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Europas teuerste Züge

Die Züge der Bahn kommen – im Prinzip – täglich zur selben Zeit an. Mit noch größerer Regelmäßigkeit treten ständig neue ÖBB-Generaldirektoren wie jetzt Christian Kern an und versprechen jedes Mal, die Staatsbahn in ein „modernes effizientes Mobilitätsunternehmen“ zu verwandeln. Und noch regelmäßiger scheitern sie.

(Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“. Diesmal ist sie dem Thema ÖBB gewidmet.)

 Kern kündigte die Abstellung von „Absurditäten“ an – und wenige Tage darauf erschienen wie eh und je in den letzten drei Jahren inhaltsleere ÖBB-Inserate, die nur den Zweck haben, die Zeitungen gnädig zu stimmen. Für wen auch immer.

Gewiss: Mit Verzicht auf jene Inserate wären die ÖBB noch nicht saniert, aber es wäre ein Anfang mit kräftiger Symbolwirkung.

Und eine kräftige Sanierung brauchen die ÖBB alle Male: Österreich müsste auf etliche Jahre keine Debatte über das Pensionssystem führen, würden die ÖBB so wie andere Bahnen aktiv wirtschaften. Bei uns fließen jedoch alljährlich drei bis vier Milliarden Steuergeld an den Monopolbetrieb. Und dieser Betrag verdoppelt sich noch durch die Kredite, welche die Bahn mit Garantie der Republik aufnimmt.

Noch ein paar andere anschauliche Zahlen: Auf 42.000 Mitarbeiter kommen 72.000 ÖBB-Pensionisten, die vom Staat zu bezahlen sind (daneben fahren übrigens noch 123.000 Angehörige ebenfalls gratis Bahn). Dieses Missverhältnis zwischen Aktiven und Pensionisten ist wieder Folge der Tatsache, dass die Eisenbahner weiterhin mit skandalösen 52 Jahren in Pension gehen. Keiner Arbeit gehen auch mehr als hundert(!) Betriebsräte nach – die trotz der Freistellung im Expresstempo Karriere machen. Manche von ihnen sind freigestellt sogar Bahnhofsvorstand einer Landeshauptstadt geworden. Schwer kassierend, aber nicht arbeitend.

Das alles hat sich nicht geändert, wer auch immer Generaldirektor war, wer immer der zuständige Minister war, von welcher Partei immer der gekommen war (insgesamt waren es schon vier verschiedene Parteien).

Ein Bahnexperte diagnostiziert deprimiert: „Die Spitze kann nichts bewegen, denn die mittlere Ebene mauert. Insbesondere tut das die Gewerkschaft, damit auch die Partei. Das gilt aber auch für Landeshauptleute und Bürgermeister. Die ÖBB sind daher das ineffizienteste Unternehmen Österreichs.“

Anstelle parteipolitischer Polemik bräuchte es harte Maßnahmen: einen absoluten Aufnahmestopp, die Ausgliederung aller unwirtschaftlichen Nebenbahnen (die dann privatwirtschaftlich viel billiger betrieben werden können), strenge Kontrolle der exzessiven Krankenstände und Kuren sowie ein rigoroses Limit für Beförderungen: Fast alle ÖBB-Mitarbeiter erfreuen sich bei ohnedies in jedem Vergleich hohen Gehältern verwendungsmäßig einer Übereinstufung. So verdienen dem Verkehrsministerium zugeteilte ÖBBler um 50 Prozent mehr als echte Beamte gleicher Ebene.

Auf die Kilometerleistung gerechnet sind die ÖBB die weitaus teuerste Bahn Europas. Das kann sich dieses Land nicht mehr leisten.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorMartin Bauer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    23. September 2010 08:50

    Thomas Lahnsteiner ad al

    Als interessierter Leser Ihrer Kommentare, darf ich doch darauf hinweisen, dass die Schweizer und Deutsche Bahn heute nicht das Thema sind.
    Vielmehr die Kostenexplosion, die Hand in Hand mit Ineffizienz voranschreitet. Daran ändern auch einige 240 kmh-Züge nichts.

    Ich begrüsse den Versuch von Haselsteiner & Co., eine Konkurrenzsituation (auch wenn es sich nur um die Rosine im österreichischen Schienennetzes handelt) herbeizuführen.

    Sollte das von Ihnen untenstehende Szenario tatsächlich eintreten, so wäre das im schlechtesten Fall eine Fortführung des ist-Zustandes, im besten Fall allerdings ein weiteres Druckmittel gegenüber der ÖBB, Kosten zu reduzieren und sich zu reorganisieren.

    Ich darf hier auf das Beispiel "Le Majestic Imperator" (Kaiserzug) des Herrn Gottfried Rieck aufmerksam machen:

    http://www.europazug.at/der_zug/majestic_imperator.php

    Auch ein Prophet, der im eigenen Land nichts gilt, dem von der ÖBB in schikanösester Form seit Jahren Prügel vor die Füsse geworfen werden, dessen systematisch Expansion behindert wird, der sich aber vor allem im asiatischen Raum grösster Wertschätzung erfreut. Immerhin sind die besten Fluglinien der Welt Vertriebspartner des Herrn Rieck.

    Ein Unternehmen, das privatwirtschaftlich geführt nicht nur aus Marketing/Strategiegründen der ÖBB ein Dorn im Auge ist, sondern weil privatwirtschaftlich geführt es beweist, dass man mit "Bahn" auch wirtschaftlich reüssieren kann, sofern man es zulässt.

    Alles in allem:
    ÖBB in den Konkurs schicken - anders wird man die Knebelungsverträge der ÖGB-Profiteure nicht los - und dann privatisieren.

  2. Ausgezeichneter KommentatorKurt22
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    23. September 2010 09:21

    Alter Spruch aus den 70ern: Die Bahn ist das einzige Unternehmen, wo sich die Gewerkschaft einen Generaldirektor hält.
    Alter Vorschlag aus den 70ern: Schenken wir dem ÖGB die ÖBB!
    Solange es die Betonschädel Haberzettel und Kumpane gibt, solange wird sich bei der Bahn nichts ändern, außer Österreich geht vorher in Konkurs, das Erwachen wird grausam. Solange Gewerkschaften nicht betriebswirtschaftlich denken, und ihre Daseinsberechtigung nur in Lohnerhöhungen und Wahrung "wohlerworbener Rechte" sehen, wird sich nichts ändern.

  3. Ausgezeichneter KommentatorReflecting
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    23. September 2010 16:46

    Unser schönes und gutes Land ist wahrlich reich an Wunderlichkeiten. Wenn wir z.B. nicht so „großartig“ gewirtschaftet (was im Laufe von Jahrzehnten zugrundegerichtet wurde, füllt Bände) und die von unseren arbeitsamen Vor-fahren (vor allem die nach dem 2.Weltkrieg) geschaffenen Grundlagen sorglich verwaltet und geschützt hätten, wären wir heute tatsächlich ein sehr reiches und nicht ein auf Schulden ruhendes Land. Von den vielen Wunderlichkeiten möchte ich nur zwei hervorheben:
    Zu den größten Wunderlichkeiten gehört eindeutig die Praxis, dass alles, was in Wirklichkeit zum Gegenteil von Rechtschaffenheit gehört, in vielen Bereichen nicht als verwerflich oder verfolgenswert gilt, weil es ja, wie immer behauptet wird, gesetzlich gedeckt sei; man bewege sich im Rahmen der Gesetze. So ist alles in bester Ordnung, lautet die immer zu hörende Antworet. Honi soit qui mal y pense!
    Die zweite Wunderlichkeit gehört in die Kategorie des Geheimnisvollen, des Unergründbaren. Wie könnte es sonst sein, dass ein seit Jahrzehnten unter Federführung von sozialistischen Tugendbekennern und Vorbildaposteln ge-führtes Unternehmen viele Betriebsräte und Personalvertreter benötigt. Welche Aufgaben die Damen und Herren Betriebsräte mit ihren wohldotierten Verdiensten haben könnten, ist deshalb geheimnisvoll, weil es ja keine bösen und ausbeuterischen Kapitalisten geben kann, die gezähmt werden müssten, lauft doch alles im Geiste der reinen Lehre und folglich auch in der von der Lehre geprägten Praxis ab.
    Hier hat der „kleine Mann“ ein Problem: Wie soll er mit solchen Wunderlichkeiten zurechtkommen? Und er fragt sich, „wenn es so dem grünen Holze ergeht, was wird dann mit dem dürren geschehen?“ (Die reine Lehre gehört zum grünen Holze und die Praxis müsste folgerichtig zum dürren gehören).

  4. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    23. September 2010 09:33

    @ Thomas Lahnsteiner Ich muss zu Ihren Bedenken über die "Haselsteiner - Bahn" (besodners der stets dynamische Stefan Wehinger wäre zu erwähnen)sachliche Korrekturen anbringen. Ich bitte die restlichen Blog-Teilnehmer für die ausführliche technische Antwort auf den Kommentar zu entschuldigen, halte aber Richtigstellungen für notwendig :

    (a) Dass Wehinger und Co (Hasselsteiner/Strabag sind eher "nur" Geldgeber) Doppelstockwaggons verwenden werden (von der schweizer Firma Stadler) anstelle der konventionellen Railjets, hat sehr wohl Sinn: Sie sind viel leichter (bezogen auf die zu befördernden Fahrgäste; ein traditioneller Schwachpunkt bei Zügen ist das sehr ungünstige Gewichtsverhältnis), können daher deutlich schneller und mit viel weniger Energieaufwand bei gleicher Triebfahrzeugleistung beschleunigt werden und mit weniger Verschleiß an den Bremsscheiben - und zudem jeweils deutlich später - abgebremst werden. Das ist auch der Grund, warum trotz der - durchaus wünschenswerten - vielen Halte diese Züge gegenüber der Railjets.(Auslastung!) kein Fahrzeitnachteil auf der Streckee Wien - Salzburg entsteht - selbst gegenüber den - ebenfalls konventionellen ICEs nicht, die fast minutengenau die gleichen Fahrzeiten wie die Railjets erreichen. Deren technisch mögliche Neigungstechnik - Reihe 4011 - ist zudem in Österreich deaktiviert, sodass kein bogenschnelles Fahren möglich ist. Das wäre bei leichteren Zuggarnituren - als Kompromiss (vergleichbar dem "alten" 4010) - teilweise möglich (natürlicjh nicht im Ausmaß von Neigetechnikzügen), ohne dass Verschleiß (Spurkränze/Fahrweg) größer wird. .

    (b) Ihre Behauptung, die Railjets "fahren mit 240 km" / h, ist unrichtig aus zwei Gründen: (a) Sie fahren seit ihrer Einführung und auch noch die nächste Zeit mit maximal 200 km / h (wie schon in den Jahren davor 6 "normale" Westbahn - IC/EC - Zugpaare uned wie die "Haselsteiener-.Züge"). Eine theoretisch etwas höhere Höchstgeschwindigkeit wäre erst nach Einrichtung von zusätzlichen signaltechnischen SIcherheitseinrichtungen (Weiterentwicklung der LZB) möglich. Diese Adaptation ist zu erwarten. Aber selbst dann werden sie "240 km /h" nicht erreichen: der Fahrzeitgewinn wiRd marginal sein; aus diesem Grund nutzt man auch I in Deutschland die Höchstgeswindigkeit der ICE4 ("unser" 4011; 230 km/h) nicht und fährt diesen "nur" mit 200 km/h. DIe "Taurus" -Lokomotiven (Reihe 1016/1116/1216) sind auf 230 km / h limitiert - wie jeder lokomotivbespannte (oder als Wendezug l"lokomotivgeschobene" ) Zug. Punktuelle Extrem-Höchstgeschwindigkeiten erweisen sich eher prestigebegründet und sind nicht immer sachlich zu rechtfertigen.

    (c) Bei der Topologie Österreichs ist kaum die Höchstgeschwindigkeit ein Kriterium des insgesamen Fahrzeitgewinsn, - erst recht nicht bei relativ eng gesteckten Halten, sondern die größtmögliche Beschleunigung und späte Verzögerungsmöglichkeit. Selbst die Anhebung von 160 km/h auf 200 km/h brächte relativ wenig; erst recht von 200 auf 230 km/h, da sich nur in den Phasen über 200 Fahrzeitgewinn einstellt. Die Stadler-Garnituren werden nach zu erwartender Expansion innerhalb Österreihs sicher nicht nur auf der Westbahn verkehren, sondern auch auf anderen Strecken, wo es noch mehr auf diese Eigenschaft ankommt. Hier kommt zum Tragen, dass die Westbahn unsymmetrisch gegenüber anderen wichtigen Strecken optimiert wurde, während die Südbahn (Vmax 140 km/h, nur östlich von Baden einige 160 km/h-Bereiche) und erst recht die Nord-SÜd-Verbindungen Stiefkind blieben und es noch lange bleiben werden. Hier werden hochbeschleunigende Zpge notwendig sein, um auf akzeptable Fahrzeiten zu kommen. Denn die Neigetechnik bleibt auf Österreichs Strecken trotz mancher Ansätze (Versuchsfahrten mit Pendolino schon vor 20 Jahren) Illusion, bedingt sie doch wegen der stärkeren Fliehkräfte auch verstärkten Oberbau, andere Signalabstände und schwierige Fahrplangestaltung bei Parallelbetrieb mit "konventionellen" Garnituren..

    (d) Infolge der neuen rechtlichen Verhältnisse (Liberalisierung) steht es Transportanbietern frei, gegen Zahlung der "IBE" (InfraBenutzungsEntgelt" = eine Art "Schienenmaut") Transportleistungen anzubieten. Ds ist wünschenswert und bingt Attraktivierung. Die Salzburg-Wien-Linie wird den Bahnkunden auch ohne VorteilsCard die Fahrt zum halben Preis ermöglichen. Zudem wird es in jedem Waggon einen Zugbegleiter geben. Auch die ÖBB (Infrastruktur) gewinnt als Kunde: Sie "casht" die IBE (und das ist - erst recht - bei Stundentakt nicht zu unterschätzen, da es sich dort um hochwertige Infrastruktur handelt und die IBE realtiv hoch angesetzt ist). Es wäre der ÖBB freigstanden, ähnlich attraktive Angebote zu legen. Doch "Private" können infolge anderer dienstrechtlicher Vorgaben flexibler und viel wirtschaftlicher anbieten, das ist mehr als legitim.

    (e) Um mehr Konkurrenz in das System zu bringen (ein Monopolist als Transportanbieter iist nie gut) - wären mehr Anbieter auf Österreichs Strecken wünschenswert.
    DEr WESTBahn GesmbH ist jedenfalls Erfolg zu wünschen. Es isgt ein ohnedies bescheidener Anfang des möglichen Aufbrechens erstarrter Strukturen im öffentlichen Transortwesen Österreichs.

    (f) Zum möglichen "Hereindrängen der DB nach Österreich". Ein Gegenbeleg, was Nicht-Monopolisten mit entsprechenden Persönichkeiten zustande bringen, sehe man auf den unglaublichen Erfolg der Salzburger Lokalbahn unter Mackinger (erst jüpngst Stecke erweitert): Er drängt mit seiner Bahn nach enormer Kundenakzeptanz mittlerweile nach Deutschland!"

    (g) Es wäre ein wenig zeitgemäßes Signal, wenn Bures oder ÖBB das Aufbrechen in Richtung weiterer Anbieter hätten verhindern können: Die Liberalisierung ist ganz wichtig; nur mit Wettbewerb ist Fortschritt und Kundenfreundilchkeit zu erzielen; ÖBB allein - das ist Steuervertilgungsmaschinerie, Sich-Selbst-Immunisierung, Stillstand und Selbstzufriedenheit; die Umstellung zu einem wirklich kundenfreundlichen Unternehmen, das auf freienm Markt bewähren muss, blieb immer nur Lippenbekenntnis. Und ich fürchte, iohne "drohende" Liberalisierung wäre nicht einmal der von Ihnen behauptete (doch ziemlich lunktuelle) "Qualitäts-Quantensprung" zustande gekommen.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    23. September 2010 08:03

    Herr Unterberger, ich schätze 90% ihrer Kommentare sehr, nur von den spezifika des europäischen bahnbetriebes haben sie wenig ahnung, denn die von ihnen hochgelobten deutschen und schweizer bahnen haben ebenfalls ein gewaltiges defizit und die privilegien der schweizer und deutschen eisenbahnangestellten sind im prinzip nicht anders als die der österreicher. Als beruflicher vielfahrer zwischen wien, linz, salzburg und münchen kann ich nur sagen, dass mit der einführung des rail-jets ein gewaltiger qualitätssprung nach vorne gemacht wurde. Besonders dumm von der zahnarzthelferin finde ich daher, dass sie dem herrn haselsteiner eine private konzession für die lukrative strecke wien-salzburg zugeschanzt hat. Niemals würden die SBB oder die DB eine konkurrenz auf ihren lukrativsten strecken dulden...dort lacht man über die dummen und korrupten österreicher.
    Das konzept der haselsteiner gesellschaft ist aber trotzdem schwer daneben.
    Haselsteiner will ab Ende 2011 mit doppelstockzügen (besonders angenehm mit gepäck!!!) die westbahn zwischen wien-westbahnhof und salzburg bedienen. Höchstgeschwindigkeit 200 km/h, ÖBB-railjet dann 240 km/h.....haselsteiner will in attnang-puchheim, wels, st valentin, amstetten und wien hütteldorf halte einbauen..die railjets rasen da durch oder umfahren hütteldorf...die private westbahn AG ist eine gewaltige fehlkonstruktion, die völlig am markt vorbei installiert wurde...enden wird es so:
    der haselsteiner wird beim preis schleudern müssen, die ÖBB werden nachziehen, trotzdem wird dann der haselsteiner seine westbahnkonzession der DB , oder der SNCF oder der SBB verkaufen müssen und dann schaut das anders aus: vor allem die DB wird dank ihrer zulaufstrecken massiv in den österreichischen markt drängen und die öbb auch finanziell auf dieser strecke unter druck setzen...den schaden hat dann wieder einmal der österreichische steuerzahler....die lukrativen strecken hat die umnachtete zahnarzthelferin verscherbelt bzw verschenkt und den verbleibenden mist dürfen dann die ÖBB bedienen... zum vergleich DB-ÖBB: schauen sie sich das theater um stuttgart 21
    im vergleich zur effizienten bauweise des wiener zentralbahnhofs an...so toll sind die deutschen bahnverantwortkichen wirklich nicht !!!!!!!

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    23. September 2010 07:54

    Nur ein Beispiel für die Ineffizienz der ÖBB:
    Die Bahn hat insgesamt fast 400 Taurus-Lokomtiven zum Stückpreis von ca. 4 Mio EUR. Diese Lok ist eine hervorragende Entwicklung von Siemens und kann als Universal- und auch Mehrstromlok sowohl vor Güter- als auch vor schnellen Personenzügen gespannt und in verschiedenen Stromsystemen eingesetzt werden.
    Beim Personenverkehr ist die Entwicklung allerings schon seit längerer Zeit in Richtung kompletter Triebzüge (TGV, ICE) gegangen, sodass die ÖBB im Personenvekehr zuviele dieser Loks haben, daher auch die Notlösung "Railjet".
    Daher werden diese Loks (welche für Hochgeschindigkeiten konzipiert wurden) teilweise für langsame Regionalzüge verwendet, das ist so, wie wenn man einen Porsche regelmäßig im innerstädtischen Verkehr verwendet!

  7. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    23. September 2010 07:29

    In Österreich wird Verfassungsrecht gebrochen, in der Verfassung nämlich steht, dass die Gewerkschaft überparteilich zu sein hat. Dh es müsste die Gewerkschaft, in der Form wie sie jetzt besteht, zerschlagen werden, da sie VERFASSUNSWIDRIG ist. Aber wie es in Österreich halt üblich ist, wird die Verfassung nur dazu verwendet, missliebigen etwas auszuwischen, wie es scheint. Wer soll denn da noch an einen Rechtsstaat glauben und noch schlimmer auf ihn vertrauen.
    Immer mehr wird der Rechtsstaat ausgehöhlt und hängt damit direkt mit dem "Besser-Schweigen" der Menschen zusammen, das Herr Dr. Unterberger bereits sehr eindrucksvoll in einem Kommentar über Gefahr für die Meinungsfreiheit behandelte.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    24. September 2010 08:41

    Eigentlich sollten alle Steuerzahler in Österreich entsprechend ihrer Zuzahlung an die ÖBB Bahnkilometer zur freien Verfügung erhalten.

    Möglicherweise kommt man damit nicht ins ausländische Bahnnetz, aber eine Belebung des Interesses am Bahnfahren wäre gegeben. Vielleicht ergibt sich dabei sogar ein reales Umsatz- und vielleicht Gewinnplus, wenn die Bahnkilometer nicht bis zum inländischen Ziel reichen sollten.

    Doch Halt:

    Die Gefahr dabei ist, die gleiche wie bei den Schulbüchern. Da werden sinnlose Broschüren verteilt, die dann alle im Mistkübel landen, weil eh nichts drinnen steht. Nur die Verlage wehren sich mit allen Händen, weil für die ist es ein Geschäft.

    Also lieber doch doppelt zahlen oder warten. Bis die sich DB dann die ÖBB zum Ausbandeln für ihre Nebenstrecken schenken lässt, kann man ja noch auf einen depperten Scheich hoffen, der seine Millionen mit genau der gleichen Freude in die ÖBB kübelt wie wir das ja derzeit auch machen.


alle Kommentare

  1. Emberlynn (kein Partner)
    12. Februar 2015 21:00

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  2. Jakayla (kein Partner)
  3. Matildah (kein Partner)
    22. Januar 2015 08:40

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  4. Kajol (kein Partner)
    21. Januar 2015 17:24

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  5. Ceasar (kein Partner)
  6. Sueli (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:13

    Hi, hi what a fun idea hope it was noticed! Do you aylwas walk around with a big chalk in your handbag? I tend to have chalk in the car great entertainment for the kids at playground, dog park etc

  7. Enid (kein Partner)
    20. Januar 2015 09:14

    Yes, it was fun, and it was noticed (somebody rernaraged the buds a short while after i made the drawings). i walked around with the chalk for some time to do this Guess it is almost as much entertainment for grown-up kids like me, as for small ones but i am sure they are more free in using it and playing than we are.

  8. Jacqui (kein Partner)
    19. Januar 2015 11:07

    Awesome you should think of sotnehimg like that

  9. Johann Hochstöger (kein Partner)
    26. September 2010 12:28

    Unterberger auf Befundsuche für die ÖBB. Nau servas. Und natürlich weiss ein sogar deprimierter Bahnexperte wieder einmal wo's krankt. Aber outen wollte sich der Unterberger-Spezi offenbar nicht. Na hoffentlich heisst der gute Mann nicht Huber, Kukacka oder gar Lopatka. So viel zu journalistischer Sorgfalt.

  10. Reinhard (kein Partner)
    24. September 2010 09:21

    Gestern in "nano" auf 3sat: Die Milliardengräber der Deutschen Bahn.
    Diese baut fröhlich sinnlose Schnellfahrstrecken, hämmert hunderte Kilometer ICE-U-Bahn unter die Mittelgebirge und entscheidet im Zweifelsfall immer für die teurere Variante.
    Das Geheimnis? Die Bauvorhaben zahlt der Steuerzahler, und ein prozentueller Anteil geht an die Projektierungsfirma, und das ist - Tata! - eine Tochter der Bahn. Daraus folgt: Je teurer das Bauvorhaben, je prunkvoller das Projekt, desto größer und saftiger das Stück von der milliardenschweren Sahnetorte, das die Bahn selbst einstreift.

    Eisenbahnmisswirtschaft ist kein rein österreichisches Phänomen.
    Ein Staatskonzern, dessen Manager von Parteifreunden bestellt werden und für dessen Prestigeobjekte sich Bürgermeister und Landesräte kokett vor den bestellten Kameras der Hofberichterstatter drehen, ist überall ein Pfründepfuhl, und es wird schamlos der Steuerzahler geschröpft.

    Der einzige Unterschied der hiesigen Bahnen zu den deutschen: Bevor hier an den Pfründen der Bediensteten ab mittlerem Management aufwärts gesägt wird, werden milliardenschwere Bauvorhaben halbfertig verrotten gelassen oder der Transportauftrag durch Stillegung von Strecken an private Speditionen abgegeben. Und je kleiner die angebotene Leistung wird, desto aufgeblähter wird das Management. Irgendwann hat die Bahn noch einen Rundkurs um Wien mit 3 Zuggarnituren und 5 Haltestellen, 100 Beschäftigte, 200 Betriebsräte, 10.000 Manager und 120.000 Pensionisten über 35...

  11. cmh (kein Partner)
    24. September 2010 08:41

    Eigentlich sollten alle Steuerzahler in Österreich entsprechend ihrer Zuzahlung an die ÖBB Bahnkilometer zur freien Verfügung erhalten.

    Möglicherweise kommt man damit nicht ins ausländische Bahnnetz, aber eine Belebung des Interesses am Bahnfahren wäre gegeben. Vielleicht ergibt sich dabei sogar ein reales Umsatz- und vielleicht Gewinnplus, wenn die Bahnkilometer nicht bis zum inländischen Ziel reichen sollten.

    Doch Halt:

    Die Gefahr dabei ist, die gleiche wie bei den Schulbüchern. Da werden sinnlose Broschüren verteilt, die dann alle im Mistkübel landen, weil eh nichts drinnen steht. Nur die Verlage wehren sich mit allen Händen, weil für die ist es ein Geschäft.

    Also lieber doch doppelt zahlen oder warten. Bis die sich DB dann die ÖBB zum Ausbandeln für ihre Nebenstrecken schenken lässt, kann man ja noch auf einen depperten Scheich hoffen, der seine Millionen mit genau der gleichen Freude in die ÖBB kübelt wie wir das ja derzeit auch machen.

  12. fosca
    24. September 2010 00:14

    Schon nach der ersten Pressekonferenz traute ich diesem Herrn Kern keine Nachhaltigkeit mehr zu. Scheint doch nur wieder eine parteipolitische Besetzung zu sein und er "singt bereits das Lied seiner BrötchengeberIn Bures"!
    Würde mich sehr überraschen, wenn ich mich nach diesem ersten Eindruck irren würde, zu wünschen wäre es unserer Bahn, aber ich fürchte, dort lassen die Hardcore-Sozis keinerlei Zukunftsperspektiven zu auf unser aller Kosten und bis "der Zug endgültig abgefahren ist"! :-(

    • cmh (kein Partner)
      24. September 2010 08:45

      Stimme mehr als zu.

      Ich bewunderte die Wendigkeit, mit der er treuherzig versichert, dass die Politbesetzungen ja schon seit längerem geplant waren und das auch nur, weil ja eh der am besten geeignete diesen ansonsten überflüssigen Posten bekommen hat.

      Ceterum censeo: Wer hat uns verraten ......?

      PS: Dass der Spruch von den Kommunisten stammt mancht ihn um so richtiger.

  13. Reflecting
    23. September 2010 16:46

    Unser schönes und gutes Land ist wahrlich reich an Wunderlichkeiten. Wenn wir z.B. nicht so „großartig“ gewirtschaftet (was im Laufe von Jahrzehnten zugrundegerichtet wurde, füllt Bände) und die von unseren arbeitsamen Vor-fahren (vor allem die nach dem 2.Weltkrieg) geschaffenen Grundlagen sorglich verwaltet und geschützt hätten, wären wir heute tatsächlich ein sehr reiches und nicht ein auf Schulden ruhendes Land. Von den vielen Wunderlichkeiten möchte ich nur zwei hervorheben:
    Zu den größten Wunderlichkeiten gehört eindeutig die Praxis, dass alles, was in Wirklichkeit zum Gegenteil von Rechtschaffenheit gehört, in vielen Bereichen nicht als verwerflich oder verfolgenswert gilt, weil es ja, wie immer behauptet wird, gesetzlich gedeckt sei; man bewege sich im Rahmen der Gesetze. So ist alles in bester Ordnung, lautet die immer zu hörende Antworet. Honi soit qui mal y pense!
    Die zweite Wunderlichkeit gehört in die Kategorie des Geheimnisvollen, des Unergründbaren. Wie könnte es sonst sein, dass ein seit Jahrzehnten unter Federführung von sozialistischen Tugendbekennern und Vorbildaposteln ge-führtes Unternehmen viele Betriebsräte und Personalvertreter benötigt. Welche Aufgaben die Damen und Herren Betriebsräte mit ihren wohldotierten Verdiensten haben könnten, ist deshalb geheimnisvoll, weil es ja keine bösen und ausbeuterischen Kapitalisten geben kann, die gezähmt werden müssten, lauft doch alles im Geiste der reinen Lehre und folglich auch in der von der Lehre geprägten Praxis ab.
    Hier hat der „kleine Mann“ ein Problem: Wie soll er mit solchen Wunderlichkeiten zurechtkommen? Und er fragt sich, „wenn es so dem grünen Holze ergeht, was wird dann mit dem dürren geschehen?“ (Die reine Lehre gehört zum grünen Holze und die Praxis müsste folgerichtig zum dürren gehören).

    • terbuan
      23. September 2010 17:23

      Großartig Reflecting,
      muß nur hinsichtlich der Personalvertreter bzw. Betriebsräte Widerspruch deponieren:
      Die Hauptaufagbe dieser Leute ist dafür zu sorgen, dass
      1. die Mitarbeiter stets über ihre wohlerworbenen Rechte aufgeklärt werden,
      2. die Mitarbeiter im Falle von Krankenständen die bestmögliche medizinische Versorgung bekommen und keinerlei Risken bei vorzeitiger Beendigung desselben eingehen.
      3. die Mitarbeiter stets ein Argumentarium an der Hand haben, um unqualifizierten Angriffen der bösen Opposition entsprechend qualifiziert begegnen zu können.
      4. die Mitarbeiter über den frühestmöglichen Pensionsantritt zu informieren
      5. die Mitarbeiter zu informieren, welche Liste bei den Personalvertretungswahlen für sie diejenige ist, welche ihre Interessen am besten vertritt.
      6. bei der Wahl des großen Vorsitzenden, dessen Wiederwahl immer wieder tatkräftig unterstützen und garantieren.

      Noch Fragen?
      MfG
      terbuan@aon.at

  14. Alexander Renneberg
    23. September 2010 15:34

    leider könen sich die schwarzen und die roten bei der öbb die hand geben.

    http://www.orf.at/#/stories/2016149/

    ceterum censeo "pöchhackerem" esse delendam.

    • Karl Rinnhofer
      23. September 2010 22:18

      Ceterum censeo multos politicos rei publicae solum nocentes ingentemque pecuniam laborantium consumentes (consumo hier: "verschwenden") delendos esse ... !

  15. thomas lahnsteiner
    23. September 2010 14:38

    schadenbegrenzung für patscherte privatisierung:
    die westbahn ag als angeblich tolle konkurrenz der öbb ist meiner meinung nach jetzt schon als totgeburt zu bezeichnen:
    doppelstockwagen sind kein komfort, isolierte linie, zu langsam, zu viele halte, übermächtige konkurrenz mit internationaler anbindung (railjet), preisschleudern der öbb schon jetzt( billigsttarife für junge leute, seniorenaktionen ) und so weiter und so fort...von den wartungs-und erhaltungskosten der "stadler-Züge" will ich gar nicht reden......
    daher gibt es nur eines: mit den öbb vernünftig und intensiv zum vorteil beider partner kooperieren
    alles andere ist eklatanter nonsens und wird den herrn haselsteiner, aber auch den steuerzahler viel geld kosten....
    leider ist man bei der westbahn Ag sehr einfältig und glaubt mit niedermachen der ÖBB bei den kunden punkten zu können...so werden zB horrorgeschichten über eine angebliche wanzenplage bei einem deutschen partner der ÖBB und anderer unsinn lanciert.......

  16. Josef Maierhofer
    23. September 2010 09:46

    Die Bahngewerkschaft verteuert das Unternehmen.

    Die Eisenbahner arbeiten bis 52 Jahren statt bis 65 Jahren und damit fast 1/3 weniger als alle anderen Österreicher. Die Bahnangestellten bekommen zonenweise wesentlich höhere Gehälter bei gleicher Qualifikation im Vergleich zur Privatwirtschaft.

    Die Bahngewerkschaft mauert und schädigt Österreich.

    Das 'Mysterium' verscherbelt die lukrativen Strecken an die Konkurrenz und zieht der Bahn den Zahn und den Nerv.

    Die Parteien setzen seit Jahrzehnten unfähige Vorstände ein bei der Bahn.

    Was soll denn da rauskommen ?

    Wir können uns das nicht leisten und daher wird es da Änderungen geben müssen, bis zu 8 Milliarden im Jahr für Parteigeflecht, das ist eindeutig zu viel. Das sind 10 bis 15 % des Steueraufkommens. Wer sich diesen notwendigen Änderungen entgegenstellt, schädigt Österreich.

    Die Bahn ist ein Grund, warum wir jährlich mehr als 100% des Steueraufkommens ausgeben.

  17. Karl Rinnhofer
    23. September 2010 09:33

    @ Thomas Lahnsteiner Ich muss zu Ihren Bedenken über die "Haselsteiner - Bahn" (besodners der stets dynamische Stefan Wehinger wäre zu erwähnen)sachliche Korrekturen anbringen. Ich bitte die restlichen Blog-Teilnehmer für die ausführliche technische Antwort auf den Kommentar zu entschuldigen, halte aber Richtigstellungen für notwendig :

    (a) Dass Wehinger und Co (Hasselsteiner/Strabag sind eher "nur" Geldgeber) Doppelstockwaggons verwenden werden (von der schweizer Firma Stadler) anstelle der konventionellen Railjets, hat sehr wohl Sinn: Sie sind viel leichter (bezogen auf die zu befördernden Fahrgäste; ein traditioneller Schwachpunkt bei Zügen ist das sehr ungünstige Gewichtsverhältnis), können daher deutlich schneller und mit viel weniger Energieaufwand bei gleicher Triebfahrzeugleistung beschleunigt werden und mit weniger Verschleiß an den Bremsscheiben - und zudem jeweils deutlich später - abgebremst werden. Das ist auch der Grund, warum trotz der - durchaus wünschenswerten - vielen Halte diese Züge gegenüber der Railjets.(Auslastung!) kein Fahrzeitnachteil auf der Streckee Wien - Salzburg entsteht - selbst gegenüber den - ebenfalls konventionellen ICEs nicht, die fast minutengenau die gleichen Fahrzeiten wie die Railjets erreichen. Deren technisch mögliche Neigungstechnik - Reihe 4011 - ist zudem in Österreich deaktiviert, sodass kein bogenschnelles Fahren möglich ist. Das wäre bei leichteren Zuggarnituren - als Kompromiss (vergleichbar dem "alten" 4010) - teilweise möglich (natürlicjh nicht im Ausmaß von Neigetechnikzügen), ohne dass Verschleiß (Spurkränze/Fahrweg) größer wird. .

    (b) Ihre Behauptung, die Railjets "fahren mit 240 km" / h, ist unrichtig aus zwei Gründen: (a) Sie fahren seit ihrer Einführung und auch noch die nächste Zeit mit maximal 200 km / h (wie schon in den Jahren davor 6 "normale" Westbahn - IC/EC - Zugpaare uned wie die "Haselsteiener-.Züge"). Eine theoretisch etwas höhere Höchstgeschwindigkeit wäre erst nach Einrichtung von zusätzlichen signaltechnischen SIcherheitseinrichtungen (Weiterentwicklung der LZB) möglich. Diese Adaptation ist zu erwarten. Aber selbst dann werden sie "240 km /h" nicht erreichen: der Fahrzeitgewinn wiRd marginal sein; aus diesem Grund nutzt man auch I in Deutschland die Höchstgeswindigkeit der ICE4 ("unser" 4011; 230 km/h) nicht und fährt diesen "nur" mit 200 km/h. DIe "Taurus" -Lokomotiven (Reihe 1016/1116/1216) sind auf 230 km / h limitiert - wie jeder lokomotivbespannte (oder als Wendezug l"lokomotivgeschobene" ) Zug. Punktuelle Extrem-Höchstgeschwindigkeiten erweisen sich eher prestigebegründet und sind nicht immer sachlich zu rechtfertigen.

    (c) Bei der Topologie Österreichs ist kaum die Höchstgeschwindigkeit ein Kriterium des insgesamen Fahrzeitgewinsn, - erst recht nicht bei relativ eng gesteckten Halten, sondern die größtmögliche Beschleunigung und späte Verzögerungsmöglichkeit. Selbst die Anhebung von 160 km/h auf 200 km/h brächte relativ wenig; erst recht von 200 auf 230 km/h, da sich nur in den Phasen über 200 Fahrzeitgewinn einstellt. Die Stadler-Garnituren werden nach zu erwartender Expansion innerhalb Österreihs sicher nicht nur auf der Westbahn verkehren, sondern auch auf anderen Strecken, wo es noch mehr auf diese Eigenschaft ankommt. Hier kommt zum Tragen, dass die Westbahn unsymmetrisch gegenüber anderen wichtigen Strecken optimiert wurde, während die Südbahn (Vmax 140 km/h, nur östlich von Baden einige 160 km/h-Bereiche) und erst recht die Nord-SÜd-Verbindungen Stiefkind blieben und es noch lange bleiben werden. Hier werden hochbeschleunigende Zpge notwendig sein, um auf akzeptable Fahrzeiten zu kommen. Denn die Neigetechnik bleibt auf Österreichs Strecken trotz mancher Ansätze (Versuchsfahrten mit Pendolino schon vor 20 Jahren) Illusion, bedingt sie doch wegen der stärkeren Fliehkräfte auch verstärkten Oberbau, andere Signalabstände und schwierige Fahrplangestaltung bei Parallelbetrieb mit "konventionellen" Garnituren..

    (d) Infolge der neuen rechtlichen Verhältnisse (Liberalisierung) steht es Transportanbietern frei, gegen Zahlung der "IBE" (InfraBenutzungsEntgelt" = eine Art "Schienenmaut") Transportleistungen anzubieten. Ds ist wünschenswert und bingt Attraktivierung. Die Salzburg-Wien-Linie wird den Bahnkunden auch ohne VorteilsCard die Fahrt zum halben Preis ermöglichen. Zudem wird es in jedem Waggon einen Zugbegleiter geben. Auch die ÖBB (Infrastruktur) gewinnt als Kunde: Sie "casht" die IBE (und das ist - erst recht - bei Stundentakt nicht zu unterschätzen, da es sich dort um hochwertige Infrastruktur handelt und die IBE realtiv hoch angesetzt ist). Es wäre der ÖBB freigstanden, ähnlich attraktive Angebote zu legen. Doch "Private" können infolge anderer dienstrechtlicher Vorgaben flexibler und viel wirtschaftlicher anbieten, das ist mehr als legitim.

    (e) Um mehr Konkurrenz in das System zu bringen (ein Monopolist als Transportanbieter iist nie gut) - wären mehr Anbieter auf Österreichs Strecken wünschenswert.
    DEr WESTBahn GesmbH ist jedenfalls Erfolg zu wünschen. Es isgt ein ohnedies bescheidener Anfang des möglichen Aufbrechens erstarrter Strukturen im öffentlichen Transortwesen Österreichs.

    (f) Zum möglichen "Hereindrängen der DB nach Österreich". Ein Gegenbeleg, was Nicht-Monopolisten mit entsprechenden Persönichkeiten zustande bringen, sehe man auf den unglaublichen Erfolg der Salzburger Lokalbahn unter Mackinger (erst jüpngst Stecke erweitert): Er drängt mit seiner Bahn nach enormer Kundenakzeptanz mittlerweile nach Deutschland!"

    (g) Es wäre ein wenig zeitgemäßes Signal, wenn Bures oder ÖBB das Aufbrechen in Richtung weiterer Anbieter hätten verhindern können: Die Liberalisierung ist ganz wichtig; nur mit Wettbewerb ist Fortschritt und Kundenfreundilchkeit zu erzielen; ÖBB allein - das ist Steuervertilgungsmaschinerie, Sich-Selbst-Immunisierung, Stillstand und Selbstzufriedenheit; die Umstellung zu einem wirklich kundenfreundlichen Unternehmen, das auf freienm Markt bewähren muss, blieb immer nur Lippenbekenntnis. Und ich fürchte, iohne "drohende" Liberalisierung wäre nicht einmal der von Ihnen behauptete (doch ziemlich lunktuelle) "Qualitäts-Quantensprung" zustande gekommen.

    • Martin Bauer
      23. September 2010 10:18

      Besten Dank für diesen Informativen Beitrag.
      Anzumerken wäre noch, dass Haselsteiner sicher kein Engagement eingehen würde, dass nicht die Chance hätte sich zu rechnen.
      Wer auch immer "dahinter steht", für Wirtschaftscapos ist es oft schmerzlicher seinen "Namen zu verlieren", als Geld.
      Da ich beides von Herrn Haselsteiner nicht annehme und meine, dass er aus seinem politischen Gau gelernt hat, wird das Projekt schon Zukunft haben.
      Allen Unkenrufen zum Trotz.

    • terbuan
      23. September 2010 10:52

      Danke Karl Rinnhofer für diesen ausgezeichneten Beitrag, obwohl ich ein deklarierter Fan der Eisenbahn bin, lerne ich immer noch gerne dazu!
      mfG
      terbuan@aon.at

    • thomas lahnsteiner
      23. September 2010 10:56

      dazu:
      1. der stets dynamische wehinger ist damals als gorbach-freund zu den ÖBB-gekommen, das sagt wohl alles. Seine "qualifikation" für den ÖBB-Personenverkehrsmanager hat er als Chef der Montafoner Bahn erworben.

      2. das märchen von der größeren beschleunigung und dem nichterreichen der 240 km/h von seiten der öbb wird die Praxis widerlegen.

      3. Nicht widerlegen konnten sie auch den schwachsinn der doppelstockzüge, die in meinen augen im fernreiseverkehr extrem kundenfeindlich sind und dort nichts verloren haben....wer steigt schon gerne stufen und das womöglich mit umfangreichen gepäck

      4. dann das blöde konzept mit dem fahrkartenverkauf am und im zug..ich kaufe mir seit jahren wie eine ständig steigende anzahl an fahrgästen meine fahrkarte im internet und möchte da keine bargeschäfte im zug machen

      5. weiters werden wir uns erst anschauen, ob die firma stadler als spezialist für nahverkehrszüge überhaupt imstande ist einen ordentlichen fernverkehrszug zu bauen...

      6. Die Westbahn ag wird auch deshalb nicht reüssieren können, weil sie das lukrative anschlußgeschäft von/nach budapest und münchen nicht hat. fahren sie einmal mit einem RJ und sie können wöchentlich sehen wie die kunndenzahlen gerade in diesen relationen steigen. Und eines ist sicher, sie werden als westbahnAg nicht auf einem Millimeter DB-Gleis fahren können
      (außer im Korridorverkehr, falls die schwachsinnige zahnarzthelferin der westbahn ag auch noch die lukrative strecke nach Tirol zuschanzt)

      6. Lustig ist auch ihr beispiel mit der salzburger Lokalbahn...für die "erfolge" dieses anbieters zahlen zwangsweise statt dem österreichischen Steuerzahler die salzburger stromkunden. das ist der einzige unterschied...eine "privatisierung" würde natürlich anders ausschauen...denn die salzburg AG sollte lieber den strombezug ihrer de facto noch immer zwangskunden verbilligen, anstatt deren geld in teuren bahnprojekten zu verpulvern

      7. die staatsanwaltschaften in österreich beschäftigen sich mit so dummheiten wie dem zugegebenermaßen blöden minarett-spiel...sie sollten sich lieber einmal die vergabemodalitäten im bures-ministerium anschauen...die steuerzahler wären der justiz dankbar

    • Observer
      23. September 2010 13:04

      Karl Rinnhofer:
      danke für Ihren fundierten fachlichen Beitrag. Auch ich sehe zusätzlichen Wettbewerb als Gewinn für alle (!) Bahnkunden. Im Zuge des europaweiten und von der EU gewünschten Wettbewerbes wäre eine Betriebslizenz für die "Haselsteiner-Westbahn" gar nicht zu verhindern gewesen. Das hat auch die Gewerkschaft erkannt und wird nun auf andere Art das Projekt bekämpfen. Warten wir ab bis Dezember 2011.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      24. September 2010 08:24

      @ thomas lahnsteiner 7.

      Strom-Zwangskunden gibt es glücklicherweise schon länger nicht mehr. Was Ihr 'de-facto' heißen soll, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen.

    • thomas lahnsteiner
      24. September 2010 08:50

      @schnabeltierfr
      natürlich hat sich die "stromliberalisierung" bis zu mir durchgesprochen, fakt ist, dass billige anbieter wie der verbund ihre preise auf druck vor allem der roten geldverwschwender in wien in letzter zeit massiv anheben mußten......detto die energieversorger in vorarlberg...... daher wird die liberalisierung immer mehr zur pseudoliberalisierung......das meinte ich mit de facto

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      24. September 2010 09:19

      Zugegeben, die Marktwirtschaft im Energiebereich ist nach wie vor etwas schwach ausgeprägt. Gehören doch fast alle Anbieter der öffentlichen Hand, auch wenn sie noch so provatwirtschaftlich daherkommen. Mit jährlichem Anbieterwechsel geht es aber noch, mache ich mittlerweile.

      Jedenfalls ist niemand gezwungen, Energie von der Salzburg AG zu beziehen. Überdies sind Quersubventionierungen zur Bahn verboten; weiß schon, dass es da genug Möglichkeiten gibt.

  18. Kurt22
    23. September 2010 09:21

    Alter Spruch aus den 70ern: Die Bahn ist das einzige Unternehmen, wo sich die Gewerkschaft einen Generaldirektor hält.
    Alter Vorschlag aus den 70ern: Schenken wir dem ÖGB die ÖBB!
    Solange es die Betonschädel Haberzettel und Kumpane gibt, solange wird sich bei der Bahn nichts ändern, außer Österreich geht vorher in Konkurs, das Erwachen wird grausam. Solange Gewerkschaften nicht betriebswirtschaftlich denken, und ihre Daseinsberechtigung nur in Lohnerhöhungen und Wahrung "wohlerworbener Rechte" sehen, wird sich nichts ändern.

  19. inside
    23. September 2010 08:55

    Überall, wo Gewerkschaft draufsteht, ist ÖBB drinnen!!!

  20. Martin Bauer
    23. September 2010 08:50

    Thomas Lahnsteiner ad al

    Als interessierter Leser Ihrer Kommentare, darf ich doch darauf hinweisen, dass die Schweizer und Deutsche Bahn heute nicht das Thema sind.
    Vielmehr die Kostenexplosion, die Hand in Hand mit Ineffizienz voranschreitet. Daran ändern auch einige 240 kmh-Züge nichts.

    Ich begrüsse den Versuch von Haselsteiner & Co., eine Konkurrenzsituation (auch wenn es sich nur um die Rosine im österreichischen Schienennetzes handelt) herbeizuführen.

    Sollte das von Ihnen untenstehende Szenario tatsächlich eintreten, so wäre das im schlechtesten Fall eine Fortführung des ist-Zustandes, im besten Fall allerdings ein weiteres Druckmittel gegenüber der ÖBB, Kosten zu reduzieren und sich zu reorganisieren.

    Ich darf hier auf das Beispiel "Le Majestic Imperator" (Kaiserzug) des Herrn Gottfried Rieck aufmerksam machen:

    http://www.europazug.at/der_zug/majestic_imperator.php

    Auch ein Prophet, der im eigenen Land nichts gilt, dem von der ÖBB in schikanösester Form seit Jahren Prügel vor die Füsse geworfen werden, dessen systematisch Expansion behindert wird, der sich aber vor allem im asiatischen Raum grösster Wertschätzung erfreut. Immerhin sind die besten Fluglinien der Welt Vertriebspartner des Herrn Rieck.

    Ein Unternehmen, das privatwirtschaftlich geführt nicht nur aus Marketing/Strategiegründen der ÖBB ein Dorn im Auge ist, sondern weil privatwirtschaftlich geführt es beweist, dass man mit "Bahn" auch wirtschaftlich reüssieren kann, sofern man es zulässt.

    Alles in allem:
    ÖBB in den Konkurs schicken - anders wird man die Knebelungsverträge der ÖGB-Profiteure nicht los - und dann privatisieren.

    • Gerhard Pascher
      23. September 2010 18:49

      Martin Bauer:
      Ich glaube nicht, dass die Gewerkschaft und die meisten Mitarbeiter interessiert sind, dass sich bei der ÖBB etwas ändert. Es gab bisher immer Geld für die Verlkustabdeckung vom Staat und wird es auch in Zukunft geben.
      P.S.:
      die erste Zeile sollte vermutlich lauten: Thomas Lahnsteiner et al (alii oder doch alia?). :-)

  21. thomas lahnsteiner
    23. September 2010 08:03

    Herr Unterberger, ich schätze 90% ihrer Kommentare sehr, nur von den spezifika des europäischen bahnbetriebes haben sie wenig ahnung, denn die von ihnen hochgelobten deutschen und schweizer bahnen haben ebenfalls ein gewaltiges defizit und die privilegien der schweizer und deutschen eisenbahnangestellten sind im prinzip nicht anders als die der österreicher. Als beruflicher vielfahrer zwischen wien, linz, salzburg und münchen kann ich nur sagen, dass mit der einführung des rail-jets ein gewaltiger qualitätssprung nach vorne gemacht wurde. Besonders dumm von der zahnarzthelferin finde ich daher, dass sie dem herrn haselsteiner eine private konzession für die lukrative strecke wien-salzburg zugeschanzt hat. Niemals würden die SBB oder die DB eine konkurrenz auf ihren lukrativsten strecken dulden...dort lacht man über die dummen und korrupten österreicher.
    Das konzept der haselsteiner gesellschaft ist aber trotzdem schwer daneben.
    Haselsteiner will ab Ende 2011 mit doppelstockzügen (besonders angenehm mit gepäck!!!) die westbahn zwischen wien-westbahnhof und salzburg bedienen. Höchstgeschwindigkeit 200 km/h, ÖBB-railjet dann 240 km/h.....haselsteiner will in attnang-puchheim, wels, st valentin, amstetten und wien hütteldorf halte einbauen..die railjets rasen da durch oder umfahren hütteldorf...die private westbahn AG ist eine gewaltige fehlkonstruktion, die völlig am markt vorbei installiert wurde...enden wird es so:
    der haselsteiner wird beim preis schleudern müssen, die ÖBB werden nachziehen, trotzdem wird dann der haselsteiner seine westbahnkonzession der DB , oder der SNCF oder der SBB verkaufen müssen und dann schaut das anders aus: vor allem die DB wird dank ihrer zulaufstrecken massiv in den österreichischen markt drängen und die öbb auch finanziell auf dieser strecke unter druck setzen...den schaden hat dann wieder einmal der österreichische steuerzahler....die lukrativen strecken hat die umnachtete zahnarzthelferin verscherbelt bzw verschenkt und den verbleibenden mist dürfen dann die ÖBB bedienen... zum vergleich DB-ÖBB: schauen sie sich das theater um stuttgart 21
    im vergleich zur effizienten bauweise des wiener zentralbahnhofs an...so toll sind die deutschen bahnverantwortkichen wirklich nicht !!!!!!!

    • brechstange
      23. September 2010 08:21

      Wird sich für Bures und Co ausbezahlt haben, wie es scheint.

    • terbuan
      23. September 2010 08:27

      thomas lahnsteiner
      Sie haben völlig recht, die Westbahn ist DER Goldesel der ÖBB und dort eine Konkurrenz sich ins Haus holen ist der absolute Schwachsinn.
      Außerdem, die vorgesehene Zugführung entspricht den derzeit stündlich vekehrenden IC Zügen, außer in Spitzenzeiten reichen die auch, Doppelstockwaggnos eignen sich nur für den Nahverkehr und wenn der Haselsteiner den Fahrpreis der ÖBB mit Vorteilscard (welche die meisten verwenden) unterbietet, dann kommt er nie in die schwarzen Zahlen!

    • Johann Scheiber
      23. September 2010 09:01

      Herr Lahnsteiner, danke für den sehr informativen Beitrag.

      Neben der Sympathie für die anatolischen Unterschichten haben unsere Politiker halt auch Verständnis für unsere herausragenden Leistungsträger wie Herrn Haselsteiner.
      Das Problem liegt nur darin, dass sie das ignorieren, was dazwischen liegt, das schlichte, aber alles finanzierende Volk.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      24. September 2010 09:21

      "Konkurrenz ins Haus holen" ist gut, den ÖBB bleibt gar nichts anderes übrig. Dank der bösen EU.

  22. terbuan
    23. September 2010 07:54

    Nur ein Beispiel für die Ineffizienz der ÖBB:
    Die Bahn hat insgesamt fast 400 Taurus-Lokomtiven zum Stückpreis von ca. 4 Mio EUR. Diese Lok ist eine hervorragende Entwicklung von Siemens und kann als Universal- und auch Mehrstromlok sowohl vor Güter- als auch vor schnellen Personenzügen gespannt und in verschiedenen Stromsystemen eingesetzt werden.
    Beim Personenverkehr ist die Entwicklung allerings schon seit längerer Zeit in Richtung kompletter Triebzüge (TGV, ICE) gegangen, sodass die ÖBB im Personenvekehr zuviele dieser Loks haben, daher auch die Notlösung "Railjet".
    Daher werden diese Loks (welche für Hochgeschindigkeiten konzipiert wurden) teilweise für langsame Regionalzüge verwendet, das ist so, wie wenn man einen Porsche regelmäßig im innerstädtischen Verkehr verwendet!

    • HDW
      23. September 2010 13:14

      Ja, aber dafür hat Siemens das rote Trutscherl, die Lebensgefährtin des Gott sei Dank an die EU entsorgten Sozialisten Swoboda, eine Zeitlang ertragen und hoch bezahlen müssen. Als Zeitzeuge kann ich nur sagen: solange die Linke das Verstaatlichten-Imperium des Herrn Ing. Waldbrunner (Kommunist aus Moskau) in ihren Krallen hatte erreichte Österreich nie den Lebensstandard sämtlicher Nachbarländer (ausser der kommunistischen natürlich) trotz Unsummen an Marshall-Plan ERP Krediten! Erst die millimeterweise Befreiung von diesem Albtraum und die Liberalisierung der Industrie machte die Nachkriegskonjunktur möglich. Dass sich bei dem Vorgang die Linken von KPÖ Steindlinger bis Länderbank Vranitzky auch noch die Taschen vollstopfen konnten ging aber, genau wie jetzt auf das Versagen jeglicher Opposition zurück, und das hat sicher viel mit hier endemischer Charakterlosigkeit zu tun.

    • thomas lahnsteiner
      23. September 2010 16:10

      ich kann dem überhaupt nicht folgen...es ist doch besser universell verwendbare triebfahrzeuge wie die taurus zu haben, als komplette triebzüge, die dann die ganze nacht herumstehen und nicht gebraucht werden, während die taurus im güterzugverkehr eingesetzt ist.

    • thomas lahnsteiner
      23. September 2010 16:10

      ich kann dem überhaupt nicht folgen...es ist doch besser universell verwendbare triebfahrzeuge wie die taurus zu haben, als komplette triebzüge, die dann die ganze nacht herumstehen und nicht gebraucht werden, während die taurus im güterzugverkehr eingesetzt ist.

    • Karl Rinnhofer
      23. September 2010 16:38

      @ Terbuan
      (a) Die Bestellung der Taurus-Lokomotiven in dieser großen Zahl unter Draxler hing damit zusammen, dsass damals ein europäischer "Lok-Pool" angedacht war, der dann nicht zustande kam. Immerhin muß man feststellen, dass die 1016 recht wohlfeil erstanden wurdne, vor allem im Vergleich mit den Thyristor - Vorgängertypen 1012 und 1014, aber auch 1044 und 1822. Tatsächlich ist der innerösterreichische Bedarf nur bei etwa 200 gewesen.

      (b) Der Überhang an "Tauri" führte auch zum verfrüht-zügigen Ausscheiden der Lokomotivreihen 1010/1110, 1141, 1041.200 sowie teilweise der 1042.0 und .5 und sogar einiger nicht wieder instandgesetzer 1044, auch aus wartungstechnischen Gründen und um Umlaufpläne zu optimieren sowie grenzüberschreitenden Verkehrs zu erleichtern (quasi europäische Einheitsbauart).
      Mittlerweile wird das Ersatzprogramm offensichtich wieder zurückgenommen; sogar 1042 -0-Serien-Lokomotiven (1963-1967 gebaut) sind im Einsatz, die 05, 06, 07-Serienmaschinen bekommen wieder neue Motoren.. .

      Auch der Elektrotriebwagen 4010 mußte ersetzt werden (wurde dann immer wieder "verlängert") und nicht durch Elektrotriebwagen, sondern durch lokomotivgespannte (oder in Wendezügen "geschobene") Züge ersetzt. Zum Vergleich die enorm große Zahl der Lokomotivbestellung: Von der "klassischen " österreichischen Dampf-Schnellzuglokomotive 113 (später Reihe 33) wurden insgesamt (samt den beiden Prototypen) 42, von der 214 (später Reihe 12) 13 Stück bestellt; diese bewältigten den gesamten schweren Schnellzugsverfkehr auf Österreichs. hauptstrecken bewältigen. (Allerdings wurde das Programm durch die immense Bestellung der Kriegslokomotive 52 noch deutlich überholt).

      Dass die 1016 auch in Regionalzügen eingesetzt wird, hängt einerseits mit der Philosphie der "Einheislokomotive" zusammen (éin Konzept, in dem Österreich führend war, bevor Deutschland den Vorteil erkannte). Für Umlaufpläne ist es bisweilen günstiger, manchmal Loks "unter ihrer Qualifikation" einzusetzen. Zudem paßt deren Sgteeúerung besser zu den "Steuerwägen" als das traditionelle Stufenschaltwerk der 1142, Die "Wendezüge" für den Regionalverkehr (mit "Cityshuttle-Waggons) ersdheinen ohnedies als Übergangslösung, bis diese die "Talent"-Elektrotriebwagen (Reihe 4023/4024) ersetzt haben. Das Dilemma: Cityshuttle-Waggons vestäkrt in Intercityzügen - mit ihrer teilweise engen Bestuhlung eine Zumutung ...

      Zu den TGV - ICE (auch: Thalys, Shinkansen, Eurostar): Lösungen: Bei diesen Bauformen wird die Traktionsleistung z.T. auf mehr Achsen aufgeteilt, was Vorteile bei der Beschleunigung und Oberbaubanspruchung ergibt. Bei lokomotivbespannten Zügen (nur 4 angetriebene Achsen!) gibt es manchmal Traktionsprobleme für optimale Beschleunigung; zudem kann im Schiebebetrieb (Wendezüge) nicht voll bschleunigt werden, da es im Weichenbereich sowie auf krümmungsreichen Strecken Zugkraftbeschränkungen (NM) aus Sicherheitsgründen gibt. Ich erinnere an die seinerzeitigen Sicherheitsbedenken beim nur 2500 KW starken und relativ leichten 4010 im Schiebebetrieb bei dessen Einführung.

      Bei den ICEs ist die Sache differenziert zu betachen:
      Es gibt Varianten mit 2 Triebköpfen (einer schiebt, einer zieht), also 8 angetriebene Achsen (Ursprungsbauart ICE1), es gibt solche mit nur 1 Triebkopf (ICE2) und solche mit mehreren über den ganzen Zug verteilten Achsen ( ICE3 und ICE4, österreichische ICE-REihe 4011).
      Neben dem Traktions- und Beschleunigungsproblem zeigte sich nämlich hohe Oberbaubelastung bei Lokomotiven älterer Bauart mit hoher Achslast (in Österreich etwa 22 Tonnen) bei hohen Geschwindigkeiten. Daher baute man den Triebkopf des 4010 wesentlich leichter (nur 16 Tonnen Achslast) und verteilte die Leistung der 1010/1110 auf sechs (statt vier) Achseh, obwohl diese Lokomotiven PS-mäßig nicht stärker waren als die vierachsige 1042. Letztlich hat sich diese 6-achsige Bauweise gerade auf Gebirgsstrecken als verhängnisvoll erwiesen (z.B. "Semmeringverbot" für 1010/1110 nach Radsternenbrüchen).

      Zu "Railjet Notlösung": Ich gebe Ihnen recht; das ist technisch keine optimale Lösung; sie folgt wohl dem Zwang der Verfügbarkeit der "Tauri". Wie sich aus anderen Wendezuglösungen zeigte, ist das Zuggewicht unter aliquoter Einbeziehung der Lokomotive recht hoch im Verhältnis zu der zu befördernden Passagierzahl (schlechter als bei PKW, die nur mit einer Person besetzt sind); die Beschleunigung isst beschränkt; sie bleibt im Schiebebetrieb deutlich unter der Leistungsmöglichkeit der Lokomotive. Das ist nur sinnvoll, wenn lange Strecken ojhne Halte durchgefahren werden.

      In diesem Punkt ist das Konzept der Doppelstockwagen deutlich überlegen: Sie sind viel leichter im Verhältnis zu beförderten Personen.

      Die Kritik an Doppelstockwagen im Fernverkehr (von Mitposter) kann ich nicht nachvollziehen: Selbst bei TGVs gibt es mittlerweile Doppelstockausführungen, seit man die aerodynamischen Ursprungsprobleme gelöst hat, und sie erfreuen sich großer Beliebtheit. Bei "Cityshuttles (=umgebaute und mit Klimatisierung versehene Schlierenwaggons) versuchte man das Problem des ungüpnstigen Passagierzahl-Gesichtverhältnmisses durch extem enge Bestuhlung mit minimierter Fußfreiheit - ohne Berücksichtigung der Fenster-Vorgaben ("blinde Passagiere") - u lösen, was Kunden zu Recht verärgerte.

      Im Nahverkehr hat sich - sofern mit Lokomotivtraktiin - der Doppelstockwagen durchgesetzt, beschränkt nur durch Lichraumhöhen (daher kein durchgänger Verkehr auf der Südbahnstece mi den "Wiesel": Wegen Semmeringtunnes nur bis Payerbach bzw. Mürzzuschag). Eingeschoßige Wendezüge für den Regionalverkehr wurden (nach Klimatisierung) so schwer, dass etwa auf de steirischen Ostbahn mit der davor herangehzogenen 2Diesel-043/2143 die Fahrpläne nicht mehr zu halten waren; erst der doppelt so starke "Herkules" (2016) brachte Besserung.
      Im Fernverkehr ist das "Stiegensteigen" für Passagiere "im ersten Stock" noch weniger belastend als im Nahverkehr bei dessen hoher Fahrgastfluktuation.
      Auch das Gepäckproblem sollte kein Problem sein: Bei den künftigen Zügen der "Westbahn AG" soll ja der in jedem Waggon vorhande Zugbegleiter im ebenerdigen Gepäcksraum auf dieses achten.,

      Auch bei Fernbussen (siehe Intercitybus Graz - Klagenfurt - Venedig) hat sich die Doppelstöckigkeit durchgesetzt, während man im innerstädtischen Verkehr trotz "Verkehrsflöchenbegrenzung wieder Gelenkbusse einsetzt.

    • terbuan
      24. September 2010 07:53

      Sehr geehrte Herr Rinnhofer,
      danke für Ihre fachlich hervorragenden Korrekturen, von innen betrachtet sieht die Sache natürlich anders aus, als ein laienhafter Bahnfahrer es beobachtet.
      Zu den Doppelstockwaggons: Anläßlich einer Sonderfahrt nach Prag mit dem derzeitigen Nahverkehrsmaterial hat sich meine Begeisterung in Grenzen gehalten, abgesehen von der besseren Aussicht, war es eher eine sehr unbequeme Tortur, aber die Waggonfabriken werden hoffentlich für den Fernverkehr komfortableres Material zu liefern in der Lage sein.
      MfG
      terbuan@aon.at

  23. terbuan
    23. September 2010 07:43

    Der neue ÖBB Generaldirektor Kern wird in der heutigen "Presse" zitiert: "Entweder wir machen aus den ÖBB ein Vorzeigeunternehmen oder sie gehören der "Deutschen Bahn". Das erachte ich nicht als gefährliche Drohung sondern als die einzige Chance für dieses unsanierbare Unternehmen!
    Gegen die ÖBB war der Fall AUA ja ein Fliegenschiß obwohl er den Steuerzahler genug (unnötiges) Geld gekostet hat.
    Es ist leider Tatsache, überall wo die Gewerkschaften übermächtigen Einfluß haben, dort ist die wirtschaftliche Führung eines Unternehmens schlichtweg unmöglich!

    • Alexander Renneberg
      23. September 2010 07:50

      besser wäre die schweizer bahn.
      aber halt, wie sagte mal ein nationalrat der spö & öbb betriebsrat auf die frage warum denn die schweizer bahn soviel besser dastünde als die öbb:

      "das könne man nicht vergleichen", meinte er, "österreich sei schließlich ein gebirgiges land."

    • terbuan
      23. September 2010 07:56

      Ja, besser schon, aber die Schweizer Bahn ist zu klein dafür, da würden beide den Bach hinuntergehen!

    • Alexander Renneberg
      23. September 2010 08:02

      terbuan, ok, da haben sie natürlich auch wieder recht.
      lieber wär´s mir halt ;-)

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      24. September 2010 09:38

      "das könne man nicht vergleichen", meinte er, "österreich sei schließlich ein gebirgiges land."


      Wenn Sie die Bevölkerungsstrukturen der Schweiz und Österreich vergleichen, wissen Sie, was er gemeint hat. ÖBB und SBB haben tatsächlich grundsätzlich andere Voraussetzungen. Die Schweiz hat eine fast doppelt so hohe Bevölkerungsdichte wie Österreich, und die Bevölkerung lebt großteils in der Nordhälfte des Landes und konzentriert in wenigen Tälern, wo auch die Bahn-Hauptstrecken verkehren. Nicht zuletzt eine Folge unfähiger österreichischer Raumordnungspolitik.

  24. Alexander Renneberg
    23. September 2010 07:39

    vor einiger zeit bei ortner online.

    solange diese personen derart abgehoben sind wird sich bei der öbb nichts ändern.

    Voestalpine-Betriebsrat wünscht sich Quad
    Der scheidende Angestelltenbetriebsratschef der voestalpine Stahl, Fritz Sulzbacher, wünscht sich ein Quad als Abschiedsgeschenk. Er sorgt damit für "Kopfschütteln" im Unternehmen. p.s. das war auch derjenige der sich als dienstwagen einen Q7 gekauft hat, wärend die vöstmitarbeiter kurzarbeit machen mußten!

    • Kurt22
      23. September 2010 11:51

      Na was kümmern einem ordentlich g´standenen roten Gewerkschafter die Arbeitnehmer? Wenn jemandem das Erklimmen der Karriereleiter durch fehlende Qualifikation verwehrt ist, oder das Arbeiten nicht so sein Ding ist, engagiert er sich eben in der Gewerkschaft.

  25. brechstange
    23. September 2010 07:29

    In Österreich wird Verfassungsrecht gebrochen, in der Verfassung nämlich steht, dass die Gewerkschaft überparteilich zu sein hat. Dh es müsste die Gewerkschaft, in der Form wie sie jetzt besteht, zerschlagen werden, da sie VERFASSUNSWIDRIG ist. Aber wie es in Österreich halt üblich ist, wird die Verfassung nur dazu verwendet, missliebigen etwas auszuwischen, wie es scheint. Wer soll denn da noch an einen Rechtsstaat glauben und noch schlimmer auf ihn vertrauen.
    Immer mehr wird der Rechtsstaat ausgehöhlt und hängt damit direkt mit dem "Besser-Schweigen" der Menschen zusammen, das Herr Dr. Unterberger bereits sehr eindrucksvoll in einem Kommentar über Gefahr für die Meinungsfreiheit behandelte.

  26. SuPa
    23. September 2010 05:54

    Der Lokführer Kern hat in seinem Führerstand einen Bremser mit dem Namen Haberzettl an Bord, daher wir er - trotz guter Vorsätze - genau so wie seine Vorgänger bald resignieren bzw. scheitern.
    Es gibt nur einen Ausweg aus dieser scheibar endlosen Krise: Auflösung der alten ÖBB und eine neue Gesellschaft im Staatsbesitz, welche sich ausschliesslich um die Infrastruktur (Schienen, Bahnhöfe usw.) kümmert. Interessierte Beförderungsgesellschaften sollten dann nach genauen Spielregeln diese Schienen benützen und auch entsprechende Gebühren bezahlen. Haselsteiner wird in ca. 15 Monaten mit seinen Zügen zwischen Wien und Salzburg den Beweis liefern, dass so etwas funktionieren wird. Auch die fast tot geglaubte Pinzgaubahn zwischen Zell/See und Krimml bestätigt schon jetzt, dass es ohne ÖBB wieder bergauf geht. Bei solchen Nebenbahnen müssen die Landesfürsten und Gemeinden zeigen, dass sie auch wirtschaftlich handeln können. Dies wäre ein vernünftiger Schritt weg vom "Finanzausgleichsdenken", wo man bisher nur alle 5 Jahre um die maximalen Anteile vom Bund kämpfte.
    Ob da der zuerst zitierte Bremser, die Gewerkschaft und die SPÖ mitmacht?

    • Observer
      23. September 2010 06:10

      Antwort zur zuletzt gestellten Frage: ein klares NEIN.
      Waren es nicht die britischen Gewerkschaften, welche von einigen Jahren bei Umstellung von Kohle- auf Diesel- bzw. Elektrolokomotiven das Mitfahren von ehemaligen und nun untätigen Heizern durchsetzten? Die damalige radikale Privatisierung in Großbrittannien durch die Thatcherregierung hat sich aber nicht bewährt, daher ist es schon besser, wenn das Schienennetz im Bundesbesitz bleibt. Damit kann der Staat über diese Fixkosten weiterhin subventionieren, denn eine völlige Selbstfinanzierung durch die Tarife für Personen- und Güterbeförderung ist unrealistisch. Nicht zu vergessen sind aber auch die enormen Grundstücksflächen und Immobilien, welche managels Gebrauch zu Geld gemacht werden können, auch Überbauungsrechte von weiter benützten Verkehrsflächen in den Städten stellen gute Einnahmequellen dar.





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