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Die Rentenenten und die jungen Alten

Viele Menschen, die normalerweise wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen, fürchten eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters. Ihr Argument: Die Älteren finden keine Jobs mehr, sie werden oft aus dem Job gedrängt.

Daher lehnen sie Änderungen ab – obwohl das durchschnittliche Pensionsantrittsalter in Österreich volle vier Jahre unter dem EU-Schnitt oder dem schwedischen Niveau liegt. Was eigentlich den dringenden Handlungsbedarf klar machen müsste – leben doch die Österreicher überdies länger als die meisten anderen Europäer (und studieren auch viel länger). Das Pensionssystem ist am Kollabieren, weil nur noch drei Viertel der Pensionszahlungen durch hereinkommende Beiträge gedeckt sind.

Da in den nächsten Jahren die Babyboomer in Massen in Pension gehen, wird das Missverhältnis noch viel krasser werden. Gleichzeitig haben das Budgetdefizit und die Staatsverschuldung schon lebensgefährliche Ausmaße angenommen (trotz aller Vorwahl-Propaganda). Der Spruch von den sicheren Renten erweist sich als eine der größten Politikerenten.

Allerdings zeigen die Statistiken überdurchschnittlich viele Ältere ohne Arbeitsplatz. Das scheint ja zu beweisen, dass die Reform-Skeptiker in dieser Hinsicht doch recht haben.

Dieses Phänomen hat aber zwei ganz andere Ursachen: Die erste ist die Tatsache, dass ein früher Pensionsantritt  ja durchaus den Wünschen vieler Menschen entspricht. Erstaunlich viele über 50-Jährige wollen möglichst rasch zum alten Eisen zählen. Sie sind sich daher oft aus vollem Herzen mit den Arbeitgebern über eine baldige Pensionierung einig.

Zweitens setzen die von der Gewerkschaft erkämpften Kollektivverträge und Besoldungssysteme völlig falsche Anreize: Sie machen in vielen Branchen einen 60-Jährigen doppelt so teuer wie einen 30-Jährigen. Der eine hat zwar die Erfahrung, der andere aber die Dynamik und Bereitschaft zu Innovation – was für Arbeitgeber mindestens gleich wertvoll ist. Überdies wird der 30-Jährige, der sich eine Familie aufbaut, viel eher zu den oft notwendigen Überstunden bereit sein als der Ältere.

Zusätzlich ist es rechtlich viel schwieriger, ältere Mitarbeiter zu kündigen als jüngere.

All das veranlasst logischerweise jeden Arbeitgeber, primär jüngere Mitarbeiter zu suchen und älteren ein finanziell attraktives (psychologisch aber demotivierendes) Angebot zu machen zu gehen.

Diese Malaise würde sich automatisch und radikal ändern, wenn man nicht schon mit 52 (siehe ÖBB und einige andere öffentliche Bereiche) oder 58 Jahren in Pension gehen kann, sondern wirklich erst mit 65. Oder mit 67 oder 70, wie es anderswo zum Teil schon beschlossen ist.

Wenn man aber darauf wartet, dass sich die Verhältnisse ändern, bevor man die Rahmenbedingungen ändert, dann werden wir auch noch 2050 ein ungelöstes Pensionsproblem haben. Obwohl die Republik inzwischen schon zweimal bankrott war.

 

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2010 09:46

    Zur Arbeit im Alter:
    ich bin mit 77 noch freiberuflich und steuer- sowie sozialversicherungspflichtig tätig: manchmal frisst mich ja der blanke Neid, mit welcher Intensität, Verve und Kampffreudigkeit sich viele unter Ihnen tagtäglich zeitaufwändig am Rot-Gelbkreuzerl-Haschen beteiligen (auch ich durfte inzwischen dank mehrfacher Zustimmung einige Male den diesbezüglichen "Olymp" betreten!).

    Kurz jedoch etwas Grundsätzliches:
    Wir alle - bis auf einige Kontra-Schwätzer - wissen um die hochgradige Fähigkeit unseres Dr. Unterberger, die Zeit, in der wir leben, mit seriösen, tiefgründigen und oft zukunftsweisenden Kommentare in wertkonservativem, gleichzeitig aber zeitoffenem Geiste zu artikulieren.
    Sein Forum , an dem wir teilhaben, ist sicher ein gutes Medium, ihm ermöglichend, seine fundierten Meinungen und Zeiteinschätzungen auch weiterhin zu publizieren und zur Diskussion zu stellen. Solange unser Mentor jedoch nicht die geeignete Plattform erhält, die Themenführerschaft in einem publikumswirksamen Medium wiederzuerlangen, werden unsere Diskussionen hier im Forum zwar für uns Gleichgesinnte sicher interessant, bestätigend und belebend bleiben; die für notwendige Änderungen jedoch unabdingbare Breitenwirkung ist mit diesem Forum leider kaum realisierbar. Die tägliche Gehirnwäsche durch den ORF und die meisten Printmedien, alles garniert mit den oft possenhaften Worten und Taten unserer Politiker (nach dem System "Brot und Spiele") lassen unsere Bevölkerung einseitig informiert und richtiggehend "benebelt" zurück.
    Die tägliche Realität ist: was links oder halblinks ist, wird öffentlich schöngeredet, alles ab Mitte/Rechts wird als "uncool", gestrig und natürlich auch pc-resistent diffamiert!
    Hier im Forum wurde es mehrfach (und nun auch hier) angesprochen: es wäre dringend notwendig, Persönlichkeiten in unserem Lande zu orten und zu überzeugen, die - ausgestattet mit genügend Geld, Einfluß und gutem Willen - Dr. Unterberger die Möglichkeit eröffnen könnten, sein Wissen und seine journalistischen Spitzenleistungen breitenwirksam artikulieren zu können: eine Stimme der Vernunft im zeitgeistig-schrillen Chor der üblichen Meinungsmacher!

  2. Ausgezeichneter KommentatorKurt22
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2010 09:23

    Ich wurde mit knapp 60 mittels 2-Zeilen-Brief auf die Straße gesetzt, bin also direkt Betroffener. Ich wollte und will immer noch bis 65 arbeiten, schreibe Dutzende Bewerbungen, und bekomme im besten Fall sehr höflich gehaltene Dankschreiben (Wir danken für Ihre Bewerbung, aber.....). Ich wäre in der glücklichen Lage, auch für relativ wenig Geld zu arbeiten, aber: siehe oben. Wenn ich dann lese, die Wirtschaft sucht Leute mit Erfahrung, dreht sich mir der Magen um. Vom AMS werde ich oft wie ein 25-jähriger behandelt, der sich um Arbeit drückt, die Vermittlungen des AMS sind teilweise lächerlich.
    Mein einziger Ausweg: Das Ansuchen um die Berufsunfähigkeitspension, ob es mir gefällt oder nicht, das ist die Realität!

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2010 10:05

    Man kann auch so klagen:

    Als ich begonnen habe zu arbeiten, da hing meine Pensionshöhe von meinen Einzahlungen ab und die waren hoch.

    Später dann kam die 'Pensionsgarantie', was nichts anderes bedeutet hat, als daß jeder zwar einzahlen muß, aber niemand mehr eine seinen Einzahlungen gemäße Pension erhalten wird, außer die Privilegierten.

    Jetzt spricht man bereits vom Staatszuschuß zur Pension, wegen der Alterspyramide und noch was nicht Unwesentlichem.

    Das nicht Unwesentliche ist die Tatsache, daß jeder halbwegs normal arbeitende Mensch bis etwa zu seinem 60. Lebensjahr bereits soviel eingezahlt hat, daß er bei etwa 3% Verzinsung seines Kapitals ab diesem Zeitpunkt von den Zinsen leben könnte.

    Ja, wer hat denn die Restgelder vernichtet ? Etwa 30 Pensionsversicherungsverwaltungen, etwa ebensoviele staatliche Kontrollorganisationen, etwa ein hohe Anzahl kranker Menschen, etwa eine hohe Anzahl Arbeitsloser, etwa eine hohe Anzahl von Berufsschmarotzern, u.s.w.

    Wie bei allen Dingen in Österreich ist es auch bei den Pensionen, überall hocken eine Unmengen unnötiger Schmarotzer drinnen und fressen die Pensionen auf.

    Ich bin in Zukunft für ein einziges staatliches Pensionssystem, in das alle gleich hoch einzahlen müssen und das das inflationsbereinigte Existenzminimum oder eine ähnliche Summe sichert und durch die Einzahlungen auch abdeckt.

    Wer mehr Pension will, kann in private Versicherungssysteme einzahlen oder über Firmenpensionen ein 3. Standbein bilden.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2010 09:14

    Das fahrlässige Verhalten von Politikern aber auch der Wirtschaft sich der älteren Dienstnehmer zu entledigen, was seit den 70ern gängige Praxis ist, rächt sich halt bald. Vielleicht ist die viel gerühmte Sozialpartnerschaft mit ihren ungesunden Netzwerken, doch nicht so genial wie viele uns das weis machen möchten, um natürlich ihren bequemen Sessel möglichst lange besetzen zu können.

  5. Ausgezeichneter KommentatorMartin Bauer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2010 09:07

    Schlage vor, das AMS zahlt ab dem 60.Lebensjahr 15% des allenfalls anfallenden Arbeitslosenentgeltes an die Unternehmen, wenn sich diese verpflichten, den Arbeitnehmer bis 65 zu beschäftigen. Bei Beschäftigung über 65, steigt der Satz auf 20%. Ein Höchstbetrag sollte ausreichen, um einen Missbrauch hintanzustellen.

    Damit würde das "Geldproblem" aus der Diskussion verschwinden und es wäre a la longue billiger, als die Frühpensionisten durchzufüttern.

    Was dieser Vorschlag (und jeder andere derzeit diskutierte Vorschlag) jedoch nicht beseitigen kann:

    - die meisten Frühpensionisten stammen aus dem öffentlichen Bereich, der sich explosionsartig zu Gunsten der Babyboomergeneration ausgebreitet hat. D.H., die sind kaum vermittelbar am Freien Markt.

    - Die Arbeitsunwilligen werden sich davon auch nicht abhalten lassen, den Arztbesuch als wichtigsten Termin einzutragen.

    - Das Wort "Hacklerregelung" sollte aus dem Vokabular der Verhandler gestrichen werden. Gesundheitliche Regelungen im Frühpensionsbereich reichen vollkommen und bestehen ja.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2010 09:52

    Im geschützten Bereich werden die Anreize für Frühpensionierungen hochgehalten um sie dann später als erfolgreiche Maßnahmen zur Verschlankung der Verwaltung und Effizienzsteigerung der Unternehmen verkaufen zu können.
    Die dazu vorher und nachher notwendigen Steuermittel wandern dann eben nur von einer Kostenstelle zu einer anderen.
    Im privaten Sektor sieht die Situation ganz anders aus. Wie schon vom Autor und Vorpostern ausgeführt, stellt die Strukur der Kollektivverträge das größte Problem bei der "Entsorgung" von gutverdienenden älterern Arbeitnehmern dar. Im Hinblick auf die "wohl erworbenen Rechte" sehe ich da nur langfristig eine Lösungsmöglichkeit. Die Idee, für diese Arbeitnehmer Ausgleichszahlungen seitens des AMS an die Unternehmen zu leisten, finde ich sehr gut!

  7. Ausgezeichneter Kommentatorambrosius
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2010 08:39

    Wir reden immer noch- ohne zu denken- von einer KrankenVERSICHERUNG und einer PensionsVERSICHERUNG. Das Wesen einer Versicherung liegt darin, daß mit einer von allen zu leistenden Prämie alle bei den Versicherten anfallenden-einschlägigen-Risiken abgedeckt sind. Der Ausgleich besteht lediglich darin, daß ein Versicherter weniger betroffen ist, also weniger aus den Prämien zurück erhält, der andere mehr, der eben mehr zurückerhält.Grundsätzlich aber zahlen alle Versicherten mit ihrer Prämie den ganzen Betrag ein, der als Schadensfall auftritt.(Ein Raucher ist in aller Regel ein Glücksfall für die Kranken- und Pensionsversicherung, ein siechender Hundertjähriger dagegen ein Kostenfaktor)
    Wenn eine Versicherung eine Unterdeckung von 25 % aufweist, wie im Artikel behauptet, dann muß sie Konkurs anmelden. Die rechtliche Konstruktion unserer Pensions- und Krankenversicherung weist noch die Besonderheit auf, daß die (Zwangs)Versicherungsnehmer die Entscheidung und Verantwortung für ihre Versicherung eigentlich selbst tragen müssen.
    Das aber haben die Bürger sich gerne abnehmen lassen und Funktionären und Politikern überlassen, die mit fremden Geld fröhlich ihre eigene Ziele im Auge haben und es weitgehend unkontrolliert verwirtschaften.
    Wir ärgern uns über die Sozialisierung der Verluste des Sauhaufens "Finanzwirtschaft", jedoch die Schuldigen an den Verlusten des Sauhaufens "Gesundheits- und Alterspension" sowie der dort stattfindenden sagenhaften Umverteilung von sauer verdienten Steuergeldern haben wir noch nichteinmal realisiert geschweige denn rechtsstaatlich dingfest gemacht.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorde Voltaire
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Oktober 2010 09:39

    Bei den Diskussionen über das nicht mehr finanzierbare Pensionssystem werden naturgemäß Ängste angesprochen, dies mag die emotionale Komponente erklären. Trotzdem hätte ich mir gerade in diesem Forum eine etwas rationalere und ehrlichere Diskussion erwartet:

    Warum ist das Pensionssystem in Zukunft nicht mehr finanzierbar? Weil die Menschen immer älter werden? Nun, in einer faktenbasierten Diskussion könnte dieser Einfluss ja schnell nachgerechnet werden. Und genauso schnell würde man erkennen, dass die immer höher werdende Lebenserwartung nur zu einem sehr kleinen Teil zum pensionsmathematischen Ungleichgewicht beiträgt. Hier ist auch nicht die Ursache für die Überalterung der Gesellschaft zu suchen. Also kann eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters auch nicht die echte Lösung sein.
    Ein Umlagesystem ist eigentlich die natürlichste und nachhaltigste Altersvorsorge, die man sich denken kann: Man zieht Kinder auf, versorgt sie, lässt ihnen eine Ausbildung zukommen. Und wenn man dann selbst alt wird, wird man dann von diesen Kindern versorgt, sie geben zurück, was sie vorher bekommen haben. Und grundsätzlich genauso funktioniert auch die „solidarische“ Variante davon, aber eben mit einem Ausgleich zwischen den Kindern, deren Eltern viel Geld für eine Ausbildung bieten können und denen, deren Eltern gerade das nötigste aufbringen. Einem Ausgleich zwischen den Kindern, deren Eltern einen überaschenden, schnellen Tot erleiden und denen, deren Eltern als Pflegefälle viel Aufwand erfordern. Einem Ausgleich zwischen den Kindern, die sich beim zurückgeben des Erhaltenen leichter tun und denen, die schon mit der eigenen Versorgung hoch belastet sind. Aber grundsätzlich könnte man jederzeit von der solidarischen Variante zurücktreten und käme wieder bei einem bewährtem, natürlichen System an.

    Was ist dann der Grund? Warum wird unser umlagenbasiertes Pensionssystem unfinanzierbar? Es sind, auch wenn das keiner hören will, das Ausbleiben von jungen Beitragszahlern, von Kindern. Es ist der gleiche Grund, der auch zur Überschuldung unseres Steuersystems führt: immer weniger tragen etwas bei, aber alle meinen, Ansprüche zu haben. Und, habe alle Ansprüche? Schließlich haben ja alle „eingezahlt“, oder?

    Damit dieses beschriebene System ein gerechtes System bleibt, ist es noch etwas weiter zu betrachten als oben beschrieben. Die beschriebenen Kinder müssen, um selbst als alte Menschen wieder etwas zurückzubekommen, natürlich auch selbst wieder Kinder aufziehen, sie versorgen, ihnen eine Ausbildung zukommen lassen. Nur diese Investitionen in die Zukunft berechtigen einen Anspruch an künftigen Rückzahlungen dieser Kinder.
    Also ein Zwang zu Kindern? Soldaten für den Führer, Kinder für den Staat? Mitnichten! Gerade unsere moderne, fortschrittliche und reiche Gesellschaft ermöglicht den Entwurf individueller Lebensentwürfe. Aber aus der Möglichkeit zu individuellen Lebensentwürfen kann und darf eben keine Verpflichtung zur Unterstützung dieser Lebensentwürfe abgeleitet werden. Freie Entscheidung der Vorsorgeform, aber eben ohne Anrecht auf die Zinsen der anderen, wenn man selbst nicht vorsorgen möchte! Auch und gerade der Einwand, dass es „ohnehin zu viele Menschen gibt, mehr als dieser Planet auf Dauer vertragen kann“ zieht nicht. Auch wenn die Größe der Menschheit zukünftig reduziert werden soll oder muss, kann daraus keine Pflicht abgeleitet werden, dass wir gefälligst von Fremden erhalten oder gar verwöhnt werden müssen. Dann ist eben selbst die Kornkammer zu füllen, aus der wir uns dann später versorgen wollen!

    Diese Förderung von kinderlosen Lebensentwürfen (wie immer natürlich auf Kosten anderer) ist finanziell wahrscheinlich das größte sozialpolitische (bzw. sozialutopische) Projekt der Gegenwart, unter dem Deckmantel und auf Kosten eines Pensionssystems. Und das soll, um hier weiter „gesellschaftspolitisch tätig sein zu können“ hinter den paar Prozent höherer Lebenserwartung versteckt werden. Und dort wird es auch von einer angeblich kritischen und liberalen Bloggemeinschaft wie dieser hier nicht entdeckt. Kein Wunder, wenn diesem Pensionssystem dabei die Luft ausgeht!


alle Kommentare

  1. Foge (kein Partner)
  2. Paulina (kein Partner)
  3. Katia (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:46

    Thanky Thanky for all this good inafimotron!

  4. Open (kein Partner)
    19. Januar 2015 08:05

    This is a really inilglteent way to answer the question.

  5. de Voltaire (kein Partner)
    02. Oktober 2010 09:39

    Bei den Diskussionen über das nicht mehr finanzierbare Pensionssystem werden naturgemäß Ängste angesprochen, dies mag die emotionale Komponente erklären. Trotzdem hätte ich mir gerade in diesem Forum eine etwas rationalere und ehrlichere Diskussion erwartet:

    Warum ist das Pensionssystem in Zukunft nicht mehr finanzierbar? Weil die Menschen immer älter werden? Nun, in einer faktenbasierten Diskussion könnte dieser Einfluss ja schnell nachgerechnet werden. Und genauso schnell würde man erkennen, dass die immer höher werdende Lebenserwartung nur zu einem sehr kleinen Teil zum pensionsmathematischen Ungleichgewicht beiträgt. Hier ist auch nicht die Ursache für die Überalterung der Gesellschaft zu suchen. Also kann eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters auch nicht die echte Lösung sein.
    Ein Umlagesystem ist eigentlich die natürlichste und nachhaltigste Altersvorsorge, die man sich denken kann: Man zieht Kinder auf, versorgt sie, lässt ihnen eine Ausbildung zukommen. Und wenn man dann selbst alt wird, wird man dann von diesen Kindern versorgt, sie geben zurück, was sie vorher bekommen haben. Und grundsätzlich genauso funktioniert auch die „solidarische“ Variante davon, aber eben mit einem Ausgleich zwischen den Kindern, deren Eltern viel Geld für eine Ausbildung bieten können und denen, deren Eltern gerade das nötigste aufbringen. Einem Ausgleich zwischen den Kindern, deren Eltern einen überaschenden, schnellen Tot erleiden und denen, deren Eltern als Pflegefälle viel Aufwand erfordern. Einem Ausgleich zwischen den Kindern, die sich beim zurückgeben des Erhaltenen leichter tun und denen, die schon mit der eigenen Versorgung hoch belastet sind. Aber grundsätzlich könnte man jederzeit von der solidarischen Variante zurücktreten und käme wieder bei einem bewährtem, natürlichen System an.

    Was ist dann der Grund? Warum wird unser umlagenbasiertes Pensionssystem unfinanzierbar? Es sind, auch wenn das keiner hören will, das Ausbleiben von jungen Beitragszahlern, von Kindern. Es ist der gleiche Grund, der auch zur Überschuldung unseres Steuersystems führt: immer weniger tragen etwas bei, aber alle meinen, Ansprüche zu haben. Und, habe alle Ansprüche? Schließlich haben ja alle „eingezahlt“, oder?

    Damit dieses beschriebene System ein gerechtes System bleibt, ist es noch etwas weiter zu betrachten als oben beschrieben. Die beschriebenen Kinder müssen, um selbst als alte Menschen wieder etwas zurückzubekommen, natürlich auch selbst wieder Kinder aufziehen, sie versorgen, ihnen eine Ausbildung zukommen lassen. Nur diese Investitionen in die Zukunft berechtigen einen Anspruch an künftigen Rückzahlungen dieser Kinder.
    Also ein Zwang zu Kindern? Soldaten für den Führer, Kinder für den Staat? Mitnichten! Gerade unsere moderne, fortschrittliche und reiche Gesellschaft ermöglicht den Entwurf individueller Lebensentwürfe. Aber aus der Möglichkeit zu individuellen Lebensentwürfen kann und darf eben keine Verpflichtung zur Unterstützung dieser Lebensentwürfe abgeleitet werden. Freie Entscheidung der Vorsorgeform, aber eben ohne Anrecht auf die Zinsen der anderen, wenn man selbst nicht vorsorgen möchte! Auch und gerade der Einwand, dass es „ohnehin zu viele Menschen gibt, mehr als dieser Planet auf Dauer vertragen kann“ zieht nicht. Auch wenn die Größe der Menschheit zukünftig reduziert werden soll oder muss, kann daraus keine Pflicht abgeleitet werden, dass wir gefälligst von Fremden erhalten oder gar verwöhnt werden müssen. Dann ist eben selbst die Kornkammer zu füllen, aus der wir uns dann später versorgen wollen!

    Diese Förderung von kinderlosen Lebensentwürfen (wie immer natürlich auf Kosten anderer) ist finanziell wahrscheinlich das größte sozialpolitische (bzw. sozialutopische) Projekt der Gegenwart, unter dem Deckmantel und auf Kosten eines Pensionssystems. Und das soll, um hier weiter „gesellschaftspolitisch tätig sein zu können“ hinter den paar Prozent höherer Lebenserwartung versteckt werden. Und dort wird es auch von einer angeblich kritischen und liberalen Bloggemeinschaft wie dieser hier nicht entdeckt. Kein Wunder, wenn diesem Pensionssystem dabei die Luft ausgeht!

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      02. Oktober 2010 11:34

      Wortreiches Geschwafel, wie es im Forum gefällt.

      Damit dieses beschriebene System ein gerechtes System bleibt...

      ogottogott. Es war nie gerecht, es ist sich nie ausgegangen. Jährlich werden dem System neue Leistungen aufgebürdet, ohne dass einer an deren finanzielle Bedeckung denkt. Gerechtigekitsgeschwafel, o weh.

      Schon in den 80ern sagte Kohmaier: Adam Riese schlägt zurück. man kann (damals) nicht 30 Jahre 20% einzahlen und 20 Jahre 60% bekommen. Inzwischen ist alles viel schlimmer geworden.

      Rudimentäre Rechenkenntnisse reichen aus, wenn man es verstehen will.

    • fosca
      03. Oktober 2010 00:09

      @M.U. Shrooms

      Absolute Zustimmung, mehr ist dazu nicht zu sagen! ;-)

  6. Stachel (kein Partner)
    01. Oktober 2010 13:27

    Ein Hauptgrund dafür, dass gerade jetzt möglichst viele Menschen in Pension gehen, ist die großartige (und von Unterberger auch entsprechend gerühmte) "Pensionssicherungsreform" der Schüssel-Regierung: je später man in Pension geht, umso weniger bekommt man - ab 2018 dann wirklich nur mehr etwa 70% von dem, was man im Jahre 2002 bekommen hätte. Deswegen schaut jeder, dass er so bald wie möglich in Rente geht.
    Ein weiterer Faktor für das Defizit der Pensionskassen ist das Pensionsalter von 60 für Frauen: 5 Jahre längere Lebenerwartung bei 5 Jahren kürzerer Lebensarbeitszeit - das kann sich natürlich nie ausgehen.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      01. Oktober 2010 19:59

      Für so eine tiefschürfende Analyse muss man schon Linker sein, oder gar Journalist.

      Fakt ist, dass man nicht von Sozialabbau reden muss, sondern von Illusionsdemontage. Dieses System ist von Anfang unbezahlbar gewesen, hier bedient sich jeweils eine Generation von Pensionisten an ihren Enkeln.

      Es ist ein Umlagesystem, Kapital gab es ja nie dafür. Was hereinkommt wird im selben Monat aus Steuermitteln verdoppelt und ausgezahlt. Wenn die Menschen ständig später zu arbeiten beginnen, frühen in Pension gehen und zudem länger leben, wie soll das dann ausgehen? Wirklich eine Nobelpreisangelegenheit.

    • Gennadi (kein Partner)
      03. Oktober 2010 09:06

      Was würde die Linke bloß ohne Schüssel machen.....

  7. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    01. Oktober 2010 09:57

    Ich glaube wir hatten das schon mal, aber mir ist immer noch kein Kollektivvertrag begegnet, der 60-Jährige doppelt so teuer macht wie 30-Jährige. Warum immer die Wiederholung von Falschaussagen?

    Stichprobe Handel ca. 70% mehr (im Vergleich zu Berufseinsteigern, nicht 30jährigen, das wären viel weniger!), und der Handel hat so ziemich die meisten Sprünge. Bei den Metallern z.B. kommt man gar nicht über 50% hinaus.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. Oktober 2010 09:58

      Korrektur Tippfehler: Bei den Metallern z.B. kommt man gar nicht über 15% (FÜNFZEHN Prozent) hinaus.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. Oktober 2010 10:02

      Was übrigens nicht heißen soll, dass sich die Gehaltspyramide nicht zugunsten der Jungen verschieben sollte. Aber die Zahlen, mit denen Unterberger operiert, sind lächerlich.

    • Reinhard (kein Partner)
      01. Oktober 2010 10:32

      @Schnabeltierfresser
      naja, ganz so ist es nicht, denn der KV ist die Theorie, derweil in der Praxis oft genug mehr gezahlt wird.
      Aber was die Metaller angeht, zumindest in bestimmten Berufssparten, da stimmt das sehr wohl. Durch den weiterhin akuten Fachkräftemangel sind auch junge Leute dort nur für viel Geld zu haben und die Firmen würden auch ältere gerne behalten, aber extrem viele haben 50+ einfach keine Lust mehr zum arbeiten und lassen mutwillig Schlendrian einreißen und bekommen frühzeitig nicht nachweisbare aber sehr schmerzhafte Verschleißerscheinungen im Nackenbereich, um rechtzeitig in den Letzten Großen Urlaub gehen müssen zu dürfen....

    • APM (kein Partner)
      01. Oktober 2010 10:39

      Lieber STF

      Manchmal - nicht immer - hat man den Eindruck, dass unser lieber A.U. wirklich den Bezug zur Wirklichkeit verloren hat. Was seine Meinung zur Arbeitssituation betrifft:
      Er war mit 100%er Sicherheit noch nie mit der Aufnahme von Mitarbeitern konfrontiert. Weder mit welchen die zu "höheren", noch mit Jenen, die zu "niedereren" Aufgaben vorgesehen wären. Ich will bei Gott nichts verallgemeinern, doch hätte er sich jemals darum kümmern müssen, wäre er der abgrundtiefen Verzweiflung erlegen. Diese ganze ineinander greifende Problematik ist mit Schwarz / Weiß oder Gut/Böse Definition bzw. Malerei mit Sicherheit nicht zu erklären.
      Manchmal ist man den Tränen nahe....

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. Oktober 2010 10:45

      Lieber Reinhard, da haben Sie schon recht. Oft wird mehr bezahlt als KV, und bei den Metallern durch den Fachkräftemangel erst recht mehr.

      Aber was soll das mit dem KV zu tun haben, es handelt sich hier marktmäßige Zuzahlungen? Vielelicht würde die Nachfrage älterer Arbeitnehmer höher sein, wenn man ihnen ein besseres Angebot machen würde?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. Oktober 2010 10:49

      Und ergänzend ad "KV ist die Theorie": mehrere KVs sind mittlerweile völlig wertlos, da von der Realität längst überholt. IT ist auch ein gutes Beispiel, hier sind Überzahlungen über KV von 100% keine Seltenheit.

      Ein Grund mehr, die Hauptursachen für die Malaise bei der Erwerbstätigenquote nicht bei den von der Gewerkschaft erkämpften Kollektivverträgen und Besoldungssystemen zu suchen.

    • Josef Maierhofer
      01. Oktober 2010 11:04

      @ Schnabeltierfresser

      Das Beispiel IT zeigt z.B., wie schwierig und marktfern solche Kollektivverträge überhaupt sind. Sie werden zusätzlich ausgeschmückt mit oft unfinanzierbarer Sozialverzierung.

      Wäre es da nicht wirklich gescheiter, Volltarife zu zahlen und die Arbeitnehmer zahlen ihre Abgaben selbst und regeln ihre Ruhezeiten selbst, ihre Pensionen, etc. ?

      Weder das Minimum stimmt, und nach oben ist sowieso immer alles offen, auch bei den Gewerkschafterhonoraren.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. Oktober 2010 12:07

      Der IT-KV war bei seiner Erstverhandlung durchaus nicht marktfern und in einigen Bereichen sehr innovativ. Er hat sich nur nicht mit dem Markt mitentwickelt, wofür es konkrete Gründe gibt. Aber das führt etwas zu weit.

      Sicher hat ein Zustand ohne KV auch Vorteile. Aber mir ging es ja darum, dass die österreichischen KVs für die Probleme die Unterberger anspricht wenn überhaupt nur sehr bedingt verantwortlich zu machen sind.

    • Gennadi (kein Partner)
      03. Oktober 2010 09:10

      STF, Sie verkennen eines. Viele Firmen (und oft auch der Staat) kündigen Arbeitnehmer mit Erreichung des Fünfzigers. Um nicht die später höheren Kosten tragen zu müssen. Diese Arbeitnehmer finden dann selten noch eine neue Anstellung - weil Firmen nahezu ausnahmslos nur Personen bis 35 anstellen. Diese älteren Nichtmehr-Arbeitnehmer fallen dann dem Staat zur Last, ohne weitere Beitragsmöglichkeit.

      Deshalb ist auch die Frage des Kollektivvertrages egal. Der wird schon ohnehin nicht beachtet, sonst würde es nicht heißen (ohne bisher ein einziges Beispiel genannt zu haben), Frauen würden in denselben Jobs weniger als Männer verdienen.

  8. Reinhard (kein Partner)
    01. Oktober 2010 05:44

    Nur weil ihnen die Zahlen in einem "Gutachten", das angesichts der vollkommen Unmöglichkeit wirtschaftlicher Prognosen über einen Zeitraum von 5, 10 oder gar 50 Jahren sowieso nichts anderes darstellt als teure Kaffeesudleserei (es erstaunt mich immer wieder, wofür sich Leute für Geld hergeben - mit Seriosität haben diese "Gutachten" gar nichts zu tun), nicht passen, vertagen schlappe 34 "Experten" (die nicht zwingend Ahnung, aber ein passendes Parteibuch haben müssen) ihre bezahlte Arbeit um ein halbes Jahr.
    Dabei spielen die Zahlen der Zukunft gar keine Rolle, wenn man die Zahlen der Gegenwart betrachtet. Der Trend ist klar, die Unkenrufe der Vergangenheit wurden grauslich übertroffen, die übelsten Pessimisten lagen bisher nahest am eingetroffenen Ergebnis.
    Den Leuten muss klar sein (und den meisten ist es das auch), dass es nur zwei Möglichkeiten gibt, damit das System nicht bald kollabiert: Entweder real länger arbeiten oder die Pensionsbezüge radikal auf einen Mindestsicherungsbetrag kürzen. Aber sie wischen es vom Tisch, Hauptsache sie bekommen noch den fetten Anteil ab, auch wenn ihre eigenen Kinder und Enkel dafür werden bluten müssen. Sie verraten ihre eigenen Nachkommen für Silberlinge - so dekadent ist unsere Welt schon geworden.

  9. fosca
    01. Oktober 2010 02:39

    Herr Unterberger zeigt die Problematik mit älteren Arbeitnehmern vollkommen richtig auf und ehe man an eine ANHEBUNG des Pensionsalters denkt, sollte man zuerst einmal das derzeit gesetzliche Pensionsantrittsalter einhalten, denn das wäre doch der erste Schritt in die richtige Richtung und würde rasch eine gewisse Entlastung des Systems einleiten.
    Aber nicht einmal das wollen die Herrschaften in der Regierung aus Gründen der Stimmenmaximierung zur Kenntnis nehmen! :-(

  10. Dr. Dieter Zakel MA
    30. September 2010 19:56

    2050 werden wir kein ungelöstes Pensionsproblem mehr haben.
    Denn da werden die Pensionisten bereits zu Hundefutter weiterverarbeitet :D

    • Brigitte Imb
      30. September 2010 21:08

      Aber nur die HIV u. Hepatitis negativen, also da bleiben welche über.

    • fosca
      01. Oktober 2010 02:35

      @Dr. Dieter Zakel

      Möglich wäre es, aber Unmengen von Botox und Silikon lassen zu diesem Zeitpunkt keine Verarbeitung zu Tierfutter mehr zu, oder sehe ich das falsch? ;-)

    • APM (kein Partner)
      01. Oktober 2010 09:12

      Da werden aber schon einige Jener dabei sein, die heute noch jung und blitzgescheit - die progressive Meinung vertreten, dass a) alt werden bloß eine Last für die Jugend sei und daher dem Schweizer Verein Veritas zur Entsorgung übergeben werden sollten.
      In diesem schönen Artikel Unterbergers überschlagen sich in entwaffnender Art die logischen Begründungen für diesen - leider - vorhandenen Ist-Zustand und Für- bzw. Wider- Argumente dies in die Reihe zu bringen.
      Er zeigt so richtig drastisch dass unser verehrter Leitartikler - noch nie - der Wirklichkeit ausgesetzt war. Sein Geplänkel mit den "Eigentümern" der "Wiener-Zeitung" kann er da wohl nicht als Beweis anführen. In gewisser Weise erinnert das an Psychologen die immer weise Ratschläge an Kinder erziehende Eltern geben ohne je selbst Kinder gehabt und noch weniger erzogen haben.

    • socrates
      01. Oktober 2010 09:46

      Die MINT-Generation meint:
      Es gibt nichts auf dieser Welt, was bis 2060 vorhersagbar ist, außer die Pensionen.
      So viel Dummheit war zur Zeit Galilei´s unvorstellbar. Noch einige wenige Schulreformen und das weiß niemand mehr in Ö.

    • APM (kein Partner)
      01. Oktober 2010 10:10

      lieber socrates

      Ich gehöre leider noch einer Generation an die sich mit denglischen Kurzbezeichnungen mangels Bildung nicht so auskennt.
      Deshalb meine Frage: Was ist "MINT-Generation"?
      Für die Aufklärung im Voraus herzlichen Dank!

    • Martin Bauer
      01. Oktober 2010 11:19

      APM

      Mathematik
      Informatik
      Naturwissenswchaften
      Technik
      ...

      gern geschehen

    • APM (kein Partner)
      01. Oktober 2010 12:40

      S.g. Martin Bauer

      Vielen Dank!! Da sieht man wieder welche Bildungsrückstände meine Generation hat. All das hat es in meiner Generation natürlich noch nicht gegeben. Die Meinung von "socrates" die Pensionen bis 2060 seien locker vorhersagbar zeigt mir unmissverständlich den Fortschritt der "New Generation". (Ich hoffe dass ich das so richtig bezeichnet habe.) Wir, in grauer Vorzeit lernten "nur" 1+1 zusammenzuzählen. Dies scheint bei der MINT-Generation, die in Überbildung schwelgt, vergessen worden zu sein...
      Deswegen hatten wir auch Kinder - aber ich gestehe, auch ein bisschen des Vergnügens bei der Produktion wegen, vermutlich aber auch weil wir naturwissenschaftlich noch nicht die Aufklärung über das Entstehen dieser Kinder hatten - ließen diese Kinder etwas lernen, manchmal auch (sofern sie das nötige Hirn dazu hatten) studieren - dies sogar auf meist eigene Kosten - und waren bass erstaunt, dass diese Maßnahmen griffen und als alte KnackerINNEN ein wenig Pension haben. Aber genügend Zuwanderung wird ALLE Probleme lösen...

    • socrates
      01. Oktober 2010 21:19

      APM
      Diese MINT´s sind sehr zynisch und haben recht, denn 50 Jahre voraussagen ist unmöglich. Die Politiker lügen dreist und die Medien stützen sie.

  11. socrates
    30. September 2010 14:37

    2 Systeme zur Pensionsgestaltung sind möglich:
    1. Politisch- unehrlich: Man kassiert möglichst alles ein und verteilt unter großem Schwund an die Seilschaften, die die Macht sichern. Da sind 45 Jahre Beiträge für das Plebs, das die Frechheit hat, länger zu leben, zuwenig.
    Als der Kaiser bei einem Bankett den Zöllner am Ende des Tisches fragte, warum er so wenig von den Einnahmen erhalte, gab dieser seinem Nachbarn ein Stück Eis zum Weitergeben Richtung Kaiser. "Was bei Ihnen ankommt, Majestät, ist Ihr Anteil"!
    2. Versicherungsmäßig - ehrlich: Ein einfaches Problem der Rentenrechnung, das jeder HAK Absolvent lösen können sollte:
    Endwert der Einzahlungen = Barwert der Auszahlungen
    http://www.jomo.org/index.php/grundbegriffe-der-rentenrechnung
    Weiters hat der Staat einen Geldtopf, aus dem er sich immer wieder gierig bedient. Dann heißt es halt: 2 Jahre später in Pension, der Fond kassiert, Spart und vielleicht sterben doch ein paar Anwärter.
    3. Die MINT- Generation meint:Arbeit für alle wird es nicht mehr geben. Bei Vielen wäre es gut, sie hätten nie gearbeitet: Elsner, Flöttl, ÖBB, ORF,................!
    Man braucht einen neuen Gesellschaftsvertrag: Libertée, Égalitée, Fraternitée.

    • Markus Theiner
      30. September 2010 17:53

      Versicherungsmäßig ehrlich würde aber bedeuten: Endwert der Einzahlungen = Barwert der zu erwartenden Auszahlungen - Verwaltungsaufwand
      Um letzteren kommt halt auch eine Versicherung nicht herum. Und die zu erwartenden Auszahlungen sind zumindest dann notwendigerweise abzuschätzen, wenn man nicht alles auf einmal auszahlt, sondern laufend bis zum Tod.

      Es gäbe aber noch eine dritte Variante: Jeder Pensionist bekommt den gleichen Betrag pro Monat, unabhängig davon wie lange er gearbeitet hat oder wie viel er eingezahlt hat, der reicht aber wirklich nur zum Überleben und um den Rest muss man sich selber kümmern. Klare Sozialleistung.

    • socrates
      30. September 2010 20:03

      Markus Theiner
      Sie haben Recht, die Verwaltung kostet, aber die jetzige, mit einer Vielfalt von Modellen und noch mehr Ausnahmen, ist sicher teuerer. Ihr Vorschlag entspricht der Mindestsicherung, wozu dann überhaupt eine Pension? Wenn die Beiträge abgeschafft werden und die Tintenpaläste niedergerissen, ist das die beste Lösung. Versichern kann sich jeder selbst und es wäre gerechter!

    • Kaffeehäferl
      30. September 2010 23:17

      Ist nicht das Wesen einer Sozialversicherung, daß sie einen sozialen Ausgleich schafft? Wenn dem so ist, warum wird dann immer neidig argumentiert: Ich hab so viel (mehr) eingezahlt und hab daher das Recht, daß ich so viel (mehr) ausgezahlt bekomme?

      Legt man das auf die Krankenkasse um, dann würde das bedeuten, daß sie Kasse "höherwertige" Leistungen nur jenen angedeihen läßt, die über einen bestimmten Betrag an Beiträgen einzahlen.

      Die (staatliche) Pflicht-Pensionsversicherung sollte meiner Ansicht nach tatsächlich nur das Überleben ermöglichen. Dafür erhält jeder denselben Betrag ausbezahlt. Um der Gemeinschaft willen sorgen halt die Stärkeren für die Unterstützung der Schwächeren: Mehrverdiener zahlen mehr ein als Wenigverdiener, kriegen aber dennoch nicht mehr raus.

    • max (kein Partner)
      01. Oktober 2010 02:56

      Liebr kaffehäferl, dann sollten Sie sich ein Vorbild bei uns nehmen. Ich bezahle als Unternehmer zwar den doppelten Beitrag in die Arbeitslosenversicherung, werde aber keinen Tag von dieser Versicherung profitieren können. Ist unser System gerechter als das in Oesterreich?

    • socrates
      01. Oktober 2010 10:00

      Kaffeehäferl
      In den USA, GB, usw. sind längst alle Leistungen begrenzt. Sozial heißt nicht, daß die einen zahlen und die anderen kassieren. Sozial heißt nicht, daß die Kleinsten den größten Anteil zahlen und die Politiker entscheiden, wer die Privilegien bekommt und dazu noch unbeschränkt Migranten importiert. Wenn wir das wollten, ist die Monarchie viel billiger und sie war gerechter!
      Der Schlachtruf ist Solidarität, die Wirklichkeit schamlose Bereicherung der Sozialisten.
      Die Grundsicherung sorgt für sozial, der Rest gehört nach SOLL und HABEN verrechnet.
      Nicht: Deppata brenn, mir wissn scho was da taugt! Solidarität Genosse! Freundschaft

  12. Samtpfote
    30. September 2010 14:36

    Der Carlo sociale hat mir am Telefon gesagt:
    "Ich suche eine, 28 Jährige, mit 20 jähriger Berufserfahrung".
    Pöhse!

    Der traut sich was.

  13. Kaffeehäferl
    30. September 2010 11:29

    Zitat A.U.:

    All das veranlasst logischerweise jeden Arbeitgeber, primär jüngere Mitarbeiter zu suchen und älteren ein finanziell attraktives (psychologisch aber demotivierendes) Angebot zu machen zu gehen.

    Diese Malaise würde sich automatisch und radikal ändern, wenn man nicht schon mit 52 (siehe ÖBB und einige andere öffentliche Bereiche) oder 58 Jahren in Pension gehen kann, sondern wirklich erst mit 65. Oder mit 67 oder 70, wie es anderswo zum Teil schon beschlossen ist.


    Das verstehe ich nicht. Wieso sollte die Malaise, daß eine Firma alte Mitarbeiter loswerden will und nur junge aufnehmen will durch ein reelles höheres Pensionsantrittsalter gelöst werden? Alles, was dadurch passieren wird ist eine Verschiebung von Frühpensionisten hin zu Arbeitslosen.

    Aus Erfahrungen mit meinem vorigen Arbeitgeber, der über anderthalb Jahre lang mit Sozialplänen Mitarbeiter dazu motiviert hat, die Firma zu verlassen, weiß ich, daß man mit 53 zum alten Eisen gehört. Die Angebote für über 53-jährige waren besonders attraktiv. Mitarbeiter zwischen 45 und 53 Jahren, die zu jung waren, ein attraktives Angebot zu bekommen, wurden angesprochen, die Firma zu verlassen und arbeitgeberseitig gekündigt, wenn sie es nicht gemacht haben.

    Ich bin immer fassungslos wenn dann pauschal behauptet wird, diese Gruppe von Leuten sei arbeitsunwillig. Das Gegenteil ist der Fall: Diese Gruppe von Leuten ist wie vor den Kopf gestoßen wenn sie, obwohl sie sich für die Firma eingesetzt hat, auf die Straße gesetzt wird.

    Bei erwähntem Arbeitgeber war kein Zusammenhang zu erkennen zwischen Einsatzbereitschaft/Leistungsbereitschaft eines Mitarbeiters und des Interesses des Arbeitgebers am Fortbestand seines Beschäftigungsverhältnisses. Das wirkt zusätzlich demotivierend und entspricht auch überhaupt nicht dem hier so viel propagierten Leistungsprinzip. Es zeigt nämlich die Ohnmacht des Arbeitnehmers, den Fortbestand seines Beschäftigungsverhältnisses positiv zu beeinflussen.

    Ich verstehe wohl, daß das Pensionssystem nicht finanzierbar ist, wenn wir so weitermachen. Ich sehe mich selbst auch nicht mit 65 in Pension gehen, auch nicht mit 67. Denn wenn ich den Trend der letzten Jahre zu einem höheren gesetzlichen Antrittsalter extrapoliere, schätze ich, daß ich wohl nicht in Pension gehen werde, bevor ich nicht 75 bin.
    Andererseits rechne ich mir auch aus, daß ich dann halt die letzten 20 Jahre vor meiner Pensionierung in der Arbeitslosigkeit verbringe weil ich ab spätestens 55 Jahren für Arbeitgeber in meiner Branche (hier in Österreich, resp. Europa) zum alten Eisen gehöre.

    Das Hinaufsetzen des vom Gesetzgeber gewünschten Pensionsantrittsalters wird also als Maßnahme nicht ausreichen, die Sozialsysteme Pension + Arbeitslosenversorgung finanzierbar zu halten.
    Vielmehr müssen Maßnahmen getroffen werden, die dem Trend des Abbaus alter Mitarbeiter entgegenwirken. Arbeitgeber müssen motiviert werden, alte Mitarbeiter weiter zu beschäftigen.

    • Kurt22
      30. September 2010 11:55

      Dem Trend wird man aber nur mit Zwangsmaßnahmen entgegenwirken können, gutes Zureden wird da kaum helfen. Solange aber öffentlich Bediensdete (da hatte auch Schwarz/Blau seine Sünde mit den Lehrern) lange vor 65 in die Pension gehen, noch dazu mit sehr hohen Pensionen, wird sich die Wirtschaft einen Dreck um längere Beschäftigung kümmern.

    • max (kein Partner)
      01. Oktober 2010 02:52

      Lieber Kaffeehäferl, ich muss zugeben, ichkenne die gesetzgeberischen Verhältnisse in Oesterreich nicht genügend. Ich bin Unternehmer, also Arbeitgeber, in der Schweiz. Bei uns ist es durch staatliche Willkür (inklusive verbindliche Gesamtarbeitsverträge) so, dass mich ein älterer Angestellter ungefragt seiner Qualifikation, teurer kommt. Selbstverständlich werde ich mir genau überlegen, ob es sich für mich lohnt, diesen weiter zu beschäftigen. Vielfach ist die Rechnung negativ. Meine Aufgabe als Unternehmer ist es, Gewinn zu erwirtschaften. Wenn mir der Staat Kostenfaktoren künstlich aufbläht, bin ich für die Konsequenzen icht haftbar. Dem entgegen sehe ich mich dauernd Forderungen von Gewerkschaften und anderem linken Gesindel ausgesetzt, "sozialer" zu entscheiden. Den unaufgefordert Supergescheiten würde ich gerne glauben (wer will denn nicht der Weihnachtsmann sein) wenn sie irgendwo eine Firma im freien Markt betreiben würden, die ihre Forderungen in Gänze erfüllt.

  14. Josef Maierhofer
    30. September 2010 10:05

    Man kann auch so klagen:

    Als ich begonnen habe zu arbeiten, da hing meine Pensionshöhe von meinen Einzahlungen ab und die waren hoch.

    Später dann kam die 'Pensionsgarantie', was nichts anderes bedeutet hat, als daß jeder zwar einzahlen muß, aber niemand mehr eine seinen Einzahlungen gemäße Pension erhalten wird, außer die Privilegierten.

    Jetzt spricht man bereits vom Staatszuschuß zur Pension, wegen der Alterspyramide und noch was nicht Unwesentlichem.

    Das nicht Unwesentliche ist die Tatsache, daß jeder halbwegs normal arbeitende Mensch bis etwa zu seinem 60. Lebensjahr bereits soviel eingezahlt hat, daß er bei etwa 3% Verzinsung seines Kapitals ab diesem Zeitpunkt von den Zinsen leben könnte.

    Ja, wer hat denn die Restgelder vernichtet ? Etwa 30 Pensionsversicherungsverwaltungen, etwa ebensoviele staatliche Kontrollorganisationen, etwa ein hohe Anzahl kranker Menschen, etwa eine hohe Anzahl Arbeitsloser, etwa eine hohe Anzahl von Berufsschmarotzern, u.s.w.

    Wie bei allen Dingen in Österreich ist es auch bei den Pensionen, überall hocken eine Unmengen unnötiger Schmarotzer drinnen und fressen die Pensionen auf.

    Ich bin in Zukunft für ein einziges staatliches Pensionssystem, in das alle gleich hoch einzahlen müssen und das das inflationsbereinigte Existenzminimum oder eine ähnliche Summe sichert und durch die Einzahlungen auch abdeckt.

    Wer mehr Pension will, kann in private Versicherungssysteme einzahlen oder über Firmenpensionen ein 3. Standbein bilden.

  15. terbuan
    30. September 2010 09:52

    Im geschützten Bereich werden die Anreize für Frühpensionierungen hochgehalten um sie dann später als erfolgreiche Maßnahmen zur Verschlankung der Verwaltung und Effizienzsteigerung der Unternehmen verkaufen zu können.
    Die dazu vorher und nachher notwendigen Steuermittel wandern dann eben nur von einer Kostenstelle zu einer anderen.
    Im privaten Sektor sieht die Situation ganz anders aus. Wie schon vom Autor und Vorpostern ausgeführt, stellt die Strukur der Kollektivverträge das größte Problem bei der "Entsorgung" von gutverdienenden älterern Arbeitnehmern dar. Im Hinblick auf die "wohl erworbenen Rechte" sehe ich da nur langfristig eine Lösungsmöglichkeit. Die Idee, für diese Arbeitnehmer Ausgleichszahlungen seitens des AMS an die Unternehmen zu leisten, finde ich sehr gut!

    • Kurt22
      30. September 2010 10:16

      Und dass die Zahl der juvenilen Pensionisten gerade im geschützten Bereich besonders hoch ist (ÖBB, Post, WIEN) ist die größte Chuzpe!
      Ich kann im privaten Bereich keinem Arbeitgeber vorschreiben, mich zu beschäftigen bzw. zumindest zu bezahlen.

  16. Wertkonservativer
    30. September 2010 09:46

    Zur Arbeit im Alter:
    ich bin mit 77 noch freiberuflich und steuer- sowie sozialversicherungspflichtig tätig: manchmal frisst mich ja der blanke Neid, mit welcher Intensität, Verve und Kampffreudigkeit sich viele unter Ihnen tagtäglich zeitaufwändig am Rot-Gelbkreuzerl-Haschen beteiligen (auch ich durfte inzwischen dank mehrfacher Zustimmung einige Male den diesbezüglichen "Olymp" betreten!).

    Kurz jedoch etwas Grundsätzliches:
    Wir alle - bis auf einige Kontra-Schwätzer - wissen um die hochgradige Fähigkeit unseres Dr. Unterberger, die Zeit, in der wir leben, mit seriösen, tiefgründigen und oft zukunftsweisenden Kommentare in wertkonservativem, gleichzeitig aber zeitoffenem Geiste zu artikulieren.
    Sein Forum , an dem wir teilhaben, ist sicher ein gutes Medium, ihm ermöglichend, seine fundierten Meinungen und Zeiteinschätzungen auch weiterhin zu publizieren und zur Diskussion zu stellen. Solange unser Mentor jedoch nicht die geeignete Plattform erhält, die Themenführerschaft in einem publikumswirksamen Medium wiederzuerlangen, werden unsere Diskussionen hier im Forum zwar für uns Gleichgesinnte sicher interessant, bestätigend und belebend bleiben; die für notwendige Änderungen jedoch unabdingbare Breitenwirkung ist mit diesem Forum leider kaum realisierbar. Die tägliche Gehirnwäsche durch den ORF und die meisten Printmedien, alles garniert mit den oft possenhaften Worten und Taten unserer Politiker (nach dem System "Brot und Spiele") lassen unsere Bevölkerung einseitig informiert und richtiggehend "benebelt" zurück.
    Die tägliche Realität ist: was links oder halblinks ist, wird öffentlich schöngeredet, alles ab Mitte/Rechts wird als "uncool", gestrig und natürlich auch pc-resistent diffamiert!
    Hier im Forum wurde es mehrfach (und nun auch hier) angesprochen: es wäre dringend notwendig, Persönlichkeiten in unserem Lande zu orten und zu überzeugen, die - ausgestattet mit genügend Geld, Einfluß und gutem Willen - Dr. Unterberger die Möglichkeit eröffnen könnten, sein Wissen und seine journalistischen Spitzenleistungen breitenwirksam artikulieren zu können: eine Stimme der Vernunft im zeitgeistig-schrillen Chor der üblichen Meinungsmacher!

    • terbuan
      30. September 2010 10:00

      Wertkonservativer,
      stimme Ihnen völlig zu, wir brauchten halt in Österreich auch einen Thilo Sarrazin, damit sich etwas bewegt. Dazu André Lichtschlag in ef:
      "Die Woche der Wahrheit: Der Fall Sarrazin als Zeitenwende?"
      http://ef-magazin.de/2010/09/29/2582-die-woche-der-wahrheit--der-fall-sarrazin-als-zeitenwende

      Oder eine starke Bürgerrechtsbewegung!
      mfG
      terbuan@aon.at

    • Vayav Indrasca
      30. September 2010 12:46

      Haha, der Text erinnert an Jubeladressen an DDR-Bonzen. Großartig, wie hier viele gleichgeschaltet sind – das heißt sich selbst gleichgeschaltet haben.

    • terbuan
      30. September 2010 13:08

      HaHa, die Neuigkeit des Tages, ein zahlender Troll!
      Ihre Meinung zu aktuellen Sachthemen brauchen Sie hier ja nicht zu äußern, die können wir in den gleichgeschalteten Medien jederzeit nachlesen. Es reicht ein polemischer 2-Zeiler!

    • brechstange
      30. September 2010 13:12

      Herr Indrasca,
      was haben Sie gegen FREIWILLIG? Die Politisch Korrekten wollen allen ihre Meinung aufzwingen, sie sind tolerant ihrer eigenen Meinung gegenüber, von Meinungsfreiheit halten die nichts. Vielleicht spürt auf der Seite bereits die tönernen Füße.

    • inside
      30. September 2010 13:19

      Vayav Indrasca

      Vermute, dass sinnerfassendes Lesen nicht Ihre Stärke ist.
      Oder kontrollieren sie, ob Sie auch den gemeinten Artikel konsumiert haben.
      Anderenfalls darf ich darauf hinweisen, dass nicht alle Spenden steuerabzugsfähig sind.
      Nur so ein Tipp, von Zahler zu Zahler für das Jahr 2011.
      Sie verstehen?

    • Kurt22
      30. September 2010 14:22

      @terbuan: Wahrscheinlich haben´s in der Löwelstraße gesammelt, vielleicht hat aber auch der Heinz Fischer und der Michi Häupl das Sponsoring übernommen.

    • Brigitte Imb
      30. September 2010 16:30

      @Kurt

      Dann sinds aber sicher Steuergelder, naja egal, das werd´ma aushalten.

    • Kurt22
      30. September 2010 16:53

      @Brigitte Imb: Da wären ein paar Steuer-Euronen wenigstens besser angelegt, als an manchen anderen Plätzen.

    • Undine
      30. September 2010 22:33

      @Kurt22

      "Trollsponsoring" also :-); kann bestimmt von der Steuer abgesetzt werden, oder?

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      01. Oktober 2010 00:54

      Ich ziehe den Hut vor Ihnen, Wertkonservativer.
      Denn Sie haben völlig recht: Wir können uns hier die Finger wundtippen und die Mäuler in Fransen reden — die Nomenklatura aller österreichischen Parteien wird sich über uns und Dr. Unterberger einen Ast lachen.
      Wenn das Ganze nicht in eine breíte Bewegung mündet, getragen von frischen, charismatischen Persönlichkeiten und Ideen, bleibt alles vergebliche Liebesmüh und verschwendete Zeit.
      Herzliche Grüße!

    • Wertkonservativer
      01. Oktober 2010 07:03

      Danke, terbuan und Marcus Aurelius!
      Eine Reaktionen auf meinem Beitrag scheinen mir nicht auf ihn bezogen. Habe ich da etwas versäumt?

    • mike1 (kein Partner)
      01. Oktober 2010 08:53

      verehrter wertkonservativer: mit vergnügen lese ich regelmäßig nicht nur die artikel des herrn a.u., sondern verfolge auch ihre antworten und kommentare und kann ihnen - soweit ich sie bis jetzt gelesen habe - nur vollinhaltlich zustimmen.
      dass sie selbst mit 77 noch aktiv im arbeitsleben stehen, ist zweifellos bewundernswert und sollte beispiel sein für die jugendlichen, die in der heutigen zeit leider gottes keine vorbilder mehr haben, an die sie sich anlehnen könnten.

      es muss ja nicht jeder so lang arbeiten, aber die heutigen jugendlichen haben z.t. keine besondere motivation, überhaupt eine ernsthafte ausbildung über sich ergehen zu lassen. arbeit wird als störung des freizeitstress' betrachtet....

      und was ein medium betrifft, in dem a.u. seine meinung verbreiten könnte: das müsste ein völlig neues blatt sein, die geistig vor sich hin modernden angestammten blätter können's wohl nicht sein - es wird daher vorläufig beim blog bleiben (müssen).

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. Oktober 2010 13:24

      Wir alle wissen um die hochgradige Fähigkeit unseres Dr. Unterberger, die Zeit, in der wir leben, mit seriösen, tiefgründigen und oft zukunftsweisenden Kommentare in wertkonservativem, gleichzeitig aber zeitoffenem Geiste zu artikulieren.

      Für die Präsentation dieses Satzes gehört umgehend ein Andreas-Unterberger-Museum eingerichtet!

    • Wertkonservativer
      01. Oktober 2010 13:42

      Danke auch, Mike1, für Ihre freundliche Zustimmung.
      Zur Frage des für nachhaltige Veränderungen in unserem System notwendigen Print-Mediums:
      Wenn es einen Herrn Mateschitz hier in Österreich gibt, der nicht nur für seinen Fußballklub und seinen Rennstall jährlich Millionen ausgibt,sondern sich darüber hinaus auch eine Extremsport-Zeitschrift leistet (Bulletin - sicher extrem subventioniert), sollte es dann doch auch einige weitere Geldleute geben (wie auch Stronach bis vor kurzem), die den Mut haben, etwas Neues (in unserem Sinn) zu wagen!

      Ich z.B. bin zu alt, um mich an (leider nicht erwartbaren) positiven Revolutionen zu beteiligen; denke eher schon an mein (seliges?) Ende. Aber wird unsere Jugend noch den Mumm haben, hier positive Veränderungen durchzusetzen?
      Ich bezweifle das angesichts der Saturiertheit auch schon der jungen Generation. Weit and see!

    • Wertkonservativierer (kein Partner)
      01. Oktober 2010 13:54

      Danke für diese Satire!

      Seriöse und tiefgründige Kommentare...großartig.
      Ich würde eher sagen Polemik, Tatsachenverdrehungen, Falschaussagen (in jüngster Vergangenheit siehe "Datenschützer sind Verbrecher"), unbelegte Behauptungen sowie eine große Portion Frustration und Hass.

      Aber bite leg nur los und überzeuge die Persönlichkeiten in unserem Lande vom großartigen Spitzenjournalisten Unterberger.

      Kleiner Hinweis: Diejenigen die sich als wertkonservative Liberale oder ähnlich bezeichnen sollten sich einmal darüber klar werden welche Werte sie konservieren wollen. Der Begriff ist nämlich an Unschärfe kaum zu überbieten. Auch die bösen Linkslinken können wertkonservativ sein und beispielsweise den Wert soziale Gerechtigkeit oder Gleichheit konservieren. Werte hat praktisch jeder Mensch, auch jene die hier zutiefst verachtet werden, sich selbst als Wertkonservativ zu bezeichnen ist ohne Erklärungen eine Nullaussage.

    • Wertkonservativer
      01. Oktober 2010 14:12

      Zum Beitrag des "Wertkonservativer"(ohne Krönchen) kann ich nur sagen:
      Zitat:" wie kommt der Herr ins Damenbad??"
      Bitte: ich bin der "mit Krönchen", und meine Meinung kennen Sie!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      01. Oktober 2010 23:11

      Auch ein Damenbad kann hochgradig sexy sein!

  17. Kurt22
    30. September 2010 09:23

    Ich wurde mit knapp 60 mittels 2-Zeilen-Brief auf die Straße gesetzt, bin also direkt Betroffener. Ich wollte und will immer noch bis 65 arbeiten, schreibe Dutzende Bewerbungen, und bekomme im besten Fall sehr höflich gehaltene Dankschreiben (Wir danken für Ihre Bewerbung, aber.....). Ich wäre in der glücklichen Lage, auch für relativ wenig Geld zu arbeiten, aber: siehe oben. Wenn ich dann lese, die Wirtschaft sucht Leute mit Erfahrung, dreht sich mir der Magen um. Vom AMS werde ich oft wie ein 25-jähriger behandelt, der sich um Arbeit drückt, die Vermittlungen des AMS sind teilweise lächerlich.
    Mein einziger Ausweg: Das Ansuchen um die Berufsunfähigkeitspension, ob es mir gefällt oder nicht, das ist die Realität!

    • brechstange
      30. September 2010 09:32

      Das ist die Seite, die die Wut in der Bevölkerung steigert. Es wird mit gespaltener Zunge gesprochen, in Wahrheit bereinigen öffentliche Institutionen und Firmen durch Frühpensionierungen bequem ihre Personalsituation und das schon seit den 70er Jahren. Niemand machte sich Gedanken über das WARUM? Es war halt bequem, doch mit dieser Vorgangsweise wurden auch andere Strukturprobleme ausgeblendet. Man erzeugte eine Wirtschaftsbasis mit Zielgruppe 50 +, den finanzstarken fitten Jungpensionisten.

      In Summe ist diese Politik fahrlässig und NICHT nachhaltig.

    • Kurt22
      30. September 2010 09:36

      Kleine Zusatzanmerkung: Mir ist ein Fall bekannt, wo ein FH-Absolvent (Master) auf seine Bewerbungen Ablehnungen bekommt, mit der Begründung, er habe keine Berufserfahrung.
      Quo vadis, Wirtschaft?

    • socrates
      30. September 2010 09:42

      Willkommen an Bord!

    • Observer
      30. September 2010 10:21

      Kurt22:
      Es ist bekannt, dass die AMS bei solchen bedauernswerten Fällen versagt. Ich kann nur jedem in einer solchen Situation empfehlen, eine Art Ich-AG zu gründen, d.h. als Selbständiger irgend eine Arbeit der persönlichen Neigungen und Interessen zu beginnen. Ich weiss, dies ist in unserem Land sehr unüblich, aber doch die beste Chance, in so einer Situation positiv zu bleiben. Denn erfolglose Bewerbungen machen doch nur krank und verkürzen das eigene Leben. Übrigens: auch für den Start solcher Eigeninitiativen gibt es Hilfen vom AMS und anderswo.
      Also: Kopf hoch und alles Gute, lieber Kurt22.

    • Josef Maierhofer
      30. September 2010 11:11

      @ Observer @ Kurt22

      Ich habe das damals mit 48 auch so getan. Ich habe nach 2 000 Bewerbungen und nach etwa 300 Antworten und nach 57 Bewerbungsgesprächen 5x einen Job zugesagt bekommen und keinen angetreten, weil man einen besseren, jüngeren, etc. gefunden hatte und meist 3 Tage vor Arbeitsantritt abgesagt hat ....

      Da habe ich ein Unternehmen gegründet und bis zu 5 Mitareiter, die heute auch alle kleine Firmen haben, angestellt gehabt und teilweise ausgebildet.

      Diese kleinen EPUs sind flexibel, sicher und werden immer gebraucht.

      Wer allerdings eine 100% (gibt es ohnehin nicht wirklich) Absicherung in Form einer Anstellung mit Urlaub, Krankenstand, 1700 Jahresarbeitsstunden, Firmenboni, etc.etc. sucht, wird diese Probleme haben, wie Kurt22 sie aufzeigt. Wer allerdings 3 500 bis 4 000 Stunden pro Jahr für ein kleines Angestelltengehalt arbeiten will und kann und bereit ist, das Risiko (es gibt günstige Versicherungen) für seine Arbeit zu übernehmen und für seinen Beruf zu leben, der wird bei Erfolg meist nicht üppig mit Geld, aber üppig mit gutem Ruf belohnt.

      Ich persönlich bin glücklich mit meinen Arbeitsergebnissen für meine Kunden und auch mit den Arbeitsergebnissen meiner ehemaligen Mitarbeiter.

      Wichtig ist eine eigene ordentliche QM für seine eigenen Geschäftsfälle und Produkte, wichtig ist der Aufbau der Geschäftsbeziehungen. Die Kontakte habe ich über die Firmen aufgebaut, die eine Anstellung abgelehnt hatten.

      Mein erster Auftrag hat sich so abgespielt:
      Frage: 'Was suchen Sie hier ?' Antwort 'einen Job'.
      Antwort: 'Wir haben keinen freien Job'. Frage: 'Aber Auftrag haben Sie schon, oder ?' Antwort: 'Ja, das haben wir.' Der Auftrag war umfangreich und betrug 1 1/2 Jahre volle Auslastung.

      Es kamen parallel dazu über die Kunden dieser Firma auch weitere Aufträge auf mich zu und der 16-Stunden Tag, die 7-Tagewoche und das 360-Tage Jahr und der finanzielle Erfolg, der mir erlaubt hat, Geräte zu kaufen, Mitarbeiter anzustellen und auszubilden.

      Inzwischen führen die Firmen der Mitarbeiter die Mengenaufträge ab und ich bin als Spezialist in Europa und USA unterwegs, um Problemlösungen zu bieten.

      Nicht verzagen Kurt22 ! Einfach Angebote machen, wenn Sie Bedarf sehen und Stein für Stein das Haus von unten aufbauen, am besten mit jüngeren Menschen, die dann eine Menge Know How aus Ihrem Erfahrungsschatz mitbekommen und Ihre Firma weiterführen werden.

      Noch was: Wer bis 65 arbeitet, darf als Unternehmer neben der Pension ohne Pensionskürzung unbeschränkt weiterarbeiten.

      Alles Gute wünsch ich Ihnen.

    • Kurt22
      30. September 2010 12:03

      Sorry, ich wollte mit meinem Beitrag nicht weinerlich wirken, bin wirtschaftlich so abgesichert, dass ich nicht verhungern werde.
      Der heutige Idealkandidat der Wirtschaft ist etwa: Alter max. 25, mind. 2 Uni-Abschlüsse, rund 5 bis 10 Jahre Berufserfahrung, keine Kinder, Geschiedene oder Schwule bevorzugt (Familie bremst ev. bei Überstunden), und möglichst weiblich und behindert, um die drohenden Quoten zu erfüllen.

    • Josef Maierhofer
      30. September 2010 12:16

      @ Kurt22

      Mit Absicherung ginge alles noch viel leichter und schneller.

      Aber Absicherung kann, wie wir auch bei vielen Arbeitslosen sehen, viel leichter zur Aufgabe führen, als es ohne Absicherung ist.

      Das ist ja im Prinzip die große Menge der Unvermittelbaren, weil die eigentlich ja keine Vermittlung suchen, sie sind mit der Absicherung (Mindestlohn) zufrieden.

      Es findet jeder im Leben, was ersucht, und da habe ich die Arbeit gewählt.

    • SuPa
      30. September 2010 13:07

      Kurt22 - Posting 12:03 Uhr:
      das erinnert mich an ein Inserat in einer Faschingszeitung:
      "Suche Sekretärin, maximal 28 Jahre alt, mit mind. 20 Jahre Berufserfahrung".

    • Kurt22
      30. September 2010 14:58

      Lieber Josef Maierhofer, keine Bange, ich habe über 40 Jahre durchgehend gearbeitet, und ich würde noch gerne die Arbeit wählen, aber siehe oben.
      Doch keine Angst, trotz Antrag zur Pension, die Suche geht weiter, und Bewerbungen schreiben ist ja dank E-Mail leicht geworden.

    • Mag. Manuel Leitgeb (kein Partner)
      01. Oktober 2010 09:43

      Tja, wie Sie geschrieben haben, mit 60 ist man zu "alt" (eigentlich zu teuer) und mit 25 hat man "nicht genug Berufserfahrung". Ging mir genauso: Abgeschlossenes BWL-Studium mit gutem Schnitt (blöderweise genau in der Hochzeit der jetztigen Krise), 3 lebende Fremdsprachen, Auslandsstudium, bereits absolvierte Praktika in Firmen, zusätzliche verantwortungsvolle ehrenamtliche Tätigkeiten und immer wieder hies es: Zu wenig durchgehende, professionelle Berufserfahrung. Ja, wie denn?
      Habe auch viele anderer Gründe gehört ("eigentlich wollen wir eine Frau"), aber am besten hat mir aber noch die (inoffiziell mitgeteilte) Ablehnung auf eine öffentiche Stelle gefallen: Zu viel Auslandserfahrung!
      Vom AMS brauchen wir gar nicht zu sprechen, denn seien wir ehrlich: Leute wie Sie und ich fallen nicht in deren Weltbild und bevorzugter Klientel.

  18. brechstange
    30. September 2010 09:21

    Wie gut wäre wohl unsere Schimannschaft würde sie nach denselben Kriterien besetzt wie politische Institutionen und den ihnen nahestehenden Körperschaften und staatsnahen Unternehmen?

  19. brechstange
    30. September 2010 09:14

    Das fahrlässige Verhalten von Politikern aber auch der Wirtschaft sich der älteren Dienstnehmer zu entledigen, was seit den 70ern gängige Praxis ist, rächt sich halt bald. Vielleicht ist die viel gerühmte Sozialpartnerschaft mit ihren ungesunden Netzwerken, doch nicht so genial wie viele uns das weis machen möchten, um natürlich ihren bequemen Sessel möglichst lange besetzen zu können.

  20. Martin Bauer
    30. September 2010 09:07

    Schlage vor, das AMS zahlt ab dem 60.Lebensjahr 15% des allenfalls anfallenden Arbeitslosenentgeltes an die Unternehmen, wenn sich diese verpflichten, den Arbeitnehmer bis 65 zu beschäftigen. Bei Beschäftigung über 65, steigt der Satz auf 20%. Ein Höchstbetrag sollte ausreichen, um einen Missbrauch hintanzustellen.

    Damit würde das "Geldproblem" aus der Diskussion verschwinden und es wäre a la longue billiger, als die Frühpensionisten durchzufüttern.

    Was dieser Vorschlag (und jeder andere derzeit diskutierte Vorschlag) jedoch nicht beseitigen kann:

    - die meisten Frühpensionisten stammen aus dem öffentlichen Bereich, der sich explosionsartig zu Gunsten der Babyboomergeneration ausgebreitet hat. D.H., die sind kaum vermittelbar am Freien Markt.

    - Die Arbeitsunwilligen werden sich davon auch nicht abhalten lassen, den Arztbesuch als wichtigsten Termin einzutragen.

    - Das Wort "Hacklerregelung" sollte aus dem Vokabular der Verhandler gestrichen werden. Gesundheitliche Regelungen im Frühpensionsbereich reichen vollkommen und bestehen ja.

    • Kurt22
      30. September 2010 15:01

      Es müßten auch die Ruhensbestimmungen des öffentlichen Dienstes (vielmehr Nichtruhens...) geändert werden, es geht nicht an, dass sich ein Beamter mit 50 pensionieren läßt, einen ASVG-Job annimmt (einem anderen wegnimmt), und dann noch die Zweitpension kassiert.

  21. ambrosius
    30. September 2010 08:39

    Wir reden immer noch- ohne zu denken- von einer KrankenVERSICHERUNG und einer PensionsVERSICHERUNG. Das Wesen einer Versicherung liegt darin, daß mit einer von allen zu leistenden Prämie alle bei den Versicherten anfallenden-einschlägigen-Risiken abgedeckt sind. Der Ausgleich besteht lediglich darin, daß ein Versicherter weniger betroffen ist, also weniger aus den Prämien zurück erhält, der andere mehr, der eben mehr zurückerhält.Grundsätzlich aber zahlen alle Versicherten mit ihrer Prämie den ganzen Betrag ein, der als Schadensfall auftritt.(Ein Raucher ist in aller Regel ein Glücksfall für die Kranken- und Pensionsversicherung, ein siechender Hundertjähriger dagegen ein Kostenfaktor)
    Wenn eine Versicherung eine Unterdeckung von 25 % aufweist, wie im Artikel behauptet, dann muß sie Konkurs anmelden. Die rechtliche Konstruktion unserer Pensions- und Krankenversicherung weist noch die Besonderheit auf, daß die (Zwangs)Versicherungsnehmer die Entscheidung und Verantwortung für ihre Versicherung eigentlich selbst tragen müssen.
    Das aber haben die Bürger sich gerne abnehmen lassen und Funktionären und Politikern überlassen, die mit fremden Geld fröhlich ihre eigene Ziele im Auge haben und es weitgehend unkontrolliert verwirtschaften.
    Wir ärgern uns über die Sozialisierung der Verluste des Sauhaufens "Finanzwirtschaft", jedoch die Schuldigen an den Verlusten des Sauhaufens "Gesundheits- und Alterspension" sowie der dort stattfindenden sagenhaften Umverteilung von sauer verdienten Steuergeldern haben wir noch nichteinmal realisiert geschweige denn rechtsstaatlich dingfest gemacht.

  22. SuPa
    30. September 2010 07:02

    Unsere Pensionsmethoden sind langfristig zum scheitern verurteilt. Nach meiner Meinung ist nur ein 2- bzw. 3-Säulensystem überlebensfähig. Dabei deckt die staatliche Pension nur mehr die Grundbedürfnisse ab, für die anderen "Säulen" ist der Arbeitgeber (anstelle der Abfertigung) sowie der Einzelne - sofern er während seiner Arbeitsjahre Interesse an einer besseren Pension hat - selbst verantwortlich.

  23. Markus Theiner
    30. September 2010 06:43

    Es sind noch zwei Punkte zu bedenken.

    Erstens: Es ist zwar niemandem zu wünschen zwischen Ende der Erwerbstätigkeit und Beginn der Pension noch lange Arbeitslos zu sein, trotzdem heißt das noch nicht, dass es machbare oder faire Alternativen zu einem späteren Pensionsantrittsalter gibt, weil eben das notwendige Kleingeld fehlt. Und wenn man sich etwas nicht leisten kann ist völlig egal, wie gut die Gründe sind aus denen man es sich wünschen würde.
    Diesen Grundsatz kapieren zwar die meisten Volksschüler, in der Politik hat er sich aber noch nicht herum gesprochen.

    Natürlich könnte man - mit den entsprechenden Prioritäten - die notwendigen Mittel auftreiben (etwa indem man sie wo anders einspart). Dafür wären aber recht große Umstellungen notwendig und bisher hat sich noch kaum ein Pensionsverteidiger gefunden, der tatsächlich entsprechend konsequent andere Staatsleistungen demontieren wollte (weil er dann rechtfertigen müsste warum der frühe Pensionsantritt so viel wichtiger ist als alles andere).

    Die übliche Methode einfach alles den zukünftigen Generationen aufzuhalsen ist nicht nur unfair sondern funktioniert nicht mehr besonders lange.





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