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Ein Abgeordneter aus der Steiermark

Zuerst war meine erste Reaktion, als ich von dem Zwischenfall im Parlament erfuhr: Mein Gott, Journalisten sollen doch nicht so wehleidig sein. Wenn sie einmal jemand stößt, ist es eine Staatsaffäre, sonst gehen sie mit der Ehre anderer eher großzügig um, und auch echte Gewalttaten erregen sie nur dann wirklich, wenn sie an einer der politisch korrekt geschützten Personengruppen geübt werden. Aber dann blätterte ich ein wenig mehr in den Unterlagen über den hemdsärmeligen Abgeordneten Christian Faul. Und da tat sich ein abgrundtiefer Sumpf vor mir auf, der ziemlich schockiert - vor allem, weil er niemanden aufregt.

Christian Faul stößt im Parlament Photographen herum, weil er sich von ihnen belauert fühlt. Er spricht den wohl tiefsten Dialekt aller Abgeordneten. Und ist jederzeit für verbale Entgleisungen gut, die viele Ohrenzeugen auf handfeste Alkoholisierung schließen lassen. "In mein Leben sauf i aus an Tetra Pak ka Achtel", findet sich da etwa in der Zitatesammlung.

Aber, so dachte ich, das ist halt steirisch. Und möglicherweise sozialdemokratisch noch dazu. Ein Parlament ist halt auch nichts Besseres als eine bunt geschüttelte Ansammlung von Durchschnittsbürgern.

Doch alles andere als durchschnittlich und steirischer Brauch ist der Privilegiensumpf rund um den Herrn Faul. Der Mann ist nämlich seit 29 Jahren Direktor der Realschule Weiz (so heißt dort die Hauptschule). Nur: Er arbeitet nicht als solcher. Weder unterrichtet er seither, noch kümmert er sich um irgendwelche administrativen Aufgaben. Die Schule leitet ein ganz anderer, extra zu bezahlender Lehrer.

Aber eigentlich müsste Herr Faul zu 75 Prozent dort arbeiten! Denn in dieser Höhe bezieht er neben seinem Abgeordneten- noch einen Beamtenbezug. Auf die Frage der "Kleinen Zeitung", was er eigentlich für das Geld mache, nannte er im Vorjahr "Kunst- und Kulturprojekte". Außerdem unterstütze er die Unterrichtsministerin bei der Einführung der Gesamtschule. Und "immer wieder" komme er auch in der Schule vorbei.

In Wahrheit tut der Herr Faul also so, als ob die politische Arbeit eines Abgeordneten etwas mit seiner Beamtentätigkeit zu tun habe. Und macht ansonsten seinem Namen alle Ehre.

Freilich: Die zuständige steirische Landesrätin - ganz zufällig eine Parteifreundin - findet das alles total in Ordnung. Da muss man nur noch bitter auflachen, wenn der oberste Chef dieser Partei gerade treuherzig und mit ganz ernsthafter Miene verkündet, dass Korruption kein Kavaliersdelikt sei und strengst bestraft werden müsse. Womit er freilich nur die Parteispenden für die ÖVP meinte ...

Aber irgendwie sollten wir im Interesse der Weizer Kinder nicht geizen, sondern froh sein, dass ein Mensch mit solchen Umgangsformen und Gossendialekt von ihnen ferngehalten wird. Und die Frage, wieso so jemand Schuldirektor werden konnte, wird uns sowieso niemand beantworten können.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorViktor
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    28. August 2010 03:15

    Bei Herrn Faul ist der Besuch der Gesamtschule schon vorweggenommen.
    Niveaulos,ungebildet und dumm.Ein Markenkennzeichen der meisten heutigen
    linken Politiker.
    Wir freuen uns bereits alle,auf die nach unten nivellierenden Ergebnisse der Gesamtschule.

  2. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    28. August 2010 10:44

    Ja, solche Leute werden durch politische Prostitution, "Netzwerke" und Zugehörigkeit zur jeweils "richtigen", sie fördernde Instanzen hochgespült in Österreich; besonders krass, wenn es sich um "Vorbild-Funktionen" handelt. Österreich beraubt sich so der nachhaltigen Konkurrenzfähigkeit und demotiviert seine Leistungsträger: Sozialchancen werden nicht nach Leistung und Eignung in transparenten Zuweisungsvorgängen vergeben; unbestechliche Kompetenz gilt nachgerade als verdächtig und passt nicht mehr ins System.

    Ich nehme diesen Fall zum Anlass, auch die häufig geforderte und in naiver Betrachtung nahe liegende "Personelle Autonomie" (Schuldirektoren sollen mehr Macht bekommen, um ihre Lehrer aussuchen und Unerwünschte loswerden zu können) zu relativieren: Ich gebe zu bedenken, dass Schuldirektoren und Schulaufsichtsbeamte grundsätzlich Parteifunktionäre sind, die ihrer Ideologie verpflichtet sind und "Ihre Leute" fördern; andere werden sich nur als Lückenbüßer halten. Fordernde, sorgfältige Lehrer gelten im allgemeinen Berechtigungsdenken in der problematischen gegebenen Struktur der Selbstdeklaration von "Unterrichtserfolgen" (die jede Relativierung zulässt) tendenziell als Schädlinge ihrer Dienststellen, wenn sie keine Bereitschaft zeigen, V.I.Ps zu privilegieren, an sich gesetzeskonform einzuhaltende Kriterien (bei Endprüfungen) zu unterlaufen ("ich vertraue auf Ihr pädagogisches Geschick, Herr Kollege...!") oder der Ideologie der Berechtigungsinflation ("Matura / Studium für Jedermann" unabhängig von Eignung und Leistungswillen!) zu frönen. Wer sich engagiert (und sicher unbedankt und bar jeder Unterstützung seitens vorgesetzter Dienstbehörde und Öffentlichkeit) bemüht, Schüler zu Leistungswillen konkurrenzfähig zu machen, Vertrauen in ausgestellte Atteste sicherstellen möchte und daher mangels Schülerleistung manchmal Berechtigungen verwehren muss, ist exponiert, handelt sich zumindest Mehrarbeit (Berufungen, ständiger Rechtfertiungszwang etc.,) ein und wird viel eher "abgeschossen!" als Lehrer, die Show vor unspektakuläre Leistungserbringung stellen.

    Natürlich ist nicht a priori auszuschließen, dass es auch anständige Vertreter unter den Funktionsträgern des Schulwesens gibt; doch sei auf diesen Aspekt der dort besonders offensichtlichen Verpolitisierung und Ideologisierung dringend hingewiesen.

    Und dass Politiker bezahlt freigestellt werden, ist unfassbar. Es gibt auch die "Karenzierung gegen Entfall der Bezüge"; diese ist angemessen, um nach Ausscheiden aus der Politik ein Verbleiben im Beruf zu ermöglichen. Doch bezahlt dürfen nur erbrachte Leistungen werden. Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

    Das angeführte Beispiel fügt dem Image des öffentlichen Schulwesens, der Beamtenschaft und der Politik schweren Schaden zu.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    28. August 2010 10:27

    Dieser Herr Faul ist ja geradezu maßgeschneidert für das Programm 2010 des Herrn LH Voves:
    DIE ERNEUERUNG UMSETZEN - IN SOZIALER VERANTWORTUNG HANDELN!
    Bravo liebe Genossen aus der Steiermark, gelebte Vorbilder braucht das Land, Ihr habt das Glück, solche zu haben, Freundschaft!

  4. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. August 2010 11:25

    Bezahlung für "NICHTLEISTUNG" gibt es wirklich nur in der Politik, man denke auch an die vielen freigestellten Betriebsräte samt Dienstauto.

    Kein priv. Unternehmen würde es sich leisten "Mitarbeiter" nur auf dem Papier zu führen und dafür zu entlohnen, in der geschützten Werkstatt Politik jedoch ist es Usus geworden, die langen Finger einfach nur in die Geldtöpfe zu strecken und sich zu bedienen.

    Glauben diese Leute allen Ernstes, dass ihnen ihr Gefasel von sozialer Gerechtigkeit noch abgenommen wird? Wohl nur von ähnlichen Intelligenzbestien wie einem Hrn. Faul.

    Warum die Wähler immer wieder diese Schmarotzer legitimieren ist mir rätselhaft. Aus Mangel an Alternativen mag zutreffen, jedoch besteht auch die Möglichkeit ungültig zu wählen.
    Die Chancen des "Souveräns" sind wahrlich sehr gering diesen Sumpf trockenzulegen, wenn jedoch immer mehr Wähler ihnen die Zustimmung verweigern, könnte das langfristig zu einem kl. Erfolg führen.

    Im Falle Faul( wie gut der Name doch paßt) dürfen wir wirklich nur froh sein, dass dieser derbe Mensch nicht auf die Schüler losgelassen wird und nur im Parlament sein Unwesen treibt.

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. August 2010 10:21

    Das Erschütternde ist, daß sich niemand über so ein Verhalten aufregt und daß das kein Einzelfall, sondern 'gängige' Praxis ist in Beamtenkreisen und sonstwo.

    Da gibt es haufenweise Politiker mit Ämterkumulierungen (Mehrfachbezahlungen), da gibt es Universitätsprofessoren, die gerade einmal 3 bis 4 Mal pro Jahr vorbeikommen, um ihr volles Gehalt abzuholen, da gibt es die Ministerialbeamten, die Firmen für sich arbeiten lassen, um ihre eigene Arbeit nicht ausführen zu müssen ('Outsourcing' auf Beamtendeutsch), da gibt es die 'Aufsichtsräte', die zwar oft dadurch auffallen, daß sie Skandale in Firmen nicht verhindern konnten, aber dafür halt das gleich bei mehreren Firmen bezahlter Weise tun, da gibt es ...

    Ich hoffe, die Transparenzdatenbank wird solche bedenklichen Umstände aufzeigen und Möglichkeiten zu Korrekturen und Einsparungen geben.

    Dieses Stück ist kein schönes Stück Österreich, es ist die gierige Fratze der dunklen 'Rückseite' und wird 'selbstverständlich' toleriert und politisch verteidigt, haben doch viel zu viele den Fuß in diesem Sumpf.

    Dr. Kirchschläger wollte die sauren Wiesen trockenlegen, es gibt sie mehr denn je heute.

  6. Ausgezeichneter KommentatorNorman Bates
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. August 2010 08:51

    Die letzte Frage (wieso so jemand Schuldirektor geworden ist) kann man ganz leicht beantworten:

    "Des is ana von uns."

    Der war wohl über die Jahre im SPÖ-Netzwerk brav drinnen, hat hie und da seinen Freunderln mit Postenbesetzungen und bei anderen Aktionen immer brav loyal geholfen und sich sonst in der lokalen Partei (als "Machatschek") auch ein wenig hervorgetan.

    Nach ein paar Jahren wird man dann belohnt. Es ist ja sonst kein qualifizierterer Kandidat in Sicht ("wos soll ma moch'n?").

  7. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    29. August 2010 00:30

    Hier steht der Name dieses feinen Sozis tatsächlich fürs Programm und ich höre den empörten Aufschrei der Genossen nach Skandal und Rücktritt, wenn sich dieses "Stückerl" ein Abgeordneter einer "Schmuddelkinder"-Partei leistete!

    Tja, es gilt hat weiterhin für unsere Gutmenschen: "quod licet bovi, non licet lovi"!

    Und bitte, >>>> bewußt vertauscht! *fg*

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatornumerus clausel
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    29. August 2010 18:02

    In der Steiermark schaffts jemand mit diesem Niveau zumindest nur zum Hauptschuldirektor und NR-Abgeordneten. In Wien schafft man es damit zum Bürgermeister.


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  1. Yamary (kein Partner)
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  4. Duncan (kein Partner)
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  5. Open (kein Partner)
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  7. Hreeda (kein Partner)
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  8. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    01. September 2010 13:22

    Und wieder einmal hat Unterbergers nimmer müde Aufdeckungsarbeit gesiegt und Faul ist raus. Danke, danke, tausendmal danke!

  9. Rado (kein Partner)
    31. August 2010 14:58

    Würde an Stelle der SPÖ nicht vorschnell urteilen. Vielleicht kann man den Christian Faul ja noch im Wiener Wahlkampf brauchen!

  10. byrig
    30. August 2010 20:01

    bemerkenswert,dass sich auch a.u.über diesen roten lehrer-günstling aus der steiermark ärgert.dieser kerl fiel ja schon mehrmals unangenehm auf,wobei gerade so ein knülch jeden grund hätte ,das nicht zu tun.
    ohne sein rotes pateibuch wäre der kerl und nichtakademiker weder hauptschuldirektor noch "ohguhrnter" geworden.
    man sollte diesem primitivling zeigen was er ist und wo er herkommt.

  11. Gasthörer (kein Partner)
    30. August 2010 16:27

    Ein andere Form der Gewalttätigkeit, die wirklich Schmerzen verursachte - nämlich drei Österreichern das Gesicht zertrümmerte (von Kulturbereichernden Südländern als Täter), spielte sich auch in der Steiermark ab.

    Interessant: alleine die Krone bringt davon etwas - ganz hinten unten und lediglich im steirischen Lokalteil. Auf orf.at unter Steiermark: Fehlanzeige. Die Kleine Zeitung schien es auch nicht zu interessieren.

    Wenn 15 Südländer auf drei Österreicher losgehen, ist das nicht weniger, aber auch nicht mehr, als blanker Rassismus. Aber der Blätterwald schweigt sich aus.
    Wäre es umgekehrt gewesen, hätten wir riesige Demos und brüllende Krawallblätter - das Naziland Östereich wäre neu erstanden.

    http://www.krone.at/Steiermark/Schlaegerbande_pruegelt_Grazer_krankenhausreif-15_Kung-Fu-Kaempfer-Story-217712

    PS.: Darauf gestoßen bin ich, weil ich täglich bei "Kybelines Weblog" vorbeischaue, für die war das ein Thema - Danke!

  12. Herby (kein Partner)
    30. August 2010 16:13

    Nicht versäumen: Herr Abgeordneter Faul spricht im Parlament:

    http://www.youtube.com/watch?v=HTVZIcAtz6o&feature=player_embedded #!

  13. Hiefler
    30. August 2010 14:57

    Und? Sind seine Parteivorsitzenden schon aktiv geworden?
    Allen Politik-Funktionen enthoben? Und von der Schule verwiesen wegen Nicht-Integrierbarkeit in den Schulbetrieb? - Als Schüler fliegst du viel eher von der Schule als ein Direktor der Gleiches anstellt!

  14. Logiker
    30. August 2010 11:44

    wie konnte so jemand nur Schuldirektor werden? Und wie erst ins Palament kommen? Die Antwort ist natürlich simpl: Parteibuch oder Quote, am besten beides, dann ist der Aufstieg fast garantiert. Der gelernte Österreicher weiß doch, dass Qualifikation durch Können oder Leistung kein linkes Kriterium für eine veranwortungsvolle Postenbesetzung ist.

  15. Wahrheit (kein Partner)
    30. August 2010 10:32

    Neuer Eklat um Faul am letzten Samstag:

    Mit den Nerven des SPÖ-Nationalratsabgeordneten Christian Faul dürfte es nicht zum Besten stehen. Am Samstag, bei der Eröffnung des traditionellen Mulbratlfests in Weiz, sorgte er für einen Eklat.

    Bei der Begrüßung der Ehrengäste sollte unter anderen auch Gerald Grosz, BZÖ-Spitzenkandidat, bei der Landtagswahl begrüßt werden.

    Der Moderator kam jedoch nicht dazu, denn er wurde von Faul - von Beruf Schuldirektor - lautstark mit den Worten "dieses A... wird in Weiz sicher nicht begrüßt" unterbrochen. Der peinliche Vorfall wurde der Kleinen Zeitung von mehreren Ohrenzeugen bestätigt.
    Zuletzt war Faul im Parlament aufgefallen, als er auf die Presse-Galerie gestürmt war und zuletzt einen Fotografen attackiert hatte. Nach eigenen Angaben habe er diesen "nur am Kameragurt gezupft". Mit Grosz hat er sich schon öfters sehr tiefe verbale Auseinandersetzungen geliefert. Anlässlich des jüngsten Eklats fordert Grosz SPÖ-Chef Franz Voves auf, für Ordnung zu sorgen und Faul aus seiner Funktion abzuziehen.

  16. Amadeus (kein Partner)
    30. August 2010 10:16

    Off topic: Zur kommenden Wien-Wahl im neuen Profil:

    "Ein machiavellistisches Perpetuum mobile mit einem Profiteur, der SPÖ, und 1,7 Millionen Geschädigten, den Bürgern der Stadt Wien":

    Genossenschaftswesen: Wie die Gemeinde Wien die SPÖ Wien alimentiert (von Gernot Bauer)

    Im April 1989 waren die Favoritner Sozialdemokraten zum Äußersten bereit. Genug war genug: Man erwäge, so die Drohung, am 1. Mai nicht zur zentralen Veranstaltung der Wiener SPÖ am Rathausplatz zu marschieren, sondern eine eigene Mai-Feier im Bezirk abzuhalten. Grund für den Boykott des roten Hochamts: Die von der Parteispitze versprochene Sanierung des Arbeiterheims Favoriten hatte sich abermals verzögert. Der Mai-Putsch blieb freilich aus. Und auch eine Lösung für das Arbeiterheim, einen Jugendstil-Prachtbau des Otto-Wagner-Schülers Hubert Gessner aus dem Jahr 1902, wurde gefunden. Aus dem einstigen Hauptquartier der roten Kulturvereine mit Theatersälen, Klubzimmern, Zentralbibliothek und Kino wurde das Vier-Sterne-„Trend-Hotel-Favorita“. Der Bezirks-SPÖ blieb ein Vereinslokal im zweiten Stock des Hinterhofs, der frühere Ballsaal des Arbeiterheims.

    Vom Hackler-Charme in Favoriten ist im grün regierten 7. Bezirk, Neubau, nichts zu spüren. An der Adresse Lindengasse 55 residiert der Verband Wiener Arbeiterheime (VWA). Gründungsjahr: 1948. Vereinszweck: „Förderung aller Bestrebungen zur Errichtung, Erhaltung und Betrieb von Arbeiterheimen sowie deren Verwaltung“. Der alte Zweck hat ausgedient, 62 Jahre nach Gründung zählen allein die Gewerbeberechtigungen des VWA: „Verwaltung von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen; Beteiligungsgesellschaften; Vermietung und Verpachtung von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen; Fürsorge- und karitative Einrichtungen.“

    Hinter dem Verband Wiener Arbeiterheime verbirgt sich die mächtigste politische Unternehmensholding Österreichs. Der Nostalgieverein mit 16 Mitarbeitern verwaltet das Imperium der Wiener SPÖ: Bauträger, Verlage, Agenturen, Immo-Business. Einer der wichtigsten Kunden des roten Mischkonzerns ist pikanterweise die Gemeinde Wien. In der Kurzdarstellung: Michael Häupl macht Geschäfte mit sich selbst, der Wiener Bürgermeister ist Großauftraggeber des Wiener SPÖ-Vorsitzenden. Nebenbei sponsern Gemeindebetriebe mit ¬öffentlichen Mitteln deklarierte und camouflierte SPÖ-Parteiveranstaltungen. Medien im Eigentum der SPÖ bejubeln das rote Rathausspitzenpersonal. Die erwünschte Hauptwirkung der wirtschaftlichen und politischen Wettbewerbsverzerrung: Die Gemeinde finanziert den Machterhalt der Partei – ein machiavellistisches Perpetuum mobile mit einem Profiteur, der SPÖ, und 1,7 Millionen Geschädigten, den Bürgern der Stadt Wien.

    In der Schaltzentrale des roten Mischkonzerns sitzt ein Mann, der vor zwei Jahren gegenüber dem Wirtschaftsmagazin „trend“ ohne Scheu Klartext sprach: Helmut Laska, Gatte der langjährigen SPÖ-Vizebürgermeisterin Grete, seit 1995 Geschäftsführer des Verbands Wiener Arbeiterheime und der Unterholding A.W.H. Beteiligungs GmbH: „Der Verband hat die Aufgabe, die Partei zu unterstützen.“ Und Unterstützung funktioniert im Kommunikationszeitalter am effektivsten über Medien. Mit dem Echo Medienhaus schuf sich die SPÖ in den vergangenen zehn Jahren einen integrierten Kommunikationskonzern. Kerngeschäft ist das Verlagswesen. Das wirtschaftliche Risiko wird durch verlässliche Inseratenschaltungen der Gemeindebetriebe gemindert. Flaggschiff ist das „Vormagazin“, das offizielle Kundenheft der Wiener Linien, greifbar in sämtlichen U-Bahn-Waggons, Straßenbahngarnituren und Bussen. Gerade in der Vorwahlzeit rechnet sich das „Vormagazin“ aus SPÖ-Sicht auch politisch. Auszug aus der August-Ausgabe: Interview mit Vizebürgermeisterin Renate Brauner zum Thema „Warum der Wiener Weg, gegen die Krise anzukämpfen, der richtige ist“. Zwei-Seiten-Artikel über das Kindergarten-Paradies Wien plus Foto von Stadtrat Christian Oxonitsch. Umweltstadträtin Ulli Sima wird um ihre Meinung zum „wunderbaren Naherholungsgebiet Penzing“ gebeten. Renate Brauner präsentiert den Dienstleistungsförderwettbewerb. Gemeinderätin Sonja Kato bittet zum Mutter-Kind-Treff; Stadträtin Sonja Wehsely im Aids-Charity-Einsatz; der Bürgermeister auf Lokaltour im achten Bezirk.

    Grätzl-Waffen. Für die SPÖ ist das Medienhaus ein externer Mediendienstleister für alle Fälle: Echo ist PR-Agentur, Werbeagentur, Mediaagentur und Eventagentur mit politisch-beziehungstechnischem Startvorteil. Im Jahr 2008 gelang es der Gemeinde das Recht abzutrotzen, die Rathaus-Prunkräume für VIP-Veranstaltungen der Fußball-EM vermarkten zu dürfen. Die jüngsten Projekte: Kaffee-Gala 2010 (Veranstaltungsort: Rathaus Wien); „133-er Award“ für die „Polizisten des Jahres“ im Auftrag der Stadt Wien. Am 18. September veranstaltet Echo (im Wiener Rathaus) das Clubbing zum Projekt „I love Vienna“ – offiziell eine sympathische Love-Peace-Happiness-Initiative „für die Stadt und ein friedliches Miteinander“, in Wahrheit eine subtile Wahlkampfkampagne für die SPÖ, gesponsert von der städtischen Wien Holding. Medial unterstützt wird „I love Vienna“ von der wöchentlich erscheinenden Gratiszeitung „Wiener Bezirksblatt“. Mit einer Auflage von 650.000 Stück ist das „Bezirksblatt“ die mediale Hauptwaffe der SPÖ zur Verbreitung roter Botschaften bis in die Grätzln.

    Echo-Geschäftsführer Christian Pöttler versteht sein Medienhaus als privatwirtschaftlichen Betrieb: „Wir sind ein Unternehmen und können uns nicht erlauben, nach ideologischen Gesichtspunkten zu handeln, auch wenn es natürlich keine Zweifel gibt, wohin wir gehören.“ Laut Pöttler stammen weniger als zehn Prozent des Echo-Umsatzes von 30 Millionen Euro aus Geschäften mit der Gemeinde Wien. Die Werbeagentur des Medienhauses habe seit zwei Jahren keinen Gemeindeauftrag erhalten. In seiner Branche gilt Pöttler als Kandidat für höhere Weihen. Der Echo-Chef soll als Nachfolger von Karl Javurek neuer Geschäftsführer der Gewista Werbegesellschaft werden, laut Eigenbeschreibung Österreichs „größtes und innovativstes Unternehmen im Bereich Outdoor Advertising“.

    Miteigentümer: SPÖ Wien. In der Bundeshauptstadt ist die Gewista mit ihren Plakatflächen, Rolling Boards und City-Light-Vitrinen de facto Monopolist. Buchen die Oppositionsparteien im Wahlkampf Werbeflächen, finanzieren sie ihren Hauptkonkurrenten SPÖ indirekt mit. Auf der Kundenliste der Gewista (Umsatz 2009: 144 Millionen Euro) stehen sämtliche Betriebe, Fonds und Magistratsabteilungen der Stadt Wien. Das Spezialverhältnis zwischen Gemeinde und Gewista irritierte auch die Prüfer des Kontrollamts im Jahr 2007: „Die Vorgangsweise der einzelnen Dienststellen bei der Vergabe von Werbeflächen ließ das historisch gewachsene Naheverhältnis der Stadt Wien zu dieser Firma erkennen.“ Die der Gewista verrechneten Gebühren würden „dem marktwirtschaftlichen Preisniveau bei Weitem nicht entsprechen“. Ursprünglich war die Gewista ein städtisches Unternehmen, 1993 wurden die Mehrheitsanteile von der gemeindenahen Bank Austria über¬nommen. Im Jahr 2010 gehört die Gewista der französischen JCDecaux-Gruppe, der Wiener Städtischen Versicherung und zu 13 Prozent der SPÖ – Privatisierung auf sozialdemokratisch-wienerisch.

    Millionen für Freunde. Neben SPÖ-eigenen profitieren auch SPÖ-nahe Medienunternehmen von der Gemeinde. Der Bohmann-Verlag erhielt einen 117-Millionen-Euro-Auftrag der Stadt Wien. Laufzeit: acht Jahre. Vertragsinhalt: „Medien Fullservice“ mit „Zielgruppenmagazinen“ und „Infofoldern“. Der ebenfalls parteinahe Compress-Verlag leistet für die Gemeinde Wien PR-Arbeit in Osteuropa. Auftragsvolumen für zehn Jahre: 146 Millionen Euro.

    Die wahrscheinlich größte Parteiveranstaltung der freien Welt wird ebenfalls von der Gemeinde Wien finanziert: Mit 1,9 Millionen Euro aus dem Kulturbudget sponserte die Stadt das heurige Donauinselfest der SPÖ. Weitere vier Millionen Euro brachten großzügige Sponsorleistungen der Privatwirtschaft und der üblichen Verdächtigen: Wien Energie, Wien Holding, Fonds Soziales Wien, Flughafen Wien, Wien Kultur. Technischer Organisator des Donauinselfests ist die SPÖ-eigene Pro Event GmbH. Öffentliche Auftraggeber der Parteiagentur waren in den vergangenen Jahren: die Magistratsabteilungen 28 (Straßenverwaltung und Straßenbau) und 31 (Wiener Wasser), Fernwärme Wien, Museen der Stadt Wien, Stadt Wien Marketing, WAFF (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds), Wiener Stadthalle, Wiener Volksbildungswerk, Wien Tourismus und die städtischen Wipark-Garagen. Zu den Prestigekunden der Pro Event zählt die Sozialbau AG, laut ihrer Homepage die „Nr. 1 unter den privaten und gemeinnützigen Wohnungsunternehmen Österreichs“. 100-Prozent-Eigentümer der Sozialbau AG: der Verband Wiener Arbeiterheime und damit die SPÖ Wien. Der rote Immo-Konzern verwaltet 47.000 Wohnungen. Zum Vergleich: Die Gemeinde-eigene Gesiba betreut 45.000 Einheiten. Gemeinsam mit der Bausparkasse der Erste Bank ist die SPÖ auch Eigentümerin der Aphrodite Bauträger AG. Philosophie: „Günstig wohnen in Wien“.

    Das rote Genossenschaftsprinzip, die Partei möglichst von der Gemeinde begünstigen zu lassen, funktioniert auch außerhalb des harten Wirtschaftslebens, etwa im Kulturbereich. Wenn der ORF und andere Fernsehstationen am 18. Dezember das von der Stadt Wien subventionierte Galakonzert „Christmas in Vienna“ mit Startenor Juan Diego Flórez aus dem Konzerthaus übertragen, darf sich die für Tourismus verantwortliche Vizebürgermeisterin Renate Brauner über den Werbewert freuen. Dass sie auch in ihrer Funktion als stellvertretende SPÖ-Landesparteivorsitzende „Christmas in Vienna“ verbunden ist, wird ihr an diesem Abend wohl nicht bewusst sein. Veranstalter des Galakonzerts ist die Wiener Scheibmaier GmbH. Hälfteeigentümer: die SPÖ Wien. Im Jahr 2007 hatte die Opposition eine 150.000-Euro-Subvention der Stadt für den von Scheibmaier organisierten „Wiener Operettensommer“ kritisiert.

    Rotes Wien. Auch auf Bezirksebene orientiert sich die öffentliche Kulturförderung stark an den Bedürfnissen der SPÖ. Das Wiener Volksbildungswerk unterstützt insgesamt 300 Vereine. Ausgestattet mit dem Selbstbewusstsein der absoluten Macht, führen einige geförderte Initiativen, etwa der Kulturverein „Liebenswertes Hernals“ oder die „Ottakringer Kulturfreunde“, als E-Mail-Kontaktadresse praktischerweise gleich die SPÖ Wien an. Nur allzu verständlich, dass auch der heiligste Schrein der Wiener Sozialdemokratie von der Gemeinde subventioniert wird. Im Waschsalon 2 des Karl-Marx-Hofs betreibt der Verein Sammlung Rotes Wien seit Mai eine Dauerausstellung zum immergrünen Thema „Das Rote Wien“. Alle Kritik der Oppositionsparteien war zwecklos. Die Rathausmehrheit genehmigte dem SPÖ-Verein – Obmann: Ex-¬Vizebürgermeister Sepp Rieder – 120.000 Euro Unterstützung für die Umbaukosten und 40.000 Euro für die Ausstellung.

    Politisches Hirn des roten Mischkonzerns war jahrelang SPÖ-Landesparteisekretär Harry Kopietz, mittlerweile Landtagspräsident. Laut dessen Nachfolger Christian Deutsch machten die SPÖ-Unternehmen im Vorjahr insgesamt 8,5 Millionen Euro Bilanzgewinn. Es gebe, so Deutsch, keine Ausschüttung an die SPÖ direkt, wohl aber an den Verband Wiener Arbeiterheime – und damit indirekt an die Partei, weil der VWA auch SPÖ-Immobilien verwaltet.

    Wie der Politologe Hubert Sickinger in seinem Standardwerk „Politikfinanzierung in Österreich“ schreibt, sei es „problematisch“, dass die SPÖ-Betriebe „mit Gemeinde-eigenen und -nahen Unternehmen intensive Geschäftsbeziehungen pflegen bzw. ihr Erfolg auch von Planungsentscheidungen der Gemeinde abhängt – womit diese Unternehmen (der SPÖ, Anm.) stets unter dem strukturellen Verdacht stehen, von der Identität des Eigentümers mit der in der Gemeinde dominanten Partei zu profitieren“.

    Vom Bürgermeister abwärts dementierten Wiener SPÖ-Funktionäre stets, aus ¬öffentlichen Ämtern Vorteile für die Partei zu ziehen. Ein entsprechender Klassiker: Seit Jahren versucht die Opposition zu ergründen, ob die Stadt die Bühne für den ¬SPÖ-Maiaufmarsch am Rathausplatz mit¬finanziert, da das Gerüst nach dem Tag der Arbeit auch für Veranstaltungen der Gemeinde genützt wird. Es habe alles seine Ordnung, hieß es wiederholt aus dem Rathaus. Und wenn Michael Häupl kommenden Samstag in der Halle D der Gemeindeeigenen Stadthalle den Wahlkampf für den 10. Oktober eröffnet, wird es selbstverständlich keinen Eigentümer-Rabatt auf die Saalmiete geben. Das Geld fließt ohnehin im Kreis. Die Stadthalle sponsert das Donauinsel¬fest und im aktuellen Wahlkampf die rote Happiness-Kampagne „I love Vienna“. [28.8.2010, 17:03]

    Link: http://www.profil.at/articles/1034/560/276383/genossenschaftswesen-wie-gemeinde-wien-spoe-wien

    • inside
      30. August 2010 11:41

      Was kostet eine Kalaschnikov am Mexikoplatz? :-)

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      01. September 2010 03:15

      @Amadeus:
      Das einzig Erstaunliche an diesem Artikel, neben erfrischend solider Recherche, ist die Veröffentlichung im ansonsten linientreu geröteten "profil". Bahnt sich da eine Desertion an, gar eine Palastrevolution — als verzweifelte Arznei wider schwindende Akzeptanz und Reichweite? Haben die Profiler endlich begriffen, daß Röte in einem medial flächendeckend roten Meer keine Auflage bringt?

      @inside:
      "Eine" Kalaschnikow gibt's nicht; Sie müssen Ihren Wunsch präziser formulieren, denn auch am Mexikoplatz sind klare Ansagen erwünscht.
      Das Sturmgewehr AK-47 ist millionenfach vorhanden, aber für Ihre angedachten Zwecke ung'führig. Allerdings günstig zu haben, auch in lizenzfreien Kopien: Hersteller Ischmasch zu Ischewsk ist dank Produktpiraterie konkursreif. Gebrauchte Exemplare des sowjetischen Originals (pflegeleicht dank einfacher Mechanik, aber arg streuend dank unpräzise gefräster Felder und Züge sowie billiger Legierungen der Läufe) sind an Ihrer Wunschadresse zwischen 175 und 300 Eulen zu haben.
      Der bald 100jährige Michail Kalaschnikow hat aber auch edlere Puschen konstruiert: AK-74, AKS-74U, AK-101, AK-107 ... Maschinenpistolen, MGs — was immer Sie wünschen; Sie müssen halt wählen. (Nähere Auskünfte bei mir, da als 15-Monate-EF alle ausprobiert, teilweise beeindruckt.)

      OT, aber nicht ganz:
      Es gibt eine wunderschöne Kärntner Urlaubsoase, eine wieder in Mode kommende Sommerfrische, die idyllisch und VIP-fern zu sanftem Mit-der-Seele-Baumeln an einem Badesee mit Trinkwasserqualität einlädt: den Millstätter See. Wirklich zu empfehlen, auch weil inzwischen die Wiener Großkopferten und Honoratioren, deren Vorfahren dort ab ~1870 ihre hübschen Sommervillen und Jagdschlösser (mit schmaler Gesindetreppe) bauten, wieder hinfahren — weil's ihnen am Wörthersee zu laut, zu schicki-micki und zu teuer wird. (Vermutlich auch, weil sie nicht das ganze lange Jahr roten Speichel absondern wollen, um zu überleben.)
      Schmäh ohne: Die Wiener, die jetzt in dieses Paradies zurückkehren, sind liebenswert und meist unrot, von unvermeidlichen Sonnenbränden abgesehen. Und auch die vom Wiener Sumpf ernährten und abhängigen Sommerfrischler — erfreulicherweise haben sie bisweilen sogar Kinder — offenbaren beim Frühstück unter den Ölbildern verblichener habsburgischer Monarchen eine k.k. Nostalgie, die selbst Roda Roda zu Freudentränen rühren würde. (Es gibt sie wirklich, so unverhofft sie einem begegnet: die Identität einer Kultur und Nation, deren politisch "korrekte" Leugnung nicht nur Thilo Sarrazin beklagt.)
      Ich komme gerade aus Millstatt zurück nach Nordgermanien und erinnere mich an den 27. August, als Alexander Wrabetz und vier weitere ORF-Granden abends am Nebentisch tafelten, begleitet vom Inhaber einer Wiener Werbeagentur; sie waren angereist, um tags darauf den 50. Geburtstag des finanziell nicht mehr ganz taufrischen Bau-, Hotel- und Medienunternehmers Hanno Soravia ("Cash is king") zu feiern. Trotz treuem Weib und drei keineswegs maulfaulen Kindern blieb es mir nicht erspart, die Gespräche der Herren mitzuhören, die sich in der Gesellschaft ahnungsloser — "preußischer", wie sie lauthals scherzten — Touristen wähnten.

      Ja, es waren auch ein paar deutsche Urlauber zugegen. Aber die staunten ebenso ungläubig wie wir gelernten Österreicher, mit welcher Arroganz, Selbstherrlichkeit, Menschen- und Publikumsverachtung diese aufgeblasenenen VIPs ihre Machelojkes besprachen und feierten. Und wie sie mit dem Personal umsprangen!
      Das Adjektiv "peinlich" ist noch ein Kompliment. Und hier schließt sich der Kreis, den Amadeus mit seiner Wiedfergabe des "profil"-Artikels geöffnet hat. (Danke!)
      Der Sumpf mag zwar ein gesamtösterreichischer sein — aber die miesesten, fiesesten und fettesten Kröten sitzen in in Wien, was offenkundig den ORF einschließt, der vom Kalfaktor der Kröten allmählich zum Partner aufschließt. (Ich enthalte mich der Schilderung von Details der unfreiwillig genossenen Gespräche, weil ich meinen nächsten Aufenthalt in Millstatt, auf den ich mich unbändig freue, ohne Handschellen beginnen möchte.)

  17. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    30. August 2010 07:47

    "Zuerst war meine erste Reaktion"

    Mhm, sowas ist mir abgegangen.

  18. Leopold Koller (kein Partner)
    30. August 2010 02:40

    Schaun'S Unterberger, ich les die Eintraege normalerweise einmal die Woche. Da ist mir die Zeitverzoegerung auch Wurscht. Wenn ich die Eintrage dann les, wird mir meistens schlecht. Ich frag mich dann immer, warum ich eigentlich noch Neuigkeiten aus Oesterreich les. Dafuer zahlen, kommt eigentlich Selbstbestrafung gleich. Bleiben'S am Ball, ist gut fuer die Leut. Ausser fuer mich, ich hab einen schwachen Magen.

    • Josef Maierhofer
      30. August 2010 19:28

      Dann sollten Sie 'leichtere Kost' lesen, wenn Ihnen das so schwer im Magen liegt.

  19. brechstange
    29. August 2010 23:12

    Warum wohl halten die Schwarzen in der Steiermark still?

  20. HDW
    29. August 2010 20:28

    Erinnert sich noch jemand an den Herrn Rechberger? Und dass er nach der Aufdeckung seiner Machenschaften sogar noch mehr Stimmen von den Steirern erhielt? Na also!

    • Josef Schiffer (kein Partner)
      29. August 2010 20:56

      Er trat nicht für die SP an, nachdem er von dieser ausgeschlossen worden war, und trat mit einer Namensliste in Kapfenberg an, mit der er 5 Mandate erzielte. ER wurde also nur von einem kleinen Bruchteil der "Steirer" gewählt. In Kapfenberg selbst hatte er freilich immer noch den Ruf eines Selfmade-Man, der es vom Schmied zum AK-Präsident gebracht hatte. Ansonsten sind diese Politfunktionäre doch von allen Farben gleich, man werfe nur einen Blick auf die Figuren in WK oder LWK.

    • Simplicius (kein Partner)
      30. August 2010 09:25

      Rechberger war, wie Josef Schiffer auseinandersetzt, ein Kapfenberger Lokalheld.

      Wer Kapfenberg mit der gesamten Steiermark gleichsetzt, muß es sich ohne zu maulen gefallen lassen, wenn der Rest der Welt die Bewohner von Simmeringer oder Favoritner Pfahlbauten als repräsentativ für Wien betrachtet.

    • Digital (kein Partner)
      31. August 2010 13:10

      Zu Josef Schiffer.
      Kleine Korrektur: Alois Rechberger war nie gelernter Schmied, sondern nur berufsloser Hilfsarbeiter im Schmiedebetrieb "Erlachhammer" bei Böhler in Kapfenberg. Ein ÖVP-Abgeordnerer aus der Obersteier und gelernter Schmied hatte den selbst ernannten "Schmied Rechberger" einmal zu einem Wettschmieden eines ganz einfachen Werkstücks herausgefordert. "Der Luis" kniff schleunigst und der ÖVP-Kollege ließ sich durch ein paar Bier "bestechen" um darüber zu schweigen...:-))

    • Josef Schiffer (kein Partner)
      01. September 2010 09:17

      Na gut war er halt Hilfsschmied, fürs eigentliche Thema ist es wurscht, der Schützenhöfer war auch nur ein paar Jahre Kaufmannsgeselle und ist heute der Vordenker der Wirtschaft.

  21. Philipp Starl (kein Partner)
    29. August 2010 18:48

    OT: http://networkedblogs.com/7jO41

    Ein lesenswerter Artikel über Sarrazin und den "Deutschen Bundespranger" bei dem man fast meinen könnte, es ist von Österreich die Rede.

    • RB (kein Partner)
      29. August 2010 20:10

      @Philipp Starl
      In Deutschland scheint es genau so, wenn nicht noch schlimmer als in Ö zu sein.
      Habe heute in den erwähnten Zeitungen und Magazinen die Interviews bzw.
      die diesbezüglichen Artikel online gelesen. Ob die Redakteure und Journalisten
      das Buch, immerhin einige hundert Seiten, schon gelesen haben?
      Ich bezweifle das.

    • Martin Bauer
      29. August 2010 20:26

      Genauso, wie Finn schreibt, wird es passieren.
      Aber die Waage neigt sich schon.

    • Martin Bauer
    • Undine
      30. August 2010 22:34

      @Philipp Starl

      Geht's nur mir so?
      Ich hab' sowohl gestern als auch heute versucht, den empfohlenen Artikel zu lesen, konnte ihn aber beide Male nicht "knacken".Wie das?
      Bei anderen Artikeln aus "ef" klappte es bisher immer.

    • Digital (kein Partner)
      31. August 2010 13:27

      ZU Philip Starl.

      Wenn man im n-tv die Live-Übertragung der Pressekonferenz von Thilo Sarrazin gesehen hatte und den heutigen "Bericht" der Frau Eva Male in der "Presse" liest muss man bei einer anderen Veranstaltung gewesen sein. Zudem auch noch, wenn man Dank Amazon schon am Freitag das 456 Seiten starke Buch zugestellt erhielt und am Wochenende gelesen - und auch verstanden hatte.
      Wenn man den sehr kritischen Beitrag des FAZ Herausgebers Schirrmacher mit dem Krampfgeschreibe der Frau Male vergleicht weiß man, dass die Dame keine Zeile des Buches gelesen - und natürlich ohnedies nicht verstanden hätte. Dass sie ausgerechnet die intellektuell und auch sonst beängstigend schwache Frau Merkel apostrophiert , die ganz sicher - wie Sarrazin in der Pressekonferenz süffisant anmerkte - auch nicht das Buch gelesen hatte aber schon die Bundesbank zur "Rübe ab", aufforderte passt ins Bild.

  22. numerus clausel (kein Partner)
    29. August 2010 18:02

    In der Steiermark schaffts jemand mit diesem Niveau zumindest nur zum Hauptschuldirektor und NR-Abgeordneten. In Wien schafft man es damit zum Bürgermeister.

    • Systemfehler (kein Partner)
      29. August 2010 19:21

      Und in Kärnten zum Landeshauptmann.

    • vayav indras ca (kein Partner)
      29. August 2010 19:27

      Das mit dem persönlichen Niveau stimmt, aber das Bildungsniveau ist ein anderes. Häupl ist promovierter Biologe.

    • Segestes (kein Partner)
      29. August 2010 21:08

      Zu dem Krauthäupl als Biologen, passt folgendes Zitat von Schopenhauer:
      "Natürlicher Verstand ersetzt jeden Grad der Bildung, aber keine Bildung den natürlichen Verstand."

    • Leopold Koller (kein Partner)
      30. August 2010 02:15

      Haeupl ist promovierter Biologe. Das macht ihm natuerlich gut geruestet fuer den Posten eines Buergermeisters und Landeshauptmanns. Er hat dort sicher gelernt, dass man Schnitzel und Schweinsbraten frisst, sowie Wein und Bier sauft. Dieser fette, unnoetige und versoffene Arsch gehoert aus dem Land vertrieben. Genauso wie seine kriminellen Haberer inklusive unserem Bundespraesidenten.

      Man kann gar nicht so viel fressen, wie man speiben moechte.

    • byrig
      31. August 2010 21:49

      aber,aber,leopold koller!aber recht hast halt schon!

  23. Adenauer (kein Partner)
    29. August 2010 16:33

    Um das Alkoholproblem des Herrn Dir. Faul geht es mit grundsätzlich nicht.
    Da müßte man jeden Bürgermeister dann und wann in Frage stellen.
    Jedoch seine tätlichen und verbalen Ausrutscher, dies als faulenzender Schuldirektor, stimmen mich nachdenklich. Sojemand sollte Vorbildwirkung auf unsere Kinder ausstrahlen? Das im Jahre 2010 wo ein Sparpaket mit saftigen Steuererhöhungen droht. Da steigt mein Blutdruck auf 220, weil ich weiß, dass es von dieser Sorte zu Hauf in den ROTEN & SCHWARZEN Privilegienstadl gibt.
    Wir zahlen die Zeche für diese Taugenichtse!

    • Josef Maierhofer
      29. August 2010 16:58

      Völlig richtig, was er privat macht, geht niemanden was an, solange er nicht betrunken seine Arbeit ausführt, wie dies in jeder Firma auch gilt.

      Aber der Antsmißbrauch, und sich einfach nichts dabei denken, einfach für Nichtleistung zu kassieren, das ist eigentlich ab einer Schadenssumme von über 150,- EURO Betrug, wenn ich das Gesetz dazu richtig zitiere.

      Daß man da dann mit Immunität argumentiert, bedeutet nichts anderes, als daß Kriminelle im Club der Politiker, im Falle Dir. Faul, der SPÖ, (es gäbe in allen Parteien genügend solche Exemplare) geschützt werden.

      Wenn ich das tue ist das Betrug und Beihilfe oder Anstiftung zum Betrug bezogen auf diesen Falln durch die anderen Nationalratsabgeordneten, die das tolerieren und per Immunität sogar ausdrücklich schützen.

      Immer wieder sage ich, würden die Bürger das tun, was die 'Gleicheren' sich herausnehmen, sie würden viele Jahrhunderte Gefängnis ausfassen für diese Taten.

  24. Systemfehler (kein Partner)
    29. August 2010 13:10

    Ehricherweise sollte der Artikel so anfangen:

    "Zuerst war meine erste Reaktion, als ich von dem Zwischenfall im Parlament erfuhr: Mein Gott, Journalisten sollen doch nicht so wehleidig sein. Aber dann habe ich erfahren, dass der Schubser ein Sozi ist, also ..."

    Und dann folgt halt das übliche Unterbergerische Gesudere über böse Sozis, Gesamtschule, das Weltklima und die Bilderberger.

    *gäääääääähn*

    • Heri (kein Partner)
      29. August 2010 14:59

      "gähn"? aber lesen tust ihn schon gern, gell ;-)

    • Neppomuck (kein Partner)
      29. August 2010 15:06

      Noch einer, der unter dem "Sternzeichen des Krokodils" (Zitat Faul) das Licht seiner kleinen Welt erblickt hat.

  25. E-F-V (kein Partner)
    29. August 2010 12:33

    Das mag ja alles stimmen, ändert aber nichts daran, dass es erhebliche Zweifel gibt, dass Faul den Fotografen attackiert hat. Es sieht sogar ganz so aus, als sei er gelegt worden.

    http://www.unzensuriert.at/001802-zweifel-politiker-attacke-auf-einen-journalisten

    • Josef Maierhofer
      29. August 2010 13:29

      Aber die kassierten Gelder als Schuldirektor lassen sich sicher nicht wegleugnen und auch sein Benehmen als Abgeordneter der Republik Österreich.

  26. Segestes (kein Partner)
    29. August 2010 11:29

    Soso, steirisch ist also ein "Gossendialekt".

    Na da haben Sie sich jetzt leider verräterisch verplappert, denn schreiben wollten Sie - entgegen Ihrer nun ruchbar gewordenen, tatsächlichen Meinung - zweifellos "Gossenvokabular", Sie schön sprechender, urbaner Großhirnakrobat ^^

    • W. Mandl
      30. August 2010 11:18

      Man kann als Wiener wie ein Prolet reden, man kann als Steirer wie ein Prolet reden, man kann als Segestes ...

  27. Robert Bond (kein Partner)
    29. August 2010 10:18

    Also ganz ehrlich: Aus einem Tetrapack sauf ich auch kein Achterl. Nein, mein Leben nicht...

    • Systemfehler (kein Partner)
      29. August 2010 13:11

      Unterberger wahrscheinlich schon, nachdem er hier so beleidigt tut.

  28. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
    29. August 2010 10:15

    Immer wieder witzig wer unser Volk "vertritt".

    Wetten, dass Sie auch etliche ähnlich gelagerte Fälle bei der ÖVP finden würden, Herr Unterberger!?

    • Josef Schiffer (kein Partner)
      29. August 2010 12:31

      Aber absolut (man denke an den allzu früh von uns gegangenen Abgeordneten Liechtenstein). Aber über sowas spricht man halt in feinen Kreisen nicht. Das machen halt nur linke "Proleten".

      Zur Erinnerung: 10 November 2005, ORF:
      "Betrunkener Mandatar: Sitzung unterbrochen
      Der Rechnungshofausschuss des Nationalrats ist am Mittwoch wegen eines ungewöhnlichen Vorfalls unterbrochen worden: Der steirische ÖVP-Abgeordnete Vincenz Liechtenstein soll so betrunken gewesen sein, dass man die Sitzung unterbrach."

    • Franziska Malatesta (kein Partner)
      29. August 2010 12:50

      Es gilt die Unschuldsvermutung
      Vincenz Liechtenstein soll nach einem Unfall ständig auf starke Schmerzmittel angewiesen gewesen sein.
      In feinen Kreisen wird übrigens über alles gesprochen, halt nicht mit einem Herrn Schiffer.

    • Systemfehler (kein Partner)
      29. August 2010 13:11

      Ich sag nur: Gaugg und Haider.

    • Josef Schiffer (kein Partner)
      29. August 2010 14:31

      Liebe Franziska,
      Sie halten mich wohl für blöd, aber zu Unrecht. Gehns bitte doch mit der Schmerzmittelgeschichte. Einfach nur zum Lachen. Ich habe ihn persönlich mehrfach gesehen und kannte Leute, die mehr mit ihm zu tun hatten. Der Mann war astreiner Alkoholiker und hat damit auch nicht zuletzt sein Leben erheblich verkürzt.
      Oder gibts das bei Schwarzen oder Adeligen überhaupt nicht?
      Genau das ist im Grunde die Logik der Unterbergerschen Heuchelei sowie seiner treuen Leserschaft. Irgendwie arm.

  29. fosca
    29. August 2010 00:30

    Hier steht der Name dieses feinen Sozis tatsächlich fürs Programm und ich höre den empörten Aufschrei der Genossen nach Skandal und Rücktritt, wenn sich dieses "Stückerl" ein Abgeordneter einer "Schmuddelkinder"-Partei leistete!

    Tja, es gilt hat weiterhin für unsere Gutmenschen: "quod licet bovi, non licet lovi"!

    Und bitte, >>>> bewußt vertauscht! *fg*

  30. Xymmachos
    28. August 2010 20:26

    FAUL:
    * Für den Namen kann er nix (aber: Gott ist gerecht!)
    * Daß er Claudia Schmidt unterstützt (und berät) ist durchaus glaubwürdig, die zwei passen zusammen. Für die Frau Ministerin ist er sicherlich das Idealbild eines Gesamtschuldirektors.
    * Und für die Voves-Steiermark ist er sowieso das perfekte Aushängeschild: "Ja, so sans...". Vielleicht wird er dort noch Landesrat.

  31. Martin Bauer
    28. August 2010 18:44

    Neben Bucher einer der wenigen österreichischen Politiker, die ich wählen würde.
    Ist aber bei der falschen Partei.

    http://diepresse.com/home/panorama/religion/590687/index.do?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/589296/index.do&direct=589296

  32. Graf Berge von Grips
    28. August 2010 15:44

    Da hör' ich "Wahlkampfhilfe" in meinen Ohren!
    Bezahlen den Faul die schwarzen Spion-Doktoren?

  33. xxxxxx
    28. August 2010 14:12

    "In mein Leben sauf i aus an Tetra Pak ka Achtel"

    http://www.youtube.com/watch?v=CKislvpV320

    • inside
      28. August 2010 15:45

      Beim Tageskonsum von 4 Liter, wird des Achterl net vermeiden können.

    • xxxxxx
      28. August 2010 16:05

      das witzig ist ja, dass er sagt, er trinkt seit 50 Jahren, also hat der gute Mann mit 10 angefangen.

  34. Brigitte Imb
    • papi66
      28. August 2010 18:10

      Werte Frau Imp!

      Ich habe Ihren Rat angenommen, ich habe Ihren Rat befolgt, ich kaufe NÖM Produkte nimmer..? nicht mehr. Außerdem bin ich durch ihren Rat draufgekommen, dass es billigere genauso gute Milchprodukte von anderen Firmen gibt, danke. Die NÖM soll uns "moscherln" , ich glaub das ist jiddisch?
      Der blöde Steirer im Parlament ist mir eigentlich wurst, beklemmend und beängstigend ist nur, dass so ein Blödarsch auch Direktor einer Schule ist.
      Was soll aus unseren Kindern werden, bei solchen Direktoren.
      Armes Österreich!

    • Brigitte Imb
      28. August 2010 18:27

      Und es nicht nötig ausländische Milch zu kaufen, wir haben reichlich andere österr. Molkereien.
      Allerdings auch darauf achten wenn man sog. Eigenmarken kauft - der Code ist 30960.

    • Observer
      28. August 2010 18:56

      Brigitte Imb:
      ich verstehe die Aufregung bzw. den Boykott von NÖM-Produkten nicht. Wenn die Waren mit nur-türkischen Aufschriften nur in den sog. "Türken"-Läden angeboten werden, so ist doch dagegen nichts einzuwenden. Andererseits gibt es dort viele Produkte aus der Türkei, welche neben türkischen auch deutsche und englische Beschriftungen aufweisen.

    • Brigitte Imb
      28. August 2010 21:01

      @Observer

      Mir geht es darum, dass es ein schlechtes Signal für die Integration ist und womöglich die "zarten" Anfänge die Deutsche Sprache zu verdrängen.
      Eine Anpassung der Türken an uns schiene mir schon passend, nicht umgekehrt.

      Bei Im - u. Exportwaren sieht es freilich anders aus und es stimmt nicht, dass diese Milch nur in "Türkenläden" verkauft wird.

  35. schreyvogel
    28. August 2010 13:55

    Heute erhielt ich vom "Bezirksbürgermeister" (so nennt er sich wirklich, eigentlich ist er ja nur ein Bezirksvorsteher) eine Einladung zu einem Bürgerforum zur Vorstellung eines ÖVP-"Klimaschutzprogramm für Wien-Hietzing".
    Es sollen der Hietzinger CO2-Ausstoß reduziert und - in bestem p.c.-Deutsch -, "eine/ein ehrenamtliche/r Klimaschutzbeauftragte/r" ernannt werden.
    Entweder der Herr BV ist wirklich so dämlich und durchschaut diese Klimalüge nicht, oder es ihm "wurscht" und er möchte nur einige Stimmen aus dem trüben Reservoir der Grünen fischen.
    In beiden Fällen ist er auch nicht besser als der Abgeordnete Faul, nur sein Niveau ist höher.

  36. socrates
    28. August 2010 13:17

    Danke für den Artikel! In der Krone schreibt Jannée nur über Fauls Nasenbohren. Zensur oder Dummheit? Überhaupt verliert sie an Niveau. Haupsache über Putin schimpfen, das füllt mit einem Photo eine halbe Seite. Wann kommt ein Photo von Obama in Badehose? Er ist sicher fesch, das beweist der Mizzitant daß er auch klug ist und richtig handelt, auch wenn die ersten toten "abgezogenen" GIs im Iraq zu beklagen sind. Bei Bush hätte die P.C. Presse Schaum vor dem Mund gehabt.
    Die Bundesländer haben demokratische Wahlen. Jede Kompetenz, die sie abgeben, haben weniger demokeatische Kontrolle. Demokratie ist teuer, direkte besonders, doch dort geht es den Menschen am besten. Diktaturen können da enorm einsparen, eine Schmied ohne Qualifikation genügt.
    Viele in NÖ sind mit E. Pröll ganz zufrieden, wollen aber J. Pröll nicht. Geben wir ihnen eine Chance!

  37. Amtsbekannt
    28. August 2010 11:51

    Hier muss ich ihnen entgegnen Herr Unterberger!

    sie meinen "...niemand wird uns beantworten können, wie so jemand Schuldirektor werden kann...."

    ich kann es ober besser gesagt ich vermute es:

    er hat das richtige buch und die richtigen verbindungen.

    das ist der schlüssel. und als sozi mußt du weder intelligent noch verantwortungsbewusst sein. nur ein gutmensch, ein allseits toleranter politischer gutmensch...

    • phantomas (kein Partner)
      29. August 2010 11:38

      ich kenne einen tiefschwarzen direktor,der auch Zentralausschussobmann ist und natürlich auch Dienststellenvorsitzender an der selben Schule, wo er Direktor ist, zugleich in der Schulleiterernennungskommission ,in der ....kommission....,.... und im Stadtparlament,....
      Natürlich wird jede dieser Funktionen bezahlt!! (Selbst Unterrichtsstunden, die er sich selbst als Überstunden selbst geenehmigt und kaum halten kann...)

      ad Faul: http://www.youtube.com/watch?v=HTVZIcAtz6o&feature=related

      der Unterschied dieser 2 Personen: Auftreten und Erscheinungsbild

  38. Brigitte Imb
    28. August 2010 11:25

    Bezahlung für "NICHTLEISTUNG" gibt es wirklich nur in der Politik, man denke auch an die vielen freigestellten Betriebsräte samt Dienstauto.

    Kein priv. Unternehmen würde es sich leisten "Mitarbeiter" nur auf dem Papier zu führen und dafür zu entlohnen, in der geschützten Werkstatt Politik jedoch ist es Usus geworden, die langen Finger einfach nur in die Geldtöpfe zu strecken und sich zu bedienen.

    Glauben diese Leute allen Ernstes, dass ihnen ihr Gefasel von sozialer Gerechtigkeit noch abgenommen wird? Wohl nur von ähnlichen Intelligenzbestien wie einem Hrn. Faul.

    Warum die Wähler immer wieder diese Schmarotzer legitimieren ist mir rätselhaft. Aus Mangel an Alternativen mag zutreffen, jedoch besteht auch die Möglichkeit ungültig zu wählen.
    Die Chancen des "Souveräns" sind wahrlich sehr gering diesen Sumpf trockenzulegen, wenn jedoch immer mehr Wähler ihnen die Zustimmung verweigern, könnte das langfristig zu einem kl. Erfolg führen.

    Im Falle Faul( wie gut der Name doch paßt) dürfen wir wirklich nur froh sein, dass dieser derbe Mensch nicht auf die Schüler losgelassen wird und nur im Parlament sein Unwesen treibt.

    • FranzAnton
      28. August 2010 11:46

      Diesem Mangel an Eingreifmöglichkeiten der Wähler wollte ich eben direktdemokratisch begegnen. Hoffentlich tut sich bald was Diesbezügliches, sonst geht unsere Demokratie mangels verzweifeltem Desinteresses der Menschen noch den Bach 'runter.

    • Reinhard (kein Partner)
      29. August 2010 11:12

      Ich habe einen bösen Verdacht, warum ihm die Wähler immer wieder ihre Stimme geben: Erstens wird ja nicht die Person, sondern die Partei gewählt, die dann die Person auf den Posten hebelt, und zweitens repräsentiert eine Gestalt wie dieser Herr Faul durchaus eine erkleckliche Menge des Volkes: Großmäulig, latent arbeitsscheu (der meiste Fleiß kommt aus dem Muss, erreichen viele das Mussnicht, stirbt auch der Fleiß...), versoffen, primitiv und mit der präpotenten Selbstüberschätzung versehen, dass einem alles was man von seinen Freunderln einsackeln kann, auch rechtmäßig zusteht.
      Ein wahrer Volksvertreter.
      Intelligenz ist keine Selbstverständlichkeit und steht diesen Menschen im Weg, weswegen sie auch behutsam und nachhaltig das Bildungssystem in den Keller nivellieren.

  39. Kurt22
    28. August 2010 11:20

    O.T.: Ackerl ist wütend auf die Voest:
    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/590598/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/economist/index.do
    Jetzt weiß man, warum sich die Roten so gegen die Privatisierung wehren, und GD Eder gebührt Applaus!

    • Kurt22
      28. August 2010 11:21

      Nachtrag: Ob die Frau KKP diesen Artikel auch liest??

    • Josef Maierhofer
      28. August 2010 12:31

      Ich gebe dem Herrn Eder vollkommen recht, er muß auf Qualifikation und Qualität schauen und nicht auf Schulzeugnis und Parteibuch.

      Wenn besagte Person bisher im Dunstkreis der Partei herumgehängt ist, dann ist es für ein Unternehmen mühsam, einem solchen Arbeit und Kenntnis beizubringen. Im Normalfall bietet ein 33 Jähriger seine Erfahrungen an, seine bisherigen Arbeitsergebnisse, was die Entscheidung für ihn wesentlich erleichtern kann. Aber Parteibuch und Schulzeugnis wäre mir auch zu wenig, außer ich kenne den Absolventen der Schule aus Ferialpraxis oder Ferialarbeit.

      Liebe Parteibuchinhaber, ich wünsche mir, alle Firmenchefs würden dagegen resistent sein und ausschließlich auf Euer Können, Eure Arbeitsergebnisse, Euren Einsatzwillen, etc. schauen.

      Ich habe einmal einen Bewerber abgewiesen, dessen erste Forderungen waren: Anrechnung eines alten Resturlaubes und Sofortantritt des neuen, ihm zustehenden Urlaubes und die Bezahlung über den Kollektivevertrag hinaus und dessen Kenntnisse zum Beruf den Verdacht aufkommen ließen, es wäre da was nicht in Ordnung, was ein Berufstest auch prompt ergab.

  40. Anton Volpini
    28. August 2010 11:07

    Diese Geschichte sollte man der Fr.KKP erzählen, bevor sie nach Nordkorea abreist. Ich bin mir sicher, daß sie ihre Meinung trotzdem nicht ändert. Wetten?

  41. socrates
    28. August 2010 11:00

    Wichtig ist, daß alle Schulen von Schmied kontrolliert werden! Dann kann man auch in nichtsozialistischen Bundesländern alle Flaschen und Flaschinnen an die Macht bringen, die stellen dann die geeigneten Pädagogen mit beschränkter Bildung an.
    Die Bundesländer sind sicher ein kostspieliger Filter, aber die Eingeborenen haben eine Chance mehr.
    Einsparung: Alle in Stirnreihe antreten lassen, jeder 2. einen Schritt vor, Münze aufwerfen, Verlierer gehen unterrichten. Jeder 2. pragmatisierte Lehrer sitzt in der Verwaltung! Das bringt mehr als alle anderen Vörschläge. Die OECD hat auch festgestellt, daß wir eine stark überproportionale Verwaltung haben.

    • Josef Maierhofer
      28. August 2010 16:00

      Es ist nach fast 100 Jahren Zeit das Beamtentum von groß-kaiserlich auf klein-österreichisch umzustellen.

      Frage eines Studenten: 'Wo muß ich mich anmelden, wenn ich in den USA arbeiten will ?'

      Ist schon tief verwurzelt die Verwaltungsgläubigkeit in der Bevölkerung.

      Mit der überproportionalen Verwaltung ist alles 'überreguliert' und 'überverwaltet' und überteuert.

      Verwaltungsreform wäre das Zauberwort, schlanke Verwaltung das Ziel und schon würde unser 'Beamten-Dumm' an Ansehen gewinnen.

  42. Karl Rinnhofer
    28. August 2010 10:44

    Ja, solche Leute werden durch politische Prostitution, "Netzwerke" und Zugehörigkeit zur jeweils "richtigen", sie fördernde Instanzen hochgespült in Österreich; besonders krass, wenn es sich um "Vorbild-Funktionen" handelt. Österreich beraubt sich so der nachhaltigen Konkurrenzfähigkeit und demotiviert seine Leistungsträger: Sozialchancen werden nicht nach Leistung und Eignung in transparenten Zuweisungsvorgängen vergeben; unbestechliche Kompetenz gilt nachgerade als verdächtig und passt nicht mehr ins System.

    Ich nehme diesen Fall zum Anlass, auch die häufig geforderte und in naiver Betrachtung nahe liegende "Personelle Autonomie" (Schuldirektoren sollen mehr Macht bekommen, um ihre Lehrer aussuchen und Unerwünschte loswerden zu können) zu relativieren: Ich gebe zu bedenken, dass Schuldirektoren und Schulaufsichtsbeamte grundsätzlich Parteifunktionäre sind, die ihrer Ideologie verpflichtet sind und "Ihre Leute" fördern; andere werden sich nur als Lückenbüßer halten. Fordernde, sorgfältige Lehrer gelten im allgemeinen Berechtigungsdenken in der problematischen gegebenen Struktur der Selbstdeklaration von "Unterrichtserfolgen" (die jede Relativierung zulässt) tendenziell als Schädlinge ihrer Dienststellen, wenn sie keine Bereitschaft zeigen, V.I.Ps zu privilegieren, an sich gesetzeskonform einzuhaltende Kriterien (bei Endprüfungen) zu unterlaufen ("ich vertraue auf Ihr pädagogisches Geschick, Herr Kollege...!") oder der Ideologie der Berechtigungsinflation ("Matura / Studium für Jedermann" unabhängig von Eignung und Leistungswillen!) zu frönen. Wer sich engagiert (und sicher unbedankt und bar jeder Unterstützung seitens vorgesetzter Dienstbehörde und Öffentlichkeit) bemüht, Schüler zu Leistungswillen konkurrenzfähig zu machen, Vertrauen in ausgestellte Atteste sicherstellen möchte und daher mangels Schülerleistung manchmal Berechtigungen verwehren muss, ist exponiert, handelt sich zumindest Mehrarbeit (Berufungen, ständiger Rechtfertiungszwang etc.,) ein und wird viel eher "abgeschossen!" als Lehrer, die Show vor unspektakuläre Leistungserbringung stellen.

    Natürlich ist nicht a priori auszuschließen, dass es auch anständige Vertreter unter den Funktionsträgern des Schulwesens gibt; doch sei auf diesen Aspekt der dort besonders offensichtlichen Verpolitisierung und Ideologisierung dringend hingewiesen.

    Und dass Politiker bezahlt freigestellt werden, ist unfassbar. Es gibt auch die "Karenzierung gegen Entfall der Bezüge"; diese ist angemessen, um nach Ausscheiden aus der Politik ein Verbleiben im Beruf zu ermöglichen. Doch bezahlt dürfen nur erbrachte Leistungen werden. Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

    Das angeführte Beispiel fügt dem Image des öffentlichen Schulwesens, der Beamtenschaft und der Politik schweren Schaden zu.

    • Josef Maierhofer
      28. August 2010 11:02

      @
      'Das angeführte Beispiel fügt dem Image des öffentlichen Schulwesens, der Beamtenschaft und der Politik schweren Schaden zu.'

      Nur gibt es leider enorm viele solcher Beispiele, weil dies die dunkle Seite Österreichs ist, das Negative am 'Haberertum', an der Parteibuchwirtschaft.

      Es scheint dies bei uns 'normal' zu sein, und keiner denkt sich was dabei.

      Danke für Ihren Beitrag !

    • Franz L
      28. August 2010 16:29

      @Karl Rinnhofer

      Ein profunder Beitrag!

    • Reinhard (kein Partner)
      29. August 2010 11:23

      Danke, ein treffender Beitrag!

      Zur Aussage: "Doch bezahlt dürfen nur erbrachte Leistungen werden." möchte ich noch anmerken, dass dieses Prinzip Politikern generell fremd ist. Man vergeliche die Anwesenheit in Parlamentssitzungen, Ausschüssen, bei Ratssitzungen und öffentlichen Veranstaltungen mit den Bezügen der Damen und Herren jeglicher Coleur. Voll kassieren für Nichtstun gilt dort maximal als Kavaliersdelikt und Faulheit ist kein Privileg des Herrn Faul.
      Es gibt genug Fälle, die in der hochbezahlten Freizeit nicht zu blöd sind, auch noch Unternehmen zu gründen um die Arbeit, für deren Nichterbringung sie vom Steuerzahler bezahlt werden, sich bei Erbringung zusätzlich vergüten zu lassen, bzw während der eigentlichen bezahlten Arbeitszeit die Taschen privat zu füllen und die vom Steuerzahler zur Verfügung gestellte Infrastruktur (Büro, PC etc) für private Zusatzverdienste zu nutzen. (Übrigens auch bei hohen Beamten in der Verwaltung ein gern praktiziertes Spiel.)

    • karl murx (kein Partner)
      29. August 2010 13:14

      Gut, dass einmal ein schwerwiegendes Argument GEGEN das Aussuchenkönnen von Lehrern durch fast immer politisch tätige/beförderte Direktoren genannt wird!
      Die naive Annahme, dass qualitative Überlegungen dabei eine Rolle spielen würden - das glauben eh nur die allergrößten Deppen.
      Freunderlwirtschaft, oh pardon, Netzwerken auf unterer Ebene, mehr wäre es nicht.

    • SuPa
      30. August 2010 09:30

      Schulautonomie mit großer Entscheidungsfreiheit der Schuldirektoren ist erst dann wünschenswert, wenn auch diese Direktoren ausschliesslich nach Qualitätskriterien berufen wurden. Anderenfalls werden, so wie es Karl Rinnhofer richtig schreibt, diese Direktoren als Dank für ihre Bestellung wieder nur Parteigünstlinge bestellen. Also oben beginnen, denn auch der "Fisch stinkt (zuerst) beim Kopf".

  43. terbuan
    28. August 2010 10:27

    Dieser Herr Faul ist ja geradezu maßgeschneidert für das Programm 2010 des Herrn LH Voves:
    DIE ERNEUERUNG UMSETZEN - IN SOZIALER VERANTWORTUNG HANDELN!
    Bravo liebe Genossen aus der Steiermark, gelebte Vorbilder braucht das Land, Ihr habt das Glück, solche zu haben, Freundschaft!

  44. Josef Maierhofer
    28. August 2010 10:21

    Das Erschütternde ist, daß sich niemand über so ein Verhalten aufregt und daß das kein Einzelfall, sondern 'gängige' Praxis ist in Beamtenkreisen und sonstwo.

    Da gibt es haufenweise Politiker mit Ämterkumulierungen (Mehrfachbezahlungen), da gibt es Universitätsprofessoren, die gerade einmal 3 bis 4 Mal pro Jahr vorbeikommen, um ihr volles Gehalt abzuholen, da gibt es die Ministerialbeamten, die Firmen für sich arbeiten lassen, um ihre eigene Arbeit nicht ausführen zu müssen ('Outsourcing' auf Beamtendeutsch), da gibt es die 'Aufsichtsräte', die zwar oft dadurch auffallen, daß sie Skandale in Firmen nicht verhindern konnten, aber dafür halt das gleich bei mehreren Firmen bezahlter Weise tun, da gibt es ...

    Ich hoffe, die Transparenzdatenbank wird solche bedenklichen Umstände aufzeigen und Möglichkeiten zu Korrekturen und Einsparungen geben.

    Dieses Stück ist kein schönes Stück Österreich, es ist die gierige Fratze der dunklen 'Rückseite' und wird 'selbstverständlich' toleriert und politisch verteidigt, haben doch viel zu viele den Fuß in diesem Sumpf.

    Dr. Kirchschläger wollte die sauren Wiesen trockenlegen, es gibt sie mehr denn je heute.

    • Karl Rinnhofer
      28. August 2010 12:18

      Genau so ist es - leider. Erschütternd und auch für die Demokratie gefährlich, dass die Sensibilität für solche Skandale verloren gegangen ist und sich die Moral durch allgemeine Abstumpfung, einem Gemisch aus Ohnmacht, Panem-et-Circenses-Mentalität und von populistischen Politikern gefördertem verantwortungs-loses Anspruchsdenken bereits so weit relativiert hat. Der Einzelne "richtet" es sich angesichts solcher „Vorbilder" eher so gut er kann, als sich durch mutige Artikulation dagegen zu stemmen und sich damit prompt zu exponieren.

      Wer glaubt noch daran, dass echte Leistung und Kompetenz sich lohnt - angesichts des bestehenden konfiskatorischen Abgabensystems, des unwürdigen Förderunwesens (das alle zu Abhängige macht, die noch überleben wollen), des Hochspülens Unwürdiger als "Verantwortungsträger mit Vorbildwirkung." Jede (echte) Mehr-Leistung fällt sofort dem Fiskus und der allgemeinen Neidgenossenschaft zum Opfer, während andere ohne Gegenleistung und ohne Gewissensbisse das von Dritten Erarbeitete kumulierend zugeteilt bekommen.

  45. Patriot
    28. August 2010 09:33

    Der Mann ist schon einmal berühmt geworden:

    http://www.youtube.com/watch?v=MsSphC9Gtew

    • Josef Maierhofer
      28. August 2010 10:40

      Das sind unsere Abgeordneten zum Nationalrat.

      Dieses Kasperltheater hat 220 000 000 000 Euro Schulden verursacht und redet von Verantwortung.

    • Kurt22
      28. August 2010 11:16

      Ja die SPÖ kann schon stolz auf ihre Mandatare sein, kernig, deftig, volksnah, argumentativ parlierend, intelligent, keine "miselsüchtige Koffer" (copyright M. Häupl), keine "blauen Schweine (c Edlinger)! Da weiß man, wo sich die Proletarier (besser Proleten) aller (Bundes)länder versammelt haben.

    • CHP
      28. August 2010 11:34

      Diese Niveau ist ja entsetzlich!
      Um den den Abstand zu H.C. zu beschreiben muß ich diesen sofort mit DDr.HC H.C.
      titulieren.

    • ProConsul
      28. August 2010 14:02

      herrlich, einfach köstlich, das ist Kabarett pur. Das muss ich mir unter meinen Favoriten speichern; so etwas kann es wohl wirklich nur in einem kleinen, bäuerlich-geprägten Land wie Österreich geben. Leider ist halt nach 2 Weltkriegen und dem Zerfall der Monarchie nicht mehr viel übrig geblieben. Und das bischen Niveau welches noch da ist, wird in den nächsten Jahren durch unsere Kulturbereicherer verloren gehen. Es wird Zeit auszuwandern!

    • Kurt22
      28. August 2010 17:16

      @ProConsul: ad "bäuerlich-geprägt": Ich glaube nicht, dass sich ein Bauer als Abgeordneter im Parlament so aufführen würde wie dieser Prolo!

    • Josef Schiffer (kein Partner)
      29. August 2010 21:20

      ad Kurt22
      Gehn's bitte, diese Figuren gibts doch in allen Parteien, alles andere ist Augenauswischerei und selektive Wahrnehmung.

  46. schreyvogel
    28. August 2010 09:21

    Solche Abgeordnete sind einfach zu dumm, um die Gesetze zu verstehen, die sie beschliessen. Die Minister verstehen sie teilweise, sind aber insgesamt zu überlastet, um alles zu durchblicken. Letztlich sind es linke Legiferen, die ihre verquere Ideologie in den Gesetzestexten verwirklichen.
    Und die schweigende Mehrheit leidet tapfer und schweigt weiter.

    • Josef Maierhofer
      28. August 2010 10:46

      Es gibt da nur eines, die Parteien nicht zu wählen, die solche Abgeordnete nominieren.

      Soll die SPÖ diesen Kasperl doch für Kirtagsreden und andere alkoholträchtige Veranstaltungen nominieren.

      Daß dieser Abgeordnete zu dumm ist, heißt auch, daß das Tolerieren solcher Blödeleien durch das Volk, durch die Nationalversammlung, durch die Partei, selbige auf die gleiche Stufe setzt.

      Mit solchen Typen kommen wir auf 220 000 000 000 Staatsschulden.

      Ist das noch immer nicht genug ?

  47. inside
    28. August 2010 08:55

    Es ist ja nicht so, dass es immer die weniger Befähigten schaffen.
    Es ist vielmehr so, dass es nahezu alle Unfähigen schaffen.
    In Anbetracht dieser Tatsache:
    Was soll die Aufregung?

  48. Norman Bates
    28. August 2010 08:51

    Die letzte Frage (wieso so jemand Schuldirektor geworden ist) kann man ganz leicht beantworten:

    "Des is ana von uns."

    Der war wohl über die Jahre im SPÖ-Netzwerk brav drinnen, hat hie und da seinen Freunderln mit Postenbesetzungen und bei anderen Aktionen immer brav loyal geholfen und sich sonst in der lokalen Partei (als "Machatschek") auch ein wenig hervorgetan.

    Nach ein paar Jahren wird man dann belohnt. Es ist ja sonst kein qualifizierterer Kandidat in Sicht ("wos soll ma moch'n?").

  49. SuPa
    28. August 2010 07:36

    Asine Cariosus Christianus - Nomen est omen. Beatus ille, qui procul negotiis. Punktum.

    (Dummkopf Christian Faul - der Name ist das Vorzeichen. Glücklich ist der, welcher fern von Geschäften/Pflichten ist. Damit sind die glücklichen Schüler in Weiz gemeint!)

  50. Viktor
    28. August 2010 03:15

    Bei Herrn Faul ist der Besuch der Gesamtschule schon vorweggenommen.
    Niveaulos,ungebildet und dumm.Ein Markenkennzeichen der meisten heutigen
    linken Politiker.
    Wir freuen uns bereits alle,auf die nach unten nivellierenden Ergebnisse der Gesamtschule.





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