Jene Zuwanderung, die man kritisieren darf

Autor: Wolfgang Maurer

Fundamente „Europäischer Bildung“

Autor: Josef Stargl

„Wer Antisemit ist, bestimmen wir!“

Autor: Elmar Forster

Die USA unter sozialdemokratischem Regime

Autor: Andreas Tögel

Meine Erkrankung oder: Wie das Virus die Behörden überfordert

Autor: Hans Anonym

Die Freiheit der Demokratie und ihre ahnungslosen Feinde

Autor: Leo Dorner

Die massive Korruption in der Slowakei und eine Dissertation

Autor: Elmar Forster

Hass in Favoriten

Autor: Georg Vetter

Corona: Nicht alle leiden ...

Autor: Rachel Gold

"Waffenlager“

Autor: Rachel Gold

Weitere Gastkommentare

Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Zeit für eine Party

Die freiheitsliebenden Amerikaner haben den britischen Kolonialherren 1773 den Kampf angesagt. Sie haben sie insbesondere dadurch getan, dass sie den Briten gehörende Ladungen Tee ins Meer geschmissen haben. In Österreich ist es mittlerweile höchste Zeit für eine Koralm-Hackler-Party geworden, um nur zwei Dinge zu nennen, die dringend entsorgt gehören, die diese Regierung aber nicht zu entsorgen imstande ist.

Denn während das angebliche „Spar“-Paket dieser Koalition den schwachsinnigen Koralm-Tunnel mit einer Garantie versehen haben, während die mindestens ebenso schwachsinnige Hacklerpension gerettet worden ist, während die Bauern offenbar unantastbar sind, während die Gewerkschaft sogar eine Erhöhung des umweltschädlichen Pendlerpauschales durchdrucken konnten, werden rundum Steuern erhöht. Und es wird insbesondere den Familien und Sparern Geld weggenommen.

Obwohl Kinder erziehungswilliger Eltern (also nicht jene bloß abkassierwilliger Zuwanderer aus Ostanatolien)  die wichtigste Investition in die Zukunft sind – viel wichtiger als etwa die ständig verlangten Milliarden für die Forschungs- und Universitäts-Lobby. Damit ist natürlich nicht die Beendigung der Familienbeihilfe für Über-24-Jährige gemeint (das ärgert nur die Vertretung der nichtstudierenden Studenten namens ÖH), sondern die Kürzung der Unterstützung auch für alle anderen Kinder. Aber auch für die Vertreibung von Sparern und Banken aus Österreich tut diese Regierung viel.

 Dieses Land gibt seine Zukunft auf, wenn es stillschweigend das hinnimmt, was die Koalition da zusammengeschludert hat. Es ist weniger interessant, ob da die ÖVP oder die SPÖ mehr nachgegeben hat – auch wenn klar ist, dass rein parteitaktisch die ÖVP die Verliererin ist, und dass Pensionisten, die Eisenbahner, die Über-50-Jährigen und die Gewerkschaft die Sieger sind, und damit die SPÖ als deren Lobby. Viel wichtiger ist, was gut für Österreich wäre. Und da war nicht viel Gutes dabei.

In Amerika hat in den letzten zwei Jahren eine mächtige Basisbewegung vor allem junger Menschen, die sich in Anklang an das Jahr 1773 „Tea Party“ nennen, einen machtvollen Protest gegen die Schuldenpolitik und einen begeisterten Kampf für „Small government“ unternommen. Sie haben zuerst die schwach und knieweich gewordene republikanische Partei von außen völlig umgekrempelt. Und sie dürften nun in den nächsten Tagen auch die wichtigen Midterm-Wahlen gewinnen und damit auch den Kongress erobern. Die Amerikaner wollen nicht ständig noch mehr Steuern, noch mehr Staat, noch mehr Schulden.

Und dabei ist die teure amerikanische Gesundheitsreform, die ein zentraler Anlass der Proteste ist, noch der Inbegriff an Sinnhaftigkeit im Vergleich zu den Milliarden, die Österreich für ÖBB, Tunnels, das teuerste Pensionssystem der Welt, den unsinnigsten Föderalismus Europas, und eines der freigiebigsten Wohlfahrtssysteme verschwendet.

Da ist es – gerade zum Nationalfeiertag – Zeit, all jenen Mut zu machen, die zu so etwas wie einer Koralm-Hackler-Party rufen. Als Zeichen des Protestes gegen die Misswirtschaft dieser Regierung.

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPatriot
    25x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2010 11:54

    Der Staat gab 2009 143.5 MILLIARDEN Euro aus:

    http://www.statistik.at/web_de/statistiken/oeffentliche_finanzen_und_steuern/oeffentliche_finanzen/einnahmen_und_ausgaben_des_staates/019897.html

    Das Mäuslein, das unsere Oberen produziert haben, soll so aussehen:

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/604659/index.do?direct=596245&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=101

    Das Paket ist 2,8 Milliarden Euro schwer: 1,6 Milliarden Euro werden eingespart, 1,2 Milliarden kommen aus neuen bzw. höheren Steuern.

    1. Alleine das Volumen ist ein Witz! Jedes Unternehmen, jeder Private, jeder Pimperlverein, der groß ankündigt, ganze 1.1% der Ausgaben "einzusparen", würde lauthals ausgelacht werden.

    2. Bei den geplanten Mehreinnahmen aus Mineralölsteuererhöhung und Tabaksteuererhöhung wird jeder ökonomisch halbwegs Bemittelte wissen, dass die Erhöhung der Steuern eher zu Mindereinnahmen führen werden. Heute nimmt Österreich 1 Milliarde Euro wegen der NOCH niedrigen Spritpreise durch Tanktourismus ZUSÄTZLICH ein. Diese Milliarde wird verschwinden wie nix.

    Und wer wird noch in der Trafik für eine Stange Marlboro 50 Euro bezahlen, wenn er dieselbe vom Albaner um die Ecke um 15 Euro bekommt?

    3. Linke Spinner schreien sowieso. Ewige Soziololgiestudenten zum Beispiel, die mit 26 noch Familienbeihilfe wollen, wo viele andere Bürger schon 10 Jahre lang gearbeitet haben. Man sollte den Studenten die Familienbeihilfe sowieso komplett streichen, und dann für Leistungsbereite die Stipendien erhöhen.

    4. Bei der Massenzuwanderung in die Sozialsysteme passiert offenbar überhaupt nix. NACH WIE VOR kommen ja PRO JAHR knapp 40.000 Zuwanderer aus meist nicht-westlichen dafür aber moslemischen Drittstaaten zu uns:

    http://www.statistik.at/web_de/statistiken/bevoelkerung/wanderungen/internationale_wanderungen/022923.html

    Österreichische Frauen gehen häufiger arbeiten als türkische Männer:

    http://www.statistik.at/web_de/static/arbeitsmarktstatistik_-_jahresergebnisse_2009_schnellbericht_045066.pdf
    (Seite 24, Tabelle B4)

    Die Zuwanderungspolitik in Österreich ist ist ungefähr so sinnvoll, wie wenn man die Qualität des ORF durch die Einstellung von 500 Mitarbeitern in der Kantine erhöhen wollte, von denen sich am 1. Tag die Hälfte krank meldet.

    Die völlig verfehlte Zuwanderungspolitik (2008 waren bereits 14% der Neugeborenen moslemisch) kostet den Staat vermutlich 5-10 MILLIARDEN Euro pro Jahr. Bei 143.5 Milliarden Gesamtausgaben und den bekannten soziodemographischen Daten (Bildung, Erwerbsquote, Kriminalität, Arbeitslosigkeit, Einkommensniveau) ist die Zahl durchaus realistisch.

  2. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2010 03:07

    Ich hoffe die Aufmerksamkeit der geschätzten Blogteilnehmer nicht über zu beanspruchen, wenn ich aus aktuellem Anlass zu den erwähnten Themen Pensionen, Familienbeihilfe, Koralm und Sparer meine Gedanken etwas umfangreich einfließen lasse..

    Ad Pensionen: Nicht alle Pensionisten werden Gewinner sein: Relative Verlierer sind diejenigen, die lange und viel einzahlten und sich durch freiwilliges Länger-Arbeiten die Pensionsbezugzeit (Korridorpension „nach oben“ bis 68) masochistisch beschnitten: Denn seit Jahren werden Pensionserhöhungen mit Fixbeträgen auf der Auszahlungs- (aber nicht auf der Einzahlungsseite) gedeckelt, die zudem durch Progressionswirkung in unterschiedlicher Höhe ausbezahlt werden. So werden auch Pensionen in den flächendeckenden Umverteilungsmechanismus einbezogen. Relative Gewinner sind die Mindestpensionsbezieher, Ausgleichzulagenempfänger etc, die nur kurz eingezahlt haben, denen beitragsfreie Jahre angerechnet werden. Dies erfolgt notorisch unter dem Motiv „Kaufkraftstärkung“, „Kaufkraftharmonisierung“, „soziale Gerechtigkeit“. Zusätzlich wird durch Steuer- und Gebührenbefreiungen, sowie kumulierbare einkommensabhängige Transfers eine sozioökonomisch überkompensierende Wirkung erreicht, während die Viel-und-Lange-Einzahler zu den in Österreich verhassten „Besserverdienern“ geschlagen werden. Von Beitragswahrheit also keine Spur.
    Übrigens: Hat jemand in der gesamten Debatte das Frauenprivileg der 5-Jahre früheren Pensionierung zur Disposition gestellt? Die ASVG-Frauen können jetzt mit 55, ab 2014 mit 57 abschlagsfrei in die „Hacklerpension“. (Männer jeweils um 5 Jahre später). Zugleich wird in der Pensionsdebatte notorisch die Lebenserwartung als Grund des Handlungsbedarfs bei Pensionen angeführt. Es wäre kaum verwunderlich, würden unsere Grüninnen selbst darin noch eine Diskriminierung der Frauen sehen ....

    Ad Familienbeihilfe: Grundsätzlich geht die Beschränkung in die richtige Richtung; doch sollte nicht ein starrer Lebenszeitpunkt definiert werden, sondern die Bezugszeit sich unter Einbeziehung des „nicht verschuldeten“ unterschiedlichen Studienbeginns (AHS/BHS, Präsenzdienst) nach der nachweislich durch Optimierung der Studienpläne für geeignete Studenten erreichbaren Mindeststudiendauer des jeweiligen Studiums richten. Besonders das Nicht-Berücksichtigen des Präsenzdienstes (in dem keine Familienbeihilfe ausbezahlt wird) stellt eine Privilegierung derer dar, die sich des Wehr-/Zivildienstes entziehen, sei es durch „Untauglichkeit“, sei es durch Zugehörigkeit zum dauerdiskriminierten Geschlecht ... (s.o.).

    Ad Koralm (aus steirischer Sicht): Den Bau zu verschieben, ist die teuerste aller möglichen Varianten (Finanzierungskosten). Die Koralmbahn ist ein politisch entschiedenes Prestigeprojekt ohne annähernd verhältnismäßigem verkehrlichen Nutzen; eine (nicht existierende) „Adria-Baltic-Achse“ als Argument zu strapazieren ist eine Schutzbehauptung zur Immunisierung der Fehlentscheidung; selbst die EU definierte die Strecke nicht als TEN (Transeuropäische Netze) und versagte ihr die entsprechende Förderung. Zudem zieht die EU – durchaus nachvollziehbar - Flachlandstrecken vor, die sich durch die Topologie anbieten. Besonders kurios aus steirischer Sicht ist, dass für vermeintlich prioritäre Selbstverständlichkeiten, wie Sanieren von Langsamfahrstellen, viel zu geringe Ressourcen bereitgestellt werden, sodass Regelfahrzeiten seit Jahren wieder verlängert werden, um die Verspätungsanfälligkeit hintanzuhalten. So werden auf der Südbahn die Fahrzeiten vor 15 Jahren (z.B.SC Landskron) heute trotz wesentlich leistungsfähigerer Triebfahrzeuge nicht annähernd erreicht. Die wesentlich kostengünstigere Optimierung wichtiger Bestandsstrecken (Ennstal, Pyrrn, „2. Magistrale“ Südbahn etc.) wird nicht in Angriff genommen; die schnellsten Züge ab Graz in die Landeshauptstädte erreichen jämmerliche Durchschnittsgeschwindigkeiten (zwischen 62 und 77 km/h); die Fahrzeiten sgagnierenseit den 60-er Jahren. Dafür gibt es in der Steiermark 77 Bahnhofsneubauten; allein der Neubau des durchaus ansehnlichen Bahnhofs Schladming verschlingt 24 Millionen Euro. Wieder gilt: Erscheinungsbild vor Funktion, Prestige vor wirtschaftlicher Vernunft, potemkinsches Dorf vor zeitgemäßer Beförderungsqualität.

    Ad Sparer: Es ist semantischer Betrug, die Vermögens-“Zuwachs“ (!)Steuer in Analogie zur Kapital-„Ertrags“ (!) - Steuer“ aus „Gerechtigkeitsgründen“ einführen zu müssen und damit eine „echte Vermögensteuer“ abgewehrt zu haben. Denn de facto handelt sich bei beiden Abgaben um Substanzbesteuerung.: Worin besteht der „Ertrag“ bzw. der „ Vermögenszuwachs“, wenn die Verzinsung (wie häufig) unter dem Inflation liegt und der Sparer somit Kaufkraftverluste erleidet, während der Fiskus auf alle Fälle abschöpft; wenn nicht vom Gewinn/Ertrag, dann eben von der Sustanz. Zudem werden Bank-, Depotgebühren, Agios etc. nicht einbezogen, die weiter den Ertag mildern. Letztere werden zudem infolge der zusätzliche Bankenabgabe tendenziell steigen; Sparzinsen relativ zur zu erwartenden höheren Inflation weiter sinken.
    Sparen und Konsumverzicht sollte als Wert und Ausdruck verantwortungsvoller Haltung erkannt werden. Doch diese Maßnahmen, weisen den Sparer das neidbehaftete Stigma des “Reichen“ zu, den man nach Robin-Hood-Manier schröpfen könne, um die allgemeine Anspruchsmentalität zu bedienen. Die ist – auch – Ausdruck einer defensiven Konsumzwang – Wirtschafts-„Politik“, die sich zu Verschrottungsprämie (aus „Umweltschutzgründen“) und ähnlich kontraproduktivem Unsinn gesellt und sich anbahnende internationale (Export-)Konkurrenz-Unfähigkeit durch Inlandskonsum-Stimulation auf Kosten von Reserven kurzsichtig durch vernebeln soll.

  3. Ausgezeichneter KommentatorPhilipp Starl Partner Homepage
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2010 01:03

    So feierlich, verschwörerisch, verheißungsvoll, kollusiv und hoffnungsvoll dieser Artikel klingt, sollte man doch auf dem Boden der Tatsachen bleiben.

    Düsterer könnte die Lage für Menschen mit klarem Verstand und reinem Herzen nicht sein: die Regierung Pröll/Faymann hat ihre Macht an allen Ecken und Enden abgesichert. Die Medien sind fest in rot- schwarzer Hand, die Meinungsfreiheit wird beschnitten, politisch unangenehme Parteien und Personen werden abgehorcht und wenn sich Vermutungen hinter dem Fall Kampusch auch nur annähernd als wahr herausstellen sollten, ist diese Regierung oder Männer hinter ihr bereit, Menschen zu töten.

    Da dieser Blog auch von diversen Personen zumindest indirekt gelesen wird, sollte man auch bei der Wortwahl achtgeben. Doch eines wird diesen Herren nie gelingen: den Willen des Volkes dauerhaft zu unterdrücken und schon gar nicht, wenn sie selbst die Macht verlieren.

    Doch bleiben wir realistisch: in den USA ist so eine Bewegung alleine deshalb möglich, weil das amerikanische Volk schon seit jeher dem Proletariat entstammt und dem Gedanken von Freiheit sehr viel abgewinnen kann. In Europa ist jedoch den Völkern der Gedanke von Freiheit vor dem Staate gänzlich fremd. Seit über tausend Jahren wurden sie von Monarchen regiert und zu einem großen Teil sogar gut regiert. Diese "Unterwerfungssucht" zeigte sich am deutlichsten bei Hitler, der damals den Platz der verloren gegangenen Monarchen einnahm. Man kann von Völkern, die seit Ewigkeiten von oben herab regiert wurden, nicht erwarten, dass von heute auf morgen der Freiheitsgedanke überhand nimmt.
    Weiters ist zu beachten, dass der Aufbau einer Bewegung Jahre benötigt.

    Gerade aus meinem Mund sind solche Worte für den Leser natürlich überraschend. Wenn man aber das Land verändern will, muss man den Tatsachen ins Auge blicken und die Umstände zu seinen Gunsten zu nutzen wissen.

    Was kann man also tun? Wie schon vor einigen Tagen angemerkt, gilt es jetzt, die Bürger zu informieren, den Bürgern zu helfen. Der Zusammenbruch des Systems ist gewiss, die Politik sucht verzweifelt, die Katastrophe abzuwenden (Sarkozy forderte eine Währungsreform, die Amerikaner pumpen wie die Verrückten Geld in den Markt) und die EU spielt in ihrer Hilflosigkeit auf dem ihr so vertrauten Instrument, der Regelung und Erziehung der Menschen. Nur lassen sich Märkte nicht regeln und schon gar nicht lässt sich diese Katastrophe abwenden. Sie wird kommen, so sicher wie das Amen im Gebet.

    Die Bürger werden ihr Geld verlieren, sie werden verzweifeln, sie werden wütend und werden verzweifelt versuchen, einen Ausweg zu finden. Wer diesem Ansturm als erstes zum Opfer fallen wird, ist für jeden klar: die amtierende Regierung, welche das auch immer sein wird und keine Nachfolgeregierung wird ins kalte Wasser geworfen auch nur den Hauch einer Ahnung haben, was zu tun ist. Man muss dafür sorgen, dass die Bürger Bescheid wissen, Auswege wissen. Es wird gelten, die Ruhe zu wahren und den (berechtigten) Zorn zumindest soweit in vernünftige Bahnen zu lenken, dass die Situation nicht eskaliert. Ich befürchte nur, dazu wird niemand die Macht haben, aber wenn man im Kleinen etwas tut, ist es besser als nichts.

    Soweit wie möglich sollte man also dafür sorgen, dass die Bürger in Sachwerte investieren und so vor Wertverlust größtmöglich geschützt werden.

    Die Bürger müssen auch aufgeklärt werden, warum alles so passiert, wie es passiert, denn nur so ist die Basis dafür gelegt, dass sich die Geschichte in ferner Zukunft nicht noch einmal wiederholt. Die Bürger dürfen nicht dem Irrglauben verfallen, dass der Kapitalismus für ihr Leid verantwortlich ist. Die Gefahr hiefür ist leider extrem hoch, da sämtliche Staatsführer ihr Heil in dieser Erklärung suchen werden.

    Am Besten wäre es auch, eine Schutztruppe aufzubauen, dies ist als Appell an diverse Generäle des Bundesheers gemeint. Die Polizei wird vielleicht nicht mehr der Freund und Helfer des Volkes sein. Sie wird jedenfalls die Tore der geschlossenen Banken bewachen, das darf auch sinnbildlich gelesen werden.

    Sehr wichtig wird auch sein, den Rechtsstaat weitestgehend zu erhalten und ihn nicht der Politik als Fraß hinzuwerfen.

    Jeder kann im Privaten etwas tun, wie Reserven aufbauen und notleidenden Bürgern vielleicht mit Geld aushelfen, wenn es soweit kommt. Auch ein Appell an die Kirche ist zu richten. Sie soll endlich wieder anfangen, die karitative Organisation zu sein, die sie zu sein hat und keine beim Staat um Geld und Macht bettelnde Institution.

    Das ist so ziemlich alles, was man tun kann. Eine neue Bewegung braucht einfach viel zu lange, um sich zu etablieren. Sie kann es erst in den schweren Zeiten tun.

    So mancher mag diesen Kommentar für lächerlich befinden und ih sich als Kabarettstück an die Wand heften. Jenen kann ich nur sagen, dass ich sehr froh wäre, würden sie Recht behalten.

    Ich für meinen Teil werde lieber als Verrückter hingestellt, als den Staat Österreich und sein Volk so unvorbereitet und hilflos in dieses Chaos stürzen zu sehen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Oktober 2010 12:17

    Zum Thema Sparpaket, Studiengebühren JA oder NEIN:

    Manchmal frage ich mich, wie in Zeiten, als Studiengebühren (auch Schulgebühren) eine Selbstverständlichkeit waren, junge Menschen überhaupt studieren konnten.

    Für die ROTEN und GRÜNEN waren es zwangsläufig nur Kinder aus REICHEM Elternhaus.

    Daß das überhaupt nicht stimmt, kann ich nur am Beispiel meines Bruders (Jg. 1926), meines Mannes (Jg. 1931) und deren (Arzt)-Kollegen beweisen.

    Mein Mann, Heimatvertriebener aus Marburg an der Drau, war ---ohne einen Knopf Geld von zuhause zu erhalten (Vater tot, das Vermögen an den Staat Yugoslawien verloren)----mit 24 Jahren mit dem Medizinstudium fertig!

    Mangels Zuschüssen von daheim war er gezwungen, während des ganzen Studiums ---das ganze Jahr über, natürlich auch in den Ferien---zu arbeiten. Keine Arbeit war ihm zu hart, denn er hatte ein ZIEL vor Augen, das nur durch EIGENEN Einsatz zu erreichen war.

    Mein Bruder hatte, als er mit dem Studium begann, bereits Kriegseinsatz und Gefangenschaft hinter sich. Die Hörsäle waren heillos überfüllt, da ---kriegsbedingt---mehrere Jahrgänge gleichzeitig zum Studium drängten.

    Auch er hatte keinen Groschen Geld, als er sein Studium antrat. Es gab von zuhause kein Geld, da unser Vater 5 Jahre lang Berufsverbot hatte (obwohl minderbelastet). Dafür war der WILLE, das Studium so schnell wie möglich zu absolvieren, umso größer.
    Natürlich mußte auch er während des ganzen Studiums hart arbeiten, um es finanzieren zu können. Ich erinnere mich noch gut an Sommerferien, die er "Unter Tag" in einem KOHLENBERGWERK verbrachte, um nur eine der zahlreichen Tätigkeiten zu nennen. Besonders schlimm war auch die Arbeit in einer Glasbläserei.

    Verwöhnt waren die Burschen damals nicht! Wer Kriegseinsatz, Gefangenschaft oder Vertreibung hinter sich hatte, war froh, gefahrlos leben zu können.

    Ähnlich erging es sämtlichen Studienkollegen aus dieser Zeit: Es war nicht nur das Geld zum Leben aufzubringen, sondern auch für die Studiengebühren. Zu Weihnachten gab's dann nach und nach die erforderlichen Bücher für's Studium.

    Keiner von den damals Studierenden konnte es sich "leisten", so ZIELLOS wie viele der heutigen jungen Menschen, dahinzutreiben, noch dazu auf Steuerzahlers Kosten.

    Die Kinderbeihilfe ist für manche "Studenten" gleichbedeutend mit Taschengeld. Sie fordern, komfortabel wohnen zu können, häufig ein Auto ihr Eigentum zu nennen, mit einem Wort: Der Staat hat dafür zu sorgen, daß ein Student, eine Studentin "standesgemäß" ausgestattet wird, gleichgültig, wie ernst er/sie das Studieren nimmt. SO GEHT'S ABER NICHT!

  5. Ausgezeichneter KommentatorAlexander Renneberg
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2010 16:25

    O.T.

    http://derstandard.at/1287099908916/STANDARD-Interview-Deutsch-ist-nicht-gleich-Integration

    trinkt dieser mann heimlich?
    ist er noch recht bei trost?
    bekommt er subventionen?

    wenn 1 und 3 mit ja beantwortet werden können, umgehend von seinem posten entheben und subventionen streichen.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorbyrig
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2010 02:35

    meine tochter-studentin-war heute auf einer party-vorm do&co.es war im fernsehen auch deutlich zu hören.ich hab mit ihr vorher gesprochen,und ihr gesagt:gut geh hin,und vergiss eines nicht deinen kommilitonen mitzuteilen:ihr junge seid wieder einmal von den saturierten,übermächtigen alten über den tisch gezogen worden,ihr könnt,wenn diese fettsäcke blecha und kohl längst vermodert sind,die rechnung bezahlen.diesen pensionisten wurde nämlich keinerlei beitrag abverlangt,leuten,die oft schon mit 55 und früher in pension gegangen sind.
    und wieso erwähnt keiner,dass die gemeinde-wien-beamten weiterhin ihre privilegien haben können?ebenso die in kärnten?
    ich bin selbst nahe dem pensionsalter,aber empört,wie die vertreter der alten die jungen missbrauchen und ausnützen.andreas khol hat einmal von den sozialistischen gfriesern gesprochen-zu recht.inzwischen ist er selbst zu einem miesen gfriess geworden.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2010 07:01

    Die wurzeln der geldverschwendung liegen abgesehen vom pensionssystem eindeutig in den bestehenden 9 fürstentümern...pars pro toto sei hier das reich des erwin pröll und seiner hofschranzen erwähnt....da wirkt segensreich ein studierter musikpädagoge als finanz- und wohnbaulandesrat, der schulden in kärntner dimensionen angehäuft und hunderte millionen euro in seinem wohnbaubereich verzockt hat und trotzdem oder gerade deswegen fest im sattel sitzt..denn in derstaatsanwaltschaft St. Pölten sitzen fans des landesfürsten...ein weiterer treuer diener des diktators bevölkert den dubiosen vorstand des flughafens wien und fällt vor allem dadurch auf, dass er nicht einmal der englischen sprache mächtig ist..
    und so könnte man noch viele unfähige nutznießer des systems pröll aufzählen.....über allem und allen wacht dann noch der reichsjägermeister, zieht seine fäden und achtet auf strenge hofberichterstattung in dem von ihm abhängigen medien...im ORF ist das sowieso selbstverständlich
    ein schreckliches sittenbild einer demokratur, die vor allem von verschwendung und verhaberung geprägt ist und die bundesregierung wie einen laufburschen vor sich her treibt.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorMarcus Aurelius
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Oktober 2010 22:26

    Off topic? Keineswegs.
    Liebe Landsleute!
    Auf meinem norddeutschen Dach weht eine österreichische Fahne, komplett mit Bundesadler — leider made in China, andere gibt's nicht einmal bei eBay; der große Polyesterfetzen (2,5 x 1,5 m) hält den unwirschen Nord- und Ostseebrisen immer nur ein Jahr lang stand. Und so mancher Nachbar hat schon gefragt: "Albanien? Kosovo? Rumänien?"
    Wer so verkannt wird, muß was Besonderes sein: So weht sie, alle Jahre erneuert, über dem höchsten Hügel der Lüneburger Heide (162 m über dem Meeresspiegel) und sehnt sich heimlich nach den Alpen.
    Auch Österreich ist was Besonderes, sei es auch schon eine ganze Weile von seinen Bürgern und deren Repräsentanten kläglich im Stich gelassen. Aber dieses Land hat schon üblere Zeiten überlebt, und es bleibt liebenswert.
    Der Tag der Fahne geht in ~100 Minuten zu Ende. Oisdann:
    Herzliche Grüße an alle, die Österreich lieben!


alle Kommentare

  1. TCM (kein Partner)
    31. Oktober 2010 10:01

    Für diejenigen, die das Thema noch interessiert, ein sehr interessanter Kommentar über die Tea Party und die Republikaner aus der New York Times:

    http://www.nytimes.com/2010/10/31/opinion/31rich.html?_r=1&ref=opinion

  2. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    28. Oktober 2010 13:10

    Es kann doch nicht sein, dass Murdoch keinen Job für Sie hat, Herr Unterberger?

  3. Rainer (kein Partner)
    27. Oktober 2010 16:05

    siehe AUSTRIAN TEA PARTY auf Facebook - offene Gruppe

  4. Alexander V. Neumaier (kein Partner)
    27. Oktober 2010 10:22

    I beg to differ.

    Die US Tea Parties sind zwar nach außen hin eine Bürgerbewegung, aber sonst stimmen viele der hier gebrachten Ansichten einfach nicht.
    Die Tea Party Bewegung wird nicht von "den Jungen" getragen, sie wird, nach Außen, primär von Pensionisten und älteren, daher versorgten, Arbeitslosen und einigen kleinen Geschäftsleuten getragen.
    Das ist, gemessen an den vielen Meetings und den vielen Protestaktionen auch nachvollziehbar.
    Junge Aktivisten gibt es bei diesen Tea Parties nur sehr wenige.
    Desweiteren gibt es zwar einen öffentlichen Anstrich der Tea Party Bewegung als zumeist republikanische Bürgerbewegung mit dem Ziel der Eindämmung des Staates, finanziert und organisatorisch unterstützt wird die Bewegung aber von ein paar schwerreichen US Millonären mit einer ganz anderen Agenda.
    Deren Ziel ist es nicht weniger als die rasche Beendigung aller Anstregungen der Demokraten, eine Regierung zu führen und ein paar, nicht mehr als kümmerlich zu bezeichnende, gesetzliche Änderungen durchzubringen.
    Diese Ver- und Behinderung findet auch statt.

    Durch lautstarke Proteste und Wahlaufrufe.

    Durch Lähmung vieler staatlicher Institutionen indem sie mit Anfragen und sinnlosen Anträgen überfrachtet werden.
    Aktuell sammeln die Tea Party Anhänger sogar Stimmen für ein Impeachment Verfahren gegen Präsident Obama.
    Nicht etwa, daß ein solche nicht sinnvoll wäre, aber here Ziele, wie die Zurückdrängung des staatlichen Einflusses, verfolgen die Tea Party Anhänger nun wirklich nicht.
    Es geht nur darum, den aktuellen Präsidenten und eine Administration rasch zu entsorgen oder wenigstens zu lähmen.

    Kommt uns das bekannt vor?

    Klar, das konnte die SPÖ ab dem Tag der Angelobung der Regierung Schüssel I auch ganz gut.

    Wäre das gut für Österreich?

    Das einzige Argument, welches mir dafür einfällt, ist, daß es angesichts des Zustandes der österreichischen Politik kaum noch einen Unterschied machen würde, wenn es auch noch eine Tee-Kränzchen Bewegung gäbe.
    Die würde, dank der Besonderheiten der österreichischen Politik kaum weiter auffallen.

    Sonst aber wäre eine österreichische Tea Party nur ein weiterer Haufen Sand im Getriebe der Politik.

    Was aber tun?

    Man kann natürlich auf eine Apokalypse warten und sich darin gut vorkommen, indem man diese herbeizureden versucht.
    Das vertreibt die Zeit und, wenn dann doch kein Bürgerkrieg auftritt, kann man ja immer noch behaupten man hätte den Leuten so bildhaft die Gefahren eines solchen Krieges vor Augen geführt, daß sie dann eben doch zur Einsicht gelangt sind, den Bürgerkrieg gleich bleiben zu lassen.
    Einbildung ist eben auch eine Bildung, mit hohem Beliebtheitswerten bei Politikern und solchen die sich dafür halten.

    Schönreden kann man sich jede Situation.

    Besser wäre es aber, die Kleinkinderphantasien über Blut und (Bürger-) Krieg zu vergessen und realistisch zu werden.
    Es wird keinen Bürgerkrieg geben.
    Es wird auch keinen Zusammenbruch der Wirtschaft und der Gesellschaft geben.
    Es wird einfach nur eine lange wirtschaftliche Durststrecke geben.

    Wenn man in Österreich Verbesserungen einführen will, dann muß man zwei Dinge tun:

    1.) Aufklären. Die bestehende Situation realistisch und verständlich darstellen und diese Darstellung auch unter die Leute bringen. Ganz ohne Panikmache und ohne Bürgerkriegsphantasien. Die Österreicher sind nicht dümmer als der Rest der Welt. Wenn man ihnen zeigt, ganz ohne Ideologie, wie die Dinge stehen, dann werden sie es auch verstehen. Um sinnvolle Aufklärung zu betreiben bedarf es einer eigenen Plattform wie eben z.B. einer Zeitung. Ohne ideologische Ausrichtung und ohne politisches Sendungsbewußtsein.

    2.) Auf die Einhaltung der bestehenden Ordnungen, Gesetze und Vorschriften pochen. Dazu braucht man keine Juristen, dazu reicht es jeden Verstoß penibel zu dokumentieren, zu veröffentlichen und einer Behandlung durch die zuständigen Behörden zuzuführen. In aller Öffentlichkeit und ohne Rücksicht auf Ansehen, Stand oder kulturellen Hintergrund der Betroffenen. Opfer wie Täter. Auch dazu braucht man eine eigene Informationsplattform. Unabhängig und einfach nur der Realität verpflichtet.

    Als Grundlage dieser Tätigkeiten muß man nicht viel mehr tun, als alle Betroffenen neutral und gleich, wie es die Gesetze vorsehen, zu behandeln.

    Konsequent durchgezogen bedeutet dies, daß man dann eben auch aufzeigen muß, welche Ungleichheiten in Österreich bestehen.
    Warum eine einkommenabhängige Besteuerung falsch ist.
    Warum es Ungleichbehandlungen bei den Pensionsantritten gibt.
    Warum es eine Kaste an Politicos gibt, die längst zu einer weitgehend unantastbaren Gruppe Privilegierter geworden ist, ungeachtet der Parteifarbe.
    Warum der Staat finanziell an seinen Grenzen angelangt ist.
    Warum gerade massiv Investitionsgelder aus Österreich abgezogen werden. (Seit des Beginn der Diskussion über angebliche "Stiftungsprivilegien" wurden und werden massiv Gelder aus österreichischen Privatstiftungen über "Verrechnungsmodelle" abgezogen. Ein Trend der das Land viel Geld und Arbeitsplätze kostet und durch die geplante Änderung des Zwischensteuersatzes und die Vermögenssubstanzbesteuerung massiv begünstigt wird. Nähere Auskünfte erteilt dazu gerne Dr. Kraus von der Kathrein Bank, auch wenn er den Rest nie verstehen wird, er erlebt einfach täglich die Geldflüsse.)
    Welchen Einfluß dies auf die Schuldendienste der Zukunft haben wird.

    Konsequent bedeutet dies, den Österreichern die Augen zu öffnen.

    Dazu aber fehlt, nicht nur den Bürgerlichen, einfach der Mut, die Konsequenz und die Entschlossenheit.
    Und die Fähigkeit zu entscheiden, für eigene Anliegen auch eigenes Geld in die Hand zu nehmen.

    Also wird die Krise kommen, lange anhalten und dann, mit viel Verspätung, ein Umdenken und eine dazugehörige Aufholjagd stattfinden.
    Der Rest der Welt wartet nicht auf Österreich oder den Rest der EU.
    Die machen einfach weiter.

    Ganz wie in Schweden in den 1990er Jahren.

    Also empfehle ich, wenn dies möglich ist, entweder aktiv zu werden oder die kommenden Dinge abzuwarten.

    Nicht nur, auf hohem Niveau, Sudern sondern aktiv werden ;-)

    mfg

    DDr. Alexander V. Neumaier

    Als Nachsatz, man könnte auch endlich damit aufhören, immer nur Verschwörungen, egal welcher Art, zu sehen.
    Nein, es ist egal, ob manche Politiker einen Bilderberg erklimmen, Schürzen tragen oder schwarze Messen lesen.
    Es ist völlig egal, welchen Gott sie anbeten oder ob sie heimlich koksen und/oder im Nationalrat masturbieren.
    Die sind für echte Verschwörungen einfach allesamt zu dumm.
    Damit eine Verschwörung funktioniert, müssen die Beteiligten einfach wesentlich konsequenter, gebildeter und klüger sein als man dies österreichischen Politikern, beim besten Willen, attestieren kann.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      27. Oktober 2010 11:01

      Hinsichtlich des lustigen Verschwörunsgtheorien gebe ich dem DDr. V.N recht.

      Was Sarah Palin anbelangt, das sehe ich anders. Sie hat nicht nur schönere Beine als Obama, sie sieht auch weit. Wer von Alaska aus Russland sehen kann ist mir lieber als jemand, der in der Banknotenpresse die Lösung seiner Probleme sieht.

    • Erich Bauer
      27. Oktober 2010 11:59

      "...bedarf es einer eigenen Plattform wie eben z.B. einer Zeitung..."

      Schlage daher vor, bei "konrad on the roof" vorstellig zu werden. Spaß beiseite. Unsere Platform ("Zeitung") hier, ist dieser Blog. Er wird vielfach unterschätzt... auch von manchem Blogger... Und das ist derzeit gut so. Ich bin sogar überzeugt davon, daß viele "ÖVP-affine" aufgrund dieses Blogs dem Wiener "Traumtänzerhaufen" den Rücken gekehrt haben. Auch das ist gut so. Denn... wen man die "Nicht-SPÖler" nicht mehr vertreten will und nur noch Klientelpolitik betreibt, dann hätte die "Strafe" zuvörderst trotzdem die Richtigen erwischt. Machen Sie sich in Singapore keine Sorgen. Wir werden noch viel frecher...

      Daß sich unsere Politiker gegen die produktiven Nettozahler "veschwören" ist leider nicht von der Hand zu weisen. Allerdings braucht es dazu tatsächlich keiner besonderen intellektuellen Fähigkeiten. Das kann jede "Intelligenzruine".

    • brechstange
      27. Oktober 2010 14:39

      Sg Herr Dr. Neumaier,

      Zu Ihrem Nachsatz: Wenn aber Dumme fleißig werden, dann kann das nur Beschränkung von Freiheit und Wettbewerb bedeuten. Wenn diese Dummen an der Spitze sitzen, dann haben wir alle ein Problem.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      27. Oktober 2010 14:52

      brechstange, seit Lawrence J. Peter wissen wir, dass sich die Inkompetenz in den Führungspositionen ansammelt. Das ist ein Naturgesetz und gilt am gesamten Planeten.

      Der einzige Ausweg wäre die Verlosung aller Führungspositionen, und wer sich bewirbt, wäre damit gleichzeitig schon disqualifiziert. In Führungspositionen wird man immer zwangsläufig mehrheitlich die Idioten finden.

  5. Brigitte Imb
    26. Oktober 2010 23:26

    OT - Die Bayern verlangen von den Vorständen der LB Schadenersatz und ziehen das auch durch, unsere hingegen bekommen millionenschwere Abfertigungen (s. Pinkel - 2,9 Mio€).

    http://www.sueddeutsche.de/geld/bayernlb-schadenersatzforderungen-alle-mal-zahlen-bitte-1.1016079

    Der ORF schreibt bereits vom Einfrieren der Bezüge dieser Herrschaften.

    http://orf.at/stories/2022170/

  6. Marcus Aurelius (kein Partner)
    26. Oktober 2010 22:26

    Off topic? Keineswegs.
    Liebe Landsleute!
    Auf meinem norddeutschen Dach weht eine österreichische Fahne, komplett mit Bundesadler — leider made in China, andere gibt's nicht einmal bei eBay; der große Polyesterfetzen (2,5 x 1,5 m) hält den unwirschen Nord- und Ostseebrisen immer nur ein Jahr lang stand. Und so mancher Nachbar hat schon gefragt: "Albanien? Kosovo? Rumänien?"
    Wer so verkannt wird, muß was Besonderes sein: So weht sie, alle Jahre erneuert, über dem höchsten Hügel der Lüneburger Heide (162 m über dem Meeresspiegel) und sehnt sich heimlich nach den Alpen.
    Auch Österreich ist was Besonderes, sei es auch schon eine ganze Weile von seinen Bürgern und deren Repräsentanten kläglich im Stich gelassen. Aber dieses Land hat schon üblere Zeiten überlebt, und es bleibt liebenswert.
    Der Tag der Fahne geht in ~100 Minuten zu Ende. Oisdann:
    Herzliche Grüße an alle, die Österreich lieben!

    • Martin Bauer
      27. Oktober 2010 10:16

      Marcus Aurelius

      Ich werde am 30.10. zu Gunsten Ihres "Baumwoll-Hoserls" bei AU vehementest intervenieren.
      Das Hinunterscrollen um Ihre Kommentare geniessen zu dürfen nervt ungemein.
      Ich werde daher - entgegen der allgemeinen Meinung, Wertkonservative reden nur und tun nix - handeln!

    • brechstange
      27. Oktober 2010 14:42

      Im Ausland lernt man Österreich zu schätzen. Sollte jeder mal versuchen.

  7. Brigitte Imb
    26. Oktober 2010 22:24

    OT - Heidiwitzka, die Wr. Beamten, od. manche davon, sind "integere" Gestalten.
    Im AKH kommt die um 3 Mio € günstiger anbietende Reinigungsfirma nicht zum Zug, weil jemand Günstlingsbetreuung betreibt.
    Sicherlich gibt es ähnliche Fälle zuhauf, die uns halt leider nicht bekannt werden, jedoch allemal unser Steuergeld verschlingen.

    http://wien.orf.at/stories/478133/

    • Reinhard (kein Partner)
      27. Oktober 2010 09:05

      Die Wiener wissen das und wählen dem tiefrot durchwurzelten Magistrat wieder einen roten Vorstand.
      In Wien beginnt der Balkan...

  8. Wahrheit (kein Partner)
    26. Oktober 2010 20:14

    Ein lesenswertes Interview mit dem Philosophen Rudolf Burger (Lieblingsfeind anno 2000 der Linken) ist heute in der Kleinen Zeitung zu lesen:
    http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2531458/niemand-weiss-mehr-ein-staat.story

    • Undine
      26. Oktober 2010 21:06

      @Wahrheit

      Na, wenigstens EIN prominenter Österreicher mit ausreichend MUT!

    • Reinhard (kein Partner)
      26. Oktober 2010 21:10

      Danke für den Link, absolut lesenswert!
      Bemerkenswert diese offenen Worte:
      "Die politische Pest des 20. Jahrhunderts war der reale Faschismus. Das politische Elend von heute ist der imaginäre Antifaschismus, ein nachgeholter, eingebildeter Widerstand, der sich selbst als Prophylaxe versteht, aber in Wirklichkeit eine Form von Geisterbeschwörung ist."
      Auf den Aufschrei der linken Berufsantifaschisten bin ich schon gespannt...

      Und wieder fällt mir Watzlawicks Geschichte vom Mann ein, der klatschend die Elefanten in Wien verjagt...

    • Heri (kein Partner)
      26. Oktober 2010 21:23

      Ausgezeichneter Artikel. Alle Punkte (Strache vs. Haider, Arigonisierung, Länder/Bayern, etc) vollkommen richtig beobachtet.

    • TCM (kein Partner)
      26. Oktober 2010 22:27

      Ebenfalls Danke für den Link! Großartiges Interview, kann mir kaum ein besseres Wort zum Nationalfeiertag vorstellen.

    • fosca
      26. Oktober 2010 23:15

      Hervorragendes Interview zum Tage, aber anscheinend dringen solch geniale Analytiker und Denker nicht bis zu unseren Politikern vor! :-(

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      27. Oktober 2010 10:58

      Undine, es gibt sicher viel mehr davon. Die werden aber in der gleichgeschalteten Presse totgeschwiegen.

  9. Brigitte Imb
    26. Oktober 2010 15:09

    Die "fähigste Regierung" aller Zeiten holt sich bei den Studenten 130 Mio€, ohne auch nur ansatzweise darüber nachzudenken ob es andere Einsparungsmöglichkeiten gäbe.
    Ich möchte nur auf die Inseratewut dieser Regierung aufmerksam machen, wo so mir nichts-dir nichts 100 Mio€ zum Fenster hinausgeworfen werden.
    Die Studenten sollten die sofortige Beendigung dieses Wahnsinns zu ihren Gunsten fordern.

    • Segestes (kein Partner)
      26. Oktober 2010 16:35

      Die Studenten werden noch stärker Grün wählen als bisher.
      Gratulation SPÖVP ^^

    • Anton Aushecker (kein Partner)
      26. Oktober 2010 17:03

      Die Studenten wie jene von unibrennt beschäftigen sich lieber damit, ob in den Diskussionen ordentlich gegendert wird. Noch fragen? Das Pulver für Aufstand wurde längst verschossen. Ein Jausengegener für die Regierung, somit auch klar, warum dort eingespart wurde.

      Die Bankensteuer ist auch völlig klar: jeder (außer Laura Rudas) weiß, dass die Mehrbelastung an die Konsumenten (=Kontobesitzer, Kreditnehmer) weitergegeben wird. Unter dem Strich einfach eine neue Massensteuer. Nur hat die SPÖ damit gewonnen: Sie kann dem blöden Volk erzählen, dass "die Banken/die Reichen" zur Kasse gebeten werden und es wird ihr durchgehen.

      Die Pensionen werden kräftig erhöht (ja, alles über 0 bezeichne ich als kräftig) und das nur deshalb, weil dort wirklicher Widerstand zu erwarten wäre. Dabei sind nicht einmal Wahlen vor der Tür. So schwach ist ein Faynachtsmann!

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      26. Oktober 2010 18:00

      Diese Unterwerfung, oder besser Anbiederung an eine großteils präpotente Gruppe ist in der Tat bemerkenswert. Alle Achtung.

    • brechstange
      26. Oktober 2010 19:18

      Dafür gibt es 80 Mio Euro für die sozialistische Ganztagesaufbewahrungsstätte.

    • JEZ (kein Partner)
      26. Oktober 2010 19:45

      Als die "Studenten" mit den Rektoren zum Ballhausplatz pilgerten sah man ein riesiges Transparent:
      G E L D O D E R L E B E N
      vor diesen "Räubern" hat die knieweiche Regierung kapituliert.

    • Brigitte Imb
      26. Oktober 2010 21:51

      Natürlich, die linken Krawallmacher gibt es auch, od. v.a. bei den Studenten, jedoch ist es vermessen zu pauschlisieren, alle Studenten seien linker Abschaum.
      Die anständigen sind der weitaus größere Teil, aber leider vermag ein kl. Teil immer wieder für Unmut zu sorgen.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      26. Oktober 2010 22:31

      Liebe Brigitte, die USA, wo sich Studenten immer schon alles selbst zahlen mussten, haben die doppelte Akademikerquote.

    • Brigitte Imb
      26. Oktober 2010 22:42

      Wir sind aber nun einmal hier in Ö und es geht um UNSERE Leute, die von der polit. Elite beschnitten werden und diese selbsternannte Elite ist nicht bereit bei sich selbst etwas zu ändern.
      Damit meine ich nicht deren Überbezahlung, sondern deren feudale Netzwerke samt all ihrer Verschwendung und Verluderung. Kein Gedanke an eine Verwaltungsreform, aber den "Kleinen" wieder Kürzungen auferlegen, darum geht es.

    • Reinhard (kein Partner)
      27. Oktober 2010 09:00

      Werte Brigitte, ich muss Shrooms durchaus Recht geben.
      Jetzt zu bejammern, dass die Unis weniger mehr bekommen als sie bräuchten, ist genau die Hernagehensweise all jener linker Florianijünger, die immer nach Mehr schreien, auch dann wenn nichts mehr da ist. Mit dem Finger auf die Politiker zu zeigen und deren eigenen Sparunwillen anzuprangern ist zwar richtig und notwendig, taugt aber nicht als Ausrede für eigene Begehrlichkeiten.
      In den USA ist es vor allem die Abschlussquote, die beweist, dass es eine erxtrem hohe Motivation bringt, wenn man sein Lernen auch noch selbst erarbeiten muss. Bei uns gilt: Was nix kost' ist nix wert.
      Was Ihre Einschätzung des sumpfigen Feudalapparates gehe ich mit Ihnen konform, aber es geht bei den Protesten an der Uni nicht um Weniger auch für andere sondern nur um Nochmehr für einen selbst. Und das ist die falsche Herangehensweise. Leider geht hier in Österreich nur jemand auf die Straße, der sich einen direkten persönlichen Vorteil davon verspricht. Um etwas zu verhindern, sei es Verschwendung oder Verfassungsbruch, geht niemand vor die Tür. Leider.
      Wenn man den liberalen Gedanken unterstützt muss man auch seine Folgen für einen selbst mitkalkulieren. Wahrscheinlich gibt es deswegen so wenige wirklich ehrliche Liberale, denn die Freiheit beinhaltet auch die Freiheit, zu denen zu gehören, die auf die Nase fallen. Der Wegfall der gesellschaftlichen Vollkaskoversicherung kann schmwezhaft sein.

    • Reinhard (kein Partner)
      27. Oktober 2010 09:01

      schmerzhaft natürlich...

  10. Alexander Renneberg
    26. Oktober 2010 14:51

    weiß eigentlich jemand von den werten mitpostern wie es sich verhält wenn jemand ab 24 keine familienbeihilfe mehr bekommt.

    kann dieser/diese denn dann nicht einfach die grundsicherung beantragen?

    meines erachtens ja, aber ich kann mich irren.

    • Philipp Starl
      26. Oktober 2010 16:52

      Sie meinen, wenn er nicht studiert? Dann ja (in Wien), ansonsten nicht, da die Mindestsicherung daran gebunden ist, dass jemand seine Arbeitskraft zur Verfügung stellt, was bei einem Studenten prima facie ausgeschlossen wird.

    • brechstange
      26. Oktober 2010 19:20

      Auch sind die Eltern unterhaltspflichtig, damit wird das Einkommen und Vermögen der Eltern mitgerechnet. Dieses muss nicht gerade hoch sein.

    • Alexander Renneberg
      26. Oktober 2010 19:40

      na ich werde morgen mal beim ams anrufen und mich erkundigen.

      denn ich glaube

      a) nicht, dass hier das vermögen der eltern eingerechnet werden kann wenn jemand über 18 jahre alt ist, und ich glaube auch nicht, dass in diesem fall unterhaltspflicht besteht. woraus sollte sich das ableiten?
      und selbst wenn, dann würde die differenz ausbezahlt

      b) was herr starl schreibt mag schon stimmen, aber studenten arbeiten ja auch nebenher, also können sie ihre arbeitsleistung auch anbieten, denn

      c) steht diese grundsicherung jedermann/frau zur verfügung. ich erinnere mich nicht gelesen zu haben, dass es für studenten nicht gilt.

      das wäre ja ein echter bock der hier geschossen wurde, könnten die studenten grundsicherung ab dem 24 lebensjahr beantragen.

    • brechstange
      27. Oktober 2010 14:45

      Herr Renneberg,
      Lassen Sie uns bitte die Ergebnisse Ihrer Recherche wissen? Danke.

  11. pan (kein Partner)
    26. Oktober 2010 13:28

    Zur "Tea Party" in den USA:

    Sieht man sich die drei Damen an der Spitze dieser "Bewegung" an - Gute Nacht, USA!

    • adenauer (kein Partner)
      26. Oktober 2010 17:20

      Wer kann schlechter sein als die ewigen Kriegstreiber Bush, Obama, Clinton usw

    • TCM (kein Partner)
      26. Oktober 2010 22:47

      Wer kann schlechter sein als die ewigen Kriegstreiber Bush, Obama, Clinton usw


      Sarah Palin?

  12. Jebus Kristos (kein Partner)
    26. Oktober 2010 13:18

    Na endlich zeigt sich in welche Richtung es hier geht. Tea Party Time, das passt zum geistigen Niveau der meisten Leute hier. Gegen alles, am besten das Rad der Zeit um 100 Jahre zurückdrehen, zurück in die Höhlen da zählte noch Leistung... Ein Mischmasch aus diversen Werten, alles unter einem Hut, vom Marktradikalismus über Rassismus bis zur Religion. Laut, dumm und frustriert, dazu muss man sich nur die amerikanischen Vorbilder ansehen. Viel Spass dabei - die Frau Imb könnte glatt eine österreichische Palin werden.

    Ach übrigens Herr Unterberger: Soweit ich weiss müssen Studenten die Familienbeihilfe erhalten einen etsprechenden Studienerfolg nachweisen, jedes Semester. Die Lügen von den nichtstudierenden Studenten können sie sich folglich sparen. Wer nicht studiert und eingeschrieben ist bekommt nichts und zahlt Gebühren. Das trifft übrigens nicht nur auf die hier so verhassten Geistes, Sozial und Wirtschaftswissenschaftler sondern auch die MINTler zu. Auch für die großen Hoffnungsträger der Konservativen wird dann nur mehr bis zum Bachelor finanziert. Aber das macht ja nix, weil früher haben wir ja auch und überhaupt arbeiten, Leistung blabla. Die fleissigen Leister, die sich hier das Maul zerreissen, möchte ich mal in einem technischen Studium der Gegenwart sehen. Die Tatsache, dass es manche schaffen mögen sagt übrigens noch nicht besonders viel aus. Aber vielleicht bringt uns das endlich wieder zu einer guten konservativen Universität wo nur die Elite, pardon die mit entsprechendem finanziellen Background hochkommen.

    • Segestes (kein Partner)
      26. Oktober 2010 13:57

      Amen, kann ich da nur sagen, lieber Jebus.

      Ansonsten muss man Herrn Unterberger verstehen. Die einzigen Studenten von denen man in der Öffentlichkeit etwas wahrnimmt, sind in der Regel seine ideologischen Intimfeinde, nämlich linksrabiate Eiferer, die vor allem durch ihre Lautstärke auffallen. Keine Ahnung warum die konservative Studentenschaft ihren Allerwertesten nicht hochbekommt um auf die Aktionismus-Trommeln zu klopfen. Aber vielleicht sollten sich Unterberger und Co genau darüber den Kopf zerbrechen, anstatt wie mit dem Dreschflegel zu versuchen, gewissen Elementen in der Studentenschaft die vermeintliche finanzielle Basis zu entziehen und dabei billigend in Kauf zu nehmen, dass es die Masse der "unschuldigen" (= nicht-linksrabiaten) Studenten genauso trifft, wenn Beihilfen gekürzt werden.

    • Jebus Kristos (kein Partner)
      26. Oktober 2010 14:32

      Ich würde mal sagen, dass keineswegs nur Linksradikale Studenten bei den Demonstrationen mitgehen. Gerade eine breite und möglichst gut zugängliche Bildung sollte eigentlich im Interesse aller sein, da stimmen auch viele Konservative zu.
      Tendentiell sind "die Konservativen" (jetzt beginne ich auch schon mit solchen Stereotypen) natürlich eher gut versorgt als irgendwelche Normalos, oder Gott bewahre, gar linke Studenten. Wer vom Elternhaus Wohnung, und sonstige Zuschüsse mit Leichtigkeit bekommt macht sich natürlich wenig Mühe den Allerwertesten hochzubekommen.

      Wie auch immer, bei der derzeitigen Vereinbarkeit von Studium und Arbeit (und ich spreche hier nicht von einem kleinen Nebenjob) halte ich die Streichung der Beihilfe für eine fatale Idee. Und nein liebe Poster, nicht nur fatal für die faulen Ewigstudenten die hier immer herbeigedacht werden (und ohnehin selber zahlen müssten - siehe oben) sondern fatal für alle die zwar Hirn aber keine wohlhabenden Eltern haben. Aber dann importieren wir eben das was wir brauchen aus dem Ausland, geht ja beim Gemüse auch. Ob dem durchschnittlichen Leser hier die vielfarbigen Gestalten dann passen darf im Hinblick auf die Postings durchaus bezweifelt werden.

    • Segestes (kein Partner)
      26. Oktober 2010 15:45

      Das Importieren von Arbeitskräften hat im ÖVP-Lager ja Tradition. Neuerdings firmiert diese Strategie unter dem Oberbegriff "Schlüsselarbeitskräfte". Und dann weinen ausgerechnet die Anhänger dieser Partei, wegen der grassierenden Überfremdung. Pure Ironie.

      Übrigens, ich schrieb "linksrabiat", nicht "linksradikal".
      Da mache ich schon einen qualitativen Unterschied. Linksradikale wird man bei Studenten relativ selten finden. Linksrabiate, die etwas harmlosere Schiene also, schon eher. Ich spreche da auch aus Erfahrung.
      Aber klar, wem denn, außer diesen Leuten die ihre Probleme laut thematisieren, sollen sich die "normalen" Studenten anschließen, wenn man ihnen sämtliche Mittel zusammenstreicht?
      So gesehen treibt die tendenziell asoziale, schwarze Bildungspolitik (die von der systemkonformen, nicht minder asozialen SPÖ natürlich voll mitgetragen wird), viele junge Menschen in die Arme von Links-Außen-Gruppierungen.
      Ein Eigentor, sozusagen.

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. Oktober 2010 16:42

      „Bevor ihr streitet, klärt die Begriffe.“
      Konfuzius

      Radikal, rabiat, extrem – worin besteht nun wirklich der Unterschied?

      Radikal (von radix - lat. für Wurzel, Ursprung), also fundamentalistisch, sich an den Ursprüngen orientierend.

      Rabiat (von rabies, rabidus - lat. für wütend, rasend, auch Wut, Tollwut), somit gewalttätig, brutal.

      Extrem (von exter, exterior, extimus - lat. für außen, weiter außen befindlich, der äußerste Teil) also „am Rande“ (des Erträglichen).

      Na, da wäre mir „radikal“ doch lieber als „rabiat“.
      Denn einem „Radikalen“ gegenüber ist ein Argument noch sinnvoll, einem „Rabiaten“ kann man bestenfalls eine aufs Maul hauen.
      Da spielt die Vernunft längst keine nennenswerte Rolle mehr.
      Siehe „vis ultima ratio“ – was schlicht bedeutet, dass Gewalt (vis) auch (!) ein brauchbares Mittel wäre, allerdings erst dann, wenn alle sich anbietenden Mittel der Vernunft (ratio) nichts mehr nützen (ultima).

      Was wiederum eine Frage der vorhandenen Mittel der Vernunft ist, und somit erklärt, warum die Linken eher zur Gewalttätigkeit neigen als sonst eine Gruppierung.

  13. Neppomuck (kein Partner)
    26. Oktober 2010 13:04

    Fast könnte man sagen: "spannend zu lesen".

    http://de.wikipedia.org/wiki/Boston_Tea_Party

    Einzelheiten der Vorgeschichte wie Geldknappheit der Hegemonialmacht, persönliche Interessen, grundsätzlicher Freiheitsdrang etc. zeigen überdies Analogien auf, die unseren "Machthaberern" (© Ottilie Matysek) zu denken geben sollten.

    Sich heute allerdings als "Rothäute" oder gar "Redcoats" (britische Truppen) zu verkleiden hielte ich nicht für sinngemäß, ebenso wenig, wie 'schwarze Soutanen' einer passenden Symbolik gerecht werden.
    "Gegenfeuer" mag vielleicht bei Waldbränden nützen, wenn es kontrolliert gelegt ist.

    Etwas "blau" sollte schon dabei sein.

  14. Undine
    26. Oktober 2010 12:17

    Zum Thema Sparpaket, Studiengebühren JA oder NEIN:

    Manchmal frage ich mich, wie in Zeiten, als Studiengebühren (auch Schulgebühren) eine Selbstverständlichkeit waren, junge Menschen überhaupt studieren konnten.

    Für die ROTEN und GRÜNEN waren es zwangsläufig nur Kinder aus REICHEM Elternhaus.

    Daß das überhaupt nicht stimmt, kann ich nur am Beispiel meines Bruders (Jg. 1926), meines Mannes (Jg. 1931) und deren (Arzt)-Kollegen beweisen.

    Mein Mann, Heimatvertriebener aus Marburg an der Drau, war ---ohne einen Knopf Geld von zuhause zu erhalten (Vater tot, das Vermögen an den Staat Yugoslawien verloren)----mit 24 Jahren mit dem Medizinstudium fertig!

    Mangels Zuschüssen von daheim war er gezwungen, während des ganzen Studiums ---das ganze Jahr über, natürlich auch in den Ferien---zu arbeiten. Keine Arbeit war ihm zu hart, denn er hatte ein ZIEL vor Augen, das nur durch EIGENEN Einsatz zu erreichen war.

    Mein Bruder hatte, als er mit dem Studium begann, bereits Kriegseinsatz und Gefangenschaft hinter sich. Die Hörsäle waren heillos überfüllt, da ---kriegsbedingt---mehrere Jahrgänge gleichzeitig zum Studium drängten.

    Auch er hatte keinen Groschen Geld, als er sein Studium antrat. Es gab von zuhause kein Geld, da unser Vater 5 Jahre lang Berufsverbot hatte (obwohl minderbelastet). Dafür war der WILLE, das Studium so schnell wie möglich zu absolvieren, umso größer.
    Natürlich mußte auch er während des ganzen Studiums hart arbeiten, um es finanzieren zu können. Ich erinnere mich noch gut an Sommerferien, die er "Unter Tag" in einem KOHLENBERGWERK verbrachte, um nur eine der zahlreichen Tätigkeiten zu nennen. Besonders schlimm war auch die Arbeit in einer Glasbläserei.

    Verwöhnt waren die Burschen damals nicht! Wer Kriegseinsatz, Gefangenschaft oder Vertreibung hinter sich hatte, war froh, gefahrlos leben zu können.

    Ähnlich erging es sämtlichen Studienkollegen aus dieser Zeit: Es war nicht nur das Geld zum Leben aufzubringen, sondern auch für die Studiengebühren. Zu Weihnachten gab's dann nach und nach die erforderlichen Bücher für's Studium.

    Keiner von den damals Studierenden konnte es sich "leisten", so ZIELLOS wie viele der heutigen jungen Menschen, dahinzutreiben, noch dazu auf Steuerzahlers Kosten.

    Die Kinderbeihilfe ist für manche "Studenten" gleichbedeutend mit Taschengeld. Sie fordern, komfortabel wohnen zu können, häufig ein Auto ihr Eigentum zu nennen, mit einem Wort: Der Staat hat dafür zu sorgen, daß ein Student, eine Studentin "standesgemäß" ausgestattet wird, gleichgültig, wie ernst er/sie das Studieren nimmt. SO GEHT'S ABER NICHT!

    • Alexander Renneberg
      26. Oktober 2010 12:53

      ein grund könnte sein, dass sich die menschen damals noch etwas abverlangt haben.

      wer von der heutigen jugend verlangt sich noch etwas ab....?

      die zeit damals war unter anderem geprägt von:
      mäßigkeit
      ordnung
      entschlossenheit
      genügsamkeit
      fleiß
      aufrichtigkeit
      demut

      würde man das heute verlangen fielen fast alle um vor lachen.

      daher greifen reformen viel zu kurz, angefangen muss in den kindergärten, den volksschulen und vorallem wieder bei den eltern werden.

      die einzige chance der bürgerlichen besteht meines erachtens darin diese werte wieder verstärkt einzubringen und zu fördern.
      auch wenn das ein projekt von 20 jahren ist.

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. Oktober 2010 13:10

      "Werte" unterliegen einem ständigen Wandel, Alex, auf "Tugenden" sollte man Wert legen.
      Wobei die bekannten "Sekundärtugenden" nicht gemeint sind.

      Dann bekommen die "wahren Werte" schon wieder den ihnen zustehenden Stellenwert.

    • Alexander Renneberg
      26. Oktober 2010 13:23

      neppomuck

      das höre ich immer wieder. "der wertewandel"

      meine frage dazu lautet: wie wandelt sich denn z.b. der wert der freundschaft, der treue, etc.?

      ist man, unterliegt man ebensdiesen wertewandel, dann nur mehr an 267 tagen treu und an, sagen wir, 302 tagen "befreundet"?

      mag sein, dass ich werte mit tugenden verwechsle.

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. Oktober 2010 13:47

      Deshalb schrieb ich auch "wahre Werte".

      Und was "wahr" ist, muss jeder für sich entscheiden.
      Wertekataloge prägen den Charakter einer Kultur, einer Schicksalsgemeinschaft.
      Sind also oft durchaus als "subjektiv" anzusehen.
      z.B. 'Gott, Ehre, Freiheit, Vaterland'.
      Oder 'Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit'.

      Tugenden hingegen halten jeder objektiven Prüfung stand.

      Als da wären:
      Weisheit oder Klugheit (sapientia, prudentia),
      Gerechtigkeit (iustitia),
      Tapferkeit (fortitudo, magnitudo animi) und
      Mäßigung (temperantia)
      und (lt. Kirche) -
      Glaube (fides)
      Hoffnung (spes)
      Liebe (caritas)

    • Alexander Renneberg
      26. Oktober 2010 13:53

      ja danke neppomuck, habe grade in wiki nachgelesen.

      ich habe das ja immer ein wenig als ähnlich betrachtet. das erklärt zum einen den möglichen wandel von werten aber die unwandelbarkeit von tugenden.

      gute erklärung, neoppomuck. danke.

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. Oktober 2010 13:57

      N.B.:

      "Tugenden" beziehen sich außerdem nur auf "die Person", "Werte" werden von einem Kollektiv anerkannt.

    • Brigitte Imb
      26. Oktober 2010 14:31

      Richtig Undine, die Generation unserer Väter wurde nicht ins Wohlstandsbett geboren, sie haben es sich schwer erarbeitet.
      Auch mein Vater u. seine Familie zählten zu den Vertriebenen, jedoch hat diese Tatsache sie nicht in Lethargie fallen lassen, sondern noch mehr Antrieb vermittelt und mit eisernem Fleiß u. Entschlossenheit haben diese Menschen sich wieder eine ordentliche Existenz aufgebaut.
      Mein Vater(Jg.1923) konnte es sich nicht leisten ein Semester zu wiederholen, er hatte nicht einmal genug zw. den Zähnen und selbst Jahrzehnte danach, als es ihm und somit seiner Familie möglich war im Wohlstand zu leben, wurde bei uns jede Ausgabe zweimal angeschaut, bevor sie getätigt wurde. Das klingt für Aussenstehende womöglich geizig, ich kann Sie jedoch beruhigen, damit hat das nichts zu tun, es handelte sich rein um Umsichtigkeit u. Verantwortung. Uns Kindern wurde Leistungsbereitschaft vermittelt u. abverlangt, nur zum Spaß gab es bei uns nichts, dazu saß der Schock der mageren Jahre zu tief im Gedächtnis meiner Eltern.
      Wir waren u. sind es gewohnt für unsere Annehmlichkeiten zu lernen u. zu arbeiten und wir wissen es sehr zu schätzen was unsere Elterngeneration geleistet u. uns vermittelt hat. Werte!
      Meine älteste Tochter verirrte sich in ihrer Studienzeit kurzfristig auf den Weg der Bequemlichkeit, der uns Eltern dazu veranlaßte die Tantiemen auf Null(!) zu reduzieren und siehe da, diese Zaesur hat das Mädel wieder rasch auf den richtigen Pfad geleitet. Statt Parties zum Wochenende "besuchte" sie Arbeitsstätten um ihr Studium finanzieren zu können, sich die Wohnung leisten zu können, etc.
      Sie war sich ihrer Schuld durchaus bewußt und beschwerte sich kein einziges mal und trotz finanzieller Schwierigkeiten, od. gerade deshalb, rasselte es eine pos. Prüfung nach der anderen.
      Also was ich damit sagen möchte: Die Jugend darf ruhig gefordert werden, das verleiht zusätzlichen Ansporn. Wenn ich Studentenvertreter sprechen höre, die uns weismachen wollen, dass die Hälfte der Studenten an der Armutsgrenze nagt, veranlaßt mich dies nur zum Lachen, denn es stimmt absolut nicht. Diese armen Geschöpfe besitzen vielleicht keinen 106`Plasmafernseher und keinen BMW, auch kein Penthouse, haben aber ein Dach über dem Kopf und genug zu essen, also nix Armut! Und soviel ich weiß werden auch heutzutage gute Leistungen honoriert in Form v. Stipendien. Diese Fratzen sollen endlich aufhören zu jammern und beginnen zu lernen.
      Ein Schlaraffenland gibt es nicht zum Nulltarif, dies ist nur der politischen Klientel vorbehalten und denen müssen wir das auch noch austreiben.

    • Undine
      26. Oktober 2010 16:02

      @Brigitte Imb

      Den Faden können wir gleich weiterspinnen, weil es auch zum Thema paßt!
      Sie schrieben, daß Sie Ihrer studierenden Tochter den Geldhahn zugedreht haben, als sich ein "Schlendrian" einstellen wollte. Wie sich an den "Folgen" gezeigt hat, war dieser Kunstgriff ein sehr probates Mittel, den zu schwächeln beginnenden Lerneifer wieder krätig und erfolgreich anzukurbeln.

      Wäre es im Zusammenhang mit unserer immensen Staatsverschuldung nicht angebracht, bei jenen Leuten den Sparstift anzusetzen, die nicht zur "FAMILIE ÖSTERREICH" gehören, nämlich bei den Legionen von ausländischen Schmarotzern, durch deren nicht zu knappe Mitschuld an unserer Finanzmisere für die eigenen Bürger des Landes das Geld kaum ausreicht?

      Brigitte, Sie schreiben, daß Ihr Vater auch zu den Heimatvertriebenen nach dem 2. WK gehört. Die meisten der damals unter den schrecklichsten Bedingungen Vertriebenen wären, wenn es nur irgendwie möglich gewesen wäre, liebend gerne in ihre alte (oft seit vielen Generationen!) Heimat zurückgekehrt. Daß gerade diese fleißigen, höchst anständigen Menschen für Ö ein sehr großer Gewinn waren, muß auch einmal erwähnt werden.

      Sie hätten die Ärmel hochgekrempelt und wieder von vorne begonnen. Sie hätten nach und nach ihre zerstörte Heimat wieder aufgebaut und nicht tatenlos im Ausland abgewartet, bis ihre ALTE HEIMAT wieder AUFGEBAUT wird, von wem auch immer.

      Es scheint also doch NATIONALEIGENSCHAFTEN zu geben, die die einen Menschen dazu befähigen, mit eigener Kraft das Leben zu bewältigen und wiederum andere, die tatenlos herumsitzen, natürlich auf Kosten anderer, die drauf warten, daß sie versorgt werden, ohne einen Finger zu rühren, und erst, wenn sich's gar nicht mehr vermeiden läßt, in ihre von anderen wieder aufgebaute Heimat ( versorgt mit ausreichend "Reisegeld- und proviant"), zurückzukehren.

      Gegen diese mangelnde Bereitschaft, etwas zu leisten, um dann die Früchte ernten zu können, hilft nur eines: DEN GELDHAHN für die SCHMAROTZER unter den Ausländern ZUZUDREHEN.

    • Brigitte Imb
      26. Oktober 2010 17:18

      Undine

      Ja, genauso ist es, GELDHAHN zu. Oh, wem gefällt es nicht, sich in ein gemachtes finanziell abgesichertes Nest zu legen, Annehmlichkeiten anzunehmen und sich eine feine Zeit zu gönnen? Sind diese Segnungen jedoch nicht gegeben, werden die meisten danach trachten, dies durch Arbeit zu erreichen.

      Ich bekomme ja die "Krise" wenn ich bei meiner jüngsten Tochter in der Klosterneuburgerstr. bin, dort sieht man fast ausschließlich "betuchte" Frauen mit ihrem Gebieter und einer Schar v. Kindern, bereits am Vormittag in der Sonne sitzen, od. spazierend den Tag genießen. Auf wessen Kosten wohl?

      Mir reicht´s!! Seit über 30 Jahren bezahle ich Steuern, nicht zu knapp und nun darf ich abermals zusehen, wie unsere eigenen Leute wieder beschnitten werden und bei den Schmarotzern nicht einmal angedacht wird, wenigstens als Minimum die deutsche Sprache zu erlernen und die Politiker ihre Günstlinge weiter versorgen und auch hier keine Einsparungen vornehmen.
      Das Unternehmen meines Mannes ermöglicht es mir diesem Spuk entgegenzutreten, bin ich doch für den Betrieb eine gr. finanzielle Belastung und muß daher bald beim AM angemeldet werden.
      Möglichst viele Familienbetriebe sollten so agieren, ev. können wir so den Verantwortlichen zeigen, dass nicht nur Ausländer die Sozialtöpfe beanspruchen weil es in Ö entsprechend dämliche Gesetze gibt. Es wird dem AMS auch kaum gelingen mich in doofe Schulungen zu stecken - ich bin so krank.
      Logisch, dann gehöre auch ich zu den Schmarotzern, damit werde ich leben können, denn die Politiker haben mich gelehrt, auch ein wenig skrupellos zu agieren.

  15. M.U. Shrooms (kein Partner)
    26. Oktober 2010 11:51

    Ein guter Kommentar zum richtigen Thema zur rechten Zeit.

    Für eine Tea-Party ist es aber noch zu früh, der Leidensdruck ist noch nicht groß genug. Bei uns muss der naturgemäß stärker ausfallen, weil wir deutschsprachigen viel obrigkeitshöriger sind.

    Diesmal trifft starl den Ton, finde ich: Ängstlichkeit des Volkes, versteckt hinter rechthaberischem Besserwissen. Ja nix anrühren, wird schon vorbeigehen.

  16. horst (kein Partner)
    26. Oktober 2010 10:52

    zeit für eine party - hurra sie sind wieder mittellos...

  17. TCM (kein Partner)
    26. Oktober 2010 10:38

    Das mit der amerikanischen Tea Bag Bewegung stimmt so nicht ganz. Die meisten ihrer Anhänger sind ältere, gut verdienende Menschen, außerdem wird diese Bewegung von großen Konzernen finanziell und logistisch unterstützt.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      26. Oktober 2010 11:53

      von großen Konzernen finanziell und logistisch unterstützt...

      Das wäre gut, wenn es so wäre. Bewegungen schaffen dann den Erfolg, wenn sie mächtige Unterstützung erfahren.

      Ansonsten sieht man da nur, dass die Alten noch Kraft haben, die Jungen offenbar nur mehr ipods.

    • TCM (kein Partner)
      26. Oktober 2010 22:34

      Das wäre gut, wenn es so wäre.

      Ist tatsächlich so. In der NYT war ein guter Artikel über die Verbindungen von Koch Industries zu den Libertarians und den Tea Party Aktivisten. Glauben Sie, dass ein grassroots movement so ohne weiteres US$$ 300.000 für einen Aufritt für Sarah Palin berappen kann? So viel kostet die gute Dame nämlich.

    • Gennadi (kein Partner)
      27. Oktober 2010 08:29

      Diese bösen großen Konzerne...

      Das könnte bei uns nie passieren. ÖBB, Post, AUA erhalten Milliarden reingeschoben, kleinerformatige Zeitungen lassen sich aus Steuergeldern sehr gut für Parteiwerbung bezahlen. Absolut nicht vergleichbar, diese Verhältnisse. Doch aus politisch korrekter Sicht versteht man immer nur:

      Diese bösen großen Konzerne!

    • TCM (kein Partner)
      27. Oktober 2010 09:02

      Nix gegen die Konzerne; ich weiß nicht wo Sie das herhaben. Aber genau deswegen ist ja die Tea Party keine "mächtige Basisbewegung vor allem junger Menschen", die eine Erneurerung bringen wird, wie manche hier glauben. Die amerikanische Gesundheitsreform ist nicht für die Bürger sondern vor allem für Versicherungsgesellschaften und Pharmafirmen ein zentraler Anlass der Proteste.

  18. Markus Renner (kein Partner)
    26. Oktober 2010 10:15

    In der Tea Party sind eben keine Jungen zu finden. Der Großteil sind Pensionisten mit staatlicher Pensionsvorsorge und Krankenversicherung (ja das gibt's auch in den USA), die nicht wollen, dass auch sozial Schwächere krankenversichert sind.

  19. Segestes (kein Partner)
    26. Oktober 2010 09:01

    Zitat *******"schwachsinnigen Koralm-Tunnel" ********

    Das behaupten ständig fast nur Wiener, Niederösterreicher und linksextreme Kärnten-Hasser. Ein Schelm ist, wer böses dabei denkt. Selbst der ORF muss seit einem Jahr immer denselben "Experten" (ein ausländischer Quoten-Piefke) von der WU-Wien aufbieten, um über die Bande des Koralmtunnels in Richtung Süden/Kärnten (=Reich des Bösen) zu stänkern.

    Und ausgerechnet die Tea Party-Bewegung in den USA als Vorbild herzunehmen, bloß weil die gegen angeblich allzu hohe Steuern sind (Ihr Euphemismus dafür ist "schlanker Staat"), kann ja wohl nur ein Scherz sein, oder?
    Lieber Herr Unterberger, haben Sie sich schon einmal die US-Infrastruktur angesehen? Wissen Sie wie diese aufgrund des geringen Steueraufkommens aussieht? Ich sags Ihnen: Einstürzende Brücken, brechende Dämme, zusammenbrechende Stromnetze, total zerbröselnde Straßen, abbruchreife öffentliche Gebäude, usw usw.
    Das kommt dabei raus, wenn man das Zahlen von Steuern per se als eine Art Perversität betrachtet.
    Und die Tea-Party-Bewegung will, dass nun sogar noch weniger Geld der öffentlichen Hand überantwortet wird. Sehr intelligent, wirklich. Anstatt erst einmal die Art der Verwendung von öffentlichen Geldern zu hinterfragen (z.B. die Kriege der USA), will man grundsätzlich gleich die Summe reduzieren. Und das wo die Amis bereits jetzt kaum Steuern zahlen.
    Die Tea-Party-Bewegung ist übrigens auch für eine Aufrechterhaltung des US-Gesundheitssystems, das sauteuer ist, nur den Versicherungen zugute kommt, aber viele Menschen unversichert lässt (Obamas Reform will man natürlich rückgängig machen).
    Und dieses asoziale Gebaren, garniert mit diffus-pathologischen Wahnvorstellungen, soll ein Vorbild für uns sein?
    Na grüß Gott Frau Holle.

    Mal davon abgesehen, dass sich ausgerechnet die bigott-grenzdebile Sarah Palin, für diesen von FOX News und Co. gesteuerten Haufen Hampelmänner stark macht.
    Das sollte eigentlich jedem Menschen schwer zu denken geben.
    Aber so tief ging Ihre Analyse, Herr Unterberger, dann doch wieder nicht, da es Ihnen ja darauf ankam nur das zu thematisieren, was sich als Argument für die von ihnen bevorzugte Deutungsweise ausschlachten lässt ^^

    Gerne gestehe ich Ihnen das Recht zu dafür einzutreten, dass man hierzulande weniger Steuern bezahlen muss. Doch die argumentativen Krücken die Sie dafür verwenden, sollten Sie schon ein wenig sorgfältiger auswählen.
    Bloß weil die Tea Party-Bewegung Ihren gesellschaftspolitischen Intimfeinden den Angstschweiß auf die Stirn treibt, muss es sich dabei noch lange nicht um eine Gruppe mit Vorbildcharakter handeln.

    • TCM (kein Partner)
      26. Oktober 2010 10:48

      Was die Sinnhaftigkeit von Tunnelprojekten im österreichischen Mittelgebirge angeht kann ich nicht mitreden. Ich habe einmal in der Presse gelesen, dass selbst innerhalb der ÖBB der Koralmtunnel umstritten ist, aber wie auch immer.

      Mit ihrer Analyse der Tea Baggers und Fox News haben Sie natürlich recht. Die hierzulande oft vorgenommene Gleichsetzung Republikaner=bürgerlich konservativ und Deokraten=links sozialistisch stimmt so nicht. Amerika funktioniert anders als Europa. Und der von manchen hier verehrte Libertarian Ron Paul ist auch für die Schwulenehe und Freigabe von Drogen. Man müsste halt regelmäßig amerikanische Medien konsumieren, um zu erfahren was dort abläuft.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      26. Oktober 2010 13:03

      US-Medien zu konsumieren führt nur dazu, zu wissen, wie sich Medien die Welt vorstellen, nichts weiter.

      Ansonsten war ich immer für Palin. Sie hat schönere Beine als Obama. Im Gegensatz zu den Obama-Schwärmerm habe ich damit einen nachvollziehbaren Grund.

    • Segestes (kein Partner)
      26. Oktober 2010 13:38

      @ TCM: Genau so ist es.
      Die rechten Amis - und dazu zählen die Tea Party und die Reps nun einmal,
      sind in Wirklichkeit eine Art FPÖ zum Quadrat, und keine Englisch sprechenden ÖVPler.
      Dass sich nun ausgerechnet ein Unterberger solche Figuren als Beispiel nimmt,
      wo er doch ansonsten gerne über die angeblich mangelhaften intellektuellen
      Qualitäten unserer eigenen Rechten motzt, ist pure Ironie.

      @Mushroom: Um 20 Jahre zu alt.
      Wo wir doch schließlich seit Al Bundy wissen, dass mit Frauen ab 30, selten noch viel los ist :)

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      26. Oktober 2010 14:00

      Segestes, der Ahnunglose aus der Milupa Party. Die Tea Party wirst du deshalb nicht verstehen.

      Frauen haben für mich immer erst mit 30 angefangen. Die drunter können dich ja wickeln.

    • Segestes (kein Partner)
      26. Oktober 2010 16:31

      Wenn ich mal dein biblisches Alter erreichen sollte, danke ich vielleicht genauso.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      26. Oktober 2010 18:02

      Nicht auszuschließen, Segestes, manche leben nicht umsonst.

  20. Hias (kein Partner)
    26. Oktober 2010 06:14

    Ich liebe Partys!

    • Moik (kein Partner)
      26. Oktober 2010 06:17

      Ich auch, vor allem Zünftige. Aber hallo.

    • Margarete (kein Partner)
      26. Oktober 2010 06:20

      Ich nicht, vor allem mag ich es gar nicht, wenn jemand absichtlich Tee verschüttet.

    • Andy Borg (kein Partner)
      26. Oktober 2010 09:05

      Aber nur solche Partys, wo volksdümmliche Diskofox-Schlagermusik gedudelt wird!

  21. Robert Bond (kein Partner)
    26. Oktober 2010 01:51

    Wenn man ein Argument immer wieder wiederholt, wird es nicht wahrer: "Nichtstudierende Studenten" bekommen keine Familienbeihilfe. Die ist an den Nachweis des Studienerfolgs gebunden. Die neue Regelung trifft genau die Fleissigen, die sehr zügig den Bachelor machen und dann noch einen Master wollen. Und dabei Männer von wegen Präsendienst noch mehr.

  22. brechstange
    26. Oktober 2010 01:02

    Eine kurze Nachbetrachtung der ORF-Diskussion "Im Zentrum" gestern abend:

    Dem Cap und dem Stummvoll war die Angst ins Gesicht geschrieben. Während Cap immer wieder die sozialistische - schon seit Jahren verfolgte populistische Strategie, die den Haider als Lercherl erscheinen lässt - Doppelstrategie "Eigentlich wollen wir das eh nicht." fuhr, verlief sich Stummvoll zur Aussage: Hätten wir ein Mehrheitswahlrecht, dann würde Rot oder Schwarz regieren und ihr - gemeint waren die Oppostitionsparteien - würdet hier gar nicht mehr sitzen. Cap wollte Oppostition darstellen und Stummvoll den Diktator?

    Die Schratzenstaller vom WIFO ist - aus meiner Sicht - die absolute Katastrophe. Auf die Frage "Wird der Mittelstand belastet?" folgte eine Minuten dauernde Ansage, die letztlich auf dann doch auf eine "moderate Belastung des Mittelstandes" hinauslief. Diese Dampfplauderer sitzen im WIFO und beurteilen, ob ein Tunnel notwendig ist oder nicht? Da können die südlichen Länder wieder einmal sagen, "Typisch Wien". Zwei Spitalsneubauten im Süden von Wien - trotz zu hoher Bettenkapazitäten, aber in Bezug auf die südlichen Bundesländern wird nach wie vor gedacht, als gäbe es diesen unsäglichen "Eisenen Vorhang". In diesem Punkt kann ich Herrn Dr. Unterberger nicht recht geben, außerdem nicht in dem Punkt, der Kürzung der Familienbeilhilfe. Die Familienbeihilfe wurde als Ausgleich der Überführung des Steuersystems vom Splitting-Modell auf die Einzelbesteuerung eingeführt, mit den Zuckerln Schulbuchaktion, Schülerfreifahrt, etc. Seit den 70er Jahren werden die Familien mit Kinder durch das Steuersystem ausgebeutet, entwertet und immer mehr Aufgaben in die staatliche Obsorge übertragen, der Staatsanteil stetig erhöht. Nun stehen wir vor dem Desaster dieser Politik, jetzt schon "unfinanzierbar gescheitert". Wir leben von der Zukunft unserer Kinder und von der Substanz, die nach dem Krieg geschaffen wurde. Wir sollten uns dafür schämen, dies aus Gründen der Bequemlichkeit und Saturiertheit zugelassen zu haben.

    • socrates
      26. Oktober 2010 10:12

      Ich erspare mir den Diskutantenstadl!

    • brechstange
      26. Oktober 2010 13:46

      Die Einstellungen der "politischen Elite" erkennt man durch Life-Diskussionen doch gut. Daher sollte man sich manchmal die Zeit nehmen. Man weiß ja nicht, welche Maske der Teufel aufhat.

  23. Neppomuck (kein Partner)
    26. Oktober 2010 00:46

    Jetzt, da all die Scheußlichkeiten unserer begnadeten Sparkünstler am Tisch liegen, ist wohl der Umstand einer unschuldsvermutlichen Wählertäuschung kaum zu übersehen.

    Insidergeschäfte sind ein strafrechtlich relevantes Delikt. Den Wähler zum Outsider zu degradieren, um seine Geschäfte unbehelligt weiter zu betrieben,, wäre zwar nichts anderes, aber kaum jemand stößt sich daran.
    Wie insgesamt die Grenzen zwischen organisierter Kriminalität und Regierungsentscheidungen immer mehr verschwimmen.

    O tempora, o mores.

  24. terbuan
    25. Oktober 2010 19:29

    Wo bleibt eigentlich Laura R?
    Ist sie noch mit Werner auf Kur in der Steiermark?
    Na ja, nach den schwierigen, jedoch erfolgreichen Budgetverhandlungen haben sie sich eine Auszeit verdient ;-)

  25. Philipp Starl
    25. Oktober 2010 16:56

    OT: Schließe mich Herrn Renneberg an und verlinke auch zu einem Artikel. So weit sind wir in der linken Diktatur schon gekommen:

    http://networkedblogs.com/9BELE

  26. Alexander Renneberg
    25. Oktober 2010 16:25

    O.T.

    http://derstandard.at/1287099908916/STANDARD-Interview-Deutsch-ist-nicht-gleich-Integration

    trinkt dieser mann heimlich?
    ist er noch recht bei trost?
    bekommt er subventionen?

    wenn 1 und 3 mit ja beantwortet werden können, umgehend von seinem posten entheben und subventionen streichen.

    • Martin Bauer
      25. Oktober 2010 17:01

      Man gebe sich aber einige Kommentare!
      Ich glaub' die linke Denke ist noch viel irrealer als wir glauben.

    • Kurt22
      25. Oktober 2010 17:45

      Jedem Verein, in dem die Leute so denken, die Subventionen zu streichen, ergäbe einen schönen Batzen Geld.
      Und zu Ihrer ersten Frage: Ich glaube eher, der säuft unheimlich, solche Gedanken können nur aus einem kranken Hirn kommen! Wenn es also nach dem geht, ist ein Franzose gleich zu behandeln wie ein Albaner, hat der Kerl schon mitgekriegt, dass wir (leider) Mitglied der EU sind?

  27. Kopf
    25. Oktober 2010 15:14

    off topic, aber das ist Kabarett vom Feinsten

    Post vom Küniglberg

    Am Wochenende bekam ich Post vom Küniglberg. Der frisch ernannte Chefredakteur Fritz Dittlbacher und einige seiner Kollegen waren mit meinem Leitartikel zur Beurlaubung von Informationsdirektor Elmar Oberhauser nicht einverstanden. Herr Dittlbacher schickte seinen Brief an mich auch an alle Mitarbeiter der aktuellen Fernseh-Information. Ich fasse ihn also als offenen Brief auf, weshalb ich mir erlaube, ihn an dieser Stelle zu beantworten.

    http://diepresse.com/blog/fle/entry/post_vom_k%C3%BCniglberg

    • Norman Bates
      25. Oktober 2010 22:34

      Fleischhacker in Höchstform, ganz köstlich.

    • fosca
      25. Oktober 2010 22:50

      Das Beste, was ich von Fleischhacker seit langem gelesen habe!

    • Brigitte Imb
      25. Oktober 2010 22:54

      Danke, das erfreut wirklich.

    • socrates
      25. Oktober 2010 22:59

      Sehr gut! Mir tun alle leid, die im TV die Diskussionen und Statments der selbsternannten Experten aus beruflichen Gründen verfolgen müssen. Ich würde das nerflich nicht mehr aushalten. Was da gelogen oder mit Halb- oder Viertelwahrheiten gesagt wird, geht auf keine Kuhhaut. Dazu kommt noch was nicht gesagt wird.
      Der Brief erinnert mich stark an den allmächtigen VÖST - Betriebsrat Haberzettel, dem Parteibuchwirtschaft ( zu Recht) vorgeworfen wurde:
      "Wir können doch niemand benachteiligen, nur weil er bei der SPÖ ist"
      Das Rot - Grüne Wunschkonzert erspare ich mir seit Jahren.

    • socrates
      26. Oktober 2010 10:11

      nerf(f) = nerv(D)

    • halligalli (kein Partner)
      26. Oktober 2010 12:07

      Herr Fleischhacker!
      Ich hab Ihren "Offen Brief" da oben gelesen.

      Und ich weiß jetzt wieder, warum ich einst nach jahrzehntelangem Abbonement der "Presse" dieses suzzessive zum Schmierenblatt verkommene Machwerk beiseite legte.

      Damals war dort Andreas Unterberger als Chefredakteur in ähnlich senil - ungustiöser Weise auf haargenau gleichem Ego - Trip unterwegs wie ganz offensichtlich Sie nun auch.

      Ginge es nach dem Motto: "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm", dann wären sie ganz zweifelsfrei der Sohn dieser Figur welche nun mit diesem Forum seinen letzten, schlechtriechenden Atemzüge aushaucht.

      Aber Sie haben es auf ja jedenfalls in die Chefabteilung der "Presse" geschafft.
      Das spricht ganz eindeutig für diese.

      Ach Österreich!
      Nenn mir deine Blätter und ich sage Dir welch Staat Du bist!

    • halligalli (kein Partner)
      26. Oktober 2010 12:35

      Ergänzen muß ich noch, dass in diesem Fall auch mir Armin Wolf "näher" gewesen wäre.

    • socrates
      26. Oktober 2010 17:47

      halligalli
      Sie klingen wie ein ORF - Bonze, der um seine Privilegien fürchtet. In der NZZ von heute ist ein Bericht, daß die Zeitungsberichte ca.61% fehlerbehaftet sind. 1936 waren es erst 36%. Das kann dem ORF nicht passieren: Der lügt von vornherein (halbe Wahrheit= ganze Lüge).

    • halligalli (kein Partner)
      26. Oktober 2010 23:15

      socrates
      Ich muß um nichts fürchten, (was ich nie hatte) .
      Umso leichter fällt es mir meine Gedanken und Einschätzung kund zu tun.
      Dies habe ich somit getan.
      Und dem ist auch nichts Weiteres hinzuzufügen

    • fosca
      26. Oktober 2010 23:22

      @halligalli 12:07

      Tja, allen Menschen recht getan,........!
      Sie sind sicher Falter- und Standard-Stammleser und dort sollten Sie auch bleiben, wenn Ihnen PLURALITÄT so viele Schmerzen verursacht! :-(

    • halligalli (kein Partner)
      26. Oktober 2010 23:54

      fosca

      Ich "lese" weder das eine noch das andere, und natürlich lese ich beides , wenn ich zufällig dazu Gelegenheit habe.
      > So viel zu Deiner "Sicherheit"!

      Was ich wirklich "lese" kannst ja weiter rätseln, wenns für dich gar so von Interesse ist.
      Es genügt jedoch in jedem Falle als geistiges Training und Feedback soweit, dass man chronische Engstirnigkeit und Borniertheit sehr rasch und eindeutig erkennt.

      Ob damit auch Du gemeint bist kannst ja weiter rätseln, wenns für dich gar so von Interesse ist.

      Gute Nacht ! :-)

    • fosca
      27. Oktober 2010 00:16

      @halligalli

      Nur keine Kindsweglegung, bitte!

      Aber offen gestanden: Es interessiert mich im Grunde NÜSSE! *fg*

  28. Wolfgang Bauer
    25. Oktober 2010 14:30

    "Eine Große Koalition ist nötig, da große Reformen anstehen."
    "Wenn Wahlen unmittelbar bevorstehen, haben Reformen keine Chance"

    Es stehen nun keine Wahlen an. Und wir haben die Große Koalition.
    Und? Was war das dann jetzt??? Faymann, Pröll, Nichtgenügend, setzen.

    Mit welchen Zuckerln sollen wir unsere Politiker noch füttern, damit sie ihre Arbeit machen? Gehaltserhöhung? Oder lieber strafweise Halbierung der Parteienförderung?
    Die Anpassung der öffentlichen Parteienförderung sollte - unter prozentueller Gleichbehandlung aller Parteien - nach jeder Legislaturperiode im Zuge der Neuwahlen einer Volksabstimmung unterliegen! Maßgabe: Was für das Land herausgekommen ist. Dann würden die Herrschaften schon rennen...

    Da wäre die direkte Demokratie am Kern angesetzt!

  29. Brigitte Imb
    25. Oktober 2010 14:02

    Wir haben eine Krise, wir müssen sparen, wir jammern über Steuererhöhungen u. Kürzungen der Sozialleistungen und dann lese ich, dass die Wiener alleine für Halloween 9 Mio € ausgeben.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/605024/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do

    • Celian
      25. Oktober 2010 14:04

      Demzufolge könnte man die Wiener Haushalte noch weiter schröpfen, nicht?

    • Brigitte Imb
      25. Oktober 2010 14:25

      Das meine ich nicht, aber wie sieht das die politische Elite?
      Die Menschen kaufen jeden erdenklichen Blödsinn und wundern sich wenn der Finanzminister zu dem Schluß kommt, die Leute hätten ohnehin noch zu viel Geld und daher spart er nicht bei den Staatsausgaben, sondern schröpft die Bürger.

      Mir ist schon klar, dass die Ausgaben der Menschen den Finanzminister an und für sich nichts angehen, aber solange der "überflüssiges" Kapital wittert greift er zu.

    • Celian
      25. Oktober 2010 15:17

      Halloween ist sicher nur die Spitze des Eisbergs. Denken Sie nur an Nikolo, Weihnachten und an den Osterhasen. Vor allem bedenklich ist, dass sich dieses Schauspiel vor unserer aller Nasen abspielt und gleichzeitig jedes Jahr alleine in Wien um 5 % mehr Bedürftige um Sozialhilfe betteln müssen und die 100.000 fast erreicht sind.
      Mehr Solidarität der reichen Halloween-Spaßgesellschaft bitte!

    • Brockhaus
      25. Oktober 2010 20:33

      Man stelle sich vor, alle würden von einer Sekunde auf die andere das Rauchen aufgeben. Wo kämen dann die fehlenden Milliarden aus der Tabaksteuer her?

  30. Celian
    25. Oktober 2010 13:43

    Die Familienbeihilfe beeinflußt die Geburtenrate wenig bis gar nicht wie langfristige Beobachtungen hinlänglich zeigen:
    die Geburtenrate krebst seit Jahren bei 1,4 herum, trotz massiver Familienunterstützung. Studien beweisen, dass zukünftige Eltern sich nicht aufgrund irgendeiner Familienbeihilfe für ein Kind entscheiden, sondern viel mehr ob ein Kita-Platz zur Verfügung steht. Ja, unsere Landsleute wollen sich ihr Knödel selbst verdienen. Nur das Bildungs-Prekariat aus Ostanatolien kann gut und gerne auf Eigenleistung verzichten, sind sie doch mit der hier gebotenen Fremdleistung sehr zufrieden. Also weg mit der Familienbeihilfe.

  31. simplicissimus
    25. Oktober 2010 13:05

    tea parties können dort stattfinden, wo sich viele hungrige, verärgerte, aus genützte und meist junge leute finden, die zur revolution bereit sind.
    in österreich und europa ist das umgekehrte der fall: hier dominiert die alternde babyboom generation, die bis jetzt kaum den gürtel enger schnallen musste. diese alten von heute und morgen sind zu keinen zugeständnissen bereit, stellen die mehrheit und vielen von ihnen, vor allem den kinderlosen ist es egal, ob die kinder anderer die suppe auslöffeln müssen. es ist also ein generationenkonflikt, den die jungen in einem demokratischen system verlieren müssen, sobald die alterspyramide auf den kopf gestellt ist.
    eine teaparty bei uns müsste meines erachtens mit diesem konflikt radikal durch geeignete meinungsmache a la pc, zb "cc - children correctness" aufräumen und breites verständnis für die kommenden minderheiten-generationen zu schaffen, um sie in zukunft wieder zur mehrheit zu machen. dies wäre ein "minderheitenschutz" bei dem ich begeistert dabei wäre.
    ich wiederhole meine forderung einer familienbeihilfe über stark spürbare lohnsteuerreduzierung, welche auch leistungsträger motiviert, mehr als 1 kind zu haben. dies kann durchaus budgetneutral erfolgen, dh kinderlose zahlen mehr. diese kommen ja später auch in den genuss der sozialleistungen, obwohl sie die last von teuren kinder nicht mitgetragen haben.
    unsere selbstbedienergesellschaft muss endlich begreifen, dass man investieren muss, um den wohlstand zu halten. der heutige weg kann unmöglich ewig fortbeschritten werden.

    • Alexander Renneberg
      25. Oktober 2010 13:23

      so sehe ich das auch.

      jene dinks (double income no kids) wie ich können problemlos mehr beitragen.
      dazu bin ich auch gerne bereit. z.b. durch volle besteuerung des 13. & 14 monatsgehaltes.

      das wären gerechte maßnahmen die erklärbar sind und auch mitgetragen werden können.

      es ist aus meiner sicht tatsächlich nicht einzusehen warum kinderlose nicht mehr beitragen sollten als jene die sich kinder "antun" und dadurch schon einen wichtigen, solidarischen beitrag leisten.

      ob das verfassungsrechtlich möglich ist weiß ich leider nicht

    • simplicissimus
      25. Oktober 2010 16:42

      herr rennenberg, danke. das problem ist, dass sich für sowas kaum mehrheiten finden, wenn es nicht ideologisch in die köpfe der menschen getrommelt wird wie die unerträgliche und gesellschaftspolitisch nicht nur unnotwendige, sondern auch kontraproduktive schwulen/lesbenpropaganda plus verschärfung des geschlechterkampfes.
      dies alles ergibt eine fast automatisierte abwärtsspirale der einheimischen bevölkerungsentwicklung und wir werden uns dem höchstens durch einen kompletten umbruch entziehen können. Wenn es dann nicht zu spät ist.
      den schwulen, lesben und genderisten ist das natürlich egal. die sterben sowieso als individuen aus.

    • brechstange
      26. Oktober 2010 00:21

      Seit Kreisky die Einzelbesteuerung einführte, werden die Familien mit Kindern in Ö über Gebühr geschröpft. Dafür bekamen sie "Zuckerl" wie die Schulbuchaktion und Familienbeihilfe. Die Familienbeihilfe wird nun gekürzt, zu Gunsten der Außerhaus-Betreuung der Kinder. Sehr familienfreundlich.

  32. Patriot
    25. Oktober 2010 11:54

    Der Staat gab 2009 143.5 MILLIARDEN Euro aus:

    http://www.statistik.at/web_de/statistiken/oeffentliche_finanzen_und_steuern/oeffentliche_finanzen/einnahmen_und_ausgaben_des_staates/019897.html

    Das Mäuslein, das unsere Oberen produziert haben, soll so aussehen:

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/604659/index.do?direct=596245&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=101

    Das Paket ist 2,8 Milliarden Euro schwer: 1,6 Milliarden Euro werden eingespart, 1,2 Milliarden kommen aus neuen bzw. höheren Steuern.

    1. Alleine das Volumen ist ein Witz! Jedes Unternehmen, jeder Private, jeder Pimperlverein, der groß ankündigt, ganze 1.1% der Ausgaben "einzusparen", würde lauthals ausgelacht werden.

    2. Bei den geplanten Mehreinnahmen aus Mineralölsteuererhöhung und Tabaksteuererhöhung wird jeder ökonomisch halbwegs Bemittelte wissen, dass die Erhöhung der Steuern eher zu Mindereinnahmen führen werden. Heute nimmt Österreich 1 Milliarde Euro wegen der NOCH niedrigen Spritpreise durch Tanktourismus ZUSÄTZLICH ein. Diese Milliarde wird verschwinden wie nix.

    Und wer wird noch in der Trafik für eine Stange Marlboro 50 Euro bezahlen, wenn er dieselbe vom Albaner um die Ecke um 15 Euro bekommt?

    3. Linke Spinner schreien sowieso. Ewige Soziololgiestudenten zum Beispiel, die mit 26 noch Familienbeihilfe wollen, wo viele andere Bürger schon 10 Jahre lang gearbeitet haben. Man sollte den Studenten die Familienbeihilfe sowieso komplett streichen, und dann für Leistungsbereite die Stipendien erhöhen.

    4. Bei der Massenzuwanderung in die Sozialsysteme passiert offenbar überhaupt nix. NACH WIE VOR kommen ja PRO JAHR knapp 40.000 Zuwanderer aus meist nicht-westlichen dafür aber moslemischen Drittstaaten zu uns:

    http://www.statistik.at/web_de/statistiken/bevoelkerung/wanderungen/internationale_wanderungen/022923.html

    Österreichische Frauen gehen häufiger arbeiten als türkische Männer:

    http://www.statistik.at/web_de/static/arbeitsmarktstatistik_-_jahresergebnisse_2009_schnellbericht_045066.pdf
    (Seite 24, Tabelle B4)

    Die Zuwanderungspolitik in Österreich ist ist ungefähr so sinnvoll, wie wenn man die Qualität des ORF durch die Einstellung von 500 Mitarbeitern in der Kantine erhöhen wollte, von denen sich am 1. Tag die Hälfte krank meldet.

    Die völlig verfehlte Zuwanderungspolitik (2008 waren bereits 14% der Neugeborenen moslemisch) kostet den Staat vermutlich 5-10 MILLIARDEN Euro pro Jahr. Bei 143.5 Milliarden Gesamtausgaben und den bekannten soziodemographischen Daten (Bildung, Erwerbsquote, Kriminalität, Arbeitslosigkeit, Einkommensniveau) ist die Zahl durchaus realistisch.

    • Alexander Renneberg
      25. Oktober 2010 12:03

      würde ihnen gerne mehr als 3 sterne geben!

      ausgezeichneter beitrag.

    • Martin Bauer
      25. Oktober 2010 12:22

      Schliesse mich Herrn Renneberg vollinhaltlich an! :-)

    • Wertkonservativer
      25. Oktober 2010 15:51

      Auch ich!
      Chapeau!

    • simplicissimus
      25. Oktober 2010 16:44

      danke für den augenöffner!

    • Johann Scheiber
      25. Oktober 2010 18:59

      Ich bin der zwanzigste Gratulant!

    • brechstange
      26. Oktober 2010 00:23

      7-10 Mrd. sind die Restkosten für den Koralmtunnel = ein Jahr Kosten für die verfehlte Zuwanderungspolitik

    • Robert Bond (kein Partner)
      26. Oktober 2010 11:00

      Haben Sie die Statistik eigentlich gelesen? Falls ja, lassen Sie mich bitte wissen, wo die 40.000 moslemischen Zuwanderer herkommen. 2009 sind nach Österreich 107.785 Personen zu und 87.189 wieder ausgewandert. Da von den Zuwanderern 17.566 deutsche Staatsbürger sind, im gleichen Zeitraum aber nur 8.635 Deutsche Österreich wieder verlassen haben, kommen 7.168 der Zuwanderer aus der BRD. 2009 sind also insgesamt ("netto") 13.428 Nicht-Deutsche nach Österreich zugewandert. Davon entfallen noch mal mehr als 8.000 Personen auf die restlichen EU-Staaten. Alle andere kommen, recht gleichmäßig verteilt, aus dem Rest der Welt. Aus der Türkei kamen 4.751 Personen, während gleichzeitig 2.997 Türken Österreich wieder verlassen haben. Wie kommen Sie also auf "40.000 Zuwanderer aus nicht westlichen Ländern"? (alle Zahlen stammen aus Ihrer Quelle...)

  33. socrates
    25. Oktober 2010 11:49

    Koralmtunnel versus Stuttgart 21

    Stuttgart 21 und die Immobilienlobby
    Reinhard Jellen 25.10.2010
    Gespräch mit dem LobbyControl-Sprecher Elmar Wigand über mögliche Hintergründe des umstrittenen Bauprojekts und die neue Internet-Plattform Lobbypedia
    Wie sämtliche Lobbyarbeit fand auch die Entscheidungsfindung für Stuttgart 21 abseits der etablierten Medien statt, in denen auch bislang trotz der massiven und anhaltenden Bürgerproteste wenig über mögliche Hintergründe und Zusammenhänge zum Beispiel mit der Baulobby zu erfahren war. Die lobbykritische Initiative LobbyControl will nun mit einem eigenen Internet-Portal dagegenhalten und sucht dafür erfahrene und überzeugte Mitstreiter, um die Öffentlichkeit mit den notwendigen Informationen zu versorgen. Das Projekt Lobbypedia soll am 28. Oktober online gehen. Ein Interview mit Elmar Wigand.
    Lobbyarbeit hieß früher schieben. Auch unsere Medien begnügen sich mit Haider schimpfen. Was wären sie ohne Haider! Ebenso wie die Kabarettisten wissen sie genau, wofür man Förderungen bekommt. Haben wir eigentlich in der Zwischenzeit keine Regierungen gehabt?
    http.de/tp/r4/artikel/33/33536/1.html

  34. ProConsul
    25. Oktober 2010 11:21

    OT - Dänemark plant Zwangskindergärten für Migranten
    Migrantenkinder sollen in Kindergärten gezwungen werden können, wenn ihr Dänisch zu schlecht ist. Familien sollen sich nicht in von Einwanderern dominierten Gebieten niederlassen dürfen.

    http://diepresse.com/home/bildung/erziehung/605013/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

    • Alexander Renneberg
      25. Oktober 2010 11:31

      grundsätzlich zu befürworten.

      das schlimme ist, dass es offenbar nur mehr mit zwang geht. oder mit dem verlust der beihilfen.

      man stelle sich nur mal vor was in wien/östrerreich los wäre, forderte die fpö oder övp solche maßnahmen.

  35. Graf Berge von Grips
    25. Oktober 2010 10:54

    Nr. 276
    Partytime? Das wird nicht reichen, so wie ich das seh'.
    Macht doch, wie wir wissen, die Teekanne den Tee!

  36. Brigitte Imb
    25. Oktober 2010 10:19

    OT - Falls jemand Interesse u. Gelegenheit hat an dieser Podiumsdiskussion teilzunehmen, würde mich das freuen( mein spez. "Liebling", Sobotka, ist natürlich auch dabei).

    http://cms.arztnoe.at/cms/beitrag/1007530/100317/

  37. Josef Maierhofer
    25. Oktober 2010 09:46

    Der Realitätsverlust ist es.

    Für die SPÖ gilt die Klientel und den Rechenschieber lassen wir lieber zu Hause, ist ja nur unnötiges Gepäck für Wellness in Loipersdorf.

    Für die ÖVP gilt die Klientel und den Rechenschieber lassen wir auch zu Hause, weil wir gar nicht rechnen können dort.

    Es ist so, wie wenn bei heranbrausendem Sturm die Stürmer schuldenmäßig auf den Gipfel stürmen, um das Schicksal herauszufordern oder 'Selbstmord zu begehen am Volk'.

    So kommt es, dass man das Wichtige nicht erkennt und das Unwichtige, die Parallelwelt der Privilegien weiterpflegt, als wäre das legitim und gut.

    Die Volksverräter werden irgendwann die ganze Rechnung präsentieren und davonlaufen.

  38. socrates
    25. Oktober 2010 09:45

    Umverteilung durch Förderung
    Ein mafiöses Verhalten. Schon beim „Paten“ kann man sehen, wie der kleine Mann zu Gerechtigkeit kommt. Eine Bekannte aus Brasilien, die als Witwe mit Kind völlig mittellos überblieb, erklärte mir, daß sie sich, wie in dem Fahvelas üblich, an die Bosse gewandt hat und Arbeit + Wohnmöglichkeit bekam. Arbeitslose in Süditalien erzählen dasselbe. Die Cosa Nostra muß also gewisse Spesen durch Umverteilung zur Kenntnis nehmen um im niederen Volk fest verankert zu sein. Dafür werden sie selbst unendlich reich und sind eine sehr bedeutende Wirtschaftsmacht.
    Ein Schelm, wer dabei an die Sozialisten denkt?
    Zahlen müssen die ehrlich arbeitenden. Doch die sind wenig, nicht organisiert (Versuche werden im Keim erstickt) und uneins. Die Leitmadien mästen sich im Speck der Umerziehung.

  39. terbuan
    25. Oktober 2010 08:52

    Zum Thema wurde hier bereits in und seit der Nacht das Wesentlichste kommentiert!
    Für eine Tea-Party "made in Austria" bedarf es einer Initialzündung und einer Gallionsfigur, aber wo in Österreich ist ein "Ron Pau" auszumachen, mit Ausnahme von Dr. Unterberger sehe ich derzeit weit und breit niemanden!

  40. ambrosius
    25. Oktober 2010 08:11

    Selten gab es so viele und gut durchdachte Beiträge, welche auch die meisten Denkfehler des Artikels ( auch davon gibt es leider genug) behandelt haben.
    Ein Denkfehler ist aber noch unwidersprochen geblieben : die "umweltzerstörerische Pendlerpauschale". Ein schönes Beispiel, wie sozialistische Dialektik auch denkende Intelligenzen befällt.
    Wie soll ein Arbeitswilliger aus dem Bayrischen Wald oder dem Weinviertel zur Arbeit kommen, wenn es Arbeit nur in den Zentren, also Passau oder Wien gibt? Mit der Bahn??? Wir sollten sachlich bleiben...Warum soll ein Arbeitswilliger seine Kosten, die zum Broterwerb/Steuerzahlen notwendig sind, nicht von der Steuer abziehen dürfen?
    Zweck der von den deutschen Sozis ausgegangenen Kampagne ist wieder einmal- wie von mir schon so oft gesagt- Leute von der Arbeit fernzuhalten und zu Sozialhilfeempfängern zu machen, zu den oft zitierten Hausschweinen der Sozis.
    Alle haben wir dazumals die " Machtgeilheit" des Schüssel, die" Bindung der Frau an die drei K`s(Kinder,Küche,Kirche)" bei Fragen der Familienpolitik und viele andere hinterhältige Argumente, mit welchen wir bei Bedarf bombardiert werden, nachgeplappert, ohne sie auf ihren Gehalt zu überprüfen. Jetzt ist das halt auch in diesem Blogg mit der Pendlerpauschale passiert.

    • Celian
      25. Oktober 2010 13:17

      ...Warum soll ein Arbeitswilliger seine Kosten, die zum Broterwerb/Steuerzahlen notwendig sind, nicht von der Steuer abziehen dürfen?

      Stimmt.
      Andererseits: Warum schon?

    • Bernhard Gödel
      25. Oktober 2010 14:38

      Ehrlich gesagt erschließt sich mir nicht ganz, wie die Erhöhung der Mineralölsteuer zu einer Reduzierung des Budgetdefizits beitragen soll wenn die Dauerautofahrer das Geld über die Pendlerpauschale wieder hinten reingesteckt bekommen.

      Wo doch die Verhüttelung als Problem schon erkannt ist (http://www.andreas-unterberger.at/2010/10/www-wir-wursteln-weiter/ ), trägt doch die Pendlerpauschale doch auch noch dazu bei, daß diese vorangetrieben wird.

    • ambrosius
      25. Oktober 2010 15:23

      Warum soll man Kosten, die zum Broterwerb/Steuerzahlen notwendig sind von der Einkommensteuer abziehen dürfen:
      Weil die einzige, akzeptable Besteuerungsform die Einkommenssteuer(netto natürlich und für selbständige und unselbständige Steuerbürger gleich) ) und für alle gültige Umsatzsteuern sind.
      Substanzbesteuerung ist konfiskatorisch und somit eine Sünde wider den Geist einer rechtstaatlichen Ordnung.
      (Ungeachtet des widerlichen Neidhammelgekreisches der Linkslöcher gibt es natürlich Besitz in Größenordnungen, die eine reelle Chance des Erwerbes für andere Menschen unmöglich machen und somit ordnungspolitisch eingegriffen werden muß. Das geht aber wesentlich einfacher und gerechter durch eine höhere Progression der Einkommenssteuer in eben den Vermögenskategorien, wo diese Chancenungleichheit tatsächlich verursacht wird( als sicherlich nicht bei jämmerlichen 60.000 Euro Jahreseinkommen.)

    • sauna-echo
      25. Oktober 2010 16:46

      Einspruch meiner Saunarunde: Grundsätzlich vermindern all Ausgaben, die man macht um Einkommen zu erzielen als "Werbungskosten" oder "Betriebsausgaben das steuerpflichtige Einkommen. In Australien gilt dieser Grundsatz noch wirklich uneingeschränkt. Bei uns wird "unangemessener Luxus" durch einheitliches Kilometergeld, Pendlerpauschale etc. politisch und damit auch arbeiten erschwert. Warum ? Wer morgens zuerst das Kind in den Kindergarten bringen und dann zur Arbeit muss, der schafft das nicht ohne Auto, weil es keine passenden öffentlichen Verkehrsmittel gibt ! Kann er das Auto nicht mehr finanzieren, dann muss er die Arbeit einstellen.
      Wir wundern uns auch, dass niemand die unbeschränkte Abzugsfähigkeit von "Kinderbetreuung verlangt !
      Der Abzugsposten wird ja zum steuerpflichtigen Einkommen der Tagesmutter und bringt zusätzlich Sozialbeiträge. Es versteuern dann eben zwei, was derzeit nur einer versteuert.
      Wenn Sie sich dieÖffnungszeiten der Kindergärten ansehen, dann verstehen Sie besser warum Akademikerinnen so wenig Kinder haben können und warum die Abzugsfähigkeit privater flexibler Betreuung (also Teilung der Steuerpflicht) hier Abhilfe schaffen könnte. Wer für gute Betreuung fast soviel zahlen muss, als er netto selbst verdient, der bleibt zuhause oder leistet sich kein Kind. Beides ist schlecht. Vergeudung von Ausbildungskosten ebenso wie der Verlust von gescheitem Nachwuchs.

    • ambrosius
      26. Oktober 2010 08:50

      Warum "Einspruch", liebe Saunarunde, Eure Meinung habe ich doch ebenfalls vertreten?

  41. thomas lahnsteiner
    25. Oktober 2010 07:01

    Die wurzeln der geldverschwendung liegen abgesehen vom pensionssystem eindeutig in den bestehenden 9 fürstentümern...pars pro toto sei hier das reich des erwin pröll und seiner hofschranzen erwähnt....da wirkt segensreich ein studierter musikpädagoge als finanz- und wohnbaulandesrat, der schulden in kärntner dimensionen angehäuft und hunderte millionen euro in seinem wohnbaubereich verzockt hat und trotzdem oder gerade deswegen fest im sattel sitzt..denn in derstaatsanwaltschaft St. Pölten sitzen fans des landesfürsten...ein weiterer treuer diener des diktators bevölkert den dubiosen vorstand des flughafens wien und fällt vor allem dadurch auf, dass er nicht einmal der englischen sprache mächtig ist..
    und so könnte man noch viele unfähige nutznießer des systems pröll aufzählen.....über allem und allen wacht dann noch der reichsjägermeister, zieht seine fäden und achtet auf strenge hofberichterstattung in dem von ihm abhängigen medien...im ORF ist das sowieso selbstverständlich
    ein schreckliches sittenbild einer demokratur, die vor allem von verschwendung und verhaberung geprägt ist und die bundesregierung wie einen laufburschen vor sich her treibt.

  42. SuPa
    25. Oktober 2010 05:56

    Nun ist die Katze aus dem Sack, womit ich das von J.Pröll und Faymann schwer "erarbeitete" Bugest für die nächsten Jahre meine. Da dabei sehr stark die Handschrift der Landesfürsten zu erkennen ist, frage ich mich, warum wir überhaupt noch eine Bundesregierung sowie einen Nationalrat benötigen?

  43. Wertkonservativer
    25. Oktober 2010 05:43

    Ja, sagt einmal, liebe Mitblogger, wollt Ihr gar nicht schlafen gehen? Für mich, einem bekennenden Frühaufsteher (frühseniler Bettflüchtling, wie ich mich gestern nannte!), klingen Eure Beitrags-Abgabezeiten richtig unheimlich: alles weit nach Mitternacht! (da bin ich ja bereits fast wieder ausgeschlafen).

    Zur Sache:Koralm-Tunnel (Hirngespinst!) hin oder her, die wichtigsten und geldträchtigsten Bomben sind wohl im Pensionssystem, Im Sozial- und Gesundheitsbereich, sowie in der nicht angegangenen Verwaltungsreform (Verländerung!) "versteckt". Falls hier nicht kurz- und mittelfristig wirksam und mutig entgegengesteuert wird (nur: wer soll bzw. kann das titanische Werk "derstemmen"?), sind die dramatischen Folgen wohl unausweichlich: Staatsbankrott, Verarmung breiter Bevölkerungsschichen, Aufstände, Turbulenzen aller Art! Ich, im Spätalter meines Lebens, fürchte mich nicht mehr: unsere Kinder und Kindeskinder werden es auzubaden haben!

  44. Karl Rinnhofer
    25. Oktober 2010 03:07

    Ich hoffe die Aufmerksamkeit der geschätzten Blogteilnehmer nicht über zu beanspruchen, wenn ich aus aktuellem Anlass zu den erwähnten Themen Pensionen, Familienbeihilfe, Koralm und Sparer meine Gedanken etwas umfangreich einfließen lasse..

    Ad Pensionen: Nicht alle Pensionisten werden Gewinner sein: Relative Verlierer sind diejenigen, die lange und viel einzahlten und sich durch freiwilliges Länger-Arbeiten die Pensionsbezugzeit (Korridorpension „nach oben“ bis 68) masochistisch beschnitten: Denn seit Jahren werden Pensionserhöhungen mit Fixbeträgen auf der Auszahlungs- (aber nicht auf der Einzahlungsseite) gedeckelt, die zudem durch Progressionswirkung in unterschiedlicher Höhe ausbezahlt werden. So werden auch Pensionen in den flächendeckenden Umverteilungsmechanismus einbezogen. Relative Gewinner sind die Mindestpensionsbezieher, Ausgleichzulagenempfänger etc, die nur kurz eingezahlt haben, denen beitragsfreie Jahre angerechnet werden. Dies erfolgt notorisch unter dem Motiv „Kaufkraftstärkung“, „Kaufkraftharmonisierung“, „soziale Gerechtigkeit“. Zusätzlich wird durch Steuer- und Gebührenbefreiungen, sowie kumulierbare einkommensabhängige Transfers eine sozioökonomisch überkompensierende Wirkung erreicht, während die Viel-und-Lange-Einzahler zu den in Österreich verhassten „Besserverdienern“ geschlagen werden. Von Beitragswahrheit also keine Spur.
    Übrigens: Hat jemand in der gesamten Debatte das Frauenprivileg der 5-Jahre früheren Pensionierung zur Disposition gestellt? Die ASVG-Frauen können jetzt mit 55, ab 2014 mit 57 abschlagsfrei in die „Hacklerpension“. (Männer jeweils um 5 Jahre später). Zugleich wird in der Pensionsdebatte notorisch die Lebenserwartung als Grund des Handlungsbedarfs bei Pensionen angeführt. Es wäre kaum verwunderlich, würden unsere Grüninnen selbst darin noch eine Diskriminierung der Frauen sehen ....

    Ad Familienbeihilfe: Grundsätzlich geht die Beschränkung in die richtige Richtung; doch sollte nicht ein starrer Lebenszeitpunkt definiert werden, sondern die Bezugszeit sich unter Einbeziehung des „nicht verschuldeten“ unterschiedlichen Studienbeginns (AHS/BHS, Präsenzdienst) nach der nachweislich durch Optimierung der Studienpläne für geeignete Studenten erreichbaren Mindeststudiendauer des jeweiligen Studiums richten. Besonders das Nicht-Berücksichtigen des Präsenzdienstes (in dem keine Familienbeihilfe ausbezahlt wird) stellt eine Privilegierung derer dar, die sich des Wehr-/Zivildienstes entziehen, sei es durch „Untauglichkeit“, sei es durch Zugehörigkeit zum dauerdiskriminierten Geschlecht ... (s.o.).

    Ad Koralm (aus steirischer Sicht): Den Bau zu verschieben, ist die teuerste aller möglichen Varianten (Finanzierungskosten). Die Koralmbahn ist ein politisch entschiedenes Prestigeprojekt ohne annähernd verhältnismäßigem verkehrlichen Nutzen; eine (nicht existierende) „Adria-Baltic-Achse“ als Argument zu strapazieren ist eine Schutzbehauptung zur Immunisierung der Fehlentscheidung; selbst die EU definierte die Strecke nicht als TEN (Transeuropäische Netze) und versagte ihr die entsprechende Förderung. Zudem zieht die EU – durchaus nachvollziehbar - Flachlandstrecken vor, die sich durch die Topologie anbieten. Besonders kurios aus steirischer Sicht ist, dass für vermeintlich prioritäre Selbstverständlichkeiten, wie Sanieren von Langsamfahrstellen, viel zu geringe Ressourcen bereitgestellt werden, sodass Regelfahrzeiten seit Jahren wieder verlängert werden, um die Verspätungsanfälligkeit hintanzuhalten. So werden auf der Südbahn die Fahrzeiten vor 15 Jahren (z.B.SC Landskron) heute trotz wesentlich leistungsfähigerer Triebfahrzeuge nicht annähernd erreicht. Die wesentlich kostengünstigere Optimierung wichtiger Bestandsstrecken (Ennstal, Pyrrn, „2. Magistrale“ Südbahn etc.) wird nicht in Angriff genommen; die schnellsten Züge ab Graz in die Landeshauptstädte erreichen jämmerliche Durchschnittsgeschwindigkeiten (zwischen 62 und 77 km/h); die Fahrzeiten sgagnierenseit den 60-er Jahren. Dafür gibt es in der Steiermark 77 Bahnhofsneubauten; allein der Neubau des durchaus ansehnlichen Bahnhofs Schladming verschlingt 24 Millionen Euro. Wieder gilt: Erscheinungsbild vor Funktion, Prestige vor wirtschaftlicher Vernunft, potemkinsches Dorf vor zeitgemäßer Beförderungsqualität.

    Ad Sparer: Es ist semantischer Betrug, die Vermögens-“Zuwachs“ (!)Steuer in Analogie zur Kapital-„Ertrags“ (!) - Steuer“ aus „Gerechtigkeitsgründen“ einführen zu müssen und damit eine „echte Vermögensteuer“ abgewehrt zu haben. Denn de facto handelt sich bei beiden Abgaben um Substanzbesteuerung.: Worin besteht der „Ertrag“ bzw. der „ Vermögenszuwachs“, wenn die Verzinsung (wie häufig) unter dem Inflation liegt und der Sparer somit Kaufkraftverluste erleidet, während der Fiskus auf alle Fälle abschöpft; wenn nicht vom Gewinn/Ertrag, dann eben von der Sustanz. Zudem werden Bank-, Depotgebühren, Agios etc. nicht einbezogen, die weiter den Ertag mildern. Letztere werden zudem infolge der zusätzliche Bankenabgabe tendenziell steigen; Sparzinsen relativ zur zu erwartenden höheren Inflation weiter sinken.
    Sparen und Konsumverzicht sollte als Wert und Ausdruck verantwortungsvoller Haltung erkannt werden. Doch diese Maßnahmen, weisen den Sparer das neidbehaftete Stigma des “Reichen“ zu, den man nach Robin-Hood-Manier schröpfen könne, um die allgemeine Anspruchsmentalität zu bedienen. Die ist – auch – Ausdruck einer defensiven Konsumzwang – Wirtschafts-„Politik“, die sich zu Verschrottungsprämie (aus „Umweltschutzgründen“) und ähnlich kontraproduktivem Unsinn gesellt und sich anbahnende internationale (Export-)Konkurrenz-Unfähigkeit durch Inlandskonsum-Stimulation auf Kosten von Reserven kurzsichtig durch vernebeln soll.

    • diko
      25. Oktober 2010 08:06

      danke, Herr Rinnhofer, für ihren Beitrag im gesamten. Im besonderen für den Hinweis, daß Pensionisten aufgrund ihrer Gesamtlebensarbeitszeit als volle Beitragszahler u. ihrer steuerlichen Abzüge, - von jenen welche nur im geringeren Maße Pensionsbeiträge leisteten u. jetzt Ausgleichszulage beziehen, - zu unterscheiden ist.

    • Franz L
      25. Oktober 2010 15:08

      @Karl Rinnhofer

      Danke für die ausgezeichnete Korrektur des heutigen Tagebucheintrags.

  45. byrig
    25. Oktober 2010 02:40

    um genauer auf a.u. einzugehen:es sind keine in sicht,die zu einer koralm-hackler-tea party aufrufen.wie auch.das berührt interessierte leute-indirekt.
    eine tea-party gegen weitere moslemische zuwanderung wäre höchst erfolgreich.nur:welchen tee,und wohin schütten?donaukanal?

    • Leopold Koller (kein Partner)
      26. Oktober 2010 19:54

      Wie waer's mit einer Ladung tuerkischer Kaffeebohnen in den Neusiedlersee?

  46. byrig
    25. Oktober 2010 02:35

    meine tochter-studentin-war heute auf einer party-vorm do&co.es war im fernsehen auch deutlich zu hören.ich hab mit ihr vorher gesprochen,und ihr gesagt:gut geh hin,und vergiss eines nicht deinen kommilitonen mitzuteilen:ihr junge seid wieder einmal von den saturierten,übermächtigen alten über den tisch gezogen worden,ihr könnt,wenn diese fettsäcke blecha und kohl längst vermodert sind,die rechnung bezahlen.diesen pensionisten wurde nämlich keinerlei beitrag abverlangt,leuten,die oft schon mit 55 und früher in pension gegangen sind.
    und wieso erwähnt keiner,dass die gemeinde-wien-beamten weiterhin ihre privilegien haben können?ebenso die in kärnten?
    ich bin selbst nahe dem pensionsalter,aber empört,wie die vertreter der alten die jungen missbrauchen und ausnützen.andreas khol hat einmal von den sozialistischen gfriesern gesprochen-zu recht.inzwischen ist er selbst zu einem miesen gfriess geworden.

    • Wertkonservativer
      25. Oktober 2010 07:59

      @ byrig:
      Super, wie Sie die versteinerten Pensions-Bewahrer Blecha und Kohl (für mich eine Riesen-Enttäuschung!) angehen! Gratulation!
      (Was mich jedoch nicht daran hindert, Ihnen nachzutragen, uns Wertkonservative kürzlich als "von Grund auf" feige bezeichnet zu haben!)

    • Alexander Renneberg
      25. Oktober 2010 08:34

      @wertekonservativer

      byring hat leider ein wenig recht, was die feigheit der konservativen angeht.

      wann haben sie jemals eine demo der konservativen gesehen, wann einen landesweiten aufschrei, wann ein poltern der konservativen politiker wie bei den gewerkschaften?

      hier im forum intellektuell gas zu geben ist zwar eine freude, der "lesestoff" in vielen fällen ausgezeichnet, mit guten ideen versetzt.
      aber ändert das was?

      vielleicht stimmt der begriff feige nicht so ganz, besser wäre "bequem" oder satt.

      unsere einzige konsequenz ist es nicht mehr schwarz zu wählen. und dann?

    • Wertkonservativer
      25. Oktober 2010 10:24

      @ Alexander R.:
      Mag zum Teuil stimmen, doch - bitte:
      wo braucht es in unseren Demokratien Mut, Demonstrationen abzuhalten; wer schreit denn sonst landesweit auf (auch die Anderen sind Duckmäuser!), und zum letzten Punkt: Schüssel als Wertkonservativer hatte mehr Mut als alle Gewerkschaftsbosse zusammen!
      Die Besten von Euch sind anscheinend derzeit auf dem blauen Trip; mag sein, dass hier die Zukunft liegt, so ganz sicher bin ich mir da nicht.

    • Alexander Renneberg
      25. Oktober 2010 11:02

      @wertekonservativer

      sie haben völlig recht!

      a) schüssel hatte tatsächlich mut. und er hatte ein ziel: das land besser zu machen, nachhaltig zu sanieren. ein wenig ist es gelungen, in vielen fällen leider nicht. denn auch die zeit war zu kurz. und ehrlicherweise, die wahl 2006 hat er selbst "verschissen" das kann ich aus meiner position sagen, denn ich weiß, dass er einen angriffigen wahlkampf abgelehnt hat. auch nachdem im gusenbauer mit der pflegedebatte kam.

      b) ich bin völlig bei ihnen wenn sie schreiben viele tendieren zu blau. aus protest, etc.
      das kann nicht der weisheit letzter schluss sein. denn mit den blauen ist ebenfalls kein staat zu machen.

      c) wo bietet aber die övp den bürgern eine politische heimat? sie versinkt in belanglosigkeiten anstelle von wertevermittlung. sie übt sich in vorsichtl & rücksichtl anstelle von klaren aussagen.
      unter schüssel gab es wenigstens noch eine richtung, eine stimme. das ist leider vorbei.
      aber vielleicht ist politik heute so.
      die alternative ist, wir gehen alle mehr golfspielen, urlauben, ins theater, in konzerte, reden in unseren zirkeln, regen uns auf. das ändert zwar nichts, aber es ist allemal gemütlicher.
      die entwicklung gefällt mir nicht. meinen freunden ebensowenig, aber ändern trotz massivem einsatz (2 veranstaltungen mit christine marek organisiert, insgesamt über 400 personen dabei) "tut" das genau nichts.

      wie schrieb jemand über die wienwahl: 3 sozialistische parteien haben stimmen verloren und eine vierte sozialistische partei hat stimmen gewonnen.

  47. Philipp Starl
    25. Oktober 2010 01:03

    So feierlich, verschwörerisch, verheißungsvoll, kollusiv und hoffnungsvoll dieser Artikel klingt, sollte man doch auf dem Boden der Tatsachen bleiben.

    Düsterer könnte die Lage für Menschen mit klarem Verstand und reinem Herzen nicht sein: die Regierung Pröll/Faymann hat ihre Macht an allen Ecken und Enden abgesichert. Die Medien sind fest in rot- schwarzer Hand, die Meinungsfreiheit wird beschnitten, politisch unangenehme Parteien und Personen werden abgehorcht und wenn sich Vermutungen hinter dem Fall Kampusch auch nur annähernd als wahr herausstellen sollten, ist diese Regierung oder Männer hinter ihr bereit, Menschen zu töten.

    Da dieser Blog auch von diversen Personen zumindest indirekt gelesen wird, sollte man auch bei der Wortwahl achtgeben. Doch eines wird diesen Herren nie gelingen: den Willen des Volkes dauerhaft zu unterdrücken und schon gar nicht, wenn sie selbst die Macht verlieren.

    Doch bleiben wir realistisch: in den USA ist so eine Bewegung alleine deshalb möglich, weil das amerikanische Volk schon seit jeher dem Proletariat entstammt und dem Gedanken von Freiheit sehr viel abgewinnen kann. In Europa ist jedoch den Völkern der Gedanke von Freiheit vor dem Staate gänzlich fremd. Seit über tausend Jahren wurden sie von Monarchen regiert und zu einem großen Teil sogar gut regiert. Diese "Unterwerfungssucht" zeigte sich am deutlichsten bei Hitler, der damals den Platz der verloren gegangenen Monarchen einnahm. Man kann von Völkern, die seit Ewigkeiten von oben herab regiert wurden, nicht erwarten, dass von heute auf morgen der Freiheitsgedanke überhand nimmt.
    Weiters ist zu beachten, dass der Aufbau einer Bewegung Jahre benötigt.

    Gerade aus meinem Mund sind solche Worte für den Leser natürlich überraschend. Wenn man aber das Land verändern will, muss man den Tatsachen ins Auge blicken und die Umstände zu seinen Gunsten zu nutzen wissen.

    Was kann man also tun? Wie schon vor einigen Tagen angemerkt, gilt es jetzt, die Bürger zu informieren, den Bürgern zu helfen. Der Zusammenbruch des Systems ist gewiss, die Politik sucht verzweifelt, die Katastrophe abzuwenden (Sarkozy forderte eine Währungsreform, die Amerikaner pumpen wie die Verrückten Geld in den Markt) und die EU spielt in ihrer Hilflosigkeit auf dem ihr so vertrauten Instrument, der Regelung und Erziehung der Menschen. Nur lassen sich Märkte nicht regeln und schon gar nicht lässt sich diese Katastrophe abwenden. Sie wird kommen, so sicher wie das Amen im Gebet.

    Die Bürger werden ihr Geld verlieren, sie werden verzweifeln, sie werden wütend und werden verzweifelt versuchen, einen Ausweg zu finden. Wer diesem Ansturm als erstes zum Opfer fallen wird, ist für jeden klar: die amtierende Regierung, welche das auch immer sein wird und keine Nachfolgeregierung wird ins kalte Wasser geworfen auch nur den Hauch einer Ahnung haben, was zu tun ist. Man muss dafür sorgen, dass die Bürger Bescheid wissen, Auswege wissen. Es wird gelten, die Ruhe zu wahren und den (berechtigten) Zorn zumindest soweit in vernünftige Bahnen zu lenken, dass die Situation nicht eskaliert. Ich befürchte nur, dazu wird niemand die Macht haben, aber wenn man im Kleinen etwas tut, ist es besser als nichts.

    Soweit wie möglich sollte man also dafür sorgen, dass die Bürger in Sachwerte investieren und so vor Wertverlust größtmöglich geschützt werden.

    Die Bürger müssen auch aufgeklärt werden, warum alles so passiert, wie es passiert, denn nur so ist die Basis dafür gelegt, dass sich die Geschichte in ferner Zukunft nicht noch einmal wiederholt. Die Bürger dürfen nicht dem Irrglauben verfallen, dass der Kapitalismus für ihr Leid verantwortlich ist. Die Gefahr hiefür ist leider extrem hoch, da sämtliche Staatsführer ihr Heil in dieser Erklärung suchen werden.

    Am Besten wäre es auch, eine Schutztruppe aufzubauen, dies ist als Appell an diverse Generäle des Bundesheers gemeint. Die Polizei wird vielleicht nicht mehr der Freund und Helfer des Volkes sein. Sie wird jedenfalls die Tore der geschlossenen Banken bewachen, das darf auch sinnbildlich gelesen werden.

    Sehr wichtig wird auch sein, den Rechtsstaat weitestgehend zu erhalten und ihn nicht der Politik als Fraß hinzuwerfen.

    Jeder kann im Privaten etwas tun, wie Reserven aufbauen und notleidenden Bürgern vielleicht mit Geld aushelfen, wenn es soweit kommt. Auch ein Appell an die Kirche ist zu richten. Sie soll endlich wieder anfangen, die karitative Organisation zu sein, die sie zu sein hat und keine beim Staat um Geld und Macht bettelnde Institution.

    Das ist so ziemlich alles, was man tun kann. Eine neue Bewegung braucht einfach viel zu lange, um sich zu etablieren. Sie kann es erst in den schweren Zeiten tun.

    So mancher mag diesen Kommentar für lächerlich befinden und ih sich als Kabarettstück an die Wand heften. Jenen kann ich nur sagen, dass ich sehr froh wäre, würden sie Recht behalten.

    Ich für meinen Teil werde lieber als Verrückter hingestellt, als den Staat Österreich und sein Volk so unvorbereitet und hilflos in dieses Chaos stürzen zu sehen.

    • Wertkonservativer
      25. Oktober 2010 07:52

      @ Philipp Starl:

      Alles zu unterschreiben und auch zu unterstützen, was Sie zur drohenden Crash-Situation als mögliche Lösungsvorschläge anführen. Es ist sicher 5 Minuten vor 12! Vermögenssicherung (so man eines hat!) ist gut, aber nicht alles.

      Die Gretchenfrage ist: welche Persönlichkeiten, Organisationen (oder höhere Mächte?) wären imstande, die Grundkrankheit zu heilen bzw. deren Auswirkungen zu lindern? Bei allem Enthusiasmus Einiger für einzelne Hoffnungstäger sehe ich nirgends einen wirklich hoffnungsträchtigen "Messias"!

    • simplicissimus
      25. Oktober 2010 09:30

      ein apokalyptischer kommentar. ich hoffe sie behalten vor allem in dem recht, dass die bestehenden "leader" durch eine gegenbewegung hinweggeschwemmt werden.
      auf revolten und unruhen kann ich verzichten, aber es ist schon richtig, dass einiges passieren muss, damit die satten massen endlich nach echter veränderung schreien.

    • Philipp Starl
      25. Oktober 2010 11:42

      @ Wertkonservativer, simplicissimus

      Auf einen (jetzt schon bekannten) Messias und bestehende Organisationen darf man in so einem Fall nie bauen, sie sind Teil des alten Systems und daher blind für Veränderungen und zu leidenschaftlos für eine Revolution.

      Der Krieg macht die Helden, schon immer, auch wenn es manchesmal keine Helden waren, wie Hitler.
      Es ist einfach eine natürliche, Katholiken würden sagen gottgegebene, Neigung der Menschen, sich in schweren und verzweifelten Zeiten einen Halt zu suchen. Diesen Halt suchen sie sich selbstverständlich nicht bei jemandem, der ihrer Meinung all das verschuldete oder versagte. Sie suchen Halt bei etwas Neuem und dieses Neue wird sich erst bilden müssen.

    • Frondeuse (kein Partner)
      26. Oktober 2010 15:52

      @Philip Starl

      Leider sehe ich mich geneigt, Ihre Bedenken und Prognosen beinahe uneingeschränkt zu teilen. Nur mit der Zeitrechnung stimmen wir nicht überein. Es ist (auf meiner Uhr) nicht 5 vor Zwölf, sondern 20 nach Eins.

  48. Brigitte Imb
    25. Oktober 2010 00:51

    Nur Geduld, die "Parties" finden noch ihre Veranstalter, spätestens wird die Zelebration d. "Election Party" 2013 unter den Goodies in Ö u. Europa "Verwirrung" hervorrufen.

    Die steuerzahlenden Familien werden vor lauter Dankbarkeit, weil sie einige ehemalige, anatolische Ziegenhirten, samt Verwandtschaft, zu ihren eigenen Lasten, finanzieren dürfen, nicht SPÖVP wählen, sondern FPÖ.

    Und die Streichung der Familienbeihilfe ab 25 ist nichts anderes als eine Studiengebühr durch die Hintertür, denn für diese zu stehen sind die Regierunsmitglieder zu feige.

    • Kaffeehäferl
      25. Oktober 2010 14:30

      Und die Streichung der Familienbeihilfe ab 25 ist nichts anderes als eine Studiengebühr durch die Hintertür, denn für diese zu stehen sind die Regierunsmitglieder zu feige.

      Nur, daß diese Form der Studiengebühren österreichischen Studenten Geld kostet, nicht aber ausländischen. Umgekehrt wäre es besser: Familienbeihilfe wie bisher, dafür Studiengebühren ab 25. Dann zahlen ausländische Langzeitstudenten, österreichische kriegen die Studiengebühr sozusagen ersetzt.

      Das wäre jedenfalls mehr in meinem Sinne als österreichischer Steuerzahler.

    • Brigitte Imb
      25. Oktober 2010 23:52

      Mit der ausgehandelten Regelung bin ich keinesfalls zufrieden, nach wie vor plädiere ich für Studiengebühren und Eignungstests, im gleichen Atemzug aber auch Stipendien. Die Beschneidung der Familienbeihilfe trifft viele unserer Studenten tatsächlich hart.
      Die Regierung ist den Weg der Träg- u. Feigheit gegangen und zählt dabei "läppische" 35.000 betroffene Studenten - kostet max.1-2 Mandate, falls die Chose bis zu den nächsten Wahlen ohnehin nicht schon wieder vergessen ist.
      Eigentlich sollten wir gar nicht darüber diskutieren wie diese Vorgabe umgesetzt werden soll, sondern wir sollten diskutieren, dass die Politiker gefälligst in ihren eigen Kreisen sparen könnten/müßten - Lobbying, Vetternwirtschaft, Hinterziehung, Verschwendung, Verspekulierung, Korrumpierung, usw....

  49. fosca
    25. Oktober 2010 00:30

    No joa - da bin ich mir nicht wirklich sicher, ob es besser ist den Koralmtunnel zu stoppen, jetzt wo schon soviele Milliarden hineingeflossen sind.
    Brauchen wir im Süden wirklich ein zweites "Zwentendorf"? Vermutlich ist es in diesem Stadium günstiger, ihn fertigzubauen und das Geld dafür bei denen zu holen, die ihn so vehemment fordern!

    Aber z. B. für eine ÖBB-Nationalbank-Party wäre ich sofort zu gewinnen! :-)

    • brechstange
      26. Oktober 2010 00:41

      Finde ich auch.
      Die Schratzenstaller vom WIFO ist echt grenzlastig. Wahnsinn, wie die sich einer Partei verschreibt.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung