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Warum haben die Deutschen so kluge Sozialdemokraten?

Peer Steinbrück hat grundlegende Wahrheiten zur großen Wirtschaftskrise der letzten zwei Jahre ausgesprochen - die aber in manche Köpfe nicht hineinwollen. Weil die Köpfe zu klein sind. Oder weil sie vollgestopft mit ideologischer Propaganda sind. Aber vielleicht hilft es beim Lernen, wenn die Wahrheiten von einem Sozialdemokraten ausgesprochen werden. Im konkreten Fall vom früheren SPD-Finanzminister, der in einem "Spiegel"-Interview Tacheless geredet hat. Was daher wert ist, in Erinnerung behalten zu werden.

So fragten ihn die Redakteure in der typischen Journalisten-Art eines leider wieder ganz nach links abgleitenden Magazins, ob er auch der Meinung sei, dass die Euro-Krise von Spekulanten und deren "Casino-Spielen" verschuldet worden sei. Steinbrück hingegen: "Auf die Spekulanten zu schimpfen, bringt zwar immer öffentlichen Beifall, aber in diesem Fall ist es viel zu vordergründig. Die Griechenland-Krise haben die Regierungen zu verantworten."

Die erstaunten Journalisten: "Sie meinen, in diesem Fall waren die Politiker die Zocker?" Steinbrück: "So ist es. Die einen, weil sie sich zu hoch verschuldet und dabei auch noch geschummelt haben. Die anderen, weil sie bei den Tricksereien zu lange weggesehen haben. In die letzte Bemerkung schließe ich mich übrigens ausdrücklich ein."

Der Leser stellt sich da unwillkürlich neben Steinbrücks Sachkenntnis und Ehrlichkeit den Herrn Faymann vor. Und kommt auf den Gedanken, wer nun für die Krise zahlen muss, haben doch Faymann und seine kongenialen Parteisekretäre immer verkündet, die Schuldigen sollen zahlen. Und jetzt geben sogar die klügeren Sozialdemokraten zu, dass die Regierungen selbst die Schuldigen seien.

Aber zurück zu Steinbrück. Er praktizierrt auch in Sachen Pensionen nüchterne Ehrlichkeit. Und wagt es daher, das Abrücken seiner SPD vom Pensionsalter 67 als problematisch zu bezeichnen. "Es passt nicht zusammen, dass die Deutschen immer später ins Berufsleben einsteigen, immer früher in Rente gehen und gleichzeitig immer länger leben. Man muss kein Mathematiker sein, um zu sehen, dass sich die Politik nicht auf Dauer über die Gesetze der Arithmetik hinwegsetzen kann."

Und dabei  wurden in Österreich ganze Generationen nach der Devise indoktriniert, dass die Gesetze der Mathematik dann nicht gelten, wenn wir nur immer schön Gewerkschaftsbeiträge zahlen und SPÖ wählen. Und jetzt soll plötzlich die Mathematik gelten, die ohnedies niemand in der Schule gemocht hat?

Steinbrück warnt die SPD vor einem Fehler, "den sie schon häufiger gemacht hat: den der strukturellen Verspätung. Wenn die SPD nämlich dereinst in der Regierung sitzen sollte, muss sie ihren Wählern bruchartig erklären, dass die Versprechen aus Oppositionstagen leider nicht umgesetzt werden können." So habe Gerhard Schröder nach seinem Regierungsantritt den demographischen Rentenfaktor der Kohl-Regierung abgeschafft. "Wenig später musste er ihn unter anderem Namen wieder einführen. Das war eine traumatische Erfahrung."

Aber immerhin hat Schröder, so muss man ihn verteidigen, letztlich doch zu rechnen begonnen. Diese Gefahr besteht hingegen bei der SPÖ nicht.

Während die Deutschen Sozialdemokraten wie Steinbrück oder Clement oder Sarrazin oder Dohnanyi oder Schmidt haben, haben wir  Faymann, Rudas und Kräuter. Was noch viel schlimmer ist als der Vergleich der ÖBB, der Fußballnationalmannschaft oder der heimischen Medienlandschaft mit dem jeweiligen Gegenüber in Deutschland.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorMartin Bauer
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    15. September 2010 07:50

    Der Unterschied zwischen Österreich und Deutschland?

    In Deutschland outen sich immer mehr Rote als Konservative
    In Österreich ist es umgekehrt.

  2. Ausgezeichneter KommentatorSuPa
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    15. September 2010 08:17

    In den Parteien gibt es Parteiideologen und Gremien, welche bestimmen, was wann wo und wie gesagt werden darf. Wenn ein führender Politiker sich nicht daran hält - und z.B. die ungeschminkte Wahrheit ausspricht - dann wird er zurückgepfiffen. Oft klingt seine anschliessende "Korrektur" dann so: ich wurde falsch interpretiert, die Worte wurden aus dem Zusammenhang gerissen, der Journalist hat der Interview stark gekürzt und somit entstellt wiedergegeben usw.
    Ist ein Politiker später "weg vom Fenster" bzw. nicht mehr auf die frühere Position und die Pfründen angewiesen, dann kann er ehrlich seine Meinung kundtun. Im ungünstigsten Fall riskiert er seinen Parteiausschluß. Manchmal kommt auch mit der Altersweisheit ein Schuldgefühl, bei welchem durch solche späteren Aussagen eine Art Vergebung für die früheren Lügen erreicht werden soll.
    Daher sollten alle Meinungen von Politikern vor den Wortspenden durch die "Drei Siebe des Sokrates" (ist's wahr, gut und notwendig?) laufen und die Zuhörer alles Gehörte besonders kritisch hinterfragen und nicht als "die Wahrheit und nichts als die reine Wahrheit" betrachten.

    Für alle jene, welche sich nicht mehr erinnern können:

    Die 3 Siebe des Sokrates
    Zum weisen Sokrates kam einer gelaufen und war voll Aufregung: “Höre, Sokrates, das muß ich dir erzählen, wie dein Freund …”. "Halt ein!”, unterbrach ihn der Weise, “hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?”. "Drei Siebe?”, fragte der andere voll Verwunderung. ”Ja, guter Freund, drei Siebe! Laß sehen, ob das, was du mir zu sagen hast, durch die drei Siebe hindurchgeht. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?”
    “Nein, ich hörte es erzählen und …”
    “So, so! Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft, es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst – wenn es schon nicht als wahr erwiesen -, so doch wenigstens gut?”
    Zögernd sagte der andere: “Nein, das nicht, im Gegenteil …”
    “Hm”, unterbrach ihn der Weise, “so laß uns auch das dritte Sieb noch anwenden und laß uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so erregt!”
    “Notwendig nun gerade nicht …”
    “Also”, lächelte der Weise, “wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr noch gut, noch notwendig ist, so laß es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!”

  3. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    15. September 2010 09:36

    Es ist natürlich positiv, was Hr. Steinbrück von sich gibt. Nur weiß ich nicht genau, wie ich dieses einordnen sollte.
    Wollte nicht der Herr Steinbrück eine Art "Tausend-Mark-Sperre" einführen, indem Aufträge an Österreicher in Deutschland nicht als Betriebsausgaben abgesetzt werden dürfen? Die Rolle an der Finanzkrise durch ausgesetzte Kontrollmechanismen geht denke ich auch auf seine große Weisheit zurück. Doch offenbar ist er seit er nicht mehr in der Politik ist, geläutert. Meines Erachtens ist er ein Opportunist, der den linken Flügel der CDU nun ansprechen will, nachdem der SPD die Linken die Wähler des linken Spektrums abnehmen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    15. September 2010 14:10

    Wenn man die Aussagen des deutschen Ex-Finanzministers mit den Wortspenden österreichischer Ex-Finanzminister wie Androsch oder gar Edlinger vergleicht, dann merkt man in welcher Liga wir spielen, in einer drittklassigen!
    Lange ist es her, als wir noch einen Kamitz in diesem Amte hatten!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    15. September 2010 01:19

    Stimmt, Steinbrück ist einer der wenigen Politiker, die Tacheles reden, aber leider jetzt oft erst nach seinem Ausscheiden als Finanzminister.
    Aber immerhin bezeichnete er vor kurzem seine durch die SPD aufgezwungene "Rentengarantie als schweren Fehler".
    Auch wenn die Einsicht spät kommt, ist er trotzdem allen unseren sozialistischen Politikern um Lichtjahre voraus!
    Ein Armutszeugnis für Österreich!

  6. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    15. September 2010 16:35

    vergleich zwischen österreich und deutschland:

    der terror der political correctness ist im prinzip in deutschland viel ärger als bei uns.....denn eine partei wie die fpö würde es dort nie geben, der dortige linke mob würde das mit mord und totschlag zu verhindern wissen; die npd ist meiner meinung ein watschenmann zum abreagieren für die militanten linken verbrecherbanden, pardon autonome, wenn sie nicht gerade autos abfackeln
    (ca 400 allein in berlin jährlich)
    Diese autonomen werden im übrigen von der öffentlichen meinung mit glaceehandschuhen angefaßt und meist als verwirrte spinner abgetan.
    wie zB im "völkischen beobachter" der pc, der süddeutsche zeitung.

    Sarrazin wurde vor ein öffentliches tribunal gezerrt und im TV und in den printmedien scheibchenweise hingerichtet, dabei von den medienstrolchen lächerlich gemacht und von den politikern vernichtet.
    Eine besonders unrühmliche Rolle spielte dabei die fast hilflos wirkend frau merkel; der schleimig-quallige gabriel rundet dann dieses ekelhafte politikerbild nur ab.
    A.U. hat recht, wenn er ein paar in deutschland zur vernunft gekommene alt-sozialdemokraten in den vordergrund stellt...aber ein besonders widerwärtig vor allem gegen österreich agierender gerhard schröder wiegt das wieder auf...der alte österreich-sanktionierer entblödet sich nicht als putin-lobbyist wieder hierher zu kommen und in russischem auftrag die ömv frech und dreist wegen der nabucco-pipeline zu attackieren.

  7. Ausgezeichneter KommentatorW. Mandl
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    15. September 2010 10:03

    Interessant, dass in Deutschland eine Debatte ausgebrochen ist, ob die CDU noch eine Heimat für Konservative ist. Ob in Österreich eine ähnliche Diskussion noch kommt? Ich meine jetzt nicht in diesem Blog, sondern in der breiten Öffentlichkeit.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsosheimat
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    16. September 2010 00:39

    Auch Österreich hat kluge Sozialdemokraten - nur wählen diese nicht mehr SPÖ!!!
    Bleiben lieber anonym und outen sich nur dem Stimmzettel!!!

    http://sosheimat.wordpress.com


alle Kommentare

  1. Janais (kein Partner)
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  9. Paige
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    Ja, das Volk, was will es nur? Ich fürchte, am besten wissen das immer noch die Sozis.. ;-)

  10. Pretty (kein Partner)
    16. September 2010 14:17

    Gehört eigentlich zu den Förderungen. Millionen an Steuergeld für diverse Vereine, lesbische Frauen etc. Mit Steuergeld ! Natürlich werden alle die an diesen Organisationen dranhängen dementsprechend wählen. Das ist doch als Stimmenkauf zu bezeichnen ?
    http://noricus.wordpress.com/2010/05/08/wien-wer-bekommt-das-geld-der-steuerzahler/

    Gesamtsumme 1.Quartal 2010:
    7.425.286,16 Euro !!!

  11. Telemachos (kein Partner)
    16. September 2010 13:46

    Was solls, dafür haben wir offene Volksuniversitäten, die immer noch besser positioniert sind als die Uni Havanna. Das muss uns erst wer nachmachen.

  12. tom (kein Partner)
    16. September 2010 12:56

    Irgendwann geht jedem Politiker ein Licht auf. Auch auf Seiten der SPD. Ob sie nun Steinbrück, Clement, Sarrazin oder Struck heißen. Allen vier Beispielen ist jedoch gemein, dass sie ihre rationalen Änderungsansichten erst nach ihrer operativen Tätigkeit in der Politik gemacht haben. Genau hier liegt der Hund begraben. Während die genannten Personen noch ihre aktiven politischen Ämter bekleideten, waren solche Aussagen Mangelware. In der aktiven Politik orientiert sich alles nach Umfragen und Stimmungen. Scheinbar können Politiker erst nach ihrem Ausscheiden aus der Politik befreit auftreten und ihre Meinung kundtun. In diesem Lichte zeigt sich zumindest die zweite Amtszeit von Schröder geradezu als Wunder, bei der wichtige Reformen wie die Agenda 2010 und die Hartzgesetze verabschiedet wurden. Rationalität und ein Blick über den Tellerrand hinaus wird aber durch den Wähler bestraft, auch im Falle Schröder. Erst jetzt kann sich die SPD davon wieder einigermaßen erholen. Aktive Politiker werden sich also hüten Wahrheiten anzusprechen. In diesem Sinne sagte Steinbrück vor der letzten Bundestagswahl etwa: "Ich bin doch nicht bekloppt! Ich werde einen Teufel tun und jetzt übers sparen reden."

  13. klein (kein Partner)
    16. September 2010 11:32

    Dass die griechischen Politiker an der dortigen Misere schuld sind, ist jetzt absolut keine neue Erkenntnis. Als das Dilemma bekannt wurde, hat man sofort in der dortigen Vetternwirtschaft und Korruption die Ursachen erkannt, und zwar sowohl bei rot und schwarz, denn beide Parteien sind ja eigentlich Familienclans. Wenn die griech. Bevölkerung jetzt meint, sie sei nicht schuld an der Krise, warum solle sie zahlen, so hat sie zum Teil recht. Denn bei weitem nicht alle Griechen haben von dieser Korruption und manch fragwürdigen Bestimmungen profitiert. Für die Zockerei der Mächtigen kann man die Bevölkerung nicht verantwortlich machen. Und eines ist auch klar: die Weltwirtschaftskrise ging sehr wohl von der Hochfinanz aus. Dass diese Krise das hausgemachte griechische Dilemma verstärkt hat, ist auch nicht von der Hand zu weisen.

  14. Stachel (kein Partner)
    16. September 2010 11:15

    Die "Vergleiche" Unterbergers hinken gewaltig: Steinbrück war Finanzminister, also war/ist sein österrreichischer Widerpart keineswegs Faymann, sondern Molterer bzw. Pröll - von der ÖVP.

    • trollfresser (kein Partner)
      16. September 2010 11:28

      Ganz klar, den Blog schreibt auch nicht AU sondern Stachel.

      Die SPÖ war ja nieeeeeeeeeeeeeeeeeee schuld.

      Aber Stachel meint als guter Sozi sicher , dass alle anderen Sozis keine Ahnung von nichts haben und erst wenn sie in einem Amt sind gibt ihnen die Badei auch noch den nötigen Verstand dazu.

    • Erich Bauer
      16. September 2010 11:32

      trollfresser,
      "...gibt ihnen die Badei auch noch den nötigen Verstand dazu..."

      Die Leber wächst mit ihren Aufgaben. (lach)

    • klein (kein Partner)
      16. September 2010 11:34

      Trollfresser

      Für Sie ist die SPÖ wohl immmmmmmmmeeeeer schuld. Das ist genau derselbe Schwachsinn wie die Annahme, die SPÖ sei nie schuld an irgendwas (gewesen).

    • Reinhard (kein Partner)
      16. September 2010 11:44

      @Stachel

      Androsch schon vergessen? Der Vorzeigesteuerschuldenmacher, der mit dem Übertritt in die Privatwirtschaft zu einem knallharten globalisierten und Arbeitsplätze ins Ausland verschiebenden, also hier vernichtenden, Hardcore-Kapitalisten mutiert ist?
      Und warum kann ein Soze, der Finanzminister war, nicht mit einem Sozen, der Kanzler ist, verglichen werden? Können nur Finanzminister ein Hirn einschalten und zu neuen Erkenntnissen gelangen? Ist das Vorhandensein eines funktionierenden Hirns bei der Besetzung anderer, höherer Posten etwa hinderlich? Den Verdacht habe ich ja schon länger, es wäre aber mal interessant zu erleben, wie die Fahnenschwenker der Politversager das bestätigen...

    • trollfresser (kein Partner)
      16. September 2010 11:55

      Es geht nicht darum ob jemand objektiv an etwas schuld war. Da fällt mir zu vielen Seiten vieles ein.

      Mir geht es nur auf den Keks, wenn jemand auf frischer Tat ertappt wird und dann schreit, dass alle anderen schuld sind. Bei Kindern kriegt man das mit einer verständnicvollen Erziehung leicht und rasch weg. Nur die SPÖ hat das offensichtlich sogar im Badeibrokramm stehen, dass immer alle anderen schuld sind.

      Macht auch nichts, bei der FPÖ steht viel Schwachsinn drinnen und bei der ÖVP auch wenn sie versuchen die Roten abzukupfern.

      Nur dass sich immer wieder kleine Leute finden, die den Schmonzes für richtig halten, das verblüfft immer wieder.

    • Erich Bauer
      16. September 2010 12:04

      trollfresser,
      "...sogar im Badeibrokramm..."

      Ich glaube, Sie haben da eine Tippfehler. Ein "m" ist zuviel... (grins)

    • Neppomuck (kein Partner)
      16. September 2010 12:48

      Nicht alles, was einen Hinkefuß hat, ist schon ein Vergleich.
      Das gilt auch für „stachelig“ anmutende Kommentare.
      Faymann meinte, die "Schuldigen" sollen zahlen, was den Umkehrschluss zulässt, dass die "Unschuldigen" seiner Meinung nach aus dem Schneider wären.

      Aber was ist nun „Schuld“ und wer hat "Schuld an der Wirtschaftskrise“?

      Die Politiker und folglich ihre Wähler (die haben sie ja auf den Schild gehoben), damit wären bereits 99,99 % der infrage Kommenden erfasst, oder die Handlanger/Gewinnler aus der Krise?
      „Schuld“, in dieser Frage und im Sinne von strafrechtlich relevanten Fehlhandlungen betrachtet, schließt Vorsatz mit ein. Also fallen fast alle amtführenden Politiker samt Gefolgschaft aus. Vorsatz bedeutet Planung, zielorientierte, erfolgreiche Planung wiederum Übersicht (somit eine Intelligenz- und Bildungsfrage), also kann man das von unseren (!) Politikern kaum verlangen.
      Die spöttisch anmutende (alte chinesische?) Weisheit, dass 'Planung den Zufall durch den Irrtum ersetzt', hat schließlich in der österreichischen Politik nahezu perfekt ihre Entsprechung gefunden.

      „Schuld“ im Sinne der übernommenen Verantwortung, die zu tragen man imstande sein sollte, dies aber nicht geschafft hat, trifft hier eher zu.

      „Nicht gesetzte Handlungen lösen oft einen katastrophalen Mangel an Folgen aus.“
      Ergänzend dazu ein Aphorismus von Ezra Pound: „Regieren ist die Kunst, Probleme zu schaffen, mit deren Lösung man das Volk in Atem hält.“

      Das kann Faymann auch nicht gemeint haben, denn damit wären so gut wie alle unserer Politiker auf Lebzeiten auf das Existenzminimum zu setzen.
      Da sie das nicht sind, müssen sie die „Schuld“ (diesmal als „Schulden“ zu verstehen) weitergegeben haben. Und darüber sollte kein Zweifel bestehen.

      Bleibt noch, sich mit dem Begriff „Vernunft“ auseinander zu setzen.
      Vernunft bedeutet Intelligenz in Kombination mit hohem, ethischen Verhalten.
      „Intelligenz“ allein wäre zu kurz gegriffen, da es sich dabei um eine sog. „Sekundärtugend“ handelt. Erst in verein mit Werten und Primärtugenden kann kollektiver Nutzen, der nicht (!) über (Kollateral-)Schäden an anderer Stelle zu schöpfen ist, entstehen.

      Womit wir bei etlichen deutschen Politikern wären, die allerdings einem anderen „darwinistisch zu verstehenden Ausleseprozess“ unterliegen oder unterworfen sind, bzw. waren.
      Die Situation in Deutschland ist insofern eine andere als in Österreich, als da noch eine gewisse „philosophische Redlichkeit“ bei einigen Politikern vorzufinden ist, die teils durch kritische Medienleute erzwungen wird, bzw. wurde, und teils durch einen etwas ausgeprägteren innerparteilichen Ausleseprozess gefördert wird, was auch mit „demokratischen Prozessen“ zu erklären wäre, ein in der hierarchischen Ordnungsfindung unserer Parteien kaum implementierter Auslesemechanismus. Da dominiert Nepotismus und Freunderlwirtschaft.
      Am ehesten wäre noch die Abspaltung des BZÖ von den Freiheitlichen hier einzuordnen. Haider hat sich der „innerparteilichen Demokratie“ nicht gestellt, die Folgen sind bekannt.

      Somit sollte klar gemacht sein, dass die politische Heimat mit einem wünschenswerten Hang zu Wahrheiten keinerlei Korrelation aufweist, sondern einzig und allein auf besonderen Persönlichkeiten beruht, die, es ist zu bedauern, mittlerweile schon als „Fossile“ zu bezeichnen wären.

      Pauschale Zuordnungen sind daher (bei gebotener Sachlichkeit) hier und heute nicht zu treffen, noch sind solche im historischen Kontext herzustellen.

    • Stachel (kein Partner)
      17. September 2010 10:59

      @trollfresser, Reihard
      Im Unterschied zu Deutschland hat bei und der Bundeskanzler keine Richtlinienkompetenz, d.h. die Minister, also auch der Finanzminister, sind relativ unanbhängig in ihren Aktionen. Faymann/Gusenbauer kann also (zugegebenermaßen) soviel Unsinn reden, wie er will, was tatsächlich im Finanzminsterium passiert liegt ausschließlich in der Kompetenz von Pröll (bzw. Molterer). Da will ich natürlich Androsch nicht ausnehmen, der Unterschied ist aber der, dass sein Kanzler (Kreisky) auch sein Parteichef und Förderer war, da konnte er - wohl wider besseres Wisseen - nicht so offen gegen ihn agieren. Hat er aber dann letztlich doch getan - und das war der eigentliche Grund für seinen Zwist mit Kreisky.

    • socrates
      20. September 2010 00:04

      trollfresser
      "Haltet den Dieb, er hat mein Messer im Rücken!"

  15. Reika42 (kein Partner)
    16. September 2010 10:18

    Das wirklich Schlimme daran ist, dass die Ansichten eines deutschen Sozialdemokraten, wie Steinbrück, in Österreich nichteinmal von der angeblichen Wirtschaftspartei ÖVP mitgetragen werden.

  16. cmh (kein Partner)
    16. September 2010 10:10

    Die deutschen Sozialdemokraten sind nicht klüger weil sie zu einer bisher noch nicht vorhandenen Einsicht gekommen wären, sondern weil sie früher erkennen, dass sie mit ihren Tricksereien jetzt nicht mehr weiterkommen.

    Denn dass es sich nur um Tricks und Schummeleien handelt, sich die Macht zu erhalten war ihnen immer selbst immer klar. Nur es ist bisher immer beim Wähler reingegangen. Ich erinnerere in loser Schüttung wie es mir gerade einfällt (1) Vranitzkybrief, (2) die Schmähs des Herrn Schröder, der nicht mit seiner Wiederwahl rechnete und daher so schamlos log, dass er dann ganz überrascht war, als er die Wahl gewann, (3) Häupel, Rudas, Ostermayer usw usw die auf Robin Hood machen und dann in den Spitzenrestaurants speisen mit einer Zeche die den von ihnen so umworbenen Mindestrentner wochenlang alimentieren könnte, (4) der SPÖ-fördernde Effee der Wiener Wahlordnung (5) die uneinhaltbaren Versprechen unseres Gusi - auch er von seinem unerwarteten Wahlerfolg kalt zum Offenbarungseid gezwungen etc etc pp.

    Ich halte es da mit dem alten Spruch der Kommunisten: Wer hat uns verraten...? Und damit niemand über die Konsequenzen im Unklaren bleibt: "Wer steht noch an den Gräbern und hält lächelnd noch die Spaten ....?

    In Summe: Die Sozen waren sich über die Konsequenzen ihres Tuns immer im klaren, sie haben damit ihre Wähler aufs Eis geführt. Und sollten sie subjektiv ehrlich gewesen sein, dann war ihre Unkenntnis grob fahrlässig oder sie waren einfach zu blöd für ihre Ämter.

    Aber es kommt ja immer vor, dass die Straftäter sagen, sie hätten nichts gewußt und die Konsequenzen wären nicht beabsichtigt gewesen.

    Nur die Sozen stellen sich jetzt hin und sagen, WählerInnen, wir haben grob fahrlässig gehandelt und dann schreiben die Journalisten, die Sozen sind zur Vernunft gekommen. Sorry lieber AU - du hast ja schon Bekanntschaft mit einem Spaten gemacht.

    • Reinhard (kein Partner)
      16. September 2010 11:51

      Die Sozen kommen auch immer erst dann zur Erkenntnis, wenn sie weg sind vom Fenster - egal ob Schmidt, Steinbrück oder auch ein Sarrazin, den sein Mut just zur Pensionierung überfiel.
      Die Jungen können sich davon nur empört distanzieren - was nichts anderes bedeutet, als dass "die Sozen" eben nirgendswo und niemals zur Vernunft kommen oder ihr Handeln, ihren Verrat am Volk ändern werden.
      Nur einige wenige kommen spät zu jener Größe, die notwendig ist, den Verrat zuzugeben und offen zu bereuen. Aber ändern tut das gar nichts.

    • Erich Bauer
      16. September 2010 12:52

      Reinhard,
      "...Die Sozen kommen auch immer erst dann zur Erkenntnis..."

      Ich habe den Verdacht, daß, zumindest in den Führungsgremien, die Erkenntnisse schon da sind: Sie wissen was sie tun. WARUM sie's tun, hat sicher irgendwas mit Geld zu schaffen. Es gelingt ihnen (noch) "Glauben" zu vermitteln. Dieser vermaledeite "linke Schläfenlappen" ist bei vielen Menschen noch immer zu gut ausgebildet. Aber natürlich nicht nur. Mit "Raubgeld" kann man sich eine große "Räuberbande" halten. Die gehen dann durch dick und dünn.

    • Reinhard (kein Partner)
      16. September 2010 13:10

      @Erich Bauer

      Ich gebe Ihnen da vollkommen Recht; ich formuliere es mal anders:
      Die Sozen geben ihre Erkenntnisse erst dann in der Öffentlichkeit zu...

  17. sosheimat (kein Partner)
    16. September 2010 00:39

    Auch Österreich hat kluge Sozialdemokraten - nur wählen diese nicht mehr SPÖ!!!
    Bleiben lieber anonym und outen sich nur dem Stimmzettel!!!

    http://sosheimat.wordpress.com

    • Reinhard (kein Partner)
      16. September 2010 13:14

      Nur weil sich die Sozialistische Partei Österreichs vor ein paar Jahren in Sozialdemokratische Partei umbenannt hat, sind sie keine sozialen Demokraten geworden, sondern immer noch Sozialisten, also Weichspülkommunisten.
      Nur weil ich einen Kampfhund "Purzel" nenne, wird er doch nicht plötzlich zum Schmusehund.
      Echte Sozialdemokraten, die beides sind, nämlich sozial und Demokraten, wissen das. Deswegen ist die SPÖ für sie unwählbar.

  18. Celian
    15. September 2010 21:40

    Noch einmal zu Sarrazin:

    Sarrazin führt die politische Korrektness am Nasenring vor. Und die Politische Korrektness grunzt nur zufrieden.

    Mit wieviel Elan hat sich die selbst ernannte Politische Korrektness ins Zeug gelegt, Sarrazin in Grund und Boden zu verdammen, wohlgemerkt bevor sie das Buch gelesen haben konnte, und wie leichtfertig hat sie sich der Forderung nach seiner Entfernung aus der Bundesbank hingegeben. Einem Reflex, dessen rechtliche Konsequenzen sie erst nach und nach erkannte, nämlich daß es gar nicht so einfach ist, einen Vorstand aus der Bundesbank auszuhebeln wie bei partei-internen Abstimmungen, daß es auch noch sowas wie Gesetze gibt, über die man sich nicht so leicht hinwegsetzen kann. Sodass man Sarrazin nur mehr dankbar sein konnte, als dieser gnädigerweise beschloß, freiwillig die Bundesbank zu verlassen.

    Nicht ohne die Politische Korrektness nach allen Regeln der Kunst vorzuführen, wie nun neue Details zeigen, die die FAZ veröffentlichte:

    - So mußte die Deutsche Bundesbank zurücknehmen, daß Sarrazin Ausländer diskriminiert habe (diese Rücknahme ist auch nur recht und billig)

    - Die Einflußnahme des Bundespräsidenten ging sehr viel weiter als bisher angenommen – in der Besprechung um den Rücktritt Sarrazins war nicht ein Bundesbanker anwesend, nur Leute aus dem Bundespräsidialamt.

    - Sarrazin erhält seine Pension in jener Höhe, so wie wenn er geplanterweise aus der Bundesbank ausgeschieden wäre, nicht mehr und nicht weniger. Was auch nur recht und billig ist, warum sollte er Schaden daraus erleiden, daß man ihn raus haben will.

    - Und daß Sarrazin eben keine Millionenbeträge Abfindung (die ihm meiner Meinung nach gut zu gestanden wären als Schmerzensgeld für die unverfrorenen Taten der Politischen Korrektheit) herausgeschlagen hat, denn er möchte ja nicht als der „Wiedeking der Politik“ da stehen.

    Die Schmach gebührt allein der Deutschen Bundesbank und dem deutschen Bundespräsidenten, stellvertretend für die Riege der Politischen Korrektness, auch wenn dies in den links-gestrickten Medien nicht zu entdecken ist, da wird nur was von den 1.000 Euro mehr für seine Pension kolportiert, sodaß der Bürger denkt, Sarrazin hätte sich da was rausgeschlagen. Was mitnichten wahr ist, man lese nur die heutige FAZ, die die wahren Hintergründe ganz nüchtern im Wirtschaftsteil bringt. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

    Sieger in allen Punkten ist Sarrazin, der sich zu keiner Zeit untreu geworden ist. Die der politischen Korrektheit hörigen Parteien inklusive des Bundespräsidenten und ihre Handlanger in diversen Institutionen haben ordentlich Schaden genommen, das Volk ist nicht blöd, und läßt sich nicht verschaukeln. Das Buch Sarrazins hat schon eine Auflage von 400.000 erreicht und ich habs noch immer nicht.

    http://www.faz.net/s/Rub31A20177863E45B189A541403543256D/Doc~E4F593E7F801C4287BB0523539E6AA3EA~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    • brechstange
      16. September 2010 08:27

      Ich habs auch noch nicht, daraus folgt die Auflage wird noch weiter steigen, zumindest um 2 Stück.

      Kein Wunder, dass Wulff wieder einmal danebengreift. Hat er damals beim Flug für seine Frau ja auch nicht gewusst, dass er das nicht darf.

    • brechstange
      16. September 2010 08:31

      Danke für den Link.

      Beneidenswert wie sachlich und strukturiert Journalisten deutscher Zeitungen schreiben.

    • againstleftterror (kein Partner)
      16. September 2010 08:43

      Ich habs schon seit 9.9.2010, bestellt bei weltbild.at.
      Und auch schon zu mehr als der Hälfte gelesen. Und noch immer keine anrüchige Stelle gefunden ....

    • Reinhard (kein Partner)
      16. September 2010 11:59

      "Und noch immer keine anrüchige Stelle gefunden ...."

      Das wird auch schwer werden. Nicht umsonst ist bei der ganzen Hetze bisher noch kein einziges Argument mit Hinweis auf eine konkret belegte Aussage oder Textstelle des Buches gebracht worden. Die ganze Welle der Empörung, losgetreten gegen einen Mann der sich erfrecht hat, überhaupt etwas über ein Thema zu schreiben das pc gefälligst totgeschwiegen zu werden hat, wird nämlich laut schreiend von Leuten in die Welt geschwemmt, die noch kein einziges Wort von Sarrazin gelesen haben. Die mediale Vorverurteilung reicht dem Mob aus, um zur Hinrichtung zu schreiten.
      Sogar Merkel hat sich in jämmerlichster Manier vor den Karren der Lynchjustiz spannen lassen und sofort nach Teer und Federn gebrüllt, anstatt sich auch nur eine Sekunde mit dem Buch auseinanderzusetzen.
      Eine verlotterte Gesellschaft, die sich nicht einmal mit der Kritik auseinandersetzt, sondern potenzielle Kritiker sofort vernichtet.
      Der Fall Sarrazin wird zu einem Armutszeugnis für unsere Gesellschaft.

  19. nescio
    15. September 2010 20:33

    Was ich am Unterberger-Blog so schätze und ich ihn gerne lese, ist die Tatsache, dass man über Dinge informiert wird, die andernorts nicht gebracht werden. Von den Aussagen Steinbrücks habe ich weder im ORF (wäre ja auch ein Wunder) noch auch in der von mir gelesenen Presse („Presse“ und „Kleine Zeitung“) etwas gehört, was mich schon eher erstaunt, da sich diese Presseorgane gerne als bürgerlich verstehen. Offenbar sind sie aber schon von der links überholenden Caritas vereinnahmt.
    Manipulation ist nicht nur die Verbreitung falscher Nachrichten, sonder auch die Unterlassung von inopportunen Meldungen.
    Über die Motive Steinbrücks wurde im Blog ja schon mehrfach gerätselt. Seine Aussagen (wie auch das Buch Sarrazins) werden nur verständlich, weil seine Parteikarriere beendet und nicht mehr vom Meinungsmonopol seiner Partei abhängig ist. Eine ähnliche Entwicklung hat in Österreich ja auch Androsch genommen.

    • Observer
      15. September 2010 20:45

      Vielleicht wird DIE PRESSE durch den Managementwechsel an der Konzernspitze wieder etwas besser?

    • Dr. Harald Rassl
      16. September 2010 01:03

      @ observer
      Nur wenn sich auch in der Redaktion sehr viel ändert!

  20. Lisa
    15. September 2010 20:06

    Was an Lesben- und Schwulenvereinen förderungswürdig sein soll, wird mir immer ein Rätsel bleiben, ebenso beim Life-Ball.

    Daß eine profitable Abtreibungsklinik auch noch gefeiert wird, in der zu Tausenden ungeborene Kinder, die uns an allen Ecken und Enden abgehen, "entsorgt" werden, ist schlicht pervers.

    Daß über jeden, der sich als Künstler fühlt und gebärdet, obwohl ich die meisten von denen als "Künstleroide" bezeichnen würde, das Füllhorn ausgeschüttet wird, ist auch nicht einzusehen. Wie hieß doch schnell jener Künstler, der sogar jedes Produkt der menschlichen Darmentleerung zum Kunstobjekt erhoben hat?

    Ja, und da ist dann noch das DÖW! Fast scheint es sein Bestehen drauf zurückzuführen, daß der Vater des Herrn Neugebauer ( oder Neubauer?) ein böser Nazi war, und sein Sohn deshalb ein Hühnchen mit ihm zu rupfen hatte. Dieses Trauma arbeitet er nun in diesem subventionierten DÖW ab.

    Alle diese Punkte haben mehr oder weniger mit der NS-Zeit zu tun:
    Was damals geächtet wurde, wird heute gefeiert und subventioniert, was damals gefeiert wurde, wird heute geächtet.

    • Lisa
      15. September 2010 20:10

      Der Kommentar gehört zum Thema

      "Die LesBISchwulen-Subventionen"!

    • Observer
      15. September 2010 20:47

      Lisa:
      Am besten ist es, den Text kopieren und beim anderen Thema unter Ihrem Namen neu einfügen.

    • Lisa
      15. September 2010 21:40

      @Observer,

      herzlichen Dank für den gutgemeinten Tipp! Leider kann ich solche "Kunststücke" nicht; meine Computerkenntnisse sind ziemlich dürftig!

  21. thomas lahnsteiner
    15. September 2010 16:35

    vergleich zwischen österreich und deutschland:

    der terror der political correctness ist im prinzip in deutschland viel ärger als bei uns.....denn eine partei wie die fpö würde es dort nie geben, der dortige linke mob würde das mit mord und totschlag zu verhindern wissen; die npd ist meiner meinung ein watschenmann zum abreagieren für die militanten linken verbrecherbanden, pardon autonome, wenn sie nicht gerade autos abfackeln
    (ca 400 allein in berlin jährlich)
    Diese autonomen werden im übrigen von der öffentlichen meinung mit glaceehandschuhen angefaßt und meist als verwirrte spinner abgetan.
    wie zB im "völkischen beobachter" der pc, der süddeutsche zeitung.

    Sarrazin wurde vor ein öffentliches tribunal gezerrt und im TV und in den printmedien scheibchenweise hingerichtet, dabei von den medienstrolchen lächerlich gemacht und von den politikern vernichtet.
    Eine besonders unrühmliche Rolle spielte dabei die fast hilflos wirkend frau merkel; der schleimig-quallige gabriel rundet dann dieses ekelhafte politikerbild nur ab.
    A.U. hat recht, wenn er ein paar in deutschland zur vernunft gekommene alt-sozialdemokraten in den vordergrund stellt...aber ein besonders widerwärtig vor allem gegen österreich agierender gerhard schröder wiegt das wieder auf...der alte österreich-sanktionierer entblödet sich nicht als putin-lobbyist wieder hierher zu kommen und in russischem auftrag die ömv frech und dreist wegen der nabucco-pipeline zu attackieren.

    • Erich Bauer
      15. September 2010 16:58

      "...dreist wegen der nabucco-pipeline zu attackieren..."

      Die "Nabucco-Pipeline" führt geradewegs zu EU-Beitritt der Türkei. Für Österreich gibt's da so gut wie kein Zurück mehr.

    • Hummel (kein Partner)
      17. September 2010 10:57

      "der terror der political correctness ist im prinzip in deutschland viel ärger als bei uns"
      Wenn sie dieser Meinung sind, dann frage ich mich schon, warum die öffentlich rechtlichen Sender in Deutschland, Sendungen wie z.B. "Hart aber fair" ausstrahlen, wo ganz unveblümt über z.B. Zuwanderung diskutiert wird. Dsikussionen, die oft nicht politisch korrekt sind und die wir gelernten Österreicher so gar nicht kennen. Solch eine Sendung wäre bei uns unmöglich - da würde wahrscheinlich schon der Verhetzungsparagraph zur Anwendung kommen.
      In den anderen Punkten gebe ich Ihnen aber vollkommen recht.

  22. Erich Bauer
    15. September 2010 16:30

    "...die Redakteure in der typischen Journalisten-Art eines leider wieder ganz nach links abgleitenden Magazins..."

    Mein Arbeitskollege hat mir heute bei seinem Abgang freundlicherweise die KRONE überlassen.

    Ich stelle fest, daß die KRONE unaufhaltsam auf dem Weg zur QUALITÄTSZEITUNG ist:

    Israel (der jüdische Staat) "hintertreibt" die Nahost-Gespräche
    (Ist zwar noch ein recht holpriger Versuch, sich auf die richtige Seite zu stellen.)

    Sigi Wolf wird's schon noch sehen!!! (Der Wolf der mit den Russen tanzt)
    (Diese Reichen! Wenn's ans Zahlen geht, haun sie ab. Diese Gier! Auf Kosten der Arbeitsplätze.)

    Sarrazin verteidigt seine Edel-Pension
    (Dieser "Provokateur" ist ja doch nur ein mieser "Abzocker")

    Tja. Der "Alte" ist nicht mehr. Der hat uns KRONE-Redakteure immer zum "Schmuddelkinder-Dasein" gezwungen. Aber, damit ist jetzt Schluß!!!

  23. socrates
    15. September 2010 14:26

    In Zeiten der Hochkonjunkzur, wenn Arbeitskräfte gebraucht werden, ist es legiti8m, das Pensionsalter hinaufzusetzen. In Zeiten der Arbeitslosigkeit ist es notwendig, das Pensionsalter herabzusetzen. Die Generation 55+ ist so gut wie arbeitslos, man betreibt Etikettenschwindel.
    Die Privilegierten bauen, mit Gewerkschaftshilfe, ihre Privilegien aus.

    • terbuan
      15. September 2010 14:39

      In Zeiten steigender Lebenserwartung ist es legitim das Pensionsalter hinaufzusetzen, in Zeiten sinkender Geburtenzahlen ist es ein Muss, das Pensionsalter hinaufzusetzen.
      Es liegt an der Politik entsprechende Begleitmaßnahmen zu treffen, damit die Generation 55+ NICHT arbeitslos ist, in anderen Ländern funktioniert das auch!

    • phaidros
      15. September 2010 14:52

      Ganz im Gegenteil, werter socrates, indem man das Pensionsalter hinunter setzt, begeht man den Etikettenschwindel!

      Denn das Problem ist eine zu kurze Lebensarbeitszeit bei zu hoher Lebenserwartung, und sonst nichts. Arbeitslosigkeit ist das Symptom. Durch überzogene "Schutz"-Regelungen (grundlos zwangsweise höheres Einkommen) ist die Arbeitslosigkeit unter älteren hoch.

      Die Leute in Pension zu schicken (was wir nich bezahlen können) ändert am strukturellen Charakter des Problems gar nichts. Dieselbe Lüge ist es, Leute in Kurse zu stecken.

      Statt dessen müssen wir aufhören, Phantasiegehälter zu bezahlen. Denn eine Entlohung ist - das haben wir nur vergessen - ein Preis, nichts anderes.

      Eine Arbeit ist etwas wert. Dabei ist es egal, ob sie von einem 20-Jährigen geleistet wird, oder von einer 63-Jährigen. Allein durch steigende Kompetenz, Routine und damit Effizienz könnte man steigende Entlohungen rechtfertigen. Und das auch nicht überall, nehmen wir Lehrer: dort muss sogar so weit wie möglich vereinheitlichte Arbeit geliefert werden. Dennoch verdienen alte ca. dreimal so viel wie junge.

      Also wenden wir - ganz im Sinned es heute gelernten - Ihren eigenen Filter an, socrates: Ihr Einwand mag gut (im Sinne von "gut gemeint") sein und notwendig erscheinen. Allein, er ist nicht wahr.

      BG/phaidros

    • Martin Bauer
      15. September 2010 15:00

      Man vergisst halt immer gerne den Zusammenhang zwischen Bürokratie und der "realen" Wirtschaft.

      In einer VW, die sich - so wie in Österreich - einen aufgeblähten Bürokratismus leistet, ist die Chance, dass die jetzt arbeitslosen Frührentner dieser Klasse angehör(t)en sehr hoch. Um es vorsichtig auszudrücken.

      Dass diese nicht mehr im vollen Umfang in den "freien" Arbeitsmarkt integrierbar sind, ist leider eine nicht wegzuleugnende Tatsache. Die würde auch kein Unternehmen nehmen, wenn sie gratis wären.

      Es ist damit kein Geldproblem, sondern ein Qualitätsproblem.

      Vermute ich einmal.

    • Erich Bauer
      15. September 2010 15:19

      In einer "Bürokratie-Industriegesellschaft" ist Hinaufsetzen oder Runtersetzen gleichviel. Die Katze beißt sich in den Schwanz. Wenn die Deindustrialisierung der Realwirtschaft abgeschlossen ist, bleiben nur noch Beamte und Frisöre. Ein spannendes Experiment im Labor der WU-Wien. Äh... wo stehen wir da im Ranking.

    • socrates
      15. September 2010 21:16

      Phaidros
      Den Einwand habe ich von der "Jugend" aufgeschnappt und ich finde ihn richtig.
      Wenn ein 55+ unter irgendeinem Vorwand gekündigt wird, Konkurs oder Firma wechselt den Besitzer, dann findet er keine Arbeit mehr. Wie dieser Zustand, in dem er von der Allgemeinheit erhalten werdeen muß, heißt, ist doch egal. Jeder Ösi sollte genau dasselbe wie ein Asylant erhalten, das sind inklusive Sach- und Nebenleistungen, 1350€. Warum keine Pension? Das ist Etikettenschwindel.

    • phaidros
      16. September 2010 08:15

      socrates: mit (bzw. vor) 55 wirst Du gekündigt, weil ab dann besondere Schutzbestimmungen gelten, nicht weil Du 55 bist.

      Das Problem sind die Schutzbestimmungen zum hohen Einkommen, nicht das Alter per se. Der Einwand ist falsch, denken Sie's nochmal durch. Man löst ein Problem nicht, indem man lautstark ein anderes proklamiert. Genau das wird aber getan.

      BG

    • socrates
      16. September 2010 12:12

      Phaidros
      Die "Jungen" sind Dr od DI tech. An der TU legt der Betriebsrat 1/3 der Pensionszahlungen, bis jetzt mit Verlust, an. Dazu kommt Elsner und die Bawag, um jeden Optimismus zu töten. Die "Frauenbeauftragte" muß jede Anstellung, auch für höchste Wissenschaftler bewilligen, sonst gilt sie nicht. Die Männer haben keine Karrierechancen in Ö. All ihre Kollegen sind längst im Ausland, wo sie das Doppelte verdienen und mehr Chancen haben. Die konservativen "Hockenbleiber" (zB aus familiären Gründen) sorgen sich um ihre Pension. Pragmatisiert wird nicht mehr.
      Ich kenne sehr viele, die keinen Posten bekommen, obwohl sie weniger als die Hälfte ihres früheren Verdienstes verlangen.
      Bei Frauen beginnt es mit dem Nachlassen der Schönheit. Was sie können, ist zweitrangig. Das gilt nicht für Spitzenkräfte, aber für 95% der Frauen. Ausweg: Billa, Merkur, etc.
      Auch bei Männern wirkt der Charm der Jugend. Jeder weiß, daß er die nur Hälfte verlangen darf. Mein Cousin, Bäcker mit allen Zulagen, die es gab, wurde über eine Geschäftsschließung arbeitslos. Da er verheiratet war, verlor er nach 1 Jahr die Arbeitslosenunterstützung (nicht heiraten!!). Er arbeitete als Schulwart um 1/3 seines früheren Lohns. Am Tag seiner Pensionierung staunte der Direktor, daß er sofort kündigte. "Da verdienen sie doch weniger!" . Nein, er bekam 50% mehr Rente. That´s life!
      Wenn ich in ein Fachgeschäft gehe und eine strahlende Blondine bedient mich, überlege ich mir sofort, wie ich entkomme. Wo ist der alte Verkäufer, der alle Waren und Probleme kennt? Der viele Bücher gelesen hat? Mercedes hat viele Alte wieder eingestellt, um ihr Qualitätsproblen zu beseitigen.
      Ich trage ein Hörgerät. Dabei kam ich an viele Berater, jung mit AMS-Qualifikation. Das war vielleicht ein Erlebnis! Also sah ich im Internet nach. Seiten mit Preisen im Ausland werden zensuriert und sind für Ösis nicht erhältlich. Also: Sinusgenerator herunterladen zur Selbstfidung, Identität wechseln und einen älteren Fachberater mit viel Erfahrung suchen. Die Zensur ist natürlich liberal!
      B.G. ein frustrierter Schwerhöriger.
      PS Die Hörgeräte sind im Ausland weit billiger!

    • socrates
      16. September 2010 13:42

      Paidros: Nachtrag
      Ich wollte in einer Drogerie in einer der größten Ketten Salzsäure kaufen. Die Verkäuferin, eine hübsche Migrantin, meinte: Das führen wir nicht, aber sie können Salzsäure (HCl) ganz einfach selbst machen: Nehmen sie einen Kübel Wasswe und lösen sie darin 1Kg Salz auf.
      War ihre Vorgängerin wirklich zu teuer? Langsam nimmt halt die Lebensqualität ab, auch wenn diese Parameter nicht gewertet werden.
      B.G. ein Nebenfachchemiker.

    • phaidros
      16. September 2010 14:42

      Werter Socrates, ich glaube durchaus zu verstehen, was Sie sagen wollen - aber was hat das Hinuntersetzen des Pensionsalters mit diesem Problem zu tun?

    • socrates
      16. September 2010 19:57

      Phaidros
      Bei Hochkonjunktur braucht man keine Einwanderer, die Pension kann durchaus höher sein.
      Bei Niederkonjunkur hat man weniger Arbeitslose und weniger "Migranten", die Pension kann durchaus niederer sein.
      Viele Probleme werden geringer. Die Burschen , die dieses Modell geschaffen haben, können besser rechnen als wir alle zusammen. Und das System wäre ehrlicher.
      B.G., so long!

    • phaidros
      17. September 2010 05:49

      Werter socrates, das habe ich schon beim erstenmal verstanden. Es hat nur nichts mit dem Problem zu tun, dass wir über 80 Jahre leben, aber nur 60% aller Steuerpflichtigen nur ca. 30 Jahre lang Steuern abgeben. Da braucht man keinen Abschluss in Mathematik zu haben, um das Problem zu erkennen.

    • socrates
      17. September 2010 17:10

      Phaidros
      D´accord, 30 Jahre sind zuwenig. Selbstverständlich bin ich für die Hacklerregelung und dagegen, daß die 45 Jahre verlängert werden sollen, damit die Privilegienritter ihre Vorteile behalten. Ich habe das immer geschrieben und an meiner Einstellung keinen Zweifel gelassen, es steht oben in der letzten Zeile.
      Gleiche Arbeit für gleiche Leistung: Super!!!!!!! Gilt das für Journalisten? für Politiker? Für Ärzte? Für Baumeister? Für Chirurgen? für wen, außer für Lehrer? Ich hoffe, daß Ihre Kinder von preiswerten 20jährigen unterrichtet werden. Wenn alles "vereinheitlicht" ist, wozu Psychologen, Nachhilfe, Psychiater? Ein tolles Einsparungspotential!
      Gilt Ihr Prinzip im ORF, in der Gewerkschaft, Arbeiterkammer, bei der ÖBB, oder nur dort, wo die SPÖ gerade sparen will und die Parteisoldaten aufmaschieren?
      Da wir gut rechnen können und das auch gelernt haben: Jede Pension sollte mit den Einzahlungen korrelieren: Endwert der Einzahlungen = Barwert der Rente.
      Die Zeit bei einem Alter Pensionsalter von 65 und einem Sterbealter von 85 Jahren ist eine einfache Aufgabe der Rentenrechnung. Wollen Sie diskutieren oder gerecht ausrechnen? Für Parteigänger bin ich nicht zuständig und meine Mathematikausbildung ist sehr nützlich.

  24. terbuan
    15. September 2010 14:10

    Wenn man die Aussagen des deutschen Ex-Finanzministers mit den Wortspenden österreichischer Ex-Finanzminister wie Androsch oder gar Edlinger vergleicht, dann merkt man in welcher Liga wir spielen, in einer drittklassigen!
    Lange ist es her, als wir noch einen Kamitz in diesem Amte hatten!

    • Kurt22
      15. September 2010 14:57

      Ja, der gute Hannes Androsch, der hatte zwar damals schon die Fachkenntnis, dass Schulden nicht das Gelbe vom Ei sind, hat aber das gemacht, was sein Postenbeschaffer Bruno K. von ihm wollte (ein paar Milliarden Schulden....), und zwar die Schuldenlawine losgetreten. Ich nehme nicht an, dass er seine Betriebe auf Basis ständig neuer Schulden führt. Die folgenden Minister (besteht ein Zusammenhang von "Minister" und "minimal"??) Salcher, Vrantz, Lacina, Staribacher jun. (Oh Gott), Klima und Edlinger: Wir sollten den Mantel des Vergessens über sie breiten. Leider können wir das nicht über die zum Zweck der SPÖ-Wahlsiege gemachten Schulden tun.

    • inside
      15. September 2010 15:02

      Edlinger! Ooooooooh Gott!!!!

    • Josef Maierhofer
      15. September 2010 15:18

      @ Kurt22

      AT&S, eine der Firmen mit massiver Androschbeteiligung, hat im letzten und diesem Jahr ein zweites Mal radikal abgebaut und viele meiner Gesprächspartner sind nicht mehr dort, sie wurden mit Sozialplan in die Arbeitslosigkeit entlassen. Beim letzten Mal waren es ca. 1/3 der Leobener Belegschaft, nun in etwa wieder so viel.

      Leoben hat nicht so viele sonstige Arbeitsplätze.

      Also Androsch spart und macht keine Schulden, letzlich geht es ihm ja doch auch um die Aktie.

    • Kurt22
      15. September 2010 15:23

      @Josef Maierhofer: Dafür hat er sicher in China und Indien die Belegschaft aufgestockt, was zeigt, dass für einen echten Sozialdemokraten das Soziale beim eigenen Geldbeutel aufhört.

    • Josef Maierhofer
      15. September 2010 15:32

      @ Kurt22

      Diese Vermutung stimmt.

    • Undine
      15. September 2010 15:40

      @terbuan

      Vergleichen Sie FAZ und "Die Presse",

      vergleichen Sie die Leserbriefe in den genannten Zeitungen,

      vergleichen Sie Günther Jauch mit Hermann Assinger,

      vergleichen Sie den ehem. deutschen Präsidenten Horst Köhler mit Heinz Fischer,

      vergleichen Sie die deutsche und die österreichische Ministerriege, wobei im linkslinken Bereich auch in D etliche Armleuchter, vor allem Armleuchterinnen zu treffen sind!

    • phaidros
      15. September 2010 15:53

      Werte Kurt22 & Hr. Maierhofer:

      bitte nicht denselben Denkfehler wie die Grünen begehen, wenn sie gegen LKW in Tirol demonstrieren. Das mag zwar Tirol schonen, aber der Umwelt insgesamt schadet es. Denn die LKW fahren einfach einen Umweg und verdrecken die Umwelt dadurch um ein Vielfaches.

      Ebenso braucht sich Androsch nichts vorwerfen zu lassen: er gibt soundso vielen Menschen Arbeit. Das *ist* sozial. Denn soziales Engagement hat keinen österreichischen Pass. Er kann also im Niedriglohnland nicht nur mehr Menschen in Lohn und Brot setzen, sondern er kann das auch "sicherer" tun, als es hier der Fall wäre.

      Aufhören, der Gesellschaft einen Nutzen zu bringen (zusperren) ist etwas anderes wie ihr einen Schaden zuzufügen (Konkurs, wo es Geschädigte gibt).

      Der Fehler liegt einmal mehr auch bei uns selbst: nicht nur haben die Billiglohnländer niedrige Löhne, sondern auch haben wir überhöhte! Das *werden* wir lernen, ob es uns passt oder nicht. Je länger wir uns dagegen sträuben, desto schmerzhafter wird die Lektion werden.

      BG/phaidros

    • Josef Maierhofer
      15. September 2010 16:07

      @ phaidros

      Ich habe schon vor 10 Jahren einem Briten geschrieben, daß ich genauso existieren könnte wie die Chinesen mit einer Schale Reis pro Tag.

      Die Chinesen werden immer mehr aber auch ihren 'Ruß' mitfüttern müssen, ihre 'Maden im Speck', was bei uns einsame Spitze erreicht hat, nämlich bei uns kommen bereits 2,1 Beamte oder Unproduktive pro Verdiener zum Mitfüttern.

      Das gibt unseren Urenkeln vielleicht wieder einen Auftrieb zumindest von der Auftragsseite.

    • Kurt22
      15. September 2010 17:22

      @phaidros: Sie haben natürlich Recht. Ich meinte eigentlich, dass ein großer Unterschied zwischen dem Finanzminister und dem Unternehmer Androsch besteht. Ist auch klar, sonst wäre er nicht so erfolgreich.
      Als Unternehmer weiß Androsch genau, dass man Geld verdienen muß, um es investieren zu können, als Finanzminister hat er auf Kreiskys Klavier des Schuldenmachens kräftig mitgespielt, wahrscheinlich auch nur, um nicht in die Ungnade des Sonnenkönigs zu fallen, sprich Erhaltung seines gut bezahlten Postens. Man hört ja immer wieder, dass er mit einigen "seiner" Entscheidungen durchaus unzufrieden war, aber seinerzeit hat er brav die Go.... gehalten, und heute spielt er auf allwissend, deshalb ist er für mich unglaubwürdig.

    • Logiker
      16. September 2010 12:32

      Kurt22

      es macht natürlich einen wesentlichen Unterschied, ob man das eigene Geld in Firmen investiert und dafür Erträge haben will, oder Geld anderen Leuten abpresst zum Zwecke der Umverteilung um sich und den seinen die Posten und Pründe zu erhalten und die linke Ideologie zu verwirklichen.

  25. Kurt22
    15. September 2010 14:05

    Erwartet jemand wirklich, dass der Leserbriefschreiber, Ex-Z-Konsulent, stramme Parteisoldat und Populist Werner F. einen Taschenrechner bedienen will (und kann)?
    Was man aber Herrn Steinbrück fragen muß (und auch andere abgewählte Politikern): Warum kommt die Ehrlichkeit erst jetzt zutage. Was er jetzt weiß, hat er sicher auch schon früher gewußt, warum erst jetzt?

    • phaidros
      15. September 2010 14:58

      Nicht, weil er triebhaft unanständig ist (jedenfalls nicht ausschließlich). Sondern, weil in der Politikerkaste ein Verdrängungswettbewerb herrscht.

      Würde ein Politiker also die Wahrheit sagen (die er selbstverständlich kennt), würde er also ersetzt. Aber nicht durch einen, der die Wahrheit gesagt hat, sondern durch einen, der noch unverschämter gelogen hat.

      Wir beobachten ganz einfach das Versagen von Regelmechanismen. Was nicht wundert, denn zum Regeln braucht es eine zentrale Logik. Das wäre der Wähler. Und genau da hapert's: wer wählt schon eine Partei, die Nachteile ankündigt, bloß weil er weiß, dass es dem Kollektiv nützen würde? Schüssel hat's versucht - Ergebnis bekannt. Molterer hat's versucht - Ergebnis bekannt.

      Bloß, wie kann man das reparieren?

      BG

    • Kurt22
      15. September 2010 15:29

      Es scheint, als hätte Deutschland nicht die g´scheiteren Politker, sondern hauptsächlich die g´scheiteren Wähler.
      Der anständige Gemeindbaubewohner hört ergriffen zu, wenn der Häupl erzählt, die FPÖ würde die Gemeindewohnungen verkaufen. Zuhören ginge ja noch, aber viele glauben auch noch das Gewäsch! Also bleibt als Perspektive Rot wählen, oder in die Obdachlosigkeit wechseln.
      Aber Häupl hat schon vor langer Zeit gesagt, es wird ein grauslicher Wahlkampf (und er arbeitet fest daran).

    • Josef Maierhofer
      15. September 2010 15:29

      @ phaidros

      Man könnte das durch eine freie Presse und freie Medien, durch bessere und freiere Schulbildung, durch eigenverantwortliche Bürger, durch mehr Mut zur Wahrheit und mehr Mut zur freien Meinungsäußerung, durch Abschaffung der Parteibuchwirtschaft, durch strikte Gesetzesexekution und Aufhebung der Schutzmechanismen für die Privilegierten, wie Immunität, 'Sondergurken', etc., etc. beheben.

      Solange aber die Partei überall nach Belieben mitmischen kann und darf, wird das parteimäßige Erpressungsmittel angewandt werden. Der Zweck dieser Erpressungen ist einzig und allein das Abcashen der Politbonzen und deren Klientel. Das Volk lässt sich dazu mißbrauchen, solange es nicht selbst denkt, sondern denken und leben lässt.

    • phaidros
      15. September 2010 15:42

      Sg. Hr. Maierhofer,

      das sehe ich prinzipiell ebenso.

      Solange man allerdings Freiheit einräumt, räumt man auch die Freiheit ein, Medien zu bestechen. Und Verbote (also Einschränkung der Freiheit) nützen da selbstverständlich gar nichts, denn dann läuft das eben als Gefälligkeitsinserat - siehe ÖBB. Was also tun? Presse gleich ganz verbieten? Das wäre wohl das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.

      Das bringt mich immer weider zum selben Punkt (richtet sich auch an Kurt22 "D hat klügere Wähler"): es ist der Wähler, dem die Augen geöffnet werden müssen, nicht der Politiker. Dem erzählen wir *nichts* Neues.

      BG

    • Undine
      15. September 2010 15:52

      @Kurt22 14:05

      "Warum kommt die Ehrlichkeit erst jetzt zutage."
      Ja Kurt, ich glaube, daß jeder ( in D, weniger in Ö) linke Politiker, der mit einigem Weitblick ausgerüstet ist, ganz genau weiß, daß die linke Politik nicht nur am Ende ist, sondern auf Lebenslügen aufgebaut ist. Die Angst, das gepölzte Kartenhaus durch eine unvorsichtige Äußerung zum Einsturz zu bringen, ist groß. Da will keiner der Erste sein.

    • Kurt22
      15. September 2010 17:26

      @Undine: .... und auch zugeben müßte, dass ihre Politik des Versprechens (=Lügens) am Ende ist, dass sie dem Volk jahre- und jahrzehntelang nur Honig ums Maul geschmiert haben, um selbst fett zu kassieren, dass sie belogen und betrogen haben!

  26. Erich Bauer
    15. September 2010 11:04

    Es gibt empirische Untersuchungen die eindeutig belegen, daß LINKE Ideologien unglücklich machen. Die Linken werden viel stärker von Gram und Schmerz gedrückt. Auch tolle Autos, Wohnungen und Anzüge heben die Stimmung der "Toskana-Fraktion" nur äußerlich. Wahrscheinlich finden sie es ungerecht. Die Linken leiden innerlich. Das macht sie natürlich mieselsüchtig und schmerzempfindlich. Dagegen hilft Alkohol recht gut. Scheint es doch bewiesen, daß Alkohol konservativ macht. Irgendwie lebensbejahend, der eigenen Situation gegenüber. Man könnte sagen: Wenn "Rote" (durch Rotwein) richtig "blau" sind, werden sie "schwarz". Danach kommt natürlich der Kater. Übrigens... das mit dem Alkohol.... ich hör die Nachtigall schon trapsen...

    • Kurt22
      15. September 2010 17:28

      Gehn´s Herr Bauer, das kann doch nicht stimmen. Hat nicht Herr Häupl einst bei einer Wahlkampfrede festgestellt, dass in den anderen Parteien lauter mieselsüchtige Koffer sind? No, und wenn der Häupl in Wien wos sogt......

    • Erich Bauer
      15. September 2010 17:37

      Wahrscheinlich war er noch nicht so richtig "blau"...

    • Erich Bauer
      15. September 2010 18:07

      Kurt22,

      Er hat aber auch den Ottakringer Türken gesagt, wenn sie ihre Tüchter vom Schülünterrücht fernhalten, er ihnen "die Ohren langzieht". Das traut sich nicht einmal der H.C. (lach und grins). Also Sie sehen, Herr Kurt22, daß der Häupl "alle Farben spielt".

    • Logiker
      16. September 2010 12:50

      Erich Bauer,

      richtig, den ständig ohne Leistung von anderen leben, macht nicht wirklich glücklich, vielleicht nur kurzfristig. Manche halten es natürlich länger aus.

  27. Karl Rinnhofer
    15. September 2010 11:03

    Eine Ergänzung zu den in den Aussagen Steinbrücks zu Recht geforderten späteren Eintritt in den Ruhestand – und wie man Österreich mit Leistungsbereiten umgeht:

    Auch in Österreich argumentiert man beim Pensionsproblem ständig mit „Handlungsbedarf“ infolge längerer Lebenserwartung. Wie ist’s in der Realität:
    (a) Der von Frau Dohnal eingeführte 5 Jahre frühere Pensionseintritt für Frauen bleibt unangetastet (letzte Aussage: „Vor 2032 kann eine Änderung kein Themas ein“).
    (b) In der „Hacklerregelung“ können so Frauen mit 55 ohne Abschläge in Pension gehen; verständlich und legitim nutzten Sekretärinnen,Verkäuferinnen etc diese Regelung. Man stelle sich das von Standpunkt der Beitragswahrheit vor, zumal es zusätzlich manch fragwürdige Einrechnung beitragsfreier Jahre gibt.
    (a) Den freiwillig später den Ruhestand Antretenden („Korridorpension“: Arbeiten dzt. bis 68 möglich; soll ausgeweitet werden), werden „boni“ (Zuschläge) versprochen – durchaus nachvollziehbar.
    (b) Man stellt erstaunt fest, dass diese Regelung kaum in Anspruch genommen wird und der „Korridor“ schon jetzt eher in der anderen Richtung (Pensionseintritt vor Regelpensionsalter) genutzt wird.
    (c) Seit Jahren werden Pensionen ab einer eher gering angesetzten Höhe (halber Median; in Hinkunft noch geringer) mit Brutto-Fixbetrag erhöht, der infolge Progressionswirkung netto sehr gering ausfällt und Pensions-“Erhöhungen“ Jahr für Jahr deutlich jeweils deutlich unter der Inflationsjahre für diejenigen gerade erwarten lässt, die sich ihre Pensionsbezugszeit freiwillig reduzierten. Diese „Länger – Arbeiter“ werden den allerorts verhassten (und aus „sozialer Gerechtigkeit“ auszuquetschenden) „Besserverdiener“ zugerechnet. Dagegen sollen Pensionen derjenigen, die nie oder nur ganz kurz einzahlten, deutlich höher angehoben werden – noch aufgebessert durch einkommensabhängige Transferzahlungen oder Gebühren-, , Steuer- oder Pensionssicherungsbeitrags- befreiungen. In Einzelfällen mag das durchaus in Ordnung sein, doch als zu planendes Prinzip der Leistungsverweigerung?“
    (d) „Ruhensbestimmungen“ bleiben aufrecht: Wer sich auch im Ruhestand gesellschaftlich erwünschten Anforderungen stellt, dem wird die Pension gekürzt.
    (e) Ruhestandsregelungen gehen de facto in Richtung Volkspension i.W. ohne Unterschied, ob lange oder kurz, viel oder wenig eingezahlt wurde. Längst ist tendenzielle Konsumkraftharmonisierung angesagt (auch für Aktive) – welch defensive, resignative Methode, Inlandskaufkraft verzweifelt zu stimulieren. „Leistungsanreize“ erweisen sich als lügenhaft. Der nahe liegende Konnex, den negativ konnotierten Begriff „Besserverdiener“ mit „Mehr-und/oder Länger-Leister“ in Verbindung zu bringen, wurde längst gebrochen.
    (f) Schluss: Jeder, der leistungsbereit wäre, verhält sich (vom pekuniären Aspekt aus gesehen) irrational, wenn er nicht den frühest möglichen Pensionsantritt anstrebt. Demotivierte potenzielle Leistungsträger verabschieden sich oder bringen sich nicht mehr ein. - Österreich fällt in Rankings (Schule, allgemeine Konkurrenzfähigkeit) Jahr für Jahr zurück.- Sind Zusammenhänge auszuschließen?

  28. W. Mandl
    15. September 2010 10:03

    Interessant, dass in Deutschland eine Debatte ausgebrochen ist, ob die CDU noch eine Heimat für Konservative ist. Ob in Österreich eine ähnliche Diskussion noch kommt? Ich meine jetzt nicht in diesem Blog, sondern in der breiten Öffentlichkeit.

    • Bernhard Gödel
      15. September 2010 10:55

      Vor allem sollte diese Diskussion auch in der betreffenden Partei geführt werden.

    • Erich Bauer
      15. September 2010 12:07

      Bernhard Gödel,

      Ich glaube, in der ÖVP meint man, daß "konservativ" irgendwie "negativ besetzt" ist. Viel mehr scheint man darüber nicht zu wissen. Da ist man lieber "christlich-sozial-liberal". Das ist irgendwie neutral. Und niemand kann damit was anfangen.

  29. Frusti
    15. September 2010 09:48

    Unsere Sozialdemokraten sind auch nicht dumm. Mit ihrem Marketingkonzept, Neukunden (Wähler mit Migrationshintergrund) zu gewinnen, gehen sie sehr effizient vor. Siehe www.dasbiber.at

    • W. Mandl
      15. September 2010 09:59

      @Frusti

      Ja, aber beim Marketing (sowohl in der Wirtschaft als auch in der Politik) gibt es das Phänomen, dass durch das Positionieren für eine Zielgruppe möglicherweise andere Zielgruppen abgeschreckt werden.

  30. brechstange
    15. September 2010 09:36

    Es ist natürlich positiv, was Hr. Steinbrück von sich gibt. Nur weiß ich nicht genau, wie ich dieses einordnen sollte.
    Wollte nicht der Herr Steinbrück eine Art "Tausend-Mark-Sperre" einführen, indem Aufträge an Österreicher in Deutschland nicht als Betriebsausgaben abgesetzt werden dürfen? Die Rolle an der Finanzkrise durch ausgesetzte Kontrollmechanismen geht denke ich auch auf seine große Weisheit zurück. Doch offenbar ist er seit er nicht mehr in der Politik ist, geläutert. Meines Erachtens ist er ein Opportunist, der den linken Flügel der CDU nun ansprechen will, nachdem der SPD die Linken die Wähler des linken Spektrums abnehmen.

  31. Josef Maierhofer
    15. September 2010 09:32

    Alles ist möglich, fix is nix.

    Die Sache mit den Garantien.

    Niemand, und daher auch nicht eine SPÖ, kann uns irgendetwas garantieren. Da werden die schwersten politischen und wahltaktischen Fehler begangen, da wird am meisten und folgenschwersten gelogen. So ist es auch in der Wirtschaft, es gibt keine wirklichen Garantien.

    Warum kann man dem Volk die Wahrheit nicht zumuten, warum kann man nicht die Bedingungen sagen, unter denen bestimmte Fakten möglich sind ? Halten die uns für Dodeln, oder sind wir es, wenn wir ihnen das nicht ins Gesicht sagen ? Ein normaler Mensch kann sich doch bei fallenden Geburtenraten keine Pensionsgarantie vorstellen. Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld ? Wer ist so unverfroren und wer lügt so viel ?

    Es ist schon richtig, daß man früher einen sozialistischen Weg gehen mußte, um das Leben und die Arbeit zu schützen, das endete aber mit dem Zeitpunkt, wo man überzogen hat, wo man begonnen hat, das Leben und die Arbeit zu zerstören. Zu viel Sozialismus ist genau so schädlich wie zu viel Kapitalsmus, wie zu viel essen, wie etc. Allzu viel ist ungesund und wir haben es 40 Jahre auf die Spitze getrieben und schließen auch mit einem 'Spitzenergebnis' ab, 220 000 000 000 EURO Schuldenstand und 7 500 000 000 EURO Kreditkosten pro Jahr, beachtlich, und das soziale Ergebnis ? Verrottete Sitten, Selbstvernichtungsgesetze und -taten, träge und arbeitsscheue Menschen am Sozialtropf, Verblödung in der Schule, Parteidoktrinen als Ersatzreligionen, P.C., Gender, 'Emanzipation' und Aufgabe aller Freiheiten des Menschen. Nichterfüllung der Grundbedürfnisse des Menschen, dafür als Ersatz 'Menschenrechte' zu Hauf, eine totale unnötig gewordene Wegwerfgesellschaft, die nicht mehr lebensfähig ist. Das gutmenschliche Ergebnis aus 40 Jahren kann sich 'sehen' lassen.

    Der Fakt, daß sozialdemokratische Politiker erst dann reden, wenn sie nichts mehr zu verlieren haben, rührt aus der massiven Bedrohung und Meinungserpressung der Parteidoktrinen der Sozialdemokraten, eher kommunistische Sozialisten wäre der treffendere Ausdruck, wie ja auch die gutmenschliche Ausradierung von Sarrazin und anderer Leute, die es wagen, die Wahrheit zu sagen, deutlich aufzeigen.

    Liebe Gutmenschen !
    Versucht zu denken, wenn noch ein bißchen Hirm übriggeblieben ist und versucht Menschen zu werden, Menschen, die für die Menschen da sind, und nicht gegen die Menschen !

    Wien, Reumannplatz 9. September 2010, eine kopftuchverhüllte Frau sitzt dort am Betonrand am Morgen. Als sie am Abend auch noch dortsitzt, frage ich sie: Haben Sie Kinder, sie kann Deutsch, und nickt, sind Sie traurig, sie nickt, wollen Sie nach Hause, sie nickt, können Sie nicht mehr nach Hause, sie nickt wieder.

    Also auch Eure 'Schutzbefohlenen' sind durch Eure gutmenschlichen Taten teilweise geschädigt worden.

    Herr DDr. Neumaier, so glaube ich, hat schon recht, wenn er Sie als rücksichtslose Egoisten bezeichnet, die über Leichen gehen im wahrsten Sinne des Wortes.

    Werden Sie wieder Menschen, befreien Sie sich von den überspannten Zwängen von Partei, P.C., Gender, und sonstigem freiheitsbehinderndem Blödsinn !

  32. Celian
    15. September 2010 08:36

    Obendrein hält Steinbrück vom Parteiausschlußverfahren, das mit nur einer Gegenstimme beschlossen wurde, gegen Sarrazin nichts.

    Kann er sich eine eigene Meinung nur deshalb erlauben, weil er nicht mehr aktiv ist? Sieht fast so aus. Kaum stehen Politiker nicht mehr in der Verantwortung, sei es weil sie in der Opposition sind oder nicht mehr aktiv, werden sie auf einmal klug. Die Political Correctness hat aber die Macht fest im Griff. Sieht man ja auch bei Fr. Steinbach, die Oberste in der Stiftung der Vertriebenen, die nun das Handtuch geworfen hat, wegen einer angeblich nicht politisch korrekten Aussage.

    • W. Mandl
      15. September 2010 09:51

      Ich glaube auch, dass manchen Politiker der Mut erst dann überkommt, wenn er nicht mehr im Rampenlicht steht.

  33. SuPa
    15. September 2010 08:17

    In den Parteien gibt es Parteiideologen und Gremien, welche bestimmen, was wann wo und wie gesagt werden darf. Wenn ein führender Politiker sich nicht daran hält - und z.B. die ungeschminkte Wahrheit ausspricht - dann wird er zurückgepfiffen. Oft klingt seine anschliessende "Korrektur" dann so: ich wurde falsch interpretiert, die Worte wurden aus dem Zusammenhang gerissen, der Journalist hat der Interview stark gekürzt und somit entstellt wiedergegeben usw.
    Ist ein Politiker später "weg vom Fenster" bzw. nicht mehr auf die frühere Position und die Pfründen angewiesen, dann kann er ehrlich seine Meinung kundtun. Im ungünstigsten Fall riskiert er seinen Parteiausschluß. Manchmal kommt auch mit der Altersweisheit ein Schuldgefühl, bei welchem durch solche späteren Aussagen eine Art Vergebung für die früheren Lügen erreicht werden soll.
    Daher sollten alle Meinungen von Politikern vor den Wortspenden durch die "Drei Siebe des Sokrates" (ist's wahr, gut und notwendig?) laufen und die Zuhörer alles Gehörte besonders kritisch hinterfragen und nicht als "die Wahrheit und nichts als die reine Wahrheit" betrachten.

    Für alle jene, welche sich nicht mehr erinnern können:

    Die 3 Siebe des Sokrates
    Zum weisen Sokrates kam einer gelaufen und war voll Aufregung: “Höre, Sokrates, das muß ich dir erzählen, wie dein Freund …”. "Halt ein!”, unterbrach ihn der Weise, “hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?”. "Drei Siebe?”, fragte der andere voll Verwunderung. ”Ja, guter Freund, drei Siebe! Laß sehen, ob das, was du mir zu sagen hast, durch die drei Siebe hindurchgeht. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?”
    “Nein, ich hörte es erzählen und …”
    “So, so! Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft, es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst – wenn es schon nicht als wahr erwiesen -, so doch wenigstens gut?”
    Zögernd sagte der andere: “Nein, das nicht, im Gegenteil …”
    “Hm”, unterbrach ihn der Weise, “so laß uns auch das dritte Sieb noch anwenden und laß uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so erregt!”
    “Notwendig nun gerade nicht …”
    “Also”, lächelte der Weise, “wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr noch gut, noch notwendig ist, so laß es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!”

    • Erich Bauer
      15. September 2010 08:49

      SuPa,
      "...Die 3 Siebe des Sokrates..."

      Die Anklageschrift: „Sokrates versündigt sich durch Ableugnung der vom Staat anerkannten Götter sowie durch Einführung neuer göttlicher Wesen; auch vergeht er sich an der Jugend, indem er sie verführt. Der Antrag geht auf Todesstrafe.“

      "Sokratessen"-Heute verstoßen gegen den Kult der p.c. Diese unzeitgemäße, reaktionäre Sichtweise ist geeignet die Jugend zu verführen und hintertreibt die Erziehungsbemühungen in unseren Schulen.

    • SuPa
      15. September 2010 09:25

      Erich Bauer:
      Sie haben vollkommen recht, Sokrates war kein angenehmer Mann. So hat er die damaligen Götter verachtet und auch die Jugend verdorben, dafür wurde er ja auch durch den Schierlingsbecher hingerichtet. Er selbst hat ja gar nichts hinterlassen, aber seine Nachfolger (Platon et al.) haben uns seine Philosophie und im besonderen die Art seiner Gespröächsführung überliefert. Vermutlich wird diese Siebe-Geschichte nur ihm zugeschrieben, weil sie zu dieser Art des Dialoges passt.
      Mir ging es nur darum, dass unsere Politiker nicht ständig unüberlegte Wortspenden hinausposaunen, nur um sich zu profilieren und im Gespräch zu bleiben.
      Trotzdem: danke für Ihre Reaktion.
      Ihre SuPa

    • W. Mandl
      15. September 2010 09:55

      @SuPa

      Finde ich toll, dass in diesem Blog Leute mit klassischer Bildung aufzeigen, dass man aus der Geschichte viel lernen kann.

    • Erich Bauer
      15. September 2010 10:10

      SuPa,
      "...Mir ging es nur darum, dass unsere Politiker nicht ständig unüberlegte Wortspenden hinausposaunen, nur um sich zu profilieren und im Gespräch zu bleiben..."

      Also, ich habe das sehr wohl verstanden. Ich wollte nur das "Sokrates"-Beispiel weiterführen und sein Schicksals auf das Heute übertragen - sozusagen "aktualisieren". Da war nichts gegen Ihren Beitrag gerichtet....

    • phaidros
      15. September 2010 10:15

      SuPa, kürzer kann man ein ganzes Journalistikstudium (und zwar ein echtes, nicht sowas, wie es bei uns angeboten wird) wohl nicht zusammenfassen, als mit den drei Sieben. Sehr schön, danke!

      MfG/phaidros

      mailto:phaidros.vi@gmail.com

    • Undine
      15. September 2010 11:59

      @SuPa

      Schließe mich der Reaktion W. Mandls auf Ihren wundervollen Beitrag an!

  34. terbuan
    15. September 2010 07:54

    Also zu Peer Steinbrück muß man auch festhalten, dass er in der causa Bankgeheimnis wahrlich keine gute Figur machte und Deutschland eher geschadet hat, wenngleich seine Aussagen im Grunde richtig aber dennoch stillos und verletzend gegenüber der Schweiz, Luxemburg aber auch Österreich waren. Und mit seinen Bezügen und Nebeneinkünften hat er es auch nicht so ganz genau genommen.
    Aber was solls, im gegenständlichen Falle liegt er richtig und Österreich kann von solchen Politikern nur träumen, gar nicht zu reden von einem Altkanzler Helmut Schmidt, der wahrlich einer der großen europäischen "elder statesman" ist.

  35. Martin Bauer
    15. September 2010 07:50

    Der Unterschied zwischen Österreich und Deutschland?

    In Deutschland outen sich immer mehr Rote als Konservative
    In Österreich ist es umgekehrt.

    • Josef Maierhofer
      15. September 2010 15:11

      Österreich ist immer irgendwie später dran und manchmal erscheint das antizyklisch.

      Vielleicht aber sind wir beim Erwachen schneller.

  36. brauchtKeinSternderl
    15. September 2010 05:10

    Wenn Sie - ohne Sternderln - ganz entspannt posten wollen, können Sie einfach hier antworten!

    • phaidros
      15. September 2010 05:22

      »Warum haben die Deutschen so kluge Sozialdemokraten?« lautet die eingangs gestellte Frage. »Im Gegensatz zu uns«, schwingt da unausgesprochen mit.

      Das liegt, würde ich meinen, an der Kombination von zwei Effekten: erstens ist der Anteil der wirklich Klugen bei uns von Haus aus geringer. Die Deutschen sind uns - ob wir das wahrhaben wollen oder nicht - einfach über. Weder abfällige "Piefke"-Äußerungen noch Cordoba können daran etwas ändern. (Unsere ebenso unangebrachte wie nervende Überheblichkeit gegenüber unseren "Lieblingsnachbaren", die wir bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit raushängen lassen, kommt ja genau aus dem Bewusstsein der Unterlegenheit)

      Und die gehen tendenziell auch noch weniger in die Politik, weil sich in Österreich diese unsägliche "Durch's-Reden-kommen-d'Leut-z'samm"-Mentalität herausgebildet hat. Das schreckt anständige Charaktere von Haus aus ab.

      Wen haben wir also notwendiger Weise in der Politik: im Schnitt etwas weniger Begabte als in Deutschland, die in Dingen des Anstands etwas "großzügigere" Sichtweisen haben.

      Sollte das moralinsauer klingen: tut mir leid, es soll lediglich der Versuch einer Antwort sein.

      MfG/phaidros

      mailto:phaidros.vie@gmail.com

    • terbuan
      15. September 2010 08:05

      Wie Sie richtig sagen werter phaidros, kluge Köpfe gehen in Österreich weniger in die Politik sondern in die Wirtschaft und nicht wenige davon gehen nach Deutschland um dort Karriere zu machen!

    • Dr. Harald Rassl
      15. September 2010 12:46

      @ phaidros
      Ob uns die Deutschen - was die Qualität betrifft - tatsächlich überlegen sind, wage ich zu relativieren: Wieso wären dann überdurchschnittlich viele Top - Manager von (wichtigen) deutschen Firmen Österreicher? Worin sie uns jedenfalls überlegen sind, ist die Anzahl; und da es nun einmal zehnmal so viel Deutsche gibt wie Österreicher, gibt es dort halt auch zehnmal so viel Begabte - aber auch zehnmal so viele Dummköpfe! Und das soll jetzt keineswegs eine Beleidigung der Deutschen sein, sondern lediglich eine statistische Feststellung.

      MfG H.R.

    • phaidros
      15. September 2010 13:43

      Sg. Hr. Dr. Rassl,

      das erkennt man m.E. bereits an der politischen Landschaft: in D gibt es eine fest verankerte liberale Gruppierung, in Ö nicht (und eine solche hat auch keine Chance auf Etablierung). In D wechseln konservative und linke Regierungen einander ab, in Ö geht das "nur" durch wahlarithmetischen Zufall. Die deutschen Sozialdemokraten überholen unsere Konservativen auf der rechten Spur, in D gibt es keine extrem populistische (bei sonstig allumfassender Inkompetenz) Partei.

      Ich bleibe dabei: im Schnitt sind die uns über. Wie lange noch, ist eine andere Frage.

      BG/phaidros

    • Norman Bates
      15. September 2010 22:23

      @phaidros
      @Dr. Harald Rassl

      Ich stimme Herrn Dr. Rassl zu, da ich selbst und direkt betroffen einige Erfahrungen machen durfte.

      Es war vor ca. 10 Jahren als ein sehr großes deutsches Unternehmen einen massiven und umfangreichen Markteintritt in Österreich geplant hatte. Wir waren eine kleine Einheit, sind erst privatisiert worden und haben versucht, mit allen möglichen Kräften dagegen zu halten.

      Es ist uns gelungen und unser kleines Unternehmen ist Marktführer in seinem Segment geblieben. Die von uns so gefürchteten (ob ihrer vermeintlichen Qualität und Quantität) deutschen Kollegen haben einen klassischen Bauchfleck hingelegt.

      Deutschland hat sicher 10x mehr kluge Köpfe, aber auch 10x mehr dumme Köpfe. Im Durchschnitt gleicht es sich aus und dieser vermeintliche Qualitäts- und Quantitätsvorteil zählt unter dem Strich nicht.

      Der Unterschied zu Deutschland liegt aus meiner Sicht vor allem darin, dass der Balkan am Rennweg beginnt - (c) Metternich.

    • Celian
      15. September 2010 22:29

      Für Norman Bates

      "Der Unterschied zu Deutschland liegt aus meiner Sicht vor allem darin, dass der Balkan am Rennweg beginnt - (c) Metternich."

      Nun, das kann ich bestätigen.
      Aus eigener Anschauung.

    • phaidros
      16. September 2010 08:17

      Mr. Bates, das erklärt aber keinen einzigen der übrigen Effekte.

      BG

    • Norman Bates
      16. September 2010 10:44

      @phaidros

      Es ist ein kultureller Unterschied zwischen Deutschland und Österreich, der sich über die letzten Jahrzehnte herausgebildet hat.

      Es hat weniger mit Quantität oder mit Qualität der klugen Köpfe zu tun, sondern ungleich mehr mit der bestehenden Kultur im Land.

    • Logiker
      16. September 2010 13:14

      aber bei der Quali zur EM schlagen wir die Deutschen wieder.

  37. fosca
    15. September 2010 01:19

    Stimmt, Steinbrück ist einer der wenigen Politiker, die Tacheles reden, aber leider jetzt oft erst nach seinem Ausscheiden als Finanzminister.
    Aber immerhin bezeichnete er vor kurzem seine durch die SPD aufgezwungene "Rentengarantie als schweren Fehler".
    Auch wenn die Einsicht spät kommt, ist er trotzdem allen unseren sozialistischen Politikern um Lichtjahre voraus!
    Ein Armutszeugnis für Österreich!

    • Paige
      15. September 2010 07:19

      Stimmt, die unsrigen sind nach ihrem Ausstieg aus der Politik auch meistens etwas klüger. Schuld an diesem Phänomen sind die Wahlen, also doch das Volk...

    • fosca
      15. September 2010 22:24

      @Paige

      Ich würde eher sagen, schuld an diesem Dilemma sind die Parteien, die halt mit ihren strammen "Richtlinien" genau zu wissen scheinen, was das Volk will, oder?

    • Paige
      16. September 2010 17:20

      Ja, das Volk, was will es nur? Ich fürchte, am besten wissen das immer noch die Sozis.. ;-)





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