und Residenzen von wirklich armen Entwicklungsländern, da kann man sehen, wie hier das Geld verbraten wird, welches eigentlich nicht vorhanden ist!

    • Das kleine Maexchen (kein Partner)
      07. Dezember 2010 19:13

      Wie eben erwähnt: es gibt eine Reihe internationaler Organisationen in Ö. Und wenn man liest was über die Cables berichtet wird, dann wird der "aufgeblähte" Apparat wohl zur "Überwachung" dieser internationalen Organisationen dienen.
      Dazu braucht man nur 1+1 zusammen zählen.
      Ich kann mir auch keinen anderen Grund des Bush-Besuchs vorstellen, als diesen als Vorwand zu verwenden, um im Vorfeld die technische US-Infrastruktur auf den letzten Stand zu bringen.

  17. terbuan
    06. Dezember 2010 15:24

    Dieser Bericht entspricht doch genau der Realität, Österreich und seine Politiker sind völlig bedeutungslos in der Welt!
    Ein Diplomat muß natürlich seinen Aufenthalt hier durch einen entsprechend langen Bericht rechtfertigen, ein Kurzkommentar mit der Aussage "Mäßig begabte Politiker mit beschränktem geistigen Horizont regieren diesen Ministaat" hätte wohl auch genügt.
    Der letzte Politiker Österreich, der sich in der Welt noch Gehör zu schaffen vermochte war Bruno Kreisky, der hat uns zwar einen enormen Schuldenberg hinterlassen, er hatte jedoch den Mut zu teilweise sehr umstrittenen Aussagen und er wurde auch ernst genommen.
    Heute niemand uns keiner mehr ernst, so wie auch die Bevölkerung ihre verlogene Politikerkaste mehrheitlich nicht mehr ernst nimmt!

    • terbuan
      06. Dezember 2010 20:16

      wie konnte ich nur das Wort "nimmt" vergessen in der vorletzten Zeile sollte es natürlich heißen: "Heute nimmt uns keiner mehr ernst...", das kommt vom hastigen Posten, bitte um Verzeihung.

  18. Helmut Oswald
    06. Dezember 2010 14:22

    Es kann doch niemand wirklich überrascht sein, daß Österreich weder aussenpolitisch ernst genommen wird, noch daß es sich in diesem Politikfeld nicht besonders entfaltet. Und daß amerikanische Regierungsbehörden - nun, nennen wir es einmal behutsam - wenig Respekt im Umgang mit dem österreichischen Staat zeigen, muß niemanden in Entsetzen stürzen. Amerikanische Präsidenten sind es seit Epochen gewohnt, auf der ganzen Welt besonders jenes Land zu verteilen, daß ihnen selbst gar nicht gehört. Begonnen haben sie im 18. und 19. Jahrhundert mit den Ureinwohnern ihres Kontinents. Fortgesetzt wurde diese Politik im zwanzigsten Jahhundert - dann schon meist in Europa und den asiatischen Randzonen. Im neuen Jahrtausend übernehmen sie diese im Prinzip für sie selbst meistens erfreulich ertragreiche Aufgabe dann schon einmal, die von Ihnen selbst offensichtlich nur den Anderen gesetzten Fesseln von Nürnberg mit leichter Hand abstreifend, bereits weltweit und dringen unter Anwendung von unrechtmäßiger Gewalt – Kriegsgründe zu erfinden, wie nicht auffindbare, weil nicht vorhandene Massenvernichtungswaffen macht hier nicht wirklich ein schlankes Bein - in asiatische Kernzonen vor.

    Österreich, von ihnen selbst zweimal nach militärischen Siegen miterschaffen, ist ihrem Selbstverständnis nach bloß eine Kreatur ihres eigenen Willensausflusses. Noch dazu eine eher undankbare, weil an ihren Zielen nicht gehorsam mitwirkende.
    Österreichische Regierungen wiederum haben etwas mit Kommunisten und vermeintlich erzkatholisch-konservativen – letztere meist zugleich bedingungslos pro-amerikanischen - Kreisen und den ehemaligen Besatzungsmächten gemeinsam. Sie sind in allererster Linie damit beschäftigt, viel Fleiß darin zu investieren, sich selbst auf gar keinen Fall als deutsch und zumeist unter Gebrauch erbgenetisch rassistischer Argumente (Völkergemenge) als in ganz besonderer Weise nicht-deutsch zu definieren. Von ‚Hurdistanisch’ – die sogenannte ‚Unterrichtssprache’ – bis zu der - ursprünglich aus dem Gebot der Teilung des Landes entgegenzuwirken entstandene – sogenannten immerwährenden Neutralität gleichen diese Versuche in ihrer Lächerlichkeit dem Versuch der SED, die sogenannte DDR als ‚sozialistische Nation’ zu definieren. Was übrigens auf die gegenwärtige österreichische Republik viel besser passen würde, als die von der Komintern geschaffene ‚österreichische Nation’. Wer sich gegenüber den Interessen raumfremder Mächte pausenloser Permissivität bedient - die wiederum mit der Selbstkastration auf allen aussen- und sicherheitspolitisch relevanten Feldern verbunden ist – hat sich vermöge derart hündischer Unterwürfigkeit aus der von der Geschichte regelmäßig eingeforderten Daseinsvorsorge längst verabschiedet. Was bleibt ist das Verteilen von Lizenzen, wer sich - leistungslos geblieben - am Schweinetrog des realsozialistischen österreichischen Steuer- und Verschwendungsstaates mästen darf.
    Aus diesem Grund habe ich volles Verständnis für den mangelnden Respekt der amerikanischen Regierungsbehörden vor dem österreichischen Staat. Diesen Standpunkt kann ich nicht nur nachvollziehen, ich teile ihn auch.

    Übrigens, wollen Sie wissen, wie wir uns Respekt verschaffen ?

    Die Antwort ist einfach. Reden wir deutsch. Denn die Rechnung dafür, und für weit mehr als nur dafür, bezahlen wir ohnehin schon seit 65 Jahren.

  19. Richard Mer
    06. Dezember 2010 13:35

    Es lohnt sich wirklich, diese Wiki Leaks Seite zu durchstöbern. Ich habe gestern damit angefangen, und kann gar nicht aufhören. Man findet doch viele interessante, oder auch skandalöse Beschreibungen und Aufträge darin. Und es ist schön direkt zu sehen, wie Diplomatie in der Praxis aussieht. Wie ich auch feststellen konnte, wurde nur ein winziger Bruchteil der Dokumente die Wiki Leaks hat bisher veröffentlicht (1 von 200 tausend Dokumenten). Wir können uns noch auf viel gefasst machen!

    • phaidros
      06. Dezember 2010 13:59

      Das war das einzige merkenswerte Zitat vom Kreisky: "Die große Politik wird genau so gemacht, wie der kleine Maxi sich das vorstellt."

      Die dicken Hämmer wird der Assange vermutlich hübsch unveröffentlicht lassen. Das könnte sich jedenfalls positiv auf seine Lebenserwartung auswirken.

      BG/phaidros

  20. inside
    06. Dezember 2010 13:03

    Ich vermisse in diesem Artikel ein weiteres Eingehen auf die Eurofeighter-Affaire.
    Dass unsere Politiker in einem weltweiten Fähigkeitstest die letzten Ränge einnehmen würden, wissen wir ja aus der gelebten Praxis.

    • Logiker
      07. Dezember 2010 11:27

      schlage einen Pisa Test für Politiker vor

    • Vampir (kein Partner)
      08. Dezember 2010 20:15

      Als Maßeinheit gilt ein "Laura".
      Wer weniger als "ein Laura" erreicht, hat Anspruch auf medizinische Betreuung.

  21. Celian
    06. Dezember 2010 12:55

    Hut ab vor soviel Wahrheit. Man kann den Amerikanern nur gratulieren zu so viel Weitsicht, Einsicht und Umsicht. Eine völlig richtige Einschätzung der Lage Österreichs. Das Selbstbild Österreichs stimmt schon lange nicht mehr mit der Realität überein. Wir sind in Wahrheit nur ein Haufen selbstzufriedener Säcke, völlig interesselos am Weltgeschehen, ein Operettenstaat eben.

  22. Josef Maierhofer
    06. Dezember 2010 12:34

    Es wird in Österreich bald wieder ein Ziel geben müssen, nämlich das wirtschaftliche Überleben.

    Was diesem Bericht fehlt, typisch amerikanisch, sind natürlich die Hintergründe und Entwicklungen.

    Alles, was die Amerikaner stört oder gestört hat und alles, was sie berührt, berichten sie, alles andere gibt es nicht.

    Die Neutralität aus 1955 ist ihnen ein Begriff und auch den anderen Signatarmächten. So manchen von den Österreichern ist es kein Begriff mehr, die eine Sorte möchte Oberösterreich an Ostbayern abgeben und Kärnten an Nordslowenien und am besten sich selbt in der EU auflösen, die andere Sorte, wie von den Amis richtig bemerkt, wollte Österreich zur Nato beitreten lassen.

    Was den Amis egal ist, sind die zugewanderten Türken und die Probleme damit. Die haben sie nicht so sehr in den USA. Dort wird das erst ein bis zwei Jahrzehnte später ein Fakt sein, bzw. werden die halt die Einreisebestimmungen ändern, wie ich annehme, wenn es für sie bemerkbar wird.

    Was die Amis auch nicht wirklich beunruhigt, ist der Schuldenstand Österreichs, profitieren doch hauptsächlich Ami-Banken davon. Ob wir das überhaupt zahlen können, das werden uns die Rating Agenturen bald mitteilen und den Sack zumachen. Ist es doch bei ihrem Inflationsgeld noch viel schlimmer.

    Ich fürchte, neue Ziele, oder überhaupt Ziele wird es erst wieder nach dem Zusammenbruch geben bei uns. Aber erkannt haben das die Amis, daß wir ziellos sind und eine Patt-Regierung haben, die nichts tut.

  23. brechstange
    06. Dezember 2010 12:33

    Dass Darabos in Fragen der Außenpolitik uninteressiert sei, kann zumindest in einem Fall nicht bestätigt werden, immerhin spielte unsere Militärmusik - ich denke, es war 2009 - dem Gaddhafi in Tripolis ein Ständchen zum 50. Revolutionsjahr. Ich denke, der Grund war, dass ein österreichischer Baustoffkonzern einen Investor benötigte. Vielleicht war es auch das, dass die Amerikaner schrieben, dass unser Außenminister nur wirtschaftliche Angelegenheiten im Sinn hat.
    Aber wie heißt es so schön, "sich mit Hunden ins Bett zu legen, bringt meist Flöhe". Und das meist auf Kosten der anderen.

    • Xymmachos
      06. Dezember 2010 13:14

      Wie meinen, Werteste? Sind die anderen die Hunde, denen man die Flöhe wegnimmt?

    • brechstange
      06. Dezember 2010 13:29

      Werter Xymmachos,
      eigentlich meinte ich, dass die anderen sich dann mit den Flöhen rumschlagen müssen bzw. einen Kammerjäger auf ihre Kosten beauftragen müssen.
      Ich entschuldige mich für die Mehrdeutigkeit.





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