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Was gibt’s da zu feiern?

Es ist eine Frage, um die wir uns alle gerne drücken: Was ist es eigentlich, was Österreich  im Innersten zusammenhält? Auch der Nationalfeiertag gibt keine sehr befriedigende Antwort darauf. Trotzdem tut es gut, darüber an diesem Tag ein wenig ehrlicher als sonst nachzudenken.

Schon der historische Anlass des Nationalfeiertages ist nämlich längst hohl und nichtig: Das am 26. Oktober 1955 beschlossene Neutralitätsgesetz ist zu einem Stück Papier geschrumpft, das längst jeder Bedeutung beraubt worden ist. Zu Recht übrigens, da Neutralität in einem so intensiv zusammengewachsenen Europa jede Bedeutung verloren hat. Sie war lediglich in einem durch einen Eisernen Vorhang zweigeteilten Kontinent für ein kleines Land eine notwendige Überlebensstrategie.

Auch das, was an diesem Tag am meisten ins Auge springt, ist alles andere als aufregend: Das Bundesheer ist – in Relation zur Bevölkerungsgröße und zur Wirtschaftsstärke – die weitaus am schlechtesten dotierte Armee Europas. Es ist trotz aller Angelobungen und Waffenschauen ein recht erbärmlicher Haufen. Da braucht es gar nicht die dramatischen Sparmaßnahmen der aktuellen Budgetkrise. Da wäre schon das Desinteresse des zuständigen Ministers am Heer signifikant genug, der zehn Mal mehr Lust an seiner Zweitkompetenz Sport zeigt – obwohl auch dort die Erfolge Österreichs nicht gerade überwältigend sind, obwohl dort mehr Schiebungen und Doping zu beobachten sind als sonst etwas.

Natürlich sind auch die jüngsten Budgetbeschlüsse mehr deprimierend als patriotisch elektrisierend. Dabei machen vor allem die damit verbundenen konkreten Signale betrübt: Die Republik zeigt insbesondere Mehrkinderfamilien künftig die kalte Schulter; sie wird von einem veritablen und vor allem immens teuren Machtkampf zwischen Bund und Ländern erschüttert; sie hat sich mit langfristig verheerenden Folgen als wortbrüchig erwiesen, indem sie nun die Stiftungskonstruktion, mit der in den letzten Jahren viel Geld aus dem Ausland angelockt worden ist, zu einer Steuerfalle verwandelt hat; sie bestraft ausgerechnet jene Pensionisten, die den relativ größten Anteil ihrer Pension mit Beiträgen gedeckt haben, seit fünf Jahren durch ein Einfrieren ihrer Bezüge, was ein weiteres verheerendes Signal bedeutet, dass Leistung in Österreich unerwünscht ist; sie war mit keiner einzigen Geste imstande, den Leistungsträgern, den unternehmerischen Menschen und den Kapitalbesitzern (von denen die Zukunft des Landes abhängig ist, auch wenn man sie nicht gerade mag) zu signalisieren, dass sie hierzulande willkommen sind.

Also auch da findet man nicht viel Grund zum Feiern. Und noch weniger patriotisch stimmt die Tatsache, dass in kaum einem anderen Land außer Deutschland die Machtübernahme durch eine islamische Mehrheit noch in diesem Jahrhundert schon so sicher ist wie in Österreich. Während etwa Dänemark gerade energische Maßnahmen gegen die Massenzuwanderung auf dem Weg der sogenannten Familienzusammenführung und gegen jene Familien, die ihren Kindern nicht die Landessprache beibringen, beschließt, machen die österreichischen Medien und Möchtegern-Gutmenschen ständig Stimmung für noch mehr Zuwanderung – und haben gerade die Innenministerin gezwungen, die Möglichkeiten des sogenannten Bleiberechts noch stärker auszubauen.

Das alles steht natürlich in Zusammenhang mit der Tatsache, dass seit 1970 das praktizierte Bekenntnis der Österreicher zur eigenen Zukunft – also die Aufzucht einer ausreichenden Anzahl von eigenen Kindern – beendet worden ist. Stattdessen gibt sich das Land der Fata Morgana des Wohlfahrtsstaates hin, der angeblich auf Dauer unseren Wohlstand sichern würde. Diese Idee hat sich aber längst als Schimäre erwiesen, die nur noch durch immer mehr Schulden aufrechterhalten werden kann. Gleichzeitig wandern gerade die tüchtigsten Österreicher ins Ausland ab, wo sie mehr verdienen können und weniger Steuern zahlen müssen.

Bleibt nur die eine Frage offen: Warum fühlt sich trotz allem der Rest noch immer sehr wohl in Österreich? Viele glauben, dass das mit der schönen Landschaft zusammenhängt und mit den künstlerischen Leistungen früherer Epochen. Das sind sicher Dinge, derer man sich angesichts der sonstigen Trübsal zu Recht erfreut. Man kann auch auf die vielen fleißigen Menschen stolz sein, die trotz der Behinderung durch das politische und bürokratische System als Unternehmer oder Forscher, Arbeiter oder Freiberufler unglaublichen Fleiß und große Kreativität zeigen. Als aktuelles Beispiel könnte man jene Firmen und Arbeiter vor den Vorhang holen, die soeben bei der Rettung der Minenarbeiter in Chile gezeigt haben, dass in den Menschen dieses Landes noch immer viele Fähigkeiten stecken.

Ansonsten aber sollte man sich in aller Bescheidenheit zugeben: Das, was die meisten von uns innerlich an Österreich bindet, findet sich spiegelbildlich auch in fast allen anderen Ländern. Nämlich das große Bedürfnis jedes Menschen nach Heimat. Das bedeutet eine innere Bindung an die von Kindheit an gewohnten Sprachmelodien und Gebräuche, an die räumliche und kulturelle Umgebung, eine Vertrautheit mit einer noch so turbulenten politischen Geschichte. Das bedeutet Erinnerung, Familie, Freunde.

Mit anderen Worten: Bei aller Schönheit des kaiserlichen Wiens, der schneebedeckten Berge, der Seen des Salzkammerguts, der östlichen Ebenen, bei aller Bedeutung der Wiener musikalischen Klassik oder der Österreichischen Schule der Nationalökonomie gibt es nichts, was Berechtigung zu einem Überlegenheitsgefühl gäbe. Aber der Österreicher hat das selbe Recht wie alle anderen, diese seine Heimat zu schätzen, sich mit ihr, ihrer Geschichte und ihren Menschen zu identifizieren, und dafür zu kämpfen, dass sie sich besser gegen eine eroberungswillige fremde Religion und Kultur, aber auch gegen die Regulierungswut fremder Herrscher in Brüssel wehrt. So wie das alle jene Kulturen der Geschichte getan haben, die nicht untergehen wollten.

Aber eine naturgesetzliche Garantie, dass dieses Land nicht untergeht, dass es gar das letzte auf dem Erdball sein werde (wie ein alter Habsburger-Spruch gemeint hat), die gibt es ganz gewiss nicht. Geschichte kann auch sehr erbarmungslos sein.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Oktober 2010 07:20

    Es gibt wenig zu feiern an diesem tag in österreich. Längst ist das land zu einer diktatur der political correctness verkommen. Praktisch in keinem medium kann heute irgendein künstler- von welser-möst bis udo jürgens- ein interview geben ohne sofort von den medienstrolchen gezwungen zu werden, seine politische einstellung, die natürlich immer anti-fpö sein muss, zu deklarieren...zustände wie in schlimmsten diktaturen....
    der reichsrundfunk als oberstes propagandaorgan der linksgrünen bewegung schüttet von früh bis spät seine hörer und seher mit pc-phrasen zu....
    eine früher antiklerikale partei wie die SPÖ wirft ihrer grundsätze über bord und mutiert zu einer islamistenfreundlichen organisation,
    die katholischen und vor allem auch die evangelischen kirchen, total von linksfaschisten unterwandert, sind zu speerspitzen der immigrationsindustrie und des islam geworden.
    in beklagenswertem zustand befindet sich auch die justiz, die immer mehr zum büttel der political correctness wird und sich bereits wie im iran als oberster hüter des islam aufspielt .....
    eine von blockwartdenken und übelstem denunziantentum geprägte partei darf trotz verlusten nun wien in ihrem sinne ruinieren..
    und so weiter und so fort.....

    schönen feiertag !!!!!!

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Oktober 2010 09:15

    Feiertag.

    Ich widerspreche dem zusammengewachsenen Europa. Was ist zusammengewachsen ? Die Schuldenpolitik, P.C., die Selbstbedienung, die sind zusammengewachsen, da ist man sich einig, ebenso wie mit einem Euro.

    Aber wie sieht es den aus mit den Sozialsystemen, mit der internationalen E-Card, mit der Gleichmacherei ? Sind die nicht unzulänglich ? Gibt es nicht doch noch nationale Kultur ? Betonung auf NOCH. Regt sich nicht da und dort Widerstand gegen den Ausverkauf der Nationen ?

    In Österreich liegt z.B. in allen Magistraten und Gemeinden die Unterstützungserklärung für ein Volksbegehren zum Austritt der EU, das angeblich mehr als die Hälfte der Österreicher wollen, weshalb auch unsere Politik die Verfassung gebrochen hat mit der Verhinderung des Volksbegehrens zum Lissabonvertrag, genauso, wie für die fadenscheinige Begründung zum Verfassungsbruch mit dem Budgettermin, etc.

    Fühlen sich die Österreicher nicht trotz des miesen Zustandes und der Sabotage des Bundesheeres durch Fischer, Faymann, Darabos angezogen von der 'Show' am Heldenplatz ? Zeigt das nicht auch einen gewissen Nationalstolz ?

    Was wir nicht sehen, sind unsere Sargnägel, unsere Muslime, die die österreichische Verfassung und die übrigen Gesetze genauso brechen, wie unsere Politiker das tun und das Volk umgehen, bzw. verraten und verkaufen. Die Muslime, denen Österreich schnurzegal ist, die nur die Mehrheit interessiert und das Sozialgeld am ersten, zumindest mehr als 40% von ihnen, und die nur die Einreise und Vollversorgung der Verwandtschaft (auch Klientel genannt auf österreichisch, wo das ja auch vokommen soll, der Neffe als Beispiel) interessiert und sonst nichts. Die sehen wir heute nicht.

    Wenn ich mich an die ersten Nationalfeiertage nach 1955 erinnere, wo an jedem Haus die österreichische Fahne geweht hat, es war sichtbar Nationalfeiertag, wir waren wirklich Österreicher und frei noch bis in die 1960-er Jahre.

    Die Freiheit haben wir verwirkt und gegen Parteiterror und P.C. ausgetauscht. Auch die Fahnen wehen nicht mehr und immer mehr Leuten wird das auch immer gleichgültiger, das mit dem Feiertag. Man kann ausschlafen, sein Schnitzel und Bier auf Staatskosten inhalieren und weitersaufen, Tag der (blauen) Fahne ... .. am besten alles vergessen, die Schulden, die UNfreiheit, den Terror ....

    Die Schule hat viele der jungen Leute doch noch nicht so verderben können, daß sie nicht doch manchmal aus sich herausgehen, den Gutmenschenpazifismus ablegen und Begeisterung zeigen, am Heldenplatz zumindest.

    Die Perspektiven für ihre Zukunft werden von unseren Regierungen immer wieder gegeben, noch mehr Schulden, noch weniger sparen, noch weniger Freiheit, noch mehr Filz und Klientel und Privilegien und noch mehr Volksverdummung, noch mehr Selbstbedienung und noch mehr Parallelwelt mit Klientel, Privilegierte, Schmarotzer, Muslime.

    Trotzdem gibt es noch viele Anständige, die diese Verkommenheit zahlen müssen und die die von der Verkommenheit auferlegten Schulden auch übernehmen müssen, unsere Arbeiter, Angestellten, unsere kleinen mittleren und größeren Unternehmer, von denen viele heute arbeiten müssen, wie ich auch und nicht 8 Stunden sondern 12 Stunden.

    Ich wünsche den Anständigen unter uns, daß dieser Parallelweltterror zu Ende gehen möge und zwar ohne Zusammenbruch, daß politische Vernunft einkehren möge, daß der Parteiterror besiegt werden kann.

    Feiertag ist es hoffentlich doch für einige noch.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Oktober 2010 08:27

    Der Nationalfeiertag wird von einem Großteil der Österreicher als ein zusätzlicher arbeitsfreier Tag betrachtet, der wie Christi Himmelfahrt oder Fronleichnam als willkommener "Fenstertag" für Kurzurlaube verwendet wird.
    Abgesehen davon, dass der Anlaß für diesen Tag die Tatsache war, als 1945 "befreites" Land nach 10 Jahren vormundschaftlicher Besatzung endlich seine Befreier losgeworden zu sein, wurde in der Zwischenzeit von unserer herrschenden Nomenklatura alles dazu getan, jede Form von Nationalgefühl und Patriotismus auszulöschen.
    Die letzten Anflüge eines Patriotismus werden in die Kanäle des kommerzialisierten Sports gelenkt, die Verteidigungsbereitschaft durch eine pazifistische Trittbrettfahrermentalität ersetzt und der Rest wird durch den diktatorischen EU-Einheitsbrei und die Überfremdung unserer Heimat durch heimatlose Migranten aus fernen Ländern weggeschwemmt!
    Was gibt es da zu feiern? Nichts, es ist ein verlogener Feiertag geworden, wie so vieles in unserem Land!

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Oktober 2010 14:12

    Ich erinnere mich noch dran, als dieser 26. 10. "geboren" wurde. Getauft wurde er auf den Namen "Tag der Fahne". Während die Schulkinder im Zeichenunterricht mit Ölkreiden ROT-WEISZ-ROT-Wimpel anfärbelten, um sie hinterher freudig schwenken zu können, atmeten die Erwachsenen hörbar auf: Endlich waren wir---nach zehn Jahren --- von unseren BEFREIERN BEFREIT! Ja, so sah man's damals.

    Je weiter wir uns zeitlich vom Krieg entfernten, umso besser wußten plötzlich diejenigen, die dank der Gnade der "späten Geburt" keinen Schimmer von der von ihren Eltern, Großeltern erlebten und erlittenen Zeit hatten, GANZ genau, WIE es WAR!

    Nun aber zurück zum "Tag der Fahne"!
    An diesem Tag war Unterricht; es war beileibe kein ARBEITSFREIER Tag! So nach und nach wurde der Unterricht gekürzt, bald SCHULFREI.

    Irgendwann wurde der "Tag der Fahne" UMGETAUFT; Staatsfeiertag hieß er plötzlich.
    Dann wurde er auf einmal neuerlich umbenannt: DER "geborene" TAG DER FAHNE, später auf STAATSFEIERTAG Umgetaufte hörte ab sofort auf den neuen Namen "NATIONALFEIERTAG.

    Damit war plötzlich die ÖSTERREICHISCHE NATION ein Thema. Die Verrenkungen, aus dem Staat Ö eine österr. NATION zu kreiren, waren mehr als erstaunlich.Was wurde nicht alles unternommen, einen Keil zwischen Ö und D zu treiben, die "Verwandtschaft" zu leugnen. Welch gesunden Menschenverstand hatte doch Kreisky, als er meinte, er könne sich nicht vorstellen, beispielsweise GOETHE als "Ausländer" zu betrachten.

    Nun sind wir ja schon längst auf dem Weg, unsere schöne, ausdrucksvolle Sprache DEUTSCH nicht nur zu verleugnen, sondern sie zunächst zu verwaschen, um sie schließlich ganz zu verwerfen zugunsten des Englischen.

    55 Jahre alt ist der 26. Oktober! Innerhalb dieser 55 Jahre ist es gelungen, mit allen Traditionen und Werten zu brechen, die Bevölkerung nahezu auszutauschen durch Unmengen von AUSLÄNDERN, die sich ÖSTERREICHER nennen dürfen, ohne es wirklich sein zu wollen. Den arbeitsfreien Tag genießen sie allerdings auf unsere Kosten.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorharo
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Oktober 2010 09:52

    Die meisten Österreicher mögen ihr kleines Heimatland und haben ein Gspür dafür was ihm nicht gut tut wie zB eine (derzeitige) EU in der sie als Bewohner eines kleinen Landes untergehen (erst recht wenn die Türkei EU-Mitgliedsland geworden ist) und die voran schreitende Islamisierung (die den Menschen noch nirgends auf der Welt gut getan hat).

    Auch heute ist der bekannte Spruch angebracht wenn auch mit anderem Hintergrund:

    Gott schütze Österreich!

  6. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Oktober 2010 10:59

    Nichts gibt es zu feiern – wozu auch ?

    Ersparen wir uns einmal den entbehrlichen Streit über den Begriff der österreichischen Nation. Wie sie geistesgeschichtlich entstanden ist – nämlich Mitte der dreißiger-Jahre als Antifa-Produkt des saarländischen Komintern Propagandisten Willi Münzenberg - ist bekannt, und daß Sie sich gerne damit definiert, einfach Nicht-Deutsch bzw. Anti-Deutsch zu sein ist von aller Niedertracht und Dummheit, die allerniederträchtigste und allerdümmste. Der feige Versuch, sich aus der Verantwortung für den fürs erste einmal im Blutbad des NS-Wahnsinns gescheiterten großdeutschen Versuch so verabschieden zu können, glaubten nur die darauf verpflichteten österreichischen Diplomaten und Beamten, vorwiegend der Schulverwaltung und der Staatspolizei. Der Rest wusste und weiß, was Sache war und ist und sagt es nur nicht, um nicht mit der Antifa Keule niedergeprügelt zu werden. Spätestens aber seit Waldheim wissen ja auch die Dümmsten Bescheid.

    Hier wird nicht einer Verpreussung das Wort geredet, aber daß die Krone des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation in Wien aufbewahrt wird, der de-facto Hauptstadt für 600 Jahre – wenn es denn eine solche gegeben hätte - des einzig wirklich tausendjährigen und transzendenten Reiches der Deutschen, ist ja kein Zufall. Und wenn schon Österreich, dann sicher nicht Nation – sondern entweder, die Casa d’Austria – also das Haus Habsburg, als supranationaler Personenverbandsstaat, oder Cisleithanien des kuk Staates, in dem die österreichische Reichshälfte selbstverständlich niemals eine Nation im Herderschen Sinn war sondern eine multiethnische Entität darstellte. Regierten also die Habsburger entweder als Grundherrn der österr. Länder und Kaiser im Hl röm Reich oder als Kaiser von Österreich in einem Konstrukt aus verschiedenen Nationen, welches im deutschen Bund die Vorherrschaft als Führungsmacht anstrebte und erst 1866 im staatsrechtlichen Sinne von Kleindeutschland getrennt wurde - weil Bismarck dies so gewaltsam durchgesetzt hatte - dann war jener Rest, der nach 1918 blieb, jedenfalls deutsch. Und bekannte sich eben auch in demokratischen Zeiten – jedenfalls aber in den später von den Alliierten verbotetenen Abstimmungen - dazu.

    Eine ätatische Nation – was für ein Blödsinn. Sie setzt Freiwilligkeit voraus, die es im Zuge der österreichischen Staatsbildung weder 1918/22 noch 1945 gab. Nicht einmal die in Wien anfänglich erfolgreiche Erhebung des 20. Juli 1944 richtete sich gegen Deutschland – sie richtete sich gegen das NS Terror System. Antipreussischer Lokalkolorit, den es im Übrigen auch anderswo auf deutschem Boden - und zwar nicht bloß nur noch in Bayern – gab, nicht ausgeschlossen.

    Deshalb steht es Österreich zu, mit Nationalfeiertagen zurückhaltend umzugehen. Mag sein, daß sich Landsleute in Österrreich an diesem Tag auf jene Heimat besinnen, der sie sich geografisch und kulturell verbunden fühlen, aber geben wir uns keinen Illusionen hin – da schwingt mehr resignative Gewohnheit denn spontane Empathie mit. Im Übrigen erleben wir in den Städten zufolge der Überfremdung rasch wachsenden Heimatverlust der angestammten Bevölkerung, weil eine an Schlüsselpositionen der Politik und Gesellschaft sitzende vollkommen verblendete Kaste von Duodezfürsten die Zwangsentheimatung durch ungebremsten Zuzug nichtintegrierbarer und kinderreicher Fremder befördert. Bedroht die Gegenwehr der autochthonen Landeseinwohner die Macht der Maharadschas in den aus unseren Steuern finanzierten Staatsmedien und Parteizentralen, werden flugs die ehemaligen Besatzungsmächte zu Hilfe gegen die eigene Bevölkerung gerufen. Man könnte ja – der Satan dieser Erde ist uns in die Welt getreten – nicht multikulturell sein wollen. So hatte die degenerierte Herrscherkaste in Indien mit Hilfe der britischen Kanonen regiert, die chinesischen War Lords kauften und verkauften – von den Briten mit Krieg erzwungen - Opium um ihr Volk niederzudrücken und in Wien fährt man eben aus der Löwel Zentrale nach Paris und New York, um sich dort seine Befehle und die entsprechenden Interventionstruppen zu besorgen, Grüne, Kommunisten und andere Linksradikale schauen sich da traditionell lieber im Osten um. Und wenn einmal der Sonderabverkauf in der großen Interventionsboutique begonnen hat, eingeleitet vom wiederkehrenden Satyrspiel voll entsetzt – betroffener ‚Wehret den Anfängen’ Skandierer – dann stellt sich auch noch der letzte bei Verstand geblieben die Frage: Was gibt es da noch zu feiern ?

    Die Antwort ist klar. Nichts.

  7. Ausgezeichneter KommentatorCriticus
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Oktober 2010 08:28

    Gerade die Erschaffung einer "Österreichischen Nation " hat den Grundstein für die heutige Situation in unserem Lande geführt. Die nach 1945 unter Eindruck des schrecklichen NS-regimes geschaffene Grenzziehung gegenüber allem was deutsch ist, hat letztlich zu einem Identitätsverlust geführt, wodurch erst die Entstehung einer Multi-Kulti-Gesellschaft möglich war. Auch wenn man die staatliche Selbständigkeit unserer Alpenrepublik vollauf bejaht, ist das Kunstprodukt " Österreichische Nation"nicht zwangsläufig ein Credo für den Bejaher der staatlichen Selbsständigkeit. Die Sprach-und Volksgrenzen decken sich auch heute noch nicht mit den Grenzen unserer Heimat. Auch sei darauf hingewiesen, daß neben der Mehrheit der Deutschösterreicher bairischen Stammes auch solche des allemannischen Stammes in Vorarlberg und im Tiroler Lechtal leben. Auch Krejski hat, ebenso wie Nenning , sich zu einem deutschen Kulturkreis über unsere Staatsgrenzen hinaus bekannt. Was ist daran so sträflich?
    Die heutigen Politiker und Journalisten -den fragwürdigen Idealen der französischen Revulotion verhaftet-glauben in verhängnisvoller Weise, daß nicht Völker Staaten bilden sollen, sondern Staaten Völker!
    Jahrzehntelange Gehirnwäsche ,daß ein österreichischer Pass bereits einen Österreicher macht, hat unter anderem zu der heutigen verheerenden Migrationspolitik geführt.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatortertullian
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Oktober 2010 08:24

    Womit identifizieren wir uns in der Gegenwart, am 26. Oktober?
    Mit von der Gemeinschaft errungenen Erfolgen und Leistungen?
    Mit gemeinsamer Geschichte?
    Mit dieser EU sicher nicht!
    Dieses letzte "Erfolgs"-projekt gefährdet doch unaufhaltsam unser
    vormals schönes Land mit allen noch hervorragenden Lebensmitteln.
    Brauchen wir Österreicher also ein neues Zukunftsprojekt?
    Wer aber ist ein Österreicher?
    Jeder Besitzer eines österreichischen Reisepasses! Das sind alle sieben
    eingesessenen Volksgruppen, die Slowenen, Ungarn, Burgenlandkroaten,
    Slowaken, "Zigeuner", Tschechen und die deutsche Mehrheitsbevölkerung.
    Aber mittlerweile auch viele neue Paßösterreicher mit unterschiedlichstem
    ausländischem Migrationshintergrund.
    Welches Projektziel sollte da noch gesunden Patriotismus erzeugen können?
    Österreich so attraktiv gestalten, daß es für fremde Zuwanderer
    attraktiv bleibt,
    damit wir sie nicht auch noch zum Kommen einladen müssen?
    Die Politik in Österreich hat völlig versagt, wenn wir nicht genug
    Kinder bekommen,
    das Bildungswesen nicht bedarfsgerecht Absolventen hervorbringt, und der
    Staatsbankrott unausweichlich vor der Türe steht!
    Ich war am Heldenplatz und betrachtete nachdenklich das beeindruckende
    Reiterstandbild Erzherzog Karls von Österreich, "den heldenmütigen
    Führer der
    Heere Österreichs", "den beharrlichen Kämpfer für Deutschlands Ehre".
    Waren das noch Zeiten?


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  1. Bubba (kein Partner)
    19. Februar 2015 11:13

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  2. Gabriela (kein Partner)
  3. Shinta (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:48

    With the bases loaded you struck us out with that anwers!

  4. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    28. Oktober 2010 13:15

    Die Firmen und Arbeiter, die soeben bei der Rettung der Minenarbeiter in Chile gezeigt haben, noch mehr vor den Vorhang holen? Ich weiß nicht, ich fühlte mich schon fast belästigt von denen im ORF.

  5. Cabral
    27. Oktober 2010 21:16

    Ist der historische Anlass des Nationalfeiertages wirklich das - oder nur das - am 26. Oktober 1955 beschlossene Neutralitätsgesetz? Es hat meiner Erinnerung nach doch einmal geheißen, wir feiern an diesem Tag die Wiedererlangung unserer Freiheit, symbolisiert durch den Abzug des letzten fremden Soldaten aus unserem Lande. Oder sollte dieser Umstand vielleicht aus unserem Gedächtnis eliminiert werden, um keine Fragen zur Rolle der Besatzungsmächte mehr aufkommen zu lassen?

    • fosca
      27. Oktober 2010 23:09

      @Cabral

      Denke ich mir auch, denn wie Sie längst wissen müssen, waren das keine "Besatzungsmächte", sondern "Befreiungsmächte".
      Wer weiß, was in Zukunft noch geklittert wird! :-(

    • Gennadi (kein Partner)
      28. Oktober 2010 06:06

      Der Abzug war eben mit dem Staatsvertrag verbunden.

  6. Segestes (kein Partner)
    27. Oktober 2010 18:13

    Die meisten Leute kennen heute nicht einmal mehr den Unterschied
    zwischen Staats- und Nationalfeiertag.
    Aber wer kanns ihnen verübeln, es sind schließlich beides zwei sinnlose Selbstbeweihräucherungsveranstaltungen.

  7. RR Prof. Reinhard Horner
    27. Oktober 2010 16:54

    Pro Österreich – innen und von außen

    „Es ist kein schlechtes Land.“ (Oliver Pink dankenswert in der „Presse“ am 27.10.2010) „Es ist ein gutes Land“ (Franz Grillparzer) – wohl wert, dass sich die Bewohner sein unterwinden. „Entscheidend ist, ob es so bleibt.“ (O. Pink) – und dass wir es zukunftsweisend und zukunftstauglich weiterentwickeln.

    Kennst du das Land,
    wo just zum Nationalfeiertag der eigene Staat von nicht wenigen Leuten hurtig heruntergemacht wird? Kennst du es wohl? Gibt’s noch ein anderes, in dem solches geschieht? (Der Spott von Wolfgang Greber in derselben Ausgabe der „Presse“ über die Gratulation von US-Außenministerin Clinton zu unserem Nationalfeiertag ist eine entlarvende Draufgabe.)

    Dahin, dahin möcht ich mit dir ziehn.
    In der Tat gibt es kaum eine wirksamere Generaleinladung an Zuwanderer aller Art, denen somit – wenn auch ungewollt – vorbehalten wird, in Österreich eine Fülle von Positivem zu sehen, zu erwarten und mit zu bewerkstelligen sowie die vorhandenen Vorzüge zu nützen.

    Wenn wir nämlich so gerne unseren Untergang propagieren, überlassen wir es anderen unter uns und nicht zu knapp auch Einwanderern, „mutig in die neuen Zeiten“ an den erforderlichen Leistungen mitzuwirken. Wenn wir einen Negativismus ohne Grenzen zur Schau tragen, gilt die Einladung allerdings zwiespältig: a) es dieser negativen Haltung gleichzutun oder b) an unserer statt die erforderlichen und die darüber hinaus möglichen Initiativen zu übernehmen.

    Vergegenwärtigen wir uns im Übrigen gelegentlich die Lebenslagen unserer Vorfahren: Wann hatten unsere Eltern, Großeltern usw. günstigere Lebensumstände als wir heute und dermaßen weite Chancen, sie durch unser Tun zu erhalten und zu verbessern?

    Realitätsverluste gilt es sowohl im Behübschen als auch im Bejammern zu überwinden. Kommt also, ihr Zuwanderer, die ihr uns eine den Tatsachen gemäße Wahrnehmung Österreichs und eine grundlegend positive Haltung zu Österreich zeigen könnt! Und vermehrt die
    vorwiegend positiv denkenden, empfindenden und handelnden Österreicher!

    Kritik unter Regierungsniveau

    In der großen Menge der gegnerischen Wortspenden zum Budgetentwurf der Bundesregierung für 2011 wird der Nachweis geliefert, warum die Bundesregierung so gehandelt hat, wie sie eben tat. Schier von allen Seiten hagelt es „Kritik“. Nichts ist den „Kritikern“ recht. Das ließe darauf schließen, dass der Entwurf so schlecht nicht sein kann.

    Eine interessante Facette an „Kritik“ hat übrigens Kardinal Schönborn geliefert, der in seiner zwar sehr unterstützungswürdigen, aber in ihrer Führung auch äußerst tadelnswerten Organisation allen Grund hätte, seinen Mund zu halten oder wenigstens kleine Brötchen zu backen. Seine überhebliche Verurteilung der Einsparungen im Bereich der Familien als „nicht zukunftsorientiert“ passt sehr gut zu seiner amtskirchlich überhobenen Unterstützung der Machtausübung des neuen Eisenstädter Bischofs Ägidius Zifkovics.

  8. Adiaphoron (kein Partner)
    27. Oktober 2010 12:48

    Unterbergers Widersprüchlichkeit

    Widersprüchlich wird Unterberger dann, wenn er zugleich kulturbewahrend und wirtschaftsliberal auftritt. Denn global betrachtet sind Migration und Entfremdung nun einmal vielmehr Ergebnisse einer internationalisierten Wirtschaftsordnung als das Resultat der Bemühungen politisch korrekter und naiver Menschenrechtskämpfer. Mit andren Worten: Unterberger bekämpft die Ergebnisse einer homogenisierenden und die Heimat zerstörenden Wirtschaftsideologie, die er aber zugleich selber vertritt!
    Freilich hat er sich der Konkurrenz niemals selber gestellt, sondern beißt so wie linke Künstler die Hand, die ihn zeitlebens direkt (Wiener Zeitung) oder indirekt (Presse) gefüttert hat: den Staat. Er sollte sich endlich entscheiden, was er nun sein will. Wirtschaftsliberal oder konservativ? Immerzu zitiert er die Ordoliberalen, die zwar einen schlanken (aber starken) Staat wollten, aber mit Sicherheit keine Kulturkonservativen waren.

    • Neppomuck (kein Partner)
      27. Oktober 2010 13:14

      In einer Zeit des latenten Paradigmenwechsels und komplexer wie ständig neue Gestalt annehmender geo- wie innenpolitischer Herausforderungen sollte man niemanden das Bekenntnis zu besonderen dogmatischen Grundhaltungen abverlangen oder nur unterstellen.

      Diese oberflächliche Schubladenordnung bringt uns erstens nicht weiter und desavouiert außerdem wie zweitens jeden denkenden Menschen.
      Probleme müssen erkannt und gelöst werden. Also gibt die Natur des jeweiligen „Falles“ die (vernünftigen) Mittel und Wege vor, diesen zu lösen und nicht die Stereotypen einer, noch dazu willkürlich zugeordneten ideologischen Heimat.

      Mit „Dogmen“ (mit „D“ wie „dumm“) ist heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen.

    • Erich Bauer
      27. Oktober 2010 13:25

      Hm... eine "homogenisierende" Wirtschaftsideologie...??? Die noch dazu die Heimat zerstört!!! Wirtschaftsliberal und konservativ? Auf der Parteiakademie und in der Vorfeldorganisation "Politologie" lernt man doch, daß das nicht zusammengeht... Dazu noch die "Kulturkonservativen"... die sie ohnehin mit Sicherheit nicht waren. Außer die "Ordoliberalen"... Eigentlich kann man so etwas nur "bekämpfen" und gelchzeitig "vertreten". Was aber hat das mit A.U. zu tun?

      Ich denke, das ganze sollte ein Beispiel für "Begriffsliberal" sein...

    • Philipp Starl
      27. Oktober 2010 13:44

      Sie verwechseln Wirtschaftsliberalismus mit Zuwanderung. Weder bedingt das eine das andere, noch ist Zuwanderung wünschenswert und schon gar nicht von ostanatolischen Bauern, die ostentativ unsere Regeln herausfordern und in Frage stellen!

    • brechstange
      27. Oktober 2010 14:21

      Migration ist nicht das Ergebnis einer internationalisierten Wirtschaftsordnung, sondern das Ergebnis von Krieg und Korruption, dass eine ungesunde der internationalisierten Wirtschaftsordnung in keinster Weise angepasst ist.

    • Neppomuck (kein Partner)
      27. Oktober 2010 14:39

      Noch 'n Gedicht:

      Verantwortung.

      "Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange
      ist sich des rechten Weges wohl bewusst." *
      Das macht der Christen einigende Spange,
      und auch, dass Muttern eine ihm „genusst“,
      wenn er die Regeln allzu forsch gebrochen,
      obwohl man ausführlich dazu gesprochen.

      Das „Ubi bene, ibi patria“,
      ist Motto heimatloser Spießgesellen,
      und die sind, wie man weiß, dann immer da,
      wenn erst der and’ren Kassen überquellen.
      Wie süßer Seim die „vespula vulgaris“
      anlockt, bis jeder gute Vorrat „gar is’“.

      Da hilft nur, so man hat, ein Kammerjäger,
      der das, was Not tut, immer gern geliefert;
      in mag’ren Zeiten stets ein „heißer Feger“,
      und schon hat es sich endlich „ausgeziefert.
      Was zu begrüßen; wird dir nur genommen,
      werden die Nachgebor’nen nichts bekommen.

      * Goethe, Faust

  9. Pannonicus
    27. Oktober 2010 11:44

    Mit "Heimat" in unserer schönen neuen Zeit habe ich mich auch schon einmal befaßt:

    Was ist Heimat?

    Beim Begriffe Definieren
    hat schon mancher sich verrannt,
    doch vor allem ist Sinnieren
    über Heimat höchst riskant:

    Läßt du andere vermuten,
    daß dir etwas heilig ist,
    bist du prompt für diese Guten
    ewiggestrig und Faschist!

    Denn Respekt und Sentimente
    sind der Wertgemeinschaft fremd -
    heute zählen nur Prozente,
    und man zählt das letzte Hemd.

    Heimat ist in solchen Zeiten
    schlicht und einfach das Gebiet,
    wo man ohne Widrigkeiten
    seine Steuern hinterzieht.

  10. Von einem, dem\'s bald reicht.. (kein Partner)
    27. Oktober 2010 11:39

    Es ist deprimierend. Welche Gefühle müssen junge Österreicher beim Lesen dieses vor Frustration triefenden Blogs empfinden. Angefangen vom Mentor diese Site, der hier seinen Zorn und Hass über die ihm möglicherweise widerfahrenden Ungerechtigkeiten - ob zu Recht oder zu Unrecht kann und will ich nicht beurteilen - "in's Volk streut "und seiner, im treu nachsprechenden oder solltem man eher den Ausdruck "nachplappernden" verwenden - Partner oder Nur-Kommentatoren.
    Nicht, das Vieles nicht in der Grundtendenz stimmen würde, nein, es geht lediglich um den Fakt, WAS man mit Jammern, mitunter ekelhaften Unterstellungen und teilweisen Ideen und Vorstellungen, die an Manchem zweifeln lassen, damit verbessern sollte. Was, bzw. wann hat je in der Geschichte dieses Landes, die unendlich lang, keineswegs immer ruhmreich und dennoch in Vielem stolz machen kann, JE das Jammern und Schimpfen zur Verbesserung geführt?

    War es nicht - um in der "jüngsten" Zeit zu bleiben - die ungeheuer harte Arbeit und nicht Jammern - der Nachkriegsgeschichte, die von allen Beteiligten zur Erfolgsgeschichte führte? Und gerade hier kann man Unterberger nicht den Vorwurf ersparen - leider viel zu oft - sehr, sehr einseitig zu sein. Und haben nicht gerade Jene alle diese Leiden mit stoischer wie eiserner Ruhe ertragen? Das heute Vieles nicht so läuft wie man es gerne hätte kann man hier NUR die Politiker verantwortlich machen? Oder sollten wir uns nicht in der Mehrzahl mancher zu Recht angeprangerter Schwachsinnigkeiten selbst Vorwürfe machen?
    Egal ob Banken oder sonstiges Schmarotzertum! Unterberger findet seine Leidenschaft darin, mehr als oft - "Das Kind mit dem Bade auszuschütten".
    Als Beispiel: Seine pauschalen Aversionen wie Urteile gegen/über "die ÖBB" erreichen z.T. groteske Ausmaße, die nur noch durch fatales Nichtwissen mancher Gegebenheiten vergrößert werden. Das heißt aber nicht, dass dort keine Fehler passieren! Doch "Die Eisenbahner" können in ihrer erdrückenden Mehrheit mit Sicherheit nichts dafür! Sie machen ihre Arbeit genau so gut oder schlecht - wie das Gros der Österreicher incl. Politiker oder Journalisten.
    Und gerade die Eisenbahner waren es, die nach dem Krieg die ungeheuren Transportaufgaben dieses zerstörten Trümmer-Staates gemeinsam mit vielen anderen Österreichern für lächerlichen Lohn.
    Unterberger sollte sich dabei die viel zitierte Schweiz zum Vorbild nehmen: Sie hat -zweifellos - das bessere Eisenbahnmanagement. Die Schweiz hat aber auch die -zweifellos - "besseren" Journalisten, (von ganz Europa) die nicht pausenlos über "Die Eisenbahn(er)" herziehen sondern die Eisenbahn in ihrer tatsächlichen Bedeutung (in vieler Hinsicht) darstellen.
    Soviel zum "National-Feiertag"

    • Neppomuck (kein Partner)
      27. Oktober 2010 12:17

      "Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, dass wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen."
      George Bernard Shaw

      Also ist eine implizite Mitschuld der Bürger am politischen "status quo" nicht als 'unberechtigter Vorwurf' zu bezeichnen.

      Dann wäre noch anzumerken, dass 'mangelndes Problembewusstsein' nur durch die Thematisierung der Folgen dieser Unterlassung auszuräumen ist.
      Wer Ziele erreichen will, muss seine Standort-/Ausgangs-Situation analysieren, dann erst zeichnet sich ein passabler Weg ab, bzw. lässt sich einer finden. *
      Bevor man nicht weiß wo man steht, sollte man nicht losmarschieren.
      Dazu sind kritische Anmerkungen nötig. Man sollte überdies "Kritik" nicht als undifferenziertes Gemecker betrachten, sondern als "eine Art höherer/akademischer Form der Nächstenliebe".
      Wer seine Fehler nicht kennt, bzw. nicht unter die Nase gerieben bekommt, der hat keine Chance, sie auszuräumen. Und Fehler sind eben die Ursachen aller Probleme.

      * Sprich: Vor einer Therapie braucht es eine Diagnose. Mitunter sogar eine profunde Differentialdiagnose.

    • Josef Maierhofer
      27. Oktober 2010 17:40

      @
      ... 'vom Mentor diese Site, der hier seinen Zorn und Hass über die ihm möglicherweise widerfahrenden Ungerechtigkeiten' ...

      Haß kann ich aus den Worten Dr. Unterbergers nirgends herauslesen, eher Sorge um die Zukunft, eher Pflicht zur wirklichen Information, eher ein Wachrütteln der Gesellschaft der Irrwege und Irrtümer.

      Richtig, man kann nicht nur die Politiker verantwortlich machen, wir müssen alle die Situation überdenken, jeder selbst und, wenn wir genauer nachdenken, dann werden wir schon herausfinden, daß Dr. Unterbergers Worte sehr oft, sehr notwendig und richtig sind. Man muß seine Worte nur verstehen und erfassen.

      Die Eisenbahner machen korrekt oder weniger korrekt ihre Arbeit und gehen mit 52 um 13 Jahre früher in Pension als alle anderen arbeitenden Menschen in Österreich. Das ÖBB Management liefert Jahr für Jahr schlechtere Ergebnisse und lässt sich von einer Baulobby in ihrem Vorstand mehr als 33 mehr oder weniger völlig unnötige Bahnhofsbauten 'aufs Auge' drücken. Alles auf Steuerzalers Kosten.

      Ich habe selbst in der Verwandtschaft Eisenbahner, einer ging mit 39 Jahren in Pension, die anderen 2 mit 52 und einer arbeitet noch, er ist erst 30 vorbei.

      Gerne würde ich als Steuerzahler Erfolgsberichte über die ÖBB lesen, würde ich das Gleiche gerne sehen, was Sie auch gerne sehen würden, eine Eisenbahngesellschaft mit Erfolg, zumindest der operative Teil. Um das zu erreichen, müsste man nur die Gewerkschaften und Parteieinflüsse von dort wegnehmen und die Eisenbahner bis 65 frei werken lassen, wie alle anderen auch. Die kämen schon auch auf operative Gewinnem im operativen Teil, wie jedes Transprortunternehmen auch in Österreich, wenn es nicht in Konkurs gehen will. So aber hat die ÖBB 40 000 aktive MItarbeiter und 200 000 Pensionisten, weil alle zu früh in Pension gehen. Das kann nicht gut ausgehen.

      Das hat nichts mit Haß zu tun, auch nichts mit Ideologie, sondern, ehrlich, nur mit gesundem Menschenverstand, darauf aufmerksam zu machen und die Veränderung dieses Zustandes zu fordern.

    • Von einem, dem... (kein Partner)
      27. Oktober 2010 19:26

      @maierhofer

      Sie sind möglicherweise einer der Wenigen dieses Blogs, die zumindest versuchen halbwegs zu argumentieren. Was ich mit meinen "Anschuldigungen" gegen Unterberger meinte, wird er selbst wohl am besten wissen.
      Mit Ihrer Feststellung, dass Sie selbst Familienmitglieder im Eisenbahndienst haben, ist nicht meine Kritik an Unterberger entkräftet.
      Ich kann nur hoffen, dass Sie und Unterberger - mich trotzdem verstanden haben

  11. hoffmann (kein Partner)
    27. Oktober 2010 11:19

    Ich frage mich ernsthaft, wieso ein Mann, der einen akademischen Grad hat und der bei zwei relativ großen und bedeutenden Zeitungen Chefredakteur gewesen ist, zwischen Bleiberecht für Menschen, die bereits jahrelang hier sind (Stand 10/2010) und der Zuwanderung von Menschen, die sich jetzt (ebenfalls Stand 10/2010) noch nicht in Österreich befinden, nicht unterscheiden kann. Wieso begreift A.U. nicht, dass zwischen diesen beiden Dingen absolut kein Zusammenhang besteht bzw. bestehen muss, wenn sich die Regierenden geschickt anstellen? Man kann Leute wie die Komanis ohne weiteres hierlassen, ohne damit einen Ansturm neuer Leute zu riskieren - man braucht nur die entsprechenden Asyl- bzw. Zuwanderungsgesetze.
    Und Herr Unterberger - bitte: überlassen Sie es den Frauen bzw. den Familien, wann wieviele Kinder sie in die Welt setzen. Die Zeiten, wo man quasi "für das Volk" vögelte, sind endgültig vorbei und kommen hoffentlich nie wieder.

    • Der kleine Nick
      27. Oktober 2010 11:53

      @hoffmann:

      Sie stellen Ihre Kritik an Herrn Unterberger unter die Bedingung "wenn sich die Regierenden geschickt anstellen". Das ist drollig. Hoffen Sie auch noch auf den Eintritt dieser Bedingung? Ich mag positiv gestimmte Leute, muss aber zugeben, dass die Grenze zur Naivität fließt.

    • hoffmann (kein Partner)
      27. Oktober 2010 12:41

      Der Wunsch an die Regierung muss sein, dass sie geschickt ist, nicht dass sie ihre Ungeschicklichkeit durch Unmenschlichkeit zu kompensieren versucht.

    • Der kleine Nick
      27. Oktober 2010 15:56

      Mit bloßem Wünschen ist's bei dieser Regierung nicht getan, fürchte ich. Da müssen Stoßgebete her.

      Und ob die Regierung bloß "ungeschickt" ist? Ich denke eher an "grottenschlecht" oder so.

    • hoffmann (kein Partner)
      27. Oktober 2010 20:09

      Das mag alles stimmen, aber kleine Kinder sollten nicht die Opfer davon sein - zumindest nicht in der Art und Weise, dass sie ihr zuhause verlieren und/oder Familien getrennt werden. Andere Opfer in Form von Sparpaketen gibt es ohnehin genug.

    • Undine
      28. Oktober 2010 09:51

      @hoffmann

      "......kleine Kinder........ihr zuhause verlierenund /oder Familien getrennt werden."

      Daß die Familie mit den kleinen Kindern getrennt wurde, ist einzig und allein Schuld der Mutter. Wäre ich jemals in eine solche Situation geraten, hätten mich keine zwei Gipsbeine oder was auch immer davon abgehalten, bei meinen Kindern zu bleiben.
      Was diese Mütter---auch die Mutter von ARIGONA und deren Geschwistern aufführen, ist ERPRESSUNG auf Anraten gefinkelter GUTMENSCHEN.

  12. Neppomuck (kein Partner)
    27. Oktober 2010 11:08

    Die Heimat zu schätzen ohne sie zu schützen ist auf Sicht wirkungslos.

    Der „BH-Wert 7“ (= 0,7 des BIPs für das Heer) ist, insbesondere bei einer großmäulig angekündigten „immerwährenden Neutralität“, z.B. blanker Hohn. Das schafft sogar Luxemburg, wobei dort das Problem „Abfangjäger“ gar nicht existiert, da die Beschleunigungsphase jedes Kampfbombers diesen bereits über die Landesgrenzen hinauskatapultiert.

    ,,Dass man erkenne, was die (österreichische) Welt, im Innersten zusammenhält“ (frei nach Goethes Faust I.) bräuchte man außerdem andere Anstrengungen.
    Identität stiftende Faktoren der Kultur wie bildnerische Kunst, Drama und Literatur, philosophische Ambition, Medizin und Ingenieurleistung etc. böten dazu bessere Voraussetzungen als eine am Zahnfleisch einherrobbende Operetten-Armee.

    Aber solange die verantwortlichen Staatsfunktionäre, die allesamt nicht funktionieren, falschen Götzen (unser Steuergeld) opfern, wird sich da nichts bewegen.
    Keine Förderung junger (oder nur neuer) Dramatiker, Lyriker, Bildhauer, Maler, Architekten usw. wird eben auch keine herzeigbaren Ergebnisse liefern können.
    Eine großherzige Unterstützung aller im geistigen Mittelalter verbliebenen Jünger Mohammeds im Sinne, „das Krokodil zu füttern, um als Letzter gefressen zu werden“ noch weniger. Freundlichkeit wird in diesen Bereichen nur als Schwäche ausgelegt.

    „Nicht gesetzte Handlungen lösen meist einen katastrophalen Mangel an Folgen aus.“
    Ein Spruch, den auch der Bürger in seine (Wahl-)Zelle mitnehmen sollte.

    Bevor es zu spät ist und das legendäre „AEIOU“ des Dritten Friedrichs der Habichtsburger zwar sinnentfremdet, aber treffend nur mehr als „Am Ende Ist Oesterreich Unterklassig“ zu interpretieren ist.

  13. Geheimrat
    27. Oktober 2010 10:05

    Aber Herr Dr. Unterberger, sind'S doch nicht so pessimistisch. Wenn es Ihnen einmal ganz schlecht geht dann laben Sie sich doch an den erfrischenden Worten Worten Allahs, des Allerbarmers, die er seinem Propheten geoffenbart hat. Hier finden Sie die Antwort auf alle Fragen und Probleme.

    “Töten ist euch vorgeschrieben, auch wenn es euch widerwärtig ist. Doch es mag sein, dass euch etwas widerwärtig ist, was gut für euch ist, und es mag sein, dass euch etwas lieb ist, was übel für euch ist. Und Allah weiß es, doch ihr wisset es nicht.” (Der Quran, Sure 2:216).

    Sure 2,191
    Pa: Und tötet sie (d.h. die heidnischen Gegner), wo (immer) ihr sie zu fassen bekommt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben!
    Sure 2,193
    Pa: Und kämpft gegen sie, bis niemand (mehr) versucht, (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen, und bis nur noch Allah verehrt wird!
    Sure 2,216
    Pa: Euch ist vorgeschrieben, (gegen die Ungläubigen) zu kämpfen, obwohl es euch zuwider ist.
    Sure 2,244
    Pa: Und kämpft um Allahs willen!
    Sure 4,74
    Pa: Und wenn einer um Allahs willen kämpft, und er wird getötet – oder er siegt -, werden wir ihm (im Jenseits) gewaltigen Lohn geben.
    Sure 4,76
    Pa: Diejenigen, die gläubig sind, kämpfen um Allahs willen, diejenigen, die ungläubig sind, um der Götzen willen. Kämpft nun gegen die Freunde des Satans!
    Sure 4,104
    Pa: Und lasst nicht nach in eurer Bereitschaft, den Feind aufzusuchen und zum Kampf zu stellen.
    Sure 5,35
    Pa: Ihr Gläubigen! Fürchtet Allah und trachtet danach, ihm nahe zu kommen, und führet um seinetwillen Krieg.
    Sure 8,12
    Pa: Haut (ihnen [ den Ungläubigen ] mit dem Schwert) auf den Nacken und schlagt zu auf jeden Finger von ihnen!
    Sure 8,39 [textgleich mit Sure 2,193]
    Pa: Und kämpft gegen sie, bis niemand (mehr) versucht, (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen, und bis nur noch Allah verehrt wird!
    Sure 9,5
    Pa: Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf.
    Sure 9,36
    Pa: Und kämpft allesamt gegen die Heiden, so wie sie allesamt gegen euch kämpfen.
    Sure 9,111
    Pa: Nun müssen sie (die Gläubigen) um Allahs willen kämpfen und dabei töten oder den Tod erleiden.
    Sure 9,123
    Pa: Ihr Gläubigen! Kämpft gegen diejenigen von den Ungläubigen, die euch nahe sind! Sie sollen merken, dass ihr hart sein könnt.
    Sure 47,35
    Pa: Lasst nun (in eurem Kampfeswillen) nicht nach und ruft (die Gegner) nicht (vorzeitig) zum Frieden, wo ihr doch (letzten Endes) die Oberhand haben werdet!

    2. Volksverhetzung, Beschimpfung von Bekenntnissen
    8, 55
    Pa: Als die schlimmsten Tiere gelten bei Allah diejenigen, die ungläubig sind und (auch) nicht glauben werden (?).
    Pa: Die Ungläubigen aber genießen (ihr kurz befristetes Dasein) und verleiben sich (gedankenlos) ihre Nahrung ein (wörtlich: essen), wie das Vieh es tut. Sie werden ihr Quartier im Höllenfeuer haben.
    Pa: Sie [die zuerst gläubig waren, dann aber wieder abgefallen sind] sind die (wahren) Feinde. Darum nimm dich vor ihnen in acht! Diese allahverfluchten (Leute) (wörtlich: Allah bekämpfe sie)!

    3. Aufforderung zu Verstümmelungen und Züchtigungen
    Sure 5,38
    Pa: Wenn ein Mann oder eine Frau einen Diebstahl begangen hat, dann haut ihnen die Hand ab.
    Sure 24,2
    Pa: Wenn eine Frau und ein Mann Unzucht begehen, dann verabreicht jedem von ihnen 100 Hiebe!
    Sure 24,4
    Pa: Und wenn welche ehrbare Frauen in Verruf bringen und hierauf keine vier Zeugen beibringen, dann verabreicht ihnen 80 Hiebe …
    Sure 4,34
    Pa: Die Männer stehen über den Frauen … Und wenn ihr fürchtet, dass Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie.

    4. Billigung von Hausfriedensbruch und Diebstahl
    Sure 24,29
    Pa: Es ist (aber) keine Sünde für euch, Häuser zu betreten, die nicht (eigentlich) bewohnt sind, und in denen etwas ist, das ihr benötigt.

    5. Verstoß gegen den Gleichheitssatz
    Sure 2,228
    Pa: Und die Männer stehen (bei alledem) eine Stufe über ihnen [den Frauen]
    Sure 4,11
    Pa: Auf (ein Kind) männlichen Geschlechts kommt (bei der Erbteilung) gleichviel wie auf zwei weiblichen Geschlechts.
    Sure 9,29
    Pa: Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und den jüngsten Tag glauben und nicht verbieten (oder: für verboten erklären), was Allah und sein Gesandter verboten haben, und nicht der wahren Religion angehören – von denen, die die Schrift erhalten haben – (kämpft gegen sie), bis sie kleinlaut aus der Hand (?) Tribut entrichten!

    6. Verstoß gegen allgemeine Persönlichkeitsrechte
    Sure 2,223
    Pa: Eure Frauen sind euch ein Saatfeld. Geht zu (diesem) eurem Saatfeld, wo immer ihr wollt.
    Sure 4,15
    Pa: Und wenn welche von euren Frauen etwas Abscheuliches begehen, so verlangt, daß vier von euch (Männern) gegen sie zeugen! Wenn sie (tatsächlich) zeugen, dann haltet sie im Haus fest, bis der Tod sie abberuft oder Allah ihnen eine Möglichkeit schafft, (ins normale Leben zurückzukehren)!
    Sure 33,36

    Pa: Und weder ein gläubiger Mann noch eine gläubige Frau dürfen, wenn Allah und sein Gesandter eine Angelegenheit (die sie betrifft) entschieden haben, in (dieser) ihrer Angelegenheit (frei) wählen.
    Sure 33,50

    Pa: Prophet! Wir haben dir zur Ehe erlaubt: deine Gattinnen, denen du ihren Lohn gegeben hast; was du (an Sklavinnen) besitzt, (ein Besitz, der) dir von Allah (als Beute) zugewiesen (worden ist); die Töchter deines Onkels und deiner Tanten väterlicherseits und deines Onkels und deiner Tanten mütterlicherseits, die mit dir ausgewandert sind; (weiter) eine (jede) gläubige Frau, wenn sie sich dem Propheten schenkt und er (seinerseits) sie heiraten will. Das (letztere?) gilt in Sonderheit für dich im Gegensatz zu den (anderen) Gläubigen.
    Sure 60,10
    Pa: Die gläubigen Frauen (wörtlich: Sie) sind diesen (wörtlich: ihnen, d.h.den ungläubigen Männern) nicht (zur Ehe) erlaubt, und umgekehrt.

    7. Verweigern der Glaubensfreiheit
    Sure 2,191
    Pa: Der Versuch (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen, ist schlimmer als Töten.
    Sure 2,217
    Pa: Und der Versuch (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen, wiegt schwerer als Töten.
    Sure 47,8
    Pa: Diejenigen aber, die ungläubig sind, – nieder mit ihnen!

    8. Pflicht zur Wahrheit
    Sure 5,89
    Pa: Allah belangt euch (beim Gericht?) nicht wegen des (leeren) Geredes in euren Eiden. Er belangt euch vielmehr, wenn ihr eine (regelrechte) eidliche Bindung eingeht (und diese dann nicht haltet). Die Sühne dafür besteht darin, daß man zehn Arme beköstigt, so wie ihr gewöhnlich (wörtlich: im Durchschnitt) eure (eigenen) Angehörigen beköstigt, oder sie kleidet oder einen Sklaven in Freiheit setzt. Und wenn einer keine Möglichkeit (zu derartigen Sühneleistungen) findet, hat er (dafür) drei Tage zu fasten. Das ist die Sühne für eure Eide, wenn ihr schwört (und hierauf eidbrüchig werdet).
    Sure 66,2
    Pa: Allah hat für euch angeordnet, ihr sollt eure (unbedachten?) Eide (durch eine Sühneleistung?) annullieren (wörtlich: lösen).

    9. Diverse Suren
    Sure 47, 4-5: “Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt; dann schnüret die Bande!“
    Sure 48, 28: “Er ist es, der seinen Gesandten (Mohammed) geschickt hat mit der Führung und der Religion der Wahrheit, daß er sie siegreich mache über jede andere Religion. Und Allah genügt als Bezeuger.” (siehe auch 5.34)
    Sure 66, 9: “Prophet! Führe Krieg gegen die Ungläubigen und die Heuchler (munaafiqien) und sei hart gegen sie! Die Hölle wird sie (dereinst) aufnehmen – ein schlimmes Ende!“
    Sure 9, 123: “O die ihr glaubt, kämpfet wider jene der Ungläubigen, die euch benachbart sind, und laßt sie in euch Härte finden; und wisset, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist.“
    Sure 8, 39: „Und kämpfet wider sie, bis kein Bürgerkrieg mehr ist und bis alles an Allah glaubt..“
    Sure 98, 6: „Siehe die Ungläubigen vom Volk der Schrift (d.h. Juden und Christen) … Sie sind die schlechtesten der Geschöpfe.“
    Sure 61„Die Schlachtordnung“, Vers 3 u. 4 :„Großen Hass erzeugt es bei Allah, dass ihr sprecht, was ihr nicht tut. Siehe Allah liebt die, welche in seinem Weg in Schlachtordnung kämpfen, als wären sie ein gefestigter Bau.“
    Sure 4, 89: “Sie wünschen, daß ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, so daß ihr alle gleich seiet. Nehmet euch daher keinen von ihnen zum Freund, ehe sie nicht auswandern auf Allahs Weg. Und wenn sie sich abkehren (vom Glauben), dann ergreifet sie und tötet sie, wo immer ihr sie auffindet; und nehmet euch keinen von ihnen zum Freunde oder zum Helfer.“
    Sure 2, 216: “Vorgeschrieben ist euch der Kampf, doch ist er euch ein Abscheu. Aber vielleicht verabscheut ihr ein Ding, das gut für euch ist, und vielleicht liebt ihr ein Ding, das schlecht für euch ist; und Allah weiß, ihr aber wisset nicht.” Gemeint ist der Kampf mit Waffen.“
    Sure 4, 74: “Und so soll kämpfen in Allahs Weg, wer das irdische Leben verkauft für das Jenseits. Und wer da kämpft in Allahs Weg, falle er oder siege er, wahrlich dem geben wir gewaltigen Lohn.”
    Hadit 14, Von ibn Mas’ud: “Allahs Gesandter salla Allah u alihi wa sallamhat gesagt: Das Blut eines Moslim ist nicht erlaubt, außer in einem dieser drei Fälle: der verheiratete Ehebrecher, Leben um Leben (Blutrache), und der seinen Glauben Verlassende, von seiner Gemeinschaft Getrennte. Dies berichteten Buhari und Moslim.“

    Sure 9, 5: „Sind aber die heiligen Monate verflossen, so erschlaget die Götzendiener, wo ihr sie findet, und packet sie und belagert sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf. So sie jedoch bereuen und das Gebet verrichten und die Armensteuer zahlen, so lasst sie ihres Weges ziehen. Siehe, Allah ist verzeihend und barmherzig.“
    Sure 9: „Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo (immer) ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf! …“
    Sure 9, 52: “Erwartet ihr (die Ungläubigen) etwa, dass uns nicht eins der beiden schönsten Dinge treffen wird (Sieg oder Märtyrertod)?’ Und wir erwarten von euch (den Ungläubigen), dass euch Allah mit einer Strafe treffen wird, sei es von Ihm oder durch unsere Hand. Und so wartet; siehe wir warten mit euch.“
    Sure 2,193: ´Und bekämpfet sie, bis die Verführung [zum Unglauben] aufgehört hat, und der Glaube an Allah da ist….´
    Sure 9, 111: „Siehe, Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft. Sie sollen kämpfen in Allahs Weg und töten und getötet werden. … Freut euch daher des Geschäfts, das ihr abgeschlossen habt; und das ist die große Glückseligkeit.“
    Sure 4, 76: „Wer da glaubt, kämpft in Allahs Weg, und wer da nicht glaubt, kämpft im Weg des Tagut. So bekämpfet des Satans Freunde. Siehe, des Satans List ist schwach.“
    Sure 4, 84: „So kämpfe in Allahs Weg; nur du sollst (dazu) gezwungen werden; und sporne die Gläubigen an. …“
    Sure 5,17: „Ungläubig sind gewiß diejenigen, die sagen: Christus, der Sohn Marias, ist Gott!“
    Sure 9, 41: ´Ziehet aus, leicht und schwer (bewaffnet), und eifert mit Gut und Blut in Allahs Weg.´
    Sure 4, 104: „Und erlahmet nicht in der Verfolgung des Volkes (der Ungläubigen); leidet ihr, so leiden sie, wie ihr leidet. …“
    Sure 47, 35: „Werdet daher nicht matt und ladet (sie) nicht ein zum Frieden, während ihr die Oberhand habt; …“
    Sure 5, 38 (42): „Und der Dieb und die Diebin, schneidet ihnen ihre Hände ab als Lohn für ihre Taten. (Dies ist) ein Exempel von Allah, und Allah ist mächtig und weise.“
    Sure 4, 89: “Wenn sie sich abkehren, dann greift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet.”
    Die 85. Sure des Korans droht jedem, der „die Gläubigen herausfordert“, die „Strafe der Verbrennung“ an.

    ————-

    • Neppomuck (kein Partner)
      27. Oktober 2010 11:26

      Na so was. Da dürfte der 'Towarisch Ehrenburg' also doch Mohammedaner gewesen sein.

    • Undine
      28. Oktober 2010 10:13

      @Geheimrat

      Sollten Ihnen bei den Suren Parallelen zum Propagandisten Ilja EHRENBURG durch den Kopf gegangen sein, als dieser den russischen Soldaten einhämmerte?:

      "... Wenn du nicht im Laufe eines Tages wenigstens einen Deutschen getötet hast, so ist es für dich ein verlorener Tag gewesen.......Wenn du einen Deutschen getötet hast, so töte einen zweiten--für uns gibt es nichts Lustigeres als deutsche Leichen.........Die deutschen Frauen werden die Stunde verfluchen, in der sie ihre Söhne-- Wüteriche-- geboren haben".

      Wenn ich nicht irre, steht Ilja EHRENBURG --zumindest bei den Linken --hoch in Ehren und erhielt sogar Auszeichnungen.

  14. Laura R.
    27. Oktober 2010 09:19

    Der Werner war gestern im Konzert für Österreich, im Musikverein mit die goldenen Nackerten (daß des die Hosek Gabi no net als sexistisch entdeckt hat? Aber wahrscheinlich is`auch net oft dort!), hat er g`sagt, da hat er eing`laden. Nur unsere Leute und Genossen! Und wie die vielen Harmoniker g`spielt ham diese Musik "aus der Neuen Welt", hat ihm die zweite Nummer so g`fall`n, daß er `klatscht hat. Wie`s da alle gleich g`schaut ham auf ihn.

    Aber er klatscht ja auch, wenn er mit dem Niki-Flieger auf Alicante fliegt, bei der Landung, weil`s ihm so g`fall`n hat. Und die Paldauer spiel`n sogar no was, wenn er Zugabe schreit. Richtig enttäuscht war er nach dem Konzert, der Werner...

    • Florin
      27. Oktober 2010 09:24

      Die Laura ist wieder da! Was für a Freud und Vergnügen!

    • Undine
      27. Oktober 2010 09:38

      @Laura R.

      Gott sei Dank, liebe Laura, haben S' den Wahlschock überwunden! Jetzt können S' uns wenigstens wieder fleißig mit G'schichtln aus Ihrem Nähkästchen erfreuen! Freundschaft!

    • terbuan
      27. Oktober 2010 09:39

      Welcome back, Laura, Sie wurden schon sehr vermißt!

    • Laura R.
      27. Oktober 2010 09:40

      Bin ja wieder zu`rück vom Fenstertag!

    • Wertkonservativer
      27. Oktober 2010 10:21

      @ Laura R.:

      für mich als relativer Newcomer eine köstliche Entdeckung!
      Entlarvender Witz, verpackt in intelligent abgewandelter Mundart!
      Jetzt wundert es mich nicht mehr, daß Terbuan Ihnen Kränze windet!

  15. Herby (kein Partner)
    27. Oktober 2010 09:12

    Österreich hat - außer dass es - noch immer - relativ wohlhabend ist, eine schöne Landschaft und eine aus früheren Epochen stammende beeindruckende Kultur-Umgebung in Städten u. Landgegenden hat auch noch eine andere positive Besonderheit:

    Die georgrafische Lage inmitten interessanter Nachbarstaaten u. -kulturen.

    Da ist vor allem die Schweiz und Liechtenstein hervorzuheben, wo die gleiche Sprache wie hierorts gesprochen wird.

    Diese beiden Länder sind so anders in der politischen Kultur, Tradition u. Denkungsart, Einstellung gegeüber politisch-wirtschaftlichen Gegebenheiten. Und dadurch stellen beide Länder für Österreich eine sehr wichtige Herausforderung dar:

    Basisdemokratie, direkte Demokratie, Nicht-EU-Mitglied, Kantonsgliederung mit unterschiedl. Steuersystemen in der eig. Nation, Steuerwettbewerb innerhalb d. Schweiz, nicht im EURO-Währungsraum, nicht in EURO-Land, Calvinistische, protestandische Kultureinflüsse, Schweiz = Sitz vieler internat. Organisationen, UNO, FIFA usw. Liechtenstein = das Unikum eines Kleinstfürstentums.

    All diese Andersartigkeiten die Vorteile aber auch Nachteile sein können: Liegen in direkter Nachbarschaft Österreichs: Das heißt wir werden herausgefordert u. müssen uns damit befassen, Stellung beziehen, Farbe bekennen.

    Vielen Dank an die Schweiz und Liechtenstein dass ihr so seid wie ihr seid - dass ihr so erfrischend ANDERS seid! Somit haltet ihr uns den Spiegel vor.

    Aber auch andere Staaten in der Umgebung fordern Österreich heraus: Da möchte ich vor allem die Slowakei hervorheben: Wer hätte noch vor 10 Jahren gedacht, dass dieses Land einen derartigen wirtschaftl. Aufschwung nimmt u. bei der Industrie Österreich herausfordert.

    Letztlich ist es positiv wenn unsere Land sich Herausforderungen stellen muss.

  16. tertullian (kein Partner)
    27. Oktober 2010 08:24

    Womit identifizieren wir uns in der Gegenwart, am 26. Oktober?
    Mit von der Gemeinschaft errungenen Erfolgen und Leistungen?
    Mit gemeinsamer Geschichte?
    Mit dieser EU sicher nicht!
    Dieses letzte "Erfolgs"-projekt gefährdet doch unaufhaltsam unser
    vormals schönes Land mit allen noch hervorragenden Lebensmitteln.
    Brauchen wir Österreicher also ein neues Zukunftsprojekt?
    Wer aber ist ein Österreicher?
    Jeder Besitzer eines österreichischen Reisepasses! Das sind alle sieben
    eingesessenen Volksgruppen, die Slowenen, Ungarn, Burgenlandkroaten,
    Slowaken, "Zigeuner", Tschechen und die deutsche Mehrheitsbevölkerung.
    Aber mittlerweile auch viele neue Paßösterreicher mit unterschiedlichstem
    ausländischem Migrationshintergrund.
    Welches Projektziel sollte da noch gesunden Patriotismus erzeugen können?
    Österreich so attraktiv gestalten, daß es für fremde Zuwanderer
    attraktiv bleibt,
    damit wir sie nicht auch noch zum Kommen einladen müssen?
    Die Politik in Österreich hat völlig versagt, wenn wir nicht genug
    Kinder bekommen,
    das Bildungswesen nicht bedarfsgerecht Absolventen hervorbringt, und der
    Staatsbankrott unausweichlich vor der Türe steht!
    Ich war am Heldenplatz und betrachtete nachdenklich das beeindruckende
    Reiterstandbild Erzherzog Karls von Österreich, "den heldenmütigen
    Führer der
    Heere Österreichs", "den beharrlichen Kämpfer für Deutschlands Ehre".
    Waren das noch Zeiten?

  17. Gennadi (kein Partner)
    27. Oktober 2010 08:19

    Zwei Strömungen fallen in den Kommentaren auf. Beide stimmen bedenklich.

    Mit heftigen Anfällen politischer Korrektheit wird versucht, Österreicher als Nation zu verdammen, Österreicher als Deutsche hinzustellen. Österreich war nie Deutschland, Österreich besteht als Staat viel länger als Deutschland. Ich bin Österreicher, mich verbindet nichts mit Deutschland. Den ewiggestrigen Deutschnationalen hier wäre anzuraten, vielleicht doch einmal in ihr Heimatland zurückzukehren.

    Das zweite Unding ist die, auch von einem gewissen Medium und seiner politischen Schickeria getragene Behauptung einer bestehenden Neutralität. Auf der man doch weiter bestehen müsse, die man nicht aufgeben dürfe. Pech gehabt. Die immerwährende Neutralität dauerte wenige Monate; bereits durch den Beitritt zur UNO war die Neutralität nur mehr teilweise vorhanden. Seit dem EU-Beitritt (den etliche Mitbürger völlig verschlafen haben dürften) ist die Neutralität rechtlich beseitigt. Österreich ist - glücklicherweise - nicht mehr neutral, sondern kann sich in eine über die Grenzen hinausgehende Politik einfügen. Wenn es nur wollte.

    Was es am 26. Oktober zu feiern gibt, das allerdings fragt sich jeder, der die wahrlich blödsinnigen Ansprachen der politischen Schickeria hörte. Gleich ob Österreich eine Nation ist oder nicht, die politische Führungskaste ist sehr weit davon entfernt.

    • RB (kein Partner)
      27. Oktober 2010 09:13

      Historisch verbindet uns mit Deutschland doch einiges. Immerhin waren die Habsburger Römische Kaiser Deutscher Nation, erst seit Kaiser Franz I/II gab es einen Österreichischen Kaiser. Dass es Deutschland als Nation erst noch später gab ist auch bekannt. Bei der jungen Generation auch? Ich bezweifle es.
      Dass WIR Österreicher sind, erkennen wir am besten, wenn wir im Ausland sind.
      Wir sind eben keine Franzosen, keine Spanier, keine Engländer, keine Italiener etc. Im Gegensatz erkennt man es am besten.
      Ich habe in letzter Zeit einige Stifte, Schlösser, Museen in Wien und NÖ besucht und wurde mir sehr wohl bewusst, was österreichisch war und ist.
      Ich messe mein Österreich-Sein nicht an den heutigen marklosen Politikern, das
      ist mir zu oberflächlich, zu wenig in die Tiefe und Breite gehend.

    • Undine
      27. Oktober 2010 09:31

      @Gennadi

      ".....mich verbindet nichts mit Deutschland."

      Nun, das ist natürlich Ihre Sache. Wenn Ihre Vorfahren z. T. anderen Nationen angehören, was ganz natürlich wäre, weil die öst. ung. Monarchie ein Vielvölkerstaat war, verstehe ich Ihre Einstellung.

      Es ist aber schon so, daß es sich nicht leugnen läßt, daß in Ö die deutsche Sprache gesprochen wird, ob es jemandem paßt oder nicht. Und diese hatte sicherlich nicht ihren Ausgang in Österreich.

      Es gibt etwa 100 Millionen Menschen, deren Muttersprache DEUTSCH ist, und die meisten von denen leben in D.
      Wollen Sie auch die Tatsache leugnen, daß Ö zum deutschen Kulturkreis zählt?
      Lebte Kreisky,der sich selbstverständlich dem deutschen Kulturkreis zugehörig fühlte, noch, er würde vermutlich sagen: Lernen Sie Geschichte!

      Wenn Sie natürlich all die Genies der vergangenen Jahrhunderte (ein Vielfaches von dem, was andere Nationen hervorgebracht haben), deren Muttersprache deutsch war, die nachweislich Deutsche waren--- die aufzuzählen aber zu weit führen würde-----,als Ausländer betrachten, einem anderen Kulturkreis zurechnen wollen, dann ist das Ihre Sache. Ich weiß nicht, ob Sie beispielsweise Beethoven lieben, oder nicht; seine Wiege stand jedenfalls in Bonn.....

    • Neppomuck (kein Partner)
      27. Oktober 2010 11:16

      Und, nicht zu vergessen, 1941 war Rapid Wien deutscher Fußballmeister.

      Sic transit gloria mundi.

    • Baldur Ainarin
      27. Oktober 2010 14:37

      An Gennadi !
      Unter Österreich verstand man bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts das heutige Ober- und Niederösterreich. Lesen Sie in Lexika , Reiseberichten oder in den Volkszählungen vor 1938 nach, so werden die Bewohner deutscher Mutter-
      sprache auf dem Gebiete der österreichischen Reichshälfte und der Ersten Republik jeweils als Deutsche bezeichnet. Auch der große Mozart hat sich nie als Österreicher, sondern als Deutscher bezeichnet.
      Der Name Deutschösterreich wurde von den Siegermächten des Ersten Weltkrieges unter der Federführung des haßerfülten Franzosen Clemenceau verboten.
      !945 nach Ende des schrecklichen Nationalsozialismus haben die Bewohner Österreichs weder die Muttersprache noch die Kultur, sondern lediglich die Staatsform gewechselt!
      Das ist die Wahrheit
      Was ist so schändlich daran ?

    • Philipp Starl
      27. Oktober 2010 15:02

      @ Baldur Einarin

      Da muss ich widersprechen. ZWar ist es richtig, dass Österreich ob der Enns, wie es damals genannt wurde, und Österreich unter der Enns das ursprüngliche Land Österreich bildeten, als sich im Mittelalter Österreich vom Herzogtum Bayern herauslöste und sich dann aufteilte. Doch fielen die übrigen Länder durch Erbverträge und Vorkaufsrechte immer mehr in die Hand eines Landesfürsten, was zur Bildung überländischer Institutionen führte, die dann schließlich sukzessive die Kompetenzen an sich rissen. Das Haus Österreich bildete sich, welches mit Unterbrechungen folgende Gebiete beinhaltete:

      Krain, Steiermark, Salzburg (ab 1805, engültig ab 1814 durch den Frieden von Paris), Österreich ob/unter der Enns, Tyrol, Triest, Vorarlberg, Venetien;

      1804 wird der Titel Kaiser von Österreich angenommen, durch den Untergang des Hl. Römischen Reiches dt. Nation wird Österreich 1806 zum vollsouveränen Staat, wenngleich manche Kompetenzen durch den Dt. Bund wieder an diesen abgegeben werden mussten.

      Österreichs Kern bestand also seit hunderten von Jahren auf jeden Fall aus Ober- Niederösterreich, Tirol, Kärnten, Steiermark, Burgenland und Vorarlberg, ab Anfang des 19. Jahrhunderts kam Salzburg dazu.

    • Criticus
      27. Oktober 2010 22:46

      Herr Stahrl
      Sie sollten schon wissen, dass das Gebiet des heutigen Burgenlandes erst 1921 ,sehr wohl aufgrund ethnischer Gründe zu Österreich gekommen ist. Also mit ihren Geschichtskenntnissen kann es nicht weit her sein!
      Nur kleine Gebiete Westungarns gehörten für kurze Zeiten im 16. Jahrhundert zu Niederösterreich1

    • Gennadi (kein Partner)
      28. Oktober 2010 06:16

      Äpfel und Birnen in einen Topf, Pampelmusen daraus gerührt...

      Österreich erhielt seine politische Eigenständigkeit 1156 (egal in welchem Umfang). Deutschland entstand 1871. Das sind Fakten. Das Römische Reich mit Deutschland gleichzusetzen, diese Richtung bezeichnet man als ewiggestrig. Die in Österreich verwendete Amts- und Unterrichtssprache, die reguliert war, lange bevor es Deutschland gab, nur wegen der (unglücklichen) Bezeichnung "deutsch" mit dem deutschen "Deutsch" gleichzusetzen, vermag nur jemand, der ideologisch nicht in Österreich beheimatet ist.

      Der Meistertitel Rapids hatte allerdings einen wunden Punkt aufgezeigt: Von 1938 bis 1945 gab es kein Österreich. (Die - damals wie heute - "draußen" verhaßten Ostmärker zeigten es ihnen dennoch.)

    • Neppomuck (kein Partner)
      28. Oktober 2010 10:46

      Etwas guter Wille und ein Blick in die von der „handgesteuerten Hirnprothese namens Desk-Top“ aufgerufene „Enzyklopädia vulgaris“ (Wikipedia) hätten die Möglichkeit geboten, diesen Sachverhalt richtig darzustellen.

      Die Bezeichnung „heiliges römisches Reich“ galt vom Mittelalter (ab etwa 1250) bis zum napoleonischen Größenwahn, der in Austerlitz seinen Höhepunkt fand. Ende des 15. Jhdts. war dann noch der Zusatz „deutscher Nation“ dazugekommen. Also sagen wir großzügig: Ab 1600 galt die Bezeichnung „Sacrum Romanum Imperium Nationis Germanicae“. Die Niederlegung der Krone durch Kaiser Franz II: (1806) beendete diese Ära.

      Das „Deutsche Reich“ Bismarcks gab es ab 1871 (Sieg über Frankreich) und endete 1918.

      G. Clemenceau ’s „Der Rest ist Österreich“ ("Aussage historisch umstritten" - L. Höbelt) samt der von der „Entente cordiale“ verbotenen Zusatzbezeichnung „Deutsch“ zu Österreich schafften die Landesgrenzen samt endgültiger Bezeichnung Österreichs, wie es heute besteht.

      Fest steht, dass dieses (Deutsch-)Österreich fast ausschließlich von sich als „deutsch“ verstehenden Bürgern bewohnt war.

    • Philipp Starl
      28. Oktober 2010 13:53

      @ Gennadi

      So viele Fehler in so wenigen Sätzen, das kann ich nicht stehen lassen. 1156 wurde Österreich als Land aus dem Herzogtum Bayern herausgelöst, damals bestand es aus dem heutigen Oberösterreich und dem heutigen Niederösterreich. Was da also politisch selbständig wurde (was ist überhaupt eine politische Selbständigkeit?) oder nicht, es war auf jeden Fall nicht das heutige Österreich. Des weiteren war dieses Land Österreich ein Land im Heiligen Römischen Reich, womit es sowas von gar keiner politischen und schon gar nicht rechtlichen Eigenständigkeit hatte! Bitte lernen Sie Geschichte, bevor Sie hier so einen Nonsens replizieren!

    • Philipp Starl
      28. Oktober 2010 13:54

      Und @ criticus

      Schonmal vom Königreich Ungarn gehört, wessen Teil es war und welches Gebiet es umfasste? Meine Güte kritisieren Sie bitte nicht, wenn Sie keine Ahnung haben.

  18. socrates
    27. Oktober 2010 00:31

    Schlage den 8. Dezember als Nationalfeiertag vor!

    • CHP
      27. Oktober 2010 22:11

      Gerne, aber ohne der Möglichkeit einzukaufen.

    • Undine
      28. Oktober 2010 09:36

      @socrates

      Ich nehme an, Sie hatten einen bestimmten Grund, ausgerechnet den 8. Dez. als Nationalfeiertag vorzuschlagen.
      Könnten Sie, werter Socrates, uns ahnungslose Poster "aufklären", was es mit dem 8. Dez. auf sich hat?

  19. Philipp Starl
    26. Oktober 2010 22:07

    Wissen Sie, Herr Unterberger, ich vermisse bei Ihnen zu sehr die Behandlung anderer Themen. Die meisten Ihrer Artikel handeln von der Innenpolitik. Warum keine Wirtschaft, kein Recht, keine Auslandspolitik? Es gäbe genug zu berichten. Gerade Ihnen als Chefredakteur muss es doch missfallen, ständig nur dasselbe Ressort auszufüllen.

  20. thomas lahnsteiner
    26. Oktober 2010 22:01

    eine kleine vorschau zum staatsfeiertag...was im rot-grünen wien noch auf uns zukommt:
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,721741,00.html

    • terbuan
      26. Oktober 2010 22:25

      Diese Machenschaften sind allseits bekannt aber der Staat übt sich selbst in verbrecherischer Weise an der Zerstörung der Gesellschaft und sitzt mit diesen Kriminellen im selben Boot! Bekanntlich hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus! Gute Nacht Europa!

    • Undine
      26. Oktober 2010 23:57

      @thomas lahnsteiner

      Danke für den sehr aufschlußreichen Link; jetzt wissen wir wenigstens, was noch alles auf uns zukommt!
      Unsere rot-grünen GUTMENSCHEN haben uns in dieses Schlamassel mit aller Gewalt hineingeritten. Wenn nur SIE, nämlich die Verursacher dieser Misere, die Suppe, die sie uns eingebrockt haben, selber auslöffeln müßten!
      Aber so ist es leider nicht.
      Wir alle werden den Drang einiger Leute mit Helfersyndrom (und einer großen Portion Österreichhaß), sich "selbstverwirklichen" zu können, ausbaden müssen.

      Ich wünsche allen GUTMENSCHEN Pest und Cholera an den Hals und dazu noch die Mafia, die sie uns hereingeholt haben!

  21. Dr.Otto Ludwig Ortner
    26. Oktober 2010 20:58

    Zunächst will ich, wie so oft, die Neutralität verteidigen: Ein Militärbündnis mit Mächten, die den Einsatz von atomaren Sprengkörpern planen, die keine militärischen Waffen, sondern reine Holokaustinstrumente sind, kommt nun einmal für einen Kulturstaat wie Österreich nicht in Fage. Der alte Witz vom Zweck der NATO "to keep us in, the Russians out and the Germans down" trifft immer noch zu: Deutschland hat - Gott sei Dank, solang es sich als Nationalstaat versteht -große Kontingente von Besatzungstruppen im Land und muß den Besatzern Söldner für ihre Angriffskriege in den entlegensten Weltgegenden bereitstellen. Das ist der praktische Wert der Neutralität .Ferner erfordert ein Waffenbündnis mit den USA deren Entschuldigung für die kriminelle Watchlist-Entscheidung gegen den ö. BP. Dr. Waldheim sowie eine € Millionenentschädigung an dessen betroffene Familie.
    Über die Gründe, Österreich zu lieben, schrieb ich mein Buch "Sonnenaufgang über Österreich", erhältlich bei Amazon.de und Amazon.com., insbesondere auf S.218 - 221, Untertitel:" Die staatsphilosophischen Fundamente Österreichs". Im Ausland wurde ich in einzigartiger Weise geehrt, im Österreich erhielt ich - in österreichischer Art durch öffentliche Schmähungen seitens der Bundesregierung und ihrer Repräsentanten - Berufsverbot als Rechtsanwalt.

  22. Wolfgang Bauer
    26. Oktober 2010 19:29

    The "One Million Guy" Vranz hat sich vom prophezeien in Sachen FPÖ noch nicht verabschiedet:

    Im Qualitätsblatt 'Österreich' sagt er auf die Frage: "Treibt Rot-Grün noch mehr Protestwähler zur FPÖ?" unmissverständlich:

    " Nein. Wenn die Regierungspolitik überzeugend ist, werden nur wenige in die Arme des Herrn Strache getrieben."

    Woher nimmt er dieses Selbstbewusstsein? Aus der Erfahrung??

  23. Der kleine Nick
    26. Oktober 2010 18:48

    Zum Nationalfeiertag

    Hat der aktuelle Bundespräsident eigentlich schon einmal gewagt, etwas Mutiges zu sagen, das nicht der veröffentlichten Meinung entspricht? Oder apportiert er doch nur dem Zeitgeist?

    Wenn Thomas Bernhard schon dem damaligen Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger "seniles Staatsvatergefasel" attestiert hat, was würde ihm wohl zu Heinz Fischers Reden einfallen?

    Jedenfalls haben sie im Vergleich zu Kreisky etwas Sanitär-Kleinräumiges.

  24. Philipp Starl
    26. Oktober 2010 17:30

    Zuerst möchte ich vorwegnehmen, dass ich dafür bin, diesen Tag als Feiertag zu streichen. Österreich wurde frei, ja, aber mehr auch nicht. Viel angebrachter erscheint es, die Geburt der Republik zu feiern, der 30.10.1918 böte sich an, da an diesem Tag der Staatsgründungsbeschluss verkündet wurde oder von mir aus auch der 10.11.1920, als die noch heute geltende Verfassung in Kraft trat.

    Der 1. Mai ist nebenbei gesagt auch ein Witz.

    Ansonsten möchte ich mich den einzelnen Punkten Herrn Unterbergers sehr kritisch nähern:

    1) Europa ist nicht zusammengewachsen. Herr Maierhofer sprach dies ja schon an. Europa hat zweifellos bei vielen Dingen eine einheitliche Rechtslage erhalten, oder aufgezwungen bekommen, wäre trefflicher. Doch gemeinsames Recht macht noch kein Zusammenwachsen. Auch eine gemeinsame Währung nicht. Europa ist in seiner Vielfalt großgeworden, es wuchs mit seinen Kriegen, mit seinem Handel untereinander, mit seinen Konflikten. Doch es wuchs nie gemeinsam.
    Gerade der Markt zeigt uns, warum Europa so erfolgreich wurde: es gab stets Konkurrenz. Die Nationen standen ständig im Wettbewerb, sei es um Kriegsgerät oder die Schiffahrt oder sonstige Handelsgüter. Andere Kontinente hatten den Nachteil, dass sie geographisch nicht so dicht beieinander lagen, die Nationen konnten sich ausbreiten und sich mit ihrem Gebiet zufrieden geben. Außerdem wusste man über die Vorgänge in anderen Gebieten niemals genau Bescheid, da eine Kommunikation auf diese Entfernung sehr schwer ist.

    Europa hingegen wusste stets von seinen Nachbarn und so entwickelte sich ein letztlich fruchtbarer Wettbewerb, der Wettbewerb ums Überleben.

    Man sieht, Europa ist weder zusammengewachsen, noch wäre dies gut für seine Nationen. Und nein, ich will nicht wieder Krieg führen, aber ich will Handelskriege führen, Technologiekriege, denn nur so werden wir wachsen.

    2) Die Neutralität ist vorerst tot, doch sie ist es weder für immer, noch ist sie schlecht. Hier kann ich Herrn Unterberger ganz einfach nicht Recht geben. Die Neutralität ist kein Produkt, über das man streiten kann, sie ist eine Lebensform. Wir mischen uns nicht in die Angelegenheiten anderer Völker ein, weil wir deren Selbstbestimmungsrecht achten. Wir sind weder für die Völker anderer Nationen, noch für andere Nationen per se verantwortlich und das ist gut so. Trotzdem ist ein sehr schlagkräftiges Heer vonnöten. Man kann es mit Karate vergleichen. Wir greifen nie an, aber wenn wir angegriffen werden, wissen wir uns zu wehren.

    3) Uns bindet nicht nur die Melodik der Sprache und unsere Landschaft an Österreich. Österreicher ist man, sieht man genauer hin, mit Leib und Seele. Gerade unser Pragmatismus, oft auch unser Opportunismus haben uns zu einem großen Volk gemacht, das jahrhundertelang eine Weltmacht war. Wir haben es immer geschafft, die Macht Österreichs auszubauen, gerade weil wir unsere Chancen intelligent nutzten. Uns verbindet mit dem Land, dass wir Humor besitzen, intelligent sind, taktisch klug, friedlich und trotzdem machtausbauend. So ist es kein Wunder, dass Österreich schon immer die Besten hervorbrachte. Unzähle Kleinunternehmen sind in ihren Segmenten Weltmarktführer. Was Herr Mateschitz geschafft hat, was Thomas Muster geschafft hat oder Hermann Maier, das sind typische Beispiele für unsere Überlegenheit in manchen Bereichen. Ich denke wir Österreicher sind die besten Reflektierer mit den Briten und Deutschen überhaupt. Wir sind fähig, Geschehnisse zu deuten, zu analysieren und uns dann richtig zu entscheiden und das tun wir mit einer Courage, die ihresgleichen sucht. Auch der Gewichtheber, der aus Österreich stammt (mir ist sein Name entfallen) ist ein Beispiel hiefür.
    Das macht uns Österreicher aus, wir sind stille Wasser, die sehr tief sind, wie unsere Seen.

    Und so kann sich auch Österreich zunutze machen, was es ist: die Wirtschaft, die erblühen würde, wären die Bürger endlich frei und gefordert.

    Österreich kann untergehen, da haben Sie Recht, aber es kann auch auf den Thron zurücksteigen, auf den es gehört!

    • terbuan
      26. Oktober 2010 18:13

      Werter Herr Starl,
      Ihr Österreich-Patriotismus in allen Ehren, aber die Beispiele Mateschitz (mit seinem grausamen Getränk), Muster, Maier und den Gewichtheber (er heißt übrigens Matthias Steiner und ist jetzt Deutscher) als zu hervorhebende große Österreicher zu nennen ist doch eine etwas dürftige Auswahl!
      Den Untergang des alten Österreich als Feiertag zu wählen finde ich auch keine gute Idee.
      Bezüglich Neutralität bin ich auch nicht Ihrer Meinung, diese ist klinisch tot und durch mehrfache internationale Vereinbarungen ad absurdum geführt!
      Herzliche Grüße
      terbuan@aon.at

    • Philipp Starl
      26. Oktober 2010 18:22

      @ terbuan

      Diese Herren haben in ihren Bereichen Großartiges, nie Dagewesens geleistet. Warum Sie dies als dürftig bezeichnen, ist mir deshalb schleierhaft.

      Dass die Neutralität tot ist, habe ich selbst geschrieben, ich bitte also um Ihre geschätzte Aufmerksamkeit.

      Dass Sie den Untergangstag des alten Österreich bedauern, sei Ihnen unbenommen. An diesem Tag wurde jedoch der Grundstein für etwas gelegt, das etwas Großes werden kann, eine Erfolgsgeschichte.

      Ihre Meinung also in allen Ehren, aber Kritik an einem Text sollte doch etwas mehr Gehalt aufweisen, als die persönliche Meinung.

    • Martin Bauer
      26. Oktober 2010 18:40

      Das mag alles stimmen. Auch dass das Automobil, die Nähmaschine, die Schreibmaschine, das Radio etc. von Österreichern erfunden wurden. Nur was haben wir daraus gemacht?
      Es gab immer die Diskrepanz zwischen grossen Einzelleistungen und der Politik.
      Wo ist der Thomas Muster der Politik, der Mateschitz der veröffentlichten Meinung?

      So gesehen sind wir als Land die Personifizierung des Peter-Prinzips.

      Auch ein Teil unserer Identität.

    • Philipp Starl
      26. Oktober 2010 18:43

      Nun Herr Bauer,

      Wir hatten ja große Staatsmänner, von Figl bis Waldheim und auch das Staatsmännische an Kreisky kann man nicht leugnen. Von Schüssel gar nicht zu sprechen, den ich für einen der fähigsten Lenker und Denker des modernen Europas halte.

      Dass wir gerade so eine große Flaute haben, ist bedauerlich, aber ich bitte Sie um Ihre Geduld, die nächsten Jahre werden einen wahrlich großen Staatsmann zu Tage fördern.

    • Martin Bauer
      26. Oktober 2010 18:52

      Philipp Starl

      Waldheim international ja, national nur bedingt. (Ausgenommen, dass er ein Gemeinschaftsgefühl erzeugte)
      Kreisky - der falsche Mann zur falschen Zeit am falschen Ort. Aber bitte.
      Schüssel (nMn der fähigste von den Dreien) wäre nur dann wirklich gross, wenn er noch an der Macht wäre. Strategische Schnitzer verzeiht die Politik nicht.

    • Philipp Starl
      26. Oktober 2010 18:57

      So schlechte Staatsmänner können wir als siebtreichstes Land der Welt mit Sitzen vieler internationaler Organisationen ja nicht gehabt haben :-) . Und auch die, denen wir unseren Reichtum verdanken, konnten sich nur in einem gut geführten Staat entwickeln.

    • terbuan
      26. Oktober 2010 19:02

      Also lieber Herr Starl,
      Profisportler als große Österreicher hinzustellen zeigt nicht sehr von Gehalt. Da gibt es wohl andere Österreicher im Bereich Wissenschaft und Forschung, die hier gewürdigt werden könnten und sollten.
      Die Neutralität haben Sie als "vorerst" tot bezeichnet und dann als nicht schlecht. Meiner Meinung nach ist sie mausetot und war ein Kniefall vor der Sowjetunion, was soll daran jetzt im europäischen Kontext gut sein. Es gibt kein "ein bißchen schwanger"!
      Wenn Sie keinen positiven historischen Bezug zur österreichischen Monarchie haben dann bleibt Ihnen das unbenommen, meine Betrachtung der österreichischen Geschichte umfaßt einen längeren Zeitraum und beginnt nicht erst 1918!
      MfG
      terbuan

    • Philipp Starl
      26. Oktober 2010 19:16

      @ terbuan

      Sie stellen anscheinend Erfolge auf dem Gebiet der Naturwissenschaften über sportliche Erfolge. Auch das sei Ihnen unbenommen, begründen können Sie es wahrscheinlich nicht.

      Wenn Sie semantische Gefechte führen wollen, gerne :-) . Sie schrieben schon, es gibt kein "bisschen schwanger", genauso gibt es kein "mausetot". Erklären Sie sich also bitte, was Sie ausdrücken wollen, unvollständigen Texten ist schwer kontern.

      Genauso vermisse ich eine Begründung dafür, dass Neutralität schlecht sei.

      Einen positiveren Bezug zu Österreichs Vergangenheit als ich, kann man kaum haben. Ich habe jedoch eines, was Ihnen offensichtlich fehlt: einen Bezug zur Gegenwart. Die Monarchie ist vorbei und dieses Kaisertum Österreich wird auch nie wieder kommen, also kann man schwer etwas Totes feiern. Recht vorzüglich feiern lässt sich jedoch das Existente.

      Wenn Sie persönlich dem Tausendjährigen Reich nachtrauern wollen, können Sie das so ausgiebig, wie Sie wollen. Ich hingegen gehe lieber dazu über, aus dem was besteht, etwas Wundervolles zu machen.

    • terbuan
      26. Oktober 2010 20:28

      Herr Starl, ich habe schon bessere Kommentare von Ihnen gelesen, heute ist wohl nicht Ihr Tag, macht nichts, viel Glück mit Ihrer neuen Partei, vielleicht gewinnen Sie ja Hermann Maier, Thomas Muster und vor allem Didi Mateschitz als Sponsoren, um einen Flug mit Titos Präsidentenmaschine beneide ich Sie schon heute ;.)

    • Philipp Starl
      26. Oktober 2010 22:00

      @ terbuan

      Wie bedauerlich, dass der Kommentar nicht Ihren Wünschen entspricht :-) . Gründe konnten Sie leider keine benennen. Aber es entspricht Ihrem Charakter, persönlich zu werden, wenn Sie in einer Debatte unzureichend sind.

      Ihnen einen schönen Abend.

    • terbuan
      26. Oktober 2010 22:16

      Starl,
      na hoffentlich leisten Sie in Ihrem Bereich künftig auch so etwas "Nie-da-Gewesenes" wie Hermann Maier und Thomas Muster, danke jedenfalls für Ihre Ferndiagnose, ich werde mich hüten, künftig jemals zu Ihren Beiträgen Stellung zu nehmen!
      Schönen Abend noch!

    • Philipp Starl
      26. Oktober 2010 22:26

      Wenn Sie zur Argumentation unfähig sind, sollten Sie sich wahrlich hüten, Herr terbuan.

    • harald18
      26. Oktober 2010 22:32

      @ Phillip Starl:

      Als einer, der nicht verstehen will, warum Leute, die auf einer schneebedeckten Wiese um den halben Flügelschlag eines Marienkäfers schneller zu Tal kommen, als andere, bewundert werden sollen, oder an ihrer künstlich zugemessenen Heldenhaftigkeit gar der Wert einer Nation bewertet werden möge, plädiere ich nicht unbedingt für eine Verquickung von Sport und nationaler Größe.

      Ich halte diese überzogene Begeisterung an sportlichen Leistungen als Relikt aus einer Zeit, wo mit allen Mitteln nationale Wichtigkeit dargestellt werden musste. Psychologisch gesehen gilt die starhafte Bewunderung nichtssagender und unnotwendigerweise erbrachter Leistung als Versuch, eigenes subjektives Unvermögen zu egalisieren, gleichzeitig aber an der Fremddarbietung mit einer Eigenerhöhung zu partizipieren.

      Könnte man nationalen Eindruck nicht lieber an Kultur- und Geistesleistung messen? In dieser Richtung haben wir tatsächlich einiges aufzuweisen. Nur, Stolz zeigt in die Vergangenheit. Was wir bräuchten, ist aber Mut für die Zukunft. Aber machen Stolz und Mut nicht hoffnungsfroh?

    • Philipp Starl
      26. Oktober 2010 22:42

      @ harald18

      Ob Spitzensport nun unnötig ist, wie Sie insinuieren, sei dahingestellt (es sei nur am Rande erwähnt, dass Sie und ich ohne diesen Spitzensport auf Holzbrettern herumfahren würden). Es ist jedenfalls irrelevant. Faktum ist, dass Österreicher in ihren Gebieten immer dazu fähig sind, alle anderen zu schlagen, um das ging es mir und das unterstreichen genannte Sportler eindrucksvoll.

    • terbuan
      26. Oktober 2010 22:48

      Danke Harald 18,
      ich habe mich schon gewundert, dass niemand unter den Postern zu derartigen Wortspenden Stellung bezieht! Es können doch nicht alle nur Ski- Tennis- oder RedBull-Freaks sein, ach ja, die Gewichtheber hab ich noch vergessen, die haben wahrlich einen schweren Beruf!

    • Wertkonservativer
      27. Oktober 2010 07:51

      Ich weiß nicht recht, ob Streitgespräche dieser Art (Starl/Terbuan u.a.) sehr zweckdienlich sind. Natürlich gibt es Anschauungs-Gegensätze, doch bei derart unerheblichen Meinungsverschiedenheiten, ob nun Sport, Naturwissenschaft oder Kunst größeren Anteil am durchaus positiven Österreich-Image hätten, sollten nicht derart unsachliche Fetzen fliegen!
      (Im Übrigen: praktisch allen hier mitdiskutierenden "Kombattanten" kann ich in einzelnen Themen zustimmen: so bin ich - wie Terbuan u.a. - ein Verächter nostalgischer Neutralitäts-Bewahrer, bei Herrn Starl freut mich wieder dessen Hochschätzung gegenüber Altkanzler Schüssel, auch in meinen Augen der leider letzte Staatsmann Österreichs!).

    • Norbert Reis (kein Partner)
    • durga
      27. Oktober 2010 10:51

      @ Starl,

      Da haben Sie ja wahrlich eine Seitenblicke-Kollektion großer Österreicher zusammengestellt!
      Zu den Vorbildern Maier und Muster fällt mir nichts ein, was nicht schon meine Poster-Vorgänger gesagt haben. Als Naturwissenschafter stelle ich aber wichtige und nachhaltige technische Errungenschaften weit über Red Bull(wie zB die Entwicklung der Glühlampe, des Feuersteins und des Gasglühlichts durch einen einzigen Österreicher). Mateschitz dagegen hat gezeigt wie man etwas, das niemand braucht und das zu nichts gut ist, mit entsprechender Werbung zum Blockbuster machen kann, zu einem In-Getränk. Ist dies ein Vorbild? Vielleicht für einen angehenden Politiker. (Zu Wirkung und Nebenwirkungen von Red Bull kann ich die Literatur beisteuern.)

    • Philipp Starl
      27. Oktober 2010 13:41

      @ durga

      Auch Sie scheinen sich den Impetus meines Textes noch einmal zu Gemüte führen zu wollen.

      Ich finde es generell beschämend und bedauerlich, dass in einem Forum wie diesem Kritik gebilligt wird, die völlig ohne Begründung dasteht und es dann kritisiert wird, wenn man mit Recht auf dieses Versäumnis hinweist.

      Von linken Trollen erwartet man sich dieses Verhalten und kann es ohne Zögern ignorieren. Aber von geschätzten Mitkommentatoren wie @Wertkonservativer ist es ein Armutszeugnis.

      Unbegründete Kritik ist nicht nur haltlos und sinnlos, sie ist auch feige! Denn unbegründeter Kritik lässt sich nicht erwehren. Ein Mann sollte seine Worte und Taten stets erklären können und gerade in einem Forum (vom lateinischen forum- fora, was ein politisches und rechtliches Diskussionszentrum war und was deswegen schließlich auch einen Gerichtsort bezeichnete), wo der Disput das gewünschte Objekt ist, sollte man sich an Mindestregeln halten.

      Und es ist das Mindeste, seine Kritik zu begründen, anderenfalls ist es schlicht eine dumme Äußerung, zu deren Replizierung ich mich zwar hinreißen habe lassen, in Zukunft aber meiden werde.

    • harald18
      27. Oktober 2010 19:22

      @ Philipp Starl:

      Ich habe mit meiner Kritik an der nationalen Teilhabe von Sportlerleistungen Mitschuld an der gegebenen Zuspitzung und fühle mich veranlasst, hierzu zu ergänzen:

      Sie äussern hier im AU-Forum wahrhaft praktikable Überlegungen, reife Gedanken und so manche verfolgenswerte Idee. Zum Wesen der Sache in der politischen Diskussion gehört aber auch der Widerstand. Derselbe begegnet einem nicht immner in Form einer überlegten und ausgefeilten These, sondern auch in Unsachlichkeit, gefühlvollem Überschwange, ja auch in persönlicher Anschüttung.

      Ich will hier nicht altbekannte Reaktionsformen aus dem Schatzkästlein der Psychologie aufwärmen, nur soviel: Vielleicht verliert man an sogenannter "Krisenkompetenz", wenn man nachgibt, das Thema selbst gewinnt durch aktive Entspannung. Allerdings nur, wenn man bereit ist einzuräumen, dass auch gegnerische Argumente nicht nur die blanke Bosheit darstellen, sondern durchaus der Wille zum gemeinsamen Lösung, wenn schon nicht offen sichtbar, so doch versteckt vorhanden sein könnte.

      Bitte kommen Sie daher vom Baum herunter. Zumal weder das Thema "Sport und nationale Wertschätzung" gar so fundamentale Bedeutung aufweist, noch die kritischen Wortmeldungen dazu als von der Regel abweichend bezeichnet werden können. Ich selbst halte nichts von der Sportlerbewunderung. Ergebnisse unserer "Fußball-Nationalmannschaft", auch nicht die von selbstgefälligen Sportreportern hochgeschaukelten Implikationen nebst gröbsten Unsinnigkeiten, bringen mich weder in nationale Hochstimmung, noch zu erhöhtem Bierkonsum.

      Bei mir selbst kam Freude auf, als ich auf gleichgesinnte "Sportrelativisten" stieß. Selbst die leichte Ermahnung von "Wertkonservativer", ein überlegter und bereichernder Kommentator, zeigte eine etwas andere Betrachtungsweise auf, ohne dabei irgend jemand nahe zu treten. Im Gegenteil, sein Grundductus war beruhigend.

      Ihre Sicht mit dem "rechtlichem Diskussionszentrum" wäre ja wünschenswert - wenn wir alle aus dem gleichen Holz geschnitzt wären, den gleichen Zugang zur Macht und einen vergleichbaren Sozialisierungsgrad hätten. So müssen wir wohl mit der menschlichen Unzugänglichkeit und ihren demgemäß gestalteten Beiträgen vorlieb nehmen.

      Bleiben Sie aber voll im Feuer, nur versuchen Sie, abweichende Sichtweisen in Form und Inhalt nicht als Hindernis, sondern als Herausforderung zu sehen.-

  25. Brigitte Imb
    26. Oktober 2010 17:27

    Erlaubt eigentlich die PC noch NATIONALfeiertag zu sagen? Zumindest bei uns in Ösistan müßte dies verpönt sein, aber scheinbar hat sich noch keine GrünIn dieses "Problemes" angenommen.
    Würde sonst bestimmt "Flaggerl-Gackerl Tag" heißen.

    • Philipp Starl
      26. Oktober 2010 17:50

      Werte Frau Imb,

      Ich werde ab nun empfehlen, selbstbewusster aufzutreten. Eine Änderung fängt in uns selbst an. Lassen wir uns nichts verbieten. Wir sind stolz auf unsere Nation, zumindest auf ihre Geschichte :-) . Wir wollen keinen Feminismus, wir wollen Leistung, wir wollen keine Moslems, wir wollen unsere Kultur, wir wollen Schnitzel, Apfelstrudel, Kaffeehäuser und bevor jemand sagt, dass Vieles davon nicht aus Österreich stammt: spart euch den Vorwurf, denn wir haben selbst entschieden, es zu unserer Kultur zu machen und es nicht aufgedrängt bekommen!

      Wir wollen Recht und Ordnung, wir wollen Freiheit, wir wollen keine Vorschriften, wen wir einstellen sollten, wir wollen keine Bevormundung, wer wo rauchen darf, oder was essen, oder verdammt nochmal fluchen! Wir wollen Disziplin und keine Kinder, die sich selbst erziehen müssen.

      Dafür kämpfe ich und das sollte jeder hier auch tun. Zeigt den Linken und Moslems, was wir von ihren Regeln halten, tut es immer und überall. Wir müssen endlich aufstehen!

      Ich mache hier gleich einen Anfang: ich hetze öffentlich gegen Frauen in Vorstandsetagen. Wir wollen sie nicht, wenn sie unfähig sind, schmeißt sie raus, sie sind inkomptent und weinerlich, unentschlossen und können kein Unternehmen vernünftig führen!

      So Herr Staatsanwalt klagen Sie mich an, ich bitte darum!

    • Brigitte Imb
      26. Oktober 2010 18:29

      Philipp,
      nun, da will ich gleich mitmachen, hetzen wir für unsere Werte.

      Aber eines MUSS ich an Ihren Forderungen klar kritisieren: Grundsätzlich gegen Frauen in Vorstandsetagen zu wettern ist m.M. nicht ganz in Ordnung, aber gegen Quotenfrauen hetze ich mit Ihnen.

    • Philipp Starl
      26. Oktober 2010 18:30

      Werte Frau Imb,

      Ich schrieb ja, wir wollen sie nicht, wenn sie unfähig sind. Entschuldigen Sie aber den missverständlichen Charakter meines Textes, ich bin selbstverständlich Ihrer Meinung!

    • Brigitte Imb
      26. Oktober 2010 18:45

      Philipp, aber net dass Sie mich für eine versprengte Feministin halten und das "unfähig" ist mir sehr wohl aufgefallen.

      Wenn es sein muß stelle ich schon meinen "Mann", ansonsten hab´ ich´s sehr gern konservativ und bin auch nicht abgeneigt meinem "Geliebten" die Patschn zu bringen. *g*

    • Philipp Starl
      26. Oktober 2010 18:47

      Nein nein :-) . Ich bin ja selbst für die fähigsten Köpfe, mögen sie nun Helmen oder Tiaren Halt geben.

  26. A.K.
    26. Oktober 2010 15:08

    Zum Tag der offenen Tür im Palais Starhemberg am Minoritenplatz
    Am Tag der offenen Tür im Palais Starhemberg am Minoritenplatz in Wien, Sitz des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst und des BMWF nahm ich die Gelegenheit wahr, auch einen Blick in die Räumlichkeiten von Bundesministerin Claudia Schmied werfen zu können. Ich kannte diese Büros aus der Zeit von Frau Bundesministerin a. D. Elisabeth Gehrer. Frau Gehrer hatte sie in Anpassung stimmig an den Stil in diesem Palais (errichtet im Auftrag von Conrad Balthasar Graf Starhemberg im Jahre 1667) eingerichtet.
    Die nun aktuelle Einrichtung des Büros von Frau Bundesministerin Schmied in diesem alten Barockpalast hat glücklicherweise Wände, Decke und Fußboden unbeschädigt gelassen. Es ist zu hoffen, daß die darin untergebrachten Einrichtungsgegenstände ein(e) Nachfolger(in) ehestens als Sperrmüll entsorgen wird.... - Zeitlich parallel zu meinem Besuch verlieh Claudia Schmied den "school fashion award" 2010 im Audienzsaal.
    Nostalgie ließ mich an Heinrich Drimmel (1912-1991) denken. Er war von 1954 bis 1964 Bundesminister für Unterricht (ÖVP) und stand im Gegensatz zur politischen Linken aber auch zu „Reformkatholiken“. Im Zuge seines Amtes führte er die Schulreform 1962 durch und ermöglichte den Abschluß des Konkordats, sowie die Gründung mehrerer Hochschulen. Es gibt eine reichhaltige Literatur von und über Drimmel. In einem seiner Bücher zitiert er wegen des Begriffs „Intellektueller“ den „Großen Brockhaus“ von 1928: Dort sind Intellektuelle noch „Gebildete, geistige Oberschicht, Verstandesmenschen“, auch von Menschen „höherer geistiger Vorbildung“; aber nach der 16. Auflage, 1954 findet man unter dem Stichwort „Intellektueller“ eine Definition – oder besser Behauptung –, die irritiert. Intellektueller, heißt es da, ist „ein Mensch, der seinem Verstande nicht gewachsen ist“. Drimmel meinte, daß Intellektuelle zwar die Einsicht in die Zusammenhänge, leider aber nicht die Macht besitzen, das das Erkannte angemessen durchzusetzen. Mit dieser Einsicht verließ ich den Tag der offenen Tür.

    • Richard Mer
      26. Oktober 2010 16:14

      Das ist ungemein interessant, wie sich der Begriff "Intellektueller" gewandelt hat. Es erinnert mich an eine Rätsel irgendwo bei Musil, der (viel schöner als ich hier) etwas schreibt wie:

      Einerseits schauen wir auf warmherzigen, treuen Glauben herab, und sehen uns lieber als Besitzer der kalten, harten aber richtigen Wahrheit. Andererseits verachten wir langatmige Beweisketten, und ziehen eine intuitive, weise, ein wenig paradoxe Entscheidung vor.

    • Undine
      26. Oktober 2010 20:34

      @A.K.

      Die Wandlung des Begriffes "Intellektueller" innerhalb von knapp 30 Jahren (1928-1954) ist in der Tat erstaunlich und gibt zu denken. Leider hat sich dieser von Dr. Drimmel aus zwei Ausgaben des "Brockhaus" zitierte Wandel nicht zum Besseren, sondern leider zum Schlechteren vollzogen.

      Österreich hatte bis knapp über die Aera Drimmel hinaus ein europaweit bewundertes und angesehenes Schulsystem. Ist es ein Zufall, daß ab den 70er Jahren dieses einst so gute Schulsystem langsam aber unaufhaltsam Risse bekam?

      Ist es ein Zufall, daß es auch nur etwas mehr als eine Generation gedauert hat, dieses Schulsystem völlig zu ruinieren, das Niveau so weit nach unten zu drücken, daß man meint, tiefer ginge es nimmer?

      Welchen Wert hat heute ein Maturazeugnis noch?
      Dr. Heinrich Drimmel, selbst ein hochgebildeter Mann, ja, ein Herr, kann man mit Fug und Recht sagen, würde sich im Grab umdrehen, sähe er den steten Niedergang des österreichischen Schulwesens. Da er 1991 starb, ist ihm wohl das Schlimmste erspart geblieben.

      Trügt mich meine Erinnerung, oder gab's zur Zeit Drimmels nicht auch noch mehrere gebildete Politiker? Die heutigen jedenfalls sind nicht einmal mehr medioker zu nennen, selbst wenn einige von ihnen Hochschulabsolventen sind.....

    • A.K.
      26. Oktober 2010 22:09

      Nochmals:
      "...Die nun aktuelle Einrichtung des Büros von Frau Bundesministerin Schmied in diesem alten Barockpalast hat glücklicherweise Wände, Decke und Fußboden unbeschädigt gelassen. Es ist zu hoffen, daß die darin untergebrachten Einrichtungsgegenstände ein(e) Nachfolger(in) ehestens als Sperrmüll entsorgen wird.... - Zeitlich parallel zu meinem Besuch verlieh Claudia Schmied den "school fashion award" 2010 im Audienzsaal."
      Zitat zu dieser Preisverleihung von der Internetseite des BMUK: "Über 130 junge DesignerInnen aus Österreichs Modeschulen haben beim Wettbewerb des BMUKK mitgemacht." Binnen-I und "Denglisch" gefördert vom Unterrichtsministerium! Solches und vor allem die Einrichtung des erwähnten Büros zeigt exemplarisch die gesamte (Un-)Geistigkeit der tiefroten Ministerin die auf unsere Jugend losgelassen ist. - Wie sagte der Kaiser? "- Mir bleibt nichts erspart."

  27. Undine
    26. Oktober 2010 14:12

    Ich erinnere mich noch dran, als dieser 26. 10. "geboren" wurde. Getauft wurde er auf den Namen "Tag der Fahne". Während die Schulkinder im Zeichenunterricht mit Ölkreiden ROT-WEISZ-ROT-Wimpel anfärbelten, um sie hinterher freudig schwenken zu können, atmeten die Erwachsenen hörbar auf: Endlich waren wir---nach zehn Jahren --- von unseren BEFREIERN BEFREIT! Ja, so sah man's damals.

    Je weiter wir uns zeitlich vom Krieg entfernten, umso besser wußten plötzlich diejenigen, die dank der Gnade der "späten Geburt" keinen Schimmer von der von ihren Eltern, Großeltern erlebten und erlittenen Zeit hatten, GANZ genau, WIE es WAR!

    Nun aber zurück zum "Tag der Fahne"!
    An diesem Tag war Unterricht; es war beileibe kein ARBEITSFREIER Tag! So nach und nach wurde der Unterricht gekürzt, bald SCHULFREI.

    Irgendwann wurde der "Tag der Fahne" UMGETAUFT; Staatsfeiertag hieß er plötzlich.
    Dann wurde er auf einmal neuerlich umbenannt: DER "geborene" TAG DER FAHNE, später auf STAATSFEIERTAG Umgetaufte hörte ab sofort auf den neuen Namen "NATIONALFEIERTAG.

    Damit war plötzlich die ÖSTERREICHISCHE NATION ein Thema. Die Verrenkungen, aus dem Staat Ö eine österr. NATION zu kreiren, waren mehr als erstaunlich.Was wurde nicht alles unternommen, einen Keil zwischen Ö und D zu treiben, die "Verwandtschaft" zu leugnen. Welch gesunden Menschenverstand hatte doch Kreisky, als er meinte, er könne sich nicht vorstellen, beispielsweise GOETHE als "Ausländer" zu betrachten.

    Nun sind wir ja schon längst auf dem Weg, unsere schöne, ausdrucksvolle Sprache DEUTSCH nicht nur zu verleugnen, sondern sie zunächst zu verwaschen, um sie schließlich ganz zu verwerfen zugunsten des Englischen.

    55 Jahre alt ist der 26. Oktober! Innerhalb dieser 55 Jahre ist es gelungen, mit allen Traditionen und Werten zu brechen, die Bevölkerung nahezu auszutauschen durch Unmengen von AUSLÄNDERN, die sich ÖSTERREICHER nennen dürfen, ohne es wirklich sein zu wollen. Den arbeitsfreien Tag genießen sie allerdings auf unsere Kosten.

    • Wertkonservativer
      26. Oktober 2010 14:27

      Werte Undine,

      Ihr Hinweis auf Kreisky's Goethe-Bemerkung zeigt - bei aller Verschiedenheit der politischen Ansichten - welch hohen Stellenwert Persönlichkeit und Charisma bei führenden Persönlichkeiten hat.
      Unsere heutigen Führungspersönlichkeiten sind bestenfalls Durchschnitt, manchmal sogar eklatant darunter. Man könnte nun natürlich den alten Spruch anwenden: "Ein Land hat die Politiker, die es verdient!", doch auf Österreich bezogen, meine ich schon: die haben wir wirklich nicht verdient!

    • Josef Maierhofer
      26. Oktober 2010 14:49

      Ja, Sie haben recht, die Flagge haben wir eingeholt und nicht einmal verstaut, sondern im Dreck liegen lassen. Wir schreiten zu wichtigeren Dingen 'voran'.

      Am besten gefällt mir Ihr Satz vom besser Wissen, wie es wirklich war, was die Geschichtsfälschung durch ideologische Parteien deutlicher nicht ausdrückrn kann.

      Wenn uns heute jemand von 'modern' plappert, dann weiß er meist gar nicht, was vorher war.

      Hugo Portisch 'Die zweite Republik, eine unglaubliche Geschichte' in 4 Teilen wäre angesagt, lieber ORF !

      Oder was liegt dort heute an ? Eine Diskussion von Faymann, Pilz, Häupl und Cap über die Maden im Speck, die Spekulanten, oder ?

  28. Wolfgang Bauer
    26. Oktober 2010 13:47

    Lektüreempfehlung zum Nationalfeiertag: Das Faymann - Interview im ÖSTRREICH, Interviewer W. Fellner. Da kann man so richtig stolz sein.

    Der Bundeskanzler war Gott sei Dank bei den Budgetverhandlungen dabei, so konnte er die größten Gemeinheiten der ÖVP gerade noch verhindern. Aber "ohne die eine oder andere kleine Kürzung geht's halt nicht,....weil es uns zu den Staaten Europas mit den geringsten Schulden macht." (!)

    • brechstange
      26. Oktober 2010 13:59

      Auch der Cap fährt eine Doppelstrategie, "wir wollten das eh nicht." Die sind dabei und distanzieren sich. Ist das nicht schizophren? Ab in die Anstalt.

    • M.S.
      26. Oktober 2010 16:55

      @Brechstange
      Das macht die SPÖ dank der Dummheit der ÖVP doch schon seit Faymann Bundeskanzler spielt. Alle prügeln den Pröll und Faymann sitzt grinsend daneben und tut so als ginge ihn das alles nichts an. Der Cap agiert im Parlament als Oppositionspolitiker und in Interviews wird von den SPÖ-Funktionären ständig betont, dass nur die, die die Krise verursacht haben zahlen sollen.
      Und die ÖVP lässt sich das alles gefallen.

    • Josef Maierhofer
      26. Oktober 2010 17:22

      @ M.S.

      In solche Situationen wäre Dr. Schüssel nie gekommen.

    • M.S.
      26. Oktober 2010 17:58

      @Josef Maierhofer

      Wie wahr!

    • brechstange
      26. Oktober 2010 19:10

      Das macht die SPÖ seit der Wende 2000, weil Dr. Schüssel sich das nicht so weitgehend gefallen ließ, wurde er auch entsprechend stark bekämpft. Seither lässt sich die ÖVP von der SPÖ in jedes Eck treiben und wehrt sich nicht. Offenbar zeigt die Rede "Haider, Schüssel an die Wand" einschüchternde Wirkung.

    • M.S.
      26. Oktober 2010 20:15

      @ Brechstange
      Sie haben völlig recht. Zwischen 2000 und 2006 ist das scheinbar wegen einer noch schlagkräftigeren ÖVP noch nicht so aufgefallen.

    • brechstange
      26. Oktober 2010 21:13

      @m.s.
      Es ist aufgefallen.
      Meiner Meinung nach war es ein großer Fehler der ÖVP sich von den Roten Sanktionen an den Hals hetzen zu lassen, sich nicht zu wehren und dann nach Aufhebung nicht den Europäischen Gerichtshof wegen Schadenersatzes anzurufen.
      Weiterhin hätten die Sabotageakte wie Aktenvernichtung und Festplattenlöschungen zur Anzeige gebracht werden müssen, etc.
      Das hätte zwar weitere Unruhe gebracht, doch hätte man diese Intrigen öffentlich gemacht und sie wären an Ort und Stelle verurteilt gewesen.
      Nun kennen sich viele Staatsbürger nicht mehr aus, weil die diversen Angriffe der SPÖ immer rechtsverdrehter auf das "Volk" niederprasseln.
      Der einzige Ausweg, den ich sehe, ist für die ÖVP in die Opposition zu gehen und sich zu erholen.

    • M.S.
      26. Oktober 2010 22:31

      @Brechstange
      Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu
      mfGr.

    • Brigitte Imb
      26. Oktober 2010 23:42

      @ brechstange

      Die regenerieren nicht mehr, die Degeneration ist bereits zu weit fortgeschritten. "Schwarz " sind diese Helden keinesfalls mehr, sondern grau u. farblos, mit einem Hang zu Rotgrün.

  29. Helmut Oswald
    26. Oktober 2010 10:59

    Nichts gibt es zu feiern – wozu auch ?

    Ersparen wir uns einmal den entbehrlichen Streit über den Begriff der österreichischen Nation. Wie sie geistesgeschichtlich entstanden ist – nämlich Mitte der dreißiger-Jahre als Antifa-Produkt des saarländischen Komintern Propagandisten Willi Münzenberg - ist bekannt, und daß Sie sich gerne damit definiert, einfach Nicht-Deutsch bzw. Anti-Deutsch zu sein ist von aller Niedertracht und Dummheit, die allerniederträchtigste und allerdümmste. Der feige Versuch, sich aus der Verantwortung für den fürs erste einmal im Blutbad des NS-Wahnsinns gescheiterten großdeutschen Versuch so verabschieden zu können, glaubten nur die darauf verpflichteten österreichischen Diplomaten und Beamten, vorwiegend der Schulverwaltung und der Staatspolizei. Der Rest wusste und weiß, was Sache war und ist und sagt es nur nicht, um nicht mit der Antifa Keule niedergeprügelt zu werden. Spätestens aber seit Waldheim wissen ja auch die Dümmsten Bescheid.

    Hier wird nicht einer Verpreussung das Wort geredet, aber daß die Krone des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation in Wien aufbewahrt wird, der de-facto Hauptstadt für 600 Jahre – wenn es denn eine solche gegeben hätte - des einzig wirklich tausendjährigen und transzendenten Reiches der Deutschen, ist ja kein Zufall. Und wenn schon Österreich, dann sicher nicht Nation – sondern entweder, die Casa d’Austria – also das Haus Habsburg, als supranationaler Personenverbandsstaat, oder Cisleithanien des kuk Staates, in dem die österreichische Reichshälfte selbstverständlich niemals eine Nation im Herderschen Sinn war sondern eine multiethnische Entität darstellte. Regierten also die Habsburger entweder als Grundherrn der österr. Länder und Kaiser im Hl röm Reich oder als Kaiser von Österreich in einem Konstrukt aus verschiedenen Nationen, welches im deutschen Bund die Vorherrschaft als Führungsmacht anstrebte und erst 1866 im staatsrechtlichen Sinne von Kleindeutschland getrennt wurde - weil Bismarck dies so gewaltsam durchgesetzt hatte - dann war jener Rest, der nach 1918 blieb, jedenfalls deutsch. Und bekannte sich eben auch in demokratischen Zeiten – jedenfalls aber in den später von den Alliierten verbotetenen Abstimmungen - dazu.

    Eine ätatische Nation – was für ein Blödsinn. Sie setzt Freiwilligkeit voraus, die es im Zuge der österreichischen Staatsbildung weder 1918/22 noch 1945 gab. Nicht einmal die in Wien anfänglich erfolgreiche Erhebung des 20. Juli 1944 richtete sich gegen Deutschland – sie richtete sich gegen das NS Terror System. Antipreussischer Lokalkolorit, den es im Übrigen auch anderswo auf deutschem Boden - und zwar nicht bloß nur noch in Bayern – gab, nicht ausgeschlossen.

    Deshalb steht es Österreich zu, mit Nationalfeiertagen zurückhaltend umzugehen. Mag sein, daß sich Landsleute in Österrreich an diesem Tag auf jene Heimat besinnen, der sie sich geografisch und kulturell verbunden fühlen, aber geben wir uns keinen Illusionen hin – da schwingt mehr resignative Gewohnheit denn spontane Empathie mit. Im Übrigen erleben wir in den Städten zufolge der Überfremdung rasch wachsenden Heimatverlust der angestammten Bevölkerung, weil eine an Schlüsselpositionen der Politik und Gesellschaft sitzende vollkommen verblendete Kaste von Duodezfürsten die Zwangsentheimatung durch ungebremsten Zuzug nichtintegrierbarer und kinderreicher Fremder befördert. Bedroht die Gegenwehr der autochthonen Landeseinwohner die Macht der Maharadschas in den aus unseren Steuern finanzierten Staatsmedien und Parteizentralen, werden flugs die ehemaligen Besatzungsmächte zu Hilfe gegen die eigene Bevölkerung gerufen. Man könnte ja – der Satan dieser Erde ist uns in die Welt getreten – nicht multikulturell sein wollen. So hatte die degenerierte Herrscherkaste in Indien mit Hilfe der britischen Kanonen regiert, die chinesischen War Lords kauften und verkauften – von den Briten mit Krieg erzwungen - Opium um ihr Volk niederzudrücken und in Wien fährt man eben aus der Löwel Zentrale nach Paris und New York, um sich dort seine Befehle und die entsprechenden Interventionstruppen zu besorgen, Grüne, Kommunisten und andere Linksradikale schauen sich da traditionell lieber im Osten um. Und wenn einmal der Sonderabverkauf in der großen Interventionsboutique begonnen hat, eingeleitet vom wiederkehrenden Satyrspiel voll entsetzt – betroffener ‚Wehret den Anfängen’ Skandierer – dann stellt sich auch noch der letzte bei Verstand geblieben die Frage: Was gibt es da noch zu feiern ?

    Die Antwort ist klar. Nichts.

    • terbuan
      26. Oktober 2010 11:09

      Helmut Oswald,
      danke für Ihren ausführlichen historischen Rückblick!
      Er macht den "Nationalfeiertag" zu dem was er ist, ein zusätzlicher arbeitsfreier Tag.
      Und ist genauso ein anachronistischer Tribut an die Siegermächte wie das Russendenkmal auf dem Schwarzenbergplatz in Wien!
      MfG
      terbuan@aon.at

    • Norbert Mühlhauser
      26. Oktober 2010 11:19

      Mag sein, daß sich Landsleute in Österrreich an diesem Tag auf jene Heimat besinnen, der sie sich geografisch und kulturell verbunden fühlen, aber geben wir uns keinen Illusionen hin – da schwingt mehr resignative Gewohnheit denn spontane Empathie mit.


      Nun ja - es gibt schon spezifisch österreichische Wesenszüge, die aber zunehmend verblassen.

    • durga
      26. Oktober 2010 11:36

      Volle Übereinstimmung mit Ihrer hervorragenden Darstellung! (einziger kleiner Vorschlag: "Nonezfürsten" anstelle "Duodezfürsten"; oder sollten Sie schon die kommenden Klein-Kalifate miteinbezogen haben?)

    • ProConsul
      26. Oktober 2010 11:43

      ausgezeichneter Kommentar.

    • harald18
      26. Oktober 2010 13:18

      @ Helmut Oswald:

      .....vom verlogenen Pathos befreite Standortbestimmung.

      Es wirkt bestärkend für jene, die von linker Heuchelei und einer herbeigeredeten Solidarität mit vielen Schlupflöchern genug haben und die unser Land nicht mit einem klebrig-gekünstelten Patriotismus in Verbindung bringen. Der wiederum glaubt, sich ideell auf Seiten der Sieger zu stellen, die Wurzeln zu kappen und den Geschichtsablauf zu dekretieren, schaffe den Ausgangspunkt für eine neue Nation.

      Die größere Gefahr als ein Streit über die "österreichische Nation" besteht allerdings in der Entwicklung des Landes. Den Staat und seine Organe wollen Teile der Bevölkerung nicht mehr so richtig anerkennen, der Rechtsstaat verliert an Klarheit und Bestimmtheit. Anstelle dessen herrschen Ideologie und ihre Gefühle. Die Legalität spielt dabei keine allzu große Rolle mehr.

      Und weit und breit kein Politiker, der fähig wäre, diesen Auflösungsprozess zu stoppen. Oder haben schon die Systeme die Persönlichkeiten untergebuttert?-

    • Undine
      26. Oktober 2010 14:24

      @Helmut Oswald

      Danke für Ihren --- wohl aus berechtigter Sorge verfaßten---hervorragenden Kommentar!

    • Josef Maierhofer
      26. Oktober 2010 17:03

      Sie blicken der Realität ins Auge. Danke !

    • Franz L
      26. Oktober 2010 18:12

      @ Helmut Oswald

      Besten Dank für diesen klaren KommentaR

  30. socrates
    26. Oktober 2010 10:56

    Ihren Kommentar zum Tag schätze ich sehr! Aber ein kleiner (boshafter) Widerspruch:
    Wir haben die meisten Generäle (ohne Armee), die meisten Divisionäre (ohne Divisionen) und die meisten Brigardiere (ohne Brigarden). Das Problem ist also ein in Ö übliches, wie beim Unterrichtsministerium oder bei der ÖBB oder bei der Nationalbank, kurz ein Parteienstadl.
    Besser wäre es des Kaisers Geburtstag zu feiern und die Husaren mit klingendem Spiel durch das Burgtor reiten zu lassen. Das wäre ein Touristenhighlight und brächte viel Geld.
    Die Donauschiffahrt blüht und gedeiht, seit der Privilegienstadl DDSG ausgemistet wurde. Leider für ausländische Gesellschaften.

    • Brigitte Imb
      26. Oktober 2010 18:36

      Herrlich, Kaisers Geburtstag, ich sehe u. höre gedanklich die LinkInnen wettern.

      Ihre Idee ist grandios und wie wir sehen funktioniert in anderen europ. Staaten dieses System, die Monarchie touristisch zu vermarkten, prächtig.

  31. durga
    26. Oktober 2010 10:45

    Die Bezeichnung „Österreichischer Nationalfeiertag“ sollte den Fakten entsprechend in „Staatsfeiertag“ geändert werden. Auch wenn man den Begriff Nation nicht streng nach der lateinischen Wurzel nur auf die Herkunft bezieht, so sind es doch Gemeinsamkeiten, die eine Bevölkerung zur Nation machen, Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Kultur und Tradition, der Kommunikation(sfähigkeit), der Weltanschauungen (nicht unbedingt mit Religion gleichzusetzen) und vor allem des Willens und der Anstrengungen im positiven Sinne einen Beitrag zum gemeinsamen Wohle leisten.

    Natürlich stellen derartige verbindende Merkmale keine starren Strukturen dar, sondern sind, wie alles andere auch, dem Wandel der Zeit unterworfen. Wo finden wir aber heute die Gemeinsamkeiten, die uns zur Nation machen? In der Korruption von Moralvorstellungen, Sitten und Gebräuchen etwa? In der Bildungsresistenz/-Feindlichkeit, die uns aus den Medien entgegenströmt und die uns auch unsere Politiker souverän vermitteln? In deren allerbilligstem Opportunismus? Welchen Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Kommunikation gehen wir entgegen, wenn in beängstigendem Maße Parallelgesellschaften entstehen, die unsere Sprache, Tradition, Wertvorstellungen und Weltanschauungen ablehnen aber von unserer Wertschöpfung leben?

    Die Bezeichnung „Österreichischer Nationalfeiertag“ sollte in „Staatsfeiertag“ geändert werden; besser und weniger verlogen wäre es allerdings diesen „Feiertag“ ersatzlos zu streichen!

    • f.m.
      26. Oktober 2010 12:14

      Die einzige p.c. Bezeichnung wäre "Österreichischer Bevölkerungsfeiertag". Er sollte in die wärmere Jahreszeit verlegt werden, damit die Bevölkerung auf der Donauinsel grillen kann.

  32. Graf Berge von Grips
    26. Oktober 2010 10:39

    Nr. 277
    Die Einkaufstempel in Bratislava, Tschechien und Bayern
    sind die, die unseren Staatsfeiertag wirklich feiern.

  33. haro
    26. Oktober 2010 09:52

    Die meisten Österreicher mögen ihr kleines Heimatland und haben ein Gspür dafür was ihm nicht gut tut wie zB eine (derzeitige) EU in der sie als Bewohner eines kleinen Landes untergehen (erst recht wenn die Türkei EU-Mitgliedsland geworden ist) und die voran schreitende Islamisierung (die den Menschen noch nirgends auf der Welt gut getan hat).

    Auch heute ist der bekannte Spruch angebracht wenn auch mit anderem Hintergrund:

    Gott schütze Österreich!

  34. Josef Maierhofer
    26. Oktober 2010 09:15

    Feiertag.

    Ich widerspreche dem zusammengewachsenen Europa. Was ist zusammengewachsen ? Die Schuldenpolitik, P.C., die Selbstbedienung, die sind zusammengewachsen, da ist man sich einig, ebenso wie mit einem Euro.

    Aber wie sieht es den aus mit den Sozialsystemen, mit der internationalen E-Card, mit der Gleichmacherei ? Sind die nicht unzulänglich ? Gibt es nicht doch noch nationale Kultur ? Betonung auf NOCH. Regt sich nicht da und dort Widerstand gegen den Ausverkauf der Nationen ?

    In Österreich liegt z.B. in allen Magistraten und Gemeinden die Unterstützungserklärung für ein Volksbegehren zum Austritt der EU, das angeblich mehr als die Hälfte der Österreicher wollen, weshalb auch unsere Politik die Verfassung gebrochen hat mit der Verhinderung des Volksbegehrens zum Lissabonvertrag, genauso, wie für die fadenscheinige Begründung zum Verfassungsbruch mit dem Budgettermin, etc.

    Fühlen sich die Österreicher nicht trotz des miesen Zustandes und der Sabotage des Bundesheeres durch Fischer, Faymann, Darabos angezogen von der 'Show' am Heldenplatz ? Zeigt das nicht auch einen gewissen Nationalstolz ?

    Was wir nicht sehen, sind unsere Sargnägel, unsere Muslime, die die österreichische Verfassung und die übrigen Gesetze genauso brechen, wie unsere Politiker das tun und das Volk umgehen, bzw. verraten und verkaufen. Die Muslime, denen Österreich schnurzegal ist, die nur die Mehrheit interessiert und das Sozialgeld am ersten, zumindest mehr als 40% von ihnen, und die nur die Einreise und Vollversorgung der Verwandtschaft (auch Klientel genannt auf österreichisch, wo das ja auch vokommen soll, der Neffe als Beispiel) interessiert und sonst nichts. Die sehen wir heute nicht.

    Wenn ich mich an die ersten Nationalfeiertage nach 1955 erinnere, wo an jedem Haus die österreichische Fahne geweht hat, es war sichtbar Nationalfeiertag, wir waren wirklich Österreicher und frei noch bis in die 1960-er Jahre.

    Die Freiheit haben wir verwirkt und gegen Parteiterror und P.C. ausgetauscht. Auch die Fahnen wehen nicht mehr und immer mehr Leuten wird das auch immer gleichgültiger, das mit dem Feiertag. Man kann ausschlafen, sein Schnitzel und Bier auf Staatskosten inhalieren und weitersaufen, Tag der (blauen) Fahne ... .. am besten alles vergessen, die Schulden, die UNfreiheit, den Terror ....

    Die Schule hat viele der jungen Leute doch noch nicht so verderben können, daß sie nicht doch manchmal aus sich herausgehen, den Gutmenschenpazifismus ablegen und Begeisterung zeigen, am Heldenplatz zumindest.

    Die Perspektiven für ihre Zukunft werden von unseren Regierungen immer wieder gegeben, noch mehr Schulden, noch weniger sparen, noch weniger Freiheit, noch mehr Filz und Klientel und Privilegien und noch mehr Volksverdummung, noch mehr Selbstbedienung und noch mehr Parallelwelt mit Klientel, Privilegierte, Schmarotzer, Muslime.

    Trotzdem gibt es noch viele Anständige, die diese Verkommenheit zahlen müssen und die die von der Verkommenheit auferlegten Schulden auch übernehmen müssen, unsere Arbeiter, Angestellten, unsere kleinen mittleren und größeren Unternehmer, von denen viele heute arbeiten müssen, wie ich auch und nicht 8 Stunden sondern 12 Stunden.

    Ich wünsche den Anständigen unter uns, daß dieser Parallelweltterror zu Ende gehen möge und zwar ohne Zusammenbruch, daß politische Vernunft einkehren möge, daß der Parteiterror besiegt werden kann.

    Feiertag ist es hoffentlich doch für einige noch.

    • Josef Maierhofer
      26. Oktober 2010 09:31

      Korrektur:

      Volksabstimmung statt Volksbegehren. Entschuldigung !

    • Norbert Mühlhauser
      26. Oktober 2010 12:32

      @ Maierhofer:

      Nach meinem Wissensstand ist derzeit nur von einer Initiative für ein Austritts-Volksbegehren die Rede. Eine Volksabstimmung ist in weiter Ferne.

    • Josef Maierhofer
      26. Oktober 2010 13:47

      @ Norbert Mühlhauser

      Ich habe einen Doppelfehler begangen, weil das Wort Volksbegehren 2x vorkommt. Einmal ist es die Unterstützung für die Einleitung eines Volksbegehrens zum EU-Austritt und einmal ist es die Volksabstimmung, die uns durch Verfassungsbruch von der Politik verwehrt wurde zum Lissabonvertrag.

      Ich Hoffe, der 2. Korrekturanlauf ist gelungen.

    • Norbert Mühlhauser
      27. Oktober 2010 11:23

      Ja richtig, mein Hinweis war unüberlegt und daher unnötig, habe das 2. "Volksbegehren" im Text übersehen.

  35. Criticus
    26. Oktober 2010 08:28

    Gerade die Erschaffung einer "Österreichischen Nation " hat den Grundstein für die heutige Situation in unserem Lande geführt. Die nach 1945 unter Eindruck des schrecklichen NS-regimes geschaffene Grenzziehung gegenüber allem was deutsch ist, hat letztlich zu einem Identitätsverlust geführt, wodurch erst die Entstehung einer Multi-Kulti-Gesellschaft möglich war. Auch wenn man die staatliche Selbständigkeit unserer Alpenrepublik vollauf bejaht, ist das Kunstprodukt " Österreichische Nation"nicht zwangsläufig ein Credo für den Bejaher der staatlichen Selbsständigkeit. Die Sprach-und Volksgrenzen decken sich auch heute noch nicht mit den Grenzen unserer Heimat. Auch sei darauf hingewiesen, daß neben der Mehrheit der Deutschösterreicher bairischen Stammes auch solche des allemannischen Stammes in Vorarlberg und im Tiroler Lechtal leben. Auch Krejski hat, ebenso wie Nenning , sich zu einem deutschen Kulturkreis über unsere Staatsgrenzen hinaus bekannt. Was ist daran so sträflich?
    Die heutigen Politiker und Journalisten -den fragwürdigen Idealen der französischen Revulotion verhaftet-glauben in verhängnisvoller Weise, daß nicht Völker Staaten bilden sollen, sondern Staaten Völker!
    Jahrzehntelange Gehirnwäsche ,daß ein österreichischer Pass bereits einen Österreicher macht, hat unter anderem zu der heutigen verheerenden Migrationspolitik geführt.

    • terbuan
    • SuPa
      26. Oktober 2010 09:39

      terbuan:
      ich zähle mich zu den Besiegten, aber ich wehre mich weiterhin.

    • terbuan
      26. Oktober 2010 09:47

      SuPa
      Wir sitzen in einem Boot!
      mfG
      terbuan@aon.at

    • Undine
      26. Oktober 2010 15:00

      @Criticus

      "Auch Kreisky hat, ebenso wie Nenning, sich zu einem deutschen Kulturkreis über unsere Staatsgrenzen hinaus bekannt. Was ist daran so sträflich?"

      Das frage ich mich auch schon lange! Das Resultat meiner Überlegungen: Ich sehe mich als ÖSTERREICHERIN ( österreichische Staatsbürgerin) DEUTSCHER NATION.

      Da ich beim besten Willen mit keinem tschechischen, slowakischen, etc Urgroßvater, keiner kroatischen, slowenischen, etc Urgroßmutter aufwarten kann---wenn es anders wäre, hätte ich auch kein Problem!---meine Vorfahren also samt und sonders aus OÖ stammen, genauer gesagt, z.T. aus dem Innviertel, das ja bekanntermaßen früher zu Bayern gehörte und aus dem Salzkammergut, WAGE ich es, mich wie oben angeführt, zu bezeichnen, ganz einfach deshalb, weil es der Wahrheit entspricht.

      Wäre ich beispielsweise in jungen Jahren mit Mann und Kindern nach SPANIEN ausgewandert, beherrschte die span. Sprache bestens, fühlte mich dort wie zu Hause, hätte die spanische Staatsbürgerschaft, ich würde mich sicherlich nie als SPANIERIN bezeichnen, bestenfalls als SPAN. STAATSBÜRGERIN.
      Und aus demselben/demgleichen Grund haben all die Ausländer, denen traurigerweise die österr. Staatsbürgerschaft nachgeschmissen wird, kein Recht, sich ÖSTERREICHER zu nennen, wenn schon, dann wahrheitsgemäß ÖSTERR. STAATSBÜRGER.
      Aber den meisten von ihnen geht's ohnedies nur ums ABKASSIEREN.

  36. terbuan
    26. Oktober 2010 08:27

    Der Nationalfeiertag wird von einem Großteil der Österreicher als ein zusätzlicher arbeitsfreier Tag betrachtet, der wie Christi Himmelfahrt oder Fronleichnam als willkommener "Fenstertag" für Kurzurlaube verwendet wird.
    Abgesehen davon, dass der Anlaß für diesen Tag die Tatsache war, als 1945 "befreites" Land nach 10 Jahren vormundschaftlicher Besatzung endlich seine Befreier losgeworden zu sein, wurde in der Zwischenzeit von unserer herrschenden Nomenklatura alles dazu getan, jede Form von Nationalgefühl und Patriotismus auszulöschen.
    Die letzten Anflüge eines Patriotismus werden in die Kanäle des kommerzialisierten Sports gelenkt, die Verteidigungsbereitschaft durch eine pazifistische Trittbrettfahrermentalität ersetzt und der Rest wird durch den diktatorischen EU-Einheitsbrei und die Überfremdung unserer Heimat durch heimatlose Migranten aus fernen Ländern weggeschwemmt!
    Was gibt es da zu feiern? Nichts, es ist ein verlogener Feiertag geworden, wie so vieles in unserem Land!

    • Wertkonservativer
      26. Oktober 2010 13:37

      Werter Terbuan,

      warum gar so pessimistisch? Lassen wir uns durch die vielen Ungereimtheiten und Fehlentwicklungen in unserem Land und in ganz Europa doch nicht den Glauben an eine einigermaßen gute Zukunft vermiesen!
      Coraggio, Signore e Signori!

    • M.S.
      26. Oktober 2010 17:19

      @terbuan
      Der Vergleich passt sehr gut. Bin überzeugt, dass bei einer Befragung mindestens 90% der Leute weder wissen was am Fronleichnamstag noch am Nationalfeiertag wirklich gefeiert wird.

  37. Observer
    26. Oktober 2010 08:24

    Völlig richtig, AU - da gibt es nichts zu feiern, was uns stolz machen würde. Es wäre besser, einen oder mehrere unbezahlte Arbeitstage einzuführen, damit die Staatsschulden ein wenig abgebaut werden.

  38. Dr. Harald Rassl
    26. Oktober 2010 08:21

    Dr. Unterbergers Gedanken zum heutigen Tage gehören zum Besten, das zu diesem Thema geschrieben wurde.

  39. thomas lahnsteiner
    26. Oktober 2010 07:20

    Es gibt wenig zu feiern an diesem tag in österreich. Längst ist das land zu einer diktatur der political correctness verkommen. Praktisch in keinem medium kann heute irgendein künstler- von welser-möst bis udo jürgens- ein interview geben ohne sofort von den medienstrolchen gezwungen zu werden, seine politische einstellung, die natürlich immer anti-fpö sein muss, zu deklarieren...zustände wie in schlimmsten diktaturen....
    der reichsrundfunk als oberstes propagandaorgan der linksgrünen bewegung schüttet von früh bis spät seine hörer und seher mit pc-phrasen zu....
    eine früher antiklerikale partei wie die SPÖ wirft ihrer grundsätze über bord und mutiert zu einer islamistenfreundlichen organisation,
    die katholischen und vor allem auch die evangelischen kirchen, total von linksfaschisten unterwandert, sind zu speerspitzen der immigrationsindustrie und des islam geworden.
    in beklagenswertem zustand befindet sich auch die justiz, die immer mehr zum büttel der political correctness wird und sich bereits wie im iran als oberster hüter des islam aufspielt .....
    eine von blockwartdenken und übelstem denunziantentum geprägte partei darf trotz verlusten nun wien in ihrem sinne ruinieren..
    und so weiter und so fort.....

    schönen feiertag !!!!!!

    • byrig
      26. Oktober 2010 18:14

      ich habe jetzt alle kommentare gelesen,alle hervorragend,auch meine meinung widergebend.
      natürlich beziehen sie sich am heutigen nationalfeiertag primär auf österreich und seine drängenden probleme,v.a. was die katastrophale überfremdung betrifft.
      trotzdem sollten wir gerade auch heute über unsere engen grenzen schauen-denn die gefahren z.b. der islamisierung betrifft ganz europa!man sehe sich nur die fremden horden in frankreich an,wo ganze stadtteile von islamistischen nordafrikanern beherrscht und terrorisiert werden,kaum besser ist die situation in grossbritannien,deutschland,italien,spanien etc.
      finnland wurde noch weitgehend verschont von dieser plage.dafür war der finne olli rehn einer der vehementesten befürworter weiterer (islamischer) zuwanderung,ebenso der finne ahtisaari.
      jedenfalls sollte europa in diesen fragen mehr denn je zusammenstehen,kein land ist alleine in der lage,diesem ansturm auf europa standzuhalten.
      gelingen wird das sicher nicht mit p.c und gutmenschentum,sondern mit leuten wie wilders,sarrazin,pat condell etc.
      gott schütze österreich-und das auf aufklärung basierende europa!

  40. SuPa
    26. Oktober 2010 07:08

    Wie richtig ausgeführt wurde, gibt es zwei diametral wirkende Kräfte. Einerseits der Wunsch nach einer Heimat in Verbindung mit bewährter Tradition, andererseits durch Globalisierung, Internationalisierung und Massen(Völker-)wanderung ein völliges vermischen bisheriger landesspezifischer Gegensätze. Und schließlich eine völlige Zerstörung von Ehe, Familie, Kindernachwuchs, welche mathematisch betrachtet zu einer baldigen Minderheitsbildung der "Urbevölkerung" führt.
    Ich erinnere mich noch, als in den ersten Jahren nach 1955 der 26.10. offiziell als "Tag der Fahne" bezeichnet wurde - ob dies mit dem dabei überhöhten Alkoholkonsum zusammenhängt? :-)

  41. Wertkonservativer
    26. Oktober 2010 06:39

    So pessimistisch, werter Fosca?

    Auch ich bin nicht wirklich positiv gestimmt, hoffe jedoch auf die positiven Kräfte in uns und unserem Lande! Siehe Hölderlin/Hyperion: "Was wäre das Leben ohne Hoffnung?" !

  42. Wertkonservativer
    26. Oktober 2010 05:28

    Als "Altösterreicher" geboren im ehemaligen Kronland Mähren, 1945 zwangsausgesiedelt und mit Restfamilie nach Wien verschlagen, kann ich den Wert der Heimat wahrscheinlich besser und auch bewusster einschätzen als die Mehrzahl der "Stammbevölkerung". So bin ich in unserem (kleinen) Ort nahe Wiens der (sicher belächelte) Einzige., der am heutigen Staatsfeiertag unsere Fahne am Haus hängen hat ((Weinheber: ..vor meinem Haus hin hab ich den Stolz gepflanzt ..).
    Meine Enkel. aufgewachsen in einem schönen, friedlichen Lande, finden es ganz selbstverständlich, hier ihren Wünschen und Interessen gemäß zu leben; Heimatbegriff und (richtig verstandener) Nationalstolz ist ihnen eher fremd, zumindest jedoch "uncool"! Urlaube in der "DomRep", Au-Pair-Jahr in Oxford, Sprachkurs in St. Petersburg, das sind die "Events", die unsere jungen Leute heute anstreben und durchziehen. Gut so, aber ist das alles?

    Hoffen wir also am heutigen Tag, dass unser Land, unsere geliebte Heimat, aus eigener Kraft von den wahrscheinlich auf uns zukommenden Problemen und Turbulenzen möglichst unbeschadet bleibt! Werden wir - vor allem jedoch die nachwachsenden Generationen - den Mut und die Kraft aufbringen, sich gegen die Kräfte des Zerfalls und der Beliebigkeit ausreichend wehren zu können?
    Ich möchte es gerne glauben, erhoffe es, bin mir dessen jedoch nicht sicher!

  43. RR Prof. Reinhard Horner
    26. Oktober 2010 02:45

    reinhard.horner@chello.at

    Was gibt’s zu feiern?

    Persönlich meine Freude, dass es dieses Österreich gibt und mein Privileg, in diesem Österreich zu leben: „arbeitsfroh und hoffnungsreich“. Dies trotz allen Mängeln und aller notwendigen Kritik, allerdings stets mit dem unerlässlichen Engagement für zukunftsweisende und zukunftstaugliche Verbesserungen. Feiern heißt: das Positive hervorzuheben, ohne das Negative zu vergessen.

    Nicht von ungefähr habe ich mich zum damaligen „Tag der Fahne“ u. a. im Institut für Österreichkunde 1962 in dessen Zeitschrift „Österreich in Geschichte und Literatur“ (6. Jahrgang, Heft 7, Seiten 295 ff) folgendermaßen geäußert:
    „Wer unter der gemeinsamen Fahne Österreichs feiern will, der muss gleichermaßen auf die Tradition vertrauen und einen gegenwärtigen gemeinsamen Lebenswillen ansprechen können.“
    „Am Tag der Fahne haben wir nicht nur die Saiten von Heimatliebe, Vaterlandstreue und Traditionsbewusstsein anklingen zu lassen, wir sollen auch ganz nüchtern unsere gegenwärtige Staatsgemeinschaft in ihrem unersetzlichen Wert und mit all ihren Schwierigkeiten ins Bewusstsein rufen.“
    „Da es zweifellos große Schwierigkeiten bereitet, die österreichischen Erinnerungen auf einen gemeinsamen Reim zu bringen, vielleicht sollte man deshalb eine viel praktischere Form wählen, um zu einem Nationalfeiertag zu gelangen.“
    „Wie wäre es, der Hilfskonstruktion, die der Tag der Fahne heute zweifellos noch darstellt, vom unmittelbaren politischen Lebensinteresse der Bevölkerung her Gewicht und Gesicht zu geben! So, dass man diesen Tag zum TAG DER OFFENEN TÜR erklärte, an dem einmal im Jahr sämtliche Behörden und Ämter allen Wünschen und jeglicher Beschwerde in besonders eindrucksvoller Art offen zu stehen und bis zum Bundespräsidenten hin alle Politiker unter das Volk zu gehen hätten! Ich bin also der Auffassung, man sollte rund um diesen gesuchten Nationalfeiertag wenigstens Momente einer ganz praktischen demokratischen Läuterung scharen.“
    „Überhaupt darf man sich, wie ich glaube, von Schulfeierlichkeiten, denen, wie es gegenwärtig nun einmal ist, der Hintergrund einer mitfeiernden Nation eigentlich fehlt, nicht allzu großen Bildungsgewinn erwarten. Eher lässt sich in einer betont österreichischen Woche im Unterricht ein entsprechender Erfolg erzielen. Hüten sollte man sich auf alle Fälle vor allzu vielem Getue mit Fahnenschwenken, journalistisch abgebrauchter Rhetorik, bis zum
    Überdruss geleierten Gedichten u. dgl.“

    Überdies habe ich mich vielfältig in Theorie und Praxis mit der dringend nötigen politischen Bildung befasst, etwa auch mit folgenden Vorschlägen*):
    - die Einrichtung eines (integrativen) Hauptfaches an den Schulen,
    - die erforderlichen Inhalte für die Lehramtsausbildung,
    - deren Durchführung an den Universitäten und den damals neu einzurichtenden Pädagogischen Instituten,
    - die Schaffung eines einschlägigen Lehrstuhls und eines Universitätsinstituts,
    - dessen Zusammenarbeit mit dem IfÖK und gleichgesinnten Institutionen auf europäischer und weltpolitischer Ebene,
    - Übergangslösungen,
    - eine besondere Methodik der Heranbildung der Lehrkräfte mit entsprechenden Praktika,
    - eine aufs Ganze gerichtete Selektion der Kandidaten mit Übertrittsmöglichkeiten in andere Studien sowie andrerseits mit ausdrücklichen Berufungen,
    - neuartige Beurteilungsformen,
    - Erweiterungsmöglichkeiten zur Lehrbefähigung für alle Schularten,
    - ein starkes Mitwirken dieser Lehrkräfte in einer demokratisierten Schulgemeinschaft und im schulischen Umfeld,
    - das betonte Zusammenwirken mit den Kollegen anderer Fächer.
    Derlei dürfte bedenkenswert geblieben sein.
    *) Nachzulesen in der Zeitschrift des IfÖK: „Österreich in Geschichte und Literatur“, 10. Jg. 1966, Heft 4, Seiten 180 – 186.

  44. fosca
    26. Oktober 2010 02:18

    Ganz im Gegenteil, man darf inzwischen sogar annehmen, daß dieses Österreich trotz schöner Landschaft sowie herrlichen Kunst- und Kulturschätzen (jedoch zum Großteil aus der Vergangenheit!) untergehen wird und zu feiern gibt es eigentlich nurmehr den Tanz auf dem Vulkan sowie die üblichen Spiele ("Brot" gibt sowieso immer weniger!) zur Ruhigstellung der Bevölkerung.
    Damit steht der Nationalfeiertag lediglich auf einer Stufe z. B. mit dem Donauinselfest und ähnlichen "Lustbarkeiten"!
    Aber was erwartet man von einem Land, in welchem Slogans wie "Patrioten sind Idioten" oder noch besser "Nimm ein Flaggerl für dein Gackerl" vom Selbsthaß der sogenannten bzw. selbsternannten "geistigen Elite" zeugen.
    Da stellt sich selbstverständlich die Frage, warum es den 26. Oktober überhaupt noch gibt und warum er "NATIONALfeiertag" heißt?
    Ich bin überzeugt, auch das werden uns die Roten, die Grünen und ihre Migranten noch gründlich austreiben!
    Gute Nacht, Österreich - der letzte, der sich dagegen auflehnt, dreht dann halt das Licht ab!

    • fosca
      26. Oktober 2010 02:21

      Korrektur:("Brot" gibt ES sowieso immer weniger ZU VERTEILEN"!) :-)

    • Zooropa (kein Partner)
      27. Oktober 2010 18:36

      Wird bald Laubfeiertag heißen. Das diskriminiert niemanden und paßt gerade ins Klima, das ja immer wärmer wird. Eichenlaub ist aber ausdrücklich verboten als Fahnenersatz.

    • fosca
      27. Oktober 2010 23:14

      @Zooropa

      *rofl* - der war gut, bitte noch so einen! ;-)





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