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Der Abwertungswettlauf

Früher lief in vielen Ländern Europas das Spiel folgendermaßen: Regierungen und Arbeitgeber gaben regelmäßig auch exorbitanten Forderungen der Gewerkschaft nach; der Wert der erkämpften Gehaltserhöhungen und Sozialleistungen wurde aber ebenso regelmäßig durch Abwertungen der Währung entwertet. Dadurch wurden Einkäufe aus dem Ausland teurer, die eigenen Exporte billiger.

Mit dem Euro sind nationale Abwertungen aber unmöglich geworden. Das hat jedoch die Gewerkschaften zwischen Griechenland und Portugal nicht gemäßigt, die weiterhin Forderungen weit über der Inflationsrate durchgesetzt haben. Was sowohl Staatsfinanzen wie auch Wirtschaft  gewaltig ins Schleudern bringt. Die keynesianische Behauptung der Gewerkschafter, überhöhte Lohnforderungen würden die Nachfrage und damit die Wirtschaft ankurbeln, ist längst als Milchmädchenrechnung entlarvt, weil sie den Außenhandel ignoriert: Das überschüssige Geld fließt nämlich gutteils in Importe, kurbelt also primär das Ausland an; und die Exporte schrumpfen, weil die Löhne zu hoch sind.

Daher triumphieren jetzt in Europa vor allem die disziplinierten (und fleißigen) Deutschen. Und ein wenig auch Österreicher, Niederländer und Skandinavier.

Nun wiederholt sich der Abwertungswettlauf auf weltweitem Niveau. Die USA werfen so viele frische Dollar in den Markt, dass der Wert des Dollar rasch sinkt. Gleichzeitig hält aber auch Peking seine schwer unterbewertete Währung niedrig. Sein Kalkül: Dadurch fließt nicht allzu viel Geld in ausländische Luxuswaren; dadurch kann China weiterhin zu günstigen Preisen exportieren. Denn es glaubt, nur so sein exorbitantes Wirtschafts- und Arbeitsplatz-Wachstum halten zu können. Der asiatische Riese fürchtet trotz seiner repressiven Polizei nichts mehr als soziale Unruhen von Arbeitslosen. Das, was etwa in Frankreich Routine ist, könnte in China den Funken an ein gefährliches Benzinfass legen.

Aber auch Europa druckt heftig Euro. Was diesen normalerweise entwerten müsste – täten nicht alle dasselbe. In den Schwellenländern wiederum führt man steuerliche Schranken gegen das Hereinströmen ausländischen Kapitals ein, um die Währung niederzuhalten. Denn der von der Regierung Obama und der Fed rauschartig produzierte Dollarsegen sucht überall verzweifelt neue Anlaufhäfen. Sogar China stapelt heute lieber andere Währungen in den Tresor als noch mehr Dollar. Ein Teil des Dollar(un)segens hat zwar die Aktienkurse getrieben, ein Teil geht schon wieder in den Konsum, aber gerade ins erhoffte Wirtschaftswachstum Amerikas fließt relativ wenig. Und in Immobilien wie beim letzten Boom investiert schon gar niemand. Verständlicherweise.

Wir haben also ein doppeltes Problem: Einerseits führt die Dollarproduktion zu neuen (gutteils noch unbekannten) Blasen. Andererseits schadet der Abwertungswettlauf allen: Denn er ist ein klassischer Handelskrieg.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“, die hier wiedergegeben wird.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Oktober 2010 07:56

    Der Euro auf der Kippe?
    Der luxemburgische Außenminister Asselborn hat in einem Interview mit der ARD am 25.10. angeblich gesagt:
    "... wo ich ein Problem habe das ist das man mit dem dicken Hammer vorgeht
    Deutschland und Frankreich garantieren 50% des ganzen Pakets der 750Mrd was ja auch stimmt wenn wir also wirtschaftliche Stärke haben, dann müssen wir auch die politische Stärke haben
    und wenn wir sagen der Vertrag wird geändert dann müsst ihr gehorchen dann müsst ihr das so machen wenn ihr das nicht so macht, steigen wir aus dann könnt ihr sehen was mit dem Euro geschieht"
    Der letzte Halbsatz wurde angeblich später aus den Videoaufzeichnungen entfernt!
    Mehr dazu:
    http://hartgeld.com/filesadmin/pdf/Art_2010-176_Euro-Krieg-2.pdf
    Wie immer, die Lage auf den Finanzmärkten beginnt prekär zu werden. Ungezügeltes fluten der Märkte mit ungedecktem Papiergeld, keine ernsthaften Anstrengungen in Hinblick auf Strukturreformen und Einsparungen, es genügen die Grundrechungsarten um zu erkennen, dass diese Politik nur ins Desaster führen kann!

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Oktober 2010 08:53

    Dieses Geldverhalten ist zerstörend.

    Stellen Sie sich vor, ich würde nicht erkennbare Euroblüten erzeugen. Wieviele muß ich da in Umlauf bringen, bis das trotz Computerzeitalters jemanden auffällt, ad 'sichere' Währung.

    Dr. Unterberger spricht von Blasen, während die letzten Brandblasen noch jahrzehntelang nicht verheilt sein werden.

    Da wir diese wahnsinnigen Entscheidungsträger, die sich da Politiker nennen wollen, nicht mehr bremsen können, werden wir auf den Supergau zusteuern, wo dann alle gedruckten Scheine den Gegenwert benötigen und uns für die nächsten hundert Jahre versklaven werden.

    Denn die Entscheidungsträger werden weiter versagen. Wir müssen solche entfernen, wollen wir das Unheil mildern, verhindern, dazu ist es zu spät.

    Gott schütze Österreich !

    Dazu ein kleiner Wuschzettel, der mir per E-Mail zugegangen ist:

    "Lieber Gott

    Nachdem du in den vergangenen Jahren meinen Lieblingsmusiker Michael Jackson, meinen Lieblingsschauspieler Patrick Swayze, meine Lieblingsschauspielerin Farrah Fawcett und meinen Lieblingsschriftsteller Mario Benedetti zu dir geholt hast, teile ich dir mit, dass meine Lieblingspolitiker Werner Faymann und Josef Pröll sind!

    Und meine Lieblingsausländer sind Serben, Polen, Türken und Rumänen!!!

    Wir haben schon OKTOBER,... also für Weihnachten ginge es sich das noch aus..."

  3. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Oktober 2010 12:33

    Der Trick der Amerikaner, Schulden zu machen und diese durch Inflation auf Kosten der Kreditgeber nicht zurückzuzahlen, funktioniert nicht mehr. Denn Deutschland müßte aufgrund seines starken Exports eine harte Währung haben, die ähnlich dem Schweizer Franken die Exporte zum Erlahmen bringen würde. Dadurch würde die Konjunktur in den Schuldenländern wieder anspringen und die könnten selbst wieder in die Welt exportieren, bei billiger Währung, ihre Schulden billig zurückzahlen. Da aber Deutschland trotz starker Exporte durch den Euro ebenfalls eine weiche Währung hat wie die anderen, können sich die Schuldenmacherländer, die sich dem Keynesianismus verschrieben haben, nicht mehr durch Währungsabwertung sanieren und so die Kosten auf ihre Kreditgeber umwälzen.
    Was jetzt passiert, ist die gerechte Strafe Merkurs: Statt dem Währungswettbewerb gibt es einen beinharten Produktionswettbewerb, es kommt nur mehr darauf an, wer der tüchtigere Maschinenbauer ist. Da hat sich Deutschland über die Jahre hinaus einen Vorsprung erarbeitet, der nun nicht mehr leicht einzuholen ist.
    Deutschlands Exportmaschinerie wird unaufhaltsam, die Arbeitslosenrate in Deutschland sank auf unter 3 Mio, dem tiefsten Wert seit 1992, Wirtschaftsforscher sagen nur mehr 2 Mio Arbeitslosigkeit für 2012 voraus, so viele Beschäftigte wie heute gab es noch nie in Deutschland.

    Der Keynesianismus ist geschlagen, die Schuldenpolitik als Fehlentwicklung entlarvt. Allerdings wird die Welt dadurch in ein tiefes Ungleichgewicht gestürzt. An diesem ist aber weder Deutschland und seine arbeitende und genügsame Bevölkerung schuld. Sondern die Schuldenländer selbst, allen voran die USA selber, die nun für ihre Schuldenpolitik die Rechnung präsentiert bekommen, sie sitzen nun in ihrer selbst gezimmerten Schuldenfalle fest. Da nützt auch das Wehklagen Timothy Geithner, dem US-Außenminister, nichts, der ein oberes Limit für exportierende Länder einforderte, eine Regelung die gegen China und Deutschland abzielt. Noch mehr Regelungen, noch mehr Planwirtschaft, Herr Geithner? Sie setzen schon wieder auf das falsche Pferd.
    Weniger Staat, mehr privat, sollte ihre Devise sein.

  4. Ausgezeichneter KommentatorSuPa
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Oktober 2010 14:24

    Die Bedingungen bei schwächerem Euro ändern sich nur bei Exporten in jene Länder, welche nicht der Eurozone angehören. Wenn nun z.B. Deutschland wieder einmal ein "Musterschüler" ist, dann profitieren von dieser performance weiterhin auch Euroländer, welche es mit der Währungsdisziplin nicht so genau nehmen.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Oktober 2010 11:37

    Bankomaten
    Mir scheint dasvon beiden Seiten gewollt zu sein. Jeder einfache Praktiker könnte einen solchen Raub vereitlen, z.B. mit einem offenen Glas Tinte, das man über das Geld stellt. Höhere Techniker würden einen Bewegungssensor oder einen Beschleunigungssensor verwenden, der , wie im Alarmpaket üblich, das Geld einfärbt. Ich bin kein Spezialist, aber die Sache erscheint recht einfach.
    Man könnte auch Sicherheitsfirmen beauftragen und Waffengebrauch zum Schutz des Eigentums zulassen: "Fuchs, du hast die Bank bestohlen, gib es wieder her, sonst wird dich der Wächter holen ................" Rote Tinte am Geld hilft auch.

  6. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Oktober 2010 11:50

    "...Denn er ist ein klassischer Handelskrieg..."

    Ich möchte zu diesem Thema ein bisschen weiter ausholen. In den letzten Jahrzehnten erlebte der westliche „homo ökonomikus“ zwei tiefgehende Mentalitätswandel. Und dieser Wandel bestimmte auch die Handlungen der „kleinen Leute“. Das heißt nicht mehr und nicht weniger, als dass auch das Verhalten der „kleinen Leute“ die heutige Finanz- und Weltwirtschaftliche Situation nur folgerichtig hervorgebracht hat. Daher schmecken die Schuldzuweisungen an phöse Mächte, Banken und sonstige „Haie“ ziemlich schal. Klar, der/die „kleine Mann/Frau“ hört so was nicht sehr gern. In der Rolle der ausgelieferten „heiligen Unschuld“ erspart man sich die Reflexion.

    Der Paradigmenwechsel in der Mentalität findet sich auf dem Weg vom „Sparkapitalismus“ zum „Verschuldungskapitalismus“. Über die Zwischenphase der „Konsumgesellschaft“ Im Sparkapitalismus entsteht das Kapital durch den Verzicht auf unmittelbare Befriedigung, Arbeiten und Sparen war die Lebensmaxime. Das färbt die „Mentalität“ und auch das Verhalten. Eine weit verbreitete, unbestimmte Sehnsucht nach den damaligen, damit verbundenen „Werten“, ist durchaus zu verzeichnen – wenn auch nicht so ganz. Die nächste Phase läutete die „Konsumgesellschaft“ ein. Daniel Bell („Cultural Contradictions of Capitalism“) sah darin ein Paradox im Kapitalismus. Auf der Produktionsseite bleiben die „alten“ Werte wie, Ordnung, Fleiß, Pünktlichkeit, höchst gefragt. Aber, die Produktionsankurbelung verlangt nach „materialistischen Hedonisten“ als Konsumenten. Die Arbeitswelt und Konsumentenwelt könnte gegensätzlicher nicht sein.

    Nun folgte der nächste Schritt. Vom „Konsumwahn“ zum „Schuldenmach-Wahn“. Bereits in den 80ern gab es Leute, die um mehrere tausend Schilling Fernreisen und Fernzielurlaube unternahmen. Auf Pump. Man stotterte noch ab, als kein Bekannter mehr die Phuket-Fotos sehen wollte. Soll heutzutage sogar die Regel sein.

    Also, die Entwicklung vom Sparkapitalismus zum Konsumkapitalismus führte zum fatalen Schritt des Verschuldungskapitalismus. Vom Realen zum Virtuellen. Von der Wertschöpfung zum Derivatenhandel. Der Mentalitätswandel hatte natürlich auch die „kleinen Leute“ erfasst. Die „Kleinanleger“ setzten und spielten begeistert mit. Die geballten, massenhaft entstandenen „Illusionswolken“ verdüsterten die Realität. Der nächste „Mentalitätswandel“ muss wohl kommen. Alles Schuldenmachen hat Grenzen. Auch bei der öffentlichen Hand. Einziger "Lichtblick": für einen "richtigen" Krieg wird es möglicherweise keinen "Kredite" mehr geben.

    Was ist jetzt schuld? Der Kapitalismus oder der Mensch? Gegenfrage: Was war zuerst? Die Henne oder das Ei?

  7. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Oktober 2010 11:20

    Ein Bericht über Währungen und ihr Verhältnis zueinander ist für einen MINT ohne Bezugsstandard sinnlos. Nehmen wir als Richtschnur den Goldpreis, denn erst seit die Bindung an Gold von der FED abgeschafft wurde, gibt es das Problem mit Währungen. Daher flüchten viele Anleger in Gold oder Silber.
    Die USA machen hemmungslos in Inflation, indem sie sogar mehr Geld ausweisen, als sie drucken können. Dadurch sinkt der Wert des $ und sie müssen für Importe mehr zahlen. Damit die Plebejer ihren gewohnten Konsum aufrechterhalten können, müssen hauptsächlich Waren aus Niedriglohnländern, insbesondere China, importiert werden. Daher soll sich China an dem $ orientieren, um so die „Weltwirtschaft zu retten“.
    Die anderen Länder und die EU werden gleich mitgenommen, auch sie sollen „retten“.
    Die wirklichen Probleme, die Reichen und Großverdiener zahlen zu lassen, werden ausgeklammert und totgeschwiegen.
    • Telepolis pnews: Warum Google kaum Steuern zahlt
    Nach einem Bericht von Bloomberg News nutzt der Konzern die "Double Irish"-Methode, um die Gewinne in Steuerparadiese zu transferieren
    25.10.2010 – http://www.heise.de/tp/blogs/8/148632
    Eine Geldtransfersteuer würde sofort Ordnung und Transparenz schaffen, aber das Problem versuchen die Politiker über Minderzahlungen an die Plebejer zu lösen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNeppomuck
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Oktober 2010 13:16

    “Unmöglicher Lösungsvorschlag.“
    Würde die EU aus ihren Mitgliedsländern eine weitgehend autarke "Sonderwirtschaftszone" nach dem (horribile dictu) „Reichsdeutschen Vorbild“ * macht (damit den Euro auf Sicht nur mehr zu einem reinen Zahlungsmittel innerhalb der EU), und dies unter (jeweils bilateral verhandeltem) Einschluss weltweit verstreuter Handelspartner, dann hätten wir einesteils zwar langsam das Papiergeld der Amis vom Halse (diese müssten dann eine veritable Staatspleite aufs internationale Parkett legen), jedoch die Welt einen neuen globalen Krieg. (der derzeit nur im Rahmen von WTO und GATT abläuft)

    Geht also auch nicht.

    * siehe
    http://tinyurl.com/324k3u7


alle Kommentare

  1. Nicole (kein Partner)
    22. Januar 2015 14:29

    Why do I bother canllig up people when I can just read this!

  2. Alym (kein Partner)
  3. Samuel (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:06

    That takes us up to the next level. Great pognits.

  4. Kingmwago (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:17

    You Sir/Madam are the enemy of confusion evrhyweere!

  5. Tekinkarabey (kein Partner)
    19. Januar 2015 12:51

    Yours is a clever way of thknniig about it.

  6. Daurineia (kein Partner)
    19. Januar 2015 10:30

    I apcirpeate you taking to time to contribute That's very helpful.

  7. dieter (kein Partner)
    29. Oktober 2010 19:46

    Die keynesianische Behauptung der Gewerkschafter, überhöhte Lohnforderungen würden die Nachfrage und damit die Wirtschaft ankurbeln

    Das ist keine “keynesianische” Forderung, sondern ganz im Gegenteil jenes Problem (sticky wages), das Keynes mit expansiver Geld- und Fiskalpolitik überhaupt lösen und umschiffen wollte.

    • Neppomuck (kein Partner)
      29. Oktober 2010 21:29

      Genau so gut kann man sagen, dass überhöhte Lohnforderungen die Gefahr einer Stagflation in sich tragen, was aufgrund zunehmender Monopole/Oligopole in vielen Bereichen der Märkte sogar wahrscheinlicher ist.
      Es braucht nur die Nachfrage durch z.B. insgesamt zu hohe Preissteigerungen (siehe "Angebotsschock") zurückgehen. Oder durch "wirtschaftliche Mutlosigkeit", was angesichts der unübersehbaren Hilflosigkeit vieler unserer ministeriellen Dilettanten jeden Tag mehr an Wahrscheinlichkeit gewinnt.

      Das alles ist längst nicht mehr nach irgendwelchen Theorien lösbar, sondern erfordert eine Gesamtschau über Märkte, Stimmungen, strukturierte (!) Beschäftigungs- und Staatsquoten, Exportvolumen samt Fremdenverkehrsumsätzen, Geldmengen, Entwicklung der Binnennachfrage etc., was darüber hinaus noch mit den schwankenden Währungsparitäten der eigenen mit jener der Hauptabnehmer der Exporte zu konjugieren ist.

      Auf jeden Fall ist es ein Nachteil, insbesondere für schwache Volkswirtschaften, wenn man aufgrund der 'gemeinsamen Währung' keine währungspolitisch angezeigten Justierungen (Auf- oder Abwertung) vornehmen kann.

      Das Erfolgsrezept des "billig einkaufen, teuer verkaufen" funktioniert in einer Volkswirtschaft, die sich zur "sozialen Marktwirtschaft" bekennt oder bekennen sollte, eben nicht so, wie das mikroökonomisch da und dort durchaus umsetzbar ist.

      Es ist merkwürdig: Noch nie hatten wir derart viel "gelehrte Köpfe", aber auch noch nie standen unsere Verantwortlichen vor so vielen, für sie kaum lösbaren Problemen.
      Angesichts dieses Umstandes sollte es niemanden verwundern, wenn der allseits als "Stein der Weisen" dargestellte Popanz namens "Akademiker-Quote" auf eine gewisse Skepsis stößt. (technische Fächer ausgenommen)

      Das ganze erinnert zu sehr an "Babylon", falls diese Metapher als akzeptabel erscheint.

  8. Neppomuck (kein Partner)
    29. Oktober 2010 13:16

    “Unmöglicher Lösungsvorschlag.“
    Würde die EU aus ihren Mitgliedsländern eine weitgehend autarke "Sonderwirtschaftszone" nach dem (horribile dictu) „Reichsdeutschen Vorbild“ * macht (damit den Euro auf Sicht nur mehr zu einem reinen Zahlungsmittel innerhalb der EU), und dies unter (jeweils bilateral verhandeltem) Einschluss weltweit verstreuter Handelspartner, dann hätten wir einesteils zwar langsam das Papiergeld der Amis vom Halse (diese müssten dann eine veritable Staatspleite aufs internationale Parkett legen), jedoch die Welt einen neuen globalen Krieg. (der derzeit nur im Rahmen von WTO und GATT abläuft)

    Geht also auch nicht.

    * siehe
    http://tinyurl.com/324k3u7

    • Neppomuck (kein Partner)
      29. Oktober 2010 13:18

      " ... macht sollte "machen" heißen.

    • Norbert Mühlhauser
      29. Oktober 2010 13:38

      Vielen Dank für den hochinteressanten link!

    • Norbert Mühlhauser
      29. Oktober 2010 13:54

      Aber: auch ohne einen neuen Krieg wäre dieses System bedenklich, weil es einen zentralistisch gesteuerten Außenhandel erfordert. Mit dem Tauschhandel sind einzelne Wirtschaftpartner natürlich völlig überfordert, er ist eine Erschwernis im Vergleich zur Geldkonvertibilität.

      Die besagte Sonderwirtschaftszone hat daher ihren Platz nur als Notbehelf - eine historische Singularität.

    • Neppomuck (kein Partner)
      29. Oktober 2010 14:28

      Mach’ ich doch gern,
      des Pudels Kern
      soll niemandem verborgen bleiben,
      mag sich auch jeder daran reiben,
      des Weltbild lückenhaft,
      da er nicht mehr geschafft,
      als Spottgeburt zu sein,
      der Feuer fehlt, allein,
      dass dies jetzt seinen Status bricht,
      das glaub ich nicht.

      N.B.: Mangels brauchbarer Alternativen (oder wäre eine Weltwährungsreform wünschenwerter?) m.M.n. auf jeden Fall ein Modell, das es wert wäre, in qualifiziertem Kreise diskutiert zu werden.

    • Norbert Mühlhauser
      29. Oktober 2010 15:22

      Ich habe schon öfter in diesem Forum dargelegt, dass ich die jüngste Wirtschaftskrise nicht als Folge eine Kreditschwemme sehe, sondern als Folge eines verfehlten Globalisierungs- bzw Freihandelskonzepts. Kreditschwemme wie auch das jüngst relevierte Währungsgerangel sind für mich nur Symptome eines tieferlíegenden Verständnisunvermögens, dem die VR China ihren kometenhaften Aufstieg verdankt. Das hat mir hier nicht gerade Sympathien eingebracht.

      Und ich stehe nicht an offenzulegen, dass mein Beitrag um 12:58 in diesem Subforum so auszulegen ist, dass es Sache jedes Landes bleiben muss, seine eigene Währungspolitik festzulegen, weil es am Besten wissen muss, was ihm zum Vorteil gereicht. Das Dilemma Deutschlands in der Zwischenkriegszeit war die Folge machtpolitischer Repressalien und nicht diejenige eines Amok laufenden Kapitalismus.

      Eine Währungsreform ist ein Schritt mehr in Richtung einer total verreglementierten Welt mit Untoten einerseits und Strippenziehern andererseits, und ein Schritt mehr in Richtung einer One-World-Herrschaft.

    • Neppomuck (kein Partner)
      29. Oktober 2010 17:07

      ‚Sinowatz der Einsichtige’ hat, aus der (systemimmanent !) begrenzten Sicht des Historikers, die ganze Chose auf den Punkt gebracht: „Es ist alles so kompliziert.“

      Warum, das ist leicht erklärt. Der mitunter fragwürdige Nutzen der Banken in besonderen Teilbereichen (Spekulation, Arbitrage, Zinsenabschöpfung nach Maßgabe der Möglichkeiten etc.) darf nicht zur Diskussion gestellt werden.
      Wer aber einsieht, dass unendliches Wachstum in einer Implosion von sowohl Geld- wie Warenwirtschaft münden muss, darf das gar nicht artikulieren, da er sonst zur „persona non grata“ erklärt, wenn nicht gar seine körperliche Existenz in Frage gestellt wird.
      (siehe J.F. K.)

      Daher hört man derartige Überlegungen auch nicht einmal aus den Ecken und Nischen der sich selbst als 'ökonomische Querdenker' verstehenden Grünen, vor allem dann, wenn sie wieder gewählt werden wollen. Allenfalls von "attack", aber die nimmt kaum jemand ernst.
      Was insgesamt auch die wahren Machtverhältnisse in dieser Welt widerspiegelt.

    • Norbert Mühlhauser
      29. Oktober 2010 21:35

      Banken mögen ja nicht immer sauber verfahren, aber das liegt wohl am Menschen hinter dem Bankschalter, manchmal auch am politischen Filz in den Banken, der sich einer schlampigen Demokratie verdankt.

      Wenn ein Bankmensch sich daneben benimmt, dann wird es ein Politfunktionär genauso tun, der in einem erträumten postkapitalistischen System über die Tauglichkeit von Wirtschaftsprojekten oder die Kreditwürdigkeit bzw Bedürftigkeit von Privatpersonen entscheidet.

      Der mitunter fragwürdige Nutzen der Banken in besonderen Teilbereichen ( ... Zinsenabschöpfung nach Maßgabe der Möglichkeiten etc.) darf nicht zur Diskussion gestellt werden.


      Weshalb wollen Sie nicht verstehen, dass das Bankgeschäft ein Geschäft wie jedes andere ist, in dem jeder bei jedem Geschäft nach Kräften und nach Maßgabe der Marktregulatorien Gewinn erzielt, weil er oft genug auch Verluste zu verzeichnen hat? Wenn Banken aus Kreditgeschäften Gewinne erwirtschaften können, so unterliegen sie damit auch einer Konkurrenz und können nicht wesentlich über die Konditionen der Konkurrenz hinausgehen, weil auch die nächste Bank gerne Gewinn aus Kreditgeschäften macht.

      Verlangen zuviele Banken zu hohe Zinsspannen, dann werden die Kreditnehmer diese nicht erwirtschaften können und es wird nach Kreditgeschäftseinbrüchen zur Zinskorrektur nach unten kommen. Können andererseits keine nennenswerten Zinsen erzielt werden, dann fehlt es am Interesse für Geldeinlagen.

      Wer aber einsieht, dass unendliches Wachstum in einer Implosion von sowohl Geld- wie Warenwirtschaft münden muss, ...


      Es mag zwar durch Geldschöpfung, wenn auch nur in Extremfällen, die Geld- und Warenwirtschaft implodieren, aber weshalb glauben Sie, dass ein politisches System ein besserer Währungshüter ist als die halbprivate FED? (betr. Bezugnahme auf J.F.K.) Was würden Sie den Politikern zB im Falle von Generalstreiks empfehlen? Sogar totalitär-kommunistische System sind vom Wunsch getrieben, Wirtschaftserfolge vorweisen zu können, und vernachlässigen deretwegen - etwa - Umweltvorkehrungen ...

    • Neppomuck (kein Partner)
      29. Oktober 2010 22:50

      1. Das Bankgeschäft ist kein „Geschäft wie jedes andere“ auch, da seine „Marktregulatorien“ anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegen als die der Wirtschaft. Oder kann ein Erzeuger jederzeit auf Milliardensubventionen durch nicht vorhandenes Geld der Steuerzahler zurückgreifen, wenn er sich z.B. hinsichtlich seiner Markterwartungen verspekuliert hat?
      Es fehlt also an Eigenverantwortung bei den Banken, ein Zustand, der höchst bedenklich ist, da Verantwortung ein grundsätzlich charakterbildendes Element ist. Wer keine Verantwortung hat, wird eben verantwortungslos.

      2. Zum einen ist die FED nicht halbprivat, sondern „höchst privat“ und darüber hinaus kann man Regierungen abwählen, was bei den Verantwortlichen dort (FED) nicht der Fall ist.

      Und 3. sind Generalstreiks nicht gottgewollt, sondern verhinderbar. Alles eine Frage der Vernunft bei den involvierten Personen, bzw. Verhandlungspartnern.

      4. sollte man über alles gründlich (!) nachdenken können (und dürfen), ein Vorzug, der hier im Blog Unterbergers besteht, da störende ideologische Aufbauschungen entweder in die eine oder andere Richtung, bislang und wohltuend, eher selten sind.
      Ein für mich erhaltenswerter Zustand, der durch apodiktische Behauptungen und Killerphrasen möglichst wenig gestört werden sollte.

    • Norbert Mühlhauser
      30. Oktober 2010 15:44

      Das Bankgeschäft ist kein „Geschäft wie jedes andere“ auch, da seine „Marktregulatorien“ anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegen als die der Wirtschaft. Oder kann ein Erzeuger jederzeit auf Milliardensubventionen durch nicht vorhandenes Geld der Steuerzahler zurückgreifen, wenn er sich z.B. hinsichtlich seiner Markterwartungen verspekuliert hat?


      Erstens kann Geld, das nicht vorhanden ist, niemandem gehören, auch nicht dem Steuerzahler. Auch von Subventionen kann, zweitens, keine Spur sein, da dass Partizipationskapital vom Staat hoch verzinst verliehen wurde. Drittens dient(e) die Stützung der Banken, was von Ahnungslosen oder Aufhussern gern verschwiegen wird, der Lohnzahlungsfähigkeit der Firmen, denn schon 10 Angestellte mit einem durchschnittlichen Bruttogehalt von 2.500 EUR kosten dem Unternehmer, samt Lohnnebenkosten, rd 33.000 Euro im Monat (allein SV-rechtl. 21,38 % auf den Bruttolohn!).

      Schließlich aber verwechseln Sie das Bankgeschäft mit Politikerumtrieben, denn die Aufgabe Letzterer wäre es, defizitäre Banken härter an die Kandare zu nehmen und wenigstens temporär zwangszuverstaatlichen. Freilich nur dann, wenn über Darlehen hinaus gestützt werden muss!

      Zum einen ist die FED nicht halbprivat, sondern „höchst privat“ und darüber hinaus kann man Regierungen abwählen, was bei den Verantwortlichen dort (FED) nicht der Fall ist.


      Hier muss ich einen Mangel an Wirtschaftswissen monieren, denn ein Unternehmen, dessen Direktorium von einer staatlichen Stelle ernannt wird, kann nicht als "höchst privat" klassifiziert werden. Auch sonst ist die FED berichtspflichtig und hat der Kongress die Befugnis, Spezialgesetze zur Geschäftsgebarung der FED erlassen.

      Und 3. sind Generalstreiks nicht gottgewollt, sondern verhinderbar. Alles eine Frage der Vernunft bei den involvierten Personen, bzw. Verhandlungspartnern.


      O.K. Sie werden unser Sonderbeauftragter für Frankreich und Griechenland. Ein österr. Kulturexport! - Oder meinen Sie vielleicht, mit der Zwangsverpflichtung der unternehmerischen bzw selbständigen Klasse oder gar schlichtweg des Steuerzahlers ist alles lösbar? (- das kennen wir schon, das Hase und Igel Spiel!)

      4. sollte man über alles gründlich (!) nachdenken können (und dürfen), ein Vorzug, der hier im Blog Unterbergers besteht, da störende ideologische Aufbauschungen entweder in die eine oder andere Richtung, bislang und wohltuend, eher selten sind.


      Gerade weil man über alles gründlich nachdenken können sollte, bin ich Ihnen in die Arme gefallen und habe einen Diskurs initiiert. Denn Ihre Aburteilungen des Banken- und des Geldwesens waren mir zu apodiktisch.

    • Neppomuck (kein Partner)
      31. Oktober 2010 18:03

      Um nur auf zwei Dinge zu antworten, der Rest ist ohnehin bloß blanke Polemik:
      Die Fed ist im Besitz von etlichen Privatbanken, ernannt mag der jeweilig zu Disposition stehende Präsident werden, aber das ist ein Akt, der nur der Form halber abgewickelt wird. Die "Tradition" misst diese "Ernennung" immer der gleichen Personengruppe zu, um es unverfänglich zu sagen.
      Die "Geldmenge 3" wird übrigens dort seit über 4 Jahren nicht mehr veröffentlicht.
      Wer diesen "status quo" ändern will, fällt einer Bleivergiftung zum Opfer.

      Geld ist in dem Moment "vorhanden", da sich einer findet (oder gefunden wird, weil er sich nicht wehren kann), der die Bürgschaft dafür dafür übernimmt.
      Wie hoch da die Zinsen sind, ist unerheblich. Man kann nicht den Verleih von Geld als "gutes Geschäft" bezeichnen, wenn man davon ausgehen muss, es nie wieder zu sehen.
      Und nur am Rande, auch die Lohnnebenkosten etc. muss der Arbeitnehmer erarbeiten, auch wenn sie nicht auf seinem Lohnzettel aufscheinen.

    • Norbert Mühlhauser
      31. Oktober 2010 21:36

      Ich halte fest, dass der implizite Vorwurf, die Unwahrheit zu verbreiten, von Ihnen als "Polemik" beiseitegeschoben wird.

      Sie haben von Milliardensubventionen für Banken gesprochen, obwohl mitnichten den Banken irgendetwas bezuschusst wird, weil es sich um bevorrechtete Darlehen in der Form von Partizipationskapital handelt. Der Zinssatz für diese Form des Staatsdarlehens beträgt 9,3 %, bei Weiterverleihung aliquot noch immer stattliche 8 %. Das können Sie zB der WZ v. 24. Dez 2009 entnehmen ("BAWAG ruft Bundeshilfen ab").
      Und wenn Sie die staatlichen Garantien für Banken ansprechen, so befreien diese nicht von einem schlechten Geschäftserfolg. Damit ist nämlich nicht gesagt, dass im Fall der Zahlungsunfähigkeit einer Bank der Staat ohne Zwangsverstaatlichung Geld nachschießt und alles wie gehabt weiterlaufen könnte.
      Garantien und Partizipationskapital haben aber ermöglicht, dass Banken nicht krachen gingen und Unternehmen daher Löhne auszahlen konnten, die in dieser Höhe in keiner Portokasse zu finden sind. Kennzeichnend für Sie, dass auf meinen Hinweis über die Größenordnung von monatlichen Lohnzahlungen (Weihnachts- und Urlaubsgeld gar nicht einbezogen!) alles, was Ihnen einfällt, der Hinweis ist, dass Lohnnebenkosten auch vom Arbeitnehmer erarbeitet werden müssen !?

      Und zur FED: Mitnichten wird nur der Direktor vom US-amerikanischen Bundespräsidneten ernannt, sondern das gesamte "Board of Governors", also gewissermaßen ein Zentralvorstand. Nachstehend ein Auszug aus der angelsächsischen Wikipedia (in der deutschen wikipedia-Entsprechung, die offensichtlich andere Urheber hat, lesen Sie ähnliches):
      Private banks elect members of the board of directors at their regional Federal Reserve Bank while the members of the Board of Governors are selected by the President of the United States and confirmed by the Senate. (http://en.wikipedia.org/wiki/Federal_Reserve_System )
      Der genannten Seite können Sie auch eine Auflistung von rd 20 Gesetzen entnehmen, die der Kongress als Leitlinie für die FED erlassen hat.

    • Neppomuck (kein Partner)
      31. Oktober 2010 23:56

      Zur Fed.Res.:
      "Obgleich der Kongress die Macht hat, die Gesetze betreffend der Geschäftstätigkeit der FED zu ändern, erfordern ihr Tagesgeschäft und ihre operativen Entscheidungen nicht (!) die Zustimmung des Kongresses und des Präsidenten der Vereinigten Staaten." Wiki.

      Dazu ein paar aufhellende Infos:
      http://tinyurl.com/379qe82
      Metapedia

      Hohe Zinsen (z.B. 9%) heißt hohes Risiko.
      Viel mehr hab ich nicht gesagt.

      Badeschluss.

  9. Norbert Mühlhauser
    29. Oktober 2010 12:58

    Ergänzend wäre dazu anzumerken, dass geschöpftes Geld nur durch günstige Kredite unter die Leute gebracht werden kann. Das heißt, dass eher US-Konsumentenimporte eingeschränkt werden als US-Unternehmensimporte (B2B, "Business-to-Business"). Der ungünstige Wechselkurs kann nämlich bei Unternehmensinvestitionen durch günstige Kredite abgefedert werden. Bei Kosumenten ist es anders, da deren Ausgaben keinen Ertrag nach sich ziehen.

    Weiters macht die US-Geldschöpfung Fremdwährungskredite wegen des absehbaren Kursrückgangs des Dollars unattraktiv, wodurch der eigene Finanzmarkt gestärkt wird.

    Bisher hat man ja den US-Amerikanern vorgeworfen, sich zu stark im Ausland zu verschulden. Außerdem verheißt ein stetig wachsendes Handelsbilanzdefizit der USA ggü der VR China noch größere Probleme für die Zukunft, die Dollarreserven der Chinesen sind ja schon jetzt ein Damoklesschwert. Eine Dollarabwertung bremst den Importkonsum aus der VR China.

    Zur Abrundung sei noch darauf hingewiesen, dass die EU den Euro-Kurs stets übertrieben hochgehalten hat, um ihren Energie-Importbedarf leichter zu finanzieren. Das erschwerte natürlich den Export, was aber angesichts des großen Binnenmarkts weniger schwer wiegt, und begünstigte andererseits den Import von Investitionsgütern, aber auch von Konsumgütern.

  10. SuPa
    28. Oktober 2010 14:24

    Die Bedingungen bei schwächerem Euro ändern sich nur bei Exporten in jene Länder, welche nicht der Eurozone angehören. Wenn nun z.B. Deutschland wieder einmal ein "Musterschüler" ist, dann profitieren von dieser performance weiterhin auch Euroländer, welche es mit der Währungsdisziplin nicht so genau nehmen.

  11. Celian
    28. Oktober 2010 12:33

    Der Trick der Amerikaner, Schulden zu machen und diese durch Inflation auf Kosten der Kreditgeber nicht zurückzuzahlen, funktioniert nicht mehr. Denn Deutschland müßte aufgrund seines starken Exports eine harte Währung haben, die ähnlich dem Schweizer Franken die Exporte zum Erlahmen bringen würde. Dadurch würde die Konjunktur in den Schuldenländern wieder anspringen und die könnten selbst wieder in die Welt exportieren, bei billiger Währung, ihre Schulden billig zurückzahlen. Da aber Deutschland trotz starker Exporte durch den Euro ebenfalls eine weiche Währung hat wie die anderen, können sich die Schuldenmacherländer, die sich dem Keynesianismus verschrieben haben, nicht mehr durch Währungsabwertung sanieren und so die Kosten auf ihre Kreditgeber umwälzen.
    Was jetzt passiert, ist die gerechte Strafe Merkurs: Statt dem Währungswettbewerb gibt es einen beinharten Produktionswettbewerb, es kommt nur mehr darauf an, wer der tüchtigere Maschinenbauer ist. Da hat sich Deutschland über die Jahre hinaus einen Vorsprung erarbeitet, der nun nicht mehr leicht einzuholen ist.
    Deutschlands Exportmaschinerie wird unaufhaltsam, die Arbeitslosenrate in Deutschland sank auf unter 3 Mio, dem tiefsten Wert seit 1992, Wirtschaftsforscher sagen nur mehr 2 Mio Arbeitslosigkeit für 2012 voraus, so viele Beschäftigte wie heute gab es noch nie in Deutschland.

    Der Keynesianismus ist geschlagen, die Schuldenpolitik als Fehlentwicklung entlarvt. Allerdings wird die Welt dadurch in ein tiefes Ungleichgewicht gestürzt. An diesem ist aber weder Deutschland und seine arbeitende und genügsame Bevölkerung schuld. Sondern die Schuldenländer selbst, allen voran die USA selber, die nun für ihre Schuldenpolitik die Rechnung präsentiert bekommen, sie sitzen nun in ihrer selbst gezimmerten Schuldenfalle fest. Da nützt auch das Wehklagen Timothy Geithner, dem US-Außenminister, nichts, der ein oberes Limit für exportierende Länder einforderte, eine Regelung die gegen China und Deutschland abzielt. Noch mehr Regelungen, noch mehr Planwirtschaft, Herr Geithner? Sie setzen schon wieder auf das falsche Pferd.
    Weniger Staat, mehr privat, sollte ihre Devise sein.

    • Markus Theiner
      28. Oktober 2010 19:27

      Wäre es jetzt sehr verfehlt, von einem Neo-Merkantilismus zu sprechen?

  12. Erich Bauer
    28. Oktober 2010 11:50

    "...Denn er ist ein klassischer Handelskrieg..."

    Ich möchte zu diesem Thema ein bisschen weiter ausholen. In den letzten Jahrzehnten erlebte der westliche „homo ökonomikus“ zwei tiefgehende Mentalitätswandel. Und dieser Wandel bestimmte auch die Handlungen der „kleinen Leute“. Das heißt nicht mehr und nicht weniger, als dass auch das Verhalten der „kleinen Leute“ die heutige Finanz- und Weltwirtschaftliche Situation nur folgerichtig hervorgebracht hat. Daher schmecken die Schuldzuweisungen an phöse Mächte, Banken und sonstige „Haie“ ziemlich schal. Klar, der/die „kleine Mann/Frau“ hört so was nicht sehr gern. In der Rolle der ausgelieferten „heiligen Unschuld“ erspart man sich die Reflexion.

    Der Paradigmenwechsel in der Mentalität findet sich auf dem Weg vom „Sparkapitalismus“ zum „Verschuldungskapitalismus“. Über die Zwischenphase der „Konsumgesellschaft“ Im Sparkapitalismus entsteht das Kapital durch den Verzicht auf unmittelbare Befriedigung, Arbeiten und Sparen war die Lebensmaxime. Das färbt die „Mentalität“ und auch das Verhalten. Eine weit verbreitete, unbestimmte Sehnsucht nach den damaligen, damit verbundenen „Werten“, ist durchaus zu verzeichnen – wenn auch nicht so ganz. Die nächste Phase läutete die „Konsumgesellschaft“ ein. Daniel Bell („Cultural Contradictions of Capitalism“) sah darin ein Paradox im Kapitalismus. Auf der Produktionsseite bleiben die „alten“ Werte wie, Ordnung, Fleiß, Pünktlichkeit, höchst gefragt. Aber, die Produktionsankurbelung verlangt nach „materialistischen Hedonisten“ als Konsumenten. Die Arbeitswelt und Konsumentenwelt könnte gegensätzlicher nicht sein.

    Nun folgte der nächste Schritt. Vom „Konsumwahn“ zum „Schuldenmach-Wahn“. Bereits in den 80ern gab es Leute, die um mehrere tausend Schilling Fernreisen und Fernzielurlaube unternahmen. Auf Pump. Man stotterte noch ab, als kein Bekannter mehr die Phuket-Fotos sehen wollte. Soll heutzutage sogar die Regel sein.

    Also, die Entwicklung vom Sparkapitalismus zum Konsumkapitalismus führte zum fatalen Schritt des Verschuldungskapitalismus. Vom Realen zum Virtuellen. Von der Wertschöpfung zum Derivatenhandel. Der Mentalitätswandel hatte natürlich auch die „kleinen Leute“ erfasst. Die „Kleinanleger“ setzten und spielten begeistert mit. Die geballten, massenhaft entstandenen „Illusionswolken“ verdüsterten die Realität. Der nächste „Mentalitätswandel“ muss wohl kommen. Alles Schuldenmachen hat Grenzen. Auch bei der öffentlichen Hand. Einziger "Lichtblick": für einen "richtigen" Krieg wird es möglicherweise keinen "Kredite" mehr geben.

    Was ist jetzt schuld? Der Kapitalismus oder der Mensch? Gegenfrage: Was war zuerst? Die Henne oder das Ei?

  13. Philipp Starl
    28. Oktober 2010 11:39

    Tip an alle hier: den Goldpreis beobachten. Niemand kann sagen, wann er in die Höhe schnellen wird (ich schätze bei 2.000 Dollar), aber wenn es passiert, wird sehr vieles sehr schnell passieren:

    Der Dollar wird binnen Stunden pulverisiert, der Goldpreis explodiert, die Banken sperren innerhalb von ein paar Stunden zu und wir haben in weiterer Folge einen Crack- up- Boom inklusive darauffolgendem Zusammenbruch des gesamten Wirtschafts- und Währungssystems.

  14. socrates
    28. Oktober 2010 11:37

    Bankomaten
    Mir scheint dasvon beiden Seiten gewollt zu sein. Jeder einfache Praktiker könnte einen solchen Raub vereitlen, z.B. mit einem offenen Glas Tinte, das man über das Geld stellt. Höhere Techniker würden einen Bewegungssensor oder einen Beschleunigungssensor verwenden, der , wie im Alarmpaket üblich, das Geld einfärbt. Ich bin kein Spezialist, aber die Sache erscheint recht einfach.
    Man könnte auch Sicherheitsfirmen beauftragen und Waffengebrauch zum Schutz des Eigentums zulassen: "Fuchs, du hast die Bank bestohlen, gib es wieder her, sonst wird dich der Wächter holen ................" Rote Tinte am Geld hilft auch.

  15. socrates
    28. Oktober 2010 11:20

    Ein Bericht über Währungen und ihr Verhältnis zueinander ist für einen MINT ohne Bezugsstandard sinnlos. Nehmen wir als Richtschnur den Goldpreis, denn erst seit die Bindung an Gold von der FED abgeschafft wurde, gibt es das Problem mit Währungen. Daher flüchten viele Anleger in Gold oder Silber.
    Die USA machen hemmungslos in Inflation, indem sie sogar mehr Geld ausweisen, als sie drucken können. Dadurch sinkt der Wert des $ und sie müssen für Importe mehr zahlen. Damit die Plebejer ihren gewohnten Konsum aufrechterhalten können, müssen hauptsächlich Waren aus Niedriglohnländern, insbesondere China, importiert werden. Daher soll sich China an dem $ orientieren, um so die „Weltwirtschaft zu retten“.
    Die anderen Länder und die EU werden gleich mitgenommen, auch sie sollen „retten“.
    Die wirklichen Probleme, die Reichen und Großverdiener zahlen zu lassen, werden ausgeklammert und totgeschwiegen.
    • Telepolis pnews: Warum Google kaum Steuern zahlt
    Nach einem Bericht von Bloomberg News nutzt der Konzern die "Double Irish"-Methode, um die Gewinne in Steuerparadiese zu transferieren
    25.10.2010 – http://www.heise.de/tp/blogs/8/148632
    Eine Geldtransfersteuer würde sofort Ordnung und Transparenz schaffen, aber das Problem versuchen die Politiker über Minderzahlungen an die Plebejer zu lösen.

  16. ambrosius
    28. Oktober 2010 09:02

    Das einzige wirksame und akzeptable Korrigans der Marktwirtschaft ist der Konkurs.
    Wer versucht, dieses Gesetz dieser Marktwirtschaft (oder auch andere) zu ignorieren, verursacht nur noch schlimmeres Scheitern. Das haben sozialistische Experimente immer wieder erfahren ( Rußland hat noch am längsten " gehalten") und das müssen auch wir erfahren, die wir, von den USA ausgehend, seit Oktober 1987 jedes Schuldenproblem, jede Börsenbaisse und jede geplatze Spekulationsblase mit Unmengen von Papiergeld zudecken und dabei übersehen daß wir
    1)die Investoren lehren jede Vorsicht außer Acht zu lassen, dann aber- nach dem Platzen der ersten Blase- sofort eine andere Blase zu schaffen
    2) Finanzinstitute auch noch immer größer werden lassen, ja sie geradezu dazu zwingen, zu unbeherrschbaren Molochen zu werden!

    Die Geschichte hat gezeigt, daß selbst Totalzusammenbrüche wie in Florenz in der Zeit vor den Medicis oder bei uns nach dem 1. und dem 2. Weltkrieg relativ schnell überwunden werden können, während etwa das Experiment in Rußland über die70 Jahre hinausgehenden Horror und Elend gebracht hat

    Von Politikern (incl. Gewerkschaftern) Heilung zu erwarten ist sinnlos.Politiker dürfen ex definitione nicht intelligenter sein als ihr Elektorat,sind also völlig unfähig und ignorant.

    • inside
      28. Oktober 2010 10:35

      Bei "Konkurs" bin ich ganz bei Ihnen.
      Aber in Österreich, wenn Sie in Konkurs gehen (als EPU Z.B.) - und sogar einen Anschlussausgleich erzielen - sind sie black-listed für alle Zeiten, was den Aufbau einer neuen Bankverbindung, Finanzierungen aller Art, Ratenkäufe etc schier unmöglich macht.
      Konkurs ja, aber eine Fortführungsmöglichkeit muss gegeben sein.
      Im Kleinen wie auch im Grossen.
      Bei den Kleinen liegt die Lösung auf der Hand.
      Bei Staaten wird sie wahrscheinlich eine militärische sein.

    • ambrosius
      29. Oktober 2010 08:32

      Klar, lieber Inside. Wirtschaftliches Scheitern muß nicht schuldhaft sein. Das sieht ja eigentlich unsere Rechtsordnung auch nicht vor, obwohl die fahrlässige Krida schon
      schon eng genug gefasst ist.
      Alle anderen Konsequenzen sind nicht nur schwachsinnig sondern auch gegen die Grundsätze des Rechtsstaates.Schüssel hat`s wenigstens probiert, das zu verbessern aber mit der Merheit des ignoranten Volkes ist sowas nicht leicht zu bewerkstelligen.
      Staatliche Bankrotte sind allerdings meist kollektiv-schuldhaftes Verhalten der Politiker, aber die werden ohnehin nie zur Rechenschaft gezogen.Leider.

  17. Josef Maierhofer
    28. Oktober 2010 08:53

    Dieses Geldverhalten ist zerstörend.

    Stellen Sie sich vor, ich würde nicht erkennbare Euroblüten erzeugen. Wieviele muß ich da in Umlauf bringen, bis das trotz Computerzeitalters jemanden auffällt, ad 'sichere' Währung.

    Dr. Unterberger spricht von Blasen, während die letzten Brandblasen noch jahrzehntelang nicht verheilt sein werden.

    Da wir diese wahnsinnigen Entscheidungsträger, die sich da Politiker nennen wollen, nicht mehr bremsen können, werden wir auf den Supergau zusteuern, wo dann alle gedruckten Scheine den Gegenwert benötigen und uns für die nächsten hundert Jahre versklaven werden.

    Denn die Entscheidungsträger werden weiter versagen. Wir müssen solche entfernen, wollen wir das Unheil mildern, verhindern, dazu ist es zu spät.

    Gott schütze Österreich !

    Dazu ein kleiner Wuschzettel, der mir per E-Mail zugegangen ist:

    "Lieber Gott

    Nachdem du in den vergangenen Jahren meinen Lieblingsmusiker Michael Jackson, meinen Lieblingsschauspieler Patrick Swayze, meine Lieblingsschauspielerin Farrah Fawcett und meinen Lieblingsschriftsteller Mario Benedetti zu dir geholt hast, teile ich dir mit, dass meine Lieblingspolitiker Werner Faymann und Josef Pröll sind!

    Und meine Lieblingsausländer sind Serben, Polen, Türken und Rumänen!!!

    Wir haben schon OKTOBER,... also für Weihnachten ginge es sich das noch aus..."

    • donnerlütchen
      28. Oktober 2010 10:48

      Die Moldawier , Zigeuner , Slowaken und Tschechen, das sind die, die unsere Bankomaten wegtragen, habe ich auch sehr lieb.

    • Philipp Starl
      28. Oktober 2010 11:31

      Tut mir leid, dies sagen zu müssen, aber der Kommentar ist geschmacklos, einfach nur geschmacklos.

    • pc-think
      28. Oktober 2010 14:11

      Über Geschmack lässt sich ja trefflich streiten, aber ganz ohne jeden Zweifel ist dieser Kommentar so ewas von überhaupt nicht p.c.!

    • Josef Maierhofer
      29. Oktober 2010 10:15

      @ Philipp Starl

      Wo Sie recht haben, haben Sie recht. Der Kommentar (Schlußsatz) stammt natürlich nicht von mir sondern war ein E-Mail, das mir Leute aus der P.C. Gegend zuschicken, der Letztzusender genauer aus der SPÖ Gegend, und hätte unterbleiben sollen.

      Mit dieser 'lustigen' Einlage habe ich mich der gegenwärtigen 'lustigen' Spaßgesellschaft, der nichts heilig ist, angeschlossen, ich weiß.

      Nur wie nennen wir P.C. einen Zugereisten, der partout keine Arbeit findet und Spaß hat mit den Sozialsegnungen oder mit anderen Aktivitäten ? Ist er RumänIn, TürkIn, etc. oder ist er zu verschweigen ?

  18. terbuan
    28. Oktober 2010 07:56

    Der Euro auf der Kippe?
    Der luxemburgische Außenminister Asselborn hat in einem Interview mit der ARD am 25.10. angeblich gesagt:
    "... wo ich ein Problem habe das ist das man mit dem dicken Hammer vorgeht
    Deutschland und Frankreich garantieren 50% des ganzen Pakets der 750Mrd was ja auch stimmt wenn wir also wirtschaftliche Stärke haben, dann müssen wir auch die politische Stärke haben
    und wenn wir sagen der Vertrag wird geändert dann müsst ihr gehorchen dann müsst ihr das so machen wenn ihr das nicht so macht, steigen wir aus dann könnt ihr sehen was mit dem Euro geschieht"
    Der letzte Halbsatz wurde angeblich später aus den Videoaufzeichnungen entfernt!
    Mehr dazu:
    http://hartgeld.com/filesadmin/pdf/Art_2010-176_Euro-Krieg-2.pdf
    Wie immer, die Lage auf den Finanzmärkten beginnt prekär zu werden. Ungezügeltes fluten der Märkte mit ungedecktem Papiergeld, keine ernsthaften Anstrengungen in Hinblick auf Strukturreformen und Einsparungen, es genügen die Grundrechungsarten um zu erkennen, dass diese Politik nur ins Desaster führen kann!

  19. Graf Berge von Grips
    28. Oktober 2010 07:53

    Nr. 279
    Abwertungen scheints, schaden uns enorm.
    Den Wertewandel sieht man hier in neuer Form.





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