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Die Chattering class und die Wiener ÖVP

Das Wiener ÖVP-Debakel, das nun sogar mit der demütigenden Verbannung auf den Oppositionsbänken endet, wird zwar von der Bundespartei weitgehend ignoriert. Aber es ist Faktum und hat  zwei Namen. Der eine heißt Christine Marek, wie hier schon dargelegt worden ist. Der zweite Name lautet: Vernachlässigung wichtiger Wählergruppen.

Diese Vernachlässigung begann schon, als Johannes Hahn die Partei führte. Während die Volkspartei unter Hahn wie Marek der Chattering class nachjagte, also der sich selbst für den Nabel der Welt haltenden Klasse von Journalisten, Politikberatern, Kulturmenschen, Berufsfeministinnen und aus Mangel an Welttauglichkeit in den Universitäten steckengebliebenen Theoretikern, zeigte sie den bürgerlichen Wählern zunehmend die kalte Schulter – zu denen in anderen Städten längst auch schon die gut ausgebildeten und die Wirtschaft tragenden Facharbeiter zählen.

Diese wurden genauso ignoriert wie die folgenden oft sogar verhöhnten Wählergruppen: Dazu zählen die vielen Wiener Eltern, die sich vor der Einführung der  Gesamtschule fürchten. Ebenso wie jene mindestens genauso große Zahl, die sich vor der rapiden Zunahme der islamischen Bevölkerung fürchten. Oder jene, ein rapides Schwinden der kulturellen Identität beklagen. Ebenso wie die Anhänger einer liberalen Ordnungspolitik (was ungefähr das Gegenteil ist von Kammer-Lobbyismus). Und last not least die christlich konservativen Wähler.

Was sich auch an Hand der Vorzugsstimmen in einem kleinen, aber anschaulichen Exempel zeigen lässt. Marek bekam nur 3533 persönliche Vorzugsstimmen, was weit weniger ist als bei allen anderen Spitzenkandidaten – einschließlich der grünen Vassilakou. Obwohl die Grünen an sich noch weniger Stimmen erzielten als die Schwarzen, obwohl bei den Grünen für den weit hinten platzierten Alexander van der Bellen ein konkurrierender Vorzugsstimmenwahlkampf lief, was es bei der ÖVP diesmal nicht im entferntesten gab.

Marek liegt damit fast in der gleichen Dimension wie bei den letzten Wahlen die christlich-konservative Kandidatin Gudrun Kugler. Diese hat weit hinten auf der ÖVP-Liste stehend 2413 Stimmen erzielt. Sie hatte dennoch – wie das ganze konservative Lager – im Marek-Wahlkampf nicht einmal eine Chance auf den allerletzten Listenplatz bekommen.

Zum Vergleich: Der medial groß hinausposaunte Schwimmer Jukic kam auf weniger als dreihundert Stimmen. Ein Spezialwahlkampf, der nur zum Baden gehen gut war.

Aber all das wird ganz offensichtlich auch nach der Wahl von der ÖVP ignoriert. Der – längst fällige – Hinauswurf des Parteisekretärs Walther, der schon unter Johannes Hahn für eingeschlafene Füße gesorgt hatte, kann ja wohl nicht alles gewesen sein, was den Wiener Bürgern ihre Volkspartei zurückbringt.

Man hat zwar den Eindruck, dass Josef Pröll Trotz seines recht spezifischen bäuerlichen Hintergrunds bisweilen sehr wohl spürt, dass seine Partei falsch positioniert ist. Aber er hat ganz offensichtlich viel zu wenig Zeit, um sich gegen den Rest des Parteiapparates durchzusetzen, gegen die Chattering class eben.

PS.: Ich suche noch immer nach zumindest einem ÖVP-Wähler, der wegen des angeblichen (freilich nur von jenen Journalisten aus der anfangs angesprochenen halbgebildeten plappernden Klasse bemerkten) Law-and-order-Wahlkampf der Christine Marek zu einer der Linksparteien übergelaufen ist, wie mit unverdrossener Hartnäckigkeit nun auch schon in der ÖVP selbst geglaubt wird. Ich kenne statt dessen nur ÖVP-Wähler, die nach rechts gewechselt sind, oder solche, die lauthals schwören: Wenn die so weitertun als verlängerter Fortsatz der SPÖ und unter Aufgabe aller bürgerlichen Werte, dann wähle auch ich beim nächsten Mal den Strache.

PPS.: Wird die Wiener ÖVP auch weiterhin nur schaumgebremste Opposition machen, weil in der Wiener Wirtschaftskammer ein paar Funktionäre um den Zuschuss der Gemeinde zur Weihnachtsbeleuchtung in irgendeiner Einkaufsstraße bangen? Und weil irgendein schwarzer Bezirksvorsteher um das notwendige Ja der Rathaus-Kamarilla zu einer neuen Verkehrsampel kämpft? Wenn Ja, dann sollte sich die Partei die Kosten für die nächste Kandidatur gleich ganz ersparen.

PPPS.: Ob die Grünen mehr sind als die 24. Bezirksorganisation der Wiener SPÖ wird man schon in Kürze sehen: Werden sie rechtzeitig die Wahlen wegen des gerade von den Grünen aufgedeckten Betrugs anfechten, wie sie angekündigt haben? Oder sind sie inzwischen schon so gekauft wie die die Wiener Boulevard-Medien? Wenn Ja, dann sollte sich die Partei die Kosten für die nächste Kandidatur gleich ganz ersparen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Oktober 2010 12:42

    Die ÖVP hat eine einzige Chance.

    Egal, ob in der Länder- oder in der Bundespolitik, es ist die Rückehr zu den Wurzeln anzusagen und ernst auszuführen.

    Christlich
    Sozial
    Liberal
    Konservativ
    Heimattreue
    Gesetzestreue
    Arbeit
    Fleiß
    Anständigkeit

    und nicht

    Anbiederung an SPÖ
    Blauäugigkeit
    falsches Gutmenschentum
    Verschwendung
    Korruption
    Postenschacher
    etc.

    Sie muß die Besten anbieten und nicht die am längsten Dienenden und 'Verwandten'. Das, lieber Onkel, sei Dir hinter die Löffel geschrieben und Deinem blauäugigen Neffen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorBiene
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2010 07:50

    Zur „Vernachlässigung wichtiger Wählergruppen“ durch die ÖVP:

    Mit W. Molterer kann man zur ÖVP nur eins sagen: „Es reicht!“ Die ÖVP hat beinahe nur mehr eine einzige Wählergruppe, nämlich ihre Nichtwähler. Sie ist komplett unwählbar geworden:

    Wer soll sich von dieser wertezersetzenden Partei repräsentiert fühlen? Wer würde diese charakterlose ÖVP vermissen? Was an der pseudodemokratischen ÖVP ist irgendwie ernst zu nehmen? Für was und für wen war die ÖVP im Wahlkampf unterwegs? Für den „Geilmacher Gummi – zum Lutschen“ (Kondome aus Fruchtgummi), weil „schwarz geil macht“ (wohl auf rot-grün?).

    Die ehemals Christlich-Sozialen sind auf einem unerbittlichen Konfrontationskurs mit ihren ehemaligen Wählern gegangen. Was haben die von der ÖVP im Stich gelassenen Wähler angestellt, dass der an den Haaren herbeigezogene „Mitte-Wähler“ auf dem Papier erfunden werden musste? Dieser „Mitte-Wähler“ muss identitäts- und profillos sein (liberal bzw. dumpfgesäuselt und blind zeitgeistabhängig), denn die ÖVP siedelt ihr eigenes Wählerpotential im Bereich der geist- und charakterlosen SpeichelleckerInnen an, die anderen Wählergruppen hat sie erfolgreich abgegeben.

    Jeder, der angesichts solcher Parteien die Institution „Staat“ überhaupt noch für sinnvoll erachtet, ist aus Staatsräson heraus gezwungen, diese den Wähler verratende und verachtende ÖVP auf demokratischem Wege dorthin zu schicken, wo der schwarze Pfeffer wächst.

    Dabei gäbe es für dasjenige, was eine bürgerliche, christlich- soziale ÖVP in Wien zu tun hätte, nicht notwendigerweise eine so kleine Wählerschicht. Aber die Partei hat keinen Wählerbezug, gefragt wird nur, wer Macht hat: Raiffeisen, die Loge, Wirtschaft und Industrie (in grosso modo Christian Konrad, Christoph Leitl, …) - die allesamt ohnehin mit Häupl fusioniert sind und im Land nur ihre Fraßspuren hinterlassen.

    Wie sollen mit dieser ferngesteuerten, grundsatz- und rückgratlosen Sumpftruppe Stimmen aufgetrieben werden, wenn die ÖVP nur für diejenigen Politik macht, die gewohnt sind, totalitär zu herrschen, die es sich jederzeit und überall so richten, wie es ihnen gerade gefällt?

    Der ÖVP fehlt aber nicht nur ein ansprechendes Profil und die entsprechende(n) Zielgruppe(n). Intellektuelle und moralische Redlichkeit sind dieser Partei völlig abhanden gekommen, was die Partei so wertelos wie wertlos macht.

    Als ehemaliger ÖVP-Wähler freut man sich schon auf die nächste kalte Dusche unserer weltanschaulichen Feinde in der ÖVP. Bei Wahlen kann jeder sein Scherflein dazu beitragen: in Nordrhein-Westfalen hat eine etablierte Partei eine Million Wähler verloren, in Wien haben aus verständlichen Gründen wohl viele in der Wahlzelle die Augen geschlossen und zufällig die farblos-schwarze Kleinpartei erwischt.

  3. Ausgezeichneter KommentatorSuPa
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Oktober 2010 12:59

    Uns blöden Bundesbürgern wird doch nur die halbe Wahrheit (was bekanntlich eine ganze Lüge ist) gesagt. Da gibt es doch Vereinbarungen zwischen ÖVP und SPÖ, zwischen E. Pröll und M. Häuptl, zwischen dem Leitl und Foglar usw., wie gehandelt bzw. eben weitergewurschtelt wird, welche nie an die Öffentlichkeit kommen werden. Und da gibt es immer Gewinner und Verlierer, nach aussen hin wird uns blöden Bundesbürgern alles mit einer win:win-Situation "verkauft".
    Die Bundes-ÖVP betrachtet das schlechte Wiener Wahlergebnis eben als "Kollateralschaden", um weiterhin in Koalition und damit an den Futtertrögen der Macht zu bleiben. Josef Pröll hat viele entäuscht, er gehört schnellstens durch einen fähigen Mann ersetzt, welcher Faymann wirklich Paroli bieten kann. Gibt es so eine Persönlichkeit überhaupt unter den ÖVP-Politikern? Bitte um Namensvorschläge.

  4. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2010 16:53

    Die Wiener "Bürgerlichen" und die Wiener ÖVP
    Manche ÖVP-Granden meinen, dass es halt in Wien kaum mehr Bürgerliche gibt, die für die ÖVP zu gewinnen wären.
    Das ist leider ein katastrophaler Irrtum!
    Es gibt mehr als genug "Bürgerliche" in Wien. Es fehlt für diese Wähler aber eine wählbare Partei!
    Eine Partei, die sich deutlich für Familien und Kinder, für die Weitergabe traditioneller im christlich-abendländischen Denken fundierter Werte, für die Anerkennung der Leistung des einzelnen, für private Eigenvorsorge und die Verantwortung des Individuums gegenüber der Gesellschaft ausspricht.
    Und da fehlt bei der ÖVP halt sehr viel!
    Wären die Kürzungen der Familienförderungen vor der Wiener Wahl bekannt gewesen - die Frau Familienstaatssekretärin wäre wahrscheinlich auf keine 10% gekommen! Auch wenn die Belastungen erträglich erscheinen - als Signalwirkung sind sie für eine Familienpartei selbstzerstörend!

  5. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Oktober 2010 14:17

    Marek weg!
    Zitat der Frage „Die Presse“ an Marek:
    Ziehen Sie personell Konsequenzen? Treten Sie zurück? Oder wechseln Sie ganz in den Bund oder ganz nach Wien?
    "Ich bin mit allen Konsequenzen für Wien angetreten. Ich werde in Wien massiv in der ÖVP arbeiten, damit wir wieder stark werden. Warten wir ab, was die rot-grünen Verhandlungen bringen. ........
    Und wenn Rot-Grün nicht klappt, stehen Sie weiterhin parat?
    Selbstverständlich. Das gilt heute wie gestern. uw"
    Zitatende
    Da auf „Und wenn Rot-Grün nicht klappt, stehen Sie weiterhin parat?“ Marek mit „Selbstverständlich.“ antwortet, gehört sie sofort von der ÖVP-Bundesparteileitung wegen geistiger Prostitution und Unfähigkeit in die politische Versenkung geschickt. – An Josef Pröll: Aber rasch!

  6. Ausgezeichneter KommentatorAlexander Renneberg
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Oktober 2010 09:22

    die övp hat bei keiner wählergruppe mehr als 15% erreicht.
    das sollte zu denken geben.

    aber denken? wo kämen wir da hin?

    marek wollte hörhan als neuen geschäftsführer. sie hat ihren kandidaten nicht durchgebracht, respektive wollte sich hörhan nicht in einer abstimmung verheizen lassen.
    sicherheitshalber wurde hörhan dann auch noch durch den sager "weiche knie" ordentlich beschädigt.
    wie soll er so seinen job bei der pharmig weiter gut ausfüllen?

    jetzt haben wir alfred hoch als neuen geschäftsführer. nun ja.

    alleine das krisenmanagement nach der wahl war gleichermaßen schlecht wie die kampagne im wahlkampf.
    und genau diesen vorwurf muss man marek machen. sie hat sich von der headquater unter herrn u. als etwas verkaufen lassen was sie nicht ist.
    als spitzenkandidatin muss man stärke zeigen und nicht alles hinnehmen was die agentur sagt.

    und zu allem überfluss geben sich die wiener schwarzen jetzt beleidigt weil häupl nicht mit ihnen spricht und marek nicht lotsin im roten jumbo wird.

    wenn die wiener bürgerlichen nicht respektieren, dass eben rot/grün kommt, sind sie um nichts besser als die grünen die strache ausgrenzen.

    ein ausblick in die zukunft: es wird sich nichts ändern. ein paar kosmetische personalentscheidungen und dann sitzen alle wieder brav im gemeinderat, im bezirksrat etc. und in ein paar monaten ist auch diese niederlage vergessen. man tut sich schön in der partei, kritik ist nicht erlaubt und basta.

    wie pröll bei der nächsten nationalratswahl gewinnen will mit so einem ergebnis in wien weiß er mit sicherheit selbst nicht.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Oktober 2010 15:53

    Marek ist auch mit ihrem Schwimmer baden gegangen. In Zukunft soll sie sich besser an eine Fallschirmstaffel anbiedern, zwecks der Reißleine.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBiene
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2010 07:50

    Zur „Vernachlässigung wichtiger Wählergruppen“ durch die ÖVP:

    Mit W. Molterer kann man zur ÖVP nur eins sagen: „Es reicht!“ Die ÖVP hat beinahe nur mehr eine einzige Wählergruppe, nämlich ihre Nichtwähler. Sie ist komplett unwählbar geworden:

    Wer soll sich von dieser wertezersetzenden Partei repräsentiert fühlen? Wer würde diese charakterlose ÖVP vermissen? Was an der pseudodemokratischen ÖVP ist irgendwie ernst zu nehmen? Für was und für wen war die ÖVP im Wahlkampf unterwegs? Für den „Geilmacher Gummi – zum Lutschen“ (Kondome aus Fruchtgummi), weil „schwarz geil macht“ (wohl auf rot-grün?).

    Die ehemals Christlich-Sozialen sind auf einem unerbittlichen Konfrontationskurs mit ihren ehemaligen Wählern gegangen. Was haben die von der ÖVP im Stich gelassenen Wähler angestellt, dass der an den Haaren herbeigezogene „Mitte-Wähler“ auf dem Papier erfunden werden musste? Dieser „Mitte-Wähler“ muss identitäts- und profillos sein (liberal bzw. dumpfgesäuselt und blind zeitgeistabhängig), denn die ÖVP siedelt ihr eigenes Wählerpotential im Bereich der geist- und charakterlosen SpeichelleckerInnen an, die anderen Wählergruppen hat sie erfolgreich abgegeben.

    Jeder, der angesichts solcher Parteien die Institution „Staat“ überhaupt noch für sinnvoll erachtet, ist aus Staatsräson heraus gezwungen, diese den Wähler verratende und verachtende ÖVP auf demokratischem Wege dorthin zu schicken, wo der schwarze Pfeffer wächst.

    Dabei gäbe es für dasjenige, was eine bürgerliche, christlich- soziale ÖVP in Wien zu tun hätte, nicht notwendigerweise eine so kleine Wählerschicht. Aber die Partei hat keinen Wählerbezug, gefragt wird nur, wer Macht hat: Raiffeisen, die Loge, Wirtschaft und Industrie (in grosso modo Christian Konrad, Christoph Leitl, …) - die allesamt ohnehin mit Häupl fusioniert sind und im Land nur ihre Fraßspuren hinterlassen.

    Wie sollen mit dieser ferngesteuerten, grundsatz- und rückgratlosen Sumpftruppe Stimmen aufgetrieben werden, wenn die ÖVP nur für diejenigen Politik macht, die gewohnt sind, totalitär zu herrschen, die es sich jederzeit und überall so richten, wie es ihnen gerade gefällt?

    Der ÖVP fehlt aber nicht nur ein ansprechendes Profil und die entsprechende(n) Zielgruppe(n). Intellektuelle und moralische Redlichkeit sind dieser Partei völlig abhanden gekommen, was die Partei so wertelos wie wertlos macht.

    Als ehemaliger ÖVP-Wähler freut man sich schon auf die nächste kalte Dusche unserer weltanschaulichen Feinde in der ÖVP. Bei Wahlen kann jeder sein Scherflein dazu beitragen: in Nordrhein-Westfalen hat eine etablierte Partei eine Million Wähler verloren, in Wien haben aus verständlichen Gründen wohl viele in der Wahlzelle die Augen geschlossen und zufällig die farblos-schwarze Kleinpartei erwischt.


alle Kommentare

  1. Jimbo (kein Partner)
  2. Victor (kein Partner)
  3. Aman (kein Partner)
    21. Januar 2015 02:12

    The expterise shines through. Thanks for taking the time to answer.

  4. Dickinson (kein Partner)
    19. Januar 2015 14:08

    I actually found this more entritaening than James Joyce.

  5. Bernhard Schrei (kein Partner)
    27. Oktober 2010 16:21

    Die ÖVP hat leider vergessen, wer denn eigentlich ihre Wähler sind und läßt dieselben völlig unberührt. Seit dem Abgangs von Wolfgang Schüssel hat mich nichts in dieser ÖVP mehr angesprochen. Nur noch Gewerkschafter, Kammerfunktionäre und Bauernbündler. Völlige Geistlosigkeit und Fadesse allerorten. Öd, öd, öd ... Demnach bin ich aus der ÖVP 2008 ausgetreten und kann diese Partei heute nicht einmal mehr wählen. Es sind die Mareks, Prölls und Fekters, die Neugebauers, Berlakovichs, Spindeleggers und andere, deren Namen mir gerade nicht einfallen wollen, auch völlig wurscht .... all die, die ihre verliehene Macht nicht dazu nutzen, um zu gestalten, sondern händchenhaltend mit den Sozialisten die 70er Jahre zu Tode administrieren, anstatt die Republik aktiv in die heutige Zeit zu führen .... Das würde allerdings nur dann gelingen, wenn man diese Partei völlig neu gründet, ohne diesen anachronistischen Schwachsinn der Bünde etc.

  6. Reinhard (kein Partner)
    27. Oktober 2010 08:39

    Dazu gibt es viel zu sagen.

    Erstmal st es einfach wahr. Das System funktioniert so. Es ist ein riesiges Netzwerk. Was den Verschwörungstheoretikern immer wieder Grund gibt, nach der Spinne zu suchen. Aber so funktioniert dieses Netzwerk nicht, es funktioniert eher wie das WWW, dezentral, selbsterhaltend. Seine Bausteine sind menschliche Eigenschaften wie Egoismus, Ehrgeiz, Machtstreben und Gier.
    Dieses Netzwerk wurde nicht von Spinnen gewoben, sondern es gebiert Spinnen. Personen, Parteien, Gruppierungen die nicht zum System des Netzwerks passen, werden nie an den Knotenpunkten ankommen. Systemkonforme wiederum können sich leicht in das Netz integrieren.

    Nehmen wir als Beispiel Parteien her. Jede Partei, die die Spielregeln des Netzwerkes missachtet oder gar gegen das Netzwerk opponiert, wird bekämpft. Da die Medien Teil des Netzwerkes sind und Erfolg auch dort auf Mitmachen beruht (Kauf durch Inserate und Förderungen, Zwang durch Maulkorbgesetze, Postenbesetzung durch systemetablierte Parteien), werden die im Netzwerk organisierten Parteien sofort alle Sturmgeschütze auffahren, um das Volk gegen diese Gruppierung zu verhetzen. Das wird dann noch als Kampf gegen Extremismus getarnt. Außerdem werden Brandreden im Parlament gehalten, Gesetze beschlossen und Sanktionen ausgerufen.

    Auch gegen einzelne Personen wehrt sich das System. Unter dem Deckmantel des Minderheitenschutzes werden Gesetze erlassen, die angeblich gegen Terror und Verhetzung schützen sollen, in Wirklichkeit aber so formuliert sind, dass einzelne Dissidenten mundtot gemacht werden können. Wobei beim Mund nicht Schluss sein muss, Fälle wie Barschel oder Möllemann in Deutschland (und vielleicht auch Haider hierzulande, obwohl ich der Mordtheorie sehr skeptisch gegenüberstehe) legen den Verdacht nahe, dass das System schlussendlich auch vor Beseitigung missliebiger Personen nicht haltmacht, wenn die Gefahr nur groß genug ist.

    Die menschlichen Eigenschaften, auf denen das System aufbaut, führen zu den von Kennedy aufgezählten Folgen.
    "Ihre Pläne werden nicht veröffentlicht, sondern verborgen" gilt sogar für jede Partei bei uns; wie oft haben die Oppositionen schon getönt, sie wüssten zwar wie man es besser mache, würden es aber nicht verraten, damit kein anderer das umsetzt und dann das Lob einheimst? Nabelschau und Eitelkeit gehen vor gesellschaftlichen Nutzen. Das gleiche Phänomen treffen wir in jeder Firma, wo Arbeiter zwar Ideen haben, was man verbessern könne, diese aber für sich behalten, damit der Abteilungsleiter keinen Umschlag vom Chef bekommt. Egoismus pur.
    "Ihre Fehlschläge werden begraben, nicht publiziert" ist ebenso eine menschliche Eigenschaft. Man möchte gut dastehen, auf dem Weg nach oben nicht durch Fehlentscheidungen oder angerichteten Schaden ausgebremst werden, also wird vertuscht und unter den Teppich gekehrt, was der Besen her gibt. Im Idealfall kann ich die Ursache für den angerichteten Schaden jemand anderem zuschieben, bestens dem Systemfeind, ansonsten dem politischen Widerpart im systeminternen Ringelspiel um die Futtertröge.
    "Andersdenkende werden nicht belobigt, sondern zum Schweigen gebracht" gehört zu den Verteidigungsstrategien jedes Systems und kann bereits in kleinen Arbeitsgruppen in Firmen beobachtet werden. Das System hat eine Art Selbstschutzmechanismus.
    Dies alles muss von keiner Zentrale gelenkt werden, es sind automatische Mechanismen, die auf jeder beliebigen Ebene, in jedem beliebigen Knotenpunkt der Macht initiiert werden. Eine Art politisch-wirtschaftlicher Komplex, der vom segensreichen Geldverteiler für die Bestechung der Massen (deren ob der selbst finanzierten großzügigen Verteilungsungerechtigkeit neidgepeitschtes Aufeinandereindreschen das Prinzip "Divide et impera" perfektioniert) bis zum Niederstrecken Missliebiger kein Mittel zu schade ist.
    In sich ähnelt das System den alten Feudalgesellschaften, die, so scheint es, als gesellschaftliches Abbild der äffischen Rudelstrukturen dem Menschen wieder jene Heimat geben, die er seit Urzeiten kennt. Die Feudalfamilien bauen ein Schutzsystem auf, unter dessen Glocke alle Angehörigen ihr Ausgedinge finden, selbst der durch beständige geistige Inzucht an Weltfremdheit erkrankte Neffe, sie herrschen in einem vermeindlichen Konkurrenzkampf mit Hetze und Kriegen, und sind dabei hinter den Türen ihrer Burgen miteinander verwandt und verbandelt, klären ihre Konflikte beim Spargelessen und lassen die Knechte dann die Opfer der sinnlosen vorangegangenen Gemetzel wegräumen. Sie finden immer willfährige Diener, die für die fetten Krumen vom Tisch der Herren als Einpeitscher, Lügner, Verhetzer und Erlediger jeglicher Drecksarbeit in vorauseilendem Gehorsam die Verteidigungsfunktionen übernehmen, Medien und Menschengruppen infiltrieren und die Propagandamaschine am Leben erhalten. Sie finden immer willfährige Untertanen, die für kleine Wahlgeschenke brav das Kreuzerl bei der richtigen Farbe machen (und jede Farbe ist richtig, denn am Ende ist es egal, wer der Erste ist, Hauptsache es dringt niemand von außen ein, dann regeln Proporz und Vetternwirtschaft schon den Rest).
    All das scheint unvermeidbar, denn die einzige akzeptierte Alternative zur Feudalherrschaft ist die Diktatur; wenn eine Partei oder gar eine Person genug Macht anhäuft, um in Alleinherrschaft die verlogene Maske der Scheindemokratie abzustreifen und eine Feudalfamilie allein mit Zuckerbrot und Peitsche (meist mehr Peitsche, da Wählerkauf im Einparteiensystem unnötig ist) das Untertanenvolk ausbeutet.
    Wir hatten und haben schon beides erlebt, im Moment lehnen wir uns wieder recht satt und zufrieden im weichen Sessel der Scheindemokratie zurück und überlassen das Lenken den degenerierten Parteifeudalhäusern in ihren elfenbeinernen Burgen, agitiert von den von ihnen gekauften Tintenstrolchen und hoffend, dass getreu dem Florianiprinzip der Zorn des Systems den Nachbarn trifft, aber niemals uns selbst.
    So lange 99% der Menschen so denken und im Endeffekt ihre eigenen Ziele und Wünsche, die eigene Familie und die eigenen Freunde (Seilschaften, Netzwerke) oberste Priorität haben, wird sich nichts grundlegendes ändern. Man kann nur versuchen, von innen heraus dem System seinen persönlichen Stempel aufzudrücken, Schwachstellen aufzudecken, kleine Änderungen herbeizuführen. Eine große Revolution führt nur entweder zur Beibehaltung des Systems unter Austausch der Adelshäuser oder zur absoluten Macht für eines davon, also eine Diktatur, die genauso funktioniert, nur härter.
    Was uns dieses Wissen bringt? Die Gewissheit, dass wir nicht mit einem Schlag die Welt ändern können (diese romantische Träumerei überlassen wir den gutmenschlichen selbsternannten Rittern des Lichts, die sich auch noch jubelnd vor den Systemkarren spannen lassen, weil sie anfällig für sozialromantische Propaganda und das Ansprechen ihres Helferkomplexes sind), aber sehr wohl in kleinen Schritten etwas weiterbringen.

    Das war jetzt etwas lang, aber wie eingangs erwähnt, dazu gibt es viel zu sagen...

    • Reinhard (kein Partner)
      27. Oktober 2010 08:40

      Sorry, sollte weiter unten stehen als Antwort für Black, 26. Oktober 2010 22:01...

    • black (kein Partner)
      27. Oktober 2010 19:52

      Da haben Sie sich aber viel Arbeit gemacht. Das, was sie beschreiben, merkt man der ÖVP besonders an: sie ist nur damit beschäftigt

      a) ihre eigene Wählerschicht zu diskriminieren und anzuekeln
      b) traditonelle Werte zu vernichten
      c) geistige Unzurechnungsfähigkeit zu befördern
      d) ihre Lauheit auf Kosten der Steuerzahler auch noch zu inszinieren
      e) pc Leerformeln abzusondern
      f) sich der jeweiligen Macht zu verpflichten
      h) korrumpierte Mitläufer auf Kosten der Steuerzahler heranzuzüchten

      Zusammenfassung: Die ÖVP ist eine hochgradige Schande für die Menschen Österreichs.

  7. Stachel (kein Partner)
    26. Oktober 2010 12:07

    Eine der vielen Ursachen des ÖVP-Debakels ist zweifellos auch der Umgang der Partei mit den Wählerstimmen bei der letzten Wahl zum Europäischen Parlament, als bekanntlich über 110.000 Vorzugsstimmen für Othmar Karas abgegeben wurden (mit dem Ziel, ihn an erste Stelle zu reihen und damit weiterhin als Delegationleiter des ÖVP-Klubs zu halten). Die Reaktion der Parteiführung ist ja bekannt: schmecks! Strasser bleibt an erster Stelle. Also: der Wähler hat seine Stimme abzugeben, und dann gusch! Ich nehme an (und hoffe), dass die Wähler das nicht vergessen haben (und sich auch noch in Zukunft daran erinnern werden).

    • Gennadi (kein Partner)
      27. Oktober 2010 08:34

      Wen interessiert denn noch die EU-Wahl. Die ÖVP erreichte ihr gutes Ergebnis (gut, weil es noch zweistellig blieb) durch die Aufstellung Mareks. Es musste um jeden Preis eine Quotenfrau sein, die nicht einmal verstand, einen Wahlkampf zu führen. Alles andere war egal.

  8. 1872 (kein Partner)
    26. Oktober 2010 11:06

    Das Ziel des Rechts ist der Friede, das Mittel dazu ist vermutlich immer der selbe Kampf ! Das Preisgeben eines verletzten Rechts ist ein Akt der Feigheit, der der Person zur Unehre und dem Gemeinwesen zum größten Schaden gereicht, der Kampf um das Recht ist ein Akt der ethischen Selbsterhaltung, eine Pflicht gegen sich selbst und der Gemeinschaft."

    • Krebs Zellen (kein Partner)
      26. Oktober 2010 11:08

      Wir bauen auf und reißen nieder, so haben wir Arbeit immer wieder...

  9. Biene (kein Partner)
    26. Oktober 2010 10:59

    Frage: Wer in der ÖVP besitzt Vernunft (oder bedient sich gar ihrer)?

    Die Aristotelische Definition des Menschen (animal rationale, Vernunftwesen) trifft auf niemanden in der ÖVP zu. Ihre Proponenten sind abhängig: von der Wirtschaft, Brüssel oder der Loge. Diese Partei ist ein entmenschlichter Zombie.

    • Alexander Renneberg
      26. Oktober 2010 11:47

      und warum glauben sie ausgerechnet von der/den logen? verschwörungstheorie?
      ich glaube da bewerten sie was über.

    • Biene (kein Partner)
      26. Oktober 2010 12:25

      Die Verschwörungspraxis ist doch viel interessanter als das einschläfernde Gesäusel von Verschwörungstheorien... Aber fragen sie doch Busek, Khol, Hahn und andere Wirbellose.

    • Alexander Renneberg
      26. Oktober 2010 12:58

      und damit meinen sie genau was, biene?

    • Biene (kein Partner)
      26. Oktober 2010 13:17

      Besonders lichtscheue Gesellen, die in der ÖVP federführend alle traditionellen Werte zersetzt und aus der ÖVP eine reine Handlanger-Partei (für die 3 erwähnten Losten der ÖVP) gemacht haben.

    • Alexander Renneberg
      26. Oktober 2010 13:20

      und da sehen sie eine verschwörungspraxis?

      mit welchem ziel?

    • Biene (kein Partner)
      26. Oktober 2010 13:34

      Das Ziel ist die gewollte Aufgabe jeglicher Wertebindung durch einen "neoliberalen" Stimmensammlerverein oder eine wertelose Beliebigkeitspartei zur Durchsetzung von globalen Zielen, die nicht von einer Mehrheit der Wähler ausgehen.

      Über die Verschwörungspraxis müssen sie so glorreiche Politiker a la Busek selbst fragen. Es ist kein Geheimnis, dass Schürzenträger nicht öffentlich in ihren Schürzchen herumstelzen.

    • Alexander Renneberg
      26. Oktober 2010 13:49

      biene, sie verleihen diese "trägern" grade mehr macht als sie haben.
      nur weil etwas nicht so öffentlich ist muss es zum einen noch lange nicht geheim sein und zum anderen keine verschwörung darstellen.
      und schon garnicht dem von ihnen angeführten ziel dienen.
      aber es ist sicher leichter einen "schuldigen" zu suchen wenn man nix genaues darüber weiß.
      da könnt ich auch sagen die pfadfinder, die rotarier, die roten falken, und nicht zu vergessen die iluminaten ;-)

      dan brown läßt grüßen....

    • Biene (kein Partner)
      26. Oktober 2010 14:02

      @ A.R.: "aber es ist sicher leichter einen "schuldigen" zu suchen wenn man nix genaues darüber weiß."

      Was wissen sie denn?

      Wer hat denn die ÖVP Wien zu einem neoliberalen Stimmensammlerverein und einer völlig wertelosen Beliebigkeitspartei gemacht? Nicht Busek? Nicht Hahn? Irre ich mich?

      Wer hat denn in der ÖVP Säuberungsaktionen gegen die christlich-soziale Linie durchgeführt?

      Ihre Rechtfertigung von Dingen, wo "man nix genaues darüber weiß", ist muss ihnen selbst zweifelhaft sein.

    • Biene (kein Partner)
      26. Oktober 2010 14:05

      Oder wer finanziert und erfindet solche Initiativen wie die ÖVP-Busek-Kholsche "Laieninitiative" gegen die katholische Kirche? Vielleicht teilen sie ihr eventuell vorhandenes Wissen mit uns.

    • black (kein Partner)
      26. Oktober 2010 14:32

      Herr Renneberg bagatellisiert den Einfluss der Maurerei in der ÖVP. Warum macht er das?

    • Alexander Renneberg
      26. Oktober 2010 14:41

      biene, ich bin nicht der ansicht, dass die övp ein zu einem neoliberalen verein verkommen ist.
      ebensowenig wie kohl, busek oder hahn hier etwas bewegt haben. und wenn, dann jeder in seine richtung, die keinesfalls die gleiche ist.

      es gibt überall strömungen, in parteien im besonderen. bei der övp ist das alleine durch die bünde sehr ausgeprägt. (ebenso durch die schwarzen kernländer)

      wogegen ich mich verwehre ist, dass man die "schürzenträger" wie sie diese bezeichnen als die verschwörer, als die finanzies einer laieninitiative darstellt.

      und biene, wenn sie tatsächlich der ansicht sind ein "gio" hahn, hätte der övp einen stempel aufgedrückt, dann geben sie dieser charisma befreiten zone "gio" mehr bedeutung als sie hat. sie holen ihn quasi aus dem vergessen....

      und busek, mein gott, ab und an darf auch er noch etwas sagen, die seilschaften hingegen sind schon lange andere. zu seiner zeit konnte er etwas bewegen, heute wenig bis garnichts.

      viel schlimmer sind da unsere superdinos a la fritz "der betonierer" neugebauer.
      und viele andere sesselkleber von der bünde gnaden.

      davon sollten wir uns befreien. dann ist eine weltoffene und trotzdem konservative politik wieder möglich.

    • Biene (kein Partner)
      26. Oktober 2010 15:34

      Die signifikante Haltungslosigkeit nahezu aller europäischer Parteien, die einstmals christlich-sozial waren (siehe z.B. die "Berliner Erklärung" der CDU usw.), läßt die Entwicklung der ÖVP nicht als Provinzposse erscheinen.

      Gio Hahn hat der ÖVP in Wien sehr wohl seinen Stempel aufgedrückt, nämlich den der völligen Nichtigkeit und Sinnlosigkeit. Warum so ein müßiggängerischer Taugenichts ein EU Kommisar wird, ist sicher auch irgendein dummer Zufall gewesen...

    • Alexander Renneberg
      26. Oktober 2010 16:44

      nö, wegloben nennt man das. ganz einfach.
      aber natürlich gibt es in der politik acuh seilschaften, je schwächer jemand ist, desto mehr noch schwächere hat er in seiner seilschaft.

    • Biene (kein Partner)
      26. Oktober 2010 17:56

      "wegloben nennt man das. ganz einfach."

      Warum wird dann ausgerechnet Hahn weggelobt, wenn das gesamte Personal der ÖVP dringendst weggelobt gehörte, in Brüssel noch besser verdienen würde und andere durch den Rost fallen (Molterer etc.). Die Frage bleibt: Warum ausgerechnet Hahn? Wegen solcher "Weglobungen" wird die Politik generell zutiefst verachtenswert.

    • black (kein Partner)
      26. Oktober 2010 19:12

      Renneberg (14:41): wogegen ich mich verwehre ist, dass man die "schürzenträger" wie sie diese bezeichnen als die verschwörer, als die finanzies einer laieninitiative darstellt.

      Warum befassen sich die Medien in Österreich nicht mit solchen Fragen? Warum sind Recherchen über mögliche Zusammenhänge für österr. Medien völlig tabu?

    • Alexander Renneberg
      26. Oktober 2010 19:33

      ein bißl viel verschwörungstheorie hier,

      wenn man keinen "feind" findet such man sich halt was, das gut klingt.
      die rotarier, die pfadfinder, die maurer, die roten falken, oder am besten gaaanz geheim, wenn garnichts mehr paßt die iluminaten.

      je geheimer, je spannender, glaubt man. das ist der stoff aus dem bestseller bestehen. siehe, wie oben schon geschrieben, dan brown. aber nicht die wirklichkeit.

      dass dinge viel einfacher laufen als wir uns das vorstellen kann genauso der fall sein, nur macht`s ohne verschwörungstheorie nur halb soviel spass.

    • black (kein Partner)
      26. Oktober 2010 20:19

      Also ich halte meine Fragen für legitim. Wenn sie diese Fragen als bloße Verschwörungstheorien abtun, dann gehen sie an diesen genauso vorbei, wie die ÖVP am Wähler.

    • Reinhard (kein Partner)
      26. Oktober 2010 20:39

      Ich halte es auch für eine haltlose Verschwörungstheorie, irgendwelche Freimaurer oder Illuminaten hervorzukramen.
      Aber die Praxis sieht sehr wohl so aus, dass Politik (ebenso wie Wirtschaft und die unsägliche Verfilzung zwischen diesen beiden) hinter verschlossenen Türen, in Separees, Cigarrenclubs oder am Golfplatz gelenkt wird. Jeder weiß, dass Spargelessen und Chiantitrinken zwischen offiziell opponierenden Personen in der Politik schon mehr bewegt haben als manche "Klausuren", sprich als Arbeit getarnte Kurzurlaube, der Regierigen. Jeder weiß, dass es kein Zufall ist, wenn sich Mitglieder bestimmter Burschenschaften oder Logen vermehrt in der Nähe bestimmter Ämter herumtreiben. Jeder weiß, dass ein Netzwerk mehr Wert ist als irgendein persönliches Gewissen. Und manche füllen die Diskrepanz zwischen dem Wissen um das OB und das Nichtwissen über das WER mit beliebigen Gruppen, egal ob Freimaurern, Illuminaten, Templern oder (was wir hier ja auch schon hatten) Juden.
      Wenn man diese Spekulationen über das WER beiseiteschiebt, bleibt genug Substanz über das OB zu diskutieren, nur weiter bringt das keinen...

    • black (kein Partner)
      26. Oktober 2010 21:12

      Warum wird, wenn es um mögliche Verstrickungen von Politik und Politikern mit im Verborgenen Agierenden geht, reflexartig von Verschwörungstheorien geredet, ohne dass es irgendjemand stört, dass es eben viel zu wenige Informationen über diese Zusammenhänge gibt? Warum gibt es so wenige Informationen über den Zusammenhang von Geheimbünden mit Politik, Medien, Wissenschaft, Wirtschaft usw. Das wäre doch ein interessantes Thema. Und das Brechen von Tabus ist gerade von den 68ern propagiert worden. Warum gibt es über diese möglichen Zusammenhänge ausschließlich Tabus?

    • Reinhard (kein Partner)
      26. Oktober 2010 21:32

      Auch eine 68er Kommune ist nur eine eingeschworene Bruderschaft (oder Geschwisterschaft), und die Regeln, nach denen Menschen funktionieren, bleiben gleich.
      Man denke nur an die vielen provozierenden und alte Strukturen bekämpfenden Jugendbewegungen der letzten 40 Jahre - eines hatte sie alle gemeinsam: ihre Uniformierung. Zu jeder dieser Bewegungen gehören Archetypen, und das hat mit dem menschlichen Trieb zu Rudelbildung und gegenseitigem Erkennen zu tun.

      Die gleichen Gesetzmäßigkeiten gelten für alle Gruppierungen und Bünde. Geheim sind sie alle nicht wirklich, lassen sich aber auch nicht auf die Teller schauen - und halten strikt zusammen. Dass schafft den Nährboden für Geschichten, vor allem bei uns, die wir nicht zu den vermeintlich "mächtigen" Gruppen gehören.

      Menschen sind wie Menschen sind...

    • black (kein Partner)
      26. Oktober 2010 22:01

      Welchen Sinn hatte dann die Rede von John F. Kennedy (Gehalten am 27. April 1961 vor Zeitungsverlegern)?

      "...Es ist ein System, das mit gewaltigen menschlichen und materiellen Ressourcen eine komplexe und effiziente Maschinerie aufgebaut hat, die miltärische, diplomatische, geheimdienstliche, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Operationen verbindet. Ihre Pläne werden nicht veröffentlicht, sondern verborgen, ihre Fehlschläge werden begraben, nicht publiziert, Andersdenkende werden nicht belobigt, sondern zum Schweigen gebracht, keine Ausgabe wird in Frage gestellt, kein Gerücht wird gedruckt, kein Geheimnis enthüllt...."

    • Harry (kein Partner)
      27. Oktober 2010 07:48

      Weil da von 'Verschwörungstheorien' die Rede ist. In einigen Staatswappen findet sich eine üppige Freimaurersymbolik. Im Wappen der DDR, Brasilien, Sowjetunion usw. So geheim ist das gar nicht.

  10. Ch. Seidl (kein Partner)
    25. Oktober 2010 23:16

    Gesetzt den Fall, die ÖVP legte sich für die nächsten Wahlen ein Programm zu, wie es von A.U. gewünscht wird: Worin unterschiede sie sich dann von der FPÖ? Auch die ist ja anti-intellektuell, anti-islam, anti-feministisch, anti-schwul, pro-austro-kulturell und pro-fundamentalkatholisch. Nur mit der liberalen Ordnungspolitik hat sie's zugegebenermaßen nicht so. Aber gemach: Wenn es um die Befriedigung der eigenen Klientel geht, wird Ordnungspolitik sowieso ganz schnell obsolet. Die deutsche FDP und die Schweizer SVP machen es vor. Also kann man auf die Ordnungspolitik als wichtiges Kriterium getrost verzichten.

    • bart (kein Partner)
      25. Oktober 2010 23:30

      So gesehen ist die FPÖ die Nachfolgepartei der ÖVP, aber die Wähler bezieht die FPÖ von der eher von der SPÖ - der Nachfolgepartei der SDAP.

    • bart (kein Partner)
      25. Oktober 2010 23:32

      @ bart: "von der eher von der SPÖ"

      einmal zuviel "von der" SPÖ

    • Gennadi (kein Partner)
      26. Oktober 2010 00:04

      Worin sie sich von der FPÖ unterschiede? Die FPÖ spricht die Kernwählerschichten der SPÖ an, die weit außerhalb der ÖVP liegen. Darin.

    • Gennadi (kein Partner)
      27. Oktober 2010 08:39

      Die Frage, worin sich die ÖVP von der FPÖ unterschiede, ist bester Beweis, warum nichts funktioniert im politischen Denken.

      Die FPÖ ist eine reine Arbeiterpartei, mit deutschnationalem Hintergrund. Beides ist die ÖVP nicht und war nie. Die FPÖ, mit ihren deutschnationalen und antiklerikalen Kern, als pro-austro-kulturell und pro-fundamentalkatholisch zu bezeichnen, ist derart abseits gelegen, dass sich in dieser Sichtweise eben ein typischer Wähler manifestiert, der in der Wahlzelle mit geschlossenen Augen herumfuhrwerkt.

  11. Rado (kein Partner)
    25. Oktober 2010 21:27

    Welche Ursachen das Wahlergebnis für die ÖVP in Wien hatte, ist eine Frage. die mich nicht mehr im geringsten interessiert und die auch keine praktische Bedeutung mehr hat. Die ehmalige Stammwählerschicht wird permanent düpiert, ausgelacht und am Schmäh gehalten. Für mich ist das Vertrauen in diesen Verein weg, und das wird auch so bleiben. Die ÖVP hat den Weg des Liberalen Forums beschritten und wird ihn hoffentlich auch zu Ende gehen. Jede sentimentale Nostalgie ist hier fehl am Platz.

  12. hoffmann (kein Partner)
    25. Oktober 2010 20:12

    Dem "bürgerlichen Wien" muss klar sein, dass es seit dem Jahr 1918 in der Stadt nie eine Mehrheit fand. Bei demokratischen Wahlen in Wien ging immer die SPÖ (bzw. deren Vorläufer in der 1. Republik) als Sieger hervor. Um einen schwarzen BM installieren zu können, mußte zunächst die Sozialdemokatie im Jahr 1934 verboten werden. Die einzige Chance in Wien besteht nur in einer Koalition gegen die SPÖ (was wiederum bedeutet, dass der 1. nicht zum Zug kommt - eine klare Missachtung des Wahlergebnisses - siehe 2000). Da wird aber in Wien nie funktionieren, denn dafür braucht es blau und grün.

    • Salomo (kein Partner)
      25. Oktober 2010 21:24

      Ach, hören Sie doch auf hier zu erzählen, was eine Missachtung des Wählerwillens ist und was nicht. Das werden Sie kaum beurteilen können, da man keine Regierungen und auch keine Regierungschefs wählt. Ich könnte auch behaupten, Rot-Grün ist eine Missachtung des Wählerwillens, da beide verloren haben.
      Das bringt aber alles nichts. Was zählt, ist die Mehrheit. So einfach ist das.

    • hoffmann (kein Partner)
      26. Oktober 2010 16:38

      Salomo

      Na dann geben Sie mir weitere Beispiele dafür, dass die stimmenstärkste Partei bei der nachfolgenden Regierungsbildung übergangen wurde. Mir fällt ad hoc nur eines aus unserer 1. Rep. ein, als Dollfuss mit einer Bauernpartei koalierte und die stimmenstärksten Sozialdemokraten das Nachsehen hatten. Schüssel hat es im Jahr 2000 sozusagen Dollfuss nachgemacht.

    • hoffmann (kein Partner)
      26. Oktober 2010 16:43

      Und einer Partei mit rund 44% kann man wohl kaum den Anspruch auf den Regierungssessel absprechen, auch dann nicht, wenn diese Partei vorher noch besser war.

    • Reinhard (kein Partner)
      26. Oktober 2010 20:53

      Demokratie funktioniert nach einer einfachen Rechnungsformel: Nicht DER Stärkste gewinnt, sondern DIE StärksteN.
      Und wenn einer 49% hat, aber mit keinem kann, die anderen sich dafür alle zusammen tun, dann haben sie 51% und können somit regieren.
      Auch als Schüssel diesen bösen Affront wagte, den Roten ihr gefühltes Erbrecht auf die Macht vorzuenthalten (wofür ihr Hass ihm ewig nachschleichen wird) hat er nur die Lücke gefüllt, die die Sozen aufgerissen haben - sie hatten nämlich den Auftrag zur Regierungsbildung, haben aber die Verhandlungen vergeigt und damit bei dieser Aufgabe versagt. Also taten sich die beiden mit dem gemeinsam höchsten Stimmenanteil zusammen - wofür man von linker Seite natürlich heute wieder den Austrofaschismus ausgraben muss, denn wenn Wahlarithmetik nicht nach linker Vorgabe funktioniert, ist die Demokratie plötzlich faschistisch.
      Hoffmann, Sie Gurke, wenn die Sozen damals nicht so jämmerlich versagt hätten, wäre ihnen der Ausrutscher mit Schüssel und Haider nie passiert. Und dass es leider keine geschichtliche Metapher für den Verrat der Roten am eigenen Heimatland auf internationaler Ebene gibt - Stichwort EU-Sanktionen - ist bedauerlich, denn das, lieber Hoffmann, haben bisher nur die Sozen fertiggebracht, das eigene Land so zu denunzieren und anzuschütten, dass es international geächtet wird. Gratulation!

  13. Sozialist aus Überzeugung (kein Partner)
    25. Oktober 2010 18:56

    Die ÖVP ist abgesackt. Nächstes Mal fliegen sie raus. Die Bürgerlichen sind am Ende. Aus und vorbei.
    Hoch lebe der Sozialismus! Hoch die internationale Solidarität!

    • Trollfresser (kein Partner)
      25. Oktober 2010 19:08

      Gottseidank mutieren alleingelassene Sozialisten innerhalb einer Wahlperiode zu den ärgsten Faschisten und Stalinisten.

      Freundschaft!

    • Politicus1 (kein Partner)
      25. Oktober 2010 21:24

      Die Bürgerlichen sind NICHT am Ende!
      Den Bürgerlichen - und davon gibt es in Wien noch immer mehr als genug! - fehlt ganz einfach eine für sie wählbare Partei!...

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      25. Oktober 2010 21:50

      Sozialist a.Ü.:
      Linientreuer Genosse, Sie haben leider vier elemantare Wohltaten Ihres geistigen Arbeiter- und Bauernparadieses vergessen:

      Hoch lebe die marxistisch-leninistische Sklaverei!
      Hoch lebe die Abschaffung der Menschenrechte!
      Hoch lebe der Gulag!
      Hoch lebe der Genickschuß!

      Wenn schon, denn schon.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      25. Oktober 2010 21:52

      Pardon, Towarischtsch:
      Nicht elemantare, sondern elementare Wohltaten.

    • Manfredo (kein Partner)
      25. Oktober 2010 22:25

      Ohh, Marcus Aurelius, haben Sie denn nicht gewusst, dass das eine Erfindung der faschistisch-imperialistisch ausbeuterischen Lügenmäuler ist? Und warum? Um den segensreichen Sozialismus zu diskreditieren, ihm zu schaden und ihn zu zerstören.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      25. Oktober 2010 22:57

      @Manfredo:
      Natürlich habe ich das gewußt, verehrter Aktivist und Bewahrer unserer bolschewistischen Weltrevolution. Ich oute mich heute mit meinem Klarnamen, der Jossif Wissarionowitsch Dschugaschwili lautet. (Weder ich noch M.A. sind je gestorben, wie Eingeweihte beider Lager wissen.)
      Also kenne ich meine diversanten Pappenheimer. Auch der unterschwellige Revionismus, wie ihn jener "Sozialist aus Überzeugung" durch Verschweigen der wichtigsten erzieherischen Instrumente des Sozialismus hier schamlos übt, ist astrein gulagwürdig.
      Beim Barte des Proleten, Genosse!

  14. Biene (kein Partner)
    25. Oktober 2010 18:45

    Ein deutscher CDU-Minister (Schäuble) glaubt, auf dem Weg der modernen Welt des 21. Jahrhunderts zu wandeln: „Wer fordert, die Union müsse zurück zu konservativen Werten, der hat nicht begriffen, wie Politik funktioniert.“

    http://www.kreuz.net/article.12092.html

    Als ehemaliger ÖVP-Wähler freut man sich schon auf die nächste kalte Dusche unserer weltanschaulichen Feinde in der Partei, die sich insgesamt als schnöseliger Trampel präsentiert. Bei Wahlen kann jeder sein Scherflein dazu beitragen.

    • black (kein Partner)
      25. Oktober 2010 18:55

      Schäuble spricht wie ein Diktator. In Deutschland wird in guter alter Traditon von oben herab diktiert - auch wenn Schäuble die Tradition angeblich bekämpft.

    • Rado (kein Partner)
      25. Oktober 2010 21:30

      Schäuble war doch der Mann mit dem Geldkoffer. Das dieser Kerl in der deutschen Politik noch was werden konnte und andererseits keine Minute im Gefängnis saß, zeigt den Zustand sogenannter deutscher Rechtsstaatlichkeit.

    • Gennadi (kein Partner)
      26. Oktober 2010 00:06

      Schäuble ist seit dem Attentat auf ihn nicht mehr zurechnungsfähig. Das sollte berücksichtigt werden.

  15. Politicus1 (kein Partner)
    25. Oktober 2010 16:53

    Die Wiener "Bürgerlichen" und die Wiener ÖVP
    Manche ÖVP-Granden meinen, dass es halt in Wien kaum mehr Bürgerliche gibt, die für die ÖVP zu gewinnen wären.
    Das ist leider ein katastrophaler Irrtum!
    Es gibt mehr als genug "Bürgerliche" in Wien. Es fehlt für diese Wähler aber eine wählbare Partei!
    Eine Partei, die sich deutlich für Familien und Kinder, für die Weitergabe traditioneller im christlich-abendländischen Denken fundierter Werte, für die Anerkennung der Leistung des einzelnen, für private Eigenvorsorge und die Verantwortung des Individuums gegenüber der Gesellschaft ausspricht.
    Und da fehlt bei der ÖVP halt sehr viel!
    Wären die Kürzungen der Familienförderungen vor der Wiener Wahl bekannt gewesen - die Frau Familienstaatssekretärin wäre wahrscheinlich auf keine 10% gekommen! Auch wenn die Belastungen erträglich erscheinen - als Signalwirkung sind sie für eine Familienpartei selbstzerstörend!

    • Ritter vom Kapall
      25. Oktober 2010 17:15

      Diese Meinung muß kräftig unterstützt werden. Die Aussagen und Ausreden des Finanzministers und Obmann der "Familienpartei" sind beschämend!

  16. Neppomuck (kein Partner)
    25. Oktober 2010 14:36

    Signale der Mächtigen.

    Was läg’ näher, man entfernte
    ob der kargen Stimmenernte
    Marek schleunigst und diskret?
    Derlei "Darwinismus" steht
    aber nicht auf der Agenda
    uns`rer Steuergeldverschwender,
    ergo wird man sie nicht hindern
    weiter z’ wurschteln und zu pfründnern.
    Ist ja Brinek auch noch da,
    siehe „Koinonia“.
    „Scientia“, „Religio“,
    machen Bundesschwestern froh,
    „Amicitia“ nicht minder,
    was der beste Kleister, Kinder.
    Und wer “Patria“ im Banner,
    ist gefeit, selbst dann noch, wann er
    Mist gebaut, wie hier zu lesen:
    „Außer Spesen nichts gewesen.“
    Da die Höhe des Salärs
    eines „she-Staatssekretärs“
    durchaus auch nicht zu verachten,
    wird sie die, wenn nicht zerkrachten
    die Verhandlungen in Wien
    zwischen Rot und griechisch-grün,
    weiter unverschämt lukrieren,
    was man jenen, die studieren,
    so wie auch den Rentnern klaut.
    Ob die Gelder "City-Maut"
    diese Löcher stopfen können?
    Ich glaub’s nicht. Doch hilft da flennen,
    demonstrieren, randalieren,
    Transparente zu beschmieren?
    Auch nicht, also glaubt daran,
    wer nichts ist und wer nichts kann,
    flüchte hurtig, eins, zwei, drei,
    in den Schoß ’ner Großpartei.
    Die Erkenntnis mitzunehmen
    mag sich jedermann bequemen,
    dem „res publica“ egal.
    Und noch ein: „Ihr könnt mich mal.“

  17. Celian
    25. Oktober 2010 12:47

    Marek opponierte bei den Vorgesprächen mit der Linken gegen die Neue Mittelschule der 10- bis 14-Jährigen. Für die Linke ein Sakrileg, weil beschlossene Sache mit der ÖVP und das wichtigste Bildungsprojekt seit Jahrzehnten.

    Im Wahlkampf alle bürgerlichen Hüllen fallen lassen, sich an die Linke anbiedern und dann bei den Koalitionsgesprächen den großen Mann markieren, das ist ein bisserl gar verkehrt. Wärs umgekehrt gewesen, wäre vielleicht kein Wählerschwund nach rechts zu beklagen. Und man hätte einen besseren Stand gehabt bei den Koalitionsverhandlungen.

    Andererseits ist die Zwillingsschwester der Linken, die Grünen, aber auch um einiges schmusiger. Und williger und billiger.
    Vassilakou ist Migrantin, steht für die Gesamtschule ein, will keinen Stadtratsposten und sonst eigentlich nur reden.
    Die Linke führt der Marek vor, wie Lieblingsschwestern – und Vizebürgermeisterinnen - aussehen: lieb, still und anspruchslos – und vor allem: ein bissl wilder und exotischer, wie die Vassilakou halt, die Wien nur im Wienerwald aushält und sich Wien ansonsten ans Meer wünscht, wie sie selber sagt. Aber eine Deutsche als Wiener Bürgermeisterin? Nicht so spießbürgerlich bitte! Der liegt ja Wien vielleicht auch noch am Herzen und nicht am Meer.

  18. Peter Rath (kein Partner)
    25. Oktober 2010 11:42

    Da hat der Herr Unterberger den richtigen Ton getroffen.

  19. SOKs (kein Partner)
    25. Oktober 2010 10:33

    Ich entschuldige mich für die dumme Frage, weiß es aber wirklich nicht: Was ist der gegenteilige Begriff zu LEADERSHIP ?
    Ausserdem entschuldige ich mich hier offiziell bei der ÖVP, ich habe mich beim Wienwahlkampf nicht richtig eingebracht, als Wähler. Ich habe die Marek nicht voll unterstützt.
    Ich war einfach so blöd, die Qualitäten dieses Staatssekretärs (w) nicht ganz zu erfassen. Ich wäre natürlich gerne für den Spitzenkandidaten, von Beruf Schwimmer, gelaufen.
    Es liegt an meiner beginnenden Alzheimer-Erkrankung, daß ich einfach vergessen habe, wer das überhaupt ist. Ich habe auch den Namen des Mannes, der einmal Schifahrer war und wenig erfolgreich Wahlkampf machte, einfach vergessen.
    Ich habe dadurch auch vergessen, wer eigentlich die Partei führt, oder wer da was zu sagen hat. Vor dem Beginn meiner schleichenden Verdummung wusste ich noch, wofür die Partei steht. Mir fällt heute nur der wohl kompetenteste agierende Minister, der Wirtschaftsminister ein, der ... , oh jeh auch vergessen.
    Eigentlich bin ich froh, dass ich die hervorragenden Leistungen der VP seit 2008 vergessen habe. Sonst würde ich mir eine Wohnung im 7. Stock suchen und vom Balkon springen.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      25. Oktober 2010 10:49

      Machen Sie sich nichts daraus! Diese Dinge, die Sie da ansprechen, sind auch praktisch nicht zu memorisieren. (Kurzfristige Effekthascherei ist niemals auf das Langzeitgedächtnis angelegt.)

      Ich helfe Ihnen aber gerne weiter: Der letzte ÖVP-Politiker, der m. E. Bleibendes gesagt hat, war Heinrich Drimmel. Er ist leider schon gestorben.

    • Neppomuck (kein Partner)
      25. Oktober 2010 11:32

      Als Antwort zu der eingangs erwähnten Frage würde ich "follower syndrome" oder "morbus Lemmus" vorschlagen.

      P. Ortlieb dürfte auch weniger "Wahl" gekämpft haben als ziemlich unartig in einer Tiefgarage, was mit "Raubvögeln" (ornithologisch nicht ganz korrekt) beschrieben wäre, und der Rest ist, man verzeihe mir den etwas pietätlosen Hinweis angesichts des tragischen Anlassfalles neulich, mittels der "handgesteuerten Hirnprothese" (Suchmaschine) aufzufinden.

      Dennoch: "Willkommen im Alzheim."
      Diese Art geistiger Hinfälligkeit wird sich, wenn es so weiter geht, bald als Segen erweisen.

    • againstleftterror (kein Partner)
      26. Oktober 2010 15:32

      Ortlieb war aber kein Schwarzer, sondern ein Blauer.

  20. Wolfram Schrems (kein Partner)
    25. Oktober 2010 10:13

    Vor der Wahl hat die ÖVP noch die vorletzten bis letzten Anhänger aus dem ursprünglichen Wählersegment verprellt bzw. deren Aktivisten aus der ÖVP ausgeschlossen, wie im Falle des Wiener Akademikerbundes.

    Die Reaktion der ÖVP auf das Positionspapier des Wiener Akademikerbundes vom November 2009 im März d. J. (nach einer Schrecksekunde von fünf Monaten also) war peinlich, unprofessionell und vor allem ein Schuß ins eigene Knie. Hat man in der ÖVP wirklich geglaubt, die Anbiederung an den politischen Mitbewerber bzw. an die links-urbane Schickeria würde Wählerstimmen bringen? Offenbar schon.

    Daher wäre Frau Marek gut beraten, sich die Forderung des Akademikerbundes zu eigen zu machen und die ÖVP fürderhin zu verschonen:

    http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20101011_OTS0107/wiener-akademikerbund-fordert-sofortigen-ruecktritt-von-christine-marek-und-neugruendung-der-oevp

  21. Reinhard (kein Partner)
    25. Oktober 2010 08:22

    Zumindest ist die ÖVP konsequent.
    Sie schickt nicht nur den Staat mit Pauken und Trompeten in den Bankrott, sie hält auch intern eisern am Kurs auf den Eisberg fest.
    Mit dem Staatsbankrott wird auch das Märchen von der Wirtschaftskompetenz endgültig zerbröseln, und wenn es den Leuten erst wirklich dreckig geht, dann werden sie linkspopulistischen Rattenfängern hinterherlaufen, die ihnen schnelles Geld für die Armen versprechen, weil jeder dem nachrennt, von dem er sich persönlich einen Vorteil verspricht.
    Da die ÖVP keine Interessen mehr vertritt außer denen der Bauern und Beamten, ist sie für realwirtschaftliche Unternehmer und Fachleute uninteressant geworden. Ganz im Gegenteil, das Betonieren bei der Verwaltung, die bedingungslose Unterwerfung unter den Beamtenwillen, das postenschachernde und pfründeverwaltende Kammerunwesen und der kriecherische Dauerkotau vor dem Heiligen Futtertrog und seinen Roten Hütern, haben die ÖVP zu einer so unternehmerfeindlichen Partei gemacht, dass die Großindustriellen offen Wahlempfehlungen für die Sozen aussprechen.
    Als "rechte" Alternative die provinzsozialistische FPÖ zu sehen lässt die wahre Verzweiflung des Bürgertums erahnen. Eine liberale Partei gibt es gleich gar nicht, und die geschichte hat auch gezeigt, dass eine Partei der Mitte hier gar keine Chance hat, denn im Kernland des Raunzens muss man polarisieren, um wahrgenommen zu werden.
    Quo vadis, Austria?

  22. Biene (kein Partner)
    25. Oktober 2010 07:50

    Zur „Vernachlässigung wichtiger Wählergruppen“ durch die ÖVP:

    Mit W. Molterer kann man zur ÖVP nur eins sagen: „Es reicht!“ Die ÖVP hat beinahe nur mehr eine einzige Wählergruppe, nämlich ihre Nichtwähler. Sie ist komplett unwählbar geworden:

    Wer soll sich von dieser wertezersetzenden Partei repräsentiert fühlen? Wer würde diese charakterlose ÖVP vermissen? Was an der pseudodemokratischen ÖVP ist irgendwie ernst zu nehmen? Für was und für wen war die ÖVP im Wahlkampf unterwegs? Für den „Geilmacher Gummi – zum Lutschen“ (Kondome aus Fruchtgummi), weil „schwarz geil macht“ (wohl auf rot-grün?).

    Die ehemals Christlich-Sozialen sind auf einem unerbittlichen Konfrontationskurs mit ihren ehemaligen Wählern gegangen. Was haben die von der ÖVP im Stich gelassenen Wähler angestellt, dass der an den Haaren herbeigezogene „Mitte-Wähler“ auf dem Papier erfunden werden musste? Dieser „Mitte-Wähler“ muss identitäts- und profillos sein (liberal bzw. dumpfgesäuselt und blind zeitgeistabhängig), denn die ÖVP siedelt ihr eigenes Wählerpotential im Bereich der geist- und charakterlosen SpeichelleckerInnen an, die anderen Wählergruppen hat sie erfolgreich abgegeben.

    Jeder, der angesichts solcher Parteien die Institution „Staat“ überhaupt noch für sinnvoll erachtet, ist aus Staatsräson heraus gezwungen, diese den Wähler verratende und verachtende ÖVP auf demokratischem Wege dorthin zu schicken, wo der schwarze Pfeffer wächst.

    Dabei gäbe es für dasjenige, was eine bürgerliche, christlich- soziale ÖVP in Wien zu tun hätte, nicht notwendigerweise eine so kleine Wählerschicht. Aber die Partei hat keinen Wählerbezug, gefragt wird nur, wer Macht hat: Raiffeisen, die Loge, Wirtschaft und Industrie (in grosso modo Christian Konrad, Christoph Leitl, …) - die allesamt ohnehin mit Häupl fusioniert sind und im Land nur ihre Fraßspuren hinterlassen.

    Wie sollen mit dieser ferngesteuerten, grundsatz- und rückgratlosen Sumpftruppe Stimmen aufgetrieben werden, wenn die ÖVP nur für diejenigen Politik macht, die gewohnt sind, totalitär zu herrschen, die es sich jederzeit und überall so richten, wie es ihnen gerade gefällt?

    Der ÖVP fehlt aber nicht nur ein ansprechendes Profil und die entsprechende(n) Zielgruppe(n). Intellektuelle und moralische Redlichkeit sind dieser Partei völlig abhanden gekommen, was die Partei so wertelos wie wertlos macht.

    Als ehemaliger ÖVP-Wähler freut man sich schon auf die nächste kalte Dusche unserer weltanschaulichen Feinde in der ÖVP. Bei Wahlen kann jeder sein Scherflein dazu beitragen: in Nordrhein-Westfalen hat eine etablierte Partei eine Million Wähler verloren, in Wien haben aus verständlichen Gründen wohl viele in der Wahlzelle die Augen geschlossen und zufällig die farblos-schwarze Kleinpartei erwischt.

    • Franz (kein Partner)
      25. Oktober 2010 08:04

      Schöne Zusammenfassung - leider wird es meines Erachtens noch ein paar Jahre länger dauern, bis die ÖVP gezwungenermaßen merkt, daß es so nicht weitergeht. Die Schmerzgrenze scheint noch nicht erreicht zu sein (sonst wäre schon längst etwas passiert wie bspw. Rücktritt mehrerer Protagonisten).

      Schade drum, dabei wärs so einfach das ursprüngliche Klientel wieder anzusprechen.

    • Gennadi (kein Partner)
      25. Oktober 2010 08:18

      Das Werte zersetzen schlägt sich auch hier nieder. Indem z.B. Maierhofer die völlig konträren Begriffe konservativ und liberal unter einen Hut bringen und diesen der ÖVP aufsetzen will.

      Die ÖVP krankt aber nicht am Zersetzen der Werte. Sondern an Josef Pröll, der keine Werte kennt, sondern sich um buchstäblich jeden Preis der SPÖ unterordnet. Leute wie Marek sind Randerscheinungen, die rasch verglühen.

    • Franziska Malatesta (kein Partner)
      25. Oktober 2010 12:54

      Konservativ-liberal
      sind keine so starken Gegensätze, wie hier behauptet wird. Liberalismus ist ja nicht windelweiche Beliebigkeit, sondern eine Theorie, die auf Selbsteigentum (Recht auf den eigenen Körper), Privateigentum und Vertragsfreiheit beruht. Der Liberalismus betont daher den Primat des Privatrechts vor dem öffentlichen Recht (im Gegensatz zur Theorie Hans Kelsens, der das Privatrecht absterben sah und es zur Gänze durch öffentliches Recht ersetzt wissen wollte), den Minimalstaat oder Nachtwächterstaat, aber auch die Familie, deren Existenz mit der Existenz des Privateigentums untrennbar verbunden ist.
      Der Unterschied zum Konservativismus besteht also nicht in rein weltanschaulichen Fragen, sondern in der Rolle, die dem Staat zugewiesen wird; diese Rolle ist im Konservativismus ungleich stärker. Im Gegensatz zum konservativen Beamtenstaat wäre der liberale Staat auf wenige Aufgaben - wie Polizei, Militär, Justiz - beschränkt und würde die sogenannte "Daseinsvorsorge" wie Infrastruktur, Schule, Energieversorgung der Privatwirtschaft überantworten. Im liberalen Staat gäbe es auch keine beamteten Soziologen, Sozialpädagogen, Politologen und keine mit der Regierung verknüpfte Klasse von Intellektuellen, Ideologiebeauftragten und Sinnstiftungsbeamten und natürlich auch kein Gender-Mainstreaming. Jeder müßte sein Einkommen auf dem Markt statt im öffentlichen Dienst lukrieren; die Wohlfahrt wäre auf die wenigen wirklich Bedürftigen beschränkt.
      Mit Homoehe, Grundsicherung, Umverteilung etc. hat das natürlich nichts zu tun.

    • black (kein Partner)
      25. Oktober 2010 13:33

      @ Biene: "die Partei hat keinen Wählerbezug, gefragt wird nur, wer Macht hat".

      Die ÖVP ist hochgradigst verwahrlost, die Verkommenheit als Partei und Programm. Kann Pröll noch das Stall ausmisten Oder muss er selbst auf die Harke?

    • Neppomuck (kein Partner)
      25. Oktober 2010 14:48

      Liberale "Denke" wäre durchaus zu begrüßen, wenn ... ja wenn sich da nicht der "68er-Mist" längst in den "Köpfen" (siehe "chattering class", aber leider nicht nur dort) eingenistet hätte.

      Wer die "radikale Freisetzung individueller Lebensentwürfe" (J. Habermas) als das Ziel aller Ziele im Auge hat, der wird bald vor den Trümmern jeglicher (vertretbaren) Weltanschauung stehen.

    • Josef Maierhofer
      25. Oktober 2010 14:52

      @ Franziska Malatesta

      Danke für Ihren Post !

      Sicher schlagen sich Begriffe, wenn man sie extensiv auslegt. Sicher wäre eine Partei der Mitte angehalten, sich in vernünftigen Maß auch gegensätzlichen Werten zu nähern, will man eine Partei der Mitte sein und sich behaupten.

      Das große Problem sehe ich in den verwöhnten Fratzen unserer Bürger, die außer zum Futtertrog zu gehen zu nichts mehr bereite sind und von Anständigkeit, Gesetz, Ordnung, etc. nichts mehr wissen wollen. Genau diese werden in dem Ausmaß, in dem sie jetzt versagen, für all die Sünden büßen.

      Ein paar Mal kann man es ja noch mit diesen ÖVP-lern versuchen, ihnen ins Gewissen zu reden. Aber irgendwann wählen dann alle Strache dagegen. Der Bankrott wird damit sicher nicht mehr aufhaltbar, aber die Pfründe schwinden auch für dieses 'Schuldenpack'.

  23. Ritter vom Kapall
    25. Oktober 2010 02:57

    Die Ansage des neuen ÖVP Landesgeschäftsführers, Alfred Hoch, die Kampagnenfähigkeit der ÖVP Wien in den Außenbezirken (Arbeiterbezirken) stärken zu wollen, kann nur als gefährliche Drohung verstanden werden bzw. als klares Signal, nichts von der strategischen Fehlpositionierung verstanden zu haben. Oder der Mann will ganz einfach die ÖVP Wien wienweit unter 10% haben, denn das sind die Werte in den einstigen SPÖ/FPÖ-Hochburgen.

    Es werden damit die ganz wenigen Wähler-Gruppen, bei denen die ÖVP noch gewisse Chancen hätte, Vertrauen zu gewinnen, hätte. Und das sind bürgerliche Menschen, die hart arbeiten, für die Kinder einen hohen Stellenwert haben und nicht plumpe Stehsätze hören wollen, sondern eine ernsthafte und kreative Gestaltung des Gemeinwesens.

  24. fosca
    24. Oktober 2010 23:44

    Wenn's in der ÖVP weiter "chattern",
    wird's demnächst bei denen wieder ordentlich "scheppern"!

    Und recht geschieht ihnen, denn was die Proponenten in dieser Partei aufführen, geht auf keine Kuhhaut mehr! :-(

  25. terbuan
    24. Oktober 2010 20:10

    Die chattering class bombardiert uns bereits mit den bevorstehenden Segnungen der rot/grünen Koalition. Alles grün, alles bestens, ganz Wien wird zur Kurzparkzone, freu mich schon wenn die Türken alle mit dem Rad fahren werden!
    Vorläufig werde ich abwechselnd rot und grün im Gesicht!

    • cmh (kein Partner)
      25. Oktober 2010 15:06

      Ja sicher. Die Räder der Türken sind sicher tschuschenfarben (i.e. schwarz) und mit Sternderl oder 4 Kringerln.

  26. byrig
    24. Oktober 2010 17:54

    eine oft geäusserte hypothese,v.a.auch in den printmedien,ist,die övp sei zu wenig urban.
    das wohl ein völliger unfug.beliebiger,permissiver,gutmenschlicher,ideologiefreier als die wiener övp ist wohl keine politische gruppierung.
    wer will glauben machen,dass in der stadt nur strikt anti-bäuerliche,ideologiefreie laissez-faire-menschen mit akademischen titel wohnen?
    an sich hat die övp ja auch das attribut "konservativ" in ihrem selbstverständnis,konservativ allerdings im besten sinn,wozu auch geschichtsbewusstsein,heimatverbundenheit und-treue zählen.und gerade auch viele städter,auch viele höher ausgebildete,hängen an solchen werten,gerade auch in zeiten,wo diese immer mehr ausgehöhlt werden.und neue bedrohungen entstanden sind,wie übermässige,unkontrollierte zuwanderung,auch mit ihrer bedrohlichsten ausprägung-der islamischen massenzuwanderung.
    gerade auch da wollen die städtischen bürgerlichen von der övp eine verlässliche,starke und standhafte vertretung.und zum himmel-das hat mit "bäuerlich" gar nichts zu tun!!
    nach dem profil-und farlosen appeaser hahn kam jetzt die pröll-erfindung marek-die ausser pseudoföhlichem zwangslächeln gar nichts zu bieten hat.
    einige rezente interviews mit dem altobmann görg lassen allerdings auch in seinem fall keine grösseren sehnsüchte nach seiner rückkehr aufkommen.
    fazit:der övp-speziell der wiener-fehlen:
    1. ein unverwechselbares konservatives(im besten sinne des wortes) programm.
    2. eine kraftvolle,wenn geht ein wenig charismatische führungspersönlichkeit.
    3. die sofortige aufgabe der deletären anbiederung an die p.c.

  27. Brigitte Imb
    24. Oktober 2010 15:53

    Marek ist auch mit ihrem Schwimmer baden gegangen. In Zukunft soll sie sich besser an eine Fallschirmstaffel anbiedern, zwecks der Reißleine.

  28. Alexander Renneberg
    24. Oktober 2010 15:48

    wenn marek in einem standard interview sagt, vielleicht gebens die grünen billiger, dann ist das an peinlichkeit kaum zu überbieten.

    selbst wenn das stimmte, hätte sich die verantwortliche an diesem wahldesaster besser in selbstkritik üben sollen als sich im selbstmitleid baden.

    biiiitte, die grünen sind so bös und nehmen mir meinen fixen lotsenjob weg, weil sie´s so billig geben.

    wirklich billig ist so ein interview.

    nochmals das ersuchen an die werten mitposter:

    wer kann mir sagen wofür die övp wien steht, ohne vorher auf die homepage zu schauen.

    wenn das nicht möglich ist bleibt mein befunde, dass die övp in beliebigkeit versinkt aufrecht.
    und ob es gut ist, dass wie weiter unten prof alois schreibt, alle einen platz haben bezweifle ich.

    • Philipp Starl
      24. Oktober 2010 16:11

      1) Ma chterhalt (seit über 20 Jahren in der Regierung).

      2) Opportunismus (sind immer für das, was sie glauben, dass die Leute wollen, oder die Krone).

      3) Parteifilz (wo sind noch keine schwarzen eingeschleust worden, außer im ORF?).

      4) Inkompetenz.

      5) Führungslosigkeit.

      6) Lethargie.

      7) EUnterwürfigkeit.

      Mache gerne weiter :-) .

    • Alexander Renneberg
      24. Oktober 2010 16:17

      herr starl, man sieht, sie waren nicht auf der homepage. :-)

  29. Brigitte Imb
    24. Oktober 2010 15:20

    Frage: Gibt es noch Firmen die Runderneuerungen bei Reifen durchführen?

    Falls ja, sollte die ÖVP dringen ein solches Unternehmen aufsuchen, um wieder auf die richtige Spur zu kommen.

    • Alexander Renneberg
      24. Oktober 2010 15:32

      das wird nicht reichen, denn selbst wenn der reifen runderneuert ist, bliebe es doch beim alten reifen darunter.

      es wird nicht reichen norbert walter, den landesgeschäftsführer, zu opfern, da und dort ein paar neue gesichter zu installieren.
      (nebenbei bleibt walter im gemeinderat, sicher seiner großen verdienste wegen)

      es muss neben einem personellem paket auch ein inhaltliches kommen.

      kann mir denn einer der werten mitposter sagen wofür die övp wien im positiven steht?

    • Brigitte Imb
      24. Oktober 2010 15:49

      Ja, wie heißt es so schön? Der Fisch fängt am Kopf zu stinken an - Kosequenzen - Pröll(s) weg!!!

  30. A.K.
    24. Oktober 2010 14:17

    Marek weg!
    Zitat der Frage „Die Presse“ an Marek:
    Ziehen Sie personell Konsequenzen? Treten Sie zurück? Oder wechseln Sie ganz in den Bund oder ganz nach Wien?
    "Ich bin mit allen Konsequenzen für Wien angetreten. Ich werde in Wien massiv in der ÖVP arbeiten, damit wir wieder stark werden. Warten wir ab, was die rot-grünen Verhandlungen bringen. ........
    Und wenn Rot-Grün nicht klappt, stehen Sie weiterhin parat?
    Selbstverständlich. Das gilt heute wie gestern. uw"
    Zitatende
    Da auf „Und wenn Rot-Grün nicht klappt, stehen Sie weiterhin parat?“ Marek mit „Selbstverständlich.“ antwortet, gehört sie sofort von der ÖVP-Bundesparteileitung wegen geistiger Prostitution und Unfähigkeit in die politische Versenkung geschickt. – An Josef Pröll: Aber rasch!

    • Kurt22
      24. Oktober 2010 15:11

      5 Jahre Gehalt als Vizebürgermeister, da überlege ich, ob ich nicht auch parat stünde. Und wie sagte einst Busek: Ohne wenn und aber! Geld ist geil, verdirbt aber den Charakter. Das ist aber nur ein Problem, wenn man selbigen auch hat bzw. hatte!

    • Brigitte Imb
      24. Oktober 2010 15:53

      Asyl in NÖ und Vize in Wien - das ist zuviel Kurt!

  31. ProfAlois
    24. Oktober 2010 13:50

    Vielleicht eine doch etwa zu pointierte Diagnose (Indiz: In den PS und PPS ff steht mehr treffendes als im Text. Es ist journalistisch doch ungewöhnlich: Hintan das Bedeutende zu setzen). Mir fehlt darin vor allem, dass im Wahlkampf - wenn man tatsächlich gewillt ist ist, die sachlichen Argumente zu analysieren - die Marekschen Ansätze untergingen. Aus meiner Sicht war es auch nicht möglich, sich bemerkbar zu machen, da ja das Match Häupl gegen Strache einerseits von der Präsenz her alles niederbügelte, was anderes sonst noch da war. Und andererseits auch die Themen von diesen beiden regiert wurden. Es waren Nichtthemen. Man merkt das daran, dass in Fernsehdiskussionen ganze Fünfminutenblöcke damit vertan wurden, dass sich Häupl und Strache ihren vermeintlichen Drogenkonsum vorrechneten. Ich bin selbst im Publikum einer dieser Fernsehdiskussionen gesessen. Ich habe Häupl und Strache als inhaltsleer aber angriffig erlebt. Marek und Vassilakou waren sachorientiert. Im Fernsehbild sah man aber hauptsächlich die beiden Testosteronbomber aufeinander einhacken.

    PS (Ich darf das. Ich bin kein Journalist ;-): Das sympathische und überaus moderne an der ÖVP ist das nach allen Seiten ausfasernde. Die ÖVP ist ein wilder Haufen völlig gegensätzlicher Interessen. Der findet gelegentlich immer wieder zusammen. Das ist eine Großleistung. Weil das vom politischen Umgang her zukunftsweisend ist. Es haben alle Platz, aber abwechselnd andere das Sagen. Die meisten ÖVPler haben das selbst noch nicht begriffen (und wählen gelegentlich woanders. Ja schimpfen wie die Rohrspatzen auf die eigene Partei, So, als gäbe es die Idealpartei für alle). Hätte man die ÖVP nicht: Man müsste sie erfinden. Ja, und die Geduld ihrer Mitglieder am besten gleich dazu.

    • brechstange
      24. Oktober 2010 19:57

      Sie irren, dieser ausfasernde Haufen hatte in der Vergangenheit ein festes Bindeglied, die Kirche bzw. das christliche. Beides wurde aufgegeben, daher wird die ÖVP, wenn sie ohne feste WErtebasis weitermacht, weiter scheitern.

    • byrig
      24. Oktober 2010 20:44

      aaach,die arme marek hat sich nicht bemerkbar machen können!aber es schon noch andere möglichkeiten gegeben wie die erwähnten fernsehdiskussionen,oder?
      da hat marek halt gleich den häupl gross plakatieren lassen,und mit der sehr tiefschürfenden aussage aufhorchen lassen,sie,die liebe und eh brave christine wolle die co-pilotin im roten jumbo sein!
      dann hat sie noch ein sehr dringendes problem aufgegriffen:nämlich ein verbot der total überhand nehmenden burka in wien!das hat sich nicht einmal der strache getraut.
      auf die realen probleme mit zuwanderern,v.a. moslemischen,ist diese loserin natürlich nicht eingegangen.wäre zu haarig gewesen,hat sie liebend gern dem strache überlassen.und auch gleich tausende potentielle övp-stimmen.
      wenn die övp so rückratlos ist,diese völlig uneinsichtige verliererin sofort abzulösen,werden sich sehr viele-auch ich-von dieser partei geistig verabschieden.

    • Josef Maierhofer
      25. Oktober 2010 09:37

      @ Leopold Koller

      Glauben heißt nichts Genaues wissen, da gebe ich Ihnen recht.

      Es liegt viel an den durch 2 Generationen verdorbenen Menschen (Schmarotzertum, falsches Gutmenschentum, etc.), die aber, das kann man erkennen, doch inzwischen beginnen munter zu werden und sensibel für den letzten Schritt geworden sind. Sie spüren den Sturz in die Schuldenschlucht und wissen genau, daß auch sie alle was falsch machen, zumal es ja auch noch andere Warner gibt.

      Wie es mit der ÖVP wird, das kann man im Voraus nicht sagen, die Zeit wird es zeigen. Die Voraussetzungen jedenfalls sind ungünstig, da haben Sie auch recht.

      Aber deshalb gleich aufgeben, die Mindestsicherung nehmen und warten, bis man sie nicht mehr bekommt, das halte ich ganz sicher für zu wenig und hirnlos.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      25. Oktober 2010 17:32

      @ Maierhofer

      Die Menschen werden immer verdorben, wenn es ihnen zu gut geht. Beispiele gibt es in der Geschichte zuhauf.

      Tytler cycle:

      From bondage to spiritual faith;
      From spiritual faith to great courage;
      From courage to liberty;
      From liberty to abundance;
      From abundance to complacency;
      From complacency to apathy;
      From apathy to dependence;
      From dependence back into bondage.

      Sie koennen sich eh ausmalen, in welcher Phase wir uns gerade befinden.

      "A democracy is always temporary in nature; it simply cannot exist as a permanent form of government. A democracy will continue to exist up until the time that voters discover that they can vote themselves generous gifts from the public treasury. From that moment on, the majority always votes for the candidates who promise the most benefits from the public treasury, with the result that every democracy will finally collapse due to loose fiscal policy, which is always followed by a dictatorship."

    • Josef Maierhofer
      26. Oktober 2010 09:40

      @ Leopold Koller

      Ein Punkt wird aber genauso schwierig wie eine 'Rettung' der ÖVP:

      .... back into bondage ...

  32. SuPa
    24. Oktober 2010 12:59

    Uns blöden Bundesbürgern wird doch nur die halbe Wahrheit (was bekanntlich eine ganze Lüge ist) gesagt. Da gibt es doch Vereinbarungen zwischen ÖVP und SPÖ, zwischen E. Pröll und M. Häuptl, zwischen dem Leitl und Foglar usw., wie gehandelt bzw. eben weitergewurschtelt wird, welche nie an die Öffentlichkeit kommen werden. Und da gibt es immer Gewinner und Verlierer, nach aussen hin wird uns blöden Bundesbürgern alles mit einer win:win-Situation "verkauft".
    Die Bundes-ÖVP betrachtet das schlechte Wiener Wahlergebnis eben als "Kollateralschaden", um weiterhin in Koalition und damit an den Futtertrögen der Macht zu bleiben. Josef Pröll hat viele entäuscht, er gehört schnellstens durch einen fähigen Mann ersetzt, welcher Faymann wirklich Paroli bieten kann. Gibt es so eine Persönlichkeit überhaupt unter den ÖVP-Politikern? Bitte um Namensvorschläge.

    • Heinz (kein Partner)
      25. Oktober 2010 14:08

      Welcher fähige Mensch will schon in einer Partei, egal ob rot/grün, schwarz, blau etc. mitarbeiten? Noch dazu wo es immer mehr die Politiker das Sagen haben, die nie etwas anderes gelernt haben außer sich im Apparat, in den Kammern, in den Gewerkschaften hinaufzudienen. Selbst Schüssel war ein typischer Politik-Karrierist. Pröll, Faymann sowieso. Die Herrschaften sind entweder nie im wirklichen Leben angekommen (Faymann) oder längst so abgehoben, dass sie als menschliche Brechmittel wahrgenommen werden (traditionell alle ÖVP Granden). Es dürfte daher ziemlich egal sein, ob eine Frau Marek, ein Herr Hahn oder ein anderer Kotzbrocken den Titel Parteiobmann trägt.
      (Im Sinne der PC müßte es natürlich auch Kotzbrockin und Parteiobmännin heißen)

    • Sküs
      25. Oktober 2010 16:41

      Wolfgang Schüssel.
      Susanne Riess-Passer. (Uuuups, falsche Partei. Macht nichts.)

  33. Josef Maierhofer
    24. Oktober 2010 12:42

    Die ÖVP hat eine einzige Chance.

    Egal, ob in der Länder- oder in der Bundespolitik, es ist die Rückehr zu den Wurzeln anzusagen und ernst auszuführen.

    Christlich
    Sozial
    Liberal
    Konservativ
    Heimattreue
    Gesetzestreue
    Arbeit
    Fleiß
    Anständigkeit

    und nicht

    Anbiederung an SPÖ
    Blauäugigkeit
    falsches Gutmenschentum
    Verschwendung
    Korruption
    Postenschacher
    etc.

    Sie muß die Besten anbieten und nicht die am längsten Dienenden und 'Verwandten'. Das, lieber Onkel, sei Dir hinter die Löffel geschrieben und Deinem blauäugigen Neffen.

    • Alexander Renneberg
      24. Oktober 2010 12:58

      perfekte analyse.

      die einzige frage lautet: wie "verklickern" sie das der övp? :-)

    • SuPa
      24. Oktober 2010 13:02

      Josef Maierhofer, vor den Vorhang!!

    • Josef Maierhofer
      24. Oktober 2010 13:30

      @ Alexander Renneberg

      Technisch einmal mit 'Forward', aber inhaltlich sind 40 Jahre vergangen mit dem Schlendrian, wo man weder im Leben noch in der Politik auch nur eine Sekunde wegschauen kann und schon gar nicht vom Weg abweichen kann.

      Da haben Sie schon recht, die Umkehr ist nicht so einfach, vor allem die der verzogenen Fratzen von Bürgern, die das zwar immer mehr erkennen, was aber noch lange nicht heißt, daß sie es tun werden.

    • CHP
      24. Oktober 2010 13:34

      Mit allen angegebenen Tugenden einverstanden. Aber kann durch deren 100% Befolgung den Bürgern auch eine zufriedenstellende Antwort auf die beängstigende kulturelle und wirtschaftliche Bedrohung durch islamische Immigranten gegeben werden?
      Mir fehlt da noch etwas.

    • Josef Maierhofer
      24. Oktober 2010 13:38

      @ CHP

      Sollte eigentlich in Heimattreue und Gesetzestreue enthalten sein.

      Wir hätten ja Gestze, einhalten müsste man sie halt.

    • CHP
      24. Oktober 2010 14:49

      @Josef Maierhofer 13:38
      Das ist mir zu passiv. Das Abhalten von Volksfesten evt. in Tracht ist zuwenig. Diverse Gesetze sind reparaturbedürftig oder auch falsch. Die Listigen (oder es sich leisten können) nutzen alle Schlupflöcher, wobei die Intention vieler Gesetze dabei verloren gehen. Bei der ÖVP fehlt mir die Absicht etwas wirklich im Sinn der Bevölkerung zu verbessern wollen. Dazu braucht sie Schlauheit und Durchsetzungsvermögen. "Seid klug wie die Schlangen.."Mat.10,16
      Weiters ist die Fristenlösung nicht christlich.
      lg

    • Josef Maierhofer
      24. Oktober 2010 15:01

      @ CHP

      Korrekt, was Sie schreiben.

      Bei den Gesetzen muß viel verbessert werden, angfangen bei der Verfassung, über die Verwaltung, die Asylgesetze, u.s.w.

      Es darf nicht möglich sein, daß man einem Anfragenden nach Asyl nicht sofort oder in kurzer Zeit fundierte kompetente und rechtssichere Antwort gibt, wie das in den meisten gut organisierten Ländern möglich ist. Es muß eine einzige Zuständigkeit geben in Streitfragen, das ist der Asylgerichtshof und keine Instanzen zulassen.

      Die Fristenlösung ist weder christlich, noch sinnvoll. Das war ein Fehler unserer Politik dem zuzustimmen, es hat zum Massenmord an Ungeborenen geführt. Die Frist von 3 Monaten ist lediglich der letztmögliche medizinische Eingriff bei Kranken, etc.

    • simplicissimus
      24. Oktober 2010 16:03

      gut geschrieben! werden sie's auch annehmen? bekehrte gutmenschen wissen alles immer besser und haben immer recht, daher bezweifle ich es.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      25. Oktober 2010 04:56

      Maierhofer

      Die OeVP hat keine Chance. Das ist das Problem hier, vom Autor zu den Kommentatoren. Ihr glaubt immer noch an ein Wunder. Die OeVP ist nicht reformierbar. Sie wird den selben Tod wie die DC in Italien sterben.

    • Segestes (kein Partner)
      25. Oktober 2010 14:02

      Die ÖVP war nie HEIMATTREU, sonst hätte sie nicht im Dienste ihrer industriellen und gewerblichen Geldgeber, in den 60er-, 70er- und 80er-Jahren, mit Nachdruck und ohne jede Rücksicht auf die Nebenwirkungen, in Massen hinterwäldlerische und absehbar integrationsressistente Billigarbeitskräfte nach Österreich geholt. Darauf, bzw. auf der sich daraus ergebenden demographischen Entwicklung, beruht unser heutiges Ausländer- bzw. Islamproblem in erster Linie, und nicht auf den schwülen Multikultiphantasien von rot-grünen Bessermenschen, denn die sind erst viel Später auf diesen Zug aufgesprungen.

      Die Gier der ÖVPler und ihrer Hintermänner ist aber selbst heute, im Angesicht einer offensichtlichen Fehlentwicklung, noch nicht gestillt und man fordert weiter den Zuzug von billigem Personal für die Industrie - was man wenig subtil hinter dem Begriff "Schlüsselarbeitskräfte" zu verbergen versucht.
      Die Ausbildungsquote hingegen ist, passend zu dieser Strategie, seit Jahren im Sinkflug begriffen.
      Ich sage es in aller Deutlichkeit (und im Gegensatz zum Phrasendrescher Molterer, der diesen Spruch geprägt hat, meine ich es wirklich so): Die ÖVP widert mich an.
      Keine andere Partei sagt dermaßen im Brustton der Überzeugung A und betreibt in Wirklichkeit eine Politik in Richtung B.

      Wer herumjammert, die ÖVP sollte doch wieder so werden wie einst, der läuft einem Trugbild hinterher.
      Die ÖVP war nie so, wie man es sich hier, von Unterberger abwärts, einredet.
      Der Unterschied zwischen jetzt und einst ist aber der, dass die ungustiöse, egozentrische Politik der ÖVP, heute aufgrund der medialen Meinungsvielfalt im Netz, nicht mehr unter den Tisch gekehrt werden kann, wie im obrigkeitsgläubigen Nachkriegsösterreich der 50er- und 60er-Jahre.
      Außerdem sind die hier versammelten ÖVPler allesamt schon eher ältere Semester. Und da neigt man ja grundsätzlich zu der praktischen, wenn auch nicht sonderlich geistreichen Annahme, dass früher doch alles besser war.

      "Heimattreue, Gesetzestreue, Arbeit, Fleiß, Anständigkeit"
      Liest sich wie von der Propagandaabteilung der FPÖ abgeschrieben.
      Vielleicht sollte man deshalb nicht einer ÖVP hinterher dackeln, die es nicht gibt,
      sondern stattdessen gleich die Blauen wählen, auch wenn man, von den diversen Intelligenzmedien beeinflusst, in der Öffentlichkeit so tut, als wäre das unter dem eigenen intellektuellen Niveau.

      Und "Liberal" und "Konservativ" widerspricht sich letztendlich sowieso.
      Vor allem bei der ÖVP, deren Konservativismus sich immer nur auf Besitzstandswahrung beschränkt hat, während alles andere drumherum, wie etwa "Christlichkeit", bestenfalls eine zweckdienliche Pose ist.

    • Erich Bauer
      25. Oktober 2010 14:08

      Josef Maierhofer,

      Ich erlaube mir, die von Ihnen angeführten Eigenschaften, die eine Rückkehr zu den Wurzeln herbeiführen sollen, zu hinterfragen:

      CHRISTLICH: (Papst, Toni Faber, Schönborn, "Wir sind Kirche"... in welcherAusformung? Vielleicht auch anglikanisch, lutheranisch, protestantisch...?)

      SOZIAL: (Almosen oder gesetzlicher Anspruch? Welcher "Nichtleister" bekommt was und warum?)

      LIBERAL: (Hm... für mich ein Wieselwort. Links- oder Rechtsliberal? Oder doch in der Mitte?)

      KONSERVATIV: (Wort ist sehr schlecht "besetzt". Konservativ im Sinne der "britischen" Ausrichtung oder im Sinne des Biedermeier?)

      HEIMATTREUE: (Hm... noch schlechter "besetzt". In einer "heterogenen" Gesellschat ist Heimattreue nicht mehr relevant...)

      GESETZESTREUE: (Mein Steuerberater erklärt mir bereits des öfteren, daß ich bereits frühmorgens, beim Aufstehen vom Bett, 50 Verordnungen und 5 Gesetze verletze. Von meine "verbotenen" Meinungen haben wir da noch gar nicht gesprochen... Ein Schurkenstaat braucht viele Gesetze (Tacitus))

      ARBEIT: (Arbeit oder Beschäftigung...?)

      FLEISZ: (Wenn ich in einer Beschäftigungsinstitution fleißig bin, bin ich sowas von schnell draußen... Derzeit sind die "Fleißigen" sowas von "deppert". Man könnte sie in der Tat als "Systemerhalter" bezeichnen.)

      ANSTÄNDIGKEIT: (Wenn Sie mir dieses Wort übersetzen können... Hut ab! Ich kann das nur an einigen persönlichen Beispielen. )

      Mir ist durchaus bewußt, daß eine Diskussiojn darüber ziemlich mühsam wird...

    • cmh (kein Partner)
      25. Oktober 2010 15:03

      Bauer und Maierhofer!

      Die Katastrophe in der wir uns befinden liegt daran, dass wir nicht mehr in der Lage sind, unsere Werte auch auszudrücken. Alle Werte die Meierhofer geltend macht werden von Bauer postwendend (der mainstreamigen Gewohnheit gemäß und wie ich ihm zugestehe dispudandi causa) in den Dreck gezogen. Die Nonvaleurs hingegen sind eindeutig!

      Die Aufgabe der ÖVP ist hart aber selbstverschuldet: Sie muss nicht diese Werte wieder zur Geltung bringen, sondern sie muss diese Werte erst wieder schaffen.

    • Erich Bauer
      25. Oktober 2010 15:26

      cmh,
      "...der mainstreamigen Gewohnheit..

      Was ist "mainstreaming" daran, wenn ich mich frage, ob "britischer" Konservativismus, oder biedermeier'scher Konservativismus das bessere Mittel heutzutage ist? Was ist "mainstreaming" daran, wenn ich die Definittion von ARBEIT (Produktivität, Wertschöpfung) neu bzw. "wieder" bewertet sehen will!!??? Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Ist das eine Katastrophe? Bitte sagen Sie mir, was und wo ich in den "Dreck" gezogen habe. Ich bin ganz bestimmt kein Troll...

    • Erich Bauer
      25. Oktober 2010 16:20

      cmh,
      "...Die Aufgabe der ÖVP ist hart aber selbstverschuldet: Sie muss nicht diese Werte wieder zur Geltung bringen..."

      net bös sein... aber... das wäre DIE abendfüllende Kabarettnummer. Im Übrigen, wenn man seine Werte nicht mehr AUSDRÜCKEN kann... dann hat man keine mehr...

    • cmh (kein Partner)
      25. Oktober 2010 20:01

      Sehr geehrter Herr Bauer,

      einfach zu sagen, ich bin Ihrer Meinung (das bin ich tatsächlich) scheint mir etwas langweilig zu sein. Bitte verzeihen Sie mir, wenn ich daher disputandi causa die Sache vielleicht zu sehr zugespitzt habe.

      Die Situation in der wir uns befinden ist meiner Ansicht nach gerade dadurch gekennzeichnet, dass das bloße Nennen dieser Werte einen schon in den Winkel der Hinterwäldler stößt, die nicht wissen wo's langgeht. Werden diese Werte wie von Maierhofer genannt, dann denkt niemand daran, zu versuchen, diesen Werten gerecht zu werden, sondern es werden diese Werte lächerlich gemacht, aufgefasert und grotesk verdreht. Sie haben wie ich Sie verstanden habe genau darauf in Ihrem Posting hingewiesen und indem Sie diese WErte gleichsam zur deutlicheren Demonstration weiter "in den Dreck gezogen haben" . Natürlich glauben Sie nicht, dass diese Werte auch dorthin gehören.

      Wir selbst wissen also diese Werte nicht mehr richtig zu deuten und verstehen sie auch nicht mehr. Das ist leider ein Befund unseres derzeitigen moralischen Zustandes.

      Lassen Sie mich daher bitte versuchen, die Werte aus meiner Sicht etwas mit Sinn zu erfüllen.

      Christlich: Natürlich auf der Linie des Papstes, der zufällig auch ein großer Theologe ist, dessen Äußerungen in den letzten 50 Jahren immer konsistent waren. Dass das ein Wert für sich, wird klar, wenn man sich Äußerungen unserer Politiker vergegenwärtigt. Inhaltlich deshalb, weil mir ein Ruf zur Umkehr immer noch wichtiger und richtiger erscheint, als die Versicherung alles ist in Ordnung und ich möge doch weiterschlaften. Und weil jede Norm ein Baum zum Reiben ist und da sind halt ein paar Bäume, duch die man nicht einfach durchgehen kann. Und weil die Vergebung von Sünden etwas anderes ist als das Wegdefinieren von Problemen. Und, und, und....

      Sozial: Jedenfalls keine Almosen - und wären die auch gesetzlich garantiert. Denn mehr als Almosen werden heute ja nicht verteilt. Und jedenfalls nicht einen Stein geben, wenn Brot von Nöten ist. So halte ich es für nicht sozial, wenn z.B. junge Menschen mit einem Abschluss versorgt werden, der ihnen vorgauckelt reif zu sein, während sie in Wirklichkeit siche neuerlich zu Markte tragen müssen und erst weitere Prüfungen machen müssen, bevor Sie das erhalten, was ihnen die Matura eigentlich zugesteht.

      Liberal: Das ist einfach. Jedem der den Satz: "Wir sind uns doch alle ganz einig, dass .." von sicht gibt, schlicht nicht mehr zuhören.

      Konservativ: Das gleiche wie die Tradition. Das Feuer erhalten und nicht die Asche bewahren.

      Heimattreue: Das ist hingegen schwer, denn die Heimattreue setzt sich zusammen aus landschaftlichem und persönlichem Verbundensein mit einem Land und dessen Kultur. Atomisierte Rädchen, die nur für eine Lebensabschnittspartnerschaft taugen, können das nicht verstehen.

      Gesetzestreue: dem Ihren ist nichts hinzuzufügen außer vielleicht, dass in den meisten Fällen simple Kinderstube und der Satz Pakta sunt servanda genügen sollte.

      Arbeit: Beruf ja, Job nein.

      Fleiß: hängt leider mit Disziplin zusammen.

      Anständigkeit: Dazu genügt es, sich klar zu machen, dass Trickserei nie eine allgemeine Regel sein kann.

      Tja meine Ausfüllungen sind dünn. Aber wie Sie sagen, die Diskussion darüber ist schwierig. Wir befinden uns da aber in guter Gesellschaft, diese Probleme sind bereits von wesentliche größeren Geistern nicht gelöst worden. Das Problem, um wieder zur ÖVP zurückzukehren, ist, dass diese WErte heute auch bei der ÖVP keine allgemein anerkannten Werte sind, eben weil die in den letzten Jahren ständig herungtergemacht wurden.

    • CHP
      25. Oktober 2010 21:32

      @cmh 20:10
      Ihre Definition von KONSERVATIV finde ich genial.
      Auch die der der anderen Punkte zeigt, daß es relativ einfach gehen könnte.
      Danke für Ihr posting

    • Leopold Koller (kein Partner)
      26. Oktober 2010 02:27

      cmh

      Das war ein gutes Stueck Arbeit, das Sie sich da gemacht haben. Dafuer gebuehrt Ihnen Dank.

    • Josef Maierhofer
      26. Oktober 2010 09:48

      @ Erich Bauer

      Es lässt sich sicher das Wort der Tugend konstruktiv erfassen und auch destruktiv.

      Wenn Sie jetzt noch sagen, daß Sie das nach Ihrem Gewissen nur so verstehen können, dann muß ich mich für die falsche Ausdrucksweise entschuldigen und überall hinschreiben, wie es gemeint ist und wie nicht, wie in der heutigen Zeit des 'nicht verstehen Wollens' üblich.

      Das haben aber inzwischen andere bereits getan für mich.

    • Erich Bauer
      27. Oktober 2010 08:41

      cmh,

      Verzeihen Sie meine verspätete Reaktion auf Ihre Replik. Vielen Dank für Ihre Ausführungen. Ich halte es in jedem Fall für wichtig, daß wir die Deutungshoheit über die Worte zurückerobern. Das wird ein mühsamer Prozeß. Der heutige Tagebucheintrag von A.U. über das "Wieselwort" LIBERAL ist ein guter Beginn... Und Ihre Sicht über "konservativ" (... nicht die Asche bewahren!) ist mit meiner "Auslegung" deckungsgleich. Solange ich nicht wirklich etwas Besseres bekomme, werfe ich das Bewährte nicht weg (very british)... Sonst tauscht man nämlich Gold gegen Steine.

  34. Philipp Starl
    24. Oktober 2010 12:04

    Was in der ÖVP post Schüssel alles falsch lief/läuft:

    1)...
    2)...
    3)...
    .
    .
    .
    .
    .1347) Pröll.

  35. socrates
    24. Oktober 2010 10:21

    Kleinvieh macht auch Mist
    Wolfgang Großruck, Abgeordneter der ÖVP und mehrfach unbegabt, brachte mit den Grünen einen Initiativantrag ein:Großruck: Illegaler Waffenhandel ist einer der Hauptgründe für Menschenrechtsverletzungen. Das gilt zunächst sicher nicht für Ö.
    Sein Ziel sind Randfeuerwaffen, also die Sportgeräte, die beim Biatlon und bei der Olympiade verwendet werden. Dafür übernimmt er die Argumente der ultralinken NGO´s und der P.C., die vor allem in Afrika gelten. Doch dort interessieren sie jedoch niemand.
    Sein mangeldes Verständnis zeigt auch die Argumentation: Es gibt Scharfschützengewehre im Flobert-Kaliber, daher können sie militärisch eingesetzt werden. Die Bewerbe damit haben 100m Distanz, die mit dem SSG77 300m, die mit Kaliber .50 2000m. Einfach dumm!
    Nun, das kostet vielleicht nicht viele Stimmen, aber die Gegner gehen sicher wählen und sicher nicht die ÖVP. Der Versuch, sich bei den Grünen anzubiedern, wird umgehend durch deren Wahl belohnt, denn die sind auf irrationale Themen spezialisiert. Ein paar tausend Stimmen werden es schon sein, die da in Wien verloren gehen, in ganz Ö wohl mehr.

  36. Alexander Renneberg
    24. Oktober 2010 09:48

    p.s. herr unterberger!

    vielleicht könnten sie mal recherchieren aus welchem grund die headquater den wiener wahlkampf betreut hat.
    ebenso den eu wahlkampf, ebenso den wahlkampf von pröll in niederösterreich....

    es gäbe ja auch kompetente agenturen wie sie die spö beschäftigt:

    gusenbauer: young & rubicam, luigi schober
    feymann: demmner
    häupl: dr. puttner.

  37. Alexander Renneberg
    24. Oktober 2010 09:22

    die övp hat bei keiner wählergruppe mehr als 15% erreicht.
    das sollte zu denken geben.

    aber denken? wo kämen wir da hin?

    marek wollte hörhan als neuen geschäftsführer. sie hat ihren kandidaten nicht durchgebracht, respektive wollte sich hörhan nicht in einer abstimmung verheizen lassen.
    sicherheitshalber wurde hörhan dann auch noch durch den sager "weiche knie" ordentlich beschädigt.
    wie soll er so seinen job bei der pharmig weiter gut ausfüllen?

    jetzt haben wir alfred hoch als neuen geschäftsführer. nun ja.

    alleine das krisenmanagement nach der wahl war gleichermaßen schlecht wie die kampagne im wahlkampf.
    und genau diesen vorwurf muss man marek machen. sie hat sich von der headquater unter herrn u. als etwas verkaufen lassen was sie nicht ist.
    als spitzenkandidatin muss man stärke zeigen und nicht alles hinnehmen was die agentur sagt.

    und zu allem überfluss geben sich die wiener schwarzen jetzt beleidigt weil häupl nicht mit ihnen spricht und marek nicht lotsin im roten jumbo wird.

    wenn die wiener bürgerlichen nicht respektieren, dass eben rot/grün kommt, sind sie um nichts besser als die grünen die strache ausgrenzen.

    ein ausblick in die zukunft: es wird sich nichts ändern. ein paar kosmetische personalentscheidungen und dann sitzen alle wieder brav im gemeinderat, im bezirksrat etc. und in ein paar monaten ist auch diese niederlage vergessen. man tut sich schön in der partei, kritik ist nicht erlaubt und basta.

    wie pröll bei der nächsten nationalratswahl gewinnen will mit so einem ergebnis in wien weiß er mit sicherheit selbst nicht.

    • Kurt22
      24. Oktober 2010 10:51

      Nach so einem Wahlkampf und, noch wichtiger, so einer Politik darf sich die ÖVP nicht wundern, wenn sie jetzt beim rotgrünen Jumbo nur mehr die Scheiben putzen darf. Mir fällt dazu nur eines ein: Recht gschieht ihnen!

    • Alexander Renneberg
      24. Oktober 2010 15:33

      so ist es herr kurt.

      die övp hat es nicht anders verdient.

  38. ambrosius
    24. Oktober 2010 08:40

    Der Analyse des Zustandes der ÖVP ist nichts hinzuzufügen.
    Dennoch glaube ich nicht, daß die ÖVP den fälligen Weckruf in Wien erhält.
    Die- euphemistisch als Autonome benannte- fünfte Kolonne bzw. Kampfgruppe der SPÖ und der übrigen linken hat bei den Sanktionen der sozialistischen Internationale gegen das Schüsselösterreich noch brav auf Pfiff der Parteileitung funktioniert aber doch Blut geleckt:
    Bereits Dr. Gusenbauer hat die radikalisierte SPÖ Jugend in seiner Koalition mit der ÖVP zu spüren bekommen. Auch unser Häupel spürt den heißen Atem dieser Rot/Rotznasen und muß sie fürchten. Deshalb also die Verhandlungen mit den Grünen unter Vorzugsbedingungen ( scheinbar). Schlußendlich werden die Verhandlungen aber ( leider, leider) ebenso heuchlerisch scheitern wie jene des Schüssel mit Gusenbauer und es kommt zur großen Koalition auch in Wien
    Grund: Das Faulbett der Altersversorgung das sich die " Großkoalitionäre ", also unser Bürgerhäupel und Pröll ( der Onkel) mit einer Reihe von partizipierenden Figuren und auf Kosten der Allgemeinheit geschaffen haben darf nicht und wird nicht gefährdet werden.

    • Alexander Renneberg
      24. Oktober 2010 09:29

      wenn eine jetzt beleidigte övp tatsächlich ein angebot von häupl annehmen sollte nachdem er mit den grünen nicht zurande kommt, wäre das wohl die rückgratloseste aktion ever.

    • Florin
      24. Oktober 2010 09:41

      "...wäre das wohl die rückgratloseste aktion ever."

      Ihre och vorhandene positive Erwartungshaltung diesen Potschochtern (naus allen Lagern) gegenüber ist erstaunlich :D

    • ambrosius
      24. Oktober 2010 10:14

      Noch einmal: es geht nicht um die Zukunft Österreichs, der SPÖ oder der der ÖVP, es geht darum, ein behagliches Auskommen für eine Gruppe von Personen auf Kosten der Allgemeinheit bis zum Lebensende zu sichern.
      Was das für das Image der ÖVP bedeutet, ist diesen Leuten völlig schei...egal

  39. Martin Bauer
    24. Oktober 2010 08:37

    Ein Gedankenexperiment:

    Häupl verhandelt mit den Grünen solange, bis die Einspruchsfrist abgelaufen ist.
    Dann - im Sinne der GroKO - wird die ÖVP ins Boot geholt.

    Wird Pröll auch dann wegschauen (vorzugsweise nach links)?

    • Alexander Renneberg
      24. Oktober 2010 09:33

      herr bauer, wie billig würde es die övp wien wohl geben um doch die vizebürgermeisterin zu stellen?

      und wie würden die wenigen, noch verbliebenen wähler darauf reagieren?

    • Martin Bauer
      24. Oktober 2010 10:01

      Alexander

      1.) nahezu gratis
      2.) welche Wähler? (ausser die direkt/indirekt Abhängigen?)

    • Alexander Renneberg
      24. Oktober 2010 10:05

      @ martin bauer

      ich fürchte sie haben recht, und mir wird schlecht.

  40. FranzAnton
    24. Oktober 2010 07:30

    Vermutlich würden viele sich angewidert abwenden, kämen so manche Interna nicht nur bei der ÖVP, sondern auch bei allen anderen Parteien, und nicht nur den Parteien, ans Licht der Öffentlichkeit.

    Insider aller Organisationen sollten aber ermutigt werden, sämtliche bezüglichen Skurrilitäten und unmoralischen Aktionen aufzudecken, weil nur auf diese Weise die diversen "Augiasställe" auszumisten wären.
    Viele mutige "Whistleblower" wären wichtiger Teil von Sanierungsaktionen, wobei schon einiger Mut zu solchen Aktionen gehört, siehe etwa Sarrazin.

    In diesem Zusammenhang fiel mir ein Artikel in der Samstag/Sonntag - Ausgabe der "Wiener Zeitung" auf, wo unter anderem der Fall eines Bediensteten des Bundesasylamtes beschrieben wird, der, auf Grund seiner beruflichen Erfahrungen, ein Buch verfaßt hat, in welchem er das Asylwesen als "Tummelplatz für kriminelle Menschen" bezeichnet und die Behörde dagegen ohnmächtig sei.

    Er wurde daraufhin, so der Bericht, an der Weiterarbeit gehindert.

    Wenig aussagekräftiger Titel des Artikels: "Religion oder Weltanschauung als Diskriminierungs - Tatbestand", Seite 28.

  41. FranzAnton
    24. Oktober 2010 07:30

    Vermutlich würden viele sich angewidert abwenden, kämen so manche Interna nicht nur bei der ÖVP, sondern auch bei allen anderen Parteien, und nicht nur den Parteien, ans Licht der Öffentlichkeit.

    Insider aller Organisationen sollten aber ermutigt werden, sämtliche bezüglichen Skurrilitäten und unmoralischen Aktionen aufzudecken, weil nur auf diese Weise die diversen "Augiasställe" auszumisten wären.
    Viele mutige "Whistleblower" wären wichtiger Teil von Sanierungsaktionen, wobei schon einiger Mut zu solchen Aktionen gehört, siehe etwa Sarrazin.

    In diesem Zusammenhang fiel mir ein Artikel in der Samstag/Sonntag - Ausgabe der "Wiener Zeitung" auf, wo unter anderem der Fall eines Bediensteten des Bundesasylamtes beschrieben wird, der, auf Grund seiner beruflichen Erfahrungen, ein Buch verfaßt hat, in welchem er das Asylwesen als "Tummelplatz für kriminelle Menschen" bezeichnet und die Behörde dagegen ohnmächtig sei.

    Er wurde daraufhin, so der Bericht, an der Weiterarbeit gehindert.

    Wenig aussagekräftiger Titel des Artikels: "Religion oder Weltanschauung als Diskriminierungs - Tatbestand", Seite 28.

  42. Wertkonservativer
    24. Oktober 2010 05:07

    Zunächst möchte ich zugeben, dass ich den hier verwendeten Begriff "chattering class" noch nie wissentlich vernommen habe; dies, obwohl ich alt bin, viel lese und auch sonst nicht auf den Kopf gefallen bin. Aber gut, solcher Neusprech ist - wie hier sinnvoll verwendet - wohl akzeptabel. Doch, liebe Freunde, ginge es nicht auch auf "Gut Deutsch"?

    Zum Thema: wie fast immer, ist den Ausführungen unseres A.U. kaum noch Gehaltvolles hinzuzufügen: es ist alles gesagt!
    Als ÖVP-Mensch und Wiener bis 1980 habe ich Vieles von den in der ÖVP schon damals üblichen Personal-Querelen mitbekommen; es hat sich ja auch bis heute nichts geändert (die Döblinger gegen die Josefstädter, die Hietzinger gegen die Landstraßer, Alle gegen Alle!). Da dürfen wir uns dann über derartige Schockergebnisse nicht wundern! ÖVP, ehemals stolze Bürgerpartei, wohin bist Du entschwunden?

    • terbuan
      24. Oktober 2010 08:31

      Wertkonservativer,
      mir war der Begriff auch noch nicht geläufig, es gibt auch keine deutsche Definition im Netz, als Übersetzung hab ich nur den treffenden Ausdruck "Schwatzende Klassen" gefunden, und das sind halt Leute (Journalisten) die sich gerne reden hören ;-)

    • Alexander Renneberg
      24. Oktober 2010 09:31

      stolze bürgerliche....

      dazu das buch von hans olaf henkel "der kampf um die mitte"

      sehr zu empfehlen.

    • pc-think
      24. Oktober 2010 12:09

      Irgendwo müssen ja solche neue Begriffe der denglischen Sprache entstehen. A.U. ist ein besonders kreativer Mensch, warum sollte er nicht diese neue phrase gecoined haben?





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