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Mehr privat macht alle Schulen besser

Es ist bezeichnend, dass diese Meldung von fast keiner österreichischen Zeitung übernommen worden ist. Obwohl sie in den Nachrichtenagenturen zu finden war. Sie lautet: Je mehr Privatschulen es in einem Land gibt, umso besser sind im internationalen Vergleich die Bildungsleistungen.

Das ist in der Tat verblüffend. Denn viele ideologische Propagandisten haben immer wieder einen ganz anderen Faktor als Verbesserung des Bildungssystems in den Vordergrund zu spielen versucht, nämlich die Gesamtschule. Beim Beweis für diese Behauptung sind sie aber regelmäßig gescheitert. Denn keine einzige Studie weist eine signifikante Korrelation zwischen Gesamtschule und besseren Schulergebnissen nach. Was auch die Autoren der Pisa-Studie ausdrücklich zugeben mussten.

In Deutschland hat die Gesamtschule in allen Vergleichen bisher sogar immer katastrophale Niederlagen erlitten. Der Nachbar ist aber gleichzeitig der ideale Boden, um den Erfolg dieses Projekts zu analysieren, gibt es doch dort innerhalb ein und desselben Staates, also bei ansonsten weitestgehend gleichen Rahmenbedingungen Bundesländer mit und ohne Gesamtschulen.

Und im vielzitierten Finnland, das trotz Gesamtschule bei den Tests sehr gut abschneidet, sind nach Aussage der dortigen Verantwortlichen weniger die Gesamtschulen für gute Bildungsergebnisse verantwortlich, sondern ganz andere Faktoren: erstens, dass dort offiziell noch „Disziplin“ als wichtigstes Prinzip hochgehalten wird; zweitens, dass sich dort die Schulen die Lehrer selbst aussuchen können; und drittens, dass das Land auf Grund seiner Sprache und seines Klimas relativ wenige Immigranten hat (was Finnland nicht nur in Sachen Gesamtschule, sondern auch beim heutigen Thema Privatschulanteil zum Ausreißer aus der Regel macht): In Finnland leben nur 100.000 Ausländer, das sind nicht einmal zwei Prozent der Bevölkerung. Und diese Ausländer sind vor allem Europäer aus der Nachbarschaft. Die guten Schulergebnisse in Finnland sind also sogar ein indirekter Beleg der Sarrazin-These, dass ein Land durch Zuwanderer aus islamischen Kulturen immer dümmer wird.

Aber zurück zur neuen Studie, die im „Economic Journal“ veröffentlicht worden ist: Sie wurde vom deutschen Bildungsökonomen Ludger Wößmann und vom amerikanischen Bildungswissenschaftler Martin West erstellt. Die beiden haben dafür die Pisa-Ergebnisse von 220.000 Fünfzehnjährigen untersucht.

Und ihre Erkenntnisse sind beeindruckend:

-         Je höher der Privatschulanteil eines Landes, umso höher die nationalen Bildungsleistungen (zehn Prozent mehr Privatschulen schaffen bei Mathematik im Schnitt sechs Monate Vorsprung, bei Naturwissenschaften und beim Lesen drei Monate);

-         Je höher der Privatschulanteil, umso geringer sind die Pro-Kopf-Kosten des Bildungssystems;

-         Mehr Privatschulen erhöhen auch den Konkurrenzdruck auf die staatlichen Schulen, die dadurch überraschenderweise auch selbst besser werden.

In Österreich beträgt der Privatschulanteil acht Prozent, in Belgien, Irland oder den Niederlanden liegt er über 60 Prozent. Wo aber sind die Unternehmer-Typen, die neue Schulen gründen, nachdem es kaum noch Orden gibt, die das tun könnten? Es wäre eine wichtige unternehmerische Leistung: Im Interesse der Kinder und des Landes.

Die Überlegenheit der Privatschulen ist auch den Eltern bekannt, die haben dafür gar keine Studien gebraucht. Denn selbst heuer, nach einem total überdimensionierten Trommelfeuer des ORF wegen Übergriffen in katholischen Bildungseinrichtungen (und weitgehendem Verschweigen der Übergriffe in anderen Institutionen) in den 60er Jahren hat der Zustrom zu den katholischen Schulen weiter zugenommen. Und das ganz gewiss nicht, weil die Österreicher die Religiosität wiederentdeckt hätten.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormike1
    19x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Oktober 2010 08:57

    meine frau ist seit 41 jahren lehrerin an haupt-und volksschulen, früher auch sonderschulen. im übrigen schon ziemlich ausgebrannt.
    ich glaube daher, auch einen gewissen einblick in das schulsystem und die entwicklung desselben zu haben.

    mein eindruck ist, dass sich in den letzten jahren (eigentlich sind es schon jahrzehnte) die schule hauptsächlich deswegen verschlechtert hat, weil es den lehrern überhaupt nicht mehr möglich ist, die schüler auch disziplinär zur verantwortung zu ziehen. den schülern wurde und wird nur das recht auf irgendwas zugesprochen, von verpflichtung überhaupt keine rede. negative noten dürfen nicht mehr gegeben werden, da steht der lehrer schon mit einem fuß im kriminal und hat entsprechende schwierigkeiten von den eltern bzw. schulbehörde zu erwarten. jeder lehrer wäre doch blöd, wenn er sich selbst hier in die bredouille bringen würde. konsquenz: keine wiederholung einer klasse, sondern mitschleppen im nächsten jahr. ob das beim schüler freude auslöst, ist eine andere frage.

    hauptschulen haben heutzutage eigentlich schon den charakter einer sonderschule, vor allem im städtischen bereich. auf dem lande ist es noch besser, obwohl auch dort bereits die tendenz zur verschlechterung sicht-und merkbar ist.

    dadurch, dass seinerzeit unter gutmenschlicher regierungszeit die aufnahmsprüfungen ins gymnasium abgeschafft wurden und fast jeder ins gym geht bzw. gehen will, die tauglichkeit aber nicht überall gegeben ist, wird natürlich auch dort nach unten nivelliert - entsprechend sind die weiteren erfolge.

    ich stelle fest, dass die schüler von heute auch nicht mehr über die allgemeinbildung verfügen, die wir seinerzeit vermittelt bekamen. ich wundere mich oft, was die maturanten von heute alles nicht wissen. dabei wird den schülern von heute eingeredet, sie würden unter furchtbarem stress leiden, weil sie sogar zu hause lernen müssten und fast keine zeit für disco, computerspielen oder sonstwas wichtiges haben. auch wir mussten lernen, aufgaben machen - aber das scheint fast verloren gegangen zu sein.

    die gesamtschule, die von den rotgrünen utopisten noch immer als heilmittel gepriesen und angestrebt wird, ist zweifellos der schlechteste weg. dies zeigen die untersuchungen vor allem in deutschland. hier richtet man sich natürlich nach dem schwächsten glied.

    die situation wird natürlich auch dadurch verschärft, dass die neue kultur des islamischen schülers, der wie bekannt, da und dort schon mehr oder weniger in massen auftritt, die weiblichen lehrkräfte nicht anerkennen will, sich schon gar nicht unterordnen will/darf. hier gäbe es natürlich handlungsbedarf, der aber von gutmenschlicher seite als nicht erforderlich eingestuft wird (häupl behauptet doch, dass es in wien keine probleme mit den türken gäbe).

    es gäbe hier noch unendlich viel zu sagen......

  2. Ausgezeichneter KommentatorDr. Dieter Zakel MA Partner Homepage
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Oktober 2010 05:52

    Die österreichischen Machteliten bestehen auf öffentlicher Verdummung durch unser Schul- und Universitätssystem damit die Menschen ihr Tun nicht durchschauen können.

  3. Ausgezeichneter KommentatorLF
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Oktober 2010 07:01

    Auch die öffentlichen Schulen könnten in Österreich wieder besser werden, dürfte man dort den Begriff "Disziplin" wieder umsetzen. Aber so lange im Falle des Versagens von Schülern nur der Lehrer schuld ist, weil er/sie zu wenig "motiviert" hat und Schüler und -innen mit einem Minimum an Einsatz irgendwie in die nächsthöhere Klasse rutschen, wird sich nichts zum Besseren ändern. Andererseits: warum sollen sich Kinder/Jugendliche anstrengen, wenn es auch anders geht? So lange sich "Promis" damit brüsten, schlechte Schüler oder Schulabbrecher zu sein, und es trotzdem "zu etwas" gebracht zu haben, wird bei Vielen kein Umdenken stattfinden. Und die, die anders denken und handeln und auf Qualität Wert legen, werden Österreich früher oder später den Rücken kehren. Mit dem Nivellieren nach unten (Stichwort: Gesamtschule ohne innere Differenzierung) erreicht man gar nichts - außer eine immer größere Menge an bestenfalls mittelmäßig gebildeten Menschen, die leicht politisch manipulierbar sind.

  4. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Oktober 2010 10:23

    Was für ein Zufall, dass genau dort, wo die Gesamtschule nicht ist, die Nettozahler des Potemkinschen Dorfes "Europäische Union" wohnen.
    In einem freien Staat, der nachhaltig auf Wohlergehen seiner Bürger ausgerichtet ist, müsste man die Verfechter der Gesamtschule wegen vorsätzlich subversiver Tätigkeit einbuchten, oder wegen exzessiver Dummheit entmündigen.
    Das Bildungssystem kann nur gerettet werden, wenn es weitesgehend privatisiert wird.
    Mit einem System von Bildungsschecks könnte viel Geld gespart und noch mehr an Qualität gewonnen werden. Würden die Eltern über die Bildung ihrer Kinder entscheiden, dann könnten sich die Bildungsideologen ihre destruktiven Programme in die Haare schmieren. Wie lange ertragen wir diese Idioten noch?

    Danke Herr Dr. Unterberger, dass sie dieses Thema immer wieder bringen. Man ist ja geneigt alles nur noch zu verdrängen.

  5. Ausgezeichneter KommentatorSamtpfote
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Oktober 2010 09:15

    Eine kleine Geschichte von gestern dazu:

    Meine Tochter machte dieses Wochenende den Mopedführerschein beim ÖAMTC in Teesdorf.
    So weit, so nicht wirklich brüllend interessant.
    Was allerdings nach der Prüfung passierte, sehr wohl.

    In ihrer Gruppe (10 Jugendliche) fielen 2 durch. Der eine, weil er zu wenig gelernt hatte, der andere - genau! - aus dem selben Grund.

    2 Stunden nach der Prüfung erschien der erboste Vater des zweiten Durchgefallenen im Prüfungszentrum, den hoffnungsvollen Sprössling an der Hand, und stürmte wutentbrannt Richtung Prüfer.

    Wie wir nachher erfuhren, war die Antwort des Prüfers: "Hätt' er was g'lernt, wär' er net durchg'fallen". Durchkommen durch Intervention, bei mir net!"

    Mehr Privat, weniger Staat!

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Oktober 2010 09:03

    Frage des Schulwesens:

    Wenn derartige Begabungs-, Interessens- und Motivationsunterschiede sind, wie es das bei uns ist, kann eine Gesamtschule nicht funktionieren.

    Wenn Disziplin und Gesetzestreue nicht von oben vorgegeben wird, also von der Politik vorgelebt wird, von den Behörden vorgelebt wird, von den Eltern vorgelebt wird, von den Lehrern vorgelebt wird, wie soll das dann bei den Kindern funktionieren ? Disziplin ist aber notwendig für alles im Leben und für jeden Erfolg. Wenn Gesetze nicht exukutiert werden sondern dagegen protestiert wird, kann man von Disziplin nicht reden.

    So wird bei uns die Frage des Schulwesens zum Gesellschaftsproblem. Wenn die Gesellschaft mit P.C., mit Disziplinlosigkeit, Gesetzlosigkeit (Massen demonstrieren gegen Gesetze, Politiker erpressen und korrumpieren gegen die Gesetze, etc. etc.), mit einer Ideologisierung und mit Massenhysterie zersetzt ist, so ist der Erfolg nicht möglich und das Versagen bewiesen.

    Zu den Privatschulen:

    Es ist richtig, daß Privatschulen die Möglichkeit haben, Lehrer sich selbst auszusuchen, den Unterricht selbst zu gestalten, Schüler sich selbst auszusuchen, was eben dem Wesen eines Privatunterrichtes entspricht und dem Gesetz von Angebot und Nachfrage.

    Die Motivation als Lehrer an einer Privatschule zu arbeiten, ohne Parteivorsitz, ohne 'Ruß' bei den Kollegen, ohne 'Blödmänner' bei den Schülern, ist sicher bei den Lehrern eine andere als bei den Lehrern an öffentlichen Schulen, wo Parteiideologie dreinquatscht, wo Leistung bestraft wird durch Ausschluß, wo gegen Notengebung demonstriert wird, eine andere und man kann Qualität verlangen. Da läßt man auch als Lehrer in öffentlichen Schulen bald alle Hoffnung fahren und macht seinen Dienst möglichst 'gut', sprich parteikonform zu Lasten der Kinder und der Gesellschaft.

    Eine Eingabe wäre aber bei den Privatschulen zu machen, wenn sie keine staatlichen Förderungen bekommen, das Schulgeld müsste von der Steuer abgeschrieben werden können.

    Denken wir im Schulwesen an die Freiheit, an die Freiheit des Lernens, an die Freiheit des Lehrens. Freiheit heißt Verantwortung, die verantwortungsbewußte und eigenverantwortliche Personen auch zu tragen imstande sind.

    Zum Unternehmertum:

    Es wäre durchzurechnen, ab welchen Tarifen Kostendeckung erreichbar ist und ob diese Tarife auch bezahlt werden können.

    Es wäre zu erforschen, ob es ordentliche Lehrerqualität einzukaufen gibt zu solchen Tarifen, die Kostendeckung finden.

    Es wäre durchzurechen, welche Mieten oder Hausankäufe samt allen Kostenauswirkungen in Frage kämen.

    Jedenfalls liefert Dr. Unterberger einen Anhaltspunkt mit den Niederlanden, wo 60% der Schulen Privatschulen sind.

    Und es wäre zu kalkulieren, wie die behördlichen Zulassungsbehinderungen aussehen. Denn Österreich ist anders, das ist parteibürokratisch und hinderlich gegen alles Normale, dieses verkommene Land.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Oktober 2010 08:55

    Man muß da schon sehr stark differenzieren, bei allen Schulen mit hohem Migrantenanteil sinkt der Leistungsdruck automatisch. Ich kenne die Situation in Wien, Bad Aussee und Potsdam, da liegen Welten dazwischen!
    Das öffentliche Humboldt-Gymnasium in Potsdam z.B. sucht sich die Schüler aus, dort gibt es Leistungs- und Förderklassen und auch entsprechende Pädagogen, kein Vergleich mit hier, trotz der Nähe zum berüchtigten Berlin!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorStraker
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Oktober 2010 09:45

    Ein Bekannter von mir ist Hauptschullehrer, und wenn der von seiner Arbeit zu erzählen beginnt, dann sträuben sich bei jedem Zuhörer die Haare:
    Der Großteil seiner Schützlinge ist absolut lernresistent. Wenn er Hausübungen gibt, erntet er Kommentare wie:"Du kannst mich am A.... lecken, geh Sch......"
    Strafen darf er nicht mehr. Schüler, die einen Fleck nach dem Anderen schreiben, steigen, nach Anweisung des Direktors, mit einem Vierer in die nächste Klasse auf. Nichts als Vierer im Abschlußzeugniss, heisst nichts anderes, so sagt er, daß man den Versager nur los werden wollte. Chance auf eine Lehrstelle: 0%. Ein lebenslanger Sozialhilfeempfänger.
    Was mich dann völlig umgehauen hat, war seine Aussage, daß es in jeder Klasse mindestens fünf Schüler gibt, die keine Uhr lesen können! Originalzitat:"Herr Fachlehrer, I kaun jo nua de mit die Buchstaben."
    Die Eltern dieser Genies, sind nicht zu erreichen, sie kommen zu keinem Elternsprechtag, auf Mitteilungen reagieren sie nicht und wenn er sie telephonisch kontaktiert, erntet er Flüche.
    Das Schlimme ist, daß solche Zustände heutzutage schon alltäglich sind, und jeder zuckt nur mit den Achseln und sagt:"Naja, so ist das eben heute."
    PS.: Der Ausländeranteil in der Schule ist gering, ich spreche da von "echten" Österreichern


alle Kommentare

  1. Interessierter Leser (kein Partner)
    20. Oktober 2010 11:23

    Ich fürchte, die besseren Erfolge in den Privatschulen sind hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass dort Kinder mit "erhöhtem Förderbedarf" nicht in Massen ansuchen (Geldmangel), um aufgenommen zu werden. Den Rest macht dann die Gesamtschule, die sicher kein Allheilmittel zur besseren Bildung ist. Tatsache ist aber auch, dass unsere Hauptschulen aufgewertet werden müssen, damit nicht jeder/jede glaubt ins "Ginasium" gehen zu müssen, weil er in der (städtischen) Hauptschule (bis 80% Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache und zusätzlich Integration von geistig Behinderten) verkommt.

  2. Celian
    19. Oktober 2010 19:05

    Mit dieser Studie ist wieder mal bestätigt:

    "Mehr privat, weniger Staat"

    wenn dies auch für manchen Sozialromantiker á la Rouseau - naturalmente - völlig verblüffend ist.

  3. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    19. Oktober 2010 15:21

    Die Schulen sollen sich die Lehrer selbst aussuchen? Haben das nicht die Wiener Grünen im Wahlkampf vorgeschlagen, das kann doch nicht gut sein? Wäre es nicht besser, die ÖVP würde die Lehrer aussuchen, nach dem Abgang vom jungen Pröll natürlich?

    • Celian
      19. Oktober 2010 19:01

      Haben Sie noch immer nicht begriffen?
      In diesem Blog sind wir allen gegenüber kritisch eingestellt. Ja auch der ÖVP. Da kommt so eine überdrehte Nibelungentreue gegenüber der ÖVP, wie Sie sie vorleben, gar nicht gut an.

    • socrates
      19. Oktober 2010 22:22

      Bei einer roten Ministerin würde sie, wie jetzt bei den Bundesschulen, ROTE nehmen. Schreiben Sie nur um die Umwelt zu verschmutzen? Mehr Hirn und weniger Geifer wäre gut.

    • Reinhard (kein Partner)
      20. Oktober 2010 12:38

      Werter Entenverspeiser, wenn die Grünen sich auf genau solche Themen ernsthaft konzentrieren würden und sich weniger um Homo-Ehen, Cannabisfreigabe, Freies Alles für Alle und nebenbei die Abschaffung der direkten Demokratie im eigenen etablierten Parteifeudalhaus einsetzen würden, wären sie eine ernstzunehmende Partei und hätten ein weit größeres Wählerpotenzial als letzthin erreicht.
      Aber leider verzetteln sie sich in Unwichtigkeiten, Parallelwelten und mannigfachen Widersprüchen (wie etwa bei der Energiepolitik) und lassen sich immer wieder von ultralinken Salonkommunisten (meist wohlhabende Bürgerkinder mit Che-Guevara-Verehrung) unterwandern - bis hin zur vollkommenen Lächerlichkeit ihrer Forderungen und Lösungsvorschläge auf alle möglichen Probleme (nur meist nicht die des Alltags).

      Ansonsten gilt hier für Rote, Grüne, Schwarze, Blauorangbunte oder was auch immer: Wo jemand Recht hat, hat er Recht. Und wären unsere Parteifeudalhäuser nicht in geistiger Daueropposition gegen alle anderen, würde sich einmal eine Regierung finden, die alle guten Ideen sammelt, ihre Proponenten versammelt und dann das Beste umsetzt, ohne sioch gegenseitig zu beneiden, behindern und blockieren....

  4. Ch. Seidl (kein Partner)
    19. Oktober 2010 12:55

    Wenn hier das hohe Lied der Privatschulen gesungen wird, dann sollen diese Schulen aber bitte auch wirklich privat sein, das heißt: gänzlich unabhängig von jeglicher staatlichen Finanzierung. Alles andere führt nur zu einer Verniederösterreicherung, sprich: Man schickt sein Kind mit geschwellter Brust in eine Privatschule – deren Lehrergehälter vom Staat bezahlt werden dürfen.

    • Reinhard (kein Partner)
      19. Oktober 2010 13:52

      So lange man den Eltern jener Kinder, die nicht das Staatsschulwesen belasten, die entsprechenden Steuern erlässt (warum soll ich die Ausbildung anderer Kinder finanzieren PLUS die meiner eigenen aus eigener Tasche zahlen?), und zusätzlich keine steuerfinanzierten Schulen in einen unlauteren Wettbewerb bei der Lehrerabwerbung treten (sprich Abwerbung von Lehrern gefördert bekommen), wäre das eine glänzende Lösung!

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      19. Oktober 2010 14:49

      @Reinhard: Was Sie schildern, ist die notwendige Konsequenz aus dem liberalen Gedanken. Merkwürdig, dass der Blogger seinen Gedanken nicht so weit denkt.

    • Schnabeltierfressers (kein Partner)
      19. Oktober 2010 15:10

      Reinhard, warum solll ich bitte Ihren Bürgersteig mitbezahlen und nicht nur den, auf dem ich gehen?

      Nichts gegen Anarchie, warum sollten wir uns überhaupt einen Staat leisten, wenn wir uns alles selber bezahlen können?

    • Reinhard (kein Partner)
      19. Oktober 2010 16:25

      Richtig, Schnabeltierfresser, Sie haben es auf den Punkt gebracht. Deswegen wird auch jede öffentliche Straße von der Allgemeinheit bezahlt, weil die Allgemeinheit davon profitiert. Von meiner Einfahrt profitiere nur ich, also zahle auch nur ich dafür.
      Und es gab bereits Siedlungen mit Privatstraßen, für deren Bau, Erhalt und Räumung allein die Siedlung zuständig war, aber die Politik hat das bereits vor Jahren abgeschafft und der Stadt die fertigen Straßen geschenkt.
      Was bleib war die Räumungspflicht.
      Das gleiche gilt für Telefonanschlüsse, Wasser, Kanal, etc. - Ich zahle, was ich nutze, und was ich nicht nutze, zahle ich nicht. Würde sich dieses System durchsetzen wäre es a) liberal und b) würde es den Spargedanken (muss da überhaupt eine Straße / Bürgersteig / Bahngleis / Tunnel... hin?) fördern.

  5. Philipp Starl (kein Partner)
    19. Oktober 2010 11:31

    Einerseits freue ich mich, dass Sie die Privatschule für sich entdeckt haben. Andererseits ärgert es mich, dass Sie eine Studie dazu brauchen und selbst dann nicht den richtigen Schluss ziehen: dass das beste Bildungssystem ein privates wäre, so wie bei allen Themen.

    Geben Sie also bitte endlich auf, Ratschläge für ein besseres Bildungssystem zu geben, wenn die besten Schulen diejenigen sind, die vom Markt (also den Eltern) ausgewählt werden.

  6. Frondeuse (kein Partner)
    19. Oktober 2010 11:15

    Inzwischen fällt mir auf, wie vermehrt aus Sarrazins Buch abgeschrieben wird. Plötzlich tauchen Studien und Berichte auf, die exakt das bestätigen, was Sarrazin akribisch recherchiert hat. Kein Wort über oder Hinweis auf Sarrazin natürlich.

    Ich lese Sarrazins Bestseller seit einiger Zeit sehr aufmerksam und bin dem Mann zutiefst dankbar für diese kluge, besonnene und profunde Präsentation seiner Untersuchungen. Das Buch wäre auch ein idealer Leitfaden für die Pädagogik, die in ihrer derzeitigen Degeneriertheit, Orientierungslosigkeit und mit ihrem sinnlosen Innovationswahn am Niedergang der Intelligenzentwicklung mithaftet.

    Wir haben ein massives Unterschichtproblem, gepaart mit dem islamischen Einwanderungsphänomen, welches das Unterschichtproblem verdoppelt und in Bälde verdreifachen wird. Sarrazin untersucht auf sehr nüchterne Weise das typische Unterschichtverhalten, das jeder positiven Gesellschaftsentwicklung zuwiderläuft und aus welchem sich sämtlich Probleme im Bildungskreislauf ableiten lassen.

    Ignoranz, Disziplinlosigkeit, Gleichgültigkeit, unkontrollierter Konsum, Übergewicht, Motivationsarmut, sprachliche Deprivation, Bewegungsarmut, Orientierungslosigkeit, Müßiggang, etc.. entstehen allesamt NICHT aus reduzierten finanziellen Verhältnissen, sondern sind in einem Verhaltens- und somit Mentalitätsmuster angelegt, wie sie für Unterschichten typisch sind. Darin unterscheiden sich einheimische und zugewanderte Prekariate kaum, dazu kommt bei diesen Prekariaten ein Overkill an elektronischem Medienkonsum und Gewaltbereitschaft mangels zivilisierter, sinngebender Sozialisation.

    Sarrazin beweist eindrucksvoll, dass Gleichmacherei letztlich noch mehr Unterschiede und Schichtengefälle erzeugt und dass es sich ein Staat nicht leisten kann, auf die Förderung von Intelligenz, nämlich besonders der herausragenden, zu verzichten. Der Ausweg hieraus kündigt sich an in Form von vermehrt entstehenden Privatschulen. Eine deutliche Antwort auf die Sub-Mediokritätshuldigung der Egalitaristen, die mit ihren oftmals sinnlos wie massenhaft geförderten "Prekariats-Potenzialen" auf der Strecke bleiben werden.

    • Reinhard (kein Partner)
      19. Oktober 2010 12:28

      Werte Frondeuse, in Ihrem 4. Absatz schreiben Sie richtig, dass die aufgeführten Eigenschaften nicht aus den reduzierten finanziellen Verhältnissen resultieren.
      Ich möchte es mal anders formulieren, denn ich vermute eher, dass sie daraus resultieren, dass die finanziellen Verhältnisse des sogenannten Prekariats alles andere als reduziert sind.
      Sie gestatten im Gegensatz ein Leben, in dem es an nichts Notwendigem mangelt, so dass eine Motivation zur Leistung gar nicht erst entsteht. Wenn ich mich vom Sozialtransfer nicht nur in einer geheizten Wohnung satt (um nicht zu sagen fett) essen sondern auch noch Markenklamotten, I-Phones, Plasmafernseher und X-Box leisten kann, dann besteht der Druck nicht mehr, der Menschen dazu bringt, sich um ihr eigenes Schicksal selbst zu kümmern.
      Wohlstandsverwahrlosung hat die Kreise der angeblich "Ärmsten der Armen" bereits so weit durchzogen, dass es kein Zurück zu geben scheint aus diesem Teufelskreis, der Sozialhilfeempfänger durch Verwöhnen züchtet.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      19. Oktober 2010 15:17

      Dass die "indirekte" Verbindung mit Sarazzin an den Haaren herbeigezogen ist, ist Ihnen aber nicht aufgefallen? Belgien und die Niederlande haben z.B. einen deutlich höheren Anteil an muslimischer Bevölkerung als Deutschland. Nach dem Argument müssten vor allem die NMS ein blühendes Bildungssystem haben...

    • Frondeuse (kein Partner)
      19. Oktober 2010 17:16

      @Reinhard

      Genauso ist es, wie Sie es beschrieben haben.

  7. Neppomuck (kein Partner)
    19. Oktober 2010 10:54

    Das "Monopol" ist der natürliche Gegner jeder Entwicklung zum Positiven.
    Wir verdanken so gut wie alle segensreichen Erfindungen und Neuerungen dem Wettbewerb. Nach dem Motto: „Das Bessere (im Markt) ist der Feind des Guten.“
    Wer Monopole schützen will, torpediert die potentiellen Mitbewerber, oft schon „in statu nascendi“, um ihnen den Marktzugang zu verunmöglichen oder zumindest zu erschweren.

    Von Heraklit, richtig verstanden, stammt der Spruch „Der (Wett-)Streit* ist der Vater aller Dinge.“

    * „Krieg“ kann er in diesem Zusammenhang nicht gemeint haben, allenfalls um zu betonen, dass Not erfinderisch macht. Aber diese Erkenntnis hätte er sicher besser herausgearbeitet.

    Was steuert „Vater Staat“ jedoch an?
    Ein Bildungsmonopol, das noch dazu in seiner Qualität ständig „reformiert“ (derzeit gibt es etwa 4000 gleichzeitig, manchmal sogar mehrere an einer Schule, abgewickelte „Schulversuche“, die, wie sollten sie auch bei dieser Menge?, keine greifbaren Ergebnisse liefern), d.h.: an die Leistungsfähigkeit und -willigkeit der Schüler (nach unten) angepasst wird.
    Das Ergebnis ist bekannt.

    Selbst minder begabte Politiker müssten erkennen, dass diese Art der ‚Führung des Bildungswesens’ zum Scheitern verdammt ist. Tun sie nichts dagegen, werden sie sich den berechtigten Vorwurf gefallen lassen müssen, vorsätzlich die Zukunft des Landes zu gefährden.

    Denn von der einigermaßen fragwürdigen Einschätzung der Weltbank, Österreich als siebtreichstes Land der Welt zu sehen, kann man nicht leben. Manche Zuwanderer schon, aber die Realität zeigt, dass auf Dauer dieser Zustand nicht aufrecht erhalten werden kann.
    Zumal dann, wenn der „sagenhafte Reichtum“ Österreichs zu einem Prozent aus Bodenschätzen, zu 15 % aus der wirtschaftlichen Leistungskraft und zu … richtig … verbleibenden 84 % aus der Arbeitsbereitschaft der Bürger, kombiniert mit einem hohen Bildungs- und Ausbildungsstand, herrührt.
    Eine Rückstufung seitens der Weltbank hat es trotz niederschmetternder Zwischenergebnisse hinsichtlich Bildung/Kulturtechniken bisher nicht gegeben.

    Was zu tun bliebe ist leicht erklärt und trägt den in der Wirtschaft längst Allgemeingut des Managements gewordenen Titel „best practice“.

    Also Wettbewerb und Auslese.
    Aber wie erklärt man das (trotz Studium der Wirtschaftswissenschaften) einer Unterrichtsministerin, die bei erwiesener Unfähigkeit (Kommunalkredit Austria) dennoch in eine Schlüsselposition heimischer Regierungskompetenz aufgestiegen ist?

  8. Tertullian (kein Partner)
    19. Oktober 2010 10:48

    wer sich's leisten kann, gibt seine Kinder in katholisch geprägte Privatschulen - egal ob die Eltern noch Kirhcenmitgliedr sind oder nicht. So einfach ist das!
    Aber neben dem privaten Schulgeld zahlen diese Eltern auch mit ihren Steuerleistungen für die öffentlichen Schulen. Soziale Gerechtigkeit?

  9. Straker (kein Partner)
    19. Oktober 2010 09:45

    Ein Bekannter von mir ist Hauptschullehrer, und wenn der von seiner Arbeit zu erzählen beginnt, dann sträuben sich bei jedem Zuhörer die Haare:
    Der Großteil seiner Schützlinge ist absolut lernresistent. Wenn er Hausübungen gibt, erntet er Kommentare wie:"Du kannst mich am A.... lecken, geh Sch......"
    Strafen darf er nicht mehr. Schüler, die einen Fleck nach dem Anderen schreiben, steigen, nach Anweisung des Direktors, mit einem Vierer in die nächste Klasse auf. Nichts als Vierer im Abschlußzeugniss, heisst nichts anderes, so sagt er, daß man den Versager nur los werden wollte. Chance auf eine Lehrstelle: 0%. Ein lebenslanger Sozialhilfeempfänger.
    Was mich dann völlig umgehauen hat, war seine Aussage, daß es in jeder Klasse mindestens fünf Schüler gibt, die keine Uhr lesen können! Originalzitat:"Herr Fachlehrer, I kaun jo nua de mit die Buchstaben."
    Die Eltern dieser Genies, sind nicht zu erreichen, sie kommen zu keinem Elternsprechtag, auf Mitteilungen reagieren sie nicht und wenn er sie telephonisch kontaktiert, erntet er Flüche.
    Das Schlimme ist, daß solche Zustände heutzutage schon alltäglich sind, und jeder zuckt nur mit den Achseln und sagt:"Naja, so ist das eben heute."
    PS.: Der Ausländeranteil in der Schule ist gering, ich spreche da von "echten" Österreichern

    • Josef Maierhofer
      19. Oktober 2010 09:57

      Ja, das habe ich auch schon beobachtet in der Hauptschule gleich im nächsten Haus zu meinem Büro.

      Man hält es nicht für möglich, aber auch die wenigen 'Ösi'-Kinder haben teilweise dieses Verhalten angenommen.

      Ich gebe der falschen Sozialpolitik die Schuld, der sozialen Hängematte, und der falschen Schulpolitik des Einmischens in Lehrinhalte und Beurteilungen durch Parteipolitik.

      Nur ein Lehrer, wie es in den 1950-er Jahren noch war, mit Teilerziehungsauftrag (Schulteil) und Sanktionsrecht wird die Aufgabe für die Schüler erfolgreich beenden können, und dazu gehören auch manchmal negative Noten, wenn die Leistung vom Schüler trotz Förderung nicht erbracht werden konnte, aus welchen Gründen auch immer.

    • Reinhard (kein Partner)
      19. Oktober 2010 10:07

      Es scheint sich um eine Art evolutionären Kollaps zu handeln, der nicht vermeidbar ist: Geht es einer Gesellschaft zu gut, zerstört sie sich wieder. Erst aus Mangel und Not entsteht Motivation, was die moderen Motivationstheorie, das "Hin-zu" wäre stärker als das "Weg-von" fraglich erscheinen lässt: Kinder aus Entwicklungsländern saugen oft dankbar jedes erreichbare Wissen auf, weil sie begriffen haben, dass sie den Kreis aus Armut, Hunger und Not nur durchbrechen können, wenn sie voranschreiten. Kinder aus Wohlstandsgesellschaften lehnen sich zurück und schreien nur, wenn es nicht nach ihrem Kopf geht.
      Scheinbar ist Evolution nur aus Not erreichbar, Wohlstand führt zu Degeneration. Wir sind eine sterbende Kultur. Gibt es Beispiele aus der Geschichte, die diese Entwicklung widerlegen, oder wann ist es je gelungen, den Niedergang einer Hochkultur zu stoppen?

    • Reinhard (kein Partner)
      19. Oktober 2010 10:12

      Übrigens habe ich häufig mit Lehrlingen und Jungfacharbeitern zu tun, die aus genau diesen Hauptschulen kommen.
      Aktuelles Beispiel: 15 von 18 Junglehrlingen können zwei Zahlen mit einer Dezimalstelle nicht addieren, 18 von 18 können eine einfache Formel nicht umstellen. Und diese jungen Leute waren die Besten der Besten; die wenigen ihres Jahrganges, die eine Lehrstelle abbekamen.
      Welche Zukunft wollen wir mit sochen "Facharbeitern" aufbauen? Der Fachkräftemangel wird immer eklatanter...

  10. Robert Bond (kein Partner)
    19. Oktober 2010 02:40

    Dann sind also Belgien, Irland und die Niederlande in Sachen Bildung vorne? Also vor der Schweiz, Schweden, Dänemark etc.? Das glaub ich erst, wenn jemand dazu vertrauenswürdige Zahlen liefert...

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      19. Oktober 2010 12:59

      Wenn der Blogger das sagt, dann muss es stimmen; das sollten Sie doch wissen. Und wenn es nicht stimmt, sind die PISA-Zahlen falsch.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      19. Oktober 2010 15:19

      Die Zahlen müssen Sie Unterberger schon glauben. Sie können ja selbst stundenlang nach Weblinks recherchieren.

  11. fosca
    18. Oktober 2010 21:37

    Deshalb geben sogar die Politiker selbst ihre Kinder in Privatschulen und verordnen dem "dumpen Wahlvolk da unten" die Gesamtschule.
    Außerdem würde mich interessieren, wieviele ORF-Angestellte ihre Kinder in öffentlichen bzw. Gesamtschulen haben, wo sie doch bei jeder Gelegenheit entsprechende Berichte dazu verfassen.
    Also, raus mit der Wahrheit bei diesen Pharisäern!

  12. FranzAnton
    18. Oktober 2010 19:28

    Unseren links ideologisierten Menschen fällt eben nicht und nicht auf, daß nahezu alles, wo sie ihre Finger drin haben, zugrunde geht bzw. nicht selbständig lebensfähig ist. Auch unsere desaströse Budgetsituation hat die Linke zum größten Teil zu verantworten (dem unseligen Kreisky sei "Dank").

    Folgerichtig wird auch die Gesamtschule primär halb - illiterate Absolventen, also künftige Mindestsicherungsbezieher produzieren; schon Heinz Conrads wußte, daß beim Vermischen von Schneeflockerl und Rußflankerl (= lernwillige und lernunwillige Schüler) nur mieser Rußgatsch (= demotiviertes, psychopathisches und arbeitsscheues Gesindel) entsteht.

    Sämtliche Eltern werden das mitbekommen, und ihre Kinder, wo nur immer möglich, in gute Privatschulen schicken; die Roten denn eigentlich sollten auch die wegen Wiederbetätigung und perpetuierter Schadensproduktion eingebuchtet werden.
    Die Hoffnung, daß viele Menschen den ganzen linken Mist zeitgerecht durchschauen, ist aber auch nicht völlig irreal. Das Wirken der Evolution, welches auf Ausschalten des Unangepaßten, Unbrauchbaren hin ausgerichtet ist, wird auch mit dem ganzen linken Unfug fertig werden, hoffentlich noch zeitgerecht, vor fürchterlichem Schaden für uns Alle.
    Diese erhoffte Entwicklung sollten engagierte Menschen nach Kräften, wo und wie nur immer möglich, fördern, per Bürgerinitiativen, Diskussionen im Bekanntenkreis, direktdemokratrisch, egal, wie, und sich auch diesbezüglich organisieren. Erster Ansatzpunkt: Reform des ORF mit dem Ziel politischer Ausgewogenheit, oder, falls unmöglich, Abschaffen der Zwangsgebühr; auch an massenhafte Gebührenverweigerung als Protestmaßnahme könnte man denken, wäre vielleich noch am Effizientesten.

    • FranzAnton
      18. Oktober 2010 19:34

      Leider stelle ich immer wieder fest, daß meine Beiträge unvollständig und verzerrt abgebildet werden; auch hier ist es so passiert; es ist aber nicht gravierend.

  13. RR Prof. Reinhard Horner
    18. Oktober 2010 15:21

    reinhard.horner@chello.at

    Privatschulen und Gesamtschulen

    Danke Dr. Unterberger!

    Privatschulen
    gründen ihre Tätigkeit auf Vertragsfreiheit. Das betrifft sowohl die Leitung und die Bediensteten als auch die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern. Die Eltern leisten zur Führung und Erhaltung entsprechende finanzielle Beiträge. Das schafft Autonomie mit wechselseitig einforderbaren höheren Ansprüchen in der Unterrichts- und Erziehungsarbeit sowie in der Gestaltung des Schullebens. Die unabdingbare Einheit von (angemessenen) Förderungen und Forderungen wird nicht – wie in etlichen öffentlichen Programmen – auseinander gerissen. Mit den gesellschaftlichen Veränderungen finden sich die Privatschulen ebenso konfrontiert wie die staatlichen.

    Bemerkenswert ist nicht nur die zahlreiche Frequenz der Kinder von Gesamtschulverfechtern, sondern nicht minder der steigende Erfolg von Schülerinnen und Schülern mit „Migrationshintergrund“. Auch muslimische an katholischen Privatschulen.

    Das Privatschulwesen ist und bleibt für bildungsbedachte Bevölkerungskreise – gleichgültig, welcher Herkunft – eine unverzichtbare Möglichkeit für die gezielte Entfaltung ihres Nachwuchses. Oder soll in Hinkunft solchen Familien ihre Kompetenz mit brutalem öffentlichem Zugriff entzogen werden? Vielleicht schon bald nach der Geburt?

    Die Gesamtschule,
    die in der Volksschule längst existiert und namentlich in Wien – eben als Gesamtschule – vor größten Problemen steht, soll mit einer Erweiterung der Gesamtschule durch Vereinigung der Hauptschule mit der Unterstufe des Gymnasiums eine taugliche Lösung erfahren?

    Wie lange soll es noch dauern, bis die Bewältigung der Volksschulprobleme – insbesondere in Wien – ernstlich in Angriff genommen wird? Oder will man sich weiterhin um diesen neuralgischen Bereich herumschwindeln und die nachfolgende Restschulproblematik von Hauptschulen in Ballungsräumen durch Abschaffung aller Hauptschulen beseitigen?

    Im Übrigen: Wie sollen die Kinder „mit besonderem Förderbedarf“ gesamtschulisch erfasst werden und was soll mit der „Polytechnischen Schule“, überhaupt mit dem 9. Schulpflichtjahr, geschehen?

    Die in Österreich bereits vor 1927 entwickelten Rezepte drohen in etlichen aktuellen Ausformungen eine zukunftstaugliche Schulreform als Bildungsreform zum „Saustall“ zu „verludern“ (© Häupl).

    • Reinhard (kein Partner)
      19. Oktober 2010 05:48

      Herr Professor, Sie schreiben: "Oder soll in Hinkunft solchen Familien ihre Kompetenz mit brutalem öffentlichem Zugriff entzogen werden? Vielleicht schon bald nach der Geburt?"

      Ja, genau darum geht es den absolutistischen Parteifeudalhäusern, möglichst wie in alter DDR-Manier die Kinder nach Ablauf der Karenz ganztägig staatlichen Erziehungsinstituten zuzuführen.
      Und die Elterngeneration ist schon darauf getrimmt: erstens ist eine Frau, die beim Kind bleiben möchte, entweder von ihrem Mann brutal dazu gezwungen worden oder sie gehört zu den ewiggestrigen Karriereverweigerinnen (da kennt die Verhetzung keine Paragrafen), zweitens beteuert die Schule ständig, den Eltern die Mühen der Erziehung abzunehmen, was bekanntermaßen nicht nur nicht funktioniert, sondern auch die Bildungsleistung beständig senkt. Wenn sich Eltern auf diesen Deal einlassen und der Fürsorge von Vater Staat vertrauen, wundern sie sich über das Ergebnis, denn der machtorientierte Parteiadel züchtet genau den Untertanennachwuchs, den er für die Absicherung seiner Machtposition in Zukunft benötigt. Und da dieses bequeme Vertrauen noch immer nicht vollkommen gegeben ist, wird mit Zwang gearbeitet, sowie geradezu faschistischer Suggestion, es gehe um das Wohl der Kinder, um Eltern die dabei nicht mitmachen wollen zu diffamieren, sie wären am Wohl der Kinder nicht interessiert bzw. würden es sogar gehässig bekämpfen. Kein Mittel der übelsten Propaganda ist zu schmierig, um sich nicht in den vom Parteiadel gefütterten Medien der Hofberichterstattung wiederzufinden.
      Und so tummeln sich in den Parteiburgen die privatschulisch zur Elite gebildeten Sprösslinge der alten Granden, um beizeiten die Herrschaft über die tumbe Masse zu übernehmen.
      Das System ist zu konsequent auf bequemen Machterhalt des elitären Parteiadels, auf parteieninterne Inzucht und Absicherung der Pfründen ausgerichtet, um zufällig zu sein.

  14. Johann Scheiber
    18. Oktober 2010 10:23

    Was für ein Zufall, dass genau dort, wo die Gesamtschule nicht ist, die Nettozahler des Potemkinschen Dorfes "Europäische Union" wohnen.
    In einem freien Staat, der nachhaltig auf Wohlergehen seiner Bürger ausgerichtet ist, müsste man die Verfechter der Gesamtschule wegen vorsätzlich subversiver Tätigkeit einbuchten, oder wegen exzessiver Dummheit entmündigen.
    Das Bildungssystem kann nur gerettet werden, wenn es weitesgehend privatisiert wird.
    Mit einem System von Bildungsschecks könnte viel Geld gespart und noch mehr an Qualität gewonnen werden. Würden die Eltern über die Bildung ihrer Kinder entscheiden, dann könnten sich die Bildungsideologen ihre destruktiven Programme in die Haare schmieren. Wie lange ertragen wir diese Idioten noch?

    Danke Herr Dr. Unterberger, dass sie dieses Thema immer wieder bringen. Man ist ja geneigt alles nur noch zu verdrängen.

  15. Erich Bauer
    18. Oktober 2010 09:23

    "...Wo aber sind die Unternehmer-Typen, die neue Schulen gründen, nachdem es kaum noch Orden gibt, die das tun könnten?..."

    Soll eine Erklärung über die Zusammenhänge zwischen produktiver Wirtschaft und Bildung sein. Überspitzt: Das sattsam geübte "Schrei-Mantra" über die Lebenswichtigkeit einer "Investitionen in Bildung" ist ja recht nett - in einem "Meditationsraum". Bildung allein löst hierzulande gar nichts mehr. Außer man macht sie "bail-out"-gerecht. Untenstehend eine Untersuchung aus Deutschland. Ich bin mir sicher, daß man sie 1 zu 1 auch auf Österreich anwenden kann.

    (ef-DF) Nach einer Studie der Universität Marburg für den Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) würden viele deutsche Unternehmer ihre Tätigkeit gern aufgeben. Von 2300 befragten Unternehmern würden 58 Prozent ihr Unternehmen zu einem angemessenen Preis verkaufen. 83 Prozent sagten, sie würden nicht wieder Unternehmer werden wollen. Gegenüber dem Jahr 2007 bedeuten die Zahlen einen dramatischen Rückgang der Bereitschaft ein Unternehmen zu führen. Damals hätten nur 44 Prozent ihr Unternehmen zu einem angemessenen Preis verkauft.
    Erklärt wird der Rückgang mit stark verschlechterten Aussichten für Unternehmer. Die zunehmende Regulierung durch Bürokratie, hohe Steuern und strenge Auflagen im Arbeitsrecht trage dazu bei. (ef magazin)

    Die Frage nach dem Unternehmer UND ordentlichen Kaufmann ist, glaube ich, damit beantwortet.

  16. Samtpfote
    18. Oktober 2010 09:15

    Eine kleine Geschichte von gestern dazu:

    Meine Tochter machte dieses Wochenende den Mopedführerschein beim ÖAMTC in Teesdorf.
    So weit, so nicht wirklich brüllend interessant.
    Was allerdings nach der Prüfung passierte, sehr wohl.

    In ihrer Gruppe (10 Jugendliche) fielen 2 durch. Der eine, weil er zu wenig gelernt hatte, der andere - genau! - aus dem selben Grund.

    2 Stunden nach der Prüfung erschien der erboste Vater des zweiten Durchgefallenen im Prüfungszentrum, den hoffnungsvollen Sprössling an der Hand, und stürmte wutentbrannt Richtung Prüfer.

    Wie wir nachher erfuhren, war die Antwort des Prüfers: "Hätt' er was g'lernt, wär' er net durchg'fallen". Durchkommen durch Intervention, bei mir net!"

    Mehr Privat, weniger Staat!

    • socrates
      18. Oktober 2010 10:57

      Ich war Zeuge einer Wiederholungsprüfung an einer BHS:
      Alter, kampferprobter Beisitzer zum Schüler: "Fühlen sie sich wohl?"
      S: "Ja, Danke"
      B: " Haben sie häusliche Probleme?"
      S: "Nein"
      B: "Fühlen sie sich gesund oder wollen sie zum Schularzt?"
      S: "Nein, alles OK!"
      Prüfer: 1. Frage - Protokoll - Negativ.
      Prüfer: 2. Frage - Protokoll - Negativ
      Prüfer: "Haben sie sich ordentlich vorbereitet?"
      S: "Nein"
      2 Stunden später war der Einspruch aus dem Stadtschulrat da. Ein Elter war bei der Migrationsberatung in Stadtschulrat und meinte, daß der Schüler krank gewesen sei. Außerdem gäbe es häusliche Probleme.
      Der alte, kampferprobte Beisitzer hatte alles vorausgesehen. So weit, so üblich.
      Natürlich kam es zu einer Verhandlung...........................
      Wen wundert es, daß nicht jeder Lehrer Wiederstandskämpfer ist, sondern sagt:
      Wenn sie Deppen wollen, sollen sie sie haben.
      In F gab es keine eingeborenen Pflichtschullehrer mehr an staatlichen Schulen. Lehrer wurde der typische Aufsteigerjob für Migranten. Allerdings unterrichten viele nach der Methode der Koranschulen: auswendiglernen.
      Bei den Höheren Schulen hilft die Zentralmatura und die Privatschulen, die Qualität zu sichern. Deshalb und wegen der Pfründe ist sie bei uns gefürchtet.

  17. Josef Maierhofer
    18. Oktober 2010 09:03

    Frage des Schulwesens:

    Wenn derartige Begabungs-, Interessens- und Motivationsunterschiede sind, wie es das bei uns ist, kann eine Gesamtschule nicht funktionieren.

    Wenn Disziplin und Gesetzestreue nicht von oben vorgegeben wird, also von der Politik vorgelebt wird, von den Behörden vorgelebt wird, von den Eltern vorgelebt wird, von den Lehrern vorgelebt wird, wie soll das dann bei den Kindern funktionieren ? Disziplin ist aber notwendig für alles im Leben und für jeden Erfolg. Wenn Gesetze nicht exukutiert werden sondern dagegen protestiert wird, kann man von Disziplin nicht reden.

    So wird bei uns die Frage des Schulwesens zum Gesellschaftsproblem. Wenn die Gesellschaft mit P.C., mit Disziplinlosigkeit, Gesetzlosigkeit (Massen demonstrieren gegen Gesetze, Politiker erpressen und korrumpieren gegen die Gesetze, etc. etc.), mit einer Ideologisierung und mit Massenhysterie zersetzt ist, so ist der Erfolg nicht möglich und das Versagen bewiesen.

    Zu den Privatschulen:

    Es ist richtig, daß Privatschulen die Möglichkeit haben, Lehrer sich selbst auszusuchen, den Unterricht selbst zu gestalten, Schüler sich selbst auszusuchen, was eben dem Wesen eines Privatunterrichtes entspricht und dem Gesetz von Angebot und Nachfrage.

    Die Motivation als Lehrer an einer Privatschule zu arbeiten, ohne Parteivorsitz, ohne 'Ruß' bei den Kollegen, ohne 'Blödmänner' bei den Schülern, ist sicher bei den Lehrern eine andere als bei den Lehrern an öffentlichen Schulen, wo Parteiideologie dreinquatscht, wo Leistung bestraft wird durch Ausschluß, wo gegen Notengebung demonstriert wird, eine andere und man kann Qualität verlangen. Da läßt man auch als Lehrer in öffentlichen Schulen bald alle Hoffnung fahren und macht seinen Dienst möglichst 'gut', sprich parteikonform zu Lasten der Kinder und der Gesellschaft.

    Eine Eingabe wäre aber bei den Privatschulen zu machen, wenn sie keine staatlichen Förderungen bekommen, das Schulgeld müsste von der Steuer abgeschrieben werden können.

    Denken wir im Schulwesen an die Freiheit, an die Freiheit des Lernens, an die Freiheit des Lehrens. Freiheit heißt Verantwortung, die verantwortungsbewußte und eigenverantwortliche Personen auch zu tragen imstande sind.

    Zum Unternehmertum:

    Es wäre durchzurechnen, ab welchen Tarifen Kostendeckung erreichbar ist und ob diese Tarife auch bezahlt werden können.

    Es wäre zu erforschen, ob es ordentliche Lehrerqualität einzukaufen gibt zu solchen Tarifen, die Kostendeckung finden.

    Es wäre durchzurechen, welche Mieten oder Hausankäufe samt allen Kostenauswirkungen in Frage kämen.

    Jedenfalls liefert Dr. Unterberger einen Anhaltspunkt mit den Niederlanden, wo 60% der Schulen Privatschulen sind.

    Und es wäre zu kalkulieren, wie die behördlichen Zulassungsbehinderungen aussehen. Denn Österreich ist anders, das ist parteibürokratisch und hinderlich gegen alles Normale, dieses verkommene Land.

  18. mike1
    18. Oktober 2010 08:57

    meine frau ist seit 41 jahren lehrerin an haupt-und volksschulen, früher auch sonderschulen. im übrigen schon ziemlich ausgebrannt.
    ich glaube daher, auch einen gewissen einblick in das schulsystem und die entwicklung desselben zu haben.

    mein eindruck ist, dass sich in den letzten jahren (eigentlich sind es schon jahrzehnte) die schule hauptsächlich deswegen verschlechtert hat, weil es den lehrern überhaupt nicht mehr möglich ist, die schüler auch disziplinär zur verantwortung zu ziehen. den schülern wurde und wird nur das recht auf irgendwas zugesprochen, von verpflichtung überhaupt keine rede. negative noten dürfen nicht mehr gegeben werden, da steht der lehrer schon mit einem fuß im kriminal und hat entsprechende schwierigkeiten von den eltern bzw. schulbehörde zu erwarten. jeder lehrer wäre doch blöd, wenn er sich selbst hier in die bredouille bringen würde. konsquenz: keine wiederholung einer klasse, sondern mitschleppen im nächsten jahr. ob das beim schüler freude auslöst, ist eine andere frage.

    hauptschulen haben heutzutage eigentlich schon den charakter einer sonderschule, vor allem im städtischen bereich. auf dem lande ist es noch besser, obwohl auch dort bereits die tendenz zur verschlechterung sicht-und merkbar ist.

    dadurch, dass seinerzeit unter gutmenschlicher regierungszeit die aufnahmsprüfungen ins gymnasium abgeschafft wurden und fast jeder ins gym geht bzw. gehen will, die tauglichkeit aber nicht überall gegeben ist, wird natürlich auch dort nach unten nivelliert - entsprechend sind die weiteren erfolge.

    ich stelle fest, dass die schüler von heute auch nicht mehr über die allgemeinbildung verfügen, die wir seinerzeit vermittelt bekamen. ich wundere mich oft, was die maturanten von heute alles nicht wissen. dabei wird den schülern von heute eingeredet, sie würden unter furchtbarem stress leiden, weil sie sogar zu hause lernen müssten und fast keine zeit für disco, computerspielen oder sonstwas wichtiges haben. auch wir mussten lernen, aufgaben machen - aber das scheint fast verloren gegangen zu sein.

    die gesamtschule, die von den rotgrünen utopisten noch immer als heilmittel gepriesen und angestrebt wird, ist zweifellos der schlechteste weg. dies zeigen die untersuchungen vor allem in deutschland. hier richtet man sich natürlich nach dem schwächsten glied.

    die situation wird natürlich auch dadurch verschärft, dass die neue kultur des islamischen schülers, der wie bekannt, da und dort schon mehr oder weniger in massen auftritt, die weiblichen lehrkräfte nicht anerkennen will, sich schon gar nicht unterordnen will/darf. hier gäbe es natürlich handlungsbedarf, der aber von gutmenschlicher seite als nicht erforderlich eingestuft wird (häupl behauptet doch, dass es in wien keine probleme mit den türken gäbe).

    es gäbe hier noch unendlich viel zu sagen......

    • Wertkonservativer
      18. Oktober 2010 18:24

      mike1.

      100% d'accord! Habe fünf Enkel knapp vor bzw. nach der Matura, und stelle an unserem Nachwuchs - obwohl mehrheitlich überdurchschnittlich begabt und auch strebsam - gravierende Bildungsmängel fest, speziell in Geschichte und Deutsch.
      Kürzlich musste ich meinem 18-jährigen Enkel die Grundbegriffe und Zeiteinteilungen der geschichtlichen Vergangenheit Europas (Altertum, Mittelalter, Neuzeit usw.) hart "eintrichtern", um ihn für die kommende Geschichts-Matura einigermaßen fit zu machen. Dafür kennt er sich bei den verschiedenen KZ-Lagern recht gut aus (natürlich auch wichtig, doch ist das alles?).

    • APM (kein Partner)
      19. Oktober 2010 09:25

      Dass es soweit gekommen ist - ist da nicht auch eine Teilschuld bei den Lehrern zu suchen? Wenn man sich von einer Personalvertretung - gleichgültig von welcher politischen Richtung - Alles und Jedes "auf's Auge drücken lässt" (Bewusst in der Dialektik unserer Schüler ausgedrückt!) Aber stehen eben persönliche Interessen (menschlich durchaus verständlich) auf dem Spiel...

    • mike1
      19. Oktober 2010 11:22

      @ APM:

      sicher gibt es auch unter den lehrern - so wie in allen berufszweigen - gute und weniger gute und schlechte. keine frage.ich stimme ihnen auch zu, wenn sie sagen, dass sich viele zu viel auf's aug drücken lassen und sich nicht wehren.

      aber: ich kenn lehrer, die sich wehrten. die sind nicht mehr an der schule, wo sie sich beschwerten. der bezirks-oder landesschulrat bedroht solche leute - vor allem, wenn sie nicht die richtige politische farbe habe - sofort mit disziplinarverfahren, jedenfalls mit "dich mach ich auch noch fertig".

  19. terbuan
    18. Oktober 2010 08:55

    Man muß da schon sehr stark differenzieren, bei allen Schulen mit hohem Migrantenanteil sinkt der Leistungsdruck automatisch. Ich kenne die Situation in Wien, Bad Aussee und Potsdam, da liegen Welten dazwischen!
    Das öffentliche Humboldt-Gymnasium in Potsdam z.B. sucht sich die Schüler aus, dort gibt es Leistungs- und Förderklassen und auch entsprechende Pädagogen, kein Vergleich mit hier, trotz der Nähe zum berüchtigten Berlin!

  20. SuPa
    18. Oktober 2010 07:50

    Obwohl die Kinder vieler Parateibonzen in Privatschulen gehen, will man weiterhin das öffentliche Schulsystem in den Grundzügen unverändert lassen. Seit vielen Jahren gibt es zwar ständig sog. Schulversuche, aber radikale Änderungen sind aus parteipolitischen Überlegungen unerwünscht. Ein Wettbewerb unter den Schulen, Direktoren, Lehrern und den Zielsetzungen ist in diesen "geschützten Werkstätten" unerwünscht, dafür ist schon der Oberbetonierer Neugebauer der beste Garant.
    Gilt auch hier die Regel: Was nichts kostet, ist auch nichts wert?

    • Marianne
      18. Oktober 2010 15:05

      "was nichts kostet, ist auch nichts wert". Eltern, die ihre Kinder in Privatschulen schicken zahlen zweimal. Das erste Mal als Steuerzahler für die öffentlichen Schulen und zusätzlich, weil sie für ihre Kinder das Bessere wollen, die Kosten für die Privatschulen. Sie zahlen also mehr als das Doppelte.

  21. Markus Theiner
    18. Oktober 2010 07:01

    Aus Korrelationen Gesetzmäßigkeiten abzuleiten ist immer heikel.

    Einer der Faktoren die ich in Finnland für beachtenswert halte ist das Fernsehen. Es gibt kaum Synchronisationen, das Programm läuft im Original mit Untertiteln.
    Selbst Kinder die den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzen trainieren dabei ihre Fähigkeit zu Lesen und ihre Fremdsprachenkenntnisse.

    • mike1
      18. Oktober 2010 08:59

      das betrifft aber nur die erlernung der englischen sprache.....

    • Markus Theiner
      18. Oktober 2010 13:13

      Überwiegend. Wobei der viel wichtigere Punkt das Lesen der Untertitel ist. Gerade Lesekompetenz ist ja letztlich in der Schule für alle Fächer wichtig.

    • Erich Bauer
      18. Oktober 2010 13:25

      Das Erlernen der finnischen Sprache ist ja auch in der Tat so gut wie unmöglich. Wie ungarisch: "ein Zustand".... (launisches grins)

    • mike1
      18. Oktober 2010 13:55

      @ markus theiner, 13:13 uhr:

      ist natürlich auch richtig, ganz klar !

  22. LF
    18. Oktober 2010 07:01

    Auch die öffentlichen Schulen könnten in Österreich wieder besser werden, dürfte man dort den Begriff "Disziplin" wieder umsetzen. Aber so lange im Falle des Versagens von Schülern nur der Lehrer schuld ist, weil er/sie zu wenig "motiviert" hat und Schüler und -innen mit einem Minimum an Einsatz irgendwie in die nächsthöhere Klasse rutschen, wird sich nichts zum Besseren ändern. Andererseits: warum sollen sich Kinder/Jugendliche anstrengen, wenn es auch anders geht? So lange sich "Promis" damit brüsten, schlechte Schüler oder Schulabbrecher zu sein, und es trotzdem "zu etwas" gebracht zu haben, wird bei Vielen kein Umdenken stattfinden. Und die, die anders denken und handeln und auf Qualität Wert legen, werden Österreich früher oder später den Rücken kehren. Mit dem Nivellieren nach unten (Stichwort: Gesamtschule ohne innere Differenzierung) erreicht man gar nichts - außer eine immer größere Menge an bestenfalls mittelmäßig gebildeten Menschen, die leicht politisch manipulierbar sind.

    • Josef Maierhofer
      18. Oktober 2010 18:04

      Richtig !

      Aber genau Disziplin ist unser österreichisches Problem, weil unsere Linken und Grünen meinen, wenn man das Niveau runterschraubt, eine Wohlfühlschule schafft, wo alle nichts tun müssen, außer sich aufregen, wenn die Note schlecht ist, wo man auf den Lehrer losgeht, statt ordentlich zu lernen, weil unsere gesamte Politik meint, man brauche Gesetze nicht einzuhalten, man müsse nur laut genug schreien, dann wird das Maul mit Geld und anderem wertlosen und abgelaufenen Material gestopft, weil unsere Familienhäuptlinge und auch manche Mütter meinen, Erziehung ist was für die Schule und weil unsere Parteien meinen, Schule ist was für uns, da bilden wir unser Demonstrier- und Marschiervolk heran, weil totaler Mißbrauch von Schülern, Kindern, Menschen, der Bevölkerung zum Mainstream gehört und modern ist.

      Es ist dies unser gesellschaftliches Schichtenproblem, um mit Sarrazin zu sprechen.

  23. Dr. Dieter Zakel MA
    18. Oktober 2010 05:52

    Die österreichischen Machteliten bestehen auf öffentlicher Verdummung durch unser Schul- und Universitätssystem damit die Menschen ihr Tun nicht durchschauen können.





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