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Wenn die ÖBB von der AUA lernen könnte

 Wer hat noch nicht unter dem schlechten Service der ÖBB gelitten? Welcher Steuerzahler ärgert sich nicht grün und blau über die skandalösen Privilegien und Gehälter der Eisenbahner? Wer findet es verständlich, dass in der ÖBB an Stelle des Vorstands de facto Betriebsräte und Gewerkschaft regieren und jede sinnvolle Reform verhindern? Ist man da hilflos? Nein! Denn die Antwort heißt neuerdings: AUA.

Die Fluglinie, die Österreich im Namen trägt, musste im Vorjahr nach Jahren der Verluste und angesichts mörderischer Ausblicke komplett privatisiert und an die Lufthansa (samt einem letzten kräftigen Cash-Beitrag des Steuerzahlers zu den Schulden) verschenkt werden.

Und siehe da: Die AUA ist nach vielen Indikatoren wieder in deutlichem Steigflug. Sie hätte im zweiten Quartal ohne die Ausfälle wegen der isländischen Vulkanasche-Wolke schon wieder schwarze Zahlen geschrieben.

Wie das? Die wichtigste Ursache ist zweifellos: Die Betriebsräte sind seit dem Eigentümerwechsel plötzlich klein mit Fingerhut und machen keinerlei Wirbel mehr. Das sind dieselben Betriebsräte, die einst regelmäßig dem Vorstand diktiert haben, was er tun darf. Die sich für solche Mitteilungen sogar ins Fernsehen gesetzt haben (wo die linksgestrickten ORF-Menschen wegen ihrer Sympathien für eine öffentlich-rechtliche Betriebsrats-Diktatur die AUA-Betriebsräte nie kritisch befragt haben).

Es sind dieselben Betriebsräte, die früher ständig zur Regierung gelaufen sind, um dadurch jede Sparmaßnahme des Vorstands zu verhindern. Es sind dieselben Betriebsräte, denen es damals gelungen ist, durch Einschaltung von Gewerkschaft und Wirtschaftskammerpräsident(!) den Vorstand öffentlich zu demütigen und ihre Gehaltsprivilegien zu verteidigen.

Ziemlich erstaunlich: Seit dem Eigentümerwechsel steht kaum noch etwas von innerbetrieblichen Kämpfen in der Zeitung. Kein Betriebsrat läuft mehr zur Regierung oder wagt es, Dinge in die Öffentlichkeit zu tragen. Und die Belegschaft trägt plötzlich Maßnahmen mit, die früher undenkbar gewesen sind – die aber damals vielleicht noch eine österreichische Rettung der AUA ermöglicht hätten.

Um nur ein paar Daten zu nennen, was sich jetzt bei der Fluglinie abspielt: Das Personal schrumpft von 8000 auf 5000. Sämtliche mittleren und höheren Führungspositionen wurden konzernintern neu ausgeschrieben. 45 Prozent der Führungskräfte auf allen Ebenen haben ihren Job verloren. Und keine Regierung, kein Sozialpartner macht mehr einen Mucks.

Natürlich hat die Einbindung der AUA in die Lufthansa auch auf anderen Ebenen Nutzen gebracht. Der Zugang zu Lufthansa-Konditionen beim Einkauf wie auch Ticketverkauf brachte der Fluggesellschaft mehr Geschäft und zugleich deutliche Einsparungen.

Beides sind Dinge, die auch für die ÖBB Logik hätten und dort wohl noch viel mehr Einsparungen brächten. Natürlich ist klar, dass die wirtschaftliche Vernunft in Form einer Bahn-Privatisierung keine Chance hat, solange eine Faymann-SPÖ mit an der Regierung ist (unter Gusenbauer wäre das in Krisenzeiten wie jetzt hingegen durchaus diskutiert worden). Aber irgendwann wird sich der österreichische Steuerzahler die alljährliche milliardenschwere Finanzierung einer Gewerkschaft, die sich eine Bahn hält, nicht mehr leisten wollen und können.

Es ist völlig logisch, dass vom Lok- und Waggon-Einkauf über die Technik und das Marketing (liebe ÖBB-Mitarbeiter: solche Fremdwörter einfach nachschauen, ich kann nicht für euch jedes einzelne übersetzen) bis zur gemeinsamen Tarif-Politik eine komplette Fusion mehrerer europäischer Bahnen die einzige sinnvolle Zukunft ist. So wie ja die ÖBB schon den Frachtbetrieb der ungarischen Bahn gekauft hat. Jeder Bahnfahrer, der das versucht hat, weiß, wie kompliziert allein die Berechnung des günstigsten Tarifs ist, wenn er durch drei verschiedene Länder fährt.

Noch einmal zurück zur AUA. Natürlich hat der gegenwärtige Aufwind auch andere Ursachen als die Redimensionierung der Gewerkschaft. Die Fluglinie konzentriert sich nicht mehr auf die rasch schrumpfende Gruppe der Geschäftsreisenden, die sich noch teure Business-Tickets leisten, womit man nur relativ kleine Flugzeuge gefüllt hat. Die AUA hat 20 kleine Flugzeuge verkauft, ist mit den Preisen hinuntergegangen – und transportiert dafür in größeren Maschinen allein auf der Strecke Wien-Berlin viermal so viele Menschen wie vorher. Im Juni ist sie auch im Interkontinentalverkehr zum erstenmal in ihrer Geschichte ohne Verluste geflogen.

Warum nur kann es in manche Köpfe nicht hinein, dass moderne Unternehmen nur noch dann überlebensfähig sind, wenn sie privatisiert sind und wenn sie alle Vorteile einer internationalen Kooperation nutzen können? Das sind übrigens nicht nur rote Köpfe, die auf diese Fakten mit geistigen Blockaden reagieren, sondern bisweilen auch schwarze. Denn beim Skandalflughafen Schwechat oder bei den Energieversorgungsbetrieben glauben ja auch viele Schwarze an das Eigentum schrebergartengroßer Bundesländer.

Und auch Orange, Blau und Grün sind alles andere als mutige Privatisierer. Fürchten sich doch alle vor Kampagnen bestimmter Medien auf einem Intelligenzniveau von der Sorte: „Unser Wasser wird verkauft“.

Aber je später die Wichtigkeit des Umdenkens erkannt wird, umso größer ist die Gefahr, dass wieder bundesdeutsche Sanierer alles übernehmen, um die Ostmärker endlich auf Vordermann zu bringen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorharald18
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    05. August 2010 08:53

    Die ÖBB sind strukturell ein Relikt aus einer Zeit, in der man froh war, wieder politische Eigenständigkeit erworben zu haben. Dank einer absoluten parteipolitischen Verfilzung, durchaus einem Ostblock-Staat ebenbürtig, und einem Gewerkschaftsdiktat erwiesen sich ökonomisch notwendige Gedankengänge als überflüssig, zumal das Führungspersonal in erster Linie der parteilichen Agitation und nicht so sehr dem wirtschaftlichen Erfolg verpflichtet war - und wohl auch ist. Und wenn schon ein Ausflug in die globalisierende Welt des Kapitalismus gemacht wird, auch wenn es mit dem Unternehmenszweck nicht korreliert, kostet dies viel Geld - dem Steuerzahler.

    Man wird fast müde, immer wieder darauf hinweisen zu müssen, aber: Wie bei der Verstaatlichten, beim Konsum, bei der AUA, wie bei durchwegs allen Wirtschaftsformationen, in denen Betriebsräte ohne entsprechende Qualifikation im Prozessablauf mitagieren, kommt der Steuerzahler zum Handkuss.

    Es scheint ein lethargischer Bann auf unserem Land zu liegen in Form der leninistischen Idee, wonach fachliche Funktionsträger vorerst parteilich ausgerichtet sein müssen, und jede Leitungsfunktion auch von -sagen wir: Minderbegabten- gehandhabt werden kann. "Jetzt sind wir dran" als revolutionärer Schlachtruf erweist sich über die Jahrzehnte als pragmatische Regel für die Postenbesetzung.

    Das Schlimmste am wirtschaftlichen Zustand der ÖBB hat mit der Bahn aber unmittelbar nichts zu tun: Es ist der sorgsam von links gepflegte Gewöhnungseffekt im Volk. Die vier Milliarden Euro jährliche Steuergeldunterstützung wurden zur normalen, selbstverständlichen, systemimmanenten Budgetpost. Sanfte Kritik daran wird nicht einmal ernsthaft zur Kenntnis genommen, mediale Untersuchungen bleiben aus verständlichen Gründen aus.

    So wird unsere Bahn ihren Status als Steuerschicksal bis zur bitteren Neige wohl beibehalten. Wir zahlen ja gerne, wenn es um die Beibehaltung eines österreichischen Identitätsmerkmales geht. Bevor der ökonomisch positive Vorschlag von Dr. Unterberger hinsichtlich einer weitgehenden Zusammenlegung mit nachbarlichen Bahnen Wirklichkeit werden könnte, fließt noch viel Geld, und zwar den Bach hinunter.

    Solange Linksparteien immer wieder gewählt werden, gibt es keinen Grund, die zur Methodik gewordene Lernunfähigkeit zu ändern. Warum sollte man ins Defizit führende Denkstrukturen korrigieren, sie werden doch belohnt!

  2. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb Partner Homepage
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    05. August 2010 10:05

    Überall dort wo Politik u. Gewerkschaft das Sagen haben ist wirtschaftliches Desaster.

    Warum wohl? Den Parteigängern liegt ja nicht am Erfolg der Betriebe, sondern an ihrem eigenen Fortkommen, selbst neue Schulden werden als "Erfolg" gefeiert, od. zumindest als "nicht beunruhigend" hingestellt.

    Der Wildwuchs an freigestellten Betriebsräten, angeblich 101 Pers., frißt Millionen weg.
    Von Gesetzes wegen sind ab 3000 Bediensteten 3 freigestellte BR vorgesehen, pro weitere 3000 Bedienstete ein zusätzlicher. Die Bahn hat ca. 18 500 Bedienstete.

    Die Bahn, das Herzstück der Roten, gewährt frühzeitige Pensionierungen, das Pensionseintrittsalter ist in der Krise sogar gesunken ( v. 52,45 J. auf 51,6 J.) und leistet sich ca. alle 2 Jahre einen neuen Vorstand. "Sozial gerechte Versorgungsposten" die mit 400 000€/J. und mehr bedacht werden, von etwaigen Boni gar nicht zu sprechen - die gibt es in Ö sogar bei Verlustgeschäften, auf Steuerzahlers Kosten versteht sich.

    Solange bei uns die Sozialpartner mehr zu bestimmen haben als die Regierung, die in diesem Fall durch eine Dentalhilfskraft repräsentiert wird, kann es nur bergab gehen.

    Wie andrerorts politisch üblich, versuchten sich auch die unfähigen Manager der ÖBB in Spekulationsgeschäften - das Ende ist bekannt, minus 280 Mio €! Der Steuerzahler, obwohl bereits geschröpft bis zur Erschöpfung, soll es wieder richten.

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass es den Sozen egal ist ob die ÖBB in den roten Zahlen ist, Hauptsache die Postenschacherspirale kann sich drehen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorNorman Bates
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    05. August 2010 14:58

    Eines der letzten großen sozialistischen Bollwerke und Machtgebiete in Österreich, die ÖBB, wird ganz sicher bis zum Abgesang der letzten Strophe der Internationalen verteidigt werden.

    Die armen Genossen haben doch schon alles verloren: Konsum, BAWAG, Reisebüros, etc. etc.

    Ändern wird sich erst auf den allerletzten Drücker (siehe AUA) etwas. Herbeischreiben oder herbeiwählen werden wir (leider) nicht schaffen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    05. August 2010 01:01

    Natürlich haben die parteipolitisch besetzten Posten im Managment in diesen Betrieben bei den gewerkschaftlichen Spielchen gerne mitgespielt, weil eine Krähe der anderen keine Auge aushackt und man sich ja für die traumhafte Bezahlung, welche in keinerlei Zusammenhang mit der Qualifikation stand, sondern eher mit dem "Baddeibüchel", auch irgendwie erkenntlich zeigen, sonst wäre man den Traumjob vielleicht bald wieder losgewesen.
    So wäscht in der "Verstaatlichten" doch eine Hand die andere auf Kosten der Steuerzahler und man lebt ja nicht schlecht dabei, oder?

    Einzige Lösung: bitte, auch die ÖBB um einen symbolischen Betrag an die Deutschen verkaufen und schon sind wir diesen unerträglichen "Rucksack" los!
    Aber ganz, ganz rasch, meine Herrschaften - es herrscht Gefahr in Verzug!

  5. Ausgezeichneter KommentatorPatriot
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    05. August 2010 10:29

    Man hat die goldene Gelegenheit versäumt, den ORF ebenfalls in die Pleite zu schicken, und das Unternehmen nach einem ordentlichen Ausmisten neu zu gründen.

    Die Gelegenheit kommt allerdings spätestens in 2 Jahren wieder. Dann sollte man sie nutzen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorKurt22
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    05. August 2010 08:54

    Dem Tagebucheintrag ist natürlich zuzustimmen. Allerdings ist nicht anzunehmen, dass östereichische Gewerkschafter einen Funken Lernfähigkeit besitzen, sonst hätte man ja die gleichen Dinge aus dem VOEST-Debakel der 70er und 80er Jahre lernen können. Damals hat ja auch der Ruhaltinger den Bundeskanzler nach Linz zitiert, um ihm die Leviten zu lesen, und zu sagen, was er zu tun hat, und Sinowatz hat es ja brav befolgt, und dem Staat einen milliardenschweren Schaden zugefügt. Das Ende darf hier als bekannt vorausgesetzt werden.
    Der AUA hat man eine konkursreife Fluglinie aufgedrückt, es ging schließlich um "Erhaltung von Arbeitsplätzen", es darf gelacht (besser geweint) werden.
    Und die Macht der ÖBB-Betriebsräte wird erst dann beschnitten, wenns nach gut österreichischer Art "einfach nicht mehr weiter geht".
    P.S.: Frage mich, wann die Linke über A.U. herfällt, weil er seinen Blog "Tagebuch" nennt, bin sicher das der Begriff schon bald zum Unwort erklärt wird.

  7. Ausgezeichneter KommentatorSuPa
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    05. August 2010 14:30

    In den vergangenen Jahren gab es mehrmals Versuche, die ÖBB wieder "auf Schiene" zu bringen. Da wurde auf Empfehlungen von gutbezahlten Beratern neue Organisationsstrukturen geschaffen und neben Parteigünstlingen auch externe Fachleute (z.B. Rüdiger vorm Walde) geholt. Nach einigen gutgemeinten Vorschlägen wurden diese aber von Betriebsrat, Gewerkschaft und SPÖ boykottiert. Die Konsulenten hatten ihre Honorare bekommen, die Führungsleute wurden meist vorzeitig mittels golden handshake verabschiedet und das Spiel begann wieder von vorne.
    Dieser österreichische Weg hat sich auch bei anderen Betrieben mit Staatseinfluss (Asfinag, Post, ORF usw.) "bestens" bewährt, daher wird daran festgehalten. In den jeweiligen Regierungsprogrammen wird immer wieder Besserung versprochen, aber gemacht wird dann später nix. Gell Wernerle und Pepi? So ist es und so bleibt es!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWalter Wolf
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    06. August 2010 19:03

    Hör ich ÖBB
    Schrei ich nur AUA!


alle Kommentare

  1. j.r.tm (kein Partner)
    07. August 2010 09:44

    aja - zur öbb muss man anmerken, dass ein fähiger generaldirektor wie draxler aus parteipolitischen motiven entfernt wurde (worüber die gewerkschaft froh war) - das hat der öbb sicher am meisten geschadet

    und zur aua - die hat jetzt den vorteil, dass sie nicht wie früher ungehemmt den von rot-schwarzen parteigängern geführten flughafen alimentieren muss.

    • Undine
      07. August 2010 14:22

      Meinetwegen hätten wir uns als IDENTIFIKATIONS-SYMBOL sicherlich kein so sündhaftteures Spielzeug wie die AUA, dieses Faß ohne Boden, halten müssen.

      Aber wenn hierzulande etwas als identifikationsstiftend angesehen wird, dann kennen wir nichts, da erscheint uns jeder Preis angemessen.

      Ein Blick in die Schweiz und deren rechtzeitiger SWISSAIR-Verkauf hätte uns viel Geld, das anderswo fehlt, erspart. Wieder ein Beispiel, welch unvergleichlich bessere Politik die Schweiz macht.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      07. August 2010 16:01

      Undine, mit scheint Sie unterschätzen die globale Erreichbarkeit einesn Standort im 3. Jahrtausend. Eine Heimatfluglinie ist für Wien und Österreich weit ehr als nur ein Indentifikationssymbol, man braucht gute Anbindung wie einen Bissen Brot.

  2. j.r.tm (kein Partner)
    06. August 2010 23:03

    ich weiß ehrlich gesagt nicht wo das problem besteht ein ticket über drei länder hinweg zu kaufen? wien - warschau ganz normal am schalter. mit vorteilscard kriegt man in ÖSTERREIch eine ermäßigung von 25% auf die streckenteile im ausland (railplus).

    wien-minsk im double: kriegt man normal das ticket, die verkäufer weisen einen nur darauf hin, dass mann fürs double in weißrussland ein erste klasse ticket braucht - das bekommt man aber auch ohne probleme.

    am billigsten sind solche tickets aber dann, wenn man beim schaffner in der jeweiligen landeswährung kauft - wer sich die mühe antun will

    und zu den länderübergreifenden konzernen - bei der bahn gibt es in europa unterschiedliche spurweiten, stromspannungen und zugsicherungssysteme (soll ich das übersetzen?) die synergien wären nicht so leicht wie im flugverkehr zu heben - ich nehm auch nicht an, dass die stellwerke auf englisch mit den lokführern kommunizieren.

    in der schweiz ist die bahn staatlich, dort haben haben sie auch bessere politiker
    warum dauernd nach einer symptomkur rufen statt die ursachen zu bekämpfen?

    • Johann Hochstöger (kein Partner)
      07. August 2010 11:34

      Sie haben vergessen zu erwähnen das unsere Politiker, im Verbund mit von ihnen forcierten aber unfähigen Managern, das Transportunternehmen ÖBB in wenigen Jahren in einen Baukonzern mit angeschlossener Beförderungsgesellschaft ummodelten.

      Was sollte auch zu erwarten sein wenn der AR-Chef vom Baukonzern PORR und der vier Jahre die Bahn mit fatalem Geschick leitende Ex-Chef Huber auch aus derselben Kinderstube kommt. Leuten mit der Kompetenz eines Immobilienmaklers ein Grossunternehmen anzuvertrauen ist Spekulation.

  3. Walter Wolf (kein Partner)
    06. August 2010 19:03

    Hör ich ÖBB
    Schrei ich nur AUA!

  4. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    06. August 2010 17:08

    (liebe ÖBB-Mitarbeiter: solche Fremdwörter einfach nachschauen, ich kann nicht für euch jedes einzelne übersetzen)

    Oh, zuerst überlesen. Wie viel Präpotenz kann man eigentlich an den Tag legen, wenn letzterer lang ist?

    • jump into (kein Partner)
      06. August 2010 20:23

      Ja, er hat das wirklich geschrieben, Wahnsinn! Präpotenz ist ja fast noch ein Hilfsausdruck!
      Unterberger trägt ja gern sein angeblich so hohes Niveau vor sich her, merkt aber nicht, wie tief er bereits gesunken ist!

  5. Lehrerlein (kein Partner)
    06. August 2010 14:51

    KLEINE GESCHICHTE Mit der ÖBB:

    Es war im Juni 2009.

    Ich fuhr mit einer Schülergruppe von Wien nach Salzburg, um dort mit einem bestelltem ÖBB Bus nach Mondsee zu fahren.Wir hatten eine sehr schöne Sommersportwoche.

    Der Zug von Wien nach Mondsee hatte 1 (eine) Stunde Verspätung, der Bus nach Mondsee hat leider nicht gewartet.

    In der Info sagte man mir, ich solle einen bestimmten Bus nehmen, was leider der Chauffeur nicht wollte.

    Nach einigen Telefonaten nahm er uns trotzdem mißmutig mit.

    Und als wir in Mondsee ausstiegen, beschimpfte er uns (2 Lehrer und 30 Schüler) als
    "Gsindl" und "Bagage"

    Heuer fuhren wir wieder mit einem Privatbus, ein wenig teurer, aber wir wurden höflich, nett und freundlich behandelt!

    • Josef Maierhofer
      06. August 2010 15:37

      Das Engagement, das Mitdenken, das Arbeiten FÜR die ÖBB, die Werbung für die ÖBB kostet nicht viel, was Sie aber erlebt haben, das sitzt tief und die Schüler werden sich das merken.

      Zugverspätungen kommen vor, auf unserer Maturareise in Italien hat der Bus aber gewartet.

  6. Wolfgang Dobias (kein Partner)
    06. August 2010 12:26

    Herr Huber (Ex Manager) hat einmal im Diners Club Magazin erklaert, er faehrt, wenn ueberhaupt, nur auf der Westbahn, die anderen Strecken und Zuege waeren ihm zu langsam. Also, was entschied er? Weiter alles Westbahn und Bahnhofsneubauten. Er muss also gegen seine eigene Ueberzeugung gehandelt haben, naemlich mit den Partnern die wichtigsten Strecken schnellstens zu beschleunigen. (Prag, Pilsen, Villach, Venedig, Ljubljana, auch Budapst ).

    • Josef Maierhofer
      06. August 2010 14:45

      Herr Huber ist 'Exmanager' und in 'Ehren' mit einer Millionenabfertigung aus den ÖBB ausgeschieden, nachdem er sich als unfähig erwiesen ahtte und einen Riesenschaden angerichtet hatte. Der kann texten, wo er will, die ÖBB sollten ihm einen Maulkorb umhängen, denn er schädigt mit solchen Statements die ÖBB.

      Vielleicht ist der Schaden groß genug, daß einige von den Abfertigungsmillionen wieder zurückkommen können an die ÖBB.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      06. August 2010 17:06

      Weiter alles Westbahn ist gut, die Westbahn hätte eigentlich schon vor mindestens 10 Jahren fertig sein sollen.

    • j.r.tm (kein Partner)
      06. August 2010 23:06

      ach wo man doch mit immobiliengeschäften so gut verdienen kann...

    • fosca
      06. August 2010 23:56

      @j.r.tm. 23:06

      *rofl* = der war echt gut, bitte noch so einen! ;-)

  7. Johann Hochstöger (kein Partner)
    06. August 2010 10:46

    Scheint der, sich selbst am meisten schätzende und gefeuerte, Ex-AUA-Chef Ötsch insistierte bei Unterberger über seine Bauchlandung(en). Ein Mann dem die Justiz noch aus SIEMENS-Zeiten auf den Fersen ist und der seinen phänomenalen ökonomischem Über- und Weitblick wenige Monate vor dem Untergang des Unternehmens mit dem Sager: "Die AUA ist saniert" auch öffentlich krönte. Darüber ist bei Unterberger nichts zu lesen.

    Wenn ein Blindgänger in der Chefetage solche Analysen kundtut kann es wohl schwerlich Aufgabe des Betriebsrates sein der Belegschaft die Botschaft schmackhaft zu machen Gehaltskürzungen seien nun unumgänglich. Insofern macht es sich Unterberger mit seinen Schlüssen wieder einmal sehr einfach.

    Bei den ÖBB agierten heillos überforderte Manager, etwa von Huber abwärts, fast identisch. Motto: Arroganz vor Kompetenz. Jahrelang organisiertes Hinwegsetzen über dutzende Gesetze und Normen inklusive. Der Chef feuerte seine Mannschaft mit unglaublichen Höchstleistungen an. Er schummelte ein bisserl und machte etwa so nebenbei Millionengeschäfte mit seinem Arbeitgeber auf eigene Rechnung. Verständlich das in diesem feudalen Umfeld wenig Zeit für Kernaufgaben blieb, fröhliche Urständ herrschten und den eitlen Herrschaften so der Kamm anschwoll ihre ureigenste Aufgabe sträflich zu vernachlässigen um selbst vor hochriskanten Spekulationsgeschäften mit mehr als 600 Millionen Euro Steuergeld nicht zurückzuschrecken.

    Übrigens ein Markenzeichen der Manager staatlicher oder staatsnaher Betriebe in der Ära der Kabinette Schüssel I und II. Sie hatten, unter dem Schutzpatronat einer Regierung die sich, ohne Wenn und Aber, wirtschaftsliberalen Konzepten verschrieben hatte, quasi Narrenfreiheit und nichts zu befürchten so lange sie noch im finstersten Tunnel einen schwarzen Schatten warfen. Idelae Bedingungen um im Dunkeln zu munkeln. Anders ist schwer vorstellbar wie unfähige Manager, trotz Milliardenverlusten, ihre Pfründe von Jahr zu Jahr auffetten konnten.

    Die Folgen sind bekannt. Per Sparprogrammen wird seit zwei Jahren versucht die negativen Folgen des ökonomischen Fatalismus der Ära Huber auf die Reihe zu bringen. Kunden, Steuerzahler, die (Bau)Wirtschaft und die Belegschaft werden deren Auswirkungen noch lange zu spüren bekommen. Daraus den schlampigen aber bequemen Umkehrschluss zu ziehen, die zu Recht Widerstand leistenden Gewerkschafter und skandalöse Gehälter der Eisenbahner seien an der Misere schuld passt ins krude Weltbild Unterbergers. Werte sie aber als Indiz für die Unfähigkeit Unterbergers sich an Mindeststandards eines seriösen Journalisten zu orientieren. Die lauten etwa: "Schreiben sie nicht was sie hören wollen sondern was Fakt ist". Der Vorwurf an den Betriebsrat, von AUA und ÖBB, lautete korrekt sich mit Aufsichts- und Kontrollorganen ins Faulbett gelegt zu haben von denen sie offensichtlich regelmässig nach Strich und Faden belogen wurden. Ein Schelm der mutmasst dies könnte nicht ganz uneigennützig erfolgt sein.

    • Josef Maierhofer
      06. August 2010 11:45

      Alles, was Sie das schreiben ist richtig.

      Fakt ist aber auch, daß man bei den ÖBB zwischen 39 und 52 (neuerdings 56) Jahren in die Pension geht. Fakt ist aber auch, daß man das Zulagensystem überarbeiten muß, die adäquaten Lohnhöhen der jeweiligen Bahnberufe und die Privilegien, namentlich Pragmatisierung, Pensionsalter, etc. aufheben muß.

      Das hat zwar nichts mit dem unfähigen Management zu tun, ist aber der deutlich größte Posten im Minus der ÖBB. 5 Pensionisten kommen auf 1 Aktiven.

      Das unfähige Management der ÖBB, Huber & Konsorten, waren ja hier schon einmal Thema und der Schaden, den sie angerichtet haben, ist beträchtlich.

      Das ist aber keine Ausrede für eine Gewerkschaft für die Privilegienmißstände bei den ÖBB, die sie ja jährlich als 'Erfolg' verkauft haben und als 'Paradebeispiel' für das Schmarotzertum (auch der SPÖ, die das massiv unterstützt) in unserer Gesellschaft.

    • siggi (kein Partner)
      06. August 2010 11:55

      Sehr richtig Herr Hochstöger. Die Kabinette Schüssel I und II waren der Grund für die sich seit Beginn der zweiten Republik hinziehende Aufnötigung von Privilegien an die ÖBB-Bediensteten. Noch verderblicher war allerdings die Einlage von Schüssel auf ein Sparbuch der BAWAG, denn das erfolgte auch unter seiner Kanzlerschaft. Jeder Soze verrichtete in den dunklen Jahren der (damals) derzeitigen schwarz-blauen Regierung fünf mal-täglich gegen die LöwelStraße gerichtet hoffnungsvoll seinen Haßpsalm. Das Gesicht Schüssels oder zumindest sein Mascherl sind ja noch gegenwärtig, wärend die Innenausstattung von Verzetnitschs Penthouse (sicher Causcescu Barock) keinen Unterläufel zu interssieren hatte und daher schon aus Gründen des guten Geschmacks vergessen sind.

      Also Hochstöger ich gratuliere zu besonderen Leistungen in selktiver Wahrnehmung und schlage daher vor, nicht nur die drei besten Komentare zu loben, sondern auch eine Zitrone zu verleihen. Diese haben Sie sich wieder verdient.

      Da ich vor kurzem "Qui tacet consentire videtur" gepostete habe sah ich mich hier zu einer Stellungnahme genötigt.

    • tartaros (kein Partner)
      06. August 2010 12:42

      Das Geschreibsel vom Hochstögerling sollte man nicht allzu ernst nehmen.

    • Johann Hochstöger (kein Partner)
      06. August 2010 12:59

      @ Josef Maierhofer

      "..... Fakt ist aber auch, daß man bei den ÖBB zwischen 39 und 52 (neuerdings 56) Jahren in die Pension geht."

      Bei aller Wertschätzung - erklären sie bitte ihre Wunschinterpretationen nicht zu Fakten.

      1. Kein ÖBB-ler geht mit 39 Jahren plangemäss in Pension. Wenn dann krankheitsbedingt und dies ermöglicht auch jedes andere Pensionssystem.

      2. Auch ich kenne Leute (auch aus der Privatwirtschaft) die krankeitsbedingt in die Pension gingen und plötzlich zu respektablen sportlichen und/oder auch manuellen Leistungen imstande waren. Missbrauch ist kein Novum oder Privileg des ÖBB-Systems. Siehe Hacklerregelung.

      3. Wer mit zarten 39 tatsächlich in Pension geht darf sich, egal welches Pensionssystem, nicht viel vom Leben erwarten. Oder glauben sie ernsthaft am Rande der Mindestsicherung wären grosse Sprünge möglich?

      4. "..... 5 Pensionisten kommen auf 1 Aktiven". Erlaube mir aus einem Bericht der jungen Wirtschaft vom Mai dieses Jahres zu zitieren: "...... hier stehen rund 40.000 Beschäftigte einer Zahl von ca. 70.000 Pensionsempfängern gegenüber. Bei diesem Verhältnis kommen fast zwei ÖBB-Pensionisten auf einen Aktiven."

      Pragmatisiert wird bei den ÖBB schon länger als zehn Jahre niemand. In bestehende alte Besoldungssysteme einzugreifen ist, nicht nur bei den ÖBB, juristisch sehr schwierig.

      So lange sich unfähige Manager ohne Konsequenzen die Taschen stopfen hab ich durchaus Verständnis für eine Belegschaft die im Glauben leben darf "Wer seiner Arbeit noch mit Anstand nachgeht ist der Dumme".

    • Johann Hochstöger (kein Partner)
      06. August 2010 13:01

      @ Tartaros

      Hab ich von Leuten ihrer geistigen Ausprägung auch nicht erwartet. Womit auch?

    • brechstange
      06. August 2010 14:10

      @hochstöger
      Vieles was Sie schreiben, ist sicher mit Ursache. Nur gehen Sie zu wenig weit zurück, sie beziehen nur die schwarz-blaue Regierung ein, doch die Misere passierte weit früher. Das sollte man nicht vergessen.

    • Josef Maierhofer
      06. August 2010 14:41

      @ brechstange

      Die Misere passiert auch heute noch.

      @ Johann Hochstöger

      Ich habe 4 Schwiegerverwandte und Bekannte, die voll gesund mit 52 als ÖBB Mitarbeiter in Pension gingen. Im Dorf gab es noch 2 ÖBB Miarbeiter, die sind schon gestorben, aber auch mit 52 in Pension gegangen. Einer meiner Bekannten ÖBB-Mitarbeiter ging mit 39 in Pension, weil ihm eine Schiene auf die Zehe gefallen war. Die Zehe gibt es noch intakt, den Pensionisten auch noch und nicht mit der Mindestpension, sondern mit der vollen Pension. Der Chef der ÖBB hat im Oktober 2009 eine Pressekonferenz gegeben und verlautbart, daß die ÖBB 40 000 aktive Mitarbeiter und 200 000 Pensionisten haben, das wird doch wohl so seine Richtigkeit haben.

      'Solange sich Manager die Taschen voll stopfen, solange wieder kein Eisenbahmer arbeiten', ist wohl der härteste Spruch, den ich jemals gehört habe zu dem Thema, er spricht für sich und offenbart so manches, was da schief läuft.

      Bedenken Sie nur dabei, daß es Menschen gibt, die das zahlen müssen, oder können Sie sich das nicht vorstellen ?

      Die ÖBB gibt es seit Jahrhunderten und sie standen immer unter der Dominanz sozialistischer Gewerkschaften, sie haben Jahr für Jahr 'gute' Abschlüsse getätigt und sich Privilegien herausgenommen, auch noch die Frechheit, als Pragmatisierte weniger zu arbeiten bis dahin, die Arbeit zu verweigern, unter Aufsicht der sozialistischen Gewerkschaften, das alles über viele Jahrzehnte der 2. Republik, und an all dem sollen die Schüssel I und Schüssel II Regierung die Schuld tragen ?

      Weichen wir nicht vom Thema ab, bleiben wir bei den Mißständen, die es nach wie vor gibt und die Sie nicht verteidigen müssen, sie bleiben es, solange es Pragmatisierung, 'Dienst nach Vorschrift' (Arbeitsverweigerung heißt das), überhöhte Parteibuchgehälter, ein Pensionsalter für die reguläre Pension von 52, etc. gibt.

      Daß die Manager der Schüssel Ära schwerste Schäden angerichtet haben ist richtig, aber ein kleiner Betrag im Verhältnis zu den Schäden zufolge Privilegien und Pensionsalter.

    • Johann Hochstöger (kein Partner)
      06. August 2010 15:12

      @ Brechstange

      Die Misere passierte nicht viel früher sondern begann korrekterweise schon viel früher. Unter rot/schwarzem Proporz der Nachkriegszeit. Der Verkehrsträger Schiene und seine Leistungen wurden bitter benötigt. Das Problem: Niemand wollte zu Hungerlöhnen dort arbeiten. Noch in den Siebzigerjahren wäre der Betrieb ÖBB, nicht nur auf großen Wiener Bahnhöfen, ohne Pendler aus ganz NÖ und dem Burgenland nicht aufrechtzuerhalten gewesen.

      Gemäss dem wirtschaftlichen Grundgesetz von Angebot und Nachfrage war es richtig und logisch dem politisch entgegenzusteuern. Nicht nur auf personellem Sektor. Auch tariflich hatte Vater Staat die Hoheit. In Praxis: Die ÖBB mussten bis vor nicht mal 20 Jahren Güter- und Personen zu gesetzlich festgelegten Preisen befördern. Ihre Mitbewerber pickten sich da längst die Rosinen aus dem Kuchen. Speziell im Güterverkehr gab es zahllose und hochprozentige Ausnahmen. Milch- und Käseprodukte beispielweise mussten mit mehr als 90 Prozent Nachlass befördert werden. Der Grundstock für ein logischerweise defizitäres Untenehmen war gelegt.

      Im Zuge der Liberalisierung der Bahnen ging man auch hierzulande, unter Schwarz/blau/orange Führung, forsch ans Werk. Die DB und andere große EU-Bahnen etwa wurden, im Gegensatz zu den ÖBB, vom Eigentümer von den eingangs beschriebenen Altlasten korrekt entschuldet. Die damals verantwortlichen Politiker, allen voran Schüssel, Kukacka und Gorbach, hatten doch kein ernsthaftes Interesse die Bahn aus der politischen Lehensherrschaft zu entlassen. Wie sonst konnte es kommen, dass nicht ein deklarierter Fachmann sondern ein Mann mit der Kompetenz eines Immobielienmaklers zum Chef der Bahn gekürt wurde?

      Kukacka verkündete bombastisch "Die Eisenbahner sollen wieder stolz auf ihr Unrtenehmen sein" bevor er dem Unternehmen gesetzlich eine Organisation und Struktur aufzwang, die vordergründig der Transparenz dienen sollte und als kommodes Versorgungsschiff für diverse Kader aus den Parteisekretariaten missbraucht wurde.

      Nun Huber und co. haben den Eisenbahnern in wenigen Jahren gelehrt und auch vorgelebt was sie unter Leistungsträgern verstehen und wie solche zu agieren haben.

    • Josef Maierhofer
      06. August 2010 16:12

      @ Johann Hochstöger

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Käse- und Milchtransporte zu diktierten Preisen von Schüssel & Co. diktiert werden konnten, das klingt ja schrecklich nach kommunistischer Planwirtschaft.

      Daß auch zu Schüssel's Zeiten enorme Beträge in die ÖBB eingezahlt wurden, daran kann ich mich selbst noch erinnern.

      Die 'aufgezwungene' Organisation, daran kann ich mich auch noch erinnern, die sollte doch dem Trennen der defizitären Infrastrukturteile von den aktiven operativen Teilen dienen. Sie haben da schon recht, das diese Hubers & Co lauter Doppelnullen waren und leider auch nicht besser als alle ihre Vorgänger. Wenn zu schwarz/blau die Blauspechte und Schwalben zugewflogen sind, so sind es, wie ich gelesen habe, nun wieder eine reine Rotkehlchenzucht bei den ÖBB. Wir werden ja sehen, was die so weiterbringen, oder ob da auch gilt, 'solange sich die die Taschen vollstopfen, werden wir nichts arbeiten'. Da würde doch besser klingen, 'Die Eisenbahner sollen wieder stolz auf ihr Unternehmen sein'.

      Ich würde mich sehr freuen, wenn bei der nächsten Diskussion herauskommen würde, daß die operativen Teile der ÖBB nun positiv bilanzieren.

      Leider habe ich auch schon schlimme Erfahrungen mit den ÖBB gemacht:
      etwa 1999 oder 2000 wollte ich 3 Koffer mit dem Zug nach Amsterdam mitschicken. Das ging nicht, erstens dauert das 14 Tage und zweitens wird privates Übersiedlungsgut nicht transportiert. Die Fa. Quehenberger hat das dann am selben Tag noch abgeholt und mit einem Lastwagen dorthin mitgenommen, das noch dazu mit einem günstigen Tarif. 5 Jahre lang hat Quehenberger das dann für mich gemacht, Anruf hat genügt.
      So kann man nicht konkurrenzfähig sein, wenn man verweigert. Ich kenne also auch einen kleinen Teil dieser Wahnsinnsbürokratie und Lethargie, dieser abweisenden Faulheit und Uninteressiertheit, die einem da entgegenschlägt. Auf meine damalige Frage, ob er eine Idee hätte, wie ich die 3 Koffer nach Amsterdam bringen könnte, hat er gemeint, das wäre wohl meine Sache, ich könnte ja selbst nach Amsterdam fahren und die Koffer mitnehmen.

      Deshalb schenke ich Ihren Beteuerungen, daß an allem die anderen Schuld seien auch weniger Glauben, weil ich auch Ihr Statement mit den vollen Taschen und der Arbeitsverweigerung gelesen habe, das leider tatsächlich die ÖBB - Mentalität wiederspiegelt.

      Ich kenne aber, Gott sei Dank, auch viele positive Beispiele von engagierten ÖBB-Mitarbeitern aus dem Personenverkehr.

    • Johann Hochstöger (kein Partner)
      06. August 2010 18:13

      @ Josef Maierhofer (16.12)

      "... Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Käse- und Milchtransporte zu diktierten Preisen von Schüssel & Co. diktiert werden konnten, das klingt ja schrecklich nach kommunistischer Planwirtschaft".

      "Schüssel&Co" haben für Milch- und Käsetransporte keine Preise diktiert. War auch nie die Rede davon. Richtigerweise nicht mehr diktieren können, denn beim Antritt von Schüssel I war dies bereits Geschichte. Noch bis in die Neunzigerjahre des vorigen Jahrhunderts jedoch wurden sowohl Personen- als auch Gütertarife vom Nationalrat gesetzlich beschlossen. Einschliesslich eines Konvoluts an Ausnahmetarifen im Güterverkehr und Personenverkehr. Von Getreide über Stroh bis zu Schrott und Milchprodukten.

      Zu ihren persönlichen schlechten Erfahrungen mit den ÖBB erlauben sie mir eine Ergänzung:

      Bis vor unserem EU-Beitritt war Europa durch ein dichtes Netz an internationalen Zügen miteinander verbunden. Eine der ersten Aktionen der großen europäischen Bahnen im Zuge der Liberalisierung war die Abschaffung oder massive Verschlechterung des Gepäcktransportes. Sowohl im nationalen als auch internationalen Verkehr. Fast zeitgleich mit dem Rückzug aus dem internationalen Stückgutgeschäft. Die ÖBB waren eine der wenigen Bahngesellschaften die wenigstens versuchten dem mit internationalen Partnern auf der Strasse zu begegnen.

      Unter dem Titel Kostenwahrheit setzte sich das Streichkonzert fort. Während EU und Nationalstaaten unbeirrt viel Geld in den Ausbau der TEN (Transeuropäische Netze) stecken um prioritär Beschäftigung in der Baubranche zu schaffen stellen Bahnen nur noch sehr eingeschränkt internationale Züge auf. Von Gepäcktransport sowieso keine Rede.

      Aktiengesellschaften brauchen und dürfen nämlich dirigistische Massnahmen zur Verkehrssteuerung nicht interessieren. Irgendwer sollte sich aber das teure Benützungsentgelt für teure Neubaustrecken auch leisten. Schliesslich wurde alles fremdfinanziert und irgendwann wird großer Zahltag für viel verplempertes Geld in zweifelhafte Verkehrsinfrastrukturprojekte sein. Die Strasse ist hievon nicht ausgenommen. ASFINAG hat ja ähnliche Schulden wie die ÖBB.

      Auch ich wünschte mir eine ÖBB die leistungsfähiger wäre. Mit angeblichen Privilegien oder der auslaufenden Pragmatisierung hat die derzeitigen Probleme wenig zu tun. Würde auch niemandem einfallen bei den Lehrern oder sonstigen Beamten radikale Massnahmen zu setzen.

    • Josef Maierhofer
      06. August 2010 21:19

      @ Johann Hochstöger

      Auch bei den Beamten kritisiere ich die Privilegien und auch die Unsitten, die da eingerissen sind. Zu den Unsitten gehören die überdurchschnittlich hohen Krankenstände, die 'pragmatisierte' Arbeitsmoral, die amtliche und behördliche Geldverschwendung, die Fehlentscheidungen, etc.

      Ein ordentlicher Sozialist, würde ich meinen, muß wohl dafür sein, daß alle zumindest gleiche Ausgangspunkte haben, wie in den Staatsgrundgesetzen festgehalten, und nicht ganze Bevölkerungsgruppen 'gleicher' sind.

      Wir müssen all diese Fehler mit den Privilegien zusammenzählen und wegnehmen und wir werden sehen, allein daraus kommen wir schon in die Nähe der Nulldefizite.

      Ganz richtig schreiben Sie, daß auch die Asfinag enorme Schulden angehäuft hat und das habe ich auch schon in Zeitungsbeiträgen gelesen, ähnlich den ÖBB.

      Der Eingriff in bestehende Rechte wird wohl auch zusätzlich nötig sein, um Österreich in die Lage zu versetzen, Nulldefizite zu fahren und Schulden zurückzuzahlen. Waren es diese 'wohlerworbenen Rechte', die uns teilweise dahin gebracht haben, wo wir jetzt stehen oder bereits liegen, nebst vielen anderen Faktoren, wie Sozialromantik, Arbeitsverweigerung, Schmarotzertum, Ineffizienz von Maßnahmen, passiver Widerstand, etc. ... alles kostet Unsummen.

      Da unterstütze ich voll die Linie des Dr. Schüssel, der alle Pensionen harmonisieren wollte und an den Privilegierten an allen Fronten gescheitert ist. Lediglich die ASVG Pensionsiten wurden 2x harmonisiert.

      Es wäre doch gelacht, wenn wir nicht das Faymann'sche Plakat, Zeit für Gerechtigkeit umsetzen könnten und damit Österreich retten könnten, wenn alle an einem Strang ziehen und nicht in die Gegenrichtung, wie es derzeit der Fall ist.

    • Johann Hochstöger (kein Partner)
      07. August 2010 08:00

      @ Josef Maierhofer (21.19)

      "........ Ein ordentlicher Sozialist, würde ich meinen, muß wohl dafür sein, daß alle zumindest gleiche Ausgangspunkte haben.......".

      Welcher ordentliche Mensch oder besser welcher mit Anstand könnte sich dem verschliessen?

      Mächtiger Haken am hehren Ziel ist wohl der Einfluss diverser Interessensvertreter sowie ihrer politischen Förderer und - die Ziele jener Menschen von denen diese getrieben werden. Staunend lese ich die amerikanischen Milliardäre Bill Gates und Waren Buffett samt vermögenden Freunden vermachen einen Gutteil ihrer Vermögen sozialen Stiftungen. Bei uns häuffen sich ungustiöse bis kriminelle Vorgänge über bekannte Politiker und Manager die in ihrer Gier den Rand nicht vollkriegen während die OECD wieder einmal die laxen Anstrengungen unserer Justiz in der Korruptionsbekämpfung rügt.

      Das Wesen der Demokratie ist nicht Gleichheit für alle. Die Mehrheit bestimmt. Womit wir zum Thema Mehrheitswahlrecht abschweifen müssten. Beim Thema ÖBB und ASFINAG sollte die Verantwortung des schönsten Finanzministers und seines Mentors Schüssel nicht vergessen werden. Beide Schmähtandler hatten keine Skrupel mit schlichter Schummelei wenn es ans schönen mieser Budgetzahlen ging.

      Unter ihrer Führung wurden etwa die Schulden beider Unternehmen einfach "ausgelagert" um masstrichtkonform schöne Zahlen präsentieren und die Steuerzahler blenden zu können. ÖBB und ASFINAG durften aber weiter Kredite aufnehmen und Schulden machen - nur haftete die Republik dafür halt unter der Tuchent. Fairerweise sei nicht unerwähnt das, trotz der bald europaweit angewandten Praxis mittlerweile die Defizite explodieren. Soviel kurz zur wirtschaftlichen und moralischen Kompetenz Schüssels.

      Schüssel, im "System" grossgeworden und ein banaler Wirtschaftsapparatschik, polarisierte zu stark um eine Vereinheitlichung der Pensionssysteme glaubwürdig betreiben zu können. Seinen Teil und Verantwortung am "korruptesten Jahrzehnt" dieser Republik wird er aus der Geschichte nicht löschen können. Persönlich erinnerte mich sein Gehabe immer stärker an Dollfuß. Letztlich erkannten die Wähler und auch eigenen Leute seine Abgehobenheit(Stichwort: Hände falten, Gosche halten), zogen die Notbremse und verweigerten ihm Gehorsam und Respekt. Der Rest ist verklärte Nostalgie wie jene alter Sozis nach der Ära Kreisky.

      Der von ihnen geforderte (massive)Eingriff in bestehende Rechte ist in einer funktionierenden Demokratie samt unabhängiger Justiz schwer vorstell- und auch durchsetzbar. Aus gutem Grund. Wer daran rütteln möchte setzt viel aufs Spiel. Wo ist das Ende der Fahnenstange wenn die Dämme brechen? Sie urgieren mit ihrer saloppen Redensart, "..... Der Eingriff in bestehende Rechte wird wohl auch zusätzlich nötig sein, um Österreich in die Lage zu versetzen, Nulldefizite zu fahren und Schulden zurückzuzahlen...", doch vordringlich die einseitige Beschneidung von Arbeitnehmerrechten. Wenn wir endlich auf chinesischem Lohn- und Menschenrechtsniveau wären müsste alles palletti sein.

      In diesem Land läuft einiges schief. Die Grundpfeiler der Demokratie wurden deswegen schon einmal niedergerissen. Dazu bin ich nicht bereit. Die fatalen Folgen sollten wir nicht vergessen. Die alten Politiker verspürten sie am eigenen Leibe und hatten hernach zu Recht keine Lust auf ein anarchisches Da Capo.

    • Josef Maierhofer
      07. August 2010 17:57

      @ Johann Hochstöger

      Eingriff in bestehende Rechte, als letztes Statement.

      Es widersprechen die bestehenden Privilegienrechte dem Gleichheitsgrundsatz. Ich bin kein Jurist und sehe das rein gefühlsmäßig so.

      Pragmatisierung ist ein Privileg, dem keine Begründung zugrunde liegt, ausser politische Klientel.

      Niemand benötigt sie, nirgends in der Welt gibt es das, außer in Österreich.

      Entsprechen staatliche Pensionen dem Gleichheitsgrundsatz, wenn sie das 30-fache des Mindestpensionsbetrages einer ebenfalls staatlichen Pension ausmachen ?

      Die Auswirkungen der ungleichen (und auch nicht legitimierbaren) staatlichen Pensionshöhen auf das Budget sind fatal.

      Ich verstehe Ihre Rundumschläge zur Verteidigung solcher Ungerechtigkeiten, wo es doch Zeit für Gerechtigkeit wäre, nicht wirklich.

      Ich betone noch einmal, wir reden über staatliche, also aus staatlichen Pensionskassen und Steuergeldern bezahlte Pensionen.

      Daß Private und Firmen genau solche Mißverhältnisse pflegen (Managerabfertigungen, Boni, etc.) ist natürlich auch Gegenstand von Kritik, mindern sie doch das Steueraufkommen und da haben Sie schon recht.

      Da bin ich auch dafür, daß man ab gewissen Abfertigungshöhen die steuerliche Abschreibbarkeit streicht. Es sollte doch vernünftige Relationen ergeben.

      Nur ohne Eingriffe, salopp gesagt, werden wir ein Nulldefizit nicht erreichen und der Grund sind ja die Privilegien.

      Ich habe einmal den Eingriff in bestehende Rechte in einem halbstaatlichen Unternehmen miterlebt. Es gab einen Prozeß und schon hatten 600 Mitarbeiter statt einer horrenden Zusatzpension einen mickrigen Abschlagsbetrag.

    • Johann Hochstöger (kein Partner)
      07. August 2010 20:37

      @ Josef Maierhofer (17.57)

      "...... Ich verstehe Ihre Rundumschläge zur Verteidigung solcher Ungerechtigkeiten, wo es doch Zeit für Gerechtigkeit wäre, nicht wirklich".

      Von Rundumschlägen kann keine Rede sein. Die Frage der Gerechtigkeit ist nicht nur eine des persönlichen Standortes sondern auch des Anstandes. Sie ist einfach für viele Menschen zu wichtig um sie auf eine emotionale Debatte über vermeintliche und/oder tatsächliche Privilegien, kollektive Verunglimpfungen wie Arbeitsverweigerer usw. zu verkürzen.

      Natürlich kann, soll und muss in schwierigen Zeiten über diverse "wohlerworbene Rechte" verhandelt werden. Die gibt es aber in allen gesellschaftlichen Segmenten und Berufen. Von der Kultur über die Wirtschaft bis zur Landwirtschaft bis eben zu den Beamten. Ein großer und gerechter Wurf kann nur dann daraus werden wenn alle Fakten auf den Tisch kommen. Zur Zeit läuft dies sehr nach dem Motto: "Liaba Herrgott zünd dem Nachbar sein Haus an und verschon bittschön meines". Jeder gibt vor zu wissen welch schamloser Schmarotzer doch der "Nachbar" ist.

  8. Stachel (kein Partner)
    06. August 2010 09:11

    Es würde ja schon genügen (zumindest als erster Schritt), zur Nationalbank hinüber zu blicken (ein ähnlicher Privilegienstadel wie die ÖBB), wo ein (roter!) Präsident jedenfalls versucht, die ärgsten Auswüchse zu beschneiden. Offenbar ist bei den ÖBB nicht einmal so etwas denkbar, solange ein Haberzettel dort faktisch der Chef ist.

  9. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    06. August 2010 08:50

    Der Vergleich mit den Energiegesellschaften der Länder geht ziemlich ins Leere. Die sind für die Länder nämlich eine Cashcow sondergleichen und werden schon deshalb sicher nicht privatisiert. Die Rechnung dafür bezahlt nicht der Steuerzahler, sondern der Konsument (natürlich fast ein- und derselbe Personenkreis), der durch die staatlich erwünschte oligopolistische Struktur einen der höchsten Energiepreise Europas blechen muss.

    Was das mit der AUA zu tun haben soll, die wie Sie richtig schreiben ganz sicher von der Privatisierung profitiert, erschließt sich mir nicht.

    • SuPa
      06. August 2010 09:51

      Schnabeltierfresser:
      Sie haben recht, der Vergleich zwischen ÖBB bzw. AUA und den EVUs hinkt. Ich wollte damit aber sagen, dass in den EVUs zwar keine laufenden Verluste geschrieben, aber die Führungspositionen vielfach auch an (Partei)Günstlinge vergeben werden. Dies betrifft sowohl den Verbund als auch die Landesgesellschaften.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      06. August 2010 11:29

      Es ist unserem politischen System inherent, dass Führungspositionen in öffentlichen Unternehmen an Politiker- und damit Parteiengünstlinge vergeben werden. Das ist auch keine österreichische Spezialität, im Gegenteil, in vorgeblich ordoliberal geführten Ländern à la USA ist das oft noch schlimmer.

      Das wird sich auch nie ändern, für diese No-Na-Erkenntnis braucht man weder Wissenschafters noch Unterbergers.

  10. brechstange2 (kein Partner)
    06. August 2010 08:40

    In Ihrem Kommentar kann ich nun wirklich nicht alles unterschreiben, Herr Unterberger.
    Man sollte aufpassen, dass man das Kind nicht mit dem Bade ausschüttet. Denn Marktwirtschaft erfordert, dass viele Mitbewerber am Markt auftreten, die Besten sich in fairem Wettbewerb durchsetzen, Konzentrationen müssen durch ein scharfes und faires Kartellrecht vermieden werden. Inzwischen muss das europaweit und nicht österreichweit gedacht werden. Auch fährt inzwischen zB die Deutsche Bahn in Österreich und umgekehrt.
    Die Landwirtschaft wurde bereits durch subventionierte Konzentrationen schwer geschädigt, dann ging man dem gewerblichen Mittelstand an die Basis, usw.
    Heute ist es so, dass die Landwirtschaft von den Banken geführt wird, der Landwirt ist gerade noch Geschäftsführer zu Banken Gnadens und das sind nicht die kleinen Betriebe, nein, das sind Riesenbetriebe, die eigentlich ohne Subventionen und Banken laufen müssten. Doch sie tun es nicht. Sie werden erst laufen, wenn die Dominanz so groß ist und die Preise diktiert werden können.
    Was unsere Politgenies offenbar nicht kapieren, ist, dass wenn ein Betrieb schlecht geführt wird, man jegliches Mitspracherecht über das weitere Bestehen des Unternehmens verloren hat. Und das auf Kosten des Unternehmens und schließlich der Mitarbeiter. Die Übernehmer können sich ins Fäustchen lachen.
    Was den gemeinsamen Einkauf betrifft, muss man sich natürlich auch fragen, ob diese Konzentration nicht zu mehr oligarchen und Monopolstrukturen führt. Denn gesamt betrachtet, könnte der Vorteil - einzel betrachtet - plötzlich verschwunden sein.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      06. August 2010 09:02

      Was Unterberger zur Aussage von der "kompletten Fusion mehrerer europäischer Bahnen" hinreißen lässt, ist mir auch nicht ganz klar. Marktwirtschaft ist das keine mehr, bloß ein neues Bahnmonopol unter umgekehrten Vorzeichen. Eher schon marktsozialistisch.

  11. Hayek (kein Partner)
    06. August 2010 07:23

    Es wäre selbstverständlich an der Zeit die ÖBB radikal zu privatisieren, dieser Privilegienapparat der SPÖ ist ein ewiges Ärgernis. Grundsätzlich haben die Bahnen ein generelles Problem, wenn man es etwas überspitzt fahren ohnehin nur Proleten damit.
    Schon normale Arbeiter mit niedrigsten Jobs können sich einen PKW leisten und damit billiger und bequemer in die Arbeit kommen. Hauptsächlich irgendwelche Arbeiter und Bürohengste die sich fürs Häuschen im Grünen lebenslang verschuldet haben und nun nach einer billigen Möglichkeit suchen in die Arbeit zu gelangen um ihre Raten abzustottern - geht natürlich im Endeffekt auf die Kosten der letzten verblieben Leistungsträger. Ich, und einige andere bezahlen also im Prinzip dafür, dass der Pöbel relativ billig fahren kann.

    Lange Wartezeiten, überfüllte Abteile usw. - einmal habe ich mir das spasshalber angesehen, mir graut noch heute wenn ich diese Käfige sehe.
    Meinen Range Rover würde ich niemals gegen ein unbequemes Zugabteil, sei es auch in der ersten Klasse, tauschen. Da mögen die selbsternannten Umweltschützer noch so heulen, es geht nichts über Raum für sich alleine und anständige Motorleistung über die man selbst verfügen kann wenn es einem beliebt.

    • brechstange
      06. August 2010 08:43

      Mit Ihrer Ansicht ist es wahrlich schwer, einen Staat zu führen, nicht einmal einen liberalen.

    • socrates
      06. August 2010 09:15

      Fahren Sie einmal mit dem Range Rover von Paris nach Bordeaux oder Marseille oder Strasburg oder Lyon oder St Malo................. um die Wette! Von Zügen in Japan, USA,...... gar nicht zu reden. Mit Ihrer Leibschüssel brauchen Sie die ÖBB damit Sie sich gut vorkommen.

    • Hayek (kein Partner)
      06. August 2010 09:52

      An brechstange: Irgendwie fehlen mir die Argumente in ihrem Posting.

      An socrates: Zweifellos ist die Bahn unter Umständen schneller und so soll auch jeder der Komfort gegen Geschwindigkeit eintauschen mag das tun. Der Knackpunkt ist, dass er dafür den Marktpreis bezahlen sollte und nicht die über drei Ecken organisierten Sozialtarife der ÖBB.
      Gute Verkehrslage vorausgesetzt ist man mit einem vernünftig motorisierten KFZ meist schneller als mit der Bahn. In manchen Fällen mag das nicht so sein, das nehme ich gerne in Kauf. Dafür muss ich mein KFZ nicht teilen, kann bis direkt an Ziel fahren usw.

    • socrates
      06. August 2010 10:10

      Die von mir zitierten Bahnen fahren einen Schnitt von 200 bis 350 km/h von Stadtzentrum zu Stadtzentrum, die Autobahnen erlauben 130 km/h und die Aus - und Einfahrten brauchen viel Zeit. Im Zielbahnhof mietet man ein Elektroauto, oft gratis. 3h von Paris nach Bordeux (650km) müssen Sie erst unterbieten, etc. In Ö haben Sie natürlich keine Probleme zu gewinnen.

    • Hayek (kein Partner)
      06. August 2010 10:51

      Ich bin nicht oft in Frankreich unterwegs, die Bahnen können meinetwegen so schnell fahren wie sie wollen, es geht um die Kostenwahrheit. Momentan sind diese Bahnen Prestigeobjekte die massiv subventioniert werden. Ob ich dann die Bahn oder das Auto nehme liegt an meinen persönlichen Präferenzen, ich will sie nur nicht mit Steuergeldern bezahlen.

      "Im Zielbahnhof mietet man sich dann ein Elektroauto?"
      Bin ich hier versehentlich im Blog der GrünInnen gelandet? Aber auch das steht ihnen frei, ich würde niemals das blubbern eines V8 gegen das Gesäusel eines Elektromotors tauschen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      06. August 2010 11:31

      Hayek Sie Spaßvogel, wenn Sie für die Fahrten mit Ihrem Range Rover den Marktpreis bezahlen müssten, würden Sie sehr kleinlaut zu Fuß gehen. Glauben Sie, die ganzen schönen Straßen zahlen nur die Autofahrer? Von Externalitäten mal ganz zu schweigen.

    • Kurt22
      06. August 2010 11:34

      @Hayek: STF hat keine Ahnung, wieviel Steuern Sie für Ihren Range Rover zahlen, wünsche viel Spaß damit. Fahre zwar nur BMW, verstehe Sie aber voll und ganz!

    • Armer Hayek (kein Partner)
      06. August 2010 11:41

      Bei ihren geistigen Ergüssen würde sich Hayek wohl im Grabe umdrehen. Es wäre schön wenn sie dem armen Mann den Gefallen tun und ihr Alias wechseln.

      Wer sich sogar in Internetforen mit seinem Range Rover und der damit verbundenen "anständigen Motorleistung" rühmen muss, der sollte sich über Volkswirtschaft nicht den Kopf zerbrechen.

      Fahren sie lieber eine Runde mit ihrem Range Rover

    • Hayek (kein Partner)
      06. August 2010 12:02

      Mein lieber Schnabeltierfresser ich bin nicht wie so mancher hier ein verkappter Sozialist der sich hinter kirchlicher Moral und einem halbgaren Liberalismuskonzept versteckt. Selbstverständlich sollten auch die Straßen vollständig privatisiert werden. Wer fahren will bezahlt, über das Bezahlkonzept soll der Betreiber entscheiden.

      Freut mich, dass immerhin einer noch Freude am Fahren hat, BMW baut ja auch wunderbare Autos- vom X6 bis zum 1er.

    • socrates
      06. August 2010 12:54

      Beispiel Bordeaux
      Ausfahrt Paris 1h wenn es gut geht
      Einfahrt Bordeaux 1h wenn es schlecht geht
      In F muß man Maut bei Sperren zahlen, auf dem Ticket steht die Fahrzeit und dahinter die Polizei + (manchmal) Schnellrichter. Führerscheinentzug garantiert.
      Maut ~ 160€, Super ~ 100€, macht 160€.
      Die Elektroautos sind gratis (ich spiele nicht in Ihrer Liga)und haben im Zentrum eigene Parkplätze, aber Sie können auch einen 8-Zylinder mieten (12 ist besser), kostet halt eine Kleinigkeit.
      Die neue Magnetschwebebahn in CH fährt 480km/h. Sie können ja nachzotteln.
      In Ö haben Sie recht. Dafür sorgt die Gewerkschaft.

    • socrates
      06. August 2010 12:55

      corr.: 100 + 160 = 260

    • socrates
      06. August 2010 13:08

      TGV Preis: 82,60€. Auch das ist nicht Ö. Was für Arme und Eilige!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      06. August 2010 17:02

      Mein lieber Hayek, dann ist es ja gut, nur für's erste zahle ich noch Ihre Straße mit. Mit voller Hose ist gut stinken, nicht?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      06. August 2010 17:05

      BMW baut ja auch wunderbare Autos


      Damit auch unsere türkischen Freunde mobil bleiben können. ;)

  12. Segestes (kein Partner)
    06. August 2010 04:14

    Wahnsinn Unterberger, was Sie manchmal für journalistische und intellektuelle Durchhänger haben.
    Und das bloß, weil sie ständig krampfhaft versuchen, sich mit im Akkord hinausgeklopften Schmähschriften, an der SPÖ (von der ich auch kein Fan bin), für Ihre Abservierung bei der WZ zu rächen.

    Zum Thema:
    Zitat:"Natürlich hat die Einbindung der AUA in die Lufthansa auch auf anderen Ebenen Nutzen gebracht. Der Zugang zu Lufthansa-Konditionen beim Einkauf wie auch Ticketverkauf brachte der Fluggesellschaft mehr Geschäft und zugleich deutliche Einsparungen.

    Nur macht das mit Sicherheit 90 Prozent dessen aus, warum es der AUA plötzlich besser geht. Das fängt beim gemeinsamen Ticketverkauf an, geht über den gemeinsamen Treibstoffeinkauf und endet bei einer vereinheitlichten Flotte, inklusive günstigerer Wartung in gemeinsamen Werkstätten.
    Da können Sie noch so probieren, dieses Faktum in einem Nebensatz herunterzuspielen, sie alter Gewerkschaftshasser ^^

    Zitat: "Beides sind Dinge, die auch für die ÖBB Logik hätten und dort wohl noch viel mehr Einsparungen brächten. "

    Ja sicher.
    Blöd nur, dass die ÖBB ein fast rein nationaler Transporteur ist und nie von internationalen/transkontinentalen Allianzen, wie es in der Luftfahrt üblich ist, profitieren könnte.
    Sie vergleichen hier Äpfel und Birnen.
    Die ÖBB mag mit ihren Privilegien und der roten Parteibuchwirtschaft eine Zumutung sein, aber Ihre simplen Rückschlüsse und Lösungsvorschläge, sind zum Großteil auch nur polemischer Humbug.
    Hoffentlich bekommen Sie für diese verwirrten Rundumschläge, nicht heimlich Almosen von Lopatka und den anderen schwarzen Intelligenzriesen...

    • Reinhard (kein Partner)
      06. August 2010 06:08

      Eine Bahngesellschaft kann nie von internationalen Allianzen profitieren?
      Wer anderen (egal ob zu Recht) einen Mangel an Fachwissen im Transportwesen bescheinigt, sollte auf solche Aussagen verzichten.
      Unterbergers Ablehnung der ÖBB geht durchaus so weit, auch Zukunftsinvestitionen in Frage zu stellen, die wenn schon spät, so doch wenigstens überhaupt kommen (in Österreich brauchen sinnvolle Maßnahmen immer ein paar Jahrzehnte länger als anderswo...) - dem kann ich mich nicht anschließen. Aber der Kernpunkt ist ein anderer:
      Dass man kein "Gewerkschaftshasser" sein muss, um das alljährliche Verpulvern von Milliarden auf Betriebsratsweisung unerträglich zu finden, sollte ebenso verständlich sein. Es sind unsere Steuergelder, die im ÖBB-Wasserkopf und bei den jugendlichen Spaziergängern verbraten werden.
      Erzählen Sie mal einer 55-jährigen Putzfrau, die sich vierteljährlich mit Spritzen in die Gelenke arbeitsfähig therapieren darf, warum ihre kerngesunde Kollegin von der Bahn seit 10 Jahren in Pension ist. Und erklären Sie ihr, dass sie schön brav Steuern zahlen muss, bis sie einst die Mindestpension bezieht, damit ihre jugendlich spaziergehende Bahn-Kollegin sich ein zweites Kipferl in dem Kaffeehaus leisten kann, in dem sie selbst für einen Mindestlohn aufwischen darf und sich kein Kipferl leisten kann.
      Die Bahn ist typisch sozialistisch - alle Segnungen des Sozialstaates für die eigene Klientel, und der Rest kann vor die Hunde gehen. Milliarden werden verballert für eine mit Versorgungsposten aufgeblähte Wasserblase, die in keinem Verhältnis steht zu den eingesparten Billigdienstposten am unteren Rand (nehmt es den Kleinen und teilt es euch auf...). Milliarden werden verballert für Frühpensionierungen und Strukturbereinigungen. Und die Zahler werden noch verhöhnt, indem ganzseitige Anzeigen als Dankeschön für demutsvolle Berichtbestattung um hunderttausende Steuros in den täglichen Käseblättern unserer Speichelleckerjournaille die großen Erfolge einer Bahn bejubeln, die ohne Subventionen innerhalb weniger Tage Insolvenz anmelden müsste.
      Nichts gegen Subventionen für Trassen- und Tunnelbau oder Elektrifizierung - aber diese Milliarden fließen in die Taschen der Betriebsräte, Manager und Pensionisten.
      Das gleiche Elend wie in der Bildung.
      Und das gehört aufgezeigt.

    • Herby (kein Partner)
      06. August 2010 08:47

      @ Reinhard 6:08

      In der frühen Stunde schon ein 100% zutreffender Kommentar!

      Danke, Sie schreiben mir aus dem Herzen!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      06. August 2010 08:55

      Was sollen die ÖBB bitte mit Sozialstaat zu tun haben? Was man dem ÖBB-Betriebsrat wirkliuch vorwerfen kann, ist, dass sie die völlig aufgeblähten Strukturen mit aller Macht aufrechterhalten. Der einzelne ÖBB-Mitarbeiter ist auch kein Krösus. Die Masse macht's. So werden z.B. hunderte ÖBB-Hackler in Selzthal erhalten, die man durch eine einzige Infrastruktur-Investition von ein paar Millionen übeflüssig machen könnte. So Fälle gibt es einige.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      06. August 2010 08:56

      Ging an Reinhard.

    • socrates
      06. August 2010 09:21

      Wiener Zeitung heute:
      "Das Wichtigste beim Streiten ist, dass man Verständnis und Respekt für die Position des Anderen zeigt."

    • CHP
      06. August 2010 11:16

      @Reinhard 06:08

      Klar gesprochen! 3 Sterne für Sie!

    • Logiker
      06. August 2010 13:55

      Reinhard

      prillanter Beitrag, danke, vergebe 4 Sterne

      lg

    • Segestes (kein Partner)
      06. August 2010 18:37

      @Reinhardt: Dein Beitrag geht größtenteils ins Leere, da ich den ÖBB-Privilegienstadl nie in Abrede gestellt habe. Du musst schon sinnerfassend lesen, anstatt aus einem Text nur das zu extrahieren, was dir gerade zupass zu kommen scheint.

      Du insinuierst zwar, die ÖBB könne von internationalen Allianzen profitieren, bleibst aber Beispiele, wie ich sie z.B. für die Luftfahrt brachte, schuldig.
      Rhetorisch ganz schwach.

      Fakt ist, dass die Gewerkschaft bei der AUA, nie die omnipotente, sozialistische Hochburg war, wie sie es bei der ÖBB ist.
      Fakt ist, die ÖBB war immer schon extrem defizitär, während die AUA zu ihrer Blütezeit, trotz Gewerkschaft, Gewinne einfuhr. Der Abschwung der AUA hatte ähnliche Gründe wie jener der ehemaligen Swiss Air. Und bei der Swiss Air, hatten die Gewerkschaften noch weniger zu melden, als bei der AUA. Trotzdem gings bergab.
      Fakt ist, dass die wirtschaftliche Sanierung einer Fluglinie, so gut wie nichts mit der möglichen Sanierung einer Bahngesellschaft zu tun hat. Es gibt nicht einmal annähernd so viele mögliche Synergieeffekte, wie bei Fluglinien. Wäre es anders, hättest du ein paar davon aufgezählt, anstatt mit Tiraden auf die roten Gewerkschaften, abzulenken.

      Und Unterbergers Kritik an diversen Infrastrukturinvestitionen durch die ÖBB, beschränkt sich in erster Linie auf Projekte, die weit südlich oder westlich von Wien liegen.
      Den großstädtisch Wasserkopf (samt niederösterr. Umland), in dem er lebt, lässt er diesbezüglich immer ungeschoren. So wie er bei Privilegiendiskussionen, auch immer versucht die Nationalbank standhaft zu ignorieren, stattdessen aber auf roten Hochburgen wie der ÖBB herumreitet.
      Fadenscheinig, berechenbar und somit lächerlich.

    • Reinhard (kein Partner)
      07. August 2010 19:34

      @Schnabeltierfresser
      Sag ich ja. Die verkrusteten Strukturen werden aufgebläht und die kleinen Dienstposten abgewertet. Was früher 4 Beamte erledigten, macht heute einer, denn die Posten werden eingespart - dafür blähen sich Verwaltung und Management permanent auf.
      Und der Personalabbau erfolgt über Frühpensionierung.
      Das Management der Bahn, tiefrot und mit dem Betriebsrat identisch, verjubelt mit jeder Fehlentscheidung weitere Millionen und Milliarden, die wenn schon aufgebracht besser in die Zukunft der Bahn und nicht in deren Vergangenheit investiert gehören. Aber solange das Bahnmanagement gelebte sozialistische Parteipolitik ist, wird sich daran nichts ändern...

      @Segestes
      Doch, ich kann, darf, will und werde wann immer ich will aus einem Text auch einmal nur eine bestimmte Stelle herausnehmen und kommentieren.
      Im Güterverkehr sind private Eisenbahntransportunternehmen und grenzüberschreitende Allianzen europaweit bereits gang und gäbe. In den Staaten mit privater Komkurrenz haben die staatlichen Bahngesellschaften längst reagiert, schauen Sie sich einfach mal das internationale Geflecht der deutschen Bahn an, die die Verbeamtung von Bahnbediensteten bereits vor 20 Jahren abschaffte, die alten Verwaltungsstrukturen aufbrach und sich in ein enges Vertragsnetz z.B. mit den SNCF hängte. Und die Privaten kennen sowieso keine Grenzen; da wird nirgends auf halber Strecke die Lok abgekoppelt oder das Personal gewechselt. Auch das basiert auf Verträgen mit allen beteiligten Bahngesellschaften.
      Die ÖBB folgen dem österreichsichen Prinzip der Insel der Seligen. Das findet sich allerdings in vielen Situationen - siehe das marode Straßennetz Richtung ehemaligem Ostblock, über 20 Jahre nach Fall des eisernen Vorhangs. Hier dauert einfach alles etwas länger, oder wie bei unseren großen Nachbarn gerne gespottet wird: Österreich ist einfach 30 Jahre hinter der Zeit...
      Ihrem letzten Absatz gebe ich teilweise Recht. Ich habe auch an anderer Stelle bereits widersprochen, was die ungerechtfertigte Kritik an Zukunftsprojekten angeht - kritikwürdig sind nämlich nicht die Projekte, sondern der widerliche Umgang damit in der (meist profilierungssüchtigen Landes-) Politik, der grundsätzlich zu exorbitanten Mehrkosten oder Milliardengräbern führt. Zusätzlich zu den von den betriebsrätlichen Managern der ÖBB in die Sünden der Vergangenheit verbratenen Geldern.

  13. Brigitte Kashofer
    05. August 2010 23:13

    Heute in der ZiB 2: Illegale Parteienfinanzierung gab es bei ÖVP, BZÖ und FPÖ. Sonst nirgends!

    • Segestes (kein Partner)
      06. August 2010 04:21

      Na dass die ÖVP am meisten von Spendern aus der Industrie und dem Großkapital profitiert, liegt ja in der Natur der Sache. Die Industrieellenvereinigung, ist ja eine reine Geld-Sammel- und Umetikettier-Maschinerie, wie mir scheint.
      Dass die Schwarzen am massivsten gegen eine Offenlegung aller Spenden sind, spricht jedenfalls für sich.

      Und dass die Grünen kaum etwas bekommen, ist auch nur logisch.

      Sicher, die SPÖ wird auch bei Spenden auch schön mitschneiden.
      Jedoch deutlich weniger, als noch zu Zeiten der roten Staats-Industrie.
      Und für Blau-Orange, wird ab und zu, meist vor Wahlen, auch etwas abfallen.

    • Reinhard (kein Partner)
      06. August 2010 06:15

      @Brigitte Kashofer
      Bei der SPÖ kann es gar keine illegale Parteienfinanzierung gegeben haben, denn die SPÖ sind das Gesetz und das Volk und der Staat, sie sind die Guten, die Besseren, die Besten, und wenn ihnen jemand ein Geld rüberschiebt oder sie sich eines ergaunern, dann ist das immer und grundsätzlich legal, weil einfach alles legal ist, was die SPÖ tut! So einfach ist das!
      Zumindest aus ORF-Sicht. Der ORF kennt sich da aus, wird er doch auch strikt legal finanziert - sprich, sie nehmen es den Leuten nicht einfach weg, sondern sie lassen sich von der SPÖ erst ein Gesetz stricken, das sie dazu berechtigt, und dann...

    • Paige
      06. August 2010 07:18

      ...und die Bawag-Milliönchen sind nur an die FSG geflossen. Genauso wie der ORF heute aus eigener Kraft wieder schwarze Zahlen schreibt (seit der kräftigen Finanzspritze durch die Neffen), so hat es auch Gusi durch Sparmaßnahmen geschafft, die SPÖ schuldenfrei zu machen (die Bawag Milliarden sind mitsamt den Flöttl-Kellerakten in der Karibik verschwunden)...

      Und wenn die ÖMV mal wieder Gewinne schreiben möchte, dann erhöht sie den Benzinpreis. Ja, die sind auch so tüchtig..

    • Undine
      06. August 2010 09:23

      @Brigitte Kashofer

      Nur kurz eine Frage: Fehlt hier ein :-) , oder haben Sie ernst gemeint, was Sie schrieben?
      Jedenfalls brachte Armin Wolf es fertig, die Angelegenheit so darzustellen, daß ein unerfahrener ORF-Konsument zur Ansicht gelangen mußte, ROT und GRÜN hätten NIE einen Groschen zugesteckt bekommen, während unlautere Parteifinanzierung ausschließlich bei den RECHTEN Parteien Usus sei.
      Ja, genauso stellt sich der kleine Maxi einen UNABHÄNGIGEN ORF vor.

    • Kurt22
      06. August 2010 12:44

      Liebe Undine, wissen Sie nicht, dass SPÖ und Grüne die einzige moralische Instanz in diesem Land sind? Schauen Sie nicht ORF? Lesen Sie keinen Standart? Ich muß mich doch sehr wundern. (Den Smiley erspar ich mir)

    • Undine
      06. August 2010 22:23

      @Kurt22

      Gut daß Sie mich erinnern! Das mit der rot-grünen moralischen Instanz! Wie konnte ich das nur vergessen.....

  14. Brigitte Imb
    05. August 2010 20:23

    OT - Erste Verhaftungen - Hypo
    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/585832/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do
    Gute Kontakte zu Politik u. Rotlicht....

    In der Zib keine Silbe, die Krone schrieb bereits um 15:18 darüber.

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 20:42

      Die ersten Spitzen von Eisbergen ragen da heraus.

      Vielleicht gelingt es, diese Netzwerke zu enttarnen und die Schuldigen zu finden.

    • brechstange
      06. August 2010 14:22

      Wer hat die besten Kontakte zu Nordkorea?

  15. brechstange
    05. August 2010 20:00

    Ich finde es echt stark, dass man in Österreich kein Unternehmen ertragreich führen können soll. Muss erst alles verkauft sein, um zu bemerken, welch Chancen durch diesen Politfilz und -proporz vergeben wurden.

    Ich denke, dass nicht supergroße Unternehmen den Schlüssel zum Erfolg beherbergen, auch kleine sind sehr flexibel. Und nun frage ich, wer hat die Wirtschaft durch die Krise getragen, es waren nicht die großen, die alle benötigten Subventionen.
    Es waren die Mittelständischen und Kleinen Unternehmen, die noch regional verankert waren. Dies alles sollte mitbedacht werden, wenn über Betriebe und Konzentrationen verhandelt wird.

    • GOP
      05. August 2010 20:29

      Besonders linke Leute sind immer noch der Ansicht, dass vieles in staatlicher Hand bleiben soll, denn wenn der Markt etwas regelt, dann werden die Bürger benachteiligt. So schimpfen diese Gruppierungen sehr auf die vergangene schwarz-blaue Regierung, weil sie die Post teilprivatisiert hatte und nun die Postdirektion jede Filiale auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft.
      Sicher war die seinerzeitige völlige Entstaatlichung der britischen Bahnen durch Margaret Thatcher in der damaligen Form nicht sehr klug, aber in der Zwischenzeit wurde aus den Fehlern gelernt und es bleibt auch nicht mehr die dortige Infrastruktur (z.B. Schienennetz) "auf der Strecke". Ich staune auch über die Alternativen von München in das Berchtesgadner Land, wo der DB ordentlich Dampf gemacht wurde. Daher bin ich schon sehr gespannt, wie sich das künftige private Angebot auf der Strecke Wien-Salzburg-Wien entwickeln wird. Derzeit wird ÖBB-intern nur geschimpft, dass sich der neue Mitbewerber "nur die Rosinen" herauspicken will. Dies ist doch völlig normal, dass man nur dort investiert, wo auch ein baldiger "return of investment" sichtbar wird. Da müssen die ÖBB-Leute eben noch ein wenig von Betriebswirtschaft lernen.

    • Gast (kein Partner)
      06. August 2010 03:17

      Was mich von linker Seite immer wieder erstaunt... :

      Von den Staatseinnahmen (egal ob Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge) profitieren die Wenig-Verdiener deutlich mehr als die Vielverdiener. - Nicht nur im Verhältnis zu ihrem Einkommen, auch nominell wird deutlich mehr Geld zur Förderung der Wenig-Verdiener oder sozial Schwachen ausgegeben. (Das bestreitet übrigens auch kein Linker.) Staatlich geführte Unternehmen, die ständig starke Defizite einfahren, kosten aber dem Staat aber viel Geld, von dem die sozial Schwachen profitieren würden. - Dennoch streuben sich die Linken gegen jeglichen Privatisierungs-Ideen, die dem Staat jährlich Geld ersparen würden, welches er zu einem guten Teil wieder für die sozial Schwachen ausgeben würde.

      Meine Erklärung dafür ist, dass die linke Politik - frei nach Kreisky - lieber extrem defizitäre Unternehmen mit tausenden zu vielen Arbeitnehmern stützt (wie z.B. die ÖBB) als diese zum AMS zu schicken. Hinzu kommt noch die praktizierte Klientelpolitik der SPÖ.

      Klar kosten sie auch beim AMS viel Geld, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie auf ihr Berufsleben verteilt, als ÖBB-Mitarbeiter (und Frühpensionist) billiger sind, als beim AMS. Der eine oder andere wird vielleicht sogar in der Privatwirtschaft einen Job bekommen, auch wenn ich hier einige Zweifel habe. Abgesehen davon, bin ich davon überzeugt, dass eine ungefähre Kalkulation weder bei der ÖBB noch in der Politik je durchgeführt wurde.

    • Reinhard (kein Partner)
      06. August 2010 06:26

      @brechstange
      Ihre Aussagen kann man nur unterschreiben.
      Trotzdem presst die Politik jene KMUs aus bis aufs Blut (die meisten gehen in Insolvenz, weil sie nicht mehr in der Lage sind, die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen zu erbringen - und einen Nachlass in Krisenzeiten gibt es nicht) und pulvert das so lukrierte Subventionsgeld den Großkonzernen hinterher.
      Die KMU bilden die Lehrlinge aus, die Industrie wirbt fertige Facharbeiter ab.
      Die KMU arbeiten in direkter Konkurrenz zu Mitwerbern, die Industrie kauft auf und macht platt.
      Die KMU zahlen den größten Brocken an Steuern und Abgaben, die Industrie kassiert Subventionen und droht mit Abwanderung, sollte die Politik nicht sofort das Steuersäckel über ihnen ausschütten.
      Die KMU gehören kleinen Unternehmern, die rund um die Uhr arbeiten und um ihr Unternehmen kämpfen. Die Industrie gehört Finanz- udn Bankenkonsortien und wird geleitet von - richtig, zu knallharten Managern mutierten Ex-Politikern. Gerne auch Roten, deren soziales Gewissen bis genau an den Rand ihrer Geldtasche reicht.

  16. inside
    05. August 2010 17:14

    Die Schwarzen haben sich aus dem Vorstand verabschiedet.
    Die Esel auf dem Weg zum Dauertanz.
    Dafür haben wir jetzt ein Bubi in diesem Konzern.
    Die Roten also komplett unter sich. Kuscheling, heimelig und vor allem unkontrolliert.
    Unsere Hoffnung?

    Die Ratten bestiegen das sinkende Schiff.

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 18:43

      Das hätte ich auch getan.

      Was hätten denn die paar Hanseln dort verbessern können bei der vorherrschenden Mentalität ?

  17. Viktor
    05. August 2010 16:28

    Ich frage mich immer,wenn das alles,was hier im Blog und in den sehr guten Kommentaren meiner kommentierenden Kollegen,an allen österreichischen
    Stammtischen und in der Volksmeinung bekannt ist,warum wählen dann die Bürger noch sozialistisch ?
    Einer früheren Statistik zufolge,machte das Wählerpotential der Bundesbahner,
    samt ihrer wahlberechtigten Familienmitglieder,höre und staune, 11 (elf) Abgeordnetenmandate im Nationalrat aus. Kein Wunder,daß die roten Heinis,
    die Bundesbahn wie ihren Privatbesitz behandeln (Hauptaktionär Hr.Haberzettel).

    Ich bin in den vergangenen Jahren in mein Haupturlaubsland Tirol immer mit dem Autozug nach Salzburg gefahren.Seit 1 1/2 Jahren wurde dieser Autozug eingestellt. Auf meinen empörten aber sachlichen Brief an die ÖBB Zentrale (ich führte !0 Vorschläge und Argumente positiver Art an-wie z.B um Unfallgefahr,
    Umweltbelastung u.a.mehr),bekam ich gar keine Antwort.Ein Freund von mir schrieb direkt an Ministerin Bures.Er bekam Antwort mit dem Hinweis,daß das Entladen in Salzburg,wegen der umgedrehten Fahrtrichtung,nicht mehr möglich
    sei (Umbau Westbahnhof).Ich kenne die Situation in Salzburg sehr genau.Mit einem lächerlich kleinen Umbau,hätte man die Entladestation umdrehen können!

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 18:55

      Mein 89-Jähriger ist auch darüber erbost, daß er sein Auto nicht mehr mit der Bahn nach Salzburg führen kann.

      Dieses Jahr habe ich ihn mit seinem Auto dorthin gebracht und wieder abgeholt.

      Warum soviele SPÖ wählen ?
      Die Propaganda wirkt, alle Medien sind gleichgeschaltet.
      Die Angstmache wirkt.
      Die Parteibuchwirtschaft wirkt.
      Die Wahlansagen mit Sozialversprechungen auf Kredit wirken.
      Der Gewerkschaftsfilz und die Privilegierten wählen verpflichtend SPÖ. (außer bei den Beamten, die wird das schwarze Pendant gewählt, um nichts besser als die rote Partie, mit dem gleichen Schmäh)

      Die Klientel ist leicht organisierbar und lässt sich von Gemeinplätzen lenken.
      Keine noch so dumme pseudodemokratische Aktion (Volksbefragung in Wien, etc.) wird von dieser Klientel durchschaut. Diese Klientel wählt die SPÖ, egal, welche Flaschen dann in Partei und Regierung hocken, man kann ja alles mit den blödesten Argumenten in allen Medien begründen und 'untermauern' (Burkinabetrachtungen, Skinheadguarding, etc.). Die Klientel glaubt das.

      Schlimm wird es, wenn die Sozialromantik aufhört und dann so mancher zu denken anfangen wird. Dann endet nämlich auch die Spaßgesellschaft.

  18. Norman Bates
    05. August 2010 14:58

    Eines der letzten großen sozialistischen Bollwerke und Machtgebiete in Österreich, die ÖBB, wird ganz sicher bis zum Abgesang der letzten Strophe der Internationalen verteidigt werden.

    Die armen Genossen haben doch schon alles verloren: Konsum, BAWAG, Reisebüros, etc. etc.

    Ändern wird sich erst auf den allerletzten Drücker (siehe AUA) etwas. Herbeischreiben oder herbeiwählen werden wir (leider) nicht schaffen.

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 18:58

      Herbeiwählen werden wir sicher nicht schaffen mangels attraktiver Auswahl.

    • Norman Bates
      05. August 2010 23:12

      Stimmt. Es gibt keine Auswahl mehr, ausser wir schaffen eine Neue.

  19. SuPa
    05. August 2010 14:30

    In den vergangenen Jahren gab es mehrmals Versuche, die ÖBB wieder "auf Schiene" zu bringen. Da wurde auf Empfehlungen von gutbezahlten Beratern neue Organisationsstrukturen geschaffen und neben Parteigünstlingen auch externe Fachleute (z.B. Rüdiger vorm Walde) geholt. Nach einigen gutgemeinten Vorschlägen wurden diese aber von Betriebsrat, Gewerkschaft und SPÖ boykottiert. Die Konsulenten hatten ihre Honorare bekommen, die Führungsleute wurden meist vorzeitig mittels golden handshake verabschiedet und das Spiel begann wieder von vorne.
    Dieser österreichische Weg hat sich auch bei anderen Betrieben mit Staatseinfluss (Asfinag, Post, ORF usw.) "bestens" bewährt, daher wird daran festgehalten. In den jeweiligen Regierungsprogrammen wird immer wieder Besserung versprochen, aber gemacht wird dann später nix. Gell Wernerle und Pepi? So ist es und so bleibt es!

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 19:02

      Man sieht, wie wichtig das 'Leader Duo' eigentlich ist.

      'Kräht der Hahn am Mist, ändert sich's Wetter oder es bleibt wie's ist.'

  20. Richard Mer
    05. August 2010 14:04

    Irgendwo, ich glaube in der Presse, war vor Kurzem zu lesen, dass die ÖBB Steuermittel in der Höhe von bis zu acht Milliarden jährlich bekommen. Das entspricht 1000 Euro pro Einwohner und Jahr, auch für die Österreicher die niemals einen Zug betreten. Man muss diese Zahl (wenn sie denn stimmt) in den Vordergrund stellen.

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 19:03

      Muss ich richtigstellen:
      Für die Steuerzahlenden teilt sich Last aller auf und das sind weniger als 2 Millionen in Österreich und somit ein Vielfaches der genannten Ziffer.

  21. Celian
    05. August 2010 13:41

    Ein weiterer Hauptgrund, warum die AUA so in die Verluste gekommen ist, ist der hohe Kerosinpreis, den sie an die OMV zu zahlen hatte.
    Nachdem die Lufthansa die AUA übernommen hatte, wurde der Kerosinpreis neu verhandelt, und siehe da, plötzlich waren saftige Rabatte möglich.

    Und das ging vorher nicht, als die AUA noch den selben Miteigentümer hatte wie die OMV? Hier hat sich die Verstaatlichte selber ins Knie geschossen. Hätte die OMV nicht den Staatsbürger über Umweg der AUA abgezockt, wäre es vielleicht nicht so weit gekommen und man hätte "Familiensilber" verkaufen müssen. Aber so ist es nun einmal: wenn die Marktwirtschaft durch staatliche Holdings blockiert wird, kommt es eben nicht zu einer Preisbildung, dem A und O des freien Marktes, sondern zu überhöhten Preisen. Für die der Steuerzahler auch noch bluten darf.

  22. Brigitte Imb
    05. August 2010 12:15

    Lopatka soeben in Ö3

    Die sog. Nebenbezugspauschale, zur Auffettung der Pensionen, welche 1,2 Mrd.€ kostet, soll abgeschafft werden.

    Diese Pauschale wurde 2002 zw. Gewerkschaft u. Bahnführung vereinbart, zu Lasten der Steuerzahler.
    Den damals zuständigen, grinsenden Verkehrsminister dürfte das nicht gestört haben.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/344839/index.do

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 13:06

      Abschaffung des Nebenbezugspauschales:
      Es soll ja auch noch gute Nachrichten geben und das sogar beim ORF.

  23. Brigitte Imb
  24. socrates
    05. August 2010 11:08

    Ich bin großer Anhänger von Sozialismus, Gewerkschaft, Genossenschaften und 45 Pensionsjahren. Aber:
    Nach Kreisky gab es keinen Sozialismus mehr. Liberale Kapitalisten wie Vranitzky, der neue Seilschaften auf Kosten der Steuerzahler förderte, Androsch, der neue Salzbaron, oder einfache Geister, die Wachs in den Händen der P.C. waren, folgten. Kreisky meinte "wenn´s Banker wollen, werden´s schon sehen!"
    ÖGB hatte Präsidenten mit Charakter und Visionen, der beste war Olah. Nach Benya sind es einfache Geister, die Wachs in den Händen der P.C. sind.
    Genossenschaften, in denen sich Bauern zusammenschlossen um Güterwege zu bauen oder Stromleitungen zu verlegen, etc, alle Achtung. Wenn es der Konsum war,etc, alle Achtung beiseite.
    45 Pensionsjahre sind genug: Erst wenn alle Pensionsprivilegien abgebaut sind, ÖNB,ÖBB, Regierung, Landesbeamte, Frauen ohne Kinder,.........,etc, dann ist es moralisch zu verantworten über 46 Jahre zu reden. Egalitée, Fraternitée, dafür wäre der ÖGB zuständig!

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 12:35

      Franz Olah war ein großer Österreicher, dem die Sozialdemokraten übel mitgespielt haben, weil er korrekt war und verschiedene Machaloikes nicht geduldet hätte. Dafür musste er 1 Jahr ins Gefängnis, damit man das verhindern konnte, daß er einige von diesen Gesetzlosen an die Luft gesetzt hätte.

      Dr. Kreisky hat sich zumindest entschuldigt.

      Aber, ob die Entschuldigung nicht ehrlich war, das kann ich nicht wissen, war es zu dieser Zeit bereits üblich, hemmungslos Schulden zu machen mit allen möglichen Ausreden.

    • W. Mandl
      05. August 2010 14:32

      @Socrates

      Also sind Sie jetzt einer der letzten aufrechten Sozialisten oder nicht?

    • socrates
      05. August 2010 15:04

      ad W.Mandl
      Ich leiste mir den Luxus ein parteiloser, logisch denkender Natuwissenschaftler mit humanistischer Bildung zu sein.

    • Brigitte Imb
      05. August 2010 15:48

      Sokrates

      Schützenswerte Spezies sozusagen, die hum. Gebildeten werden ohnehin immer weniger u. sind quasi vom Aussterben bedroht.

    • socrates
      05. August 2010 16:49

      ad Brigitte Imb
      Danke! Ich bin halt schon lange auf der Welt und habe vieles erlebt, das ich heute nicht mehr sagen darf. Mir fällt nur auf, daß man hier sofort kategorisiert wird. Ich habe einst gerne die Arbeiterzeitung gelese, sie war hervorragend. Auch Stalin hat ja mitgearbeitet. Aber trotzdem war ich nie Sozialist. Die Presse und SN und SZ waren sehr gute Zeitungen wie die WZ unter A.U. Jetzt lese ich sie nicht mehr. Im Standard schätze ich das Sudoku, sonst nichts, da er nur Meinungen verbreitet. In F lese ich die Liberation, Sudouest und Le Monde, in Ö Krone und NZZ. Kein ORF, mehr verträgt mein Blutdruck nicht. Sonst Internet.

    • Brigitte Imb
      05. August 2010 17:23

      socrates

      Der Sozialismus ist ja per se nicht nur etwas Schlechtes, jedoch was die Sozialisten daraus gemacht haben finde ich mehr als irritierend, ebenso das Verhalten der Gewerkschaften, auch der sog. christdemokratischen.

      Die Idee ist zu einem Selbstbedienungsladen verkommen, Ideologien wurden über Bord geworfen, der "Nadelstreifsozialismus" feiert fröhliche Urständ´.

      Die Abos sämtlicher Tageszeitungen haben wir mittlerweile alle gekündigt, weil uns gewisse Gebarungen der Medienwelt, Meinungen wie Regierungsinserate, nicht zusagen.
      Meinem Hypotonus kann auch der Orf nichts anhaben, ungustiös ist diese Institution allemal - ich arbeite an der Kündigung.

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 20:17

      @ socrates

      Das Kategorisieren ist leider eine österreichische Eigenheit.

      Gibt es doch jeden Menschen nur einmal auf der Welt, und jeder hat es selbst in der Hand, sein Leben zu gestalten im gesellschaftlichen Rahmen des jeweiligen Landes und Erdteils.

      Das Kategorisieren hat schon viel Leid gebracht und Kriege.

      Jeder hat seine Meinung zu den Dingen des Lebens und die kommt aus der bisherigen Lebenserfahrung.

      Ich schätze Ihre Diskussionsbeiträge, die natürlich auch kritisch betrachtet werden und auf Argumente abgeklopft werden.

      Sozialismus an sich hat für mich so etwa in den späten 1960-er Jahren alle sozialen Ziele erreicht gehabt und dann die Bodenhaftung verloren.

      Es war dies auch die Zeit, wo der 'Denver Clan' im Fernsehen lief, und andere solche 'leichtlebige' Serien, die beliebt waren und die heutige Spaßgesellschaft eingeläutet haben. Wir in der überwiegenden Mehrzahl Dummen sind diesen (ganz sicher manipulativ ausgestreuten) Serien voll aufgesessen und waren dann eine leichte Spekulationsbeute für die Spekulantensammelbanken Lehmann Brothers, Madoff & Konsorten. Die Dummheit ging vor allem in die Politik. Und nicht zufällig kamen auch alle 'Rating Experten' aus diesem Winkel und haben die Regierungen 'beraten' und die sind auf den Schmäh hineingefallen, weil sie, durch Geld verwöhnt, auch jegliche Bodenhaftung und jeglichen Realitätssinn verloren hatten. 'Scieontology Complete' würde ich das nennen und die Summe der Schneeballsysteme und Spekulationsangebote hat die blöden Europäer völlig aufgefressen.

      Ich habe ab dieser Zeit keine Politiker mit Hirn, mit Instinkt, mit Verantwortung mehr getroffen.

      Angelangt sind wir bei heute, das Erwachen aus der Spaßgesellschaft wird bitter.

      In der ersten Reihe beim Schuldenmachen aber waren es schon die Sozialdemokraten als treibende Kraft, wenn auch die anderen zugestimmt haben und damit die Wahnsinnsverantwortung und die Wahnsinnsfolgen mit verantworten müssen.

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 20:50

      Muß noch eine Korrektur anbringen:

      Einen Politiker habe ich schon getroffen, der das erkannt hat: Dr. Schüssel.

    • socrates
      06. August 2010 00:13

      ad Josef Maierhofer
      Danke! Ich bin weitgehend derselben Meinung und versuche das auch auszudrücken. Außerdem versuche ich ergänzende Standpunkte einzubringen, die mir abgehen.
      Seit ~ 1975 ist der Sozialismus tot. Auch Kreisky hat es vorausgesagt: Wenn´s an Banker wollen, werden´s schon sehen. Vranitzky hat Ö verkauft um sich eine Machtstruktur zu schaffen. Aber auch die ÖVP ist immer wieder "im Liegen umgefallen", ebenso die christlichen Kirchen. All das auf Kosten des Volkes. Irgendwann wird das System zusammenbrechen. In den USA studiert man bereits die Weimarer Republik.

  25. Graf Berge von Grips
    05. August 2010 10:33

    Eine Hand wäscht die andere ist das Synonym
    für Freunderlwirtschaft - meist anonym.
    Der Steuerzahler jedoch denkt unter Qualen:
    Und wer wird - bitt’schön - die Seife zahlen?

  26. Patriot
    05. August 2010 10:29

    Man hat die goldene Gelegenheit versäumt, den ORF ebenfalls in die Pleite zu schicken, und das Unternehmen nach einem ordentlichen Ausmisten neu zu gründen.

    Die Gelegenheit kommt allerdings spätestens in 2 Jahren wieder. Dann sollte man sie nutzen.

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 19:17

      In 2 Jahren sind noch die jetzigen an der Macht, daher wird das auch nur durch einen ausserordentlichen Akt korrigiert werden können von Rotfunk auf Staatsfunk.

  27. Brigitte Imb
    05. August 2010 10:05

    Überall dort wo Politik u. Gewerkschaft das Sagen haben ist wirtschaftliches Desaster.

    Warum wohl? Den Parteigängern liegt ja nicht am Erfolg der Betriebe, sondern an ihrem eigenen Fortkommen, selbst neue Schulden werden als "Erfolg" gefeiert, od. zumindest als "nicht beunruhigend" hingestellt.

    Der Wildwuchs an freigestellten Betriebsräten, angeblich 101 Pers., frißt Millionen weg.
    Von Gesetzes wegen sind ab 3000 Bediensteten 3 freigestellte BR vorgesehen, pro weitere 3000 Bedienstete ein zusätzlicher. Die Bahn hat ca. 18 500 Bedienstete.

    Die Bahn, das Herzstück der Roten, gewährt frühzeitige Pensionierungen, das Pensionseintrittsalter ist in der Krise sogar gesunken ( v. 52,45 J. auf 51,6 J.) und leistet sich ca. alle 2 Jahre einen neuen Vorstand. "Sozial gerechte Versorgungsposten" die mit 400 000€/J. und mehr bedacht werden, von etwaigen Boni gar nicht zu sprechen - die gibt es in Ö sogar bei Verlustgeschäften, auf Steuerzahlers Kosten versteht sich.

    Solange bei uns die Sozialpartner mehr zu bestimmen haben als die Regierung, die in diesem Fall durch eine Dentalhilfskraft repräsentiert wird, kann es nur bergab gehen.

    Wie andrerorts politisch üblich, versuchten sich auch die unfähigen Manager der ÖBB in Spekulationsgeschäften - das Ende ist bekannt, minus 280 Mio €! Der Steuerzahler, obwohl bereits geschröpft bis zur Erschöpfung, soll es wieder richten.

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass es den Sozen egal ist ob die ÖBB in den roten Zahlen ist, Hauptsache die Postenschacherspirale kann sich drehen.

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 10:58

      @
      'Wie andrerorts politisch üblich, versuchten sich auch die unfähigen Manager der ÖBB in Spekulationsgeschäften - das Ende ist bekannt, minus 280 Mio €! Der Steuerzahler, obwohl bereits geschröpft bis zur Erschöpfung, soll es wieder richten.'

      Unser Geldschnüffler, Generalsekretär Josef Cap, würde also auch hier Spekulanten orten können. Ich schließe nicht aus, daß er möglicher Weise auch selbst dabei war, beim Geldvermehren durch Spekulation.

    • cicero
      05. August 2010 13:10

      "Divide et impera" ist das Motto der Gewerkschaften. Wo Solidarität draufsteht, ist keine drinnen!

  28. xxxxxx
    05. August 2010 10:04

    OT

    neues Buch von Thilo Sarrazin: "Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen"

    Kurzbeschreibung
    Thilo Sarrazin beschreibt mit seiner profunden Erfahrung aus Politik und Verwaltung die Folgen, die sich für Deutschlands Zukunft aus der Kombination von Geburtenrückgang, problematischer Zuwanderung und wachsender Unterschicht ergeben. Er will sich nicht damit abfinden, dass Deutschland nicht nur älter und kleiner, sondern auch dümmer und abhängiger von staatlichen Zahlungen wird. Sarrazin sieht genau hin, seine Analyse schont niemanden. Er zeigt ganz konkret, wie wir die Grundlagen unseres Wohlstands untergraben und so den sozialen Frieden und eine stabile Gesellschaft aufs Spiel setzen. Deutschland läuft Gefahr, in einen Alptraum zu schlittern. Dass das so ist, weshalb das so ist und was man dagegen tun kann, davon handelt dieses Buch.

    http://www.amazon.de/Deutschland-schafft-sich-unser-setzen/dp/3421044309/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1280994921&sr=8-1

  29. Josef Maierhofer
    05. August 2010 10:02

    Bei den ÖBB ist es aber schlimmer als bei der AUA, die ja noch mit einer Draufgabe in eine Gesellschaft übernommen werden konnte, die sie sanieren konnte.

    Ich denke, auch die AUA Mitarbeiter selbst werden sicherer in die Zukunft blicken, wenn sie an ihren Arbeitsstellen gebraucht und sinnvoll eingesetzt werden, im Verhältnis zu der Zeit, wo dort noch das Parteibuch regiert hat. 45% des Führungspersonals, schreibt Dr. Unterberger, wurden abgebaut, bzw. neu ausgeschrieben, ich ergänze die Mehrzahl davon Parteibuchinhaber und somit die wahren Bremser.

    Das gleiche Phänomen fanden wir bei Ankerbrot nach der Übernahme durch die Münchner Firma Müller. Der Filz musste zuerst weggeräumt werden, damit Ankerbrot wieder lebensfähig wurde und Ankerbrot lebt.

    Bei den ÖBB ist es aber schlimmer. So viel Draufgabe kann es gar nicht geben, daß man dieses staatliche Unternehmen wirklich privatisieren könnte. Der Infrastrukturbereich (Bahnhöfe, Schienen, etc.) wird immer Steuergeld benötigen. Alle anderen Bereiche, wie Lokomotiven, Waggons, etc. wurden von den ÖBB verkauft, gehören nicht mehr uns und wurden zurück geleast und die verurachen bei fallendem Euro enorme Zusatzverluste.

    Das schlimmste aber bei den ÖBB ist das Parteibuch, das Privileg, das Pensionsalter, die Überbezahlung von Lohn und Pension für Parteibuchinhaber, die Todesmentalität. Die ÖBB Mitarbeiter finden nichts dabei, sich von den anderen Bevölkerungsschichten, den Steuerzahlern, ungerechtfertigte 15 Lebensjahre zu überhöhten Tarifen zahlen zu lassen, sie finden nichts dabei sich bis zu 6-fach überhöhte Pensionen aus dem Steuertopf zu nehmen, denn auf einen ÖBB Mitarbeiter kommen 5 ÖBB Pensionisten und dieses Pensionsgeld kann daher nicht mehr aus einem Pensionstopf genommen werden.

    Versuche, die ÖBB zu teilen in Infrastruktur und operative Bereiche, wurden von der Parteibuchwirtschaft, der passiven Restistenz, der Arbeitsverweigerung und der Gewerkschaftsmentalität zunichte gemacht. In der gegenwärtigen Arbeitsmentalität, mit den gegenwärtigen Misständen kann dieser Betrieb in keiner Sparte positiv sein. Der Gewerkschaftsvirus verhindert das.

    In der kommenden Krise wird es vermutlich einen Zusammenbruch der Bahn geben und, ähnlich wie in Griechenland, Österreich zerstörende Streiks, die unermessliche Schäden anrichten werden. Gerade die, die das Meiste abräumen, werden streiken.

    Meine Frage: Sind solche ÖBB Gewerkschafter überhaupt noch Österreicher oder kann man da schon davon ausgehen, daß es sich um Volksschädlinge handelt ?

    Was hat diese Parteibuchwirtschaft in Österreich schon alles angerichtet ? Stronach hat die Gewerkschaften von seinen Betrieben ferngehalten und das zur Bedingung gemacht. Wenn die Nachfolger den Gewerkschaftsfilz hineinlassen in diese Firmen, dann werden auch diese Betriebe zugrundegehen, wie Semperit, wie Konsum, etc.

    Ich bin selbst ein Arbeiterkind aus einer Arbeiterfamilie mit 8 Kindern. Das Wort Arbeiter hat immer schon das Wort Arbeit inkludiert bei uns.

    Von den Gewerkschaften wird das Wort Arbeit verhöhnt und vernichtet.

    Die Abkehr vom Parteibuch, vom Schmarotzen, und die Hinwendung zur Arbeit ist das wirkliche Problem in Österreich, das uns das Kommende fürchten lassen muss. Wir Ösis sind eben in diesen ungustiösen Parteibuch- und Gewerkschaftsebenen nicht reif zum Leben, sondern reif zum Sterben.

    Die Übernahmen durch deutsche Firmen zeigen den Unterschied deutlich, ebenso wie die gewaltigen Unterschiede zu den etwa gleich großen Schweizern.

    • Undine
      05. August 2010 11:15

      Die SOZIS und IHRE ÖBB denken immer noch in Zeiten der DAMPFLOKOMOTIVEN, als die HEIZER durch Kohleschaufeln ihre Gesundheit ruinierten und dadurch eine geringe Lebenserwartung hatten.

      Daß es diese kräfte -und gesundheitsraubende Tätigkeit seit Jahrzehnten nicht mehr gibt, scheinen die SOZIS verschlafen zu haben, bzw. wollen sie nicht wahrhaben.

      Daß sie an den für sie idealen Pensionsbedingungen nichts ändern wollen, obwohl sie sichtlich keineswegs unter Gesundheitsbeeinträchtigungen leiden, ist aus ihrer Sicht verständlich.
      Dadurch haben sie die Möglichkeit zu pfuschen, was sie auch weidlich ausnützen. Diese Tatsache stört die Sozis nicht im geringsten, solange die Eisenbahner nur auf dem Wahlzettel das Kreuzerl aus Dankbarkeit an der richtigen Stelle machen.
      Die Rechnung bezahlt ja, wie immer, ohne sich wehren zu können, der Steuerzahler.

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 11:26

      @ Undine

      Das mit dem Pfuschen durch frühpensionierte und auch oft aktive ÖBB-Mitarbeiter kenne ich.

      Mit 39 in Pension, plötzliche Gesundung, ein paar unangemeldete Nebenjobs und das Finanzradl dreht sich (ohne Steuer lebt sich doppelt bis 3-fach gut).

      Monatelange Urlaube an den schönsten Plätzen der Welt auf Kosten der Steuerzahler sind natürlich inbegriffen.

      Auffliegen einiger 'Nebenjobs' und 'Planieren' durch die Partei. Keine Strafe.

      Es kann ja wirklich 'nichts' passieren. Österreich ist ein 'sicheres' Land.

    • Undine
      05. August 2010 12:10

      @Josef Maierhofer

      Danke für die Zustimmung.
      Ich erinnere mich, als vor etwa 30 Jahren ein Gärtner ein großes Blumenbeet anlegte. Für die schwere Arbeit des Umstechens (viele Baumwurzeln!) hatte er einen Helfer mit.
      Gesprächsweise erfuhr ich, daß der zweite Mann---etwa Mitte 40, kräftig---ein "pensionierter" Eisenbahner war....

      Ein Fachmann setzte im Garten eine Wäschestange. Sein "Mitarbeiter": ein gelernter Schlosser aus der damaligen CHEMIE LINZ. Der berichtete (das liegt nun schon mindestens 35 Jahre zurück), er habe in dieser Firma maximal einen halben Tag zu tun. Mit etwa 50 Jahren bekam er eine Abfindung, mit der er sich einen BMW leisten konnte.
      In LINZ waren damals SEHR VIELE BMW unterwegs. Die meisten davon gehörten abgefertigten VOEST--und CHEMIE-LINZ- Arbeitern.

    • socrates
      05. August 2010 13:29

      ad Undine
      Solange "unersetzliche Manager" nach einigen Monaten oder Jahren in eine 10x bis 50x höhere Pension gehen, Banker für Sekundengewinne Milliarden erhalten, wird kein Unrechtsbewußtsein beim "kleinenMann/Frau" aufkommen. Das Naturrecht geht über das geschriebene Gesetz und die Friedhöfe sind voll von unersetzlichen Menschen. Moral und Idealismus sind notwendig, das bekommt man nicht ums Geld.

    • Kurt22
      05. August 2010 13:30

      Es gab auch genug Fälle, wo ÖBB-Frühpensionisten normale ASVG-Beschäftigungen aufnahmen, und dann nach 15 Jahren, also etwas mit 63, eine zweite Pension erhielten. Alles legal.

    • Norbert Mühlhauser
      05. August 2010 15:36

      @ Socrates, 1329:

      Deshalb heißt es ja, dass der Fisch beim Kopf zu stinken beginnt.

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 18:04

      @ sokrates
      @ 'Moral und Idealismus sind notwendig'

      Ein wahres Wort, man bekommt das nicht fürs Geld.

      Geld verdirbt die Welt.

      Nicht das Geld, dem der Gegenwert gegenüber steht, nein das Geld, das man 'leicht' verdient, 'sich nimmt', anderen nimmt, das Inflations (=Betrugs-)geld ohne Gegenwert, das geraubte Geld, etc. das verdirbt die Welt.

      Moral ist ein Vokabel, das man verhöhnt, Ethik als Ersatzwort wird genauso verhöhnt, Religiosität, es sind aus der Mode gekommene Wörter, ersetzt durch 'moderne Wörter', wie PC, wie Spaßgesellschaft, wie Korruption, wie Verantwortungslosigkeit. Damit kann man nämlich 'Geld' verdienen, jenes Schlechtgeld, auf Kredit, das alle ins Verderben reissen wird.

      Idealismus ist sehr selten geworden.

  30. nescio
    05. August 2010 09:33

    Leicht ist das Problem ÖBB sicher nicht zu lösen. Ganz abgesehen davon, dass die Parteien ihre Spielwiese ÖBB nicht aufgeben wollen, wird sich ein Privatunternehmer sehr überlegen, den schweren Rucksack mit pragmatisierten Beamten zu übernehmen.
    Wie beweglich Beamte sind, sieht man ja derzeit bei den Bemühungen Postbeamte bei der Polizei unterzubringen. Und wie war es da im Bahnknoten Attnang-Puchheim, wo es offenbar unmöglich war für einen erkrankten Schaffner Ersatz zu finden. Da war es leichter, einen Zug einfach nicht mehr weiter fahren zu lassen.

    • Kurt22
      05. August 2010 09:46

      Das Problem kann man nur lösen, in dem nach dem Beispiel der M. Thatcher gehandelt wird, die hat den Gewerkschafter Arthur Scargill brutal entmachtet! Der hat auch geglaubt, mit dem Staat Katz und Maus spielen zu können, bis er sich die Finger ganz ordentlich verbrannt hat. Genauso muß bei der ÖBB der Einfluß der Gewerkschaft beschnitten werden. Die soll sich um brauchbare Arbeitsbedingungen kümmern, aber nicht darum, dass Büroleute mit 52 in Pension gehen können. Nach Diktion der Gewerkschaft laufen ja alle ÖBBler im Verschub, Nachtschicht, Winter zwischen den Waggons herum.

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 11:10

      Pragmatisierung muß möglichst sofort ersatzlos gestrichen und abgeschafft werden.

  31. Kurt22
    05. August 2010 09:03

    Noch 2 Beispiele aus dem gewerkschaftlichen Umfeld:
    1.) Bei einer ÖGB-Schulung für BR wird eingedrillt, man solle auch als Junger nur so viel arbeiten, wie man sich als 60-jähriger zutraut, damit für den Arbeitgeber kein Leistungsabfall merkbar sei.
    2.) Ein ÖBB-Mitarbeiter aus dem Weinviertel kündigt seine Mitgliedschaft bei der Gerwerkschaft, diese organisiert umgehend seine Versetzung vom bisherigen Dienstort in Wien auf einen Posten in der Steiermark, d.h. statt bisher schon eine knappe Stunde Anfahrt dann rund 3 Stunden für einen Weg. Ist doch nett, oder?

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 10:23

      Mein Bruder war als einziger einer großen Firma in Wien kein Gewerkschaftsmitglied. Darauf vom Betriebsrat angesprochen, daß er wohl die Vorteile der Errungenschaften der Gewerkschaft nutze, aber nicht Mitglied sei, hat er damit beantwortet, daß er sich seinen Lohn selbst aushandle und seine Arbeit selbst beitrage zum Ganzen und dazu keine Gewerkschaft benötige. Er ist dort inzwischen ein Konzerndirektor geworden, ganz ohne Gewerkschaft.

  32. Kurt22
    05. August 2010 08:54

    Dem Tagebucheintrag ist natürlich zuzustimmen. Allerdings ist nicht anzunehmen, dass östereichische Gewerkschafter einen Funken Lernfähigkeit besitzen, sonst hätte man ja die gleichen Dinge aus dem VOEST-Debakel der 70er und 80er Jahre lernen können. Damals hat ja auch der Ruhaltinger den Bundeskanzler nach Linz zitiert, um ihm die Leviten zu lesen, und zu sagen, was er zu tun hat, und Sinowatz hat es ja brav befolgt, und dem Staat einen milliardenschweren Schaden zugefügt. Das Ende darf hier als bekannt vorausgesetzt werden.
    Der AUA hat man eine konkursreife Fluglinie aufgedrückt, es ging schließlich um "Erhaltung von Arbeitsplätzen", es darf gelacht (besser geweint) werden.
    Und die Macht der ÖBB-Betriebsräte wird erst dann beschnitten, wenns nach gut österreichischer Art "einfach nicht mehr weiter geht".
    P.S.: Frage mich, wann die Linke über A.U. herfällt, weil er seinen Blog "Tagebuch" nennt, bin sicher das der Begriff schon bald zum Unwort erklärt wird.

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 10:29

      Ich frage mich, wann die Linke endlich erkennt, daß sie einen positiven Beitrag zu leisten haben zu Österreich und nicht Zerstörung und Schaden anrichten dürfen.

      Bei der AUA scheint diese Einsicht gegriffen zu haben.

      Gewerkschaften müssten genauso Diener des Volkes sein, wie dies Politiker sein sollten, genauso wie jeder, auch Otto Normalverbraucher und jeder muß seinen positiven Beitrag leisten, das wäre anzustreben.

      Das Wort Verantwortung wäre wieder als Sprachvokabel einzuführen.

    • Kurt22
      06. August 2010 11:37

      @Josef Maierhofer: Solange die Linken mit der Zerstörung des Landes Wählerstimmen lukrieren können, werden sie weitermachen.

  33. harald18
    05. August 2010 08:53

    Die ÖBB sind strukturell ein Relikt aus einer Zeit, in der man froh war, wieder politische Eigenständigkeit erworben zu haben. Dank einer absoluten parteipolitischen Verfilzung, durchaus einem Ostblock-Staat ebenbürtig, und einem Gewerkschaftsdiktat erwiesen sich ökonomisch notwendige Gedankengänge als überflüssig, zumal das Führungspersonal in erster Linie der parteilichen Agitation und nicht so sehr dem wirtschaftlichen Erfolg verpflichtet war - und wohl auch ist. Und wenn schon ein Ausflug in die globalisierende Welt des Kapitalismus gemacht wird, auch wenn es mit dem Unternehmenszweck nicht korreliert, kostet dies viel Geld - dem Steuerzahler.

    Man wird fast müde, immer wieder darauf hinweisen zu müssen, aber: Wie bei der Verstaatlichten, beim Konsum, bei der AUA, wie bei durchwegs allen Wirtschaftsformationen, in denen Betriebsräte ohne entsprechende Qualifikation im Prozessablauf mitagieren, kommt der Steuerzahler zum Handkuss.

    Es scheint ein lethargischer Bann auf unserem Land zu liegen in Form der leninistischen Idee, wonach fachliche Funktionsträger vorerst parteilich ausgerichtet sein müssen, und jede Leitungsfunktion auch von -sagen wir: Minderbegabten- gehandhabt werden kann. "Jetzt sind wir dran" als revolutionärer Schlachtruf erweist sich über die Jahrzehnte als pragmatische Regel für die Postenbesetzung.

    Das Schlimmste am wirtschaftlichen Zustand der ÖBB hat mit der Bahn aber unmittelbar nichts zu tun: Es ist der sorgsam von links gepflegte Gewöhnungseffekt im Volk. Die vier Milliarden Euro jährliche Steuergeldunterstützung wurden zur normalen, selbstverständlichen, systemimmanenten Budgetpost. Sanfte Kritik daran wird nicht einmal ernsthaft zur Kenntnis genommen, mediale Untersuchungen bleiben aus verständlichen Gründen aus.

    So wird unsere Bahn ihren Status als Steuerschicksal bis zur bitteren Neige wohl beibehalten. Wir zahlen ja gerne, wenn es um die Beibehaltung eines österreichischen Identitätsmerkmales geht. Bevor der ökonomisch positive Vorschlag von Dr. Unterberger hinsichtlich einer weitgehenden Zusammenlegung mit nachbarlichen Bahnen Wirklichkeit werden könnte, fließt noch viel Geld, und zwar den Bach hinunter.

    Solange Linksparteien immer wieder gewählt werden, gibt es keinen Grund, die zur Methodik gewordene Lernunfähigkeit zu ändern. Warum sollte man ins Defizit führende Denkstrukturen korrigieren, sie werden doch belohnt!

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 10:38

      Warum Links immer Schmarotzen heißen muß, das wird mir ewig ein Rätsel bleiben.

      Geben sie doch vor, Vertreter der Arbeit zu sein. Tatsächlich aber vernichten sie Arbeit, verhöhnen sie Arbeit und richten damit immensen Schaden an.

      Zusätzlich beschimpfen und bekämpfen sie noch die, die Arbeit schaffen und damit das Land aufrecht zu erhalten versuchen und dafür auch noch Steuer zahlen, und nennen sie Ausbeuter.

      Tiefstes Apparatschiktum a' la Kommunismus hat sich hier ausgebreitet und die Dummheit, zu glauben, durch Vernichtung der Arbeit, würde alles geregelt sein.

    • Kaffeehäferl
      05. August 2010 11:24

      Warum sollte man ins Defizit führende Denkstrukturen korrigieren, sie werden doch belohnt!

      Aufgrund der Beispielwirkung werden sie nicht nur nicht korrigiert sondern KOPIERT!

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 12:58

      @ Kaffeehäferl

      Belohnt werden diese destruktiven Denkmuster ganz sicher nicht mehr lange. Es wird schlicht das Geld ausgehen.

    • Kaffeehäferl
      05. August 2010 15:53

      Eine Abkehr von amoralischen Methoden ist ja bislang nicht in Sicht. Das trifft nicht nur auf die ÖBB zu.

      Zum ersten Mal bewußt geworden ist mir diese Herangehensweise beim Beginn der Wirtschaftskrise (naiverweise erst dann). Da mußten plötzlich Banken mit Steuermitteln aufgefangen werden, da diese "to big to fail" waren. Der Schaden, so hat man uns erklärt, wäre ungleich größer, würde man die Banken dorthin gehen lassen, wo sie sich mit ihren faulen Papieren hinmanövriert haben: den Bach hinunter.
      BTW, auf die Banken haben schon eine Eigendynamik entwickelt: Jede Bank war dumm, weiter konservativ zu veranlagen wenn doch die Nachbarbank 10% Rendite mit (faulen) Papierln macht.

      Es wäre also zum Wohle der Allgemeinheit, diese Banken mit Steuermitteln aufzufangen. Einige Wochen später war eine recht interessante Sendung im Deutschen Fernsehen, "Finanzkrise 2.0". Darin wurde ein Manager von der Rating-Agentur Fitch befragt, wie es denn passieren konnte, daß Lehman Brothers mit einem AA+ Rating einen Tag später in Insolvenz gegangen ist. Antwort: Man habe halt nicht damit gerechnet, daß die Bank nicht "vom Staat" aufgefangen wird.

      Wie bitte? Rating-Agenturen rechnen bereits potentielle Hilfspakete mit ein? Möglicherweise rechnen auch die Banken selbst schon das Hilfspaket mit ein und deren Manager errechnen sich ihren Bonus bereits auf Grundlage des zu erwartenden Hilfspakets.

      Inzwischen haben die Banken gelernt, daß das Hilfspaket eine sichere Sache ist. Folge: Die Wirtschaftskrise wird institutionalisiert. Die kriegen wir nimmer los, so meine Prognose.

      So wie der Krieg der USA gegen den Terror. Ebenfalls institutionalisiert. Offenbar hängen recht profitable Geschäfte davon ab. Und klingt die Furcht vor dem Terror ab, dann "ist es gerade wieder einmal in letzter Sekunde gelungen, einen Anschlag in XYZ zu verhindern". Aber das ist schon ein bißchen zu off-topic.

      Überall ist zu beobachten, daß "Hilfsmaßnahmen" nicht mehr nur den Bedürftigen und nur ausnahmsweise nur einmal zugute kommen. Nein, sie werden offenbar inzwischen fest in die Bilanzen einkalkuliert. So wie eben fie ÖBB die Steuermilliarden, die sie Jahr für Jahr erhält, fest einrechnet. So, als müßte das so sein, als wäre es eine Selbstverständlichkeit.

      Und: Jeder ist dumm, der nicht auch probiert, was reingeht. Ist es einmal reingegangen, kann man ja fest damit rechnen, Dumm jeder Betrieb, der auf ehrliche Art seinen Gewinn erwirtschaftet. Dumm jeder Steuerzahler, der arbeitet und versucht, möglichst nicht auf Hilfsmaßnahmen angewiesen zu sein. Und damit das Geld für die "Bedürftigen" mit erwirtschaftet.

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 17:45

      @ Kaffeehäferl

      Es ist zum Aufhüpfen und Davonrennen, mit wieviel Frechheit all diese Dummheiten gerechtfertigt werden, mit wieviel Verantwortungslosigkeiten Schulden und Zahlungsverpflichtungen auf Kosten der Steuerzahler eingeggangen werden, mit welcher Selbstverständlichkeit man Sozialromantik und Selbstbedienung betreibt.

      Daß das alle tun, vom Arbeitsverweigerer bis zum Politiker, vom Gewerkschafter bis zum Beamten ist ein Verfall, der in den letzten 40 Jahren über uns hereingefallen ist und die Vernachlässigung jedweder Vernunft, egal in welcher Sparte, in welchem Bereich, von Migrations- bis Sozial-, bis Steuerpolitik der 'Ausdruck der Zeit'.

      Die Krise wird hundert Jahre dauern, weil wir hundert Jahre lang mittels Steuergelder die eingegangenen Schulden zurückzahlen werden. Wenn wir nach dem Crash unsere Währungen in Europa abwerten, dann werden wir mehrere hundert Jahre an den 40 Jahren Spaßgesellschaft zahlen.

      Keiner der österreichischischen 'Hornochsen' hat das je bedacht oder einfach ignoriert, wenn man ihm das gesagt hat.

  34. thomas lahnsteiner
    05. August 2010 07:30

    hier schreiben wieder einmal die ahnungslosen.......man sollte die ÖBB der DB verkaufen, weil die ist ja besonders gut......das hat man vor allem jetzt an der tollen Klimatisierung der ICE-Züge gesehen. Ich bin oft mit ICE und Railjet unterwegs und kann nur sagen, dass der Rail-Jet in Punkto Service dem ICE weit überlegen ist......
    Das Personal in den Rail-Jets ist zuvorkommend und freundlich...während sich im ICE die in Deutschland übliche Service-wüste auftut.
    Wie Privatisierung funktioniert, wird man sehen wenn die angeblich tollen Züge der privaten Westbahn AG ab 2011 unterwegs sind. Denn die schwachsinnige Zahnarzthelferin hat ja dem haselsteiner aus welchen gründen immer eine konzession für die einzig lukrative ÖBB-Strecke, nämlich Wien-Salzburg zugeschanzt.
    Wie die ÖBB jetzt dastehen, ist vor allem den hauptsächlich von ÖVP-Seite engagierten "Managern" zu danken, die wie in Russland das staatliche Unternehmen ausgeplündert und in die eigene tasche gewirtschaftet haben. Dubiose Immobiliengeschäfte zugunsten der eigenen Ehefrauen, grauenhafte Spekulationsgeschäfte usw.
    Und die ehemalige öbb-immobilienchefin ist nach vernichtenden rechnungshofberichten als "Top-Managerin" bei raiffeisen im reich der Krake Konrad untergekommen, warum wohl ????

    • simplicissimus
      05. August 2010 08:16

      mag schon stimmen, was sie sagen, nur hat das eben wieder mit politgefilz und nichts mit echtem privatwirtschaftlichem wettbewerb und effizienz zu tun.

      ich weiss aus reichlicher praktischer erfahrung, welche verbesserungsmassnahmen möglich sind, wenn all interessen ausgeschaltet sind, die nicht ausschliesslich dem ziel dienen, ein gesundes, wettbewerbsfähiges unternehmen zu formen.

      dass in d die leute schnoddriger und manchmal weniger "liebenswürdig" als in ö sein können kommt nicht überraschend, aber auch in ö können sie ihre grantigen wunder erleben.

  35. GOP
    05. August 2010 07:05

    Was die ÖBB betrifft, so haben derzeit neben Haberzettel & Co auch noch alle Landesfürsten einiges mitzureden. Siehe die eben in Kraft getretenen Reduzierung von "Lufttransporten" auf diversen Strecken.
    Wenn man nun beobachtet, wie manche Gemeindekaiser mit allen Mitteln - und zum Teil auch mit Erfolg - Postamtsschliessungen verhindern wollen, so unter dem Motto: Nur einen Brief gibt man auf, aber kein Postamt. Tatsache ist aber, dass nun sogar Einwohner mancher Orte mit Postpartner von einer Verbesserung des Services berichten. Es ist aber ein Unsinn, wenn bei Privatisierungen (eigentlich ein unzutreffendes Wort, wenn der Staat weiterhin wichtige Entscheidungen trifft) die Vorstände verpflichtet sind, Gewinn für die Aktionäre zu lukrieren, andererseits immer noch diversee Einflüsterungen von auswärts berücksichtigen müssen.
    Daher kann es nur dann mit der ÖBB wieder gut werden, wenn diese stark geschrumpft völlig dem politischen Einfluss entzogen wird.

    • SuPa
      05. August 2010 07:58

      Vergessen Sie bei der Erwähnung von ÖBB und Post nicht die anderen staatlich und parteipolitisch beeinflussten Betriebe, wie Stromerzeuger, Asfinag, Flughafen Wien usw. Und besonders die stadt- und gemeindeeigenen Gesellschaften, wo Günstlings- und Misswirtschaft betrieben wird. Die Stadt Wien ist mit den vielen Unternehm unter dem Dach der Wien-Holding und den Fond-Soziales-Wien besonders aktiv. Überall dort gehört auch einmal ausgemistet und verhindert, dass weiterhin Steuermittel vergeudet werden.

    • Gerhard Pascher
      05. August 2010 12:54

      By the way:
      hat eigentlich die ÖVP bzw. Konrad & Co für den Willi Molterer schon einen Versorgungsposten gefunden, oder muss er sich mit staatlichen Transfer-Wärmestube begnügen?

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 18:10

      @ Gerhard Pascher

      Der Dr. Molterer wird doch hoffentlich auch einen Beruf erlernt haben, oder ?

      Arbeit ist keine Schande, oder doch ?

  36. simplicissimus
    05. August 2010 06:47

    bin jahre fast täglich auf der westbahnstrecke gefahren und habe nichts von dem sogenannten schweren job bemerken können, der frühzeitiges pensionsantrittsalter rechtfertigen würde: die beiden schaffner hatten in den meist halblehren schnellzügen reichlich erholungspausen. stationastops an manchen bahnhöfen richteten sich weniger nach passagieraufkommen, sondern nach dem dientsplan von kartenschaltern: so geschehen eine zeitlang am bf hütteldorf.

    was an einsparungen wirklich geht, zeigt das beispiel aua. jedem guten manager 100% bewusst, wie fatal gewerkschaftliches mitreden sein kann.

    warum schreibt die aua nicht eine dicke rechnung an die gewerkschaft und regierung?
    zumindest der steuerzahler sollte es tun.

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 19:36

      Für mich gibt es bei den ÖBB verschiedene Berufe:

      Schwere Berufe, wie etwa Schienenbau, Tunnelbau, Brückenbau, etc., Verantwortungsvolle Berufe, wie etwa Lokführer, Bahnhofsvorstände, Weichensteller, Verschieber, Wagen- und Lokomotivservice, etc., Innendienstberufe, wie etwa Ticketverkauf, Werbung, Schaffner, Buchhaltung, etc., kaufmännische Berufe, wie Einkauf, Managementbereiche, etc.

      Alle Berufe haben ihre Lebensmerkmale, ihre üblichen Entlohnungen, ihre Risken, ihre Probleme und ihre Vorteile, ihre Lebenserfüllung.

      Ich stelle lediglich die Frage, warum die ÖBB- Bediensteten weiterhin pragmatisiert sein müssen (natürlich auch Post, etc.), warum die Sonderregelungen benötigen bezüglich berufsorientierter Lebensarbeitszeit, warum die ihren Beruf nicht ausfüllen dürfen, sondern von den Gewerkschaften daran gehindert werden, sie sollten doch alle auch den österreichischen Pass besitzen.

      So was von Privilegien, wie das bei uns ist, gibt es wohl nirgends in der Welt.

  37. fosca
    05. August 2010 01:01

    Natürlich haben die parteipolitisch besetzten Posten im Managment in diesen Betrieben bei den gewerkschaftlichen Spielchen gerne mitgespielt, weil eine Krähe der anderen keine Auge aushackt und man sich ja für die traumhafte Bezahlung, welche in keinerlei Zusammenhang mit der Qualifikation stand, sondern eher mit dem "Baddeibüchel", auch irgendwie erkenntlich zeigen, sonst wäre man den Traumjob vielleicht bald wieder losgewesen.
    So wäscht in der "Verstaatlichten" doch eine Hand die andere auf Kosten der Steuerzahler und man lebt ja nicht schlecht dabei, oder?

    Einzige Lösung: bitte, auch die ÖBB um einen symbolischen Betrag an die Deutschen verkaufen und schon sind wir diesen unerträglichen "Rucksack" los!
    Aber ganz, ganz rasch, meine Herrschaften - es herrscht Gefahr in Verzug!

    • fosca
      05. August 2010 01:02

      Ein "mußte" reiche ich nach! ;-)

    • Josef Maierhofer
      05. August 2010 10:41

      Die ÖBB sind leider ein Ladenhüter, die werden uns samt ihren unerträglichen Gewerkschaftern, die den Betrieb begerrschen und zerstören, übrig bleiben zum Bezahlen.





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