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Von Reichen und Armen. Und Statistiken

 In Tschechien und der Slowakei geht es den Menschen am besten. Dort gibt es am wenigsten Arme. Zu diesem Urteil muss man zumindest kommen, wenn man den von diversen linken Organisationen ständig zitierten Armutsstatistiken Glauben schenken würde.

Alle paar Wochen hetzen jedenfalls linke Medien (also der ORF an der Spitze) gegen die angebliche neoliberale und unsoziale Kälte in Österreich. Das Argument: Nicht weniger als erschreckende 12 Prozent seien armutsgefährdet. Dabei wird in bekannt linker Großzügigkeit  bei der Berichterstattung meist noch auf den Wortteil „gefährdet“ verwiesen. Und dann sind die zwölf Prozent „arm“. Obwohl sie über Auto, Wohnung, Fernseher, Computer und durchaus ausreichend Kleidung und Essen verfügen.

Das Gerede von ständig wachsender Armut ist für die Ideologen des linken Mainstreams aber ein guter Mechanismus, um bei den Bürgern schlechtes Gewissen auszulösen. Die Berichte werden dann regelmäßig zum Anlass genommen, um den Ruf nach Steuererhöhungen zu begründen. Natürlich nur  bei den „Reichen“. Wobei freilich viele Österreicher inzwischen erschreckt draufgekommen sind, dass sie möglicherweise selbst die Reichtumsgrenze überschritten haben.

Wenn man etwa eine ordentliche Eigentumswohnung, ein neues Auto, ein Wochenendhäuschen, etwas Schmuck und ein bisschen an Rücklagen fürs Alter hat, dann hat man höchstwahrscheinlich bereits die Vermögensgrenze von einer Million überschritten, bei der für etliche SPÖ-Politiker der zu konfiszierende Reichtum beginnt. Selbst die SPÖ hat nicht weniger als 70.000 von ihren Steuerplänen betroffene Österreicher (wozu noch deren Familien kommen) gezählt.

Wahrscheinlich sind es jetzt schon viel mehr als 70.000 – und mit Sicherheit wird die in Kürze erwartete Inflation die Zahl der Vermögenssteuerzahler noch weiter erhöhen. Ganz automatisch, ohne dass man weitere Gesetzesänderungen braucht. Diese Reichen hätten, so wird nun ohne jeden Beweis behauptet, ihren Reichtum allesamt durch Spekulation erworben. Was ja jedenfalls böse ist (unabhängig davon, was überhaupt Spekulation sein soll), während die Selbstbedienung der Wiener SPÖ durch Korruption – also den Griff in öffentliche Kassen – ja offenbar lobenswert ist.

Aber in Wahrheit sind diese Armutsgefährdungs-Angaben extrem unseriös und manipulativ. Erstens wird dabei nie angegeben, wie viel Prozent davon (Sozial-)Migranten sind. Denen die österreichische Armutsgefährdung tausendmal lieber ist als das, was sie daheim zurückgelassen haben.

Und zweitens: Schaut man die internationalen Statistiken an, dann sind ausgerechnet Tschechien und die Slowakei die Länder mit der geringsten Armutsgefährdungsquote.

Wer kann da diese dramatischen Angaben, mit denen etwa eine sogenannte Armutskonferenz ständig operiert, noch ernstnehmen? Weiß doch jeder Österreicher über die Lebensverhältnisse in den Reformländern – trotz des dortigen schönen Wirtschaftswachstums – Bescheid. Auch hier gilt (noch immer) mit Sicherheit: Lieber in Österreich armutsgefährdet als ein durchschnittliches Einkommen in jenen Ländern.

Aber selbst wenn man diese Diskrepanz außer Acht lässt, stößt man auf ein merkwürdiges Phänomen: Dass ausgerechnet in Ländern mit Flat tax die Armutsgefährdung geringer ist als in Österreich mit seiner gewaltigen Progression bei der Steuer (Zur Erinnerung: Flat tax bedeutet, dass von jedem Einkommen nach Abrechnung eines Freibetrags der gleiche Prozentsatz zu versteuern ist und nicht wie bei uns ein mit der Höhe des Einkommens steigender Prozentsatz).

Wären also die Armutsstatistiken ernst zu nehmen, dann müssten SPÖ&Co lieber heute als morgen für die Flat tax auf die Barrikaden steigen, statt gebetsmühlenartig zu behaupten, eine solche Flat tax würde die Unterschiede von Reich und Arm vergrößern.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    18. September 2010 08:40

    Das ständige Gefasel links- und rechtsgerichteter "Sozialorganisationen" über die hohe Anzaghl der Armen und Armutsgefährdeten in Österreich geht mir schon seit Jahren stark auf die Nerven!
    Als Jungfamilie mit zunächst drei Kindern Anfang der Fünfzigerjahre hatten wir kaum mehr als das Notwendigste zu essen, wohnten in Untermiete, waren trotzdem eine glückliche Familie, und konnten durch harte Arbeit und ein harmonisches Familienleben Zug um Zug zu einem sehr auskömmlichen Lebensstandard gelangen. Wir haben uns damals überhaupt nicht als "armutsgefährdet" oder arm gefühlt: wir nahmen unser Schicksal selbst in die Hand und meisterten unser Leben sozusagen in "Eigenregie"!
    Natürlich fehlt's auch heute vielen jungen Eltern zunächst an Manchem; doch hat auch heute - auf viel höherem Bedürfnis-Niveau - Jeder die Chance, zumindest die wichtigsten Lebensnotwendigkeiten zu ERARBEITEN !

  2. Ausgezeichneter Kommentatorinside
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    18. September 2010 08:43

    Die Linken brauchen Opfer.

    Da bietet sich z.B. das Reservoir der Armen an.
    Wobei die Definition "Arm" den nach "Opfern" Suchenden obliegt. No na.

    Und gibt es keine Opfer mehr, dann schafft man ein gesetzliches Umfeld, dass ohne Umwege zu mehr Opfern führt.

    Das schlimmste, das den Linken passieren kann, ist ein glückliches Volk, ohne Opfer.
    Paradox.
    Ist das doch das Ziel der Linken.

    Ich nehme einmal an, dass die Definition von "Sinnlosigkeit" etwa so lauten müsste.

  3. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    18. September 2010 12:30

    Früher gab es an der Stelle des Sozialstaates einfache Weisheiten wie „Hilf dir selbst sonst hilft dir keiner“ oder „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“ Oder „wer nix arbeitet, braucht auch nix essen!“. Das hat schon geholfen. Jeder, auch der mit den dümmsten Genen, hat verstanden und sich danach gerichtet. Faszinierenderweise ist trotz Pulverisierung dieser Weisheiten und dem stattdessen sinnlosen Hineinpulvern von Transfermilliarden in den Sozialstaat die Armutsgrenze seit Jahren etwa gleich geblieben, bei etwa 10 bis 12 % , die Grünen sehen sie eigenen Studien zu Folge naturgemäß bei 18 %. Aber die sind auch nicht seriös, die Grünen.

    Hätte man da nicht gleich bei den Sinnsprüchen bleiben können? Wäre billiger gekommen.

    Trotzdem werden weiterhin die Couch Potatoes durchgefüttert, die sich vorm Fernseher mit schalen Lady Gaga Songs und ihren sinnlosen Kinderversen verblöden lassen. Da kommt zur materiellen Armut auch noch die emotionale dazu.

    Und Neo-Kommunisten dürfen weiterhin beim Fastgratis-Mittagstisch ihre kommunistischen Allerwelts-Weisheiten (Gratisöffis fahren für alle, dafür sparen wir bei der Fahrscheinverwaltung, das gleicht sich wieder aus) hinausposaunen. Klar vergeht einem da das Essen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWahrheit
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. September 2010 15:49

    Der Kölner Schriftsteller und Islamkritiker Ralph Giordano hat in der WELT zur Diskussion um Thilo Sarrazin in zehn Punkten Stellung genommen und dem ehemaligen Politiker recht gegeben:

    1. Solange gebildete, berufsintegrierte und akzentfreies Deutsch sprechende Muslima in Talkshows mit wirklichkeitsfernen Sätzen wie „die Frage der Integration stellt sich gar nicht“ so tun, als sei ihr Typ exemplarisch für die muslimische Minderheit in Deutschland und die Gleichstellung muslimischer Frauen eben um die Ecke – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    2. Solange diese Vorzeige-Muslima sich lieber die Zunge abbeißen würden als einzugehen auf das, was kritische Muslima so authentisch wie erschütternd berichtet haben über den Alltag der Unterdrückung, Abschottung und Ausbeutung, der Zwangsehe und Gefangenschaft muslimischer Frauen und Mädchen bis hin zu der unsäglichen Perversion der „Ehrenmorde“ – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    3. Solange widerstandslos hingenommen wird, dass Moscheen in Deutschland nach Eroberern der türkisch-osmanischen Geschichte benannt werden, nach Sultan Selim I. oder, wie im Fall der sogenannten Fatih-Moscheen, nach Mehmet II., dem Eroberer von Konstantinopel – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    4. Solange höchste türkische Verbandsfunktionäre, wie der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mayzek, vor laufender Kamera und Millionen Zuschauern erklären können, Scharia und Grundgesetz seien miteinander vereinbar, ohne sofort des Landes verwiesen zu werden – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    5. Solange rosenkranzartig behauptet wird, der Islam sei eine friedliche Religion, und flapsig hinweggesehen wird über die zahlreichen Aufrufe des Koran, Ungläubige zu töten, besonders aber Juden, Juden, Juden – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    6. Solange die weitverbreitete Furcht vor schleichender Islamisierung in der Bevölkerung als bloßes Luftgebilde abgetan wird und nicht als demoskopische Realität ernst genommen – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    7. Solange von hiesigen Verbandsfunktionären und türkischen Politikern penetrant auf Religionsfreiheit gepocht wird, ohne jede parallele Bemühung um Religionsfreiheit in der Türkei – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    8. Solange nicht offen gesprochen wird über islamische Sitten, Gebräuche und Traditionen, die mit Demokratie, Menschenrechten, Meinungsfreiheit, Gleichstellung der Geschlechter und Pluralismus nicht vereinbar sind – so lange hat Thilo Sarrazin Recht.
    9. Solange die großen Themen der Parallelgesellschaften wie Gewaltkultur, überbordender Nationalismus, offener Fundamentalismus, ausgeprägter Antisemitismus und öffentliches Siegergebaren mit demografischer Drohung nicht zentrale Punkte des nationalen Diskurses sind – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    10. Solange Deutschlands Sozialromantiker, Gutmenschen vom Dienst, Pauschal-Umarmer und Beschwichtigungsapostel weiterhin so tun, als sei das Problem Migration/Integration eine multikulturelle Idylle mit kleinen Schönheitsfehlern, die durch sozialtherapeutische Maßnahmen behoben werden können – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    18. September 2010 14:42

    natürlich dient das ganze linke armutsgefasel nur dem einstimmen auf neue steuern und dem rechtfertigen noch höherer ausgaben für die dauerbefürsorgte rote klientel....
    die vorgeschlagene neue vermögenssteuer würde sicherlich schon in naher zukunft einen großteil der häuslbauer treffen, denn allein beim immobilienvermögen ist man viel schneller als man glaubt angesichts stark steigender immopreise in ballungsgebieten in der 1 mio-zone...vom geldvermögen gar nicht zu reden....
    natürlich wollen die roten vor allem den mittelstand zur kassa bitten, denn anders zahlt sich ja die einführung einer vermögensabgabe gar nicht aus...
    das dumme und niederträchtige argument, dass nur "reiche" und "spekulanten" (was und wer immer das ist) zur kassa gebeten werden, nehmen doch nicht einmal die faymanns und kräuters ernst

  6. Ausgezeichneter KommentatorAlexander Renneberg
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    18. September 2010 09:19

    wie schreibt der bundesverfassungsrichter udo di fabio über den artikel 1 des grundgesetzes: (....die würde des menschen....)
    was bedeutet die würde praktisch? verpflichtet sie den menschen zu etwas? oder berechtigt sie zu etwas?
    er schreibt: die würde des menschen als herr seines eigenen schicksals: das bedingt individuelle freiheit, auch die des scheiterns. daraus ergibt sich die konsequenz: das grundgesetz darf nicht (....) so verstanden werden, als habe der einzelne a priori gegen die gemeinschaft einen anspruch auf existenzsicherung.
    Quelle: essay: das bedrängte dritte, zitiert in hans olaf henkel, der kampf um die mitte: seite 150/151

    natürlich geht der artikel noch weiter, und er endet eben damit, dass sich jeder anstrengen muss, sich etwas abverlangen.

    wenn nun noch vor 5 jahren die angebliche armutsgrenze bei 50% des durchschnittlichen bruttoeinkommens lag, so liegt sie, von caritas, diakonie etc. gepuscht heute schon bei 60%.
    warten wir ab, bald wird sie bei 70% liegen, muss doch die armutsindustrie hochgehalten werden, sonst hätten küberl & co ja keine berechtigung mehr.
    und genau da liegt das problem des vollkaskostaates, niemand muss sich etwas abverlangen.
    wie der geschätzte mitposter wertkonservativer so treffend ausführt war das schon mal massiv anders.
    was zu der frage führt, wie bringt man alle diese menschen wieder dazu selbst etwas zu tun um, selbst zu handeln um etwas zu erreichen.
    oder plakativ gesprochen, den ottokatalog ein wenig früher zuzumachen und eigenverantwortlich handeln.

  7. Ausgezeichneter KommentatorWahrheit
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    19. September 2010 14:00

    Ein sehr guter Kommentar eines deutschen Ex-Minister:

    Unter dem Titel: Klima der Eischüchterung schreibt Bundesminister a.D. Carl-Dieter Spranger :

    Ich beglückwünsche das „Straubinger Tagblatt” und seine Leser zu dem Leitartikel „Unbequemer Sarrazin” von Fridolin M. Rüb.
    Er behandelt grundlegend, weitsichtig und außerordentlich sachkundig die für eine Demokratie ungeheuerliche Hexenjagd der „political correctness”, ihrer Gesinnungsgouvernanten und politisch korrekten Scharfrichter. Sie haben in Deutschland seit Jahren ein Klima allgemeiner Einschüchterung durch Tabus, Sprachregelung und Ächtung derer geschaffen, die dagegen verstoßen. Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit, auf Achtung der Würde des Menschen und der Schutz des Persönlichkeitsrechts haben sie für ihre Opfer abgeschafft. Mit Philipp Jenninger begann die Epoche der moralischen Kollektivaufsicht und der tyrannischen Medienkontrolle über Sprachregelungen. Sie ist gekennzeichnet u. a. von den Namen Heitmann, Nolte, Walser, Hohmann, Eva Hermann, Clement, zuletzt Sarrazin und Steinbach. Das Schlimme ist: Es kann jeden treffen, der öffentlich nicht so redet und schreibt, wie es die neuen Jakobiner wollen. In seinem tiefgründigen Buch „Worauf warten wir” schrieb Abtprimas Notker Wolf, höchster Repräsentant von 800 Klöstern und Abteien des Benediktinerordens: Die politische Korrektheit stellt alle unter den Generalverdacht fremdenfeindlich oder rassistisch oder frauenfeindlich zu sein. Sie traut jedem alles zu. Sie erzeugt ein Klima allgemeiner Befangenheit und schüchtert ein durch Tabus, durch Sprachregelungen und durch Ächtung derer, die dagegen verstoßen. Der englische Komödiant John Cleese hat das Problem auf den Punkt gebracht, als er meinte, die politische Korrektheit schütze vor allem die Minderheit der Leichtbeleidigten und Hyperperempfindlichen und gebe dieser Minderheit das Recht, festzulegen, was in einer Gesellschaft überhaupt noch gesagt werden darf, welche Themen überhaupt noch zumutbar sind. Letzten Endes, und das macht die politische Korrektheit regelrecht bedrohlich, ist sie Willkür. Entmündigung des Individuums. Moral auf Befehl. Aber auf wessen Befehl? Wer steckt dahinter? Frage ich mich. Wer darf sich anmaßen, das Urteilsvermögen und das Gewissen des Einzelnen außer Kraft zu setzen und Unterwerfung unter die absonderlichsten Sprech- und Denkverbote zu fordern? Und das Unheimlichste: Die politische Korrektheit macht vor nichts halt. Sie ist ein Programm zur moralischen Versklavung.
    Auch bei Sarrazin wurden nicht Argumente, sondern politische und gesellschaftliche Sanktionen aufgeboten. Es ging nicht darum, ihn zu widerlegen, sondern im Rahmen eines Schnellverfahrens politisch und gesellschaftlich zu erledigen. Man zielte auf die Person, um sich nicht mit ihren Positionen auseinandersetzen zu müssen. Doch diesmal hat der Versuch der politischen und gesellschaftlichen Achtung nicht ganz funktioniert. Endlich hat sich die schweigende Mehrheit in unserem Land in unzähligen Stellungnahmen und Umfragen mit riesiger Mehrheit gegen ihre Entmündigung und für die Freiheit in Wort und Schrift, für die Meinungsfreiheit in Deutschland eingesetzt. Es ist lebenswichtig für unsere Demokratie, dass dieser Mut bleibt und wächst und die selbst ernannten Gesinnungswächter der „political correctness” entmachtet werden.

    Carl-Dieter Spranger
    Bundesminister a. D.

    Carl-Dieter Spranger war von 1991 bis 1998 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Kabinett Kohl.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWahrheit
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. September 2010 15:49

    Der Kölner Schriftsteller und Islamkritiker Ralph Giordano hat in der WELT zur Diskussion um Thilo Sarrazin in zehn Punkten Stellung genommen und dem ehemaligen Politiker recht gegeben:

    1. Solange gebildete, berufsintegrierte und akzentfreies Deutsch sprechende Muslima in Talkshows mit wirklichkeitsfernen Sätzen wie „die Frage der Integration stellt sich gar nicht“ so tun, als sei ihr Typ exemplarisch für die muslimische Minderheit in Deutschland und die Gleichstellung muslimischer Frauen eben um die Ecke – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    2. Solange diese Vorzeige-Muslima sich lieber die Zunge abbeißen würden als einzugehen auf das, was kritische Muslima so authentisch wie erschütternd berichtet haben über den Alltag der Unterdrückung, Abschottung und Ausbeutung, der Zwangsehe und Gefangenschaft muslimischer Frauen und Mädchen bis hin zu der unsäglichen Perversion der „Ehrenmorde“ – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    3. Solange widerstandslos hingenommen wird, dass Moscheen in Deutschland nach Eroberern der türkisch-osmanischen Geschichte benannt werden, nach Sultan Selim I. oder, wie im Fall der sogenannten Fatih-Moscheen, nach Mehmet II., dem Eroberer von Konstantinopel – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    4. Solange höchste türkische Verbandsfunktionäre, wie der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mayzek, vor laufender Kamera und Millionen Zuschauern erklären können, Scharia und Grundgesetz seien miteinander vereinbar, ohne sofort des Landes verwiesen zu werden – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    5. Solange rosenkranzartig behauptet wird, der Islam sei eine friedliche Religion, und flapsig hinweggesehen wird über die zahlreichen Aufrufe des Koran, Ungläubige zu töten, besonders aber Juden, Juden, Juden – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    6. Solange die weitverbreitete Furcht vor schleichender Islamisierung in der Bevölkerung als bloßes Luftgebilde abgetan wird und nicht als demoskopische Realität ernst genommen – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    7. Solange von hiesigen Verbandsfunktionären und türkischen Politikern penetrant auf Religionsfreiheit gepocht wird, ohne jede parallele Bemühung um Religionsfreiheit in der Türkei – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    8. Solange nicht offen gesprochen wird über islamische Sitten, Gebräuche und Traditionen, die mit Demokratie, Menschenrechten, Meinungsfreiheit, Gleichstellung der Geschlechter und Pluralismus nicht vereinbar sind – so lange hat Thilo Sarrazin Recht.
    9. Solange die großen Themen der Parallelgesellschaften wie Gewaltkultur, überbordender Nationalismus, offener Fundamentalismus, ausgeprägter Antisemitismus und öffentliches Siegergebaren mit demografischer Drohung nicht zentrale Punkte des nationalen Diskurses sind – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    10. Solange Deutschlands Sozialromantiker, Gutmenschen vom Dienst, Pauschal-Umarmer und Beschwichtigungsapostel weiterhin so tun, als sei das Problem Migration/Integration eine multikulturelle Idylle mit kleinen Schönheitsfehlern, die durch sozialtherapeutische Maßnahmen behoben werden können – so lange hat Thilo Sarrazin recht.


alle Kommentare

  1. Wolfgang Bauer
    21. September 2010 00:14

    Dass die Caritas - jetzt auch offen unterstützt durch Kardinal Schönborn - und die Diakonie bei dieser Armutsgefährdungsposse ganz vorne treibend mitmacht, ist eine offene und schwere Verletzung des Christlichen Gedankengutes. Das Ziel ist ja, noch mehr Menschen in die dauernde Bewohlfahrtung zu bringen und sie dadurch zu willensschwachen Opfern zu stempeln und zu machen. Daran glauben diese dann selbst, wodurch sie ihr Selbstwertgefühl endgültig verlieren. Sie sind nicht mehr in der Lage, sich selbst zu helfen.

    Das meint das Christentum nicht mit "Caritas". Sondern die Hilfe zur Selbsthilfe. Die christliche Moral gibt das Korsett und den Impetus, die Fremdhilfe gibt hiefür die Stütze. Dadurch bleibt ihre Menschenwürde erhalten, nicht durch lähmende 'Bewohlfahrtung'.

    Schönborn sollte einmal nachdenken, mit wem er sich da ins ideologische Bett gelegt hat.

  2. Gerhild Baron
    19. September 2010 18:35

    Lieber Herr Doktor Unterberger, nicht nur die linken Medien und der ORF hetzen regelmäßig, sondern sie erhalten ebenso regelmäßig starke Unterstützung von den Herren Landau und Küberl. Und nun tritt unser Kardinal auch schon mit Herrn Landau vor die Kameras .... es kommt also noch einiges auf uns zu ...

  3. wolf (kein Partner)
    19. September 2010 18:14

    Am ehesten anzudenken wäre wohl eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes. Die Arbeitslosenrate würde sinken, jene die man jetzt zur Arbeit verpflichten will, fänden eher eine Anstellung in der sie ihrer Produktivität entsprechend entlohnt würden, ohne zur weiteren Marktverzerrung (und das ist ein zur Verfügung stellen zum Null-Traif) beizutragen.

    Das ganze hat planwirtschaftliche Züge - wobei das schon eher euphemistisch ausgedrückt is.

  4. Dr. Dieter Zakel MA
    19. September 2010 15:52

    In einem Dialog mit dieser "Armutskonferenz" (auf Augenhöhe versteht sich) könnten wir im Verlauf eines ruhigen Gespräches folgende Fragen für "den armen Menschen da draussen" klären:

    1. Hi! Befindest du dich gerade in einer schwierigen Phase?

    2. Wie können wir deinen Hintergrund besser verstehen?

    3. Bist du unter erschwerten Lebensbedingungen aufgewachsen?

    4. Konntest du Anpassungskompetenz entwickeln?

    5. Wurden in deiner Familie Machtspiele ausgetragen?

    6. Musstest du den Verlust einer geliebten Person verkraften?

    7. Hast du gelernt, mit deinen Ängsten umzugehen?

    8. Weißt du, was es heißt, für jemand anderen da zu sein?

    9. Musstest du eine Trennungserfahrung durchstehen?

    10. Ist es dir gelungen, neue Bindungen einzugehen?

    11. Wie hast du deine Traumata bewältigt?

    12. Konntest du Wut und Trauer ausagieren?

    13. Hast du professionelle Hilfe in Anspruch genommen?

    14. Wurdest du bei der kognitiven Verarbeitung unterstützt?

    15. Konntest du Techniken erlernen, Aggressionen zu überwinden?

    16. Welche Angebote können wir dir machen?

    17. Kannst du neue Ressourcen entdecken?

    18. Bei welchen Optionen dürfen wir dich unterstützen?

    19. Hast du noch andere Lösungsmuster parat?

    Ich bin mir sicher dass das unser aller Horizont erweitern würde :-)

  5. Wahrheit (kein Partner)
    19. September 2010 15:49

    Der Kölner Schriftsteller und Islamkritiker Ralph Giordano hat in der WELT zur Diskussion um Thilo Sarrazin in zehn Punkten Stellung genommen und dem ehemaligen Politiker recht gegeben:

    1. Solange gebildete, berufsintegrierte und akzentfreies Deutsch sprechende Muslima in Talkshows mit wirklichkeitsfernen Sätzen wie „die Frage der Integration stellt sich gar nicht“ so tun, als sei ihr Typ exemplarisch für die muslimische Minderheit in Deutschland und die Gleichstellung muslimischer Frauen eben um die Ecke – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    2. Solange diese Vorzeige-Muslima sich lieber die Zunge abbeißen würden als einzugehen auf das, was kritische Muslima so authentisch wie erschütternd berichtet haben über den Alltag der Unterdrückung, Abschottung und Ausbeutung, der Zwangsehe und Gefangenschaft muslimischer Frauen und Mädchen bis hin zu der unsäglichen Perversion der „Ehrenmorde“ – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    3. Solange widerstandslos hingenommen wird, dass Moscheen in Deutschland nach Eroberern der türkisch-osmanischen Geschichte benannt werden, nach Sultan Selim I. oder, wie im Fall der sogenannten Fatih-Moscheen, nach Mehmet II., dem Eroberer von Konstantinopel – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    4. Solange höchste türkische Verbandsfunktionäre, wie der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mayzek, vor laufender Kamera und Millionen Zuschauern erklären können, Scharia und Grundgesetz seien miteinander vereinbar, ohne sofort des Landes verwiesen zu werden – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    5. Solange rosenkranzartig behauptet wird, der Islam sei eine friedliche Religion, und flapsig hinweggesehen wird über die zahlreichen Aufrufe des Koran, Ungläubige zu töten, besonders aber Juden, Juden, Juden – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    6. Solange die weitverbreitete Furcht vor schleichender Islamisierung in der Bevölkerung als bloßes Luftgebilde abgetan wird und nicht als demoskopische Realität ernst genommen – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    7. Solange von hiesigen Verbandsfunktionären und türkischen Politikern penetrant auf Religionsfreiheit gepocht wird, ohne jede parallele Bemühung um Religionsfreiheit in der Türkei – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    8. Solange nicht offen gesprochen wird über islamische Sitten, Gebräuche und Traditionen, die mit Demokratie, Menschenrechten, Meinungsfreiheit, Gleichstellung der Geschlechter und Pluralismus nicht vereinbar sind – so lange hat Thilo Sarrazin Recht.
    9. Solange die großen Themen der Parallelgesellschaften wie Gewaltkultur, überbordender Nationalismus, offener Fundamentalismus, ausgeprägter Antisemitismus und öffentliches Siegergebaren mit demografischer Drohung nicht zentrale Punkte des nationalen Diskurses sind – so lange hat Thilo Sarrazin recht.
    10. Solange Deutschlands Sozialromantiker, Gutmenschen vom Dienst, Pauschal-Umarmer und Beschwichtigungsapostel weiterhin so tun, als sei das Problem Migration/Integration eine multikulturelle Idylle mit kleinen Schönheitsfehlern, die durch sozialtherapeutische Maßnahmen behoben werden können – so lange hat Thilo Sarrazin recht.

  6. StascheissaKoal (kein Partner)
    19. September 2010 14:40

    Für Unterbergers "Elitenverein"...Freunde des Clubs " s gilt die Unschuldsvermutung e.V" -

    http://www.youtube.com/watch?v=ko5CCSomDMY

    Aktienanalysten; KHG´s etc.... - das widerlichste Pack was dieser Planet bis dato hervorgebracht hat...

    • RB (kein Partner)
      19. September 2010 15:43

      @Stascheissakoal oder so ähnlich
      Sind Sie betrunken? Das wäre die einzige Entschuldigung.

    • Alexander Renneberg
      19. September 2010 17:11

      er könnte auch einfach nur dumm sein. betrunken wäre etwas zu wenig.

    • trollfresser (kein Partner)
      19. September 2010 17:16

      Hei, so ein gutes Argument für das Gegenteil bekommt man selten.

      Danke lieber Troll

    • terbuan
      19. September 2010 18:40

      So sehen heute Wahlhelfer aus, vielleicht der Erfinder der Schlagzeile im heutigen, den Namen unserer schönen Heimat mißbrauchenden Gratisschmierblattes "Häupl vor Sieg" und dahinter ein 2-seitiges Inserat von, na von wem? Das weiß man nicht so genau, von der Stadt Wien oder von der SPÖ? Ist auch egal, ist eh ein und dasselbe!

    • Undine
      20. September 2010 19:31

      @terbuan

      Ich nehme an, daß der arme TROLL sich von Steinen ernährt, oder er leidet unter Hartleibigkeit, ist einfach verstopft! :-D

  7. Wahrheit (kein Partner)
    19. September 2010 14:00

    Ein sehr guter Kommentar eines deutschen Ex-Minister:

    Unter dem Titel: Klima der Eischüchterung schreibt Bundesminister a.D. Carl-Dieter Spranger :

    Ich beglückwünsche das „Straubinger Tagblatt” und seine Leser zu dem Leitartikel „Unbequemer Sarrazin” von Fridolin M. Rüb.
    Er behandelt grundlegend, weitsichtig und außerordentlich sachkundig die für eine Demokratie ungeheuerliche Hexenjagd der „political correctness”, ihrer Gesinnungsgouvernanten und politisch korrekten Scharfrichter. Sie haben in Deutschland seit Jahren ein Klima allgemeiner Einschüchterung durch Tabus, Sprachregelung und Ächtung derer geschaffen, die dagegen verstoßen. Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit, auf Achtung der Würde des Menschen und der Schutz des Persönlichkeitsrechts haben sie für ihre Opfer abgeschafft. Mit Philipp Jenninger begann die Epoche der moralischen Kollektivaufsicht und der tyrannischen Medienkontrolle über Sprachregelungen. Sie ist gekennzeichnet u. a. von den Namen Heitmann, Nolte, Walser, Hohmann, Eva Hermann, Clement, zuletzt Sarrazin und Steinbach. Das Schlimme ist: Es kann jeden treffen, der öffentlich nicht so redet und schreibt, wie es die neuen Jakobiner wollen. In seinem tiefgründigen Buch „Worauf warten wir” schrieb Abtprimas Notker Wolf, höchster Repräsentant von 800 Klöstern und Abteien des Benediktinerordens: Die politische Korrektheit stellt alle unter den Generalverdacht fremdenfeindlich oder rassistisch oder frauenfeindlich zu sein. Sie traut jedem alles zu. Sie erzeugt ein Klima allgemeiner Befangenheit und schüchtert ein durch Tabus, durch Sprachregelungen und durch Ächtung derer, die dagegen verstoßen. Der englische Komödiant John Cleese hat das Problem auf den Punkt gebracht, als er meinte, die politische Korrektheit schütze vor allem die Minderheit der Leichtbeleidigten und Hyperperempfindlichen und gebe dieser Minderheit das Recht, festzulegen, was in einer Gesellschaft überhaupt noch gesagt werden darf, welche Themen überhaupt noch zumutbar sind. Letzten Endes, und das macht die politische Korrektheit regelrecht bedrohlich, ist sie Willkür. Entmündigung des Individuums. Moral auf Befehl. Aber auf wessen Befehl? Wer steckt dahinter? Frage ich mich. Wer darf sich anmaßen, das Urteilsvermögen und das Gewissen des Einzelnen außer Kraft zu setzen und Unterwerfung unter die absonderlichsten Sprech- und Denkverbote zu fordern? Und das Unheimlichste: Die politische Korrektheit macht vor nichts halt. Sie ist ein Programm zur moralischen Versklavung.
    Auch bei Sarrazin wurden nicht Argumente, sondern politische und gesellschaftliche Sanktionen aufgeboten. Es ging nicht darum, ihn zu widerlegen, sondern im Rahmen eines Schnellverfahrens politisch und gesellschaftlich zu erledigen. Man zielte auf die Person, um sich nicht mit ihren Positionen auseinandersetzen zu müssen. Doch diesmal hat der Versuch der politischen und gesellschaftlichen Achtung nicht ganz funktioniert. Endlich hat sich die schweigende Mehrheit in unserem Land in unzähligen Stellungnahmen und Umfragen mit riesiger Mehrheit gegen ihre Entmündigung und für die Freiheit in Wort und Schrift, für die Meinungsfreiheit in Deutschland eingesetzt. Es ist lebenswichtig für unsere Demokratie, dass dieser Mut bleibt und wächst und die selbst ernannten Gesinnungswächter der „political correctness” entmachtet werden.

    Carl-Dieter Spranger
    Bundesminister a. D.

    Carl-Dieter Spranger war von 1991 bis 1998 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Kabinett Kohl.

  8. socrates
    19. September 2010 13:24

    Ösi des Jahres
    Ute Bock hat das Haus der ehemalig in WienX ansässigen Fa Weismantel gemietet und jede Menga Tschetschenen dort einquartiert. Sie hat nie Zins bezahlz und konnte daher nach langem Rechtsstreit gekündigt werden Ihrerseits hat sie pro Bewohner 400€/m kassiert. Die Mieter hinterließen eine Ruine. Sie ist eine gute Kandidatin um uns unsere Machtlosigkeit zu zeigen.
    Segolène Royal vertritt die "sans voix", A.U. vertritt die Stimmlosen in Ö.

  9. Reflecting
    19. September 2010 11:36

    Empfehlenswert zum Lesen ist der Aufsatz des Herrn Mirko Kovats in der heutigen Presse am Sonntag. Der Aufsatz ist in vielerlei Hinsicht lehrreich; bemerkenswert ist, dass er mit einigen seiner Ausführungen indirekt die Aussage von Karl Marx bestätigt, wonach das Kapital vaterlandslos sei. Die Organisatoren und Teilnehmer an der Desinformationsveranstaltung gestern am Heldenplatz sollten den Aufsatz lesen und sich zu Herzen nehmen. Sie sollten endlich auch die von ihnen und ihren Verbündeten im Geiste beschworene Armut detailliert beim Namen nennen und nicht mit fragwürdigen Prozentsätzen schwadronieren. Gibt es vielleicht für derartige Veranstaltungen, denen man ja bei unserer Flexibilität im Argumentieren öffentliches Interesse attestieren könnte, auch Subventionen? Seit Jahrzehnten wird kräftig „umverteilt“ und wenn die Armut trotzdem so rasch zunimmt, dass die Besorgtheits- und Betroffenheitsapostel darüber in Hochform geraten, muss die Frage zulässig sein, was mit den hunderten Milliarden, die Gegenstand der Umverteilung waren und sind, tatsächlich geschehen ist.
    Wie kann das sein, wenn Milliarden und Abermilliarden im Laufe von Jahrzehnten umverteilt wurden und es wird uns nun gesagt, wir seien zurück bei 1². Sind sie nicht richtig eingesetzt worden oder sind sie da oder dort versickert? Die Frage ist deshalb aktuell und berechtigt, weil es neben der multiblen Besteuerung auch zu einer gigantischen Verschuldung der Gemeinschaft Republik Österreich gekommen ist. Die Gesamtverschuldung hat astronomische Höhen erreicht; eine Abzahlung der Schulden bei gleichzeitig steigender Neuverschuldung wäre allenfalls eine Aufgabe für Zauberlehrlinge, aber sollte keine für folgende Generationen sein. Wenn wir den Verkündern der Armut Glauben schenken müssen, werden wir alle in der von so manchen linkslinken Träumern und ihren fellow travellers anvisierten klassenlosen Gesellschaft, in der wir gleich arm und verelendet sein werden, landen. Eine ideale Welt sozusagen! Was werden aber in diesem Zustand der allgemeinen Verarmung die heute so lautstarken Streiter wider die Armut von sich geben? Die neuen Neureichen, die es sicher geben wird, werden sich ihre body guards halten und ihr dolce vita zu verteidigen wissen. Die Gut-, Besser und Bestmenschen und Freunde werden still sein, weil sie keine Objekte für ihr Zürnen mehr haben werden, und wenn alle arm und elend sind, gibt es auch nichts mehr zum Umverteilen.
    Was ist aber wirklich mit der gigantischen Umverteilung über Jahrzehnte geschehen? Einen Großteil verschlang und verschlingt die Umverteilungsadministration; ein erheblicher Teil versickerte im Korruptionssumpf derjenigen, die ohne echten Grund Nutznießer der Umverteilung sein wollten; ein signifikanter Teil floss in Nivellierungsmaßnahmen, die eigentlich hätten vermieden werden sollen; ein beträchtlicher Teil wurde im Betreuungssyndrom atomisiert und letztlich wurde auch da und dort manch Sinnvolles und Gutes bewirkt, wenn auch mit bescheidener Treffsicherheit. Letzteres ist auch vorher ohne einen so gigantischen Aufwand geschehen.
    Wenn mit der Umverteilung nicht Schaffen, Schaffen Hand in Hand geht, sieht das Ende so aus, wie es sich derzeit bereits klar abzeichnet und schon erwähnt wurde. Wie immer werden in erster Linie die arbeitsamen, sparsamen, gesellschaftsfähigen und zukunftsorientiert denkenden Menschen, das Salz der Erde, die Zeche begleichen müssen. Die Menschheit hat demnach nichts gelernt und trotz aller gefeierten „Fortschritte“ haben wir keine Immunität gegen Irrlehren entwickelt. Im Hinblick auf das vorhersehbare Ende der Umverteilungshybris kann schon heute gesagt werden, dass sich die Umverteilung, wie sie praktiziert wurde, als eine der größten Irrlehren der Menschheit herausstellen wird. Die Frage ist nur, ob und wie wir dem bereits auf Schienen stehenden Fiasko noch entkommen können.

    • Martin Bauer
      19. September 2010 11:52

      Man sollte sich sein Buch

      "Die Sowjets hatten recht"
      62 Thesen eines Querdenkers.
      edition a

      besorgen. Erscheint demnächst.
      Ich vermute, dass es sich von Fleischhauer und Sarrazin nicht sehr aber doch unterscheiden wird. Nicht nur durch die autobiographischen Details, sondern auch durch die angebotenen Lösungsvorschläge. Seinen persönlicher "Sanierungsplan".

      PS: Wird ihm doch hoffentlich nicht schaden, beim Aufstellen seiner notwendig werdenden Anleiherefinanzierung? :-)

    • cmh (kein Partner)
      19. September 2010 12:01

      Wo das Geld hin ist? Es wurde verpulvert, verjuxt, verfressen, verjubelt, mit gewissen Arbeiterinnen durchgebracht, versoffen ....

      Investiert wurde es nicht. Außer vielleicht in den Machterhalt.

      Möglicherweise wäre das beständige INvestieren in den letzten 30 Jahren der Wirtschaft auch nicht gut bekommen.

      Also das Konsumieren ist ja nicht unbedingt und notwendigerweise schlecht für die Wirtschaft. Nut was wirklich fatal an diesen Umverteilungsmaßnahmen ist, ist das jetzt alle glauben Transfers sind etwas naturgesetzlich-gottgewolltes.

    • Alexander Renneberg
      19. September 2010 12:19

      hierzu der aufsatz von dr. di fabio, verfassungsrichter in karlsruhe.

      anbei nochmals der link:
      http://www.matthias-stoffregen.de/Sozialstaat.htm

  10. cmh (kein Partner)
    19. September 2010 10:38

    Ich wollte ich wäre arm. Wirklich arm.

  11. Stachel (kein Partner)
    19. September 2010 10:16

    Die "flat tax" (inzwischen in einigen Reformländern - Tschechien, Slowakei, Rumänien - eingeführt) ist auf jeden Fall die "gerechteste" Steuer (soweit eben Steuer gerecht sein kann): Jeder zahlt den gleichen Prozentsatz seines Einkommens (durch den Freibetrag ist dieser Prozentsatz ja trotzdem bei höheren Einkommen eben höher), wenn er/sie mehr verdient, steigt dieser Prozentsatz nicht (es gibt keine Progression), es loht sich also mehr zu arbeiten und Steuerhinterziehung lohnt sich nicht oder weniger. Allerdings: es entfällt die "kalte Steuererhöhung" durch die Inflation, d.h. der Staat ist dann nicht mehr Inflationsgewinner ohne explizite Steuererhöhung; daher wird diese flat tax bei uns sicher nie eingeführt. Ich kann mich übrigens noch gut erinnern, als vor vielen Jahren Jörg Haider die Einführung der flat tax vorgeschlagen hat, da sind dann alle anderen Parteien wie wild über ihn hergefallen.

  12. Reinhard (kein Partner)
    19. September 2010 09:33

    Selten wurden statistische Grundmechanismen so geschickt missbraucht, das muss man den Armutsgebetsmühlendrehern neidlos zugestehen.
    Und das geht so: Jeder, der weniger als 60% des Durchschnittseinkommens verdient, ist arm.
    Wenn ich jetzt den Menschen von der unteren Bezugsgrenze mehr gebe, steigt automatisch der Durchschnitt, und damit auch die Grenze - somit fallen automatisch plötzlich Leute in die Armut, die im Vormonat noch eine Handvoll Euro zuviel dafür hatten. Mit jedem Geldgeschenk steigt also meine Klientel für Geldgeschenke (das kommt der dadurch immer kleiner werdenden Gruppe der Schröpfbaren zwar teuer zu stehen, aber die sind ja reich und können sich das leisten) und somit mein Stimmviehpool.
    Diese kruden Berechnungen schaffen es sogar, den Leistenden an seinen Bruttobezügen zu messen, von denen er saftige Anteile vom gleichen Staat enteignet bekommt, der die bösen Unternehmen geißelt, sie zahlten zu wenig, während die "Armen" ja keine Abgaben mehr leisten können, weil sie ja so arm sind, deren Nebenbezüge über etliche Förderungsbezüge aber beharrlich ausgeklammert sind.
    Anders gesagt: Bekomme ich, weil ich brav angespart habe, hundert Euro Zinsen, ist das ein Einkommen, welches mich reich macht. Bekomme ich, weil ich mein Geld verbladert habe, hundert Euro Zuschuss, ist das kein Einkommen, denn ich bin ja arm.
    Krank. Einfach nur krank.
    Wer wessen Klientel vertritt, sieht man daran, wer sich gegen eine Transparenz bei den Zuschüssen und Förderungen stemmt.
    Hier wird Statistik verdreht, verbogen und missbraucht.
    Wahrheitsgehalt Null.
    Arm sind die wenigen wirklich armen, die Schwerkranken und Todgeweihten, die um einfache alltägliche Dinge kämpfen müssen. Aber das sind nicht 12%, sondern vielleicht 1 oder 2. Die gehen im Geschrei der Schmarotzer leider unter...

    • Logiker
      20. September 2010 14:48

      Danke für diese für "insider" bereits bekannte Formel der marteriellen Armutsindustrie. Noch geschickter getarnt wird die sich verbreitende geistige und moralische Armut der Linken durch Abbau von Leistungshürden, Qualifikationsanforderungen, Antidiskriminierungs - und Genderwahn usw.

  13. Paige
    19. September 2010 09:17

    Der ORF sollte viel eher kritisieren, weshalb es in einem Staat mit einer derartigen Schuldenlast, die an den Rande des Bankrotts geführt hat, immer noch so viele "Armutsgefährdete" (selbstverständlich wird diese in Relation zum sog. Medianeinkommen gemessen, aber auch der subjektive Eindruck fließt in die Statistiken ein) gibt. Vielleicht hätte ja der ORF selbst nicht so mit dem Geld urassen sollen, oder sitzen dort auch lauter hungrige Mäuler und arme kranke Menschen, die leider nicht arbeiten können? Die Reichensteuer soll ca. 200 bis 300 Mio Euro einbringen. Nun, 160 davon braucht ja schon der ORF wegen Miss- und Veternwirtschaft. 6 bis 8 Mrd jährlich brauchen die ÖBB für das real existierende Arbeiterparadies, 9 Mrd. machen die jährlichen Zinsen für den Schuldenberg aus. Subventionitis und Verwaltungsschlendrian verschlingen ebenso unvorstellbare Summen. Die neuen Steuern und Steuererhöhungen, die auf uns zukommen, dienen keineswegs dazu, die "Armen" glücklich zu machen, sondern zur weiteren Päppelung des politnahen Filzes - vielleicht könnte ja einmal jemand ausrechnen, was die Wählerstimme der GroKo im Durchschnitt kostet - und zum Stopfen der dadurch entstandenen Budgetlöcher.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      19. September 2010 17:11

      Die Reichensteuer wird ueberhaupt nichts einbringen, da sich die Reichen ueber die Haeuser hauen werden. Wenn man da kurz mit den Augen zwinkert, hat man die Flucht schon versaeumt, so schnell wird das gehen. Einnahmenseitig ist einfach nichts mehr zu holen. Aber ans Sparen denken unsere Politkasperln nie und nimmer.

    • Paige
      20. September 2010 07:08

      Lieber Leo, eines Tages werde ich auch nach Kanada auswandern, das sage ich dir. Ich schätze, ich nehme die Provinz Ontario wegen des angenehmeren Klimas. Dann packe ich nur die Sachen ein, die mich erinnern - alles andere kann man sich ja wieder kaufen...

      Wenn man überlegt, wohin, gibt es nicht mehr viele Möglichkeiten. Ev. Südsee, weil ich eher ein Sommermensch bin. Jedenfalls raus aus Europa. Die Schweiz wird ja auch schon von der EU sekkiert. Sei froh, dass du das schon hinter dir hast.

  14. J.M. (kein Partner)
    19. September 2010 02:59

    Und wer soll den Unterberger und seine lächerliche Propaganda ernst nehmen?

    • Alexander Renneberg
      19. September 2010 08:33

      a) warum lesen sie diese "propaganda"?
      b) wer nimmt sie ernst?
      c) sollte das ein versuch ihrerseits gewesen sein ernst genommen zu werden haben sie das gründlich versaut.

    • trollfresser (kein Partner)
      19. September 2010 10:24

      Und wieder ist einer aufgetaucht. Gniam, gniam.

      Trolle erkennt man daran, dass Sie einfach jemanden ohne Grund anpinkeln. Dumme und/oder feige Trolle erkennt man daran, dass sie Unterberger anpinkeln. Denn was soll ihnen der schon antworten. Denn in einer Antwort kann ja nur soviel Grips drinnen stecken wie in der Frage. J.M. macht es sich und uns leicht, denn er macht sich nichteinmal die Mühe das Hirn vorzutäuschen, das er an der Garderobe der Lowelstraße abgegeben hat.

      Aber freuen wir uns doch, denn es muss schon ein schönes Gefühl sein, wenn man es AU wieder einmal so richtig gezeigt hat wie J.M.

    • sosheimat (kein Partner)
      19. September 2010 15:01

      Und der ORF ist mit seiner lächerlichen Propaganda ernst zu nehmen????

      http://sosheimat.wordpress.com

    • Geheimrat
      19. September 2010 16:50

      Wo lassen Euer Merkwürden Euer Gehirn waschen? Oder haben Sie gar keines mehr - schon in der Paddeizentrale abgegeben?

    • trollfresse4r (kein Partner)
      19. September 2010 17:19

      Mit weichem Gehirn spricht sich das doch

      Baddeitsendrale

      aus.

  15. Celian
    19. September 2010 02:14

    Die linken Grünlinge haben sich offenbar weitergebildet - Bildung ist halt für sie das Höchste vor allem wenn es um ideologische Weiterbildung geht - und im Strafkatalog nachgeblättert und den smartmob erfunden. Man ruft einfach mißliebige Institutionen dauernd an, eine Tätigkeit die der Mob übernimmt, bis diese Weicheier weich sind und den Verlangen/Anregungen des Mobs nachgeben. So stellt sich das der kleine Linki vor. Da es sich um eine gute Sache handelt, geht es doch um Armutsbekämpfung, Bekämpfung der Ausländerdiskriminierung („Fremde sind Freunde“) und sonstige gescheite Sachen heißt der Mob nicht Mob, sondern Smartmob.

    Laut Strafgesetzbuch heißt das nervende wiederholte Anrufen einfach: STALKING.

  16. Celian
    18. September 2010 23:30

    Die Unglaubwürdigkeit der politischen Korrektness und ihre völlige Mißachtung des Volkswillens konnte man auch heute in Wien bewundern. Trotz massiver Unterstützung der links-lastigen Medien allen voran des ORFs gelang es nicht den berühmten Hund hinterm Ofen hervorzulocken. Ganze 2.200 versammelten sich am Heldenplatz, kamen sich ziemlich verloren vor, tja der Heldenplatz ist halt ziemlich groß. Ich empfehle, sich nächstes Mal beim Wirten, etwa im Amerlinghaus im Siebenten, Hochburg der Links-Radikalen, zu treffen, das trifft wohl eher den Nerv und entspricht der Größe solcher dubioser Veranstaltungen. Dort können sie dann ihren smartmob – was auch immer das ist, aber es ist sicher etwas großes, cooles Großartiges, abhalten.

    Da nützt auch ein Trost und Rat suchender Ostbahn-Kurti nix, dieser Handlanger der P.C. oder ein mit dem ebenso unnützen wie angeblich grandiosen Schauspieler/Kabarattisten Josef Hader singender Wolfgang Ambros – Josef Hader kann halt alles. Ich hab immer schon gewußt, warum ich mir von dem Ambros-Dodl keine Platte kaufe, auch im Alter von 20 Jahren nicht. Darauf bin ich heute mehr stolz als damals.

    Es gibt einen neuen Film, der sich der aufopfernden Tätigkeit der Ute Bock für Asylanten widmet – da gehen sicher auch viele Leute hin.

    • Celian
      18. September 2010 23:40

      Ein Kabarettprogramm Josef Haders heißt "Hader muß weg!" - ist gerade jetzt zum wiederholten Male im ORF in zwei Teilen gelaufen!

      Diesem Titel kann man nur beipflichten.

    • byrig
      19. September 2010 01:00

      die berichterstattung im rot-grün-orf war entsprechend.schnell haben die proteste im laufe der jahrzehnte gebracht,statt über die mikrige veranstaltung heute voll zu berichten.wieder ein kleiner skandal.aber der linke orf kanns nicht lassen,und wird es auch nicht lassen,solange die linke mafia dort das sagen hat.denn die will nur eines:ihre linke meinung durchsetzen und kassieren.

    • Undine
      19. September 2010 09:01

      @Celian

      Wenn sich schon sonst niemand freiwillig besagten Ute Bock-Film antut: Schulklassen --natürlich während der Unterrichtsstunden!-- und das Bundesheer werden garantiert dazu verdonnert werden, sich den Film anzusehen!

  17. Criticus
    18. September 2010 21:22

    Das Armutsgelabere ist wirklich unerträglich!In unseren Breiten gibt es Gott sei Dank Dank staatlicher und privater Solidarität kein Elend und echte Armutsfälle sind sehr selten. Die selben Organisationen, welche die Armutsgefährdung heraufbeschwören, reden gleichzeitig davon, wie reich unser Staat ist und fordern für ihre Zwecke finanzielle Zuwendungen ohne jegliches Augenmaß!
    So kann es jeden normal denkenden Menschen erfreuen, daß die heutige Demonstration von diversen Gutmenschorganisationen und ÖGB einen als lächerlich zu bezeichnenden Zuspruch gefunden hat!
    Laut Polizei haben lediglich 2200 Demonstranten teilgenommen! Und es ist anzunehmen, daß diese aus allen Himmelsrichtungen herangekarrt wurden.
    Für die unerträgliche Berichterstattung in Fernseh und Funk verdient die ORF-spitze längst aus dem Fenster auf einen Misthaufen gestürzt zu werden!
    Das heißt nicht, daß ich dazu aufrufe!

  18. Immanuel
    18. September 2010 21:20

    Das gebetsmühlenartige Aufweisen „drohender Armutsfallen“ mit fragwürdig relativierten Kriterien hat ausufernd negative Konsequenzen: Potentiell vorhandene Schicksals- Gestaltungsmöglichkeiten dieser „Bedauernswerten“ werden mit dem Killerargument der „sozialen Kälte des Neoliberalismus“ nicht zur Kenntnis genommen; und damit deren Leistungspotentiale nicht gehoben. Schon im Vorfeld wird deren De-Facto-Konsumkraft infolge selektiver Wahrnehmung nicht seriös aufgewiesen.

    So fokussieren die Medien und die Politik ihre Anstrengungen auf den „Kleinen Mann“ und stimulieren dessen weit verbreiteten latenten Neid- , ja Hassgefühle auf Sparende („Reiche“) und legitim leistungsbesoldete („Besserverdiener“), instrumentalisiert irrationale Emotionen Desinformierter, spalten so die Gesellschaft nach dem Prinzip „divide et impera“. Weitere Steuererhöhungen aller Art auf Basis bestehender hoher Abgabenquote werden mit „sozialer Gerechtigkeit“ und „Solidarität“ immunisiert, die Machtbasis der Politiker mit konfiszierenden Robin-Hood-Maßnahmen (schein-)legitimiert, weil ja „der Spielraum der Politik aufrechterhalten bleiben müsse“.

    Objektive Untersuchungen zeigen: Unter Einbeziehung aller einkommensabhängigen (kumulierbaren)Transfers, Beitrags- und Gebührenbefreiungen bzw. -Reduzierungen und Steuerprogression – gibt es in vielen (durchaus bewusst manipulierbaren) Konstellationen weitgehend vergleichbare Konsumkraft zwischen Menschen ohne jede Leistungseinbringung, Kleinverdienern und unterem Mittelstand. Wird als Berechnungsbasis gar die Netto-Lebensverdienstsumme herangezogen, ergibt sich vielfach eine sozioökonomisch überkompensierende Wirkung von Steuer- und Gebührenbefreiungen und kumulierbaren einkommensabhängigen Transfer-Zuwendungen.

    Doch viele „Arme“ werden weiterhin jammern, mit wie wenig sie “auskommen“ müssen – ziehen argumentativ aber plakativ nur ihr numerisch bescheidenes Bruttoeinkommen ein und vergessen die Transfers und Befreiungen, für die alle anderen aufkommen müssen. Es ist ein Glücksgefüjhl offenbar, zur Masse der notorisch Diskrininierten zu gehören: Man sitzt dann im selben "Boot der Benachteiligten" wie Frauen (die Gendermaßnahmen zu deren "Gleichbehandlung" entwerten aber die vielen Tüchtigen in dren Reihen tatsächlich) und Homosexuelle -auch wenn seriöse Statistik über deren jeweilige De-Facto-Einkommensverhältnisse den manipulierten Mainungsmainstream falsifiziert.

    Die Sensibilität für die Alimentierungsleistung der vielerorts verachteten „Besserverdiener“ ist verloren gegangen. Die Angriffigkeit gegenüber dem angedachten (an sich selbstverständlichen) „Transferkonto“, ist bezeichnend. Nach allfälliger Redimensionierung von Transferzahlungen durch Abstellen von Doppelgleisigkeiten und Parallelförderungen werde „wieder den Ärmsten der Armen“ etwas weggenommen werden“ Etwa derartig kann die Sprachregelung darauf Bezug nehmender „sozialer“ Politiker vorweggenommen werden.

    Dahinter steht neben offensichtlichem Stimmenkauf auch eine erschreckend defensive, resignative Wirtschaftspolitik mit dem Rücken zur Wand, die weitgehende Konsumkraft- und Besitzharmonisierung für alle ohne Rücksicht auf Leistungserbringung anstrebt statt proaktem Vorgehen. Einerseits wird so bloß Inlandskonsum künstlich „gepusht“ – statt globale Konkurrenzfähigkeit durch Leistungsmaximierung zu erhöhen, andererseits durch Behinderung jeder Eigentumsbildung Boden für Abhängigkeiten geschaffen.

    Zu ersterem: Dies entspricht der Selbsttäuschung eines Handwerkers, der mangels Aufträgen von außen (etwa, weil das Preis-Leistungsverhältnis nicht stimmt) sein eigenes Haus (mit auf Punp „bezahlten“ Materialien) repariert und sich naiv über seine "tolle Auftragslage" freut … Diese Politik unter dem semantischen Betrug von “Gerechtigkeit“ ist kurzsichtig, da sich Leistungsträger verabschieden in mangelnder Identifikation mit dem Gemeinwesen: Durch innere Emigration, Leistungsverweigerung, Schattenwirtschaft, Abwanderung.

    Keineswegs sei gute treffsichere Sozialpolitik zur Disposition gestellt. Solidarität von Gesunden den Kranken gegenüber soll jederzeit ungefährdet sein; von Erwerbsarbeit Findenden leistungsbereiten Arbeitslosen gegenüber ebenso, von (relativ) Glücklichen den Menschen gegenüber, die unschuldig vom Schicksal getroffen wurden oder Fehler machten, die unverhältnismäßig-verhängnisvolle, nicht vorhersehbare Auswirkungen nach sich zogen. In all diesen Fällen soll eine echte, gesunde Solidargemeinschaft leistungsfähig zur Stelle sein.

    Doch das Ausmaß ist längst pervertiert, hat Eigendynamik einer Selbstzweck-Umverteilungsmaschinerie erhalten, Zuwendungen der Solidargemeinschaft sind durch bewusste Leistungsverweigerung maximierbar geworden. Das musste eine verhängnisvolle, flächendeckende Mentalitätsänderung zu Lasten der Zukunftsfähigkeit jedes Gemeinwesen nach sich ziehen: Jeder scheint zur allseits umworbenen Gruppe des „Kleinen Mannes“ gehören zu wollen; ja es scheint geradezu prestigebesetzt, dazuzugehören, während man sich über Eigentum oder höheres Verdienst (oder was davon nach Abzug aller Abgaben noch übrig bleibt) nachgerade schämen muss („Eigentum ist Diebstahl“), weil Besitz und „besser verdienen“ eine pejorative Konnotation erhalten haben.

    Sowohl Einbringung von (Mehr-)Leistung als auch Sparen sind grundsätzlich ein gesellschaftlich wertvolles Gut. Als Voraussetzung, dass auch den wirklich Benachteiligten der Gesellschaft ein materiell würdevolles Leben garantiert werden kann, sind diese Tugenden nicht obsolet geworden – auch wenn das Verständnis von Politik und weiten Teilen der Bevölkerung abhanden gekommen zu sein scheint.

  19. durga
    18. September 2010 18:28

    Das BM für Unterricht und Kultur indoktriniert Schüler u.a durch die in seiner online Information: POLIS Armut in Österreich (Politik Lernen In Der Schule; www.politik-lernen.at) beschriebenen Vorgaben. Ab der 7. Schulstufe wird in Unterricht und Rollenspielen als Ziel angestrebt:

    "i) Förderung von Empathie mit Menschen, die nicht zur Mehrheitsgesellschaft gehören,
    ii) Sensibilisierung für die ungleiche Chancenverteilung in der Gesellschaft, und iii) Verständnis für die möglichen persönlichen Folgen der Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen Minderheiten oder kulturellen Gruppen wecken".

    Zur manifesten Armut (POLIS 1/2010):

    "Personen können sich abgetragene Kleidung nicht ersetzen, die Wohnung nicht angemessen warm halten, keine unerwarteten Ausgaben tätigen, sie weisen einen schlechten Gesundheitszustand auf, sind chronisch krank, leben in feuchten, schimmligen Wohnungen, müssen in einer Gegend leben, die von hoher Kriminalität, Umweltverschmutzung oder Lärmbelastung geprägt ist."

    (Wie wir gerade jetzt im Wahlkampf überzeugt werden, kann keiner dieser Punkte auf Personen zutreffen, die in Wien leben: Es ist Wien ja ein Musterbeispiel für die beste Gesundheits-vorsorge/Wiederherstellung und zwar für alle, für niedrigste Kriminalität, Umweltverschmutzung und Lärmbelastung. Der soziale Wohnbau vergibt auch sicher keine per se feuchten/schimmligen Wohnungen (dazu werden sie allerdings, wenn sie mit Waschküchen verwechselt werden))

    POLIS 1/2010: "5 % oder 398.000 Personen sind in Österreich manifest arm, wobei hier nur Haushalte gezählt wurden. Obdachlose werden in der Statistik nicht erfasst. Ein Viertel (95.000) der Armutsbevölkerung sind Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren. Ihre Eltern sind meist zugewandert, erwerbslos, alleinerziehend oder haben Jobs, von denen sie nicht leben können....."

    Für die Kinder dieser Gruppen gilt "Je geringer das Einkommen,desto höher die Krankheitsrate. Kinder in armen Haushalten neigen zu Übergewicht: Auf den Tisch kommen vorwiegend süße, sättigende Speisen und fettreiche Fertiggerichte...Bei Kindern (11- bis 13-jährige) von Erwerbslosen
    und SozialhilfeempfängerInnen treten überproportional asthmatische Erscheinungen und Kopfschmerzen auf."

    Ich gebe dem "Wertkonservativen" völlig recht - auch ich kann dieses Gefasel über Armut und Armutsgefährdung nicht mehr hören. Als Kriegskind habe ich vor allem in der unmittelbaren Nachkriegszeit tatsächliche Armut erlebt. Wir litten Hunger - waren daher mager, die Wohnverhältnisse waren unbeschreiblich, Kleidung wurde immer wieder geflickt, Schuhsohlen Mangelware. Wir litten nicht an Asthma (sondern -zumindest in Wien- an Tuberkulose und anderen schwersten Infektionskrankheiten) wie die heute Armen, oder an Kopfschmerzen (wir mußten die Freizeit noch nicht vor der Glotze verbringen). Wir hatten aber einen entscheidenden Vorteil: In Schule und Elternhaus wurde Bildung als höchst erstrebenswert angesehen und wir wurden zu Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung erzogen. Demzufolge stellte Armut für viele von uns nicht nur kein wesentliches Hindernis dar auf dem Weg zu Bildung, Berufserfolg, sozialem Leben und familiärem Glück, sonden ein Faktum auf das wir stolz sind.

    Frau Schmied ans (sozialromatische) Herz zu legen wären die einschlägigen Passagen aus Thilo Sarrazins Buch zu Armut, ebenso wie zu Schule und Leistung!

    dem Unterrichtsministerium kommt, dessen primäre Aufgabe es sein sollte

    • durga
      18. September 2010 18:29

      sorry, letzter Teilsatz sollte gestrichen werden

    • Undine
      18. September 2010 20:50

      @durga

      Würde ich den Schülern der 7. Schulstufe erzählen, wie beispielsweise mein großer Bruder (Jg. 1926) nach Krieg und Gefangenschaft ab Herbst 1946 in Graz logierte, als er sein Medizinstudium begonnen hatte, noch dazu fast ohne einen Knopf Geld in der Tasche, sie würden mir keinen Glauben schenken!

      Ich will die Unterkunft schildern, wie ich sie nach der Erzählung meines Bruders in Erinnerung habe. Zur Erklärung für jüngere Leser: Wegen der vielen ausgebombten Wohnungen gab' s Zwangseinquartierungen. Es gab praktisch kein leerstehendes Zimmer in den Großstädten.

      Es ist die Wohnung einer adeligen Witwe. In einer kleinen fensterlosen Kammer steht ein Stockbett. Die beiden Männer, die in dem Raum untergebracht sind, können nur übers Fußende in ihre Betten gelangen, weil das Zimmer so schmal ist.

      Im etwas größeren fensterlosen Zimmer steht ein Bett, ein zweisitziges Sofa und eine Kommode mit drei Laden. Im Bett schläft nachts ein Briefträger, tagsüber ein Schleichhändler. Auf dem Sofa bettet sich, mehr schlecht als recht, mein Bruder. Jeder der drei Männer hat für seine Habseligkeiten eine Kommodenlade zur Verfügung. Die Witwe schläft in der Küche, die Hühner sind sommers auf dem Balkon, winters auch in der Küche.

      Im Speise- bzw. Wohnzimmer logiert Nelly, wie sie sich nennt, eine junge Grazerin. Sie empfängt Amerikaner im Stundentakt. Wer zu früh kommt, darf im Zimmer, in dem mein Bruder untergebracht ist, warten. Dafür bekommt mein Bruder von den erwartungsfrohen Amis etwas Geld, das er sehr nötig hat, denn von zu Hause gab's leider nichts, weil unser Vater 28 Monate in einem amerikanischen Straflager zubringen mußte und noch bis 1950 Berufsverbot hatte.

      Eines Tages war der Schleichhändler verschwunden, mit ihm auch einige Dinge aus der Lade des Briefträgers und der beiden anderen Männer, während in der Lade meines Bruders etwas Geld und ein Zettel lag, auf dem er sich bei meinem Bruder dafür bedankte, daß dieser immer so freundlich zu ihm gewesen war.

      Man kann sich vorstellen, daß damals die Studenten sehr bemüht waren, mit ihrem Studium ( mit Studiengebühr!) so schnell wie möglich fertig zu werden.

      Und so unvorstellbar hausten damals viele Österreicher. Drum, liebe durga, hält sich mein Mitleid mit den heutigen Armen sehr in Grenzen, und dieses ständige Gejammere geht auch mir furchtbar auf die Nerven.

  20. Josef Maierhofer
    18. September 2010 16:44

    Armut ist relativ.

    1
    Ich nenne einen Millionär, der sein Leben lang nichts arbeiten mußte, arm und leer, es fehlen ihm unter Umständen die Herausforderungen.

    2
    Ich nenne eine Sozialhilfebezieher mit 744 EURO pro Monat, der dann noch die Telefongebühren ersetzt bekommt, die Heizkostenzuschüsse, die Freifahrten, die Wohnungsbeihilfen oder die Wohnung gratis, die Kinderbeihilfen und sonstige Zulagen auch arm und leer,wenn er die Herausforderungen des Lebens nicht annimmt und leben läßt auf Kosten derer, die das nicht tun, die anständig sind. Echte Arbeitslose sind ausgenommen.

    An Geld sind beide Beispiele reich und es fehlt an ihrem Leben nichts Sichtbares.

    Nun gibt es aber selten einen Millionär, der sein Leben lang nichts arbeiten mußte, und wenn, dann gehört er für mich zum gleichen Gesindel wie die Schmarotzer unter den sogenannten Armen, er bringt die Gegenleistung nicht.

    Reich ist jemand, der eigenverantwortlich selbst durchs Leben geht, ob mit viel oder wenig Geld, das sind, Gott sei Dank, noch eine gewisse Menge, die Anständigen, denen von den Schmarotzern aufs Bein gepinkelt wird.

    Politisch ist da die SPÖ Weltmeister in Österreich bei der fiktiven 'Armutserzeugung', weil man damit das Stimmvieh erhöht, den Wahlbetrug kaschieren will, oder von den wahren Schuldigen und/oder Mitschuldigen an unserer Schuldenmisere ablenken will.

    Sozusagen der Slogan, 'wählen Sie SPÖ, dann brauchen Sie Ihr Leben nicht zu leben, das tun wir für Sie' .... auf Kredit und auf Ihre Verantwortung, sage ich dazu ... und das ist Lüge und Betrug, weil unmöglich. Aber bei Wahlen ist diese Vorgangsweise ganz gemütlich zum Stimmenfang. Blöd, wer darauf reinfällt.

    Wer das erkennt und seine Kinder und Enkel vor den Konsequenzen, den Schuldenzahlungen, dem Finanzusammenbruch, der Inflation retten will, der wird diese Vorgangsweise verurteilen und nicht diese Sorte wählen.

    Wir haben mit dieser Denkweise in Österreich bisher 220 000 000 000 EURO Schulden angehäuft und zahlen dafür pro Jahr 7 500 000 000 EURO Kapitalkosten pro Jahr, fast genauso viel, wie wir zum Pensionstopf dazuzahlen müssen, etwa 12 bis 15% unseres Steueraufkommens. Alleine die Kapitalkosten treffen jeden Steuerzahler (etwa 2 Millionen) mit durchschnittlich 3 750,- EURO pro Jahr an Kapitalkosten und das 100 Jahre lang.

    Wir hatten in der Zwischenkriegszeit eine ähnliche Situation, aber damals gab es wirkliche Armut zum Unterschied von heute. An das Morgen möchte ich (noch) nicht denken, weil ich befürchte, daß wir genau durch diese Art von 'Armut' in die wirkliche Armut schlittern werden.

    Dank sei unseren Genossen von der SPÖ, die da federführend unterwegs sind !

    • terbuan
      18. September 2010 17:05

      Die SPÖ ist federführend und die anderen Parteien halten das Tintenfass!
      Am Ende wird die Gleichung lauten: Staatsschulden minus Spareinlagen = Null.
      Da wird auch kein Herumgesundere und "Kopf in den Sand stecken" helfen. Wir werden bei Null beginnen müssen, ich bin kein Pessimist sonder Realist und ich kenne die Geschichte solcher Blasen!

    • terbuan
      18. September 2010 17:07

      Das traurige ist, wir haben keinen blutigen Krieg verloren sondern einen Krieg gegen die Vernunft!

    • phaidros
      18. September 2010 17:59

      Am Ende wird die Gleichung lauten: Staatsschulden minus Spareinlagen = Null.

      Damit treffen Sie den Nagel auf den Kopf: dieser Vorgang wird als "Lastenausgleich" bezeichnet. Und im Grunde haben ihn alle Staaten im Köcher.

      Im Klartext bedeutet das: die Politik schert sich nicht darum, ob Zustände finanzierbar sind. Denn wenn die Schulden tatsächlich beginnen davon zu galloppieren, greift man den Leuten einfach in die Tasche bzw. - klotzen, nicht kleckern - greift sich gleich die Taschen der Leute.

      Das gab's bereits alles, soweit ist das ist ein ganz normaler Staatsbankrott. Aber dennoch werden wir eine ganz neue Art erleben:

      Der Öffentlichkeit wird man erzählen, wie gar grauslige Spekulanten (pfui!) und Banker (gack!) die armen, armen Staatsfinanzen ruiniert hätten. Und dass gar bedauernswerte Hilfebedürftige jetzt mehr Unterstützung (=finanzielle Zuwendung) brauchen denn je, obwohl die nicht einen Cent einbüßen werden.

      Und wird nachher weitermachen wie vorher. Das wir das Neue daran sein. Bisher ging es nach einem Staatsbankrott wenigstens eine begrenzte Zeit vernünftiger zu.

      BG/phaidros

    • Josef Maierhofer
      18. September 2010 19:08

      @ phaidros

      Der Wind der 'Vernunft' wird wohl wehen, aber die Lüge wird bleiben, daß Spekulanten, etc. Schuld haben.

      Es wird nichts helfen, leider, die Armut wird kommen, egal welche Sprechblase und welche Inflationsblase zerplatzt.

    • M.S.
      18. September 2010 20:23

      @Phaidros
      Ich weiß was man der Öffentlichkeit noch erzählen wird, wer uns ruiniert hat. Die soziale Kälte der Regierung des schmallippigen neoliberalen BK Schüssel mit seinem dubiosen FM Grasser (es gilt die Unschuldsvermutung).

  21. byrig
    18. September 2010 15:08

    heute findet am heldenplatz eine kundgebung statt,die uns bösen österreichern noch zusätzlich ein schlechtes gewissen machen soll-da es ja so viele arme armutsgefährdete gibt,wir viel zu harsch mit den hunderttausenden ausländern umgehen etc.geführt wird diese veranstaltung von den üblichen sattsam bekannten gutmenschen.
    diesem herrn chaloupka wurde ja noch schnell in ö1 eine werbeplattform geboten für diese demo,wo er noch die österreichische ausländerfeindlichkeit und den herzlosen umgang mit armutsgefährdeten beschwörn konnte.

    • Dr. Harald Rassl
      18. September 2010 16:59

      Als überzeugter und aktiver evangelischer Christ möchte ich hier deponieren: Der unrasierte Herr Chalupka ist keineswegs befugt, für "die" evangelischen Christen Österreichs zu sprechen. Die Mehrheit der österreichischen Protestanten ist nicht seiner Meinung! Was er tut und sagt , hat ausschliesslich er selbst zu verantworten. Ich hoffe, dass der einzige, der befugt und berechtigt ist, für die evangelische Kirche in Österreich zu sprechen, nämlich unser Bischof Dr. Bünker, ihn auch möglichst bald diesbezüglich zur Ordnung rufen - oder besser: zur Verantwortung ziehen - wird. Denn, einem gescheiten Mann wie Bünker müsste schön langsam klar sein, dass Herr Chalupka der evangelischen Kirche und der Sache der Christen in Österreich mehr Schaden zufügt als er jemals Gutes getan hat oder in Zukunft allenfalls noch tun könnte.

    • Baldur Ainarin
      18. September 2010 22:23

      An Dr. Rassl
      Auch ich bin Mitglied der Evangelischen Kirche,zwar mehr aus Tradition als aus Glauben, doch wil ich meine Mitgliedschaft nicht missen.Über Herrn Chalupa bin regelmäßig entsetzt! Deshalb bin ich mit einem katholischen Freund,der ebenso angewidert von der Caritas,wie ich von der Diakonie, zu der Erkenntnis gelangt, die Kirchensteuer am besten solange auf ein Treuhandkonto zu überweisen,bis diese Leute ihr Gewäsch einstellen.
      Sollten tausende diesem Beispiel folgen, würden vielleicht doch die Beschimpfungen von diesen Seiten aufhören.

    • byrig
      19. September 2010 01:17

      dr.rassl,dieser herr bünker ist ja um nichts besser!seine bisherigen stellungnahmen decken sich völlig mit denen dieses unsäglichen chaloupka.die evangelische kirche insgesamt ist links geworden,was mir sehr leid tut,da meiene kinder ihr (noch) angehören.
      dürfen txypen wie dieser chaloupa eigentlich sagen was sie wollen-als vertreter der evangelischen kirche?ist dieser linksextreme mainstream,von diesem pfarrer(chaloupka)die offizielle meinung der protestanten?
      wenn ja,kann man nur zum austritt auffordern!

    • Undine
      19. September 2010 09:17

      Wer erinnert sich noch des "kometenhaften" Aufstiegs der evangelischen Bischöfin Gertraud Knoll? Sie war bestenfalls eine Sternschnuppe, nach der mittlerweile kein Hahn mehr kräht.

      Die evang. Kirche leidet noch immer an ihrer Rolle während der NS-Zeit --das war ja auch bei Gertraud Knoll (Vater Nazi), neben ihrer stark ausgeprägten Eitelkeit, die Triebfeder--und übt sich nun darin, als eine Art Wiedergutmachung, sich ziemlich eindeutig links stehend zu zeigen, um nur ja keinen Verdacht zu erregen.

    • Dr. Harald Rassl
      19. September 2010 21:34

      Undine:
      Frau Knoll wurde aber fast ausschliesslich von Leuten bejubelt und gewählt, die sie nicht kannten. Die Mehrheit der Evangelischen (zumindest der Interessierten) wusste sie richtig einzuschätzen und hat sie ihrer Bedeutung entsprechend ignoriert.

    • Undine
      19. September 2010 22:45

      @Dr. Harald Rassl

      Ich wollte keineswegs etwas Negatives über die evangelische Kirche sagen. Sie steht mir näher als die katholische. Es ist nur schade, daß diejenigen, die so gerne ins Rampenlicht drängen, es besser sein ließen. Das gilt sowohl für die evang., als auch für die kath. Kirche: Knoll, Chalupka-----Landau, Schönborn, Faber, etc.

    • Undine
      19. September 2010 22:51

      Schlechte Satzkonstruktion! Es soll heißen:
      "Es ist nur so, daß diejenigen, die so gern ins Rampenlicht drängen, es besser sein ließen."

  22. thomas lahnsteiner
    18. September 2010 14:42

    natürlich dient das ganze linke armutsgefasel nur dem einstimmen auf neue steuern und dem rechtfertigen noch höherer ausgaben für die dauerbefürsorgte rote klientel....
    die vorgeschlagene neue vermögenssteuer würde sicherlich schon in naher zukunft einen großteil der häuslbauer treffen, denn allein beim immobilienvermögen ist man viel schneller als man glaubt angesichts stark steigender immopreise in ballungsgebieten in der 1 mio-zone...vom geldvermögen gar nicht zu reden....
    natürlich wollen die roten vor allem den mittelstand zur kassa bitten, denn anders zahlt sich ja die einführung einer vermögensabgabe gar nicht aus...
    das dumme und niederträchtige argument, dass nur "reiche" und "spekulanten" (was und wer immer das ist) zur kassa gebeten werden, nehmen doch nicht einmal die faymanns und kräuters ernst

    • terbuan
      18. September 2010 14:59

      Jeder der die Grundrechnungsarten beherrscht weiß, dass nur eine Erhöhung der Massensteuern etwas bringt fürs Budget, in erster Linie die Umsatzsteuer, alles andere ist Augenauswischerei und das Volk für dumm verkaufen!

    • Celian
      18. September 2010 15:00

      Aufhorchen ließ mich eine Aussage gestern (oder wars vorgestern) von einem der Unseligen im Fernsehen in bezug auf die Reichensteuer: Diese sollte möglichst nicht den Mittelstand treffen, war da sinngemäß zu hören.

      Was bedeutet das also: daß es nicht mehr ausgeschlossen ist, daß auch die Mittelschicht zahlen wird müssen! Die bittere Wahrheit wurde zuerst in Scheiben geschnitten, die nun langsam verabreicht wird, in der Hoffnung niemand bemerkts, diese Salamitaktik, sodaß wir uns langsam daran gewöhnen.

  23. Graf Berge von Grips
    18. September 2010 13:10

    Reich mir den Arm mein Leben ... *)
    Es reicht den Reichen für die Armen zu leben.

    * Da Ponte möge mir verzeihen

  24. Celian
    18. September 2010 12:30

    Früher gab es an der Stelle des Sozialstaates einfache Weisheiten wie „Hilf dir selbst sonst hilft dir keiner“ oder „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“ Oder „wer nix arbeitet, braucht auch nix essen!“. Das hat schon geholfen. Jeder, auch der mit den dümmsten Genen, hat verstanden und sich danach gerichtet. Faszinierenderweise ist trotz Pulverisierung dieser Weisheiten und dem stattdessen sinnlosen Hineinpulvern von Transfermilliarden in den Sozialstaat die Armutsgrenze seit Jahren etwa gleich geblieben, bei etwa 10 bis 12 % , die Grünen sehen sie eigenen Studien zu Folge naturgemäß bei 18 %. Aber die sind auch nicht seriös, die Grünen.

    Hätte man da nicht gleich bei den Sinnsprüchen bleiben können? Wäre billiger gekommen.

    Trotzdem werden weiterhin die Couch Potatoes durchgefüttert, die sich vorm Fernseher mit schalen Lady Gaga Songs und ihren sinnlosen Kinderversen verblöden lassen. Da kommt zur materiellen Armut auch noch die emotionale dazu.

    Und Neo-Kommunisten dürfen weiterhin beim Fastgratis-Mittagstisch ihre kommunistischen Allerwelts-Weisheiten (Gratisöffis fahren für alle, dafür sparen wir bei der Fahrscheinverwaltung, das gleicht sich wieder aus) hinausposaunen. Klar vergeht einem da das Essen.

  25. eudaimon
    18. September 2010 11:31

    Bei der Aufzählung von Staatsgeschenken an Bedürftige "Wähler" fehlt

    ua.auch die Versorgung unserer "Alten" in Heimen und zH.mit Pflegegeld

    einschließlich Pflege über "Vereine"(durchaus nicht unpolitisch),aber ohne

    finanzielle Abdeckung über ein Pflichtversicherungspaket ,das auch die massiven

    Ausgaben für Privatunfälle(Freizeit,Haushalt und Sport) inkludieren müßte.

    Das wäre aus meiner Sicht die einzige steuerliche -solidarische Maßnahme,

    die im Sparprogramm der Regierung einnahmenseitig vertretbar wäre-!

    Die derzeitige Regelung führt in ein finanzielles und medizinisches

    Disaster,weil das Versorgungssystem(von der Wiege bis zur Bahre) letzlich

    nur den Politikern und Nichtleistern nützt!!

    Es handelt sich dabei um In-u.Ausländer verschiedenster Provinienz,die

    über kein Vermögen vor dem Gesetz verfügen und daher voll dem

    Steuerzahler auf der Tasche liegen -Kostenpunkt Milliarden!!

    Wenn man aber über eine Pflichtversicherung zur Abdeckung dieser

    Leistungen laut nachdenkt ,wird man von "hunds(d)-orf -erischen Gebell"

    niedergemacht und als sozial nicht vertretbares Gedankengut apostrophiert.

    Politik wird nie für unser Österreich gemacht ,sondern immer nur für

    und von den Parteienfunktionären,die sich in bd.pol. Hauptlagern mit Geld

    und Macht vom zahlenden Volk ausstaffieren lassen ,um dann als die

    Gönner und Könner in Bruxelles aufzutreten- was wir dann wieder in den

    MM bewundernd hören und sehen dürfen!!

  26. M.S.
    18. September 2010 11:03

    Zu diesem Thema kann man nur jedem empfehlen das Kapitel "Armut und Gesellschaft" auf den Seiten 133 bis 150 aus dem Sarrazin-Buch "Deutschland schafft sich ab" zu lesen. Da wird sofort klar, warum die ganze Meute der Linken und Gutmenschen und neuerdings auch der "Christlich-Sozialen" schäumt. Wird doch nirgendwo so klar nachgewiesen, was von den offiziellen Armutsstatistiken und dem ständigen Gejammere über die schreckliche Armut in unserer Gesellschaft zu halten ist.

  27. Alexander Renneberg
    18. September 2010 09:19

    wie schreibt der bundesverfassungsrichter udo di fabio über den artikel 1 des grundgesetzes: (....die würde des menschen....)
    was bedeutet die würde praktisch? verpflichtet sie den menschen zu etwas? oder berechtigt sie zu etwas?
    er schreibt: die würde des menschen als herr seines eigenen schicksals: das bedingt individuelle freiheit, auch die des scheiterns. daraus ergibt sich die konsequenz: das grundgesetz darf nicht (....) so verstanden werden, als habe der einzelne a priori gegen die gemeinschaft einen anspruch auf existenzsicherung.
    Quelle: essay: das bedrängte dritte, zitiert in hans olaf henkel, der kampf um die mitte: seite 150/151

    natürlich geht der artikel noch weiter, und er endet eben damit, dass sich jeder anstrengen muss, sich etwas abverlangen.

    wenn nun noch vor 5 jahren die angebliche armutsgrenze bei 50% des durchschnittlichen bruttoeinkommens lag, so liegt sie, von caritas, diakonie etc. gepuscht heute schon bei 60%.
    warten wir ab, bald wird sie bei 70% liegen, muss doch die armutsindustrie hochgehalten werden, sonst hätten küberl & co ja keine berechtigung mehr.
    und genau da liegt das problem des vollkaskostaates, niemand muss sich etwas abverlangen.
    wie der geschätzte mitposter wertkonservativer so treffend ausführt war das schon mal massiv anders.
    was zu der frage führt, wie bringt man alle diese menschen wieder dazu selbst etwas zu tun um, selbst zu handeln um etwas zu erreichen.
    oder plakativ gesprochen, den ottokatalog ein wenig früher zuzumachen und eigenverantwortlich handeln.

    • Alexander Renneberg
      18. September 2010 09:22

      kaufe ein "l" es heißt natürlich: das bedrängte drittel.

    • Alexander Renneberg
    • inside
      18. September 2010 11:39

      Alexander Renneberg

      "was zu der frage führt, wie bringt man alle diese menschen wieder dazu selbst etwas zu tun um, selbst zu handeln um etwas zu erreichen."

      Die Ausschüttung an beinharte Auflagen binden.
      Nicht an solch einen Schmonzes wie jetzt, jederzeit umgehbar. Solange der dünnere Ast beim AMS etc liegt (und das tut er derzeit), wird sich nichts ändern.

      Transferleistungen nur dann, wenn vorher in das System einbezahlt wurde.
      Ganz einfach.
      Der Rest muss halt schauen wo er bleibt.
      Oder wo - Überraschung - Arbeit zu finden ist.

  28. inside
    18. September 2010 08:43

    Die Linken brauchen Opfer.

    Da bietet sich z.B. das Reservoir der Armen an.
    Wobei die Definition "Arm" den nach "Opfern" Suchenden obliegt. No na.

    Und gibt es keine Opfer mehr, dann schafft man ein gesetzliches Umfeld, dass ohne Umwege zu mehr Opfern führt.

    Das schlimmste, das den Linken passieren kann, ist ein glückliches Volk, ohne Opfer.
    Paradox.
    Ist das doch das Ziel der Linken.

    Ich nehme einmal an, dass die Definition von "Sinnlosigkeit" etwa so lauten müsste.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      19. September 2010 15:59

      Kapitalismus ist die ungleichmaessige Verteilung des Reichtums, Sozialismus ist die gleichmaessige Verteilung des Elends.

    • Reinhard1 (kein Partner)
      19. September 2010 19:06

      Die Rechten brauchen Opfer.

      Da bietet sich z.B. das Reservoir der Ausländern an.
      Wobei die Definition "Ausländer" den nach "Opfern" Suchenden obliegt. No na.

      Und gibt es keine Opfer mehr, dann schafft man ein gesetzliches Umfeld, dass ohne Umwege zu mehr Opfern führt.

      Das schlimmste, das den Rechten passieren kann, ist ein glückliches Volk, ohne Ausländer.
      Paradox.
      Ist das doch das Ziel der Rechten.

      Ich nehme einmal an, dass die Definition von "Sinnlosigkeit" etwa so lauten müsste.

    • inside
      19. September 2010 19:19

      Reinhard1

      Danke!
      Sie haben soeben eine noch bessere Definition von "Sinnlosigkeit" geliefert.
      ergänzt durch von Hirnlosigkeit.

    • Reinhard1 (kein Partner)
      19. September 2010 19:44

      Tut weh, ich weiß ... aber wird schon wieder.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      19. September 2010 21:46

      inside

      Den 1er Reinhard ned amoi ignoriern!

  29. Wertkonservativer
    18. September 2010 08:40

    Das ständige Gefasel links- und rechtsgerichteter "Sozialorganisationen" über die hohe Anzaghl der Armen und Armutsgefährdeten in Österreich geht mir schon seit Jahren stark auf die Nerven!
    Als Jungfamilie mit zunächst drei Kindern Anfang der Fünfzigerjahre hatten wir kaum mehr als das Notwendigste zu essen, wohnten in Untermiete, waren trotzdem eine glückliche Familie, und konnten durch harte Arbeit und ein harmonisches Familienleben Zug um Zug zu einem sehr auskömmlichen Lebensstandard gelangen. Wir haben uns damals überhaupt nicht als "armutsgefährdet" oder arm gefühlt: wir nahmen unser Schicksal selbst in die Hand und meisterten unser Leben sozusagen in "Eigenregie"!
    Natürlich fehlt's auch heute vielen jungen Eltern zunächst an Manchem; doch hat auch heute - auf viel höherem Bedürfnis-Niveau - Jeder die Chance, zumindest die wichtigsten Lebensnotwendigkeiten zu ERARBEITEN !

    • Undine
      18. September 2010 09:57

      @Wertkonservativer

      Als Sie in den 50er Jahren eine Familie gründeten, stimmte noch die "Reihenfolge": Man heiratete, wünschte sich selbstverständlich Kinder, und nach und nach konnte man sich dies und jenes leisten. Die Idee, Ansprüche an den Staat zu stellen, kam niemandem. Im Gegenteil: Sie schreiben, daß Sie Ihr Schicksal selbst in die Hand nahmen, es sozusagen in "Eigenregie" meisterten und sich über das Erreichte freuten.

      Dann begann der Staat, das Füllhorn auszuschütten. In einem bestimmten Rahmen war das auch gut und richtig. Aber im Laufe der Zeit wurde dieser Rahmen gesprengt. Je mehr Gaben der Staat auf seine Bürger herabregnen ließ, umso selbstverständlicher wurden die Ansprüche auf immer mehr staatliche Leistungen. Daß damals begonnen wurde, einen STAATSSCHULDENBERG anzulegen, der mittlerweile eine unvorstellbare Höhe erreicht hat, steht auf einem anderen Blatt.

      Und gleichzeitig begann man, die früher geltende und bewährte "Reihenfolge" umzukehren: Zuerst Vermögen anhäufen, Auto, Haus, Eigentumswohnung, Urlaubsreisen um die ganze Welt. Und wenn man alles hat, was man mit Geld erwerben kann, schafft man sich ein Kind an. Da gibt's dann manchmal ein böses Erwachen, wenn's nicht klappt, weil in der Zwischenzeit die Fertilität der Frauen sich Jahr für Jahr heimlich, still und leise verabschiedet hat.

      Schade, daß man keine Statistiken erstellen kann, welche Menschen am Abend ihres Lebens zufriedener waren /sind: jene der früheren natürlichen "Reihenfolge", die ohne staatliche "Eingriffe" ihr Leben gemeistert haben oder jene, die ihre "rechtmäßigen" Benefizien, die der Staat den Bürgern nahezu ---allerdings auf Kosten der Nachkommen--- aufgedrängt hat, genossen haben und dabei versäumt haben, in jungen Jahren eine Familie zu gründen. Ich bin überzeugt, daß Sie, verehrter "Wertkonservativer", in jedem Fall den Vogel abgeschossen haben!Ich gratuliere Ihnen!

    • phaidros
      18. September 2010 10:44

      Liebe Undine, Aber im Laufe der Zeit wurde dieser Rahmen gesprengt.

      Und wenn ein Staat beginnt, auch nur einen Cent "auszuschütten", so ist es eine Frage der Zeit, bis der Rahmen gesprengt wird.

      Ihre zweite Überlegung zur natürlichen Reihenfolge der Dinge finde ich sehr schön! Einmal mehr zeigt es mir ganz deutlich, wenngleich aus *völlig* anderer Seite: der Ansatzpunkt unserer Anstrengungen muss der Wähler sein, nicht die Politik.

      LG/phaidros

    • Wertkonservativer
      18. September 2010 11:47

      @ Undine

      herzlichen Dank, verehrte Undine, für Ihre so wahren und richtigen Worte!
      Es ist tröstlich, mit gleichgesinnten Mitmenschen (auch im A.U.-Forum) menschlich berührend kommunizieren zu können.
      Nochmals Dank und alles Gute!

    • terbuan
      18. September 2010 13:01

      @wertkonservativer, undine und phaidros
      Danke für Eure Beiträge, sie sind Balsam für meine Seele.
      Die Gleichung wird wohl in der Zukunft lauten:
      Staatsschulden minus Geldanlagen = Null. Damit beginnen wir wieder von vorne!
      Vielleicht trifft man sich einmal zu einem Gedankenaustausch,
      herzliche Grüße
      terbuan@aon.at

    • Undine
      18. September 2010 16:38

      @Wertkonservativer

      Und noch etwas: Finden Sie nicht auch, daß in den letzten Jahrzehnten etwas abhanden gekommen ist? Mir erscheinen die Menschen irgendwie freudlos. Welche Freude empfand man doch, wenn man sich endlich dies oder das leisten konnte; es fehlte ja an so Vielem und man kannte den Gedanken noch nicht, es stünde einem etwas selbstverständlich zu! Die Vorfreude dauerte damals oft ziemlich lange!

      Das fängt schon bei den kleinen Kindern an: Sie sitzen nicht gerade glücklich im mit unnötigem Spielzeug angefüllten, perfekt eingerichtetem Kinderzimmer und wissen mit all dem nichts anzufangen. Arme Opfer der teuflischen Werbung und der schwachen Eltern, die kein NEIN über die Lippen bringen.

    • Wertkonservativer
      18. September 2010 17:47

      @
      Undine, Terbuan und Phaidros:
      wir bewegen uns auf ziemlich gleicher Wellenlänge.
      Ein wenig pathetisch gesagt: wir sind Schwestern und Brüder im Geiste!
      'S'chönes Wochenende!

    • Reflecting
      19. September 2010 10:33

      Bravo! So ist es vielfach geschehen. Es gab eine gesunde Einstellung zu Familie und Kind, zu Arbeit und Gestaltung des Daseins; Zusammenhalt und Rücksichtnahme waren praktizierte Grundsätze und nicht Selbstverwirklichung als Extremform des Egoismus. Vielleicht waren die Chancen besser als heutzutage, denn viele Irrlehren haben die Gesellschaft in einen Zustand der Untauglichkeit gebracht. Ich denke nur an das Jahr 1945: Es war ein schwarzes Loch, nichts hat funktioniert, eine Zukunfshoffnung erforderte Optimismus, trotzdem haben nahezu alle an Österreich geglaubt und, was sich heute kaum jemand vorstellen kann, im September dieses Jahres haben im Lande alle Schulen auf hohem Niveau, unter schwierigsten Verhältnissen zwar, aber bestend funktioniert, wovon man heute scheinbar nur träumen kannn. Es stimmt traurig, wenn man anfängt zurückzudenken und Vergleiche mit so manchen der heutigen Zustände zu ziehen.

  30. ambrosius
    18. September 2010 08:30

    Ich wiederhole mich: der Bürger muß auf das Niveau des Proletariers gedrückt werden; zwar nicht mehr mit Vernichtungslager und Genickschuß sondern mit der Steuergesetzgebung und allerlei schlauen Propagandatricks, damit er auch noch zustimmt.
    Neuester Propagandatrick, der bereits in deutschen Zeitungen auftaucht: die Bürger glauben nur, daß sie zuviel Steuer zahlen, sie sind sich der vielen Wohltaten des Staates, von denen sie profitieren, garnicht bewußt Es sind also nicht nur die bald 50 %, welche sowieso keine Steuer zahlen zum staatlich-sozialistisch domestizierten Hausschwein geworden, sondern auch noch alle Steuerzahler ! Damit wird auch klar, warum die Sozialleistungen (Gratiskindergarten, kein Schulgeld etc. etc. etc.) immer nach dem Gießkannenprinzip ausgeschüttet werden und jeder Versuch, das auf die wirklich Bedürftigen einzuschränken, wütend als Stigmatisierung zurückgewiesen wird.
    Ganz schön clever, die Jungs.

  31. SuPa
    18. September 2010 06:35

    Zur Slowakei:
    Wenn man die Stadt und Umgebung von Bratislava/Preßburg mit Gegenden in der Ostslowakei vergleicht, dann ist dies ähnlich wie zwischen Istanbul und Ostanatolien. Auf der einen Seite boomende Wirtschaft mit wenig Arbeitslkosen, je weiter man Richtung Osten fährt, einfaches Leben mit Teils armer Bevölkerung und viel Arbeitslkosen.
    Und was den einheitlichen Steuersatz betrifft, so war dies kurzfristig betrachtet, für die sog. europäischen Reformländer, wie die Slowakei, eine gute Entscheidung aber nach mehreren Jahren wird man erkennen, dass man damit doch nicht den Stein des Weisen gefunden hat. Es machen sich nach der wirtschaftlichen Aufholphase bereits die ersten Nachteile im Vergleich zu den westlichen Industriestaaten bemerkbar und man diskutiert bereits über neuerliche Veränderungen besonders bei dem immer konstanten Grenzsteuersatz. Denn der sog. Grundfreibetrag ermöglicht bei steigenden Einkommen eine indirekte Progression, somit kommt der errechnete Steuerdurchschnitt immer näher an den Grenzsteuersatz heran.

  32. terbuan
    18. September 2010 06:24

    Die Forderung nach einer Vermögensteuer ist nur ein weiterer Versuch, den Menschen (Wählern) Sand in die Augen zu streuen um sie von den kommenden Grauslichkeiten abzulenken und ein sozial ausgewogenes Sparpaket zu argumentieren.
    In Tschechien und der Slowakei sind die Menschen ungefähr so reich wie wir vor 50 Jahren, nur so nebenbei bemerkt. Viele Bedarfsgüter des täglichen Lebens kosten teilweise genauso viel wie bei uns, die Lohne und vor allem die Pensionen dagegen sind mit unserem Niveau in keiner Weise vergleichbar!

    • Wertkonservativer
      18. September 2010 09:12

      Auch in Kroatien ist es - auf nur minimal höherem Einkommens-Niveau - ähnlich!
      Wir haben in Istrien ein bescheidenes Feriendomizil und zahlen dort für die notwendigen Grund-Lebensmittel wie Milch, Brot, Obst (Diesel sowieso!)usw. zumindest wo viel wie hier bei uns. Die Leute helfen sich mit Zweitberufen und Gelegenheitsarbeiten, um die dringendsten Lebensbedüfrnisse decken zu können. Dagegen geht's unseren Armen und Armutsgefährdeten ja richtig gut.
      Unseren neuen Mindestsicherungsbetrag verdient dort ein Postbeamter bei 42 Stunden Wochenarbeitszeit!

    • terbuan
      18. September 2010 13:56

      Ja genauso ist es auch in Tschechien, wo ich längere Zeit ein Projekt betreute. Wenn die Pensionisten nicht durch Verwandte unterstützt werden, dann sind praktisch am Verhungern. Kroatien habe ich übrigens schon vor ein paar Jahren als unangemessen teuer empfunden, das Preis-Leistungsverhältnis hat einfach nicht gestimmt.
      Wiederhole meinen Wunsch nach Kontaktaufnahme, herzliche Grüße
      terbuan@aon.at

    • Undine
      18. September 2010 15:11

      Vor ziemlich genau 50 Jahren war ich aus beruflichen Gründen gezwungen, während der Woche in diversen Untermietzimmern zu hausen (wohnen konnte man es eigentlich nicht nennen):
      Nicht beheizbares Mansardenzimmer, scheußlich möbliert (IKEA gab's noch lange nicht!) mit Bett, Kasten, Tisch, 2 Sesseln, Kommode; im Winter an der Wand neben dem Bett Eiskristalle, kein fließendes Wasser (Waschschüssel!), WC im Halbstock, im Winter im Keller in der Waschküche. Ich nahm das einfach hin, weil es keine andere Möglichkeit gab. An ein eigenes Auto zu denken fiel einem nicht einmal im Traum ein. An ein Pendeln war also nicht zu denken. Das ging so einige Jahre bis zur Hochzeit. Von da an wurde ich für alles mehr als entschädigt!

      In diesen entbehrungsreichen, kargen Jahren war ich aber keineswegs unglücklich. Aber ich weiß es noch immer zu schätzen, daß ich heute sehr komfortabel wohnen kann.

      Würde man heute Asylanten zumuten, so leben zu müssen, würden Küberl, Landau und Co. einen Anfall kriegen.

      Damals hat keiner gefragt, ob so ein Logis zumutbar ist oder nicht, und wie man sieht, hab' ich's unbeschadet überstanden.

      Ach ja, daß ich's nicht vegesse: an ganz besonders eisigen Winterabenden fand ich einen in ein Tuch gewickelten Dachziegel in meinem Bett vor, von der Vermieterin vorsorglich heiß gemacht!

  33. fosca
    18. September 2010 01:21

    Na, Sie trauen sich was, Herr Unterberger!
    Ich kann mich genau erinnern, als bereits vor vielen, vielen Jahren ein hochbegabter, aufsteigender Politiker die Flat Tax favorisierte, wurde er von der vereinigten, linken Jagdgesellschaft in Grund und Boden gestampft und mit Prädikaten bedacht wie unsozial, unausgewogen, ungerecht, unmöglich ...... soviel UN fallen mir gar nicht ein, mit denen da um sich geworfen wurde.
    Tja, inzwischen gibt es ihn nicht mehr, aber die Diskussion um seine zunkunftsorientierte Idee ist wohl nicht mehr aufzuhalten, weil sie sich in der Praxis bewehrt hat.
    Aber vielleicht verhilft in Österreich der Flat Tax zum Durchbruch, wenn ein mutiger, intelligenter linker Politiker sie salonfähig machte, weil die ja die Meinungs- und Führungshoheit in unserem Land besitzen.
    Nur - wo findet sich ein solcher? Die Hoffnung stirbt zuletzt! :-(

    • Undine
      18. September 2010 15:28

      @fosca

      Ja, fosca, mir geht's wie Ihnen. Bei jeder Erwähnung der "Flattax" erinnere ich mich daran, welches bösartiges Echo jener hochbegabte Politiker, der im Gegensatz zu den Übrigen auch die Fähigkeit hatte, weiter als zur nächsten Wahl zu denken, zu hören bekam.....
      Es wäre ja auch nicht unbedingt so, daß so ein Beschluß (Flattax) jetzt und heute für alle Ewigkeit getroffen werden muß. Man wird doch sagen können: Für so und so viele Jahre probieren wir's mit der Flattax. Es muß ja nicht gleich in Stein gemeißeltes Gesetz werden.





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