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Josef Prölls trauriges Erwachen

Josef Pröll war 2008 fast der einzige, der geglaubt hat, mit einem Werner Faymann könne man einen Staat machen. Alles deutet mittlerweile darauf hin, dass er – und Österreich – in den nächsten Wochen  ziemlich ausweglos vor den Trümmern dieser Illusion stehen wird. Und zwar wegen des Scheiterns eines echten Sparbudgets.

Das Zustandebringen eines solchen Budgets wird derzeit von Tag zu Tag unwahrscheinlicher, obwohl Pröll naiver Weise geglaubt hatte, wenn er bis nach die Wiener Wahlen wartet, dass dann die SPÖ die Notwendigkeiten einsehen wird. Damit hat er sich lediglich selbst den Vorwurf eines Verfassungsbruchs eingehandelt.

Denn die letzten Stunden machen zunehmend deutlich, dass mit einem Faymann eine Sanierung des schwer verschuldeten Staatsschiffs prinzipiell unmöglich ist. Er versteht wie einst schon im Wiener Rathaus unter Politik nur populistische Demagogie auf Vorstadtniveau, auch wenn er manchmal charmant aufzutreten versucht. Auf diesen Schmäh ist der treuherzig-biedere Bauernsohn Pröll voll hereingefallen.

Die Faymann- Aussagen der letzten Stunden machen es jedenfalls deutlich, dass der sogenannte Bundeskanzler nicht nur in Wahlkämpfen völlig verantwortungslos ist. Wagt er es doch in dieser Situation Österreichs in aller Öffentlichkeit zu sagen: Bei den Jungen dürfe genauso wenig gespart werden wie bei den Alten.

Das heißt letztlich: Nirgendwo darf gespart werden. Denn selbst wenn man zwischen der Jugend und dem Alter noch von einer (ohnedies immer kürzer werdenden) Phase eines mittelalterlichen Erwerbslebens ausgeht, darf ja laut SPÖ dort erst recht nicht gespart werden: Schickt die Arbeiterkammer doch gerade allen Haushalten – natürlich auf deren Kosten – eine Broschüre in die Briefkästen, mit der knalligen Überschrift „Wir (gemeint sind die Arbeitnehmer) haben schon gezahlt“.

Was ja eine glatte Lüge ist: Die Einkommen und Konsumausgaben der Arbeitnehmer sind in der Krise als einzige nicht gesunken; die Einkommen jener Menschen, die im Lebensabend von ihrem Ersparten leben wollten, hingegen sehr. Dasselbe geschah mit den großen wie kleinen Unternehmereinkommen. Und die Schulden, die es jetzt mit absoluter Dringlichkeit abzubauen gilt, wurden nicht zuletzt zur Sicherung der Arbeitsplätze gemacht. Daher hat Österreich heute auch die niedrigste Arbeitslosenquote – aber als fast einziges Land noch keine einzige Sparmaßnahme unter Dach und Fach.

Daher kann auch gar kein Zweifel bestehen, dass Österreich kräftig und dringend sparen muss, will es nicht Griechenland werden. Und die Strafe durch die Märkte kann sogar viel früher als befürchtet erfolgen, wenn es kein Budget mit einer kräftigen Defizitreduktion gibt.

Aber gleichzeitig wird von Stunde zu Stunde klarer: Die SPÖ ist nicht sparwillig. Viele Teile der ÖVP übrigens auch nicht – aber diesen Widerstand kann Pröll wahrscheinlich überwinden. Den der SPÖ wohl nicht mehr.

Das bringt ihn in eine ziemlich aussichtslose Situation. An der Pröll aber selber schuld ist. Denn er hat ja 2008 ernsthaft geglaubt, mit einem unseriösen Typen wie einem Faymann eine tragfähige Koalition eingehen zu können. Gewiss haben ihn auch etliche Onkeln und Leitls in diese Richtung gedrängt. Aber letztlich war natürlich Pröll selbst der Mann, der blauäugig das entscheidende Ja zu einem Faymann gesagt hat.

Hätte er Alternativen gehabt? Ja, natürlich. Denn eben dieser Faymann hatte wenige Wochen vor Abschluss der neuen Koalition die alte mit einem Milliarden-Verschwendungs-Paket (nebst einer populistischen Kehrtwende in der österreichischen EU-Politik) brutal gebrochen. Eine seriöse und strategisch denkende ÖVP-Führung hätte daher nie und nimmer eine Koalition mit einem Faymann eingehen dürfen, ohne dass dieser einer Rücknahme der verheerenden Beschlüsse des 24. September 2008 zustimmt.

Das wäre nicht nur zur Gesichtswahrung nötig gewesen, sondern auch aus staats- (und finanz-)politischer Verantwortung. Wie man schon damals sehen konnte, und wie heute jeder Wirtschaftsforscher weiß.

Aber wäre Österreich dadurch nicht unregierbar geworden? Warum hätte das so sein sollen? Der Koalitionsbruch der SPÖ ist – wenn er nicht wieder zurückgenommen wird – ein logisches Kooperationsangebot an jene Parteien, die ihr damals beim Ausräumen der Staatskassen geholfen haben (wenngleich festzuhalten ist, dass die schwer desorientierte ÖVP nach Wochen des Widerstandes im letzten Augenblick selbst einem Teil der Maßnahmen zugestimmt hat). Es kann ja wohl nicht sein, dass Faymann die FPÖ als wichtigsten Helfershelfer beim Griff in die Kasse akzeptiert, aber dann nicht bereit ist, mit dieser auch die Verantwortung für die Konsequenzen zu teilen.

Jedoch: Pröll war damals nicht zu diesem logischen und zwingenden Schritt bereit. Ob er – trotz lebhafter Proteste der damals noch vorhandenen Parteibasis – wirklich so naiv war, einem schon einmal wortbrüchigen Faymann zu glauben, werden wir wohl nie wirklich erfahren. Oder ob ihn der Glanz der scheinbar halben Macht gelockt hat. Oder ob er wirklich geglaubt hat, die am Schluss weltweit geradezu bejubelte Schüssel-Politik sei total falsch gewesen, wie seine Umgebung streut. Oder ob er dem Druck der auf ihre Pfründe gierigen Landeshauptleute und Leitls nicht gewachsen gewesen ist.

Am Ergebnis ändert das nichts. Und an der Ausweglosigkeit der Lage Prölls auch nicht. Ein Mädel vom Land, das einmal auf halbseidene Schmähs vom  Wiener Gürtel hereingefallen ist, hat ja meist auch keine zweite Chance.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Oktober 2010 13:34

    Schaut man etwa nach Frankreich, das im Chaos versinkt, nur weil das Pensionsantrittsalter von 60 auf 62 angehoben wird oder nach Stuttgart, das von immer mehr werdenden Demonstranten heimgesucht wird, die unverhohlen gegen die Verkehrskonzepte der Moderne protestieren, so ist es nur verständlich, daß in Österreich mehr denn je Politiker jeglicher Couleur vor großen Veränderungen zurückschrecken.

    Selbst die kleinste Irritation wird von einer bestimmten Gruppe aufgegriffen und solange durch die Medien breit getreten und auf die Spitze getrieben, bis keine Diskussion mehr möglich ist – mit anderen Worten, die Menschen werden verhetzt. Auch in Österreich ist dieses hochansteckende Massenphänomen virulent, man denke nur an die unsäglichen Donnerstagsdemonstrationen, bei der eine demokratisch gewählte Regierung in die Knie gezwungen werden sollte. Oder man denke nur an den Aufschrei jüngst wegen der Abschiebung der beiden Kinder in den Kosovo. Danach ist keine Debatte über Einwanderung mehr sinnvoll möglich. Wir haben diese Jagdgesellschaft schon seit mindestens 10 Jahren im Lande und mir scheint mehr als in anderen Ländern.

    Das gesellschaftliche und politische Geschehen in Europa und in der EU wird zunehmend von einem laut um sich schreienden Mob aus Antifas, Linkschaoten und sonstigen Autonomen bestimmt, der zwar nicht ganz die Meinungs- aber um so mehr die Lufthoheit hat. Und so mit seinen „linken Aktionen“ auch die Bevölkerung auf seine Seite bringt. Zumindest wird das in den Parteizentralen befürchtet und wohl nicht ganz zu unrecht.

    Es darf also nicht verwundern, wenn die Regierung in Österreich mit unangenehmen Ankündigungen eher zurückhaltend ist oder sich überhaupt wie das Mäuschen vor der Schlange verhält. Das soll jetzt keine Entschuldigung für Faymann sein. Der würde auch unter besseren Umständen nicht von seinem desaströsen Kurs des geringsten Widerstandes abweichen. Aber es ist dieses Polit-Klima der Verhetzung und Diskussionszerstörung, das Politiker wie Faymann erst möglich macht.

  2. Ausgezeichneter KommentatorRitter vom Kapall
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Oktober 2010 13:34

    Langsam wird mir die ÖVP unheimlich - und zwar im negativen Sinn der Worte.

    Neben den von Dr. Unterberger angesprochenen Baustellen gibt es noch:

    - Eine Niederlage in der Stmk, die wie ein Sieg gefeiert wird

    - Ein Wahl-Desaster in Wien, welches letztendlich auf horrende personelle Fehlentscheidungen des Obmann zurückzuführen ist

    - Ein fürchterliches Herumeiern bei der Budgeterstellung, wobei auch die erfolgte Verschiebung mit vernüftigen Argumenten erklärbar gewesen wäre.

    - Eine Justizministerin, deren Urteil in einem der größten Prozesse der 2. Republik von der Generalprokuratur in der Luft zerrissen wurde.

    - Eine Innenministerin, die nicht weiß, wo ihr der Kopf steht und ob sie nun Strache rechts überholen soll oder doch SOS-Mitmensch beitritt.

    Josef Pröll wird sich für die nächsten Monate warm anziehen müssen, wenn er noch daran glaubt, daß die ÖVP wieder einmal den Kanzler stellt.

    P.S.: Auch wenn Dr. Unterberger immer wieder an das goldene Schüssel-Zeitalter zurückdenkt - Die Niederlage bei der Wahl 2006 geht leider auf dessen strategische Fehlentscheidungen, vor denen er im Vorfeld, wie ich weiß, massiv gewarnt wurde!

  3. Ausgezeichneter KommentatorM.S.
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Oktober 2010 09:18

    Die einzige und letzte Chance der ÖVP besteht darin diese unselige Koalition mit dieser verantwortungslosen SPÖ sofort zu beenden, falls mit ihr kein effizientes Sparbudget zu erreichen ist. Ganz gleich was dann passieren wird, ob die SPÖ einen fliegenden Wechsel zu einer anderen Koalition, zu einer Minderheitsregierung versucht oder ob es Neuwahlen gibt, muss die ÖVP einen personellen Wechsel an Haupt und Gliedern vornehmen, sowie einen radikalen Kurswechsel, zurück zu einer verlässlichen, vorausschauenden konservativen Politik beginnen. Auch wenn Neuwahlen zum jetzigen Zeitpunkt für die ÖVP verloren gehen würden, nach einer Regeneration in der Opposition könnte -nach dem zu erwartenden rot-grünen Chaos- die ÖVP wieder in einer besseren Position in diesem Land maßgeblich die Politik gestalten

  4. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Oktober 2010 17:09

    Vermutlich dämmert es Pröll langsam - allzu langsam- worauf er sich da mit Faymann eingelassen hat. Nach Faymanns Wahlstrategien 2008 hätte die ÖVP auf ein Mitregieren in dieser fatalen Koalition absolut verzichten und die SPÖ logischerweise in eine Minderheitsregierung zwingen müssen, aber zu Verlockend schien eben die Hälfte der Macht und Pröll dachte, mit einem "Leichtgewicht" wie Faymann eine "g'mahte Wiesn" vorzufinden. Er hat damit den unlauteren Machtapparat hinter Faymann völlig unterschätzt und diese Kurzsichtigkeit wird ihm ein noch böseres Erwachen als er in Wien erlebt hat, bescheren.
    Das Jammern und Heulen darüber kann man jetzt schon erahnen, nur es wird zu spät sein und das ist gut so.
    Der Krug ÖVP muß nuneinmal so lange zum linken Brunnen, bis er weiß, wie dort agiert wird. :-(

  5. Ausgezeichneter Kommentatormike1
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Oktober 2010 08:48

    dass mit dem schwachmatiker faymann kein staat zu machen ist, das war doch schon von vorn herein klar. der berüchtigte krone-brief und die abschaffung von maßnahmen wie studiengebühren etc., auch die verlängerung der hacklerregelung (da musste übrigens die övp zustimmen, sonst hätte sie noch mehr stimmen verloren) zeigte schon seinerzeit die verantwortungslosigkeit, die faymann gemeinsam mit den blauen und roten an den tag legt.

    wie unser "wertkonservativer" blogger richtigerweise bemerkt, ist die övp grundsätzlich noch die einzige partei, die zumindest versucht, aus dem schlammassel herauszukommen - es scheint aber so zu sein, dass die roten wie üblich nur den steuerzahler mit neuen steuern belasten möchten, das waren ja schon immer die einzigen ideen dieser seltsamen gestalten. und der liebe sepperl pröll ist einfach zu schwach - sein vorgänger war wenigstens stark genug für die worte "es reicht".

    heute lese ich von 10% aufschlag auf zinsensteuer, unis wollen zusätzlich 1 mrd € , die öbb will weitere milliarden, die asfinag hat schulden für die nächsten hundert jahre. wenn jetzt die eu-kommission richtigerweise diese schulden, den aus budgettricksereigründen ausgelagert wurden, wieder als echte staatsschulden zurechnet, sind wir soweit, dass wir aus sanktionen nicht mehr herauskommen werden, also strafzahlungen aufgebrummt bekommen. das aber nur so nebenbei, das berührt ja den berühmten wirtschaftsfachmann und finanzier faymann und konsorten nicht.

    auch die rolle der gewerkschaften darf man nicht vernachlässigen - diese hintertreiben ja auch in völliger verantwortungslosigkeit jeglichen spargedanken. dieses problem ist aber nicht unbedingt österreichspezifisch, man sehe nur, wie die französischen gewerkschaften den staat in den ruin treiben. das freut natürlich auch den österreichischen linksgrünen studenten ....

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Oktober 2010 09:26

    Pröllportrait, was wäre wenn.

    Es ist richtig, daß Pröll an die Macht wollte, genauer gesagt, vom Onkel geschoben wurde, weil sonst der Onkel selbst hätte einschreiten müssen. Der Onkel wird vermutlich nicht mit der Unfähigkeit und Naivität des 'Bauernopfers' gerechnet haben.

    Was wäre, wenn die ÖVP sich auf ein bürgerliches Programm der Werte und ein Programm für Österreich einschwören könnte ?

    Was wäre, wenn die ÖVP imstande wäre, Dr. Pröll abzuziehen und Dr. Schüssel zu bringen ?

    Das wäre zu wenig.

    Was wäre, wenn die ÖVP den Koalitionsvertrag kündigt und Neuwahlen mit Dr. Schüssel schlagen würde ?

    In allen Fällen aber wurde von der ÖVP das Vertrauen der Bürger gebrochen und ich meine, Dr. Schüssel wäre wohl die einzige Person in dieser Partei, die noch Vertrauen in der Bevölkerung hat.

    Was wäre, wenn jetzt Neuwahlen wären ? Eine Katastrophe wäre das nicht, sondern logisch. Jedenfalls sehe ich bei Neuwahlen, wenn es schlecht läuft, Blau-Schwarz kommen und nicht Schwarz-Blau. Dann hätte der Onkel auch kein Problem mehr mit dem Personal.

  7. Ausgezeichneter KommentatorGeldfux Partner Homepage
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Oktober 2010 11:21

    Wenn sich einer Ziffer 1 zwei Nullen anschließen, dann wird diese vereinzelte Null das hundertfache der 1! Pröll hat leider übersehen, dass auch er Pröll nur eine Null ist und keine Ziffer eins! Sonst wären er und Faymann zusammen das Zehnfache! Das Ergebnis von zwei Nullen, ist mathematisch immer Null, egal ob man sie addiert, subtrahiert oder quadriert. Ja schon in der Volksschule müssten die beiden grosse Schwierigkeiten gehabt haben!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorRado
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Oktober 2010 13:19

    Man muss Pröll mindestens genauso vorhalten, welche Leute er da den Wählern zumutet. Von Hahn über Karas zu Busek und Marek. In der ÖVP scheint ein ausgeprägter Hang zur negativen Selektion in der Parteikarriere zu bestehen. Es kommt nur der oder diejenige nach oben, der unfähig und beschränkt genug ist, den Leuten an der Spitze nicht gefährlich werden zu können.


alle Kommentare

  1. Abdou (kein Partner)
    22. Januar 2015 15:52

    You've captured this pefltcery. Thanks for taking the time!

  2. Abdou (kein Partner)
    22. Januar 2015 15:51

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  3. Armando (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:41

    Your thniinkg matches mine - great minds think alike!

  4. Giacomo (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:03

    Czechmade, with very few exceptions(such as the Serbs and Danes) Europian ntaions had a hand in the Holocaust, particualry Austria.As for the British lets not forget the British Navy sending ships of refugees attempting to escape to Eretz Yisrael back to the death camps.

  5. Aneta (kein Partner)
    19. Januar 2015 16:31

    Thank you ESW, for your wonderful coergave of the funeral, and your beautiful tribute. Since he died, my world has stopped. I am not only Carinthian, but his loss has hit us particularly hard as we have lost not just our governer but also a friend of the family. Particularly, reading the MSM who have been having a field day for the main stream media who are painting him as some sort of evil monster has been painful. Apart from an obituary in the Economist, your tribute was the only non-austrian article that presented a more realistic view of him, and for that I am grateful. He is sorely missed, both politically and personally. (And for the record, I am a Jewish Social Democrat, so not everyone grieving for him is some sort of right wing monster as the MSM would have us believe).

  6. Alice (kein Partner)
    19. Januar 2015 10:08

    Is that really all there is to it because that'd be flgbebrgastina.

  7. Alexander V. Neumaier (kein Partner)
    21. Oktober 2010 13:52

    Eine alte Weisheit sagt "Wenn du erkennst, daß du ein totes Pferd reitest, dann steig ab"

    Als Dr. Schüssel seinen Wahlkampf 2006 verloren hatte, lag das auch daran, daß ein Großteil der ÖVP sich wie Waldorff und Stattler auf die Rolle der, erste Reihe fußfrei sitzenden, Nörgler zurückgezogen haben und keinen Beitrag, weder zu Regierung noch zum Wahlkampf, mehr leisten wollten.
    Zu wohlig war das Gefühl mit Dr. Schüssel eine Lokomotove zu haben, die ehh die ganze Arbeit macht.

    Damals hatte die ÖVP, noch als Österreichische Volkspartei, eine große Zukunft.
    Heute hat die ÖVP, mittlerweile als Österreichische Verliererpartei, diese große Zukunft hinter sich.

    Das Problem des Dr Pröll ist nur, daß zu dumm ist, nicht einmal erkannt zu haben, daß er schon auf ein totes Pferd aufgestiegen ist.

    Die ÖVP hätte schon 2006 eine Runde auf der Oppositionsbank absolvieren sollen, um sich personell und inhaltlich zu regenerieren.
    Die SPÖ wäre in der Lage gewesen auch ohne ÖVP eine Regierung zu bilden.

    Offenbar hat die schlechte wirtschaftliche Lage der Partei und die Angst vor Verlust an Macht und Einfluß dazu geführt, daß man dann eben ein krankes Pferd ins Rennen geschickt hat.

    Welches, unter dem Mag. Molterere, mittlerweile verendet ist...

    mfg

    DDr. Alexander V. Neumaier

  8. bart (kein Partner)
    20. Oktober 2010 20:36

    Wenn man dem Bürger solche Subjekte wie Hahn, Busek, Khol, Karas, Bartenstein, diverse politisch korrekte Quotentussen als Volksvertreter zur Wahl anbietet, dann ist der Wähler gezwungen, sich eine andere Partei zu suchen.

    Der geistige Horizont dieser ÖVP ist für jede Ameise kniend überschaubar.

    Die mit dem wertelosen Opportunistenprogramm samt diesen charakterlosen Volksverrätern betrieben Wählerbeleidigung ist das einzige, was auf hohem Niveau und erfolgreich betrieben wird:

    Je blöder, primitiver, profilloser und nichtssagender, umso besser!

    Wer diese machtgeile Rotte wählt, macht sich der geistigen Umweltverschmutzung Österreichs schuldig.

  9. SOKs (kein Partner)
    20. Oktober 2010 18:33

    eine kühne Behauptung ist es, der J. Pröll sei aufgewacht. Wäre er, dann tät er, dasselbe wie der Molterer und würde sagen "Es reicht".

  10. Neppomuck (kein Partner)
    20. Oktober 2010 13:21

    Kaiser Franz Josef soll auf die Frage eines Diplomaten, was „seine Majestät“ über einen besonderen Sachverhalt so denke, gesagt haben: „Ich denke nicht, ich lasse denken“.

    Eine äußerst weise Grundhaltung für einen Potentaten, die dieser vielleicht aufgrund seiner Verwandtschaft (Neffe !) mit Ferdinand I., der als „Gütinand der Ferdige“ in die Geschichte einging und von der Revolution 1848 weggefegt wurde, entwickelt hat.
    Angesichts der österreichischen Niederlage bei Königgrätz soll übrigens „Ferdi I.“, dessen Vater und (!) Mutter jeweils auf eine gemeinsame Großmutter (Maria Theresia) verweisen konnten, gesagt haben: „Also, des hätt’ I a no z’sammbracht“.

    Wie sich die Bilder gleichen.
    Wenn auch nur die „geistige Verwandtschaft“ hier und heute eine desaströse Rolle spielt.
    Aber wo lässt das Pendant zu unserer adeligen, im milden Lichte der Vergangenheit glänzenden Herrschaftsschicht denken?

    Die Koalition des „Bauers mit den größten Kartoffeln“ mit dem „Ex-Chef aller Gemeindebau-Hausmeister“ gemahnt an die Allianz zweier Nichtschwimmer, die, ins kalte Wasser eigener Inkompetenz sowie ministrabler Personalnot geworfen, sich in ihrer Hoffnungslosigkeit aneinander klammern, um nicht gemeinsam abzusaufen.
    Die „MHD“ (mittlere Haltbarkeits-Dauer) österreichischer Regierungen wird immer noch von der Hoffnung bestimmt, als eine der (noch) größeren Parteien eine günstige „Startrampe zur Alleinherrschaft“ vorzufinden, um Österreich noch schneller bzw. gänzlich dem Protektorat der undemokratischen EU-Administration zu überantworten.

    Die beiden verwichenen Wahlen haben diese blasse Hoffnung zunichte gemacht.
    Das Kalkül, die nackte Budget-Wahrheit erst dann zu präsentieren, wenn man mit einem blauen Hühnerauge davon gekommen ist, ging nicht auf.
    Die Wähler sind den Befürwortern des „Gro-Ko-deals“ zu stark auf die Zehen getreten, als dass man noch auf ein „Knittelfeld“, welcher Couleur auch immer, hoffen könnte.

    "Jetzt steh’n sie da, die armen Toren, und seh’n die Zukunft als verloren."

    Die eigene Zukunft, versteht sich. Nichts ist mehr mit dem Faulbett der politischen Verantwortung(slosigkeit), in dem man sich so schön räkeln kann, die Wähler haben (nicht nur) Blut "gerochen". Auch viele Fehlentscheidungen, bzw. die Verweigerungen, das Richtige zu tun.

    Macht man weiterhin nichts, d.h.: alles wie immer, rutschen die Zielpunkte der Wählerschuhe in bedrohliche Höhen, folgt man den „normativen Kräften des Faktischen“ (im Sinne einer ‚Diktatur der leeren Kassen’), vollzieht man den Kurs der aufstrebenden Freiheitlichen nach.
    Keine gute Voraussetzung für weitere „Wahlerfolge“, die man ab jetzt nicht mehr herbeireden kann. So blöd sind die Österreicher noch nicht, alles zu glauben, gab und gibt man sich auch jede erdenkliche Mühe dazu.

    Also, Herr Bundes- und Vizekanzler, „lasst denken“.
    Es schmückt den Mann, seine Unzulänglichkeiten einzugestehen, statt diese zu verschleiern und bilateral weiter zu stümpern. Da Neuwahlen trotz des sich anbietenden „Knackpunktes Budget“ auszuschließen sind, sollte wenigstens eine Regierungsumbildung erfolgen, die kaum einen Stein auf dem anderen lässt. Das betrifft sogar den (höchstpersönlichen) Grundstein und die Steine jener Lobbyisten, die man in seinem eigenen Brett angesammelt hat.

  11. Rado (kein Partner)
    20. Oktober 2010 13:19

    Man muss Pröll mindestens genauso vorhalten, welche Leute er da den Wählern zumutet. Von Hahn über Karas zu Busek und Marek. In der ÖVP scheint ein ausgeprägter Hang zur negativen Selektion in der Parteikarriere zu bestehen. Es kommt nur der oder diejenige nach oben, der unfähig und beschränkt genug ist, den Leuten an der Spitze nicht gefährlich werden zu können.

    • Franz L
      20. Oktober 2010 17:03

      @ Rado

      Genau das ist das Problem der ÖVP!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      21. Oktober 2010 07:45

      ?!? Busek ist seit über 10 Jahren weg vom Fenster...

    • Rado (kein Partner)
      21. Oktober 2010 08:51

      @schnabeltierfresser
      Ist er nicht, jedenfalls nicht so, dass er keinen Schaden mehr anrichten könnte. Sehen Sie sich mal die ÖVP Presseaussendungen zum Wiener Wahlkampf an.

  12. Stachel (kein Partner)
    20. Oktober 2010 13:15

    Auch Unterberger sollte sich langsam daran gewöhnen, dass das Volk (der Wähler) immer recht hat. Und wenn auch die Schüssel-Politik angeblich "weltweit bejubelt" wurde ("weltweit" - das ist ja überall, nur nicht in Österreich), sie wurde vom Volk abgewählt, weil sie für die Mehrheit der Österreicher eben schlecht war.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      20. Oktober 2010 15:25

      Meister Stachel:
      Sie sollten auch berücksichtigen, daß die Schüssel-ÖVP sich leider allzu siegessicher wähnte, sich zurücklehnte, ihre Anhängerschaft also nur lauwarm motivierte — und dem gefinkelten, aber hündisch würdelosen Kniefall der SPÖ vor dem "Krone"-Zaren Dichand nichts entgegenzusetzen hatte.
      Für die damalige Mehrheit der Österreicher war die ÖVP nicht "eben schlecht", wie Sie vermuten; sie war einfach zu einfältig, um ihre Wähler überzeugt an die Urnen zu locken ... und viele von denen gingen dann halt am Wahltag lieber spazieren.
      Hochmut (oder, wie klassische Bibelübersetzungen sagen: Hoffart) kommt vor dem Fall.
      Doch dies gilt für alle Menschen, Unternehmen und Parteien. Zu Hochmut hat die marxistisch unterwanderte ÖVP nun gewiß keinen Grund mehr; sie befindet sich im dementen Wachkoma, was die letzten grauen Zellen ihrer Konkursverwalter vollends deaktiviert. Diese Partei, würde Giovanni Trappatoni sagen, "hat fertig". Aber sie begreift es nicht mehr.
      That's the name of the game, baby.

    • Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
      20. Oktober 2010 19:54

      Imperator, Ihr habt den Nagel auf den Kopf getroffen.

      Schüssel und seine ÖVP waren derart von sich überzeugt, dass sie nicht die geringste Anstrengung unternahmen, dem Volk nahezulegen, dass es sich an der rechten Stelle bekreuzige.

      Dazu kam der passende BAWAG-Prozess, bei dem die Rötlichen keine gute Figur machten. Dann kam der schwarze Ex-Banker, der sich in Frankreich verfahren hatte und mit dem gelben Kuvert, wo die Landkarte drin war, vor dem armseligen Häuschen des Pensionisten Elsner gesehen wurde.

      Der fehlende schwarze Dschihad und das ominöse Gelb des Schwarzen waren ein fataler Zufall, und wenn ein einziger Fehler ein Haus zum Einstürzen bringt, dann war es wohl ein Kartenhaus.

    • brechstange
      20. Oktober 2010 22:25

      Dieser einsame, verwirrte Ex-Banker hätte sofort aus der Partei ausgeschlossen werden müssen.

    • Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
      20. Oktober 2010 23:08

      Der einsame Banker. Es ist ja klar, dass der einsame Banker genau wusste, welchen Eindruck es machen würde, wenn man ihn beim Herumirren in den Slums von St. Tropez und so weiter sehen würde. Er war dem gesuchten Banker zu Dank verpflichtet, der hatte ihn früher finanziert.

      Er wusste es genau, aber es war ihm gleichgültig.

      Die Partei ist für ihn (so wie für alle anderen) nur ein Ort, wo man risikolos Geschäfte macht, weil zahlreiche anstehen, um zu etwas zu kommen.

      Die Partei mag Stimmen verlieren, der Einfluss bleibt, und das Geschäft auch. Ein Politiker (oder rin) mag nach verlorener Wahl in die Kamera stammeln, fünf Minuten später ist es ihm wurscht. Die Kasse klingelt weiter, und das Wahlvolk hat seine fünfzehn Minuten gehabt.

      An Hilflosigkeit übertrifft den braven Stammwähler, der immer noch hofft, dass es endlich besser wird, nur der Nichtwähler. Der zählt nämlich nicht einmal fünf Minuten.

      Es hilft nur, die Etablierten abzuwählen. Wer das nicht schafft, soll gleich daheim bleiben und ein Fussballspiel aus der Konserve einlegen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      21. Oktober 2010 07:49

      @ Marcus Aurelius:

      Beim "würdelosen Kniefall der SPÖ vor dem "Krone"-Zaren Dichand" war schon längst Gusenbauer Kanzler. Schwaches Kurzzeitgedächtnis?

  13. Philipp Starl
    20. Oktober 2010 13:09

    Meine Analyse trifft wohl ins Schwarze. Das Wiener Wahlergebnis lässt das ganze Land erstarren. Werner Faymann wähnt sich auf brüchigem Boden, der bei jedem Schritt zusammenbrechen könnte und ihn in die Tiefe reißt. Das Problem dabei: er merkt nicht, dass diese Plattform schon im Sinkflug ist.

    • Brigitte Imb
      20. Oktober 2010 13:22

      Dem Fayli kommt bestimmt ein sozial-gerechtes Parteiauffangnetz zu Hilfe.
      Der könnte doch glatt als Englischlehrer f. Migranten eingesetzt werden.

    • Philipp Starl
      20. Oktober 2010 15:37

      Ich bezweifle, dass Werner Faymann auch nur in irgendeinem bürgerlichen Beruf bestehen könnte und sei es Kindergartenonkel.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      20. Oktober 2010 15:42

      Liebe Frau Imb,
      als Englisch-Schüler bei Migranten wär' unser inniglich geliebter Kanzler besser aufgehoben. Denn die können wenigstens sagen: "Asylum, please! Sorry, no papers."
      Dies würde das englische Vokabular Herrn Faymanns ("I am from Austria", und mehr könnte den Migranten auch nicht beibringen) von vier auf neun Wörter aufstocken.
      Und das reicht locker für eine sozial orientierte Lehrbefähigung in unserer nicht minder geliebten Heimat.

    • Brigitte Imb
      20. Oktober 2010 16:49

      Nix lassen einem die Männer gelten, aber ich geb´keine Ruh´. Dann setz ma den Fayli als Lateinlehrer bei TüMigranten ein, er kennt doch schon "die numerus Klausel".

      Die Laura würd sag´n : "So g´scheit ist der Werner...."

  14. Hummel (kein Partner)
    20. Oktober 2010 12:01

    Ich denke (und hoffe heimlich dass ich zumindest diesmal falsch liege), dass die Regierung so und so bald gesprengt werden wird. Man hat es nur ganz kurz in der Presse gelesen (ist natürlich der Zensur zum Opfer gefallen - man braucht ja schließlich Platz für unsere Asylantengeschichten), aber der Inhalt enthält enormen Sprengstoff.
    Der EU ist es nämlich (erst) jetzt aufgefallen, dass die derzeitigen (und künftigen) Schulden der ÖBB und der Asfinag von unserer Wunderregierung ganz gemütlich ausgelagert worden sind (ich frage mich überhaupt wie man Schulden auslagern kann, Schulden bleiben nun einmal Schulden!).
    Da wird aber die EU etwas dagegen haben. Und wenn die EU da wirklich eingreift, und diese ausgelagerten Schulden dem Budgetdefizit dazu rechnet (was ja eigentlich richtig wäre) dann schaut es ganz düster aus im Hause Österreich. Dann wird man sehen das Österreich - das ja bekanntlich Griechenland massiv unterstützt hat, selber noch schlechter wie Griechenland dasteht und quasi bankrott ist.
    Die Folgen wären für Österreich katastrophal. Wir haben nur noch die Hoffnung, dass die EU bei linken Staaten generell die Augen zudrückt – eine vage Hoffnung für Österreich (leider aber nicht für die, die einmal die Schulden zahlen müssen). Das Pröll noch so ruhig dasitzen kann und sich ausschließlich um die linke Lobby kümmert, ist ja wirklich schon fast Staatsverrat (über die Sozis brauchen wir gar nicht reden – jedes Wort überflüssig)
    Aber was beschäftigt Österreich derzeit ? Genau die Flüchtlinge. Es müssen noch sehr viele Arigonas und Co gefunden werden um von den wirklichen massiven Problemen abzulenken. Die Medien sind natürlich willfähige Helfer. Den Österreichern ist anscheinend alles zumutbar.
    Freundschaft !

    • Ironikus (kein Partner)
      20. Oktober 2010 12:21

      Vielleicht drückt die EU beim heutigentags stramm links geführten Österreich das eine oder andere Auge zu - aber was, wenn der deutlich erkennbare Trend weitergeht und bei den nächsten Wahlen die letzthin nur mühsam wegsanktionierte und wegkerzerlmarschierte ultrarechtsextreme Faschistendiktatur der FPÖ in Österreich an die Macht kommt? Ist es da nicht sogar die heilige Pflicht der antifaschistischen direktdemokratischen und menschenverehrenden Vorzeigeorganisation EU, den Kampf gegen diesen rassistischen, menschenverachtenden und rechtsextremen Aufmarsch in den Regierungsämtern mutig zu stoppen, auch wenn als Kollateralschaden mit dem Bankrott Österreichs auch dessen Volk alles Ersparte und Erbaute verliert? Wenn 40% FPÖ gewählt haben, haben ja auch 40% zu Recht alles im antifaschistischen Widerstandskampf verloren, und der Rest kann sich halt trösten, alles verloren zu haben, weil damit eine Springerstiefeldiktatur von Asylanteninterneirern und Kinderabschiebern in Österreich hat verhindert werden können.
      Zum Glück hat das Land bis jetzt genug weitsichtige und kluge Wähler hervorgebracht, die lieber SPÖ wählen als sich beim Rest der Welt unbeliebt zu machen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      20. Oktober 2010 15:54

      Die Auslagerung der Schulden von ÖBB und ASFINAG wurde eh unter der ultrarechtsextremen Faschistendiktatur der FPÖ in Österreich eingeführt, oder?

    • Josef Maierhofer
      20. Oktober 2010 15:56

      @ Ironikus

      Klar sitzen wir alle im gleichen Boot, das sich bereits im Sog des Wasserfalls befindet.

      Die EU ist für uns keine Hilfe mahr, denn fast alle Mitglieder schwimmen auf gleicher Höhe dem Verderben zu, ein paar sind schon weiter als wir, aber vielleicht machen wir noch das Rennen, als erster oder zumindest zweiter hinunter zu purzeln.

      Wenn Faymann und Pröll noch was in der Birne haben, dann werden sie in Brüssel vorstellig wegen Förderungen und Reduktion der Mitgliedsgebühren.

    • Marcus Arelius (kein Partner)
      20. Oktober 2010 16:17

      Verehrte(r) Hummel,
      ich erwidere Ihr linientreues (grins!) "Freundschaft" dankbar mit dem ersten Vers und dem Refrain der unsterblichen "Internationale", die nicht nur uns beide verbindet, sondern auch das imperialistische Relikt der österreichischen Bundeshymne mit ihrem reaktionär-faschistischen Text in Bälde ersetzen wird:

      Wacht auf, Verdammte dieser Erde,
      die stets man noch zum Hungern zwingt!
      Das Recht wie Glut im Kraterherde
      nun mit Macht zum Durchbruch dringt.
      Reinen Tisch macht mit dem Bedränger!
      Heer der Sklaven, wache auf!
      Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger
      Alles zu werden, strömt zuhauf!

      |: Völker, hört die Signale!
      Auf zum letzten Gefecht!
      Die Internationale
      erkämpft das Menschenrecht. :|

      Alle österreichischen Parteien — nur Herr Strache kann den Text noch nicht ganz auswendig — halten dieses Evergreen für die wahre österreichische Hymne. Wir müssen nur noch "Verdammte" zu Verdammt_Innen", "Völker" zu "Völker_Innen" und "Sklaven zu "Sklav_Innen" gendern und vielleicht "Menschenrecht" zu "Menschenrecht_In"; letzteres muß allerdings überlegt werden, da es mißverständlich auf eine(n) rechtsgesinnte(n) Mensch_In hinweisen lönnte.
      Probleme mit der Metrik werden, wie üblich geworden, durch Vergewaltigung_Innen der Melodie erledigt.
      Der "Bedränger" kann ungegendert bleiben, da diese Spezies bekanntermaßen nur aus Männern besteht.
      Nun zu Ihnen, notabene: Der "Hummelflug" von Rimskij-Korsakow_a heißt ab sofort "Hummel_Innenflug", gell?

    • brechstange
      20. Oktober 2010 16:29

      @schnabeltierfresser
      Die Schulden sind schon viel länger ausgelagert, ich weiß leider nicht seit wann. Es war aber sicher NICHT die schwarz-blaue Regierung.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      21. Oktober 2010 07:53

      @ brechstange:

      Da haben Sie recht, das wurde wohl schon im Rahmen der Währungsunion eingeführt und vom Vertrag von Maastricht auch gedeckt. Sonst hätte eh kaum ein Staat die Euro-Einführung geschafft.

      Paper zum Thema: http://www.oenb.at/de/img/gewi_2009_q1_analyse02_tcm14-99676.pdf

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      21. Oktober 2010 07:56

      Opbwohl, p9:
      Diese Maßnahmen beeinflussten die Fiskalindikatoren ab Mitte der 1990er-Jahre, insbesondere aber in den Jahren 1997, 2001 und 2004 deutlich.

  15. Tertullian (kein Partner)
    20. Oktober 2010 11:51

    die dringliche Budgetsanierung steht und fällt nicht mit dem Abschaffen der "Hacklerregelung"!
    Diese ist nämlich nichts anderes, als eine kurzfristige Geldbeschaffungsaktion für die leeren Pensionskassen, da dafür um teures Geld von Endfünfzigern fehlende Verischerungsmonate nachgekauft werden müssen. Die damit lukrierte Liquidität wird im Umlageweg sofort für besthende Pensionen verwendet.
    Diese bis 2013 gültige Regelung hat auch etwas glücksspielhaftes, da der Hacklerpensionist ja auch früh "in die Kiste hupfen" könnte!
    Einkonkretes Rechenbeispiel sähe nach herrschender Rechtslage so aus:
    Alterspension ab 1.9.2017 mit 100%
    vorzeitige Alterspension ab 1.8.2017 mit 99,84%
    Korridorpension ab 1.9.2014 mit 75,21%
    Hacklerpension ab 1.10.2012 mit 92,62%!!!!
    Also wer ginge da nicht zum frühest möglichen Zeitpunkt?
    Eine grundlegende, ehrlich gemeinte Budgetsanierung sähe anders aus:
    Abschaffung sämtlicher Landesparlamente und Landesregierungen,
    Abschaffung des Bundesrates,
    Straffung der Verwaltung etc.
    Längst geht fast alles Recht von Brüssel aus - das wissen wir alle, benehmen uns aber nach wie vor wie eine schwerfällig zu verwaltende Großmacht.
    Ehrlichkeit und Sachlichkeit wäre endlich angesagt, Herr Pröll!

  16. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    20. Oktober 2010 10:25

    Herr Unterberger, verstehen Sie bitte: die ÖVP KANN nicht in die Opposition. So sinnvol es politisch-strategisch wäre. Was man sich an jahrzehntelanger Arbeit seit Mock an Positivem in Ländern und Ämtern aufgebaut hat, wäre plötzlich gefährdet.

    Hunderte, wenn nicht Tausende verdiente Parteimitglieder könnten in kurzer Zeit vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens stehen. Bauernbundmitglieder müssten ihre Traktorensammlungen verkleinern. Lehrergewerkschaftsmitglieder müssten gar zwei Stunden länger unterrichten. Parteispendenfreudige Unternehmer müssten für öffentliche Aufträge plötzlich Marktpreise anbieten.Und einen Neuverhandlung des Finanzausgleichs ohne ÖVP-Verhandler auf Bundesseite, unvorstellbar für die Landeskassen von Pröll dem Alten et. al.

    Es tun der ÖVP ja schon die zwei in der Zwischenzeit verlorenen Länder unfassbar weh. Sich auch noch aus den Ministerien zurückzuziehen wäre nicht verkraftbar, wahrscheinlich auch finanziell nicht.

    • Trollfresser (kein Partner)
      20. Oktober 2010 10:42

      STF

      Im ERgebnis stimme ich diesmal mit Ihnen überein.

      Aber in bälde kann man sicher über der VP das Kreuz machen weil die sich in eine Kleinelandwirtepartei und in eine Kleineindustriellenpartei aufspalten wird. Der sprichwörtliche Kleine Mann ist ja schon weitgehend bei der Partei der Kleinen Leute.

    • Josef Maierhofer
      20. Oktober 2010 10:51

      Wo Sie recht haben, da haben Sie recht.

      Die ÖVP kann sich, übrigens genauso wie die SPÖ und die anderen, zufolge genau dieser Fakten nicht mehr ändern und fährt gemeinsam mit den anderen im Schlafwagenexpress ind die Schuldenschlucht.

      Wahrscheinliach auch finanziell nicht, da komme ich nicht ganz mit. Meinen Sie da die Löhne der Spitzenbeamten oder was anderes ?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      20. Oktober 2010 12:26

      Mit finanziell meine ich, dass durch das Besetzen von öffentlichen Entscheidungsträgern durch Regierungsbeteiligung ja auch immer im Hintergrung Geld in die Parteikasse gespült wird. Ein Christian Konrad würde der ÖVP z.B. was husten, wenn sie in Opposition wäre.

  17. M.U. Shrooms (kein Partner)
    20. Oktober 2010 09:23

    Faymann und Pröll passen bestens zusammen. Der mutmaßliche Bundes-Cancler hat bislang alles auf Regimentsunkosten eingekauft und wird das weiter tun.

    Aber Pröll? Der war doch von Anfang an als Nullnummer erkennbar. Ich sehe aber nach seinem Scheitern eine große Chance für ihn als Personalberater. Wer eine Firma oder Organisation umbringen will jubelt denen Pröll als Personalchef oder Headhunter zu. Ein Jahr später ist der Laden tot.

  18. Reinhard (kein Partner)
    20. Oktober 2010 05:52

    Der Duft, der von den Futtertrögen verströmt wird, ist allzu verlockend.
    Die Wahl zwischen der von außen geforderten und gut bezahlten Vizekanzlermarionettenstelle und einer undankbaren und mühsamen Opposition fiel halt nicht allzu schwer.
    Dabei wäre es genau das, eine starke, intelligente und aufdeckende Opposition zur geldverschwendenden zukunftsvernichtenden und österreichfeindlichen Sozialistenherrschaft, was der ÖVP hätte grandiose Siege bei den nächsten Wahlen garantieren können.
    Aber so sitzen sie lieber an den Futtertrögen und stopfen sich die Backentaschen voll, signalisieren dem Volk inklusive der bisherigen Zielgruppen (Ausnahme Beamte), dass ihnen deren Schicksal und Zukunft vollkommen wurscht sind, wenn nur der Futtertrog in Reichweite bleibt. Schnell noch nachbunkern, wer weiß wie lange es noch geht. Die ÖVP hat sich intern bereits aufgegeben, versucht schnell noch ein paar Schäfchen ins Trockene zu bringen und die Freunderln zu bedienen, bevor das ganze System den Bach runtergeht.
    Man könnte den Verdacht bekommen, die wissen etwas über Österreichs Zukunft, was wir erst erahnen...

    • Reinhard (kein Partner)
      20. Oktober 2010 06:03

      Was Faymanns Absage an Sparfolgen für Jung, Alt und Arbeitnehmer angeht:
      Es bleibt noch eine Gruppe übrig: die Unternehmer. Jene soziale Gruppe der superreichen kapitalistischen Ausbeuter, die in perfider Täuschungstaktik ihren Superreichtum so verstecken, dass sie ein Viertel derer stellen, die unterhalb der von den Sozen selbst so oft angestrengten Armutsgrenze leben. Bei diesen kapitalistischen Klassenfeinden lagern sicher im Keller versteckte Goldtruhen und in Kopfkissen eingenähte Millionen, die diese Gewinner der Krise endlich zum Bezahlen des von ihnen verursachten Leids enteignet werden müssen.
      Faymann, der Ritter von der grinsenden Gestalt, wird auch noch den letzten Kleinunternehmer so lange ausschröpfen, bis diese lieber in die von den dortigen Auswanderern zurückgelassenen Häuser im Kosovo auswandern, als sich hier weiter auspressen zu lassen.
      Ich habe mich gestern abend mit meiner Frau über ein Abwandern nach Kanada, wo sie Verwandtschaft hat, unterhalten. Es wird immer interessanter.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      20. Oktober 2010 10:29

      Kommt drauf an was Sie als Unternehmer gewinnen. Körperschaften wird schon nichts passieren, die sehr niedrigen und sehr hohen Einkommen werden auch nicht angerührt werden. Kapital ist ja auch so volatil.

      Draufzahlen werden, wie immer, Arbeitseinkommen zwischen 25 und 60K, die Auswanderung nach Kanada ist für viele doch eine große Hürde.
      http://steuermythen.at/images/stories/m3g1_joe.png

    • Reinhard (kein Partner)
      20. Oktober 2010 10:55

      @Schnabeltierfresser
      Eben, es wird die Kleinunternehmer treffen (danke für die Grafik, die sich allerdings auf Bruttolohn bezieht; bei Gewinnen gelten z.B. höhere SV-Beiträge durch des Selbsttragen der Arbeitgeberbeiträge etc.), die sogar am massivsten durch die Krise verloren haben.
      Die wenigen Großindustriellen haben schnell ein paar Leute an den Sozialstaat delegiert, die Arbeiter haben wenig bis gar nichts verloren, Pensionen und Beamtenbezüge wurden gar erhöht, nur die Kleinunternehmer durften die Umsatzeinbrüche eins zu eins an ihrer Privatentnahme büßen.
      Und genau jene sind es jetzt, die wiederum zur Kasse gebeten werden, weil die Sozen es einfach nicht über sich bringen, ihre alten marxistischen Feindbilder der neuen Realität anzupassen.

    • Josef Maierhofer
      20. Oktober 2010 10:55

      @ Schnabeltierfresser

      Schlimm wird es aber, wenn dann die Limits für die Sozialmatte hinuntergeschraubt werden müssen, dann fliegen die Steine.

  19. Wolfgang Bauer
    19. Oktober 2010 23:58

    Leider ist Jos. Pröll naiv...
    Darum ist die ÖVP im Tief.
    Wenn sie sich heraus will winden,
    muss schnell er etwas neues finden...

    Als aufmerksamer Zeitungleser hat man schon vor etwa einem Monat mitbekommen, dass die SPÖ - Granden in ihrer Vorwahlklausur die einhellige Meinung vertreten haben, dass Sparmaßnahmen nicht notwendig seien.
    Die ÖVP ist halt mit so einem Koalitionspartner schon arm, aber leider nützt da dauerndes Umfallen auch nix....wann wird sie draufkommen? Wenn alles im A.... ist?

    Mit den herrschenden Lippendemokraten in der SPÖ kann natürlich nicht zukunftssichernd regiert werden. Sie verdummen die Bevölkerung (Schule ohne Wirtschaftskunde, ORF, AK-Broschüren mit Uralt-Klassenkampf für jeden Haushalt etc. etc.) und gewinnen damit jede Wahl, weil die verführten Verdummten immer die Mehrheit darstellen. Dass diese später die Hauptlast der Verarmung tragen werden, wissen sie jetzt noch nicht.... und das wird dann 'das neue Jahrhundert der Sozialdemokratie'...
    Dass sie das Ausländerthema anders anpacken müssen, werden sie schon bald gelernt haben. Der Cap wird diesen Schwenk zur heutigen FP-Domäne schon erklären können, glab holt i...
    Übrigens: Der Chefredakteur der Migrantenzeitschrift 'Biber' o.ä. hat unlängst im Radio entdeckt, dass die unbedingte Forderung nach Deutschkenntnissen bei Migranten eigentlich eine "absolut totale linkslinke Position ist". Dass dagegen von den Linken Lichtermeere veranstaltet worden sind, hat ihm im Politikwissenschafts- oder Publizistikstudium offensichtlich niemand gesagt.

    • cmh (kein Partner)
      20. Oktober 2010 10:44

      Frei nach Tante Jolesch:

      Herr WählerIn, mein Koalitionspartner verblödet mir unter der Hand.

  20. fosca
    19. Oktober 2010 17:09

    Vermutlich dämmert es Pröll langsam - allzu langsam- worauf er sich da mit Faymann eingelassen hat. Nach Faymanns Wahlstrategien 2008 hätte die ÖVP auf ein Mitregieren in dieser fatalen Koalition absolut verzichten und die SPÖ logischerweise in eine Minderheitsregierung zwingen müssen, aber zu Verlockend schien eben die Hälfte der Macht und Pröll dachte, mit einem "Leichtgewicht" wie Faymann eine "g'mahte Wiesn" vorzufinden. Er hat damit den unlauteren Machtapparat hinter Faymann völlig unterschätzt und diese Kurzsichtigkeit wird ihm ein noch böseres Erwachen als er in Wien erlebt hat, bescheren.
    Das Jammern und Heulen darüber kann man jetzt schon erahnen, nur es wird zu spät sein und das ist gut so.
    Der Krug ÖVP muß nuneinmal so lange zum linken Brunnen, bis er weiß, wie dort agiert wird. :-(

  21. Celian
    19. Oktober 2010 13:34

    Schaut man etwa nach Frankreich, das im Chaos versinkt, nur weil das Pensionsantrittsalter von 60 auf 62 angehoben wird oder nach Stuttgart, das von immer mehr werdenden Demonstranten heimgesucht wird, die unverhohlen gegen die Verkehrskonzepte der Moderne protestieren, so ist es nur verständlich, daß in Österreich mehr denn je Politiker jeglicher Couleur vor großen Veränderungen zurückschrecken.

    Selbst die kleinste Irritation wird von einer bestimmten Gruppe aufgegriffen und solange durch die Medien breit getreten und auf die Spitze getrieben, bis keine Diskussion mehr möglich ist – mit anderen Worten, die Menschen werden verhetzt. Auch in Österreich ist dieses hochansteckende Massenphänomen virulent, man denke nur an die unsäglichen Donnerstagsdemonstrationen, bei der eine demokratisch gewählte Regierung in die Knie gezwungen werden sollte. Oder man denke nur an den Aufschrei jüngst wegen der Abschiebung der beiden Kinder in den Kosovo. Danach ist keine Debatte über Einwanderung mehr sinnvoll möglich. Wir haben diese Jagdgesellschaft schon seit mindestens 10 Jahren im Lande und mir scheint mehr als in anderen Ländern.

    Das gesellschaftliche und politische Geschehen in Europa und in der EU wird zunehmend von einem laut um sich schreienden Mob aus Antifas, Linkschaoten und sonstigen Autonomen bestimmt, der zwar nicht ganz die Meinungs- aber um so mehr die Lufthoheit hat. Und so mit seinen „linken Aktionen“ auch die Bevölkerung auf seine Seite bringt. Zumindest wird das in den Parteizentralen befürchtet und wohl nicht ganz zu unrecht.

    Es darf also nicht verwundern, wenn die Regierung in Österreich mit unangenehmen Ankündigungen eher zurückhaltend ist oder sich überhaupt wie das Mäuschen vor der Schlange verhält. Das soll jetzt keine Entschuldigung für Faymann sein. Der würde auch unter besseren Umständen nicht von seinem desaströsen Kurs des geringsten Widerstandes abweichen. Aber es ist dieses Polit-Klima der Verhetzung und Diskussionszerstörung, das Politiker wie Faymann erst möglich macht.

    • brechstange
      19. Oktober 2010 19:11

      Einen langen Atem braucht es bestimmt. Doch in Summe würde es sich bezahlt machen, standhaft zu bleiben.

    • Celian
      19. Oktober 2010 21:10

      Bezahlt machen? Für wen?
      Schüssel ist heute einfacher NR-Abgeordneter, steht im 2. Glied.
      Und er wurde in den Aufsichtsrat eines deutschen Energieversorgers gewählt.
      Sehr schön.

      Waum soll sich also jemand diesem Druck der P.C. aussetzen?

    • brechstange
      20. Oktober 2010 08:20

      Um des Staates Österreich willen.

    • cmh (kein Partner)
      20. Oktober 2010 10:49

      Celian:

      Trichinen jagen nicht. Es kann sich daher um keine Jagdgesellschaft handeln nicht.

      Es empfielt sich lediglich die Anwendung ausreichender MEngen Wurmmittels. Damit sind die Mittel unserer aufgeklärten Wissenschaft gemeint und nicht die alten Wurmsegen (Bequatschungen) von denen sich die ollen Germanen noch was erhofften.

    • socrates
      22. Oktober 2010 15:00

      F ist mehr Freiheit gewohnt wie Ö. Es gibt 2 Sorten von Jugendlichen: die einen ohne Schulbildung, gewaltbereit und rassistisch, kommen aus den "heißen Bezirken". Dort darf nicht einmal die Polizei hin, es gibt keine Behörden, Schulen, Spitäler und Ärzte. Die fahren lieber als "Ärzte ohne Grenzen" in die ganze Welt als ihr Leben in diesen Vierteln zu riskieren.
      Die anderen, normal gebildet und qualifiziert, finden trotzdem keine Arbeit. Da das Militär eingestellt wurde, drängen jetzt alle auf den Arbeitsmarkt und finden keinen Job. Für diese ist die Nachricht, daß die Alten länger bleiben, eine Garantie für längere Arbeitslosigkeit. Auch dort verschwindet mehr Geld als für die Pensionen nötig wäre. Daher die Aufstände.
      Bei Streiks wird in F niemand bezahlt. Das ist anders als unsere bezahlten Streiks und Betriebsversammlungen. Die "disnomia" gehört beseitigt.

  22. Ritter vom Kapall
    19. Oktober 2010 13:34

    Langsam wird mir die ÖVP unheimlich - und zwar im negativen Sinn der Worte.

    Neben den von Dr. Unterberger angesprochenen Baustellen gibt es noch:

    - Eine Niederlage in der Stmk, die wie ein Sieg gefeiert wird

    - Ein Wahl-Desaster in Wien, welches letztendlich auf horrende personelle Fehlentscheidungen des Obmann zurückzuführen ist

    - Ein fürchterliches Herumeiern bei der Budgeterstellung, wobei auch die erfolgte Verschiebung mit vernüftigen Argumenten erklärbar gewesen wäre.

    - Eine Justizministerin, deren Urteil in einem der größten Prozesse der 2. Republik von der Generalprokuratur in der Luft zerrissen wurde.

    - Eine Innenministerin, die nicht weiß, wo ihr der Kopf steht und ob sie nun Strache rechts überholen soll oder doch SOS-Mitmensch beitritt.

    Josef Pröll wird sich für die nächsten Monate warm anziehen müssen, wenn er noch daran glaubt, daß die ÖVP wieder einmal den Kanzler stellt.

    P.S.: Auch wenn Dr. Unterberger immer wieder an das goldene Schüssel-Zeitalter zurückdenkt - Die Niederlage bei der Wahl 2006 geht leider auf dessen strategische Fehlentscheidungen, vor denen er im Vorfeld, wie ich weiß, massiv gewarnt wurde!

    • cmh (kein Partner)
      20. Oktober 2010 09:10

      So massiv können die Warnungen nicht gewesen sein. Ich erinnere mich an den Leitartikel Fleischhackers in der Presse, am Samstag vor der verlorenen Wahl, in dem er eine Schwarz/Grüne Koalition dringend empfahl. Aus heutiger Sicht ein massiver Holler.

      Ich kann mich weiters noch erinnern, als ich während der Zeit der Kanzlerschaft Schüssels von einem älteren Freund und gestandenem Schwarzen gefragt wurde: "Glaubst Du nicht auch, dass der Schüssel kalt und präpotent ist?"

      Noch heute höre ich aus schwarzen (!) Kreisen immer wieder, Schüssel hätte sich mit einer Lüge an die Macht gebracht.

      Mit Leuten, die sich sowas (oben nur zwei Beispiele) einreden lassen sind keine Wahlen zu gewinnen. ERinnern wir uns an die Wahlversprechn von Schröder in D und von Gusenbauer in Ö. Die zwie haben soviel zusammengelogen, dass sogar sie selbst nicht damit rechneten, der wähler würde ihnen das abnehmen. Hat er aber und die zwei mussen aus dem Stand eine Regierung bilden. Etwas das ihnen ungelegen kam.

      Fehlentscheidungen gerade in Wahkämpfen kommen immer wieder vor und werden im Team gemacht. Der Spitzenkandidat muss es sich dann allein vorwerfen lassen. Das ist aber eine komplet falsche Sicht der Dinge.

      Eine Fehlentscheidung trifft ja in erster Linie der Wähler, der einer Propaganda aufsitzt und nicht der Stratege der unterlegenen Partei.

    • Josef Maierhofer
      20. Oktober 2010 11:01

      Ja, Dr. Schüssel wurde gewarnt.

      Trotzdem hat er sich damals im Bawag Skandal gesonnt und das war gleichzusetzen mit der Aufgabe seines Wahlkampfes. Es kann ja nichts passieren.

      Es passierte.

      Damit hat er auch dazu beigetragen, daß seine Arbeit von Dilettanten zerstört wurde.

  23. Brigitte Imb
    19. Oktober 2010 13:23

    OT- Entschuldigung, aber ich setze meinen Beitrag auch hier noch einmal herein, er erscheint mir nicht uninteressant.

    Interessante Neuigkeiten von den Eidgenossen.
    Eine befreundete Schweizerin hat mir geschildert, dass die Schweizer am 28.11. über eine sog."Ausschaffungsinitiative" abstimmen. Die traun sich was und das wird in Europa eine kl. Erdbeben geben, denn lt. Umfragen sprechen sich bereits jetzt 62% der Schweizer Bürger dafür aus.
    Ach ja, und diese Initiative geht v. der Schweizer Volkspartei aus. Unsere würden sich vor lauter politischer Korrektheit niemals zu einem derartigen Begehren bekennen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Eidgen%C3%B6ssische_Volksinitiative_%C2%ABf%C3%BCr_die_Ausschaffung_krimineller_Ausl%C3%A4nder_(Ausschaffungsinitiative)%C2%BB

  24. Amtsbekannt
    19. Oktober 2010 13:21

    ABGESANG AN DR JOSEF PRÖLL UND DIE ÖVP

    Die VP unter J. Pröll agiert Konzeptlos und Ideenlos, ohne Führung. Der Kapitän wäre vielleicht ein guter Finanzminister oder LW-Minister.
    Aber als Führer der VP leider nicht geeignet. Das Boot ÖVP steuert in den Abgrund.
    Ich habe heute bei einem Meeting Kollegen aus Wien, Nö und BGLD getroffen, allsamt VP-Gewogene.
    Unisono die Meinung, dass jeder spürte, dass es mit der VP abwärts geht.
    Letztendlich bekundeten fast alle Anwesenden, dass auch sie die VP nicht mehr wählen werden.
    Wer ein wenig Empfinden und Gefühl für die Stimmung und das Volk hat, weiß dies nunmehr.
    Pröll aber versenkt das Schiff ÖVP.
    Siehe Wien: Die Grünen werden das Rennen machen; die katastrophale Marek -aus dem Bussek Stall - hatte sich ohne Konzept, ohne Wenn und Aber schon vor der Wahl den Stadtroten ausgeliefert.
    Auch in der Sankt Eiermark hätten wir schon längst Rot-Grün, wenn rechn. möglich.
    Hat die VP die Möglichkeit einer rechten Mehrheit, so lässt man sich von den rot-grünen einlullen, es wäre doch nicht möglich mit radikalen zu koalieren.
    Gibt es eine linke Mehrheit, dann Grüß Gott.
    Und letztendlich hat den Kurs eines Schiffes der Kapitän zu verantworten.
    Er hat versagt.
    Ich bitte die 2te ÖVP Führungsebene endlich Taten zu setzen um schlimmeres zu verhindern.
    Meinem Bauchgefühl zur Folge würde die ÖVP bei mom. Umfragen bei ca.20 %liegen. Und es täuscht mich selten.

    • Wertkonservativer
      19. Oktober 2010 13:51

      Werter "Amtsbekannt",

      sind Sie wettfreudig? Ich würde - als alter Optimist - die ÖVP in ihrem derzeitigen Zustand auf 27 bis 29% Wähleranteil einschätzen. Drei Flaschen Südtiroler Blauburgunder (kann auch Brünnerstraßler sein!)? Würde mich freuen, diese Wette zu gewinnen! We'll see !

    • Amtsbekannt
      19. Oktober 2010 13:57

      @Wertk.

      Wette gilt, soweit für mich als "normalo" finanzierbar.
      Nur, wie kommen wir zu einem wettergebnis?

      wer befragt momentan? von welcher richtung beeinflusst?
      wahlen erst 2013!

      wie moch ma?

    • Samtpfote
      19. Oktober 2010 14:14

      Beim Unterbergertreffen ausschnapsen?

    • Brigitte Imb
      19. Oktober 2010 14:30

      Darf ich mitwetten? Von mir bekommen sie max. 22 % zugestanden und wenn die ÖVP in der uns bekannten Manier weitermacht, bin ich geneigt mich an Amtsbekannt anzuschließen - 20%.

    • Wertkonservativer
      19. Oktober 2010 14:55

      Freue mich über die rege Wettbeteiligung, bleibe jedoch bei meinem Einsatz und der zu erwartenden ÖVP-Quote (mangels baldiger Wahlen eben nach seriösen Zwischen-Umfragen)! Vielleicht ergibt sich ja irgendwann 2011 die Möglichkeit, die Wetten abzuhandeln.
      Übrigens: was hört man zum geplanten Treff am 30.d.M.? Habe heute A.U. per Mail diesbezüglich befragt. Oder ist das im inneren Kreis der "21 Aufrechten" bereits ausgeschnapst. und ich armer Wertkonservativer von der Teilnahme ausgeschlossen? Teifi, Teifi, das würde mich kränken!

    • Brigitte Imb
      19. Oktober 2010 15:12

      Mit Verlaub, Wertkonservative aus dem "erlauchten" Kreis auszuschließen wäre doch ein Frevel.

      Ich werde gleich einmal in der Zentrale nachfragen, immerhin schreiben wir bereits den 19.

    • Amtsbekannt
      19. Oktober 2010 15:14

      @wertk.

      ich glaube A.U. schließt niemanden aus.
      und wer es nicht erträgt auch andere meinungen zu hören und achten, wird sowieso nicht kommen.

      also ich komm nicht! war spass!

      wird aber leider berufl. nicht gehen.

    • donnerlütchen
      19. Oktober 2010 15:41

      Wenn die Schwarzen 20 % und die Sozi nicht viel mehr bekommen, wer erhält dann die restlichen 60 % der Wählerstimmen ? Hoffentlich nicht die Sex-Bombe Glawitschnik.

    • Josef Maierhofer
      19. Oktober 2010 16:07

      @ donnerlütchen

      Immerhin hat Frau Glawischnig Kinder und ist zumindest Mutter und kommt an die 2,1 schon knapp heran.

      Als Mutter ehre ich sie, für den Politquatsch aber nicht, auch wenn ich vermute, daß viele der Mutterpflichten von ihrer Umgebung wahrgenommen werden. Sie ist ja politisch tätig und sicher kaum zu Hause.

    • Wertkonservativer
      19. Oktober 2010 17:48

      @ donnerlütchen:
      Wie wär's mit dieser ca.-Aufteilung?:
      ÖVP 27 %
      SPÖ 26 %
      FPÖ 32 % (würde das den geneigten FPÖ-Sympathisanten genügen?)
      Grüne 12 %
      Sonst. 3 %
      Gibt nach Adam Riese 100%. Was wollen Sie daraus machen?

    • Wertkonservativer
      19. Oktober 2010 18:28

      @ Donnerlütchen

      Nachtrag zu meiner Wahlvorschau 2013:
      BZÖ bewusst nicht berücksichtigt, wird 2013 nach meiner Meinung bei Bundeswahlen nicht mehr präsent sein (siehe u.a. heutige Spaltungs-Diskussionen). Scheibner, Stadler u.a. sollten wieder in den Schoß der FPÖ zurckfinden.

    • Brigitte Imb
      19. Oktober 2010 18:54

      @Wertkonservativer

      Diejenigen hier im Forum, die FPÖ Sympathien hegen, stammen bestimmt zu 98% aus dem ÖVP Lager, einschließlich meiner einer. Die permanenten Enttäuschungen, welche diese Partei ihren Wählern antut, hat vermutlich zu diesen Handlungen gezwungen.

      Ihre prozentuelle Aufteilung gefällt mir ganz gut, nur eine klitzekleine Korrektur der GrünInnen ( nach unten, in den einstelligen Bereich) wäre für mich wünschenswert, meinetwegen zu Gunsten der ÖVP.

      Na das wird ein Fest - 9 Flaschen Wein für 3, wuiii.

    • Brigitte Imb
      19. Oktober 2010 19:06

      Arbeiten "Amtsbekannter" auch Sa Abend? Löblich, aber ich für mich möchte gar nicht mehr so fleißig sein.

      Und als echte "WeibIn" laß´ ich den Gemahl arbeiten, am 30.+31., schließlich muß er mir ja was bieten können. *g*

    • Amtsbekannt
      19. Oktober 2010 19:23

      liebe brigitte!

      normalerweise arbeitet auch ER nicht am samstag, doch ist dies diesmal eine aus von der nahme.
      eine sozusagen veranstaltung für unsere kunden, brot und spiele würde ich meinen.
      meine aufteilung wäre diese:
      29 %SPÖ
      32% FPÖ
      20%ÖVP
      15 % Grün
      sonstige

    • Brigitte Imb
      19. Oktober 2010 21:13

      @donnerlütchen

      Die Eva ist doch keine Sexbombe, maximal ein Sexknochen.

    • Reinhard (kein Partner)
      20. Oktober 2010 09:04

      @Brigitte Imb
      Eine Bombe nach der Explosion vielleicht... ;o)

    • Trollfresser (kein Partner)
      20. Oktober 2010 10:57

      Bei Glawitschnik denke ich immer nur an die bevorstehenden sieben mageren Jahre. In denen werde ich mich von der Trias der Gemütlichkeit auf das Singen beschränken. Enthaltsamkeit soll ja auch ein Wert sein.

  25. Wertkonservativer
    19. Oktober 2010 13:14

    Erstmals drängt es mich, zu einem A.U.-Kommentar ein zweites Mal Stellung zu nehmen (die "Gehirnwäsche" etlicher Gelbsternderl-Blogger scheint bei mir langsam Wirkung zu zeigen!).
    Altkanzler Dr. Schüssel braucht mir Niemand neu einzureden, den mochte ich schon vor seiner Kanzlerschaft, deren Verlauf dann meine in ihn gesetzten Hoffnungen eindrucksvoll bestätigte. Nur, ob er bereit wäre, nochmal das ÖVP-Panier zu ergreifen, wage ich zu bezweifeln: dazu ist er nämlich viel zu gescheit!

    Eine baldige Neuwahl könnte vielleicht eine Polit-Katharsis hervorrufen; durchaus möglich, dass dann die FPÖ (allerdings vorher bitte mit "Ingtelligenz-Spritzen" auf mehr als Durchschnitts-Niveau zu bringen!) die bisherige Koalitions-Unbrüderschaft sprengen könnte, sozusagen als Hecht im Karpfenteich!

    Der ÖVP könnte es - bei möglicher Zusammenarbeit FPÖ /SPÖ - durchaus gut tun, sich in einigen Jahren Opposition an Haupt und Gliedern erneuern zu können. Versuchen könnte man es ja! Wahrscheinlich müsste man jedoch zuerst die diversen Landeskaiser entmachten und in Pension schicken, um politisch zielstrebig und klar wirken und entscheiden zu können.
    Wie Sie sehen, bin ich trotz meiner Alterstarrheit und ÖVP-Schlagseite gescheiten Anregungen gegenüber durchaus aufgeschlossen. No, was sagen Sie jetzt, liebe Mitblogger?

    • Amtsbekannt
      19. Oktober 2010 13:25

      no ja, ich kann mich durchaus für diesen kommentar erwärmen.

    • brechstange
      19. Oktober 2010 13:41

      Aufgrund der Wahlkampfführung der SPÖ unter Gusenbauer und dem Sprengstoff-Wahlkampf hätte die ÖVP in Opposition mit gründlicher Erneuerung gehen müssen. Ich denke, sie wäre heute vorne.
      In der Talkrunde nach der Wahl sagte nämlich Dr. Schüssel Denkwürdiges: "Ich habe blaue Schultern durch die vielen Schulterklopfer." oder so ähnlich. Das sagt mir, dass die ÖVP schon damals ordentlich krankte. Anstatt auf Regeneration in der Opposition zu setzen, ging man in die Koalition und ließ sich von der SPÖ die Bedingung stellen "Ohne Dr. Schüssel!". Ein weiteres Zeichen nicht in die Koalition mit den Roten, den populistischen Verrätern unserer Republik, zu koalieren.
      Alles nichts genutzt, wie es scheint. Heute koaliert in der Steiermark der Schützenhofer und in Wien vielleicht bald die Marek mit den Roten. Wahrscheinlich sind sie noch nicht tief genug angekommen.

    • mike1
      19. Oktober 2010 13:43

      eine fpö/spö koaltion wäre zweifellos eine interessante sache ! da könnt sich die övp wirklich mal 5 jahre (vielleicht auch weniger) erholen!

    • brechstange
      19. Oktober 2010 19:10

      @wertkonservativer
      Für das Treffen am 30. müssen Sie sich per E-Mail bei Dr. Unterberger anmelden, dann bekommen Sie die Information.

    • Brigitte Imb
      19. Oktober 2010 19:19

      Niemandem in der ÖVP geht es um Sanierung, bzw. Gesundung, die fürchten die Opposition wie der Teufel das Weihwasser. Sie wären weg von den Futtertrögen und der Macht, und das wollen sie sich freiwillig nicht antun.

      Mittlerweile finde ich gr. Teile der ÖVP als untragbar und es fällt mir a priori keine/r ein, dem ich zutrauen würde den lecken Kahn "ÖVP" an Land zu ziehen.

      Wo sind die Menschen in der ÖVP, die sich ihrer Wurzeln besinnen?

    • Wertkonservativer
      19. Oktober 2010 20:13

      @ brechstange,

      habe ich schon, danke!

  26. Graf Berge von Grips
    19. Oktober 2010 12:48

    Nr.266
    Einen Rat an Herrn Pröll (ist halt meine Lösungsvariante)
    Vielleicht wär's besser, weniger auf den Onkel zu hören und mehr auf die Tante?

  27. Xymmachos
    19. Oktober 2010 12:46

    Auch wenn's nicht hier hergehört:
    Die Generalprokuratur empfiehlt die Neuaustragung des BAWAG-Verfahrens!!! Da schaut die ÖVP-Justizministerin (samt Kabinettschef) wohl eher betreten durch die Brille. Nehme an, das ist A.U.s nächstes Thema hier im Blog...

  28. Geldfux
    19. Oktober 2010 11:21

    Wenn sich einer Ziffer 1 zwei Nullen anschließen, dann wird diese vereinzelte Null das hundertfache der 1! Pröll hat leider übersehen, dass auch er Pröll nur eine Null ist und keine Ziffer eins! Sonst wären er und Faymann zusammen das Zehnfache! Das Ergebnis von zwei Nullen, ist mathematisch immer Null, egal ob man sie addiert, subtrahiert oder quadriert. Ja schon in der Volksschule müssten die beiden grosse Schwierigkeiten gehabt haben!

  29. Josef Maierhofer
    19. Oktober 2010 09:26

    Pröllportrait, was wäre wenn.

    Es ist richtig, daß Pröll an die Macht wollte, genauer gesagt, vom Onkel geschoben wurde, weil sonst der Onkel selbst hätte einschreiten müssen. Der Onkel wird vermutlich nicht mit der Unfähigkeit und Naivität des 'Bauernopfers' gerechnet haben.

    Was wäre, wenn die ÖVP sich auf ein bürgerliches Programm der Werte und ein Programm für Österreich einschwören könnte ?

    Was wäre, wenn die ÖVP imstande wäre, Dr. Pröll abzuziehen und Dr. Schüssel zu bringen ?

    Das wäre zu wenig.

    Was wäre, wenn die ÖVP den Koalitionsvertrag kündigt und Neuwahlen mit Dr. Schüssel schlagen würde ?

    In allen Fällen aber wurde von der ÖVP das Vertrauen der Bürger gebrochen und ich meine, Dr. Schüssel wäre wohl die einzige Person in dieser Partei, die noch Vertrauen in der Bevölkerung hat.

    Was wäre, wenn jetzt Neuwahlen wären ? Eine Katastrophe wäre das nicht, sondern logisch. Jedenfalls sehe ich bei Neuwahlen, wenn es schlecht läuft, Blau-Schwarz kommen und nicht Schwarz-Blau. Dann hätte der Onkel auch kein Problem mehr mit dem Personal.

    • Kaffeehäferl
      19. Oktober 2010 13:46

      Stimmt, das Problem mit dem Personal hätte dann die FPÖ, nicht der Onkel.

    • Josef Maierhofer
      19. Oktober 2010 14:46

      @ Kaffehäferl

      Die hätte das immer.

    • cmh (kein Partner)
      20. Oktober 2010 10:59

      Keine Angst: Der Schüssel ist ja nicht blöd und auch nicht vergesslich. Der kommt Euch sicher nicht mehr.

    • Josef Maierhofer
      20. Oktober 2010 11:06

      @ cmh

      Ich fürchte, Sie haben recht, verlöschte Feuer kann man nicht mehr neu entfachen.

  30. M.S.
    19. Oktober 2010 09:18

    Die einzige und letzte Chance der ÖVP besteht darin diese unselige Koalition mit dieser verantwortungslosen SPÖ sofort zu beenden, falls mit ihr kein effizientes Sparbudget zu erreichen ist. Ganz gleich was dann passieren wird, ob die SPÖ einen fliegenden Wechsel zu einer anderen Koalition, zu einer Minderheitsregierung versucht oder ob es Neuwahlen gibt, muss die ÖVP einen personellen Wechsel an Haupt und Gliedern vornehmen, sowie einen radikalen Kurswechsel, zurück zu einer verlässlichen, vorausschauenden konservativen Politik beginnen. Auch wenn Neuwahlen zum jetzigen Zeitpunkt für die ÖVP verloren gehen würden, nach einer Regeneration in der Opposition könnte -nach dem zu erwartenden rot-grünen Chaos- die ÖVP wieder in einer besseren Position in diesem Land maßgeblich die Politik gestalten

    • simplicissimus
      19. Oktober 2010 10:34

      ja, aber die protestposition ist schon von der fpö besetzt. die övp würde sich daher und auch wegen ihrer leitls etc unendlich schwer tun.
      ich setze nicht mehr auf sie.

    • mike1
      19. Oktober 2010 11:06

      @ M.S.: grundsätzlich stimm ich ihnen zu:

      aber eine rot-grüne koalition würde voraussichtlich die unverantwortliche politik in verschärfter form weiterführen und den österreichischen karren noch weiter in den sumpf fahren. das können wir im moment wirklich nicht brauchen.

      in deutschland haben die rot-grünen schon bewiesen, wie man es nicht macht. deutschland war schon praktisch bankrott und musste von der cdu/csu gerettet werden.

      in anderen zeiten wäre ich sofort für ein "es reicht" !

    • simplicissimus
      19. Oktober 2010 12:39

      mike1: man kann nur hoffen, dass es sich nicht mehr (nie mehr!) für rot-grün ausgehen wird.

    • M.S.
      19. Oktober 2010 18:06

      @simplicissimus @mike1
      Ich verstehe ihre Einwände sehr gut. Es geht nicht nur um die Rettung der ÖVP sondern noch mehr um das Staatswohl und da wäre rot-grün sicher verheerend. Das Hauptübel ist, dass es in Österreich seit langer Zeit eine rechte Mehrheit im Parlament gibt, aber immer eine mehr oder weniger linke Politik gemacht wird.

    • Brigitte Imb
      19. Oktober 2010 19:09

      Wenn ich an eine ROT/GRÜNE Koalition denke, oh Graus, da läuft mir glatt der kalte Schauer über den Rücken.

    • M.S.
      19. Oktober 2010 20:54

      Ich weiß Frau Imb, Sie setzen auf die Wirkung des Germteiges. Das ist auch eine Lösung des Problems, aber es dauert doch noch eine Weile.

    • Brigitte Imb
      19. Oktober 2010 21:11

      @M.S.

      Denken Sie, eine ROT/GÜNE Koalition könnte das Problem rascher lösen?

      Mir graust trotzdem extrem davor.

    • M.S.
      19. Oktober 2010 21:40

      @Brigitte Imb
      Sie wäre vielleicht schnell vorbei, die Leute hätten dann wahrscheinlich von rot und grün die Nase endgültig voll. Der Schaden, den sie anrichten würden wäre allerdings enorm. Das wäre wirklich zu riskant. Warten wir lieber bis der Germteig so weit ist.
      mfGr. M.S.

    • Brigitte Imb
      19. Oktober 2010 23:10

      @M.S.

      Desweiteren ist es ohnehin ratsam einen Germteig in "Ruhe" gehen zu lassen, dann wird er perfekt.

      Die Regierung bröckelt dazu noch täglich etwas Hefe nach....
      LG, B.

    • pan (kein Partner)
      20. Oktober 2010 18:20

      Die ÖVP hat vor der Oppositionrolle und dem damit verbundenen Machtverlust offensichtlich weit größere Angst als vor ihrer unweigerlichen Selbstdemontage als Regierungspartei. Und genau jene, die davor am meisten Angst haben (und vom Festhalten an den Machthebeln am meisten profitieren), haben leider auch das Sagen.

      Staatspolitische Verantwortung findet man in der aktuellen Riege weder hüben noch drüben (offensichtlich handelt es sich dabei um eine Kategorie für die Geschichtsbücher).

      Dass mit einem Faymann kein Staat zu machen ist, war schon immer evident.

      Die politische Landschaft in Österreich löst bei mir leider nur noch ein stetes Bedürfnis zur schwallartigen Entleerung des Magen- oder Speiseröhreninhaltes durch den Mund aus ...

  31. mike1
    19. Oktober 2010 08:48

    dass mit dem schwachmatiker faymann kein staat zu machen ist, das war doch schon von vorn herein klar. der berüchtigte krone-brief und die abschaffung von maßnahmen wie studiengebühren etc., auch die verlängerung der hacklerregelung (da musste übrigens die övp zustimmen, sonst hätte sie noch mehr stimmen verloren) zeigte schon seinerzeit die verantwortungslosigkeit, die faymann gemeinsam mit den blauen und roten an den tag legt.

    wie unser "wertkonservativer" blogger richtigerweise bemerkt, ist die övp grundsätzlich noch die einzige partei, die zumindest versucht, aus dem schlammassel herauszukommen - es scheint aber so zu sein, dass die roten wie üblich nur den steuerzahler mit neuen steuern belasten möchten, das waren ja schon immer die einzigen ideen dieser seltsamen gestalten. und der liebe sepperl pröll ist einfach zu schwach - sein vorgänger war wenigstens stark genug für die worte "es reicht".

    heute lese ich von 10% aufschlag auf zinsensteuer, unis wollen zusätzlich 1 mrd € , die öbb will weitere milliarden, die asfinag hat schulden für die nächsten hundert jahre. wenn jetzt die eu-kommission richtigerweise diese schulden, den aus budgettricksereigründen ausgelagert wurden, wieder als echte staatsschulden zurechnet, sind wir soweit, dass wir aus sanktionen nicht mehr herauskommen werden, also strafzahlungen aufgebrummt bekommen. das aber nur so nebenbei, das berührt ja den berühmten wirtschaftsfachmann und finanzier faymann und konsorten nicht.

    auch die rolle der gewerkschaften darf man nicht vernachlässigen - diese hintertreiben ja auch in völliger verantwortungslosigkeit jeglichen spargedanken. dieses problem ist aber nicht unbedingt österreichspezifisch, man sehe nur, wie die französischen gewerkschaften den staat in den ruin treiben. das freut natürlich auch den österreichischen linksgrünen studenten ....

  32. SuPa
    19. Oktober 2010 07:42

    In der Demokratie können und werden die diversen Spitzenpositionen meist nicht von Fachleuten, sondern nur von guten Parteigünstlingen besetzt. Aber diese Leute sollten ein gutes Allgemeinwissen haben und vor allem aber - nach Einholung der Meinungen von Fachleuten - Entscheidungen treffen und diese auch umsetzen können. Dies wird im allgemeinen mit Managementkenntnissen bezeichnet.
    Josef Pröll und schon gar nicht Walter Faymann verfügen über diese Eigenschaften und Fähigkeiten.
    Wo sind in der SPÖ wie auch in der ÖVP Fachleute, welche bei diesem Budgetdisaster laut aufschreien und ihre jeweiligen Parteichefs zum handeln motivieren?
    Ihre traurige SuPa

  33. Wertkonservativer
    19. Oktober 2010 06:33

    ich berichtige: ...dem vorliegenden Kommentar ..
    Bitte um Entschuldigung!

  34. Wertkonservativer
    19. Oktober 2010 06:31

    In letzter Zeit nicht immer einer Meinung mit A.U., was seine Einschätzung der ÖVP-Präsenz und -Zukunft betrifft, kann ich dem vorliegender Kommentar ganz ehrlich und vollinhaltlich zustimmen. Auch als bekennender ÖVP-Mensch scheint mir Josef Pröll - sagen wir - bestenfalls intellektuelles Mittelgewicht (sein Körpergewicht ist ja immerhin beeindruckend), in Summe jedenfalls weit entfernt von den Qualitäten Dr. Schüssels!
    Wie sich der (bauernschlaue?) Herr Pröll da in den kommenden Tagen und Wochen aus der selbstverschuldeten Affaire herauswurschteln wird, können wir mit Spannung erwarten; spätestens anlässlich seiner Budget-Rede wird sich zeigen, wieviel von der ursprünglichen ÖVP-Linie (?) er dem mindestens so schwachen Herrn Faymann geopfert hat.
    Das ändert jedoch nichts an meiner Meinung, dass die Volkspartei in ihrer immer noch vorhandenen Breite im Endeffekt das einzige Bollwerk gegen Halblinks und Links ist, und auch - nach Frischzellenkur und Runderneuerung - in Zukunft sein wird (zumal die derzeit wohl etwas überschätzte FPÖ ja - wie wir seit längerem wissen - einen gewissen Hang zur Selbstzerstörung erkennen lässt).
    Hoffnungsloser Fall, dieser "Wertkonservative"! Oder ?

    • Amtsbekannt
      19. Oktober 2010 06:44

      ihren ersten beiden absätzen stimme ich vollinhaltlich zu. beim dritten aber bin ich erstaunt. die fp kann man nicht überschätzen, da sie eine protestpartei ist, zweifelsohne ohne personaldecke für eine etwaige regierungsbeteiligung, aber......auch in der vp sieht es nicht anders aus.
      wenig anders. da passt es schon an der spitze nicht.
      und die reihen 2 + 3 sind stille ja-sager geworden.
      guten nacht övp

    • Wertkonservativer
      19. Oktober 2010 07:48

      @ Amtsbekannt:

      stimmt schon, was Sie sagen; jedoch ist der ÖVP-Nachwuchs wesentlich breiter aufgestellt und weltanschaulich sicher gefestigter als die FPÖ-Jungrecken!
      Warten wir's ab, die Zukunft wird es weisen.

    • brechstange
      19. Oktober 2010 08:40

      Der ÖVP-Nachwuchs ist breiter aufgestellt, das ist an der Werbelinie, die die Junge ÖVP an den Tag legt, nicht zu erkennen, außer dass sie sich an die Primitivität der SPÖ Jugend angleicht.

    • brechstange
      19. Oktober 2010 08:50

      Wird Pröll in die Geschichte eingehen, als Zerstörer der ÖVP?

      Ein Bollwerk gegen Halblinks und Links müsste trotz aller Einschüsse einen geraden Weg gehen. Dieser Weg ist gepflastert von Kniefällen vor Faymann & Co. Denn Pröll und seine ÖVP glauben zur Zeit, dass ihre Verhandlungsposition damit gestärkt wird. Welch Irrtum?

      Ein alte Redewendung sollte doch beherzigt werden, "gib einen Finger, so nimmt er die ganze Hand". Das ist nämlich zur Zeit die populistische Strategie der SPÖ.

    • Wertkonservativer
      19. Oktober 2010 08:50

      Mi scusi, Brechstange, doch es liegt im Zug der Zeit, dass sich ALLE Parteien an die Denkweise der breiten Masse (= Wählermehrheit) anzubiedern versuchen.#

      Aber wir könnten ja auch etwas dazutun, um die Dinge zu verbessern: animieren wir doch unsere Söhne, Töchter, Enkel usw., in den von uns jeweils favorisierten Parteien aktiv mitzutun, um die heimische Politsituation in unserem Sinne zu beeinflussen. Wie ich wiederholt bemerkte: nur Reden und Schreiben, Ausstallieren und "Besserwissen" wird uns nic ht weiterbringen!

    • Amtsbekannt
      19. Oktober 2010 09:13

      @wertkons.

      tu ich ja; aber sicherlich nicht für eine Pröll

      gerne für einen schüssel

    • brechstange
      19. Oktober 2010 09:20

      @wertkonservativer
      Die ÖVP braucht unsere Jungen NICHT, in der ÖVP haben es sich manche eingerichtet, die gerne arbeiten lassen und die Früchte daraus für sich persönlich verbrauchen möchten. Der sich das nicht gefallen lässt, wird ausgeschlossen. So einfach ist es.

      Wenn man nicht bei jedem Fussball-, Tennisspiel oder Saufgelage dabei ist, hat man auch schlechte Karten. So sieht es halt dazwischen drin aus in der Partei, leider. Ich hoffe, dass dies nicht überall der Fall ist.

      Aber "Maulwürfe" werden mit Freude aufgenommen, die hält man sich wie Trophäen, auch wenn man hinten und vorne mit diesen draufzahlt. Da kenne ich ein paar Beispiele.

      Eine gute Arbeit oder Idee von unten wird überhaupt schon im Vorfeld isoliert, in dem man jegliche Unterstützung unterbindet.

      Die Partei hat massiv internen Reformbedarf, nicht immer sind die anderen Parteien schuld, die ÖVP gibt selbst massive Angriffspunkte.





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