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Goethe für Politiker

Haben Sie geglaubt, Goethe sei ein Langweiler für Bildungsbürger? Weit gefehlt. Er war ein Prophet. Irgendwie muss der alte Herr Geheimrat nämlich die Diskussion um die notwendige Budgetsanierung in Österreich vorhergesehen haben, als er sein berühmtes „Hexeneinmaleins“ schrieb: „Du musst versteh’n, aus Eins mach Zehn, die Zwei lass gehen, die Drei mach gleich, dann bist Du reich“. Nach diesem Prinzip funktioniert die Diskussion der Reichensteuer, von der uns die Linke glauben machen will, dass sie alle unsere Probleme löst. Auch wenn sie nur an dumpfe Neidgefühle appelliert.

Ökonomen und Statistiker haben es bis zum Überdruss wiederholt: Mit dem Reichenschröpfen werden wir nicht weit kommen. Dazu gibt’s zu wenig Reiche. Und wenn Andreas Schieder, der auch im Sommerloch an seinem Arbeitsplatz zurückgebliebene Finanzstaatssekretär, jetzt auch noch die bösen feudalen Gutsbesitzer entdeckt, über deren Subventions-Abspecken er den Agrarsektor sanieren will, ist das nur der nächste Beweis, dass Ideologie mit dem kleinen Einmaleins auf Kriegsfuß steht.

Aber es entspricht halt so wunderbar dem weit verbreiteten Reflex, auf den die SPÖ-Gerechtigkeitskampagne setzt: Die Reichen sollen brennen. Und reich, das ist jeder der mehr hat als ich. Die Unsitte, den Stammtisch ins Fernsehen zu verlegen, liefert dann ordnungsgemäß den Beweis dafür. Denn ganz wie auf dem Boulevard, auf den man sonst so gern herabblickt, wird da der „Durchschnitts-Österreicher“ als Zeuge für die breite Zustimmung zum Generalangriff auf die Reichen ins linke Bild gerückt.

Eine IMAS-Umfrage hat gerade erst wieder bestätigt, wie verwirrt das Meinungsspektrum in diesen Fragen ist. Demnach sagen 66 Prozent, dass die Reichen viel mehr Steuern zahlen sollten. Aber ebenso viele Menschen geben zu Protokoll, dass wer viel leistet, auch viel verdienen soll. Dahinter steht natürlich der Generalverdacht – von SP-Politik und linken Medien geschürt -, dass „Reiche“ nichts leisten, sondern auf ererbten, erschlichenen, erspekulierten und/oder ergaunerten Geldbergen sitzen, die sie auch noch allesamt an der Steuer vorbeischleusen. Und so sehr es das auch gibt – die allzu lebendigen Beweise liefert uns seit Jahr und Tag ein Affären-Katalog von Elsner bis Hypo Alpe Adria -, es hat nichts mit einer notwendigen Budgetsanierung zu tun. Das alles sind Fälle für die Justiz – und die arbeitet, wie sich seit der Kulterer-Verhaftung plötzlich alle einmütig eingestehen.

Die kriminellen Fälle sind aber nicht die Mehrheit jener, die über Vermögen verfügen. Viele arbeiten hart, leisten viel, bleiben in der Legalität und nützen nur den vom Gesetz ermöglichten Rahmen, in Steuerfragen Kreativität von Experten walten zu lassen.

Bei manchen sehen das ja sogar die ideologischen Reichenjäger mit Bewunderung – bei einem Hannes Androsch etwa. Der übrigens seine eigene Partei warnt, ihre Sommerfestspiele mit dem Stegreifstück der Reichensteuer zu bestreiten. Er wisse, dass viele der Vermögenden bereits ihre Häuser verkaufen und ihren Wohnsitz aus Österreich wegverlegen. Doch diese Warnung vor einer außer Rand und Band geratenen Diskussion will plötzlich keiner hören, der sich sonst so gerne auf die Androsch-Expertise beruft.

Für die selbst verordnete Lähmung der ÖVP im Vorwahlsommer ist das Thema freilich auch bequem. Man kann einen sofortigen Diskussions-Stopp verlangen, ohne selbst etwas Konstruktives zum Thema Budgetsanierung beitragen zu müssen. Und die Opposition? Die ist nicht einmal imstande, für ein bisschen vorauseilende Budgetwahrheit zu sorgen. Vor lauter Erregung über Haider-Konten fehlte wohl die Energie der angekündigten Sondersitzungs-Marathons zur Erhellung des Notwendigen.

Sind die Politiker anderer Länder wirklich so viel dümmer als unsere, dass die nicht wissen wie Budgetsanierung à la Österreich geht? Von Pensionsalter-Hinaufsetzen über Mehrwertsteuererhöhungen bis zu Null-Lohnrunden und Kontrollen des sozialen Missbrauchs gibt es andernorts keine Tabus mehr, um zu retten, was zu retten ist. Schließlich befindet sich der Teil der Welt, zu dem wir uns zählen, nach der Immobilien- und der Finanzkrise ja mitten in der Staatsschuldenkrise. Und nur bei uns kommen Politiker ihren Wählern damit, diese angeblich mit der Robin-Hood-Methode lösen zu können.

Wer’s glaubt, wird zwar nicht selig, hat aber die Politiker, die er verdient.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    16. August 2010 13:45

    Mitverantwortlich für das Demokratiedilemma ist die Auslagerung der Wahlauseinandersetzungsstrategie und -taktik. Seit mehreren Wahlgängen der selbe US-amerikanische Wahlkampfberater, dessen Auftrag klar ist: Die jeweils kommende Wahl für die SPÖ gewinnen. Er hat keinerlei Auftrag, dabei an die Zukunft Österreichs zu denken, daher auch auftragsgemäß keine diesbezüglichen Skrupel zu haben.

    Die SP ist damit gut gefahren, sie richtet sich immer kritikloser an den Fremttipps aus. Diesmal ist es die 'Gerechtigkeit' und das G'stopftenfressen.

    Da die Nichtg'stopften definitionsgemäß immer die überwiegende Mehrheit sind, wird die Wahl leicht gewonnen, man muss die Leute nur an die Urne bringen und von Strache fernhalten. Durch den Brief - Nachwahlschmäh, der natürlich am besten im Gemeindebau funktioniert (siehe Wiener Häupl - Volksabstimmung, bei der mehr als ein Viertel der pro-SP-Stimmen erst Tage nach dem Wahlschluss ankamen), kann man noch ein wenig nachhelfen, wenn's auf Anhieb nicht langt.

    Wer soll es den heutigen SP - Funktionären verdenken, wenn ihnen in ihrer Wahlnot das Parteihemd näher ist als der Österreichrock?

    Wir alle sollten es ihnen verdenken, da sie über kurz oder lang natürlich auch die Zukunftschancen der von ihnen vorgeblich Vertretenen verludern!

    Leider fährt die Medienlandschaft mit Verve mit in die Grube, allen voran der ORF.

    Die ÖVP findet kein Rezept, da sie nicht dran glaubt, dass man mit der - gut und einfach erklärten - Wahrheit weiterkommt. Es geht aber nur mit der Wahrheit!
    Die ÖVP braucht endlich Experten dafür, wie man der Mehrheit der Bevölkerung wirtschaftliche Zusammenhänge klarmacht und Willen und Mut dazu, das konsequent durchzuhalten - auch auf Risiko. Mit Lavieren wird's nicht gehen.

    Hat schon jemand gehört, dass etwa die Wirtschaftskammer oder gar der ÖVP - Bildungsexperte Schilcher eine vernünftige Wirtschaftsbildung in den Schulen gefordert hat? Prozentrechnen usw.....? Da akzeptiert man eher einen erleichterten Zugang zum Privatkonkurs, wenn die wirtschaftlich Ungebildeten in 'die Schuldenfalle' (auch so ein ideologisch geprägter und prägender Ausdruck, gegen den niemand Einwendungen erhebt) 'getappt' sind.

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    16. August 2010 21:15

    Zum Thema BRIEFWAHLRECHT:

    Wie kann das möglich sein, daß NACH dem Wahltag einlaufende Wahlzettel Gültigkeit haben. Dieser Mißbrauch schreit doch zum Himmel!

    Warum gibt es keine Vorschrift, daß nur jene Wahlzettel mitgezählt werden dürfen, die VOR der Wahl eintreffen? Das kann doch kein Problem sein! Das Wahllokal wird ja auch auf die Minute genau geschlossen. Wenn jemand später kommt, kann er eben nicht wählen.

    Daß durch diese merkwürdige Regelung dem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet sind, liegt doch auf der Hand.

    Wetten, daß, wenn der Profiteur aus diesem skurillen System die FPÖ wäre, dieses längst abgeschafft wäre!

  3. Ausgezeichneter KommentatorNorman Bates
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    16. August 2010 11:19

    Die SPÖ hat eine Strategie, aber sie hat keine Vision.

    Die eigentlich ziemliche plumpe und einfallslose Strategie ist, Wahlen damit zu gewinnen, dass bestimmte Reflexe bedient und Themen besetzt werden (soziale Kälte, Pflegenotstand, Migration, die Reichen, etc.).

    Die gekauften Medien spielen eifrig mit und unterstützen das. Im Grunde dient das aber nur dem eigenen Machterhalt.

    Die SPÖ hat aber überhaupt keine gesellschaftspolitische Vision. Das ursprüngliche Ziel der Befreiung des Arbeiters aus der Knechtschaft wurde vor Jahrzehnten erreicht.

    Natürlich gilt es, darauf aufzupassen, aber das wäre Aufgabe für eine 15%-Partei in Form einer guten Oppositionspolitik.

    Was nun, SPÖ?

  4. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    16. August 2010 16:01

    Naja, diese linken Steuerluftballons dienen vorerst primär dazu, Wahlen mittels Niedrigniveau - Propaganda zu gewinnen; was nach den Wahlen tatsächlich beschlossen wird an Schröpfmaßnahmen, mag ganz was Anderes sein; die Schuld kann man ja dann immer noch dem (verschlafenen) Koalitionspartner ÖVP in die Schuhe schieben.
    Die Gefahr besteht natürlich darin, daß ein zu großer Wähleranteil, unter dem Eindruck willfährigen Medien - Dauerbombardements, den Nonsens glaubt; diesfalls drohte die Linke ja in Nachwahlzeiten festeren Boden unter die Füße zu gewinnen, um die Leistungsträger im Land nach der Wahl steuerlich noch mehr zu schröpfen, und am Schluß noch zu vertreiben (Gott steh' uns bei, sollten die SP - "Experten" Arbeitsplätze zu "schaffen" beginnen, diesfalls müßte man Österreich wohl bald auf "Österarm" umtaufen). Ein erstes Wahlplakat mit "Laßt Kreisky vielleicht war's aber auch nur ein - böser - Einzelscherz; sein Team ist aber sichtlich immer noch am Werken.

    Leider, und ich wiederhole mich, findet sich in diesem Forum kaum jemand, der an einer Demokratieweiterentwicklung in Richtung Direktdemokratie großes Interesse zu zeigen scheint; es ist schon wichtig, Fehlentwicklungen aufzuzeigen; Jammern allein ist aber zu wenig; um das Staatschiff auf vernünftigen, nachhaltigen Kurs zu steuern, müßten sich wohl hinreichend realitätsbewußte Interessierte zusammentun, die in das Rad der Geschichte - per direktdemokratischer Mittel, versteht sich - einzugreifen bereit wären.

  5. Ausgezeichneter KommentatorPaige
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2010 07:28

    Schnorrer...
    Sie fallen dadurch auf, dass sie wiederholt um Hilfe bitten. Diese ist meistens monetär, kann aber auch Naturalien oder Dienstleistungen betreffen. Er bettelt dabei aber nicht, wie es die Bettler tun, sondern er appelliert immer an die Verpflichtung des anderen, ihm zu helfen, da er ungerechter Weise in Not geraten sei und es dem Angeschnorrten ebenso ungerechtfertigt viel besser gehe als ihm.

    Zumeist erfolgt auch der Versuch einer Schuldzuweisung, weshalb der Angeschnorrte zahlen MUSS. Der Schnorrer betrachtet seine Bettelei quasi als legitimen Anspruch auf das Geld der anderen. Er lebt beständig auf zu großem Fuß, gibt mehr Geld aus, als er einnimmt und gerät daher immer wieder in die Bredouille. Dafür hat er die Strategie des Schnorrens entwickelt. Wenn es mal wieder eng wird, so klappert er eben seine Freunde und Bekannten ab und jammert ihnen etwas vor. Die Zahllast wird gleichmäßig auf alle Angeschnorrten verteilt. So fragt er nie die selbe Person zweimal hintereinander. Das nächste Mal kommt wieder ein anderer dran. Angschnorrte spötteln daher phasenweise: Ah, jetzt sind also wir wieder dran.

    Typische Argumente: Ich brauche das Geld dringend, weil ich sonst meine Wohnung verliere. Ich gebe es dir in zwei Wochen zurück (das kann man aber vergessen). Du brauchst mir in den nächsten Jahren keine Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke mehr machen (dieses Geld gehört ja sowieso schon mir) usw. Sie verlassen sich vollends darauf, dass ihnen immer irgendwer aus der Patsche hilft und es so weitergeht. Manche drohen auch mit Selbstmord und greifen zu immer rigoroseren Mitteln, Notsituationen zu konstruieren, damit man wieder nachgibt. Dabei ist selbstschädigendes Verhalten keine Seltenheit. Am Ende, egal, was ihm die Betteltour "gekostet" hat, zählt jedoch der Triumph, dass es wieder gelungen ist, jemandem das Geld aus der Tasche zu ziehen.

    Wittert der Schnorrer irgendwo überflüssiges Geld (Sparvermögen), so rastet und ruht er nicht mehr, bis er etwas davon haben kann. Darum ist es besser, man hält sein Vermögen möglichst geheim und wenn man ihn sieht, sollte man selbst auch ordentlich jammern. Klagt man nämlich, so wirkt das auf Schnorrer sehr abtörnend.

    Zum Teil ist das eine Veranlagung, zum Teil wurde ihm diese Strategie durch unser Sozialsystem anerzogen. Denn die sozialistische Heilslehre ist nichts anderes als großangelegtes Schnorren = Anspruch (da muss man auch nicht dankbar sein) auf das Geld der anderen. Zum Schnorren veranlagte werden aber immer Linke, wodurch sich dieser Effekt verstärkt. Umso höher ein Sozialstaat ausgeprägt ist, umso mehr wird auch ständig gejammert und geklagt; denn das bringt entweder bare Münze oder schützt vor Begehrlichkeiten der anderen Schnorrer. In diesem Land wird immer mehr geraunzt und wehgeklagt. Der neueste Hit ist, dass man sich seine Depressionen (man ist von einer gewissen Unlust befallen, meistens mag man nichts lernen oder zur Arbeit gehen = mi gfreits ned) von der Krankenkasse behandeln lassen kann. In einem Sozialstaat werden die Leute immer depressiver. Oft kann man sie gleich ein halbes oder ganzes Jahr vergessen, weil sie in irgendeinem Sanatorium kuren. Dort entdecken sie mit Hilfe der Psychologen weitere Krankheiten an sich selbst..

    Im Zentrum des Interesses aller Schnorrer steht der "Reiche" und Wohlhabende. Das sind die Leute, die theoretisch etwas springen lassen könnten und somit muss auch ein Grund gefunden werden, sie dazu zu verpflichten. Darum werden die "Reichen" von den Sozialisten immer angefeindet. Haben Schnorrer durch ihre hemmungslose Bereicherung selbst einmal ein beträchtliches Vermögen aufgebaut, bleibt dieses natürlich geheim. Das ist der Grund, weshalb ausgerechnet hauptsächlich die Sozialisten ihr Geld in Stiftungen und in Liechtenstein gebunkert haben. Niemand weiß ja besser als sie, wie sehr das Begehrlichkeiten unter den Genossen hervorrufen könnte.

    Diese Schnorritis ist so in Fleisch und Blut übergegangen, dass z.B. AUA-Piloten für ihre unverschämt hohen Gagen demonstrieren oder andere Privilegierte aus den geschützten Werkstätten (ÖBB, Wr. Linien etc.) gemeinsam mit den Gewerkschaftsspeckmaden auf die Straße laufen, weil man ihr Pensionsantrittsalter von 52 auf 54 Jahre anheben möchte. Dadurch macht sich eben "soziale Kälte" breit und diese kostet den "sozialen Frieden" (in Friedenszeiten streikt die Gewerkschaft nicht und versenkt stattdessen in aller Ruhe ein paar Milliarden in der Karibik).

    Wir zahlen eine Menge Steuern für einen immer größer werdenden mehr oder weniger vom Schnorren lebenden Teil der Gesellschaft. Die meisten Steuern sind völlig aus der Luft gegriffen und eigentlich nur eine Frechheit, s. Aufzählung von Hrn. Mayerhofer - http://www.andreas-unterberger.at/2010/08/goethe-fuer-politiker/#comment-72249

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    16. August 2010 13:41

    Naja, ganz verteufeln möchte ich die Robin-Hood Methode nicht und ich würde der SPÖ, eigentlich auch allen anderen Parteien, gerne einen Tipp geben.

    Wenn ich lese, dass alleine die ÖBB in einem Jahr 364 Beraterfirmen beauftragt hat, die in Summe 22 Mio € gekostet haben, dann muß man sich schon fragen welche Qualifikation die dort eingesetzten, hochbezahlten Manager vorweisen.

    Politiker aller Coleurs fühlen sich geeignet "Beratungen" vorzunehmen, die natürlich fürstlich abgegolten werden, mit Steuergeld.
    Das ist m.M. d. größte Betrug der an den Steuerzahlern verübt wird, gedeckt von allen Politikern.

    Würden Geldgebarungen im öffentlichen Bereich nur einigermaßen seriös abgewickelt werden, und ich erspare mir u. Ihnen weitere Skandale aufzuzählen- sind ohnehin bekannt, dann hätte der Hr. Finanzminister sicherlich einige Mrd. mehr zur Verfügung ohne dass auch nur ein Günstling wirklich darben müßte.
    Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken.

    Diese Unsitte wird erst ein Ende finden, wenn der Totalkollaps eintritt, aber bis dahin greift die Politik noch einmal tief in die Börsen der verbliebenen Steuerzahler und Konsumenten.

    http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100814_OTS0022/bzoe-ebner-60000-euro-von-hochegger-fuer-spoe-technologiesprecher-gartlehner
    So, od. so ähnlich spielt sich die Abzocke täglich ab - einfach erbärmlich.

  7. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    16. August 2010 13:58

    Reichensteuer:

    Ich selbst lebe als EPU am untersten Einkommensrand, arbeite bis zu 4 000 Stunden im Jahr und zahle meine Steuern und Abgaben und versuche den Menschen dort zu helfen, wo ich helfen kann.

    Ich kenne viele andere, die 'erfolgreicher' unterwegs sind und mehr Wertschöpfung lukrieren können. Mehr Erfolg bedeutet mehr Risiko.

    Ich kenne Arbeiter, denen wesentlich mehr Stundenlohn bleibt als mir.

    Ich kenne Manager, die die Leistung bringen, für die sie bezahlt werden und solche, die bezahlt werden und das nicht bringen, wofür sie bezahlt werden.

    Ich kenne Beamte, die weniger arbeiten als ein Arbeitsloser und solche, die Stress erleben, an vorderster Front meistens.

    Ich kenne Menschen, die Verantwortung übernehmen und solche, die Verantwortung ablehnen und solche, die Arbeit verweigern. Sie werden alle bezahlt, ob zurecht oder nicht.

    Vom Nettolohn zahlt der österreichische Mensch für die Waren, die er zum Leben braucht in der Regel zwischen 10% und 20% Mehrwertsteuer, 27% Sozialversicherung, und Einkommensteuer bis zu 50%, wenn es ihm dann noch zum Sparen übrig bleibt, dann zahlt er die Bankspesen und für die Spargewinne die KEST (22%), wenn er ein Haus baut, dann zahlt er für jenes Geld, das er als Kredit hat, bis zu 15% und mehr Bankspesen, wenn es ein Fremdwährungskredit ist, dann zahlt er manchmal noch mehr. Für die Baumaterialien und Dienstleistungen zahlt er 20% Mehrwertsteuer und Amtsgebühren für Genehmigungen und Bescheide. Für den Grund zahlt er die Grunderwerbssteuer und für die Dachfläche die Dachsteuer, etc. Legt er sein Geld in Aktien an, so bezahlt er die Gewinnsteuern und Riskosteuern und die Bank- und Manipulationsspesen, investiert er das Geld nicht für seinen Beruf, so kostet das zusätzlich Steuern, für manche Güter, die er erwirbt, zahlt der Österreicher Luxuxsteuer. Erbschafts- und Schenkungssteuer zahlen wir derzeit nicht. Investiert er es für seinen Beruf, so kann er das in der Regel auf 5 Jahre abschreiben von der Einkommensteuer, für bauliche Maßnahmen in 150 Jahren.

    Wer dann noch Geld hat, der gehört zu den Tüchtigen, Geschickten, Fleißigen, etc., in österreichischem Jargon bereits zu den Reichen. In diese Kategorie fallen aber auch die privilegierten Beamten, die Politiker, etc., die für ihre Arbeit keinerlei Risko eingehen, keinerlei Haftung übernehmen, etc.

    Es gibt jetzt dann noch Reichere, das sind dann aber nicht mehr viele und die sind in der Regel Ausnahmeerscheinungen, die es geschafft haben nicht alles zu verlieren, bei den Bedingungen, die derzeit vorherrschen. Dazu gehören Konzerninhaber, etc.

    Von unten nach oben wird die Luft dünner und die Reichen weniger.

    Von Betrügern rede ich nicht, die sind ein Fall für die Justiz.
    Wir müssen immer davon ausgehen, daß ein Reicher sein Vermögen mühsam erworben hat, daß er dafür alle Steuern und Abgaben geleistet hat und daß nur ganz wenige Prozente seiner erreichten Umsätze bei ihm verbleiben, der Rest war bereits ein Beitrag an die Gesellschaft.

    Ja, er war tüchtig, er hat gut gewirtschaftet und er hat es geschafft zu überleben. Jetzt da nocheinmal das wegzunehmen, was in vielen Fällen zum Überleben nötig wäre, ist meiner Meinung nach falsch.

    Wer hat denn alle diese Abgaben vorwiegend bekommen und verludert ? Der Sozialromantiker, der Privilegierte (Beamte, Post, ÖBB, etc.), der Politiker.

    Dort ist der Hebel anzusetzen.

    Wenn ich behaupte, das halbe Gehalt (immerhin im Schnitt € 8 000,-/Monat statt der üblichen € 16 000,-/Monat) für Politiker und Verwaltungsbeamte, etc. würde reichen, so liege ich sicher nicht falsch, daß dieser Kaste damit noch immer ein Überleben gesichert ist in vollem Umfang.

    Wer nagt noch am Steueraufkommen ? ÖBB, da ist der Infrastrukruteil ein eigenes Kapitel, der Rest reformierungsbedürftig, Pensionisten mit enorm hohen staatlichen Pensionen.

    Auch von dort könnte ein Solidarbeitrag kommen.

    Eine Reichensteuer wird ganz sicher nicht das bringen, was man sich verspricht, und vor allem sehr viel Investitionskapital zerstören.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSteuerzahler
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2010 22:14

    http://www.sezession.de/18523/deutsche-opfer-fremde-taeter.html

    Deutsche Opfer, fremde Täter

    Eine neue Buchreihe, der erste Titel: Deutsche Opfer, fremde Täter. Ausländergewalt in Deutschland ist ein lange vorbereitetes Buch, das Michael Paulwitz und ich im Oktober in der neuen Buchreihe antaios thema vorlegen werden.

    Deutsche Opfer, fremde Täter beschäftigt sich mit einem Problem, das sich zu einer Katastrophe auswächst: In vielen westdeutschen Städten gibt es Viertel mit hohem Ausländeranteil. Deutsche Jugendliche sind dort bereits in der Minderheit und sehen sich einer Alltagsaggressivität ausgesetzt, die an Intensität und Brutalität ein erträgliches Maß längst gesprengt hat.

    Jüngst hat die Fernsehdokumentation „Kampf im Klassenzimmer“ das Ausmaß angedeutet und gezeigt: Es handelt sich nicht um ein Integrationsproblem, das rasch beseitigt werden könnte.

    Deutsche geraten im eigenen Land in die Minderheit und werden ihrerseits von einer dynamischen, aggressiven Mehrheit vor die Wahl gestellt, sich entweder anzupassen, das Viertel zu verlassen – oder als „Opfer“, „Scheiß-Deutscher“, „deutsche Schlampe“ den täglichen Spießrutenlauf anzutreten.

    Die Begriffe für diese Vorgänge: umgekehrte Integration (Anpassung der eingeborenen Minderheit an die zugewanderte Mehrheit), Binnenvertreibung, Vorbürgerkrieg, ethnische Landnahme.

    Gewalt gegen Deutsche ist ein Problem, von dem fast jeder weiß, über das aber fast niemand öffentlich spricht. So bleiben die Opfer ungeschützt im eigenen Land: Deutsche als Opfer haben keine Lobby unter ihren in der Medienbranche und in der Politik tätigen Landsleute.

    Das Totschweigen und Verharmlosen der Vorgänge verschärft die Lage und verzerrt die Wirklichkeit. Selbst Staatsorgane wie die Polizei haben ihr Gewaltmonopol teilweise aufgeben müssen oder können es nur unter Aufbietung aller Kräfte durchsetzen.

    Deutsche Opfer, fremde Täter zeigt die Hintergründe und das Ausmaß einer katastrophalen Entwicklung auf. Wir widersprechen der Theorie, daß es sich bei der Gewalt junger Ausländer gegen Deutsche um ein soziales Problem handle.

    Deutschland steht vielmehr eine ethnisch-kulturelle Auseinandersetzung großen Ausmaßes bevor. Wie weit dieser mittlerweile nicht mehr „stille Vorbürgerkrieg“ gediehen ist, zeigt eine Chronik, die hunderte Fälle aus den Jahren 2000 bis 2010 versammelt und mit Hilfe der Fundstellennachweise nachvollziehbar macht.

    Deutsche Opfer, fremde Täter ist eines unserer ganz wichtigen Bücher: Wir dokumentieren damit den Beginn und das Ausmaß einer Katastrophe, die in den nächsten Jahren in ihrem ganzen Ausmaß sichtbar werden wird – wenn nämlich die erste wirklich starke Generation junger, männlicher Ausländer ins kampffähige Alter kommt und die geballte Energie eines ethno-kulturellen Auftrags und damit einer starken Identität auf die Straße und ins Klassenzimmer tragen wird.


alle Kommentare

  1. siggi (oao!) (kein Partner)
    18. August 2010 09:03

    Ich weiß nicht wie ich zur neuerlichen Ehre eines Doppelgängers komme.

    Diesmal hat sich das Siggi viel Zeit genommen und vor dem Einschlafen einen langen Artikel geschrieben. Ist sicher Nachtarbeiter.

    Na gut und Adieu.

  2. siggi (kein Partner)
    17. August 2010 23:05

    Übrigens schreibt Josef Winkler viel bessere Kommentare als Unterberger, die ich meinen Freunden hier nicht vorenthalten möchte:

    Sehr geehrter Herr Landesrat Martinz! Verehrter Herr Genusslandesrat! Wenn Sie und Ihr Ghostwriter mir via Medien ausrichtenlassen, dass mein literarisch-satirisches Pamphlet „Ein Beichtstuhl aus Himmelsluft“ („Die Presse“, 3. Juli) eine „offensichtlich politisch motivierte Kampagne gegen die ÖVP und mich als ihren Obmann“ ist, dann täuschen Sie sich, ich habe keine nennenswerten, geschweige denn amikalen Kontakte zu irgendeinem Kärntner Spitzenpolitiker. Ich war auch nie in meinem Leben Mitglied irgendeiner politischen Partei.

    Wenn Ihr Ghostwriter und Sie sagen, dass mein Pamphlet eine an Sie gerichtete, mit „offenbar persönlichem Hass erfüllte Polemik“ ist, dann muss ich Ihnen sagen, dass ich sehr wohl aus meinem eigenen Text über die beschriebenen politischen Schamlosigkeiten in Kärnten eine notwendige Empörung, aber nach meinem Sprachverständnis bei bestem Willen und auch bei schlechtestem Willen keinen „Hass“ herauslesen kann. Die ironisch-satirischen Elemente in diesem Text haben Sie und Ihr Ghostwriter offenbar nicht erkannt. Erst vor wenigen Tagen habe ich Sie in Klagenfurt auf dem Neuen Platz bei einem folkloristischen Fest als Vorkoster bei einem Bauernstand gesehen und mich sehr darüber gefreut, als Sie dann über den Lautsprecher beim Auftauchen der übrigen Kärntner politischen Prominenz als „unser Genusslandesrat“ begrüßt wurden im Angesicht der Fleisch- und Wurststände.

    • siggi (kein Partner)
      17. August 2010 23:05

      Ich glaube Ihnen aufs Wort, dass ein anderer Steuerberater womöglich noch teurer gewesen wäre als unser lieber, im In- und Ausland inzwischen wohlbekannter und geschätzter Herr Birnbacher, aber wir sind nicht an der Wall Street in New York, sondern im Rechtsstaat Österreich, der hoffentlich immer noch ein Sozialstaat ist. Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass es Ihnen und dem verstorbenen Landeshauptmann moralisch nicht zusteht, einemSteuerberater aus Villach beim Verkauf der Kärntner Hypo-Bank für seine zwei Monate lange Beratungstätigkeit und für ein daraus entstandenes Sechs-Seiten-Papier sechs Millionen Euro (83 Millionen Schilling) aus Landesvermögen zuzuschanzen. Diese Sechs-Seiten-Information, die eine besondere „Feinunze“ sein muss, lässt sich also mit 200 Kilo purem Gold aufwiegen, so viel reines Gold bekommt man für sechs Millionen Euro.

      Auch die zuerst „angedachten“ 100.000 Euro wären selbstverständlich mehr als genug gewesen für diese Facharbeit dieses nun wohl nicht weltberühmten und Gott sei Dank auch nicht weltberüchtigten in der Draustadt Villach in der New York Street lebenden Steuerberaters. Wie inzwischen alle Welt weiß, hätte der Villacher Steuerberater zuerst zwölf Millionen Euro bekommen sollen, aber er hat dem Land ei-nen, wie er sich selber ausdrückte, „Patriotenrabatt“ in der Höhe von sechs Millionen gewährt. Der Mann muss ja das GenusslandKärnten zum Fressen gern haben, wenn er über Nacht auf die ihm zugesicherten sechs Millionen Euro verzichtet. Da steckt doch noch etwas anderes dahinter, hinter dieser noch nie in diesem Land dagewesenen Großzügigkeit. Rücken Sie endlich heraus mit der Sprache, Herr Martinz, Ihr Ghostwriter kann Ihnen dabei ja helfen!

      Als Marienwallfahrer haben Sie gesagt, dass Ihnen die „Lourdes-Mitzi“ beistehe. Das ist nicht meine Erfindung, ich habe diese respektlose und verniedlichende Aussage unserer lieben Gottesgebärerin gegenüber nur aus Ihrem Mund zitiert. Ich lasse mir von Ihnen die „Lourdes-Mitzi“ nicht in die Schuhe schieben, mit denen ich in die Klagenfurter Stadtpfarrkirche gehe. Die „Lourdes-Mitzi“ gehört Ihnen ganz allein, und diese „Lourdes-Mitzi“ wird Sie – übel oder wohl – begleiten, solange Sie ein Kärntner Spitzenpolitiker sind. Ich glaube, damit können Sie leben! Sie steht Ihnen gut!

      Wenn Sie und Ihr Ghostwriter außerdem sagen, dass mein Schreibantrieb in dieser prekären politischen Sache offenbar auch mit „persönlichem Marketing“ zu tun hat und ich, um Ihre gemeinsamen Worte zu gebrauchen, als „linkes Sprachrohr auf einem Zug mitfahre, um auf Kosten anderer abzustauben“, sage ich Ihnen, dass ich das „Sprachrohr“ von niemandem bin. „Das Fremdsein ist die dauerhafteste Kraft des Künstlers“, sagt Peter Handke. Außerdem habe ich, wenn Sie darauf anspielen sollten, für meine diversen Artikel, die ich im letzten Jahr in der „Kleinen Zeitung“ in Klagenfurt zu diesem Thema veröffentlicht habe, niemals auch nur für eine Zeile Honorar verlangt und auch nachweislich keinen Groschen dafür bekommen. Darf ich Sie in diesem Zusammenhang fragen, ob Ihr Ghostwriter ehrenamtlich für Sie arbeitet oder ob seine Texturen mit Steuergeldern finanziert werden?

      Wie wir seit Langem wissen, haben sich vor einiger Zeit alle vier Kärntner Landtagsparteien in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, als die Journalisten das Provinzparlament bereits verlassen hatten, klammheimlich eine drastische Erhöhung der Parteienförderung genehmigt. Gleichzeitig haben dann die beiden Regierungsparteien, FPK und Ihre christlich-soziale ÖVP, die Heizkostenzuschüsse für die Ärmsten der Armen gekürzt.

    • siggi (kein Partner)
      17. August 2010 23:06

      Man hat sich also die besondere „Kohle“ geholt, und den Armen hat man die Briketts weggenommen. Christlich und sozial, Herr Martinz, waren Sie nur zu Ihrem Steuerberater, weniger christlich und sozial waren Sie und Ihr Koalitionspartner zu den Ärmsten der Armen.

      Sie können ja, Herr Genusslandesrat, im Winter den Block eines löchrigen und roten Ziegels auf den Sparherd legen, den heiß gewordenen Ziegel in ein Handtuch wickeln und unter die Bettdecke zu Füßen Ihres Bettes legen. Und wenn Sie dann in der Nacht mit Ihren Füßen an den inzwischen wieder kalt gewordenen Ziegel stoßen und aufwachen, dann können Sie sich an die alten Zeiten erinnern, denn alle alten Zeiten sind gut. Dasselbe soll natürlich auch der amtierende Landeshauptmann Dörfler ausprobieren, denn auch er, wie man aus seiner Biografie weiß, hat einmal andere Zeiten erlebt. Dann können Sie gemeinsam Ihre Erfahrungen austauschen und gemeinsam mit den Geschwistern Scheuch – der eine mit Halstuch, der andere ohne Halstuch – gefälligst die Kürzung des Heizkostenzuschusses für die Ärmsten der Armen rückgängig machen.

      Und wenn man – eben auch politisch – auf den ohnehin am Boden Liegendenauch noch herumtrampelt, dann kann ich schon in die Luft gehen und, während ich in die Luft gehe, gleichzeitig auch aus der Haut fahren, und die Goldfeder meiner Pelikan-Füllfeder spitzt sich dann sozusagen von selber zu und beginnt, mit ihren Sätzen auszuschwirren.

      Grüße sind dazu da, um freundliche zu sein: Josef Winkler.

      PS: Herr Genusslandesrat Martinz, Sie haben einen besseren Ghostwriter verdient! Wie wäre es denn mit mir? Ich würde die Texte mit dem Namen „Enzo“ firmieren, unterschreiben und überzeichnen. Mein elterliches Bauernhaus trägt den Vulgonamen „Enz“, in Kamering bei Paternion, im schönen Kärntner Drautal, wo es die allerbeste Brettljausn gibt

    • Josef Maierhofer
      18. August 2010 08:22

      Wie wär es denn mit Halbierung der Polikergehälter für den Heizkostenzuschuß, mit Halbierung der Verwaltungsbeamtengehälter für den Heizkostenzuschuß, mit Halbieren der Privilegiengehälter und Pensionen für den Heizkostenzuschuß, mit Streichung von Förderungen, für Sezessionspuff-Kunst, wie Schnapskartenerhaltungsvereine, etc. Wie wäre es denn mit Verzicht auf doppelseitige hirnlose Anzeigen auf Steuerkosten in den Zeitungen, wie wäre es denn mit normalen Gehältern beim ORF, ÖBB, etc. etc.

      Genug Kohle, um den Armen zu helfen.

      Wie wäre es denn mit Verzicht auf 'lukrative' Lohnrunden, mit Erhaltung von Arbeitsplätzen in Österreich, mit Verzicht auf Proporzbesetzung für Politbonzenjobs jedweden Coleurs, mit Föderalismusreduktion, mit Gesetzesreduktion, etc.

      Genug Kohle um Österreich zu retten.

      Wie wär es denn mit Ehrlichkeit, Wahrheit und Bescheidenheit, mit Disziplin, mit Kooperation, mit Besinnung aufs Wesentliche, etc.

      siggi, ich denke genug Einsparungsmöglichkeiten, um mit den Steuern auszukommen, die fleißige Bürger einzahlen.

      siggi, sich auf den Misthaufen zu stellen und zu krähen wird leider nicht genügen, Ihr Beitrag ist gefragt, ja genau Ihrer, und der eines jeden von uns.

  3. Steuerzahler (kein Partner)
    17. August 2010 22:14

    http://www.sezession.de/18523/deutsche-opfer-fremde-taeter.html

    Deutsche Opfer, fremde Täter

    Eine neue Buchreihe, der erste Titel: Deutsche Opfer, fremde Täter. Ausländergewalt in Deutschland ist ein lange vorbereitetes Buch, das Michael Paulwitz und ich im Oktober in der neuen Buchreihe antaios thema vorlegen werden.

    Deutsche Opfer, fremde Täter beschäftigt sich mit einem Problem, das sich zu einer Katastrophe auswächst: In vielen westdeutschen Städten gibt es Viertel mit hohem Ausländeranteil. Deutsche Jugendliche sind dort bereits in der Minderheit und sehen sich einer Alltagsaggressivität ausgesetzt, die an Intensität und Brutalität ein erträgliches Maß längst gesprengt hat.

    Jüngst hat die Fernsehdokumentation „Kampf im Klassenzimmer“ das Ausmaß angedeutet und gezeigt: Es handelt sich nicht um ein Integrationsproblem, das rasch beseitigt werden könnte.

    Deutsche geraten im eigenen Land in die Minderheit und werden ihrerseits von einer dynamischen, aggressiven Mehrheit vor die Wahl gestellt, sich entweder anzupassen, das Viertel zu verlassen – oder als „Opfer“, „Scheiß-Deutscher“, „deutsche Schlampe“ den täglichen Spießrutenlauf anzutreten.

    Die Begriffe für diese Vorgänge: umgekehrte Integration (Anpassung der eingeborenen Minderheit an die zugewanderte Mehrheit), Binnenvertreibung, Vorbürgerkrieg, ethnische Landnahme.

    Gewalt gegen Deutsche ist ein Problem, von dem fast jeder weiß, über das aber fast niemand öffentlich spricht. So bleiben die Opfer ungeschützt im eigenen Land: Deutsche als Opfer haben keine Lobby unter ihren in der Medienbranche und in der Politik tätigen Landsleute.

    Das Totschweigen und Verharmlosen der Vorgänge verschärft die Lage und verzerrt die Wirklichkeit. Selbst Staatsorgane wie die Polizei haben ihr Gewaltmonopol teilweise aufgeben müssen oder können es nur unter Aufbietung aller Kräfte durchsetzen.

    Deutsche Opfer, fremde Täter zeigt die Hintergründe und das Ausmaß einer katastrophalen Entwicklung auf. Wir widersprechen der Theorie, daß es sich bei der Gewalt junger Ausländer gegen Deutsche um ein soziales Problem handle.

    Deutschland steht vielmehr eine ethnisch-kulturelle Auseinandersetzung großen Ausmaßes bevor. Wie weit dieser mittlerweile nicht mehr „stille Vorbürgerkrieg“ gediehen ist, zeigt eine Chronik, die hunderte Fälle aus den Jahren 2000 bis 2010 versammelt und mit Hilfe der Fundstellennachweise nachvollziehbar macht.

    Deutsche Opfer, fremde Täter ist eines unserer ganz wichtigen Bücher: Wir dokumentieren damit den Beginn und das Ausmaß einer Katastrophe, die in den nächsten Jahren in ihrem ganzen Ausmaß sichtbar werden wird – wenn nämlich die erste wirklich starke Generation junger, männlicher Ausländer ins kampffähige Alter kommt und die geballte Energie eines ethno-kulturellen Auftrags und damit einer starken Identität auf die Straße und ins Klassenzimmer tragen wird.

    • meriva (kein Partner)
      17. August 2010 22:31

      Welches Buch wird denn eigentlich die geballte kriminelle Energie der rechtsrechten Schlechtmenschen dokumentieren, die sich derzeit um die Hinterlassenschaften des in Kärnten stockbesoffen verunglückten Landeshauptmannes offenbaren?

    • Gasthörer (kein Partner)
      17. August 2010 22:35

      Dass die deutsche/österreichische Minderheit an Jugendlichen in den Großstädten heute beinah gleich geschunden, gemartert und zum Teil masakriert wird, wie es die Juden von den Naziverbrechern worden sind, ist eine ironische Episode der Zeitgeschichte. Selbst die Verharmlos durch einem Großteil der jeweiligen Opfergruppe, ist eine Parallele. Wo das endet, ist allerdings bekannt.

    • Steuerzahler (kein Partner)
      17. August 2010 22:41

      "Probleme kann man niemals
      mit der gleichen Denkweise lösen,
      durch die sie entstanden sind."
      (Albert Einstein)

      "Dinge wahrzunehmen ist der Keim der Intelligenz."
      (Laotse)

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      17. August 2010 22:45

      Gibt's nicht z.B. in Frankfurt oder Leipzig eigene Veranstaltungsreihen, um Bücher zu bewerben?

    • siggi (kein Partner)
      17. August 2010 23:07

      Wozu Bücher? Damit kriegen wir die Linken auch nicht klein.

    • liberta (kein Partner)
      17. August 2010 23:12

      @meriva

      Besorgen Sie sich bitte endlich ein Buch, welches Sie von Ihrer quälenden Obsession befreit! *fg*

    • Josef Maierhofer
      18. August 2010 08:37

      @ siggi

      @ kleinkriegen

      Ich würde mir nie anmassen, jemand kleinkriegen zu wollen. Ich kritisiere sicher sehr oft auch die Linken in ihrer Kurzsichtigkeit, Nehmermentalität, Disziplinlosigkeit, Sozialromantik, Volksverrat, Schuldenpolitik, etc.

      Ich kann auch nicht verlangen, daß jemand bestimmte Bücher liest, bestimmte Sachverhalte, die ich erkenne, auch so zu sehen wie ich, etc.

      Ich kann aber Beispiele anführen, meine Meinung sagen, Bücher empfehlen, diskutieren, Beiträge leisten, Aktionen unterstützen, auf die Wahrheit hinweisen, Argumente vorlegen, auf Fakten hinweisen, etc.

      Noch sind wir frei, noch kann man von kleinkriegen nicht reden und ich wünsche mir, daß es nie so sein wird.

  4. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    17. August 2010 22:06

    Worin genau äußert sich die Staatsschuldenkrise?

    • Josef Maierhofer
      18. August 2010 08:50

      Für mich äußert sich die Krise voresrt in einer totalen Unsicherheit zum Kommenden, in der Ungewissheit, in der die Politik die Bevölkerung lässt zu den Behebungsversuchen, in der Gewissheit, daß das erst der Anfang, eine leichte Einstimmung sein wird, was uns Herr Faymann als 'Faynachtsmann' vortragen wird zum Budget, das er gemeinsam mit den anderen verfassungswidrig hinauszögert bis nach 'seinen' Wahlen (alle anderen Ausreden lasse ich nicht gelten).

      Für mich stehen die Schreckenszahlen unserer Schulden und der zugehörigen Zinsen unverrückt und (noch) stetig steigend, vielleicht bald explodierend unter www.staatsschulden.at .

      Sie äußert sich auch darin, daß über diese Themen geschwiegen wird, auch darüber, was unsere Regierungen an Staatshaftung übernommen hat und immer weiter übernimmt, etc.

      Was durchgesickert ist, daß es eben Steuererhöhungen geben wird.

      Für die Politiker äußert sich die Staatsschuldenkrise darin, daß alle ihr Geld ins Ausland verfrachten (steigender Franken), daß Generalsekretär Josef Cap die Menschen bedrohen will, nicht in ausländische Währungen zu flüchten, etc.

      Es wird auch der Inflationspunkt für die totale Geldentwertung bald kommen, wenn nämlich die Blankoschecks für Schulden und Griechenland, für alle Machaloikes dieser Zeiten schlagend werden.

      Wie äußert sich die Krise ? Stille vor dem Sturm.

  5. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    17. August 2010 22:00

    Ah, doch einer auf den Bandion-Ortner'schen PR-Gag "Kulterer-Verhaftung" reingefallen.

  6. Friedrich Lehmann (kein Partner)
    17. August 2010 21:38

    Gutsherren sollen unser Budget retten. Der Klassenkampf erreicht die Ausgabenseite.......

    http://denkanstoesse.twoday.net/stories/gutsherren-sollen-unser-budget-retten-klassenkampf-auf-der-ausgabensei/

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      17. August 2010 22:49

      Wenn ich dort lese "ohne Agrarsubventionen der EU" und "Der Anteil der Agrarsubventionen ist mit rund 800 Mio. Euro verhältnismäßig gering" kommt mir glatt ein Lächeln über die Lippen... die restlichen 1,4 Mrd. zahlen ja nicht wir, sondern die EU.

    • Josef Maierhofer
      18. August 2010 08:56

      @ Schnabeltierfresser

      Die EU zahlt überhaupt nie etwas, sondern wir zahlen das alles und als Nettozhaler noch mehr.

      Sie meinen wohl den kleineren Teil, den uns die EU 'gnädig' zurückgibt, nachdem wir als 'brave Musterknaben' 15 Milliarden für Griechenland gezahlt haben und zahlen werden.

      Es zahlt nie jemand anderer, es zahlen immer wir selbst, merken wir uns das.

  7. Brigitte Imb
    17. August 2010 19:59

    Einen interessanten Link wieviel Geld uns die Parteien kosten. Reine Verschwendung!
    http://www.castelligasse.at/Politik/PolitischeParteien/parteien.htm#Dinkhauser

  8. simplicissimus
    17. August 2010 16:42

    eine eher rechts oder auch in der mitte stehende partei hat sich inder heutigen zugreif-vollkasko-spassgesellschaft vehement für das leistungsprinzip einzusetzen. das unterscheidet sie in der besten weise von den linken.

    dieses erwarte ich mir daher von fpö und övp.

  9. Systemfehler (kein Partner)
    17. August 2010 16:32

    Für alle, die mir nie glaubten, hier ein Aufsatz, die d a s zusammenfassen, was ich in vielen Kommentare versuchte, darzulegen. Die ersten Seiten sind zach, doch dann ist es pure Spannung - Verschwörungstheorien, spannender als Dan Brown und wahrer als die Neue Freie Presse.

    Es kommen vor: Coudenhove-Kalergi, Monnet, Churchill, Retinger, Balzac und Voltaire.

    Druckt Euch die 18 Seiten aus, genießt und lernt.

    PS.: Ich bin selbstverständlich nicht Systemfehler - nur eine Reminiszenz

    http://bertjensen.info/die-vereinigten-staaten-von-europa-ii/

    • Systemfehler (kein Partner)
      17. August 2010 16:41

      Und zum Drüberstreuen die süße Hillary, die liebe faltige Marionette des CFR:

      http://www.youtube.com/watch?v=Ba9wxl1Dmas

    • Systemfehler (kein Partner)
      17. August 2010 16:47

      Verdammt, was ist denn nun das CFR? Na, das da:

      http://www.youtube.com/watch?v=iXerOma_I2U

    • Lisa
      17. August 2010 18:43

      @Systemfehler

      Ich hab' Ihnen so gut wie immer geglaubt und habe Sie auch schon vermißt!

    • meriva (kein Partner)
      17. August 2010 20:00

      Wollte sich der Neonazi Systemfehler nicht vertschüssen?

    • liberta (kein Partner)
      17. August 2010 23:14

      Sie vertragen offensichtlich nur EINFALT, daß Sie gleich wieder in Ihre schreckliche Besessenheit verfallen! :-(

    • meriva (kein Partner)
      17. August 2010 23:19

      Sie vertragen offensichtlich die Wahrheit nicht.

    • liberta (kein Partner)
      17. August 2010 23:39

      @meriva

      Nein, die einzige von Ihnen gepachtete Wahrheit vertrage ich nicht, stimmt!
      So, what?

    • meriva (kein Partner)
      18. August 2010 05:51

      Sag ich doch. Sie vertragen nur die einzige von Ihnen gepachtete Wahrheit.
      Esgibt allerdings gute Psychologen, die ihre inneren Verspannungen lösen können - Ihr Problem ist nämlich eine ziemliche Verbissenheit. Wenn Sie mal draufkommen, dass man andere Meinungen auch akzeptieren kann, wird Ihr Leben sicher auch entspannter werden als es bisher verlaufen ist.

    • Undine
      18. August 2010 13:58

      @liberta:

      Da nahezu alle Psychologen "linksgestrickt" sind und sich samt und sonders freudig vor den politischen Karren spannen lassen, der allerdings in den LINKEN STRASSENGRABEN rumpelt, meint

      @meriva mit diesem Tipp an Sie, einen Psychologen aufzusuchen, Sie umpolen zu können. @meriva fordert auf die typisch "linke Tour" Toleranz für die notorisch Intoleranten, damit @meriva & Co weiterhin schön intolerant bleiben können.

    • systemfehler (kein Partner)
      18. August 2010 21:12

      Damit keine Missverständnisse aufkommen, der Nutzer "Systemfehler" ist nicht derjenige, der hier mehrere Monate seine mehr oder minder geistreichen judenkritischen Beiträge verfasst hat, das hat er ja auch ausdrücklich gesagt. Das bin nämlich ich, auch wenn ich dies freilich nicht beweisen kann.

      Ich werde hier, wie angekündigt, bis auf weiteres keine Beiträge hier verfassen, da ich aus verschiedenen Gründen kein zahlender Partner sein möchte, und mit einem unterpriviligierten Nutzerstatus nicht klarkommen würde (ich würde mir wie ein Geier vorkommen, der sich auf die Diskussionsreste stürzt).

      Ich habe hier ja auch mich zu den wichtigsten Themen der Zeit umfassend geäußert, so dass ich mich ohnehin nur wiederholen könnte. Ich hoffe, einige Leser werden seltständig im Internet die Suche nach der Wahrheit, die Unterberger ja nicht wirklich liefert, fortsetzen. Noch gilt ja im relativ unzensierten Netz: Wer suchet, der findet!

      Leider musste ich bei sporadischen Querlesen der Stränge feststellen, dass mit meinem Abgang die judenkritischen Bemerkungen quasi auf null gesunken sind. Das ist schade! Trotzdem bereue ich mein Engagement hier nicht und wünsche allen gutwilligen Teilnehmern (d.h. allen Teilnehmern, welche Österreich, Deutschland und Europa ein Überleben wünschen) nochmals alles Gute.

    • systemfehler (kein Partner)
      18. August 2010 21:42

      Damit man mir auch glaubt, ich sei der einzig wahre Heino, möchte ich meine Rechtschreibung korrigieren: Es muss natürlich "selbständig" oder nach neuer Schlechtschreibung "selbstständig" heissen!

    • plusminus
      18. August 2010 23:54

      @systemfehler

      SCHADE! :-(((

    • Paige
      19. August 2010 16:45

      Ach, Syste, das ist halt ein Humor... :-)

  10. Robert Bond (kein Partner)
    17. August 2010 12:07

    Das Gschichterl, dass die Reichen schon ihre Koffer packen, wird langsam ermüdend. Österreich ist weltweit das einzige Land mit Top-Lebensqualität und praktisch keinen Steuern auf Vermögen. In Großbritannien gibts saftige Vermögenssteuern, in den USA sowieso und in der Schweiz, die uns gegenwärtig ja so gerne als konservatives Musterland vorgezeigt wird, erst recht. Steuerlich wirklich günstig sind hingegen Makedonien, der Kosovo und wenn mich nicht alles täuscht, Moldawien. Seltsamerweise will da aber kaum wer hin.
    Also: Vermögenssteuern rauf, Einkommenssteuer runter. Damit sich Arbeit wieder lohnt ;-)

  11. Segestes (kein Partner)
    17. August 2010 11:06

    OT: Neue Studie der FU-Berlin: Deutsche Journalisten stehen stramm links, bevorzugen Grün und wollen ihre Leser beeinflussen.

    http://www.kopp-online.com/hintergruende/deutschland/torben-grombery/studie-beweist-deutsche-journalisten-stehen-politisch-links-und-wollen-politik-und-ihre-leser-beein.html;jsessionid=27BFEB1234C24B83B7C30CA59F66E045

    Bei uns ist es natürlich genauso.

    • Paige
      17. August 2010 12:00

      Woran kann das liegen? Weil Publizistik eher ein einfacheres Studium ist - wie Psychologie? Die Psychologen sind ja auch lauter Linke..

    • Paige
      17. August 2010 12:14

      Verstärkt dadurch, dass die Prof. lauter Alt-68-er sind, was durch den sog. "Marsch durch die Institutionen" zu erklären ist? Die haben sich zielstrebig überall da reingesetzt, wo man Gehirnwäsche betreiben kann.

    • Segestes (kein Partner)
      17. August 2010 13:20

      @Paige:
      Ich kann dir als jemand sagen, der ein weitestgehend technisches Studium gemacht hat, dass du an einer technischen Fakultät relativ wenige richtig "Linke" finden wirst - ausgenommen im Informatik-Bereich, da ist deren Anteil wieder spürbar höher (das Netz und die Netzkultur sind traditionell links bzw. links-liberal).

      Andererseits mache ich, aus privatem Interesse, seit einem Jahr auch ein Geschichtsstudium und besuche zusätzlich als Gasthörer fast regelmäßig Publizistikvorlesungen.
      Hier sieht die Sache dann wie folgt aus:
      Neuere Geschichte - viele Linke (und je jünger, umso linker)
      Altertumsgeschichte - so gut wie keine Linken
      Publizistik - mindestens 90 Prozent Linke

      Ich muss betonen, und das wird man hier vielleicht auch schon festgestellt haben, dass ich neben sehr rechten Ansichten, auch sehr linke vertrete.
      Nur, ich kann halt weder mit astreinen Rechten, noch mit astreinen Linken viel anfangen. Das sind für mich denkfaule Figuren, die immer nach Schema F vorgehen, anstatt den jeweiligen Einzelfall unterschiedlich und neu zu beurteilen.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      17. August 2010 13:27

      ...deshalb sehe ich ja den Rückgang beim Konsum der Journalistenprodukte mit großer Freude. Journalisten sind längst Gouvernanten und Zwangsbeglücker. Wenn as immer weniger Leute akzeptieren, dann ist das gut so.

    • RB (kein Partner)
      17. August 2010 15:48

      @Segestes
      Habe soeben auf der Homepage von Univ.-Prof. Dr. Hannelore Eva Kreisky (Politikwissenschaft) geschmökert und auf der Homepage des
      Republikanischen Clubs. Mich wundert gar nix mehr......

    • Undine
      17. August 2010 16:47

      @Segestes

      Danke für den Link; er ist sehr aufschlußreich!

      Vor etwa 15 Jahren war ich einmal mit meinem Sohn (damals noch Architekturstudent an der TU Wien) auf der TU, um irgendetwas abzuholen. Da standen eine Reihe junger Leute herum. Mein Sohn erzählte, von denen hatte er im Laufe der Jahre noch keinen einzigen bei einer Prüfung gesehen, die würden nur politisieren. Welche "Richtung" ist unnötig zu schreiben!

      @Paige

      Wie immer kann ich Ihnen nur rechtgeben.
      Publizistik, Informatik, Psychologie, alles "linksgestrickt".
      Der überaus hohe Prozentsatz vor allem an Grünen unter den Journalisten steht in keinem Verhältnis zu den "Grünbewegten" in der Bevölkerung. Diese Zwangsbeglückung durch die grünen und sonstigen linken Fanatiker ist unerträglich.
      Aber die sind in ihrem missionarischen Eifer nicht zu bremsen.

      M.U.Shrooms:

      "...den Rückgang beim Konsum der Journalistenprodukte...."

      Ich habe nach sehr langem Zögern das langjährige Abonnement der "PRESSE" vor etwa 4 Monaten aufgegeben und habe diesen Schritt noch keine Sekunde bereut.

    • meriva (kein Partner)
      17. August 2010 20:02

      Naja, wer den Kopp-Verlag als Quelle liefert, der kann wohl nicht ganz dicht sein.

  12. Paige
    17. August 2010 07:28

    Schnorrer...
    Sie fallen dadurch auf, dass sie wiederholt um Hilfe bitten. Diese ist meistens monetär, kann aber auch Naturalien oder Dienstleistungen betreffen. Er bettelt dabei aber nicht, wie es die Bettler tun, sondern er appelliert immer an die Verpflichtung des anderen, ihm zu helfen, da er ungerechter Weise in Not geraten sei und es dem Angeschnorrten ebenso ungerechtfertigt viel besser gehe als ihm.

    Zumeist erfolgt auch der Versuch einer Schuldzuweisung, weshalb der Angeschnorrte zahlen MUSS. Der Schnorrer betrachtet seine Bettelei quasi als legitimen Anspruch auf das Geld der anderen. Er lebt beständig auf zu großem Fuß, gibt mehr Geld aus, als er einnimmt und gerät daher immer wieder in die Bredouille. Dafür hat er die Strategie des Schnorrens entwickelt. Wenn es mal wieder eng wird, so klappert er eben seine Freunde und Bekannten ab und jammert ihnen etwas vor. Die Zahllast wird gleichmäßig auf alle Angeschnorrten verteilt. So fragt er nie die selbe Person zweimal hintereinander. Das nächste Mal kommt wieder ein anderer dran. Angschnorrte spötteln daher phasenweise: Ah, jetzt sind also wir wieder dran.

    Typische Argumente: Ich brauche das Geld dringend, weil ich sonst meine Wohnung verliere. Ich gebe es dir in zwei Wochen zurück (das kann man aber vergessen). Du brauchst mir in den nächsten Jahren keine Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke mehr machen (dieses Geld gehört ja sowieso schon mir) usw. Sie verlassen sich vollends darauf, dass ihnen immer irgendwer aus der Patsche hilft und es so weitergeht. Manche drohen auch mit Selbstmord und greifen zu immer rigoroseren Mitteln, Notsituationen zu konstruieren, damit man wieder nachgibt. Dabei ist selbstschädigendes Verhalten keine Seltenheit. Am Ende, egal, was ihm die Betteltour "gekostet" hat, zählt jedoch der Triumph, dass es wieder gelungen ist, jemandem das Geld aus der Tasche zu ziehen.

    Wittert der Schnorrer irgendwo überflüssiges Geld (Sparvermögen), so rastet und ruht er nicht mehr, bis er etwas davon haben kann. Darum ist es besser, man hält sein Vermögen möglichst geheim und wenn man ihn sieht, sollte man selbst auch ordentlich jammern. Klagt man nämlich, so wirkt das auf Schnorrer sehr abtörnend.

    Zum Teil ist das eine Veranlagung, zum Teil wurde ihm diese Strategie durch unser Sozialsystem anerzogen. Denn die sozialistische Heilslehre ist nichts anderes als großangelegtes Schnorren = Anspruch (da muss man auch nicht dankbar sein) auf das Geld der anderen. Zum Schnorren veranlagte werden aber immer Linke, wodurch sich dieser Effekt verstärkt. Umso höher ein Sozialstaat ausgeprägt ist, umso mehr wird auch ständig gejammert und geklagt; denn das bringt entweder bare Münze oder schützt vor Begehrlichkeiten der anderen Schnorrer. In diesem Land wird immer mehr geraunzt und wehgeklagt. Der neueste Hit ist, dass man sich seine Depressionen (man ist von einer gewissen Unlust befallen, meistens mag man nichts lernen oder zur Arbeit gehen = mi gfreits ned) von der Krankenkasse behandeln lassen kann. In einem Sozialstaat werden die Leute immer depressiver. Oft kann man sie gleich ein halbes oder ganzes Jahr vergessen, weil sie in irgendeinem Sanatorium kuren. Dort entdecken sie mit Hilfe der Psychologen weitere Krankheiten an sich selbst..

    Im Zentrum des Interesses aller Schnorrer steht der "Reiche" und Wohlhabende. Das sind die Leute, die theoretisch etwas springen lassen könnten und somit muss auch ein Grund gefunden werden, sie dazu zu verpflichten. Darum werden die "Reichen" von den Sozialisten immer angefeindet. Haben Schnorrer durch ihre hemmungslose Bereicherung selbst einmal ein beträchtliches Vermögen aufgebaut, bleibt dieses natürlich geheim. Das ist der Grund, weshalb ausgerechnet hauptsächlich die Sozialisten ihr Geld in Stiftungen und in Liechtenstein gebunkert haben. Niemand weiß ja besser als sie, wie sehr das Begehrlichkeiten unter den Genossen hervorrufen könnte.

    Diese Schnorritis ist so in Fleisch und Blut übergegangen, dass z.B. AUA-Piloten für ihre unverschämt hohen Gagen demonstrieren oder andere Privilegierte aus den geschützten Werkstätten (ÖBB, Wr. Linien etc.) gemeinsam mit den Gewerkschaftsspeckmaden auf die Straße laufen, weil man ihr Pensionsantrittsalter von 52 auf 54 Jahre anheben möchte. Dadurch macht sich eben "soziale Kälte" breit und diese kostet den "sozialen Frieden" (in Friedenszeiten streikt die Gewerkschaft nicht und versenkt stattdessen in aller Ruhe ein paar Milliarden in der Karibik).

    Wir zahlen eine Menge Steuern für einen immer größer werdenden mehr oder weniger vom Schnorren lebenden Teil der Gesellschaft. Die meisten Steuern sind völlig aus der Luft gegriffen und eigentlich nur eine Frechheit, s. Aufzählung von Hrn. Mayerhofer - http://www.andreas-unterberger.at/2010/08/goethe-fuer-politiker/#comment-72249

    • siggi (kein Partner)
      17. August 2010 14:37

      Wie geht der alte Spruch:

      Alles was dir gehört gehört mir und was mir gehört geht dich nichts an.

      Und es war immer ein kapitaler Irrtum zu glauben, man könne durch Vorleistungen einen anderen zu kooperativem Verhalten bringen.

    • Undine
      17. August 2010 18:59

      @Paige

      Für Ihre "Betrachtungen" zum typischen "Schnorrer" wären 7x7 Sternchen angemessen!

    • Josef Maierhofer
      18. August 2010 09:06

      Danke !

      Der Schnorrer, ein wichtiges Stück Österreich, der esrte Schritt in Richtung Korruption, da könnte man doch ...

    • Zooropa (kein Partner)
      18. August 2010 14:42

      Sie beschreiben den tieferen Grund für die Lähmung eines ganzen Volkes. Das Sozialsystem, so sinnvoll es in den Jahren der Industrialisierung gewesen ist und so weise der Entschluß Bismarcks für seine Zeit war, ist heute das Grundübel der europäischen Krankheit. Alle Fehlentwicklungen seit 1970 beruhen auf seiner Existenz. Auch die Massenzuwanderung wäre ohne das Sozialsystem nie möglich gewesen. Insoweit liegt die Aufgabe nun daran, das einst richtige Instrumentarium abzubauen.

      Bei all den Jammerlappen, die Sie erwähnen, eine Herkulesaufgabe.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      18. August 2010 23:24

      Leider kann ich Dir keine Sternderln verleihen, liebe Paige, aber Du hast wieder einmal einen Volltreffer gelandet! Mach weiter so!

  13. fosca
    16. August 2010 23:18

    Dabei wird es auch bleiben - Wien, Steiermark und ganz Österreich werden und wird weiterhin die Politiker haben, die das Wahlvolk verdient.
    Wenn ich mir unsere Massenmedien ansehe bzw. durchlese wie z. B. den ORF oder die "Gratisblattln", die täglich zahlreich von der Bevölkerung konsumiert werden und ich denke, wie der Wähler wieder auf die durchsichtigen Kampagnen sowie auf die Plattitüden der Regierenden hereinfallen wird, dann verspüre ich dieses unerträgliche Unbehagen, daß sich in den nächsten Jahren in diesem Land leider nichts ändern wird.
    Erst nach einem allgemeinen Zusammenbruch - womöglich europaweit, könnte es einen Schimmer am Horizont geben, aber soll man sich deshalb gar einen solchen als letzten Ausweg wünschen? Da das Leben zum Glück jedoch kein Wunschkonzert ist, kommt es sowieso wie es kommen muß.

    • Undine
      17. August 2010 16:11

      @fosca

      ".....wie z.B. den ORF oder die "Gratisblattln", die täglich zahlreich von der Bevölkerung konsumiert werden...."

      Man muß offensichtlich mit der erschütternden Tatsache leben, daß der überwiegende Großteil der Erwachsenen noch immer in dem kindlichen Glauben lebt, daß alles, was gedruckt zu lesen ist, auch tatsächlich auf Wahrheit beruht.

      Ein anderer, nicht minder großer Teil unserer Bevölkerung, die NEO -ÖSTERREICHER also, können nicht einmal diese Schundblattl lesen, weil sie entweder Analphabeten sind, bzw. nur in ihrer Muttersprache lesen können.
      In diesem Fall wissen natürlich WIR nicht, was in deren "Printmedien so alles zu lesen ist!.

  14. socrates
    16. August 2010 22:35

    Geld kann nur dort besteuert werden, wo es ist. Kapitaltransfersteuer bringts!
    Dann können nicht Milliarden zum Nachteil der "kleinen Leute" verschoben werden und es gibt plötzlich eine Kontrolle ob und wo Geld ist.
    Leerverkäufe waren schon 1873 der Grund für die Wirtschaftskrise in Wien. Alles schon dagewesen und bekannt. cf. http://de.wikipedia.org/wiki/Gründerkrach oder Presse vom 11.7.1009 (bearbeitet und teilweise verschlechtert). Näheres auch sehr gut in "Chronik Österreich" von Dr. Ch. Zentner
    In F setzt man auf "inneren Konsum", d.h. wenn ein SMIC - Empfänger 100€ mehr bekommt, so bleiben die im Land und kommen über zahlreiche Steuern rasch zurück, wenn ein "unersetzlicher" Manager 1,000000€ erhält,sind sie im Ausland. Der Friedhof ist voll von unersetzbaren Leuten und wir leben immer noch. Die Lehre daraus: man muß den Verdienst begrenzen. Gut wären Ruhensbestimmungen neu: wer 45 Jahre Pension eingezahlt, bekommt maximal 4500€ brutto p.m., wer 30 Jahre Pension eingezahlt, bekommt maximal 3000€ p.m. brutto, usw. Für Migranten muß "die Industrie", die sie "braucht", die Sozialabgaben rückwirkend bezahlen, d.h. für einen 30jährigen sind 15 Jahre Sozialabgaben zu zahlen. Dann sind Krankenkassen und Pensionen saniert.
    Das gilt für alle!
    Ich hoffe,daß sich die Erhöhung des Pensionsalters nicht machen lässt! Wehrt euch im Namen euerer Kinder! Ein Staatskonkurs bringts, warum darf ich nicht sagen, ich sammle gerade Notgeld. Anlegerschutz für Pensionen! Wenn der Staat pleite ist, sollen die Auslandsschulden gekürzt werden, wie bei einem Konkurs. Argentinien, das in die Fänge des IMF geriet, wurden die Anleger gerettet und die Pensionen aufgehoben. Das ist Massenmord à la Stalin.

    • socrates
      17. August 2010 11:30

      Man muß kein Reichenjäger sein, um die Fehler unseres derzeitigen Systems zu finden, auch wenn das hier sehr unbeliebt ist. Zum Studium empfehle ich die Zeit zwischen 1919 und 1945. Lit.: Das Schwarzbuch des Kommunismus. "Es ist verboten Menschen, die verhungert auf der Straße liegen, zu essen um zu überleben! Und wenn schon, dann keine Eingeweide, da dies zu Krankheiten führen kann!". Damals gab es auch unendlich Reiche und deren Luxus. Dem "kleinen Mann" riet man anständig und in Ehre zu verhungern. Alles war gesetzlich gedeckt. Dann kam das Faustrecht.
      Die besten Filme aller Zeiten: Que viva Mexico, La vanganza de Pancho Villa, Panzerkreuzer Potemkin (alle Eisenstein), Cuban Story (Erol Flynn)
      gut: High Sierra mit Bogard, Buch "Im Westen nichts Neues" v. Remarque.

    • Celian
      17. August 2010 12:34

      Puh, im letzten Absatz des ersten Posts, wo sie von der Verhinderung der Erhöhung des Pensionshalters auf den Massenmord bei Stalin gekommen sind, wars mir schon ein bissl zu viel. Aber wenn Sie jetzt auch noch mit dem Panzerkreuzer Potemkin drüberfahren wollen, muss ich endgültig w.o. geben.
      Ich verstehs einfach nicht, dann bin ich halt zu blöd dazu.

    • socrates
      17. August 2010 15:01

      @ celian
      Wehret den Anfängen! wurde uns eingebläut. Bitte in den 20er Jahren nachsehen, wo die Pensionisten verhungert sind! Ich habe noch Münzen mit 10 = 100. Kennen Sie den 5Mrd Markschein? So schnell wurden die Pensionen wertlos. "Que viva mexico" halten viele Regisseure für den besten Film, der je gedreht wurde. Er zeigt das Leben in Armut, das jus primae noctis, den Luxus der Reichen und der Kirche. 1933 mit lauter Laiendarstellern gedreht, beschlagnahmt und vernichtet, remastert durch zufällige Funde. Die beiden anderen Filme von Eisenstein zeigen den Aufstand der Geknechteten. Pancho Villa zeigt, wie man das verelendete Volk motivieren kann und wurde von der Zensur vernichtet, remasteter Zufallsfund. Beide im Filmmuseum zu sehen.
      1848 war eine Hungerrevolte! 1911 gab es einen ähnlichen Aufstand in Ottakring. Hoffentlich liege ich so falsch wie Sie annehmen!

    • socrates
      17. August 2010 21:32

      http://www.tempelhofer-muenzenhaus.homepage.t-online.de/downloads/120.164173.pdf Hier finden Sie einen 500000 Markschein, überstempelt für 50Mrd. Was waren die Pensionen wert?
      1945 bekamen wir 850 Kal, später dank der Russen, die sich weigerten den Morgentauplan durchzuziehen, 1150Kal. Wer nicht hamstern fahren konnte, verhungerte. Ich bin halt schon lange auf der Welt und habe viel erlebt.

  15. Undine
    16. August 2010 21:15

    Zum Thema BRIEFWAHLRECHT:

    Wie kann das möglich sein, daß NACH dem Wahltag einlaufende Wahlzettel Gültigkeit haben. Dieser Mißbrauch schreit doch zum Himmel!

    Warum gibt es keine Vorschrift, daß nur jene Wahlzettel mitgezählt werden dürfen, die VOR der Wahl eintreffen? Das kann doch kein Problem sein! Das Wahllokal wird ja auch auf die Minute genau geschlossen. Wenn jemand später kommt, kann er eben nicht wählen.

    Daß durch diese merkwürdige Regelung dem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet sind, liegt doch auf der Hand.

    Wetten, daß, wenn der Profiteur aus diesem skurillen System die FPÖ wäre, dieses längst abgeschafft wäre!

    • Kurt22
      16. August 2010 21:57

      Das verstehe ich auch nicht. Hochrechnungen dürfen erst mit Gongschlag beim Schließen der Wahllokale bekanntgegeben werden, aber Wählen darf man nachher??? Wo bleibt da die Logik, von einer Verfassungskonformität will man ja schon gar nicht reden, die Verfassung dieses Staates dürfte nicht mehr gelten.
      Und am meisten wundere ich mich, dass da offenbar alle mitspielen, wo bleibt der Aufschrei der Parteien, die daraus keinen Nutzen ziehen, oder hoffen alle auf ein paar "Bonusstimmen"?

    • M.S.
      16. August 2010 22:05

      Dass es in einem angeblichen Rechtsstaat wie Österreich möglich ist, seine Stimme mittels Briefwahl noch nach der ersten Hochrechnung abzugeben ist ein unglaublicher Skandal. So etwas ist normalerweise nur mehr in Bananenstaaten übelster Sorte möglich. Falls dieser Unfug nicht doch noch rechtzeitig verhindert wird, ist zu hoffen, dass das Wahlergebnis sofort nach Schließung der Wahllokale beeinsprucht wird.

    • Paige
      17. August 2010 06:22

      Undine, es gibt wohl keinen Grund, weshalb das so sein muss, außer, dass man damit die Wahl manipulieren will. Briefwahl-Stimmen, die NACH der Wahl einlangen, sind nicht mehr zu zählen. Schluss! Basta!

      Das ist auch eine richtige Sauerei.

    • siggi (kein Partner)
      17. August 2010 12:32

      Man kann doch niemandem zumuten, einen Brief rechtzeitig zur Post zu bringen.

      Andererseits muss sich jeder bis zum Wahltag eine Meinung zurechtlegen dürfen und diese natürlich an Neuigkeiten anpassen.

      Aber muss man wirklich jedem zumuten, zur Wahl gehen zu müssen. Ich glaube nicht. Ich habe daher schon einiger Zeit das Konzept eines Wählerführerscheines entwickelt. Wer wählen gehen will, muss sich in eine Wählerliste eintragen und laufend einen gewissen Kenntnisstand (rechtlich, geschichtlich, verfassungsrechtlich, wirtschaftlich) nachweisen. Vielleicht genügt es aber schon, zu wissen, dass ein Parlament gewählt wird und nicht die Gesichter auf den Plakaten.

      Damit entsteht eine Verpfrichtung zur Wahl zu gehen, die auch pönalisiert ist.

      Dadurch würde das Gesudere über eine geringe Wahlbeteiligung der VErgangenheit angehören, da immer zumindest 80% wählen gehen sollten.

    • M.S.
      17. August 2010 12:53

      Siggi@
      Warum kann man niemandem zumuten den Brief rechtzeitig zur Post zu bringen? Es wird einem ja auch zugemutet seine Stimme rechtzeitig im Wahllokal abzugeben.

    • siggi (kein Partner)
      17. August 2010 13:17

      Ich selbst bin nicht nur der Meinung, dass es zuzumuten ist. Ich bin auch der Meinung, dass die Entscheidung in der Wahlzelle nicht von den letzten Neuigkeiten abhängig sein sollte. (alles Argumente bei der Ausgestaltung der Briefwahl)

      Ich muss aber zur Kenntnis nehmen, dass ich mit dieser Meinung oft alleine bin.

      Und nicht zuletzt bin ich der Meinung, dass jeder STaatsbürger die Pflicht hat, sich eine fundierte (!) Meinung zur res publica zu bilden. Und dafür einzustehen wage ich schon nicht mehr hinzuzusetzen.

      Ich suche daher nach Möglichkeiten, nicht die Quantität der Stimmen (Briefwahl und Wahlrechtserweiterungen) sondern die Qualität der der Wahl zugrundeliegenden Entscheigungen zu heben.

      (An dieser Stelle höre ich öfters, dass ich nur weiterträumen soll. Also bin ich diesen Einwand schon gewöhnt.)

    • Franz L
      17. August 2010 13:39

      @siggi

      Ausgezeicnete Idee. Nur müsste die Anzahl der Mandate an die Anzahl der gültigen
      Stimmen gebunden sein.

    • Undine
      17. August 2010 18:49

      Da die Profiteure dieses Systems immer die LINKEN sind, verstehe ich nicht, daß die anderen Parteien nicht dafür plädieren, die Wahl anzufechten.

  16. Paige
    16. August 2010 20:21

    ~ 300 Mrd. Euro haben die Österreicher auf der hohen Kante liegen. Das ist Geld, das keiner der derzeitigen Eigentümer braucht. Es fault vor sich hin. Die Sparer sind offenbar zu blöd, das Geld auszugeben. Wenn mans genau nimmt, ist dieses Geld eigentlich sozial kalt und herzlos, solange man es nicht ausgibt. Spare in der Zeit, dann hast du in der Not, heißt es ja. Nun, die Not ist immer da. Es muss ja nicht die eigene sein. Z.B. sind Staaten, die bis aufs Existenzminimum gepfändet wurden, sehr arm, weil sie sich keine Freude mehr gönnen können. Am schlimmsten trifft es uns, dass wir keine Wahlzuckerln mehr verteilen können. Darum sind diese Sparguthaben einfach beunruhigend. Ja, sie machen einen nervös. Es juckt in den Fingern...

    http://www.bo-alternativ.de/fotos/panzerknacker-k.jpg

    • terbuan
      16. August 2010 20:28

      Kleine Anleitung zur Währungsreform, tja, so in etwa wird es sich abspielen und die Wahlzuckerln werden sich dennoch in saure Drops verwandeln!

  17. Graf Berge von Grips
    16. August 2010 19:51

    Sag Österreich, wie hältst Du es mit der Demokratie?
    Doch diese Gretchenfrage hör so ich nie!

    • siggi (kein Partner)
      17. August 2010 13:19

      Das ist eine unkorrekte Entscheidungsfrage,

    • siggi (kein Partner)
      17. August 2010 14:43

      Der Antwortende legt sich nämlich damit fest und gibt sich dadurch auch zu erkennen. Die Meisten geraten dabei ins STottern und verraten sich in ihrer Einstellung zur Frage nur noch mehr. Und diese unangenehme Situation kann man doch niemandem zumuten, der könnte doch möglicherweise Depressionen bekommen.

    • Samtpfote
      17. August 2010 15:10

      siggi

      so ist es.
      Was wiegt's das hat's. kein Herumpalavern.

  18. terbuan
    16. August 2010 19:00

    Anstatt eines Beitrages heute - es waren ohnehin bereits sehr viele gute dabei - wieder einmal ein Link zu ef:
    Österreich: "Innenpolitik im Sommerloch" von Andreas Tögel
    http://ef-magazin.de/2010/08/16/2437-oesterreich-innenpolitik-im-sommerloch

    • siggi (kein Partner)
      17. August 2010 14:52

      Die beste Analyse zur Wirtschaftslage und den sich dahinter befindlichen Ansichten findet sich bezeichnenderweise nicht auf den Wirtschaftsseiten, sondern hier:

      http://www.youtube.com/watch?v=EldHWgLS4sI

      Bitte nicht ablenken lassen. Jede einzelne Zeile passt haargenau. Besonders gefällt mir die letzte Zeile. Die Laura sollte den Text gleich 100mal abschreiben.

      Mich würde nur interessiern, ob man das einmal in unserm ORF hören konnte?

  19. FranzAnton
    16. August 2010 16:01

    Naja, diese linken Steuerluftballons dienen vorerst primär dazu, Wahlen mittels Niedrigniveau - Propaganda zu gewinnen; was nach den Wahlen tatsächlich beschlossen wird an Schröpfmaßnahmen, mag ganz was Anderes sein; die Schuld kann man ja dann immer noch dem (verschlafenen) Koalitionspartner ÖVP in die Schuhe schieben.
    Die Gefahr besteht natürlich darin, daß ein zu großer Wähleranteil, unter dem Eindruck willfährigen Medien - Dauerbombardements, den Nonsens glaubt; diesfalls drohte die Linke ja in Nachwahlzeiten festeren Boden unter die Füße zu gewinnen, um die Leistungsträger im Land nach der Wahl steuerlich noch mehr zu schröpfen, und am Schluß noch zu vertreiben (Gott steh' uns bei, sollten die SP - "Experten" Arbeitsplätze zu "schaffen" beginnen, diesfalls müßte man Österreich wohl bald auf "Österarm" umtaufen). Ein erstes Wahlplakat mit "Laßt Kreisky vielleicht war's aber auch nur ein - böser - Einzelscherz; sein Team ist aber sichtlich immer noch am Werken.

    Leider, und ich wiederhole mich, findet sich in diesem Forum kaum jemand, der an einer Demokratieweiterentwicklung in Richtung Direktdemokratie großes Interesse zu zeigen scheint; es ist schon wichtig, Fehlentwicklungen aufzuzeigen; Jammern allein ist aber zu wenig; um das Staatschiff auf vernünftigen, nachhaltigen Kurs zu steuern, müßten sich wohl hinreichend realitätsbewußte Interessierte zusammentun, die in das Rad der Geschichte - per direktdemokratischer Mittel, versteht sich - einzugreifen bereit wären.

    • M.S.
      16. August 2010 16:30

      @ Welche direktdemokratischen Möglichkeiten hat man als Staatsbürger in Österreich, wenn man eine politische Richtungsänderung anstrebt? Mir fallen nur die Volksbegehren ein, aber die haben ja nur Erfolg, wenn sie von der jeweiligen Regierung ohnedies gewollt werden. Ansonsten werden sie alle schubladisiert. Also ich glaube mit der direkten Demokratie ist in Österreich wohl nichts zu erreichen.

    • FranzAnton
      16. August 2010 17:09

      Naja, die direktdemokratischen Möglichkeiten muß man sich schon erkämpfen, ins gemachte Bett legen wird's wohl nicht spielen.

    • Observer
      16. August 2010 17:53

      Welche demokratischen Möglichkeiten zur Änderung haben Unzufriedene?

      1. angemeldete Massendemonstrationen, welche Regierungen zum umdenken zwingen/veranlassen
      2. Unterschriftensammlung für ein Volksbegehren
      3. Gründung einer eigenen Partei
      4. Als Mitglied in einer bereits etablierten Partei behutsam dort neue Ideen einbringen

      Ein Aufruf zum Gehorsamsverweigerung (z.B. Steuerboykott) kommt eigentlich einem Putsch gleich und fällt nicht unter die demokratischen Spielregeln. Obwohl Punkt 3 am vernünftigsten wäre, sehe ich in unter Punkt 4 die realistischeren Erfolgschancen.

    • Brigitte Imb
      16. August 2010 18:10

      @Observer

      Ad Punkt 4: keine Chance, denn wenn man die vorgegebene Welle nicht mittaucht wird man ausrangiert, bzw. man kommt gar nicht so weit.

      Erst kürzlich hatte ich ein Gespräch mit einem mir vertrauten Gemeinderat, der zum Thema selbst ein massives Defizit zeigte, jedoch die spärlichen Informationen dch., sagen wir einmal "höhere" Politiker, ist reine Indoktrinierung in die gefällige Richtung der hohen Politik. Dass die Gemeinderäte in den "Genuß" kommen, sog. "höhere" Politiker zu treffen, findet ohnehin nur in Vorwahlzeiten statt.

      Die "kl." Gemeinderäte an der Basis erhalten absichtlich Falschinformationen und werden aufgehetzt. Wer versucht auszuscheren bleibt auf der Strecke, denn die Chose ist bis ins letzte Glied verfilzt und verträgt keine Kritik.

    • M.S.
      16. August 2010 19:06

      @Observer
      Können sie sich vorstellen, dass bürgerliche Wähler, die bei Schönwetter lieber einen Ausflug unternehmen als zur Wahl zu gehen, für Massendemonstrationen zu gewinnen sind?

    • Josef Maierhofer
      16. August 2010 19:23

      Welche demokratischen Mittel ?

      Protestplakate, solange die hängen dürfen, Werbeeinschaltungen im TV, solange der Staatsfunk die toleriert.

      Demonstration wird bei Bürgerlichen nicht so groß sein, daß man von einer Massendemonstration reden kann, die sind kein Straßenmob.

      Volksbegehren ist gangbar, aber wird von der Politik ignoriert.

      Parteigründung ist möglich aber Einfluß wird damit nur dann erreicht, wenn es viele kleine Parteien schon gäbe und das auch nur langfristig.

      Etablierte Parteien sind unverbesserlich und realitätsfern.

      Resignieren ist wohl der IST - Zustand.

      Ich würde aber sagen, daß wahrscheinlich die Bürgerlichen nicht demonstrieren werden, die allen Grund dazu hätten, sondern der Mob von der Straße, wenn das Bier zum Schnitzel fehlt und der Heizkostenzuschuß.

      Wenn wir hier die Posts von 'indoktrinierten' lesen, lesen wir ja, was da so unterrichtet wird in den Parteien und brauchen uns über nichts mehr zu wundern.

      Erst, wenn nichts mehr geht, wie in der alten DDR, dann wird sich was ändern. Real haben wir Kommunismus und Diktatur der Partei in Österreich.

    • FranzAnton
      16. August 2010 20:10

      @ Observer, Frau Imb, M.S.:
      Folgende Möglichkeit schwebt mir prinzipiell vor: Jeder und jede Interessierte sucht im Bekanntenkreis nach Gleichgesinnten, also Menschen, die von der herrschenden Politik frustriert sind, und bereit wären, sich an direktdemokratischen Modellen zu versuchen. Frau Imb hat, so weit mir bekannt, bereits Kontakt zu einer bezüglichen, am Werk befindlichen Gruppe geknüpft, nur hör' ich leider schon lang nichts mehr davon, urlaubsbedingt, möglicherweise. Gelänge es, mittels sehr vieler, (erst noch zu werbender) Mitmachbereiter massenhafte mails zu versenden, welche in irgendeiner Angelegenheit (Beispiele: künftige Steuerpolitik (gegen Schulden), ORF - Entparteipolitisierung, gegen die falsche Schulpolitik, gegen die ruinöse, familienfeindliche Frauenpolitik, etc., etc.) eine bestimmte Richtung pushen (über welche natürlich vorher direktdemokratisch abzustimmen wäre), so könnten politische Parteien aufmerksam werden, und ev. sogar auf den Zug aufspringen. Wie schon mehrfach hier angesprochen, gibt es bereits weitere Bürgerinitiativen, welche in diese Richtung tendieren; mir sind bekannt: http://mehr-demokratie.at/ sowie http://www.maennerpartei.at/ ; (anschauen kann nicht schaden sie versuchen sichtlich, etwas aufzubauen; beide scheinen aber am Anfang zu stehen.

      Denken wir aber einmal an die Anfänge der Arbeiterbewegung: Um wie viel schwerer hatten es deren Proponenten im 19. Jahrhundert; sie waren allseits bedroht, entlassungsgefährdet, verhaßt, (auch radikal, verständlicherweise) etc., und hatten kein Internet wie wir, die wir bequem von zu Hause aus agieren können; schafften es aber doch, ihren damals, und lange Zeit hindurch weiterhin vielfach berechtigten, Anliegen Gehör zu verschaffen. Dabei entstand peu a peu deren gute Organisation, von welcher sie heute noch zehren. Leider wurden sie mit der Zeit allzu übermächtig, mächtiger und selbstherrlicher, als es unserer Republik schon allzu lange gut tat eine Verfassungsänderung müßte wohl das, in - ziemlich weiter - Zukunft liegende Endziel sein. Vorab bräuchte es aber erst einmal Mitarbeitswillige, welche sich in der Sache zu organisieren & abzustimmen bereit wären.

    • siggi (kein Partner)
      17. August 2010 21:57

      Ich sehe klarerweise die angesprochenen Probleme auch. Nur bin ich kein Freund der direkten Demokratie.

      Einer der Gründe liegt darin, dass bei direkter Demokratie die Delegation von Entscheidungsfugnissen nicht möglich ist. Entscheidungsdelegation ist aber für unser Verständnis unumgänglich. Schauen Sie nur auf die Schwierigkeiten Geschworenengericht mit halbwegs normalen Leuten zu besetzen.

      Zudem sind die Probleme immer schwieriger und erfordern immer bessere Ausbildung. Das kann in der direkten Demokratie nicht dargestellt werden.

      Zudem kommen in einer direkten Demokratie die Leute, die schon heute einen scheiß wählen natürlich wieder zum Zuge und würden dann halte direkt einen scheiß wählen. Nach einigen Jahren wäre ihnen auch das langweilig, denn sie wählen ja unterschiedslos nur das was die bunten Umsonstblatteln sagen.

      Das ist ihnen in den letzen 40 Jahren antrainiert worden und es dauert wenn überhaupt wieder 80-120 Jahre um es ihnen abzugewöhnen. Das kriegen wir nicht auf die Reihe.

      Ganz abgesehen davon, dass auch das Scherbengericht ein Begleiter der direkten Demokratie sein wird.

  20. haro
    16. August 2010 15:49

    Reichensteuer, Bankensteuer, Vermögenssteuer, Umweltsteuer, Wiener Parkgebühren, höhere Sozialbeiträge ...

    Welche "Reichen" werden zahlen? Etwa so einige Millionen Österreicher?
    Wofür werden die höheren Solidaritätsbeiträge verwendet werden?

  21. Josef Maierhofer
    16. August 2010 13:58

    Reichensteuer:

    Ich selbst lebe als EPU am untersten Einkommensrand, arbeite bis zu 4 000 Stunden im Jahr und zahle meine Steuern und Abgaben und versuche den Menschen dort zu helfen, wo ich helfen kann.

    Ich kenne viele andere, die 'erfolgreicher' unterwegs sind und mehr Wertschöpfung lukrieren können. Mehr Erfolg bedeutet mehr Risiko.

    Ich kenne Arbeiter, denen wesentlich mehr Stundenlohn bleibt als mir.

    Ich kenne Manager, die die Leistung bringen, für die sie bezahlt werden und solche, die bezahlt werden und das nicht bringen, wofür sie bezahlt werden.

    Ich kenne Beamte, die weniger arbeiten als ein Arbeitsloser und solche, die Stress erleben, an vorderster Front meistens.

    Ich kenne Menschen, die Verantwortung übernehmen und solche, die Verantwortung ablehnen und solche, die Arbeit verweigern. Sie werden alle bezahlt, ob zurecht oder nicht.

    Vom Nettolohn zahlt der österreichische Mensch für die Waren, die er zum Leben braucht in der Regel zwischen 10% und 20% Mehrwertsteuer, 27% Sozialversicherung, und Einkommensteuer bis zu 50%, wenn es ihm dann noch zum Sparen übrig bleibt, dann zahlt er die Bankspesen und für die Spargewinne die KEST (22%), wenn er ein Haus baut, dann zahlt er für jenes Geld, das er als Kredit hat, bis zu 15% und mehr Bankspesen, wenn es ein Fremdwährungskredit ist, dann zahlt er manchmal noch mehr. Für die Baumaterialien und Dienstleistungen zahlt er 20% Mehrwertsteuer und Amtsgebühren für Genehmigungen und Bescheide. Für den Grund zahlt er die Grunderwerbssteuer und für die Dachfläche die Dachsteuer, etc. Legt er sein Geld in Aktien an, so bezahlt er die Gewinnsteuern und Riskosteuern und die Bank- und Manipulationsspesen, investiert er das Geld nicht für seinen Beruf, so kostet das zusätzlich Steuern, für manche Güter, die er erwirbt, zahlt der Österreicher Luxuxsteuer. Erbschafts- und Schenkungssteuer zahlen wir derzeit nicht. Investiert er es für seinen Beruf, so kann er das in der Regel auf 5 Jahre abschreiben von der Einkommensteuer, für bauliche Maßnahmen in 150 Jahren.

    Wer dann noch Geld hat, der gehört zu den Tüchtigen, Geschickten, Fleißigen, etc., in österreichischem Jargon bereits zu den Reichen. In diese Kategorie fallen aber auch die privilegierten Beamten, die Politiker, etc., die für ihre Arbeit keinerlei Risko eingehen, keinerlei Haftung übernehmen, etc.

    Es gibt jetzt dann noch Reichere, das sind dann aber nicht mehr viele und die sind in der Regel Ausnahmeerscheinungen, die es geschafft haben nicht alles zu verlieren, bei den Bedingungen, die derzeit vorherrschen. Dazu gehören Konzerninhaber, etc.

    Von unten nach oben wird die Luft dünner und die Reichen weniger.

    Von Betrügern rede ich nicht, die sind ein Fall für die Justiz.
    Wir müssen immer davon ausgehen, daß ein Reicher sein Vermögen mühsam erworben hat, daß er dafür alle Steuern und Abgaben geleistet hat und daß nur ganz wenige Prozente seiner erreichten Umsätze bei ihm verbleiben, der Rest war bereits ein Beitrag an die Gesellschaft.

    Ja, er war tüchtig, er hat gut gewirtschaftet und er hat es geschafft zu überleben. Jetzt da nocheinmal das wegzunehmen, was in vielen Fällen zum Überleben nötig wäre, ist meiner Meinung nach falsch.

    Wer hat denn alle diese Abgaben vorwiegend bekommen und verludert ? Der Sozialromantiker, der Privilegierte (Beamte, Post, ÖBB, etc.), der Politiker.

    Dort ist der Hebel anzusetzen.

    Wenn ich behaupte, das halbe Gehalt (immerhin im Schnitt € 8 000,-/Monat statt der üblichen € 16 000,-/Monat) für Politiker und Verwaltungsbeamte, etc. würde reichen, so liege ich sicher nicht falsch, daß dieser Kaste damit noch immer ein Überleben gesichert ist in vollem Umfang.

    Wer nagt noch am Steueraufkommen ? ÖBB, da ist der Infrastrukruteil ein eigenes Kapitel, der Rest reformierungsbedürftig, Pensionisten mit enorm hohen staatlichen Pensionen.

    Auch von dort könnte ein Solidarbeitrag kommen.

    Eine Reichensteuer wird ganz sicher nicht das bringen, was man sich verspricht, und vor allem sehr viel Investitionskapital zerstören.

    • Celian
      16. August 2010 14:22

      Die Selbstständigen gehören auch zu den meisten Armutsgefährdeten, neben Geschiedenen. Nur seltsamer Weise erklärt sich mit ihnen niemand solidarisch, nein im Gegenteil, man ist ihnen auch noch neidig gegenüber. Und diffamiert sie als „die Reichen“.

    • Josef Maierhofer
      16. August 2010 15:01

      @ Celian

      Die 225 000 EPUs und der Rest KMUs in Summe etwa 400 000 zahlen die meisten Steuern, schaffen die meisten wirklichen Arbeitsplätze.

      Die größeren Firmen sind nur existenzfähig mit den Ausnahmeregelungen und Haftungsbeschränkungen und zahlen daher kaum Steuern und haften für nichts.

      Beamte, Politiker, Privilegierte, etc. tragen zum Steueraufkommen nichts bei, sie leben von den Steuern.

      Bei den Stiftungen sehe ich schon eine Berechtigung, Privilegien abzubauen. Nur diese Stiftungen können, wie alle anderen auch, ins Ausland abwandern, wenn sie dort bessere Bedingungen vorfinden.

      Die wirkliche Einsparung sehe ich tatsächlich bei Föderalismus, Verwaltung, Privilegienabbau, Behebung der Verschwendung (von Fördermitteln bis zu Hochglanzbroschüren, die ich für unnötig halte), etc.

      Ich kann mir wirklich schwer vorstellen, daß ein Stronach seine 800 Milliarden Euro in Österreich belassen wird. Er wird sie nehmen und dort anlegen, wo er die Aussicht hat, das Geld zu erhalten oder gar zu vermehren.

      Ich habe eine guten Freund, der ist ein Reicher eher am unteren Rand, besitzt Immobilien, die er vermietet, womit er als Verwalter seiner eigenen Liegenschaften ausgelastet ist. Die Immobilien hat er geerbt, aus eigenem, erworbenen Geld (Manger) renovieren lassen. Er hat mir einmal vorgerechnet, wie schwierig es ist , damit das Vermögen zu erhalten und tatsächlich kann es so nicht erhalten werden. Sicher sein Leben lang wird es noch Teile davon geben, aber die Werte gehen verloren. Ein Mieter zahlt gerade das an Miete, was er am Mietobjekt kaputtmacht, den Wrertverlust zahlt er in de Regle nicht. Das weiß ich auch noch aus meiner Studentenzeit vom Verein der Hauseigentümer, als ich eine Wohnungsbeschaffungs- und Verwaltungsfirma für die Studenten geründet habe.

      Wenn ich dann einen anderen 'Kollegen' höre, der ein überzeugter Kommunist ist, es abgelehnt hat, jemals zu arbeiten, am Sozialtropf hängt und meint, daß Kapital Diebstahl sei, und enteignet werden müßte, dann stellt es mir die Haare auf.

  22. RR Prof. Reinhard Horner
    16. August 2010 13:54

    reinhard.horner@chello.at

    Faust arg verkürzt

    AUweh! Den Goethe so verkürzen, dass der verbleibende Auszug zur gekürzten Beschäftigung mit der reichlich kurzgriffigen Debatte um die Reichenbesteuerung herhalten kann, das sollte man nicht tun. Im Gegenteil, sowohl der junge als auch der alte Goethe ist immer hilfreich gegen Halbheiten.

    Das „Hexeneinmaleins“ passt wirklich nicht zu den keineswegs esoterischen, sondern doch eher alltagsschlichten Zahlenspielereien rund um den Reichtum und seine Beiträge zum Gemeinwohl.

    • SuPa
      16. August 2010 19:31

      S.g.Hr.RR Prof.Reinhard Horner,
      Das Hexeneinmaleins wurde von AU nur als "Aufhänger" verwendet, um der aktuellen Diskussion der erweiterten "Reichenbesteuerung" ein Mascherl zu geben. Auch J.W.v.Goethe war nicht glücklich, dass später viele unsinnige Interpretationsmöglichkeiten (z.B. Bezug auf die Modulo-Rechnung) diskutiert wurden.
      Grüße
      Ihre SuPa

  23. Wolfgang Bauer
    16. August 2010 13:45

    Mitverantwortlich für das Demokratiedilemma ist die Auslagerung der Wahlauseinandersetzungsstrategie und -taktik. Seit mehreren Wahlgängen der selbe US-amerikanische Wahlkampfberater, dessen Auftrag klar ist: Die jeweils kommende Wahl für die SPÖ gewinnen. Er hat keinerlei Auftrag, dabei an die Zukunft Österreichs zu denken, daher auch auftragsgemäß keine diesbezüglichen Skrupel zu haben.

    Die SP ist damit gut gefahren, sie richtet sich immer kritikloser an den Fremttipps aus. Diesmal ist es die 'Gerechtigkeit' und das G'stopftenfressen.

    Da die Nichtg'stopften definitionsgemäß immer die überwiegende Mehrheit sind, wird die Wahl leicht gewonnen, man muss die Leute nur an die Urne bringen und von Strache fernhalten. Durch den Brief - Nachwahlschmäh, der natürlich am besten im Gemeindebau funktioniert (siehe Wiener Häupl - Volksabstimmung, bei der mehr als ein Viertel der pro-SP-Stimmen erst Tage nach dem Wahlschluss ankamen), kann man noch ein wenig nachhelfen, wenn's auf Anhieb nicht langt.

    Wer soll es den heutigen SP - Funktionären verdenken, wenn ihnen in ihrer Wahlnot das Parteihemd näher ist als der Österreichrock?

    Wir alle sollten es ihnen verdenken, da sie über kurz oder lang natürlich auch die Zukunftschancen der von ihnen vorgeblich Vertretenen verludern!

    Leider fährt die Medienlandschaft mit Verve mit in die Grube, allen voran der ORF.

    Die ÖVP findet kein Rezept, da sie nicht dran glaubt, dass man mit der - gut und einfach erklärten - Wahrheit weiterkommt. Es geht aber nur mit der Wahrheit!
    Die ÖVP braucht endlich Experten dafür, wie man der Mehrheit der Bevölkerung wirtschaftliche Zusammenhänge klarmacht und Willen und Mut dazu, das konsequent durchzuhalten - auch auf Risiko. Mit Lavieren wird's nicht gehen.

    Hat schon jemand gehört, dass etwa die Wirtschaftskammer oder gar der ÖVP - Bildungsexperte Schilcher eine vernünftige Wirtschaftsbildung in den Schulen gefordert hat? Prozentrechnen usw.....? Da akzeptiert man eher einen erleichterten Zugang zum Privatkonkurs, wenn die wirtschaftlich Ungebildeten in 'die Schuldenfalle' (auch so ein ideologisch geprägter und prägender Ausdruck, gegen den niemand Einwendungen erhebt) 'getappt' sind.

    • Martin Bauer
      16. August 2010 17:24

      Deinem Kommentar ist nichts mehr hinzuzufügen. Leider!

      14cmartinbauer@aon.at

    • SuPa
      16. August 2010 18:06

      Zum neuen Wiener Briefwahlrecht:
      obwohl alle Oppositionsparteien große Bedenken zu dieser "Nachwahl" in der Woche nach dem 10.10. haben, will derzeit noch niemand ernstlich protestieren. Es scheint so, dass alle Parteien (auch die SPÖ) dieses Schlupfloch nützen wollen und nach dem Wahlsonntag noch viele Nichtwähler bzw. unrecht bezogene Wahlkarten für ihre Zwecke auszunützen.
      Eine erfolgreiche Anfechtung dieser Wiener Wahl ist durchaus realistisch, dann wird eben einige Wochen später nochmals gewählt.

    • terbuan
      16. August 2010 21:30

      Großartige Analysen gab es hier, aber jetzt kommt noch eine fatale Konstellation hinzu. Man möchte den Menschen vortäuschen, die Krise wäre überwunden (sogar die "Presse" predigte gestern den angesagten Optimismus), daher, alles könne so weitergehen wie bisher, das Schuldenmachen wäre gar kein Problem denn die Wirtschaft erholt sich ja prächtig!
      Ein Turbo für wie Leute wie Neugebauer, Blecha, Khol und sonstige Rattenfänger, welche uns wieder Sand in die Augen streuen werden und lockere Geldgeschenke versprechen und durchsetzen werden!
      In Wahrheit stehen die meisten Staaten vor der Pleite und dem Abgrund uneinlösbarer Wechsel auf die Zukunft!

    • Undine
      16. August 2010 21:42

      @Wolfgang Bauer

      Weil Sie den US-amerikanischen Wahlkampfberater erwähnt haben:

      Ich frage mich schon geraume Zeit, wie sämtliche Medien, speziell unser "unabhängiger" ORF, wohl reagieren würden, hielte sich beispielsweise die FPÖ einen ähnlich SKRUPELLOSEN Wahlkampfberater vom Kaliber eines MR. GREENBERG!

      Vermutlich würde dieses Thema wochenlang nicht aus den Schlagzeilen verschwinden.

      Ob Mr. Greenberg auch dafür verantwortlich ist, daß Schüler eines Gymnasiums in einer Bezirkshauptstadt, munitioniert durch einige Professoren, auf dem Nachhauseweg voller Eifer FPÖ-PLAKATE zerstören und darauf noch stolz sind?

    • Franz L
      17. August 2010 12:47

      @Wolfgang Bauer

      Ein hervorragender Kommentar!

  24. Brigitte Imb
    16. August 2010 13:41

    Naja, ganz verteufeln möchte ich die Robin-Hood Methode nicht und ich würde der SPÖ, eigentlich auch allen anderen Parteien, gerne einen Tipp geben.

    Wenn ich lese, dass alleine die ÖBB in einem Jahr 364 Beraterfirmen beauftragt hat, die in Summe 22 Mio € gekostet haben, dann muß man sich schon fragen welche Qualifikation die dort eingesetzten, hochbezahlten Manager vorweisen.

    Politiker aller Coleurs fühlen sich geeignet "Beratungen" vorzunehmen, die natürlich fürstlich abgegolten werden, mit Steuergeld.
    Das ist m.M. d. größte Betrug der an den Steuerzahlern verübt wird, gedeckt von allen Politikern.

    Würden Geldgebarungen im öffentlichen Bereich nur einigermaßen seriös abgewickelt werden, und ich erspare mir u. Ihnen weitere Skandale aufzuzählen- sind ohnehin bekannt, dann hätte der Hr. Finanzminister sicherlich einige Mrd. mehr zur Verfügung ohne dass auch nur ein Günstling wirklich darben müßte.
    Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken.

    Diese Unsitte wird erst ein Ende finden, wenn der Totalkollaps eintritt, aber bis dahin greift die Politik noch einmal tief in die Börsen der verbliebenen Steuerzahler und Konsumenten.

    http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100814_OTS0022/bzoe-ebner-60000-euro-von-hochegger-fuer-spoe-technologiesprecher-gartlehner
    So, od. so ähnlich spielt sich die Abzocke täglich ab - einfach erbärmlich.

    • Celian
      16. August 2010 14:25

      Der beim Totalkollaps eintretende Lastenausgleich wird uns alle zu gleichen machen - ob arm oder reich. Endlich wird das Zeil der Sozialisten erreicht sein - alle haben nix.

      Mit Ausnahme jener Schlauen, die ihr Vermögen und möglicherweise auch sich selbst wg transferiert haben.

    • Brigitte Imb
      16. August 2010 14:45

      Ein guter Nährboden für Lynchjustiz scheint sich aufzubereiten, denn ich kann mir bei Gott nicht vorstellen, dass der"Pöbel" dies anstandslos hinnimmt.

    • Celian
      16. August 2010 15:49

      Naja, Lynchjustiz wird’s nicht brauchen, aber ich glaub schon, dass die Sozialisten es hinnehmen werden, die Eigentümer zu enteignen. Nichts Anderes stelle ich mir unter Lastenausgleich vor. Die Diskussion um die Einführung einer Reichensteuer ist nur die Vorbereitung für die Endlösung der kalten Enteignung. Dann werden Sparbücher, Wertanlagen, die über einem gewissen unanständig hohen Wert liegen, der nicht einmal so hoch sein wird, durch Kapitalsteuern enteignet. Eigentum wird mit hohen Steuern belegt. Firmen werden wegen „Kapitalismus“ verstaatlicht, so wie es uns Hugo Chavez in Venezuela vorhupft.

    • Brigitte Imb
      16. August 2010 17:52

      Celian, Sie haben mich offensichtlich mißverstanden, nicht die Bürger sollen gelyncht werden.

  25. Celian
    16. August 2010 13:39

    Eine Umfrage, in der zwei Drittel der Befragten für die Einführung von Manager-Gehaltslimits sind und gleichzeitig ebenso zwei Drittel, die Bezahlung nach dem Leistungsprinzip fordern, beweist, wie weit die Spaltung der Gesellschaft selbst in die Köpfe fortgeschritten ist. Wer eine solche schizophrene Haltung an den Tag legt, hat brav die Indoktrination vom Klassenfeind geschluckt. Zumindest bei einem Drittel der Bevölkerung muss das Pulverl seine Wirkung voll entfaltet haben, anders ist es nicht zu erklären, dass zwei Drittel der Befragten zwei völlig konträre Meinungen ohne Not und Zwang zustimmen können.

    Die Indoktrination ist abgeschlossen, die Umfrage lässt sich als Test für den Wahlherbst interpretieren. Das Werk ist vollbracht, der Ausgang der Wahlen im Herbst nur mehr eine Formalität. Österreich ist in der festen Hand der Indoktrinierer. Die paar, die noch Widerstand leisten, werden mit Klagsdrohungen mundtot gemacht.

  26. GOP
    16. August 2010 13:39

    Wenn man hier den alten Geheimrat im Zusammenhang mit der aktuellen Budgetmisere strapaziert, so sollte man auch den kleinen Dialog nach dem Hexeneinmaleins im Faust nennen:
    Faust sagt ob der für ihn seltsam klingenden Worte: „Mich dünkt, der/die Alte spricht im Fieber…“ und Mephisto antwortet: „Das ist noch lange nicht vorüber.“
    Wer ist denn da mit Alter gemeint und wird das Fieber bis zum 10. Oktober 2010 andauern?

  27. SuPa
    16. August 2010 13:29

    Gleich nach dem Hexeneinmaleins kommt im Faust auch der folgende Dialog vor:
    Faust sagt ob der für ihn seltsam klingenden Worte: „Mich dünkt, die Alte spricht im Fieber…“ und Mephisto antwortet: „Das ist noch lange nicht vorüber.“
    Wenn man Goethe nun als Prophet für die aktuelle Bugetsituation strapaziert, er ist den dann "

    • diko
      17. August 2010 08:12

      auch unser TV hat er, irgendwie voraus geahnt, beginnts im Faust I doch u. a. mit ...........
      " in bunten Bildern wenig Klarheit viel Irrtum und ein Fünkchen Wahrheit"

  28. Rosi
    16. August 2010 13:00

    Die erwähnten unbeliebten Maßnahmen von Pensionsalter-Hinaufsetzen bis zu Null-Lohnrunden werden schon kommen - Kontrollen des sozialen Missbrauchs ist für Österreich nicht vorstellbar, das wäre einmal eine direkte zielführende Maßnahme, und so etwas gibt es in Österreich nicht - aber all diese Dine kommen nach den Bundesländerwahlen im Herbst, würde ich vermuten. Und dann überstürzt und chaotisch, denn dann wird plötzlich 'der Hut brennen'.

  29. SuPa
    16. August 2010 12:55

    Altes Thema, von Andreas Unterberger in neuer Verpackung präsentiert. Dazu könnte man alle einschlägigen Beiträge der vergangenen Wochen "markieren - kopieren - einfügen".
    Es bleibt uns nichts übrig, als die beiden Wahlgänge in der Steiermark und in Wien abzuwarten. Erst dann sind W. Faymann und J. Pröll bereit, uns die ganze Wahrheit zu sagen.

  30. Der kleine Nick
    16. August 2010 12:29

    Die Überschrift "Goethe für Politiker" lässt vor meinem geistigen Auge den bis zur Selbstaufopferung für Österreich arbeitenden Bundeskanzler erscheinen, wie er in der karg bemessenen Mittagspause zu einer Graben-Buchhandlung huscht, um sich mit großen Werken großer Autoren einzudecken. Aber geistige Augen können trügen, und vielleicht geht Herr Faymann doch nur mit Herrn Ostermayer auf ein selbstgefälliges Schnitzel. (Achtung vor solchen Lokalen, wo zumindest das Schnitzel über den Tellerrand lugt!)

    • Observer
      16. August 2010 13:21

      @ Der kleine Nick 12,29 Uhr:
      Die Buchhandlung am Graben ist schon seit einiger Zeit (durch Insolvenz?) geschlossen, aber die Lösung zu Goethe's Hexeneinmaleins kennt doch jeder Maturant (also auch Faymann und Pepi Pröll?).
      Hier zur Erinnerung (die Summe der waagrechten und senkrechten Reihen ergibt immer 15):
      10 2 3
      0 7 8
      5 6 4
      Vielleicht hilft dieses magische Quatrat, das Bundesbudget in Ordnung zu bringen?
      Für die King-size-Schnitzel müssen Faymann und Pepi Pröll ein Stück weiter über den Stephansplatz gehen. Von beiden sind wir es schon gewohnt, wenn sie - anders als die dortigen Schnitzel - nicht über den Tellerrand blicken.

    • Der kleine Nick
      16. August 2010 15:17

      Sind Sie sicher, dass Herr Faymann nicht ab und zu mal über den Tellerrand lugt, etwa um zu schauen, ob das Schnitzel dort noch weiter geht?

    • Observer
      16. August 2010 17:57

      Der kleine Nick:
      Sie haben schon recht, es könnte z.B. beim Figelmüller an Faymanns Nebentisch ein "Gstopfter" sitzen und Werner möchte auch von dessen Schnitzel etwas essen.

    • siggi (kein Partner)
      17. August 2010 12:12

      Den Ostermayer und die Laura sieht man sommers gerne im Nobelitaliener in der Tuchlauben. In diesem Falle bin ich auch für eine "Reichensteuer".

      Vielleicht kann jemand einen Dialog zwischen dem seligen Hindels und der LAura und dem Ostermayer schreiben.

  31. Norman Bates
    16. August 2010 11:19

    Die SPÖ hat eine Strategie, aber sie hat keine Vision.

    Die eigentlich ziemliche plumpe und einfallslose Strategie ist, Wahlen damit zu gewinnen, dass bestimmte Reflexe bedient und Themen besetzt werden (soziale Kälte, Pflegenotstand, Migration, die Reichen, etc.).

    Die gekauften Medien spielen eifrig mit und unterstützen das. Im Grunde dient das aber nur dem eigenen Machterhalt.

    Die SPÖ hat aber überhaupt keine gesellschaftspolitische Vision. Das ursprüngliche Ziel der Befreiung des Arbeiters aus der Knechtschaft wurde vor Jahrzehnten erreicht.

    Natürlich gilt es, darauf aufzupassen, aber das wäre Aufgabe für eine 15%-Partei in Form einer guten Oppositionspolitik.

    Was nun, SPÖ?

    • Logiker
      16. August 2010 13:55

      Was nun SPÖ? Die Arbeiter sind nur mehr Gewerkschaftsklientel. Die Linken haben nun die Menschenrechte als politisches Programm entdeckt, die (Um)Erziehungsarbeit auf EU Ebene hat schon begonnen.

    • Norman Bates
      16. August 2010 14:16

      @Logiker

      Die SPÖ hat die Arbeiter in mehrere Richtungen verloren.

      In Richtung der FPÖ, weil dieser eher abzunehmen ist, dass sie "für den kleinen Mann" und "gegen zuviel Migration" steht.

      In Richtung Wohlstand, weil viele Arbeiter oder Arbeitersöhne und -töchter heute im bürgerlichen Spektrum zu finden sind.

      In Richtung Globalisierung, weil die Fabriken schon längst irgendwo im Ausland stehen.

      Parteipolitisch wird der Sozialismus bei Wahlen nur noch durch Stimulanz niedriger Instinkte (siehe "soziale Kälte") am Leben erhalten.

      Gesellschaftspolitisch hat der Sozialismus (hier gebe ich Ihnen recht und das Vehikel EU ist eine gute Spielwiese dafür) schon längst viel zu viele Bereiche infiltriert.

    • Reinhard1 (kein Partner)
      17. August 2010 20:17

      > Die eigentlich ziemliche plumpe und einfallslose Strategie ist, Wahlen damit zu gewinnen, dass
      > bestimmte Reflexe bedient und Themen besetzt werden (soziale Kälte, Pflegenotstand,
      > Migration, die Reichen, etc.).

      Welch tolle Analyse. und die ÖVP bedient bestimmte Reflexe und Themen wie Sicherheit, Ausländer, Wirtschaft und die angeblich überall anzutreffenden Nichtsnutze.
      Ach ja, das geht natürlich auch mit allen anderen Parteien.

    • Norman Bates
      17. August 2010 22:14

      @Reinhard1

      Das greift ein wenig kurz. Das Thema "Ausländer" wurde wohl doch zuerst von der FPÖ genutzt und spiegelt im Grunde eine breite Stimmung im Volk wider.

      Die SPÖ macht da munter mit, oder nicht? Wo waren die Aufschreie der -offiziellen- Parteigranden, beispielsweise gegen die Zogaj-Abschiebung. Bitte jetzt nicht aufzählen, dass sich Fischer "etwas gewünscht hätte". Fakten. Nada, nichts.

      Die Sozialisten schwimmen da brav mit, sonst verlieren sie noch mehr Wähler an HC.

      Also etwas differenzierter auch bitte um Ihre Antworten.





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